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Ausgabe 6/2017 · 5. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Branchenspiegel 2018 „Who is who“

Weltwirtschaft volle Fahrt voraus · Deutschland im Aufschwung Deutsche Küchenmöbelindustrie auf Erfolgskurs · Internationale Benchmark in Design, Funktionalität, Service und Logistik V-Zug · Symbiose aus Innovation und Exklusivität


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Editorial

Von Fürsten und dem Geist der Weihnacht

F

ürst Jean Stroganow gehörte zu den hartgesottensten Regenten seiner Zeit. Er arbeitete rein für seinen Geldbeutel, während das Wohl der Menschen in seinem Reich ihn kaum interessierte. Seinen gut bezahlten Vasallen drohte er, falls diese nicht parierten, mit Entlassung, den Zünften und Pächtern mit Restrik­tionen und selbst den Menschen, die sich ihm freiwillig angeschlossen hatten, erging es oft nicht besser. Je geringer die Abgaben desto höher die Geringschätzung, mit der der Fürst seinen Untertanen begegnete. Dem Geist der Weihnacht konnte das nicht gefallen! Es war die Nacht des 24.Dezember, als ein Schneesturm über das Fürstentum von Jean Stroganow hinwegfegte. Dick vermummt kämpfte er sich nach einem Gelage mit seinesgleichen durch das Schneegestöber zu seinem Schlitten, als eine Böe ihn erfasste und mit sich riss. Eine fremde Macht schien ihn in der Luft zu halten, umgeben von wirbelnden Schneeflocken, die ihm die Sicht nahmen. Als er wieder sehen konnte, fand er sich grob auf einen Schemel gesetzt, den schemenhaften Umrissen zweier Gestalten gegenüber. „Du hast es weit gebracht“, klopfte ihm die eine auf die Schulter. „Ihr und Euresgleichen, Ihr habt unser beider Lebenswerk ausgelöscht. Das nennt man taktische Kriegsführung“, brummte der andere Schemen. Unversehens trennte sich dessen Kopf vom Rumpf, sauste auf Stroganow zu und starrte ihm direkt ins Gesicht. Dem Fürsten stellten sich die Haare zu Berge und er erschauderte, als er seinen ehemaligen Wegbegleiter wiedererkannte: „Seid Ihr das, Wilhelm?“ „So, Ihr erinnert Euch an mich?“, höhnte der Geist. „Ja, damals begegneten wir uns – so wie eben – noch auf Augenhöhe.“ „Ph, von wegen Augenhöhe!“, zischte der andere Geist, den der Fürst jetzt, als er die Stimme hörte, als seinen früheren Hoflieferanten Anton identifizierte. „Mein Name und die Ware, die ich unter ihm feilbot, zählten einst im ganzen Land.“ „Doch je größer Eure Macht, je zahlreicher Euer Gefolge und Eure Untertanen, umso gieriger wurdet Ihr und machtet uns alle zu Euren Knechten“, erboste sich Geist Wilhelm, dessen Kopf zu einem riesigen, zornig-roten Ballon angewachsen war. „Ware, die Euch zu teuer erschien, nahmt ihr nicht an und jeder, der sie ohne Eure Einwilligung bezog, wurde abgestraft“, rief Anton ihm

in Erinnerung. „So zwangt Ihr uns dazu, immer billiger und vergleichbarer zu werden, bis wir aus der Zunft verschwanden.“ „Wir prostituierten uns und statt unsere Identität zu wahren, verloren wir sie“, stimmte Wilhelm in die Anklagen ein. „Was kann ich denn dafür, wenn Ihr Euch das gefallen lasst“, widersprach der Fürst, mühsam seine Fassung wahrend. „Was heißt hier gefallen lassen“, begehrte Wilhelm auf. „Wir hatten ab einem gewissen Zeitpunkt keine Wahl. Es gab zu viele unserer Art in der Zunft. Jeder wollte überleben und tat nahezu alles, um mit Euch und Euresgleichen im Geschäft zu bleiben.“ Anton rollte mit den Augen: „Ihr habt nicht nur große Schreinereien wie die unseren auf dem Gewissen, sondern auch zig kleine. Glaubt mir, wir kennen jeden einzelnen, im Club der Fürstentums-Geschädigten treffen wir uns einmal in der Woche zum „Rouge et Noir“. Wir alle würden Euch ja viel lieber auflaufen lassen, aber der Geist der Weihnacht bat uns, Euch eine letzte Chance einzuräumen und Euch zu warnen: Denn Eure Untertanen sind klüger geworden. Den Meistern, die heute unsere Zunft anführen, ist es trotz Eurer Intrigen gelungen, nicht nur zu wachsen, sondern auch eine ausreichend große Menge eigener Gulden auf die hohe Kante zu legen. Jetzt können sie Euren Untertanen so viel Gutes bieten, dass diese Euch künftig nicht mehr brauchen. Auch Euer Fürstentum wird so langsam aber sicher verschwinden.“ Einem seiner Zeitgenossen hätte Stroganow wohl mit einem süffisanten Lächeln den Rücken gekehrt, den beiden übermächtigen Gespenstern gegenüber jedoch, die seine Vergangenheit kannten, und sie gegen ihn verwenden konnten, kroch er zu Kreuze. „Was sind die Bedingungen, mein Reich zu erhalten“, fragte er zitternd. „Hört auf, die Zunftbrüder weiter gegeneinander auszuspielen, sie zu übervorteilen und sie auszunutzen. Behandelt sie und auch Eure Untertanen künftig mit Respekt und Fairness.“ „Und denkt immer daran, dass Euer Erfolg auch auf dem Erfolg der Zünfte und Untertanen gründet!“ Diese Worte Antons hallten Jean Stroganow noch in den Ohren, als er zu sich kam und sich vor seinem Schlitten stehend fand, als wäre nie etwas geschehen. Über alle Maßen erleichtert stieg er ein, dankte seinem Kutscher und wünschte ihm, voll guter Vorsätze für sein „neues Leben“ zu dessen Erstaunen ein Frohes Weihnachtsfest.

Yvonne Davy Chefredakteurin

Wir wünschen Ihnen ein Frohes Fest und einen guten Start in eine erfolgreiches, gesundes Jahr 2018, in dem sich viele Ihrer Wünsche erfüllen mögen!

Glauben Sie an Geister? küche + architektur | 1


Foto: nobilia

Klare Architektur durch die Kombination von wohnlich warmer Eiche San Remo Nachbildung und Schiefer. Mit StoneArt ergänzt ein neues Programm in Schichtstoffausführung den Trend zu großformatigen Steindekoren. Das Dekor Grauschiefer Nachbildung macht StoneArt dank seiner besonderen dreidimen­ sionalen Oberfläche zu einer Front mit besonderer Ästhetik und natürlicher Anmutung. Passend zu diesem Dekor sind auch Wangen und Arbeitsplatten in der neuen Xtra-Aus­ führung lieferbar. www.nobilia.de

1 Editorial Von Fürsten und dem Geist der Weihnacht

4 Weltwirtschaft volle Fahrt voraus Deutschland im Aufschwung

12 Deutsche Küchenmöbelindustrie bleibt auf Erfolgskurs

Internationale Benchmark in Design, Funktionalität, Service und Logistik

16 Wohnen ohne Konventionen Trends, die das Wohnen in Zukunft ­beeinflussen

18 Fest, fein, formvollendet TitanCeram von Villeroy & Boch – Keramik der Meister

19 Storytelling am PoS Drei Themenwelten von Brigitte Küchen für den Handel

20 2018 kann kommen Die deutsche Küchenmöbelindustrie zeigt sich gut gerüstet und optimistisch

30 Sternstunde in der

Lackier­technologie Innovatives HotCoating Verfahren von Pfleiderer für verbesserte Oberflächen­ eigenschaften

31 Elektrogeräte-Industrie

überzeugt durch Innovationen

Ambivalente Haltung zum Thema Smart Home

43 Edelmetalle in der Küche … … im Trend mit der Kupfer Edition von Franke

44 Spülen – gute Leistung zahlt sich aus

50 Flexibler Stauraum Kesseböhmer nimmt die Tür in den Fokus

2 | küche + architektur


Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch Christian Schikora Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de

Inhalt 6/2017 52 Beschlagindustrie – mit intelligenten Plattformstrategien… … zu kundenorientierten Lösungen

58 Beschläge – Botschafter

emotionalisierender Technik Bedienkomfort, Funktionalität und ­grenzenlose Individualität

62 Verbundgruppen punkten mit individuellen Profilen

68 Licht ist kein Werkstoff,

aber man kann damit bauen Gera Leuchten schreibt Licht-Design-Geschichte

74 V-Zug – Symbiose aus

Innovation und Exklusivität

Von Profis erdacht, für Profis gemacht

79 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Who is who – Firmeneinträge 27, 28, 29 Küchenmöbel, Küchenzusatzmöbel

36, 38 Einbaugeräte

46, 67 Spülen und Armaturen

26 Arbeitsplatten, Oberflächen

56 Beschläge, Möbelinnenausstattung

66, 67 Organisationen

Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4 69181 Leimen Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 5, gültig seit 1. 1. 2017 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, pro fertighaus, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: küche + architektur | 3 Seite 01: paprika/123RF Seite 04: actionsports/123RF Seite 79: auremar/fotolia


Daten + Fakten

Weltwirtschaft volle Fahrt voraus Deutschland im Aufschwung Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen Aufschwung. Die Wirtschaftsweisen rechnen mit Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 % im Jahr 2017 und 2,2 % im Jahr 2018. Für den Euro-Raum prognostiziert der Sachverständigenrat ein Wachstum des BIP von 2,3 % im Jahr 2017 und 2,1 % im Jahr 2018. Und auch die Weltwirtschaft hat in diesem Jahr spürbar an Fahrt gewonnen und dürfte um 3,6 Prozent wachsen, 0,5 Prozentpunkte mehr als im schwachen Vorjahr, lautet die Analyse der OECD, die für 2018 sogar mit geschätzten 3,7 Prozent rechnet. Wirtschaftliche Eckdaten für Deutschland

2016

20171 20181

1,7 %

1,9 %

2,0 %

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner2,3,4

0,9 %

1,0 %

1,4 %

1,8 %

Leistungsbilanzsaldo5

8,5 %

8,3 %

7,7 %

7,6 %

Erwerbstätige

43.069.000

43.638.000

44.298.000

44.810.000

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte6

30.822.000

31.485.000

32.183.000

32.732.000

Registrierte Arbeitslose6 Foto: actionsports/123RF

2015

Bruttoinlandsprodukt2,3

2,2 %

2.795.000 2.691.000 2.561.000 2.473.000

Arbeitslosenquote6,7

6,4 %

6,1 %

5,8 %

5,5 %

Verbraucherpreise3

0,3 %

0,5 %

1,7 %

1,8 %

Finanzierungssaldo des Staates8

0,6 %

0,8 %

1,0 %

1,1 %

1) Prognose des Sachverständigenrates; 2) Preisbereinigt; 3) Veränderung zum Vorjahr; 4) eigene Berechnungen; 5) In Relation zum nominalen BIP; 6) Quelle für die Jahre 2015 und 2016: Bundesagentur für Arbeit (BA); 7) Registrierte Arbeitslose in Relation zu allen zivilen Erwerbspersonen; 8) Gebietskörperschaften und Sozialversicherung in der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen; in Relation zum nominalen BIP.

4 | küche + architektur


tung der deutschen Wirtschaft weiter steigt. Die prognostizierten QuartalszuDaten + Fakten

 ABBILDUNG 29

Voraussichtliche EntwicklungininDeutschland Deutschland: Voraussichtliche Entwicklung

Bruttoinlandsprodukt1

Produktionspotenzial und Produktionslücke4

Mrd Euro

%

Mrd Euro

%

2,0

760

740

1,5

730

4

720

1,0

700

2

700

0,5

670

0

640

-2

680

0

610

-4

660

-0,5

580

-6

-1,0

550

760

640

0,5 2013

Veränderung zum Vorjahr in %2 1,9 2,0 1,7 1,9 2014

2015

2016

2018

Jahresdurchschnitte

verkettete Volumenwerte Veränderung zum Vorquartal (rechte Skala)

2017

2,2

Prognosezeitraum3

6

-8 2000 02 BIP5

04

06

08

10

12

14

16 2018

Produktionspotenzial

Produktionslücke (rechte Skala)

Prognosezeitraum3

1) Referenzjahr 2010, saison- und kalenderbereinigt; 2) Ursprungswerte; 3) Prognose des Sachverständigenrates;

14)–Schätzung Referenzjahr 2010, saison- und5) kalenderbereinigt. 2 – Ursprungswerte. 3 – Prognose Sachverständigenrates. 4 – Schätzung des des Sachverständigenrates; Referenzjahr 2010, saisonbereinigte Werte; der Kalendereffekt wird des jedoch berücksichtigt. Sachverständigenrates. 5 – Referenzjahr 2010,Sachverständigenrat saisonbereinigte Werte; der Kalendereffekt wird jedoch berücksichtigt. Quellen: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen Quellen: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen

© Sachverständigenrat | 17-310

Jahresgutachten 2017/18 – Sachverständigenrat

D

ennoch, darauf weist die Hessische Landesbank in ihrer Prognose für 2018 hin: Der Euroraum und Deutschland werden ihr hohes Wachstumstempo aus dem Jahr 2017 nicht halten können. Die Konsumenten werden sich zunehmend der angestiegenen Inflation bewusst. Um einen nachhaltig höheren Wachstumspfad einzuschlagen, bedürfte es einer wachstumsorientierten Wirtschaftspolitik, die sowohl der demografischen Entwicklung als auch der vernachlässigten Infrastruktur entgegenwirkt. In manchen Regionen Europas erweisen sich Populismus, Protektionismus und Separatismus als wachstumsschädlich. Für die Jahre 2017 und 2018 prognostiziert der Rat der Wirtschaftsweisen ein Wachstum des Welt-BIP von jeweils 3,2 %. Die Vereinigten Staaten, China und das Vereinigte Königreich dürften im Jahr 2018 ähnlich schnell wachsen wie im Jahr 2017. Für Japan ist dies ebenfalls zu erwarten. Dennoch dürften die Impulse aus Asien 2018 wohl geringer ausfallen als 2017. China kehrt nach einer Phase zusätzlicher konjunkturpolitischer Impulse auf einen Pfad struk­ tureller Wachstumsverlangsamung zurück. Die Verschuldung, insbesondere der Staatsunternehmen, hat drastisch zugenommen.

Der chinesische Immobilienmarkt bleibt ein Stabilitätsrisiko. Eine anhaltend hohe Schuldenquote in den Industrieländern sowie eine in den letzten Jahren kräftig gestiegene Schuldenfinanzierung in den Schwellenländern sind insgesamt eine Hypothek für 2018. Die OECD, in der sich 35 Mitgliedstaaten überwiegend wohlhabender Industrieländer zusammengeschlossen haben, warnt ebenfalls vor „offensichtlichen Schwächen und Anfälligkeiten“ für die Weltwirtschaft. Die Investitionen seien weiter zu niedrig, um die Beschleunigung aufrecht zu erhalten, schrieb Chefökonomin Catherine Mann. Der Bericht sieht auch Gefahren im hohen Verschuldungsgrad von Privathaushalten und Unternehmen in manchen Ländern. Eurozone überholt USA Die Euro-Zone, so die OECD weiter, dürfte in diesem Jahr die weltgrößte Volkswirtschaft USA mit einem Plus von 2,4 Prozent hinter sich lassen. Im kommenden Jahr soll es in der Währungsunion zu 2,1 und 2019 zu 1,9 Prozent reichen. „Die Konjunkturbelebung im Euro-Raum kurbelt Exporte und die Unternehmensinvestitionen an“, erklärte die OECD. „Eine niedrige Arbeitslosigkeit und Lohnzuwächse stützen den privaten Konsum.“ Niedrige Zinsen und die kräftige

Nachfrage nach Wohnraum wirken sich positiv auf die Bauwirtschaft aus. Geldpolitik wird moderater Was die Geldpolitik anbelangt, so wird die US-Notenbank ihren Normalisierungskurs fortsetzen, davon ist auch die Hessische Landesbank überzeugt. Bis Ende 2018 erwarten die Helaba-Spezialisten eine Anhebung des Leitzinses in einem Korridor von 2,00 % bis 2,25  %. Darüber hinaus plant das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten, Fed, seine Wertpapierbestände bis Ende 2018 um 10 % zu reduzieren. Auch die EZB dürfte, so die Spezialisten, auf das verbesserte fundamentale Umfeld reagieren. Zum Jahresbeginn 2018 fährt sie ihr Kaufprogramm von monatlich 60 Mrd. Euro auf 30 Mrd. Euro zurück. Im Herbst 2018 werde die EZB ihren Wertpapierbestand bei dann rund 2,6 Billionen Euro einfrieren und auslaufende Zinstitel durch neue ersetzen, prognostizieren die Analysten der hessischen Landesbank weiter. In der Eurozone erfolge die Zinswende erst 2019. Hier erwarte man, dass die EZB dann im Frühjahr den Einlagensatz von -0,4  % auf -0,2  % zurückführen werde. Im Laufe des Jahres 2019 werde die EZB voraussichtlich den Leitzins von Null auf 0,25 % anheben. küche + architektur | 5

131


JG 2016 Kasten 6).  KASTEN 3 SEITE 102 Daher ist es sinnvoll, weitere Indikatoren in die Bewertung des Auslastungsgrads einzubeziehen. Daten + Fakten 265. Eine wichtige Quelle hierfür sind Unternehmensumfragen, da diese transparenter, schneller verfügbar und weniger revisionsanfällig sind als die Produktionslücke. Sie deuten momentan weitgehend übereinstimmend auf eine außer-

Wachstumsbeiträge  TABELLE 6

zum Bruttoinlandsprodukt nach Verwendungskomponenten1 1

Wachstumsbeiträge zum Bruttoinlandsprodukt nach Verwendungskomponenten Prozentpunkte Prozentpunkte 2012 Inländische Verwendung Konsumausgaben

2013

2014

2015

20172

2016

20182

– 0,8

0,9

1,2

1,5

2,2

2,0

2,2

0,9

0,6

0,8

1,5

1,8

1,3

1,3

Private Konsumausgaben3

0,7

0,3

0,5

0,9

1,1

1,0

1,0

Konsumausgaben des Staates

0,2

0,3

0,3

0,6

0,7

0,3

0,4

– 0,1

– 0,3

0,7

0,3

0,6

0,7

0,8

– 0,2

– 0,2

0,4

0,3

0,1

0,2

0,3

0,1

– 0,1

0,2 – 0,1 0,3 0,4 0,3 Internationale Konjunktur: Weltwirtschaft im Aufwind – Kapitel 2 0,1 0,2 0,2 0,2 0,2

Bruttoanlageinvestitionen Ausrüstungsinvestitionen

4

Bauinvestitionen Sonstige Anlagen Vorratsveränderungen Außenbeitrag

0,0

0,0

– 1,6

0,5

– 0,3

– 0,3

– 0,2

– 0,1

0,0

1,3 hohen – 0,4 0,7 0,2 – 0,3 0,0 0,0 im gesichts des bereits Auslastungsgrads des japanischen Arbeitsmarkts 0,8 abschwächen. 2,1 1,2 1,7 2,1 weiteren Verlauf 1,3 wieder etwas 2,4 ZIFFERN 219 FF.

Exporte Importe

0,0

– 1,2

– 1,4

– 2,2

– 1,5

– 1,7

– 2,1

Das Königreich Bruttoinlandsprodukt (%) Vereinigte 0,5 0,5

ist die große fortgeschrittene Volkswirt1,9 einzige1,7 1,9 2,0 2,2 inrundungsbedingt. der es im 2Jahr 2017 zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachs1 – Abweichungen in schaft, den Summen – Prognose des Sachverständigenrates. 3 – Einschließlich privater Organisationen 1) Abweichungen in den rundungsbedingt; 2) Prognose des Sachverständigenrates; 3) Einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck. 4 –Summen Einschließlich militärischer Waffensysteme. tums kommen dürfte. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsiohne Erwerbszweck; 4) Einschließlich militärischer Waffensysteme; Quellen: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen © Sachverständigenrat | 17-296 Quellen: Statistischescherheit Bundesamt, eigene Berechnungen über den weiterenSachverständigenrat Brexit-Prozess dürfte die schwache Entwicklung der  TABELLE 2 Bruttoinlandsprodukt

Jahresgutachten 2017/18 – Sachverständigenrat und Verbraucherpreise ausgewählter Länder

Bruttoinlandsprodukt und Verbraucherpreise ausgewählter Länder Gewicht

Land/Ländergruppe

in %

Bruttoinlandsprodukt

2016 Europa3 Euro-Raum3

Verbraucherpreise

Veränderung zum Vorjahr in %

1

2017

2

2018

2

2016

2017

2

2018

2

29,5

1,8

2,4

2,1

1,1

2,3

2,2

17,9

1,8

2,3

2,1

0,2

1,5

1,5

Vereinigtes Königreich

3,9

1,8

1,5

1,4

0,7

2,7

2,5

Russland

1,9

– 0,3

1,9

1,9

7,0

4,0

5,0

Mittel- und Osteuropa

1,6

3,0

4,5

3,5

– 0,2

1,6

1,8

Türkei

1,3

3,3

5,9

3,4

7,8

11,8

10,0

2,8

1,8

1,9

2,3

0,9

1,3

1,3

4

andere Länder

5

Amerika

36,1

1,1

2,2

2,4

2,9

2,9

2,7

27,9

1,5

2,2

2,4

1,3

2,1

2,1

3,2

0,9

2,3

2,8

13,5

10,5

7,8

Brasilien

2,7

– 3,6

0,7

1,7

8,7

3,4

4,2

Kanada

2,3

1,5

3,1

2,3

1,4

1,5

1,8

34,4

4,9

5,0

4,9

1,8

1,6

2,1

China

16,9

6,7

6,8

6,5

2,0

1,6

2,0

Japan

7,4

1,0

1,6

1,3

– 0,1

0,3

0,5

3,8

2,4

2,8

2,6

1,1

1,6

1,6

3,4

7,8

6,0

7,1

5,0

3,1

5,2

2,9

4,8

5,1

5,0

2,3

3,1

3,3

2,6

3,2

3,2

2,0

2,3

2,3

67,7

1,6

2,2

2,2

0,8

1,7

1,7

32,3

4,7

5,3

5,3

4,6

3,5

3,7

100

2,2

3,0

2,7

.

.

.

100

3,2

3,7

3,8

.

.

.

1,4

4,1

3,4

.

.

.

Vereinigte Staaten Lateinamerika

6

Asien

asiatische Industrieländer

7

Indien 8

südostasiatische Schwellenländer Insgesamt

100 9

fortgeschrittene Volkswirtschaften Schwellenländer

10

nachrichtlich: 11

exportgewichtet

nach dem Messkonzept des IWF Welthandel13

12

1 – Anteil des nominalen BIP des Jahres 2016 in US-Dollar der aufgeführten Länder beziehungsweise Ländergruppen am nominalen BIP insge-

1) Anteil des nominalen BIP des Jahres 2016 in US-Dollar der aufgeführten Länder beziehungsweise Ländergruppen am nominalen samt. 2 – Prognose des Sachverständigenrates. 3 – In Abweichung zu Tabelle 1 im JG 2016 werden für Deutschland die kalenderbereinigten BIP insgesamt; 2) Prognose des Sachverständigenrates; 3) In Abweichung zu Tabelle 1 im JG 2016 werden für Deutschland die Werte des BIP berücksichtigt. 4 – Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Tschechische Republik und Ungarn. 5 – Dänemark, Norwegen, Schwekalenderbereinigten Werte des BIP berücksichtigt; 4) Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Tschechische Republik und Ungarn; den und Schweiz. 6 – Argentinien, Chile, Kolumbien und Mexiko. 7 – Hongkong, Republik Korea, Singapur und Taiwan. 8 – Indonesien, Malay5) Dänemark, Norwegen, Schweden und Schweiz; 6) Argentinien, Chile, Kolumbien und Mexiko; 7) Hongkong, Republik Korea, sia, Philippinen und Thailand. 9 – Asiatische Industrieländer, Euro-Raum, Mittel- und Osteuropa, Dänemark, Japan, Kanada, Norwegen, SchweSingapur und Taiwan; 8) Indonesien, Malaysia, Philippinen und Thailand; 9) Asiatische Industrieländer, Euro-Raum, Mittel- und den, Schweiz, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten. 10 – Lateinamerika, südostasiatische Schwellenländer, Brasilien, China, Indien, Osteuropa, Dänemark, Japan, Kanada, Norwegen, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten; 10) Russland und Türkei. 11 – Summe der aufgeführten Länder. Gewichtet mit den Anteilen an der deutschen Ausfuhr im Jahr 2016. 12 – GeLateinamerika, südostasiatische Schwellenländer, Brasilien, China, Indien, Russland und Türkei; 11) Summe der aufgeführten wichte nach Kaufkraftparitäten und hochgerechnet auf den Länderkreis des IWF. 13 – Nach dem Messkonzept des niederländischen Centraal Länder. Gewichtet mit den Anteilen an der deutschen Ausfuhr im Jahr 2016; 12) Gewichte nach Kaufkraftparitäten und hochgerech­ Planbureau. net auf den Länderkreis des IWF. 13 – Nach dem Messkonzept des niederländischen Centraal Planbureau. Quellen: Eurostat, IWF, nationale Statistikämter, OECD, eigene Berechnungen Sachverständigenrat Quellen:CPB, CPB, Eurostat, IWF, nationale Statistikämter, OECD, eigene Berechnungen © Sachverständigenrat | 17-311

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Jahresgutachten 2017/18 – Sachverständigenrat

Das deutsche Wirtschaftswachstum hat mit kalenderbereinigt 2,5 % im Jahr 2017 den hohen Vorjahreswert von 1,9  % sogar getoppt. Neben den Konsumausgaben tragen nun auch das Auslandsgeschäft und die Investi­ tionen zur Expansion bei. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im nächsten Jahr um 2 Prozent zulegen (kalenderbereinigt 2, 2 bzw. 2,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote sinkt weiter auf 5,5 Prozent im Jahr 2018 (6,1 Prozent i. Vj). Die Teuerungsrate steigt deutlich, da die Ölpreise nicht mehr zurückgehen und auch der heimische Preisdruck wächst. Verbunden ist diese Entwicklung mit einer merklich steigenden Inflationsrate und damit verbunden mit steigenden Verbraucherpreisen, prognostizieren die Analysten des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel. Die Exporte werden von der kräftigen Weltkonjunktur, insbesondere vom sich fortsetzenden Aufschwung im 119 Euroraum stimuliert; nur teilweise wird dies durch die zuletzt recht kräftige Aufwertung des Euro ausgeglichen, die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit verringert und daher dämpfend wirkt. Insgesamt dürften die Ausfuhren leicht beschleunigt zunehmen. Dies und die zugleich kräftige heimische Absorption ziehen, so die Analysten, eine spürbare Ausweitung der Einfuhren nach sich. Anzahl der Ein- und Zweifamilienhaushalte wächst Das Statistische Bundesamt hat seine Erwartungen an die Haushaltsgrößen nach oben korrigiert, so eine aktuelle Meldung der BauinfoConsult. Galt bisher die Erwartung, dass die Zahl der Privathaushalte in Deutschland ab 2025 stagniert, erwarten die Demoskopen nun einen kontinuierlichen Anstieg der Haushaltszahlen bis 2035. So gab es 2015 geschätzt 40,8 Millionen Haushalte. Diese Zahl wird 2035 43,2 Millionen betragen – das entspricht einem Zuwachs von 5,8 Prozent. Dass die Zahl der Haushalte sich erhöht, während die Bevölkerung kleiner wird, erstaunt nur auf den ersten Blick: Die Zahl der Ein- und Zweifamilienhaushalte würde sich laut Prognose­ szenario von 2015 bis 2035 um 5 Millionen erhöhen. Familienhaushalte mit mehr Personen werden dagegen abnehmen, trotz zuletzt wieder gestiegenen Eheschließungs- und Geburtenraten. Der Trend zum kleinen Haushalt ist einleuchtend: Die Zahl der Seniorenhaushalte nimmt ebenso zu wie die Bevölkerungsdichte in den großen Städten, wo der Hang zu kleinen Wohneinheiten in den nächsten Jahrzehnten nochmals zunehmen dürfte.

83


Daten + Fakten

Immobilienpreise steigen Bezogen auf 2018 werden die Preise für deutsche Wohnimmobilien weiter zulegen, ­ pronostiziert die Hessische Landesbank. Ungeachtet des leichten Anstiegs der Hypo­­ thekenzinsen bleiben die Finanzierungs­ konditionen sehr günstig. Die Bevölkerung wächst, vor allem die starke Binnenwanderung in die großen Ballungszentren wird anhalten. Damit steht einer weiterhin steigenden Nachfrage nach Wohnraum ein nur moderat zunehmendes Angebot gegenüber. Daran dürften auch etwaige Maßnahmen einer neuen Bundesregierung zur Förderung des Wohnungsbaus (wie verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, Wiedereinführung eines Baukindergelds oder mehr sozialer Wohnungsbau) kurzfristig nichts ändern. Schon die bereits hohe Kapazitätsauslastung in der deutschen Bauwirtschaft dürfte eine kräftigere Expansion der Wohnungsbautätigkeit verhindern. Schätzungsweise rund 320.000 Fertigstellungen im kommenden Jahr steht ein Bedarf von rund 400.000 Wohnungen gegenüber. Weiter steigende Hauspreise vor allem in den Ballungsräumen sind die Folge. Allenfalls könnte der Aufwärtstrend in besonders teuren innerstädtischen Lagen an Grenzen stoßen, weil die Erschwinglichkeit für viele Inter­ essenten nicht mehr gegeben ist. Qualitätsimmobilien meist ausverkauft Viele Investoren möchten nach wie vor ihre reichliche Liquidität in Immobilien anlegen, stellen die Spezialisten der Helaba weiter fest. Ihr Einkaufserlebnis wird aber wohl

Bevorzugte teure Anschaffungen junger Leute (18 bis 34 Jahre) 40 % Eigene Immobilie

18 % Eigenes Auto

13 % Einrichtung/Möbel

12 % Neueste Technik (Smartphone, Tablet, TV etc.)

11 % Neue Garderobe/Schuhe Basis alle: 3.122 Befragte; Quelle: Studie Postbank Immobilien, Grafik: BHW Bausparkasse

2018 vielfach enttäuschend ausfallen. Denn Schnäppchen sind längst nicht mehr im Angebot. Qualitätsimmobilien sind weitgehend ausverkauft, Nachschub gibt es kaum. Und wer will schon zur Resterampe gehen, an der weniger hochwertige Immobilien mit höheren Risiken stehen? Gemessen an historischen Maßstäben befindet sich der Immobi­ lienzyklus bereits in einer reifen Phase. Ein Ende des Aufwärtstrends zeichnet sich jedoch 2018 noch nicht ab. Denn die Rahmenbedingungen bleiben positiv. Allerdings sind schon heute in vielen Immobilienmärkten Überbewertungen zu beobachten, die auch durch eine positive Mietentwicklung nicht spürbar abgebaut werden. Die Immobilienwerte steigen also weiter – in Deutschland sowohl am Wohnungsmarkt als auch im gewerblichen Bereich.

Deutsche Immobilienpreise weiter im Aufwind vdp Immobilienpreisindex Deutschland, Jahresdurchschnitte, 2003 =100 150

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140

Wohnen

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130

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120

Gewerbe

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s = Schätzung Quellen: Verband Deutscher Pfandbriefbanken, Helaba Volkswirtschaft / Research

16

17s

90

Foto: Postbank

Europa erholt sich zusehends Im Euro-Raum erstreckt sich die unerwartet kräftige wirtschaftliche Erholung inzwischen auf alle Mitgliedstaaten. Die bedeutendste Komponente des Aufschwungs ist weiterhin der Konsum. Jedoch entwickeln sich die Investitio­ nen inzwischen ebenfalls sehr dynamisch, und die Exporte wachsen wieder stärker. Die Beschäftigung steigt stetig an, wenngleich die Arbeitslosenquoten in einigen Mitgliedstaaten immer noch sehr hoch sind. Für die Jahre 2017 und 2018 erwartet der Sachverständigenrat im Euro-Raum ein Wachstum des BIP von 2,3 % beziehungsweise 2,1  %. Die Infla­ tion, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), wird in den Jahren 2017 und 2018 voraussichtlich bei jeweils 1,5 % liegen. Für die Kerninflationsrate beträgt die Prognose des Sachverständigenrates 1,1 % für das Jahr 2017 und 1,4 % für das Jahr 2018. Frankreich, so die Analysten, ist in den letzten Jahren deutlich langsamer gewachsen als Deutschland. Dieser Abstand dürfte sich allmählich einengen. Das Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich auch 2018 um 1,8 % zunehmen. Trotz der aufgehellten Konjunktur hat sich der Privatkonsum 2017 mit einem Anstieg von nur gut 1 % deutlich schwächer entwickelt als im Jahr zuvor. Den privaten Haushalten blieb aufgrund der höheren Inflation real weniger in der Tasche. Die gestiegene Beschäftigung und die kaum höheren Löhne konnten dies nicht kompensieren. Auch 2018 werden nicht alle Konsumwünsche in Erfüllung gehen. Mit gut 1,5  % wird diese Komponente dann allerdings nur noch leicht unterdurchschnittlich zulegen. Von der Inflationsseite nicht ist mit Entlastung zu rechnen. küche + architektur | 7


8

der Erwerbstätigen hat im Euro-Raum mittlerweile das Vorkrisenniveau erreicht.  ABBILDUNG 14 UNTEN LINKS In Spanien ist die Entwicklung besonders dynamisch. Dort wird im kommenden Jahr voraussichtlich das Beschäftigungsniveau

Daten + Fakten

 ABBILDUNG 14 Gesamtwirtschaftliche Lage im Euro-Raum Gesamtwirtschaftliche Lage im Euro-Raum

Prognosen und Ist-Zahlen für das BIP-Wachstum3

Bruttoinlandsprodukt1 118

%

2010 = 100

1,2

2,5

115

1,0

112

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109

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103

0,2

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100

0

97

-0,2

0

94 91 88

Veränderung zum Vorjahr in % 2,1 1,6 –0,9 –0,2 1,3 2,1 1,8 2,3 2010 11

12

13

Kettenindex

14

15

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-0,4 2,1

1,5

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-1,0

-0,8

-1,5

17 2018

2010

Jahresdurchschnitte Prognosezeitraum2

Veränderung zum Vorquartal (rechte Skala)

Erwerbstätige 110

%

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2010

2011

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2013

2015

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2017

2018

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2017 2014

BIP je Einwohner

2008 = 100

35 000

Euro

30 000

105

25 000

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20 000

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10 000

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5 000

80

0 2005

07

Euro-Raum Italien

09

11

13

Deutschland Spanien

15

2018

2000

Frankreich

Prognosezeitraum4

02

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Deutschland Italien

06

08

10

Frankreich

Spanien

12

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2016

Griechenland

osteuropäische Mitgliedstaaten5

1 – Saison- und kalenderbereinigt. 2 – Prognose des Sachverständigenrates. 3 – Consensus Economics. Monatliche Prognosen für das BIP-

1) Saison- und kalenderbereinigt; 2) Prognose des Sachverständigenrates; 3) Consensus Economics. Monatliche Prognosen für das BIPWachstum in den Jahren 2010 bis 2018. Die Ist-Zahlen gemäß der Wachstumder inEuropäischen den JahrenKommission 2010 bisim2018. DieFolgejahr Ist-Zahlen gemäß der Frühjahrsprognose der Europäischen im Litauen, jeweiligen FolgeFrühjahrsprognose jeweiligen sind als Raute dargestellt; 4) Prognose der Europäischen Kommission;Kommission 5) Estland, Lettland, Slowakei und Slowenien. Quellen: Consensus Economics, Europäische Kommission, Eurostat, BerechnungenKommission. Sachverständigenrat jahr sind als Raute dargestellt. 4 – Prognose dereigene Europäischen 5 – Estland, Lettland, Litauen, Slowakei und Slowenien.

