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Ausgabe 6/2015 · 3. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Branchenspiegel 2016 „Who is who“

One Team – one company · pronorm – Wege entstehen dadurch, dass man sie gemeinsam geht Hasu · Eine Marke, die sich den Marken ­verschrieben hat Die globale Wirtschaft zeigt sich als nebulöse Glaskugel, in der sich Deutschland stabil bewegt


Einfach. Ausgezeichnet. Die Einbaugeräte der Serie 8 von Bosch. Einfach in der Bedienung, perfekt im Ergebnis.

Die Bosch Einbaugeräte der Serie 8 erfüllen nicht nur kulinarisch allerhöchste Ansprüche. Dank ihrer präzisen Verarbeitung und dem bis ins Kleinste durchdachten Design sind sie auch optisch perfekt aufeinander abgestimmt. So lassen sich alle Geräte der Serie 8 optimal miteinander kombinieren und harmonisch in jede Küchenzeile integrieren. Zahlreiche Designauszeichnungen bestätigen dieses innovative Gestaltungskonzept. Mehr unter: www.sensor-backen.de


Editorial

„Erfolg im Leben ist etwas Sein, etwas Schein und sehr viel Schwein“ (Philip Rosenthal)

 D

a ist ja noch eine Bar offen“, stellte Hugo fest. Den Jahresabschluss seiner Küchenmöbelbude hatte er gerade fertiggestellt. Jetzt hatte er sich einen Schluck verdient. Die Gegend, in der er lebte und arbeitete, zeigte sich eher ländlich. Da war es schon verwunderlich, dass sich um 1.00 Uhr morgens noch ein Wirt eines Kunden erbarmte. Reden, nein reden wollte Hugo um diese Zeit nicht mehr, nur noch ein kleiner Absacker und dann nichts wie ins Bett. Doch dieser Wunsch sollte ihm gründlich verdorben werden. An der Theke standen sie alle, alle, die ihn das ganze Jahr über geärgert hatten: Rüdiger der Große mit Valentin dem noch Größeren und Heinz Ehrhard der Finanzjongleur, die sich zwölf Monate lang die Preise um die Ohren geschlagen hatten, an denen er und seinesgleichen dann zu kauen hatten. Aber auch die aufstrebenden Player aus dem Mittelfeld waren dabei: Uhus (unter 100 Millionen) und Ühus (über 100 Millionen Euro) versammelt an einem Tresen. Und hatte er richtig gesehen, dort hinten am Stammtisch? Saß da nicht ein Teil der Vertreter des Handels? Na prost. Der hinkende Barkeeper füllte auf alle Fälle kräftig nach. Aber was hatte der da bloß an der Stirn? Waren das Hörner? „Was heißt hier, ihr habt mehr Umsatz gemacht als wir“, wurde er aus seinen Beobachtungen gerissen: „Ihr fakturiert doch die Umsätze, die ihr mit euren eigenen Küchenfachgeschäften macht, gleich mit.“ Am Stammtisch stieß einer den anderen mit dem Ellenbogen an: „Die auch?“ „Aber du“, zischte einer am Tresen seinem Nachbarn zu, „du rechnest auch deinen E-Geräte-Anteil mit ein!“ Teufel nochmal, wo war er denn hier hingeraten, Hugo schüttelte es! Schlimmer als auf

dem Basar. Und der Barkeeper, der kicherte immer unverhohlener in seinen Spitzbart. Und endlich, nachdem Hugo mehrmals mit den Fingern geschnippt hatte, wandte er sich mit einem diabolischen Lächeln seinem neuen Gast zu. „Ein Export“, rief Hugo, „damit’s schneller geht!“ „Klar, Export, damit’s schneller geht, deshalb macht deinesgleichen seinen Hauptumsatz auch im Ausland. Und schön weit weg, dass Du denen da hinten nichts abdrücken musst“, Hugos Bestellung heizte die Situation noch weiter an. „Ja, klar“, konterte der Exportkönig, „Du weißt doch am besten wie es ist, wenn es einem im eigenen Land ein bisschen besser geht. Das bleibt ja nicht unbemerkt. Und schon halten se die Hand auf.“ Die Diskussion wurde immer hitziger und auch im Raum wurde es heißer und heißer. „Aber meine Herren“, die Stammtischrunde gesellte sich zu den Streithähnen an der Theke: „Sie wissen doch, wo immer Sie sind, wir kommen garantiert nach.“ Hugo lief es eiskalt über den Rücken. Das wäre ja die Hölle. „Von wegen wäre“, hörte er da die Stimme des Barkeepers. „ Ihr seid schon da“, feixte er, hinkte zur Tür und schloss ab. Hugo schaute sich um: Sah er richtig? Hatten sie alle Hörner auf der Stirn, die einen kürzere, die anderen längere? … Tatsächlich! Verstört wischte er sich den Schweiß aus dem Gesicht und was er da fühlte, ließ ihn erschaudern: Hörner! Als Hugo erwacht, ist es 9.00 Uhr morgens. Nein, er ist nicht in der Hölle. Er liegt in seinem Bett und kann sich auf die Silvesterfeier mit Familie und Freunden freuen. „Ich für meinen Teil werde mir Mühe geben, in diesem Jahr ehrlicher zu sein“, sinniert er. Oder doch nicht…? „Erfolg im Leben ist etwas Sein, etwas Schein und sehr viel Schwein.“

Yvonne Davy Chefredakteurin

Wir wünschen Ihnen Frohe Weihnachten und einen guten Start in ein glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2016. Ihr Redaktionsteam küche + architektur | 1


Foto: Nobilia

inhalt 1/2013

Der Trend zu mehr Wohnlichkeit lässt sich mit den neuen Holzdekoren der nobilia Kollektion bestens inszenieren. Ideal für geradlinige grifflose Planungen ist auch Structura im dunklen Gladstone Oak-Dekor. Diese EicheNachbildung wirkt dank außergewöhnlicher Tiefenprägung faszinierend echt und hebt Optik wie Haptik der Fronten auf ein neues Niveau. Ihr dunkler Ton mit silbrig-grauen Einschlüssen strahlt Eleganz und Modernität aus. Das großflächige, lineare Design sorgt dabei für ein harmonisches Gesamtbild der Küche. Individuell planbar ist das Wangenregalsystem Hier betont es die Wohnlichkeit dieser puristisch geplanten Küche. www.nobilia.de

1 Editorial „Erfolg im Leben ist etwas Sein, etwas Schein und sehr viel Schwein“

4 Küchenprofis starten auch in

BlackLine von Ballerina-Küchen – ganz individuell

23 Deutsche Küchenmöbelindustrie

2015 durch

auf Wachstumskurs

Nachfrage nach Küchen bleibt stabil

2016 wird wieder ein Küchenjahr

6 Hasu Eine Marke, die sich den Marken ­verschrieben hat

9 Wohnträume 2015 Garten und Einbauküche unverzichtbar

10 „Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert“ (Oscar Wilde) Drei versierte Küchenspezialisten über ihre Erfahrungen mit V-Zug

14 Die globale Wirtschaft zeigt sich als nebulöse Glaskugel, in der sich Deutschland stabil bewegt

20 Deutsche Haushalte investieren ­weiter kräftig in neue Küchen Kommentar von Jürgen Weyrich, GfK

2 | küche + architektur

22 Pures Meisterwerk

31 Neubauprognose Mehrfamilienhäuser holen auf

32 One Team – one company pronorm – Wege entstehen dadurch, dass man sie gemeinsam geht

35 Matt fasziniert XTreme – die neue Oberflächen-Qualität von Pfleiderer

36 Hausgerätemarkt wächst zum 8. Mal in Folge

37 Dampfgarer mit integrierter Kamera Vernetzung pur: AEG ProCombi Plus Smart

38 Hausgeräteindustrie Mehrwert führt zu höheren Durchschnittserlösen


Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de Geschäftsführer: Harald Fritsche, Wolfgang Kriwan Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de

Inhalt 6/2015

Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: Frotscher Druck GmbH Riedstraße 8 64295 Darmstadt

47 Keramikspülen bekennen Farbe Neues Farbkonzept von Villeroy & Boch

48 Spülen- und Zubehörindustrie … … profitiert vom Trend zu hochwertigen Küchen

56 Sparquote Bundesbürger legen mehr Geld auf die hohe Kante

56 Produktpalette Lieferprogramme der Zulieferindustrie

57 Entgegenkommend Kesseböhmer organisiert den Oberschrank neu

58 Beschlagindustrie weltweit gut im Rennen

64 Erfolg ist planbar Der Küchenring – Studiokonzept System Plus1

65 Verbände Das Küchenjahr 2016 kann kommen

71 Die guten Adressen der Branche

Who is who – Firmeneinträge

Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 3, gültig seit 1. 1. 2015

27, 28, 30

Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de

Küchenmöbel, Küchenzusatzmöbel

42, 43, 46 Einbaugeräte

50, 51 Spülen

55 Arbeitsplatten und Fronten

59 Abfalltrennsysteme

63 Beschläge

70 Organisationen

Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.)

Bankkonten: Volksbank Stuttgart eG 101 383 029 (BLZ 600 901 00) IBAN: DE81 600 901 000 101 383 029 BIC: VOBADESS Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im FachschriftenVerlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: Seite 1: Vclav Mach/fotolia küche + architektur | 3 Seite 14: Sergey bzw. 1xpert/fotolia Seite 71: auremar/fotolia


Daten + Fakten | Stimmungsbarometer

Küchenprofis starten auch in 2015 durch Nachfrage nach Küchen bleibt stabil

Der Küchenfachhandel geht guter Dinge ins neue Jahr. Über 80 Prozent der antwortenden Küchenspezialisten sind sowohl mit der Lage der Branche als auch mit der des eigenen Unternehmens gut zufrieden. Das ist das Ergebnis der quartalsmäßigen Handelsbefragung der Fachzeitschrift architektur+küche, an der sich 9 Prozent der 2000 an­ geschriebenen Küchenprofis beteiligten.

R

und 50 Prozent der an der Umfrage partizipierenden Küchenspezialisten konnten sich über eine im Vergleich zu den Vorjahresmonaten höhere Umsatzentwicklung freuen. 40 Prozent standen einer stabilen Entwicklung des Umsatzes gegenüber. Was die kommenden vier Monate anbelangt, so rechnen 25 Prozent mit weiterhin steigenden Umsätzen, während 68 Prozent von einem gleichbleibenden Umsatzniveau ausgehen. Die Investitionsbereitschaft der Endverbraucher in den kommenden vier Monaten schätzen rund 58 Prozent der Befragten als unverändert ein und rund 23 Prozent der Antwortenden erwarten sogar, dass Kaufinteressierte sogar noch mehr dazu bereit sind, in eine Küche zu investieren. Was die Besucherfrequenz im nächsten Quartal anbelangt, so glauben rund 68 Prozent an eine gleichblei-

Wie wird sich der Durchschnittswert der von Ihnen verkauften Küchen zukünftig entwickeln?

Weiterhin steigende Durchschnittswerte Eine von uns im Herbst nach den Hausmessen durchgeführte Befragung der Küchenspezialisten (angeschrieben wurden 3110 Küchenspezialisten, der Rücklauf lag bei 10,8 Prozent) ergab, dass 47 Prozent der Antwortenden von einem weiterhin steigenden Durchschnittswert der verkauften Küchen ausgehen. Die höchste Marge schreiben rund 40 Prozent der antwortenden Hersteller dem Holz zu, gefolgt vom Zubehör, das für 17 Prozent der Befragten das meiste abwirft. ­Arbeitsplatten und Geräte halten sich in der Bewertung der an der Umfrage partizipierenden Küchenspezialisten in etwa die Waage.

Welcher Bereich erbringt Ihnen die höchste Marge?

Möbel

40,3 % 14,1 %

steigen

47,6 %

Geräte

sinken

6,0 %

Zubehör

unverändert

28,6 %

APL aus and. Material als Holz

k. A.

17,8 % 0%

4 | küche + architektur

bende Situation. 13 Prozent rechnen sogar mit höheren Kundenzahlen.

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

16,7 % 14,8 % 14,1 %

k. A. 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %


Wir führen ein … Stimmungsbarometer | Daten + Fakten keine Angabe 2,50 % Fachmarkt 2,50 %

Küchenfachgeschäft 85,00 %

Volllsortimenter 10,00 %

Wir sind inhabergeführt … inhabergeführt 97,50 % Umfrage k+a 6/2015 Umfrage k+a 4/2015 Umfrage k+a 2/2015

Wie beurteilen Sie die momentane Lage in der Branche? 17,5 25,0 12,9 60,0 41,7 54,8 22,5 30,6 29,0 0,0 0,0 3,2 0,0 2,8 0,0 0,0 0,0 0,0

sehr gut gut mittelmäßig schlecht sehr schlecht keine Angabe 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

nicht inhabergeführt 2,50 %

Wie beurteilen Sie die momentane Lage Ihres Unternehmens? % % % % % % % % % % % % % % % % % %

sehr gut gut mittelmäßig schlecht sehr schlecht keine Angabe

60 %

22,5 27,8 25,8 60,0 55,6 64,5 17,5 11,1 9,7 0,0 2,8 0,0 0,0 2,8 0,0 0,0 0,0 0,0

Unsere Ausstellungsfläche umfasst … % % % % % % % % % % % % % % % % % %

bis 100 qm 12,50 %

bis 150 qm 2,50 %

k. A. 0,00 %

bis 200 qm 2,50 % über 300 qm 57,50 %

bis 250 qm 15,00 % bis 300 qm 10,00 %

Unser Unternehmen existiert seit … 5 bis 10 Jahre 5,00 %

weniger als 5 Jahre 0,00 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

11 bis 15 Jahre 12,50 %

Wie war die Umsatzentwicklung im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten?

16 bis 20 Jahre 10,00 %

Wie schätzen Sie Ihre Umsatzentwicklung in den nächsten 4 Monaten ein?

viel höher

15,0 % 19,4 % 6,5 %

viel höher

2,5 % 5,6 % 6,5 %

höher

35,0 % 38,9 % 41,9 %

höher

22,5 % 38,9 % 54,8 %

gleich

40,0 % 19,4 % 35,5 %

gleich

67,5 % 41,7 % 32,3 %

niedriger

5,0 % 16,7 % 12,9 %

niedriger

7,5 % 13,9 % 6,5 %

viel niedriger

5,0 % 5,6 % 3,2 %

viel niedriger

0,0 % 0,0 % 0,0 %

0,0 % 0,0 % 0,0 %

keine Angabe 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

0,0 % 0,0 % 0,0 %

keine Angabe

50 %

länger als 20 Jahre 72,50 %

Unser Angebot bei Küchenmöbeln ist … nicht markenorientiert 25,00 %

markenorientiert 75,00 %

k. A. 0,00 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

Unser Angebot bei Geräten ist … Wie schätzen Sie die Ausgabefreudigkeit in den nächsten 4 Monaten ein? 0,0 8,3 0,0 22,5 25,0 48,4 57,5 52,8 45,2 20,0 11,1 6,5 0,0 0,0 0,0 0,0 2,8 0,0

viel höher höher gleich niedriger viel niedriger keine Angabe 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

nicht markenorientiert 2,50 %

Wie wird sich die Kundenzahl in den nächsten 4 Monaten entwickeln? % % % % % % % % % % % % % % % % % %

viel höher höher gleich niedriger viel niedriger keine Angabe

0,0 2,8 0,0 12,5 36,1 54,8 67,5 52,8 32,3 17,5 8,3 12,9 0,0 0,0 0,0 2,5 0,0 0,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

% % % % % % % % % % % % % % % % % %

k. A. 0,00 %

markenorientiert 97,50 %

Sie finden uns unter … PLZ-Gebiet 1 15,00 %

PLZ-Gebiet 0 PLZ-Gebiet 9 0,00 % 2,50 %

PLZ-Gebiet 2 7,50 %

PLZ-Gebiet 8 5,00 % PLZ-Gebiet 7 15,00 %

PLZ-Gebiet 3 15,00 % PLZ-Gebiet 4 7,50 %

PLZ-Gebiet 6

küche PLZ-Gebiet 5 7,50 %

25,00 % + architektur | 5


Handel + markt

Hasu – eine Marke, die sich  Nur wenige Kilometer von der malerischen Innenstadt Offenburgs entfernt liegt das Studio von Peter Haas. Die im Industriedesign gehaltene, Aluminium verkleidete Immobilie trägt die Firmenaufschrift HASU Küche und Wohnen. Das Gebäude besticht durch eine großzügige Fensterfront, die den Blick ins Innere des Studios freigibt: Hier, das vermittelt bereits der erste Eindruck, wird Küchenarchitektur geschrieben.

J

eans, weißes Hemd, Schal, Peter Haas präsentiert sich als sympathischer Unternehmer und ist die Personifizierung seines innenarchitektonischen Anspruchs. Bereits unmittelbar nach dem Betreten des Studios eröffnet sich den Besuchern die Welt der Designmarke Bulthaup, interpretiert durch die prägnante Schlichtheit und zeitlose Eleganz der bulthaup b1, den für b2 typischen Werkstattcharakter und die wandbespielende Gestaltungsvariante b3. „Wir differenzieren die Marken, mit denen wir arbeiten, in Shop-in-Shop-Szenarien“, erläutert Peter Haas den StudioAufbau. Im Anschluss an die Bulthaup-Markenwelt folgt Schüller mit seiner Marke next 125. Auch hier sind die Exponate eindeutig gebrandet, zeigen sich gemäß der Philosophie in einem bewusst reduzierten ästhetischen Design in höchster Qualität als klares Statement gegen schnelllebige Trends. Aus der Mitte der unteren Ausstellungsebene führt eine Treppe zu den Exponaten der Marke Leicht, die durch die virtuose Komposition von Material, Farbe, Architektur und Licht überzeugen. Drei Marken, drei Welten könnte man sagen. Jede Marke hat ihre völlig eigene Klientel. Eine Struktur, die sich auch in der Wahl der Elektrogeräte fortsetzt, wo Gaggenau-Fans ebenso auf ihre Kosten kommen, wie die Verfechter von Miele- oder Neff-Geräten. „Bei mir hat der Kunde die Wahl!“ ... unterstreicht Peter Haas die Markenorientierung und die designorientierte Ausrichtung seiner Ausstellung. „Wenn ich meine Ausstellung um neue Küchen ergänze, bin ich ganz auf mich gestellt“, betont der Marktkenner. „Sicher geben uns unsere Lieferantenpartner Tipps dazu, welche Fronten sich am besten verkaufen. Aber jede Region und jedes Preissegment haben ihre eigenen Gesetze, die man als Unternehmer selbst berücksichtigen


Küchen | Architektur + Trend

Beispielhaft präsentiert: Bulthaup b1 mit der schrägen Griffleiste verbindet Funktion mit Linearität und plastischer Präsenz, … … während b2 mit Küchenwerkbank und Werkschränken

den Marken ­verschrieben hat

eine ganz eigene ­Philosophie zeigt.

muss.“ Seine rund 60 Lenze sieht man dem passionierten Küchenspezialisten nicht an. „Ich habe mein Unternehmen mit 23 Jahren gegründet“, berichtet er. „Zuvor habe ich in dem Elektrofachgeschäft, für das ich tätig war, eine Küchenabteilung aufgebaut. Dabei kam mir die Idee, mich mit einem eigenen Küchenfachgeschäft selbständig zu machen.“ Den Schritt in die Selbständigkeit hat der erfolgreiche Unternehmer bis dato nie bedauert. Obwohl er, gibt er zu, nur schwer abschalten kann und bereits ein schlechtes Gewissen hat, wenn er mal einen Tag frei macht. Natürlich ist Peter Haas nicht allein in seiner Welt. An seiner Seite arbeitet, abgesehen von seiner Frau Thea, die für die Präzision im Hintergrund verantwortlich zeichnet, ein kompetentes 15-köpfiges Team, darunter sechs eigene Monteure, vier Sachbearbeiter und fünf gut ausgebildete Planer im Verkauf. Der Durchschnittswert der von ihnen geplanten und montierten Küchen liegt nicht umsonst bei 18.000 Euro. Peter Haas und sein Team sehen die gute Nachfrage nach Planungen und Produkten von Hasu als Bestätigung ihrer kreativen und hochwertigen Arbeit. „Wissen Sie“, erläutert er, „unser erstes Studio, das wir von 1976 bis 1998 in der Offenburger Weststadt führten, hatte nicht einmal Schaufenster.“ Kaum vorzustellen, doch trotzdem gelang es Peter Haas, die Frequenz zu steigern und sich sukzessive zu einem der renommiertesten Küchenspezialisten Offenburgs zu entwickeln. Noch heute lebt der Vollblut-Unternehmer in hohem Maße von der Mund-zu-Mund-Propaganda seiner zufriedenen Kunden. „Oft kommen Empfehlungskunden mit dem Satz zu uns: Ihr seid zwar nicht gerade billig, aber ihr seid die Besten! Ein Ruf, den wir uns in langen Jahren erarbeiten mussten und auf den wir stolz sind“, betont er. Wer jetzt glaubt, bei Hasu gäbe es ausschließlich Küchen über 10.000 Euro der irrt: „Natürlich haben wir auch Anfragen von jungen Leuten, deren Budget einfach nicht ausreicht. Natürlich können wir hier mit preiswerteren Küchen um die 7.000 Euro dienen. Wir realisieren dieses Segment mit Schüller Classic“, verrät uns der versierte Kaufmann und präsentiert uns im hinteren Teil der ersten Etage einen realitätsnah dargestellten Küchenraum von etwa acht Quadratmetern. „Hier“, so verrät er, „finden sich all jene Kunden wieder, deren Küchenräume auf ein Normalmaß beschränkt sind.“ Den Umsatzanteil, den Peter Haas in diesem Preisbereich tätigt, liegt bei rund 10 Prozent. Woraus sich ergibt, dass 90 Prozent seiner Kunden bereit sind, über diesen Betrag hinaus zu investieren. Da ist es kaum verwunderlich, dass der versierte Küchenprofi bei unserer Frage nach seinen Wettbewerbern in der Region, diese doch eher in Augenhöhe sucht, als einen Großflächenanbie­ter in Betracht zu ziehen. „Hier gibt es zahlreiche gute mittelständische Küchenfachgeschäfte, die zu einem Teil auch auf Marken setzen“, erläutert er. Dass es sich dabei nicht um die von ihm geführten handelt, ist selbstverständlich, da diese die Philosophie der selektiven Vermarktung befolgen. Peter Haas denkt an alles. Aufgrund der geographischen Nähe zu Frankreich hat er sich auch im Land der Haute Cuisine einen guten Namen gemacht. „Wir tätigen 25 Prozent unseres Umsatzes mit unseren Nachbarn“, freut er

küche + architektur | 7


Architektur + Trend | Küchen

Architektur, Licht, Farbe und Material – Exponate von Leicht charakterisieren die Atmosphäre der 1. Etage von Hasu.

Kompakte Einheit aus Kochfeld und Dunstabzug: Bora Basic

NX 500 in Lavaschwarz-Satin mit dem Kochtisch ­bildet die Markenwelt next125 von Schüller ab.

sich. „Unsere französischen Kunden haben einen sehr hohen Anspruch und eine gewisse Markenaffinität“, beschreibt er seine Klientel. Ein Grund mehr für den taffen Unternehmer in französischsprachige Mitarbeiter zu investieren. „Was hervorragend ankommt“, betont er. Das Gleiche gilt natürlich für seine Kooperation mit gewerkübergreifenden regionalen Handwerksbetrieben. „Unser Netzwerk gibt uns die Möglichkeit auf Kundenwunsch auch den einen oder anderen Umbau oder die Sanierung für zu koordinieren“, erläutert Peter Haas. „Bei Neubauten ist es meist so, dass die Endverbraucher erst zu einem sehr fortgeschrittenen Punkt an ihre neue Kücheneinrichtung denken“, weiß er aus Erfahrung. „Aber es kommt schon des Öfteren vor, dass wir um die Erstellung eines Installationsplans gebeten werden. Den lassen wir uns allerdings mit einer Pauschale von 500 Euro vergüten“, betont Peter Haas nachdrücklich. „Die Kunden haben durchaus Verständnis dafür.“ Jeder Plan ist seinen Preis wert Kein Problem haben die Kunden des Küchenspezialisten auch mit dessen Anzahlungssystem. „Die meisten Küchenfachgeschäfte haben Angst, eine Anzahlung zu nehmen“, werfen wir ein. „Wir nicht“, lautet die spontane Antwort des Profis: „Unsere Anzahlungsmodalitäten sind viergeteilt: Bei Auftragsabschluss bitten wir um eine Vorauskasse von 30 Prozent. Vier bis sechs Wochen später erwarten wir die nächste Teilzahlung von 30 Prozent und 14 Tage vor Auslieferung wiederum 30 Prozent. Die verbleibenden zehn Prozent stellen wir dann unmittelbar nach der Lieferung in Rechnung. Wir haben schon immer Anzahlungen genommen. Das derzeitige System wurde uns durch die Umstellung unserer IT auf Compusoft ermöglicht. Da haben wir die Gelegenheit gleich genutzt, was wesentlich dazu beiträgt, unsere Liquidität zu sichern.“ Peter Haas ist Geschäftsmann durch und durch, und wer den sympathischen Badener kennenlernt, der weiß schon bald, dass das Planen und Verkaufen von Küchen sein Leben wesentlich prägt. Ein Enthusiasmus, der ansteckend wirkt, wie der Werdegang seines Sohnes beweist: Der heute 22-Jährige hatte zuerst mit einem reinen Studium der Betriebswirtschaft begonnen, aber schon bald festgestellt, dass ihm diese Ausbildung zu abstrakt war. „Kurzum hat er sich dazu entschieden, in meine Fußstapfen zu treten. „Ich will das machen, was Du tust“, sagte er und studiert seither an der MÖFA in Köln und macht zeitgleich eine Ausbildung bei einem Marken-Einrichtungsstudio im Bereich Küche und Wohnen“, berichtet Peter Haas stolz, der seinem Firmennamen HASU in weiser Voraussicht bereits um den Zusatz „Küche und Wohnen“ ergänzt hat. „Danach geht es noch einmal in die Betriebswirtschaft und dann zu einem Wettbewerber, um sich die ersten Sporen zu verdienen“, betont der Unternehmer. „Im Anschluss werden wir mindestens fünf Jahre Seite www.hasu.de an Seite arbeiten“, freut sich der dynamische Küchenprofi schon heute. Die Zukunft kann kommen! 

8 | küche + architektur


Daten + fakten

Wohnträume 2015 Garten und Einbauküche unverzichtbar

Eine komfortable Wohnimmobilie ist für viele Bundesbürger fast genauso wichtig wie die eigene Gesundheit, das ist eines der Ergebnisse einer von der Interhyp AG, des nach eigenen Angaben größten V ­ ermittlers privater Baufinanzierungen in Deutschland, durchgeführten Befragung. Für die Studie wurden 2.100 Bundesbürger interviewt.

Welche Haustypen sind am beliebtesten?

Quelle: Interhyp AG

E

in attraktives Zuhause liegt für 95 Prozent der an der Befragung partizipierenden ­Menschen auf Platz zwei der bedeutendsten Dinge im Leben und damit gleich hinter der Gesundheit, die für 99 Prozent das höchste Gut darstellt. Eindeutig fällt das Ergebnis bei der Frage nach dem idealen Immobilientyp aus. 29 Prozent bevorzugen das Einfamilienhaus. Mit deutlichem Abstand auf dem zweiten Platz liegt mit 9 Prozent der Bungalow. Auf den weiteren Rängen: Landhaus, Penthouse und das Energiesparhaus. Das Traumhaus muss kein Luftschloss bleiben. 22 Prozent der Deutschen wohnen bereits in ihrer idealen Immobilie. 54 Prozent sind dagegen von der Verwirklichung noch weit entfernt. 13 Prozent haben schon konkrete Pläne, acht Prozent sind bereits auf der Suche, drei Prozent kurz vor dem Einzug. Die meisten Deutschen wünschen sich die eigenen vier Wände. Vor allem Mieter mit Kindern streben nach Wohneigentum. 88 Prozent von ihnen wünschen sich eine eigene Immobilie. Im Altersvergleich sind es besonders die Jüngeren, die diesen Wunsch verwirklichen wollen. Am zweithöchsten ist der Wert unter den 30- bis 39-Jährigen (90 Prozent). Bei der Ausstattung ­ihrer Traumimmobilie geben sich die Deutschen eher bescheiden. Während Luxusinterieur wie Marmorbad, Sauna oder Whirlpool im Badezimmer eine eher sekundäre Rolle spielen, steht eine moderne Einbauküche ganz oben auf der Wunschliste. 80 Prozent erhoffen sich ­dieses Ausstattungsmerkmal. Sehr begehrt sind auch ein Gäste-WC (75 Prozent) und eine www.interhyp.de Garage (72 Prozent). 

Die Ausstattung der Traumimmobilie: 

(Mehrfachnennungen möglich)

Moderne Einbauküche

80%

Gäste-WC

75%

Garage

72%

Whirlpool im Bad

31%

Sauna

23%

Marmorbad

12% küche + architektur | 9


HANDEL + markt

„Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert“  (Oscar Wilde)

Drei versierte Küchenspezialisten über ihre Erfahrungen mit V-Zug

Selektiv vermarktete Premium-Geräte – die einen bieten sie offensiv an, die anderen werfen sie während der Bedarfsermittlung in den Ring, wenn deutlich wird, dass ihr Kunde eine Affinität für das Besondere hat. Wir besuchten gemeinsam mit V-Zug-Vertriebsleiter Ralf Peter drei anspruchsvolle Küchenfachgeschäfte, die sich der Vermarktung der Schweizer-High-End-Marke entschieden haben.

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Küchen | Architektur + Trend

Dieter und Claudia Frey, Frey Küchenzentrum-Innenausbau GmbH, mit V-Zug-Vertriebsleiter Ralf Peter (re.)

Komplexität der Geräte und einfache Bedienkonzepte werden immer wichtiger. Dass die Küche heute praktisch zum Wohnraum gehört und das Kochen zu einem gesellschaftlichen Event geworden ist, berücksichtigt das Entwicklungsteam von V-Zug bei der Konzeption all seiner neuen Produkte.

Fotos: V-Zug

U

nsere Tagesreise führt uns in die malerische Südpfalz nach Kandel. Wir besuchen Dieter und Claudia Frey, die gemeinsam mit ihrem Team die Kunden der Frey Küchenzentrum-Innenausbau GmbH beraten. Die Klientel, die sich an das sympathische Ehepaar wendet, ist anspruchsvoll, ob sie sich nun für einen neuen Fußboden, eine neue Treppe, für ein gemütliches Wohn- und Esszimmer, eine Küche, oder eben für alles aus einer Hand interessieren. Dabei macht der Bereich Kücheneinrichtung mit 60 Prozent der Fläche den größten Teil der Gesamtausstellung von 1000 Quadratmetern aus. Das Thema der fließenden Übergänge zwischen Küche, Ess- und Wohn­ bereich hat das aufgeschlossene Ehepaar bereits in seine Ausstellung integriert. Eine geschmackvolle, hochwertige Präsentation also, die auch die Hausgeräte renommierter Marken komfortabel, ergonomisch und natürlich auch optisch ansprechend in Szene setzt. „Bevor wir neue Markengeräte bei uns aufnehmen, bauen wir uns diese zu Hause ein und testen sie auf ihre Funktionalität und Leistungsstärke“, erläutert Claudia Frey. V-Zug hat den Test also bestanden und das nicht nur bei dem ambitionierten Ehepaar, sondern auch bei der Belegschaft des Unternehmens. „Unser Team gart des Öfteren mit dem V-Zug-Steamer“, bestätigt Dieter Frey. „Jeder lobt ihn wegen des einfachen Handlings und natürlich wegen des guten Gelingens.“ Es ist der Dampfgarer, über den die Marke V-Zug bei kochinteressierten Endverbrauchern ins Gespräch gebracht wird. Kein Wunder, denn er war das erste Gerät, mit dem der schweizer Marktführer in Sachen Hausgeräte auf den deutschen Markt kam. Danach erweiterte das Unternehmen sein „deutsches“ Sortiment schrittweise, wie z.B. durch Multifunktionsgeräte wie den Combi-Steam MSLQ, der konventionelle Hitze und Dampf und Mikro­ welle mit einander vereint oder die Kochfelder mit gradgenauer Tempe­ raturreglung und den einzigartigen Geschirrspüler Adora SL, der keine Wasserränder oder Salzrückstände mehr zulässt, da das Programm SteamFinish das Geschirr mit reinem kondensiertem Dampf reinigt. „V-Zug ist eine der Marken, von denen wir überzeugt sind“, betonen Claudia und Dieter Frey, „letztendlich überlassen wir jedoch unseren Kunden die Wahl, welches Label er bevorzugt.“ Was sich auch in der großzügigen Eventküche widerspiegelt, in der die Geräte von Gaggenau und V-Zug gleich nebeneinander zum Testen ihren Platz finden. www.frey-kandel.de 

küche + architektur | 11


Handel + markt Die Induktionskochfelder von V-Zug verfügen über eine Koch-Automatik also auch über eine Temperatur-Automatik, die beide den Energieverbrauch reduzieren. Die Koch-Automatik schaltet nach der Siedepunkt­ erkennung automatisch auf die gewünschte Fortkochstufe, was ein Überkochen verhindert. Die Temperatur-Automatik hält konstant die gewählte Temperatur, was gleichmäßige Kochresultate ermöglicht.

