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Ausgabe 3/2019 · 7. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Interzum 2019 setzt Impulse · Materialität trifft Bewegung Der Kreis feiert 40 Jahre seines Bestehens · Vom Solo zur Symphonie – Emotional und gleichzeitig professionell Hausgeräte und Innenarchitektur · Symbiose aus Technik und Design


Nur, wer aus der Reihe tanzt, findet eigene Wege.

DER KÜCHENRING zählt aktuell annähernd 600 Gesellschafter. Unsere Aufgabe sehen wir vor allem darin, unsere Gesellschafter mit kreativen Ideen, erfolgsorientierten Konzepten und erstklassigen Konditionen auszustatten, die in ihrer Gesamtheit Maßstäbe setzen. Werden Sie Teil einer starken Gemeinschaft von zufriedenen und erfolgreichen Gesellschaftern von DER KÜCHENRING. Informieren Sie sich. Heute noch. Wir sind für Sie da.

DER KÜCHENRING GmbH & Co. KG Marie-Curie-Straße 6 · 53359 Rheinbach Telefon Herr Töpert: 02226-904-127 · www.kuechenring.de


Editorial

Wer bezahlt, bestimmt

I

n den unterschiedlichsten Branchen orientieren sich die Zulieferer der Hersteller von Lifestyle-Produkten wie Autos, Consumer Electronics, Elektrogeräte usw. bis hin zum Möbel mehr und mehr am Endverbraucher. Faktoren wie Materialität, funktionaler Komfort, Nachhaltigkeit und Nachrüstbarkeit – mechanisch als auch softwaretechnisch – spielen hierbei eine tragende Rolle. Je mehr ein Zulieferer über seine Kunden weiß, desto punktgenauer treffen seine Abnehmer mit ihren Produkten den Nerv der Zeit und erhöhen damit die Investitionsbereitschaft der Verbraucher. Deshalb sind es auch die Hersteller der ganzheitlichen Lifestyle-Produkte, die über die Einführung von Neuheiten entscheiden. Letztendlich wird also nur ein Bruchteil der von Zulieferbetrieben entwickelten Neuheiten in den Markt eingeführt. Alles andere fällt der Zensur zum Opfer.

nem der drei Punkte nicht, wird es nur schwer seinen Weg in den Markt finden. Da ist es kaum verwunderlich, dass die Produkte der Zulieferindustrie auf breiter Basis immer perfekter werden. Der Knackpunkt, dass gewisse Material- oder Technikvarianten zu guter Letzt doch nicht zum Einsatz kommen, ist allzu oft der Preis. Wie bei vielen Vertriebswegen wird der Verbraucherpreis nicht allein vom Hersteller der Zulieferprodukte beeinflusst. Denn letztendlich wollen auch die Möbelindustrie, die Verbände und schließlich auch der Handel mit an der Produktausstattung verdienen. Alle Möbelkomponenten müssen also mit einem Aufschlag kalkuliert werden. Das kann gewisse Features so verteuern, dass sie am Markt nur selten verkauft werden. Aufgrund dieses Nadelöhrs entwickeln zahlreiche Hersteller, gerade was Beschlagtechnik und andere Ausstattungsfeatures anbelangt, nachrüstbare Lösungen, die vertriebstechnisch nicht unbeFür die Möbel- und Küchenmöbelindustrie entsteht so eine dingt auf die Vermarktung über im Vergleich zu bisher noch größere Herausforderung, die Industrie angewiesen sind. ­gemeinsam mit der Zulieferindustrie oder alleine EigenentVielmehr entstehen auch auf Seite der Zulieferer immer wicklungen zu betreiben, um ihren Produkten ein noch mehr eigene Online-Shops ­markanteres, unverkennbareres Profil zu geben und damit oder die Hersteller vermarkten auch ihren Partnern im Handel und vor allem auch den über Vertriebskanäle wie Grossisten oder auch Amazon. ­Küchenkäufern mehr Exklusivität und Individualisierungs­ Für die Möbel- und Küchenpotenzial an die Hand zu geben. möbelindustrie entsteht so eine im Vergleich zu bisher noch Das spiegelt sich auch in den Aussagen von größere Herausforderung, gemeinsam mit der Möbelzulieferern wider, die auf der Interzum Zulieferindustrie oder alleine Eigenentwickpräsentierten. Nur ein gewisser Anteil von lungen zu betreiben, um ihren Produkten ein deren Innovationen gelangt in den Markt, noch markanteres, unverkennbareres Profil bzw. gelangt in einem für den Zulieferer aus- zu geben und damit auch ihren Partnern im kömmlichen Volumen zum Endgebraucher. Handel und vor allem auch den KüchenkäuAusschlaggebend für die Investitionsbereit- fern mehr Exklusivität und Individualisieschaft der Küchenmöbelindustrie in ein inno- rungspotenzial an die Hand zu geben. vatives Zulieferprodukt ist natürlich nicht Ob ein Produkt und seine Ausstattung beim nur die Funktionalität, sondern auch die Verbraucher ankommt oder nicht entscheiKompatibilität des Produkts mit dem Ferti- det ohnehin der Konsument, wenn er sich gungsprozess des Herstellers und natürlich mit diesem auseinandersetzt und bereit ist, der Preis. Überzeugt ein Produkt nur in ei- für erlebbaren Mehrwert zu zahlen.

Yvonne Davy Chefredakteurin

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Collage: Küchenmeile / Adobe Stock / vectortwins

Die Mitgliedsunternehmen der Marketinggemeinschaft A30 Küchenmeile e.V. präsentieren sich vom 14. bis 20. September 2019 mit ihren Hausmessen wieder kompetent, innovativ und wegweisend. Und das multimedial mit begleitender Broschüre, Service-App, Newsletter und Homepage. Besuchen Sie die 30 Unternehmen (s. 4. Umschlagseite) in Ostwestfalen und machen Sie sich ein Bild über neueste Einrichtungstrends und Fachhandelskonzepte. www.kuechenmeile.de

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Wer bezahlt, bestimmt

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Egger

Editorial

4 Interzum 2019 setzt Impulse

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Ordnung leichtgemacht

15 VS Elements Vauth-Sagel

Ninka

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Innovativ in Material und Design

17 Kesseböhmer schafft Komfortzonen

Pfleiderer

„driving the future“

8 Minimalismus trifft höchste ­Funktion

20 Individualität trifft Funktion Blum – Komfort ist Programm

Grass

9 Design und Material

22 Hettich – Ideen, die bewegen

im Einklang mit der Nachhaltigkeit Arpa

10 Möblieren mit Licht

Multifunktionalität, die überzeugt

24 Hailo ganz nach Bedarf Vom smarten Abfalltrenner bis zur Shoe-Refreshing Box

Gera zeigt Profil

11 Edel in Kompositionen in Lack, Beton und Metall Acta – Emotionale Ästhetik

12 Schüco Competence in Alu und Design Einfach smart … 2 | küche + architektur

Smarter Komfort auf ganzer Linie Wesco

Materialität trifft Bewegung

6

Kompromisslos einzigartig

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Welcome to the future! Rehau


Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.fachschriften-verlag.de VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch Christian Schikora Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de

Inhalt 3/2019 28 Kleinste Abmessungen für lineare Leuchten Elektra

30 Make it with paper Richlite®

30 Raumübergreifende Konzepte Mit Naber Kompetenz beweisen

31 Mehr Individualität durch ­intelligente Flexibilität Salice

32 Raumgestaltung ­großgeschrieben Arbeitsplatten und Nischenverkleidungen geben den Ton an

37 Hausgeräte und Innenarchitektur Symbiose aus Technik und Design

44 Flexibilität großgeschrieben Neue Premiumgeräte von V-Zug

45 Nicht alltäglich. Jeden Tag. Schock – 40 Jahre im Zeichen der Quarzkomposit-Spüle

46 Must haves Spüle trifft Armatur

48 Spüle und Küchenzubehör … … formschön organisiert im Franke Box Center

50 Multifunktion auf höchstem Niveau Über die Spüle hinaus denken – Systemceram

52 Mit Fokus auf den Konsumenten … … und Service für den Handel – Blanco wuchs auch 2018

54 Der Kreis feiert 40 Jahre seines Bestehens Vom Solo zur Symphonie – Emotional und gleichzeitig professionell

60 Schlagkräftig, effizient und erfolgreich Der Küchenring blickt auf ein weiteres positives Jahr zurück

63 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 7, gültig seit 1. 1. 2019 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Preis Jahresabo: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, pro fertighaus, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: Seite 63: auremar / fotolia

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Interzum 2019 setzt Impulse

Materialität trifft Bewegung

Die Weltleitmesse für Möbelfertigung und Innenausbau, Interzum, wurde ihrem Titel auch in diesem Jahr mehr als gerecht. Vier Tage lang standen hier technische, haptische und optische Raffinessen für die Möbel und den Innenausbau für heute und morgen im Fokus. Präsentiert wurde diese Innova­ tionsvielfalt von 1.805 Ausstellern aus 60 Ländern (2017: 1.732 Aussteller aus 59 Ländern) auf rund 190.000 Quadrat­metern Ausstellungsfläche.

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international Fairs

Unter dem Motto „Style your Life!“ angekündigt und mit Spannung erwartet, ließ die Neuheiten-Präsentation von Schüco Alu Competence zur Interzum nichts zu wünschen übrig. Allem voran überzeugte das neue flexible und vielfältige Raumgestaltungssystem Schüco Openstyle, das in der Nische, an der Kochinsel, als Raumteiler, Sichtschutz, Wandanwendung oder auch als dekoratives Einzelelement die übergreifende Gestaltung unterschiedlichster Wohnbereiche unterstützt. Und das in dekorativer als auch funktionaler Hinsicht. Daneben wurde das erfolgreiche Regalsystem Schüco Smartcube weiter ausgebaut und kann nun als Nischensystem eingesetzt werden, kompatibel mit dem gesamten Zubehör der Einhängeschiene Schüco Groove. Auch der neue Trolley kann seine Herkunft aus diesem System nicht verleugnen. Auch seine Griffkompetenz dokumentierte das Schüco-Team nachhaltig und neben Schwarz und Edelstahl finish wird nun Messing eloxiert als neue Trend- und Akzentfarbe für viele Systeme z.B. das beliebte Griffmuldensystem erhältlich sein. (s. auch S. 12) www.schueco.com/alu-competence

Ü

ber 74.000 Besucher, davon mehr als 55.000 aus dem Ausland, prozesse entdecken. Mit den vielfältigen Sonderarealen, Vortrags- und ließen es sich nicht nehmen, sich über die Neuheiten der Zu- Diskussionsbereichen, Piazzen und Workshops zu disruptiven Matelieferindustrie zu informieren. rialien, Oberflächengestaltung, Digitaldruck, digitalen Produkten und Neben den Besuchern aus Deutschland lagen Italien, Frankreich, Spa- Materialien, smarten Systemen, mobilen Lebenswelten und neuen nien, Polen, die Niederlande und Großbritannien an der Spitze der Technologien spannte die Interzum 2019 für die Besucher einen umeuropäischen Herkunftsländer. Deutlich mehr Besucher kamen auch fassenden thematischen Bogen über die vielfältigen Zukunftsthemen aus Asien (plus 22 Prozent), hier besonders aus China (plus 48 Pro- und Produktinnovationen für das Wohnen von morgen. Bestimmenzent), Mittel- und Südamerika (plus 24 Prozent), de Trendthemen in diesem Jahr waren die weiter Osteuropa (plus 21 Prozent) und Nordamerika fortschreitende Individualisierung, EnergieeffiziDie Interzum 2019 in Zahlen (plus 7 Prozent). enz, Urbanisierung, Komfort auch auf kleinstem An der Interzum 2019 beteiligten sich 1.805 Unternehmen aus In ihrem Jubiläumsjahr ist der Interzum aber auch Raum, kombiniert mit Nachhaltigkeit, Funktio60 Ländern (2017: 1.732 Unternehder Spagat zwischen Branchentreff für Fachbesunalität im filigranen Design, smarte Beleuchtung men aus 59 Ländern). Darunter befanden sich 356 Aussteller aus cher auf der einen und Hot Spot für die kreativen und Digitalisierung wie z.B. Sprachsteuerung Deutschland (2017: 367 Aussteller) Berufe auf der anderen Seite gelungen. Dazu haoder Steuerung via Smartphone und Tablett. Lassowie 1.449 Unternehmen (2017: 1.361 Unternehmen) – und damit 80 ben die vielen inspirierenden Präsentationen der sen Sie sich auf den nachfolgenden Seiten inspiProzent (2017: 79 Prozent) aus dem www.interzum.de Unternehmen beigetragen. rieren.  Ausland. Schätzungen für den letzten Messetag einbezogen, kamen 74.000 Hersteller, Architekten und Gestalter konnten auf Fachbesucher aus 152 Ländern zur der Messe nicht nur die Programme der MöbelInterzum 2019 (2017: 69.000 Fach­ *Die Besucher-, Aussteller- und Flächenzahlen dieser besucher aus 152 Ländern).* zulieferer, sondern auch jede Menge neuartiger Messe werden nach den einheitlichen Definitionen der FKM – Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von MesseWerkstoffe, Beschlagtechniken und Produktionsund Ausstellungszahlen ermittelt und zertifiziert.

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Architektur + Trend | Materialien

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Eine weitere Ergänzung erfährt das Ordnungssystem Connect durch ein neues Element mit fünf Fächern für die

übliche Besteckaufteilung: Löffel, Messer, Gabel, Kaffeelöffel, Kuchengabel. 2

Der Hängerahmen Eins2sechs, der passgenau in Schubkastenzargen marktrelevanter Anbieter integriert werden

kann, mit seinen Behältern mit einem Fassungsvermögen von 0,5 bis 42 Liter, wurde aktuell durch einen 55 Liter fassenden Wäschekorb erweitert. Konzipiert für Bäder, Schlaf- oder Hauswirtschaftsräume besticht das fugenfreie Design. 3

Cuisio ergänzt um einen Gewürzdosen-Einsatz, für Gewürzbehältern verschiedener Art und Große

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Facia, die individualisierbare Auszugsblende – Der hohe dekorative Wert sowie die überragende Produktqualität

machen diese Auszugsblende zu einem Gestaltungselement, das sich nicht hinter Schranktüren verstecken muss.

Ninka – Ordnung leichtgemacht Full House vermeldete die Ninkaplast GmbH auf ihrem Interzum-Stand 2019. Das zu den führenden Unternehmen in der Kunststoffformgebung und Oberflächenveredelung gehörende Unternehmen offerierte seinen zahlreichen Besuchern aus dem In- und Ausland Produktinnovationen die gleichermaßen durch Design, Funktionalität und Komfort überzeugen. Zu den absoluten Highlights der Ninka-Präsentation zählte das neue ausziehbare untere Tablar des Qanto, das Küchenmaschinen mühelos in eine ergonomisch optimale Arbeitsposition bewegt, zusammen mit der neuen Adapterplatte, die den perfekten Dekorverbund zur Arbeitsplatte herzustellen hilft. Seit gut einem Jahr erfolgreich im Markt platziert ist das aus­fahrbare, linear angetriebene Tablarsystem Qanto. Die hochwertige Produktentwicklung ist werkseitig komplett zum plug & play vorbereitet und ­unterstützt die optimale Nutzung von Stauraum in Kücheneckschränken, Kücheninseln, Wohnraum-Sideboards etc. Die Individualisierung gehört zu den Megatrends der Neuzeit. Die Antwort von Ninka darauf heißt Facia ID. Die Innenauszugsblende besticht auf den ersten Blick durch ihre moderne Formensprache und ihr filigran akzentuiertes, puristisches und bis ins Detail durchdachtes Design. Sie überzeugt zudem durch die nahezu unbegrenzte Vielfalt möglicher Intarsien, die individuell in die Blen-

Qanto, das aus­fahrbare, linear angetriebene Tablarsystem

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denfront integriert werden können und Schubkästen und Topfauszügen ein vollkommen individuelles Gesicht geben. Die Spannweite dieser dekorativen Inlays reicht von Unifarben wie Alu- und Dunkelgrau über Holz- und Metallnachbildungen oder echte Materialien wie Edelstahl und Holz bis hin zu hinterdrucktem oder mit eigenen Schnappschüssen hinterlegtem Acrylglas. Daneben können alternativ schnell erfassbare Informationen in Wort und Bild zum Inhalt der jeweiligen Lade eingesetzt werden. Unabhängig davon ist Facia ID unter dem Stichwort „Dekorverbund“ interessant. So bieten Schubkasten- bzw. Zargenhersteller zunehmend Produktlösungen mit Dekornachbildungen an. Den etablierten Schubkasteneinsatz Cuisio charakterisieren Wertigkeit, Reinigungsfreundlichkeit und zeitloses Design. An unterschiedliche Schubkastenbreiten anzupassen, ermöglicht die Raumteilung innerhalb der einzelnen Schalen durch Trennstege eine optimale, individuelle Platzausnutzung. Ergänzt wird das Ganze nun durch einen Gewürzdosen-Einsatz für eine geordnete Aufbewahrung von Gewürzbehältern verschiedener Art und Größe. Dieses neue Element wird an die CuisioSchalen wie gewohnt angedockt und kann optional mit einer Antirutsch-Oberfläche ausgestattet werden. Das Ordnungssystems Connect von Ninka verfügt über eine Vielzahl anwendungstypischer Einzelelemente, die dank clipbarer Connectoren miteinander verbunden werden und jeden noch so ausgefallenen Organisationswunsch in der Schublade erfüllen. Eine weitere Ergänzung erfährt Connect nun durch ein neues Element mit fünf Fächern für die übliche Besteckaufteilung: Löffel, Messer, Gabel, Kaffeelöffel, Kuchengabel. Geliefert wird dieser Connect-Rahmen als Fertigerzeugnis oder als Halbfabrikat, das später durch den Küchenmöbelhersteller auf die jeweilige Schubkastentiefe gekürzt wird. Der zusätzliche Einsatz einer Antirutschmatte ist nicht erforderlich. Wie üblich, können weitere Elemente mit Connectoren seitlich am neuen Rahmen befestigt werden. Trotzdem bleibt Connect weiter­hin unabhängig vom einwww.ninka.com gesetzten Zargensystem. 


Materialien | Architektur + Trend

Authentizität & Handwerklichkeit

Veredelung & Glanz

Pfleiderer – Innovativ in Material und Design „Die Entwicklung geht ganz klar zu Materialien wie Beton, Metall und Textil sowie ruhigeren Varianten von Hölzern, Stein und Marmor“, betont Christiane Gebert, Leiterin Design & Entwicklung bei Pfleiderer. Dekorinnovationen wie das schemenhafte Glasdekor „Window“, Stahldekore oder der ausdruckstarke „Terrazzo Nero“ sowie diverse Betonvarianten, geschliffen oder gespachtelt stehen für lässigen Industriecharme. Natürliche Hölzer mit ausgewogenen, ruhigeren Maserungen wie z.B. im Dekor Portland Ash hell umgesetzt, vermitteln Leichtigkeit und Frische. In Kombination dazu empfehlen sich kühle Grautöne und textile Struk­ turen. Diese eher nordische, unprätentiöse Lebenswelt fasst Pfleiderer unter Authentizität & Handwerklichkeit zusammen. Moderne Strukturen verleihen den Pfleiderer Dekoren Authentizität und sind beliebig kombinierbar: Das komplette Spektrum aus Dekor, Struktur und Träger (DST) sowie der Dekor- und Struktur-Verbund von Schichtstoff und Melamin ermöglichen die Umsetzung einer ganzheitlichen Gestaltung in offenen Räumen ohne Einschränkung der Funktionen. Ergänzt wird dieser Anspruch durch ein Portfolio an Strukturen, die sich mit der Vielzahl von Dekoren kombinieren lassen. Darunter Neuheiten wie die körnige Perlstruktur Sandpearl und die universelle Roststruktur Corrosio. Letztere erinnert an korrodiertes Metall. Mit ihrer insgesamt matten, aufgebrochenen Oberfläche kontrastiert sie den seidenmatt schimmernden Untergrund. Bei Metalldekoren wie Stahl, Bronze oder sogar Gold wirkt die neue Sandpearl Struktur besonders authentisch. „Dabei handelt es sich um die moderne Weiterentwicklung der erfolgreichen MiniperlStruktur. Sie ist matt und filigran, sodass sie vor allem Materialund Unidekoren eine besondere Noblesse und Modernität verleiht.“ Ein besonderes Highlight auf dem Stand des Holzwerkstoff-Verarbeiters Pfleiderer bildete die innovative XTop one Arbeitsplatte.

Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Entwicklung zwischen Pfleiderer und Europas größtem Küchenhersteller Nobilia. Sie stellt erstmals auf Basis von Holzwerkstoffen eine preiswertere Alternative zu Küchenarbeitsplatten aus Naturstein und Verbundwerkstoffen dar für einen flächenbündigen Einbau von Spüle und Kochfeld. Ihrer ausgeprägte 3D-Oberflächenstruktur erzeugt zudem eine authentisch wirkende Optik – in Stein-, wie auch in Holz- und Kreativdekoren. Die Arbeitsplatte ist mehrschichtig aufgebaut und besteht aus einem Spanträger, einer HDF-Funktionsund einer HPL-Schicht. Dieser Aufbau macht die Arbeitsplatte deutlich unempfindlicher und ermöglicht den flächenbündigen Einbau von Spüle und Kochfeld, denn die Ausfräsung erfolgt innerhalb der Funktionsschicht. Der stufenlose Übergang von Arbeitsplatte zu Einbauten verstärkt die geradlinige und moderne Ästhetik und erhöht zugleich die Reinigungsfreundlichkeit. So erhielt die XTop one den Konsumentenpreis „Kücheninnovation des Jahres 2018“ und auch den „pro-K award 2019“ für Produktdesign und herausragende Funktionalität. Die Lackplatte PrimeBoard in Spiegelglanz und supermatt sowie HPL XTreme, sind kombinierbar mit allen Dekoren. PrimeBoard und XTreme in matt wirken besonders wohnlich, vermeiden Fingerabdrücke und sind pflegeleicht. Und die Ausführung in XTreme plus ermöglicht Funktionalität inzwischen zusätzlich in der horizontalen Anwendung mit gestei­ gerter Kratz- und Abriebfestigkeit. Im Außenbereich kommt die Kompaktplatte XTerior compact zum Einsatz, mit allen vorgenannten funktionalen Eigenschaften. So ist auch eine Outdoor-Küche auf der Terrasse realisierbar, die den gleichen Ansprüchen wie im Wohnraum gerecht wird. www.pfleiderer.com

Von Oben: DST Collection, Roststruktur Corrosio, Classic Wood, Sandperl, Roxano-Samarkand

Understatement & Lässigkeit

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Architektur + Trend | Materialien

Kinvaro T Slim

TIOMOS HIDDEN

Grass – Minimalismus trifft höchste Funktion Was macht ein gutes Bewegungs-System aus? Es muss sich der Funktion der Möbelstücke, in die es verbaut ist, unterordnen und gleichzeitig in der Lage sein, ästhetische Impulse zu setzen. Anschaulich anhand von realitätsnahen Anwendungsbeispielen präsentiert, überzeugte Grass mit Produktinnovationen, die Technik, obwohl nahezu unsichtbar, funktional und emotional erlebbar machen. Auf die Grass-Innovation Kinvaro T-Slim trifft dieser Anspruch mehr als zu. Das neue Klappen-System lässt die Idee eines unsichtbaren Beschlags Realität werden und eröffnet neue Möglichkeiten für den Oberschrank. Dem österreichischen Beschlagspezialisten ist es gelungen, die komplexe Mechanik des Dreh-Beschlags auf eine Baugröße von 12 Millimetern zu reduzieren und ihn eingefräst im Möbel „verschwinden“ zu lassen. Mit dieser Reduktion entstehen für Möbeldesigner völlig neue Möglichkeiten: Ab 16 Millimeter Seitenwandstärke ist alles möglich. Hinsichtlich des Materials gibt es kaum Beschränkungen: Holz kann ebenso verwendet werden wie MDF und bei Glasklappen mit Aluminiumrahmen zeigt sich die ästhetische Wirkung von Kinvaro T-Slim in perfekter Form. Zudem überzeugt Kinvaro T-Slim nicht nur optisch, sondern auch funktional: Die Schrankfront lässt sich federleicht bewegen, als würde sie von unsichtbaren Kräften getragen. Die bewährte Softclose-Technologie sorgt für einen eleganten, sanft gedämpften Schließvorgang. Mit einem Öffnungswinkel von 107 Grad öffnet

Als Produktdesigner ist Michael Orschulik mit an der Entwicklung der Grass Öffnungssysteme und Inneneinteilungen beteiligt und zeigt sich besonders stolz auf die neue moderne und strukturierte Präsentationsform, in der die Produktinnovationen des Unternehmens erlebbar gemacht wurden. 8 | küche + architektur

sich die Klappe über den Bewegungsbereich hinaus – so kann sie bequem offenbleiben, ohne zu stören. Falls der Klappenschrank direkt unter der Decke montiert ist, verhindert ein serienmäßig integrierter Öffnungswinkelbegrenzer, dass die Front zu weit hochklappt. Und für grifflose Varianten kann Tipmatic integriert werden. Das verdeckte Scharnier Tiomos Hidden wird im Korpus eingefräst und bildet so eine Fläche mit der Tür und der Innenwand des Möbelstücks. Mit der neuen Oberfläche Night bedient das Scharnier den Trend zu dunklen, hochwertigen Oberflächen. Zudem ist Tiomos Hidden in einer vernickelten Version erhältlich. In puncto Funktionalität steht das Scharnier seinen sichtbaren Pendants in nichts nach. Es ist außergewöhnlich stabil und kann in drei Dimensionen verstellt werden. Tiomos Hidden hat eine eingebaute Dämpfung beim Schließen und ermöglicht einen Öffnungswinkel von 105 Grad. Benötigt wird lediglich eine Türstärke von 18 Millimetern. Das Scharnier steht sowohl als Soft-closeVariante als auch mit Tipmatic plus ausgerüstet für grifflose Fronten bereit. Mit dem LGA-Siegel dokumentiert der TÜV Rheinland die umfassende und konstante Qualität des Produkts. Ein leichtes Drücken reicht, um den Schubkasten zu öffnen. Und er lässt sich wieder sanft schließen, ohne abruptes Bremsen. Mit diesen Eigenschaften bietet das neue Öffnungs-System von Grass eine neue Dimension des Komforts. Tipmatic Soft-close kombiniert dabei zwei bekannte Funktionen: das mechanische Öffnen griffloser Fronten (Tipmatic) mit dem eleganten, gedämpften Schließen des Schubkastens (Soft-close). Bemerkenswert dabei: Tipmatic Soft-close kann bei den Führungs-Systemen Nova Pro und Dynapro einfach nachgerüstet werden. Bei der Montage von Tipmatic Soft-close spielen Größe und Gewicht des Auszugs kaum eine Rolle. Die Auswurfkraft kann dabei auch später jederzeit an das Gewicht des Schubkasteninhalts angepasst werden. Für optimalen Bedienkomfort sorgt der großflächige Auslösebereich. Weitere funktionale Vorteile bietet Tipmatic Soft-close durch seinen Mindestfrontspalt von 2,5 Millimetern und mit der integrierten, werkzeuglosen Tiefenverstellung. „Mit Tipmatic Soft-close werden wir erneut unseren hohen Qualitäts- und Komfortansprüchen gerecht“, sagt Thomas Müller, Geschäftsführer von Grass. „Für uns ist es wichtig, beide Zielgruppen im Blick zu haben: den Verarbeiter, dem wir eine flexible und einfache Montage ermöglichen wollen, und den Nutzer, dem unsere Bewegungs-Systeme den Alltag erleichtern sollen. Beides manifestiert sich hervorragend in unserem neuen Produkt.“ www.grass.at


Materialien | Architektur + Trend Mit der Einführung der Bloom-Technologie wurden auch bei Fenix vier exklusive Ad-hoc-Farben entwickelt, die neue Farbtrends markieren: Kashmir Gelb, Brac Grün, Askja Rot und Naxos Hellblau. Die Farben sind nur in 0,7 mm Stärke und in zwei Größen (3050 x 1300 mm und 4200 x 1300 mm) erhältlich.