Quellen: Consensus Economics, Europäische Kommission, Eurostat, eigene Berechnungen

Auch Italien befindet sich im Aufschwung, mit 27.700 Euro nur leicht über dem Niveau Sachverständigenrat – Jahresgutachten der allerdings nur schwach ausgeprägt2017/18 ist. von 2007. Die Bautätigkeit sollte 2018 zum Das Land hat seit der Euro-Einführung mit dritten Mal in Folge steigen. Vom AußenhanAusnahme des Jahres 2000 nie an die Dy- del hingegen werden erneut leicht negative namik der Eurozone heranreichen können. Effekte ausgehen. Italien leidet unter einer Reihe struktureller Spanien erreicht 2017 zum dritten Mal in Probleme, die sich in einer kaum gestiegenen Folge ein Wirtschaftswachstum von mehr als Produktivität widerspiegeln. Während diese 3 %. Mit der Unabhängigkeitsbewegung in im gemeinsamen Währungsraum seit 1999 Katalonien steht das Land allerdings vor einer um über 18  % zunahm, erhöhte sie sich in ernsthaften Herausforderung. Die Wachs­Italien nur um 3,5 %. Das BIP pro Kopf liegt tumsprognose der Analysten der Helaba von 8 | küche + architektur

© Sachverständigenrat | 17-431

2,8 % für 2018 setzt voraus, dass der Konflikt rasch beigelegt werden kann. Durch Reformen und Lohnzurückhaltung der letzten Jahre sowie die Steigerung der Produktivität konnten die Lohnstückkosten der gesamten Volkswirtschaft sukzessive gesenkt werden, während sie im Durchschnitt der Eurozone anstiegen. Besonders erfolgreich war die Entwicklung in der dem internationalen Wettbewerb ausgesetzten Industrie. Hier fielen die Lohnstückkosten in diesem Zeitraum um


Daten + Fakten

knapp 15 %, während die Gesamtwirtschaft ein Minus von rund 5  % erreichte. Spanien konnte damit seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber vergleichbaren Ländern wie Italien deutlich erhöhen. Die Inflationsrate in Spanien liegt derzeit bei 2 %, was das Budget der privaten Haushalte negativ beeinflusst. Griechenland erfährt endlich wieder Wachstum. Die Arbeitslosenquote ist seit dem Höchststand von jahresdurchschnittlich über 27 % im Jahr 2013 deutlich gefallen und nähert sich langsam der 20 %-Marke, was sich positiv auf das Vertrauen der Konsumenten auswirkt. Immerhin hat sich der private Konsum, der mit einem Anteil von rund 70 % am Bruttoinlandsprodukt eine besonders große Rolle spielt, stabilisiert und könnte 2018 ­moderat auf 2 Prozent zulegen. Die Preisund Lohnentwicklung spiegelt jedoch nach wie vor noch die schwache wirtschaftliche Verfassung wider. Unter allen EU-Ländern würde die Republik Irland unter einem chaotisch ablaufenden Brexit wohl am meisten leiden. Großbritannien ist nicht nur wichtigster Handelspartner der irischen Republik. Irland wickelt derzeit auch einen guten Teil seines Warenhandels mit Kontinentaleuropa über die Nachbarinsel ab, was durch die Rückkehr von Zöllen bzw. Zollbürokratie massiv erschwert werden könnte. Hinzu kommt die emotional aufgeladene Frage der zukünftigen EU-Außengrenze zu Nord-Irland. Trotz der massiven Zunahme des Wohlstands seit dem EU-Beitritt 1973 wird deshalb in Irland wohl unter allen Mitgliedsländern am ernsthaftesten über einen eigenen Austritt als Reaktion auf den Brexit diskutiert. Zudem leiden die Iren nach wie vor unter der in Folge des Immobilien-Crashs entstandene Wohnungsknappheit, was auch den privaten Kosnum dämpft. In den nächsten Jahren dürfte die irische Binnennachfrage einschließlich des Konsums zwar weiter auf Expansionskurs steuern, so die Analysten. Das Wachstum der Republic of Ireland insgesamt dürfte jedoch 2018 mit 3,5  % etwas hinter den hohen Raten der letzten Jahre zurückbleiben. Über Großbritannien schwebt nach wie vor der Brexit, dessen Auswirkungen sich nun sukzessive auch in der Konjunktur widerspiegeln. Die wirtschaftlichen Folgen mussten bislang vor allem die Verbraucher ausbaden. Die Schwäche des Britischen Pfunds verteuerte die Importe und erhöhte die Inflation bis auf 3  %, die Realeinkommen gerieten unter Druck. Der Abwertungseffekt läuft

jedoch allmählich aus, so dass sich die Teuerung 2018 etwas zurückbildet. Das Beschäftigungswachstum dürfte an Fahrt verlieren. Daher wird der Anstieg der Realeinkommen 2018 nur etwas höher ausfallen. Immerhin ist das Wachstum in Großbritannien nicht wie befürchtet eingebrochen. An Dynamik verlor die Konjunktur 2017 dennoch. Dies wird sich vermutlich 2018 fortsetzen. Insgesamt wird der private Verbrauch 2018 nur um gut 1 % zulegen. Nordeuropa Die schwedische Wirtschaft legte auch 2017 wieder kräftig zu und expandiert voraussichtlich um 3,1 %. Aufgrund des vergleichsweise kleinen Inlandsmarktes sind dabei die hohen Exportaktivitäten von fast 46  % des BIP besonders wichtig. 2018 wird sich Schweden weiterhin einer günstigen Konjunktur erfreuen, auch wenn das Wachstum mit rund 2,5 % etwas niedriger als im Jahr zuvor sein dürfte. Für regen Besuch in den Kaufhäusern sorgten die anhaltende wachstumsfreundliche Geld- und Fiskalpolitik. Die seit Jahren rasant steigenden Eigenheimpreise gehen allerdings mit einer sehr hohen Verschuldung der Privathaushalte einher. Diese summiert sich laut der Analyse der hessischen Landesbank mittlerweile auf rund 180 % des verfügbaren Einkommens. Der Ölpreis bremste in den letzten Jahren das BIP-Wachstum Norwegens. Da dieser seit geraumer Zeit wieder steigt, hilft er dem größten Ölexporteur Westeuropas inzwischen aber, an Fahrt zu gewinnen. 2017 ist die Wirtschaftsaktivität durch einen zunehmenden Konsum der Privathaushalte und höhere Investitionen in die Festland-Industrie geprägt. Der Konsum und die Investitionen in andere Industriesektoren konnten allerdings einen Rückgang der Ölinvestitionen weitestgehend auffangen. Das Wirtschaftswachstum 2018 wird voraussichtlich bei 2,2 % liegen. Osteuropa Mit Wachstumsraten von 3 % und mehr bleibt die Dynamik 2018 in Polen, Tschechien und Ungarn wie in den Jahren zuvor lebhaft. Der private Verbrauch wird dabei aller Voraussicht nach wieder eine tragende Rolle spielen. Bereits seit 2013 befinden sich die Einzelhandelsumsätze im Aufwind. Zeitgleich dazu ist jeweils – passend zum europäischen Trend – ein signifikanter Anstieg der Wohnimmobilienpreise zu beobachten. Besonders in Ungarn, aber auch in Tschechien haben sich

die Hauspreise allein in den letzten vier Jahren um über 40 % bzw. um 26 % verteuert. In Polen blieb der Anstieg mit knapp 10 % etwas unter der Euroland-Dynamik. Eine Wende an den Wohnungsmärkten ist bisher nicht absehbar. Bei hohen Eigentümerquoten von rund 80 % bis 85 % dürfte damit ein gefühlter Wohlstandseffekt verbunden sein. Der Konsumoptimismus sollte laut EU-Umfragen auf Jahressicht anhalten. Rekordniedrige Arbeitslosenquoten und kräftige Lohnsteigerungen setzen dabei real messbar konsumfreundliche Rahmenbedingungen. Russland Noch in 2015 fielen die Reallöhne in Russland um 10  %, was zu einem starken Rückgang des privaten Konsums führte. Die moderate Arbeitslosenrate stieg kaum, da die Beschäftigten einen Lohnrückgang akzeptierten und die Unternehmen im Gegenzug von Massenentlassungen absahen. 2017 hat sich nun das Blatt gewendet. Der private Verbrauch wird jetzt zur Hauptstütze des Wirtschaftswachstums. Der Rubelkurs hat sich mittlerweile spürbar gefestigt und die Inflation ging zügig zurück. Auch hat sich die private Kreditnachfrage belebt. Die Inflationsrate dürfte Ende 2017 mit 3  % ihren Tiefpunkt erreichen und 2018 wieder leicht steigen. Der Anteil des privaten Konsums am BIP ist mit 52  % in Russland verhältnismäßig niedrig. Die Konjunktur ist dafür stark von der Außenwirtschaft und diese wiederum von der Ölpreisentwicklung abhängig. Hiervon werden voraussichtlich vorerst kaum nennenswerte Impulse ausgehen. Das BIP wird 2018 daher wahrscheinlich, immer abhängig von der Entwicklung des Ölpreises, nicht stärker als in 2017 steigen. Mit einer raschen Aufhebung der Wirtschaftssanktionen zwischen dem Westen und Russland ist zudem nicht zu rechnen. Vor den russischen Präsidentschaftswahlen im März 2018, in denen Präsident Putin klarer Favorit ist, werden voraussichtlich keine außenpolitischen Initiativen zur Verbesserung der Beziehungen erfolgen. „Erhebliche Risiken“ für die USA Die USA, da sind sich die unterschiedlichen Analysten weitestgehend einig, dürften 2018 um 2,5 und 2019 um 2,1 Prozent wachsen. „Umfang, Struktur und Zeitrahmen der fiskalischen Impulse bleiben ungewiss“, heißt es mit Blick auf die von Präsident Donald Trump geplante Steuerreform. Auch gebe es eine küche + architektur | 9


Daten + Fakten

Prognose

2017s

2018p

2019p

BIP, real % gg. Vj.

0,7

2,0

2,3

BIP, real % gg. Vj.

Inflationsrate, % gg. Vj.

3,0

3,5

4,2

Inflationsrate, % gg. Vj.

Arbeitslosenquote, %

12,5

11,9

10,5

Arbeitslosenquote, %

Prognose

2017s 2018p Prognose

2019p 2017s 6,3

6,8

6,5

1,5

2,0

2,2

4,1

4,0

4,0

BIP, real % gg. Vj.

6,8

Inflationsrate, % gg. Vj.

1,5

Arbeitslosenquote, %

4,1

s = Schätzung, p = Prognose

s = Schätzung, p = Prognose

Quelle: Helaba Volkswirtschaft / Research

Quelle: Helaba Volkswirtschaft /Research

s = Schätzung, p = Prognose Quelle: Helaba Volkswirtschaft /Research

Reihe von Finanzmarktrisiken. „Ein wachsendes Zinsgefälle zwischen den Vereinigten Staaten und anderen großen Währungsräumen könnte zu einer Aufwertung des Dollar führen und aufgrund unvorhersehbarer Finanzströme möglicherweise zunehmende Finanzmarktspannungen und -turbulenzen auslösen“, so die OECD. „Außerdem könnte eine Zunahme des Handelsprotektionismus zu Störungen der globalen Lieferketten führen und das Wachstum bremsen.“ China – Stabilität hat vorrang In seiner Prognose geht der Sachverständigenrat davon aus, dass es in China nicht zu größeren Verwerfungen kommt und das Wirtschaftswachstum in den Jahren 2017 und 2018 mit Werten von 6,8 % beziehungsweise 6,5  % weitgehend stabil bleibt. Eine Prognose, die mit der der Analysten der China: Bauboom vorbei, Preisanstieg Helaba konform geht. An den zahlreichen Problemen, so die Spezialisten der Helaba, % gg. Vj.

ändere all dies nichts: Demografisch sei die chinesische Erwerbsbevölkerung dank der Ein-Kind-Politik bereits auf dem absteigenden Ast, deutlich früher im Entwicklungsstadium als bei den heutigen Industrienationen. Die Verschuldung, insbesondere der Staatsunternehmen, habe drastisch zugenommen. Der Immobi­ lienmarkt sei unverändert ein potenzielles Stabilitätsrisiko. Der Boom im Wohnungsbau sei schon lange vorbei. Bei den Preisen habe die Dynamik in den vergangenen Monaten deutlich nachgelassen – ähnlich wie in früheren Korrekturphasen. Mangels Anlagealternativen und eines umfassenden Rentensystems bleibe der Wohnungskauf für viele Haushalte der präferierte Weg der Altersvorsorge. Das Dauerproblem der industriellen Überkapazitäten sei zwar angegangen worden, jedoch sei es offen, mit welcher Konsequenz die Regierung hier flaut ab ­weiter vorgehen werde. Insgesamt wird die chinesische Regierung 2018 wohl bei ihrem

35

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20 China: Bauboom vorbei, Preisanstieg flaut ab

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(70 Städte, Neubauten)

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% gg. Vj.

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15 Quellen: Macrobond, Datastream, Helaba Volkswirtschaft / Research

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Wohnungspreise (70 Städte, Neubauten)

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Quellen: Macrobond, Datastream, Helaba Volkswirtschaft / Research

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Kurs bleiben und sich im Zweifelsfall stets gegen mit Risiko behaftete Reformen und für die Stabilität entscheiden. Der Umbau der Wirtschaft – zu mehr Dienstleistungen statt Industrie und mehr Konsum statt Investi­ tionen – dauert an. Auf kurze Sicht, so die Helaba, gehe es in China um den Preis zunehmender mittelfristiger Risiken. Daher bleiben die Spezialisten der Hessischen Landesbank bei ihrer Einschätzung, dass China auf mitt­ lere Sicht ein Trendwachstum von rund 5 % pro Jahr ansteuert. Wegen der nur zögerlichen Reformfortschritte werde dies eher­ früher als später erreicht. Sie machen zudem den von vielen Beobachtern seit Jahren befürchteten „China-Crash“ tendenziell wahrscheinlicher und seine potenziellen Auswirkungen kritischer. Die Bemühungen der Regierung, kurzfristig die Nachfrage zu stimulieren, koste es, was es wolle, erhöhten mittelfristig die Stabilitätsrisiken. Brasilien Das reale Bruttoinlandsprodukt der größten südamerikanischen Volkswirtschaft Brasilien konnte im ersten Halbjahr 2017 endlich wieder zulegen, berichten die Spezialisten der hessischen Landesbank. Maßgeblichen Anteil an der konjunkturellen Verbesserung habe der private Konsum, der für 64  % des Sozialprodukts steht. Allerdings werde sich die in den letzten Jahren kräftig gestiegene Arbeitslosenquote in 2018 nur langsam auf jahresdurchschnittlich 12  % zurückbilden. Positiv dürfte aber der drastische Rückgang der Inflation wirken, die Anfang 2016 noch im zweistelligen Bereich lag, im Herbst 2017 jedoch unter 2  % gefallen ist. Dies sorgt für spürbar steigende Realeinkommen. Die konjunkturelle Erholung in Brasilien werde allerdings im kommenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von rund 2 % moderat ausfallen. Belastend wirkten strukturelle Probleme wie mangelnde Reformen, hohe poli­ tische Unsicherheit und die Korruption.


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Daten + fakten

Deutsche Küchenmöbelindustrie bleibt auf Erfolgskurs Internationale Benchmark in Design, Funktionalität, Service und Logistik

Bilanz und Ausblick einer Branche haben regelmäßig etwas mit ­Statistik zu tun. „Hier beginnen bei der Bewertung der Küchenbranche allerdings schon die Schwierigkeiten“, stellt Dr. Lukas Heumann, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie, VdDK, fest und erläutert: „Die vom statistischen Bundesamt ausgewiesenen Umsatzrückgänge stehen konträr zu einer momentan hohen Auslastung der Unternehmen.“

T

atsächlich sind die Umsätze der Küchenmöbelindustrie im Jahre 2017 in Summe zurückgegangen. Aufgrund der Insolvenz und der Produktionseinstellung der Unternehmen der Alno-Gruppe Mitte September sind a­ llerdings deren Umsätze ab Produktionseinstellung auf andere Unternehmen der Branche verteilt worden. Da es sich bei der Alno-Gruppe um ein Dickschiff der Küchenmöbelindustrie handelte, fiel die Umsatzsteigerung bei den profitierenden Drittunternehmen auch signifikant aus, sodass deren gefühlte Konjunktur deutlich besser ­ausfällt als die reale Umsatzentwicklung der Branche. Wie sieht nunmehr die reale Entwicklung der Branche aus? Unterteilt in sieben Thesen, fasst der Branchen­ kenner die Entwicklung der Deutschen Küchenmöbelindustrie zusammen: 1) Der Konzentrationsprozess setzt sich fort Die Konzentration schreitet auch in der Küchenmöbelindustrie voran. Langfristig lässt sich dies an der Zahl der in der Branche tätigen Unternehmen ablesen. Als ich selbst im Jahre 1996 Geschäftsführer des VdDK wurde, wies die amtlich Statistik über 100 Unternehmen der deutschen Küchenmöbelindustrie aus. Heute nach 21 Jahren sind es nur noch 53 Unternehmen. Diese Konzentration ist zum einen das Ergebnis eines natürlichen und gewollten ­Wettbewerbs. Wettbewerb bedeutet eben auch Verdrängung. Die Konzentration wird aber auch erzwungen durch eine starke Angebotsmacht von Zulieferunternehmen bzw. durch eine noch stärkere Nachfragemacht des Handels. Auf Handelsseite dominieren knapp zwei Handvoll Einkaufsverbände bzw. verbandsungebundene Möbelhändler faktisch den gesamten Markt von der Nachfrageseite her. Dazwischen steht eine überwiegend kleingliedrige ­ Küchenmöbelindustrie, die nur in den wenigsten Fällen in der Lage ist, insbesondere mit dem Handel auf Augen­höhe zu verhandeln. Die Folge sind eben Konzentrationserscheinungen, um den Druck dieser sogenannten SandwichTheorie zu entgehen. 2) Es gilt Nischen zu nutzen Kleinere Unternehmen stehen im Zeichen dieser Konzentrationstendenz vor großen Herausforderungen. Dies gilt zum einen, weil durch umsatzstarke Unternehmen gerade zurzeit Kapazitätserweiterungen geplant werden. Auch drängen aus dem mittleren Preissegment immer mehr Hersteller in den Premiumsektor, sei es über Zweitmarken, sei es über für den Premiumsektor geplante Modelllinien, die eigenständig vermarktet werden. Für kleinere Unternehmen gilt es, die

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Küchenmöbelumsatz (Euro) 2016

Inlandsumsatz (Euro)

2017

2016

Auslandsumsatz (Euro)

2017

2016

2017

Januar

312.353.000

356.603.000 +14,17 %

197.441.000

216.531.000

+9,67 %

114.912.000

140.072.000 +21,90 %

Februar

406.919.000

368.554.000

-9,43 %

256.583.000

229.568.000

-10,53 %

150.336.000

138.986.000

März

412.136.000

450.012.000

+9,19 %

258.321.000

277.109.000

+7,27 %

153.815.000

172.903.000 +12,41 %

1. Quartal

1.131.408.000

1.175.169.000

+3,87 %

712.345.000

723.208.000

+1,52 %

419.063.000

451.961.000

+7,85 %

April

439.038.000

344.710.000

-21,49 %

272.936.000

210.108.000

-23,02 %

166.102.000

134.602.000

-18,96 %

-7,55 %

Mai

393.655.000

435.790.000 +10,70 %

237.328.000

261.950.000 +10,37 %

156.327.000

173.840.000 +11,20 %

Juni

478.559.000

427.453.000

-10,68 %

282.355.000

245.838.000

-12,93 %

196.204.000

181.615.000

-7,44 %

1. – 2. Quartal

2.442.660.000

2.383.122.000

-2,44 %

1.504.964.000

1.441.104.000

-4,24 %

937.696.000

942.018.000

+0,46 %

Juli

336.392.000

330.150.000

-1,86 %

198.403.000

191.418.000

-3,52 %

137.989.000

138.732.000

+0,54 %

August

331.071.000

315.649.000

-4,66 %

207.389.000

191.300.000

-7,76 %

123.682.000

124.349.000

+0,54 %

September

477.447.000

437.212.000

-8,43 %

296.538.000

262.031.000

-11,64 %

180.911.000

175.181.000

-3,17 %

1. – 3. Quartal

3.587.570.000

3.466.133.000

-3,38 %

2.207.294.000

2.085.853.000

-5,50 %

1.380.278.000

1.380.280.000

0,00 %

Oktober

421.163.000

255.724.000

165.439.000

November

460.343.000

283.898.000

167.445.000

Dezember

331.352.000

202.029.000

129.323.000

Gesamtjahr

4.800.428.000

2.948.945.000

1.851.485.000

verbleibenden Spielräume zu nutzen. Für Markenunternehmen geht es dabei regelmäßig um eine konsequente und intensive Pflege der eigenen Marke, was nur mit großem finanziellen Aufwand möglich ist. Außerhalb dieser ­Markenpflege gilt es, Produktnischen zu erkennen und zu nutzen, um eine Austauschbarkeit und damit einen ruinösen Wettbewerb mit größeren und teilweise leistungsfähigeren Unternehmen zu vermeiden. 3) Auslandsgeschäft sichert Absatz und Marge Eines der Instrumente, um sich den Würgegriff des Handels zu entziehen, ist eine Verstärkung des Auslandsgeschäfts. Im Ausland bestehen regelmäßig bessere Wachstumschancen, weil dort bereits die Ausgangslage, also der Pro-KopfVerbrauch an Küchen niedriger ist als in der Bundesrepublik Deutschland. Auch sind die Margen im Ausland regel­ mäßig größer als in der Bundesrepublik. Ein führender Vertreter der deutschen Küchenmöbelindustrie beschrieb dies dahingehend, dass das Inlandsgeschäft im Wesentlichen die Funktion hat, die Kapazitäten auszulasten, während das Geld eigentlich im Ausland verdient wird. 4) Andere Länder, andere Sitten Will man in diesem Sinne und vor diesen Hintergründen eine Exportoffensive realisieren gilt es, die einzelnen Märkte genau und exakt zu analysieren. Erforderlich ist eine Analyse kultureller Gewohnheiten, der Konsumentenwünsche bei Küchen sowohl in Design- als auch in Funktionshinsicht sowie der Vertriebsstrukturen für Küchen in den ­jeweiligen Ländern. Eine 1-zu-1 Übertragung deutscher Geschäftsmodelle wäre ein elementarer Fehler. Nur wenn derartige ­exakte Marktanalysen vorangegangen sind, sind Exportoffensiven geeignet, eine strategische Neuausrichtung von Unter­ nehmen zu realisieren und nicht bloß ein Strohfeuer. 5) Kontinuierliche Investition in die Fertigung Vertriebskonzepte allein allerdings genügen nicht. Für jeden Markt der Welt ist eine technische Optimierung der ­Produktion geradezu Pflicht. Sie sichert nämlich letztlich Kostenführerschaft. Hier hat die deutsche Küchenmöbel­ industrie eine hervorragende Ausgangslage. Zum einen gilt dies durch den hohen technischen Standard der deutschen Küchenmöbelindustrie, zum anderen durch die im Vergleich zu anderen Teilbranchen der Möbelindustrie niedrigere Lohnquote, die damit eine Abhängigkeit vom hohen Lohnniveau in der Bundesrepublik Deutschland ­zumindest reduziert. küche + architektur | 13

Quelle: Statistisches Bundesamt, HDH/VDM, VdDK

Daten + fakten


Quelle: GfK POS Measurement Küchenmöbel

Daten + fakten

Küchenmarkt Deutschland Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr, Zeitraum: Januar bis September 2017 Menge 6% 5% 4% 3% 2% 1% 0% -1 % -2 %

+2,8

+2,2 -0,8

-1,3

+2,8 +0,8

+0,4

-0,9

Küchenmarkt gesamt EHS = konv. Einrichtungshäuser

Quelle: GfK POS Measurement Küchenmöbel und eigene Berechnungen

Preis

MIT-SB = Möbel-Mitnahme-SB-Discountmärkte KSP = Küchenspezialisten

Entwicklung der Auftragswerte für Küchen nach Vertriebswegen Durchschnittliche Auftragswerte in Euro, Vergleichszeitraum Januar bis September 11000 10000 9000 8000 7000 6000 5000 4000 3000 2000 1000

9370

9927

10265

10347

7054

7287

7491

6446

6730

6878

8458

8910

8968

5979

6221

6306

5660

5865

5883

6068

2109

2169

2123

2186

2268

2443

2511

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

Küchenmarkt gesamt EHS = konv. Einrichtungshäuser

6723

MIT-SB = Möbel-Mitnahme-SB-Discountmärkte* KSP = Küchenspezialisten

6) Angemessene Tarifpolitik Zur hohen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Küchenmöbelindustrie hat im Übrigen auch die Entwicklung der Lohnkosten in den letzten Jahren beigetragen. Tarifabschlüsse waren hier angemessen; sie haben zur Steigerung des Reallohnniveaus und damit zu einer Verbesserung der Kaufkraft beigetragen, ebenso aber die Kostenbelastung der Unternehmen in Grenzen gehalten. Ein Beispiel war der Tarifabschluss 2016 mit einer Laufzeit von 48 Monaten und einer Erhöhung der Entgelte um insgesamt 3,7 %. Für die Jahre 2017 und 2018 steht die Entgeltrunde unmittelbar bevor; es ist eine Verantwortung der Tarifvertragsparteien, dieses erfolgreiche Modell fortzusetzen. 7) 2018 – Auslandsmarkt wächst stärker als Inlandsmarkt Das Inlandsgeschäft, auch der Küchenmöbelindustrie, dürfte schwächer ausfallen. Hier wird sich belastend insbesondere auswirken, dass die Baugenehmigungen im laufenden Jahr 2017 anders als in den Vorjahren zurückgegangen sind. Der Rückgang der Baugenehmigungen beträgt hier 7 %; die Entwicklung der Ausgaben für Renovierungsmaßnahmen sieht sogar einen Rückgang von 20,8 % vor. Daher rechnen wir für das Inlandsgeschäft mit nur einem geringen Wachstum im unteren einstelligen Bereich. Sehr gute Chancen sehen wir demgegenüber insbesondere in der Eurozone. Der Euro sichert Währungsstabilität und vermeidet Wettbewerbsverzerrungen durch Währungsschwankungen. Die Euroschuldenkrise scheint über­ wunden zu sein; Die deutsche Küchenmöbelindustrie profitiert auch von ihrer hohen Leistungsfähigkeit nicht nur in Bezug auf Produktqualität, sondern insbesondere auch in den Bereichen von Service und Logistik. Hier rechnen wir daher mit einem überdurchschnittlichen Wachstum, das die Schwäche des Inlandsmarkts teilweise bis über­ wiegend ausgleichen wird. 14 | küche + architektur


Daten + fakten

Deutschlands größte Küchenmöbelhersteller Marken

Mitarbeiter

Export

3.020

44,5 %

1.089 Mio. Euro

1.429

39,5 %

512 Mio. Euro

1.860

56 %

493,21 Mio. Euro

>1.450

22,7 %

426 Mio. Euro

1.200

35 %

314,6 Mio. Euro*

850

25 %

210 Mio. Euro

7. Leicht

600

58 %

  124 Mio. Euro

8. Siematic

465

70 %

rd. 80 Mio. Euro*

9. Ballerina-Küchen

318

49 %

77,5 Mio. Euro

10. Pronorm

280

70 %

  70 Mio. Euro

1. Nobilia

Nobilia, Noblessa

2. Häcker-Küchen 3. Alno Konzern

Alno, wellmann, pino, Piatti, Alnoinox

4. Schüller 5. Nolte 6. Bauformat

Bauformat, Burger

Umsatz 2016

*geschätzt

Name

Ebenfalls mit einer positiven Entwicklung, allerdings in geringerer Höhe als in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts ­rechnen wir beim Wachstum außerhalb der Eurozone. Wichtige Regionen außerhalb der Eurozone haben zurzeit strukturelle Probleme. In China gehen die volkswirtschaftlichen Wachstumsraten zurück, der russische Markt ist durch die Sanktionspolitik des Westens sowie durch eine tiefgreifende Rezession betroffen und in den USA wirken sich die Umstellungen im Bereich der Holzwerkstoffindustrie und protektionistische Tendenzen der Trump-Administration negativ aus. Die momentane Stärke des Euro tut ein Übriges, um den Wettbewerb hier zu erschweren. Trotzdem bleibt alles in allem die Bilanz positiv: Die deutsche Küchenmöbelindustrie ist die leistungs­ fähigste der Welt und braucht in keinem Segment den Wettbewerb zu scheuen. Dies gilt in Bezug auf Design, auf Funktionalität, auf Service und Logistik, aber auch beim Produkt selbst, und zwar in allen Preisstufen.

Ausfuhr von Küchenmöbeln bis 3. Quartal 2017 Frankreich Niederlande Schweiz Belgien Österreich Vereinigtes Königreich Volksrepublik China USA Spanien Luxemburg Italien Dänemark Slowenien Russische Föderation Tschechische Republik Hongkong

bis 3. Quartal 2017

Taiwan

bis 3. Quartal 2016

Slowakei Kroatien VAE Schweden Finnland Republik Korea Irland

in 1.000 Euro 0

50.000

100.000

150.000

200.000

250.000

300.000

350.000

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDM, VdDK

Saudi-Arabien

küche + architektur | 15


Architektur + Trend | Küchen

Wohnen ohne Konventionen Trends, die das Wohnen in Zukunft beeinflussen

Die heterogener werdende Gesellschaft erfordert neue Lösungen für das Zusammenleben der G ­ enerationen, für unterschiedliche Wohnbedürfnisse und für die Koexistenz verschiedener Lebensstile. Das Verschmelzen von Kulturen und Gewohnheiten schafft neue Lebensstile. Migration bestimmt das ­Bevölkerungswachstum in Ballungsräumen und verändert so die Wohnungsnachfrage.

a

Foto: Kern-Haus

llen Prognosen nach schrumpft die Bevölkerung in Deutschland in den nächsten Jahren. Bis 2025 soll sie um 4,5 Prozent auf knapp 78 Millionen zurückgehen. Doch die Zahl der Haushalte dürfte weiter steigen. Denn es entstehen immer mehr Singlehaushalte. Wohnten in den 70er Jahren durchschnittlich noch 2,74 Personen in einem Haushalt, waren es 20 Jahre später nur noch knapp zwei. In 40 Prozent der Haushalte wohnt sogar nur eine Person. Die zunehmende Individualisierung wird dafür sorgen, dass dieser Trend anhält. Gefragt sein werden flexible Grundrisse im Wohnungsbau. Das Leben ist in einem ständigen Wandel. Das überträgt sich aufs Wohnen. Die eigenen vier Wände passen sich an die verschiedenen Lebensphasen an: Muss man viel von zu Hause aus arbeiten, entsteht ein kleines Büro. Das Wohnzimmer wächst und schrumpft je nach Bedarf – und ist vielleicht irgendwann nicht mehr das Wohnzimmer.

16 | küche + architektur

Das Ideal ist die Ein-Raum-Wohnung mit Bad. Sie lässt ihrem Bewohner alle Freiheiten bei der Planung (Zukunftinstitut). Wohnen im Eigenheim Beim Thema Immobilie wissen die Deutschen ganz genau, was sie wollen, analysiert die Interhyp: 74 Prozent der bundesdeutschen Mieter wünschen sich die eigenen vier Wände. Ihr ideales Zuhause können die Deutschen genau skizzieren: 100 Quadratmeter und mehr soll das Einfamilienhaus groß sein und in einer ruhigen, familienfreundlichen Siedlung am Stadtrand liegen. Zudem benötigt es lichte Zimmer, die gut geschnitten sind. Das Haus sollte über eine moderne Einbauküche, ein Gäste-WC und eine Garage verfügen. Zudem liegen energetisches Bauen, stadtnahes Wohnen sowie barrierefrei gestaltete Immobilien im Trend.


Küchen | Architektur + Trend

Ob Mietwohnung oder Eigenheim – Die moderne Einbauküche steht ganz oben auf der Wunschliste:

Quelle: Interhyp

Quelle: Interhyp

Die Wohnwünsche der jungen Generation Von wegen junge Menschen bevorzugen WGs. Eine Studie von Ernst & Young Real Estate kann das widerlegen. Eigenheime sind auch hier bevorzugt und arbeiten möchte man doch lieber im Büro anstatt zu Hause. Urbanisierung nur falls nötig: Die Hälfte der Befragten ­bevorzugt durchaus eine urbane Umgebung, aber eher in Groß- und Mittelstädten als in den Millionenstädten. Leben möchte man gerne in den eigenen vier Wänden und hat einen hohen Anspruch an die Innenausstattung. Jeder Dritte (31 %) wünscht sich ein größere Wohnung. Dem Trend zum so genannten Downsizing folgt nur ein kleiner Teil der Befragten: Nur 7 % würden sich in der Zukunft gerne verkleinern.

Einrichten heute und morgen Gefragt sind Eigenschaften wie Schlichtheit, schnelle Zugänglichkeit, leichte Verständlichkeit, einfache Handhabbarkeit: Weniger ist mehr. Ob Wohnlösungen für kleine Räume oder neue Raumkonzepte für Wohnsituationen, die verschiedenen Anforderungen gleichzeitig standhalten sollen: Das Resultat sind viele multifunktionale, flexible und modulare Einrichtungslösungen. Die Küche wird zu einem multifunktionalen Raum zum Kochen, Essen, Arbeiten und Leben. Neben der Individualisierbarkeit der Möbel spielt dabei auch das ­Thema Nachhaltigkeit wieder eine Rolle. Neue Möbel sollen flexibel einsetzbar sein, erweiterbar und auch dann noch passend, wenn sich die Wohnsituation verändert.

Quelle: Interhyp

DER PERSÖNLICHE WOHNTRAUM: DREI VON ZEHN DEUTSCHEN TRÄUMEN VON EINEM EINFAMILIENHAUS

Basis: alle Befragten. N = 2.100 (gewichtet) 2015

2014

2013

2011

29%

32%

35%

30%

Energiesparhaus

9%

8%

13%

11%

--

Moderne Stadtwohnung

9%

7%

6%

7%

--

9%

7%

8%

10%

32%

Einfamilienhaus

8%

Bungalow Landhaus

7%

8%

8%

10%

17%

Penthouse

7%

8%

5%

5%

6%

6%

5%

6%

8%

4%

3%

3%

--

6%

7%

5%

7%

5%

Villa Altbauwohnung

4% 4%

Bauernhaus Doppelhaushälfte

3%

2%

3%

1%

2%

Hof/Mühle

3%

3%

3%

3%

3%

Loft/Studio/Atelier

3%

3%

2%

2%

4%

Maisonette

2%

2%

2%

1%

3%

Reihenhaus

2%

1%

2%

2%

1%

Stadthaus

2%

3%

1%

1%

2%

1%

1%

1%

2%

Galeriewohnung

1%

küche + architektur | 17


Fotos: Villeroy & Boch

design + komfort | Spülzentrum Die Siluet aus Titanceram ist reversibel und mit oder ohne Excenterbedienung erhältlich. Flächenbündig eingelassen lässt sie die durchgängige Arbeitsfläche großzügiger wirken – sehr stylish in einem puristischmodernen Interior Design und zudem leicht zu reinigen und hygienisch. Bei der klassischen Einbauvariante von oben fügt sich Siluet mit ihrem schmalen Auflagerand harmonisch in die Arbeitsplatzgestaltung ein.

Die Armaturenserien Finera und Como wurden um neue Modelle ergänzt. Dynamisch zeigen sich die neue Finera Slope (r.) und Finera Square Slope (o.) aus massivem Edelstahl mit ihren schrägge­ stellten runden oder eckigen Armaturen­ körpern mit dem feinen Griff und dem flachen, hohen Auslauf.

Fest, fein, formvollendet TitanCeram von Villeroy & Boch – Keramik der Meister

Mit über 270 Jahren Keramikkompetenz, modernsten Produktionstechniken und aus 100 Prozent natürlichen Rohstoffen fertigt Villeroy & Boch hochwertige, langlebige Keramikspülen. Jetzt hat das Traditionsunter­ nehmen mit TitanCeram einen Werkstoff der Zukunft entwickelt, indem Feldspat, Quarz und Ton mit Titan­ dioxid verschmolzen werden. Das Material zeigt alle Vorzügen erstklassiger Keramik und erlaubt darüber hinaus filigrane Designs in einzigartig präziser Formensprache mit sehr dünnen Wandstärken, geringen Radien und scharf gezeichneten Kanten von hoher Stabilität.

