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Ausgabe 2/2016 · 4. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Eurocucina 2016 · Viele Solisten bilden einen Chor „Unser Maßstab ist der Mensch“ · Boris Scholl plant selbst und ständig für seine Kunden Smart Home · Über die Küche zu mehr Komfort nach Maß


Mal ehrlich: kostet Ihr Verband mehr oder weniger als 0,65% pro Jahr? 1)

12,1%

Ausschüttungen pro Mitglied/pro Jahr durchschnittlich, im Jahr 2015 Gesamtausschüttung an unsere Mitglieder bezogen auf den kumulierten Netto-Einkaufsumsatz bei Verbandslieferanten.

0,65% Zentralkosten

1) (Die Summe aller notwendigen Kosten die zum Betrieb des Verbandes anfallen.) Bezogen auf den kumulierten Netto-Einkaufsumsatz im Jahr 2015 bei Verbandslieferanten. Bedeutet: mehr Geld in den Kassen unserer Mitglieder.

12 Jahre W Wachstum

elche Kriterien sind für Sie ganz persönlich bei der Auswahl Ihres Verbandes ausschlaggebend? Spielen Zahlen und klare Fakten dabei eine Hauptrolle? Dann sind Sie beim KÜCHENRING genau richtig.

Über viele Jahre ist DER KÜCHENRING konstant gewachsen. Dadurch erreichen wir bei unse-

in Folge. Jahr für Jahr schreiben wir das erfolgreichste Jahr in unserer Unternehmensgeschichte.

ren Industriepartnern hervorragende Einkaufskonditionen, von denen unsere Mitglieder profitieren. Schlanke Strukturen und kurze Kommunikationswege erlauben es uns, mit extrem niedrigen Zentralkosten auszukommen. Das versetzt uns in die Lage, unseren Mitgliedern

Alle

überdurchschnittlich hohe Boni und Ausschüttungen zu gewähren. Darüber hinaus bieten wir unseren Partnern ein breites Spektrum an erfolgsorientierten und auf die unterschiedlichen Zielgruppen zugeschnittene Vertriebskonzepte, Marketingstra-

Dienstleistungen und Marketinginstrumente, die für Küchenspezialisten im Wettbewerb entscheidend sind.

tegien und Dienstleistungen. Das und vieles mehr sind gute Gründe für die Entscheidung „DER KÜCHENRING“. Lassen Sie uns darüber reden. Das Team KÜCHENRING freut sich auf Sie!

Das Team Küchenring – effizient und kompetent (v.l.n.r.): Hansjürgen Brag, Erika Burkard, Bernd Gersitz, Sabine Hofmann, Bernd Jendras und Geschäftsführer Manfred Töpert.

KÜCHENRING GmbH & Co. KG Marie-Curie-Straße 6 · 53359 Rheinbach Telefon Herr Töpert: 02226-904-127 · www.kuechenring.de


EDITORIAL

Nach der Eurocucina ist vor der LivingKitchen

V

olle Gänge, internationale interessierte Besucher und damit gut gelaunte Aussteller prägten das Bild der Eurocucina 2016 ebenso wie das der verschiedenen Designzentren innerhalb Mailands. Die italienischen Hersteller verstehen es einfach zu inszenieren, zu emotionalisieren und damit zu inspirieren. Die Kompositionen aus Materialität, Licht und Dekoration sind es, die die Besucher dieser Messe alle zwei Jahre wieder in ihren Bann ziehen. Auch wenn unter den zahlreichen ausgestellten Exponaten der italienischen Hersteller einige Prototypen zu sehen waren, die enorme Vielfalt neuer Gestaltungsideen überzeugte. Und unter diesem Aspekt bot die Messe auch für das eine oder andere deutsche Unternehmen den Rahmen, um eine Produktstudie zu präsentieren.

