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Ausgabe 3/2016 · 4. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Armaturen mit Format · Funktion, HighTech und raumbildendes Element Stein auf Stein · Cosentino – wie aus Kunden Partner werden Design zwischen Mainstream und Kunst · Von Beständigkeit und Wandel


Mal ehrlich: kostet Ihr Verband mehr oder weniger als 0,65% pro Jahr? 1)

12,1%

Ausschüttungen pro Mitglied/pro Jahr durchschnittlich, im Jahr 2015 Gesamtausschüttung an unsere Mitglieder bezogen auf den kumulierten Netto-Einkaufsumsatz bei Verbandslieferanten.

0,65% Zentralkosten

1) (Die Summe aller notwendigen Kosten die zum Betrieb des Verbandes anfallen.) Bezogen auf den kumulierten Netto-Einkaufsumsatz im Jahr 2015 bei Verbandslieferanten. Bedeutet: mehr Geld in den Kassen unserer Mitglieder.

12 Jahre W Wachstum

elche Kriterien sind für Sie ganz persönlich bei der Auswahl Ihres Verbandes ausschlaggebend? Spielen Zahlen und klare Fakten dabei eine Hauptrolle? Dann sind Sie beim KÜCHENRING genau richtig.

Über viele Jahre ist DER KÜCHENRING konstant gewachsen. Dadurch erreichen wir bei unse-

in Folge. Jahr für Jahr schreiben wir das erfolgreichste Jahr in unserer Unternehmensgeschichte.

ren Industriepartnern hervorragende Einkaufskonditionen, von denen unsere Mitglieder profitieren. Schlanke Strukturen und kurze Kommunikationswege erlauben es uns, mit extrem niedrigen Zentralkosten auszukommen. Das versetzt uns in die Lage, unseren Mitgliedern

Alle

überdurchschnittlich hohe Boni und Ausschüttungen zu gewähren. Darüber hinaus bieten wir unseren Partnern ein breites Spektrum an erfolgsorientierten und auf die unterschiedlichen Zielgruppen zugeschnittene Vertriebskonzepte, Marketingstra-

Dienstleistungen und Marketinginstrumente, die für Küchenspezialisten im Wettbewerb entscheidend sind.

tegien und Dienstleistungen. Das und vieles mehr sind gute Gründe für die Entscheidung „DER KÜCHENRING“. Lassen Sie uns darüber reden. Das Team KÜCHENRING freut sich auf Sie!

Das Team Küchenring – effizient und kompetent (v.l.n.r.): Hansjürgen Brag, Erika Burkard, Bernd Gersitz, Sabine Hofmann, Bernd Jendras und Geschäftsführer Manfred Töpert.

KÜCHENRING GmbH & Co. KG Marie-Curie-Straße 6 · 53359 Rheinbach Telefon Herr Töpert: 02226-904-127 · www.kuechenring.de


Editorial

Amazonialisierung hat Grenzen

„D

as war das beste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte!“ – Eine Aussage, die alle Küchenfachverbände gleichermaßen trafen. Fazit: Diese Branche hat verbands-übergreifend brillante Küchenplaner, die mit leistungsstarken, innovativen Industrieanbietern zusammenarbeiten. Natürlich wirken sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen wie positive Baukonjunktur, Niedrigzins-Politik, stabiler Arbeitsmarkt usw. derzeit durchaus positiv auf das Kaufverhalten der Konsumenten aus. Aber letztendlich hat der kompetente Küchenfachhandel diese Chance auch für sich genutzt. Er konnte zum einen das Augenmerk der Verbraucher auf sich lenken und so die Besucherfrequenz erhöhen und zum anderen das Vertrauen seiner Kunden gewinnen. Zudem gelang es dem Küchenfachhandel in diesem Zusammenhang auch seine durchschnittlichen Verkaufspreise zu erhöhen. Ein klarer Beweis dafür, was man mit einer kundenspezifischen, nutzenorientierten Beratung von Mensch zu Mensch erreichen kann, ohne dass man dazu ein Überangebot an Ware benötigt. Da können doch auch Großfläche oder die reinen Internetanbieter nicht so einfach mithalten, oder? Das Internet als neuester Vertriebskanal ist auf den ersten Blick noch nicht so richtig einschätzbar. Es ist unverkennbar, dass „das Netz“ den Markt sukzessive „evolutioniert“. Grund genug, um auch auf den Jahreshauptversammlungen der Einkaufsgruppierungen eines der Schwerpunktthemen zu bilden. Der Trend zur Verschmelzung von stationärem Handel und Online-Handel ist auch einer der Gründe für mehrere Handelsketten in Deutschland mit Läden im Mini-Format zu experimentieren. Dazu gehören Unternehmen wie die Elektronikkette Media Saturn, der Baumarkt-Riese Hornbach und der schwedische Ikea Konzern. Tablets oder Online-Terminals können heutzutage als Verlängerung des Ladenregals genutzt werden. Auf diese Weise lässt sich auch auf kleiner Fläche eine große Produktauswahl anbieten, die dann schnell zum Kunden nach Hause geliefert werden kann. Ikea z.B. startet seine Onlineoffensive mit so genannten Pick-up-

Points. Das sind kleine Ikea-Filialen, wo Kunden z.B. Regale und Kommoden, Schränke und Matratzen oder auch Deko-Artikel wie Vasen, Teelichter, Bettwäsche usw. online bestellen und in diese Abholstationen liefern lassen können – und sich damit Versandgebühren oder den Weg in weit entfernte Filialen sparen. Das neue Ladenkonzept namens Saturn Connect ist eine Art interaktiver Mini-Store mit Fokus auf Wearables, Smartphones, Internet der Dinge und Smart-HomeGeräte. Kunden sollen sich informieren, ausprobieren und testen, statt die Katze im Sack zu kaufen. Und im „kleinen“ Hornbach findet sich all das, was in anderen Baumärkten auf einer ganzen Regalreihe platziert ist, konzentriert auf zwei Metern. Denn jedes Produkt gibt es nur einmal. Zum Angucken, zum Anfassen, um Produktinformationen zu lesen. Der Rest liegt im Lager und wird von Mitarbeitern nach abgeschlossenem Einkauf anhand des digitalen Warenkorbs zusammengesucht, den jeder Kunde ganz einfach via bereitgestellten, vorprogrammierten Tablets füllen kann. Ganz ohne Showroom und was komplexere Produkte anbelangt auch ganz ohne Beratung funktioniert das Online-Geschäft also doch nicht. Je anspruchsvoller ein Produkt ist und je größer der Servicegrad der benötigt wird, um Gegenstände ins tägliche Leben zu integrieren, desto wichtiger ist die Möglichkeit für den Käufer, ein Produkt vor der Investition zu begutachten und sich fachmännische Beratung zu holen. Eine Amazonisierung der gesamten Küchenbranche ist nicht abzusehen. Dafür ist der Ver­ kauf einer Küche mit innenarchitektonischem Anspruch, verglichen mit der Ver­mark­tung von Büchern, CDs, Reisen, Elektrogeräten oder auch Einzelmöbeln zu komplex. Individu­ elle Einrichtungslösungen mit innen­archi­tek­ tonischem Anspruch passen grundsätzlich in kein Regal. Deshalb wird der hochwertige Küchenspezialist auch weiterhin gute Chancen haben. Auch wenn davon auszugehen ist, dass sich der Markt weiter polarisiert und es somit für die entsprechenden Zielgruppen auch das eine oder andere schlichte Küchenversand-Modell à la Amazon geben wird.

Yvonne Davy Chefredakteurin

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www.kuechenmeile.de

Auf den Hausmessen entlang der „Küchenmeile“ finden Sie vom 17. bis 23. September 2016 wieder eine komplette Übersicht aktueller Designs, überzeugender Oberflächenstrukturen bei Fronten und Arbeitsplatten, neuester Beschlag- und Auszugstechnik, effizienter E-Geräte, funktionaler Spülen und das alles inszeniert in wirklichkeitsnahen Planungen. Lassen Sie sich von der weltweit größten Küchenshow inspirieren und diskutieren Sie mit den Herstellern und deren Außen- und Innendienst selbst über Küchenarchitektur und prägen Sie das Bild der Küchen von heute für morgen mit. Die 30 Mitglieder der Marketing­ gemeinschaft A30 Küchenmeile e.V. allmilmö, Alno, artego, BallerinaKüchen, Bauformat, Beeck, Brigitte, Burger, Eggersmann, express Küchen, Häcker, Impuls, KH System Möbel, Leicht, Menke, Miele, Nieburg, Nobilia, Nolte Küchen, Jaka_BKL GmbH, Poggenpohl, Pronorm, Rational, Rotpunkt, RWK, Schröder, Schüller, Störmer, Warendorf Die Küche und Zeyko freuen sich auf Sie! www.kuechenmeile.de

1 Amazonialisierung hat Grenzen Editorial

4 Design zwischen Mainstream und Kunst Von Beständigkeit und Wandel

10 Erlebnisse für den Kunden s­ chaffen Mit AEG und Electrolux vom Wissen der Profis profitieren

14 Stein auf Stein Cosentino – wie aus Kunden Partner werden

18 Marktkenntnis und Servicequalität als Erfolgsfaktoren Blanco steigert 2015 seinen Umsatz im In- und Ausland

23 Armaturen mit Format Funktion, HighTech und raumbildendes Element

33 Ton in Ton Armaturen und Spülen von Systemceram

34 Komfort rund ums Spülzentrum Wesco Pullboy Soft – funktionell und vielseitig

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Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de Geschäftsführer: Harald Fritsche, Tilmann Münch Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms

Inhalt 3/2016

Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de

35 Ausstattung aus einer Hand Mit Naber die Vorbereitungszone gestalten

36 „Der beste Erfolgstrainer ist der Kunde“ Silverline – Vom No Name zum ­renommierten Haubenspezialisten

40 Schiebetüren – designstark, flexibel und komfortabel Erkenntnis der Kooperation von Alno und Hettich

41 Keine Kompromisse bei ­Funktion, Effizienz und Design Geschirrspüler von Grundig

42 Authentische Referenz schlägt digitale Information Stefan Waldenmaier, Leicht Küchen, zum Thema ­Digitalisierung

44 Kundenorientiert, kompetent und konsequent Der Kreis-Mitgliedshäuser stellen neuen Umsatzrekord auf

48 Preiswürdig Qualität setzt sich durch

50 Eine Traumküche für Viele Heiner Ahrens, Küchenschmiede Alsterdorf, Hamburg

52 Von den Kollegen bestätigt Peter und Thea Haas, hasu Küche und Wohnen, Offenburg

54 Mit unternehmerischem Weitblick und Gespür für die Branche Der Küchenring – Heraus aus der ­Vergleichbarkeit

58 Großzügig und offen Ausgezeichnete Planung von Michael Pavelic

60 Aufgeräumt Küchen bis 12 qm – Sabine Necker ­ausgezeichnet

61 Kochst Du noch oder wohnst Du schon? Preiswürdig: die Statement Küche von Falke Küchen

62 MHK Group: Zweistelliges ­Umsatzwachstum Mit eigenem Internetportal ins Zeitalter der Digitalisierung

63 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Druck: Frotscher Druck GmbH Riedstraße 8 64295 Darmstadt Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 4, gültig seit 1. 1. 2016 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im FachschriftenVerlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer

Fotonachweise: Seite 63: auremar/fotolia

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Architektur + Trend | Design

Design zwischen Mainstream und Kunst

Foto: © Jäger & Jäger

Von Beständigkeit und Wandel

Der Designer beobachtet die Gesellschaft und deren Wandel; er erkennt, verdichtet, analysiert und generalisiert Trends und qualifiziert daraus ein mehrheitsfähiges, ästhetisches, qualitatives und nachhaltiges Produkt. Dabei vermischen sich mehr und mehr „Stilwelten und Gestaltungsaspekte asiatischer, arabischer und afri­ kanischer Kulturen mit der minimalistischen und funktionalen Designauffassung des Westens. Daraus resultieren individuelle Einrichtungsformen geprägt von der Symbiose aus handwerklicher Fertigung und industriellem Design. Formen werden weicher, Materialien ursprünglicher und Farben vielfältiger. Design von Menschen erdacht, für Menschen gemacht.

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Design | Architektur + Trend

1. Wie verhalten sich Architektur und Produktdesign zueinander? 2. Welche internationalen Einflüsse beeinflussen das Produktdesign? 3. Welche Form- und Materialtendenzen sind aktuell erkennbar? 4. Welche Rolle spielen Farben? 5. Wie gelingt es Ihnen, sich mit Ihren Designs zwischen Mainstream und Kunst zu bewegen?

Nils Holger Moormann

„Gestaltung ist Haltung“ (Helmut Schmidt)

Pressed Chair von

Nils Holger Moor-

Harry Thaler (l.) und

mann, Designer und

FNP von Axel Kufus

Geschäftsführer der

(u.) für Nils Holger

Nils Holger Moor-

Moormann

mann GmbH, Aschau

Foto: © Jäger & Jäger

„Im besten Fall kommunizieren Architektur und Produktdesign miteinander, inspirieren sich gegenseitig und ergeben Charakter“, schildert Nils Holger Moormann seine Erfahrung. Zwischen Konventionen nimmt Nils Holger Moormann am liebsten Platz und macht es sich mit seinen Möbeln bequem, die alle ein bisschen so sind wie er selbst – asketisch, durchdacht, mit einem kleinen, fast unmerklichen Augenzwinkern. Als Autodidakt, Quereinsteiger und Freigeist steht Nils Holger Moormann für das „Neue Deutsche Design“ und entwickelt seit 1982 Möbel mit reduzierter Formensprache und präzisen Detaillösungen. Auch unsere Frage nach der Beeinflussung des Designs durch internationale Einflüsse beantwortet der Designer unkonventionell: „Die Globalisierung bringt Unschärfe, da Produkte zunehmend für die Akzeptanz der Weltmärkte gestaltet werden. Das bietet andererseits auch die Chance, Produkte mit regional geprägtem Charakter dagegenzustellen.“ Nach seiner Ansicht werden „die Materialien ehrlicher, natürlicher, wärmer. Auch die Formensprache wird zum Teil weicher. Farben sind wichtiger geworden und werden zusammen mit der Materialhaptik subtiler angewendet.“ „Mainstream“, so betont er, „halte ich immer schon für gefährlich und zu beliebig. Die Kunst verehren wir als freie Ausdrucksform, verstehen Produktdesign aber als aufgabenspezifische Herausforderung. Wir gehen seit Jahren konsequent unseren eigenen Weg, der detail- und materialbesessenen funktionalen Rewww.moormann.de duktion.“

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Architektur + Trend | Design

Klaus Goecke

„Der Künstler macht, was er will, der Designer will, was er macht.“ (Kurt Weidemann)

Klaus Goecke, GoeckeDesign Büro für Gestaltung, Detmold:“Viel stärker jedoch werden in Zeiten des E-Commerce, der Großbildschirme sowie der Boxspringbetten Beeinflussungen in dem Bereich Architektur- und Produktdesign vom Endverbraucherverhalten bestimmt.“

In der Möbelindustrie ist Klaus Goecke kein Unbekannter. Seit Gründung seines Designbüros in Detmold in 1976 arbeitet er u.a. für renommierte Unternehmen aus der Kastenmöbel-, Küchenmöbel- und Polstermöbelindustrie. Seine Erkenntnis: „Produkt­ design folgt meistens den Architektur-Trends und den sich daraus ergebenden stilistischen und konstruktiven Gegebenheiten. Viel stärker jedoch werden in Zeiten des E-commerce, der Großbildschirme sowie der Boxspringbetten Beeinflussungen in dem Bereich Architektur- und Produktdesign vom Endverbraucherverhalten bestimmt. Die internationalen Einflüsse werden mehrheitlich von zwei unterschiedlichen Faktoren bestimmt. Dabei handelt es sich zum Einen um Einflüsse, die von nationalen Märkten und Gepflogenheiten geprägt werden, und zum Anderen um bestimmte Produktbereiche, die inzwischen auch durch Globalisierung so weit angeglichen sind, dass sie sich über einheitliche Produktionsstandorte in Fernost in sämtliche Märkte von

Europa über USA bis Asien vermarkten lassen. Formtendenzen neigen im Moment wieder zu weicheren Optiken bei Möbeln, während Materialtendenzen stark beeinflusst werden von Nachhaltigkeitsgedanken und Natürlichkeit“, stellt Klaus Göcke fest. „Farben lehnen sich auch im Wohndesign im Trendbarometer an saisonale Fashion-Trends an. Aber auch die Automobilindustrie gibt Farbtrends vor: So erfreuen sich weiße Autos ebenso wie weiße Möbel internationaler Nachfrage und haben sich somit als sehr gut verkäuflich etabliert. Design und Kunst sind eigentlich auch im täglichen Leben zwei völlig unterschiedliche und diametral zueinander stehende Phänomene. Kunst basiert in der Regel auf ein gegen den Mainstream laufendes Grundkonzept. Nur so kann sie Aufmerksamkeit erregen. Wendet man dieses Konzept auf Design an, lässt es sich in 90 % der Fälle nicht verkaufen. Zudem sollte ein Produktdesign grundsätzlich funktional und darüber hinaus einen formalen Anspruch widerspiegeln.“ www.goeckedesign.de

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Design | Architektur + Trend

Sieger Design

„Design ist gleich die visuelle Manifestation der Produktqualität“ Stahl-Optik maskulin oder futuristisch wahrgenommen, Pastelltöne spiegeln eine aktuelle Wohnlichkeit und Harmonie wider. Zudem können Farben auch bei der Gewinnung neuer Zielgruppen eine entscheidende Rolles spielen – wer hätte sich vor 10 Jahren ein rosafarbenes iPhone vorstellen können! Ich denke, dass dies – wie bereits erwähnt – z. B. durch den Wunsch und die Nachfrage chinesischer Käuferinnen beeinfluss wurde.“ Und wie gelingt es dem international agierenden Designer sich mit seinen Produktentwicklungen zwischen Mainstream und Kunst zu bewegen? „Wir verstehen uns nie als Künstler – unsere Entwürfe sind anspruchsvolle Designs in Reinkultur. Kunstobjekte sind per Definition frei von allen Zwängen und Vorgaben – das können und wollen wir nicht, sind wir doch für die Wertschöpfung unseres Konzeptes maßgeblich mitverantwortlich! Aus diesem Grund wollen und werden wir immer die Anforderungen unserer Partner und seiner Kunden in den Mittelpunkt stellen und für die definierten Zielgruppen ein passendes Produkt konzipieren. Um das zu gewährleisten starten wir im Vorfeld einer neuen Entwicklung umfangreiche Recherchen, um Rahmenparameter wie Vertriebsstrukturen, Marktsituation und Verbraucherverhalten zu erkennen und richtig zu interpretieren. Die Konzepte verfolgen einen nachhaltigen Ansatz.“ www.sieger-design.com 

Foto: Dornbracht

Sieger Design stellt sich seit 1964 erfolgreich zur Aufgabe, Trends nicht nur zu erkennen, sondern zu setzen. Zahlreiche der von Sieger Design entwickelten Produkte wurden mit internationalen Designawards ausgezeichnet und unterstreichen damit die Aussagen von Christian Sieger, Geschäftsführer und Marketing Direktor sieger design GmbH & Co. KG: „Unsere Produkte entstehen nie im luftleeren Raum: Zahlreiche unserer Entwicklungen verorten wir in einem privaten Wohnumfeld, was bedeutet, dass wir uns prinzipiell auch mit der Architektur beschäftigen. Aus diesem Kontext heraus ist stets die Frage entscheidend, wie das Produkt später genutzt wird und wie es mit anderen Themen interagiert. Architektur ist in der Regel individuell auf die Bedürfnisse/Wünsche einer Familie oder eines Unternehmens zugeschnitten. Trends werden hier also schneller aufgegriffen. Der Designer beobachtet die Gesellschaft und deren Wandel; er erkennt, verdichtet, analysiert und generalisiert Trends und qualifiziert daraus ein mehrheitsfähiges, ästhetisches, qualitatives und nachhaltiges Produkt, das idealerweise mindestens 10 bis 20 Jahre funktioniert.“ Wie die internationalen Einflüsse das Produktdesign beeinflussen, beschreibt der Marktbeobachter anhand von drei Beispielen: „Legten die Asiaten vor einigen Jahren noch ihren Schwerpunkt auf die Produktion und den Export von Artikel, gehören sie heute als Konsumenten zu den größten Abnehmern von Artikeln aus aller Welt. Im Zeitalter der Globalisierung beeinflussen Wünsche und Geschmack unterschiedlicher Nationalitäten das Produktdesign. Das gilt auch für die innovativen Technologien aus dem Silicon Valley: Nicht nur die Autos werden smarter, auch die Häuser fangen an zu denken, zu reagieren und zu interagieren.“ Was Form- und Materialtendenzen anbelangt, zieht Christian Sieger eine eindeutige Bilanz: „Leicht ist das neue Schwer, filigran ein Zeichen für Präzision. Gleichzeitig ist weniger Materie auch besser für die Umwelt“, stellt er fest. Nach seiner Ansicht haben der eklektische Look und das Mixen verschiedener Stile ihren Höhepunkt erreicht: „Schon bald“, prognostiziert er, „ist wieder eine Besinnung auf klare Formen und eine einheitliche Stilrichtung zu erwarten.“ „Mit Farben lassen sich Produkte und Räume schnell und einfach geschmacklich deklinieren“, weiß Chrstian Sieger aus Erfahrung. „Ein durchdachtes Lichtund Farbkonzept hat Auswirkungen auf unser Empfinden. Und Farben können die Ausrichtung eines Produktes unterstreichen, so wird z. B. eine Alu- und

Christian Sieger, Geschäftsführer und Marketing Direktor sieger design GmbH & Co. KG: „Unsere Produkte entstehen nie im luftleeren Raum: Zahlreiche unserer Entwicklungen verorten wir in einem privaten Wohnumfeld, was bedeutet, dass wir uns prinzipiell auch mit der Architektur beschäftigen.“

Von skulpturaler Qualität: Arma­ turenserie CL.1 von Dornbracht

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Architektur + Trend | Design

Rudolf Schricker

„Designing a product is designing a relationship“ (Steve Rogers, Interaction Designer)