Friedhelm und Roswitha Mutschler, das küchenhaus Neustadt

Heike Weber, Inhaberin der Küchenwerkstatt in Osthofen,

an der Weinstraße, mit V-Zug-Vertriebsleiter Ralf Peter (li.)

mit Max Weber (li.) und Sohn

Differenzierung – Qualität statt Preis Dieses Prinzip gilt auch für das Ehepaar Mutschler in Neustadt an der Weinstraße. „Der Kunde hat in jedem Fall die Wahl!“ Friedhelm und Roswitha Mutschler führen in ihrem Studio gleich mehrere Hausgeräte­ marken, spezialisieren sich bei diesen jedoch ausschließlich auf deren argumentationsstärkste Bestseller. In jeder der auf 220 Quadratmetern Fläche präsentierten, hochwertigen Küchen inszenieren sie eine andere Gerätemarke, darunter natürlich auch die innovativen Bestseller von V-Zug. Friedhelm Mutschler ist zudem ambitionierter HobbyKoch und selbst Fan des V-Zug-Steamers und auch des Geschirrspülers mit seiner einzigartigen Dampftechnologie. „Diese Geräte zeichnen sich durch ihre hohe Qualität und ihre innovative Technik aus“, betont Friedhelm Mutschler, „und bewegen sich in einem entsprechenden Preissegment. Außerdem vermarktet V-Zug selektiv, so dass wir uns mit Marke und Gerätetechnologie eine Alleinstellung sichern.“ Und genau diese Tatsache nutzen Friedhelm und Roswitha Mutschler auch werblich: „Premium Hausgeräte – made in Switzerland – Neu: Ab jetzt bei uns exclusiv erhältlich! Hausgeräte der Spitzenklasse“ heißt es auf seiner Homepage. Ein Slogan, der gleichzeitig die Aussage des von Friedhelm Mutschler kreierten Rundfunkspots ist, der die Menschen der Region auf die V-Zug-Produkte aufmerksam macht. Kochevents im Hause Mutschler, unterstützt durch die Gourmet-­ www.dk-das-kuechenhaus-nw.de Köche des Herstellers, gibt’s obendrein.

Partnerschaften dienen der Multiplikation Die Philosophie von Heike Weber, Inhaberin der Küchenwerkstatt in Osthofen, ist der von Friedhelm Mutschler recht ähnlich: „Die passenden Einbaugeräte gehören einfach zu jeder neuen Küche dazu! Angefangen von Kühl- und Gefrierkombinationen, Spülen und Spülmaschinen, dem für Sie passenden Herd bis zum integrierten Kaffeevollautomat.“ Trotz der nur gerade einmal 120 Quadratmeter umfassenden Ausstellungsfläche bietet die Vollblut-Planerin ihren Kunden die Geräte­marke, die individuell gewünscht wird. „Im gehobenen Preissegment stehen V-Zug-Geräte durchaus auf dem Wunschzettel dieser Kunden“, verrät Heike Weber. „Da wir auf der V-Zug-Homepage als Vertragspartner des Unternehmens eingetragen sind, führt uns das sogar den einen oder anderen Neukunden zu, der die Geräte über uns beziehen möchte.“ In ihrer Ausstellung zeigt die versierte Küchenspezialisten natürlich prioritär die Geräte, die sie selbst gerne nutzt, das geht über Steamer und Geschirrspüler bis hin zur Waschmaschine und die ist ebenso ein Produkt des innovativen schweizer Herstellers, das sich als leicht www.kw-l.de ­bedienbar, leistungsstark, energiesparend erweist. Allen drei Fachspezialisten gemein ist das Interesse an Produkten, die über Standardqualität hinausgehen, Differenzierungspotenzial bieten und nicht bei jedem Wettbewerber erhältlich sind, auch nicht über das Internet. Das unterstreicht die Preistransparenz und sichert eine www.v-zug.com gute Marge.

12 | küche + architektur


Küchen | Architektur + Trend

TABLON® Stühle/Hocker/Tische Elegant, mobil, höhenverstellbar Die flexiblen Domino-Module mit Induktion, Tepan, Wok und oder Fritteuse haben rechtwinklige Ecken, durch die sich die Module auf Wunsch auch wie ein großes multifunktionales Kochfeld darstellen lassen.

SteamFinish heißt das patentierte Verfahren, das Gläser, Besteck und Geschirr mit reinem Dampf am Ende des Spülprozesses pflegt und dabei fleckenfreie Sauberkeit und brillanten Glanz bei allen gespülten Teilen garantiert.

Gliera EHV

Ergonomie für individuelle Ansprüche Gliera EHV ist die gelungene Verbindung von Form und Funktionalität. Das elektromotorisch stufenlos von 550 bis 1.210 mm höhenverstellbare Einsäulen-Tischgestell passt sich auf Knopfdruck den individuellen ergonomischen Anforderungen seiner Nutzer an. Fixiert auf massivem Standteller, lieferbar für vier Tischplattenformate, besticht Gliera EHV als Solitär- oder Ensemble-Lösung durch hohe Standfestigkeit, maximale Beinfreiheit und schlichte Eleganz. Gliera EHV gehört als Hingucker in Ihre Ausstellung.

Naber GmbH www.naber.com küche + architektur | 13


Fotos: Fotolia.de – Sergey bzw. 1xpert

Daten + Fakten

Die globale Wirtschaft zeigt sich als nebulöse Glaskugel, in der sich Deutschland stabil bewegt Das Weltwirtschaftswachstum wird nach Einschätzungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OEDC, in den kommenden beiden Jahren 2016/2017 langsam zunehmen, wobei der Inflationsdruck verhalten bleibt. Konjunkturfördernde makroökonomische Maßnahmen, gesunkene Rohstoffpreise und eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsmarktergebnisse dürften den Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiter unterstützen. Jedoch drücken die Konjunkturflauten in Schwellenländern wie China und Brasilien, sinkende Rohstoffpreise und die Unsicherheit über die Zinspolitik der USA das weltweite Wachstum. Sowohl der Internationale Währungsfond, IWF, als auch die OECD haben ihre Wirtschaftsprognosen für das kommende Jahr nach unten korrigiert. Demnach rechnet man für 2016 nur noch mit einem Plus von um die 3 Prozent.

14 | küche + architektur


Daten + Fakten

I

m Euroraum dürfte es, bei weiterhin verlangsamter fiskalischer Konsolidierung, zu einer verhaltenen Erholung kommen. Anregend wirken auch der niedrigere Ölpreis und die Abwertung des Euro. Das Wachstum im Euroraum außerhalb Deutschlands wird in 2016 auf 1,9 % geschätzt. Die Konjunktur in Deutschland hält trotz eines unruhigen weltwirtschaftlichen Umfelds Kurs, bilanziert das Institut für Weltwirtschaft, Kiel. Auch der Sachverständigenrat geht von Zuwachsraten des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,6 % im Jahr 2016 aus. Die wesentlichen rechnerischen Nachfrageimpulse kommen, so das Bundesministerium für Wirtschaft, BMWI, aus dem Inland. Kurzfristig stimuliere die hohe Flüchtlingsmigration die privaten und staatlichen Konsumausgaben. Die zentrale Auftriebskraft für die binnenwirtschaftliche Dynamik bleibe die gute Verfassung des Arbeitsmarkts. Die Beschäftigung steuere auf einen weiteren neuen Rekordwert zu. Zusätzlicher Schub komme vom niedrigeren Ölpreis, der die Kaufkraft der privaten Haushalte erhöhe, und durch die Unternehmensgewinne. Die Investitionen in Wohnbauten entwickeln sich angesichts günstiger Finanzierungsbedingungen, der guten Lage am Arbeitsmarkt und solider Einkommenszuwächse sehr dynamisch. Aufgrund zögerlicher Ausrüstungsinvestitionen dürfte der gewerbliche Bau nur zurückhaltend expandieren. Die Bruttoanlageinvestitionen in Deutschland werden im kommenden Jahr mit 2,9 Prozent moderat ausgeweitet. Die Investitionsquote – die nominalen Bruttoanlageinvestitionen in Rela­ tion zum Bruttoinlandsprodukt – wird, so das BMWI, im Jahr 2016 auf 20,3 Prozent zunehmen. Stetiger Beschäftigungsaufbau Seit dem Jahr 2005 ist die Erwerbstätigkeit in Deutschland stetig gestiegen. Der Beschäftigungsaufbau hat sich auch nach der Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns fortgesetzt. In 2016 wird sie im Jahresdurchschnitt um 271.000 Personen zunehmen. Damit wird die Erwerbstätigkeit auf rund 43,3 Millionen Personen steigen. Allerdings nimmt die Zahl der Arbeitslosen im kommenden Jahr infolge der außerordentlich hohen Nettozuwanderung um 60.000 Personen zu. Die Arbeitslosenquote wird dadurch von 6,4 Prozent im Jahr 2015 auf 6,5 Prozent im Jahr 2016 steigen.

Die wichtigsten Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für Deutschland Veränderungen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum in %

2014

20151

20161

20161

2015 1. Hj.

2. Hj.1

1. Hj.

2. Hj.

2,5 1,9 4,1 5,0 4,7 5,2 4,8 2,6 3,9 2,1 3,4

2,9 2,5 3,9 3,8 4,6 2,8 4,7 2,6 7,2 5,0 3,8

3,2 2,9 4,2 4,0 3,6 3,9 4,9 3,3 4,5 5,0 3,2

3,0 2,7 3,8 2,8 3,7 1,4 4,8 2,1 6,9 4,2 3,5

2,8 2,3 4,1 4,7 5,5 4,2 4,6 3,1 7,6 5,7 4,1

3,3 2,9 4,4 4,2 3,8 4,3 4,7 3,3 5,4 4,9 3,6

3,2 2,8 4,1 3,8 3,3 3,6 5,0 3,3 3,8 5,0 2,8

1,1 0,9 1,7 3,5 4,5 2,9 3,1 1,3 4,0 3,7 1,6

1,9 1,9 2,1 2,4 4,5 1,0 2,7 1,4 6,2 6,3 1,7

1,8 1,8 2,0 2,7 3,4 2,0 3,0 1,9 4,5 5,7 1,6

2,1 2,0 2,1 1,4 3,4 – 0,4 2,7 1,1 5,5 5,6 1,4

1,8 1,7 2,0 3,4 5,6 2,2 2,7 1,6 6,9 7,0 2,0

2,0 2,0 2,0 3,0 3,9 2,4 2,8 1,9 5,6 6,1 2,0

1,7 1,5 2,0 2,4 3,0 1,7 3,1 1,9 3,5 5,3 1,3

1,3 1,0 2,3 1,4 0,1 2,3 1,6 1,2 1,5 – 0,1 – 1,6 1,7

0,9 0,6 1,8 1,3 0,1 1,9 2,0 1,2 2,2 0,9 – 1,2 2,1

1,4 1,1 2,2 1,3 0,1 1,9 1,8 1,4 0,7 – 0,0 – 0,7 1,5

0,9 0,6 1,6 1,4 0,3 1,8 2,0 1,0 2,6 1,2 – 1,3 2,0

1,0 0,5 2,1 1,2 – 0,1 1,9 2,0 1,4 1,8 0,7 – 1,2 2,1

1,3 0,9 2,3 1,2 – 0,1 1,9 1,8 1,4 0,8 – 0,3 – 1,1 1,6

1,5 1,3 2,1 1,3 0,3 1,9 1,9 1,4 0,5 0,2 – 0,2 1,5

0,9 1,2 0,4

0,7 0,8 0,9

0,7 1,0 0,6

0,7 0,6 0,8

0,8 1,0 1,0

0,8 1,3 0,7

0,6 0,8 0,5

3,8 3,8 3,9

4,1 3,8 4,0

3,4 3,6 3,8

3,6 3,6 3,7

4,5 3,9 4,3

3,9 3,7 4,0

3,0 3,5 3,6

3,6

3,6

3,9

3,1

4,2

4,6

3,5

3,8

4,8

3,0

3,7

5,8

4,2

1,9

2,3 .

2,7 .

2,9 .

2,9 .

2,5 .

2,9 .

2,8 .

0,2 0,9

– 0,4 0,3

0,1 1,2

– 0,2 0,3

– 0,5 0,3

– 0,2 0,9

0,4 1,4

Verwendung des Bruttoinlandsprodukts In jeweiligen Preisen Konsumausgaben Private Konsumausgaben2 Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Ausrüstungsinvestitionen Bauinvestitionen Sonstige Anlagen Inländische Verwendung Exporte Importe Bruttoinlandsprodukt Verkettete Volumenangaben Konsumausgaben Private Konsumausgaben 2 Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Ausrüstungsinvestitionen Bauinvestitionen Sonstige Anlagen Inländische Verwendung Exporte Importe Bruttoinlandsprodukt Preisentwicklung (Deflatoren) Konsumausgaben Private Konsumausgaben2 Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Ausrüstungsinvestitionen Bauinvestitionen Sonstige Anlagen Inländische Verwendung Terms of Trade Exporte Importe Bruttoinlandsprodukt Entstehung des Inlandsprodukts Erwerbstätige (Inland) Arbeitsvolumen Produktivität (Stundenbasis) Verteilung des Volkseinkommens Volkseinkommen Arbeitnehmerentgelte Bruttolöhne und -gehälter darunter: Nettolöhne und -gehälter3 Unternehmens- und Vermögenseinkommen Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte2 Sparquote der privaten Haushalte2,4 nachrichtlich: reale Lohnstückkosten5 Verbraucherpreise

1 – Prognose des Sachverständigenrates. 2 – Einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck. 3 – Arbeitnehmerentgelte abzüglich Sozialbeiträge der Arbeitgeber sowie Sozialbeiträge und Lohnsteuer der Arbeitnehmer. 4 – Ersparnis in Relation zum verfügbaren Einkommen. 5 – Arbeitnehmerentgelt (Inlandskonz.) je Arbeitnehmer (Inlandskonz.) in Relation zum nominalen BIP je Erwerbstätigen (Inlandskonz.).

Quelle: Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2015/16

Solide Einkommenszuwächse Vor dem Hintergrund des hohen Beschäftigungsstandes ist davon auszugehen, dass sich die Tarifvertragsparteien für den Projektionszeitraum auf merkliche Lohnsteigerungen einigen. Die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer nehmen, wie bereits im laufenden Jahr, auch in 2016 nicht zuletzt aufgrund der Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns beschleunigt um

2,6 Prozent zu. Jedoch steigen die Nettolöhne infolge des progressiven Einkommensteuertarifs weniger stark als die Bruttogröße. Allerdings wirken in 2016 Entlastungen beim steuerlichen Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag positiv auf die Nettolöhne, sodass die Zuwachsrate der Nettolöhne nur geringfügig unter derjenigen der Bruttolöhne liegen wird. Je Arbeitnehmer erhöhen sich die Nettolöhne im kommenden Jahr um 2,4 Prozent. Die küche + architektur | 15


Daten + Fakten

Arbeitskosten je geleistete Stunde im Jahr 2014 in Euro Rechenstand: 4. Quartal 2014

Mitgliedstaaten der Europäischen Union

Privatwirtschaft

(absteigend sortiert nach dem Euro Arbeitskostenniveau in der Privatwirtschaft)

Verarbeitendes Gewerbe

Veränd. gegenüber 2013 in %1)

Euro

Rang

Europäische Union (EU 28)

24,40

1,4

25,30

Euro-Währungsgebiet (EU 18)

29,20

1,2

31,70

Dänemark

42,00 1,5 41,60 2

Belgien

41,10 0,9 43,20 1

Schweden

40,20 3,0 41,40 3

Luxemburg

35,70 2,6 31,40 9

Frankreich

35,20 0,9 36,40 5

Niederlande

33,50 1,3 35,90 6

Finnland

32,90 1,4 35,80 7

Deutschland

31,80 1,6 37,00 4

Österreich

31,70 3,1 34,30 8

Irland

28,40

0,4

30,90 10

Italien

27,40

0,6

27,60 11

Vereinigtes Königreich

22,20

1,7

22,10

Spanien

21,00

0,1

22,80 12

Zypern

15,70

Slowenien

15,50

– 3,0 2,4

13,10

13 16

15,30 14

Griechenland

14,40

– 0,8

14,70

15

Portugal

12,60

– 1,0

10,60

18

Malta

11,80

0,6

Estland

10,20

6,2

9,40 20

Slowakei

10,00

5,1

9,80 19 9,30

Tschechische Republik

9,60

2,1

Kroatien

9,30

– 0,72)

11,40 17

21

8,10 22

Polen

8,20

4,2

7,40 24

Ungarn

7,80

3,5

7,50 23

Lettland

7,00

5,9

6,10 25

Litauen

6,60

4,6

6,10 25

Rumänien

4,80

6,8

4,20 27

Bulgarien

3,80

2,8

3,20 28

1) Die Veränderungsraten sind kalenderbereinigt und in der jeweiligen Landeswährung berechnet. 2) Die Angaben von Kroatien beruhen auf den ersten beiden Quartalen 2014.  Quelle: Berechnungen des Statistischen Bundesamts auf Basis von Eurostat-Daten vom 23.04.2015

Löhne und Produktivität 2014–2017 Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

2014

2015

2016

2017

Stundenkonzept

Tariflöhne

3,0

2,4

2,5

Effektivlöhne

2,1

2,5

2,2

2,9 3,4

Lohndrift

-0,9

0,1

-0,3

0,6

Lohnkosten

2,0

2,3

2,2

3,2

Arbeitsproduktivität

0,4

0,8

1,5

1,3

Lohnstückkosten

1,7

1,5

0,7

1,8

Lohnstückkosten (real)

-0,1

-0,5

-1,2

-0,3

2,9

2,4

2,5

2,9

Personenkonzept

Tariflöhne

Effektivlöhne

2,7

3,2

2,1

3,1

Lohndrift

-0,2

0,8

-0,4

0,3

Lohnkosten

2,6

3,0

2,1

3,0

Arbeitsproduktivität

0,7

1,3

1,4

1,2

Lohnstückkosten

1,9

1,7

0,7

1,7

Lohnstückkosten (real)

0,2

-0,3

-1,3

-0,3

Effektivlöhne: Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmerstunde bzw. je Arbeitnehmer; Lohndrift: Differenz zwischen Tariflöhnen und Effektivlöhnen in Prozentpunkten; Lohnkosten: Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmerstunde bzw. je Arbeitnehmer; Arbeitsproduktivität: Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) je Erwerbs­tätigenstunde bzw. je Erwerbstätigen; Lohnstückkosten: Lohnkosten in Relation zur Arbeitsproduktivität; Lohnstückkosten (real): Lohnstückkosten deflationiert mit dem Deflator des Bruttoinlandsprodukts. Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 18, Reihe 1.2; Deutsche Bundesbank, Tarifverdienst­statistik; grau hinterlegt: Prognose des IfW.

16 | küche + architektur

monetären Sozialleistungen steigen auch in 2016 zum einen wegen der deutlichen Rentenanpassungen und zum anderen wegen der hohen Nettozuwanderung kräftig. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte insgesamt nehmen im kommenden Jahr um 2,8 Prozent zu. Wachstumsmotor Privater Konsum Die gute Beschäftigung, die soliden Einkommenszuwächse und die steigende Kaufkraft der Konsumenten bilden die Grundlage für eine stabile Aufwärtsentwicklung der privaten Konsumausgaben. Die Sparquote der privaten Haushalte dürfte im kommenden Jahr geringfügig sinken. Im Jahr 2016 liefert die Zuwanderung einen leicht positiven Impuls für den privaten Konsum, sodass dieser um 1,8 Prozent expandiert. Risiken für das Wachstum in Deutschland und im Euro-Raum gehen, so die Wirtschaftsweisen, von einer anhaltenden Wachstumsabschwächung in den Schwellenländern, insbesondere in China und den rohstoffexportierenden Ländern aus. Zudem trägt die Unsicherheit über die Ausrichtung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten, die eine nötige Zinswende seit Längerem aufschiebt, zur Volatilität auf den globalen Finanzmärkten bei. Während die Gefahr eines Wiederaufflammens der Krise im Euro-Raum gesunken ist, verstärken sich die mittelfristigen Risiken für die Finanzstabilität aufgrund der momentanen Ausrichtung der Geldpolitik. Zusätzlich besteht, der Analyse des Sachverständigenrats zu Folge, die Gefahr, dass einige Euro-Mitgliedsstaaten dringend notwendige Reformmaßnahmen und Konsolidierungsanstrengungen unterlassen. Die stark gestiegene Flüchtlingsmigration stellt Europa und insbesondere Deutschland vor eine besondere Herausforderung. Viele bei der Bewältigung dieser Aufgabe getroffene Entscheidungen haben Konsequenzen für die öffentlichen Haushalte. Europa Der konjunkturelle Ausblick für den EuroRaum für das Jahr 2016 ist trotz der wachsenden Sorge um die Stabilität der EU, die offensichtlichen Konstruktionsmängel der Währungsunion und die nach wie vor unge­ löste Schuldenkrise positiv. Alles in allem erwarten die Spezialisten des IFW, Kiel, eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts in den Jahren 2016 und 2017 von 1,7 Prozent und 2,0 Prozent. Die Lage am Arbeitsmarkt wird


Daten + Fakten

sich weiter verbessern, die Erwerbslosenquote sukzessive auf 9,9 Prozent im Jahr 2017 sinken. Die Verbraucherpreisinflation dürfte infolge der zuletzt wieder gesunkenen Energiepreise kurzzeitig nochmals in die Nähe von null sinken. Jedoch, so schätzen die Sachkundigen, wird sie gegen Jahresende aller Voraussicht nach deutlich zulegen. Für die Jahre 2016 und 2017 rechnet das IFW mit Preissteigerungsraten von 0,9 Prozent und 1,8 Prozent. Positiv, so die Bilanz der Außenhandelskammern, stechen die reformfreudigen Volkswirtschaften Europas hervor. Spanien hat zuletzt um 3,1 %, Portugal um 1,5 Prozent zugelegt – und Irland sogar um 6,1 Prozent. In diesen Ländern wächst auch die Beschäftigung wieder. Die Anstrengungen etlicher Staaten zur Haushaltssanierung und zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit lohnen sich immer mehr. Eine Ausnahme bildet dabei Griechenland. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung, so die Sachverständigen der AHKs, dürfte das Land bis 2017 zurück in die Rezession fallen. Europa profitiert von Sonderfaktoren Ein Teil der Erholung innerhalb Europas ist auch Sonderfaktoren zu verdanken: Zunächst entlastet der Ölpreiseinbruch Verbraucher und Unternehmen. Außerdem verschafft der schwächere Euro vielen Exporteuren aus der Eurozone Rückenwind. Zwar ist der Exportanteil der Euro-Staaten geringer als in Deutschland, dafür reagiert die Nachfrage häufig preissensibel. Zudem lässt die Importkonkurrenz nach: Die Wettbewerbssituation von Anbietern aus Drittstaaten verschlechtert sich – was die Unternehmen der Euro­ zone begünstigt. Unter den wirtschaftlich großen Nationen der Eurozone entwickelt sich Spanien zusehends zum Wachstumsmotor für Europa. Das einstige Krisenland setzt sich an die Spitze des Wachstums in Europa mit einer erwarteten Zunahme von rund drei Prozent bei der Wirtschaftsleistung. Italien hat seinen Arbeitsmarkt reformiert. Infolgedessen geht die Arbeitslosigkeit spürbar zurück. Die Arbeitslosenrate ist in den vergangenen zwölf Monaten immerhin um rund einen Prozentpunkt auf zwölf Prozent zurückgegangen. Auch die Stimmung bei den Unternehmen in Italien hat sich verbessert. Sie zahlen für Kredite inzwischen mit durchschnittlich 2,5 Prozent p.a. nur noch ein halbes Prozent mehr als Betriebe in Deutschland.

Arbeitslosenquoten1 In Prozent, saisonbereinigt

Euro-Raum

Deutschland

Frankreich

Italien

Spanien

30 25 20 15 10 5 0

2008

2009

2010

2011

Quellen: Europäische Kommission, Eurostat, EZB

Frankreich geprägt von schwacher Binnennachfrage In Frankreich, so die Analyse der Außenhandelskammern, steigt die Arbeitslosigkeit weiter. Frankreich müsse seine angekündigte Reformagenda endlich umsetzen – und auch die Haushaltskonsolidierung. Das Wachstum aus dem ersten Quartal 2015 setzte sich im Folgequartal nicht fort. Die schwache Lage, so die AHK, sei auf eine verhaltene Binnennachfrage zurückzuführen, die eine positive Dynamik in der Außenwirtschaft überkompensiert hat. Im August milderte sich das Konsumklima sogar ab und der Einkaufsmanagerindex fiel auf ein Viermonatstief. Die Unternehmen sind daher auch sehr zurückhaltend im Hinblick auf die Kriterien Beschäftigung und Investitionen Diese unterdurchschnittlichen Werte setzen sich bei der konjunkturellen Entwicklung fort. Britische Konjunktur solide Das spätestens Ende 2017 anstehende Referendum über die EU-Mitgliedschaft von Großbritannien wirft bereits erste Schatten voraus. Wenigstens versprüht die britische Wirtschaft leichten Glanz. Das Wachstum verliert zwar allmählich an Dynamik, übertrumpft 2015 voraussichtlich mit 2,4 % aber locker die Eurozone. Auch 2016 bleibt die britische Konjunktur solide. Wachstumsträger ist in erster Linie der private Konsum, bilanziert die Helaba. Eine höhere Beschäftigung sowie steigende Löhne führen zu markanten Einkommenszuwächsen, die auch ausgegeben werden. Eine mittlerweile spürbar gesunkene Sparquote der privaten Haushalte begrenzt jedoch den Konsumanstieg auf die Erhöhung der Realeinkommen. Die Hauspreise werden wohl

2012

2013

2014

2015

1 In Relation zur Erwerbsbevölkerung

weiter klettern, der Wohnungsbau sollte sich verbessern. Die Unternehmensinvestitionen besitzen zwar Potenzial, werden aber vermutlich kaum stärker als der Konsum zunehmen. Trotz günstiger Finanzierungsbedingungen und einiger finanzieller Spielräume scheuen die Unternehmen deutlich höhere Ausgaben. Die Debatte um den möglichen EU-Austritt wird die Investitionsbereitschaft kaum fördern. Von der Sparpolitik der Regierung sollten 2016 eher dämpfende Effekte ausgehen. Wenig Wachstumsimpulse liefert wohl der Außenhandel. Einer höheren Nachfrage aus den USA und z.T. auch aus der Eurozone stehen neben dem teuren Pfund Sterling die erhöhten britischen Importe gegenüber. Im Gesamtjahr 2016 dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 % zulegen. Niederlande – binnenwirtschaft Hauptantrieb Die gesamtwirtschaftliche Erholung in den Niederlanden verbreitert sich zusehends, beobachten die Spezialisten der Landesbank Hessen-Thüringen GirozentraleVolkswirtschaft/Research, Helaba. Erstmals seit 2008 ist die Inlandsnachfrage nun wieder Haupttriebkraft des niederländischen Wachstums. Die Investitionen bleiben ebenfalls am Ball. Einerseits gibt es mittlerweile eine rege Bautätigkeit, getrieben von der fortgesetzten Erholung am heimischen Wohnimmobilienmarkt. Die Ausfuhren bleiben schwungvoll. Dafür sorgt maßgeblich die weiterhin signifikante Nachfrage aus der Eurozone, wobei das anhaltende Wachstumstempo in Deutschland als Haupthandelspartner eine besondere Rolle spielt. Allerdings gibt es einen energiebedingten Sondereffekt im Norden der Niederlande. Durch Erdgasbohrungen verurküche + architektur | 17


Daten + Fakten

sachte Erdbeben führten im Frühjahr 2015 zu einer Drosselung der Gesamtfördermenge. Dies hat die Exporte und damit das Bruttoinlandsprodukt der sehr offenen Volkswirtschaft unmittelbar beeinträchtigt, die der größte Gasproduzent der EU ist und durch seine Vorkommen den Großteil des eigenen Energiebedarfs abdecken kann. Die Sicherheit der Erdgasregion ist umstritten und die Förderung vorerst weiter limitiert. Indes setzt sich die niederländische Konjunkturerholung dank der regen außen- und binnenwirtschaftlichen Nachfrage fort. Wie im Vorjahr ist für 2016 ein BIP-Zuwachs von knapp 2 % zu erwarten. Polen – Leuchtturm in Europa Polen bleibt, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, weiterhin ein Leuchtturm in Europa. Obwohl das Land erheblich unter den Sanktionen gegen Russland leidet, wird für das Jahr 2015 ein Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent prognostiziert. Vor allem für landwirtschaftliche Erzeugnisse ist der russische Markt für polnische Exporteure höchst attraktiv. Prognosen zufolge

steigt das polnische Exportvolumen 2015 um 6,3 Prozent, obgleich der Export in die Ukraine um 1/3 und nach Russland um 42 % einbrach. Die Wirtschaft Polens entwickelte sich im 2. Quartal vor allem dank der um 3,3 Punkte gewachsenen Binnennachfrage. Russland weiter in der Rezession Die russische Wirtschaft kommt aufgrund der Wirtschaftssanktionen des Westens und vor allem aufgrund der gefallenen Rohstoffpreise und des Modernisierungsrückstands der Industrie noch nicht aus der Rezession. Der russische Staatshaushalt ist stark von den Weltmarktpreisen für Gas und Öl abhängig. Hinzu kommt der Druck auf den Rubel nach dem politischen Vertrauensverlust und den enormen Kapitalabflüssen, der den Zinssenkungsspielraum der Zentralbank einschränkt. Eine Erholung von den Investitionseinbrüchen ist vorerst nicht absehbar. Bodenbildung in der Ukraine Der schwelende Konflikt mit Russland und die Sparpolitik der Regierung belasten die

Bruttoinlandsprodukt und Inflation Reale Veränderung gegenüber Vorjahr in %

Bruttoinlandsprodukt Verbraucherpreise 2014 2015s 2016p 2017p 2014 2015s 2016p 2017p

Euroland

0,9

1,5

1,6

1,6

0,4

0,1

0,9

1,4

Deutschland*

1,6

1,5

1,7

1,5

0,9

0,3

1,2

1,5

Frankreich

0,2

1,2

1,3

1,5

0,6

0,1

0,9

1,5

Italien

-0,4

0,7

1,2

1,5

0,2

0,2

0,8

1,4

Spanien

1,4

3,1

2,5

2,0

-0,2

-0,6

0,7

1,3

Niederlande

1,0

1,9

1,8

2,0

0,3

0,3

1,2

1,5

Österreich

0,4

0,7

1,4

1,5

1,7

0,9

1,5

1,5

Griechenland

0,7

-0,5

0,5

2,5

-1,4

-1,0

1,0

1,0

Portugal

0,9

1,5

1,7

1,8

-0,2

0,5

1,1

1,3

Irland

5,2

5,3

4,0

3,8

0,3

0,1

1,3

1,5

Großbritannien

2,9

2,4

2,2

1,8

1,5

0,1

1,3

2,2

Schweiz

1,9

0,8

1,2

1,6

-0,1

-1,1

-0,1

0,6

Schweden

2,3

2,8

2,7

2,6

-0,2

0,0

1,0

1,8

Norwegen

2,2

1,1

1,3

1,8

2,0

2,1

2,3

2,2

Polen

3,3

3,4

3,2

3,2

0,0

-0,9

1,5

1,8

Ungarn

3,7

2,7

2,5

2,5

-0,2

0,0

1,8

2,5

Tschechien

2,0

4,3

2,5

2,6

0,4

0,4

1,3

2,0

Türkei

2,9

3,0

2,8

3,5

8,9

7,5

7,3

6,7

Russland

0,6

-3,7

-0,5

1,5

7,8

15,5

8,5

6,0

USA

2,4

2,5

3,0

2,5

1,6

0,1

1,5

2,0

Japan

-0,1

0,5

1,0

0,5

2,7

0,8

0,8

2,0

Asien ohne Japan

5,7

5,3

5,1

5,0

3,6

2,7

3,5

3,5

China

7,3

6,8

6,5

6,0

2,1

1,6

2,0

2,5

Indien

7,3

7,0

6,5

6,5

6,7

5,6

5,9

5,8

Lateinamerika

1,4

0,3

1,5

2,5

10,7

13,0

11,5

9,0

Brasilien

0,2

-3,0

-0,5

1,5

6,3

8,8

6,6

5,2

Welt

3,2

2,9

3,2

3,2

3,1

2,8

3,2

3,1

s=Schätzung, p=Prognose; *arbeitstäglich bereinigt Quellen: EIU, Macrobond, Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research

18 | küche + architektur

wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine. Trotz Abwendung eines Staatsbankrotts durch einen Schuldenschnitt in Höhe von 20 %, ist das Land nach wie vor in einer ökonomisch prekären Lage. In den ersten vier Monaten 2015 lag die Industrieproduktion 22 % unter dem Vorjahreswert. Prognosen zufolge wird die Wirtschaft um mindestens zehn Prozent schrumpfen. In den Monaten Januar bis Juni 2015 sind die deutschen Exporte nach 2014 noch einmal um 28 % geschrumpft. Die vormals wirtschaftlich starken östlichen Gebiete können aufgrund des militärischen Konflikts nicht mehr zur Wirtschaftskraft beitragen. China drosselt Fahrt Das fulminante chinesische Wachstum der letzten Jahre kühlt sich weiter ab. Die Industrieproduktion und auch der Einzelhandelsumsatz wachsen langsamer. Der Export stagniert, die Importe verringern sich sogar. Das Herunterkühlen der Investitionstätigkeit spüren gerade die deutschen Exporteure. An der Schwäche beim Bau haben auch Zulieferer und Ausrüster zu knabbern. Die Abbremsung auf diesen Feldern können von den Zuwächsen des Privatkonsums nur teilweise ausgeglichen werden. Diese Entwicklung hinterlässt auch bei den deutschen Unternehmen vor Ort Spuren. Die Abwertung des Renminbi lindert die Sorgen von Herstellern, die von China aus exportieren, verteuert aber Lieferungen aus Deutschland ins Reich der Mitte. Im Kern bleibt China aber ein klassischer Fall eines sich abschwächenden Trendwachstums. Überlagert wird dies allerdings von den diversen Reformbemühungen der Regierung und den bestehenden Ungleichgewichten in der chinesischen Wirtschaft. Im Jahr 2016 dürfte das reale chinesische BIP um etwa 6,5 % steigen, nach 6,8 % in 2015 prognostiziert die Helaba. Für den Rest der Welt bleibt China mittelfristig aber ein Wachstumsmotor, insbesondere weil sein gestiegenes und weiterhin steigendes Gewicht auch bei kleineren Raten noch immer hohe globale Wachstumsbeiträge liefert. Kritischer ist eher die Frage nach der Zusammensetzung des Wachstums in China. Die Verschiebung von den Investitionen hin zum Konsum und ein möglicherweise nachhaltig steigender Marktanteil chinesischer Anbieter treffen die Importe und damit die deutsche Industrie, die bisher überdurchschnittlich vom Investitionsboom dort profitierte.


