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Ausgabe 6/2014 · 2. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Branchenspiegel 2015 „Who is who“

LivingKitchen 2015 · Innovativ, informativ, international Le marché français · Marc Edel, Demeter, über die Chancen und Risiken der Küchenspezialisten in Frankreich Erlebe die Möglichkeiten · Küchenstudio Krampe, Küchenspezialist des Jahres 2014


Qualität Qualitätkommt kommt von voninnen. innen. DassDass eineeine Küche Küche jeden jeden TagTag aufsaufs Neue Neue begeistert, begeistert, liegtliegt auch auch an ihren an ihren inneren inneren Werten. Werten. DieDie innovativen innovativen Scharniere, Scharniere, SchubkastenSchubkastenundund Schiebetürsysteme Schiebetürsysteme vonvon Hettich Hettich sorgen sorgen für für faszinierenden faszinierenden Komfort: Komfort: Sanft Sanft schließende schließende Schranktüren Schranktüren undund Auszüge. Auszüge. Bequemer Bequemer Zugriff Zugriff aufauf allealle Inhalte. Inhalte. Innovatives Innovatives Design. Design. UndUnd herausragende, herausragende, langlebige langlebige Qualität. Qualität. Entdecken Entdecken Sie Sie weitere weitere Hettich Hettich Ideen Ideen undund Produkte Produkte für für Sie Sie undund IhreIhre Küchen Küchen – einfach – einfach online. online. www.hettich.com www.hettich.com

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EDITORIAL

„Alles hat nur so viel Wirklichkeit und Aussicht auf Bestand, als es gut ist.“ (Emil Oesch)

E

s war der 23. Dezember. Nur noch zwei Stunden bis Mitternacht. In den letzten Wochen hatte es fast keinen Tag gegeben, an dem Franz Fertig vor 9 Uhr abends nach Hause gekommen war und heute wurde es sogar noch später. Endlich fand er die Zeit und die Ruhe, um die Montagepläne für die Zeit zwischen den Jahren fertigzustellen. Ja, die Kunden waren anstrengend geworden, wussten alles besser und feilschten mit ihm um jeden Cent. Franz Fertig lehnte sich seufzend im Stuhl zurück und wünschte sich die gute alte Zeit zurück, in der alles viel gemächlicher und freundlicher zuging. „Hohohho, was sitzt Du so faul hier rum?“ Franz Fertig schrak zusammen und traute weder seinen Augen noch seinen Ohren. Vor ihm stand Santa, stattlich und in voller Montur. Und ohne viel Federlesens packte er den verblüfften Franz beim Kragen und eh der sich versah, saß er auch schon neben Santa auf dem Bock des Rentierschlittens. „Was fällt Dir ein? Jetzt bleibt meine Arbeit liegen!“, empörte sich der brave Küchenspezialist lautstark. „Lass mal gut sein“, dröhnte Santa. „In diesem Jahr sollst Du mir helfen, meine Geschenke zu verteilen. Du wurdest von meinen Elfen geprüft und für zuverlässig und gutmütig befunden und jetzt bist Du dran.“ Und auf ein lautes Hohoho hin, unter einem Wirbel aus Sternenstaub, raste der Schlitten hoch hinaus in die Nacht. Franz Fertig war wie gelähmt, der Fahrtwind nahm ihm die

Luft. Zeit und Raum schienen zu zerfließen. ner erwischt, müsste Und schon ertönte erneut das herausfordern- er schon aus dem de Hohoho und Santa setzte zur Landung an. Wohnzimmer um „Zefix, wieder kein Parkplatz!“, Santa riss die die Ecke schauen!“ Zügel herum und startete durch. „Es ist zu Santa ließ sich das schlimm mit den Menschen heutzutage. Va- nicht zweimal sagen, ter, Mutter und Kind, jeder ein Auto!“ schulterte den Sack „Ich denke, Du landest immer auf dem Dach“, und presste sich laut japste Franz Fertig. „Notgedrungen, brumm- ächzend durch den te Santa kurzangebunden. Gesagt, getan, und schmalen Kamin. mit einer eleganten Kurve, landete das Ge- Die Geschenke, die spann auf dem Flachdach eines Bungalows. Mr. Claus nun liebeSanta lugte in den Schornstein und kniff voll in dem bereits geblendet die Augen zusammen. In jedem nach Weihnachtsgans YVONNE DAVY Zimmer brannte Licht, und in jedem Raum duftenden Raum an- Chefredakteurin schien ein Fernseher zu laufen. „Von wegen richtete, erfüllten die Fest der Familie. Hier macht jeder seins, und geheimsten Wünsche jedes Familienmitdie Sessel da, hab’ ich im letzten Jahr auch glieds, und als er sich umschaute, blickte Sannoch nicht gesehen, geschweige denn die Ta- ta auf die bereits schön gedeckte Tafel. blets oder Smartphones, die hier rum liegen.“ Franz Fertig hatte das alles beobachtet und „Tja“, seufzte Franz Fertig und dachte dabei an ein Lächeln stahl sich in sein Gesicht: „Jetzt seine eigene Familie. „Als wir Kinder waren, weiß ich wieder, warum ich meinen Beruf liegehörten wir schon mit dem Schwarz/Weiß- be. Die Küche ist der Raum in jedem Haus, in Fernseh-Gerät zu den Privilegierten und die dem sich alle treffen, um gemeinsam miteiNachbarschaft wurde eingeladen, um ge- nander zu speisen, sich auszutauschen oder meinsam Krimis zu schauen. Möbel und so auch zu feiern. Aber sie ist auch der Raum mit dem längsten Bestand und der größten gab’s nur bei Bedarf.“ „Ja damals! Heute ist alles im Überfluss vor- Vertrautheit. Kein Wunder, dass Menschen handen. Ich frage mich, ob ich bald arbeitslos so viel Zeit brauchen, um sich für eine neue werde. Wünsche werden heute ja auch sofort Kücheneinrichtung zu entscheiden. Hier hat erfüllt, ein Mausklick und die Kreditkarte ge- alles seinen Platz, nichts ist zu viel … bis auf…“, nügen … wohin also mit meinen Geschenken?“ er hörte Santas ärgerliches Stöhnen, als er auf Jetzt spähte Franz in den Kamin: „Erst mal in dem Rückweg durch den engen Schornstein die Küche“, strahlte er dann. „Damit uns ei- zum x-ten Mal steckenblieb. Vielleicht, ja vielleicht, ging es Franz Fertig durch den Kopf, sollte er ein Vorhängeschloss für Kühlgeräte in sein Sortiment mit aufnehmen, nicht rostend und mindestens so lange haltbar wie die von ihm geplanten Küchen.

Foto: fotolia.de – 3dpixs.com

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein Frohes Fest und einen guten Start in ein erfolgreiches Jahr 2015. Ihr Redaktionsteam küche + architektur | 1


Foto: Siemens

INHALT 1/2013

Jedes Gericht ist nur so gut wie seine Zutaten. Beim Küchendesign gilt dasselbe. Mit dem perfekt abgestimmten Design der iQ700 Einbaugeräte-Reihe setzt Siemens neue Standards in der Küche. Die perfekt miteinander harmonierenden Fronten ermöglichen vollkommene Freiheit beim Arrangieren der Geräte in einem eleganten, modernen und zugleich zeitlosen Design. Vollendet durch einzigartige Innovationen: Zum Beispiel spart varioSpeed bis zu 50 % Zeit – durch die intelligente Kombination verschiedener Heiztechnologien. siemens-home.de/iQ700-Einbau

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Editorial „Alles hat nur so viel Wirklichkeit und Aussicht auf Bestand, als es gut ist.“ (Emil Oesch)

4 8

Industriezweig rechnet mit moderatem Wachstum

30 Küchen – Markt mit Zukunft

LivingKitchen 2015

Kommentar von Jürgen Weyrich zur

Innovativ, informativ, international

Marktentwicklung der deutschen

Die Ästhetik der Materie

GfK, Nürnberg

Küchenmöbelindustrie 2014 aus Sicht der

Stilsicher Pronorm-Küchen

32 Wohnungsbau in Deutschland

14 Genuss für alle Sinne

Energie-Effizienz und Barrierefreiheit

Trendgerecht mit Ewe und Intuo

16 Die Innovations-Lokomotive rollt weiter V-Zug – Starkes Team mit exklusiven Produkten

18 Immer gut für eine Überraschung Schüller macht mit Juno sein Angebot perfekt!

20 My home is my „Concept“ Vision und Klassik sind kein Widerspruch

22 Wirtschaftskonjunktur

2 | küche + architektur

28 Küchenmöbelindustrie 2015

immer bedeutender

33 Ausgezeichnete Lösungen ... ... aus der Ideenschmiede Zeyko

34 Die Küchenbranche hat ihre eigenen Gesetze

43 Was glänzt denn da? Hochglanz für DecoBoard von Pfleiderer

44 Erlebe die Möglichkeiten! Küchenstudio Krampe, Küchenspezialist des Jahres 2014

48 Hausgeräte-Markt wächst weiter ZVEI-Geschäftsführer Werner Scholz

Der Blick in die Glaskugel zeigt

über die Entwicklung

viele Gesichter

der Hausgeräte-Industrie


Impressum VERLAG: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de GESCHÄFTSFÜHRER: Harald Fritsche, Wolfgang Kriwan REDAKTIONSBÜRO: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms HERAUSGEBERIN UND CHEFREDAKTEURIN: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de

Inhalt 6/2014

REDAKTIONSASSISTENZ UND ANZEIGENVERKAUF: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de LAYOUT: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de DRUCK: Frotscher Druck GmbH Riedstraße 8 64295 Darmstadt

49 Purer Genuss aus dem Dampf Der Multi-Dampfgarer AEG ProCombi Plus mit Sous Vide-Funktion

50 Elektrogeräte-Industrie Die Zeichen stehen auf Wachstum

60 Investor chinesisch – Unternehmen deutsch kuhlmann küche stellt sich dem nationalen und internationalen Wettbewerb

64 Dezent und elegant in Perlgrau Silgranit-Spülen mit neuer

80 Le marché français Marc Edel, geschäftsführender Gesellschafter der französischen Verbundgruppe Demeter, über die Chancen und Risiken der Küchenspezialisten in Frankreich.

83 Verbundgruppen Küchenfachhandel auch 2015 unter gutem Stern

90 Produktpalette Lieferprogramme der Zulieferindustrie

91 Die guten Adressen der Branche

CombiColours-Farbe bei Blanco

65 Spülen Intelligenz in Material, Technik und Service

71 Trotz niedriger Zinsen wird weiter gespart Jeder vierte legt sein Geld in Fonds und Aktien an

72 Beschlagindustrie Wachstum durch innovative Produkte

78 Baukonjunktur in Europa

Who is who – Firmeneinträge 39 Küchenmöbel, Küchenzusatzmöbel

57 Einbaugeräte 69 Spülen 70 Arbeitsplatten und Fronten 73 Abfalltrennsysteme 75 Beschläge 87 Organisationen

PREISLISTE FÜR ANZEIGEN: zur Zeit Nr. 3, gültig seit 1. 1. 2015 PREIS EINZELHEFT: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) ABONNEMENT-SERVICE: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de BANKKONTEN: Volksbank Stuttgart eG 101 383 029 (BLZ 600 901 00) IBAN: DE81 600 901 000 101 383 029 BIC: VOBADESS Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im FachschriftenVerlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer FOTONACHWEISE: Seite 95: auremar/fotolia

küche + architektur | 3


MESSE | LivingKitchen

LivingKitchen 2015 Innovativ, informativ, international Nur noch wenige Tage und die LivingKitchen 2015 öffnet in Köln, zeitgleich mit der Internationalen Möbelmesse, ihre Pforten. Die Veranstalter und Koordinatoren der internationalen Leitmesse für moderne Kücheneinrichtung rechnen mit 150.000 Besuchern, die es sich nicht nehmen lassen werden, sich vom 19. – 25. Januar über die neuesten innovativen Produkte der Sparten Küchenmöbel, Hausgeräte, Spülen und Armaturen als auch Zubehör zu informieren.

4 | küche + architektur

I

n den vergangenen Monaten hat das Team der Koelnmesse mit aller Kraft daran gearbeitet, das internationale Küchenevent noch erfolgreicher zu machen. Angepasst an die verschiedenen Zielgruppen wurden im Kommunikationsbereich alle Kanäle – von Redaktionsbesuchen über Pressemitteilungen bis hin zu Social-Media-Aktivitäten – genutzt. Die letzte Reise des Koelnmesse-Teams ging beispielsweise in die chinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai, wo man auf der China International Kitchen and Bathroom Expo (CIKB), einer Satelliten-Veranstaltung der LivingKitchen, während einer Pressekonferenz noch einmal auf die „große Schwester“ in Deutschland aufmerksam machte. Vorangegangen waren Redaktionsbesuche, Pressekonferenzen und Round-Table-Gespräche unter anderem in den USA und Russland sowie in europäischen Staaten wie Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden. Jetzt sind die Veranstalter endgültig sicher: „Die LivingKitchen 2015“, ist Eike Fuchs, Projektmanager LivingKitchen® überzeugt, „wird das beste internationale Küchenevent aller Zeiten“. Denn die Hallen 4.1 und 4.2 sowie 5.2 zeigen das Spiegelbild des Marktes. Hier inszenieren sich rund 215 Aussteller, unter ihnen die

Fotos: Koelnmesse

„Die LivingKitchen 2015“, ist Eike Fuchs, engagierter und kompetenter Projektmanager LivingKitchen® überzeugt, „wird das beste internationale Küchenevent aller Zeiten.“

Großen wie die Kleinen der Branche, die Allrounder ebenso wie die Nischenanbieter, Unternehmen aus dem In- und Ausland. Die Attraktivität dieses Angebotes sowie die gezielte Durchmischung der Hallen, die dem Szenario eine gewisse Spannung verleiht, zählen mit zu den Erfolgsfaktoren der LivingKitchen. Unzählige Innovationen und Neuheiten werden auch 2015 wieder in Köln ihre Premiere, wenn nicht sogar ihre Weltpremiere feiern. Einen kleinen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Bühnenbilder und Inszenierungen entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Seiten.


LivingKitchen | MESSE

Interior Innovation Award 2015 für P`7350 Poggenpohl präsentiert Preisträger auf der LivingKitchen Pünktlich zur Markteinführung wurde die Poggenpohl P´7350 design by Porsche Design Studio jetzt mit dem „Interior Innovation Award 2015“ ausgezeichnet. Dieser Award, jährlich ausgelobt vom Rat für Formgebung, gilt als einer der renommiertesten Designpreise der Einrichtungsbranche weltweit. Diese wichtige Auszeichnung bestätigt die hervorragenden Feedbacks, die der Markenküchenhersteller in den letzten Wochen und Monaten auf die innovative Küchenarchitektur der P`7350 erhalten hat und setzt ein sehr positives Vorzeichen für den Verkaufsstart. Ideeller Träger dieses Wettbewerbs ist die imm cologne. Zu sehen sein wird die P`7350 im Rahmen der Wettbewerbsausstellung des Interior Innovation Award während der imm cologne/ LivingKitchen 2015 in Halle 4.2, Stand A 11 Ausgezeichnete P´7350 in Grau und Weiß

Foto: Poggenpohl

white experience… …inszeniert im rational Showcube Foto: rational

Als einer der Trendsetter darf rational auch auf der diesjährigen internationalen Leitmesse für moderne Kücheneinrichtung nicht fehlen. Unter dem Motto „white experience“ präsentiert der innovative Hersteller in dem 180 m² großen und ganz in weiß gehaltenen Showcube vier neue LoungeKüchen. Luftige, verstellbare Vertikal-Lamellen gewähren allseitig Einblicke in die neuen, bühnenhaft inszenierten rational Küchenwelten und sorgen darüber hinaus für interessante Licht- und Schattenspiele. Zwischen den Küchen platzierte Sitzecken runden das neue Lounge-Feeling ab und laden zum Betrachten, Wohlfühlen und Verweilen ein. White experience steht für eine neue, elegante, zeitlose Transparenz und Großzügigkeit. Weiß ist nicht nur mit allen Farbtönen kombinierbar, sondern auch mit anderen Werkstoffen wie z. B. Holz. „Aus dieser Symbiose ergeben sich sehr ansprechende und gemütliche Wohnlösungen“, so der Kurzausblick von Marketingleiterin Elke Pfeiffer. Pate für „White experiences“ stehen Modell topaz in der trendstarken Kombination Ultraweiß Supermatt und Kupfer. Das Modell onda setzt auf Glacier White und das filigrane Holzdekor Fleetwood Graphit. Das neue, vielseitige Küchenprogramm cadre in Arctisweiß Softlack präsentiert sich in Symbiose mit einem hochwertig verarbeiteten Bildfurnier. Arctisweiß Hochglanz und das neue Bildfurnier Eiche Terra weiß gekälkt fusionieren beim Modell tio zen Edition zu einem raffinierten Materialmix. Ein Besuch der rational-Inspirations „white experience“ in Halle 5.2, Stand A 028 lohnt sich.

Modell tio zen Arctisweiß Hochglanz und das neue Bildfurnier Eiche Terra weiß gekälkt. küche + architektur | 5


MESSE | LivingKitchen

Teka wieder auf der LivingKitchen Neue Einbaugeräte und Spülen made in Spain Nach einmaliger Pause gehört Teka im Januar wieder zu den Ausstellern der LivingKitchen in Köln. In Halle 4.2, Stand B 040/C 045 zeigt der spanische Spülenund Einbaugerätehersteller die Neuheiten 2015. Ansprechpartner für den deutschen Markt ist die TDV Vertriebsgesellschaft in Haiger. Die Gesellschaft fungiert als alleiniger Generalimporteur für Deutschland. Hans-Peter Körfer, Geschäftsführer des Unternehmens und sein Team freuen sich, ihren Kunden an prominenter Stelle auf einer Standfläche von 300 Quadratmetern das aktuelle Sortiment vorzustellen. Schwerpunkt der Teka Neuentwicklungen bilden in diesem Jahr die Einbaugeräte. Neben neuen Flex-Induktions-Modellen in 60 und 90 cm Breite, dem puristischen HS-Einbaugeräte-Design präsentiert Teka auch neu entwickelte DunsthaubenModelle. Als einer der führenden Spülen-Hersteller zeigt Teka selbstverständlich auch in diesem Bereich seine neuesten Entwicklungen. Foto: TDV

TDV Geschäftsführer HansPeter Körfer und Edmund Lettau (links)

Foto: TDV

Häcker Küchen

Fotos: Häcker

Internationaler Auftritt auf der LivingKitchen

MARCUS ROTH,

ANDREAS MÖLLER,

Geschäftsleiter Ver-

Geschäftsleitung

trieb und Marketing

Export

für Deutschland und

Häcker Küchen

Österreich, Häcker Küchen 6 | küche + architektur

Offen und einladend wird er sein, der Stand, auf dem Häcker Küchen seine Besucher auf der LivingKitchen vom 19. – 25. Januar 2015 in den Kölner Messehallen begrüßen wird. Das attraktive Standkonzept in Halle 4.1, Stand C 21 sieht die Präsentation von je drei Küchen aus den Programmen systemat und classic vor. Dabei macht die hochwertige Produktlinie systemat ihrer Art alle Ehre. In architektonisch anspruchsvoller Manier zelebriert das Unternehmen unter diesem Namen Küchen in Steinfurnier, Hochglanzlack und Echtholzfurnieren: „Den Schwerpunkt bilden dabei die Präsentation des zeitgenössischen Designs mit seinem internationalen Anspruch und der verbesserten Funktionen von Auszügen, Schubkästen und Korpussen bei systemat“, erläutert Andreas Möller, Geschäftsleitung Export des Unternehmens. Ein weiteres wesentliches Highlight während der LivingKitchen wird die erste eigene Einbaugerätelinie des innovativen Herstellers sein. Bereits während der Hausmesse im Herbst dieses Jahres hatten die Einbaugeräte der Marke Blaupunkt unter den Besuchern für Furore gesorgt, so dass das Unternehmen unmittelbar danach sehr gute Platzierungen der Geräte in den Angebotsmärkten Deutschland, Österreich, Frankreich, den Niederlanden und Schweden verzeichnen konnte. „Wir sind uns bewusst, dass wir auf der LivingKitchen die Resonanz von Kunden anderer Länder herausfordern, in denen Blaupunkt bisher noch nicht erhältlich ist. Nach der Messe werden wir deshalb prüfen, ob wir mit Blaupunkt schon einen Schritt weiter und somit in einen neuen Markt gehen können“, erläutert Marcus Roth, Geschäftsleiter Vertrieb und Marketing für Deutschland und Österreich.


Foto: SieMatic

LivingKitchen | MESSE

SieMatic Stilwelt „Pure“ mit der neuen SE 3003 R mit filigranen Rahmen, metallischen Materialien,

Lifestyle statt Küchenprogramme

edlem Holz und nuancierten Lackfarbtönen.

SieMatic feiert Premiere eines neuen Planungsprinzips Anlässlich der internationalen Messe LivingKitchen 2015 inszeniert SieMatic seine Neuheiten erstmals in den drei Stilwelten „Classic“, „Pure“ und „Urban“. „Mit unserem Planungsprinzip der SieMatic Stilwelten inspirieren wir unsere Kunden zu individuellen Küchenplanungen und können unabhängig von Programmstrukturen präzise und detailliert auf alle Wünsche eingehen“, erklärt Ulrich W. Siekmann, geschäftsführender Gesellschafter der SieMatic Möbelwerke. Das Highlight der Premiere des neuen Planungsprinzips bildet das Küchen-Buffet SieMatic 29 der Stil-

welt „Urban“. In der Stilwelt „Pure“ präsentiert sich die neue SE 3003 R und S2-R mit eleganten Rahmenfronten in metallischen Materialien, edlem Holz und nuancierten Lackfarbtönen. Die Stilwelt „Classic“ illustriert SieMatic mit spannenden Neuinterpretationen der erfolgreich etablierten BeauxArts. Darüber hinaus zeigt die gesamte Innenausstattung eine durchgängige neue Ästhetik, Materialität und Funktionalität – hier steht das neue Ordnungssystem MultiMatic Aluminium im Fokus in Halle 4.1, Stand A 010.

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MEET US IN COLOGNE

IMM COLOGNE 19. – 25.01.2015 Starten Sie mit uns in ein spannendes und erfolgreiches neues Jahr. Den schwungvollen Auftakt gibt dazu die LivingKitchen im Rahmen der internationalen Möbelmesse in Köln.

HALLE 5.2 STAND A040/ B049

Wir präsentieren die faszinierenden Highlights und überzeugenden Neuheiten aus unserer Kollektion 2015. Ganz besonders freuen wir uns auf das persönliche Gespräch mit Ihnen und heißen Sie daher herzlich willkommen.

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MESSE | LivingKitchen

Grifflose Eleganz in super matter Anmutung Modell X-ML, xeroxgrau/ Profil X-line edelstahlfarbig Foto: Pronorm

Die Ästhetik der Materie Stilsicher Pronorm-Küchen

D Den zunehmenden Wunsch der Konsumenten nach Individualisierung begreift der mittelständische Küchenmöbelhersteller Pronorm als Chance. Pronorm stellt sich dieser Herausforderung durch den intelligenten Aufbau und die Kompatibilität seiner Produktlinien Y-line, X-line, proline und classicline. Die Flexibilität dieses durchdachten Baukastensystems ergibt sich aus der einzigartigen Plattform- und Produktlinienstrategie des innovativen Unternehmens. 8 | küche + architektur

ie Produktlinien-übergreifende Planbarkeit einzelner Module ermöglicht individuelle, maßgeschneiderte Küchen, die sich mit Recht Unikate nennen dürfen. Einfach anders zeigt sich Pronorm auch im Umgang mit matten und glänzenden Fronten. Sie gelten derzeit als typische Kennzeichen für veredelte und hochwertig verarbeitete Möbel-Oberflächen. Der Trend des zeitgemäßen Baustils favorisiert neben einer klaren, puristischen Linienführung vor allem matte, wenn nicht sogar supermatte Oberflächen. Matt spiegelt die neue Exklusivität wieder und eröffnet dem Möbeldesign als Thema viel Spielraum bei Design- und Gestaltungsentwürfen. Pronorm verfolgt dabei einen vollkommen eigenen Weg und setzt auf ein mehrschichtiges Produktionsverfahren, das eine außergewöhnlich edle, matte Optik mit einer gleichzeitig hohen Widerstandsfähigkeit erzeugt und zudem ein kontrastreiches Zusammenspiel zwischen matten und glänzenden Materialien ermöglicht. Ultramatte Optiken mit geringer Reflexion, gepaart mit eleganter Haptik umgesetzt mit exklusiven Fronten mit speziellen Laserkanten und einem Glanzgrad, der fast gegen null geht. Mit fünf sorgfältig ausgewählten Farben ergeben sich variantenreiche und attraktive Kombinationsmöglichkeiten. KLASSIKER IN NEUER FORM Die neuen matten Designs verleihen natürlich auch dem neuen grifflosen Programm X-line eine besonders edle Ausstrahlung. Das Herzstück von X-line bildet übrigens ein Griffprofil in C-Form, das den Zugriff auf der gesamten Schranklänge erlaubt. Das Griff-Profil wird serienmäßig in den Farben Edelstahl und Weiß geliefert. Die angenehme Handhabung wird durch die formschöne C-Profilierung und den geringen Arbeitsplattenüberstand unterstützt und bietet einen großzügigen Eingriff in das Griffprofil. Ob in matter, glänzender oder kombinierter Ausführung überzeugt X-line durch seine ganz besondere, elegante Linienführung. Durch den höheren Korpus und die größere Schranktiefe dieser Produktlinie entsteht noch mehr Rauminhalt. Somit ergänzt die neue Produktlinie ihr ebenfalls griffloses exklusives Pendant Y-line und macht diesen puristischen Einrichtungsstil einer noch breiteren Zielgruppe zugänglich, www.pronorm.de live auf der LivingKitchen in Halle 5.2, Stand A030.


LivingKitchen | MESSE

Frische Ideen für die Küche. Spülen und Armaturen von BLANCO.

So werden Küchen zur Quelle reinster Freude. Die Spülen und Armaturen von BLANCO begeistern nicht nur durch ihr außergewöhnliches Design. Durchdachte Konzeptlösungen, der Einsatz hochwertiger Materialien und eine präzise Verarbeitung zeichnen diese Markenprodukte aus. Mehr frische Ideen finden Sie im Internet.

Besuchen Sie uns IMM, LivingKitchen 19. Jan. – 25. Jan. 2015 Köln

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küche + architektur | 9


MESSE | LivingKitchen Fotos: Miele

„A new world of cooking“ – unter diesem Motto präsentiert sich Miele auf der LivingKitchen in Köln auf rund 1000 Quadratmetern Standfläche. Der fast quadratische in Schwarz und Weiß gehaltene Stand bietet Raum für die Inszenierung von insgesamt

„A new world of cooking“

382 Küchengeräten.

Miele präsentiert Weltneuheit „A new world of cooking“ – unter diesem Motto präsentiert sich Miele auf der LivingKitchen in Köln auf rund 1000 Quadratmetern Standfläche. Der fast quadratische in Schwarz und Weiß gehaltene Stand bietet Raum für die Inszenierung von insgesamt 382 Küchengeräten. Dieser spielerische Umgang mit geometrischen Formen gibt dem Gesamtauftritt eine moderne, dynamische Note und eröffnet im Innern wie auch an den Außenwänden faszinierende Möglichkeiten zur Produktpräsentation. Bei seinen Geräteinnovationen beschreitet der Gütersloher Traditionskonzern gleich in zweifacher Hinsicht neue Wege: Zum einen schafft Miele eine völlig neue Produktkategorie, und zum anderen zeigt das Unternehmen vielseitige Kochgeräte amerikanischen Ausmaßes erstmals auch in Europa Das weltexklusive neue Kochgerät, das sich durch hohen Komfort und Gebrauchsnutzen auszeichnet, fügt sich auch optisch nahtlos in die Einbaugeräte-Generation 6000 ein. Auf einer Showbühne widmet Miele diesem Produkt besondere Aufmerksamkeit mit Videoeinspielungen und Live-Kochvorführungen im 20 Minuten-Takt. „Wir sind äußerst gespannt darauf, wie Handel und Endkunden dieses Gerät aufnehmen“, betont Frank Jüttner, Chef der Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland, die diesen Messeauftritt für die Miele Gruppe ausrichtet. Gespannt ist man bei Miele auch auf die Resonanz der Messegäste auf die neuen Range Cooker, Kochgeräte in US-amerikanischen Dimensionen mit der Qualität und den Ausstattungsdetails, die auch die Einbaugeräte der Generation 6000 auszeichnen. Unter diesen großformatigen Herden ist ein 1,22 Meter breites Standgerät (48 Zoll), das für amerikanische Verhältnisse eine bisher nicht bekannte Anwendungsvielfalt bietet. Im Detail sind das zwei Garäume, einer davon auch als Mikrowelle nutzbar, sechs Gasbrenner, ein sogenannter Griddle – eine Edelstahlfläche für das Grillen – sowie eine Wärmeschublade. „Für die Range Cooker, für die wir in den USA und Kanada begeisterte erste Feedbacks erhalten, ist die LivingKitchen ein wichtiger Seismograph“, so Gernot Trettenbrein, Leiter des Geschäftsbereichs Hausgeräte International, „wir wollen ausloten, ob wir diese Geräte auch in Europa auf den Markt bringen.“ 10 | küche + architektur

Einen weitereren Innovationsschwerpunkt von Miele bilden die Dunstabzugshauben, für die ab Januar europaweite Energielabel gelten. Raum für ausführliche Gespräche bietet ein großes Café, inszeniert in der Form eines umgekehrten Trapezes. Das Café, das über 150 Sitzplätzen verfügt verspricht zudem eine entspannte Atmosphäre für die kulinarischen Chill out-Abende mit Live-Musik (19. – 21. Januar). Der Miele-Messestand befindet sich in Halle 4.1. Die Öffnungszeiten sind von 9 bis 18 Uhr (Sonntag bis 17 Uhr).

Unter den Range-Cookern präsentiert Miele auch ein 1,22 Meter breites Standgerät (48 Zoll), das für amerikanische Verhältnisse eine bisher nicht bekannte Anwendungsvielfalt bietet. Im Detail sind das zwei Garräume, einer davon auch als Mikrowelle nutzbar, sechs Gasbrenner, ein sogenannter Griddle – eine Edelstahlfläche für das Grillen – sowie eine Wärmeschublade.


Designstark, funktional, anpassungsfähig

LivingKitchen | MESSE

Meiré und Meiré

nolte neo Restart the kitchen

Armaturenfamilie Como von Villeroy & Boch Die Einhandmischer der Armaturenfamilie Como sind mit ihrem reduzierten Design und ihrer klaren Formensprache wie gemacht für ein modernes Küchenambiente und bieten zudem optimalen Nutzungskomfort. Die beiden neuen Modelle Como Style mit Festauslauf und Como Shower Style mit herausziehbarer Schlauchbrause sind massiv und robust angelegt und wahlweise matt Edelstahl gebürstet oder hochglänzend Edelstahl poliert erhältlich. Mit ihrem markanten, geradlinigen Design passen sie sehr gut zu imposanten Küchenspülen wie Monumentum oder Metric Art. Für Spülplätze direkt vor einem Fenster wurde das Modell Como Window konzipiert: Die Armatur kann aus der Montageöffnung herausgezogen, zur Seite oder in das Spülenbecken gelegt und wieder zurückgesteckt werden – schnell, unkompliziert und ganz ohne Werkzeug. Auf diese Weise lässt sich das Fenster jederzeit öffnen. Dabei ist Como Window optisch nicht von der regulären Como-Armatur zu unterscheiden – die Funktion hat keinerlei Einfluss auf das Design. In der Variante Como Shower Window verfügt sie sogar über eine herausziehbarer Schlauchbrause. Im Jahr 2014 wurde das Design von Como und Como Shower upgedatet: Neu ist eine aktuelle Farbvariante mit Manschette, Zierring und Perlator aus ungefärbtem, massivem Edelstahl. Außerdem wurde der Radius des Auslaufs vergrößert. Villeroy&Boch LivingKitchen, Halle 5.2, Stand C 18 Die Armaturenmodelle Como Style sind massiv und robust angelegt und wahlweise matt Edelstahl gebürstet oder hochglänzend Edelstahl poliert erhältlich.

Foto: Villeroy & Boch

Die Welt verändert sich. Und mit ihr unser Leben. Zeit für eine Küche, die mithalten kann. Zeit für nolte neo. Auf den PASSAGEN in Köln vom 19. – 24. Januar 2015 www.nolte-kuechen.de

küche + architektur | 11


MESSE | LivingKitchen

Nolte präsentiert in den Kölner Passagen nolte neo Loft Fotos: Nolte

Andreas Kuipers (l.) ist CEO der Nolte Küchen GmbH & Co. KG und verfügt über langjährige, internationale Erfahrung bei diversen Weltmarktführern der Markenartikelindustrie. Mike Meiré (r.) ist Art Director, Designer und Head of Creation der Kreativagentur Meiré und Meiré.

12 | küche + architektur

Nolte neo – Hommage an das neue, offene Verständnis des Lebensraums Küche Eine nolte neo Küche kann unterschiedlichste Formen annehmen. Individualisierung ist eine gute Voraussetzung, um den ganz persönlichen Wünschen und Vorstellungen der Verbraucher von der idealen Küche gerecht zu werden. Davon können sich Interessenten auch in Köln überzeugen. Hier präsentiert Nolte sein Konzept parallel zur LivingKitchen in den Passagen, Hafen 12. Entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Art Director und Designer Mike Meiré, stellt nolte neo die logische Fortentwicklung moderner modularer Küchenplanung dar: Einzelne Elemente können individuell miteinander kombiniert werden oder auch eine bestehende nolte Küche ergänzen. Bei aller Fortschrittlichkeit schlägt nolte neo die Brücke zu bereits bestehenden Kollektionen und holt das richtungsweisende Konzept ins Hier und Jetzt: In einer von Mobilität und Flexibilität geprägten Zeit bietet das modulare Prinzip die Freiheit, die Küche jederzeit zu verändern und den aktuellen Lebensumständen anzupassen. „Die Küche ist heute einfach mehr als Kochstelle und Essraum. Sie ist vielmehr ein Allrounder-Möbel. Ein Setzkasten fürs Leben, ausgehend von unseren individuellen Bedürfnissen“, betont Mike Meiré. Entsprechend diesen Anforderungen gestaltete der Designer neben klassischen Küchenmodulen wie Schrank, Ablage, Spüle und Herd auch Möbel aus anderen Wohnbereichen. Individuell in jede Umgebung integrierbar, schaffen Details wie z. B. ein gelb lackiertes Depot, eine Glasvitrine, eine Bibliothek, ein Kamin oder ein Sockel für Kunst einen fließenden Übergang zum Wohnraum – und stehen so für ein neues, offenes Verständnis des Lebens in der Küche. Drei Stilrichtungen verkörpern vielfältige Lebensstile und -entwürfe: Während Loft mit progressiven Graffiti-Prints und industriell anmutender Edelstahl-Optik für einen offen geprägten, urbanen Lifestyle steht, zelebriert Chalet die Eleganz und Sinnlichkeit von dunklem Eichenholz, marmorierten Oberflächen und einem knisternden Kaminfeuer. Salon dagegen inszeniert die Küche als modernes Gesellschaftszimmer. Spiegelelemente, Glas und kubische 3D-Patterns schaffen eine inspirierende Projektionsfläche für eigene Ideen und eröffnen so nahezu endlose Kombinationsmöglichkeiten. Für den Planer besonders vorteilhaft: Alle Module basieren auf dem etablierten Rastermaß Matrix 150 und lassen sich dadurch problemlos mit Küchenelementen der nolte Produktlinien kombinieren.


LivingKitchen | MESSE

Guter Auftakt zum 90-jährigen Firmenjubiläum Blanco auf der LivingKitchen Als einer der führenden und exportstarken Hersteller für Spülen, Küchenarmaturen und Abfallsysteme darf Blanco auf der internationalen Küchenmesse LivingKitchen in Kön nicht fehlen. Das Motto des in Halle 4.2, Stand C 020–029 präsentierten, großzügig gestalteten Blanco-Stands: „A Story of Quality“ steht sowohl für attraktive Produkt-Neuheiten als auch für die verschiedenen Facetten der vielfach bewährten Produkt-Qualität des Unternehmens. So setzt der Premiumhersteller neben Produkt-Highlights seine besonderen Stärken in Szene – seien es innovative Materialen, ausgezeichnete Designkonzepte oder wertvolle Extras beim Lieferservice und Kundendienst. Gleichzeitig steht „A Story of Quality“ für die strikte Qualitätsorientierung des deutschen Traditions¬unternehmens, das mit zahlreichen Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern weltweit präsent ist und 2015 sein 90-jähriges Jubiläum feiert. Ein Schwerpunkt auf der LivingKitchen werden Spülen aus Silgranit PuraDur sein. Mit dem überragend pflegeleichten, widerstandsfähigen Material ist Blanco seit Jahren weltweit führend. Das Unternehmen hat 1981 als erstes in der Branche Verbundwerkstoffspülen in den Markt gebracht – ein Meilenstein in der Spülenentwicklung. Das Material wurde seither kontinuierlich weiterentwickelt und perfektioniert. Das aktuelle Sortiment begeistert mit trendstarken Farben, herausragendem Design und einer besonders angenehmen Haptik. Im Bereich Armaturen demonstriert Blanco präzise abgestimmt auf das Spülen-Programm und die Spülenmaterialien Edelstahl, Silgranit und Keramik sein feines Gespür für die unterschiedlichsten Marktanforderungen In- und Ausland.

Achim Schreiber, Vorsitzender der Geschäftsführung von Blanco: „Die LivingKitchen ist die internationale Leistungsschau der gesamten Küchenbranche, dazu mitten in Deutschland. Für uns ist die Messe ein ideales Podium, um weltweit unsere Partner im Handel, ebenso wie die Planer und Architekten mit bedarfsgerechten, planungsfreundlichen Produktkonzepten sowie Materialinnovationen aufs Neue zu begeistern.“

„Die LivingKitchen ist für uns ein perfekter Anlass zum Jahresauftakt, um unsere Geschäftspartner bei Blanco willkommen zu heißen. Deshalb freuen wir uns auf viele Gäste und gute Gespräche in Köln“, betont Lars Kreutz, Geschäftsleitung Vertrieb Deutschland.

BLANCO FLOW 5 S-IF, Edelstahl seidenglanz Fotos: Blanco

küche + architektur | 13


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Genuss für alle Sinne Trendgerecht mit Ewe und Intuo Fotos: ewe

Ob Küchen der Marke Ewe oder die eigenständige Premiummarke Intuo, die seit 2009 am Markt ist, Entwicklungen des Unternehmens aus Wels gelten seit jeher als kreativ und innovativ. Außergewöhnliche durchdachte Küchenkonzepte werden an zwei österreichischen Standorten mit hohen Ansprüchen an Design, Vielfalt, Funktion und Qualität gefertigt.

Lederoptik-Front – der Lack macht‘s: starke Optik, prägnante Haptik hier in nougat Ob Kochbuch, Tablet, Rundhaken für Utensilien oder Ablagebord – das ewe Funktionsrückwand-System räumt auf.

D

as neue kompakte und platzsparende, perfekt zwischen zwei Oberschränken einzuplanende ewe-Soundmodul für kabelloses Musikstreaming via Bluetooth mit MP3-Player geeigneter Line-In-Schnittstelle wurde bereits im Herbst zu den ostwestfälischen Hausmessen vorgestellt.

www.ewe.at www.intuo-kitchen.com http://magazin.ewe.at

14 | küche + architektur

IM TREND: LEDER COLOR UND FUNKTIONSWAND Ihre Premiere hatte hier ebenso die neu entwickelte colorlackierte Front in Lederoptik und -haptik. Sie entsteht – beim manuellen Aufbringen des Lacks – durch dessen Reißen, bewirkt von einer mit dem Lack vermengten Mattierungspaste. Robust, resistent gegen Feuchtigkeit und Flecken, hitzebestän-

dig und leicht zu reinigen, ist diese Oberfläche absolut küchentauglich und in den wohnlichen Farben sand, nougat und tonka erhältlich. Neben dieser Eigenentwicklung zeigt Ewe auf der LivingKitchen in Köln, Halle 4.2, Stand A 010, vom 19. – 25. 1. 2015 einmal mehr, welch großer Wert auf Alltagstauglichkeit und Design-Innovationen gelegt wird, um Küchen so angenehm und ergonomisch wie nur möglich zu gestalten: Das neue Funktionsrückwand-System lässt sich ganz nach Wunsch gestalten und bestücken und zeigt sich ideal für u. a. Papierrollenhalter, USB-Ladestation, Kochbuchhalter, der auch Tablets aufnimmt, oder ein Magnetprofil für Messer.


LivingKitchen | MESSE

Exklusive Designs verbunden mit modernster Technik Liebherr auf der LivingKitchen BlackSteel verbindet innovative Kältetechnologie Foto: Liebherr

mit elegantem Design als Blickfang in modernem

Liebherr-Hausgeräte überzeugen dank innovativer Technologien, praktischer Funktionen und hochwertiger Materialien im Alltag. Während der LivingKitchen zeigt der Kühl-/ Gefriergerätespezialist frische Trends in Verbindung mit energieeffizienten Geräten. In Halle 4.2 Stand A 047 präsentiert das Unternehmen auf 390 Quadratmetern eine Vielzahl seiner Produkte und Besonderheiten an Oberflächen, Farben sowie Ausstattungen.

Küchenumfeld

Fotos: Franke

Make it wonderful Franke-Produkte künstlerisch inszeniert Erstmals können Besucher aus aller Welt zur LivingKitchen in Köln das neue Markengesicht von Franke kennenlernen. Handgezeichnete Illustrationen bzw. emotional skizzierte Alltagsmomente, fantasievoll in Szene gesetzt rund um das Produktportfolio betonen den neuen Claim «Make it Wonderful» und machen den modernen Messestand zum ästhetischen Blickfang. Ganz im Sinne des neuen Markenversprechens wird Franke auf der internationalen Möbelmesse natürlich auch neue Produkte präsentieren, die durch Design, Materialien und Funktionalitäten bestechen. Zu den Highlights gehören u.a. das innovative Produktkonzept Frames by Franke, die neue Kollektion der Franke-Keramikspülen und natürlich auch die neuen Spülen aus Edelstahl und Fragranit+ sowie designstarke Armaturen und Dunstabzugshauben. Erlebbar sein wird die neue Welt von Franke in Halle 5.2, Stand B 038 – C 039!

Auf 550 Quadratmetern präsentiert Franke das neue Markengesicht und die Neuheiten 2015.