Messen sind und bleiben die perfekten Plattformen, um sich über eine Branche und deren Produkte zu informieren, sie schaffen Raum für Interaktion und Kommunikation und tragen damit dazu bei, Geschäftskontakte anzubahnen. In Mailand geht es eben um Design und Innovation, und exakt dieser Anspruch ist es, der Architekten, Innenarchitekten, Bauträger und Einrichtungsspezialisten dazu bewegt, keine Kosten und Kilometer zu scheuen und die Reise in die Designmetropole anzutreten. Neben den traditionell nachfragestarken Märkten in Westeuropa und Amerika gewinnt der asiatische und osteuropäische Absatzmarkt ein immer bedeutenderes Gewicht, was sich auch auf den Weltleitmessen bemerkbar macht. Das können die deutschen Aussteller nur bestätigen, die sich dem internationalen Publikum der Eurocucina und der LivingKitchen stellen.

Messestandorte wachsen branchenübergreifend dort, wo sich Nachfrage- und Angebotsströme effizient und erlebnisbetont bündeln lassen. Ein Faktor, der auch für die Internationale Möbelmesse bzw. für die LivingKitchen in Köln gilt. Innerhalb dieser Sphäre geben die deutschen Hersteller ihr Heimspiel und präsentieren sich auch entsprechend. Was hier von diesen gezeigt wird, lässt sich sofort verkaufen. Prototypen findet man hier so gut wie keine, da der Fokus dieser Präsentationen auf zeitgemäßes Design, Perfektion, Lieferfähigkeit und damit auf Verkauf abzielt. Ein Auftritt, der so auch von den nationalen und internationalen Besuchern erwartet wird. Emotionen schaffen dabei die zahlreichen Kochevents und Vorträge, die zum Rahmenprogramm der LivingKitchen gehören und insbesondere an den Endverbraucher-Tagen Lust auf eine neue Küche machen. Mit Spannung zu erwarten ist der Januar 2017, wenn sich die Pforten der LivingKitchen in Köln wieder öffnen. Denn schon heute liegt die Anzahl der Aussteller an der deutschen Leitmesse mit über 120 Unternehmen sowohl über der Teilnehmerzahl von 2015 als auch über der Anzahl der Unternehmen, die sich auf der Eurocucina präsentierten. An Vielfalt dürfte es also auch in Köln nicht mangeln. Unserer Erfahrung nach sind beide Messen sehens- und erlebenswert. Wer beide Messen besucht hat, erhält einen umfassenden Einblick in die Welt des visionären Produktdesigns, neuer Raumgestaltungskonzepte und zeit- und zielgruppengemäßer Vermarktung. Messen sind und bleiben die perfekten Plattformen, um sich über eine Branche und deren Produkte zu informieren, sie schaffen Raum für Interaktion und Kommunikation und tragen damit dazu bei, Geschäftskontakte anzubahnen.

YVONNE DAVY Chefredakteurin

küche + architektur | 1


Foto: Lechner

INHALT 1/2013

Stein spricht alle Sinne an, seine Härte strahlt Sicherheit und Stabilität aus. Auf der Eurocucina in Mailand war Naturstein ein unübersehbares Design-Thema. Die aktuelle Natursteinkollektion – myLeStone by Lechner – begeistert jeden Tag durch ihre Schönheit und Funktionalität. Die Arbeitsplatte auf dem Titelbild zeigt Naturstein strukturiert, 015, Elegant grey. Lechner bietet in seinem Natursteinprogramm ausschließlich Hartgesteine. Die meisten sind Tiefengesteine, die durch langsames Abkühlen von Magma innerhalb der Erdkruste entstanden sind, wie Granit, Gabbro oder Basalt. Durch eine Rückwand aus der Lechner Glaskollektion (im Bild Dekor M36, Purple) wird das einzigartige Ambiente noch unterstrichen. Zu jedem Stein gibt Lechner deshalb Empfehlungen für geeignete Dekore oder Farben. (siehe auch S. 70) www.lechner-ag.de

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1

Editorial

28 Leicht – oder der deutsche Italiener

4

Küchenfachhandel in 2016 erneut im Aufwind Nachfrage nach Küchen hält an

6

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht …” … davon ist AMK-Geschäftsführer Kirk Mangels überzeugt