Daten + Fakten

Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Industrie- und Schwellenländer Bruttoinlandsprodukt der Industrieländer1 2,0 % 1,5 %

Veränderung zum Vorquartal (%)

Bruttoinlandsprodukt der Schwellenländer1 Prognosezeitraum2

2,0 %

1,0 %

1,0 %

0,5 %

0,5 %

0% -0,5 % -1,0 %

Veränderung zum Vorquartal (%)

1,5 %

Prognosezeitraum2

0% Jahresdurchschnittliche Veränderung zum Vorjahr

1,1 %

1,1 %

1,8 %

2012

2013

2014

Vereinigte Staaten

Euro-Raum

1,9 %

1,9 %

2015

2016

Sonstige Industrieländer3

-0,5 % -1,0 % China

Jahresdurchschnittliche Veränderung zum Vorjahr

5,3 %

5,3 %

4,8 %

2012

2013

2014

Brasilien und Russland

3,9 %

4,1 %

2015

2016

Sonstige Schwellenländer4

1 Beiträge der einzelnen Regionen. 3 Übrige Europäische Union, Hongkong, Japan, Kanada, Republik Korea, Norwegen, Schweiz, Singapur, Taiwan 2 Prognose des Sachverständigenrates. 4 Argentinien, Brasilien, Chile, Indien, Indonesien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Philippinen, Thailand, Türkei, Venezuela Quellen: Eurostat, IWF, nationale Statistikämter

USA – Hoffnung auf TTIP-Abkommen Die Außenhandelskammer rechnet in 2016 mit geringeren Zuwächse im deutsch-amerikanischen Handel. Gradmesser für die Entwicklung der US-Wirtschaft sind derzeit mehr denn je die Wasserstandsmeldungen der Notenbank. Auch im September konnte sich die Fed nicht zu einer Leitzinserhöhung durchringen. Zuletzt hat der Arbeitsmarkt leicht geschwächelt, die Erwerbsquote geht zurück. Vom schwachen Euro beflügelt, zeichnet sich jedoch 2015 beim deutschen Export sogar ein neuer Rekord ab – er überschreitet voraussichtlich die Marke von 100 Mrd. Euro. Bereits jetzt haben die USA Frankreich als wichtigsten Absatzmarkt von Waren „Made in Germany“ überflügelt. Die nötige Erhöhung der Schuldenobergrenze sollte in den nächsten Wochen ohne konjunkturell spürbare Misstöne gelingen. Perspektivisch würde der Abschluss des TTIP-Abkommens zu einer Belebung des deutsch-amerikanischen Handels beitragen. Die angepeilte Senkung von Zöllen wie auch die Standardisierung von Normen könnte das US-Geschäft deutscher Unternehmen erheblich verbilligen und vereinfachen, was gerade dem deutschen Mittelstand neue Möglichkeiten eröffnen würde. Weltwirtschaft in drei Szenarien Im Rahmen von drei Kapitalmarktszenarien für 2016 stellt die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Helaba, in der Veröffentlichung „Märkte und Trends 2016“ ihrer Abteilung Volkswirtschaft/Research, neben einem Hauptszenario ein negatives und ein

positives Alternativszenario der Entwicklung der Weltwirtschaft vor. Mit 70 % Eintrittswahrscheinlichkeit wird für 2016 das Hauptszenario greifen, demzufolge die Weltwirtschaft mit 3,3 % etwas stärker wachse als im Vorjahr. Tempomacher seien die USA, deren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) dann auf 3 % zulege. Die Eurozone übertreffe mit 1,6 % sogar leicht ihr Potenzial. Deutschland liege mit einer Rate von 1,7 % in etwa gleichauf. Italien und Frankreich wachsen verhalten, Spanien und Irland laufen weiter überdurchschnittlich. Besonders dynamisch sei überall der Konsum, während die Ausrüstungsinvestitionen und Teile der Bauinvestitionen nur zögerlich vorankommen. Niedrige Zinsen allein reichen demnach nicht aus, um für Schwung zu sorgen. So könnte es sein, dass der Regulierungseifer der Behörden die Unternehmen ausbremst. Ein Wettbewerbsvorteil bestehe im strukturell niedrigen Ölpreis, wodurch sich das Realeinkommensniveau der Konsumenten erhöhe und die Beschaffungskosten für die Unternehmen sinke. Davon profitieren neben der EU China und Indien. China könne den Umbau seiner Volkswirtschaft vorantreiben, mit einem möglichen Anstieg des BIP von 6,5 %. Mittelfristig werde sich China auf ein geringeres Wachstum einstellen müssen. Die rohstoffexportierenden Schwellenländer fallen 2016 nicht weiter zurück. Brasilien und Russland gelinge es, eine Verschärfung der Rezession abzuwenden, sie werden kaum noch schrumpfen. Unterstützend wirke die starke Abwertung ihrer Währungen.

Die Teuerungsrate in den USA und im Euroraum bleibe 2016 überschaubar. In den USA werde die Inflation im Jahresdurchschnitt bei 1,5 %, in der Eurozone bei 0,9 % liegen. Im negativen Alternativszenario, mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 20 %, erlahme das Wachstum, da Reglementierungen das freie unternehmerische Handeln einschränken, Investitionen ausbleiben. Die Wirtschaftsräume bauen Handelshemmnisse auf, um der heimischen Industrie dennoch vermeintliche Vorteile zu verschaffen. In Europa flamme die Staatsschuldenkrise wieder auf und stelle den Fortbestand der Währungsunion in Frage. In den USA werde das BIP-Wachstum deutlich abgebremst und die Wirtschaftsleistung im Euroraum schrumpfe. Die zunehmende Unterauslastung führe zu Deflation. Schwellenländer müssen auf IWF-Programme zurückgreifen, da ihnen der Zugang zu den Kapitalmärkten kaum noch möglich sein werde. Bei schwächerem Außenhandel nehme das Risiko von Zahlungskrisen zu. Eine harte Landung der chinesischen Volkswirtschaft resultiere aus den Verwerfungen der Immobilien- und Investitionsblase. Im positiven Alternativszenario mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % werden Regulierung und Bürokratie reduziert, schnelle und effiziente Prozesse entstehen durch Industrie 4.0. Es komme zu einem breiten selbsttragenden Aufschwung. Dank dauerhaft geringer Rohstoffpreise niedrige Produktionskosten führen zu einem Boom bei den Ausrüstungsinvestitionen in den Abnehmerländern. küche + architektur | 19


Daten + Fakten

Deutsche Haushalte investieren ­weiter kräftig in neue Küchen Kommentar von Jürgen Weyrich, GfK Den Traum von einer neuen modernen und möglichst hochwertigen Küche erfüllen

Jürgen Weyrich,

sich dieses Jahr in Deutschland ca. 1,7 Millionen Haushalte. Immer öfter werden dabei

GfK Retail and

Marketing Manager

– wenn möglich – offene Küchen realisiert, in denen die Wohnbereiche so miteinander

­Techno­logy GmbH

verbunden werden, dass eine großzügige Wohn- und Kommunikationsatmosphäre geschaffen wird.

20 | küche + architektur

Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr, Zeitraum: Januar bis September 2015 10 % 9% 8% 7% 6% 5% 4% 3% 2% 1% 0%

+9,1 +6,2 +5,2

+6,0 +4,9

+4,7

+3,7 +2,5

Menge Küchenmarkt gesamt EHS = konv. Einrichtungshäuser

Preis MIT-SB = Möbel-Mitnahme-SB-Discountmärkte* KSP = Küchenspezialisten

Entwicklung der Auftragswerte für Küchen nach Vertriebswegen Durchschnittliche Auftragswerte in Euro, Vergleichszeitraum Januar bis September 11000 10000 9000 8000 7000 6000 5000 4000 3000 2000 1000

9370

8458

8910

8968

5979

6221

6306

5660

5865

5883

6068

2109

2169

2123

2186

2011

2012

Küchenmarkt gesamt EHS = konv. Einrichtungshäuser

2013

6723

2014

9927 7054 6446 2268 2015

MIT-SB = Möbel-Mitnahme-SB-Discountmärkte* KSP = Küchenspezialisten

*Stichprobe/Hochrechnung ohne IKEA

Küchenmarkt Deutschland

Quelle: GfK 2015

Neue attraktive Küchenfronten mit neuen Farbstellungen und die erweiterten Ausstattungsvarianten im Küchenbereich rufen eine zunehmende Begeisterung für hochwertige Küchen hervor. Die Kunden entscheiden sich für Küchen, die mit mehr Annehmlichkeiten ausgestattet sind. Dabei legen sie immer grö-

Quelle: GfK 2015

besonders interessant. Aber auch im Preis­ einstieg legen dieses Jahr die preisgünstigen Küchen im Preisbereich bis 3.000 Euro im Ab­ satz zu, denn nicht jeder Haushalt kann sich teure Küchen leisten. Im Gegenzug verlieren in diesem Jahr die mittleren Preislagen zwischen 3.000 und 10.000 Euro etwas an Bedeutung.

*Stichprobe/Hochrechnung ohne IKEA

N

achdem der Handel 2014 bereits den Küchenabsatz und -umsatz steigern konnte, hat sich dieser positive Trend auch in 2015 fortgesetzt. In den ersten neun Monaten verzeichnete der Möbel- und Küchenfachhandel ein Absatzplus von fünf Prozent sowie ein Umsatzwachstum von rund zwölf Prozent. Damit ist jetzt schon absehbar, dass auch das Gesamtjahr 2015 für den Handel äußerst erfolgreich schließen wird. Die Deutschen kaufen nicht nur mehr neue Küchen, sie geben auch immer mehr Geld für ihre neue Küche aus. Der durchschnittliche Auftragswert für Küchen erhöhte sich bis September im Vorjahresvergleich um gut sechs Prozent auf knapp 6.500 Euro. Die Preisspanne am Küchenmarkt ist dabei sehr groß: So liegen die Durchschnittspreise für eine Küche im Möbel-Mitnahme-Discountbereich aktuell bei etwa 2.300 Euro (ohne Lieferung und Montage), im konventionellen Möbelhandel im Schnitt bei fast 7.100 Euro und bei den Küchenstudios/Küchenfachmärkten bei rund 10.000 Euro. Wir erleben derzeit einen anhaltenden Trend zu höherwertigen und damit auch höherpreisigen Küchen, der besonders im konven­tio­ nellen Möbel- und Küchenfachhandel zu beobachten ist. Dieser Trend wird durch das weiter sehr positive Konsumklima in Deutsch­ land, das weiterhin extrem niedrige Zinsniveau und die damit verbundene hohe Anschaffungsbereitschaft der Konsumenten unterstützt. Konkret wird das in der sich verändernden Preisklassenstruktur sichtbar. Küchen über 10.000 Euro machen bei einem Absatzanteil von fast 20 Prozent bereits 45 Prozent des Handelsumsatzes aus. Das Segment über 10.000 Euro wächst kräftig weiter und ist für den Handel in Absatz und Umsatz deshalb


Küchenmöbelumsatz (Euro)

Inlandsumsatz (Euro)

2015

2014

Auslandsumsatz (Euro)

2015

2014

2015

Januar

313.600.000

317.776.000

+1,33 %

207.414.000

208.039.000

+0,30 %

106.186.000

109.737.000

+3,34 %

Februar

344.053.000

348.226.000

+1,21 %

223.245.000

227.079.000

+1,72 %

120.808.000

121.147.000

+0,28 %

März

378.207.000

415.181.000

+9,78 %

246.517.000

264.494.000

+7,29 %

131.690.000

150.687.000 +14,43 %

1. Quartal

1.035.860.000

1.081.183.000

+4,38 %

677.176.000

699.612.000

+3,31 %

358.684.000

381.571.000

April

364.973.000

385.880.000

+5,73 %

235.324.000

242.112.000

+2,88 %

129.649.000

143.768.000 +10,89 %

+6,38 %

Mai

376.708.000

365.083.000

-3,09 %

242.653.000

221.883.000

-8,56 %

134.055.000

143.200.000

Juni

371.870.000

420.916.000 +13,19 %

233.317.000

253.022.000

+8,45 %

138.553.000

167.894.000 +21,18 %

1. – 2. Quartal

2.149.411.000

2.253.062.000

+4,82 % 1.388.470.000 1.416.629.000

+2,03 %

760.941.000

836.433.000

+9,92 %

Juli

378.590.000

339.053.000

208.114.000 -10,44 %

138.477.000

130.939.000

-5,44 %

240.113.000

-10,44 %

August

233.367.000

330.249.000 +41,51 %

148.922.000

211.542.000 +42,05 %

September

434.731.000

464.036.000

283.812.000

295.140.000

1. – 3. Quartal

3.196.099.000

3.386.400.000

Oktober

410.164.000

439.933.000

November

385.793.000

253.125.000

132.668.000

Dezember

282.578.000

179.630.000

102.948.000

Gesamtjahr 4.274.634.000

2.760.849.000

1.513.785.000

ßeren Wert auf Komfort, Ausstattung und Ergonomie. Zum einen, um den zur Verfügung stehenden Raum optimal zu nutzen, zum anderen rücken die körperlichen Bedürfnisse des Küchennutzers immer stärker in den Fokus. Die Küchenbranche hat in den letzten Jahren mit einer Reihe von Innovationen darauf reagiert wie etwa elektrisch öffnende Türen und Schubladen bis hin zu höhenverstellbaren Kochinseln oder auch höhenverstellbaren Ess- und Arbeitsbereichen in den Küchen. Im hochwertigen Küchenbereich sind Küchen mit Echtlackfronten dominierend, vielfach in einer hochglänzenden Ausführung. Aber auch andere hochwertige Frontmaterialien wie Glas, Stein und neuerdings auch Beton sind im Kommen. „Shootingstar“ bei den Fronten sind aber seit Herbst 2014 in allen Preislagen Lacklaminat-Fronten. Lacklaminat (lackierte Folienfront) ist eine preiswertere Alternative zum Echtlack. In diesem Jahr wurde bereits mehr als jede zehnte Küche in dieser Ausführung verkauft. Tendenz weiter steigend. Die von der GfK im POS Handelspanel beobachteten Vertriebswege entwickeln sich in diesem Jahr alle positiv. Am geringsten konnten bis September die Möbel-Mitnahme-Discountmärkte mit einem Absatzzuwachs von 2,5 Prozent zulegen. Der Absatz der konventionellen Einrichtungshäuser entwickelte sich im Durchschnitt des Marktes. Die Küchenspezialisten (Küchenstudios/-Fachmärkte) entwickeln sich derzeit am besten. Sie profi-

+6,74 %

+3,99 %

+6,82 %

84.445.000

118.707.000 +40,57 %

150.919.000

168.896.000 +11,91 %

+5,95 % 2.061.317.000 2.131.425.000

+3,40 % 1.134.782.000 1.254.975.000 +10,59 %

+7,26 %

+6,14 %

266.777.000

283.162.000

tieren am stärksten vom Trend zu höherwertigen und höherpreisigen Küchen und können den Absatz um 9 Prozent steigern. Küchen mit innovativer Geräteausstattung Auch der Absatz im Bereich der Großgeräte entwickelt sich erneut positiv. Sowohl der Verkauf von freistehenden Geräten als auch der Einbaugeräte stieg bis Herbst 2015 weiter spürbar an. Die Großgerätehersteller unterstützen diesen positiven Absatztrend ebenfalls mit vielen innovativen, energie- und wassersparenden Produkten. Die Deutschen kochen gern viel und vielfach auch mit Leidenschaft. Wer in Deutschland kocht, so eine internationale Studie von GfK, tut dies im Durchschnitt 5,4 Stunden pro Woche. Bei Frauen liegt dieser Wert bei 6,5

143.387.000

156.771.000

+9,33 %

Hinweis: Die hohen prozentualen Veränderungsraten in Juli und August sind zurückzuführen auf die Sommerferien 2015 in NRW. (VdDK)

Stunden, bei Männern sind es 4,3 Stunden. Häufiger und länger wird in der Altersgruppe 30 plus gekocht. Ältere Menschen kochen im Schnitt bis zu 6,4 Stunden pro Woche, bei unter 30-jährigen liegt der Schnitt bei nur gut vier Stunden pro Woche. Kochen wird vielfach nicht nur als Arbeit und Last angesehen. 26 Prozent der befragten Personen in Deutschland sagen, dass sie dem Thema Essen und Kochen leidenschaftlich gegenüberstehen. Die positive Einstellung der Konsumenten zum Kochen und der Wunsch, sich gesund zu ernähren – in Kombination mit den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland – sorgen weiterhin für gute Aussichten im Küchenmarkt. www.gfk.com · www.gfktemax.com 

Deutschlands größte Küchenmöbelhersteller Name

Marken

Mitarbeiter

Export

Umsatz 2014

1. Nobilia

Nobilia, Noblessa

2.650

38 %

946,2 Mio. Euro

2. Alno Konzern

Alno, wellmann, pino, tielsa, Piatti, Alnoinox

2.289

52 %

546 Mio. Euro

3. Häcker-Küchen

1.300

38 %

406 Mio. Euro

4. Schüller

1.300

25 %

345 Mio. Euro

1.163

29 %

314,6 Mio. Euro*

750

25 %

205 Mio. Euro

7. SieMatic

465

70 %

100 Mio. Euro*

8. Leicht

530

60 %

  99 Mio. Euro

9. Ballerina-Küchen

250

50 %

63,5 Mio. Euro

10. Pronorm

250

60 %

  55 Mio. Euro

5. Nolte 6. Bauformat

Bauformat, Burger

küche + architektur | 21

*geschätzt

2014

Quelle: Statistisches Bundesamt, HDH/VDM, VdDK

Daten + Fakten


Architektur + Trend | Küchen

Fotos: Ballerina

Pures Meisterwerk BlackLine von Ballerina-Küchen – ganz individuell Mit der neuen BlackLine setzt Ballerina-Küchen die Lust am Besonderen in Szene, denn diese Linie erlaubt Planungen jenseits aller Standardisierung. Dabei ist die BlackLine mehr als ein Design-Produkt, sondern wird zu einem ganz persönlichen Statussymbol.

22 | küche + architektur

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uristische Perfektion zeichnet die neuen BlackLine-Schränke aus. Bei der Auswahl der Typen steht das Design im Vordergrund, ohne auf praktische Funktionen zu verzichten. So schließen die Fronten der Unterschränke oben mit einer Griffleiste ab, die den Einsatz von Licht erlaubt, um der Arbeitsplatte einen schwebenden Charakter zu geben. Die Auszüge darunter werden mit TIP-ON ohne Fugen weitergeführt. Elegante Großflächigkeit strahlen die Hochschränke mit ihren durchgehenden fugenlosen Türen aus, die entweder mit Push to open oder Griffleiste geplant. Die feinen Linien strahlen Zurückhaltung und echten Purismus aus. Alle Ballerina-Dekore und 3.800 Farben in fünf verschiedenen Lackoberflächen lassen bei der Planung der BlackLine wahren Individualismus zu. Ein Meisterwerk mit dem Anspruch, bereits jetzt ein Designklassiker zu sein. www.ballerina.kuechen.de 

BlackLine in Achatweiß in einer Kombination aus Samt-Lack und Hochglanzlack.


Umfrage Küchen | Branchenspiegel

Deutsche Küchenmöbelindustrie auf Wachstumskurs 2016 wird wieder ein Küchenjahr

Die Küchenmöbelindustrie steht dem kommenden Jahr positiv gegenüber. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Inland, wie Bautätigkeit, Arbeitslosenquote und Zinspolitik, unterstützen diese optimistische Ausrichtung. Zudem setzen zahlreiche Hersteller verstärkt auf das Exportgeschäft. Trotz der nach wie vor hetero­ genen Entwicklung der Einzelmärkte bietet das Auslandsgeschäft für das Gros der Hersteller interessante Absatzmärkte. Überzeugen wollen die deutschen Küchenmöbelproduzenten auch weiterhin mit innovativen, qualitativ hochwertigen Produkten, die Planungsvielfalt, Differenzierung und Individualisierung ermöglichen, sowie mit einer vorbildlichen, vertrauensbildenden Abwicklungsqualität. Was die Preis­ entwicklung anbelangt, so ist mit einer moderaten Anpassung zu rechnen.

1. 2. 3. 4.

 Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2015 für Ihr Unternehmen?  ie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens in 2016 W bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft?  it welchen Produktdifferenzierungen und Maßnahmen werden Sie Ihre M Kunden dahingehend unterstützen, dass diese dem wachsenden Anspruch der Verbraucher nach Individualisierung gerecht werden können?  ie schätzen Sie die Preisentwicklung von Küchenmöbeln für das kommende W Jahr ein?

Rotpunkt: Heraus aus der Vergleichbarkeit

Andreas Wagner, geschäftsführender Gesellschafter ­Rotpunkt Küchen

1. Rotpunkt hat das laufende Jahr 2015 fast abgeschlossen. Es war ein anstrengendes, aber erfolgreiches Jahr. Wir gehen zum zweiten Mal in Folge mit einem zweistelligen Wachstum in die Zeit des Jahreswechsels. 2. Wir denken, dass sich das Tempo des Wachstums etwas verlangsamt. Aus unserer Sicht können wir für 2016 mit einer moderaten Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich rechnen. 3. Die neuen Produkte, die wir auf der Hausmesse präsentiert haben, werden unsere Händler in die Lage versetzen, sich vom Wettbewerb abzuheben. Unsere

neue Korpuskonstruktion trägt dazu bei, aus der Vergleichbarkeit mit unseren Marktbegleitern heraus zu treten. Die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit sind auch mittlerweile in Deutschland in aller Munde. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unseren Greenline Produkten unseren Kunden ein sehr wichtiges Alleinstellungsmerkmal bieten. 4. Der Trend zu höherwertigen Küchen nimmt zu. Nicht mehr nur das Auto ist ein Statussymbol, auch die Küche hat sich diesen Rang beim Endverbraucher verdient. Bei der Preisentwicklung sehen wir eine www.rotpunktkuechen.de leicht steigende Tendenz. küche + architektur | 23


Branchenspiegel | Umfrage Küchen

Bauformat/Burger: Die Weichen für ein erfolgreiches Jahr 2016 sind gestellt

Delf Baumann, geschäftsführender Gesellschafter ­Bauformat/Burger

1. Mit dem Verlauf des Jahres 2015 sind wir zufrieden. Wir konnten unseren Umsatz planmäßig um 5 Prozent erhöhen. Mit 3 Prozent an diesem Zuwachs beteiligt, ist das Inland. Unser Exportanteil erhöhte sich um rund 14 Prozent. Dabei verbuchten wir die meisten Zuwächse in Frankreich, Österreich, der Schweiz und Belgien sowie Osteuropa und Türkei. Entsprechend den konjunkturellen Rahmenbedingungen entwickelte sich das Geschäft mit China und Russland eher verhalten. 2. Auch im kommenden Jahr werden wir uns ähnlich wie in 2015 positiv entwickeln können. Wir rechnen nicht mit großen Verwerfungen; Sondereffekte durch Markt­ verschiebungen lassen sich nicht seriös einschätzen. Umsatzvolumen sind nach wie vor „käuflich“, es stellt sich jedoch die Frage, ob sie den Preis wert sind!

Was das Exportgeschäft anbelangt, sehen wir dort gute Möglichkeiten weiter zu wachsen. Hier setzen wir auf die Weiterentwicklung neuer Verbindungen. 3. Alle von uns präsentierten Neuheiten tragen zur ­Individualisierung des Produkts und zur Profilierung unserer Partner im Handel bei. Besonders mit Bauformat lassen sich Küchen ganz nach den persönlichen Wünschen der Endkunden realisieren. Gerade deshalb bieten wir optional innen und außen dekorgleiche Möbel an. Auch durch Breiten-, Höhen- und Tiefen-Kürzungen für alle Schränke erhöhen wir die Planungsvielfalt unserer Kunden. Und für den Export bieten wir sogar spezifische Sonderfronten für regionale Märkte an. 4. Wir werden unsere Preise moderat anpassen und www.bauformat-burger.com um 1 bzw. 1,5 % erhöhen.

RWK: Design ist international

Ralf Marohn, geschäftsführender Gesellschafter RWK& Kuhlmann Küchen GmbH

1. Das Jahr 2015 ist/war für RWK & Kuhlmann Küchen GmbH von der Neuausrichtung nach der Insolvenz (2014) geprägt. In den Bereichen Produktion, Produktentwicklung und im Marketing wurde stark investiert und die Unternehmensziele neu definiert. Aufgrund der erfolgreichen Messe A30 in diesem Jahr und den positiven Kundenreaktionen können wir die Neuausrichtung und die eingeleiteten Maßnahmen als Erfolg werten. 2. Das Inlandsgeschäft wird weiter konsolidiert und in der Größenordnung von ca. 10 % Prozent wachsen, da mehrere Inlandskunden bereits angekündigt haben, dass sie nach der Insolvenz 2014 nun in 2016 wieder verstärkt mit uns arbeiten werden.

Im Ausland erwarten wir ein größeres Wachstum. Hier gehen wir von Wachstumsraten von durchschnittlich 20 Prozent aus. Hauptabsatzmärkte sind England, Schweiz, Holland und China. 3. Wir beobachten die Trends in China und Europa und leiten daraus verschiedene Produktentwicklungen ab. Wesentliche Produktdifferenzierungen wird es im Bereich der Fronten, der höhenwertigen Materialien (stär­ kerer Einsatz von Aluminium) und im Design geben. 4. Insgesamt wird die Möbelindustrie preislich unter Druck geraten, da die Möbelimporte aus China zunehmen werden. Für Küchen gilt diese Entwicklung jedoch nicht. Die Preise werden im Bereich Küchenwww.kuhlmannkueche.de möbel leicht steigen.

Zeyko: Gemeinsam Unikate schaffen

Andreas Kress, Geschäftsführer Zeyko Küchen

24 | küche + architektur

1. Jedes Jahr wird mit dem Vorjahr verglichen. In 2014 haben wir stolze Zuwächse verzeichnet, die wir in 2015 nahezu halten konnten. Auf unterschiedlichen Messen haben wir viele Innovationen gezeigt und diese werden seit der LivingKitchen 2015 oder auch seit der Hausmesse in Mönchweiler und der Küchenmeile A30 erfolgreich platziert, eine wichtige Voraussetzung für zukünftige Umsätze. 2. Mit dem Rückenwind der vorgenannten Messen schauen wir positiv in 2016. Da Zeyko im Export noch Nachholbedarf hat, glauben wir stärkere Zuwächse in Exportmärkten zu generieren. Die Marke „Made in Germany“ müssen wir perfekt besetzen.  3. Zeyko hat über viele Jahre seine Kompetenz bei Oberflächen aufgebaut. Diese werden in handwerklicher Arbeit zum Teil kunstvoll gefertigt. Dafür gibt

es Liebhaber, dafür gibt es Individualisten und dafür gibt es einen Markt – für diese Ware brauchen wir Küchenspezialisten und Planer mit der selben Denke und dem Feuer, damit diese Produkte erfolgreich vermarktet werden können. 4. Hier haben wir abschließend noch keine Entscheidung getroffen. Dies ist in unserem Preisbereich ein sehr sensibles Thema. Die Preisentwicklung ist eben auch sehr stark von Vorlieferanten abhängig. Die Preisentwicklung der Küche wird von vielen Faktoren beeinflusst – besteht die Küche doch nicht nur aus Küchenmöbeln, sondern auch aus E-Gräten und ­Zubehör. Hier heißt es, genau auch auf die Pro­dukte hinzuschauen und die Wettbewerbsfähigkeit und Marktfähigkeit im Auge zu behalten. www.zeyko.com 


Umfrage Küchen | Branchenspiegel

Schüller: Mit System zum individuellen Produkt 1. Das Küchenjahr 2015 war sowohl wechselhaft als auch fordernd. Bei der näheren Betrachtung muss mehr denn je zwischen dem Auftragseingang und der Umsatzleistung differenziert werden. Nachdem der Auftakt im Januar und Februar in der Auslieferung eher moderat war, sorgten die Folgemonate für einen dynamischen Fortschritt. Das Gesamtjahr entwickelte sich, was kumulierte Auftragseingänge sowie Umsätze angeht, für Schüller nachhaltig positiv. Dazu trug das Inland und vor allem die gute Weiterentwicklung des Exportes bei. So können wir bei Schüller durchaus ein positives Resultat für 2015 ziehen. 2. Die Entwicklung in 2016 wird im Wesentlichen durch die politische und gesellschaftliche Situation bestimmt werden. Nichts desto trotz passen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für ein weiteres Wachstum. Eine kontinuierliche, nachhaltige Entwicklung ist für unser Unternehmen ein Anliegen.

Diese Konstanz sehen wir vor allem im Inland wobei 2016 starke Wachstumschancen im Export liegen. 3.  Individualisierung ist eine Kernkompetenz von Schüller-Küchen. Handelspartner, die mit uns zusammenarbeiten, schätzen die Differenzierung im Produktangebot sehr. Dabei ist besonders der Systemgedanke mit verschiedenen Bauhöhen und der hohe Grad an Durchgängigkeit in Materialauswahl, Artikeln, Bautiefen und Funktionen zu nennen. Mit diesem Angebot werden wir bereits heute den individuellen Wünschen unserer Handelspartner bzw. der Endkunden gerecht. 4. Die Küche, als solches, besteht ja nicht nur aus den angesprochenen Küchenmöbeln. In den vergangenen Jahren wurde die Wertentwicklung der Küche vielmals durch die veränderten Gebrauchseigenschaften und Neuerungen der Elektrogeräte bestimmt. Das kommende Jahr wird von einer moderaten Preiswww.schueller.de entwicklung beeinflusst sein.

Markus Schüller, geschäfts­führender Gesellschafter ­Schüller Möbelwerk KG

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Branchenspiegel | Umfrage Küchen

Rational: Differenzierung bis ins Detail

Elke Pfeiffer, Marketingleiterin Rational Ein­bau­ küchen GmbH

1. Obwohl das abgelaufene Jahr 2015 wieder einmal sehr lebhaft für uns war, können wir zufrieden sein. Deutschland war wiederum ein stabiler Markt, aber auch unser Exportanteil konnte weiter ausgebaut werden. 2. Speziell in den ausländischen Märkten sehen wir noch großes Wachstumspotenzial. Hier liegt unser Hauptfokus innerhalb Europas. Wir erwarten in den Niederlanden, Belgien und Großbritannien eine weiterhin positive Entwicklung. Auch auf dem spanischen Markt sehen wir nach Jahren erstmals wieder eine steigende Nachfrage. Im Inland gehen wir von einem recht stabilen Markt aus und erwarten dort eine Festigung auf aktuellem Niveau. 3. Seit Jahren schon fokussieren wir im Bereich der Produktentwicklung die Individualisierung unserer Produkte. Zur diesjährigen Hausmesse haben wir unter anderem das hochwertige und extrem flexible Ordnungssystem passe|par|tout vorgestellt. Hiermit steht unseren Fachhandelspartnern ein sehr flexibles

und exklusives Design-Tool als Unikat zur Verfügung, mit dem sie die individuellen Wünsche ihrer Kunden erfüllen können. Eine weitere interessante Unterstützung für den Fachhandel ist die planwerkstatt. Die Neuentwicklung ist für den rational Musterbereich in hochwertigen Fachhandelsausstellungen vorgesehen. Die planwerkstatt besteht aus edlen, hochflexiblen Präsentations- und Aufbewahrungselementen und spiegelt damit die elegante Atmosphäre und Funktionalität unserer Lifestyle-Küchen wider. 4. Der Durchschnittsverkaufspreis der Küchen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und wird weiter steigen. Der Trend geht immer weiter zu hochwertiger Technik, Einzel- und Sonderanfertigungen. Leider sinkt der Wertschöpfungsanteil der Küchenmöbelhersteller zu Gunsten der Elektronanbieter. E-Geräte sind heute das neue Statussymbol. Unser Ziel muss es hier sein, die Küchenmarke gegenüber dem Elektrogerätehersteller mehr in den Vorderwww.rational.de grund zu stellen.