Frisch, humorvoll und inspirierend: die neue Markenkampagne von Franke. Sie fasst das Markenversprechen Make it Wonderful in Wort und Bild. küche + architektur | 15


MESSE | LivingKitchen

Die Innovations-Lokomotive rollt weiter „Sukzessive entwickeln wir uns zum Vollsortimenter“, Ralf Peter ist das Gesicht des Schweizer Herstellers V-Zug auf dem deutschen Markt. Gemeinsam mit seinem vierköpfigen Team mit Christoph Evers, Giuseppe Falletta, Martina ArendHedderich und Michael Hellmann kümmert er sich um die Belange seiner Partner im Handel. An die Hand gegeben hat ihm seine Schweizer Muttergesellschaft nicht nur eine Reihe ausgesuchter Geräte, deren Technologien dem Anspruch an intelligente Premiumgeräte mehr als gerecht

V-Zug – Starkes Team mit exklusiven Produkten

W

as vor einigen Jahren mit dem Combi-Steam begann, den es heute in den Varianten SL und XSL gibt, umfasst heute zudem Induktionskochfelder mit Maxiflex-Technologie, designstarke, sparsame Wand- und Insel-Hauben sowie Geschirrspüler mit einer komplett neuen innovativen Technologie. „Innovative neue Kühlgeräte“, so Ralf Peter, „sind im Übrigen bereits in unserer eigenen Produktion in der Entwicklung.“ EXKLUSIVE PRODUKTE FÜR EXKLUSIVE FACHHÄNDLER „V-Zug“ konnte sich mit dem kontinuierlich ausgebauten Produktportfolio in Deutschland sehr gut entwickeln“, betont Ralf Peter. „Wir setzen stärker und klarer denn je auf den qualifizierten Küchenfachhandel. Wir gewährleisten ihm zum einen durch die selektive Vermarktung unserer Produkte und zum anderen durch die Einzigartigkeit unserer Gerätetechnologie, wie bei unserem Steamer oder dem mit Dampf reinigenden Geschirr-

spüler, eine Exklusivität, wie sie heute im Hausgerätesegment nur schwer zu finden ist.“ Wenn Ralf Peter die V-Zug-Geräte beschreibt, spürt man die begeisterte Überzeugung, die er den Produkten made in Switzerland entgegenbringt. Und dabei ist er nicht allein, denn auch renommierte Spitzenköche arbeiten mit den Premiumgeräten des Herstellers. Als Kooperationspartner von V-Zug führen sie auf exquisiten Kochevents auch Endverbraucher in die Funktionen der Produkte ein. „Auch unseren deutschen Kunden bieten wir an, sie bei Kochevents zu unterstützen, so dass sich deren Kunden, noch vor dem Erwerb ihrer neuen Küche und unserer Geräte, über Leistungsfähigkeit und leichte Bedienbarkeit informieren können.“ MULTIPLIKATOREN – RENOMMIERTE KOCHSCHULEN UND ZUFRIEDENE VERBRAUCHER Dazu kommen noch die Stützpunktpartner in Deutschland. „Dazu zählen Kochschulen wie Culiartis, Berlin, Gourmet – die Kochschule,

werden, sondern auch exklusive, unterstützende multimediale Marketinginstrumente. Der Refresh Butler kann freistehend platziert RALF PETER, Verkaufs-

oder als

leitung Deutschland

integrierte

V-Zug: „Zufriedene

Version

Kunden sind die besten

in einen

Multiplikatoren!“

Schrank eingebaut werden.

16 | küche + architektur


LivingKitchen | MESSE Fotos: V-ZUG

GIUSEPPE FALLETTA

MARTINA AREND-

betreut den Süd-

HEDDERICH zeichnet

Westen Deutschlands

für die Bereiche

(Baden-Württemberg,

Mitte und Nord-Ost

Rheinland-Pfalz,

zuständig (Hessen,

Saarland und Teile

Thüringen, Sachsen,

von Südhessen).

Berlin-Brandenburg, Sachsen-Anhalt).

CHRISTOPH EVERS

MICHAEL HELL-

repräsentiert V-ZUG

MANN ist der

im Süden (Bayern

Mann für V-Zug im

Der Geschirrspüler Adora SL WP kombiniert bewährte Technologie und Innovation für die Wärme-

und Ostteile von

Nord-Westen (NRW,

gewinnung. Als erster Hersteller baut V-Zug eine hocheffiziente Wärmepumpe in den Geschirr-

Baden-Württemberg).

Niedersachsen,

spüler ein. Dies reduziert den Stromverbrauch gegenüber herkömmlichen Geschirrspülern um

Bremen, HH,

fast die Hälfte.

Schleswig-Holstein).

Sasbachwalden, die Kochschule Mirko Reeh, Frankfurt, lecker werden GmbH, Essen, Traiteur Wille, Hamburg, die in regelmäßigen Abständen Kochkurse/Events mit unseren Geräten für Händler und Endverbraucher veranstalten. Deren Termine werden kontinuierlich sowohl auf den Internet-Seiten der einzelnen Kochschulen als auch von V-Zug selbst kommuniziert. Zeigt einer der Veranstaltungsgäste dann Interesse am Kauf eines unserer Geräte, wird er automatisch zu unserem entsprechenden Partner im Küchenfachhandel aus der Region weiterempfohlen. Mit diesen Veranstaltungen haben wir bereits sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn es darum geht, für unsere Handelspartner Frequenz zu schaffen“, freut sich der sympathische Vertriebschef. Aber dabei belässt es das engagierte Team bei weitem noch nicht, denn nach dem Kauf ist vor dem Kauf. Verbraucher, die ihre Küche mit fünf V-Zug-Geräten ausstatten, können ihre neue Küche auf Wunsch bei einem kulinarischen Menu, kreiert von einem renommierten Profi-Koch der Region,

im eigenen Heim einweihen. „Wer sich für unsere Premium-Geräte entscheidet, sollte rundum zufrieden sein. Und wie Sie wissen“, lacht Ralf Peter, „sind zufriedene Kunden die besten Multiplikatoren.“ Und das macht den Entwicklern der Produkte auch Mut, weiter zu entwickeln, wie beim jüngsten Beispiel, dem Geschirrspüler Adora mit Steam FinishFunktion, der jetzt auch ausgestattet mit einer Wärmepumpe erhältlich ist. „V-Zug ist hier der erste Hersteller, der ein solches Gerät auf den Markt gebracht hat.“ Im Premium-Segment hat sich der Schweizer Marktführer auf Nischen spezialisiert. Das konnte man auch bei der Lancierung des Refresh-Butlers sehen, der getragene Kleidung wieder auffrischt. Ausgestattet mit der Weltneuheit Photokatalyse neutralisiert das Gerät Kochdünste, Fettgeruch oder sogar Zigarettenrauch. Ebenfalls mit Dampf werden Tragoder Knitterfalten in Anzügen, Kleidern, Blusen und Hemden merklich reduziert. Mit dem Zusatzprogramm Hygienisieren werden Keime fast vollständig entfernt. Die Trocknen-Funktion übernimmt das schonende und

dank Wärmepumpe energiesparende Trocknen von regennassen Textilien. „Davon ausgehend, dass sich auch unsere Partner im Küchenfachhandel profilieren möchten und mit vielen Menschen zusammenkommen, die sich über den Standard hinaus Komfort wünschen, glauben wir, dass sich dieses Gerät auch über den Küchenfachhandel vermarkten lässt.“ Aber natürlich soll es bei diesen Geräten nicht bleiben, in der Schweizer Muttergesellschaft arbeiten die Ingenieure von V-Zug an der Neuentwicklung und der Optimierung der Geräte. „Über unser Angebot informiert auch unsere Internet-Domain www.vzug.com/de. Über unser „Businessportal“ können sich unsere Kunden über Variantenvielfalt und Ausstattung unserer Produkte informieren, gerätespezifisches Informationsmaterial abrufen und vieles mehr. In jedem Fall führen viele Bausteine zu neuen Zielen“, davon ist Ralf Peter überzeugt und verweist auf die LivingKitchen in Halle 4.2, Stand B 051, wo das Unternehmen weitere überraschende Neuwww.vzug.com heiten bereit hält. küche + architektur | 17


ADVERTORIAL

DIE NEUEN STARS bei Schüller: Die Elektrogeräte der Marke JUNO. Ab April 2015 exklusiv und nur in Verbindung mit Küchen der schüller.C Collection. Eine herrliche Kombination!

Immer gut für eine Überraschung Schüller macht mit JUNO sein Angebot perfekt! Für seine starke Konsumermarke hat Schüller jetzt einen starken Partner gefunden! Um seinen Handelspartnern noch attraktivere Angebote, noch ausgefeiltere Produkte und noch bessere Vermarktungskonzepte anzubieten, vertreibt Schüller Elektrogeräte der Marke JUNO jetzt exklusiv! EINE KÜCHE, VIER SYSTEME. Das ist die schüller.C Collection. Ganz einfach zu handeln in der Praxis mit nur einem Verkaufshand-

F

buch und nur einer Planungssoftware.

18 | küche + architektur

ür Schüller war es eine strategische Entscheidung, die bestehende Komplettvermarktung mit einer echten und bekannten Elektrogerätemarke in der Exklusiv-Vermarktung zu unterstützen. Der fränkische Küchenmöbelhersteller hat dies mit der renommierten Marke JUNO aus dem Hause Electrolux realisiert.

Ein echter Coup, der hier gelungen ist. Denn die Bekanntheit und das Vertrauen in die deutsche Küchengerätemarke sind nach wie vor hoch. Mit seinem ohnehin schon sehr attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis und dem neuen Kooperationspartner bietet Schüller seinen Fachhändlern ein Gesamtpaket in Kombination mit den Küchen der schüller.C Collection, das sich sehen lassen kann. Somit haben die Vertriebspartner der schüller.C Collection eine echte Alleinstellung im Markt und sind raus aus dem Dumping-Wettbewerb und dem Internet-Vergleich. Dass das Elektrogeräte-Angebot auch tatsächlich alle Kunden zufrieden stellt, dafür haben Schüller und Electrolux gemeinsam gesorgt: Mit 66 verschiedenen Elektrogeräten, vom Geschirrspüler über das Induktionskochfeld bis hin zum Kompaktdampfgarer und zwei unterschiedlichen Designlinien, werden alle Kundenwünsche vom Preiseinstieg bis ins gehobene Mittelfeld erfüllt. Die Schüller-Handelspartner in Deutschland und in den Kernländern Europas wird´s freuen, ein solch schlagkräftiges Angebot mit Lieferstart Anfang April 2015 ins Feld führen zu können.


Fotos: Schüller

ADVERTORIAL

NEXT125 – DIE PREMIUMMARKE von Schüller wartet auf

DAS NEUESTE MOTIV der groß angelegten

der IMM in Köln mit neuen Programmen und neuem Kom-

Markenkampagne für next125 und der dazu

munikationsmaterial auf.

passende kurze Film zum Einsatz am POS feiern in Köln Premiere.

Ein umfangreiches JUNO Kundenjournal mit allen Geräten, einen eigenen Prospekt sowie eine separate Homepage wird es zur Unterstützung der Nachfrage geben. Ein Marketingpaket wie aus dem Bilderbuch. Erste Eindrücke davon kann man sich auf der IMM im Januar 2015 in Köln verschaffen, wo Schüller die exklusive JUNO Collection erstmals präsentiert. Als weitere Neuigkeit wurde die schüller.C Collection, bisher mit drei Systemen, um ein viertes ergänzt: X1 als grifflose Version des 71,5 cm Korpussystems. Jetzt gibt es beide Bauhöhen sowohl mit Griff als auch grifflos. Und noch etwas hat sich die schüller.C Collection für 2015 auf die Fahne geschrieben: Durchgängigkeit bei allen vier Systemen! Das gilt für eine Vielzahl an Artikeln sowie für Farb- und Oberflächengleichheit aller Küchenbestandteile. Das schafft Planungssicherheit für den Verkäufer. Schüllers Premiummarke next125 zeigt seine Neuigkeiten in Köln auf dem im Vergleich zu 2013 noch um einige Quadratmeter größeren Messestand, gleich vis à vis der schüller.C Collection in einem ganz eigenen Bereich. Neben neuen Fronten und innovativen Funktionen gibt es erstmals das neue Motiv der internationalen next125 Markenkampagne mit dem zugehörigen POS-Film live zu sehen. Die next125 Küchen-Collection kann in ihrem neuen, separierten Umfeld noch konsequenter und eigenständiger ihre Markenwelt unter dem Motto „Design im Einklang mit Natur und Preis“ aufzeigen. Neben den Küchen überzeugt auch die erweitere Range der Systemo Quarzstein- und Ceramicplatten mit au-

ßergewöhnlichen neuen Dekoren. Mit noch mehr Profil, noch mehr Zeichnung und noch mehr Authentizität ist das Material für Arbeitsplatten und Nischenverkleidung den Produkten aus der Natur, wie z.B. Stein, nicht nur preislich überlegen. Systemo ist extrem robust, säurebeständig und lebensmittelecht und dank seiner porenlosen Oberfläche besonders hygienisch und pflegeleicht. Es wartet einiges Neues bei Schüller im Januar in Köln. www.schueller.de Man darf gespannt sein.

BESSER ALS STEIN – Systemo Quarzstein und Ceramic jetzt mit neuen Dekoren, noch echter, noch brillanter, noch besser.

küche + architektur | 19


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

My home is my „Concept“ Vision und Klassik sind kein Widerspruch Was wäre die Welt ohne Querdenker, ohne Menschen, die Bestehendes in Frage stellen und den Mut haben, Neues zu wagen. Der Unternehmer Hans-Joachim Naber hält es da mit Georg Bernhard Shaw: Du siehst Dinge und fragst „Warum?“, doch ich träume von Dingen und sage „Warum nicht?“ Aus diesem Grund setzte er sich gemeinsam mit dem Designer Kilian Schindler mit der Entwicklung von Küchenmöbeln vor dem Hintergrund des soziodemographischen Wandels auseinander. Wie sollen sie aussehen, die Küchenmöbel, die sich in Größe und Ausstattung flexibel an die sich kontinuierlich modifizierende Lebenssituation ihrer Nutzer anpassen und sogar problemlos mit umziehen? Küchenmöbel, die generationsübergreifend Gefallen finden und zudem entsprechenden Komfort bieten? Die Antwort heißt: „Concept Kitchen“.

20 | küche + architektur

Alle Module sind zerlegbar und lassen sich werkzeuglos auf- und abbauen. Rasterbohrungen erlauben die flexible Anordnung von Konstruktions- und Regalböden.

I

nnerhalb von nur drei Jahren nach seiner Entwicklung zur Serienreife wurde das einzigartige System nicht nur mit mehreren international gültigen Designpreisen wie dem „red dot award“ ausgezeichnet, sondern steht individuell interpretiert mit seinen flexiblen, formschönen Modulen in den Showrooms aller Welt. Hier findet Concept Kitchen ihre Liebhaber bei all jenen, die Mobilität der Starrheit der Einbauküche vorziehen, sei es in Reinkultur oder aber als Ergänzung zum bestehenden Mobiliar. Sich für eine Concept Kitchen zu entscheiden ist keine Frage des Alters. Das kann auch Nico Bergmann bestätigen, der seit Sommer 2013 für den Vertrieb der Systemküche verantwortlich zeichnet. Gemeinsam mit dem engagierten Außendienstteam von Naber ist es ihm gelungen, mittlerweile über 100 Musterküchen zu platzieren. Und, so betont Hans-Joachim Naber stolz: „Auch die Verkaufszahlen steigen kontinuierlich an und zwar im In- und sogar noch mehr im Ausland. Die Medien in unterschiedlichsten Ländern haben das neuartige modulare Konzept gerne aufgegriffen und in ihrer Darstellung mit zum Bekanntheitsgrad

Foto: Naber GmbH

beigetragen“, freut sich der Erfinder über die internationale Präsenz. Und auch in der Praxis zeigt sich: „Die Konzeptküche ist weiß Gott kein Ladenhüter. Vielmehr zieht sie, offensiv im Schaufenster präsentiert, vollkommen neue Zielgruppen an“, weiß Nico Bergmann von den Kunden, die sich dem Thema Concept Kitchen aktiv verschrieben haben. Kein Wunder, denn das System zeigt sich anders als die am Markt üblichen Küchen und Einrichtungssysteme und besticht dabei durch seine Schlichtheit und Flexibilität. AKZENTE SETZEN Derzeit besteht das intelligente System aus sechs aus hochwertigem, pulverbeschichteten Stahlblech gefertigten Grundmodulen, die ganz nach Geschmack oder räumlichen Gegebenheiten auch mit bestehendem Mobiliar kombiniert werden können: Was Material und Farbe der Arbeitsplatten-Varianten anbelangt, kann zwischen Stahlblech in Weiß, Oxyd oder Grau, geschliffenem Edelstahl oder auch Schichtstoff gewählt werden. Letztere Ausführung ist in sechs Farben erhältlich, so


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

dass durchaus farbige Akzente gesetzt werden können. Falls gewünscht können Koch- , Spülzentrum oder auch Butcherblock jeweils mit Spritzschutz oder Organisationsgitter versehen werden. Ein praktisches Regal, das es in unterschiedlichen Höhen und Tiefen gibt, bietet nicht nur ausreichende Lagerfläche, sondern auch guten Überblick und einfachen Zugriff. Wer geschlossene Schranktypen bevorzugt, der kann auch auf ein Schubladenelement zurückgreifen, das sich als glatte Fläche und dadurch fast unsichtbar in die jeweiligen Module einfügt. Und last but not least kann der Technik-Tower ganz nach persönlichem Wunsch mit Backofen, Dampfgarer, Kaffeevollautomat oder Mikrowelle bestückt werden. Nichts fehlt. „Alle Module sind im übrigen zerlegbar und lassen sich, dank des pfiffigen Stecksystems, werkzeuglos auf- und abbauen. Rasterbohrungen erlauben die flexible Anordnung von Konstruktions- und Regalböden.“ IMMER IM ZEICHEN DER ZEIT Wer eine Concept Kitchen bestellt, der muss nicht allzu lange auf die Ware warten. Die sechs Grundmodule sind nämlich immer am Lager, das Naber an diese Anforderungen angepasst hat. Die in Frankreich gefertigten Stahl-Module gibt es wahlweise in den

Koch-, Spülzentrum oder auch Butcherblock können mit Spritzschutz oder Organisationsgitter versehen werden. Optional auch die Schubladenelemente, die sich als glatte Fläche fast unsichtbar in die Module einfügen.

Breiten 133 und 73 cm mit Höhenverstellern oder Rollen. Der Technik-Tower ist 190 cm hoch. Grundsätzlich sind alle Module 64 cm tief. Aktuell hinzugekommen ist noch ein 35 cm tiefes Modul in Breiten von 64 bzw. 90 cm. „Reduced to the max und modular, wie sich die Elemente des Concepts zeigen, wäre es sträflich sie auf die Küche zu reduzieren“, regen Hans-Joachim Naber und Kilian Schind-

Foto: Naber GmbH

ler an. Das kreative Spielfeld wurde bereits erweitert: das wohnraumübergreifende Concept lässt sich bereits heute auch in den Bereichen Home und Office sehen. Ob in Küche, Büro, oder Hobby-Raum finden die Module bereits heute ihren Platz und so versprechen die beiden Väter des angehenden Klassikers: „Dieses „Concept“ ist ausbaufähig und beweist auch hier ein hohes Maß an Flexibilität www.n-by-naber.com im Zeichen der Zeit.“

Hans-Joachim Naber entwickelte gemeinsam mit dem Designer Kilian Schindler Concept Kitchen als modulares Möbelsystem, das flexibel den unterschiedlichsten Lebens- und Wohnsituationen gerecht wird. küche + architektur | 21


Fotos: Fotolia.de – Sergey bzw. 1xpert

Daten + Fakten

Wirtschaftskonjunktur Der Blick in die Glaskugel zeigt viele Gesichter

Weltwirtschaftlich gesehen rechnet man für das Jahr 2015 mit einer leichten Beschleunigung des globalen Wachstums. Die Weltproduk­ tion, so schätzen die Wirtschaftsweisen, werde auch im Jahr 2015 um 2,6 % beziehungsweise 2,9 % expandieren. Allerdings werde sich die zweigeteilte Entwicklung in der Gruppe der Industrieländer fortsetzen. Für den Euro-Raum zeichnet sich weiterhin eine eher verhaltene Entwicklung um plus 1,2 Prozent ab.

22 | küche + architektur


DATEN + FAKTEN

D

ie deutsche Wirtschaft befindet sich in einem außenwirtschaftlich schwierigen Fahrwasser. Geopolitische Krisen haben auch in Deutschland die Verunsicherung erhöht. Die nur moderate weltwirtschaftliche Entwicklung belastet die Konjunktur. In welchem Maße diese das kommende Jahr 2015 beeinflussen wird, bewerten die verschiedenen Gremien und Wirtschaftsinstitute unterschiedlich. Die Bundesregierung ihrerseits senkte ihre Prognose 2015 von 2,0 Prozent auf 1,3 Prozent. Die Wirtschaftsweisen gehen sogar von einem noch geringeren Wachstum aus. Die Gemeinschaftsdiagnose der beteiligten Wirtschaftsforschungsinstitute prognostiziert ebenfalls ein Wachstum des BIP von gerade einmal 1,2 Prozent. Unter Konjunkturbeobachtern geht ein Gespenst um: Das Gespenst des Pessimismus. Ist das gerechtfertigt?, wägt die hessische Landesbank ab: „Impulse für die deutsche Wirtschaft gehen weiterhin von den privaten Konsumausgaben aus. Die Beschäftigungsschwelle ist zurzeit niedrig. Auch bei relativ geringem Wachstum steigt die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland. Zugleich nehmen die Einkommen zu, da die Tariflöhne mit 3 % deutlich erhöht werden und die Inflationsrate mit 1 % in diesem Jahr niedrig ausfällt.“ Eine Reihe von Prognostikern erwarte für das Gesamtjahr 2015 nur ein Wachstum von unter 1 %, vor allem, weil davon ausgegangen wird, dass die Importzuwächse stärker ausfallen als die Exportzuwächse. „Wir“, so betont die Helaba, „halten dies nicht für plausibel.“ Deutschlands Einfuhren bestünden im Wesentlichen aus Vorleistungs- und Investitionsgütern. Nur ein Fünftel der Waren seien Konsumgüter. Auch der Import werde also von der Industrie geprägt. Eine schwächere Produktionsentwicklung hierzulande ziehe folglich weniger stark steigende Importe nach sich. Die deutliche Abwertung des Euro verbessere zudem die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Außerdem hat sich die Stimmung in den Chefetagen deutscher Industrieunternehmen nach sechs Rückgängen in Folge im November überraschend aufgehellt, so das ifo-Instiut. Demnach kletterte der Geschäftsklima-Index um 1,5 auf 104,7 Punkte. Positiv zeigt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland. Für 2014 rechnen die Wirtschaftsweisen mit 42,641 Millionen, für 2015 mit 42,795 Millionen Erwerbstätigen. Damit soll die Beschäftigung auf Rekordniveau bleiben. Die Arbeitslosenquote werde auch im

Bruttoinlandsprodukt1 Veränderung gegenüber dem Vorquartal in Prozent

2010 = 100

104

4 Prognosezeitraum

103

3

102

2

101

1

100

0

99

-1

98 97

-2

Veränderung gegenüber dem Vorjahr:

2,0

1,6

-0,7

–0,5

0,8

1,0

2010

2011

2012

2013

2014

2015

-3

Veränderung zum Vorquartal, annualisiert (rechte Skala) Kettenindex (linke Skala) Quellen: Europäische Kommission, Eurostat, EZB

nächsten Jahr konstant bei 6,7 Prozent liegen. Der hohe Beschäftigungsstand stütze den Konsum, heißt es im Gutachten der Wirtschaftsweisen. Dem zu Folge werden positive Impulse vor allem vom privaten Verbrauch ausgehen, der durch die weiterhin gute Arbeitsmarktlage und steigende Reallöhne gestützt wird. Von den Ausrüstungs- und den Bauinvestitionen seien weiterhin jedoch keine nennenswerten Wachstumsbeiträge zu erwarten. ABER, SO DIE WIRTSCHAFTSWEISEN… …das Tarifautonomiestärkungsgesetz schränke mit dem im kommenden Jahr einzuführenden Mindestlohn die interne Flexibilität der Unternehmen ein. Die nun geschaffene Lohnrigidität berge erhebliche Gefahren für die zukünftige Beschäftigungsentwicklung, insbesondere in Krisenzeiten. Einschränkungen von Zeitarbeit und Werkverträgen bedeuteten einen Verlust an externer Flexibilität für Unternehmen. Die Möglichkeiten, den Beschäftigungsstand an die wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen, seien in Deutschland ohnehin nicht sehr groß. Um Investitionen zu tätigen und Arbeitsplätze zu schaffen, also langfristig planen zu können, betonten die Wirtschaftsweisen,

Jahresdurchschnitt (linke Skala) 1 Reale Werte, saison- und kalenderbereinigt

benötigten Unternehmen aber ein Mindestmaß an Flexibilität. Für das Jahr 2015 dürfte sich an der eher verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung nichts Grundlegendes ändern. Der Sachverständigenrat rechnet mit einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 %. Positive Impulse werden vor allem vom privaten Verbrauch ausgehen, der durch die weiterhin gute Arbeitsmarktlage und steigende Reallöhne gestützt wird. Von den Ausrüstungsund den Bauinvestitionen sind weiterhin keine nennenswerten Wachstumsbeiträge zu erwarten. Wie schon in den Vorjahren, ist mit einer geringen Dynamik im Exportgeschäft zu rechnen, sodass vom Außenbeitrag per Saldo erneut ein dämpfender Effekt auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung zu erwarten ist. Während die Arbeitslosigkeit dabei geringfügig ansteigen wird, dürfte die Beschäftigung weiter leicht zunehmen. Die Inflationsrate dürfte 1,3 % betragen und somit etwas höher ausfallen als im Jahr 2014. Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft ist im Jahr 2014 bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dies ist vor allem auf die anhaltende Konjunkturschwäche des Euro-Raums und ein gegenüber den vergangenen Jahren eher verhaltenes Wachstum in den Schwellenländern zurückzuführen. küche + architektur | 23


DATEN + FAKTEN

Die wichtigsten Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für Deutschland Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent 2012

2013

20141

20151

Verwendung des Inlandsprodukts, preisbereinigt Konsumausgaben Private Konsumausgaben2 Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Ausrüstungsinvestitionen

0,8

0,8

0,9

1,4

0,7

0,8

0,8

1,5

1,2

0,7

1,0

1,2

-0,7

-0,7

3,0

2,6 3,9

-2,9

-2,7

3,0

Bauinvestitionen

0,6

-0,1

3,5

2,0

Sonstige Anlagen

0,1

1,3

1,8

1,8

Vorratsveränderung (Wachstumsbeitrag)3,4

-1,4

0,2

0,2

-0,1

Inländische Verwendung

-0,9

0,7

1,5

1,5

1,3

-0,5

-0,2

-0,4

Außenbeitrag (Wachstumsbeitrag)3 Exporte

2,8

1,6

2,9

3,6

Importe

-0,0

3,1

3,7

5,1

0,4

0,1

1,2

1,0 3,0

Bruttoinlandsprodukt Verwendung des Inlandsprodukts, in jeweiligen Preisen Konsumausgaben

2,4

2,5

2,5

Private Konsumausgaben2

2,2

2,1

1,9

2,7

Konsumausgaben des Staates

3,1

3,8

4,1

4,2

Bruttoanlageinvestitionen Ausrüstungsinvestitionen

1,3

0,7

4,0

3,6

-2,1

-2,5

2,8

3,9

Bauinvestitionen

3,4

1,9

4,9

3,4

Sonstige Anlagen

2,1

3,3

3,9

3,6

Inländische Verwendung Exporte Importe Bruttoinlandsprodukt

0,8

2,2

2,9

3,1

4,4

1,4

2,7

3,6

2,1

1,4

2,1

4,8

1,9

2,2

3,1

2,7 1,6

Preisentwicklung (Deflatoren) Konsumausgaben

1,6

1,7

1,6

Private Konsumausgaben2

1,5

1,2

1,0

1,2

Konsumausgaben des Staates

1,8

3,1

3,1

2,9

Inländische Verwendung

1,7

1,6

1,4

1,6

-0,5

1,5

1,4

0,2

Exporte

1,6

-0,2

-0,2

-0,0

Importe

2,1

-1,6

-1,5

-0,3

Bruttoinlandsprodukt

1,5

2,1

1,8

1,6

Terms of Trade

Entstehung des Inlandsprodukts Erwerbstätige (Inland) Arbeitsvolumen Produktivität (Stundenbasis)

1,1

0,6

0,8

0,4

-0,3

-0,3

1,3

0,8

0,6

0,4

-0,0

0,5

Verteilung des Volkseinkommens Volkseinkommen

1,4

2,2

3,0

2,6

Arbeitnehmerentgelte

3,8

2,8

3,7

3,5

Bruttolöhne und -gehälter

4,0

3,0

3,8

3,7

3,8

2,8

3,4

3,3

Unternehmens- und Vermögenseinkommen

-3,3

0,9

1,7

0,5

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte2

2,0

1,8

2,1

2,7

Sparquote der privaten Haushalte2,6

9,4

9,1

9,2

9,2

darunter: Nettolöhne und -gehälter5

nachrichtlich: Lohnstückkosten7 (Inlandskonzept)

3,3

2,4

2,2

2,4

Verbraucherpreise

2,0

1,5

1,0

1,3

1 2 3 4 5

Prognose des Sachverständigenrates. Einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck. In Prozentpunkten. Einschließlich Nettozugang an Wertsachen. Arbeitnehmerentgelte abzüglich Sozialbeiträge der Arbeitgeber sowie Sozialbeiträge und Lohnsteuer der Arbeitnehmer. 6 Ersparnis in Relation zum verfügbaren Einkommen zuzüglich der Zunahme betrieblicher Versorgungsansprüche. 7 Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) je Erwerbstätigen. Quelle: Jahresgutachten Sachverständigenrat

24 | küche + architektur

Für das Jahr 2015 ist mit einer leichten Beschleunigung des globalen Wachstums zu rechnen, wobei die zweigeteilte Entwicklung fortbestehen wird. Mit Wachstumsraten von 3,1 % und 2,6 % werden die Vereinigten Staaten, beziehungsweise das Vereinigte Königreich erneut zu den Wachstumslokomotiven unter den hochentwickelten Volkswirtschaften zählen. Mit einer Ausweitung des Bruttoinlandsprodukts um 7 % wird die Dynamik in China nachlassen, wodurch sich dämpfende Effekte für andere Schwellenländer ergeben. Für den Euro-Raum zeichnet sich weiterhin eine eher verhaltene Entwicklung ab. Bei einer Wachstumsrate von 1,0 % und einer prognostizierten Inflationsrate von 0,7 % ist ein Abgleiten in die Deflation jedoch nicht wahrscheinlich Für die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft bestehen Chancen und Risiken. So basiert die Prognose auf der Annahme, dass eine Zinsanhebung in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich im Jahr 2015 wie erwartet stattfindet und keine Überraschung für die Marktteilnehmer darstellt. Sollten jedoch die Erwartungen der Finanzmärkte und die Zinspolitik der Zentralbank auseinanderfallen, käme es zu Rückkopplungen auf die Realwirtschaft. Im EuroRaum besteht hingegen die Möglichkeit einer besseren konjunkturellen Entwicklung als prognostiziert. Sollten wider Erwarten Italien und Frankreich zügig und entschlossen Reformmaßnahmen durchführen, würde dies ihre Wachstumsaussichten erhöhen. Der Konflikt mit Russland habe die Konjunkturaussichten zusätzlich eingetrübt und dürfte dazu beitragen, dass die Investitionen der Unternehmen verhalten bleiben. Auch bemühten sich die Unternehmen weiter um höhere Eigenkapitalquoten und die privaten Haushalte um eine Verbesserung ihrer Vermögenspositionen. Dies, so die Institute, werde die Nachfrage – wenn auch in abnehmendem Maße – bis zum Ende des Prognosezeitraums dämpfen. Unterstützend für die Konjunktur wirke die im Prognosezeitraum voraussichtlich deutlich weniger restriktiv ausfallende Finanzpolitik, die in vielen Ländern wieder steigenden Vermögenspreise und die sich stabilisierenden Arbeitsmärkte. Außerdem begünstige der gesunkene Wechselkurs die Ausfuhren. Gegenüber den anderen Absatzmärkten verbessert sich die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, da der unterstellte Wechselkurs im Jahresdurchschnitt 2015 niedriger


DATEN + FAKTEN

ist als im Jahr 2014 und Inflationsraten in Hauptabsatzländern wie den Vereinigten Staaten oder dem Vereinigten Königreich höher ausfallen. EURORAUM – JEDES LAND HAT SEINE EIGENE KONJUNKTUR Im Euroraum ohne Deutschland war ein geringer Produktionsanstieg um annualisiert 0,4 % zu verzeichnen. Für den weiteren konjunkturellen Fortgang in Deutschland kommt der wirtschaftlichen Lage im Euro-Raum große Bedeutung zu. Dies gilt zum einen für den Außenhandel, da die Mitgliedstaaten des Euro-Raums mit einem Anteil von etwa 38 % am deutschen Außenhandel den größten Absatzmarkt für deutsche Exporte darstellen. Laut der Prognose der Wirtschaftsweisen deuten die umfragebasierten Indikatoren für die Mitgliedstaaten nicht auf eine baldige konjunkturelle Belebung des Euro-Raums insgesamt hin. Die Entwicklung in den einzelnen Ländern zeigt sich nach wie vor äußerst uneinheitlich. In Spanien und Portugal verstärkte sich die Expansion des Bruttoinlandsprodukts auf Raten von 2,3 bzw. 2,4 %, und auch in den Niederlanden sowie in Österreich legte die Produktion beschleunigt zu. In Frankreich verharrte die gesamtwirtschaftliche Produktion abermals auf dem Niveau des Vorquartals. Nach Ansicht der Außenhandelskammer bleibt Frankreichs Wirtschaftswachstum mit kaum mehr als einem Prozent auch im kommenden Jahr unter seinen Möglichkeiten. Das Land überwindet seine Wirtschaftsflaute nur mühsam, Fortschritte in Sachen Wettbewerbsfähigkeit gelingen kaum. Ein spürbarer Rückgang der hohen Arbeitslosigkeit ist vorerst nicht in Sicht. 2015 dürfte das Wirtschaftswachstum mit rund 1,3 % zu niedrig ausfallen, um die Beschäftigungsentwicklung deutlich zu beleben. Unter dem schleppenden Reformtempo und der anhaltenden Wirtschaftsflaute leidet auch Frankreichs Außenwirtschaft. Das Handelsvolumen hat sich 2013 gegenüber dem Vorjahr um fast zwei Prozent verringert. Die zähen Reformumsetzungen und eine schwache Wettbewerbsfähigkeit dämpfen den Export. Die französische Importschwäche ist vor allem Ausdruck des geringen Beschäftigungswachstums in der „Grande Nation“. Nichtsdestotrotz bleibt Deutschland mit Abstand wichtigster Handelspartner Frankreichs. Italien befindet sich sogar erneut in der Rezession. Nach einem Rückgang um 0,3 %

Arbeitslosenquoten1 In Prozent, saisonbereinigt

Euro-Raum

Deutschland

Frankreich

Italien

Spanien

30 25 20 15 10 5 0

2008

2009

2010

2011

2012

Quellen: Europäische Kommission, Eurostat, EZB

2013

2014

1 In Relation zur Erwerbsbevölkerung

Arbeitsmarkt in Deutschland Tausend Personen 2012

2013

20141

20151

Jahresdurchschnitte

20141

20151

Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Erwerbspersonen2,3

44.295

44.496

44.743

44.949

0,6

0,5

Erwerbslose4

2.316

2.270

2.159

2.209

-4,9

2,4 -0,6

54

55

56

55

1,2

42.033

42.281

42.641

42.795

0,9

0,4

Selbstständige

4.544

4.457

4.415

4.412

-0,9

-0,1

Arbeitnehmer

37.489

37.824

38.225

38.383

1,1

0,4

5.704

5.698

5.659

5.524

-0,7

-2,4

29.341

29.713

30.180

30.474

1,6

1,0

7.220

7.361

7.416

7.276

0,7

-1,9

Pendlersaldo5 Erwerbstätige6

darunter: marginal Beschäftigte7 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte8 Geringfügig entlohnt Beschäftigte insgesamt8,9 davon: ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigte

4.981

5.017

5.013

4.884

-0,1

-2,6

im Nebenerwerb geringfügig entlohnt Beschäftigte

2.240

2.344

2.404

2.392

2,5

-0,5

Registriert Arbeitslose8

2.897

2.950

2.908

2.931

-1,4

0,8

Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit)8,10

3.928

3.901

3.814

3.835

-2,2

0,6

41

47

38

43

-19,1

10,8

48.278

45.615

45.753

45.871

0,3

0,3

Kurzarbeiter (Beschäftigungsäquivalent)8 Erwerbspersonenpotenzial11 nachrichtlich:

57.763

57.608

58.358

58.799

1,3

0,8

Arbeitslosenquote8,13,14

6,8

6,9

6,7

6,7

-0,2

-0,0

ILO-Erwerbslosenquote14,15

5,5

5,3

5,0

5,1

-0,3

0,1

Arbeitsvolumen (Millionen Stunden)12

1 2 3 4 5 6 7

Prognose des Sachverständigenrates. Personen im erwerbsfähigen Alter mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept). In der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Nach ILO-Definition. Erwerbstätige Einpendler aus dem Ausland/Auspendler in das Ausland. Erwerbstätige mit einem Arbeitsplatz in Deutschland unabhängig von ihrem Wohnort (Inlandskonzept). Arbeitnehmer, die keine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben, aber nach dem LabourForce-Konzept der ILO als erwerbstätig gelten, insbesondere ausschließlich geringfügig Beschäftigte und Personen in Arbeitsgelegenheiten. 8 Quelle: BA. 9 Beschäftigte mit einem Arbeitsentgelt bis zu 450 Euro; bis 31.12.2012 bis zu 400 Euro (§ 8 Absatz 1 Nr. 1 SGB IV). 10 Gemäß Unterbeschäftigungskonzept der BA. 11 Quelle: IAB. 12 Geleistete Arbeitsstunden der Erwerbstätigen (Inland). 13 Registriert Arbeitslose in Relation zu allen zivilen Erwerbspersonen. 14 Jahresdurchschnitte in %; Veränderung zum Vorjahr in Prozentpunkten. 15 Erwerbslose in Relation zu den Erwerbspersonen, jeweils Personen in Privathaushalten im Alter von 15 bis 74 Jahren Quelle: Eurostat

küche + architektur | 25


DATEN + FAKTEN

Deutschlands Handel mit den BRICS-Staaten Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent Land

Exporte Deutschlands 2013 Destatis

20141 AHKs

20151 AHKs

Importe Deutschlands 2013 Destatis

20141 AHKs

20151 AHKs

Brasilien

-2,7

-1,0

3,0

-15,9

0,2

4,8

Russland

-5,2

-17,0

2,0

-5,5

0,5

1,0

Indien

-11,8

-8,0

15,0

-1,8

5,0

8,0

China

0,4

7,5

7,3

-6,3

2,0

2,0

-0,3

-11,0

6,0

-7,2

-5,0

Südafrika

Quelle: AHK-Weltkonjunkturbericht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages

zu Beginn des Jahres, schrumpfte die wirtschaftliche Aktivität im zweiten Quartal mit einer annualisierten Rate von 0,8 %. In Griechenland hingegen scheint der konjunkturelle Tiefpunkt erreicht. Italien bleibt großes Sorgenkind in der Eurozone. Gleichwohl sieht die AHK in Mailand für das kommende Jahr ein leichtes Wachstum von rund einem Prozent als realistisch. Spanien profitiert bereits von seinen Reformanstrengungen: Nach einem Konjunkturplus von 1,4 % in diesem Jahr, prognostiziert die AHK in Madrid für 2015 zwei Prozent Wachstum. Die AHK-Experten erwarten ein spanisches Wirtschaftswachstum von 1,4 bzw. zwei Prozent in diesem und im nächsten Jahr. Die deutschen Exporte nach Spanien dürften in diesem Zeitraum sogar um um fünf Prozent steigen. An der Spitze der Industrieländer liegt Großbritannien, das einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent in diesem und im kommenden Jahr entgegensieht. Eine Anhebung der Zinsen durch die Bank of England kann durch die Stärkung des Pfundes die Aussichten deutscher Exporteure weiter verbessern. Für 2015 gehen die AHK-Experten noch von einem Wachstum der deutschen Exporte nach Großbritannien von immerhin fünf Prozent aus. Eine Abspaltung Schottlands, die frühestens im Jahr 2016 stattfinden würde, scheint derzeit unwahrscheinlich, und damit auch die damit verbundenen Unsicherheiten über die Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Die wirtschaftliche Entwicklung in Russland hat sich durch die Sanktionen der EU und der USA aufgrund der Ukrainekrise weiter eingetrübt. Die vielfach zitierte „Modernisierungspartnerschaft“ und die Modernisierung der russischen Wirtschaft erleiden einen empfindlichen Rückschlag. Namhafte deutsche Unternehmen haben Investitionen vorläufig auf Eis gelegt. Auch beim Handel werden die Bremsspuren immer tiefer: Das bereits vor der aktuellen Krise schwache Wachstum der russischen Wirtschaft schmilzt zusammen. 26 | küche + architektur

5,0 1 Prognose

Sogar eine Rezession ist ein realistisches Szenario. Maximal rechnet die AHK in Russland mit 0,2 % Wachstum im laufenden Jahr 2014. Verantwortlich für die strukturelle Wachstumsschwäche sind neben der großen Rohstoffabhängigkeit und den demografischen Problemen die zu geringen Investitionen. Hinzu kommt, dass der Abzug von internationalem Kapital mit fast 75 Mrd. Dollar im ersten Halbjahr einen neuen Rekord verzeichnet. Auf die damit einhergehende Abwertung des russischen Rubels reagierte die Zentralbank mit einer deutlichen Zinserhöhung. Aufgrund der Krise ist damit nicht nur der westliche Anleihe- und Kreditmarkt für russische Unternehmen praktisch ausgetrocknet, sondern es verteuert sich auch im Inland die Finanzierung spürbar. Zusätzlich verliert der russische Markt Kaufkraft. Nach einem Rückgang 2013 von etwa fünf Prozent im bilateralen Handel ist ein weiteres Minus

von noch einmal rund 15 – 20 % für 2014 wahrscheinlich. Sektoral wirkt sich die Krise teilweise noch stärker aus. Unter der Voraussetzung einer Beilegung des Ukraine-Konfliktes in absehbarer Zeit und mit dem Ausblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 am Horizont sollten die Wirtschaftsbeziehungen jenseits politischer Verwerfungen an frühere Wachstumsraten anknüpfen können. Schon für das kommende Jahr rechnet die deutsche AHK mit einem Wachstum von zwei Prozent. In den rohstoffexportierenden Schwellenländern bleiben die Aussichten eingetrübt, denn die Rohstoffpreise dürften aufgrund der mäßigen Dynamik der Weltindustrieproduktion kaum steigen. CHINA UND USA HALTEN DIE WELTWIRTSCHAFT AUF KURS Nach Einschätzungen der deutschen Außenhandelskammer wird die Weltwirtschaft im kommenden Jahr um 3,8 Prozent anziehen. Dabei halten insbesondere die beiden Schwergewichte, die USA und China, die Weltwirtschaft auf Kurs. Die AHKs vor Ort gehen davon aus, dass Chinas Wirtschaft aus den angekündigten Reformen gestärkt hervorgehen wird. Mit der Stärkung der Binnenwirtschaft dürfte auch eher ein kräftigeres Wachstum der Importe aus Deutschland als Lieferungen nach Deutschland einhergehen. Hilfreich für die Stabilisierung des Wachstums sind derzeit auch die geld- und fiskalpo-

Lohnkosten der Arbeitgeber1 Mindestlohn in Relation zum Median des Stundenlohns eines Vollzeit abhängig Beschäftigten 90 % 80 % 70 % 60 % 50 % 40 % 30 % 20 % 10 % 0%

US JP KR LU EE CZ IE UK CA AU GR PL US NL ES MXDE IL NZ BEHUSK CL SI FR PT TR bestehender Mindestlohn

Median über alle Länder

geplante Erhöhung in 2016

Einführung in 2015

1 Einschließlich Arbeitgeberbeiträge; Stand: 2012. US VereinigteStaaten, JP Japan, KR Südkorea, LU Luxemburg, EE Estland, CZ Tschechische Republik, IE Irland, UK Vereinigtes Königreich, CA Kanada, AU Australien, GR Griechenland, PL Polen, NL Niederlande, ES Spanien, MX Mexiko, DE Deutschland, IL Israel, NZ Neuseeland, BE Belgien, HU Ungarn, SK Slowakei, CL Chile, SI Slowenien, FR Frankreich, PT Portugal, TR Türkei. Quelle: OECD


DATEN + FAKTEN

Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Industrie- und Schwellenländer Bruttoinlandsprodukt der Industrieländer1 2,0 %

Bruttoinlandsprodukt der Schwellenländer1 2,0 %

Prognosezeitraum2

1,5 % 1,0 %

1,0 %

0,5 %

0,5 %

0% -0,5 % -1,0 %

Prognosezeitraum2

1,5 %

0% Jahresdurchschnittliche Veränderung zum Vorjahr

1,6 %

1,1 %

1,3 %

2011

2012

2013

Vereinigte Staaten

Euro-Raum

1,7 %

2,1 %

2014

2015

Sonstige Industrieländer3

-0,5 % -1,0 % China

Jahresdurchschnittliche Veränderung zum Vorjahr

6,8 %

5,4 %

5,1 %

4,6 %

4,8 %

2011

2012

2013

2014

2015

Sonstige Schwellenländer4

Veränderung zum Vorquartal (%)

1 Beiträge der einzelnen Regionen. 3 Übrige Europäische Union, Hongkong, Japan, Kanada, Republik Korea, Norwegen, Schweiz, Singapur und Taiwan. 2 Prognose des Sachverständigenrates. 4 Argentinien, Brasilien, Chile, Indien, Indonesien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Philippinen, Russland, Thailand, Venezuela. Quellen: Eurostat, IWF, nationale Statistikämter

litischen Impulse. Kritisch bleibe, inwieweit ohne größere Verwerfungen Luft aus dem Immobilienmarkt gelassen werden kann. Auch wenn deutsche Unternehmen zunehmend in andere asiatische Länder expandieren, bleibt China mit Abstand der wichtigste Absatzmarkt in der Region. Im Jahr 2014 schwillt das Gesamthandelsvolumen zwischen Deutschland und China auf fast 150 Mrd. Euro an und übertrifft das Handelsvolumen mit USA damit mittlerweile deutlich (rund 130 Mrd. Euro). Es bleibt abzuwarten, inwiefern der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit Chinas mit Russland Auswirkungen auf die zahlreichen deutsch-chinesischen Joint Ventures haben wird. In den USA verstetigt sich die positive wirtschaftliche Entwicklung. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten dürfte 2015 voraussichtlich um 2,5 % zulegen. Mittlerweile entwickelt sich neben Arbeitsmarkt und Konsum auch der Bausektor positiv. Haushaltsstreitigkeiten, die in den letzten Jahren immer wieder Investoren verunsichert und Teile des öffentlichen Lebens zum Stillstand gebracht hatten, sind nicht absehbar. Die Zinswende rückt damit in den Vereinigten Staaten immer näher. Offen ist, wie scharf die Fed 2015 auf die Bremse treten wird. Was jedoch die deutschen Exporte anbelangt, so werden diese, so die Experten der AHK auch in 2015 um fünf Prozent ansteigen. Die Risiken für die Weltkonjunktur sind erheblich, betonen die Wirtschaftsinstitute. Das liege an den Problemen am Immobilienmarkt Chinas, aber auch am Konflikt Russlands mit dem Westen. Ferner könnten in den Bankbilanzen im Euroraum noch größere Risiken schlummern. Darüber wird die Prüfung der Qualität der Aktiva durch die EZB nähe-

re Auskunft geben. Sollten Altlasten in den Bankbilanzen nicht zügig bereinigt werden, dürften in einigen Ländern des Euroraums weiterhin angebotsseitige Kreditrestriktionen bestehen, die dann die Konjunktur auf längere Sicht dämpfen würden. Auch die niedrige Preisdynamik im Euroraum deute, so die Institute, auf Risiken hin. Die überraschend niedrige Inflation führe dazu, dass die realen Lasten von Altschulden höher als erwartet

seien. Auch stiegen die realen Finanzierungskosten von Haushalten und Unternehmen, wenn die Nominalzinsen wegen der im Euroraum bereits erreichten Nullzinsschranke nicht in gleichem Maße wie die Inflation sänken. Für den Euroraum insgesamt sei gegenwärtig nicht mit einem Deflationsszenario zu rechnen, solange es keine Anzeichen dafür gebe, dass sich die mittel- bis langfristigen Inflationserwartungen entankern.