S

iluet heißt die erste Keramikspüle, die aus der Materialinno­ vation TitanCeram geformt wurde. Der renommierte Designer Patrick Frey war bereits mehrfach für Villeroy & Boch tätig und hat für Siluet eine klare und zugleich sinnliche Formensprache entwickelt. Ein schmaler Auflagerand, Ecken mit engen Radien, ­geradlinige Beckeninnengestaltung – hier trifft Minimalismus weich fließende Fläche. Und damit Küchenplaner dieses schlanke, ästhetische Design in jede Küchensituation einpassen können, kommt Siluet mit drei Modellen für die gängigen Unterschrankbreiten 60 cm, 50 cm und 45 cm, in zwei Einbauversionen und 13 verschiedenen Farbtönen, darunter Weißvarianten, Trendfarben wie die Grautöne Steam und Stone oder das mattschwarze Ebony sowie Creme-Beige- Nuancen. Vielseitiges Zubehör optimiert Arbeitsabläufe: Das Schneidbrett aus Nussbaum lässt sich passgenau über dem Spülrand in den Abtropf­

18 | küche + architektur

bereich einsetzen. Multifunktionale Drahtkörbe sind durch spezielle Funktionsbügel kompatibel mit genormten Dampfgarschalen aus Edelstahl, auch in 1/3 und 2/3 Größen, die man direkt auf der Spüle einsetzen kann. Auch bei den Armaturen von Villeroy & Boch hat sich etwas getan: Neu in der puristischen funktionalen Como-Serie sind Como Sky und Como Shower Sky, deren waagerechter Auslauf durch seine Höhe beson­ deren Komfort beim Spülen und Befüllen von Vasen und Töpfen bietet. Como Window wird ohne Werkzeug aus ihrer Befestigung genommen, zur Seite gelegt und wieder zurückgesteckt. Eine technische Innovation ist die Como X mit integrierter Excenter-Funktion via Drehung des unteren Armaturenteils. Der ergonomisch positionierte Brausekopf der Como Switch kann zwischen normalem Wasserstrahl und Brausewww.villeroyboch.com/TitanCeram-kitchen strahl umgeschaltet werden. 


Küchen | Architektur + Trend

Storytelling am PoS Drei Themenwelten von Brigitte Küchen für den Handel

SPIRIT GLOBAL

FASCINATION

NLICH SERGEWÖH UELL - AUS - INDIVID NATÜRLICH

MODERN - ELEGANT - LUXURIÖS

PURE EM OTION TRANSPARE NT - LEIC HT - SKANDI NAVISCH

Ob Küchenspezialhändler oder Vollsortimenter, als mittelständisches Familienunternehmen ist Brigitte Küchen ein starker Partner, dessen in Planungs- und Fertigungstiefe umfangreiches Programm

D

en individuellen Charakter jedes Handelspartners zu unterstützen, versteht sich für den Küchenmöbelhersteller aus Hiddenhausen von selbst. Der Händler begleitet seinen Kunden auf seiner Reise zu einer neuen Küche von der Informationsbeschaffung bis hin zum Kaufabschluss. Dafür stellt er ihm in allen Phasen der Entscheidungsfindung und an unterschiedlichen Kontaktpunkten relevante und auf seine persönlichen Anforderungen zugeschnittene Informationen bereit. Damit der Küchenplaner sich dabei als Experte positionieren kann, stellt Brigitte Küchen ihm die drei Themenwelten Fascination, Global Spirit und Pure Emotion für eine neue, emotional ansprechende, kanalisierende Warenpräsentation bereit. Die definierten und visualisierten Themenwelten fördern nicht nur eine schnellere Bedarfsermittlung. Sie ermöglichen zudem eine sichere Kombination der Farben und Materialien in der Planung. Für die Präsentation der Themenwelten am PoS unterstützt das Designteam des Traditionsunternehmens mit vielfältigen Möglichkeiten, z.B. mit Moodboards, gedruckt oder als 3-D Collage. Um den stetig wachsenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, wurde das Team in allen Bereichen, besonders aber in der Fertigung durch den Aufbau des Zweischichtbetriebs, von 265 auf bis Ende des Jahres 400 Mitarbeiter verstärkt. Brigitte Küchen ist so auch in Zukunft als verlässlicher Partner für den Handel tätig. Dafür stehen die motivierten Mitarbeiter www.brigitte-kuechen.de im ganzen Unternehmen. 

CH UCHT NA DIE SEHNS CHKEIT NATÜRLI

DIE SEHNSUCHT NACH DEM BESONDEREN

DIE SEHNS UCHT NA CH LEICHTIG KEIT

n.de www.brigitte-kuechen.de www.brigitte-ku itte-kueche echen.de www.brig

Drei Themenwelten:

Fascination – Der Ruf nach Einzig­ artigkeit. Eine Verbindung von Minimalis­ mus und Luxus, bei der man keineswegs auf modernsten Komfort verzichtet. Global Spirit – Die Balance zwischen Funktionalität und natürlicher Ästhetik. Der Wunsch nach einer Verschmelzung von Wohnraum und Natur ist die neue Art zu leben. Pure Emotion – Die raffinierte Kombination aus Transparenz, Leichtig­ keit und einem Hauch skandinavischem Flair, der durch seine klare Formsprache besticht.

Fotos: Brigitte

zudem durch Sonderanfertigungen abgerundet werden kann.

küche + architektur | 19


Branchenspiegel | Umfrage Küchen

2018 kann kommen Die deutsche Küchenmöbelindustrie zeigt sich gut gerüstet und optimistisch

Die Repräsentanten der deutschen Küchenmöbelindustrie blicken auf ein erfolg­ reiches Jahr 2017 zurück und nehmen, durch die positiven konjunkturellen Rahmenbedingungen optimistisch gestimmt, Kurs auf ein erfolgreiches Jahr 2018. Fertigungstechnisch und logistisch heute und in Zukunft bestens gerüstet, stellen sie sich den hohen Ansprüche ihrer Kunden an Produkt, Preis-Leistungs-Verhältnis und Service. Sie alle sind davon überzeug, dass sich die Nachfrage nach dem Produkt Küche auf stabilem Niveau moderat weiterentwickeln wird.

1. 2. 3. 4. 5.

 Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2017 für Ihr Unternehmen?  ie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens und W der Branche in 2018 bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft unter Berücksichtigung der aktuellen Marktsituation sowie des nationalen und inter­nationalen konjunkturellen und politischen Umfelds?  elche Investitionen werden Sie kurz- und mittelfristig tägigen, W um Ihre Wettbewerbsfähigkeit auszubauen? Auf welche Vertriebswege im In- und Ausland werden Sie sich künftig ­konzentrieren?  elchen Stellenwert nehmen die Bereiche Eigenentwicklung, W Abwicklung, Verfügbarkeit und Lieferzeiten in Ihrem Unternehmen ein?

Baumann Group: Alles im Sinne des globalen Kundennutzens

Matthias Berens, Geschäftsführer Bauformat und Burger

20 | küche + architektur

1. Die Ziele, die wir uns für 2017 gesteckt haben, ha­ ben wir erreicht. Unsere Unernehmensgruppe hat sich insgesamt sehr erfolgreich entwickelt. Mit den Produkten unserer Handelsmarken Bauformat und Burger konnten wir sehr viele Neukunden aus dem Inland als auch aus dem Ausland hinzugewinnen. Zu­ dem durften wir in Burg ein tolle 100 Jahr Feier und in Haus Beeck eine phänomenale Messe mit hohem Zuspruch erleben. Wir wollen im Inlandsmarkt weiterhin im Küchen­ fachhandel wachsen. Auch wenn der deutsche Markt weiterhin rückläufig ist, haben wir genug Chancen. Klares strategisches Ziel ist es aber auch im Export weiterhin deutlich zu wachsen.

3. Wir investieren in den nächsten 3 Jahren ca. 40 Mil­ lionen Euro an den Standorten Burg und Löhne. Die ersten Resultate konnte man schon auf der 100 Jahr Feier in Burg sehen. Wir erweitern die Fertigungs­ kapazitäten durch neue Hallen und Maschinen, inves­ tieren aber auch intensiv ins Personal. 4. Wir möchten mit dem Küchenfachhandel im Inund Ausland zusammearbeiten. 5. Sowohl heute als auch in Zukunft sind die o.g. Punkte entscheidend für eine hohe Kundenzufrieden­ heit, obwohl ich die Eigenentwicklung etwas ausgren­ zen muss. Wir brauchen für unsere Kunden das rich­ tige Produkt, zum richtigen Preis, zum gewünschten www.bauformat.de Liefertag in einer guten Qualität.


Umfrage Küchen | Branchenspiegel

Poggenpohl in Aufbruchsstimmung 1. Die Entwicklungen im letzten Jahr haben sich für Poggenpohl insbesondere im Projektgeschäft sehr positiv gezeigt. 2017 sind wir voll ausgelastet. Mehr noch, unsere Belegschaft hat seit dem Frühsommer Überstunden geleistet, um der hohen Nachfrage ­gerecht zu werden. Das Jahr 2017 prägt für uns nicht nur die positive ­Situation in unserer Produktion, sondern maßgeblich auch das Thema Aufbruch. Im April 2018 präsen­ tiert Poggenpohl im Rahmen der Eurocucina einen neuen Markenauftritt. Dieser umfasst neben einem ganzheitlichen Erscheinungsbild auch ein wegwei­ sendes Küchen-Konzept, das im Spannungsfeld der bisherigen Poggenpohl +Konzepte interessante Ge­ staltungsmöglichkeiten eröffnet. 2. Poggenpohl exportiert seine Küchenmöbelproduk­ tion in über 70 Länder dieser Erde. Internationalität ist eine unserer Stärken. Die Kernmärkte für Poggen­pohl liegen in Asien, USA, UK und natürlich in Deutschland. Die Herausforderung für Poggenpohl ist es, sich in dem entwickelten Umfeld der Luxusküchenhersteller deutlich zu differenzieren. Die hierzu erforderlichen Maßnahmen sind Bestandteil unserer globalen Wachstumsstrategie. Wir beobachten die Märkte weltweit und sehen insbesondere im asiati­ schen Markt ein großes Potential im Luxussegment, aber auch die Märkte in den USA und UK entwickeln sich. Besonders im Projektgeschäft verzeichnen wir eine hohe Nachfrage nach hochwertigen Küchen. Entscheidend für die Zukunft ist es, auch die jun­ gen Käuferschichten zu erreichen und für die Marke Poggenpohlzu begeistern. Dieses kann sowohl durch unsere exklusiven Handelspartner vor Ort aber auch durch gezielte Kampagnen z.B. im digitalen Bereich erfolgen. Die Küchenmöbelindustrie in Europa entwickelt sich grundsätzlich positiv. Das grösste Potential für Pog­ genpohl sehen wir vor diesem Hintergrund in den Märkten Frankreich, Benelux sowie in der DACH Re­ gion. Die Struktur der Märkte hat sich, bedingt durch verschiedene Insolvenzen, stark verändert.

3. Die Poggenpohl Produktion in Herford wird durch Investitionen von insgesamt 4 Millionen Euro weiter gestärkt. 2017 wurde bereits eine siebenstellige Summe in eine neue vollautomatische vierseitige Kantenband-Maschine für unsere Los-Größe-1-Pro­ duktion investiert. Bis Ende diesen Jahres wird eine neue Oberflächen Veredelungs-Maschine installiert, dadurch können Qualität und Flexibilität im Bereich der Lackfronten auch in Kapazitätsspitzen verbessert werden. Das neue System wird Anfang 2018 in Betrieb gehen. Wir verfolgen damit vier Ziele: Sicherstellung höchster Qualität, Erhöhung der Flexibilität bei Auslastungs­ spitzen, Verkürzung von Reaktionszeiten, Erhöhung der Produktivität. Wir werden auch weiterhin wesentlich in unsere Pro­ zessabläufe, in unsere Belegschaft sowie in unsere Produkt-, Design-und Servicequalität investieren. 4. In allen wichtigen Luxusmärkten weltweit sind wir mit einem eigenen Poggenpohl Studio oder mit aktiven Handelspartnern vertreten. Derzeit gibt es 36 eigene Studios, die Poggenpohl von Europa und Großbritanien, USA bis nach Japan entsprechend ver­ markten und als Markenbotschafter fungieren. Die in den einzelnen Ländern unterschiedlichen Vertriebs­ wege werden wir abgestimmt auf die jeweilige Ziel­ setzung vor Ort entsprechend nutzen. 5. Poggenpohl stellt sich seit jeher den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit, das wird auch weiterhin so ­bleiben. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Unsere Produktentwicklung nimmt Strömungen und Entwicklungen aus unterschiedlichsten Bereichen auf und geht Kooperationen mit geeigneten Partnern ein, um wegweisende Gestaltungslösungen zu schaffen. „Wir wollen die Küche besser machen!” war das Leitmotiv des Firmengründers Friedemier Poggen­ pohl und das bis heute und auch für die Zukunft ­Bestand. Gerade im Jahr des 125 Firmenjubiläums ist das Anspruch und Ansporn zugleich. Eine funktio­ nierende und kundenorientierte Organisation ist die Basis für ein modernes Unternehmen. www.poggenpohl.de

Thomas Kredatus, Geschäftsführer Poggenpohl

küche + architektur | 21


Branchenspiegel | Umfrage Küchen

Leicht: Eigenentwicklung ist Teil unserer Genetik

Stefan Walden­ maier, Vorstands­ vorsitzender der Leicht Küchen AG

1. Das Jahr 2017 war von hoher Dynamik geprägt. ­Einerseits auf Grund einer guten Nachfrage nach höherwertigeren Küchen, andererseits auf Grund ­ der Verschiebungen auf Anbieterseite. Für Leicht hat sich daraus ein starkes Wachstum in zweistelligem Bereich ergeben. 2. Die letzten Jahre waren insgesamt gute Küchen­ jahre. Die Nachfrage nach dem Produkt Küche, welches sich in den letzten Jahren zu einem Statussymbol entwickelt hat, wird auf einem stabilen Niveau eine moderate Entwicklung verzeichnen. Die welt­ weite politischen und gesellschaftlichen Veränderun­ gen sind sicherlich eine Belastung für die Wirtschaft. Es hat sich aber immer wieder gezeigt, dass in so­ genannten Krisenzeiten eine solvente Konsumenten­ gruppe nach Sicherheit schaut und in Sachanlagen investiert. 3. In den letzten Jahren haben wir regelmäßig zwi­ schen 5 – 8 Mio. € investiert. Sei es in Erweiterung von Lagerflächen, in Maschinen-/Anlageninvesti­ tionen oder in Infrastruktur und IT. Um zukünftiges Wachstum für Leicht sicher zu stellen, wurde ein

kompletter Werksneubau entschieden. In etwa 4 km Entfernung vom Stammwerk wird ein Montagewerk entstehen. Der Investitionseinsatz wird bei über 40 Mio. € liegen. 4. Das Produkt Leicht ist ein Produkt für den Spezialisten, ist ein Produkt für den Innenausbauer, ist ein Produkt für den Architekten. Unsere Fertigungstiefe und unsere Datenstrukturen erlauben eine hoch flexible Fertigung und definieren damit ein maßlich variantenreiches Produkt. Unsere Vertriebspartner weltweit definieren sich aus diesem Anspruch. 5. Unternehmenserfolg im Bereich Küche lässt sich im Wesentlichen an 3 Parametern festmachen: das Produkt, die Preis-Leistungs-Fähigkeit, der Service. Aspekte wie Abwicklung, Verfügbarkeit, Lieferzeiten sind ein Teil des Parameters Service und unterliegen damit einer hohen Priorisierung. Als Marke und speziell als Marke Leicht stellt natürlich die Eigenentwicklung einen Teil der Genetik dar. Leicht wurde mehrmals als „Most innovative brand“ ausgezeichnet, womit belegt wird, dass wir auch diesem wichtigen Bau­ stein die notwendige Wertschätzung geben.www.leicht.com

Nobilia – oder wie man sich nachhaltigen Erfolg erarbeitet

Dr. Lars Bopf, Sprecher der Nobilia-Geschäfts­ führung

22 | küche + architektur

1. Insgesamt ist das Jahr 2017 für Nobilia zufriedenstellend verlaufen. Nachfrageeinbußen aus einem schwachen Inlandsmarkt im ersten Halbjahr konnten von einem guten Exportgeschäft kompensiert wer­ den. Im zweiten Halbjahr hat sich die Verdichtung der Nachfrage natürlich auch in den Auftragseingängen aus dem Inland bemerkbar gemacht. Weitere Einzel­ heiten dazu gibt es dann wie immer anlässlich unserer Bilanzpressekonferenz Anfang des nächsten Jahres. 2. Trotz einer feststellbaren Sättigung im Inlands­ markt verbleibt der Küchenmöbelmarkt in Deutsch­ land auf einem hohen Niveau, der deutsche Binnenmarkt bleibt der größte europäische Einzelmarkt. Genauso wie zahlreiche Marktbegleiter sind wir aktuell dabei unsere Produktionskapazitäten zu erhöhen, um die am Markt weggefallenen Volumen der Alno-Gruppe mittelfristig kompensieren zu können. So gesehen rechnen wir in 2018 mit einer insgesamt stabilen Nachfrage im Inlandsmarkt. Das Exportgeschäft im Allgemeinen wird von der der­ zeit kräftigen Weltkonjunktur, insbesondere vom sich fortsetzenden Aufschwung im Euroraum stimuliert. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Euro­ raum zeichnen dabei ein dynamisches Bild. Kräftige­ re Zuwachsraten des Bruttoinlandsproduktes zeugen von einer beschleunigten konjunkturellen Grundten­ denz. Zudem verzeichneten alle Länder des Euro­ raums zuletzt einen rückläufigen Trend bei den Ar­

beitslosenzahlen. Dennoch bergen beispielsweise die bevorstehenden EU-Austrittsverhandlungen mit dem Vereinigten Königreich und die italienischen Parla­ mentswahlen im Frühjahr 2018 gewisse Risiken. Erste Anzeichen für einen konjunkturellen Abschwung in UK sind durchaus bereits erkennbar (steigende In­ flationsquote, geringe Beschäftigungslage etc.). Auch die Entwicklung der Währungsparitäten bleibt eine Unbekannte für die Zukunft. In einem so differenzierten wirtschaftlichen Umfeld bleibt die Unabhängigkeit von einzelnen Ländern und Märkten für uns von entscheidender Wichtigkeit. Mit unserem breit aufgestellten Exportgeschäft sehen wir uns auch vor diesem Hintergrund für ein weiteres Wachstum im Export gut gerüstet. 3. Im Mittelpunkt unserer Investitionen stehen derzeit vor allem Maßnahmen zur Steigerung der Ausbrin­ gungsmenge, um das weitere Mengenwachstum ab­ bilden zu können. Zudem ist bereits bekannt, dass wir einen weiteren Standort auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn innerhalb des neu entstehenden Gewerbegebiets Hüttenbrink planen. Dieser Standort dient in erster Linie dazu, die weiter gestiegene Kom­ plexität und Variantenvielfalt in unserem Sortiment auch in Zukunft gut abbilden zu können. 4. Das hängt zu allererst von den Märkten ab, auf de­ nen wir agieren. In Deutschland sind wir – traditionell – in allen typischen Distributionskanälen (Discount,


Umfrage Küchen | Branchenspiegel

Möbeleinzelhandel inkl. Großfläche und Küchenspezialisten inkl. Küchenfachmärkte) gut vertreten. Die höchsten Wachstumsraten erzielen wir seit Jahren bei den Küchenspezialisten und auch die aktuellen Innovationen, die wir auf unserer diesjährigen Hausmesse unseren Kunden vorstellen durften, zeigen, dass wir weiteres Potential für die Entwicklung unserer Sortimente in Richtung Mehrwert sehen (XLKorpus, Xtra-Arbeitsplatte etc.). Im Export muss man die Frage nach Ländern diffe­ renzieren. Während wir in einigen Ländern wie in Frankreich oder Österreich ebenfalls den oben beschriebenen breiten „Dreiklang“ der Kundengruppen bedienen dürfen, gibt es andere Länder, in denen wir nur bestimmte Kanäle bedienen können (z.B. in Belgien ausschließlich die Küchenspezialisten). In bestimmten Auslandsmärkten ist eher das Objekt- oder Projektgeschäft der dominante Vertriebsweg, z.B. in China oder im mittleren Osten, auch auf diese speziellen Anforderungen haben wir uns ent­ sprechend eingestellt. 5. Auch wenn ich ahne, in welche Richtung Ihre Fra­ ge geht, fällt mir eine sinnvolle Antwort nicht ganz leicht. Die von Ihnen aufgezählten Attribute stehen nicht im Gegensatz zueinander, vielmehr versuchen wir gleichzeitig verschiedenen Zielstellungen und An­ forderungen gerecht zu werden. Aktuell erleben wir durch die Verdichtung des Angebots sicherlich eine außergewöhnliche Situation am deutschen Markt. Eine möglichst schnelle Rückkehr

zu den gewohnten Lieferzeiten liegt auch in unserem Interesse, allerdings sind Kapazitäten eben nicht beliebig skalierbar, die notwendigen Anpassungen in Maschinenpark und Mannschaft benötigen etwas Zeit. Die (sichere) Verfügbarkeit unserer Produkte ist ebenfalls ein extrem wichtiges Ziel. Hier stehen wir in dauerndem Kontakt mit unseren Partnern auf der Beschaffungsseite, um die Verfügbarkeit in Qualität und Quantität sicherzustellen. Unsere Entscheidung unsere Spanplatte auf den Carb II Standard umzustel­ len, erklärt sich auch aus diesem Vorsorgegedanken, die Verantwortung gegenüber unseren Handelspart­ nern nehmen wir sehr ernst. Das Thema der Qualität beziehen wir schon immer nicht nur auf das reine Produkt, sondern eben auch auf den Prozess, die Abwicklung. Die sich verändernden Rahmenbedingungen stellen uns immer wieder auf das Neue vor neue Herausforderungen. Last, but not least, und auch wenn Nobilia vielleicht nicht als völliger Innovator in die Annalen der Küchen­ welt eingehen mag, ist uns das Thema der (Eigen-) Entwicklung sehr wichtig. Unsere zur Hausmesse neu vorgestellte Xtra-Arbeitsplatte ist gerade als KüchenInnovation des Jahres nominiert worden. Die Entwicklung dieser neuartigen, in ihren Eigenschaften verbesserten Materialien, die dem Handel neue Planungs- und Designmöglichkeiten eröffnen, geht über die üblichen einjährigen Zyklen der Sortimentsentwicklung weit hinaus. Dazu braucht es einen lan­ gen Atem und gute, langjährige Partner! www.nobilia.de

Ballerina-Küchen: Auf Augenhöhe mit dem Küchenfachhandel 1. Ballerina hat für 2017 im In- und Ausland einen guten, gesunden Umsatzzuwachs zu verzeichnen, der etwas über unserem Plan liegt. Hierüber freuen wir uns sehr, achten aber darauf, angemessen zu steigern, um die gewohnte gute Qualität unserer Produkte beizubehalten. 2. Für 2018 planen wir einen gesunden Umsatzzu­ wachs. Unser Ziel ist nicht „Größe“. Auch in Zukunft bedienen wir Zielgruppen spezifisch den Konsumen­ ten, der eine hochwertige, individuelle Küche mit Be­ ratungsservice wünscht. Für das Inland sind die Kon­ junkturprognosen positiv, was mit Sicherheit auch eine leicht positive Entwicklung für unsere Küchen­ branche erwarten lässt. Die Konjunkturdaten für den Export, insbesondere für den asiatischen Raum, sind sehr positiv, aber auch für den europäischen Markt mit Ausnahme der Schweiz und Großbritannien. So­ mit ist davon auszugehen, dass in 2018 die Branche im Ausland weiter stark wächst. 3. Ballerina investiert in den nächsten Jahren in Fer­ tigungsabläufe und Produktionsmaschinen, um lang­ fristig das Ziel der echten Losgröße 1 zu erreichen. Ebenso investieren wir in unseren Webauftritt und

unsere Software, um die Abläufe und die Kommuni­ kation mit unseren Handelspartnern zu verbessern. 4. Ein Teil unserer Firmenstrategie ist die eindeutige Aussage: Ballerina arbeitet weltweit selektiv mit dem Küchenfachhandel zusammen. Somit gibt es für uns nur den klassischen, mittelständischen Küchenspezi­ alisten und das mittelständische, hochwertige Möbel­ spezialhaus als Vertriebsweg. 5. Für den Küchenspezialisten ist der Bereich Ab­ wicklung und möglichst fehlerfreie Auslieferung von großer Bedeutung und sehr wichtig, da dieses den Servicegedanken seines Angebotes abrundet. Mehr­ werte, die durch Innovationen hervorgerufen wurden, bringen die notwendigen Vorteile im Verkaufsge­ spräch und unterstreichen die Kompetenz des Kü­ chenspezialisten. Eine gute Auftragsabwicklung und Bearbeitung der Küchen sind Voraussetzung. Selbst­ verständlich müssen Lieferzeiten angemessen sein. Allerdings zeigt jeder Konsument Verständnis dafür, dass hochwertige, individuelle Ware eine längere Pro­ duktionszeit hat. Auch auf das Auto wartet man gerne. www.ballerina.de 

Heidrun Brink­ meyer, geschäfts­ führende Gesell­ schafterin BallerinaKüchen

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Branchenspiegel | Umfrage Küchen

Nolte Küchen und Express Küchen im Aufwind

Eckhard Wefing, Geschäftsführer Nolte Küchen, Löhne, und Express Küchen, Melle

1. Nolte Küchen und Express Küchen konnten sich durchweg positiv entwickeln und damit den Trend der vergangenen Jahre fortschreiben. Veränderungen in der Verbandslandschaft sowie in der Marktkonsolidierung auf Herstellerseite führten zu einer deutlichen Stärkung unserer Marktposition und letztendlich zu einem 2-stelligen Wachstum. 2. Auch für 2018 zeigen alle Wirtschafsindikatoren auf einen stabilen bis wachsenden Markt. Internati­ onal werden die Herausforderungen sicherlich grö­ ßer – Brexit, Importzölle und verstärkter Wettbewerb mit lokaler Industrie gilt es erfolgreich zu meistern. Wir haben im In- und Ausland mit einer erfolgreichen Messe 2018 hervorragende Voraussetzungen für Nolte und Express geschaffen. 3. Kurzfristige Investitionen sehen wir in den Bereichen der Musterküchen, die wir in den abgelaufenen Wochen in einer extrem erfolgreichen Entwicklung im Markt platzieren konnten. Mittel- und langfristig werden weitere Schritte zur Fertigungsoptimierung und Prozesssicherheit das zentrale Thema sein. Hier sind wir in der glücklichen Situation bereits voraus-

schauend im laufenden Jahr sowie in den vorangegangen Jahren zusätzliche Kapazitäten aufgebaut zu haben. 4. Bei Express Küchen werden wir neben dem Marktsegment „Mitnahme/SB“ auch zukünftig verstärkt im klassischen Möbelhandel vertreten zu sein, der für Nolte Küchen bereits etablierter Handelspartner ist und bleibt. Den Küchenfachhandel können wir zukünftig verstärkt mit einem attraktiven Produkt und dem Anspruch größtmöglicher Gestaltungsmöglichkeiten gerecht werden. 5. Neben einem stimmigen Sortiment, mit einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis, stehen bei uns die Verlässlichkeit und Abwicklungsperformance im Fokus. Dies konnten wir bereits im Herbst angesichts einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach unseren Produkten unter Beweis stellen. Und diesen Weg werden wir konsequent weiter beschrei­ ten. Die Lieferzeiten sind aufgrund der aktuellen Marktsituation überproportional hoch. Hier sind je­ doch zusätzliche Kapazitäten eingestellt worden. www.nolte-kuechen.de · www.express-kuechen.de 

Rational: Profitabilität vor Quantität

Thomas Klee, Geschäftsführer Rational

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1. Das Jahr 2017 war insgesamt ein erfolgreiches Jahr für Rational. Nach einem relativ schwachen Start hat sich die Lage ab dem 2. Quartal stetig verbessert. Bei sinkendem Gesamtumsatz wurde die Marge signifikant erhöht, so dass dieses Jahr erstmals seit langer Zeit mit einem Ergebnis +/- Null gerechnet wird. Das ist nach den sehr schwierigen Vorjahren eine erhebliche Verbesserung, auf der wir auch 2018 weiter aufbauen wollen. Die Umsatzverteilung Deutschland zu Export liegt aktuell bei ca. 40 zu 60 %. 2. Für 2018 planen wir für Rational ein deutlich positives Ergebnis. Profitabilität wird weiterhin vor Quantität stehen. Umsatzwachstum „um jeden Preis“ wird es bei uns nicht mehr geben. Die wirtschaftliche Lage ist aktuell etwas schwer vorhersehbar, aller­ dings können wir auf den großen Projekt-Märkten in Asien und Nahost momentan sehr gutes Potential mit Groß-Aufträgen für die Jahre 2018 und 2019 absehen. Hier zahlt sich die intensive Arbeit der letzten Jahre zusammen mit unseren Partnern vor Ort aus. Unsi­ cherheitsfaktoren wie der nahende Brexit sind natür­ lich nicht förderlich für ein Wachstum in UK, wobei wir hier seit Jahren stabil sind bzw. organisch wachsen. Auch in Deutschland sehen wir nach wie vor Potential, da es immer weniger Anbieter in der Rational Nische gibt, auch wenn die „Großen“ gerne einen Teil dieses Marktes erobern würden. Die Anforderungen

in diesem Marktsegment sind allerdings schon recht anspruchsvoll, was die Flexibilität angeht, weshalb wir hier weiterhin positiv für die Zukunft planen. 3. Investitionen sind für 2018 und die Jahre danach hauptsächlich in den Bereichen Maschinen und Software geplant. Hier erhoffen wir uns große Verbesserungen durch effizientere Strukturen und gruppenweit genutzte Systeme. Auch im Bereich Marketing werden wir investieren, 2018 u.a. mit der Teilnahme an der Eurocucina in Mailand. Hier werden wir zum ersten Mal ein Sondermodell anlässlich des 55-jährigen Bestehens der Firma Rational präsentieren, das dann ab Herbst lieferbar sein wird. 4. Hier gibt es aus unserer Sicht keine Änderung der aktuell gelebten Strategie. In Deutschland und im europäischen Umfeld ist Rational eine FachhandelsMarke. Im ferneren Ausland arbeiten wir mit einer Vielzahl von erfahrenen Importeuren, die mit ihrer Erfahrung in den jeweiligen Märkten einen großen Teil zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Dies werden wir auch 2018 und darüber hinaus so fortset­ zen. 5. Wir versuchen natürlich, wo immer möglich, die Gruppen-Synergien bzgl. Produktentwicklung etc. zu nutzen. Allerdings ist ein eigener Charakter für Rational essentiell. Zur Auftrags-Abwicklung trägt Rational selbst nach wie vor einen hohen Anteil bei, da wir die komplette Auftragssachbearbeitung, die


technische Bearbeitung sowie die Erstellung der technischen Fertigungsdaten bei Rational in Melle und Waldmünchen erledigen. Bzgl. Lieferzeiten und Logistik sind wir permanent mit der Fertigung in Majano in Kontakt, so dass wir dadurch keinerlei Nach-

teile im Vergleich mit einer rein deutschen Fertigung haben. Alle diese Bereiche sind Teile dessen, was für Rational heute und in Zukunft wichtig ist. Dass man hier stetig besser werden muss, ist klar und auch un­ www.rational.de ser eigener Anspruch.

Schüller: Kontinuität schafft Vertrauen 1. Das Jahr 2017 war in Europa nicht nur politisch ge­ sehen ein Wahljahr, sondern auch aufgrund der ge­ gebenen Situation in unserer Branche ein Jahr der Neuausrichtung (Festlegung) des Handels in Bezug auf die jeweiligen Lieferantenstrukturen. Für Schüller Küchen war das abgeschlossene Geschäftsjahr in Summe positiv. Unsere Entwicklung wird erneut über Branchenschnitt liegen. 2. Die deutsche Küchenbranche wird sich in 2018 im Inland weiterhin durch Niedrigzinspolitik, erfreuli­ ches Wirtschafts- und Konsumklima sowie das be­ stehende Defizit an Wohneinheiten mindestens stabil wenn nicht gar positiv entwickeln. An dieser Gesamt­ entwicklung wollen wir 2018 im Inland als auch im Ex­ port – trotz mancher politischer Unklarheit – teilha­ ben. Unsere Ziele sind kontinuierliches Wachstum im Inland sowie überproportionales Wachstum in den Exportmärkten. 3. Wir erweitern kontinuierlich unsere Produktions­ kapazitäten. Dies erfolgt durch permanente Investi­ tionsmaßnahmen in den Standort Herrieden. Wie in den Jahren zuvor werden wir auch in 2018 Investiti-

onen als wichtigen Grundpfeiler unseres Wachstums betrachten, um den Kapazitätsanforderungen gerecht zu werden und somit die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sicherzustellen. 4. Die Konzentration auf den Vertriebsweg Küchen­ fachhandel und Möbelhandel gilt weiterhin im In- und Ausland.       5. Schüller wird Eigenentwicklungen als Differenzierungsmerkmal weiter vorantreiben. Gute Beispiele hierfür sind das neue Hauswirtschaftsraumkonzept, der umfassende Countrystyle oder der Kochtisch als Erkennungsmerkmal von next125.   Schüller Küchen steht für eine perfekte Auftragsabwicklung: von der Auftrags-Bestätigung bis zur Auslieferung. Trotz der großen Sortimentstiefe werden wir dem Anspruch der Verfügbarkeit gerecht.  Zukünftig werden wir in Sachen Auslieferung zu den handelserforderlichen Lieferzeiten zurückkeh­ ren. Diese Punkte erfordern eine ständige Optimie­ rungen der Organisations- und Produktionsprozesse. Diesen Herausforderungen stellen wir uns im tägli­ www.schueller.de chen Geschäft.