„Designing a product is designing a relationship.“ Steve Rogers

32 Attractions made in Pfullendorf Alno zeigt, was Marke kann

34 Designstärker und internationaler denn je Nolte Küchen-Gruppe wächst zweistellig

10 „Unser Maßstab ist der Mensch“ Boris Scholl plant selbst und ständig für seine Kunden

15 Eurocucina 2016 Viele Solisten bilden einen Chor

36 Grenzenlose Vielfalt Bauformat

38 Typisch Nobilia Durchdacht und strukturiert in Präsentation und Aktion

40 Immer in Bewegung Mit drei Küchen präsentierte sich Häcker auf der Eurocucina in Mailand


Impressum VERLAG: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de GESCHÄFTSFÜHRER: Harald Fritsche, Tilmann Münch REDAKTIONSBÜRO: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms HERAUSGEBERIN UND CHEFREDAKTEURIN: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de

Inhalt 2/2016

REDAKTIONSASSISTENZ UND ANZEIGENVERKAUF: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de LAYOUT: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de DRUCK: Frotscher Druck GmbH Riedstraße 8 64295 Darmstadt

42 Rational – it’s time to be different 60 Küchenwohntrends 2016 floo – designed by Karim Rashid engineered by Rational

44 Poggenpohl – international on stage

Konzepte und Informationen für heute und morgen

72 Neuheiten on the road Mit Samsung zum vernetzten Heim

Einrichten ohne Grenzen

46 Miele – grifflos schön Invisible kitchen für den „Milan Design Award“ nominiert

49 Smart Home Über die Küche zu mehr Komfort nach Maß

56 Vom Wirtschaftswunder zum Effizienzwunder Der neue G 6000 EcoFlex-Geschirrspüler von Miele

74 Positiv auf der ganzen Linie Vereinsmitgliederversammlung der AMK

77 Dampfgaren beginnt an der Spüle Zwei Innovationspreise für Blanco Zenar XL 6 S DampfgarPlus

78 Marken hautnah erleben Trainings- und Tagungscenter (TTC) der BSH in München

79 Die guten Adressen der Branche

PREISLISTE FÜR ANZEIGEN: zur Zeit Nr. 4, gültig seit 1. 1. 2016 PREIS EINZELHEFT: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) ABONNEMENT-SERVICE: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de BANKKONTEN: Volksbank Stuttgart eG 101 383 029 (BLZ 600 901 00) IBAN: DE81 600 901 000 101 383 029 BIC: VOBADESS Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im FachschriftenVerlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer FOTONACHWEISE: Seite 79: auremar/fotolia

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DATEN + FAKTEN | Stimmungsbarometer

Küchenfachhandel in 2016 erneut im Aufwind Nachfrage nach Küchen hält an

Der Küchenfachhandel ist überdurchschnittlich gut in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Mehr als 90 Prozent erachten die Lage der Branche als äußerst positiv und knapp 90 Prozent sind mit der Entwicklung des eigenen Unternehmens gut zufrieden. Das ist das Ergebnis der quartalsmäßigen Handelsbefragung der Fachzeitschrift küche+architektur, an der sich 8 Prozent der 2000 angeschriebenen Küchenprofis beteiligten.

Werden Sie künftig das Thema „Smart Home“ als zusätzliche Dienstleistung in Ihrem Studio anbieten?

ja

45,2 %

nein

48,4 %

k. A.

6,5 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

Welche Voraussetzungen wären notwendig, damit Sie das Thema generell bzw. besser vermarkten könnten? (Mehrfachnennungen möglich) a) Zumindest Geräte verschiedener Herstellermarken müssten einfach miteinander vernetzbar sein. b) Es müsste entsprechende herstellerübergreifende Schulungs maßnahmen geben. c) Ich würde sogar eine die Gewerke (Hausvernetzung, Küche, Licht, Sicherheitstechnik, Heizungstechnik) übergreifende Schulung in Anspruch nehmen. d) Keine. Ich würde mein Angebot in Zusammenarbeit mit einem mir bekannten versierten Elektroinstallateur erstellen.