Nobilia: Durchgehende Perfektion in Produkt und Abwicklung

Dr. Oliver Streit, Geschäftsführer ­Nobilia Werke J. Stickling GmbH & Co. KG

26 | küche + architektur

1. Nach einem schwungvollen Start (LivingKitchen in Köln) ist das erste Halbjahr leider etwas verhaltener verlaufen als erhofft. Ein sehr guter Spätsommer und Herbst haben dann aber das Jahr noch in die richtige Richtung gebracht. Insgesamt sind wir mit dem Jahr 2015 zufrieden, wobei sich der Exportbereich signifikant besser entwickelt hat als das Inland. 2. Trotz einiger gesamtwirtschaftlicher Fragezeichen (Finanzkrise, Flüchtlingsproblematik, zerfällt das „ge­einte“ Europa aufgrund der nationalen Partikular­inter­ essen usw.) rechnen wir für 2016 mit einem im Volumen stabilen Binnenmarkt. Trotzdem bleibt dieser Markt hart umkämpft, die ohnehin schon hohe Wettbewerbsintensität wird also sicher nicht abnehmen. Auch für den, wie immer nicht wirklich homogenen, Export sind wir insgesamt optimistisch. In einigen ehemaligen Krisenländern spricht man schon wieder von einem Boom, wie z.B. Irland, andere Länder haben zumindest die Talsohle durchschritten und erzeugen ein nachhaltiges Wachstum. Insgesamt rechnen wir auch für 2016 mit einem weiteren, über dem Inlandstrend liegenden, Exportwachstum. Dafür haben wir, nicht nur im Sortiment sondern auch im Team, unsere „Hausaufgaben“ gemacht. Wir werden allein im Jahre 2016 unsere Vertriebsmannschaft im Export um rd. 20 Prozent ausbauen.

3. Insgesamt ist mir die Fragestellung etwas zu eng, denn neben dem Wusch nach wachsender Individualisierung gibt es weitere Megatrends, die im Fokus der Verbraucher liegen. Starten wir aber mit der Frage im engeren Sinne, den verbesserten Möglichkeiten der Individualisierung: Wir führen insgesamt mehr als 2.200 unterschiedliche Möbelteile im Sortiment, rund 200 davon haben wir in der Kollektion 2016 neu vorgestellt. Zusammen mit den 82 unterschiedlichen Frontausführungen, 76 Griffe, 17 Korpusfarben und 46 Arbeitsplattendekoren ergibt sich rein rechnerisch ein Baukasten von 2.200*82*76*17*46 = 10,72 Milliarden Varianten, dabei habe ich noch auf die Berücksichtigung von Themen wie Line N, Wangenfarben oder Color Concept-Farben verzichtet. Aus diesem „Baukasten“ baut der jeweilige Küchenplaner nun Ihre völlig individuelle und Ihren Rahmenbedingungen angepasste Wunschküche. Neben der Individualisierung glauben wir nach wie vor, dass das Thema Qualität im weitesten Sinne (inkl. Planung, Abwicklung, Montage etc.) extrem wichtig ist. Ein häufig angeführtes Argument gegen eine neue Küche ist nicht etwa, dass kein Geld vorhanden sei, sondern dass man sich den ganzen Aufwand, Ärger oder Dreck nicht zumuten wolle. Wenn dann im Bekanntenkreis auch noch über schlechte Erfahrun-


Umfrage Küchen | Branchenspiegel

gen berichtet wird, ist das eigentlich schöne Thema „Wunschküche“ doch auf Jahre verbaut. Wenn man dazu noch berücksichtigt, dass die Reichweite einer negativen Erfahrung rd. 20 mal länger/weiter ist, als die einer positiven Erfahrung, gibt es eine Menge gute Gründe für die ganze Branche – Handel wie Industrie – das Thema der Qualität sehr ernst zu nehmen. Genau hier setzt unser Konzept der Belieferung aus einer Hand, „one stop shopping“, an, das wir zwar schon immer propagiert haben, welches wir aber mit der Kollektion 2016 und während unserer Hausmesse noch einmal deutlich in den Vordergrund gestellt haben. Der oben beschriebene Baukasten, ergänzt um mehr als 600 Zubehörteile – davon über 130 Beleuchtungsartikel für die Küche – zwölf Elektromar-

ken – davon vier exklusiv – und das alles nicht nur aus einer Liste, sondern mit einem LKW pünktlich und vollständig in einer Lieferung distribuiert. Das sind wesentliche, in der Regel sogar geldwerte Vorteile für den Handel und zwar für die Abwicklung ebenso wie für die Kalkulation. 4. Auch hier gehen wir von einem insgesamt stabilen Niveau für 2016 aus. Der langfristige Trend zeigt, dass die Wertigkeit der verkauften Küchen in den letzten Jahren leicht gestiegen ist. Viele Kunden sind bereit, in ihre Träume von einer für sie perfekten Küche zu investieren. Dass die Bäume dabei aber nicht in den Himmel wachsen, dafür sorgt der oben bereits angesprochene, intensive Wettbewerb in Handel und Inwww.nobilia.de dustrie.

Küchenmöbel und Küchenzusatzmöbel allmilmö · Zeiler Möbelwerk Gmbh & Co. KG Obere Altach 1 · 97475 Zeil am Main · Tel. 09524 91-0 · Fax 09524 91-121 info@allmilmoe.de · www.allmilmoe.com

Ballerina-Küchen · H.-E. Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen · Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Gesellschafter: Familie Baumann Geschäftsführer: Delf Baumann, Michael Assner Exportleiter: Martin Fritzen, Dirk Kleykens Mitarbeiter 2014: 750 · Produktionsstätten: Löhne/Burg Tochtergesellschaft: Burger Küchenmöbel Umsätze 2014: 205 Mio. € · Exportquote 2014: 25,3 % Exportländer: Österreich, Schweiz, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Italien, Russland, China, Japan bau-for-mat Küchen GmbH & Co. KG Kattwinkel 1 · 32584 Löhne Tel. 05732 102100 · Fax 05732 10277208 info@bauformat.de · www.bauformat.de

Brigitte-Küchen · H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen · Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 vertrieb@brigitte-kuechen.de · www.brigitte-kuechen.de

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BRANCHENSPIEGEL | Küchenmöbel und Küchenzusatzmöbel

Gesellschafter: Mitglieder der Familie Stickling Geschäftsführer: Dr. Lars M. Bopf, Dr. Karsten Esser, Dr. Oliver Streit Vertriebsleiter: Dr. Oliver Streit Exportleiter: Matthias Keudel Exportquote 2014: 38 % Exportländer: weltweit

nobilia-Werke · J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. 05246 5080 · Fax 05246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

Poggenpohl Möbelwerke GmbH Poggenpohlstraße 1 · 32051 Herford Tel. 05221 381-0 · Fax 05221 381321 info@poggenpohl.com · www.poggenpohl.com

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

28 | küche + architektur


Umfrage Küchen | Branchenspiegel

Leicht: Erfolgsgaranten – Marktgerechtes Produkt und gute Partner im Handel 1. Wir sind mit unserer Geschäftsentwicklung insgesamt gut zufrieden. Leicht konnte in allen wichtigen Märkten gute bis sehr gute Zuwachsraten erzielen, seine Markposition ausbauen und somit einen Umsatzzuwachs im hohen einstelligen Bereich erzielen. Wir werden das Jahr 2015 voraussichtlich mit einem Umsatz von 107 – 110 Mio. Euro abschließen können. 2. Auch für das kommende Jahr sind wir positiv gestimmt und gehen innerhalb eines „normalen“ Geschäfts­ umfelds von einem weiteren Wachstum im Inland wie im Ausland aus. Als schwierig erweist sich jedoch die Prognose für die asiatischen Märkte und Osteuropa.

3. Die beste Produktdifferenzierung ergibt sich aus der Kombination der Planungsmöglichkeiten, die ein Produkt bietet und den geeigneten Planern, die es verstehen damit umzugehen. Der Entwurf und die Nutzung der Möglichkeiten machen den Unterschied. Unser Produkt ist hierfür gemacht, die Schulungen unterstützen diese Ideologie und die Preis-Leistungsfähigkeit gibt den letzten Ausschlag. 4. Leider analog der Entwicklung der letzten Jahre.  Die Küchenmöbel  schaffen maximal eine preisliche Seitwärtsbewegung. Was darüber hinaus geht, stellt eine Herausforderung für den Erfolg dar. www.leicht.com

Stefan Waldenmaier, Vorstands­ vorsitzender der Leicht Küchen AG

Häcker Küchen: Individualisierungspotenzial ist Trumpf 1. Wir konnten sowohl im Inland als auch im Export punkten und ein gesundes Wachstum erwirtschaften. Mit den erzielten Ergebnissen sind wir zufrieden. 2. Auch was das kommende Jahr anbelangt, rechnen wir mit einer positiven Entwicklung. Ausgehend von stabilen Märkten gehen wir sowohl im Inland als auch im Ausland von einem soliden Wachstum für unser Unternehmen aus. 3. Mit unserer Produktlinie „systemat“ geben wir dem Handel ein hochwertiges Serienprodukt mit einem hohem Maß an Individualisierungsmöglichkeiten an

die Hand. Mit fast grenzenlosen Kombinationsmöglichkeiten, einer sehr großen Auswahl an Frontma­ terialien und der sehr umfangreichen Palette von Korpusfarben lassen sich individuellste Kunden­ wünsche realisieren. Die gute Entwicklung von ­„systemat“ zeigt ganz deutlich den Wunsch der Verbraucher nach hoher Individualität in Verbindung mit einer top Qualität. 4. Nach unserer Einschätzung bewegen sich die Preissteigerungen für Küchenmöbel  zwischen 1,50 www.haecker-kuechen.de Prozent und 2,50 Prozent.

Marcus Roth, Häcker Geschäftsleitung Vertrieb und Marketing

Ballerina Küchen: Mehrwert überzeugt 1. Ballerina wächst in 2015 zweistellig. Dieses ist für uns die Bestätigung, dass der Absatzmarkt für das Segment der individuellen Küchen, also das Küchenfachgeschäft unser Produktangebot und die selektive Vermarktung mit fairer und klarer Preispolitik honoriert. Das Wachstum können wir gleichermaßen im Export und im Inland verzeichnen. 2. Für 2016 planen wir für In- und Ausland ein gutes Wachstum. In der Zinspolitik sind keine großen Än­ derungen zu erwarten, somit lohnen sich Geldanlagen nicht und Investitionen in die eigene Wohnung bilden eine gute Alternative. Die schwierigen Rahmenbedingungen der Flüchtlings- und Terrorsitua­ tion wirken sich positiv auf Bedeutung des sicheren und gemütlichen „Zuhauses“ aus. Im Ausland gibt es überall auf der Welt ausreichend Potenzial für die in­ dividuelle hoch­ wertige Markenküche Ballerina aus Deutschland. 3. Ballerina hat dieses Jahr auf der Hausmesse ­wieder viele neue Mehrwerte gezeigt, die von unseren

Handelspartnern positiv bewertet wurden und jetzt in den Küchenstudios platziert und dann verkauft ­werden. Dieses ist z. B. die neue Modellreihe BlackLine für den puristischen Designanspruch. Eine Küche, die mehr als eine Küche ist, nämlich ein Lebensgefühl. Ebenso die AntiBAK-Lackierung in mehr als 3.800 Sikkens- oder RAL-Farben, die neue GreenTECKitchen mit dem Pflanzenlicht, das Ritzenhoff-Design 2016 von Kurz Kurz Design sowie Achatweiß als neue Trendfarbe und natürlich die Komfortküche. 4. Leider wird das Angebot an billigen Qualitäten wie z. B. Lacklaminat, Einfachlackierungen und dünnere Dekore immer größer, sodass ein starker Druck auf die Preise herrscht. Diesen Trend geht Ballerina nicht mit. Wir bleiben bei unserem hochwertigen Qualitätsangebot. Um am Markt konkurrieren zu können, haben wir die Preise für 2016 nicht erhöht, was unsere Stützpunktpartner weltweit www.ballerina.de als den richtigen Weg beurteilen.

Heidrun Brinkmeyer, geschäfts­ führende Gesellschafterin BallerinaKüchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH

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BRANCHENSPIEGEL | Küchenmöbel und Küchenzusatzmöbel

Geschäftsführer: Edi Snaidero, Thomas Klee Vertriebsleitung: Christian Placho Exportleitung: Thomas Klee Marketing/PR: Elke Pfeiffer Exportquote 2015: 52 % Exportländer: weltweit rational einbauküchen GmbH Rationalstraße 4 · 49328 Melle Tel. 05226 58-0 · Fax 05226 58-212 info@rational.de · www.rational.de

Gesellschafter: Johannes la Cour Geschäftsführer: Johannes la Cour, Andreas Kress Vertriebsleiter: Andreas Kress Exportleiter: Andreas Kress Leitung Marketing: Tobias Hollerbach Exportanteil aktuell: 40 % Exportländer: weltweit zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Geschäftsführer: Egbert Neuhaus Vertriebsleiter: Rainer Büth Produktgruppen: Einbauabfallsammler, Küchenausstattungen, Auszug­systeme, Haushaltwaren, Küchenaccessoires, ­Kochgeschirr, Alu-SystemTechnik, Trag-/ Stützelemente Aluminium-Design-Möbel – Aluments M. Westermann & Co. GmbH – Küchentechnik Postfach 2680 · 59716 Arnsberg (Neheim-Hüsten) Tel. 02932 476-0 Fax 02932 476-55 · Fax Export 02932 34576 einbau@wesco.de · www.wesco-kuechentechnik.de aluments@wesco.de · www.wesco-aluments.de

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Daten + Fakten

Neubauprognose Mehrfamilienhäuser holen auf

Der seit 5 Jahren statistisch belegte Anstieg der Wohnungsbaugenehmigungen deutet auf ein solides Wachstum hin. Auch die aktuelle Prognose des Düsseldorfer Marktforschungsunternehmens BauInfoConsult bestätigt den Trend: So wird die Zahl der Fertigstellungen im Wohnungsbau für 2015 und 2016 weiter ansteigen. Insbesondere das Mehrfamilienhaussegment erweist sich hierbei deutschlandweit als Wachstumsmotor.

A

uf regionaler Ebene profitieren die Häuslebauerregionen in Süddeutschland und im Westen vom Ein- und Zweifamilien­ haussegment, während einige Regionen im Norden der Republik mit kurzfristigen Wachstumsschüben rechnen können. Insgesamt wird für 2016 von einer moderaten Steigerung um 2 Prozent bei fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäusern ausgegangen. Aufgrund der zu erwartenden Genehmigungsentwicklung ist auch 2017 mit einer Fortsetzung der Aufwärtstendenz zu rechnen. In den nördlichen Bundesländern wird es laut Prognose 2015 weiterhin zu einer Fortsetzung des regionalen Wohnungsbaubooms kommen, der vor allem auf der Genehmigungsdynamik in Hamburg und Schleswig-Holstein beruht: Hier wird insgesamt mit einer Steigerung um 19 Prozent im gesamten Wohnungsbau gerechnet. Da speziell auf den Geschosswohnmärkten nach den Anstiegen der letzten Jahre mit Sättigungseffekten zu rechnen ist, ist 2016 ein leichter Rückgang (-1 Prozent) von dem sehr hohen Fertigstellungsniveau zu erwarten.

Die Aufwärtsdynamik dürfte sich aber bereits 2017 wieder fortsetzen. Der in jüngster Zeit zu beobachtende Schub im ostdeutschen Wohnungsneubau dürfte sich 2015 in einem Anstieg von einem Drittel niederschlagen – insbesondere dank Sachsen und Berlin. Demgegenüber flacht sich aber schon 2016 die Entwicklung ab (+4 Prozent) und dürfte sich 2017 bestenfalls moderat fortsetzen. Kontinuierlicher verläuft die Entwicklung in der Häuslebauerregion Süddeutschland. Hier prognostiziert das Institut für 2015 in Bayern und Baden-Württemberg eine stagnierende Entwicklung, die 2016 wieder um 3 Prozent zulegen dürfte. Auch danach sind die Aussichten gleichbleibend bis leicht ansteigend. Im Westen dürfte es 2015 vor allem dank des in Gang kommenden Ein- und Zwiefamilienhaussektors zu einem Gesamtanstieg um ein Viertel kommen. Demgegenüber flacht sich die Anstiegstendenz 2016 ab (+2 Prozent) und pendelt sich danach auf einem ähnlichen Niveau ein.

Wohnungsfertigstellungen in Europa 2015

Reale Bauinvestitionen in Deutschland

in neu errichteten Wohngebäuden pro 1.000 Einwohner

Veränderung in % gegenüber Vorjahr Bausparte

Frankreich Schweiz Norwegen Österreich Finnland

2013

2014

2015

Wohnungsbau

0,6

3,5

2,0

2016 1,0

Wirtschaftsbau

-1,8

2,4

2,3

-1,0

Öffentlicher Bau

0,8

3,9

1,8

-0,3

Bau insgesamt

-0,1

3,2

2,1

0,3

Schweden

Quelle: Statistisches Bundesamt; 2014 bis 2016: Prognose des Ifo Instituts

Belgien Polen Durchschnitt

BauInfoConsult Neubauprognose

2,9

Slowakei

Fertigstellungen 2015 bis 2017

Deutschland

2,7

95.000 85.000 75.000 65.000 55.000 45.000 35.000 25.000 15.000 5.000 2014

Niederlande Großbritannien Tschechien Dänemark Irland Italien Ungarn Spanien Portugal 0

1

2

3

4

5

6

Quelle: Euroconstruct

2015

Ein- und Zweifamilienhäuser

2016

2017

Drei- und Mehrfamilienhäuser

Quelle: BauInfoConsult, Jahresanalyse 2015/2016, Stand: Juli 2015

küche + architektur | 31


Architektur + Trend | Küchen

One Team – one company pronorm – Wege entstehen dadurch, dass man sie gemeinsam geht

Ein starkes Team , pronorm-Betriebsleiter Gordon Henke, Oliver Löhr, technischer Leiter, Geschäftsführer Heinz Hachmeister und Thorsten Gösling, Einkaufleiter, …

„Erfolgreich zu sein, setzt zwei Dinge ­voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.“ Die Kompetenz in der Entwicklung und Fertigung hochwertiger Küchen von pronorm basiert auf einen Erfahrungsschatz von vielen Jahrzehnten. In diesem Zeitraum ist es dem Traditionshersteller gelungen, die eine oder andere Klippe erfolgreich zu umschiffen und sich zu einem zukunftsorientierten Unternehmen zu entwickeln. Entscheidend dazu beigetragen, so Heinz Hachmeister, Geschäftsführer des Unternehmens, haben eindeutig die Menschen, die sich aktiv in das Unternehmen einbringen.

32 | küche + architektur

R

eformen basieren vor allem auf Mannschaftsgeist“, das gelte auch für Unternehmen, betont Heinz Hachmeister. Mit uns am Tisch sitzen Oliver Löhr, technischer Leiter, Gordon Henke, Betriebsleiter, und Thorsten Gösling, der sowohl für den Einkauf des Unternehmens verantwortlich zeichnet und gemeinsam mit Heinz Hachmeister auch die Produktentwicklung vorantreibt. Jeder für sich verfügt über Kernkompetenzen, die er einbringt, um das Unternehmen weiter nach vorne zu bringen. „Wir sind stolz auf die Produkte, die wir produzieren“, betont Oliver Löhr. „Besonders deutlich wird mir das, wenn ich die Begeisterung der Menschen mitbekomme, die an einem Tag der offenen Tür die Möglichkeit haben, unsere Ausstellung zu besuchen.“ „Und natürlich auch den Enthusias­ mus unserer Mitarbeiter aus der Produktion“, wirft Gordon Henke ein. „Wenn wir etwas Neues einführen, wie jetzt z.B. unser ergänzendes Schubkastensystem ProTech, was natürlich auch in der Fertigung umgesetzt werden muss, sehen die meisten Mitarbeiter in erster Linie die Veränderung auf sich zukommen“, erläutert er uns. „Oft können sie sich das fertige Produkt noch gar nicht vorstellen. Wenn sie dann aber das fertige Produkt in der Ausstellung sehen, ist auch ihnen der Stolz anzusehen.“ „Es ist für uns grundsätzlich sehr wichtig, alle Mit­ arbeiter mitzunehmen“, fasst Heinz Hachmeister zusammen.


Küchen | Architektur + Trend

Modernste Maschinentechnik im Bereich der verketteten Korpusmontage (links) als auch bei der Frontenbearbeitung (unten) sind die Basis für einen effektiven Fertigungsprozess.

Bereits die Entscheidung für Produktoptimierungen trifft das Team, ergänzt um die Vertriebsspitze Udo Helweg, verantwortlich für Deutschland, Jason Grinton, für UK, und Roger Klinkenberg, der ­pronorm in den Beneluxländern und Frankreich repräsentiert, gemeinsam. „Wie und mit welchen Vorlieferanten eine solche Neuerung durchgeführt wird, setzt allerdings zahlreiche Gespräche mit verschiedenen Zulieferern voraus“, unterstreicht Thorsten Gösling. Als Einkäufer ist er automatisch mit in alle Prozesse und Entwicklungen einge­ bunden. „Um sich vom Wettbewerb abzuheben, müssen wir uns kontinuierlich mit den Produkten und vor allem mit den Neuerungen der Zulieferindustrie auseinandersetzen. Unser Ziel muss es nicht nur sein, topaktuell aufgestellt zu sein, sondern auch unsere Produkte mit einer gewissen Eigenständigkeit auszustatten“, betont er. „Am besten erklären lässt sich das am Beispiel des innovativen ProTech-SchubkastenSystems: Hier war Hettich dazu bereit, pronorm frühzeitig in den Entwicklungsprozess einzubinden. Dadurch ließ es sich optimal in unsere vorhandene Plattform-Strategie (verschiedene Schubkastensysteme, ein Bohrbild) integrieren“, erläutert der versierte Einkäufer die Vor­ teile dieser strategischen Partnerschaft.

„Unsere Aufgabe ist es, pronorm zukunftsorientiert auszurichten“, darin ist sich das gesamte Team einig und dass dies mit kontinuierlichen Investitionen verbunden ist, steht dabei außer Frage. Und wer sich die Fertigung von pronorm anschaut, dem fallen sofort modernste Maschinen und Arbeitsplätze ins Auge, bedient von kompetenten Facharbeitern, die allesamt mit ins Qualitätsmanagement des Unternehmens eingebunden sind und sich damit identifizieren. „Motivation und Engagement der Mitarbeiter beeinflussen den Erfolg des gesamten Unternehmens ganz entscheidend“, ergänzt Heinz Hachmeister und fährt fort: „Ein gutes Produkt ist eine Sache, die Auftragsabwicklung die andere wichtige Komponente, um unsere Kunden optimal zu betreuen.“ Das ist der Grund, wieso pronorm auch in ein neues, zukunftsaus­ gerichtetes ERP-System investiert hat und dabei ist, dieses in 2016 kontinuierlich einzuführen. „Diese Investition trägt dazu bei, den elektronischen Datenaustausch zwischen unseren Kunden und uns deutlich zu verbessern“, erläutert Oliver Löhr. „Fehlerquellen lassen sich rechtzeitig ausschließen, was die Prozesssicherheit erhöht und die Fertigung wesentlich effizienter macht. Das System bildet immerhin auch die Schnittstelle zu unseren Maschinen, mit denen wir in der Lage sein werden, Losgröße 1 zu produzieren.“

… Roger Klinkenberg, Länderverantwortlicher Benelux und Frankreich und Russland, Udo Helweg, Veriebsleitung Deutschland und Länder­ver­antwortlicher Asien, pronorm-Geschäftsführer Heinz Hach­meister und Länderverantwortlicher Groß-Britannien Jason Grinton küche + architektur | 33


Fotos: pronorm

Architektur + Trend | Küchen

Y-line – Eine Brücke zum Wohnbereich: Mit symmetrischem Fugen­ verlauf und lebendiger Echtholzfront wird die Kochinsel zum Dreh- und Angelpunkt der Gestaltung. Klare Akzente setzt weißes Mattglas.

Individualität ist es, die eine gut geplante Küche ausmacht „Und darauf haben wir uns ausgerichtet, um den wachsenden Anspruch unserer nationalen und internationalen Kunden auch weiterhin gerecht zu werden“, betont Heinz Hachmeister. „Wir sind so gut aufgestellt, wie nie zuvor“, Udo Helweg strahlt über das ganze Gesicht: „Mit unseren Produktlinien Y-line, mit der wir eine Alleinstellung haben, proline128, die wir um die grifflose Version X-line ergänzt haben, und Classicline, mit der wir den Preiseinstieg bedienen, und vor allem mit der Möglichkeit, diese problemlos miteinander kombinieren zu können, ergeben ein schlagkräftiges Sortiment mit einem marktgerechten Preis-Leistungs-Verhältnis! Das haben uns unsere Kunden während und nach der Hausmesse bestätigt.“ Und der Erfolg gibt ihm recht, denn pronorm konnte Neukunden im In- und im Ausland für seine modernen, designorientierten Einbauküchen begeistern. „Selbst in unserem angestammten niederländischen Markt gewinnen wir kontinuierlich neue Handelspartner“, unterstreicht Roger Klinkenberg die Aussagen seines Kollegen, „und auch in Frankreich und Russland sind wir auf gutem Wege.“ Das ist nicht zuletzt dem Engagement des gebürtigen Niederländers zu verdanken. Jason Grinton kann sich hier nur anschließen, denn im United Kingdom sind pronorm Küchen schon immer gefragt. „Die durchgängige und individuelle Planbarkeit des Sortiments spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dazu gehören die farblich passenden Sichtseiten und Korpuskanten zu jeder Front, durchgehende

Hochschrankfronten bis 208 cm und die variable, millimetergenaue Breiten­kürzung von Schubkästen und Auszügen.“ „Wir haben alles, was das Planer­herz begehrt: modernste Werkstoffe, eine Fronten- und Arbeits­plattenkollektion, die dem Zeitgeist entspricht, und last but not least eine ausgereifte Beschlag- und Auszugstechnik, die hier und da auch mal über den Standard hinausgeht“, fügt Udo Helweg hinzu und meint damit nicht nur ProTech, sondern auch die komfortablen Pockettüren oder die topmodernen Schiebetürelemente. „Und natürlich bieten wir unseren Kunden und deren Monteuren auch kontinuierlich Schulungen an.“ „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“ Auf seinen Lorbeeren ausruhen will sich das Erfolgsteam jedoch noch lange nicht. „Im nächsten Jahr werden wir in eine weitere Produktions­ halle investieren, um Abläufe noch stärker zu optimieren und die Durchlaufzeiten weiter zu verkürzen“, erläutert Heinz Hachmeister. Weitere große Investitionen in Maschinen und Anlage sind in der Planungsphase. All diese Investitionen sollen dazu beitragen, unsere Kun­den noch besser zufriedenstellen zu können. Besonders in den letzten Jahren sind wir gemeinsam mit und an unseren Kunden gewachsen. Letztend­ lich sind es die Wünsche und Anforderungen unserer Partner im Handel, die wir uns als Benchmark setzen. Das gilt heute und für die Zukunft“, darin sind sich Heinz Hachmeister und sein Team einig. www.pronorm.de

Auszugkomfort und ausgereifte Technik auf höchstem Niveau: proTech – in den zwei Farb­ varianten Titan (r.) oder Eiche-Dekor. 34 | küche + architektur


Material | Architektur + Trend

Matt fasziniert XTreme – die neue Oberflächen-Qualität von Pfleiderer Die Produkt-Entwicklung Duropal-HPL XTreme mit ihrer besonderen Optik und Haptik ist das Ergebnis der konsequenten Entwicklungs­ arbeit des Holzwerkstoffherstellers Pfleiderer. Diese Oberfläche zeigt sich zudem äußerst reinigungsfreundlich und lässt sich mit nahezu allen Dekoren der Pfleiderer-Kollektion kombinieren.

Fotos: Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH

F

ingerabdrücke bleiben auf Duropal-HPL XTreme unsichtbar und sogar Fett-Spuren lassen sich von dieser Oberfläche mühelos entfernen“, so Reinhold Hinterhölzl, der bei Pfleiderer für das Produktmanagement HPL und Elemente zuständig ist. Keine Selbstverständlichkeit für eine matte Oberfläche, wie der Experte erklärt: „Wenn sie leicht zu pflegen sein und sogar Chemikalien standhalten soll, ging das bisher zulasten von Optik und Haptik.“ Auch die Farbintensität von Duropal-HPL XTreme – besonders mit Dekoren in denen Me­ tallic- oder Perlmutt-Effekte enthalten sind – ist beachtlich. Wie robust Duropal-HPL XTreme ist, sieht man dem Material nicht an. „Es wirkt ungemein warm und weich und fühlt sich auch an.“ Die neuartige Elektronenstrahl gehärtete Funktionsschicht bietet alle Eigenschaften einer HPL-Oberfläche und ermöglicht sogar eine tiefmatte Struktur für horizontale Anwendungen. Auch Postforming ist für diese HPL-Qualität kein Problem. Fugenlos beschichtet gibt es www.pfleiderer.com XTreme in allen gängigen Profilvarianten – sogar als „Quadra-Profil“. 

küche + architektur | 35


Daten + Fakten

Hausgerätemarkt wächst zum 8. Mal in Folge Laut Angaben des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V., ZVEI wächst der deutsche Markt für Hausgeräte in 2015 zum achten Mal in Folge und auch für 2016 stellt sich die Branche auf Wachstum ein.

Dr. Reinhard Zinkann, Vorsitzender Fachverband Elektro-Haushalt-Großgeräte: „Energieeffizienz ist weiterhin ein starker Trend. Die Verbraucher wünschen sich aber nicht nur sparsame Geräte, sondern sie legen auch großen Wert auf gute Gebrauchseigenschaften und hohen Bedienkomfort.“

D

er Herstellerumsatz mit Groß- und Kleingeräten wird sich zum Jahresende 2015 auf insgesamt 8,2 Milliarden Euro belaufen, erwartet Dr. Reinhard Zinkann, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands ElektroHaushalt-Großgeräte und Vorstandsmitglied des ZVEI Zentral­verband Elektrotechnik- und Elektronik­industrie. Dies entspricht einem Anstieg von vier bis fünf Prozent und übertrifft damit die Erwartungen. Für 2016 hält man ein Wachstum von zwei bis drei Prozent sowohl im Inland als auch bei den Ausfuhren für durchaus möglich.

Georg Walkenbach, Vorsitzender Fachverband ElektroHaushalt-Kleingeräte: „Die Kombination von langfristigen Wachstums-Klassikern und innovativen Produkten, bringt den Erfolg. Zudem ist bei Kleingeräten das Design für den Verbraucher wichtig. Kleingeräte sind hoch funktional und smart.“

Deutschland ist ein bedeutender Fertigungsstandort mit einem Dutzend Produktionsstätten für Großgeräte und 30 für Kleingeräte. Im Jahr 2015 werden Geräte im Wert von etwa 6,5 Milliarden Euro hergestellt. Die Branche hat derzeit 46.000 Beschäftigte bei einem Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Stabiles Wachstum zeigt 2015 auch der Export: Das Auslandsgeschäft mit großen Hausgeräten klettert um etwa drei Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Über 70 Prozent der Haus­ geräteexporte gehen in die Länder der Europäischen Union. Höherwertige GroSSgeräte mit smarter Technologie im Trend Die Großgeräte tragen zum Inlandsumsatz mit 5,6 Milliarden Euro bei, was einem Plus von ca. vier Prozent entspricht. Die IFA im Herbst 2015 habe gezeigt, dass smarte, vernetzbare Hausgeräte auf dem Vormarsch sind. Kleingeräte werden zu Lifestyle-Produkten „Seit elf Jahren in Folge wächst der Kleingerätemarkt in Deutschland zuverlässig“, bilanziert Georg Walkenbach, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektro-HaushaltKleingeräte und Mitglied des engeren ZVEI-Vorstands. Die Kleingeräte-Branche erzielt nach ZVEI-Angaben im Jahr 2015 ein Wachstum des Inlandsmarkts von sechs Prozent. Erwartet wird ein Umsatz von etwa 2,6 Milliarden Euro. Der Kleingeräte-Export legt um etwa vier Prozent zu auf 3,3 Milliarden Euro. Zu den Bestsellern im Kleingerätesegment gehörten 2015 vor allem Kaffeemaschinen, Küchengeräte und Personal Care.

Elektro-Hausgeräte: Entwicklung Inlandsmarkt und Export Herstellerumsatz ohne MwSt., alle Werte gerundet 2011

2012

2013

2014

Prognose 2015

Mrd. E

Veränd.

Mrd. E

Veränd.

Mrd. E

Veränd.

Mrd. E

Veränd.

