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Ausgabe 3/2017 · 5. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Interzum 2017 · Durch Individualisierung, Funktionalität und Komfort zur Einzigartigkeit Gemeinsam auf Linienflug · Beko und Grundig auf Erfolgskurs – Germany is calling Küchenfachhandel bleibt gut gestimmt · Die Zukunft liegt im gehobenen Preissegment


PULLBOY SOFT COMFORT

NEU

In 2 Varianten: Standard oder mit Deckel-Ablage-System

Der Abfallsammler zur Seitenwand-Montage ist ein echter Comfort-Abfallsammler. Die Montage erfolgt ganz einfach, mittels einer Comfort-PlusMetall-Einbauschablone.

MADE IN GERMANY Den Pullboy-Soft–Comfort gibt es in 2 Varianten für jeweils 3 verschiedene Schrankbreiten (45, 50, und 60er). Entweder - mit einfach aufgelegtem Deckel oder - mit Deckel-Ablage-System als Auszugvariante inkl. Antirutschmatte. Bei dem Deckel-Ablage-System wird der bereits vorhandene Deckel für die Auszugsvariante genutzt. So ersparen sie dem Monteur Montagezeit und wie bei ähnlichen Systemen, unnütze doppelte Deckel-/Ablagemontagen. Durch die Antirutschmatte ist der Deckel als Universal-Ablage bestens geeignet.

Dank einer 3D-Verstellung ist eine nachträgliche Justierung mit einem handelsüblichen 13er Maul-/Ringschlüssel problemlos möglich.

- Durch seine geringe Rahmentiefe von nur 330 mm (Schienen 435 mm) bietet er im Spülenunterschrank noch genug Platz für Siphon oder andere Untertischgeräte. - Vollauszugschienen „Quadro V6“ mit Selbsteinzug + Dämpfer – inkl. Auszugssicherung, 50 kg Traglast, LGA geprüft.

M. Westermann & Co. GmbH · Bahnhofstr. 205 · D-59759 Arnsberg · Tel. +49 (0) 2932 476-0 · www.wesco-kuechentechnik.de · www.wesco-aluments.de


Editorial

„Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des Anderen zu verstehen.“ (Henry Ford)

„W

as schön ist, muss nicht teuer sein!“ Bei vielen Dingen trifft diese Aussage auch zu. Allerdings hat auch die Erkenntnis „Qualität hat ihren Preis“ ihre Berechtigung. Zudem liegt die Preiswür­ digkeit eines Produkts oder einer Dienstleis­ tung grundsätzlich im Auge des Betrachters. Unserer aktuellen Handelsumfrage (s. S. 4/5) zu Folge sind die meisten Küchenprofis fest da­ von überzeugt, dass die Zukunft der Küchen­ fachgeschäfte im gehobenen Preissegment liegt. Des Weiteren glaubt die Mehrheit daran, dass sie das bisher erreichte Niveau halten, wenn nicht sogar noch weiter ausbauen können. Vorstellen kann man sich diese positive Prog­ nose durchaus. Denn die Qualität und Vielfalt der Produkte steigt weiter. So präsentierten zahlreiche Vorlieferanten der Küchenmöbelin­ dustrie während der Interzum ihre Produkt­ neuheiten, Innovationen, die noch mehr Funk­ tionalität, noch höheren Komfort und noch größere Individualisierungsmöglichkeiten in die Küchenausstattung bringen werden. Das Gleiche ist von der Elektrogeräteindustrie zu erwarten. Spätesten auf der IFA werden auch hier Neuerungen und Innovationen vorge­ stellt, deren Nutzen eine gewisse Preisstellung rechtfertigen. „What makes him tick“, lautet die Frage, mit der sich der Küchenfachhandel Tag für Tag aus­ einandersetzen muss: Welche Produktund Ausstattungsmöglichkeiten bewegen den Kunden dazu, die geplante Küche zu dem Preis zu kaufen? Denn kein Kunde kauft jemals nur das Pro­ dukt. Er kauft immer das, was das Erzeugnis für ihn leistet, was seinen eigentlichen Wert für ihn ausmacht. Dabei genießt er die Qualität seines Einkaufs Tag für Tag, während er suk­ zessive vergisst, was er dafür bezahlt hat. Und so steigt der Durchschnittswert der ver­ kauften Küchen weiter. Auch wenn er seine Steigerung überwiegend über Geräte und Zu­ behörausstattung generiert, obwohl der Fach­ handel nach eigenen Angaben am Holz das meiste verdient. Etwas zu verschenken hat übrigens kein Un­ ternehmen der involvierten Sparten, weder

der Fachhandel noch die Zulieferanten, die Küchenmöbel-, Elektrogeräte- oder Spülen­ hersteller. Technische Innovationen, die ein Produkt komfortabler, ergonomischer, siche­ rer oder einfach nur schöner machen, sind ebenso ihren Preis wert, wie deren herstel­ lungstechnische Integration in das Produkt Küchenmöbel selbst. Außderdem ist der Küchenfachhandel sehr wohl dazu in der Lage, den Mehrwert seiner Küchenausstattung zu argumentieren und zu­ dem seine Kompetenz gegenüber Kunden und Interessenten glaubwürdig zu vermitteln. Nicht umsonst ist der Anteil der Küchen, die Yvonne Davy über den klassischen Küchenspezialhandel Chefredakteurin vermarktet werden, dabei, die 40 Prozent-­ Hürde zu nehmen. Dieser Erfolg ist sicherlich zum einen auf die Kompetenz des Fachhandels zurückzuführen, andererseits jedoch auf die Innovationskraft unterschiedlicher Industriezweige sowie auf das Fertigungs-Know-how der Küchenmöbel­ produzenten, die so in der Lage sind, zeitge­ mäße Produkte mit exzellenter Qualität zu bezahlbaren Preisen zu vermarkten und das einhergehend mit einer wachsenden Produkt­ vielfalt. Das Ergebnis dieses Zusammenspiels unterschiedlicher Gewerke ist die Gewährleis­ tung einer Individualität, die jeder Konsument für sich ganz persönlich beansprucht, und die er, was unsere Branche anbelangt, in Form ei­ ner je nach Budget mehr oder minder maßge­ schneiderten Kücheneinrichtung erhält. Die Küche ist einer der komplexesten Einrich­ tungsbereiche im ganzen Haus. Sie hat sich im Laufe der Jahre emanzipiert und bei Konsu­ menten in aller Welt einen hohen und zentra­ len Stellenwert. Die Küche kann sich sehen lassen und geht immer öfter fließend in­ Ess- und Wohnbereich über, die sich ihrer hochwertigen beschlagtechnischen Ausstat­ tung sukzessive anpassen. Diese Entwicklung haben Architekten aber auch Einrichtungs­ planer, darunter auch Küchenspezialisten vor­ angetrieben und siesetzen auch künftig auf „grenzenlose“ Einrichtung (s. Seite 4/5), was ideale Wachstumschancen für die gesamte Branche bietet.

küche + architektur | 1


Collage: Küchenmeile / 123rf

Vom 16. bis 22. September 2017 öffnen die in der Marketing­ gemeinschaft A30 Küchenmeile e. V. organisierten 28 Hersteller (s. Heftrückseite) in diesem Jahr ihre Türen und laden alle ­Fachhandelspartner in ihre Hausausstellungen ein. Intensive Gespräche, inspirie­ rende Planungen und innovative Konzepte erwarten Sie! www.kuechenmeile.de

1 „Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des Anderen zu verstehen.“ (Henry Ford) Editorial

4 Küchenfachhandel bleibt gut ­gestimmt

Die Zukunft liegt im gehobenen ­Preissegment

6 Blanco – Marktanteile weiter ­ausgebaut

Innovationen und Kundennähe zahlen sich aus

10 Gemeinsam auf Linienflug

Beko und Grundig auf Erfolgskurs – ­Germany is calling

Möbel massiv made …

… and designed by A. Decker

20 Kochen mit Genuss Silverline

21 Spülen, die mehr können … … presented by Systemceram

22 Innovationen für ein gutes ­Wohnklima

Naber – Im Sinne des globalen Kundennutzens

24 Welcome to the wonder kitchen by Franke

Kochen und Genießen mit TVund Profikoch René Schudel

15 Stabiles Wachstum

26 Interzum 2017

16 Grau als Ménage à trois

30 Wood and Metal –

Salzburger küchenwohntrends und möbel austria

Häcker – Ob Spachtelbeton-Optik oder attraktives Uni

Durch Individualisierung, Funktionalität und Komfort zur Einzigartigkeit

Standard war gestern

Kesseböhmer steht für Individualität

16 Homogenität und Ästhetik …

34 „Your home – our mission“

17 Deutschlands beliebteste Marke

36 Die Kunst der Natur –

Oranier

goes Austria

Nolte Küchen

18 Aller guten Dinge sind vier

Franke – Küchentechnik mit System

19 Variantenreich in Farbe und Form Villeroy & Boch

2 | küche + architektur

20 Ursprüngliche Modernität –

Salices Motto zur Interzum

Koexistenz der Kontraste Alpi

37 Authentischer Stahl-Effekt in Lack Reichert Holztechnik

38 Im Trend: Homogenität –

Von Schichtstoff bis Compact

Westag & Getalit


Impressum Ab sofort steht die neue Küchenmeile-App in Deutsch und Englisch für Ihr iPhone, Android-Smartphone und Tablet kostenfrei im AppStore und auf www.kuechenmeile.de zum Download zur Verfügung! Mit dieser App kann der Fachhandel seinen Messebesuch bei den Küchenmöbel produzierenden Mitgliedsunternehmen der A30 Küchen­ meile e.V. sowie den Ausstellern der Parallel-Veranstaltungen Area30, Gut Böckel, House4Kitchens, MAZ und Kaiserpalais effektiv vorbereiten. Am besten laden Sie sich die App schon vor Ihrem Küchenmeile-Besuch auf Ihr Gerät und nutzen das mobile Nachschlagewerk anschließend für Ihre individuelle Orientierung, Aussteller- und Produktsuche (alphabe­ tisch oder per Volltextsuche), Navigation, Routen- und Terminplanung. Wissen ist Vorsprung: Zusätzlich bietet die App die Möglichkeit, den Newsletter der Küchenmeile zu abonnieren, der regelmäßig über die topaktuellen Planungs-, Design-, Farb- und Materialtrends sowie über die neueste Beschlagtechnik der deutschen Küchenmöbelindustrie informiert.

Inhalt 3/2017 40 To be connected Schüco verbindet Möbel und Raum

42 Perfekt in Design und Funktion – Montagekomfort inklusive Samet

44 Pfleiderer presents OneCollection „Inspirations close to you“

48 Sanfte Natur, opulente Eleganz, Mix & Match bei Resopal

49 Keramik trifft Lifestyle Lapitec® – grenzenlose Gestaltungs­vielfalt

50 Blum bringt Bewegung Zum globalen Kundennutzen

54 Egger – Be inspired Optisch und haptisch nah am Original

56 Metall: leicht und beständig in matt Niemann

58 Mit L&S Licht erleben 58 Hera generiert Lösungen 59 Elektra macht Licht 59 Gera Leuchten – Licht trägt 60 Fascin[action] bei Hettich Formfühler, Raumgewinner, Differenzierer, Komfortgenießer oder Leichtmacher

63 Aluminiumprofil als Allrounder Wesco aluments – erlebe die Möglichkeiten

64 Neu aufgestellt Vauth Sagel

64 Komfort mit System Hailo

65 Bewegung und Design Grass

65 Hoch lebe der Eckschrank Ninkaplast

66 Stein und Holz –

Die Natur steht Pate

Sonae Arauco

66 En vogue: Kunstlederfronten Homapal

67 Red Dot für Antifingerprint­ oberfläche

Formica

68 Glaslaminat und Nullfugenkante – Rehau setzt Trends

69 Neolith® Nero Marquina gewinnt 70 Spezialisten – Symbiose

aus Berufung und Leidenschaft

Der Kreis Jahreshauptversammlung 2017

74 Spezialisten leisten etwas ­Besonderes

Ausgezeichnet

76 Die Segel richtig gesetzt

Küchenring 2016 – wieder ein Rekordjahr

79 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de Geschäftsführer: Tilmann Münch Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4 69181 Leimen Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 5, gültig seit 1. 1. 2017 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: Seite 02: olegdudko/123rf küche + architektur | 3 Seite 79: auremar/fotolia


Daten + Fakten | Stimmungsbarometer

Küchenfachhandel bleibt gut gestimmt Die Zukunft liegt im gehobenen Preissegment

Gut zufrieden mit der derzeitigen Lage des eigenen Unternehmens sind rund 92 Prozent der an unserer aktuellen Umfrage ­partizipierenden Küchenprofis. Das sind 7 Prozent mehr als vor vier Monaten. Und auch die Umsatz­erwartungen für die kommenden vier Monate liegen nach wie vor im positiven Bereich. Etwa 46 Prozent der Befragten gehen davon aus, noch höhere Umsätze tätigen zu können. Nur 17 Prozent gehen von sinkenden Umsätzen aus. Das ist das Ergeb­ nis der quartalsmäßigen Handels­

I

n den vergangenen vier Monaten verzeichneten noch immer rund 46 Prozent (Vj. 58 Pro­ zent) der antwortenden Küchenspezialisten eine im Vergleich zu den Vorjahresmonaten höhere Umsatzentwicklung. Weitere 29 Prozent (Vj. 31 Prozent) standen einer stabilen Ent­ wicklung des Umsatzes gegenüber. Eine positive Entwicklung, die sich wohl auch im folgenden Quartal fortsetzt. Denn auch für diesen Zeitraum gehen 46 Prozent der Befragten von steigenden Umsätzen aus. 38 Prozent prognostizieren ein gleichbleibend hohes Niveau. Zudem rechnen 50 Prozent der Küchenprofis mit einer gleichbleibenden Ausgabefreudigkeit der Konsumenten. Und 29 Prozent gehen sogar von einer noch höheren Investitionsbereit­ schaft der Verbraucher aus, für 38 Prozent geht diese Einschätzung mit einer höheren Fre­ quenz einher. Das Küchenfachgeschäft der Zukunft... ...wie sieht es aus? Die Antworten auf unsere Umfrage sind klar umrissen: Für 83 Prozent der Antwortenden steht fest: Die Zukunft eines Küchenfachgeschäfts liegt im gehobenen Preis­ segment. Dabei wollen sich 92 Prozent noch stärker auf weniger Lieferanten konzentrieren. Zudem sind 63 Prozent von der erfolgreichen Zukunft inhabergeführter Einzelgeschäfte über­ zeugt. An zunehmende Filialisierung glauben nur 33 Prozent. Zudem geben 88 Prozent an, ihre planerischen und produkttechnischen Leistungen weiter auszubauen und künftig noch verstärkter in den Wohnbereich hinein vermarkten zu wollen. Zum Dienstleistungsangebot der erfolgreichen Küchenprofis sollte, so bekräftigen 67 Prozent, die Koordination aller Gewerke gehören. Auf die Beauftragung der Putzkolonne nach getaner Arbeit wollen die meisten Küchenprofis eher verzichten. Sie investieren lieber, dazu bekennen sich 88 Prozent der Antwortenden, in eine kompetente Geräteeinführung.

befragung der Fachzeitschrift küche+architektur, an der sich 13,5 Prozent der 1984 angeschrie­ benen Küchenprofis beteiligten.

Wie gestaltet sich Ihrer Meinung nach das Küchenfachgeschäft der Zukunft? Es wird sich überwiegend im mittleren bis oberen Preissegment ansiedeln. Die Fachgeschäfte werden sich noch intensiver auf noch weniger ausgesuchte Lieferanten konzentrieren. Es wird mehr Filialisten geben. Die Küchenfachgeschäfte werden künftig noch verstärkter in den Wohnbereich hin vermarkten (offene, fließend ineinander übergehende Räume) Die Fachgeschäfte werden ihr Serviceangebot deutlich ausweiten:

a) Koordination aller Gewerke (schlüsselfertig)

b) Putzkolonne nach Einbau der neuen Küche

c) Geräteeinführung

4 | küche + architektur


Wir führen ein … Stimmungsbarometer | Daten + Fakten Fachmarkt 0,00 % keine Angabe 4,17 % Volllsortimenter 8,33 %

Küchenfachgeschäft 87,50 %

Wir sind inhabergeführt … ja 100,00 % nein 0,00 %

Umfrage k+a 3/2017 Umfrage k+a 1/2017 Umfrage k+a 5/2016

Wie beurteilen Sie die momentane Lage in der Branche? 29,2 24,1 8,7 45,8 58,7 87,0 25,0 17,2 4,4 0,0 0,0 3,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

sehr gut gut mittelmäßig schlecht sehr schlecht keine Angabe 0%

20 %

40 %

60 %

80 %

Wie beurteilen Sie die momentane Lage Ihres Unternehmens? % % % % % % % % % % % % % % % % % %

sehr gut gut mittelmäßig schlecht sehr schlecht keine Angabe

100 %

37,5 27,6 34,8 54,2 58,6 65,2 8,3 13,8 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

Unsere Ausstellungsfläche umfasst … bis 100 qm 8,33 % % % % % % % % % % % % % % % % % % %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

k. A. 0,00 %

bis 150 qm 12,50 % bis 200 qm 4,17 %

über 300 qm 58,33 %

bis 250 qm 12,50 % bis 300 qm 4,17 %

Unser Unternehmen existiert seit … 5 bis 10 Jahre 8,33 %

weniger als 5 Jahre 4,17 %

11 bis 15 Jahre 0,00 %

Wie war die Umsatzentwicklung im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten? 8,3 % 17,2 % 17,4 % 37,5 % 41,4 % 43,5 %

viel höher höher

29,2 % 31,0 % 34,8 % 16,7 % 10,4 % 4,4 %

gleich niedriger

4,2 % 0,0 % 0,0 % 4,2 % 0,0 % 0,0 %

viel niedriger keine Angabe 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

16 bis 20 Jahre 4,17 %

Wie schätzen Sie Ihre Umsatzentwicklung in den nächsten 4 Monaten ein? viel höher höher gleich niedriger

Unser Angebot bei Küchenmöbeln ist …

37,5 % 41,4 % 68,2 % 16,7 % 6,9 % 4,6 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %

keine Angabe

50 %

k. A. 0,00 %

4,2 % 6,9 % 4,6 % 41,7 % 44,8 % 22,7 %

viel niedriger

länger als 20 Jahre 83,33 %

k. A. 4,17 %

nicht markenorientiert 33,33 %

markenorientiert 62,50 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

Unser Angebot bei Geräten ist … Wie schätzen Sie die Ausgabefreudigkeit in den nächsten 4 Monaten ein? viel höher höher gleich niedriger viel niedriger keine Angabe

0,0 % 0,0 % 4,4 % 29,2 % 41,4 % 26,1 % 50,0 % 44,8 % 65,2 % 20,8 % 13,8 % 4,4 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

nicht markenorientiert 8,33 %

Wie wird sich die Kundenzahl in den nächsten 4 Monaten entwickeln? viel höher höher gleich niedriger viel niedriger keine Angabe

0,0 3,4 0,0 37,5 41,4 21,7 41,7 44,9 78,3 16,7 6,9 0,0 4,2 0,0 0,0 0,0 3,4 0,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

% % % % % % % % % % % % % % % % % %

k. A. 0,00 %

markenorientiert 91,67 %

Sie finden uns unter … PLZ-Gebiet 0 4,17 % PLZ-Gebiet 1 8,33 %

PLZ-Gebiet 9 8,33 % PLZ-Gebiet 8 4,17 %

PLZ-Gebiet 2 12,50 %

PLZ-Gebiet 7 16,67 %

PLZ-Gebiet 3 8,33 % PLZ-Gebiet 4 4,17 %

PLZ-Gebiet 6

29,17 % küche + architektur | 5 PLZ-Gebiet 5 4,17 %


unternehmen + köpfe | Blanco

Etagon: Das Spülbecken mit der eleganten, geradlinigen Formgebung akzentuieren das neue Ablaufsystem InFino und der verdeckte Überlauf Coverflow. Auf das neue Stufenbecken-Konzept sind das Glas- oder Esche-Com­ pound-Schneidbrett und die serienmäßig mitgelieferten Etagon-Schienen präzise abgestimmt, sie lassen sich aber auch außerhalb des Beckens einsetzen.

Blanco – Marktanteile weiter ausgebaut Innovationen und Kundennähe zahlen sich aus

Es sind Faktoren wie Marktnähe, Innovationskraft, Kontinuität, eine Lieferzuverlässigkeit von 98 Prozent sowie ein zeitgemäßes attraktives Sortiment, das über 2000 Artikel umfasst, die den Erfolg des Spülen- und Armaturenspezialisten Blanco ausmachen. Seine Spülen stellt das multinational agierende Unternehmen in allen drei Materialien Edelstahl, Silgranit und Keramik übrigens selbst her. Seine Marktführerschaft im Bereich der Granitspülen als auch im Armaturensegment konnte der Hersteller erneut weiter ausbauen.

A

uch im Geschäftsjahr 2016 gelang es dem Unternehmen mit Sitz im Oberderdingen seinen Umsatz wie geplant um 3 Prozent auf 361 Millionen Euro zu erhöhen. Währungsbereinigt entspräche das einem Wachstum von 4,8 Prozent. Wesentlich zum Erfolg beigetragen haben die mittlerweile 1420 kompetenten und engagierten Mitarbeiter des Unternehmens, von denen alleine 1050 in Deutschland tätig sind. Auch wenn das Wachstum u.a. durch ungünstige Währungsentwicklungen deutlich geringer ausfiel als in 2015 (plus 12 Prozent), zeigte sich Achim Schreiber, Vorsitzender der Geschäftsführung, mit dem Geschäftsverlauf zu­ frieden. Und das kann er auch sein, denn innerhalb der letzten acht Jahre (222 Mio. Euro in 2008) wuchs Blanco um 62 Prozent, was die hohe Kontinutität der Unternehmensentwicklung bestätigt. Ein wesentlicher Wachstumsträger war der deutsche Markt, in dem Blanco in den drei Geschäftsfeldern Spülen, Arma­ turen, wo Blanco in Deutschland einen Marktanteil (Heinze Sanitär Panel und eigene MaFo) von 34 Prozent hält, und Abfallsysteme zulegte. Die Erlöse wurden um 3,6 % auf 128 Millionen Euro gesteigert. Hier sind noch die Auswirkun­ gen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) mit minus 0,7 % zu berücksichtigen. Auch was die internationalen Märkte anbelangt, konnte sich der Global Player gut behaupten und erzielte einen Um­ satz von insgesamt 233 Millionen Euro, was einer Steigerung von 2,7 % entspricht (5,4 % währungsbereinigt). Der 2016

6 | küche + architektur


Blanco | unternehmen + köpfe

Rüdiger Böhle, kaufmännischer Geschäftsführer, Achim Schreiber, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Wolfgang Schneider, Geschäftsführer Technik, freuen sich gemeinsam über das gute Jahr 2016 für Blanco.

im Ausland erwirtschaftete Anteil am Gesamtumsatz beträgt rund 65 %. In Asien generierte Blanco ein zweistelliges Wachstum. Der über Jahre hinweg stagnierende kanadische Markt habe sich zwischenzeitlich wieder etwas erholt, sei aber ebenso wie der US-amerikanische nicht dynamisch zu nennen. In Mitteleuropa verzeichne man ein solides Wachstum. In Südeuropa entwickelten sich die Länder Spanien und Portugal wieder positiv. Eine ebenfalls positive Entwicklung verzeichneten die skandinavischen Märkte Dänemark und Schweden. Das Gleiche gelte für Osteuropa. Der russische Markt erweise sich jedoch nach wie vor als schwierig. Die internationalen Märkte entwickelten sich sehr unterschiedlich. Gleichzeitig nehme der globale Verdrängungswettbewerb insgesamt zu. Doch mit seinem leistungs­ starken Service und einem Produktportfolio, das sich durch hohe Qualität, ästhetisches Design und durchdachte Funk­ tionalität auszeichnet – in jedem Preissegment, ausgelegt auf Kundenanforderungen weltweit – ist das Unternehmen für die globalen Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt. Silgranit gefragter denn je Die hohe Lieferfähigkeit des Unternehmens kommt nicht von ungefähr. Optimiert wurde sie u. a. auch durch die nun abgeschlossene Erweiterung des europäischen Logistikzentrums in Bruchsal. In 2016 bewegten sich die Investitionen mit 16,2 Millionen Euro wieder auf dem Niveau der vorangegangenen Jahre. Ein Teil floss in den Ausbau nachhaltiger Gebäude- und Energietechnik an den Standorten. Darüber hinaus wurde neben der Neuorganisa­tion der Fertigungs­ prozesse im Werk Sulzfeld vor allem in den Ausbau der Silgranit-Spülen-Werke in Sinsheim und im kanadischen Toronto investiert. Diese Investitionen sind die Antwort auf die steigende Nachfragen nach den aus Silgranit PuraDur gefertigten Spülen von Blanco. Laut ei­ ner Marktanalyse des Unternehmens hat sich die Nachfrage nach Granitspülen in Deutschland um plus 2 auf 38 Prozent zu Lasten der Edelstahlspülen (50 Prozent, Vj. 52 Prozent) erhöht. Der Anteil der Keramikspülen liegt demnach stabil bei 12 Prozent. Eingeführt vor 36 Jahren, gelang es Blanco im Bereich Verbundwerkstoff­ spülen eine Spitzenposition zu erreichen, die das Unternehmen kontinu­ ierlich ausbaut. Da die Kapazitätspotenziale in Sinsheim jedoch nahezu ausgeschöpft sind und die notwendige Erweiterung der Produktion dort nicht möglich ist, wird Blanco in Tschechien einen weiteren Produkti­ onsstandort für ca. 25 Millionen Euro errichten. „Somit werden wir die Kundenwünsche gerade in den internationalen Märkten künftig noch besser erfüllen können“, erläuterte Wolfgang Schneider, Geschäftsführer

Panera-S – Aus massivem Edelstahl gefertigt, stellt die exklusive DesignArmatur eine perfekte Synthese kantiger und gerundeter Elemente dar. Die ausziehbare Schlauchbrause kann komfortabel von Klarstrahl auf Brausestrahl umgestellt werden.

küche + architektur | 7


Lars Kreutz, Geschäftsleitung Vertrieb Deutschland. Nur ein Modell aus dem erfolgreichen Material Silgranit® PuraDur® ist die Blanco Axia III 6 S hier mit farblich passender Armatur Linee S. Das neue Ablaufsystem Blanco InFino (Detailbild), punktet durch seine intuitive Bedienung, seine faszinierende Technik und sein ästhetisches Design.

Technik. „Der vor mehr als 25 Jahren in Sinsheim gegründete und seither kontinuierlich gewachsene Standort wird selbstverständlich Leitfabrik für die Silgranit-Produktion bleiben und auch weiter ausgebaut.“ Das Sinsheimer Kompe­ tenzzentrum ist darüber hinaus Sitz der Forschung und Entwicklung, wo zahlreiche Mitarbeiter auch in Zukunft den Grundstock für innovative Lösungen rund um die Spüle legen werden. Einzigartig Aus der Blanco Ideenschmiede stammt auch Etagon, eine Spüle, die dem Trend zu großen Einzelbecken ohne Tropf­ fläche nicht nur gerecht wird, sondern sich durch ihre besondere Struktur und durchdachtes Zubehör als funktionale und praktische Vorbereitungs- und Abspülzone erweist. Die Etagenspüle Etagon ist sowohl in Edelstahl Seidenglanz als auch in Silgranit PuraDur erhältlich und umfasst vier Modelle für den 60 cm breiten Unterschrank. Kleine Bodenradien tragen dazu bei, dass das Becken-Volumen maximal genutzt werden kann. Dank seiner großzügigen Dimensionen lässt sich z. B. auch ein Backblech auf der mit Etagon-Schienen bestückten Zwischenebene abstellen und in bequemer Arbeitshöhe einweichen. Die besondere Raffinesse der Etagenbecken sind zwei hochwertige, speziell für Etagon entwi­ ckelte Edelstahl-Schienen. Sie passen perfekt auf die im Becken integrierten Stufen und schaffen bei Bedarf eine weitere Arbeitsebene. Kombiniert mit optionalem Zubehör oder vorhandenem Tischgeschirr bietet Etagon somit drei Aktions­ ebenen in einem Becken. Für dieses innovative Produkt erhielt Blanco die Top-Auszeichnung: „Best of the Best“. Für Furore sorgt natürlich auch das neue Ablaufsystem Blanco InFino, das durch seine intuitiv Bedienung, seine faszi­ nierend Technik und sein ästhetisches Design punktet: Geöffnet und geschlossen wird mit einer einfachen Drehbewe­ gung nach links beziehungsweise rechts. Dabei verändert sich die Höhe des Siebkörbchens nicht, sondern bleibt – dank des neuen Funktionsprinzips – stets bündig mit dem Beckenboden und exakt zentriert. Mit seinem modernen, flächig angelegten Design trägt InFino zu einer ausgewogenen Optik der gesamten Spüle bei. Nicht zu vergessen die Armatur Panera-S. Aus massivem Edelstahl gefertigt, stellt die exklusive Design-Armatur eine perfekte Synthese kantiger und gerundeter Elemente dar. Die ausgewogene Kombination von Nullradius-Kanten und zylindrischem Korpus prägen ihr elegantes Design. Gleichzeitig visualisiert sich in Panera-S die exzellente Verarbei­ tung des hochwertigen Werkstoffs Edelstahl. Panera-S hat eine ausziehbare Schlauchbrause, die den Aktionsradius an der Spüle erweitert und sich zudem vielseitig nutzen lässt. Außerdem wurde die Schlauchbrause mit einer praktischen Zusatzfunktion ausgestattet: Sie kann komfortabel von Klarstrahl auf Brausestrahl umgestellt werden. Gute Aussichten Blanco ist auch sehr gut in das aktuelle Geschäftsjahr gestartet: Auf der internationalen Küchenmesse LivingKitchen im Januar präsentierte sich das Unternehmen einmal mehr als innovativer Spezialist für hochwertige Spülen, Arma­ turen, Abfallsysteme sowie exquisite Maßanfertigungen in Edelstahl. „Die überwältigende Resonanz unserer Handels­ kunden und die Begeisterung der Konsumenten während der Publikumstage bestätigen uns, dass wir mit unseren Produktkonzepten wieder richtungsweisende Impulse gegeben haben“, führte Achim Schreiber aus. Zudem scheine in Deutschland die Konsumbereitschaft weiter anzuhalten – eine neue und komfortabel ausgestattete Küche stehe bei vielen Menschen auf dem Wunschzettel, zumal die Zinspolitik nach wie vor langfristige Anschaffungen für ein hoch­ www.blanco-germany.com/de wertiges Zuhause beflügele.