Rudolf Schricker, Professor, Dipl-Ing. ­Innenarchitekt, Designer

Foto: Atelier Prof. Schricker, Fotograf: Uwe Spöring

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„Es gibt diesen kausalen Zusammenhang gegenseitiger Bedingtheit zwischen „Produkt – Raum – Gebäude“, und zwar in beiden Richtungen: „Architektur – Innenarchitektur – Einrichtung/Produkte“ und umgekehrt“, betont Professor Dipl.-Ing, Rudolf Schricker, dessen Profession gleichermaßen in der Innenarchitektur und im Design liegt. Seit 30 Jahren ist er mit seinem Planungsatelier in Stuttgart präsent und hat seither zahlreiche Bauten für Kultur, Kommerz und Administration realisiert. In seinem Designstudio in Coburg zeichnet er für diverse Entwicklungsprojekte verantwortlich. An der dortigen Hochschule ist er zudem Professor mit dem Lehr- und Forschungsschwerpunkt „Humane Gestaltung“ insbesondere Universal Design. „Gleich von welcher gestalterischen Intension motiviert, im Mittelpunkt steht stets der Mensch, mit individuellen Bedürfnissen, Erwartungen und Hoffnungen. Ein Gebäude ist meist ein Unikat, für individuelle Menschen konzipiert; Produkte werden dagegen für zahlreiche Menschen allgemein und industriell und in großer Stückzahl gefertigt. Und doch erfolgt die spezielle Auswahl von Produkten pro Raum und pro Gebäude in der individuellen Nutzerentscheidung.“ Die internationalen Einflüsse auf das Produktdesign sieht Professor Rudolf Schricker als Ergebnis der Globalisierung. „Stilwelten und Gestaltungsaspekte asiatischer, arabischer und afrikanischer Kulturen vermischen sich mehr und mehr mit minimalistischer und funktionaler Designauffassung im Westen und gleichen damit die häufig unterstellte Ornament- und Schmucklosigkeit modernen Designs aus. Storytelling versucht Produkte mit individueller emotionaler Vorstellungswelt kompatibel zu machen und

damit persönliche Bedeutung zu suggerieren. Produkte stehen heute immer mehr im Kontext von Geschichten, die emotionale Bindung und Hoffnung herstellen. Originalität und auch Kommunikation der Produkte spielen eine immer größere Rolle“. Farben, Formen und Materialien erwecken wieder mehr den Eindruck handwerklicher Fertigung und originärer Einsatzbereiche und stehen im kreativen Dialog mit gewohnt industriell hergestellter Perfek­ tion. Viele Wohnaccessoires zeigen sowohl Kontrast als auch Symbiose archaische Formensprache und tradierter Technologien, mit denen Produkte hergestellt und variabel eingesetzt werden. Gegensätze bestimmen die Formen und Materialien. Dekor ist nicht länger „ein Verbrechen“ im Bauhaussinne, vielmehr wird Authentizität attestiert und narrative Formensprache steht im Kontrast zu schlichten, grafischen Formen. Helligkeit und Natur bestimmen verstärkt Farben und die Wirkungsabsichten. Produkte entfalten hohe Wertigkeit und Anmutung. Oberflächen mit natürlicher, individueller Ausstrahlung kommen vermehrt zum Einsatz. Glanz korrespondiert mit der Brillanz neuester Beleuchtungs- und Inszenierungstechnik. Exklusivität steht hoch im Kurs und garantiert Hochwertigkeit. Heterogene Farbenvielfalt künden von keinem eindeutigen Trend, vielmehr wird Diversität sensibel zelebriert. Erlaubt ist, was Spaß macht und Teil persönlichen Ausdrucks scheint. Farben werden gewechselt wie das eigene Hemd.“ Zwischen Mainstream und Kunst? „Als Innenarchitekt verstehe ich mich als anwendender und nicht als bildender Künstler. „Design darf nicht wehtun!“ erinnert permanent an verantwortungsbewusste Dienstleistung zum Wohle von Menschen, ohne jedoch opportunistisch jedem Modetrend nachzulaufen. Gestaltung sollte sich stets an ihrer Heilkraft und ihrer wohltuenden Wirkung orientieren. Ideen und Entwürfe durchlaufen bei mir stets nutzerorientierte Gestaltungsprozesse und basieren auf einem iterativen Vorgehen, das verschiedene Phasen durchläuft. Menschen, die später mit diesen Produkten und in diesem Räumen glücklich werden wollen, stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses. Analyse von Nutzungskontext, Definition von Anforderungen, gemeinsames Experimentieren, Erfahrungsaustausch und Lust auf symbiotischen Erkenntnisgewinn eröffnen schier unerschöpflichen Einfallsreichtum und Stärkung der Argumentesicherheit. Benutzerorientierte Produkte sind selbsterklärend und mit Nutzern entwickelte www.schricker.de Räume akzeptabel.“


unternehmen + köpfe Intelligent und mit Hob2Hood-Funktion ist MaxiSense Combi: Auf dem intuitiv be­­dien­baren Induktionskochfeld können Pfannen, Töpfen oder Grillplatten flexibel eingesetzt werden. Auf der FreeZone finden dank 20 kleinen Induktionsspulen bis zu drei Töpfe und Pfannen auf einmal Platz – bei voller Power-Leistung und individueller Programm- und Temperaturkontrolle.

Erlebnisse für den Kunden schaffen Mit AEG und Electrolux vom Wissen der Profis profitieren

Seit Februar diesen Jahres verantwortet Dan Arler als neuer Leiter das Geschäftsfeld Großgeräte in Europa, dem mittleren Osten und Afrika bei Electrolux mit über 20.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von vier Milliarden Euro. Gleichzeitig wurde er zum Executive Vice President von AB Electrolux ernannt. Er tritt damit die Nachfolge von Jonas Samuelson an, der nach dem Rückzug von Keith McLoughlin jetzt den Vorstandsvorsitz von Electrolux innehat. Wir sprachen mit Dan Arler anlässlich der EuroCucina über seine Pläne, seine Einschätzung der Entwicklung des Marktes in den nächsten Jahren und über die Produktentwicklung.

„M

ein Blut ist blau“, beschreibt Dan Arler seine Verbundenheit mit dem Unternehmen, für das er in den 14 Jahren, die er bei Electrolux arbeitet, unter anderem den Bereich Wäschepflege in Asien-Pazifik leitete, Geschäftsführer von Electrolux Japan war und die Markenaktivitäten im EMEA-Raum verantwortete. Seinen neuen Aufgaben sieht er mit Spannung entgegen: „Die Welt ist auch im Bereich der Küchentechnologie sehr schnellen Entwicklungen unterworfen, die kommenden fünf Jahre werden sehr interessant, was die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit angeht. Die Hauptaufgabe wird sein, hier das Unternehmen voranzubringen und für die Zukunft vorzubereiten.“

10 | küche + architektur

Laut dem Geschäftsbericht 2015 hat Electrolux einen Marktanteil von 16 Prozent mit seinen Koch- und Kühl-/Gefriergeräten, Spülmaschinen und Wäschepflegegeräten in Westeuropa. Wie und mit welchen dieser Produkte soll die Posi­ tion im Markt gestärkt werden? Dan Arler: Unser Hauptaugenmerk in Europa wird auf dem Einbaugerätesektor liegen. Hier haben wir bereits eine sehr starke Position, die auf unserer Kompetenz bei Kochgeräten im professionellen Bereich fußt. In rund 50 Prozent der von Michelin ausgezeichneten Restaurants in Europa wird mit unseren Geräten gearbeitet. Wir profitieren sehr stark von den Anforderungen, die im professio-


Fotos: AEG

unternehmen + köpfe

Auch die neuen kopffreien Dunstabzugshauben der Street 2.0 verfügen über die Hob2Hood Funktion und einen eingebauten Infrarot-Empfänger. Der Sender ist in der Touch Control Steuereinheit des Kochfeldes integriert, über sie kann die Leistung der Dunstabzugshauben gesteuert werden. Die Luftleistung wird automatisch an die Kochaktivität angepasst und kann zusätzlich auch manuell nach individuellem Belieben nachgesteuert werden.

nellen Bereich an die Küchenausstattung gestellt werden. Und sowohl was die Zubereitungstechniken als auch die dazugehörigen Technologien angeht, übertragen wir diese Erfahrungen auf die Geräte, die für den privaten Haushalt entwickelt werden. Auch den Bereich Wäschepflege mit Waschmaschinen und Trocknern werden wir weiter vorantreiben. Eher im Mittleren Osten und in Afrika kommt unser Bereich für den Wohnkomfort zum Zug mit z. B. Klimaanlagen. 2015 wuchs der gesamte europäische Markt um 4 Prozent, Russland ausgeschlossen. In Westeuropa stieg die Nachfrage nach Hausgeräten um 5 Prozent, während die Nachfrage in Osteuropa – bedingt durch den Rückgang in Russland und der Ukraine – um 17 % sank. Wie lautet Ihre Vorhersage für 2016? Dan Arler: Vorhersagen sind immer schwierig zu treffen: Wir sind hier eher konservativ und rechnen mit einem Gesamtwachstum von 3 bis 4 Prozent. Seit 2012 leiteten Sie den Produktbereich Küche als Senior Vice President. In dieser Position haben Sie dazu beigetragen, die auf profitable Einbaugeräte zielende Electrolux Strategie zu entwickeln und umzusetzen und die Komplexität im Produktport­ folio der Gruppe zu reduzieren. Laut dem Geschäftsbericht ist dies ein Thema, das Sie beibe­ halten möchten. Es ist doch sicherlich nicht einfach, in einem Markt, der von Individualität bestimmt wird, Komplexität zu verringern? Dan Arler: Komplexität hat zwei Seiten: Wir werden immer liefern, wonach der Endkunde verlangt. Auf der Herstellerseite können wir die Komplexität verringern, indem wir modularisieren, die Komponenten, aus denen unsere

Produkte bestehen, standardisieren, so dass wir weniger Teile benötigen. Gleichzeitig gewinnen wir dadurch Zeit und sparen Kosten. Wir vereinfachen zwar den Herstellungsprozess, bieten dem Konsumenten jedoch trotzdem alle Produkte, die er wünscht. Die Reduktion der Komplexität liegt in den Verfahren, wie wir die Produkte gestalten und wie wir sie herstellen. Der Verbraucher möchte eine Auswahl treffen aus vielen Möglichkeiten, seien es z. B. Farben oder ob ein Gerät Griffe hat oder grifflos ist. ­Solange die Griffvarianten nicht zu zahlreich sind … Wir hatten beispielweise 500 unterschiedliche Griffe weltweit, das waren zu viele. Jetzt haben wir noch 45. Die Wahrnehmung von Electrolux durch den Verbraucher ist bestimmt durch die Produkte, die die Gruppe vertreibt und durch die angebotenen Dienstleistungen. Mit der zunehmenden Beschleunigung der Innovationszyklen wird es immer schwieriger, die Kunden von neuen Produkten zu überzeugen. Welche Merkmale müssen Produkte aufweisen, um Begehrlichkeit zu wecken? Dan Arler: Sie müssen etwas liefern, das Relevanz hat, sei es, dass es sich um ein technisches Merkmal handelt, das das Erreichen des Ergebnisses beschleunigt, oder die Anwendung angenehm gestaltet. Wir richten uns gerne nach den Fachleuten: Wenn Sie mit einem Chefkoch sprechen, wird er Ihnen nur eine Frage stellen, nämlich: Wie schmeckt es? Sie können mit ihm über Griffe sprechen, über die Kilowatt, die Hitze und die Geschwindigkeit, aber wenn das Gericht nicht gut schmeckt, bleibt das Restaurant leer. Deshalb legen wir großen Wert auf den Begriff „Erlebnis“, nicht Innovation ist der Kernbegriff, sondern wir wollen erfüllende Konsumerlebnisse schaffen. Dazu gehört das Erlebnis bei der Nutzung, oder beim küche + architektur | 11


unternehmen + köpfe

Beim Brotbacken mit der AEG PlusSteam Funktion entsteht in den ersten 10 – 15 Minuten des Backvorgangs die nötige Feuchtigkeit für eine perfekte Kruste. Dabei bildet sich eine Schicht feuchter Stärke auf der Oberfläche für eine glatte, glänzende und knusprige Kruste. Ist der Dampf verdunstet, sorgt trockene Heißluft für gleichmäßige Bräunung und eine knusprige goldbraune Brotrinde.

Mit dem ProCombi Plus Smart bringt AEG smartes Kochen direkt in die Küchen. Der neue Dampfgarer ist mit der CookViewKamera ausgestattet, die Live-Bilder direkt aus dem Backofen an das Mobilgerät (iOS oder Android) überträgt. Über die mobile App und einen WiFi-Zugang werden die Speisen stets im Auge behalten. Die My AEG App erlaubt es zudem, über das Mobilgerät mit dem Kochen zu beginnen und sofort einzugreifen, sei’s um die Temperatur im Ofen anzupassen oder Dampf zuzugeben.

Besitz oder beim Einkauf – dies halten wir für wichtiger als schlichte Produktinnovation. In jedem Fall müssen Sie etwas Einzigartiges liefern, das sich unterscheidet aber auch relevant, bedeutsam, ist. Wir glauben an exzellente Geschmackserlebnisse und dass wir die Einzigen sind, die sie erzeugen können, auch dank unserer Erfahrungen im professionellen Bereich. Und das mit einfach zu nutzenden Geräten, mit ausgezeichnetem Service, passenden Accessoires usw. In Schweden betreiben wir ein Praxis-Labor, in dem wir viel Zeit dabei aufwenden zu beobachten, wie Menschen unsere Geräte benutzen. Wenn wir feststellen, dass Funktionen nicht verstanden werden und mehrmalige Versuche erst zum Ziel führen, optimieren wir das Gerät. Das ist keine Innovation, aber es vereinfacht den Gebrauch und macht ihn angenehm.

integrieren. Dabei denken wir nicht so sehr an die Fernbedienung. Niemand wird vom Job aus kochen. Die Menschen wollen die Möglichkeit haben, Rezepte zu finden, Lebensmittel zu bestellen und zu erhalten, zu erfahren, welcher Wein zu welchem Gericht passt, oder sich in den Sozialen Netzwerken auszutauschen. Und unser Ziel ist, ein Erlebnis auch aus der Vernetzung zu machen. In den kommenden zehn Jahre werden die Unternehmen zu den Gewinnern zählen, die Vernetzung anbieten können, ein gutes Erlebnis ermöglichen und unverzichtbare Produkte und Services bieten. Wir werden zahlreiche vernetzte Produkte bieten, sowohl im Bereich Küche als auch in der Wäschepflege. Wir b ­ ieten z.B. bereits einen Dunstabzug an, der mit dem Kochfeld vernetzt ist, der automatisch startet, wenn das Kochfeld in Betrieb genommen wird.

Glauben Sie, dass die Bedeutung vernetzter Geräte steigen wird? Was wird der nächste Schritt hinsichtlich Connectivity sein? Dan Arler: In den nächsten fünf Jahren werden viele vernetzbare Geräte auf den Markt kommen. Wir arbeiten intensiv daran, die Vernetzung in den Kochprozess zu

Und wie schätzen Sie die Integration Ihrer Produkte in das Smart Home ein? Dan Arler: Wir haben eine sehr klare Strategie. Einerseits haben wir die Electrolux-bzw. AEG-App, mit der sich unser Wissen sehr gut teilen lässt. Ich denke, alle Clients müssen sich ins Internet of Things integrieren lassen, sei’s das Türschloss, die Lichtsteuerung usw. Wir werden unsere Geräte dem IoT öffnen. Deshalb kooperieren wir mit AllSeen, OCF und auch mit Google, um sicher zu stellen, dass unsere Geräte in die Hausvernetzung integriert sind. Aber wir wissen nicht, was der Standard sein wird. Glauben Sie denn, dass es einen Standard geben wird? Dan Arler: Es wird einen Standard geben müssen. Entscheiden werden schließlich die Verbraucher, welcher Standard der beste ist, so wie die Entwicklung bei VHS, Video 2000, DVD usw. Wir werden bereit sein, denn wir haben den Backofen mit unserer eigenen Steuerung. ­Zudem haben Sie einen allgemeinen Zugang über das Internet per App, mit der Sie die Temperatur regeln und programmieren können.

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unternehmen + köpfe

Electrolux wird offene Schnittstellen zur Verfügung stellen, um die Vernetzbarkeit seiner Produkte zu vereinfachen? Dan Arler: Ja, Sie werden diesen Prozess nicht aufhalten können. Und auch hier gilt: Wer die besten Erlebnisse ­ermöglicht, wird zu den Gewinnern gehören! Ein Trend ist, dass Endgebraucher zunehmend über digitale Medien auf Informationen über Elektro­ geräte zugreifen und sie dort auch kaufen. Wie stellen Sie sich diesem Trend? Dan Arler: Dies ist in der Tat ein starker Trend. Er führt dazu, dass Kunden mehr Wissen, Informationen und Macht haben. Wir tätigen große Investitionen in z.B. IT, um diese Informationen zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich erfolgt der größte Teil unseres Marketings mittlerweile auf digitalem Wege, wir machen kaum noch TV-Werbung. Alles geschieht online, digital und in den sozialen Netzwerken, dort sind die Kunden aktiv. Deshalb ist das Internet ein sehr gutes Medium für uns. Hier zeigen wir in Videos die Unterschiede zwischen einem einfachen und einem Dampfbackofen. Wer einen Backofen kaufen will, sucht im Netz und findet die Informationen und unsere Produkte dort bei Internethändlern, die wir beliefern und die auch die Gerätegarantie von uns erhalten. Vielen Dank für dieses anregende Gespräch, Herr Arler! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren www.aeg.de · www.electroluxgroup.com ­Vorhaben.

Die spülmaschinenfesten Türablagen des CustomFlex Systems für AEG Santo Kühl-/Gefrierkombinationen werden in die Innentür eingehängt und sind einfach zu wechseln. Von der hohen Box für einen frischen Bund Petersilie bis hin zum kleinen Kästchen für Kosmetika – insgesamt gibt es 6 Behälter für ­flexible Stauraumorganisation der Kühlschranktür.

Der neue Glaskorb passt durch seine abgestimmten Maße perfekt in den AEG ProClean Geschirrspüler und sorgt so für eine idea­ le Platznutzung. Die zweite Generation der Serie verfügt dank ­einer tieferen Innentür über einen XXLInnenraum. Mit der ExtraSilent-Funktion spült das Gerät mit 37 Dezibel. Die AutoOff-Funktion schaltet zehn Minuten nach Ende des Programms automatisch ab und der Wassersensor des AutoSenseProgramms erkennt den Verschmutzungsgrad und passt den Reinigungsablauf an – das spart Wasser und Energie.

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Architektur + Trend | Küchen

Stararchitekt Daniel Libeskind, Pierre Heck, Geschäftsführer Cosentino Deutschland, Santiago Alfonso, Leiter Marketing und Kommunikation Cosentino Group, und Dr. Stephan Pauly, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt, (v.l.) bei der Einweihung der Dekton®-Installation zum Event „Musical Labyrinth“.

Stein auf Stein Cosentino – wie aus Kunden Partner werden Seit September letzten Jahres ist Pierre Heck Geschäftsführer der Cosentino Deutschland GmbH. Gemeinsam mit seinem 24-köpfigen Außendienstteam hat er sich die Vermarktung der hochwertigen Oberflächen der spanischen Muttergesellschaft zur Aufgabe gestellt. „Mit der ultrakompakten Oberfläche Dekton®, dem Quarzkomposit Silestone®, dem innovativen Granit mit Fleckenschutzkomplex Sensa®, der Natursteinlinie Scalea® und der Edelsteinoberfläche Prexury® haben wir ein enormes Potenzial an der Hand, das wir gemeinsam mit ausgesuchten Partnern im Küchenfachhandel vermarkten möchten.“

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ir treffen Pierre Heck auf dem Frankfurter Opernplatz, wo gerade anlässlich des Musikevents „One Day in Life“ die Dekton®-Installation „Musical Labyrinth“ von Stararchitekt Daniel Libeskind eingeweiht wird. Die Cosentino Group ist mit der Marke Dekton® offizieller Hauptsponsor des besonderen Konzertprojekts. Dabei dürfen wir selbst miterleben, wie interessierte Bauträger auf das Cosentino-Team zugehen, um sich über das Material und seine Beschaffenheit informieren. „Gerade Dekton ist wesentlich vielseitiger einsetzbar als Viele wissen. Denn es ist aufgrund seiner Beschaffenheit und seiner Eigenschaften wie Wasserdichtigkeit, Druckbeständigkeit, UV- sowie hohe Hitzebeständigkeit sowohl innen als auch außen einsetzbar, ob als Außenfassade, Boden, Wand, oder als Wange, Rückwandpaneel oder Arbeitsplatte im Möbelbau. Alles ist möglich“, schwärmt Pierre Heck. Für die Entwicklung dieser mit einem Druck von 25 000 Tonnen kaltgepresste und durch „Particle Sintering Technology (PST)“ verdichteten ultrakompakten Oberfläche investierte Cosentino sage und schreibe 128 Millionen Euro. Dieses Herstellungsverfahren wurde in Anlehnung an die Entstehung

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Fotos: Cosentino

Küchen | Architektur + Trend

Gerade Dekton ist wesentlich vielseitiger einsetzbar als Viele wissen. Denn es ist aufgrund seiner Beschaffenheit und seiner Eigenschaften wie Wasserdichtigkeit, Druck­ beständigkeit, UV- sowie hohe Hitzebeständigkeit sowohl innen als auch außen einsetzbar, ob als Außenfassade, Boden, Wand, oder als Wange, Rückwandpaneel oder Arbeitsplatte im Möbelbau.

von Naturstein entwickelt. Cosentino bildet diesen Vorgang in komplexen High-Tech Verfahren in zirka 24 Stunden nach. „Nahezu jedes Material und jede Textur kann mit Dekton® nachgebildet werden“, informiert Pierre Heck. Erhältlich ist das Material in großformatigen Platten von 320 cm x 144 cm und in den Stärken 8, 12 und 20 mm. „Und natürlich bieten wir das Ganze auch in hochglänzender Form an: Dekton XGloss ist unsere polierte Variante, die wir in diesem Jahr lanciert haben. Dabei verzichten wir auf das Aufbringen einer Glasur und polieren den Stein direkt unter gleichzeitiger Anbringung einer Nanotechnologie, die einen „Lotusblüteneffekt“ erzeugt und stark wasserabweisend und fleckenresistent wirkt. Zudem überzeugt Dekton XGloss durch seine außergewöhnliche Farbtiefe und Brillanz, die jedem Raum mehr Größe verleihen.“ Auf Stein gebaut Man kann die Begeisterung spüren, die Pierre Heck mit den Produkten von Cosentino und speziell auch mit Dekton® verbindet: „Überzeugt haben mich allerdings nicht nur die Materialien, sondern auch die Philosophie und die Vision des Familienunternehmens“, betont er. Cosentino hat es sich zum Ziel gesetzt mit seinen hochwertigen, innovativen Oberflächen internationaler Marktführer für inspirierende, innenarchitektonische und architektonische Gestaltungslösungen zu werden und das in enger Kooperation mit seinen Kunden. Die Cosentino Gruppe verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Naturstein- und Dekorsteinindustrie. 90 Prozent seines Umsatzes von rund 700 Millionen Euro tätigt die Unternehmensgruppe mittlerweile im Export. In naher Zukunft, da ist sich Pierre Heck sicher, wird das Unternehmen die 1 Milliarden Euro Hürde nehmen. Produziert wird derzeit in sieben Werken. Sechs der Werke sind in Spanien und eins in Brasilien situiert. Zudem unterhält Cosentino 15 Produktionsstätten für Küchenarbeitsplatten und Badoberflächen in den USA und Spanien. Die Zentrale liegt im andalusischen Almería. Von hier aus distribuiert das Unternehmen dank einer hochmodernen, intelligenten Logistikplattform seine Produkte und Marken in über 80 Länder und koordiniert die 32 internationalen Zweigstellen sowie mehr als 70 Vertriebsstellen, die so genannten Cosentino Center, von denen Pierre Heck für die Center in Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart verantwortlich zeichnet. „Deutschland ist seit der Eröffnung des ersten Cosentino Centers in Warngau bei München ein wichtiger Standort der Gruppe. Es gibt übrigens eine Parallele zu meinem ehemaligen Arbeitgeber Leolux: Auch Cosentino gewährleistet ein Markenversprechen. Darauf wollen wir in Deutschland noch stärker aufsetzen als zuvor. Auf dem deutschen Markt arbeiten wir bereits mit dem spezialisierten Fachhandel zusammen, davon sind knapp 500 so genannte „Elite Studios“, erläutert uns der versierte Vertriebs- und

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Architektur + Trend | Küchen

Aus der Nebula-Serie (o.): helles Silestone Lagoon Suede finish für Arbeitsplatten und Nische kombiniert mit dunklem glänzendem Merope für die Theke.