Sandro Marini, Corporate Communications Manager bei Arpa

Arpa – Design und Material im Einklang mit der Nachhaltigkeit Arpa HPL-Laminate „Made in Italy“ zeichnen sich nicht nur durch ihre leichte Verarbeitung und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer, Stöße, Abrieb und Hitze aus, sondern auch durch ihre ausgesuchten archtitekturfreundlichen Designs, die sich ideal für horizontale und vertikale Anwendungen im Interior Design eignen. Auf der Interzum präsentierte Arpa eine Produktoptimierung, realisiert durch die innovative „Bloom“ -Technologie, die dem ökologischen, nachhaltigen Anspruch umfänglich Rechnung trägt. „Die neuen Materialien Arpa HPL Bloom und Fenix NTM Bloom zeigen sich deutlich ressourcen- und umweltschonender. Für ihre Herstellung werden 38 Prozent weniger Energie und 28 Prozent weniger Wasser verbraucht. Die CO2-Emmissionen sinken um 46 Prozent,“ so Sandro Marini, Corporate Communications Manager bei Arpa. Bloom ist eine auf Lignin basierende Technologie, die von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Arpa entwickelt wurde, um den Einsatz natürlicher Rohstoffe in den Arpa HPLund Fenix NTM-Strukturen zu erhöhen. Lignin, nach Cellulose das zweithäufigste natürliche Polymer der Welt, ist eine Art Klebstoff, der Holzfasern zusammenhält. Normalerweise wird es in der Papierindustrie zur Energieerzeugung verwendet und ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Herstellung von wärmehärtenden Harzen. Diese Eigenschaften hat sich Arpa zunutze gemacht, um seine Produkte aus Papier und wärmehärtenden Harzen auf Phenolbasis noch ökologischer herstellen zu können. Die BloomTechnologie reduziert die zur Herstellung des Platten­kerns notwendige Menge an Phenol, um signifikante 50 Prozent.

28 Uni-Dekore ergänzen fortan die Colorsintesi-Familie, erhältlich in 0,7 mm Stärke und in zwei Größen (3050 x 1300 mm und 4200 x 1300 mm). Drei unterschiedliche Ausführungen stehen zur Wahl: Erre, mit warmer, schmeichelnder Haptik; Lucida, die „Spiegel“-Oberfläche mit einzigartigem Glanz; und Kér, mit edel matter Struktur. Fenix NTM, das innovative Material für das Interior Design, ist extrem matt, weich in der Haptik und resistent gegen Fingerabdrücke. Oberflächen-Mikrokratzer können thermisch repariert werden. Dank seiner ästhetischen und technologischen Eigenschaften wird es für viele vertikale und horizontale Anwendungen www.arpaindustriale.com eingesetzt. 

ARPA HPL BLOOM

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Hotspot der Küchenbranche 14. bis 19. September 2019 Erleben Sie über 130 hochkarätige Aussteller und Marken, den Showroom cube30, viele Neuheiten, Marktführer sowie smarte Newcomer. Online-Anmeldung & kostenfreier Eintritt: www.area-30.de/checkin küche + architektur | 9


Architektur + Trend | Materialien

Die neue LichtBox basiert auf der minimalistischen Struktur des Lichtsystems 4: ein rechteckiger Rahmen, in dessen schwarze Aluminiumprofile vorne und hinten LED-Leuchten integriert sind.

Gera zeigt Profil – Möblieren mit Licht Mit umfangreichem Wissen um Lichtdesign, Möbelkonstruktion und Elektrotechnik hat sich das thüringische Unternehmen Gera Leuchten mit Möbelkonzepten seit Jahren einen Namen gemacht. Die Messepräsentation des Unternehmens machte dem Anspruch des geschäftsführenden Gesellschafters Hening Pölitz alle Ehre: „Wir richten Wohnungen ein – und zwar mit Licht oder Lichtmöbeln.“ Ästhetisch, minimalistisch, Licht als raumgestaltendes Element, klare Konturen, diese verbindenden Elemente des Gera-Produktportfolios spiegelten sich auch im Messeauftritt des innovativen Leuchten- und Lichtspezialisten wider. Der Stand gestaltete sich als geschmackvoll inszenierte Bühne, profiliert durch akzentuiert positionierten, illuminierten Protagonisten. Bei Gera-Entwicklungen haben Leuchte und Lichtresultat den gleichen Stellenwert. Demnach eignen sich die Leuchten und Leuchtmöbel des innovativen Herstellers perfekt für Umsetzung des innenarchitektonischen Anspruchs, bei dem die einzelnen Funktionsbereiche des Wohnens verschmelzen. „Dieser Trend kann mit unseren Leuchten und Lichtmöbeln sehr gut umgesetzt werden“, betont Hening Pölitz. Begründet liegt diese Vielseitigkeit in deren multifunktionalen Einsetzbarkeit. Dies zeigt sich auch bei der neuen LichtBox. Sie basiert auf der minimalistischen Struktur des Lichtsystems 4: ein rechteckiger Rahmen, in dessen schwarze Aluminiumprofile vorne und hinten LED-Leuchten integriert sind. Durch die gesägten Aluminiumprofile, die über Eckprofile miteinander verbunden sind, ist das System sehr leicht und kann überall in der Wohnung seine Wirkung entfalten.

Hening Pölitz, geschäfts­ führender Gesellschafter Gera-Leuchten: „Wir richten Wohnungen ein – und zwar mit Licht oder Lichtmöbeln.“ 10 | küche + architektur

In die Profile eingelassen ist ein Glasboden, der als Stellfläche dient und die Inszenierung von bestimmten Gegenständen ermöglicht. Das Licht bestrahlt einerseits die Rückwand sehr hell und indirekt. Gleichzeitig werden die Preziosen in der LichtBox von vorne beleuchtet und so inszeniert. Auf diese Weise wird sie neben ihrer Funktion als Leuchtmöbel auch zu einer Projektionsfläche, die von dem Nutzer individuell bespielt werden kann. Die LichtBox wird wandhängend angeboten – und kann so über Küchenzeilen installiert werden, wo sie für ein angenehmes, sehr helles und gleichzeitig indirektes Arbeitslicht sorgt. Ab der zweiten Jahreshälfte 2019 ist die LichtBox in den Maßen 600 x 350 x 350 und 900 x 350 x 350 mm erhältlich. Eine Weiterentwicklung des Lichtsystems 4 und 6 stellt die LichtBank dar. Diese wird auf der Kochinsel stehend oder decken­ hängend angeboten. Die Ablage besteht aus einer geschliffenen Glasplatte, durch die das Licht nach oben und unten gebrochen wird. Auf der LichtBank lassen sich Kochutensilien unterbringen, und unterhalb der Ablage besteht die Möglichkeit, Kochhelfer wie Schneebesen, Siebe, Suppenkellen oder Kochlöffel aufzuhängen. Auch die abgeblendete Einbauleuchte GLS 4 basiert auf dem Lichtsystem 4. Die Leuchte mit den Maßen 20 x 10 cm ist so konzipiert, dass sie linear in Möbel eingebaut bzw. eingefräst werden kann. So ergibt sich eine fast flächenbündige Leuchte zum Beispiel in einem Schrank. Im Unterschied zu den meisten gängigen Lösungen geht das Licht bei der Einbauleuchte GLS 4 nur nach innen. Die Lichtstimmung lässt sich via Funk-Fernbedienung problemlos auf den individuellen Geschmack und das jeweilige innenarchitektonische Umfeld abstimmen. Oberflächen wie Beton brauchen eher kühles Licht, während andere ihre Wirkung durch Wärme entfalten. „Diese Einbauleuchte bringt eines unserer Anliegen auf den Punkt“, resümiert Hening Pölitz. „Nicht die Lichtquelle ist die Leuchte, die Küche selbst wird zur Leuchte.“ Die neue Pendelleuchte 10 x 40 basiert auf dem Lichtsystem 6 und der bereits existierenden Version 40 x 10 cm, die einfach nur gedreht wurde. Das Licht, das lediglich aus den schmalen Ober- und Unter­kanten kommt, verleiht dem Ganzen die Sil­ houette eines landenden Raumschiffs. Minimalismus in Perfek­ www.gera-leuchten.de tion.


„Wir bieten

Materialien | Architektur + Trend

Materialien, die optisch und haptisch begeistern und gleichermaßen emotionalisieren.“ Alain Genet, Geschäftsführer Acta Mobilier.

Acta – Emotionale Ästhetik: Edel in Kompositionen in Lack, Beton und Metall Acta Mobilier gehört zu den Trendsettern, wenn es um ausgesuchte Fronten aus echten Materialien oder Echtmaterial-Kompositionen geht. Die Ideen für ihre optisch und haptisch außergewöhnlichen Frontmaterialien entwickelt die französische Edelschmiede gemein­ sam mit ihren Kunden. Dies geschieht, so Alain Genet, Geschäftsführer des Unternehmens, meist gewerkübergreifend. Die Lösungen, die Acta entwickelt, entstammen oft auch dem Anspruch internationaler Kunden wie Chanel, Peugeot und Nespresso, um nur einige zu nennen, die kontinuierlich an neuen Ladenbaukonzepten arbeiten. „Diese Unternehmen wollen, dass sich ihre Kunden bei ihnen wohlfühlen“, betont er. „Daher wählen sie für ihre Showrooms Materialien, die optisch und haptisch begeistern und gleichermaßen emotionalisieren.“ Acta präsentierte auf der Interzum Unidekore mit zweifach profiliertem Rahmen, edel lackierte Rahmen­ fronten, die durch das Aufsetzen eines Metallrahmens oder die

Einfassung mit einem Metallrahmen, den zur Zeit vorherrschenden Purismus etwas zurücknehmen. Auf hohe Begeisterung stießen aber vor allem die mit dem Interzum Award in der Kategorie High Quality ausgezeichnete Beton-Metall-Front sowie die linierte Beton-Front. Die Beton-Metall-Front verfügt über eine manuell aufgetragene Oberfläche mit echten Betonpartikeln, die durch das Auftragen eines Wasserlacks auf Basis von echtem Metallpulver ein unverwechselbares Finish erhält. Die Farbabstufungen der mit Linien strukturierten Betonoberfläche sind die Antwort auf die Forderung moderner Architektur nach authentischen Materialien und horizontalen Linien. Kompetente Spezialisten, abgestimmt auf individuelle Trends und Kundenwünsche sind das Spiegelbild der Leistungsstärke des französischen Nischenanbieters, der mit 150 Mitarbeitern 300 verschiedene Modelle und www.acta-mobilier.fr wöchentlich 8000 Teile fertigt. ANZEIGE

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saubere sache

Franke stattet ausgewählte Armaturen mit der praktischen Laminarstrahl-Technologie aus. Der spritzfreie und flüsterleise Wasserstrahl sorgt für ein Plus an Hygiene und Komfort bei der Küchenarbeit.

küche + architektur | 11


Architektur + Trend | Küchen

Schüco Competence in Alu und Design Einfach smart … ... präsentierte sich Schüco Alu Competence auf der Interzum 2019. Intelligente multifunktional einsetzbare Regallösungen und attraktive Griffvarianten ließen die internationalen Besucher auf den 240 qm großen Messestand strömen. „Die interzum 2019 hat alle unsere Erwartungen übertroffen, sowohl hinsichtlich der Anzahl der Kunden und Besucher aus allen Kontinenten, als auch die Qualität der Gespräche“, resümiert Olaf Tödtmann, Vertriebsleiter Möbelprodukte Schüco Alu Competence.

U

nd Frank Wegener, Geschäftsführer des Unternehmens, freute sich über die überdurchschnittliche Verweildauer seiner Kunden und den regen Austausch mit der internationalen Klientel. Besonders stolz ist der sympathische Westfale auf das innovative Raumgestaltungssystem Schüco Openstyle. Was mit dem Regalsystem Schüco Smartcube begann, wurde im Laufe der letzten zwei Jahre zu einem multifunktionalen Einrichtungskonzept entwickelt, das bis zu pfiffigen stylischen Einzelmöbeln wie dem Trolley nahezu alle erdenklichen Nutzungsanforderungen offener und flexibler Wohn- und Lebensstile erfüllt.

Nicole Klemens, Marketing­referentin,

Michael Sommer ist,

und Frank Wegener, Geschäftsleitung

was Griffe und Knöpfe

Schüco Alu Competence: Enge Kundenbindung

anbelangt, eine Koryphäe.

und stets ein offenes Ohr am Markt zeichnen das Team von Schüco Alu Competence aus.

12 | küche + architektur

Multifunktionalität, die überzeugt Schüco Openstyle folgt dem Prinzip der offenen Gestaltung und durchgängigen Optik verschiedener Lebensräume. Das Raumgestaltungssystem verbindet oder unterteilt Räume und kann als festes oder verschiebbares Element vielfältige Funktionen übernehmen – als Wand- oder Nischenanwendung, Raumteiler, Sichtschutz oder als dekoratives Gestaltungselement. Konzipiert ist Schüco Openstyle für 16 mm starkes Dekor-Plattenmaterial. Dem Megatrend der Individualisierung folgend, kann so auch optisch mit Farbe und Material eine Durchgängigkeit verschiedener Lebensräume realisiert werden.


Küchen | Architektur + Trend

Glasrahmen liegen Schüco Openstyle –

wieder im Trend – ob

ein Raum­gestal­tungs­­

schmale oder breite

system, das sich har­-

Ansichtsflächen, in den

monisch in verschie-

Farben Schwarz,

denste Lebensbereiche

Messing oder Inox

planen lässt.

eloxiert.

Neu ist auch der Möbelfuß Stair. Der Fuß ist bis zu 300 mm höhenvariabel und kann zusätzlich durch einen Höhenausgleich etwaige Boden­ unebenheiten ausnivellieren. Mit seiner ausgewogenen Form bildet er einen luftig-leichten Abschluss des Möbelstücks, zum Beispiel eines Sideboards, und dank seiner Stabilität auch einer kompletten Küchenzeile.

Vom Rahmen bis zum FuSS Als lösungsorientierter Zulieferer der Möbelindustrie hat sich der Aluminum-Spezialist auch des Themas der Alu-Glasrahmen angenommen. Ob in schmaler oder breiter Variante, auch hier wird Schüco Alu Competence dem Motto „Style your life!“ gerecht. Die Einsatzmöglichkeiten der Glasrahmen sind nahezu grenzenlos. Im Sinne der Möbelindustrie bündelt Schüco Kernkompetenzen mit anderen Gewerken. Ein Ergebnis einer solchen Co-Entwicklung ist ein neuer Glasrahmen, abgestimmt auf den Beschlag der Tiomos- und Kinvaro-Linie von Grass. Passend zu dem dezenten Design-Beschlag hat auch der Glasrahmen besonders schmale, schlanke Profile.

Griffleiste zum Aufschrauben Ob als Akzent oder Ton in Ton lässt sich Denaz, die neue AufschraubGriffleiste von Schüco einsetzen. Sie vereint die Optik einer Griffleiste mit der klassischen Befestigung eines Aufschraubgriffs und macht der Kernkompetenzen von Schüco Alu Competence in Sachen Griffleisten alle Ehre. Erhältlich ist die Neuentwicklung in den Farben Schwarz und Edelstahl finish sowie in verschiedenen Breiten. Michael Sommer ist, was Griffe und Knöpfe anbelangt, eine Koryphäe. In Abstimmung mit seiner nationalen und internationalen Klientel aus der Möbelindustrie entwickelt er gemeinsam mit seinem Team moderne Grifflösungen wie z.B. „Patter“, die mit ihrer gebogenen Sockelfläche überrascht. www.schueco.com/alu-competence  Fotos: Schüco

Zur Unterteilung der Elemente und Türen werden Sprossen eingesetzt. Beidseitig kann diverses Zubehör wie z.B. Holzboxen oder das Regalsystem Schüco Smartcube eingehängt werden. Für eine leichte, transparente Gesamtoptik besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Felder innerhalb eines Elementes offen zu lassen.

Erweiterung des Regal­

MöbelfuSS Schüco Stair – seine

systems Schüco Smartcube

ausgewogene Form gibt dem Möbel-

als Nischensystem.

stück einen luftig-leichten Abschluss. k + a | 13


Architektur + Trend | Materialien

compact laminate worktop

Egger ST75

Für das groSSartige Zusammenspiel von PerfectSense Matt und Duo-Kante vergab die Jury des Interzum awards die Auszeichnung „Best of the Best“. Die für Arbeitsplatten neu entwickelte Struktur ST75 Mineral Satin sowie die neue PerfectSense Topmatt Arbeitsplatte erhielten die Auszeichnung „Hohe Produktqualität“

Egger – kompromisslos einzigartig Es gibt kein Entweder-oder, sondern die Akzeptanz von mehreren Trends nebeneinander, die auch miteinander funktionieren. „Wie wir leben und uns einrichten, ist weniger nur noch von einem Trend bestimmt, sondern mehr davon, die einzelnen Trends, Einflüsse und Materialien individuell zu interpretieren“, zieht Klaus Monhoff, Leitung Dekor- und Designmanagement bei Egger Bilanz. Sein Messemotto More+Less belegt Egger beispielhaft mit seinen aktuellen Trendthemen optionaler Verbindungen: Next Nature, Future Retro, Perfect Imperfection, Coloured Monochrome, Contrasting Harmony und Technical Emotions scheinen auf den ersten Blick gegensätzlich. Tatsächlich aber ergänzen sie sich und bilden harmonische Kombinationen. Mit ihrer rustikalen Natürlichkeit verkörpern H1340 ST32 Sherman Eiche naturhell und H1757 ST10 Toscana Nussbaum dunkelbraun das Motto „more“. Für „less“ hingegen stehen elegante und reduzierte Nachbildungen wie H1231 ST12 Java Esche schwarzbraun und H1288 ST19 Frozen Wood steingrau. Ein besonderes Highlight ist die H1135 ST37 Mercury Oak inoxgrau: Ihre zum Dekorbild synchron verlaufende Oberfläche, gemeinsam mit dem metallisch eingefärbten Holzdekor, kennt man so bislang nur von lackiertem Massivholz. Dass edles Metall und der UsedLook-Einfluss gleichzeitig im Trend liegen, belegt auch das Dekor F435 ST20 Steelbrush titan. Repräsentanten sehr natürlicher Reproduktionen sind die neuen Arbeitsplattendekore F020 ST76 Triestino Terrazzo weiß und H191 ST10 Bergeiche. Sie sorgen für starke Kontraste zu den unifarbigen Trends bei angesagten Küchenfronten. Im Bereich der Unifarben erfährt das Thema „Schwarz“ größere Bedeutung: ob als Akzent, auf größeren Flächen als Frontdekor, Egger intensiv oder U999 ST 20 weniger intensiv, in Kombination mit haptischen Oberflächen oder auch mit farbigen Akzenten. Metalloptiken sind im Möbeldesign ein gefragtes Thema. Haptisch und optisch fein gebürstetem Metall nachempfunden, entstand die neue Oberfläche ST20 Metal Brushed, die perfekte Symbiose aus beschichteter Platte, 14 | küche + architektur

Kante und Schichtstoff. Optisch entspricht sie eher gebürstetem Echt-Aluminium, das ebenfalls eine sehr leichte Haptik aufweist. Matt-Glanz-Effekte sorgen für die optische Tiefe. Ausgezeichnet mit dem interzum award: intelligent material & design 2019 „Hohe Produktqualität“: Speziell für Arbeitsplatten entwickelte Egger die matt samtige Oberfläche ST75 Mineral Satin. Ihre unregelmäßige Optik lässt das jeweilige Dekorbild sehr realistisch erscheinen. Die Oberflächenneuheit eignet sich ausgezeichnet zur Verwendung auf Marmor- oder Unidekoren. Die trendorientierte Dekorauswahl von Egger PerfectSense Gloss und Matt ermöglicht absolute Designfreiheit. In matter oder hochglänzender Ausführung sind die MDF-Lackplatten jetzt auch beidseitig erhältlich. Eine Ergänzung der Synchronporen-Familie ist die Oberfläche ST32 Feelwood Vintage, angepasst an das Dekorbild der Sherman Eiche. Sie wird der Nachfrage nach Optiken von gebranntem Holz oder Altholz gerecht. Die ST19 Deepskin Excellent erzeugt mit ihrem Zusammenspiel von matter und glänzender Maserung Lebendigkeit und ein natürliches Finish. Auf Unifarben bildet sie lackiertes Holz authentisch nach, wie hier bei U999 Schwarz zu sehen ist. Mit den Digitaldruckanlagen am Produktionsstandort Brilon produziert Egger schnell, einfach und für alle Oberflächen passende PP-Kantenlösungen im Dekorverbund. Durch die hohe Druckqualität und Tiefenwirkung sind noch realistischere Abbildungen und eine hohe Reproduzierbarkeit von Naturmaterialien wie Holz- oder Steinnachbildungen möglich. Hier ergänzen zwei neue Arbeitsplatten-Varianten das EggerSortiment. Die homogene, feuchtebeständige und äußerst robuste Kompaktplatte in 12 mm Dicke ist prädestiniert für die Anwendung als Arbeitsplatte. Beidseitige Fasenfräsungen an den Längs- und Querkanten betonen zusätzlich die dünne, moderne Optik der Kompaktarbeitsplatte. Matte Optiken sind aus dem Möbel- und Interiordesign nicht mehr wegzudenken. Um diesen Trend auch in der Küche weiterzuführen, präsentiert Egger auf Basis einer 16 mm MDF-Platte die neue PerfectSense Topmatt Arbeitsplatte mit Kante. Der für die Oberfläche verwendete Schichtstoff PerfectSense Topmatt ist ideal für die Anwendung auf Arbeitsplatten geeignet. Er überzeugt durch seine Stoß- und Kratzfestigkeit und ist beständig gewww.egger.com gen Abrieb und Fingerprints.