Prognosetabelle Bruttoinlandsprodukt

Verbaucherpreise

reale Veränderung gg. Vorjahr in %

Veränderung gg. Vorjahr in %

2012

2013

20141

20151

2012

2013

20141

20151

-0,7

-0,4

0,7

1,1

2,5

1,4

0,6

1,2

Deutschland2

0,6

0,2

1,3

1,3

2,0

1,5

1,0

1,6

Frankreich

0,4

0,4

0,4

1,0

2,2

1,0

0,7

1,1

Euroland

Italien

-2,3

-1,9

-0,2

0,7

3,3

1,3

0,3

1,0

Spanien

-2,1

-1,2

1,2

1,7

2,4

1,5

0,1

0,8

Niederlande

-1,6

-0,7

0,9

1,5

2,8

2,5

0,5

1,5

0,9

0,3

0,8

1,2

2,6

2,0

1,6

1,7

Österreich Griechenland

-6,6

-3,3

0,5

1,5

1,0

-0,9

-1,0

0,3

Portugal

-3,3

-1,4

0,5

1,0

2,8

0,4

0,0

0,5

Irland

-0,3

0,2

4,0

2,5

1,9

0,5

0,6

1,2

0,7

-1,7

3,0

2,4

2,8

2,6

1,6

2,2

Großbritannien Schweiz Schweden Polen

1,0

1,9

1,3

1,8

-0,7

-0,2

0,2

0,8

-0,3

1,5

2,0

2,4

0,9

0,0

0,3

1,5

1,8

1,7

2,8

3,0

3,7

0,9

0,2

1,3

Ungarn

-1,7

1,1

2,9

2,5

5,7

1,7

0,2

2,5

Tschechien

-0,8

-0,8

2,2

2,4

3,3

1,4

0,5

1,7

3,5

1,3

0,5

0,7

5,1

6,8

7,7

7,3

Russland USA

2,3

2,2

2,3

3,0

2,1

1,5

1,5

1,2

Japan

1,5

1,5

1,0

1,0

0,0

0,4

2,9

1,9

Asien ohne Japan China Indien Lateinamerika Brasilien Welt 1 Prognose 2 kalenderbereinigt

5,5

5,5

5,3

5,3

4,5

4,5

4,1

4,3

7,7

7,7

7,4

7,3

2,6

2,6

2,2

3,0

4,7

5,0

5,5

6,0

9,7

10,0

8,5

7,8

2,9

2,6

1,5

2,7

7,6

8,3

10,3

9,5

1,0

2,5

0,5

1,5

5,4

6,2

6,5

6,5

2,8

2,8

2,9

3,3

3,1

2,9

3,1

3,1

Quelle: EIU, Macrobond, Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research.

küche + architektur | 27


DATEN + FAKTEN

Küchenmöbelindustrie 2015 Industriezweig rechnet mit moderatem Wachstum Wir sprachen mit Stefan Waldenmaier in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie über dessen Einschätzung der Entwicklung des Industriezweigs im lezten Quartal 2014 und baten ihn um eine vorsichtige Prognose für das kommende Jahr.

Herr Waldenmaier, die deutsche Küchenmöbelindustrie lag im 3. Quartal 2014 mit einem Gesamtumsatz von 3.196.498.000,00 € (Angaben VdDK) um 2,61 Prozent über dem Vorjahr. Wie wird der Industriezweig Ihrer Einschätzung nach das Jahr 2014 abschließen? Aufgrund der vorliegenden Informationen aus dem In- und Ausland gehen wir davon aus, dass die Branche mit einem Plus von etwas über 2 % abschließen wird. Dies ist aus mehreren Gründen ein durchaus beachtliches Ergebnis: Einmal ist das ein Umsatzzuwachs, obwohl das Vorjahr bereits auf hohem Niveau abgeschlossen hatte. Zum anderen dürfte sich die Küche damit deutlich besser entwickelt haben als der Rest der Möbelindustrie. Per 30. 9. jedenfalls lag der Umsatzzuwachs bei der Möbelindustrie insgesamt mit + 1,7 % deutlich unterhalb desjenigen der Küchenmöbelindustrie. Auch das gesamtwirtschaftliche Wachstum wird 2014 nach Lage der Dinge unter 1 % liegen und damit schlechter ausfallen als das Ergebnis unserer Branche. Ein letztes muss man zur wirtschaftlichen Entwicklung allerdings auch ausführen: Wie immer sind die

STEFAN WALDENMAIER, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie

statistischen Zahlen Durchschnittswerte. Die tatsächliche Lage der Unternehmen ist von vielen Firmenkonjunkturen mit einem großen Delta zwischen den Ergebnissen der einzelnen Unternehmen geprägt. Wie definieren Sie die Entwicklungschancen im In- und Ausland für das kommende Jahr und welche neuen Rahmenbedingungen können diese beeinflussen? Für das kommende Jahr gehen wir von einer moderaten Entwicklung aus, getrieben vor allem von einem nach wie vor gegebenen Ersatzbedarf und der hohen Bereitschaft in Immobilien und damit auch in Küchenmöbel zu investieren. Die Umschichtung von Finanzanlangen in Sachanlagen, Küchen, bleibt ein treibender Faktor in der Branche. Die Wirtschaftsweisen erachten das Tarifautonomiestärkungsgesetz, mit dem im kommenden Jahr einzuführenden Mindestlohn, als Einschränkung der internen Flexibilität von Unternehmen. Welche Auswirkung hat das Gesetz für die Branche? Die Regelungen zum Mindestlohn werden insbesondere jene Branchen treffen, bei denen der Niedriglohnsektor eine große Rolle spielt. Dies ist für die Küchenmöbelindustrie allerdings nicht der Fall. Die Küchenmöbelindustrie gehört zu den am stärksten von einer automatisierten Produktion geprägten Branchen. Die dort tätigen Mitarbeiter sind

Die wichtigsten Einkaufskooperationen im Küchenbereich 2013 Kooperation

Mitglieder

Geschäftsführer

Gründungsjahr

Außenumsatz (Küche)

Der Kreis

2.791

Ernst-Martin Schaible, Karl Dotzauer

1979

2,130 Mrd. Euro

Der Küchenring

475

Manfred Töpert

1980

358,2 Mio. Euro

Küchen-Areal (Küchenmarketing MDM)

352

Jürgen Feldmann, Modulmanager

1995

k. A.

Küchenpartner

350

Thomas Singer, Vorstand

1987

ca. 128 Mio. Euro

Küchen Treff

287

Franz Bahlmann

1995

k. A.

MHK

2.102

Hans Strothoff, Werner Heilos

1980

3,9 Mrd. Euro

Plana

37

Martin Alof

1988

rd. 100 Mio. Euro

BUK

103

Werner Bäuerlein

2005

k. A.

28 | küche + architektur


Küchenmöbelumsatz (Euro) 2014

2013

Auslandsumsatz (Euro)

2014

2013

2014

Januar

308.166.000

313.412.000

+1,7 %

201.605.000

207.226.000

+2,79 %

106.561.000

106.186.000

-0,35 %

Februar

328.999.000

344.233.000

+4,63 %

218.176.000

223.433.000

+2,41 %

110.823.000

120.800.000

+9,00 %

März

350.197.000

379.062.000

+8,24 %

229.467.000

247.338.000

+7,79 %

120.730.000

131.724.000

+9,11 %

1. Quartal

987.362.000

1.036.707.000

+5,00 %

649.248.000

677.997.000

+4,43 %

338.114.000

358.710.000

+6,09 %

April

375.167.000

366.814.000

-2,23 %

245.188.000

237.797.000

-3,01 %

129.979.000

129.017.000

-0,74 %

Mai

350.838.000

376.599.000

+7,34 %

223.370.000

242.473.000

+8,55 %

127.468.000

134.126.000

+5,22 %

-0,58 %

232.816.000

233.480.000

+0,29 %

141.340.000

138.495.000

-2,01 %

+3,09 % 1.350.622.000 1.391.747.000

+3,04 %

736.901.000

760.348.000

+3,18 %

Juni

374.156.000

371.975.000

1. – 2. Quartal

2.087.523.000

2.152.095.000

Juli

365.881.000

378.053.000

+3,33 %

232.365.000

239.190.000

+2,94 %

133.516.000

138.863.000

+4,00 %

August

244.680.000

233.263.000

-4,67 %

159.216.000

148.818.000

-6,53 %

85.464.000

84.445.000

-1,19 %

+3,82 %

273.430.000

282.657.000

+3,37 %

143.714.000

September

417.144.000

433.087.000

1. – 3. Quartal

3.115.228.000

3.196.498.000 410.265.000

+2,61 % 2.015.633.000 2.062.412.000

150.430.000

+4,67 %

+2,32 % 1.099.595.000 1.134.086.000

+3,14 %

-1,55 %

+1,47 %

Oktober

412.386.000

November

392.856.000

Dezember

274.027.000

179.548.000

94.479.000

Gesamtjahr 4.194.497.000

2.724.324.000

1.470.173.000

Bereits in diesem Jahr zeichnete sich eine Steigerung des Auslandsgeschäfts ab. Gauben Sie, dass sich diese Tendenz fortsetzen wird und worauf basiert Ihre Prognose? Die deutsche Küchenindustrie ist stark Export geprägt und sehr international tätig. Als Exportmärkte gelten nicht nur die grenznahen Länder, sondern eben auch der asiatische, der osteuropäische, der arabische und der Nordund Südamerikanische Markt. Unterschiedliche Dynamiken der Märkte lassen sich durch diese breite Marktbasis ausgleichen. Die Tatsache, dass die deutsche Industrie in all diesen Regionen tätig ist, ist Basis für ein tendenziell gut verlaufendes Exportgeschäft. Herr Waldenmaier, wir danken Ihnen für das Gespräch.

266.878.000

141.313.000

258.070.000

143.387.000

134.786.000

GfK Konsumklimaindex Stand: November 2014 10

Indicator points

regelmäßig hochqualifizierte Facharbeiter, der unterhalb dieser Schwelle liegenden Niedriglohnsektor tendiert in der Küchenmöbelindustrie gegen Null. Ich gehe also davon aus, dass der gesetzlich eingeführte Mindestlohn für unsere Branche eigentlich eine absolut untergeordnete Rolle spielen wird. Dies ändert allerdings nichts daran, dass die Belastung des Niedriglohnsektors eine Reihe von anderen Branchen deutlich härter treffen wird und im Übrigen arbeitsmarktpolitisch zu Lasten von Langzeitarbeitslosen und unterqualifizierten Arbeitnehmern gehen wird.

271.073.000

-0,51 %

5

0

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

Quelle: GfK

Deutschlands größte Küchenmöbelhersteller Name

Marken

Mitarbeiter

Export

Umsatz 2013

1. Nobilia

Nobilia, Noblessa

2.600

40 %

923,4 Mio. Euro

2. Alno Konzern

Alno, wellmann, impuls, pino, 2.300 tielsa, Piatti, Alnoinox

33 %

395 Mio. Euro

3. Häcker-Küchen

1.100

38 %

391 Mio. Euro

4. Schüller

1.240

25 %

330 Mio. Euro

5. Nolte

1.184

26 %

314,6 Mio. Euro*

770

32 %

209 Mio. Euro

7. SieMatic

465

70 %

100 Mio. Euro*

8. Leicht

520

60 %

99 Mio. Euro

9. Ballerina-Küchen

250

52 %

62 Mio. Euro

10. Brigitte Küchen

250

20 %

55 Mio. Euro

6. Bauformat

Bauformat, Burger

küche + architektur | 29

*geschätzt

2013

Inlandsumsatz (Euro)

Quelle: Statistisches Bundesamt, HDH/VDM, VdDK

DATEN + FAKTEN


DATEN + FAKTEN

Küchen – Markt mit Zukunft Kommentar von Jürgen Weyrich zur Marktentwicklung der deutschen Küchenmöbelindustrie 2014 aus Sicht der GfK, Nürnberg Der Küchenmarkt in Deutschland ist 2014 weiterhin in einer sehr guten und stabilen Verfassung. Im Vergleich zu 2013 (Basis: 1. bis 3. Quartal) hat der Absatz im Möbel- und Küchenfachhandel in den ersten neun Monaten dieses Jahres in der Größenordnung von 2 Prozent zulegen können. Im vierten Quartal ist keine gravierende Änderung mehr zu erwarten.

Die Kunden kaufen nicht nur zahlreich, sie investieren auch weiter mehr Geld in eine schöne, neue Küche. Diese neuen Küchen müssen vielfach glänzen, d.h. eine glänzende Küchenfront haben und werden dann überwiegend in teurer Echtlack-Ausführung gekauft. Die Küchen werden aber auch technisch zunehmend top ausgestattet. Energie- und wassersparende Geräte sind quasi Pflicht. Die Elektro-Geräte sollen den Kunden aber auch vermehrt die neuen technischen Entwicklungen bieten, wie z. B. Induktionskochfelder, Multi-Dampfgarer, Designdunsthauben oder auch Tisch-Abzugssysteme. Wenn der Kunde dann noch über Budget verfügt, darf es auch eine Einbau-Espressomaschine oder eine elektrische Wärmeschublade für die Küche sein. Zu einer neuen wertigen Küche passen alternativ zu einer normalen Arbeitsplatte auch sehr gut Arbeitsplatten aus Granit, Stein, Glas und sonstigen Verbundmaterialien, die den Preis einer Küche weiter in die Höhe treiben. Ein Auto kauft man heute üblicherweise auch nicht nur mit einer Grundausstattung, sondern immer mit entsprechender Zusatzausstattung. So ist es mittlerweile mit der Küche auch. Das neue Auto ist weiterhin für viele Käufer ein Statussymbol. Die neue Küche ist zunehmend das neue Statussymbol für die Kunden.

DURCHSCHNITTSPREIS GESTIEGEN Dieses Kundenverhalten und die Bereitschaft, mehr Geld zu investieren, führten dieses Jahr dazu, dass der durchschnittliche Küchenpreis bis Herbst im Handel deutlich um 7 % zulegte auf knapp 6.300 Euro. Vom Preis eines Kleinwagen ist man damit immer noch weit entfernt. Die Spanne für eine neue Küche ist, wie bei den Autos, sehr groß. Von einer kleinen, günstigen Küche für 3.000 Euro bis zur 100.000 Euro-Küche hat der Kunde alle Möglichkeiten. Den Möbel- und Küchenfachhandel freut es. Der Küchenumsatz im Handel stieg bis September um 8,5 %. LACK UND LACK-OPTIK GEFRAGT Um möglichst vielen Kunden eine bezahlbare Küche mit einer glänzenden Front zu ermöglichen, bietet die Küchenindustrie seit diesem Jahr als neue Küchenfront das Material Lacklaminat an. Dabei handelt es sich nicht um einen echten Lack, sondern um eine lackierte Folienfront. Diese Lacklaminat-Fronten sind preislich deutlich günstiger als EchtlackFronten. Sie sind aktuell zusammen mit dem Echtlacksegment die beiden Trendsegmente im Küchenmarkt. Je nach Geldbeutel der Kunden liegt der durchschnittliche Auftragswert einer Küche (mit/ohne Geräte) am niedrigsten bei den Möbeldiscountern bei ca. 2.300 Euro,

Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr, Zeitraum: Januar bis September 2014 12 % +11,1

10 % 8%

+8,5

6%

+6,8

4% 2% 0% -2 % -4 %

+4,1 +2,1

+1,7

+5,6

+2,3

-3,1 Menge

Quelle: GfK, EU-Kommission

30 | küche + architektur

+6,8 +6,7

Wert

+4,6

Nicht abgedeckt: IKEA, DIY, sonst. Kanäle

Küchenmarkt Deutschland

Preis Küchenmarkt gesamt EHS = konv. Einrichtungshäuser MIT-SB = Möbel-Mitnahme-SB-Discountmärkte KSP = Küchenspezialisten


DATEN + FAKTEN

die konventionellen Einrichtungshäuser verkaufen die Küchen im Schnitt für gut 6.700 Euro und die Küchenspezialisten, also die Küchenstudios und Küchenfachmärkte, liegen derzeit bei rund 9.400 Euro. In allen drei Vertriebsschienen ist der Auftragswert für neue Küchen kräftig zwischen 5 % und 7 % gestiegen. DISCOUNTMÄRKTE LEGTEN WACHSTUMSPAUSE EIN Von den von der GfK beobachteten Vertriebswegen entwickelten sich bis Herbst die konventionellen Einrichtungshäuser etwas besser als der Markt, die Küchenspezialisten (Küchenstudios/Küchenfachmärkte) entwickelten sich im Gleichschritt des Marktes und die Möbel-Mitnahme-Discountmärkte ohne Berücksichtigung von Ikea legten eine

Verschnaufpause beim Wachstum ein. Insgesamt zeigt sich bei den Vertriebswegen aktuell keine grundlegende Bedeutungsverschiebung und es ist auch keine im nächsten Jahr zu erwarten. GUTE PERSPEKTIVEN FÜR 2015 Die stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingen in Deutschland und besonders das extrem niedrige Zinsniveau, das Sparen unattraktiv macht, unterstützen insgesamt in den letzten Jahren den Trend zu Sachwerten, und damit auch zu Küchen. Dies war so und wenn sich in 2015 daran nichts ändert, dann wird auch das Jahr 2015 ein erfolgreiches Küchenjahr für Industrie und Handel werden. Das Thema Smart Home/Connected Home wird sicher nächstes Jahr stark in den Focus rücken.

JÜRGEN WEYRICH, Marketing Manager GfK Retail and Technology GmbH

Durchschnittspreise der verkauften Küchen nach Vertriebswegen 10.000 8.000 6.000 4.000

+5 % +7 % 5.883

6.281

Quelle: GfK

8.968

+7 % 6.306

9.379

6.730 +6 %

2.000 0

Nicht abgedeckt: IKEA, DIY, sonst. Kanäle

Preise in Euro, Vergleichszeitraum Januar bis September 2013 und 2014

2.123 Küchenmarkt gesamt

EHS = konv. Einrichtungshäuser

2.241

MIT-SB = MöbelMitnahmeSB-Discountmärkte

KSP = Küchenspezialisten 2013

2014

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Kochen ohne Kompromisse Alles aus einer Hand! Von der Spüle bis zum Kochfeld. Ihr Vollausstatter mit 90 Jahren Erfahrung im Bereich Küchentechnik. Besuchen Sie uns vom 19. bis 25. Januar 2015 auf der LivingKitchen in Köln. Halle 4.2, Stand B-040/C-045

küche + architektur | 31 TDV Deutschland Vertriebs GmbH & Co. KG www.teka.com


DATEN + FAKTEN

Wohnungsbau in Deutschland Energie-Effizienz und Barrierefreiheit immer bedeutender Die aktuelle Branchenstudie Jahresanalyse von BauInfoConsult zeigt ausführlich die maßgeblichen Bautrends für 2014 und 2015: So dürften die stärksten Wachstumsimpulse vom Wohnungsneubau ausgehen. Der Nichtwohnungsbau jedoch bleibe weiterhin das Sorgenkind der Branche.

T

rotz jüngster Meldungen, das Wachstum in Deutschland sei durch die anhaltende Ukrainekrise schwächer ausgefallen als prognostiziert, sind die Aussichten für das deutsche Baugewerbe weiterhin gut. Nach den stabilen, aber stagnierenden Entwicklungen beim Bauvolumen und den Investitionen im Jahr 2013 stehen die Zeichen für 2014 und 2015 auf Wachstum. Die Prognosen für 2015 und 2016 zeigen, dass in diesem zentralen Segment ein Zuwachs an Genehmigungen und Fertigstellungen zu erwarten ist. Letztlich liegt das natürlich vor allem daran, dass die Nachfrage nach Wohnfläche nach wie vor sehr hoch ist. In diesem Zusammenhang erlebt auch der Geschossbau, insbesondere in Ballungsgebieten, eine weiterhin gute Zeit, die so auch beibehalten bleiben wird. Hier zeigen die Prognosen, dass besonders in Hamburg, Berlin und München auf längere Zeit nicht von einem Absinken der Genehmigungszahlen auszugehen ist. Weiterhin werde Wohnungserwerbern das niedrige Zinsniveau helfen, das noch einige Jahre anhalten dürfte. Zur Erinnerung: Hypo-

thekendarlehen mit einer Zinsfestschreibung von 10 Jahren sind heute schon für weniger als 3 % zu bekommen. Und auch die Angst vor einer Immobilienpreisblase sei in Deutschland völlig unbegründet. Ganz im Gegenteil: Die lediglich in einigen Großstädten kräftiger gestiegenen Preise für Wohnimmobilien motivierten immer mehr potentielle Käufer oder Bauherren nunmehr in eine (eigene) Immobilie zu investieren. Hinzu komme, dass sich große Teile der Bevölkerung um die Zukunft des Euro sorgten bzw. kaum andere Anlagealternativen sähen. In diesem Jahr dürften rund 215.000 Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden fertiggestellt werden. Bis 2016 erfolgt eine Steigerung auf rund 250.000 Einheiten. Mit 3,1 Fertigstellungen je 1.000 Einwohner dürfte dann auch wieder der Durchschnittswert für alle europäischen Länder übertroffen werden. Betrachtet man die Trends der Branche liegt das energetische Bauen ganz klar vorn. Direkt danach spielen die Demografie und damit in Verbindung die Barrierefreiheit eine führende Rolle.

Wie würden Sie ein neues Haus bauen? Anteil der Befragten 40 % 30 % 20 % 10 % 0

37 % 27 %

Architektenhaus

19 %

Selbst-/eigenhändig bauen

Fertighaus

Quelle: BHW, Statista 2014

8% Baugemeinschaft

7% Bauträger

Basis: 1002 Befragte, ab 14 Jahre

Reale Bauinvestitionen in Deutschland Housing Completions

Veränderung in % gegenüber Vorjahr Bausparte

pro 1000 Einwohner, 1991 bis 2016

2013

2014

2015

2016

Wohnungsbau

0,6

3,5

2,0

1,0

7

Wirtschaftsbau

-1,8

2,4

2,3

-1,0

6

Öffentlicher Bau

0,8

3,9

1,8

-0,3

Bau insgesamt

5

-0,1

3,2

2,1

0,3

4

Euro-Raum

Deutschland

Frankreich

Vereinigtes Königreich

3 2 1 0 1992

1996

2000

2004

2008

2012

Quelle: Euroconstruct, Statistisches Bundesamt; 2014 bis 2016: Prognose des ifo-Instituts

32 | küche + architektur

2016


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

Fotos: Zeyko

Ausgezeichnete Lösungen ... ... aus der Ideenschmiede Zeyko Handwerkskunst und modernste Technologie vereint Zeyko bei der Herstellung seiner Qualitätsmöbel.

W

eltweit hat das mittelständische Traditionsunternehmen sich einen guten Namen gemacht. Und das ist kein Wunder, denn von der klassischen Kassettenfront über moderne Stilküchen bis hin zur Avantgarde kommen aus der modernen Manufaktur Küchenmöbel, mit denen sich individuelle Planungen ohne Kompromisse umsetzen lassen. Auch hinter den Fronten beim Exquisitkorpus aus furnierter Tischlerplatte und der Innenausstattung inline trägt die Kombination aus industrieller und handwerklicher Verarbeitung zur Wertigkeit der Möbel bei. Und immer wieder kommen auch technische Innovationen aus der Ideenschmiede im Südschwarzwald. Wenn es um Sonderschränke geht, ist Zeyko die richtige Adresse. DIE „FUNKTIONSECKE“ ZEYKO-CARGO Zeyko Cargo ist ein Auszugsystem, das den komfortablen und ergonomisch richtigen Zugriff zum Staugut und zu den Geräten auch in der Ecke der verlängerten Arbeitsplatte ermöglicht. Mit schwebeleichtem Lauf und einer üppigen Zuladung von bis zu 70 kg bewährt er sich im Küchenalltag, ob als Frühstücksschrank mit Kaffeemaschinenstation, als elektrifizierter Kleingeräteschrank oder als Barschrank, das bestimmt der individuelle Lebensstil des Küchennutzers. Das Schöne daran: Cargo fügt sich harmonisch in das Frontbild ein, nimmt die Stilistik, die Farbe und das Material der umgebenden Frontelemente auf. Zur LivingKitchen 2015 (Halle 4.2, Stand C 049) wird der Cargo noch komfortabler: Er ist reif www.zeyko.com für die elektrische Öffnungshilfe.

Aktuell ist der Zeyko Cargo „interior innovation award winner 2015“ geworden.

küche + architektur | 33


BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Küchen

Die Küchenbranche hat ihre eigenen Gesetze …dieses Fazit resultiert aus der Bilanzierung der Interviews mit unterschiedlichen Küchenmöbelherstellern. Die oftmals skeptischen Wirtschaftsprognosen tangieren die Unternehmer nur peripher. Für 2015 prognostizieren sie einen stabilen Binnenmarkt und gute Zuwächse auf Seiten des Exports, wobei man sich der heterogenen Entwicklung der Einzelmärkte bewusst ist. Hohes Potenzial für kitchen made in Germany liegt nach Meinung der meisten Unternehmen im Geschäft mit außereuropäischen Ländern. Was die Preisgestaltung der Küchen im kommenden Jahr anbelangt, ist mit moderaten Erhöhungen zu rechnen. Hinsichtlich der Vertriebskanäle bekennen sich die Hersteller von Küchenmöbeln klar Fachhandel und vertrauen auf dessen Beratungs- und Planungsqualität. Allerdings empfehlen sie ihren Partnern im Handel, das Internet als Informations- und Marketingplattform zu nutzen.

1. 2. 3. 4. 5.

34 | küche + architektur

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2014 für Ihr Unternehmen?

6.

Welche Ziele haben Sie sich für das kommende Jahr gesetzt? Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland für dieses und nächstes Jahr nach unten korrigiert. Wie prognostizieren Sie die Entwicklung des Inlandsmarktes für Ihr Unternehmen? Welche Ihrer Modelle werden im Folgejahr Ihrer Erfahrung nach zum Wachstum Ihres Unternehmens beitragen? Werden Sie im kommenden Jahr Ihre Preise erhöhen und wenn ja um wie viel Prozent?

7.

Laut einer Prognose des Internationalen Währungsfonds wird die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren deutlich schneller wachsen als bisher. Jedoch wird betont, dass das Risiko einer neuen Krise nicht gebannt sei. Zu den Risiken gehöre u.a. die niedrige Inflation, besonders in der Euro-Zone. Wie gehen Sie als multinational agierendes Unternehmen mit dieser Prognose um? Und wie beurteilen Sie die Entwicklung der außereuropäischen Exportmärkte? Wie beurteilen Sie das Entwicklungspotenzial der Vertriebskanäle Küchenfachhandel und Möbelfachhandel mit kompetenter Küchenfachabteilung sowie Internethandel und welchen Stellenwert haben diese für Ihr Unternehmen?


Umfrage Küchen | BRANCHENSPIEGEL

Leicht verstärkt mittleres Preissegment 1. „Auch 2014 stellt für uns ein zufriedenstellendes Jahr dar. Mit einem Wachstum von bis zu 4 – 5 % konnten wir an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen.“ Stefan Waldenmaier, Vorstandsvorsitzender der Leicht AG, kann eine positive Bilanz ziehen. „Zugelegt haben wir im In- und Ausland. Über das ganze Jahr hinweg waren die Exportmärkte von einer besseren Dynamik geprägt als das Inland. 2. Mit der neuen Korpuslinie Kanto 73 wollen wir die Verkäuflichkeit von Leicht im mittleren Preissegment verstärken. Die Akzeptanz darauf ist sehr gut, sowohl im Inland als auch im Ausland. Mit diesen und anderen Begleitmaßnahmen wollen wir Umsatzpotenzial im Handel aktivieren und die Wachstumsstrategie absichern. 3. Der Inlandsmarkt ist für uns nach wie vor der größte Markt. Trotz der Prognose gehen wir von einem stabil wachsenden Markt aus, der weniger von Menge als im Wert getragen sein wird, speziell im Segment der sehr individuell geplanten Küchen. Wir sehen weiterhin eine hohe Bereitschaft auf Seiten der Immobilienbesitzer und Hauseigentümer, die in Renovierung und Neugestaltung der Immobilien einschließlich der Küche investieren werden. 4. Den Trend zur grifflosen Küche sehen wir nach wie vor gegeben. Wir sind hier sehr gut aufgestellt und gehen von einem weiteren Wachstum von dieser Angebotsform aus. Bei den Oberflächen werden wir

einen Werteverfall bei Lack sehen, aufgrund neuer Angebotsformen im Folien- und Lacklaminatbereich. 5. Für 2015 bieten wir unseren Kunden über alles hinweg eine Preisabsenkung, bedingt durch Preisgruppenabsenkung aller Laserprogramme, sowie der neuen Korpuslinie Kanto 73. 6. So ziemlich jede Woche gibt es von irgendeinem Institut irgendeine Prognose für irgendeine Kennziffer. Ich möchte nicht sagen, dass wir diese ignorieren, jedoch haben für unsere strategischen Entscheidungen diese Prognosen eine untergeordnete bis gar keine Bedeutung. Die Exportmärkte beurteilen wir von Land zu Land, aufgrund der Rückmeldung über den Handel. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass das Küchengeschäft seine eigenen Marktgesetze hat und nicht zwingend mit der gesamtwirtschaftlichen Lage des jeweiligen Landes korreliert. 7. Die Ausrichtung des Möbelfachhandels und Küchenfachhandels eine kompetente Küchenfachabteilung zu etablieren, ist durchaus erfolgsversprechend und es gibt zunehmend positive Beispiele. Voraussetzung bleibt die Konsequenz bei der Umsetzung dieser Strategie. Die Vermarktung der Küchen via Internet wird eine zunehmende Bedeutung haben. Für Leicht spielt dieser Absatzkanal keine Rolle, da unser Produkt sehr planungs- und beratungsintensiv ist und damit im Fachhandel bestens aufgehoben ist.“ www.leicht.de

STEFAN WALDENMAIER, Vorstandsvorsitzender der Leicht AG

Ballerina-Küchen mit zweistelligem Umsatzwachstum 1. „Für Ballerina ist das Jahr 2014 mit einem 2-stelligen Umsatzzuwachs sehr erfolgreich gewesen“, Heidrun Brinkmeyer, geschäftsführende Gesellschafterin Ballerina-Küchen hat allen Grund der Freude. „Der Küchenspezialhandel honoriert unsere konsequente Mehrwert-Konzeption mit der klaren Preispolitik. Hier sagen wir Danke an alle unsere Handelspartner. 2. Für 2015 planen wir ein leichtes, gesundes Wachstum. 3. Aus unserer Sicht wird sich der Inlandsmarkt in 2015 stabil halten. Ein großes Wachstum ist nicht zu erwarten. Unser Ziel ist es, Marktanteile im hochwertigen Segment zu gewinnen. 4. Eines der wichtigsten Ballerina-Argumente ist Individualität durch Vielfalt. Somit sind die umsatzstarken Modelle für jeden einzelnen Händler und jede Region sehr unterschiedlich. 5. Bei Ballerina Küchen beträgt die Preiserhöhung für 2015 1,9 Prozent.

6. Niedrige Zinsen und ein erhöhtes Risiko bei der Geldanlage wirken sich in der Regel positiv auf die Anschaffungsneigung für hochwertige Gebrauchsgüter und damit auch für die Küche aus. Somit gehen wir davon aus, dass sich der Küchenmarkt in der Eurozone wieder leicht positiv entwickelt. Die Marktsättigung der Einbauküche ist auf außereuropäischen Märkten noch lange nicht erreicht. Somit gibt es ausreichend Platz für die deutsche Einbauküche. 7. Ballerina produziert nur hochwertige, individuelle Küchen für den anspruchsvollen Kunden. Diese Küchen haben einen hohen Planungsaufwand und sind in der Abwicklung bis zum Aufbau serviceorientiert. Dieses kann im Internethandel nicht geboten werden. Die individuelle und serviceorientierte Kundenbetreuung ist für die Zukunft das wichtigste Verkaufsargument des Küchenspezialhandels und des mittelständischen Möbelhandels. Der Küchenkauf muss zum www.ballerina.de Service-Erlebnis werden.

HEIDRUN BRINKMEYER, geschäftsführende Gesellschafterin Ballerina-Küchen H.-E. Ellersiek GmbH

küche + architektur | 35


BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Küchen

Bauformat/Burger – Die Unternehmensgruppe will im In- und Ausland wachsen

ANDREAS ASSNER, Geschäftsführer Bauformat Küchen GmbH & Co. KG und Burger Küchenmöbel GmbH

1. „Wir sind mit einem knappen Plus von 2 Prozent im Hinblick auf die angespannte Marktsituation recht zufrieden. Insbesondere machen die Exporterfolge Freude“, gibt Andreas Assner als Geschäftsführer der Firmen Bauformat und Burger zu verstehen. 2. „Im kommenden Jahr wollen wir die Exporterfolge fortsetzen und ausbauen. Im Inland streben wir ein Wachstum von 5 Prozent an. 3. Der Inlandsmarkt ist seit Jahren ein reiner Verdrängungsmarkt. Wir haben uns darauf eingestellt und wollen trotzdem im Inland wachsen. 4. Wir sind sicher, dass die hellen, neuen Unifarben wichtige Umsatzträger für 2015 sein werden. 5. Ja; wir werden die Preise ca. 3 Prozent erhöhen.

6. Diese Prognose ist für uns von gar keinem Interesse. Auf allen außereuropäischen Märkten besteht unabhängig von der jeweiligen Konjunkturlage für die deutsche Küchenindustrie ein großes Potenzial, das mit geeigneten Partnern vor Ort gehoben werden will. 7. Der Internethandel hat bislang für uns kaum Bedeutung. Das Internet als Informations- und Anwerbequelle für den stationären Handel wird sicherlich eine immer größer werdende Bedeutung annehmen. Wenn der Möbelhandel seine Küchenabteilung wie ein Spezialgeschäft führt, sehen wir für ihn die gleichen guten Zukunftsaussichten, wie für den Küchenfachhandel. Letzterer ist und bleibt relativ krisenunanfällig, solange er selber „Marke“ vor Ort ist.“ www.bauformat-burger.com

Rotpunkt Küchen – Lack statt Lacklaminat

HEINZ-JÜRGEN MEYER, geschäftsführender Gesellschafter Rotpunkt Rabe & Meyer Küchen GmbH & Co. KG

1. „Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2014 zurück – unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen“, Heinz-Jürgen Meyer, geschäftsführender Gesellschafter Rotpunkt Küchen, blickt zuversichtlich nach vorne. 2. „Wie Sie wissen, haben wir aus der Tradition heraus einen hohen Exportanteil, mit dem wir auch gut zufrieden sind. In 2015 werden wir uns nun verstärkt um den deutschen Markt kümmern, um diesen sukzessive auszubauen. 3. Wir stehen der Entwicklung des kommenden Jahres durchaus positiv gegenüber, auch deshalb, weil wir davon ausgehen, dass die Investitionsbereitschaft des Endverbrauchers aufgrund des weiterhin anhaltend niedrigen Zinsniveaus hoch bleiben wird.