Mrd. E

Veränd.

7,2

+3 %

7,5

+3 %

7,6

+2 %

7,9

+3 %

8,2

+4-5 %

Großgeräte

5,0

+4 %

5,2

+3 %

5,2

+1 %

5,4

+2 %

5,6

+4 %

Kleingeräte

2,2

+3 %

2,3

+4 %

2,4

+4 %

2,5

+4 %

2,6

+6 %

Inlandsumsatz gesamt

Quelle: ZVEI, Stand: 24.11.2015, alle Werte gerundet

36 | küche + architektur


Geräte | Technik + Komfort

Durch die integrierte ­Kamera bleiben Gerichte im AEG ProCombi Plus Smart immer unter Kontrolle. Der neue Multifunktionsdampfgarer lässt sich mit dem Mobilgerät verbinden und bietet so Überblick und Feedback beim Kochen, ohne dass man sich in der Küche aufhalten muss. Ein Tipp auf dem Smartphone und die Tempe­ratur im Ofen passt sich an. Ein kurzes Wischen auf dem Tablet und Dampf wird hinzugegeben.

Dampfgarer mit integrierter Kamera Fotos: AEG

Vernetzung pur: AEG ProCombi Plus Smart „Wir bei AEG sind der Überzeugung, dass vernetzte Hausgeräte eine nahtlose und ­komfortable Nutzererfahrung bieten müssen, die auf offene, standardisierte Plattformen aufbaut“, so Gerd Holl, General Manager Deutschland & Österreich bei Electrolux.

D

er neue, mit der CookView-Kamera ausgestattete Dampfgarer ProCombi Plus Smart von AEG war auf der IFA 2015 ein Beispiel dafür, wie Konnektivität im Alltag aussehen kann: Die CookView-Kamera überträgt LiveBilder direkt aus dem Backofen an das Mobilgerät (iOS oder Android). Über die My AEG App und einen WiFiZugang bleibt damit der Garvorgang im Blick, auch wenn der Koch sich nicht in der Küche aufhält. So bleiben Gerichte im Ofen unter Kontrolle und die Gäste nicht alleine an der Speisetafel. Aber die smarte App bietet noch mehr: Über das Mobilgerät kann das Kochen gestartet werden. Benachrichtigungen informieren während des Kochvorgangs und melden, wenn ein aktives Eingreifen notwendig wird. In der App-Datenbank stehen Hunderte von Profi-Rezepten zur Wahl. Filterfunktionen wie Diät, Kosten, Anlass, Zutaten oder Zubereitungsverfahren erleichtern die Suche nach passenden Gerichten. Auch erstellt die App auf Basis des jeweiligen Rezepts gleich eine Einkaufsliste. Und im Social Feed aus den AEG Social-Kanälen kann man sich Inspirationen holen und die eigenen Kochresultate mit Freunden teilen – live aufgenommen von der Kamera im eigenen Herd. Der AEG ProCombi Plus Smart verfügt neben Heißluft- und Sous-vide-Funktion über das von AEG entwickelte FullTaste Dampfgar-System und einen professionellen Feuchtigkeitssensor, der für die optimale Mischung aus Dampf, Feuchtigkeit und Hitze sorgt: Die App regt dazu an, nur selten genutzte Funktionen auszutesten, da sie mit den entsprechenden Rezepten verlinkt werden. Der vernetzte Backofen mit Kamera ist ab April 2016 erhältlich. Die mobile App mit allen Rezepten, aber ohne Konnektivität, kann bereits aus den Stores von Apple und Google heruntergeladen werden (Suchbegriff momentan: „Let’s Taste“, im Januar 2016 steht mit „My AEG“ die neue Version bereit). Als Teil der Electrolux Gruppe ist AEG Mitglied in der AllSeen Alliance, dem weltweit größten kollaborativen Open-Source-Projekt zur Sicherstellung der übergreifenden Funktionalität im Internet der Dinge. Der Initiative gehören mehr als 170 Mitglieder aus den unterschiedlichsten Branchen an. www.aeg.de www.electrolux.com 

küche + architektur | 37


Branchenspiegel | Umfrage Elektrogeräte

Hausgeräteindustrie Mehrwert führt zu höheren Durchschnittserlösen

Die Hausgeräteindustrie geht trotz zum Teil schwer kalkulierbarer Rahmenbedingungen gut gestimmt ins neue Jahr. Das bestätigen die Interviews mit den Verantwortlichen renommierter Unternehmen der Branche. Bei ihrer Produktentwicklung setzen die Hersteller durchweg auf Geräte, die über vom Endverbraucher erlebbare Mehrnutzen verfügen, was automatisch zu steigenden Durchschnittserlösen führt. Was die Vernetzbarkeit der Hausgeräte anbelangt, so polarisiert der Anbietermarkt. Einige Unternehmen gehen offensiv mit der Thematik um, andere wieder zeigen sich deutlich zurückhaltender in der Bewertung der Notwendigkeit und der Lancierung smarter Geräte. Allen gemein ist der Wunsch, ausschließlich Geräte auf den Markt zu bringen, die ihren Nutzern echte Gebrauchsvorteile bieten.

1. 2. 3. 4. 5.

 Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2015 für Ihr Unternehmen?  ) Welchen Stellenwert nimmt die Nachfrage nach smarten Geräten derzeit ein? a b) Welche der smarten Produkte wurden am meisten gekauft, und worin sehen Sie den Erfolg dieser Geräteausstattung begründet?  ie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens in 2016 W bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft (inner- und außer­europäisch)?  ) Welche Art an Investitionen werden Sie tätigen, um Ihr Wachstumsziel zu a erreichen? b) Welchen Stellenwert werden dabei neue Produkte einnehmen?  ie schätzen Sie die Preisentwicklung von Haushaltsgroßgeräten für das W ­kommende Jahr ein?

Electrolux: Ausbau des hochwertigen Gerätesortiments geplant 1. Wir sind mit dem Verlauf dieses Jahres sehr zufrieden – speziell mit dem Geschäft unserer Premiumund Kernmarke AEG. Die kumulierten Zahlen sowie die noch vorliegenden Auftragsvorlagen in unserem Vertriebsbereich Küchen- und Möbelhandel zeigen eine insgesamt gute Tendenz und lassen nicht nur zum Jahresende ein erfreuliches Ergebnis erwarten, 38 | küche + architektur

sondern stimmen uns auch positiv für einen guten Start in 2016. Aber auch unsere „smarte“ Marke Zanussi entwickelt sich sehr gut und wird als überaus interessante Einsteigervariante geschätzt, die sehr gut im Markt etabliert ist. 2. a) Das Top-Thema auf der diesjährigen IFA sowie auch der Küchenmeile war „Connectivity“ und wir ha-


Umfrage Elektrogeräte | Branchenspiegel

ben auf beiden Messen mit dem AEG ProCombi Plus Smart den weltweit ersten vernetzten Einbau-MultiDampfgarbackofen mit eingebauter Kamera dem Fachpublikum und vielen interessierten Konsumenten vorgestellt. Sowohl in Berlin als auch in Löhne war die Resonanz auf diese Innovation sehr positiv, so dass wir sicher sind, hier den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Wir stehen bei der „Vernetzung“ gerade erst am Anfang – ich bin davon überzeugt, dass diese Entwicklung unsere Branche revolutionieren wird. 2. b) Der neue vernetzte AEG ProCombi Plus Smart wird im Frühling 2016 im qualifizierten Fachhandel erhältlich sein. Das Gerät ist mit der CookView-Kamera ausgestattet, die Live-Bilder direkt aus dem Backofen an das Mobilgerät (iOS oder Android) überträgt. Über die mobile App und einen WiFi-Zugang behalten Hobbyköche so die Speisen stets im Auge und können auch jederzeit eingreifen. Und natürlich ist diese Neuentwicklung mit dem von AEG entwickelten FullTaste Dampfgar-System ausgestattet. Zudem bietet der Backofen eine Sous-vide-Funktion für besonders leichte und schmackhafte Ergebnisse. 3. Wir gehen auch im kommenden Jahr im Inlandsgeschäft von einem weiteren Marktwachstum aus. Unsere Zielsetzung ist dabei, von diesem Wachstum überproportional zu profitieren und dabei vor allem die gute Entwicklung unserer Premiummarke AEG mit einem noch besseren Produktmix fortzusetzen. Als deutsche Vertriebsgesellschaft können wir leider keine Aussagen zum Exportmarkt treffen. 4. a) Besonders im Bereich Küchen- und Möbelhandel werden wir zusätzliche Investitionen in Angriff

nehmen, die in die weitere Entwicklung sowie den Ausbau unseres hochwertigen Einbaugeräte Sortimentes fließen werden. Lassen Sie sich im September des nächsten Jahres auf der IFA in Berlin und im MAZ in Löhne überraschen! Darüber hinaus werden wir unser Vertriebsteam im Küchen- und Möbelhandel verstärken und schließlich unsere internen Prozesse optimieren. Auf diese Weise wollen wir den Servicelevel für unsere Fachhandelskunden nicht nur auf dem hohen Niveau halten, sondern noch weiter ausbauen. Nicht vergessen möchte ich die Investitionen in Marketingaktivitäten, die unser Geschäft positiv beeinflussen werden. 4. b) Als einer der weltweit größten und erfolgreichsten Hausgerätehersteller legen wir unser Hauptaugenmerk immer auf die innovativsten Neuentwicklungen. Das ist gleichermaßen unsere Mission wie auch unsere größte Passion! 5. Die Preisentwicklung in 2015 in unserer Branche ist eher heterogen verlaufen. Haushaltsgroßgeräte im Mengensegment unterliegen meistens einem großen Preisdruck, was nicht zuletzt durch den großen Wettbewerb bedingt ist. Jedoch beobachten wir, dass ein immer größerer Mehrwert durch hochwertige Elektrogeräte und Neuentwicklungen generiert wird. Davon profitiert der Handel, aber auch der Endverbraucher, da dieser Mehrwert in der Regel mit einem deutlichen Zusatznutzen der Produkte einhergeht. Diese Entwicklung wird sich auch in 2016 fortsetzen. www.aeg.de 

Karl-Heinz Schneider, Direktor Vertrieb Möbel- und Küchenhandel Electrolux Deutschland

V-Zug: Mehrwert und Nutzen überzeugen 1. Das laufende Jahr war für die schweizer Wirtschaft vor allem geprägt vom Euro-Wechselkurs. Durch das starke Engagement in der Produktion – Mehrarbeit, gesunkene Einkaufspreise usw. – konnten wir diese ohne Preisänderung sehr gut überstehen. Das Wachstum war stabil, das hohe Budgetziel ist in Reichweite. Ich kann nur an alle Beteiligten im Vertrieb und in der Gourmetakademie ein großes Lob aussprechen! 2. a) Die Nachfrage ist klar vorhanden und das Thema ist sehr wichtig. Wir prüfen aktuell im Langzeittest diese Technik in der Schweiz, um dann mit hoher Qualität auch in Deutschland zu punkten. Einen übereilten, schnellen Schritt, da dieses Thema gerade aktuell ist, wollten wir vermeiden. Meine Prognose ist, wie in allen diesen neuen Techniken: Ob es Sinn macht eine Temperatur im Backofen

übers Mobiltelefon zu reduzieren oder auch nicht, es wird mehr und schnell zum Standard werden. Also muss man sich damit auseinandersetzen. Dies gilt weltweit. 5. Meiner Einschätzung nach werden sich die Preise im bekannten Produktsortiment relativ stabil verhalten. Aber die Innovationskraft im Bereich Neuprodukte zeigt, dass für gewisse Produkte auch mehr Geld ausgegeben wird. Der Fokus liegt beim Endkunden: Wenn er einen echten Gegenwert und Nutzen erkennt, wird er häufiger zum teuren Produkt greifen. Ob es bei uns der Geschirrspüler mit Wärmepumpentechno­ logie ist oder die Weltneuheit MSLQ, der ­Backofen der alle drei Beheizungssysteme von traditionellem Backofen, Dampfgarer und Mikrowelle vereint. www.vzug.com 

Ralf Peter, Vertriebs­leiter Deutschland V-Zug AG

küche + architektur | 39


Branchenspiegel | Umfrage Elektrogeräte

Küppersbusch: Die Weichen sind gestellt

Andrea HeinerKruckas, inter­ national marketing director Küppersbusch

Dr. Stefan Popp, KüppersbuschGeschäftsführer

1. Dr. Stefan Popp: Küppersbusch steht vor großen Herausforderungen, zu denen unter anderem ein harter Wettbewerb, nicht mehr zeitgemäße interne Strukturen sowie dringend erforderliche Produktund Prozessoptimierungen gehören. Wir haben uns diesen Herausforderungen in diesem Jahr mit aller Entschlossenheit gestellt, um mit dem Traditionsunternehmen Küppersbusch weiterhin am Markt bestehen zu können. Damit verbunden waren leider auch harte Einschnitte, wie der Abbau von Arbeitsplätzen am Standort Gelsenkirchen. Die Marke Küppersbusch hat jedoch nach wie vor eine große Kraft, deren Potenzial keineswegs ausgeschöpft ist. Daher haben sich die Gesellschafter und Geschäftsführung in Absprache mit dem Betriebsrat und der IG Metall für eine nachhaltige Restrukturierung entschieden. 2. a) Andrea Heiner-Kruckas: Über den vernetzten Haushalt wird schon seit vielen Jahren diskutiert, allerdings ist das Thema bei den Endgebrauchern nur sehr zögerlich angekommen. Inzwischen haben sich die Präsenz des Themas insgesamt und die Präsentation vernetzter Geräte auf Messen in den letzten Jahren deutlich verstärkt. Und es ist zu spüren, dass es auch Bedarfe bei den Verbrauchern gibt, soweit darin ein echter Kundennutzen erkannt wird. Auch wir greifen im Konzern das Thema wieder neu auf und haben eine internationale Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit den technischen Voraussetzungen der Vernetzung, besonders aber auch mit den darauf gerichteten Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher auseinandersetzt. Basierend auf den Ergebnissen der Arbeitsgruppe werden wir konkrete Maßnahmen im Produktsorti-

ment umsetzen, die sich weniger an den technischen Möglichkeiten orientieren, sondern dem Verbraucher einen echten Zusatznutzen bieten müssen. 3. Dr. Stefan Popp: Aufgrund der aktuellen Situation planen wir in Deutschland nur ein moderates Wachstum. Unser Wachstumspotenzial liegt stärker in den internationalen Märkten. Hier haben wir zum Beispiel bereits in Frankreich mit dem Einkaufsverbund Demeter einen neuen, starken Partner an unserer Seite, und auch im Iran konnten wir neue Partner gewinnen. Weitere wichtige Zielmärkte für die Ausweitung unseres Exportgeschäftes sind insbesondere Großbritannien, Spanien, Polen und Mexiko. 4. a) Dr. Stefan Popp: Trotz des deutlichen Einschnitts bedeutet die Restrukturierung gleichzeitig auch ein klares Bekenntnis der Gesellschafter zum Unternehmen und zur Marke Küppersbusch sowie zum Standort Gelsenkirchen. So wurden wichtige Investitionen beschlossen, wie die Einführung neuer IT-Systeme, die Fortsetzung der bereits begonnenen Erneuerung des Produktsortiments sowie ein neuer Bürostandort mit Showroom in Gelsenkirchen, an dem künftig wieder vermehrt Kundenbesuche und -schulungen stattfinden werden. 4. b) Andrea Heiner-Kruckas: Für uns haben Neuprodukte einen sehr hohen Stellenwert. Vor allem im Bereich der Backöfen haben wir einen Nachholbedarf und arbeiten derzeit mit Hochdruck an einer neuen Backofenbaureihe. Auch in den weiteren Produktkategorien werden wir uns verstärken und Anfang 2017 ein komplett erneuertes Produktportfolio vorstellen. 5. Dr. Stefan Popp: Wir rechnen für das kommende Jahr mit Preiserhöhungen in der Größenordnung von www.kueppersbusch.de ca. drei Prozent.

Bauknecht lanciert komplett neue Einbaugeräte-Range 1. Wir sind sehr zufrieden mit dem erzielten Wachstum – sowohl im Retail-Bereich mit 12% als auch im Bereich Küche mit 6%*. Vor allem in der Kategorie Spülen konnten wir unseren Marktanteil ausbauen, aber auch in der Kategorie Kochen verzeichnen wir doppel­ stellige Wachstumsraten. *GfK YTD 08/2015, Wachstum Volumen 2. a) Zwei Drittel der Europäer denken über den Kauf von vernetzten Hausgeräten nach – das hat die Bauknecht Connectivity Studie 2015 ergeben. Auf der IFA waren die Geräte unserer Connectivity Range stets umringt von Messebesuchern und in der Öffentlichkeit gibt es ein breites Interesse. Allerdings muss man sagen: Der Trend steht ganz am Anfang und die tatsächliche Nachfrage ist überschaubar. Die Verbraucher wollen noch vom Alltagswert smarter Hausgeräte überzeugt werden. Deshalb entwickeln wir un40 | küche + architektur

sere Connectivity-fähigen Geräte konsequent weiter und orientieren uns dabei kompromisslos am echten Nutzen für den Kunden. 2. b) Es ist noch zu früh, um das einzuordnen. Wir wissen aber, dass unsere Kunden vor allem Wert auf Funktionen legen, die ihren Alltag flexibler und einfacher machen. So informiert die BLive App von Bauknecht den Nutzer beispielsweise, wenn die Waschmaschine fertig ist – ganz gleich, wo er sich gerade befindet. Kann er die Trommel nicht sofort entleeren, hat er die Möglichkeit, per App die FreshFinish Funktion zu aktivieren, die die Wäsche bis zu sechs Stunden regelmäßig bewegt und damit Knitterfalten verhindert. Auf Wunsch teilt die Waschmaschine auch dem Trockner mit, welches Programm gerade läuft – das Einstellen des Trockners von Hand entfällt. Oft


Umfrage Elektrogeräte | Branchenspiegel

sind es solche cleveren Details, die der Kunde im Alltag besonders zu schätzen weiß. 3. 2016 wird ein großes Jahr für Bauknecht – wir er­ warten einen positiven Markt und wollen mit der Whirlpool Gruppe im In- und Ausland weiter wachsen. 4. a) Wir investieren in die Produkt-Entwicklung und nutzen Synergien aus der Indesit-Integration, um neue Produktplattformen und Innovationen auf den Markt zu bringen. So werden wir z.B. im Bereich Einbau eine komplett neuen Gerätelinie präsentieren und damit Maßstäbe in Sachen Design setzten. Mit einer Zielgruppen-relevanten und differenzierenden Ansprache bauen wir die Präferenz für unsere Marken aus. Außerdem verfolgen wir im Bereich Service einen langfristigen und ganzheitlichen Ansatz und investieren weiter in kundenorientierten Lösungen, um hier auch künftig Best-in-class-Qualität sicherzustellen. Eine Strategie die sich auszahlt. So haben wir zum zweiten Mal in Folge in dem Service-Champions-Ranking „Silber“ erreicht und im „Deutschland Test“ 2015 wurde unser Kundendienst mit die Bestnote „Sehr Gut“ beurteilt. Besonders freuen wir uns natürlich generell über positives Verbraucher-Feedback und das

Urteil der Stiftung Warentest, die uns im August zum Testsieger in der Kategorie „Große Gefrierschränke“ gekürt hat. 4. b) Unsere Produkte und Produktinnovationen sind für uns der Schlüssel zum Erfolg. Und 2016 wird es eine ganze Reihe davon geben. Wir freuen uns, in allen unseren Kategorien neue Produkte auf den Markt zu bringen. Im Bereich Küche sind das Kochfelder, Öfen, Hauben und Geschirrspüler. Wir stellen auch einige neue Kühlgeräte vor – sowohl Einbauvarianten als auch freistehende Design-Schmuckstücke. Dazu gehört sicher auch unsere neue Kühl-/Gefrierkombination mit Flügeltüren und zwei Gefrierschubladen. Dieses Gerät bietet 400 Liter Platz zum Kühlen und Gefrieren, ist mit 70 Zentimetern aber nur wenig breiter als ein Standardgerät. 5. Wir gehen davon aus, dass der Trend zu hochwertigeren und besser ausgestatteten Geräten weiter anhält – unsere Öfen beispielsweise bieten schon jetzt ein großes Funktionsspektrum mit Pyrolyse, Induktion oder Dampfgarer. Durch diese Entwicklung erwarten wir auch für nächstes Jahr einen stabilen Markt. www.bauknecht.de 

Jens-Christoph Bidlingmaier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bauknecht Hausgeräte GmbH

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Branchenspiegel | Umfrage Elektrogeräte

Miele: innovativ, kundenorientiert, visionär

Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter Miele

1. Es war ein sehr gutes Jahr für Miele. 8,3 Prozent Plus haben wir im Geschäftsjahr 2014/15 erreicht, das am 30. Juni geendet hat. Das ist der höchste Zuwachs seit fast zehn Jahren, und die Zahlen, die sich für das zu Ende gehende Kalenderjahr 2015 abzeichnen, sind ähnlich zufriedenstellend. Auch bei den verkauften Stückzahlen und der Entwicklung der Marktanteile stimmt die Richtung. 2. a) Smart Home-Anwendungen sind inzwischen allgegenwärtig und werden, einen praktischen Nutzen vorausgesetzt, von den Endkunden auch nachgefragt. So hat Miele zur IFA das erste vernetzte Dosiersystem für Waschmittel vorgestellt: Unsere Waschmaschine EditionConn@ct sendet via Internet ein automatisches Signal auf Smartphone oder Tablet, wenn das TwinDos-Waschmittel zur Neige geht, bequeme Bestelloption und Lieferung binnen weniger Tage inklusive. Hier starten wir im April mit einer limitierten Stückzahl, haben aber schon jetzt nahezu alle Geräte im Handel platziert. 2. b) Das ist unsere Anwendung Con@ctivity 2.0, bei der das Kochfeld die Dunstabzugshaube automatisch steuert. Mehr als die Hälfte unserer Kochfelder und Dunstabzugshauben haben Con@ctivity 2.0 heute serien­ mäßig an Bord. Dieses System stellt die einfachste Form der Vernetzung dar, denn es funktioniert über Funk, braucht also keine Internetanbindung. Der Komfortgewinn liegt auf der Hand, weil sich die Haube mit ange­ messener Verzögerung automatisch zuschaltet, dem tat­ sächlichen Kochgeschehen anpasst und sich nach Ende des Kochvorgangs selbstständig wieder ausschaltet.

3. Trotz schwer kalkulierbarer Rahmenbedingungen gehe ich davon aus, dass Miele seine positive Entwicklung bei Umsatz und Stückzahlen weiter fortsetzt. Dies gilt – auf sehr hohem Niveau – für Deutschland, aber auch für Europa insgesamt. Hier legt derzeit vor allem Großbritannien deutlich zu. Außerhalb Europas lassen vor allem Nordamerika, Australien und Asien deutliches Wachstum erwarten. 4. a) Miele investiert stetig in die Entwicklung neuer Baureihen und Technologien sowie in Modernisierung und Ausbau der Fertigungsanlagen seiner Werke. Aktuell werden zudem mehr als 50 Millionen Euro in zusätzliche Lagerkapazitäten für unsere weltweite Logistikdrehscheibe Gütersloh investiert. 4. b) Neue Produkte haben bei Miele grundsätzlich einen hohen Stellenwert. Nicht umsonst fließen Jahr für Jahr mindestens fünf Prozent unseres gesamten Umsatzes in Forschung und Entwicklung. In den Laboratorien und Entwicklungsabteilungen unserer Werke sind mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. 5. Der Markt der Elektrogroßgeräte für den Haushalt ist seit Jahren durch einen gewissen Preisdruck geprägt. Hinweise darauf, dass sich dies 2016 ändert, sind nicht erkennbar. Miele beteiligt sich nicht an markenschädigenden Rabattschlachten, sondern bietet seinen Kunden mit Aktionsgeräten wie den neuen Active-Geschirrspülern und den Herden und Backöfen der Reihe „CulinArt Gourmet“ ein weiter verbessertes Preis-Leistungswww.miele.de Verhältnis. 

einbaugeräte

Geschäftsführer Electrolux Hausgeräte Deutschland und Österreich: Gerd Holl Vertriebsleitung: Karl-Heinz Schneider Marketing: Britta Amara PR: Elisabeth Lokai-Fels Electrolux Hausgeräte GmbH Markenvertrieb AEG Fürther Straße 246 · 90429 Nürnberg Tel. 0911 323-0 · Fax 0911 323-1770 info@electrolux.de · www.aeg.de

42 | küche + architektur


Umfrage Elektrogeräte | Branchenspiegel

Panasonic: „Wir wollen uns langfristig als innovativer Partner des Fachhandels etablieren“ 1. 2015 war für uns ein aufregendes und spannendes Jahr, da wir im Januar auf der IMM in Köln erstmals unsere neue Einbaugeräte-Linie präsentierten. Der uns dort entgegengebrachte überaus positive Zuspruch vieler Händler hat uns sehr gefreut und wir freuen uns auf die kommenden Herausforderungen, die Marke Panasonic fest im Premium-Segment der Küchen-Einbaugeräte zu etablieren. Bei der Entwicklung unserer neuen Einbaugerätelinie war uns vor allem wichtig, unsere Geräte mit innovativer Technik zu versehen, die dem Verbraucher einen „echten Mehrnutzen“ bringt. Dafür steht vor allem unsere innovative „GENIUS-sensor“ Technologie der Panasonic Induktions-Kochfeld Serie. Dank dieser Technologie ist es dem Verbraucher erstmals möglich, die gewünschte Temperatur im Bereich zwischen 65° und 230° gradgenau einzustellen und somit den optimalen Genuss aller Speisen zu erreichen, egal ob beim Braten, Kochen oder Erwärmen. 2. a) Nach intensiven Marktanalysen und vielen Gesprächen mit Handel und Endgebrauchern haben wir uns entschlossen, vorerst auf Smart-Funktionen bei Küchen-Einbaugeräten zu verzichten. Wir sehen derzeit keinen echten Gebrauchsvorteil für den Verbraucher, der einen Aufpreis für eine solche Technologie rechtfertigt. Kein Smartphone oder Tablet zaubert Ihnen ein perfektes Steak auf den Teller, befördert Ihren Braten in den Backofen oder befüllt und entleert Ihren Geschirrspüler. Im Gegenteil haben uns viele Ge-

spräche mit Endanwendern deutlich gemacht, dass zumindest in der Küche das Smartphone mal Pause machen sollte. Natürlich verfügen wir als eines der führenden Unterhaltungs-Elektronik Unternehmen der Welt über Smart-Technologien, die Sie bereits in unseren Kameras, TVs oder Audiogeräten finden. Sollte sich in naher Zukunft eine spürbar verstärkte Nachfrage nach smarten Einbaugeräten ergeben, so werden wir hier sehr kurzfristig reagieren. 3. In 2016 wollen wir uns als Einbaugeräte-Spezialist im Markt festigen. Hierbei steht für uns in erster Linie, für den Handel ein interessanter und fairer Partner zu sein. Natürlich streben wir ein starkes Wachstum in diesem Segment an. 4. a) Wir wollen uns als Einbaugeräte Hersteller langfristig im europäischen Markt etablieren. Deshalb werden wir konsequent in die Weiterentwicklung unserer innovativen Einbaugeräte sowie in den Ausbau unserer Handelsbeziehungen investieren. 4. b) Unsere innovativen Induktionskochfelder und unsere 3in1 Dampfgarer-Kompakt-Backöfen bilden das Herzstück unseres Sortiments. In 2016 werden wir unsere Kochfelder um die Farbvariante Achatgrau erweitern. Für 2017 sind dann weitere Innovationen geplant, die ich aber an dieser Stelle noch nicht verraten möchte. 5. Wir sehen keine Preissteigerung für 2016 vor. www.panasonic.de 

Ulf Triebener, ­Senior Manager Built-in Kitchen ­Appliances, Panasonic Consumer Marketing Europe

NOVY GmbH Frankenring 18 · 30855 Langenhagen Tel. 0511 5420771 · Fax 0511 5420772 info@novy-dunsthauben.de www.novy-dunsthauben.de

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Branchenspiegel | Umfrage Elektrogeräte

Neff baut Markenbekanntheit aus

Stefan Kinkel, Geschäftsführer Neff

1. Das Jahr 2015 war für Neff sehr erfolgreich. Unser Fokus lag neben der Einführung unserer neuen Backöfen und Kochmulden auf der Stärkung der Präsenz der Marke im Handel und online. 2. Vernetzungsfähige Großgeräte spielen derzeit aufgrund fehlender übergreifender Standards noch eine un­ tergeordnete Rolle. Mit der Entwicklung geeigneter An­ wendungen wird sich die Verbreitung positiv ent­wickeln. 3. Die Entwicklung im Inlandsgeschäft sehen wir weiterhin als sehr positiv voraus. Die wichtigsten Treiber sind hierbei der starke Wohnungsbau und der steigende Ersatzbedarf.

4. a) Wir werden 2016 weiter in den Ausbau unserer Markenbekanntheit investieren, sowohl im Handel als auch online. Ein zentrales Element ist dabei die Gestaltung einer Koje als „Neff Genussküche“ bei möglichst vielen Händlern. 4. b) Unsere neuen Backöfen und Kochfelder werden die Basis für unser Wachstum sein. 5. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Geräten wird auch im kommenden Jahr steigen und uns dabei helfen, die Preispositionierung weiter zu verwww.neff.de bessern.

Bosch punktet mit Serie 8

Harald Friedrich, Bosch Geschäftsführer

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1. Für die Robert Bosch Hausgeräte GmbH war 2015 planlos einkaufen“. Und unser Sensor-Backofen, mit wieder ein erfolgreiches Jahr. Insbesondere mit den tollen Rezepten in der App, versteht sich ebenso als neuen Sensor-Backöfen der Serie 8 haben wir bei hilfreicher Partner im Alltag. Seine Nutzung bringt unseren Händlern und Konsumenten einen Nerv nicht nur einen spürbaren Mehrwert, sondern macht getroffen: Einfach zum perfekten Ergebnis, dazu ein auch richtig Spaß. richtungweisendes Design – das hat überzeugt. Die 4. b) Innovationen sind für uns als Markenhersteller große Nachfrage sowie der Zuwachs im Küchen- und essentiell. Auf der diesjährigen IFA in Berlin haben Möbelfachhandel bestätigen dies. wir neue Produkte aus den unterschiedlichsten Gerä2. a) Aktuell ist es noch zu früh, um von einer tatsäch- tekategorien vorgestellt. Großen Anklang fanden unlichen „Nachfrage“ zu sprechen. Auf Consumer-Mes- sere neuen Kochfelder der Serie 8 mit der inno­ sen wie der IFA in Berlin wird jedoch deutlich, dass vativen Sensorik: dem PerfectFry Bratsensor und das Interesse am Thema „Vernetzung im Haushalt“ dem PerfectCook Kochsensor. Auch bei den Waschund den damit verbundenen Geräten immer mehr maschinen der Serie 8 gab es spannende Neuig­ zunimmt. Die Verbraucher interessieren sich zuneh- keiten: Hier haben wir ActiveOxygen™ präsentiert, mend für das Thema „Smart Home“. Die Haltung unsere Hygienefunktion, mit der empfindliche Wädazu wird immer positiver, immer mehr Verbraucher erkennen den praktischen Nutzen digitaler Unterstützung für ihren Alltag. Sie sehen, dass die Möglich„Wir sind auf gutem Kurs, zumal sich die auskeiten der Vernetzung ihnen beste Erländischen Märkte sehr gut entwickeln. Mit gebnisse bei maximaler Sicherheit und Bequemlichkeit schenken. unserer Strategie sind wir auf dem richtigen 2. b) Mit den über WLAN verbundenen Weg, unsere Ziele auch im kommenden Jahr zu Hausgeräten, die von mobilen Endgeräten aus gesteuert werden können, erreichen. Durch Innovationen bei der Entkommen wir dem zunehmenden Interwicklung von Hausgeräten, Investitionen in esse an Vernetzung im Haushalt nach. Smart-Home-Technologien und einem konsuWir stehen noch am Anfang dieser Entwicklung und bieten mit unseren mentenzentrierten Ansatz werden wir unsere jetzigen Geräten erste attraktive MögStärken noch weiter festigen und ausbauen, lichkeiten an. Wichtig ist es, dabei auch um auch in den nächsten Jahren an der Spitze das Bauchgefühl anzusprechen. Unsere „Camera in the fridge“ zum Beispiel, der Branche – nicht nur in Europa, sondern mit der man seine Vorräte via Smartweltweit – zu stehen!“ Volker Klodwig phone immer im Blick hat, verschafft ihrem Nutzer einen gutes, sicheres Gefühl – nach dem Motto „Nie wieder


Umfrage Elektrogeräte | Branchenspiegel

sche bei niedrigen Waschtemperaturen trotzdem ­hygienisch sauber wird. Bei der Entwicklung unserer Innovationen steht das Ergebnis aber nie isoliert. Sondern es ist immer verbunden mit überraschend einfachen Lösungen, die den Weg dorthin so unkompliziert wie möglich machen.

5. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung im Hausgerätebereich besitzen moderne Produkte immer innovativere Funktionen und bieten ihren Nutzern spürbare zusätzliche Mehrwerte. Diese Entwicklung geht mit entsprechend steigenden Durchschnittserlösen einher – bessere Geräte ermöglichen eine höhere www.bosch-home.com Wertschöpfung.