Materialien | Architektur + Trend

Wesco-Verkaufs­ leiter Rainer Büth und Alexandra Büth, Wesco-Vertrieb

Rack-System smart

Wesco – Smarter Komfort auf ganzer Linie Multifunktionale Möbel sind en vogue. Besonders dann, wenn sie sich auch noch in unterschiedlichste Räume einfügen lassen, um sich dort den individuellen Funktions- und Komfortanforderungen zu stellen. Wie z. B. das neue Wesco Rack-System smart. Ob in Edelstahloptik eloxiert oder Schwarz eloxiert, das Regalsystem setzt in Wohnzimmer, Küche, Bad, bis hin zum Büro oder zur Garderobe Akzente. Als Solitär, als Gruppe oder integriert in ein Möbel, fügt sich das Rack-System harmonisch in jede Innenarchitektur ein. Die flexible Anordnung der Regalelemente als auch zusätzliche Ausstattungsfeatures wie Einlegeböden, Glas- und Tellerhalter oder auch die praktische Hakenleiste ermöglichen eine individuelle und außergewöhnliche Optik. Erhältlich ist das Rack-System in den Maßen 60 x 30, 60 x 45, 90 x 30, 90 x 45, 120 x 30 oder 120 x 45. Wer es noch individueller mag, kann sich sein in

Form und Maß ganz persönliches Regal kurzfristig anfertigen lassen. Nicht minder smart ist der neue Pullboy-Soft I-Tec von Wesco. Er kombiniert praktisches Design mit modernster SprachsteuerungsTechnik und zusätzlicher Öffnungsmöglichkeit über einen Sockel­ sensor. Der eingebaute Abfallsammler lässt sich problemlos über einen Sprachsteuerungs-Assistenten öffnen. Wer auf Hey Google oder Alexa etc. verzichten möchte, kann den Abfallsammler dank moderner Infrarot- Technologie mit einer einfachen Fußbewegung öffnen. Die Ausfahrgeschwindigkeit ist individualisierbar und kann durch wenige Handgriffe eingestellt werden. Der Öffnungsmecha­ nismus wird mit einem Netzteil betrieben. Das neue I-Tec Öffnungs­ system wird zukünftig auch für unterschiedliche Wesco-Abfallsysteme wie z. B. Pullboy Z verfügbar sein. www.wesco-kuechentechnik.de

Vauth-Sagel – VS Elements … … nennt Vauth-Sagel den modularen Systembaukasten, der anlässlich der Interzum 2019 Premiere hatte. Nichts weniger als die Raumnutzung wird damit neu definiert, denn hier bestimmt das Innere die äußeren Maße des Korpus. Und bei der Gestaltung des Innenraums sind Kunden und Partner vollkommen flexibel, da das System sich nicht den üblichen Korpus-Innenmaßen unterordnet. Damit sind sie freier in Design und in Nutzung. Verantwortlich für diese Freiheit im Inneren ist die Kombination aus dem Kernstück, dem Systemrahmen, der durch unterschiedlichste Assistenzsysteme immer wieder neu angepasst werden kann – und dann perfekt auf die Lebensphase oder die jeweilige Funktionszone adaptiert ist. Möbelindustrie, Weiterverarbeiter oder auch Schreiner können immer auf den gleichen, modularen Rahmen zurückgreifend, Komponenten beliebig neu kombinieren oder modular austauschen. Sämtliche Einsätze sind werkzeuglos verstellbar. Ausgestattet wird der Rahmen mit Systemeinsätzen und Submodulen – wahlweise für liegende, hängende und stehende Aufbewahrung – die sich beliebig in Tiefe und Breite konfigurieren, erweitern und auch zur separaten Verwendung entnehmen lassen – sozusagen das Modul im Modul für maximale Flexibilität. Wahlweise mit oder ohne Fronten wird gleichzeitig der Anspruch an fließende Übergänge der einzelnen Wohnbereiche als auch das Bedürfnis nach Intimität bedient. Die in verschiedenen Materialien und Designs erhältlichen Submodule sind in ihrer Modularität einheitlich und mit sämtlichen VS-Elements-Maßrastern

kompatibel. Je nach Einbauort steht der Systemrahmen als linearer Vollauszug oder mit Schwenk- und Absenkmechanik bereit, um die oft schwer zugänglichen Stauräume im mittleren und oberen Bereich komfortabel zu erreichen. VS Elements soll im Sinne des Universal Design zum universellen Begleiter werden, der sich an die sich verändernden Ansprüche, die jede Lebensphase mit sich bringt, bequem anpassen lässt und der den Stauraum in jedem Bereich optimal nutzt.  www.vauth-sagel.de

k + a | 15


komfort + design | Inneneinteilungen

Die sechs qm kleine Metropolküche unter dem Namen „urban smart kitchen“ ist so gut ausgestattet, dass die clevere Planung neben den üblichen Standards wie Kühlschrank, Spülmaschine, Backofen, Mülleimer und Tisch ein erheblicher Stauraum zur Verfügung steht. Der Vorrats-Raum des 60 cm breiten Hochschranks wird über dem Backofen mit „TurnMotion II“ mit einzeln um 360 Grad drehbaren Böden erschlossen. Volle Übersicht und einfacher, direkter Zugriff auf das gesamte Staugut sind damit gewährleistet. Direkt unter dem hoch eingebauten Backofen schafft „Tandem side“ zusätzlichen und direkt zugänglichen Stauraum in der Tür. Als Baukastensystem konzipiert, lässt sich das Türregal individuell konfigurieren: mit mehreren Ebenen, unterschiedlichen, flexibel verstellbaren Tablaren oder den frei positionierbaren „YouboXx“-

16 | k + a

Fotos: Kesseböhmer

Aufbewahrungsboxen.


Küchen | Architektur + Trend

Holger Schmitz, Kesseböhmer Marketing Manager, zeigte unter dem Slogan

Oliver Kesseböhmer, geschäftsführender Gesell-

„100 Prozent mehr Übersicht“ den Tandem und einen gleichhohen Auszugsschrank,

schafter, vertraut mit den Anforderungen der internati-

die beide mit dem gleichen Wocheneinkauf einer vierköpfigen Familie bestückt

onalen Märkte, ließ es sich nicht nehmen, während der

wurden, überzeugend die Vorzüge der intelligenten Symbiose aus Türregal und Tablaren.

Interzum den Austausch mit seinen Kunden zu pflegen.

Kesseböhmer schafft Komfortzonen „driving the future“ …

… ist mehr als nur das Interzum-Motto von Kesseböhmer. Es ist vielmehr das Versprechen, gemeinsam mit seinen Kunden die Voraussetzungen für eine smarte, komfortable Zukunft zu schaffen, und das unter Einbeziehung von Megatrends wie Urbanisierung, Individualisierung, Digitalisierung, Mobilität und soziodemographischer Wandel. All dem voran setzt das Familienunternehmen das Thema Komfort.

T

eil der offenen die Leitern ganz nach und einladenden Wunsch mit eigenen Böden Standarchitektur gestalten, die sich einfach war das wandelbare Sysvon der Unterseite verschrautemregal „tRACK“, dass ben lassen. Und vielseitig einnicht nur dem Trend der setzen lässt sich das System Urbanisierung, sondern obendrein. Die Rahmenprofile in seiner Multifunktiomit einem Rohrquerschnitt nalität grundsätzlich der von 30 mm in der Breite und Tendenz zu miteinander 15 mm in der Tiefe eignen verschmelzenden Räusich für die Endlosbauweise Prämiert mit dem Interzum men gerecht wird. Gleichzeitig steht tRACK entweder auf dem Boden stehend oder an der Award: Der neue Klappen­ für traditionelles Handwerk und die HerstellerWand hängend, miteinander kombiniert oder als beschlag FREEspace mit Kompetenz in der Metallbe- und -verarbeitung Solitär. Sie finden ihren Platz in der Küche, im anminimaler Einbautiefe, schlanker in Kombination mit Beständigkeit und Stil. grenzenden Ess- oder Wohnbereich, aber auch als Frontanbindung und in den Dieser Anspruch gilt natürlich auch für das neue Bücherregal, in der Ankleide, im Bad. Hebelarm inte­grierter Feder. Leiterregal „YouK“. Seine Basis bildet ein Grundrahmensystem aus hochwertigem Stahl. ErhältMit „Freespace“ klappt es bestimmt lich ist die Neuentwicklung in fünf unterschiedliEines der Highlights der Kesseböhmer-Präsentatichen Höhen zwischen 550 und 2.210 mm, drei Tiefen 200, 320 und on bildete die neue Klappenbeschlag „FREEspace“: Filigran und ästhe520 mm und den Farben Alpinweiß und Tiefschwarz Mikrostruktur. tisch fügt sich das Kraftwunder unaufdringlich in das Möbel ein und Dem Trend zur Individualisierung gerecht werdend, kann der Kunde bietet dabei ein Höchstmaß an Komfort. Eine unschlagbare Kombina-

küche + architektur | 17


Urban smart kitchen Tandem

tion, für die das Unternehmen bereits den „interzum award: intelligent material & d ­ esign 2019“ sowie den „Red Dot Award: Product Design 2019“ des Design Zentrums Nordrhein-Westfalen entgegennehmen konnte. FREEspace präsentiert sich mit minimaler Einbautiefe, schlanker Frontanbindung und in den Hebelarm integrierter Feder deutlich abgespeckt. Elf Kilogramm bei einer Referenzhöhe von 400 mm meistert der Beschlag mit integrierter Schließdämpfung ­problemlos. Bis zum Jahresende soll die Range auf 15 Kilogramm bei 600 mm Fronthöhe erweitert werden. Daraus ergeben sich Fronthöhen von 200 bis 650 mm. Der Beschlag ist zudem in den „Push-to-open“-Varianten erhältlich. Die Montage von FREEspace zeigt sich anwenderfreundlich: Eine vormontierte Spezialschraube sichert die Befestigung an der Korpusseite. Frontmontage und -demontage erfolgen werkzeuglos. Die Front lässt sich präzise dreidimensional justieren, die von vorn leicht zugängliche Kraftsteuerung auf das Frontgewicht einstellen. Der integrierte Öffnungswinkelbegrenzer gewährleistet die Anpassung an individuelle Körpergröße oder bauliche Gegebenheiten. Beschlagdesign geprägt vom Minimalismus Dass es künftig auch noch filigraner gehen wird, zeigt die Konzeptstudie zu „FREEslim“: Ultradünn präsentierte sich die neue Technik anhand ­eines Prototyps für vielfältige Öffnungsvarianten im Oberschrank­ bereich, die entweder auf der Seitenwand aufliegt oder ganz darin verschwindet. Minimalismus prägt auch das Bild des neuen „Dispensa junior slim“. Wie sein großer Bruder deckt auch er im Hochschrank alle Schrankbreiten von 400, 300, 200 und sogar 150 mm ab. Gerade im 200 mm breiten Schrank erreicht der stabile Beschlag die beste Breitenausnutzung am Markt. Beim Dispensa junior slim handelt es sich um einen nachrüstbaren, mittig über zwei schlanke Bodenschienen geführten Beschlag mit Deckenanbindung. Das sorgt für eine hohe Front- und Seitenstabilität. Das perfekte Fugenbild wird über die dreidimensionale Frontverstellung erreicht: Die Rechts-/Linksjustierung ist sowohl im oberen als auch im unteren Frontbereich möglich. Darüber hinaus lassen sich die Frontneigung oben und die Fronthöhe unten präzise einstellen. Als „Flat Pack“ verpackt, optimiert der Dispensa junior slim Transportaber auch Lagerkosten.

18 | küche + architektur

Dispensa-junior-slim

Architektur + Trend | Küchen

Small & smart Urbanisierung und Digitalisierung stehen Pate für das auf der Inter­ zum vorgestellte Projekt der „urban smart kitchen“. Hier zeigt sich, wie sich mit intelligenten und neuen Beschlaglösungen eine sechs Quadratmeter kleine Küche praktisch und komfortabel und stauraumoptimiert planen lässt. Mit einem eigens entwickelten Steuerungsmodul versetzt Kesseböhmer seine zum Einsatz kommenden Beschläge in „Smart home“-Bereitschaft, so dass sie sich via Sprachsteuerung anweisen lassen. Grundlage dafür bildet die so genannte „eTouch“-Technologie, die ihre konsequente Fortsetzung zur Interzum in „eTouch+“ findet. Die Einheit für Hochschränke und mehr sorgt in konsequent grifflosen Küchen für komfortables Öffnen und das zu einem attraktiven Preis. Zudem ist sie leicht montierbar, öffnet auf Druck nur einen Spalt und schließt selbsttätig. Besonders zum Tragen kommt diese Technologie bei den erfolgreichen Kesseböhmer-Klassikern Convoy, Dispensa oder Tandem: Ein leichter Druck auf die Front genügt und der Hochschrank öffnet sich einen Spalt breit (44 mm) und kann mit einer Hand aufgezogen werden. Der Clou: Wird die Front nicht weiter geöffnet, schließt der Schrank nach etwa drei Sekunden selbsttätig. Welchen Stauraumvorteil Beschläge dieser Art bringen können, stellte Kesseböhmer am Beispiel des Tandem eindrucksvoll unter Beweis: Der Tandem und ein gleichhoher Auszugsschrank wurden mit dem gleichen Wocheneinkauf einer vierköpfigen Familie bestückt. Unter dem Slogan „100 Prozent mehr Übersicht“ untermauerte das Unternehmen die überzeugend visualisierten Vorzüge der intelligenten Symbiose aus Türregal und Tablaren. Individualität in Holz und Metall Wie flexibel sich der Metallbe- und verarbeiter in der Umsetzung individueller Kunden-Lösungen gibt, zeigt sich im Einsatz unterschiedlichster Trendfarben für Rahmen und Gestelle, Beschläge und Tablare. Pulverlackfarben, Chrom, Messing, Mattgold und das edle Schwarzchrom mit seiner Tiefenwirkung setzen gezielt inspirierende Akzente. Die Kesseböhmer-Tochter Holzwerk Rockenhausen ergänzt den Custo­ mizing-Gedanken mit ihrem Innovationspotenzial bei der Entwicklung hochwertiger Holz-Innenausstattungen für Schubkästen und Auszüge in Küchen, Bädern und im Wohnbereich. Zur Interzum präsentierte sich das Unternehmen mit Programmen im Produkteinstieg, mit nachhaltigen Materialien sowie als Entwicklungspartner für die Industrie.


Küchen | Architektur + Trend

Services, die verbinden Onlinebasierte Serviceleistungen sind im Zeitalter der Digitalisierung nicht wegzudenken. Mit einem eigenen CAD-Portal sowie der Einspeisung der Produktdaten in die „IMOS iFurn“-Bibliothek vereinfacht und beschleunigt der Zulieferer Möbelkonstruktion und -produktion bei seinen Kunden nachhaltig. Mit der Website verlinkt hat Kesseböhmer sein neues Serviceportal: Unter support.kesseboehmer.world, finden Industrie und Handel, Handwerker, Monteure und Endkunden Produkt­ support. Und nicht zuletzt bietet das Trainingsportal KesseböhmerMitarbeitern weltweit technische Schulungen. So beschlagen bleiben www.kesseböhmer.com Mensch und Möbel ein Leben lang verbunden.

FREEslim – zunächst noch als Studie. Die neue Technik für vielfältige Öffnungsvarianten im Oberschrankbereich liegt entweder auf der Seitenwand auf oder verschwindet ganz darin.

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küche + architektur | 19

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komfort + design | Beschläge

Individualität trifft Funktion Blum – Komfort ist Programm

Zukunftweisende und inspirierenden Produktlösungen sowie ein prozessübergreifendes Service-Angebot ­präsentierte der österreichische Beschlaghersteller Blum auf der Interzum 2019. Für Furore sorgten nicht nur das neue vielfältige Auszugs-Programm „Merivobox“, die hochwertigen, einfach montierbaren Pockettüren oder der Klappenbeschlag Aventos HK top mit Servo-Drive. Merivobox: Eine Korpusschiene mit nur einer Anschraubposition für alle Anwendungen, viele mögliche Auszug-Varianten – so setzt

Ganze Wohnbereiche verdecken und Räume funktional aufwerten, das erreicht Blum mit den neuen Pocketsystemen.

20 | küche + architektur

Fotos: Blum

Blum den Plattformgedanken konsequent um.


Küchen | Architektur + Trend

Kleiner Formfaktor, neue Funktionen: Mit Servo-Drive bietet Blum

Möbel berührungslos öffnen und schlieSSen –

hohen Komfort für die neue Hochklappe Aventos HK top.

Servo-Drive smart bringt intelligente Technik in alle Wohnbereiche.

A

uch die Konzeptstudie Servo-Drive smart, die die Sprachbedienung von Klappen, Auszügen, Geschirrspüler und Kühlschränken per Sprache erlebbar macht und die Sonderausstellung „Tiny Spaces“, mit innovativen Konzepten für unterschiedliche Wohnbereiche, überzeugten nationale wie internationale Besucher des multinational agierenden Unternehmens. Plattform par excellence Auf großes Interesse stieß das in Köln erstmals präsentierte AuszugProgramm Merivobox, das auf der Basis eines einzigen Boxsystems entwickelt wurde, die Komplexität der Möbelherstellung reduziert und gleichzeitig ein breites Programm ermöglicht. Egal, welche Auszug-Variante – die Verarbeitungsschritte bleiben einfach. Einstellung und Montage bleiben gleich. Der Plattform-Gedanke steht bei dem neuen Boxsystem im Mittelpunkt. Das Herzstück bildet eine Korpusschiene mit nur einer Anschraubposition für alle Anwendungen. Das Führungssystem sorgt durch seine besondere L-Form für hohe vertikale Stabilität und Belastbarkeit. Für den Wiedererkennungseffekt sorgt das charakteristische Zargendesign: Eine Akzentlinie löst eine unverwechselbare Lichtbrechung auf der Zarge aus. Ihr volles Potenzial spielt die Plattform Merivobox vor allem auf Basis der Zarge in Höhe M aus – als Schubkasten aber auch als Basis für alle modularen Frontauszugsvarianten. Die Plattformschnittstelle ermöglicht unterschiedliche Aufbauten: mit Reling, mit Reling und Einschubelement, mit Glas oder metallisch geschlossen. Für einen hochwertigen geschlossenen Look bietet Blum die monolithische Frontauszugsvariante pure mit einer durchgehenden metallischen Zarge. Für langlebige Funktion sorgen verschleißarme Kunststoffrollen. Die Synchronisierung von Ladenschiene und Laufwagen ergibt einen schwebeleichten Lauf. Dank Schnittstellen für Zusatzkomponenten lässt sich Merivobox auch zu einem späteren Zeitpunkt mit Bewegungstechnologien und Seitenstabilisierung ausrüsten. Einheitliche Einstellungen, eine einfache Montage und Demontage der Front per Aufclippen und eine exakte Nullposition verringern den Verarbeitungsaufwand.

Hide and seek Mit der neuen Produktkategorie der Pocketsysteme zeigt Blum, wie bis zu 2500 mm hohe Türen ganze Möbelzeilen aufgeräumt verbergen. Geöffnet verschwinden die Türen dezent in so genannten Pockets. Und das, ohne Sonderkorpusse konstruieren zu müssen. Das Öffnen und Schließen der großen Türen erweist sich als sehr komfortabel. Die Tür lässt sich via Tip-on leichtgängig öffnen und in das Pocket schieben. Zum Schließen drückt man auf die Tür und sie wird sanft ausgeworfen. Leichtes Zudrücken genügt und der Bereich ist wieder elegant geschlossen. Ob als Doppel- oder als Einzeltür, die Poketsysteme können mit je einem eigenen schmalen Korpus neben den Möbeln eingeplant werden. Die zu verdeckenden Möbel lassen sich frei gestalten, ohne einen zusätzlichen Korpus um die Möbelzeile herum konstruieren zu müssen. Türen mit bis zu 2500 mm Höhe und 800 mm Breite und einem Gewicht von bis zu 35 kg sind damit umsetzbar. Dabei ist die Endmontage denkbar einfach: Pockets aufstellen, ausrichten und befestigen, Türen und Laufträger installieren, einfach einstellen und fertig. Auch die Demontage ist in wenigen Schritten möglich. Filigran aber oho Werkzeuglos erfolgt auch die Montage des neuen Aventos HK top, Aufclippen genügt. Dann führen die LED-Farbsignale ganz intuitiv durch die Inbetriebnahme und bestätigen die richtige Kraftspeichereinstellung. Aventos HK top ist die neueste Klappe in der Aventos-Familie. Die komplett neu entwickelten Servo-Drive-Einheit bietet nützliche Funktionen. Leichtes Antippen genügt, schon öffnen Klappen komfortabel. Ein Druck auf den gut erreichbaren Funkschalter am Korpus und die Hochklappe schließt wieder sanft und leise. Die rein elektrische Unterstützung macht es möglich. Die Servo-Drive-Einheit ist klein und verschwindet zusammen mit dem Kraftspeicher unaufdringlich im Korpus. Mit Abdeckkappen in drei unterschiedlichen Farben ist für jedes Korpusdesign eine passende Variante dabei. Ab Herbst 2019 ist Aventos HK top mit Servo-Drive weltweit verfügbar. Wer sich kontinuierlich von neuen kreativen Möbelideen inspirieren lassen will, www.blum-inspirations.com findet Anregungen auf der neuen Plattform: 

küche + architektur | 21


komfort + design | Beschläge

1

2

Hettich – Ideen, die bewegen

Elke Meyer, Head of Target Group Marketing Hettich Group, zeigte auf 18 qm intelligente Multifunktionalität für maxima-

Multifunktionalität, die überzeugt

len Komfort auf kleiner Fläche.

Nichts ist beständiger als der Wandel. Das weiß niemand besser als das global agierende Hettich-Team. Trends wie Urbanisierung, Individualisierung, Digitalisierung oder auch Mobilität greift der innovative ­Hersteller auf und inszeniert darauf abgestimmte Lösungen für seine Kunden auf nationalen und inter­ nationalen Messeplattformen wie auch auf der Interzum 2019.

D

er Hettich-Stand gestaltete sich als Ideenpool, in dem Funktiona­ lität und Komfort, verpackt in einem ansprechenden Design, im Fokus standen, ob im privaten Zuhause oder am Arbeitsplatz.

Möglichkeiten erleben Was das Eigenheim anbelangt, hat sich das Unternehmen auch mit der modernen Innenarchitektur auseinandergesetzt, die multifunktionale Räume schafft, in denen unterschiedliche Funktionsbereiche wie Kochen, Essen und Wohnen miteinander verschmelzen. So erfuhr die Durchreiche auf dem Hettich-Stand eine Renaissance und verband als multifunktionaler Raumteiler die Küche mit dem Wohnraum. Das Kochfeld ist zuschiebbar. Die Arbeitsplatte der Insellösung geht über die Durchreiche hinweg in die Verlängerung, und wird zur Abstellfläche. Zu ihr gesellte sich eine schicke Vitrine, die inszeniert und andererseits verbirgt. Selbst der platzsparende Schuhschrank, mit integrierter Funktionsfläche, oder die Flurablage, deren Oberseite sich nach vorne aufziehen lässt und Stauraum für Kleinutensilien freigibt, wurden als Beispiele vorgestellt. Auch im Büro wird’s immer flexibler. An den modernen Arbeitsplätzen steht und sitzt man nicht nur, man kann direkt daneben auch entspannt liegen. Diese Ideen passen auch zum Trend der One Room-Apartments, den Hettich gekonnt aufgriff, und durch die Integration eines auf den ­ersten Blick unsichtbaren Homeoffices oder eine Pantryküche Ausdruck gab. 22 | küche + architektur

Wie intelligent die einzelnen Beschlag- und Auzugtechnologien eingesetzt werden können, stellte Hettich mit seiner Interpretation von Tiny Rooms unter Beweis. Auf 18 qm fand man intelligente Multifunktionalität, die es ermöglicht, auf kleiner Fläche maximalen Komfort zu erleben. Im gesamten Apartment wurde der Platz bis zur Decke als Stauraum genutzt. Weiter oben werden Vorräte oder Dinge verstaut, die nicht täglich benötigt werden. Bei Bedarf wird ein integrierter Klapptritt genutzt, um bequem an die oberen Bereiche zu gelangen. Durch flexible Stauraumlösungen wird die Kücheninsel zum Tisch, das Sofa zum Bett, die Bar zum Beistelltisch, die Treppenstufe zum Schrank. Individualisierung ist der neue Standard Auch kleine Räume haben einen Anspruch auf Individualität. Dazu beitragen kann das wandelbare Schubkastensystem AvanTech You mit seinem außergewöhnlich schlanken, puristischen Design, das ohne sichtbare Schraubenköpfe oder Abdeckkappen auskommt. Über Designprofile, DesignCapes oder AvanTech You Inlays lässt sich eine enorme Vielfalt an individuellen Akzenten auf der Zargen-Oberkante und -Außenseite setzen. Damit entsteht für Küchen- und Möbelhersteller ein großes Potenzial, sich vom Wettbewerb abzuheben: Denn alle Bauteile innerhalb des Plattformkonzepts können einfach miteinander kombiniert werden. Holzschubkästen werden auf identischen Führungen eingesetzt, z. B. ohne vorliegende Blende als Akzent im ansonsten geschlossenen Blendenbild einer Küche. Die bisherigen


Beschläge | komfort + design

Materialfreiheit:

Ausgezeichnete Designleistung: Der neue

Das AvanTech YOU

Schiebetürbeschlag TopLine XL integriert sich durch seine

System (o.) ermög-

extrem flache Bauweise unauffällig in das Möbeldesign.

licht über Inlays die Umsetzung individueller Designwünsche.

