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Ausgabe 3/2014 · 2. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Küchenfachgeschäfte auch weiterhin gut gestimmt · Steigende Umsätze durch hochwertigeren Verkauf Von designstark bis unauffällig · Dunstabzugshauben von heute müssen leistungsstark aber leise sein Viele Details erlauben ein großes Ganzes · Rempp Küchen – der Hidden Champion aus dem Schwarzwald


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Editorial

„Die Stärke der Kette wird durch die Stärke des schwächsten Gliedes bestimmt.“

Die Märkte von heute sind gesättigt, die Preise für die meisten Produkte können, dem Internet sei Dank, international verglichen werden. Aus dem Verkäufermarkt von einst ist sukzessive ein Käufermarkt geworden. Umso stärker gewinnt das Urteil des Konsumenten über kleine dienst­ leistungsintensive Einzelhandelsunternehmen und deren Mitarbeiter an Gewicht. Mit ihren Kom­ petenzen und ihrem Wissen über den Markt prägen sie das Erscheinungsbild ihres Unter­ nehmens und beeinflussen den Erfolg des Un­ ternehmens. Mit den Positionierungsstrategien Platzhirsch, kleiner Riese, Regional- oder Nischen­ anbieter oder Diversifizierer kann sich der mit­ telständische Handel gegenüber seinen großen Wettbewerbern ohne Probleme durchsetzen. Ein funktionierender Markt lebt ebenso von ei­ ner Vielzahl der Anbieter auf Industrie- als auch auf Handelsseite wie von vielen Kaufinteressen­ ten und last but not least von einer Vielfalt an Informationen. Nur so bleibt eine freie Markt­ wirtschaft gewährleistet. Das ist die eine Seite der Medaille. Doch speziell in gesättigten Märkten kämpfen sowohl Her­ steller als auch Fachgeschäfte unterschiedlichs­ ter Vertriebskanäle um den Absatz ihrer Leis­ tungen an ihre Kunden. Bei gleichbleibendem Marktvolumen zwingt dies jeden Hersteller und jedes Fachhandelsgeschäft seine Leistungen zu möglichst günstigen Bedingungen anzubieten. Die Fachhandelsunternehmen zahlreicher Bran­ chen haben sich deshalb meist in Verbundgrup­ pen zusammengeschlossen, die sich im Laufe der Jahre vom Einkaufsverband zum System­ verbund entwickelt haben. Natürlich ist der Ein­ kauf noch immer im Fokus dieser Institutionen, letztendlich ist er ein wesentlicher Faktor für die jeweilige Preispolitik der mittelständischen Handelsunternehmen. Doch ein streng geführter gemeinsamer Ein­ kauf kann auch zu einer Konzentration auf eine gewisse Anzahl an Lieferanten und damit einhergehend auch zu einer Standardisierung des Sortiments führen, da es gilt, unnötige Pro­ duktvielfalt einzudämmen, die die Einkaufs­ konditionen schmälern würde. Wer Mitglied eines Einkaufsverbands wird, wird natürlich vorher darüber informiert, welche Hersteller zum einen gelistet sind und welche zum ande­ ren bevorzugt platziert werden sollten. Ein Problem entsteht dann, wenn verschiedene Einkaufsverbände einer Branche auf die gleichen Industrieanbieter zurückgreifen oder sich sogar

in irgendeiner Form an diesen finanziell beteiligen. Zum einen werden dadurch die großen, präferier­ ten Hersteller immer größer, während kleinere am Markt kaum noch bestehen können. Zum anderen werden damit auch die Produkte immer gleicher. Da hilft auch keine von Seiten der Ver­ bundgruppe kreierte Eigenmarke mehr. Einzige Entscheidungskriterien für den Verbraucher sind das Vertrauen in die Fähigkeiten des Händ­ lers seiner Wahl und natürlich der Preis. Der Lebensmittelhandel hat es damit besonders schwer, da dessen Produkte weniger dienstleis­ tungsorientiert sind. Hier ist es heute bereits so weit: Vier große Gruppierungen halten 90 Prozent des Marktes. Sie diktieren die Preise, zu denen die Herstellern liefern müssen und geben die Dachmarken und Werbeaktionen vor. Wen wundert es da, dass der Tante Emma Laden von einst so gut wie ausgestorben ist. In der Küchenbranche sieht das Gott sei Dank noch etwas anders aus. Derzeit sind es gerade die kleineren, inhabergeführten Fachgeschäfte, die mehr und mehr die Gunst des Verbrauchers und die Anerkennung der Industrie gewinnen. Produkt- und Planungs-Know-how, Beratungs­ kompetenz und Menschlichkeit schlagen hier den Preis. Unterstützt dabei werden sie mit dem breiten Dienstleistungsangebot der Verbundgruppen. Und das ist enorm: Denn auch wenn Verbän­ de innerhalb ihrer Mitgliederstruktur gewisse Richtlinien ausgeben oder Empfehlungen for­ mulieren, heißt das bei weitem nicht, dass alle gleichermaßen von der Mehrzahl der Mitglieder gelebt werden. Die Demokratie hat sich in unse­ rer Branche noch immer gehalten. Für die Verbundgruppe heißt es also, Leistungen so heterogen wie möglich zu gestalten. Für jeden muss etwas dabei sein. Denn Interessenkollisionen der Mitglieder unter­ einander können zum Stillstand führen. Immer muss ein Ausgleich gefunden werden zwischen langsameren Mitgliedern und dynamischen ­Unternehmern, zwischen Trittbrettfahrern und engagierten Aktivisten, zwischen dankbaren ­ Neu-Mitgliedern und anspruchsvollen alten, zwischen großen und kleinen, zwischen gesun­ den und kranken. Die vordringlichste Aufgabe einer Verbundgruppe besteht darin, in echter Partnerschaft mit der Industrie Markt zu machen. Das wird nur möglich sein, wenn eine hohe ­Verbindlichkeit und Effizienz im k­ oopera­tiven Zusammenwirken erreicht wird.

Yvonne Davy Chefredakteurin

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www.kuechenmeile.de

Und auch in diesem Jahr öffnet die weltweit größte Küchenshow der Welt wieder die Tore und bietet einen Blick hinter die Kulissen der einzelnen Küchenmöbelhersteller. Hier wird Avantgarde gelebt und inszeniert. Auf den Hausmessen entlang der „Küchenmeile“ finden Sie vom 13. bis 19. September 2014 eine komplette Übersicht aktueller und zukunftweisender Designs, beeindruckender Oberflächenstrukturen bei Fronten und Arbeitsplatten, neuester Beschlag- und Auszugstechnik, intelligenter E-Geräte, multifunktionaler Spülen und Armaturen. Von innenarchitektonischen Lösungen, die zum Wohnraum hin offene Küchen ermög­ lichen, bis zu Planungen kleinerer funktionaler Räume: Entlang der Küchenmeile finden Sie Anregungen für jeden Geschmack und jedes Budget. Aber entdecken Sie selbst die Neuigkeiten und prägen Sie das Bild der Küchen von morgen mit. Die Geschäftsführungen sowie die Innen- und AußendienstTeams der 32 Mitglieder der Marketinggemeinschaft A30 Küchenmeile e.V. allmilmö, Alno, artego, Ballerina-Küchen, Bauformat, Beeck, Brigitte, Burger, Eggersmann, express Küchen, Häcker, Impuls, KH System Möbel, Leicht, Menke Küchen, Miele, ­Nieburg, Nobilia, Nolte Küchen, Jaka_BKL (Optifit&Marlin), Pino, Poggenpohl, Pronorm, Rational, Rotpunkt, RWK, Schröder, Schüller, Störmer, Warendorf, Wellmann und Zeyko freuen sich darauf, mit Ihnen zu diskutieren. www.kuechenmeile.de

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1 Editorial „ Die Stärke der Kette wird durch die Stärke des schwächsten Gliedes bestimmt.“ 

(Wladimir Iljitsch Lenin)

4 Küchenfachgeschäfte auch ­weiterhin gut gestimmt Steigende Umsätze durch hochwertigeren Verkauf

6 Küchenverkauf ist durchaus Frauensache Yvonne Zahn – Unternehmerin und ­Küchenfachfrau mit Leidenschaft

11 Bitte Platz nehmen Tische, Stühle, Bänke und Hocker aus dem Tablon® Programm von Naber

12 Viele Details erlauben ein großes Ganzes Rempp Küchen – der Hidden Champion aus dem Schwarzwald


Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de Geschäftsführer: Harald Fritsche, Wolfgang Kriwan Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms

Inhalt 3/2014

Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: Frotscher Druck GmbH Riedstraße 8 64295 Darmstadt Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 2, gültig seit 1.1.2014

16 Kompakt und überschaubar, strukturiert und persönlich Küchentrends und Wohntrends 2014

21 Bewährtes und Neues Naber im Mittelpunkt

52 „Glanz in den Augen“ Erfolgreiches Jahr 2013 für den ­Küchenring

56 Keine Individualität ohne Persönlichkeiten Der Kreis Jahreshauptversammlung 2014

23 Alles für die Nische … … kommt von Vogt

24 Innovation und Service ­ zahlen sich aus Küchentechnikspezialist Blanco generiert einen Rekordumsatz nach dem anderen

28 Von der Flamme zum Großbrand Ein Tag bei Systemceram

34 Von designstark bis unauffällig Dunstabzugshauben von heute müssen leistungsstark aber leise sein

59 Gelebte Partnerschaft Grußwort von Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter Miele & Cie. anlässlich des 35-jährigen Jubiläums von Der Kreis

63 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: Volksbank Stuttgart eG 101 383 029 (BLZ 600 901 00) IBAN: DE81 600 901 000 101 383 029 BIC: VOBADESS Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im FachschriftenVerlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: Seite 63: auremar/fotolia

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Daten + Fakten | Stimmungsbarometer

Küchenfachgeschäfte auch weiterhin gut gestimmt Steigende Umsätze durch hochwertigeren Verkauf

Auch bei dieser Umfrage waren unsere Leser im Küchenfachhandel wieder aktiv dabei. Wir hatten sie dieses Mal nicht nur um die Beurteilung der aktuellen Marktsituation und des eigenen Unternehmens gebeten, sondern auch darum, uns einige Fragen zum Thema Dunstabzugshauben zu beantworten. Die Auswertung zu diesem Thema finden Sie auf Seite 36. Dieses Mal durften wir uns gleich über 140 antwortende Unternehmen freuen und diese zeigen sich zu 85 Prozent auch überaus positiv gestimmt. Die Prozentzahl 85 steht für die Küchenfachgeschäfte, die die Lage ihres eigenen Unternehmens mit gut und sehr gut beurteilten. Bei diesen Unternehmen handelt es sich übrigens um Küchenfachgeschäfte, die 91 Prozent der an der Umfrage partizipierenden, inhabergeführten Unternehmen ausmachen. Die Beurteilung der eigenen Situation bei den teilnehmenden Vollsortimentern sieht nicht ganz so positiv aus.

Ü

ber 40 Prozent der Küchenfachge­ schäfte verzeichneten im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat einen höheren, wenn nicht sogar viel höheren Umsatz. Und rund 28 Prozent gehen davon aus, dass ihr Umsatz auch in den kommen­ den vier Monaten weiter steigen wird, wobei das nicht unbedingt mit einer steigenden Ausgabefreudigkeit der Verbraucher, wovon

4 | küche + architektur

immerhin noch 20 Prozent der Befragten ausgehen, oder einer höheren Kundenzahl, an die rund 17 Prozent glauben, einhergehen muss. Immerhin gehen die meisten Küchen­ profis, was diese beiden Kriterien anbelangt, von einer gleichbleibenden Marktsituation aus. Diese Auswertung lässt erahnen, dass hochwertiger verkauft wird. Qualität zahlt sich eben aus!


Wir führen ein … Stimmungsbarometer | Daten + Fakten Volllsortimenter 8,57 %

Küchenfachgeschäft 91,43 % keine Angabe 0,00 %

Wir sind inhabergeführt … inhabergeführt 97,14 %

nicht inhabergeführt 2,86 %

Umfrage k+a 3/2014 Umfrage k+a 1/2014 Umfrage k+a 5/2013

Wie beurteilen Sie die momentane Lage in der Branche? 11,4 6,9 0,0 48,6 51,7 47,7 34,3 41,4 47,7 5,7 0,0 2,3 0,0 0,0 2,3 0,0 0,0 0,0

sehr gut gut mittelmäßig schlecht sehr schlecht keine Angabe 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

Wie beurteilen Sie die momentane Lage Ihres Unternehmens? % % % % % % % % % % % % % % % % % %

sehr gut gut mittelmäßig schlecht sehr schlecht keine Angabe

60 %

22,9 20,7 18,2 62,9 69,0 61,4 14,3 10,3 20,5 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

Unsere Ausstellungsfläche umfasst … bis 100 qm 11,43 % % % % % % % % % % % % % % % % % % %

Wie war die Umsatzentwicklung im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten?

Wie schätzen Sie Ihre Umsatzentwicklung in den nächsten 4 Monaten ein? viel höher

5,7 % 0,0 % 6,8 %

höher

20,0 % 38,0 % 25,0 %

höher

22,9 % 31,0 % 20,5 %

gleich

37,1 % 41,4 % 36,4 %

gleich

68,6 % 62,1 % 50,0 %

niedriger

20,0 % 17,2 % 20,5 %

niedriger

2,9 % 6,9 % 20,5 %

viel niedriger

0,0 % 0,0 % 2,3 %

viel niedriger

0,0 % 0,0 % 2,3 %

0%

10 %

20 %

30 %

40 %

0,0 % 0,0 % 0,0 %

keine Angabe

50 %

bis 300 qm 14,29 %

Unser Unternehmen existiert seit … weniger als 5 Jahre 2,86 % länger als 20 Jahre 62,86 %

16 bis 20 Jahre 11,43 %

22,9 % 3,5 % 15,9 %

keine Angabe

über 300 qm 54,29 %

bis 250 qm 5,71 %

11 bis 15 Jahre 11,43 %

viel höher

0,0 % 0,0 % 0,0 %

bis 200 qm 8,57 %

5 bis 10 Jahre 11,43 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

k. A. 0,00 %

bis 150 qm 5,71 %

Unser Angebot bei Küchenmöbeln ist … k. A. 0,00 %

nicht markenorientiert 34,29 %

markenorientiert 65,71 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

Unser Angebot bei Geräten ist … Wie schätzen Sie die Ausgabefreudigkeit in den nächsten 4 Monaten ein? viel höher höher gleich niedriger viel niedriger keine Angabe

5,7 0,0 2,3 14,3 27,6 13,7 65,7 58,6 63,6 14,3 13,8 20,5 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

nicht markenorientiert 5,71 %

Wie wird sich die Kundenzahl in den nächsten 4 Monaten entwickeln? % % % % % % % % % % % % % % % % % %

viel höher höher gleich niedriger viel niedriger keine Angabe

0,0 0,0 0,0 17,1 31,0 20,5 71,4 58,6 56,8 11,4 10,3 22,7 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

% % % % % % % % % % % % % % % % % %

k. A. 0,00 %

markenorientiert 94,29 %

Sie finden uns unter … PLZ-Gebiet 1 8,57 %

PLZ-Gebiet 0 2,86 %

PLZ-Gebiet 2 11,43 %

PLZ-Gebiet 9 14,29 % PLZ-Gebiet 8 11,43 %

PLZ-Gebiet 3 17,14 % PLZ-Gebiet 4 5,71 %

küche PLZ-Gebiet 5 2,86 %

PLZ-Gebiet 7 8,57 %

+ architektur | 5 PLZ-Gebiet 6 17,14 %


Handel + markt

Küchenverkauf ist durchaus Frauensache Yvonne Zahn – Unternehmerin und Küchenfachfrau mit Leidenschaft

Im kommenden Jahr führt Yvonne Zahn ihr Küchenstudio bereits im zehnten Jahr. Mit gerade einmal zweiundzwanzig Jahren wurde die studierte Betriebswirtin zur Chefin von 20 Mitarbeitern. Unterstützt wurde und wird sie dabei tatkräftig von ihrem Vater Ralf Meusel, der 1980 die Keimzelle des heutigen Küchenstudios ­Proform Weinheim GmbH gründete.

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G

emeinsam mit vier weiteren Verkäufern stemmen sie heute einen Umsatz von rund 3,3 Millionen Euro. Yvonne Zahn ist kein Mensch, der am Rockzipfel ihres Vaters hängt. Die sympathische Baden-Württembergerin weiß genau, was sie will: „Anstatt Millionen in irgendeinen Prominenten zu investieren, werde ich das Geld lieber in den Umbau unseres Foyers stecken“, betont sie, als das Gespräch auf das Jubiläum im nächsten Jahr kommt. „Ich möchte unsere Ausstellung immer auf dem neuesten Stand sehen.“ Die Lage des Küchenstudios in der Lorscher Straße des Weinheimer Gewerbegebietes ist stark frequentiert. Täglich passieren rund 30.000 PKW die Schaufenster von Proform. An die rosa Lackküche, die im Eckfenster prangt, wird sich mancher, der hier vorbeifährt, erinnern. Ab­ rupt bleiben auch wir stehen. Yvonne Zahn schmunzelt: „Nachdem wir diese Küche aufgebaut hatten, erhielt ich beinahe täglich Anrufe von Leuten, die mich fragten, ob ich das ernst mein­ te.“ Trotzdem beließ die Powerfrau das rosa Schätzchen genau dort, wo es bis dato noch steht: „Wir werden wahrgenommen und haben diese Küche – zwar in einer anderen RAL-Farbe – aber eben in Farbe auch verkauft. Wissen Sie“, erläutert sie uns, „wenn Sie jemandem erzählen, dass er eine weiße Küche auch in allen RAL- oder NCS-Farben lackiert haben kann, nimmt das kein Kunde wahr. Wenn Sie es aber plakativ darstellen, wie bei dieser Zeyko Küche, versteht er, was wir meinen.“ Ein Laufsteg führt uns in einen zweiten, noch größeren Raum. Unser Blick fällt auf eine offene Wohnküche von Team 7. Kühles Weiß kombiniert mit dem warmen Ton der Eiche verleiht dem Ganzen eine wohnliche Atmosphäre, die sich über den Esstisch bis hin zu den schwebenden leichten Wohnraum-Schrankelementen fortsetzt. Sogar eine kleine Badund eine Hauswirtschaftsraumlösung wurden in angrenzenden Nischen realisiert. „Mit Team 7 kann man richtig Geld verdienen“, verrät uns die sympathische Geschäftsfrau. Bei diesem


Handel + markt

Arbeiten Hand in Hand: Yvonne Zahn und ihr Vater Ralf Meusel. „Mein Vater ist mein bester Verkäufer“, lobt die junge Unternehmerin ihren Mitarbeiter.

Nischenanbieter versucht kein Kunde zu handeln und jeder ist gerne bereit, auf seine Traum­ küche zu warten.“ Dass bei Proform Wert auf Planung, Beratung und individuellen Service gelegt wird, macht sich bezahlt. Wie uns die Hausherrin verrät, liegt der Durchschnittswert der hier verkauften Küchen bei über 13.000 Euro. Noch bevor uns Yvonne Zahn weiter durch das Küchenstudio führt, verweist sie auf den ­neuen Landhaus-Küchen-Bereich. Auf 80 Quadratmetern mit Sandsteinboden ausgelegter Fläche präsentieren sich hier Modelle im modernen und traditionellen Countrystyle, ange­ fangen bei der klassischen Holzküche mit bossierter Granitarbeitsplatte bis hin zur modernen Landhaus-Lackfront mit traditioneller Holzarbeitsplatte. „Wir haben den Odenwald vor der Tür und diese Kunden haben oft eine Vorliebe für Holz und gemütliche Wohnlichkeit. Dieser Klientel möchten wir uns nicht verschließen.“ Durch das Küchenstudio führt eine Art Catwalk zum Gros der modernen Ausstellung. Linker Hand geht es vorbei an unterschiedlichsten Küchenszenarien, von denen jede einzelne, ent­ weder leicht erhöht auf einem Sockel stehend oder etwas abgesenkt, einen individuellen Raum bildet. Jede der Küchen ist bis ins kleinste Detail durchdacht, angefangen beim passenden Fußboden über die entsprechende Wandverkleidung bis hin zu den dekorativen Accessoires. Rechter Hand präsentiert sich in emotional gestalteten Nischen Küchentechnik von der Ke­ ramikspüle und Weinkühlschränken bis hin zur Waschmaschine. „Unsere Kunden kaufen bei uns natürlich in allererster Linie ihre neue Küche. Dass sie auch ihre neue Waschmaschine bei uns kaufen könnten, wird ihnen erst bewusst, wenn sie unsere Modelle hier stehen sehen.“ Während sich andere Küchenfachgeschäfte auf wenige Industriepartner konzentrieren, ste­ hen beim Küchenstudio Proform die Produkte von gleich sechs Küchenmöbelherstellern zur Wahl: vorbei an Raumlösungen von Nobilia, Nolte, Häcker bzw. Elementa und allmilmö stei­ gert sich das Potpourri in einem exklusiven Zeyko-Szenario. Den Blickfang hier bildet die gro­ ße Vorführküche mit Geräten der Marken Miele, Bosch, AEG und Gaggenau. „Das typische Koch­event bieten wir hier nicht an“, betont Yvonne Zahn. „Uns geht es primär darum, unsere Kunden in ihre neuen Geräte einzuweisen.“

Die offene Wohn­ küche von Team 7 kombiniert kühles Weiß mit dem warmen Ton der Eiche. So entsteht eine wohnliche Atmo­sphäre, die sich über den Esstisch bis hin zu den schweben­ den leichten WohnraumSchrankelementen fortsetzt. Sogar eine kleine Bad- und eine Hauswirtschaftsraum­ lösung wurden in angrenzenden Nischen realisiert. Zeyko Plazza Magnolie

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Handel + markt

Die komplette Ausstellung ist bis ins kleinste Detail durchdacht, angefangen beim passenden Fußboden über die entsprechende Wandverkleidung bis hin zu den dekorativen Accessoires.

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Von Seat bis Mercedes „Warum konzentrieren Sie sich nicht stärker auf wenige Hersteller?“, fragen wir die junge Un­ ternehmerin. Die Antwort fällt spontan: „Mit den von uns gewählten Lieferanten sind wir in der Lage, vom Seat bis zum Mercedes alle Kundenwünsche und Budgets ab 4.000 Euro bis ins High-End-Segment zu bedienen. So können wir gewisse Ansprüche unserer Kunden nur mit Nischenanbietern wie Team 7 oder Zeyko umsetzen, die fertigungstechnisch so aufgestellt sind, dass sie exklusive Lösungen über den Standard hinaus realisieren. Außerdem lerne ich auch aus den Erfahrungen meines Vaters. Er musste vor allem durch die Insolvenz einiger Hersteller leiden. Durch unseren Lieferantenpool kann uns ein solches Problem nicht mehr so leicht etwas anhaben. Außerdem könnte ja auch einmal einer unserer Industriepartner eine Vertriebspolitik einschlagen, die wir nicht mittragen wollen, auch dann können wir mit unse­ rer Herstellerkonstellation einfach reagieren.“ Diese Thematik vertritt Yvonne Zahn auch gegenüber der Verbundgruppe, bei der sie seit Jahren Mitglied sind. „Mein Vater gehörte zu den ersten MHK-Händlern“, berichtet die Voll­ blutunternehmerin. „Mit welchen Lieferanten wir zusammenarbeiten, lasse ich mir allerdings von niemandem vorgeben. Schließlich schließe ich hier jeden Morgen die Tür auf.“ Doch sie er­ zählt uns auch, dass die Bank der Dreieicher Verbundgruppe ihr vor zehn Jahren einen Kredit


Handel + markt

bewilligte, den ihr herkömmliche Banken wahrscheinlich schon angesichts ihres zarten Alters von damals 22 Jahren nicht freigegeben hätten. Yvonne Zahn bevorzugt es, selbständig agieren und frei entscheiden zu können: „Wir realisie­ ren unsere eigenen Marketingideen und planen auch unsere Ausstellung selbst. Außerdem“, ergänzt die Powerfrau nachdrücklich, „führe ich ein Konto im Haben und finanziere die Aus­ stellung nicht auf Mietkaufbasis!“ Vom Dienstleistungsangebot des MHK nimmt sie gerade einmal IHT, ZR und einige Parts aus dem verbandseigenen Intranet in Anspruch. Yvonne Zahn ist eben eine wahre Unternehmerin.

Im Eingangsbereich begrüßt zur Zeit diese Pia von allmilmö die Inter­essenten, die das ­Küchenstudio Proform betreten.