Siemens: Smarte Marke fordert smarte Produkte 1. Für uns war 2015 ein sehr gutes Jahr, dessen Herausforderungen wir erfolgreich gemeistert haben. Der Markt für Hausgeräte und Küchen war durchwegs positiv. Das bewiesen insbesondere die beiden MesseHöhepunkte – die LivingKitchen in Köln und die IFA in Berlin. Unsere connectivityfähige iQ700 BackofenReihe erhielt fantastische Resonanz und erzielte über das gesamte Jahr hinweg eine hohe Nachfrage. Auf der diesjährigen IFA haben wir dann zum ersten Mal ein vernetzungsfähiges Vollsortiment an Hausgeräten vorgestellt und ebenfalls überwältigendes Feedback erhalten. Es hat sich definitiv gelohnt, dass wir in den letzten Jahren so intensiv am Thema Vernetzung gearbeitet haben. Dadurch haben wir uns eine führende Position im Bereich smarter Hausgeräte gesichert und ernten dafür jetzt die Früchte. 2. a) Laut unseren Orderzahlen werden unsere vernetzungsfähigen Geräte vom Handel und von den Endkunden sehr gut angenommen. Speziell an den ersten Kühlschränken mit Kamera und bei den ver­

Der internationalen Entwicklung der BSH steht ­Volker Klodwig, Leiter Region Europe/Central, Eastern Europe der Unter­neh­ mensgruppe positiv gegenüber.

netzten Backöfen ist die Begeisterung für die neuen Möglichkeiten ablesbar. Wir sind uns sicher, dass wir uns damit auf dem Weg zum Massenmarkt befinden. Schon heute ist die digitale Vernetzung allgegenwärtig. Funktechnologie und Smart Devices stellen eine zentrale Infrastruktur des heutigen Lebens dar – und dieser Trend wird weiter fortschreiten. Mit dieser Einschätzung sind wir übrigens nicht allein: Laut Prognose des Verbands der deutschen Elektroindustrie wird der deutsche Markt intelligenter Hausgeräte in zehn Jahren auf 19 Milliarden Euro Umsatz anwachsen. 2. b) Einige Produktgruppen mit Connectivity-Funktion haben wir erst zur IFA 2015 vorgestellt. Die Geräte kommen daher gerade erst jetzt oder in den nächsten Monaten in den Handel. Daher wäre es an dieser Stelle zu früh, um Schlüsse zu ziehen, welche Produktgruppen die Kunden bei vernetzten Hausgeräten vorziehen. Wie ich aber bereits sagte, verzeichnen wir eine sehr hohe Nachfrage nach den vernetzten Backöfen der iQ700 Serie. Meiner Einschätzung nach ist das aber nicht nur auf die Vernetzung zurückzuführen, sondern auf das „Gesamtpaket“, das diese neue Geräte-Generation bietet. Denn sie zeichnet sich durch außergewöhnlich schönes und durchdachtes Einbau-Design, hohe Flexibilität und eine schier unglaubliche technologische Ausstattung aus. Beispielsweise verbinden einige Premium-Geräte Dampfbackofen und konventionellen Backofen mit Selbstreinigungsfunktion in einem Gerät – ein absolutes Novum auf dem Markt. Andere Modelle bieten mehr Schnelligkeit bei der Zubereitung sowie intelligente Brat- und Back-Sensorik für bessere Ergebnisse. Und alle zeichnen sich durch eine sehr smarte Bedienung aus – mit oder ohne App. 5. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung im Hausgerätebereich besitzen moderne Produkte immer innovativere Funktionen und bieten ihren Nutzern spürbare zusätzliche Mehrwerte. Diese Entwicklung geht mit entsprechend steigenden Durchschnittserlösen einher – bessere Geräte ermöglichen eine höhere www.siemens-home.de Wertschöpfung

Roland Hagenbucher, Geschäftsführer SEG Hausgeräte GmbH

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Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbuschstraße 16 · 45883 Gelsenkirchen · Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch.de

Gesellschafter: Familien Miele und Zinkann Geschäftsführer: Olaf Bartsch, Dr. Axel Kniehl, Dr. Markus Miele, Dr. Eduard Sailer, Dr. Reinhard Zinkann Vertriebsgesellschaft Deutschland: Frank Jüttner (Gesamtleitung), Bernhard Hörsch (Leiter Vertrieb), Stefanie Helftewes (Leiterin Marketing/Werbung) Vertrieb International: Holger Keisinger Marketingleiter Hausgeräte International: Gernot Trettenbrein Leiterin Werbung International: Mechthild Diermann Pressesprecher: Carsten Prudent Umsätze 2014/15: 3,49 Mrd. Euro Mitarbeiter: 17.741 (Stand 30. Juni 2015) Produktionsstätten: 12 Vertriebsgesellschaften in 46 Ländern Exportquote 2014/15: 70 Prozent Produkte: Hausgeräte für die Bereiche Kochen, Backen, Dampfgaren, Kühlen/Gefrieren, Kaffeezubereitung, Geschirr­spülen, Wäsche- sowie Bodenpflege. Hinzu kommen Geschirrspüler, Waschmaschinen und Wäschetrockner für den gewerblichen Einsatz sowie Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisations­ geräte für medizinische Einrichtungen und Laboratorien. Miele & Cie. KG Carl-Miele-Straße 29 · 33332 Gütersloh Tel. 05241 89-0 · Fax 05241 89-2090 info@miele.de · www.miele.de

ORANIER Küchentechnik GmbH Sechsheldener Str. 122 · 35708 Haiger · Tel. 02771 2630-150 Fax 02771 2630-348 · info-kuechentechnik@oranier.com · www.oranier-kuechentechnik.de

Panasonic Deutschland eine Division der Panasonic Marketing Europe GmbH Winsbergring 15 · 22525 Hamburg Tel. 040 8549-0 · Fax 040 8549-2500 panasonic.de@eu.panasonic.com www.panasonic.de

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Spülen | Design + komfort

Keramikspülen bekennen Farbe Neues Farbkonzept von Villeroy & Boch Dem aktuellen Trend in der Raumgestaltung zu kräftigen, ausdrucksvollen Tönen, die in modernen Wohnräumen, aber auch in Bad und Küche als bewusste Akzente und Highlights eingesetzt werden, stellt sich Villeroy & Boch mit einem neuen Farbkonzept für die Keramik­ spülen der Serie Timeline und für die Subway-Einzelbecken.

Fotos: Villeroy & Boch

D

amit beauftragt wurde die bereits mehrfach mit internationalen Design-Preisen ausgezeichnete Produkt- und Interior-Designerin Gesa Hansen. Die im Frühjahr 2015 von ihr vorgestellten beiden ersten Farben, das warme Gelb Sunrise und das tiefe Blau Midnight, stellte die Designerin nun in einen größeren Zusammenhang: die vier Jahreszeiten. Im neuen Farbkonzept steht Sunrise für den Sommer, Midnight für den Winter, das neue ausdrucksvolle Grün Emerald für den Frühling und das neue warme Rot Coral für den Herbst. Für die perfekte Umsetzung hat Gesa Hansen jede Farbe in einen umfassenden Kontext gestellt und passende Farb- und Materialkombinationen erarbeitet. Von Villeroy & Boch als Farbkarten aufbereitet, werden damit dem Berater im Küchenstudio und auch dem Endverbraucher wichtige Entscheidungshilfen für individuelle und stilsichere Küchengestaltungen an die Hand gegeben. Die vier Farben ergänzen das bestehende Spektrum aus harmonischen Farbtönen im Beige- und Graubereich, aktuellen Weißtönen und speziellen Dekoren. Villeroy & Boch hat so für jeden Einrichtungswunsch und für jeden Anspruch eine passende Farb- oder Dekorlösung www.villeroy-boch.de im Sortiment.

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Branchenspiegel | Umfrage Spülen und Zubehör

Spülen- und Zubehörindustrie … … profitiert vom Trend zu hochwertigen Küchen

Die Spülen –und Zubehörindustrie steht dem kommenden Jahr ebenfalls positiv gegenüber und rechnet mit guten Zuwächsen. Der Trend zu hochwertigeren Küchen hält nach wie vor an und bedingt einen ebenso hochwertigen Ausstattungsgrad, was sich auch in der Wahl des Zubehörs widerspiegelt Alle befragten Unternehmen haben nachhaltig in Qualität, Produktentwicklung und -design sowie in Produktion, Logistik und Service investiert, um ihre Kunden im In- und Ausland optimal bedienen zu können.

1. 2. 3. 4. 5. 6.

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2015 für Ihr Unternehmen? Wie werden Sie im kommenden Jahr dem wachsenden Wunsch von ­Verbrauchern und Planern nach individuellen Produkten nachkommen?  ie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens in 2016 W bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft (inner- und außereuropäisch)?  elchen Stellenwert werden dabei neue Produkte einnehmen und W welche Materialien werden Sie bei der Entwicklung neuer Spülen besonders vorantreiben? Welche Art an Investitionen werden Sie tätigen, um Ihr Wachstumsziel zu erreichen? Wie schätzen Sie die Preisentwicklung von Spülen für das kommende Jahr ein?

Villeroy & Boch: Überraschend vielseitig 1. Wir haben unseren Umsatz in den ersten drei Quartalen konzernweit um 3,5 Prozent gesteigert ­ und liegen damit oberhalb der Inflation und oberhalb des Wirtschaftswachstums. Das beweist uns, dass die Kunden weiterhin der Marke Villeroy & Boch­ ver­ trauen und unsere sehr hohe Produktqualität schätzen. Das gilt sowohl für den Bereich Küche als auch für die großen Bereiche Sanitär und Tischkultur.

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2. Wir werden weiter in neue Formen und Farben investieren und damit auf die Breite unseres Sortimentes setzen. Wir möchten unseren Kunden nicht nur unsere bewährten, hochwertigen, verlässlichen Markenprodukte bieten, sondern sie auch überraschen. Beispielsweise mit starker Farbe. So forcieren wir im nächsten Jahr das neue Farbkonzept, das die deutsch-dänische Designerin Gesa Hansen für unsere Keramikspülen der Serie Timeline und die Sub-


Umfrage Spülen und Zubehör | Branchenspiegel

way-Einzelbecken entwickelt hat: So kann man einen selbstbewussten Farbakzent im Spülbereich setzen und damit eine positive, emotional aufgeladene Atmosphäre im ganzen Raum erzeugen. Für die perfekte Umsetzung hat Gesa Hansen jede Farbe in einen umfassenden Kontext gestellt und passende Farb- und Materialkombinationen erarbeitet. Wir geben damit wichtige Entscheidungshilfen für individuelle und stilvolle Küchengestaltungen. 3. Wir sind zuversichtlich, dass wir unser nachhaltiges Wachstum im Jahr 2016 fortsetzen können. Im laufenden Jahr haben wir in Deutschland und in den Auslandsmärkten nahezu gleich stark abgeschnitten. Und das ist auch gut so, weil wir damit das unternehmerische Risiko auf viele Schultern verteilen können und uns nicht nur auf einzelne Märkte fokussieren. Mit dem Bereich Küche sind wir in Europa aktiv unterwegs und konnten etwa in Österreich im letzten Jahr gute Erfolge verzeichnen. Im Jahr 2016 werden wir unsere Aktivitäten weiter ausbauen und auf weitere Länder ausrollen. 4. Wir sind von Hause aus Keramiker, und diesem Ursprung werden wir auch treu bleiben. Die Keramikspüle ist bei uns gesetzt, und wir kreieren sie in immer neuen Designs, Größen und Einbauvarianten und dazu Farben und Dekore, die jede einzelne Spüle zu

einem aufmerksamkeitsstarken, individuellen Highlight in der Küche machen. Darüber hinaus ergänzen wir dieses Kernprodukt um alles, was man für einen kompletten, modernen Spülplatz benötigt. Beispielsweise um Armaturen und Zubehör. Unser Armaturensortiment haben wir in den letzten Jahren mit Erfolg aufgebaut und werden es auch künftig beibehalten und konsequent weiterentwickeln. 5. Um technologisch immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, tätigen wir stetig Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen an unseren Produktionsstandorten. Außerdem investieren wir in unseren Marktauftritt. Hier setzen wir einen besonderen Fokus auf die Social-Media-Kanäle, unsere Homepage und digitale Plattformen, um einen einheitlichen Markenauftritt im stationären Handel und in der digitalen Welt sicherzustellen. 6. Ein zunehmender Wettbewerb bei einem gleich­ bleibenden oder nur leicht steigenden Marktvolumen hat immer Preisaggressivität zur Folge – so wie derzeit im Bereich Spülen und Armaturen. Dieser Preisentwicklung werden wir uns stellen. Aber klar ist: Unsere hochwertigen Keramikspülen sind im Premiumsegment angesiedelt und unterliegen einem sehr aufwändigen Produktionsprozess, das wird auch in www.villeroy-boch.de Zukunft so bleiben.

Michael Flormann, Vertriebsleiter Küche Villeroy & Boch

Blanco: Innovation und Service garantiert 1. Wir sind mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. Die Nachfrage der Endkunden nach hochwertigen Küchen, Geräten und Zubehör war erfreulich und die Kaufbereitschaft für Premium-Markenprodukte weiterhin sehr hoch. Aus diesem Grund werden wir im Jahr 2015 unsere Umsatz- und Ertragsziele erreichen. 2. Für Blanco ist es beinahe schon Tradition, dass wir jedes Jahr eine Vielzahl neuer Produkte in den Markt einführen und auch das Portfolio um nicht mehr zeitgemäße Produkte bereinigen. Dazu zählt der Ausbau der besonders umfangreichen Beckenserie Andano um zwei sehr interessante Spülen-Modelle. Noch mehr Gestaltungsfreiräume als bisher ermöglicht im exklusiven Segment SteelArt die innovative Kantenlösung mit Fase für Durinox-Arbeitsplatten. Im Sortiment Küchenarmaturen sind ebenfalls attraktive Designs für individuelle Anforderungen hinzugekommen. Vor wenigen Wochen haben wir auf Gut Böckel wichtige Neuheiten eingeführt, mit denen wir unsere Handelspartner und deren Kunden aufs Neue begeistern wollen. 3. Wir sehen sowohl für das Inland als auch für das Ausland eine Möglichkeit, durch die stetige steigende Leistungsfähigkeit von Blanco leicht zu wachsen, trotz der sich teils sehr unterschiedlich entwickeln-

den Märkte. Dabei haben wir im nächsten Jahr auch große Herausforderungen, wie beispielsweise im russischen Markt, zu stemmen. 4. Neue Produkte, durchdachte Konzepte sind ein wichtiger Eckpfeiler für eine positive Geschäftsentwicklung. Als Spezialist für das Spülcenter werden wir für unsere Handelspartner auch künftig attraktive und marktfähige Neuheiten in allen Materialien wie zum Beispiel Silgranit PuraDur, Keramik und nicht zuletzt Edelstahl entwickeln. Der bekannte BlancoService mit allen flankierenden Maßnahmen, die den Fachhandel bei der Beratung seiner Kunden unterstützen, ist ein weiterer wichtiger Aspekt. 5. Wir haben ja gerade erst mit 20 Millionen Euro eine riesige Investition in unsere Logistik getätigt, um unseren Vorsprung hier zu behaupten und weiter auszubauen. Ein großer Teil der Investitionen fließt natürlich auch in die Entwicklung neuer Produkte sowie in die Technologieentwicklung und den Ausbau unserer Fertigungen. 6. Der Durchschnittspreis von Küchen steigt erfreulicherweise von Jahr zu Jahr – nicht zuletzt deswegen, weil innovative Produkte wie etwa unsere Spülen und Armaturen einen echten Mehrwert für den Endkunwww.blanco-germany.com/de den generieren.

Lars Kreutz, Blanco Geschäftsleitung Vertrieb Deutschland

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Branchenspiegel | Umfrage Spülen und Zubehör

Pyramis: Das richtige Preis-Leistungs-Verhältnis zahlt sich aus

Stephan Müller, Geschäftsführer Pyramis Deutschland GmbH

1. Alles in Allem können wir mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden sein. Es waren - wie immer - einige Herausforderungen zu bewältigen. Aber wenn man nun einen Strich unter das Jahr macht, stimmt das Ergebnis, und das ist das Entscheidungskriterium. Es ist unserer Unternehmensgruppe gelungen, nicht nur in der erneut sich verschärfenden Finanz- und Wirtschaftskrise in Griechenland zu bestehen, sondern auch ein Wachstum zu erreichen und gute Geschäftsabschlüsse zu machen. Auch in Deutschland haben wir wieder viele neue Kunden, vor allem aus dem Bereich des Fachhandels, gewinnen können.

2. Auch für 2016 haben wir eine Vielzahl von Produktneuheiten vorgestellt und noch weitere geplant. Damit geben wir den Kunden eine aktuelle Produktpalette an die Hand. Im Frühjahr wird unser neuer Produktkatalog als Verkaufsunterlage erscheinen. Zusammen mit Endkundenprospekten, Datenblättern und digital erhältlichen Unterlagen verfügen unsere Kunden über die notwendigen Informationen für ihre Planungen und die Fragen der Endgebraucher. Ein neuer Internetauftritt und unsere frische Facebook-Seite sollen die Kunden auch online bei ihrer Kaufentscheidung unterstützen. Im Rahmen der Verkaufsförderung bie-

SPÜlen · Armaturen

Geschäftsführer: Achim Schreiber (Vorsitzender), Rüdiger Böhle, Wolfgang Schneider Geschäftsleitung Vertrieb Deutschland: Lars Kreutz Geschäftsleitung Vertrieb Export: Uwe Johannböcke Mitarbeiter 2014: 1.350 Standorte: Hauptsitz Oberderdingen, Produktionsstätten in Sinsheim, Sulzfeld, Toronto, Istanbul, Bruchsal (Logistik) Tochtergesellschaften und Vertriebspartner im In- und Ausland, vor allem in Europa, Nordamerika und Asien Blanco GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 www.blanco-germany.com/de

Geschäftsführer: Klaus Stiegeler Leiter Vertrieb: Klaus Stiegeler Leiter Verkauf/Handel: Markus Wegmann Leiter Export: David Gartner Mitarbeiter 2014 in Bad Säckingen: 230 Produktions- und Vertriebsgesellschaften: CH-Aarburg (Konzernzentrale), Bad Säckingen und weitere · Exportquote: 16 % Messebeteiligungen: LivingKitchen (Köln), Küchentrends (München, Salzburg), Küchenmeile A30 – house4kitchen (Löhne), SwissBau (Basel), Eurocucina (Mailand) und weitere Franke GmbH Mumpferfährstraße 70 · 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 info.fbs@franke.com · www.franke.de

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Umfrage Spülen und Zubehör | Branchenspiegel

ten wir Materialmuster an, unterstützen die Kunden bei der Einrichtung ihrer Ausstellungen und haben eigentlich durchgängig Verkaufsaktionen am Start, die die Händler in die Lage versetzen sollen, ihrerseits das Geschäft mit den Endkunden zu beleben 3. Wir haben für 2016 wiederum ein Wachstum geplant und glauben, dieses auch umsetzen zu können. Im Inland haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt und einige Zielkunden benannt, mit denen wir Geschäftsbeziehungen beginnen oder ausbauen möchten. Im Ausland erwarten wir uns ebenfalls einige Impulse. Für den deutschen Küchenmarkt insgesamt erwarten wir eine Fortsetzung des moderaten Wachstums aus 2015.

6. Für die Preisfindung sind zwei maßgebliche Fakto­ ren verantwortlich: Herstellungskosten und Angebots­situation. Die Herstellungskosten für Edelstahlspülen und Granitspülen waren zuletzt relativ ruhig, wobei in 2015 die Legierungszuschläge leicht rückläufig waren. Andere Faktoren wie Energie und Logistik haben diesen Effekt jedoch kompensiert. Auf der Marktseite herrscht natürlich ein sehr großes Angebot mit immer wieder auch neuen Teilnehmern. Dieses wird es für die Hersteller wahrscheinlich schwierig machen, eventuell notwenige Preissteigerungen durchzusetzen. Wir gehen jedoch von einem Ende der zuletzt zu beobachtenden Preisverfälle bei www.pyramisgroup.de Granitspülen aus.

Vertriebsleiter Küche: Michael Flormann Pressereferentin: Simone Struve Mitarbeiter 2014: 7.657 Produktgruppen Küche: Einbauspülen, flächenbündige Spülen, Unterbauspülen, Spülsteine und Module aus Keramik, ­ hochwertige Armaturen sowie passendes Zubehör Villeroy & Boch AG Vertrieb Bereich Küche Postfach 1230 · 66689 Mettlach Tel. 06864 81-6000 information@villeroy-boch.com · www.villeroy-boch.de

Gesellschafter: Gerhard Göbel, Manfred Engel Geschäftsführer: Gerhard Göbel, Manfred Engel Marketingleiter: Manfred Engel Produktionsstätte: Siershahn Ansprechpartner für den Fachhandel: Christoph Erll, Peter Laub Produktgruppen: Arbeitsplatten und Spülen aus Keramik, Module, Zubehör und Armaturen

systemceram GmbH & Co. KG Berggarten 1 · 56427 Siershahn Tel. 02623 600-10 · Fax 02623 600-790 info@systemceram.de · www.systemceram.de

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Branchenspiegel | Umfrage Spülen und Zubehör

Franke: all out of one hand

Klaus Stiegeler, Geschäftsführer Franke GmbH

1. Nach jetzigem Stand sind wir mit dem Jahr 2015 durchaus zufrieden. Wir werden über Vorjahr liegen, wenn auch wir unsere sehr ehrgeizigen Ziele für dieses Jahr nicht ganz erreichen werden. 2. Wir haben unser Angebot im Bereich ArbeitsplattenMassanfertigungen mit den neuen 4mm Edelstahlarbeitsplatten erweitert, die einer modernen Küche eine sehr elegante und hochwertige Optik verleiht.  3. Da wir als deutsche Vertriebsgesellschaft nur den lokalen Markt bedienen, konzentriere ich mich bei der Aussage auf das Inlandsgeschäft  Wir planen für 2016 ein Wachstum im zweistelligen Bereich, das vor allem durch die Einführung der neuen Frames by Franke Collection unterstützt wird, aber auch durch Sortimentserweiterungen in bereits bestehenden

Produktgruppen wie Spülen, Armaturen und Dunstabzugshauben. 4. Die neuen Produkte werden der Haupttreiber für unser angepeiltes Wachstum sein. Bei den Spülen arbeiten wir derzeit bei Edelstahlspülen als auch bei Granitspülen an spannenden funktionalen Innovationen und neuen Designs. 5. Vor allem in Produktionserweiterungen und neue Technologien aber auch in der digitalen Kommunikation. 6. Die Preisveränderungen für 2016 sind mit unseren neuen Verkaufshandbuch festgelegt. Wie sich die Rohstoffpreise für die unterschiedlichen Spülenarten verändern werden dazu wage ich keine fundierte Auswww.franke.de sage.

Systemceram brennt für seine Kunden in allen Segmenten

Gerhard Göbel, geschäfts­führender Gesellschafter System­ceram

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1. Das Jahr 2015 hat uns bis einschließlich November ein gutes Umsatzplus im Küchenbereich gebracht. Der Auftragsbestand in das neue Jahr hinein wird sehr gut sein. Der Zeitraum von der Auftragsvergabe bis zur Küchenmontage hat sich allerdings deutlich verlängert, teilweise auf bis zu 12 Monate. Auch das OEM-Geschäft im Badbereich entwickelt sich weiterhin prächtig. Exorbitant war die Umsatzsteigerung im Laborbereich. Wir konnten in 2015 den besten Laborumsatz seit dem Management buy-out und der Gründung der systemceram GmbH im Jahr 2000 generieren. Die Voraussetzung für diese positive Entwicklung sehen wir vor allem in der hohen, von den Kunden anerkannten Materialund Verarbeitungsqualität, die sich auch im internatio­ nalen Vergleich wieder erfolgreich behaupten konnte. 2. Wir können heute schon Einzelmodule im Maß 196 x 99 cm durch den Einsatz unserer modernen Frästechnik individuell gestalten – zum Beispiel mit unterschiedlichen Kanten und Abtropfrillen – oder Ausschnitte nach Kundenwunsch festlegen. Wir arbeiten hier mit „Losgröße 1“. Diese Option wird im Laborbereich seit vielen Jahren sehr weitgehend genutzt. Im Spülenbereich sind unser Produkt- und Farbspektrum und auch die Ausbaumöglichkeiten durch funktionelle Ergänzungsprodukte so breit und vielfältig ausgelegt, dass wir praktisch jeden Kundenwunsch erfüllen und dank entsprechender Flexibilität in der Fertigung auch schnellstens liefern können. 3. Im Inland rechnen wir auch für das kommende Jahr im Küchenbereich mit einem Umsatzzuwachs auf der Basis des Vorjahres. Wobei wir durch personelle und akquisitorische Maßnahmen stärker im Export wachsen wollen. Der Badbereich lässt sogar überdurchschnittliche Zuwachsraten erwarten. Hier kommen bei unseren OEM-Partnern im kommenden Jahr nochmals

vergrößerte Produktpaletten zum Einsatz, so dass wachsende Verkaufszahlen eingeplant werden können. In verschiedenen Auslandsmärkten sehen wir für unser Produkt und unser Unternehmen noch reichlich Potenzial, das wir jetzt sukzessive aktivieren. Das beginnt zunächst einmal mit einer Verstärkung unserer Aktivitäten im deutschsprachigen Ausland und in anderen europäischen Nachbarländern. 4. Unser Spülenmaterial ist hochwertiges und höchst strapazierfähiges Feinsteinzeug, das sich nicht nur in der Küche, sondern auch im professionellen Laboreinsatz unter hoher Belastung seit Jahrzehnten bewährt. Daraus entwickeln wir in einem permanenten Prozess mit dem Ohr am Markt neue Spülen, neue Funktionalitäten, eine neue Designsprache, neue Farben und Glasuren. Unser Programm ist hochaktuell im Design und erfüllt alle wichtigen funktionalen und gestalterischen Eigenschaften. Deshalb wurden für 2016 lediglich Ergänzungen in einigen Modellfamilien entwickelt. Attraktiv erweitert wird allerdings das Armaturenprogramm mit Produkten im mittleren Preissegment sowie im Einstiegsbereich. Dies schafft eine Basis, auf der wir auch die Zukunft erfolgreich gestalten. Wir wissen aber auch, dass die Spüle zwar eigenständig und unverwechselbar sein soll, dass sie aber kein Eigenleben führt, kein modisches Accessoire ist, sondern sich harmonisch in die Gesamtküchengestaltung einfügen soll. 5. Wir haben 2012/2013 eine komplett neue hochmoderne Fertigung inklusive eines Tunnelofens in Betrieb genommen – eine Investition von rund 15 Mio. Euro. Hier sehen wir vorerst keinen größeren Investitionsbedarf an Maschinen. Im kommenden Jahr werden wir eher in die Marktentwicklung investieren und in den Service für unsere Kunden, unter anderem


Umfrage Spülen und Zubehör | Branchenspiegel

in ein umfangreiches PPS/BDE System, zur Absicherung von Qualität und Reduzierung der Reaktionszeiten. Und natürlich weiterhin in die Entwicklung neuer Produkte, die ja im Keramikbereich sehr zeit- und kostenaufwendig ist.

6. Jährliche Kostenerhöhungen in Personal- und den unterschiedlichsten Sachkosten sind leider durch Effizienzsteigerung nur bedingt zu kompensieren, sodass die Preiserhöhung moderat ausfallen wird. www.systemceram.de 

Schock: Innovation und Tradition mit Granit und Carbon 1. Wir sind mit dem Verlauf des Geschäftsjahrs 2015 sehr zufrieden. Das gilt sowohl für unsere internatio­ nalen Aktivitäten als auch für unsere Geschäfte in Deutschland. 2. + 4. Unser Mehrwert wird auch in 2016 auf zwei Säulen stehen: Innovation und Tradition. Mit letzterer stellen wir sicher, dass wir erprobte Verfahren anwenden und unseren Kunden bestmögliche Qualität anbieten können. Auf dieser Basis entwickeln wir unsere Innova­tionen. In unseren Materialwelten Natur, Extreme und Carbon verbinden wir die Kraft der Natur mit den Errungenschaften moderner Materialforschung – und schaffen damit Spülen, die extrem vielseitig und haltbar sind und sich deutlich vom Wettbewerb und anderen Materialien wie etwa Edelstahl

abgrenzen. Unsere Kunden haben somit schon vom Produkt her einen Wettbewerbsvorteil. 3. + 5. Im letzten Jahr haben wir neue strategische Partnerschaften in Europa, Asien und Nordamerika eingehen können. Darüber hinaus haben wir das Neukundengeschäft in den genannten Ländern und auch in Deutschland erheblich gestärkt. In der Folge erwartet Schock ein deutliches Umsatzwachstum im Jahr 2016. Damit einhergehend werden wir auch ­unsere Maschinen- und Personalkapazitäten fühlbar ausbauen. 6. Wir gehen bisher von einer stabilen Preisentwicklung aus – das gilt allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich die wesentlichen wirtschaftlichen und politi­ schen Parameter nicht wesentlich ändern.www.schock.de

Joachim Zillen, Schock GmbH, Bereichsleiter Vertrieb

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Die Spülen von Franke meistern jede Situation mit Eleganz und bringen in zehn Trendfarben Abwechslung ins Spiel. Dabei sind sie robust wie ein Fels in der Brandung: Gefertigt aus patentierter SchlagfestSpezialkeramik oder aus Fragranit+ in Steinoptik sind sie besonders hart im Nehmen und sehen dabei extrem gut aus, auch noch nach vielen Jahren. Make it wonderful at Franke.de

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BRANCHENSPIEGEL | Spülen und Armaturen

1. 2. 3. 4.

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2015 für Ihr Unternehmen? Wie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens in 2016 bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft? Wie schätzen Sie die Preisentwicklung im Bereich des Zubehörs für das kommende Jahr ein? Mit welchen Produkten und Maßnahmen werden Sie Ihre Kunden unter­ stützen, um sich am Markt wettbewerbsfähig zu erhalten?

Naber: Unternehmer kommt von unternehmen

Hans-Joachim ­Naber, geschäftsführender Gesellschafter Naber GmbH

1. Das von uns Anfang des Jahres gesetzte Ziel haben wir erreicht und konnten in allen Segmenten wachsen. Auch unsere Eigenentwicklungen, darunter auch die Ablufttechnik und unsere Concept Kitchen, haben zu der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens beigetragen. Wir gehen davon aus, das Geschäftsjahr 2015 mit einem zweistelligen Plus abzuschließen. 2. Auch dem kommenden Jahr sehen wir optimistisch entgegen. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen stellen sich weiterhin positiv dar. Stabiler Arbeitsmarkt, hohe Konsumbereitschaft, niedrige Zinsen und ein verhältnismäßig schwacher Euro sind Faktoren, die die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch im kommenden Jahr begünstigen, wovon natürlich auch unsere Branche profitiert. Des weiteren gehen wir davon aus, dass der Trend zu hochwertigen Küchen weiter wächst. Natürlich wollen wir auch im Exportgeschäft weiter wachsen und haben uns dementsprechend bereits personell weiter verstärkt. In den Beneluxländern, Österreich und Norditalien ist Naber gut unterwegs. Hier ist es unser Ziel, unseren Marktanteil weiter aus­ zubauen. Im nächsten Jahr werden wir zusätzlich unsere geschäftlichen Aktivitäten in diversen europäischen Ländern verstärken. Engagieren werden wir uns weiterhin auch außerhalb Europas in den USA, Canada, Australien und in China, wo wir vor allem mit unseren Produkten in den Bereichen Luft- und Abfalltechnik und mit unserer Concept Kitchen punkten konnten.

3. Unter Berücksichtigung der Preiserhöhungen auf Seiten unserer Vorlieferanten, haben wir unsere Preise, wo erforderlich moderat angepasst. 4. Wesentlicher Teil unserer Unternehmensphilosophie ist die kontinuierliche Unterstützung unserer Partner im Handel. Diese Aufgabe nehmen wir sehr ernst, und versuchen den Bedürfnissen unserer Kunden zum einen durch ein auf deren Anforderungen abgestimmtes Sortiment, durch marktgerechte Eigenentwicklungen und zum anderen durch ein hohes Maß an Service gerecht zu werden. Dabei legen wir Wert darauf, dass die mit uns kooperierenden Küchenspezialisten sich mit unseren Produkten einerseits vom Wettbewerb differenzieren können und andererseits eine gute Marge erwirtschaften können. Speziell die Sortiments-Bereiche, in denen wir über eigene Kernkompetenzen verfügen, also im Segment der Lufttechnik, bei Abfalltrennungssystemen, bei Lichttechnik, Spülen und Armaturen sowie natürlich im Bereich mobile living, bzw. Concept Kitchen, werden wir kontinuierlich weiter ausbauen. Die Ergänzung und Erweiterung der Sortimentsbereiche bedingt ein hohes Maß an logistischer Perfektion, der wir durch den Bau eines neuen, intelligenten Logistikzentrums und die Einbindung eines weiteren Hochregallagers gerecht werden. Bereits Ende des kommenden Jahres werden wir noch schneller, flexibler und zuverlässiger auf die Wünsche unserer Kunden www.naber.de eingehen können.