4. Lack und nochmals Lack, Wir sind davon überzeugt von unserer Lackkompetenz profitieren zu können. Auf Lacklaminat bzw. Folie möchten wir verzichten. 5. Wir planen eine moderate Anpassung unserer Preise. 6. Ohne Risiko ergeben sich keine Chancen – wir werden uns verstärkt auf die europäischen Märkte konzentrieren und uns außerhalb Europas zuerst einmal zurückhalten. 7. Unserer Meinung nach bleibt der Küchenverkauf über den Internethandel auch zukünftig problematisch. Küche ist ein komplexes Produkt und bedarf einer intensiven Beratung. Hier sehen wir weiterhin die Chance www.rotpunkt-kuechen.de für den Küchenspezialisten.“

Nobilia – Stabiler Inlandsmarkt – Wachstum im Export

DR. OLIVER STREIT, Geschäftsführer Nobilia Werke J. Stickling GmbH & Co. KG

36 | küche + architektur

1. „Wir beurteilen das abgeschlossenen Jahr 2014 im Prinzip genauso wie die Gesamtlage in der Branche, etwas durchwachsen“, bilanziert Dr. Oliver Streit, Geschäftsführer Nobilia. „Wir werden in 2014 wachsen, allerdings dabei unterhalb unserer eigenen Planungen bleiben. Der Export hat sich in 2014 deutlich besser entwickelt als das Inland. 2. Auf Basis der sehr positiven Reaktionen auf die anlässlich unserer Hausmesse vorgestellten Neuheiten und der aktuell guten Ordereingänge und hier insbesondere im Musterküchenbereich, blicken wir optimistisch in die Zukunft. Der Binnenmarkt hat sich in den letzten Jahren sehr stabil verhalten, davon gehen wir auch für 2015 aus, wobei auch eine leichte Negativentwicklung noch als stabil gelten kann – da

haben wir in den letzten Jahren im Export ganz andere Marktbewegungen erleben müssen. Für den Export planen wir mit weiterem Wachstum, wobei sich natürlich die einzelnen Märkte sehr unterschiedlich entwickeln werden. Natürlich hoffen wir auch, dass die LivingKitchen im Januar in Köln der Branche zu einem fliegenden Start in das neue Jahr verhilft. 3. In der Tat hat sich die Stimmung in Deutschland leider etwas eingetrübt. Hauptproblem ist die fehlende Investitionsbereitschaft, das betrifft den Bereich der Unternehmen leider ebenso wie die privaten Haushalte. Trotzdem gehen wir von sehr stabilen Strukturen des Binnenmarktes für 2015 aus. 4. Das werden meines Erachtens eher Farbfamilien als Modelle sein. Seidengrau, Sand und Premiumweiß


Umfrage Küchen | BRANCHENSPIEGEL

sind das neue Weiß. Insgesamt haben sich auch 2014 unsere Investitionen in Planungsthemen rentiert, die nobilia Küche ist in den Durchschnittswerten weiter angestiegen. Entwicklungen wie Landhaus/Stadthaus oder Line N, die grifflose Küche aus Verl, werden diesen Trend weiter verstetigen. 5. Die Preise für Holzteile haben sich in unserer Verkaufsliste für 2015 im Durchschnitt um 2,8 % erhöht. Bei den E-Geräten und bei Zubehör sind die Preise stabil geblieben. 6. Die Märke haben sich zwar wieder stabilisiert, aber die Nachwirkungen der Krise sind noch lange nicht verarbeitet, gerade die südeuropäischen Volkswirtschaften haben da noch einen weiten Weg vor sich. Weiterhin sind einige der Parameter, die in die Krise geführt haben, aktuell wieder auf dem Vormarsch. Zwar wurde der Bankensektor zahlreichen Prüfungen und Audits unterworfen, aber gerade im grauen Kapitalmarkt neben den Banken gedeiht gerade wieder das Spekulantentum wider besseres Wissen. Trotzdem scheinen uns die europäischen Märkte finanztechnisch besser abgesichert zu sein als einige der Boomländer in Asien. Auch hier haben sich Immobilienblasen gebildet, deren Platzen zu erheblichen Marktstörungen führen kann. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Investitionen in diesen Märkten ist sicher angeraten. 7. Die Entwicklung der letzten Jahre hat bereits gezeigt, dass Beratungs- und Planungskompetenz die wesentlichsten Erfolgsfaktoren im Küchenverkauf sind. Gerade bei steigenden Werten im Küchenverkauf wird die Qualifikation der Mitarbeiter in Verkauf, Service und Montage zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Wenn Sie die Fachberatung als Kriterium eines Vertriebskanals definieren, dann dürften sicherlich heute über 70 % des nobilia Umsatzes über diese Sparte laufen, Tendenz weiter steigend. Solange sich Marktteilnehmer in diesem Feld Defizite leisten, werden die „gewappneten“ Anbieter, unabhängig von der eigentlichen Vertriebsform, profitieren können, getreu dem schönen Motto, dass die Schwäche der anderen deine eigene Stärke sein kann. Auch das Thema Internet bedarf einer differenzierten Betrachtung. Auf die Werbemöglichkeiten des Internets zu verzichten, wäre in etwa so sinnvoll, wie auf Schaufenster zu verzichten. Wer im Netz nicht präsent ist, wird auch bald in der realen Welt nicht mehr wahrgenommen werden, da haben zahlreiche stationäre Größen noch Nachholbedarf. Ob der Verkauf von Küchen via Internet die Zukunft ist, ist aber ein ganz anderes Thema. Selbst die ehemaligen „Pure Player“ gehen da doch im Moment genau den entgegengesetzten Weg und bauen ihr Distributionsnetz - stationär und ambulant - weiter aus. Diese Investitionen sind doch sicher kein Zufall und wohlüberlegt. Das würde ich auch als Megatrend für die Zukunft so sehen: Die stationären Händler müssen ihre Präsenz im Netz ausbauen, die Zukunft gehört den Marktteilnehmern, die den Pluralismus des Multichanwww.nobilia.de nel am besten beherrschen.“

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küche + architektur | 37


BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Küchen

Häcker Küchen – Wachstum in Qualität, Quantität und Komplettvermarktung

ANDREAS MÖLLER, Exportleiter Häcker Küchen GmbH & Co. KG

MARCUS ROTH, Vertriebsleiter Deutschland und Österreich Häcker Küchen GmbH & Co. KG

1. „Wir konnten sowohl im Inland als auch im Export punkten und ein gesundes Wachstum erwirtschaften und sind mit den erzielten Ergebnissen zufrieden.“ Die Häcker-Vertriebsspitze mit Marcus Roth, verantwortlich für Deutschland und Österreich, und Exportleiter Andreas Möller darf sich freuen. 2. „Ein wichtiges strategisches Ziel für das kommende Jahr ist die weiterhin erfolgreiche Positionierung unserer Einbaugeräte der Marke „Blaupunkt“ in den Märkten. Hier gilt es, den erfolgreichen Start zu festigen und den Verkauf weiter auszubauen. Ansonsten sehen wir in den Märkten weiterhin ein moderates Wachstum für uns. 3. Unter Berücksichtigung der heutigen Rahmenbedingungen, glauben wir an einen ausgewogenen und recht stabilen deutschen Markt, in dem wir wieder ein moderates Wachstum erwirtschaften wollen. 4. Wir sehen verschiedene Erfolgsfaktoren innerhalb unserer Produktpalette. Zum einen setzen wir mit unserer Produktlinie systemat bzw. systematART in puncto Innenausstattung, Vielfalt und Qualität neue

Maßstäbe. Mit unserer großen Palette der Lacklaminatfronten in glänzender bzw. matter Oberfläche gehen wir weiterhin von wachsenden Stückzahlen aus. Dieses gilt sowohl für die Produktlinie classic als auch für systemat. Unsere Gerätemarke „Blaupunkt“ sichert uns zudem in der Komplettvermarktung den Erfolg. 5. Wir erhöhen unsere Preis in 2015 durchschnittlich um ca. 2 % – 2,5 %. 6. Wir planen auch für 2015 ein moderates Wachstum in den europäischen und außereuropäischen Exportmärkten. In Europa gehen wir von einer weiteren Stabilisierung einiger Märkte aus. In Asien werden Produkte wie unsere von der dortigen Oberschicht konsumiert. Auch hier erwarten wir eine leicht ansteigende Nachfrage durch wachsende Einkommen. 7. Wir sehen innerhalb der bestehenden Vertriebskanäle keine nennenswerten Verschiebungen. Die Kopplung zwischen stationärem Handel in Verbindung mit dem Internet wird sich aus unserer Sicht in Zukunft verstärken. Hier heißt für viele Vertriebsstrukturen das Zauberwort www.haecker-kuechen.de Multichannel-Marketing.“

Rational – Klares Bekenntnis zum kompetenten Küchenfachhandel zahlt sich aus

ELKE PFEIFFER, Marketingchefin Rational Einbauküchen GmbH

38 | küche + architektur

1. „Mit dem abgelaufenen Jahr 2014 sind wir rundum zufrieden. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht werden, so dass das vergangene Jahr mit einem ausgeglichenen EBITDA beendet werden konnte“, resümiert rational Marketingchefin Elke Pfeiffer. „2014 war für uns ein sehr wichtiges Jahr, da die Restrukturierung der vergangenen Jahre erfolgreich abgeschlossen werden konnte und rational damit für die Zukunft gut gerüstet ist. 2. Unser Fokus im nächsten Jahr wird weiter auf Wachstum ausgerichtet sein. Wir erwarten hierbei einen stärkeren Anstieg im Exportbereich als im Inland. Mit unseren zur Hausmesse eingeführten Frontneuheiten und den technischen Updates unserer Produkte hat unser Programmportfolio deutlich an Attraktivität gewonnen. Dies wird zusätzlich zu steigenden Umsatzerfolgen beitragen. 3. Im Inland erwarten wir, trotz des schwierigen Marktumfeldes, unseren bestehenden Marktanteil zu behaupten. Wir werden die LivingKitchen in Köln und selbstverständlich auch unsere alljährlich stattfindende Hausmesse nutzen, um uns national und international zu präsentieren und Neukunden zu gewinnen. Weiterhin liegt ein Hauptfokus auf beständigen Verbesserungen im Bereich Service und Qualität für unsere Kunden.

4. Auf Grund der sehr guten Positionierung unserer Neuheiten im Bereich Musterküchen, kristallisiert sich bereits jetzt schon unser Programm tio zen – eine grifflose Küche mit Materialkombination in Bildfurnier und Hochglanz Lack – heraus. Sehr gut angekommen ist auch unsere neue Küchen cadre. Hierbei handelt es sich um ein Programm der modernen Klassik in Kombination mit einem Furnierkonzept im wertigen Bereich. Aber auch unsere neuen MelaminHolzdekore konnten durchweg überzeugen. 5. Leider sieht sich die Küchenindustrie seit Jahren einem stetig wachsenden Kostendruck ausgesetzt. Lohn-, Material- und Energiekosten steigen kontinuierlich. Zur Hausmesse haben wir eine Vielzahl von Neuerungen und technischen Updates an unseren Produkten eingeführt. Unter anderem werden wir unser Schubkastensystem standardmäßig auf die neue Legrabox von Blum umstellen. Vor diesem Hintergrund werden wir eine Preiserhöhung in der Spitze von 3,9 % vornehmen. Wobei es diverse Artikelgruppen gibt, die auf dem Preisniveau des Vorjahres geblieben sind oder sogar abgesenkt werden konnten. 6. Es ist eindeutig, dass die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich ist. Bereits im letzten Jahr haben wir mit neuen


Umfrage Küchen | BRANCHENSPIEGEL

Handelsagenturen in Frankreich, Belgien und den Niederlanden den Grundstein dafür gelegt, auch innerhalb von Europa in einem krisengefährdeten Marktumfeld weiter zu wachsen. Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir im Bereich Export sehr breit aufgestellt sind. 50 % unseres Exportumsatzes generieren wir in Regionen, die ein stetiges Wachstum verzeichnen. Wir fokussieren unsere Vertriebsinvestitionen sehr flexibel und können von Jahr zu Jahr sehr schnell reagieren und so gegebenenfalls Rückgänge kompensieren.

7. Für unser Unternehmen spielt der Küchenfachhandel eine sehr wichtige Rolle. Gerade die hochwertigen Küchen sind immer noch sehr beratungsintensiv und planungsaufwändig. Diese fachgerechte Beratung kann heute und in Zukunft nur durch den qualifizierten Küchenfachhandel erfolgen. Einfache Küchenblöcke können sicherlich online bestellt werden, aber bei unseren aufwändigen Küchenplanungen sehen wir das Onlinegeschäft mehr als Werbemedium denn als Verkaufsmedium.“ www.rational.de

KÜCHENMÖBEL UND KÜCHENZUSATZMÖBEL allmilmö · Zeiler Möbelwerk Gmbh & Co. KG Obere Altach 1 · 97475 Zeil am Main · Tel. 09524 91-0 · Fax 09524 91-121 info@allmilmoe.de · www.allmilmoe.com

Ballerina-Küchen · H.-E. Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen · Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Gesellschafter: Familie Baumann Geschäftsführer: Delf Baumann, Andreas Assner, Michael Assner Vertriebsleiter: Andreas Assner Exportleiter: Martin Fritzen, Dirk Kleykens Mitarbeiter 2013: 770 · Produktionsstätten: Löhne/Burg Tochtergesellschaft: Burger Küchenmöbel Umsätze 2013: 209 Mio. € · Exportquote 2013: 32 % Exportländer: Österreich, Schweiz, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Italien, Russland, China, Japan bau-for-mat Küchen GmbH & Co. KG Kattwinkel 1 · 32584 Löhne Tel. 05732 102100 · Fax 05732 10277208 info@bauformat.de · www.bauformat.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho · Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Brigitte-Küchen · H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen · Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 vertrieb@brigitte-kuechen.de · www.brigitte-kuechen.de

küche + architektur | 39


BRANCHENSPIEGEL | Küchenmöbel und Küchenzusatzmöbel

Gesellschafter: Mitglieder der Familie Stickling Geschäftsführer: Dr. Günter Scheipermeier, Dr. Oliver Streit, Dr. Lars M. Bopf Vertriebsleiter: Dr. Oliver Streit Exportleiter: Matthias Keudel Mitarbeiter 2013: 2.600 Produktionsstätten: Verl-Sürenheide, Verl-Kaunitz Umsätze 2013: 923,4 Mio. Euro Exportquote 2013: 40 % Exportländer: weltweit Messebeteiligung: Küchenmeile, Living Kitchen, Eurocucina nobilia-Werke · J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. 05246 5080 · Fax 05246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

Geschäftsführer: Andreas Kuipers, H.-H. Hagemann, M. Wippermann Mitarbeiter: 1.184 Werke: Löhne und Melle

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

Poggenpohl Möbelwerke GmbH Poggenpohlstraße 1 · 32051 Herford Tel. 05221 381-0 · Fax 05221 381321 info@poggenpohl.com · www.poggenpohl.com

40 | küche + architektur


Küchenmöbel und Küchenzusatzmöbel | BRANCHENSPIEGEL

Geschäftsführer: Herr Andrea Lodetti Vertriebsleitung: Christian Placho Exportleitung: Thomas Klee Marketing/PR: Elke Pfeiffer Exportquote 2014: 51 % Exportländer: weltweit rational einbauküchen GmbH Rationalstraße 4 · 49328 Melle Tel. 05226 58-0 · Fax 05226 58-212 info@rational.de · www.rational.de

Gesellschafter: Johannes la Cour Geschäftsführer: Johannes la Cour, Andreas Kress Vertriebsleiter: Andreas Kress Exportleiter: Andreas Kress Leitung Marketing: Tobias Hollerbach Exportanteil aktuell: 40 % Exportländer: weltweit zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Geschäftsführer: Egbert Neuhaus Vertriebsleiter: Rainer Büth Produktgruppen: Einbauabfallsammler, Küchenausstattungen, Auszugsysteme, Haushaltwaren, Küchenaccessoires, Kochgeschirr, Alu-SystemTechnik, Trag-/ Stützelemente Aluminium-Design-Möbel – Aluments M. Westermann & Co. GmbH – Küchentechnik Postfach 2680 · 59716 Arnsberg (Neheim-Hüsten) Tel. 02932 476-0 Fax 02932 476-55 · Fax Export 02932 34576 einbau@wesco.de · www.wesco-kuechentechnik.de aluments@wesco.de · www.wesco-aluments.de

küche + architektur | 41


BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Küchen

Schüller Küchen – Strategisch, verbraucherorientiert, innovativ, verlässlich

MARKUS SCHÜLLER, geschäftsführender Gesellschafter Schüller Möbelwerk KG

1. „Ein lebhaftes mit „Höhen“ und „Tiefen“ versehenes Jahr 2014 geht für Schüller-Küchen positiv dem Ende entgegen. Eine Stabilität des Marktes und somit ein gleichbleibender Auftragseingang war in 2014 nicht auszumachen,“ bilanziert Markus Schüller. „Dies dürfte weitestgehend mit den Frequenzschwankungen im Küchenfach- und Möbeleinzelhandel zu tun gehabt haben. 2./3. Das neue Jahr sehen wir in den Grundzügen optimistisch. Die nach wie vor guten Rahmenbedingungen, die Anzahl der Anträge auf Wohnungsneubau, die Niedrig-Zinspolitik und der hohe Altbestand verplanter Einbauküchen im Inland lassen einen „stabilen“ Absatz erhoffen. In den für uns relevanten und angrenzenden europäischen Exportmärkten sind die Chancen einer positiven Entwicklung ebenso gegeben. Somit setzen wir, wie in der Vergangenheit, auf kontinuierliches Wachstum. 4. Das Portfolio von Schüller-Küchen ist am Verbraucher ausgerichtet. Somit sind für jede Zielgruppe und die jeweilige Ausgabebereitschaft Angebote vorhanden. Individualität für den Endkunden zu ermöglichen ist uns ein ernsthaftes Anliegen. Wir haben neben dem, auch bei uns vorhandenen „breiten Branchenstandard“ das Lebensgefühl „Country-Style“ in die

Collection aufgenommen. Diese modern skandinavisch interpretierte Landhausrichtung erschließt für uns einen weiteren Endkundenkreis. 5. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern eine moderate Preisentwicklung. 6. Unser Schwerpunkt des Exports liegt innerhalb Europas. Um dies zu intensivieren nutzen wir die LivingKitchen im Januar 2015 in Köln. Außereuropäisch richten wir unser Augenmerk auf ausgewählte Projektmärkte und sehen hierbei positive Ansätze für das kommende Jahr. 7. Wir vermarkten unsere Küchen über den qualifizierten Küchen- und Möbelfachhandel. Nicht nur eine kompetente Küchenfachabteilung, sondern vielmehr gutes Verkaufspersonal bestimmt den Erfolg des Absatzes. Die Küche hat sich vom Arbeitsraum zum Lebensraum entwickelt. Stand heute wird das Internet vom Endkunden zur Information, zum Meinungsaustausch und der Festigung des eigenen Geschmacks genutzt. Für die Handelspartner bedeutet dies die informative Präsenz im Internet zu erhöhen. Dem Verkauf eines so planungsintensiven Produktes ausschließlich über das Netz stehen wir heute noch www.schueller.de skeptisch gegenüber.“

Zeyko – Internationales Wachstum angestrebt

ANDREAS KRESS, Geschäftsführer Zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG

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1. „Das abgelaufene Jahr ist sehr erfolgreich verlaufen. Wir konnten schöne Umsatzzuwächse erwirtschaften. Deutschland war dabei weiterhin ein stabiler Markt. Zuwächse kamen aus Exportregionen außerhalb Europas“, zieht Zeyko-Geschäftsführer Andreas Kress Bilanz. 2. „Unser Geschäftsjahr ist bereits seit 1. Oktober in vollem Gange. Auch hier sind wir bereits bestens unterwegs. Mit dem Start ins Jahr 2015 freuen wir uns sehr auf die LivingKitchen. Mit dem Rückenwind aus Köln und weiteren guten Vorzeichen möchten wir auch im nächsten Jahr mit unseren bestehenden Partnern, aber auch mit neuen Absatzstellen, ganz klar wachsen. 3. Ein Ausblick über zwölf Monate ist nicht nur für Wirtschaftsweise, sondern auch für uns schwierig. Jedoch mit unseren aktuell ausgearbeiteten Marketingmaßnahmen und vielen neuen Produkten und damit verbunden neuen Präsentationen im Handel gehen wir von einer positiven Entwicklung für unser Unternehmen aus.

4. Zu unserem Wachstum beitragen werden zum einen neue Modelle aber, wie schon erwähnt, zum anderen auch die Marketinginstrumente. Die Modellentwicklung ist auf die Einstiegspreisgruppen aber auch auf die höherwertigen Preisgruppen ausgelegt. 5. Wir werden uns marktkonform verhalten. 6. Wir brauchen eine breite Basis und eine ausgewogene Vertriebsstruktur. Eine Monokultur ist hoch riskant. Von daher sind wir in den außereuropäischen Ländern breit aufgestellt. Wir sind in den Wachstumsmärkten vertreten und blicken schon heute auf neue Potentialmärkte. Hier hilft uns sichtlich auch die LivingKitchen mit hoffentlich vielen internationalen Besuchern. 7. Mit unserer Marke und unserer Wertigkeit sind wir bei den genannten Vertriebskanälen vertreten mit Ausnahme des Internethandels – diesen sehen wir nicht als strategische Allianz. Mit einer guten Produktpolitik, mit einem begleitenden Marketing und den richtigen Vertriebspartnern sehen wir in allen genannten Verwww.zeyko.com triebskanälen Wachstumspotential.“


Umfrage Elektrogeräte | BRANCHENSPIEGEL

Was glänzt denn da? Hochglanz für DecoBoard von Pfleiderer

Dass selbst bewährte Produktionsmethoden bisweilen für Verbesserungen gut sind, stellt der Holzwerkstoffhersteller Pfleiderer derzeit unter Beweis. Seit vielen Jahren setzt das Unternehmen an seinem Standort Leutkirch auf die bewährte Rückkühltechnologie, um direktbeschichtete Spanplatten (DBS) auf Hochglanz zu bringen. Dieses Verfahren wurde nun optimiert.

„D

er Glanzgrad ist jetzt noch höher“, stellt Produktmanagerin Sabine Spitz fest: „Und die Oberfläche ist so ruhig, wie man es sich für eine Dekorplatte nur wünschen kann.“ Abgesehen vom DecoBoard mit Träger P2 können zusätzlich nahezu alle Träger im Verbund mit einer Hochglanz-Struktur veredelt werden. Damit bietet Pfleiderer ein extrem breites Sortiment im Bereich Glanz an. Auch Spezialitäten wie HPL SolidColor oder Verbundelemente mit Hot-Melt-Verklebung (PU) kommen mit der Struktur Hochglanz zum Glänzen. Im Bereich DecoBoard stehen Besonderheiten, wie zum Beispiel besonders emissionsarme P2-Platten mit dem Blauen Engel oder als F-four-star-Produkt (F****) oder auch die schwer entflammbaren Träger Pyroex mit der Struktur HG zur Wahl. Unabhängig von optimalem Glanzgrad und perfekter Oberflächenruhe durch die Veredelung, behalten alle Träger ihre Eigenschaften bei. „Damit lassen sich überall dort, wo erhöhte Anforderungen an den baulichen Brandschutz gelten, glänzende Effekte setzen – ohne bei der Gestaltung Abstriche in puncto Design und Trend machen zu müssen.“ AUS EINER HAND, AUS EINEM GUSS Schließlich bekommen Verarbeiter bei Pfleiderer alle Holzwerkstoffe und Hochdruckschichtstoffe, die sie für den dekorativen In-

nenausbau brauchen, aus einer Hand und aus einem Guss. So können sie Hochglanz mit einer Vielzahl an Dekoren und Trägern kombinieren, je nachdem welche Anforderungen sie an das Produkt stellen. „Denn“, erklärt Sabine Spitz: „Pfleiderer hat in jedem Fall die größte Auswahl und bietet eine passende Lösung für Ihre Anforderungen.“ www.pfleiderer.com

Optimaler Glanzgrad und perfekte Oberflächenruhe – DecoBoard. Fotos: Pfleiderer küche + architektur | 43


HANDEL + MARKT

Erlebe die Möglichkeiten! Küchenstudio Krampe, Küchenspezialist des Jahres 2014

Joachim Krampe setzt in seiner Ausstellung auf Küchen mit Top-Ausstattung: ,,Man sollte seinen Kunden immer das Beste zeigen, das es gibt!“

Kelkheim im Taunus, seit 76 Jahren ist die traditionelle Möbelstadt Firmensitz der Familie Krampe. Was 1938 mit der Gründung einer Schreinerei begann, entwickelte sich kontinuierlich über den Innenausbau zu einem der renommiertesten Küchenfachgeschäfte der Region. Bestätigt wird dies von den zahlreichen zufriedenen Kunden des Unternehmens, deren Wertungen mit zu der erst kürzlich erfolgten Auszeichnung des Unternehmens zum Küchenspezialisten des Jahres beigetragen haben. Wir sprechen mit Joachim Krampe, der das Unternehmen in dritter Generation erfolgreich führt.

D

as 500 qm große Studio liegt zentral an einer der Hauptverkehrsstraßen Kelkheims. Das Wahrzeichen des Fachgeschäfts, die Giraffe auf gelbem Grund, ist schon von weitem zu sehen und weist Interessenten direkt auf den Parkplatz im Hof hin. Nur einen Schritt in den Innenhof, dann zwei Stufen und dem Auge des Besuchers eröffnet sich ein innenarchitektonisch anspruchsvolles Bühnenbild, in dem jede einzelne Küche perfekt inszeniert wird. Jedes Exponat inklu-

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sive der Kinderspielecke ist in ein farblich passendes Ambiente eingebunden und lässt den Gästen des Hauses freien Lauf, um sich über zeitgemäße Kücheneinrichtung zu informieren. Hier finden sich Planungslösungen par excellence, die in einem geschmackvollen Mix aktuelle Materialien, Farben und Strukturen widerspiegeln. Modern aber nicht modisch werden hier Kreationen der Marke SieMatic und der Handelsmarke Beckermann präsentiert, technisch


HANDEL + MARKT

perfektioniert durch Geräte von Bosch, Miele und Gaggenau. Ganz, wie es einem langlebigen Investitionsgut wie der Küche entspricht. „Wir haben uns für diese Lieferantenkonstellation entschieden, weil wir traditionell gut mit ihnen zusammenarbeiten, aber auch deshalb, um uns in unserer Region von dem vorhandenen starken Wettbewerbsumfeld auch produkttechnisch zu differenzieren“, erläutert der Hausherr und führt uns zuerst zur ansprechend gestalteten Präsentationsfläche der Beckermann Küchen. „Wissen Sie“, erläutert er uns, „Beckermann gehört immer noch zu den Geheimtipps unter den deutschen Küchenmöbelherstellern. Der Hersteller ermöglicht es uns, im Bereich der Lackfronten und farbgleichem Kunststoffumfeld wettbewerbsfähig agieren zu können!“ Das Küchenstudio Krampe steht für die hochwertige Kücheneinrichtung. „Für uns sind das Einrichtungen ab 8.000 Euro“, definiert Joachim Krampe den Anspruch seines Unternehmens. „Unter diesem Wert macht das für ein Unternehmen unserer Größenordnung keinen Sinn“, betont er. „Wir haben schließlich auch Verantwortung für unsere Mitarbeiter, die ein Anrecht auf eine leistungsgerechte Bezahlung haben.“ NETWORKING ZUM AUSBAU DER KERNKOMPETENZEN Aufgrund seiner langjährigen Tradition kommen Kunden aus einem Umkreis von 30 Kilometern und mehr nach Kelkheim, um sich dem Unternehmen in Beratung, Planung, Koordination übergreifender Gewerke und Ausführung anzuvertrauen. „Wir arbeiten mit zahlreichen Handwerksunternehmen unserer Region seit vielen Jahren eng zusammen, so dass wir unseren Kunden vom Boden über die Wand und die Decke bis hin zu unserer eigenen Leistung optimale Beratung und Ausführung gewährleisten können.“ Mit

Sicherheit ist diese Professionalität auch der Grund dafür, dass die Auslandsmontagen, wie uns der passionierte Küchenspezialist verrät, jährlich ansteigen. „Vielen unserer Kunden statten wir ihre Ferienhäuser oder -wohnungen mit einer Küche aus.“ Joachim Krampe ist stolz auf das seinem Unternehmen entgegengebrachte Vertrauen und trägt alles Erdenkliche dazu bei, um diesem auch weiterhin gerecht zu werden. „Die Küche wird von Jahr zu Jahr komplexer, was eine kontinuierliche Weiterbildung unseres gesamten Teams erfordert.“ Also nutzt er die Weiterbildungsmöglichkeiten seiner Industriepartner, wo sich alle Abteilungen schulen lassen können, vom Planer bis hin zum Monteur. Ein Einsatz, den das Unternehmen täglich von seinen Kunden wieder zurückbekommt. Der Durchschnittswert der von

Hier wird jede einzelne Küche perfekt inszeniert.

Ernst-Martin Schaible, geschäftsführender Gesellschafter Der Kreis (4. v. l.), ließ es sich nicht nehmen, nach Kelkheim zu kommen und Joachim Krampe und seinem Team die Auszeichnung zum Der Kreis Küchenspezialisten des Jahres 2014 zu überreichen.

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HANDEL + MARKT

Beckermann Küchen ermögliche es ihm, so Joachim Krampe, im Bereich der Lackfronten und farbgleichem Kunststoffumfeld wettbewerbsfähig agieren zu können.

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Krampe Küchen vermarkteten Küchen liegt derzeit bei über 14.000 Euro. ZEIGEN, WAS MÖGLICH IST Diesen über dem Branchendurchschnitt liegenden Wert erzielt das Verkaufsteam mit Joachim Krampe, Daniel Krampe und Erik Neumann unter anderem auch durch die Top-Ausstattung der Ausstellungsküchen. „Ich versuche, jeden Schranktyp, den meine Lieferantenpartner anbieten, mit in die Ausstellung zu integrieren“, betont der sympathische Küchenspezialist und führt uns in die hauseigene SieMatic-Welt. „Man sollte seinen Kunden immer das Beste zeigen, das es gibt. Auch wenn sie es zu guter Letzt nicht kaufen. Die Vielfalt unterschiedlicher Ausstattungsmöglichkeiten, die ein Hersteller bietet, schafft Vertrauen in dessen Kompetenz. Sie kann sich entscheidend auf die Wahl unserer Kunden für die eine oder andere Marke auswirken.“ Ein größeres Angebotsspektrum offeriert das Küchenfachgeschäft seinen Kunden auch in Sachen Arbeitsplatten. „Wir arbeiten mit einem ortsansässigen Steinmetz zusammen, was es uns ermöglicht, Küchen auch mit weniger konsumigen Steinarten aufzuwerten. Jetzt wollen Joachim Krampe und sein Team auch hinsichtlich der Innenausstattung noch weitergehen: „Wir werden in Kürze in unserer Ausstellung Raum für Ausstattungsvarianten schaffen, die über die Möglichkeiten unserer Lieferantenpartner hinausgehen. Bei der Auswahl dieser Exponate haben wir uns mit Großhändlern wie Häfele auseinandergesetzt, Kontakte, die noch aus unserer Anfangszeit als Schreinerei stammen. In dessen Katalog haben wir einiges gefunden, womit

wir unseren Kunden noch mehr Komfort bieten können. Sehr innovativ“, ergänzt der dynamische Küchenprofi, „zeigt sich unsere Branche eigentlich nicht. Ich denke dabei auch an das Thema Vernetzung: Warum gibt es noch keine Zusammenarbeit zwischen einem Küchenmöbel- oder auch einem Gerätehersteller mit einem TV-Produzenten, so dass einige Standards für den Einbau von Flatscreens in gewisse Schranktypen oder Elektrogeräte vereinfacht werden könnten?“ Doch auch wenn ihm Lieferantenpartner mit ihren Sortimenten Grenzen setzen, werden diese von Joachim Krampe und seinem Team im Dienste seiner Kunden überschritten. Die Tatsache, dass das Küchenstudio Krampe im Rahmen des von der Verbundgruppe Der Kreis ausgeschriebenen Wettbewerbs „Küchenspezialist des Jahres“ von der Jury zum Sieger gekürt wurde, belegt die Kompetenz des Selfmade-Unternehmens einmal mehr. Aber braucht ein solchen Unternehmen noch den Zusammenschluss in einem Einkaufsverband? Eine Frage, die Joachim Krampe mit einem klaren Ja beantwortet: „In unserem Einkaufsverband fühlen wir uns als Mitglied einer großen, kompetenten Familie, in der sich über die Jahre hinweg auch Freundschaften entwickelt haben. Diese und auch die Erfa-Treffen, bei denen wir uns fachlich mit Marktbegleitern austauschen können, schätzen wir sehr. Und was die Konditionen anbelangt, und glauben Sie mir, auch wir führen hin und wieder Gespräche mit anderen Verbänden, fühlen wir uns ebenfalls sehr gut aufgehoben.“ Was Marketing und Werbung betrifft, arbeitet des Küchenfachgeschäft aus Kelkheim allerdings in eigener Regie zusammen mit einer Frankfurter PR-Agentur.


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„Durch unsere Vernetzung mit den Handwerksbetrieben dieser Region beteiligen wir uns seit vielen Jahren an einer Art gemeinschaftlicher Mittelstandswerbung“, erläutert Joachim Krampe. „Und ehrlich gesagt, benötigen wir keine klassischen Werbemaßnahmen, da unsere Kunden zu annähernd einhundert Prozent über Empfehlungen zu uns finden.“ Was sich der überzeugte Küchenprofi jedoch nicht nehmen lässt, sind die regelmäßigen Kochevents, die er gemeinsam mit Fernsehkoch Michael Beck veranstaltet. „Diese Veranstaltungen sind gut besucht und dienen nicht nur als Basis zur Neukundengewinnung, sondern führten zudem zu so mancher Freundschaft“, erläutert uns Joachim Krampe schmunzelnd. „Allerdings haben wir die Kochevents derzeit ein wenig zurückgenommen“, gibt er zu. „Unsere Jurierung zum Küchenspezialisten des Jahres hat uns eine ganze Reihe an Aufträgen gebracht, so dass wir derzeit mehr als ausgelastet sind. Viele Kunden, die sich nach Erstellung unseres Angebots noch unschlüssig zeigten, fühlten sich durch unsere Ernennung zum Küchenspezialist des Jahres darin

bestätigt, mit uns den richtigen Partner für ihre neue Küche gewählt zu haben. Andere wiederum kommen aus einer ganz anderen Region, wurden jedoch durch Zeitungsberichte auf unsere Nominierung aufmerksam und möchten nun ihre Küche von uns eingerichtet sehen. Wir konnten es kaum glauben, aber eine solche Auszeichnung schafft beim Verbraucher zusätzliches Vertrauen in unsere Kompetenz und Leistungsfähigkeit.“ „Sagen Sie mal Herr Krampe, haben Sie eigentlich keine Angst vor dem Druck Ihrer Wettbewerber?“, fragen wir. „Nein, ich habe nur Respekt vor dem Druck, den wir uns selbst machen.“ „Und wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wie könnte der aussehen?“ „Ich würde mich freuen, wenn es unserer, doch weltweit führenden, Branche gelänge, dauerhaft eine Küchenmesse mit internationaler Akzeptanz zu etablieren. Diese Messe sollte dann, wie auch die Eurocucina, eher im Frühjahr stattfinden, im Zweijahresrhythmus, alternierend mit den Hausmessen im Herbst. Als Standort würde ich dann Frankfurt vorschlagen. Eine Stadt, mit internationalem Anspruch und idealer Infrastruktur!“

Mit seinen neun quadratischen Türen prägt dieser von Krampe Küchen geplante Schrank den wohnlichen Essbereich. Fotos: Krampe

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DATEN + FAKTEN

Hausgeräte-Markt wächst weiter ZVEI-Geschäftsführer Werner Scholz über die Entwicklung der Hausgeräte-Industrie „Der deutsche Markt für Haushalt-Großgeräte wird zum siebten Mal in Folge auch im Jahr 2014 weiter wachsen“, da ist sich ZVEI-Geschäftsführer Werner Scholz sicher. „Am Jahresende könnte bei den großen Hausgeräten ein Umsatzwachstum im Inland von etwa zwei Prozent auf 5,3 Mrd. Euro (ohne MwSt.) stehen, wobei das Wachstum bei den Einbaugeräten etwas höher ausfällt als bei den freistehenden Geräten.“

WERNER SCHOLZ, Geschäftsführer ZVEI

Und die Chancen stehen gut, dass sich die positive Entwicklung der letzten Jahre auch in 2015 fortsetzt: „Die Rahmendaten und Prognosen für den Konsum sind in Deutschland positiv. Die Beschäftigungsverhältnisse sind stabil, die Zahl der Beschäftigten ist steigend, die Einkommenserwartungen sind hoch. Sehr niedrige Zinsen fördern die Investitionsbereitschaft u. a. in Immobilien und Küchen. Die starken Trends wie Küche/Kochen, Funktionalität, Design und Energieeffizienz werden den Großgerätemarkt weiterhin positiv beeinflussen. Dazu kommt zunehmend als neues Thema Smart/Vernetzung. Sofern keine nicht-kalkulierbaren Ereignisse das Konsumklima eintrüben, sollte der Großgerätemarkt weiterhin stabil auf hohem Niveau bleiben. Ein moderates Umsatzwachstum im Inland von +1 bis +2 % ist realistisch“, prognostiziert der engagierte Branchenkenner. EXPORTGESCHÄFT ZIEHT WIEDER AN Auch was das Exportgeschäft anbelangt stehen die Zeichen auf Wachstum: „Nach einer Stagnation in den letzten beiden Jahren dürfte der Export in diesem Jahr wieder leicht zulegen“ schätzt Werner Scholz und verweist auf die offizielle Exportstatistik bei Großgeräten, die Stand Ende September 2014 ein aufgelaufenes Plus von knapp zwei Prozent nach Wert ausweist. Die Nachfrage aus den Ländern der EU ziehe an, stellt er fest. Dorthin gehen

Deutscher Markt für Elektro-Haushalt-Großgeräte Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent1 +3 %

+3 %

+3 %

0% -3 %

+4 % +2 %

+3 % +1 %

+2 %

1-2 %

-3 % 2007

2008

Quelle: ZVEI

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2009

2010

2011

2012

2013

1 bezogen auf den Herstellerumsatz

2014

Schätzung

2015

Prognose

über 70 Prozent der Ausfuhren von Großgeräten. „Beim Export erwarten wir in 2015 ein Wachstum von zwei bis drei Prozent.“ HERSTELLER FORDERN LANGLEBIGES ENERGIELABEL Gespannt sein darf man auf die überarbeitete Form des Energielabels, betont Werner Scholz: „Spätestens im Frühjahr 2015 erwarten wir ein erstes Arbeitspapier der EU-Kommission. Die Auswirkungen auf den Markt hängen stark von der Ausgestaltung des neuen Labels ab. Wir unterstützen eine wettbewerbsfördernde Kennzeichnung, die für den Verbraucher eine echte Hilfe bei der Kaufentscheidung ist“, betont der Fachmann und unterstreicht: „Das Label muss leicht verständlich sein und sich auf die wichtigen Geräteparameter beschränken. Neben der Energieeffizienz muss das Label weiterhin über die wesentlichen Gebrauchseigenschaften informieren. Wichtig aus Industriesicht ist, so der ZVEI-Geschäftsführer nachdrücklich, „die Planungssicherheit. Deshalb sollte ein neues Label für lange Zeit Bestand haben. Eine Regulierung in kleinen Schritten lehnen wir ab.“ SMART HOME – INTEROPERABILITÄT MUSS GEWÄHRLEISTET SEIN Einen Blick in die Zukunft erfordert auch das Thema Smart Home. Bereits auf der IFA 2014 konnte man sich ein Bild davon machen, was bereits heute alles machbar ist und was noch kommen wird. „Notwendig sind jetzt gemeinsame Anstrengungen von Herstellern, Handel und Handwerk, um das Thema dem Verbraucher noch stärker nahezubringen“, so der Analyst. Eine Baustelle sei noch immer die Interoperabilität: Der Verbraucher wolle keine Insellösungen. Vielmehr wolle er alle Geräte im Smart Home, herstellerübergreifend mit nur einem Bediengerät/ einer Benutzeroberfläche steuern und kontrollieren können, stellt er fest und verspricht: „Die Hersteller arbeiten intensiv an diesem Thema, u.a. in der internationalen Normung.“


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Purer Genuss aus dem Dampf Der Multi-Dampfgarer AEG ProCombi Plus mit Sous Vide-Funktion Einfach und zeitsparend ist die Bedienung des AEG ProCombi Plus mit Feuchtigkeitssensor, VarioGuide und Sous VideFunktion: Einstellen, was für ein Gericht sich im MultiDampfgarer befindet, auf Start drücken. Der VarioGuide des intelligenten Geräts wählt Ofenfunktion, Temperatur und Garzeit aus. Dampfgaren, backen, schmoren, braten – das alles leistet der ProCombi Plus automatisiert.

Der Multi-Dampfgarer AEG ProCombi Plus ist für 60 cm Nische oder 45 cm Nische erhältlich und in der Energieeffizienzklasse A gelabelt. Fotos: AEG

Ein zusätzlicher Service ist die AEG App für den ProCombi Plus: Rezept auswählen, die Zutaten gleich passend dazu einkaufen – komfortabler geht‘s nicht.

D

abei ermöglicht die ThermiC°AirFunktion, dass die Hitze im Garraum gleichmäßig verteilt wird. Mit der Kombination von Dampf und Heißluft werden Braten, Brot und Gratins innen saftig bzw. locker und außen knusprig. Ein Feuchtigkeitssensor im Gerät sorgt für den idealen Feuchtigkeitsgehalt und damit für ein optimales Klima im Garraum. So bleiben Vita-

mine und Mineralstoffe erhalten und der Geschmack wird intensiviert. Obendrein ist das Gerät mit Sous Vide-Funktion zum Vakuumgaren ausgestattet. Sie garantiert, dass die für das jeweilige Gericht notwendige Gradzahl exakt eingehalten wird und lässt diese langsame, den Geruch, das Aussehen und den Geschmack der Speisen erhaltende Zubereiwww.aeg.de tungsart die Küchen erobern.

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Elektrogeräte-Industrie Die Zeichen stehen auf Wachstum Gut gerüstet mit innovativen smarten Einbaugeräte sowie Waschmaschinen und Trocknern, die den Alltag der Konsumenten erleichtern, sind die Hausgerätehersteller guter Dinge, auch in 2015 im In- und Ausland kräftig wachsen zu können. Was die Entwicklung der unterschiedlichen Vertriebskanäle wie Küchenfach-, Möbel- oder Online-Handel anbelangt, so gewinnt letzterer durchaus weiter Marktanteile. Allerdings, so die Aussagen, eher im Ersatzbedarfsgeschäft. Verbraucher, die jedoch Beratungskompetenz, Spitzenqualität in Sortiment und Präsentation sowie mehrwertorientierte Services suchen werden sich nach wie vor am besten im Fachgeschäft aufgehoben fühlen. Und damit die Fachgeschäfte leichter von interessierten Kunden gefunden werden können, lohnt es sich für diese, das Internet als zusätzliche Werbe- und Marketingplattform zu nutzen.

1. 2. 3.

4.

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2014 für Ihr Unternehmen?

5.

Welche Ziele haben Sie sich für das kommende Jahr gesetzt? Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland für dieses und nächstes Jahr nach unten korrigiert. Wie prognostizieren Sie die Entwicklung des Inlandsmarktes für Ihr Unternehmen? Welche Geräte werden im Folgejahr Ihrer Erfahrung nach zum Wachstum Ihres Unternehmens beitragen?

6.

Laut einer Prognose des Internationalen Währungsfonds wird die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren deutlich schneller wachsen als bisher. Jedoch wird betont, dass das Risiko einer neuen Krise nicht gebannt sei. Zu den Risiken gehöre u.a. die niedrige Inflation, besonders in der Euro-Zone. Wie gehen Sie als multinational agierendes Unternehmen mit dieser Prognose um? Und wie beurteilen Sie die Entwicklung der außereuropäischen Exportmärkte? Wie beurteilen Sie das Entwicklungspotenzial der Vertriebskanäle Elektrofachhandel, Küchenfachhandel und Möbelfachhandel mit kompetenter Küchenfachabteilung sowie Internethandel?