Die Silestone Life! Serie (l.) überzeugt mit kräftig akzentuierenden Farben und hochglänzender Politur.

Marketingspezialist, „und diese wiederum kooperieren mit Steinmetzen in ihrer Region. Sie alle haben mit uns einen markenorientierten Partnervertrag abgeschlossen, nach dem sie sich verpflichten, sich auf das Material schulen zu lassen und die Oberflächen entsprechend prominent zu platzieren.“

Sensa (l.) by Cosentino® (hier Black Beauty) ist eine Kollektion hochwertiger Granite mit einem exklusiven Fleckenschutz. Mit Prexury® (r.) bringt Cosentino Materialien, die neben anderen Naturstoffen aus Halbedelsteinen hergestellt werden: solide, elegant und außergewöhnlich.

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Kompetent, gastfreundlich, vertrauenswürdig Zu den Elite-Partnern von Cosentino gehört auch Helmut Preis, Leiter des Küchenstudios Master‘s Küchen, Burghausen. Der Kenner seines Fachs hat sich der Vermarktung von Küchen bereits seit 23 Jahren verschrieben und setzt auf Qualität. Zu den Elite-Partnern von Cosentino gehört er seit drei Jahren. „Der Durchschnittswert der von uns verkauften Küchen liegt zwischen 12 und 14.000 Euro. Der Anspruch unserer Kunden ist entsprechend hoch. Neben der großen Nachfrage nach Naturstein-Arbeitsplatten haben sich auch Materialien wie Silestone und Dekton bei unseren Kunden durchgesetzt“, stellt er fest. „Natürlich haben wir uns ausführlich über Cosentino und seine Produkte informiert, was auch die Besichtigung der Produktionsanlagen in Spanien beinhaltete. Es ist wirklich sehr beeindruckend und gleichzeitig vertrauensbildend, sich die Dimension des Unternehmens einmal live anzusehen. Besonders begeistert sind wir von Dekton und hoffen darauf, dass das Farbspektrum des wirklich sehr stabilen, hitze- und säurebeständigen Materials kontinuierlich weiter ausgebaut wird. Raum für weitere Arbeitsplatten dieses Materials hätten wir ohnehin. Denn wir sind gerade dabei, unsere Ausstellung um- und auszubauen.“ „Für Elite-Partner ist das gesamte Silestone und Dekton Oberflächenmaterial für die Ausstellungsküchen im übrigen kostenlos“, verrät Pierre Heck. Nur für den Zuschnitt durch den Steinmetz und die Montage der Platten muss der Küchenprofi aufkommen.


Küchen | Architektur + Trend

Michel Philipps (u.), Philipps Küchen und Bad Design: „Unsere Kunden und wir sind von der Qualität und den Gestaltungsmöglichkeiten mit Silestone begeistert.“ www.kuechenstudio-philipps.de

Alexander Messinger (l.), Planer bei Master‘s Küchenstudio, Burghausen, plante diese Ausstellungsküche mit einer Dektonarbeitsplatte (o.). www.masters-kuechen.de

Wie sein Kollege Helmut Preis gehört auch Innenarchitekt Michel Philipps, Küchenstudio Philipps, Ladenburg, zu den Cosentino ElitePartnern. „Der Marktschwerpunkt in unserem Verkaufsgebiet liegt überwiegend bei Silestone. Unsere Kunden und wir sind von der Qualität und den Gestaltungsmöglichkeiten mit Silestone begeistert. Gerade die neue Nebula Alpha Serie ist im Farbverlauf und der Einsatzmöglichkeiten überragend. Neben Silestone ist Beton für uns ein starkes Thema. Da viele Kunden die Produktvorteile von Silestone bevorzugen, jedoch die Optik der Betonküche wünschen, haben wir erstmals eine Kücheninsel komplett in Silestone gefertigt. Neben Wangen und Arbeitsplatten wurden ebenfalls die Fronten, die Griffhohle und die Sockelleisten in Silestone gefertigt. Das geht nur mit einem starken Steinmetz-Partner.“

„Durch die von uns initiierte Vernetzung von Küchenspezialist, Steinmetz und Oberflächenhersteller kann der Verbraucher auf alle Fälle sicher sein, ein Unikat zu erhalten, das professionell hergestellt, geplant, ­bearbeitet und eingebaut wird.“ Pierre Heck, Geschäftsführer Cosentino Deutschland GmbH

Stets im Dialog mit dem Kunden „Wir suchen permanent nach dem Feedback unserer Kunden“, betont Pierre Heck. „Denn unser Ziel ist es, sie so intensiv wie möglich zu unterstützen. Es beginnt damit, dass wir die Design­wünsche unserer Partner im Handel ernst nehmen, geht über die konstruktiven Gespräche mit unserem 24-köpfigen Außendienstteam und die kontinuierliche Beschickung mit neuen Mustern bis hin zu einer Online-Werbe- und -Image-Kampagne für den Küchenfachhandel im vierten Quartal dieses Jahres. Hier wollen wir unter dem Titel „My Perfect Kitchen“ im ersten Step die Endverbraucher auf unsere Produkte aufmerksam machen und sie inklusive Stil- und Farbberatung informieren und dann in einem 2. Step auf unsere teilnehmenden Fachhändler hinweisen und sie empfehlen. Durch Investitionen in Google AdWords, flankierende social media-Aktionen und die Lancierung eines attraktiven Gewinnspiels werden unsere Produkte und unsere Partner in den Fokus der Endverbaucher gestellt. Durch die von uns initiierte Vernetzung von Küchenspezialist, Steinmetz und Oberflächenhersteller kann der Verbraucher auf alle Fälle sicher sein, ein Unikat zu erhalten, das professionell hergestellt, geplant, bearbeitet und eingebaut wird, ein Unikat, geprägt von der Philosophie des Unternehmens, anspruchsvolle Designlösungen für zeitgenössische und www.cosentino.com zukunftsorientierte Projekte in Küche und Architektur zu realisieren.“

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unternehmen + köpfe | Blanco

Freuen sich über den besten Umsatz der Unternehmensgeschichte (v.li.): Rüdiger Böhle, kaufmännischer Geschäftsführer, Achim Schreiber, Vorsitzender der Geschäftsführung und Wolfgang Schneider, Geschäftsführer Technik.

Qualität wird bei Blanco groß geschrieben: Hier prüft ein Mitarbeiter der EdelstahlspülenSpülenproduktion in Sulzfeld die Oberfläche.

Marktkenntnis und Servicequalität als Erfolgsfaktoren Blanco steigert 2015 seinen Umsatz im In- und Ausland

Stammsitz von Blanco im badenwürttembergischen Oberderdingen.

Gemeinsam haben die fünf Unternehmen der Blanc & Fischer Familien­ holding, die E.G.O. Gruppe, die Blanco Gruppe, die Blanco Professional Gruppe, die Defendi Gruppe und Arpa im Jahr 2015 einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro erwirtschaftet. Mit 350 Mio. Euro und einem Zuwachs von 12,2 % gegenüber dem Vorjahr (312 Mio. Euro) hat die Blanco Gruppe im 90. Jahr ihres Bestehens entscheidend dazu beigetragen. „Das ist das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte“, konnte Achim Schreiber, Vorsitzender der Geschäftsführung, anlässlich der Jahrespressekonferenz am Firmensitz in Oberderdingen mitteilen.

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Blanco | unternehmen + köpfe Fotos: Blanco

Die veredelte Oberfläche Blanco Durinox gibt es mittlerweile auch für Zerox-Becken sowie Front- und Rückblenden, was eine nahezu unbegrenzte Gestaltungsfreiheit nicht nur für maßgeschneiderte Kücheninseln ermöglicht. Das neue Kantendesign für Durinox-Arbeitsplatten mit der edlen filigranen Fase lässt sich in Stärken von 12 bis 100 Millimetern realisieren. Im Bild: Kontrastreiche Kombination der samt-matten Oberfläche von Durinox mit der neuen Kante mit Fase in Seidenglanz und dem nahtlos integrierten Claron-Becken in Seidenglanz.

D

abei, so Achim Schreiber, habe sich der deutsche Markt auch gut entwickelt, wenn auch nicht so dynamisch, wie der internationale. Mit einer Umsatzsteigerung im Ausland um 14,9 % auf 226 Mio. Euro (197 Mio. Euro im Vj.) trug der Export beträchtlich zu diesem Ergebnis bei, im Inland stieg der Umsatz um 7,4 % auf 124 Mio. Euro (115 Mio. Euro in 2014). Damit habe sich das Unternehmen sowohl im Inland als auch im Ausland im vergangenen Jahr deutlich über dem Markt entwickelt und seine Marktposition weiter verbessert. 65 % seines Umsatzes erzielte der Spezialist für Haushaltsspülen aus Edelstahl, Silgranit und Keramik sowie Küchenarmaturen, Abfallsysteme und SteelArt – High-End-Spülen sowie maßgeschneiderte Arbeitsplatten aus Edelstahl damit im Ausland und setzte seine Strategie konsequent um. Kaufmännischer Geschäftsführer Rüdiger Böhle zeigte am Vergleich der Entwicklung der Währungen über zwei Jahre, wie die hohe Volatilität vieler internationaler Märkte die Werthaltigkeit der Umsätze bestimmt. Demzufolge verdanke sich ein Viertel der Umsatzsteigerung in 2015 des „Rückenwindes“ der Währungen. Im Umkehrschluss bedeutet dieser Sachverhalt jedoch auch, dass 75 % des ausgewiesenen Wachstums organisch ist. Blanco beschäftigte weltweit 1400 Menschen, davon 1040 in Baden Württemberg. Angesichts eines weltwirtschaftlich insgesamt schwierigeren Umfelds sei das dynamische Wachstum auf internationalen Märkten besonders erfreulich, wie Achim Schreiber weiter erläuterte. Besonders in den USA finde eine kontinuierliche Erholung des Marktes statt, von der Blanco profitiere. Kanada sei stabil, auf einem hohen Niveau. Auch Großbritannien zeige eine gute Marktentwicklung, es sei gelungen neue Kunden aufzubauen, die zum starken Umsatzwachstum hier beigetragen haben. Als schwieriger Markt erweise sich Frankreich, hier sei die Entwicklung rückläufig gewesen. Nordeuropa entwickele sich stabil und in Spanien nehme die Dynamik zu, das Wachstum für Blanco sei hier gut. Der Absatz in Russland und der Ukraine stelle sich aufgrund der wirtschaftlichen Situation rückläufig dar und eine positive Perspektive sei nicht zu erkennen. In China sei die dynamische Stimmung durch die politische gewollte Regulierung z. B. der Kreditvergabe abgeschwächt, trotzdem sei es der Tochtergesellschaft dort durch besondere Anstrengungen gelungen, Wachstum zu generieren. Maßgeblich für den weltweiten außerordentlichen Unternehmenserfolg, so Achim Schreiber, seien eine exzellente Marktkenntnis und länderspezifische Produktprogramme. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist zudem die internationale Logistik, wie Geschäftsführer Technik Wolfgang Schneider darlegte. Die Planungen und Erwartungen, die an die 2015 abgeschlossene Erweiterung des Logistikzentrums mit Hochregallager und Kommissionierhalle in Bruchsal gestellt wurden, seien eingetroffen. Es trage entscheidend dazu bei, das hohe Niveau der Lieferfähigkeit und -sicherheit zu halten und zu verbessern. Die Kennzahlen seien erreicht und übertroffen worden, auch was die Einsparungen hinsichtlich der Energiekosten betreffe. 21,9 Millionen Euro betrugen die Investitionen 2015 insgesamt. Investiert wurde zu 85 % in Deutschland, mit einem großen Anteil in Bruchsal. Weitere Investitionen flossen vor allem in den Ausbau und die Modernisierung der Produktionstechnologien – etwa am Standort Sulzfeld, wo Edelstahlspülen für den weltweiten Markt produziert werden. Im Silgranit-Spülen-Werk Sinsheim wurde vor allem in die Kapazitätserweiterung investiert, ebenso im Werk im kanadischen Toronto, das insbesondere die nordamerikanischen Märkte versorgt. Ein weiteres Augenmerk lag auf der Optimierung der Energieeffizienz und der Gebäudetechnik.

Verbindet auf ­perfekte Weise geradliniges Design und bis ins Detail durchdachte Funktio­nen: Edelstahlspüle Blanco Andano XL 6 S-IF – hier kombiniert mit der formschönen Armatur Blanco­culina-S Mini.

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unternehmen + köpfe | Blanco

Silgranit made in Sins­heim – und eine echte Innovation: Silgranit-Spüle Blanco Zenar XL 6 S DampfgarPlus. Bereits vierfach für Design und Innovation ausgezeichnet.

Simon Knauf (o.r.), Produktmanager, präsentiert das funktionale Prinzip der Zenar XL 6 S DampfgarPlus. Detlef Schön, Senior-Produktmanager, stellte die erfolgreich in USA und Kanada gestartete SilgranitVersion der Ikon vor, deren Produktion eine besondere technische Herausforderung bedeutete, die optimal umgesetzt wurde.

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Besonders erfolgreich: Silgranit-Spülen und Küchenarmaturen Laut Achim Schreiber ist, was die wertmäßigen Anteile der Spülenmaterialien in Deutschland angeht, zu beobachten, dass der Trend zur Farbe gewachsen ist, da Verbundwerkstoffe mit 36 % (35 % in 2015) leicht zulegen konnten, während Edelstahl mit 52 % (53 % Vj.) immer noch gut die Hälfte ausmacht und Keramik unverändert bei einem Anteil von 12 % liegt. Im Hinblick auf die Formen hat der Absatz von Einzelbecken zugenommen, wie auch die Nachfrage nach großen Becken. Große Begeisterung fände SteelArt Durinox bei Kunden im hochwertigen Bereich. Die Investitionen in die Entwicklung der eingeschweißten Becken und in das Kantendesign hätten sich gelohnt. Mit Silgranit Durapur verfüge Blanco über das weltweit erfolgreichste Spülenmaterial. Man sei seit Jahren Weltmarktführer bei Granitspülen und mit der Vorstellung dieser Weiterentwicklung verfüge man nach eigener Einschätzung und nach der Beurteilung durch das Fraunhofer Institut über das beste Kompositmaterial, was Haptik, Glätte, und Widerstandsfähigkeit anbelange. Im amerikanischen und kanadischen Markt wurde jetzt mit „Ikon“ eine Silgranitspüle eingeführt, die durch ihre Form und ihre Ausmaße ein Statement in der modernen Landhausküche darstelle. Ikon sei dort sehr gut gestartet, deshalb sei geplant, sie neben den bisher verfügbaren Farben Weiß, Schwarz und Alumetallic in Zukunft in acht Farben anzubieten. Auch der Bereich Armaturen entwickelte sich hervorragend. Laut dem von Achim Schreiber angeführten Heinze SanitärPanel 2015 und eigener Marktforschung geht man davon aus, dass Blanco 31 % Marktanteil (Wert) hatte und im vergangenen Jahr den Vorsprung weiter ausgebaut hat. Der hohe Anspruch des Unternehmens an Ästhetik und Qualität, der sich z. B. auch in der Option der Farbabstimmung zwischen Armatur und Spüle sowie der Hygieneprüfung der Armaturen zeigt, wird durch die zahlreichen Innovations- und Design-Auszeichnungen für Spülen und Armaturen unterstrichen. Nachhaltigkeit Nicht nur die Optimierungen bei Gebäudetechnik, Automatisierung und Energieeffizienz stehen bei Blanco im Focus, wie Wolfgang Schneider anhand des aktuellen Nachhaltigkeitsberichts zeigte. Seit 2008 vorgelegt, sind hier abge­ schlossene und geplante Projekte detailliert dokumentiert. Dazu gehört auch die qualifizierte Aus- und Weiterbildung. 2015 bildete das Unternehmen 52 Jugendliche aus, davon 23 in kaufmännischen Berufen. Darüber hinaus fördert „Blanco Move“, ein individualisiertes Traineeprogramm für Hochschulabsolventen, ganz gezielt Nachwuchsfachkräfte. Vielfältige Angebote z. B. zum Thema Fitness und Gesundheit, zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Kindern tragen mit dazu bei, dass das Unternehmen zu den besten Arbeitgebern Deutschlands gehört, bestätigt zum einen durch die Auszeichnung „Top Arbeitgeber“ vom Wirtschaftsmagazin Focus, das eine bundesweite Analyse in Kooperation mit Statista, dem Karriere-Netzwerk Xing und der Bewertungsplattform Kununu durchgeführt hatte. Zum anderen bescheinigte die umfangreiche Zertifizierung vonseiten des unabhängigen Top Employers Institute höchste Standards im Personalmanagement. „Die Umsatzentwicklung der ersten Monate entspricht unseren ambitionierten Wachstumsplänen“, so der Blick von Achim Schreiber auf das laufende Jahr. Das gute Konsumklima, die Nullzinspolitik für Sparguthaben und geringe Kreditzinsen dürften die Kaufbereitschaft der Verbraucher für hochwertige Einrichtungen wie eine neue Küche weiterhin auf hohem Niveau halten. Das starke Wettbewerbsumfeld und die nach wie vor hohe Volatilität vieler internationaler Märkte würden als Herausforderungen angenommen. Was die Investitionen angehe , so Rüdiger Böhle, so seien sie für www.blanco-germany.com/de 2016 ähnlich in Umfang und Struktur geplant wie im Vorjahr.


Design in Bewegung: Schiebetürsystem SlideLine M Warum muss ein Küchenoberschrank immer gleich aussehen? Mit dem Schiebetürsystem SlideLine M kommt Ihr Möbeldesign in Bewegung: Durch Verschieben der Türen entstehen immer wieder neue Konstellationen aus offenen und geschlossenen Elementen. Leicht zu montieren. Schön anzusehen. Perfekt gedämpft mit Silent System. www.hettich.com


KOMFOrt + design | Armaturen

Wandlungsstark: Die neue Armaturenlinie Blanco Livia/Livia-S setzt durch ihr zeitgemäßes Design mit klassischen Dekor-Elementen in unterschiedlichen Küchenstilen einen besonderen Akzent – ob im modernen Landhaus oder im trendigen Industrieloft. Hier zu sehen in der neuen, seidenmatten Oberfläche Mangan, die mit ausgesprochen angenehmer Haptik begeistert und sehr vielseitig kombinierbar ist. Die PremiumArmaturenlinie akzentuiert verschiedenste Wohnwelten in jeder ihrer drei hochwertigen Oberflächen Chrom, Mangan und Messing gebürstet. Da als Systemlösung konzipiert, lässt sie sich ohne weiteres auf Wunsch mit dem jeweils analog gestalteten integrierbaren Spülmittelspender sowie Zugknopf ergänzen. Zwei Auszeichnungen hat Blanco Livia-S bereits für ihr innovatives Designkonzept erhalten: den Iconic Awards 2016 – Interior Innovation und den iF product design award 2016. www.blanco-germany.com/de

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Armaturen | KOMFOrt + design

Armaturen mit Format Funktion, HighTech und raumbildendes Element

Will man sich im Internet über die neuesten Armaturentrends für die Küche erkundigen, wird dieses Thema von den Informationen über Badarmaturen überflügelt. Dabei gehört die Küchenarmatur ebenso zu den am meisten beanspruchten Haushaltsgegenständen. Sie ist Wasserquelle für das Befüllen von Töpfen, zum Waschen von Obst und Gemüse oder zum Abwaschen des Geschirrs.

D

er Begriff Armatur leitet sich vom lateinischen armare, ausrüsten, ab und bezeichnet eine bedienbare Rohrleitung zum Wassergebrauch, die heutzutage in der Industrie und in Privathaushalten üblich ist. Die ersten Entwicklungen im Bereich der Haushaltsarmaturen, die zum heutigen Standard in westlichen Breitengraden geführt haben, stammen im Übrigen aus der Zeit des alten Roms. Einst eingeführt als ein schlichtes Ventil zur Regulierung des Ausflusses wasserführender Rohrleitungen, leistet die heutige Armatur heute weit mehr als das: So reguliert sie beispielsweise die Temperatur, kann extra Anschlüsse für Geschirrspüler besitzen, sich umklappen lassen, verfügt über eine Schlauchbrause, über Strahlregler, bzw. Dif-

fusor oder Perlator, wodurch die Strahlhärte und -richtung sowie die Durchflussmenge des Wassers individuell eingestellt werden kann. Und last but not least gibt es Armaturen, die auch elektronisch per Sensor bedient werden können. Alle diese zusätzlichen Funktionen sind aus dem täglichen Hausgebrauch nicht mehr wegzudenken. Aber was macht heute eine hochwertige Armatur aus? Welche Auswirkung auf Design, Funktion und Positionierung der Armatur hat die zunehmende räumlich ineinander übergehende Gestaltung von Küche, Ess- und Wohnraum? Und wie haben sich Themen wie gefiltertes Wasser oder kochendes Wasser aus dem Hahn am Markt durchgesetzt? Wir baten die Spezialisten auf dem Gebiet der Armaturenentwicklung und -herstellung

darum, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen: Stephan Schulte, Leiter Business Unit Küche bei Dornbracht, Elmar Stöckel, Leiter Einkauf und Qualität Küchenarmaturen, und Michael Ebentheuer, Leiter Produktmanagement und Entwicklung Armaturen, beide Blanco, Fran­ces­ co Montanaro, Produktmanager Taps & Waste Management, Franke GmbH, Stefan Berroth, Produktmanager Küche, Hansgrohe SE, Thomas Kreitel, Produktmanager bei Ideal Standard, Dogan Yalin, Head of Key Account Management Küche/OEM bei Kludi, Bernhard Schonhoff, Prokurist Naber, Stephan Müller, Geschäftsführer Pyramis Deutschland, Daniel Hörnes, Leitung Marketing und Vertrieb von Quooker, Christoph Erll, Verkaufsleiter Systemceram, Michael Flormann, Vertriebsleiter Küche bei Villeroy & Boch.

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KOMFOrt + design | Armaturen

Fotos: Hansgrohe

„Hansgrohe bringt hier nicht nur technisches Know-how, höchste Kompetenz im Wasser- und Produktdesign sowie jahrelange Erfahrung in der Fertigung hochwertiger Küchenarmaturen ein. Mit zahlreichen Erfindungen und Neuent­ wicklungen haben wir gerade in diesem Bereich Standards gesetzt. So waren wir einer der ersten Hersteller von Küchenarmaturen mit ausziehbaren Brausen.“ Stefan Berroth, Produktmanager Küche, Hansgrohe SE, www.hansgrohe.de

„Tatsächlich lohnt es sich, beim Armaturenkauf auf Markenqualität zu achten“, unterstreicht Stefan Berroth, Produktmanager Küche, Hansgrohe SE. „Gerade bei Trinkwasserinstallationen ist übertriebene Sparsamkeit fehl am Platz. Schließlich geht es hier um das Lebensmittel Nummer eins, das Wasser. Hochwertige und gesundheitlich unbedenkliche Materialien und Oberflächen, sichere Technik, Innovationen aus Forschung und Entwicklung, zuverlässige Fertigung „Made in Germany“ und nicht zuletzt ein durchdachtes, ansprechendes Design zeichnen eine Qualitätsarmatur aus.“

„Eine Qualitäts-Armatur sollte aus hochwertigen, trinkwassergeeigneten Materialien, wie z. B. nickel- und bleifreiem Messing gefertigt werden, sowie über langlebige Funktionsteile wie Kartuschen, Schläuche und Luftsprudler verfügen. Dazu ein zeitloses Design und eine Funktionalität, die sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert. So braucht der ambitio­ nierte Hobbykoch ggf. eine Profiarmatur als echtes Werkzeug in der Küche, während jemand, der die Küche kaum nutzt, gut mit einem Designklassiker ohne erweiterte Funktion zurechtkommt“, erläutert Stephan Schulte, Leiter Business Unit Küche bei Dornbracht.