Serviceorientiert vom kleinsten Ersatzteil bis zur kompletten Küche „Wir haben uns einen guten Ruf erarbeitet“, erläutert uns die taffe Geschäftsfrau. Dazu bei­ getragen hat sicherlich auch der Service bis ins kleinste Detail, den das Proform-Team seinen Kunden zukommen lässt. Beispielhaft sei hier auf das umfangreiche Ersatzteillager verwiesen, das den zehn eigenen Monteuren fein sortiert zur Verfügung steht. „Wir lassen unsere Kunden auch bei kleinen Pro­ blemen nicht im Stich und lange Wartezeiten gibt es bei uns nicht. Unsere Personalstruktur erlaubt uns eine gewisse Flexiblität.“

Der LandhausKüchen-Bereich präsentiert auf 80 Quadratmetern mit Sandsteinboden ausgelegter Fläche Modelle im modernen und traditionellen Countrystyle, angefangen bei der klassischen Holz­ küche mit bossierter Granitarbeitsplatte bis hin zur modernen Landhaus-Lackfront mit traditioneller Holzarbeitsplatte. küche + architektur | 9


Handel + markt Einen weiteren Blickfang bildet die große Vorführküche mit Geräten der Marken Miele, Bosch, AEG und Gaggenau. „Das typische Kochevent bieten wir hier nicht an“, betont Yvonne Zahn. „Uns geht es primär darum, unsere Kunden in ihre neuen Geräte einzuweisen.“ Fotos: Küchenstudio Proform

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Lass’ Kunden für Dich sprechen „Werbung im üblichen Sinne machen wir fast keine, denn 90 Prozent unserer Kunden kommen über Weiterempfehlungen.“ Für ihr zehnjähriges Jubiläum plant sie allerdings doch ein wenig Öffentlichkeitsarbeit. Auf großen Plakaten in der Weinheimer Innenstadt werden dann die Mitarbeiter des Küchenstudios Proform zu sehen sein, ganz nach der Devise: „Wir stehen hin­ ter Proform Küchen.“ „Eine Küche abzubilden wäre zu beliebig gewesen. Unsere Mitarbeiter jedoch sind einzigartig!“ Eine Aussage, die sowohl Yvonne Zahn als auch ihr Vater Ralf Meusel leben. Im Küchenstudio Proform gibt es wenig personelle Fluktuation. Auf unserem Gang durch die Ausstellung treffen wir auf Ralf Meusel: „Ich bin schon seit 35 Jahren im Küchen-Geschäft unterwegs. Das einzige, was sich mittlerweile verändert hat, wir haben eine neue Chefin bekommen“, lacht er anerkennend. „Mein Vater ist mein bester Ver­ käufer“, lobt die junge Unternehmerin ihren Mitarbeiter. Die beiden arbeiten Hand in Hand: „Wir ergänzen uns zu einhundert Prozent“, lässt uns Ralf Meusel wissen. „Ich spreche mit den Kunden und ermittle den individuellen Bedarf, gebe das Ergebnis an Yvonne weiter und sie setzt das Ganze planerisch am Computer um“, schwärmt er. Selbstverständlich beteiligen sich die beiden auch an Ausschreibungen für Projekte in der Umgebung, seien es Seniorenwohn­ heime, Kindergärten, Arztpraxen oder auch Cocktailbars oder Appartements. Yvonne Zahn ist also nicht nur das betriebs- und personalwirtschaftliche Rückgrat des Unter­ nehmens. Zudem plant sie die Küchen ihrer eigenen Kunden. Und sie ist last but not least Mutter einer anderthalbjährigen Tochter, die bestimmt einmal in die Fußstapfen ihrer Mama treten wird. Das Temperament hat die Kleine auf jeden Fall bereits heute. www.kuechenstudio-proform.de 


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Bitte Platz nehmen Tische, Stühle, Bänke und Hocker aus dem Tablon® Programm von Naber

Der Zubehörspezialist Naber hat sein Interieur-Programm „Tablon®“ stark erweitert. Damit kommt man in Nordhorn dem Handel, der nach passenden Tischen, Bänken, Stühlen und Hockern für die Möblierung und Gestaltung zeitgemäßer Küchen-, Speise- und Wohnräume sucht, entgegen.

D Erweiterte ­NaberThemenwelt: „Tablon“ – ­Lifestyle-Ideen zum Verweilen

Fotos: Naber

und Wohlfühlen.

ie Vielfalt an Sitzmöbeln und Tischen in dem fast einhundert Seiten starken Katalog geht weit über ein zweckmäßiges Mobiliar-Sortiment hinaus. Dank der angebotenen Varianten der Materialien, Farben, Polster und Bezüge lassen sich ganz individuelle Am­ biente gestalten, je nach Zweck, Stil und Bedarf. Ob Tisch oder Stuhl – einstellbarer Sitzkom­ fort lässt sich dank innovativer Höhenverstellung und leichtgängiger Auszugtechnik mit wenigen Handgriffen herstellen. Das neue Stuhlprogramm zeichnet sich durch ein klares Design in Chrom und alufarbenem Metall aus. Trendgerechte farbige Kunstlederpolsterungen oder auch warme Holztöne runden Stühle optisch ab. Sowohl die hochwertige Kunstlederpolsterung als auch die angeformten Holz-Sitzflächen und -Rücken­ lehnen sorgen für angenehmen Sitzkomfort. Ob Renovierung oder Neueinrichtung, solo oder in Gruppen, im einheitlichen Stil oder im Stilmix, für Küchenplanungen, die den Wohnraum miteinbeziehen oder Wohnkü­ chen – immer lässt sich mit dem Tablon®Programm die perfekte Lösung gestalten. Der Katalog kann kostenlos angefordert wer­ den. Für Planungssicherheit steht der NaberAußendienst vor Ort zur Verfügung.  www.naber.de

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Unternehmen + Köpfe | Rempp Küchen

Das Fertigen auf Gehrung gehört für Rempp zum guten Ton wie hier beim Modell Toronto/Alborg mit einer rundum auf Gehrung gearbeiteten aufge­ setzten Griffleiste. Fotos: Rempp Küchen

Individuelle ­Planungslösungen für jeden innenarchi­tek­

Viele Details erlauben ein großes Ganzes Rempp Küchen – der Hidden Champion aus dem Schwarzwald

Wildberg im Schwarzwald. Hier, inmitten des Nagoldtals entstehen seit über 80 Jahren in der Fertigung des Traditionsunternehmens Rempp individuelle Küchenmöbel. Mit seinen 120 Mitarbeitern ist das Familien­ unternehmen größter Arbeitgeber in Wildberg und ist sich dieser Verantwortung auch voll und ganz bewusst. Matthias Rempp, einer der drei Geschäftsführer, beschreibt sich selbst als „Arbeitnehmer und Arbeitgeber in einer Person“.

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to­nischen Anspruch bietet die eingesetzte Beschlagtechnik.


Rempp Küchen | Unternehmen + Köpfe

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atthias Rempp weiß, dass qualitativ hochwertige Produkte, gefertigt in einer Symbi­ ose aus Serienfertigung und Manufaktur, nur durch die Zusammenarbeit eines gut funktionierenden Teams entstehen können. Eine Devise, an der das Unternehmen seit seinem Gründungsjahr 1930 kontinuierlich festhält. Wie bei vielen seiner Marktbegleiter begann die Liebe zur Küchenmöbelproduktion mit der Herstellung von Küchenbuffets, deren Erfolg schon damals zur sukzessiven Expansion von Rempp Küchen beitrug. Damals bereits suchte die Familie den engen Kontakt zu ihren Kunden, die sie in die Weiter­ entwicklung ihrer Produkte mit einbezog. „Wir setzen uns bis heute kontinuierlich mit den Wünschen unserer Partner im Handel auseinander“, betont Matthias Rempp und bezieht da­ bei seine beiden Cousins und Partner Christoph und Johannes Deuble mit ein. „In der 1200 Quadratmeter großen Hausausstellung sind natürlich auch Endverbraucher willkommen“, er­ läutert uns der Hausherr lächelnd. „Auf diese Weise bekommen wir ein Bild von den Anfor­ derungen der Konsumenten und unsere Ausstellung wird das ganze Jahr über frequentiert.“ Mit offenen Augen und Ohren stellt sich das Traditionsunternehmen dem in- und ausländi­ schen Markt und überzeugt durch Qualität und Innovation. Unternehmerische GröSSe statt Volumen Mit diesem Anspruch einhergehend hat sich das Familienunternehmen dem Nischensegment verschrieben. Klasse statt Masse lautet der Leitsatz. „Wir produzieren jährlich zwischen 4000 und 5000 Küchen“, verrät uns der sympathische Schwarzwälder. „Unser Umsatz liegt bei rund 16 Millionen Euro“, und fügt ergänzend hinzu: „Und zwar netto, netto, netto!“ Rempp Küchen gehört in seinem Segment zu den Hidden Champions der Branche. Im Ver­ gleich zum Gros seiner Wettbewerber in Ostwestfalen verfügt der Hersteller aus dem N ­ agoldtal zwar nicht über das große Angebot umliegender Zulieferunternehmen; doch Matthias Rempp sieht darin keine große Problematik: „Diese Tatsache führt dazu, dass wir über eine hohe Ferti­ gungstiefe verfügen, die wiederum dazu beiträgt, dass unser Unternehmen flexibler agieren kann. Sollte ein Teil während der Produktion beschädigt werden, sind wir in der Lage, dies sofort nachzufertigen und zügig auszuliefern. Die Wartezeiten unserer Kunden verkürzen sich dadurch. Außerdem“, ergänzt er, „bleiben auf diese Weise die Kernkompetenzen in unserem Hause.“ Spezialisten bieten Besonderes Die Liebe zum Werkstoff Holz, in massiver und veredelter Form wurde dem 42-Jährigen wohl in die Wiege gelegt. Denn wie sein Vater und Großvater zuvor erlernte auch Matthias Rempp das Schreinerhandwerk und studierte wie auch seine beiden Cousins Holztechnik. Das Sor­ timent des schwarzwälder Nischenanbieters umfasst heute über 100 Frontvarianten: „Dabei beschränken wir uns nicht nur auf Holz oder Melaminharz-Schichtstoff “, betont er. Denn was das Einsetzen neuer Werkstoffe anbelangt, gehört Rempp Küchen oft zu den Pionieren. So findet man in der mit 25 unterschiedlichen Küchenkreationen ausgestatteten Ausstellung auch Modelle aus Acryl, Karbon oder Glas und Keramik. Zudem können sich die Kunden des Un­

Matthias Rempp, geschäftsführender ­Gesellschafter Rempp Küchen

Matte Glasfronten zusammen mit dem Trend-Furnier Eiche zeigt Vigo Quarz Satin/ Alborg Wildeiche. Die offenen, in die Hoch- und Unterschränke eingeschnittenen Regallösungen machen moderne Küchenarchitektur zu einem wohnlichen Ensemble.

küche + architektur | 13


Unternehmen + Köpfe | Rempp Küchen

Das Modell Austin mit 22 mm starker MDF-Lackfront mit Glattlackoberfläche und ausgefräster lackierter Griffmulde

Die Liebe zur Küchen­ möbelproduktion begann auch in Wildberg mit der Herstellung von Küchenbuffets, deren Erfolg zur sukzessiven Expansion von Rempp Küchen beitrug.

ternehmens alle erdenklichen Farben aus der NCS- oder RAL-Karte aussuchen. Veredelungen in Matt- oder Hochglanzlack gehören ebenso zum Programm des schwarzwälder Herstellers wie Designs, die nur in der hauseigenen Manufaktur gefertigt werden können. Stolz verweist er auf die ausgefräste Griffmulde des Modells „Austin“. „Je nach räumlicher Ge­ gebenheit zieht diese Lösung auch die eine oder andere Sonderanfertigung nach sich. Wir sind stets darauf bedacht, dass unsere optisch ansprechenden Lösungen sowohl die horizontale als auch vertikale Linienführung berücksichtigen“, erläutert er uns seinen Anspruch, der übrigens auch bei seinen Schweizer Kunden auf großes Interesse stößt. In die Schweiz geht ein Teil des mit 35 Prozent bezifferten Exportanteils. Auch Küchenspezialisten in den Beneluxländern, Frankreich, Großbritannien, Österreich und weiteren Exportländern wissen die individuellen Küchen made in the Black Forest zu schätzen. Matthias Rempp und sein Team sind Überzeugungstäter. „Wir halten nichts von Kaltakquise. Das macht heute wenig Sinn“, betont der sympathische Unternehmer. „Es sind vielmehr die Referenzen zufriedener Handelspartner, die uns bei Neukunden ins Gespräch bringen“, erläutert er nicht ohne Stolz. Heute arbeiten 300 Kunden stetig mit der schwarzwälder Edelschmiede zusammen. Das spricht für sich. Hat ein Kunde ein Problem oder wünscht eine Schulung steht das engagierte Rempp-Team ihm mit Rat und Tat zur Seite: „Je nachdem wie es unsere Handelspartner wünschen, schulen wir vor Ort oder laden sie in unser Unternehmen ein. Für uns zählt jeder einzelne Kunde. Aus diesem Grund bemühen wir uns um ihn auch ganz persönlich und individuell.“ Wo Manufaktur und Serienfertigung sich treffen Die in der Ausstellung inszenierten Exponate beschreiben die Vielseitigkeit des Rempp-Pro­ gramms. Von Purismus über Avantgarde bis hin zum eleganten oder auch ursprünglichen Country-Stil haben hier alle Stilrichtungen ihren Auftritt. Freistehende Tafeln oder Ansatz­ tische bieten Platz für das gemeinsame Speisen mit Familie und Freunden. Optisch attraktiv und praktisch bequem zeigt sich die mit schwarzen Sitz- und Rückenpolstern versehene Bank. „Maßgefertigte Polster können Kunden übrigens auch über uns beziehen“, erklärt Matthias

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Rempp Küchen | Unternehmen + Köpfe

Rempp. Hinter Schiebetüren in unterschiedlichsten Ausführungen lassen sich auf Wunsch Einbaugeräte und Lagerhaltung verbergen. Sideboards und Lowboards sowie beidseitig be­ dienbare Raumteiler ermöglichen zum Wohnraum hin offene Planungen. Das Fertigen auf Gehrung gehört für die Holztechniker aus Wildberg natürlich zum guten Ton und so zeigt er es auch beim Modell Toronto/Alborg mit einer rundum auf Gehrung gearbeiteten aufgesetz­ ten Griffleiste. Für jeden innenarchitektonischen Anspruch bietet das Traditionsunternehmen individuelle Planungslösungen, was auch durch die eingesetzte Beschlagtechnik möglich wird. „Wir arbeiten bei den Scharnieren mit Salice, bei den Klappbeschlägen mit Blum, den Aus­ zugsystemen mit Grass und den Eckschränken/Vorratsschränken-Innenausstattungssystemen mit Kesseböhmer zusammen.“ Auch was die beschlagtechnische Ausstattung der Möbel aus dem Hause Rempp anbelangt, bietet diese „von jedem für Jeden das aus unserer Sicht Beste“, ... so formuliert es Matthias Rempp. Trotz seiner Individualität bewegt sich der Hersteller aus dem Nagoldtal mit seinen Produk­ ten im mittleren bis gehobenen Preissegment. Qualität und Vertrauenswürdigkeit gehören bei Rempp Küchen seit jeher zu den obersten Prämissen. Deshalb ist es nur selbstverständlich, dass der Nischenanbieter nicht nur in kompetente Mitarbeiter, sondern auch in moderne Pro­ duktionsanlagen investiert. „Und was die Produktentwicklung anbelangt, legen wir besonde­ ren Wert auf mehr Komfort für den Benutzer, marktsegmentorientierte Sonderlösungen und neue Materialien“, betont der engagierte Macher. Freuen dürfen sich Kunden und Interessen­ ten bereits auf die Hausmesse von Rempp Küchen, die in diesem Jahr vom 27. September bis 5. Oktober 2014 stattfinden wird. Auf sie wartet ein Potpourri an Neuheiten, zu denen übrigens auch ein neues zusätzliches Korpusinnendekor gehören wird sowie Produktoptimierungen, bei denen der eine oder andere Kunden bestimmt seine Wünsche wiedererkennen wird. So flexibel und schnell kann eben nur ein kleines, feines Familienunternehmen sein. „Und das www.rempp-kuechen.de wollen wir auch bleiben“, betont Matthias Rempp mit Nachdruck.

Optisch attraktiv und praktisch bequem zeigt sich die Bank – maßgefertigte Polster für Sitz und Rückenlehne inklusive.

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Architektur + Trend | Küchen

Kompakt und überschaubar, strukturiert und persönlich Küchentrends und Wohntrends 2014

I Schon nach dem ersten Messetag der Küchentrends und Wohntrends im MOC in München, am 29. April, ­meldeten Michael Rambach und sein Team mit 1393 Fachbesuchern einen Besucher­ zuwachs um 16 % verglichen mit der Küchentrends 2012.

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nsgesamt kamen 2.623 Fachbesucher an den beiden Messetagen, was ein Plus von 14,5 % im Vergleich zu 2012 bedeutet. Sie reisten aus 19 Ländern an, dabei lag der Schwerpunkt mit 80,14 % der Besucher auf Deutschland, gefolgt von Österreich mit 15,78 %, der Schweiz, Südtirol, Polen und Tschechien. Küchentrends und Wohntrends zusammen haben sich damit für die 150 Aussteller, die vorwiegend aus Deutschland sowie aus Österreich, der Schweiz, Dänemark, Italien, Niederlande, Ungarn und UK kamen, als Messeformat bestätigt. Dement­ sprechend positiv äußerten sie sich nach diesen zwei Tagen über den Messeverlauf, die Quali­ tät der Kontakte und die zahlreichen Neukontakte. „Das Einzugsgebiet der Fachbesucher lässt sich noch ausbauen und beinhaltet weiteres Potential“, so Michael Rambach vom Veranstalter küchentrends GmbH, der seit Mai 2014 zu Trendfairs GmbH umfirmierte. Da Küche ein wichtiger Bereich des Wohnens und nicht getrennt davon wahrgenommen wird, erweiterten die Initiatoren die Küchentrends um die Fachmesse „Wohntrends“. Dieses Konzept, die Küche um den Bereich Wohnen auszubauen, wurde von den Besuchern sehr positiv aufge­ nommen. Und die Aussteller überzeugten die zahlreichen Neukontakte. „Wir sind überzeugt, dass der Bereich und das Thema genauso gut wachsen wird, wie die Küche vor einigen Jahren auch“, erklärt Michael Rambach. Und Michael Rambach wäre nicht Michael Rambach, wenn nicht bereits weitere Ideen für die Küchentrends und Wohntrends 2016 in Planung wären. Schon die in diesem Jahr neu dargestellten Themen „Küchenmanufakturen“ und „Design­ trends“ wurden hervorragend angenommen. Einig waren sich die an der Sonderausstellung „Küchenmanufakturen“ beteiligten Firmen, dass ein gemeinsamer Auftritt viele Chancen bie­ tet, ihr Thema der höchsten Qualität bei höchster Flexibilität gegenüber Kundenwünschen zu kommunizieren. Trotz der mit 9.000 qm im Vergleich zu 2012 um 35 % gesteigerten Flächenbelegung, zeigte sich die Veranstaltung in München kompakt und überschaubar, strukturiert und persönlich, ideal um neue Kontakte zu knüpfen, alte zu pflegen und Anregungen für den Geschäftsalltag www.kuechentrends.net | www.wohntrends.net aufzunehmen. 


Küchen | Architektur + Trend

Thomas Scharl, Marketing – Controlling – Entwicklung Assistent der Geschäftsführung Baumgartner & Co GmbH, konnte nach der Küchenwohntrends in Salzburg nun auf der Küchentrends in München gute Erfolge Jürgen Feldmann, Geschäftsleitung Garant

verbuchen und neue Kunden gewinnen. Er und

Birgit Klotz-Rode, Zentraleinkauf Küche

Küchen Areal, verblüfft auch Sinisa Stanimirovic,

sein Team hatten rund um die Uhr gut zu tun

und Bad beim EMV, zu Gast bei Manfred Engel

Vertriebsleiter der Oranier Küchentechnik

und die nächste Küchenwohntrends ist schon

(r.) und Gerhard Göbel, geschäftsführende

GmbH, immer wieder mit seinem Fachwissen.

gesetzt.

Gesellschafter Systemceram

Das Besondere am neuen Induktionskochfeld von Oranier ist die Ausstattung mit acht Kochfeldern, LCD Display und automatischer Brückung. Die Ergänzung seines Sortiments um einen flächenbündig integrierbaren Tepan gehört ebenso zu den Highlights des Unternehmens aus Gladenbach. küche + architektur | 17


Architektur + Trend | Küchen

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küchen manufakturen 3

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7

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Auch Kornmüller präsentierte eine neue

Küche zur „Küchentrends 2014“ in München. Das Thema „Traditionelle Handwerkskunst modern interpretiert“ passte ausgezeichnet zum Thema Küchenmanufakturen. 2

 „Wir sind mit unserem Auftritt auf

der Küchentrends voll zufrieden und konnten einige neue Kontakte knüpfen“, freut sich Leicht-Vertriebsleiter Ulrich Barth, der hier voll und ganz in seinem Element ist. 3

 allmilmö-Geschäftsführer Robert

Wambach und Vertriebsleiter Herbert Rückert überzeugten in München einmal mehr mit dem Erfolgsmodell „Pia“, das nun auch durch die Gremien des Rat für Formgebung für den German Design Award 2015 – Excellent Product Design nominiert wurde. 4

 Dr. Erwald Barta, geschäftsführender

Gesellschafter RWK® Einbauküchen R. & W. Kuhlmann GmbH, seine Gattin Linda und Vertriebsleiter Christian Teutsch sind guter Dinge. Sie überzeugten nicht nur durch Sachverstand, sondern auch durch Allein­stellungsmerkmale

designtrends

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Küchen | Architektur + Trend

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 Michel Zemp ist Entwickler

im Hause Peka. Die innovativen Beschläge des schweizer Unter­ nehmens können sich sehen lassen. Die Tablarauszüge können nach vorne sowohl offen als auch mit Reling genutzt werden. Magnetische Antirutschmatten verhindern ein Verschieben des Stauguts. 9

 Designverdächtig zeigen sich

die Deckenlüfter von Novy. Valentin Rambach erläutert interessierten Messebesuchern die Kernkompetenz des Haubenspezialisten. 8

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auf der Bühne der Küchenmanufakturen. 5

 Jürgen Reutter ist Repräsentant des

schwarzwälder Küchenmöbelherstellers Rempp. Zu seinen Kunden zählen vor allen Dingen Menschen, die die Symbiose aus handwerklicher Qualität und serieller Perfektion zu schätzen wissen. (s. Artikel S.12) 6

 Eine gelungene Symbiose: Dietmar Jakl

ist seit 20 Jahren aktiver Küchenspezialist und expandierender Unternehmer in BadenWürttemberg und Bayern. Mit seinem Sohn Kevin Jakl bekommt er nun Input aus dem Bereich der Lebensmittelbranche. 7

 Ein Team wie Pech und Schwefel: Zeyko-

Geschäftsführer Andreas Kress (Mr. Zeyko) und Johannes laCour, geschäftsführender Gesell­schafter laCour-Gruppe. Hier bilden Geschäfts­ führer und Unternehmer eine ideale Einheit. küche + architektur | 19


Architektur + Trend | Küchen

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 Ulrike Wessel, Leitung Entwicklung und Design bei

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Bauformat präsentierte beispielhaft einen Cube-Fashion-Store, in dem die Lifestyle-Welten von Küche und Mode miteinander verbunden den Küchenkäufer inspirieren. 2

 Concept swiss AG mit dem technisch ausgereiften,

überzeugenden Tischlüfter, er lässt sich mechanisch als auch motorisch aktivieren, so dass unterschiedliche Budgets bedient werden können. 3

 Berbel zeigte permalyt®, das zum Patent angemeldete

regenerative Umluftfiltersystem für eine dauerhafte und wartungsfreie Funktion. Filtermatten aus einem Spezial-Aktivkohlenblock binden die beim Kochen anfallenden Geruchs­ moleküle. Nach einer bestimmten Anzahl von Betriebsstunden erfolgt der neuartige Regenerationsprozess im geschlossenen Filter. Durch das thermokatalytische Verfahren werden die Gerüche mit Hilfe eines Katalysators neutralisiert. In regel­ mäßigen Zeitabständen wird der Katalysator automatisch in Betrieb genommen, um eine permanente Neutralisierung des Filtermaterials zu gewährleisten.

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Küchen | Architektur + Trend

www.n-by-naber.com 5

Martin Staaks, Marketingleiter und Produktentwickler bei Naber, Nordhorn, freut sich über die wachsende Zielgruppe für Concept Kitchen, die von Naber entwickelte Modulküche, die nach wie vor auf großes Interesse stößt.

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Bewährtes und Neues Naber im Mittelpunkt Attraktiv und übersichtlich präsentierte Naber den Interessenten aus dem süddeutschen Raum, Österreich und der Schweiz die breite Zubehörpalette aus Nordhorn.

