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Ausgabe 4/2018 · 6. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Previews IFA 2018 und Hausmessen 2018

Leicht – Standard war gestern · Nie war Wohnen individueller Service heißt, das ganze Geschäft mit den Augen des Kunden zu sehen · Blanco Wandel durch Handeln · Freiheit durch Verbund als Versprechen


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Unterschiedliche Materialien, Farben und Stilrichtungen lassen jede Küche zu einem Unikat werden – und einem Ort, der so einzigartig ist wie die Menschen, die darin kochen, essen, feiern, lachen, weinen und gemeinsam Zeit verbringen. Freuen Sie sich bei einem Besuch unserer diesjährigen Hausausstellung auf spannende Design-Neuheiten sowie innovative technische Features. Erleben Sie gemeinsam mit uns die Kraft der Möglichkeiten und entdecken Sie die Besonderheiten von Rotpunkt Küchen.

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POSSIBILITIES


Editorial

What makes him tick?

S

teven Jobs zitierte allzu gerne den Satz von Henry Ford, wenn es um das Thema Marktforschung geht: „Wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie mir geantwortet: ein schnelleres Pferd.“ Und er stellte weiter fest: „Es ist wirklich schwer, ­Produkte für Zielgruppen zu entwerfen. Meistens wissen die Leute nicht, was sie wollen, bis man es ihnen zeigt.“ Womit er oft immer noch Recht hat. Woran orientiert sich also die Produktentwicklung, wenn nicht an dem, was sich Verbraucher wünschen? Bei Trends geht es nicht unbedingt um eine Entwicklung in die eine oder andere Richtung. Nehmen wir den Mega­ trend Individualisierung: Hier stehen Traditionen wie das Zusammenleben in Familien neuzeitlichen Communities und Netzwerken gegenüber. Auch die Trends wie Glo­ balisierung und regionale Spezialisierung widersprechen einander nicht. Die heterogener werdende Gesellschaft erfordert neue Lösungen für das Zusammenleben der Ge­ nerationen, für unterschiedliche Wohnbedürfnisse und für die Koexistenz verschiedener Lebensstile, auch durch das Verschmelzen von Kulturen und Gewohnheiten. Grundstücksknappheit und höhere Grundstückspreise haben zu einer neuen Gewichtung der innenarchitekto­ nischen Raumaufteilung beigetragen. Offene Wohnraum­ lösungen werden immer häufiger, ob fließende Übergänge zwischen Küche und Essbereich oder sogar bis hin zum Wohnbereich. Das gilt auch für die zunehmende Anzahl an Singlewohnungen. Welche Faktoren jedoch den individuellen Kücheninter­ essenten beim Kauf seiner neuen Einrichtung überzeugen, welche Ausstattungsmerkmale sein Herz höher schlagen lassen, können bis heute eigentlich nur die Küchenspezia­ listen aus ihm herauskitzeln. Bei ihrer Beratung greifen sie dabei auf das bestehende Sortiment ihrer Industriepart­ ner zurück. Viele Industrieanbieter erfahren ausschließlich über ihre Handelspartner oder über diverse Marktstudien, was der Verbraucher braucht und will. Dieses gefilterte Wissen reicht jedoch für eine zukunftsorientierte oder gar visio­ näre Produktentwicklung nicht aus. Für die Hersteller ist es höchste Zeit, sich durch eigene Markt- und Haushalts­ analysen selbst näher mit dem sich kontinuierlich verän­ dernden Verbraucherverhalten auseinanderzusetzen und das länderübergreifend. Im Vergleich zu anderen Branchen, die sich mit lang­ lebigen Investitionsgütern auseinandersetzen, ist der Großteil der industriellen Küchenbranche im Bereich Konsumentenorientierung eher antiquiert. Die Küchen­ spezialisten am Markt sind hier deutlich kundenorien­

tierter, haben aber leider nur einen begrenzten Einfluss auf die Entwicklung neuer Produkte. Gemeinsam, d.h. mit Marktforschung von Seiten der Industrie in Kombination mit Informationen aus der Praxis des Fachhandels wäre man hier sicher deutlich stärker. Die Elektrogeräte-Industrie macht es uns wie viele bran­ chenfremde Industriezweige, z. B. Automobilindustrie, Computer-Technology, Mobile Phones, Mode, Kosmetik usw. seit Jahr und Tag vor. Sie investiert seit Jahrzehnten Millionen-Euro-Beträge in Endverbraucheranalysen und weiß daher „What makes him tick!“ Über welche Vorteile müssen ihre Produkte verfügen, um Endverbraucher zum Kauf zu bewegen? Nicht umsonst spricht man bei dem Produktportfolio der renommierten A-Marken von vor­ verkaufter Ware. Denn basierend auf einer konsumenten­ orientierten Marktforschung, entsteht auch ein entspre­ chendes Marketing und Werbespektrum, mit dem der Verbraucher dort abgeholt wird, wo er reagiert, bei seinem Bedarf, bei dem Nutzen, den er sich von einem neuen Produkt verspricht.

Yvonne Davy Chefredakteurin

Je mehr Marktforschung von Seiten der unterschiedlichen Industriezweige, der Möbel-, Geräte-, Spülen- und Armatur-, Beschlag- und Material-Anbieter betrieben wird, desto exakter werden die Verbraucher-Profile. Und desto stärker werden die Argumente für die Anschaffung eines neuen Ausstattungsfeatures oder der komplett neuen Küche. Je mehr Marktforschung von Seiten der unterschiedli­ chen Industriezweige, der Möbel-, Geräte-, Spülen- und Armatur-, Beschlag- und Material-Anbieter betrieben wird, desto exakter werden die Verbraucher-Profile. Und desto stärker werden die Argumente für die Anschaffung eines neuen Ausstattungsfeatures oder der komplett neuen Küche. Von einem übergreifenden Austausch dieser Studien und Erfahrungswerte würde die gesamte Branche bis hin zum Verbraucher profitieren. Das Verhalten der Kunden und ihre Bedürfnisse zu ver­ stehen, ist zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor für Industrie und Handel geworden. Auch in Anbetracht des steigenden Innovations- und Wettbewerbsdrucks werden nutzerzentrierte Herangehensweisen, höhere Agilität und Kreativität sowie Geschäftsmodelle, die konsequent auf den Kundenutzen ausgerichtet sind, zu Zielgrößen für Hersteller und Fachhandelsunternehmen. Mittelfristiges Ziel sollte es sein, konsequente Nutzerorientierung in der Produktentwicklung mit einer entsprechenden Unter­ nehmenskultur zu vereinen. küche + architektur | 1


Foto: Samsung

Samsung Dual Cook Flex: Die Samsung Einbaubacköfen mit Dual Cook Flex ermög­ lichen mit zwei unabhängigen Garräumen und einer teil­ baren Tür nicht nur gleich­ zeitiges Zubereiten ver­ schiedener Gerichte, sondern auch die Nutzung nur des halben Garraums. So kann Zeit und Energie gespart werden. Mit dem Wandel der Küche zum Lebensmittelpunkt des Zuhauses setzt Samsung zudem auf ein modernes Design  – die Dual Cook Flex Öfen sind in hochwertigem Edelstahl, schwarzem Edelstahl und schwarzem Glas erhältlich. www.samsung.de/backoefen

1 What makes him tick? Editorial

4 Fortschritt im Zeichen des Wandels Pronorm – „Die Zukunft kann kommen“

8 Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg. (Henry Ford) Pronorm-Workshop – ­ Gemeinsam gegen den Strom

16 Leicht – Standard war gestern Nie war Wohnen individueller

Naber setzt Maßstäbe

28 Elegant und reduziert im Design … … technologisch auf dem neusten Stand – Geräte von V-Zug

29 Marktgerechte neue Formen … … von systemceram zur area 30

30 Trends setzen mit Regalsystemen und Designgriffen Schüco Alu Competence

31 Die Neue Alno zeigt sich – cube30 bietet die Bühne

20 2018 – Küchenmeile seit 20 Jahren 32 Die Küche: Küchentrends und Innovationen –

gestalten, informieren und ordern

22 My Life. My Style. My Kitchen. Nolte Küchen

24 Trendgerechtes Dunkelgrau Eckschranksystem Powerslide von Ninka

25 Premiere für Templer Arbeits­ platten auf der area30

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26 Küche und Komfort

Der Mittelpunkt des Lebens Ballerina digital

33 Alles im Rahmen Rational

34 Service heißt, … … das ganze Geschäft mit den Augen des Kunden zu sehen – Blanco

40 Fresh Ideas bei Express Küchen


Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch Christian Schikora Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de

Inhalt 4/2018 41 Mit neuem Design Collection.11 von Bauknecht

42 Impuls Küchen macht seinen Namen zum Programm …

42 Holland-Trend-Haus zur A30 Küchenmeile

43 Sortiment clever abgerundet Franke im house4kitchen

44 Wandel durch Handeln Freiheit durch Verbund als Versprechen

48 Blum – Zuwächse auf inter­nationaler Ebene Symbiose aus Mensch, Innovation und modernster Fertigungstechnik sichert Erfolg

50 Gegen den Trend weitere Marktanteile gewonnen Miele erreicht 2017/18 4,3 Prozent ­Umsatzplus

52 Fokussiert auf die Menschen ... ... konzentriert auf den Markt: AEG/Electrolux

56 IFA 2018 Im Zeichen künstlicher Intelligenz

57 Licht nach Lust und Laune Philips hue vernetzt

58 Seamless Life Siemens – IFA 2018

60 Im Fokus steht der Mensch AEG

62 Gesunde Ernährung von der Lagerhaltung bis zum Dampfgaren Grundig zur IFA

64 Zeitlose Eleganz in Schwarz Bosch: Accent line carbon black – ­Reflexion auf das Wesentliche

65 Komfort auf der ganzen Linie … … von Miele zur IFA 2018

66 New Thinking Liebherr auf der IFA 2018

67 Die guten Adressen der Branche

Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4 69181 Leimen Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 6, gültig seit 1. 1. 2018 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, pro fertighaus, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: küche + architektur | 3 Seite 67: auremar/fotolia


unternehmen + köpfe

Fortschritt im Zeichen des Wandels Neu zur Hausmesse bei Pronorm anlässlich der

Pronorm – „Die Zukunft kann kommen, …“

Küchenmeile: Küchen­ modell mit Keramikfront.

… Pronorm-Geschäftsführer Heinz Hachmeister spricht hierbei nicht nur für die mittlerweile 280 Pronorm-Mitar­ beiter, sondern auch für die Küchenspezialisten, die dem Unternehmen ihr Vertrauen entgegenbringen. Gemein­ sam ist es diesem Team aus Industrie und Handel gelungen, die Leistungsstärke von Pronorm über Jahre hinweg zu fordern und zu fördern. Nicht umsonst konnte das Unternehmen seinen Umsatz in den letzten Jahren auf rund 75 Millionen Euro steigern. Und das mit „einer auskömmlichen Rendite für die Handels­ partner des Unternehmens“, wie diese bestätigen.

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unternehmen + köpfe

Pronorm investiert kontinuier­ lich in die Fertigungstechnik: Hier die neue Halle mit 2.100 qm zusätzlicher Produktions- und Lagerfläche, das hochautomati­sierte, leistungsstarke Sägezentrum und die sehr individuelle Kantenanleim­ maschine mit 90-Fach-Magazin. Hand in Hand damit geht die Digitali­sierung von der Auftragserfassung über das Beschaffungsmanagement, die betriebliche Steuerung bis hin zur Abwicklungslogistik.

„U

nd das soll auch so bleiben“, betont Heinz Hachmeister, Ge­ schäftsführer des innovativen Küchenmöbelherstellers. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen bereits seit einigen Jahren mit dem Thema Digitalisierung auseinandergesetzt und die Weichen entsprechend gestellt. Um diesen Anforderungen auch fer­ tigungstechnisch besser gerecht zu werden, wird bei Pronorm konti­ nuierlich investiert. „So haben wir im letzten Jahr den Neubau einer Halle mit 2.100 qm zusätzlicher Produktions- und Lagerfläche realisiert“, betont Heinz Hachmeister. „Daneben wurde der dringend benötigte Ausbau un­ serer Teilefertigung in Angriff genommen. Es wurde ein hochauto­ matisiertes, leistungsstarkes Sägezentrum in Betrieb genommen, eine sehr individuelle Kantenanleimmaschine mit 90-Fach-Magazin nach­ geschaltet. Des Weiteren wurde der Maschinenpark um ein zentrales Seiten-Bohr- und Fräszentrum erweitert. Weitere Ersatzinvestitionen im Bereich der Montagelinien befinden sich in Umsetzung. All dies bedeutet eine Gesamtinvestition von immerhin mehr als 8 Mio. Euro.“ Glaubwürdig, zuverlässig, innovativ Heinz Hachmeister und sein Team zeigen sich wie immer zukunfts­ orientiert. „Die Basis für das neue Industriezeitalter bildet zuallererst die Verzahnung der Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Treibende Kraft dieser Entwicklung ist die rasant zunehmende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie verändert nachhaltig die Art und Weise, wie zukünftig in Deutsch­ land produziert und gearbeitet wird. „Unsere Partner im Handel setzen sich Tag für Tag mit den individuel­ len Wünschen der Endverbraucher auseinander. Heute gibt es nahezu unendlich viele Varianten in unserer Branche. Weg von der Masse,

hin zu individuellen Produkten. Damit wir diesem wachsenden Trend nach Individualisierung gerecht werden können, müssen wir uns als mittelständischer Küchenmöbelproduzent fertigungstechnisch auf diese Herausforderung einstellen. Auf Industrieseite sprechen wir hier von Losgröße 1.“ Flexibler, individueller, schneller „Allerdings“, so Heinz Hachmeister, „ist Digitalisierung ein Kraftakt, ein Modernisierungsprozess, der über mehrere Jahre verläuft. Wir müssen den gesamten Ablauf von der Auftragserfassung über das Beschaffungsmanagement, die betriebliche Steuerung bis hin zur Ab­ wicklungslogistik prozesssicher machen! Die Basis dafür haben wir bereits vor einigen Jahren geschaffen, indem wir begannen, ein kom­ plett neues ERP System zu entwickeln. Und seit Februar 2018 werden sämtliche Aufträge im neuen System mit grafischer Auftragserfassung abgewickelt.“ Statt adhoc auf das neue System zu setzen, hat man in der Einführungsphase Alt- und Neu-Version parallel gefahren. „Denn solch eine Einführungsphase ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Mittlerweile konnten die Kinderkrankheiten ausgeräumt werden und das neue System läuft sicher und stabil“, berichtet Heinz Hachmeister stolz. „Viele unserer Kunden nutzen bereits jetzt komplett die Möglichkeit der Übermittlung ihrer Bestellung per Datenaustausch (EDI). „Zudem haben unsere Handelspartner nun auch eine bessere Kontrolle durch die Auftragsbestätigung mit Skizzen“, stellt er weiter fest. „Und sie werden zukünftig immer deutlicher spüren, dass die Erfas­ sung und Übermittlung der Auftragsbestätigungen schneller erfolgt. Die oft überdurchschnittlich kreativen und individuellen Planungen unserer Handelspartner, die natürlich auch mit einem hohen Anteil küche + architektur | 5


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an Sonderanfertigungen verbunden sind, können wir künftig deutlich fehlerfreier und prozesssicherer umsetzen. All das wird sich merklich in Form einer noch besseren Qualität und Zuverlässigkeit widerspie­ geln.“ Im Dreigestirn zum Erfolg Die grundsätzlichen Projektaktivitäten zur Einführung des neuen Sys­ tems sind zwar abgeschlossen, Heinz Hachmeister wirft aber sofort ein: „Die neuesten Technologien im Bereich der IT/EDV allein sind nicht alles. Erst durch die Symbiose aus zukunftsorientierter IT-Tech­ nik, modernsten Maschinen und vor allem auch kompetenten Mitar­ beitern erlangt dieses Projekt seine wahre Größe. Dieses Zusammen­ spiel ist eine permanente Herausforderung, der wir uns Tag für Tag

Seit 2010 ist Pronorm Tochtergesellschaft der niederländischen DMG. Dabei agiert das Unternehmen als Profitcenter und kann das erwirtschaftete Kapital kontinuierlich reinvestieren. Herr Hachmeister, als Geschäftsführer Heinz Hachmeister haben Sie das Unternehmen durch alle Höhen und Tiefen begleitet. Wobei man ganz ehrlich feststellen kann, dass Pronorm seit dem Jahr 2010 in neue Sphären aufgebrochen ist … ? Ja, seit 2010 gehört pronorm bekanntermaßen zur niederländi­ schen De Mandemakers Group. Seitdem wir wieder einen Inha­ ber haben, kann pronorm die Investionen, die notwendig sind, um sich im Wettbewerb zu behaupten, tätigen. Je individueller die Produkte, desto schwieriger ist die Automatisierung. Dennoch hat sich Pronorm den Marktanforderungen erfolgreich gestellt. Durch kontinuierliche Investitionen ist es Ihnen gelungen, die Vision einer Plattformstrategie Realität werden zu lassen. Hätten Sie das vor zehn Jahren geglaubt? Ja, denn die Basis für die heutige Plattformstrategie wurde be­ reits 2005, also vor mehr als zehn Jahren, gelegt. Pronorm bril­ liert heute mit durchdeklinierbaren Korpus- und Frontvarianten der Produktlinien Y-line, X-line, proline 128 und classicline. Selbst Auszugssysteme und Innenleben lassen sich individuellen Wün­ schen anpassen. So verstehen wir den Begriff Plattformstrategie.

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stellen. Erst sie ermöglicht es uns, künftig die Vielfalt an Varianten, Maßen, Farben und Sonderanfertigungen noch stärker auszubauen und das bestmöglich mit kurzen Lieferzeiten.“ Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft sind geschaffen. Schon heute zählt Pronorm zu den Hidden Champions dieser Bran­ che. Die innovativen Produkte des Herstellers überzeugen Jahr für Jahr Küchenplaner aus der ganzen Welt. 70 Prozent seines Umsatzes tätigt der Hersteller aus der Tradition heraus im Exportgeschäft: „Aber auch im deutschen Markt konnten wir zahlreiche Partner hinzugewinnen und mit ihnen gemeinsam wachsen“, betont Heinz Hachmeister. „Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet.“ Dieses Zitat beschreibt einen Teil der Philosophie von Pro­ www.pronorm.de norm und seinen Partnern im Handel. 

Wenn man es genau nimmt wurde Pronorm in den letzten acht Jahren komplett modernisiert. Es wurde in Maschinen investiert, Prozesse wurden optimiert, Abläufe entsprechend angepasst. Dass hierfür Kapital vonnöten war, steht außer Frage. Besonders beachtlich ist dabei jedoch, dass dieser Weg von ­allen Mitarbeitern mitgetragen und unterstützt wurde. Wie erklären Sie sich diese kollektive Identifikation mit dem Unternehmen? Pronorm bietet seinen Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsumfeld, ein kollegiales Betriebsklima und – davon sind wir überzeugt – eine verlässliche Zukunftsperspektive. Also wichtige Punkte der in unserer Firma gelebten Unternehmenskultur. Herr Hachmeister, Ihnen und Ihrem Team ist es gelungen, den Umsatz von Pronorm in den letzten Jahren kontinuierlich über den Branchen-Durchschnitt hinaus zu steigern und das sowohl im Inland als auch in Ihrem traditionell stärkeren Auslandsgeschäft. Potenzial, Ihr Geschäft weiter auszubauen, gibt es mehr als genug. Wie sieht die Strategie von Pronorm für die Zukunft aus? Wie Sie richtig sagen, Potenzial für eine positive Weiterentwick­ lung sehen auch wir. Aufgrund unserer Aktivitäten sehen wir sehr gute Möglichkeiten, um im Wettbewerb zu bestehen. Potenzial haben wir in unseren angestammten Märkten in der Mitte Euro­ pas, haben aber auch seit Jahren gute Kontakte in Richtung OstEuropa und Asien, die wir weiter forcieren werden.


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Handel + markt

Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.

(Henry Ford)

Pronorm-Workshop – Gemeinsam gegen den Strom

„Der kontinuierliche Austausch mit unseren Partnern im Handel ist eine der fundamentalen Säulen unserer Unternehmensphilosophie“, betont Udo Helweg, der für den Vertrieb von Pronorm in Deutschland verantwortlich zeichnet. Eine Säule, auf der ein Händlerworkshop basierte, zu dem das Unternehmen interessierte Handelspartner einlud. „Unsere Partner im Handel sind unsere Brücke zu den Wünschen der Verbraucher. Nur gemeinsam mit ihnen können wir erfolgreich sein. Deshalb suchen wir den stetigen Dialog mit ihnen.“ Neben der Besichtigung der neuen Fertigungsanlagen und dem konstruktiven Ideenaustausch zur Optimierung von Abwicklungsabläufen hatten die Handelspartner des Unternehmens auch die Möglichkeit, sich über aktuelle Trends vorzuinformieren, Neuheiten, die zur Hausmesse 2018 präsentiert werden, standen im Fokus des Events. Das gemeinsame Abendessen am Vortag der Veranstaltung bot das passende Entree, um einander besser kennenzulernen. Beim Genuss des Barbecues und dem einen oder anderen Glas Wein oder Bier kamen bereits erste Diskussionsthemen auf, die am nächsten Tag vertieft werden konnten.

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Handel + markt

K

reativ, konstruktiv, kritisch nutzten die anwesenden Küchen­ spezialisten die Möglichkeit, sich mit Heinz Hachmeister, Udo Helweg, ihrem jeweiligen Außendienstler oder auch dem In­ nendienst und dem Hausarchitekten Gerhard Meier auszutauschen. Wir haben in diesem Artikel einige Aussagen der Handelspartner zu­ sammengefasst. Produkt und Mensch Mit von der Partie beim Pronorm Workshop war Daniel Buchner. Erst im Dezember letzten Jahres hatte der sympathische Bayer sein Studio in Pfaffenhofen an der Ilm komplett modernisiert. Unterstützt wurde er dabei u. a. vom Team der Verbundgruppe MZE und seinen Liefe­ rantenpartnern Pronorm und Sachsenküchen. Das modern ausgestattete Studio trägt den Namen der MZE-Eigen­ marke Keno-Kent, die für die kundenorientierte moderne Einrichtung von heute steht. „Auf einer unserer Verbandmessen hatte ich die Ge­ legenheit mich mit Pronorm auseinanderzusetzen. Es war auf Anhieb die Kombination von Produkt und Mensch, die mich überzeugte. Bis jetzt habe ich meine Entscheidung mit Pronorm zusammenzuarbei­ ten nicht bereut. Die Menschen in unserer Region, die einen gewissen Designanspruch haben, können wir mit den Küchen des Herstellers gut überzeugen. Besonders mit der Pronorm-exklusiven Y-line, sind wir nicht nur in der Lage, uns vom Wettbewerb zu differenzieren, son­ dern auch durch markantes Design zu überzeugen. Auch das Schub­ kastensystem proTech ermöglicht uns ein Trading up. Ich habe den Workshop bei Pronorm sehr genossen und würde jeder­ zeit wieder teilnehmen“, versichert der versierte Küchenprofi. „Es ist immer toll, mit in die Produktentwicklung eingebunden zu werden. Wenn ich es mir wünschen dürfte, wäre ich das nächste Mal gerne bereits bei den Besuchen der Vorlieferanten dabei, um noch früher mitentwickeln zu können“, die Vorstellung lässt ihn strahlen. „Zudem schätzen wir den familiären Umgang mit den Menschen bei Pronorm.“ „Gibt es auch Anlass zur Kritik?“, wollen wir wissen. Daniel Buchner ist keineswegs unkritisch: „Man könnte etwas zu einer höheren Sta­ bilität der breiten Schränke beitragen. Gerade wenn unsere Monteure diese anheben müssen, ist der kleine Steg an der Rückseite eigentlich

Pronorm-Hausarchitekt Gerhard Meier, Geschäfts­ führer Heinz Hachmeister und Verkaufsleiter Deutsch­ land Udo Helweg (v. l.) moderierten den Händler­ workshop. Betriebsleiter Gordon Henke (u.) führte die Teilnehmer durch die neuen Fertigungsanlagen in Vlotho.

zu empfindlich. Und ich würde mich über eine zügigere Auftragsab­ wicklung freuen“, betont er. Die Zeit zwischen Bestellung und Bestä­ tigung ist oft zu lang. Zudem kommt es vor, dass ich an unterschied­ lichen Tagen drei bis vier Rückfragen zu einem Auftrag beantworten soll. Ich muss mich dann jedes Mal wieder neu in diesen reindenken. Das sind aber alles Dinge, an denen das Team von Pronorm bereits arbeitet. Ich bin auf jeden Fall davon überzeugt, dass ich meinem Ziel, ganzheitliches Wohnen rund um Küche, Esszimmer und Wohnraum anbieten zu können, mit meinen Lieferanten ein ganzes Stück näher komme – im Sinne unserer Kunden. Dabei sind wir auf die Flexibili­ tät unserer Lieferantenpartner angewiesen. Letztendlich ermöglichen sie uns, auf unterschiedlichste räumliche Gegebenheiten und Ausstat­ tungswünsche eingehen und dabei immer noch eine auskömmliche Rendite erwirtschaften zu können.“

„Es ist immer toll, mit in die Produktentwicklung eingebunden zu werden. Wenn ich es mir wünschen dürfte, wäre ich das nächste Mal gerne bereits bei den Besuchen der Vorlieferanten dabei, um noch früher mitentwickeln zu können“ Daniel Buchner, Inhaber Buchner GmbH, Keno Kent Küchen, Pfaffenhofen