8 | küche + architektur


Bewegungstechnologien von Blum: 4 für mehr

Mit den 4 Bewegungstechnologien von Blum ist für Sie noch mehr drin: Mehr Lösungen, die das Öffnen und Schließen von Möbeln noch komfortabler machen. Mehr Gestaltungsspielraum, um anspruchsvolle Designs mit begeisternder Funktionalität zu realisieren. Und mehr Möglichkeiten, Möbel so individuell zu gestalten, dass sie jeden Tag aufs Neue begeistern. Einzeln eingesetzt überzeugt jede der 4 Bewegungstechnologien von Blum durch ihre besonderen Stärken. Wer die Bewegungstechnologien z. B. in der Küche geschickt miteinander kombiniert, hat noch mehr Vorteile. Da sie frei kombinierbar sind, erhalten Sie stets die richtige Lösung – optimal abgestimmt auf die jeweilige Anwendung in den verschiedenen Wohnbereichen und auf den Ausstattungswunsch Ihres Kunden.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den 4 Bewegungstechnologien von Blum

Was Sie mit den 4 Bewegungstechnologien alles machen können …

▬ Klappen, Türen und Auszüge in

vielfältigen Designs umsetzen und sicherstellen, dass das Öffnen und Schließen optimal funktioniert. Denn Experten wissen: Überzeugt die Funktion, überzeugt auch das Möbel. ▬ Möbel so komfortabel ausstatten, dass die Bedienung jeden Tag aufs Neue begeistert. Denn hochwertige Möbel sollen nicht nur gut aussehen, sondern sich auch so anfühlen. ▬ Das Sortiment differenzieren und damit noch individueller auf Kundenwünsche eingehen. Für mehr Spielraum – egal, ob Küchenlinie, individuelles Möbeldesign oder Einzelstück. ▬ Mehr außergewöhnliches Design und begeisternde Funktionalität in den Möbelbau bringen. Denn hohe Bewegungsqualität macht Design erst möglich.

Nutzen Sie diese 4 Technologien: BLUMOTION

für sanftes und leises Schließen von Klappen, Türen und Auszügen

SERVO-DRIVE

Die elektrische Bewegungsunterstützung für Auszüge und Klappen bietet höchsten Bedienkomfort. Sie ist auch als Einzellösung, z.B. für Müllauszüge oder Kühlgeräte, erhältlich.

TIP-ON BLUMOTION

Die innovative Technologie kombiniert leichtes Öffnen durch Antippen und sanftes Schließen komplett mechanisch.

TIP-ON

für mechanisches Öffnen durch Antippen von Klappen, Türen und Auszügen


unternehmen + köpfe

Gemeinsam auf Linienflug Beko und Grundig auf Erfolgskurs – Germany is calling „Pilotieren ist die Kunst, eine Linie zu fliegen und keine Strecke!“ Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

D

em „Last Call for Boarding“ zur gemeinsamen Eröffnungsfeier der neuen Beko und Grundig Brand Gallery in Neu-Isenburg waren annähernd 200 Gäste – darunter Offenbachs Landrat Oliver Quilling sowie Fraport-Pressesprecher Alexander Zell, ger­ ne gefolgt. Wir besuchten den repräsentativen Showroom und die angrenzenden Verwaltungsgebäude am Tag nach der offiziellen Er­ öffnung, wo wir uns mit Sühel Semerci, Geschäftsführer Beko und Grundig Intermedia, Christian Struck, Director Marketing Commu­ nication, und Nina Sender, Teamleitung Product Management der Marken, zu einem Rundgang mit anschließendem Interview trafen. Beko, die internationale Hausgerätemarke der Arçelik-Gruppe*, ge­ hört zu den führenden Weiße Ware-Marken in Europa. Auch in Deutschland ist es dem Hersteller gelungen, durch seine innovativen Produkte zu punkten. Welche Strategie verfolgt Beko und welchen Part übernimmt die Mar­ ke Grundig im Weiße Ware Segment der Gruppe, zu der neben Beko und Grundig auch die Marken Blomberg und Elektrabregenz gehören. Sühel Semerci blieb keine Antwort schuldig: „Mit der Beko und Grun­ dig Brand Gallery setzen wir ein Signal für die Zukunft der beiden Unternehmen in Deutschland und Europa.“

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Grundig und Beko, zwei starke Marken in Neu-Isenburg vereint. Herr Semerci, Sie sind gleichermaßen Geschäftsführer von Beko Deutschland und Grundig Intermedia. Warum haben Sie sich gerade für Neu-Isenburg entschieden? Nicht nur, dass Grundig seine Wurzeln in Nürnberg hat. Immerhin wurde in Nürnberg sogar ein Stadion nach Grundig benannt? Sühel Semerci: Wir haben uns schon seit vielen Jahren in der RheinMain-Region wohlgefühlt. Erste Erfahrungen machte die Koç-Gruppe hier mit einem Vertriebsbüro in Frankfurt, über das Komponenten für die Automobilindustrie abgerechnet wurden. Wenige Jahre später entschloss sich die Unternehmensleitung, weitere Produkte, die die Gruppe in der Türkei fertigte, zu exportieren. Als eine unserer größ­ ten Produktgruppen boten sich die Haushaltsgroßgeräte auch für das Auslandgeschäft an. Auf diese Weise konnten wir z.B. den englischen Markt von unseren Produkten überzeugen. Dort sind wir heute mit Beko sogar Marktführer. Ende der 90er, als wir begannen unser Aus­ landsgeschäft richtig zu forcieren, lag unser Exportanteil bei 30 Pro­ zent. Wir erkannten schon früh, dass man in den einzelnen Märkten nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Produkte auf deren Bedürf­ nisse abgestimmt sind. Dieses Thema haben wir in den letzten 15 Jah­


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Pop- und Soul-Sängerin Cassandra Steen bei der Eröffnung der Beko und Grundig Brand Gallery in Neu-Isenburg

ren aktiv vorangetrieben und konnten uns in Deutschland, d. h. einem der stärksten Märkte im Hausgerätegeschäft weltweit, von 1998 bis heute einen Platz unter den Top Fünf der Hausgerätemarken erarbei­ ten. Auch innerhalb Europas haben wir uns gut behauptet und ran­ gieren mit der Marke Beko, was die freistehenden Geräte anbelangt, sogar auf Platz 1 und über alle Geräte-Gruppen hinweg auf Platz 2., in Osteuropa sogar auf Rang 1. Was macht den internationalen Erfolg von Beko aus? Sühel Semerci: Ich glaube, der internationale Erfolg der Marke Beko basiert auf der kontinuierlichen Ermittlung der Endverbraucher-Be­ lange in den jeweiligen Märkten und auf der marktgerechten Umset­ zung von deren Ergebnissen. Unser Engagement für die Interessen der individuellen Märkte geht bis zur Errichtung eigener Produk­ tionsstätten in den entsprechenden Ländern. Das jüngste Beispiel ist unser Werk in Thailand, das kürzlich in Produktion ging, um den Asia-Pacific-Raum kompetent bedienen zu können. Natürlich sind wir sehr erfolgreich in der Türkei tätig, behaupteten uns erfolgreich mit den landesspezifischen Marken Arctic in Rumänien und Defy in Südafrika, die wir im Rahmen unserer Expansionsstrategie aufgekauft haben. Auch hier bieten wir Beko-Geräte an. Allerdings ist es unser erstes Prinzip, den Menschen die Produkte anzubieten, die sie kennen und wollen, aufzwingen wollen wir nichts! Seit wann gehört Grundig zum Portfolio Ihrer Muttergesellschaft? Sühel Semerci: Nachdem die Grundig AG Anfang 2003 Insolvenz an­ melden musste, übernahm Beko in 2004 erst 50 Prozent der Anteile der Marke und der Vertriebsgesellschaft. Die verbleibenden 50 Pro­ zent wurden zuerst von der britischen Investoren-Gruppe Alba ge­ halten, bevor Arcelik deren Anteil in 2008 erwarb und Grundig somit

zu einer 100%igen Tochter machte. Wir haben seither weiter in die Marke und deren Produkte investiert. Besonders engagiert haben wir uns auch für das Segment TV, für das wir nach wie vor eine eigene Fertigung unterhalten, in die wir auch sukzessive weiter investieren. Unsere TV-Produktion in Istanbul gehört zu einem der größeren Werke dieser Art in der Welt. Mit der Übernahme der Grundig Intermedia trat für die Koç-Gruppe erstmals der Fall auf, dass man zwei Unternehmen in einem Land unterhielt. Zu Beginn war diese Lösung durchaus berechtigt. Doch mittlerweile haben sich Produktgruppen als auch Handelsstruktu­ ren mehr und mehr angenähert. Und natürlich haben auch wir uns die Frage gestellt, wie wir uns in dem international starken Wettbe­ werbsumfeld noch stärker und dynamischer darstellen können. Eine unserer Stärken innerhalb Deutschlands liegt in der Bündelung der Kompetenzen beider Unternehmen. Sicherlich hat unsere Entscheidung für Neu-Isenburg auch etwas mit der sehr guten Infrastruktur, also Flughafen, Bahn-Anbindung usw. zu tun. Vor allem aber wollen wir die Marke Grundig noch stärker mit in den Hausgerätebereich integrieren. Und die Kernkompetenzen für diesen Produktbereich liegen, bedingt durch Beko, ganz klar in Neu-Isenburg. Wie viele der 72 Grundig-Mitarbeiter folgen Ihnen nach NeuIsenburg? Sühel Semerci: Sie können sich vorstellen, dass wir uns die Entschei­ dung weder hinsichtlich der Historie von Grundig, die sicherlich in Nürnberg verankert ist, leicht gemacht haben, noch im Bezug auf die Mitarbeiter. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut, dass uns rund 70 Prozent der Grundig-Mitarbeiter inklusive des Außendiens­ tes nach Neu-Isenburg begleitet haben.

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Die Premium-Marke Grundig (l.) ist entwickelt für eine anspruchsvollere Klientel und wird prinzipiell mit Features und innova­ tiven Technologien ausgestattet. Beko (r.) zeigt sich jung, frisch und dynamisch und spricht in erster Linie junge Menschen und Ersteinrichter an.

Mit Beko sind Sie überaus erfolgreich. Welche strategische Überlegung steckte hinter der Ausweitung des traditionellen Grundig-Markenportfolios durch Weiße Ware? Inwieweit konnten Sie sich sicher sein, dass die deutschen Konsumenten der Marke Grundig auch die Kompetenz in der Hausgerätetechnologie abnehmen würden? Sühel Semerci: Wir haben uns natürlich nicht blind in dieses Vorhaben gestürzt. Umfragen, die wir durch eine neutrale Institution schwer­ punktmäßig in Deutschland durchführen ließen, bestärkten uns in der Idee, den traditionellen Produktbereich der Braunen Ware um die neue Sparte Hausgeräte zu ergänzen. So nannten über 20 Prozent der Befragten die Marke Grundig als möglichen WaschmaschinenHersteller, ohne dass Grundig je zuvor in diesem Segment tätig war. Ähnliche Ergebnisse erhielten wir bei der Abfrage renommierter Backöfen-Produzenten. Resultate, die für die Stärke der Marke Grun­ dig sprechen. Doch damit gaben wir uns immer noch nicht zufrieden, sondern testeten das Markenimage durch die Kooperation mit einem bekannten Versandhaus. Der Verbraucher trifft seine Produktwahl im Versandhandel grundsätzlich unbeeinflusst. Wir stellten eine Produktpalette aus unserem bestehenden Blomberg Sortiment zusammen, labelten sie mit Grundig und vermarkteten sie über diesen Vertriebsweg. Resultat: Allein durch den Namen Grundig konnten wir viermal mehr Geräte vermarkten als dies unter der Marke Blomberg der Fall war. Nach diesen Erkenntnissen war die Entschei­ dung gefallen. Wir investierten rund 100 Millionen Euro in die Entwick­ lung einer in Design und Technik eigenständigen Produktlinie, die dem internationalen Markenanspruch von Grundig gerecht wird und innerhalb der Arçelik-Gruppe im Premium-Segment positioniert ist. Herr Semerci, wer Ihre Markenpräsentationen auf der IFA oder auch anlässlich der Küchenmeile auf Gut Böckel verfolgt hat, nimmt den hohen technologischen und optischen Anspruch wahr, den Sie an die Produkte von Grundig und Beko stellen. Wie gelingt es Ihnen, die beiden Marken glaubwürdig von einander zu unterscheiden? Sühel Semerci: Wie gesagt ist unser Ziel die erkennbare Eigenstän­ digkeit beider Marken. Beko zeigt sich jung, frisch und dynamisch

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und spricht in erster Linie junge Menschen und Ersteinrichter an. Wir glauben nicht daran, dass man mit einer Marke glaubwürdig zwei Preissegmente bedienen kann, ohne dass diese sich gegenseitig kanni­ balisieren. Deshalb haben wir Beko um die Premium-Marke Grundig ergänzt. Diese, entwickelt für eine anspruchsvollere Klientel, wird prinzipiell mit Features und innovativen Technologien ausgestattet sein, die Beko als junge, im mittleren Preissegment situierte Marke zuerst einmal nicht hat. Zuerst einmal deshalb, weil wir die Geräte­ ausstattung natürlich auch am jeweiligen Marktumfeld bzw. an der Wettbewerbssituation orientieren müssen. Wenn sich gewisse Tech­ nologien bereits im mittleren Preissegment durchsetzen, können wir uns dem nicht verschließen. Gleichzeitig verpflichtet uns diese Situa­ tion dazu, kontinuierlich weiterzuentwickeln, um Grundig in Design und Technologie immer einen Vorsprung zu den Produkten von Beko usw. zu gewährleisten. Christian Struck: Bei der Entwicklung des Grundig-Hausgeräte-­ Designs legten wir Wert auf ein zeitloses, klassisches Design. Bei der Umsetzung haben wir im übrigen deutsche Designer zu Rate gezo­ gen, die auf die Markenkernwerte von Grundig Qualität, Tradition, Langlebigkeit, dem Zeitgeist entsprechend und natürlich Materialität gebrieft wurden. Für unser Grundig-Piano Design, bei dem alle Bedie­ nungselemente parallel angeordnet sind, stand übrigens die Tastatur eines Konzertflügels Pate. Und, um noch einmal auf die von Herrn Semerci genannten Top-Fea­ tures zurückzukommen: Da wäre zum Beispiel FullFresh+ bei unseren Grundig-Kühlgeräten: Die Technologie verhindert ein schnelles Aus­ trocknen von Lebensmitteln und hält Obst und Gemüse länger frisch. Oder unsere DirectAccess Induktionskochfelder, deren Technologie die einfache und schnelle Bedienung jedes einzelnen Kochfeldes hin­ sichtlich des Betriebs, Temperatur- und Zeiteinstellungen, Booster usw. ermöglicht. Nicht zu vergessen unser Grundig HobToHood: eine Technologie, die die Kommunikation zwischen Einbaukochfeld und Dunstabzugshaube ermöglicht. Und schließlich Grundig Virtual User Experience – VUX, die durch den Einsatz einer beispielswiese in der Haube integrierten Projektionstechnik ermöglicht, beim Kochfeld komplett auf Dreh- oder Druckknöpfe zu verzichten. Die Bedienfelder werden von oben auf die Kochfläche oder Arbeitsplatte projiziert und


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lassen sich ganz nach individuellen Nutzungsszenarien ein- und aus­ schalten oder dahin verschieben, wo man sie am besten nutzen kann. Das System zeigt zudem an, an welchen Stellen ein Topf positioniert werden soll – oder ob er genau über der Wärmequelle steht. Damit trägt VUX also auch zur effizienten Nutzung der Energie bei, die zum Kochen gebraucht wird. Und gerade beim Thema Energie­effizienz wollen wir mit Grundig ganz weit vorne sein. Prinzipiell gilt: Wir werden die Grundig Product Range kontinuierlich weiterent­wickeln und ausbauen. So werden wir z.B. im Herbst dieses Jahres den neuen Grundig Dampfgarer lancieren. Das klingt sehr hochwertig, ist Beko deutlich günstiger als Grundig positioniert? Sühel Semerci: Ja, und nein! Beko ist kein Billig-Anbieter. Wir sind auch nicht in der Lage, unsere Produkte im Preiseinstieg zu vermark­ ten. Auch Beko muss kontinuierlich mit zweckmäßigen innovativen Features aufgewertet werden. Wer wie wir, aktiv Forschungs- und Ent­ wicklungsarbeit betreibt, in Marktforschung investiert und die Ergeb­ nisse dann gewissenhaft technisch umsetzt, der kann seine Produkte nicht verschleudern. Auf der IFA gaben Sie an, mit Beko insbesondere im Küchenfachhandel hohe, zweistellige Wachstumsraten erzielt zu haben. Worin liegt diese positive Entwicklung begründet? Sühel Semerci: Einerseits ist es sicherlich die Zusammenarbeit mit ­einigen renommierten Unternehmen der Küchenmöbelindustrie. An­ dererseits haben wir uns jedoch auch in den letzten Jahren verstärkt um den Küchenspezialhandel bemüht und arbeiten zudem mit eini­ gen der renommierten Einkaufsverbände zusammen. Gibt es ein Erfolgsrezept für den deutschen Markt? Sühel Semerci: Grundsätzlich kann man auch in Deutschland nur ­erfolgreich sein, wenn man ein marktnahes Produktmanagement, ein marktgerechtes Sortiment in Kombination mit einem entsprechenden Preis-Leistungs-Verhältnis, eine kundenorientiert Vertriebsorganisa­ tion, eine zuverlässige Auftragsabwicklung, eine hohe Verfügbarkeit der Waren in Verbindung mit einer ausgeklügelten Logistik hat. Vor­

aussetzungen, die wir geschaffen haben und kontinuierlich weiter aus­ bauen. Wir halten in unserem Lager zwischen 60 und 80.000 Geräte auf Lager, so dass wir innerhalb von drei bis fünf Tagen liefern kön­ nen. Hinzu kommen zirka 15.000 Ersatzteile, die unser bundesweit flächendeckender und kontinuierlich geschulter Kundendienst jeder­ zeit abrufen kann. Wir lernen täglich dazu. Eine Erkenntnis besteht darin, dass gerade der Küchenfachhandel ei­ nen besonders hohen Anspruch an seine Lieferantenpartner in der Industrie hat. Marktgerechte Produkte sind das eine, die Marge das andere. Von Bedeutung für die Küchenspezialisten ist jedoch auch die Kompetenz des für ihn zuständigen Außendienstmitarbeiters. Deshalb haben wir uns vor drei Jahren dafür entschieden, exakt für diese anspruchsvolle Klientel eine eigene Außendienstmannschaft zu etablieren, die sich bis dato, exklusive des Vertriebsleiters, aus acht erfahrenen Mitarbeitern zusammensetzt. Ein Team, das wir kontinu­ ierlich erweitern werden. In Deutschland sind über 50 Prozent der verkauften Hausgeräte Einbaugeräte, an deren Vermarktung der Kü­ chenfachhandel einen erheblichen Anteil hat. Unabhängig davon hat das Einbaugerätegeschäft für uns auch inter­ national eine hohe Priorität, der wir uns in den nächsten drei bis fünf Jahren verstärkt widmen werden. Die Basis dafür bildet unser bereits heute stimmiges Sortiment. Nicht umsonst ist für 2018 die Lancie­ rung unserer komplett neuen Grundig-Gerätegeneration in Planung. Der Anspruch an die Gerätetechnologie wird immer höher. Wie gehen Sie mit diesem Druck um? Sühel Semerci: Wir sehen diesen Anspruch nicht als Druck, sondern als Herausforderung, die wir gerne annehmen. Weltweit verfügen wir über 14 Forschungs- und Entwicklungszentren. Zudem sind an jede unserer 18 Produktionsstätten pro Produktkategorie entsprechende Entwicklungsabteilungen angegliedert, die im regelmäßigen Aus­ tausch mit den Forschungszentren stehen. Nicht umsonst gehören wir, was Patentanmeldungen anbelangt, zu den Top 100 Unterneh­ men weltweit. „Ein gutes Beispiel für die zukunftsweisende Entwicklungsarbeit un­ serer Unternehmensgruppe ist z.B. das Thema Smart Home“, wirft Christian Struck ein. „Seit vielen Jahren gibt es in unserem Waschma­

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schinen Werk in Istanbul ein von unserem R&D Team vollständig aus­ gestattetes Smart Home Haus zu erleben. Als Anbieter von Brauner und Weißer Ware sind wir in der Lage den kompletten Haushalt zu vernetzen. Auch hier sind wir überaus wettbewerbsfähig und können uns durchaus mit unseren Marktbegleitern messen. Die ElectronicBoards, die für die Vernetzung nötig sind, werden übrigens in unse­ rem TV-Werk in Istanbul vorproduziert. Zudem arbeiten wir auch mit international agierenden Plattformen wie die AllSeen Alliance zu­ sammen, die sich mit der Vernetzung von Produkten, Systemen und Dienstleistungen im Internet der Dinge auseinandersetzt.“ Sühel Semerci: Auch wenn sich die Durchgängigkeit des SmartHomes, bedingt durch die Schnittstellenthematik derzeit noch etwas schwer tut, sind wir vom künftigen Einsatz smarter Produkte, die den Ver­ brauchern ein Mehr an Funktionalität, Komfort und Sicherheit bieten, überzeugt. Wobei jeder Konsument für sich selbst entscheidet, wo er smarte Geräte für sich beansprucht bzw. einsetzt. Wer heute nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Als innovatives zukunftsorientiertes Unternehmen muss man heute Trends erkennen und an neuen Technologien arbeiten. Tut man das nicht, kann man dieses Versäumnis, wenn überhaupt, dann nur sehr schwer wieder aufholen. Ein Thema von bis dato weitaus größerem Verbraucherinteresse ist die Energieeffizienz, die in aktuellen Marktstudien bei den Kaufent­ scheidungskriterien immer unter die Top 3 fällt. Sobald die Ersparnis für den Konsumenten sichtbar bzw. rechenbar wird, ist er bei allen weiteren Geräten, die er sich anschafft, für dieses Thema sensibilisiert. Mit unserer Bestseller Waschmaschine von Beko konnten wir punk­ ten, da wir mit einem gewissen Wettbewerbsvorsprung ein Gerät anboten, das sowohl mit der Energie-Effizienz-Klasse A+++ ausge­ zeichnet war und zudem 1600 Umdrehungen hatte. Dasselbe gilt für unseren Geschirrspüler, der zehn Liter Wasser verbraucht und eine Effizienzklasse von A++ aufwies. Herr Semerci, Sie wurden im Juni letzten Jahres in den Senat der Wirtschaft berufen. Der Leitsatz dieser Institution lautet: „Wirtschaft für Menschen.“ Was hat Sie dazu bewogen diese Berufung anzunehmen? Sühel Semerci: In erster Linie ist dieser Senat der Wirtschaft ein Gre­ mium, um die Bedürfnisse verschiedener Unternehmen und deren

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*Über Arçelik Die 1955 gegründete Firma Arçelik gehört zu den führenden Hausgeräteherstellern Europas und ist Teil der Koç-Gruppe, des größten Industrie- und Handelskonglomerats der Türkei. Arçelik ist in mehr als 130 Ländern weltweit vertreten, beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter, produziert in 18 eigenständigen Werken und verfügt über ein großes Markenportfolio, dem unter anderem die Marken Arçelik, Beko, Blomberg, Elektrabregenz und Grundig angehören. Die Produkte sind vielfach in den unterschiedlichsten Kategorien wie Innovation, Technologie und Design prämiert. Die Arçelik-Gruppe beantragte mehr als ein Drittel der türkischen Patentanmeldungen bei der „Weltorganisation für geistiges Eigentum“ (WIPO: World Intellectual Property Organization). Arçelik ist damit die einzige türkische Firma unter den Top 200 Unternehmen, die seit fünf Jahren die meisten internationalen Patentanträge bei der WIPO eingereicht hat.

Mitarbeiter regional und überregional der Politik näherzubringen. Meine Aussage „Corporate Social Responsibility hat bei uns seit jeher einen hohen Stellenwert“, weist darauf hin, dass die Koç-Gruppe in der Türkei Schulen, Krankenhäuser usw. nicht nur unterstützt, son­ dern diese Einrichtungen auch Menschen zugänglich macht, die sich diese sonst nicht leisten könnten. Ich denke, wir sind inzwischen auch in Deutschland mit unserer Entwicklung soweit, dass wir damit be­ ginnen wollen, gewisse gesellschaftliche Bereiche zu unterstützen. Der Senat der Wirtschaft ist als Organisation, die sich dem Gemeinwohl verschrieben hat, eine gute Grundlage dafür, da man grundsätzlich mit Gleichgesinnten mehr bewegen kann. Ich freue mich darauf, den Senat für eine der nächsten Sitzungen im kommenden Jahr hierher in unseren Showroom einladen zu können. Herr Semerci, eine abschließende Frage: Wie sehen Sie die nächsten Ziele für die Marken Beko und Grundig innerhalb der kommenden fünf Jahre? Sühel Semerci: Unsere Ziele sind klar definiert. Im Vergleich zu heu­ te wollen wir unseren Umsatz mittelfristig über alle Produktgruppen, also Großgeräte, Kleingeräte, Audio und TV, und Marken hinweg ins­ gesamt um 50 Prozent steigern, um so als Gruppe unter die ersten drei führenden Anbieter auf dem deutschen Markt zu kommen. Den Großteil dieses Wachstums wird die Marke Beko tragen. Mit Grundig wollen wir etwa ein Fünftel unseres Umsatzes generieren. Hauptum­ satzträger wird dabei mit 75 Prozent die Weiße Ware sein. Wir wissen, das sind hehre Ziele, doch hat uns der Entwicklungsprozess, den wir im Laufe der letzten Jahre durchlaufen haben, gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Herr Semerci, wir bedanken uns für das informative Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrem Team weiterhin viel Erfolg. www.beko-hausgeraete.de · www.grundig.de · www.arcelikas.com


Küchen | Architektur + Trend

Gute Stimmung bei Bauformat

Fantastische Stimmung von Aussteller- wie Besucherseite an allen drei Messetagen,

Stefan Popp, Geschäftsführer, und

Karin und Magnus Armbruster, Varia

Andrea Heiner-Kruckas, Marketing Director

Studio in Ingolstadt, und Jochen Roth, Verkaufs­

der Küppersbusch Hausgeräte GmbH

leiter Küchen-/Möbelfachhandel Liebherr

Stabiles Wachstum Salzburger küchenwohntrends und möbel austria

reichlich Lob von allen Seiten für die einzigartigen Prä­sentationen und für die ­qualifizierten Vorträge auf den Siemens Podium Events, für begleitende Services und die perfekte Infrastruktur, so das Fazit der Veranstalter der Salzburger küchenwohntrends und möbel austria 2017.

A

uf 15.165 Quadratmeter, 11,5 % mehr als 2015 (13.600 m²) bot die Halle 10 den Her­ stellern und Dienstleistern aus Möbel- und Küchenmöbelindustrie, ihren Zubehörlie­ feranten und der Elektrogerätebranche optimalen Raum für das zentrale Thema, das Verschmelzen der Bereiche Kochen, Wohnen, Leben und Kommunikation. 4.279 Fachbesu­ cher aus 24 Ländern (+3,3 % zu 4.143 Besuchern in 2015) aus Österreich (2.946), Deutschland (27 %) sowie Italien, der Schweiz und Slowenien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien, aus Polen und Kroatien. Etwa zu gleichen Teilen stellten Vertreter des Möbelhandels (1.030) sowie Tischler und Schreiner ebenfalls mit dem Schwerpunkt Handel (1.006) gemeinsam rund die Hälfte der Besucher. An Position 3 fanden sich erwartungsgemäß Küchenstudios (ca. 700). Architekten und Innenarchitektenwaren mit rund 400 Besuchern vertreten. Im Mai 2019 wird www.kuechenwohntrends.at küchenwohntrends und möbel austria wieder ihre Tore öffnen.

küche + architektur | 15


international fairs | küchenwohntrends Austria

Häcker Vertriebsleiter Markus Roth zeigt sich auch mit der Entwicklung des österreichischen Marktes gut zufrieden.

häcker

Grau als Ménage à trois – Ob Spachtelbeton-Optik oder attraktives Uni Mit neuen Frontfarben für die Modelle Comet und Uno präsen­ tierte sich Häcker Küchen auf der Küchenwohntrends in Salz­ burg. Inszeniert im urbanen Industrielook spiegelt die Darstel­ lung die Werte wider, für die das Familienunternehmen seit über 70 Jahren steht: Beständigkeit, Purismus und Solidität. Die classic-Produktfamilie Comet in Spachtelbeton-graphit setzt die Erfolgsgeschichte von Betonoptik bei Häcker Küchen fort. Durch den edlen und zugleich zurückhaltenden Farbton wird die klare Formgebung der Küche unterstrichen. Die Ausstattung überzeugt durch griffloses Design und neueste Technik. Auch das classic-Einstiegsmodell Uno zeigt sich mit dem neuen Farbton Graphit in einem neuen Look. Da darf natürlich die designorien­ tierte Programmlinie systemat/systematART nicht zurückstehen,

bei der das Farbspektrum von Modell AV 1070 um den Ton Spach­ telbeton-graphit erweitert wird. Mit dem puristischen Design der Betonoptik halten sich Küchen­ interessenten alle Kombinationsmöglichkeiten offen: Ob zu ed­ lem Naturholz, zu Lackfronten in eleganten Farben oder zu zeit­ losen Glaselementen – die neuen Fronten fügen sich ideal in das Gesamtbild jeder Küche ein. Dass dieses Gespür für aktuelle Trends verbunden mit einer grundlegenden Zuverlässigkeit geschätzt wird, beweist der Er­ folg des Familienunternehmens: Mit über 2.500 Handelspartnern und einem Vertrieb in über 60 Ländern hat Häcker Küchen im vergangenen Jahr die Umsatzmarke von einer halben Milliarde Euro überschritten. www.haecker-kuechen.de

oranier

Homogenität und Ästhetik … … vereinen die neuen Maxi-Induktionszonen von Oranier. Jede Induktionszone misst 220 x 180 mm und lässt sich via TouchControl-Sensoric bedienen. Das auf den ersten Blick optisch zu einer geschlossenen anthrazitfarbenen Fläche verschmelzende Kochfeld verfügt nicht nur über eine Topf-Erkennungs-Funktion,

sondern auch über neun Leistungsstufen je Kochzone, darunter Warmhaltestufen und Boosterstufen. Der integrierte Muldenlüf­ ter weist in puncto Fettabscheidegrad, fluiddynamischer Effizienz und Energieeffizienz jeweils Bestwerte auf und ist mit A klassifi­ ziert. www.oranier-kuechentechnik.de

Stolz ist Vertriebsleiter Küchentechnik Sinisa Stanimirovic nicht nur auf die neuen Maxi-Induk­ tionszonen sondern auch auf die multifunktionalen Backöfen von Oranier. 16 | küche + architektur


küchenwohntrends Austria | international fairs

Nolte Küchen

Deutschlands beliebteste Marke goes Austria Ein leistungsfähiges Sortiment ist der Schlüssel zur individu­ ellen Planung und einer der Gründe, warum Nolte Küchen laut einer Umfrage des Deutschen Instituts für Service-Qualität im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv Anfang des Jahres wieder zu Deutschlands beliebtester Küchenmarke gewählt wurde und auch in Österreich gute Erfolge verzeichnet. Die enorme, aber gut strukturierte Vielfalt ermöglicht eine aus­ gewogene Balance zwischen Modernität und Zeitlosigkeit. Ein ausgereiftes, innovatives Produkt und der Blick für Details sor­ gen dabei jederzeit für ein harmonisches Gesamtbild. Dazu gehört natürlich auch die neue Arbeitsplatte TPBtech mit Keramikoberfläche und unsichtbar integriertem Induktions­ kochfeld – ein Stück „smarte“ Technik, für die moderne Küche als Funktions- und Wohnraum in einem. Dank der stimmigen Leistung des Nolte-Planungs-Teams gelang es, die Module der Produktlinie nolte neo mit dem Nolte Küchen-Kernsortiment auf einzigartige Weise zu verschmelzen. „Österreich ist für uns ein sehr wichtiger Markt mit fast schon familiären Zügen. Wir haben auch hier enge Kontakte mit unse­

ren Handelspartnern und den Verbänden. Die Messe hat einen attraktiven Standort mit guten Anbindungen. Mit unserer Messe­ teilnahme wollten wir Studios, mittelständischen Händlern und Verkäufern, die uns nicht in Köln oder auf der Hausmesse besu­ chen konnten, die Möglichkeit bieten, sich von der Leistungsfä­ higkeit unseres Produktes zu überzeugen. Wir haben zahlreiche Gespräche mit unseren österreichischen Handelspartnern eben­ so wie mit potenziellen Neukunden geführt und sind durchweg auf eine positive Resonanz gestoßen“, freut sich Claus Heinrich, Vertriebsleiter Nolte Küchen. www.nolte-kuechen.de

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Wonderfully accomplished Bringen Sie Ihre kulinarische Ader zum Vorschein. Werden Sie zum Mittelpunkt eines hervorragenden, modernen Küchensystems, in dem Sie Ihre inspirierenden Ideen zu kunstvollen Speisen umsetzen. Mit der Mythos Linie von Franke fließen Vorbereiten und Kochen natürlich und kreativ zusammen. Glänzen Sie mit Ihren kulinarischen Ambitionen und Fähigkeiten. Mehr zur Serie Mythos auf Franke.de/ks

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international fairs | küchenwohntrends Austria

Mit seinem reduzierten Design fügt sich KWC SUNO dezent in

Ausgezeichnet mit dem „Red Dot Award 2017“ sowie die „iF Gold

moderne Küchen mit geraden Linien ein. Der hohe Auslauf lässt viel

Award 2017“: Für ausreichend Bewegungsfreiheit bietet Franke die

Spielraum zum Arbeiten. Der fugenlos integrierte Umsteller bei der

Pescara in den Ausführungen Pescara L ist 420 cm hoch, und Pescara

KWC SUNO mit Auszugsbrause macht das Wechseln des Wasserstrahls

XL-Lösung 550 cm an. Beide gewährleisten mit einem stabilen Mantel-

einfach und hygienisch. KWC SUNO ist sowohl als Hebelmischer mit als

Schlauch einen ausgesprochen großzügigen Aktionsradius und lassen

auch ohne Auszugbrause sowie mit Absperrventil erhältlich.

sich am Brausekopf zwischen Normal- und Brausestrahl umschalten.