N 4

 Gut besucht waren wieder die Podiums­

events zu praxisnahen Themen wie „30, 40, 50 Prozent und zusätzlich Jubiläumsrabatt? So schlagen Sie die Großfläche in Standard­ situationen!“ oder „Fachwissen trifft Emotion: Woran Experten im Verkauf scheitern und was sie anders machen können.“ 5

 Die Akzeptanz der neuen Spülenfarbe

icht nur Highend LED-Technik mit stufenloser Steuerung, Touch- und Memoryfunktion sowie Fernbedienung für Akzent- oder Arbeitsplatzbeleuchtung standen auf dem Programm. Das Team um Mar­ ketingleiter Martin Staaks setzte auf drei weitere Schwerpunkte: Im Mittelpunkt stand die bereits mehr­ fach prämierte mobile Modulküche Concept Kitchen. Daneben kamen die neue Edelstahlspüle Corno und die Kombination des FrontauszugAbfallsammlers Cox-Base mit dem neuen Utensilien-Organisator Cox Base-Board zum Zuge.  www.naber.de

Fotos: © Naber GmbH

edelweiß auch auf dieser Messe stimmt Peter Laub, Villeroy&Boch Key Account Manager, zuversichtlich. Insgesamt stehen bei V&B neun Keramikfarben zur Wahl. 6

 Kompakte Spülen auch für kleine Küchen

hatte Lars Kreutz, Vertriebsleiter bei Blanco, in München dabei, beispielhaft hier die Blanco Elon XL 6 S aus dem erfolgreichen Silgranitspülen-Programm der Oberderdinger. Hier gezeigt im Farbverbund mit der Armatur Alta-S Compact. k + a | 21


Architektur + Trend | Küchen

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 Hier geht es rund. Mit seinem Modell

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Butterfly aus Corian präsentierte sich erstmals der ungarische Hersteller macsali kitchen manufacture und stieß auf reges Interesse der Besucher. www.macsali.hu 2

 Salih Acar, Geschäftsführer Silverline, und

Marketingleiter Markus Hollbach präsentierten vom Deckenlüfter über die Downdrafthaube „Apollo“ bis hin zur neuesten Entwicklung aus dem Hause Silverline, dem SilverSwitch, mit dem sich eine Haube ganz nach Belieben zwischen Umluft- und Abluftbetrieb umschalten lässt. 3

 Ehemalige Weggefährten: Franke

­Verkaufsleiter Markus Wegmann und Peter Fürst, Verkaufsleiter Lechner

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 Planen, Kalkulieren und Bestellen und

das alles via Maus-Klick. Der Österreichische Hersteller Speedmaster stellte seine Fertigungsvielfalt unter Beweis. Losgröße 1 ist für den Hersteller kein Problem. www speedmaster.at 5

 Dichtes Gedränge auf dem Stand

von Schüller Küchen. Zwei Tage hatte das Schüller-Team alle Hände voll zu tun, um den Wissensdurst bestehender und neuer Kunden zu stillen. 6

 Miele Verkaufsleiter Wilhelm Baumer

kennt die Küchentrends bereits seit Jahren und ist von deren Konzept noch immer überzeugt. Auf dieser regionalen Plattform wartet der Mar­kenhersteller mit seinen neuesten Geräten auf.

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Küchen | Architektur + Trend

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Alles für die Nische …

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Funktionalität, Übersicht und in anspruchs­ vollem Design

Der Zubehörspezialist Vogt zeigte während der Küchentrends Optimierungsmöglichkeiten für die Nische – sei es als Blickfang mit trendigen Nischenrückwänden oder für ihre effektive Nutzung als zusätzlicher Stauraum sowie als Docking- und Ladestation.

S

peziell für den Einsatz in der Küche entwickelt, auf Maß lieferbar und auf jedem Un­ tergrund aufzukleben und deshalb sowohl bei Neueinrichtungen als auch bei Reno­ vierungen ideal ist die Nischenrückwand fresh. Zur Wahl stehen viele neue Motive. Die Laminierung garantiert Pflegefreundlichkeit und dank des UV-Filters bleiben die Farben dauerhaft brillant. Aussparungen für Steckdosen werden bequem vor Ort mit einer Stichsäge vorgenommen. Funktional erweitert wird die Rückwand mit dem wahlweise durch Schrauben oder Kleben montierbaren Nischensystem Linero MosaiQ. Modular aufgebaut und damit sehr flexibel bietet es LED-Beleuchtung, Universalablagen, Eiche-Echtholz-Einleger, Schalen und Köcher sowie Papierrollenhalter und den patentierten Frischhaltefolien-Abroller. Das schlichte, gerad­ linige Design unterstreicht seine Funktionalität auch optisch. Für formschöne und praktisch verpackte Stromversorgung sorgt einerseits das Eck-Steckdosen­ element Evoline V-Port, das auf leichten Druck nach unten aus dem Gehäuse gleitet. Wahlwei­ se ist es mit drei Steckdosen oder mit zwei Steckdosen und USB Port erhältlich. Dieser bleibt auch in geschlossenem Zustand zugänglich und steht so jederzeit fürs schnelle Aufladen bereit. Andererseits ist bei Vogt das versenkbare 3-fach Steckdosenelement Elevator erhältlich. Es fährt per Fingerdruck auf 94,6 mm aus der Arbeitsplatte heraus und bietet eine Schuko-Steckdose und zwei Eurosteckdosen. Zum Einbau geeignet für Arbeitsplattenstärken von 16 bis 60 mm und im hinteren Teil der Arbeitsplatte platziert, wird lediglich eine verkürzte Schublade erforderlich. Neben diesen Ausstattungselementen und vielem mehr enthält das Vogt-Verkaufshandbuch 2014/2015 die aktuel­ le LED Sun Kollektion mit acht leistungsstarken, energie­ effiziente 3,5 Watt-LED-Leuchten in gängigen Bauformen. Mit Edelstahlgehäusen und den Lichtfarben 3000 Kelvin warmweiß und 4000 Kelvin neutralweiß im 2er, 3er bzw. 4er Set erhältlich, überzeugen die sechs Unterbau- und zwei Einbauleuchten zudem ohne sichtbare Pixel. www.vogtwelt.de

Steckdosenelement Elevator – klein, fein, praktisch

Evoline V Port mit USB-Port ist die ideale Ergänzung zu allen Nischenrückwänden und kann nachträglich eingebaut

Michael Süsens, Vertrieb Vogt GmbH

werden. küche + architektur | 23


Stammsitz der Blanco GmbH + Co KG im badenwürttembergischen Oberderdingen.

Innovation und Service ­zahlen sich aus Küchentechnikspezialist Blanco generiert einen Rekordumsatz nach dem anderen

Innovative Unternehmen wachsen schneller, generieren mehr Umsatz und sind n ­ achhaltig erfolgreicher. Der Oberderdinger Spülenhersteller und Armaturenspezialist stellt diese These unter Beweis. „Das Jahr 2013 war bislang des beste Jahr der Unternehmensgeschichte“, wie Blanco-Geschäftsführer Joachim Schreiber während einer Pressekonferenz betonte, „und das gegenüber einem stagnierenden Küchenmarkt.“

Die Geschäftsführer der Blanco GmbH + Co KG (von links): Rüdiger Böhle, Kaufmännischer Geschäftsführer, Achim Schreiber, Vorsitzender der Geschäftsführung, Wolfgang Schneider, Geschäftsführer Technik


Spülen | Komfort + design

Blanco Adon XL 6 S: Die moderne Spüle aus Silgranit ist außerordentlich widerstandsfähig und begeistert mit hervorragenden Pflegeeigenschaften, angenehmer Haptik und attraktiver Farbauswahl.

Fotos: Blanco

A

uch das Geschäftsjahr 2013 konnte das mittelständische Un­ ternehmen mit einem Rekordumsatz abschließen und erzielte weltweit einen konsolidierten Nettoumsatz von 293 Millionen Euro. Seine Erlöse steigerte der Hersteller dabei im Vergleich zum Vorjahr um 19 Millionen Euro oder 7,1 Prozent. Ein Wachstum, das der Küchentechnik-Spezialist mit seinen derzeit 1300 Mitarbeitern sowohl im In- als auch im Ausland generierte. National und internati­ onal konnte Blanco Marktanteile hinzugewinnen. Im Inland verbuch­ te das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 4,3 Prozent auf 109 Millionen Euro. Das Auslandgeschäft wuchs sogar um 8,7 Prozent auf 184 Millionen Euro. Mit dieser Entwicklung sieht sich Blanco als Qualitätsführer seines Segments mit einem hohen Servicegrad bestätigt. Das Wachstum habe man vor allem auch während des Geschäftsjahres durch die Lan­ cierung von Neuheiten generieren können. Das gilt natürlich auch für den Armaturenbereich, in dem das Oberderdinger Unternehmen mit 26 Prozent (laut Heinze Sanitärpanel) Marktführer ist. Länderspezifisches Sortiment zahlt sich aus Die Entwicklung der Auslandsmärkte, so Joachim Schreiber, zeigte sich unterschiedlich. Jedoch führte die länderspezifische Sortiments­ gestaltung von Blanco zu guten Erfolgen in den Exportländern. Wäh­ rend in den USA die Anzahl der Baugenehmigungen um 18 Prozent gestiegen sei, stagniere Kanada weiterhin vor sich hin. Der chinesische Markt zeige sich nach wie vor wachsend, obgleich sich der Immobili­ enmarkt im Vergleich zu der aufgeheizten Entwicklung in den vergan­ genen Jahren derzeit moderat abkühle. Auch in Europa stehe man landesspezifisch unterschiedlichen Markt­ entwicklungen gegenüber. So zeige sich der britische Markt sehr sta­ bil. Hier habe man zweistellige Wachstumsraten generieren können. In Spanien zeige sich allmählich Licht am Ende des Tunnels, was in 2014 erstmals zu spüren sein werde. Portugal zeige sich stagnierend. Und auch Italien sei nach wie vor schwierig und rückläufig. Däne­

mark zeige sich wie der niederländische Markt aufgrund des diffizilen Hausfinanzierungskonzepts derzeit schwierig, entwickle sich jedoch in 2014 wieder positiv. In Osteuropa sei zwar Bedarf vorhanden. Jedoch gestalte sich die Kredit­ beschaffung äußerst schwierig. Auch in Russland habe sich die Wachs­ tumsgeschwindigkeit aufgrund des gesunkenen Rubel reduziert. Die Ukraine zeige sich aufgrund der politischen Lage schwieriger denn je. Trotz der heterogenen Entwicklung der unterschiedlichen Märkte konnte Blanco seinen Auslandsanteil am Gesamtumsatz auf 63 Pro­ zent erhöhen. Weltweite Führung bei Granitspülen ausgebaut Mit seinem sehr breit gefächerten Produktprogramm an Spülen in den drei maßgeblichen Materialien Edelstahl, Granit, Keramik sowie Küchenarmaturen und Abfallsystemen sieht sich der Hersteller gut aufgestellt. Der Anspruch an höchste Qualität hinsichtlich Material, Komfort, Design und Service zieht sich durch alle Produktbereiche des Vollsortimenters. Die Sub-Marke Blanco SteelArt bedient darüber hinaus exklusive Kundenwünsche mit außergewöhnlichen Design­ lösungen, von handgefertigten Becken bis zu maßgeschneiderten Edelstahl-Arbeitsplatten mit integrierten Funktionsbereichen. „Die stärksten Wachstumstreiber in diesem sehr erfolgreichen Ge­ schäftsjahr waren erneut Silgranit-Spülen und Küchenarmaturen“, konstatierte Achim Schreiber. Der Marktanteil der Silgranit-Spülen habe sich, so das Unternehmen nach eigenen Schätzungen, im Ver­ gleich zum Vorjahr mit 34 Prozent erneut erhöht. Die Anzahl der verkauften Edelstahlspülen liege bei 54 Prozent und der Anteil an Ke­ ramikspülen liege derzeit bei 12 Prozent. Durch diese Marktentwick­ lung konnte Blanco seine Weltmarktführerschaft bei Granit-Spülen erneut weiter ausbauen. Dennoch zeigt sich der Hersteller natürlich auch im Bereich der Edel­ stahlfertigung nachhaltig innovativ. Mit Blanco Durinox, der neuen Edelstahl-Arbeitsplatte im exklusiven SteelArt-Segment, setzt Blanco küche + architektur | 25


komfort + design | Spülen

Am Fertigungs­ standort Sulzfeld produziert Blanco hochwertige Edelstahl-Spülen für den weltweiten Markt.

weltweit Maßstäbe. Das Material ist mehr als doppelt so hart wie ge­ wöhnlicher Edelstahl, kratzfest und ein absolutes Novum in optischer und haptischer Hinsicht – „eine Materialinnovation, die von den Kun­ den äußerst positiv aufgenommen wurde“, führte Achim Schreiber aus. Zahlreiche internationale Auszeichnungen für Spülen und Arma­ turen wie jüngst der German Design Award für die Armatur Blan­ co Saga, die bereits mehrfach im vergangenen Jahr prämiert wurde, unterstreichen die ausgewiesene Design- und Innovationsstärke des Unternehmens. Wer nicht investiert verliert Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den Rahmen für künfti­ ge Wachstumsstrategien zu bilden, investierte Blanco wiederum kräf­ tig in Technologien und neue Anlagen an den Standorten in Sulzfeld, Sinsheim und Toronto sowie in die Optimierung der Energieeffizienz. 90 Prozent des Investitionsvolumens von 13,6 Millionen Euro flossen, so der kaufmännische Geschäftsführer Rüdiger Böhle, dabei in die deutschen Standorte. Das seit Jahren starke Wachstum im Bereich Silgranit-Spülen ging mit dem weltweiten Ausbau der Produktionskapazitäten einher. Der Heraus­ forderung durch die niedrigeren Herstellungskosten im Ausland stellt sich Sulzfeld (Edelstahlspülenherstellung) mit einer kompletten Re­ strukturierung der Fertigungsabläufe und Herstellungsverfahren. Da­ für werden über 20 Mio. Euro in den Jahren 2012-2015 aufgewendet. Höchste Priorität habe jedoch auch der Lieferservice, betonte Joachim Schreiber. Diesen Anspruch lässt sich Blanco in 2014 rund 30 Milli­ onen Euro kosten. Davon entfallen allein 20 Millionen Euro auf die Erweiterung des Logistik-Standorts Bruchsal. Der Anbau eines Hoch­ regallagers führte zu einer Verdreifachung der Palettenplätze von bis­ lang 11.000 auf 33.000. Des weiteren werde die Kommissionierung erweitert. Es gelte, die mit der erfolgreichen Geschäftsentwicklung gestiegenen Anforderungen in den in- und ausländischen Märkten mit optimalen Prozessen noch besser erfüllen zu können. Die kürzlich begonnene Baumaßnahme werde Blanco überdies bes­ te Voraussetzungen für weiteres Wachstum verschaffen, erklärte die Geschäftsführung. 26 | küche + architektur

Rundum nachhaltig Als wirtschaftlich starkes und auf die Zukunft ausgerichtetes Unter­ nehmen steht Blanco zu seiner Verantwortung für das ökologische als auch für das soziale Umfeld auf Basis einer nachhaltigen ökonomi­ schen Unternehmensentwicklung. Vorgelegt wurde wieder der aktu­ elle Blanco-Nachhaltigkeitsbericht, der ausführlich jüngste Projekte und Aktivitäten sowie Grundsätze zu Umwelt, Energie, Arbeitssicher­ heit, Gesundheitsschutz und Qualität dokumentiert. Im vergangenen Geschäftsjahr nahm Blanco das erste Blockheizkraftwerk am Produk­ tionsstandort Sulzfeld in Betrieb. Die umweltfreundliche Energiever­ sorgung spart dank hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung jährlich etwa 370.000 Kilogramm CO2 ein, was dem CO2 Ausstoß von rund 180 PKW pro Jahr gleichkommt. Das Silgranit-Spülenwerk in Sins­ heim wurde 2013 als erster Standort erfolgreich nach der Energiema­ nagement-Norm DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Derzeit werden dort die Heizanlagen von Grund auf neu konzipiert und auf modernste, umweltfreundliche Strom- und Wärmeerzeugung umgestellt. So soll im Spätsommer 2014 das erste Gasturbinen-Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen werden. Unter den besten Arbeitgebern in Deutschland In einer bundesweiten Studie des Nachrichtenmagazins Focus plat­ zierte sich Blanco unlängst innerhalb der Kategorie der mittelgroßen Unternehmen im Branchenranking „Fertig- und Gebrauchsgüter“ auf einem hervorragenden 2. Platz und zählt damit zu den besten Arbeit­ gebern Deutschlands. Weltweit arbeiten insgesamt 1300 Menschen für Blanco. 980 Mitar­ beiter sind in Deutschland und 320 in den ausländischen Tochterge­ sellschaften beschäftigt. Als einer der größten Arbeitgeber in der Re­ gion bietet Blanco zukunftsorientierte Berufsbilder und attraktive Karriere-Perspektiven. Um schon frühzeitig kompetente Fachkräfte in den eigenen Reihen aufzubauen, hat Blanco ein besonders individuali­ siertes Trainee-Programm – „Blanco Move“ – für talentierte Hochschul­ absolventen entwickelt. Das internationale, mittelständische Unter­ nehmen in Familienhand legt größten Wert auf eine Unternehmens­kultur, die von hoher Wertschätzung jedes einzelnen Mitarbeiters geprägt ist


Spülen | Komfort + design

Mario Laun, Produktmanager SteelArt präsentierte Durinox. Dabei handelt es sich um die Veredelung hochwertigen Edelstahls durch Beschießen des Materials in einer Strahlkabine mit Edelstahlperlen mit 300 km/h. Das durch diesen Prozess zuerst verbogene Material wird dann wieder plan gerichtet. Durinox verfügt über die außerordentliche Härte von 430 HV (Vickershärte, ein Maß für die Härte von Werkstoffen) und ist 1 mm stark. Die fugenlose Integration vom perfekt abgestimmten Blanco Zerox ­Becken in die Arbeitsplatte ergibt ein rundum stimmiges Gesamtbild.

sowie von einem respektvollen Umgang miteinander. Darüber hinaus bietet Blanco ein breit gefächertes Programm zur Gesundheitsvorsor­ ge und fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, unter ande­ rem mit flexiblen Arbeitszeiten und einem Kinderbetreuungsangebot. Wachstum für 2014 vorprogrammiert Für das laufende Geschäftsjahr 2014 gibt sich das Unternehmen op­ timistisch. Es sei kein Abbruch in der Dynamik zu erwarten. Sowohl GFK- als auch Ifo-Indizes zeigen sich positiv. Die wieder stärker wach­ sende Inlandskonjunktur sowie die anziehenden Neubautätigkeiten

führen zu einer Auffrischung im deutschen Markt. Des weiteren sei eine wachsende Bereitschaft der Verbraucher festzustellen, in hoch­ wertige Produkte zu investieren. Ebenso geht das Unternehmen von einer Belebung einiger internationaler Märkte aus. Blanco sieht sich insgesamt mit seiner internationalen Strategie sehr gut aufgestellt, um in den Küchen der Welt künftig noch präsenter zu sein. Das Unternehmen präsentiert sich jährlich weltweit auf 45 Mes­ sen, davon 21 im Ausland. In 2015 wird Blanco auch wieder auf der LivingKitchen in Köln dabei sein. Die Vorbereitungen laufen bereits www.blanco.de auf Hochtouren.

Kratzfest und mehr als doppelt so hart: Blanco Durinox, die 2013 eingeführte neue Edelstahl-Arbeitsplatte im exklusiven SteelArt. Die besondere Veredelung macht das innovative Material extrem widerstandsfähig gegenüber Kratzern und unempfindlicher für Fingerabdrücke.

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unternehmen + köpfe | Systemceram

Von der Flamme zum Großbrand Ein Tag bei Systemceram

„Es gibt keinen Kunden, den Manfred Engel und ich nicht persönlich begrüßen, wenn er zu uns kommt“, betont Gerhard Göbel und tut dies auch, als zu seinem aktuellen Workshop sukzessive die Handelspartner aus den unterschiedlichsten Bundesländern eintreffen. Die Verbindungen, die die beiden „Jungunternehmer“ mit ihren Kunden eingehen, sind nach wie vor etwas ganz Besonderes. Sie unterstützen den Wissensdurst der Teilnehmer und sorgen für eine sehr harmonische und entspannte Atmosphäre.

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Systemceram | unternehmen + köpfe

„Beim Feinsteinzeug handelt es sich um ein extrem feines Mineralpulver mit hohen Anteilen an Quarz, Feldspaten und anderen Flussmitteln, das unter hohem Druck trocken gepresst wird“, erläutert Gerhard Göbel seinen Gästen.

Aufmerksam wartet Systemceram Verkaufs-

Manfred Engel in seinem Element: Er ist

leiter Christoph Erll (r.) auf seinen Einsatz für

stolz darauf, dass die Systemceram Workshops

die Präsentation des aktuellen Spülensortiments.

so gut angenommen werden.

G

erade eben haben die rund 45 Gäste sich noch einander vorgestellt und eine Kleinigkeit zu sich genommen, als ein lauter Knall die Gespräche unterbricht. Für Manfred Engel ist das Werfen eines Topfes in eine Keramikspüle sein ganz persönlicher Gong, mit dem er nicht nur auf den offiziellen Beginn der Veranstaltung hinweist, sondern auch die Qualität der Systemceram-Produkte unter Beweis stellt. Zuerst aufgeschreckt, dann lachend und ganz bestimmt hellwach nehmen die Küchenprofis ihre Plätze ein. Die Gruppe der anwesenden Küchen­ spezialisten ist heterogen. Zum Teil über 800 Kilometer weit angereist sind Inha­ ber und Verkäufer aus Küchenstudios und Vollsortimentshäusern. Aber ein Ziel haben alle gemeinsam: Sie wollen mehr über die Vorteile der Produk­ te von Systemceram erfahren, sie haben Interesse, mehr über das Material Keramik und seine Ver­ arbeitung zu wissen und durch das Erlernte ihre Verkaufsargumentati­ on zu schärfen. „Wir sind sehr stolz darauf, dass un­ sere Workshops so gut angenommen werden“, betonen Gerhard Göbel und Manfred Engel und weisen darauf hin, dass alleine in diesem Jahr acht dieser Veranstaltungen stattfinden werden.

Und los geht’s Manfred Engel nutzt die Bühne des gemüt­ lichen Ausstellungsraums, um das weitere Programm zu erläutern, bevor er das Wort an seinen Kollegen Gerhard Göbel gibt. Die­ ser nimmt seine Zuhörer mit auf eine Zeit­ reise, die bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zurückführt, als unter der Ägide der Unter­ nehmensgruppe KCH aus der erst später Sys­ temceram entstehen sollte, noch Spülsteine, und später erste keramische Spülen und La­ borplatten hergestellt wurden. Es ist die span­ nende Geschichte dreier Angestellter, die sich Ende des 20. Jahrhunderts zusammentaten, weil sie an eine Unternehmenssparte und de­ ren Mitarbeiter glaubten, um sich mit einem Altersdurchschnitt von rund 50 Jahren selb­ ständig zu machen. Als Jungunternehmer ris­ kierten sie 1999 ihr gesamtes Privatvermögen, um ihren Traum von einem kundenorientier­ ten Spezialanbieter für keramische Produkte auf Feinsteinzeug-Basis zu realisieren. Wenn Gerhard Göbel die Erfolgsgeschichte der Sys­ temceram erzählt, richtet er seine Worte des Dankes auch immer wieder an die Partner im Handel, die das Unternehmen damals wie heute unterstützt haben und unterstützen: „Gemeinsam mit unseren Kunden und mit unseren Mitarbeitern haben wir es geschafft“, betont er. Das bestätigen auch die Innen- und Außendienstteams der anwesenden Küchen­ profis, die selbstverständlich an diesem Event küche + architektur | 29


unternehmen + köpfe | Systemceram

Die Handelspartner geben die Grundlagen vor und ein externer Designer übernimmt das Finetuning der Systemceram Spülen. Dass diese Rezeptur stimmig ist, beweisen Erfolgsmodelle wie „Stema“ (oben li.), „Mera“ (re.), oder „Quanto“ (unten).

30 | küche + architektur

teilnehmen. Wie vertraut die Mannschaft von Systemceram mit ihren Kunden ist, bemerkt man schon bald an dem freundschaftlichen Umgang. Kaum jemand ist hier per Sie. Ge­ bannt lauschen die Zuhörer den Worten der beiden Unternehmer und langsam aber si­ cher erschließt sich den anwesenden Gästen die einzigartige Struktur des Unternehmens aus dem Westerwald. Heute steht Systemceram sicher auf drei Beinen, wobei die Sparte Küchentechnik 60 Prozent ausmacht. Die Sparte Laborkera­ mik, worauf Gerhard Göbel mit Stolz hin­ weist, fertigt heute bereits 80 Prozent aller in Deutschland benötigten Laborarbeitsplatten, ist traditionell das zweite Standbein und last but not least fertigt das Siershahner Unter­ nehmen heute zudem moderne Waschbe­ cken für den Badspezialisten Keuco. Gerade die Auftragsfertigung für Keuco stellt unter Beweis, dass Systemceram selbst kleine Los­ größen realisieren kann.