Antwort a)

62,0 %

Antwort b)

51,7 %

Antwort c)

31,0 %

Antwort d)

17,2 % 0%

10 %

20 %

4 | küche + architektur

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

R

und 47 Prozent der an der Umfrage partizipierenden Küchenspezialisten konnten sich über eine im Vergleich zu den Vorjahresmonaten höhere Umsatzentwicklung freuen. Nach wie vor 40 Prozent standen einer stabilen Entwicklung des Umsatzes gegenüber. Was die kommenden vier Monate anbelangt, so rechnen sage und schreibe 51 Prozent mit weiterhin steigenden Umsätzen. 41 Prozent gehen von einem gleichbleibenden Umsatzniveau aus. Damit einher geht in etwa die Investitionsbereitschaft der Endverbraucher, die bezogen auf das kommende Quartal von 45 Prozent der Befragten als steigend eingeschätzt wird. 51 Prozent der Antwortenden gehen von einem gleichbleibenden Kaufinteresse an einer neuen Küche aus. Was die Besucherfrequenz im nächsten Quartal anbelangt, so rechnen 35 Prozent mit einer größeren Kundenfrequenz. 58 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Situation aus. SMART HOME JA, WENN DIE VORAUSSETZUNGEN STIMMEN Aus aktuellem Anlass befragten wir unsere Leser aus dem Bereich Küchenfachgeschäft zum Thema „Smart Home“. 45 Prozent der Antwortenden gaben an, ihren Kunden künftig Dienstleistungen in dieser Richtung anbieten zu wollen. 48 Prozent stehen dem ganzen Thema noch skeptisch gegenüber. Um seine Kunden als Küchenspezialist in puncto Smart Home effektiv beraten zu können, sollten jedoch zumindest Geräte verschiedener Herstellermarken einfach miteinander vernetzbar sein, fordern 62 Prozent der Befragten. Herstellerübergreifende Schulungsmaßnahmen sind für 52 Prozent unerlässlich. 31 Prozent würden sich sogar gewerkeübergreifend schulen lassen, um die Vernetzung des gesamten Hauses also Küche, Licht, Sicherheits- und Heizungstechnik usw. anbieten zu können.


Wir führen ein … Stimmungsbarometer | DATEN + FAKTEN keine Angabe 0,0 %

Fachmarkt 0,0 %

Küchenfachgeschäft 83,9 %

Volllsortimenter 16,1 %

Wir sind inhabergeführt … inhabergeführt 96,8 % Umfrage k+a 2/2016 Umfrage k+a 6/2015 Umfrage k+a 4/2015

Wie beurteilen Sie die momentane Lage in der Branche? 19,4 17,5 25,0 74,2 60,0 41,7 3,2 22,5 30,6 3,2 0,0 0,0 0,0 0,0 2,8 0,0 0,0 0,0

sehr gut gut mittelmäßig schlecht sehr schlecht keine Angabe

nicht inhabergeführt 3,2 %

Wie beurteilen Sie die momentane Lage Ihres Unternehmens? % % % % % % % % % % % % % % % % % %

sehr gut gut mittelmäßig schlecht sehr schlecht keine Angabe

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

25,8 22,5 27,8 64,5 60,0 55,6 9,7 17,5 11,1 0,0 0,0 2,8 0,0 0,0 2,8 0,0 0,0 0,0

Unsere Ausstellungsfläche umfasst … bis 100 qm 16,13 % % % % % % % % % % % % % % % % % % %

k. A. 0,00 %

bis 150 qm 6,45 % bis 200 qm 0,00 %

über 300 qm 64,52 %

bis 250 qm 3,23 % bis 300 qm 9,68 %

Unser Unternehmen existiert seit … 5 bis 10 Jahre 3,23 %

weniger als 5 Jahre 0,00 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

11 bis 15 Jahre 12,90 %

Wie war die Umsatzentwicklung im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten?