Franke

Aller guten Dinge sind vier – Küchentechnik mit System Mit Mythos, Maris, Smart und Frames by Franke präsentierte der Küchentechnikspezialist aus Bad Säckingen auf der Küchen­ wohntrends in Salzburg gleich vier starke Produktlinien, die den Systemgedanken in der Küche individuell interpretieren. Alternativ zu klassisch schwarzen Bedienoberflächen bietet Franke fortan alle Einbaugeräte der modularen Produktlinie Frames by Franke auch mit Oberflächen in einem angesagten Champagner-Ton an. Darüber hinaus präsentierte Franke eine Vielzahl hochwertiger Armaturen von Franke und KWC. Innerhalb der vier Produktlinien Smart, Maris, Mythos und Frames by Franke kann der Küchenspezialist die zentralen Ele­ mente der Speisenvor- und Zubereitung aus einer Hand bezie­ hen: Von der Spüle samt Armatur und durchdachtem Zubehör über das Kochfeld bis hin zur Dunstabzugshaube. Ob erschwing­ liche Einsteigerkomposition oder High-End-Modullösung mit

Frames by Franke mit Oberflächen im angesagten Champagner-Ton

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Back- und Pyrolyseöfen – von der One Stop Shop Solution profi­ tieren Handel und Kunden schon bei der Planung durch ein Plus an Komfort und Service. Im täglichen Gebrauch überzeugen die einzelnen Linien durch ihre individuelle Interpretation des Sys­ temansatzes während ihre Komponenten in Funktionalität, Be­ dienung und Design stets miteinander harmonieren. Mit der jüngsten Produktfamilie Smart bietet Franke insbeson­ dere für ein junges Publikum die passende Lösung an. Die ein­ zelnen Komponenten harmonieren optisch und sind in der Be­ dienung perfekt aufeinander abgestimmt. Die Formgebung ist modern, das Zubehör umfangreich und praktisch. Die schicke Smart Kopffreihaube überzeugt nicht nur mit Bestwerten in der Filtereffizienz und Energieeffizienzklasse A. Passend dazu die Smart Edelstahlspülen, die in drei Größen erhältlich sind.  www.franke.de/ks

Markus Wegmann, Vertriebsleiter Handel bei Franke, Bad Säckingen


Küchen | Architektur + Trend

Villeroy & Boch Variantenreich in Farbe und Form Dank modernster Fertigungsverfahren ist Villeroy & Boch in der Lage, Keramikspülen in diversen Größen, Formen und Einbauvarianten anzufertigen – von Modellen für den Einbau über moderne Spülsteine, Module und Einzelbecken bis hin zu praktischen Unterbauversionen und den angesagten Flats, die flächenbündig in die Arbeitsplatte integriert werden. Dabei spielt natürlich das Thema Farbe eine wesentliche Rolle, für das das Unternehmen ein Farbkonzept entwickelt hat, das grundsätzlich alle neuen Trends mit berücksichtigt.

F

ür das Jahr 2017 haben die Farbspezialisten von Villeroy & Boch zwei starke Trends ausgemacht: Neben mar­ kanten Farbakzenten setzt man im Küchendesign weiter auf eher neutrale Töne wie Grau. Grund genug für das Kreativteam des Unternehmens, seine Grau-Palette um zwei neue Varianten zu erweitern: Ergänzt um das feine helle Steam und das dunkle matte Stone stehen den Küchenplanern mit den bestehenden Farben Fossil, Graphit und Ebony fünf Grautöne zur Verfügung, die zusammen mit Snow White, Weiß Alpin und Edelweiß alle Farbwünsche von Weiß bis Schwarz erfüllen. Neben den modernen Grauvarianten findet man bei Villeroy & Boch auch warme Creme- und Beigenuancen für klassisch-wohnliche Kücheneinrichtungen. Und wer auf starke Farbakzente setzt, kann auf die farbigen Einzelbecken der Serien Timeline und Subway zurückgreifen, die von der renommierten Produkt- und Interior-Designerin Gesa Hansen exklusiv für Villeroy & Boch entwickelt wurden. Das B2B-Portal bietet unter pro.villeroy-boch.com Zugriff auf alle Produkte und Services aus den Bereichen Küche, Bad und Wellness, Tischkultur und Fliesen. Unter pro.villeroy-boch.com/webseiten-service findet man Informationen, wie man sich ganz einfach eine aufmerksamkeitsstarke Website intuitiv selbst einrichten oder von Profis aufbauen lassen kann. Hinzu kommt ein persönliches Online-Marketing-Paket, mit dem die Website an den richtigen Plätzen beworben wird. Daneben bietet Villeroy & Boch gezielte Trainings für eine erfolgreiche Vermarktung der Website an. www.villeroy-boch.com 

Marie Hendle, Vertriebsaußendienst bei Villeroy & Boch

Zu den Top-Arma­ turen von Villeroy & Boch zählt auch die Armatur Steel Expert: Gefertigt aus hochwertigem, robustem Edelstahl, bietet die imposante Armatur mit ihrer großzügigen Ausla­ dung und der flexiblen Brause maximalen Bedienkomfort.

der Subway-Serie gehört u.a. das Modell Subway 60 XL mit einem extragroßen Becken, das eine Diagonale von 53 cm besitzt, hier in der neuen

Fotos: Villeroy & Boch

Zu den Bestsellern

Trendfarbe „Stone“. küche + architektur | 19


international fairs | küchenwohntrends Austria

Oliver Niehus, Vertriebsleiter Decker

Ursprüngliche Modernität – Möbel massiv made and designed by A. Decker Natürliche Materialien stehen bei der modernen Einrichtung hoch im Kurs. Erst recht dann, wenn sie von erfahrenen Herstel­ lern zu hochwertigen Wohnmöbeln verarbeitet werden. Wie z.B. dem Familienunternehmen Möbelwerke A. Decker, das seit seit 1915 in bewährter Handwerkstradition Einrichtungen aus Massiv­ holz fertigt. Heute zeichnet Andreas Decker in der dritten Generation für das Unternehmen verantwortlich. Für ihn und seine Mitarbeiter ge­ hört das Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung nach wie vor zu den Eckpfeilern der Unternehmsphilosophie. Doku­ mentiert wird das auch durch das PEFC-Siegel, mit dem alle Möbel aus dem Hause A. Decker ausgezeichnet sind. Decker Massivholzmöbel folgen einem durchdachten Konzept – vom An­ bau der Hölzer, der Verarbeitung bis hin zur Endfertigung. Aus diesem Grund konzentriert sich das Unternehmen auf die Ver­

arbeitung von Astbuche, Kernbuche, Buche, Asteiche, Eiche und Wildeiche. Bereits auf der Living Kitchen wurden wir auf das Unternehmen aufmerksam. Denn die Massivholz-Küchen des Unternehmens überzeugten durch ein wohnliches, modernes Design und hohe Funktionalität. Unsere zweite Begegnung mit dem Massivholzmöbel-Hersteller, der im Übrigen im ostwestfälischen Borgent­reich-Borgholz an­ sässig ist, erfolgte auf der Küchenwohntrends in Salzburg. Und auch hier gelang es dem A. Decker-Team die Messebesucher zu begeistern. Auf dem Messestand dokumetierte das Unterneh­ men nicht nur seine Kompetenz in der Fertigung von Massivholz­ möbel, sondern auch sein Know-how in der konzeptionellen, har­ monischen Gestaltung fließender Übergänge in der Einrichtung von Küche-, Wohn- und Esszimmerbereich. www.decker.de

Silverline – Kochen mit Genuss Silverline zeigte in Salzburg unter anderem das mit dem plus X award ausgezeichnete 2-in-1 System Flow-In. Es erfüllt den mo­ dernen Design-Anspruch, Küchengeräte dezent in den Hinter­ grund zu rücken, ohne Abstriche bei der Funktion. Das Kochfeld mit dem integrierten Abzug lässt sich flächenbündig oder aufge­ legt montieren. Der Abzug – wahlweise in Schwarz oder Edelstahl

Salih Acar, Vertriebsleiter Silverline, (r.)

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– ist flach in das Kochfeld eingelassen. Auch großes oder breites Kochgeschirr, wie etwa ein Wok, kann somit verwendet und flexi­ bel eingesetzt werden. Das Induktionskochfeld verfügt über vier Kochzonen mit jeweils neun Leistungsstufen. Die beiden linken Zonen lassen sich mit der Brückenfunktion zu einer gemeinsa­ men großen Kochzone kombinieren. www.silverline24.de


küchenwohntrends Austria | international fairs

Peter Laub (l.) und Kevin Göbel: „Bei individuellen Produktanfragen sind wir dank unserer innovativen Verfahrenstechniken in der Lage, in immer kürzeren Zeiten flexibel und individualisiert auch außergewöhnliche Kundenwünsche umzusetzen.“

Spülen, die mehr können – Presented by Systemceram Mit seinen in Form und Funktion nutzerorientierten Spülen aus Feinsteinzeug, KeraDomo-Küchenkeramik, durfte der Wes­ terwälder Spülenhersteller natürlich auch auf der Küchen­ wohntrends in Salzburg nicht fehlen. Dabei ließ er es sich nicht nehmen, seine Bestseller mit in die freundliche und offene Standgestaltung mit einzubringen. Nicht fehlen auf dem Messestand durfte die flächenbündig ein­ baubare Genea 87 F für den 50er-Spülenschrank. Ergänzt um die geradlinig klassiche Armatur Bingo Star, die im Übrigen farblich abgestimmt auf die Spülenfarben von Systemceram in sechs Bi-

Color-Varianten erhältlich ist, überzeugt dieses Modell durch Funktionalität und Design auf kleinerem Raum. Klein, aber oho – Eigenschaften, die auch zu der kompakten Sys­ temceram Spüle Bela 78 passen. Dank ihres praktischen Nut­ zens gibt sie sich in jeder Einbausituation ungewöhnlich groß­ zügig. Konzipiert für den 45er Unterbauschrank macht sie in der kleinen Küchenzeile eine ebenso gute Figur wie in großen ­Küchen. Das liegt am ausgewogenen Verhältnis von Becken und Abtropffläche und dem geradlinigen, zeitlosen Design. www.systemceram.de  ANZEIGE

Cox Work® bringt Ordnung in jedes

Zuhause. Ob Spielzeug, Werkzeug, Putzmittel oder Schreibutensilien - alles findet darin seinen Platz. Ideenreich ausgestattet mit flexiblen Trennwänden, vertikalen Fixierungsmöglichkeiten und Kleinteilebox lässt sich jede Ecke des formschönen Organisationshelfers optimal ausnutzen. Aufbauend auf das Cox®-Systemmaß 230 x 382 mm passt die Utensilienbox nahtlos in das 13, 16 und 22 Liter fassende Cox®-Behälterprogramm.

naber.com/coxwork

küche + architektur | 21


international fairs | Küchenwohntrends

Zwei Compair® flow Systeme stehen jetzt bereit: Effektiv und vielseitig wie das

Innovationen für ein gutes Wohnklima

bewährte Compair® flow Kunststoff­ kanalsystem ist das neue Metallkanal­ system Compair® Steel flow, kompatibel für alle Hauben- und Downdraftlüfter, dafür aber nicht brennbar und konstruktiv auch für die Verlegung in Bodenaufbauten

Naber – Im Sinne des globalen Kundennutzens

aus Beton oder Nassestrich geeignet.

Seinen 230 qm großen Stand verwandelte Naber wie nicht anders erwartet in ein Bühnen­ bild, inszeniert durch ideenreiche Konzeptkojen, ausgestattet mit einem Potpourri innovativer Produkte rund um die Küchen­ technik: von der Einbauspüle, über die Armatur, das Abfalltren­ nungssystem, intelligente Reling­ systeme, LED-Strahler und Nischenrückwände bis hin zur neuesten Innovation developped by Naber, dem Metallkanalsystem und dem nicht minder innovativen Umluftfiltersystem für Down­ drafthauben.

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E

in offenes Ohr für seine Kunden, kontinuierlicher Austausch sowie die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsabteilungen der Elektrogeräte-, Küchenmöbel- und Zubehörinds­ trie, gehören zu den tragenden Pfeilern der Naber-Unternehmensphilosophie und spie­ geln sich in den Innovationen des Nordhorner Küchentechnikspezialisten wider. Ein Ergebnis dieser branchenübergreifenden Offenheit ist das neue Metallkanalsystem Compair® Steel flow, das auf der Küchenwohntrends in Salzburg erstmals vorgestellt, beim Fachpublikum aus Han­ del und Industrie auf hohe Resonanz stieß. Mittels einer aufwändigen Unterflurinstallation auf dem Messestand konnten neue Planungsvarianten eindrucksvoll vermittelt werden. Das innovative System ist kompatibel für alle Hauben- und Downdraftlüfter, und zeigt sich ebenso effektiv und vielseitig wie das bewährte Compair® flow Kunststoffkanalsystem. Gefer­ tigt aus Edelstahl ist Compair® Steel flow jedoch nicht brennbar und konstruktiv auch für die Verlegung in Bodenaufbauten aus Beton oder Nassestrich geeignet. Durch diese Eigenschaften entspricht das Flach-/Rundkanalsystem den höchsten Anforderungen an Dichtigkeit und wird zudem den erhöhten internationalen Anforderungen an den Brandschutz gerecht. Unvergleichlich: Umluftsystem für Downdrafthaube Nicht minder überzeugend zeigt sich das neu entwickelte Umluftfiltersystem GreenFlow für Downdrafthauben: Bei dem modular konzipierten System wird der Wrasen kontrolliert durch den Sockelbereich geführt und bietet gegenüber bisherigen Systemen zahlreiche Vorteile: Es verhindert Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung am Küchenmöbel durch Kondensa­ tion des Wrasens im Sockelbereich und beseitigt Gerüche noch effizienter. Für die Filterboxen entwickelte das Naber-Team ein spezielles Omega-Design: Dieses maximiert die Filterfläche (1,6-fach) des synthetischen hydrophoben Aktivkohlefilters, erhöht die Verweildauer des Wra­ sens im Aktivkohlefilter und optimiert den Wirkungsgrad des Gesamtsystems. Die Filterboxen können frei geplant und flexibel im Sockelbereich verlegt werden. Lieferbar sein werden die beiden Neuentwicklungen Compair® Steel flow und GreenFlow vor­ aussichtlich ab Herbst 2017.


Küchenwohntrends | international fairs

Invidualität ist Trumpf Als ergänzende Komfortlösungen im Cox® Base Frontauszug-Abfallsammlerprogramm standen Cox Cick-E®, ein elektrisches Öffnungssystem auf der Basis des Sensomatic-Sets von Grass sowie Cox Work® im Rampenlicht. Die formschöne Utensilienbox, die in verschiedenen Farben erhältlich ist, ist ein praktischer Organisationshelfer, der auch freistehend zum geordneten Verstauen vielerlei Arbeitsmaterialien und Accessoires intelligent genutzt werden kann. Nicht zu vergessen die große Bandbreite einer sich immer individueller und stilprägender ent­ wickelnden LED-Licht- und Steckdosenarchitektur, wie sie von Naber seit jeher informativ und übersichtlich dargestellt wird. Mit seinem kompakten Schubladendisplay mit einer exklusiven Auswahl smarter und designstarker Steckdosentechnik gibt Naber seinen Kunden im Fachhandel ein weiteres Instrument an die Hand, um mit diesem Know-how beim Endverbraucher zu punkten. Das gilt natürlich auch für die weitreichenden Kombinationsmöglichkeiten farbfreudiger CinNagranit-Spülen und Gramix-Armaturen sowie zeitlos eleganten, aus ein Millimeter starkem Edelstahl geformten Einbauspülen der Corno-Serie mit chrom-/edelstahlfarbigen Einhebelmi­ schern der Eigenmarke Linea – darunter auch die Armaturen-Newcomer Cico M und Barra. Flächenbündiger Schrank-Einbau leicht gemacht Das von Hubert Lehmann, Lehmann Küchen, Rust, entwickelte und von Naber vermarktete Topmaster-Profil ist eine professionelle Montagelösung, wenn es darum geht, Schränke flä­ chenbündig in eine vorgezogene Schnellbauwand einzubauen. Passend dazu bietet Naber ein Aluminium-Lüftungsgittersystem an, das die moderne horizontale Linie perfekt betont. Das Topmaster-Profil lässt sich kostengünstig und passgenau montieren. Auf teure und vormon­ tierte Koffer, die zudem häufig ungenau sind, kann verzichtet werden. Über eine Videowall wurde informativ dargestellt, dass der Verzicht auf aufwändige Verspachtelungs- und Abdich­ tungsarbeiten erheblich an Zeit, Material und Kosten spart – mit dem Ergebnis einer überzeu­ gend perfekten Kanten- und Fugenoptik. Natürlich lassen sich auch die Module der vielfach ausgezeichneten Concept Kitchen mit anderen Küchenmöbeln oder Möbeln, darunter auch flächenbündig eingebaute Schränke, kombinieren. Ihre Vielseitigkeit wurde auf der Küchenwohntrends noch plakativer dargestellt. Mittels entsprechender Settings wurde eine Brücke von der Küche/Home/Office-Nutzung des Mobilprogramms zum Themenkonzept Bistro & Shop geschlagen. Wir freuen uns bereits auf die Aera30, wo das Unternehmen mit weiteren Neuheiten aufwarten wird. www.n-by-nyber.com · www.naber.com 

Hubert Lehmann

Ein starkes Team rund um die Küchentechnik:

Erfinder des

Jürgen Heilen, Leiter Marketingkommunikation, Martin Staaks,

Montagesystems

Leiter Produktmanagement, und Lasse Naber, geschäftsführender

Montec R

Gesellschafter.

Neue Armaturen im Sortiment: Linea Barra, Cico M und Gramix 2 (v. l.)

Hans-Joachim Naber kann stolz auf seine Concept Kitchen sein. Ihr modularer Aufbau verleiht ihr vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

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Architektur + Trend | Küchen

Welcome to the wonder kitchen by Franke Kochen und Genießen mit TV- und Profikoch René Schudel

Über 250 Menschen arbeiteten hinter den Kulissen gemeinsam an der Ausrichtung eines ganz besonderen Events. Der bekannte Schweizer Koch René Schudel, seit 2015 Markenbotschafter von Franke in der Schweiz und künftig auch in Deutschland und Österreich, weihte innerhalb von zehn Abendevents über 200 Franke-Handelspartner während der gemeinsamen Zu­bereitung eines 3-Gänge-Menüs in die Geheim­ nisse seiner Künste ein und verriet ihnen wertvolle Tipps und Tricks für die Küche.

„Nach der erfolgreichen Premiere in Düsseldorf sind weitere Stationen in weiteren Ländern geplant,“ so Stefan Kükenhöhner (l.)

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Küchen | Architektur + Trend

„M

it der gebündelten Vorstellung der ganzen Bandbreite der Franke Produktfamilien in der Pop-Up Eventküche wollen wir unseren Frames by Franke-Partnern die Gelegenheit ge­ ben, in lockerer Atmosphäre alle Produkte und Funktionen persön­ lich auszuprobieren und zu erleben“, betonte Stefan Kükenhöhner, Geschäftsführer Franke Bad Säckingen. An fünf bunten Kochinseln stellte Franke je eine Produkt-Familie vor. Gleichzeitig war jeder Station eine Grundzubereitungsart zugeordnet. So tauchten die Gäste etwa an der rosafarbenen Insel, an der gebacken und gratiniert wurde, in die Welt der Franke Maris-Linie ein. An den anderen Stationen waren die Küchen-Teams mit Grillen und Rösten, Dämpfen und Pochieren, Sieden und Schmoren oder Sautieren und Braten beschäftigt. „Das Feedback der Kunden ist durchweg begeistert“, freut sich auch Vertriebsleiter Markus Wegmann. Diese O-Töne sprechen für sich: „Gut gestalteter und geselliger Abend. Es war interessant, mal etwas neues auszuprobieren. Mal keine reine Produktschulung. Ein Festival der Sinne. Ein Kocherlebnis der besonderen Art!“ Die Franke Wonder Kitchen ist modular konzipiert, sie kann unkompliziert auf- und abge­ www.franke.de/ks · www.reneschudel.ch baut werden. 

Franke Marken­ botschafter René Schudel (l.) und Markus Wegmann, Franke Vertriebsleiter

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Architektur + Trend | Materialien

Sein umfangreiches Werkstoffprogramm für vielfältige Anwendungen präsentierte Pfleiderer zusammen mit der „Design-Kollektion 2017-2020“, mit der sich zeitgemäße Farb- und Lebenswelten für zukunftsorientierte Interieur-Trends schaffen lassen. Und damit der Kunde angesichts dieser großen Auswahl den Überblick behält, haben die Holzwerkstoffexperten quer durch die drei Produktbereiche Rohspan/Faser, Melaminbeschichtung und HPL/Elemente Programme für verschiedene Einsatzzwecke beziehungsweise Kundengruppen gebildet: Das Angebot erstreckt sich vom klassi­ schen Möbel- und Innenausbau, auch für Schiffe, über den Leichtbau und Brandschutz bis hin zu besonders ökologischen Produkten und solchen für konstruktive Zwecke. Darüber hinaus führt Pfleiderer auch elektrostatisch ableitfähige Holzwerkstoffe, Echtmetall-Veredelungen und kundenindividuelle Digitaldrucke im Programm (mehr auf S. 44). www.pfleiderer.com

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D

esignvielfalt, Individualität, Flexibilität, Funktion und Komfort sind die Eigenschaften, die sich durch das Spektrum aller Pro­ duktbereiche der Zulieferindustrie ziehen. Eigenschaften, die individuelle Einrichtungskonzept ermöglichen wie sie u.a. benötigt werden, um persönlichen Wohn-Komfort zu schaffen. Neben Fron­ ten, Beschlag- und Auszugssysteme ergänzen multifunktional einsetz­ bare Aluminiumregal-Systeme das Angebot.

So vielfältig wie die Natur Bei den Möbeldekoren punkteten die Holzwerkstoffhersteller mit op­ tisch wie haptisch gleichermaßen ansprechenden Designs, mit denen sich nahezu jeder Gestaltungswunsch ermöglichen lässt. Ob als Uni­ dekore, bei denen weder Grau- noch Weiß-Nuancen fehlen dürfen, oder als elegant dunkle oder rötlich-warme Holzreproduktion in Eiche, Ahorn, Nussbaum oder Ulme überzeugen die Produkte mit mattem, hochglänzendem oder strukturiertem Charakter. Hinzu kommen Perlmuttstrukturen sowie edle Metallic-Töne, die von Gold über Bronze und Kupfer bis hin zu Silber, Platin, Aluminium und Stahl reichen.


Materialien | Architektur + Trend

Interzum 2017 Durch Individualisierung, Funktionalität und Komfort zur Einzigartigkeit

Zur interzum 2017 präsentierten 1.732 Aussteller aus 60 Ländern ihre Innovationen rund um das Thema Möbel und Innenausbau. Dabei überzeugten die Unternehmen aus den Bereichen Beschlag- und Oberflächentechnik sowie Dekorentwicklung und Licht bis hin zu innovativen Materialien mit Produkt­ innovationen, die für Zeitgeist, Komfort und Lang­ lebigkeit stehen. Davon konnten sich die rund 69.000 Besucher aus 152 Ländern überzeugen.

Gerade im Möbel- und Innenausbau überzeugen fugenlose, homo­ gene Optiken, wie sie auf der Interzum auch mit durchgefärbtem Schichtstoff umgesetzt wurden. Auffallend ist auch das Angebot be­ sonders, strapazierfähiger, pflegeleichter Oberflächen mit Antifinger­ print-Beschichtung. Hightech-Materials Alternative Materialien zur Frontengestaltung bilden Kunstleder, FENIX NTM®, die Nano Tech Matt Oberfläche für Interior Design, oder polymeres Glaslaminat. Arbeitsplatten – natürlich, unempfindlich pflegeleicht Arbeitsplattendekore in Steinoptik werden ihren natürlichen Vor­ bildern dank zum Teil unterschiedlicher Glanzgrade immer ähnli­ cher und zeigen sich zudem immer unempfindlicher. Mit Hilfe einer­ neuen Oberflächentechnik, die einer Strukturkombination von Matt und Stein gleichkommt und einer geflammten und soft gebürsteten

Natursteinoberfläche nachempfunden ist, lassen sich künftig eine Vielzahl von Steinoberflächen noch naturgetreuer darstellen. Ob Schiefer, Sandstein, Marmor, Granit, Keramik oder Beton, sie avancie­ ren zum idealen Gestaltungspartner der aktuellen Frontenkollektion. Kanten – Design trifft Funktion PP-Kanten im Digitaldruck mit exzellenter Tiefenwirkung ermögli­ chen künftig noch realistischere Abbildungen von Naturmaterialien wie Stein und Holz. Auf gute Resonanz stößt auch eine NullfugenKante, die optische, funktionale und dauerhafte fugenlose Bestergeb­ nisse verspricht. Technik und Funktion... ... dafür steht zeitgemäße Beschlagtechnologie. Beschläge und Auszü­ ge zeigen sich leistungsfähiger und formschöner denn je und bewei­ sen, dass Technik und Design durchaus eine harmonische Symbiose bilden können. Metallscharniere passen sich in ihrer Anmutung an dunklere Innendekore an, ohne auf Funktionen wie z.B. integrierte

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Architektur + Trend | Materialien

Die Interzum findet 2019 vom 21. bis 24. Mai

Foto: Koelnmesse

in Köln statt.

Dämpfung verzichten. Holz, Metall und die Trendfarbe Anthrazit verleihen Apothekerschränken eine wertigere, wohnlichere Anmu­ tung und ergänzen das bereits vorhandene breite Spektrum an Tabla­ ren und Einlegböden in Materialität und Design. Die bislang oft über­ dimensional groß wirkenden Klappenbeschläge zeigen sich deutlich filigraner als zuvor und werten damit das Möbel deutlich auf und das bei gleicher Funktionalität. Funktional, komfortabel, Geräuschlos Auf reges Interesse stieß jedoch auch die völlig neu entwickelte Ma­ gnet-Dämpfung für die modernen Slider-Systeme. Sie verbessert die Anschlag- und Einzugsdämpfung und sorgt für eine selbsttätige und geräuschlose Bewegung der Möbelfronten. Überhaupt nimmt das sanfte Öffnen und Schließen von Klappen, Lift­ türen, Schiebetüren und Auszugssystemen einen hohen Stellenwert in der Weiterentwicklung der Beschlagstechnolgoie ein, und das auch bei grifflosen Möbelvarianten. Und auch neue Öffnungstechnolgien verfügen über diesen Komfort: So sorgt eine neue Öffnungsmechanik für Panoramaeffekte, Designfreiheit und einen hohen Anwendungs­ komfort und das in Raumnischen oder Küchenaufsatzschränken. Mit nur einem Push beziehungsweise Pull öffnet sich ein komplettes Tür­ paket – mit oder ohne Griff selbst bei möglichen 2400 mm Höhe und 600 mm Breite pro Türflügel. Für Furore sorgte u. a. die Konzeptstudie eines innovativen Herstel­ lers. Bei einer zweitürigen großen Front lassen sich beide Türen zur Gänze aus dem Weg räumen. Einfach Antippen, die Fronten zusam­ menfalten und in einem seitlichen Spalt komfortabel verschwinden lassen.