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Handel + markt

„Als wir uns für eine Kooperation mit Pronorm entschieden, über­ zeugte uns hinsichtlich des Pro­ dukts die Möglichkeit zur Front auch das komplette passende Umfeld zu erhalten und natürlich die Y-line mit ihren Alleinstel­ lungsmerkmalen.“

Mit Sonderanfertigungen noch individueller Sascha Knodt führt sein Küchenstudio im hessischen Nauheim. Mit seiner freundlichen Art und seinem fundierten Fachwissen ge­ lingt es dem Jungunternehmer seit dem Jahr 2012 seine Kunden mit seinen Planungen auf ganzer Linie zu begeistern. „Wir als klei­ Dennis Geida, Verkaufsleiter Küchen Raab, Stuttgart nes Unternehmen können aufgrund unserer Betriebsgröße oft besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Auch dass wir als Küchenplaner unsere verkauften Küchen selbst montieren, ist in mei­ Unsere Lieferantenpartner können uns dabei unterstützen, indem sie nen Augen ein großer Vorteil für den Kunden aber auch für uns selbst. uns immer die neusten Trends aufzeigen und uns neue Materialien Jeder Kunde ist für uns gleich wichtig und bekommt von uns die best­ anbieten, die nicht nur gut aussehen sondern unseren Kunden auch mögliche Unterstützung bei der Umsetzung seines Projekts.“ Vorteile im täglichen Gebrauch bringen.“ Mit Pronorm arbeitet der sympathische Hesse seit vier Jahren erfolg­ reich zusammen. „Pronorm war einer von wenigen Herstellern, der uns Die Schnellen fressen die Langsamen in der Gründungsphase etwas zugetraut hat. Vor allem aber entsprach Das Familienunternehmen Küchen Raab in Stuttgart zeichnet sich das Produkt unseren Wünschen genau und natürlich hat uns auch der durch seine außerordentliche Beratungskompetenz, die Liebe zum persönliche Kontakt zum Außendienst voll und ganz überzeugt. Detail und seine innenarchitektonisch anspruchsvollen und funktio­ Pronorm ist ein Hersteller, bei dem wir fast alle Sonderlösungen be­ nalen Planungen sowie die Vorliebe für hochwertige Materialien und kommen können, was sich bei anderen oft schwierig gestaltet. Zudem Gerätetechnologie aus. Der Kunde steht dabei absolut im Fokus. Mit sind sowohl die Materialvielfalt als auch die Durchgängigkeit der Um­ Pronorm arbeitet das Unternehmen seit drei Jahren erfolgreich zu­ feldfarben sehr groß. Und wenn es hier und da kleine Probleme gibt, sammen. Repräsentant des Unternehmens während des Workshops war können diese in der Regel schnell aus der Welt geschafft werden. Verkaufsleiter Dennis Geida, der gleichzeitig für den Einkauf verantwort­ Ich war bereits vor zwei Jahren bei dem ersten Workshop dabei und lich zeichnet. „Als wir uns für eine Kooperation mit Pronorm entschieden, würde mich auch gerne beim nächsten wieder anschließen. Hier kön­ überzeugte uns hinsichtlich des Produkts die Möglichkeit zur Front nen Themen, für die im Alltag keine Zeit ist, direkt mit der Geschäfts­ auch das komplette passende Umfeld zu erhalten und natürlich die Y-line führung besprochen werden. Der Vorteil solcher Workshops ist, dass mit ihren Alleinstellungsmerkmalen. Die menschliche Komponente jeder Teilnehmer vom Austausch mit den Kollegen profitiert.“ sollte man bei dieser Entscheidung auch nicht außen vor lassen. Hier Und dass der Austausch mit kompetenten Marktbegleitern und der sorgt der familiäre Umgang für einen gesunden ehrlichen Austausch Industrie immer wichtiger wird, bestärkt Sascha Knodts Einschätzung mit Wohlfühlklima. Natürlich gibt es auch einmal etwas zu bemängeln, der Marktentwicklung: wie Fehl- bzw. Falschteile“, merkt Dennis Geida kritisch an. „Der Markt „Ich denke, der Markt wird sich wie bisher weiter von der Geiz ist entwickelt sich derzeit immer wertiger“, analysiert der engagierte Kü­ geil-Mentalität entfernen und die Kunden werden dem stationären chenspezialist. „Deshalb setzen wir darauf, dass unsere Industriepartner Fachhandel immer mehr Vertrauen, was Kompetenz und auch Preis­ künftig Trends noch schneller erkennen und umsetzen.“ Und er er­ stabilität angeht, entgegenbringen. Hier sind wir als Unternehmen gänzt mit keckem Blick auf Udo Helweg: „Wie z.B. den Trend zu dunklen natürlich auch gefordert, uns mit entsprechenden Schulungen bei un­ Farben auch bei organischem Glas.“ Und wer sich die Küchen unter seren Lieferanten zu informieren, um unsere Kunden bedarfsgerecht www.kuechenraab.de und in Instagram anschaut, versteht, warum und individuell beraten und bedienen zu können. Dennis Geida Küchen Raab als kreativ anders beschreibt.

„Pronorm ist ein Hersteller, bei dem wir fast alle Sonderlösungen bekommen können, was sich bei anderen oft schwierig gestaltet. Zudem sind sowohl die Materialvielfalt als auch die Durchgängigkeit der ­Umfeldfarben sehr groß.“ Sascha Knodt, Inhaber Küchen Knodt, Nauheim

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Wertig währt am längsten „Wir arbeiten mit Pronorm seit rund 25 Jahren zusammen“, berich­ tet Ingo Ruf, der sein Küchenstudio mit angeschlossener Schreinerei in Reutlingen betreibt. Sein Slogan: Verkauf von Küchenmöbeln war GESTERN, gesamtheitliche Küchenberatung ist HEUTE. „Unser Unternehmen ist aus einer Schreinerei gewachsen und hat sich auf Küchen spezialisiert. Wir bieten dem Kunden ein Komplettpaket vom Schreiner an, und können in unserer eigenen Schreinerei auch noch einiges ändern oder ergänzen. Angefangen haben wir mit Zey­ ko und etwas Alno, sind dann aber bald auf Pronorm umgeschwenkt. Dazu bewogen haben uns damals die Empfehlungen des Verbandes Der Kreis und von Verbandskollegen. Die Küchen waren unter dem Zweitnamen Kreisnorm zu vertreiben, was wir aber nie aktiv betrie­ ben haben. Was anfänglich nur als Randprodukt eingesetzt wurde, entwickelte sich im Lauf der Jahre zu einem immer wichtigeren Part­ ner bis hin zu unserer Hauptmarke.


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Handel + markt

„ … Außerdem schätze ich die freundschaftliche Beziehung zu den Mitarbeitern von Pronorm bis in die Führungs­ ebene. Es kann über alles gesprochen werden, und ein Wort gilt noch, wie es auch unter Handwerkern üblich ist. Dies ist oft in großen Konzernen verlorengegangen.“ Ingo Ruf, Ruf GmbH, Küchenhaus, Schreinerei, Reutlingen

Ich schätze an Pronorm vor allem die Lieferdurchgängigkeit. D.h. zu Wer Kritik schätzt, wird Lob ernten fast allen Fronten gibt es das passende Umfeld, außerdem kann ich Küchen à la carte bietet die Persch Küchen GmbH in Sontra. Hier mit Pronorm viele Sonderwünsche meiner Kunden erfüllen. Gerade entstehen Küchen, die individuell den jeweiligen Einrichtungs- und wir als Schreiner verkaufen nicht nur Küchen von der Stange, son­ Lebensstil der Kunden interpretieren. Der Erfolg des 18 Jahre jun­ dern planen individuelle Küchen, in denen einige Schränke nicht aus gen Unternehmens liegt nicht nur in der fachlichen Kompetenz des dem Handbuch sind. Dies kann ich mit Pronorm und meinen Sach­ Teams, sondern vor allem auch in der Qualität der Küchen, bei deren bearbeitern sehr gut realisieren.“ Und wie seine Kollegen lässt auch er Planung und Montage die Zufriedenheit der Kunden im Fokus steht. die zwischenmenschliche Komponente nicht unerwähnt: „Außerdem Nicht umsonst wurde das Küchenstudio Persch bereits fünfmal als 1a schätze ich die freundschaftliche Beziehung zu den Mitarbeitern von Fachhändler ausgezeichnet. „Mein Vater ist bereits seit fast 50 Jahren Pronorm bis in die Führungsebene. Es kann über alles gesprochen Küchenverkäufer. Im Jahr 2000 entschied er sich, nach 29 Jahren Be­ werden, und ein Wort gilt noch, wie es auch unter Handwerkern üb­ schäftigung in einem örtlichen Möbelhaus, für die Selbstständigkeit. lich ist. Dies ist oft in großen Konzernen verlorengegangen“, stellt der Mittlerweile sind 26 Mitarbeiter für uns tätig. Von Beginn an hatten Küchenprofi fest. wir Handelspartner an unserer Seite, die uns einen sehr hohen Ser­ „Derzeit habe ich jedoch sehr mit den langen Lieferzeiten zu kämpfen, vice-Standard eingeräumt haben. Nur dadurch kann unser Anspruch die für Normalprogramme elf Wochen betragen. Dies lässt sich nicht an eine geplante bzw. verkaufte und später montierte Einbauküche immer beim Kunden durchsetzen. Hier musste ich jetzt schon mehre­ erfüllt werden. re Küchen auf andere Hersteller umplanen. Ich hoffe, dass dies bald Wir leben Küche nicht zuletzt durch die Tatsache, dass ich gelern­ wieder besser wird. Außerdem wünsche ich mir eine bessere IT-An­ ter Koch bin. Mein Bruder Alexander ist ausgebildeter Heizungsbindung an Pronorm, z.B. ein Händlerportal in dem ich meine Aufträ­ und Wasserinstallateur und trägt die Verantwortung für den Bereich ge im Blick habe, relevante Daten für Montage usw. hinterlegt habe. Logistik, Montage und Service. Meine Mutter Barbara Persch leitet „An einem Pronorm Workshop würde ich wieder teilnehmen, beim Finanzwesen, Marketing und Personal. Familienbetrieb durch und letzten war ich ebenfalls dabei, der Zwei-Jahres-Turnus reicht völlig durch“, beschreibt Marcus Persch das Unternehmen. aus“, stellt er fest und trifft dabei auch den Nerv seiner anwesenden „Wir verkaufen nur das, wovon wir 100-prozentig überzeugt sind“, da­ Kollegen. An Informationen fehlte dem Küchenprofi aus Reutlingen für steht auch Marcus Persch, der den Betrieb gemeinsam mit seinem im übrigen nichts. „Wir hatten genügend Vater Peter Persch und seinem Bruder Alex­ Zeit persönlich zu sprechen, und die offenen ander Persch leitet. Für eine Zusammenarbeit ­Fragen mit den Produktentwicklern zu klä­ mit Pronorm hatte sich das Unternehmen ren. Der Markt lebt in Zukunft mehr denn wegen der „durchgängigen Frontenvielfalt in je von Spezialanbietern“, zeigt sich Ingo Ruf den verschiedenen Ausführungen Classic/ überzeugt. Proline sowie X- und Y-line, die bessere Ver­ „08/15-Ware ist überall erhältlich, und wird arbeitung der Oberflächen in der Preisgruppe dementsprechend verramscht. Gute Hand­ MK/LK sowie durch die Durchgängigkeit bei werker­leistung aber wird immer stärker ho­ Fronten, Korpussen und Wangen entschie­ noriert. Sicher auch deshalb, weil es immer den. weniger qualifizierte Handwerker, und gleich­ Die Auftragserfassung und die hierzu nötigen zeitig immer mehr Personen mit zwei linken Auftragsbestätigungen haben Optimierungs­ Händen oder mit zu wenig Zeit gibt. Deshalb potenzial. Hier gilt es durch eine Vorab-AB, werden wir an unserer Nische festhalten und eine Auftragsbestätigung inkl. Zeichnung, sie weiter ausbauen.“ die maximal fünf Werktage nach Auftrags­ Von seinen Lieferantenpartnern wünscht er eingang erfolgen sollte, einzuführen. Zudem „Wir verkaufen nur das, sich künftig „… die Flexibilität, die es ermög­ passieren in der Abwicklung der Aufträge zu licht, jedem Kunden seine ganz persönliche, viele Fehler, die durch Vorlieferanten verur­ wovon wir 100-prozentig individuelle Küche zu bauen“, und bezieht sacht wurden.“ Ein Problem, das in Zukunft überzeugt sind.“ sich hier auf die Losgröße 1. „Außerdem er­ dank der Einführung des neuen ERP Systems Marcus Persch (r.), Persch Küchen GmbH, Sontra warte ich Preistreue und keine Dumpingprei­ mit grafischer AB wohl kaum mehr auftreten se über andere Vertriebskanäle“. wird (s.S. 4). 12 | küche + architektur


Handel + markt

Anders als seine anwesenden Kollegen fühlt sich das Küchenstudio Persch hinsichtlich seiner Optimierungs-Vorschläge nicht ausrei­ chend ernst genommen. „Durch die Umsetzung einzelner Vorschlä­ ge, würden wir eine erhebliche Zeiteinsparung in der Montage errei­ chen“, betont Marcus Persch. „Auch mit der Spedition sind wir nicht glücklich. Wir würden sie im deutschen Markt nicht mehr einsetzen, sondern einen eigenen Fuhrpark aufbauen. Dies passt besser zum Produkt und transportiert gleichzeitig ein anderes Qualitätsdenken. Zwar wird die Kritik wahrgenommen und man gibt uns das Gefühl, sich der Probleme schnellstmöglich anzunehmen, die konsequente Umsetzung lässt jedoch auf sich warten.“ Wir machen uns bei Pro­ norm schlau: Alle Optimierungsvorschläge, die bei den kontinuierlich stattfindenden Produkt-Verbesserungsrunden und den Monteurschu­ lungen genannt werden, werden registriert, geprüft und bei Mach­ barkeit umgesetzt. Dass dies nicht immer zeitnah in den fließenden Produktionsprozess integriert werden kann, ist nachvollziehbar. „Die Informationen an den beiden Workshop-Tagen waren ausreichend. Insofern haben keine Informationen gefehlt“, unterstreicht darüber hinaus Markus Persch. „Der Markt wird noch anspruchsvoller. Momentan stellen wir fest, dass sich unsere Kunden immer mehr auf eine gesamtheitliche Ab­ wicklung ihrer Küchenanschaffung freuen. Durch ein Netzwerk an sehr verlässlichen Handwerkspartnern können wir Vorarbeiten wie Elektro-, Wasser-, Maler- aber auch Bodenarbeiten vermitteln. Die Einbauküche hat, egal in welchem Preissegment, einen ungebro­ chen hohen Stellenwert. Dadurch wächst der Anspruch an eine gute umfassende Beratung über aktuelle Materialien, eine perfekte Monta­ ge und eine hohe Langlebigkeit. Hierzu müssen wir von der Industrie auch weiterhin das passende Equipment erhalten. Die Küchenfachgeschäfte werden ihren Marktanteil weiter ausbauen, da sie nach wie vor auf eigene Monteure und geschultes Personal Wert legen. Das wissen die Konsumenten zu schätzen“, zeigt sich Marcus Persch überzeugt. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Hausmesse 2018 …

Hier sind wir mehr als nur eine Nummer „Wir sind ein kleines Familienunternehmen in zweiter Generation. Uns zeichnet meiner Meinung nach die besondere Nähe zu unseren Kunden aus“, betont Arne Witthöft. „Meistens bleibt die Planung in einer Hand. Wenn ich die Erstberatung mache, komme ich meistens auch zum Aufmaß. Somit hat der Kunde gleich das Gefühl in guten Händen zu sein und es entwickelt sich ein Vertrauensverhältnis. Be­ stätigt fühlen wir uns, da fast 90 Prozent der Kunden auf Empfehlung kommen. Wir machen praktisch keine Werbung. Viele kaufen schon ihre zweite oder dritte Küche bei uns.“ Seit vier Jahren repräsentiert Arne Witthöft gemeinsam mit seiner Schwester Birte Mydlach die zweite Generation der Witthöfts Kü­ chentechnik Vertriebs GmbH in Hamburg. Beide nutzen die Gelegen­ heit des Pronorm-Workshops, um sich über neue Entwicklungen zu informieren und sich darüber auszutauschen. „Außerdem bietet dieser Termin die Möglichkeit, Probleme direkt mit den zuständigen Personen zu diskutieren und sie eventuell schon vor Ort zu lösen. Auch hier geht Pronorm auf uns ein“, stellt der sym­ pathische Hanseat fest. „Wir arbeiten seit ca. 30 Jahren mit Pronorm zusammen, der unser Hauptanbieter ist. Wir schätzen die familiäre Atmosphäre des Unternehmens. Man ist nicht irgendeine Nummer. Bei Problemen finden wir immer eine gemeinsame Lösung. Im Moment stört uns auf Grund der Alno Pleite im letzten Jahr die lange Lieferzeit der Möbel und wir hoffen, dass sich das demnächst wieder einpendelt.“ Unter Auftragsmangel leidet das Familienunter­ nehmen in keiner Weise. Das Küchenstudio hat mehr als genug zu tun: „In den letzten Jahren ging es für uns immer bergauf. Im Moment wird wieder sehr viel gebaut. Außerdem geben die Leute wieder mehr Geld für die Küche aus. Möbel als auch Geräte sind technisch viel flexibler als das noch vor einigen Jahren der Fall war. Überhaupt spielt die Technik bei den Menschen heutzutage eine große Rolle.“ Die Frage, welche Optimierungsmaßnahmen sich Arne Witthöft und Byrte Mydlach von ihren Industriepartnern wünschen würden, beant­ wortet der geradlinige Hanseat ohne Umschweife: „Mit Pronorm als Möbellieferant sind wir preislich und qualitativ total zufrieden!! Das

küche + architektur | 13


Handel + markt

„Wir schätzen die familiäre Atmosphäre des Unternehmens. Man ist nicht irgendeine Nummer. Bei Problemen finden wir immer eine gemeinsame Lösung.“ Arne Witthöft und Birte Mydlach, Witthöfts Küchentechnik Vertriebs GmbH, Hamburg

Leben schwer im Tagesgeschäft machen uns allerdings einige Geräte­ lieferanten. Im Netz sind die Preise leider so unterirdisch, dass wir von zahlreichen unserer Kunden ständig damit konfrontiert werden. Die Lieferpreise im Internet entsprechen oftmals nicht einmal unse­ rem Einkaufspreis. In diesem Vergleich fühlt sich der Kunde meistens ver­ar……, was ein schlechtes Bild auf uns wirft. Hier wünschen wir uns von der Industrie drastische Änderungen. Das betrifft stark vor allem die BSH (etwas preisstabiler sind die Geräte aus der Mega ­Collection und der studioline). Gerne verkauft man dagegen Miele, Bora oder Berbel. Diese Produkte werden im Internet nicht zu Dumpingpreisen angeboten. Hier weiß der Kunde, was das Gerät kostet.“ Alleinstellungsmerkmale werden immer wichtiger Jürgen Peis ist mit seinem Küchenmarkt in Winterberg seit 35 Jahren erfolgreich. Im Sauerland gilt er als die Nummer 1, wenn es um indivi­ duelle Küchenplanung geht. In der 1.500 qm großen Ausstellung zeigt er seinen Kunden, was moderne Küchen von heute bieten können. Über den regionalen Einzugsbereich hinaus werden zahlreiche Kun­ den aus den Niederlanden beliefert. Dabei legen er und sein Team be­ sonderen Wert darauf, die Planungen immer auf Mensch, Raum und Umfeld abzustimmen. Um diesen Anspruch gewährleisten zu können, arbeitet er als Koordinator der übergreifenden Gewerke, die er an sein kompetentes Netzwerk regionaler Handwerker und Fachleute weiter­ vermittelt. „Immer weniger Neueröffnungen, mehr und mehr Schließungen und die weiter zunehmende Verdrängung erfordern noch mehr Individu­ alität und eine noch stärkere Kundenbindung“, bilanziert der erfahre­

ne Küchenprofi das Marktgeschehen. Mit Pronorm hatte man bereits vor 15 Jahren schon einmal gearbeitet, sich dann getrennt, um vor eineinhalb Jahren wieder zusammenzufinden. Überzeugt für diese Zusammenarbeit hatten den sympathischen Sauerländer die Pronorm Y-line, die Cristal-Front und Ausstattungsmerkmale wie die proTechAuszüge. „Als sehr ansprechend empfand ich auch die Warenpräsentation, die ausgesuchten, besonderen Programme. Und natürlich möchte ich auch die kompetenten und netten Mitarbeiter von Pronorm erwähnt haben. Wie im richtigen Leben läuft natürlich nicht alles perfekt. Als verbesserungswürdig erachte ich in jedem Fall die Anlieferung, die mit Speditionen erfolgt und die Tourenplanung im Werk.“ Unsere Fra­ ge nach seinen den Fachhandel unterstützenden Wünschen an seine Industriepartner beantwortete er klar umrissen: „Mehr Service, einen höheren Anteil an Produkten mit Alleinstellungsmerkmalen, Gebiets­ schutz, gute Abwicklung inklusive der Anlieferung und natürlich ein wettbewerbsfähige Preis-Leistung-Verhältnis.“ „Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg“ … … dieser Leitsatz des chinesischen Philosophen Lao-Tse wird auch weiterhin das Handeln von Heinz Hachmeister, Udo Helweg und des gesamten Pronorm-Teams bestimmen: „Wir werden künftig verstärk­ ter denn je auf den konstruktiven Austausch mit unseren Kunden set­ zen, um gemeinsam Prozesse zu optimieren und verbrauchergerechte Innovationen zu entwickeln.“ Mit der neuen maschinellen Aufstellung und der digitalen Vernetzung ist der Anfang für eine deutliche Opti­ mierung der von unseren Workshop-Teilnehmern genannten, Prozesse bereits gemacht: „Wir lassen uns an unserer Leistung messen!“

„Als sehr ansprechend empfand ich auch die Warenpräsentation, die ausgesuchten, besonderen Programme. Und natürlich möchte ich auch die kompetenten und netten Mitarbeiter von Pronorm erwähnt haben.“ Jürgen Peis, Küchenmarkt Peis, Winterberg

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Architektur + Trend | Küchen

Leicht – Standard war gestern Nie war Wohnen individueller Gut gelaunt empfängt der Hausherr seine Gäste. Stefan Waldenmaier, Vorstandsvorsitzender und Herz der Leicht AG, begrüßt seine Gäste stets persönlich. In diesem Jahr ist es das 90-jährige Firmenjubiläum des in Waldstetten situierten Unternehmens, das das Führungsteam des Herstellers dazu veranlasste, seine Partner aus Handel und Architektur im Sommer in die Leicht-Küchenwelt einzuladen, eine Welt geprägt vom kontinuierlichen Wandel in Architektur und Innenarchitektur.

L

eicht, und das ist unumstößlich, gehört in die Champions-League der Küchen-Branche. Allerdings möchten wir hier von der Bezeichnung eines Hidden Champions, von denen die Branche überwiegend geprägt ist, absehen, da das Traditionsunternehmen durchaus als Marke wahrgenommen wird und diese Auszeichnung weltweit mit Stolz trägt. Und verstecken will und muss sich das innovative Unternehmen auch mit seinen neuesten Produktentwicklungen nicht. Zwölf der insgesamt 29 zeitlos eleganten Exponate in der LeichtKüchenwelt wurden durch neue wohnliche Planungsvarianten ersetzt. Ob Raum-in-Raum-Interpretationen, Loftlösungen, Ideen für Single-Room-Appartements oder schlichthin fließende Übergänge von Küche und Wohnbereich inszeniert im Scandinavian Look oder im italoaffinen Design, der einzigartige „Showroom“ zieht seine Besucher emotional in seinen Bann. Unter­ stützt wird dies nicht nur durch die Melange geschmackvoller Materialien, Oberflächenstruk­ turen und Farben, sondern auch durch die Kombination stilbildender Accessoires wie Raum­ teiler, Regale und komplette Wandverkleidungen im passenden Farb- und Materialduktus. Das gilt selbstverständlich auch für „Solid“, ein Programm, das zwar bereits auf der Eurocucina 2018 zu sehen war, in der Leicht-Küchenwelt jedoch noch viel eindrucksvoller zur Geltung kommt: minimalistisch und zeitlos elegant. Die grifflosen Fronten, versehen mit einer hoch­ wertigen Massivholzkante aus Eiche, bestehen aus einem Schichststoff-kaschierten Holzkern mit Anti-Fingerprint in Schwarz oder Weiß. Gekonnt schlicht lässt sich Solid durchgängig zum Wohnen planen und in unterschiedliche Interiorstile einbinden.

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Küchen | Architektur + Trend

„Metropolitan merge“ lautet die Bezeichnung der neuen, von Leicht entwickelten Farbcollage: dabei handelt es sich um ein „Olivgrau“ in Kombination mit dunkleren, ebenfalls ins Grau gehenden Holztönen.