Vogt: Sortiment und Service – Spiegel der Kundenwünsche 1. Mit unserem Geschäftsjahr 2014/2015 sind wir sehr zufrieden. Wir haben nicht nur unsere Ziele erreicht, sondern liegen sogar über Plan. 2. Vogt orientiert sein Angebot bis dato ausschließlich am deutschen Markt. Das derzeit vorherrschende 54 | küche + architektur

positive konjunkturelle Umfeld sowie die steigende Nachfrage nach hochwertigen Küchen in Kombina­ tion mit unserem markt- und vor allem kundengerechten Produkt- und Serviceangebot bilden für uns die ideale Basis für ein solides weiteres Wachstum.


Umfrage Spülen und Zubehör | Branchenspiegel

3. Bedingt durch leicht gestiegene Preise unserer Zulieferanten gehen wir von einer moderaten Preiserhöhung aus. 4. Mit unserem Sortiment, das über 4000 verschiedene Produkte umfasst, sind wir in der Lage, unsere Partner im Handel zum einen bei deren eigener Differenzierung und zum anderen bei der Realisierung einer von den Verbrauchern geforderten individuellen Kücheneinrichtung zu unterstützen. Zudem haben unsere Handelspartner die Möglichkeit, mit nur einer Bestellung gleich mehrere Positionen über uns zu beziehen, was deren Abwicklung optimiert und die entsprechenden Prozesskosten reduziert. Diese „All out of one hand-Vermarktung“ ist einer der wesentlichen Vorteile unseres Großhandelsunternehmens. Die Investition in eigene Fahrzeuge unterstützt die Gewährleistung unserer just-in-time-Lieferungen und ermöglicht zudem die Durchführung von Kommissionierungen durch uns im Lager unserer Kunden. Service und Produkt gehen bei Vogt Hand in Hand. Nicht umsonst ergänzen wir sortimentsübergreifend stetig neue Produkte. So haben wir z.B. unsere Auswahl an LED-Leuchten um aktuelle Trendausführungen ergänzt. Dazu zähen u.a. pixelfreie FlächenLEDs oder auch dimmbare LED-Varianten auch mit

Lichtfarbwechsel. Wir bieten für jedes Preissegment Lösungen an. Unser Angebot an modernen Armaturen ergänzen wir nicht nur um die neuesten Topmodelle renommierter Armaturenhersteller, sondern auch um Produkte, die wir unter unserer Eigenmarke Vogt TopLine vermarkten. Auch in diesem Falle ist es uns wichtig, unseren Partnern im Handel attraktives Differenzierungspotenzial an die Hand zu geben. Das gleiche gilt für unser Haubensortiment, das wir exklusiv mit Air Force abdecken und jetzt durch Connectivity-fähige Kochfelder ergänzen. Wir sehen unsere Aufgabe darin, unsere Kunden mit attraktiven Produkten in einem wettbewerbsfähigen Preis-Leistungs-Verhältnis zu unterstützen. Das gilt natürlich auch für unser Sortiment ausgesuchter, moderner dekorativer Wand-, Pendel- und Deckenleuchten. Hier, wie in vielen weiteren Sortimentsbereichen, orientieren wir uns an den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden, für die wir stets ein offenes Ohr haben. Um diesen Kontakt zu intensivieren und unsere Handelspartner noch besser betreuen zu können, bauen wir unser Außendienstteam sukzessive weiter aus. Kontinuität ist eines unserer Wahrzeichen. Die Weichen www.vogtwelt.de für weiteres Wachstum sind gestellt.

Mathias Meloh, Geschäftsführer Horst Vogt GmbH

Arbeitsplatten und Oberflächen D. Lechner GmbH Erlbacher Straße 112 · 91541 Rothenburg o. d. Tauber · Tel. 09861 701-0 · Fax 09861 701-109 info@lechner-ag.de · www.lechner-ag.de

Geschäftsführer: Michael Wolff (Vors.), Richard Mayer, Dr. Gerd Schubert, Rainer Zumholte Standorte: Arnsberg, Baruth, Gütersloh, Leutkirch, Neumarkt Mitarbeiter 2015: 2.000 (national) Produkte: Rohspan- und Faserplatten, Dekorplatten, Schichtstoffe, Compact-HPL, HPL-Elemente und Arbeitsplatten Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH Ingolstädter Straße 51 · 92318 Neumarkt info@pfleiderer.com · www.pfleiderer.com

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Branchenspiegel | Sparquote und Produktpalette

Bundesbürger legen mehr Geld auf die hohe Kante

AEG Blanco Franke Hettich Kesseböhmer Küppersbusch

Linak Miele Naber Novy

Pfleiderer Systemceram Villeroy & Boch Wesco 56 | küche + architektur

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Oranier Panasonic

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Sonstiges

Zubehör

Beleuchtung

Kochfelder

Abfallsysteme

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Beschläge, Auszüge

Lüftungsgeräte/Dunstabzüge

Hintergrund dieser positiven Einkommensentwicklung ist unter anderem die derzeit niedrige Inflationsrate. Sie trägt dazu bei, dass die Ausgaben langsamer wachsen als die Einkommen. Somit biete sich mehr Raum für die Sparaktivitäten der Deutschen. Deutschland ist nach wie vor ein Land der Sparer: Drei Viertel aller Bundesbürger legen Geld auf die hohe Kante – der anhaltenden Niedrigzinsphase zum Trotz. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. Angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage sparen heute rund zwölf Prozent der Bundesbürger sogar mehr als noch vor einem halben Jahr. Vergleicht man das Sparaufkommen vom ersten Halbjahr 2014 mit dem Vergleichszeitraum 2015, so ist es um 4,5 Prozent gestiegen. Doch mehr Geld in der Tasche animiert die Deutschen nicht nur zum Sparen, sondern auch zum Konsum. Heute gibt jeder Fünfte (22 Prozent) mehr Geld aus als noch vor einem halben Jahr, so die Postbank Umfrage. Und rund 87 Prozent derjenigen, die ihre Ausgaben erhöht haben, sparen zusätzlich. Die Experten der Postbank gehen für dieses und für das kommende Jahr davon aus, dass die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau bleiben werden. Daher zeichne sich auch bei den Anlagezinsen keine entscheidende Trendwende ab. Laut Postbank-Experten bleiben die Zinsen für kurzfristig verfügbare Anlagen auf dem aktuellen Niveau, allenfalls bei sehr langfristigen Anlagen könnten die Zinsen moderat steigen.

Oberflächenmaterial

Kleingeräte

Armaturen

Waschmaschinen/Trockner

Sockelsysteme, Profile

Geschirrspülmaschinen

Kühlgeräte/Gefriergeräte

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Lechner

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Spülen

Zulieferer

Arbeitsflächen

Lieferprogramme der Zulieferindustrie

Innenausstattung

Produktpalette

Einbauherde/Backöfen

Die Sparer in Deutschland legen trotz Niedrigzins weiterhin fleißig Geld zurück. Die Sparquote, also der Anteil des Einkommens, den Verbraucher zur Seite legen, wird laut einer Prognose der DZ Bank im laufenden Jahr auf 9,5 Prozent steigen. Das wäre gegenüber dem Wert von 2014 ein leichtes Plus von 0,1 Prozentpunkten. Grund für die stabile Sparquote ist die gute Einkommensentwicklung, die laut DZ Bank stärker ausfallen könnte als die Zunahme des privaten Verbrauchs. So erwartet das Institut, dass das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in Deutschland in diesem Jahr nominal um 3,0 Prozent und 2016 um 2,7 Prozent wächst.

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Internet www.aeg.de www.blanco-germany.com/de www.franke.de www.hettich.com www.kesseboehmer.de www.kueppersbusch.de www.lechner-ag.de www.linak.de www.miele.de www.naber.com www.novy-dunsthauben.de www.oranier-kuechentechnik.de www.panasonic.de www.pfleiderer.com www.systemceram.de www.villeroy-boch.de www.wesco-kuechentechnik.de www.wesco-aluments.de


Innenausstattung | technik + komfort

Die Einfahrbewegung beim iMove wird unterstützt, die Ausfahrbewegung gedämpft. Beide sind damit besonders ruhig, leicht und fließend. Mit dem an der Reling angesetzten handfreundlichen Koffergriff lassen sich die Tablare ganz leicht aus dem Schrankkorpus heraus und nach unten in die individuelle Reichhöhe schwenken.

Entgegenkommend Kesseböhmer organisiert den Oberschrank neu Mit „iMove“ hat der Kesseböhmer ein ganz neuartiges, funktionell und optisch über­ zeugendes Produkt entwickelt. Damit sind erstmals auch die oberen Böden im Hängeschrank jederzeit einfach und bequem zugänglich. Der internationale Designpreis „iF product design award 2015“ bestätigt Wert und Nutzen, aber auch den hohen Designanspruch dieser innovativen Produktentwicklung.

D

as gesamte Schrankinnenleben lässt sich mit dem iMove in einer leichten, fließenden Bewegung komplett aus dem Korpus bewegen und gleichzeitig in Richtung Arbeitsplatte absenken. Damit kommen die obere bzw. die beiden oberen Tablare in bequemer Reichweite vor dem Schrank zum Stehen. Der besondere Clou dabei: Parallel mit der Ausfahrbewegung senkt sich die Reling an der Tablar-Vorderkante automatisch nach unten ab, so dass das Staugut ohne Barriere vollständig zugänglich ist. Den unteren Schrankbereich bzw. den Schrankboden tangieren die ausfahrenden Tablare nicht. Schwere Gegenstände, wie beispielsweise Tellerstapel, lassen sich hier ergonomisch sinnvoll lagern. Der vollständig ausgefahrene iMove lässt sich sogar wahlweise in unterster Stellung einrasten. Damit stehen die Tablare sicher und stabil vor dem Korpus, der Nutzer hat beide Hände frei. Ob mit einem Tablar für 50, 60, 80 und 90 cm breite Hängeschränke oder mit zwei Tablaren für Schrankbreiten von 50 und 60 cm – mit iMove kommt Komfort zum Zug. www.kesseboehmer.de  küche + architektur | 57


Branchenspiegel | Umfrage Beschlagindustrie

Beschlagindustrie weltweit gut im Rennen Die Hersteller der Beschlagindustrie sind unter der heterogenen landesspezifischen wirtschaftlichen Entwicklung auf den internationalen Märkten erfolgreich unterwegs, und gehen auch von einer erfolgreichen Entwicklung des Jahres 2016 aus. Diesem Erfolg voraus geht ein offenes Ohr für die Belange von Einzelmärkten und Kunden sowie kontinuierliche Investitionen in Fertigungstechnologien, Anlage und natürlich in die Entwicklung neuer ­Produkte. Das Resultat sind meist marktspezifische aber grundsätzlich vielfältige Indivi­ dualisierungs- und Differenzierungsmöglichkeiten, verbunden mit Reduzierung der ­Komplexität in der Produktion der Küchenhersteller.

1. 2. 3. 4. 5.

 Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2015 für Ihr Unternehmen?  it welchen Produkten und Dienstleistungen werden Sie die Küchenmöbelindustrie M bei dem wachsenden Wunsch von Verbrauchern und Planern nach individuellen Produkten unterstützen? Wie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens in 2016 bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft (inner- und außereuropäisch)?  elchen Stellenwert an dieser Entwicklung werden neue Produkte einnehmen W und für welche Ihrer technischen Beschlag- und Auszuglösungen sehen Sie eine besonders erfolgreiche Zukunft? Welche Art an Investitionen werden Sie tätigen, um Ihr Wachstumsziel zu ­erreichen?

Hettich: Komfort- und Differenzierungspotenzial für alle Wohnbereiche 1. Das Jahr 2015 beurteilen wir aus Sicht der HettichGruppe als zufriedenstellend. Das Wachstum, welches wir dieses Jahr erzielen werden, ist wiederum geprägt durch viele Einflüsse im Positiven als auch im Negativen. Zuwächse konnten wir in Deutschland, in den USA, in einigen europäischen Ländern wie UK etc. sowie Asien erzielen. Rückgänge haben wir in Russland hinnehmen müssen. In Südeuropa sehen wir Erholungstendenzen. In Summe sind wir zufrieden hinsichtlich der weltweiten Rahmenbedingungen. 2. Wie es sich schon auf den Herbstmessen 2015 dargestellt hat, werden wir unsere Kunden insbesondere 58 | küche + architektur

mit unseren Schubkastensystemen AvanTech, ArciTech und InnoTech Atira sowie den Schiebetürsystemen bei der Individualisierung ihrer Produkte unterstützen. So nutzen Kunden kombiniert AvanTech und ArciTech in verschiedenen Ausführungen, um jeden Kundengeschmack zu bedienen und die unterschiedlichen Küchenlinien zu differenzieren. Ähnliches funktioniert mit InnoTech Atira, der auf Basis einer Zarge in verschiedensten Optiken und mit Teil- oder Vollauszug, mit und ohne Dämpfung, Verwendung findet. Die Schiebetürsysteme InLine und SlideLine werden von unseren Kunden deshalb geschätzt, weil


Umfrage Beschlagindustrie | Branchenspiegel

ganz neue Designoptionen entstehen, die zu neuen Modellen und Linien führen. Die Designvielfalt dieser Beschläge öffnet viele Möglichkeiten, sich von bestehenden Möbeldesigns zu lösen und in neue Möbelapplikationen zu tauchen. Beim InLine XL verschwinden alle Küchenschränke inkl. der Elektrogeräte hinter flächenbündige Türen. Der SlideLine M als „Regalschieber“ lässt keinen Wunsch offen bzgl. Individualisierung. Hohe Designaffinität, viele Anwendungsoptionen sowie einfachste Montage sind Eckpunkte, die den SlideLine M so erfolgreich machen. Der Inline S ermöglicht bei Kücheninseln eine ergonomische und designorientierte Öffnung in den Wohnraum, welches bei „offenem Wohnen“ den aktuellen Trends entspricht. Wir konnten das Kundenportfolio beim Schieben weiterhin deutlich erweitern, dieses war auch auf der Herbstmesse zu sehen. 3. Wir gehen in das Jahr 2016 mit vergleichbaren Rahmenbedingungen wie 2015, somit sehen wir auch im nächsten Jahr ein Wachstum für uns im In- und Ausland. Darauf hoffend, dass die Weltwirtschaft nicht durch die Terroranschläge beeinträchtigt wird, sehen wir in Nordamerika sowie auch in Asien große Wachstumsfelder für uns. Auch in Deutschland sowie in Zentraleuropa rechnen wir mit Wachstum im Jahr 2016, in West- und Südeuropa allerdings eher auf moderatem Niveau. Die Krise in Russland wird die Aussichten dort weiter trüben, daher sehen wir dort keine kurzfristige Wachstumsperspektive. 4. Im Prinzip werden alle Kernprodukte einen wichtigen Stellenwert an dieser Entwicklung einnehmen. Die große Basis bilden natürlich die bereits etablier-

ten Kernprodukte ArciTech und Sensys, mit denen wir weiter wachsen werden. Die Entwicklung in Bezug auf die neuen Produkte wird sich je Land und Marktsegment unterschiedlich gestalten. In Märkten, die heute noch einen hohen Anteil an einfachen Schubkästen im Einsatz haben oder wo der Kunde gegen einen relativ preisaggressiven Wettbewerb kämpfen muss, wird insbesondere InnoTech Atira durch seine vielfältigen Up- und Downgrade-Möglichkeiten punkten und uns Umsatzzuwächse bringen. Aber ebenfalls in unserem Heimatmarkt Zentraleuropa, da die Kunden ohne großen Aufwand ein neues und modern designtes System auf Plattform Quadro einsetzen können. Bei qualitativ hochwertigen Märkten und Kunden werden der neue Designschubkasten AvanTech und die Holzschubkastenführung Actro 5D zu Erfolg und Zuwachs führen, da diese eine klare Differenzierung nach oben bieten. Mit unserem neuen Dünntürscharnier von Sensys können wir ebenfalls insbesondere in sehr designorientierten Märkten agieren, da wir hier einen USP haben. Bei den Schiebetüren wird v.a. der SlideLine M durch seine überzeugende Argumente im Design und in Montage ein gutes Stück zu unseren Wachstumszielen beitragen – und das über alle Wohn- und Lebensbereiche. 5. Wir werden weiter in unsere Kernprodukte investieren, dieses im Rahmen von Investitionen in Anlagen und Prozesse, darüber hinaus natürlich in die Entwicklung von neuen Produkten in diesen Gruppen. Das größte Investitionsvolumen fließt generell in die Fertigung, hier mit Fokus Erweiterung und Erhaltung www.hettich.com bestehender Anlagen und Gebäude.

Dr. Andreas ­Hettich, geschäftsführender Gesellschafter Hettich

Abfalltrennsysteme

Geschäftsführer: Egbert Neuhaus Vertriebsleiter: Rainer Büth Produktgruppen: Einbauabfallsammler, Küchenausstattungen, Auszug­systeme, Haushaltwaren, Küchenaccessoires, ­Kochgeschirr, Alu-SystemTechnik, Trag-/ Stützelemente Aluminium-Design-Möbel – Aluments M. Westermann & Co. GmbH – Küchentechnik Postfach 2680 · 59716 Arnsberg (Neheim-Hüsten) Tel. 02932 476-0 Fax 02932 476-55 · Fax Export 02932 34576 einbau@wesco.de · www.wesco-kuechentechnik.de aluments@wesco.de · www.wesco-aluments.de

küche + architektur | 59


Branchenspiegel | Umfrage Beschlagindustrie

Kesseböhmer: Komfort, Individualität und Service­orientierung

Burkhard Schreiber, Geschäftsführer Möbelbeschläge, Kesseböhmer GmbH

1. Auch in 2015 hat sich das Geschäft für Kesseböhmer erfreulich gut entwickelt – wir konnten insgesamt ein zweistelliges Wachstum generieren und haben auch im deutschen Markt zugelegt. 2. Mit den im Interzum-Jahr vorgestellten Produkten, insbesondere „Dispensa Edition“ und „Dispensa Junior III“, bieten wir unseren Kunden vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten im Bereich der Hoch- und Unterschränke – und zugleich Logistikvorteile durch das Plattform-Konzept. Wie man auf der Küchenmeile A30 sehen konnte, haben unsere Industriekunden diese Anregungen sehr schnell aufgenommen und umgesetzt. Um die daraus resultierende zunehmende Variantenvielfalt beherrschen zu können, haben wir unsere Ablauforganisation entlang der Wertschöpfungskette und auch die innerbetriebliche Logistik optimiert. Modulare Produktkonzepte und eine Gleichteilepolitik unterstützen diese Ausrichtung. Selbstverständlich werden daher auch bei zukünftigen Produktentwicklungen vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten für unsere Kunden ein wichtiges Kesseböhmer-Produktmerkmal sein. 3. Wir gehen auch in das Jahr 2016 recht optimistisch. Diese Einschätzung basiert einerseits auf vielversprechenden Neuproduktanläufen im In- und Aus-

land und andererseits auf einer allgemein positiven Entwicklung relevanter Märkte, auf die wir uns im Rahmen unserer Vertriebsstrategie fokussieren.  Hier konnten wir in wichtigen Absatzmärkten von EU, sowie in den USA und China in den letzten Jahren den Grundstein für nachhaltiges Wachstum setzen.  4. Wie bereits erwähnt, haben die neuen Produktentwicklungen der letzten Jahre entscheidenden Anteil an der positiven Umsatzentwicklung von Kesseböhmer. Das wird sich auch in der Zukunft nicht ändern. Dazu zählen aktuell die Unterschrankauszugssysteme „Cooking Agent“, „Dispensa Junior III“ und – insbesondere international – auch die „FreeLift“-Familie. Hohe Erwartungen rechtfertigt außerdem die hervorragende Platzierung des erstmals zur Interzum 2015 vorgestellten „iMove“ – international und national in den Herbstausstellungen der Küchenindustrie. 5. Aufgrund des prognostizierten Wachstums investieren wir in den Kapazitätsausbau unterschiedlichster Produktionsanlagen. Auch in die Fertigstellung unserer neuen Galvanik. Die 14 000 qm große Halle steht bereits, planmäßig gehen die Anlagen Ende 2016 in Betrieb. Kesseböhmer wird damit über zwei hochmoderne Galvanik-Anlagen verfügen, die zu den weltwww.kesseboehmer.de weit größten zählen.

Grass: „Beste Voraussetzungen für globales Wachstum“

Thomas Müller, Mitglied der Geschäftsführung und verantwortlich für die Produkt­ bereiche Führungsund Auszugs-­ Systeme bei Grass

60 | küche + architektur

1. 2015 war für Grass ein ausgesprochen gutes Jahr. Getrieben von der großen Nachfrage in den USA und Mitteleuropa, konnten wir ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnen. Über diese beiden Märkte hinaus haben wir weltweit neue Händler gewonnen und damit beste Voraussetzungen für weiteres, globales Wachstum geschaffen. Insgesamt verlief die Geschäftsentwicklung also recht zufriedenstellend. 2. Unsere beiden Flaggschiffe in diesem Bereich sind das doppelwandige Auszugs-System Nova Pro Scala und der Design-Schubkasten Vionaro auf Basis einer Unterflurführung. Beide Produkte passen perfekt zum anhaltenden Trend zu mehr Individualisierung, indem sie es den Herstellern ermöglichen, sich innerhalb ihrer eigenen Produktlinien, aber auch vom Wettbewerb abzugrenzen. Sie erfüllen alle Anforderungen für den modernen Möbelbau und bieten Küchenmöbelherstellern einen weiteren entscheidenden Vorteil, nämlich die Komplexität in der Produktion der Küchenhersteller erheblich zu reduzieren und zu standardisieren. Außerdem sind wir nach wie vor der Anbieter, der die Entwicklung moderner Schubkastenlösungen sowohl im Unterflurbereich als auch bei

doppelwandigen Systemen gleichermaßen stark vorantreibt und die Markttrends darin abbildet. Auf diese Weise eröffnen wir unseren Kunden größtmögliche Designfreiheit. 3. Wir streben für das kommende Jahr ein solides Wachstum über das gesamte Produktportfolio an. Von den Führungs- und Auszugs-Systemen über Klappen- und Eckschrank-Systemen bis hin zu den Scharnier-Systemen. Und zwar gleichermaßen in Europa und in Übersee. Wie bei allen anderen Unternehmen muss dafür natürlich eine Voraussetzung erfüllt sein: stabile ökonomische Rahmenbedingungen. 4. Grass steht seit jeher für Innovation. Unser Umsatzwachstum wird hauptsächlich von den Produkten getrieben, die dem Markt neue Impulse geben. Mit dem eigenständigen Weg, den wir mit dem neuen doppelwandigen Auszugs-System Nova Pro Scala eingeschlagen haben, sehen wir sehr zuversichtlich in die Zukunft: Denn mit der hocheffizienten Nova Pro Scala erfüllen wir mit nur einem System alle individuellen Anforderungen unserer Kunden – bei gleichzeitiger Reduzierung der Sortimentskomplexität. Nova Pro Scala ist also ein wichtiger Pfeiler unserer


Beschläge und Möbelinnenausstattungen | BRANCHENSPIEGEL

Wachstumsstrategie. Genauso wie unser dünnwandiges Schubkasten-System Vionaro, ein ausgereiftes Produkt, das sich zunehmender Beliebtheit bei unseren Kunden erfreut. 5. Im Sinne unseres Innovationsverständnisses werden wir in erster Linie in modernste FertigungsTechnologien, Anlagen und die Entwicklung neuer

Produkte investieren. Parallel gibt es aber auch Pläne zur Kapazitätserweiterung der ständig wachsenden Produktsegmente. Und als dritten, ebenfalls sehr wichtigen Bereich werden wir auch 2016 wieder in den vertriebsnahen Service investieren, um unseren Kunden auch in Zukunft im weitesten Sinne den bestmögwww.grass.at lichen Lieferservice zu bieten.

Beschläge

Inhaber: Familie Hettich Geschäftsführer: Uwe Kreidel, Peter Kuppen Vertriebsleiter: Holger Geesmann, Jürgen Krüger Marketingleitung: Elke Meyer Mitarbeiter 2014: > 5.800 Umsätze 2014: 842 Mio. Euro Exportquote 2014: 66 % Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG Vahrenkampstraße 12–16 · 32278 Kirchlengern · Tel. 05223 77-0 Entdecken Sie die Möglichkeiten in unserem Flyer „Pimp up your kitchen“ und dem Hettich Trendreport! Kostenlos bestellen unter: kitchen-info@de.hettich.com · www.hettich.com

Kesseböhmer GmbH Mindener Straße 208 · 49152 Bad Essen · Tel. 05742 461346 · Fax 05742 4661224 hotline@kesseboehmer.de · www.kesseboehmer.de

Geschäftsführer: Sören H. Rasmussen Vertriebsleiter: Christoph Messing Exportleiter: Bjarke Thomsen Produktionsstätten: Dänemark, USA, China, Slowakei Exportländer: weltweit

LINAK GmbH An der Berufsschule 7 · 63667 Nidda Tel. 06043 9655-0 · Fax 06043 9655-60 info@linak.de · www.linak.de

küche + architektur | 61


Branchenspiegel | Umfrage Beschlagindustrie

Blum: Hautnah an den Märkten dieser Welt

Gerhard E. Blum, geschäftsführender Gesellschafter Julius Blum GmbH

1. Wir konnten uns im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr 2014/15 über ein Wachstum freuen. Auch den weiteren Geschäftsverlauf im Jahr 2015 bewerten wir positiv, obwohl die Situation in einigen Märkten nach wie vor schwierig ist. Die Märkte in Westeuropa zeigten in den letzten Monaten eine gute Entwicklung. Die EUStaaten in Osteuropa verzeichnen ein starkes Wachstum, während die Auswirkungen der Sanktionen in Russland deutlich spürbar sind. In Nordamerika setzt sich der Aufwärtstrend fort. Im asiatisch-pazifischen Raum bewegt sich das Wachstum wieder auf einem guten Niveau. 2. Den Wunsch nach Individualisierung und damit nach entsprechenden Produkten mit großem Gestaltungsspielraum versuchen wir mit kreativen Lösungen zu unterstützen. Wir bieten daher bei unseren Produkten oft verschiedene Ausführungen basierend auf derselben Plattform an, wie z. B. bei unserm Auszugsystem „Tandembox“ die drei Programmlinien „intivo“, „antaro“ und „plus“. Produkte wie „Legrabox pure“ oder die Designvariante „free“ ermöglichen eine deutliche Differenzierung. Ergänzt um die passende Bewegungstechnologie ergibt sich so ein individuelles Produkt. Im Dialog mit Kunden und Partnern versuchen wir, unser „Ohr“ an den Wünschen und Anforderungen der verschiedenen Märkte zu haben, um langfristige Trends frühzeitig zu erkennen und daraus die richtigen Produktentwicklungen abzuleiten, die optisch und funktional entsprechenden Spielraum für die Anforderungen unserer Kunden bieten. 3. Die Kurzfristigkeit unseres Geschäfts macht Prognosen über ein gesamtes Jahr hinweg sehr schwierig.

Sollten keine großen politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen eintreten, erwarten wir für die EUMärkte eine stabile Absatz-Situation. Die Marktregion im Umfeld von Russland wird voraussichtlich sehr schwierig bleiben. In Nordamerika erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung, während Südamerika voraussichtlich schwach bleiben wird. Die Märkte Asiens hingegen werden sehr stark vom Wachstum Chinas abhängen. 4. Neue Produkte sind sicher ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres unternehmerischen Erfolgs. Sie müssen nicht nur gut funktionieren, sondern auch immer höhere Designansprüche erfüllen. In puncto Design wird uns das Thema „grifflos“ auch in den kommenden Jahren weiter begleiten. Mit unseren vier Bewegungstechnologien – auf mechanischer oder elektrischer Basis – bieten wir unseren Kunden heute ein umfangreiches Portfolio, um das Öffnen und Schließen von grifflosen Fronten so bequem wie möglich zu machen. 5. Wir werden Investitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen an unseren verschiedenen Produktionsstandorten auch 2016 im geplanten Rahmen durchführen. Ebenso werden wir in gewohntem Ausmaß – das sind pro Wirtschaftsjahr rund 4 Prozent unseres Umsatzes – in Forschung und Entwicklung investieren. Großes Augenmerk kommt auch der Ausbildung im eigenen Haus zu. Heuer im Herbst starteten erstmals über 80 neue Lehrlinge – exakt waren es 82 bei uns in Vorarlberg und 5 bei Blum USA – ihre HightechAusbildung bei uns. Mit all diesen Maßnahmen sehen wir uns gut gerüstet für die künftigen Herausfordewww.blum.com rungen der Möbelbranche.

Linak: Komfort, Ergonomie und Funktionalität überzeugen

Christoph ­Messing, Vertriebsleiter Deskline® Linak GmbH

62 | küche + architektur

1. Linak hat das vergangene Geschäftsjahr 2014/2015 mit einem beachtlichen Wachstum abgeschlossen. Der Umsatz konnte von 327 Mio. Euro auf 400 Mio. Euro gesteigert werden. Haupttreiber dieses Wachstums ist der Möbelsektor, denn hier herrscht nach wie vor eine große Nachfrage nach ergonomischen Lösungen. Die Marktlage beurteilen wir aktuell als sehr gut, die Investitionsneigung der Kunden ist hoch. Linak liefert Produkte, die den Lebensstandard der Menschen verbessern und damit treffen wir aktuell den Nerv der Zeit. 2. Linak hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit dem Baselift™ ein standardisiertes Produkt auf den Markt zu bringen, welches in nahezu allen Küchen Anwen-

dung finden kann. Da unsere Technik für den Kunden meist unsichtbar ist, steht der Nutzen im Vordergrund. Natürlich stehen wir unseren Kunden zur Seite, wenn es um spezifische Anforderungen geht. Diese Individualität ist aber unabhängig von unseren Produkten, da sie einfach zu integrierende Lösungen darstellen und universal einsetzbar sind. Gerade aber im Bereich der Nutzerschnittstelle werden wir neue Möglichkeiten schaffen, unsere Technik in übergeordnete Steuerungssysteme (Haussteuerungssysteme, Apps etc.) individuell einzubinden. 3. Wir sind auch für das Jahr 2016 sehr optimistisch und rechnen mit einem zweistelligen Wachstum. Als weltweit agierendes in verschiedenen Industriebereichen tätiges Unternehmen sind wir nicht von einem


Umfrage Beschlagindustrie | Branchenspiegel

Markt oder einem Wirtschaftszweig abhängig. Die außereuropäischen Exportmärkte, gerade in Nordamerika aber auch Asien entwickeln sich aktuell überdurchschnittlich gut, und wir sind so aufgestellt, dass wir auch zukünftig hier eine wichtige Rolle als Zulieferer spielen können. Wir sehen jedoch Deutschland gerade im Küchenbereich als Vorzeigemarkt, denn Küchen „made in Germany“ haben zum einen weltweit einen sehr hohen Stellenwert, zum anderen ist die Affinität zu technischen Lösungen, wie wir sie bieten, sehr ausgeprägt. 4. In erster Linie ist es natürlich unser Ziel, das Thema Ergonomie weiter in der Küche zu etablieren. Hierbei fokussieren wir uns auf alle Lösungen, die ein rückengerechtes Arbeiten ermöglichen, also das Baselift™ System zu Höhenverstellung kompletter Küchen aber auch Systeme, zur Verstellung von Beistelltischen oder Anbauelementen. Durch unseren großen Baukasten können unsere Kunden aus den bestehenden Produkten individuelle Lösungen kreieren.

Ein besonderes Augenmerk wird zukünftig sicherlich das Thema Vernetzung und Smart Home darstellen. Hier kann Linak auf Grund seiner hohen Kompetenz im Elektronikbereich maßgeschneiderte Lösungen zur vereinfachten Bedienung von elektrischen Systemen bieten. 5. Um den gestiegenen Nachfragebedarf zu befriedigen, investiert Linak nachhaltig in neue Gebäude, Anlagen und Maschinen im Hauptwerk in Dänemark. Dazu entsteht eine neues rundes Gebäude, welches mit 14.000 qm² reichlich Platz für weitere Produktions­ linien und Verwaltung schafft. Der Einzug ist für 2017 geplant. Aktuell wird gerade die Spindelfertigung, eine der Kernkompetenzen von Linka um 2.500 qm² Produktionsfläche erweitert. Außerdem werden mehr als sechs Millionen Euro in modernste Roboterproduktionsanlagen im „Deskline“ Werk investiert, um die Kapazität weiter zu steigern und die gesetzten Wachswww.linak.de tumsziele zu erreichen. 