Hier brennen sie für ihre Kunden Doch Geschichte und Zahlen sind die eine Seite, nun können die Systemceram-Kunden erstmals einen Blick in das Herz der Keramik„Schmiede“ werfen. Bereits der Werkstoff, das Feinsteinzeug, mit dem die keramischen Produkte von Systemceram gefertigt werden, ist etwas Besonderes. Weltweit gibt es derzeit nur zwei weitere Anbieter für Spülen und Ar­ beitsplatten aus diesem Material. „Beim Feinsteinzeug handelt es sich um ein extrem feines Mineralpulver mit hohen An­ teilen an Quarz, Feldspaten und anderen Flussmitteln, das unter hohem Druck trocken gepresst wird“, erläutert Gerhard Göbel sei­ nen Gästen. „Durch die sehr dichte Sinterung wird eine äußerst geringe Wasseraufnahme von unter 0,5 Prozent erreicht. Die Brenn­ temperatur von ca. 1200° C trägt zu einer sehr dichten Verbindung bei, die beim Feinstein­ zeug zu einer hohen Verschleißfestigkeit und chemischen Beständigkeit führt. Außerdem


Systemceram | unternehmen + köpfe

zeichnet sich Feinsteinzeug vor allem durch seine Unempfindlichkeit aus. Zudem ist das Material sehr reinigungsfreundlich und weit­ gehend unempfindlich gegenüber Flecken. Nicht umsonst wird das Material gerne im Bereich Küche und Labortechnik eingesetzt.“ Für eine noch bessere, noch flexiblere Verar­ beitung des Werkstoffs haben die Unterneh­ mer Gerhard Göbel und Manfred Engel rund 14 Millionen Euro in die Fertigung investiert. Und das möchte das Systemceram-Team sei­ nen wissbegierigen Gästen auch zeigen. Sie ist imposant, die riesige vier Millionen Euro schwere Halle und das nicht nur wegen des hochmodernen Tunnelofens und der auto­ matischen Ofenwagenbeladung. Vorbei an der Regalgießanlage, in der Gipsformen mit Flüssigton befüllt werden. Die Rohlinge kom­ men dann zum Trocknen in ein neun Meter hohes Regalsystem und erhalten ihre Farbgla­ sur in der beeindruckenden Roboter-Glasur­ anlage. „Wir setzen auf Nachhaltigkeit“, hebt Gerhard Göbel hervor. Er hat bei dem Neu­ bau auf modernste Energieeffizienzprogram­ me gesetzt. Alleine zwei Millionen Euro der Geamtinvestition flossen in die technischen Energieeinrichtungen, wie Trafostation, Druckluft und Heizung. Nicht zu vergessen die 2500 qm große Photovoltaikanlage auf den Dachflächen. „Mit dem hier erzeugten Strom könnten rund 50 Einfamilienhäuser mit Energie versorgt werden“, erläutert der Gastgeber seinen aufmerksamen Zuhörern.

form können 60 Rohlinge hergestellt werden. Richtig mengentauglich wird das Ganze erst nach der Herstellung einer Positivform aus Gummi. Hinter einer solchen Form steht ein Wert von 25.000 Euro. Entsprechend pfleg­ lich werden sie behandelt. „Die besten Spülendesigner sind unsere Han­ delspartner“, unterstreicht Gerhard Göbel. „Sie geben die Grundlagen vor und ein ex­ terner Designer übernimmt das Finetuning.“ Dass diese Rezeptur stimmig ist, beweisen Erfolgsmodelle wie „Mera“, „Stema“ oder „Delta“, um nur die aktuellsten zu nennen. Die Paten dieser Kreationen sind alle unter den Kunden von Systemceram zu finden.

Küchenspezialisten werden zu Designern Auf dem Weg durch die Fertigung darf natür­ lich auch der Besuch in der Laborwerkstatt nicht fehlen. Zwischen 140 und 150 Stunden benötigt Formenbauer Heinz Wagner für die Herstellung einer neuen Spülenform. Hier ist präzise Handarbeit gefordert. Aus einer Gips­

Ehrlich währt am längsten „Haben Ihre Spülen auch diesen Abperl-Ef­ fekt?“, taucht da eine Frage aus den Reihen der Workshop-Teilnehmer auf. Gerhard Göbel führt seine Gäste zu der entsprechenden An­ lage.„Ja, wir bieten die Cleanplus-Beschich­ tung optional an. Doch eigentlich“, betont er, „brauchen wir diese zusätzliche Versiegelung

Ein Besuch im Herzen der Keramik„Schmiede“

küche + architektur | 31


unternehmen + köpfe | Systemceram

Inspiriert von all den Eindrücken geht es mit den Workshopteilnehmern nach einem kurzen Hotelaufenthalt per Bus weiter ans Deutsche Eck, dann zur Besichtigung der Marksburg. Manfred Engel übernimmt dabei die Aufgabe eines professionellen Reiseführers, der keine Frage über die Entwicklung des Westerwalds offen lässt.

32 | küche + architektur

bei unseren Keramikprodukten nicht. Die die Gäste zu einem neuen, noch nicht am Spülen lassen sich auch so sehr einfach rei­ Markt erhältlichen, eleganten, filigranen Spü­ nigen und wenn man sie trockenreibt, ist der lenmodell zu befragen und vielleicht auch für Abperl-Effekt nicht nötig. Außerdem“, erläu­ die Namensgebung Anregungen zu sammeln. tert Gerhard Göbel seinen Kunden, „Clean­ Auch ein neuer Farbton wird präsentiert, der plus beschichtete Spülen dürfen nur mit mil­ sehr gut bei den anwesenden Küchenplanern den Reinigungsmitteln geputzt werden, da ankommt. Mehr dürfen wir hierzu leider die Versiegelung sonst bricht. Man braucht noch nicht publizieren, aber wir sind sicher, aber schon einmal einen stärkeren Reiniger, Neuheit und Farbe werden ein Hit. wenn es z. B. darum geht, den Metallabrieb Inspiriert von all den Eindrücken geht es eines auf der Keramik mit den Workshopteil­ abgestellten Edelstahl­ nehmern nach einem „Aufbauend auf den Erfolgen kurzen Hotelaufent­ topfes wegzuwischen.“ Die Meinung von Ger­ und Erfahrungen der Vergan­ halt per Bus weiter ans hard Göbel scheint genheit werden wir auch in Deutsche Eck, dann das Gros seiner Han­ zur Besichtigung der Zukunft unsere starke Kunden­ delspartner zu teilen, Marksburg. Manfred orientierung und Kunden­ denn gerade einmal 15 Engel übernimmt dabei Prozent verkaufen die bindung behalten. Wir werden die Aufgabe eines pro­ Spülen von Systemce­ fessionellen Reisefüh­ ram mit Cleanplus. Der Kundenwünschen immer eine rers, der keine Frage Rest setzt auf die na­ über die Entwicklung hohe Priorität geben, dem türliche Resistenz der Küchenhandel aber auch mit des Westerwalds offen Keramikspülen. Und lässt. In Braubach am innovativen Produkten neue, das können sie auch, Rhein kehrt man dann denn Systemceram ge­ gemütlich im mittelal­ zukunftweisende Impulse währleistet auf seine geben, die ihm Verkaufserfolg terlichen Gemäuer des Produkte eine Garantie „Weißen Schwans“ ein, und gute Margen bringen.“ von fünf Jahren. wo man nach Ernen­ Zurück im Ausstel­ nung des gruppenei­ Gerhard Göbel und Manfred Engel lungszentrum über­ genen Mundschenks nimmt Vertriebsleiter und Vorkosters den Christoph Erll das Zepter und präsentiert mit Workshop bei einem geselligen Gelage be­ Elan und Sachverstand das aktuelle Spülen­ schließt, das die freundschaftlichen Bande sortiment der Westerwälder Keramikspülen- des Systemceram-Teams mit seinen Kunden Schmiede. Auch er wirft den Kochtopf in die einmal mehr festigt. Und waren die Teilneh­ edle Keramikspüle, die selbst diese schlechte mer bisher schon Feuer und Flamme für die Behandlung ohne Blessuren wegsteckt. Und Keramikspülen aus Siershahn, so dürfte die­ Systemceram wäre nicht Systemceram, nutz­ ser Event bei dem einen oder anderen mit Si­ te das Team nicht gleich die Gelegenheit, um cherheit zu einem Großbrand geführt haben. www.systemceram.de 


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technik + komfort | Hauben

34 | küche + architektur


Hauben | technik + komfort

Foto und Grafik: Miele

Dunstabzugshaube und Kochfeld im Gleichtakt – Mehr Komfort beim Kochen bietet Con@ctivity 2.0, ein von Miele entwickeltes System, das die Absaugleistung der Haube automatisch dem tatsächlichen Kochgeschehen anpasst. Praktisch funktioniert das so: Wird das 1

2

3

IS

Kochfeld eingeschaltet, springt mit einem kurzen Zeitverzug die Beleuchtung der Dunstabzugshaube an. Wenige Sekunden später reagiert das Gebläse – genau abgestimmt auf Anzahl und Leistungsstufen der aktiven Kochstellen. Wird die Leistung verändert, ändert sich auch die

II/

Leistungsstufe der Dunstabzugshaube. Con@ctivity 2.0 bietet eine Reihe praktischer Vorteile: Weil die Dunstabzugshaube selbstständig arbeitet, kann man sich voll und ganz auf den Kochprozess konzentrieren. Das Bedienfeld der Haube bleibt deutlich sauberer, denn das Regulieren mit

0 1 2 3 4

fettigen Fingern ist weitgehend überflüssig. An das Ausschalten nach dem Kochen muss der Benutzer nicht denken, denn das geschieht nach einer gewissen Nachlaufzeit automatisch. Im Miele-Programm sind zahlreiche Dunstabzugshauben und Kochfelder Con@ctivity-fähig. Den Dunstabzugshauben liegt ab Werk ein Funkstick bei, der einfach in das Kochfeld gesteckt wird (Plug & Play). www.miele.de

Von designstark bis unauffällig Dunstabzugshauben von heute müssen leistungsstark aber leise sein

Die Dunstabzugshaube ist schon lange mehr als ein teures Beleuchtungselement. Neben ihrer Effizienz ist es natürlich auch das Design, das sie für Verbraucher interessant macht. Gerade in zum Wohnraum hin offenen Küchen spielen Optik und Funktionalität eine gleichermaßen große Rolle. Wir befragten Spezialisten aus Fachhandel und Hausgeräteindustrie zum Thema „Dunstabzugshauben heute“. Ihr Fazit: Kopffrei, harmonisches bis zurückhaltendes Design überwiegend realisiert in Glas und Edelstahl, bedienungsfreundlich, leistungsstark, intelligent und energieeffizient sollen sie sein, die Hauben von heute und morgen. Am meisten verkauft werden laut Aussagen der Hausgeräthersteller zwar nach wie vor Ablufthauben, doch steigt die Nachfrage nach Umluftgeräten kontinuierlich. Wir haben die Aussagen der Haubenspezialisten der Unternehmen Bauknecht, Berbel, Bora, Electrolux, Elica, Franke, Gutmann, Küppersbusch, Miele, Neff, Novy, O+F, Oranier, Refsta und Silverline in diesem Artikel überschaubar zusammengefasst.

küche + architektur | 35


technik + komfort | Hauben

Welche Produkteigenschaft einer Dunstabzugshaube hat den höchsten Stellenwert beim Verbraucher?

Welche Dunstabzugshauben verkaufen Sie am meisten?

(Mehrfachnennungen möglich)

Geräuschpegel

54,29 %

Leistung

37,14 %

Material und Design

34,29 %

Dunstabzugshauben GfK Panelmarkt Deutschland

(Mehrfachnennungen möglich)

51,43 %

Wandhaube

(Verkauf Wert %, Preis EUR, Quelle: GfK 2014)

KOPFFREIHAUBEN

Filtertechnik

20,00 %

Beleuchtung

11,43 %

Energieeffizienz

42,86 %

Inselhaube

14,29 %

Downdrafthaube

8,57 %

11,43 % 0%

20 %

40 %

60 %

80 %

Concept-Linie begeistert mit ihrem horizontal angeordnetem Design, sanften Rundungen und einer leicht anmutenden Abdeckung aus Glas und Edelstahl. Darüber hinaus überzeugt sie durch Leistungsstärke (max. 850m³/h), leisen Lauf und einen hohen Energie-Effizienzgrad (80%). Ausgestattet mit einem elektronisch gesteuerten Motor arbeitet die Haube mit hocheffizienter Randabsaugung. Das neue, 90cm breite Induktionskochfeld der Sinos S-ConceptSerie mit umlaufendem Edelstahl-Rahmen korrespondiert mit seinen modernen, weich geschwungenen Eckradien optisch perfekt mit

0%

20 %

40 %

60 %

80 %

B

eim Endverbraucher, das ergab unsere Umfrage unter den Küchenspezialis­ ten, hat besonders der Geräuschpegel der Hauben einen hohen Stellenwert. Das be­ tonten 54 Prozent der 140 an der Befragung partizipierenden Küchenprofis. Leistung (37 Prozent) sowie Material und Design (34,3 Prozent) kommen gleich an zweiter Stel­ le. Die Filtertechnik beurteilen 20 Prozent der Befragten als nennenswert und auch die Beleuchtung stößt laut 11 Prozent der Ant­ wortenden auf das Interesse der Kunden. Die Energie-Effizienz (3 Prozent) der Hauben scheint beim Verbraucher jedoch noch kein Thema zu sein. Wobei sich das 2015 ändern könnte, da Ende 2014 ein Energielabel auch für diese Produktgruppe eingeführt werden

„Die geeignete Haube für alle Einsatzbereiche gibt es nicht. Um die optimale Lösung zu finden müssen mehrere Krite­ rien individuell berücksichtigt werden: u.a. die räumlichen Gegebenheiten, die Raum­ größe, die Art der Planung, die Kochgewohnheiten, die Häufigkeit der Nutzung etc.“ Klaus Stiegeler, Geschäftsführer Franke GmbH

36 | küche + architektur

www.franke.de

2013

1070 €

17 %

2012

1121 €

17 % 16 %

1100 €

2011 0%

100 %

Fotos: Franke

Haube und Spüle der neuen Concept-Linie.

5,71 %

Deckenlüfter

100 %

Die attraktive Kopffrei-Haube der SINOS-

15 %

766 €

INSELESSEN

2,86 %

k. A.

20 %

756 €

2011 Unterbauhaube

22 %

720 €

2013 2012

5%

10 %

15 %

20 %

25 %

30 %

soll und die Relevanz der Energieeffizienz von Dunstabzugshauben damit im Verbrau­ cherbewusstsein steigen wird. Machen Sie sich selbst ein Bild über Markt, Gerätevarianten, Technologien und techni­ sche Weiterentwicklung der Dunstabzugs­ hauben von heute. Welche Haubenmodelle auf Industrieseite am meisten verkauft werden, welche Materalien dabei zum Einsatz kommen. Welcher Tech­ nologien sich die unterschiedlichen Herstel­ ler bedienen, welche Angaben die Anbieter zu Themen wie Geräuschpegel und Energie­ effizienz machen; die Aussagen der einzelnen Hersteller haben wir hier zusammengefasst: Laut GfK, so die Electrolux-Forum Referentin Uta Bischoff, machen rund 70 Prozent des wertmäßigen Anteils in diesem Produkt­ bereich Kamin- und Design-Dunstabzugs­ hauben aus. Auch die Bestseller der Marke Electrolux liegen in diesem Segment. Nach den Erfahrungen von Fred Grundmann, Produktmanager für Dunstabzugshauben Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland, sind im Bereich der Dekor-Dunstabzugshau­ ben besonders Kombinationen aus Glas und Edelstahl gefragt, da diese Modelle gerne als Gestaltungselemente und Blickfang in der Küche eingesetzt werden. Bei den Flachpa­ neelhauben, die bei Miele problemlos in nur 35 Zentimeter hohe Oberschränke integriert werden können, Downdrafthauben und De­ ckengebläsen ist eher das Gegenteil gefragt: Diese Haubentypen sollen im Sinne einer Ge­ rätevollintegration möglichst unauffällig mit dem Küchenumfeld verschmelzen. Vor rund zehn Jahren startete Miele mit dem Modell DA 289 als erster Pilot in das kopffreie Zeit­ alter. Andere folgten. So kann auch Markus Kreuzer, Marketing Manager Kitchen bei


Hauben | technik + komfort

FÜR EINE OPTIMALE LUFTERFASSUNG – Die neue Pure’line ist die Weiterentwicklung von Novys erfolgreicher Deckenhaube. Damit setzt der belgische Hersteller seine ­Philosophie fort, dass die kompromissloseste Art der Absaugung über dem Kochfeld statt findet. Dem hauseigenen Entwicklungs- und Designteam ist es beim neuen Modell gelungen, zahlreiche Eigenschaften zu optimieren. Zur aktuellen Ausstattung zählen fortan zum Beispiel flächenbündig verbaute LED-Leuchten sowie eine besonders niedrige Einbauhöhe ab 13 cm. Die bekannte Flexibilität des dreh- und abnehmbaren CUBICGebläses wurde mit einem noch leiseren Motor kombiniert. Er entwickelt nur noch 34 dB(A) in mittlerer Gebläsestufe. Das im Foto gezeigte Modell ist in Edelstahl oder Lack weiß erhältlich und wird in weiteren Varianten auch ganz ohne Beleuchtung angeboten. ­Dadurch wird die Deckenhaube noch puristischer. www.novy-dunsthauben.de

küche + architektur | 37


technik + komfort | Hauben

Edel in schwarzem Glas und Edelstahl und mit 800 m3/h Luftleistung (freiblasend) leistungsstark – der Küppersbusch

Andrea Heiner Kruckas, Marketingdirector Küpperbusch Hausgeräte, www.kueppersbusch.de

Bauknecht berichten, dass die hochwerti­ gen Edelstahl-Wandessen, die aufgrund ihrer Schrägmontage platzsparend sind und gro­ ßen Personen die benötigte Kopffreiheit ge­ währleisten, auch bei diesem Unternehmen zu den gefragtesten gehören. Diese Erfahrung beschreibt auch Klaus Stiegeler, Geschäfts-

führer der Franke GmbH: „Zu unseren best­ verkauften Modellen gehören auf jeden Fall diejenigen mit gut integrierbarem Design, das durch klare lineare Formgebung besticht, die ergonomischen Hauben, die zum einen Kopffreiheit als auch ungestörte Sicht auf das Kochfeld ermöglichen.“

„Alle Produkte von Elica werden in den unternehmenseigenen Labors getestet, und die Qualitätskontrol­ len erfüllen die strengsten inter­ nationalen Vorschriften. Das Labor Elica Tech Lab wurde gemäß den UNI EN ISO 17025-Richtlinien ausgestattet und ist das einzige Labor weltweit, das der Dunstabzugshaube gewidmet ist und über eine UL-International-Demko Zertifi­ zierung verfügt. Es ist das einzige Labor in Italien und eines der wenigen in Europa, das in der Lage ist, spezifische Tests, insbesondere im Akustikbereich, durchzuführen“ 38 | küche + architektur Francesco Boromei, Marketingleiter bei Elica, www.elica.com

Diese Aussage kann auch Francesco Boromei, Marketingleiter bei Elica, nur unterstrei­ chen. Nicht umsonst ist der Shooting-Star unter den Elica-Hauben ein Gerät, das nicht nur Kopffreiheit gewährleistet, sondern zu­ dem als Designelement in der Küche wirkt: „Om wurde 2004 als weltweit erste vertikale Abzugshaube auf den Markt eingeführt. Der Erfolg unserer Dunstabzugshauben im allge­ meinen besteht aus einem Mix von Techno­ logie und Design.“ Auch bei Nikolaus Fleischhacker, geschäftsführender Gesellschafter Oranier Küchentechnik GmbH, gehören kopffreie Hauben zu den Bestsellern: „Besonders freut uns der Erfolg der neuen Hauben mit geschwunge­ nem Glasschirm ‚Carmen‘.“ Und wie sollte es anders sein, auch bei Silverline liegen die kopffreien Hauben-Varianten hoch im Kurs, so Markus Hollbach, Marketingleiter des Un­ ternehmens. „Aber auch unsere Tisch- und

Feel ist vor allem durch ihr originelles Design gekennzeichnet. Luftabsaugung und Beleuchtung werden elektronisch aktiviert, wenn die Elemente berührt werden.

Fotos: Elica

„Randabsaugung ist schon in kleineren Luft­ leistungen effektiv, daher werden keine hohen Laufleistungen benötigt. Durch Nachlaufautomatik wird ­störender Geruch auch nach dem Kochen noch beseitigt. Im Umluftbereich arbeiten wir mit Longlife Filter, die mehrmals regeneriert werden können, somit Energie ggü. Abluft sparen und nicht ständig gewechselt werden müssen.“

Fotos: Küpperbusch

EDD9960.0GE Downdraft Tischlüfter


Fotos: Gutmann

Hauben | technik + komfort

Die modulare Muldenlüftung Abajo bietet bei einfacher Handhabung eine effektive Absaugung und weist durch den Multifunktions­filter einen hohen Fett- und Kondensabscheide­grad auf.

Deckenhauben entwickeln sich hervorra­ gend. Unsere Kunden legen Wert auf schickes aber unauffälliges Design. Der Erfolg dieser Modelle liegt begründet in einem Mix aus zu­ kunftsfähigem Design, leistungsstarkem Ab­ saugverhalten trotz geringer Geräuschwerte, intuitiver Bedienung und neusten Technolo­ gien. Energieeffizienter Betrieb und moderne LED-Beleuchtung, die den Gesamtstromver­ brauch enorm senken, spielen zudem eine immer wichtigere Rolle.“ Andrea Heiner-Kruckas, Marketingdirector Küpperbusch Hausgeräte: „Am meisten nachgefragt werden Hauben, die sich prob­ lemlos in das Design der kompletten Küche einfügen. Dazu gehören Kopffreiheitshauben und Deckenlüfter. Außerdem stellen wir eine steigende Nachfrage für unsere DowndraftLösung fest.“ Bei dem Dunstabzugshaubenspezialisten Novy gehört eindeutig die DeckenhaubenSerie Pure‘line zu den Bestsellern: „Unsere Deckenhauben sind sehr stark gefragt, weil sie dem Planer die Möglichkeit geben, sich durch eine individuelle Deckenkonstruktion von seinem Wettbewerber abzusetzen. Hier­ mit kann der Fachhändler den Endkunden für seine Planung begeistern. Bei anderen Dunst­ hauben ist er dagegen oft vergleichbar: So sieht zum Beispiel eine Kochfeldabsaugung bei jeder Küchenplanung gleich aus, wenn sie später in die Arbeitsplatte eingebaut wird“, er­ klärt Novy-Geschäftsführer Tobias Kruse. Selbst Burkhard Stark, Geschäftsführer Refsta Handels GmbH, ein Unternehmen, das sich federführend mit der Plasmatech­ nologie auseinandersetzt, stellt eine Affi­ nität seiner Kunden für seine Schräghau­ ben fest, natürlich in Verbindung mit der plasmaNorm®-Filter Technologie. Die Kopffreihaube Ergoline, die Deckenlift­ hauben Skyline/Skyline Edge/Skyline Round und die Einbauhaube Firstline gehören, so Carsten Siebler, Vertriebsleiter Deutschland berbel Ablufttechnik GmbH, zu den best verkauften Haubenmodellen des Un­ ternehmens: „Die Kopffreihaube Ergoline überzeugt durch ein herausragendes Design

„Neue Richtlinien und Gesetze im Wohnungs­ bau erfordern eine ständige Weiterentwicklung der Lüftungstechnik für den Haushaltsbereich. Gutmann stellt sich dieser Aufgabe mit neu gestalteter Modell­ geometrie und optimierten leistungsstarken Gebläsen. Zudem werden energieeffiziente Lichtquellen in der Gesamtkonzeption vorgesehen.“ Dirk Brödel Marketing Management Exklusiv-Hauben Gutmann, www.gutmann-exklusiv.de

und ein freies Blickfeld auf die Kochstelle. Die zum Patent angemeldete Back-Flow-Techno­ logie sorgt mittels einer Sekundärbelüftung für eine kondensatfreie Front und höchste Wrasenerfassungs-Effizienz. Die Skyline Modelle von berbel sind in der Höhe verstellbar und lassen sich so bequem per Fernbedienung auf die individuelle Kör­ pergröße steuern. Zudem sorgt die Höhen­ verstellbarkeit für eine optimale Wrasen­ erfassung. Auch außer Betrieb setzen die Skyline Modelle von berbel mit der blend­ freien Kochfeldbeleuchtung und der getrennt schaltbaren Effektbeleuchtung Akzente als formschönes Lichtobjekt. Die Einbauhaube Firstline überzeugt durch eine klare Linie und einen hohen Bedienkomfort. Die bei Flachlüftern einzigartige serienmäßige LEDKochfeldbeleuchtung sorgt für ein angeneh­ mes Ambiente. Rainer Luig, O+F A-Line GmbH, hat für das Thema Kopffreiheit einen anderen Na­ men: „Die Hauben-Bestseller von O+F sind „barrierefreie“ Dunsthauben, die entweder in die Decke oder in die Arbeitsplatte eingebaut werden.

„Barrierefrei“ bedeutet in der aktuellen Raum­ gestaltung mehr als nur Kopffreiheit sondern auch den uneingeschränkten Blick durch ei­ nen Raum, wo heute Küche und Wohnraum immer öfter eine Einheit bilden. Eine formal präsente Designhaube ordnet den Raum ei­ ner bestimmten Funktion zu – der Küche. Multifunktionale Küchen- und Wohnräume sind offener in der Gestaltung. Wenn gekocht wird, ist perfekte Funktion in allen Details selbstverständlich – auch beim Dunstabzug. Aber das Design der Dunsthaube ist dezenter und wohnlicher, orientiert an der Multifunk­ tionalität des Raumes (Küche+Wohnen), wo nicht mehr nur gekocht wird. Insel-Lösungen spielen dadurch heute eine zunehmende Rolle. Dies und die größeren Küchen-Wohnräume sind lüftungstechnisch anspruchsvoller als geschlossene Küchen. Deshalb müssen entsprechend kraftvolle aber gleichzeitig geräuscharme Gebläse zur Verfü­ gung stehen, die solche Küchenräume in an­ gemessener Zeit und bei einem komfortablen Geräuschniveau vom Kochgeruch befreien.“ Für bora spricht Marketingfrau Barbara Hell: „Unsere innovativen Lösungen für die küche + architektur | 39


Fotos: Silverline

technik + komfort | Hauben

Die neue Premium Tischhaube „Apollo“ von Silverline eignet sich besonders für Wohnküchen, in denen keine traditionelle Dunstabzugshaube eingesetzt werden soll und durchgängig freier Blick erwünscht ist. Sichtbar ist nur der Edelstahlrahmen in Facettenoptik mit schwarzer Hartglasplatte, die perfekt mit schwarzen Ceran-Kochfeldern harmoniert. In der Glasplatte ist die leicht zu bedienende Touch-Control 4-Stufen-LED-Elektronik mit 15 Minuten Nachlaufautomatik integriert. Alternativ ist die Haube auch komfortabel über die mitgelieferte Fernbedienung regelbar.