Inspirierende Collagen und deren gelungene Umsetzungen „Bei der Auswahl neuer Material- und Designtrends, binden wir selbstverständlich auch un­ sere Kunden mit ein“, betont Stefan Waldenmaier mit Nachdruck. Bereits im Erdgeschoss der Leicht-Küchenwelt war uns eine Menschentraube aufgefallen, in der lebhaft diskutiert wurde. Auslöser für diesen kollektiven Kreativschub waren sechs geschmackvoll inszenierte, jeweils einzigartige Collagen, die die Gäste des Herstellers unwillkürlich dazu inspirierten, die vorge­ stellten Kombinationen zu priorisieren. Ob „Metropolitan merge“, „Wooden yearning“, „In­ die loft“, „Ornamental tension“, „Nostalgic mixties“, „Oriental district“, keine der Collagen, die Leicht, so verriet Stefan Waldenmaier, in Zusammenarbeit mit dem Institut raumPROBE er­ stellt hat, stieß auf Ablehnung. Zum absoluten Highlight wurde jedoch „Metropolitan merge“ gekürt. Sie interpretiert den aktuellen Zeitgeist des urbanen Wohnens, in dem sich Stile und Vorlieben auf kleinem Raum verdichten und vermischen. Umgesetzt wurde dieses Szenario in Form eines Exponats, das durch eine klassisch, elegante Hell/Dunkel-Kombination punktet: Die Farbe Olivgrau und die Holzstruktur einer Bergro­ binie präsentieren sich hierbei als perfekte Symbiose, die durch das geschmackvolle Zusam­ menspiel von Hochschrankfront, Insel und filigranen Fachborden besonders zum Ausdruck kommt. Dabei sind die Oberflächen des Hochschrankblocks in Holz gehalten und vermitteln den in­ nenarchitektonischen Eindruck einer kompletten Wandverkleidung. Unterstrichen wird die­ se Wirkung durch die filigranen Fachborde. Unmittelbar im rechten Winkel an den Hoch­ schrankblock angefügt, ist die mit allen Funktionselementen ausgestattete Insel. Sie wurde, so der designaffine Firmenchef, ganz bewusst im Farb- und Materialkontrast geplant, was sie als Einzelmöbel wirken lässt. Verbindendes Element ist das horizontal verlaufende Griffprofil, das sich auf Höhe der Arbeitsplatte über alle Schrankelemente erstreckt. Optional kann dieses Profil sogar mit einer Beleuchtung versehen werden, deren Lichtfarbe und -stärke sich indivi­ duell regeln lässt. Der innenarchitektonische Anspruch des international agierenden Unternehmens zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Ausstellung. „Wohnräume sind Lebensräume, die indi­ viduell auf ihre Bewohner zugeschnitten sein sollten! Erst dann werden sie zu echten Wohl­ fühlräumen“, verdeutlicht Stefan Waldenmaier den Anspruch, der zu den tragenden Säulen der Leicht-Philosophie gehört. „Von eingebauten Planungslösungen über einzelne Möbel bis zu kompletten Lösungen.“ So langsam beginnen wir, laut über das Preissegment zu philosophie­ ren, in dem wir diese durchaus sehr anspruchsvollen Lösungen und Materialvarianten einstu­ fen. Sofort holt uns Stefan Waldenmaier von unserem Höhenflug zurück und weist deutlich darauf hin, dass Variantenvielfalt und individuelle Planbarkeit keinesfalls dem Luxussegment vorbehalten seien: „Wir liefern perfekt geplante Küchenkonzepte ab 8.000 bis 10.000 Euro für

Inspiration pur: Mit neuen Materialcollagen gruppiert Leicht seine Farb-, Strukturund Oberflächenausführungen zu Stimmungsbildern und Materialkompositionen. (z. B. von oben: Metropolitan merge, Wooden yearning, Indie loft)

küche + architektur | 17


Architektur + Trend | Küchen

Zeitlose Eleganz, wohnliche Wärme und handwerkliche Perfektion charakterisieren das neue Leicht Programm Solid.

Mit Küchenmöbeln Räume gestalten und Räume bilden, das führen die Exponate in der aktuellen Ausstellung in der Leicht Welt beispielhaft vor, hier geplant mit den Programmen Sirius und Orlando.

18 | küche + architektur

jede Raumgröße“, und ergänzt mit einem Lächeln: „Was nicht ausschließt, das wir laut GfK un­ sere Position als Marktführer im Premiumsegment auf einen Marktanteil von über 27 Prozent ausbauen konnten.“ Individualität – mehr als nur ein Schlagwort Beton, Metall, Glas, Holz, Schichtstoff … alle Werkstoffe, die die Innenarchitektur von heute prägen, sind nicht nur Teil der Leicht-Küchenwelt, sondern Bestandteile des variantenreichen Sortiments der Marke. Fronten, Arbeitsplatten, Umfeld bis hin zu den Griffen sind in Farbe und Material harmonisch aufeinander abgestimmt. „Wie gelingt Ihnen diese Durchgängigkeit nur?“, fragen wir den Firmenchef. „Wir haben in den letzten Jahren nicht umsonst über 20 Mil­ lionen Euro in modernste Produktionstechnik investiert. Von neuen Maschinen und Anlagen bis hin zur Digitalisierung ist alles auf aktuellem Stand. Unsere SAP-Steuerung ermöglicht es uns, individuelle Maßanforderungen reibungslos an die Maschinen zu übermitteln. Die intelli­ gente Vernetzung unserer Prozesse versetzt uns in die Lage kleinste Losgrößen zu produzieren und Planungen zu realisieren, die sich außerhalb des Rasters bewegen.“ Stolz verweist er auf Exponate bei denen die Fronten bis 15 mm über dem Boden verlängert sind, was den wohnli­ chen Charakter der Inszenierung erst richtig zur Geltung kommen lässt.


Küchen | Architektur + Trend

Nicht minder beeindruckt stehen wir vor einer Planung, geprägt durch Fronten mit einem edlen Furnier mit durchgehender Bildverarbeitung, die sich über die Frontteilungen bis sogar hin zu gestapelten Schränke fortsetzt. Selbst die Fugen sind für den Planer frei wählbar, ihre Durchgängigkeit wird durch die flexible Fertigung gewährleistet. Die neue, für 2020 geplante Fertigung im nahe gelegenen Gügling wird die bereits vorhandene Flexibilität noch weiter erhöhen. „Auf einer Fläche von 80.000 qm entsteht hier eine topmo­ derne vollstufige Schrank-Fertigung, durch die in Symbiose mit den bestehenden Anlagen und Strukturen in Waldstetten nicht nur eine höhere Kapazität realisiert werden kann, auch der Anteil an Varianten“, erläutert der Leicht-Chef, „lässt sich so deutlich erweitern. Das angeglie­ dert Logistikzentrum trägt natürlich mit zu kürzeren Lieferzeiten der Produkte bei.“ Mindestens 40 Millionen Euro investiert Leicht in diese zukunftsorientierte Produktionsplattform. „Davon profitieren werden unsere Partner im Handel im In- und Ausland und natürlich deren Kunden“, freut sich Stefan Waldenmaier. „Auf diese Weise sind wir in der Lage, dem steigenden innenarchitektonischen Anspruch aller mit uns kooperierenden Bereiche aus Architektur, Planung und Konsum noch stärker zu entsprechen.“ Damit dürfte das weitere Wachstum der Marke Leicht gesichert sein: Denn bereits heute sind es vor allem Begriffe wie Architektur, Innovation, Zeitlosigkeit und Qualität, die Planer und Konsumenten mit der M ­ arke verbinden.  www.leicht.com

Reizvolle Kontraste zeigen die umlaufende Massivholz­ kante und Schubladeneinsätze aus strukturreicher Eiche.

Leicht Küchen AG Umsatz: 137 Millionen Euro in 2017 Mitarbeiter: 610 Exportquote: stabile 60 Prozent Produzierte Küchen per anno: 30.000

Die Programme Bondi, Classic-FS und Xylo 01 verbinden sich beispielhaft zu dieser ­wohn­lichen Komposition.

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International Fairs | Hausmessen

2018 – Küchenmeile seit 20 Jahren Küchentrends und Innovationen – gestalten, informieren und ordern Seit nunmehr 20 Jahren laden die in der Marketinggemeinschaft 15.9. bis 21.9.2018

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ausgetauscht und es wird geordert.

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ings um die Hausmessen entlang der A30 und darüberhinaus haben sich dank der Sogkraft der Küchenmöbelhersteller Parallelveranstaltungen für die Präsenta­ tionen der Geräte-, Zubehör-, Arbeitsplatten-, Spülen- und Armaturenhersteller und Serviceanbieter etabliert. Gewachsen ist die area30 auch in diesem Jahr, dank der Eröffnung von cube30, gegenüber der area30, und der Gewinnung einiger Neuaussteller. Und mit dem Holland-Trend-Haus in Bünde mit den Ausstellern Keller keukens, Dekker Zevenhuizen und Atag Benelux ist ein weiteres Zentrum dazugekommen. Zur Orientierung und Planung des Messebesuchs bei den Mitgliedsunternehmen der A30 Küchenmeile e.V. und den Ausstellern der Parallelveranstaltungen area30, cube30, Forum 26, Gut Böckel, House4Kitchen, KCL und Holland-Trend-Haus, findet das Fachpublikum auch in diesem Jahr wieder Unterstützung durch die Küchenmeile-App. Sie steht für iPhone, Android-Smartphone und Tablet kostenfrei im AppStore und auf www.kuechenmeile.de zum Download zur Verfügung. Das mobile Nachschlagewerk liefert Aussteller- und Produktsuche (alphabetisch oder per Volltextsuche), Navigation, www.kuechenmeile.de Routen- und Terminplanung. 

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20 | küche + architektur


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Oranier F 51 Sedia / HKT E 71

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Infinity Steel Concept Strasser A 41 Grohe B 40 D 33 D 35

C 40

Grama Blend E 48

Panasonic E 42

Eingang / Ausgang

Hotrega D 40Küchenatlas E 38

SHD C 44 Cuciniale E 35

Gorenje E 30

Samsung A 20

Vogt E 28

Eingang / Ausgang

Templer E 22

Dunavox E 24 Wesco / Spartherm / POS Rosskopf & Partner Outdoor area D 20 C 21

Küche & Co. C 20

Outdoor area

Eingang / Ausgang

Outdoor area

Check-in area

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Advisor E 20 Dein Konfigurator D 44

Grohe D 33

Elica C 31

Kitchen Advisor E 20

Gorenje E 30

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Villeroy & Boch D 50

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Dein KonfiguratorWesco Dornbracht / Spartherm / Plasmamade E 40 POS D 44 RosskopfD &48Partner C 21 Stengel D 20 A.S.K.

Systemceram

F 61 Panasonic E 42

Plasmamade E 40 Garant D 61

Berbel C 51

Küchentreff E 50

Bora E 61

Dornbracht

Silverline D 48 D 60

Check-in area POS C 21

Tebü G 70

Wählbar G 50

Cool Giants F 71

Tebü G 70

Wagner & Schönherr G 71

Naber G 51

Peka A 65

Schock C 30

Wesco / Spartherm / Rosskopf & Partner D 20

Cool Giants Küchentreff F 71

Catering area

Compusoft A 51 Hotrega D 40

Culina area30 | International Fairs Luce G 52

Sedia / HKT Villeroy & Boch Inovvida E 71 D 58 D 50 Pyramis Mayer Sitzmöbel Gräbert Softronik C 72 C 74 D 70 D 72

Catering area Sagemüller & Hammes Rohrer C 70 B 75

Refsta KüppersVilleroy & Boch A 53 D 50 busch B 50 Lechner A 50

Ferdinand Holzmann Verlag E 52

Sprinz D 52

Berbel C 51

Falmec E 60

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Culina Küchenatlas Cuciniale Luce G 52 E 35 Ferdinand Holzmann VerlagE 38 E 52 Oranier Wählbar F 51 G 50 Naber G 51 Inovvida Küchentreff D 58 E 50

Templer E 22

E 24

Strasser D 35

Outdoor area

Beckermann E 51

Cuciniale E 35

Gorenje E 30

Kitchen Advisor E 20 Eingang / Ausgang

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My Life. My Style. My Kitchen. Nolte Küchen Individuelle Küchenkreationen – wirkungsvoll inszeniert im Spannungs­ feld zwischen stilvoll-elegant und ausdrucksstark-emotional – zeigt Nolte Küchen unter dem Motto „My Life. My Style. My Kitchen“ zur Hausmesse 2018, und löst einmal mehr die Verbindung hoher Ästhetik mit Verkäuflichkeit ein.

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esonders die Durchgängigkeit in den verschiedenen Materialwelten kommt im Handel sehr gut an und wird zur Saison 2019 weiter ausgebaut, wie Geschäftsführer Eckhard Wefing ankündigt: „Ein konsequentes Zusammenspiel von Echtmaterial und realistisch wirkender Reproduktion prägt unser Sortiment. Mit Nolte Küchen finden Küchenplaner und Endkunde über Stil und Geschmack zur individuellen Wunschküche – unabhängig vom Budget.“ Wird mit Echtmaterial-Oberflächen außerhalb der Materialwelt Lack geplant, bewegt man sich schnell in recht hohen Preisgruppen. Bereits in den Vorjahren wurden von Nolte Küchen mit der Zementoberfläche Portland und der Metallfront Ferro zwei ausdrucksstarke Program­ me im Handel etabliert, die auf identischem Preispunkt mit Hochglanzlack liegen. Diese klare Sortimentsstruktur verspricht Nolte Küchen ab 2019 in einer weiteren für den Handel sehr relevanten Materialwelt fortzusetzen. Gleichzeitig nimmt das Löhner Unternehmen für die kommende Saison mit diversen Neuhei­ ten und ganz neuen Verkaufsargumenten die Attraktivität im unteren und mittleren Preisseg­ ment ins Visier und kündigt Küchenplanern noch mehr individuellen Gestaltungsspielraum an – entsprechend der Maxime „Für das Leben in der Küche“. Von den Neuheiten kann man sich während der Hausmesse täglich ab 9 Uhr und auch noch nach 18 Uhr inspirieren lassen. Denn wie immer heißt Nolte Küchen seine Gäste auch in den Abendstunden herzlich willkommen. Ebenfalls gute Tradition ist der gesellige Kundenabend www.nolte-kuechen.de mit Livemusik zum Ausklang des Messedienstags.

22 | küche + architektur


So bunt wie das Leben. Spüle und Armatur mit wählbaren Akzentfarben.

Leben in der Stadt. Bunt. Vielseitig. Flexibel und spannend. Ganz so wie die Küchenspüle BLANCO SITY XL 6 S. Mit großem Becken und ungewöhnlich gestalteter Tropffläche. Mit dabei: modernes Zubehör in vier tollen Akzentfarben zur Wahl. Plus passender Armatur BLANCO VIU-S mit flexiblem Brauseschlauch. kiwi

orange

lemon

lava grey

GUT BÖCKEL 15.– 20.09.2018 Rilkestraße 18, 32289 Rödinghausen Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 19:00 Uhr

www.blanco.de


Fotos: Ninkaplast GmbH

Architektur + Trend | Küchen

Feintuning für perfekte Farbharmonie bei einem perfekten Drehbodensystem: der Eckschrank-Beschlag PowerSlide in Dunkelgrau mit den Drehböden pro(arc. Das System ist kinderleicht zu montieren – die ausge­ klügelte Verrippung auf der Unterseite der Drehböden sorgt für hohe Belastbarkeit. Die werkseitig mit Längs­ noppen strukturierte Bodenoberfläche sorgt für hohe Standsicherheit.

Trendgerechtes Dunkelgrau Eckschranksystem Powerslide von Ninka

Seit Jahrzehnten innovativer Begleiter und Entwicklungspartner der Küchenmöbelindustrie bei der Gestaltung des Schrankinneren moderner Einbauküchen, bietet Ninkaplast, Bad Salzuflen, das Eckschranksystem Powerslide mit den Kunststoff-Drehböden Proarc an. Pünktlich vor den herbstlichen Order- und Hausmessen geht das Drehbodensystem mit dem Powerslide-Beschlag in der neuen Farbgebung dunkelgrau als wertiges Gesamtsystem in den Markt.

Z

uverlässig, robust, belastbar, vielseitig, spielend leicht zu bedie­ nen und langlebig, das sind die Anforderungen an Beschlagsys­ teme, denen auch der Drehboden-Beschlag Powerslide und die Halbkreis-Drehböden Proarc standhalten müssen. Und da die Farbge­ staltung des Schrankinneren die Wertigkeit von Möbeln maßgeblich beeinflusst, steht neben der Ausführung in Silber jetzt die Trendfarbe Dunkelgrau für Drehböden und Beschlag zur Wahl – das System wirkt wie aus einem Guss und wertet die oft nur funktional definierte Küchen­ ecke gestalterisch auf. Powerslide, der die Einzelbewegung jedes Dreh­ bodens erlaubt, kann in Eckschränken mit allen gängigen Türbreiten

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unabhängig von ihrer Öffnungsrichtung eingesetzt werden. Als Mindest­ schranktiefe sind 49 cm erforderlich. Aluminium als konstruktives Material sorgt einerseits für Belastbarkeit, hohe Lebensdauer sowie – in Kombination mit Wälzlagerführungen – für ruhiges, übergangsloses Gleiten der Böden, sichert andererseits die einfache, schnelle Montage. Der pulverlackbeschichtete Beschlag ist kratzfest und leicht zu reini­ gen. Entsprechend sind die Proarc-Drehböden des Systems in einem Stück gespritzt, sodass an keiner Stelle Fugen die Reinigung erschwe­ ren. Individualisierung, z. B. mit einem Randprofil oder einer Chrom­ www.ninka.com reling ist möglich.


© THESIZE Surfaces S.L. - Alle Rechte vorbehalten

Zaha´s Stone – Keramik von verschiedenen Herstellern steht bei Templer in einem breiten Farbspektrum bereit, in Stärken von 6 mm, 12 mm und neu auch in 20 mm massiv.

Premiere für Templer Arbeitsplatten auf der area30 Zum ersten Mal präsentiert die Templer Natursteinwerk GmbH ihre Arbeitsplatten aus Naturstein, Quarzkomposit und Keramik auf der area30, Stand E22, und startet gleichzeitig mit ihrem bun­ desweiten Vertriebsdienst durch. Als Partner des Fachhandels beliefert das 1990 gegründete, familiengeführte Unternehmen schon heute in Deutschland und Österreich Küchenstudios, Mö­ belhäuser, Küchenhersteller und Schreinereien. Von Anfang an spezialisiert auf die Herstellung von Treppenund Bodenbelägen, Fensterbänken, Wandverkleidungen und

Küchenarbeitsplatten, werden am Standort im oberbayerischen Workerszell auf mehr als 27.000 qm Betriebsgelände die hoch­ wertigen Materialien mit modernster Technik verarbeitet. Kurze Lieferzeiten garantiert das dazugehörige umfangreiche Rohplat­ tenlager. Die Basis aber bilden die über 100 hochqualifizierten Fachkräfte. Individuell, schnell, flexibel und in eindrucksvoller Qualität – und das bei bis zu 350 Kommissionen pro Woche – be­ gleiten sie alle Aufträge engagiert vom Auftragseingang bis zur www.templer-naturstein.de Auslieferung. 

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Lebensräume gestalten mit nobilia.

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Von der perfekten Küche zum wohnlichen Ganzen. Ob Garderobe, Speisezimmer, Wohnraum, Hauswirtschaftsraum oder Bad – nobilia macht überall eine bemerkenswerte Figur. Ganzheitliches Wohndesign für Ihre Kunden bedeutet: neue Chancen für Sie. nobilia begleitet Sie mit innovativen Ideen, perfektem Service und professioneller Beratung. Bekannte Räume neu erleben:

15. – 23.09.2018 Täglich ab 9 Uhr im nobilia Messezentrum. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Verl!

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küche + architektur | 25 www.nobilia.de


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Küche und Komfort

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Naber setzt Maßstäbe

Ausgereifte und bereits mehrfach ausgezeichnete leistungsstarke Lüftungslösungen, die hinsichtlich Planung, Effizienz und Raumklima Maßstäbe setzen, zeigt Naber in diesem Jahr auf Stand G 51 auf der area30. Sein umfangreiches Wissen über Lüftungstechnik, seit Jahren im eigenen Entwicklungslabor und in Kooperation mit Hochschulen zusammengetragen, gibt das innovative Unternehmen jedoch nicht nur auf Fachmessen und in Kundengesprächen weiter. Zielgruppenadäquat aufbereitet steht dieses Wissen auf einer neuen Webseite Küchenplanern, Architekten, Handwerkern sowie Endverbrauchern zukünftig jederzeit zur Verfügung.

K

ompatibel mit fast allen handelsüblichen Downdrafthauben und Muldenlüftern ist die Compair® Greenflow Technologie. Das modulare Umluftfiltersystem lässt den Kochwrasen weder mit Möbelteilen noch dem Bodenbelag in Berührung kommen, son­ dern filtert ihn und leitet die Feuchtigkeit sicher aus dem Sockelbe­ reich heraus. Die Reinigung erfolgt über die Greenflow Filterboxen, die in alle gängigen Korpen im Sockelbereich montiert und mit was­ serabweisenden Aktivkohlefiltern bestückt werden können. Compair Steel flow®, Sieger beim ersten „German Innovation Award“ in der Kategorie „Building & Elements“, steht für eine energieeffizi­ ente, aerodynamisch gelenkte Küchenlüftung und außerordentliche Stabilität. Das Metallkanalsystem bietet vielfältige neue Verlegemög­ lichkeiten, da auch eine Integration in den Bodenaufbau möglich ist. Es eignet sich für alle gängigen Dunstabzugssysteme auf dem Welt­ markt, erfüllt höchste Anforderungen an den Brandschutz und erzielt dieselben perfekten Strömungsergebnisse wie das Compair® flow und Compair® bion Luftkanalsystem von Naber.

26 | küche + architektur

Neu im Programm … … sind mehr als 20 Edelstahl-Spülen jeweils mit integrierter Ablaufund Vorbereitungsfläche in fünf Modellgruppen unter dem Mar­ kendach Naber-Contura®. Harmonische Linienführung und breit gefächertes Zubehör lassen komfortable, wertige Spülzentren ent­ stehen. Dazu gehören die neuen Armaturen-Eigenmarken-Modelle der Produktlinie Armate® Linea. Besonders die Arco-Modelle über­ zeugen nicht nur durch Wirtschaftlichkeit. Sie können mit einem Laminarstrahlregler bestückt werden, der bei natürlichem Strahlbild Spritzwasser vermeidet und Fließgeräusche vermindert. Eine weitere Attraktion in diesem Produktsegment wird die Studie einer Armatur im Industrial Look sein. Wo bis zu vier Geräte wie z. B. Wasserspender, Trinkwasserfilter, Kaf­ feevollautomaten sowie Armaturen für kochendes Wasser in der Kü­ che direkt an den Versorgungspunkt angeschlossen werden müssen, bietet Naber mit der Montec® Water Box eine platzsparende und ohne Aufsatz- und Eckventile einfach zu installierende Lösung an.


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Komfort pur mit Licht … … bietet die Plattform des Lumica® Lic LED-Systems. Sie verbindet Kon­verter, Funktionsmodul, Steuerungseinheit und LED-Leuchten, wobei die Leuchten zentral oder dezentral angeordnet und gesteuert werden können, ob über Funkfernbedienung, einen Bewegungsmelder, einen Türkontaktschalter oder die Smartphone- beziehungsweise Tablet-App. n by Naber … … stellt Koch- und Genuss-Szenarien im Freien, etwa beim Grillen, in den Fokus. Im Handumdrehen entstehen Zubereitungs- und Servier­ fläche mit den flexiblen, nach einem einfachen Steckprinzip zusam­ menzufügenden Concept Kitchen Modulen. Neu ist ein dunkelgrauer Farbton der pulverbeschichteten Gestelle. Outdoor tauglich kommt eine weitere modulare Systemküche von n by Naber daher: Connect Kitchen® wird erstmals als Studie gezeigt und unterscheidet sich in Farbe und Aufbau vom Concept Kitchen System, bietet jedoch genauso viel Freiheit und Freude an hervorragendem Design.  area30, Stand G 51 · www.naber.com

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 +

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 Naber COMPAIR® Steelflow

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 Naber COMPAIR® Flow Außenjalousie

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 NABER-CONTURA® Edelstahl Einbauspüle Chiave

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 Naber ARMATE® LINEA Einhebelmischer Arco 1 edelstahlfinish

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 NABER COMPAIR® Greenflow

schwarz matt 7

 Naber MONTEC® Water Box

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 NABER-CONTURA® Edelstahl-Einbauspüle Lusso, kupferfarbig

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 NABER-CONTURA® Edelstahl Einbauspüle Etapa

10  TABLON®

Posto, Stoffpolsterung grün, Gestell schwarz

11  TABLON®

Borsa, Kunstlederbezug anthrazit dunkel, Gestell Edelstahl

Tablon®, das Sortiment an

Naber SELECTAkit®

Stühlen, Hockern sowie

Cox Work® Garden Set-2

Bank- und Tischgestellen wurde um wasser- und schmutzabweisende Stoffe sowie Stoffpolsterungen in jeweils unterschiedlichen Trendfarben, außerdem Tisch- und Bankgestelle in mattiertem Schwarz Fotos: Naber

erweitert.

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küche + architektur | 27


Technik + komfort

Elegant und reduziert im Design … … technologisch auf dem neusten Stand – Geräte von V-Zug

Während der diesjährigen Herbst-Hausmessen der A30 Küchenmeile werden die aktuellen High End-Produkte des Schweizer Premiumherstellers V-Zug nicht fehlen: Von Kochflächen auf dem neusten Stand der Technik bis zu stylishen Kühlgeräten werden sie in den lebens­ nahen Rauminszenierungen der Küchenmöbelhersteller durch ihr unverwechselbares Design

Ein weiteres Highlight bietet das FullFlex Kochfeld mit der Teppan-Yaki-Funktion. Es erkennt die Teppan-Yaki-Platte und schaltet automatisch die dazugehörende Funktion ein. Wenn gewünscht, kann die Platte in zwei Temperaturzonen unterteilt werden, für gleichzeitiges, fettarmes Kochen von Fleisch und Gemüse.