Fotos: Dornbracht

„In den USA sind z. B. Küchenarmaturen mit separater Spül- oder Profibrause sehr beliebt, ebenso wie wandmontierte Pot Filler als zweite Wasserstelle am Herd. In Europa ist der Markt stark von Einlochbatterien an einer Wasserstelle geprägt, sodass häufig unsere Einhebelmischer mit integrierten Pull-out/ Pull-down-Funktionen (mit Auszugsauslauf oder Auszugsbrause) eingesetzt werden.“ Stephan Schulte, Leiter Business Unit Küche bei Dornbracht, www.dornbracht.com

Ganz aktuell überzeugen die Modelle mit der Hansgrohe Select Technologie. Der Wasser­fluss wird über einen großflächigen Select-Knopf am Auslauf gestartet und gestoppt. Das klappt auch mit dem Hand­ rücken oder dem Ellenbogen, wenn man beispielsweise einen Topf in beiden Händen hält oder die Finger verschmutzt sind. Das ist intuitiv und praktisch zugleich: Weder Strom noch Zusatzgeräte im Unterschrank sind erforderlich, die Select Technologie funktioniert rein mechanisch.

„Gut, aber, die Ansprüche an den Nassbereich der Küche sind gewachsen“, wirft Bernhard Schonhoff Prokurist Naber, ein. „Einhebelmischer mit großem Aktionsradius und Brauseschlauch gehören heute im modernen Spülund Vorbereitungszentrum zum Standard. Auswahlkriterien sind die gelungene Verbindung ästhetischer und praktischer Aspekte, ergonomische Handhabung sowie hervorragende Fertigungs- und Produktqualität.“ Das kann Elmar Stöckel, Leiter Einkauf und Qualität Küchenarmaturen bei Blanco nur bestätigen. Nicht umsonst hat sich das Unternehmen aus Oberderdingen zur Nummer 1 im Armaturenbereich für Küchen entwickelt (laut Heinze-Sanitär-Panel, 2015): „Die Belastbarkeit, Nutzerfreundlichkeit und Langlebigkeit einer Armatur sind vor allem

Mit „Sync“ präsentiert Dornbracht eine Küchen­armatur mit einem nach unten herausziehbaren, hohen Auslauf, der den Aktions­ radius rund um das Becken deutlich vergrößert. Der flexible Auszugschlauch der Küchen­ armatur lässt sich leichtgängig und komfortabel lenken. Für zusätzlichen Spielraum sorgt ferner der 360-Grad-Schwenkradius der Armatur. 24 | küche + architektur


Armaturen | KOMFOrt + design

schaffenheit der Armatur abhängig. Deshalb setzen wir auf eine Technologie, die verhindert, dass das Wasser mit dem metallischen Armaturenkörper in Kontakt kommt, indem sie die Wasserwege von diesem abkoppelt. Die Ausschwemmung von Blei und Nickel ins Trinkwasser wird somit vermieden. Zudem reduzieren wir auch das so genannte Stagnationswasser, was den Nährboden für die Bildung von Keimen verringert und somit zu einer Verbesserung der Wasserqualität führt. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei einer guten Armatur ist die Frage der Sicherheit: Hier sorgen wir dafür, dass sich der Armaturenkörper dank isolierter Wasserwege nicht erhitzt – ein wirksamer Schutz gegen Verbrühungen.“ „Bei guten Küchenarmaturen geht eine hochwertige Verarbeitung Hand in Hand mit aus-

gehören vor allem „Bicolor“-Armaturen, bei denen ein bestimmter Teil oder Bereich der ­Armatur auf die Spülenfarbe abgestimmt ist. Hier erweisen sich Spüle und Armatur als perfekte Symbiose und sind obendrein beide aus einer Hand erhältlich.

„Keramikspülen bieten stark genutzten Küchenarmaturen einen besonders sicheren und stabilen Untergrund und damit Stand. Diese Kombination erweist sich daher im privaten wie im Semi-Profibereich als qualitativ hochwertige Lösung.“ Christoph Erll, Verkaufsleiter Systemceram, www.systemceram.de

INDUKTIONSKOCHFELD MIT INTEGRIERTEM DUNSTABZUG

Zu den Bestsellern bei systemceram

Fotos: Systemceram

von der Qualität ihrer einzelnen Komponenten abhängig. Wenn man sich vorstellt, dass eine Armatur im Familienhaushalt rund 75mal am Tage benutzt wird, ist Qualität ein ganz maßgeblicher Faktor. Hier sollte man keine Kompromisse eingehen. Nicht umsonst werden unsere Armaturen zusätzlich freiwillig auf Sicherheit und Hygiene durch die Zertifizierungsstelle der DVGW geprüft und zertifiziert. Dies gibt dem Konsumenten die Gewissheit, dass sich eine Armatur durch einwandfreie Qualität, Sicherheit und Hygiene­eigenschaften auszeichnet.“ „Die Armatur hat als Wasserspender in der Küche eine ganz wichtige Funktion. Die Qualität der Werkstoffe entscheidet darüber, ob wir sauberes, unbelastetes Wasser zu uns nehmen – sei es als Trinkwasser, sei es zum Kochen. Es empfiehlt sich daher, nur Armaturen einzusetzen, die keine Schwermetalle ausschwemmen und die die in Deutschland zulässigen Grenzwerte einhalten. Das genau ist bei Billigimporten, zum Beispiel aus Asien, oftmals nicht der Fall“, gibt Christoph Erll, Verkaufsleiter Systemceram zu bedenken. Thomas Kreitel, Produktmanager bei Ideal Standard, sieht das nicht anders: „Die Qualität unseres Trinkwassers ist auch von der Be-

Kompakte Einheit für mehr Platz und freie Sicht in der Küche Kochdünste werden direkt am Kochfeld nach unten abgesaugt Einsetzbar in Küchenzeilen oder Kochinseln Maximale Planungsfreiheit und Senkung der Geräuschkulisse durch Verwendung des platzsparenden Sockelmotors oder einem leistungsstarken externen Motor FLOW-IN kann im Umluft- oder Abluftbetrieb eingesetzt werden Rahmenloses Induktionskochfeld in 80 cm Breite geeignet für flächenbündigen Einbau oder Auflagenmontage Kochfeld mit Booster- und Brückenfunktion, für das komfortable Zusammenschalten von 2 Kochzonen, z. B. für Bräter

Weitere Informationen: www.flow-in.eu

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www.silverline24.de


Fotos: Blanco

KOMFOrt + design | Armaturen

gehört zu den absoluten Bestsellern des Blanco-Armaturen-Sortiments: Linus/ Blanco Linus-S. Mit ihrer zeitlosen L-Form hat sie sich bereits als moderner Klassiker etabliert. Erhältlich ist sie in unterschiedlichsten Ausführungen, Farben und Oberflächen. Auch als Sonderlösung mit umstellbarer VarioBrause oder als praktische Vorfenster-Lösung macht sie eine gute Figur und beweist ihren funktionalen Charakter.

besonders sicheren und stabilen Untergrund und damit Stand. Diese Kombination erweist sich daher im privaten wie im Semi-Profibereich als qualitativ hochwertige Lösung.“

„Auch wir sehen, dass die Armatur durch das Zusammenwachsen von Küche, Ess- und Wohnraum noch stärker im Fokus steht. Neben der Qualität ist der Anspruch an die optische Wirkung sehr groß. Eine Armatur sollte daher farblich und stilistisch auf die Spüle abgestimmt sein und auch zur Arbeitsplatte passen sowie sich in das Küchenambiente integrieren. Je nach Geschmack kann sie akzentuieren, sich Ton-in-Ton präsentieren oder zur Wohnungseinrichtung passen.“ Elmar Stöckel, Leiter Einkauf und Qualität Küchenarmaturen, und Michael Ebentheuer, Leiter Produktmanagement und Entwicklung Armaturen, bei Blanco, www.blanco-germany.com/de

gefeilter Technik und einem perfekten Handling. Zugleich sind sie langlebig und all­tagstauglich, so dass der Verbraucher auch nach vielen Jahren Freude an ihnen hat. Ob mit ausziehbarer Schlauchbrause versehen, als Vorfenster-Armatur, als Niederdruckausführung – für jede Küche findet man heute die passende Armatur. Bei Villeroy & Boch legen wir außerdem großen Wert auf das Design und haben unser Sortiment mit Blick auf die aktuellen Küchentrends breit aufgestellt: vom praktischen Allrounder in der gemütlichen Wohnküche bis zum selbstbewussten Eyecatcher in der Designerküche“, betont Michel Flormann, Vertriebsleiter Küche bei Villeroy & Boch. Dem kann sich Francesco Montanaro, Produktmanager Taps & Waste Management, Franke GmbH nur anschließen. „Ich möchte jedoch zusätzlich auch auf die steigende Nachfrage nach Eco-Features wie Wassersparkartuschen hinweisen. Außerdem ist die Planungsflexibilität in Bezug auf die technische Ausführung wie Niederdruck-Varianten 26 | küche + architektur

oder Armaturen für Vorfenstermontage nicht zu vernachlässigen. Nicht zu vergessen die Montagefreundlichkeit: Sie ist auch bei Armaturen grundsätzlich ebenso wichtig wie deren Bedienerfreundlichkeit.“ „Am Ende entscheidend bei einer guten Armatur ist natürlich die Haltbarkeit insgesamt und eine Leichtläufigkeit der Funktionskomponenten über die gesamte Lebensdauer“, stellt Stephan Müller, Geschäftsführer Pyramis Deutschland, fest. Das sieht Christoph Erll, Systemceram, ganz ähnlich: „Selbstverständlich sollte sich der Hebel einer Armatur leichtgängig und geschmeidig bedienen lassen und so für eine sensible Regulierung des Wasserzuflusses und der Temperatur sorgen, was entscheidend zum Bedienkomfort einer Armatur beiträgt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wartungsfreiheit der Armatur, so dass der Kunde lange Freude an einer gut funktio­ nierenden Armatur hat. Keramikspülen bieten stark genutzten Küchenarmaturen einen

Welche Auswirkung auf Design, Funktion und Positionierung der Armatur hat der zunehmend fließende räumliche Übergang von Küche, Ess- und Wohnraum? Als international agierender, innovativer Armaturenhersteller nimmt Dornbracht Marktentwicklungen minutiös wahr: „Wir beobachten, dass wieder mehr gekocht wird. Das bedeutet, dass einerseits die Belastung der Armatur zunimmt und die Funktionalität an Bedeutung gewinnt. Häufig findet man die Wasserstelle auch auf einer Kücheninsel, teilweise im unmittelbaren Umfeld des Herdes. Wir greifen solche Tendenzen auf und vereinfachen die entsprechenden Arbeitsabläufe, wie z.B. mit unserer Armatur Pivot. Sie hat einen 360° schwenkbaren Auslauf, mit dem sich ein Topf direkt auf dem Herd mit Wasser befüllen lässt“, erläutert Stephan Schulte. „Andererseits wird das Design der Armatur immer wichtiger. Zum einen durch die Öffnung der Küche zum Wohnraum, zum anderen, weil in manchen minimalistischen Küchenarchitekturen die Armatur das einzige sichtbare Objekt bleibt.“ „Genau“, stimmt Stefan Berroth, Hansgrohe, zu. „Tatsächlich geht die Tendenz dahin, die Küche immer wohnlicher zu gestalten, Funktionselemente unsichtbar zu integrieren, wohnliche Oberflächen einzusetzen, dekorative Regale oder Essbereiche und Bänke, die zum kommunikativen Austausch einladen. Der Spülenbereich bleibt jedoch in den meisten Fällen sichtbar. Die Armatur wird dann zu einem raumgestaltenden Element, wodurch dem Design natürlich eine große Rolle zukommt. Deshalb setzen wir hier auf die Unterstützung und Expertise externer Designer, von denen viele aus dem Wohnbereich kommen.“


Fotos: Naber

Armaturen | KOMFOrt + design „Ein differenziertes Markenherstellerund Eigenmarkenprogramm strukturiert unser Armaturenangebot, das wir unter dem Naber-Label Armate® anbieten. Dem Wunsch des Küchen­fach­handels, hohe Designqualität und Materialität zum bestmöglichen Preis anbieten zu können, wurde durch eine stärkere Präsenz der Naber-Modellreihe „Linea“ entsprochen. Fokussiert auf eine konsequente Umsetzung unserer eigenen Konzept- und Design­ideen decken wir mit einer Vielzahl an Modellen das mittlere bis gehobene Preissegment ab.“  Bernhard Schonhoff, Prokurist Naber, www.naber.de

„Auch wir sehen, dass die Armatur durch das Zusammenwachsen von Küche, Ess- und Wohnraum noch stärker im Fokus steht. Neben der Qualität ist der Anspruch an die optische Wirkung sehr groß. Eine Armatur sollte daher farblich und stilistisch auf die Spüle abgestimmt sein und auch zur Arbeitsplatte passen sowie sich in das Küchenambiente integrieren. Je nach Geschmack kann sie akzentuieren, sich Ton-in-Ton präsentieren oder zur Wohnungseinrichtung passen“, erläutert Michael Ebentheuer, Leiter Produktmanagement und Entwicklung Armaturen bei Blanco.

„Die Küchenarmatur ist heute weitaus mehr als nur ein Wasserspender“, betont auch Dogan Yalin, Head of Key Account Management Küche/OEM bei Kludi. „Als Mittelpunkt der Kochinsel, welche heute sehr oft als Trennbereich zwischen Küche und Wohnbereich geplant wird, legt sie mit ihrer Form klare Akzente des Raums fest. Aus diesem Grund bieten wir mit unserer Designvielfalt zu allen Geschmackswelten eine passende Armatur. Die Serie E-GO z.B. ist eine perfekte Symbiose aus Funktionalität, Hightech und Design. Durch die Hybridfunktion lässt sie sich eben-

so komfortabel von Hand wie auch intuitiv per Sensor betreiben. Dieser Mehrwert bildet eine zentrale Anlaufstelle zum Wasserschöpfen, Händewaschen usw.“ „Bei der Auswahl einer Küchenarmatur geht es immer um ein Gleichgewicht aus Ästhetik und Funktion“, betont auch Christoph Erll, Systemceram. Eine Tendenz, die man auch bei Franke wahrnimmt: „Bei offenen Küchen und Insellösungen spielt Design und Funktionalität eine große Rolle, da die Armatur von mehreren Seiten sichtbar ist. Aber auch hier gilt der neue AnANZEIGE

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KOMFOrt + design | Armaturen

spruch „state of the art“. Preis/Leistung, Flexibilität und Qualität spielen bei der Wahl eine große Rolle“, weiß Francesco Montanaro. „Stylisches Armaturen-Produktdesign integriert sich heute problemlos in die architektonisch orientiertere Gestaltung des Wohnraums Küche – sei es im repräsentativen Küchenblock, auf der Kochinsel oder auf der mobilen Workstation“, wirft Bernhard Schonhoff, Naber, ein. „Wohnliche“ Qualitäten lassen sich nur bedingt an den unverändert trendigen Edelstahl- oder edelstahlfarbigen Küchenarmaturen festmachen. Mit dem Aufbau eines farbigen Programms haben wir aber bereits auf der area30 und der küchenwohntrends inspirierend mehr Mut zu kräftigen Tönen signalisiert. Mehr Holz, mehr Farbe – die Küche wird wohnlich bunter werden.“ „Das können wir nur unterstreichen“, bestätigt Christoph Erll, Systemceram: „Die Möglichkeit einer in Farbe und Design auf die Küchenfronten, die Arbeitsplatte und natürlich auf die Spüle abgestimmten Küchenarmatur sollte generell, aber besonders bei offenen Raumlösungen immer gegeben sein.“

Die Armaturenmodelle Atlas (Bild) und Taros vereinbaren Qualität, Funktionalität und Design. Aus massivem Edelstahl gefertigt, verfügen sie über hervorragende Materialeigenschaften. Durch ihre porenfreie Oberfläche sind sie besonders hygienisch und pflegeleicht, außerdem farbneutral, lebensmittelecht und ausgesprochen langlebig und fügen sich har-

Foto: Franke

monisch in jede Küche ein.

„Die Qualität unseres Trinkwassers ist auch von der Beschaffenheit der Armatur abhängig. Deshalb setzen wir auf eine Technologie, die verhindert, dass das Wasser mit dem metallischen Armaturenkörper in Kontakt kommt, indem sie die Wasserwege von diesem abkoppelt. Die Ausschwemmung von Blei und Nickel ins Trinkwasser wird somit vermieden.“ Thomas Kreitel, Produktmanager bei Ideal Standard, www.idealstandard.de

So ähnlich ist auch die Betrachtungsweise seines Marktbegleiters Michael Flormann, Villeroy & Boch: „Funktion und Technik werden in der modernen Küchengestaltung immer unsichtbarer. Diesen Trend erkennt man auch beim Spülbereich: Keramikspülen werden zunehmend auch ohne Abtropffläche und zum Unterbau oder flächenbündigen Einbau geordert. Mit farbigen Keramikspülen wird zudem ein ausgesprochen wohnliches Interieur erzeugt, etwa, wenn die Keramik Farbtöne aus dem Wohnbereich harmonisch aufgreift oder mit bewussten Kontrasten agiert. Dennoch bleibt der Spülplatz das funktionale Zentrum der Küche, eine Armatur ist hier unverzichtbar. Also macht man sozusagen aus der Not eine Tugend und erhebt die Armatur zum Designobjekt. Funktionalität ist selbstverständlich, Design ein absolutes Must-have. Hochwertig gearbeitet, klassisch in poliertem oder gebürstetem Edelstahl oder ganz modern in extravaganter Farbe setzt die Armatur einen selbstbewussten Akzent und wird so zum echten Hingucker.“

���Dem Design kommt bei zum Wohnraum hin offenen Küchen natürlich eine größere Bedeutung zu. Gerne werden bei großzügigen, offenen Lösungen der Küchenplanung auch semi-professionelle Armaturen mit hohen Ausläufen und Federspiralen eingesetzt. Dadurch setzt die Küchenarmatur einen besonderen Akzent in der Küche und unterstreicht die Professionalität des kompletten Küchenauftritts. Ein relativ neues Thema sind auch farbig abgesetzte Armaturen die dann eventuell auch etwas wohnlicher wirken oder eine interessante Optik erzeugen“, bestätigt auch Stephan Müller, Pyramis, und unterstützt damit die Aussagen seiner beiden Vorredner. Thomas Kreitel, Ideal Standard, sieht das etwas differenzierter: „Der fließende Übergang von Küche, Ess- und Wohnraum hat dazu geführt, dass die Bedeutung eines zeitlosen Designs zugenommen hat. So fügt sich die Armatur spielend in das Gesamtkonzept des Wohnraums ein und erfüllt dabei höchste ästhetische Ansprüche. Allerdings“, und hier stimmt seine Einschätzung mit der seiner

„Bei offenen Küchen und Insel­ lösungen spielt Design und Funktionalität eine große Rolle, da die Armatur von mehreren Seiten sichtbar ist. Aber auch hier gilt der neue Anspruch „state of the art“. Preis/Leistung, Flexibilität und Qualität spielen bei der Wahl eine große Rolle.“ Francesco Montanaro, Produktmanager Taps & Waste Management, Franke GmbH, www.franke.com

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Fotos: Ideal Standard

Armaturen | KOMFOrt + design

Stand G 21

ARMATE® Linea Proportion und Form in stilvoller Präsenz

CeraPlan von Ideal Standard erfreut sich bereits seit vielen Jahre großer Beliebtheit. Das gilt auch für die dritte Generation der Armaturenserie. Die preisgekrönte Armatur punktet mit ihrem erfrischend modernem und zeitlosen Design und ihrer hohen Verarbeitungsqualität – und das alles in einem attraktiven Preissegment. Hinzu kommen auch die praktischen Eigenschaften wie die integrierte „Click“ Funktion mit 50 %-Volumenstopp, durch die im Vergleich zu anderen Armaturen weniger Wasser und Energie verbraucht werden.

Die schnörkellose, filigrane verchromte Edelstahl-Armatur KWC „Ono“ gefällt durch ihr puristisches zeitloses Design und ihre Langlebigkeit . Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen wie zum Beispiel elegant gebogen mit fugenlos integriertem Auszug, mit hohem waagerechtem Auslauf oder als Semi-Pro Modell highflex® mit patentierter

Foto: KWC

Federschlauch-Technologie.

Formal reduziert auf die raffinierte Balance von rundem Korpus und eckiger Auslaufgeometrie verbindet "Curva" kompromisslose Zeitgeist-Ästhetik mit komfortablen Extras. 360° Schwenkbereich und seitliche Hebeltechnik zählen zu den Standards vieler Modelle des Linea-Programms. Anmutige Eleganz präsentiert sich in Ihrer Ausstellung gerne auf den vorderen Plätzen.

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Fotos: Quooker

KOMFOrt + design | Armaturen

„Letztendlich geht es auch bei Armaturen um Komfort. … Zudem tragen Kochendwasserhähne dazu bei, dass die von den meisten Endverbrauchern dringen benötigte Arbeitsplattenfläche nicht mehr mit einem Wasserkocher blockiert werden muss.“ Daniel Hörnes, Leitung Marketing und Vertrieb von Quooker, www.quooker.de

Die Einhahnvarianten Fusion Square und Fusion Round sowie das jüngst eingeführte Produkt Quooker Flex mit Schlauchbrause (im Bild). sind bezogen auf Funktion, Design und Verarbeitung wegweisend.