Markus Schüller, geschäfts­führender Gesellschafter ­Schüller Möbelwerk

Rotpunkt Küchen: Die Schnellen fressen die Langsamen 1. Wir werden das Jahr 2017 am 31.12. erfolgreich abschließen und freuen uns über ein Plus im 2-stelligen Prozentbereich über dem Vorjahr. 2. Wir sehen positiv ins neue Jahr und gehen von einem moderaten Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Aus unserer Sicht hat die Bran­ che weiterhin mit möglichen leichten Umsatzrück­ gängen in der Großfläche zu kämpfen, dafür dann aber mit Zuwächsen im Bereich der Fachhändler und Spezialisten. Auf die konjunkturellen und politischen Einflüsse müssen wir – wenn möglich – frühzeitig re­ agieren. Politische Veränderungen wie z.B. der Brexit zeigen, wie schnell aus tollen Märkten ein „…nunja geht schon-Markt“ wird. Diesen Aufgaben stellen wir uns und leiten Maßnahmen ein, um eventuelle Umsatz­ rückgänge durch andere Märkte zu kompensieren. 3. Wir werden unseren Investitionsplan weiter umsetzen und im Laufe des Jahres in eine C-Teile Ferti­ gung investieren. Desweiteren werden wir unseren ei­ge­ nen Fuhrpark ausbauen und weitere LKW und Auflieger

anschaffen. Auf diverse Investitionen in unsere EDV Systeme oder den Besuch von Messen zur Produkt­ präsentation brauche ich sicher nicht weiter eingehen. 4. Vertriebseitig ist unsere weitere Entwicklung klar. Der Fokus liegt deutlich auf dem qualifizierten Küchen­ fachhandel sowie auf die Kooperation mit ausgesuchten Verbänden. Im Exportbereich werden wir unsere Stra­ tegie der exklusiven Rotpunkt Partner weiter ausbauen. 5. Wir messen dem Punkt Eigen- und Weiterentwicklung eine sehr hohe Bedeutung bei. Denn hier liegt unsere Stärke: Wir haben an uns den Anspruch, Vorreiter und Innovationstreiber zu sein und damit schneller zu agieren als der Rest des Marktes. Die Verfügbarkeit und die Lieferzeiten stehen unter stän­ diger Beobachtung. Wir haben uns sowohl personell als auch technisch auf einen Mengenzuwachs im Jahr 2018 eingestellt. Damit stellen wir sicher, dass Ab­ wicklung, Qualität, Verfügbarkeit und Lieferzeiten in einem Markt-üblichen Verhältnis stehen. www.rotpunktkuechen.de 

Andreas Wagner, geschäftsführender Gesellschafter Rotpunkt Küchen

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Branchenspiegel | Umfrage Küchen

Häcker Küchen: Bereit für die Welt

Marcus Roth, Häcker Geschäfts­ leitung Vertrieb und Marketing

1. Das auslaufende Geschäftsjahr 2017 können wir für Häcker Küchen als ein gutes Küchenjahr bezeichnen. Wir sind sowohl im Ausland als auch in Deutschland oberhalb des Marktes gewachsen. 2. Mit unseren beiden Produktlinien classic und sys­ temat und der breiten Produktpalette haben wir wei­ terhin eine breite Zielgruppenansprache in allen Län­ dern. Mit der Einführung von PURemission bei allen Holzwerkstoffen sind wir schon jetzt für zukünftige Marktanforderungen gerüstet. Mit PURemission wer­ den hinsichtlich der zulässigen Formaldehyd-Grenz­ werte ab sofort alle Holzprodukte der kompletten Mo­ dellpalette die hohen US-amerikanischen Standards erfüllen und zugleich europäische Grenzwerte noch­ mals deutlich unterschreiten. Darüber hinaus gibt uns unsere eigene Gerätemarke Blaupunkt zudem ein weiteres Wachstumspotential in der Komplettver­ marktung. In Richtung Markt haben wir in Europa eine recht stabile Lage, die ein weiteres Wachstumspotential schafft. Auch außerhalb der europäischen Grenzen sind wir gut aufgestellt, so dass hier für die Zukunft auch die Möglichkeit besteht, neue Märkte zu er­ schließen. 3. Aufgrund der überaus erfolgreichen Geschäftsent­ wicklung und der wachsenden Anforderung der zu produzierenden Stückzahlen investieren wir schon

jetzt in den Neubau eines zusätzlichen Werkes in Ven­ ne. Ferner investieren und verfeinern wir verstärkt die Abläufe rund um die Themen Umwelt- und Qua­ litätsmanagement. Im Dienstleistungsbereich bieten wir dem Handel, neben unserem gut am Markt ein­ geführten Product Pilot, mit dem neuen Tool Häcker Cockpit eine zusätzliche Informationsplattform im Logistikbereich. Darüber hinaus werden wir die Schulungsangebote für den Händler mit dem neuen Häcker Campus deut­ lich erweitern. 4. Aufgrund unserer Produktausrichtung bedienen wir nicht den Discount, ansonsten bearbeiten wir aktiv und mit Erfolg sämtliche Vertriebskanäle in Deutsch­ land. Unser Schwerpunkt liegt hier nach wie vor bei den Küchenspezialisten. 5. Alle angesprochenen Bereiche haben für uns ei­ nen sehr hohen Stellenwert. Gerade in der Eigen­ entwicklung ist uns mit dem Oberschrank SlightLift ein Produkt gelungen, das es so am Markt noch nicht gibt. Durch spezielle Schulungsprogramme (Fit for Häcker) werden neue Mitarbeiter schnell und effektiv eingearbeitet, um die optimale Auftragsabwicklung zu unterstützen. Bei den Lieferzeiten legen wir schon jetzt, mit dem Neubau in Venne, den Baustein diese auch für die Zukunft weiterhin so kurzfristig wie mög­ www.haecker-kuechen.de lich zu halten.

Arbeitsplatten und Oberflächen

Geschäftsführer: Jörg Arends, Dirk Beyer, Stefan Zinn, Rainer Zumholte Standorte: Arnsberg, Baruth, Gütersloh, Leutkirch, Neumarkt Mitarbeiter 2017: 2.000 Produkte: Rohspan- und Faserplatten, Dekorplatten, Schichtstoffe, Compact-HPL, HPL-Elemente und Arbeitsplatten Pfleiderer Deutschland GmbH Ingolstädter Straße 51 · 92318 Neumarkt info@pfleiderer.com · www.pfleiderer.com

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Umfrage Küchen | Branchenspiegel

Küchenmöbel und Küchenzusatzmöbel

Ballerina-Küchen · H.-E. Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen · Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Gesellschafter: Delf Baumann Geschäftsführer: Delf Baumann, Michael Assner, Matthias Berens Exportmanager: Lars Knaak, Dirk Kleykens (Benelux, UK), Markus Hanhus (AT, CH und Balkan) Mitarbeiter 2017: 950 · Produktionsstätten: Löhne/Burg Tochtergesellschaft: Burger Küchenmöbel Umsätze 2017: 220 Mio. € · Exportquote 2017: 28 % Exportländer: Niederlande, Schweiz, Belgien, Vereinigtes Königreich, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Luxemburg, Russland, China, Polen, Griechenland, Irland, Türkei, Dänemark, Schweden, Norwegen, Rumänien, Tschechien, Südkorea, USA, Portugal, Taiwan, Israel, Australien, Lettland, Litauen, Slowenien, Slowakei, Ukraine, Saudi-Arabien, Indien, Bahrain, Kosovo, Zypern, Oman, Libanon, Weißrussland, Algerien, Ägypten, Südafrika, Moldawien, Panama

BAUFORMAT Küchen GmbH & Co. KG Kattwinkel 1 · 32584 Löhne Tel. 05732 102100 · Fax 05732 10277208 info@bauformat.de · www.bauformat.de

Brigitte-Küchen · H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen · Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 vertrieb@brigitte-kuechen.de · www.brigitte-kuechen.de

Gesellschafter: Mitglieder der Familie Stickling Geschäftsführer: Dr. Lars M. Bopf, Dr. Oliver Streit Vertriebsleiter: Dr. Oliver Streit Exportleiter: Matthias Keudel Exportquote 2016: 44,5 % Exportländer: weltweit

nobilia-Werke · J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. 05246 5080 · Fax 05246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

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BRANCHENSPIEGEL | Küchenmöbel Branchenspiegel | Umfrage Küchen und Küchenzusatzmöbel

Poggenpohl Möbelwerke GmbH Poggenpohlstraße 1 · 32051 Herford Tel. 05221 381-0 · Fax 05221 381321 info@poggenpohl.com · www.poggenpohl.com

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Geschäftsführer: Edi Snaidero, Thomas Klee Vertriebsleitung: Thomas Klee Exportleitung: Thomas Klee Marketing/PR: Elke Pfeiffer Exportquote 2017: 60 % Exportländer: weltweit rational einbauküchen GmbH Rationalstraße 4 · 49328 Melle Tel. 05226 58-0 · Fax 05226 58-212 info@rational.de · www.rational.de

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Umfrage Küchen | Branchenspiegel

Geschäftsführende Gesellschafter: Heinz-Jürgen Meyer und Andreas Wagner Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Ladestraße 52 · 32257 Bünde Ladestraße 52 · 32257 Bünde Tel. +49 5223 6900-0 Tel. 05223 6900-0 · Fax 05223 6900-100 +49 5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.deFax info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.dewww.rotpunktkuechen.de

Geschäftsführer: Dr. Christian Hilz Leitung Vertrieb Inland: Dirk Richter Leitung Innendienst: Jörg Ganter Leitung Vertrieb Export: Katrin Schmidt Exportanteil aktuell: 40 % Exportländer: weltweit BES zeyko Küchenmanufaktur GmbH Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Geschäftsführer: Egbert Neuhaus Vertriebsleiter: Rainer Büth Produktgruppen: Einbauabfallsammler, Küchenausstattungen, Auszug­systeme, Haushaltwaren, Küchenaccessoires, ­Kochgeschirr, Alu-SystemTechnik, Trag-/ Stützelemente Aluminium-Design-Möbel – Aluments M. Westermann & Co. GmbH – Küchentechnik Postfach 2680 · 59716 Arnsberg (Neheim-Hüsten) Tel. 02932 476-0 Fax 02932 476-55 · Fax Export 02932 34576 einbau@wesco.de · www.wesco-kuechentechnik.de aluments@wesco.de · www.wesco-aluments.de

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promotion

Sternstunde in der Lackiertechnologie Innovatives HotCoating Verfahren von Pfleiderer für verbesserte Oberflächeneigenschaften

Nach einer einjährigen Umsetzungsphase mit einem Investitionsvolumen von rund 12 Mio. Euro wird Anfang 2018 die Lackieranlage in Leutkirch mit Pfleiderer PrimeBoard und Pfleiderer ­Duropal HPL Compact Exterior, mit dem das Unternehmen erstmalig in der Outdoor-Branche einsteigt, in den Regelbetrieb übergehen. Das neuartige Mehrschichtlacksystem macht die Lackoberflächen unter anderem besonders verarbeitungsstabil und UV-resistent.

Fotos: Pfleiderer

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as innovative HotCoating-Verfahren versieht die Holzwerkstoffe mit einer hochwertigen Mehrschicht-Lackierung aus UV-härtenden Acryllacken. „Dieses Mehrschichtlacksystem sorgt für eine hervorragende Oberflächenqualität der Produkte. Sie zeichnet unter anderem eine edle Anmutung, sehr gute Verarbeitbarkeit, Widerstandsfähigkeit, UVBeständigkeit und eine leichte Reinigung aus“, erklärt Rüdiger Jürke, Leiter Produktmanagement Dekorplatten bei Pfleiderer. Das entwickelte Verfahren sei im Markt bisher einzigartig und mit 165 Metern die größte HotCoating Anlage der Welt. Die neuen High-End-Lackoberflächen werden für PrimeBoard in Supermatt und Hochglanz verfügbar sein. „Die reflektionsarme Oberfläche wirkt sehr edel und insbesondere zusätzliche funktionale Eigenschaften wie der Anti-Fingerprint-Effekt begeistern die Kunden“, so Rüdiger Jürke. Gleiches gilt für die HotCoating Hochglanz Oberfläche, die den Dekoren eine besonders große Tiefenwirkung in Verbindung mit einem Spiegelglanz-Effekt verleiht. Bei den Inspiration Days im Dezember 2017 hat Pfleiderer PrimeBoard insbesondere Industriekunden nochmal exklusiv präsentiert, neben aktuellen Trends sowie neuen Dekoren und Strukturen. Im März geht es dann auf die europäische Fachmesse Holz-Handwerk in Nürnberg, um die neue Lackoberfläche Tischlern, Schreinern, Zimmerern und anderen Holzwerkstoffexperten detailliert vorzustellen. Die neuen Produkte werden im Verbund mit DecoBoard und Duropal HPL angeboten, sodass der Kunde künftig dekor­gleiche HPL-, DBS- und Lackoberflächen aus einer Hand bekommt. Auch PrimeBoard und Duropal HPL Compact Exterior werden mit größter Sorgfalt und im Rahmen eines zertifizierten Umweltmanagements gefertigt und sind zudem FSC® oder PEFC™ lieferbar. Hergestellt auf Basis 100% lösungsmittelfreier Acryllacke, sind sie obendrein ­umweltschonend. Die letzten Vorbereitungen laufen nun auf Hochtouren. „Wir liegen absolut im Zeitplan und haben in den letzten Monaten viel erreicht“, erklärt Rüdiger Jürke. „Bereits Mitte November konnten wir die erste Testplatte erfolgreich durchlaufen lassen. Auch die Marketingunterlagen werden derzeit finalisiert. Es wird eine Broschüre und eine hochwertige Mustermappe mit der Lagerkollektion zu den neuen Produkten geben. Wir freuen uns nach dieser intensiven Phase sehr darauf, unseren Kunden ab dem ersten Quartal in 2018 die neuen High-End-Lackoberflächen in den besonders www.pfleiderer.com verschnittgünstigen Formaten aus dem eigenen Werk in Leutkirch anbieten zu können.“


Umfrage Elektrogeräte | Branchenspiegel

Elektrogeräte-Industrie überzeugt durch Innovationen Ambivalente Haltung zum Thema Smart Home

Die Elektrogeräteindustrie zeigt sich gut gestimmt. Das beruht sowohl auf dem zu erwartenden Ergebnis des sich neigenden Jahres 2017 als auch auf der guten ­Perspektive für das Jahr 2018. Intelligente Geräte überzeugen die Verbraucher durch intuitive Benutzerführung, mehr Komfort und hohe Energieeffizienz auf der ganzen Linie. Das Thema Hausgeräte-Vernetzung handhaben die befragten Unternehmen sehr ambivalent. Während ein Teil der Hersteller auf eigene Vernetzungsplattformen setzt, plädieren andere für open Source-Konzepte, die offene Schnittstellen oder einen einheitlichen Standard voraussetzen. Für wieder andere ist genau diese Diskrepanz die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Smart Home.

1. 2. 3. 4. 5. 6.

 Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2017 für Ihr Unternehmen?  ie haben sich die von Ihnen genutzten Vertriebswege (Küchen- und Möbelfach­ W handel, Elektrofachhandel und Online-Handel) entwickelt?  elchen Stellenwert hat der Küchen- und Möbelfachhandel für Ihr Unter­ W nehmen? Und welche Ihrer Produkte gehören dort zu den Bestsellern?  elche Geräte gehörten zu den Bestsellern 2017? W Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?  ) Wie gehen Sie mit dem Thema Hausgerätevernetzung um? a b) Mit welchen Plattformen arbeiten Sie zusammen, um das Thema voran­ zubringen? Für welche smarten Ausstattungsmerkmale sind Verbraucher Ihrer Meinung und Erfahrung nach bereit Geld zu investieren?  ie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens und W der Branche in 2018 bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft unter Berücksichtigung des nationalen und internationalen konjunkturellen und ­politischen Umfelds?

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Branchenspiegel | Umfrage Elektrogeräte

Siemens: Produkte, die das Leben leichter machen

Roland Hagen­ bucher, Geschäfts­ führer Siemens Hausgeräte GmbH

1. Wir verzeichnen nach wie vor eine starke Nachfrage nach höherwertigen Küchen- und Hausgeräten – und das spielt uns als Premium-Marke in die Hände. Die Bereitschaft der Kunden, in Lösungen zu investieren, die ihnen das Leben leichter machen, ist enorm gestiegen. Immer mehr Menschen wünschen sich heute ein „Seamless Life“ – ein durch Digitalisierung, intelligente Technologie und Design so nahtlos unter­ stütztes Leben, dass daraus ein reibungsfreier Alltag entsteht. Hier liegen wir mit unserem Produktsorti­ ment goldrichtig. Unsere neue iQ500 Backofenreihe löst beispielsweise Zeitprobleme durch innovative Programme und Optionen. Zusätzlich sind bei Sie­ mens schon heute die gesamte Küche sowie die Wä­ schepflege vernetzt. Dazu bieten wir ein wachsendes Ökosystem an digitalen Services an: So haben wir seit diesem Jahr unseren ersten Herd im Sortiment, mit dem Sie via Amazon Alexa sprechen können. Und auch bei der neuen Generation der avantgarde Waschma­ schinen und Trockner setzen wir durch Licht, Größe, Bedienerlebnis und digitalen Komfort gänzlich neue Maßstäbe im Premiumsegment. 2. Für uns sind und bleiben alle diese Vertriebswege wichtig. Das gilt insbesondere für den beratenden und serviceorientierten Fachhandel. Denn viele der Vorteile, die unsere Geräte bieten, sind nicht auf den ersten Blick sichtbar: Ihre Mehrwerte müssen erlebt werden und sind daher auf eine starke Inszenierung und persönliche Beratung angewiesen. Gleichzeitig darf sich aber auch der Fachhandel dem digitalen Trend nicht verschließen. Denn wer online nicht gefunden wird, wird offline nicht gesucht.

3. Siemens Hausgeräte ist im Einbausektor traditionell besonders stark aufgestellt. Daher verbindet uns mit dem Küchen- und Möbelfachhandel eine intensive und gute Partnerschaft. Hochwertige Kü­ chenausstellungen bieten den optimalen Rahmen, um unsere Einbau- und Designkompetenz im realen Umfeld darzustellen. Besonders gut zeigt sich das gerade durch das perfect built-in Konzept unserer iQ700, der neuen iQ500 Reihe und natürlich der stu­ dioLine. Ob Backofen, Dampfgarer, Mikrowelle oder Kaffeevollautomat: Alle Geräte lassen sich beliebig über- oder nebeneinander kombinieren – ganz ohne Zwischenstücke oder Anpassungsarbeiten. Weil Ge­ rätepanoramen in modernen Küchen gerade sehr im Trend sind, kommt dieses Siemens Einbaukonzept auch den Siemens Hausgeräte Wünschen des Han­ dels entgegen. 4. Die Antwort auf diese Frage ist für den Küchenund Möbelfachhandel dieselbe wie für alle anderen Vertriebskanäle: Unsere iQ700 Backöfen haben den Markt vor zwei Jahren im Sturm erobert und werden weiterhin äußerst stark nachgefragt. Ihr perfect buil­ tin Erfolgskonzept haben wir in diesem Jahr mit den iQ500 Backöfen und Herden nochmals in eine neue Werteklasse eingeführt. Gleiches gilt auch für unsere iQ700 indunctionAir: Sie verbindet die Flexibilität der Siemens Induktions-Kochfelder mit einem ins Koch­ feld integrierten Dunstabzug und eignet sich damit vor allem für Kochinseln und Küchenblöcke in offenen Raumarchitekturen. 4.a) Siemens setzt sich wie keine andere Marke im Hausgeräte-Markt mit Zukunftstrends und Entwick­

„Nach einem erfreulichen Geschäftsjahr 2017 – zu dem auch die Zahlen der IFA wieder erheblich beigetragen haben – können wir optimistisch ins neue Jahr blicken. 2018 müssen wir uns insbesondere in der Region Europa weiter in einem gesättigten Markt behaupten. Mit innovativen Produkten werden wir diesen gestalten, um nicht nur unseren Konsumenten einen immer größeren Nutzen bieten zu können, sondern auch unsere Markenpositionierung weiter zu stärken. Und ein Blick über den Tellerrand: Das neue Jahr wird einige große Themen bringen, die uns als gesamte Branche herausfordern werden, wie zum Beispiel steigende Materialpreise oder Währungsschwankungen. Aber – als Europas Marktführer sind wir auf gutem Kurs und auch das langfristiges Konzernziel von 20 Milliarden Euro Umsatz in 2025 ist weiterhin noch in Sichtweite.“ Volker Klodwig

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lungen auseinander. Es liegt in unserer Marken-DNA, unsere Produkte konsequent auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten. Schließlich hatte schon Werner von Siemens den „Fortschritt im Dienste des Menschen“ zum Maßstab gemacht. Das beweisen die hervorragenden Ergebnisse, die wir Jahr für Jahr bei Verbrauchertests in sämtlichen Produktkategorien erzielen. 5. Wir waren beim Thema Hausgerätevernetzung Pionier der ersten Stunde und sind weiterhinein führender Treiber im Markt. Bei Siemens ist heute nicht nur bereits die gesamte Küche vernetzt, wir bieten über unsere Home Connect App auch ein außergewöhnlich umfangreiches Angebot an vernetzten Funktionen an. Dazu zählt auch ein ständig wachsendes Ökosystem an Services, die über die Küche hinausreichen. Unsere Überzeugung war es stets, dass Vernetzung nicht nur um der Vernetzung willen geschehen darf. Daher haben wir den Fokus von Anfang an auf den greifbaren Nutzen für den Anwender ausgerichtet. Unsere große Vision ist dabei ein „Seamless Life“ – ein Leben,

in dem vernetzte, intelligente Technologie und Design so geschickt ineinandergreifen, dass sich Aufgaben wie von selbst erledigen. Inwiefern diese Vision heute bereits Realität ist, und was sich heutige Menschen in dieser Hinsicht wünschen, haben wir übrigens gerade durch das Zukunftsinstitut untersuchen lassen. Die Studie gibt es kostenfrei zum Download auf unserer Homepage. 6. Wir arbeiten mit der offenen, markenübergreifenden Plattform Home Connect. Im Sinne eines „Seamless Life“ ist es wichtig, dass die Anwender alle ihre Geräte mit einer einzigen App steuern können, um von dieser Zentrale direkt auf unterschiedlichste Funktionen und externe Services zuzugreifen. Nur wenn wir uns aus einem Silo-Denken lösen und im­ mer konsequent den Kundennutzen im Auge haben, wird der Mehrwert von vernetzten Hausgeräten klar erkenn- und spürbar. Denn dann geschieht das, was wir bei Siemens immer im Auge haben: Durch inno­ vative Technologien entstehen neue Möglichkeiten für www.siemens-home.de die gesamte Lebensgestaltung.

Bosch: Die Zukunft beginnt heute 1. Für die Marke Bosch ist das Jahr 2017 sehr gut verlaufen. Wir haben in diesem Jahr wichtige Neuheiten präsentiert, die bei Handelspartnern, Medien und Konsumenten auf große Begeisterung stießen: von einer Ausweitung des Home Connect Portfolios über die neuen Backöfen und Herde der Serie 6 | 4 | 2 bis hin zu Vario Style, dem ersten Kühlschrank der Welt, der seine Farbe ändern kann.

Der internationa­ len Entwicklung der BSH steht ­Volker Klodwig, Leiter Region Europe/Central, Eastern Europe der BSH Unternehmens­ gruppe positiv gegenüber.

Konkret bieten wir inzwischen vernetzbare Geräte quer durch alle Produktkategorien an. Hinzu kommen viele hilfreiche Services aus den verschiedensten haushaltsrelevanten Bereichen, wie zum Beispiel die Sprachsteuerung unserer Geräte, welche durch die Kooperation mit Amazon Alexa ermöglicht wird. Für viel Aufmerksamkeit haben unsere neuen Back­ öfen und Herde der Serie 6 | 4 | 2 gesorgt. Die Geräte besitzen, je nach Modell, echte Premium-Ausstat­ tungsmerkmale, darunter die dampfunterstützende Funktion, flexible Auszugssysteme, Pyrolyse, Home Connect sowie TFT-Displays. Zu den optimalen Ergeb­ nissen, die die neuen Baureihen versprechen, kommt ein modernes, charakteristisches Erscheinungsbild in Glas und Edelstahl. Mit Elementen wie der schlan­ ken Bedienblende, dem Clip aus glänzendem Chrom und dem geprägten Bosch Schriftzug wird zudem die Verbindung zu anderen Bosch Geräten, insbesonde­ re den neuen dekorativen Dunstabzugshauben, her­ gestellt. So löst Bosch sein Versprechen, hochwerti­ ges Design möglichst vielen Haushalten zugänglich zu machen, ein. Ein weiteres Highlight 2017 war die Vorstellung unseres Vario Style Konzepts – der ers­ ten Kühl-Gefrier-Kombination mit einfach austausch­ baren Türfronten in 19 attraktiven, trendigen Farben. Vario Style erhielt von allen Neuheiten in diesem Jahr die meiste Aufmerksamkeit. 2. Wir haben uns 2017 insgesamt überproportional zum Markt entwickelt. Insbesondere im Küchenund Möbel-Fachhandel konnten wir unsere Distribution weiter ausbauen.

Harald Friedrich, Geschäftsführer ­Robert Bosch ­Hausgeräte GmbH

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(Fortsetzung: Bosch: Die Zukunft beginnt heute) 3. Der Kauf einer Küche ist weiterhin eine sehr bera­ tungsintensive Angelegenheit. Für die Haushalte han­ delt es sich dabei um eine erhebliche Investition, die gut durchdacht sein will und bei der es auf eine fach­ kundige Information ankommt – das schließt auch die Hausgeräte mit ein. Gleichzeitig sind die modernen Geräte so leistungsfähig wie nie. Auch für uns als Europas Hausgerätehersteller Nr. 1 ist es deshalb von essentieller Bedeutung, dass die Funktionen und Möglichkeiten unserer Produkte von den Konsumenten wirklich verstanden werden. Nur dann können letztere alle Mehrwerte angemessen schätzen. Eine hohe Beratungskompetenz im Küchen- und Möbelfachhandel ist für unseren Erfolg das A und O. 4. Bei Kühlschränken ist unser neues Vario Style Kon­ zept hervorragend angekommen. Erstmals können Haushalte in der Küche Mut zur Farbe beweisen, ohne sich damit für viele Jahre lang festzulegen. Ändert sich ihr Lebensstil oder ihr Farbgefühl, dann ändert sich die Vario Style Kühl-Gefrier-Kombination dank der austauschbaren farbigen Front einfach mit. Das ist eine echte Innovation, die ganz direkt auf die Be­ dürfnisse der Verbraucher eingeht. – Moderne Küchen tendieren weiter zu klaren Linien, Purismus und einer möglichst nahtlosen Integration der Hausgeräte. Un­ sere vollintegrierten Geschirrspüler bedienen diesen Trend. Gleichzeitig benötigt man natürlich auch bei einem „unsichtbaren“ Gerät gewisse Informationen, daher geht der Trend klar in Richtung TimeLight, wel­ ches jederzeit den Programmstatus gut sichtbar auf den Fußboden projiziert. Auch eines unserer beliebtesten Geräte, das vernetz­ bare Serie 6 Modell SMV68TX06E, das im Juli von Stiftung Warentest getestet und mit der Note „Gut“ bewertet wurde, besitzt die komfortable TimeLightAnzeige. – Ein weiterer Wunsch unserer Verbraucher ist der nach möglichst leisen Geräten. Hier ist Bosch schon lange ein Vorreiter der Branche. Mit unserem SuperSilence-Porfolio bieten wir besonders leise Ge­ räte in allen Produktkategorien an. Bei Dunstabzugs­ hauben hat unser PerfectAir Luftgütesensor einen echten Fortschritt gebracht. Er misst die Dunstinten­ sität beim Kochen und passt die Abzugsleistung auto­ matisch optimal daran an. Damit ist auch die Geräu­ schentwicklung immer nur so groß wie gerade nötig. – Unsere neuen Serie 6 Backöfen erfreuen sich schon jetzt großer Beliebtheit: Händler und Konsumenten haben sehr positiv darauf reagiert. In der PremiumKlasse sorgen weiterhin unsere vielfach prämierten Serie 8 Backöfen mit ihrem ikonischen Design und ihrer hochentwickelten Sensorik, darunter der einzig­ artige PerfectBake Backsensor, für intensive Verkauf­ simpulse. Passend dazu verkauft sich die Flachdesi­ gnesse mit Bedienring sehr gut. Allgemein werden 34 | küche + architektur

Komfortmerkmale wie die Pyrolyse-Selbstreinigung für Backöfen, die Koch- und Bratsensorik bei Kochfeldern sowie Induktion und FlexInduktion zunehmend nachgefragt. Bei der Wäschepflege hat sich unsere neue Einbauwa­ schmaschine WUQ28440 überraschend zum Renner entwickelt. Sie eignet sich optimal zum Einbau unter die Arbeitsplatte in Küche oder Bad, nicht zuletzt dank ihres geringen Betriebsgeräusches von nur 49 Dezi­ bel beim Waschen und 74 Dezibel beim Schleudern. 5. Die genannten Geräte waren 2017 kanalübergreifend erfolgreich. Unser beliebter PerfectDry-Spüler wurde auch als teilintegriertes und als frei stehendes Modell gut verkauft. Dabei macht der Ersatzbedarf einen Großteil unseres Geschäfts aus. Bei den Kühlschrän­ ken waren Modelle mit großem Volumen gefragt, auch im Einbaubereich. Als Renner entpuppten sich kom­ fortable Kühl-Gefrier-Kombinationen mit N ­ oFrostTechnologie und Frischesystemen. 6. Wir haben dieses Thema von Anfang an proak­ tiv vorangetrieben. Derzeit haben wir rund 600 Top Displays mit integriertem iPad im Küchen- und Möbelfachhandel im Einsatz. Hier können sich die Konsumenten über die Vorteile von Home Connect informieren und die Home Connect App kennenlernen. Zudem haben wir Kundenberater im Handel zu den Vorteilen smarter, vernetzter Geräte intensiv geschult. Mit seinem Home Connect Portfolio gehört Bosch zu den absoluten Vorreitern: Die vernetzte Bosch-Küche ist seit einiger Zeit komplett und wird stetig in der Sortimentstiefe weiter ausgebaut. Das Home Connect Ökosystem umfasst darüber hinaus zahlreiche weitere Services durch digitale Kooperati­ onen mit renommierten Partnern wie Busch-Jaeger, i-Haus oder Bosch Smart Home. Für mehr Komfort und Zeitersparnis sorgt zudem die schrittweise Inte­ gration von Hausgeräten in das Bosch Smart Home System, welches Lösungen aus den Bereichen Si­ cherheit, Raumklima und Licht umfasst. All diese Services machen unsere vernetzbaren Geräte für un­ sere Kunden noch attraktiver, denn mit Home Con­ nect sichern sie sich schon heute Dienstleistungen von morgen und übermorgen. 6. a) Home Connect pflegt digitale Partnerschaften zu den unterschiedlichsten Anbietern, darunter Systemintegratoren, Anbieter von Haussicherheitssystemen, Energiemanagementsystemen, Einkaufsplattformen oder Rezeptwelten. Bosch-Kunden können über die Endgeräte oder Apps der Partner auf ihre vernetzten Hausgeräte zugreifen – ebenso wie auf Musik, Beleuchtung oder Raumtemperatur. Mit­ hilfe einer digitalen Schnittstelle zu Partner IFTTT (If this then that) besteht zudem die Möglichkeit, Regeln zu definieren, durch die bestimme Aktionen von Ge­


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räten miteinander verknüpft werden. Beispiel: Wenn die Waschmaschine fertig ist, dann soll sich meine Philips Hue-Leuchte einschalten. Dank Kooperati­ onen mit den Systemanbietern Bosch Smart Home, Busch-Jaeger und dem digitalen Knotenpunkt iHaus können Bosch Hausgeräte und andere Bestandteile des Smart Home herstellerneutral auf einer gemein­ samen Plattform verknüpft und von dort aus bedient werden. Weitere Partnerschaften helfen, schnell und unkompliziert Produkte des täglichen Bedarfs zu bestellen, zum Beispiel bei der Online-SupermarktPlattform Avocando. Dank einer weiteren Schnitt­ stelle zwischen dem Amazon Dash Replenishment Service (DRS) und Home Connect kann man direkt aus der App heraus rechtzeitig und bequem Geschirr­ spültabs nachbestellen. Weitere digitale Schnittstel­ len verknüpfen unsere Haushalte mit kreativen Re­ zeptwelten wie Simply Yummy oder mit intelligenten Energiemanagementsystemen von SMA Solar Tech­

nology AG und Diehl Connectivity Solutions GmbH. Und das Home Connect Ökosystem wächst kontinu­ ierlich weiter. 7. Die Verbraucher interessiert alles, was zusätzlichen Komfort und Sicherheit verspricht. Dank Home Connect kann der Gerätestatus, zum Beispiel der des Kochfelds oder des Backofens, von überall aus kontrolliert werden – das verschafft ein völlig neues Sicherheitsgefühl. Auch die Easy-Start Funktion für Waschmaschinen und Geschirrspüler, die automa­ tisch das beste Programm vorschlägt, macht das Le­ ben spürbar leichter, gerade für Menschen mit wenig Erfahrung im Haushalt. Und unser Kühlschrank mit eingebauten Kameras ermöglicht es, sich von unter­ wegs einen Überblick über die Kühlschrank-Vorräte zu verschaffen – das ist das Ende des Rätselratens und Auf-Verdacht-Einkaufens. Eine derartige Innova­ tion mit ganz klaren praktischen Vorteilen wissen die Haushalte zunehmend zu schätzen. www.bosch-home.com

V-Zug: for kitchenspecialists only 1. u. 2. Gerne fokussiere ich diese und die weiteren Fragen auf den Markt Deutschland und kann bestä­ tigen, dass wir auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zu­ rückblicken. Unsere Partner nutzen die Differenzie­ rungschance, sowie die spezialisierte Produktpalette von V-Zug und begeistern damit vermehrt die deut­ sche Küche. Wir blicken bereits vorwärts in 2018, wo wir den fokussierten Weg als verlässlicher Partner der Küchenspezialisten weiter stärken werden. Da­ bei zeigt sich, dass V-Zug an Relevanz gewinnt und viele Partner verstärkt auf unsere Produkte wie auch Dienstleistungen setzen. 3. Der Handel vertritt V-Zug gegenüber dem Kunden, der sich für eine neue Küche entscheidet. Damit ist bereits erläutert, dass der Partner und der Kunde im Mittelpunkt unseres Handelns stehen 3. Zu unseren Bestsellern gehören der „CombiSteamer“ mit dem patentierten „Climatic-ControlSystem“, unsere Geschirrspülmaschinen mit dem SteamFinish oder dem Party-Programm mit 11 Minu­ ten oder auch unsere neuen Kochfelder mit OptiGlass. 4. Typisch aus dem Hause V-Zug ist, dass viele Geräte

dem Kunden echten Nutzen stiften und Zeit schen­ ken. Sei es bei der einfachen Zubereitung mit der „Ge­ linggarantie“ von Gerichten mit dem Combi-Steamer oder Öfen, die Optionen bei den Kochfeldern oder die Geschwindigkeit und Programme bei den Geschirr­ spülern. Es ist das Gesamtpaket von V-Zug, welches immer mehr Kunden zu überzeugen weiß. Zudem schätzen unsere Kunden die Topqualität durch unsere Produktion in der Schweiz. 5. Das Thema Hausgerätevernetzung ist mit der Lö­ sung „V-Zug Home“ in der Schweiz bereits aktiv um­ gesetzt und bei vielen Kunden im Einsatz. Eine Aus­ weitung in die internationalen Märkte ist in Prüfung. Im Mittelpunkt unserer Entwicklungen stehen Funkti­ onen, die dem Kunden einen echten Nutzen bringen. Dazu gehören Rezepte, die auf den Geräten verfügbar sind und somit das Kochen erleichtern. 6. Mit Bezug auf Deutschland wird V-Zug den Weg als Partner des stationären Küchenfachhandels kon­ sequent weitergehen, die Marke weiter stärken und den Handel unterstützen. Wir blicken positiv in die www.vzug.com Zukunft!

Patric Schleicher, Verkaufsleiter Deutschand, V-Zug

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Miele: Nummer Eins im Küchenfachhandel

Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter ­ Miele & Cie

1. Für Miele war es ein sehr gutes Jahr, weltweit wie hier in Deutschland. Wir haben unseren Wachstums­ kurs weiter gefestigt, beim Umsatz wie bei den Stück­ zahlen. Die Feedbacks unserer Vertriebspartner sind positiv. Und auf der IFA und der Küchenmeile war der Dialoggarer von Miele das herausragende Messe- und Medienereignis. 2. Auf allen genannten Kanälen haben wir Marktantei­ le hinzugewonnen, und dies auf zum Teil bereits sehr hohem Niveau. Einmal mehr zeigt sich auch, dass die verschiedenen Kanäle, eine jeweils markengerechte Präsentation vorausgesetzt, sich durchaus wechsel­ seitig verstärken können. Erstmals hat Miele bei den Einbaugeräten übrigens einen ebenso hohen Markt­ anteil in Deutschland wie bei den freistehenden Ge­ räten, also einschließlich der Waschmaschinen und Trockner. 3. Rechnet man beide Kanäle zusammen, so macht Miele hier deutlich mehr als die Hälfte seines Einbau­ gerätegeschäfts. Im deutschen Küchenfachhandel ist Miele die umsatzstärkste Marke für große Hausge­ räte. Im Möbelfachhandel gibt es naturgemäß noch mehr Luft nach oben, etwa wegen der dort stärke­ ren Bedeutung von Handels- und Eigenmarken. Aber auch hier hat Miele seine Marktposition 2017 weiter ausgebaut.