Die Durchreiche

Grenzen zur Umsetzung von grifflosem Design aufgrund zu großer Blendengewichte oder -formate werden durch Push to open Silent mit Multi-Synchronisation aufgehoben. Dadurch öffnen zwei Schubkästen hinter einer Blende zuverlässig parallel und schließen sanft.

als multifunktionaler

Komfort für Schiebetüren aller Gewichtsklassen Mit TopLine XL schweben bis zu 100 kg schwere Türen unvergleichlich leicht und sanft auf und wieder zu. Basis der neuen Leichtigkeit sind speziell entwickelte, besonders formstabile Rollen. Zusätzlich überrascht er mit einer technischen Neuheit für mehr Bedienkomfort von 3-türigen Schränken: Die mittlere Tür kann intuitiv sowohl nach links und rechts geöffnet werden. Zu beiden Seiten hin wird sie sanft aufgefangen und lautlos in die Endposition gezogen. Der Schiebetürbeschlag TopLine XL setzt außerdem Maßstäbe im puristischen Design von deckenhohen Schränken. Durch seine extrem flache Bauart mit unauffällig integrierter Dämpfung wird der Beschlag fast unsichtbar und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Für ein vollendetes Designfinish kann das Laufprofil darüber hinaus mit Dekorbändern in drei Farben veredelt werden. Dank der besonders einfachen und zuverlässigen Montage, wie sie auch bei TopLine M und TopLine L überzeugt, kommt auch hier der Komfort nicht zu kurz. So können schwere Blenden sicher abgestellt, schnell eingehängt und bequem eingestellt www.hettich.com werden. 

die Durchreiche

Raumteiler verbindet Küche mit Wohnraum. Die Arbeitsplatte der Insellösung geht über hinweg in die Verlängerung, und wird zur Abstellfläche.

PLATZSPAREND – ein Home-Office, das sich in einem Wohnmöbel versteckt.

küche + architektur | 23


design + Komfort

Verbunden mit EchoDot, Google Home oder einem anderen Smart­ speaker öffnet sich der Libero 3.0, neben der einfachen Öffnung per Fuß­bedienung, nun auch per Sprachbefehl.

Hailo ganz nach Bedarf Vom smarten Abfalltrenner bis zur Shoe-Refreshing Box Durchdachte Organisation der wichtigen Funktionsbereiche in Küche und Hauswirtschaftsraum kombiniert mit Ergonomie, Handhabung und Service erleichtern die Arbeit. Gleichzeitig unterstützen sie das Verschmelzen von Küche und Wohnraum, indem sie sich ganz einfach unsichtbar machen oder aber auf Zuruf reagieren.

Ein Highlight aus dem

Die erprobten Vollauszugs-

Praktisch sind auch die

bestehenden Programm ist

schienen des Cargo Synchro hat

einzelnen Ordnungs-

das Abfalltrennsystem Cargo

Hailo nun auch auf den Laundry Carrier,

Module für den Hauswirt-

Synchro: Seine neuen synchro-

der Einbauwäschesammler für

schaftsraum: Der Besen-/

nisierten Vollauszugsschienen

Haushaltsräume und Waschküchen,

Wischerhalter, die

sorgen für mehr Laufruhe

und die Euro-Cargo-Modelle, das

Multifunktionshalterung

und machen ihn dabei

Trennsystem für Küchenunterschränke,

für z. B. Leitern und das

sanfter, leiser und stabiler.

übertragen.

Universaltablar

24 | küche + architektur


design + Komfort

Frank Peter Koch, Marketingleitung Hailo Einbautechnik, hält das AktivSauerstoff-Modul in der Hand, das die als Studie vorgestellte Refreshing-Box zum Clou macht: Geruchs­neutrale Schuhe per Aktiv-Sauerstoff auch nach extremer Belastung. Er eliminiert Keime, Pilze und Geruchsmoleküle direkt dort, wo sie entstehen nahezu vollständig.

K

omfort und Service – die großen Themen, die die Produktentwicklung und das Portfolio von Hailo bestimmen, stehen auch im Mittelpunkt eines der großen Trends der Einrichtungsbranche. „Bei dem Thema ‚Smart Home‘ sehen wir ein enormes Potenzial“, betont Martin Mies, Geschäftsbereichsleiter Hailo Einbautechnik. Ein Feature, das sich in anderen Bereichen schon sehr erfolgreich durchgesetzt hat, ist die Sprachsteuerung. „Gerade dort, wo man alle Hände für andere Tätigkeiten benötigt, ist die Aktivierung von Technik durch Sprache enorm praktisch.“ Diese Erkenntnis hat Hailo nun für seinen elektronischen Schranköffner Libero 3.0 umgesetzt und damit die Innovationsoffensive weiter fortgeführt: Nachdem bereits via HailoApp verschiedene Einstellungen am Hailo Libero vorgenommen werden können, wird es nun noch einfacher. Verbunden mit EchoDot, Google Home oder einem anderen Smartspeaker öffnet sich der Libero 3.0, neben der einfachen Öffnung per Fußbedienung, nun auch per Sprachbefehl. Da dies in beiden Fällen berührungslos vonstatten geht, wird ein Verschmutzen der Griffblende bzw. der Front des Schrankes verhindert. Shoe-Refreshing leicht gemacht Hauswirtschaftsraum oder Garderobe, das Hailo Shoe-Rack darf ebenso wenig fehlen wie die Hailo Refreshing-Box, die der hygienischen Auffrischung von Schuhen aller Art dient. Die innovative Box ist mit einem Akku-betriebenenen Aktiv-Sauerstoff-Modul ausgestattet und wirkt via automatisch kontrollierter Aktiv-Sauerstoff-Zufuhr Gerüchen, Keimen, Viren und Schimmelpilzen entgegen. In der robusten Kunststoffbox, die mit einem Schiebedeckel ausgestattet ist, können gleich mehrere Schuhpaare refreshed werden. Die Hailo Refreshing-Box eignet sich für den Einbau in 60er Schränke auf Tablaren www.hailo-einbautechnik.de und Auszügen.

So individuell wie du. Individualisierbares Design – immer mehr Möbelkäufer legen Wert darauf. Doch wie lassen sich individuelle Varianten markttauglich und wirtschaftlich realisieren? Hettich bietet dazu seit langem Plattformkonzepte und Lösungen, die begeistern. Entdecken Sie, wie individualisierbares Möbeldesign mühelos zum Standard werden kann. Auch in Ihrer Produktion. Lassen Sie sich von Hettich ganz persönlich faszinieren.

küche + architektur | 25


Architektur + Trend | Küchen

2

1

3

Rehau – Welcome to the future! Mit dem Konzept #futureapartment und neuen Produkten aus den Bereichen Kantenbänder, Oberflächen und Rollladensystemen gehörte Rehau zu den Highlights der Interzum 2019.

D

as Highlight der Rehau-Leistungshow bildete „Future Apartment“. Entwicklungen aus dem Oberflächenprogramm Rauvisio und dem Rollladensortiment Rauvolet und zahlreiche weiteren Innovationen des Rehau-Entwicklungsteams standen im Fokus eines Ideenpools individueller Wohnkonzepte. „Die Sonderschau „Future Apartment“ folgt einem radikalen Ansatz, der Küche, Living und Bad auf drei skulpturale Objekte reduziert. Diese bleiben bewusst abstrakt, um die technischen Möglichkeiten, die Rehau bietet, plakativ und unterhaltsam herauszustellen“, beschreibt das Designstudio Ippolito Fleitz Group, das für die Darstellung des Future Appartements verantwortlich zeichnete.

hältnissen viel Raum und Möglichkeiten zur Entwicklung lässt – ohne dabei auf Individualität verzichten zu müssen. Im Rahmen des „Future Apartment“ wurde ein minimalistischer, monolithischer, freistehender Körper vorgestellt, der aus zwei, in einem Winkel von 90 Grad zueinander stehenden Blöcken bestand. Geöffnet und geschlossen wurden sie von Rollläden. Zudem verfügten die Monolithen über Out of stock-Indikatoren, motorisierte Türen, zentral gesteuerte, intelligente Displays und drahtlose Stromversorgungsflächen, z.B. zum Aufladen eines Smartphons. Die interaktive Arbeitsfläche der Küche bestand aus den neuen Oberflächenmaterialien Rauvisio mineral | Hanex Solid Surfaces.

Küche mit out of stock-Indikatoren Seit jeher ist die Küche der Dreh- und Angelpunkt täglicher Aktivitäten – geschaffen, um Lebensmittel zu verarbeiten, zu kochen und zu lagern. Rehau zeigte hier ein Konzept, das auch bei beengten Platzver-

Wohnräume werden multifunktional: Hier wurde die raumhohe offene Lamellenstruktur aus dem Material Rauvisio crystal, umschlossen von einer weichen Polsterlounge zum idealen Raumteiler. Steuerbare Elemente an den Kanten der 4,5 Meter hohen

26 | küche + architektur


Küchen | Architektur + Trend

Fotos: Rehau

4

1 + 2 „Future Apartment“ – Technische Möglichkeiten von Rehau bieten Designern neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Oberflächen. Bedienelemente mit dezenten Touch-Funktionen können in Oberflächen integriert werden. 3

Um den Kokon Wohnzimmer zu schützen, sieht Rehau eine raumhohe offene Lamellenstruktur aus dem

Cornelia Martin, Corporate

Material Rauvisio crystal vor, die eine weiche Polsterlounge umschließt. Steuerbare Elemente an den Kanten der

Communica-

4,5 Meter hohen Lamellenstruktur verstärken das Wohlfühl-Erlebnis.

tions Rehau

4

REHAU legt großen Wert auf integrierte Oberflächen und Schnittstellen. Dezente Lichtlinien verwandeln Ganzkörper-

Schwarzspiegel in beleuchtete Make-up-Spiegelflächen und verändern gleichzeitig die Tiefenwahrnehmung des gesamten Raumes. Integrierte Leuchten am Außenumfang von Waschbecken und Badewannen weisen auch nachts den Weg.

Lamellenstruktur verstärkten das Wohlfühl-Erlebnis. Unterstützt von Raukantex lite, einem individuell programmierbaren Lichtprofil mit unsichtbar in die Oberfläche eingebetteten Schaltern. Im Inneren des Kokons erzeugte eine pulsierende, eingenähte Lichtkontur an den Nähten der Kissen einen ätherischen Halo-Effekt. Dank einer raffiniert integrierten Deckenlichtquelle entstand ein perfekter Ort zum Entspannen. Ein Bad mit Tiefe Hygiene, Langlebigkeit und individuell steuerbare Funktionalität sind die Anforderungen an das moderne Bad. Darauf abgestimmt, inszenierte Rehau Produkte und Designs, um Raummangel zu überwinden und die ganzheitliche beruhigende Wirkung des „Wasserzimmers“ zu verstärken. Die Fenster des Badezimmers waren mit der Funktion Smart Shading ausgestattet, die für eine scheinbar immaterielle Verblendung der Fenster sorgt und das Bad in einen vollkommen geschützten und privaten Raum verwandelt.

Dezente Lichtlinien verwandelten Ganzkörper-Schwarzspiegel in kongenial beleuchtete Make-up-Spiegelflächen und veränderten gleichzeitig die Tiefenwahrnehmung des gesamten Raumes. Integrierte Leuchten außen an Waschbecken und Badewannen weisen auch nachts den Weg. Und dank der transluzenten Rauvisio Paneele können auf jeder Oberfläche individuelle Motive angebracht werden. In der Dusche ersetzte das glasartige Material Rauvisio crystal die Fliesen und sorgte mit integrierten, wasserdichten Bedienelementen dafür, dass während des Reinigungsrituals jederzeit auf gespeicherte Funktionen zugegriffen werden kann – wie die Farbänderung des Duschkopfs bei sich verändernder Wassertemperatur. Diese neue Baureihe soll in ausgewählten Märkten eingeführt werden. „Sie wurde entwickelt, um andere Branchen wie die zivile Luftfahrt oder den Schienenverkehr zu erreichen“, erläuterte Markus Winning, Leiter Product Management Systems in der Division Furniture Solutions. www.rehau.com 

küche + architektur | 27


Architektur + Trend | Materialien

Pendelleuchte LD 8104 P

Elektra- Marketingleiterin Kirsten Kauss

Elektra – Kleinste Abmessungen für lineare Leuchten Das Ministecksystem von Elektra, das sich durch einfaches Plug & Play und nur 8 mm Durchmesser auszeichnet, ist im Möbel-, Laden- und Innenausbau bereits seit vielen Jahren bekannt. Jetzt punktet das Unternehmen auch im Hochvolt-EinbauleuchtenBereich mit geringen Einbaudimensionen. Zusammen mit den verschiedenen Niedervolt-Spots setzen die neuen Hochvolt-Einbauleuchten mit integriertem Driver und einer Einbautiefe von nur 13,5 mm die Reihe fort, der kleinste mit nur 8,5 mm Einbautiefe. Einen Blickfang des Elektra-Stands bildeten die neuen linearen Leuchten. Gleich drei neue Mini-Profile überzeugten durch hervorragende Lichtqualität und kleinste Dimensionen. Dabei erfüllen die Leuchtprofile den derzeitigen Trend zur indirekten Beleuchtung durch die schräge Anordnung der LED im Profil oder durch die Möglichkeit der manuellen Einstellung. Dem Trend zu dunkler Farbgestaltung im Möbelbau folgend, bietet Elektra die Profile und Abdeckungen auch in Schwarz an. Somit fügen sich die puristisch wirkenden Profile nicht wahrnehmbar ins Möbel

Gleich drei neue Mini-Profile überzeugten durch hervorragende Lichtqualität und kleinste Dimensionen (v.o.): • LD 8112 Miniprofil mit schräg eingebauter LED, • LD 8122 Miniprofil für indirekte Beleuchtung, • LD 8114 D drehbares Leuchtenprofil (auch Bilder unten)

28 | küche + architektur

und unterstreichen das edle Erscheinungsbild schwarzer Möbel­ oberflächen zusätzlich auch im ausgeschalteten Zustand. Für Kücheninseln oder Essplätze sind Pendelleuchten im Programm, pur und filigran ganz im Sinne der Produktfamilie. Geschaltet und gesteuert wird bei Elektra mit System. Durch das einheitliche 4-polige Stecksystem können die verschiedenen Schaltsysteme wie Sensorschalter, Fernbedienung, BluetoothSteuerung oder Sprachsteuerung individuell eingesetzt werden. Durch den simplen Austausch des Receivers kann ein Upgrade erfolgen, sodass zum Beispiel bestehende Fernbedienungssysteme auf Sprachsteuerung umgestellt werden können. Das 4-polige Stecksystem ermöglicht außerdem eine Anschlussleistung von bis zu 144 Watt (6 Ampere) bei 24V. Für den professionellen Ladenbau ist zusätzlich ein flexibles System zur unsichtbaren Elektrifizierung von Standardverkaufsregalen entwickelt worden. Integrierbare und somit (fast) unsichtbare Stromleitersysteme ermöglichen die Beleuchtung von Stahl-Regalen mit höchster Flexibilität. Auf der Interzum wurden die vielfältigen Einsatzgebiete von Elektra eindrucksvoll inszeniert. Was kaum jemand weiß: Jeder kommt im täglichen Leben mit Lösungen von Elektra in Berührung: beim Einkauf im Supermarkt oder im Einzelhandel, wo beleuchtete Regale und über Stromleiter elektrifizierte Preisschilder sind. Zu Hause sorgt Elektra in Küchen-, Bad- und Wohnzimmermöbeln für eine gute Ausleuchtung und schafft zudem ein gemütliches Ambiente. Die Flexibilität der Lichtfarbe durch das MixFarbsteuerungssystem, die Helligkeit durch Dimmen oder der Komfort durch verschiedene moderne Steuerungen ermöglichen eine individuelle Anpassung an die Lebenssituation und machen www.elektra.de | b2b.elektra-shop.de den Alltag angenehmer.


Weshalb die besten Ideen nichts taugen, wenn sie nicht in die Tat umgesetzt werden? Weil sie im Kopf bleiben, statt die Welt zu bewegen. Wir geben

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Architektur + Trend | Materialien

Richlite®-Make it with paper Thomas Spahn ist Inhaber des Familienunternehmens Spahn Holzwerkstoffe. Entstanden aus einem Holzfachhandelsgeschäft entwickelte sich das dynamische Unternehmen zu einem innovativen Holzwerkstoffspezialisten und Dienstleister. Wir besuchten den engagierten Manager auf der Interzum, wo er die neuen in Tacoma, Washington, gefertigten Richlite®-Produkte präsentierte. Thomas Spahn ist Generalimporteur des beeindruckenden Werkstoffs. Das vielseitig einsetzbare Material ist ein Verbundwerkstoff auf Naturfaserbasis, hergestellt aus vielen Lagen qualitativ hochwertigen FSC-zeritfizierten Papiers und Harz. Es wurde von Boeing zur Werkzeugausstattung und als Baumaterial für Boote der Marine eingesetzt. Bereits in den 60er Jahren wurden Arbeitsflächen in kommerziellen Küchen aus Richlite® hergestellt. Seit den neunziger Jahren findet das Material in der Variante Skatelite® seinen Platz als Rampenoberflächenmaterial in den Top Skateboardparks. Warum der papierähnliche Werkstoff innen wie außen eine so große Anwendungsvielfalt hat, verdeutlichen seine Eigenschaften:

Er ist hitze- und wasserbeständig und resistent gegen Kratzer. Er kann ohne stützende Unterlage auf langen Freiträgerspannen verwendet werden. Richlite® gibt geringfügig nach, so dass Glas oder Kristall nicht zerbrechen, wenn ein Glas etwas zu fest abgesetzt wird. Zudem fühlt sich das Material warm an und hat eine weiche Anmutung. Die Werkstoff-Dicke ist auf der ganzen Fläche gleich, was auch dann nützlich ist, wenn z.B. ein Spülbecken integriert wird, da die Kantendicke am Spülbecken-Ausschnitt sichtbar ist. Auch in puncto Farbstellung hat der nachhaltige Werkstoff einiges zu bieten. Erhältlich ist Richlite® in neun Farben, darunter auch die Architektenfarben Schwarz und Grau sowie Blau und Grün, die bis auf Schwarz alle nachdunkeln. In Stärken von 6 bis 75 mm verleiht es jedem Möbel oder jedem Ladenbauprojekt eine ganz besondere Note. Verarbeitet werden kann das Material von Schreinereien, www.richtlite-deutschland.de Tischlereien und Möbelherstellern.

Raumübergreifende Konzepte – Mit Naber Kompetenz beweisen Neben den klassischen Küchenthemen cher des in vier Farben erhältlichen Cox Einbauspülen und Lüftungstechnik rückte Work® können mit Trennstegen zusätzlich unterteilt werden. Naber auf der Interzum 2019 in Köln BeSituativ angepasste Lichtszenarien in Küche leuchtungskonzepte für jeden Raum in und angrenzenden Wohnbereichen verdanden Fokus sowie die preisgekrönte Utensi® ken sich der LED-Technik, die mittels der lienbox Cox Work . Mit dieser Eigenentwicklung beweist der Lichtfarbe von einer aktivierenden bis hin zu vielseitige Küchenzubehörspezialist eineiner entspannenden Beleuchtung wechseln mal mehr, dass sich selbst im Abfallkann. Interessant für viele Messebesucher sammler-Sortiment ein Produkt entwi- Jürgen Heilen, Naber Marketingleitung, war das sehr einfach zu installierende Luckeln lässt, dessen Einsatz sich nicht und dem geschäftsführenden Gesellschaf- mica® Lic LED-System, das unterschiedliche Lichtquellen zentral oder dezentral miteiallein in der Küche bewährt. Zwar lässt ter Hans-Joachim Naber liegt die nander verbindet. Zur Steuerung kann die sich die tragbare und flexibel auszustat- Service-Webseite www.compair-flow.com entsprechende Smartphone- oder Tablettende Aufbewahrungsbox nahtlos in die mit ihren speziellen Themenseiten für App oder eine Funkfernbedienung eingeCox® Behälter des SELECTAkit® Abfall- Küchenplaner, Architekten, Handwerker sammlerprogramms integrieren – für Tü- und Verbraucher besonders am Herzen. setzt werden. Geeignet sind auch ein Becher, Tabs, Reiniger und Spülbürsten. wegungsmelder oder Türkontaktschalter. Doch auch im Büro, Kinderzimmer, Hobbyraum und Garten Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind für Naber wichtige Maßkommt Cox Work® als aufgeräumter Begleiter zum Tragen. Alle gaben seit Anbeginn der Entwicklung von KüchenlüftungstechUtensilien sind übersichtlich geordnet schnell zur Hand. Am Griff nik. Compair Steel flow®, das nicht-brennbare Luftkanalsystem lässt sich eine separate Kleinteileschale befestigen, und die Fä- aus Metall, ist komplett recyclebar. Seine herausragende Stabili30 | küche + architektur


Materialien | Architektur + Trend

Egal ob Klappe, Lifttür, Schwenklifttür oder Parallellifttür – EvoLift nutzt stets die gleiche Technologie und schafft unter Einsatz von nur zwei Kräften eine leichtgängige und sanft gedämpfte Öffnungsbewegung.

Salice – Mehr Individualität durch intelligente Flexibilität Mit dem Universalscharnier Serie B und dem flexibel einsetzbaren Öffnungssystem für Oberschränke EvoLift setzt Salice eine neue Benchmark hinsichtlich Multifunktionalität. Mit EvoLift präsentierte Salice zur Interzum ein durchdachtes Öffnungssystem für Oberschränke in allen Größen und Breiten. Egal ob Klappe, Lifttür, Schwenklifttür oder Parallellifttür – das System nutzt stets die gleiche Technologie und schafft unter Einsatz von nur zwei Kräften eine leichtgängige und sanft gedämpfte Öffnungsbewegung. Die komplexe Technik verschwindet in einem Design-Abdeckgehäuse im Farbton Weiß oder Titanium. Die exakte Justierung erfolgt einfach und schnell mittels einer Drahtfeder. Für Klappentüren steht eine Push-Funktionalität zur Verfügung. In drei Varianten für Holzfronten, Glas und Sondermaterialien steht das Universalscharnier Serie B zur Verfügung. Damit erlaubt es unterschiedliche Anschläge und Türvarianten, die auch abgerundet oder profiliert sein dürfen. Die Variante für Glas

Universalscharnier für Sonder­materialien ab 8 Millimeter

kommt ohne Bohrungen aus und wird mit Korpus bzw. Tür verklebt. Eine Variante für Sondermaterialien lässt den Einsatz reduzierter Materialstärken ab acht Millimetern und damit Möbelfronten aus Keramik, Zement, Quarz-Verbundstoffen und den Einsatz spezieller Materialien aus HPL, HDF oder MDF zu. Alle Varianten des Universalscharniers bieten die integrierte Dämpfung mittels Silikonöldämpfer und die komfortable dreidimensionale Verstellung der Tür. Darüber hinaus stehen auch eine Version mit Schließautomatik und eine Version mit Push-Funktion zur Verfügung. Neben der Oberfläche in matt vernickelt bietet Salice sein Universalscharnier auch im www.salice.com/ww/de Farbton Titanium an.

die preisgekrönte

einfach zu installieren:

Utensilienbox Cox Work®

das Lumica® Lic LED-System

Turbo Mauerkasten mit Thermobox

tät erlaubt viele Verlegemöglichkeiten – auch in Geschossdecken und im Fußboden. Verwirbelungen verringert die ausgeklügelte Leitkörpertechnologie in den Compair® Luftkanälen, was die Geräusche reduziert und die Energieeffizienz erhöht. Damit auch eine Umluftlösung beim Kochen und Braten entstehende Schadstoffe wirksam ableitet und die Raumluft so wenig wie möglich belastet, hat Naber das modulare System Compair® GREENflow auf den Markt gebracht. Die innovative Filtertechnik sorgt für eine hohe Reinigungsleistung und die Filter sind mehrfach regenerierbar. Dem Fachpublikum in Köln wurden zudem die Turbo Mauerkästen inklusive Thermobox vorgestellt. In Verbindung mit Downdraftoder Muldenlüftern nahe des Bodens in der Außenwand installiert, sorgen sie für kurze Leitungswege. Die Lamellen der eleganten Außenjalousie aus wetterfestem Edelstahl sind so geformt, dass der Wrasen mittels eines starken Freistrahls zuverlässig und www.naber.com sauber von der Gebäudewand fortgeleitet wird.  küche + architektur | 31


architektur + design | Fronten, Arbeitsplatten

Norbert Moller,

Andrea Lechner-

Tom Presting,

Johannes Artmayr,

Geschäftsführer

Meidel, Vorstand der

Vertriebsleiter Küche

Geschäftsführer

Grama Blend GmbH

Lechner AG

Joh. Sprinz GmbH

Strasser Steine GmbH

Raumgestaltung ­großgeschrieben Arbeitsplatten und Nischenverkleidungen geben den Ton an

Individualität in Material, Oberfläche, Farbe und Design trifft auf den Wunsch nach homogenen Gestaltungsübergängen zwischen unterschiedlichen Funktionsbereichen. Damit einhergehend steigt die Anforderung an Mensch und maschinelle Ausstattung, so lautet die Bilanz von Andrea Lechner-Meidel, Vorstand der Lechner AG, Norbert Moller, Geschäftsführer Grama Blend GmbH, Tom Presting, Vertriebsleiter Küche Joh. Sprinz GmbH, und Strasser Steine GmbH Geschäftsführer Johannes Artmayr.