Vauth-Sagel: „Der wichtigste Blickwinkel eines ­Unternehmens ist der des Kunden“ 1. Insgesamt können wir von einem erfolgreichen Jahr 2015 sprechen. Das Highlight stellte natürlich die „interzum“ dar, die für uns sehr erfolgreich und damit sehr gut für das Geschäft war. Insofern gehe ich von einem guten Geschäftsabschluss für das Jahr aus. 2. Bei den Produkten erregte unser „Cornerstone“ großes Interesse. Das Thema Ecke spielt innerhalb der modernen Küchenplanung eine große Rolle. Mit unserer neuen Produktlösung bieten wir eine große Flexibilität in der Anwendung und Verarbeitung – davon profitieren Tischler/Schreiner über den Designer bis hin zum Volumenhersteller. Darüber hinaus stellen wir mit der „VSA“-Familie den Hochschrank anders dar und bieten damit eine adäquate Alternative zum bekannten Apothekerschrank. Das bietet viele Vorteile und überzeugt noch mehr Kunden. Außerdem haben wir in Sachen „mobile solutions“ viel getan und sind seit dem Frühjahr 2014 mit unserer eigenen, sechssprachigen Applikation auf einem sehr guten Niveau – vor allem für ein Unternehmen unserer Größe. 3. Für Vauth-Sagel bin ich optimistisch, denn wir verfügen noch über viel Potenzial und wollen unsere internationale Position weiter ausbauen. So rechne ich mit Wachstum in Nordamerika; verhaltener sieht dies in Südamerika aus. Deutschland

und Großbritannien dürften weiter auf hohem Niveau laufen. Auch Skandinavien entwickelt sich gut. Südeuropa stabilisiert sich zunehmend, Frankreich und die Benelux-Länder verlaufen weiterhin auf ruhigem Niveau. China und Indien sind darüber hinaus sehr interessante Zukunftsmärkte, von denen wir uns eine Menge versprechen. 4. Es sind nicht unbedingt neue Produkte, die wir in den Exportmärkten benötigen. Vielmehr sind wir gefragt, interkulturelle Kompetenz zu entwickeln und diese in jedem Markt spezifisch anzuwenden. Kurzum: Wir müssen unsere Kunden und deren Bedürfnisse sehr gut kennen und uns auf sie individuell einstellen. Das mag sich in Produktmodifikationen ausdrücken oder auch in Vertriebs- oder Marketingaktivitäten. Um heute erfolgreich im weltweiten Markt agieren zu können, bedarf es wesentlich mehr, als nur ein gutes Produkt zu haben. 5. Auch im kommenden Jahr werden wir kräftig investieren, hauptsächlich in infrastrukturelle Dinge, bei­ spielsweise neue Produktionsanlagen. Darüber hinaus werden wir unsere Produktentwicklung sowie den weltweiten Vertrieb weiter ausbauen und an unserem Markenbild arbeiten. Dafür werden wir wie in diesem Jahr unser Team kompetent und zielgerichtet erweitern, um die gesetzten Ziele zu erreichen.  www.vauth-sagel.de

Claus Sagel, Geschäftsführer VauthSagel

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Erfolg ist planbar Foto: Küchenring

Der Küchenring – Studiokonzept System Plus1 Mit seinem Studiokonzept System Plus1 schafft der Küchenring ein weiteres starkes Argument für seine Mitglieder. Nur 200 qm Studiogröße benötigt das Konzept, nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

S

elbstverständlich wird es den individuellen Anforderungen des Küchenspezialisten vor Ort angepasst. Kompetente Innen­ architekten unterstützen bei der Planung, die dann durch geschulte Innenausbauer umgesetzt wird. Dabei bieten die Laden­ bau-Elemente so variable Möglichkeiten, dass fast alle denkbaren Anforderungen umsetzbar sind. Vom Beleuchtungs- und Dekora­ tionskonzept über harmonische Integration der für den Küchenring spezifischen Shopkommunikations-Elemente über die Auswahl aus einem konzentrierten Lieferantenspektrum bis hin zum Erfahrungs­ austausch in ERFA-Gruppen kann der Spezialist das POS-Paket für seine Stärkung als lokale Marke nutzen. Ausführliche Informationen über dieses Konzept und die Dienstleis­ tungen zusammen mit einen intensiven Austausch mit den Industrie­ partnern finden die Gesellschafter von Der Küchenring am 27. und 28. Februar 2016 während der Küchen-Kompetenz-Tage. Gemeinsam mit dem Schwesterverband Alliance Möbel Marketing im Messezen­ trum in Rheinbach veranstaltet, werden auf vier Etagen und 4.000 qm Ausstellungsfläche dann wieder die Industriepartner exklusive Produkte und Neuheiten rund um Küchenmöbel und -geräte präsentieren. www.kuechenring.de

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Umfrage Verbände | Branchenspiegel

Verbände Das Küchenjahr 2016 kann kommen

Nach dem erfolgreichen Jahr 2015 wird auch das kommende Jahr ein Küchenjahr, davon sind die Verbund­ gruppen überzeugt. Erwartet wird eine weitere Erhöhung des Durchschnittumsatzes der verkauften Küchen. Die Entwicklung des Internets zu einem konkurrierenden Vertriebskanal zum stationären Fachhandel mit geplanten Einbauküchen stellen die Verbundgruppen aufgrund der Komplexität des Produktes eher in Frage. Sie weisen jedoch nachdrücklich auf die Notwendigkeit hin, als Küchenfachgeschäft mit einer Homepage präsent zu sein, da das Internet für den Verbraucher eine der wesentlichen Informationsplattformen von heute und morgen darstellt. Das Thema Handelsmarken wird von den einzelnen Verbundgruppen unterschiedlich beurteilt und genutzt. Während die einen an eine wachsende Handelsmarkenstruktur glauben, setzen die anderen gezielt auf die endverbraucherorientierte Stärkung der eigenen Verbandsmarke, stellen jedoch auch ein Umdenken bei ihren Mitgliedshäusern fest, die sich wieder verstärkter mit Markenprodukten auseinandersetzen.

1. 2. 3. 4. 5.

Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2015 für Ihr Unternehmen? Wie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens in 2016 bezogen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft? Wie schätzen Sie die Preisentwicklung von Küchenmöbeln, Geräten und Zubehör für das kommende Jahr ein?  chrumpfende Bevölkerungszahlen, die damit verbundenen rückläufigen Umsätze sowie die S durch den Online-Handel entstehenden Kannibalisierungseffekte im Fachhandel erschweren diesem in den nächsten fünf Jahren das Leben, so eine aktuelle Studie des Instituts Für Handels­ forschung, Köln. Wie beurteilen Sie diese Prognose aus der Perspektive der Branche? Und mit welchen Maßnahmen unterstützen Sie Ihre Mitglieder dabei, sich zukunftssicher aufzustellen? Welchen Stellenwert messen Sie künftig eigenen Handelsmarken bei und wie begründen Sie Ihre Einschätzung?

Die wichtigsten Einkaufskooperationen im Küchenbereich 2014 Kooperation

Mitgliedshäuser

Geschäftsführer

Gründungsjahr

Außenumsatz (Küche)

Der Kreis

2.822

Ernst-Martin Schaible, Karl Dotzauer

1979

2,2 Mrd. Euro

Der Küchenring

507

Manfred Töpert

1980

396,2 Mio. Euro

Garant KüchenAreal

352

Jürgen Feldmann, Modulmanager

1995

k. A.

Küchenpartner

350

Thomas Singer, Vorstand

1987

ca. 128 Mio. Euro

Küchen Treff

350

Franz Bahlmann

1995

k. A.

MHK

2.236

Hans Strothoff, Werner Heilos, Donald Schieren 1980

4,021 Mrd. Euro

Plana

38

Mark Willekes, Fokke Broekhuis

1988

rd. 100 Mio. Euro

BUK

103

Werner Bäuerlein

2005

k. A.

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Branchenspiegel | Umfrage Verbände

IFH-Studie – Online-Handel versus stationärer Handel

Strukturwandel in vollem Gange Umsatzentwicklung des stationären

Quelle: IFH Köln, 2015

­Einzelhandels bis 2020

Rund 73 Prozent der Internetnutzer shoppen im Netz. Vor allem Jüngere kaufen vermehrt auch online ein. Die Modellrechnung des Instituts für Handelsforschung, IFH, Köln, ergibt für das Jahr 2020 einen Online-Umsatzanteil am Einzelhandel insgesamt zwischen 11,9 und 15,3 Prozent – ohne Güter des täglichen Bedarfs liegt dieser 2020 sogar bei bis zu 25,3 Prozent. Durch die dadurch entstehenden Kannibalisierungseffekte könnte in den nächsten fünf Jahren mehr als jedes zehnte Ladengeschäft vor der Schließung stehen. Daneben beeinflusst vor allem die Bevölkerungsentwicklung die Handelslandschaft: Schrumpft die Bevölkerung, sinken auch die Einzelhandelsumsätze. Für die Prognose der Handelsentwicklung haben die IFH-Experten zwei Trend-Szenarien errechnet: Das Online-Szenario fällt mit einer Umsatzentwicklung des stationären Einzelhandels bis 2020 von minus 11,5 Prozent recht pessimistisch aus. In diesem Szenario liegt die prognostizierte Bandbreite der Einzelhandelsentwicklung auf Ebene der Stadt- und Landkreise zwischen minus 27 Prozent und minus 1

Prozent. Neben den Stadtstaaten Hamburg und Berlin haben die Bundesländer bzw. Regionen BadenWürttemberg, Mittel-/Südbayern sowie Südhessen und die südliche Niederrheinregion die geringsten negativen Auswirkungen auf den stationären Einzelhandel zu erwarten. Die größten Einschnitte, so die Studie, wird es voraussichtlich in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen geben. Dies liege unter anderem daran, dass sich durch den erwarteten Bevölkerungsrückgang in diesen Regionen Versorgungslücken verstärken und diese durch den Online-Handel aufgefangen werden, so die IFH. Attraktive Innenstädte punkten mit Gestaltung, Ambiente, Erlebnischarakter und Angebots- bzw. Sortimentsvielfalt. Während in Sachen Erlebnis und Ambiente vor allem positive Akzente gesetzt werden können, führen Defizite im Warenangebot aus Konsumentensicht zu drastischen Einbußen der Attraktivität. Vor allem kleinere Städte haben hier vielfach Handlungsbedarf. Um den Wandel aktiv mitzugestalten, könnten auch Kooperationen von Standorten oder ein strategisch angelegter prozessualer Rückbau eine Chance sein www.ifhkoeln.de darstellen, so das Institut.

Der Kreis: Jeder kann, keiner muss 1. Es zeichnet sich ein gutes Geschäftsjahr 2015 ab, auch wenn die Frequenz in den Geschäften während der Sommermonate nicht so hoch war wie in den restlichen Monaten des Jahres. Zuwachs registrieren wir nicht nur im Inland, sondern auch in den europäischen Ländern, in denen Der Kreis aktiv ist. Es freut uns, dass die Nachfrage nach individuell geplanten, qualitativ hochwertigen Küchen erneut angestiegen ist. Man kann von einem „kleinen Küchenboom“ sprechen, der durch die positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Niedrigzinsphase und den optimistischen Konjunkturprognosen gestützt wurde. 2. Ich glaube, dass die Endverbraucher aufgrund der Terrordrohungen und der damit verbundenen, gefühlten Unsicherheit ihr Urlaubsverhalten überdenken werden, also ihre Reiseaktivitäten reduzieren oder sogar streichen werden. Dies wird zu einer positiven Investitionskraft für unserer Branche führen, nach dem Motto: Bleibe lieber zu Hause und schaffe Dir ein schönes Heim. Unabhängig davon sind wir davon überzeugt, dass gemäß unserem Credo „Qualität vor Quantität“ anspruchsvolle Küchenlösungen weiter an Bedeutung 66 | küche + architektur

gewinnen werden. Unsere Dienstleistungen zur Unterstützung unserer Mitglieder sind auf diese Entwicklung ausgerichtet. Ein wesentliches Erfolgsrezept unserer Verbundgruppe ist und bleibt ihre internationale Ausrichtung. 3. Der Verbraucher ist anspruchsvoller geworden und setzt auch weiterhin auf hochwertige und individuelle Küchenlösungen, die sein Lebensgefühl und seinen Wohnstil unterstreichen. Diese Entwicklung ist am Durchschnittsumsatz pro verkaufter Küche unserer Mitgliedshäuser abzulesen, der sich in den letzten Jahren auf 11.645 Euro erhöht hat, während der klassische Durchschnittspreis laut AMK bei der Hälfte liegt. Dieser Trend wird sich auch im kommenden Jahr fortsetzen. 4. Das gehobene Segment der Küchenbranche wird von dieser Prognose nur geringfügig betroffen werden, wenn überhaupt. Viele Endverbraucher sind heute besser informiert und qualitätsbewusster denn je. Der Küchenkauf erfordert eine individuelle, persönliche Beratung und Planung. Dies kann der Onlinehandel nicht abdecken. Das Internet bleibt wichtig für den Endverbraucher, um sich über aktuelle Trends zu


Umfrage Verbände | Branchenspiegel

informieren und den richtigen Küchenspezialisten zu finden, der seine Wünsche in die Tat umsetzen kann. Gerade deshalb ist die Qualität der Online-Auftritte von Küchenspezialisten und ihre Präsenz in den Sozialen Medien wichtig und muss stetig verbessert werden. Wir bieten unseren Mitgliedern die Chance, sich und ihre Unternehmen überzeugend vorzustellen. Der Kreis hat in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern ein umfangreiches Dienstleistungsportfolio entwickelt, das den einzelnen Händler nicht nur in seinem Tagesgeschäft unterstützt, sondern ihm auch wichtige Impulse für seine persönliche Weiterentwicklung und die seines Geschäftes liefert. Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, haben wir uns in den letzten Jahrzehnten von einem Einkaufsverband zu einem Vollprofi-Dienstleistungsanbieter entwickelt. Nichts ist Muss oder Zwang, der Unternehmer entscheidet selbst, in welchem Umfang er die Angebote in Anspruch nehmen und welche Dienstleistungen er im Einzelnen verwenden will. Genau diese Freiheit und die Individualität sind die Stärken unseres Verbandes. Es versteht sich von selbst, dass wir unsere Dienstleistungen permanent weiter entwickeln, damit unsere Mitglieder moderne und zukunftssichernde Lösungen in ihrer Marktbearbeitung nutzen können, die sie dabei unterstützen, die Nummer eins in ihrer Region

zu werden bzw. ihre führende Position beizubehalten. Hierzu gehört auch die professionelle Betreuung der Mitglieder durch unsere Regionalleiter. 5. Wir stellen eine Renaissance von Seiten unserer Mitglieder fest, die sich intensiv mit Küchenmöbelmarken auseinander setzen. Viele sind auf der Suche nach einer klassischen Marke, die sie neben ihrer Handelsmarke aufnehmen wollen, um ihren Kunden neben dem normalen Angebot eine Qualitätsmarke präsentieren zu können. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, denn die Elektrogerätemarken sind im Gegensatz zu den Küchenmöbelmarken aufgrund ihrer nicht geringen Marketingausgaben fest im Bewusstsein des Endverbrauchers verankert. Hier wird die Küchenmöbelindustrie ihre Anstrengungen vergrößern müssen, wie es auch Stefan Waldenmaier in seiner Funktion als VdDK-Vorsitzender fordert. Die Bereitschaft der Händler, Markenküchen in die Ausstellung zu integrieren ist auf jeden Fall vorhanden. Generell gilt, dass Handelsmarken für Küchenspezia­ listen eine häufig genutzte Möglichkeit sind, um sich von den Mitbewerbern abzusetzen und ein Alleinstellungsmerkmal in ihrer Region zu besitzen. Aus diesem Grund beschäftigt sich Der Kreis seit seiner Gründung mit diesem Thema und hat ein interessantes Handels­ www.derkreis.de marken-Portfolio zusammengestellt.

Ernst-Martin Schaible, ­geschäftsführender Gesellschafter Der Kreis

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Der Küchenring: Gut gerüstet für das nächste Küchenjahr

Manfred Töpert, Geschäftsführer Der Küchenring GmbH & Co. KG

1. + 2. Das Jahr 2015 reiht sich nahtlos in die guten Küchenjahre der vergangenen Jahre ein. Das Produkt hochwertige Einbauküche hat unserer Meinung nach nichts an Attraktivität eingebüßt, sondern eher hinzugewonnen. Der anhaltende Bauboom, die effizienten Elektrogeräte und die immer designorientiertere Darstellung der Einbauküche, weg vom Aufbewahrungsund Arbeitsraum, hin zu einem technischen „Wohn­ möbel“ werden den positiven Trend noch weiter unterstützen. Auch 2016 wird wieder ein „Küchenjahr“ werden, sofern keine überraschenden, tiefgreifenden politischen Veränderungen kommen und die Konjunktur in Übersee und Asien sich nicht weiter verschlechtert und somit negative Auswirkungen auf den aus- und inländischen Arbeitsmarkt hat. 3. Die Preisentwicklung der gut geplanten hochwertigen Einbauküche wird weiterhin steigen. Dies ist aber in erster Linie immer hochwertigeren energieeffizienteren Elektrogeräten in der Küche, teureren Materialen im Nischenbereich (Glas), Regalsysteme, durchdachten und aufwendigen Organisationssystemen in der Küche und Arbeitsplatten aus hochwertigen, teuren Materialien wie Keramik, Glas, Verbundwerkstoffe geschuldet. Das „Holz“ in der Einbauküche wird eher weiter unter Preisdruck geraten. Vor allem durch die Vergleichbarkeit der Typen, Front- und Farbausführungen sowie die vergleichbaren Techniksysteme. 4. Natürlich werden neue Vertriebsformen wie der

Onlinehandel auch im Einbauküchenbereich punkten. Doch hier sehen wir die Dinge etwas differenzierter als in anderen Einzelhandelsbereichen wie beispielsweise im Textil- oder Elektrogerätehandel. Die hochwertige Einbauküche lebt von der Kreativkraft des Verkäufers, seinem psychologischen Einfühlungsvermögen und seinem Eingehen auf die Wünsche seines Kunden, seiner Material- und Darstellungskompetenz. Und diese wird noch immer in erster Linie im persönlichen Gespräch und im Umfeld des eigenen Geschäftslokals geprägt. Natürlich wird aber der Kunde der Zukunft keine oftmaligen Studiobesuche mehr wollen, er verlangt den „homeservice“ , die Beratung vor Ort ungebunden von Zeit und Wochentag. Dies wird die Herausforderung an die Küchenstudios der Zukunft werden hier ein funktio­ nierendes Vertriebssystem aus stationärem Handel, geführt von der Frequenz über das eigene Internetportal hin zu der Beratung und Bedienung vor Ort sein. Der Küchenring hat aktuell Projekte gestartet, die gerade auf die vorgenannten Herausforderungen Antworten geben werden. 5. Die Handelsmarken werden bei der Vergleichbarkeit der Produkte in Aussehen, Oberflächen und technischer Ausstattung immer mehr an Wert gewinnen. Natürlich muss hierzu ein umfassendes Marketing vorhanden sein und die Handels/Hausmarke von der positiven Argumentation und Einstellung der Verkäufer zur Handelsmarke getragen sein. www.kuechenring.de

KüchenTreff: Die starke Marke wächst weiter

Franz Bahlmann, Geschäftsführer KüchenTreff Einkauf & Marketinggesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG

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1. 2015 war für uns ein besonderes Jahr! Wir haben unser 20-jähriges Jubiläum gefeiert und damit einen wichtigen Meilenstein erreicht. Mit zahlreichen Aktionen haben wir dieses Ereignis nicht nur mit unseren Händlern, sondern auch den Endkunden gefeiert. So haben wir unseren Händlern mit der edition 20 oder der interaktiven Küche Themen an die Hand gegeben, mit denen sie die Endverbraucher erfolgreich für das Thema Küche begeistern konnten. Das Jubiläumsjahr und die damit verbundene starke Wahrnehmung der Marke KüchenTreff haben darüber hinaus sicher auch ihren Teil dazu beigetragen, dass sich weitere Händler für eine Mitgliedschaft bei uns entschieden haben. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die äußerst erfreuliche Entwicklung in den Niederlanden zu nennen, wo wir unser Engagement im kommenden Jahr noch ausweiten werden. Alles in allem führte diese positive Entwicklung zu einem leichten, zweistelligen Umsatzplus, das deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt.

2. Wir gehen derzeit von einer positiven Entwicklung aus, die deutlich über der Inflationsrate liegt. Unsere Prognose geht allerdings davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern. Besonders der Zinsmarkt sorgt gerade für ein hervorragendes Investitionsklima. Und auch unvorhergesehene politische Entwicklungen könnten Auswirkungen auf die Branche haben. Unser Auslandsgeschäft werten wir ebenfalls deutlich positiv: In den Niederlanden als neuem Zielmarkt herrscht viel Potenzial für weiteres Wachstum. Und wir sind mit neuen Konzepten gut aufgestellt, um diese Möglichkeiten zu nutzen. 3. Wenn überhaupt, wird es eine moderate Preiserhöhung geben. Die Verhandlungen mit den Herstellern sind nahezu abgeschlossen. Die Preiserhöhung liegt zwischen ein und zwei Prozent. 4. Diese Prognose ist sicherlich nicht aus der Luft gegriffen. Deswegen erarbeiten wir regelmäßig neue


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Konzepte und Aktivitäten, die unsere Mitglieder auf die veränderten Rahmenbedingungen vorbereiten und im Wettbewerb deutlich stärken. Ein Beispiel ist der gemeinsame Internetauftritt, mit dem wir unseren Handelspartnern eine schwierige Aufgabe abnehmen: Wir holen die Kunden nicht zuletzt durch unseren gemeinsamen Marktauftritt im Netz ab und bringen diese mit dem passenden Küchenstudio zusammen. Wir werden unsere Erfolgsgeschichte über unterschiedlichste Kanäle mit diversen Aktionen weiter feiern und die Endkunden damit auch in Zukunft kontinuierlich für das Thema Küche begeistern. Außerdem sind wir sicher, dass sich langfristig Service und Qualität durchsetzen – und das sind die Bereiche, für die KüchenTreff und seine Handelspartner stehen. 5. Wir haben vor mehr als 10 Jahren mit „emotion“ selbst versucht, eine Handelsmarke am Markt zu

etablieren. Diesen Versuch haben wir schnell aufgegeben und bereuen das bis heute nicht. Nehmen Sie den Lebensmittelhandel: Handelsmarken funktionieren da, wo eine große Kette sie zu Marken aufbauen kann. Und sie funktionieren nur, weil die Verbraucher wissen, dass sich hinter der Handelsmarke ein anderer Markenhersteller verbirgt, dessen Produkt sie in anderem Gewand preiswerter bekommen. Wenn, wie sehr oft bei Küchenartikeln, der Preisvorteil wegfällt, kann man doch gleich das Markenprodukt kaufen. Wir haben uns damals also entschieden, KüchenTreff als Vertriebsmarke stark zu machen. Unsere Handelspartner können mit uns Größe und Stärke zeigen und sie haben eine Marke, die für etwas steht, was viele Handelsmarken zwar versprechen, aber selten einhalten: hohe Qualität bei günstigen Preisen und überwww.kuechentreff.de durchschnittlichem Service.

Küchen Areal: Führend in Sachen Handelsmarke 1. Im Jahr 2015 hat Küchen Areal richtig Fahrt aufgenommen. Mit neuen Handelspartnern und sattem Umsatzplus sind wir mehr als zufrieden. 2. Mit aktuell über 350 Handelspartnern konzentriert sich Küchen Areal aufgrund der Struktur der Garant Gruppe auf das Inland. Für das Jahr 2016 sind die Weichen gestellt, um einerseits organisch zu wachsen und andererseits mit neuen Handels- und Kooperationspartnern über Branchendurchschnitt zu wachsen. 3. Abgesehen von steigenden Personalkosten gibt es derzeit eine beruhigende Situation bei den Materialpreisen. Da sich der Ölpreis im Sinkflug befindet, fallen auch die Energiekosten in der Fertigung. Alles in allem dürften sich die Preise für Küchenmöbel, Geräte und Zubehör bestenfalls moderat entwickeln oder durch sinnvolle Funktionsverbesserungen oder -erweiterungen begründen lassen. Eine auf die positive Umsatzentwicklung negativ Einfluss ­nehmende Preissteigerung dürfte nicht zu erwarten sein. 4. Reduziert man die Studie der ifh Köln auf Schlagwort-Thesen, tritt der Schrecken der Schlussfolgerungen zu Tage. 1. Weniger Menschen = weniger Kunden, 2. mehr Internethandel = weniger stationärer Umsatz, 3. mehr Geschäftsaufgaben = weniger Angebotsbreite. Dieses Horrorszenario ist unausgegoren, weil die aktuelle Einwohnerzahl durch Migration und zunehmende Geburten wächst, weil sich der Umgang mit dem Internet stark verändert, um den lokalen Handel zu stärken, und weil 45.000 Geschäftsaufgaben in fünf Jahren einem Jahresmittel entspricht, das nahe an die Zahl der Geschäftsaufgaben aufgrund

fehlender Nachwuchsregelungen heranreicht und Neugründungen nicht berücksichtigt. Der Studie darf allerdings zugebilligt werden, dass sie durch die statistisch interpretierten empirische Erhebungen deutlich macht, was jeder seit langem spürt: Die immer wieder beschworenen großen Veränderungen finden tatsächlich statt. Es ist unsere primäre Aufgabe, unsere Küchenspezialisten seit geraumer Zeit hierauf vorzubereiten und auf dem Weg in die Zukunft zu begleiten. Unser 360°-Marketing halten wir für trendsetzend, unser Service bei der Präsentation und Sortimentsauswahl bis hin zu exklusiven Handelsmarken setzt Maßstäbe und unsere betriebswirtschaftliche Unterstützung schafft Zukunftssicherheit. 5. Mit „Liva“ Küchen haben wir 2010 begonnen und hatten am Ende des Einführungsjahres etwas mehr als ein Dutzend Handelspartner. Nach sechs Jahren führen mehr als 100 Küchenspezialisten „Liva“ Küchen, so dass wir zu den zwei ursprünglichen KüchenmöbelHerstellern einen weiteren hinzunehmen mussten. Das Konzept der Wettbewerbsneutralisierung durch eine eigene Handelsmarke geht durchaus auf. Auch wenn wir im Marketing mehr für die Eigenmarke tun müssen als nur eingeführte Marken durchzuwinken, werden wir diesen Weg konzentriert weitergehen. Wir sehen uns hier bereits als Marktführer und schaffen zusätzlich für unsere Handelspartner einen sehr wichtigen Bestandteil bei einer Handelsmarke „die Emotionalisierung am PoS“. Zudem brauchen unsere Handelspartner zur eigenen Existenzsicherung eine margensichere Kalkulation, die ihnen nur eine Hanwww.garant-kuechen-areal.de delsmarke bieten kann.

JÜrgen Feldmann, Geschäftsleitung Küchen Areal, Garant Gruppe

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organisationen

Branchenspiegel | Umfrage Verbände

TOP-Konditionen und attraktive Ausschüttungen, Leistungs­ bezogene Verbands-, Haus- und Konzentrationsboni, Große Transparenz des Verbandes in allen Bereichen und eine extrem niedrige Kostenstruktur, Finanzdienstleistungen, eigenständige Marketing- und Werbekonzepte, Internetplattformen, Muster­küchenAbverkaufsaktionen, eigenständiges Systemmarketing, Eigen­ marken „systhema“, „INPURA“ und „LINEA“, Rechtsberatung Geschäftsführer: Joachim Bringewald, Manfred Töpert Der Küchenring GmbH & Co. KG Marie-Curie-Straße 6 · 53359 Rheinbach Tel. 02226 904-0 · Fax 02226 904-158 info@kuechenring.de · www.kuechenring.de

Freie Auswahl unter den Modulen DER KREIS Küchenspezialist, Küche 3000, Lifting – Der Küchenrenovierer & Elektrogerätespezialist, Zentralregulierung, Existenzgründerberatung, Rechtsberatung, Unternehmensberatung, Finanzierungsberatung, Werbe- und PR-Beratung, Ladenbaukonzept, Marketingkampagne DEUTSCHLAND BAUT UM – in Zusammenarbeit mit dem Bausparermagazin von Schwäbisch Hall; Handelsmarken: ViVARi; COLLECTION No1; ai Küchen; Logic Küchen, kuechenboerse24.de – Marktplatz für Aus­ stellungsküchen im Internet, InfoNet – interne Mitglieder Kommunikationsplattform, ­kuechenspezialisten.de – die Internetplattform zum Endgebraucher, @ktivwebcenter – ­individuelle Webseitengestaltung, @ktivshopcenter – Portal für Ergänzungssortimente, @ktivmarketing – interaktives Portal für Mitglieder zur topaktuellen Werbegestaltung, DER KREIS Auszeichnungen, ERFA-Gruppen, DER KREIS Junioren, Führungs- und Personalmanagement, Seminare für Jung-Unternehmer, DER KREIS Akademie, Betriebsvergleich, Nachfolgeregelung, Versicherungsdienste zur beruflichen und privaten Vorsorge, 4 Bonus­ ausschüttungen + 1 Endabrechnung im Jahr, 5-Jahres-Garantie für Elektro-Einbaugeräte und Standgeräte. DER KREIS Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG Mollenbachstraße 2 · 71229 Leonberg Tel. 07152 6097-00 · Fax 07152 6097-9999 · derkreis@derkreis.de www.derkreis.de · www.kuechenspezialisten.de · www.kuechenboerse24.de

Markt- und Standortanalyse, Immobiliensuche, Investitionsplanung und Rentabilitätsvorschau, Finanzierungskonzept, Ladenbau- und Einrichtungskonzept, Geschäftsausstattung, Werbung und Verkaufsförderung, Beratung und Betriebsvergleich, Marketingkampagne DEUTSCHLAND BAUT UM – in Zusammenarbeit mit dem Bausparermagazin von Schwäbisch Hall und drei weiteren Magazinen des Bellevue Verlags. Profiseminare und Schulungen, Unterstützung bei Unternehmensnachfolge und Expansion, Konzept für regionale Verbrauchermessen, Versicherungsdienste zur beruflichen und privaten Vorsorge, 4 Bonusausschüttungen + 1 Endabrechnung im Jahr, Rechtsberatung, Absatzfinanzierung, Zentralregulierung, Workshops, InfoNet – interne Mitglieder Kommunikationsplattform, kuechenboerse24.de – Marktplatz für Ausstellungsküchen im Internet, @ktivmarketing – interaktives Portal für Mitglieder zur topaktuellen Werbegestaltung, @ktivwebcenter – individuelle Webseitengestaltung, 5-JahresGarantie für Elektro-Einbaugeräte und Standgeräte, Top-Konditionen, eigene Handelsmarke. Bestnoten: F & C Zufriedenheitsanalyse und Deutsches Institut für Service – Qualität

Varia Franchise GmbH Mollenbachstraße 2 · 71229 Leonberg Tel. 07152 6097-02 · Fax 07152 6097-800 info@varia.de · www.varia.de

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KüchenTreff GmbH & Co. KG und elektrostore GmbH Harpstedter Straße 60 · 27793 Wildeshausen · Tel. 04431 7379-0 · Fax 04431 7379-20 info@kuechentreff.de · www.kuechentreff.de · info@elektrostore.de · www.elektrostore.de


Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Die guten Adressen der Branche www.kuecheundarchitektur.de

küchen …

Zeiler Möbelwerk GmbH & Co. KG Obere Altach 1 · 97475 Zeil am Main Tel. 09524 91-0 · Fax 09524 91-121 info@allmilmoe.de · www.allmilmoe.de

Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Express Küchen GmbH & Co. KG Am Mühlenbach 1 · 49328 Melle Tel. 05226 5942-0 · Fax 05226 5942-4200 info@express-kuechen.de www.express-kuechen.de

Alno AG Heiligenberger Straße 47 88630 Pfullendorf Tel. 07552 21-0 mail@alno.de · www.alno.de

Brigitte Küchen H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 vertrieb@brigitte-kuechen.de www.brigitte-kuechen.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

küche + architektur | 71


VISITENKARTEN | Die guten Adressen der Branche

… küchen

nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

Rabe & Meyer Küchen GmbH & Co. KG Ladestr. 52 · 32257 Bünde-Ahle Tel. +49(0)5223 6900-0 · Fax +49(0)5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Ausgabe 6/2015 · 3. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Branchenspiegel 2016 „Who is who“

One team – one company · pronorm – Wege entstehen dadurch, dass man sie gemeinsam geht Hasu · Eine Marke, die sich den Marken verschrieben hat die globale Wirtschaft zeigt sich als nebulöse Glaskugel, in der sich Deutschland stabil bewegt

Das Magazin für professionelles Einrichten

Poggenpohl Möbelwerke GmbH Poggenpohlstr. 1 · 32051 Herford Tel. 05221 381-0 · Fax 05221 381321 info@poggenpohl.com · www.poggenpohl.com

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. 09825 83-0 · Fax 09825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

küche + architektur 72 | küche + architektur


ABFALLTRENNUNGSSYSTEME

BLANCO GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 kuechentechnik@blanco.de www.blanco-germany.com/de

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 aluments@wesco.de www.wesco-aluments.de

Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 naber@naber.com · www.naber.com

KÜCHENZUBEHÖR

PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de

Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbuschstraße 16 · 45883 Gelsenkirchen Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch.de www.facebook.com/kuppersbuschcom

Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG Vahrenkampstraße 12–16 · 32278 Kirchlengern Tel. 05223 77-1597 · Fax 05223 77-21597 kitchen-info@de.hettich.com · www.hettich.com www.intelligent-kitchens.com

GERÄTE küche + architektur | 73

TISCHE / STÜHLE

SPÜLEN / ARMATUREN

BESCHLAGSTECHNIK

Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN


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