D

as neue Highlight im Sortiment ist ein vollflächiges Induktionskochfeld. Elegant fügt sich dieses Gerät mit dem filigranen Chromstahlrahmen ohne sichtbare Si­ likonstreifen in die Arbeitsfläche. Es verzichtet komplett auf vorgegebene Kochzonen, denn es erkennt dank modernster Induktoren automatisch, wo das Kochgeschirr steht und wie groß dessen Böden sind. Bis zu sechs Pfannen oder Töpfe lassen sich beliebig auf der Glaskeramikplatte platzieren – wie es gerade praktisch ist. Ein großes, vollfarbiges Grafikdisplay unterstützt optimal, z. B. mit Hintergrundbildern oder einem einfachen und in­

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tuitiven Bedienkonzept, das an die Combi-Steamer und Backöfen von V-Zug angelehnt ist. Mit dem Modell UCSL 60 hat V-ZUG neu einen edlen Wine­ cooler im Sortiment, der sich für den Einbau unter der Arbeits­ platte eignet. Er überzeugt mit vollausziehbaren Holztablaren, zwei Temperaturzonen, einem Aktivkohlefilter, Platz für 34 Wein­flaschen, SoftClose und der Smooth to Open Funktion. Ein absolutes Highlight ist die grifflose vollflächige Glastür. Sie lässt sich durch sanftes Antippen öffnen. Wie alle Geräte von V-Zug zeichnet sich der Winecooler durch seine dezente Ele­ ganz aus, die sich perfekt in die Küche integriert.  www.vzug.com

Fotos: V-Zug

und ihre ausgeklügelte Funktionalität überzeugen.


Design + komfort

Marktgerechte neue Formen … … von systemceram zur area 30

Die neue Stema 86 SL mit verkürztem Abtropfteil: viel Spülraum bei wenig Platz auf der Arbeitsplatte. Hier

Spülen-Neuheiten in Form und Farbe bestimmen den Messe­ auftritt und auch bei den Waschbecken fürs Bad werden trendgerechte Weiterentwicklungen vorgestellt. Mit diesem neuen Produktbereich, von systemceram im Herbst 2017 eingeführt, wurden nicht nur dem Küchen­handel, sondern auch dem Markt Impulse für einen erfolgreichen Geschäftsausbau gegeben.

vor­gestellt in der neuen Farbe Satin.

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Foto: Systemceram

in spürbarer Trend bei den Spülen geht zu großen Singlespülen und Spülen mit gekürztem Abtropfteil. Die Kunden wünschen sich viel Raum im Spülbecken, benötigen aber – dank Geschirr­ spülern – nur eine kleine Abtropffläche. Darauf hat sich systemceram bei der Bemaßung der neuen Stema 86 SL, einer großformatigen Sin­ glespüle eingestellt. Die Breite des Abtropfteils wurde, an der Praxis orientiert, am Maß eines 30er Esstellers ausgerichtet. Als Doppelbeckenspüle präsentiert sich eine neue Mera, die als Re­ aktion auf die gestiegene Nachfrage nach flächenbündig integrierten und untergebauten Spülen gleich für diese Einbauweisen angeboten wird. Auch die Waschbecken-Kollektion fürs Bad oder Gäste-WC wurde um Unterbauvarianten erweitert. Neu ist außerdem der neue elegante Farbton Satin für die Kollektion 2018/19.  www.systemceram.de ANZEIGE

EINLADUNG Hausmesse 2018

Smart thinking. Tasteful living. Entdecken Sie die Eleganz und Sinnlichkeit italienischen Designs kombiniert mit der Qualität, Präzision und Funktionalität deutscher Ingenieurskunst – lassen Sie sich überraschen und entdecken Sie die Besonderheiten unserer rational Küchen. Ganz unter dem Motto: „Das Beste aus zwei Welten“.

Besuchen Sie uns:

15. – 20. September 2018 Sa. – Mo. 9 – 21 Uhr & Di. – Do. 9 – 19 Uhr

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küche + architektur | 29


Design + komfort

Regalsystem Schüco Smartframe überzeugt durch die offene Rahmen­

Fotos: Schüco Alu Competence

bauweise.

Trends setzen mit Regalsystemen und Designgriffen Schüco Alu Competence

Flexibilität, Funktionalität und Modernität bei gleichzeitiger Zeitlosigkeit wünschen sich die Menschen heute für ihre Lebensräume, Möbel und Einrichtung. Raumgrenzen werden aufgehoben, fließende Raumübergänge sind der Trend. Einrichtungen müssen sich sowohl für den Wohn, wie den Küchen- und Arbeitsbereich, aber auch Bad oder Flur flexibel anpassen.

T

rends erkennen und Trends setzen zeichnet Schüco Alu Com­ petence aus. Das gelingt zum Beispiel mit der neuen, für alle gängigen Schubladensysteme adaptierbaren Schubladen-In­ nenorganisation, Schüco Spaceline. Neben attraktivem Design und elegantem Materialmix überzeugt sie durch größte Funktionalität. Schlanke, filigrane Trennprofile aus hochwertigem Aluminium kön­ nen nach individuellem Bedarf flexibel in dem Schubkasten posi­ tioniert werden. Mit wenigen Einzelteilen wird jede gewünschte Einteilung arrangiert. In Verbindung mit dem praktischen Zubehör Antirutschmatten, Messerblock und Dosenhalter wird aus Schüco Spaceline ein ganzes System. Mit der gelungenen Verbindung zwischen Schüco Alu Competence und dem Bereich der Möbelzierbeschläge steht nun ein breites Pro­ duktsortiment im Bereich der Griffleisten und Griffe bereit. Der auf der ZOW erstmalig vorgestellte Griff „Curve“ mit seiner sehr schma­ len Frontansicht im Zusammenspiel mit einer breiten, flächigen An­ sicht von oben zählt zur Slimline-Produktfamilie als trendsetzendes Element.

„Curve“ – ein Griff mit schmaler Front­ansicht, die obere Ansicht lässt den Griff flächig wirken. 30 | küche + architektur

Schüco Spaceline überzeugt durch hochwertige Materialien.

Das neue Regal Schüco Smartframe überzeugt durch seine Rahmen­ bauweise. Mit der offenen Darstellung kann es individuell gestaltet werden und ist ungeahnt flexibel. Als Solitärelement an der Wand oder in die Architektur des Raumes eingeplant – Smartframe lässt sich so einrichten, wie es am attraktivsten für die Planung ist. Schüco Smartcube, das bereits im Markt etablierte multifunktionale Regalsystem, ist nun mit neuen Ausbaustufen erhältlich und kann so noch flexibler und kreativer eingesetzt werden – vom Wandregal über Lösungen in der Ober- bzw. Unterschrankanordnung bis hin zum möglichen Standregal durch belastbare Stellfüße. Auch im Wohnbereich macht das Regalsystem nicht nur eine gute Figur, sondern bietet durch seine Fle­ www.schueco.com/alu-competence xibilität einen großen Spielraum.


Die Neue Alno zeigt sich – cube30 bietet die Bühne Vis à vis der area30 wird sich Die Neue Alno zur Küchenmeile vom 15.9. bis 20.9. täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr im cube30 zeigen. Das Team rund um Geschäftsführer Thomas Kresser wird in diesem neuen Showroom, in dem auch ganzjährig ausgestellt, geschult und empfangen werden kann, seine Neuentwicklungen präsen­ tieren.

Mit großer Expertise wurden nach dem Neustart in Pfullendorf z. B. Küchenmodelle in Keramik und Glas weiter ausgebaut. Die fugenlos verarbeitete Front Alnocera Convinta ist in der dunklen Farbgebung ein gutes Programm, um aktuelle Designtrends indivi­duell zu gestalten. Dazu gehören die goldenen Farbakzente aus dem frei wählbaren NCS Farbspektrum. Man darf gespannt sein! www.alno.de

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Die Faszination Küche beginnt mit Miele. Ausgezeichnete Qualität trifft auf innovative Technologie und zeitloses Design: Mit den Geräten von Miele erleben Sie langanhaltende Frische, genussvolle Zubereitungen und brillantes Geschirr Tag für Tag. Damit die Küche kein Raum, sondern ein Erlebnis ist. Für das, was wir besonders lieben. Miele. Immer Besser.

Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie außergewöhnliche Ideen auf miele.de/faszinationkueche

küche + architektur | 31

Foto: Neue Alno GmbH

Küchen | Architektur + Trend


Architektur + Trend | Küchen

Foto: Ballerina-Küchen

Der neue Eiche-Ton

Die Küche: Der Mittelpunkt des Lebens Ballerina digital

Cognac entspricht dem für die nächsten Jahre aufkommenden Trend zu wärmeren Tönen mit ruhigerem Dekorausdruck. Ihre besondere Wertigkeit erhält die Küche durch die echten Edelstahl­

Zur Hausmesse anlässlich der A30 Küchenmeile stellt Ballerina-Küchen,

platten. Die Hoch­ schrankzeile wirkt wie

immer gut für neue Perspektiven in der Vermarktung hochwertiger

ein Wohnelement

Küchen, seine Version der Küche der Zukunft nicht nur als Mittelpunkt

unterstrichen durch den

des Lebens, sondern auch als Mittelpunkt der Kommunikation vor.

korpus. Die Schiebetüren

dekorgleichen Innenin der Nische bieten

H

ierzu hebt das Unternehmen die digitale Küche hervor, denn Kommunikation ist heute ohne Digitalität nicht mehr denkbar. Dabei kann diese Küche in jedem Design geplant werden, ihre sinnstiftenden digitalen Zusatzfunktionen zeigen sich erst bei genauem ­Hinsehen. Welche Möglichkeiten bietet der Stand der heutigen Technik und was ist zukünftig möglich? Mit diesen Fragen müssen sich Hersteller, aber auch Verkäufer und Händler der hochwertigen Küche auseinandersetzen. Ballerina gibt einen kleinen Überblick, was heute schon mit Sprach­ steuerung bedienbar ist: Geräte und ihre Zubereitungsmöglichkeit, Vorratshaltung, Beschläge und optimale Lichtsteuerung. Ein weiterer Bereich ist die Kommunikation zwischen Menschen über die neuen Medien, z.B. zum gemeinsamen Kochen mit Freunden in Hamburg und München oder zur optimalen On­ line-Anleitung für das Kochen auf einfachem und hohem Niveau. Und mit dem verzahnten Händler-Marketing verspricht Ballerina seinen Partnern über die Landing-Page zudem die Darstellung der digitalen Kompetenz. Eine Möglichkeit für den ­Küchenspezialisten mit Know-how zum Thema „Digitaler Einsatz in der Küche“ Mehrwert zu www.ballerina.de bieten.

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schnellen Zugriff auf Dinge für den häufigen Gebrauch.


architektur + design

Alles im Rahmen

Foto: Rational

Rational

Der Edelstahl­

N

ach der Entwicklung des hochflexiblen Innenausstattungssystems passe|par|tout, der Designküche floo, die in Zusammenarbeit mit dem internationalen Designer Karim Rashid entwickelt wurde, ist cascade nun ein weiteres Designmerkmal, das Rational exklusiv für seine Fachhändler entwickelt hat. Als Ankerpunkt der Auf­ merksamkeit wirken die geradlinige Form und das reduzierte Design des Designrahmens cascade beruhigend und entspannend. Er kann zu sämtlichen Fronten aus der Rational-Programmfamilie kombiniert werden und verleiht jeder www.rational.de Küchenplanung eine ganz eigenständige Handschrift.

farbton des filigranen Rahmens steht hier in kühlem Kontrast zu dem markant strukturierten Melamin Eukalyptus Vulcano. ANZEIGE

KÜCHENINNOVATIONEN

ANSPRUCHSVOLLES DESIGN trifft auf clevere technik

Entdecken Sie unsere Neuheiten und viele weitere Highlights vom 15.-21.09.2018 im house4kitchen in Löhne. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

küche + architektur | 33


UNTERNEHMEN + Köpfe

Service heißt, … … das ganze Geschäft mit den Augen des Kunden zu sehen – Blanco

Die 100 Tage sind lange vorbei. Frank Gfrörer zeichnet seit Anfang dieses Jahres als Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Blanco, Oberderdingen, verantwortlich. Weder die Küchen- bzw. Einrichtungsbranche noch internatio­ nale Märkte und Kulturen sind dem smarten Schwaben fremd. Führende Positionen bei WMF als auch bei dem Büromöbelhersteller Interstuhl prägten seine Philosophie einer stets kunden- und markt- und damit bedarfsorientier­ ten Produktentwicklung und Vermarktung. An seiner Seite: Lars Kreutz. Der langjährige Branchenkenner und Vertriebsprofi zeichnet für den größten Einzelmarkt von Blanco verantwortlich, dem jetzt, ebenso wie den Auslands­ gesellschaften des Herstellers eine noch größere Autonomie zu Teil werden wird, … denn Märkte sind so individuell, wie die Menschen, die sie prägen.

34 | küche + architektur


INDIVIDUELLES DESIGN UND EINZIGARTIGE FUNKTIONEN

UNTERNEHMEN + Köpfe

Die 100 Tage haben Sie nun bereits hinter sich. Was ist Ihr erster Eindruck von Blanco, der Küchenbranche und ihren ­ ­Protagonisten? Frank Gfrörer: Die gesamte Blanco-Welt wurde mir bereits im ers­ ten Vierteljahr näher gebracht. Und ob im In- oder Ausland, ich habe grundsätzlich nicht nur die Werke oder Vertriebsgesellschaften, sondern immer auch einige unserer Handelspartner besucht. Mei­ ne Eindrücke sind einerseits neu und speziell, erinnern mich jedoch andererseits zum Teil an meine WMF-Zeit. Blanco fertigt wie WMF Produkte für die privaten Haushalte. Zudem verfügt Blanco über eine ausgesprochen angenehme Unter­ nehmenskultur. Der Umgang miteinander ist sehr harmonisch und so manches Mal würde ich mir intern fast eine intensivere Streitkultur wünschen. Das Unternehmen Blanco steht auf einem soliden Funda­ ment, das eine gute Basis für den weiteren Erfolg bildet. Derzeit zeigt sich der Markt in Deutschland etwas schwierig. Wie sehen Sie das? Frank Gfrörer: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nach wie vor gut. Warum also sollte der Markt an Dynamik verlieren? Na­ türlich ist diese Perspektive auch immer im individuellen Verhältnis zur Ausgangsbasis eines Unternehmens zu sehen. Baut ein Hersteller seine Kapazitäten aus, muss er natürlich darüber nachdenken, wie er diese über die aktuelle Marktlage hinaus kontinuierlich weiter auslas­ ten kann. So oder so: Langfristige Prognosen sind heute so gut wie unmöglich. Unser Vertrieb in Deutschland prognostiziert Monat für Monat. Bei den Auslandsmärkten ist das kaum anders. Sie entwickeln sich hete­ rogen. So zieht beispielsweise der russische Markt derzeit wieder an und das, obwohl der Rubel wieder schwächer geworden ist. Ein ande­ res Beispiel ist Amerika: Hier wachsen wir zwar weiter, jedoch ohne ersichtlichen Grund deutlich unter Plan. Sie sehen also, den Markt zu beurteilen, ist wie der Blick in die Glas­ kugel. Anlass zur Sorge bereitet er meines Erachtens jedoch nicht. Pessimismus ist nie eine gute Lösung. Meine Devise lautet deshalb grundsätzlich immer: Das Glas ist halb voll. Herr Kreutz, Sie zeichnen für den deutschen Markt verantwortlich. Wie beurteilen Sie die Marktentwicklung? Lars Kreutz: „Jammern ist der Gruß der Kaufleute“, das gilt auch für unsere Branche. Wenn man einen Markt beurteilt, gibt es immer viele Perspektiven. Wie liegt die Entwicklung gegenüber dem Plan, gegen­ über dem Vorjahr, in welchem Verhältnis zur Vollauslastung? Dieser Markt ist kein Selbstläufer. Als Unternehmen, als Vertrieb muss man einiges aufbieten, um sich in diesem schwer umkämpften Umfeld zu behaupten. Produkte und Services müssen perfekt sein. Ein Mangel an Nachfrage ist, was Produkte rund um die Küchen anbelangt, derzeit nicht festzustellen. Allerdings beeinflussen politische Entwicklungen die Verbraucher und lenken ihr Kapital in andere Industriezweige. Denken Sie nur an die Diesel-Thematik. Viele Deutsche verkaufen ge­ rade ihren zum Teil noch „jungen“ Diesel, um ihn durch einen Benzi­ ner zu ersetzen. Diese aufgezwungenen, unnötigen Ausgaben hindern sie daran, in Wunschprodukte, wie z.B. eine neue Küche zu investie­ ren. Nicht außer Acht lassen sollte man natürlich auch die derzeitigen Witterungsverhältnisse. Die extreme Hitze hat viele Menschen davon abgehalten, sich im Fachhandel über neue Möbel zu informieren. Der heiße Sommer hat zu einem Investitionsstau geführt. Die so „gewon­

Hausgeräte von Küppersbusch im Individual-Konzept: 3 Serien in 3 Grundfarben, 12 verschiedene Griff- und Designleisten. Einzigartig: Der ökotherm®BackofenKatalysator reinigt die Luft von Fett und Gerüchen. Perfekte Ausstattung: Die vierfach verglaste Vollglasinnentür bietet Sicherheit und ist besonders komfortabel zu reinigen. Der XXL-Backraum mit einem Volumen von 70 Litern bietet Platz in Hülle und Fülle. Wir freuen uns, Sie im Rahmen der area30 auf unserem Messestand B50 begrüßen zu dürfen!

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küche + architektur | 35


Vom 15. bis 20. September stellt Blanco auf Gut Böckel unter dem Motto „Perspektivwechsel“ eine Präsentation der Neuheiten aus außer­ gewöhnlichen Blickwinkeln sowie Einsichten in neue Tools des Blanco-Services vor. Mit von der Partie in dem breit gefächerten Spektrum weiterer Neuheiten: Sity/Viu, die Systemlösung aus der Spüle Sity in Silgranit PurDur, der Armatur Viu in vier variablen Farben und farblich passendem Schneidbrett und Schalen.

nene“ Zeit kann die Küchenmöbelindustrie nutzen, um die durch Ver­ lagerung von Kapazitäten innerhalb der Branche erhöhten Lieferzei­ ten wieder etwas zu normalisieren. Sie sehen also, wie viele Faktoren den Absatz unserer Produkte beeinflussen können. Die Kunst für ein Unternehmen wie Blanco ist es, auf solche Marktveränderungen kurz­ fristig reagieren zu können. Und ich kann mit gutem Gewissen sagen: Wir sind in allen Bereichen, also fertigungstechnisch, personaltech­ nisch und logistisch flexibel genug aufgestellt. Davon kann man ausgehen, nicht umsonst ist Blanco in vielen Unternehmensbereichen führend. Lars Kreutz: Gerade wenn man wie wir einen hohen Marktanteil hat, muss ein Unternehmen in allen Disziplinen perfekt sein. Das gelingt sicher nicht immer. So hatten wir kürzlich ein Problem mit einer Spe­ dition. Wir haben es zwischenzeitlich gelöst, jedoch waren einige un­ serer Kunden in Mitleidenschaft gezogen. Wenn man wie wir zu den führenden Unternehmen in unterschiedlichen Produktsparten und Services gehört, ist der Anspruch an Perfektion immer ein Kraftakt. Gäbe es diese Herausforderung jedoch nicht, wäre unser Geschäft auch deutlich weniger spannend. Frank Gfrörer: Die Aufwendungen für unsere logistischen Serviceleis­ tungen sind hoch. Doch versetzen sie uns in die Lage, unsere Produkte innerhalb von 24/48 Stunden zu liefern. Die ursprüngliche Geschäftsidee von Blanco bestand nicht darin, ein nie dagewesenes Produkt in den Markt zu bringen, sondern ein Pro­ dukt, das vorher nie pünktlich zur Verfügung stand, zu produzieren und zuverlässig zu liefern. Entstanden ist Blanco aus diesem Service­ gedanken heraus, und dieses Versprechen ist heute, neben den von uns entwickelten innovativen Produkten, wesentlicher Bestandteil unserer Philosophie. Wie sieht es eigentlich mit dem Ersatzbedarfsgeschäft aus? Lars Kreutz: Das Ersatzbedarfsgeschäft spielt für uns eine eher un­ tergeordnete Rolle. Wir sind in vielen der dafür relevanten Vertriebs­ kanälen, wie zum Beispiel in Baumärkten, so gut wie nicht präsent. Natürlich gibt es zahlreiche Kunden, die ihr Vorbereitungszentrum gerne durch den Einbau einer neue Spüle und einer neuen Armatur modernisieren würden. Allerdings tätigt eine Vielzahl von ihnen diese Modernisierung im Do-it-yourself-Verfahren. Frank Gfrörer: Und diejenigen, die nicht nur ein Trading-up für ihre Küche suchen, sondern auch den Service haben möchten, wenden sich an den qualifizierten Küchenfachhandel. Hier können sie auf ein stimmiges Gesamtkonzept zurückgreifen, angefangen bei der Bera­ tung, über die Planung bis hin zur fachgerechten Montage. Nicht um­ 36 | küche + architektur

sonst gewinnt dieser Vertriebskanal gerade im hochwertigen Bereich kontinuierlich Marktanteile. Lars Kreutz: Eine Entwicklung, von der wir, auch aufgrund unseres Sortiments sogar etwas stärker profitieren als unser Wettbewerb. Apropos Sortiment: Was hat es mit Ihrem neuen Programm Sity/Viu, das Sie auf Gut Böckel vorstellen werden, auf sich? Lars Kreutz: Anfänglich wollten wir mit der Komposition der GranitSpüle „Sity“ und der Armatur „Viu“ vor allem junge, urbane Menschen ansprechen, die etwas progressiver leben. Im zweiten Schritt haben wir uns dann dafür entschieden, Farbe ins Spiel zu bringen. Dabei ha­ ben wir jedoch von farbigen Spülen abgesehen und die Farbigkeit in die Armatur und durch Accessoires einfließen lassen. Sity/Viu über­ zeugt durch die Symbiose aus Geometrie und Farbe. Ich bin schon heute davon überzeugt, dass die Stückzahlen, die wir mit der Ver­ marktung dieser Komposition erreichen, unsere Planzahlen deutlich überschreiten werden. Wie stellen Sie sicher, dass ein neues Produkt auch beim Verbraucher Anklang findet? Lars Kreutz: Bei der Entwicklung jedes neuen Produkts steht der Kon­ sument bei uns im Fokus. Erst wenn wir wissen, was er benötigt und möchte, sichern wir den Erfolg unserer Partner im Handel und damit natürlich auch die positive Entwicklung von Blanco. Frank Gfrörer: Der Verbraucher steht bei uns stärker denn je im Fokus. Um zu eruieren, wie er lebt, sich einrichtet und welchen Stellenwert er der Küche und damit dem Vorbereitungszentrum entgegenbringt und vor allem, wie er es nutzt, erstellen wir Marktstudien, analysieren Haushalte und und und. Digitale Kommunikation wird uns hierbei vehement unterstützen. Definitiv ist ein Arbeitsablauf am Vorbereitungszentrum in Amerika anders als in Asien oder Europa. Für uns ist es daher wichtig, die­ se Unterschiede festzustellen und andererseits zu analysieren, wo es Gemeinsamkeiten gibt. Erst danach kann man weitergehen und be­ ginnen Zielgruppen zu definieren. Das ist ebenfalls kein einfacher Prozess: wie leben Verbraucher, wie richten sie sich ein, wie sind ihre Abläufe in der Küche? Aus diesen Beobachtungen heraus entstehen Trends für Materialien, Formen und Farben. Aber auch ergonomische und funktionale Eigenschaften lassen sich so herauskristallisieren. Und das Ganze individuell abgestimmt auf Europa, Amerika und Asi­ en. Für uns ist es wichtig, unsere Kunden in aller Welt durch Produkte zu überzeugen, die über zeitlose Qualitätskriterien in Material, Funk­ tion und Ergonomie und damit über einen nachvollziehbaren Nutzen und damit Mehrwert verfügen. Dabei müssen wir sowohl für unsere


UNTERNEHMEN + Köpfe

Partner im Fachhandel als auch für den Konsumenten klar verständ­ lich und unsere Produkte für beide erlebbar sein. Holz, Geräte, Zubehör, ist das eine Reihenfolge, oder schlicht die Symbiose dreier Produktgruppen, die zu einer individuellen, perfekten Einheit führt? Lars Kreutz: Ich denke, das Vorbereitungszentrum ist ein wesentlicher Bestandteil der Küche. Zu dieser Erkenntnis kann man als Herstel­ ler wie Blanco ganz selbstbewusst stehen. Ist es nicht so? Mit einer hässlichen Spüle oder einer unpassenden Armatur zerstört man die Wirkung der schönsten Küche. Denn beides ist meist gut sichtbar und prägt somit das gesamte Erscheinungsbild der Kücheneinrichtung ganz entscheidend mit. Viele unserer Kunden im Handel haben dafür einen Blick. Aber es gibt immer noch zahlreiche Verkäufer, die dem Vorbereitungszentrum kein sehr großes Augenmerk schenken und durch den Einsatz preiswerterer Produkte mit weniger Funktion ver­ suchen, den Preis der Küche nochmals etwas zu senken. Schulen Sie Ihre Handelspartner? Frank Gfrörer: Wir sind in einigen Bereichen noch ein ungeschliffener Diamant. Das gilt auch für das Thema Schulung. Was den Abverkauf unserer Produkte am POS anbelangt, tun wir derzeit viel, aber noch nicht genug. Herr Kreutz und sein Vertriebsteam sind zwar kontinu­ ierlich bei unseren Kunden am Markt und erläutern auch unsere Pro­ dukte. Jedoch reicht diese Manpower kapazitativ derzeit noch nicht aus. Wir benötigen deutliche mehr Personal, das in der Lage ist, unse­ re Handelspartner auf Wunsch vor Ort im Sinne des Mehrnutzens für den Konsumenten zu schulen. Die Argumente für unsere individuel­ len Produktlösungen basieren auf den von uns analysierten Verbrau­ cher-Umfragen und Studien. Wir sind davon überzeugt, dass auch diejenigen unserer Kunden, die dem Vorbereitungszentrum bislang keinen sehr hohen Stellenwert eingeräumt haben, durch die Kombi­ nation ihrer eigenen Erfahrungen und einer verbraucherorientierten Produktschulung durch unsere Mitarbeiter in der Lage sein können, um 10 Prozent höhere Durchschnittspreise zu realisieren und damit eine höhere Marge für sich zu generieren. Lars Kreutz: Ich kann bis heute nicht verstehen, warum zum Teil Ein­ zelbecken in eine Küche eingeplant werden, die über keinerlei Funk­ tion verfügen. Selbst wenn der Raum für eine größere Spüle nicht gegeben sein sollte, sollte der Verbraucher nicht auf Funktionalität verzichten müssen. Bei unserem Einzelbecken Etagon ist diese durch eine mögliche dritte Funktionsebene gegeben. Letztendlich stand bei der Entwicklung dieser Spüle der Nutzen für den Konsument im Fo­ kus. Ein Verbraucher, der dem Vergleich eines gewöhnlichen Einzelbe­ ckens mit unserem Etagon gegenübersteht, wird sich zu einem hohen Prozentsatz für unsere Einzelbeckenversion entscheiden und damit deutlich zufriedener sein. Frank Gfrörer: Kunden von heute sind meist vorinformiert. Und ge­ nau darin liegt unsere Chance. Durch digitale Medien und hierbei in erster Linie durch unsere Website müssen wir den Konsumenten die Chance geben, sich über unsere Produkte zu informieren. Was den Content anbelangt, sind wir heute bereits gut dabei, allerdings prä­ sentiert sich die Seite derzeit noch sehr nüchtern und auch ein wenig old-fashioned. Was heißt, dass wir sie schnellstmöglich modernisie­ ren werden und ihr mehr Emotionalität einhauchen, kurz, sie attrak­ tiver gestalten.