AEG – Fokus Küchen- und Möbelhandel 1. Electrolux Deutschland zeigt sich positiv gestimmt: „Nach einem etwas verhaltenen Start in das Jahr 2014 hat sich im zweiten Halbjahr, speziell für unsere Premiummarke AEG, eine sehr positive Entwicklung ge50 | küche + architektur

zeigt. Die kumulierten Zahlen sowie die noch vorliegenden Auftragsvorlagen in unserem Vertriebsbereich Küchen- und Möbelhandel zeigen eine insgesamt gute Tendenz und lassen nicht nur zum Jahresende ein er-


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freuliches Ergebnis erwarten, sondern stimmen uns auch positiv für einen guten Start in 2015. 2. Wir wollen die gute Entwicklung unserer Marke AEG mit einem noch besseren Produktmix fortsetzen und den Fokus auf den qualifizierten Küchen- und Möbelfachhandel mit eigenen Küchenfachabteilungen legen. 3. Wir gehen von einem leicht wachsenden Markt im kommenden Jahr aus. Speziell im Einbaugerätebereich ergänzen wir das Top-Segment um sehr interessante Produkterweiterungen. Dadurch erwarten wir zusätzliches Wachstum oberhalb der allgemeinen Marktentwicklung. 4. Eines der Vehikel, mit dem wir bereits in den vergangenen Jahren nachhaltiges Wachstum generiert haben, ist unsere Multidampfgarer Range. Mit der aktuellen und durch zusätzliche Komfortfunktionen erweiterte Produktpalette – so etwa unserem neuen AEG ProCombi Plus mit Sous Vide – werden wir diese Erfolgsgeschichte fortschreiben. Ein weiterer Erfolgsfaktor in unserem Produktangebot ist auch das Thema Induktion, wo wir im Handel mit innovativen, hochflexiblen Modellen wie etwa unserem AEG MaxiSense Plus mit FlexBridge-Kochzone und MaxiSense Combi mit FreeZone-Kochzone auf sehr positive Resonanz stoßen.

5. Natürlich beobachten wir diese verschiedenen Entwicklungen sehr genau und hoffen auf eine Entspannung auf den unterschiedlichen weltweiten Krisenherden, die Einfluss auf die Weltwirtschaft haben. Auf den deutschen Hausgerätemarkt bezogen, lässt sich sagen, dass wir ein gutes Wachstum in 2014 haben. Allen Unwägbarkeiten zum Trotz prognostizieren wir für 2015 sogar ein leichtes Wachstum. 6. Natürlich hat der Onlinehandel Einfluss auf alle anderen traditionellen Vertriebskanäle. Es ist ja kein Geheimnis, dass der Onlinehandel am stärksten den klassischen Ersatzbedarf über den Elektrohandel tangiert. Dieser Vertriebsweg hat sich inzwischen ebenfalls stark im Thema Onlinehandel über eigene Vermarktungsplattformen engagiert und wir sind sicher, dass dieser Trend sich fortsetzen wird. Aber auch der qualifizierte Küchen- und Möbelhandel ist von dieser Entwicklung betroffen. Dennoch sind wir der Überzeugung, dass das beratungsintensive und planungsaufwändige Produkt Küche nur sehr bedingt über den reinen Onlinehandel vermarktet werden kann. Denn das komplette Servicepaket – von der Planung bis hin zur Auslieferung und Montage inklusive Anschluss und Einweisung der Elektrogeräte – kann nur von einem guten Küchen- und Möbelfachhändler www.aeg.de realisiert werden.“

KARL-HEINZ SCHNEIDER, Direktor Vertrieb Deutschland Küchen- und Möbelhandel Electrolux Hausgeräte GmbH

Bauknecht – Fachhandel im Visier 1. „2014 ist ein besonderes Jahr für Bauknecht!“, betont Jens-Christoph Bidlingmaier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bauknecht. „Wir haben unsere Premiere bei der IFA in Berlin und auf der Küchenmeile während der wir uns auf Gut Böckel präsentiert haben, gefeiert. Dabei konnten wir Handelspartner und Konsumenten gleichermaßen mit vielen Innovationen und einer schlüssigen und höchst attraktiven Produktrange begeistern. Zudem sind wir vom Deutschen Institut für Servicequalität mit dem Nr. 1 Award für die beste Serviceberatung und den besten Servicesupport ausgezeichnet worden. Ich bin stolz, dass ich mit Bauknecht diese Premieren feiern durfte und auf eine starke Basis in Vertrieb, Marketing und Service bauen kann. 2. Wir setzen auf nachhaltiges Wachstum, und hier insbesondere im klassischen Fachhandel, der für die Stärkung unserer Marke von großer Bedeutung ist. Die überaus positive Reaktion unserer Kunden auf unsere auf der IFA und während der Küchenmeile präsentierten Neuheiten interpretieren wir als handfestes Signal für eine intensivere Zusammenarbeit in 2015. Eine wesentliche Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bilden unsere Fachhandelskonzepte „Passion“ und „Platinum“ , die wir mit neuen Produkten weiter stärken werden, um unsere Partner

im Handel in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Im Januar werden wir durch unseren Auftritt bei der LivingKitchen weitere Partner gewinnen können. Alle Konsumenten und Handelspartner können sich in 2015 auf weitere, einzigartige Innovationen von Bauknecht freuen, die klare Nutzenvorteile bieten. Das Gleiche gilt natürlich auch für die IFA 2015 sowie für die Küchenmeile, wo wir die Stärke der Marke Bauknecht noch intensiver darstellen werden. 3. Jedes Unternehmen hat eine eigene Konjunktur. Bauknecht, davon sind wir überzeugt, wird in 2015 gemeinsam mit unseren Partnern im Elektro-, Küchenund Möbelfachhandel stärker wachsen als der Markt. 4. Wir sehen unsere Stärke sowohl im Einbaugerätebereich als auch in den Bereichen Waschen und Trocknen. Diese Stärke werden wir durch die Lancierung weiterer Neuheiten ausbauen, die die Segmente Kühlen, Gefrieren, Kochen und Spülen mit einschließen. Wir werden uns also wesentlich breiter im Markt aufstellen. 5. Als Weltmarktführer für Elektrogroßgeräte sind wir aus meiner Sicht hervorragend aufgestellt. Mit der Akquisition von Indesit haben wir unsere Position in Europa deutlich verbessert. Das wird uns helfen, Größenvorteile zu erzielen sowie effektiver und effizienter zu agieren als andere Marktteilnehmer.

JENS-CHRISTOPH BIDLINGMAIER, Vorsitzender der Geschäftsführung, Bauknecht Hausgeräte GmbH

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6. Ich bin der festen Überzeugung, dass der klassische Fachhandel hervorragende Möglichkeiten hat, von den Potentialen des Marktes überproportional zu profitieren, wenn er sich auf seine Stärken besinnt und nicht nur einen Preis anbietet! Denn der Konsument ist bereit, für hervorragende Produkte und Dienstlei-

tungen zu investieren. Die Fachhändler, die produktund gleich werden zu den Gewinnern im Markt gehören. Dazu benötigt er verlässliche Industriepartner, wie Bauknecht, die nachhaltig, vertrauensvoll und verantwortungsvoll in der Zusammenarbeit sind und www.bauknecht.de passende Konzepte anbieten.“

Berbel – Fachhandel und Premiumprodukte eine erfolgreiche Komposition

PETER AHLMER UND CHRISTIAN FARAGO, Geschäftsführer Berbel Ablufttechnik GmbH

1. „Das abgeschlossene Geschäftsjahr 2013/2014 war für uns sehr erfolgreich. Wir konnten ein Umsatzplus von 40 % verzeichnen“, die beiden Geschäftführer der berbel Abluftechnik GmbH, Peter Ahlmer und Christian Farago, strahlen. „Unser Jahr war geprägt von Innovationen. Durch die Einführung des neuen Umluftfilters permalyt® ermöglicht berbel eine wartungsfreie Umluftfiltertechnik, die es bisher im Bereich der Dunstabzugshauben noch nicht gab. Die zum Patent angemeldete Innovation ist damit eine Revolution für den Küchenmarkt. 2. Im kommenden Geschäftsjahr wollen wir unser Umsatzwachstum weiter steigern und in den Produktionsstandort Rheine investieren. Alle berbel Produkte werden hier entwickelt, geprüft und gefertigt. So entsteht ein echtes Qualitätsprodukt „Made in Germany“. Das soll auch in Zukunft so sein. Mit der Übernahme der Homeier Küchentechnik GmbH im April 2014 und der Vermarktung der Produkte ab Januar 2015 soll dem Fachhandel künftig ein umfassendes Produktportfolio aller Bereiche der Küchenlüftung und Dunstabzugstechnik angeboten werden. 3. Als Hersteller von Dunstabzugshauben im Premium-Bereich stellen wir uns der Herausforderung mit einer klaren Positionierung zum inhabergeführten Küchenfachhandel. Aus unserer Sicht sind hochwertige Produkte gepaart mit Innovationen und einem hohen Nutzen für unsere Kunden die beste Strategie, um weitestgehend unabhängig von konjunkturellen Einflüssen weitere Marktanteile zu gewinnen.

4. Ein Erfolgsfaktor unserer Produkte ist die Verbindung aus Form, Funktion und Qualität. Unser Fokus bei der Entwicklung liegt stets darauf, die individuellen Wünsche der Kunden zu erfüllen. Auch 2015 werden wir wieder einige Weltneuheiten präsentieren, die diese Kriterien erfüllen. Die ersten sind bereits auf der LivingKitchen im Januar in Köln zu sehen. 5. Die Entwicklung unserer Exportmärkte, die sich vornehmlich in der Eurozone befinden, beurteilen wir für uns positiv. Wir können vor allem in den Niederlanden wieder eine leichte Erholung des PremiumKüchenmarktes beobachten, was uns, auch aufgrund der grenznahen Lage und der Bedeutung für die lokale Wirtschaft der Region freut. Das Premium Segment und besonders der private Bereich ist meist deutlich weniger von Krisen betroffen. Die Menschen wollen ein angenehmes Leben und unsere Produkte machen ihre Traumküche perfekt und sind daher gefragt. Egal ob in der Schweiz oder unseren Nachbarn in der Eurozone, wir erwarten positive Entwicklungen unserer Exportumsätze und sind wenig in Krisenstimmung, denn wir vertrauen auf unsere Innovationskraft und die Nachfrage von Qualitätsprodukten, Made in Germany. 6. Eine kompetente und individuelle Beratung bei der Küchenplanung erhält der Kunde unserer Meinung nach nur im Fachhandel. Wir werden auch weiterhin den Fachhandel nachhaltig stärken, mit innovativen Produkten fernab von Preis- und Rabattwww.berbel.de schlachten.“

Bosch – Positiv gestimmt ins Jahr 2015

HARALD FRIEDRICH, Geschäftsführer Robert Bosch Hausgeräte GmbH 52 | küche + architektur

1. „2014 war ein durchaus erfolgreiches Jahr für uns“, resümiert Harald Friedrich, Geschäftsführer Robert Bosch Hausgeräte. „In einem deutlich positiven Markt konnten wir unsere Marktposition in den vergangenen Monaten weiter ausbauen. 2. Wir wollen auch in 2015 stärker als der Markt wachsen. Im Hinblick auf dieses Ziel setzen wir un-

sere konsequente Ausrichtung auf die Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher weiter fort. Indem wir Hausgeräte anbieten, die mit innovativen Technologien erstklassige Ergebnisse erzielen UND gleichzeitig so einfach wie möglich zu bedienen sind, setzen wir unseren Leitgedanken „Technik fürs Leben“ glaubwürdig um.


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3. Was die nach unten korrigierten Wachstumsprogrosen des Instituts der deutschen Wirtschaft anbelangt, darf man nicht übersehen, dass die bisherigen Erwartungen von einer sehr hohen Basis ausgingen. Selbst die korrigierten Prognosen bilden immer noch eine positive Entwicklung ab. Zudem befindet sich unsere Branche derzeit in einer günstigen Ausgangslage: Aufgrund der anhaltend guten Beschäftigungslage, der guten Einkommenserwartungen und des weiterhin zunehmenden Wohnungsbaus sehe ich in Summe auch für 2015 eine positive Marktentwicklung. An dieser wollen wir als Unternehmen überdurchschnittlich partizipieren. Das positive Feedback auf unsere neuen Geräte, die wir auf der IFA 2014 vorgestellt haben, macht uns in dieser Hinsicht sehr zuversichtlich. 4. Auf der IFA standen unsere neuen Einbaubacköfen der Serie 8 im Fokus. In dieser Serie steckt eine Vielzahl von Innovationen wie etwa der PerfectBake Backsensor. Ist das Gericht fertig gebacken, schaltet sich der Backofen selbsttätig aus. Oder das PerfectRoast Bratenthermometer, das an drei Punkten die Kerntemperatur des Garguts misst. Ergänzt wird die Brat- und Backperformance durch verschiedene Dampffunktionen und die kombinierte Mikrowelle. Pyrolyse und pyrolysefähiges Zubehör reduzieren mühsame Reinigungsmaßnahmen auf ein Minimum. Hinzu kommen ein besonders hochwertiges und modernes Design und ein neues intuitives Bedienkonzept, bestehend aus dem Bedienring und dem Vier-FarbenTFT-Touch-Display. Zusätzlich haben wir erstmals netzwerkfähige Geräte der Serie 8 präsentiert, die über Home Connect vom Handy oder Smartphone aus steuerbar sind. Alle diese Neuheiten wurden von unseren Messebesuchern begeistert aufgenommen. Wir sind sicher, dass die neue Serie 8 unserem gesamten Einbaugeschäft wesentliche Wachstumsimpulse verleihen wird. 6. Wir sehen insbesondere für den kompetenten und beratungsstarken Küchen- und Möbelfachhandel gute Chancen. Die Anschaffung einer Küche ist für die meisten Haushalte nach wie vor ein komplexes Thema, das für sie in der Regel mit hohen Investitionen verbunden ist. Der Verbraucher möchte daher eine Entscheidung treffen, mit der er voraussichtlich viele Jahre glücklich sein wird. Seine Zufriedenheit hängt aber in hohem Maße davon ab, wie gut seine Bedürfnisse an Funktion und Design erfüllt werden. An dieser Stelle tritt die Küchenfachabteilung, die eine kompetente Beratung und einen umfassenden Service anbieten kann, auf den Plan. Sie bietet dem interessierten Konsumenten die Grundlage für eine wohldurchdachte und sinnvolle Entscheidung. Damit setzt sie sich deutlich von anderen Vertriebsformen ab. Wer die richtige Mischung aus Produktangebot, Verkaufsberatung und After-Sales-Service bietet, wird auch in Zukunft ein gutes Entwicklungspotential www.bosch-home.com haben.“

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Küppersbusch – Der Wunsch nach Individualität ist international

ANDREA HEINERKRUCKAS, Marketingleiterin Küppersbusch Hausgeräte GmbH

1. „Gut bis befriedigend“, bewertet KüppersbuschMarketing-Direktorin Andrea Heiner-Kruckas die Geschäftsentwicklung des Jahres 2014. „In Deutschland liegen wir mit unserem Umsatz zwar leicht hinter den Erwartungen zurück, konnten dafür aber in den ausländischen Märkten zum Teil Umsatzzuwächse im zweistelligen Prozentbereich erzielen. Besonders erfreulich ist zum Beispiel die Entwicklung in den Niederlanden, aber auch in den osteuropäischen und baltischen Märkten. Zudem sind wir seit diesem Jahr wieder mit einer eigenen Niederlassung in Mexiko vertreten und haben weitere Ausstellungen in China eröffnet. Hierdurch erhoffen wir uns in diesen Märkten in den kommenden Jahren eine deutliche Umsatzsteigerung. 2. Speziell in den ausländischen Märkten sehen wir noch großes Wachstumspotential für Küppersbusch. Daher werden wir in 2015 unsere Internationalisierung weiter vorantreiben und uns speziell im asiatischen und russischen Markt verstärkt auf das Projektgeschäft fokussieren. Ein großes Thema wird im kommenden Jahr insgesamt die kanalspezifische Vermarktung unserer Produkte. Anlässlich der LivingKitchen im Januar in Köln werden wir darüber hinaus spannende Produktneuheiten präsentieren. So werden wir mit diesen Neuheiten unsere Designkompetenz weiter ausbauen und zeigen unter anderem auch eine Designstudie. Darüber hinaus werden wir unsere Website neu gestalten und weitere Kooperationen mit Empfehlern eingehen, wie z. B. die in 2014 begonnene Zusammenarbeit mit dem 2-Sterne-Koch Alexandro Pape. Und last but not least werden wir in 2015 das 140-jährige Bestehen von Küppersbusch gebührend feiern.

3. Erfahrungsgemäß entwickeln sich die Umsätze auch in Deutschland durch die auf den Messen vorgestellten Produktneuheiten positiv. Insofern rechnen wir trotz der Prognose vom IW mit einem leichten Wachstum in Deutschland. 4. Wir setzen ganz klar auf die Themen Design, Funktionalität und Innovation. Mit unserem Design Konzept Küppersbusch Individual haben wir hierzu schon vor zwei Jahren den Grundstein gelegt: Hier können sich die Kunden ihre Einbaugeräte individuell zusammenstellen. Und mit der Designstudie, die wir im Januar 2015 erstmalig vorstellen, gehen wir ganz neue Wege für unser Unternehmen und bauen unsere Kompetenz in diesem Bereich weiter aus. Wir sind sehr gespannt, wie unsere Kunden auf die Studie reagieren. In den einzelnen Produktbereichen werden wir zahlreiche Neuprodukte vorstellen, wie z. B. bei den Dampfgarern, Backöfen und Kochfeldern. Diese werden in 2015 auch einen großen Anteil an unserem Wachstum haben. 5. Für Küppersbusch sehen wir auch in 2015 das größte Wachstumspotential in den außereuropäischen Märkten. Neben Russland und Asien wird für uns Südamerika immer wichtiger. Auch im Mittleren Osten sehen wir noch große Wachstumschancen für unser Unternehmen. Durch den im Ausland generierten Umsatz werden wir eventuelle Verluste in der Euro-Zone ausgleichen können. 6. Hausgeräte sind sehr beratungsintensiv und daher sind Küchen- und Möbelfachhandel für uns als Hersteller wichtige Partner. Allerdings werden Elektrofachmarktketten und das Internet im unteren bis mittleren Preissegment weiter an Bedeutung gewinwww.kueppersbusch.de nen.“

Miele – Innovativ, solide, unabhängig

DR. REINHARD ZINKANN, geschäftsführender Gesellschafter Miele & Cie.

54 | küche + architektur

1. „Miele hat seinen kontinuierlichen Wachstumskurs im Verlauf des Jahres erneut verfestig“, freut sich Dr, Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter des Hausgeräteherstellers Miele. „In Deutschland haben sich Umsatz und Marktanteile sehr zufriedenstellend entwickelt, wozu einmal mehr insbesondere die hochwertigen Einbaugeräte ihren Beitrag geleistet haben. 2. Wir wollen bei Umsatz, Stückzahlen und Marktanteilen weiter wachsen. 3. So durchwachsen die Nachrichtenlage in wichtigen Regionen der Welt, so stabil zeigt sich in Deutschland das Geschäft mit hochwertigen Hausgeräten. Daran dürfte sich selbst dann wenig ändern, wenn sich

die Konjunktur, wofür es deutliche Hinweise gibt, in den kommenden Monaten auch hierzulande weiter eintrübt. Denn im Gegenzug befeuern die guten Arbeitsmarktdaten und der magere Sparzins die privaten Ausgaben für langlebige Gebrauchsgüter. Davon abgesehen, stehen starke Marken wie Miele, die Qualität, Verlässlichkeit und Wertbeständigkeit vermitteln, erfahrungsgemäß auch und gerade dann bei den Menschen hoch im Kurs, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht nur Anlass zum Optimismus geben. 4. Ich gehe davon aus, dass wir 2015 sowohl bei den Einbaugeräten als auch bei der Wäsche- und Bodenpflege hinzugewinnen werden. Hierfür sprechen das


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Feedback des Fachhandels auf unsere Neuheiten zur IFA und auf der Küchenmeile sowie – mit drei Testsiegen bei Bodenstaubsaugern, Geschirrspülern und Waschmaschinen – unsere aktuelle Performance bei der Stiftung Warentest. Weitere spannende Impulse erwarten wir von der LivingKitchen – zum Beispiel mit einem neuen Einbaugerät, das zugleich eine eigene Produktkategorie eröffnet. Hier vor allem sind wir sehr gespannt auf das Feedback unserer Partner im Handel. 5. Vor einer neuerlichen Eskalation der Schuldenkrise in Europa kann sich ein exportorientiertes Unternehmen vor allem dadurch schützen, dass es in guten Zeiten solide wirtschaftet und zu große Abhängigkeit von einzelnen Märkten vermeidet. Aktuell erzielt Miele 30 Prozent seines Umsatzes in Deutschland, ist darüber hinaus aber in 46 weiteren Ländern mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten und in 40 weiteren Ländern über Importeure. In jedem einzelnen dieser Länder gibt es für uns noch reichlich Potenzial. Die höchsten Wachstumsprozente sind langfristig dort zu erwarten, wo viele Menschen leben, der Wohl-

stand wächst – und Miele noch nicht seit Jahrzehnten vertreten ist. Dies gilt etwa für Russland, China und Indien. Derzeit entwickelt sich außerdem unser USAGeschäft besonders erfreulich, aber auch in unseren angestammten westeuropäischen Märkten ist auf hohem Niveau noch eine Menge drin. 6. Der Online-Handel dürfte weiter Marktanteile gewinnen, wobei dieser Effekt im Küchenbereich wegen der Komplexität der dort erwarteten Dienstleistungen, etwa mit Blick auf die Planungskompetenz, weniger stark ins Gewicht fällt. Generell gilt auch weiterhin, dass der stationäre Händler seine Marktposition am besten durch Beratungskompetenz, Premium-Ausrichtung bei Sortiment und Präsentation sowie mehrwertorientierte Services absichert. Wer außerdem den Vertriebskanal Internet auch selbst nutzt, Stichwort Multi-Channel-Strategie, profitiert zusätzlich. Hier sind sowohl die großen Filialisten als auch die Verbundgruppen des Handels meiner Einschätzung nach auf dem richtigen Weg. Aber natürlich gilt vor allem beim Küchenkauf: Das „Feel, Smell, Touch“ ist www.miele.de durch nichts zu ersetzen.“

Samsung – Innovative Technologie für noch mehr Lifestyle 1. „Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück und können ein Wachstum in allen relevanten Produktgruppen und im speziellen innerhalb des Premium-Segments verzeichnen, das von einer zeitgleich ablaufenden Wertschöpfungsstrategie begleitet wird“, stellt Marten van der Mei, Director Samsung Home Appliances Samsung Electronics GmbH, fest. „Auch freuen wir uns über signifikante Marktanteile bei energieeffizienten Kühl- und Gefrierkombinationen mit No Frost, die großen Anklang bei den Verbrauchern finden und damit unsere strategische Ausrichtung bestätigen. 2. Samsung wird auch im nächsten Jahr mit seinen Produktneuheiten an die enge Verzahnung von innovativer Technologie und dem Lifestyle der Verbraucher anknüpfen und damit Wachstumsimpulse setzen. In der Konsequenz konzentrieren wir uns weiterhin auf das bereits erfolgreich eingeführte Thema des vernetzten Zuhauses. Ebenso werden hochwertige Premium-Produkte und die Energieeffzienz der Hausgeräte im Fokus der Entwicklungen stehen. 3. Effektiv ist bereits aktuell eine Wachstumsschere zwischen den Preissegmenten spürbar. Während das Wachstum in der Midrange gerade ein Plateau erreicht hat, ist bei Premium-Produkten und im niedrigpreisigen Segment eine anhaltend positive Entwicklung zu erkennen. Eine Entwicklung, die Samsung bereits im Jahr 2014 mit dem Ausbau des High End-Portfolios aufgefangen hat, so dass wir aus dieser Grundlage nun auch in Zukunft schöpfen können.

4. Der Anspruch der Verbraucher geht immer deutlicher hin zu besonders hochwertigen Hausgeräten. Daher werden unsere Wachstumsimpulse ganz besonders durch Produktinnovationen im PremiumBereich gesetzt, dessen Portfolio im Jahr 2015 von Samsung weiter ausgebaut wird. Großes Potential hat dabei der Samsung Food Showcase Kühlschrank, der mit ästhtischen Merkmalen, raffinierten Features und starken Energiewerten schon heute überzeugt. 5. Samsung ist ein global agierendes Unternehmen, welches jedoch regional gesteuert wird. Auf der einen Seite ermöglicht dies einen Ausgleich des weltweiten Risikos, auf der anderen Seite ermöglicht es uns, auf die regionalen Besonderheiten einzugehen. Als technologie-getriebenes Unternehmen mit einer starken Stellung im vollentwickelten Europa besitzen wir alle Möglichkeiten, auch im außereuropäischen Ausland überproportional erfolgreich zu sein. Innerhalb Europa handeln wir mit europaweiten Strategien, die erlauben, nach dem Vorbild der strategischen Ausrichtungen in Deutschland lokal zu agieren. So kann jeder Markt individuell und eigenständig auf Veränderungen eingehen. 6. Wir glauben an eine Multichannel-Strategie und die Berechtigung aller Kanäle. Der Küchen- und Möbelfachhandel bewahrt sich mit seiner persönlichen und fachkundigen Beratung auch in Zukunft sein Potential. Zudem wachsen die Durchschnittspreise für Küchen weiter, hier fühlen wir uns mit dem Premiumwww.samsung.com Segment gut aufgehoben.“

MARTEN VAN DER MEI, Director Samsung Home Appliances Samsung Electronics GmbH

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Gorenje – Marktführerschaft bei farbigen Standgeräten ausgebaut

THOMAS WITTLING, Geschäftsführer Gorenje Vertriebs GmbH

1. „Bereits seit zehn Jahren ist die Marke Gorenje konstant auf Wachstumskurs. Das heißt für uns konkret in 2014, dass die Marke Gorenje ein um 50% höheres Wachstum im Vergleich zum Markt erzielt hat“, Thomas Wittling, Geschäftsführer Gorenje Deutschland, darf zufrieden sein. „Die Gesamtentwicklung in diesem Jahr war über alle Vertriebskanäle und Produktgruppen hin durchweg positiv, wobei sich der Gorenje Standgerätebereich stärker entwickelt hat als das Einbaugerätesegment. Bei den freistehenden Geräten verzeichneten wir sowohl bei den Waschmaschinen und Trocknern als auch bei den Kühlgeräten einen dynamischen Aufwärtstrend. Unsere Marktführerschaft in Deutschland bei farbigen Standgeräten konnten wir dabei in 2014 noch weiter ausführen. 2. Für 2015 streben wir wieder ein Wachstum über Marktniveau an. Wir wollen insbesondere die neue Gorenje Einbaugeräte-Generation Kochen und Backen mit Priorität auf dem Möbel- und Küchenfachhandel erfolgreich im Markt umsetzen. Diese neue Baureihe mit innovativen Features soll unsere Marktposition im Bereich Herde weiter ausbauen. Da die Marktposition mit knapp 7 % Marktanteil bereits deutlich über dem Gorenje-Marktanteilsschnitt liegt, wird hier in 2014 ein besonders qualitatives Wachstum angestrebt. Auch die Marktführerschaft im Bereich farbige Geräte soll weiter ausgebaut werden, dieses Jahr allerdings mit dem Fokus auf das Einbaugerätesegment. 3. Die Marktentwicklung des Hausgerätesektors war in den letzten Jahren unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Leistung immer deutlich positiv. Wir

sehen dem Jahr 2015 optimistisch entgegen und verfolgen auch für 2015 als stärkste nichtdeutsche Marke im deutschen Hausgerätemarkt wieder einen entsprechenden Wachstumskurs. 4. Sehr erfolgreich zeigen sich der Einbaugerätebereich – die bereits erwähnte neue Gorenje Generation Backen und Kochen, allerdings auch neue Dunstabzugshauben mit verbesserter Energieeffizienzklasse sowie der weitere Ausbau des farbigen Produktportfolios. 5. Die Marke Gorenje ist sehr stark im europäischen Hausgerätemarkt positioniert, wobei die langfristige Strategiesetzung auf eine deutliche Expansion auch im asiatischen bzw. amerikanischen Markt ausgerichtet ist. Durch die sehr starke Europapräsenz der Marke sind wir zwar sehr auf die Eurozone fixiert, das prognostizierte Risiko einer niedrigen Inflation sehen wir jedoch so nicht. Die Entwicklung außereuropäischer Exportmärkte beurteilen wir weiterhin als dynamisch. 6. Der klassische Vertriebskanal des Elektrofachhandels wird auch in Zukunft weiter wachsen, wobei die Anforderungen an diese Handelsstruktur wachsen werden. Nur wer sich im Markt als breit aufgestelltes Unternehmen mit einer entsprechenden Internetpolitik positioniert, wird auch langfristig Erfolge verzeichnen. Die Wachstumsraten des Internethandels werden auch im Jahr 2015 wieder über den des stationären Handels liegen. Eine harmonische Entwicklung aller Vertriebskanäle ist einer der Herausforderungen in 2015 für den deutschen Handel aber auch für die www.gorenje.de deutsche Industrie.“

Siemens – Echte Lösungen für die Herausforderungen des Alltags 1. „Wir sind äußerst zufrieden. Siemens hat sich in einem sich gut entwickelnden Markt hervorragend behauptet.“ Eine Entwicklung, die Roland Hagenbucher, Geschäftsführer Siemens-Electrogeräte GmbH, nicht ohne Stolz beschreibt. „Mit unserer neuen iQ700 Einbaugerätereihe haben wir neue Impulse im Markt gesetzt. Damit sind wir auf äußerst positive Resonanz gestoßen. Das drückt sich auch im Jahresergebnis und in den Orderzahlen aus. 2. Wir setzen auch im Jahr 2015 auf überdurchschnittliches Wachstum. Die Weichen dafür sind mit der neuen iQ700 Einbaugerätereihe und unseren zahlreichen Innovationen gestellt. Unser Ziel ist es, den Menschen des 21. Jahrhunderts echte Lösungen für die Herausforderungen ihres Alltags zu bieten: Diese 56 | küche + architektur

Herausforderungen bestehen unter anderem in der gewachsenen Mobilität, der allgemeinen Beschleunigung des Lebensrhythmus‘ und dem Umgang mit einer immer komplexeren Technik. Siemens Hausgeräte begegnen dem durch fortschrittliche Technologie und Design. Sie erleichtern die individuelle Lebensgestaltung, ermöglichen mehr Spontaneität und ein flexibles Zeitmanagement. 3. Wir sehen die Prognose des deutschen Wirtschaftsinstituts mit Gelassenheit, zumal auch die nach unten korrigierten Zahlen immer noch von einem Wachstum ausgehen. Auch innerhalb unseres Segments erwarten wir eine positive Marktentwicklung. Denn die Baukonjunktur – ein wichtiger Indikator für den Hausgeräte Markt – legt weiter zu. Zusätzliches Po-


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tenzial sehen wir im Renovierungs- und Ersatzbedarf. Bei alldem ist der Trend zur Premiumküche ungebrochen. Kochen ist ein Megatrend und der Anteil hochpreisiger Küchen steigt weiter an. Denn eine tolle Küche ist heute ein wichtiges Statussymbol. 4. Ein Wachstumsmotor wird mit Sicherheit unsere neue iQ700 Einbaugerätereihe sein, die es bald auch innerhalb unseres speziellen studioLine Angebots geben wird. In ihr ist alles vereint, was moderne Menschen heute wünschen: Vernetzung mit Mehrwert, Schnelligkeit und die einfache – auf Wunsch auch mobile – Bedienung innovativer Technologie sowie modernes Design. Ich will das kurz ausführen: Beim Thema Connectivity stehen unsere vernetzungsfähigen iQ700 Backöfen, Dampfbacköfen und Geschirrspüler in erster Reihe. Sie können mobil über die Home Connect App gesteuert werden. Außerdem bietet die App zahlreiche zusätzliche Services, wie Video-Bedienungsanleitungen, ein mit den Öfen interagierendes Kochbuch, Stromspar-Tipps oder die Direktverbindung zum Kundendienst. Beim TrendThema „Speed“ haben die iQ700 Backöfen ebenfalls alle Argumente auf ihrer Seite: Dank coolStart und varioSpeed backen und braten sie bis zu 50 Prozent schneller als gewohnt. Ebenso flott sind die iQ700 Spülmaschinen. Sie bringen das Geschirr dank varioSpeed Plus Technologie in einem Drittel der normalen Programmdauer auf Hochglanz. All das sind überzeugende Verkaufsargumente in einer Zeit, in der alles immer noch schneller gehen muss, und in der Ruhe und Entspannung zu den kostbarsten Gütern

überhaupt geworden sind. Hinzu kommt das überragende iQ700 Design, das für Perfect-Built-In – also perfekten Einbau in allen Situationen – steht. Es ist in allen Aspekten auf die offenen Wohnwelten unserer Zeit zugeschnitten und passt sich durch seine Klarheit und Flexibilität an individuelle Bedürfnisse jeder Art an. Zu diesen Bedürfnissen zählt auch die leichte und absolut problemlose Beherrschung der zunehmend komplexen technischen Infrastruktur unseres Lebens. Auch darauf hat iQ700 mit seinem simplexen Bedienkonzept eine ebenso einfache wie geniale Antwort. 5. Der Konsument sucht Beratung, Service und Nähe: Daher ist und bleibt der stationäre Küchen- und Möbelfachhandel äußerst wichtig. Insbesondere bei beratungsintensiven Produkten wie Hausgeräten kann er seine Kompetenz und seine Servicequalitäten weiterhin ausspielen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Kaufverhalten und die Erwartungshaltung des Verbrauchers in rapider Geschwindigkeit ändern. Das Internet ist heute zu einer wichtigen Plattform geworden, von der sich Interessenten wichtige Informationen und Impulse für ihre Kaufentscheidung holen. Darauf muss sich der Fachhandel einstellen: Auch wenn er nicht direkt ins Onlinegeschäft einsteigt, so muss er doch zumindest teilweise den „digitalen Weg“ beschreiten. OnlinePräsenz – und damit auch Online-Marketing – sind von der Kür längst zur Pflicht geworden. Anders ausgedrückt: Wer online nicht gefunden wird, wird offline www.siemens-home.de schon gar nicht mehr gesucht!“

ROLAND HAGENBUCHER, Geschäftsführer SiemensElectrogeräte GmbH

EINBAUGERÄTE

Geschäftsführer: Gerd Holl, Josef Klebl, Ralf Hansel Vertriebsleitung: Karl-Heinz Schneider Marketing: Britta Amara PR: Elisabeth Lokai-Fels Electrolux Hausgeräte GmbH Markenvertrieb AEG Fürther Straße 246 · 90429 Nürnberg Tel. 0911 323-0 · Fax 0911 323-1770 info@electrolux.de · www.aeg.de

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BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Elektrogeräte

Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbuschstraße 16 · 45883 Gelsenkirchen · Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch-hausgeraete.de

Gesellschafter: Familien Miele und Zinkann Geschäftsführer: Olaf Bartsch, Dr. Axel Kniehl, Dr. Markus Miele, Dr. Eduard Sailer, Dr. Reinhard Zinkann Vertriebsgesellschaft Deutschland: Frank Jüttner (Gesamtleitung), Bernhard Hörsch (Leiter Vertrieb), Stefanie Waibel (Leiterin Marketing/Werbung) Vertrieb International: Holger Keisinger Marketingleiter Hausgeräte International: Gernot Trettenbrein Leiterin Werbung International: Mechthild Diermann Pressesprecher: Carsten Prudent Umsätze 2013/14: 3,22 Mrd. Euro Mitarbeiter: 17.660 (Stand 30. Juni 2014) Produktionsstätten: 12 Vertriebsgesellschaften in 46 Ländern Exportquote 2013/14: 69 Prozent Produkte: Hausgeräte für die Bereiche Kochen, Backen, Dampfgaren, Kühlen/Gefrieren, Kaffeezubereitung, Geschirrspülen, Wäsche- sowie Bodenpflege. Hinzu kommen Geschirrspüler, Waschmaschinen und Wäschetrockner für den gewerblichen Einsatz sowie Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräte für medizinische Einrichtungen und Laboratorien. Miele & Cie. KG Carl-Miele-Straße 29 · 33332 Gütersloh Tel. 05241 89-0 · Fax 05241 89-2090 info@miele.de · www.miele.de

NOVY GmbH Frankenring 18 · 30855 Langenhagen Tel. 0511 5420771 · Fax 0511 5420772 info@novy-dunsthauben.de www.novy-dunsthauben.de

ORANIER Küchentechnik GmbH Weidenhäuser Straße 1–7 · 35075 Gladenbach-Weidenhausen · Tel. 06462 923-700 Fax 06462 923-348 · info-kuechentechnik@oranier.com · www.oranier-kuechentechnik.de

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Umfrage Elektrogeräte | BRANCHENSPIEGEL

Neff – Wachsender Bekanntheitsgrad unterstreicht Wachstumskurs 1. Als „Sehr erfolgreich“, beurteilt Neff-Geschäftsführer Stefan Kinkel das sich dem Ende neigende Jahr 2014. „Insbesondere die Einführung der neuen Backofenreihen und die neue Marketingkampagne von Neff unter dem Motto „Kochen inspiriert Menschen. Menschen inspirieren uns“. 2. Wir sprechen eine Zielgruppe an, die gerne kocht und mit Begeisterung in der Küche experimentiert. Wir wollen unseren Bekanntheitsgrat weiterhin erhöhen. Schon 2014 konnten wir unsere ungestützte Markenbekanntheit durch unsere Onlinemarketing-Kampagne um 28 Prozent steigern. Mit der Einführung der Genussküche von Neff sehe ich großes Potenzial dazu. Gleichzeitig streben wir im Facheinzelhandel eine Distributions- und Umsatzausweitung an. 3. Die Entwicklung des Inlandsmarktes beurteilen wir durchaus positiv. Themen rund um bewusste Ernährung, Slow Food, Kochen, Genuss und Küche sprechen immer mehr Menschen an. Zudem entwickelt sich der Wohnungsbaumarkt positiv. Dies trägt mit zu einem Trend bei, der sich Richtung Einbauküche mit hochwertigen Markengeräten entwickelt. 4. Die neuen Premium-Backöfen von Neff kommen in 42 Varianten, aus denen sich unterschiedlichste Kochbegeisterte das Gerät aussuchen können, das zu ihren Backvorlieben passt. Eines der Highlights sind

unsere integrierten Dampfgarer. So kann neben den herkömmlichen Heizarten auch die Dampfgarfunktion verwendet werden. Die vollversenkbare Backofentür Slide&Hide, die beim Öffnen einfach und praktisch unter dem Backofen verschwindet, gibt es jetzt auch mit der Selbstreinigungsfunktion Pyrolyse. Unsere FlexInduction-Kochfelder mit TwistPad-Steuerung erfreuen sich weiterhin wachsender Beliebtheit. 5. Die Constructa-Neff Vertriebs-GmbH agiert ausschließlich auf dem deutschen Markt. 6. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Einbauküchen und hochwertigen Markengeräten sehe ich für alle Vertriebskanäle Wachstumspotenzial. Die verschiedenen Kanäle sprechen Konsumenten in unterschiedlichen Situationen an: Aus meiner Sicht scheinen der Elektrofachhandel und das Internet prädestiniert für das Ersatzbedarfsgeschäft. Küchenfachhandel und Möbelhandel bietet die ideale Beratung für die geplante Einbauküche. Entscheidend und ausschlaggebend für den Erfolg halte ich das Leistungspaket, das der Händler – an spezifische Konsumentenbedürfnisse angepasst – anbietet. Grundsätzlich muss der Einkauf im stationären Handel ein Erlebnis für den Konsumenten darstellen. On-und offline Aktivitäten des Marketings und der Ansprache von Kunden www.neff.de verschmelzen hierbei zunehmend.“

STEFAN KINKEL, Geschäftsführer Neff

V-Zug – Premium-Nischenanbieter vermarktet selektiv 1. „Wir haben in 2014 ein sehr gutes Wachstum hinbekommen, was allerdings aufgrund der noch kleinen Umsatzsituation der ersten Startjahre, nicht überbewertet werden sollte“, so V-Zug-Vertriebsleiter Ralf Peter. „Die Ziele der Vertriebsstrategie, Schulungsprogramme und Aktivitäten im Handel sind erfolgversprechend verlaufen. 2. Wir möchten in 2015 unser selektives, fachhandelsorientiertes Vertriebskonzept konsequent weiterführen und so die zuverlässige starke Premium Marke bleiben. Neue innovative Produkte, die wir auf der LivingKitchen vorstellen werden, helfen dabei. Hier wird sich der Handel weiter zur Fläche differenzieren können. Der Fachhandel hat in 2015 eine professionelle V-Zug ADM-Betreuung, der im Durchverkauf die nötige Unterstützung mit Einbeziehung der Gourmetakademie bringt. 3. Der Markt für V-Zug in Deutschland wird aufgrund seiner selektiven Vertriebspolitik in Verbindung mit dem im Verhältnis zum Gesamtmarkt geringen Marktanteil weiter eine sehr positive Entwicklung nehmen. 4. Innovative Geräte wie unser Combi Steamer, der

erste Geschirrspüler mit Wärmepumpentechnologie und Steam finish sowie die neue Serie von V-Zug die ab Mai um den Combi Steamer MSLQ mit integrierter Mikrowelle ergänzt wird, werden zu unserem weiteren Wachstum beitragen. 5. Das Thema niedrige Inflation wird sich die nächsten Jahre von ganz allein regeln. Die deutliche Geldmengenausweitung kann sich auf Dauer nur Inflationär auswirken. Für uns sehe ich definitiv gute Chancen. Neben der stark akzeptierten „Premium Swiss Quality“ wird auch generell der gehobene Premium Bereich in Bezug auf Küche noch stark weiterwachsen. 6. Das Entwicklungspotential ist riesig. Es gibt bereits absolut tolle Beispiele in fast jedem dieser Vertriebskanäle, in denen sich der Fachhandel durch Qualität in Beratung, Service und Kompetenz im Wachstum befindet und sich trotz der Preiskämpfe gerade im Netz behauptet. Diese Entwicklung kann aber nur durch Umdenken und konsequentes Training/Schulung des Personals erreicht werden. Wer hier schläft oder sich wie das Kaninchen vor der Schlange verhält, www.vzug.com wird weiter verlieren.“

RALF PETER, Vertriebsleiter Deutschland V-Zug AG

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STRATEGIE + KOMPETENZ

Investor chinesisch – Unternehmen deutsch kuhlmann küche stellt sich dem nationalen und internationalen Wettbewerb RALF MAROHN studierte Betriebswirtschaftslehre und Chinesisch am Ostasieninstitut in Ludwigshafen, an der Universität Xiamen in China und an der Lincolnshire and Humberside University England. Bereits 1992 gründete er die Projektmanagementgesellschaft und Unternehmensberatung Far Eastern Consulting in Ludwigshafen, die bis heute auf die Marktbearbeitung in China spezialisiert ist. Mit seinen rund 45 Mitarbeitern berät er zum einen namhafte deutsche Firmen, die in das Land der Mitte exportieren wollen, und zum anderen chinesische Unternehmen, die an Kontakten zu deutschen Herstellern interessiert sind. Im Bereich des Projektmanagements ist Far Eastern Consulting u.a. für die Deutsche Bundesregierung, die Landesregierung Rheinland-Pfalz, das Bundesland Thüringen, das Deutsche Weininstitut und viele andere deutsche Institutionen tätig. 60 | küche + architektur

Ralf Marohn ist das neue Gesicht von kuhlmann küche. Anfang Oktober hat er in seiner Funktion als Berater des neuen Inhabers, dem chinesischen Hersteller Boloni, und Geschäftsführer von dessen deutscher Tochter Tellmach GmbH, auch die Position des Geschäftsführers der neuen kuhlmann küche in Enger übernommen. Gemeinsam mit Vertriebsleiter Christian Teutsch und Carl-Helmuth Wegener als kaufmännischer Leiter will er das Unternehmen wieder in profitables Fahrwasser führen und dem Anspruch als nationaler und internationaler Küchenmöbelhersteller gerecht werden.