4. Das umsatzstärkste Produkt im Küchenbereich ist der Geschirrspüler. Bei den aktuellen Wachstumsra­ ten ragen die Herde und Backöfen sowie die Kochfel­ der heraus. 4.a) Auch in 2017 gehören ebenfalls die gerade ge­ nannten Geräte zu unseren Bestsellern. Bei den Her­ den und Backöfen macht sich vor allem die erfolgrei­ che Markteinführung unserer deutlich aufgewerteten Einstiegsbaureihe „Active“ bemerkbar. Bei den Koch­ feldern ist zum Beispiel unser neues TwoInOne, also die Kombination aus Induktions-Kochfeld und Tisch­ lüfter, im Markt äußerst erfolgreich. Bei den Geschirr­ spülern punktet Miele unter anderem mit maximaler Energieeffizienz bei kurzen Laufzeiten sowie hohem Beladungskomfort. Hier spielt auch die günstigere Preisstellung bei den Einstiegs- und Aktionsgeräten eine wichtige Rolle. 5. Bei den vernetzten Geräten ist Miele bekanntlich seit vielen Jahren der Vorreiter der Branche – und setzt alles daran, diese Position zu festigen und wei­ ter auszubauen. Aktuell sind etwa Sprachsteuerung und Sprachausgabe, die Koppelung mit Rezeptdaten­ banken und lernende Assistenzsysteme interessante Themen. 5.a) Weil Vernetzung durchsetzungsfähige techni­ sche Standards braucht, hat sich Miele zum Beispiel

einbaugeräte

Geschäftsführer Electrolux Hausgeräte Deutschland und Österreich: Brian Fogh Vertriebsleitung: Karl-Heinz Schneider Marketing: Britta Amara PR: Elisabeth Lokai-Fels Electrolux Hausgeräte GmbH Markenvertrieb AEG Fürther Straße 246 · 90429 Nürnberg Tel. 0911 323-0 · Fax 0911 323-1770 info@electrolux.de · www.aeg.de

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schon sehr früh als Gründungspartner der TelekomInitiative Qivicon angeschlossen. Außerdem sind wir Mitglied der EEBUS-Initiative für einen Kommuni­ kationsstandard zum smarten Energiemanagement. Aktuell prüfen wir eine Reihe weiterer potenzieller Kooperationen, etwa mit Blick auf die Gewährleistung der Datensicherheit. Smarte Funktionen lassen sich Kunden nur dann et­ was kosten, wenn diese einen echten Zusatznutzen versprechen, etwa mit Blick auf Genussvielfalt, Er­ gebnis, Convenience, Sicherheit oder Energieeffizi­

enz. Was die Kunden nicht akzeptieren, sind spürbare Hard- und Softwarekosten für die Vernetzungsfähig­ keit der Geräte als solche. 6. Nach allen einschlägigen Prognosen soll die Kon­ junktur im In- und Ausland trotz der zahlreichen Krisenherde und Unwägbarkeiten auch 2018 stabil bleiben. Daher gehe ich davon aus, dass auch die Hausgerätebranche weiter Umsatz gewinnt. Unser Ziel bei Miele bleibt, bei Umsatz, Stückzahlen und Marktanteilen weiter zu wachsen – in Deutschland www.miele.de und weltweit.

Küppersbusch: German Brand Award in Gold für exzellente Markenführung 1. 2017 war für uns erneut ein sehr ereignisreiches und auch herausforderndes Jahr. Auf der Living Kit­ chen im Januar haben wir unsere neuen Produkte vorgestellt, wobei der Fokus auf der Präsentation unserer neuen Backofenplattform lag. In Deutsch­ land haben wir eine umfangreiche Vertriebsinitiative gestartet. Dazu gehörte auch erstmals seit einigen Jahren wieder die Teilnahme an der area30 sowie an zahlreichen Verbands- und Hausmessen. Für den Fachhandel gab eine große Auswahl an höchst attrak­ tiven Aktionen, und wir sehen im deutschen Markt positive Entwicklungen. Vor allem unsere neuen Pro­ dukte, wie z.B. die Muldenlüftung und die Kochfelder mit Miradur überzeugen ebenso, wie unsere neuen Backöfen. Und nicht zu vergessen: Wir wurden in diesem Jahr mit dem German Brand Award in Gold für exzellente Markenführung ausgezeichnet, was uns darin bestärkt, dass wir wohl doch einiges richtig gemacht haben müssen. Alles in allem also wieder ein sehr intensives und insoweit zufriedenstellendes Jahr für uns. 2. Küppersbusch verkauft über den Küchenfachhandel, und hier sehen wir einen weiterhin positiven Trend. Zwar informiert sich der Endkunde immer häufiger und intensiver online, aber Beratung und Kauf von Kücheneinbaugeräten erfolgt dann doch meist über den Küchenfachhandel. 3. Unser Fokus liegt eindeutig auf dem beratenden Küchen- und Möbelfachhandel.   3. a) Die Produktkategorie Kochfelder hat sich sehr positiv entwickelt, hier ist besonders auch unsere Muldenlüftung hervorzuheben. Mit der vollständigen Produktverfügbarkeit  erwarten wir aber auch eine positive Entwicklung mit unserem neuen Backofen­ sortiment und bei unseren den Dampfgarern. 4. Besonders die Muldenlüftung hat sich gut entwi­ ckelt und wird sowohl vom Handel als auch vom End­ kunden sehr gut angenommen. Das liegt vor allem

daran, dass wir mit einer Fettabscheidung von ca. 96% ein sehr leistungsstarkes und zudem leises Pro­ dukt in sehr ansprechendem, schlichten Design an­ bieten. Eine perfekte Lösung für offene Wohnküchen. 5. Wir werden die Backöfen in unserem gehobenen Profession+ Segment mit Connectivity anbieten. Mit der Küppersbusch App (K-Connect) können die Geräte aus der Ferne gesteuert werden. Die K-Connect App ist aber mehr als nur eine Fernbedienung. Mithilfe der intuitiven Bedienführung gestaltet der Kunde auch eigene Inhalte – angepasst auf seine individuellen Koch- und Lebensgewohnheiten. Über die Suchfunktion gelangt er z.B. zu einer großen Auswahl an leckeren Rezepten, die er dann bequem an den Backofen schicken kann. Die Programmeinstellun­ gen werden gleich mitgeliefert und können per Touch direkt an das Gerät gesendet werden. Wir legen bei Küppersbusch sehr viel Wert auf Rezepte, die auf unsere Geräte zugeschnitten sind. Daher bieten wir dem Endkunden ein Rezeptportal auf unserer Web­ seite, einen Rezepte-Newsletter und künftig auch die K-Connect App. 6. Wir erwarten für unser Unternehmen in 2018 insgesamt eine positive Entwicklung. Wir haben ein neues Sortiment in 2017 vorgestellt, das nun schritt­ weise in Deutschland und den internationalen Märk­ ten eingeführt wird. Die Rahmenbedingungen in Deutschland sind gut – das niedrige Zinsniveau und die geringe Arbeitslosigkeit sowie ein steigendes Lohnniveau kurbeln den privaten Konsum an und es wird eine steigende Nachfrage nach Wohnraum ver­ zeichnet. International erwarten wir ebenfalls eine deutlich positive Entwicklung, da wir in den letzten Jahren in einige neue Märkte (wieder) eingetreten sind, dazu zählen u.a. UK und die Schweiz. Daneben hat sich der russische Markt wieder etwas konsolidiert, und auch in Asien verzeichnen wir eine erfreuwww.kueppersbusch.de liche Entwicklung.

Andrea Heiner-Kruckas, Director Marketing / Productmanagement Küppersbusch

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Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbuschstraße 16 · 45883 Gelsenkirchen · Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch.de

Gesellschafter: Familien Miele und Zinkann Geschäftsführer: Olaf Bartsch, Dr. Stefan Breit, Dr. Axel Kniehl, Dr. Markus Miele, Dr. Reinhard Zinkann Vertriebsgesellschaft Deutschland: Frank Jüttner (Gesamtleitung), Bernhard Hörsch (Leiter Vertrieb), Stefanie Helftewes (Leiterin Marketing), Jan-Bernd Rapp (Leiter Produktmanagement) Vertrieb International: Mark Siva Marketingleiter Hausgeräte International: Gernot Trettenbrein Leiterin Werbung International: Mechthild Diermann Pressesprecher: Carsten Prudent Umsätze 2016/17: 3,93 Mrd. Euro Mitarbeiter: 19.500 (Stand 30. Juni 2017) Produktionsstätten: 12 Vertriebsgesellschaften in 48 Ländern Exportquote 2016/17: 70 Prozent Produkte: Hausgeräte für die Bereiche Kochen, Backen, Dampf­ garen, Kühlen/Gefrieren, Kaffeezubereitung, Geschirr­spülen, Wäsche- sowie Bodenpflege. Hinzu kommen Geräte für ­Gewerbebetriebe, medizinische Einrichtungen und Labore. Miele & Cie. KG Carl-Miele-Straße 29 · 33332 Gütersloh Tel. 05241 89-0 · Fax 05241 89-2090 info@miele.de · www.miele.de

ORANIER Küchentechnik GmbH Oranier Straße 1 · 35708 Haiger · Tel. 02771 2630-150 Fax 02771 2630-348 · info-kuechentechnik@oranier.com · www.oranier.com

Panasonic Deutschland eine Division der Panasonic Marketing Europe GmbH Winsbergring 15 · 22525 Hamburg Tel. 040 8549-0 · Fax 040 8549-2500 panasonic.de@eu.panasonic.com www.panasonic.de

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Grundig: Vom intelligenten Einzelgerät bis zum smarten Zuhause 1. Im Bereich Elektrogroß- und Kleingeräte haben wir dieses Jahr unsere gesteckten Ziele erreicht. Ein ganz wichtiger Meilenstein war dabei die Eröffnung der neuen Deutschlandzentrale und des gemeinsamen Showrooms, der Beko und Grundig Brand Gallery. In unserem neuen, erweiterten Unternehmens­standort arbeiten nun beide Gesellschaften dynamisch unter einem Dach. Parallel dazu konnten wir unsere Mar­ kenauftritte eindrucksvoll herausarbeiten und für die Gallery-Besucher transparenter darstellen. Nicht zuletzt die positive Bilanz der Fachmessen hat uns in unserer strategischen Ausrichtung als nachhaltiger Smart Home Electronics Anbieter bestärkt, so dass wir das Jahr insgesamt positiv abschließen können. 2. Entsprechend unseren Planungen konnten wir im 4. Quartal unsere Vertriebsmannschaft mit Herrn Gie­ tl weiter stärken und werden in den nächsten Monaten die Zusammenarbeit mit unseren Partnern ausbauen. Im Gesamtbild entwickelt sich vor allem der stationäre Handel sehr positiv, so konnten wir sowohl unsere Distribution im Elektrofachhandel als auch im Küchen- und Möbelfachhandel weiter ausbauen. Neben unseren bisherigen Vertriebswegen hat sich die Beko und Grundig Brand Gallery mit Blick auf den Möbel- und Küchenfachhandel bewährt. Vor Ort lassen sich die verschiedenen Einbaugeräte und de­ ren leichte sowie passgenaue Montage in der Küche ideal präsentieren. Zudem können interne sowie ex­ terne Trainings und Schulungen flexibel durchgeführt werden. 3. Die enge Beziehung zu unserem Küchen- und Möbelfachhandel ist uns für beide Marken sehr wichtig. Insbesondere mit Grundig konnten wir hier gute Zuwächse erzielen, weshalb wir auch in Zukunft auf eine starke und vertrauensvolle Partnerschaft setzen. Das bedeutet, dass wir in den kommenden Jahren weiterhin auf relevanten Fachmessen präsent sind und Produkte zur Verfügung stellen, die speziell auf die Kundenbedürfnisse des Küchen- und Möbel­ fachhandels abgestimmt sind. 3. a) Zu unseren Grundig Bestsellern gehört die Edi­ tion 70, die mit einer verlängerten Herstellergarantie von 70 Monaten überzeugt. Die Edition 70 bietet so­ wohl Standgeräte als auch Einbaugeräte: vom Back­ ofenset mit Induktion bis hin zur Kühl-/Gefrierkombi­ nation mit No Frost und bester Energieeffizienz. Auch unsere Side-by-Sides entwickeln sich sehr posi­ tiv. Neben den existierenden Produkten mit FullFresh+ und Glaswassertank für mehr Hygiene, ist auch der Komfort besonders wichtig, so dass wir dieses Seg­

ment weiter ausbauen werden. Hier ist in Kürze ein Modell mit Weinlagerfach geplant. 4. Zu unseren Bestsellern gehören auch die Testsieger 2015 & 2016 der Stiftung Warentest im Bereich Trock­ nen sowie die 70 cm breite Kühl-/Gefrierkombination mit EverFresh+ bei Beko und FullFresh+ bei Grundig. Sie bietet ein riesiges Fassungsvermögen für den Wo­ cheneinkauf und lagert Gemüse und Obst besonders vitaminschonend für eine lange Haltbarkeit. Ebenso erfolgreich sind unsere Beko-Geräte, die sich mit ihren besonderen Features als hilfreicher Partner im Alltag positionieren. So konnten wir mit unseren PizzaPro-Backöfen schon einige Kunden in der Beko Grundig Brand Gallery überzeugen auch einmal Pizza selbst zu zubereiten. 5. a) Vernetzte Haushaltsgeräte gewinnen für unsere Kunden und damit für uns als Smart Home Electronics Anbieter zunehmend an Bedeutung. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologie und der Ausbau unseres smarten Portfolios sind ein zentraler Bestandteil unserer Produktentwicklungen über alle Bereiche hinweg – von der intelligenten Waschmaschine bis hin zu vernetzbaren MultiroomSystemen. Über unsere HomeWhiz-App lassen sich beispiels­ weise die wichtigsten Haushaltsgeräte sowohl über das heimische WLAN oder den TV als auch von unter­ wegs via Smartphone oder Tablet steuern. Besonders flexibel wird es in der Küche der Zukunft mit unserem Bedienkonzept VUX (Virtual User Experience). b) Smart-Home-Lösungen sind für unsere Kunden insbesondere in den Bereichen Energie und Unter­ haltungselektronik interessant. Generell überzeu­ gen Produktfunktionen, die das Leben komfortabler, nachhaltiger und effizienter machen. Das umfasst beispielsweise sowohl das vernetzte Musikhören in den eigenen vier Wänden als auch die Fernsteue­ rung der Waschmaschine und des Kühlschranks per HomeWhiz-App von unterwegs. 6. Wir sehen uns nach wie vor als wichtigen Wachstumstreiber im Bereich Elektrogroßgeräte, besonders mit Blick auf ressourcenschonende Technologien. Das Thema Nachhaltigkeit hat für uns in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen und wird zukünftig integraler Bestandteil der Marken sein. Daher sind wir sehr zuversichtlich, unsere Kunden und Händler mit neuen Impulsen und intelligenten Lösungen für einen nachhaltigen Haushalt zu unterstützen. www.grundig.de 

Sühel Semerci, Geschäftsführer Grundig und Beko

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Samsung: Fachhandelsorientiert, smart, open-minded

Alexander Zeeh, Director Home Appliances Samsung Electronics GmbH

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1. Zu Beginn des Jahres haben wir für 2017 das „Jahr des Handel(n)s“ ausgesprochen und die IFA hat sehr gut gezeigt, was wir in diesem Jahr alles erreicht ha­ ben und welche Herausforderungen noch vor uns lie­ gen. Die Zahlen zeigen es schwarz auf weiß: ein Zuwachs von mehr als 20% im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr. Wie wir das geschafft haben? Mit der kontinuierlichen Verfolgung unserer 3-Jahres Strategie. Die Basis dabei bilden gute Produkte, die in enger Zusammenarbeit mit unserem European Re­ search Center (ERC) in Stuttgart entstehen und das die Entwicklung von nutzerorientierten Innovationen bei Samsung Hausgeräten stetig vorantreibt. Zudem ermöglicht unser Werk in Polen kurze Lieferwege und ist mit modernen Technologien und hohen Produkti­ onsstandards unser Garant für beeindruckende Qua­ lität. Dies haben uns auch in diesem Jahr erneut un­ abhängige Testinstitute bestätigt. Zudem konnten wir die Bereiche Service, Logistik und Vertrieb erfolgreich ausbauen. Wir haben gute Ergebnisse erwirtschaftet und viel bewegen können – hier wollen wir in 2018 anknüpfen, weiterhin kontinuierlich und nachhaltig wachsen und die Marke Samsung Hausgeräte neben tradierten Wettbewerbern im Markt als junges, dyna­ misches Unternehmen etablieren. 2. Im Rahmen der 3-Jahresstrategie haben wir uns für kontinuierliche Investitionen und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern ausgesprochen – diese Maßnahmen setzen wir bereits seit Ende 2016 erfolgreich um. In 2017 haben wir mit dem Aufbau eines separaten Küchen- und Möbelfachhan­ delsvertriebs begonnen, welchen wir in 2018 weiter ausbauen werden. 3. Der Einbaugerätemarkt in Deutschland nimmt einen Anteil von ca. 60% des gesamten Hausgerätemarktes ein – damit ist er natürlich ein sehr wichtiger Markt für die gesamte Branche. Mit der Ausweitung unseres Einbaugeräteportfolios zur Roadshow im März diesen Jahres, haben wir einen großen Schritt in die Richtung zum Vollsortimenter gemacht und sind produktseitig unter anderem mit neuen Öfen, der Black Steel Design-Serie und erstmalig auch Einbau­ kühlschränken stark aufgestellt. Gleichzeitig haben wir in den Vertrieb investiert und konnten zudem mit Nolte Küchen eine wichtige strategische Partner­ schaft schließen. Auf diese Weise können wir noch gezielter als bislang auf die Bedürfnisse des Marktes eingehen, unsere Handelskooperationen weiter aus­ bauen und machen deutlich, dass wir im Küchen- und Möbelfachhandel einen sehr wichtigen Markt sehen. 4. Unser Bestseller in 2017 in diesem Bereich ist viel­ mehr eine Samsung Technologie, als ein Produkt: es ist Twin Cooking. Unsere Twin Cooking Öfen mit zwei Heißluft-Ventilatoren teilen den Garraum, so können gleich zwei verschiedene Gerichte gleichzeitig zube­

reitet werden – ohne Geruchs- und Geschmacksüber­ tragung. Temperatur, Garzeit sowie Betriebsart kann der Nutzer hierbei pro Garraum individuell einstellen, auch die Nutzung eines kleineren Teilgarraums ist so möglich. Die Samsung NV75 Öfen bieten dazu noch ei­ nen XL-Garraum mit insgesamt 75 Liter Volumen und ermöglichen unkomplizierte und schnelle Reinigung dank Pyrolyse. Über alle Produktbereiche hinweg hat auch in diesem Jahr eine Produktserie besonders beeindruckt: unse­ re AddWash Waschmaschinen! Die Resonanz unserer Kunden ist sehr positiv und das zeigen auch die Zah­ len: im Oktober 2017 haben wir die 88 888. AddWash Waschmschine in Deutschland verkauft. Smarte, intuitive Produkte, die geprüfte Qualität und Technologie vereinen, werden dann zum Fortschritt, wenn sie mit ihrer Leistung und Qualität dem Verbrau­ cher einen Mehrwert bieten – das haben wir mit der extra Tür zum Nachladen im Bullauge der Waschma­ schine geschafft. Spätestens mit AddWash und dem strategisch wichtigen Markt „Waschen“ ist Samsung Hausgeräte endgültig auf dem deutschen Markt an­ gekommen, denn besonders hierzulande gilt in vielen Köpfen ganz platt gesagt: „Wer gute Waschmaschinen baut, kann auch alle anderen Hausgeräte gut!“ 5. a) Das Umsatzvolumen vernetzter Haushaltsgeräte hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt und zeigt als einer von diversen Indikatoren das stetige Wachstum des „Smart Home“-Segments. Für Samsung spielt das Thema Vernetzung schon lange eine zentrale Rolle. Im Bereich Weiße Ware profitie­ ren wir von unserer langjährigen Erfahrung im Be­ reich Mobile oder auch unseren Display Lösungen. So haben wir uns bei unserem Family Hub nicht auf die reine Entwicklung eines vernetzten Kühlschranks konzentriert, sondern vielmehr auf Situationen und Eigenschaften, die unseren Kunden Vorteile bie­ ten. Samsung war zum Beispiel der erste Anbieter von WLAN-fähigen Waschmaschinen im deutschen Markt. Das Thema Vernetzung hat sich in der Weißen Ware fest etabliert und ist ein unerlässlicher Entwicklungsbestandteil für jeden Hausgerätehersteller. Wir bei Samsung haben für die zentrale Steuerung unserer Geräte eine effektive Lösung entwickelt, um uns stark auf dem Hausgeräte-Markt zu positionieren und diesen im Bereich „Smart Home“ weiterhin mit anzuführen: Mit nur einer App, der Smart Home-App von Samsung, können all unsere smarten Hausgerä­ te gesteuert werden und mit Samsung Connect sogar noch weitere Samsung Geräte wie Fernseher oder Lautsprecher. b) Als Gründungsmitglied des Open Interconnect Consortium (OIC) setzt sich Samsung für die Entwicklung von Sicherheitsstandards und -lösungen


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im IoT ein. Zusätzlich ist Samsung Mitglied der Open Connectivity Foundation (OCF) und verwendet seit 2017 OCF Protokolle in allen vernetzten Geräten. Mitglieder profitieren von der Zusammenarbeit von mehr als 300 führenden Unternehmen aus verschiedensten Industrien. So können gemeinsam neue Sicherheitsmaßnahmen entwickelt und aktualisiert sowie die Privatsphäre der Nutzer geschützt werden. An dieser Stelle legen wir besonders viel Wert auf die Entwicklung offener, nicht proprietärer Systeme. Of­ fene Systeme sind die Basis für Entwicklungspartner­

schaften bei vernetzten Geräten, wie wir sie beispiels­ weise von unserem Family Hub kennen. 6. Mit einem Zuwachs von mehr als 20% im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr haben wir in der ersten Jahreshälfte bereits viel erreicht und sind gespannt, was die Zahlen für das zweite Halbjahr zeigen. Unseren Erfolgskurs wollen wir natürlich beibehalten und in 2018 noch weiter ausbauen. Ohne bereits zu viel zu verraten kann ich an dieser Stelle sagen, dass der Küchen- und Möbelfachhandel daran maßgeblich beteiligt sein wird! www.samsung.com/de/home/

Oranier: Erfolgreicher Vollsortimenter setzt weiterhin auf Küchen- und Möbelfachhandel 1. Für Oranier war es in zweierlei Hinsicht ein sehr erfolgreiches Jahr, zum einen weil wir wirtschaftlich das beste Jahr der Oranier Küchentechnik erleben durften, zum anderen auch, weil wir uns strategisch weiter verbessern konnten. Es sind nicht mehr einzelne Produkte oder Produktgruppen, die unseren Umsatz und das Ergebnis tragen, sondern wir haben uns als Vollsortimenter etabliert. 2. Oranier hat den Schwerpunkt auf den Küchen- und Möbelfachhandel gelegt und die ganze Kraft der Produktentwicklung und der Vertriebsorganisation auf diesen Vertriebsweg fokussiert. Aber auch im Elek­ trofachhandel und im Onlinefachhandel gibt es enor­ men Zuspruch und Wachstum für Oranier. 3. Auf den Küchen- und Möbelfachhandel zu setzen, war für Oranier die richtige Entscheidung. Anfangs ist es zwar schwer, bei alteingesessenen Händlern Fuß zu fassen. Je länger man aber mit den Partnern zusammenarbeitet, umso stärker wächst das Ver­ trauen. So können wir unsere besonderen Stärken einer soliden Qualität, eines gut funktionierenden After-Sales-Services und eines guten Preis-Leis­ tungs-Verhältnis ausspielen. Langjährig gewachsene Partnerschaften sind heute dauerhaft belastbar und unsere Kunden schätzen unsere solide Geschäftspo­ litik. Es hat sich unser Sortiment auf gesamter Breite durchgesetzt. Neben den bereits etablierten Dunst­ abzugshauben und Kochfeldabzügen haben sich die neue Backofenserie mit XXL-Muffe von 73 l und die neue 45er Kompaktgeräte-Serie inklusive Vaku­ umierschublade hervorragend entwickelt. 4. Kochfeldabzüge fehlen heute in keinem gehobenen Produktsortiment. Die meisten Mitbewerber setzen dabei auf eine zentrale Absaugung in der Mitte des Kochfeldes – ob mit einem Schlitz oder einem Loch. Dies hat immer den Nachteil, dass sie eine Barrie­ re zwischen den Kochzonen haben und die oberste Schublade verlieren. Außerdem entwickeln die Geräte

durch die enge Absaugöffnung hohe Geräusche. Das Oranier – Konzept setzt dagegen auf eine breite Absaugung hinter dem Kochfeld. Unabhängige Tests haben gezeigt, dass wir damit nicht nur die besten Ab­ saugwerte, sondern auch eine außerordentlich nied­ rige Geräuschentwicklung haben. Darüber hinaus kann man direkt unter dem Kochfeld eine Schublade einplanen, die als Ort für das Kochbesteck oder für Gewürze ganz besonders beliebt ist. Mit dem Fettab­ scheidegrad A setzen wir dem Ganzen noch die Krone auf. Dieses Konzept gibt es in zwei Varianten, zum ei­ nen das Basic-Plus-Kochfeld mit rotem Display und Bräterzone zum anderen das Flaggschiff KFL 2094 als Flächeninduktion mit weißer Sliderbedienung, Kindersicherung, Timer etc.. 5. Ehrlich gesagt, stelle ich mir immer wieder die Fra­ ge nach der Gebrauchstauglichkeit von Kühlschrän­ ken, die selbst die Lebensmittel bestellen sollen, oder smarten Backöfen, in die auch bei bester Vernetzung noch die Pizza oder der Braten mit der Hand einge­ schoben werden muss. Was nützt es mir, wenn ich mit dem Tablet von unterwegs Geräte steuern kann, aber die tägliche Handhabung viel zu kompliziert wird? Oranier setzt deshalb auf die komfortable Bedienung am Gerät solange, bis wir einen echten Mehrwert eines smarten Bedienungskonzepts erkennen können. 6. Die solide Wirtschaftsentwicklung in Deutschland, Europa und den übrigen Industrieländern lassen für das Jahr 2018 keine Überraschungen vermuten. Aus diesem Grund setzen wir in Deutschland weiterhin auf unsere bewährten Erfolgskonzepte. Wir lassen uns leiten von unseren Markenwerten: Kompetenz, Service, Vertrauen und Tradition. Im Export werden wir unser Engagement in Holland weiter ausbauen und auch das Asien-Geschäfts for­ cieren. Hier gilt eine deutsche Marke als etwas Be­ sonderes, was unsere Partner bei der Aufbauarbeit www.oranier.com unterstützt.

Nikolaus Fleischhacker, geschäftsführender Gesellschafter ­Oranier Küchentechnik

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Branchenspiegel | Umfrage Elektrogeräte

Electrolux /AEG: Innovativ, zielgruppenorientiert, offen

Karl-Heinz Schneider, Direktor Vertrieb Möbel- und Küchen­ handel Electrolux Deutschland

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1. 2017 war ein Jahr der Herausforderungen und aufgrund der Einführung unserer neuen AEG Mastery Range für den Küchen- und Möbelhandel von ganz besonderer Bedeutung. Diese Herausforderung haben wir sehr gut gemeistert. Wir sind inzwi­ schen mit der neuen Gerätegeneration sehr breit im Markt distribuiert und haben eine hohe Akzeptanz für diese Premium-Produktreihe erreicht. Aber auch der Markt insgesamt hat sich vielen Herausforderungen stellen müssen. Nach 2016, einem Jahr der großen Zuwächse, hat sich die Branche 2017 doch deutlich verhaltener entwickelt. Nicht zuletzt durch die über­ raschenden Verschiebungen auf Küchenmöbelher­ steller Seite, auf die Handel und Industrie schnell reagieren mussten. 3. Für unser Markenportfolio hat der Küchen- und Möbelfachhandel traditionell einen sehr hohen Stellenwert. Speziell unsere Handelsmarken AEG und auch Zanussi sind seit vielen Jahren fester Bestandteil in der Küchenvermarktung. 4. Nach wie vor gehören Backöfen und Kochfelder in allen Ausstattungsvarianten zu den absoluten Best­ sellern in unserem Hause. Da allerdings im Küchenund Möbelfachhandel die komplette Ausstattung der Küche mit Geräten einer Marke zum Standard zählt, verfügen wir in jeder Produktkategorie über Bestseller. Ganz besonders hervorheben möchte ich hier unsere Backofen Range mit Dampffunktionen, die wir in allen Preisklassen anbieten, Induktionskochfelder mit hoher Flexibilität und nicht zuletzt unsere inno­ vativen Geschirrspüler mit einzigartiger ComfortLiftFunktion. Beim Verkauf von hochwertigen Küchen sind vor al­ lem Innovationen und Geräte-Modelle mit beson­ derem Design gefragt. Hier halten wir vor allem mit unserer Premiummarke AEG ein sehr gutes und um­ fangreiches Angebot bereit. Besonders herausstellen möchte ich im Bereich der Innovationen unsere AEG SteamPro Multidampfgarer mit Sous Vide-Funktion sowie die Geschirrspüler mit ComfortLift. Bei Design sind besonders erwähnenswert unsere luxuriösen MaxiSense Pure Flex Induktionskochfelder.

5 a) Dank umfangreicher Befragungen nach den Wünschen der Konsumenten, haben wir spannende Pläne und Ideen entwickelt, wie man Konnektivität einsetzen kann. Beste Beispiele aus dem Hause AEG sind etwa die neuen Waschmaschinen und Wäsche­ trockner, die per MyAEG App aus der Ferne gesteuert und Waschzyklen ganz individuell eingestellt werden können. Per App kontrollieren lässt sich auch der smarte AEG-Saugroboter RX9, der auf Knopfdruck selbst schwer zugängliche Stellen komplett selbst­ ständig reinigt. Diese vernetzten Geräte haben wir bereits zur IFA vorgestellt. Das Feedback war sehr positiv und wir denken, dass wir mit diesen Dingen auf dem richtigen Weg sind. b) Wir arbeiten an Neuentwicklungen, die dem Kunden deutliche Vorteile und einen Mehrwert bringen werden. Denn nur dafür ist er auch bereit, Geld zu investieren. Allerdings versuchen wir nicht, Komplettsysteme für Smart Homes zu entwickeln, weil wir der Meinung sind, dass dieses Konzept nicht von einem Unternehmen allein getragen werden kann. Stattdessen haben wir uns zusammen mit vielen weiteren Firmen der Open Source Foundation (OSF – früher AllSeen Alliance) angeschlossen. Dort werden wir gemeinsam Software-Standards entwickeln, die dafür sorgen sollen, dass Produkte im angeschlossenen Haushalt für den Anwender reibungslos und sicher zusammenarbeiten. 6. Wir gehen im Inland auch im kommenden Jahr von einem stabilen Wachstum aus, welches wir auch in unseren Planungen für 2018 berücksichtigt haben. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns zu den in­ ternationalen Zahlen immer erst Anfang des neuen Geschäftsjahres bzw. im Februar 2018 im Zusammen­ hang mit den offiziellen Bekanntgabe der Geschäfts­ zahlen für das 4. Quartal und Gesamtjahr 2017 äußern. Generell können wir sagen, dass der insgesamt positive Trend bei Nachfrage in den Märkten auch in 2018 anhalten wird. Der europäische Hausgerätemarkt wird voraussichtlich um 1-2 Prozentpunkte in 2018 wachsen, mit einer wachsenden Nachfrage in www.aeg.de den meisten Märkten. 


Foto: Franke

Die neue Kupfer Edition von Franke holt mit harmonisch aufeinander abgestimmten Komponenten den EdelmetallTrend in die Küche: die Mythos Kopffreihaube, die Fragranit+ Spülen Mythos und Kubus samt passender Armatur sowie eine Glasarbeitsplatte.

Edelmetalle in der Küche … … im Trend mit der Kupfer Edition von Franke Besonders in Kombination mit dunklen oder gedämpften Farben entfaltet Kupfer seine einzigartige ­Leuchtkraft. Deshalb bietet Franke die beiden Fragranit+ Spülen Mythos und Kubus in markantem Onyx zur Kombination mit der kupferfarbenen Arbeitsplatte aus 12 Millimeter starkem und besonders bruchfestem Einscheibensicherheitsglas an. Passend dazu die Mythos Kopffreihaube mit einer kupferfarben hinterdruckten Glasfront über einem rahmenlosen Mythos Induktionskochfeld. Die harmonisch aufeinander abgestimmten Komponenten unterstreichen im modernen Küchenambiente den Industrial-Chic, passen mit ihrer behaglich warmen Eleganz aber auch in Landhausküchen.

N

icht vernachlässigt wird die Funktionalität, denn der robuste Steincharakter der Fragranit-Spülen mit den kupferfarbenen Details wie dem Überlaufventil, dem Siebabfluss und der p ­ assenden Armatur Centinox mit Zugauslauf, bewähren sich im ­Küchenalltag. Planungsflexibilität bietet die Mythos Kopffreihaube mit den Breiten 60, 80 und 90 cm. Mit drei Leistungs- und einer Intensivstufe erreicht sie eine maximale Lüfterleistung von 700 m³/h – bleibt dabei mit

max. 63 dB aber ausgesprochen leise. Der Aktivkohlefilter lässt sich per Plug & Play bequem und ohne Werkzeug auswechseln. Ebenfalls durch Leistungsstärke und Energieeffizienz überzeugen die Mythos Induktionskochfelder mit Touch-Slide-Steuerung. Und die exklusiv von Lechner gefertigte kupferfarbene Arbeitsplatte ist mit ihrer porenlosen Struktur äußerst hygienisch und reinigungsfreundlich sowie besonders schlag- und stoßfest, so dass auch schweres Kochgeschirr www.franke.de abgestellt werden kann. 

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Branchenspiegel | Umfrage Spülen und Zubehör

Spülen – gute Leistung zahlt sich aus Mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2017 zeigt sich die Spülenindustrie trotz verzögerter Wohnungsbau-Fertigstellungen und Kapazitätsverschiebungen durch die Insolvenz des Alno-Konzerns gut zufrieden. Mit Spülen, deren besonders große Becken sich beim Verbraucher großer Beliebtheit erfreuen, gefertigt aus Mate­rialien wie Edelstahl, Verbundwerkstoff und Keramik, ausgeführt je nach Material, in modernen Farbstellungen wie schwarz und grau usw. sowie dem nicht minder innovativen Zubehör sehen sie vor dem Hintergrund der positiven konjunktu­rellen Rahmenbedingungen auch dem kommenden Jahr 2018 optimistisch entgegen.

1. 2. 3. 4.

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2017 für Ihr Unternehmen?  ie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens und der W Branche in 2018 bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft unter ­Berücksichtigung der derzeitigen Marktsituation sowie des nationalen und internationalen konjunkturellen und politischen Umfelds? In welchen Vertriebskanälen und von welchen Produkten und Segmenten erwarten Sie die meisten Wachstumschancen? Zeigt sich bei der von Ihnen angebotenen Produktvielfalt dennoch ein ­wiedererkennbarer Trend in Material, Form und Farbe?

Blanco: Marktführerschaft durch Innovation und Vielfalt

Lars Kreutz, Blanco Geschäftslei­ tung Vertrieb Deutschland

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1. Aufgrund unterschiedlicher Einflussfaktoren, die An­ fang des Jahres in ihrer Tragweite noch nicht erkenn­ bar waren – genannt sei hier etwa die Diskussion um Diesel-PKW, deutlich verzögerte Wohnungsbau-Fertig­ stellungen, auch die Alno-Insolvenz – mussten wir unsere Planungen leicht anpassen. Dennoch können wir auch dieses Jahr unsere Marktführerschaft gut behaupten. 2. Wir gehen davon aus, dass der deutsche Markt im kommenden Jahr wieder eine leichte Belebung erfährt und wir auch dadurch ein leichtes Umsatz­ wachstum erwirtschaften/generieren können. Die Auslandsmärkte entwickelten sich 2017 zumeist deutlich besser als der deutsche Markt. Diese Entwicklung wird sich wohl auch in 2018 fortsetzen. 3. Wir gehen davon aus, dass sich alle unsere Produkte in ähnlicher Dynamik entwickeln werden, und dies in allen Kanälen.