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Und last but not least beweist ein Hubbeschlag, mit dem sich Ober­ schränke auf eine ergonomische Höhe herunterfahren lassen und ge­ meinsam mit variablen Innenorganisationssystemen leichten Zugriff auf das Staugut bieten, komfortable Qualitäten. Individueller geht es kaum Neben der Funktionalität hat bei Auszugssystemen die Möglichkeit der Differenzierung eine hohe Priorität. So sorgt eine zweischalige Zarge für die Möglichkeit des Farb- und Materialmix. Selbst ein indi­ viduelles Bedrucken der Außenzarge ist möglich. Eine weitere Option für eine unterschiedliche Darstellung bieten Designprofile in Edel­ stahl-, Aluminium- oder Chrom-Optik. Individuell lässt sich natürlich auch die Innenausstattung der Auszüge gestalten. Die Ordnungssysteme zeigen sich immer flexibler und ste­ hen in unterschiedlichen Materialien und Farbgebung zur Verfügung. Flexible Lichtquellen Die Leuchtenhersteller zeigten sich innovativer denn je. Kommt ein Muldenlüfter zum Einsatz, entfällt das Ausleuchten der Kochstelle durch die Beleuchtungselemente der Dunstabzugshaube und die kabel­ losen, flexiblen Standleuchten können exakt dort positioniert werden, wo sie gebraucht werden. Aber auch die multifunktionalen Lichtpanels, die sowohl als Nischenelement, als auch als Oberschrankunterboden oder Lichtregal verwendet werden können, haben überzeugt. Als nützlich erweisen sich optional integrierte Steckdosen und USB-Charger. Ge­ schaltet wird das Licht komfortabel per verdecktem Sensorschalter oder Funkfernbedienung, gesteuert per App, Bluetooth und W-Lan, dimmen und Lichttemperaturmanagement inklusive. www.interzum.de


Beschläge | technik + komfort

Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten in und außerhalb der Küche bietet das von Kesseböhmer auf der Interzum vorgestellte, optisch unverwechselbare modulare Regalsystem tRack. Der Trend zu offenen Küchen und einer offenen Wohnraumgestaltung hat Kesseböhmer inspiriert, diesen neuen Weg in Sachen „offene Stauraumlösungen“ zu beschreiten. Durch die Auswahl von Oberflächen, Regalböden und vor allem durch die Farbwahl des Metallprofils und der Konnektoren wird dem individuellen Anspruch des heutigen Wohnens und Lebens in eigenständigem Design Rechnung getragen. In Köln nutzte das Kesseböhmer-Team die Bühne, um den Dialog zu eröffnen, wie sich gemeinsam neue vielversprechende Zielgruppen wie Architekten, Planer und der planungsstarke Einrichtungs- und

Foto: Kesseböhmer

Küchenfachhandel erschließen lassen. www.kesseboehmer.de · www.t-rack.news

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Architektur + Trend | Beschläge

Wood and Metal – Standard war gestern Kesseböhmer steht für Individualität Die Symbiose aus Marktnähe, Innovation in Verbindung mit Materialität und ausgereifter Technik prägen das Bild der Kesseböhmer-Product-Range. Auf der Interzum überzeugte das international agierende Unternehmen durch Produkte, die dem steigenden Anspruch nach Funktionalität, Komfort, wertigen Werkstoffen und ansprechendem Design gerecht werden.

E

in Statement dieser neuen Modernität stellen die neuen, puris­ tischen Arena pure-Tablare dar. Die geradlinige, 55 mm hohe, nur mit einer feinen Nut rundherum akzentuierte, geschlossene Metallreling ist perfekt auf die reduzierte Zargenoptik von Auszügen ARENA Sie puristque sunt optur, endebit und Schubkästen abgestimmt. in peri allenque Kesseböhmer-Oberflä­ mi, od eritiat urepelenis chenvarianten lieferbar und diequisciandic bewährte temperf Arena-Fertigungstechnolo­ faccumTragkraft quiatiu ntenduntota voluptatum gie trägt entscheidend zuexerit der hohen von 18 kg je Tablar bei. nulles dusandi tatur? Non remsich reniskünftig illabor alle Ursprünglich für Dispensa edition entwickelt lassen soluptas adsowie magnatus doluptae numquo qui ut Dispensa- und Tandem-Schränke LeMans-Eckschrankauszüge re pel eos imusae pos molorio nsenis volupta mit Arena pure aufwerten. prore, qui cupta qui cus, estiatio omniendam, Mit dem bereits beim Dispensa-Hochschrank eingesetzten Editiontetur re den et, cus et di dolore ganz velesecum in eines Konzept gestaltet Kesseböhmer Schrankraum im Sinne cumauf fuga. solore wertigen Möbelstücks –consedis in Farbe nonseque und Material dieUm Küche bzw. das voluptatur aut eum rem repelignam earume Schrankkonzept des jeweiligen Herstellers abgestimmt. Dieil mit Holz eost, oditvermitteln offici odi necturem inimusam, quas verkleideten Auszug-Rückwände eine wohnliche Optik und est,Apothekerschrank“, omnia nissitat latemdem assimpe rferitjunior aspera sind jetzt auch beim „kleinen Dispensa III nit, sitinctatbusdae nulpa consequis nulparu­ und dem Hänge­schrankbeschlag iMove edition einsetzbar. mErisquid ictatum, solorum ligent aut Auch durch die formschön abgerundeten Vorderkanten der Böden dollaciditi beati dolorat. Ad qui a iur, sunto qui erhält der iMove in der edition-Variante den gewünschten Möbelcha­ idebis dendae. Met hier quata poriti vent zur pro berum rakter. Für Industriekunden besteht auch die Option Indivi­ videl es re mit vitatur archillitHölzern id que neoder nis dualisierung von Bodeninihicae und Rückwand eigenen imi, inctestem elibusdae iminus utat. Atem Dekoren. In Farbe und Material abgestimmt auf die Küche, in Harmonie aliquia corestis illam fugitibus dolupiet volessi mit angrenzenden Wohnbereichen. Eine Abdeckplatte verschließt die aborpor re voloriostiis soluptate Tablarseiten, so ist die Technik formschön abgedeckt und bleibt optisch im Hintergrund. Der iMove edition-Beschlag wird komplett montiert geliefert inklusive Holzteilen als Single- und Double-Tray in allen ­Kesseböhmer-Beschlagfarben in 500, 600, 800 und 900 mm Breite. Zusätzliche Individualisierungsanreize und neue Möglichkeiten, mit echtem Holz wohnliche Akzente zu setzen, bietet auch der FineLine (MosaiQ)-Baukasten: Ein flexibles Innenorganisations-Sortiment, be­ stehend aus 21 Komponenten, die bedarfsgerecht und je nach indivi­ duellen Wünschen jede Schubladen und jeden Auszug ideal einteilen.

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Beschläge | Architektur + Trend

iMove edition stimmt das Innenle­ ben auf das gesamte Küchendesign ab. Boden und Rückwand im Farbton Eiche natur, durch die formschön abgerun­ deten Vorderkanten der Böden bekommt die Technik einen wohnlichen Akzent.

Montage einfach und schnell Besonderen Wert hat Kesseböhmer bei der Neubewertung des Edi­ tion-Konzeptes auf eine deutliche Vereinfachung der Montage und des gesamten Handlings im Produktionsprozess gelegt. Der EditionBaukasten besteht jeweils aus dem Kesseböhmer-Standardbeschlag und einem Set mit den zusätzlich erforderlichen Metallbauteilen. Der Küchenhersteller ergänzt dazu die Holzteile aus seinem Programm. Beim neuen Dispensa edition-Apothekerauszug wird nur noch die Rückseite des Tragerahmens mit Holz verkleidet. Der Einblick in den geöffneten Auszug bzw. in den Schrankkorpus zeigt so ein ruhiges, geschlossenes Bild, die Technik bleibt im Hintergrund. Durch diese Vereinfachung und eine deutliche Reduzierung der Bauteile konnte Kesseböhmer die Montagezeit beim Dispensa-Apothekerauszug um 68 % reduzieren. Auch die Option, Dispensa edition liegend zu ver­ bauen, trägt zur Vereinfachung der Montage bei.

Oliver Kesseböhmer (l.) strahlt, der Erfolg der neuen Produkte auch bei Kesseböhmer Ergonomietechnik gibt dem Innovationsmanagement Recht. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut hat Kesseböhmer Ergonomietechnik die Wirkung des Lichts auf den Menschen wissen­ schaftlich untersucht. Die Studie belegt, dass das Wohlbefinden von Menschen, deren Leistungsfähigkeit und deren Gesundheit nachhaltig von dem sie umgebenden Licht abhängen. Verantwortlich dafür sind eine Reihe körpereigener Botenstoffe wie z.B. das Hormon Melatonin, das man benötigt, um erholsam zu schlafen. Viele Büroarbeitsplätze sind nicht adäquat beleuchtet, so dass der Hormonhaushalt der Menschen dort empfindlich gestört wird. „Dem können wir mit dieser neuen smarten Leuchte entgegenwirken“, betont Kesseböhmer-Ge­ schäftsführer Burkhard Schreiber (Mitte), und wer den visionären Manager kennt, weiß, dass diese technische Innovation bestimmt auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens zum Einsatz kommen wird.

HOLZ UND METALL ALS RELING Zwei neue Arena-Tablare eröffnen der Küchenindustrie noch mehr Möglichkeiten einer individuellen Gestaltung des Schrankinnen­ lebens. Das neue Arena pure-Tablar zeigt sich in der aktuellen Kombi­ nation von Holz und Metall. Die puristische geschlossene Formge­ bung passt hervorragend zu dem aktuellen Zargen-Design. Die geradlinige, 55 mm hohe und nur mit einer schmalen umlaufen­ den Nut akzentuierte Metall-Umrandung ist in allen KesseböhmerOberflächen lieferbar.

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Architektur + Trend | Beschläge

Das tRack bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten in- und außerhalb der Küche und fungiert auf Wunsch sogar als Bindeglied zweier ineinander übergehender Räume.

Wobei insbesondere der aktuelle Anthrazit-Farbton die puristische Klarheit des Tablars betont. Auch das neue Arena select-Tablar kombiniert Holz und Metall. Konzipiert für den Einsatz im Tandem, Tandem solo und im Convoy. Die Grundidee: Ein Basistablar mit niedrigem glanzver­chromten oder anthrazit pulverlackiertem Rand, nahtlos verklebt mit ei­nem anthra­ zitfarbenen Boden, dient als Trä­ger für einen Aufsatz­rahmen aus wer­ tigem Massivholz von Holzwerk Rockenhausen. Zur Wahl stehen hier die Trendfarben Eiche natur und Esche schwarz. Konsequent grifflos Die grifflose Frontgestaltung in Küchen- und Wohnbereichen steht für Ästhetik, Geradlinigkeit und Eleganz. Ein „push-to-open“-Be­ schlag erweist sich insbesondere dann als hilfreich, wenn gerade kei­ ne Hand frei ist. Diesen Trend greift Kesseböhmer gekonnt auf und zeigte neue Lösungen für Liftbeschläge und schmale Unterschränke für noch mehr Durchgängigkeit in der gesamten Küche. Das bewie­ sen der Dispensa junior III und No. 15 für ein griffloses Öffnen der Unterschränke. Durch die Adaption der modernsten am Markt ver­ fügbaren Auswurfmechaniken weisen die Beschläge das harmonische Öffnungs- und Schließverhalten neuester Schubkastensysteme auf. Für die Free-Familie gibt es nun eine weiterentwickelte mechanische Lösung. Der Auswerfer ist jetzt deutlich kompakter und ermöglicht es – in Kombination mit den neuen FreeLift pto-Beschlägen – nicht nur den FreeFlap, sondern die gesamte Lifter-Familie grifflos zu öffnen. Ein leichter Druck genügt, um einen bequemen Griffspalt zu öffnen. Neben den Liftbeschlägen lassen sich mit dem gleichen Auswerfer auch die Hochschränke Tandem und Tandem solo öffnen. Im Zu­ sammenspiel mit der neuen push-to-open-Technik für den Unter­ schrank und der bereits etablierten eTouch-Technik strebt Kesse­ böhmer damit Durchgängigkeit für das grifflose Öffnen sämtlicher Beschläge an.

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Der schönste Platz ist in der Tür Der Kühlschrank macht es vor, denn auch hier wandert der Inhalt beim Öffnen in den direkten Zugriff. Das Prinzip stand bei einem neuen Türregal Pate: Tandem side präsentiert sich mit verstellbaren ­Tablaren so flexibel wie sein Nutzer und passt sich auch noch nach­ träglich an die Küchenarchitektur an. Tandem side schließt damit die Lücke zwischen konventionellem Innenleben mit Einlegeböden und funktionaler Vollausstattung mit effizienter Stauraumnutzung. Als Baukastensystem konzipiert, lässt sich das Türregal vom Nutzer in­ dividuell so konfigurieren, dass er jederzeit schnell und bequem auf häufig benötigtes Staugut zugreifen kann. Der Grundträger, den Kes­ seböhmer mit besonderer Kompetenz in der Metallbe- und -verar­ beitung zur Interzum im trendigen Anthrazit-Pulverlack präsentierte, ist einfach montiert. Der Küchenhersteller kann entscheiden, mit wie vielen Ebenen er den Grundträger bestücken will. Und er hat die Wahl zwischen Arena classic-Tablaren mit klassischer Runddraht-Reling, den von einem schmalen Metallband umrandeten Arena style-Tab­ laren, zwischen Drahtböden oder den frei positionierbaren YouboXxAufbewahrungsboxen in verschiedenen Größen und Formen. Alle Tablare und Stau-Ebenen sind flexibel in der Höhe verstellbar. Die Elemente lassen sich mit einem einzigen Handgriff ein- und aushän­ gen. Tandem side ist in vier Rahmenhöhen für lichte Schrankhöhen von 600 bis 1700 mm verfügbar und passt so in alle gängigen Schrank­ türen im Hoch-, Ober- und Unterschrankbereich. Aufgrund der opti­ mal gewählten Einbautiefe schafft das Regal darüber hinaus eine Stau­ raumlösung in Geräteschränken mit verkürzten Einlegeböden. Das neue Türregal Tandem side ist natürlich mit anderen KesseböhmerProdukten kompatibel. Differenzierung leicht gemacht Beim Tandem solo von Kesseböhmer bewegt sich mit dem Öffnen der Tür automatisch das gesamte Schrankinnenleben vor den Schrank-


Beschläge | Architektur + Trend

Dispensa junior III wurde in das Edition-

Ordnung macht SpaSS: Holger Schmitz,

… und Thomas Herden, Vertriebsleitung,

Konzept integriert. Auch hier wird jetzt die

Marketing Manager, mit den filigranen

zeigt das neue Tandem side Türregal mit den

Rückseite des Vollauszugs herstellerseits

Schubkasteneinteilungen FineLine MosaiQ …

neuen Arena pur-Tablaren.

mit Holzpaneelen dekorativ geschlossen.

k­orpus. Damit bietet dieser moderne Vorratsschrank RundumEinsicht und direkten Zugriff auf das Staugut. Zur Interzum 2017 hat Kesse­ böhmer diesen erfolgreichen Schranktyp nicht nur mit dem neuen Arena select-Tablar, sondern noch mit weite­ ren interessanten neuen Features ausgestattet: Das spezielle neue „Geräuschdämpfungspaket“,für den Tandem solo, erfüllt den Kun­ denwunsch nach mehr Ruhe bei der Küchenarbeit. Zentrales Element ist die von Kesseböhmer exklusiv entwickelte Auszugsdämpfung Soft­ STOPPpro. Sie kommt optional zum Einsatz und kann in neuen Tan­ dem solo-Schränken auch nachgerüstet werden. Gummipuffer in den Steuerhebeln sorgen zusätzlich für eine spürbare Geräuschminimie­ rung bei der Ein- und Ausfahrbewegung. Im Übrigen wurden auch die Türanbinder beim Tandem solo neu gestaltet. Sie sind jetzt standardmäßig in verchromtem Runddraht ausgeführt und wirken dadurch noch filigraner und eleganter. Auch die neue fixe Querstrebe trägt zu einer weiteren Harmonisierung der gesamten Optik bei. Ein Regalssystem, das verbindet Unter dem Motto „Be the voice, not the echo“ präsentierte Kesseböh­ mer auf der Interzum ein modulares und optisch unverwechselbares Regalsystem. Das tRack bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten in und außerhalb der Küche und fungiert auf Wunsch sogar als Binde­ glied zweier ineinander übergehender Räume. Dabei unterstützt tRack den Wunsch der Konsumenten nach Individualität. Oberflächen, Re­ galböden und Metallprofil bzw. Konnektoren können frei gewählt werden. tRack bietet sich dem planungsstarken Partner innenarchi­ tektonisch als Teil eines anspruchsvollen ganzheitlichen Wohnkon­ zeptes an, mit dem sich Räume verbinden und neu inszenieren lassen. Kesseböhmer sieht in dem System eine Chance, neue zusätzliche Ver­ triebskanäle zu erschließen und auch die Notwendigkeit, sein Poten­ www.kesseboehmer.com tial größtmöglich auszuschöpfen.

TÜR IM FOKUS – Das neue Türregal Tandem side bietet zusätzlichen und gut erreichbaren Stauraum in der Schranktür. Der einfach zu montie­ rende Grundträger kann mit höhen­ verstellbaren Arena-Tablaren und YouboXx-Elementen bestückt werden. Tandem side passt in Hoch-, Ober- und Unterschränke ­– mit verkürzten Einlegeböden eine perfekte Kombination.

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technik + komfort | Beschläge

Zur Interzum stattete Salice sein Einschubtüren­system Eclipse (l.) mit einer zusätzlichen Scharnierdämpfung aus und ermöglicht ein wahres SoftClosing.

„Your home – our mission“ Salices Motto zur Interzum „Your home – our mission“ lautet die Passion des italienischen Beschlagspeziaisten Salice, dargestellt auf der diesjährigen Interzum. Hier bewies das Familienunternehmen einmal mehr, dass Funktionalität, Emotion und Design keinen Widerspruch darstellen müssen.

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iligran,komfortabel und leistungsstark erweist sich das revolutio­ näre Scharnier mit dem Namen Air. Ein Produkt, für das Salice nicht umsonst mit dem Interzum Award 2017 „Best of the Best“ ausgezeichnet wurde. Mit der höchsten Auszeichnung im Wettbe­ werb würdigt die international besetzte Expertenjury aus Architekten und Designern eine herausragende Designleistung, die in Form und Funktion Maßstäbe setzt. Bei einer kompakten Größe von nur 10 mm integriert Air außerge­ wöhnliche Funktionalität in einem intelligenten Produktdesign und kommt ohne eine Befestigung an der Seite des Möbels aus. Wie bei klassischen Scharnieren ermöglicht Salice die dreidimensionale Ver­ stellung für die Ausrichtung der Möbelfront und stattet Air mit einem integrierten Dämpfungssystem aus. Für grifflose Möbeltüren steht eine Variante mit Push System zur Verfügung. Nicht minder edel wirken die Titanum-Scharniere von Mobile, wo sie die edle Anmutung von Trenddesigns in Stein, Beton, Keramik, Me­ tall, dunklen Hölzern oder dunklen Unidekoren auf elegange Weise unterstreichen. Die Titanium Oberfläche mit verbessertem Korro­ sionsschutz verbindet kräftige und wohnliche Farben mit techni­ schem Anspruch. Dämpfung inklusive Und für die neue Scharniergeneration Silentia+ kombiniert Salice eine integrierte, individuell einstellbare Dämpfung mit den bewährten Stärken des Scharniers in Design und Funktion. 34 | küche + architektur

Optisch nahezu unverändert stattet Salice das Scharnier mit einer neuartigen Dämpfung über zwei Silikonöldämpfer aus. Die integrierte Technik ist direkt am Scharnier einstellbar und lässt das schlanke De­ sign und alle Anbindungen am Möbel unverändert. Das Plus an Technik ermöglicht die Einstellung der Dämpfung direkt am Scharnier und sorgt so für ein verbessertes Dämpfungsverhalten. Je nach Größe und Gewicht der Möbelfront lässt sich der Dämpfungs­ grad schnell und einfach anpassen. So schön, kann „Klappen“ sein Dezent, aber oho – nämlich funktional, belastbar und stabil zeigt sich auch Pacta, das kompakte Scharnier für Klappentüren. Ohne den Ein­ satz eines zusätzlichen Beschlags wie Seilzug oder Gasdruckfeder er­ möglicht es das Öffnen oder Schließen von Möbeltüren. Dabei ist die Öffnungsbewegung gedämpft; die Tür senkt sich sanft und progressiv. In der Öffnungsstellung sind Tür und Möbelboden auf einer Ebene, wodurch sich eine gleichmäßige Fläche von Korpus und Klappe ergibt. Dieses Scharnier ermöglicht die Seiten-, Tiefen- und Höhenverstel­ lung der Klappe. Ob mit oder ohne Push System ausgestattet, ist Pacta in zahlreichen Farbausführungen lieferbar und kann in verschiedenen Möbelbereichen eingesetzt werden. Bestechend kompakt: Mit seiner weichen aber kräftigen Bewegung, kompakten Abmessungen und einem raffinierten, klaren Design das es in vielen Farbstellungen gibt, vereint der Liftbeschlag Wind höchs­ te Funktionalität und ausgezeichneten Bedienkomfort bei minimalem


Fotos: Salice

Split sorgt für Ordnung mit intelligen­ tem Design. PACTA zeigt Flexibilität und Vielfalt für alle Möbelbereiche. Air von Salice setzt Maßstäbe in Form und Funktion.

Platzbedarf. Das System ist wahlweise mit einem integrierten Dämp­ fungssystem für die gedämpfte Schließung oder mit einem Push Sys­ tem für die Öffnung griffloser Klappen ausgestattet. Einfach smooth Zur Interzum 2017 stattete Salice sein Einschubtürensystem Eclipse mit einer zusätzlichen Scharnierdämpfung aus und ermöglicht ein wahres Soft-Closing. Der leistungsfähige Beschlag öffnet ohne Wider­ stand und unterstützt die Öffnungsbewegung der Türen gleichmäßig. Selbst hohe Türen bewegt Eclipse völlig geräuschlos und lässt sie lang­ sam und sanft an ihren Platz rechts und links vom Korpus gleiten. Dies sichert die Position der Türen in der Bewegung und gewährleis­ tet eine reibungslose Funktion des komplexen Beschlagsystems. Ob komfortable Vorratshaltung, die praktische Unterbringung von Geräten oder die nur auf Wunsch sichtbare Integration des Hauswirt­ schaftsraum, Eclipse ist vielseitig einsetzbar.Und im Wohnraum ver­ schwinden Fernseher, Mediengeräte, Ladestationen oder eine kleine Bibliothek hinter den Einschubtüren. Im Appartement verbergen sie Garderobe oder Kochnische. Für eine reibungslose und schnelle Mon­ tage liefert Salice das Beschlagsystem Eclipse voll konfektioniert an Möbelindustrie und Objekteinrichter.

ein kompetentes Team: Frank Huntebrinker, Vertriebsbereich Nord der Deutschen Salice, und Michael Budde, Vertriebsleiter der Deutschen Salice. Stefanie Möller ist die Pessereferentin von Salice Deutschland.

Individuelle Anforderungen wie die Einstellung der Federstärke und der Scharnierpositionen sind dabei bereits berücksichtigt. Die An­ passung an das Frontbild mit dreidimensionaler Verstellung ermög­ licht Eclipse über leicht erreichbare Verstellungen am eingebauten Beschlag. Mit dem Einbau der Möbeltüren kann das Einschubtüren­ system sofort genutzt werden. flächenbündige Schiebetüren mit Magnetdämpfung Auf große Resonanz stieß auch die völlig neu entwickelte MagnetoDämpfung für die modernen Slider-Systeme von Salice. Sie verbessert die Anschlag- und Einzugsdämpfung und sorgt für eine selbsttätige und geräuschlose Bewegung der Möbelfronten. Die weltweit erstma­ lig präsentierte Technik verbessert die hochwertigen, flächenbündi­ gen Slider-Systeme für Möbel in allen Wohnbereichen. Mit der Magneto-Dämpfung öffnen die Slider-Schiebetüren ohne je­ den Widerstand und erreichen ihre Endposition absolut geräuschlos und selbsttätig. Individueller denn je -Teilen und ordnen mit Split Mit Split stellt Salice ein flexibles Organisationssystem für die Linea­ box vor. Split nutzt zwei unterschiedliche Höhen für die Innenorga­ nisation, eine für den Schubkasten und eine für den Auszug. Beide lassen sich mit Rücksicht auf die Nutzungsgewohnheiten flexibel ein­ teilen und jeweils durch eine weitere Ebene ergänzen. Beim Auszug setzt die Innenorganisation auf der Innenkante der Lineabox auf. www.deutschesalice.de  küche + architektur | 35


Architektur + Trend | Materialien

Radiant Black, eine dekorative HolzoberMaritime Pine Japanese

fläche, von lichtdurch-

Cedar Kengo Kuma @

lässigen Harzlinien

Federico Cedrone

durchzogen

Alpi

Die Kunst der Natur – Koexistenz der Kontraste Auf der Interzum 2017 präsentierte Alpi die Weiterentwicklung seiner auf der FuoriSalone Milano im April dieses Jahres erst­ mals präsentierten Holzkollektion, deren Konzept die Koexistenz unterschiedlicher Anmutung verfolgt: evokativ, warm und taktil, was die Holz-Reproduktionen anbelangt, innovativ, visuell und dynamisch bei den grafischen Designs. Die neue Kollektion von Kengo Kuma, Fratelli Campana und Pie­ ro Lissoni definiert die ursprünglichen Eigenschaften des Werk­ stoffs Holz neu und bietet verschiedene neue Materialeffekte, die sich sowohl in natürlichen als auch in grafischen Lösungen wi­ derspiegeln. Dabei setzt Alpi auf die Symbiose fortschrittlichen Produktionsprozesses und sorgfältiger, maßgeschneiderter Handwerkskunst. Die elegante Ästhetik von Piero Lissoni präsentiert neue, exklu­ sive Holzdesigns: Ikat besticht durch ein originelles Grafikbild, während Thermo und Blush Cherry die natürlichen Eigenschaf­ ten des Holzes widerspiegeln. „Ikat“ kommt aus dem Malaiischen „mengikat“, d.h. „zubinden“, und steht für eine traditionelle Färbetechnik, bei der Teile des

Ikat Piero Lissoni @Federico Cedrone

36 | küche 36 | k + a + architektur

Garns so eng gebunden werden, dass die Farbstoffe sie nicht er­ reichen, während die anderen Teile die Farbe absorbieren. Das Weben der so behandelten Garne schafft einen besonderes De­ sign, das als „ikat“ bekannt ist. Das Resultat sind einfache und leicht verschwommene geometrische Motive mit subtilen ähnlich oder zart kombinierten kontrastierenden Farbtönen. Piero Lissoni beschäftigt sich jedoch auch mit der Schönheit der Naturwälder. Thermo, ein Holz mit dunklen Tönen ähnlich geröstetem Kaffee, bekommt seine Inspiration aus ThermoBehandlungsprozessen, die das Korn des natürlichen Holzes akzentuieren, während Blush Cherry den typischen, aber leicht zurückgenommenen und somit nur leicht rosigen Ton der natür­ lichen Kirsche wiedergibt. In der von Piero Lissoni koordinierten neuen Legacy-Kollektion fokussiert Alpi die Identität des Materials Holz. Mit Hilfe eines be­ sonderen Produktionsverfahrerns gelingt es, die ursprünglichen Eigenschaften des Materials besonders hervorzuheben. Diese neue Kollektion enthält edle Hölzer wie Ebenholz, Teak, Wengé, Palisander und Zebrawood; Arten, die vom Aussterben bedroht sind und deren Verwendung daher praktisch verboten ist. Mit sei­ nen Furnieren will Alpi die Schönheit des Materials bewahren. Designer Kollektion von Kengo Kuma Die Kreationen von Kengo Kuma, Maritime Pine und Japanese Cedar erzählen versinnbild­ licht die Kraft und die Robustheit der Natur: Dabei wird Rinde als kommunikatives Zeichen verwendet, das das Wesen des Materi­ als verkörpert. Ein Beispiel dafür bildet Maritime Pine, eine Re­ produktion der Pinienrinde, deren Struktur von warmen rötlichen Tönen bis hin zu kühlen, hellgrauen Nuancen variieren. Ähnliches gilt für die Zeder. Ihre Rinde variiert zwischen Rot und Braun. Die Wurzeln die Rinde erscheint glatt, immer mehr gefurcht und ver­ tikal in Richtung der Spitze des Baumes gespalten. www.alpiwood.com 


Materialien | Architektur + Trend

Erhard John, Geschäftsführer von Reichert Holztechnik

Reichert Holztechnik

Authentischer Stahl-Effekt in Lack Ergänzend zu seinen neuen, trendigen mineralischen Oberflächen mit Stein-, Keramik-, Zement- und Beton-Effekten präsentierte Reichert Holztechnik auf der Interzum 2017 Varianten mit StahlEffekt in einer hohen Authentizität. Durch die Entwicklung von speziellen Applikationsverfahren und das Beimischen von echten Metallanteilen gelingt es dem Lackspezialisten Oberflächen­ strukturen herzustellen, die sich von echten Korrosions­ spuren kaum unterscheiden. Aufgrund des hohen Stahlanteils haben die Lackschichten magnetische Eigenschaften und können durch che­ mische Prozesse zur Oxidation gebracht werden. Zudem durch­ läuft die Herstellung der ausdrucksvollen Werkstoffe verschie­ denste, neu entwickelte Produktionsschritte. So entstehen besonders markante Effekte mit fühlbar realistischen Strukturbildern. Der traditionsreiche Hersteller bietet die edlen Designs nicht nur für flächige Fronten, auch eine Lackierung von dreidimensionalen Formen ist möglich. So lassen sich z. B. Grifflösungen in einer durchgängigen Optik integrieren. Vier Ausführungen stehen zur Wahl: Stahl-Effekt Rost, -angerostet, -blank und -Schwarzstahl. Wie alle Oberflächen aus dem Programm von Reichert Holztechnik kenn­ zeichnet auch diese Neuheiten ein hoher Qualitätsstandard. www.reichertht.de 

reicherts hochwertig verarbeitete Stahl-Effekt-Oberfläche

Design und Funktion auf Italienisch. Das Victoria-Design Ob als freistehendes Kochzentrum oder Einbauvariante, mit Gas- oder Induktionstechnik – die Geräte im neuen VictoriaDesign stehen nicht nur für modernste Technik, sie sind ein Blickfang in jeder Küche und ein Zeichen echter Individualität, wenn es ums Kochen und Backen geht.

VICTORIA-KOCHZENTRUM TR90IP9

Induktionskochfeld, Turbo-/Doppelheissluft, Vapor Clean, Barbecue-Drehspiess, 9 Beheizungsarten, EEK A, u.v.m. (auch mit Gaskochfeld erhältlich)

Mehr Informationen zur gesamten Designlinie Victoria erhalten Sie bei Ihrem SMEG Verkaufsbeauftragten oder unter:

küche + architektur | 37

www.smeg.de


Eine Besonderheit bildete die aluminium­ beschichtete Kompakt-Arbeitsplatte in

In Anlehnung an den durchgefärbten

Edelstahloptik, die sich durch ihr dünnes

Unicolor-HPL-Schichtstoff bietet Westag

Design in Verbindung mit ihren Oberflächen­

& Getalit auch Kompaktplatten in den

eigenschaften auszeichnet und ihren Einsatz

Dicken von 2-20 mm an, die homogen

damit unter anderem als Arbeitsplatte in der

durchgefärbt sind und damit eine sehr

hochwertigen Küchenindustrie findet.

massive und wertige Optik erfahren.