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

W

ir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, als Hersteller zu agieren“, betont der engagierte Manager. „Die Teile, die kuhlmann für die Boloni-Gruppe produziert, sind nur ein Geschäftsfeld, in dem kuhlmann küche künftig aktiv sein wird. Es hilft uns, eine gewisse Grundauslastung für die Produktion in Enger zu garantieren“, gibt Ralf Marohn Einblick in die strategische Ausrichtung des mittelständischen Herstellers. „Natürlich werden wir auch unsere chinesische Mutter mit kompletten Küchen im Objektgeschäft unterstützen. Unser Schwerpunkt wird jedoch weiterhin in der Herstellung und Vermarktung von Küchenmöbeln an unsere deutschen und internationalen Partner im Fachhandel liegen“, betont er nachdrücklich. „Ich selbst werde mich mit um den Vertrieb bemühen und bin bereits dabei, Kunden zu besuchen, um das durch die Insolvenz des Vorgängerunternehmens verlorene Vertrauen sukzessive wieder herzustellen.“ Ralf Marohn und sein kuhlmann-Team sind guter Dinge: „Viele unserer Kunden haben auch während der Insolvenz zu uns gehalten. Die Stornorate lag gerade einmal bei 10 Prozent. Und wenn man es genau nimmt, stand die Produktion nur eine Woche richtig still. Da die Insolvenz in die Betriebsferien fiel, konnten wir zwei Wochen überbrücken.“ Seit der Übernahme des ehemaligen Familienunternehmens setzt Ralf Marohn auf Teamarbeit. „Ich kann Unternehmen führen, aber deshalb verfüge ich noch lange nicht über die Fertigungskompetenz oder entsprechendes Branchenwissen. Da verlasse ich mich ganz und gar auf meine Mitarbeiter. Ideen und Verbesserungsvorschläge, die an mich herangetragen werden, nehme ich sehr ernst. Gute Leute, die sich einbringen, sind ein hohes Gut.“

DAS MODELL VIDA von kuhlmann besticht durch seine hochglänzende Oberfläche: Acht verschiedene Hochglanz-Lack-Töne stehen zur Verfügung. Egal, ob strahlendes premiumweiß oder gedecktes vulcano.

ÜBERNAHME ERFOLGT AUF LANGJÄHRIGE ZUSAMMENARBEIT Der engagierte Manager kennt das Unternehmen aus Enger bereits seit dem Jahr 2005. „Bernd und Jochen Kuhlmann suchten damals den Zusammenschluss mit Boloni, um für sich den chinesischen Markt zu erschließen.“ Bereits damals hatte Ralf Marohn den Kontakt vermittelt. „Boloni versprach sich von der Kooperation eine weitere Qualitätsverbesserung seiner eigenen Produkte, die bis dato im unteren Preissegment und im Segment der unteren Mitte angesiedelt waren. Die Boloni Gruppe mit Sitz in Peking hat sich im Laufe der letzten 25 Jahre zu

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STRATEGIE + KOMPETENZ

AUF EINER PRODUKTIONSFLÄCHE von 15 000 qm fertigt kuhlmann heute mit 90 Mitarbeitern Küchen für den deutschen und internationalen Küchenfachhandel.

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einem der größten Küchenmöbel-Hersteller Chinas entwickelt. Der Kopf des Unternehmens ist Frank Cai. Der Visionär war einer der ersten, der zu Anfang noch unter der Marke Kebao westliche Küchen und Einbaugeräte nach China brachte. „Der Name Boloni ist im Übrigen das Ergebnis eines Joint-Ventures mit der italienischen Firma Boloni, Brescia, im Norden Italiens. Gemeinsam entwickelten sich Kebao & Boloni zum führenden Küchenhersteller Chinas. Der Name Boloni steht in China für hochwertige Küchen mit italienischem Design“, erläutert Ralf Marohn. IN CHINA STEHT TELLMACH FÜR HIGH QUALITY DESIGN „Heute“, so schildert er weiter, „prägen italienische Designer das Bild der Boloni Küchen und deutsche Spezialisten arbeiten mit an der Weiterentwicklung der Fabriken in Peking, um die Philosophie Bolonis „Italienisches Design – Deutsche Qualität – Made in China“ mit Leben zu erfüllen.“ Die Vorliebe Frank Cais für den hohen europäischen Qualitätsstandard, und hier insbesondere den deutschen, führte auch zur Gründung von Tellmach. Tellmach wurde im Übrigen bereits in 2004 gegründet. Die Basis bildete die Zusammenarbeit mit der deutschen Baufirma Junbau und der Bauabteilung der Firma Boloni, die seit Anfang 2005 als eigenständige Firma mit dem Namen Boloni Qijiang Interior Decoration Company Ltd. Um- und Ausbau betreibt. Der qualitativ sehr hochwertige Ausbaustandard wird unter dem Namen „Tellmach – Deutscher Standard“ in China vermarktet und besteht aus einer Kooperation der Junbau-Tellmach Deutschland und Boloni China. In Peking wurde daraufhin das „Tellmach China Technology Center“ gegründet, das von einem Deutschen geleitet wird. In China ist Tellmach mittlerweile ein High End-Label, das für internationales Design steht. In Stores, die dieses Label tragen, findet man designstarke Möbel und Küchenmöbel. Mit kuhlmann küche sollen nun auch designstarke Kitchens made in Germany den chinesischen Markt erobern. „Viele chinesische Unternehmen haben im Laufe der Jahre versucht, ihre in China produzierten Produkte über deutsche Markennamen zu verkaufen. Das haben ihnen die Chinesen schwer verübelt. Frank Cai möchte sich mit seiner Unternehmensgruppe nicht


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

Fotos: kuhlmann küche

in diese Reihen einfügen, sondern wahre „Products made in Germany“ verkaufen. Wettbewerbsfähig sind wir übrigens trotz der durchaus nennenswerten Transportkosten. Denn Holz ist in China ausgesprochen teuer. Preislich unter den High End Marken aus Deutschland angesiedelt, sollen die Küchenmöbel aus Enger nun bei chinesischen Bauträgern im Top-Segment punkten.“

ALLER GUTEN

KLASSE STATT MASSE „Wenn man sich mit Spitzenprodukten messen will, bedarf es einer besonderen Produkt- und Fertigungsstrategie“, weiß Ralf Marohn. „Bei kuhlmann küche liegt diese in der Qualität, in der Flexibilität und der damit verbundenen Individualität. Wir sehen uns wie ein Couturier, der individuell auf Maß schneidert. Dabei hat der Kundennutzen erste Priorität. Wir müssen in der Lage sein, karierte Maiglöckchen zu bieten“, betont er. Sukzessive investiert das Unternehmen daher in die Optimierung des Fertigungsprozesses. „Vertrauen erwirbt man sich vor allem über eine gute Leistung“, betont Ralf Marohn. „Aus diesem Grund arbeiten wir unerlässlich daran, immer termingerecht, vollständig und reklamationsfrei auszuliefern.“ Durch die Zusammenarbeit mit Hochschulen und jungen Designern, wollen wir das Thema Design für uns neu und auch mutiger definieren. Bei all unseren Bestrebungen sehen wir uns ganz klar als deutsches Unternehmen mit allem, was dazu gehört, mit kontinuierlicher Produkt- und Dienstleistungsinnovation, einer Flexibilisierung der Arbeitsweise im Sinne eines sich schnell an sich wandelnde Marktverhältnisse anpassenden Unternehmens sowie einer stetigen Verbesserung der Produktivität im Sinne des globalen Kundennutzens. Unser mittelfristiges Ziel ist, dem „hässlichen Entlein“, die Möglichkeit zu geben, zu einem „schönen Schwan“ zu werden, der auf allen Wassern zu Hause ist, auf heimischen Flüssen und www.kuhlmannkueche.de auf den Weltmeeren.“

poliert und in allen

DINGE SIND FÜNF! Zumindest bei Rino. Denn die hochglänzende Front ist gleich fünfmal lackiert und RAL und NCS-Farben erhältlich. Im Bild oben: ozeanblau

AUSSERGEWÖHNLICHE Schrankkonturen sind bei kuhlmann ohne weiteres möglich.

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BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Spülen

EINE MODERNE, naturverbundene Wohnlichkeit strahlt Perlgrau, die neue Farbe in der CombiColours Palette für Silgranit-Spülen aus: Zum Beispiel Blanco Zenar 5S mit der farblich abgestimmten, neuen Armatur Blanco Felisa-S, kombiniert mit dunkler Arbeitsplatte in Basalt-Optik und heller Esche-Möbelfront. Foto: Blanco

Dezent und elegant in Perlgrau Silgranit-Spülen mit neuer CombiColours-Farbe bei Blanco Um Räume optisch abzugrenzen oder bewusst zu verbinden, sind Farben das Stilmittel der Wahl. Sie verleihen Wohnwelten deutliche Individualität. Mit der CombiColours-Palette der Granitspülen von Blanco wird eine präzise Abstimmung von Spülen und Armaturen auf Küchenwelten aller Facetten zu einem stilistischen Vergnügen.

I

m attraktiven Spektrum zeitgemäßer Farben feiert die neue Farbe Perlgrau Premiere. Der zurückhaltende Mittelgrau-Ton mit dezenten Beige-Nuancen wirkt zusammen mit dem angenehmen Steincharakter von Silgranit eigenständig und natürlich. Die neue, warme Farbe lässt sich harmonisch mit neutralen Tönen kombinieren, ebenso hervorragend mit Hölzern in gebrochenen Grautönen. „Mit seiner natürlichen Eleganz ist Perlgrau ausgesprochen kompatibel mit den vielen aktuellen Schattierungen der Küchen- und Möbeltrends, die auf Erdfarben, Braun-Grau-Tönen und Weiß-Variationen basieren. Gleichzeitig ist Perlgrau absolut zeitlos“, erklärt Blanco Produkt-Manager Artur Wolny. Kombinationsmöglichkeiten und Lieblingsvarianten lassen sich mit dem praktischen OnlineFarbassistent von Blanco unkompliziert vorab testen. Darüber hinaus stehen den Handelspartnern weiteres Informationsmaterial sowie Materialmuster für die Beratung mit ihren Kunden zur www.blanco-germany.com Verfügung.

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Umfrage Spülen | BRANCHENSPIEGEL

Spülen Intelligenz in Material, Technik und Service Mit einem Mehr an Service und natürlich mit neuen, innovativen Produkten rechnet sich auch die Spülenindustrie gute Chancen für das kommende Jahr aus. Auch bei diesem sehr heterogenen Industriezweig stehen Products made in Germany in Exportländern hoch im Kurs. Während die marktführenden Vollsortimenter ihre Produktpalette materialübergreifend weiter ausbauen, perfektionieren die Spezialanbieter ihre Nische in puncto Produktentwicklung, Produktion und Vermarktung immer mehr, was Handelspartnern und Endgebrauchern gleichermaßen gerecht wird. Was die Vermarktung ihrer Produkte anbelangt, so setzen alle Anbieter auf den qualifizierten, kompetenten Fachhandel.

1. 2. 3. 4. 5.

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2014 für Ihr Unternehmen?

6.

Welche Ziele haben Sie sich für das kommende Jahr gesetzt? Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland für dieses und nächstes Jahr nach unten korrigiert. Wie prognostizieren Sie die Entwicklung des Inlandsmarktes für Ihr Unternehmen? Welche Ihrer Produkte werden im Folgejahr Ihrer Erfahrung nach zum Wachstum Ihres Unternehmens beitragen? Werden Sie im kommenden Jahr Ihre Preise erhöhen und wenn ja um wie viel Prozent?

7.

Laut einer Prognose des Internationalen Währungsfonds wird die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren deutlich schneller wachsen als bisher. Jedoch wird betont, dass das Risiko einer neuen Krise nicht gebannt sei. Zu den Risiken gehöre u.a. die niedrige Inflation, besonders in der EuroZone. Wie gehen Sie als multinational agierendes Unternehmen mit dieser Prognose um? Und wie beurteilen Sie die Entwicklung der außereuropäischen Exportmärkte? Wie beurteilen Sie das Entwicklungspotenzial der Vertriebskanäle Küchenfachhandel und Möbelfachhandel mit kompetenter Küchenfachabteilung sowie Internethandel und welchen Stellenwert haben diese für Ihr Unternehmen?

Systemceram – Heute und morgen Partner des Küchenfachhandels 1. „Im ersten Halbjahr hatten wir erneut ein gutes Umsatzwachstum, das über dem vom VdDK prognostizierten Branchenplus von 3 % lag“, Gerhard Göbel, geschäftsführender Gesellschafter Systemceram zeigt sich zufrieden . „Nach einem insgesamt

sehr starken 1. Quartal war das 2. Quartal deutlich schwächer. Im zweiten Halbjahr verzeichnete systemceram eine stabile, wenn auch Mitte des Jahres zunächst abgeschwächte Umsatzentwicklung. Leicht unter den internen Planzahlen, im Endergebnis aber küche + architektur | 65


BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Spülen

GERHARD GÖBEL, geschäftsführender Gesellschafter Systemceram GmbH & Co. KG

ebenfalls über Branchenplus. September bis November waren sehr gute Monate, der Auftragseingang für Dezember lässt auf eine weiterhin gute Entwicklung schließen. Der Laborbereich zeigte im ersten Halbjahr eine leichte Zurückhaltung aufgrund von Projektverschiebungen und –verzögerungen, auf die wir keinen Einfluss haben. Dementsprechend verlief die Umsatzentwicklung negativ. Erfreulich hat sich das OEM-Geschäft und die Sparte „Badkeramik“ in Zusammenarbeit mit einem exklusiven Badausstatter entwickelt. Die Zahl der Modelle wurde auch in der neuen Kollektion 2015 erhöht. 2. Es ist in 2015 nicht mit einem nennenswerten Wachstum des Küchenmarktes insgesamt zu rechnen. Für Keramikspülen ist aber aus unserer Sicht noch Potential, auch wenn sich hier immer mehr Hersteller bewerben. Wir haben 2015 den Best- und den Worst-Case geplant, aber auch der letztere geht von einem moderaten Plus aus. Intern haben wir ein umfassendes Kostenmanagement angestoßen und gehen neue Wege in der Betriebssteuerung, um auch in Zukunft unsere Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. 3. Das Geld beim Endkunden ist vorhanden, die Baukonjunktur boomt weiter aufgrund der niedrigen Zinsen, die Küche ist nach wie vor ein High-Interest-Produkt, und die Bereitschaft des Endkunden, rund um sein Zuhause in hochwertige und langlebige Produkte zu investieren ist und bleibt hoch. Wir gehen daher davon aus, dass wir bei diesen Voraussetzungen weiterhin eine positive Umsatzentwicklung haben werden. 4. Zu unseren Umsatzträgern gehört ganz klar, die „Siro 90“. Ein modernes, elegantes Spülendesign, das für das kommende Jahr und darüber hinaus Maßstäbe setzt. Die Resonanz bei unseren Kunden auf der area 30 war riesig, das für Ausstellungsspülen geplante Kontingent war umgehend ausgeschöpft. Schon jetzt ist an den Verkäufen spürbar, dass diese neue Designspüle auch beim Endkunden ein Renner wird. Die in 2013 auf der area 30 vorgestellten Produkte wie Stema und Genea 100 entwickeln sich in-

zwischen zu aufstrebenden Absatzträgern. Weiterhin entwickelt sich das Programm der Einbeckenspülen (mit Mera 39 bzw. Mera 32 U als Unterbauvariante) sehr gut. Hier setzen wir zur LivingKitchen 2015 noch einmal einen neuen Akzent. Dazu kommt eine neue, großformatige Spüle im charakteristischen systemceram- Design mit flachem Rand und engen Radien, wahlweise als Auflagespüle oder flächenbündig einbaufähig. 5. Obwohl sukzessiv die Maßnahmen aus der gesamten Investition (Produktionsneubau) greifen, führen die gestiegenen Lohnkosten sowie die Steigerung anderer wichtiger Kostenarten zu einer moderaten Preiserhöhung in 2015. 6. Unser Exportanteil ist relativ niedrig, so dass wir hier auf jeden Fall zusätzliches Wachstumspotential für die kommenden Jahre sehen. Wir gehen sukzessive daran, hier die Weichen zu stellen – ein erster Schritt ist zum Beispiel die Installation eines Außendienstbüros speziell für die Bearbeitung des österreichischen Marktes. Im Laborbereich sind wir immer schon weltweit unterwegs und hier natürlich auch in größerer Abhängigkeit von der allgemeinen weltweiten Wirtschaftsentwicklung. Wobei sich auch hier die Tatsache positiv auswirken wird, dass wir zum einen sehr hohe Qualität und zum anderen bei Laborspülen und Arbeitsplatten den Kunden sehr weitgehende Individualisierungsmöglichkeiten bieten können. 7. Wir setzen auf den spezialisierten Küchenfachhandel, also den Fachhandel, der qualifiziert berät, das entsprechende Know-how besitzt und eine adäquate Ausstellung hat. Das kann der familiengeführte Küchenspezialist ebenso leisten wie ein Möbelhaus mit Küchenfachabteilung. Der Internethandel ist für uns kein bedeutendes Thema, aber auch keine Gefahr. Es hat sich gezeigt, dass wir systemceram auf einem „sauberen Preisniveau“ halten können. Zur Information des Endkunden sehen wir im Internet aber durchaus eine gute und erfolgreiche Plattform, die wir auch www.systemceram.de erfolgreich nutzen.“

Duravit – Markenprodukte für unterschiedliche Budgets

THOMAS HAHN, Verkaufsleiter Küche Duravit AG

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1. „Zum Jahresende verzeichnet Duravit ein deutliches Umsatzwachstum. Auftragseingänge und Bestände entwickelten sich auf einem gutem Niveau und besser als im Vorjahr“, freut sich Thomas Hahn, Verkaufsleiter Küche Duravit. 2. „Der Zuspruch für Keramikspülen in Deutschland lässt nach wie vor auf ein wachsendes Segment schließen. Mit Cucina, unserem Programm keramischer Küchenspülen mit hohem Anspruch an Form, Funktion und Wertigkeit, bedienen wir diese Nachfrage mit Erfolg. In 2015 möchten wir unsere gute Marktposition festigen und weiter ausbauen.

3. Das Segment Cucina befindet sich nach wie vor in der Wachstumsphase, die Perspektive ist weiterhin erfolgversprechend. Unsere Akquise-Tätigkeiten 2014 verliefen gut, wir konnten zusätzliche Ausstellungsplätze bei den Händlern generieren und wichtige Kontakte zu Verbänden knüpfen. Deshalb sind wir positiv gestimmt, das Cucina-Programm auch im nächsten Jahr weiter voranzubringen. 4. „Mit der neuen Aufsatzvariante und der flächenbündigen Einbauversion erfüllen wir die Nachfrage unserer Kunden und vervollständigen das zeitlosrechteckige Vero-Programm. Die flächenbündige


Umfrage Spülen | BRANCHENSPIEGEL

Vero-Spüle harmoniert mit nahezu jedem Arbeitsplattenmaterial, lässt dabei Raum für Individualität und fügt sich in jede Küchenumgebung ein. Auch die vielseitige Spüle Kiora zählt weiterhin zu unseren Bestsellern. Ein großes Innenbecken oder ein zusätzliches, kleines Restbecken bieten viel Raum für die großen und kleinen Arbeiten in der Küche. 5. Es geht darum, gute Qualität und hochwertiges Design zu einem konsumentenfreundlichen Preis abzusetzen. Als Markenhersteller verfolgt Duravit die klare Strategie, Designprodukte für unterschiedlichste Budgets und Lifestyles anzubieten. Küchenspülenprogramme wie beispielsweise Vero überzeugen mit modernem Design in einer moderaten Preiskategorie.

6. Mit Cucina decken wir gezielt die Nachfrage nach keramischen Küchenspülen in Deutschland ab. Das Exportgeschäft befindet sich in der Aufbauphase, eine ausführliche Prognose erscheint deshalb wenig sinnvoll. 7. Nach wie vor liegt unser Fokus auf dem Küchenfachhandel mit einer angemessenen Wachstumsperspektive. Kontinuierlicher Kundenkontakt sowie fundierte Produktkenntnisse des Handels nehmen eine wichtige Rolle ein. Deshalb bieten wir verschiedene Seminare an, die unter anderem den Themenbereich Keramik in der Küche behandeln. Des Weiteren unterstützen wir mit interaktiven Displays und verschiewww.duravit.de dene Verkaufsförderungsmaterialien.

Blanco – Gute Konzepte + richtige Produkte + richtige Mannschaft ist gleich Erfolg 1. „Der deutsche Küchenmarkt entwickelte sich von Monat zu Monat sehr unterschiedlich. Obgleich der eine oder andere Monat unter unseren Erwartungen lag, sind wir insgesamt sehr zufrieden“, betont Achim Schreiber, Vorsitzender der Geschäftsführung von Blanco. „In Deutschland gehen wir davon aus, dass wir stärker gewachsen sind als der Markt. Die Situation auf den internationalen Märkten gestaltete sich erneut sehr uneinheitlich, einige Regionen haben sich offensichtlich stabilisiert. Russland macht uns einige Sorgen. Insgesamt gehen wir auch im Ausland davon aus, dass wir uns wie im Vorjahr insgesamt besser als die Märkte entwickelt haben. Hinter uns liegt ein Jahr, das von großen Investitionen geprägt ist, wie etwa der Erweiterungsbau des Logistikzentrums. Außerdem haben wir wichtige Maßnahmen umgesetzt, um unsere Service-Qualität noch signifikant weiter zu erhöhen: zum Beispiel mit neuen Extranet-Funktionen, die individuell auf unsere Handelspartner zugeschnitten sind und viele Services auch außerhalb der normalen Geschäftszeiten bieten. Außerdem haben wir mit einem neuen Telefonmanagement und 0800er-Nummern den direkten Draht zum Vertriebsinnendienst und zur Hotline des Technischen Kundendiensts weiter verbessert. Mit den neuen Strukturen sind wir in der Lage, noch verlässlicher und schneller als bisher zu reagieren. Blanco setzt dabei nach wie vor auf ein eigenes Hotline-Team – das zudem regelmäßig geschult wird und reale Einbau- und Montagesituationen genau kennt. Darauf legen wir großen Wert. 2. Wir haben die richtigen Konzepte, die richtigen Produkte und die richtige Mannschaft und trauen uns zu, den Umsatz nochmals zu steigern. International streben wir ebenso ein weiteres Wachstum an, sind jedoch aufgrund der vielen politischen Krisenherde insgesamt vorsichtig. Auftakt des kommenden Jah-

res ist die internationale Küchenmesse in Köln. Hier werden wir unseren Partnern im Handel, ebenso wie den Planern und Architekten bedarfsgerechte, planungsfreundliche Produktkonzepte sowie Materialinnovationen vorstellen. Außerdem feiern wir 2015 das 90-jährige Bestehen von Blanco. Aus diesem Anlass werden wir in Köln auch die Gelegenheit nutzen, die wertschöpfenden Merkmale der Marke Blanco besonders herauszustellen. Es ist weiterhin unser Ziel, unsere Partner im Handel ganz gezielt zu unterstützen – mit attraktiven Produkten, erstklassiger Qualität und exzellentem Service. 3. Zum Glück hat die Küchenbranche ihre eigene Konjunktur. Viele Faktoren sprechen dafür, dass sich die Küchenbranche weiter positiv entwickeln wird. Faktoren wie niedrige Zinsen, eine gute Beschäftigungslage und der wiederum leichte Anstieg von Wohnungsbaugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahr werden die Küchenbranche begünstigen. 4. Der Trend zu Granitspülen hält unvermindert an. Mit einer neuen Spülenfamilie wie Blanco Sona, Erweiterungen bestehender Linien in allen Segmenten, neuen flächenbündigen Modellen sowie einer neuen Farbe sind wir bei Silgranit PuraDur sehr gut aufgestellt. Aber auch mit Konzepten wie XL-Spülen in allen drei Materialien Edelstahl, Silgranit und Keramik bieten wir dem Markt attraktive Planungsideen. Dazu das immer größere werdende Sortiment an Edelstahlspülen mit dem eleganten, IF-Einbaurand, der flächenbündig wirkt. Außerdem bringt uns die besondere Leistungsstärke im Bereich Armaturen zusätzliche Wachstumschancen.“ 5. „Traditionell passen wir die Preise zur Veröffentlichung des neuen Katalogs im Herbst an. Daher ist es momentan zu früh, eine klare Einschätzung zu geben. Doch wir sehen gespannt den Ergebnissen der

ACHIM SCHREIBER, Vorsitzender der Geschäftsführung, Blanco GmbH + Co. KG

LARS KREUTZ, Geschäftsleitung Vertrieb Deutschland Blanco GmbH + Co. KG

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BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Spülen

Tarifverhandlungen im ersten Quartal 2015 entgegen und hoffen auf einen moderaten Abschluss“, so Lars Kreutz, Geschäftsleitung Vertrieb Blanco Deutschland. 6. „Wir rechnen mit sehr unterschiedlichen Entwicklungen in den Märkten“, betont Achim Schreiber. „Der amerikanische Markt scheint auf einem guten, dynamischen Weg zu sein. Für China wird zwar mit einem weiteren Wachstum gerechnet, doch sehen wir die vielen leerstehenden Wohnungen als belastenden Faktor. Die Entwicklung in Russland ist sehr problematisch und hängt stark von der weiteren Entwicklung des Wechselkurses und des Ölpreises ab. Insgesamt haben wir als Vollsortimenter mit einem international ausgerichteten Portfolio den Vorteil, für jedes Segment ein breit gefächertes Spektrum von Spülen und Armaturen bieten zu können. Ebenso wichtig ist die genaue Kenntnis der verschiedenen Märkte, der Gebräuche und Kulturen. Mit einer sorg-

sam auf die unterschiedlichsten Bedingungen und Bedürfnisse in den jeweiligen Ländern abgestimmten Produktpalette fühlen wir uns für die internationalen Märkte gut gerüstet. Wir werden unsere Wachstumsziele aber nur erreichen können, wenn wir weiter über dem Markt wachsen und unsere Marktposition weiter ausbauen.“ 7. „Nach wie vor liegt der Fokus unserer Vertriebsaktivitäten auf dem beratenden Fachhandel“, betont Blanco Vertriebsleiter Lars Kreutz. „Die Beratung hochwertiger Markenprodukte kann nur von fachkundigem Personal geleistet werden. In allen Absatzkanälen finden sich heute fachkundige Verkäufer, welche den Verbrauchern Detailfunktionen, besondere Ausstattungsmerkmale, sprich den Mehrwert der Produkte vermitteln können. Unabhängig davon, welches Medium der Händler nutzt: Die Qualität der Beratung steht für uns im Fokus, letztendlich auch für www.blanco-germany.com den Verbraucher.“

Franke – Innovativ und serviceorientiert

KLAUS STIEGELER, Geschäftsführer Franke GmbH, Bad Säckingen

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1. „Nach einem starken Start ins neue Jahre wurde es zunehmend schwieriger, die gesteckten Ziele zu erreichen. Doch konnten wir uns sehr gut behaupten in einem Markt, der ab dem Frühsommer aufgrund des abnehmenden Kaufinteresses für Küchen immer schwieriger wurde. Im Bereich der Lieferfähigkeit haben wir Spitzenwerte erreichen können und haben uns auch in anderen Servicebereichen messbar verbessert. Die Übernahme des Vertriebes der KWC-Armaturen im Küchenfachhandel Anfang des Jahres war eine sehr positive Ergänzung zu unserem bestehenden Armaturensortiment und wurde gut angenommen“, betont Klaus Stiegeler, Geschäftsführer der Franke GmbH, Bad Säckingen. „Die Einführung der neuen Franke Keramikspülen im Herbst war ein wichtiger Schritt in Richtung Komplettanbieter. Alles in allem konnten wir unseren Handelspartnern ein breiteres und besseres Produktportfolio anbieten. 2. 2015 wollen wir konsequent am Ausbau unseres Angebots arbeiten und weiterhin an der ständigen Verbesserung unserer Services arbeiten. Natürlich wollen wir wieder stärker als der Markt wachsen.

3. Wir schätzen, dass wir dieses Jahr mit geringem Wachstum gegenüber Vorjahr abschließen werden. Für die erste Jahreshälfte 2015 stellen wir uns auf ein weiterhin sehr verhaltenes Käuferumfeld ein. Danach prognostizieren wir wieder einen leichten Anstieg der Geschäftstätigkeit. 4. Zu einer erfolgreichen Entwicklung unseres Unternehmens beitragen werden im Prinzip alle Neuprodukte, die wir im September eingeführt haben. Allen voran vermutlich Keramikspülen und Dunstabzugshauben aber auch die KWC-Armaturen. 5. Die Katalogpreise haben wir um weniger als 3 % angepasst. 7. Beide Vertriebskanäle, der klassische sowie der neue, haben ihre Berechtigung. Allerdings wird der klassische Fachhandel immer den Vorteil einer sehr ansprechenden und inspirierenden Präsentation sowie einer umfangreichen Beratung bieten können. Wir schätzen dies und unterstützen diese Handelspartner auch sehr intensiv. Hier liegt der Schwerpunkt unsewww.franke.de res Vertriebsgeschehens.“


Spülen und Armaturen | BRANCHENSPIEGEL

SPÜLEN · ARMATUREN

Geschäftsführer: Achim Schreiber (Vorsitzender), Rüdiger Böhle, Wolfgang Schneider Geschäftsleitung Vertrieb Deutschland: Lars Kreutz Geschäftsleitung Vertrieb Export: Uwe Johannböcke Mitarbeiter 2013: 1.300 Standorte: Hauptsitz Oberderdingen, Produktionsstätten in Sinsheim, Sulzfeld, Toronto, Istanbul, Bruchsal (Logistik) Tochtergesellschaften und Vertriebspartner im In- und Ausland, vor allem in Europa, Nordamerika und Asien Blanco GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 www.blanco-germany.com/de

Geschäftsführer: Klaus Stiegeler Leiter Vertrieb: Klaus Stiegeler Leiter Verkauf/Handel: Markus Wegmann Leiter Export: David Gartner Mitarbeiter 2013 in Bad Säckingen: 230 Produktions- und Vertriebsgesellschaften: CH-Aarburg (Konzernzentrale), Bad Säckingen und weitere · Exportquote: 16 % Messebeteiligungen: LivingKitchen (Köln), Küchentrends (München, Salzburg), Küchenmeile A30 – house4kitchen (Löhne), SwissBau (Basel), Eurocucina (Mailand) und weitere Franke GmbH Mumpferfährstraße 70 · 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 info.fbs@franke.com · www.franke.de

Vertriebsleiter Küche: Michael Flormann Pressereferentin: Simone Struve Mitarbeiter 2013: 7.750 Produktgruppen Küche: Einbauspülen, flächenbündige Spülen, Unterbauspülen, Spülsteine und Module aus Keramik, hochwertige Armaturen sowie passendes Zubehör Villeroy & Boch AG Vertrieb Bereich Küche Postfach 1230 · 66689 Mettlach Tel. 06864 81-6000 information@villeroy-boch.com · www.villeroy-boch.de

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BRANCHENSPIEGEL | Spülen und Armaturen

Gesellschafter: Gerhard Göbel, Manfred Engel Geschäftsführer: Gerhard Göbel, Manfred Engel Marketingleiter: Manfred Engel Produktionsstätte: Siershahn Ansprechpartner für den Fachhandel: Christoph Erll Produktgruppen: Arbeitsplatten und Spülen aus Keramik, Module, Zubehör und Armaturen

systemceram GmbH & Co. KG Berggarten 1 · 56427 Siershahn Tel. 02623 600-10 · Fax 02623 600-790 info@systemceram.de · www.systemceram.de

ARBEITSPLATTEN UND OBERFLÄCHEN D. Lechner GmbH Erlbacher Straße 112 · 91541 Rothenburg o. d. Tauber · Tel. 09861 701-0 · Fax 09861 701-109 info@lechner-ag.de · www.lechner-ag.de

Geschäftsführer: Michael Wolff (Vors.), Richard Mayer, Dr. Gerd Schubert, Rainer Zumholte Standorte: Arnsberg, Baruth, Gütersloh, Leutkirch, Neumarkt Mitarbeiter 2014: 2.100 (national) Produkte: Rohspan- und Faserplatten, Dekorplatten, Schichtstoffe, Compact-HPL, HPL-Elemente und Arbeitsplatten Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH Ingolstädter Straße 51 · 92318 Neumarkt info@pfleiderer.com · www.pfleiderer.com

70 | küche + architektur


DATEN + FAKTEN

Trotz niedriger Zinsen wird weiter gespart Jeder vierte legt sein Geld in Fonds und Aktien an

Den Spargedanken pflegen die

Deutsche Sparquote

Hessen von allen Deutschen wohl

in Prozent des verfügbaren Einkommens

am intensivsten. Sie haben zum

12 %

fünften Mal in Folge bundesweit

11 %

die höchsten Guthaben in klassischen Sparanlagen, das ergibt

10 %

sich aus einer Umfrage der

9%

Postbank. Das von ihnen ange-

8%

sammelte Pro-Kopf-Vermögen ist

1996

mit 41.407 Euro beachtlich.

U

nbeeindruckt von den niedrigen Zinsen liegen sogar 2.544 Euro mehr auf den hessischen Sparkonten als im Vorjahr. Das aktuelle Sparvermögen in Hessen ist damit doppelt so hoch wie die Ersparnisse des Durchschnittsdeutschen (20.713 Euro) und fast viermal so hoch, wie das der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie verfügen mit 10.789 Euro über das geringste Sparguthaben von allen Deutschen. Platz zwei belegen mit 26.614 Euro Guthaben auf dem Sparbuch die Hamburger, die Berliner landen mit 25.537 Euro auf dem dritten Platz. Das niedrige Zinsniveau hält die Deutschen zwar nicht vom Sparen ab, aber es verändert das Sparverhalten doch. Im Vergleich zum Vorjahr wachsen die Sparguthaben in vielen

1998

2000

2002

Bundesländern zwar noch, aber in viel geringerem Umfang als noch im Vorjahr. Das Sparguthaben der Menschen in den neuen Bundesländern betrug mit Pro-Kopf-Einlagen zwischen 10.800 und 13.000 Euro nur rund die Hälfte der westlichen Guthaben. Damit bilden die Neuen Bundesländer nach wie vor das Schlusslicht im Vergleich der Sparguthaben. Aber die Höhe der Einlagen stieg in den neuen Bundesländern Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern weiterhin moderat. Einlagen und Veränderungen Die Sparquote wird von vielen Faktoren beeinflusst. Das Zinsniveau ist zwar eine wichtige Größe, doch auch sogenannte weiche Faktoren wie Zuversicht und Zukunftsängste, aber auch Fakten, wie Wertentwicklung von

Anteil der Befragten 80 % 40 %

51 %

65 % 46 %

20 % 0

Altersvorsorge

Konsum

Wohneigentum

Quelle: Verband der privaten Bausparklassen, Statista

31 % Kapitalanlage

5% Notgroschen

2006

2008

2010

2012

2014*

* Prognose der Postbank

Wofür sparen Sie aktuelle Geld?

60 %

2004

Quelle: Postbank

3% Ausbildung der Kinder

Basis: 1002 Befragte, ab 14 Jahre

Realvermögen und Aktien, die Einkommensentwicklung und die Vermögensverteilung beeinflussen die Sparquote. Die niedrigen Zinsen beeinflussen auch die Vorliebe der Deutschen für bestimmte Anlageformen. Das hat die aktuelle und repräsentative Emnid-Studie „Sparen 2014“ im Auftrag der Postbank ergeben. Jeder zweite Befragte lässt angesichts der niedrigen Zinsen sein Kapital auf dem Girokonto stehen. 2013 taten dies nur 45,2 Prozent und 2011 waren es sogar nur 38,2 Prozent. Gleichzeitig erstarkt laut Studie das Interesse der Deutschen für den Kapitalmarkt. Jeder vierte Befragte legt sein Geld unter anderem in Fonds und Aktien an. 2013 waren es lediglich 16,9 Prozent. Auch der Bausparvertrag gewinnt weiter an Attraktivität. Die Beliebtheit dieser Anlageform wächst von 31,6 Prozent im Jahr 2011 auf aktuelle 37,9 Prozent. Die Niedrigzinsphase wird nach Einschätzung der Postbank Analysten noch einige Zeit anhalten, auch wenn die Kapitalmarktzinsen ansteigen sollten. Wann die EZB die Leitzinsen wieder anheben wird, ist derzeit nicht abzusehen. Nach Einschätzung der Postbank Experten wird dies in den nächsten zwei Jahren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Fall sein. Für 2015 rechnet die Postbank mit einem nochmaligen leichten Anstieg der Sparquote auf dann 10,3 Prozent. küche + architektur | 71


Beschlagindustrie Wachstum durch innovative Produkte Man darf bereits heute auf die im Mai stattfindende Zuliefermesse Interzum gespannt sein. Denn für diese versprechen die Hersteller der Beschlagindustrie bereits heute interessante Neuheiten. Intelligente, Komfort bringende Neuheiten, die dazu beitragen sollen auch bei Neukunden weiter zu wachsen. Ansonsten zeigt sich der Industriezweig mit dem Geschäftsverlauf in 2014 zufrieden und das obwohl auch die exportstarken Beschlaghersteller unter der negativen Entwicklung einiger Exportmärkte in Mitleidenschaft gezogen wurden.

1. 2. 3. 4.

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2014 für Ihr Unternehmen? Welche Ziele haben Sie sich für das kommende Jahr gesetzt? Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland für dieses und nächstes Jahr nach unten korrigiert. Wie prognostizieren Sie die Entwicklung des Inlandsmarktes für Ihr Unternehmen? Welche Ihrer Produkte werden im Folgejahr Ihrer Erfahrung nach zum Wachstum Ihres Unternehmens beitragen?

5. 6.

Werden Sie im kommenden Jahr Ihre Preise erhöhen und wenn ja um wie viel Prozent? Laut einer Prognose des Internationalen Währungsfonds wird die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren deutlich schneller wachsen als bisher. Jedoch wird betont, dass das Risiko einer neuen Krise nicht gebannt sei. Zu den Risiken gehöre u. a. die niedrige Inflation, besonders in der Euro-Zone. Wie gehen Sie als multinational agierendes Unternehmen mit dieser Prognose um? Und wie beurteilen Sie die Entwicklung der außereuropäischen Exportmärkte?

Grass – Mit dem Ohr am Markt 1. „Insgesamt sind wir mit 2014 zufrieden, denn wir sind konstant über das Jahr hinweg gewachsen, wenn auch nicht ganz im erhofften Ausmaß“, resümiert Ronald Weber, Vorsitzender der Grass-Geschäftsführung. „Insbesondere in Asien und Osteuropa hat sich Grass sehr positiv entwickelt. In Deutschland verzeichnen wir im Vergleich zu den starken Wachstumsmärkten zwar etwas schwächere Ergebnisse, konnten aber unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr dennoch steigern. Im Süden Europas entwickeln sich zumindest einige Märkte wieder positiv.

2. Auch 2015 wollen wir weiter wachsen. Dazu werden unsere intensiveren internationalen Vertriebsaktivitäten beitragen, vor allem aber auch Innovationen. Ein wichtiges Thema wird die Platzierung von unserem Design-Schubkasten Vionaro im Handel sein. Wir haben auch weitere Neuheiten im Gepäck. Ich möchte an dieser Stelle noch nicht allzu viel verraten, aber ein Besuch unseres Stands auf der Interzum wird sich auf jeden Fall lohnen. 3. Deutschland ist und bleibt nach wie vor einer unserer wichtigsten Märkte. Auch wenn das Wachstum der


Umfrage Beschlagindustrie | BRANCHENSPIEGEL

deutschen Küchenindustrie im Vergleich zu den Vorjahren abgeschwächt ist, so bewegen wir uns weiterhin auf sehr hohem Niveau. Und ich bin der Auffassung, dass diese positive Tendenz mit der geballten Kompetenz der Branche auch in Zukunft gehalten werden kann. Auch Grass konnte dieses Jahr – trotz verhaltener Prognosen – wachsen. Was mich auch für 2015 positiv stimmt, ist die Tatsache, dass wir mit unseren Produkten die benötigte Differenzierung der Branche – also der Küchenhersteller untereinander, aber ebenso innerhalb der hauseigenen Segmente – immer besser und gezielter unterstützen. Wir haben auch in diesem Jahr unsere Verantwortung als Partner der Branche wahrgenommen, genau hingehört und wieder Neuheiten und Weiterentwicklungen vorangetrieben, die unsere Kunden mit Mehrwert am Markt platzieren können. Gerade im Bereich der Auszugs-Systeme sehe ich uns besonders gut aufgestellt, denn wir haben mit Vionaro einerseits sowie Nova Pro und DWD XP auf der anderen Seite sowohl bei den Unterflur-Systemen als auch bei den doppelwandigen Auszügen hervorragende und von Premium-Anbietern bevorzugte Systeme. Die Kunden haben also freie Auswahl. Wir bieten damit vielen Herstellern die perfekte Lösung für ihre Anforderungen – und decken ein breites Spektrum im hochwertigen Küchen- und Möbelbereich ab. 4. Die Auszugs-Systeme sind nach wie vor unser größter Umsatzträger. Mit Vionaro haben wir neue Standards hinsichtlich Funktionalität und Design gesetzt, und auch unsere doppelwandigen Systeme,

die schon seit vielen Jahren am Markt gesetzt sind, passen wir ständig an aktuelle Anforderungen an. Der Markt spiegelt wider, dass wir genau die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Aber auch andere, wenn auch im Vergleich weniger umsatzträchtige Bereiche sind enorm wichtig für das langfristige Wachstum. Nehmen wir zum Beispiel das Scharnier-System Tiomos, das wir mittlerweile in einer unglaublich breiten Vielfalt anbieten und das seine Erfolgsgeschichte rund um den Globus schreibt. Mit Innovationen wie dem Spiegelscharnier Tiomos Mirro und dem Dünntürscharnier Tiomos M9 bieten wir unseren Kunden noch mehr Gestaltungsfreiheit. 5. Das haben wir noch nicht festgelegt. Wir werden hier die weitere Entwicklung auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten beobachten. 6. Wir sehen uns mit unserer Präsenz in den Ländern, in denen wir momentan besonders stark agieren, gut aufgestellt. Grundsätzlich werden wir unsere Internationalisierung weiter vorantreiben, um von der Entwicklung in einzelnen Märkten oder Weltregionen unabhängiger zu werden. Erst in diesem Jahr haben wir beispielsweise unsere Aktivitäten in der Türkei verstärkt. Die außereuropäsischen Märkte bieten für Grass zunehmendes Potenzial. Mit steigendem Wohlstand erhöhen sich auch die Anforderungen an modernes Möbeldesign und an die Funktionalität. Mit unseren internationalen Partnern arbeiten wir daran, die bekannte Grass Qualität glowww.grass.at bal weiter zu verbreiten.