4. Als Spezialist für Spülen und Armaturen können wir mit unserem umfassenden Material-, Farb- und Modellspektrum nahezu jeden Kundenwunsch er­ füllen. Farbige Modelle sind nach wie vor sehr gefragt – ­wobei farbig nicht mit bunt gleichzusetzen ist. Unsere Farben sind modern, ohne modisch zu sein. Sie lassen sich harmonisch auf Arbeitsplatte und Mö­ bel abstimmen. Der Klassiker Edelstahl ist ein zeitloses Material, in unteren Segmenten ebenso beliebt wie im exklusiven Bereich. Eine Trendveränderung bei den Farben steht unserer Wahrnehmung nach nicht an. Generell wird sich der bereits vor v­ ielen Jahren entstandene Trend zugunsten Granitspülen leicht fortsetzen. Was die Designs angeht, stehen vor allem Becken mit besonders großem Fassungsvermögen in der Gunst der Endkunden. www.blanco-germany.com/de 


Umfrage Spülen und Zubehör | Branchenspiegel

Franke: Systemumfassend, komptent, innovativ 1. Das Geschäftsjahr 2017 war bis dato ein sehr be­ wegtes und volatiles Jahr mit starken Veränderungen und Verschiebungen innerhalb der Küchenbranche. Trotzdem sind wir mit unserer Roadmap erfolgreich im Markt unterwegs und haben im Rahmen der Kü­ chenmeile im September sehr positives Feedback auf unsere Innovationen erhalten. 2. Das Jahr 2018 wird sicherlich aufgrund der Ereignis­ se aus dem aktuellen Geschäftsjahr stark geprägt sein. Wir gehen aber weiterhin von einem positiven Wachstum aus, das wir mit unserem innovativen Produktportfolio und unserer Kundennähe im Inland und Ausland generieren werden. In Summe sehen wir uns gut aufgestellt für das neue Geschäftsjahr.  3. Dank unserer systemumfassenden Herstellerkompetenz setzen wir weiter auf neue hochwertige Produkte, die als Systemlösung sämtliche Komponenten der modernen Küche in puncto Funktionalität und Design perfekt aufeinander abstimmen. Dieses umfasst die Spüle und Armatur bis zur Abzugshaube, aber ebenso E-Geräte-Serien bis zum modularen Kü­ chensystem Frames by Franke. KWC wird mit den neuen Spülen- und Armaturenlinien Era, Zoe und Ono dieses Segment nach oben hin abrunden. Das gesamte Portfolio wird weiterhin über die verschiedenen von uns bedienten Vertriebskanäle vermarktet und entsprechend zu Wachstum im Jahr 2018 führen. 4. Der Trend zu Edelmetallen in der Küche haben wir mit der neuen Kupfer-Edition für Spüle, Armatur, Ab­ zugshaube und Glasarbeitsplatte aufgegriffen und im Herbst 2017 im Markt neu eingeführt. In Kombination mit dunklen Farben, wie beispielsweise dem markan­ tem Onyx unserer Fragranit+ Spüle Mythos oder Ku­

bus-Unterbaubecken, entfaltet Kupfer seine einzigar­ tige Leuchtkraft. Diese Kupfer-Edition lässt sich mit unterschiedlichsten Materialien und Farben kombi­ nieren und sorgt damit für edle Akzente in der Küche. Alle Elemente der Kupfer-Edition sind entsprechend farblich abgestimmt – selbst die passende Glasar­ beitsplatte wurde exklusiv in die neue Serie integriert. Der Trend zu Farbspülen ist weiterhin ungebrochen. Daher überzeugen wir mit neuen Serien in Fragranit+ und Fraceram. Die passende farbliche Ergänzung bie­ ten hierbei die neuen Mythos-Kopffreihauben in den Farben Magnolia und Cashmere. Ferner sind die ­Mythos-Kopffreihauben ebenfalls in der neuen Trend­ farbe Ocean Blue erhältlich. Perfekt in die Küchenar­ chitektur integriert ist, neben diesen Mythos-Abzugs­ hauben, auch das mit einem flachen Design neu dargestellte Kopffrei-Modell Smart Flat. Aber auch Edelstahl liegt weiterhin voll im Trend. „Perfect together“ – unter dieser Idee lanciert KWC erstmals zu den bekannten Design-Armaturen Ono, Zoe oder Era neue Edelstahlspülen als eine Einheit. Diese Linien wurzeln in den Bestrebungen, nicht nur exzellente Produkte zu erfinden, sondern auch Beste­ hendes zu perfektionieren. Sie überzeugen mit mini­ malstem Design, hoher Funktionalität und Clever­ ness. Das Markenzeichen aller Spülen ist ein verdeckter Ablauf. Dieser garantiert eine makellose Gestaltung des Beckens. Alle Linien verfügen zudem über elegantes Zubehör. Wir bieten seit jeher eine Produktvielfalt, die die un­ terschiedlichsten Konzepte mit individuellen Gestal­ tungsmöglichkeiten, Funktionalität und hohem Desi­ www.franke.de gnanspruch miteinander verbindet.

Stefan Küken­ höhner, Geschäfts­ führer Franke GmbH

Schock: Preziosen aus der Spülenwelt 1. Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zu­ rück, in dem wir unseren Wachstumskurs fortsetzen konnten. Erneut verzeichnen wir ein zweistelliges Wachstum. 2. Farbige Spülen werden weiterhin Marktanteile ge­ winnen – ein Trend, dem wir im Kontext der Entwick­ lung unserer Produktkategorie positiv entgegensehen. Gleichzeitig ist das politische Umfeld – national wie auch international – schwerer einschätzbar denn je. 3. Als kleinerer Marktteilnehmer sehen wir eine Vielzahl an Nischen, die es zu besetzen gilt. Mit einem engagierten Team, trendbewussten Produkten sowie der im Quarzkomposit-Bereich führenden PremiumMaterialität Cristadur® sind wir in der Lage, die Potentiale dieser Nischenmärkte zu nutzen. Wir sind überzeugt, das erfolgreiche Wachstum der Vergangenheit und Gegenwart fortschreiben zu können.

4. Generell lässt sich feststellen, dass Schwarz- und Grautöne im Spülbereich weiterhin sehr erfolgreich sind. In Sachen Design findet die funktionale Weiterentwicklung der Spüle zu einer Verlängerung der Arbeitsplatte großen Anklang. Mit der Prepstation D-150 etwa haben wir einen er­ gonomisch konzipierten Food-Prep-Assistenten im Nassbereich geschaffen. Unsere Premium-Materia­ lität Cristadur® zeigt sich als wahres Must-Have am Markt, denn es punktet durch eine patentierte, extrem feine Struktur, eine seidenweiche Haptik und eine rei­ nigungsfreundliche Oberfläche, an der Schmutz ein­ fach abperlt. Mit der neuen Golden Line haben wir Cristalite® ein zukunftsweisendes Update gegeben, welches der Einstiegs-Materialität eine hochwertige Optik mit www.schock.de Premium-Charakter verleiht.

Joachim Zillen, Geschäftsbereichs­ leiter Vertrieb Schock GmbH

küche + architektur | 45


Branchenspiegel | Umfrage Spülen und Zubehör

Systemceram: Persönliche Beratung zählt

Gerhard Göbel, geschäfts­führender Gesellschafter System­ceram

1. Wir hatten, gemessen an der allgemeinen Marktentwicklung im Küchenbereich, ein sehr gutes Jahr, mit einem Wachstum am deutschen Markt im mittleren einstelligen Bereich. 2. Wir erwarten in 2018 ein ähnlich gutes Küchenjahr wie 2017. Die seit Jahren günstigen Rahmenbedin­ gungen, wie niedrige Arbeitslosenquote, niedrige Zin­ sen, die gute allgemeinwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland etc. werden sich aus heutiger Sicht auch im nächsten Jahr kaum ändern. Ebenso werden die derzeitigen Vermarktungsformen keine wesentlichen Änderungen erfahren. Der heute noch relativ geringe

Exportanteil der systemceram bietet zudem weiteres Wachstumspotential für unser Unternehmen. 3. Wir erwarten gute Wachstumschancen im klassischen stationären Küchenhandel, d.h. da, wo Küchen individuell und spezifisch geplant und die Kunden persönlich beraten werden. Mit der Produkt­ergänzung um keramische Waschtische für das Bad und Gäste-WC haben wir eine neue Produktlinie aufgenommen, die uns und unseren Kunden interessante Wachstumschancen bietet und den weiteren Ausbau des Geschäfts in Richtung Wohnen ermöglicht. Damit reagieren wir auf die gestiegene

SPÜlen · Armaturen

Geschäftsführer: Achim Schreiber (Vorsitzender), Rüdiger Böhle, Frank Gfrörer, Wolfgang Schneider Geschäftsleitung Vertrieb Deutschland: Lars Kreutz Geschäftsleitung Vertrieb International: Uwe Johannböcke Mitarbeiter 2016: 1.420 Standorte: Hauptsitz Oberderdingen, Produktionsstätten in Sinsheim, Sulzfeld, Toronto, Istanbul, Bruchsal (Logistik) Tochtergesellschaften und Vertriebspartner im In- und Ausland, vor allem in Europa, Nordamerika und Asien Blanco GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 www.blanco-germany.com/de

Geschäftsführer: Stefan Kükenhöhner Leiter Vertrieb: Stefan Kükenhöhner Leiter Verkauf/Handel: Denis Hoeft Leiter Export: David Gartner Mitarbeiter 2016 in Bad Säckingen: 230 Produktions- und Vertriebsgesellschaften: CH-Aarburg (Konzern­ zentrale), Bad Säckingen und weitere Messebeteiligungen: Küchenmeile A30 – house4kitchen (Löhne), SwissBau (Basel), Eurocucina (Mailand) und weitere Franke GmbH Mumpferfährstraße 70 · 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 info.fbs@franke.com · www.franke.de/ks

46 | küche + architektur


Umfrage Spülen und Zubehör | Branchenspiegel

Nachfrage unserer Handelspartner nach einer unkomplizierten keramischen Waschbecken-Lösung für den zunehmenden Einsatz von Küchenmöbeln im Bad-Bereich. Ein Trend, auf den sich auch immer mehr Küchenhersteller mit ihren Produkten einstellen. Unser neues Badprogramm wird ausschließlich an den Küchenhandel vertrieben und wir rechnen hier bei moderater Planung mit einem Jahresumsatz von rund 5 % unseres Umsatzes. 4. Insgesamt kann man sagen: Die Keramikspüle hat weiter an Image und Bedeutung für Endkunden und Handel zugenommen. Wertigkeit, Qualität und Strapazierfähigkeit des Werkstoffes Keramik werden aber zunehmend auch für Küchenausstattungen im

Projektbereich geschätzt. Bei den Farben dominieren nach wie vor die Nicht-Farben Weiß und Grau. Das wird sich aus unserer Sicht auch im kommenden Jahr nicht grundlegend ändern. Bei den Formen ist weiterhin eine geradlinige Designsprache gefragt, wie wir sie – typisch für „Feinsteinzeug aus dem Wes­ terwald“ – beispielsweise bei Mera, Stema oder Ge­ nea im Programm haben. Einzelbecken zeigen eine zunehmende Tendenz zu flächenbündigem Einbau sowie Unterbau. Auch insgesamt hält der Trend zum flächenbündigen Einbau an. Insgesamt gehen wir je­ doch nicht davon aus, dass sich die Küchenplanung und -gestaltung in naher Zukunft wesentlich in Mate­ www.systemceram.de rialien und Farben ändern wird.

Vertriebsleiter Küche: Dr. Stefan Dillschneider Pressereferentin: Simone Struve Mitarbeiter 2017: 7.500 Produktgruppen Küche: Einbau- und Unterbauspülen, ­flächenbündige Spülen und Module aus Keramik, TitanCeram, hochwertige Armaturen sowie passendes Zubehör. Villeroy & Boch AG Vertrieb Bereich Küche Postfach 1230 · 66689 Mettlach Tel. 06864 81-6000 information@villeroy-boch.com · www.villeroy-boch.de

Gesellschafter: Gerhard Göbel, Manfred Engel, Kevin Göbel, Felix Engel Geschäftsführer: Gerhard Göbel Marketingleitung: Gerhard Göbel Produktionsstätte: Siershahn Ansprechpartner für den Fachhandel: Christoph Erll, Peter Laub Produktgruppen: Arbeitsplatten und Spülen aus Keramik, Module, Zubehör und Armaturen

systemceram GmbH & Co. KG Berggarten 1 · 56427 Siershahn Tel. 02623 600-10 · Fax 02623 600-790 info@systemceram.de · www.systemceram.de

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Branchenspiegel | Umfrage Spülen und Zubehör

Pyramis: Erfolgreich mit Spülen und Elektrogeräten

Stephan Müller, Geschäftsführer Pyramis Deutschland GmbH

1. Wir können mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2017 sehr zufrieden sein. Wir konnten entgegen dem Markttrend ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich erwirtschaften. Diese Entwicklung wurde über beinahe alle Kundengruppen getragen. 2. Natürlich stellen die Konjunktur und das politische Umfeld immer eine Unbekannte in der Gleichung dar, wenn man die Zukunft prognostizieren will. Aber trotz leichter Delle im deutschen Küchenmarkt in 2017 gibt es keinen Grund, von einer längerfristigen Fortsetzung dieses Trends auszugehen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa stehen für Stabilität und ein moderates Wachstum. Deshalb sind wir in unseren Unternehmensplanungen für 2018 von einer weiterhin positiven Entwicklung ausgegangen. 3. Unser Unternehmen ist nach wie vor im Fachhan­ del unterrepräsentiert, weshalb wir in diesem Ver­ triebskanal auch die größten Wachstumspotentia­ le sehen. Darüber hinaus ergeben sich für ein eher kleines Unternehmen wie das unsere in Deutschland

immer wieder Ansatzpunkte zu Neulistungen in allen Bereichen. Produkttechnisch erwarten wir das dynamischste Wachstum bei den Elektro-Einbaugeräten, wo wir in den letzten Jahren tatsächlich gut haben Fuß fassen können. Und dem Megatrend zu farbigen Spülen folgend rechnen wir auch wieder mit einem überdurchschnittlichen Wachstum bei den Pyragrani­ tespülen, wo wir mittlerweile ein sehr breit gefächer­ tes Produktsortiment anbieten können. 4. Der erste nennenswerte Trend bei den Spülen ist wie gesagt das Thema Farbe. Diese Bewegung hin zu farbigen Spülen hat bereits vor weit über zehn Jahren begonnen und scheint nach wie vor ungebremst. Für das Design von Spülen gibt es zwei Stichworte: „Bigger is better“, also ein Trend hin zu größeren Becken mit Breiten von 50 cm und mehr. Und das andere Thema sind Einzelbecken zum Flacheinbau oder Unterbau – ein Trend, der die Niederlande oder die Schweiz schon seit Längerem dominiert und auch in Deutschland immer spürbarer wird. www.pyramisgroup.de

Naber – Visionäre von heute sind die Realisten von morgen

Hans-Joachim ­Naber, geschäfts­ führender Gesell­ schafter Naber GmbH

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1. Wir blicken auf eine erfolgreiche nationale und in­ ternationale Geschäftsentwicklung zurück. Unsere Kunden honorieren unsere Zuverlässigkeit, unsere professionelle Beratung von Innen- und Außendienst, unsere Schnelligkeit und unsere Innovationsstärke. Leistungen, auf die unsere Partner im Handel auch künftig vertrauen können. Um weiterhin auf Markt­ veränderungen schnell und professionell reagieren zu können, haben wir in den Ausbau unseres Logis­ tikcentrums investiert. Bei allem, was wir tun und entwickeln, sehen wir uns als Visionäre, vom Plagiatismus nehmen wir Abstand. Unser Ziel ist es, für unsere Kunden und deren Endverbraucher Mehrwerte zu schaffen, dazu suchen wir das Gespräch mit der Basis, mit unseren Kunden, Verkäufern und Monteuren, nehmen die Ideen auf und versuchen Wünsche und Gedanken zu realisieren. Nach wie vor arbeiten wir in vielen Bereichen eng mit Hochschulen und Universitäten zusammen. Uns ist der Kontakt zu Studenten in den Bereichen Technik und Design sehr wichtig. Es gilt den „Anschluss“ an die Wünsche der jüngeren Ge­ nerationen nicht zu verlieren und immer „up to date“ zu sein. Wir nehmen sämtliche Erkenntnisse auf, bewerten diese und tragen die relevantesten davon in unsere Entwicklungsabteilung, die daraus immer wieder neue innovative Produkte entwickelt. Die Na­ ber Entwicklungsabteilung besteht mittlerweile aus 10 Mitarbeitern, davon 3 junge, engagierte Ingenieure. Das Ergebnis unserer Entwicklungsarbeit präsentie­

ren wir kontinuierlich auf zahlreichen trendsetzenden Messen. Auch in 2017 haben wir keine Kosten und Mü­ hen gescheut, um mit unseren Produkten auf Messen in Köln, Salzburg, Dubai, Shanghai usw. sowie natür­ lich auch auf den unterschiedlichen Verbandsmes­ sen präsent zu sein. Besondere Akzente setzten dabei unsere Innovationen: Compair Steel flow®, Compair® Greenflow, Cox Work, Cox® Abfallsystem (auch in anthrazit), Senceit Rückwanddecore, LED Leuchten Entwicklungen (Pendelleuchten), neue Spülen Linea, interessante neue Küchenarmaturendesigns usw. 2. Ein Blick in die „Glaskugel“ ist immer schwierig und gewagt. Da wäre zum einen die derzeitige politische Lage in Deutschland und die Frage, was die Regie­ rungsbildung mit sich bringt. Auf der anderen Seite stehen die fundamentalen Wirtschaftsdaten, die für 2018 Positives erwarten lassen. Eine weiterhin anhaltende Niedrigzinsphase in der europäischen Union lässt insbesondere auch für die Baubranche, die ein wichtiger Indikator für die Kü­ chenbranche darstellt, ebenfalls Positives erwarten. Die auf den ersten Blick negative Entwicklung (Rück­ gang der Baugenehmigung) in der Baubranche in 2017, ist auf fehlendes, bezahlbares Bauland und auf eine Verschärfung der Energiesparverordnung zu­ rückzuführen. Die neue Regierung wird hier gefragt sein, die Rahmenbedingungen so zu formen, dass diesem Problem Abhilfe geleistet werden kann. Der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2018 von Naber sehen wir sehr positiv entgegen. Neben dem


Umfrage Spülen und Zubehör | Branchenspiegel

Inlandsgeschäft werden wir auch unsere Exportbe­ strebungen weiter forcieren. 3. Naber ist in vielen Bereichen bereits seit langem kein reiner Großhändler mehr. Unseren „Slogan“ Entwicklung, Produktion, Vertrieb – leben wir auch. So zählen die Warengruppen Lüftungstechnik, Abfallsammler und immer stärker auch die Lichttechnik zu den Naber eigenen Produkten. Auf diesen eigenen Produkten liegt selbstverständlich auch der Fokus unserer Entwicklungsabteilung und hier erwarten wir auch die meisten Wachstumschancen. Unsere Potenziale gestalten sich vielfältig: In der Lufttechnik durch Compair Steel flow®, Compair® Greenflow und weiteren Entwicklungen, die im Laufe des Jahres einfließen werden. Durch Neuentwicklun­ gen im Abfallbereich. Durch neue LED und andere Leuchten und Produkte. Durch das Senceit Rück­ wandprogramm, Tische, Stühle und durch die Con­ cept Kitchen Gruppe, die inzwischen international sehr erfolgreich ist von Spanien, Frankreich, Japan bis Atlanta und schon in vielen sehr großen Projekten eingesetzt und auch weltweit von vielen Architekten und Projekt­planern empfohlen wird. Und darüberhin­ aus im Inland in Zusammenarbeit mit Ladenbauern, Büro- und Objekteinrichtern sowie von der RosenthalGruppe im Shop (Show cooking) eingesetzt wird.

Unsere indirekte Vertriebsstrategie als mehrstufigen Vertrieb über Industrie, Großhändler und Handel wer­ den wir selbstverständlich weiterführen. Mit unserer eigenen Vertriebsmannschaft im Außen- und Innen­ dienst leben wir Kundennähe. Und das auch in puncto Online bzw. Webshop: Der Naber Webshop richtet sich ganz an Fachhändler. Dem Endverbraucher dient sie als reine Informati­ onsquelle und als Netzwerk zur Findung des jewei­ ligen Fachhändlers in seiner Region. D.h. wir bieten unseren Fachhändlern über diesen Vertriebs- bzw. Kommunikationskanal zusätzlichen Service. Diesen Gedanken werden wir in Zukunft stärker ausbauen. 4. Der Trend „50 Shades of Grey“ ist noch immer en vogue, ebenso die laufenden Trends Kupfer und Messing. Doch in Zukunft wird das neue Schwarz in einigen Bereichen Weiß werden. Zudem kommen langsam aber sicher mehr bunte Farben ins Spiel, und das nicht nur bei Armaturen. Eine Entwicklung, die wir nicht nur dem 100. Geburtstag von Ettore Sottsass zu verdanken haben. Vielmehr sind es die Verbraucher, die wieder mehr Mut zur Farbe haben. Zudem, davon sind wir überzeugt, werden Küchenmöbel künftig noch moduler, mobiler, beweglicher, offen. Der Erfolg unserer ConceptKitchen unterwww.naber.de streicht diese Tendenz. ANZEIGE

Das neue Side-by-Side Konzept ■

Stellen Sie sich Ihr individuelles Frische-Center zusammen Flexible Kombination von Einbau-Kühl- und -Gefriergeräten sowie -Weinschränken

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Design + komfort

Das Prinzip, zusätzlichen Stauraum in die Tür zu verlagern, ist so einfach wie genial. „Tandem side“ schließt die Lücke zwischen konventionellem Innenleben mit Einlegeböden und funktionaler Vollausstattung. „Tandem side“ ist in vier Rahmen­ höhen für lichte Schrankhöhen von 600 bis 1.700 mm verfügbar und passt so in alle gängigen Schranktüren im Hoch-, Ober- und Unterschrank­ bereich. Aufgrund der optimal gewählten Einbautiefe schafft das Regal darüber hinaus eine Stau­ raumlösung in Geräteschränken mit verkürzten Einlegeböden.

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Fotos: Kesseböhmer

Design + komfort

Sind flexibel in verschiedenen Stauraum­ systemen einsetzbar: die „YouboXx“-Behälter. Neu sind von Kesseböhmer definierte Sets, die sich am Bedarf konkreter Alltagssituationen orientieren. Alle Tablare und Stau-Ebenen sind flexibel in der Höhe verstellbar. Die Ausstat­ tungselemente lassen sich mit einem einzigen Handgriff ein- und aushängen.

Flexibler Stauraum Kesseböhmer nimmt die Tür in den Fokus

Der schönste Platz ist in der Tür. Der Kühlschrank macht es vor, denn auch hier wandert der Inhalt beim Öffnen in den direkten Zugriff. Das Prinzip stand bei einem neuen Türregal Pate, das Kesseböhmer in diesem Jahr erstmals vorgestellt hat. „Tandem side“ präsentiert sich mit verstellbaren Tablaren so flexibel wie sein Nutzer und passt sich auch noch nachträglich an die Küchenarchitektur an.

D

as Prinzip, zusätzlichen Stauraum jetzt auch in die Tür zu verlagern, ist so einfach wie genial. „Tandem side“ schließt damit die Lücke zwischen konventionellem Innenleben mit Einlegeböden und funktionaler Vollausstattung mit effizienter Stauraumnutzung. Als Baukastensystem konzipiert lässt sich das Türregal vom Nutzer individuell so konfigurieren, dass er jederzeit schnell und bequem auf häufig benötigtes Staugut zugreifen kann. Der Grundträger, den Kesseböhmer mit besonderer Kompetenz in der Metallbe- und -verarbeitung unter anderem im trendigen Anthrazit-Pulverlack präsentiert, ist einfach montiert. Der Küchenhersteller kann entscheiden, mit wie vielen Ebenen er den Grundträger bestücken will. Und er hat die Wahl zwischen „Arena classic“-Tablaren mit klassischer Runddraht-Reling, den von einem schmalen Metallband umrandeten „Arena style“-Tablaren, zwischen Drahtböden oder den frei positionierbaren „YouboXx“-Aufbewahrungsboxen in verschiedenen Größen und Formen.

Vielfältig kombiniert und gut organisiert, das ist auch das Motto für die flexibel in verschiedenen Stauraumsystemen einsetzbaren „YouboXx“-Behälter. Neu sind von Kesseböhmer definierte Sets, die sich am Bedarf konkreter Alltagssituationen orientieren. Die weiße Variante in Porzellanoptik wurde jetzt – farblich abgestimmt auf die Tablare und Metallteile – um eine anthrazit- und eine seidengoldfarbene Version ergänzt. „Tandem side“ ist in vier Rahmenhöhen für lichte Schrankhöhen von 600 bis 1.700 mm verfügbar und passt so in alle gängigen Schranktüren im Hoch-, Ober- und Unterschrankbereich. Aufgrund der optimal gewählten Einbautiefe schafft das Regal darüber hinaus eine Stauraumlösung in Geräteschränken mit verkürzten Einlegeböden. Küchenhersteller profitieren davon, dass das neue Türregal „Tandem side“ mit anderen Kesseböhmer-Produkten kompatibel ist. Dank der Modulbauweise lässt es sich auch mit dem klassischen „Tandem“-Auswww.kesseboehmer.com zugsystem kombinieren.

küche + architektur | 51


Branchenspiegel | Umfrage Beschlagindustrie

Beschlagindustrie – mit intelligenten Plattformstrategien … … zu kundenorientierten Lösungen

Mit innovativen Produkten unterstützt durch kontinuierliche Investitionen stellt sich die Beschlagindustrie erfolgreich dem Weltmarkt. Dabei ermöglichen die Hersteller ihren Kunden aus der Küchenmöbel und Möbelindustrie mit Hilfe intelligenter Plattformstrategien eine hohe Flexibilität in der Realisierung von Produkten mit Differenzierungspotenzial. Zu den Herausforderungen dieses Industriezweigs zählen derzeit steigende Materialpreise und Lohnkosten sowie der Facharbeitermangel.

1. 2. 3. 4.

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2017 für Ihr Unternehmen?  ie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens und W der Branche in 2018 bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft unter ­Berücksichtigung der aktuellen Marktsituation sowie des nationalen und ­internationalen konjunkturellen und politischen Umfelds? Welche Investitionen werden Sie kurz und mittelfristig tägigen, um Ihre Wettbewerbsfähigkeit auszubauen?  ie stehen Sie zum Thema Losgröße? W a) Wie setzen Sie das Thema um? b) Welche Vorteile ergeben sich daraus für Ihre Kunden?

Blum: Innovativ und flexibel ins neue Geschäftsjahr

André Dorner, Geschäftsführer Blum Deutschland

52 | küche + architektur

1. Die Umsatzentwicklung des zweiten Halbjahres 2017 ist positiv, obwohl sich die Währungssituation durch den stärkeren Euro in vielen Märkten zu unseren Ungunsten entwickelt hat. Westeuropa ist auf gutem Kurs. Die Region Osteuropa präsentiert sich in guter Verfassung und zeigt ein überdurchschnittli­ ches Wachstum. In Nordamerika sehen wir nach wie vor ein Wachstum, allerdings auf einem etwas mo­ derateren Niveau. Im asiatisch-pazifischen Raum ist die Umsatzentwicklung insgesamt sehr gut, wobei es

deutliche Unterschiede in den Märkten gibt. Der Um­ satz in Südamerika entwickelt sich in etwa auf Vor­ jahresniveau. Auf der Produktseite liegt unser Fokus weiterhin klar bei unseren drei Hauptproduktgruppen: Scharnier-, Klappen- und Führungssysteme. Diese pflegen wir ständig durch neue innovative Ergänzungen und Erweiterungen. Denn es ist wichtig, auch in er­ folgreichen Produktgruppen nicht stehenzubleiben, sondern diese stets weiterzuentwickeln. Neben den


Umfrage Beschlagindustrie | Branchenspiegel

angestammten Produktgruppen beschäftigen wir uns auch regelmäßig mit neuen Konzeptstudien. Ein Beispiel dafür ist die Studie für große, grifflose Möbelfronten, die komfortabel geöffnet, gefaltet und in einem Pocket versorgt werden können. Sie war auf der diesjährigen Leitmesse in Köln, der interzum, erstmals zu sehen. 2. Die weitere Entwicklung größerer Märkte wie der USA, Großbritanniens aber auch Russlands ist aus unterschiedlichen Gründen noch nicht klar absehbar. Das Jahr 2018 wird sicher ein spannendes Jahr – gerade im Küchenmöbelbereich. Marktanteile werden neu verteilt und neue Kapazitäten müssen aufgebaut werden. Wie genau sich das auswirkt, ist derzeit wohl für alle Beteiligten schwer einschätzbar. Im neuen Jahr werden uns die Kurzfristigkeit im Auftragseingang und die sich laufend ändernden Marktgegebenheiten weiterhin hohe Flexibilität abverlangen. Obwohl es einige Unsicherheiten gibt, hoffen wir, dass auch das nächste Jahr ohne allzu

große weltweite wirtschaftliche Turbulenzen verlaufen wird. 3. Wir werden auch 2018 weltweit konsequent in Gebäude, Maschinen und Anlagen investieren. Un­ sere Investitionen wurden 2017 im geplanten Rahmen durchgeführt. Die Bauarbeiten in unserem Werk in Dornbirn, dem neuen Stanzzentrum mit einer In­ vestitionssumme von über 66 Mio. Euro – die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte – sind im Zeit­ plan. Wir werden den ersten Bauabschnitt Mitte 2018 in Betrieb nehmen. Ebenfalls planmäßig verlaufen die Bauarbeiten für die Erweiterung der Versandflächen und der Verwaltung in der Zentrale in Höchst. Das neue vollautomatische Hochregallager in Polen wur­ de mit Ende des Jahres 2017 fertiggestellt. 4. Wir investieren auch in die Flexibilisierung unserer Anlagen, um auf unterschiedliche Bedarfe und Losgrößen reagieren zu können. Letztendlich sind wir aber ein Massenhersteller und Losgröße 1 spielt www.blum.com für uns eine untergeordnete Rolle.

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Branchenspiegel | Umfrage Beschlagindustrie

Grass: Mit intelligenter Plattformstrategie zu höherer Individualität

Thomas Zenker, Sprecher der Geschäftsführung, Grass-Gruppe

1. Zurückblickend auf das Jahr 2017 sind wir mit einem Umsatzwachstum im 2-stelligen Bereich sehr zufrieden. Diese positive Entwicklung betrifft Indust­ rie und Handel gleichermaßen. Dazu haben nicht nur Neukunden, sondern insbesondere das sehr positive Wachstum unserer Bestandskunden beigetragen. Die anhaltend hohe Auftragslage und die dadurch bedingten, hohen Kapazitätserweiterungen haben aber auch zu Herausforderungen bei Produktion und Lieferservice geführt. Diese haben wir sehr genau analysiert und daraus Maßnahmen abgeleitet, auf die wir uns die kommenden Monate und Jahre fokussieren werden. 2. Wir erwarten weiterhin eine positive Entwicklung in den wichtigsten Märkten und sehen noch einiges an Wachstumspotential. Das lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken, auch wenn die politische Lage in Teilen der Welt unsicher und schwer einzuschätzen ist. Dazu gehören unter anderem Russland und Eng­ land. USA entwickelt sich weiterhin sehr gut. 3. 2018 stehen hohe Investitionen in die Kapazitätserweiterung zur Stabilisierung des Supply Chain an unterschiedlichen Standorten an. Zudem wird das Zentrallager am neuen Standort Hohenems weiter vorangetrieben, um künftig bei Service- und Liefergrad wettbewerbsfähig zu bleiben und eine solide Basis für weiteren Wachstum zu schaffen. 4. Wie in anderen Branchen auch, ist das Thema Individualisierung nach wie vor in aller Munde und

wird künftig einen noch stärkeren Fokus bekommen. Allerdings ist die Losgröße 1 aus unserer Sicht für die industrielle Fertigung genau zu hinterfragen. Aufgrund der gegebenen Rahmenbedingungen in der Produktion muss es darum gehen, Konzepte und Lösungen zu entwickeln, die es ermöglichen, den Charakter eines Möbels durch kleine Eingriffe den individuellen Wünschen der Kunden anpassen zu können. Im Grunde kommt das dem klassischen Plattformgedanken sehr ähnlich. a) Grass beschäftigt sich seit längerer Zeit mit dem Thema Individualisierung und ist einer der Treiber in diesem Bereich. Dennoch muss dieser Prozess in enger Kooperation mit den Kunden umgesetzt und deren Interessen müssen berücksichtigt werden. Denn bereits eine zusätzliche Farbe in einer hochautomatisierten Produktion hat enorme Auswirkungen auf die Komplexität. Es liegt deshalb an innovativen Zulieferern wie Grass, Systeme bereitzustellen, die eine hohe Flexibilität bieten, ohne dabei in vorhandene Fertigungsprozesse einzugreifen. Also einen hohen Individualisierungs­ grad bei gleichzeitiger Standardisierung in der Pro­ duktion zu schaffen. b) Die Vorteile für unsere Kunden liegen auf der Hand. Hoher Innovationsgrad, kundenorientierte Produkte und klare Abgrenzung zum Wettbewerb bei gleichzeitig profitablen Produktionsbedingungen. www.grass.at 

Salice: Deutschland bleibt wichtigster Exportmarkt

Frank Huntebrin­ ker, Leitung Vertrieb und Marketing Deutsche Salice

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1. Der Start in 2017 verlief zunächst eher verhalten, allerdings hat sich unser Geschäft im Verlauf des Jahres erfreulicherweise sehr positiv entwickelt. 2. Wir planen für den deutschen Markt auch im Jahr 2018 eine stabile Entwicklung. Deutschland bleibt für Salice der wichtigste Export-Markt in Europa und wir investieren kontinuierlich in diesen Markt, um die Voraussetzungen für eine schnelle und reibungslose Belieferung unserer Kunden sicherzustellen. 3. Im Jahr 2017 hat Salice die Bortoluzzi Sistemi ­vollumfänglich in die Salice Unternehmensgruppe integriert, um in den Bereichen Schieben, Drehen und Führen weiterhin zu den Marktführern zu gehören. Technik und Produktentwicklung stehen weiterhin im Mittelpunkt unserer Investitionen und komfortab­ le Öffnungssysteme für Möbel in allen Wohnbereichen

spielen dabei die zentrale Rolle. Investitionen in Ma­ schinen und Anlagen schaffen an allen Produktions­ standorten beste Voraussetzungen zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit. Mit einem neuen Standort in Shanghai (China) ist auch die Präsenz auf dem dynamischen asiatischen Markt weiter gewachsen. 4. a) Kleinere Losgrößen mit kurzen Lieferzeiten setzen wir im direkten Datenaustausch mit unseren Kunden unkompliziert um. Dies gehört bei Salice be­ reits seit vielen Jahren zur gängigen Praxis. b) Unsere Kunden sind flexibel in ihren Bestellungen und profitieren von kurzen Reaktionszeiten, die sie mit kurzen Lieferzeiten an ihre Kunden weitergeben können. Gleichzeitig reduzieren sie die Lagerbele­ gung und verringern die Kapitalbindung. www.deutschesalice.de 


Umfrage Beschlagindustrie | Branchenspiegel

Hettich: Plattformkonzept – Individualität zu angemessenen Preisen 1. Dr. Andreas Hettich: Das Jahr war aufregend: mäßige Entwicklung in Deutschland, da der Markt schwach war. Dazu gab es viele Insolvenzen, v.a. Alno Gruppe, CS Schmal, etc. Das Wachstum außerhalb Deutschlands war gut, au­ ßerhalb Europas sogar sehr gut. Es gab hohe Belas­ tungen durch den extremen Anstieg der Materialkos­ ten, den Facharbeitermangel, fehlende Kapazitäten bei Spediteuren, etc. 2. Dr. Andreas Hettich: 2018 hoffen wir auf eine Be­ lebung in Deutschland. Die Rahmendaten wie Kon­ junktur und Arbeitslosigkeit sind gut. Wir erwarten weiteres Wachstum außerhalb Europas. Wir sehen aber auch Herausforderungen: hohe Materialkosten, deutliche Lohn- und Gehaltssteigerungen, Facharbei­ termangel bei uns, am Bau, im Handwerk, bei unse­ ren Kunden, im Logistikbereich etc. 3. Dr. Andreas Hettich: Wir werden weiterhin hohe In­ vestitionen in Kapazitätserweiterungen, Neuprodukte

und Rationalisierungen tätigen. Außerdem investie­ ren wir in die weitere Digitalisierung. 4. Uwe Kreidel: Losgröße 1 ist ein wichtiges Thema zur Individualisierung vor allem im Premiumsegment und mittleren Segment. Andererseits ist das Massen­ geschäft weiterhin von einer hohen Standardisierung geprägt. a) Wir bieten schon heute Plattformkonzepte an, bei denen auf einer gemeinsamen Plattform die Produkte einfach und schnell individualisiert werden können, z.B. bei den Schubkastenplattformen ArciTech und InnoTech Atira. b) Unsere Kunden können individuelle Lösungen um­ setzen und dabei auf eine rationelle Massenfertigung setzen. Die Individualisierung findet im letzten Schritt statt und ermöglicht dadurch schlanke Fertigungsund Logistikprozesse. Trotzdem erhält der Endkunde eine individuelle Lösungen zu angemessenen Prei­ www.hettich.com sen.