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Die Blanco Fontas ist die komfortable 2-in-1-Mischbatterie mit Kaltund Warmwasser-Hebel auf der rechten und dem Hebel für gefiltertes Trinkwasser auf der linken Seite. Die separate Wasser­führung mit dem extra Auslauf für Trinkwasser sorgt dafür, dass es zu keiner Mischung kommt. Platzsparend und praktisch: Es ist nur eine Bohrung notwendig und der Auslauf lässt sich um 360 Grad drehen.

Danach denken wir auch daran, in Kampagnen zu gehen und Men­ schen abzuholen, wenn sie beginnen, über eine neue Küche nach­ zudenken. Mit Maßnahmen dieser Art wollen wir künftig unsere Partner im Handel beim Verkauf unserer Produkte unterstützen. Wir wollen erreichen, dass der Verbraucher mit dem Namen seines Blan­ co-Wunschprodukts auf den Lippen in den Fachhandel geht. Das wird zwar ein paar Jahre dauern, aber spätestens mein Nachfolger wird von unseren Aktivitäten profitieren können. Dieses Bestreben beinhaltet nicht nur Ihre Spülen, Armaturen und Abfalltrennsysteme, sondern sicherlich auch Ihre Arbeitsplatten? Frank Gfrörer: Natürlich werden wir auch an SteelArt weiter festhal­ ten und das, obwohl die Herstellung dieser Platten sehr aufwändig ist. Immerhin ist jede Platte ein Unikat. Für ein auf Serienfertigung eingestelltes Industrieunternehmen wie Blanco ist diese Individu­ alfertigung durchaus eine Herausforderung, der wir uns aber gerne weiterhin stellen. Apropos Einzellösungen. Wie handeln Sie das Thema der Losgröße I? Frank Gfrörer: Wenn man heute wirkliche Unikate herstellen will, stellt sich vor allem die Frage nach dem Aufwand und damit nach dem Herstellungs-Preis und natürlich nach dem Markt, der dazu be­ reit ist, diesen Luxus auch zu finanzieren. Zudem stellt sich bei einem Unternehmen wie Blanco die Frage, ob man diese Art der Exklusivität wirklich braucht. Wir bieten unsere Spülen in Edelstahl, Granit und Keramik an. Zudem verfügen wir über die unterschiedlichsten Aus­ führungen an Spülen, Armaturen und Abfalltrennsystemen. Unser Produktportfolio ist heute so groß, dass wir für jede Küchenplanung und jeden Kundenwunsch das richtige Produkt liefern können. Un­ ser Sortiment gleicht einem Baukasten, aus dem Sie sich individuell bedienen können. Wir bieten über 1000 verschiedene Varianten an. Lars Kreutz: Und glauben Sie bitte, jede Bestellung, die bei uns ein­ geht, ist anders. Und ergänzend zu der bestehenden Vielfalt lassen sich unsere Produkte durch in Material, Form und Farbe unterschiedliche Accessoires zusätzlich individualisieren. Letztendlich ist ohnehin jede 38 | küche + architektur

Küchenplanung ein Unikat, warum sollte man ein bereits individuel­ les Produkt noch weiter individualisieren wollen? Außerdem haben wir festgestellt, dass einige unserer Partner im Han­ del, ohne dass eine Notwendigkeit besteht, entgegen dem effektiven Kundennutzen kleine Spülen einplanen. In 60er Unterschränken fin­ den wir bei unseren Besuchen im Handel zum Teil preiswerte Raum­ spar-Spülen unterschiedlicher Hersteller wieder. Das ist bedauerlich, weil es dazu genutzt wird, die Küche insgesamt wieder etwas billiger zu machen. Frank Gfrörer: Mit dem Blick auf den Konsumenten stellt man sich jedoch die Frage, ob dieser mit der sicher preiswerteren aber auch weitaus weniger funktionalen Lösung auf Dauer glücklich wird? Denn um seinen Bräter oder das Backblech zu reinigen, reicht das Becken dieser kleinen Spülen nicht aus. Sie sehen also, dass wir mit Blick auf den Konsumenten noch einiges am Markt bewegen können. Herr Gfrörer, Blanco ist bekannt für seine Innovationen, Produkte mit Alleinstellungscharakter. Werden künftig auch smarte Produkte eine Rolle im Blanco-Sortiment spielen? Frank Gfrörer: Konnektivität hängt unmittelbar mit dem Thema Di­ gitalisierung zusammen. Zu unseren Produkten passt sie nur bedingt. So halte ich unsere Sensor-Armatur, die dem Verbraucher einen deut­ lichen Mehrwert erbringt, durchaus für sinnvoll. Auch eine unserer nächsten Neuheiten, eine Armatur, die den Wasserfluss dosiert und damit den Messbecher ersetzt, überzeugt durch einen größeren Nut­ zen für den Verbraucher. Oder nehmen Sie unsere neue nicht minder smarte Armatur „Fontas-SII Filter“, die der Wasseraufbereitung bzw. dem Filtern von Wasser dient. Wasser ist einer der elementaren Roh­ stoffe der Erde, mit dem man respektvoll umgehen sollte. Mit unserer neuen Wasseraufbereitungs-Armatur möchten wir diesem Anspruch Rechnung tragen. Sie sehen: Wir beschäftigen uns durchaus mit intelligenten Technolo­ gien und beobachten deren Entwicklung. Dabei verfolgen wir jedoch grundsätzlich die Maxime: Im Mittelpunkt steht der Mensch. Sollte sich beispielsweise eine Sprach- oder eine Gestensteuerung für den Verbraucher als sinnvoll erweisen, werden wir das Thema selbstver­ ständlich in unsere Produktentwicklung mit aufgreifen. Auch funktionale Technologien wie Lichtsteuerung in, um oder an der Spüle könnten eine Überlegung wert sein, wenn wir dem Verbrau­ cher durch eine bessere Ausleuchtung seine Tätigkeit erleichtern. Bei allen unseren Überlegungen orientieren wir uns am Kundennutzen. Das Sammeln und Auswerten von Verbraucherdaten, wie es im Rah­ men der digitalen Vernetzung in anderen Industriezweigen gehandelt wird, sehen wir heute nicht als Bestandteil unserer Firmenphilosophie. Anders natürlich die Daten, die wir über unsere Website generieren. Hier könnte man sich durchaus vorstellen, künftig mit den Verbrau­ chern, die darüber mit uns kommunizieren und uns von dem Kauf ihrer neuen Küche berichten, in Kontakt zu bleiben. Sei es über unse­ re Partner im Handel, wenn es sich um nachrüstbare Zusatzprodukte oder Neuheiten handelt oder direkt, wenn es um die Suche nach ei­ nem Ersatzteil geht. Auch hier steht der Verbrauchernutzen im Fokus. Lars Kreutz: Dennoch unterstützen wir unsere Partner im Handel be­ reits heute. Schon jetzt kann jeder Konsument auf unserer Website nachsehen, wo die nächstgelegene Ausstellung mit Blanco-Produkten zu finden ist. Frank Gfrörer: Sie sehen also, Blanco ist in einigen Bereichen noch immer ein ungeschliffener Diamant.


UNTERNEHMEN + Köpfe

Und an welchen Stellen sehen Sie Potenzial für den gewissen Schliff? Frank Gfrörer: Wir müssen uns noch stärker am Konsumenten orien­ tieren und uns noch klarer als Marke positionieren. Zudem muss sich Blanco noch globaler aufstellen. Bei einem Aus­ landsanteil von rund 70 Prozent und starken Einzelmärkten wie z.B. Nordamerika, muss man diesen grundsätzlich eine größere Autono­ mie zugestehen. Bisher wurden die jeweiligen Märkte soweit wie mög­ lich in einigen Bereichen, z.B. auch in der Produktentwicklung über Oberderdingen bedient. Künftig gilt es nun einerseits ein Kernsortiment zu definieren, das für alle Märkte relevant ist und andererseits marktspezifische Adaptionen zuzulassen. Das alles geschieht immer unter der Maxime: Im Fokus steht der Verbraucher und das in jedem einzelnen Land. Auch Deutschland als größter Einzelmarkt von Blanco wird durch diese strukturelle Anpassung profitieren und künftig autonomer agie­ ren können. Lars Kreutz: Wir können uns dann noch stärker auf unseren Markt konzentrieren und ausnahmslos an den Produkten und Dienstleistun­ gen arbeiten, die unsere Partner im Handel als auch die Verbraucher in Deutschland brauchen. So werden wir uns beispielsweise auch ver­ stärkt um die Entwicklung montagefreundlicher Produkte kümmern, die vor allem hierzulande gefragt sind. Gute Monteure sind rar und auch für sie bedeutet Zeit gleich Geld. Außerdem möchten wir unseren Handelspartnern das Handling un­ seres Katalogs erleichtern, indem wir ihn um all jene Produkte erleich­

tern, die weder für den deutschen Markt entwickelt wurden, noch da­ rin ihren Absatz finden. Werden Sie Ihren Auslandsanteil weiter ausbauen? Frank Gfrörer: Unser Auslandsanteil soll natürlich wachsen, aber immer in Relation zum Inlandsmarkt. Der wichtigste Markt ist und bleibt der Heimatmarkt. Hier gilt die Faustregel: „Wer den Heimat­ markt im Griff hat, hat auch die anderen Märkte im Griff.“ Wachs­ tumspotenzial für Blanco gibt es auf der ganzen Welt und damit auch in den Ländern, in denen wir uns bereits erfolgreich behaupten. Neh­ men Sie beispielsweise Amerika. Unser Anteil an Armaturen liegt noch nicht auf der Höhe unseres dortigen Marktanteils für Spülen. Blanco gilt weltweit als Marktführer von Granitspülen. Weltweit ge­ sehen ist unser Anteil an farbigen Spülen jedoch noch gering. Was die Auslandmärkte anbelangt, werden wir diese künftig noch fokussierter angehen. Wir werden uns auf Einzelmärkte stärker konzentrieren und diese gezielt bearbeiten. Was unser Sortiment betrifft, so konzentrieren wir uns auch weiterhin auf das in seiner funktionellen Ausstattung durchaus komplexe Vor­ bereitungszentrum mit Spüle, Armatur, Accessoires und Arbeitsplat­ ten. In diesen Produkten steckt sowohl einzeln als auch im Systemge­ danken noch viel Potenzial. Herr Gfrörer, Herr Kreutz, wir bedanken uns für das sehr interessante Gespräch und wünschen Ihnen bei allen Ihren Vorhawww.blanco-germany.com/de ben viel Erfolg!  ANZEIGE

E I N L A D U N G HAUSMESSE 2018 15. - 21. September 2018

Die Küche: Der Mittelpunkt des Lebens

Lassen wir uns nicht alle gerne begeistern? Freuen wir uns nicht alle auf emotionale Eindrücke? Erwarten wir nicht alle überzeugende Ausstattungen? Sehnen wir uns nicht alle nach Geborgenheit und wohnlichen Inspirationen? Ballerina setzt seit Jahren diese Anforderungen mit Leidenschaft und ohne Kompromisse um. Ballerina sorgt für Staunen und Begeisterung.

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Architektur + Trend | Küchen Express Küchen geht am Thema Muldenlüfter nicht vorbei. Speziell konstruierte Umbau­ schränke gewährleisten, dass die Umluftgeräte mit Induktion die Erwartungen perfekt erfüllen.

Fotos: Express Küchen

Programm MOON in weiß matt kom­bi­niert mit Umfeld in Eiche schwarz als Systemline-Variante mit schwarzer Griffspur.

Fresh Ideas bei Express Küchen Wie frisch und zeitlos das Preiseinstiegs-Segment aussehen kann, zeigt Express Küchen, Melle-Bruchmühlen, mit der Kollektion 2019 zur A30 Küchenmeile. Nach der Komfort- und Beschlagoffensive im vergangenen Jahr werden Fachbesucher nun vom 15. bis 21. 9. unter dem Motto „Fresh Ideas“ marktgerechte Sortiments­ erweiterungen bis in die Umfeldgestaltung finden und in bekannter Manier zudem wieder mit den Speziali­ täten des Herforder Küchenchefs Timo Hinkelmann erfrischt.

M

it der schmeichelnden Haptik der Oberfläche nimmt das Programm Moon mittlerweile eine wichtige Position im Pro­ grammportfolio von Express Küchen ein. Erweitert um die Farbklassiker Magnolia und Schwarz in matt, wird Schwarz im Be­ reich von Wangen, Regalen, Steckborden, Beschlägen und vermehrt auch bei Griffen, Griffleisten sowie der mittlerweile erfolgreich eta­ blierten grifflosen Systemline eingesetzt. Magnolia gibt es neu auch beim im letzten Jahr erfolgreich eingeführten modernen Landhaus­

Programm HOME in Magnolia matt

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programm Home neben dem bestehenden Mattfarbspektrum Weiß, Graublau und Anthrazit. Neben dem erfolgreichen Farbton Beton hell steht für das Programm Base nun das Dekor Marmor grauweiß bis in den Bereich der 16 und 25er Wangen, Arbeitsplatten und Steckborde zur Wahl. Hochglanz-Echtlack ist jetzt mit dem Programm Gloss im Farbton Weiß auf Basis eines hochwertigen PU-Lacksystems und einer ge­ schwabbelten Oberfläche ganz neu erhältlich neben den bestehenden Frontprogrammen mit Direktbeschichtung, Melaminoberflächen, Lack­ laminat und PET-Folie. Das neue Programm wird alternativ in der grifflosen Variante Systemline angeboten und auch das Umfeld ist mit glänzenden Regalen im Unterschrankbereich und in vier Oberschrank­ höhen durchgehend von 15 – 60 cm im 5 cm Breitenraster mit Wangen in 16 und 25er Stärke zu planen. Dafür stehen die Farben Weiß, Magnolia, Crema, Graublau, Anthrazit, Marsrot und Dunkelblau bereit. Nicht vergessen hat das Team von Express Küchen die Nische: Hinter­ lackierte Nischenverkleidungen in Magnolia und zwölf digitalbe­ druckte Nischendekore in Breiten von 60 – 280 cm runden das Motto www.express-kuechen.de ab: Fresh Ideas.


Foto: Bauknecht

technik + komfort

Mit neuem Design Collection.11 von Bauknecht

Nach der erfolgreichen Einführung seiner vier ­ mittlerweile preisgekrönten Einbau-Designlinien stellt Bauknecht in diesem Jahr auf Gut Böckel zur Küchenmeile erstmals die neue Collection.11 vor.

N

eueste Technologien, außergewöhnliche Leistung und ein authen­ tisches Design verspricht diese neue Designlinie – angepasst an die Wünsche und Bedürfnisse der Konsumenten. Das un­ verwechselbare Äußere mit dem grifflosen Design erlaubt die perfekte Integration der Collection.11 Geräteserie in jedes Küchenumfeld. Aber auch eine neue Serie innovativer Backöfen mit Steam-Techno­ logie, die Dampf mit traditioneller Heißluft kombinieren, wird in der Messewoche gezeigt werden. Und die neuen Bauknecht Geschirrspü­ ler 45 cm mit PowerClean-Technologie verfügen nun über die glei­ che besondere Leistungskraft, wie die größeren 60cm Modelle. Das PowerClean System löst selbst eingebrannte Essensreste und Fettabla­ gerungen zuverlässig und schnell – ganz ohne Vorspülen. Zusätzlich garantiert die ActivEco Technologie beste Trocknungsergebnisse und www.bauknecht.de eine höhere Energieeffizient (A+++).

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Lernen Sie die Neue ALNO kennen – und schätzen. Denn neben der bewährten Qualität und innovativen Konzepten bieten unsere Küchen vor allem eines: Raum zum Arbeiten, Genießen, Reden und Feiern. Sie sind mehr als nur ein hochfunktionaler Platz zum Kochen, sie sind die Seele unseres Zuhauses. Gemacht fürs Leben. Überzeugen Sie sich selbst und entdecken Sie die Neue ALNO. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen.

küche + architektur | 41


Architektur + Trend | Küchen

Holland-Trend-Haus zur A30 Küchenmeile Die niederländischen Unternehmen Keller Keukens, Dekker Ze­ venhuizen und Atag Benelux haben sich zusammengeschlossen und öffnen am 16., 17. (von 9.00 bis 20.00 Uhr) und 18. September (von 9.00 bis 18.00 Uhr ) die Türen des Holland-Trend-Hauses. In Bünde, Uhlendiekstraße 88, direkt an der A30, Ausfahrt Nummer 27, präsentieren die drei Hersteller ihre Innovationen im Bereich Küchen, Arbeitsplatten und Geräte. Auf der Basis von vier Wohnstilen und den neuesten globalen Trends zeigt die niederländische Küchenmarke Keller Keukens

eine komplette Palette an neuen Modellen, Farben und Oberflä­ chen. Jede Küche wird mit Tisch und Küchenaccessoires von Dekker Zevenhuizen ausgestattet sein und Atag Benelux stellt die Geräteausstattung. Abgerundet werden die Produktpräsentationen durch Podiums­ veranstaltungen: Trendbeobachterin Katrin de Louw wird über kommende Trends berichten und Vincent Hofstee, Design- und Produktmanager bei Atag, die Rolle von Design in Küchengeräten diskutieren.

Impuls Küchen macht seinen Namen zum Programm …

Foto: Impuls Küchen

… um Impulse im Küchenmarkt im preisattraktiven Bereich zu setzen. Unter diesem Motto steht auch der neue Auftritt des Un­ ternehmens zur A30 Küchenmeile. Mit dem Herauskaufen aus der Steinhoff Möbel Holding richtet das Team um Geschäftsfüh­ rer Georg Billert den Blick weiter nach vorn und startet mit der Kollektion 2018/2019 durch. Die wird vom 15. bis 21. September im KCL an der Oeynhausener Straße 65 in Löhne dem Fachpublikum unter anderem mit grifflosen Küchen gezeigt werden, denn ruhige

und geradlinige Designs sind gefragter denn je. Kaum sichtbare Griffmulden sorgen für komfortables Öffnen und Schließen. Mit der einfachen und nahezu werkzeuglosen Montage der erst­ mals eingesetzten Profilart schafft der Hersteller Vorteile für den Handel. Aber auch bei Oberflächen und Farben, ob Schichtstoff Felsgrau, Eiche-Nachbildung oder die Trendfarbe Schwarz in mattem Finish sowie zwei neue Graufarbtöne setzt Impuls Ak­ www.impuls-kuechen.de zente.

Das ruhige und geradlinige Design bringt bei der grifflosen „Impuls 3150“ in Weiß-Matt die Insel in Schichtstoff, „Impuls 3500“ Felsgrau, gut zur Geltung.

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Das Messe-Highlight im house4kitchen bei Franke unter dem Leitspruch „Organisation perfektioniert“, ist das Box Center, das Spüle und Küchenzubehör zu einer formschönen Einheit verbindet. Das Besondere daran: Die wichtigsten KüchenFoto: Franke GmbH

helfer, die für die Zubereitung von Speisen benötigt werden, sind direkt an der Spüle griffbereit und platzsparend verstaut.

Sortiment clever abgerundet – Franke im house4kitchen Franke kündigt zur Küchenmeile 2018 eine Vielzahl an Neuheiten in allen Produktsparten an von Spülen und Armaturen über Arbeitsflächen aus Edelstahl und ein Abfallsystem bis hin zu Dunstabzugshauben und einem Kochfeldabzug. Dafür wurde die Ausstellungsfläche im house4kitchen vollständig neu konzipiert: Auf knapp 400 Quadratmetern zeigt der Küchensystemanbieter Innovationen, die durch ihre einzigartige Verbindung von zeitgenössischem Design mit hoher Funktionalität, Bedienkomfort und smarter Technik das Publikum begeistern werden.