„Gerade im Premiumbereich setzten wir auf Motoren vom deutschen Marktführer EBM Papst, die sich durch einen extrem geräusch­ armen Betrieb auszeichnen. Die hochmoderne Motoren-Tech­ nologie sorgt für einen ausgesprochen niedrigen Geräuschpegel von nur 39 dB(A) bei der am häufigsten genutzten zweiten Leistungsstufe. Selbst bei der stärksten Leistungsstufe, der Inten­ sivstufe mit bis zu 900 m3/h, bleibt das Betriebsgeräusch sehr niedrig. Darüber hinaus verwenden wir bei diesen Hauben die extrem sparsamen Power-LEDs, die für eine ausgewogene Kochfeldausleuchtung mit warmweißem Licht gerade einmal 1,2 W pro LED Strom benötigen.“ Markus Hollbach, Marketingleiter Silverline, www.silverline24.de

zeitgemäße Küche eröffnen mehr Möglich­ keiten in der Küchenplanung. Denn unsere patentierten Kochfeldabzugssysteme arbei­ ten effektiver und energiesparender als her­ kömmliche Dunstabzugshauben.“ Dazu nutzt der Hersteller eine Querströmung, die größer ist als die Steiggeschwindigkeit des Koch­ dunstes. Das heißt genau: Kochdünste steigen mit maximal 1 m/s auf. Der Bora Kochfeldab­ zug saugt mit ca. 4 m/s nach unten ab. So las­ sen die Kochfeldabzugssysteme Kochdünste und -gerüche gar nicht erst hochsteigen, son­ dern saugen sie dort ab, wo sie entstehen. Dirk Brödel, Marketing Management Exklusiv-Hauben Gutmann GmbH, hält es eher allgemein und sieht den Erfolg der Gut­ mann Bestseller aus dem Ceiling Programm in der Individualität und Funktionalität der 40 | küche + architektur

kundenspezifisch hergestellten Modelle, die mit einem eleganten, sich zurückneh­ menden Design aufwarten. Dabei komme es natürlich auch auf die Materialien an. Stefan Zipper, Abteilungsleiter Produktmanagement Dunstabzüge bei Neff, stellt eine Affinität zum Thema Unterbauhauben fest: „Bei Standard-Bauformen liegt bei uns eindeutig die Flachschirmhaube vorne. Die meisten Hauben dieser Art sind unterhalb des Oberschrankes lediglich als eine Mö­ bel- oder Metallleiste sichtbar. Die Haube ist also vollkommen in die Küchen integriert und wird unauffällig Teil des Ganzen. Unse­ re Flachschirmhauben haben gleich mehrere Vorteile: Sie sind nicht nur leistungsstark und äußerst leise, sondern können mit Hilfe eines speziellen Absenk­ rahmens komplett hinter

der Möbelfront verschwinden. Manche Ge­ räte sind mit variablem Bedienteil erhältlich. Der Kunde kann also aus zwei möglichen Po­ sitionen die für ihn ergonomisch beste Ein­ stellung des Bedienteiles an der Haube aus­ wählen. Aufgrund des geringen Platzbedarfs der Dunstabzugshaube kann ein Teil des Oberschrankes zusätzlich als Stauraum oder als Gewürzschrank genutzt werden. Unser zweiter Bestseller sind Box-Essen aus dem Bereich der stark designorientierten Ka­ minhauben. Sie werden weder versteckt noch aktiv in die Möbelfront integriert und sind als Wandessen oder als freihängende Inselhau­ ben mit Deckenmontage erhältlich. Zudem verzeichnen wir auch einen starken Trend hin zu unseren Schrägessen – in Edelstahl und vor allem in Glas sind sie besonders beliebt. Box-Essen sind äußerst leistungsstark mit bis zu 890 m³/h Luft-Fördervolumen und bis zu 39 dB(A) leise. Erhältlich sind sie mit einer Vielzahl an Ausstattungs- und Designmerk­ malen, wie z.B AirFresh Intervall-Lüftung, EASY-Befestigungssystem, Randabsaugung, EfficientDrive Motor, LED-Beleuchtung. Durch die unterschiedlichen Breiten und Höhen des Box-Korpus reicht das Designbild von robust bis geradlinig-elegant. Desweite­ ren variieren unsere Box-Essen in der Ab­ zugs- und Filtertechnik. Auch Nikolaus Fleischhacker, Oranier, setzt auf Edelstahl und Glas: „Die Kombina­ tion aus Glas und Edelstahl ist bei anderen Küchengeräten schon seit Jahrzehnten Stan­ dard. Bei den Dunstabzugshauben hat sich dieser Trend nun verstärkt fortgesetzt, vor allem weil die Dunstabzugshauben ein Stil­ element in einer modernen Küche sind. Bei den Farben dominieren Weiß und Schwarz,


Hauben | technik + komfort

Mit dem SilverSwitch präsentiert Silverline eine Lösung, die dem Planer die Entscheidung zwischen der Installation eines Umluft- oder Abluft-Systems abnimmt: Ganz nach Bedarf kann zwischen Umluft- und Abluftbetrieb umgeschaltet werden. Auch eine Nachrüstung in fast alle abluftbetriebenen Silverline Wand- und Inselhauben, die mit einem Kaminschacht betrieben werden, ist schnell und montagefreundlich möglich. Das Prinzip: Per Knopfdruck wird die angesaugte Luft durch eine motorbetriebene Weiche entweder durch die Aktivkohlefilter gereinigt und über die Lüftungsschlitze in die Raumluft zurückgeführt oder als Abluft durch den Wanddurchlass ins Freie geleitet. www.silverline24.de küche + architektur | 41


technik + komfort | Hauben

Fotos: Oranier

„In Vorbereitung auf das Energie-Label arbeitet Oranier schon seit einiger Zeit an der technischen Weiterentwicklung mit energiesparenden Komponenten, leistungsstarken Motoren und einem Filter mit guten Fettabscheidungsgrad. Natürlich ist auch die einfache Montage immer wieder ein wichtiges Argument, weil für den Küchenhändler beim Aufbau Zeit Geld bedeutet.“ Nikolaus Fleischhacker, geschäftsführender Gesellschaft Oranier, www.oranier-kuechentechnik.de

bunte und bedruckte Scheiben sind eher selten, weil der Kunde Angst hat, sich daran „satt“ zu sehen.“ Uta Bischoff, Electrolux, definiert die Trendmaterialien für Hauben wie folgt: „Glas, Edelstahl oder eine Kombination dieser bei­ den Materialien sind besonders beliebt. Auch die Farben Weiß und Schwarz spielen bei Design-Aspekten eine immer größere Rolle.“

Markus Kreuzer, Bauknecht, kann sich hier nur anschließen: „Farblich ist Edelstahl weiter­ hin Vorreiter, doch auch hier ist ein Trend zu schwarzem Glas bzw. einer Kombination aus Edelstahl und schwarzem Glas zu beobachten.“ Edelstahl und Glas, sind eben die Materialien, die eine leichte Reinigung ermöglichen, be­ stätigen auch Carsten Siebler, Berbel, Klaus Stiegeler, Franke, und Andrea Heiner-

„Kochdunst ist immer bestrebt, nach oben zu steigen – egal, welche Anstrengungen man vornimmt, um einen Teil davon in eine andere Richtung zu lenken. Dass Deckenhauben die erste Wahl von Profis sind, sieht man in jeder Restaurantküche und bei jedem Sternekoch.“

Fotos: Novy

Tobias Kruse, Novy, www.novy-dunsthauben.de

Kruckas, Küppersbusch, „… und das in Kombination mit durchdachten Lichtkon­ zepten“, ergänzt Dirk Brödel, Gutmann. „Bei den Dekor-Dunstabzugshauben sind Kombinationen dieser beiden Werkstoffe ge­ fragt, weil diese Modelle gerne als Gestal­ tungselemente und Blickfang in der Küche eingesetzt werden“, bestätigt auch Fred Grundmann, Miele: „Bei den Flachpaneel­ hauben, der Downdrafthaube Levantar und unserem Deckengebläse ist eher das Gegen­ teil gefragt: Diese Haubentypen sollen im Sinne einer Gerätevollintegration möglichst unauffällig mit dem Küchenumfeld ver­ schmelzen.“ „Gerade bei Kopffreihauben und Deckenlüf­ tern ist der Trend zu vollflächigen und gro­ ßen Glasflächen in verschiedenen Designs ungebrochen“, beobachtet Markus Hollbach, Silverline. „Hauptsächlich setzen wir Weißund Schwarzglas ein, bei der Kopffreihaube „Alya Premium“ setzen wir sogar Akzente mit den Farben Blau und Magnolie. Bei allen Glashauben bieten wir aber auch individuelle Sonderlackierungen in sämtlichen Farbvari­ anten zum Festpreis an.“ Francesco Boromei, Elica, geht auch über diese Materialien hinaus: „Die Produkte, die wir dieses Jahr auf der Eurocucina vorgestellt haben, stehen im Zeichen der „Schlichtheit“. Produkte, die „smart“ sind, nicht nur dank den innovativen, intuitiven, leicht zu benut­ zenden Technologien, sondern vor allem dank dem schlichten Design, das man mühe­

Pure‘line in einer besonderen Einbauplanung 42 | küche + architektur


Das Besondere an der Inselhaube „Santina Isola“ von Oranier ist ihre Aufhängung an filigranen Stahlseilen, was sie gewissermaßen zum frei schwebenden Design-Objekt macht. Das Modell präsentiert sich mit einem hoch­­wertig verarbeiteten und an beiden Längsseiten leicht gebogenen Sicherheits-Glasschirm. Die Arbeitsplatz-Beleuchtung ist in warmem Weiß mit drei LED ausgestattet – mit einer Leistung von jeweils drei Watt. Im Stand-by-Modus bleibt es unsichtbar, „um nicht den edlen Gesamteindruck zu stören“, so der Hersteller. Mit nur 0,2 Watt unterschreitet das Gerät übrigens

COMPAIR® Lüftungstechnik Intelligente Abluftlösungen machen dicker Luft effizienter Dampf!

die aktuelle Stand-by-Verordnung um 60 Prozent.

los versteht, als ob man es schon ewig kennt. Die Linien sind sehr schlicht, und viele der Materialien, aus denen sie hergestellt sind, sind ungewöhnlich, so wie das Cristalplant bei der Dunstabzugshaube Ye. Andere Pro­ dukte, wie das Modell Nuage, das mit Gips­ karton verkleidet, verfliest oder lackiert wer­ den kann, integrieren sich perfekt in die Architektur des Hauses, und nur wenige Ele­ mente enthüllen das Design des Produktes. Die Herausforderung dieses Jahres lag gerade darin: Mit weinigen Linien ein gut entworfe­ nes Produkt zu realisieren.“ Auch Rainer Luig, O+F, analysiert den Markt und erkennt: „Nach wie vor ist der in Perfek­ tion verarbeitete, nicht magnetische Edel­ stahl für uns Werkstoff Nr. 1. Die O+F-Haube in den tropischen Ländern oder im Strand­ haus wird keinen Rostbefall erfahren über die Jahre und eben auch nicht auf Fruchtsäuren, wie sie in der Küche immer und überall ge­ braucht werden, mit Rostspuren reagieren. Zunehmend kommt bei Deckenhauben im­ mer mehr Farbe ins Spiel, ob jetzt in Form einer farbig behandelten Metall-Oberfläche oder aber als Glas. Neben den Deckenhauben nehmen die Muldenlüfter einen breiteren Raum ein – zulasten der klassischen Metall­ hauben. Die naheliegenden Ursachen liegen in den Raumplanungen, wo Wohnraum und Küche ganzheitlich geplant werden.“ Welche Technologien bestimmen die Hauben von heute „Hochwertige Verarbeitung hat bei Elect­ rolux höchste Priorität“, unterstreicht Uta Bischoff. „Entsprechend der wichtigsten Grundnutzen einer Dunstabzugshaube – wie Geruchs- und Fettbeseitigung sowie Beleuch­ tung – legen wir zudem besonderen Wert auf effektive Fett- und Geruchsfilter, leistungs­

Mauerkasten flow Star GTS 150 Mechanisch gesteuerter Mauerkasten der Strömungs-Effizienzklasse mit integrierten Luftleitelementen. reduziert den Druckverlust sichert hohen Volumenstrom maximiert die Haubenleistung minimiert die Haubengeräusche Blower-Door geprüfte Wandanschlussdichtigkeit nach EnEV Dauertest-Prüfung TÜV-SÜD bei maximaler Abzugsleistung

Naber GmbH www.naber.de


technik + komfort | Hauben

„Da durch das filterlose berbel Abscheideprin­ zip die Luft wider­ standsfrei ziehen kann, reichen schon grund­ sätzlich kleinere, energiesparen­ de Lüftermotoren aus. Die Verwendung von LED-Leuchten spart bis zu 85% Energie im Vergleich zu Halogen-Lampen. Unsere einzigartige EcoSwitchSteuerung erlaubt je nach Kochund Wettersituation flexibel und wahlweise den Betrieb im ener­ giesparenden Umluft- oder Abluftmodus.“ 44 | küche + architektur Berbel-Vertriebsleiter Carsten Siebler, www.berbel.de

trieb – absorbiert mit Hilfe eines Aktivkohle­ filters Gerüche, weshalb bereits erwärmte Raumluft nicht ins Freie geleitet werden muss. Der Umluftbetrieb begünstigt damit einen geringeren Energieverbrauch und hat so eine positive Auswirkung auf die Stromkosten. Für optimale Leistung sollten die Fettfilter sowohl im Abluft- als auch im Umluftbetrieb monatlich gereinigt werden. Im Umluftbe­ trieb sollten außerdem die Aktivkohlefilter nach sechs Monaten ausgetauscht werden bzw. wiederverwertbare Longlife-Kohlefilter können ebenfalls in der Geschirrspülmaschi­ ne gereinigt werden und sind dann bis zu drei Jahre lang verwendbar.“ „Miele bietet Abluft- und Umlufthauben an. Ablufthauben haben nach wie vor einen grö­ ßeren Marktanteil, Umluftmodelle holen je­ doch auf, weil sie in hoch wärmegedämmten Gebäuden aus den bereits genannten Grün­ den oftmals bevorzugt werden“, weiß Miele Produktmanager Fred Grundmann. „Beide Technologien“, so der Marktkenner, „haben ihre Berechtigung, weil bauliche Ge­ gebenheiten immer mit berücksichtigt wer­ den müssen. Eine Dunstabzugshaube soll zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Dazu gehört, dass Fette und Gerüche sowie Feuchtigkeit absorbiert bzw. nach draußen transportiert werden. Dabei gilt es, Wärme­ verluste zu minimieren. Um hier die bes­ te Lösung für den Kunden zu finden, ist es wichtig, die Dunstabzugshaube von Anfang an in die Küchenplanung mit einzubeziehen.

Fotos: Berbel

starke Motoren, LED-Beleuchtung und nied­ riges Geräuschaufkommen. Darüber hinaus haben wir mit „hob²hood“ ein innovatives Bedienkonzept im Programm, das die Dunst­ abzugshaube über das Kochfeld automatisch – bei Bedarf auch manuell – steuert. Dies macht eine Regelung an der Dunstabzugs­ haube direkt überflüssig, ist einfach zu bedie­ nen und zudem reinigungsfreundlich. Nahezu alle unsere Dunstabzugshauben sind übrigens sowohl ab- als auch umluftfähig. Die jeweilige Verwendung entscheidet jeder Endkunde selbst. Aus Gründen der besseren Energieeffizienz, insbesondere durch einen Anstieg bei Neubauten von Niedrig-Ener­ giehäusern, geht die klare Tendenz jedoch zu Gunsten der Umlufthaube. Eine Innovation, die diesem Trend entgegenkommt, ist unsere „Switch Hood“ – quasi eine Öko-Dunstab­ zugshaube, die sich per Knopfdruck von Umauf Abluft schalten lässt und so ganz einfach den effizientesten Modus nutzt.“ „Sowohl Abluft- als auch Umluftbetrieb ha­ ben ihre Vorteile“, betont Bauknecht Marketing-Manager Markus Kreuzer. „Nutzt man die Dunstabzugshauben im Abluftbetrieb, werden die Gerüche direkt nach draußen ge­ leitet und sorgen so für eine saubere und ge­ räuscharme Reinigung der Küchenluft. Um maximale Effektivität sicherzustellen, müssen bei dieser Option das Raumvolumen der Kü­ che sowie die benötigte Länge des Abluft­ schlauchs bei der Montage berücksichtigt werden. Die zweite Variante – der Umluftbe­

Die Abarbeitung eines Fragenkatalogs kann bei der Entscheidungsfindung für die rich­ tige Lüftungstechnik helfen. Dabei ist unter anderem zu beantworten: Welche Energie­ bilanz hat das Gebäude? Sind die Räume an eine Raumlüftungsanlage angeschlossen? Sind die Installation von Abluftleitungen und ein Wanddurchbruch möglich? Wie lang sind ggf. die Abluftwege? Eine Abluftlösung hat den Vorteil, dass Feuchtigkeit, die beim Kochen entsteht, mit dem Luftstrom ins Freie transportiert wird. Grundsätzlich ist zu beachten, dass Abluft immer auch Zuluft erfordert. Sind in der Im­ mobilie raumluftabhängige Feuerstätten (z.B. Kaminofen, Gastherme) verbaut, so ist bei der Installation einer Ablufthaube der zuständige Schornsteinfegermeister zu Rate zu ziehen. Umlufthauben sind in der Regel einfacher zu montieren, weil Abluftleitungen entfallen. Bei Umluftsystemen verbleibt die Feuchtig­ keit funktionsbedingt zunächst im Raum.

Skyline ist eine designstarke Deckenlifthaube, die im Vergleich zu anderen Deckenlüftern tatsächlich alle Dunstwrasen erfasst. Zwei leistungsstarke Lüftermotoren und zwei Umluftfilter garantieren in Verbindung mit der patentierten berbel Abscheidetechnik eine dauerhaft gute Funktion.


Falls das Gebäude eine eigene Zu- und Ab­ luftanlage hat, wird die Feuchtigkeit darüber abgeführt. Ist das nicht der Fall, empfiehlt sich kurzes Lüften. Umluft-Dunstabzugshau­ ben erfordern außerdem den regelmäßigen Wechsel des Aktivkohlefilters.“ „70 Prozent der von Franke vermarkteten Modelle sind Ablufthauben“, erläutert Franke Ge­schäftsführer Klaus Stiegeler nicht ohne Stolz. „Dennoch können wir eine steigende Tendenz bei Umlufthauben erkennen, deren Anteil bei uns derzeit nur 30 Prozent aus­ macht. Zudem sind im Wartungsfall alle Be­ dienteile leicht zugänglich. Umlufhauben sind jederzeit nachrüstbar Und es gibt keinen Energieverlust im Winter. Hinzu kommt, dass durch eine stetige Verbesserung der Ak­ tivkohlefilter Umlufthauben gerade für den Einsatz in modernen Niedrigenergie- und Passivhäusern sinnvoll sind, da nicht in die fein austarierte Be- und Entlüftung eingegrif­ fen werden muss. Umlufthauben sind zudem vergleichsweise einfach zu planen und alle Bedienteile sind im Wartungsfall leicht zu­ gänglich.“ „Abluftmodelle sind sowieso die optimale Lö­ sung, um die beim Kochen entstehenden Dünste aus dem Küchenraum zu entfernen“, betont Dirk Brödel, Gutmann. Nicht um­ sonst liegt auch der Anteil von Gutmann ver­ markteter Ablufthauben bei 70 Prozent. „Man unterscheidet Modelle mit internen Motoren und Modelle, die für den Einsatz von externen Motoren geeignet sind. Unsere Fettfilter sind mit Magnetbändern ausgestattet, welche eine 100%ige Abriege­ lung der Filter (Schwaden muss durch den Filter) und einen sicheren Halt gewährleisten. Im Gegensatz zum Vlies-Fettfilter, der nach der Sättigung erneuert werden muss, ist der Metall-Fettfilter eine dauerhafte und damit nachhaltige Lösung: Metallfilter können im Geschirrspüler beliebig oft von anhaftendem Fett befreit werden. Generell kommt ein Aktivkohlefilter zum Einsatz, wenn aus baulichen Gründen kein Abluft-Betrieb möglich ist und damit die Luft nicht ins Freie abgegeben werden kann. Der Dunst wird an der Kochstelle abgesaugt und über einen Fettfilter gereinigt. Vor der Rück­ führung der Luft in den Raum entfernt der Aktivkohlefilter mitgeführte Geruchsstoffe. Das durch Gutmann geschützte Umluftver­ fahren verwendet das vorteilhafte Extruda­ tionsverfahren aus Steinkohle für den im Backofen regenerierbaren Aktivkohle-Wa­ benkörper, dessen adsorptive Leistungsfä­

Die DWER 3750 IN ist eine Wandesse aus hochwertigem mit Randabsaugung. Das Gerät verfügt über 3 Leisstungsstufen und ist mit 2 x 20 Watt Halogenlampen ausgestattet.

higkeit durch die große Oberfläche garantiert wird. Durch die laminare Strömung im Wa­ benkanal entstehen nur geringe Luftwider­ stände, die Geräuschbildung wird minimiert.“ Küppersbusch setzt, so Andrea HeinerKruckas, auf „Dunsthauben mit Randabsau­ gung, Nachlaufautomatik in den Materialien Edelstahl und Glas, sowie Touchcontrol. Randabsaugung ist schon in kleineren Luft­ leistungen effektiv, daher werden keine hohen Laufleistungen benötigt. Durch Nachlaufau­ tomatik wird störender Geruch auch nach dem Kochen noch beseitigt. Im Umluftbe­ reich arbeiten wir mit Longlife Filtern, die mehrmals regeneriert werden können, somit Energie gegenüber Abluft sparen und nicht ständig gewechselt werden müssen.“ Auch Küppersbusch stellt eine Tendenz zu Umlufthauben fest: „Zur Zeit sind noch rund 60% der von uns vermarkteten Hauben Ab­ luft-Geräte. Die Umluft-Technologien sind jedoch auf dem Vormarsch, da sie Energie sparen und Planung erleichtern.“ Auch Silverline registriert eine wachsende Nachfrage nach Umlufthauben und weist gleichzeitig auf eine entsprechende Pro­ duktlösung hin: „Mit unserer Produktneuheit SilverSwitch bieten wir nun eine interessante Lösung, mit der sich der Endkunde nicht mehr festlegen muss, ob er sich vom Fach­ mann ein reines Abluft- oder ein Umluftsys­ tem installieren lässt. Mit dieser Umluft-Ab­ luft-Schaltung ist der Kunde flexibel und kann nach Belieben umschalten. Im Winter oder bei kühlen Außentemperaturen kann er Heizkosten sparen, indem warme Luft nicht mehr einfach nach außen abgegeben wird. Im Sommer oder beim intensiven Kochen hinge­ gen werden Gerüche und die feuchte Luft vollständig nach draußen ins Freie befördert.“ Bei Neff sind noch immer rund 70% der hier vermarkteten Dunstabzugshauben Abluftge­ räte. Den Grund dafür beschreibt Stefan Zipper wie folgt: „Es liegt daran, dass der Um­ luftbetrieb noch immer mit erhöhten Geräuschwerten, schlechterer Luftleistung und geringerem Geruchsreduzierungsgrad im Vergleich zu Hauben im Abluftbetrieb as­

„Wir bei Bauknecht haben das Ziel, immer möglichst energieeffiziente Geräte anzu­ bieten. Da es zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch keine offiziellen Energielables in diesem Produktbereich gibt, ist der Vergleich für Händler und Verbraucher natürlich schwierig – daher begrüßen wir sehr die Einführung von Energielabels für Dunstab­ zugshauben.“

Markus Kreuzer, Marketing Manager Kitchen bei Bauknecht, www.bauknecht.de

soziiert wird. Wir verfügen jedoch über eine Umluftlösung, die dem Geruchsreduzie­ rungsgrad einer Ablufthaube sehr nahe kommt und gleichzeitig ermöglicht, dass die Dunstabzugshaube geräuschreduzierter ar­ beitet als vergleichbare Geräte, die für den Umluftbetrieb mit herkömmlichen Aktiv­ kohlefiltern ausgestattet sind. Das dafür nöti­ ge CleanAir Umluftmodul ist als Sonderzu­ behör erhältlich. Zum Thema Abluft und Umluft sollte man sich jedoch unbedingt be­ wusst machen, dass die Leistungsfähigkeit einer Dunsthaube im Abluftbetrieb sehr stark vom angeschlossenen Rohrsystem abhängig ist. Grundsätzlich gilt daher: lieber ein gutes Umluftsystem als ein schlechtes Abluftsys­ tem! Generell erkennt aber auch Neff eine steigende Bedeutung von Dunstabzugshau­ ben im Umluftbetrieb. Umlufthauben ma­ chen diesbezüglich vor allem Sinn bei Niedri­ küche + architektur | 45