„B

lack is the new black. 2019 soll es eher dunkel zugehen: Anthrazit, Mitternachtsblau und dunkle Hölzer gehören dazu. Materialien und Oberflächen schimmern metallisch. Marmor ist wieder zurück. Holztöne stehen für Natürlichkeit. Den einen Einrichtungsstil gibt es jedoch nicht. Individualität steht in puncto Material,

Oberfläche, Farbe und Einsatzbereich im Vordergrund“, beschreibt Sprinz-Vertriebsleiter Küche Tom Presting den aktuellen Material- und Designtrend. „Die Anforderungen, die sich durch die Küche als integraler Bestandteil der Innenarchitektur an uns stellen, sind unverändert genau die,

„Die Rückwand trägt wie auch die Arbeitsplatte ganz entscheidend zur Raumgestaltung bei – und mit der richtigen Kombination können Kunden ein besonderes optisches Highlight setzen. Ein Mix, der sich seit vielen Jahren bei unseren Kunden bewährt, ist der aus Stein-­ Arbeitsplatte und Glas-Rückwand.“ Andrea Lechner-Meidel, Vorstand Lechner AG

32 | küche + architektur


Fronten, Arbeitsplatten | architektur + design

„Die Anforderungen an die Mitarbeiterqualifikation sind gewachsen und das sowohl in der Produktion als auch in der Technik. Ein notwendiges Know-how, das sich nicht auf die Steinkompetenz beschränkt, sondern auch tiefe Kenntnisse im Möbelbau erfordert. Spezifika wie Bookmatch und durchgehender Strukturverlauf sind zum Standard geworden.“ Norbert Moller, Geschäftsführer Grama Blend GmbH

die sich Lechner seit jeher auferlegt“, fasst Andrea Lechner-Meidel, Vorstand Lechner AG, zusammen. „Unsere Produkte, und das gilt neben Naturstein auch für alle anderen Materialien von Keramik über Quarzstein, Glas bis hin zu Massivholz, sollen in ihrer Einzigartigkeit ganz entscheidend zur Raumgestaltung beitragen, und zwar sowohl in der Küche als in sich geschlossenem Raum als auch in offenen Wohnküchen. Die enorm hohe Vielfalt, die wir allein an steinartigen Werkstoffen bieten, hilft dabei, dass sich all unsere NatursteinArbeitsplatten harmonisch in die individuelle Gesamtoptik offener Raumgestaltungen einfügen. Was sich allerdings in den letzten Jahren grundsätzlich in unserer Rolle als Hersteller von Arbeitsplatten und Rückwänden geändert hat, ist die Tatsache, dass wir immer mehr zum Einrichtungsberater werden. Heute ist eine Arbeitsplatte eben nicht mehr nur eine Platte, auf der Küchenarbeit verrichtet wird, sondern ein Hingucker und alleine aufgrund der Fläche wichtiger Bestandteil des gesamten Küchen- und evtl. auch Wohnraumdesigns. Hier setzen wir mit unserer Kampagnenidee „Wir geben Küchen ein Gesicht“ an. Und erwecken diesen Anspruch mit unserem Küchenkonfigurator auf www.mylechner.de zum Leben, indem Kunden ihrer Fantasie bei Materialien und Mustern freien Lauf lassen und sich ganz frei ausprobieren können“.

Auf Individualität setzt auch Glas-Verarbeiter Sprinz. „Unsere Unternehmens-DNA liegt immer an der individuellen und hochindustriellen Fertigung“, betont Tom Presting. „Wir haben eine außerordentlich hohe Fertigungstiefe, wir bieten sämtliche Fertigungsschritte mit allen Oberflächenarbeiten an. Lagerprodukte findet man bei uns nicht, alles wird individuell gefertigt. So ist jedes von uns gefertigte Produkt ein Unikat. In der hauseigenen Druckerei werden brillante Motivdrucke auch nach Kundenmaterial realisiert.“ Im Zusammenspiel der unterschiedlichen Oberflächen, Farben und Materialstärken sieht Strasser Steine-Geschäftsführer Johannes Artmayr großes innenarchitektonisches Potenzial. „Materialtechnisch haben wir schon früh auf das Verschmelzen von Räumen reagiert, indem wir z.B. neue Oberflächen wie den seidig-matten „Leather Look“ auf den Markt gebracht haben. Heute fertigen wir bereits über 50 Prozent aller Natursteinarbeitsplatten in dieser Oberfläche. Als Innovationstreiber bringen wir zudem immer wieder neue Farbstellungen auf den Markt, die in Gesamtwohnkonzepte gut integrierbar sind, wie beispielsweise der betonfarbene Atlantis oder unsere jüngste Neuentdeckung aus Österreich, der exotisch anmutende Alpengrün. Außerdem haben wir als Erster den Design-Trend zu immer dünneren Arbeitsplatten erkannt. Mehr als 80 Prozent der Keramikküche + architektur | 33


architektur + design | Fronten, Arbeitsplatten

„Unser Entwicklungs-Highlight, wenn es um die Integration einer Küche in den Wohnraum geht, ist die monolithische Strasser-Natursteininsel St-one. Korpus und Laden sind aus Massivholz gefertigt und dadurch leicht und sehr stabil. Die Ladenböden werden in Leder gefertigt. In jedem Küchen- und Wohnbereich bildet St-one einen individuellen Glanzpunkt – kein Exemplar gleicht dem anderen.“ Johannes Artmayr, Geschäftsführer Strasser Steine GmbH

Küchenarbeitsplatten werden in einer Stärke von nur 12 Millimetern geordert. Eine ähnliche Entwicklung gibt es bei Naturstein, wo die 20 Millimeter schlanken Platten zurzeit am beliebtesten sind. Mit eleganten Kantenlösungen bei Natursteinarbeitsplatten, wie der von uns angebotenen Facettenkante, wird durch eine Abschrägung sogar der Eindruck einer nur 10 mm starken Platte erweckt.“ Norbert Moller ist Geschäftsführer von Grama Blend, einem Unternehmen, das sich mit seinen Leichtbauelementen auf Natur- und Kunststeinbasis auch in der Innenarchitektur einen Namen gemacht hat. „Die ästhetischen Anforderungen sind im Vergleich zu früher weitaus anspruchsvoller geworden. Das setzt eine hohe Flexibilität im Einsatz moderner, natursteinnaher Werkstoffe voraus“, schildert er seine Erfahrung. „Dadurch sind auch die Anforderungen an die 34 | küche + architektur

Mitarbeiterqualifikation gewachsen und das sowohl in der Produktion als auch in der Technik. Ein notwendiges Know-how, das sich nicht auf die Steinkompetenz beschränkt, sondern auch tiefe Kenntnisse im Möbelbau erfordert. Spezifika wie Bookmatch und durchgehender Strukturverlauf sind zum Standard geworden“, stellt er fest. „Um den Erwartungen von Endkunden gerecht zu werden, haben wir unsere Zusammenarbeit mit den Natursteinlieferanten noch weiter ausgebaut. Was den Einsatz unserer Produkte in der Küche anbelangt, tauschen wir uns kontinuierlich mit der Beschlagindustrie als auch mit der Elektrogeräteherstellern aus, um deren Produkte optimal integrieren zu können.“ Raumgestaltung groSSgeschrieben Dementsprechend vielfältig sind die Lösungen, die Spezialisten dem Markt zur Verfügung stellen, um die Integration der Küche in den Wohnraum zu ermöglichen. „Ein entscheidender Vorteil, den Kunden bei uns haben, ist, dass sie neben der Material- und Designvielfalt auch immer die passende Rückwand zur Arbeitsplatte wählen können – und zwar aus einer Hand“, beschreibt Andrea Lechner-Meidel den Service ihres Unternehmens für Industrie, Handelspartner und Endkunden. Seien es ausgefallene Materialmixe oder elegante Ton-inTon-Kompositionen, alles ist mit der richtigen Kombination möglich. Die Rückwand trägt wie auch die Arbeitsplatte ganz entscheidend zur Raumgestaltung bei – und mit der richtigen Kombination können Kunden ein besonderes optisches Highlight setzen. Ein Mix, der sich seit vielen Jahren bei unseren Kunden bewährt, ist der aus SteinArbeitsplatte und Glas-Rückwand. Und bei der Glasrückwand gehen wir seit einiger Zeit noch ein Stück weiter: Mit Switchy können sich Kunden den Wunsch nach wechselnden saisonalen oder besonders auffälligen Trend-Dekoren erfüllen. Das Rückwand-Wechselsystem besteht aus einem Magnetrahmen, in dem eine Glaswand fixiert wird, und einem LED-Panel zur Beleuchtung. Mithilfe eines Saughebers


Fronten, Arbeitsplatten | architektur + design

lässt sich die Rückwand mit wenigen Handgriffen austauschen. Gerade in offenen Wohnküchen, in denen man sich als kommunikativer Mittelpunkt der Wohnung mehr aufhält als in Arbeitsküchen, ist dies ein besonders schöner Mehrwert und unterstreicht den hohen Anspruch an den Faktor „Wohnlichkeit“. Auf vielseitige Einsetzbarkeit, Natürlichkeit, Individualität und Langlebigkeit, setzt auch Norbert Moller. „Vom Möbel bis hin zur Wandverkleidung ist alles realisierbar, so dass auch materialtechnisch fließende Übergänge zwischen den einzelnen Funktionseinheiten Küchen, Essen und Wohnen möglich sind. Ob Möbel inklusive Innenausstattung, die komplette Insellösungen, falls gewünscht mit materialgleicher Spüle, Hochschrankzeilen mit Taschen- oder Falttüren, all das lässt sich mit BlendStone® Naturstein umsetzen. Wer seine bestehenden Möbeltüren gegen unsere Fronten austauschen möchte, auch dem kann geholfen werden. Großformatig eingesetzt, eignet sich blendStone® Naturstein Marmor/Granit oder HybridStone Quartz/ Keramik natürlich auch für Wandverkleidungen, die der Inneneinrichtung einen ganz individuellen Esprit verleihen.“ Glas steht im Bezug auf seine Einsatzbereiche Stein oder Keramik in nichts nach, verdeutlichen die Aussagen von Tom Presting: „Neben Arbeitsplatten, Rückwandpaneelen, Türen und Fronten aus bedruck-

tem Glas und Porzellankeramik im Verbund bieten wir viele Produkte für den gesamten Innenbereich. Mit Glastüren, Glastrennwänden, großflächigen Wandverkleidungen werden Wohn- und Essräume ganzheitlich ausgestattet. Sprinz kombiniert Sicherheitsglas mit vielseitigen LED-Ideen, brillanten Farb- und Motivdrucken sowie edlem Aluminium.“ Als „das „Entwicklungs-Highlight“ und „das Non plus Ultra, wenn es um die Integration einer Küche in den Wohnraum geht“, bezeichnet Johannes Artmayr die monolithische Strasser-Natursteininsel Stone: „Korpus und Laden sind aus Massivholz gefertigt und dadurch leicht und sehr stabil. Die Ladenböden werden in Leder gefertigt. Stone bietet zudem den perfekten Rahmen für alle nützlichen Küchenhelfer – ob Induktionsherd, Muldenlüftung, Weinkühlschrank oder Geschirrspüler. In jedem Küchen- und Wohnbereich bildet St-one einen individuellen Glanzpunkt – kein Exemplar gleicht dem anderen. Auf den Betrachter wirkt die Naturstein-Kochinsel wie ein geschliffener Edelstein, der über dem beleuchteten Sockel schwebt. Bislang verzeichnet Strasser Steine in diesem High-End-Segment 25 namhafte Partner weltweit. So steht St-one in Schauräumen in Shanghai und Florida, genauso wie in Berlin, Zürich und Wien“, erläutert er stolz. www.mylechner.de | www.sprinz.eu | www.strasser-steine.at | www.gramablend.de 

„Glas steht im Bezug auf seine Einsatzbereiche Stein oder Keramik in nichts nach. … Mit Glastüren, Glastrennwänden, großflächigen Wandverkleidungen werden Wohn- und Essräume ganzheitlich ausgestattet. Sprinz kombiniert Sicherheitsglas mit vielseitigen LED-Ideen, brillanten Farb- und Motivdrucken sowie edlem Aluminium.“ Tom Presting, Vertriebsleiter Küche Joh. Sprinz GmbH

küche + architektur | 35


Foto: Neff

Die Vorzüge der einzigartigen Kombination aus komfortablem Kochfeld und voll funktionsfähigem Dunstabzug in einem einzigen Gerät haben sich rasch herumgesprochen. Der integrierte Kochfeldabzug ist das Trend-Modell bei NEFF. Der Kochdunst wird genau da abgesaugt, wo er entsteht: in unmittelbarer Nähe zu Töpfen und Pfannen. Dabei startet das Lüftungssystem automatisch, sobald eine Kochzone in Betrieb genommen wird. Zur Wahl stehen Elektro- oder Induktions­ varianten für den flächenbündigen Einbau sowie Geräte mit Design- oder Standardrahmen. Alle Kochfelder mit integriertem Abzug sind mit einer Kombizone für große Töpfe oder Kasserollen ausgestattet und lassen sich komfortabel über das TwistPad oder Touch-control-Tasten bedienen. Verfügbarer Platz wird auf diese Weise bestmöglich genutzt, was besonders für offene und halboffene Küchen mit Kochinseln ideal ist. Ein cleveres Detail ist der abnehmbare, gusseiserene Rost des Abzugs: Er kann als Abstellfläche für Pfannen und Töpfe genutzt werden, ohne den Dunstabzug auszuschalten. Bei Bedarf wird er zum Untersetzer auf dem Tisch. Das gesamte Filtersystem kann herausgenommen und in der Spülmaschine gereinigt werden. Der Abzug ist einfach in das Küchenmöbel zu installieren und sowohl als Umluft- als auch Abluftvariante erhältlich, je nach Küchenkonzept und Wohnsituation. www.neff-home.com/de

36 | küche + architektur


Geräte | Technik + Komfort

Hausgeräte und Innenarchitektur

Karl-Heinz Schneider, Director Sales Küchen- und Möbelhandel Electrolux Hausgeräte GmbH

Symbiose aus Technik und Design

Je offener und kommunikativer die Küche, desto

Markus Wegmann,

höher die Anforderungen an die Hausgeräte. Sie

Vertriebsleiter

sollen sich harmonisch in den Raum und seine

Berbel Ablufttechnik

individuelle Architektur einfügen. Wenn sie arbeiten, sollen sie dies geräuschlos tun und sich nicht nur smart bedienen lassen, sondern auch smart agieren und zudem zu einem guten Klima beitragen. Ob Profi-, Hobbykoch oder Newcomer, sie alle sollen

Hannes Kolb, Vorsitzender der Geschäftsleitung Küppersbusch Hausgeräte

von der Intelligenz der Geräte unterstützt werden.

D

ie Küche entwickelt sich sukzessive zum integralen Bestandteil der Innenarchitektur. Wie schätzen die Elektrogerätehersteller diesen Trend international ein? Welche zusätzlichen funktions- und designtechnischen Anforderungen stellt dieser Trend an sie als Hersteller von Elektrogeräten? Welche Geräte-Lösungen, die die Integration einer Küche in den Wohnraum ermöglichen, werden dazu angeboten? Berbel Ablufttechnik Vertriebsleiter Markus Wegmann, Karl-Heinz Schneider, Director Sales Küchen- und Möbelhandel Electrolux Hausgeräte GmbH, Neff-Marketingleiter Jens Grubert, Hannes Kolb, Vorsitzender der Geschäftsleitung Küppersbusch Hausgeräte, Steffen Nagel, Vertriebsgeschäftsführer Liebherr Haugeräte, Andreas Enslin, Leiter Miele Designcenter, Derya Turgay-Herz Marketingleitung Oranier Küchentechnik, stellten sich diesen Fragen: „Die offene Küche ist ein Trend, den wir schon viele Jahre begleiten und natürlich auch international beobachten. Deshalb tragen wir ihm in der Entwicklung von neuen Produkten Rechnung. Es ist viel Bewegung in der Branche und die zunehmende räumliche Verschmelzung von Küche und Wohnraum erfordert neue Lösungen. Dieser Trend zeigt auch, dass die Küche nicht mehr als rein funktionaler Arbeitsraum verstanden wird, sondern nahtlos in den Wohnraum übergehen soll“, beobachtet Jens Grubert, Marketingleiter Neff. „Deshalb ist eine gute Planung unerlässlich“, betont Steffen Nagel, Vertriebsgeschäftsführer Liebherr Haugeräte. „Natürlich spielt auch die Lagerung der Lebensmittel dabei eine wichtige Rolle und Kühlschränke werden bewusst als Designhighlight in das Wohnumfeld integriert. Auch in USA ist das Thema Design ein wichtiges Verkaufsargument bei der Küchenplanung.“

Steffen Nagel, Vertriebsgeschäftsführer Liebherr Haugeräte

Andreas Enslin, Leiter Miele Designcenter

Jens Grubert, Neff-Marketingleiter

Derya Turgay-Herz, Marketingleitung Oranier Küchentechnik

küche + architektur | 37


Technik + Komfort | Geräte

„Der Küppersbusch ökotherm®Backofen-Katalysator sorgt schon während des Garvorgangs für Sauberkeit. Back- und Bratgerüche in der Küche gehören damit der Vergangenheit an. Zentrales Element ist das Lüfterrad: Es sorgt für eine ­optimale Luftzirkulation und Wärmeverteilung innerhalb des Backofens.“ Hannes Kolb, Vorsitzender der Geschäftsleitung Küppersbusch Hausgeräte. Im Bild ConceptLineTM

„Die Integration von Technik in das Wohnumfeld gewinnt weiter an Bedeutung“, stellt Andreas Enslin, Leiter Miele Designcenter fest. „Das ist in Deutschland noch etwas weniger ausgeprägt als in einigen Auslandsmärkten. Besonders in China und in den USA ist die Akzeptanz größer, dort wird aber auch mehr neu gebaut.“„Ja, aber ich bin davon überzeugt, dass der Anspruch, die Küche als integralen Teil der Innenarchitektur zu etablieren, generell nicht einfach nur ein Trend ist. Die Wünsche des Endkunden werden sich über die nächsten Jahre immer weiter in diese Richtung entwickeln“, schätzt Berbel-Vertriebsleiter Markus Wegmann die Entwicklung ein. Eine Tendenz, die Küppersbusch-Geschäftsführer Hannes Kolb begründet: „Der Trend wird sich auch international ausweiten, denn die Veränderung

der Wohnkultur trägt dazu bei. Gerade in Ballungsgebieten, wo bezahlbarer Wohnraum immer knapper wird, verschmilzt die Küche mit dem Wohnraum.“ „Trends wie dieser sind heute ganz klar international ausgerichtet. Das lässt sich sehr gut etwa an der Eurocucina als internationaler Leitmesse für die Küche ablesen: Die Besucher, darunter auch Architekten und Innenarchitekten, kommen aus aller Welt. Entsprechend orientieren sich die Innovationen, die wir dort zeigen an globalen Designs. Sie zeigen sich entsprechend minimalistisch mit wenigen horizontalen Linien, verbunden mit authentischen Materialien“, bilanziert Karl-Heinz Schneider, Director Sales Küchen- und Möbelhandel, Electrolux Hausgeräte GmbH.

„Seit 2016 führen wir mit ArtLine ein komplettes Produktportfolio für die grifflose Küche. Das bietet so kein anderer Hersteller. Die neue Generation 7000, die im Mai in den Handel kam, beherrscht dieses Thema noch konsequenter.“ Andreas Enslin, Leiter Miele Designcenter


Foto: Berbel

Geräte | Technik + Komfort

„Perfekte Beispiele für die Synthese von Optik und Leistung sind z. B. u ­ nsere Skyline- Sound, die den Dunstabzug mit einem einzigartigen Soundsystem verbindet, die Skyline-Frame, ein wahrer Eye-Catcher im Industrial Design, und unser praktischer Kochfeldabzug Downline.“ Markus Wegmann, Vertriebsleiter Berbel Ablufttechnik

„Als Teil des Wohnraums müssen Geräte einige Anforderungen erfüllen, die viel mit Komfort und Design zu tun haben. Geruchs- und Lärmbelästigung sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Das Design muss sich harmonisch in die Innenarchitektur und den Einrichtungsstil integrieren“, weiß auch Derya Turgay-Herz Marketingleitung Oranier Küchentechnik. „Individualität, Digitalisierung und Gesundheit … … sind die aktuellen gesellschaftlichen Megatrends. Deshalb greifen unsere Produkte mit smarten Features und individuellen Frischelösungen exakt diese Trends auf. Für die Integration ins moderne Küchenumfeld haben wir ein neuartiges, modulares System entwickelt, das es ermöglicht, künftig zahlreiche Einbaugeräte flexibel miteinander zu kombinieren“, beschreibt Steffen Nagel die Entwicklung im Segment der Kühlgeräte. „Nicht zu vergessen unsere Einbaukühlgeräte im Luxussegment aus der Serie Monolith. Das Zusammenspiel von hochwertigen Materialien wie Glas, Aluminium und Edelstahl und der Gestaltung einer klaren Linienführung gibt der Gerätereihe ein exklusives Design. Fast vollständig leuchtende Seitenwände, die das Geräteinnere sanft und gleichmäßig ausleuchten, machen die Bedienung der Monolith-Geräte zum Erlebnis. Auch dem gesellschaftlichen Megatrend Gesundheit wird der Monolith gerecht. Dank BioFreshTechnologie für eine deutlich längere Frische der eingelagerten Waren

zeichnet er sich durch ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Lebensmittelmanagement aus.“ „Auf den Trend zur Geräteintegration waren wir mit unserer Einbaugeräte-Generation 6000 bisher schon sehr gut eingestellt. Zur Erinnerung: Seit 2016 führen wir mit ArtLine ein komplettes Produktportfolio für die grifflose Küche. Das bietet so kein anderer Hersteller. Die neue Generation 7000, die im Mai in den Handel kam, beherrscht dieses Thema noch konsequenter“, betont Andreas Enslin. „Zum einen nimmt der Anspruch an Ästhetik und Design durch diesen Trend zu. Gleichzeitig verstärkt sich auch der Bedarf an leisen und geruchsneutralen Funktionsweisen der Produkte“, beobachtet Hannes Kolb. Dem kann Jens Grubert nur zustimmen: „Eine zum Wohnraum hin offenen Küche muss zum einen alle technischen Funktionen einer Küche erfüllen und zum anderen optisch als Wohlfühlraum wahrgenommen werden. Zusätzlich spielen Themen wie Lautstärke oder Geruch eine entscheidende Rolle.“ Geräte – nie waren sie integrativer, smarter und funktionaler „Bei maximalem Minimalismus führt dies zu Geräten, die nur aus einer glänzenden schwarzen Front bestehen, mit Touch Control ohne Bedienelemente und selbst ohne Griffe auskommen. Das neueste sind mattschwarze Glas-Oberflächen, die dem Material optisch seine Härküche + architektur | 39