Westag & Getalit

Im Trend: Homogenität – Von Schichtstoff bis Compact Fugenlose und homogene Optiken sind im Möbel- und im Innen­ ausbau zunehmend gefragt. Mit dem durchgefärbten GetaLitSchichtstoff „Unicolor“ bietet die Westag & Getalit AG diesem Trend entsprechend große Flexibilität beim Gestalten von Flä­ chen und Kanten. Ob für Arbeitsflächen, Tische oder Regale – überall dort, wo die fugenlose Verarbeitung im Vordergrund steht, eignet sich der durchgefärbte HPL-Schichtstoff optimal. Der Grund dafür liegt in der homogenen Farbigkeit des Materials: Im Gegensatz zu her­ kömmlichen HPL-Beschichtungen wird Unicolor ausschließlich mit klarem Melaminharz imprägnierten Papieren hergestellt, wodurch das Material seine homogene Farbigkeit erhält. Durch das Fasen der Kante lässt sich beispielsweise ein fließender Übergang in die Fläche herstellen und es entsteht eine kantige, fugenlose Optik. Das Oberflächenangebot reicht von einer samtigen Perlmatt­ oberfläche über eine Steinanmutung „Cera“, bis hin zur matten und fingerprintunempfindlichen Oberfläche „Mondo“. Mit den 1 mm dicken Schichtstoffen lassen sich so optisch massiv wirken­ de Verbundelemente herstellen, die wie aus einem Guss wirken. Hinsichtlich seiner Verarbeitungsmöglichkeiten ist der durch­

GetaLit UniColor – der homogen durchgefärbte Schichtstoff der Westag & Getalit AG Als Element verarbeitet, profitieren besonders die Kanten von der Homogenität des Materials. 38 | küche + architektur

gefärbte Werkstoff vergleichbar mit herkömmlichen HPL-Be­ schichtungen. Bei der Dekorauswahl setzt der Hersteller auf verschiedene Dekore in modernem Weiß, Schwarz und verschie­ denen Grautönen, die dem aktuellen Farbtrends entsprechen und sich dezent und edel in nahezu jedes Interieur integrieren lassen. Zudem präsentierte Westag & Getalit AG gleich vier verschiedene Oberflächenausführungen der UniColor Compactplatten-Linie. Neben der fingerprintunempfindlichen Mattoberfläche „Seta­ Forte“ stehen dabei vor allem moderne Steinoberflächen im Vordergrund, die in Kombination mit einer Vielzahl neuer Dekore besonders authentisch und hochwertig wirken. Durch den durch­ gefärbten Kern verfügen die „UniColor Compactplatten“ (UCC) über eine massive Optik. Die hohe Standfestigkeit der 2-20 mm dicken Kompaktplatten macht sowohl den Einsatz als Solitärele­ ment oder auch im Materialmix möglich. Prädestiniert sind sie durch ihre homogene Farbgestaltung an den sichtbaren Kanten auch als Arbeitsplatte. Wie alle HPL Oberflächen aus dem Angebot verfügen auch die neuen Kompaktplatten-Varianten über eine antibakterielle Wir­ kung. So werden alle Produkte standardmäßig als „Bacteria re­ www.westag-getalit.com sistant“ angeboten. 


DREHEN HEBEN SCHIEBEN ZIEHEN… ALLES MIT SALICE 2 3

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Für jede Art von Bewegung …die Antwort ist Salice. Eine umfassende Palette von Produkten vereint Qualität, technische Perfektion sowie anspruchsvolles Design und bietet optimale Lösungen für alle Möbelbereiche. 1 2 3 4 5

deutschesalice.de

- Scharniere - Liftsysteme - Schiebetürsysteme - Auszugsführungen - Schubkastensysteme


Architektur + Trend | Küchen

To be connected Schüco verbindet Möbel und Raum

Die Regalsysteme von Schüco Alu Competence haben bereits im vergangenen Jahr für Furore gesorgt. Auf der diesjährigen Interzum, der Weltleitmesse für Möbelfertigung und Innenausbau in Köln, präsentierte das Unternehmen aus Borgholzhausen nun ein noch vielseitigeres Produktund Neuheitenprogramm, das, eingesetzt in unterschiedlichste Wohnbereiche, noch stärker „verbindet“.

S

einen knapp 240 qm großen Stand nutzte das Schüco-Team um die zahlreichen Gäste aus dem In- und Ausland in die in­ dividuelle Welt von Regallösungen einzuführen, die in offenem oder geschlossenem Zustand jedem Einrichtungsstil gerecht werden können. Neu ins Spiel brachte das innovative Unternehmen auch Griff­lösungen, die ebenso wie die Regalelemente Möbeln und Einrich­ tungsstil eine individuelle Note verleihen. SmartCube für alle Lebenslagen Mit seinem diesjährigen Messemotto „Wir verbinden“ brachte Schüco Alu Competence seine Botschaft mit zwei Worten auf den Punkt: Es sind gute Verbindungen, die in allen Bereichen zum Erfolg beitragen. Konsequent zog sich das Motto durch die gesamte Messepräsentation und -kommunikation und unterstrich das Anliegen des kompetenten Teams, Schüco Alu Competence als echten Impulsgeber für zeitge­ mäße Wohn- und Lebensform darzustellen. Die in unterschiedlichen 40 | küche + architektur

Raum- und Lebenssituationen platzierten Produkte bildeten die Basis für produktive Gespräche zwischen Ideengeber und Kunden. Durch die gelungene Produktpräsentation stellte das Unternehmen erneut unter Beweis, wie harmonisch und stimmig sich technische Präzision und emotionale Wirkung verbinden lassen. Pate dafür stand u.a. das Regalsystem Schüco Smartcube, das bereits im Herbst letzten Jahres erfolgreich vorgestellt wurde. Das System basiert auf einem kleinen, kubusförmigen Eckverbinder, der die ein­ zelnen Regalelemente zusammenhält, die beliebige Erweiterung des Systems ermöglicht und damit ganz neue Einsatz- und Nutzungsmög­ lichkeiten im Küchen-, Wohn- und Arbeitsbereich eröffnet. Ob integriert in bestehende Möbelkonzepte als Unterschrank- bzw. Inselmodul oder an der Wand, einzeln oder als Gruppe – Schüco Smartcube ist ein System, das jeden Lebensraum optisch und prak­ tisch bereichert. Ergänzt durch entsprechende Schiebetürbeschläge macht es auch in geschlossenen Regalbereichen eine gute Figur.


Küchen | Architektur + Trend

Die Lebenswelt Küche zeigte während der Messe das Regalsystem Smartcube als Wandlösung, offen oder mit Schiebetür, integriert als Insel- oder Unterschrankmodul, die Studie Hidden Work, die Griffleiste Kontur und das Frame Gestellsystem.

Nicole Klemens, Marketing, und Olaf Tödtmann, Verkaufsleitung bei Schüco Alu Competence.

Wie das Regalsystem, so lässt sich auch die vorgestellte Designstudie „Hidden Work“ raumübergreifend und individuell einsetzen. Sie stellt eine Antwort auf die heutigen Anforderungen an multifunktionale ­Lebensräume dar. Bei kleinen Wohneinheiten aber auch in der design­ orientierten Einrichtung, beweist sie Zeitgeist und eröffnet ein weites Feld an Einsatzmöglichkeiten: Einfach zuklappen und Utensilien ­können versteckt, bevorratet und neu organisiert werden. Regal und Griff eine symbiotische Einheit Mit der völlig neuen Verbindung zwischen Schüco Alu Competence und dem Bereich der Möbelzierbeschläge von Union Knopf zeigt sich, wie sich die Kernkompetenzen zweier Unternehmen erfolgreich verbinden lassen und effektiv ergänzen. Ein Beispiel hierfür lieferte u.a. die gelungene Ausstattung eines Bads mit dem neuen wellenförmi­ gen Griff in Verbindung mit dem Regalsystem Smartcube. www.schueco.com/alu-competence  küche + architektur | 41


Architektur + Trend | Materialien

Mit dem iF Design Award 2016 ausgezeichnet: „alphabox“, „d-lite lift“ und „Smartflow“, die Highlights auf dem Samet-Messestand zur interzum 2017.

Samet

Perfekt in Design und Funktion – Montagekomfort inklusive Samet-Deutschland-Geschäftsführer Felix Nieburg ist gut zufrie­ den. Gemeinsam mit seinem Team konnte er in Deutschland ein Umsatzplus von 20 Prozent erzielen. Gelungen ist das durch ein marktgerechtes Produktportfolio, das das Unternehmen konti­ nuierlich weiter ausbaut. Die Basis dafür schafft u.a. auch die hochmoderne Fertigung der türkischen Muttergesellschaft. Be­ sonders erfolgreich vermarktet sich von der Küche über das Bad bis hin zum Wohn- und Schlafraum das Schubkastensystem „alphabox“ von Samet. In 2016 mit dem iF Design Award ausgezeichnet, sorgt es mit seiner in die Führung integrierten Push-open Soft CloseFunktion für komfortabel nutzbaren Stauraum auch bei grifflosen Türen. Die Schubkästen und Auszüge passen sich mit ihrem schlan­ ken und schnörkellosen Design jeder Möbelanwendung an. Mit entsprechenden Inneneinrichtungselementen lässt sich systematisch der Schubkasteninhalt organisieren. Verstellbare Trennelemente teilen die Schubkästen bedarfsgerecht ein. Das alphabox-Schubkastensystem bietet Samet in der Zargen­ höhe 840 mm und mit Nennlängen von 270 bis 600 mm an. Zu­ dem nehmen die alphabox-Zargen den Boden ohne zusätzliche Fräsung auf, was sich im Verarbeitungsprozess auszahlt. Mit der dreidimensionalen Verstellung lässt sich die Höhe um +/- 2 mm und die Seite um +/- 1,5 mm verstellen. Die 12,8 mm dünnen Stahl-Seitenwände verleihen dem Schub­ kastensystem „Smartflow“ mit synchronisierter Unterflurfüh­ rung eine besondere Eleganz. Erhältlich in einer Vielfalt von Far­ ben verleiht das mit dem iF Design Award 2016 ausgezeichnete Schubkastensystem den unterschiedlichsten Möbelanwendun­ gen eine differenzierende Note und setzt Akzente. Die Stahlzarge gibt es in den Standardfarben Schwarz, Weiß, An­ thrazit, Mocca sowie den Spezialfarben Champagner und Inox. Zusätzliche Glaspaneele sowie eine Reling ergänzen die Mög­ lichkeiten, mit denen sich Ordnungsfunktionen hinter Möbelfron­ ten von ihrer schönsten Seite zeigen. Zum Programm gehören Schubkästen, Innenschubkästen und Frontauszüge. Komfortable Montage und Verstellung gehören dazu. Der Boden muss nicht bearbeitet werden. Hinzu kommt die werkzeuglose Frontmontage und -demontage. Möbelhersteller und Endver­ braucher profitieren von der im Innern des Schubkastens leicht zugänglichen dreidimensionalen Verstellung. Für ungehinderten Zugriff auf das Schrankinnere von Ober­ schränken sorgt der Klappenbeschlag „d-lite lift“ von Samet. Er 42 | küche + architektur

kommt ohne Scharniere aus und kann in Korpushöhen von 250 bis 600 mm zum Einsatz kommen. Auf Gewicht und Größe der Möbelfront einstellbar, stoppt der Beschlag in jeder gewünsch­ ten Position und schließt sanft und leise. Auch hier wurde natürlich auf Montagefreundlichkeit geachtet: Der Beschlag eignet sich für Holz- und Aluminiumfronten. Die Justierung nach Größe und Gewicht der Klappe kann nach der Montage erfolgen. Das Beschlaggehäuse aus Kunststoff steht in den Farben Weiß, Grau, Anthrazit und Mocca zur Wahl. Darüber hinaus kann das Kundenlogo auf das Gehäuse des kleinen, aber feinen mit dem iF Design Award 2016 ausgezeichneten Liftbe­ schlages aufgebracht werden. Das neue „Master“-Scharnier“ mit integrierter Dämpfung rückt die komfortable Montage und Demontage in den Fokus. Die drei­ dimensionale Verstellung in Tiefe, Auflage und Höhe erfolgt über Exzenter-Schrauben. Viel Wert wurde auf die Spannbreite der Justierbarkeit gelegt. So lässt sich die Tiefe von -2 bis +3 mm und die Auflagenverstellung von -1 bis +6 mm einstellen. Die Hö­ henverstellung ist im Bereich +/-2 mm justierbar. Darüber hinaus vereinfacht und beschleunigt die Aufklipsmontage den Verarbei­ tungsprozess. Ein leichter Druck genügt, damit die Scharniere www.samet-germany.de auf der Montageplatte einrasten. 

Felix Nieburg, Geschäftsführer Samet Deutschland.


CUSTOM MADE COLORS Kreativität, Leidenschaft, Personalisierung

ENIGMA: Der neue gastronomische Raum von Albert Adrià, entworfen von RCR Arquitectes (Pritzker Preis 2017) und Pau Llimona. Neolith wurde für die Verkleidungen, Arbeitsplatten und Bodenbeläge im gesamten Restaurant angewendet und hat eine traumartige Landschaft mit einem einzigartigen Design erschaffen. Entdecken Sie alle Gestaltungsmöglichkeiten und die außergewöhnlichen Features von NEOLITH unter www.neolith.com


Architektur + Trend | Materialien

Pfleiderer presents OneCollection „Inspirations close to you“

… lautete das Motto, mit dem der Holzwerkstoffhersteller Pfleiderer seine internationale Klientel auf der Interzum begeisterte.

I

m Fokus stand nicht zuletzt die „Design-Kollektion 2017-2020“: Eine weltweit gültige Dekorauswahl, welche auf ­zukunftsorientierten Interieur-Trends und zeitgemäßen Farb- und Lebenswelten basiert. Dabei zeigt sich die One­ Collection des innovativen Herstellers individuell auf die Bedürfnisse und Branchen von dessen Kunden abgestimmt. Die in ihrer Breite und Tiefe einzigartige, konzernübergreifende „Design-Kollektion 2017-2020 präsentierte das Pflei­ derer-Team auf der „Interzum“ zusammen mit einer Fülle inspirierender Kombinationsideen und praxisnaher Anwen­ dungsbeispiele. 360 Dekore, gegliedert in elf Farbwelten, die verschiedene Wohn- und Gestaltungsstile ausdrücken, regten die Phantasie der Messestandbesucher an. Trendthemen wie Beton, Metall, Mosaik, Textil, Marmor und filigrane Hölzer sind selbstverständlich auch Bestandteil der Dekor-Kollektion. Es darf kombiniert werden, sei es im aktuellen skandinavischen Stil, zeitlos klassisch oder in puristischer Architektenansprache. Dabei gehen Optik und Haptik bei Pfleiderer Hand in Hand, wie es der Hersteller gleich mit sechs neuen Oberflächen unter Beweis stellt. Quer durch die drei Produktbereiche Rohspan/Faser, Melaminbeschichtung und HPL/Elemente erstreckt sich das An­ gebot vom klassischen Möbel- und Innenausbau, Schiffsbau, über den Leichtbau und Brandschutz bis hin zu besonders ökologischen Produkten und solchen für konstruktive Zwecke. Nicht zu vergessen die elektrostatisch ableitfähigen Holzwerkstoffe, Echtmetall-Veredelungen und kundenindividuelle Digitaldrucke des Herstellers.

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Materialien | Architektur + Trend

Warme und natürliche Hölzer finden sich in der Themenwelt „Summertime“

Unter „River deep, mountain high“ haben die Dekor-Experten angesagte Stein- und MineralReproduktionen zusammengefasst.

Grenzenlose Individualität Die 360 Dekore sind in elf Farbwelten gegliedert, verschiedenen Wohn- und Gestaltungsstilen entsprechend. Sechs dieser Farbwelten sind den Hölzern gewidmet. „Beyond the sea“ beispielsweise heißt das Motto, unter dem der Holz­ werkstoffhersteller seine nordischen und hellen Hölzer zusammengefasst hat. Warme und natürliche Hölzer finden sich in der Themenwelt „Summertime“. „As time goes by“ steht für edel ange­ graute, gealterte Hölzer und „Black Coffee“ für besonders stylische Variationen in Schwarz und Weiß. Den Gegentrend dazu bilden die elegant-dunklen sowie rötlich-warmen Hölzer, die der Holzwerkstoffhersteller mit „Pianoman“ bezie­ hungsweise „Tea for two“ betitelt hat. Die Stein- und Fantasiedekore der neuen Pfleiderer-Kollektion sind in drei verschiedene Farbwelten eingeteilt: Unter dem Motto „River deep, mountain high“ haben die Dekor-Experten angesagte Stein- und Mineral-Reproduktionen zu­ sammengefasst. Andere Materialien und spannende Texturen sind mit „Catch of the day“ überschrieben. Die Farbwelt „Pink House“ steht für grafisch-künstlerischen Designs. Unidekore finden sich untergliedert in die Kategorien „Stormy weather“ mit neutralen Tönen von Weiß über verschiedenste Taupe- und Grau-Töne bis hin zu Schwarz und „Over the rainbow“ mit chromatischen Farben.

Unter dem Motto „Inspirations close to you“ stellt Pfleiderer sein neues, in Breite und Tiefe beispiello­ ses Produktsortiment vor. Herzstück des Ganzen ist die „Design-Kollektion 2017-2020“

Hommage an Schiefer und Granit Passend zur weltweit gültigen und bis dato größten Design-Kollektion hat Pfleiderer jüngst sein Strukturen-Sor­ timent erweitert und präsentierte gleich sechs neue Oberflächen. Speziell für HPL entwickelt, eignen sich die meisten Strukturen sowohl für den vertikalen als auch für den horizontalen Einsatz, nicht zuletzt als Arbeitsplatte. Die großzügig angelegte Schieferstruktur Vermont beispielsweise bietet sich besonders für ruhige ­Steine, Material- und Metalldekore an. Neutrale, dunkle Unis erhalten durch sie eine glaub­ würdige Schiefer-Anmutung: mit weichen Übergängen und feinen Abrissen der Lagen, ei­ ner leichten Rauigkeit in den tieferliegenden Ebenen und Seidenglanz auf den K ­ uppen. Feine Höhenunterschiede, dezente Abrisse und eine seidenmatte Oberfläche zeich­ nen auch Solid Granite aus. Diese schroffe aber gleichmäßige Steinstruktur ist scharfkantig und präzise im Detail. Klassische feinstrukturierte Steine, Kunststeine und Beton lassen sich mit Solid Granite authentisch kombinieren. Dunkle, neutrale Unidekore verwandelt diese Struktur in eine gelungene Granit-Anmutung.

küche + architektur | 45


Architektur + Trend | Materialien

Duropal-HPL SolidColor XTreme hat jetzt endgültig alle bedeutenden Design­ preise abgeräumt: Nach dem „Iconic Award“, dem „German Design Award“, dem „Iconic Award Interior Innovation“ und dem „pro-K Award“ erhielt Pfleiderer für diese Neuheit nun auch den „Interzum Award“ in der Kategorie „intelligent material & design 2017“, sowie den begehrten

Investitionen in Innovationskraft und neue Technologien In einer engen Kooperation mit dem Lackund Klebstoffspezialist Kleiberit entwickelt Pfleiderer derzeit eine Lackieranlage, mit der sich Holzwerkstoffträger, Hockdruckschichtstoffe und Compactplatten in einer Breite von 2.100 mm lackieren lassen. Die entwickelte Maschinenkonfiguration ist im Markt bisher einmalig und soll im ersten Quartal 2018 am Standort Leutkirch in Betrieb gehen. Pfleiderer investiert damit auch in die weitere Stärkung des Standortes, als Spezialist für hochwertig designorientierte Produktlösungen.

„Red Dot Award“.

Holzstuktur seidig matt und glänzend Darüber hinaus hat Pfleiderer mit Riverwood eine neue, hochwertige Holzstruktur ins Programm genommen. Matte und seidenglänzende Passagen spielen hier auf großzügige Weise zusammen. Die streifige Maserung ist in Breite und Abstand der Jahresringe unregelmäßig und zackig ausgelegt. Derart abstrakt lässt sich Riverwood mit nahezu allen streifig geplankten Holzdekoren kombinieren. Unidekore werden mit dieser Struktur zu farbig lackiertem Holz. Die Lücke zwischen gewachsenen und konstruierten Strukturen schließt Pfleiderer letztendlich mit Trickle: Diese li­ neare, vertikal ausgerichtete Struktur mutet wie ein Vorhang aus feinen Wasserfäden an. Unregelmäßig tiefe und mat­ tierte Riefen erzeugen eine lebendige Licht- und Schattenwirkung. Einzelne Unterbrechungen der Linien und wenige winzige Knoten lassen die Struktur organisch wirken. Das macht Trickle universell einsetzbar – als gebürstete Holz­ struktur ebenso wie für Textildekore oder Geflecht. Von grobem Tweed und gebürstetem Edelstahl Ähnlich vielseitig und organisch anmutend ist Crocket mit seinen grob gewebten „Fasern“, die nahezu rechtwinklig verlaufen, und Flächen, die wie gestempelt wirken. Sie unterstreicht die Sägerauigkeit rustikalen Holzes und betont den Faserverlauf von Textildekoren. Sie entschärft die Geradlinigkeit grafischer Dekore und verleiht Unis eine spannende Materialanmutung. Dabei ist Crocket ausschließlich für den vertikalen Einsatz im Möbel- und Innenausbau vorgese­ hen. Gleiches gilt für die filigrane Struktur Steel, die gebürstetem Edelstahl nachempfunden ist. Ihr feiner, scharfkan­ tiger Schliff bricht das Licht unregelmäßig und wirkt deshalb besonders authentisch und luxuriös. Auf diese Weise verleiht Steel sogar Unidekoren einen edlen metallischen Schimmer. Wobei ganz besonders Metalldekore profitieren: Kupfer, Messing, Platin, Silber und Gold werden wirksam in ihrer Materialität unterstützt. Designstark und widerstandsfähig Schließlich eröffnet diese innovative Symbiose aus durchgefärbtem Schichtstoff und besonders widerstandsfähiger Oberflächenqualität ganz neue Möglichkeiten für das Möbeldesign. „Damit können Kreative und Verarbeiter nun auch dort ohne sichtbare Fugen und Stoßkanten arbeiten, wo Flächen stark beansprucht werden.“ Während der durchgefärb­ te Schichtstoff Duropal-HPL SolidColor schon seit Jahren bei Designern beliebt sei, verleihe ihm die neue Struktur XTreme Matt im Vergleich zu anderen matten Oberflächen eine nie dagewesene Qualität mit warmem Touch, mehr Farb­ tiefe und deutlich höherer Unempfindlichkeit gegen Fingerabdrücke als andere matte Oberflächen. Dank seiner neuar­ tigen Funktionsschicht ist Duropal XTreme außerdem mühelos zu reinigen und chemikalienbeständig. www.pfleiderer.com

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Über Resopal: Im November 1867, exakt vor 150 Jahren, begann die Resopal Erfolgsgeschichte. Damals hatte August-Hermann Römmler im brandenburgischen Spremberg sein Unternehmen gegründet, das der Pionier der Kunststofftechnologie mit innovativen Erfindungen rasch zum Erfolg führte. Der Schichtstoff Resopal, 1930 patentiert, setzte sich rasant in vielen Bereichen durch – und erhielt nicht zuletzt durch seine Verwendung in der Bordküche eines Zeppelin-Luftschiffs viel Beifall als modernes, zukunftsorientiertes Baumaterial. Seit seinem Umzug 1946 ist das Unternehmen im hessischen Groß-Umstadt zu Hause. Mit modernster Technologie, sorgfältiger Handarbeit und großer Erfahrung produzieren hier etwa 600 Mitarbeiter der Resopal GmbH jährlich rund 17 Mio. Quadratmeter Schichtstoffe. 2012 erhielt das Unternehmen unter dem Dach der Wilsonart International Holdings, LLC, eine neue, starke Ausrichtung

Resopal

Sanfte Natur, opulente Eleganz, Mix & Match … … beschreibt der Holzwerkstoff-Spezialist Resopal im Jahr sei­ nes 150-jährigen Jubiläums die Key Trends, die Architektur und Interior Design in den kommenden Jahren bestimmen werden: In diesen drei sehr unterschiedlichen Stilwelten bieten die neuen Dekore und Oberflächen der Resopal Collection eine außerge­ wöhnliche Vielfalt und damit einhergehend nahezu unendliche Kombinationsmöglichkeiten in Design, Oberfläche und Materiali­ tät. Zudem bietet Resopal ab sofort eine Farbverbundkollektion an. Sie besitzt nahezu identische Dekor-Oberflächenausführungen als direktbeschichtete Spanplatte/MFC und HPL-Schichtstoff. Absolut im Trend liegen Oberflächen wie Crushed Stone mit seinem authentischen Schiefer-Relief und Elegant Wood, eine feinporige Holzstruktur mit matter Anmutung. Mit seiner beson­ deren Tiefenwirkung vermittelt Elegant Wood das lebendige Bild einer sorgfältig bearbeiteten, dennoch äußerst natürlichen Holz­ pore. Als exklusives, neues Dekor zeigt Resopal zudem Dancing Lines: Eine zauberhaft leichte, an die Designs der 1950er Jahre erinnernde und dennoch sehr moderne, grafische Struktur, die in zehn Varianten angeboten wird. Nicht zu vergessen die Palette neuer Metallic-Töne. Die sechs Farbstellungen reichen von Gold über Bronze und Kupfer bis hin zu Aluminium und sind jeweils in hochglänzender wie matter Ausführung erhältlich. Aber auch in punkto Langlebigkeit hat Resopal einiges zu bie­ ten. Ein Beispiel dafür ist die innovative Oberfläche Traceless Smooth, die handschmeichelnd-seidige, dabei völlig unemp­ findliche Oberfläche von Resopal für den Innenausbau mit ho­ hem Designanspruch. Mit Resopal Traceless Premium erfahren insbesondere Arbeitsplatten eine besondere Aufwertung. Extrem widerstandsfähig ist AEON™, dessen Scheuer- und Abriebbe­ ständigkeit dreimal so hoch ist wie bei handelsüblichen Schicht­ stoffen mit vergleichbarer Oberfläche. AEON ist hervorragend ge­ eignet für den Einsatz in allen Bereichen, in denen Oberflächen hohen Belastungen ausgesetzt sind. 48 | küche + architektur

Als perfekte Ergänzung zur neuen Collection präsentierte Re­ sopal sein neuen Lookbook: Architekten, Designern und Verar­ beitern bietet es einen neuartigen, schnellen und informativen Zugang zu den unendlich vielen Möglichkeiten, die sich mit der Resopal Collection umsetzen lassen. „Resopal bietet Antworten, mit denen Räume zum Erlebnis werden - kurz: REinvent with ­Resopal“, sagt Bettina Haag, Head of Marketing & Design bei www.resopal.de ­Resopal. 

Die rustikale Chalet Oak in spannender Verbindung mit Vintage Möbeln


Küchen | Architektur + Trend

Summa Summarum punktet Lapitec® durch hohe Produktqualität und Gestaltungsvielfalt und eine außerordentlich hohe, stilübergreifende Designvielfalt made in Italy.

Keramik trifft Lifestyle Lapitec® – grenzenlose Gestaltungsvielfalt Mit Lapitec® gestaltete Einrichtungsszenarien begeistern nicht nur durch die Homogenität des gesinterten Feinsteinzeugs, sondern auch durch dessen natürliche Ausdrucksstärke.

U

m eine solche überzeugende Materialqualität herzustellen, hat die Lapitec S.p.A. aus dem italienischen Vedelago keine Kosten und Mühen gescheut und nicht nur in Forschung und Entwicklung investiert, sondern auch in neueste Fertigungstechnologie, die dazu beiträgt, in diesen hochwertigen Produkten Design, Modernität und Tradition zu vereinen. Da es sich bei Lapitec um ein „durchgefärbtes Feinsteinzeug“ handelt, lässt sich das porenfreie, widerstandsfähige und zudem reinigungsfreundliche gesinterte Material leicht bearbeiten und auf Maß bringen und findet seinen Einsatz dadurch natürlich auch in weiteren Ausstattungsbereichen mit hohem architektonischen Anspruch: Von Innen- und Außenwandverkleidungen, in Küche und Bad über Fußböden bis hin zu hinterlüfteten Fassaden. Gefertigt wird La­ pitec® in großformatigen Platten 3365x1500 mm (5,05 m2) mit einer kalibrierten Stärke von 12 oder 20 mm. Platten von 30 mm Materialstärke sind im Format 1460x3365 mm (4,91 m2) lieferbar. Dabei bleibt der Werkstoff auch bei hoher Beanspruchung zeitlos schön. Nicht umsonst ist er nicht nur ausgesprochen hart, stoßfest, feuer- und frostbeständig, sondern auch unempfindlich gegenüber Säuren, Basen und Lösungsmitteln sowie gegenüber UV-Strahlen. Zudem ist das Material frei von Harzen und Petroliumderivaten und zeigt sich antibakteriell. Vielseitig einsetzbar Eigenschaften, durch die sich Lapitec in Kombination mit den angebotenen stilvollen und modernen Finishs und Far­ ben ideal für den Einsatz von Küchen eignet. Für Liebhaber leicht strukturierter Oberflächen steht Vesuvio, mit sei­ ner optischen und haptischen Granitanmutung. Währenddessen überzeugt die Ausführung Satin mit ihrer samtigen Haptik und seidigem Glanz. Nicht zu vergessen das Finish Lux für hochglänzende, strahlende Anmutungen. Hinzu kommt die breite Auswahl an Farben, die von den zarten, für Naturstein typischen Tönen bis zum kräftigeren Anthrazit und Schneeweiß reichen. Für all diese Ausführungen gilt: Die beachtlichen Ausmaße der Platten von Lapitec® bieten Designern eine enorme und vor allem fugenlose Gestaltungsfreiheit. Und das nicht nur bei Arbeitsplatten und Rück­ wandpaneelen, sondern auch zur Akzentuierung von Fronten und Wangen oder Schubladen. Zudem sind sie auch für www.lapitec.it Küchenarbeitsplatten in Übertiefe besonders geeignet. 

küche + architektur | 49


technik + komfort | Beschläge

Mit der neuen Schiene Blumotion S lassen sich drei verschiedene Bewegungstechno­ logien realisieren – bei Legrabox oder bei Movento

Blum bringt Bewegung Zum globalen Kundennutzen

Innovative Produktneuheiten, internationale Marktpräsenz, konsequente Investitionen und hohe Flexibilität der Mitarbeiter sind die tragenden Pfeiler, die zum kontinuierlichen Wachstum des österreichischen Beschlagherstellers Blum beitragen. Neue Gestaltungs­ möglichkeit Farbund Materialmix bei Legrabox dank zweischaliger Zarge. Auch individuelles

N

Bedrucken der Außenzarge ist möglich.