Fotos: Bauknecht

Hauben | technik + komfort


technik + komfort | Hauben

O+F Deckenhaube iBOXstep mit PlasmaUmluftfilter

Rainer Luig, O+F, www.of-menden.de

genergie- und Passivhäusern sowie in Häusern mit nicht ausreichender Zuluft bei gleichzeitigem Betrieb eines raumluftabhän­ gigen Heizungssystems.“ Plasmatechnologie O+F setzt hier auf Plasmatechnologie: „Wir realisieren in unseren Produkten immer eine Synthese aus Design und Funktion“, be­ tont Rainer Luig, O+F. „Als Hersteller im Top-Segment ist es für uns selbstverständ­ lich, dass unsere Hauben in einem zeitlosen Design realisiert werden und einwandfrei funktionieren. Das bedeutet aber auch, dass O+F-Hauben nach einem einheitlichen Funktionsprinzip gestaltet sind. Lüftungs­ technische Aspekte werden nicht auf dem Altar schnöden Designs geopfert. Filterflä­ chen sind stets außergewöhnlich groß, um möglichst viel Fett und Feuchtigkeit zu er­ fassen. Dazu ist ein Wrasenfangraum wich­ tiger Bestandteil der Produktphilosophie, ob mit oder ohne Randabsaugung. Letztlich ist es auch die Gleichwertigkeit von Abluft oder Umluft mit Plasmafilter, die sich in allen Hau­ 46 | küche + architektur

­argumentiert Burkhard Stark. „Sie garantiert eine hohe, effiziente Luftreinigung, spürbare Geruchsbeseitigung, sterilisierte und gereinig­ te Luft. Zudem bietet PlasmaNorm® Sicher­ heit vor Keimen und gesundheits­belastenden Stoffen und das bei höchster Energieeffizienz. Zudem ist die Wartung oder der Austausch teurer Einzelfilter minimiert. Vorfilter wer­ den bei Bedarf gewaschen. Die Plasmastufe ist wartungsarm und verbraucht nur wenige Watt an Strom.“

Fotos: O+F

„Bei individuellen Planungen, die wir begleiten dürfen, garantieren wir die Funktion. Das bedeutet, dass die aktuellen O+F-Bestseller heute mit den hochwertigsten und mit Abstand leisesten Moto­ ren in moderner EC-Technik ausgestattet sind. Bei der maxi­ malen Luft-Leistung von 820m³/h des aktuellen Bestsellers, der O+F Deckenhaube iBOXstep mit Plasma-Umluftfilter, beträgt der Schalldruckpegel gerade mal 52 dBA. In der Eingangsstufe von ca. 300m³/h liegt das Geräusch dann nahe der Wahr­ nehmungsgrenze (ca. 29dBA). Das sind absolute Bestwerte im Markt, zumal konventionelle Dunsthauben ohne Plasmafilter erheblich an Leistung verlieren und an Geräusch zulegen, wenn konventionelle Kohlefilter eingebaut werden.“

ben wahlweise realisieren lässt. Was Umluft und Abluft anbelangt, so ist O+F der einzige Hersteller, der über die gesamte Angebotspalette die Wahl bietet, die Haube in Abluft (Motor intern oder extern) oder funktionsgleich in Umluft mit Plasmafilter zu betreiben – ohne die üblichen Einschränkun­ gen bei Geruchsbeseitigung, Luftleistung und Geräusch. Der nicht unerhebliche Mehrpreis für einen Plasma-Umluftfilter wird durch Kosteneinsparungen, die durch den Abluft­ weg verursacht werden, und signifikante Energieeinsparungen kompensiert. In ener­ getisch optimierten Häusern (Passivhaus, Niedrigenergiehaus, Null-Energiehaus) führt an einer funktionstüchtigen Umluft durch das Plasma-Verfahren ohnehin kein Weg vorbei. Durch den einzigartigen Plasma-Um­ luftfilter ist der Anteil der Umlufthauben im Top-Segment bei O+F mit rund 40 Prozent ungewöhnlich hoch.“ Auch Refsta setzt auf Plasmatechnologie: „Der plasmaNorm®-Filter reinigt in perfekter Weise die Luft von Kochgerüchen. Die Vor­ teile sind schnell auf den Punkt gebracht“,

Hauben ohne Fettfilter „Revolutionär zeigt sich auch die innovative Haubentechnik von Berbel“, betont BerbelVertriebsleiter Carsten Siebler: „Unsere einzigartige patentierte berbel-Technik nutzt das Prinzip der Zentrifugalkraft und arbeitet vollkommen ohne Fettfilter. So ist eine per­ manent exzellente Saugleistung über die ge­ samte Lebensdauer garantiert. Die Fettparti­ kel werden höchst effizient eingezogen, durch einen gezielten Sog strömungsoptimiert her­ ausgeschleudert und in einer Edelstahl-Auf­ fangschale zu annähernd 100 % aufgefangen. Noch nie war es so einfach, eine Abzugshaube zu reinigen, einfach aufklappen, auswischen – sauber. Zudem arbeiten unsere Hauben flüsterleise und sorgen selbst in der höchsten Leistungsstufe für eine angenehme Laufru­ he. Durch den Einsatz von innovativen ECLüftermotoren und LED-Leuchten leisten wir ganze Arbeit in Sachen Energieeffizienz und Ressourcenschonung und das bei unse­ ren Umluft-, die 60 % der von uns verkauften Geräte ausmachen, und Ablufthauben, deren Anteil bei 40 % liegt.“ Gute Luft ab Kochfeld Anders als andere verhält es sich auch mit der Technologie von Bora, wie Barbara Hell, Leitung Marketing/PR der Bora Holding GmbH, ausführt: „Dank innovativer BoraTechnologie verteilen sich beim Kochen frei­ gesetzte Fettpartikel nicht mehr im Raum, sondern werden im Edelstahl-Fettfilter gefan­ gen.


Hauben | technik + komfort

Im Gegensatz zu herkömmlichen Dunstab­ zugshauben mit einer hohen Lärmbelästi­ gung in Kopfhöhe, sind unsere Hauben beim Kochen und Braten kaum zu hören – selbst auf höchster Betriebsstufe entstehen nur mi­ nimale Geräusche. Außerdem lassen sich unsere Produkte so­ wohl einfach reinigen als auch einfach war­ ten: Alle beweglichen Teile lassen sich ganz einfach per Hand ausbauen und in der Spül­ maschine reinigen. Bora arbeitet im Einklang mit der Umwelt und saugt nicht einmal halb so viel Luft ab wie herkömmliche Dunstabzugshauben. Cle­ ver eingesetzte Strömungsgeschwindigkeit statt großem Luftvolumen ist unsere Devise, was auch in Niedrigenergie- bzw. Passivhäu­ sern zum Tragen kommt. Und was die Nach­ frage unserer Kunden nach Um- oder Abluft anbelangt, so entscheiden sich 52 Prozent un­ serer Kunden für unsere Umlufttechnologie und 48 Prozent wählen die Abluftvariante.“ Innovationen bis ins Detail Was die Haubentechnologie anbelangt, so wartet Elica mit innovativen Entwicklun­ gen auf. Elica Marketingleiter Francesco Boromei kann hier einiges berichten: „Da wäre zum einen „Elica Deep Silence“ (EDS3). Das ist ein von uns entwickeltes Patent für Dunstabzugshauben, das im Vergleich zu den Geräten der älteren Generation den Ge­ räuschpegel um 35 % reduziert. Bei niedriger Geschwindigkeit ist das Geräusch der Dunst­ abzugshaube fast nicht wahrnehmbar. Oder auch „Evolution“: Dabei handelt es sich um ein Luftaufbereitungssystem, bei dem Me­ chanik, Motor, Filter, Lichtanlage, Elektro­ nik und Steuerschnittstelle in einem kleinen, kompakten Stahlzylinder untergebracht sind. Das Ergebnis ist ein technologisches Herz, das sowohl ästhetisch, als auch praktisch ge­ sehen große Vielseitigkeit aufweist und die Dunstabzugshaube in einen neuen Licht­ punkt verwandelt, der den Raum aufwertet. Ein weiteres Beispiel ist „Synairgy“: Diese Innovation entstand durch die Zusammen­ arbeit der Fachexperten der Fluidodynamik und der Elektromotoren. „Synairgy ist ein innovatives Motorsystem, das die Möglich­ keit bietet, Energieverbrauch, Leistung und Geräuschpegel zu regulieren und sie an die Anforderungen des Kochs bzw. der Köchin anzupassen. Diese Technolgie garantiert eine Verringerung der elektromechanischen Schwingungen, einen um 50 Prozent redu­ zierten Stromverbrauch und die Stromver­

sorgung mit Niedrigspannung, um unter allen gegebenen Bedingungen in größtmög­ licher Sicherheit arbeiten zu können. Beson­ ders stolz ist das Elica-Team jedoch auf eine auf der diejährigen Eurocucina präsentierten Neuheit: Home Active Balancer. Dabei han­ delt es sich um ein revolutionäres System zur Generierung der idealen Raumluft: Die Kochebene leitet Informationen an die Ab­ zugshaube weiter und diese stellt dann im Filtermodus die beste Absaugstufe ein. Der Kern des Home Active Balancer ist „Snap“, ein Gerät, das die Temperatur, die Luftfeuch­ tigkeit, Gerüche und umweltschädliche Stoffe im Haus konstant überwachen kann. Wenn der Rauch- oder Geruchspegel in der Luft die Schwelle der Filterkapazität der Abzugs­ haube überschreitet, wird Snap aktiviert, das über eine drahtlose Verbindung dank der 5 Betriebsarten (Link zur Haube, automatisch, manuell, Detox und Holiday) automatisch die optimalen Luftbedingungen im häusli­ chen Bereich wiederherstellt. Snap kann in Kombination mit einer Umluftabzugshaube deren Wirkungsgrad verstärken und somit der Leistung einer Dunstabzugshaube gleich­ kommen. Zum Thema integrierte Systeme hat Elica auch Lien, eine originelle Kollektion von In­ duktionskochfeldern vorgestellt, die mit einer innovativen Technologie ausgestattet wur­ den, um eine Verbindung zur Abzugshaube herzustellen. Die Lien-Kochfelder geben über ein System, das die Kochmethoden über­ wacht, Informationen an die mit Sensoren ausgestattete Abzugshaube weiter, die in der Folge die Absaugung auf die optimale Stärke einstellt.“ Übrigens sind bei Elica 80% der ge­ orderten Hauben Abluftvarianten. Deckenlüfter für Profis Als Spezialist in Sachen Deckenlüfter weiß Tobias Kruse, Novy, „dass Kochdunst im­ mer bestrebt ist, nach oben zu steigen – egal, welche Anstrengungen man vornimmt, um einen Teil davon in eine andere Richtung zu lenken. Dass Deckenhauben die erste Wahl von Profis sind, sieht man in jeder Restau­ rantküche und bei jedem Sternekoch. Mir ist jedenfalls keine Profiküche bekannt, in der keine Deckenhaube zum Einsatz kommt. 95% unseres Programms ist für Abluft ge­ eignet. Als Dunsthaubenspezialist bieten wir aber zahlreiche Lösungen an, die sich sowohl für Abluft als auch für Umluft eignen. Inso­ fern können rund 90% der Modelle für beide Betriebsarten gekauft werden. Der Anteil al­

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küche13.-18. + architektur | 47 September 2014


technik + komfort | Hauben

Flexibilität ist ein maßgebliches Argument beim Einbau von Bora Professional. Für das Abluftsystem wird der Kochdunst zur Außenwand transportiert. Dafür ist jede Außenwand möglich. Bei der Umluftlösung wird der Aktivkohlefilter in der Küche integriert, d. h. kaum Platzverlust bei überzeugender Leistung. Bora Professional bietet darüber hinaus eine Vielzahl an Kombinations- und Montagemöglichkeiten. Ein, zwei oder drei Kochfelder lassen

„Bora Professional ist das umfangreichste Programm für sehr ambitionierte Köche, die höchste Ansprüche an Funktionalität und Design stellen: massi­ ver Edelstahl bis zu den Drehknöpfen, eine Fülle an Kochfeld­ technologien, Lüfterbausteinen und Kanalführungen, optional als leistungstarke Abluft- oder Umluftlösung erhältlich. Mit diesem Programm lassen sich durch seine übertiefen Dimensio­ nen von 54 cm außergewöhnliche Designerküchen planen.“ Barbara Hell, Leitung Marketing/PR der Bora Holding GmbH, www.bora.com

schen Absaugleistung und Geräusch“, betont Uta Bischoff, Electrolux. „Natürlich ist auch die korrekte Montage unter Berücksichtigung der richtigen Abluftquerschnitte mitentschei­ dend“, gibt Markus Hollbach, Silverline, zu bedenken. „Wir empfehlen grundsätzlich bei unseren Deluxe- und Premiummodellen ei­ nen Mindestquerschnitt von 150 mm einzu­ halten. Der Gesamtanschlusswert unserer PremiumHauben liegt unter Verwendung der höchs­ ten Leistungsstufe bei ca. 200 W/h inklusive der Beleuchtung. Setzt man voraus, dass die

Fotos: Refsta

ler verkauften Umluftmodelle liegt heute bei circa 25%.“ Wie „laut“ darf eine Haube in der höchsten Leistungsstufe sein, ohne störend zu wirken? „Die Lautstärke einer Dunstabzugshaube hängt von verschiedenen Faktoren ab: Zum einen von ihrem Betrieb – also Um- oder Abluft – daneben von der Einbauweise der jeweiligen Variante und schließlich von ih­ rer Motorleistung. Bei voller Leistung ist das Geräusch naturgemäß am höchsten. Daher ermöglichen unsere Modelle mit einer so genannten „Komfortstufe“ ein Optimum zwi­

Fotos: Bora

sich miteinander kombinieren.

Wer auf Plasma-Technologie setzt, muss nicht auf Farbe verzichten. Refsta bietet die Kopffrei-Haube Vento III Mosaik in allen RAL-Tönen an. 48 | küche + architektur

„Unsere Hauben bilden eine Symbiose aus der innovativen plasmaNorm®-Filter Techno­ logie, zeitgemäßem Design sowie marktgerechter Aus­ stattung und Preisstellung.“ Burkhard Stark, Geschäftsführer refsta, www.refsta.com

Haube bis zu eineinhalb Stunden täglich im Betrieb ist und die Beleuchtung zugeschaltet wird, dann liegt der jährliche Stromverbrauch selbst unter Berücksichtigung der höchsten Leistungsstufe bei gerade einmal ca. 110 KW/ Jahr. Erreicht werden diese geringen Werte durch die moderne Motorentechnologie von EBM Papst sowie den Einsatz von zeitgemä­ ßer LED-Beleuchtung.“ Markus Kreuzer, Bauknecht, erläutert: „Genereller Richtwert sind maximal 70 dB Geräuschpegel bei einem Meter Entfernung – Unser Modell „Deep Silence“ ist mit 56 dB also besonders geräuscharm. Ein weiterer As­ pekt ist, dass der Geräuschpegel beim Nach­ laufen von vielen Verbrauchern als besonders störend empfunden wird – dieser liegt bei der Deep Silence Funktion bei Stufe 1 nur bei 35 dB, ein Geräuschpegel, der niedriger ist als in einer Bibliothek. Dank dem Deep Silence System sind unsere Hauben besonders leise und erreichen in der höchsten Leistungsstufe auch Werte von nur 57 dB.“ Stefan Zipper, Neff, ordnet das Ganze wie folgt ein: „Als höchste Leistungsstufe ver­ steht der Kunde normalerweise die maximale Intensivstufe. Das Geräusch in dieser Stufe hängt von der Geräte- und Motorbauart ab. Diese Intensiv-Leistungsstufe wird jedoch bei der Stiftung Warentest-Bewertung nicht berücksichtigt, da sie zeitlich begrenzt wird. Daher wird stets die maximale Normalstufe betrachtet. Bei dieser maximalen Normalstu­ fe versuchen wir ein Optimum zwischen För­ dervolumen und Geräusch (Schallleistungs­ pegel) zu finden. Wir erreichen hier Werte von ca. 50 dB bis 60 dB Schallleistung. Die z. Zt. bekannten Bewertungen von Stiftung Wa­ rentest sind: < 59 dB: Sehr Gut, von 59 dB bis 63 dB: Gut. Allerdings spielen für das subjektive Ge­ räuschempfinden noch andere Dinge eine Rolle. Hauptsächlich sind das der Umge­ bungsgeräuschpegel und die Geräuschart


Hauben | technik + komfort

Die DA 7000 D Aura von Miele wurde konsequent als Umluftmodell entwickelt. Der flache, ellipsenförmige Haubenkörper ist an filigranen Stahlseilen aufgehängt und schwebt scheinbar über dem Kochfeld.

(z.B. welche Frequenzen oder Resonanzen treten auf ). Normalerweise empfindet eine Person Werte zwischen 55 dB und 60 dB als nicht störend.“ Burkhard Stark, refsta, verspricht für den Betrieb in der Höchststufe zwischen 52 und 58 dB. Tobias Kruse, Novy, gibt zu bedenken, dass es immer darauf ankommt, „von welcher Leistung man spricht. Als Spezialist für leise Dunstabzugshauben haben wir effektive Mo­ delle im Programm, die in höchster Stufe bei 420 m³/h nur 36 dB(A) erzeugen. Leistungs­ stärkere Modelle haben bei uns mit rund 1.080 m³/h zum Teil nur 49 dB(A) maximale Lautstärke.“ „Unsere Hauben“, so Rainer Luig, O+F, „sol­ len so leise sein, wie es technisch möglich ist. Dies ist eine Verpflichtung für dauernde Ver­ besserungen. Die Umsetzung dieser Maxime hat einen direkten Einfluss auf die Innovati­ on, Wertigkeit und Kosten der eingesetzten Technologie, insbesondere der Lüftermo­ toren. Hohe Luftleistung bei minimalem Geräusch und hoher Lebenserwartung der Motoren werden in barer Münze bezahlt. Bei Leistungs- und Geräuschangaben wird von Wettbewerbern aus Marketinggründen schon mal aus Gründen der Opportunität in beide Richtungen – zu viel und zu wenig an Luftleistung ausgelobt. Zu viel um oben mit­ halten zu können – zu wenig, um den öko­ logischen Anstrich nicht zu verlieren (alles geht mit 400m³/h netto). Wir bleiben jedoch der Maxime treu, dass gehalten wird, was der Katalog verspricht. Eine Aussage über die maximal erträgliche Lautstärke muss mit der gewünschten oder erforderlichen Luft­ leistung in Relation gebracht werden. Das Spitzenmodell von O+F mit EC-Motor zum Beispiel liegt in höchster Leistungsstufe mit 820m³/h und nur 52 dB(A) an der Spitze des heute technisch Machbaren. Ganz wichtig ist aber auch, dass die Hauptgebrauchsstufen, die meistens genutzt werden, als angenehm

„Der Energiebedarf einer Dunstabzugshaube ist signifikant abhängig von der Beleuchtungsart und dem Motorenkonzept. Miele hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Modellen mit LED-Strahlern und Gleichstrommotoren ausgestattet. Zusätzlich wurden die Stand-by-Verbräuche gesenkt. Bei diesen Modellen konnte der Energieverbrauch gegenüber konventioneller Technologie um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Weitere Modelle werden sukzes­ sive auf diese Technologie umgestellt.“ Fred Grundmann, Produktmanager für Dunstabzugshauben Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland, www.miele.de

empfunden werden. Dies ist bei O+F-Hauben der Fall. Auch hier setzen unsere Dunsthau­ ben mit EC-Motoren Maßstäbe in Um- und Abluft.“ Andrea Heiner-Kruckas, Küppersbusch, empfiehlt: „Eine Dunsthaube sollte in der höchsten Leistungsstufe nicht über 60 dB haben (in der Intensivstufe kann dieser Wert jedoch überschritten werden). Je nach Be­ triebsart ist Umluftbetrieb generell ca. 4 db lauter, und bei Abluftbetrieb spielt die Art und Ausführung der Abluftleitung eine gros­ se Rolle. Berücksichtigen sollte man bei der Frage­ stellung, dass hier jeder Mensch ein anderes Empfinden von störende Geräusche hat.“ Francesco Boromei, Elica, schildert die Maßstäbe des hauseigenen Laboratoriums: „Laut dem Elica Tech Lab liegt die Grenze bei ca. 54 dB: Geräusche unter dieser Schwelle werden als nicht störend bezeichnet und das Produkt als besonders leise wahrgenommen. Eine weitere Grenze ist bei ca. 70 dB: Wird dieser Wert überschritten, wird das Produkt vom Endverbraucher als „laut“ und störend beurteilt.“

Miele Produktmanager Fred Grundmann wird grundsätzlich: „Diese Frage mit dBWerten zu beantworten, wäre irreführend. Zum einen hat eine fachgerechte Installation ganz wesentlichen Einfluss auf die Geräusch­ entwicklung einer Haube. Hinzu kommt: Ob das Geräusch einer Dunstabzugshaube als störend empfunden wird, hängt auch von der räumlichen Situation ab. In einem Raum, der Schall etwa durch Möbel, Tapeten, Gardinen oder geeignete Bodenbeläge besser absor­ biert, ist das subjektive Geräuschempfinden leiser als in einem vergleichsweise „nackten“ Raum. Miele stattet zudem eine Vielzahl von Modellen mit einem Akustikpaket aus, bei dem das Gebläse zur Geräuschreduzierung mit Dämmmatten ummantelt ist. In Stufe 2, die an das Fortkochen auf mehreren Koch­ zonen angepasst ist, ist das Betriebsgeräusch dieser Hauben kaum wahrnehmbar.“ Bora-Expertin Barbara Hell sieht das noch einmal aus einer anderen Perspektive: „Her­ kömmliche Dunstabzugshauben arbeiten mit einer hohen Lärmbelästigung in Kopfhöhe – der reine Stress für Köche. Die innovativen Kochfeldabzugssysteme von Bora sind hinge­ küche + architektur | 49


technik + komfort | Hauben

Hob2Hood Kochfelder: Durch einen ein-

Fotos: AEG

gebauten Infrarot-Sender in der Touch Control Steuereinheit, mit der auch die Leistungsstufen der Induktionsspulen gesteuert werden, kann das Kochfeld die Leistung der Dunstabzugshaube regeln und so die Luft von Gerüchen und Dunst reinigen.