Vorredner überein, „stehen Funktionalität und Flexibilität einer Armatur generell absolut im Fokus. Neben praktischen Ausstattungsoptionen wie einer Version mit herausziehbarer Handbrause, bieten sich auch Armaturen mit schwenkbaren Rohrauslauf an. Damit können selbst große Gefäße leicht gereinigt und befüllt werden.“

„Letztendlich geht es auch bei Armaturen um Komfort“, so Daniel Hörnes, Leitung Marketing und Vertrieb von Quooker, und setzt dabei auf die Symbiose aus guter Verarbeitungsqualität, Design, Funktion mit kochendem Wasser: „Zudem tragen Kochendwasserhähne dazu bei, dass die von den meisten Endverbrauchern dringen benötigte Arbeitsplattenfläche nicht mehr mit einem Wasserkocher blockiert werden muss.“ Die Frage, ob sich die Heißwasserarmaturen in Deutschland durchgesetzt haben, beantwortet er trotz der einleuchtenden positiven Aspekte mit einem „Jain“. „Der konservative deutsche Küchenkunde versteht allerdings sukzessive besser,

Fotos: Villeroy & Boch

„Hochwertig gearbeitet, klassisch in poliertem oder gebürstetem Edelstahl oder ganz modern in extravaganter Farbe setzt die Armatur einen selbstbewussten Akzent und wird so zum echten Hingucker.“ Michel Flormann, Vertriebsleiter Küche bei Villeroy & Boch, www.villeroy-boch.de

weshalb ein Kochendwasserhahn sinnvoll ist – er wird mehr als Küchenwerkzeug zum Reinigen, Kochen oder Blanchieren verstanden und dies ist wirklich sehr erfreulich. Durchgesetzt ist jedoch ein großes Wort bei 1,4 Mio Küchen p.a.!“ „International zeigt sich die Akzeptanz der Kochendwasserhähne allerdings heterogen“, weiß Stephan Schulte, Dornbracht. „Der deutsche Markt steht hier noch nicht im Fokus. Das Hauptgeschäft mit unseren Water Dispensern findet in Nordamerika, UK, den nordischen Ländern und der Benelux-Region statt. Das hat vor allem etwas mit anderen Gewohnheiten und Rahmenbedingungen zu tun. Wir sehen allerdings auch eine steigende Bedeutung im deutschen Marktumfeld und halten das Thema perspektivisch für sehr interessant.“ „Wir beobachten diesen Trend sehr genau. Wenn die eigentliche Produktleistung dem Nutzer einen eindeutigen Mehrwert bietet und gleichzeitig die Anschaffungskosten in einem angemessenen Verhältnis stehen, werden solche und auch andere Systeme in Zukunft sicherlich stärkeren Einzug in die funktionale Küche halten. Schließlich gewinnt das Thema Convenience auch in der Küche

Mehr Einfluss bekommen auch so genannten Profi Armaturen in der Hobbyküche. Besonderes Merkmal ist eine große Spiralförmige Feder, die die Schlauchbrause führt und somit den Handlungsspielraum und den Bewegungsradius des Nutzers deutlich erhöht. Villeroy & Boch bietet diese Art der Armatur unter dem Namen Steel Expert in der Ausführung Edelstahl gebürstet. 30 | küche + architektur


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Fotos: Pyramis

KOMFOrt + design | Armaturen

„Den normalen Regeln einer Preispyramide folgend sind günstigere Armaturen stückzahlenmäßig ganz vorn. Dennoch entscheiden sich immer auch viele Kunden für Armaturen mit Besonderheiten: passende Farben zu Granitspülen, Unterfenster-Lösungen, Niederdruck-Armaturen, Edelstahlarmaturen oder schlicht und einfach für interessante Designs.“ Stephan Müller, Geschäftsführer Pyramis, www.pyramisgroup.de

Glasspüle CONCERTO (86x50) 1B 1D in schwarz mit der neuen Küchenarmatur MANDOLIN FUSION mit schwarzem Akzent von Pyramis.

zunehmend an Bedeutung“, zeigt sich Stefan Berroth, Hansgrohe SE, überzeugt. „Das gilt aber auch für die Option, Leitungswasser zu filtern“, ergänzt Francesco Montanaro, Franke. „Wir stellen fest, dass diese Möglichkeit bei den Verbrauchern immer beliebter wird. Die Vorzüge liegen auf der Hand, besserer Geschmack von Genussmitteln wie Tee und Kaffee, weniger Kalk oder Verunreinigung im Wasser und vor allem bekommt man frisches Wasser aus der Küchenarmatur.

Rundherum komfortabel: keine Wasser-Kästen mehr zu schleppen. Die Systeme sind bedienerfreundlich und sicher und nachhaltig sind sie obendrein.“ „Wasser in Deutschland zu filtern, halten wir für nicht notwendig. Zudem bieten namhafte Filter-Hersteller seit Jahrzehnten Produkte, mit denen man preisgünstig und einfach Trinkwasser zusätzlich filtern kann. Diese Methode ist für die deutschen Haushalte wesentlich attraktiver als eine kostenintensive

„Wir haben eine gesunde Mischung aus allen Küchenarmaturenserien und stellen weiterhin fest, dass unsere cleveren Erfindungen der ­letzten Jahrzehnte wie der Multianschluss, ein integriertes Ventil für die Wasch- oder Spülmaschine, Bajonettverschluss für die Unterfenstermontage, der S-Pointer zum Verstellen des Strahlwinkels, Teleskop-Auszug.usw. unseren Kunden die optimale Lösung für individuelle Wünsche bieten.“ Dogan Yalin – Head of Key Account Management Küche/OEM bei Kludi, www.kludi.com

Kludi Bingo Star 32 | küche + architektur

Küchenarmatur mit Filter zu kaufen. Ähnlich beurteilen wir auch die Notwendigkeit einer Heißwasserzapfstelle: Wasser wird in deutschen Haushalten sehr oft gekocht, keine Frage. Aber eine „Heißwasserzapfstelle“ mit knapp unter 100°C in einem Privathaushalt sieben Tage die Woche 24 Stunden parat zu haben, halten wir in der heutigen Zeit für nicht notwendig. Auch hier stünde der Preis nicht im Verhältnis zum Mehrwert“, äußert Dogan Yalin, Kludi, seine skeptische Beurteilung. „Auch wenn wir derzeit noch keine Lösung dieser Art anbieten können, glauben wir jedoch, dass gerade das Thema sofort kochendes Wasser zu zapfen, eine zunehmende Bedeutung hat. Während für die Filterung von Wasser eine Vielzahl auch mobiler oder nachrüstbarer Systeme zur Verfügung steht, sind die Vorteile kochenden Wassers aus der Küchenarmatur ohne Wartezeit bei einem adäquaten Bedarf des Haushaltes nicht von der Hand zu weisen“, betont dagegen Stephan Müller, Pyramis. Komfort und Ergonomie am wichtigsten Arbeitsbereich in der Küche sind ganz elementar. „Wir setzen bei unserer Produktentwicklung weiterhin auf innovative Konzepte, die den heutigen Nutzungsgewohnheiten und Ansprüchen nach Komfort entsprechen und für ergonomische Abläufe in der Küche sorgen“, betont Blanco-Produktmanager Michael Ebentheuer. Eine Kernaussage der Stephan Schulte, Francesco Montanaro, Thomas Kreitel, Bernhard Schonhoff, Daniel Hörnes, Christoph Erll, Michael Flormann, Dogan Yalin und Stephan Müller nur zustimmen können.


un dS pü len

Fo to

s: Sy ste m

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Küchen | Architektur + Trend

WeiSS, Schwarz oder Magnolie betonen bei Scope mit Handbrause dieses

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funktionelle Highlight.

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Für die Trendo Star mit Handbrause stehen neben Chrom sechs Farben für die Brause zur Wahl. Hier

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brause in Weiß mit der Spüle Mera in

To n

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Systemceram sind vielseitig und optimal abgestimmt

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Spülenprogramm und jede Situation am Vorbereitungs-

zentrum mit funktionellen Ausstattungsdetails wie Handbrausen, Teleskopauszügen etc. Mit der zur

Wahl stehenden Vielfalt bei Funktion und Form lässt sich jede Stilrichtung Die neue Fino mit herausziehbarem Auslauf in Bicolor-Chrom ist in sechs auf die Spülenfarben abgestimmten Tönen sowie klassisch in Chrom lieferbar.

stimmig abrunden. Ganz besonders gut gelingt das mit den auf die keramischen

Spülenfarben

abgestimmten Bicolorvarianten der Armaturen.

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Bei Scope kann der Ring unter dem Mischerhebel in Weiß, Schwarz oder Magnolie akzentuiert werden.

küche + architektur | 33


komfort + design | Abfallsysteme

Den PullboySoft-Comfort gibt es in zwei Varianten für jeweils drei verschiedene Schrankbreiten entweder mit einfach aufgelegtem Deckel (l.) oder mit Deckel-AuszugSystem (r.) als Ablagevariante inkl. Antirutschmatte. Mit dem neuen Comfort-Orga-Board wird der Stauraum

Fotos: Wesco

hier noch besser organisiert.

Komfort rund ums Spülzentrum Wesco Pullboy Soft – funktionell und vielseitig Es lohnt sich für den Endkunden und für den Küchenspezialisten, bei der Ausstattung des Vorbereitungszentrums den Abfallsammler nicht außer Acht zu lassen. Dem einen ermöglicht die Einplanung eine ­angenehme Organisation der täglichen Arbeitsabläufe rund um die Spüle, dem anderen erleichtern bewährte Systeme den Verkauf und die Montage. Wesco bedient mit dem Pullboy Soft Comfort beide Seiten.

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abei überzeugt das frontgebundene anthrazitfarbene System durch seine Flexibilität, denn es ist für 45er, 50er und 60er Schränke mit 16/19 mm starken Seitenwänden erhältlich. Mit einer Rahmentiefe von nur 330 mm (Schienen 435 mm) bleibt genug Raum für den Siphon, Ventile und Leitungen im Unterschrank. Die Vollauszugschienen Quadro V6 mit Selbsteinzug und Dämpfer machen die Bedienung komfortabel, wobei zusätzliche Auszugssicherungsstifte das versehentliche Herausziehen der Front mit dem RahZur Demonstration der einfachen Montage stehen Filme für beide Varianten zur Verfügung:

34 | küche + architektur

men verhindern. Noch mehr Bequemlichkeit verschafft ein optionaler Fußhebel, denn so kann die Einheit auch mit vollen Händen geöffnet werden. Und wer sich gegen die Version Pullboy Soft Comfort 1 mit fixiertem Deckel entscheidet und den Pullboy Soft Comfort 2 mit ausziehbarem Deckel entscheidet, der kann zudem leichter auf die dort abgelegten und durch eine Antirutschmatte gesicherten Utensilien zugreifen. Raffiniert dabei ist, dass bei der Montage des Deckel-Auszug-Systems auf den halben Schienen der bereits vorhandene Deckel zum Einsatz kommt und so Material und Montagezeit eingespart werden. Das neue Comfort-Orga-Board organisiert den Stauraum hier noch besser. Überhaupt die Montage: Sie erfolgt ganz einfach mittels einer Comfort-Plus-Metall-Einbauschablone, die bündig an den Seitenwänden angeschraubt wird. Nachdem die Auszugschienen an der vorgegebenen Position befestigt wurden, nur noch den Rahmen einhängen und fertig. An der Front wird der Winkel mit Schablone befestigt, die Tür eingehängt und dank einer 3D-Verstellung mit einem Maul/Ringschlüssel justiert. Mit dem Pullboy-Soft-Comfort stellt Wesco dem Markt ein weiteres im Hinblick auf rationelle Montage, hohen Gebrauchsnutzen und angenehme Bedienung gestaltetes System zur Verfügung, das Komfort www.wesco-kuechentechnik.de für alle erlebbar macht. 


Komfort + design

Ausstattung aus einer Hand Mit Naber die Vorbereitungszone gestalten Für das optimierte Zusammenspiel von Spüle, Armatur und Abfalltrennsystem und zur durchorganisierten Raumnutzung im Unterschrank stellt der Küchenzubehörspezialist Naber Küchenspezialisten und Einrichtern das reichhaltige Angebot der Produktfamilien Corno, Linea und Cox® bereit. Speziell bei Frontauszuglösungen werden durch die Kombination geschickt geplanter Innenausstattungselemente Bedienungsfreundlichkeit und Komfort erhöht.

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ür die Corno Einbauspülen aus Edelstahl mit ihrer puristische Formgebung, den engen Radien und der hochwertigen Materialität spricht ihr elegantes Gesamtdesign. Zudem überzeugen sie durch die zur Wahl stehenden Varianten ob als Auflage- (Modell Corno PR), Unterbau- (Modell Corno PU) oder flächenbündige Spüle (Modell Corno PF). Das Bild runden frei positioniert oder auf der Armaturenbank die chrom- und edelstahlfarbig lieferbaren Einhebelmischer aus dem Linea-Programm ab. Ästhetisch und funktional zeigen sie sich mit hohem Korpus, seitlichem Bedienhebel und einem 360° schwenkbaren langen Auslauf und erweitern so den Aktionsradius im Beckenbereich. Durch die Einbindung eines Frontauszug-Abfallsammlers der Modellreihe „Cox® Base“ wird die Vorbereitungszone zu einer kompakten Einheit. Montagefreundlich installierbar – auch unter tiefen Becken – bieten individuelle Behälterlösungen ausreichend Platz für den Abfall und seine ergonomische, hygienische und sortenreine Trennung. Schwebeleicht laufende Vollauszüge bringen die Behälter vor die Front und erlauben den Zugriff auf das gesamte Volumen. www.naber.de  Linea Barra (o.) mit ihrer charakteristischen geneigten Form hier frei positioniert über der Corno PU. Cox Base Abfallsammler (u.) und der Innenauszug Base Board mit reduzierter Rückwand für ein Mehr an Komfort im Spülenunterschrank. Corno PR als Einzelbecken ist sowohl mit als auch ohne Hahnbank erhältlich.

küche + architektur | 35


Fotos: Silverline

technik + komfort | Geräte

„Der beste Erfolgstrainer ist der Kunde“ Silverline – Vom No Name zum renommierten Haubenspezialisten

Wenn es um Hauben geht, ist Silverline nicht nur in Deutschland ein Begriff. Das inhabergeführte Unternehmen aus der Türkei hat es geschafft, sich innerhalb von nur zehn Jahren als einer der fünftgrößten Haubenhersteller Europas zu etablieren. Über 1,3 Millionen Hauben verlassen jährlich das Silverline Werk in Merzifon und gehen von dort aus in 73 Länder der Welt. Die deutsche Tochtergesellschaft Silverline Küchengeräte und Handel GmbH ist seit zwölf Jahren in Grevenbroich situiert und fungiert gleichzeitig als Europazentrale des aufstrebenden Herstellers.

Silverline Werk in Merzifon 36 | küche + architektur

Silverline Europazentrale in Grevenbroich, rechts Lager in Grevenbroich


Geräte | technik + komfort

Slide-Down Premium von Silverline (li.) – Durch Tastendruck fährt der außergewöhnliche, gewölbte Glasschirm beim Haubenbetrieb automatisch herunter und dient als Spritzschutz für die Rückwand beim Braten und Kochen. Die Kochdünste werden effektiv entlang der gebogenen Glasfront geleitet und von einem großflächigen Edelstahl-Filterelement erfasst. Im ausgeschalteten Zustand fährt der Glasschirm wieder hoch und verdeckt dezent den Filter. Ausgezeichnet u.a. mit dem Red Dot Award Product

Salih Acar, Vertriebsleiter Silverline, und Markus Hollbach, Marketingleiter Silverline

Design 2015.

S

ilverline-Vertriebsleiter Salih Acar und Markus Hollbach, Marketingleiter des Unternehmens, erläuterten uns anlässlich eines Interviews das Erfolgskonzept von Silverline, veranschaulichten, dass Kundennähe und Vision eine erfolgreiche Symbiose eingehen können. Herr Acar, es ist schon faszinierend, wie schnell sich Silverline am deutschen Markt etabliert hat. Immerhin hat Silverline heute über 10 Prozent Marktanteil im Haubensegment. Wie würden Sie Ihr Erfolgsrezept definieren? Salih Acar: Wenn es denn ein Rezept gibt, dann lautet unsere Devise: Fleiß und harte Arbeit oder, um unseren Geschäftsführer Herrn Murat Arslan zu zitieren: „Erfolg ist 1 Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration.“ Also nur 1 Prozent Inspiration? Das kann man kaum glauben, wenn man sich Ihre zahlreichen innovativen Hauben vor Augen hält! Salih Acar: Alle unsere Produkte entsprechen einer Gemeinschaftsentwicklung zwischen unseren Partnern im Fachhandel, unseren versierten Produktmanagern und Technikern und unserer hochmodernen und flexiblen Fertigung. Das heißt, Ihre Kunden entwickeln an Ihren Produkten wirklich mehr oder weniger mit? Salih Acar: Ja, die Zufriedenheit unserer Fachhandelpartner hat für uns oberste Priorität. Man sagt nicht umsonst, Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht! Aus diesem Grund betreuen wir unsere Kunden in Deutschland mit einem 20-köpfigen Außendienstteam. Jeder unserer Repräsentanten hört sich die Belange unserer Partner im Handel an, hält Optimierungspotenzial fest und nimmt kreativen Input auf. Markus Hollbach unterstreicht die Ausführungen des versierten Vertriebsleiters: All das, was wir dort erfahren, tragen wir zusammen, diskutieren es in unseren hausinternen Abteilungen und prüfen es auf die

Umsetzung hin. Unsere Stärke ist dabei insbesondere unsere flache Hierarchie, die es uns ermöglicht, schnell zu agieren und, wenn nötig, selbstverständlich auch zu reagieren. Durch den kontinuierlichen Kontakt zu unseren Kunden sind wir innovativer und schlagkräftiger und auf Grund unserer Struktur in der Lage, unsere Neuheiten schneller auf den Markt zu bringen als so mancher Großkonzern. Welchen Stellenwert hat der deutsche Markt für Silverline? Salih Acar: Nicht umsonst sitzt in Grevenbroich die Europa-Zentrale von Silverline. Den Großteil unserer Hauben vermarkten wir innerhalb Europas, und innerhalb Europas ist Deutschland unser wichtigster Markt. Danach folgt Russland, der Mittlere Osten, die USA und Australien. Markus Hollbach ergänzt: Geräte, die wir auf Anregungen unserer deutschen Kunden entwickelt haben, konnten wir auch in anderen Ländern erfolgreich vermarkten! Andere Länder, andere Sitten, bzw. Geschmäcker. Wirkt sich das auch auf das Design der Hauben aus? Salih Acar: Natürlich gehen wir mit einem Großteil unserer Hauben­ produktion auf die landesspezifischen Bedürfnisse ein. Design, Elek­ tronik und Bedienerführung können und müssen sogar manchmal differieren. Denn in vielen unserer Absatzmärkte sind wir auch klassischer OEM-Lieferant. D.h. wir produzieren Hauben für andere Hersteller, die diese unter ihrem Namen verkaufen. Dieses Geschäftsfeld stellt bis dato 50 Prozent unseres Gesamtumsatzes dar. Die andere Hälfte erwirtschaften wir mit der landesübergreifenden Vermarktung unserer eigenen Premiumprodukte unter dem Markennamen Silverline. Fertigen Sie Ihre Hauben alle selbst oder kaufen Sie auch zu? Salih Acar: Hergestellt werden alle Produkte ausschließlich in unserer eigenen Fertigung. Zugekauft werden nur Rohstoffe wie Edelstahl oder auch elektronische Komponenten. Seit drei Jahren betreibt Silverline sogar ein eigenes Glaswerk, so dass wir auch die Gläser für unsere Hauben in Eigenproduktion herstellen können. küche + architektur | 37


technik + komfort | Geräte

„Pop-Out Premium“ Für maximale Effizienz bei der Erfassung von Kochwrasen fährt die Randabsaugungsplatte durch Schalten in eine höhere Leistungsstufe automatisch weiter heraus und vergrößert so die Absaugfläche.

Kunden in Deutschland, sondern auch die Hauben für die Märkte in Belgien, Niederlande, Luxemburg, Schweiz, und Österreich. Des Weiteren unterhält Silverline ein Pufferlager in der Türkei. Und bei Stoßzeiten bedienen wir uns der Lager von Speditionen. Und, sollte ein Produkt wirklich nicht mehr vorrätig sein, was bei einer Lieferfähigkeit von 98 Prozent durch unser Lager in Grevenbroich eher selten vorkommt, dauert es gerade einmal sieben Tage, bis der LKW die Hauben vom Werk zu uns nach Deutschland bringt. Ist es im Vergleich zu Vollsortimentern eigentlich ein Nachteil, sich einzig und allein auf Hauben spezialisiert zu haben? Salih Acar: Nein, es ist ein Vorteil, denn wir leben nach dem Prinzip „Schuster bleib’ bei deinen Leisten“ und haben uns mit entsprechendem Detailwissen bereits als Spezialanbieter bewiesen. Unterstützt haben uns dabei auch zahlreiche Gespräche mit Monteuren, deren Anregungen wesentlich dazu beigetragen haben, unsere Produkte in puncto Montagefreundlichkeit zu optimieren. Diese Gespräche führe ich im Übrigen sehr gerne auch selbst, da man hier vieles dazulernen kann. Markus Hollbach: Das alles trägt dazu bei, dass wir unsere Kunden entsprechend beraten können, wie sie auch in einem problematischeren Umfeld Hauben funktionsfähig einbauen können. Und sollte etwas nicht funktionieren, ist unser Team in der Lage, sofort und kompetent Abhilfe zu schaffen. Die heutige Zeit steht im Zeichen der Vernetzung. Das gilt nicht nur für den zwischenmenschlichen Informationstransfer sondern auch für Themen wie Smart Home. Verfügen Ihre Hauben bereits über offene Schnittstellen? Salih Acar: Auch hier beobachten wir den Markt und setzen uns explizit mit der Meinung und den Wünschen unserer Kunden auseinander. Im Moment hat das Thema nicht die höchste Priorität, dennoch arbeiten auch wir an der Vernetzbarkeit unserer Geräte und setzen uns selbstverständlich auch mit Themen wie Connectivity auseinander. Den Fokus legen wir jedoch in erster Linie auf den Faktor Funktionalität. Wichtig ist, dass unserer Haubendesign dem Zeitgeist entspricht und natürlich dass die Geräte bedienerfreundlich sind und effizient arbeiten. Gelungen ist uns dies u.a. mit unseren kopffreien Haubenlösungen, die sich zu wahren Bestsellern entwickelt haben. Ein wichtiges Thema für Ihre Kunden ist mit Sicherheit auch die Verfügbarkeit Ihrer Produkte. Wie können Sie diese gewährleisten? Salih Acar: Zum einen haben wir natürlich eine entsprechende Lagerfläche, nämlich von 6000 Quadratmetern in unserem Zentrallager in Grevenbroich. Hier lagern im Übrigen nicht nur Produkte für unsere 38 | küche + architektur

Schnelle Lieferung ist das eine, die rasche Hilfestellung, sollte ein Gerät nicht funktionieren, das andere. Seit 2009 bieten Sie einen bundesweit agierenden eigenen Kundendienst an. Hat sich dieser Invest bewährt? Markus Hollbach: Auf jeden Fall! Wie gesagt: Unser höchstes Gut liegt in der Zufriedenheit unserer Kunden. Wir arbeiten bundesweit flächendeckend mit über 120 Kundendienstpartnern zusammen, die in einem Radius von 30 Kilometer agieren – also auch dem Verbraucher schnell Hilfestellung leisten können. Unterstützt werden sie dabei durch eine schnelle Versorgung mit den entsprechenden Ersatzteilen. Diese gehen mit Eingang der Reklamationsmeldung direkt an den zuständigen Kundendiensttechniker. Von Seiten der Endverbraucher haben wir bis dato positive Rückmeldungen darauf bekommen. Und uns erlaubt diese Vorgehensweise, die Fehlerquellen zeitnah zu erkennen, diese zu clustern und sie schnell zu beheben. Es vergeht mittlerweile kein Jahr, in dem nicht mindestens eine Ihrer Hauben mit einem Design-Preis ausgezeichnet wird. Aktuell wurden Ihre Produkte sogar vom Rat für Formgebung mit dem internationalen Premiumpreis German Design Award 2016 ausgezeichnet. Was bedeuten diese Awards für Silverline als Unternehmen und für Sie als Vertriebschef? Salih Acar: Wir arbeiten seit Jahren an einer kontinuierlichen Steigerung unserer Designkompetenz. Viele unserer Modelle haben wir in Grevenbroich entwickelt. Die hohe Anzahl der Auszeichnungen bestätigt uns, dass sich unsere Entwicklungsarbeit ausgezahlt hat. Mit den jüngsten Awards z.B. dem German Design Award 2016, Reddot Design Award, iF Design- Award oder dem Plus X Award „Bestes Produkt des Jahres 2016/17“ für die Flow-In heben unabhängige und renommierte Design-Jurys unser hohes Qualitäts- und Designversprechen hervor. Wir nutzen das selbstverständlich für unsere Marketing-Kommunikation. Auch unsere Handelspartner wissen die Awards zu schätzen und argumentieren entsprechend im Verkauf. Denn der Hinweis auf die gewonnenen Designpreise ist letztlich eine Bestätigung für den Endkunden, einen guten Kauf getätigt zu haben. Insofern haben die Auszeichnungen einen sehr hohen Stellenwert für uns.