50 | küche + architektur

achdem das Unternehmen seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,5 Prozent auf 1.656,17 Mio. Euro steigern konnte, zeigt sich Gerhard Blum, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens, mit einem Augenzwinkern auch für das kommende Jahr „leicht optimistisch“. Die auf der Interzum vorgestell­ ten Produkte tragen mit Sicherheit einen hohen Anteil zu der positiven Prognose bei. Wenn man bedenkt, dass Blum 2600 Patente hält – allein in 2015/2016 hatte das Unternehmen 360 Neuanmeldun­ gen aus 34 Produktfamilien angemeldet –, ist es kaum verwunderlich, dass der Beschlagspezialist seine internationale ­Klientel immer wieder von neuem begeistert.


Beschläge | technik + komfort

Schmale Schränke nutzen auch die kleinste Nische und eignen sich hervor­ ragend für schmale Staugüter.

Für Furore sorgte u. a. eine Konzeptstudie, die es ermöglicht, Arbeitsflächen und Regale spielend leicht verschwinden zu lassen und bei Bedarf wieder sichtbar zu machen, was dem Trend zu ineinander übergreifenden Wohnbereichen gerecht wird. Bei der Konzeptstudie von Blum, einer zweitürigen großen Front, lassen sich die beiden Türen zur Gän­ ze aus dem Weg räumen. Einfach Antippen, die Fronten zusammenfalten und in einem seitlichen Spalt komfortabel verschwinden lassen. Mit dieser Lösung können große Bereiche formschön abgedeckt und bei Gebrauch komplett ge­ öffnet werden. Der Zugriff auf das Schrankinnere ist in vollem Umfang und ungehindert möglich. Auch zum Schließen wird die Front nur angetippt. Der spezielle Beschlag gibt den großen Fronten sicheren Halt. Das Besondere: Die Idee von Blum kommt gänzlich ohne Griffe und garantiert einen hohem Bewegungskomfort.

Den Raum unter der Spüle optimal nutzen mit dem Spülen­ schrank von Blum

Legrabox und Tandembox individueller denn je Hersteller, die das Blum-Auszugsystem Tandembox verarbeiten, können künftig noch mehr Gestaltungsspielraum nut­ zen und sich noch stärker differenzieren. Technisch überarbeitet und auf dem neuesten Stand gebracht, überzeugt Tandembox in den drei Programmlinien plus, antaro und intivo durch noch angenehmeres Öffnungsverhalten und schwebeleichten Lauf. Neu hinzugekommen ist bei Tandembox das T-Design. Die schlichte, geradlinige Zarge gibt es für intivo und antaro. Die zusätzliche, neue Farbe Titangrau ergänzt die bestehenden Farben seidenweiß und oriongrau matt sowie Inox. Damit schafft Blum ein breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten. Für das elegante Legra-Boxsystem gibt es jetzt, egal, ob in der Designvariante pure oder free, noch mehr Gestaltungs­ möglichkeiten. Neu ist bei Legrabox die zusätzliche Farbvariante Polarsilber matt, auch die Option, Zargen innen und außen unterschiedlich zu gestalten – farblich verschieden oder als Materialmix. Noch mehr Individualität bringt das Ausführen der Zargen nach den Wünschen der Kunden, z. B. mit Logo oder Schriftzug. Klein aber kräftig Der neue Hochklappenbeschlag Aventos HK top ist weniger als halb so groß wie die bisherige Aventos HK-Variante und fügt sich mit neuem geradlinigen Design dezent in jeden Korpus ein. Der neue Beschlag für Hochklappen von Blum wird nah am Korpusoberboden montiert und verschwindet damit förmlich im Möbelstück. Die neu gestalteten, puristischen Abdeckkappen in verschiedenen Farben bieten große Gestaltungsfreiheit. So lässt sich Aventos HK top flexibel in unterschiedlichsten Korpussen einsetzen. Drei Bewegungstechnologien stehen hier zur Auswahl: die sanfte Dämpfung Blumotion, die elektrische Bewegungsunterstützung Servo-Drive und die mechanische Öffnungsunterstüt­ zung Tip-On. Zudem wird die Verarbeitung von Aventos HK  top durch unter­ schiedliche Montagearten erleichtert. Zur Wahl stehen eine Variante mit vormontierten Systemschrauben und Steckzapfen sowie eine mit Spanplattenschrauben und integrierter Anschlaglehre. Das Besonde­ re: In beiden Szenarien lässt sich Aventos HK top symmetrisch linksoder rechtsseitig montieren. Das neue Hochklappen-System bietet den bewährten Front-Einstellungskomfort der Aventos-Familie. Die Einstellung des Kraftspeichers geschieht bei Aventos HK top bequem von vorne. Der Öffnungswinkelbegrenzer ist nun integriert und er­ laubt eine stufenlose Anpassung. Auch die Sicherheitslösung befindet sich nun direkt im Beschlag und verhindert ein versehentliches Aus­ lösen des vorgespannten Hebels.

Gerhard Blum geschäftsführender Gesellschafter der Blum Gruppe, und André Dorner, Geschäftsführer Blum Deutschland

Dämpfung inklusive Neue Scharniere mit der integrierten Dämpfung Blumotion machen besondere Möbel möglich: Mehr Komfort bei gleicher Baugröße bie­ küche + architektur | 51


technik + komfort | Beschläge

Für Glas- und Spiegelfronten sowie Glasvitrinen: das Scharnier Clip top Blumotion Cristallo mit integrierter Dämpfung Blumotion

Der Vorrats­ schrank Space Tower ist in Breite, Höhe und Tiefe variabel und lässt sich an jede Raumsituation anpassen

Zugriff nach oben und Stauraum ganz unten: mit dem Sockelauszug von Blum

tet das neue Weitwinkelscharnier Clip top Blumotion 155°. Die bewährte Dämpfung Blumotion verschwindet da­ bei kompakt im Scharnier und schließt so versteckt und sanft die Möbeltür. Symmetrisch verwendbare Topf- und Bandarm-Abdeckkappen runden das neue Weitwinkelscharnier ab. Weiterhin bietet es die gewohnten Vorteile, wie die Topfbohrtiefe von nur 11,5 mm und 3-dimensionale Einstellmöglichkeiten. Durch den weiten Öffnungswinkel und 0-Einsprung eignet sich das neue Scharnier besonders für Anwendungen mit Innenauszügen, wie z.B. Space Tower. Besondere Beschläge für spezielle Materialien Zukünftig muss Dank Clip top Blumotion Cristallo auch bei Glas- und Spiegelfronten nicht auf den integrierten Schließkomfort verzichtet werden, denn die Blumotion-Dämpfung ist nun eingebaut. Die Topfplatte wird aufgeklebt, so lassen sich Möbel mit Glas- oder Spiegeltüren ohne Bohrungen umsetzen. Auch die zugehörige Montageplatte gibt es als Variante zum Kleben – besonders hilfreich bei Anwendungen in Glasvitrinen. Für dünne Fronten zwischen 8 und 13 mm Stärke hat Blum auch eine Lösung: das neue Scharnier Clip top Blumotion für dünne Türen mit integrierter Blumotion und einer speziellen Türbefestigung. Das innovative Befestigungssystem sorgt dabei für einen komfortablen Einbau und kommt mit einer äußerst geringen Bohrtiefe von nur 6 mm aus. Für beide Scharniere können StandardMontageplatten auf der Standardposition verwendet werden. Damit ist keine Anpassung des Korpusses für Glas-, Spiegel- oder dünne Türen notwendig. Um alle gängigen Korpusseitendicken sauber abzudecken, ermöglichen die neuen Scharniere bis zu 21 mm Türaufschlag. Für sein neues Scharnier Clip top Blumotion in der Farbvariante Onyxschwarz erhielt Blum den iF Design Award 2017 und dem German Design Award 2017. Vier Bewegungstechnologien und jede Menge Komfort mit nur einer Schiene Mit Blumotion S lassen sich drei Bewegungstechnologien realsieiren: Blu­ motion, Servo-Drive und Tip-On Blumotion. Und das in vollem Funkti­ onsumfang und bei zwei Systemen, d. h. lediglich eine Schiene für das Boxsystem Legrabox und eine für das Führungssystem Movento. Ob elektrisch unterstützt oder mechanisch – mit seinen unterschiedli­ chen Bewegungstechnologien bietet Blum stets die passende Lö­ sung für alle Wohnbereiche und jede Komfortstufe. Passend zu Anwendung und Wohnraum kann aus verschiedenen Blum-Bewegungstechnologien und damit zwischen unterschied­ lichen Komfortstufen gewählt werden. Die Bewegungstechnologi­ en von Blum lassen sich problemlos kombinieren. Bei Auszügen, Klappen und Türen sorgt Blumotion dafür, dass diese sanft und leise schließen. Wenn Möbel mit der elektrischen Bewegungs­ unterstützung Servo-Drive ausgestattet sind, dann öffnen sie sich nach leichtem Antippen wie von selbs. Tip-On Blumotion, sorgt bei Boxsystemen für bequemes Öffnen durch Antippen und für leises Schließen. Und mit Tip-On öffnen sich zum Beispiel die Türen von Hochschränken ganz komfortabel – nur durch leichtes Antippen. So entsteht durch den geschickten Mix der Blum-Bewegungstechnologien höchster Komfort in der Kü­ che, aber auch in anderen Wohnräumen. Die Wahl der Komfortstufen kann dabei ganz an die individuellen Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden.

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Korpuskonfigurator: Möbel effizient und komfortabel planen Der neue Korpuskonfigurator von Blum erleichtert die Planung von Korpussen und ist Nachfolger von Dynaplan, dem bestehen­ den Korpusplaner von Blum. Alle für die Fertigung benötigten Informationen, wie Holzteile und Bohrpositionen, lassen sich damit automatisch ermitteln und stehen per Knopfdruck sofort als Zeichnung und CAD-Daten zur Verfügung. Weitere Funkti­ onen sind die nutzerfreundliche Bedienoberfläche und die an­ schauliche 3DVisualisierung. Die Auswahl der richtigen Beschlä­ ge übernimmt der bewährte Blum-Produktkonfigurator. Mit der ebenso integrierten Kollisionsprüfung lassen sich Planungsfehler vermeiden, Anschlagversuche sind nicht mehr notwendig. Außerdem können erstellte Stücklisten im Warenkorb gesammelt und komfortabel direkt ins Bestellsystem ausgewählter Beschlaghändler übermittelt werden.

Fotos: Blum

Beschläge | technik + komfort

Easy Assembly: Neue Features für Montage-App Die Blum-App hilft bei allen Fragen rund um die Montage, wie z. B. beim sicheren Einbau, bei der genauen Positi­ onsfindung und der exakten Einstellung von Blum-Beschlägen. Sie wurde überarbeitet und um zusätzliche, raffinierte Features erweitert. Auf einem eigenen Blog sind nun Neuigkeiten und Tipps rund um allgemeine Montagethemen sowie zur App selbst zu finden. Hier können Fragen gestellt und Diskussionen mit Experten geführt werden – inter­ aktiv und zeitnah. Für erste Märkte stellt Blum auch einen Live-Support vor – komfortabel mit Telefon-, Chat- und Video-Funktion. Die App-Inhalte lassen sich künftig nach den persönlichen Bedürfnissen des Tischlers bzw. Monteurs zusammenstellen und verwalten. Ausgewählte Informationen, die bei der Montage auf der Baustelle tatsächlich benö­ tigt werden, können auf das jeweilige Endgerät geladen werden. Auch die Menüführung wurde durch eine schnellere www.blum.com und einfachere Navigation optimiert. ANZEIGE

küche + architektur | 53


Architektur + Trend | Küchen

Die Dekor-, Struktur-, Produkt- und Serviceneuheiten der Egger Kollektion Dekorativ 2017–2019 sind überaus erfolgreich

Egger – Be inspired

im Markt gestartet. Sie ist schon jetzt das tägliche Werkzeug für die Kunden von Egger.

Optisch und haptisch nah am Original Vielfalt, Orientierung und Inspiration für Architekten, Verarbeiter und Fachhändler bot Egger auf der Interzum 2017 und präsentierte dem internationalen Publikum auch seine Kollektion Dekorativ 2017–2019.

D

ie Kollektion Dekorativ 2017–2019 des Holzwerkstoffherstel­ lers ist ein ineinandergreifendes System mit 300 Dekoren, sie­ ben neuen Oberflächen und einer erweiterten Produktpalette im bewährten Dekor- und Materialverbund. Eine noch größere Farbauswahl, breitere Farbspektren bei Hölzern, ein vielfältigeres Sortiment an Materialreproduktionen sowie neue Oberflächenentwicklungen schaffen Inspiration, unterschiedliche Ma­terialien, Farben, Holzarten und Stilrichtungen miteinander zu kombinieren. Orientierungshilfe bei dieser enormen Variation unterschiedlichster Dekore bietet Egger Kunden und Interessenten mit seinem neuen 9-Grid System. Hierin sind Dekore in kompakten Neuner-Rastern

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angeordnet, was einen schnellen, direkten Vergleich zwischen Farb­ tönen und das Gruppieren von Hölzern und Materialien nach ihrem Charakter ermöglicht. „Nehmen wir zum Beispiel den Megatrend Weiß. Hätten wir all unse­ re weißen Dekore einfach in einer Reihe angeordnet, wäre es schwer, die richtige Schattierung zu finden.“ Anhand von realen Raumszenen zeigte Egger auf der Interzum, wie mit dem neuen Musterservice und den digitalen Lösungen des Virtuellen Design Studios VDS individu­ elle Kombinationen entstehen und dabei das 9er-Raster zum Einsatz kommt. Ergänzt wird diese Dienstleistung durch die neue Egger App, dem neu eingerichteten Kundenportal myEgger und dem Musterser­ vice.


Fotos: Egger

Küchen | Architektur + Trend

Für die Vielzahl der Dekore der Egger Kollektion Dekorativ 2017–2019 hat Egger mit dem 9-Grid ein System geschaffen, das Orientierung, Inspi­ ration und effizientes Arbeiten ermöglicht.

Matt-Glanz-Evolution PerfectSense steht für die Premium-Kategorie von hochglänzenden und samtig-matten dekorativen Lackplatten auf Basis der bewährten MDF-Qualität von Egger. Dabei punktet PerfectSense Gloss mit ho­ her Tiefenwirkung und einer Optik wie aus echtem Glas, PerfectSense Matt hingegen mit samtiger Haptik, Anti-Fingerprint Eigenschaft und der Möglichkeit, moderne grifflose Fronten mit edlen matten Ober­ flächen umzusetzen. Die Homogenität der verwendeten MDF-Platten ermöglicht eine besonders ebene, makellose Oberfläche. Die einzigar­ tige UV-Lackierung macht sie widerstandsfähig. Ergänzt werden die bekannten Dekore der Egger Kollektion Dekorativ auch um weitere Uni- und Holzdekore sowie Materialreproduktionen, teilweise mit Perlmutt-Effekt. Durch den Perlmutt-Anteil kommen bestimmte Dekore in Gloss und Matt herausragend gut zur Geltung. So entsteht eine noch nie dagewesene Oberflächenqualität. Diese Dekor­ vielfalt überzeugt und wurde beim interzum award: intelligent material & design 2017 mit der Auszeichnung „Hohe Produktqualität“ prämiert.

Natürlichkeit überzeugt mit einer angenehmen Haptik und geringen Reflexionen. Somit ist die ST9 besonders für helle bis mittlere Unifar­ ben und porenreduzierte Hölzer geeignet. Die bereits bekannten PerfectSense Matt Lackplatten besitzen eine besonders warme und samtige Haptik mit Anti-Fingerprint Eigen­ schaft, die Abdrücke verhindert und damit grifflose Frontenlösungen ermöglicht. Die Oberfläche eignet sich hervorragend für den Einsatz im Möbelfrontenbereich, für Schiebetüren und Wandverkleidungen. Passend dazu bietet der Holzwerkstoffspezialist PerfectSense Matt auch als Schichtstoff für vertikale Anwendungen an.

Mit seinem neuen Matt-Konzept bietet Egger ganzheitliche Lösungen für matte Oberflächen. Die verschiedenen Produkte können für Fronten, Korpusse und auch Arbeitsplatten eingesetzt werden.

Edel in Matt Matte Oberflächen vermitteln ein behagliches, wertiges und elegantes Raumgefühl. Das machte Egger auf der Interzum erlebbar und punk­ tete mit der samtig-warmen, matten Oberfläche seiner Dekore, vom Einsatz in der Front über den Korpus bis zur Arbeitsplatte. Die beiden Eurodekor Melaminoberflächen ST6 Smoothtouch Soft­ matt und ST9 Smoothtouch Matt gehören zu den matten Oberflächen und werden als eine perfekte Korpuslösung für die Kombination mit trendigen Matt-Fronten angeboten. Bei der ST6 handelt es sich um eine tief matte Oberfläche, deren extrem niedriger Glanzgrad gerade bei dunklen Unifarben einen guten Farbverbund zu PerfectSense oder weiteren Lackoberflächen bildet. Bei Dekoren, die mit der ST6 pro­ duziert werden, wird rückseitig die ST9 verwendet. ST9 ist ebenfalls eine matte Oberfläche mit sehr geringem Glanzgrad, die mit identer Struktur auf der Plattenrückseite produziert wird. Die damit erzeugte küche + architektur | 55


Architektur + Trend | Küchen

Die ST76 Matex Rough

Egger vermarktet

Matt bedient die aktuell

ab August 2017

besonders gefragte

PP-Kanten im Digital­

Strukturkombination von

druck. Durch die hohe

Matt und Stein: Die

Druckqualität und

Oberflächenneuheit ist

Tiefen­wirkung sind

einer geflammten und

damit noch realistischere

soft gebürsteten

Abbildungen von

Natursteinoberfläche

Naturmaterialien wie

nachempfunden und

Stein und Holz möglich.

lässt sich auf einer Vielzahl von Steinrepro­ duktionen einsetzen.

Struktur ST19 Deepskin Excellent kombiniert angeschnittene Blumen­ partien mit streifigen Bereichen. Das Zusam­ menspiel von matten und glänzenden Holzma­ serungen erzeugt einen spannenden Gesamt­ eindruck und verleiht ein natürliches Finish. Die ST19 wurde beim interzum award 2017 mit „Hoher Produktqualität“ ausgezeichnet.

Strukturneuheiten: Mehr Auswahl, mehr Authentizität Bei allen Dekoren von Egger steht Authentizität im Vordergrund. Neben dem Aussehen liegt besonderes Augenmerk auf der Haptik der Oberflächen. Die Strukturen sind ausdrucksstark und besitzen Charakter, Tiefe und Natürlichkeit. Um Dekore und Oberflächen zu entwickeln, die sich so echt anfühlen, wie sie aussehen, investiert der Holzwerkstoffhersteller konsequent in neue Technologien. Ein Ergebnis ist die neue Struktur ST19 Deepskin Excellent. Sie kom­ biniert angeschnittene Blumenpartien mit streifigen Bereichen. Das Zusammenspiel von matten und glänzenden Holzmaserungen erzeugt einen spannenden Gesamteindruck und verleiht ein natürliches Finish. Bei der Anwendung auf ruhigen oder leicht geplankten Holzrepro­ duktionen wirkt die Struktur wie auf das Dekorbild angepasst. Auch auf Unifarben erzeugt die ST19 eine natürliche Optik.  www.egger.com

Foto Niemann

Die neu entwickelte

Premiere auf der Interzum in Köln feierte der PerfectSense Topmatt Schichtstoff. Er wurde speziell für den Einsatz auf stark beanspruch­ ten Flächen wie Arbeitsplatten und Tischen entwickelt und zeichnet sich durch seine besonders matte Oberfläche mit Anti-Fingerprint Eigenschaft aus. Passend zu den matten Oberflächen bietet Egger per­ fekt in Dekor und Struktur abgestimmte ABS- und PMMA Kanten.

Niemann

Metall: leicht und beständig in matt Absolut im Trend liegt die neue matte Oberfläche Pianovo Me­ tall, vorgestellt auf der Interzum von der ostwestälischen Karl W. Niemann GmbH & Co. KG. Die Besonderheit der Oberfläche liegt in ihrem Materialaufbau, einem Verbund aus echtem Metall und Lack in Verbindung mit einem zertifizierten Holzwerkstoffträger. Eine Kombination, die zeitgemäße Produktstandards erfüllt. Zu­ dem ist Pianovo Metall gegenüber traditionellen Metall-Fronten deutlich leichter. In Kombination mit Unis und Hölzern entfaltet Pianovo Metall seine volle akzentuierende Wirkung und verleiht dem Möbel eine www.niemann-moebelteile.de greifbare Identität.  56 | küche + architektur

Pianovo Metall – Das Oberflächen­ angebot mit seinen unterschiedlichen Farbnuancen in Warm- und Kalttö­ nen, spiegelt die neuesten Trends und Designs im kreativen Möbel- und Ladenbau wieder.


Michael Hoekstra, Hera Vertriebs- und Marketingleiter, zeigte zudem die vielseitigen Steuerungen für Licht, die mit Hera umzusetzen sind, sei es per Smartphone, Tablet, Einbaufernbe­ dienung, die Hera-App, über WiFi oder Zigbee.

Hera generiert Lösungen Selbstklebende, flexible LED Streifen stellte Hera u. a. während der Interzum vor. Das Besondere an dem LED Tape F: homoge­ nes blendfreies Flächenlicht ohne sichtbare Lichtpunkte. Sowohl für dekorative Anwendungen als auch für die Warenausleuchtung bietet das Tape F eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten. Dank der Schutzklasse IP54 eignet es sich für Anwendungen mit erhöh­ ter Schutzart, d. h. Feuchtraumumgebungen, Bad- und Küchen­ bereich, Ladenbau u. v. m. Das Tape F ist auf einer 5 m-Rolle lieferbar, ausgestattet mit einem doppelseitigen Klebeband. Die Streifen sind alle 42 mm kürzbar. Erhältlich sind die Lichtfarben Warmweiß mit ca. 3000 K sowie Neutralweiß mit ca. 4000 K. Mit Hilfe des Hera Online-Konfigurators im Login-Kundenbereich kann die benötigte Linienleuchte individuell auf die jeweilige An­ wendungssituation abgestimmt werden. Über die Abfrage von Lichtleistung, Lichtfarbe, Art des Profils bis hin zu Mattierung der Abdeckung, die Länge der Leuchten sowie Anschlusslei­ tungen lässt sich eine nahezu unbegrenzte Anzahl an Lösungen ­generieren. www.hera-online.de

Mit L&S Licht erleben K-Concept ist die neue Rückwandbeleuchtung von L&S, entworfen vom Architekten Egidio Panzera für den Raum hinter der Arbeits­ platte oder zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank in der Küche. Entwickelt als filigrane Leuchtschicht, basierend auf dem LEDLichtsystem Solaris, nimmt das 38 mm in der Höhe messende K-Concept in dem schmalen Profil an der Oberkante des Licht­ panels diverse Accessoires aus dunklem Glas und Stahlblech auf.

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Die Aufhängung der feinen und doch stabilen Design-Module, als da sind Rollenhalter, magnetische Messerhalter, Haken für Zubehör, eine feuerfeste Glasscheibe für den Kochbereich, Ob­ jektträger für Gläser oder Tablet und Steckdosenleiste ist so kon­ struiert, dass sie die Lichtoberfläche nicht berühren. Es entsteht der Eindruck, dass die Accessoires, ohne einen Schatten zu wer­ fen, vor der Lichtwand im Raum schweben. www.ls-light.com


Kirsten Kauss, Leitung Marketing bei Elektra, zeigt die Studie der ausgefahrenen Servo-Leuchte LD 8055. Ausgeschaltet ist die Leuchte kaum zu sehen.

Elektra macht Licht Vier Jahrzehnte Erfahrung, eigene Produktion in Deutschland und China, kurze Wege und hohe Fertigungstiefe all das macht Elektra, Enger, als OEM und Systemlieferant für die Wertschöpfungskette seiner Partner nutzbar, indem das Unternehmen z. B. Baugruppenfertigung und -montage in einem Schritt vereint, denn geringere Komplexität führt zu mehr Wirtschaftlichkeit. Ein Beispiel für diese Kompetenz ist Vario, die auf der Interzum vorgestellte neue Be­ leuchtungslösung für Regale und Möbel. Das 24V-System basiert auf einer 12 mm breiten Einbau-Stromschiene mit Einspeiser und Stromabnehmer für integrierte Leuchten. Regalböden können einfach und variabel in jeder Höhe platziert werden. Dabei erfolgt die Ver­ sorgung der Leuchten über nur eine Stromschiene (max. 6A). Überzeugend zeigte sich die Studie zur ausfahrenden LD 8055 Servo-Leuchte, die auf der Interzum als Prototyp gezeigt wurde. Sie ist ein weiterer Schritt in die von Elektra verfolgte Richtung, das Design der Küchen zu unterstützen und mit dem minimalistischen Design der Leuchten eher die Funktion in den Vordergrund zu stellen. Ausgeschaltet ist die Servo-Leuchte kaum zu sehen. Sie

fährt erst bei Schaltung des verdeckt ein­ gebauten Sensorschalters auf, über den sie sich auch dimmen lässt. Als weitere Produktstudie zur hellen Ausleuchtung der Kochzone, unabhängig vom Dunstabzug, mit größtmöglicher Flexibilität für die Beleuch­ tung von Kochinseln und die Kombination von Küche und Wohnraum, wurde die LD 8072 HOB Koch­ feldleuchte in zwei Varianten gezeigt. Die handliche Standleuchte wird in 2,5h per Induktion für eine Leuchtdauer von 5 Stunden geladen. Mit dem inte­ grierten Sensorschalter wird das Licht an- und aus­ geschaltet sowie gedimmt. Denkbare zusätzliche Funktion ist die Integration eines Bluetooth-Laut­ sprechers. www.elektra.de LD 8072 HOB – die Kochfeldleuchte kam in zwei Designvarianten. Sie wird per Induktion geladen.

Gera Leuchten – Licht trägt

klassische Beleuchtung unter dem Oberschrank oder der Abzugshaube

Oberschrank als Anbauleuchte eingesetzt werden kann, wodurch eine zusätzliche Abstellfläche entsteht. Der Lichtaustritt ist un­ ten und oben – wenn das Lichtsystem als Anbau- bzw. Wand­ leuchte verwendet wird. Als Unterbauleuchte eingesetzt, ist der Lichtaustritt ausschließlich nach unten gerichtet. Das System ist 170 mm tief und 60 mm hoch, die Länge ist frei wählbar, es kann optional mit Steckdosen und USB-Anschluss ausgestattet werden. Einfache Rahmenelemente aus Holz, die in die Nut ein­ geschraubt werden können, ermöglichen weitere Anwendungen. Trafo und Steuergerät sind in der Leuchte integriert. Das neue System ist bei Lieferung anschlussfertig an eine 230V-Leitung.

ein alternativer Ort gefunden werden: Lichtsystem 4.

www.gera-leuchten.de

Wenn Küchen ohne funktionale Oberschränke geplant werden und die Abluft über Muldenlüfter direkt am Herd abgeführt wird, muss für die

Foto: Gera

Dem aktuellen Trend zum Verschmelzen der verschiedenen Funktionsbereiche in der Wohnung und zu effizienten und flexi­ blen Möbel- und Raumplanungen begegnete Gera Leuchten auf der interzum 2017 mit einer neuen Unterbauleuchte, einer Wei­ terentwicklung des Lichtsystems 2. Sie ist so konzipiert, dass sie entweder direkt unter einen Oberschrank montiert oder ohne

küche + architektur | 59


Architektur + Trend | Beschläge

Designprofile für Schubkästen: optische Highlights in Holz- und Metalloptik, optional einfach auf die Zargen aufzubringen.

Fascin[action] bei Hettich Formfühler, Raumgewinner, Differenzierer, Komfortgenießer oder Leichtmacher

… irgenwie kann man sich nicht so recht entscheiden, zu welcher Kategorie man gehören will. Denn eigentlich möchte man auf keine verzichten. Das machte der multinational agierende Beschlagspezialist seinen inter­ nationalen Besuchern auf der Interzum 2017 durch seine innovativen Ideen, Produkte und Services deutlich. Die inspirierende Präsentation, inszeniert auf 1 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche, wurde der Vision des Herstellers, seinen Gästen eine Symbiose aus Faszination und Action zu bieten, mehr als gerecht.

Fairer Umgang mit Kunden und des Hettich-Teams untereinander zeichnen das Hettich-Team

mit dem „Interzum Award 2017“ in

aus, Geschäftsführung inbegriffen. Im Bild links: Uwe Kreidel und Elke Meyer. Rechts: Dr. Andreas

der höchsten Kategorie „Best of the Best“

Hettich ließ es sich nicht nehmen, aktiv den Dialog mit Kunden und Interessenten zu suchen.

ausgezeichnet: ComfortSwing.

60 | küche + architektur


Fotos: Hettich

Küchen | Architektur + Trend

Raum ist kostbar – Oberschränke lassen sich mit LegaMove auf eine ergonomische Höhe herunterfahren (l.). Im Küchenaufsatzschrank macht WingLine L eine gute Figur und öffnet Stauraum für Vorräte und Küchengeräte (r.).

P

uristisches, griffloses Möbeldesign … großzügige Fronten mit perfektem Fugenbild oder Funktionsbeschläge, die unsichtbar sind: Puristisches Design verlangt technische Akku­ra­ tesse. Das breit gefächerte Hettich Beschlagprogramm bietet passende Funktions- und Design­lösungen, wie z. B. mit dem AvanTech Schubkastensystem in Kombination mit der Auszugsführung Actro 5D. Das Führungssystem Actro 5D sorgt für ein perfektes Fugenbild: schmale Fugen und genau ausgerichtete Blenden dank präziser 5-fach Verstellung. Zudem überzeugt es durch unübertroffenen Laufkomfort und beeindruckende Stabilität: belastbar bis 80 kg für großzügige Möbelgestaltung. Sowohl Holzschubkästen als auch das Schubkastensystem AvanTech sind auf identischen Füh­ rungen einsetzbar. Überhaupt behauptet sich Hettich in Sachen Schubkastenkompetenz auf der Interzum glaubhaft. Die Basis dafür bildet der massive Ausbau der Plattformen über alle Segmente hinweg. Das Ergebnis: überzeugende Differenzierungsmöglichkeiten und Komfort­ funktionen für die drei Schubkastensysteme AvanTech, ArciTech und InnoTech sowie für die Quadro Führungsplattform. Damit ermöglicht Hettich seinen Kunden aus der Möbelindustrie sich durch die Wahl eines bestimmten Schubkastensystems oder einer Auszugsführung nicht auf ein bestimmtes Möbelsegment festzulegen. Vielmehr gelingt es durch differenzierungs­ starke Programme bei identischen Korpussen Zielkunden mit unterschiedlichen Ansprüchen optimal zu bedienen. InnoTech Schubkästen und Quadro Führungen bieten eine breite Markt­ abdeckung anhand von optischen und funktionalen Differenzierungsmöglichkeiten. Erweitert werden diese Optionen beim ArciTech Schubkastensystem außerdem durch ein identisches Korpusbohrbild zum eleganten AvanTech Schubkastensystem mit dünner Zarge. Hinzu kommt die Option für noch mehr Komfort:

Push to open Silent: griffloses Design gepaart mit hohem Bedienkom­ fort bei kleinen und großen Schubkästen.