„Nahezu alle unsere Dunstabzugshauben sind sowohl ab- als umluftfähig. Die jeweilige Verwendung entscheidet jeder Endkunde selbst. Aus Gründen der besseren Energieeffizienz, insbesondere durch einen Anstieg bei Neubauten von Niedrig-Energiehäusern, geht die klare Tendenz jedoch zu Gunsten der Umlufthaube.“ Uta Bischoff, Referentin Electrolux Forum, www.aeg.de

gen beim Kochen und Braten kaum zu hören – selbst auf höchster Betriebsstufe entstehen nur minimale Geräusche. Das liegt zum einen an unseren leise laufenden Motoren und de­ ren Platzierung im Sockel der Küche statt auf Kopfhöhe. Zum anderen an perfekter Ent­ koppelung und Schalldämpfern. Die entste­ hende Lautstärke hängt darüber hinaus von der individuellen Einbausituation und den Raumgegebenheiten ab.“ Klaus Stiegeler beziffert den Geräuschpegel der Franke Hauben mit durchschnittlich „62 dB(A) in der Maximalstufe“. Berbel nennt ca. 50-60 dB(A) (Schalldruck). Gutmann bezif­ fert die Akzeptanz eines Geräuschpegels mit maximal 59 dB(A). Nikolaus Fleischhacker, Oranier, gibt zu bedenken: „Es entscheidet nicht die Lautstär­ ke in der höchsten Leistungsstufe, sondern vielmehr in der am häufigsten genutzten Ein­ stellung (bei Oranier Stufe 1 und 2). Der Ge­ räuschpegel beginnt bei unseren Hauben mit 38 Dezibel.“ Selbst im Betrieb in der höchsten Leistungsstufe bieten Silverline Hauben eine angenehme Geräuschkulisse. „In aller Regel kommt der Anwender während des Koch­ vorgangs mit der 2. Leistungsstufe aus. Diese 50 | küche + architektur

beträgt bei unseren Premium-Modellen dann gerade einmal 39 dB(A)“, so Markus Hollbach. THEMA ENERGIEEFFIZIENZ Wie viel Strom benötigt eine durchschnittli­ che Dunstabzugshaube. Welche Maßnahmen wurden durchgeführt, um die Energieeffizi­ enz der Geräte zu optimieren? Miele Produktmanager Fred Grundmann: „Der Energiebedarf einer Dunstabzugs­ haube ist signifikant abhängig von der Be­ leuchtungsart und dem Motorenkonzept. Miele hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Modellen mit LED-Strahlern und Gleichstrommotoren ausgestattet. Zusätzlich wurden die Stand-by-Verbräuche gesenkt. Bei diesen Modellen konnte der Energiever­ brauch gegenüber konventioneller Technolo­ gie um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Weitere Modelle werden sukzessive auf diese Technologie umgestellt.“ „Der Energiebedarf hat bisher in diesem Pro­ duktsegment kaum eine Rolle gespielt, da es weder einheitliche Messverfahren noch Auflagen bezüglich eines Energielabels gab“, erklärt Uta Bischoff, Electrolux. „Dies wird sich ändern, da Ende 2014 ein Energielabel

eingeführt und deshalb die Bedeutung der Energieeffizienz im Verbraucherbewusstsein auch bei Dunstabzugshauben steigen wird. Effizientere Motoren sowie der Einsatz von LED Beleuchtung werden hier zu einer Ver­ besserung der Energiebilanz beitragen.“ Franke-Geschäftsführer Klaus Stiegeler gibt zu bedenken: „Der Stromverbrauch ist abhängig von der Häufigkeit und der Inten­ sität der Nutzung.“ Auch er befürwortet die für 2015 geplante Einführung der Energieef­ fizienzklassen für Hauben und lässt wissen: „Hier geht der Trend in Richtung EnergieEffizienzklasse A bzw. A+ – vergleichbar der Bewertung bei anderen E-Geräten.“ Franke sieht sich für diesen Maßstab auf alle Fälle gerüstet: „Wir setzen energiesparende brushless-Motoren ein, die gegenüber her­ kömmlichen Motoren eine über 80 % höhere Energie-Effizienz aufweisen. Außerdem kom­ men energiesparende LED-Leuchtmittel zum Einsatz sowie effiziente und langlebige Koh­ lefilter, die bis zu acht Mal wiederverwendet werden können.“ Tobias Kruse, Novy, definiert den Stromver­ brauch seiner Geräte zwischen derzeit nur 8 Watt und noch 330 Watt. „Mit Einführung des Energielabels greifen aber zahlreiche Maßnahmen, die dank LED-Beleuchtung und Energiesparmotoren den Verbrauch deutlich senken.“ „Wie viel Strom eine Dunstabzugshaube durchschnittlich verbraucht, hängt davon ab, in welcher Stufe sie betrieben wird“, er­ öffnet Stefan Zipper, Neff, sein Statement zum Thema Energieeffizienz: „Um die Ener­ gieeffizienz unserer Geräte zu optimieren, setzen wir in unseren aktuellen Geräten eine effiziente LED-Beleuchtung anstelle von Halogen-Spots ein. Außerdem sind unsere


Hauben | technik + komfort

Wandesse AirDeLuxe 2 ist als Abluft- und Umluftvariante verfügbar.

Fotos: Neff

eigens entwickelten bürstenlosen Gleich­ strommotoren (BLDC) besonders stromspa­ rend im Vergleich zu Kondensator-Motoren. Eine Optimierung der Gebläse-Effizienz (Geometrie) und der Gerätesteuerung trägt zusätzlich zu einer besseren Energieeffizienz bei.“ Für Nikolaus Fleischhacker, Oranier, liegt das größte Optimierungspotential einer Dunstabzugshaube hinsichtlich der Energie­ effizienz „in der Beleuchtung“. „Diese kann“, so betont er, „bis zu 60 % des gesamten Ver­ brauchs ausmachen. Seit 2013 werden alle neuen Modelle von Oranier mit energiespa­ render LED-Beleuchtung ausgestattet, alle vorherigen Modelle sind „LED-ready“ und damit problemlos umrüstbar. Zusätzlich liegt der Stand-by-Verbrauch bei vielen unserer Dunstabzugshauben nur bei 0,2 Watt und damit schon jetzt 60 % unter der Verordnung für 2015.“ Berbel-Vertriebsleiter Carsten Siebler defi­ niert den durchschnittlichen Stromverbrauch mit „ca. 650 mA, ca. 150 Watt“ und ergänzt: „Durch den Einsatz von neuen, innovativen EC-Lüftermotoren nutzen wir einen enor­ men technischen Vorsprung. Diese laufen noch leichter, sparen in der 3. Stufe bis zu 62% Energie (48 Watt EC zu 125 AC) und sind bis zu 3 dB(A) leiser.“ „Bora Professional arbeitet mit einer maxi­ malen Leistungsaufnahme von gerade einmal 240 Watt. Damit benötigt unser leistungsstar­ ker Kochfeldabzug deutlich weniger Energie als die meisten herkömmlichen Dunstab­ zugshauben. Zur energieffizienten Arbeits­ weise unserer Kochfeldabzugssysteme gehört auch, dass weit weniger erwärmte Raumluft abgesaugt wird. Auch hier macht sich clever eingesetzte Strömungsgeschwindigkeit posi­ tiv bemerkbar.“

„Die Gründe für besonders beliebte Materia­ lien und Haubenformen reichen vom Ästhe­ tischen bis hin zum Funktionellen. Generell geht der Trend in Europa immer mehr in Richtung DesignEssen in unterschiedlichster Ausprägung. Wir verzeichnen einen eindeutigen Trend im Bereich Schrägessen jeglicher Art – das heißt mit oder ohne Kaminschacht, in reinem Edel­ stahl-Look, in der Kombination Edelstahl und Glas oder auch als reine Glas-Varianten. Ein Beispiel ist unsere Wandesse AirDeLuxe 2 – mit ihr wird die Dunstabzugshaube selbst zum Blickfang in jeder Küche. Entscheidender Vorteil dieser Bau­ form ist nicht nur das attraktive Äußere in Kombination mit hoher Funktionalität, sondern auch der erhöhte Bewegungs­ spielraum am Kochfeld durch mehr Kopffreiheit als bei ­anderen Kaminhauben-Designs.“ Stefan Zipper, Abteilungsleiter Produktmanagement Dunstabzüge bei Neff, www.neff.de

„Unsere Hauben“, so Francesco Boromei, Elica, „verbrauchen durchschnittlich ca. 115 KW/h. Dank dem internen Labor Elica Tech Lab werden ständig neue Technologien er­ forscht.“ Andrea Heiner-Kruckas, Küpperbusch, beziffert den durchschnittlichen Strom­ verbrauch der Küppersbuschgeräte auf „240W/240V/50Hz. Optimierungen werden durch Einsatz von LED Beleuchtungen und effizienteren Motoren erzielt.“ Auf effiziente Motoren setzt auch Rainer Luig, O+F: „Unsere aktuellen Bestseller und Spitzenmodelle sind grundsätzlich mit LEDLicht und EC-Motor ausgestattet. Trotz ho­

her Luftleistung und hervorragender Koch­ feldausleuchtung liegen die Anschlusswerte in den Leistungsstufen 1-4 inkl. Licht nur bei 30 Watt, 40 Watt, 60 Watt und 150 Watt. Um die ab 1.1.2015 gültigen Vorschriften für Ablufthauben einzuhalten, wird ab 2015 die Nutzung der Intensivstufe 4 auf 10 Minuten begrenzt und danach automatisch auf max. 650m³/h zurückgeschaltet.“ Burkhard Stark, refsta, will künftig ganz vorn in der Energieeffizienzklasse mitspie­ len: „Unsere Beleuchtungskörper werden auf LED umgestellt. Durch die Entwicklung und den Einsatz besserer Motoren streben wir die Energieklasse A an.“ küche + architektur | 51


Handel + markt

„Glanz in den Augen“ Erfolgreiches Jahr 2013 für den Küchenring

Als Beiratsvorsitzender des Küchenrings eröffnete Peter Grimm die Jahreshauptversammlung am 24.5.2014 in Wien. Wobei er die Wahl des Tagungsortes als ­„symbolischen Schritt“ bezeichnete. Denn der Küchenring plant, in diesem Jahr die Ausdehnung der Geschäftstätigkeit des Verbands nach Österreich zu starten, da Beirat und Geschäftsführung einhellig der Meinung seien, dass dieser Schritt eine gute Sache für den Verband sei. Geschäftsführer Manfred Töpert bestätigte dieses Vorhaben in seinen Ausführungen: Man werde sorgsam vorgehen, war sein Versprechen an die anwesenden Gesellschafter. So viel gab er aber schon preis: Eine Quersubventionierung komme nicht in Frage, ­sondern man werde eine Beteiligungsgesellschaft gründen.

52 | küche + architektur


Handel + markt

350,2

358,0 (+2%)

Peter Grimm, ­Vorsitzender und

289,0

Sprecher des Beirats von Der Küchenring,

241.5

und die beiden

199,7

Geschäftsführer

176,5

53,8 188 2002

76,3 264 2003

92,1

93,9

288

289

2004

2005

133,4

137,3

333

375

2006

388

Entwicklung Umsatz in Mio EUR 406

420

455

438

Manfred Töpert und Joachim Bringewald.

475 (+4,4%)

Entwicklung Mitglieder 2007

G

2008

2009

2010

2011

2012

anz im Stil von Der Küchenring, der von Peter Grimm als gläserner Kon­ ditionsverband definiert wird, der mit Augenmaß und einer schlanken Verwaltung agiert. Seine Zusammenfassung der gemein­ samen Tätigkeit von Beirat und Geschäfts­ führung im abgelaufenen Geschäftsjahr gip­ felte in der Aussage: „Wenn eine Mannschaft erfolgreich spielt, ändert man das System nicht.“ Zum System gehören auch die Küchen-­ Kompetenz-Tage (KKT), die, so Peter Grimm, nicht mehr wegzudenken seien aus der Branche. Sie stellten einen tollen Erfolg für die Partner aus der Industrie und für die Alliance- und Küchenring-Mitglieder dar. Gemeinsam mit dem Schwesterverband Al­ liance Möbel Marketing im zweijährigen Turnus veranstaltet, kamen im Februar 2014 mehr als 1.200 Fachleute aus Industrie und Handel ins Messezentrum in Rheinbach. Mit 30 präsentierenden Industriepartnern waren über 90% des wertmäßigen Küchenmarktes in Deutschland dort vertreten. Neben den bereits bewährten Konzepten stellte Der Kü­ chenring die neuen Studio- und Marketing­ konzepte vor. So die EmpfehlungsmarketingStrategie, die mittels einer äußerst wertigen, emotionalen und strategisch geplanten Mai­

2013

lingstrategie die Empfehlungsquote bei den Kunden deutlich steigern soll und das neue Studiokonzept System Plus1, besonders für kleinere Küchenstudios. Bereits ab 200 qm Studiogröße kann man mit System Plus1 eine emotional ansprechende und hochwertige Ausstellung gestalten. Über dem Wachstum des Gesamtmarktes Die Jahreshauptversammlung in Wien krön­ te dieses gute Wirtschaftsjahr für den Kü­ chenring nicht nur als Veranstaltungsort mit besonderem Reiz, sondern auch wegen der wieder ausgezeichneten Zahlen, die Geschäftsführer Manfred Töpert mitteilen konnte. 216 Gesellschafter, insgesamt 627 Perso­ nen waren der Einladung zur Jahreshaupt­ versammlung nach Wien gefolgt. Mit 383 Stimmberechtigten (Anmeldungen und Voll­ machten) waren 77,6 % der Gesellschafter vertreten und die Versammlung beschluss­ fähig. Und mit einer Steigerung des Umsatzes für 2013 um 2 % auf 358,2 Mio. Euro, konnte Manfred Töpert sichtlich stolz, ein Wachs­ tum über dem des Gesamtmarktes veröffent­ lichen. Damit wurde der Umsatz der Rhein­ küche + architektur | 53


Handel + markt

Zwei Geburtstagskindern gratulierten Manfred Töpert und die Gäste in der Hofburg.

bacher zum zehnten Mal in Folge gesteigert. Die Summe der Ausschüttungen betrug 33,058 Mio. Euro. Im Durchschnitt wurden 10,98% des zentralregulierten Umsatzes an die Mitglieder ausgeschüttet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Mitgliederzahl 2013 um 4,4 % auf 475 Gesellschafter. Zugänge aus fast allen anderen Verbundgruppen waren zu verzeichnen. Transparenz, die überzeugt In ihrer Entscheidung, dem Küchenring beizutreten, sahen sich die Gesellschafter zudem bestätigt, als Manfred Töpert die ak­

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tuelle Ausschüttung des Küchenrings, bei der, auf den Durchschnitt bezogen, jedes der 475 Mitglieder 69.473 Euro erhielt, plakativ mit der eines anderen Küchenverbands ver­ glich: Dessen 1.372 Mitglieder erhielten von der Ausschüttung von 57 Mio. Euro durch­ schnittlich einen Betrag von je 41.545 Euro. Das bedeutet für die Mitglieder des Küchen­ rings im Vergleich ein Plus von 67,2 %. Für die Geschäftsführung des Küchenrings zähle die unternehmerische Freiheit jedes Gesellschafters, Transparenz, Gespräche auf Augenhöhe, die Überzeugung von der Ar­ beit im Verband und das Mittragen der Kon­

zepte. Dies alles führe zu dem, wie Manfred Töpert formulierte „Glanz in den Augen der Mitglieder“, der Küchenring überzeuge seine Mitglieder und binde sie nicht durch frag­ würdige Fußnoten bei Ausschüttungen und Bonusregeln. Der Durchschnittsumsatz aller 475 Mitglie­ der im Berichtsjahr beläuft sich auf 753.684 Euro. Der durchschnittliche Verkaufswert einer Küche, ermittelt aus den Angaben der ERFA-Gruppen, betrug 11.936 Euro. Ge­ schäftsführer Manfred Töpert konnte auch in diesem Jahr seine Genugtuung über die auf­ grund der schlanken Struktur und der effizi­


Handel + markt

enten Arbeit der Verbandszentrale besonders niedrigen Verbandskosten in Höhe von 0,59% nicht verhehlen. Personell ist der Küchenring ebenfalls gut aufgestellt. So ist der Genrati­ onswechsel im Außendienst-Team seit Ende 2013 durch Hansjürgen Brag, der gemeinsam mit Bernd Gersitz und Bernd Jendras den Gesellschaftern als Ansprechpartner zur Ver­ fügung steht, abgeschlossen. Und die Prognosen für das laufende Jahr 2014 sehen laut Manfred Töpert ebenfalls erfreu­ lich aus und geben Anlass zu der Vermutung, auch im kommenden Jahr wieder besonders gute Werte zu erwirtschaften. Januar bis Ap­

ril 2014 jedenfalls lagen bereits 10,9 % über den Zahlen des gleichen Zeitraums im Vor­ jahr. Die Schlussworte sprach wieder Peter Grimm, indem er darauf hinwies, dass es gut sei, Erfolg zu haben, er aber immer wieder be­ stätigt und erarbeitet werden müsse. Seinen Dank für die gute Zusammenarbeit im Tages­ geschäft sprach er auch den Lieferanten von Der Küchenring aus. Und dann erwies der Küchenring sich einmal mehr als guter Gast­ geber und Gesellschafter, Geschäftsführung und Gäste zeigten, dass sie auch zu feiern verstehen.

Die nächste Jahreshauptversammlung wird in Berlin am 9. und 10. Mai 2015 stattfinden.

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Handel + Markt

Keine Individualität ohne Persönlichkeiten Der Kreis Jahreshauptversammlung 2014

Über 800 Besucher aus Handel und Industrie ließen es sich nicht nehmen, der Einladung zur Jahreshauptversammlung des Leonberger Systemverbundes Der Kreis nach Köln zu folgen, die vom 9. bis 11. Mai im Maritim Hotel stattfand. Die Anwesenheit der Mitgliedshäuser von Der Kreis, Varia, Mein Bad und Creative Partner belegte die Aussage des Firmengründers Ernst-Martin Schaible, dass der Markterfolg der Verbundgruppe durch eine starke Gemeinschaft getragen wird, gespeist von der Individualität des Einzelnen.

56 | küche + architektur

D

ass es sich bei Der Kreis wirklich um eine starke Gemeinschaft handelt, belegen auch die anlässlich der Jahreshauptversammlung bekanntgegebenen Jahresergebnisse des Systemverbunds. Die hier zusammengeschlossenen 2791 Partner erwirtschafteten in 2013 einen Gesamtumsatz von 2,130 Mrd. Euro, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 0,3 Prozent darstellt. Das Ergebnis wuchs dabei um 6 Mio. Euro. Positiv zu dieser Entwicklung beigetragen habe mit einem Plus von 3 Prozent vor allem der Inlandsmarkt. Der Auslandsumsatz wurde von der angespannten Marktsituation in Holland beeinträchtigt, wo ein Rückgang von 2,2 Prozent zu verzeichnen war. Besonders erfreut zeigte sich Ernst-Martin Schaible über den Mitgliederzuwachs. Länder­ übergreifend verstärkte sich der Verbund um 45 Mitgliedsunternehmen auf insgesamt 2791. Davon sind 1225 in Deutschland und 1666 in Europa situiert. „Ein durchaus zufriedenstellen­ des Ergebnis“, so Ernst-Martin Schaible, „in einem wirtschaftlich bewegten Jahr, in dem das Gesamtergebnis sich durch den besseren Küchenabsatz stabilisiert hat.“ Der Durchschnitts­ preis pro verkaufte Küche veränderte sich von 11.196 Euro auf 11.078 Euro. Diese Entwick­ lung mache deutlich, dass der durchschnittliche Haushalt das Fachgeschäft beim Küchenkauf immer stärker bevorzugt, was durch den konstant steigenden Marktanteil der Küchenspezia­ listen belegt werde. Der Fortentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2014 steht der Verbundgründer bereits jetzt positiv gegenüber. „Das erste Quartal 2014 ist gut gestartet. In Deutschland legte der Markt zweistellig zu. Auf europäischer Ebene sorgt ein Quartalsergebnis mit 6,63 Prozent Zuwachs für einen freundlichen Ausblick auf die Jahreszahlen 2014.“ Selbst der holländische Markt zeigt sich derzeit mit einem Plus von 5 Prozent in den ersten vier Monaten des Jahres positiver als zuvor. Diese Entwicklung ist ein Kompliment für den, der das nach 35 Jahren noch sagen kann: „Ge­ gründet wurde Der Kreis aus der Vision heraus, einen Zusammenschluss zu realisieren, durch den das einzelne Mitglied der Großfläche Paroli bieten kann, mit einer Gesellschaftsform die es ermöglicht, dass Konditionen, Rabatte dem Handel gehören“, resümiert Der Kreis-Gründer Ernst-Martin Schaible einen Auszug aus seiner Vision, die ihn 1979 antrieb, seine Verbund­ gruppe für mittelständische Küchenspezialisten aufzubauen. Zu diesen strategischen Zwecken


Handel + Markt

Die ausgezeichneten Küchenspezialisten

gegründet wurde die Der Kreis Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG. Während die Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH die persönlich haftende Kom­ plementärgesellschaft von Der Kreis bildet, beteiligt sich die Der Kreis KG als Mitgliederge­ sellschaft nicht an den geschäftlichen Vorgängen der Verbundgruppe. Diese werden bis heute ausschließlich von und auf alleiniges Risiko der Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH getätigt. Die Geschäftseinlagen und Boni der Mitglieder sowie die daraus resultierenden Zinsen werden nicht in den Finanzierungskreislauf mit einbezogen, sondern von Der Kreis als Fremdgelder auf separaten Bankkonten angelegt und zu 100 Prozent ausgezahlt. Im Fokus der Leonberger Verbundgruppe steht bis dato die Erhaltung der Wirtschaftlichkeit ihrer Mitgliedsunternehmen. Erreicht hat Ernst-Martin Schaible das, so betonte er in seiner Ansprache, mit hervorragenden Mitarbeitern, die sich immer sehr nah am Markt bewegen. Besonders hob der engagierte Unternehmer die vierteljährlich stattfindenden, länderübergrei­ fenden Geschäftsführertreffen hervor, die den Blick über den Tellerrand förderten. „Wissen ist unserer Stärke, durch Wissen können wir den Markt gemeinsam bewegen“, betonte der Visionär Was einst aus einer Verbundgruppe für Küchenspezialisten hervorging, ist heute, 35 Jahr spä­ ter, ein Systemverbund, in dem sich mittelständische Unternehmen aus drei Einrichtungszwei­ gen – Küchenspezialisten, Badprofis und Creative Partner – zusammengeschlossen haben, in deren Fokus individuelle Planung und Beratung und handwerkliches Können stehen. Warum sollte man also nicht das eine oder andere Projekt gemeinsam anpacken? Wie z. B. Projekte, wie die durch die aktive Stiftungsarbeit im Rahmen der Anja Schaible-Stiftung lancierte Ini­ tiative: Deutschland baut um Mit den im vergangenen Jahr gemeinsam mit den Hochschulen Wismar und Coburg erarbei­ teten Rahmenbedingungen, startete der Kreis in Kooperation mit der Bausparkasse Schwä­ bisch Hall die bundesweite Marketingaktion „Deutschland baut um“, die in der ersten Staf­ fel mit einer Gesamtauflage von weit über 8 Millionen Exemplaren in den Printmedien der Bausparkasse Schwäbisch Hall (6,2 Mio. Bausparer) in Zusammenarbeit mit AEG beworben wurde. Der Hauptpreis des Gewinnspiels, eine Ballerina Küche mit AEGGeräten, wurde unter den 20 000 teilnehmenden Endverbrauchern ausgelost und ging an die Schwäbisch Hall Bausparer-Familie Supernok aus Spirkelbach. Wie Ernst-Martin Schaible betonte, liegt die Höhe der Bausparzuteilungen jähr­ lich bei rund 25 Milliarden Euro. Davon werden allein Zuteilungen in Höhe von rund 4,6 Milliarden Euro durch Schwäbisch Hall realisiert. Da das freiwerdende Kapital allerdings nicht nur für Reihenhäuser verwendet wird, sondern ebenso in Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäuser angelegt wird, haben die Koope­ rationspartner des Projekts beschlossen, mit Anlaufen der zweiten Staffel auch

des Jahres 2014

Die Opernsängerin Carola Gebhard überraschte ErnstMartin Schaible mit einer Gesangseinlage anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Systemverbunds.

küche + architektur | 57


Handel + Markt

Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger

Das Thema von Manuela Ehmer

Hermann Scherer motivierte unterhaltsam und

begeisterte mit seinem Vortrag zum Thema

richtete sich an die Teilnehmerinnen

­informativ, alle Chancen zur Herausstellung der

„Individualität als unverzichtbare Kompetenz

des Kongresses: „Durchsetzungs-

­Einzigartigkeit von Persönlichkeit und Unternehmen

für die Zukunft.“

training für Frauen“

zu nutzen.

Die „Deutschland baut um“-Expertenrunde analysierte den bisherigen Erfolg der Marketingkampagne, hier berichtet ­Alexander Rettig, Lautertal, über seine positiven Erfahrungen.

2015 findet die Der Kreis Jahreshauptversammlung am 9. und 10. Mai in Ulm statt. 58 | küche + architektur

diese Immobilien mit in das Projekt zu integrieren. Zudem ist Der Kreis als einer der wenigen Verbände als Systemverbund in der Lage, durch sein Netzwerk an Küchen- und Badspezialis­ ten, Ladenbauern und Schreinern (Creative Partner) den Bausparern von Schwäbisch Hall eine Full-Serviceleistung anzubieten. Die Kompetenz der Mitgliedsunternehmen erhält hierdurch und durch zusätzlich geplante PR-Maßnahmen eine noch größere Aufmerksamkeit beim Ver­ braucher. Der Vorteil für den Küchenspezialisten ist, dass er durch diese bundesweite Marke­ tingaktion in der hochinteressanten Zielgruppe der Bausparer die Möglichkeit erhält, weitere Kontakte zu knüpfen und zusätzliche Umsatzchancen zu realisieren. Dies bestätigten auch die Teilnehmer der Podiumsdiskussion zu diesem Thema: Alexander Rettig, Rettig GmbH, Lau­ tertal, war eines der 164 Pilothäuser, die sich in diesem Projekt beteiligten. „Die Investition von gerade einmal einem Euro täglich rechnet sich auf alle Fälle“, betonte er. Allein für ihn ergaben sich aus der Aktion fünf Kontakte und zwei Abschlüsse. Zuverlässig. Kompetent. Vorausschauend. … Unter dieser Headline fanden die gut besuchten Workshops regen Zuspruch, die von „In­ spirationen für Ihren Unternehmenserfolg“ über „Marketing – Mich kennt hier jeder“, „Elek­ tromobilität“ bis hin zur „Nachfolgeregelung“ reichten. Diese Themen erfreuten sich großen Interesses. Sie alle zielten darauf ab, die Teilnehmer für zeitgemäße und künftige Themen zu begeistern. Claude Rapp, Der Kreis, erläuterte Fragen zur professionellen Nutzung des Inter­ nets vom Marketinginstrument bis hin zum Social Media-Instrument. Beim Thema Nachfol­ geregelung stand Justiziar Stefan Wörwag den zahlreichen Interessenten gemeinsam mit Wirt­ schaftsberater und Steueranwalt Michael Förster mit Rat und Tat zur Seite. Über die Chancen von Elektromobilität heute informierte Max Nastold, E-Motion Line GmbH. Und last but not least führte Robert Strunz die Interessenten in die zweite Staffel von „Deutschland baut um“. Dass Bildung und Unterhaltung keineswegs im Widerspruch stehen müssen, zeigten die Re­ ferenten. Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger überzeugte mit seinem Vortrag zum Thema „Individualität und Flexibilität als unverzichtbare Kompetenz für die Zukunft“, in dem der individuell handelnde Unternehmer als Basis für den Erfolg angesehen wird. Dass Kreativität auch Durchsetzungsvermögen verlangt, wenn es um die Umsetzung geht, machte Manuela Ehmer mit ihrem „Durchsetzungstraining für Frauen“ deutlich und zeigte auf, wie Frauen ihr Führungspotenzial besser einsetzen können. Nur wer sich wohlfühlt, ist auch zu beruflichen Höchstleistungen fähig: Gesundheits- und Fitnessexperte Dr. Dr. Michael Des­ phegel erweiterte mit seinem Thema die Liste der Faktoren, die für den Unternehmenserfolg unabdingbar sind. Marketing- und Verkaufsförderungs-Experte Hermann Scherer begeisterte die zahlreichen Gäste zum Thema „Chancenintelligenz“ mit seinem dynamischen Vortragsstil. Eine persönliche Kommunikations-Plattform für Industrie und Handel bildete die Dienstleis­ tungsmesse, auf der sich 44 Industriepartner auf über 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche zum 35-jährigen Bestehen des Systemverbunds im Foyer des Maritim Hotels präsentierten. Ein großer Informationspool für Mitglieder von Der Kreis, Mein Bad und Creative Partner, der individuell genutzt werden konnte, ganz nach dem Credo des Gründers des Der Kreis www.derkreis.de Firmenverbundes Ernst-Martin Schaible: „Freiheit durch Verbund.“


Gelebte Partnerschaft

Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter Miele & Cie., begleitet die Leonberger Verbundgruppe seit vielen Jahren und ließ es sich aus Verbundenheit nicht nehmen, das Grußwort anlässlich des 35-jährigen Jubiläums von Der Kreis zu sprechen. Seine Rede führte die Zuhörer aus Handel und Industrie auf eine spannende Zeitreise, die verdeutlichte, wie die Herkunft der Verbundgruppe die Zukunft prägt, dass traditionelle Werte unsterblich sind und wie wichtig zukunftsorientiertes Denken und Handeln sind. Wir haben uns erlaubt, diese Rede in leicht gekürzter Form wiederzugeben.