Technik + Komfort | Geräte

Foto: Liebherr

te nehmen. Dabei fügen sich unsere Geräte nicht nur in internationale Küchen-Designs ein, sondern sie erfüllen natürlich auch weltweit alle normativen Anforderungen“, betont Karl-Heinz Schneider. „Zugute kommt uns dabei auch unsere Top-Stellung im Professional Bereich. Hier bieten wir Anwendungen, die in der internationalen Küche alle Möglichkeiten bieten, um lokale Gerichte zu kochen. Dieses Knowhow haben wir erfolgreich in Gerätelösungen für die private Küche transferiert. Hier seien als Beispiele etwa das Dampfgaren oder der Teppan Yaki genannt, der mit neuester Induktions-Technologie betrieben wird.“ „In diesem Zusammenhang spielt aber auch gutes und gesundes Kochen ein ganz besondere Rolle. Hier setzen wir bei Oranier mit becook an. Unsere smarten Flächeninduktionskochfelder kommunizieren via Bluetooth mit sensorgesteuertem Kochgeschirr und einer ausgefeilten Rezepte-App von Hestan Cue. Im Zusammenspiel von Kochfeld, Kochgeschirr und App wird das Kochfeld automatisch gesteuert“ schwärmt Derya Turgay-Herz. „Die Varianz wird größer in der Entwicklung und Fertigung. Wenn man Individualisierung und Integration ernst nimmt, muss das aber sein“, argumentiert Andreas Enslin. „Innerhalb der Generation 7000 bieten wir nun vier Designlinien, drei Farben und eine neue Edelstahlvariante an. Unsere PureLine mit Glasfront und Edelstahlgriff steht für einen klaren, modernen Einrichtungsstil. VitroLine ist mit der flächigen Glasfront und Griffen in Gerätefarbe leicht integrier- und individualisierbar. VitroLine und ArtLine gibt es in den Farben Graphitgrau, Obsidianschwarz und Brillantweiß. Die ArtLine-Serie ist sehr reduziert und verkörpert das Thema „Gerätevollintegration“ mit glatten, grifflosen Fronten konsequent. Mit dem hohen Edelstahlanteil bei ContourLine gehen wir gestalterisch bewusst einen anderen Weg und inszenieren das Produkt und die solide Technik. In dieser Bandbreite gibt es das von keinem anderen Hersteller. Für dieses Portfolio betrei-

ben wir einen sehr hohen Aufwand. Generation 7000 bedeutet weltweit annähernd 3.000 Modellvarianten“, erläutert Andreas Enslin und beschreibt mit seiner Aussage die Komplexität dieser Entwicklung. „Design unterstützt und emotionalisiert Funktionen. Das sieht man auch im Bereich der Kühlgeräte. Design kann ein Kühlgerät zum optischen Highlight im modernen Wohnumfeld machen“ unterstreicht Steffen Nagel. „Unsere Technologien und Funktionen sind bis ins Kleinste durchdacht und auf den modernen Alltag abgestimmt. Die Innenausstattung ist so gestaltet, dass sie flexibel an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Hinzu kommt unsere SmartSteelOberfläche. Diese lässt sich mühelos reinigen und vermeidet sichtbare Fingerabdrücke. Reinigungsfreundlichkeit hat bei uns einen hohen Stellenwert und alle entnehmbaren Teile sind sogar spülmaschinentauglich. Auch das Türöffnen ist dank spezieller Öffnungshilfe mühelos möglich. Das unverwechselbare, minimalistische Design verlangt ein hohes Maß an Präzision im Detail.“ Vollintegriert oder stilbildend, aber auf alle Fälle smart „Bei ineinander übergehenden Räumen sind gerade vollintegrierte Geräte-Lösungen sehr gefragt“, betont Karl-Heinz Schneider. „Das gilt für Geschirrspüler und Einbau-Kühl-Gefriergeräten aber auch für Kochmulden mit flächenbündigem Einbau, die eine Spezialität der Marke AEG ist: Nichts steht mehr aus der Arbeitsplatte heraus. Wir bieten sogar Mulden ohne Bedruckung: Kochstellen- und Bedie-

„Als Spezialist für Kühlen und Gefrieren haben wir den Anspruch, für alle Küchen – ob groß oder klein, offen oder geschlossen – innovative Ideen und Nutzenvorteile für Kunden spürbar zu machen.“ Steffen Nagel, Vertriebsgeschäftsführer Liebherr Hausgeräte

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Geräte | Technik + Komfort

„Electrolux steht mit seiner Top-Stellung im Professional Bereich vor allem für Profi Anwendungen, die in der internationalen Küche alle Möglichkeiten bieten, um lokale Gerichte zu kochen. Und diese Anwendungen haben wir erfolgreich in Gerätelösungen für die heimische Küche transferiert. Hier sei als Beispiel etwa das Dampfgaren angeführt, das sehr schonend Gemüse oder auch Fisch zubereitet, Fleisch saftig hält und Brot knusprig bäckt.“ Karl-Heinz Schneider, Director Sales Küchen- und Möbelhandel ­ Electrolux Hausgeräte GmbH. Im Bild Multi-Dampfgarer SteamPro

nungs-Indikation werden durch innovative Unterleuchtung gewährleistet. Und schließlich: Wir arbeiten bei allen Geräten an der Minimierung von Geräuschen, da diese im Wohnumfeld stören.“ Bei offenen Wohnraumlösungen sieht sich Miele mit seiner grifflosen

ArtLine-Serie bestätigt: „Backöfen, Dampfgarer, Combi-Dampfgarer, Backöfen mit Mikrowelle, Einbau-Kaffeevollautomat, Wärme- und Vakuumierschubladen plus griffloser Geschirrspüler mit Knock2open-Funktion. Selbst bei freistehenden Kühlgeräten haben wir den ANZEIGE

Farbveredelte Harmonie Mit attraktiver Armaturen-Vielfalt

Arco aus dem ARMATE® LINEA Programm steht für Ausgewogenheit und smarte Funktionalität. Sie verleiht der Küche das gewisse Etwas und garantiert hohen Bedienkomfort. Schlank und stattlich eröffnet sie die Wahl zwischen sechs Farbgebungen. Dadurch ist die Armaturenserie perfekt auf das NABER-CONTURA® Spülen Sortiment abgestimmt.

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Technik + Komfort | Geräte

„Bestes Beispiel für ein Gerätedesign, das sich bewusst auf das Wesentliche konzentriert, ist unser Slide&Hide® Backofen mit flächenbündigem Griff. Beim Slide&Hide®-Backofen verschwindet die Backofentür nach dem Öffnen vollständig in einem Fach unter dem Ofen und steht nicht im Weg. Ästhetik trifft also auf maximalen Komfort und gleichzeitig auf perfekte Einbau-Kompetenz, die für Wohnlichkeit sorgt.“ Neff-Marketingleiter Jens Grubert

Foto: Oranier

seitlichen Eingriff zum Öffnen der Tür. Mit diesem Angebot findet sich immer eine individuelle Lösung auf hohem gestalterischen und technischem Niveau“, versichert Andreas Enslin. „Die meisten unserer Backöfen sind mit dem ökotherm®-Backofen-Katalysator ausgestattet, der schon während des Garvorgangs für Sauberkeit sorgt. Back- und Bratgerüche in der Küche gehören damit der Vergangenheit an“, erläutert Hannes Kolb. „Bestes Beispiel für ein Gerätedesign, das sich bewusst auf das Wesent­ liche konzentriert, ist unser Slide&Hide® Backofen mit flächenbündigem Griff “, meldet sich Jens Grubert zu Wort. „Beim Slide&Hide®Backofen verschwindet die Backofentür nach dem Öffnen vollständig in einem Fach unter dem Ofen und steht nicht im Weg. Das flächenbündige Design fügt sich nahtlos in die modernen, grifflosen Küchen-

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fronten von heute ein. Ähnlich praktisch und zugleich unauffällig ist unser integrierter Kochfeldabzug. Der Abzug sitzt mittig im Kochfeld und saugt Dampf und Gerüche direkt dort auf, wo sie entstehen. Außerdem hat der Koch buchstäblich den Kopf frei, denn einerseits befindet sich auf Kopfhöhe keine Dunstabzugshaube, andererseits regelt der Luftsensor automatisch die Leistung des Lüfters.“ „Muldenlüftungen bieten nicht nur mehr Funktionalität auf kleinem Raum, sie sind auch geräuscharm und durch den eingebauten Plasmafilter werden Wrasen effizient aus der Küche geleitet“, ergänzt Hannes Kolb. „Grund-Funktion und oberste Anforderung bei Dunstabzugshauben ist es, Kochgerüche und Feuchtigkeit aus der Küche zu verbannen. Dies wird umso wichtiger, wenn Küche und Wohnraum miteinander verschmelzen“, stellt Karl-Heinz Schneider fest. „Wir bieten daher

„Smarte Oranier Flächeninduktionskochfelder kommunizieren via Bluetooth mit sensorgesteuertem Kochgeschirr und einer ausgefeilten Rezepte-App von Hestan Cue. KochDauer und Koch-Temperatur ist somit kein Bauchgefühl mehr, sondern smarte Präzision. Mit be-cook kann jeder zum Chefkoch werden. Die wohnraumintegrierte Küche wird damit zum Sterne-Restaurant und Lieblingsplatz der Familie.“ Derya Turgay-Herz, Marketingleitung Oranier Küchentechnik


Geräte | Technik + Komfort

alle Dunsthauben-Lösungen an, die integriert sind: Von der Deckenhaube, die in eine Zwischendecke eingebaut werden kann, über den komplett unsichtbaren Lüfter-Baustein, der im Möbel verschwindet, bis hin zu der Kombination von Kochmulde mit Lüfter, die optisch und auch von der Anordnung den größten Spielraum bietet. Dass dies ein echter „Mega“-Trend ist, sieht man an der Tatsache, dass auf diesem Gebiet jedes Jahr neue, hoch-innovative Lösungen auf den Markt kommen“, so Karl-Heinz Schneider.

Als Repräsentant des Dunstabzugshauben-Spezialisten Berbel setzt Markus Wegmann auf „… Hauben mit hohem Designanspruch, ausgezeichneter Qualität, bester Zuverlässigkeit und Smartness. Konnektivität ist dabei essenziell“, betont er. „Dunstabzüge, die sich beim Einschalten des Kochfeldes automatisch aktivieren, werden immer beliebter. Und die Bedienung der Abzüge wird in Zukunft nicht mehr nur an der Haube selbst erfolgen, sondern auch vom Kochfeld aus, via Handy oder über elektronische Home-Assistenten.“ „Besonders in puncto Vermeidung von Geruchs- und Lärmbelästigung setzen wir hier seit Jahren Standards“ betont Derya TurgayHerz. „Unsere Dunstabzugshauben erfüllen fast alle höchste Fettabscheidegrade und punkten mit besonders leisen Motoren. Gerade die Kochfeldabzüge, die in besonderem Maße zum Trend der wohnraumintegrierten Küche passen, wurden so konzipiert, dass sie zu den leistungsstärksten und leisesten Geräten auf dem Markt gehören. Mit einem Fettabscheidegrad von A bleibt nur noch frische Luft übrig, da Fett und Geruch bestmöglich ausgefiltert wurden. Der zusätzlich erhältliche Anti-Fischgeruch-Filter trägt hier ganz besonders zum Kochvergnügen ohne störende Geruchsbelästigung bei. Und das Ganze ohne Stauraumverlust, da direkt unter dem Kochfeld Schubladen und Auszüge bis zur vollen Tiefe eingebaut werden können.“ Zusammenfassend könnte man es mit Jens Grubert halten: „Bei den Hausgeräten von heute trifft Ästhetik auf maximalen Komfort und gleichzeitig auf perfekte Einbau-Kompetenz, die für Wohnlichkeit sorgt.“ www.aeg.de | www.franke.com | www.kueppersbusch.de home.liebherr.com | www.miele.com | www.neff.de | www.oranier.com

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G E N E R AT I O N 7 0 0 0 küche + architektur | 43

J E T Z T E N T D E C K E N A U F W W W. M I E L E . D E


Fotos: V-Zug

technik + komfort | Geräte

Flexibilität großgeschrieben Neue Premiumgeräte von V-Zug

2018 wurde das FullFlex Kochfeld mit dem Plus X Award ausgezeichnet. Nicht nur ein Designaward – mit seinen sieben Gütesiegeln Innovation, Design, High Quality, Bedienkomfort, Funktionalität, Ergonomie und Ökologie steht er für starke Marken und hilft dem Endverbraucher und dem Handel, schnell und eindeutig, den Mehrwert eines ausgezeichneten Produktes zu erkennen.

Flexibilität beim Kochen, beim Kühlen und beim Kaffeegenuss – und das Swiss Made bei V-Zug: Der Premiumhersteller in Zug bleibt nicht stehen und bietet mit seinen Weiterentwicklungen Fachhandels­ partnern immer neue Argumente.

F

ür beschränkte Platzverhältnisse gehört neu ein kleineres, 70 cm breites FullFlex Kochfeld zum Sortiment, auf dem immerhin bis zu fünf Pfannen Platz finden, die beliebig auf der Glaskeramikplatte zu platzieren sind. Denn 48 modernste Induktoren erkennen automatisch Position und Größe des Kochgeschirrs, das zudem dank der Memory-Funk­ tion verschoben werden kann. Ein großzügiges vollfarbiges Grafikdisplay mit komfortabler Touch-Bedienung bietet eine übersichtliche Darstellung der Informationen. Mit der Teppan-Yaki-Funktion erkennt das Kochfeld die Teppan-Yaki-Platte von alleine und schaltet automatisch die dazugehörende Funktion ein. Man kann die Platte sogar in zwei Kochzonen unterteilen. Das ist aber nicht das einzige Highlight: Mit dem Profimodus reguliert das Kochfeld die Leistungsstufe, wenn man einen Topf nach hinten schiebt.

Innerhalb von wenigen Stunden lässt sich das Gefrierfach des CombiCooler V4000 in einen normalen Kühlraum umfunktionieren – für noch mehr Platz für frischen Lebensmittel. 44 | küche + architektur

V-ZUG kann auch cool Swiss Made und mit der innovativen PureCool Technologie ausgestattet, verwandelt der neue CombiCooler V4000 mit der genialen Funktion MonoFridge das Gefrierfach in nur wenigen Stunden in einen zusätzlichen normalen Kühlraum. Die PureCool Technologie ermöglicht dank einzigartigem Kühlkreislauf sogar A+++ –10 % und macht den CombiCooler damit zu einem der energieeffizientes­ten Kühlschränke. ClimateControl sorgt dafür, dass sich an der Rückwand des Kühlraumes keine Eiskristalle mehr bilden. Die Frische der Lebensmittel wird zudem durch minimierte Temperaturunterschiede und die Rückführung der Feuchtigkeit optimiert. Bedienerfreundlichkeit komplettiert dieses Gerät: Das innovative ClickShelf System ermöglicht eine noch einfachere Handhabung der Tablare. Mit einem einfachen Handgriff lassen sich diese in der Höhe anpassen und einklicken. Mit einem leicht erhöhten Stromverbrauch ermöglicht der SilentPlus Mode zudem eine Minimierung störender Geräuwww.vzug.com sche. 


Nicht alltäglich. Jeden Tag. Schock – 40 Jahre im Zeichen der Quarzkomposit-Spüle

Gleich mehrere Jubiläen feierte Schock am 13.04.2019: 1924 gegründet, blickt das Unternehmen auf 95 Jahre Firmengeschichte zurück, vor 40 Jahren (1979) wurde die Quarzkomposit-Spüle erfunden und ebenfalls vor 40 Jahren wurde das bayrische Regen zum neuen Unternehmensstandort.

„W

ir haben unser Jubiläum zum Anlass genommen, den Nachbarn aus der Region einen Einblick in die Schock-Welt zu geben. Vor 40 Jahren haben wir die Quarzkomposit-Spüle, die aus natürlichem Quarzsand, dem härtesten Bestandteil von Granit besteht, erfunden. Eine Spüle, die allen Herausforderungen des Küchen­ alltags standhält“, so Sven-Michael Funck, Geschäftsführer Vertrieb. In seiner Begrüßungsrede verdeutlichte Ralf Boberg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Schock, wie wichtig der Erfindergeist der Gründerfamilie und die Investitionen in die Forschung für die kontinu­ ierliche Entwicklung des Unternehmens sind: „Dieser Geist, mit dem die Familie Schock das Unternehmen zum Innovationsführer in unterschied­ lichsten Bereichen gemacht hat, bildet unsere DNA.“ Die Erfolgsgeschichte der Quarzkomposit-Spüle und ihre Dynamik dokumentieren die aktuell 900.000 Spülen, die jährlich in Regen produziert werden, wie auch die über 90 Patente, die das Unternehmen derzeit hält. Rund 60 Prozent aller Quarzkomposit-Spülen werden

Die Schock Geschichte im Überblick 1924 Gründung der Firma Schock 1979 Erfindung und Fertigung der weltweit ersten Quarzkomposit-Spüle in Regen 1980 Fertigung exklusiver Spülen aus „Silacron“ und später aus „Silgranit“ für Blanco 1986 Exklusiver Produzent der Spülen und Becken aus „Corian“ in Europa 1988 Launch von Cristalite® – die Disper­sion von 80 % reinstem Quarz, härtester Bestandteil von Granit, gebunden mit Acryl, ebnet endgültig den Erfolg der Quarzkomposit-Spüle 1989 Lizenzvergabe zur Nutzung des Schock Cristalite®-Patents an die ­Firmen Carron (heute Franke-Gruppe) und Blanco 2001 Förderung des Eigenmarkenvertriebs 2005 Einführung Cristadur® – Schmutz perlt einfach ab (patentgeschützt) 2009 Cristalite®- und Cristadur®-Armaturen – 100 % identische Kombination von Material, Qualität und Farbe an Spüle und Armatur (patentgeschützt) 2011 Cristalite® Plus – mit der neuen Generation des Klassikers setzt sich Schock auch beim Basismaterial deutlich von seinem Wettbewerb ab 2014 Carbon-Spüle – Schock präsentiert erstmals exklusive Spülen aus patentiertem Carbon-Quarzkomposit-Verbund 2015 Gewinn strategischer Großkunden Einstellungsoffensive in Regen 2016 Einführung des Führungsnachwuchsprogramms Colour Your Career sowie Gründung der Schock Academy Neuartige Twistpac® Verpackungen: zu 98,9 % aus Karton (74 % recycelt) Eröffnung des neuen Besucherzentrums 2017 Unabhängiges Ranking der WirtschaftsWoche und der Munich Strategy Group: Schock auf Platz 14 der innovativsten Mittelständler Launch des neuartigen Spülenkonzepts Prepstation. Auszeichnung des Produkts als „Kücheninnovation des Jahres®“

heute nach dem von Schock entwickelten Verfahren gefertigt. Die Anzahl der Mitarbeiter insgesamt hat sich seit 2012 auf über 500 verdoppelt. Basis für neue Entwicklungen bildet das durchschnittlich zweistellige Umsatzwachstum pro Jahr seit 2006. In Farbe, Form und Materialität hat Schock in den vergangenen Jahren Trends gesetzt. Zum Beispiel mit dem Quarzkomposit-Material Cristadur®, das mit seiner feinen Materialstruktur eine brillante Oberfläche erzeugt, an der Schmutz einfach abperlt; oder mit dem CarbonQuarzkomposit-Verbundwerkstoff, mit dem das Material des 21. Jahrhunderts im Spülbereich Einzug hält. „Für uns ist die Unternehmensgeschichte die Basis“, so Ralf Boberg. „(…) Deswegen ist die Investition in Forschung & Entwicklung auch ein wichtiger Aspekt unserer Strategie.“ Allein im letzten Jahr wurde die Abteilung um sieben kreative Köpfe erweitert. Da nimmt es nicht Wunder, dass für Herbst 2019 weitere Innovationen angekündigt www.schock.de ­werden.

küche + architektur | 45

Fotos: Schock

Spülen | design + komfort


design + komfort | Vorbereitungszentrum

Must haves Spüle trifft Armatur

Das Vorbereitungszentrum ist ein wesentlicher Bestandteil der Küche. Wasser kann erst gezapft werden und abfließen, wenn Spüle und Armatur installiert sind. Das Zusammenspiel dieses Duos ist die Voraussetzung für alle weiteren Arbeiten, die im Küchenbereich einer Wohnung anfallen, vom Waschen und Vorbereiten der Kochzutaten, über die Getränkezubereitung bis zum Reinigen der benutzten Utensilien, oder dem Befüllen von Vasen.

Blickfang in der Küche: kupferfarbene Edelstahl-Spüle mit farblich abgestimmter

M

Armatur. Die Spüle: stilistisch reduziert, prägnant eckig. Die Armatur: schlank und elegant. Ausgestattet mit einem Laminarstrahlregler wird der Wasserstrahl weich, nicht plätschernd, was auch die Fließgeräusche vermindert, wie gemacht für offenen

Foto: Naber

Wohnsituationen.

46 | küche + architektur

ittlerweile ist jedem bekannt, dass sich mehr als 60 Prozent der Tätigkeiten in der Küche auf die Spüle konzentrieren. Dabei ist es nicht allein die Funktionalität von Spüle und Armatur, die stimmen muss: Eine hässliche Spüle oder eine unpassende Armatur kann die schönste Küchenplanung verderben. Denn der Spülenbereich ist meist gut sichtbar und prägt somit das gesamte Erscheinungsbild der Kücheneinrichtung ganz entscheidend mit. Für die Produktentwickler eine große Herausforderung, Design und Funktionalität in Einklang zu bringen und für alle Einrichtungssituationen, Nutzungsvarianten und Vorlieben der Küchenbesitzer Lösungen vorzusehen. Mit der Wasserstelle beginnt die Küche Dennoch wird dem Vorbereitungszentrum zu wenig Interesse beigemessen. Allzu oft steht die Entscheidung über Spülen- und Armaturenmodell beim Küchenkauf erst zum Ende des Planungsgesprächs an, wenn das Budget fast ausgeschöpft ist. Hier ist der Küchenfachhandel gefragt: Denn die Konsumenten, die nicht nur irgendeine Spüle für ihre Küche suchen, sondern auch den Service haben möchten, wenden sich an den qualifizierten Küchenfachhandel. Hier können sie auf ein stimmiges Gesamtkonzept zurückgreifen, angefangen bei der Beratung, über die Planung bis hin zur fachgerechten Montage.


Vorbereitungszentrum | design + komfort

Der Spülstein gehört zu den Klassikern unter den Küchenspülen. Sein massives Design strahlt Stabilität und Ruhe aus. In der Kombination mit modernen, geradlinigen, grifflosen Möbeln wird der Spülstein aus Keramik zu einem echten Statement. Zwei geräumige Becken bieten Bewegungsfreiheit, der kleine Resteausguss zusätzliche Funk­ tionalität.

Neben Armaturen wie Eloscope, die lassen, gibt es Vorfenster-Armaturen wie die Laressa-F. Der komplette Auslauf in L-Form lässt sich bei Bedarf einfach nach vorne in das Becken klappen oder, seitlich

Foto: Naber

Foto: Blanco

gedreht, ablegen.

Foto: Villeroy & Boch

sich in Arbeitsplatte oder Spüle versenken

Hier finden sie Antworten für entscheidende Faktoren wie sinnvolle Raumausnutzung, Ergonomie und Pflegeleichtigkeit durch den Einsatz entsprechender Materialien wie Edelstahl, Keramik oder Verbundwerkstoff. Auch die Abstimmung auf die Arbeitsfläche und die Art der Integration, ob aufliegend, flächenbündig oder untergebaut spielt eine große Rolle. In 60 cm breiten Spülen-Unterschränken findet sich ausreichend Platz für eine geräumige Küchenspüle mit komfortablen Haupt- und Zusatzbecken. Durchdachtes Zubehör erhöht den Komfort und leistet wertvolle Dienste – selbst bei wenig Platz. Sei es das handliche Schneidbrett, das über der Tropffläche verschiebbar ist, oder die in das Hauptbecken einhängbare Multifunktionsschale – praktische Accessoires wie Rollmatten, Resteschalen, Siebe, Drahtkörbe und Seifenspender erweitern die Funktionalität und erleichtern die täglichen Abläufe.

Im Spülenunter-

Armaturen smarter than smart Gepaart mit der richtigen Armatur ist die Spüle unschlagbarer Hauptdarsteller des Vorbereitungszentrums. Zeitgemäße Armaturen überzeugen durch smarte Techniken und vereinen Design, Komfort und Hygiene. So ist z.B. die Möglichkeit, den Wasserlauf berührungslos zu steuern, hygienisch und praktisch in einem. Wie die Spüle sollten sie neben dem Anspruch an eine hohe Funktionalität und eine ansprechende Optik auch den Anspruch höchster Pflegefreundlichkeit erfüllen. Zudem sind nachhaltige Eigenschaften wie Umweltverträglichkeit und Langlebigkeit der Materialien bei der Planung des Spülarbeitsplatzes wichtige Faktoren. Zusätzlich kann mit dem Einsatz innovativer Armaturen die Wasserverwendung optimiert werden. Die Zukunft ist multifunktional und smart. Die neuen Generationen von Küchenarmaturen, die ihren Nutzern ein beträchtliches Mehr an Komfort bieten, überzeugen auf der ganzen Linie. Denn wer möchte sie nicht, die Dosierung des Wasserflusses durch präzise Messbecherfunktion, die eigene Wasseraufbereitung für gefiltertes Trinkwasser oder das kochend heiße Wasser aus dem Hahn und natürlich die Sensortechnik, die eine berührungslose Bedienung ermöglicht. Selbst mit nur einem Teil dieser Funktionen wird das Vorbereitungszentrum zu einem attraktiven, langfristigen Investitionsgut.

Kleinteileschale

schrank leistet Cox Work®, die gemeinsam mit Produktdesigner Kilian Schindler entwickelte Utensi­ lienbox gute Dienste. In der tragbaren, mit diversen Trennstegen und separater erhältlichen Box lassen sich z.B. Reinigungsutensilien übersichtlich und griffbereit aufbewahren.

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design + komfort | Spülen

Das Zubehör des neuen Franke Box Center besteht aus Abtropf­becken, Messerblock, Schneidebrettern und Geschirr-Abtropfgitter. Das Hauptbecken lässt sich beispielsweise mit einem Schneidebrett im Handumdrehen zu einer zusätzlichen Arbeitsfläche umfunktionieren.

Spüle und Küchenzubehör … … formschön organisiert im Franke Box Center Der Grundgedanke bei der Entwicklung des Franke Box Centers war, die wichtigsten Küchenhelfer, die von der Vorbereitung der Speisen über den Kochvorgang bis hin zur Reinigung benötigt werden, direkt an der Spüle immer griffbereit zu haben. So entstand ein cleveres Ordnungssystem, das Spüle und Küchenzubehör zu einer kompakten, formschönen Einheit verbindet.