Geräte | technik + komfort

Markus Hollbach: Heute bewegen wir uns mit Silverline im Preissegment der unteren bis gehobenen Mitte und können mit 350 Varianten aufwarten. Ein vielfältiges Spektrum, das kontinuierlich optimiert, überarbeitet und ergänzt wird. Salih Acar ergänzt: Jeder von uns ist stolz darauf, zu dem internen kreativen Team von Silverline zu gehören, das diese Geräte mitgeprägt hat. Markus Hollbach: Selbstverständlich zeigen wir diese Erfolge auch gerne, wir versehen unser Kataloge und Preislisten mit den Logos, ebenso wie unsere Kartonagen oder Poster und machen im Internet auf die Auszeichnungen aufmerksam. Letztendlich dienen diese Awards auch der Vertrauensbildung zwischen unseren Handelspartnern und uns, aber auch bei den Verbrauchern. Für die kopffreie Wandhaube „PopOut Premium“ – mit ihrer herausfahrbaren Glasplatte und Randabsaugung erhielten wir den German Design Award 2016. Unsere neueste Entwicklung, die 2-in-1-Lösung „Flow-In“, das Induktionskochfeld mit integriertem Dunstabzug nach unten, wurde von der Experten-Jury des Plus X Award mit dem Siegel für die Besten der Besten als „Bestes Produkt des Jahres 2016/17“ ausgezeichnet. Um nur unsere diesjährigen Auszeichnungen zu nennen. Mit Ihrem Projekt „Culture meets Innovation“ gehen Sie sogar noch über die hauseigene Entwicklung von Produkten hinaus. Markus Hollbach: Durchaus! Wir wollen einfach einmal neue Wege in der Produktentwicklung gehen. Unser Ziel ist es, hier eine Plattform für den interdisziplinären Austausch zwischen der Hausgeräteindustrie, den Küchenmöbelherstellern, dem Küchenfachhandel und kreativen Querdenkern und Künstlern zu schaffen, um gemeinsam eine neue Form der Küchenkultur entstehen zu lassen. Bei diesem Projekt

wollen wir Vordenker und Freigeister zum interkulturellen Austausch ermutigen, um neue Impulse für die Produktentwicklung zu gewinnen. Bisher arbeiten Sie u.a. mit Professor Marc Hassenzahl, Dr. Matthias Laschke, und Dipl.-Designer Kai Eckoldt von der Folkwang-Universität, mit Dipl.-Ing. Innenarchitekt Designer Udo Hasenbein, Büro für Innenarchitektur und Design, usw. Wollen Sie dieses Netzwerk noch weiter ausbauen? Markus Hollbach: Auf jeden Fall. Wir möchten natürlich noch mehr Kreative aus den Bereichen Kunst, Design, Musik und Literatur hinzugewinnen. Und neben der Zusammenarbeit mit Hochschulen möchten wir natürlich auch Visionäre aus der Küchenmöbel- und Hausgeräte-Industrie sowie aus Gewerke übergreifenden Sparten für eine Teilnahme an dem Projekt begeistern. Ein weiterer Step ist dann die Organisation von Workshops mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Philosophie und Medien. Salih Acar: Das Projekt ist erst am Anfang. Unser Ziel ist es, das Projekt weiter zu entwickeln und die Ergebnisse sukzessive dem Markt zu präsentieren. Markus Hollbach: Wir haben uns, was „Culture meets Innovation“ anbelangt, keiner zeitlichen Begrenzung unterworfen. Vielmehr ist es spannend zu sehen, in welche Richtung sich diese Plattform weiterentwickelt und welche der hier entstehenden neuen Ideen wir heute und morgen mit in die Fertigung einbinden können. Vielleicht können wir bereits im September unsere neuesten Erkenntnisse zeigen. Herr Acar, Herr Hollbach, wir danken Ihnen für das informative Gespräch und wünschen Ihnen auch weiterhin viel Erfolg! www.silverline24.de 

Das SILVERLINE Prinzip, die Konzeption von Küchenprodukten am Menschen und seiner tagtäglichen Nutzung in der Praxis zu orientieren, zeigt sich auch in der Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeiten von FLOW-IN (u.): Dieses neuartige Konzept eignet sich nicht nur für herkömmliche Küchenzeilen, sondern auch besonders für Wohnküchen mit Kochinseln, in denen keine traditionelle Dunstabzugshaube eingesetzt werden soll. Ausgezeichnet vom Plus X Award als Bestes Produkt des Jahres 2016/17.

küche + architektur | 39


Fotos: Alno

Schiebetüren – designstark, flexibel und komfortabel Erkenntnis der Kooperation von Alno und Hettich

Der Schiebetürbeschlag

Durch Verschieben von Türen entstehen immer wieder neue Looks aus

SlideLine M überzeugt durch

offenen und geschlossenen Möbeln. Zudem erweisen sich Schiebetür-

sein formschönes Profil, die unsichtbare Dämpfung und werkzeuglose Schnellmontage. Ein sogenannter Wobbler macht im Handel auf die Neuheit im Oberschrank aufmerksam.

Argumentationskarten sollen dem Endkunden die Vorteile der neuen Design­option für den Oberschrank vermitteln.

40 | küche + architektur

elemente als absolut funktional und komfortabel. Sie garantieren Kopffreiheit, Übersicht und schnellen Zugriff. Beispiele dafür zeigt Alno in den aktuellen Küchen, die mit dem Schiebetürsystem SlideLine M von Hettich ausgestattet sind.

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urch den geringen Profilausbau passt sich das einbahnige, unten laufende Schiebetürsystem an das edle Design einer Küche an. Die Türen öffnen sich spielend leicht und schließen durch die integrierte, unsichtbare Dämpfung Silent System sanft und leise. Zudem lässt sich SlideLine M komfortabel und werkzeuglos durch nur eine Person am aufgebauten Möbel montieren und überzeugt durch zuverlässige Qualität, eine lange Lebensdauer und ein hervorragendes Laufverhalten. Die positiven Reaktionen der Alno-Außendienstmitarbeiter auf die zur Produkteinführung veranstalteten gemeinsamen Produktschulungen sprechen für sich. Überzeugt vom Erfolg des innovativen Schiebetürsystems entwickelten die beiden Kooperationspartner Alno und Hettich sogar gemeinsam individuelle Verkaufsförderungsmaterialien wie Displays, Argumentationskarten und „Wobbler“. Durch die Zusammenarbeit der beiden Firmen sind viele kreative Ideen entstanden, SlideLine M als Gestaltungselement in Ober- und Unterschränken einzusetzen. Die gemeinsamen Marketingaktivitäten tragen dazu bei, die vielen guten Argumente für den Schiebetürbeschlag über den Handel bis zum Endkunden zu kommunizieren und letztlich den Verkauf von wertigen Küchen zu fördern. www.alno.de · www.hettich.com Weitere Informationen und interessante Planungsideen unter:


Geräte | technik + komfort

Keine Kompromisse bei Funktion, Effizienz und Design

Geschirrspüler von Grundig

Mit effizienten, innovativen Ideen auch für Kücheneinbaugeräten mit zeitlosem Design und umweltschonendem Verbrauch stellt sich Grundig als Vollsortimenter dem Markt. Beispielhaft dafür steht der Geschirrspüler GNI 41823 X, der mit einem Wasserverbrauch von nur 5,5 Litern pro Spülgang ein echter EcoChamp ist.

D

er EcoChamp 5,5-Liter-Geschirrspüler kombiniert Sparsamkeit mit perfekten Spülergebnissen durch den bürstenlosen Inverter EcoMotor mit variabler Geschwindigkeit für unterschiedlich starke Wasserdrucke. Nicht nur Wasser wird damit sparsam eingesetzt, sondern auch der Energieverbrauch ist so niedrig, dass das Gerät mit der Energieeffizienzklasse A++ ausgezeichnet ist. Zum ausgeklügelten Programmspektrum zählt u. a. die Automatik: Das Sensormanagementsystem erkennt sowohl die Geschirrmenge als auch den Verschmutzungsgrad des Geschirrs und wählt automatisch das passende Spülprogramm aus – für minimalen Wasser- und Stromverbrauch. Der verwendete niedrige Wasserdruck für leicht verschmutztes Geschirr verringert außerdem den Geräuschpegel. Und gleich welcher Reiniger verwendet wird – innovative Sensoren erkennen automatisch die notwendigen Einstellungen für das bestmögliche Reinigungsergebnis und passen sie entsprechend an. Eine Entwicklung, die im GNI 41823 X, dem integrierbaren Gerät und in seinen freistehenden, vollintegrierten und untergebauten Varianten zur Hygiene beiträgt, ist das besondere Selbstreinigungssystem des Filters. Es entfernt durch regelmäßiges Ausspülen des Filter-Innenbereichs Speisereste und verhindert Geruchsbildung. So verlängert sich das Reinigungsintervall des Filters um bis zu zwölf Monate und ein konstant hohes Reinigungsergebnis ist garantiert, denn verschmutzte Filter beeinträchtigen die Spülfunktion. Überhaupt gilt der Hygiene ein besonderes Augenmerk. Dazu gehört Hygiene Care, das die Wassertemperatur für 36 Minuten über 65 °C erhöht und so 99,9999 % aller Bakterien abtötet, getestet vom deutschen TRLPLabor (TÜV Rheinland LGA Products GmbH), die Spezialbeschichtung der antibakteriellen Türdichtung und das Programm Extra Spülen mit einem weiteren Spülgang mit klarem Wasser zum gewählten Spülprogramm. Das Text-LC-Display mit Sensortasten sieht nicht nur gut aus, es trägt wesentlich zum Bedienkomfort bei, wie auch das dämpfend gelagerte Schienensystem mit dem sich der Korb leichter bewegen lässt, so dass klapperndes Geschirr vermieden wird und die Geräte wohnraumtaugwww.grundig.de lich werden. 

küche + architektur | 41


Handel + Markt

Authentische Referenz schlägt digitale Information Stefan Waldenmaier, Vorstandsvorsitzender Leicht Küchen AG, zum Thema Digitalisierung

Die Digitalisierung verändert unser Leben – auf gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher Ebene. Das Einkaufen im Internet wandelt sich: Smartphones und Tablets werden immer häufiger beim Online-Shopping genutzt und die Anbieter müssen dieser Entwicklung folgen, um nicht ausgebootet zu werden. Gerade im Mobile Commerce gibt es mitunter jedoch völlig unterschiedliche Ausprägungen beim Nutzungsverhalten, so dass Hersteller und Fachgeschäfte im Marketing- und Vertriebsbereich vor einer schwierigen Aufgabe stehen. Der Fachhandel muss genau ermitteln, welche Trends sich durchsetzen werden und in welche Felder in­ vestiert werden soll.

„D

er Onlinehandel birgt für Handel und Industrie Chancen und Risiken zugleich“, analysiert Stefan Waldenmaier. Allerdings, so betont der versierte Marketingstratege, solle man diesen Vertriebsweg speziell für die Warengruppe „Küche“ nicht überbewerten. „Wenn wir einen Blick zurück in die Jahre 2012, 2013 und 2014 werfen, als die verschiedensten Onlineanbieter für Möbel und auch spezifisch nur für Küche auf den Markt kamen, und deren damalige Prognosen mit dem Wissen von heute vergleichen, dann stellt sich die Realität ganz anders dar als prophezeit“, resümiert er. Die prognostizierten hohen Zuwachsraten, die üppigen Marktanteile und schier grenzenlosen Wachstumspotenziale blieben nahezu ausschließlich Produkten mit einer hohen Konsumfrequenz, wie Audiotechnik, Videoprodukte usw. vorbehalten. „Bei der Online-Vermarktung des Gesamtprodukts Küche jedoch scheint es vielmehr, dass die entsprechenden Verkaufsportale über bestimmte Volumen, bzw. bestimmte Angebotsformen nicht hinaus gekommen sind und auch künftig nicht werden. Diese ausschließ­lichen Verkaufsportale arbeiten mit einem definierten Lieferantenspektrum, agieren zum Teil mit bundesweit verfügbaren Verkaufsberatern und bieten auch Logistik und Montage an.“ Doch diese Portale können kein oder nur ein sehr eingeschränktes Produkterlebnis liefern. Im Vergleich zum stationäre Fachhandelsgeschäft wird das Geschäft ­nahezu anonym abgewickelt, den Ansprechpartner gibt es eher nur über das Telefon. Das Gefühl der Sicherheit beim Kauf für dieses langlebige Investitionsgut fehlt.“ Der Küchenspezialist wisse am besten, was es bedeutet, ein individuelles Produkt zu beraten, zu planen, abzuwickeln und zu montieren. Eine Gefahr für das Küchenfachgeschäft, so die Bilanz von Stefan Waldenmaier, „wird sich in absehbarer Zeit hier aber nicht einstellen.

42 | küche + architektur

Das Produkt Einbauküche“ so betont er, „ist zu komplex“, und er zieht das Fazit: „Produkte mit Full-Service lassen sich nur sehr schwer über den Call-Center abwickeln.“ Wanted: das digital, analoge Fachgeschäft Künftig gelte es, den Kunden über die eigene attraktive Website auf sich aufmerksam zu machen und ihn so zu einem Besuch des Fachgeschäfts zu bewegen. Trotz der Vorzüge des Online-Handels möchten Verbraucher nicht auf das Einkaufserlebnis im Geschäft verzichten. Er will die Ware fühlen, er will sie sehen, er will sie, im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“. „Jedoch recherchieren neun von zehn Konsumenten zuerst Produktinformationen im Internet, bevor sie die Waren im stationären Einzelhandel kaufen“, zitiert Stefan Waldenmaier eine aktuelle Studie von DigitasLBi, eine der führenden, globalen Marketing- und Technologieagenturen. „Hier werden Vorentscheidungen über Marke, Produkt und Händler getroffen. Fast 2 Mio. Bürger haben im 1. Quartal 2016 bei Google nach Informationen rund um die ­Küche gesucht. Das sind Menschen, die ein sehr ernstes Interesse am Küchenkauf bekunden. Also gilt es, den Verbraucher hier ent­ sprechend mit zielführenden Informationen zu versorgen, was auf völlig unterschiedliche Weisen möglich ist. Da gibt es zum einen: klassische neutrale Küchen-Online Akquiseportale Im Internet ganz einfach das Schlagwort „Küche kaufen“ eingeben und schon findet der Konsument eines dieser Portale. Auf den Endkunden wirken sie sehr neutral. Man erhält Basisinformationen zum Produkt Küche, bekommt vielleicht noch eine verlockend preisgünstige in Aussicht gestellt. Der Kunde beantwortet dann einige Filterfragen bis hin zur Angabe von E-Mail Adresse und Telefonnummer und


Handel + Markt

erhält dann in der Folge einen Anruf aus dem Call-Center, mit weiteren Fragen und der Nennung von mehreren Händlern in seiner Region. Dieser grundsätzlich zielführende Ansatz hat jedoch auch Nachteile: Zum einen wird die Adresse des potenziellen Käufers oft mehreren Händlern zugeführt. Der Kunde wird daraufhin höchstwahrscheinlich gleich mehrfach und von unterschiedlichen Geschäften kontaktiert. Die Möglichkeit, dass er dann etwas genervt reagiert, ist entsprechend hoch. Zudem kann er sich erst dann über ein entsprechendes Geschäft informieren, wenn er die ersten Hürden der Befragung ­überschritten hat. Online Portale des Handels Die Kombination aus der Akquise potenzieller Endkunden im Internet, dem Online-Verkauf und dem stationären Fachhandel wird zunehmend von großen Händlern wie zum Beispiel Ikea oder anderen großen Möbelhäusern realisiert und mit entsprechenden Investitionen gefördert. Hier nimmt der Handel die Kundengewinnung in eigene Hände und hat den potenziellen Konsumenten für sich alleine. Sicherlich auch aufgrund dieser umfassenden Konzeption und anderen Aktivitäten ist der Suchbegriff „Ikea Küchen“ mit fast 75 % der am meisten eingegebene Suchbegriff bei Google und steht damit sogar noch vor dem Gattungsbegriff „Küche“. Die Schweden greifen also schon 75% der ersten Suchoptionen ab.“ Wird dort gefunden, was gesucht wurde, sei die Sache gelaufen. Ist der Interessent nicht zufrieden, suche er sich ein anderes virtuelles Geschäft. Von besonderer Bedeutung werde sicherlich der Aufbau der sich derzeit in der Testphase befindlichen Ikea Küchenstudios sein. Dabei handelt es sich um reine Küchenstudios, die online werben, im Geschäft die Ware zeigen und dem Kunden die Möglichkeit geben entweder zuhause online zu planen und so zu kaufen oder zuhause on­ line zu planen, im Studio beraten zu werden und dort zu kaufen usw. „Man darf sicherlich sagen“, stellt Stefan Waldenmaier fest, „dass dieser Ansatz aktuell zu den umfassendsten Konzepten gehört und wegweisend ist. Denn dieser Ansatz vereint ein enormes Potenzial der Kundenakquise via Internet, stationäre Präsentation, das Einkaufs­ erlebnis vor Ort, flächendeckende Verfügbarkeit und Durchgängigkeit in der Erscheinung der Marke. Ein Ansatz der authentisch ist und daher Sicherheit und Vertrauen schafft.“ Küchenmöbelindustrie, die Konsumenten akquiriert „Es sollte natürlich im Eigeninteresse der Industrie liegen, durch ­adäquate Aktivitäten die Marke oder das Unternehmen perfekt zu ­inszenieren und für Begeisterung beim Konsumenten zu sorgen, um das Interesse in Frequenz für die kooperierenden Geschäftspartner und damit für Nachfrage nach ihren Produkten zu sorgen,“ verweist der Branchenkenner auf seine eigene Erfahrung. „Dabei ist es grundsätzlich unerheblich, ob es sich um eine klassische Marke handelt, die online für das Markenunternehmen wirbt und informiert und potenzielle Konsumenten dem Handel zuführt, oder ob es sich um eine der vielen Handelsmarken handelt. Entscheidend ist die Qualität der Onlinepräsenz, die einfache Offenlegung der Händleradressen und die zuvor genannte authentische Wirkungskette, die Durchgängigkeit im Erscheinungsbild vom Hersteller zum Händler. Es obliegt vor allem dem regionalen Küchenfachhandel für eine adäquate Präsenz im Internet zu sorgen, die so gestaltet ist, dass sie auf der ersten Trefferseite von Google genannt wird“, mahnt der Stratege. Im Jahr 2016 gebe es unsagbar viele Homepages, deren Technik, In-

halt, Struktur so stark veraltet sind, dass sie von Google ans Ende der Suchergebnisse gesetzt werden und damit sind sie auch für den Suchenden nahezu nicht vorhanden. Damit dies nicht geschieht, sollte jede Homepage auf dem neuesten technischen Standard sein, d. h. auch responsiv. Sie sollte über ein modernes Content-Management verfügen und Inhalte und Seiten sollten regelmäßig geändert oder ergänzt werden. Auf diese Weise kann das Ranking bei Google verbessert werden. Stefan Waldenmaier weiß, wovon er spricht. Er und sein Team haben für Leicht eine Homepage erstellt, die im 1. Quartal 2016 Zugriffe von 280 000 Besuchern generiert hat. Daraus ergaben sich im Inland rund 30.000 Suchanfragen nach Händlern. „Unter anderem deshalb haben wir uns vor zwei Jahren entschlossen, unseren Handelspartnern ein modernes Internet-Template anzu­ bieten, das auf unsere Homepage perfekt abgestimmt ist. In diesem, sagen wir „Systemverbund“, erhöhen wir automatisch die Treffer­ qualität bei der Google-Suche des Handelspartners“, stellt er fest. Flankiert werden diese Maßnahmen u.a. durch gezielte Aktivitäten und Kampagnen in den so genannten sozialen Netzwerken. „Facebook ist z.B. für uns ein wichtiger Baustein im gesamten Online-Gebilde. Es ist ein schnelles Medium, es ist einfach zu bedienen, kostet ein kalkulierbares Geld und hat hohe Dynamik“, weiß Stefan Waldenmaier aus Erfahrung und die Frequenz gibt ihm Recht: „Die durch unsere Maßnahmen erreichte kumulierte Reichweite, also die Summe aller Personen, die wir im 1. Quartal 2016 erreicht und mit unserer Botschaft versorgt haben, liegt europaweit bei 6,2 Mio. Menschen. Und das ist nur ein Teil dessen, was läuft.“ Der moderne Hochwertkunde kommt über das Netz und das mobil! „So kommen beispielsweise 85 % unserer Besucher über mobile Endgeräte auf unsere Plattformen und davon fast 75 % über iOS, Apple“, schildert er seine Erkenntnisse. „Wenn wir nun das betrachten, was ich eben von meiner Seite über das Unternehmen ausgeführt habe, das ich verantworte, dann gilt dies analog für jedes regionale Fachgeschäft. Jeder Küchenspezialist sollte ebenfalls über eine zielführende Internetpräsenz verfügen, soziale Netzwerke wie facebook, Instagram oder Pinterest oder die Plattform houzz nutzen und über eine regelmäßige, smarte Online-Kampagne nachdenken in Ergänzung zur klassischen Werbung.“ „Big Data umgibt uns schon lange … … die Spuren, die wir täglich im Internet hinterlassen, helfen anderen, etwas über uns in Erfahrung zu bringen, aber sie helfen auch uns bei unseren Vorhaben. Ist es uns als Industrie und Ihnen als Handel erfolgreich gelungen diesen potenziellen Kunden zu interessieren, dann hat er es verdient, dass die im Vorfeld geschaffene Grundbegeisterung weitergeführt wird. Dann ist die Leistung jedes einzelnen Küchenfachgeschäfts gefordert, ihn nicht allein zu lassen und das Ganze für alle Beteiligten zum Erfolg zu führen. Das Produkt Küche ist ein wunderschönes Produkt“, davon ist Stefan Waldenmaier überzeugt. „Es lässt Räume entstehen und sich entfalten, es bietet Raum für Kommunikation und Leben, es hat repräsentativen Charakter und dokumentiert das Wertegefühl der Menschen. Geschieht dies alles zur Zufriedenheit der Kunden, dann hat der ­Küchenfachhandel mehr erreicht als jede noch so geniale Kampagne im Internet. Denn nichts ist überzeugender als eine authentische ­Referenz. Und dann schlägt die analoge Welt die digitale Welt.“ küche + architektur | 43


Handel + markt | Der Kreis

Kundenorientiert, kompetent und konsequent

Der Kreis-Mitgliedshäuser stellen neuen Umsatzrekord auf

Tag für Tag beweisen mittelständische Fachhändler aus den Bereichen Küche, Bad-, Heizungs- und Innenausbau ihre Leistungsfähigkeit als effiziente und zuverlässige Versorger für private Bauherren, Renovierer und Sanierer. Ihr Erfolg ist die Bilanz ihrer Kompetenz und ihres kundenorientierten Dienstleistungsspektrums, aber auch ihre Stärken in einer Gemeinschaft wie Der Kreis zu bündeln, trägt mit dazu bei. In Kombina­tion mit dem positiven konjunkturellen Umfeld ist es dem Leonberger Systemverbund erneut gelungen, das beste Geschäftsjahr seiner Geschichte zu erzielen. 44 | küche + architektur