Dazu gehört die um ein Induktionskochfeld mit integriertem Kochfeldabzug namens Mythos 2gether ergänzte Produktlinie Mythos. Energieeffizienzklasse A+++, eine hohe und trotzdem vergleichsweise leise Lüfterleistung, ein flächenbündig eingelassenes Abdeckgitter und eine automatischen Pfannenerkennung zeichnen es aus. Fragranit-Spülen kommen in neuen Modellen, Farben und mit einem ausgeklügelten neuen Befestigungssystem. Auch edle Küchenarmaturen und -spülen der Schweizer Premiummarke KWC werden präsent sein.www.franke.de/ks ANZEIGE

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UNTERNEHMEN + köpfe

Wandel durch Handeln Freiheit durch Verbund als Versprechen

Im Interview: Oliver Strelow, ­Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Der Kreis Deutschland

Fünf Jahre ist Oliver Strelow bereits in leitenden Funktionen für die Leonberger Verbundgruppe Der Kreis tätig. „Hätte mich Herr Schaible nicht auf mein Fünfjähriges angesprochen, ich hätte es nicht bemerkt, wie schnell die Zeit ins Land gegangen ist.“ Seit 2016 ist der dynamische Vertriebs- und Marketingprofi Geschäftsführer von Der Kreis und zeichnet für den deutschen Markt verantwortlich. „Das Fundament, auf das wir weiter a ­ ufbauen können, ist stark“, weiß Oliver Strelow zu schätzen. „Jetzt liegt es an uns, dieses nicht nur zu sichern, sondern es im Sinne unserer Mitglieder zeitgemäß, ja zum Teil auch visionär auszubauen.“

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UNTERNEHMEN + köpfe

W

ir treffen uns mit dem sympathischen Manager in der Verbandszentrale. Unser Gesprächsort ein Bespre­ chungszimmer im Parterre. „Wir sind gerade dabei, die gesamte Verbandszentrale zu modernisieren und zeitgemäß umzubauen“, erläutert uns unser Gastgeber. „Wir müssen uns für die kommenden Generationen attraktiv gestalten.“ Mercedes Benz, Porsche, Kärcher, Wolff und Müller, zig Banken, Versicherungen usw. sie alle sind in und um Stuttgart ansässig. Und sie alle brauchen kompetentes Personal. „Gerade als mittelständisches Unternehmen stehen wir bei dem Werben um die Gunst neuer und vor allem auch junger Mitarbeiter im Wettbewerb. Es geht uns hier kaum anders als unseren Mitgliedshäusern und Industriepartnern.“

Ihre Mitgliedshäuser, die den Einzelhandel repräsentieren, dürften es hier sogar noch etwas schwieriger haben, oder? Oliver Strelow: Nun ja, das Lohnniveau im Küchenhandel hat sich hier im Laufe der Jahre deutlich gebessert. Was den gesamten Einzelhandel anbelangt, so sind es oft die Arbeitszeiten, die junge Menschen abschrecken. Ich glaube jedoch, dass diese sich künftig etwas flexibler gestalten werden. Was die Produkte anbelangt, so zeigen sich diese interessanter und vielfältiger denn je. D. h., sowohl die Aufgabe des Verkäufers als auch der Monteure ist komplexer und anspruchs­ voller und dadurch aber auch attraktiver geworden. Wir können unseren Mitgliedern nur empfehlen auszubilden. Be­ reits seit geraumer Zeit hat sich der Fachkräftemangel auch in unserer Branche breitgemacht. In unserer verbundgrup­ peneigenen Akademie bieten wir bereits wichtige Bildungsangebote für Küchenspezialisten an: Vom Verkaufstraining über Ladenbau und Dekoration sowie Preisverhandlungen bis hin zum Umgang mit Internetpreisen. Dabei spielt der Praxisbezug eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus haben wir unser von Herrn Schaible initiiertes und jahrelang umgesetztes Führungs- und Personal­ management-Training komplett überarbeitet. Es heißt jetzt „Der Kreis Betriebsmanagement Seminar“, mit komplett neuen und modernen Inhalten. Die Weiterbildung, die innerhalb unserer Verbundgruppe gewerkeübergreifend ange­ boten wird, und die die Grundlagen in Theorie, Praxis und Methodik zum Betreiben und Führen eines Fachgeschäfts beinhaltet, wird jetzt IHK-zertifiziert. Unsere Aufgabe als Verbundgruppe ist es, auch auf diese Belange einzugehen und unseren Partnern im Handel mit Konzepten und neutralen Schulungen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Welche Konzepte meinen Sie im Besonderen? Oliver Strelow: Die Zeiten, in denen eine Verbundgruppe ausschließlich aufgrund ihrer guten Einkaufskonditionen bei ihren Mitgliedern punkten konnte, sind lange vorbei. Heute gilt es viel mehr, den Fachhandel in allen Belangen zu stärken, die über seine eigentliche Tätigkeit des Beratens, Planens, Verkaufs und Montierens hinausgehen. Unsere vor­ rangige Aufgabe ist es, unser Mitgliedshäuser in ihrer Position als regionale Platzhirsche zu stärken und auszubauen. Über Dienstleistungen wie Betriebs- oder Wettbewerbsanalyse oder Ladenbaukonzepte müssen wir ebenfalls nicht mehr reden. Diesen Service rufen unsere Mitglieder bereits seit Jahren bei uns ab. Anders verhält es sich allerdings mit dem im Vergleich noch jungen Thema der Digitalisierung. Was konkret verstehen Sie unter dem Thema Digitalisierung beim Fachhandel? Oliver Strelow: Wie Sie wissen, ist die Struktur unserer Mitglieder heterogen. Je nach Größe und Positionierung sind die Anforderungen sehr unterschiedlich. Die meisten Unternehmen sind EDV-technisch gut ausgestattet. Die Auf­ tragsabwicklung, grafische Darstellung, Fakturierung und Zentralregulierung, alles erfolgt bereits auf digitaler Ebene. Größere Unternehmen verfügen über ein eigenes Warenwirtschaftssystem, bei dessen Auswahl und Einrichtung wir ebenso unterstützend tätig sein können. Bedarf jedoch erkennen wir im Rahmen der digitalen Darstellung der Unter­ nehmen. Die eigene Website, der Bereich Social Media, wie Facebook, Pinterest usw. werden jedoch meist noch sehr stiefmütterlich behandelt, da sie für das Alltagsgeschäft zuerst einmal keine unmittelbare Rolle spielen. Aus diesem Grund haben wir aktuell auch gerade wieder das Template überarbeitet, mit dem wir die Websites unserer Mitglieds­ häuser realisieren. Mit der Erstellung einer Homepage ist es nicht getan. Das Internet stellt uns permanent vor neue Herausforderungen und bietet gleichzeitig aber auch immer wieder neue Möglichkeiten, die wir natürlich auch un­ seren Mitgliedern kontinuierlich zu Teil werden lassen möchten. Das Template ist also stets auf dem neuesten Stand. Und, will ein Küchenstudio Leistungen, die über diesen bereits sehr guten Standard hinausgehen, bekommt es diese gegen ein adäquates Entgelt natürlich auch. Aber wie gesagt, wie bei all unseren Dienstleistungen gilt: „Jeder kann, aber keiner muss!“ Aufgrund der hohen Nutzerzahl haben wir jedoch erkannt, dass wir hier gefordert sind: Denn wer im Internet keine Präsenz zeigt, wird auf lange Sicht gesehen für den Endverbraucher einfach nicht mehr existieren. küche + architektur | 45


UNTERNEHMEN + köpfe

Wieso glauben Sie das, immerhin leben die meisten Ihrer Mitgliedshäuser überwiegend von der Referenz ihrer zufriedenen Kunden? Oliver Strelow: Das ist durchaus richtig. Aber die Menschen werden immer mobiler, ziehen häufiger um. In einer fremden Stadt tun sie sich mit Mund-zu-Mund-Propaganda eher schwerer. Das Internet ist dann die meist genutzte Möglichkeit, einen Dienstleister oder Anbie­ ter in der Nähe zu finden und sich einen ersten Eindruck von ihm zu machen. Oder denken Sie nur an die Existenzgründer. Immerhin gibt es diese im Küchenfachhandel noch. Rund ein Drittel unserer jährli­ chen Neuzugänge gehören dieser Kategorie an: Ohne professionnelle Internet-Präsenz sind diese sofort zum Scheitern verurteilt.

„Die Zeiten, in denen eine Verbundgruppe ausschließlich aufgrund ihrer guten Einkaufs­ konditionen bei ihren Mitgliedern punkten konnte, sind lange vorbei. Heute gilt es viel mehr, den Fachhandel in allen Belangen zu stärken, die über seine eigentliche Tätigkeit des Beratens, Planens, Verkaufs und Montie­ rens hinausgehen.“

Ok, eine Website zu unterhalten ist eine Sache, aber wie wissen Ihre Mitglieder, ob sie sich im Internet richtig präsentieren? Oliver Strelow: Wir haben gemeinsam mit unserem Marketing-KREIS, in dem verschiedene unserer Mitgliedshäuser mitarbeiten, einen On­ line-Basis-Check erarbeitet, der als Orientierungsbasis dient. Inter­ essenten können bei uns eine Überprüfung ihres Online-Auftritts in Auftrag geben. Die Ergebnisse unserer Analyse stellen wir unserem Mitglied dann zur Verfügung. Selbstverständlich unterstützen wir den Küchenspezialisten auch dabei, die eventuell kritischen Punkte entsprechend zu optimieren. Zudem versuchen wir unseren Mitgliedern auch durch unser OnlineKonzept www.kuechenspezialisten.de Kunden direkt oder indirekt zuzuführen. Rund 250 unserer Mitgliedshäuser be­ teiligen sich bereits an dieser digitalen Endkunden-Informations- und Vermittlungs-Plattform, die den Konsumenten kompetent und emotional zugleich abholt. Der Claim „Herz drauf “ überzeugt auch die Verbraucher. Das bestätigen uns die Mitglieder, die sich an diesem Online-Konzept beteiligen. Einige von ihnen verzichten sogar ganz auf eine eigene Website und setzen alleine auf ihre kuechenspezialisten.de-Mircosite. Sie haben festgestellt, dass sie über diese Micro­ site im Internet noch besser gefunden werden als sie es mit ihrer eigenen Homepage, verbunden mit deutlich höheren Investitionen, erreichen können. Außerdem nimmt der Werbepartner zusätzlich an dem Konzept „Deutschland baut um“ teil und spricht somit weitere Zielgruppen an, die über unterschiedliche Wege auf seiner Microsite landen. Herr Strelow, Sie haben uns gerade plakativ verdeutlicht, welche Vorteile einem einzelnen Küchenspezialisten durch den Zusammenschluss mit anderen Fachgeschäften seiner Art zu Teil werden können. Auch das Entstehen einer Verbundgruppe steht im Zeichen zunehmender Konzentration. Wie stehen Sie als Repräsentant einer der führenden Einkaufsgruppierungen im allgemeinen zu dem fortschreitenden Konzentrationsprozess? Oliver Strelow: Der Konzentrationsprozess wird sich fortsetzen. Industrie-Unternehmen, die diesem erfolgreich Paroli geboten haben und bieten, zeichnen sich durch einen hohen Automationsgrad aus. Technologien, die früher beispiels­ weise überwiegend der Automobilindustrie zugeschrieben wurden, sind heute auch bei der Küchenmöbelindustrie gang und gebe. Dabei steht auch die Industrie dem Thema der Digitalisierung sehr aufgeschlossen gegenüber. Mit modernsten Maschinen und modernsten prozessübergreifenden EDV-Systemen arbeitet man daran, auch als men­ genorientierter Hersteller kleinere Losgrößen herstellen zu können. Ich denke, bis zu einem gewissen Grad wird dies auch möglich sein. Allerdings wird es auch immer noch kleinere Hersteller geben, deren Individualisierungs- und Dif­ ferenzierungsgrad aufgrund einer noch höheren Flexibilität doch größer sein wird. Die Prozessoptimierung muss bei allen Unternehmen gleichermaßen stattfinden. Die Ware muss in optimalem Zustand geliefert werden, da sich heute niemand mehr Außenstände leisten kann. Und welchen Einfluss hat der Konzentrationsprozess auf das Miteinander zwischen Industrie und Handelskooperationen? Oliver Strelow: Als Repräsentant einer Verbundgruppe beobachte ich die Konzentration auf Herstellerseite sehr ge­ nau. Letztendlich möchten wir das gleiche wie unsere Partner in der Industrie. Unser Ziel ist es, den Fachhandel mit Produkten und Dienstleitungen zu stärken, die ihn in die Lage versetzen, seine Kunden optimal zu beraten und damit zufriedenzustellen. Alleine die Komplexität der Küche bedingt ein harmonisches Miteinander. Das ist schon etwas an­ deres als Sandwiches bei Subway zu verkaufen. Letztendlich repräsentiert Der Kreis über 3000 kompetente und unab­ hängige Fachgeschäfte, die sich ihre Industriepartner, auch wenn wir beratend zur Seite stehen, selbst aussuchen. Und die deutliche Mehrheit der Fachgeschäfte, die sich unserer Verbundgruppe angechlossen haben, arbeitet mit zwischen

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Die Konzentration hat natürlich auch auf Seiten der Verbundgruppe Einzug gehalten. Oliver Strelow: Natürlich. So arbeitet der BUK beispielsweise eng mit Der Kreis zusammen. Letztendlich sind auch gewerkeübergreifende Kooperationen, wie unsere Zusammenarbeit mit Mein Bad, Varia, den Creativen Partnern oder dem Schreiner/Tischler-Netzwerk To­ paTeam, Teil des kräftebündelnden Konzen­ trationsprozesses. Ich verspreche mir davon auch viele Synergien für einige unserer Pro­ jekte wie „Deutschland baut um“. Man könn­ te sich jedoch auch unabhängig davon vor­ stellen, dass ein Küchenfachgeschäft und eine Schreinerei aus der gleichen Region ein Objekt zusammen durchführen. Gerade wenn es darum geht, architektonisch zusammenwachsende Räume wie Küche, Ess- und Wohnzimmer auszustatten, bietet sich eine solche Kooperation an. Zumal ein Großteil unserer Mitglieder schon seit vielen Jahren mit Hilfe regionaler Partner-Handwerksbetriebe ge­ werkübergreifend arbeitet, und für die Koordination der Arbeiten verantwortlich zeichnet. Eine Arbeitsweise, die ich im Übrigen für sehr zukunftsorientiert halte.

Fotos: Der Kreis

zwei und drei unterschiedlichen, sich ergän­ zenden Küchenmöbelherstellern zusammen. Diese Tatsache alleine erschwert bereits eine Vertikalvermarktung durch die Industrie.

Bei der Verwal­ tungsratssitzung wurde Oliver Strelow, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb von Der Kreis Deutsch­

D. h. Mitgliedshäuser, die ihre planerische Leistung so ausbauen möchten, dass sie raumübergreifende Einrichtungslösungen anbieten können, werden von Der Kreis auch in puncto Ladenbau unterstützt? Oliver Strelow: Viele unserer Mitglieder bieten zusätzlich zur Küchenplanung und Ausstattung bereits die Koordina­ tion und Abwicklung unterschiedlicher Gewerke mit an. Ess- und Wohnzimmer-Einrichtungen gehören ebenso dazu wie die Gestaltung von Decke, Boden, Wand, Licht. Der Endkunde bekommt hier einen Service, wie er von der Groß­ fläche nicht angeboten werden kann. Wir glauben, dass dieser Trend zunehmen wird. Natürlich greifen wir diese Tendenzen auch bei der Studiogestaltung auf, richten uns dabei jedoch voll und ganz nach den Belangen unseres Mitglieds. Sucht ein Mitgliedshaus unsere Unterstützung beim Ladenbau, arbeiten wir hier mit freien Innenarchitekten zusam­ men, die die ganzheitliche Planung gemeinsam mit dem Studiobetreiber, angepasst an Raum und Region erstellen. Wenn Sie so wollen, ist diese Art der Beratung absolut herstellerunabhängig, neutral und vor allem ganzheitlich aus einer Hand.

land, als Nachfolger von

Sie sprechen gerade den Faktor Neutralität an. Wie handhaben Sie das Thema verbandseigener Marken? Oliver Strelow: Kaum ein Verbraucher weiß heute noch, welcher Hersteller seine Küche produziert hat. Im Gegen­ satz zu den Geräten spielt der „Markenname“ bei Möbeln außer bei den bekannten Marken-Herstellern hier keine wesentliche Rolle mehr. Vielmehr ist der Küchenspezialist die vertrauensbildende Marke. Strategische Marken sind keine Endverbrauchermarken. Sie bieten jedoch nach wie vor unseren Mitgliedshäusern eine Möglichkeit, sich zu differenzieren. Voraussetzung dafür sind jedoch Features oder besondere Produktmerkmale, die über einen für den Endverbraucher nachvollziehbaren Mehrwert verfügen. Noch besser sind natürlich Produktvarianten, die exklusiv Der Kreis vorbehalten sind. Damit können wir unseren Mitgliedern dann wirklich Differenzierungspotenzial an die Hand geben. Vorstellen werden wir unser weiter entwickeltes Eigenmarkenkonzept auf der internationalen Messe und dem Kongress 2019 in Stuttgart.

Winnenden), Jutta Nagel

Die internationale Messe und der Kongress 2019 (10. bis 12. Mai 2019 in Stuttgart) stehen im Zeichen des 40-jährigen Bestehens der Verbundgruppe. Werden sich dort auch die Auslandsgesellschaften von Der Kreis präsentieren? Oliver Strelow: Aber natürlich! Von der Küche, über das Bad, den Innenausbau, Ladenbau sowie Fensterbau bis hin zum Schreinerhandwerk werden alle unsere Mitgliedshäuser und Industrie-Partner gemeinsam auf nationaler und interna­ tionale Ebene eine inspirierende, emotionale Produktshow und Ideen- und Informationsplattform bilden. Gemeinsam machen wir den Spirit und die Kraft der Gemeinschaft durch Verbund erlebbar. www.derkreis.de · www.kuechenspezialisten.de

durch Ernst-Martin

Erhard Umstätter von Ernst-Martin Schaible in das Gremium berufen. Weitere Mitglieder des Verwaltungsrates, der im Rahmen des Der Kreis Kongresses in Berlin gewählt wurde, sind: Andreas Ullrich (Küchen Ullrich, Füssen), Erich Pfleiderer (Küchenhaus Pfleiderer, (Nagel Küchen, Velen), Helmut Heiser (Heiser´s Küchen, Budenheim, nicht im Bild) und Wolfgang Rieth (RK Küchenkultur, Böblin­ gen/Vorsitzender des Verwaltungsrates). Komplettiert wird der Verwaltungsrat zudem Schaible und Stefan Wörwag von Der Kreis.

küche + architektur | 47


daten + Fakten

Bilden seit 1. Juli 2018 die BlumGeschäftsleitung (v. r.): die drei Geschäftsführer Martin Blum, Philipp Blum und Gerhard E. Blum mit Gerhard Humpeler und Urs Bolter

Blum – Zuwächse auf internationaler Ebene Symbiose aus Mensch, Innovation und modernster Fertigungstechnik sichert Erfolg

Mit einer Umsatzsteigerung von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.839,42 Mio. Euro schloss der Beschlägehersteller Blum am 30. Juni das Geschäftsjahr 2017/2018 ab. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Wachstum 5 Prozent. Seinen Umsatz erwirtschaftete Blum zu 48 Prozent im EU-Raum und 15 Prozent in den USA. Über 120 Länder beliefert der Beschlägespezialist heute weltweit und ist mit 30 Tochtergesellschaf­ ten bzw. Repräsentanzen international aktiv. Zudem steht die Übergabe an die 3. Generation ante portas.

I

n Westeuropa verzeichneten im Wirtschaftsjahr 2017/2018 die meisten Märkte eine Steigerung. Hervorzuheben sei die anhaltende Erholung der Absatzgebiete Südeuropas. Auch in Osteuropa habe sich die positive Entwicklung im vergangenen Wirtschaftsjahr fortge­ setzt. Erfreulich war der kräftige Aufschwung des russischen Marktes. In Amerika, im pazifischen Raum und in Asien wirkte sich in den letz­ ten zwölf Monaten der starke Euro negativ auf die Umsatzentwicklung aus. In Nord- und Südamerika führte dies zu einem Umsatzrückgang, obwohl die Umsatzzahlen in den jeweiligen Landeswährungen stie­ gen. In Asien, vor allem in Indien, China und Südostasien, hat das Wachstum trotz der negativen Währungseffekte angehalten.

Das neue Stanzwerk, das künftige Werk 8 von Blum, in Dornbirn: die 1. Bauetappe konnte bereits im Juli bezogen werden, die 2. folgt im April 2019.

48 | küche + architektur

Mitarbeiter als Basis des Erfolgs „Die hohe Leistungsbereitschaft unserer weltweiten Mannschaft so­ wie die überaus gute Zusammenarbeit zwischen allen Abteilungen und Organisationen sind ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor unseres Un­ ternehmens“, unterstreicht Geschäftsführer Gerhard E. Blum die Be­ deutung der Mitarbeiter. Weltweit arbeiteten im vergangenen Wirt­ schaftsjahr im Durchschnitt 7509 Personen beim Beschlägehersteller. Das entspricht einem Zuwachs von 368 Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr. Am 1. September dieses Jahres starteten 94 neue Lehrlinge mit ihrer technischen Ausbildung in Österreich. In der Gruppe bildet Blum ab Herbst 361 Lehrlinge aus, 19 davon bei Blum USA.


daten + Fakten

Mit innovativen Beschlags­ lösungen in allen drei Produkt­ gruppen (Klappen, Scharniere, Auszüge) unterstützt Blum die Umsetzung moderner Möbel – mit noch mehr Spielraum für Differenzierung, Individualisierung

Fotos: Blum

und praktischem Nutzen.

Zahlen, Daten, Fakten per 30.6.2018 Umsatz weltweit: 1.839,42 Mio. Euro (+ 2,8 % zum Vorjahr) Umsatzverteilung: EU 48 %, USA 15 %, andere Märkte 37 % Mitarbeiter weltweit: 7611 Mitarbeiter (+ 324 zum Vorjahr) Mitarbeiter in Vorarlberg: 5769 Mitarbeiter (+ 239 zum Vorjahr) Lehrlinge (ab Sept. 2018) in der Gruppe: 361 (davon 19 bei Blum USA); ab 1. Sept. 2018: 94 neue Lehrlinge bei Blum in Vorarlberg (davon 15 Mädchen) und 6 ‚Neue‘ bei Blum USA Investitionen: 216 Mio. Euro (davon 182,5 Mio. Euro in Vorarlberg)

Regionale und internationale Investitionen Die Gesamtinvestitionen für die Blum-Gruppe beliefen sich im Wirtschaftsjahr 2017/2018 auf 216 Mio. Euro: In Vorarlberg konnte die erste Produktionshalle des neuen Stanzzentrums in Dornbirn – das Werk 8 – fertiggestellt werden. Zeitgleich wird das Hochregallager mit 11.600 Stellplätzen in Betrieb gehen. Die zweite Produktionshalle dieses Werks wird im April 2019 bezugsfertig sein. Das neue Verwaltungsge­ bäude im Werk 2 in Höchst wird zwischen September und Dezember dieses Jahres bezogen. Ein bedeutender Anteil der Investitionen fließt in die Verbesserung der weltweiten Marktorganisationen von Blum. So wurde in Polen ein neues Hochregallager in Betrieb genommen und in der Slowakei wurde ein Schauraum eröffnet. In Portugal wur­ de die Erweiterung der Büro- und Lagerräume bis September 2018 abgeschlossen.

Verantwortung gegenüber Umwelt und Ressourcen Grundsätzlich ist Blum der sorgsame Umgang mit Umwelt und Res­ sourcen wichtig. Deshalb investiert der Beschlagspezialist bereits seit Jahrzehnten in umweltschonende Maßnahmen. Seit Anfang 2018 be­ zieht Blum am Standort Österreich die Strommenge zu 100 Prozent aus zertifizierter Wasserkraft. Auf diese Weise wird der Beschlagher­ steller seine CO2-Emissionen in Österreich um deutlich mehr als ein Drittel senken. Gemeinsam mit anderen Unternehmen des Landes ist Blum in drei Umweltnetzwerken aktiv: im Klimaneutralitätsbündnis 2025, im Energieeffizienznetzwerk und im ‚Wirtschaft Mobil‘-Netz­ werk. Abgestimmtes Leistungspaket Dass die Produkte des Herstellers gefragter sind denn je, bewies die Eurocucina in Mailand. Hier waren auf den Messeständen zahlreicher Hersteller viele Neuprodukte zu finden, die Blum im Jahr zuvor auf der Leitmesse interzum in Köln vorgestellt hatte. Dazu zählten Expan­ do T, das einzigartige Befestigungssystem für dünne Fronten in außer­

gewöhnlichen Materialien für völlig neue De­ signmöglichkeiten im Möbelbau, und die neue Klappe Aventos HK top. Bei den Boxsystemen kommen die vielfältigen Differenzierungsmög­ lichkeiten zum Einsatz. Der Trend zu grifflosem Design ist nach wie vor sehr stark. Dafür hat Blum vier verschiedene Bewegungstechnologi­ en – auf mechanischer oder elektrischer Basis. Alle Bewegungssysteme sind jeweils optimal auf die entsprechende Anwendung abgestimmt. Das Angebot an Dienstleistungen und Ser­ vices wurde im vergangenen Wirtschaftsjahr ebenfalls deutlich erwei­ tert, und bildet neben den Produkten einen sehr wichtigen Bestandteil des Blum-Leistungsangebotes.

Ausblick auf Wirtschaftsjahr 2018/2019 „Das neue Wirtschaftsjahr ist mit verhaltenem Optimismus geplant. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist mit einigen Fragezeichen bzw. Unsicherheiten behaftet. Einerseits ist in Europa die Abwicklung des Brexits nach wie vor nicht geklärt und auch die Richtung, in die sich die EU bewegen soll. Andererseits beobachten wir mit großer Be­ sorgnis die Zunahme nationaler Interessen, wie z.B. die gegenseitige Verhängung von Strafzöllen, genauso wie die Eskalation von Wirt­ schaftssanktionen“, gab Gerhard E. Blum eine vorsichtige Einschät­ zung des neuen Wirtschaftsjahres, das bereits die nächste Generation begleitet. Die Übergabe an die nächste Generation in der Julius Blum GmbH wird im laufenden Wirtschaftsjahr eingeleitet. Die Geschäfts­ führer Gerhard E. Blum, Philipp Blum und Martin Blum leiten seit 1. Juli 2018 gemeinsam mit den langjährigen Mitarbeitern Urs Bol­ ter (Geschäftsführer Blum International Consulting) und Gerhard Humpeler (Leiter Finanzen) das Unternehmen. Die Geschäftsleitung und die Mitglieder des Führungskreises werden mit Beginn des Wirt­ schaftsjahres 2018/2019 in definierten Schritten die Verantwortungs­ bereiche von Gerhard E. Blum übernehmen. Dieser wird nach der Übergabe am 1.7.2019 gemeinsam mit seinem Bruder Herbert die Geschäftsführung der Holdinggesellschaft der Blum-Gruppe wahr­ nehmen. www.blum.com küche + architektur | 49


Daten + fakten

Gegen den Trend weitere Marktanteile gewonnen Miele erreicht 2017/18 4,3 Prozent Umsatzplus

Trotz rückläufiger Märkte und eines weiter erstarkten Euros bleibt der Familienkonzern Miele auf solidem Wachstumskurs. 4,1 Milliarden Euro Umsatz und damit 167 Millionen Euro oder 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. Juni 2018 geendet hat. 91 Millionen Euro des Zuwachses stammen von der italienischen Medizintechnik-Tochter Steelco Group, die im Berichts­ jahr erstmals in die Konzernrechnung einbezogen wurde.

I

n Deutschland habe Miele 1,21 Milliarden Euro Umsatz erzielt, was einem Plus von 2,4 Prozent entspricht. Im Berichtsjahr wurde Miele in der renommierten Vergleichsstudie Kundenmonitor Deutsch­ land erneut für den besten Service der Branche ausgezeichnet und ist damit seit 25 Jahren die Nummer Eins. Außerhalb Deutschlands wurde vor allem in China deutlich Umsatz hinzugewonnen. Überproportionales Wachstum gab es aber auch in

Märkten wie Kanada, Österreich und Russland. In Südeuropa wurde in Spanien und Griechenland nach längerer Durststrecke der Erho­ lungskurs weiter fortgesetzt. Die USA und Australien – für Miele die umsatzstärksten Märkte nach Deutschland – haben in ihren Landes­ währungen ein zufriedenstellendes Plus erzielt. Der Anteil des außer­ halb Deutschlands erzielten Umsatzes ist mit 70,6 Prozent moderat gestiegen (Vorjahr: 70,0 Prozent).