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e besser die Küchenkomponenten aufeinander abgestimmt sind, desto reibungsloser gelingen die täglichen Abläufe. Deshalb sind beim Box Center die wichtigsten Küchen-Accessoires, die zur Zubereitung von Speisen benötigt werden, direkt an der Spüle immer griffbereit. Neben der großen Edelstahlspüle befindet sich ein zweites, schmaleres Becken mit Abdeckung. Liegen keine Küchenarbeiten an, sind Abtropfbecken, Messerblock, Schneidebretter und Geschirr-Abtropfgitter platzsparend und unsichtbar im kleineren Becken verstaut. Zum Arbeiten werden nur die Küchenhelfer entnommen, die gerade zur Speisenzubereitung benötigt werden. Damit kann auch vorübergehend über dem großen Becken eine Arbeitsfläche mit Schneidebrettern und Abtropfbecken

geschaffen werden: Das Hauptbecken wird zur zusätzlichen Arbeitsfläche. Patentiert ist der Druckknopf auf der Armaturenleiste. Er erlaubt, das Wasser aus der Spüle abzulassen, ohne nasse Hände zu bekommen. Bei der Installation lässt sich die Position von Armatur und Druckknopf frei wählen. Einfach und schnell ist der Einbau durch die Installationsvarianten „SlimTop“ und „Flächenbündig“. Produktdesign und Funktionalität überzeugten auch die unabhängige Initiative „LifeCare“, das Franke Box Center mit dem Konsumentenpreis „KüchenInnovation des Jahres® 2019“ für besonders empfehlenswerte Produkte auszuzeichnen. Zudem erhielt es den begehrten iF Design Award 2019 in www.franke.com der Kategorie Product – Kitchen. 

Für die Speisenzubereitung lassen sich exakt nur Fotos: Franke

die Küchenhelfer aus dem kleineren Becken entnehmen, die gerade benötigt werden. Alles andere Küchenzubehör bleibt sicher, hygienisch und unsichtbar in der Abdeckung verstaut.

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PULLBOY SOFT COMFORT NEU PULLBOY SOFT COMFORT wurde komplett überarbeitet. Die Vorteile: • komplett in oriongrau • stufenloser Seitenwandausgleich 16 bis 19 mm • jetzt auch mit 2 × 29 Liter und Einbauschablone • die Montage erfolgt ganz einfach, mittels einer Comfort-Plus-Metall-Einbauschablone • problemlose, nachträgliche Justierung dank 3D-Verstellung • Rahmentiefe: nur 330mm (Schienen 435mm) • Vollauszugschienen mit Selbsteinzug + Dämpfer inkl. Auszugssicherung Erhältlich in 2 Varianten für jeweils 3 verschiedene Schrankbreiten (45, 50 und 60er):

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Genea mit Rüstschale – praktisch zum Gemüseschneiden oder -putzen. Die Becken sind auf die Abmessungen der im Dampfgarer eingesetzten Schalen abgestimmt. So kann man hier das gegarte Gut komfortabel abtropfen lassen.

Multifunktion auf höchstem Niveau Über die Spüle hinaus denken – Systemceram

Nicht nur mit ihrem ausgereiften harmonischen Design punkten die Feinsteinzeugspülen „Genea“ und „Bela 78“ von Systemceram. Genea z. B. wird flexibel nutzbar als perfektes Arbeits- und Vorbereitungszentrum durch die Möglichkeit, in beide Becken passgenau Standard-Gastronomiebehälter aus Edelstahl (entsprechend EN 631) einzusetzen, wie sie beispielsweise im Dampfgarer verwendet werden.

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as mittig platzierte und damit optimal erreichbare Restebecken ist in Form und Abmessung genau auf den kleineren 1/3-Gastro­ niebehälter mit dem Außenmaß 325 mal 176 mm abgestimmt. Hier können Gemüse und anderes Gargut direkt aus dem Garraum zum Abtropfen sicher abgestellt werden. Die Abmessungen des großzügigen Hauptspülbeckens sind so ausgelegt, dass ein Edelstahl-Spülkorb mit einem großen 2/3-Gastronomiebehälter (Außenmaß 354 mal 325 mm) oder hintereinander zwei 1/3-Behältern hineinpassen: Vielfältige Möglichkeiten, rund um Spüle und Dampfgarer ein ganz individuelles und variables Vorbereitungszentrum zu gestalten. Auch bei der Gestaltung der Abtropffläche gehen Design und Funktion Hand in Hand: Sie läuft seitlich gegen Null aus, so dass sie beim flächenbündigen Einbau mit der Arbeitsplatte eine durchgehende Ebene bildet und sie erweitert. Die beiden feinen, symmetrisch angeordneten, zusammen mit der Abtropffläche gegen Null auslaufenden Abtropfrillen sind nicht nur ein charakteristisches Designmerkmal der Genea, sondern lassen das Abtropfwasser kontinuierlich abfließen, so dass abtropfendes Geschirr sicher und fest steht. Bela 78 passt in einen nur 45 cm breiten Unterschrank und bietet trotzdem mit 38 mal 34 cm so viel Beckenraum, dass ein Backblech diagonal problemlos hineinpasst. Die rechteckige Abdeckung des Ab-

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laufs im Restebecken ist zugleich Überlauf. Die seitlich gegen Null auslaufende Abtropffläche ist nicht nur als Abstellfläche, sondern auch als zusätzliche Schneidfläche nutzbar. Das hochwertige Feinsteinzeugmaterial ist schnitt- und stoßfest, auch heiße Töpfe und Pfannen können hier jederzeit abgestellt werden. Außerdem gibt es einen zum Beckenmaß passenden Spülkorb, abgestimmt auf das Maß eines Gastronomiebehälters. Heißes Gargut aus dem Dampfgarer kann so schnell und sicher zum Abtropfen in den Spülkorb eingehängt www.systemceram.de werden.

Mit einer rollbaren Faltmatte aus Edelstahl lässt sich das Becken der Bela 78 abdecken und zusätzliche Abstellfläche gewinnen.

Fotos: Systemceram

design + komfort | Spülen


Armaturen | design + komfort

Exakte Wassermengen lassen sich mit der neuen Smart-Armatur Evol-S Volume von Blanco zapfen. Ihre Messbecher-Funktion lässt sich intuitiv bedienen: Per Drehrad, das eine fein abgestufte Skala von 100 Millilitern bis 5 Litern enthält, wird zunächst die benötigte Menge gewählt. Ein Antippen auf das seitliche, sensorbasierte Steuerelement, und die gewünschte Dosis Wasser läuft. Diese praktische Zusatzfunktion ersetzt den separaten Messbecher und wirkt unnötigem Wasserverbrauch entgegen und ist deshalb besonders kosteneinsparend und umweltfreundlich. Die dynamische Wasserdurchfluss-Steuerung, das so genannte Dynamic Flow Control System spart zudem Zeit, denn je größer die gewünschte Wassermenge, desto kräftiger der Strahl und schneller der Wasserfluss. Evol-S Volume ist als 3-in-1-Armatur konzipiert und bietet neben der durchdachten Messbecher-Funktion über einen separaten Mischhebel auch warmes und kaltes Wasser, das sich wie gewohnt mischen lässt und unbegrenzt fließen kann. Der herausziehbare Auslauf vergrößert den Aktionsradius der Armatur – sehr komfortabel, wenn es zum Beispiel darum geht, die Spüle zu reinigen oder ein großes Gefäß zu füllen. Evol-S Volume gibt es in zwei Oberflächen: in Chrom sowie in Edelstahl finish UltraResist. Eine Hebel-rechts und eine Hebel-links-Version sorgt für

Fotos: Blanco

eine perfekte Abstimmung auf die Beckenanordnung.

www.blanco.de/smart

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Blanco Geschäftsleitung: kaufmännischer Geschäftsführer Rüdiger Böhle, Frank Gfrörer, Vorsitzender der Geschäftsführung und Geschäftsführer Technik Wolfgang Schneider, der mitteilte, dass er zum 1. August 2019 seine Tätigkeit bei Blanco beenden werde.

Mit Fokus auf den Konsumenten … … und Service für den Handel – Blanco wuchs auch 2018

Blanco, der Spülen- und Armaturenspezialist, steigerte im Geschäftsjahr 2018 seinen konsolidierten Umsatz um 15 Millionen Euro auf 394 Millionen Euro. Das entspricht einem weltweiten Wachstum von 5 %, das teilte Frank Gfrörer, Vorsitzender der Geschäftsführung, während der jährlichen Bilanzpressekonferenz am Stammsitz in Oberderdingen mit.

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n Deutschland, dem größten Einzelmarkt, erwirtschaftete die Blanco-Gruppe gegenüber 2017 ein Plus von 10 Mio. Euro, und erreichte 137 Mio. Euro (+7,5 %). Der Auslandsumsatz stieg auf 257 Mio. Euro, entsprechend 65 % des Gesamtumsatzes. Wegen gestiegener Kosten durch Tarifabschlüsse und der Materialkosten sei das Wachstum bitter notwendig gewesen. „2018 war erneut ein erfolgreiches Jahr. Wir konnten sowohl im Inland als auch in vielen internationalen Regionen unsere Umsätze steigern, teilweise gegen den Markttrend“, so die Zusammenfassung von Frank Gfrörer. Dabei entwickelten sich die internationalen Märkte unterschiedlich, mit Nordamerika und Kanada als der einzigen Region, die im vergangenen Jahr nicht so viel Freude gemacht habe. Vor allem viele europäische Regionen, mit z.B. der Firmenkonjunktur in Großbritannien und einem Plus von 9 % in Russland, sowie Asien verzeichneten überdurchschnittliche Wachstumsraten. Asien/Pazifik sei vom Gesamtanteil her noch ausbaufähig. 2018 habe man in Singapur eine Tochtergesellschaft gegründet, um näher in der Region zu sein, um die Gesellschaft in China zu führen und um die Customer Journey ausgewählter Märkte in Asien besser kennenzulernen und zu begleiten.

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Der Wasserplatz in der Küche: multifunktional und smart „Insbesondere unsere Silgranit-Spülen, die durch herausragende Materialeigenschaften, clevere Ausstattung und zeitgemäße Designs die Kunden weltweit begeistern, steuerten wiederum maßgeblich zum Umsatzwachstum bei“, erklärte Frank Gfrörer. Seine führende Rolle im Bereich Granit-Spülen habe Blanco in den Weltmärkten weiter gefestigt. So trugen etwa Linien wie Etagon zum Wachstum, das im Bereich der Spülen bei +4,1 % lag, bei: Mit ihrer integrierten Stufe und der Möglichkeit, sehr effizient eine dritte Funktionsebene im Einzelbecken zu schaffen, gehöre sie zu den Bestsellern. Auch die Produktbereiche Küchenarmaturen (+3,2 %) und Zubehör (+5,1%) verzeichneten einen überdurchschnittlichen Zuwachs. „Wir wollen dem Handel das komplette Produktsegment am Wasserplatz zur Verfügung stellen. Die Zukunft ist multifunktional und smart“, prognostizierte Frank Gfrörer. Dafür lancierte Blanco die neue Generation von Smart-Armaturen, die ihren Nutzern ein Mehr an Komfort bieten, z.B. präzise Messbecherfunktion, gefiltertes Trinkwasser oder berührungslose Bedienung dank Sensor. Für 2020 kündigte Frank


unternehmen + köpfe

Gfrörer die nächsten Neuheiten an und erwähnte, dass das Heinze-Panel Blanco auch für 2018 als Marktführer bei Armaturen bestätigte. Der Premium-Hersteller legt außerdem großen Wert auf einen ständig weiterentwickelten richtungsweisenden Service, sowohl im Vertrieb, in der Logistik als auch im Technischen Kundendienst. So würden z.B. 98 von 100 Kundenanrufen innerhalb einer Minute angenommen und beantwortet und Lieferungen erfolgten zu 98 % innerhalb von zwei Tagen schnell und ohne Fehler. Mit neuen Dienstleistungen wie dem Montage-Service für Smart-Armaturen durch den eigenen technischen Kundendienst oder dem Aufmaß- und Einbau-Service inklusive Schulung für individuell geplante SteelArt-Edelstahl-Arbeitsplatten bietet Blanco seinen Handelspartnern lösungsorientierten Know-how-Transfer und kompetente Unterstützung beim Kunden vor Ort. In der Kommunikation geht Blanco neue Wege. So hat das Unternehmen 2018 erstmals eine digitale Markenkampagne durchgeführt, mit dem Ziel, den Konsumenten zu inspirieren und ihm Wissen zu vermitteln und damit den Kaufprozess, der ca. ein Jahr vor dem Kauf startet, vorzubereiten. Dadurch sei es gelungen, Konsumenten schon frühzeitig für das Thema Spüle und Armatur zu sensibilisieren und so eine gezielte Nachfrage von Blanco-Produkten beim Handel zu fördern. Investitionen 2018 Das Jahr 2018 stand bei Blanco im Zeichen kontinuierlicher Reinvestitionen auf hohem Niveau. Als kaufmännischer Geschäftsführer stellte sich Rüdiger Böhle der Aufgabe zu verdeutlichen, wie Blanco mit dem Fokus auf weiteres Wachstum im vergangenen Jahr 18,9 Millionen Euro investierte. Aufgrund des im Bau befindlichen neuen Standorts für Silgranit-Spülen in Tschechien fiel 2018 der internationale Anteil deutlich höher aus. Wie Geschäftsführer Technik Wolfgang Schneider erklärte, werde durch diese Investition die Versorgung der Kunden mit Silgranit gesichert, bei gleichbleibender Liefer- und Produktqualität. Die Produktion dort starte im Dezember 2019. Wichtige Investitionen flossen auch in den Ausbau der Anlagentechnologien in der

Erfolg verpflichtet: In Deutschland, dem größten Einzelmarkt, konnte die Blanco-Gruppe um 10 Mio. Euro gegenüber 2017 zulegen und erwirtschaftete im vergangenen Jahr 137 Mio. Euro (+7,5 %). Rainer Böhle und Geschäftsleiter Vertrieb Deutschland Lars Kreutz

Leitfabrik für Silgranit in Sinsheim. Darüber hinaus wurden im Edelstahl-Kompetenzcenter in Sulzfeld zahlreiche Fertigungsprozesse effizienter gestaltet. Im europäischen Logistikzentrum in Bruchsal wurde die Konsolidierung um hochmoderne Fördertechnik zugunsten einer künftig noch besseren Performance ergänzt. Mit das wichtigste Kapital um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, seien die 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 1.100 an deutschen Standorten. Hier wurde u.a in Gesundheitsprogramme, Weiterbildung, Kindergärten, bedarfsorientierte Arbeitszeitmodelle und Traineeprogramme investiert. Nicht ohne Grund zählt Blanco zu den besten Arbeitgebern Deutschlands, was die jüngste Analyse des Nachrichtenmagazins Focus erneut bestätigte. Moderates Wachstum erwartet Frank Gfrörer für das laufende Jahr. Zwar könnten externe Faktoren wie handelspolitische Konflikte oder die Brexit-Thematik sich dämpfend auf die Konjunktur auswirken. Doch gehe man von einem stabilen Konsumklima im Inland und den internationalen Regionen aus. Insgesamt sei jedoch weiterhin mit volatilen Märkten und sehr unterschiedlichen Entwicklungen zu rechnen. Mit Wachstumschancen rechne man vor allem in Asien/Pazifik und Nordamerika. Seine Strategie für 2019: „Unseren Fokus richten wir weiterhin auf den Konsumenten – weltweit. Wir werden uns deshalb konsequent an den Bedürfnissen der Verbraucher in den relevanten Märkten orientieren, ihnen möglichst schon in einer sehr frühen Phase des geplanten Küchenkaufs Orientierung bieten. Gleichzeitig werden wir alles daransetzen, dem Handel hochwertige, exzellent durchdachte Produkte, ganzheitliche Systeme für Spüle, Armatur und Abfallorganisation sowie zuverlässigen Service zu bieten, um ihn beim Durchverkauf bestmöglich zu unterstützen.“  www.blanco-germany.com/de

Eine Stufe, zwei Schienen, drei Funk­ tionsebenen – mit cleveren Konzepten wie der Becken-Linie Blanco Etagon, die in den Materialien Silgranit PuraDur (hier im Bild), Edelstahl und Keramik verfügbar ist, setzt Blanco in puncto Nutzerkomfort und Ergonomie neue Maßstäbe. Mit Spülen und Becken aus dem widerstandsfähigen, pflegeleichten Silgranit PuraDur, baute das Unternehmen seine Weltmarktführerschaft bei Granit-Spülen weiter aus. In Umsatz und Menge erreichen bei Blanco Spülen aus Silgranit einen größeren Anteil als solche aus Edelstahl. küche + architektur | 53


handel + markt

Der Kreis feiert 40 Jahre seines Bestehens Vom Solo zur Symphonie – Emotional und gleichzeitig professionell

„In der Zeit nach der Gründung im Jahr 1979 waren meine Gäste bei einer Jahreshauptversammlung noch an wenigen Händen abzuzählen. Heute feiere ich unser Jubiläum mit 1.800 Gästen“, Ernst-Martin Schaible, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Leonberger ­Verbundgruppe Der Kreis, zeigt sich überwältigt. „Tag für Tag prägte mich das Unternehmen, so wie ich es auch prägte und nun sind 40 Jahre vergangen.“

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handel + markt

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er Querdenker und Kämpfer ist sichtlich bewegt. Die meisten seiner Gäste begleiten ihn und seine Verbundgruppe bereits seit vielen Jahren, sei es als Mitglied oder als Industriepartner. Ihre Anwesenheit ist Hommage und Huldigung des Lebenswerks von Ernst-Martin Schaible zugleich. Sie steht für Vertrauen und Respekt. 60 seiner Industriepartner bekunden dies durch eine Fülle inspirierender Messestände, die der sonst so kühlen Stuttgarter Messehalle Wärme und Wohlfühlatmosphäre einhauchen. „Vielen Dank an unsere Industriepartner, dass sie diese Messe ermöglicht haben“, betont der Gastgeber und lässt es sich nicht nehmen, den Oberbürgermeister von Leonberg, Martin G. Kaufmann, durch die Ausstellung zu führen. Zukunft braucht Herkunft Die 1970er Jahre: Kleine und mittelgroße Einzelhändler sahen sich zunehmend mit der Werbe- und Einkaufsmacht großer Wettbewerber konfrontiert. Rückblickend konnte nur der Zusammenschluss in Kooperationen das Überleben des Einzelhandels sichern. Ernst-Martin Schaible ist einer der Visionäre, die mit der Gründung und der konsequenten Weiterentwicklung einer Verbundgruppe, den Fortbestand mittelständischer und kleiner Familien-Unternehmen im Küchenfachhandel sicherten und bis heute sichern. Fremdkapital hat Ernst-Martin Schaible nie in Anspruch genommen, „… ausgenommen der Bau der Verbandszentral in Leonberg“, gibt er zu. „Ich habe Kapital immer eingesetzt, ohne das Unternehmen zu belasten“, betont der gebürtige Schwabe und setzt nach: „Ich lasse mir von Banken nichts wegnehmen, die dafür nicht gearbeitet haben. Ich habe gespart, bis ich mir Investitionen leisten konnte …!“ Step by step lautet die Devise des Strategen Ernst-Martin Schaible und Schritt für Schritt baute er auch sein Unternehmen aus, investierte nach und

nach in andere Länder: „Länder-Investitionen brauchen fünf bis sechs Jahre, bis sie laufen.“ Nach den Niederlanden folgten die Schweiz und Österreich, später dann Belgien und Frankreich, Slowenien und zuletzt Großbritannien. Die Weitsicht des Unternehmers führte eine erfolgreiche europäische Verbundgruppe zusammen, die bis heute die Wettbewerbsfähigkeit ihrer inhabergeführten Mitgliedsunternehmen sichert, basierend auf deren eigenen Planungs- und Beratungskompetenz und einer internationalen Servicestärke, wie sie nur mit dem Rückgrat eines Systemverbunds gelebt werden kann. So unterschiedlich diese Märkte auch sein mögen, eines ist allen gemeinsam: Es gilt den Mittelstand zu fördern und ihn zu erhalten. Dazu gehört nicht nur der gemeinsame Einkauf, sondern die Entwicklung eines vielfältigen Dienstleistungsangebot bis hin zu generationsübergreifenden Lösungen für die Nachfolgeregelung: „Man muss den mutigen Schritt gehen, den jungen Leuten das Geschäft zu übergeben“, betont Ernst-Martin Schaible und propagiert das Miteinander von Jung und Alt: „Ein Geschäft eine Zeit lang zusammen mit den Senioren zu führen, gelingt unter den Voraussetzungen sich zu mögen, zu achten und voneinander zu lernen.“ Er selbst hält es in seiner Verbundgruppe nicht anders. Es ist Aufgabe der Führungskräfte und des Dirigenten, den orchestralen Dreiklang der Exzellenz „aufeinander hören – miteinander handeln – voneinander lernen“ mit Leben zu erfüllen, in dem sie nicht nur anordnen, sondern vor allem überzeugen. Once I had a dream … Ernst-Martin Schaible machte seine ersten Erfahrungen in der Küchenbranche als Außendienst-Repräsentant eines großen Küchenmöbelherstellers. Eine Tätigkeit, die seinen Weg als Unternehmer prägte.

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handel + markt

Sein Ziel: Die Demokratisierung der Konditionen oder das Angleichen der Einkaufsbedingungen von Fachgeschäften und Großfläche. 1979 mit 25 Mitgliedsunternehmen in Deutschland gestartet, hat sich das Projekt bis heute zu einer europaweit agierenden Verbundgruppe mit sage und schreibe 3.244 Mitgliedshäusern in 17 Ländern entwickelt. Ein demokratischer Zusammenschluss, in dem bis heute jede Meinung zählt. „Freiheit durch Verbund“ ist eine der wesentlichen Säulen der Unternehmensphilosophie von Der Kreis. Mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Küchenfachhandel, Der Kreis, Sanitär- und Bad-Fachhandel, Mein Bad, Schreinerei, TopaTeam, und Innenausbau, Creative Partner, bringen ihre Kompetenz als Solisten mit ein. Im Zusammenspiel bringen sie als Orchester den Konsumenten zum Träumen. Dass sich diese Synergien bezahlt machen, beziffert auch der Gesamtumsatz in 2018 von 3,68 Milliarden Euro. Der Durchschnittspreis pro verkaufte Küche bei Der Kreis Küchenspezialisten erhöhte sich 2018 auf 13.015 Euro. Beigetragen zu diesem Ergebnis hat auch die positive Entwicklung von Varia, dem 130 Mitglieder starken Franchise-Modul des Leonberger Systemverbunds Der Kreis, so Geschäftsführer Walter Greil. Im Inland sowie in Osteuropa habe man vielversprechende Neuverträge abgeschlossen. Unterstützt wird die erfolgreiche Entwicklung durch ein prägnantes Corporate Design- und Corporate Identity-Update, das sich auch in dem modernen Ladenbaukonzept widerspiegelt, in dem die Varia-Hausfarbe gelb und die Architektenfarbe Grau eine Symbiose eingehen. Besonders stolz zeigte sich Walter Greil auf die erneute Auszeichnung der Varia-Häuser durch die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV). Die Serviceleistungen des Franchise-Systems wurden mit der Note 1,3 bewertet. Hervorgehoben wurde vor allem die Qua-

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lität der Beratung durch die Varia Küchenspezialisten. Diese positiven Kunden-Bewertungen möchten die Franchisenehmer künftig noch stärker nach außen tragen und führen in Kürze ein Bewertungsportal für Varia-Partner ein. Unterstützt wurden sie dabei von TopaTeam, Deutschlands bestbewertetem Schreiner/Tischler Netzwerk, das ein solches Bewertungstool bereits seit 2010 nutzt, und seit dem 1. Januar 2018 dem Der Kreis Systemverbund angehört. Walter Greil, der als Geschäftsführer auch für diesen Bereich verantwortlich zeichnet, teilte mit, dass TopaTeam sich über ein Plus im zweistelligen Bereich freuen kann. Zudem werden die hier zusammengeschlossenen rund 330 Schreinereibetriebe auch zunehmend von den verbesserten Einkaufskonditionen, die sich innerhalb des Systemverbunds ergeben, profitieren. Der Einkauf der Rohmaterialien erfolgt fortan gemeinsam mit den rund 200 Innenausbauunternehmen von Creative Partner. Für die Geschäftsführung der Creative Partner-Gruppierung zeichnet Gerd Fähler verantwortlich. „Meine Mitglieder haben die Jahreshauptversammlung mit einer La Ola-Welle begonnen“, strahlte der sympathische Stratege. Für diese Gruppierung hat Gerd Fähler mit seinem Team ein Einkaufs- und Serviceportal erstellt, das, so berichtete er stolz, vom Angebot, über den Einkauf, die Rechnungserstellung und Rechnungsarchivierung, bis hin zur Zentralfakturierung, mit der bis 2020 zu rechnen ist, alles ermöglicht. Zudem werden die Artikelstammdaten der Branche so erfasst, dass sie problemlos in die individuellen Warenwirtschaftssysteme der einzelnen Innenausbauunternehmen integriert werden können. „All unser Bestreben“, betonte der Manager, „dient der Sicherung der Ertragskraft unserer Mitgliedshäuser.“ Das, so Gerd Fähler, sei auch der Anspruch der Badund Heizungsspezialisten von „Mein Bad“, wo man die Schnittstelle