W

ie Ernst-Martin Schaible, geschäftsführender Gesellschafter des Systemverbunds, bekanntgab, erwirtschafteten Küchenspezialisten, Bad- und Heizungsprofis sowie Creative Partner im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 3,196 Mrd. Euro. Dabei lag der Umsatzanteil der Mitglieder der in neun Ländern in Europa agierenden Küchenspezialisten und der Badspezialisten (ohne Creative Partner) bei 2,406 Mrd. Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 9,84 Prozent entspricht. Chapeau für diese Gesamtleistung, die sich auch im Durchschnittswert der geplanten Küchen widerspiegelt! Denn der ist nicht nur im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent gestiegen, sondern liegt bei sage und schreibe 12.204 Euro und damit um fast 50 Prozent über dem ermittelten Branchendurchschnitt von 6.439 Euro. Dabei, so präzisierte Ernst-Martin Schaible seine Ausführungen, habe sich der Holzanteil mit rund 47 Prozent als größter Umsatzträger dargestellt, gefolgt von Geräten mit rund 42 Prozent und Spülen nebst Zubehör von rund 12 Prozent. Auf alle F��lle unterstreicht jedoch der von den Der Kreis Küchenspezialisten erreichte deutliche Zuwachs die Bedeutung von individuell geplanten, hochwertigen Küchen für die Endverbraucher und untermauert gleichzeitig den Trend, dass verstärkt im oberen Qualitäts- und Preissegment sowie in der qualitätsbewussten Mitte investiert wird. Das belegen auch die Marktanalysen, nach denen der Wert je verkaufter Küche deutlich höher gestiegen ist als die Menge der verkauften Küchen. Zudem dokumentiert das stabile Mitgliederwachstum die gesunde, organische Gesamtentwick­ lung des Systemverbunds. Sowohl Einkaufskonditionen als auch das Angebot an bedarfsgerechten, individuellen Dienstleistungen und Marketingkonzepten haben mit dazu beigetragen, zehn weitere Mitgliedshäuser von einer Mitgliedschaft bei Der Kreis zu überzeugen. Dementsprechend erhöhte sich die Anzahl der europäischen Mitglieder von 2.822 auf aktuell 2.832. Dazu zählen auch die mittlerweile 115 Varia-Franchise-Partner, die zu zwei Dritteln in


Der Kreis | Handel + markt

Deutschland und zu einem Drittel in Südosteuropa situiert sind. Der Durchschnittswert der verkauften Küchen liegt hier mit 14.038 Euro sogar noch etwas höher, was auch die hohe Beratungskompetenz der Varia-Partner unterstreicht. „Wir setzen unseren Expansionskurs auch in 2016 weiter fort und freuen uns auf neue Partner“, betonte Walter Greil, Geschäftsführer von Varia, und wies sogleich auf die fünf bereits bestehenden Vorverträge mit Existenzgründern hin. Kundenorientierte Kampagnen Auch die von Der Kreis lancierte Kampagne „Deutschland baut um“, die auf dem kooperativen Netzwerk von Mitgliedshäusern der Bereiche Küche, Bad und Creative Partner basiert, hat zum Erfolg der Verbundgruppe beigetragen. „Mittlerweile“, so Ernst-Martin Schaible stolz, „ist die Anzahl der „DBU“-Partner auf über 250 gestiegen.“ Allen voran 159 Küchenprofis haben sich mittlerweile 34 Badprofis, 37 Schreinereien und 23 Fensterbauer der Kampagne angeschlossen. Der Erfolg dieses Kompetenznetzwerks ermutigt den Systemverbund über einen länderübergreifenden Ausbau der Kampagne nachzudenken, z.B. in Österreich und der Schweiz. Die ersten Beratertage, die DBU-Partner in Deutschland gemeinsam veranstaltet haben, mobilisierten durchschnittlich 350 Endverbraucher, sich über das Angebot des Netzwerks sowie durch Fachvorträge über aktuelle Themen wie Energieeinsparung durch energetische Sanierungen zu informieren. Ein wichtiger Bestandteil zur Bekanntmachung von „Deutschland baut um“ ist die Zusammenarbeit mit Publikumsmedien für Endverbraucher, die sich stark für die Themenfelder Renovierung und Modernisierung und Neubau interessieren. Neben der Kundenzeitschrift der Bausparkasse Schwäbisch Hall „Wohnglück“ arbeitet Der Kreis eng mit den EndverbraucherTiteln „Althaus modernisieren“, „Bauen & renovieren“, „Bauen“ sowie den frequenzstarken Internet-Domains und Newsletters von „renovieren.de“ und „bautipps.de“ zusammen. In den Medien werden redaktionelle Inhalte zu dem Themenumfeld Modernisieren und Renovieren veröffentlicht, die die Gewerke übergreifende Kompetenz des Konzeptes und der regionalen Partner darstellt. Zudem haben die DBU-Partner die Gelegenheit, ausgewählte und hochwertige von ihnen durchgeführte Umbaubeispiele in einem der Medien zu veröffentlichen, was den Vorteil bietet, mit Interessenten und potentiellen Kunden in Kontakt zu treten. Erweitert wurde die Medienpalette um die Kooperation mit der bekannten Zeitschrift „Schöner Wohnen“, in der Anzeigen und PR-Berichte an Renovierungsthemen interessierte Leser auf „Deutschland baut um“ aufmerksam machen werden.

Ernst-Martin Schaible, ­geschäftsführender Gesellschafter des Systemverbunds Der Kreis, und Oliver Strelow, Der Kreis Ge­schäftsführer Vertrieb und Marketing

küche + architektur | 45


Handel + markt | Der Kreis

Dr. Peter Tauber (o.), General­ sekretär der CDU und Mitglied des Deutschen Bundestages, zum Thema Herausforderung für den Mittelstand in Deutschland. Demographie, Globalisierung und Digitalisierung. Sein Motto: „Wenn wir bewahren wollen, was wir haben, werden wir verändern müssen.“ Stefan Waldenmaiers (u.) Vortrag über die „Herausforderungen der Kü­chenmöbelindustrie und des Handels vor dem Hintergrund der Digitalisierung“, sorgte für Denkanstöße (s. S. 42)

Der Top-Speaker Ralph Goldschmidt (o.)

Der Entertainer und Parodist Jörg Knörr

­referierte zum Thema „Der Kunde ist König“ und

ließ am Der Kreis-Festabend kein Auge trocken:

hielt sich dabei an das Credo des amerikani-

Seinem Leitsatz, sich mit den Menschen

schen Managers Peter F. Drucker: „Die vor­-

innerhalb einer Branche und ihren Geschichten

rangige Aufgabe von Führungskräften ist es,

intensiv auseinanderzusetzen und die

sich um die eigene Energie zu kümmern und

Zuschauer mit diesen Recherchen live zu

dann die Energie anderer nutzbar zu machen.“

konfrontieren, blieb er auch hier treu.

Mein Bad und Creative Partner im Aufwind Als Geschäftsführer der Mein Bad Spezialisten und Creativen Partner ist auch Sven Mischel sowohl mit der Kampagne vor allem aber mit der Marktentwicklung gut zufrieden und entsprechend positiv gestimmt: „Die Anzahl unserer Lieferantenpartner von Mein Bad wächst!“, was sich auf die Wettbewerbsfähigkeit seiner Mitglieder positiv auswirkt. Allein im Badbereich konnte er im Vorjahr 18 neue Hersteller gewinnen und bereits in den ersten Monaten dieses Jahres entschieden sich fünf weitere Industriepartner für eine Kooperation. Mit dazu beigetragen hat mit Sicherheit die Leistungsstärke der Badspezialisten. Der durchschnittliche Verkaufswert eines neuen Bades liegt derzeit bei 12.000 Euro. Besonders erfreut zeigt sich der sympathische Netzwerker zudem über die seitens seiner Mitglieder rege besuchten 28 ErfaGruppen. Ein Instrument, das auch von den Creativen Partnern gerne genutzt wird. Auch der Zusammenschluss dieser mittelständischen Gruppierung konnte ihren Umsatz nicht unerheblich von 702 auf 790 Millionen Euro steigern. Erfolgsfaktoren für mittelständische Fachgeschäfte und Handwerksbetriebe liegen, da sind sich Ernst-Martin Schaible, Oliver Strelow und Sven Mischel absolut einig, nach wie vor in der Kombination der noch immer positiven konjunkturellen Rahmenbedingungen mit Eigenschaften wie Empathie, Wissen und Kreativität der Spezialisten, die die positive Entwicklung der Verbundgruppe und des einzelnen Mitglieds garantieren. „Die Zeichen sprechen für weiteres Wachstum“, betonte Ernst-Martin Schaible. Die Bereitschaft der Verbraucher in das Wohnen und in die Gestaltung der eigenen vier Wände zu investieren, setze sich fort. Bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres seien die Auftragsbücher gut gefüllt. Der Kreis digital Um die Mitglieder der Verbundgruppe in diesem positiven Umfeld weiter zu stärken, und den Einzelnen in seiner Position als regionaler Platzhirsch zu unterstützen, werden Ernst-Martin Schaible und sein Team auch weiterhin zeitgemäße und visionäre Dienstleistungen anbieten. Dazu gehört natürlich auch die individuelle Darstellung der Der Kreis-Mitglieder im Internet, da sich die Verbraucher dort vorinformieren. Der Internetauftritt eines Unternehmens wird so zu dessen Visitenkarte. Um diese zu erstellen, baut Der Kreis seine On-line-Dienstleistungen im @ktivwebcenter kontinuierlich weiter aus und entwickelt Templates für einen modernen

46 | küche + architektur


Der Kreis | Handel + markt

und zeitgemäßen Internet-Auftritt im responsiven Design. Ergänzt wird dieses Portfolio um die Implementierung und Pflege des Auftritts der Küchenspezialisten in den sozialen Medien wie z.B. Facebook, Xing, YouTube. Die Kommunikation zwischen Verbandzentrale, Mitgliedern und Industriepartnern wurde durch das Der Kreis-eigene Infonet optimiert. Die Informations- und Kommunikationsplattform steht zudem den Spezialisten in Österreich und der Schweiz offen. Die Mitglieder in Frankreich und Belgien werden in Kürze online eingebunden. Positiv aufgenommen wurde der zum Jahreswechsel durchgeführte Relaunch von Küchenbörse24, der Küchen-Abverkauf­ www.derkreis.de plattform für Ausstellungsküchen. 

Würdigung der langjährigen Der Kreis-Mitglieder

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touch light PRO

KWC ZOE touch light PRO ist eine Armatur, die über smarte Technik gesteuert wird. Sie funktioniert intuitiv über kurzes Antippen und lässt sich ganz einfach auf Ihre Gewohnheiten und Bedürfnisse programmieren. Das runde Bedienelement signalisiert zudem über seinen Lichtring die gewählte Wasser temperatur. Mit ihm haben Sie alle Funktionen im Griff! küche + architektur | 47 kwc.de


Handel + markt | Der Kreis

Preiswürdig Qualität setzt sich durch

Jede Verbundgruppe ist nur so stark wie ihre Mitglieder. Das ist dem Team von der Kreis durchaus bewusst. Und um die Qualität seiner einzelnen Mitgliedunternehmen nach außen zu tragen, lancierte der Verband 1999 den Wettbewerb zur Auszeichnung des oder der Küchenspezialisten des Jahres. Eingereicht werden konnten aktuell Unter­ lagen in fünf Kategorien.

48 | küche + architektur

Newcomer : Kevin Danz von „dk danz

Kreativität: Die Unternehmer Helmut Heiser und Thomas

küchenplanung“ in Ditzingen belegte mit

Leutheuser, Budenheim, Preisträger in der Kategorie

seinem Start-up-Konzept einmal mehr,

Kreativität sind u.a. die geistigen Väter der Marketing- und

dass Beratungskompetenz nichts mit der

Kundenbindungsinitiative „Schlau tauschen“. In Kooperation

Größe der Ausstellungsfläche zu tun hat.

mit den Herstellern Bosch und Gaggenau generierten sie ein

Die Entwicklung seines neuen Geschäfts be-

Konzept, wonach jeder Küchenkäufer ein Zertifikat erhält,

legt, dass Einfühlungsvermögen, Kreatitivät

das ihm garantiert, seine Geräte innerhalb von 15 Jahren bei

und fachliche und soziale Kompetenz und

Heiser Küchen gegen neue eintauschen zu können und dabei

Vertrauenwürdigkeit die tragenden Säulen

auf ein Gerät gleichen Fabrikats, das er im Studio gekauft

für einen erfolgreiche Start-up sein können.

hat, nachträglich einen Rabatt von 50 Prozent zu erhalten.


Der Kreis | Handel + markt

1) Beste Küche – Publikumspreis: Welche der eingereichten Küchen überzeugt die meisten Verbraucher (Die Auswertung erfolgte im Internet) (s. S. 50)

Die Küchenspezialisten, die ausge-

2) Beste Küche – Kollegenpreis: Welche Küche erfährt den Respekt kritischer Wettbewerber? (s. S. 52)

zeichnet werden,

3) Newcomer: Mit welchen Eigenschaften und Maßnahmen erarbeitet sich ein Start-up-Unternehmen den Weg zum Erfolg?

Werbemittelpaket, ein

4) Kreativität: Wie sehen die außergewöhnlichen und besonderen Stil- und Konzeptmitteln aus, mit denen ideenreich Küchenspezialisten erfolgreich neue Wege gehen?

www.deutschland-

5) Kundenzufriedenheit: Eine Auszeichnung, die ein Küchen­ profi durch die Einsendungen deutlich überwiegend positiver Referenzen der eigenen Kunden an die Verbandszentrale in Leonberg erhält.

und den zielgrupppen-

erhalten neben dem reichhaltigen Kochevent, Präsenz in den Online-Medien baut-um.de, www.renovieren.de und www.bautipps.de orientierten Endverbrauchermagazinen.

Beste Küche –

Beste Küche – Kollegen­

Kundenzufriedenheit:

Publikumspreis:

preis: Die von Peter und

Wie sehr Kunden gute Beratung

Von Endverbrauchern

Thea Haas, Offenburg, kre-

und Umsetzung zu schätzen

für seine Küchenplanung

ierte Raumlösung mit hohem

wissen, bewiesen sie mit ihren

ausgezeichnet wurde

innenarchitektonischen

zahlreichen positiven Referen-

Heiner Ahrens, Küchen-

Anspruch stieß auf den brei-

zen, die sie Günter und Torsten

schmiede Alsterdorf,

ten Zuspruch des kritischen

Hörsch, Varia, Welzheim, zu

Hamburg.

Fachpublikums.

Teil werden ließen.

küche + architektur | 49


Architektur + Trend | Küchen

Eine Traumküche für Viele Heiner Ahrens, Küchenschmiede Alsterdorf, Hamburg

Seine Bewerbung für die Kategorie Beste Küche Publikumspreis war von Erfolg gekrönt: Heiner Ahrens, Küchenschmiede Alsterdorf, Hamburg. Er war zu Tränen gerührt, als er den Preis entgegennahm. Endverbraucher kürten seine Küchenplanung mit ihrem Votum auf den EndverbraucherInternetdomains von Der Kreis wie u. a. www.kuechenspezialisten.de und www.deutschland-baut-um.de sowie auf stark frequentierten Internetauftritten von Endverbraucherzeitschriften für Einrichtungs- und Renovierungsinteressierte wie www.renovieren.de und www.bautipps.de. Heiner Ahrens, Küchenschmiede Alsterdorf, Hamburg, bei der Preisübergabe der Besten Küche Publikumspreis durch den geschäftsführenden Gesellschafter Der Kreis Ernst-Martin Schaible und Geschäftsführer Vertrieb und Marketing Der Kreis Oliver Strelow

D

ie Küchenschmiede ist ein kleines aber feines Küchenfachgeschäft im Norden von Hamburg. Der gelernte Schreiner Heiner Ahrens kennt seine Stärken: Kreativität bis ins kleinste Detail und eine langjährige Praxiserfahrung zusammen mit individueller Beratung, Planung und Montage. Modernisierung und Renovierung gehören selbstverständlich mit zu seinem Portfolio. Großen Wert legt er auf die ausführliche und individuelle Beratung, um dann mit seinem Fachwissen und seinem Einfühlungsvermögen genau die Bedürfnisse seiner Kunden zu

treffen und bei der Auswahl und dem Einbau der Küche kompetent zu agieren. Und diese Einfühlung und Umsetzung ist seine Passion, die er im Gespräch auch über die jetzt prämierte Planung nicht verbergen kann. Seinen Leitspruch „Nur wenn Sie zufrieden sind, sind wir es auch“ glaubt man ihm unbesehen. Seine Kunden stellten den langjährigen Rational Partner vor die Aufgabe, einen fließenden Übergang zwischen zwei Doppelhaushälften zu schaffen. Die Planung erfolgte gemeinsam mit dem Hausbesitzer und dessen Architekten: Küche und Esszimmer mit Durchbruch

Der massive Eisenträger auf der Bar im Übergang zum Wohnbereich zitiert die tragenden Elemente im Raum. akzentuiert wird er durch die von unten beleuchtete Glasplatte.

50 | küche + architektur


Küchen | Architektur + Trend

Entscheidend für die Wirkung der Küche ist ihre besondere Farbgebung, die das ­supermatte Schwarz der Möbel von Rational (Modell Topaz) und der Miele Einbaugeräte mit Kupfer kombiniert, das sich von den Griffen über die Dornbracht Armatur bis zu den extravaganten ­kegelförmigen Leuchten von Tobias Grau zieht.

zum Wohnzimmer mit Bar. Entscheidend für die Wirkung der Küche ist ihre besondere Farbgebung, die das supermatte Schwarz der Möbel von Rational (Modell Topaz) und der Miele Einbaugeräte mit Kupfer kombiniert, das sich von den Griffen über die Dornbracht Armatur bis zu den extravaganten kegelför-

migen Leuchten von Tobias Grau zieht. Einen coolen Kontrast bildet der aus Beton gegossene Bartresen, auf dem eine 11 mm starke, von unten beleuchtete Glasplatte liegt, gekrönt von einem massiven Eisenträger. Eine Krea­ tion, auf die Heiner Ahrens besonders stolz www.kuechenschmiede-alsterdorf.de ist. 

Gute Zusammenarbeit zahlt sich aus: Heiner Ahrens und Christian Placho, Vertriebsleiter Rational. ANZEIGE

küche + architektur | 51


Architektur + Trend | Küchen

Funktionalität und Stauraum sind in dieser innenarchitektonisch anspruchsvollen Umsetzung mit Schränken von Bulthaup harmo-

Von den Kollegen bestätigt Peter und Thea Haas, hasu Küche und Wohnen, Offenburg

nisch vereint.

Die Auszeichnung als Küchenspezialist des Jahres 2016 in der Kategorie Kollegenpreis errangen Peter und Thea Haas, hasu Küche und Wohnen, Offenburg, während der Jahreshauptversammlung von Der Kreis. Ein besonderer Clou war, dass während des Kongresses in Dresden alle anwesenden Küchenspezialisten die beste Küche wählen konnten, die dann mit allen anderen Prämierungen am Samstag ausgezeichnet wurde. Die Gewinner des ­Kollegenpreises Peter und Thea Haas, geschäftsführender Gesellschafter Der Kreis Hans-Martin Schaible und Geschäftsführer ­Vertrieb und Marketing Der Kreis Oliver Strelow

52 | küche + architektur

D

ie Planung, mit der die Offenburger sich dem Urteil ihrer Kollegen stellten, spiegelt den Wunsch des Kunden, den Bauhausstil des Geb��udes mit seiner klaren Formensprache auch im modernen, puristischen Design der Einrichtung des offenen Wohn-, Koch- und Essbereichs im Obergeschoss des Hauses wiederzufinden. Funktionalität und Stauraum sind in dieser innenarchitektonisch anspruchsvollen Umsetzung mit Schränken von Bulthaup harmonisch vereint. Schranktüren, Kühlschrank und Auszüge sind grifflos gehalten, lassen sich aber dennoch durch moderne Push-to-open-Beschläge einfach öffnen und schließen. Das Koch­

feld mit versenkbarer Downdraft-Umluft-Haube ist ebenso wie die Spülmaschine von Gaggenau und zusammen mit der Spüle in die Insel integriert, die auch als Theke fungiert. Die Hochschränke nehmen Backofen und Steamer von V-Zug sowie eine energieeffiziente Kühl-/Gefrierkombination von Liebherr auf. Zudem galt es, in die Hochschrankwand einen Durchgang in das dahintergelegene GästeWC und den Hauswirtschaftsraum zu integrieren. Der große, ausziehbare Esstisch gibt Raum für das gemeinsame Essen mit Freunden. Durch die Verkleidung der Galerie mit Bulthaup-Möbeln wird der fließende Übergang in den Wohnbereich perfekt. www.hasu.de


Küchen | Architektur + Trend

Durch die Verkleidung der Galerie mit BulthaupMöbeln wird der fließende Übergang in den Wohnbereich perfekt.

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küche + architektur | 53 nofrost.liebherr.com

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Handel + markt | Küchenring

Mit unternehmerischem Weitblick und Gespür für die Branche Der Küchenring – Heraus aus der Vergleichbarkeit

Rund 210 Gesellschafter des Küchenrings saßen im Plenum der Jahreshauptversammlung in Hamburg, als die beiden Geschäftsführer Manfred Töpert und Joachim Bringewald die Daten des letztjährigen Geschäftsverlaufs offenlegten und sie im Kontext der Entwicklung des Marktes und des konjunkturellen Umfelds vortrugen. Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

441,0* (+11,3%) 396,2 (+10,7%) 358,0

Entwicklung Umsatz in Mio. EUR inkl. MWSt.

350,2

289,0

241,5 199,7 176,5

92,1

93,9

76,3 53,8

288

264

137,3

289

333

375

388

406

420

438

455

475

507

188

2002

2003

2004

54 | küche + architektur

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

530 (+4,5%)

Entwicklung Mitglieder

133,4

2015


Küchenring | Handel + markt

Der Küchenring-Beirat mit (v. l.) Stephen Grimm, Olaf Gatzke, Hanka Jacobs, Oliver Skweres, Jörg Kirch, Michael Kramp und die Geschäftsführer Joachim Bringewald und Manfred Töpert.

„Das Geld gehört in die Kassen unserer Gesellschafter – und nicht in die des Verbandes.“ Eine Überzeugung, die eine der Erfolgssäulen des Küchenrings bildet.