Schubkasten­ systeme mit Plattformkonzept: Differenzieren von Programmen und das Erfüllen individueller Kundenwünsche leicht gemacht.

Push to open Silent – Komfort für griffloses Möbeldesign Push to open Silent ist jetzt für AvanTech, ArciTech, InnoTech und Actro 5D sowie Quad­ ro für Holzschubkästen verfügbar. Besonders fällt bei der neuen Produktgeneration der hohe Schließkomfort auch bei leichten Schubkästen auf, ohne Zurücklaufen mit geringer Geschwin­ digkeit geschlossener Schubkästen. Geführtes Schließen der Schubkästen ist ebenso möglich, wie ein Auslösen in Randbereichen großer Blenden durch die optionale Synchronisation. Montage und Einstellung von Push to open Silent erfolgen schnell und werkzeuglos. Optische Differenzierung durch Designprofile Schubkastenzargen der Systeme AvanTech You, ArciTech und InnoTech Atira kommen mit Designprofilen groß raus. In Edelstahl-, Aluminium- oder Chrom-Optik setzen sie hochwer­ tige Akzente. Wohnliche Hingucker hinter der Blende sind die Designprofile in Eiche- und Nussbaum-Optik. Das Aufbringen gelingt denkbar einfach und schnell. küche + architektur | 61


Architektur + Trend | Küchen

Günstiger Einstieg in die Plattformen, einfaches Upgrading Hettich bietet mit Einstiegsprodukten in seine Produktplattformen die Möglichkeit, hohe Quali­ tät für die große Masse der preisorientierten Käufer attraktiv zu machen. So überzeugen Möbel schon mit dem neuen Quadro Teilauszug für Holzschubkästen mit Zuhaltung durch Optik, Laufkomfort und integrierter Höhenverstellung gegenüber Produkten mit Kugelauszügen und Rollschubführungen. Bei identischen Korpusbohrungen und Holzschubkastenmaßen kann aber auch ein Quadro Vollauszug mit 4-fach Verstellung und Push to open Silent zum Einsatz kommen. Und auch über die Schubkastensysteme hinaus setzen die Plattformkonzepte von Hettich Maßstäbe, was das Unternehmen auf der Interzum glaubhaft darstellte. Zahlreiche Hettich Be­ schlagsysteme basieren jeweils auf einer identischen Plattform und bieten ein fast grenzenloses Potenzial zur Differenzierung: Verschiedene Materialien, Qualitätsstufen, Design­linien, Farb­ welten. Und Komfort, der sich für höhere Preissegmente stufenweise steigern lässt: z. B. mit einer Schiebetürdämpfung in Öffnungs-, Schließ- und Kollisionsrichtung, Push to open Silent usw. Auch in Haushaltsgeräten, ein Bereich in dem Hettich seit rund 35 Jahren tätig ist, gelten neue Komfortmaßstäbe: ComfortSwing hebt den Unterkorb des Geschirrspülers auf eine ergono­ mische Höhe vor das Gerät. Nicht umsonst wurde dieses System mit dem „Interzum Award 2017“ in der höchsten Kategorie „Best of the Best“ ausgezeichnet. Mehr Überblick im Kühl­ schrank: Mit nur einem Handgriff öffnet der Quadro Compact Synchro Access zwei Kühlschü­ be gleichzeitig.

Wer gehört nicht zu den Komfortgenießern? Wer möchte keine Schranktüren, die weit öffnen und gedämpft schließen. Schubkästen und Frontauszüge, die lautlos ein und ausfahren, Stauraum, der clever organisiert und bequem erreichbar ist, Push to open Silent für ein leises und sanftes Öffnen und Schließen griffloser Möbel? (u.:) Schuhwerk wechseln bequem gemacht. Schon die Jüngsten haben Spaß an dieser Idee, zumal Marketingchefin Elke Meyer gekonnt Hilfestellung leistet. 62 | küche + architektur

Raum ist kostbar Oberschränke lassen sich mitLegaMove auf eine ergonomische Höhe herunterfahren und bieten gemeinsam mit variablen Innenorganisationssystemen leichten Zugriff auf das Stau­ gut. Mehr Komfort und besseren Zugriff ermöglichen außerdem Innenauszüge und Tabla­ re in Schränken, Schubkästen mit Vollauszug und intelligenter Innenorganisation, Falt- und Schiebetürsysteme für Regale, Schränke – und sogar für die deckenhohe Eingrenzung von Stauraum. Die neue Öffnungsmechanik „Push / Pull to Move“ sorgt für Panoramaeffekte, Design­freiheit und einen hohen Anwendungskomfort und das in Raumnischen ebenso wie in Kleider- und Küchenaufsatzschränken. Mit nur einem Push beziehungsweise Pull öffnet WingLine L ein komplettes Türpaket – mit oder ohne Griff. Bei möglichen 2400 mm Höhe und 600 mm Breite pro Türflügel öffnet der Beschlag einen überraschend großen Schrank­ inhalt und schafft damit mehr Raum im Raum. Auch Schubkästen und Auszügen steht nichts im Weg, denn der Türeinsprung ist mit WingLine L sehr gering und die Türen werden sicher in der geöffneten Position gehalten. Der Clou: Der Beschlag kann sowohl in Öffnungs- als auch in Schließrichtung gedämpft werden. Gemeinsam zu Industrie 4.0 Im Zeitalter von Industrie 4.0 bedarf es klarer, einfacher Abläufe in Konstruktion, Produktion und Organisation: Auch für diesen Anspruch „der Leichtmacher“ hält Hettich effektive System­ lösungen bereit. Schiebetürsysteme, lassen sich leicht und intuitiv montieren – einfach einkleben, anschrauben oder einnuten – inklusive einer werkzeuglosen, sicheren Schnellmontage der Türen. Mit einem komfortablen Servicepaket unterstützt Hettich seine Kunden bei der Möbelkonzeption. www.hettich.com 


Küchen | Architektur + Trend

Regale mit System – nichts ist flexibler

Selbst im Badezimmer entstehen Klein­ möbel, getragen von nichtrostenden Alu-Profilen.

Aluminiumprofil als Allrounder Wesco aluments – erlebe die Möglichkeiten Mit seiner aluments-Möbelkollektion erfasst Wesco den Trend der Zeit. Ob Kleinmöbel, Tische, Sitzmöbel oder Regale, sie alle basieren auf der Kombination hochwertiger Aluminiumprofile und Echtholz, Glas, Leder oder beschichteten Oberflächen. Mit ihrem puristischen Stil und der Möglichkeit der individuellen Maßanfertigung stoßen diese Möbel auf internationale Akzeptanz.

D

ie langjährige Erfahrung im Umgang mit dem Werkstoff Metall und hier speziell mit Aluminium qualifiziert das Unternehmen für die Entwicklung und Produktion ästhe­ tisch ansprechender, hochwertiger Möbel. Die tragenden Säulen dieses Möbelkonzepts bilden die hochwertigen Aluprofile, die im Edelstahleffekt gebürstet oder auf Wunsch auch far­ big beschichtet werden. Für die Möbel- und Küchenmöbelindustrie fungiert Wesco gerne als Zulieferant dieser Profile, die sie dann passend zur jeweiligen Küche oder dem entsprechenden Wohnmöbel mit den korrespondierenden Materialien und Dekoren bestücken und fertigstel­ len können. So zeigen sich Küche, Tisch, Sitzmöbel oder Regaleinlegeböden aus einem Guss. www.wesco-aluments.de · www.wesco.de · www.wesco-kuechentechnik.de 

Rainer Büth, Verkaufsleiter Prokurist bei Wesco

Ob runder oder eckiger Tisch, alles ist möglich.

küche + architektur | 63


Vauth-Sagel

Neu aufgestellt

VS TAl Larder mit den neuen puristischen PlaneroDesignablagen aus pulverbeschichtetem

Fotos: Vauth-Sagel

Stahlblech.

Unübersehbar mit seinem ganz in leuchtendes Blau getauchten Messestand aus fünf Häusern nutzte Vauth-Sagel die Interzum als Bühne für die Vorstellung seiner neuen Corporate Identity zu­ sammen mit seinen Produktneuheiten. Um seinen internationa­ len Kunden entgegen zu kommen, eröffnete das inhabergeführte Familienunternehmen 2016 nicht nur Showrooms in Moskau, Is­ tanbul und Hongkong, sondern überarbeite zur Messe zudem die Produktnamen: HSA z.B. heißt jetzt VS Tal Larder. Dieser ist neu mit Power-Assistant-Movement-Systemen (PAM) ausgestattet, zu denen die neue vollsynchronisierte Führung gehört, die über den gesamten Bedienvorgang hin für ruhigen und gesicherten Lauf sorgt. Die neue hydraulische Dämpfung schützt den Einzug zusätzlich vor Stopps oder Rückstößen. Optional und werkzeuglos adaptierbar ist die Auszugsdämpfung, die die Auszugsbewegung gegen Ende hin abbremst. Die neuen durch alle Produktgruppen planbaren Push-to-open-Funktionen für grifflose Möbel gelten auch für diese großen und schweren Schränke. Zur neuen CI gehört unabdingbar der neu aufgesetzte Internet­auftritt. Gestaltet als „digitaler Katalog“ passen sich die Inhalte dem je­ weiligen Endgerät an. Alle Produkte werden mit ihren technischen Parametern digitalisiert und stehen im Expertenbereich der Website bereit. So können z. B. über die CAM-Daten die Bohrdaten des Corner­ stone Maxx direkt an die vernetzte Fertigung übermittelt oder 3DKonstruktionen zur Visualisierung erstellt werden. www.vauth-sagel.com

Hailo

Komfort mit System Auf der interzum 2017 präsentierte Hailo Einbautechnik im 70. Jahr des Bestehens des Familienunternehmens Weiterentwick­ lungen der Komplettlösung Laundry Area für aufgeräumte Haus­ wirtschaftsräume, Küchen oder Bäder, des Cargo Synchro und der Pantrybox. Auch Hailo Libero, die elektrische Öffnungsunter­ stützung für Auszüge wurde überarbeitet. Sie ist jetzt noch leiser und kann per App angesteuert und eingestellt werden: Helligkeit der Auffindbeleuchtung, Empfindlichkeit des Kontakts und die Auswurfkraft werden so reguliert. Die synchron laufenden Auszugschienen des neuen Cargo Synchro funktionieren mit mehr Laufruhe sanfter, leiser und stabiler. Ge­

eignet für Spülenunterschränke von 30 bis 60 Zentimeter Breite mit einer Seitenwandstärke von 16 bis 19 Millimeter ist das selbst­ justierende Abfalltrennungssystem durch die Bajonettbefestigung der Rahmenteile und der Schnelltrennung des kompletten Systems von den Auszugsschienen schnell montier- und demontierbar. Der herausfahrbare Systemde­ ckel aus Metall oder Kunststoff ist vollflächig mit einer rutschfesten Gummimatte belegt und ideal als Ablagefläche. Alle Metallteile wie auch die Kunststoffteile sind slate grey (schiefer­ grau) pulverbeschichtet.  www.hailo-einbautechnik.de

Cargo Synchro –

Tanja Stahl, verant-

Die abgedeckten

wortlich für Technical

vollsynchronisierten

Training und Support

Auszugs­schienen

bei Hailo, zeigt die

sind mit Überauszug

Pantry-Box mit der

und gedämpftem

neuen Innenausstattung,

Selbsteinzug ausge-

hier mit Cerealien.

stattet.

Praktisch und schön auf dem Esstisch oder

64 | küche + architektur

beim Kochen.


Vionaro iD, vertikale Zargengestaltung, und

Klappenhalter Kinvaro D mit Seilzug und

das neue Ordnungssystem Tavinea Sorto

Tiomos Hidden (r.) mit der neuen Oberfläche Night

GRASS Gruppe Inhaber: Würth-Gruppe Geschäftsführung: Thomas Müller, Christoph Walter, Helmut Kainrad Mitarbeiter: Weltweit rund 1.800 Mitarbeiter Umsatz 2016: 330 Millionen Euro (+ 4% (Vgl. Vj.) ohne Sparte Automotive) Produktionsgesellschaften: Deutschland: Reinheim, Österreich: Höchst, Götzis und Salzburg, Tschechien: Krumlov, USA: Kernersville NC Vertriebsgesellschaften: Australien: Melbourne, China: Shanghai, Deutschland: Ofterdingen, Verl, Italien: Pordenone, Kanada: Toronto, Schweden: Jönköping, Spanien: Iurreta, Südafrika: Kapstadt, Johannesburg, Türkei: Istanbul, UK: Bromwich, USA: Kernersville NC

Grass

Bewegung und Design Maximale Gestaltungsfreiheit bei der Umsetzung von zeitgemäßen, individuellen Möbelkonzepten zeigte Grass mit neuen Öffnungsund Ordnungssystemen bis zu dekorativen Elementen für die ver­ tikale Zargengestaltung von Vionaro. Mit den individuell kombinier­ baren Designhüllen Vionaro iD, werkzeuglos außen auf die Basiszarge geclipt, kommen Farbe oder Musterung zum Auszug. Vionaro basiert auf der Führung Dynapro, die jetzt ebenso wie das FührungsSystem Nova Pro mit dem neuen Tipmatic Soft-close nachgerüstet werden kann. Es kombiniert das mechanische Öffnen griffloser

Fronten (Tipmatic) mit dem gedämpften Schließen des Schubkastens (Soft-close). Neu auch die filigrane und harmonische Lösung für Barfachklappen mit dem Klappenhalter Kinvaro D mit Seilzug und dem Tiomos Klappenscharnier. Zwei Versionen für unterschiedliche Klappengrößen und -gewichte sind erhältlich. Daneben bedient das Scharnier-System Tiomos mit der neuen dunklen Night-Oberfläche den Trend zu getönten Scharnieren. Das neueste Produkt der Serie, das verdeckte Tiomos Hidden, wird im Korpus eingefräst und bildet so eine Fläche mit der Tür und der Oberkante des Möbels.  www.grass.eu

Ninkaplast

Hoch lebe der Eckschrank Die Ninkaplast GmbH präsentierte als Weltneuheit für die Küchen­ ecke „Qanto“: Bis zu drei Tablare fahren vertikal aus dem Eckunterschrank nach oben. Der komplett vormontierte Eckschrank wurde als Plug-and-Play-Lösung gezeigt. Lediglich die angrenzenden Nachbarschränke müssen von Herstellerseite ergänzend bereit­ gestellt werden. Das obere, im eingefahrenen Zustand abschlie­ ßende Tablar kann z.B. mit einem Holzbrett ausgestattet werden oder aber einen kleinen „urban garden“ für frische Küchenkräuter

aufnehmen. Die darunterliegenden Tablare bieten weiteren Orga­ nisations- und Stauraum. Die Tablare sind aus hochwertigem, leicht zu reinigendem ABS gefertigt. Unter dem oberen Tablar integrierte LED-Leuchtkörper leuchten das System komplett aus. Für ruckfreien und stabilen Hub setzt Ninka einen Linearantrieb ein, Klemmschutz inklusive: Zwischenliegende Objekte oder eine Hand werden selbstständig erkannt, die Bewegung der Hubsäule www.ninka.com stoppt sofort.

Bewegt werden die Qanto-Tablare per integriertem Schalter.

küche + architektur | 65


innovus fusion

Innovus Stucco

Architektur + Trend | Materialien

Sonae Arauco

Über Sonae Arauco: Mit mehr als 20 Standorten in acht Ländern auf zwei Kontinenten sowie mehr als 2800 Mitarbeitern rund um den Globus ist Sonae Arauco einer der größten Holzwerkstoffproduzenten weltweit. Die Produktionskapazität beträgt rund 4.185 Millionen Kubikmeter, der Geschäftsumsatz 812 Millionen Euro. Die Produkte sind in über 75 Ländern erhältlich. Die Glunz AG, die bisher zu Sonae Indústria gehörte, firmiert unter dem Namen Sonae Arauco Deutschland AG. Zur Sonae Arauco Deutschland AG zählen die deutschen Glunz-Standorte in Meppen, Nettgau, Horn-Bad Meinberg, Beeskow, Kaisersesch und Eiweiler. Sonae Arauco S.A. betreibt darüber hinaus 13 Werke in Spanien, Portugal und Südafrika.

Stein und Holz – Die Natur steht Pate

En vogue: Kunstlederfronten

Eine komplett überarbeitete Kollektion präsentierte Homapal zur Interzum im Bereich Leder. Die gesamte Leder-Kollektion kommt standardmäßig in schwer entflammbarer IMO-Qualität. 66 | küche + architektur

Coloured MDF und Innovus Essence kombinierbar. Damit bieten sie Möbelherstellern und Innenarchitekten einen enorm großen gestalterischen Freiraum. Die neue Oberfläche „Stucco“ spiegelt optisch und haptisch den Trend zu Stein, Beton und Keramik im Innendesign wider. Mit „Fusion“ hat Sonae Arauco eine Oberfläche geschaffen, die besonders gut zu Dekoren poriger Hölzer wie Eiche oder Ulme passt. Ihre länglichen, unregelmäßigen Vertiefungen greifen die Maserung solcher Hölzer auf und verstärken den realistischen Eindruck der Struktur. Wie bei Stucco kommen auch bei Fusion zwei unterschiedliche Mattgrade zum Einsatz, die eine besonders naturnahe Optik und Haptik ermöglichen. Nach der Interzum werden die neuen Oberflächen zunächst für elf Innovus-Dekore angeboten. In den kommenden Monaten wer­ den weitere Dekore erhältlich sein. www.sonaearauco.de

Homapal

„Creme“ Quadrate

„Cognac“ Lounge Plus

„Taupe“

Mit einem rund 300 qm großen Stand präsentierte sich das vor einem Jahr gegründete Joint Venture Sonae Arauco, in der auch die ehemalige Glunz AG aufgegangen ist, erstmals auf einer Branchenmesse. Das 50/50 Joint Venture ist das Resultat der partiellen Zusammenlegung von Unternehmensbereichen des südamerikanischen Arauco-Konzerns und Sonae Indústria. Im Mittelpunkt des Interzum-Auftritts standen neun trendgerechte neue Melamindekore sowie zwei neue Oberflächen, die durch ihre außerordentlich naturnahe, matt-elegante Optik und Haptik überzeugen. Dekore und Oberflächen sind Bestandteil der Innovus-Kollektion der Sonae Arauco S.A. Dabei steht Innovus für eine innovative Designkultur, geprägt von ausdrucksstarken, zeitgemäßen Far­ ben und charakteristischen Strukturen. Die zahlreichen Dekore und Oberflächen sind als Melaminoberfläche mit unterschiedli­ chen Basismaterialien sowie Besonderheiten wie etwa Innovus

Eine komplett überarbeitete Kollektion präsentierte Homapal zur Interzum im Bereich Leder. Dazu gehören acht typische Leder­ trendfarben und drei verschiedene Oberflächen, die sich weich und echt anfühlen. Für die Herstellung der neuen Oberflächen nutzt Homapal ein technisch hergestelltes Kunstleder, das mit einer dauerhaften Prägung auf einen HPL-Kern verpresst wird. Das Verfahren verleiht ihnen ihre typische Lederoptik und -hap­ tik. Pressbleche sorgen für die charakteristischen Strukturen. Der fertige Schichtstoff lässt sich mit allen handelsüblichen Werkzeugen be- und verarbeiten. Oberflächen sind beliebig oft reproduzierbar und weisen eine bessere UV-Beständigkeit (Lichtechtheit) auf als vergleichbare Oberflächen aus Echtleder. Nicht zuletzt kommen bei der Herstellung deutlich weniger Che­ mikalien zum Einsatz. www.homapal.de


Foto: Formica

Materialien | Architektur + Trend

formica

Red Dot für Antifingerprintoberfläche „Formica Infiniti“, die Oberfläche mit antimikrobiellen Eigen­ schaften eignet sich sowohl für horizontale als auch vertikale An­ wendungen in stark frequentierten Bereichen – im Einzelhandel, im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie in Büros. Wände, Türen, Theken, Empfangsschalter, Regale, Tische und andere Möbel lassen sich mit speziellen dekorativen Effekten und markanten Kantendetails individuell gestalten. Das Material weist eine hohe Widerstandsfähigkeit auf und lässt sich thermisch nachbehan­ deln; seine Postformbarkeit erlaubt, Kanten harmonisch und dicht abzurunden. Die hochtechnisierte Oberfläche, das Ergebnis aus einem zum Patent angemeldeten Aushärtverfahren sowie Harzsystemen der nächsten Generation, besteht aus Mikrostrukturen, die das Licht entschärfen und für ein edelmattes Finish sorgen, das sich warm und samtweich anfühlt. Sie schützen vor Kratzern und Abrieb so­ wie Fingerabdrücken, weil sie Feuchtigkeit bis zur Verdunstung ableiten. Erhältlich ist Formica Infiniti sowohl als postformbare OriginalHochdruckschichtstoff „Formica Laminate“ (0,7 mm) als auch als solide Kompaktplatte „Formica Compact“ (6, 8, 10, 12 mm) oder mit durchgefärbtem Farbkern als „ColorCore“ (1,3 mm). Die Platten-

Formica Infiniti fügt sich harmonisch in jede Umgebung und spielt im Einklang mit anderen Materialien. Bei diesem modularen Regalsystem setzen die Dekore CC7940 Spectrum Yellow, CC2255 Polar White und CC5342 Earth Akzente. Die samtweiche Oberfläche verlangt nach Berührung.

größe beträgt 3.050 x 1.300 mm. Formica Infiniti fügt sich har­ monisch in jede Umgebung und spielt im Einklang mit anderen Materialien. Die Kollektion umfasst 20 Dekore. www.formica.com/de/de

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PerfectSense: Das Premium-Finish für Ihre Ideen. Ihre erste Wahl für einen High-End-Look.

Schaffen Sie mit der samtig-warmen Optik von PerfectSense Matt ein elegantes und behagliches Raumgefühl. Mit PerfectSense Matt auf MDF, Schichtstoff und dem neuen Topmatt Schichtstoff realisieren Sie matte Gesamtlösungen: Von Front über Korpus bis zur Arbeitsplatte. Für noch vielfältigere Anwendungen ist PerfectSense Matt mit Anti-Fingerprint Eigenschaft jetzt auch in Holz- und Materialdekoren erhältlich.

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www.egger.com/perfectsense küche + architektur | 67


Architektur + Trend | Materialien

Zu den Highlights im Kantenportfolio des Hersteller zählt auf jeden Fall die auf der Interzum erstmals präsentierte Nullfugenkante Raukantex pro.

rehau

Glaslaminat und Nullfugenkante – Rehau setzt Trends Seinen Anspruch als innovativer Polymerspezialist dokumentierte Rehau auf der Interzum mit seinem kompletten Produktspektrum im Bereich Furniture Solutions. Damit unterstreicht das Unternehmen sein Angebot an verschiedenen Systemlösungen, die im Möbelbau individuell eingesetzt werden können, um bestimmte Optiken zu erzielen oder Akzente zu setzen. Dazu gehören auch die aktuellen Kantenlösungen aus dem Portfolio von Raukantex, das Oberflächenprogramm Rauvisio sowie die unter Rauvolet zusammengefassten Rollladensysteme und natürlich die form­ schönen Wandanschlusssysteme Rauwalon perfect-line. Bereits in den letzten Jahren hatte Rehau mit seinen Oberflächen aus polymerem Glaslaminat Rauvisio crystal für Furore gesorgt. Ein Material, das sich im Vergleich zu Echtglas als bruchfester, um 50 Prozent leichter und komfortabler zu verarbeiten erweist und das sich sogar biegen lässt. Der Erfolg dieses Werkstoffs bot Anlass genug, das Design-Spektrum des Werkstoffs um die beiden neuen Designs Nebbia (Hellgrau) und Zucchero metal­ lic (Weiß mit Metallic-Effekten) zu ergänzen. Neu ist auch die Funktionsvariante Rauvisio metall magnetic. Von der magneti­ schen Nische in der Küche bis hin zur Präsentationsfläche im Konferenzraum ermöglicht es neben flexiblen Be- und Verar­ beitungsmöglichkeiten dank Nano-Eigenschaften eine absolut rückstandsfreie, einfache Reinigung. Das Glaslaminat RAUVISIO crystal ist in den drei hochglänzenden Farbstellungen Bianco, Perla und Magnolia sowie in den Varianten Corniola (Rot-Ton), Menta (Grün-Ton), Azzurro (Blau-Ton), Fumo (Grau-Ton) und Sabbia (Beige-Ton) erhältlich. Neu dabei sind Nebbia (Hellgrau) und Zucchero metallic (Weiß mit Metallic-Effekten). Zusätzlich zur Hochglanzvariante gibt es alle Farben – außer Zucchero metallic – auch in Matt.

Erneut zum Blickfang avancierte natürlich auch wieder die RauvisioAusführung crystal mirror, die aktuell mit dem renommierten in­ terzum award „Hohe Produktqualität“ ausgezeichnet wurde. Punkten konnte Rehau auch mit der Rauvisio-Variante brilliant. Diese Materialvariante überzeugt durch dauerhafte UV- und Kratzbeständigkeit sowie durch ausgezeichnete Farbqualität, während sich das Strukturlaminat Rauvisio wave durch seine Oberfläche in Wellenoptik auszeichnet. Und Rehau wäre nicht Rehau, würde man nicht auch aktuelle Designtrends wie Steinan­ mutungen aufgreifen: So besitzt der Polymerstein Rauvisio karat Härte und Stabilität von Echtstein. Bei der extradünnen Ausführung Rauvisio crystal slim für Nischen, Wandverkleidungen oder Frontenfüllungen wird das Laminat ohne MDF-Kern direkt mit dem Gegenzug verpresst und steht dem stärke­ren Glaslaminat verarbeitungstechnisch in nichts nach. Besonders beliebt ist der Einsatz bei der Sanierung von Fliesenspiegeln u.a. im Nassbereich. Auch bei Rauvisio crystal slim sind Vor-Ort-Zu­ schnitte jederzeit möglich. Neben dem schlanken Laminataufbau von nur vier Millimetern überzeugt zudem das geringe Gewicht. Für jede Anforderung die ideale Kante bietet Rehau mit seinem Kantenprogramm Raukantex und deckt damit sämtliche Anfor­ derungen hinsichtlich der Designs und Aufbringungstechniken für Kanten ab. Der Polymerspezialist mit jahrzehntelanger Kernkom­ petenz im Kantensegment bietet über 20.000 Kantendesigns für perfekt passende Abschlüsse von Oberflächen. Zu den Highlights im Kantenportfolio des Hersteller zählt auf jeden Fall die auf der Inter­ zum erstmals präsentierte Nullfugenkante Raukantex pro: Mittels der speziellen Polymer-Funktionsschicht, die farblich exakt auf die Sichtseite der Kante angepasst ist, erzielt man optische, funktionale und dauerhafte fugenlose Bestergebnisse. www.rehau.com

Anne Hunecke, Head of Marketing Communication Furniture Solutions / Industrial Solutions bei Rehau präsentierte die neue Vielfalt von Rauvisio crystal. 68 | küche + architektur


Aspen Grey aus der Neolith Fusion Collection

Foto: Neolith by TheSize

Durchgefärbtes full body Dekor

INDUKTIONSKOCHFELD MIT INTEGRIERTEM DUNSTABZUG Materialien | Architektur + Trend

Neolith

Neolith® Nero Marquina gewinnt Nach seiner prestigeträchtigen Auszeichnung mit dem Red Dot Award im April erhielt das zeitlose monochromatische von The­ Size entworfene und hergestellte Neolith® Nero Marquina Design eine weitere Anerkennung von internationalen Experten: Das In­ terzum Award-Gremium zeichnete Neolith® Nero Marquina für seine hervorragende Ähnlichkeit mit Naturstein und die hoch­ wertigen Eigenschaften des gesinterten Materials aus. Inspiriert vom Marmor aus Spanien, ist Neolith Nero Marquina mittels der innovativen Dekorationstechnologie Neolith® Digital Design (NDD) ein gesinterter Stein mit einem rein schwarzen Hintergrund und einer hellen weißen Äderung. Das preisgekrönte Dekor ist ein Beleg für das technische Know-how von TheSize, da das Designteam eine exklusive Technik entwickeln musste, um den starken Kontrast und die ausgeprägten feinen Linien zustan­ de zu bringen. „Weiß auf Schwarz zu drucken ist schon für sich eine schwierige Aufgabe, die zuvor erst lange genug auf Papier ausprobiert werden muss, aber als es darum ging, diese perfekte weiße Äderung auf einem gesinterten Stein zustande zu bringen, mussten wir uns eine neue technische Möglichkeit ausdenken und die Grenzen des Designs noch weiter verschieben“, erläutert Carlos García, Leiter der Design-Abteilung, TheSize. Erhältlich in den Finishs Polished und Silk und in Stärken von 6 mm und 12 mm ist Neolith Nero Marquina ideal für Fußböden, Wände, Arbeitsplatten für das Badezimmer und die Küche, sowie auch für Möbel. Darüber hin­ aus kann das Dekor auch im Bookmatch-Effekt angefertigt wer­ den, um gespiegelte Designs zu erschaffen. www.neolith.com Britta Wolf, Gebietsrepräsentantin Neolith, zeigte Nero Marquina, das Marmor Dekor auf gesintertem Stein.

Mehr Platz und freie Sicht in der Küche Kochdünste werden direkt am Kochfeld nach unten abgesaugt FLOW-IN kann im Umluft- oder Abluftbetrieb eingesetzt werden Geeignet für flächenbündigen Einbau oder Auflagenmontage Rahmenloses Induktionskochfeld mit Booster- und Brückenfunktion, für das komfortable Zusammenschalten von 2 Kochzonen, z. B. für Bräter Mit effizientem und leisem Sockelmotor (EEK A) oder externen Motoren nutzbar Abbildung mit Sonderlackierung der Randabsaugungsplatte

küche + architektur | 69

silverline24.de


handel + Markt | Der Kreis

Spezialisten – Symbiose aus Berufung und Leidenschaft Der Kreis Jahreshauptversammlung 2017

Mit einer Kombination aus Sachverstand und Herz gelang es den unter dem Dach des Leonberger System­ verbunds Der Kreis zusammengeschlossenen 2931 Fachgeschäften und Betrieben aus den Bereichen Küche, Bad sowie Schreinereien und Innenausbauer den Umsatz der Verbundgruppe um 8,4 Prozent auf 3,47 Milliarden Euro zu steigern.