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Gut aufgestellt für die Zukunft: Ralph Leimbach, Geschäfts­ führer Marketing, Vertrieb & Einkauf, der Holding, Bernd Krieg, kaufmännischer Geschäftsführer Der Kreis Systemverbund, ErnstMartin Schaible, geschäftsführender Gesellschafter, Geschäftsführer Oliver Strelow, Gerd Fähler, Geschäftsführer CP Verwaltungs GmbH, verantwortet auch Mein Bad, und Varia-Geschäftsführer Walter Greil.

zwischen Kalkulation und Planung ebenfalls geschlossen habe, so dass keine Doppelerfassung mehr möglich sei. Zusammenkommen, -bleiben und -arbeiten ist keine Frage des Alters Ernst-Martin Schaible ist heute 72 Jahre jung. „Ihr seid meine Familie“, lässt er seine Gäste wissen und so ist es selbstverständlich, dass er kon­tinuierlich um den Fortbestand des Unternehmens kämpft und hier verstärkt auf Mensch und Strategie setzt. „Wer digital verschläft, wird abgehängt“, macht er deutlich und übergibt den Staffelstab an Bernd Krieg, kaufmännischer Geschäftsführer Der Kreis Systemverbund. „Beobachtet man die Fahrt, die das Thema Digitalisierung gerade aufnimmt, weiß man, dass man auch als Verbundgruppe handeln muss. Daher haben wir eine IT- und Digitalisierungsoffensive im Sinne der eigenen und der Wettbewerbsfähigkeit unserer Mitglieder gestartet. Konditionen-Management und Bonusabrechnung werden ab 2020 vollständig und integriert in einer Spezial SW-Lösung abgebildet. Unser Ziel ist es, die eigene Infrastruktur auszubauen, die es uns u.a. ermöglicht, die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu unterstützen und zu vereinfachen sowie neue Geschäftsmodelle zu kreieren.“ Dazu solle auch ein einheitliches CRM-System beitragen. „In Richtung der Konsumenten werden wir unser Portal www.kuechenspezialisten.de kontinuierlich weiter ausbauen. Um hier auch technisch immer auf dem neuesten Stand zu sein, gehört es zu meinen Aufgaben, mögliche Technologie-Partner zu eruieren.“ Um eine enge Partnerschaft geht es auch Ralph Leimbach, Geschäftsführer Marketing, Vertrieb & Einkauf der Holding. Wie sein Kollege

Bernd Krieg, freut auch er sich auf die Zusammenarbeit mit ErnstMartin Schaible, den Mitgliedern und den Partnern in der Industrie: „Es ist unsere Aufgabe, unseren Mitgliedern in dieser von starken Veränderungen geprägten Welt Orientierung zu geben, d.h. branchen- und länderübergreifend wichtige Themen und Entwicklungen zu beobachten, und dabei zu prüfen, ob sie für unsere Mitglieder umsetzbar sind. Unser Dienstleistungsportfolio muss kontinuierlich auf den Prüfstand gestellt werden, um zukunftsfähig weiterentwickelt werden zu können.“ Ein aktuelles Beispiel dafür ist das relancierte Handelsmarkenportfolio von Der Kreis, das die vier Eigenmarken – „ai-Küchen“ von Häcker, „Logic-Kitchen“ von Nolte, „ViVARi-Küchen“ von Nobilia und eine weitere von Beckermann Küchen gefertigt Eigen-Marke, deren Name noch definiert wird, umfasst. Sie sollen künftig zur Differenzierung der Der Kreis-Mitglieder beitragen. Wissenstransfer An der Weiterentwicklung des Systemverbunds arbeiten natürlich auch dessen Mitglieder kontinuierlich mit. Aus der Praxis für die Praxis lautet hier die Devise, unter der in 120 Erfa-Gruppen in 17 Ländern Kollegen ihr Wissen miteinander teilen. „Viele wissen viel! Diese Erkenntnis ist der Grund dafür, dass ich die erste Erfa-Gruppe direkt mit der Gründung des Verbunds in 1979 installiert habe“, blickt ErnstMartin Schaible zurück. Als Vordenker zeigte sich der Gründer auch in puncto Weiterbildung. Seit über 30 Jahren setzt sich Ernst-Martin Schaible für die Gewinnung und Förderung des Nachwuchses für die Küchenbranche ein. Gemeinsam mit Dr. Rudolf Miele setzte er sich für die Schaffung des Ausbildungsberufs zum Küchenspezialisten ein. Im Dezember 2000

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In seiner Laudatio ließ Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender

Der deutsche EU-Kommissar und ehemalige Minister­

Gesellschafter Miele & Cie., diese gemeinsame Entwicklung noch

präsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, sprach

einmal Revue passieren und würdigte die Gastgeber auch mit diesem

über den Mittelstand in Europa und aktuelle europäische Heraus­

Zitat: „Sie haben sich den Specht von Guiseppe Lampedusa aus seinem

forderungen. Er würdigte die Gründung von Der Kreis als eine Idee,

berühmten Roman „Il Gattopardo“ zu eigen gemacht: „Wenn wir wollen,

die ihren Weg geht, mit der Messe als einem Zeugnis für die Kraft

dass alles so bleibt wie es ist, dann müssen wir alles ändern.“

der Partner in der Verbundgruppe.

wurde dieser auf der Basis des Einzelhandelskaufmanns anerkannt. Mit der Gründung der Der Kreis Anja Schaible Stiftung im Jahr 2009 setzte der Visionär eine weitere Benchmark. Ziel der Stiftung ist es, junge Menschen für den Beruf des Küchenspezialisten zu begeistern und zu gewinnen. Küchengestaltung und Küchendesign sollen an den Hochschulen zum Dauerthema werden. Unterstützt durch Studienprojekte mit Spezialisten aus dem Küchenfachhandel und mit den Partnern der Industrie an Hochschulen initiiert, die sich gezielt mit der Küche von heute und morgen beschäftigen.

Daraus leitete er den Wettbewerbsvorteil von Gesellschaften, die in demokratischen Rechtsstaaten organisiert sind, gegenüber diktatorischen Systemen ab. Letztere erreichten ihren raschen wirtschaftlichen Fortschritt, indem sie die Freiheit der Individuen einschränkten, die sich dagegen auflehnten, sodass das System ständig Rebellionen unterbinden müsse. Seine Schlussfolgerung: „Künstliche Intelligenz wird in Zukunft zur Verteidigung der Grundlagen der demokratischen Rechtsordnung für den Fortschritt und Profit dienen.“ Die Facetten der „Mobilität der Zukunft“ zeichnete Fabian Kehle. Der ehemalige Handballprofi ist Gründer, Ideengeber und Geschäftsführer der dockzwoelf GmbH. Demnach steht eine Neuordnung der Stadt durch neue Technologien bevor, denn Mobilität betrifft Hardund Software, beginnend bei der Energieversorgung, ob mit synthetischen Kraftstoffen, Wasserstoff als Antrieb oder Batteriemobilität, bis hin zu den Optionen der Nutzung, ob Sharing individueller Fahrzeuge oder öffentlicher Nahverkehr. Als Zukunftsvision entwarf er das Bild der weiträumigen Steuerung des Verkehrs unter Nutzung künstlicher Intelligenz, je nach Fahrzeugaufkommen, Umweltbelastung durch Feinstaub, Energieversorgung usw. Der deutsche EU-Kommissar und ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, sprach über den Mittelstand in Europa und aktuelle europäische Herausforderungen. Er würdigte die Gründung von Der Kreis als eine Idee, die ihren Weg geht, mit der Messe als einem Zeugnis für die Kraft der Partner in der Verbundgruppe. Die gegenwärtige Eintrübung der wirtschaftlichen Lage mit einem aktuell prognostizierten Wachstum von 0,5 % nach den sechs vergangenen guten Jahren nahm er zum Anlass, eine neue Agendapolitik zu fordern. Und er stellte die Frage: „Die Chinesen mit der stärksten

Zuhören, beobachten, überzeugen – Strategien für den Erfolg Anlass zu Nachdenklichkeit und anregenden Diskussionen gaben die Vorträge der Referenten, mit denen Der Kreis in diesem Jahr das Programm des Kongresses gestaltete. Der Kommunikationsexperte, TV-Moderator und Autor Thorsten Havener, machte den Anfang mit seinem Auftritt unter dem Titel „Ohne Worte – Geheimnisse der nonverbalen Kommunikation“. Seine Erfahrung als Zauberkünstler setzte er beispielhaft ein, um zu zeigen, dass Empathie und eine gute Beobachtungsgabe die grundlegenden Kompetenzen sind, um das Verhalten von Menschen richtig zu deuten, sie besser zu führen und Entscheidungsprozesse zu beeinflussen. Der Philosoph Prof. Dr. Markus Gabriel lehrt und forscht an der Universität Bonn zur Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart. In Stuttgart sprach er über „Die Zukunft der künstlichen Intelligenz“. Das Verhalten in sozialen Netzwerken wie Facebook ­erlaubt dank der Algorithmen das Verhalten vorhersagbar zu machen. Der Grad dieser Vorhersagbarkeit steht für Prof. Markus Gabriel in ­direktem Zusammenhang mit der Freiheit des Menschen.

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handel + markt

Im Jahr 2020 findet die Der Kreis JHV vom 15. –17. Mai in Kassel statt.

Fotos: Der Kreis

Volkswirtschaft der Welt haben einen Plan. Welchen Plan haben Sie für Ihr Produkt, für Ihr Unternehmen?“ Er betonte den Wettbewerbsvorsprung der Werteordnung der parlamentarischen Demokratie, basierend auf sozialer Marktwirtschaft, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsund Religions­freiheit. „Wenn wir unsere Ordnung erhalten wollen, müssen wir für sie kämpfen“, lautete sein Appell an die Versammlung. Und er führte seinem Auditorium die Bedeutung der Freizügigkeit des europäischen Binnenmarktes vor Augen, ohne den auch der Erfolg von Der Kreis und seinen Partnern nicht vorstellbar wäre. Über 70 Jahre Frieden in Europa hätten den Boden für diese Entwicklung bereitet und Europa zur Wirtschaftsmacht neben den USA und China werden lassen. Er zeichnete ein ideales Bild von Europa nach dem Beispiel der Erfolgsgeschichte von Der Kreis. Nach dem Motto „ein Team, ein Plan“ erinnerte er an das Jahr 1979 mit dem ersten direkt gewählten Parlament in Europa und nannte Der Kreis die Blaupause des europäischen Teams. Dr. Manuela Jacob-Niedballa, Fachärztin für Arbeitsmedizin, ließ unter dem Titel „Die digitale Arbeitswelt der Zukunft“ die Versammlung an ihrem Wissen über die Wechselwirkungen von Arbeit, sozialen Anforderungen und psychischer (Fehl-) Belastung teilhaben. Schließlich gab Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx einen Einblick in seine Forschung zur Zukunft des Lebens und des Wohnens als Orientierung und Anregung für Entscheidungen künftiger Entwicklungen und Strategien. Er beobachtete, dass digitale Bindungen sich als Illusion erwiesen und auch die Erwartungen an digitalisierte Geräte sich nicht durchgesetzt haben. Als Reaktion nennt er eine Kombination des als authentisch empfundenen Alten mit dem urbanen Neuen und die Bildung von Mischformen des Zusammenlebens in den Städten. Was das Kochen anbelangt, so gehe es aktuell um

Kommunikation und gemeinsames Kochen und Speisen, handwerkliche Produkte mit Bezügen z. B. zur Region. Der abschließende Festabend, gestaltet mit ORSO, dem „Ortenauer Rock-Symphony-Ochestra“, das gemischten Chor, das Orchester ORSO­philharmonic und Solisten zum Crossover-Projekt „The RockSymphonie“ mit kompositorischen Verquickungen von U- und E-Musik vereint, spiegelte die Quintessenz des Jubiläums: Auch der Systemverbund und seine Mitglieder initiieren mutige Kombinationen scheinbarer Gegensätze und zelebrieren sie mit Ausdruckskraft und Hingabe zu einer klanggewaltigen, nachhaltigen Einheit. In seiner Laudatio ließ Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter Miele & Cie., diese gemeinsame Entwicklung noch einmal Revue passieren und würdigte die Gastgeber auch mit diesem Zitat: „Sie haben sich den Specht von Guiseppe Lampedusa aus seinem berühmten Roman „Il Gattopardo“ zu eigen gemacht: „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, dann müssen wir alles ändern.“ Ein leichter Weg war dies nicht, aber Sie, wie auch wir alle wissen: Qualität setzt sich durch! Um nämlich hervorragende Qualität bieten zu können, ist es wichtig, seine Ausrichtung zu überprüfen, sich weiterzuentwickeln und somit auch zu ändern, um am Puls der Zeit zu bleiben. Auch das ist dem Kreis in den vergangenen 40 Jahren immer wieder gelungen.“ Große Dirigenten zeichnen sich durch genaues Hinhören und Hinsehen aus, durch eine an klare Ziele gebundene Leidenschaft und ein hohes Maß an Verantwortung für das große Ganze. Erst wenn die Musikerinnen und Musiker vom Ich- zum Wir-Gefühl kommen und auf diese Weise von Solisten zu Symphonikern werden, hat das Orchester Qualität und Erfolg. Unter seinem Dirigenten Ernst-Martin Schaible ist der Systemverbund zu einem beeindruckenden Symphowww.derkreis.de nie-Orchester geworden. 

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handel + markt | Küchenring

Die aktuelle Geschäftsführung und der Beirat von Der Küchenring zusammen mit dem Gründer und Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Ulrich Dornieden (m): Stephen Grimm, Jörg Kirch, Hanka Jacobs, Olaf Gatzke, Geschäftsführer Jürgen Feldmann, Geschäftsführer Joachim Bringewald, Michael Kramp, Geschäftsführer Manfred Töpert

Schlagkräftig, effizient und erfolgreich Der Küchenring blickt auf ein weiteres positives Jahr zurück

Hatte Geschäftsführer Manfred Töpert für das Jahr 2017 noch einen Rückgang des Umsatzes um 1 % auf 484 Mio. Euro bekanntgeben müssen, so war es umso erfreulicher, dass Der Küchenring im Rahmen der Küchen-Spezialverbände im Jahr 2018 seinen Umsatz um 3,5 % auf 501 Mio. Euro erhöhen konnte.

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iese Zahl bildet den zentralregulierten Umsatz (Einkaufsumsatz inkl. Mehrwertsteuer (kein Außenumsatz)) auf der Basis des Rechnungspreises der Industrie an den Handel ab. Damit einher ging 2018 ein Anstieg der Mitgliedszahl um 20 auf 610 angeschlossene Unternehmen. Dass dieser Zuwachs trotz der rückläufigen Zahlen des Gesamtmarktes möglich war, sei auch der Erweiterung des Tätigkeitsfeldes nach Österreich zu verdanken, das an Dynamik deutlich zunehme. Weichen gestellt Eröffnet wurde die Jahreshauptversammlung wie in jedem Jahr von Michael Kramp als Beiratsvorsitzendem, der die Beschlussfähigkeit der Versammlung mit 484 anwesenden und vertretenen von 610 Mitgliedern (79,34 %) feststellte und den Tätigkeitsbericht des Beirats vortrug. Im vergangenen Jahr habe man auch vor der Aufgabe gestanden, auf Grund des starken Wachstums in den letzten Jahren das Team zu verstärken und die personelle Führung für die Zukunft sicherzustellen. Seit dem 1.1.2019 ist nun Jürgen Feldmann zunächst als Verstärkung der Geschäftsleitung am Start. Manfred Töpert werde noch

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bis März 2020 die Geschäftsführung innehaben und sie im April 2020 an seinen Nachfolger übergeben. Damit sei ein wichtiger Meilenstein für die weitere positive Entwicklung von Der Küchenring gelegt. Stolz auf die Entwicklung ... ... der Mitglieder, zeigte sich Manfred Töpert. Da auch das Jahr 2019 nach den bis Ende Mai vorliegenden Zahlen wieder erfolgreich zu werden verspreche, betrachte man 2017 als Ausnahmejahr in der Küchenring-Entwicklung seit 2002. Die von Der Küchenring und Alliance zusammen realisierten Küchenumsätze verteilten sich 2018 zu 58,4 % auf den Küchenring und zu 41,6 % auf Alliance. Die Verbandskosten lagen in 2018 bei 0,74 %, der Anstieg um 0,5 % im Vergleich zu 2017 sei bedingt durch Investitionen vorrangig im personellen Bereich. Vor allem durch den weiteren Ausbau der renditeorientierten Lieferanten-Konzentrationskonzepte, mit denen die Der Küchenring Mitglieder knapp 50 % der Umsätze generierten, konnte auch die Ausschüttung an die Gesellschafter auf rund 57 Mio. Euro gesteigert werden. Durchschnittlich wurden damit 13,55 % je Mitglied ausgeschüttet, bezogen auf den kumulierten Netto-Einkaufsumsatz bei


Küchenring | Handel + Markt

Jürgen Feldmann verstärkt seit 1. Januar 2019 die Geschäftsleitung von Der Küchenring und nahm die JHV wahr, sich der Versammlung vorzustellen. Perspektivisch wird er die Nachfolge von Geschäftsführer Manfred Töpert übernehmen. Er arbeitet seit 1991 in der Küchenbranche und hat rund zehn Jahre Erfahrung in verantwortlicher Tätigkeit im Verbandsgeschäft.

Verbandslieferanten. Manfred Töpert nahm diese Zahlen zum Anlass, abermals deutlich zu machen, dass zur Renditesteigerung für mittelständische Küchenspezialisten kein Weg an der Lieferantenkonzentration vorbei führe. Der Küchenring hält dafür auf unterschiedliche Gesellschafterstrukturen zugeschnittene Konzepte bereit und plant 2019/2020 den Anteil der dadurch erzielten Umsätze auf 60 bis 65 % zu erhöhen. Sein Mit-Geschäftsführer Joachim Bringewald stellte die detaillierte Jahresbilanz vor. Die Versammlung entlastete Beirat und Geschäftsführung einstimmig bei einer Enthaltung.

501,0 488,0

441,0

396,2

350,2

358,0

289,0

UMsatz-/ Mitgliederentwicklung 2002 bis 2018

241,5 Entwicklung Umsatz in Mio. Euro 199,7

Entwicklung Mitglieder

*Einkaufsumsatz inkl. Mehrwertsteuer (kein Außenumsatz)

(Der Küchenring, zentralregulierter Umsatz* Basis Rechnungspreis der Industrie an den Händler)

176,5

92,1

133,4

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333

375

484,0

93,9

76,3 53,8 188

264

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küche + architektur | 61


handel + markt | Küchenring

Die Liebe zum Detail macht ein System Plus1 Küchenstudio rund: LED-Beleuchtungen setzen Küchen in Szene und sorgen für eine angenehme Stimmung. Individuelle Akzente setzen Dekorationen, die die Persönlichkeit des Küchenspezialisten widerspiegeln.

Keine Jahreshauptversammlung ohne Auszeichnung des Küchenplaners des Jahres (u.). Beim Küchenring ermittelt eine Jury eines unabhängigen Fachinstituts die kreativsten umgesetzten und verkauften Küchen in drei Kategorien: Planungen bis 12 qm, bis 20 qm und ab 20 qm. Die Gewinner 2018 spiegeln den Erfolg der Küchenspezialisten gegenüber der Großfläche:

Gewinner in der

Gewinner in der

Kategorie

Kategorie

Küchen bis 12 qm:

Küchen bis 20 qm:

Markus Weiß,

Denis Schmidt,

Brumberger und

Küchen Exklusiv GbR,

Jorde, Regensburg

Quakenbrück

Gewinner in der Kategorie Küchen über 20 qm: Gertrud Kern, vertreten durch ihre Tochter, Kern Küchenvertrieb, Rosenheim

Instrumente für den Erfolg realisiert worden. Die 5-Jahres-Garantie für Elektrogeräte und für Kü„Der Küchenring ist nicht nur ein Konditionenverband“, postulierte chenmöbel wurde nun mit zwei unterschiedlichen Varianten neu aufManfred Töpert und betonte, dass wie angekündigt, die Neutralisierung gestellt, um Gesellschaftern und deren Kunden noch mehr Flexibilität in der Eigenlabel Systhema, Linea und Inpura weiter vorangetrieben dem Bereich dieses wichtigen Vermarktungstools zu geben. Erstmals wurde. Neben weiteren neuen Motiven für die Instore-Kommunikation wird die komplette Küche mit in die Garantieleistungen einbezogen. wurden nun auch die Journale aller drei Eigenlabel komplett neu gestaltet und auf die jeweilige Kommunikationsstrategie ausgerichtet. Im Social- Der neue Beirat ist der alte Media-Bereich wurden eigene Facebook-Auftritte, die monatlich mit Das Ergebnis der anschließenden Beiratswahl teilte der Gründer und aktuellen und interessanten Posts gefüttert werden, gestartet. Gerade der Ehrenvorsitzende Prof. Dr. Ulrich Dornieden mit. Demnach setzt Bereich Social-Media solle in diesem Jahr noch weiter verfeinert und sich der Beirat wieder aus Hanka Jacobs, Stephen Grimm, Jörg Kirch, optimiert werden, um zum Beispiel mit gezielten Marketingkampag- Michael Kramp und Olaf Gatzke zusammen. Nach der Konstituienen noch mehr Reichweiten zu erzielen und den Traffic zu erhöhen. rung des Beirats werde dieser ein zusätzliches stellvertretendes MitEin wichtiger Erfolgsbaustein des Verbands ist nach wie vor das Stu- glied zuwählen. Vorgesehen sei diese Position für junge Kollegen, um diokonzept System Plus1. 2018 haben 89 Gesie allmählich auf eine Vollbeiratstätigkeit sellschafter damit die Neuinszenierung ihrer vorzubereiten und eine kontinuierliche Fort­ Die Küchenkompetenztage 2020 in Rheinbach Ladenflächen umgesetzt: nahezu kostenneutsetzung der Beiratsarbeit zu garantieren, so finden am 7. und 8. März 2020 statt, ral und schon ab einer Ausstellungsfläche von der weitsichtige Initiator von Der Küchendie Jahreshauptversammlung Der Küchen200 qm. Für das Jahr 2019 seien schon 19 weiring, Prof. Dr. Ulrich Dornieden. ring 2020 am 16. und 17. Mai 2020 in Leipzig. www.kuechenring.de tere Umsetzungen in Planung, bzw. bereits 

62 | küche + architektur


Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Die guten Adressen der Branche www.kuecheundarchitektur.de

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Neue Alno GmbH Heiligenberger Straße 47 88630 Pfullendorf Tel. 07552 21-0 · Fax 07552 21-3789 mail@alno.de · www.alno.de

Brigitte Küchen · H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 www.brigitte-kuechen.de vertrieb@brigitte-kuechen.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49 5921 704-0 Fax +49 5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Express Küchen GmbH & Co. KG Am Mühlenbach 1 · 49328 Melle Tel. 05226 5942-0 · Fax 05226 5942-4119 info@express-kuechen.de www.express-kuechen.de

nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

küche + architektur | 63


VISITENKARTEN | Die guten Adressen der Branche

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Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-8265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

Sachsenküchen Hans-Joachim Ebert GmbH Dresdner Straße 78 · 01744 Dippoldiswalde Tel. 03504 6481-0 · Fax 03504 6481-35 info@sachsenkuechen.de · www.sachsenkuechen.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. 09825 83-0 · Fax 09825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbusch Straße 2 · 45883 Gelsenkirchen Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch.de www.facebook.com/kuppersbuschcom

FUTURE OF SALES Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Ladestraße 52 ·· 32257 Bünde Ladestraße 52 · 32257 Bünde Ladestraße 52 32257 Bünde Tel. 5223 6900-0 Tel. +49 5223 6900-0 Tel. +49 +49 5223 6900-0 info info@rotpunktkuechen.de info@ rotpunktkuechen.de @rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

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Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49 5921 704-0 Fax +49 5921 704-140 naber@naber.com · www.naber.com

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 aluments@wesco.de www.wesco-aluments.de

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Franke GmbH Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de/ks

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

Grama Blend GmbH Industriestraße 44–46 D-92237 Sulzbach-Rosenberg Tel. +49 9661 10430 · Fax +49 9661 9233 info@gramablend.com www.gramablend.de /gramablend

Ausgabe 2/2019 · 7. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

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PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de

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Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

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küche + architektur

Küchendesign wächst über sich hinaus · Hersteller fit für neue Räume Dunstabzugshauben – wann sind sie wirklich effizient? · Neue wissenschaftliche Abhandlung klärt auf AMK Jahreshauptversammlung 2019 · Come together der Branche


14. bis 20. September 2019 30 HERSTELLER PRÄSENTIEREN SICH MIT IHREN HAUSMESSEN 2019/2020

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Küche + Architektur 3/2019  

Küche + Architektur 3/2019