Die Miele-Geschäftsleitung zeigt sich für das begonnene Geschäftsjahr 2018/19 „verhalten optimistisch“: Trotz der fortdauernden Konjunktur­ risiken, etwa mit Blick auf den Brexit oder die drohenden Handelskonflikte, rechne man mit weiterem Wachstum, dessen Höhe sich aber schwer prognostizieren lasse: Stefan Breit, Technik, Markus Miele, geschäftsführender Gesellschafter, Olaf Bartsch, Finanzen/Hauptverwaltung, Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter, Axel Kniehl, Marketing/Vertrieb (v.l.)

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Daten + fakten

Fokus auf Digitalisierung und „Faszination Küche“ Auf die Produktgruppen bezogen, wurden insbesondere von den Kochfeldern, Herden/Backöfen sowie den Kaffeevollautomaten deut­ lich mehr Geräte verkauft als im Jahr zuvor. Konkret waren dies die „TwoInOne“-Kochfelder mit integriertem Dunstabzug, die deutlich aufgewertete Einstiegsbaureihe „Active“ bei den Herden und Back­ öfen sowie die preisattraktiven Stand-Kaffeevollautomaten der Reihe CM5. In der Bodenpflege ist der neue Saugroboter Scout RX2 erfolg­ reich gestartet. Zugleich hat Miele seine Beteiligung an dem koreani­ schen Unternehmen Yujin Robot deutlich aufgestockt mit dem Ziel, bei den Saugrobotern und auch darüber hinaus die Zusammenarbeit zu vertiefen. Ein weiterer strategischer Meilenstein seien die ersten Investments der 2017 gegründeten Miele Venture Capital GmbH. Hier beteiligt sich Miele an vielversprechenden Start-ups wie loadbee, Plant Jammer, KptnCook und MChef, für neue digitale Services oder noch mehr Kreativität, Komfort und Genussvielfalt in der vernetzten Küche. Mit der Entscheidung für den Bau eines zweiten Waschmaschinen­ werkes in Polen stärkt Miele die Basis für weiteres Marktwachstum in der Wäschepflege, mit Blick auf den preislich besonders umkämpf­ ten Bereich der Einstiegsgeräte. Parallel wird der Standort Gütersloh weiter gestärkt: als Produktionsstätte für die Mittel- und Oberklas­ semodelle, die Kleingewerbegeräte und den Waschtrockner – und als Leitwerk der Wäschepflegesparte mit dann drei Standorten. Pro­ duktionsstart im neuen Werk ist Anfang 2020, mit zunächst 250.000 Geräten pro Jahr und rund 400 Beschäftigten. Im Geschäftsbereich Professional hat die Miele Gruppe 593 Milli­ onen Euro Umsatz erzielt; dies sind 21,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor (ohne Steelco: plus 2,9 Prozent). Erstmals mehr als 20.000 Beschäftigte Zum Stichtag 30. Juni 2018 beschäftigte die Miele Gruppe 20.098 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich 560 Beschäftigte der Steelco Group. Insgesamt arbeiteten in Deutschland am Stichtag 11.225 Menschen für Miele, das entspricht einem Zuwachs um 337 Personen oder 3,1 Prozent. Zum Beginn des Ausbildungsjahres 2018 (1. September) werden an deutschen Standorten erneut etwa 500 junge Menschen einen von 30 kaufmännischen oder technischen Berufen erlernen. 120 von ihnen absolvieren einen dualen Studiengang. Bei der erstmaligen Teilnahme an dem renommierten BenchmarkProjekt „Great Place To Work“ belegte das Unternehmen den ersten Platz unter den Arbeitgebern mit mehr als 5.000 Beschäftigten. Für seine auf Chancengleichheit ausgerichtete Personalpolitik erhielt Miele im Berichtsjahr darüber hinaus das Prädikat „Total E-Quality“. Am 1. März eröffnete Miele in Gütersloh seine erste eigene Kita. Hohe Investitionen weltweit und in Deutschland Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Miele insgesamt 272 Millionen Euro investiert, 47 Millionen Euro oder 20 Prozent über dem Vor­ jahreswert, der bereits einen historischen Höchstwert markiert hat­ te. Rund zwei Drittel des Gesamtbetrags flossen in die Entwicklung neuer Geräte sowie in Ausbau, Umrüstung und Modernisierung des internationalen Produktionsverbunds der Miele Gruppe. Neue Flag­ ship-Stores („Miele Experience Center“) eröffnete Miele unter ande­ rem an den Standorten Brisbane, Calgary, Dubai, Istanbul und zuletzt www.miele.de in Astana (Kasachstan). küche + architektur | 51


Unternehmen + Köpfe

Fokussiert auf die Menschen ... ... konzentriert auf den Markt: AEG/Electrolux

Mit über 35 Jahren Branchenerfahrung kann man Karl-Heinz Schneider so leicht nichts mehr vormachen. Seit Jahren zeichnet der sympathische Hesse unter dem Dach der schwedischen Electrolux-Gruppe für den Vertrieb der unterschiedlichsten Konzern-Marken, allen voran die Marke AEG, sowie für die Entwicklung und Vermarktung taktischer Marken für den Küchen- und Möbelhandel verantwortlich. Seine Erkenntnis: Ob Mittelstand oder Konzern – im Mittelpunkt stehen die Menschen.

Herr Schneider, Sie verfügen derzeit über mehr als 35 Jahre Erfahrung in der Elektrogeräte-Branche, was war in Ihrem Berufsleben die intensivste Veränderung? Karl-Heinz Schneider: Von einem rein deutschen Unternehmen wie Buderus in einen europäischen Konzern wie die Electrolux-Gruppe zu wechseln, war für mich persönlich die erste einschneidende Verän­ derung in meinem Berufsleben. Alleine die zahlreichen unterschied­ lichen Menschen kennenzulernen, gestaltete sich für mich im Laufe der Jahre als eine wesentliche persönliche Bereicherung, die ich nicht missen möchte. Bis heute treffen vierteljährlich alle europäischen Vertriebschefs der Electrolux-Gruppe zusammen, um sich auszutau­ schen. Die Gespräche zwischen den Teilnehmern dieser heterogenen Märkte sind immer hochinteressant und spannend. In Ihrer Funktion stellen Sie sich seit jeher dem kontinuierlichen Wandel auf Industrie- und Handelsseite. Was sind die gravierendsten Veränderungen, mit denen sich der Markt in den vergangenen Jahren auseinandersetzen musste? Karl-Heinz Schneider: Rückblickend gesehen ist das die extreme Kon­ zentration über alle branchenrelevanten Industriezweige hinweg bis hin zu den Handelskooperationen. Wie hat sich der Konzentrationsprozess auf Hersteller wie AEG ausgewirkt? Karl-Heinz Schneider: Vorneweg - man hat weniger Ansprechpartner. Was die Wettbewerbsseite unter den Elektrogeräteherstellern anbelangt, hat sich je­ doch nahezu nichts geändert. Es gab auch früher bereits große Konzerne. Allerdings wird die Ver­ gleichbarkeit der Einzelnen immer größer. Die Digitalisierung sorgt für eine hohe Transpa­ renz. Dafür sorgt heute das Internet für ein Preisgefälle! Karl-Heinz Schneider: Früher gab es die Ka­ taloge der großen Versender, mit deren Preisen man sich messen musste, dann 52 | küche + architektur

gab es die großen Fachmarktketten, an denen man sich orientiert hat, und heute ist es eben das Internet. Das Netz ist heute die größte ge­ nutzte Informationsplattform. Ja, aber im Gegensatz zum Katalog und den Fachmarktketten ist das Internet international aufgestellt. Karl-Heinz Schneider: Natürlich, aber der deutsche Konsument ori­ entiert sich nachweislich nahezu ausschließlich auf dem Inlandsmarkt. Was die Küchenfachgeschäfte anbelangt bin ich davon überzeugt, dass diejenigen unter ihnen, die über einen guten Online-Auftritt verfügen, alleine durch den Service, den sie dort gezielt anbieten können, einen deutlichen Wettbewerbsvorteil haben. Das Internet sehe ich dabei al­ lerdings als Ergänzung zum Empfehlungsgeschäft, von dem nahezu alle Küchenfachgeschäfte am meisten profitieren. Denn beim Neukauf einer Küche gehört für die meisten Konsumenten eine solide Ausstat­ tung mit Elektrogeräten einfach dazu, so dass dieser auch ein gewisses Budget zugestanden wird. Zurück zu unserem Ausgangsthema, dem Konzentrationsprozess. Wird durch die eingeschränkte Anzahl an Wettbewerbern nicht zwangsläufig auch die Produktentwicklung in Mitleidenschaft gezogen, d.h. werden die Produkte dadurch nicht immer ähnlicher? Karl-Heinz Schneider: Ganz und gar nicht! Für uns als Teil der Electrolux-Gruppe hat die Kon­ zentration in der Produktent­ wicklung auch enorme Vorteile mit sich gebracht. Ich denke dabei vor allem an die Ressour­


Unternehmen + Köpfe

Der AEG ComfortLift ist speziell dafür konzipiert, das Leben der Konsumenten zu erleichtern und sich den täglichen Bedürfnisse des Benutzers anzupassen. Die innovative Funktion ist einzigartig auf dem Markt: Durch spezielle Gasfedern lässt sich der untere Geschirrkorb ganz einfach und sanft nach oben und wieder nach unten fahren. Neben der sanften Hebefunktion verfügt der Geschirrspüler zudem über drei großzügige Geschirrfächer, eine verlässliche Reinigungsfunktion sowie eine moderne Premiumoptik. (s. S. 60)

cen unserer Entwicklungs- und Designabteilungen, auf die wir jetzt zurückgreifen können. Die Stärke unserer Unternehmensgruppe liegt auch darin, dass wir die Entwicklung der Hausgeräte nie losgelöst von unserem Professional-Bereich sehen. Für einen Großteil unserer neuen Produktfeatures stand die Profiküchen-Technik Pate: Dampf- oder Sous Vide-Garen sind gute Beispiele für solch übergreifende Entwick­ lungen. Oder denken Sie an die Pilotgeräte, die auf dem ElectroluxStand auf der Eurocucina zu sehen waren: der Aufbewahrungsschrank, in dem angebrochene Weinflaschen länger lagern können, oder die knopf- und grifflose Backofenfront, die ihre Opazität – je mehr man sich ihr nähert – von undurchsichtigem Schwarzglas in Transluzenz verändert. Nicht zu vergessen der MultiSpace Kühl- und Gefrier­ schrank mit ausziehbarem Regal und herausnehmbarem Tablett … Sie alle entstammen von ihrer Grundidee her dem Bereich Profiküche. Und wann werden diese Produkte in Deutschland eingeführt? Karl-Heinz Schneider: Dann, wenn sie absolut marktreif sind und alle Kinderkrankheiten ausgeräumt sind. So haben wir es bislang immer gehalten. Der Prototyp unseres ComfortLift® Geschirrspülers wurde auch erst in Mailand auf der Eurocucina vorgestellt und dann ein Jahr später in Deutschland eingeführt. Heute entwickelt sich das Gerät mit dem komfortabel auf ergonomische Höhe liftbaren Unterkorb sukzes­ sive zu einem unserer Bestseller. Apropos Bestseller: Wie macht sich denn die Mastery Range? Karl-Heinz Schneider: Wir sind mit dem Erfolg dieser Produktrei­ he sehr zufrieden. Vor allem der Bereich Food Preparation, d.h. die Geräte rund ums Kochen und Backen, überzeugen mehr und mehr

Endverbraucher. Darauf sind wir auch besonders stolz. Immerhin ent­ wickeln und produzieren wir in unserem Werk in Rothenburg hoch­ wertige Backöfen, Kochfelder oder auch Komponenten für andere unserer Fabriken für den internationalen Markt. Außerdem verfügt unser Standort in Rothenburg über eines der modernsten und innova­ tivsten Schulungszentren des Konzerns mit unmittelbarer Anbindung an die Produktion. Eine Informationsplattform, die unsere Kunden sehr gerne nutzen, um sich von unserer Leistungsstärke zu überzeu­ gen. Diese macht sich jedoch auch darin bemerkbar, dass die Men­ schen, die für den Konzern in der Produktion arbeiten aufgrund ihrer übergreifenden Ausbildung und den mehr oder minder länderüber­ greifenden gleichen Produktionslinien international einsetzbar sind. D.h., wenn wir eine Position aufgrund des Fachkräftemangels nicht sofort besetzen können, sind unsere Mitarbeiter aus dem Ausland in der Lage, kurzfristig auszuhelfen. Das ist der Vorteil eines europäi­ schen Werke-Verbunds, die alle mit den gleichen Systemen arbeiten. Ohne den Konzentrationsprozess wäre so etwas auch nicht möglich. Könnte man die strategischen Marken, für die Sie bei Electrolux verantwortlich zeichnen, ebenfalls als Produkt des Konzentrationsprozesses sehen? Karl-Heinz Schneider: Durchaus. Die Anzahl der Elektrogeräte-Her­ steller und damit auch deren Marken ist durch den Konzentrations­ prozess gesunken. Jedes Unternehmen möchte sich heute durch Pro­ dukte vom Wettbewerb differenzieren. Das gilt für den Fachhandel aber gleichermaßen auch für die Industrie. Durch die strategischen Marken ist diese Differenzierung wieder möglich. Gleichzeitig stüt­ zen sie in gewisser Weise auch den Erfolg der „A“-Marken. Nehmen küche + architektur | 53


Unternehmen + Köpfe

wir z.B. aus unserem Hause als strategische Marke Zanussi im Ein­ stiegsbereich. Bei einigen Küchenmöbelherstellern trägt sie dazu bei, Küchen zu einem attraktiven Preis anbieten zu können. Der Fachhan­ del belässt es jedoch meist nicht bei dieser einfacheren Geräteausstat­ tung, sondern nutzt diese als Sprungbrett zu einem Upgrade auf die Marke AEG. Letztendlich profitieren wir alle gleichermaßen davon. Zurück zur Kernmarke AEG. Welche Neuheiten erwarten Ihre Kunden denn auf der IFA bzw. auf der Küchenmeile? Karl-Heinz Schneider: Im Mittelpunkt stehen auf beiden Messen im September unsere neuen Induktionskochfelder AEG SensePro, die über einen kabellosen Gargut-Sensor verfügen, der die Temperatur des Lebensmittels exakt misst. Das garantiert perfekte Ergebnisse bei allen Kochvorgängen. Und sogar das Sous Vide-Garen am Kochfeld wird möglich. Eine hochinnovative Technologie, die sicherlich unsere Kunden und die Endkonsumenten begeistern wird. Daneben werden wir auch unseren Kühlschrank mit „Custom Flex“ in den Fokus stellen, mit dessen Baukastensystem eine sehr flexible Innenraumgestaltung möglich ist. Und unser innovativer, ergonomischer Geschirrspüler mit ComfortLift wird auch weder in Berlin noch in Löhne fehlen. Sie können sicher sein, wir werden sowohl auf der IFA als auch auf der Küchenmeile einiges präsentieren.

Werden Sie denn auch im Segment der Dunstabzugshauben Neuerungen einführen? Immerhin gehört seit geraumer Zeit auch Best zum Electrolux-Konzern. Karl-Heinz Schneider: Die Best-Integration in den Konzern ist in vollem Gange und konzentriert sich derzeit vor allem auf die Fab­ riken. Beide Fabriken wurden bereits auf unser so genanntes EMS,­ Electrolux Manufacturing System, umgestellt. Unsere Unter­ nehmensgruppe verfügt also erstmals nicht nur über eine eigene Dunstabzugshauben-Fertigung, sondern auch über einen eigenen produktspe­zifischen Forschungs-, Entwicklungs- und Qualitätsma­ nagementbereich. Womit wir wieder bei den Vorteilen der Konzentration wären: Unsere beiden „Best-Werke“ in Italien und Polen werden künftig neben den Best-Geräten auch für alle Electrolux Marken eigene Hauben produ­ zieren. Die neuen Richtlinien zur Energie-Effizienz für Hauben, die im Herbst dieses Jahres in Kraft treten werden, fließen also schon voll und ganz in die neuen Hauben-Kollektionen ein. Apropos: Das sich verändernde Bewusstsein zum Thema Nachhal­ tigkeit/Energieverbrauch gehört übrigens auch zu den Meilensteinen meines Berufswegs. Früher hat sich niemand dafür interessiert, wie viel Strom oder Wasser ein Gerät verbraucht, bis sich ab Mitte der 80er, frühen 90er Jahre mehr und mehr sparsame Hausgeräte auf dem Markt durchgesetzt haben, bzw. auch Schadstoffe wie etwa FCKW aus Kühl- und Gefriergeräten verschwanden. Wo kann man sich denn die aktuelle Dunstabzugshauben-Kollektion der neuen Electrolux-Tochter in diesem Jahr ansehen? Karl-Heinz Schneider: Im Rahmen der Einbindung der Marke in den Electrolux-Konzern wird Best anlässlich der Küchenmeile in diesem Jahr erstmals bei uns im Küchen Center Löhne ausstellen. Das BestTeam wird die Fläche von der Marke Grand Cuisine übernehmen, die künftig über den Bereich Professional von Electrolux gemanagt wird.

Fotos: AEG

Herr Schneider, Sie und Ihr Team haben viele Neuheiten im Köcher, die mit Sicherheit zu einer weiterhin positiven Entwicklung Ihres Geschäftsbereiches beitragen werden. Wie wird sich der Gesamtmarkt für Elektrogeräte in der Küchenbranche in diesem Jahr weiterentwickeln? Karl-Heinz Schneider: Mit dem Blick auf die Auswertungen der GfK ist festzustellen, dass die Küchenspezialisten als auch der Möbelhan­ del im ersten Quartal ein wertmäßiges Wachstum verbuchen konn­ ten. Ein Trend, der meiner Meinung nach weiter anhält, so dass davon auszugehen ist, dass sich am Ende dieses Geschäftsjahres ein leichtes Mengenwachstum und nach wie vor ein deutlicheres Wertwachstum herauskristallisieren werden. Allerdings kann ich mir kaum vorstel­ len, dass das zweistellige Wertwachstum, das die Küchenspezialisten in den letzten zwei Jahren verbuchen konnten, sich in der gleichen Höhe fortsetzt. Geprägt wird der Elektrogerätemarkt weiterhin durch das Neubau-, vor allem aber auch durch das Ersatzbedarfsgeschäft. Für beide Berei­ che gilt: Es wird weiterhin hochwertig verkauft. Im Ersatzbedarfsge­ schäft vielleicht sogar noch etwas hochwertiger, da das Qualitätsbe­ wusstsein der Verbraucher hier bereits etwas gereifter ist.

54 | küche + architektur

Herr Schneider, wir danken Ihnen für dieses interessante und informative Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrem Team www.aeg.de · www.electrolux.com weiterhin viel Erfolg!


Passend zur trendig großen Wohnküche wächst der Anspruch an einen ebenso großzügigen Spülplatz. Mit einer Beckendiagonalen von 60 cm wird die neue Stema 86 SL diesem mehr als gerecht. Das geschickt verkürzte Tropfteil mit der charakteristischen Ablaufrille schafft Einrichtungsspielraum für gefällige Lösungen auch in der Küchenzeile.

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Foto: Messe Berlin

INTERNATIONAL FAIRS | IFA

IFA 2018 Im Zeichen künstlicher Intelligenz

Seit nunmehr zehn Jahren sind die Hersteller von Elektro-Groß- und -Kleingeräten mit ihren vielfältigen und innovativen Produkten Bestandteil der IFA in Berlin. Von der großen Leistungsfähigkeit und Innovations­ kraft der Branche können sich die Messebesucher aus Industrie und Handel und Endkunden auch in d ­ iesem Jahr vom 31. August bis 5. September wieder überzeugen.

D

ie zunehmende Vernetzung der Elektrogeräte führt zu immer smarteren und vielseitigeren Produkten. Die hierdurch bereits hohe Funktionalität der vernetzten Geräte wird in diesem Jahr noch weiter verstärkt werden. Der Grund hierfür sind die beiden gro­ ßen übergeordneten Trends der Home Electronics Branche generell: Sprachsteuerung und künstliche Intelligenz (KI). Beide halten zu­ nehmend auch bei den Elektro-Groß- und -Kleingeräten Einzug und machen diese so noch vielseitiger, smarter, effizienter und benutzer­ freundlicher. Vom Elektrogerät zum Personal Assistent Groß- und Kleingeräte erleichtern nicht nur die Arbeit im Haushalt, sie machen sie komfortabler, energieeffizient und zeitsparend. Mit ihrem hohen technischen Standard und ihrer innovativen und vielschichtigen Funktionalität nehmen die Elektrogräte mittlerweile oft Positionen in der Art eines persönlichen Assistenten ein. Möglich wird dies durch eine übergreifende Vernetzung mit smarten Applika­ tionen, die die Welt der Groß- und Kleingeräte zunehmend prägen. Vernetzte Geräte können Informationen untereinander austauschen, 56 | küche + architektur

persönliche Gewohnheiten erfassen und Verbesserungs- beziehungs­ weise Optimierungsvorschläge einbringen und diese manchmal sogar umsetzten. Gesteuert und kontrolliert werden die vernetzten Elektrogeräte im „klassischen Fall“ mit mobilen Endgeräten und dazugehörigen Apps. Der jeweils aktuelle Programmstatus, Benachrichtigungen oder Infor­ mationen für Pflege, Wartung und Service lassen sich abrufen. Selbst der Blick aus der Ferne in den Kühlschrank ist dank integrierter Ka­ meras kein Problem mehr. Immer mehr im Trend liegen auch „direk­ te“ Steuerungen per Gesten und Sprache, die die Gerätebedienung noch weiter vereinfachen. Ansätze mit hinterlegter künstlicher Intelligenz ermöglichen Geräte, die mitdenken, lernfähig sind und dem Nutzer praktische Vorschläge und Tipps machen können. Natürlich punkten die auf der IFA 2018 präsentierten Elektro-Großund Kleingeräte durch ihr ansprechendes Design, im Einklang mit hoher Funktionalität und Praktikabilität. Wir haben unseren Lesern bereits eine kleine Innovation-Preview unterschiedlicher Hersteller www.ifa-berlin.com/de zusammengestellt. 


IFA | international fairs

Philips Hue erleichtert den Alltag zuhause auf komfortable und intuitive Weise jetzt auch durch die Zusammenarbeit mit Google Assistant Foto: Signify

ohne einen Finger bewegen zu müssen.

Licht nach Lust und Laune – Philips hue vernetzt Seit Mitte Mai 2018 firmiert Philips Lighting unter dem Namen „Signify“ und zeigt unter diesem Namen auf der IFA 2018 in Halle 22 seine neuen vernetzt steuerbaren Leuchten. Inspiriert durch die Wirkung des Sonnenlichts hilft Philips Hue white ambiance z. B. morgens natürlich aufzuwachen und abends mit einem sanft abdimmenden Sonnenuntergang entspannt ein­ zuschlafen. Sie beherrschen stufenlos das gesamte Spektrum von frischem Tageslichtweiß (6500k) bis hin zu einem gemütli­ chen Warmweiß (2200k). Lichtrezepte zum Entspannen oder um tagsüber Energie zu tanken, lassen sich einfach per Fingertipp

wechseln, beispielsweise per App oder Philips Hue Dimmer, der jedem Starter-Set beiliegt. Philips Hue erleichtert den Alltag zu­ hause auf komfortable und intuitive Weise jetzt auch durch die Zusammenarbeit mit Google Assistant ohne einen Finger bewe­ gen zu müssen. Das Ein- und Ausschalten der Lampen mit Stimmbefehlen ist nur der Anfang. Google fragen, ob das Licht noch brennt, Leuchten dimmen nach Belieben, Lichtszenen ab­ rufen und vieles mehr: Philips Hue und der Google Assistant bie­ ten unkomplizierte und bequeme Lösungen zur Steuerung des IFA, Halle 22 · www.signify.com Lichts im Zuhause.  ANZEIGE

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technik + komfort | Geräte

Die Kochfeld-Neuheit freeInduction garantiert maximale Flexibilität. Auf 90 Zentimetern Breite können bis zu sechs Töpfe und Pfannen jeder Form

Fotos: Siemens

und Größe beheizt werden.

Seamless Life Siemens – IFA 2018

Mit seinen IFA-Neuheiten 2018 verfolgt Siemens seine Vision eines Seamless Life konsequent weiter. ­Intelligente Technologie, Vernetzung und visionäres Design greifen dabei durchdacht ineinander und schaffen mehr Freiräume und Möglichkeiten für jeden Einzelnen.