Dr. Andreas ­Hettich, geschäfts­ führender Gesell­ schafter der Hettich-Unterneh­ mensgruppe

Uwe Kreidel, Geschäftsführer der Hettich Marketingund Vertriebs GmbH & Co. KG ANZEIGE

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Beschläge / Möbelinnenausstattung

Geschäftsführer: Jörg Lindemann Bereichsleiter: Martin Mies Vertriebsleiter: Wolfgang Kretz Mitarbeiter 2017: 450 Exportquote 2017: 45% Messebeteiligungen im In- und Ausland: ZOW, Interzum, Sican, CIKB Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 821261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

Inhaber: Oliver Kesseböhmer Inhaber: Oliver Kesseböhmer Geschäftsführer: Burkhard Schreiber Schreiber Geschäftsführer: Burkhard Inhaber: Oliver Kesseböhmer Vertriebsleiter: Thomas Herden Vertriebsleiter: Thomas Herden Geschäftsführer: Burkhard Schreiber Mitarbeiter 2016:2.550 2.550 MitarbeiterVertriebsleiter: 2016: Thomas Herden Umsätze 2016: 2016: 478Mio. Mio. Euro 478 Euro Mitarbeiter 2016: 2.550 Exportquote 2016:2016: 60%478 Mio. Euro Exportquote 2016: 60% Umsätze Exportquote 2016: 60%

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Geschäftsführer: Egbert Neuhaus Vertriebsleiter: Rainer Büth Produktgruppen: Einbauabfallsammler, Küchenausstattungen, Auszug­systeme, Haushaltwaren, Küchenaccessoires, ­Kochgeschirr, Alu-SystemTechnik, Trag-/ Stützelemente Aluminium-Design-Möbel – Aluments M. Westermann & Co. GmbH – Küchentechnik Postfach 2680 · 59716 Arnsberg (Neheim-Hüsten) Tel. 02932 476-0 Fax 02932 476-55 · Fax Export 02932 34576 einbau@wesco.de · www.wesco-kuechentechnik.de aluments@wesco.de · www.wesco-aluments.de

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INDUKTIONSKOCHFELD MIT INTEGRIERTEM DUNSTABZUG Thomas Herden, Vertriebsleitung Deutschland Kesseböhmer GmbH

Kesseböhmer: Begeisternd im Produkt, kundenorientiert in Entwicklung und Service 1. Wir sind mit dem Geschäftsverlauf im aktuellen Jahr durchaus zufrieden. In Deutschland belasten uns derzeit die verhaltene Marktentwicklung und die Alno-Insolvenz. Steigende Stahlpreise und kontinuierlich wachsende Personalkosten gehören zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die – einhergehend mit dem Konzentrationsprozess – unser Ergebnis schmälern. Trotzdem haben wir uns im Inland in diesem Jahr stabil entwickelt. In den internationalen Märkten konnten wir, trotz zum Teil schwieriger politischer Rahmenbedingungen, wie in Großbritannien, der Türkei und Russland, unseren Umsatz weiter ausbauen. Darüber hinaus können wir in 2017 auf eine äußerst erfolgreiche Interzum zurückblicken, wo wir mit einer Vielzahl technischer Ergänzungen und Optimierungen für unsere Kernsortimente im Hoch-, Unter- und Eckschrank sowie mit den Neuentwicklungen von unserem Tochterunternehmen Holzwerk Rockenhausen unsere Kunden begeistern konnten. 2. Für 2018 gehen wir von einer vergleichbaren Entwicklung wie schon in 2017 aus. Im Inland erwarten wir aufgrund unserer Marktposition wieder eine stabile Entwicklung; in den internationalen Märkten rechnen wir – solange sich die politischen Rahmenbedingungen in einigen Ländern nicht entscheidend verschlimmern – mit einem weiteren Zuwachs unseres Geschäftes. 3. Haben wir in diesem Jahr bereits eine neue Galvanik und – speziell für den Automobilbereich – eine neue KTL-Anlage in Betrieb genommen, werden wir im nächsten Jahr weiter in die Produktion investieren, um unsere Kapazitäten im Bereich Oberfläche und Stanzen zu erhöhen. Auf einer Fläche von ca. 24.000 qm entsteht ein Gebäudekomplex für eine weitere Stanzerei sowie für zusätzliche Büros. 4. Kesseböhmer ist ein Industrieunternehmen mit einer hochspezialisierten Serienproduktion, wo Losgröße 1 keine Rolle spielt. Wir haben eine auftragsbezogene Fertigung, mit der wir flexibel auf Kundenanforderungen reagieren und den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden können. Dies alles geschieht immer mit Sorgfalt und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Kriterien. Weiterhin behalten wir immer die optimale Integration in die Produktionsprozesse unserer Kunden im Auge und werden die Vernetzung in die Logistikprozesse kontinuierwww.kesseboehmer.de lich weiterentwickeln.

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technik + design

Foto: Salice

Beschläge – Botschafter emotionalisierender Technik Bedienkomfort, Funktionalität und grenzenlose Individualität

Die innovative Beschlagtechnolo­ gie ist es, die für eine höhere Funktionalität, für mehr Komfort und Ergonomie sorgt. Durch die prozessorientierten Entwicklungen dieses Industriezweigs werden neue Designtrends ermöglicht. Die erlebbaren und somit nachvoll­ ziehbaren Vorteile ihrer Produkte wirken so überzeugend, dass die meisten ihrer Art erst zum NiceTo-Have und dann zum Must-Have avancieren. Sie werden zu Stan­ dards, die immer jedoch noch ausreichenden Raum zur Differen­ zierung bieten, und das für Indust­ rie, Fachhandel und Konsumenten.

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D

ie drei Repräsentanten dieses Industriezweigs, Hettich-Marketingleiterin Elke Meyer, Frank Huntebrinker, Vertrieblsleitung Deutsche Salice, und Thomas Herden, Vertriebsleitung Deutschland bei Kesseböhmer, halfen uns, die vielfältige Welt der Beschlagtechnologie zu analysieren. Welche Bedeutung hat eigentlich noch das Topfscharnier? „Im Oberschrank ist der Anteil der Scharniere insbesondere im Bereich der mittel- und hochwertigen Küchen weltweit in den letzten Jahren zurückgegangen“, Elke Meyer weiß, wovon sie spricht, schließlich ist die versierte Branchenkennerin bereits seit vielen Jahren für den multinational agierenden Beschlagspezialisten Hettich tätig. Und erläuternd ergänzt sie: „Das hat v.a. designtechnische Gründe, da ein Großteil der geschlossenen Oberschränke durch Regale ersetzt worden ist oder die Oberschränke in der Planung ganz entfallen, um eine leichte und offene Optik zu erzeugen. Darüber hinaus sind im Oberschrank in den letzten Jahren vermehrt auch andere Beschläge zum Einsatz gekommen. In günstigen und kleineren Küchen sind Scharniere weiterhin relativ stark im Oberschrank vertreten, da jeder verfügbare Stauraum ausgenutzt werden muss und Scharniere die günstigste Lösung des komfortablen Öffnens und Schließens bieten. Auch im Unterschrank ist der Anteil der Scharniere in den letzten 20 Jahren weltweit zurückgegangen, da hier die Drehtüren durch deut-


Fotos: Hettich

Küchen | Architektur + Trend

Differenzierungs­ potenzial bieten jedoch auch Ordnungs­ systeme für Besteck, Küchenutensilien, Geschirr, Töpfe usw.

Sie halfen uns, die vielfältige Welt der Beschlagtechnologie zu analysieren: Hettich-Marketingleiterin Elke Meyer, Frank Huntebrinker, Vertrieblsleitung Deutsche Salice, und Thomas Herden, Vertriebsleitung Deutschland bei Kesseböhmer.

lich komfortablere Schubkästen und Auszüge ersetzt wurden. Allerdings konnten wir gerade in letzter Zeit feststellen, dass Scharniere besonders in höherwertigen Küchen eine Renaissance erleben, da das Küchendesign vermehrt vertikale Linien aufweist. Die vertikalen Linien werden dann im Unterschrank entweder mit schrankhohen Fronten und Innenauszügen dahinter oder auf „unkomfortable“ aber kostengünstigere Weise mit Scharnieren erzeugt. Im extrem preissensiblen Bereich sind Türen im Unterschrank oftmals noch die Regel.“ Integrierte Dämpfung überzeugt „Wenn Scharniere zum Einsatz kommen, dann erkennen wir einen Trend zu Scharnieren mit integrierter Dämpfung. Wir verzeichnen sowohl im Oberschrank als auch im Unterschrank weiterhin eine positive Entwicklung, die vor allem im gehobenen Bereich nahezu flächendeckend ist“, betont Frank Huntebrinker, Vertriebsleiter Deutschland Deutsche Salice.

Klappenbeschläge für mehr Ergonomie und Komfort „Außerdem werden heute viele Küchen-Oberschränke mit Klappbeschlägen ausgestattet“, so Frank Huntebrinker weiter. „In diesem Bereich registrieren wir bei Salice einen weiterhin steigenden Marktanteil. Begründet liegt diese Entwicklung in der Vielfalt und der ausgereiften Technik dieser Systeme, die sich zudem harmonisch in jedes Design einfügen. Gut angenommen werden Klappensysteme jedoch vor allem aufgrund ihrer Praktikabilität. Sie unterstützen bei alltäglichen Tätigkeiten und sorgen für Kopffreiheit und ungehinderten Zugriff, da sie sich nach oben aus dem Bewegungsbereich des Nutzers bewegen.“ Schiebetüren stark im Trend Hier gibt Elke Meyer zu bedenken: „Weltweit ist ein Trend in Richtung Schiebetüren in der Küche zu erkennen. In Deutschland gibt es nur noch wenige Küchenhersteller, die in den letzten Jahren keine Schiebetüren in ihr Sortiment aufgenommen haben. Die Schiebetüren werden vermehrt in der Küche eingesetzt, da sie einerseits den Trend zu offener und aufgelockerter Optik unterstützen. Andererseits tragen Schiebetüren dem Wunsch der komfortablen Nutzung des Stauraums Rechnung. Sie ragen nicht wie eine Drehtür oder Klappe in den Raum hinein, lassen sich leicht öffnen, können während der Arbeit offen stehen bleiben und schließen sanft. In der Küche sind es im Wesentlichen die Oberschränke und Regale, wo Schiebetüren zum

küche + architektur | 59


technik + design

Foto: Hettich

Die Schiebetüren werden vermehrt in der Küche eingesetzt, da sie einerseits den Trend zu offener und aufgelockerter Optik unter­ stützen. Andererseits tragen Schiebetüren dem Wunsch der komfortablen Nutzung des Stauraums Rechnung. Sie ragen nicht wie eine Drehtür oder Klappe in den Raum hinein, lassen sich leicht öffnen, können während der Arbeit offen stehen bleiben und schließen sanft.

Foto: Salice

Einsatz kommen, daneben großflächige Wand- und Vorratsschränke. Hier haben sie den großen Vorteil, dass bei Nichtnutzung der Küche alles schön großflächig verborgen ist“, schildert die Hettich-Marketingchefin ihre Erfahrung. Das bestätigt Frank Hunterbrinker: „Im Hochschrank-Bereich sind Einschubtüren, stark beeinflusst von den populären Lösungen in der Küche, derzeit das am stärksten wachsende Segment.“ Jedoch sei der Anteil von Schiebetüren im Oberschrankbereich bisher nicht nennenswert, während bei Unterschränken flächenbündige Schiebetüren dominieren. „Außerhalb der Küche“, differenziert Elke Meyer, „insbesondere im Schlafzimmer haben die Schiebetüren einen extrem hohen Anteil, der in Deutschland deutlich über 75 Prozent liegen dürfte. Schlendert man durch die Schlafzimmerausstellungen der Möbelhäuser, sieht man kaum einen Kleiderschrank ohne Schiebetür. Hier gibt es aber dennoch Unterschiede, um höherwertige Schränke von weniger höherwertigen zu unterscheiden. Kriterien für den Endkunden sind z.B. das Laufverhalten der Türen, oder ob der Schrank mit einer Schließ-, Öffnungs- oder sogar Kollisionsdämpfung ausgestattet ist.“ Absoluter Standard: der Vollauszug „Auch bei den Auszugsystemen hat sich viel getan. Gibt es eigentlich noch Küchen, in denen keine Auszüge vorkommen?“, wollen wir wissen. „In Deutschland gibt es kaum noch Küchen, in denen keine Vollauszüge verbaut sind. Lediglich im sehr preissensiblen Segment sind diese z.T. noch zu finden, dann vor allem in der Ausführung einwandiger Stahlzargen. Der Anteil der Vollauszüge dürfte demnach bei etwa 98% liegen“, analysiert Elke Meyer. „International sieht das Bild allerdings etwas anders aus, da in vielen Ländern Küchen noch häufiger mit unkomfortablen Teilauszügen ausgestattet werden. Das ist beispielsweise in Brasilien, Indien, China etc. der Fall“, erläutert die Fachfrau weiter. Der Anteil der Innenauszüge, da sind sich alle Unternehmen einigt, lässt sich relativ schwer einschätzen, da die Ausführungen sehr un-

60 | küche + architektur

terschiedlich und individuell von den Küchenherstellern gehandhabt werden. Systemschubkästen vor Unterflurführungen „Seit einigen Jahren sind Unterflurführungen auch in der deutschen Küchenmöbelindustrie ein Thema geworden. Wie ernst ist dieses Thema zu nehmen?“, lautet unsere nächste Frage. „Unterflurführungen für Holzschubkästen sind in Deutschland gegenüber den Systemschubkästen klar in der Minderheit“, weiß die Hettich-Managerin aus Erfahrung. „Der Anteil der Systemschubkästen bzw. Zargen dürfte bei etwa 95% der gesamten Schubkästen liegen. Aber“, differenziert die Branchenkennerin: „International sieht das Bild auch hier etwas anders aus, da Holzschubkästen in einigen Ländern in Küchen sehr beliebt und damit der Standard sind.“ Die Stahlzarge ist gesetzt Bleiben wir bei den Auszugssystemen: Welche Materialausführungen werden am Beispiel der Zargen am meisten geordert? „Die Schubkastenzargen sind im gesamten Markt zu annähernd 100% aus Stahl. Auf den Gesamtmarkt gesehen, werden nur in ganz geringen Mengen auch Zargen aus Edelstahl eingesetzt. Doch trotz des „gleichen“ Materials bieten die Schubkästen mit Hilfe von Seitenelementen z.B. aus Glas oder Designprofilen sehr gute Möglichkeiten, die Qualitäts- und Preisunterschiede der Küche zu unterstreichen“, betont Elke Meyer mit Nachdruck. Innenorganisation zählt zum After-Sales-Geschäft Differenzierungspotenzial bieten jedoch auch Ordnungssysteme für Besteck, Küchenutensilien, Geschirr, Töpfe usw. Haben sich diese Ihrer Erfahrung nach durchgesetzt? „Hier lässt sich nur sehr schwer ein prozentualer Anteil schätzen, da die Innenorganisation häufig nicht zusammen mit der Küche gekauft wird, sondern im Nachgang, wenn die Küche aufgebaut und einge-


Fotos: Kesseböhmer

technik + design

cooking agent (li.) Dispensa Junior III (r.)

räumt wird. Es ist sicher so, dass im höherwertigen Segment über den Fachhandel mehr Innenorganisation verkauft wird als in der Großfläche, da hier mehr Zeit auf die Beratung einer komfortabel ausgestatteten Küche verwendet wird. Daneben ist es heute leider häufig immer noch so, dass viele Ausstellungsküchen im Handel nicht mit Innenorganisation ausgestattet sind. Und: Was nicht gezeigt wird, wird auch nicht verkauft. Eine sehr gute Maßnahme sind hier so genannte „Einleger“ in den Schubkästen der Musterküchen, die dem Endkunden die Möglichkeiten aufzeigen“, lautet der Tipp aus dem Hause Hettich. „Für Salice sind Ordnungssysteme bislang eher ein Randbereich, dessen Potential wir aber durchaus erkennen“, bekennt Frank Huntebrinker. „Auf der Interzum stellten wir daher erstmals variable und flexibel einsetzbare Organisations- und Ordnungssysteme für die Lineabox vor. Im Mittelpunkt steht dabei die optische und funktionale Komplettierung des Auszugs in allen Einsatzbereichen vom Wohnen bis zur Küche.“ Apothekerauszüge – Nachfrage nach Funktionsschränken steigt Und wie sieht der Markt für Apothekerauszüge aus? Thomas Herden, der für die Vertriebsleitung Deutschland bei Kesseböhmer verantwortlich zeichnet, stand uns Rede und Antwort: „In Deutschland kommt unserer Einschätzung zu Folge in rund 10 Prozent aller hier produzierten Küchen ein Apothekerauszug zum Einsatz. Das ist ein deutlich höherer Anteil als in anderen Ländern, in denen der Apothekereinsatz in weniger als 5 Prozent der Küchen zum Tragen kommt. Die verbreiteteste Lösung ist im In- als auch im Ausland der klassische 30er „Dispensa“ Apothekerauszug, gefolgt, wenn auch mit einem deutlichen Abstand, vom „Tandem“-Auszug, den es in 40, 45, 50, 60 cm Breite und als „Tandem depot“ in bis zu 120 cm Breite gibt.“ Und welcher Nachfrage erfreuen sich Funktionsschränke beim Kochfeld für Kochutensilien und Backbleche etc.? „Zur Zeit liegt der Anteil dieser Funktionsschränke in Deutschland unter 2 Prozent und international

bei etwa 3 Prozent. Allerdings ist ein deutlich wachsendes Interesse zu verspüren, so dass wir davon ausgehen, dass die Nachfrage nach diesen komfortablen Ausstattungsfeatures weiter steigen wird. Begründet liegt dieser Trend auch in der fortschreitenden Urbanisation, die zwangsläufig die Erstellung kleinerer Wohn- und Kücheneinheiten mit höheren Ansprüchen an die Funktionalität und Platzausnutzung mit sich bringt. Kesseböhmer hat hierzu ein breites Spektrum an praktischen Funktionsschränken rund um das Kochzentrum. Unser Ziel muss es sein, gemeinsam mit unseren Partnern im Fachhandel den Endkunden über diese Möglichkeiten zu informieren, so dass das hier liegende Potenzial ausgeschöpft werden kann“, beschreibt Thomas Herden die Situation und er fährt fort: „Insgesamt gesehen werden rund 30 Prozent aller in Deutschland produzierten Küchen mit praktischen, komfortablen „Dispensa Junior III“, den „CookingAgent“, 15er-Unterschränke und zum Beispiel einen Backblechauszug ausgestattet. International gesehen spielt dieser Bereich mit einem Anteil von 10 Prozent noch eine weitgehend untergeordnete Rolle.“ Beschläge – im Fokus steht der Verbraucher „Der Markt stellt hohe Anforderungen an Design und Funktionalität moderner Beschläge und Beschlagsysteme. Höchster Bedienkomfort und verlässliche Funktion sind die wesentlichen Argumente, die Kunden und Endverbraucher überzeugen“, fasst Frank Huntebrinker zusammen. „Gleichzeitig gilt es, die ganz individuellen Vorstellungen vom Kochen, Wohnen und Leben in jedem Raum und für jeden Kunden optimal umzusetzen“, betont Elke Meyer. „Auch wenn das Design und die Architektur bei modernen Küchen einen hohen Stellenwert haben und auf ein breites Medieninteresse treffen, gibt der Endkunde der Funktionalität seiner Küche nach wie vor eine hohe, wenn nicht höchste Priorität. Er weiß, was im Küchenalltag für ihn wichtig oder sogar unverzichtbar ist“, ergänzt Thomas Herden die Bilanz seiner Vorredner. 

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Branchenspiegel | Umfrage Verbände

Verbundgruppen punkten mit individuellen Profilen

Mit ihren innovativen Dienstleistungsangeboten sehen sich die Verbundgruppen auch für 2018 gut aufgestellt. Für das kommende Jahr rechnen sie mit einem moderaten Wachstum. Für alle ­Gruppierungen von gleich wichtiger Bedeutung: der professionelle Online-Auftritt der individuellen Fachhandelsgeschäfte. Hinsichtlich der Auswahl der gelisteten Lieferanten stehen einige Verbund­ gruppen dem internationalen Angebot offen gegenüber. Wichtige Kriterien für eine Listung in einem der Verbände sind grundsätzlich Qualität, Zuverlässigkeit und Service möglicher Industriepartner.

1. 2. 3. 4. 5.

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2017 für Ihr Unternehmen?  ie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens und der Branche in 2018 W bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft unter Berücksichtigung des Marktgeschehens sowie des nationalen und internationalen konjunkturellen und politischen Umfelds? Was bedeutet eine zunehmende Lieferantenkonzentration für die Verbandskooperationen und wie reagieren Sie darauf? Wie gehen Sie mit der steigenden Internationalität auf Lieferantenseite um? Wie definieren Sie die Aufgaben Ihrer Verbundgruppe für die nächsten fünf Jahre?

Die wichtigsten Einkaufskooperationen im Küchenbereich 2016 Kooperation

Mitgliedshäuser

Geschäftsführer

Gründungsjahr

Außenumsatz (Küche)

Der Kreis

2931

Ernst-Martin Schaible, Karl Dotzauer, Oliver Strelow

1979

3,47 Mrd. Euro

Der Küchenring

575

Manfred Töpert

1980

488 Mio. Euro

Garant KüchenAreal

454

Jürgen Feldmann, Modulmanager

1995

k. A.

EMV

1462 Verkaufsstel­ Felix Doerr, Ulf Rebenschütz len in D, davon 181 ­Küchenspeziallisten

2004

Gesamt 1,34 Mrd. €, davon entfallen 36 % auf das Segment Küche

Küchen Treff

380

Franz Bahlmann

1995

k. A.

MHK

2.614

Hans Strothoff, Werner Heilos, Donald Schieren

1980

5,054 Mrd. Euro

Plana

42

Mark Willekes

1988

rd. 100 Mio. Euro

BUK

103

Werner Bäuerlein

2005

k. A.

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Umfrage Verbände | Branchenspiegel

EMV: Realistisch, zielorientiert, vertauenswürdig 1. Die zentralregulierten Umsätze der Europa Möbelverbund GmbH & Co.KG werden sich voraussichtlich im Geschäftsjahr 2017 leicht negativ entwickeln. Ab Herbst des Jahres 2016 war eine leichte Eintrübung der Konsumneigung zu spüren, die sich in den rückläufigen Umsätzen abgebildet hat. 2. Für das Jahr 2018 erwarten wir eine leicht positive Entwicklung der Umsätze in den von uns bearbeiteten Märkten. Sich abzeichnende Beschränkungen des internationalen Warenaustausches werden negative Auswirkungen auch auf die Binnenkonjunktur haben. Die Folgen des Brexits dürften sich bereits im Jahr 2017 dämpfend ausgewirkt haben. 3. Die zunehmende Konzentration ist Chance und Risiko gleichermaßen. Für die Einkaufsverbände und die Lieferanten bietet sich hierdurch die Chance und die Notwendigkeit, die Lieferantenbeziehung in eine

echte gegenseitige Wertschöpfungspartnerschaft weiterzuentwickeln. Im stationären Vertrieb sinken durch die zunehmende Konzentration die echten Differenzierungsmöglichkeiten beim Produkt. 4. Die Prozesse mit internationalen Partnern müssen schrittweise entwickelt werden, um eine Situation zu schaffen, die die Ansprüche der deutschen Möbel- und Küchenhändler erfüllt. 5. Die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation unserer Händler ist für unsere Verbundgruppe die ständige Herausforderung und eine Aufgabe, die sich von den Inhalten und den Schwerpunkten ständig weiterentwickelt. Digitalisierung und konsequente Kundenorientierung sind die besonderen Herausforderungen, denen sich Möbel- und Küchenhändler aktuell stellen müssen, um die Wettbewerbsfähigwww.emverbund.de keit nachhaltig sicherzustellen.

Felix Doerr, Geschäftsführung EMV

Ulf Rebenschütz, Geschäftsführung EMV

Der Küchenring: Fachgeschäfte im Aufwind 1. 2017 war für den Küchenring im Rahmen der Kü­ chenbranchenentwicklung 2017 wieder ein gutes Jahr. Die Position von Küchenring im Wettbewerb der Küchenspezialverbände in Deutschland konnte gefestigt und aus unserer Sicht weiter ausgebaut werden. Die Entwicklung in Österreich mit bereits über 60 Mitgliedern ist ebenso auf Wachstumskurs. 2. 2018 wird sich, soweit das konjunkturelle Umfeld sich aus unserer Sicht, weiterhin unverändert positiv zeigt, auf dem Umsatz-Level von  2017 bewegen. Wir glauben, dass sich auch die Position der Fachgeschäfte innerhalb der Vertriebswege für Einbauküchen positiv entwickeln wird. Die weiterhin positive Entwicklung der Einbauküchenumsätze wird sicherlich beeinflusst durch die Tatsache inwieweit es gelingt, in Deutschland durch die Installation einer handlungsfähigen Regierung Zukunftssicherheit zu gewährleisten. 3. Der Küchenmarkt tendiert schon seit einigen Jahren im Bereich der Küchenindustrie zur Konzentration. Die oligopolistischen Tendenzen haben sich in den letzten beiden Jahren, forciert durch das AlnoGruppen-Desaster, noch beschleunigt. Cirka 10-12 Holz-, Elektrogeräte-, Zubehör/Spülen-Industriepartner generieren heute über 80% des wertmäßi-

gen Küchenmarktes in Deutschland. Die Gesprächskultur zwischen Industrie und Verbänden wird auf Augenhöhe stattfinden und im positivsten Sinne in einer partnerschaftlichen Atmosphäre verlaufen müssen. Eigenlabels und diverse Marketingstrategiefelder werden in der Zukunft verstärkt die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Verbänden prägen. 4. Nur wer im Heimatmarkt stark ist wird auch im internationalen Markt dauerhaft bestehen. Und internationale Einflüsse können sicherlich auch auf Dauer den deutschen Markt befruchten. 5. Die Aufgaben der Verbundgruppe wird auch in den nächsten fünf Jahren von dem Grundsatz geleitet werden: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der ei­ genen Mitglieder im regionalen Wettbewerb mit zeit­ gerechten, aktuellen Aktivitäten und Programmen, die Pflege der Offenheit zwischen Verband und Mit­ gliedern hinsichtlich der Leistungen der Industrie an den Verband, Transparenz in allen Ebenen, kostenori­ entiertes Arbeiten für die Mitglieder und nicht zuletzt der Einbezug der Mitglieder in die Arbeit des eigenen www.kuechenring.de Verbandes.

Manfred Töpert, Geschäftsführer Der Küchenring

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Der Kreis: Der Blick über den Tellererand zahlt sich aus

Ernst-Martin Schaible, ­geschäftsführender Gesellschafter Der Kreis

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1. Es zeichnet sich in Deutschland ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2017 ab, das mit den sehr positiven Entwicklungen der Vorjahre nicht vergleichbar ist. Man kann von einer teilweise wechselhaften monatlichen Entwicklung sprechen, starke Monate folgen auf schwächere Perioden, und umgekehrt. Nichtsdestotrotz entwickeln sich die Zahlen im Küchenfachhandel noch besser als in der Großfläche, die unter zurückgehenden Ergebnissen und einem Nachfragerückgang zu leiden hat. Dies belegt, dass qualitativ hochwertige, individuell geplante Küchen sich noch immer einer nicht geringen Beliebtheit erfreuen. Auf europäischer Ebene entwickelt sich der Mark deutlich stabiler, mit einem respektablen Plus. Unter dem Strich betrachtet werden wir das Geschäftsjahr über alle Länder verteilt mit einem Zuwachs abschließen, der leider nicht so hoch ausfallen wird wie im Vorjahr. Fairerweise muss man bei der Betrachtung der Entwicklung der letzten Jahre jedoch konstatieren, dass die gesamte Branche verwöhnt war und man von einem „kleinen Küchenboom“ sprechen kann. 2. Die politische Gesamtlage (nicht stabile Situation in den USA und in weiteren Regionen der Erde, Be­ deutungsgewinn der populistischen Parteien in vielen Ländern in Europa) und die aktuelle politische Situati­ on nach der Bundestagswahl und den abgebrochenen Sondierungsgesprächen tragen nicht dazu bei, dass ein sehr ausgeprägtes investitionsfreundliches Klima herrscht. Allerdings darf man auch nicht zu schwarz sehen, da das prognostizierte Wirtschaftswachstum für Deutschland und den Euro-Raum positiv ist. Wir gehen davon aus, dass wir im kommenden Jahr zwar auch mit einem Plus in unserer Branche rechnen können, allerdings ähnlich moderat wie in 2017. Unabhängig davon sind wir überzeugt, dass gemäß unserem Credo „Qualität vor Quantität“ anspruchsvolle Küchenlösungen weiter an Bedeutung gewinnen werden. Unsere Dienstleistungen zur Unterstüt­ zung unserer Mitglieder sind auf diese Entwicklung ausgerichtet. Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zu­ sammenhang das Ladenbau-Konzept von Der Kreis, also die zeitgemäße und moderne Gestaltung des PoS und der Ausstellung. Zu diesem Thema hat Der Kreis ein Full-Service-Programm entwickelt, das alle Facetten von der Marktanalyse über die Vorbereitung und Umsetzung, von der betriebswirtschaftlichen Be­ ratung bis zur Geschäftsneueröffnung umfasst. Die Investitionsbereitschaft des Küchenspezialisten, vor allem in die Ausstellungsgestaltung, den Außenauftritt, inklusive des Online-Auftritts, und in die Produktpräsentation wird in Zukunft immer wichtiger, um seine Fachkompetenz gegenüber den Großvermarktern beim Verbraucher herauszustellen und zu verdeutlichen. Die Nachfolgeregelung und Unter-

nehmensübernahme bleiben auch weiterhin die zentralen Aufgaben in den kommenden Jahren, denn die demographische Entwicklung macht auch vor unserer Branche nicht halt und wir verfügen über entsprechende Erfahrung und Erfolge in der Begleitung und Gestaltung von Nachfolgeregelungen. Wir sind hierfür gut gerüstet. Ein wesentliches Erfolgsrezept unserer Verbundgruppe ist und bleibt ihre internationale Ausrichtung. 3. Es gibt eine Konzentration und Fokussierung in vielen Bereichen. Nicht nur auf der Herstellerseite. Unser Ziel ist und bleibt es, mit jedem einzelnen Mitglied eine zukunftsweisende und effiziente Strategie zur Konzentration auf für ihn geeignete Lieferanten zu entwickeln, damit er optimale Einkaufskonditionen erzielen kann. Mindestens genau so wichtig ist neben dem Einkauf ein umfangreiches Dienstleistungsportfolio, das den einzelnen Händler nicht nur bei der Bewältigung seines Tagesgeschäf­ tes unterstützt, sondern ihm auch wichtige Impul­ se für seine persönliche Weiterentwicklung und die seines Geschäftes liefert. Die Art der Dienstleistung hängt von der individuellen Situation ab, in der sich ein Unternehmen befindet. Steht beispielsweise eine Nachfolgeregelung an oder möchte der Fachhändler expandieren oder sein bestehendes Ladenlokal mo­ dernisieren? Oder ist er mit seiner Ertragssituation unzufrieden? Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, hat sich Der Kreis in den letzten Jahrzehnten von einem Einkaufs­ verband zu einem Vollprofi-Dienstleistungsanbieter entwickelt. Nichts ist Muss oder Zwang, der Unter­ nehmer entscheidet selbst, in welchem Umfang er die Angebote in Anspruch nehmen und welche Dienstleis­ tungen er im Einzelnen verwenden will. Genau diese Freiheit und die Individualität sind die Stärken unseres Verbundes. Es versteht sich von selbst, dass wir un­ sere Dienstleistungen permanent weiter entwickeln, damit unsere Mitglieder moderne und zukunftssi­ chernde Lösungen in ihrer Marktbearbeitung nutzen können, die sie dabei unterstützen, die Nummer eins in ihrer Region zu werden bzw. ihre führende Position beizubehalten. Dies gilt gleichermaßen für die Gestal­ tung und Positionierung des Geschäftes und für die Präsentation des Unternehmens in den digitalen Me­ dien, beides sollte idealerweise aus einem Guss sein. Unabhängig davon ist und bleibt auch die persönliche, intensive und professionelle Betreuung der Mitglieder durch unsere Regionalleiter wichtig und wird von un­ seren Küchenspezialisten sehr geschätzt. 4. Wir haben schon sehr früh begonnen, im europäi­ schen Ausland zu expandieren und uns neue Märkte zu erschließen. Heute sind wir in zehn Ländern Europas erfolgreich tätig, arbeiten eng mit unseren Industriepartnern zur Stärkung des mittelständi-


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schen, inhabergeführten Fachhandels in den jeweiligen Ländern zusammen. Dieses erfolgreiche Geschäftsmodell entwickeln wir kontinuierlich weiter, wie beispielsweise unser Markteintritt in Großbritan­ nien zeigt. Ein Land, in dem Küchenspezialverbände vor unserem Eintritt noch unbekannt waren. Dieses Engagement wird auch von den Küchenspezialisten in Großbritannien angenommen, mit kontinuierlich stei­ gendem Zuspruch. Zudem setzen wir auf eine Konzentration der Hersteller auf europäischer Ebene. 5. Die Themen Nachfolgeregelung, Personalsuche im Küchenfachhandel und im Bereich Montage, Fortbil­ dung von Küchenspezialisten, Erhöhung der Kunden­ frequenz in den Fachgeschäften und die fortschrei­ tende Digitalisierung werden uns in den nächsten Jahren weiterhin intensiv beschäftigen. Hierzu hat Der Kreis in enger Kooperation mit seinen Mitgliedern zukunftsweisende Konzepte entwickelt und ist dabei, diese Maßnahmen den zukünftigen Herausforderun­ gen anzupassen. Die Verbindung zwischen der digitalen Welt und dem stationären Fachhandel wird immer enger. Der Trend, dass die Endkunden das Internet als Informations­ quelle nutzen, wird sich noch weiter verstärken. Dies

führt idealerweise zu einer allumfassenden Verän­ derung im Bewusstsein des Küchenspezialisten: Der Auftritt des Küchenspezialisten am PoS und in der digitalen Welt sollte nicht nur aus einem Guss sein, sondern es sollte idealerweise auch im Netz zu einer sogenannten Schwarmbildung kommen, d.h. die Syn­ ergien der Gemeinschaft sollten auch im Internet ge­ nutzt werden. Aus diesem Grund haben wir in 2017 in enger Zusammenarbeit mit Mitgliedern eine digitale, zukunftsweisende Plattform rund um das Thema Kü­ che entwickelt. Kuechenspezialisten.de erfreut sich seit dem Start zum Kongress 2017 bei Mitgliedern, Industriepartnern und Endkunden einer stetig wach­ senden Beliebtheit, wie unter anderem auch die be­ eindruckenden Besucherzahlen belegen. Unabhängig davon höre ich nicht auf, unser Credo gebetsmühlenartig zu wiederholen: Die Qualität der Online-Auftritte von Küchenspezialisten und ihre Präsenz in den Sozialen Medien ist wichtig und muss stetig verbessert werden. Hier bietet Der Kreis dem Fachhändler die Chance, sich und sein Unternehmen überzeugend vorzustellen und tiefe Einblicke in seine Leistungsfähigkeit zu geben. Diese Dienstleistungen werden wir auch weiterhin permanent weiter entwi­ www.derkreis.de ckeln.