H

auptumsatzträger der mittelständisch geprägten Verbund­ gruppe sind nach wie vor die Küchenspezialisten in Deutsch­ land, den Benelux-Ländern, Frankreich, Großbritannien, Ös­ terreich, der Schweiz, Italien, Portugal und Südosteuropa. In Deutschland gelang es den Der Kreis-Küchenprofis den durch­ schnittlichen Verkaufswert hochwertig geplanter Einbauküchen im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf 12.802 Euro zu erhöhen. Beim Der Kreis Franchise-Modul Varia lag der Durchschnittswert der verkauften Küchen sogar mit 13.000 Euro noch ein Quäntchen hö­ her, freute sich Varia Geschäftsführer Walter Greil. Pluszahlen die, so Der Kreis-Gründer Ernst-Martin Schaible nicht ohne Stolz, deutlich über dem Branchendurchschnitt von 6.714 Euro liegen und damit das Interesse der Verbraucher an individuell geplan­ ten, hochwertigen Küchen unterstreichen. Zudem sieht sich der Branchenkenner weiter darin bestätigt, dass die Kompetenz und Beratungsqualität der Fachgeschäfte sich gegenüber der Großfläche mehr als behaupte. So liege das Mengenwachstum der verkauften Küchen deutlich unter deren Steigerung im Wert. Doch zurück zu Varia. Die Varia Fran­ chise GmbH wächst international kontinuierlich weiter. „Besonders in­ teressiert zeigt sich derzeit der fran­ zösische Markt“, erläuterte Varia Geschäftsführer Walter Greil. Von den 120 Varia Häusern sind zwei Drittel im Ausland und ein Drit­

70 | küche + architektur

tel im Inland situiert. „Für dieses Jahr sind erst einmal neun Häuser in Planung“, informierte der sympathische Österreicher weiter. Der Aus­ tausch unter den Varia-Häusern sei sehr intensiv, besonders geschätzt werde dabei der Betriebsvergleich, der auf Wunsch der Mitglieder von nun an sogar jährlich stattfinden soll. Nicht minder positive Zahlen vermeldete Sven Mischel, Geschäfts­ führer Mein Bad und Creative Inneneinrichter. Seine Mitglieder, deren Anzahl in 2016 um 61 Fachgeschäfte gewachsen ist, verbuchten einen Umsatzzuwachs von 6 Prozent. Der deutliche Ausbau der Lieferantenstruktur in den Bereichen Bad, Sanitär und Heizung, dabei auch der Grossist Pfeiffer & May, ebnet den Weg, um in 2017 weitere neue Mitglieder aufnehmen zu können. Für alle gemeinsam gilt: Erfolg kommt nicht von ungefähr Seit ihrer Gründung offeriert die Leonberger Verbund­ gruppe ihren Mitgliedern ein breit angelegtes Paket unter­ stützender Dienstleistungen. Ob Standortanalyse, Laden­ bau, betriebswirtschaftliche oder juristische Beratung oder individuell auf den jeweiligen Küchenspezialisten zugeschnittene

Ernst-Martin Schaible, ­geschäftsführender Gesellschafter des Systemverbunds Der Kreis


Der Kreis | handel + Markt

Marketingpakete, alle Serviceangebote sind auf dem neuesten Stand und decken aktuelle Markttrends und Entwicklungen ab. Der Input für neue Konzepte entsteht nicht zuletzt durch die kontinuierliche Kommunikation des Der Kreis-Teams mit seinen Mitgliedshäusern. Argumente, die 51 weitere Küchenfachgeschäfte in 2016 dazu bewo­ gen, der Verbundgruppe beizutreten. „15 dieser Häuser sind Existenz­ gründer, die der Kreis auf dem Weg in die Selbständigkeit unterstützt“, freut sich Ernst-Martin Schaible.

über unseren Mitgliedern nach und wollen ihr Bewusstsein schärfen, in welchen Bereichen Risiken für sie schlummern, vor allem aus ver­ sicherungstechnischer Sicht“, erklärte Ernst-Martin Schaible. Diese Fortbildung findet deutschlandweit in zwei Einheiten à vier Tage statt, zwischen dem ersten und dem zweiten Teil liegt jeweils eine zwei­ wöchige Pause. Durch die Ausrichtung in Eigenregie durch die Leon­ berger Verbundgruppe profitieren die Teilnehmer zudem von einem erheblichen Preisvorteil gegenüber bisherigen Anbietern.

„Menschen bilden bedeutet nicht, ein GefäSS zu ­füllen, sondern ein Feuer zu entfachen.“ (Aristophanes) Ein Zitat, das das Engagement von Ernst-Martin Schaible und seinem Der Kreis-Team sehr gut beschreibt: Er selbst engagierte sich gemein­ sam mit Rudolf Miele wettbewerbsübergreifend und erfolgreich für die Realisierung des Ausbildungsberufs „Küchenspezialist“. Und noch heute setzt sich der ambitionierte Branchenkenner für die Weiterbil­ dung und somit für die Zukunftssicherung des Küchenfachhandels ein. Selbst während des Branchenabends ließ er es sich nicht nehmen, Herrn OStD Dieter Müller, Möbelfachschule Köln, auf die Bühne zu bitten, um ihm zum einen für die Kooperation zu danken und um seinen Mitgliedern gleichzeitig die MÖFA und damit das Thema Ausbildung in Erinnerung zu bringen. „Unsere Branche braucht gut ausgebildete Fachleute, also bilden Sie aus“, appellierte Ernst-Martin Schaible an seine Gäste, und zwar ohne sich dabei selbst aus der Ver­ antwortung zu ziehen. Denn auch Der Kreis selbst erweitert sein Schulungsangebot und er­ möglicht seinen Mitgliedern bzw. deren Angestellten die Schulung zur Elektrofachkraft, die aufgrund von regulatorischen Vorgaben von Seiten der Europäischen Union absolviert werden muss. Der Kurs wendet sich an alle, die keine ausgebildeten Elektrofachkräfte sind, die aber aus beruflichen Gründen einfache Arbeiten – wie Anschlussarbeiten oder sonstige – an elektrischen Geräten durchführen wollen. Der Abschluss des Kurses ist gemäß den maßgebenden Vorschriften zertifiziert. „Wir kommen mit dieser Maßnahme unserer Fürsorgepflicht gegen­

„Digitalisierung ist kein Selbstzweck! Sie muss dem Menschen dienen!“ Thorsten Dirks, CEO Telefonica Deutschland Das Internet ist heute die am häufigsten genutzte Informationsquelle im Vorfeld des Küchenkaufs. Das belegen u. a. die rund 160 000 Such­ anfragen, die Interessenten monatlich bei Google zum Thema Küche eingeben. Von diesem Online-Nachfrage-Boom sollen die Mitglieder von Der Kreis jetzt noch stärker profitieren. Unter www.kuechenspezialisten. de werden interessierte Endverbraucher künftig auf die Kompetenz zertifizierter Küchenspezialisten zurückgreifen können. Die Domain hatte sich die Leonberger Verbundgruppe frühzeitig gesichert. Nun sei es an der Zeit diesen „Markenschatz“ im Sinne der Mitglieder zu heben und sie damit zu unterstützen“, erläuterte Der Kreis Vertriebsund Marketinggeschäftsführer Oliver Strelow. Präsentiert wurde das neue Online-Konzept von den Mitgliedern des Marketingausschusses von Der Kreis. Die Unternehmer hatten durch­ weg an der Entwicklung der Website mitgearbeitet. Unter ihrem Zu­ tun entstand eine Informations- und Vermittlungs-Plattform, die den Konsumenten auf seiner „Customer Journey“ begleitet. Der Begriff Customer Journey bezeichnet die „Reise“ eines potenziellen Kunden über verschiedene Touchpoints mit einem Produkt, einer Marke oder einem Unternehmen, bis er schließlich kauft. Als Touchpoint wird jede Art von Kontaktpunkt bezeichnet, von klassischer Werbung über Onlinemarketing-Maßnahmen bis hin zur Meinung eines Freundes oder Informationen auf Bewertungsportalen.

küche + architektur | 71


handel + Markt | Der Kreis

Emotional und überzeugend wurde die neue webbasierte „Herz drauf“-Marketinginitiative gestartet, deren Symbol, der rote Kochhandschuh, sie durch alle virtuellen Medien, online, im Print und am Point of Sale begleitet.

Die Rubriken der digitalen Endkundenplattform www.kuechenspezi­ alisten.de sind an die typische Customer Journey beim Küchenkauf angelehnt. Dabei werden Impulse wie Inspiration, Beratung, Planung und Einbau bis hin zum Leben in der Küche gesetzt. Hand aufs Herz … … dass die Mitgliedsunternehmen von Der Kreis von dieser neuen Website mit der neutralen Benennung küchenspezialisten.de profitie­ ren: Das mediale Gesamtpotenzial bezifferte Der Kreis-Einkaufschef Harald Kastner mit 14 Millionen Deutsche über 30 Jahre mit Pro­ duktinteresse an der Kücheneinrichtung. Über das Onlineportal wer­ den deren Suchanfragen direkt und indirekt zu den teilnehmenden Werbepartnern gelenkt. Denn jedes der teilnehmenden Mitglieder präsentiert sein Unternehmen zusätzlich zu seiner bereits vorhande­ nen Website in Form einer Mircosite, die sein Konterfei abbildet: In Schwarz gekleidet, die rechte, rot-behandschuhte Hand am Her­ zen, verspricht jeder Inhaber der zertifizierten Küchenfachge­ schäfte mit Sachverstand und Herz alles für die Zufrieden­ heit seiner Kunden zu tun und wirbt unter dem Claim „Herz drauf “ um das Vertrauen seiner Kunden in seine Leistungsfä­ higkeit. Um eine gleichbleibende Qualität des Portraitfotos zu gewährleisten, wurden von Profi-Fotografen entspre­ chende Parameter festgelegt. Zusätzlich nimmt der Werbepartner an dem Konzept „Deutschland baut um“ teil und spricht somit weitere Zielgruppen an, die über unter­ schiedliche Wege auf seiner Microsite landen, die an Küchen interessierten sowie die an Re­ novierung und Modernisierung interessierten Endverbraucher. „Und“, so betont Harald Kastner, „auch unser Erfolgsportal kuechenboerse.24 werden wir mit www.küchenspezialisten.de verlinken. Auf das Portal und sein vielfältiges Angebot von Ausstellungsküchen

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und -geräten greifen heute bereits 100 Der Kreis-Mitglieder zurück und verbuchen über 40 000 Zugriffe.“ Ein attraktiver 3D Web-Küchenplaner bringt zusätzliche Frequenz auf die Microsites der Werbepartner. Er unterstützt die Spezialisten bei der Gewinnung von Endverbraucheranfragen, Leads, aktiv. „Wer denkt, will nicht überredet, sondern ­überzeugt sein …“ (Victor Klemperer, Romanist und Politiker) Bereits nach der bühnenreifen, sehr emotionalen Präsentation der neuen Website hatten die Fotografen alle Hände voll zu tun, um der Nachfrage der begeisterten Der Kreis-Mitglieder Folge zu leisten. Nahezu alle am Kongress teilnehmenden Mitglieder ließen sich ab­ lichten und bekannten sich zur neuen Website und zur neuen Mar­ ketingkampagne, deren Symbol, der rote Kochhandschuh, sie durch alle virtuellen Medien, online, im Print und am Point of Sale begleitet. Und für all diejenigen, die die Jahreshauptversammlung in die­ sem Jahr nicht besuchen konnten, wird das Team von Der Kreis in sieben zentralen Städten Deutschlands entsprechende Foren abhalten, um sie zu informieren und ihnen die Möglich­ keit zu geben, sich ebenfalls anzuschließen. Endkundenmagazin und Werbemittel Neben dem Online-Portal wurde das bekannte End­ kunden-Magazin von Der Kreis überarbeitet und entsprechend dem neuen Internetauftritt modernisiert. Diese moderne

Oliver Strelow, Der Kreis Geschäftsführer Vertrieb und Marketing


Der Kreis | handel + Markt Und abends brachte die Spider Murphy Gang die­ Teilnehmer der Der Kreis JHV auf Touren.

und lesenswerte Zeitschrift, die Reportagen, Tipps, Unterhaltsames sowie Produktinnovationen aus dem Themenfeld Küche beinhaltet, kann vom Werbepartner in seiner direkten Kommunikation mit dem Endkunden eingesetzt werden. Auf Wunsch kann jeder Küchenspe­ zialist Cover-Vorderseite, das Vorwort und die Cover-Rückseite mit eigenen Inhalten gestalten, um dem Ganzen einen individuellen An­ strich zu verleihen. Ergänzend dazu können die erklärten Küchenspezialisten sich selbst und das Konzept in einer neuen teilindividualisierten Imagebroschüre vorstellen. Nicht zu vergessen die zahlreichen, aufmerksamkeitsstar­ ken Werbemittel, die von einem roten Handschuh oder einer Koch­ schürze über Kaffeetassen, Beachflags und Fahnen bis zu klassischen Giveaways reichen. „Ein wichtiger Baustein ist das Qualitätssiegel, das den Werbepart­ ner als zertifizierten Küchenspezialisten aus der Masse heraus hebt. Unabhängig davon bleibt der individuelle Auftritt des Mitgliedes in seiner Region weiter im Vordergrund seiner Kommunikation. Das Küchenspezialisten-Konzept verstärkt die Marke des einzelnen Mit­ gliedes und unterstützt ihn bei seinem Außenauftritt“, sagte Oliver Strelow. Dabei spielt das Zertifikatsschild, das den Küchenspezialisten als zertifizierten 5-Sterne-Partner darstellt, eine zentrale Rolle und dient als wichtiges Vertrauenssignet für Endkunden. Als Protagonist des Küchenfachhandels brachte Ernst-Martin Schaible die Zielsetzung der Kampagne auf den Punkt: „Seit vielen Jahren prägen wir den Begriff des Küchenspezialisten und bauen ihn kontinuierlich weiter aus. Wir haben Ihnen heute einen weiteren Meilenstein vorge­ stellt. Mit unserer neuen, zukunftsweisenden Online-Strategie kue­ chenspezialisten.de und der dazugehörigen aufmerksamkeitsstarken Endkunden-Plattform setzen wir ein deutliches Zeichen zur Stärkung und Positionierung der Küchenspezialisten von Der Kreis am Markt.“ Die Weichen sind gestellt „2016 war insgesamt ein sehr erfolgreiches Jahr für uns. Hierfür danke ich allen, die ihren Beitrag hierzu geleistet haben, insbesondere allen

Ernst-Martin Schaible und Karl Dotzauer beim Fassanstich am Bayerischen Abend auf dem Der Kreis Kongress in München.

Mitgliedsunternehmen, Partnern aus der Industrie, Dienstleistern und Mitarbeitern“, sagte Ernst-Martin Schaible, Gründer und ge­ schäftsführender Gesellschafter von Der Kreis. Und die positive Stimmung von 2016 scheint sich auch in 2017 fort­ zusetzen. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen tragen nach wie vor zu einer weiteren Stimulation des privaten Konsums bei und hier­ bei vor allem zu Investitionen in das Wohnen und in die Gestaltung der eigenen vier Wände. „Die Küchen- und Badkonjunktur wird nicht zuletzt vom wachsenden Wohnungsbau und dem Trend nach Reno­ vierungen der eigenen vier Wände profitieren, der zu einer weiteren Erhöhung der Nachfrage nach individuell geplanten Küchen und Bä­ dern sowie im Innenausbau führen wird. Alles in allem ist für 2017 eine weiterhin positive Entwicklung zu erwarten, dieser Trend lässt sich an den Zahlen der ersten Monate im Systemverbund ablesen.“ Der Wochenschnitt läge hier auf gleicher Höhe wie 2016. Bis habe man den Umsatz um plus 8 Prozent steigern können, so Ernst-Martin www.derkreis.de Schaible. 

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handel + Markt | Der Kreis

Spezialisten leisten etwas Besonderes Ausgezeichnet Auch in diesem Jahr wurden auf der Jahreshauptversammlung fünf Der Kreis-Mitglieder in ebenfalls fünf verschiedenen Kategorien zum Küchenspezialisten des Jahres 2017/18 gekürt.

K

arin und Magnus Armbruster mit ihrem Varia Studio in Ingol­ stadt: Kunden bestätigten dem Ehepaar ihre absolute Zufrie­ denheit sogar schriftlich und das über die letzten drei Jahre, nämlich den Zeitraum ihrer Selbständigkeit hinweg. Für ihre Kreati­ vität wurde die Franz Kerstin Haustechnik GmbH & Co. KG mit In­ haber Christoph Ilaender und Abteilungsleiter Küchen Michael Strat­ mann ausgezeichnet.

Von ihren Kollegen erhielt eine Küchenplanung von Caroline und Meike Preusser die Auszeichnung Beste Küche, während Endverbrau­ cher auf den Internetdomains www.kuechenspezialisten.de und www. deutschland-baut-um.de sowie auf stark frequentierten Internetauf­ tritten von Endverbraucherzeitschriften für Einrichtungs- und Reno­ vierungsinteressierte wie www.renovieren.de und www.bautipps.de die von Mathias Grummt und Rico Kellner, Mühlau, möbelplus

Beste Küche – Publikumspreis: Von Endverbrauchern gewählt wurde die ­Küchenplanung von Mathias Grummt und Rico Kellner, Mühlau, möbelplus GmbH

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Der Kreis | handel + Markt

GmbH, eingereichte Küchenplanung zur besten Küche prämierten. Die Auszeichnung zum Küchenspezialisten des Jahres in der Rubrik Newcomer erhielt Pascal Kilgus, Kilgus Küchen in Waiblingen, der mit seinem kompletten Unternehmenskonzept überzeugte. „Durch diese Preise bauen unsere Mitgliedshäuser den Bekanntheits­ grad und das Image ihres Fachgeschäftes in ihrer Region weiter aus, zudem erhöht sich nachweislich die Besucherfrequenz“, zeigte sich Ernst-Martin Schaible, Gründer und geschäftsführender Gesellschaf­ ter von Der Kreis überzeugt. Deshalb sollten sich auch im nächsten Jahr wieder zahlreiche Der KreisSpezialisten bewerben, um als Preisträger beim Der Kreis-Kongress vom 11.-13. Mai 2018 in Berlin gekürt zu werden. Auch die Mitglie­ der der Jury Professor Achim Hack, Fakultät Gestaltung, Hochschule Wismar, Fee Wiebusch, Inhaberin der Werbeagentur Markentrieb, Yvonne Davy, Chefredakteurin der Zeitschrift küche+architektur, und Stephan Wörwag, Justiziar von Der Kreis, freuen sich bereits heute www.derkreis.de auf die Einsendungen der Küchenspezialisten. 

Beste Küche – kollegenpreis: Von ihren Kollegen erhielt die Küchenplanung von Caroline und Meike Preusser die Auszeichnung Beste Küche.

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handel + markt | Küchenring

Die Segel richtig gesetzt Küchenring 2016 – wieder ein Rekordjahr

Bereits 2011 hatte Der Küchenring schon einmal nach Warnemünde zu seiner Jahres­ hauptversammlung eingeladen. Und wie damals, so konnte auch in diesem Jahr wieder ein positives Vorjahresergebnis berichtet werden.

I

m 13. Jahr in Folge erzielten die Gesellschafter des Küchenrings eine Steigerung des zentralregulierten Umsatzes. 2016 wuchs er um 10,7% auf 488 Mio. Euro (Vj. 441 Mio. Euro). Beide Geschäftsführer, Manfred Töpert und Joachim Bringewald, äußerten sich aufgrund der deutlichen Zuwächse in den ersten Monaten 2017 optimistisch, dass in die­ sem Jahr eine vergleichbare Umsatzsteigerung zu erwarten sei und damit die halbe Million Euro geschafft werde. Diese Einschätzung, dass das erfolgreiche Jahr 2016 sich auf ähnlichem Niveau in 2017 fortsetzen wird, fußt auf den Folgerungen, die Manfred Töpert aus seiner Analyse der Entwicklung der Konjunktur- und Branchendaten zieht. So scheinen trotz außen- und innenpolitischen Problemstellungen die Rahmenbedingungen und das wirtschaftliche Um­ feld stabil. Die Baubranche erwartet bei den Wohnungsfertigstellungen eine Steigerung um 8 % von 300 Tsd. Einheiten in 2016 auf 325 Tsd. Einheiten in diesem Jahr und einen vergleichbaren Zuwachs für 2018. Noch immer sind knapp 10 Mio. Küchen in Deutschland älter als 15 Jahre. Dieses Potenzial und die Themen Ressourcenschonung und zum Wohn­ raum hin offene Küchen bei Neubauten spielen den Händlern zudem in die Hände. Noch dazu spricht der gestiegene Umsatz mit Küchen (+4,9 % im Vergl. zum Vj.) bei auf hohem Niveau stagnierendem mengenmäßigen Küchenabsatz (+0,6 % im Vergl. zum Vj.) für den Trend zu bewusstem Konsum, bei dem Qualität entscheidet und nicht allein der Preis. Manfred Töpert nahm diesen Sachverhalt einmal mehr zum Anlass, zu betonen, dass, wenn Kunden nach Lö­ sungen suchen, sie sich entscheiden müssen, ob sie sich schnell und preisgünstig im Onlinehandel bedienen, oder das Gesamtkonzept wählen, das ihnen der beratende Küchenspezialist verkauft. Das Werkzeug … … für die erfolgreiche Arbeit vor Ort bietet Der Küchenring seinen Gesellschaftern, sei’s mit Marketingmaßnahmen wie den Eigenmarken systhema, Inpura und Linea inklusive Internetauftritt, oder das Shopkonzept System Plus1, mit Renditesteigerungskonzepten per Lieferantenkonzentration, zugeschnitten auf unterschiedliche Gesellschafterstruk­ turen oder mit optimalen Einkaufsbedingungen dank der Synergien mit dem Schwesterverband Alliance. Und das offensichtlich mit Erfolg, denn mit einer durchschnittlichen Ausschüttung von 12,3% an jeden Gesellschafter wurde für

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488,0* (+10,7%)

396,2

Umsatz-/Mitgliederentwicklung 2002 bis 2016

350,2

(Der Küchenring, zentralregulierter Umsatz1), Basis Rechnungspreis der Industrie an den Händler) 241,5

umsatz) 176,5 133,4 53,8 188 2002

76,3 264 2003

93,9

288

289

2004

2005

333 2006

358,0

289,0

1)Einkaufsumsatz inkl. Mehrwertsteuer (kein Außen­

92,1

Entwicklung Umsatz in Mio. EUR inkl. MWSt.

441,0

199,7

137,3 375

388

406

420

438

455

475

507

530

575 (+8,5%)

Entwicklung Mitglieder

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

das Jahr 2016 wieder ein neuer Rekord erzielt. Dabei blieben die Verbandskosten mit 0,67 % bezogen auf den kumulier­ ten Netto-Einkaufsumsatz bei Verbandslieferanten wieder auf einem gewohnt niedrigen Niveau. Die Küchenumsätze, die Der Küchenring und Alliance zusammen realisieren beliefen sich übrigens in 2016 insgesamt auf rund 842 Mio. Euro, davon fallen ca. 57 % auf den Küchenring und ca. 43 % auf Alliance, damit seien sie auf der Abnehmerseite die stärkste Gruppe im Markt. Dabei gab Manfred Töpert zu bedenken, dass die Konzentration des Einzelnen auf die Lieferanten seiner Wahl, die eine Seite der Medaille ist. Die andere ist die breite Struktur der Möbelhersteller, mit denen Der Küchenring zusammenar­ beitet, denn ohne die Vielfalt, aus der er auswählen kann, könne ein Küchenspezialist nicht sein. Überzeugende Konzepte Und offensichtlich überzeugt die strategische Ausrichtung durch Geschäftsführung und Beirat, denn mit 575 Gesell­ schaftern (Vj. 530), wuchs Der Küchenring 2016 um 8,5%. Aus nahezu allen Verbundgruppen seien neue Gesellschafter gewonnen worden. Zudem stehe das kontinuierliche und nachhaltige Wachstum in Österreich mit mittlerweile über 50 Mitgliedern hinter dieser Zahl. Bernhard Achleitner, Mit-Geschäftsführer von Der Küchenring Austria, der erst seit anderthalb Jahren dort agiert, erwartet für das Jahr 2017 weiteren Zuwachs. Zu den Erfolgsbausteinen, die Der Küchenring bietet, um seine Gesellschafter wirtschaftlich wettbewerbsfähig und erfolgreich zu machen, gehört das Studiokonzept System Plus1. Von den Ausstellungsküchen über Boden- und Wandgestaltung bis hin zu Beleuchtung und individuellen Akzenten bei der Dekoration entstehen emotionale Präsentationsflächen. Nahezu kostenneutral und ab einer Ausstellungsfläche von 200 qm werden Studios komplett neu inszeniert, ein Angebot, das bisher 46 Gesellschaften wahrnahmen, die damit alle, wie Manfred Töpert vermerkte, ein Umsatzplus erwirt­ schafteten. Für das Jahr 2017 sind 23 weitere Umsetzungen mit System Plus1 in Planung, bzw. bereits realisiert. Bis September 2017 werden zudem die drei Eigenmarken systhema, Inpura und Linea komplett neu aufgestellt. Die Konzepte für eine eigenständige, emotionale und erfolgsorientierte Vermarktung sind ausgearbeitet und werden zur Zeit umgesetzt.

Geschäftsführung und Beirat von Der Küchenring nach einem erfolgreichen Jahr 2016: Jörg Kirch, Stephen Grimm, Manfred Töpert, Hanka Jacobs, Joachim Bringewald, Oliver Skweres, Michael Kramp.

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handel + markt | Küchenring

Fit fürs Netz Facebook 500 heißt das Vermarktungskonzept, das Der Küchenring seinen Gesellschaftern zur Verfügung stellt, um die sozialen Netzwerke kompetent und kontinuierlich zu bedienen, und sich damit dem generationenübergreifend veränderten Kommunikationsverhalten zu stellen. Der Zertifikatslehrgangs des Deutschen Instituts für Marketing (DIM) für Mitglieder vermittelt in 8 Online-Modulen, wie erfolgreich auf Facebook agiert wird. Bequem neben dem Beruf zu lernen und flexibel zu gestalten. Der Küchenring liefert monatlich neue, aktuelle und interessante Inhalte für den Facebook-Auftritt in Form eines Redaktionsplans mit monatlich 40 Postings zur Auswahl. Originelle Texte mit spannenden Neuigkeiten aus der Küchenwelt für die direkte Kontaktaufnahme zwischen Händler und Kunden. Da es für Küchenspezialisten immer schwieriger wird, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden, bietet der Küchenring ab Juli 2017 gemeinsam mit NovaMediatrain in München ein Fernstudium für Neu- und Quereinsteiger an. In diesem Fernstudium per E-Learning werden die Teilnehmer mit allen Kenntnissen, die für eine kompetente Beratung erfor­ derlich sind, zum Küchen-Fachberater ausgebildet: vom technischen Wissen über die Planung bis hin zur kreativen Gestaltung, Elektrogeräte und erfolgreiches Verkaufen. Dank des Fernstudiums fallen keine Kosten für Reisen, Über­ nachtungen und Ausfallzeiten an. Nach erfolgreichem Abschluss erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat zum geprüften Küchen-Fachverkäufer. Für die Qualifikation der Mitarbeiter im Montagebereich initiiert Der Küchenring gemeinsam mit dem TÜV Rheinland 3-tägige Ausbildungen zur Eignung von Monteuren für festgelegte Tätigkeiten in den Berei­ chen Elektro und Sanitär. Nachdem die beschlussfähige Versammlung von 205 anwesenden Gesellschaftern mit 223 Vollmachten die Bilanz einstimmig (bei einer Enthaltung) genehmigt und Beirat und Geschäftsführung entlastet hatte, stand der Auszeich­ nung zum „Küchenplaner des Jahres 2016“ nichts mehr im Wege. Dafür hatten zahlreiche Mitglieder ihre kreativsten, schönsten oder auch außergewöhnlichsten Küchenplanungen eingereicht. Eine unabhängige Jury wählte die besten www.kuechenring.de Küchen in den Kategorien Küchen bis 12 qm, Küchen bis 20 qm und Küchen über 20 qm aus. 

Die Liebe zum Detail macht ein System Plus 1 Küchenstudio rund.

Zur nächsten Jahreshauptver­ sammlung, die am 5. und 6. Mai 2018 in München stattfinden wird, sind wieder alle Mitglieder aufgeru­ fen, sich mit ihren Planungen für die Auszeichnung zum „Küchenplaner des Jahres“ zu bewerben. Als Gewinn winken 1.000 Euro und ein Marketingpaket.

Sonderpreis der Jury für die Planung von Rainer Straif, Brixen im Thale, Österreich: unaufdrinliche Eleganz, Klarheit in Stil und Ausdruck.

Küchenplaner des Jahres 2016 1. Platz in der Kategorie Küchen bis 12 qm: Herr Rüdiger Amberg, WM Küchen + Ideen, Frammersbach 1. Platz in der Kategorie Küchen bis 20 qm: Herr Joachim Dietz, Negele – Die Küche, Winnenden 1. Platz in der Kategorie Küchen über 20 qm: Herr Willi Rutz, Küchen Rutz, Bad Essen Sonderpreis innovative Planung: Rainer Straif, Straif Küchen und Wohnen, Brixen im Thale, Österreich

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Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Die guten Adressen der Branche www.kuecheundarchitektur.de

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Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Express Küchen GmbH & Co. KG Am Mühlenbach 1 · 49328 Melle Tel. 05226 5942-0 · Fax 05226 5942-4200 info@express-kuechen.de www.express-kuechen.de

nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

Brigitte Küchen · H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 www.brigitte-kuechen.de vertrieb@brigitte-kuechen.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49 5921 704-0 Fax +49 5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-8265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

küche + architektur | 79


VISITENKARTEN | Die guten Adressen der Branche

… küchen

Poggenpohl Poggenpohl Möbelwerke MöbelwerkeGmbH GmbH Poggenpohlstr. 11 •· 32051 Herford 381-0 ·• Fax Fax 05221 05221381-321 381-321 Tel. 05221 05221 381-0 info@poggenpohl.com·•www.poggenpohl.com www.poggenpohl.com info@poggenpohl.com

Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Bünde Ladestraße 52 · 32257 Ladestraße 52 52 ·· 32257 32257 Bünde Bünde Ladestraße Tel. +49 5223 6900-0 Tel. +49 +49 5223 5223 6900-0 6900-0 Tel. Fax +49 5223 6900-100 Fax +49 5223 6900-100 Fax +49 5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.de info@rotpunktkuechen.de info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. +49(0)9825 83-0 · Fax +49(0)9825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Sachsenküchen Hans-Joachim Ebert GmbH Dresdner Straße 78 · 01744 Dippoldiswalde Tel. 03504 6481-0 · Fax 03504 6481-35 info@sachsenkuechen.de · www.sachsenkuechen.de

zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Das Magazin für professionelles Einrichten

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Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

Tische / Stühle

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Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Systemceram GmbH & Co. KG Berggarten 1 · 56427 Siershahn Tel. 02623 600-10 · Fax 02623 600 790 info@systemceram.de · www.systemceram.de

Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbuschstraße 16 · 45883 Gelsenkirchen Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch.de www.facebook.com/kuppersbuschcom

Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de/ks

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49 5921 704-0 Fax +49 5921 704-140 naber@naber.com · www.naber.com

Küchenzubehör

BLANCO GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 info@blanco.de www.blanco-germany.com/de

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PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Cosentino Deutschland GmbH Birkerfeld 48 · 83627 Warngau Tel. 08024 90228-0 · Fax 08024 90228-29 info.de@cosentino.com · www.silestone.com

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