RONALD WEBER, Vorsitzender der Grass-Geschäftsführung

ABFALLTRENNSYSTEME

Geschäftsführer: Egbert Neuhaus Vertriebsleiter: Rainer Büth Produktgruppen: Einbauabfallsammler, Küchenausstattungen, Auszugsysteme, Haushaltwaren, Küchenaccessoires, Kochgeschirr, Alu-SystemTechnik, Trag-/ Stützelemente Aluminium-Design-Möbel – Aluments M. Westermann & Co. GmbH – Küchentechnik Postfach 2680 · 59716 Arnsberg (Neheim-Hüsten) Tel. 02932 476-0 Fax 02932 476-55 · Fax Export 02932 34576 einbau@wesco.de · www.wesco-kuechentechnik.de aluments@wesco.de · www.wesco-aluments.de

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BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Beschlagindustrie

Hettich – Jede zweite Küche trägt Sensys

STEFAN KÜKENHÖHNER, HettichGeschäftsführer Marketing/Vertrieb

1. „Aufgrund von internationalen Turbulenzen und Krisenherden, wie z. B. der Ukraine, und weiterhin starken Währungsschwankungen beurteilen wir das Jahr 2014 nach Schulnoten mit einer „3““, betont Stefan Kükenhöhner, Geschäftsführer Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG. „Dennoch sind wir auch international mit der Entwicklung einiger Länder sehr zufrieden, so z. B. in UK, USA sowie einigen asiatischen Ländern. Hier konnten wir ebenso deutliche Zuwächse erzielen. Das gilt im Übrigen auch für den deutschen Markt. Auch hier ist es gelungen deutliche Zuwächse zu generieren. 2. Unser Ziel ist es, mit Neuprodukten bei Bestandsund Neukunden weiter zu wachsen. Die Interzum dient als entsprechende Plattform, unsere neuen Produkte einem großen potenziellen Kundenkreis vorzustellen und in den Markt einzuführen. Auch im nächsten Jahr werden wir daher interessante Neuheiten im Rahmen unserer Kernproduktgruppen präsentieren. 3. Insgesamt orientieren wir uns nur wenig an allgemeinen Wirtschaftsdaten, da wir über die wirtschaftliche Gesamtentwicklung hinaus über innovative Neuprodukte, Upgrading und Neukunden wachsen. Sicherlich sind die Erwartungen gedämpft, mit Gültigkeit auch für unsere Branche, aber trotzdem gehen wir weiterhin von einem moderaten Wachstum auch in 2015 aus.

4. Unsere Kernproduktgruppen Scharniere, Schubkastensysteme und Schiebetürsysteme decken bereits den Hauptumsatzanteil ab mit weiterhin stark steigender Tendenz. Ein Beispiel dazu: Allein in Deutschland wird mehr als jede zweite produzierte Küche mit einem Sensys-Scharnier ausgeliefert. Da wir in all diesen Kernproduktgruppen durchgängig weiter investieren und auch hier die meisten Entwicklungsressourcen einbringen, werden uns diese Produkte auch in den nächsten Jahren das größte Wachstum generieren. 5. Hierzu machen wir keine pauschale Aussage, da dieses durch viele Faktoren beeinflusst wird, die sich auch in 2015 noch deutlich verändern können. 6. Wir gehen davon aus, dass wir im außereuropäischen Raum deutlich stärker wachsen werden als in der Euro-Zone, so wie sich das bereits in den letzten Jahren gezeigt hat. Da wir in allen relevanten außereuropäischen Märkten mit eigenen Strukturen oder Partnern gut aufgestellt sind, können wir hier eine durchgängige Marktpräsenz aufweisen und die dort ansässigen Kunden vor Ort unterstützen. Trotzdem hoffen wir alle, dass die Stabilität im Euro-Raum gehalten werden kann und die fiskalpolitischen Maßnahmen, die aktuell in Diskussion oder auch bereits in der Umsetzung sind, zu dem gewünschten Erfolg www.hettich.com führen werden.“

Blum – Innovative Produkte sichern positive Entwicklung

ANDRÉ DORNER, Geschäftsführer Blum Deutschland

74 | küche + architektur

1. „Nachdem wir das Wirtschaftsjahr 2013/2014 gut abgeschlossen haben, hat sich die Lage für das zweite Halbjahr 2014 doch deutlich verändert. Die mit dem Grenzkonflikt in der Ukraine verbundene Unsicherheit in Europa und die deutlichen Rückgänge der Prognosen der Wirtschaftsforscher waren auch in unserem Unternehmen zu spüren“, berichtet André Dorner, Geschäftsführer Blum Deutschland 2. „Wir gehen aufgrund der Marktlage und unserer Neuprodukte von einer leichten Umsatzsteigerung für das Jahr 2015 aus. 3. Wir rechnen auch in Deutschland mit einer leichten Steigerung für das kommende Jahr. 4. Die Produktgruppe Legrabox – unser geradliniges Boxsystem – erfreut sich steigender Nachfrage und hat mit der Tip-on Blumotion-Funktion – für komfortables mechanisches Öffnen und sanftes Schließen von grifflosen Fronten – eine wichtige Ergänzung erfahren. Die Aventos-Familie wurde mit dem neuen Hochklappbeschlag HK-XS für kleine Klappen ausgebaut. Bei den Scharniersystemen befindet sich das

neue Clip top 107 Grad-Scharnier kurz vor der Markteinführung und unterstützt den Einsatz von integrierter Dämpfung auch in Märkten, wo Türstärken ab 15 mm verwendet werden. Für grifflose Küchen gibt es ab sofort unseren Servo-Drive flex für komfortables Öffnen von grifflosen Fronten bei Kühl- und Gefrierschränken. 5. Die Stahl- und Kunststoffpreise sind relativ stabil. Börsennotierte Rohstoffe weisen, wie üblich, stärkere Schwankungen auf. Wir rechnen für das kommende Jahr mit einer relativ stabilen Preissituation. 6. Mit der entsprechenden Vorsicht in Bezug auf Prognosen, aber immer auch gepaart mit kaufmännischer Vorsicht und entsprechender Risikoverteilung im Weltmarkt. In diesem Punkt wird es sicherlich darauf ankommen, dass man, wenn nötig, auch kurzfristig reaktionsfähig bleiben sollte. Was die außereuropäischen Märkte anbelangt, so hoffen wir, dass die recht stabile Lage in Nordamerika anhalten und keine weitere Verlangsamung des Wachstums im asiatischwww.blum.com pazifischen Raum eintreten wird.“


Beschläge und Möbelinnenausstattungen | BRANCHENSPIEGEL

BESCHLÄGE

Inhaber: Familie Hettich Geschäftsführer: Peter Kuppen, Stefan Kükenhöhner Vertriebsleiter: Holger Geesmann, Jürgen Krüger Marketingleitung: Elke Meyer Mitarbeiter 2013: >6.000 Umsätze 2013: 855 Mio. Euro Exportquote 2013: 69 % Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG Vahrenkampstraße 12 –16 · 32278 Kirchlengern Tel. 05223 77-0 Entdecken Sie die Möglichkeiten in unserem Magazin „Erlebnis Küche“! Kostenlos bestellen unter: kitchen-info@de.hettich.com · www.hettich.com

Kesseböhmer GmbH Mindener Straße 208 · 49152 Bad Essen · Tel. 05742 461346 · Fax 05742 4661224 hotline@kesseboehmer.de · www.kesseboehmer.de

Geschäftsführer: Sören H. Rasmussen Vertriebsleiter: Christoph Messing Exportleiter: Bjarke Thomsen Produktionsstätten: Dänemark, USA, China, Slowakei Exportländer: weltweit

LINAK GmbH An der Berufsschule 7 · 63667 Nidda Tel. 06043 9655-0 · Fax 06043 9655-60 info@linak.de · www.linak.de

küche + architektur | 75


BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Beschlagindustrie

Kesseböhmer – Innovativ, vorausschauend, global denkend

BURKHARD SCHREIBER, Geschäftsführer Kesseböhmer GmbH

1. „Wir werden das Jahr mit einem moderaten Wachstum abschließen und sind damit ganz zufrieden. Es freut uns insbesondere, dass wir uns auch in den als strategisch wichtig definierten Märkten außerhalb Europas sehr gut weiter entwickeln konnten“, strahlt Burkhard Schreiber, Geschäftsführer Kesseböhmer GmbH. 2. „Wir werden auch in 2015 weiter an der Umsetzung unserer strategischen Ausrichtung arbeiten. D.h. wir werden den Ausbau unserer internationalen Vertriebsaktivitäten vorantreiben. Dies geht einher mit der weiteren konsequenten Umsetzung des seit einigen Jahren implementierten „clever-storage“ Ansatzes zum Mehrwertverkauf. Ferner werden wir im kommenden Jahr weitere gemeinsame Entwicklungsprojekte mit unseren Industriepartnern umsetzen. Insbesondere freuen wir uns mit Blick auf die Interzum natürlich auf die Präsentation unserer Neuheiten und deren erfolgreiche Markteinführung in der Folge. 3. Wir gehen hier aufgrund diverser neuer Produkte und der Realisierung interessanter Kundenprojekte für das Inland von einem moderaten Wachstum im nächsten Jahr aus. 4. Ein wichtiger Meilenstein für uns ist die Verfügbarkeit und Komplettierung der neuen FREElift Familie, von der wir uns im kommenden Jahr und in der Zukunft ein interessantes Wachstum versprechen. Desweitern haben wir tolle Entwicklungen zur Interzum in der Pipeline, die uns insbesondere mittelfristig viel Freude bereiten werden. 5. Der Kostendruck insbesondere in den vielzitierten Bereichen, wie beispielsweise Personal, Energiekosten usw., ist seit einigen Jahren signifikant. Den

fängt man auch langfristig nicht nur über Produktivitätssteigerungen auf. Wir sind hier dabei, unsere Prozesse insbesondere im Hinblick auf die Ablauforganisation kontinuierlich zu optimieren. Dennoch stehen wir auch mit unseren Partnern und Kunden im Dialog über eine marktverträgliche Anpassung. 6. Sicherlich gibt es einige Märkte, die Grund zur Sorge geben, wie die nicht vorhersehbaren Auswirkungen der Unruhen in der Ukraine, die immer noch schlechte wirtschaftliche Situation in Italien, usw. Dennoch halten wir es auch für gefährlich, eine Krise herbei zu reden. Somit sollten wir doch entsprechend dem ersten positiven Teil der Aussage über das Wirtschaftswachstum die Chancen für uns erkennen und entsprechend handeln. Beispielsweise sehen wir nach langen Jahren einer negativen Entwicklung wieder gute Marktbedingungen im amerikanischen Markt aber auch nach wie vor im asiatischen Markt. Auch in der EU scheinen sich beispielsweise langsam wieder der spanische sowie der niederländische Markt zu erholen. Insbesondere der für ins wichtige englische Markt hat sich in diesem Jahr wieder hervorragend entwickelt. Selbstverständlich ist es unabdingbar, durch ein striktes Kostenmanagement auf den Fall eines wirtschaftlichen Einbruchs vorbereitet zu sein. Davon möchten wir aber nicht ausgehen. Wie bereits oben dargestellt, gehen wir auch in der Zukunft davon aus, dass neben den sich positiv entwickelnden Märkten im asiatischen Raum insbesondere das Wachstum in Nordamerika unsere lokalen Marktaktivitäten positiv beeinflussen und einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtentwicklung des Unternehmens leisten www.kesseboehmer.de wird.“

Linak – Stete Nachfrage nach ergonomischen Produkten

CHRISTOPH MESSING, Deskline® SBA Manager Linak GmbH

76 | küche + architektur

1. „Wir sind mit dem Jahr 2014 äußerst zufrieden. Gerade der Sektor Antriebstechnik für Möbel sorgt aktuell für beachtliches Wachstum innerhalb des Unternehmens. Wir stellen fest, dass das Thema Ergonomie immer wichtiger wird und das nach ergonomischen Möbeln eine ungebrochene Nachfrage herrscht“, erläutert Christoph Messing, Vertriebsleiter Deskline®Linak GmbH. „Nachdem wir in 2013 einige Küchenmöbelhersteller mit unserer Technik gewinnen konnten, finden unsere Lösungen nun auch den Weg in den Handel und zum Endkunden. Gerade hier stellen wir eine enorme Begeisterung fest, da Personen, die einmal an einer höhenverstellbaren Küche gearbeitet haben, diese nicht mehr missen möchten. 2. In erster Linie möchten wir weiterhin als innovativer und zuverlässiger Partner für unsere Kunden agieren. In 2014 haben wir es mit unserem neuen Baselift™

System geschafft, eine revolutionäre Lösung auf den Markt zu bringen, die eine einfache und kostengünstige Höhenverstellung garantiert. Ziel ist es jetzt natürlich, diese Lösung konsequent und erfolgreich im Markt zu etablieren und alle Anspruchsgruppen in der Lieferkette von den Vorteilen zu überzeugen. 3. Wir profitieren wie jedes Unternehmen von einer guten Konjunkturlage und leiden unter einer Rezession. Jedoch sind unsere Produkte meist in den Sortimentsbereichen unserer Kunden vertreten, die ein überproportionales Wachstum mit sich bringen. Daher betrachten wir die Entwicklung des Inlandsmarktes sicherlich genau, sind aber trotzdem auch für 2015 sehr optimistisch. 4. Mit unserem neuen Baselift™ System sind wir nun in der Lage, auch Volumenhersteller zu einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis zu beliefern. Die


Umfrage Beschlagindustrie | BRANCHENSPIEGEL

Einfachheit bei Logistik, Montage und Bedienung macht es dem Küchenhersteller noch leichter, Kunden einen echten Mehrwert zu bieten. Daher erwarten wir von diesem System, dass es zum Wachstum unseres Unternehmens beitragen wird. Darüber hinaus werden alle ergonomischen Lösungen für Küche und Büro sowie Anwendungen im Industriebereich das Wachstum von Linak unterstützen. 5. Linak steht seit jeher für eine stabile und für unsere Kunden verlässliche Preispolitik. Eventuelle Materialpreisschwankungen im Metall- und Kunststoffbereich versuchen wir immer durch eine Erhöhung der Produktivität im Hause zu kompensieren. Dafür wird Linak auch im Jahre 2015 stehen und nach heutigem Stand keine Preiserhöhungen vornehmen. 6. Linak ist in den letzten 20 Jahren sehr schnell gewachsen und natürlich streben wir auch zukünftig nach überdurchschnittlichen Wachstumsraten. Wir sind so

strukturiert, dass wir im Falle einer Krise auf Veränderungen, gerade im Produktionsprozess, sehr schnell reagieren können. Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir in verschiedenen Industriebereichen tätig, so dass wir nicht von einem Markt oder einem Wirtschaftszweig abhängig sind. Diese flexible Aufstellung soll auch zukünftig den Unternehmenserfolg sichern. Die außereuropäischen Exportmärkte, gerade in Nordamerika aber auch Asien zählen zu unseren strategisch wichtigsten Wachstumspotenzialen. Diese entwickeln sich aktuell überdurchschnittlich gut und wir sind so aufgestellt, dass wir auch zukünftig hier eine wichtige Rolle als Zulieferer spielen können. Nichts desto trotz sehen wir Deutschland gerade im Küchenbereich als Vorzeigemarkt, denn Küchen „made in Germany“ haben zum einen weltweit einen sehr hohen Stellenwert, zum anderen ist die Affinität zu technischen Lösungen, www.linak.de wie wir sie bieten, sehr ausgeprägt.“

Vauth-Sagel – Flexibel, unabhängig, erfolgreich 1. „2014 war ein bewegtes Jahr“, resümiert Claus Sagel, Geschäftsführung Vauth-Sagel. „Bewegt, weil es, besonders bezogen auf die unterschiedlichen internationalen Märkte, sowohl Höhen als auch Tiefen mit sich brachte. In Summe betrachtet, können wir jedoch eine überaus positive Bilanz ziehen. Und auch für das kommende Jahr und sogar darüber hinaus schauen wir optimistisch in die Zukunft. 2. Was die heterogene Marktentwicklung in verschiedenen Ländern anbelangt, ist es unser Ziel, die Schwankungen abzumildern, um das Unternehmen in ruhigem Fahrwasser zu führen. In den Märkten, in denen wir zugelegt haben, werden wir versuchen, unser Wachstum nicht nur zu halten, sondern es auch auszubauen. In den Märkten, in denen wir uns bislang nicht so gut entwickelt haben, aber Chancen sehen, werden wir uns noch gezielter auf unsere potenziellen Kunden und deren Bedürfnisse konzentrieren. Prinzipiell stehen jeweils der persönliche Dialog mit den Kunden, unsere hohe Qualität sowie unsere Verlässlichkeit im Mittelpunkt unseres Handelns. 3. Wir haben schon vor einiger Zeit beschlossen, uns gedanklich frei von äußeren Prognosen zu machen. Wir sind ein mittelständisches Unternehmen und können in allen Märkten dieser Welt noch zulegen. Es ist an uns, unsere über 50-jährige Firmengeschichte auch in Zukunft erfolgreich fortzuschreiben. Das ist unsere Motivation, mit der das gesamte Team jeden Tag aufs Neue startet. 4. Unser breites Angebot an Systemkomponenten für die verschiedensten Einsatzbereiche. Zu unseren Shootingstars zählt mit Sicherheit unser neuer Hochschrankauszug VSA. Er überzeugt durch komfortable Bedienung, hohe Variabilität und zeitloses Design. Der

zweite Star im Bunde ist unsere gesamte Öko-Familie im Bereich Abfalltrennsysteme. Hier sticht besonders unser Ökoliner mit der Organisationsschublade hervor, welche mit dem begehrten „interior innovation award“ ausgezeichnet wurde. Beide Produkte werden in den kommenden Jahren unsere Entwicklung positiv beeinflussen und so manche Weiterentwicklung erfahren. 5. Grundsätzlich machen wir zu Preiserhöhungen keine Aussagen, diesen Dialog führen wir, wenn überhaupt, nur im Vieraugen-Gespräch mit unseren Kunden. Unser Bestreben ist es, heute und in Zukunft, unsere Komponenten über Mehrwerte und nicht über reine Konditionen zu definieren. 6. Leider wird es Krisen wohl immer geben. Besorgniserregend sind mit Sicherheit die politischen Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern, zurzeit besonders in und um Russland. Unser Ziel muss es sein, flexibel sein und uns bestmöglich auf die Veränderungen einzustellen. Wir sind mit einem Exportanteil von über 60 Prozent global sehr gut aufgestellt, darüber hinaus bedienen wir innerhalb der Unternehmensgruppe verschiedene Branchen. Das macht uns insgesamt weniger abhängig von lokalen Ereignissen oder Branchenentwicklungen. Wir sehen in der Entwicklung der außereuropäischen Exportmärkte ein großes Wachstumspotenzial für unser Unternehmen und gleichzeitig die größte Herausforderung an unsere Organisation. In den USA sind wir seit vielen Jahren erfolgreich und seit diesem Jahr mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft aktiv. Unser Erfolgsmodell „Think global – act local“ wollen wir in den kommenden Jahren auf weitere Länder transferieren, ohne dabei unsere Wurzeln und Herkunft zu vernachlässigen. „Made in Germany“ wird bei uns immer eine zentrale Rolle spielen.“ www.vauth-sagel.de

CLAUS SAGEL, Geschäftsführer VauthSagel

küche + architektur | 77


DATEN + FAKTEN

Baukonjunktur in Europa Entsprechend den Ergebnissen aus dem Q3 2014-Bericht des von Arch-Vision, einer Schwester-

D

gesellschaft der Marktanalysten USP Marketing Consultancy, BouwKennis, BauInfoConsult und BuildInfoConsult initiierten und herausgegebenen europäischen Architektenbarometers, einer vierteljährlichen Studie unter 1.600 Architekten in acht europäischen Ländern, entwickelt sich auch die Baukonjunktur innerhalb Europas heterogen.

ie positive Entwicklung in Spanien setzt sich weiter fort. Nicht nur die Stimmung der Architekten, sondern auch andere Marktindikatoren zeigen eine Verbesserung. Frankreich und Italien weisen weiterhin eine negative Entwicklung auf. In diesem Quartal gibt es aber auch bei der deutschen Wirtschaft und dem Baugewerbe erste Anzeichen einer gebremsten Entwicklung. Der britische Markt verbessert sich weiterhin, wobei die Entwicklung leicht langsamer war als in den Vorquartalen erwartet. Gründe hierfür sind, dass die Baugenehmigungen im Wohnungs- und Nichtwohnungsbau stabil sind und andere Indikatoren für die Investitionsneigung leicht zurückgehen. Weitere Indikatoren zeigen positive Anzeichen: So ist zum Beispiel die Stimmung unter den Architekturbüros in Q3 2014 positiv, die Auftragsbücher sind gut gefüllt und die Umsatzentwicklungen gut: 43 % der Architekten verzeichneten einen Anstieg der Aufträge um mehr als 5 % und weitere 19 % um zwischen 0 und 5 %. Dennoch gibt es Signale, dass man

Prognose: Entwicklungen der Bauvolumen in 8 europäischen Ländern Vereinigtes Königreich

1%

Europäische Union

3% 3% 2%

0% 1%

Deutschland

6% 1% 1% 1% 1%

-1 % -2 %-3 %

-2 %

2016

2015

2014

2013

2012

2016

2015

2014

2013

2012

2016

2015

2014

2013

2012

Belgien

Niederlande

1% 2% 3%

2% 2% 2% 2% -2 % -1 %

-11 % 2016

2015

2014

2013

2012

2016

2015

2014

2013

2012

Frankreich

Polen

-1 % -2 % -4 %

-1 %

0%

5%

2% 2% 3% -1 % 2016

2015

2014

2013

2012

2016

2015

2014

2013

2012

Spanien

Italien

0% -1 % -4 % -9 % -12 %

-1 % -4 % -7 % -9 %-11% 2016

2015

2014

2013

2012

2016

2015

2014

2013

2012

Quelle: Grafik zum Q3 2014-Bericht des europäischen Architektenbarometers, Copyright 2014 Gentner Verlag

78 | küche + architektur

vorsichtig und nicht zu euphorisch sein sollte: Die letzten drei Quartale zeigen klar, dass eine ganze Reihe von Architekten für die nächsten 12 Monate leere Auftragsbücher erwarten (etwa 40 %). Trotzdem erwartet ArchVision nach wie vor ein moderates Wachstum für den Markt 2014 (+3 %), welches sich auch 2015 (+3 %) und 2016 (+2 %) fortsetzten wird. Von Q3 2010 an gab es unter den deutschen Architekten eine kontinuierliche positive Entwicklung. In Q3 2014 waren sowohl die Auftragsbücher als auch die Umsatzentwicklungen erneut positiv, aber mit leichten Veränderungen im Vergleich zu den Vorquartalen. 26 % der Architekten erwarten wachsende Auftragsbestände, was einen der kleinsten Werte seit dem Start des europäischen Architektenbarometers darstellt. In Q3 erwarten nur 4 % der Architekturbüros leere Auftragsbücher für die nächsten 12 Monate. Allerdings gibt es einige Indikatoren, die beunruhigend sind: Alle drei Hauptindikatoren für die Investitionstätigkeit (Konsumklima, Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe und Baukonjunktur) sind leicht gesunken und die BIP-Wachstumsrate war in Q2 leicht negativ (laut aktuellen Daten). Daher erwartet Arch-Vision Wachstumszahlen, die geringer ausfallen als die im Vorquartal prognostizierten: 2014 (+1 %), 2015 (+1 %) und 2016 (+1 %). Die französische Baubranche zeigt keine Verbesserung. Es gibt mehr französische Architekten, die mit einem Absinken der Auftragsbestände rechnen (mehr als 40 % im vergangenem Jahr) als diejenigen, die ein Ansteigen der Auftragslage erwarten (etwa 20 % pro Quartal), wobei in diesem Quartal die Differenz noch weitaus größer als in den letzten Jahren. Zusammen mit Q1 2013 waren die Rückgänge bei den Auftragsbeständen und den Umsätzen in Q3 2014 die größten seit der Messung durch Arch-Vision. Dies zeigt, dass sich die Situation in Frankreich noch nicht verbessert. Andere Indikatoren deuten auf noch stärkere Abwärtstrends. Daher prognostiziert Arch-Vision, dass der französische Baumarkt 2014 (-2 %) und 2015 (-1 %) weiter absinken und sich nicht vor 2016 (2016: 0 %) erholen wird. Was schon in Q1 2014 für Spanien prognostiziert wurde, konnte auch in den folgenden zwei Quartalen Q2 und Q3 bestätigt werden:


DATEN + FAKTEN

Entwicklung des Bauvolumens in ausgewählten europäischen Ländern Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

Die anhaltende Abwärtsbewegung ist zum Stillstand gekommen. Die Ergebnisse sind drei Quartale hintereinander positiv, bei denen mehr Architekten über steigende Auftragszahlen berichten (zuletzt mehr als 30 % pro Quartal) als über sinkende Auftragseingänge (nicht mehr als 25 % pro Quartal). Bei jedem Quartal aus 2013 zeigten die spanische Architekten ihre positiven Erwartungen, dass die Talsohle erreicht ist und nun die Erholung einsetzen wird. Unglücklicherweise laufen die verstärkten positiven Erwartungen nicht parallel zu den Entwicklungen bei den Baugenehmigungen. Die Baugenehmigungen im Wohnungsbau zeigen eine stabile Entwicklung auf, während die Genehmigungszahlen im Nichtwohnungsbau einen starken Rückgang in Q2 2014 aufweisen. Angesichts der jüngsten Ergebnisse schlussfolgert Arch-Vision, dass die Entwicklung in 2014 (-4 %) etwas besser geworden ist, aber immer noch negativ zu der in 2013 (-9 %). In den nächsten zwei Jahre wird sich das spanische Baugewerbe auf dem Weg der Besserung befindet (2015: -1 % und 2016: 0 %). Nach einigen sehr schlechten Quartalen in 2013 erwarten die italienischen Architekten auch für 2014, wenn auch nicht in so gravierendem Maße, Rückgänge in den Auftragsbüchern und den Umsätzen. In diesem Quartal berichteten 50 % der Architekten über negative Entwicklungen in ihren Auftragsbüchern, wohin gegen lediglich nur 11 % eine positive Entwicklung sehen. Bis jetzt liegen noch keine Baugenehmigungszahlen für 2014 vor und die Zahlen für das letzte Jahr waren negativ. Dies wird in den nächsten 2 bis 3 Jahren einen Einfluss auf die Fertigstellungen haben, nachdem die Baugenehmigungen erteilt wurden. Der Ausblick für die nächsten 12 Monate ist jedoch wenig positiv. Arch-Vision prognostiziert ein Schrumpfen des Marktes um 7 % in 2014, um 4 % in 2015 und um 1 % in 2016 – und dieses obendrein nach den schweren Einbrüchen von 2013 (-11 %). Das vierte Quartal in Folge waren die niederländischen Auftragsbestände und Umsätze positiv. Die Zahl derjenigen Architekten, die eine Verbesserung in den Auftragsbeständen erwarten (43 %), ist größer als die Anzahl derer, die einen Rückgang in den Auftragsbüchern befürchten (23 %). Aktuell erwarten 22 % leere Auftragsbücher für die kommen-

2013

20141

20151

20161

Belgien

-0,9

+0,7

0,0

+1,5

20171 +2,4

Dänemark

-1,2

+2,5

+2,9

+3,5

+3,7

Deutschland

-0,3

+2,4

+1,8

+0,2

-0,4

Finnland

-2,5

-0,2

+1,5

+1,7

+3,2

Frankreich

-3,2

-2,8

-0,4

+1,8

+1,6

Großbritannien

+1,8

+5,2

+5,1

+3,5

+2,4

Irland

-2,0

+10,1

+9,0

+10,6

+9,2

Italien

-3,5

-2,2

+1,1

+2,5

+2,8

Niederlande

-3,9

+0,3

+3,4

+3,5

+4,7

Norwegen

+0,3

+2,1

+3,9

+2,5

+2,9

Österreich

+1,2

+1,7

+1,0

+1,3

+1,5

Polen

-8,8

+4,9

+7,1

+6,2

+6,7

-14,5

-1,0

+2,5

+3,6

+5,0

Schweden

Portugal

+1,4

+5,3

+1,3

+1,1

+1,6

Schweiz

+1,2

+0,8

-0,7

+1,4

+1,5

Slowakei

-5,3

-0,4

+1,8

+2,7

+3,0

Spanien

-18,8

-2,4

+1,8

+3,6

+5,0

Tschechische Republik

-7,0

+1,0

+2,5

+3,3

+4,0

Ungarn

+6,2

+14,3

+5,1

+3,8

+2,9

Insgesamt

-2,7

+1,0

+2,1

+2,2

+2,2

1 Prognosen

Quelle: Euroconstruct, November 2014

Irland und Spanien sind die beiden Staaten, in denen die Einschläge der Immobilienkrise besonders heftig zu spüren waren. Umso erfreulicher ist es, dass die Prognosen auf eine Trendwende der Lage hindeuten. Denn gerade für das schwer gebeutelte Irland wird ab 2014 mit jährlichen Zuwächsen in den Bauvolumina von durchschnittlich knapp 10 Prozent gerechnet. Allerdings muss hierbei beachtet werden, dass nach dem Kollaps der irischen Wirtschaft große Zuwachsraten nicht ungewöhnlich sind, da das Ausgangsniveau nach dem Zusammenbruch sehr niedrig ist. Auch das schwer getroffene Spanien zeigt für die Zukunft eine ebenfalls positive Entwicklung für die Baubranche – wenn auch nicht mit so starken Steigerungsraten wie Irland.

den 12 Monate, was eine etwas pessimistischere Einschätzung als im ersten Quartal (19 %) ist, aber immer noch nicht auf dem Level von 2012 (>30 %). Die positive Architektenstimmung spiegelt sich auch in anderen Indikatoren, wie den drei Indikatoren Konsumklima, Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe und Baukonjunktur, wider. Diese Indikatoren zeigen eine Aufwärtsbewegung im Vergleich zum Vorquartal. Daher prognostiziert Arch-Vision einen leichten Anstieg in 2014 (+1 %) und eine weitere Verbesserung in 2015 (+2 %) und 2016 (+3). Die Auftragsbücher der belgischen Architekten zeigten in Q1 2013 eine stabile positive Entwicklung auf. In Q2 2014 schien sich diese Entwicklung zu einem eher neutralen Szenario zu wandeln, aber in den darauf folgenden zwei Quartalen (Q2 und Q3) zeigen sich die gleichen Verläufe wie in 2013: Mehr Architekten berichten über ansteigende Auftragseingänge (36 %) als über sinkende Auftragsbestände (23 % in Q3). Mehr als ein Drittel der Architekten meinen, dass Ihre Auftragssituation gleich bleibt (41 %). Dennoch handelt es sich hierbei noch immer um einen relativ niedrigen Verlauf. Die Baugenehmigungszahlen zeigen eine gegenläufige Entwicklung: Ein

starkes Absinken im Wohnungsbau und einen stetigen Anstieg im Nichtwohnungsbau. Dies führt zu einer unveränderten Prognose von Arch-Vision für das belgische Baugewerbe, welches ein konstantes Wachstum für die kommenden Jahre vorhersagt: +2 % (2014), +2 % (2015) und +2 % (2016). Nach den negativen Auftragsentwicklungen in 2013 ist in 2014 die Zahl derjenigen polnischen Architekten, die ein Anwachsen der Auftragsbestände erwarten, größer als derjenigen, die einen Rückgang der Aufträge erwarten. Dies deutete sich schon in den Vorquartalen an, seitdem die Anzahl derjenigen Architekten, die mit Auftragsrückgängen in den nächsten 12 Monaten gerechnet hatten, von 31 % auf 14 % gesunken war. In diesem Quartal überwiegen jedoch die Architekten, die mit leeren Auftragsbüchern für die nächsten 12 Monate rechnen (24 %). Polen ist ein Land, in dem der Neubau einen großen Anteil am gesamten Bauvolumen einnimmt (73 %). Positiv zeigt sich der stabile Verlauf der Baugenehmigungen. Zusammengenommen erwartet Arch-Vision, dass der polnische Bausektor zwischen 31 Milliarden Euro und 32 Milliarden Euro schwanken wird: +2 % (2014), +2 % (2015) und 3 % (2016). küche + architektur | 79


HANDEL + MARKT

Le marché français Marc Edel, geschäftsführender Gesellschafter der französischen Verbundgruppe Demeter, über die Chancen und Risiken der Küchenspezialisten in Frankreich.

„D

er französische Markt konsolidiert sich nur langsam. Das Brutto-Inlandsprodukt wird im laufenden Geschäftsjahr gerade einmal um 0,7 Prozent wachsen“, schließt sich Marc Edel, geschäftsführender Gesellschafter der französischen Einkaufsund Dienstleistungskooperation Demeter, den Prognosen des Internationalen Währungsfonds an. „Das liegt unter dem Niveau der meisten unserer europäischen Nachbarn“, stellt er fest. Die Arbeitslosenquote liegt mit rund zehn Prozent ebenfalls sehr hoch. Diese Entwicklung trifft natürlich auch die rund 2 200 französischen Küchenspezialisten, von denen sich 350 unter dem Dach der Verbundgruppe Demeter zusammengeschlossen haben. Marc Edel ist seit jeher ein Revolutionär. Einst Geschäftsführer VKG France, kämpfte der Jurist bereits ein Jahr vor der großen Eskalation der internationalen Verbundgruppe deutschen Ursprungs für die Unabhängigkeit seiner französischen Mitglieder. Fast wäre es ihm noch unter der Ägide des VKG gelungen, hätte ihn die Interimsgeschäftsführung seiner deutschen Mutter nicht freigestellt und somit bis zum endgültigen Aus der Verbundgruppe in 2006 auf Eis gelegt. Doch die französischen Fachhändler gingen in die Résistance und hielten an ihrem Geschäftsführer fest. Dieses Vertrauen bestärkte Marc Edel darin, selbst und ständig weiter zu machen. Seit 2007 firmiert seine Verbundgruppe unter dem Namen Demeter. „Der Markt ist schwierig geworden“, zieht Marc Edel Bilanz. „Speziell der Möbel- und damit auch der Küchenfachhandel in Frankreich gehört zu den rückläufigen Handelssparten. Nach sechs Jahren kontinuierlichen Wachstums musste unsere Branche vor zwei Jahren erstmals ein wertemäßiges Minus von 2,6 Prozent hinnehmen“, schildert der studierte Jurist die Entwicklung. In 2013 verbuchte sie dann erneut einen Rückgang. Dieses Mal jedoch nur um minus 1 Prozent und erzielte einen Umsatz von 2,36 Milliarden Euros inklusive MwSt.

80 | küche + architektur

„Dieses verhältnismäßig gute Ergebnis basiert auf der Tatsache, dass es sich bei dem Großteil der verkauften Küchen um komplette Neuanschaffungen und nicht, wie z. B. bei Wohnmöbeln, um Ersatzbedarf handelt“, erläutert uns der Branchenkenner den Sachverhalt. „Die Küchenstudios haben zu diesem Erfolg zu 44 Prozent beigetragen“, betont er nicht ohne Stolz und verweist auf die aktuelle IPEA-Studie. Auf die Frage, wie viele Küchenspezialisten sich denn im französischen Markt tummeln, legt uns der versierte Geschäftsmann ein Chart des „Observatoire prospectif des métiers et des qualifications“ vom November 2011 vor. Dieser beziffert die Anzahl der Küchenspezialisten mit rund 2 200 Unternehmen. „Zu 90 Prozent handelt es sich dabei um Familienunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern“, erläutert er dazu. Als Ausstattungsmarkt hängt die Küche direkt vom Immobilienmarkt ab. In Frankreich jedoch sind die Baugenehmigungen zwischen November 2013 und Januar 2014 um 18% und die Neubaustellen um 9,2% gesunken. Von den rückläufigen Baugenehmigungen besonders betroffen sind mit minus 35 Prozent die „maisons individuelles“, also die Einfamilienhäuser, während die „logements collectifs“, also die Miethäuser, mit einem Minus von 19 Prozent etwas besser dran sind. Diese Entwicklung zieht sich durch annähernd alle Regionen Frankreichs. Die Ausnahmen bilden die Aquitaine, die Ile de France oder Übersee. In diesen Gegenden herrscht eine extreme Wohnraumknappheit, so dass hier nur ein Minus von 0,1 Prozent zu verzeichnen ist. „Kurzfristig können wir nicht mit einer Besserung dieser Situation rechnen. Die Zinssätze sind zwar niedrig, aber die Arbeitslosenquote sehr hoch. Hinzu kommen Steuerabgabeverordnungen, die das Leben verteuern, sowie unzählige Normen und Gesetze, die die Höhe der Mietpreise begrenzen und so die Eigentümer von Miethäusern nicht gerade motivieren, in ihre Immobilien zu investieren.“


HANDEL + MARKT

KÜCHENFACHHANDEL VERSUS GROSSFLÄCHE Nicht nur, dass in 2013 die Anschaffungsneigung der Franzosen für eine neue Küche gerade mal 4,3 Prozent betrug.* Im Vergleich dazu lag sie bei Haushaltsgroßgräten bei 26 Prozent. Auch das Wertebewusstsein der Verbraucher für eine neue Küche sinkt immer weiter, bedauert Marc Edel. Mit zu dem Werteverfall der Produkte beigetragen habe vor allem die Großfläche. „Die Großfläche zieht mit ihrer Werbemacht die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf sich und täuscht deren Wahrnehmung bereits in ihren Streuprospekten. Laut einer aktuellen Marktanalyse sind es überwiegend die 35- bis 44-Jährigen und die 45- bis 54-Jährigen sowie Familien mit Kindern, die in eine neue Küche investieren möchten. Sozioprofessionell betrachtet sind es überwiegend Handwerker und Arbeiter, die eine neue Küche brauchen. Die Studie des französischen Messeveranstalters Sadecc ergab, dass rund 40 Prozent aller Kaufanwärter sich ihre Informationen an mindestens fünf unterschiedlichen Stellen einholen. Prospekte und Kataloge werden dabei am häufigsten genutzt. Da sind Großflächenanbieter wie Dartys, Ixina, und nicht zu vergessen unser aller größter Wettbewerber: Ikea, natürlich besonders aktiv. Deren Prospekturen zeigen schöne, große Küchen zu Preisen von deutlich unter 5.000 Euro. Eine Summe, die dem Wert einer individuellen Küchenplanung nicht gerecht wird, und die Wahrnehmung der Verbraucher in eine vollkommen falsche Richtung lenkt. Darunter leidet der Küchenfachhandel in Frankreich dramatisch und das nun verstärkt seit knapp fünf Jahren. Aktuellen Marktforschungsergebnissen zu Folge wollen sechs von zehn Franzosen weniger als 3.000 Euro für ihre neue Küchenplanung zahlen. Zudem sind die Rabattjäger, die noch immer glauben, mit einem Nachlass von 40 Prozent auf was auch immer, ein super Geschäft gemacht zu haben, noch immer nicht ausgestorben.“ DER KÜCHENFACHHANDEL IN DEUTSCHLAND IST STÄRKER Marc Edel ist Elsässer. Der Gang über die Grenze nach Deutschland gehört für ihn dazu: „In Deutschland gibt es über die Küchenbranche hinaus noch sehr viele kleine mittelständische Fachgeschäfte und das ist gut so, denn sie sind Werteträger für die deutsche Wirtschaft. Franchisesysteme, wie

Rund sechs von zehn Haushalten gaben weniger als 3.000 Euro für die Einrichtung ihrer Küchen aus. Summe der für die Einrichtung von Küchen aufgewendeten Arbeitskosten keine Angabe mehr als 9.000 Euro 7.500 – 9.000 Euro 6.000 – 7.499 Euro 4.500 – 5.999 Euro

7%

weniger als 1.500 Euro

8% 4%

34 %

5% 8% 11 %

3.000 – 4.499 Euro

23 %

1.500 – 2.999 Euro

Basis: 303 Personen, die seit 2012 Einbauküchen einrichten ließen Quelle: Untersuchung SADECC CREDOC, Der Küchenmarkt *Quelle: L’Officiel des cuisinistes – Januar 2013

es sie in Frankreich gibt, haben sich in Allemagne nie durchgesetzt. Und auch der Faktor Dienstleistung hat in Deutschland noch einen höheren Stellenwert als bei uns. In Frankreich möchte jeder einen Topservice, zahlen will er aber nichts dafür“, erklärt er uns. „Auch die Summe der Verbraucher, die die Küchenmöbel beim Fachhandel erwerben, und dabei ganz offen verkünden, die Geräte online zu bestellen, ist bei uns immens gewachsen. Der Einbau bleibt dann meist dem Küchenfachgeschäft überlassen. Ablehnen können die Studios diese Forderungen kaum, denn sie brauchen den Umsatz, und die Konkurrenz hält ihre Arme bereits weit ausgebreitet. Hier verstehe ich die Elektrogeräteindustrie nicht, die uns immer wieder beteuert, die Küchenfachgeschäfte zu brauchen, und auf der anderen Seite Preisdiskrepanzen zulässt, die dazu führen, dass das mittelständische Fachgeschäft nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Eine weitere Erschwernis für den Fachhandel basiert auf dem Generationswechsel und dem damit einhergehenden sich verändernden Kaufverhalten, die unseren Markt beeinflussen. Die neue Generation von Endverbrauchern shoppt im Internet, Fachgeschäfte werden nur noch von wenigen aufgesucht. Eine große Herausforderung für uns: Denn nun müssen die Fachgeschäfte Mittel und Wege finden, um sich neu zu beweisen.“ OBERSTES GEBOT: POSITIONIERUNG UND PROFILIERUNG Aber wie kann man diese Entwicklung aufhalten? Marc Edel repräsentiert den Küchenfachhandel aus Passion. „Die Küchenfachge-

schäfte müssen zeigen, dass sie kompetenter sind als ihre preisaggressiven Marktbegleiter“, fordert er mit Nachdruck. „Aber damit uns das gelingt, müssen wir die Kunden zuerst einmal in die Geschäfte bringen. Nur hier ist es dem Küchenspezialisten möglich, Kaufinteressenten den Mehrwert seiner Planung nahezubringen. Und“, ergänzt der Branchenkenner, „der Küchenspezialist muss auf die Wünsche der neue Kundengeneration auch eingehen wollen.“ „Warum stellen Sie das in Frage?“, wollen wir wissen. „Nun, der Generationswandel findet auf beiden Seiten statt, auch auf der des Küchenfachhandels“, begründet Marc Edel. „Die Küchenspezialisten, die die goldenen Zeiten noch erlebt haben, wollen die strukturellen Veränderungen am Markt einfach nicht wahrhaben. Für sie ist es eine Frage der Zeit, wann sie schließen müssen. Ab einem gewissen Alter wäre das ja auch gar nicht so schlimm, aber bei vielen von ihnen fließt der Erlös aus der Veräußerung ihres Geschäftes mit in die Altersversorgung ein. Was also, wenn sie dafür nichts mehr bekommen?“ Mit allen ihnen gegebenen Möglichkeiten kämpfen Marc Edel und sein Team weiter um den Erhalt des mittelständischen Küchenspezialhandels Frankreichs. Um wettbewerbsfähig zu sein, arbeitet er mit Herstellern zusammen, die „fair agieren, leistungsstark sind, Differenzierungspotenzial vorweisen können und auch über eine ihrer Unternehmensgröße entsprechenden Flexibilität verfügen. Ich lege dabei großen Wert darauf, nicht nur mit den größten Herstellern zusammenzuarbeiten, sondern auch mit kleineren Unterküche + architektur | 81


HANDEL + MARKT

nehmen, die fertigungstechnisch in der Lage sind, auch schon einmal außergewöhnliche, über den Standard hinausgehende Kundenwünsche umzusetzen. Unsere Mitglieder und auch die Endverbraucher sollen die Chance behalten, auszuwählen. Abhängigkeiten jeder Art versuche ich zu vermeiden.“ Achtzig Prozent der Küchenmöbelproduzenten mit denen Demeter kooperiert, kommen übrigens aus Deutschland. Die Begründung dafür ist einleuchtend: Made in Germany steht auch in Frankreich für Qualität und die Leistungsstärke der deutschen Hersteller ist weltweit führend. Alternativen aus Italien gibt es wenige und die Produzenten im eigenen Land sind, bis auf Cuisines Schmidt und Mobalpa, die meist über Franchisenehmer vermarkten, rar geworden.