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KüchenTreff: Eine eigene DNA zahlt sich aus

Franz Bahlmann, Geschäftsführer KüchenTreff

1. Wir blicken auf ein in vielen Facetten erfolgreiches Jahr 2017 zurück. KüchenTreff hat wieder neue Händler gewonnen und ein marktüberdurchschnittliches Wachstum erreicht. Dabei haben uns einige Themen vorangebracht, die wir seit Ende letzten Jahres ange­ stoßen haben: Mit unserer Arbeitsgruppe zur Küchen­ Treff DNA entwickeln wir neue Ideen für den Küchen­ handel und haben mit dem Magic Table, der ein ganz neues Verkaufserlebnis ermöglicht, ein großartiges Resultat für unsere Händler auf den Markt gebracht. Auch hinsichtlich Online-Präsenz und Telefonmarke­ ting haben wir große Fortschritte gemacht. All dies sind Alleinstellungsmerkmale von KüchenTreff, die sowohl den Verband als auch den einzelnen Händler stärken. Ein weiterer Wachstumsfaktor waren unsere Kollegen in den Niederlanden, die auch in 2017 wieder sehr erfolgreich waren. 2. Die konjunkturelle Entwicklung in unseren Zielmärkten Deutschland und den Niederlanden sehen wir positiv. Besonders in den Niederlanden, wo wir in einer schwierigen Lage gestartet sind, hat sich die Branche sehr gut entwickelt – und wird auch in 2018 weiter wachsen. In Deutschland musste die Küchen­ branche zuletzt mit einigen Insolvenzen zurechtkom­ men. Dies hat KüchenTreff jedoch nur mittelbar be­ troffen – kurzfristig sind als Folge die Lieferzeiten bei allen Herstellern hochgegangen. Dieser Effekt wird

sich im nächsten Jahr sicherlich wieder normalisie­ ren. Insgesamt gilt für 2018, was auch schon für 2017 galt: Der Online-Bereich wird immer wichtiger – zur Kundenansprache, zur Kommunikation mit den Kun­ den und bei manchen Artikeln auch zum Verkauf. 3.Wie oben bereits dargestellt sind die Lieferzeiten bei den Herstellern hochgegangen. Das bestärkt uns in der Strategie, die wir schon seit längerem verfolgen: Wir konzentrieren uns auf wenige Lieferanten – und arbeiten nur mit wirtschaftlich gesunden Unternehmen zusammen. 4. Bisher arbeiten wir mit wenigen internationalen Lieferanten zusammen. Grundsätzlich stehen wir dem Thema offen gegenüber. Bei der Lieferanten­ wahl sind für uns die Kriterien Qualität und Verläss­ lichkeit ausschlaggebend. 5. Wir sehen den Schwerpunkt weiterhin in der strategischen Ausrichtung und Schärfung der Marke KüchenTreff im Sinne unserer Mitglieder. Wer am Markt bestehen will, muss sich positiv vom Wettbewerb ab­ heben und muss online präsent sein. Für diese An­ forderungen haben wir bereits die Weichen gestellt und setzen konkrete Maßnahmen um. Zum Beispiel arbeiten wir daran, unsere Werbeflatrate auf den Online-Bereich auszudehnen. Damit können unsere Händler zukünftig auch zu attraktiven Konditionen www.kuechentreff.de Online-Kampagnen fahren. 

organisationen

Selbstständig erfolgreich – mit KüchenTreff Als Marketing- und Einkaufsverband ist KüchenTreff seit über 22 Jahren erfolgreich für seine Mitglieder tätig. Aktuell betreut KüchenTreff über 380 Standorte in Europa. Dabei steht immer das einzelne Mitglied im Mittelpunkt. KüchenTreff bietet passende Leistungen für unterschiedlichste Unternehmen – von betriebswirtschaftlicher Beratung über Marketingpakete bis hin zur Geschäftsausstattung. Ein Schwerpunkt des genossenschaftlich organisierten Verbands ist die Unterstützung beim Start in die Selbstständigkeit: KüchenTreff hilft schon bei der Standortsuche, der Erstellung von Business­ plänen, Finanzierungsfragen, Ladenbaukonzept und vieles mehr. Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Vorteil für KüchenTreff-Mitglieder: das starke Marken­image. Wer als KüchenTreff startet, wird vom ersten Tag an wahrgenommen.

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unternehmen + köpfe

Licht ist kein Werkstoff, aber man kann damit bauen. Gera Leuchten schreibt Licht-Design-Geschichte

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unternehmen + köpfe

Das Wandregal 100 ist Leuchte und hochwertiges, belastbares Möbel in einem und besticht durch sein geradliniges, elegantes Design und seine unauf­ dringliche Funktionalität.

Wenn es um innovative Lichtsysteme geht, setzt Gera Leuchten seit Anfang der 90er Jahre kontinuierlich eine Benchmark. Das Unternehmen mit Sitz in thüringischen St. Gangloff, hat sich in seinem Segment sowohl als Entwicklungspartner der Küchenmöbel- und Möbelindustrie als auch als Innovator in eigener Sache einen Namen gemacht; und das unabhängig davon, ob es sich dabei um verbaubare Lichttechnik, Leuchten oder um eigenständige Lichtmöbel geht. Die Produkte sind markant genug, Gera mittelfristig zur Marke werden zu lassen. Die prägenden Köpfe des Unternehmens sind Hening Pölitz, geschäftsführender Gesellschafter (l.), und der GERA Produktmanager und freiberufliche Designer Thomas Ritt (r.).

H

ening Pölitz ist studierter Elektrotechniker und führt sein Unternehmen mit Weitsicht und Engagement. Als ehemaliger Leichtathlet weiß er um die Notwendigkeit, sich regelmäßig neuen Herausforderungen zu stellen, aber auch seine Kräfte einzuteilen und trotz der einen oder anderen Niederlage weiterzukämpfen, um zu guter Letzt mit Spaß die Ziellinie zu erreichen. Als glücklichen Zufall oder als Fügung bezeichnet der sympathische Unternehmer sein Zusammentreffen mit Thomas Ritt, der sich sowohl in der Küchenmöbel- als auch in der Möbelindustrie bereits einen Namen gemacht hat, und dessen sachlich ästhetische Interpretation von Design, geprägt durch sein Studium an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel mit den Vorstellungen von Hening Pölitz übereinstimmt: „Design ist eine umfassende Auseinandersetzung mit technischen Entwicklungen, sozialen Veränderungen und kulturellen Strömungen sowie gesellschaftlichen Veränderungen (sozial s.o.) und ist somit immer mehrdimensional ausgerichtet.“ Heraus aus der Vergleichbarkeit „In unseren Anfängen lieferten wir einfachste Einbauleuchten für die Möbelindustrie und produzierten auch bereits Lösungen für den einen oder anderen renommierten Küchenhersteller. Hätten wir es jedoch dabei belassen, gäbe es uns aufgrund des stark wachsenden

internationalen Wettbewerbs im Geschäftsfeld der Massenzulieferartikel heute schon nicht mehr“, stellt Hening Pölitz fest. Statt dessen entschied sich das Duo schon Mitte der 90er für einen eigenständigen Weg, geprägt vom Systemgedanken und einem Design, das durch seine geradlinige und reduzierte Formensprache zweifelsohne das Format zeitloser Klassiker erfüllt.

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unternehmen + köpfe

Das Lichtsystem 3 ist ein nach oben und unten leuchtendes, besonders tragfähiges Lichtbord aus eloxiertem Aluminium in zeitlosem und prämiertem Design Lichtquelle und in der Breite planbares Möbelstück zugleich.

Besonders stolz ist Hening Pölitz auch auf seine Mitarbeiter. Als solche bezeichnet der ambitionierte Unternehmer nicht nur die 35 Angestellten der Gera Leuchten GmbH, sondern auch die rund 265 Mitarbeiter der sechs regional ansässigen Behindertenwerkstätten, für deren Wohlbefinden er sich auch verantwortlich sieht. „Wir arbeiten seit der Gründung der Gera Leuchten GmbH zusammen. Die Werkstätten wachsen gemeinsam mit uns. Wie wir investieren auch sie in zeitgemäße Fertigungsanlagen und entsprechendes Know-how. Gemeinsam entwickeln und fertigen wir Leuchten-Systeme der Marke Gera.“ Die prozessoptimierte Aufstellung und Ausrichtung dieses Netzwerks regionaler Unternehmen ermöglicht dem Systemleuchten-Hersteller das Fertigen kleinster Losgrößen bis hin zur Produktion großer Serien. „Qualität hat dabei erste Prioriät“, betont Hening Pölitz. „Deshalb verfügt nicht nur Gera, sondern auch jede Werkstatt über ein eigenes Qualitätsmanagement, das die Produkte auf Herz und Nieren überprüft.“ Konzepte, die überzeugen Vielfalt kann durchaus auch durch die kluge Kombination weniger Systembauteile entstehen, weiß Thomas Ritt: „Ein Beispiel dafür sind unsere so genannten Licht-Möbel.“ Unter diesem Begriff, den sich das innovative Unternehmen schützen ließ, gruppieren sich Leuchten mit möbelhaften Funktionen, die zudem auch universell einsetzbar sind. „Die Grundlage für unsere Lichtmöbel bilden u.a. einfache Profilkonfigurationen aus Aluminium in den verschiedensten Oberflächen mit Einlegeböden aus satiniertem Glas oder Echtholzfurnier. … Wir wollen mit unseren Produkten durch die konzeptionelle Verschmelzung von Licht- und Möbelfunktionen überzeugen“, betont Designer Thomas Ritt. Ein Anspruch, der durch zahlreiche Auszeichnungen für eine hohe und für beste Designqualität immer wieder bestätigt wird. Die Basis dieser funktionalen Designelemente findet sich zum Teil in den Möbelleuchten von Gera, z.B. in der Unterbauleuchte der Lichtsysteme 2 und 6, in den Einlegeböden und den Konstruktionsböden

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des Lichtsystems 4. „Am gefragtesten dabei ist im Übrigen das kontinuierlich weiterentwickelte Lichtsystem 2“, Hening Pölitz verweist auf die anwendbare Intelligenz der Unterbauleuchte, deren Positionierung z.B. an das Fugenbild der Küchenoberschränke angepasst werden kann. Die übrige Länge der Leuchte wird gleichmäßig und optimal mit hellen Lichtfeldern ausgefüllt. Dunkelbereiche gibt es dank abdeckbarer Aluminiumblenden nicht. Bereits die dritte Generation dieses Lichtsystems kommt in wenigen Wochen auf den Markt. Doch zurück zu den Lichtmöbeln. Als Beispiel weist uns deren versierter Designer auf das Gera Lichtregal hin, das dem Besucher des Unternehmens beim Betreten des Kommunikationsbereichs sofort angenehm ins Auge fällt, der sich mit Rezeption, Kundendienst als auch einer Vorführküche das lichtdurchflutete Entree des Firmengebäudes teilt. Von Lichtquellen zu Ambientestiftern Zu den Highlights der hier präsentierten Produkte zählen vom Lichtregal, über die Pendelleuchte 40x10 bis hin zur Stehleuchte Avion Produkte, die sich raumübergreifend verwenden lassen: Eingesetzt als 40 x 40 cm großes Etagen-Highboard „Q40“ oder als 2 x 1 m Meter langes illuminiertes Sidebord, wertet es die Räumlichkeiten nicht nur auf und setzt sie zudem gekonnt in Szene. Das Wandregal 100 ist Leuchte und hochwertiges, belastbares Möbel in einem und besticht durch sein geradliniges, elegantes Design und seine unaufdringliche Funktionalität. Eine Idee, die wie sämtliche ausgestellte Produkte auch einem Gedankenansatz von Thomas Ritt entsprang. „Ich habe Herrn Pölitz eine Entwurfsskizze zugemailt, woraufhin er mich vier Tage später nach Gera einlud. Als ich ankam, hatte er den Dummy bereits bauen lassen“, verrät Thomas Ritt schmunzelnd, „was den Mut und die schnelle Entschlossenheit von Hening Pölitz als Unternehmer unterstreicht.“ Transluzente Glasböden und die satinierte Glasrückwand beleuchten – farblich an die jeweilige Stimmung angepasst – die Umgebung


unternehmen + köpfe

Garderobenleuchte von Gera. Sie garantiert nicht nur blendfreies Licht, sondern nimmt zudem auf einer verdeckt angebrachten Schiene frei verschiebbare Hakenleisten auf. So entsteht eine belastbare Garderobe oder auch eine sinnvoll ausgestattete Nischenrück­ wand in der Küche.

und sorgen für ein individuelles Wohlfühlambiente. Eine ganz ähnliche Wirkung erzielt natürlich auch die schwebend anmutende Pendelleuchte, die mit ihrem blendfreien, individuell ansteuerbaren Licht nicht nur für angemessene Beleuchtung über der Esstafel, dem Tresen oder im Büro sorgen, sondern gleichermaßen als Designelement punktet. Dabei ist die Leuchtenlänge bis zu fünf Meter frei planbar und wie auch die passende Stehleuchte auf Wunsch mit einer elektronischen Steuerung ausgestattet, die via Funktechnik individuelle Farblichtstimmungen speichern und inszenieren kann. Die Entwicklung bleibt nicht stehen Als multifunktional erweist sich ebenso die gemeinsam entwickelte Garderobenleuchte von Gera. Eine Lösung, die wie alle Produkte des Leuchtenspezialisten durch die perfekte Symbiose aus Design und Funktion überzeugt. Die geradlinig gestaltete Leuchte garantiert nicht nur blendfreies Licht, sondern nimmt zudem auf einer verdeckt angebrachten Schiene frei verschiebbare Hakenleisten auf. So entsteht eine belastbare Garderobe oder auch eine sinnvoll ausgestattete Nischenrückwand in der Küche. Geplant werden kann die Lösung in individueller Breite und setzt somit sowohl in kleinen als auch größeren Nischen oder Wandsegmenten gestalterische Akzente. Folgt man Hening Pölitz und Thoms Ritt in den Schulungsraum des Unternehmens, inspirieren auch hier die neuesten Entwicklungen von Gera. Gekonnt spielt das Gera-Design die Symbiose aktueller Materialtrends und intelligenter Lichttechnik. Eingefasst in Holzpaneele setzt die prototypische Paneelleuchte des Gera Lichtsystems 1 lineare Akzente. Unter Glas dient sie der Ausleuchtung des Arbeitsplatzes ebenso wie der atmosphärischen Inszenierung. „Die gezeigten Holzpaneele lassen sich durch jedes andere Plattenmaterial ersetzen und in das Profil integrieren“, erläutert Hening Pölitz, „zudem haben wir auch dieses Nischensystem so entwickelt, dass sich die Maße individuell an den jeweiligen Einsatzbereich anpassen lassen.“

DAS universell ein­setz­­bare Nischen­ system auf Basis der dritten Generation des LichtsystemKlassikers 2: Gera Lichtsystem 2P3.

In einem Büro zeigen uns die beiden Innovationstreiber eine weitere Neuerung: ein universell einsetzbares Nischensystem auf der Basis der dritten Generation des Lichtsystem-Klassikers 2: Gera Lichtsystem 2P3. Ihre flügelartige Form lässt diese Leuchte besonders schlank und elegant erscheinen. Blendeffekte werden durch die verdeckte Anordnung der Leuchtmittel extrem minimiert. Die hinter dem Lichtaustritt liegende Nut erlaubt das Einhängen von Holzrahmen, deren Inhalt durch ein filigranes, elastisches Band gesichert wird. Ein funktionales Designelement, das in jedem Raum Nutzen und Wirkung zeigt. „Wir werden das Produkt noch etwas optimieren und bieten die Rahmen künftig wohl auch in anderen Materialien an“, verrät Hening Pölitz. „Trends sind meist kurzlebig“, … … betonen Hening Pölitz und Thomas Ritt. Materialität, Farbe und modernste Technik dürften deshalb wohl die einzigen Produktzutaten sein, die das Gera Design auf aktuelle Trends abstimmt. So sind die Lichtmöbel nun auch in schwarz-braun eloxiertem Aluminium erhältlich, was dem aktuellen Zeitgeist entspricht. Dabei schaffen die Elemente, die die Beleuchtung kunstvoll mit der Funktionalität von Regalen verbinden, eine völlig neue Raumatmosphäre. „Natürlich zie-

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Stehleuchte Avion

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hen wir für die Zukunft auch Leuchtmittel wie OLEDs in Betracht“, betont Hening Pölitz. „Durch sie werden künftig deutlich filigranere Designs bei Leuchten und Lichtmöbel möglich sein.“ „Sobald diese Technologie völlig ausgereift ist, werden wir sie einsetzen“, ergänzt Thomas Ritt. Denn beide wissen, dass Kunden gerade bei Produkten im Preissemgent der gehobenen Mitte und darüber exzellente Qualität erwarten. Das bezieht sich natürlich auch auf die smarte Steuerung der Gera Leuchten und Lichtmöbel, für die das innovative Unternehmen allerdings schon Lösungen bereithält, wie Unternehmer Hening Pölitz betont: „Über unsere Scan&Light Steuerung lassen sich fast alle unserer Leuchten koppeln und mittels unserer App über PC, Tablet oder Smartphone zentral steuern.“

erhielten wir durch die Nachfrage einer kontinuierlich wachsenden Anzahl an Architekten und Designern auf Messen, die am Erwerb unserer Produkte interessiert waren, die wir aber nicht beliefern konnten, da wir uns vertrieblich nahezu ausschließlich auf die Küchenmöbel- und Möbelindustrie konzentriert hatten“, verrät Hening Pölitz. „Seit einigen Wochen bieten wir nun eine erste, besondere Auswahl an Produkten, wie z.B. die Lichtmöbel, die Pendel-, die Stand- oder auch die Garderobenleuchte jeweils in standardisierten Maßen in unserem Gera Online-Shop an. Und wenn ein Kunde individuelle Maße benötigt, hinterfragen wir. Dann kann man uns die Pläne zusenden und wir überprüfen das Ganze auf die technische Realisierbarkeit. Grundsätzlich erfüllen wir unseren Kunden jeden machbaren Wunsch bis hin zu individuellen Farblackierungen“, betont unser Gastgeber weiter.

Lichtmöbel und Leuchten für jeden Um einen Teil seiner intelligenten, multifunktionalen und meist auch universell einsetzbaren Leuchten und Lichtmöbel auch einer breiteren Klientel anbieten zu können, ließ das zukunftsorientierte Unternehmen einen Webshop konzipieren, durch den es sich auch digital als Hersteller für Premium-Leuchten positioniert. „Den Anstoß dafür

Welcome im neuen Licht-Forum Und da Lichtarchitektur sich durch eine hohe Komplexität auszeichnet, die durchaus erklärungs- und veranschaulichungsbedürftig ist, hat Hening Pölitz in unmittelbarer Nähe des heutigen Firmengebäudes unweit des Hermsdorfer Kreuzes rund eine Million Euro in ein repräsentatives Licht-Forum investiert, das das Know-how und die Atmosphäre der Marke widerspiegeln und unterstreichen soll. „Wir möchten unsere Kunden aus Industrie und Architektur hierher einladen, um ihnen unsere Lichtlösungen und Anwendungen näherzubringen“, der Unternehmer freut sich auf viele kommende Gespräche. Auch an Schulungsmöglichkeiten wurde gedacht, denn „Lichtarchitektur“ bedarf des Wissens. Und natürlich wird auch hier Raum für die Vertriebsmitarbeiter des innovativen Unternehmens geschaffen werden, deren Aufgabe es sein wird, sich um den Ausbau der Vertriebs- und Handelsstrukturen zu kümmern. Nicht zu vergessen die Versand- und Logistik-Abteilung, die u.a. das Shop-System unterstützt. Spätestens Anfang nächsten Jahres werden die ersten Interessenten das Forum besuchen können. Wir finden: Es kann nur noch www.gera-leuchten.de interessanter werden. 

Eingefasst in Holzpaneele, die sich durch jedes andere Plattenmaterial ersetzen lassen, setzt die Paneelleuchte des Gera Lichtsystems 1 lineare Akzente. Die Maße lassen sich individuell an den jeweiligen Einsatz­ bereich anpassen.

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technik + komfort | Geräte

V-Zug – Symbiose aus Innovation und Exklusivität Von Profis erdacht, für Profis gemacht

„V-Zug konnte sich im europäischen und außereuropäischen Ausland gut etablieren“, informiert Patric Schleicher, seit zirka einem Jahr das neue Gesicht des schweizer Herstellers V-Zug auf dem deutschen Markt. „Allein innerhalb Europas konnten wir ein zweistelliges Umsatzplus verbuchen.“ Für Patric Schleicher ist die Vermarktung der Premiumprodukte aus der Schweiz Pflicht und Kür zugleich. „Wir vermarkten die Geräte nach wie vor selektiv über den qualifizierten Küchenfachhandel“, betont er. Eine Vertriebsphilosophie, die vor allem beim hochwertig vermarktenden Küchenfachhandel Deutschlands gut ankommt und auch entsprechend angenommen wird.

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urch Neuheiten wie den legendären Combi-Steam und den technologisch nicht minder innovativen Geschirrspüler, der übrigens ebenso mit Dampf arbeitet, gelang dem Unternehmen der Eintritt in den deutschen Markt. „Heute“, so Patric Schleicher, „sind wir nahezu Vollsortimenter. Die Ausnahmen bilden bis dato noch eigene Kühlgeräte, mit denen unsere Kunden jedoch im Laufe der nächsten Zeit rechnen können.“ Denn auch die Entwicklung der Kühl- und Gefriergeräte überlässt der schweizer Marktführer in Sachen Hausgeräte keinem Fremdhersteller. Durch den Erwerb der Kühlgeräte-Sparte der AFG Arbonia-ForsterHolding liegt damit auch die Kernkompetenz für diesen Gerätezweig bei V-Zug. „Die Innovationskraft“, so Patric Schleicher, „soll auch durch den Entwicklungsplan für das erweiterte V-Zug-Areal gesichert werden. Ziel von V-Zug ist es, in einem Technologiecluster neben dem eigenen Unternehmen vor 74 | küche + architektur

allem Firmen anzusiedeln, die einander ergänzen und befruchten.“ Die eigenen Kompetenzfelder Gebäude-, Küchen-, Nahrungsmittel-, Reinigungs- und Medizintechnik sowie Techniken zur Kohlendioxidreduktion sollen um Stadtentwicklung, Technologieplanung, Cleantech, schneller Musterbau, Simulationstechnik und Sensorik ergänzt werden. „Ich bin sicher, dass diese Art der synergetischen Vernetzung weitere wegweisende und exklusive technische Innovationen mit sich bringen wird“, schwärmt Patric Schleicher, der auf eine langjährige Branchenkenntnis zurückgreifen kann. Zudem kann man sicher gehen, dass die Anforderungen renommierter Spitzenköche wie Tanja Grandits, Andreas Caminada, Philippe Rochat, Stefan Meier, Nenad Mlinarevic, Benoît Violier, oder auch Anton Schmaus in Deutschland, mit denen V-Zug in partnerschaftlicher Verbindung steht, in die kommenden Geräteinnovationen mit einfließen.


Geräte | technik + komfort Gaskochfelder mit Slider-Bedienung, Geschirrspüler Adora mit SteamFinish für fleckenfreie Sauber­ keit und Glanz, der Refresh-Butler, der per Photokatalyse und Dampftechnologie hochwertige Textilien und Schuhe schonend auffrischt, entknittert, hygienisert und trocknet – beim schweizer Premium­ hersteller V-Zug gibt es viel zu entdecken.

Und was denken versierte Küchenprofis, die aktiv und partnerschaftlich mit V-Zug zusammenarbeiten? Wir baten Tobias Zinzius, Geschäftsführer des Familienunternehmens Schorn Einbauküchen, Troisdorf, Dirk Skrotzki, Küche & Genuss, Karlsruhe, und Jürgen Hunger, Manufaktur Hunger, Ottendorf-Okrilla, um ihre Meinung zu und ihre Erfahrung mit V-Zug, die sie uns auf den Folgeseiten schildern …

Als Kooperationspartner von V-Zug führen sie bereits seit geraumer Zeit auf exquisiten Kochevents auch Endverbraucher in die Funktionsfähigkeit der Produkte ein. „Auch unseren deutschen Kunden bieten wir an, sie bei Kochevents zu unterstützen, so dass sich deren Kunden noch vor dem Erwerb ihrer neuen Küche und unserer Geräte ihre Leistungsfähigkeit und leichte Bedienbarkeit kennenlernen können.“ Life-Cooking in renommierten Kochschulen „Dazu kommen im Übrigen noch die Stützpunktpartner in Deutschland. Darunter verstehen sich Kochschulen wie Culiartis, Berlin, Gourmet – die Kochschule BP cooking in Stuttgart, die Kochschule Mirko Reeh, Frankfurt, lecker werden GmbH, Essen, Traiteur Wille, Hamburg, Anthony’s Kitchen, Meerbusch, und last but not least auch die V-Zug Partnerkochschule Holger Stromberg in München, die in regelmäßigen Abständen Verbraucher orientierte Events mit unseren Geräten veranstalten.“ Deren Termine werden kontinuierlich von V-Zug selbst kommuniziert unter www.vzug.com. „Zeigt einer der Veranstaltungsgäste dann Interesse am Kauf eines unserer Geräte, wird er automatisch zu unserem entsprechenden Partner im Küchenfachhandel aus der Region weiterempfohlen. Kommt es dann zum Kauf, kann der Küchenprofi seinen Kunden mit unserer Unterstützung eine Küchen-Einweihungsparty im eigenen Heim ermöglichen, bestehend aus einem kulinarischen Menu, kreiert von der Gourmet Academy von V-Zug. Dieser Service kommt super an“, betont nicht nur der sympathische Deutschland-Vertriebschef sondern auch sein vierköpfiges Außendienstteam mit Martina ArendHedderich und Michael Hellmann, Theo Baltes und Rodolfo Blaser. www.vzug.com

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technik + komfort | Geräte

Für Kunden, die das Besondere suchen ... „Wir sind überzeugte V-Zug-Partner“, betont Tobias Zinzius, Geschäftsführer des Familienunternehmens Schorn Einbauküchen, Troisdorf. „Viele unserer Kun­ den suchen das Besondere und das können wir mit den Geräten des Schweizer Markenherstellers ge­ währleisten“, betont der passionierte Küchenprofi und erläutert weiter: „Einige der V-Zug-Geräte verfügen über Ausstattungsmerkmale, die andere europäische Marken-Gerätehersteller nicht anbieten. Herausra­ gend zeigen sich z.B. der Steamer oder der Geschirrspüler, mit ihnen gibt uns der selektiv vermarktende Hersteller Produkte an die Hand, die unsere Kunden in der Benutzerfreundlichkeit und beim Ergebnis überzeugen. Nehmen Sie beispielsweise den Combi-Steamer. Dieses Gerät ist mit einem Wassersensor ausgestattet, der die Menge der Was­ serzugabe hundertprozentig auf das Gargut abstimmt. Es er­ möglicht schonendes, gesundes Kochen mit optimalem Resultat

bei minimalem Ressourcenverbrauch und vereinfacht das Reinigen des Gerätes, da nach Benutzung nahezu keinerlei Wasserrückstände vorhanden sind. Spätes­ tens, wenn Sie einem kochaffinen Interessenten die Sous Vide-Funktion vorführen, haben Sie ihn auf Ihrer Seite“, weiß Tobias Zinzius aus Erfahrung. „Zudem gehörten die Schweizer zu den ersten Anbietern von Kochfeldern mit Spezialbeschichtung, die nicht mehr verkratzen und somit ihre Ästhetik auf lange Zeit be­ wahren. Und dann die Bedienerfreundlichkeit: V-Zug bietet die Slide-Technologie nicht nur bei Induktionskochfeldern, sondern auch bei Gaskochfeldern an. Als schweizer Unternehmen geht V-Zug gerne eigene Wege und orientiert sich nicht unbedingt immer nur am Wettbewerb“, so die anerkennende Beobachtung des Küchenprofis. Das Ergebnis spiegelt sich dann auch in den Besonderheiten der Produkte wi­ der. Kein anderer Hersteller bietet einen Geschirrspüler mit

„Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.“ Oscar Wilde 76 | küche + architektur


Geräte | technik + komfort

Kompetenz in Sachen Dampftechnologie, die in Verbindung mit Photokatalyse hochwertige Kleidungsstücke schonend auffrischt, entknittert, sterilisiert und trocknet“, schwärmt Tobias Zinzius. Seine Überzeugung zeigt sich auch darin, dass er das Gerät u.a. im Forum im Kölner Rheinauhafen vorstellt, das für seine leben­ digen Inszenierungen für außergewöhnliche Einrichtungsideen und zukunftsweisende Technologien bekannt ist, und wo sich Schorn Einbauküchen Jahr für Jahr mit aktuellsten Produkten und Neuentwicklungen rund um das Thema „Küche“ präsentiert. „Last but not least gilt es für uns natürlich in erster Linie auch, eine zufriedenstellende Marge zu erwirtschaften und das ist mit der selektiv über den qualifizierten Küchenfachhandel vermark­ teten Marke V-Zug noch gut möglich“, betont Tobias Zinzius. Die Tatsache, dass es sich bei V-Zug in Deutschland um keine vor­ verkaufte Marke handelt, lässt ihn kalt. „Ich gebe mir lieber mehr Mühe bei der Beratung und baue dabei zum einen eine intensi­ vere Kundenbeziehung auf und generieren obendrein eine gute Marge, statt mit vorverkaufter Ware mit aggressiven Internetwww.schorn-kuechen.de und Wettbewerbspreisen zu konkurrieren.“ 

Foto: Dirk Skrotzki

SteamFinish an. Hier setzt V-Zug seine „Dampf-Kompetenz“ am Ende des Trocknungsprozesses ein. Der erzeugte Dampf konden­ siert am Spülgut in Form von destilliertem Wasser und entfernt die Rückstände von Restsalzen sowie Spuren von Spül- und Glanzmitteln. „Um Kunden den Unterschied zu den Spülergeb­ nissen anderer marktüblicher Geschirrspüler zu demonstrieren, muss man ihnen einfach die frisch gereinigten Gläser unter die Nase halten. SteamFinish gereinigtes Geschirr riecht nicht!“ Tobias Zinzius gilt bei seinen Lieferanten als konstruktiver Kritiker. „Ich finde es gut, wenn ich mich in eine Sache einbringen kann, um Produkte so weiterzuentwickeln, dass ich meine Kunden noch besser zufrieden stellen kann“, erklärt der kundenorientierte Spezialist. „V-Zug gibt uns diese Möglichkeit. Wir stehen in konti­ nuierlichem Austausch mit dem Unternehmen, sei es hier bei uns oder in der Schweiz. Während eines solchen Austauschs stieß Tobias Zinzius wohl auch auf den Refresh-Butler, dem innovativen Textilpflegesystem von V-Zug. „Das Gerät funktioniert wirklich perfekt“, bilanziert der smarte Kölner seine Erfahrungen mit dem einzigartigen Produkt. „Auch hier setzt V-Zug wieder auf seine

Hochschränke Mattlack im Kontrast zu V-Zug Geräten in Spiegelglas. Eigenes Design von Dirk Skrotzki (im Bild unten links) ist die um 360° drehbare Insel in schwarzem Leder mit Edelstahlkanten, Edelstahlarbeitsplatte und Thekenplatte Alteiche verschiebbar.

„Zudem sind V-Zug-Geräte wirklich etwas ­Besonderes und zwar in Funktion und Design!“ ... davon ist auch sein Kollege aus dem Süden, Dirk Skrotzki, Küche & Genuss, Karlsruhe, überzeugt: „Das grifflose Design unterstützt V-Zug u.a, durch seine versenkbaren Backofengriffe. Nicht zu vergessen die Spiegelglastüren der Geräte-Range. Sie ermöglichen mir, den Spiegelglaseffekt auch auf Küchenmöbel zu übertragen, die in Kombination mit den Geräten des schweizer Markenherstellers eine harmonische Symbiose bilden und den Raum auch einmal größer wirken lassen“, erläutert der ambi­ tionierte Küchen- und Einrichtungsplaner, dessen 25-jährige Erfahrung unter anderem aus dem Schreinerhandwerk hervor­ geht. Seit 14 Jahren ist Dirk Skrotzki selbständig am Markt und hat sich mit seinem hochwertigen Küchenstudio im Raum Karls­ ruhe etabliert, das mittlerweile auch ganzheitliche Wohnprojekte plant und umsetzt. „Von Anfang an habe ich mich der Planung hochwertiger Küchen- und Einrichtungslösungen verschrieben“, betont der engagierte Küchenplaner. Und daran hat er sich bis

heute gehalten. „Die Tendenz geht eher noch weiter nach oben“, verrät er uns. Da ist es nur natürlich, dass in Premium Küchen auch nur Premium Geräte wie die von V-Zug ihren Platz finden. „Die meisten unserer Kunden sind Individualisten und bevorzu­ gen von vornherein ausgesuchte Produkte, die nicht nur in ihrem Design High-End widerspiegeln, sondern auch in ihrer Funktio­ nalität. Seit V-Zug sein Gerätesortiment den Erfordernissen des deutschen Marktes stärker angeglichen hat und auch preislich mit anderen Premium-Marken mithalten kann, habe ich mich na­ hezu auf V-Zug als Premium-Einbau-Geräte-Hersteller konzent­ riert. Zudem ist die Marke in unserer Region durchaus nicht un­ bekannt, denn wir bedienen zahlreiche Kunden aus der Schweiz, wo V-Zug absoluter Marktführer ist. Und außerdem“, betont der dynamische Planer: „Wann kann man seinen Kunden schon ein­ mal Zeit schenken? Mit den intelligenten V-Zug-Geräten ist das www.kuecheundgenuss.de möglich und das mit Gelinggarantie.“ 

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technik + komfort | Geräte

Was zählt, ist Nachhaltigkeit „Die langfristige Zufriedenheit unserer Kunden hat für uns ers­ te Priorität“, betont Jürgen Hunger. Ein Anspruch, der sich auch in der Auswahl der Industriepartner des versierten Küchen- und Einrichtungsfachgeschäfts im sächsischen Ottendorf-Okrilla zeigt. Die Wünsche seiner Kunden erfüllen er, seine Frau Chris­ tine und seine beiden Söhne Mirko und Steffen mit individuellen Planungen, kombiniert mit hochwertigen Produkten wie z. B. mit Küchen der Marken Eggersmann und Valcucine. Neben den Geräte-Marken Gaggenau und Miele gehören auch die schweizer

Qualitätsprodukte von V-Zug zum Produktportfolio des traditio­ nellen Fachgeschäfts. „In einer Zeit, in der viele A-Markenher­ steller den Faktor Qualität zu Gunsten der Quantität vernachläs­ sigen, überzeugten uns nicht nur Design und Funktionalität der Geräte, sondern auch unsere Besuche im Werk: V-Zug arbeitet in jedem Punkt sehr nachhaltig. Das gilt auch für die Vermarktung. Einem Preisverhau im Internet steht man mit dieser Marke nicht gegenüber. Und obendrein verfügen die Produkte dieses Her­ stellers über Funktionen, die die Geräte anderer Hersteller nicht anbieten können. Sowohl der Combi-Steamer, mit dem man verschiedene Gemüsesorten auf einem Blech zeitgleich auf den Punkt garen kann, als auch der Geschirrspüler mit SteamFinish, der das Geschirr mit purem Dampf reinigt. Wenn man von Produkten überzeugt ist“, weiß der versierte Kü­ chenprofi aus Erfahrung, „kann man diese Begeisterung auch an andere weitergeben.“ Das gelingt ihm auch bei den zahlreichen Kochevents, zu denen er Kunden und Interessenten immer wie­ der gerne einlädt. Und die kommen gerne in die ausgefallene Location des Familienunternehmens, einem Kino aus den 30er Jahren, das der Großvater von Jürgen Hunger 1929 zusätzlich zur eigenen Tischlerei gegründet hatte. Nach der Wende kaufte die Familie die Immobilie von der Treuhand zurück und machte dar­ aus die Manufaktur Hunger, die bis heute dem Anspruch gerecht wird, ihren Kunden ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zu zau­ www.kuechenhunger.de bern. 

Die schweizer Qualitätsprodukte von V-Zug haben ihren festen Platz im Produkt­ portfolio der traditionellen Manufaktur von

Fotos Copyright: Mirko Joerg Kellner

Jürgen Hunger.

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nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

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Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Bünde Ladestraße 52 · 32257 Ladestraße 52 52 ·· 32257 32257 Bünde Bünde Ladestraße Tel. +49 5223 6900-0 Tel. +49 +49 5223 5223 6900-0 6900-0 Tel. Fax +49 5223 6900-100 Fax +49 5223 6900-100 Fax +49 5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.de info@rotpunktkuechen.de info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

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BES zeyko Küchenmanufaktur GmbH Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

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Das Magazin für professionelles Einrichten

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Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

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Systemceram GmbH & Co. KG Berggarten 1 · 56427 Siershahn Tel. 02623 600-10 · Fax 02623 600 790 info@systemceram.de · www.systemceram.de

Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbuschstraße 16 · 45883 Gelsenkirchen Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch.de www.facebook.com/kuppersbuschcom

Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de/ks

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49 5921 704-0 Fax +49 5921 704-140 naber@naber.com · www.naber.com

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küche + architektur 6/2017  
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