Verehrter Herr Schaible, verehrte Damen und Herren, von Friedrich Hegel stammt das Wort, dass auf der Welt nichts Großes ohne Begeiste­ rung geschehen könne. Dass seit dem 1. Oktober 1979, als Sie lieber Herr Schaible, in Weil bei Schaffhausen eine Organisation mit Namen Der Kreis aus der Taufe gehoben haben, eine Menge Leiden­ schaft im Spiel war, für das Thema Küche, den Küchenfachhandel und dessen Stärkung, dies bedarf in diesem Kreis keiner Vertiefung. Und dass etwas Großes dabei herausgekom­ men ist, davon zeugt allein der Anlass, aus dem wir uns heute hier versammelt haben. Deshalb freue ich mich über die Gelegenheit, heute mit Ihnen den einen oder anderen Ge­ danken über 35 Jahre Der Kreis austauschen zu können und über Menschen und Unter­ nehmen, die den Kreis in den zurückliegen­ den Jahrzehnten gehegt und geprägt, vergrö­ ßert und mit Leben gefüllt haben.

In Ihrem Gründungsjahr 1979 finden wir tuell nicht gerade seine stärkste Saison be­ manchen Beleg dafür, wie schnell und tief­ endet – vorsichtig formuliert. greifend sich Dinge ändern können. Wir stoßen aber auch auf Ereignisse, die, wie So revolutionierte Sony mit seinem „Walkman“ wir heute wissen, gesellschaftliche oder geo­ die mobile Unterhaltungselektronik. Entspre­ politi­sche Megatrends befördert oder gar an­­ge­ chendes vollzog sich in sto­ßen haben, im Guten der Büro­kommu­ni­ka­tion wie im weniger Guten. Wer etwas bewegen und beziehungswei­se beim So rief Ayatollah Kho­ ­erreichen möchte, Versand von Schriftstü­ meini die Islamische cken, als die Deutsche braucht eine ambitionierte Republik Iran aus und Bundespost den Tele­ stand das Atomkraft­ Vision und klare Ziele. faxdienst startete. werk Harrisburg/Penn­ Heute ist der Walkman sylvania kurz vor einem längst ein Fall für das Technik-Museum – und Super-GAU. Die Nato besiegelte ihren gleich­ das Telefax weitgehend von Internet und E-Mail namigen Doppelbeschluss, dessen Beitrag verdrängt, vom früheren Quasi-Dauersum­ zur Überwindung des eisernen Vorhangs men der Firmenfaxe nicht mehr viel zu hören. heute nahezu unbestritten ist. In Genf star­ Amtierender Deutscher Fußball-Meister war tete die erste Weltklimakonferenz und in Bre­ übrigens der Hamburger SV, der, wie den men zogen erstmals „grüne“ Abgeordnete in Kundigen unter uns nicht entgangen ist, ak­ ein deutsches Landesparlament ein. küche + architektur | 59


Mit dem Europäischen Währungssystem EWS wurde ein Vorläufer unserer heutigen Währungsunion geboren. Dessen Mitglieder hatten sich zu Stützungsmaßnahmen ver­ pflichtet, sollten einzelne Währungen des Verbundes, die damals noch frei zueinander floateten, zu stark nach oben oder unten aus­ schlagen. Und last but not least wählten die Menschen in Europa erstmals in direkter Abstimmung ein Europäisches Parlament. Wenn wir am 25. Mai dieses Jahres an die Urnen gerufen werden, gibt es also auch dort ein 35-jähriges Jubiläum. Verehrte Damen und Herren, warum zähle ich Ihnen das alles auf, schließlich sitzen wir hier nicht in einem zeitgeschichtlichen Semi­ nar? Die Antwort lautet: Weil manches von dem, was 1979 passiert ist oder seinen An­ fang genommen hat, bis heute fortwirkt und den Geist unseres Handelns prägt. Vision, Innovation, Nachhaltigkeit, Partnerschaft, Kontinuität und Internationalität – dies sind Stichworte die mir im Zuge meiner kurzen Rückblende in den Sinn kom­ men und die nicht weniger passend erschei­ nen, gleicht man sie ab mit der Historie unse­ res heutigen Geburtstagskindes.

Eine Bündelung der Kräfte zu erreichen im Sinne Vermarktungskonzepte, Beratungs- und Fi­ einer starken Gemeinschaft leistungsfähiger nanzierungsdienstleistungen. Richtungswei­ Küchenfachhändler, das war es, worauf es send war, von außen betrachtet, zum Beispiel ­Ihnen bis heute in allererster Linie ankommt. Ihr umfassendes Ladenbaukonzept „Küche Damit wir uns an der 3000“ oder die Erwei­ Stelle nicht missverste­ terung des Netzwerkes Der Kreis … eine kern­ hen: Ihren Lieferanten auf Schreiner, Fenster­ gesunde, organisch und als harter Verhandler bauer und Ladenbauer, gegenüber zu treten, Stichwort „Creative n ­ achhaltig gewachsene das können Sie durch­ Partner“, sowie Fran­ G ­ emeinschaft unabhängiger chisekonzepte aus, und ich darf sagen, wie hochwertiger Partner, dass ich da weiß, wo­ „Varia“ in Deutschland von ich spreche. Aber die sich durch ausgeprägtes oder „Olina“ in Öster­ für Sie war das vor al­ reich. Markenverständnis und lem Mittel zum Zweck. Den wachsenden hohe Beratungskompetenz Stärkung des Küchen­ Marktanteilen von Nofachhandels gegenüber auszeichnen, mit Kontinuität Name-Produkten setz­ den großen Vollsor­ te Der Kreis frühzeitig in den Werten und Zielen, timentern und später und mit Augenmaß Ei­ auch dem Internet genmarken für unter­ Denken in Generationen war und ist Ihr Gebot schiedliche Marketing­ und der ehernen Maxime der Stunde; Festigung konzepte, Zielgruppen „Qualität vor Quantität“. von Marktpositionen und Preisklassen entge­ durch Stärkung der gen. Früh öffnete sich Unternehmerindividualität und den kompro­ Der Kreis mit Blick auf die neuen Medien, misslosen Anspruch, im Wettbewerb zu den etwa in Form des Portals für den Abverkauf Besten zu gehören. der Musterküchen oder die frühe Umstellung Da reicht es naturgemäß nicht aus, den Liefe­ der Kommunikation mit dem Handel auf In­ ranten bessere Konditionen und höhere Bo­ ternetbasis. Konstitution vor Kondition nuszahlungen abzutrotzen, mindestens eben­so Dass Ihrem Verband im Gegenzug auch Wer etwas bewegen und erreichen möch- dringend braucht es durchdachter und inno­ das langfristige, generationsübergreifente, braucht eine ambitionierte Vision und vativer Konzepte, um dieses Geld gewinn­ de Denken nicht fremd ist, zeigt die Juklare Ziele. Das galt für bringend im Unterneh­ gendarbeit von Der Kreis, und dies in eiHelmut Schmidt und men einzusetzen. Und nem doppelten Sinne. Erstens: Sicherung Vision, Innovation, den Nato-Doppelbe­ wenn dies dann dazu von qualifiziertem Nachwuchs durch lei­ achhaltigkeit, N schluss wie auch für die führt, dass kompetente, denschaftliches Engagement für den AusVäter der Europäischen Partnerschaft, Kontinuität engagierte und marken­ bildungsberuf des Küchenspezialisten. Einigung und der Wäh­ bewusste Küchenspezia­ Und zweitens: Qualifizierung und Vernetund Internationalität rungsunion. listen in gemeinsamer zung des Unternehmernachwuchses, etwa Mit elf Gründungsmit­ partnerschaftlicher An­ im Rahmen des Juniorenkreises, bei dem gliedern formierte der frühere Alno-Mann strengung mit ebensolchen Herstellern von auch ich mehrfach zu Gast sein durfte. Für Ernst-Martin Schaible den Verband Der Kreis. Küchenmöbeln und Einbaugeräten ihre je­ beides erhielt „ Der Kreis“ verdientermaWas von manch interessierter Seite eilfertig weiligen Marktpositionen ausbauen – dann ßen den „Kooperationspreis des Mittelals „Rabattverein“ abgetan und anfangs auch investiert der weitsichtige Lieferant bei den standes“ von markt intern. von den Fachmedien, vorsichtig formuliert, Konditionen, nicht gerne, aber doch gefasst, Schließlich und endlich endet der „Durchnicht nur mit Rückenwind versehen wurde, den einen oder anderen Euro zusätzlich. messer“ von „ Der Kreis“ nicht an den erwies sich jedoch als robustes Baby. Denn deutschen Außengrenzen, sondern umIhnen, lieber Herr Schaible, ging es im Qualität vor Quantität fasst ganz Zentraleuropa, mit heute mehr Kern nicht um Konditionen, sondern um Und hierin liegt eine entscheidende Stär­ als 2700 Partnern in zehn Ländern – eine die Konstitution, nämlich ihrer Mitglieder. ke von Der Kreis, etwa in Form innovativer kerngesunde, organisch und nachhaltig 60 | küche + architektur


gewachsene Gemeinschaft unabhängiger hochwertiger Partner, die sich durch ausgeprägtes Markenverständnis und hohe Beratungskompetenz auszeichnen, mit Kontinuität in den Werten und Zielen, Denken in Generationen und der ehernen Maxime „Qualität vor Quantität“. Aber das wissen Sie ja alles viel besser als ich…

derum kommt ein nicht ganz geringer Teil vom Küchenfachhandel und somit auch von Mitgliedsunternehmen von Der Kreis.

ben als man einst selbst übernommen hat. Da fällt es nicht schwer, sich wohl und zu Hause zu fühlen. Hier machen Menschen Geschäfte, denen Der Kreis – eine groSSe Familie es nicht darum geht, den letzten Cent irFür diese langjährige, vertrauensvolle und er­ gendwo herauszupressen, sondern um folgreiche Partnerschaft danke ich Ihnen im die gemeinsame Sache. „Manchmal kann Namen des Unternehmens Miele von Her­ das, was zählt, nicht gezählt werden, und zen. das, was gezählt werDie vielen Gespräche, den kann, zählt nicht.“ Hier machen Menschen In eigener Sache die wir seither geführt Dies stammt von AlAls Der Kreis 1979 startete, steckte das Ein­ haben, waren nicht im­ bert Einstein. ­Geschäfte, denen es nicht baugeräte-Geschäft eines gewissen mittel­ mer einfach – ich deu­ Ich brauche in dieser darum geht, den letzten ständischen deutschen Hausgeräteherstellers, tete bereits an, dass Sie Runde nicht näher aus­ Cent irgendwo herauszudem die zuletzt genannten Werte ebenfalls über ein gewisses Ver­ zuführen, wie sich die nicht ganz fremd sind, übrigens noch in den handlungstalent verfü­ Handelslandschaft ver­ pressen, sondern um die vielzitierten Kinderschuhen. gen und dieses auch mit ändert hat. Erst kamen ­gemeinsame Sache. Überspitzt formuliert, war Miele vor allem Nachdruck einzusetzen die Großflächen und eine Wäschepflege-Staubsauger-Geschirr­ vermögen – aber es ging Vollsortimenter, dann spüler-Firma, die eher der Vollständigkeit immer lösungsorientiert zu und getragen von das Internet. All diese Zahlen, die da kursie­ halber auch Kochen und Kühlen im Pro­ gegenseitigem Respekt. ren, kennen Sie mindestens genauso gut wie gramm hatte. In den vergangenen mehr als 20 Jahren, die ich. Auch die wirtschaftlichen Rahmenbe­ Unsere drei auf Küchengeräte spezialisier­ ich inzwischen für Miele tätig bin, habe ich dingungen haben uns in den vergangenen 35 ten Werke in Oelde, Bünde und Arnsberg, auch eine Reihe Ihrer Mitgliedsunternehmer Jahren nicht immer nur verwöhnt. wo Miele heute Hightech-Herde, -Backöfen, besucht, von denen ich heute viele gut kenne -Dampfgarer, -Kochfelder und -Dunstab­ und die ich gerne wiedertreffe. Keine Bange vor der Zukunft zugshauben produziert, Nicht umsonst gilt Dennoch brauchen wir uns nicht bange zu waren noch lange nicht Der Kreis unter den machen, wenn Sie mir diesen kleinen Schlen­ in Sicht. Entsprechen­ Verbundgruppen des ker gestatten, solange wir in gemeinsamer Nicht umsonst gilt des galt für weltexklusi­ Küchenfachhandels partnerschaftlicher Anstrengung unsere Der Kreis unter den ve Innovationen wie in und denen des Elek- Stärken pflegen und Schwächen gar nicht erst den späten 90er-Jahren ­Verbundgruppen des Küchen­ trofachhandels als entstehen lassen. den ersten Einbaubesonders familiär Warum ist das so? fachhandels und denen des Dampfgarer und den orientiert und auf das Erstens: Wir profitieren in Deutschland von Elektrofachhandels als ersten Einbau-Kaffee­ persönliche Mitein- einer Konjunktur, die sich aktuell als erstaun­ besonders familiär orientiert ander ausgerichtet. lich krisenresistent erweist. vollautomaten. Etwa 724 Millionen „Wertvoll an einem Obwohl sich die Menschen um das Große und auf das persönliche Euro betrug der MieleUnternehmen sind und Ganze sorgen, siehe etwa die Schulden­ ­Miteinander ausgerichtet. nur die Menschen, die krise in Südeuropa oder die Unruhen in der Gesamtumsatz 1979, mit einem Einbauge­ dafür arbeiten, und Ukraine, bangen sie nicht um den eigenen räteanteil inklusive der Geist, in dem sie Arbeitsplatz oder die eigenen Einkommens­ Geschirrspüler von deutlich weniger als 20 es tun.“ Dieser Satz stammt von dem le- perspektiven. Die Beschäftigungslage ist gut, Prozent. Dennoch zählte Miele selbstredend gendären VW-Gründer Heinrich Nord- die Konsumstimmung hoch, das verfügba­ zu den Der Kreis-Lieferanten fast der ersten hoff. re Einkommen soll steigen, die Baubranche Stunde, was sich rückblickend und aus Sicht Ich persönlich freue mich darüber, in gewis­ rechnet mit einem Plus beim Wohnungsbau. beider Seiten nicht gerade als Irrweg erwie­ ser Weise auch selbst mit dieser Familie ver­ Inflationsangst beflügelt die Anschaffungs­ sen hat. bunden zu sein, der es darum geht, auf Basis neigung und den Konsum. Und wer sich ein Heute erreicht Miele 3,15 Milliarden Euro gemeinsamer Werte ein gemeinsames Erbe langlebiges Gebrauchsgut zulegt, achtet zu­ Umsatz im Jahr, von denen allein 43 Prozent zukunftsfest zu machen und der nachfolgen­ nehmend mehr auf die Qualität als auf den auf die Küchengeräte entfallen. Hiervon wie­ den Generation möglichst mehr zu überge­ Preis; auch dafür gibt es empirische Belege. küche + architektur | 61


Starke Marken schaffen Vertrauen, Werte te es dem Fachhandel auch gelingen, die vor stehen höher im Kurs als Schnäppchen. allem preisaggressiven Distributeure auf Dis­ Hiervon profitieren auch die Küchenaus­ tanz zu halten. Dafür können und müssen wir rüster; allerdings ist es in einem hoch gesät­ gemeinsam neue Wege gehen, angefangen bei tigten Hausgeräte-Markt wie Deutschland Themen wie dem intelligenten Energiesparen mit dem mengenmäßigen Wachstum so eine und dem „Vernetzten Haus“. Sache. Hierbei hilft uns, dass sich in Deutschland die Ihr und unser Umsatzwachstum muss also Hausgerätehersteller, Küchenmöbelhersteller primär über den Wert kommen, also über und Fachhändler zu einem Standort in Sa­ den Verkauf von hö­ chen Küche verbinden, herwertigen Produk­ der weltweit seinesglei­ Denn die drei Haupttreiber chen sucht. Für dessen ten. Energieeffizienz ist hier sicher ein besondere Qualität des Internet-Handels Thema, verkauft sich spricht nicht zuletzt sind Preis, Convenience aber nicht alleine. Ver­ auch die beeindru­ und ­Verfügbarkeit. Je mehr ckende Performance braucher wollen mit Küchengeräten nicht der ersten beiden ­darüber hinausgehende primär Energie sparen, Durchgänge der Li­ Dienstleistungen die Kunden sondern Lebensmittel vingKitchen – die sich wünschen, desto mehr frisch halten, Essen zu­ mit Fug und Recht als bereiten oder Geschirr echtes Gemeinschafts­ verliert der Online-Handel sauber spülen. Großen werk einer engagierten an Attraktivität und kann Wert legen Endkunden Messegesellschaft, des heute auf Bedienkom­ der Fachhandel seine tradi­ Handels sowie der Mö­ fort. Die Ausstattung tionellen Stärken ausspielen. bel- und Geräteherstel­ mit Programmen und ler bezeichnen lässt. Funktionen darf dabei Über den weltweiten gerne hochwertig sein, aber sie muss einfach Ausnahmecharakter der deutschen Küchen­ und intuitiv zu bedienen sein. Zum Beispiel möbelindustrie brauche ich in diesem Kreis durch Klartextdisplays statt kryptischer Pik­ nicht viele Worte zu verlieren, wollte ich togramme. nicht in den Verdacht geraten, die sprich­ Ein weiteres wichtiges Kaufkriterium ist das wörtlichen Eulen nach Athen zu tragen. Auch Design. Eine klare Formensprache und hoch­ die heimische Hausgeräteindustrie soll heute wertige Materialien sind gefragt; dieser Trend nicht unser Thema sein. hat sich verfestigt. Wie Sie wissen, sind Kü­ chen nicht nur Ort der Nahrungszubereitung, inhabergeführter Fachhandel sondern sind auch Treffpunkt, der räumliche Inbegriff einer mehrwertorienLebensmittelpunkt im Haushalt. Und da will tierten Distribution man nicht nur zweckmäßige, sondern auch Stattdessen möchte ich unsere Aufmerksam­ schöne Dinge um sich haben. keit auf eine Fachhandelsstruktur einschließ­ Und zweitens: Die deutschen Hausgeräte­ lich der dazugehörigen Verbände lenken, die hersteller, Küchenmöbelhersteller und ihre weltweit ihresgleichen sucht. Wer hochwer­ Vertriebspartner schaffen es in beispielhafter tige Produkte vermarkten möchte, braucht Weise, Qualität, Leistung, Komfort, Energie­ Fachhandelspartner, die hochwertig präsen­ effizienz, Design und Markenprestige in Ein­ tieren sowie kompetent beraten, und dies klang zu bringen. über die reine Produktauswahl hinaus. Dies Wenn es uns gemeinsam gelingt, diesen Vor­ macht zum Beispiel den inhabergeführten sprung zu halten oder gar auszubauen und Küchenfachhandel in Deutschland zu „dem“ mit der für uns typischen Kunden- und Ser­ Inbegriff einer mehrwertorientierten Distri­ viceorientierung zu kombinieren – dann soll­ bution. 62 | küche + architektur

Qualitätsorientierte Hersteller unterstützen diese Philosophie übrigens zunehmend mit dem Mittel der selektiven Distribution und folgen so dem Grundsatz, dass sich besonde­ re Leistungen bei Präsentation und Beratung für den Vertriebspartner im Handel auch besonders auszahlen sollen. Dies wiederum trägt beispielsweise dazu bei, dass der stati­ onäre Fachhandel im Küchenbereich seine Marktanteile gegenüber den Online-Händ­ lern besser behauptet als in vergleichbaren Handelssegmenten. Denn die drei Haupttreiber des InternetHandels sind Preis, Convenience und Verfügbarkeit. Je mehr darüber hinausgehende Dienstleistungen die Kunden wünschen, desto mehr verliert der Online-Handel an Attraktivität und kann der Fachhandel seine traditionellen Stärken ausspielen. Bei den Kücheneinbaugeräten gibt es typi­ scherweise erheblichen Bedarf an zusätzli­ chen Leistungen wie anschauliche Präsen­ tation, kompetente Beratung, Einbau und Installation, Mitnahme von Altgeräten bis hin zu Aufmaß, Planung, Lieferung und Aufbau einer kompletten Küche. Dies gilt es zu pflegen – in diesem Sinne leisten Der Kreis und seine Mitgliedsunter­ nehmen Vorbildliches – und wir Hersteller, verehrte Damen und Herren, stehen fest an Ihrer Seite. Schließen möchte ich mit einem Gedanken des großen austro-amerikanischen Ökono­ men und Managementvordenkers Peter F. Drucker. Er erlebte, begleitete und kommen­ tierte in seinen 95 Lebensjahren nahezu die gesamte Wirtschaftsgeschichte des 20. Jahr­ hunderts. Dabei stand er den Schlagworten und Modethemen seiner Zunft stets kritisch gegenüber und bevorzugte stattdessen die einfachen Wahrheiten. Den Unternehmern und Managern hat er unter anderem ins Stammbuch geschrieben: „Es genügt nicht, die richtigen Dinge zu tun, man muss die Dinge auch richtig tun.“ Ich bin mir sicher, dass die Unternehmen der heute hier Anwesenden in der Vergangenheit vieles Richtige richtig angepackt haben und dies auch weiterhin tun werden.


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Die guten Adressen der Branche

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Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

Alno AG Heiligenberger Straße 47 88630 Pfullendorf Tel. 07552 21-0 mail@alno.de · www.alno.de

Brigitte Küchen H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 vertrieb@brigitte-kuechen.de www.brigitte-kuechen.de

nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

küche + architektur | 63


VISITENKARTEN | Die guten Adressen der Branche

… küchen

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. 09825 83-0 · Fax 09825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

Poggenpohl Möbelwerke GmbH Poggenpohlstr. 1 · 32051 Herford Tel. 05221 381-0 · Fax 05221 381321 info@poggenpohl.com · www.poggenpohl.com

Rabe & Meyer Küchen GmbH & Co. KG Ladestr. 52 · 32257 Bünde-Ahle Tel. +49(0)5223 6900-0 · Fax +49(0)5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Ausgabe 3/2014 · 2. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Küchenfachgeschäfte auch weiterhin gut gestimmt · Steigende umsätze durch hochwertigeren Verkauf Von designstark bis unauffällig · Dunstabzugshauben von heute müssen leistungsstark aber leise sein Viele Details erlauben ein großes Ganzes · Rempp Küchen – der hidden champion aus dem Schwarzwald

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Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

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BLANCO GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 kuechentechnik@blanco.de www.blanco-germany.com/de

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@ hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 aluments@wesco.de www.wesco-aluments.de

Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 naber@naber.de · www.naber.de

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Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG Vahrenkampstraße 12–16 · 32278 Kirchlengern Tel. 05223 77-1597 · Fax 05223 77-21597 kitchen-info@de.hettich.com · www.hettich.com www.intelligent-kitchens.com

DER KREIS Systemverbund Holding GmbH & Co. KG Mollenbachstr. 2 71229 Leonberg Tel. 07152 6097-00 Fax 07152 6097-9999 derkreis@derkreis.de www.derkreis.com

PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de

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