„M

it freeInduction Plus machen wir die Bahn frei für eine ganz neue Leichtigkeit in der Küche“, verkündet Olaf Nedorn, Di­ rector Marketing & Communication bei Siemens Hausgeräte nicht ohne Stolz. „Dabei unterstützen wir Menschen dabei, das Ma­ ximum aus der Quality-Time Kochen herauszuholen, und das im Ein­ klang mit unserer Vision eines Seamless Life.“ Die Kochfeld-Neuheit arbeitet mit Induktions-Technologie für maxi­ male Flexibilität. Auf 90 Zentimetern Breite können erstmals bis zu sechs Töpfe und Pfannen jeder Form und Größe beheizt werden – und das vollflächig, überall auf dem Kochfeld. Der technologische Schlüs­ sel dazu liegt unter der Glaskeramik: 56 ovale Mikro-Induktoren er­ kennen dort automatisch Position und Form des Kochgeschirrs und werden nur dort aktiv, wo ihre Power aktuell benötigt wird und garan­ tieren so eine nie dagewesene Anpassungsfähigkeit. Verfolgt den Topf auf Schritt und Tritt Das vierfarbige Full-Touch-TFT-Display folgt automatisch jeder Be­ wegung und verändert sich dynamisch. Wird ein Topf an eine neue Stelle bewegt, erkennt es dies sofort und nimmt alle Einstellungen au­ tomatisch mit. Mit 6,2 Zoll ist es zudem das bislang größte Siemens

58 | küche + architektur

Kochfeld-Display. Ergänzend können einige Funktionen des Koch­ felds mit der Home Connect App auch via Smartphone oder Tablet gesteuert werden. Flankiert wird es durch eine weitere Siemens Weltneuheit – active­ Light. Zwei LED-Lichtstreifen an beiden Seiten der Glaskeramik un­ terstreichen als Eyecatcher den hohen Designanspruch der Marke. Zugleich dienen sie der Funktion und Orientierung, indem sie die An­ wender über nötige Aktionen und aktuelle Handlungen informieren. Bewegung ist Bedienung Gleichzeitig unterteilt die powerMove Pro Funktion die ganze Fläche in bis zu fünf Hitzestufen. Schiebt man nun den Topf nach vorne oder hinten, verändert sich die Leistungsstufe bzw. Temperatur automa­ tisch. Das ist ideal in Momenten, in denen Sekunden über Geschmack und Gelingen entscheiden, beispielsweise beim Anbraten oder Kara­ mellisieren. Ebenso praktisch: die cookConnect Funktion, bei der das Kochfeld und die Dunstabzugshaube miteinander kommunizieren und eine Einheitsbilden. Zusätzlich steuert der Luftgütesensor die Absaug­ leistung vollautomatisch, so dass beim Braten und Dünsten immer gute Halle 1.1, Stand 101 · www.siemens-home.bsh-group.com/de Sicht herrscht.


DIE NEUSTEN KÜCHENTRENDS

auf der Küchenmeile A30 in Löhne 15. - 21.09. 2018

Besuchen Sie uns im house4kitchen.

house4kitchen, Oeynhausener Straße 99, 32584 Löhne (Germany) | www.house4kitchen.com Tel.: +49 (0) 5732 989899-0 | Sa. 15.09. bis Fr. 21.09.2018, Sa. - Do.: 9.00 - 19.00 Uhr, Fr.: 9.00 - 13.00 Uhr


technik + komfort | Geräte

AEG – Im Fokus steht der Mensch Auf der diesjährigen IFA stellt AEG Innovationen für den Haushalt in den Mittelpunkt. Eine der tragenden Säulen dieser Neuerungen sind die Anforderungen ihrer Anwender.

gungsergebnisse ermöglicht als herkömmli­ che Programme. Der Geschirrspüler erreicht die beste Energieeffizienzklasse A+++. Mit seinem Geräuschwert von 39 dB ist der AEG ComfortLift darüber hinaus geräuscharm – und im ExtraSilent-Programm mit nur 37 dB sogar besonders leise. Der AEG ComfortLift ist zusätzlich in den Varianten A+++ und A++, 44dB – 42dB ExtraSilent erhältlich.

Smarte Installer App AEG-Einbaugeräte sind dank der Verwendung von Torx20–Schrauben bereits deutlich schneller zu installieren – und den Installa­ teuren ist es jetzt möglich, sogar noch effizi­ enter zu a­ rbeiten: Denn nun können sie wäh­ rend der Montage mit der smarten Installer App von AEG gezielt nach diversen Einbau­ Der preisgekrönte AEG ComfortLift geräten s­ uchen und alle nötigen Informatio­ Geschirrspüler wurde mit intuitiven Schiebe­ nen abrufen. Durch die Ein­ reglern weiter verbessert, um die Programm­ gabe der auswahl noch einfacher zu gestalten. PNC-Nummer, des Modell- oder Pro­ duktnamens, oder AEG ComfortLift Geschirrspüler mit QuickSelect durch Scannen des Barcodes mit einer Der preisgekrönte AEG ComfortLift Geschirrspüler wurde mit intu­ Smartphone-Kamera werden ihnen so in Se­ itiven Schiebereglern weiter verbessert, um die Programmauswahl kundenschnelle praktische Anleitungen zur noch einfacher zu gestalten. Das innovative Gerät besitzt einen un­ Verfügung gestellt, die eine richtige und teren Geschirrkorb, der ganz einfach nach oben gleitet – für einfa­ schnelle Art der Installation gewährleisten. Die ches und müheloses Be- und Entladen. Der ComfortLift bietet ulti­ AEG Installer-App ist ein intuitives, digitales Werkzeug, mativen Komfort. Die neue Spitzentechnologie beinhaltet zudem das dabei hilft, den Geräteeinbau besonders professionell Halle 4.1, Stand 101 · www.aeg.de die sogenannte SprayZone-Funktion, die bis zu 50% bessere* Reini­ zu gestalten.

Das intuitive Kochfeld SenseFry fungiert als persönlicher Sous-Chef, der garantiert nichts anbrennen lässt

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Fotos: AEG

*Verglichen mit dem Electrolux Standardprogramm

P

rofiköche verwenden Sensoren, um zu erkennen, wann das Essen die richti­ ge Temperatur erreicht hat. Mit dem AEG SenseFry-Kochfeld bringt der innova­ tive Hausgerätehersteller diese Technologie nun in die Privathaushalte. Der Touchscreen des Kochfelds informiert darüber, wann die Pfanne oder das Öl zum Kochen bereit ist und bietet eine präzise Temperaturregelung innerhalb von 1 Grad Celsius an. Der Koch wählt einfach am Kochfeld das WunschBratergebnis aus, wodurch die dafür perfek­ te Temperatur eingestellt bleibt. Über die Auswahl am intuitiven Touchscreen erkennt und hält das SenseFry-Kochfeld eine perfekt gleichmäßige Temperatur an der Oberfläche der Pfanne aufrecht. So werden die besten Bratergebnisse erzielt. Dies ermöglichen Sen­ soren, die die Temperatur der Pfanne oder des Topfes messen und die Leistung je nach Bedarf automatisch anpassen. Das intuitive Kochfeld fungiert so als persönlicher SousChef, der garantiert nichts anbrennen lässt.


Gesundes Wachstum braucht immer einen guten Boden.

DER KÜCHENRING zählt aktuell annähernd 600 Gesellschafter. Unsere Aufgabe sehen wir vor allem darin, unsere Gesellschafter mit kreativen Ideen, erfolgsorientierten Konzepten und erstklassigen Konditionen auszustatten, die in ihrer Gesamtheit Maßstäbe setzen. Werden Sie Teil einer starken Gemeinschaft von zufriedenen und erfolgreichen Gesellschaftern von DER KÜCHENRING. Informieren Sie sich. Heute noch. Wir sind für Sie da.

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Fotos: Grundig

technik + komfort | Geräte

Gesunde Ernährung von der Lagerhaltung bis zum Dampfgaren Grundig zur IFA

Saubere Luft für mehr Freude am Essen – Mit der Kühl- und Gefrier­ kombination GKN 27930 FXP bringt Grundig eine neue Generation an Kühlgeräten auf den Markt, die mit Odour Fresh+ und unzähligen Frischhalte-Funktionen die richtige Lagerung von Lebensmitteln unter dem Respect Food Ansatz noch einfacher gestaltet.

O

ffene Deckel, unverpackte oder stark riechende Lebensmittel können schnell schlechte Luft entstehen lassen, die sich im ge­ samten Innenraum ausbreitet. Abhilfe verschafft die Kühl- und Gefrierkombination GKN 27930 FXP von Grundig sowie die neue Odour Fresh+ Funktion, bei der die integrierte Nanotechnologie im Filter und das UV-Licht für eine bis zu 90-prozentige Reduzierung von unangenehmen Gerüchen im Kühlschrank sorgen – ohne dabei schädliche Gase oder Chemikalien freizusetzen. Vitamin Care und Full Fresh-Technologie Mit der Kühl- und Gefrierkombination GKN 27930 FXP können schnell­ verderbliche Lebensmittel besonders in den Sommermonaten ideal gelagert und frisch gehalten werden. Dafür sorgen gleich drei ­intelligente Kühlfunktionen: Blaues Licht in der Vitamin Care Zone kopiert die natürlichen Lichtverhältnisse und erhält das Vitamin C in roten Früchten und Gemüse. Über die integrierte Full Fresh+ Techno­lo­gie strömt zu­ dem kühle Luft durch kleine Löcher ins Gemüsefach und hält sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit auf einem konstanten und idealen Lagerungsniveau. Im Gegensatz zum herkömmlichen Kühlschrank werden Fleisch und Milchprodukte in der Super Fresh Zone auf 0-3 Grad und damit knapp über dem Gefrierpunkt gelagert. In Kombination mit einer optimalen Luftfeuchtigkeit sind Le­ bensmittel auch Tage später nach wie vor ver­ zehrbereit. Für die Reisesaison ist das Kühlsystem mit ei­ nem Urlaubsmodus ausgestattet, der die Be­ triebstemperatur im Kühlbereich auf maximal 15 Grad hält und gleichzeitig die Stromkosten senkt. Über das moderne Display mit Sensor­ tasten lässt sich der GKN 27930 FXP einfach bedienen, während eine LED-Beleuchtung für die nötige Helligkeit im Innenbereich sorgt.

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3 in 1 Kombi-Dampfgarer Der Kombidämpfer GEIDD 27000 BP von Grundig vereint die Funk­ tionen von Dampfgarer, herkömmlichem Heißluftofen und Dampf­ backofen in einem intelligenten Gerät. Im Herzen des GEIDD 27000 BP steckt ein motorbetriebener 1,2 Liter-Wassertank, der leicht zu­ gänglich ist und sich per Knopfdruck automatisch herausfahren lässt. Düsen in der Rückwand des Ofens leiten im Dampfgar- und KombiProgramm den Dampf ins Innere. Das MeatOptimiser Bratenthermo­ meter hält die exakte Temperatur des Essens im Blick. Besonders praktisch sind die zwei pyrolytischen Selbstreinigungspro­ gramme, die je nach Intensität der Verschmutzung eingestellt werden können. Im PyroClean Modus werden Ofen und pyrolysegeeignete Bleche sowie der 2-fach Teleskopauszug auf bis zu 480 Grad erhitzt und Schmutzpartikel einfach weggebrannt. Das Innenglas lässt sich zum Reinigen separat herausnehmen. Mit der Cool-Touch-Door Funktion besteht keine Gefahr für Verbrennungen, denn die vier Glasschichten sorgen dafür, dass die Außentemperatur der Tür maximal 70 Grad be­ trägt. Über das animierte LC-Display mit Klartext lässt sich das Kü­ chentalent benutzerfreundlich bedienen und schließt dank Soft Door­ matic+ automatisch die Tür besonders leise und sanft. Für den nötigen Überblick im 70 Liter fassenden Innenraum sorgt die LED-Innenbeleuchtung. Mit der Energieeffizienzklasse A+ ist der GEIDD 27000 BP von Anfang an ein echter Energie­ Halle 1.1, Stand 101 · www.grundig.de sparer.

Wer gerne vielfältig und ausgewogen kocht, bekommt mit dem GEIDD 27000 BP von Grundig einen 3-in-1 Kombidampfgarer. Mit 18 Heizarten und zwei Selbstreinigungsprogram­ men spart er Zeit, Strom und Platz in der Küche.


NICHT JEDES SCHWEIZER LUXUSOBJEKT PASST ANS HANDGELENK Küchengeräte der exklusiven Schweizer Manufaktur V-ZUG. Entdecken Sie die Welt von V-ZUG – für einen Luxus, der Ihrem Lebensstil entspricht. Küchengeräte mit Premium Swiss Quality, die Ihnen täglich Freude machen und Sie ein Leben lang inspirieren. vzug.com

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technik + komfort | Geräte

Kaffeevollautomat

Komfort auf der ganzen Linie …

„CM 7550 CoffeeSelect“: Erstmals lassen sich drei unterschiedliche Bohnensorten per Fingertipp auswählen. Ein neues Kegelmahl­ werk aus Edelstahl

… von Miele zur IFA 2018

mahlt besonders leise, schonend und frei von Rückständen. Außerdem verfügt das Gerät über eine selbstständige Entkalkung und eine sensorgesteuerte Anpassung des Auslaufs ans Trinkgefäß.

Auf der IFA 2017 revolutionierte Miele mit seinem innovativen Dialoggarer die Zubereitung von Speisen. Jetzt bringt ein Start-up mit Namen MChef, von Miele unterstützt, die dazu passende Spitzengastronomie nach Hause. Exquisite Einzelgerichte oder komplette Menüs mit drei Gängen lassen sich bestellen. Die Zutaten sind bereits bei Anlieferung auf eleganten Porzellantellern platziert – und bereit für die Voll­ endung im Dialoggarer des Kunden.

Z

ielgruppe des neuen Gourmet-Services seien alle Kundinnen und Kunden, die einen Dialoggarer in ihrer Küche haben und zu Hause wie in ihrem Lieblingsrestaurant essen möchten. Wer bis 12.30 Uhr online ordert, wird am nächsten Vormittag beliefert, 365 Tage im Jahr. Bis zu sechs Gerichte lassen sich in einem Dialog­ garer gleichzeitig zubereiten, der direkt aus der MChef-App mit den passenden Einstellungen gestartet wird. Die durchschnittliche Garzeit beträgt 20 Minuten. „Der weltweit einzigartige Gourmet-Service star­ tet ab September in Nordrhein-Westfalen und ab Jahreswechsel auch bundesweit“, kündigt Frank Jüttner, Leiter der Miele Vertriebsgesell­ schaft Deutschland, an. Mehr Genussvielfalt, Energieeffizienz und Komfort Für herausragenden Genusskomfort steht auch das Top-Modell bei den Stand-Kaffeevollautomaten. Der „CM 7550 CoffeeSelect“ bietet Dank der neuen Funktion Single­ Wash von Miele lassen sich jetzt selbst kleinste Mengen schmutziger

Fotos: Miele

Wäsche bis hin zum Einzelstück sparsam, schnell und hygie­ nisch waschen.

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gleich vier nützliche Features, die es so nur bei Miele gebe: Erstmals lassen sich drei unterschiedliche Bohnensorten per Fingertipp aus­ wählen. Ein neues Kegelmahlwerk aus Edelstahl mahlt besonders lei­ se, schonend und frei von Rückständen. Außerdem verfügt der CM7 über eine selbstständige Entkalkung und eine sensorgesteuerte An­ passung des Auslaufs ans Trinkgefäß. Single Wash für kleinste Mengen Dank der neuen Funktion SingleWash von Miele lassen sich jetzt selbst kleinste Mengen schmutziger Wäsche bis hin zum Einzelstück sparsam, schnell und hygienisch waschen. Auch mit gut gefüllter Trommel waschen Miele-Kunden gleichermaßen energieeffizient wie komfortabel: mit „A+++ minus 50 Prozent“ bei weniger als drei Stun­ den Programmlaufzeit. Bei SingleWash sind Wasser- und Energieverbrauch, aber auch die Programmlaufzeit exakt auf die Kleinstmengen zugeschnitten. Die Basis hierfür liefert das patentierte Miele-Waschverfahren Power­ Wash 2.0, mit seiner präzisen, beladungsabhängigen Steuerung der Umflutpumpe sowie der Waschtechnologie Spin&Spray für weitere Verbrauchsvorteile. Nur so viel Wasser wird in die Trommel gelei­ tet, bis jede Textilfaser gesättigt ist; entsprechend geringer ist auch die benötigte Heizenergie. Im Ergebnis werden etwa 60 Prozent we­ niger Energie und nur halb so viel Wasser verbraucht, bei gleichzeitig deutlicher Zeitersparnis. Im Programm „Pflegeleicht 40 Grad“ beträgt die Programmdauer nur 39 Minuten, und dies ohne Abstriche bei der Reinigungswirkung („Waschwirkung A“).  Halle 2.1, Stand 101 · www.miele.de


Zeitlose Eleganz in Schwarz Bosch: Accent line carbon black – Reflexion auf das Wesentliche

Fotos: Bosch

Geräte | Technik + komfort

Mit der zunehmenden Verschmelzung von Küche und Wohnraum wächst der Wunsch nach einem hohen Maß an gestalterischer Reduktion. Mit seiner neuen accent line carbon black stellt Bosch jetzt eine Kollektion von Geräten vor, die diese Ansprüche vereint und mit höchster Präzision umsetzt.

„S

chwarz absorbiert das Unwesentliche und reflektiert das Essen­ tielle“, sagt Robert Sachon, Chefdesigner von Bosch. Das Essen­ tielle, das ist die Funktion – repräsentiert durch Elemente wie Bedienring, Rahmendetails, Displays und Griffe.

Funktionen für perfekte Ergebnisse Hinter dem brillanten Design verbergen sich auch in funktioneller Hinsicht absolute Glanzpunkte: Zum Portfolio gehören zum Beispiel Induktionskochfelder mit PerfectFry Bratsensorik und PerfectCook Kochsensorik sowie TFT-Touchdisplay mit Klartext und Abbildungen. Die Sensorik macht das Kochen nicht nur einfacher, sondern auch äu­ ßerst komfortabel. Ergänzt werden die Kochfelder von Backöfen mit Dampfstoß-Funktion, PerfectRoast Bratenthermometer und Perfect­ Bake Backsensor für optimale Resultate oder der praktischen Mikro­ wellen-Funktion. Auch ein Dampfbackofen für besonders schonendes Garen ist Teil des Portfolios. Hilfreiche Funktionen wie der Bosch Assist unterstützen unerfahrene Köche beim kreativen Kochen, Backen und Braten und helfen ihnen, ganz entspannt perfekte Ergebnisse zu erzielen. Viele Geräte verfügen außerdem über Home Connect: Sie können im WLAN vernetzt und per Smartphone oder Tablet von überall aus be­ dient werden. Köche können sich zudem von der angebotenen Rezept­ vielfalt inspirieren lassen. Für perfekte Ergebnisse senden sie die an­ gegebenen Einstellungen direkt aus der App an ihren Backofen. Ganz neu bei Bosch ist die Sous-Vide-Schublade: Sie fügt sich nicht nur harmonisch in die Küche ein, sondern ermöglicht auch eine beson­ ders schonende und aromatische Zubereitung frischer Lebensmittel.

Eine echte Alternative: Die selbstregulierende Haube In puncto Dunstabzugshauben hält die accent line carbon black unter­ schiedliche, besonders platzsparende Lösungen bereit: Zum einen die versenkbare Downdraft-Esse, die nur bei Bedarf sichtbar wird. Oder die Schrägesse. Wer sich dagegen für eine Deckenlösung entscheidet, für den hat Bosch mitgedacht: Weil die Decken in den meisten Haus­ halten weiß gestrichen sind, fügt sich der zum Portfolio gehörende, weiße Deckenlüfter nahtlos in seine Umgebung ein – die ideale Lö­ sung für Perfektionisten. Eine ganz andere Alternative stellt das Koch­ feld mit integriertem Dunstabzug dar. Zusätzlichen Komfort bietet der PerfectAir Luftgütesensor, über den einige Modelle verfügen: Er sorgt dafür, dass sich das Gerät auf Wunsch selbsttätig reguliert. Von heiSS bis cool im kleinen Schwarzen Abgerundet und ergänzt wird das Portfolio der accent line carbon black durch den Bosch Kaffeevollautomaten. Auf Knopfdruck lie­ fert er Barista-Qualität vom Feinsten und sieht dabei immer perfekt aus. Und weil ein einheitliches, homogenes Design alle Gerätekate­ gorien umfassen sollte, bietet Bosch auch passende, vollintegrierbare Geschirrspüler, die sich hinter der Möbelfront unsichtbar machen. Nur die hochauflösende Timelight-Anzeige erinnert daran, dass sich dort ein Hausgerät verbirgt. Ergänzt wird die neue Hausgerätefami­ lie durch eine Vario Style Kühl-Gefrier-Kombination in carbon black. Mit dem neuen Geräteportfolio zieht unübersehbar ein Bekenntnis zu exklusivem Design und zeitloser Eleganz in die Küche ein. Halle 3.1, Stand 101 · www.bosch-home.de  küche + architektur | 65


technik + komfort | Geräte Geräte | Technik + komfort

Fotos: Liebherr

New Thinking Liebherr auf der IFA 2018

Die Kühl- und Gefriergeräte von Liebherr überzeugen in diesem Jahr mit vielen

„Wir laden unsere Besucher ein, uns

­innovativen Highlights, smarten Technologien und individuellem Gerätedesign.

auf dem Weg vom Büro

„New Thinking“ steht dabei im Vordergrund.

nach Hause zu begleiten,

über den Supermarkt um live zu erleben,

M

it MyStyle bietet Liebherr zudem die einzigartige Möglichkeit, ein Kühlgerät individuell zu gestalten und setzt dabei völlig neue Maßstäbe in puncto Individualisierung. Die Kunden des innovativen Herstellers entschei­ den dabei nicht nur über die Innenausstattung oder das Material ihres Kühlschranks, sondern gestalten auch das Außendesign ganz nach ihrem persönlichen Geschmack bis hin zu persönlichen Fotos. Neben dem kompakten Kühlgerät zum Selbstdesignen wird auf der IFA erstmals auch eine Kühl-Gefrier-Kombination vorgestellt, die ganz auf die persönlichen Wünsche zugeschnitten werden kann. Ein Paradebeispiel smarter Technologien und individuellen Gerätedesigns sind die Monolith-Geräte mit ihren beeindruckenden Dimensionen von 213 cm Höhe und unter­ schiedlichen Breiten. Nach einer erfolgrei­ chen Europapremiere auf der Eurocucina in Mailand präsentiert Liebherr die MonolithReihe auf der IFA erstmalig in Deutschland. Je nach Kundenwunsch können die Geräte zu imposanten Frischezentren kombiniert werden. Dabei verbindet die Monolith-Reihe modernste Kühltechnologie mit elegantem Design, luxuriöser Ausstattung und zu­ kunftsorientierter SmartDevice-Technologie. Halle 2.1, Stand 201 · www.liebherr.com  66 | küche + architektur

wie unsere digitalen Lösungen helfen, Lebensmittel im Alltag smarter zu organisie­ ren“, erläutert Steffen Nagel, Geschäfts­ führer Vertrieb (Global) der Liebherr-Haus­ geräte GmbH. „Wir helfen dabei, Lebens­ mittelverschwendung zu vermeiden und geben den Smart­ Device-App Nutzern schon beim Einkauf wertvolle Tipps für eine gesunde Ernährung und leckere Rezeptvor­ schläge.“


Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Die guten Adressen der Branche www.kuecheundarchitektur.de

küchen …

Neue Alno GmbH Heiligenberger Straße 47 88630 Pfullendorf Tel. 07552 21-0 · Fax 07552 21-3789 mail@alno.de · www.alno.de

Brigitte Küchen · H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 www.brigitte-kuechen.de vertrieb@brigitte-kuechen.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49 5921 704-0 Fax +49 5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Express Küchen GmbH & Co. KG Am Mühlenbach 1 · 49328 Melle Tel. 05226 5942-0 · Fax 05226 5942-4119 info@express-kuechen.de www.express-kuechen.de

nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

küche + architektur | 67


VISITENKARTEN | Die guten Adressen der Branche

… küchen

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-8265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Bünde Ladestraße 52 · 32257 Ladestraße 52 52 ·· 32257 32257 Bünde Bünde Ladestraße Tel. +49 5223 6900-0 Tel. +49 +49 5223 5223 6900-0 6900-0 Tel. Fax +49 5223 6900-100 Fax +49 5223 6900-100 Fax +49 5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.de info@rotpunktkuechen.de info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. 09825 83-0 · Fax 09825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

Poggenpohl Poggenpohl Möbelwerke MöbelwerkeGmbH GmbH Poggenpohlstr. 11 •· 32051 Herford 381-0 ·• Fax Fax 05221 05221381-321 381-321 Tel. 05221 05221 381-0 info@poggenpohl.com·•www.poggenpohl.com www.poggenpohl.com info@poggenpohl.com

Sachsenküchen Hans-Joachim Ebert GmbH Dresdner Straße 78 · 01744 Dippoldiswalde Tel. 03504 6481-0 · Fax 03504 6481-35 info@sachsenkuechen.de · www.sachsenkuechen.de

BES zeyko Küchenmanufaktur GmbH Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49 5921 704-0 Fax +49 5921 704-140 naber@naber.com · www.naber.com

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 aluments@wesco.de www.wesco-aluments.de

Küchenzubehör

Tische / Stühle

68 | küche + architektur


Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Spülen / Armaturen

innovative Oberflächen

BLANCO GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 info@blanco.de www.blanco-germany.com/de

Systemceram GmbH & Co. KG Berggarten 1 · 56427 Siershahn Tel. 02623 600-10 · Fax 02623 600 790 info@systemceram.de · www.systemceram.de

Grama Blend GmbH Industriestraße 44–46 D-92237 Sulzbach-Rosenberg Tel. +49 9661 10430 · Fax +49 9661 9233 info@gramablend.com www.gramablend.de /gramablend

Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de/ks

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbuschstraße 16 · 45883 Gelsenkirchen Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch.de www.facebook.com/kuppersbuschcom

Geräte

Die neue Leichtigkeit des Steins.

Ausgabe 4/2018 · 6. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Previews IFA 2018 und Hausmessen 2018

Das Magazin für professionelles Einrichten

PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

Abfalltrennungssysteme küche + architektur | 69

küche + architektur

Leicht – Standard war gestern · Nie war Wohnen individueller Service heißt, das ganze Geschäft mit den Augen des Kunden zu sehen · Blanco Wandel durch Handeln · Freiheit durch Verbund als Versprechen


www.kesseboehmer.de

FLE-XI-BI-LI-TÄT: TANDEM side

küche + architektur 4/2018  
küche + architektur 4/2018