Verkauf von Küchen im Küchenfach- und Möbelhandel in Frankreich 56 %

56 Prozent Vermarktung kompletter Küchen 8 Prozent Vermarktung neuer Tische und Stühle 36 Prozent Verkauf von Teilküchen und Küchenregalen 36 % Quelle: Studie IPEA

Küchenspezialisten in Frankreich rund 2200 90 % Familienunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. 29 % haben 1 bis 2 Mitarbeiter 38 % haben 3 bis 5 Mitarbeiter Quelle: Observatoire prospectif des métiers et des qualifications 2. November 2011

SERVICE: TUE GUTES UND REDE DARÜBER „Produkttechnisch sind wir gut aufgestellt. Wir bieten für fast alle Bedürfnisse, Budgets und Geschmäcker etwas. Aber der Zentraleinkauf ist nur eine Seite unserer Verbundgruppe. Die Dienstleistung ist eine mindestens ebenso wichtige Aufgabe, der wir uns stellen müssen. Der Service ist eine bedeutend Funktion, die dazu beiträgt, Küchenfachgeschäfte in ihrer Selbständigkeit zu unterstützen. Denn wir müssen uns gegen Giganten wie Ikea, Tor, Conforama, oder auch neue Spieler, wie Darty oder Ixina, behaupten. Durch unsere Fünf-JahresGarantie sind unsere Mitglieder in der Lage,

ihren Kunden ein gutes Gefühl zu geben. Wir bieten Finanzierungskonzepte, Steuerund Rechtshilfe, usw. Die Struktur unserer Mitglieder ist heterogen. Wir versuchen gemeinsam mit ihnen ein Dienstleistungsangebot zu erarbeiten, dem jeder das von ihm benötige Wissen oder den entsprechenden Service entnehmen kann. Von besonderer Bedeutung ist meiner Meinung nach jedoch das Marketing. Als kleine Familienunternehmen sind unsere Mitglieder nur schwer in der Lage, sich gegen die massive Werbung ihrer großflächigen Wettbewerber zur Wehr zu setzen. Deshalb haben wir eine Dachmarke geschaffen: Die Marke Agensia kann von unseren Mitgliedern dazu genutzt werden, eine

Die bekanntesten Anbieter für Küchen

Die bekanntesten Anbieter für Elektrogroßgeräte

Erste Wahl Ikea

Erste Wahl 24,8 %

Darty

34,5 %

Schmidt

8,7 %

Conforama

10,5 %

Cuisinella

7,2 %

Boulanger

9,0 %

Conforama

6,8 %

Cdiscount

5,7 %

Mobalpa

5,1 %

But

5,4 %

Zweite Wahl

Zweite Wahl

Ikea

14,6 %

Boulanger

17,5 %

Conforama

11,3 %

Darty

17,0 %

But

9,7 %

Conforama

14,0 %

Schmidt

8,7 %

But

10,1 %

Cuisinella

7,4 %

Carrefour

Dritte Wahl

6,1 %

Dritte Wahl

Conforama

11,8 %

Conforama

12,1 %

Ikea

10,1 %

But

10,2 % 10,2 %

Leroy Merlin

8,4 %

Darty

Schmidt

8,4 %

Carrefour

9,9 %

But

8,4 %

Auchan

7,4 %

Quelle: IPEA, September 2012

82 | küche + architektur

8%

Quelle: IPEA, September 2012

gemeinsame Werbekampagne zu starten, die vom Verbraucher wahrgenommen wird. In unserer Image-Broschüre stellen wir bewusst das Know-how des inhabergeführten Küchenfachgeschäfts in den Focus. Wir weisen darauf hin, dass sich jedes einzelne der unter Agensia zusammengeschlossenen Unternehmen für jeden seiner Kunden individuell engagiert, und dass sie durch die Bündelung ihrer Einkaufskraft in der Verbundgruppe durchaus in der Lage sind, ihre Produkte und Dienstleistungen zu marktgerechten Preisen anzubieten.“ Die Dachmarke Agensia nutzen zahlreiche der rund 350 französischen Demeter-Küchenfachgeschäfte, um die Verbraucher gemeinsam auf ihre Kompetenz als Küchenspezialgeschäft hinzuweisen und sich gegen die Großfläche zu behaupten. Marc Edel wäre nicht Marc Edel, würde er nicht über den Tellerrand hinausblicken. „Auch als Verbundgruppe dürfen wir nicht mehr nur national denken, wir müssen uns europäisieren“, betont der passionierte Verbandsgeschäftsführer. Gesagt, getan: Seit Juli 2014 kauft Demeter gemeinsam mit der deutschen Verbundgruppe GfM-Trend ein. „Zunächst einmal werden es die Küchen sein, bei deren Einkauf wir Synergien bündeln. Doch ich glaube, dass wir uns mittelfristig auch übergreifenden Themen öffnen werden, wie z. B. Möbel für den Ess-Bereich, wozu durchaus auch Schränke und Regale oder Accessoires gehören können. Ich sehe dieses Zusatzangebot als einen der Wege, um die Planungs- und Angebotsvielfalt unserer Mitglieder zu erweitern und so deren Existenz zu sichern.“


Umfrage Verbände | BRANCHENSPIEGEL

Verbundgruppen Küchenfachhandel auch 2015 unter gutem Stern Die Einkaufs- und Dienstleistungs-Verbände der Branche zeigen sich mit dem Jahr 2014 gut zufrieden und gehen auch von einem positiven Geschäftsverlauf im kommenden Jahr aus. Die Basis für diesen Optimismus bilden natürlich das niedrige Zinsniveau, die geringe Arbeitslosenquote und auch die Bautätigkeit. Vor diesem Hintergrund investiere der Verbraucher vorzugsweise in hochwertige Sachanlagen. Das komme nicht nur dem Immobilienmarkt zugute, sondern auch dem Umsatz im Küchenfachhandel, den man nicht nur in puncto Einkauf, sondern auch hinsichtlich verbraucherorientierter Marketingkonzepte unterstütze.

1. 2. 3. 4.

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2014 für Ihr Unternehmen? Welche Ziele haben Sie sich für das kommende Jahr gesetzt? Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland für dieses und nächstes Jahr nach unten korrigiert. Wie prognostizieren Sie die Entwicklung des Inlandsmarktes für Ihr Unternehmen? Mit welchen Maßnahmen werden Sie Ihre Mitgliedshäuser im Folgejahr unterstützen?

5. 6.

Wie beurteilen Sie die Markt-Preisentwicklung für Küchen in Deutschland? Laut einer Prognose des Internationalen Währungsfonds wird die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren deutlich schneller wachsen als bisher. Jedoch wird betont, dass das Risiko einer neuen Krise nicht gebannt sei. Zu den Risiken gehöre u.a. die niedrige Inflation, besonders in der Euro-Zone. Inwieweit wird diese Prognose Ihre Verbundgruppe beeinflussen?

EMV – Setzt auf die Stärke der Gemeinschaft 1. „Unsere Händler profitieren enorm von den erfolgreichen Handelsmarken und POS-Konzepten und werden vom Verbraucher als verlässliche und kompetente Partner wahrgenommen. Besonders dann, wenn es sich um so hochwertige Produkte wie Einbauküchen handelt. „Das Jahr 2014 hat sich auch im Möbelhandel wieder als sehr durchwachsen gezeigt und trotzdem verzeichnet die Warengruppe Küche

eine Umsatzsteigerung von 3,5 %. Mit einem Anteil von 37 % ist sie wieder stärkste Warengruppe beim EMV“, resümiert Willibert Fröschen, Marketing und Vertriebschef EMV. 2. „Wir werden nach wie vor unseren Händlern beste Einkaufskonditionen, topverhandelte Kern- und Leistungssortimente und professionelle Marketingangebote zur Verfügung stellen. Damit können sie ihre küche + architektur | 83


BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Verbände

WILLIBERT FRÖSCHEN, Marketing- und Vertriebschef Europa Möbel-Verbund GmbH & Co. KG

Position am Markt stabil halten oder sogar noch stärken. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Händlern kennen wir deren Bedürfnisse und können so schnell reagieren. 3. Da das Zinsniveau auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen und die Prognose für die Beschäftigungszahlen und das Wirtschaftswachstum positiv ist, investiert der Verbraucher vorzugsweise in hochwertige Sachanlagen. Das kommt nicht nur dem Immobilienmarkt zugute, sondern auch dem Umsatz im Küchenfachhandel. Zum Erfolg unserer Küchenfachgeschäfte tragen natürlich vor allem unsere POSKonzepte und die starken Handelsmarken bei. 4. Mit dem Konzept „Job Aktiv“, das der EMV in Zusammenarbeit mit externen Dienstleitern entwickelt hat, bieten wir unseren Händlern 2015 eine zukunftsorientierte Mitarbeiterqualifikation bzw. eine hochwertige Ausbildung neuer Mitarbeiter, individuell zu-

geschnitten auf die Bedürfnisse des Möbelhandels. Natürlich gibt es wieder hohe Bonusausschüttungen, Rückvergütungen und TOP-Einkaufskonditionen, die die Leistungsfähigkeit unserer Händler unterstützen. Über unseren Prospekt-Konfigurator können sich die Händler einfach und zeitsparend eine individuelle Prospektwerbung generieren. 5. Wachstum kann nur über eine starke Gemeinschaft funktionieren. Diese bietet der EMV seinen Mitgliedern mit besten Einkaufskonditionen, schlagkräftigen Marketingkonzepten und einer schlanken Kostenstruktur. 6. Je stärker die Gemeinschaft, umso schlagkräftiger können wir am Markt auftreten. Das vorrangige Ziel ist, die Gemeinschaft ständig weiter zu vergrößern, um am Markt entsprechend agieren zu können und damit unseren Mitgliedern als starker Partner zur www.emverbund.de Seite zu stehen.“

Garant – Ein guter Lauf

JÜRGEN FELDMANN, Geschäftsleitung Garant Küchen Areal

84 | küche + architektur

1. „Per 30. September hatte der Bereich Küchen innerhalb der „Garant“ Gruppe ein Umsatzplus von sieben Prozent. Mit ähnlichem Zuwachs schließen wir das Jahr 2014 ab. Zusammengefasst: Mit dem Jahr 2014 sind wir mehr als zufrieden“, Jürgen Feldmann, Geschäftsleitung Garant Küchen Areal kann sich freuen. 2. „Küchen Areal befindet sich auf einem guten Weg, oder wie man im Sport sagt: Wir haben einen guten Lauf. Das Jahr 2014 bietet eine gute Basis, um darauf aufzubauen. Die Aufnahmen neuer Handelspartner und das Interesse an unserem Verbund signalisieren, dass wir auch 2015 mit einem guten, einstelligen Wachstum rechnen können. 3. Die derzeit nach unten korrigierten Wachstumsprognosen verunsichern mehr als nötig. Selbstverständlich sehen wir die Schwierigkeiten im Gesamtmarkt. Wir wissen aber auch, dass die Rahmendaten für die Küche nicht ganz so schlecht sind. Aus diesem Grunde fördern wir die Firmenkonjunkturen unserer Handelspartner, um letztlich unseren Marktanteil zu erhöhen. Wir werden wachsen! 4. Unser Erfolg im Jahr 2014 hat mehrere Ursachen. Die Sortimentspolitik mit der Kollektionsmarke „Liva“ schafft Vorteile im Wettbewerb, unser eigenständiges Marketing profiliert den Händler vor Ort. Die Fortführung dieser Themen haben wir auf unserem Partner-

forum Anfang November demonstriert. Dazu kommt für 2015 die Garant Collection, die auf das Segment der Einstiegs- und Mittelklasse zielt. Die Kollektion und das Marketing sind darauf abgestimmt. Darüber hinaus punkten wir mit unserem neu konzipierten 360°-Marketing, das unsere Handelspartner rundum von der Neugestaltung des Hauses über crossmediale Aktionen bis hin zur Absatzfinanzierung und Qualifizierung vor Ort profiliert. 5. Die Preisentwicklung stellt sich zur Zeit als unproblematisch für den Verkauf dar. Erfreulich ist der anhaltende Trend, dass Kunden hochwertig orientiert in ihr Eigentum investieren. Trotzdem ist das Ende nach oben nicht offen. Der Kunde ist informiert, sensibilisiert und durch den anhaltenden Rabattwahnsinn der unübersehbaren Angebote verunsichert. Es geht also darum, die Qualität des Spezialisten mehr zu betonen, um Transparenz in das Marktangebot zu bringen. 6. Der allgemeinen Entwicklung kann sich heute niemand mehr entziehen. Man kann nur darauf hoffen und vertrauen, dass die internationalen KrisenSzenarien kontrolliert ablaufen. Unter „normalen“ Voraussetzungen hilft uns die derzeitige und sicher auch 2015 anhaltende Politik der niedrigen Zinsen. Der Verbraucher wird weiterhin sein Geld lieber in sein Eigentum investieren als es verlustbringend auf www.garant-kuechen-areal.de Sparkonten zu parken.“


Umfrage Verbände | BRANCHENSPIEGEL

B/u/K – Auch 2015 ein Jahr für Küchenspezialisten 1. „Die seit Jahren positive Entwicklung des B/u/K hat sich auch in 2014 fortgesetzt. Zum einen durch inneres Wachstum, als auch durch eine weiterhin erfolgreiche Akquise. Unser Erfolg ist sicherlich nicht zuletzt auch auf das umfangreiche Dienstleistungsangebot des B/u/K zurückzuführen“, betont Werner Bäuerlein, Geschäftsführer Bund unabhängiger Küchenspezialisten. 2. „Der B/u/K wird auch 2015 ihre Mitglieder weiterhin intensiv vor Ort betreuen und mit dem entsprechenden Dienstleistungsangebot dafür Sorge tragen, dass der Fachhandel seine Position im Markt nicht nur hält, sondern auch noch entscheidend ausbauen kann. Wir sind zuversichtlich, dass das Wachstum der letzten Jahre auch in 2015 in gleicher Weise fortgesetzt werden wird. 3. Die Wirtschafts-Wachstumsprognose ist zwar nach unten korrigiert worden, aber immer noch positiv. Ich glaube nicht, dass diese Rahmendaten einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Küchenfachhandels haben. Gewichtiger ist sicherlich die private Wohnbautätigkeit. Diese befindet sich zur

Zeit auf einem Höchststand, und eine Trendwende ist in der nächsten Zeit nicht absehbar. Von daher bin ich sicher, dass auch 2015 ein weiteres erfolgreiches Jahr für die B/u/K werden wird. 4. Ohne hier in Einzelheiten zu gehen, wird der B/u/K seine Mitglieder auch 2015 in gewohnter, erfolgreicher Weise unterstützen. Sicherlich wird die eine oder andere Dienstleistung dazu kommen, so wie es die Anforderungen des Marktes erfordern. Der Markt ist ständig in Bewegung und der B/u/K wird auf neue Herausforderungen immer die entsprechende Lösung anbieten. 5. In gewissen Marktsegmenten ist der Preisdruck seit Jahren unverändert groß. Dem entgegen steht jedoch die kontinuierlich vorhandene Nachfrage nach Qualität und Fachberatung. Das spiegelt sich in dem seit Jahren konstanten Marktanteil des Küchenfachhandels wider. Ähnlich sieht es auch in anderen Branchen aus, so z. B. in der Lebensmittelbranche. Während Aldi, Lidl, Rewe, Netto usw. sich die Preise nur so um die Ohren schlagen, sind die zwar etwas teureren Edeka Märkte mit besserer Qualität und gutem Service sehr

WERNER BÄUERLEIN, Geschäftsführer B/u/K GmbH

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küche + architektur | 85


BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Verbände

erfolgreich am Markt. Wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, und im Küchenfachhandel ist das so, dann wird der Erfolg auch nicht ausbleiben. 6. Ich gehe mal davon aus, dass es immer irgendwelche wirtschaftlichen Risiken geben wird. Eine niedrige Inflation ist noch das kleinste Problem. Die EZB ist sehr wohl

in der Lage, dieses Problem zu lösen. Viel interessanter ist zurzeit der extrem niedrige Zinssatz. Es lohnt sich nicht mehr zu sparen. Vielleicht wird vor diesem Hintergrund die eine oder andere private Investition vorgezogen und das käme sicherlich auch dem Küchenfachhanwww.bund-unabhaengiger-kuechenspezialisten.de del zugute.“

KüchenTreff – Dienstleistungen, von denen Mitglieder und Verbraucher profitieren

FRANZ BAHLMANN, Geschäftsführer KüchenTreff Einkauf & Marketinggesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG

86 | küche + architektur

1. „2014 war für KüchenTreff ein gutes Jahr mit einem soliden Wachstum – sowohl hinsichtlich der Umsatzentwicklung als auch der Anzahl unserer Mitglieder“, resümiert KüchenTreff-Geschäftsführer Franz Bahlmann. „Viele KüchenTreff-Händler haben in diesem Jahr Ergebnisse erzielt, die deutlich über dem Branchendurchschnitt liegen. Darüber hinaus haben sich die kontinuierliche Stärkung unserer Marke und unser einzigartiges Verbandskonzept wieder ausgezahlt. Wir haben einige Neuzugänge bei uns verzeichnet und freuen uns, dass wir mit ihnen unser Händlernetzwerk weiter ausbauen konnten. 2. Das oberste Ziel ist, die positive Tendenz der KüchenTreff-Entwicklung weiter fortzusetzen und unsere Vertriebsmarke noch intensiver zu stärken. Vor dem Hintergrund, dass wir unser 20-jähriges Verbandsjubiläum feiern und natürlich einiges vorbereitet haben, um unsere Händler bestmöglich zu unterstützen und die Endverbraucher positiv zu überraschen, wird uns die Erreichung dieses Zieles nicht allzu schwer fallen. Wir können es kaum erwarten, gleich im Januar auf der LivingKitchen in Köln loszulegen – und freuen uns auf ein ereignisreiches Jahr 2015! 3. Natürlich beobachten wir diese Marktprognosen und Entwicklungstendenzen sehr genau. Allerdings bewegen wir uns schon seit Jahren recht unabhängig von diesen Vorhersagen – dabei spielte es keine Rolle, ob diese besonders positiv oder negativ ausgefallen waren. KüchenTreff hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1995 konstant positiv entwickelt. Gestartet sind wir mit 27 Händlern. Heute zählen wir über 300 Standorte in Europa zu unserem Verband. Und das hat einen einfachen Grund: Wir entwickeln unsere Konzepte gemeinsam mit unseren Händlern. Deshalb bewegen wir uns ganz nah am Markt und kennen die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden sehr genau. Und das ist das einzige, was bei uns zählt. Wir verkaufen mit Leidenschaft Küchen, die begeistern! Dieses Engagement wird erkannt und honoriert. 4. Wie bereits erwähnt, haben wir zu unserem Jubiläum zahlreiche Aktivitäten geplant. Wir starten mit der Präsentation einer Weltneuheit auf der LivingKitchen in Köln. Bereits im April wird es eine weitere große

Jubiläumsaktion geben, die perfekt auf die Bedürfnisse des Küchenkäufers abgestimmt ist und damit ein schlagendes Verkaufsargument für unsere Händler darstellt. Außerdem können sich unsere Händler selbstverständlich wie gewohnt auf unser umfassendes Serviceangebot verlassen, das von zahlreichen Weiterbildungs- und Beratungsangeboten bis hin zu einer Werbeflatrate reicht, die eine kontinuierliche Sichtbarkeit der Angebote in regionalen Medien garantiert. 5. Dass unsere Lieferanten aufgrund von Preiserhöhungen bei Rohstoffen oder auch Lohnerhöhungen von Zeit zu Zeit ihre Preise anpassen müssen, liegt in der Natur der Dinge. In anderen Branchen ist das ganz ähnlich. Wir als Verband sehen das aus kaufmännischer Sicht natürlich nicht gern, versuchen allerdings, diese Preiserhöhungen für unsere Mitglieder zu kompensieren. Das gelingt uns unter anderem, indem wir unsere Händler betriebswirtschaftlich bestmöglich unterstützen und somit aufzeigen, wo an anderer Stelle Stellschrauben gedreht werden können, um den Kunden gegenüber möglichst preisattraktiv aufgestellt bleiben zu können. Ein weiterer Faktor, der vielfach nicht genannt wird, aber dennoch Einfluss auf die Preisentwicklung hat, sind die zahlreichen, sich stetig ändernden EU-Auflagen in Bereichen wie zum Beispiel Datenschutz oder Arbeitssicherheit. Diese Vorschriften haben zwar weitestgehend ihre Berechtigung – binden aber natürlich personelle Ressourcen und kosten den Unternehmen damit auch Geld. Im Grunde genommen können wir hier von einer versteckten Preiserhöhung sprechen, die Folge dieses administrativen Mehraufwandes ist. Viele KüchenTreff-Mitglieder nutzen unseren Beratungsservice, weil die gesetzlichen Anforderungen mittlerweile so komplex geworden sind, dass ein kleines mittelständisches Unternehmen wie ein Küchenhändler kaum die Möglichkeit hat, sich hier auf eigene Kappe umfassend zu informieren. 6. Die weltweiten Krisen beeinflussen ohne Frage auch den deutschen Markt, da die Konsumfreude bzw. die Kaufentscheidung neben persönlichen Aspekten auch von der allgemeinen Stimmungslage abhängt. Das stellt uns natürlich vor Herausforderungen, die wir


Umfrage Verbände | BRANCHENSPIEGEL

aber gern annehmen. So setzen wir bei KüchenTreff alles daran, das Produkt Küche und das Einkaufserlebnis maximal positiv zu gestalten. Dafür bauen wir auf attraktive Produkte und auf eine hohe Beratungsund Servicekompetenz. Durch die kontinuierliche und gezielte Ansprache von Neu- und Bestandskunden,

gekoppelt an unser Gesamtleistungspaket, erreichen wir eine langfristige Kundenbindung. Laut einer Erhebung empfehlen uns 94 % aller Küchenkäufer weiter. Aus unserer Sicht eine gute Basis, die externe Risiken abfedert und an der wir auch in Zukunft weiter arbeiwww.kuechentreff.de ten werden.

ORGANISATIONEN Freie Auswahl unter den Modulen DER KREIS Küchenspezialist, KÜCHE 3000, Lifting – Der Küchenrenovierer & Elektrogerätespezialist, Zentralregulierung, Existenzgründerberatung, Rechtsberatung, Unternehmensberatung, Finanzierungsberatung, Werbe- und PR-Beratung, Ladenbaukonzept, Marketingkampagne DEUTSCHLAND BAUT UM – in Zusammenarbeit mit dem Bausparermagazin von Schwäbisch Hall und drei weiteren Magazinen des Bellevue Verlags; Handelsmarken: ViVARi; COLLECTION No1; ai Küchen; Logic Küchen, kuechenboerse24.de – Marktplatz für Ausstellungsküchen im Internet, InfoNet – interne Mitglieder Kommunikationsplattform, kuechenspezialisten.de – die Internetplattform zum Endgebraucher, @ktivwebcenter – individuelle Webseitengestaltung, @ktivshopcenter – Portal für Ergänzungssortimente, @ktivmarketing – interaktives Portal für Mitglieder zur topaktuellen Werbegestaltung, DER KREIS Auszeichnungen, ERFA-Gruppen, DER KREIS Junioren, Führungs- und Personalmanagement, Seminare für Jung-Unternehmer, DER KREIS Akademie, Betriebsvergleich, Nachfolgeregelung, Versicherungsdienste zur beruflichen und privaten Vorsorge, 4 Bonusausschüttungen + 1 Endabrechnung im Jahr, 5-Jahres-Garantie für Elektro-Einbaugeräte und Standgeräte. DER KREIS Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG Mollenbachstraße 2 · 71229 Leonberg Tel. 07152 6097-00 · Fax 07152 6097-9999 · derkreis@derkreis.de www.derkreis.de · www.kuechenspezialisten.de · www.kuechenboerse24.de

Markt- und Standortanalyse, Immobiliensuche, Investitionsplanung und Rentabilitätsvorschau, Finanzierungskonzept, Ladenbau- und Einrichtungskonzept, Geschäftsausstattung, Werbung und Verkaufsförderung, Beratung und Betriebsvergleich, Marketingkampagne DEUTSCHLAND BAUT UM – in Zusammenarbeit mit dem Bausparermagazin von Schwäbisch Hall und drei weiteren Magazinen des Bellevue Verlags. Profiseminare und Schulungen, Unterstützung bei Unternehmensnachfolge und Expansion, Konzept für regionale Verbrauchermessen, Versicherungsdienste zur beruflichen und privaten Vorsorge, 4 Bonusausschüttungen + 1 Endabrechnung im Jahr, Rechtsberatung, Absatzfinanzierung, Zentralregulierung, Workshops, InfoNet – interne Mitglieder Kommunikationsplattform, kuechenboerse24.de – Marktplatz für Ausstellungsküchen im Internet, @ktivmarketing – interaktives Portal für Mitglieder zur topaktuellen Werbegestaltung, @ktivwebcenter – individuelle Webseitengestaltung, 5-JahresGarantie für Elektro-Einbaugeräte und Standgeräte, Top-Konditionen, eigene Handelsmarke. Bestnoten: Zufriedenheitsanalyse und Deutsches Institut für Service – Qualität

Varia Franchise GmbH Mollenbachstraße 2 · 71229 Leonberg Tel. 07152 6097-02 · Fax 07152 6097-800 info@varia.de · www.varia.de

KüchenTreff GmbH & Co. KG und elektrostore GmbH Harpstedter Straße 60 · 27793 Wildeshausen · Tel. 04431 7379-0 · Fax 04431 7379-20 info@kuechentreff.de · www.kuechentreff.de · info@elektrostore.de · www.elektrostore.de

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BRANCHENSPIEGEL | Umfrage Verbände

Der Küchenring – Mit Multichannel-Marketing in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft

MANFRED TÖPERT, Geschäftsführer Der Küchenring GmbH & Co. KG

1. „Das Jahr 2014 war für Der Küchenring wieder sehr erfolgreich. Der Verband konnte ein 2-stelliges Wachstumsplus gegenüber 2013 erzielen, und wir betonen dabei immer wieder, dass wir hierbei von Netto-Einkaufsumsatzzahlen plus Mwst. reden. Das Wachstum kam aus innerem Strukturwachstum und vor allem aus überdurchschnittlichen Akquiseerfolgen des Vorjahres“, berichtet Manfred Töpert, Geschäftsführer Der Küchenring stolz. Und ergänzt: „Auch für 2015 lassen die Akquiseerfolge 2014 wieder ein hohes Umsatzwachstum für unsere Verbundgruppe erwarten. 2. Diese Wachstumsgeschwindigkeit möchten wir im Küchenring beizubehalten; und, wie gesagt, deuten die Vorzeichen bereits darauf hin, dass uns dies auch gelingen wird. Hinzu kommt natürlich auch unser Ziel ab 2015 unser operatives Vertriebsgebiet nach Österreich auszudehnen. Dort werden wir unser in Deutschland überaus erfolgreiches Verbandsmodell und Verbandsstruktur dem Wettbewerb stellen und alles dafür tun, letztendlich auch dort erfolgreich zu sein. Die Voraussetzungen dafür haben wir personell und inhaltlich geschaffen. 3. Unabhängig von den Prognosen der Wirtschaftsinstitute gehen wir, wie bereits erwähnt, wieder, soweit keine unerwarteten Konjunktureinbrüche erfolgen, von einem Wachstum aus. 4. Wir werden unsere Mitglieder im regionalen Wettbewerb mit diversen Mulitchannel-Marketingmaßnahmen unterstützen. Was z. B. die Darstellung unserer Mitglieder im Internet anbelangt, werden wir

Konzepte erarbeiten, die dazu beitragen sollen, ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber von Portalen wie „Kiveda“ und deren vielfältigen Marktaktivitäten und Vertriebsmischformen zu erhalten. Ein weiteres Thema ist unser Ladenbaukonzept „System Plus 1“, das sich nach dem Start 2014 sehr erfolgreich entwickelt hat. Für 2015 möchten wir auch weiter die Modernisierung der Ausstellungen unserer Mitglieder aktiv mit unserem System fördern. 5. Der Preiskampf wird bei einem stagnierenden Markt weiter zunehmen. Durch Entwicklungen wie Lacklaminat wird es im Bereich der Holzteile einer Küche wiederum zu extremen Preiskämpfen und letztendlich auch zu einer Reduzierung der Durchschnittspreise kommen. Höherwertige Ausstattungen im Elektrogerätebereich, Arbeitsplatten, usw. werden allerdings den Durchschnittspreis der Küche auch 2015 wieder steigern. 6. Wir glauben, dass es heute sehr schwierig ist, mittelfristige Prognosen abzugeben. Probleme des Euro, instabile politische Lage in Europa mit dem Konflikt mit Russland lassen das nicht zu. Trotzdem sind wir davon überzeugt, nachdem sparen in Deutschland zum „Minusgeschäft“ für den Sparer geworden ist, dass die Hinwendung zu hochwertigen Konsumgütern oder Privatinvestitionen, wie Immobilien, Haussanierungen, verbunden mit dem Kauf einer neuen Einbauküche, anhalten wird. Nicht mehr auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre aber weiterhin www.kuechenring.de stetig.“

Der Kreis – Fachkompetenz und Beratungsleistung punkten

ERNST-MARTIN SCHAIBLE, geschäftsführender Gesellschafter Der Kreis Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG

88 | küche + architektur

1. „Nach einem starken Start zu Jahresbeginn hat sich die Investitionsbereitschaft des Verbrauchers zur Jahresmitte hin abgeschwächt. Aufgrund eines starken Septembers wird das Geschäftsergebnis 2014 dennoch mit einem leichten Plus schließen“, zieht Ernst-Martin Schaible, geschäftsführender Gesellschafter Der Kreis, Bilanz. 2. „Wir wollen die Mitgliedsunternehmen von „Der Kreis“ erfolgreich in die Zukunft führen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hierzu gehören unter anderem attraktive Einkaufskonditionen und ein breit gefächertes Angebot an interessanten Dienstleistungen, die den Küchenspezialisten dabei unterstützen, seine Rendite zu sichern und die Nummer 1 in seiner Region zu werden bzw. seine Spitzenposition zu verteidigen. Wir tun alles dafür, um jedem einzelnen Küchenspezialisten und Gesellschafter in einem vom harten Verdrängungswettbewerb geprägten Markt

und in einer hektischen sowie schnelllebigen Zeit eine stabile Stütze und ein verlässlicher Partner zu sein. 3. Viele der Prognosen waren im Vorfeld zu optimistisch angelegt. Wie sich der Inlandsmarkt allgemein entwickeln wird, hängt im Wesentlichen davon ab, wie der Verteilungskampf der Großvermarkter im unteren Preissegment weitergeführt wird. Glücklicherweise stellt sich diese Problematik für die Küchenspezialisten von Der Kreis in dieser Form nicht. Bei der Zielgruppe, die die Küchenspezialisten ansprechen, stehen die Fachkompetenz und die Beratungsleistung des Fachhändlers im Vordergrund. Hierfür ist der Endverbraucher auch bereit zu investieren, vor allem vor dem Hintergrund der Niedrigzinspolitik für Guthaben. Somit ist insbesondere im mittleren bis gehobenen Segment eine nicht geringe Investitionsbereitschaft vorhanden.


www.kesseboehmer.de

Umfrage Verbände | BRANCHENSPIEGEL

4. Eine wichtige Unterstützung ist und bleibt die zeitgemäße Präsentation der Ausstellungsräume. Hier haben wir in den vergangenen Jahren durch die Einführung und Weiterentwicklung spezifischer Dienstleistungen, wie verschiedene Ladenbaukonzepte viel geleistet. Ein weiterer wichtiger Bereich sind die Schulungsangebote der „Der Kreis Akademie“ in allen wichtigen Fachbereichen, damit der Unternehmer und seine Mitarbeiter gut qualifiziert sind, um den Herausforderungen des Marktes erfolgreich zu begegnen. Hierzu gehören auch der Erfahrungs- und Wissensaustausch in Erfa-Gruppen und die intensive Betreuung der Mitglieder durch gut geschulte und motivierte Regionalleiter. Große Nachfrage gibt es auch nach der aktiven Unterstützung zur Begleitung des Nachfolgeprozesses bei den Küchenspezialisten. Zudem werden wir die Marketing-Kampagne „Deutschland baut um“ mit ihrer kreativen Zielgruppenansprache weiter entwickeln. Der Erfolg gibt uns Recht, bisher beteiligen sich rund 220 Mitgliedsunternehmen an dieser einzigartigen, gewerkeübergreifenden Aktion, die bei den Endverbrauchern eine starke Resonanz hervorruft. Die zweite Staffel der Kampagne bindet zusätzlich zur Küche auch die Kompetenzfelder Bad + Heizung, Schreiner + Tischler sowie Fenster + Türen ein. 5. Im unteren Preissegment wird der Preiskampf bei weiter sinkender Marge noch intensiver und härter. Im mittleren und hochwertigen Bereich bleibt der Verkaufspreis stabil. In diesem Segment sind die meisten Küchenspezialisten zu Hause, die vom gestiegenen Qualitäts- und Designbewusstsein sowie dem Wunsch nach individueller Küchenarchitektur und kompetenter Fachberatung der Endverbraucher profitieren. 6. Sehen Sie, auf der einen Seite senkt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die Wachstumsprognosen für Deutschland. Auf der anderen Seite prognostiziert der Internationale Währungsfond ein schnelleres Wachstum für die Weltwirtschaft. Ob wir uns Mitte des nächsten Jahres noch an diese Prognosen erinnern werden? Denn es ist – wie immer – davon auszugehen, dass es bis dahin etliche weitere Prognosen geben wird, die sich auch teilweise widersprechen werden. Das Konsumverhalten des Verbrauchers orientiert sich an der Realität. Kurzum, Wachstumseuphorie ist ebenso wenig angebracht wie pessimistische Klagelieder. DerKreis ist gut aufgestellt und steht seit über 35 Jahren für kontinuierliches Wachstum. Dass dies so bleibt, dafür stehen der Erfahrungs- und der Wissensaustausch einer starken Gemeinschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, Küchenfachhandelsunternehmen zu erhalten und ihre Wirtschaftlichkeit gegenüber Großanbietern zu verbessern. Dies ist seit der Gründung von Der Kreis vor 35 Jahren in der Satzung verankert und ist auch heute und in Zukunft unveränwww.derkreis.de dert gültig.“

GROSSER STAURAUM FÜR KLEINE KÜCHEN – DISPENSA

küche + architektur | 89


BRANCHENSPIEGEL | Produktpalette

Produktpalette

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AEG BLANCO

FRANKE

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ORANIER PFLEIDERER

SYSTEMCERAM

WESCO

90 | küche + architektur

Sonstiges

Zubehör

Beleuchtung

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www.franke.de

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www.kesseboehmer.de

www.lechner-ag.de www.linak.de

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www.hettich.com

www.kueppersbusch-hausgeraete.de

NOVY

VILLEROY & BOCH

www.blanco-germany.com

MIELE

www.aeg.de

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LINAK

NABER

Internet

LECHNER

Kochfelder

KÜPPERSBUSCH

Abfallsysteme

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HETTICH KESSEBÖHMER

Beschläge, Auszüge

Oberflächenmaterial

Lüftungsgeräte – Dunstabzüge

Kleingeräte

Waschmaschinen – Trockner

Armaturen

Sockelsysteme, Profile

Geschirrspülmaschinen

Spülen

Kühlgeräte – Gefriergeräte

Einbauherde – Backöfen

Innenausstattung

Zulieferer

Arbeitsflächen

Lieferprogramme der Zulieferindustrie

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www.miele.de

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www.naber.de www.novy-dunsthauben.de

www.oranier-kuechentechnik.de www.pfleiderer.com

www.systemceram.de

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www.villeroy-boch.de

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www.wesco-kuechentechnik.de www.wesco-aluments.de


Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Die guten Adressen der Branche

www.kuecheundarchitektur.de

KÜCHEN …

Zeiler Möbelwerk GmbH & Co. KG Obere Altach 1 · 97475 Zeil am Main Tel. 09524 91-0 · Fax 09524 91-121 info@allmilmoe.de · www.allmilmoe.de

Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

ALNO AG Heiligenberger Straße 47 88630 Pfullendorf Tel. 07552 21-0 mail@alno.de · www.alno.de

Brigitte Küchen H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 vertrieb@brigitte-kuechen.de www.brigitte-kuechen.de

nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

küche + architektur | 91


VISITENKARTEN | Die guten Adressen der Branche

… KÜCHEN

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. 09825 83-0 · Fax 09825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

Poggenpohl Möbelwerke GmbH Poggenpohlstr. 1 · 32051 Herford Tel. 05221 381-0 · Fax 05221 381321 info@poggenpohl.com · www.poggenpohl.com

Rabe & Meyer Küchen GmbH & Co. KG Ladestr. 52 · 32257 Bünde-Ahle Tel. +49(0)5223 6900-0 · Fax +49(0)5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Ausgabe 6/2014 · 2. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Branchenspiegel 2015 „Who is who“

LivingKitchen 2015 · Innovativ, informativ, international Le marché français · Marc Edel, Demeter, über die Chancen und Risiken der Küchenspezialisten in Frankreich Erlebe die Möglichkeiten · Küchenstudio Krampe, Küchenspezialist des Jahres 2014

Das Magazin für professionelles Einrichten

92 | küche + architektur

NOVY GmbH Frankenring 18 · 30855 Langenhagen Tel. 0511 5420771 · Fax 0511 5420772 info@novy-dunsthauben.de www.novy-dunsthauben.de

Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

DUNSTABZUGSHAUBEN

KÜCHE + ARCHITEKTUR


ABFALLTRENNUNGSSYSTEME

BLANCO GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 kuechentechnik@blanco.de www.blanco-germany.com/de

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 aluments@wesco.de www.wesco-aluments.de

Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 naber@naber.de · www.naber.de

KÜCHENZUBEHÖR

Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG Vahrenkampstraße 12–16 · 32278 Kirchlengern Tel. 05223 77-1597 · Fax 05223 77-21597 kitchen-info@de.hettich.com · www.hettich.com www.intelligent-kitchens.com

DER KREIS Systemverbund Holding GmbH & Co. KG Mollenbachstr. 2 71229 Leonberg Tel. 07152 6097-00 Fax 07152 6097-9999 derkreis@derkreis.de www.derkreis.com

PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de

BESCHLAGSTECHNIK küche + architektur | 93

TISCHE / STÜHLE

SPÜLEN / ARMATUREN

VERBÄNDE

Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN


ABFALLTRENNUNGSSYSTEME

BLANCO GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 kuechentechnik@blanco.de www.blanco-germany.com/de

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 aluments@wesco.de www.wesco-aluments.de

Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 naber@naber.de · www.naber.de

KÜCHENZUBEHÖR

Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG Vahrenkampstraße 12–16 · 32278 Kirchlengern Tel. 05223 77-1597 · Fax 05223 77-21597 kitchen-info@de.hettich.com · www.hettich.com www.intelligent-kitchens.com

DER KREIS Systemverbund Holding GmbH & Co. KG Mollenbachstr. 2 71229 Leonberg Tel. 07152 6097-00 Fax 07152 6097-9999 derkreis@derkreis.de www.derkreis.com

PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de

BESCHLAGSTECHNIK küche + architektur | 93

TISCHE / STÜHLE

SPÜLEN / ARMATUREN

VERBÄNDE

Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN


DESIGN MEETS TECHNOLOGY

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