Z

um 12. Mal in Folge schreiben die Verbundgruppe und ihre aktuell 530 Kommanditisten das erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Unternehmensgeschichte: „Trotz hoher Vorgaben aus dem Jahr 2014 konnten wir den Umsatz im Jahr 2015 um 11,3 Prozent auf 441 Millionen Euro steigern. Dabei handelt es sich um den kumulierten Einkaufsumsatz aller Mitglieder bei der Industrie.“ Der Gewinnanteil lag hier bei 1,2 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn erhöhte sich um 26,67 % auf 4,85 Millionen Euro. „Unser Umsatz hat sich seit 2002 mehr als verachtfacht!“, konnte Manfred Töpert stolz berichten, der in seiner Position als Geschäftsführer für weitere fünf Jahr bestätigt wurde. Gemeinsam mit dem Schwesterverband Alliance beträgt der ZR-Umsatz im Bereich Küche 802 Mio. Euro. Der Anteil von Der Küchenring liegt mittlerweile bei 55,5 Die Der Küchenring Geschäftsführer Manfred Töpert und Prozent. Ein Ergebnis, das sich natürlich auch positiv für die Mitglieder des Joachim Bringewald in Aktion Küchenrings auswirkt: So liegt die durchschnittliche Ausschüttung an die Gesellschafter für das Jahr 2015 um 0,4 Prozent über dem Vorjahr bei sage und schreibe 12,1 Prozent. Nicht zuletzt sind es auch die schlanke Struktur, die effiziente Arbeit der Verbandszentrale verbunden mit kurzen Kommunikationswegen, die den Erfolg der kontinuierlich wachsenden Verbundgruppe ausmachen. Die Verbandskosten belaufen sich auf gerade einmal 0,65 Prozent bezogen auf den kumulierten Netto-Einkaufsumsatz. „Das Geld gehört in die Kassen unserer Gesellschafter – und nicht in die des Verbandes“, eine Überzeugung, die eine der Erfolgssäulen des Küchenrings bildet. Dafür stehen auch die Beiräte Hanka Jacobs, Jörg Kirch, Olaf Gatzke, Oliver Skweres, Michael Kramp und Stephen Grimm, der sich als neues Beiratsersatzmitglied vorstellte. Ein hohes Beschäftigungsniveau und niedrige Zinsen begünstigten die positive Grundstimmung der Endverbraucher im Jahr 2015. Von deren Ausgaben in langlebige Investitionsgüter profitierte auch die Küchenbranche. Wobei, so Manfred Töpert, was die Vermarktung von Küchen anbelangt, die Küchenspezialisten als Gewinner hervorgegangen sind, die ihren Gesamtanteil in Menge und Wert steigern konnten. Das positive konjunkturelle Umfeld in Kombination mit dem stimmigen Gesamtkonzept bildete die Grundlage dafür, dass Der Küchenring substanziell als auch durch Mitgliederzuwachs um 4,5 Prozent (23 Mitglieder), wachsen konnte. Die Konzentration auf ausgesuchte, marktrelevante Lieferanten trägt ebenfalls zur positiven Weiterentwicklung der Verbundgruppe bei. Rund 74 Prozent seines Möbelumsatzes realisiert Der Küchenring mit fünf Herstellern. Aber, so betont Manfred Töpert nachdrücklich: „Wir brauchen auch kleinere Hersteller mit hoher Fertigungstiefe. Denn je individueller die Küchenplanungen, desto stärker kommen Vielfalt und Flexibilität zum Tragen.“

küche + architektur | 55


Handel + markt | Küchenring

Das Küchenring-team

Das Konzept der neuen Internetpräsenz ermöglicht dem einzelnen Handels­ partner die individuelle Darstellung seines Unternehmens.

Gemäß dem Credo „heraus aus der Vergleichbarkeit“ wird auch weiterhin verstärkt auf Eigenmarken sowie auf strategisch auf Küchenspezialisten ausgerichtete Marketing- und Werbekonzepte gesetzt. Für die erfolgreich etablierten Eigenlabel Systhema, Inpura und Linea werde man weitere Markenstrategien entwickeln, um diese noch erfolgreicher noch näher am Markt zu platzieren. Als besonders überzeugend erweise sich vor allem das Studiokonzept System Plus1, so der engagierte Branchenkenner weiter. Bei diesem Konzept haben die Gesellschafter die Möglichkeit, ihr Geschäft schon ab 200 qm Ausstellungsfläche komplett neu zu inszenieren, und das bei einem entsprechenden Lieferantenportfolio – sogar völlig kostenneutral. 48 Handelsunternehmen haben die Vorteile bereits für sich entdeckt, darunter auch die 30 neuen Mitgliedsunternehmen der vor einem Jahr gegründete Tochtergesellschaft Der Küchenring Austria. Denn auch hier stieß neben den gebotenen Konditionen vor allem das Ladenbaukonzept System Plus1 auf hohe Resonanz. Eine Entwicklung, auf die Bernhard Achleitner und Manfred Töpert als Geschäftsführer der ersten Auslands­ tochter von Der Küchenring besonders stolz sind. An beide Märkte richtet sich natürlich auch die neue Internetpräsenz, die, basierend auf dem neuesten Stand der Technik und mit responsivem Design, den Mitgliedern angeboten wird. Das Konzept ist modular aufgebaut, und ermöglicht dem einzelnen Handelspartner durch die Flexibilität des Baukastensystems die individuelle Darstellung seines Unternehmens. Dabei werden StandardInhalte wie zum Beispiel die aktuellen Küchenwelten – automatisch immer auf dem neuesten Stand gehalten.

Eine MindestgröSSe von 200 qm Studiogröße reicht bereits aus, um das Ladenbaukonzept System Plus1, zu realisieren. Durch die variablen Ladenbau-Elemente lassen sich fast alle denkbaren Situa­ tionen unter Anlehnung an die individuellen Anforderungen des Küchenspezialisten vor Ort umsetzen. Ein eigenständiges Beleuchtungs- und Dekorationskonzept rundet das POS-Paket stimmig ab. 56 | küche + architektur


Küchenring | Handel + markt

Bernard Achleitner,

michael kramp, Sprecher

Manfred Töpert freut sich mit den Küchenplanern des Jahres 2015

­Geschäftsführer Der Küchen-

des Küchenring-Beirats

(v.l.): Hermann Falke, Sabine Necker und Michael Pavelic, deren

ring Austria, im Gespräch

­prämierte Planungen wir Ihnen auf den folgenden Seiten präsentieren.

„Natürlich werden wir unsere Konzepte zur Renditesteigerung weiter ausbauen und vertiefen, um unseren Gesellschaftern noch mehr Möglichkeiten zu bieten, ihre Erträge weiter deutlich zu steigern“, versprechen Manfred Töpert und Joachim Bringewald. Joachim Bringewald beschrieb eindrucksvoll die Zusammenhänge zwischen den niedrigen Zinsen, den niedrigen Energiepreisen einerseits und den Schwierigkeiten bei Altersvorsorge und Vermögensaufbau andererseits. Die Prognosen für das laufende Jahr 2016 zeigten sich auf jeden Fall bereits heute positiv, so dass auch am Ende dieses Geschäftsjahres wieder Rekordzahlen zu erwarten sind. Bereits im 1. Quartal 2016 habe man eine Steigerung im deutlichen zweistelligen Bereich, um 12,9 Prozent verzeichnet. Im vergangenen Jahr rief Der Küchenring mit „Küchenplaner des Jahres 2015“ einen neuen Wettbewerb ins Leben, der in drei Kategorien unterteilt ist: Planungen bis 12 qm (repräsentativ für 38 % der Küchen in Deutschland), bis 20 qm und ab 20 qm. Die unabhängige Jury um Prof. Klaus-Peter Goebel, Stuttgart, und seine Studenten kürte die drei besten Küchen. Die Gewinner wurden jeweils mit einer Prämie in Höhe von 1.000 Euro und einem Gutschein für ein Marketingpaket ausgezeichnet: In der Kategorie Küchen bis 12 qm gewann Sabine Necker, Küchen Necker GmbH, Bad Indersdorf. In der Kategorie Küchen bis 20 qm überzeugte die Einreichung von Hermann Falke, Falke Küchen und Hausgeräte, Kiel. Und in der Kategorie Küchen über 20 qm machte Michael Pavelic, Pavelic – Kreativ Küchen, Münster das Rennen. Der Sonderpreis der Jury wurde in diesem Jahr nicht vergeben. Der Preis kommt in den Jackpot für die Verleihung im kommenden Jahr, für die der Countdown bereits läuft. Die Jahreshauptversammlung 2017 wird am 20. und 21. Mai in www.kuechenring.de Warnemünde stattfinden.

küche + architektur | 57


Architektur + Trend | Küchen

Großzügig und offen Ausgezeichnete Planung von Michael Pavelic

Jahrelange praktische Erfahrung und sein besonderes Raum­ verständnis manifestieren sich in dieser Planung von Michael Pavelic, die er mit Nieburg Möbeln in reinweiß und Riss-Eiche ­komponierte.

58 | küche + architektur


Fotos: Kreativ Küchen

Küchen | Architektur + Trend

Wie in einen Passepartout ist der Hochschrank mit den Geräten in

Elektrische Öffnungssysteme garantieren den grifflosen Zugang

den Trockenbau eingepasst, ohne dass die Ästhetik von Lüftungsgittern

zu den Schränken. Das O+F Kochfeld Integral 90-100 mit Downdraftlüf-

gestört wird. Der Arbeitsplatz ist in einem Sonderbauschrank integriert

tung mit Plasmafilter sorgt in dem offen geplanten Raum für gute Luft.

und lässt sich hinter der Front versteckten.

Perfekt passt die Armatur KWC Eve in glacier white.

K

reativ Küchen, Münster, reichte die Planung für einen Kunden in der Kategorie „Küche über 20 qm“ ein und Geschäftsführer Michael Pavelic durfte im Rahmen der Jahreshauptversammlung von Der Küchenring stolz den ersten Preis entgegennehmen. Der Kunde bekommt, was er braucht Der gelernte Bau- und Möbelschreiner und leidenschaftliche Ge­ stalter verkauft ausschließlich Küchenmöbel und -geräte, von denen er selbst überzeugt ist. „Bei uns bekommt der Kunde nicht immer das, was er will, aber in jedem Fall das, was er braucht“, bringt Michael Pavelic seine Philosophie provokant auf den Punkt. So entstehen außergewöhnliche und individuelle Lösungen; maßgeschneidert und fantasievoll. „Viele Kunden kommen oft mit klaren Vorstellungen zu uns und geben schließlich ganz andere Anfertigungen in Auftrag“, schmunzelt Michael Pavelic. Denn seine Argumente, die sich auf jahrelange praktische Erfahrung und sein besonderes Raumverständnis gründen, überzeugen. Dabei nimmt er sich viel Zeit, um die Kunden kennenzulernen, damit ihre Ansprüche und Wünsche sich in seinem Entwurf wieder finden. Nur so entstünden einzigartige Küchen.

Der gelernte Bau- und Möbelschreiner und leidenschaftliche Gestalter Michael Pavelic, Kreativ Küchen, Münster, verkauft ausschließlich Küchenmöbel und -geräte, von denen er selbst überzeugt ist. „Bei uns bekommt der Kunde nicht immer das, was er will, aber in jedem Fall das, was er braucht“, bringt er seine Philosophie provokant auf den Punkt.

Wand. Mit ihr korrespondiert die reinweiße polierte 12 mm starke Quarzstein Arbeitsplatte der mittig angeordneten Insel. Ihre Front in warmtoniger Riss-Eiche kontrastiert die coolen weißen Raumelemente und Möbel. Elektrische Öffnungssysteme garantieren den grifflosen Zugang zu den Schränken. Die Geräteausstattung von Miele, Kitchen­ aid und Siemens lässt keine Wünsche offen und das O+F Kochfeld Integral 90-100 mit Downdraftlüftung mit Plasmafilter sorgt in dem www.kreativ-kuechen-muenster.de offen geplanten Raum für gute Luft. 

Vorschläge an die der Kunde nie gedacht hat So auch bei der jetzt ausgezeichneten Küche, in der klare Linien, hochwertige Materialien und Geräte dominieren, dem Gebot der Funktionalität folgend. Gewünscht wurde eine moderne, geradlinige grifflose Küche. Sie sollte sich um eine Insel mit Sitzplatz gruppieren und einen versteckten Arbeitsplatz bieten. Wert gelegt wurde zudem darauf, dass der Hochschranktrockenbau ohne sichtbare Lüftungsgitter für die Geräte auskommen sollte. Die Wahl fiel bei den Möbeln auf Nieburg mit einer seidenmatten reinweißen Front für den Hochschrankbereich und das wandhängende Sideboard an der gegenüberliegenden küche + architektur | 59


Architektur + Trend | Küchen

Die Muldenlüftung erlaubt absolute Kopffreiheit über der Kochfläche, während Vitrinen-

Trotz des beschränkten Raums steht

schränke für den notwendigen Stauraum sorgen. Integrierte Griffleisten sparen Platz und

genug Arbeitsfläche zur Verfügung.

lassen genug Bewegungsraum zu.

Aufgeräumt Küchen bis 12 qm – Sabine Necker ausgezeichnet

Repräsentativ für 38 % der Küchen in Deutschland ist eine Fläche bis 12 qm, wie Manfred Töpert in seiner Laudatio betonte, und in dieser Kategorie wurde Sabine Necker, Küchen Necker, Markt Indersdorf, für ihre Planung ausgezeichnet.

S

ie hat auf kleinstem Raum eine aufgeräumte Küche verwirklicht, die durch die sparsam eingesetzten Farben zurückhaltend ihre Funktion erfüllt: warme Eiche, glänzendes Weiß und mattes Schwarz vereinen sich zusammen mit dem Holzfußboden zu einer unaufgeregten perfekt geplanten Einheit. Der Verzicht auf Oberschränke über der Kochfläche lässt den kleinen Raum weiter ­erscheinen.

Sabine Necker hat die Philosophie ihrer Eltern, die das Unternehmen mit angegliederter Schreinerei vor 25 Jahren gründeten, verinnerlicht: Jedes Detail ist wichtig. Größter Wert wird auf höchste Qualität, fachmännische Beratung sowie ausführlichen Service gelegt.

„Die Arbeit der prämierten Küchenplaner würdigte die Jury so: „Die Küchenplaner, die täglich in ihren Küchenstudios ihr Bestes geben, wollen wir mit diesem Preis in den Fokus rücken. Neben einer vertrauensvollen Beratung steht nicht zuletzt die Planungskompetenz des Küchenplaners im Vordergrund. Eine neue Einbauküche besteht oft aus mehr als 100 Einzelteilen, die zu einer harmonischen Gesamtkomposition zusammengeführt werden müssen. Die kreativen Küchenplaner durchbrechen mit ihrer besonderen Raumaufteilung gewohnte Sichtweisen und zeigen, dass auch kleine und schmale Räume durch eine perfekte Planung Größe zeigen können und große Räume mit dem Fingerspitzengefühl eines erfahrenen Küchenspezialisten mit einer perfekt inszenierten Küche zum Mittelpunkt des Wohnens www.kuechen-necker.de werden.“  60 | küche + architektur


Küchen | Architektur + Trend

Kochst Du noch oder wohnst Du schon? Preiswürdig: die Statement Küche von Falke Küchen

Das Familienunternehmen Falke Küchen ist seit über 30 Jahren in Kiel für seine hohe Planungs- und Beratungs-Kompetenz bekannt. Die hauseigene Tischlerwerkstatt unterstützt das kreative Team in der Realisierung individueller Kücheneinrichtungen mit innenarchitektonischem Anspruch.

D

as dokumentiert auch die 20 Quadratmeter große Küchenplanung für die Hermann Falke während der Jahreshauptversammlung von der Küchenring von einer neutralen Jury ausgezeichnet wurde. Eines der Highlights der Küche, die Hermann Falke mit Küchenmöbeln von Warendorf Die Küche realisiert hat, bildet die knapp zwei Meter große Kochinsel mit integriertem Ansatztisch in Barhöhe, ideal für das Frühstück zu zweit. Arbeitsplatte und Wange der Insel sind aus Silestone gefertigt und bilden einen optischen Kontrast zu den wei-

ßen, grifflosen Hochglanzfronten. Aufgelockert wird die puristische Anmutung durch den Einsatz satinierter Glasschränke im decken­ hohen Oberschrankbereich, den Alu-farbigen Rollladenschrank, und die in ergonomischer Höhe übereinander eingebauten Edelstahlgeräte Backofen, Dampfgarer mit integrierter Mikrowelle sowie der praktische Gourmetwärmer. Eine Küche, die man einfach zeigen muss: Nicht ohne Grund stellt sie sich dem fließenden Übergang in den angrenzenden Essbereich und lässt sogar einen Blick um die Ecke auf den Wohnbereich zu. www.falke-kuechen.de

Hermann Falke hat allen Grund sich zu freuen: „Den Preis nehme ich stellvertretend für unsere Kunden entgegen, die uns immer wieder vor neue Herausforderungen stellen, eine Küche zu ihrem ganz persönlichen Lebensraum zu machen. Eine neue Küche ist für die meisten unserer Kunden immer eine Investition, die über viele Jahre Freude bereiten soll. Mit diesem Wissen gehen wir an jede Küchenplanung heran und geben uns erst dann zufrieden, wenn unsere Kunden begeistert sind. Das ist der Schlüssel unseres Erfolges!“

küche + architektur | 61


HANDEL + MARKT | MHK

MHK Group: Zweistelliges Umsatzwachstum Mit eigenem Internetportal ins Zeitalter der Digitalisierung

Die MHK Group, Dreieich, Dienstleister für mittelständische Küchen- und Möbelhandelsunternehmen sowie für Sanitär-, Heizungs- und Klimabetriebe konnte ihren Umsatz in 2015 um 12,1 Prozent auf 4,509 Mrd. Euro steigern. Neben einem deutlichen Wachstum im Bereich Küchen trugen insbesondere auch die über 600 Mitglieder der Sanitär-, Heizungs- und Klimabetriebe zu den positiven Geschäftszahlen bei. Europaweit gehörten der Gruppe am Jahresende 2.358 Unternehmen (+122) an.

D

as Umsatzwachstum der Handelspartner, zu denen überwiegend mittelständische Küchenfachgeschäfte und Einrichtungshäuser in sechs Ländern zählen, liegt in Deutschland mit 10,5 Prozent deutlich über dem Markt. Das inländische Wachstum ist vor allem auf die gute Stimmung bei den Verbrauchern und die gute Konjunktur im privaten Wohnbau zurückzuführen. Der zunehmende Stellenwert der Küche und die hohe Beratungskompetenz der MHK-Mitgliedsbetriebe führen dazu, dass auch der Durchschnittspreis einer individuell geplanten Küche kontinuierlich wächst. Im letzten Jahr investierten die Käufer im musterhaus küchen Fachgeschäft durchschnittlich 12.502,00 Euro (+ 4,40 Prozent) in ihre neue Küche.  Im Ausland lag das Wachstum bei 15,9 Prozent, was insbesondere in der positiven Entwicklung des niederländischen und spanischen Marktes begründet liegt. Die Ausschüttungen an Boni und Rückvergütungsbeiträgen an die angeschlossenen Handelsunternehmen betrug 80,422 Mio. Euro. Dienstleistungsangebot unterstützt Partner in allen Bereichen  Wichtiger Erfolgsbaustein der MHK Group ist die konsequente Unterstützung der angeschlossenen Handelsunternehmen durch spezifische Dienstleistungen, die von zur Gruppe gehörenden Servicegesellschaften erbracht werden. Dazu gehören unter anderem die Cronbank AG sowie das Softwareunternehmen Carat. Des weiteren wurde der Anteil der Eigenmarken am Gesamtumsatz erneut erhöht. 42,3 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen auf die MHK-Eigenmarken altano, Designo, elementa und xeno. Auch das Fran62 | küche + architektur

chise-System „Reddy“ Küchen konnte 2015 ein deutliches Umsatzplus erwirtschaften. Erfolgsfaktoren hier sind das Preis-LeistungsVerhältnis, das kompakte Sortiment und die umfangreichen Serviceleistungen. Der fortschreitenden Digitalisierung, die das Konsumverhalten und dadurch auch die Handelslandschaft weiterhin deutlich verändern wird, stellt sich die Verbundgruppe durch eine bereits im vergangenen Jahr vorgestellte Online-Offensive: Über das neue Internet-Portal „MHK-Kueche.de“ sowie ein Servicecenter sollen Kücheninteressenten im Internet und in den sozialen Medien gezielt umworben werden. Die dadurch angesprochenen Interessenten sollen durch attraktive Angebote und Serviceleistungen motiviert werden, eines der angeschlossenen Fachgeschäfte vor Ort zu besuchen. Zudem soll es sich bei dem Portal um eine Content-basierte Plattform handeln, für deren Qualität und Aktualität u. a. auch ein Experten-Team, das künftig auf dem Portal zu den Themen Küche, Kochen und gesundes Leben Stellung nimmt, Sorge trägt. Für ihren neuen Blog gewinnen konnte die Dreieicher Verbundgruppe: TV-Koch Klaus Velten, Deutschlands

MHK Group AG im Überblick

jüngste Sterneköchin Sybille Schönberger, den Ernährungsfacharzt Dr. Carl Meißner, Sternekoch Mario Kotaska, den Bio-Starkoch Simon Tress, die Berliner Szene-Vegan-Köchin Rike Schindler und den oberbayrischen Jungkoch Taylan Köse. Dabei reicht die Palette vom qualitativ hochwertigen Einkauf von Lebensmitteln über die richtige Zubereitung bis hin zur Arbeitsorganisation in der Küche und zu praktischen Tipps, wie die richtige Ernährung beim Gesund werden und Gesund bleiben helfen kann. Das neue Portal soll im Frühjahr 2017 an den Start gehen. Gute Perspektiven Die MHK-Gruppe konnte im ersten Quartal 2016 um 11,2 Prozent wachsen. Grund dafür sind unter anderem die Handelsunternehmen des Verbandes Küchen Partner AG, die Ende 2015 entschieden haben, sich der MHK Group anzuschließen. Auch der neue Verband Deutscher Wohnbau Verbund, der 2015 an den Start ging, sorgt für zusätzliches Wachstum. Aufgrund der nach wie vor günstigen Parameter rechnet das Unternehmen mit einem erneut sehr guten Jahr – sowohl im Inland wie auch im Ausland. 

per 31.12.2014

Umsatzentwicklung Deutschland 2,809 Mrd. € (+3,20 %) Umsatzentwicklung Ausland 1,212 Mrd. € (+1,40 %) Umsatzentwicklung MHK Group Gesamt 4,021 Mrd. € (+2,66 %) Ausschüttung an die Gesellschafter 71,638 Mio. € Mitgliederentwicklung MHK Group Gesamt 2.236 Handelspartner (+134) Mitgliederentwicklung Deutschland 1.491 Handelspartner (+119) Mitgliederentwicklung Ausland 745 Handelspartner (+15) Durchschnittswert verkaufte Küche (ohne REDDY) 11.975 € (+1,98 %) Durchschnittswert verkaufte REDDY Küche 6.634 € (+2,33 %) Mitarbeiter in den Mitgliedsbetrieben 22.946 Auszubildende in den Mitgliedsbetrieben 747 Mitarbeiter in der Zentrale 390  (+50 im Ausland)

per 31.12.2015 3,104 Mrd. € (+10,50 %) 1,405 Mrd. € (+15,90 %) 4,509 Mrd. € (+12,10 %) 80,422 Mio. € (+2,3 %) 2.358 Handelspartner (+122) 1.596 Handelspartner (+105) 762 Handelspartner (+17) 12.502 € (+4,40 %) 6.907 € (+4,12 %) 23.278 760 405  (+50 im Ausland)


Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Die guten Adressen der Branche www.kuecheundarchitektur.de

küchen …

Zeiler Möbelwerk GmbH & Co. KG Obere Altach 1 · 97475 Zeil am Main Tel. 09524 91-0 · Fax 09524 91-121 info@allmilmoe.de · www.allmilmoe.de

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Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

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nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

küche + architektur | 63


VISITENKARTEN | Die guten Adressen der Branche

… küchen

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-8265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. 09825 83-0 · Fax 09825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

Poggenpohl Poggenpohl Möbelwerke MöbelwerkeGmbH GmbH Poggenpohlstr. 11 •· 32051 Herford 381-0 ·• Fax Fax 05221 05221381-321 381-321 Tel. 05221 05221 381-0 info@poggenpohl.com·•www.poggenpohl.com www.poggenpohl.com info@poggenpohl.com

ROTPUNKT Rabe & Meyer Küchen GmbH & Co. KG Ladestraße 52 · 32257 Bünde Tel. +49(0)5223 6900-0 · Fax +49(0)5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Ausgabe 1/2016 · 4. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

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Systemceram GmbH & Co. KG Berggarten 1 · 56427 Siershahn Tel. 02623 600-10 · Fax 02623 600 790 info@systemceram.de · www.systemceram.de

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Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

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M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG Vahrenkampstraße 12–16 · 32278 Kirchlengern Tel. 05223 77-1597 · Fax 05223 77-21597 kitchen-info@de.hettich.com · www.hettich.com www.intelligent-kitchens.com

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küche+architektur 3/2016