16 bis 20 Jahre 6,45 %

Wie schätzen Sie Ihre Umsatzentwicklung in den nächsten 4 Monaten ein?

viel höher

10,0 % 15,0 % 19,4 %

viel höher

0,0 % 2,5 % 5,6 %

höher

36,7 % 35,0 % 38,9 %

höher

51,6 % 22,5 % 38,9 %

gleich

40,0 % 40,0 % 19,4 %

gleich

41,9 % 67,5 % 41,7 %

niedriger

10,0 % 5,0 % 16,7 %

niedriger

6,5 % 7,5 % 13,9 %

viel niedriger

3,3 % 5,0 % 5,6 %

viel niedriger

0,0 % 0,0 % 0,0 %

0,0 % 0,0 % 0,0 %

keine Angabe 0%

0,0 % 0,0 % 0,0 %

keine Angabe

5 % 10 % 15 % 20 % 25 % 30 % 35 % 40 %

länger als 20 Jahre 77,42 %

Unser Angebot bei Küchenmöbeln ist … nicht markenorientiert 19,35 %

markenorientiert 80,65 %

k. A. 0,00 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

Unser Angebot bei Geräten ist … Wie schätzen Sie die Ausgabefreudigkeit in den nächsten 4 Monaten ein? 0,0 0,0 8,3 45,2 22,5 25,0 51,6 57,5 52,8 3,2 20,0 11,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 2,8

viel höher höher gleich niedriger viel niedriger keine Angabe 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

nicht markenorientiert 3,23 %

Wie wird sich die Kundenzahl in den nächsten 4 Monaten entwickeln? % % % % % % % % % % % % % % % % % %

viel höher höher gleich niedriger viel niedriger keine Angabe

0,0 0,0 2,8 35,5 12,5 36,1 58,1 67,5 52,8 6,5 17,5 8,3 0,0 0,0 0,0 0,0 2,5 0,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

% % % % % % % % % % % % % % % % % %

k. A. 0,00 %

markenorientiert 96,77 %

Sie finden uns unter … PLZ-Gebiet 1 6,45 % PLZ-Gebiet 2 6,45 % PLZ-Gebiet 3 16,13 % PLZ-Gebiet 4 3,23 %

PLZ-Gebiet 0 PLZ-Gebiet 9 6,45 % 6,45 % PLZ-Gebiet 8 6,45 %

PLZ-Gebiet 7 25,81 %

küche +PLZ-Gebiet architektur 6 PLZ-Gebiet 5 12,90 % 9,68 %

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UNTERNEHMEN + KÖPFE | AMK

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht …” … davon ist AMK-Geschäftsführer Kirk Mangels überzeugt

Es ist gerade einmal zwei Jahre her, dass Kirk Mangels die Geschäftsführung des Branchendienstleistungsverbands AMK übernommen hat. Eine Position, aus der heraus er nur bestätigen kann: „Nichts ist so beständig wie der Wandel, dem sich die AMK seit 60 Jahren erfolgreich stellt.“

H

ervorgegangen aus einer Interessengruppe der küchenmöbelproduzierenden Industrie Deutschlands hat sich die in ihrer heutigen Struktur einzigartige Gruppierung zu einer international agierenden Brancheninstitution gewandelt, indem sie die Kompetenzen der Küchenmöbel-, Elektrogräte-, Spülen- und Zulieferindustrie und des Handels unter einem Dach bündelt und weltweit vertritt. Der Geschäftsführer einer so heterogenen Gruppe zu sein, ist bestimmt nicht immer leicht. Kirk Mangels: In dieser Funktion bin ich Repräsentant und Mittler für unsere Mitglieder und das auch gegenüber Dritten. Dabei ist es von Vorteil, wenn Vorstand und Mitglieder hinter Ihnen stehen. Ich denke, auf der Basis gegenseitigen Respekts lässt sich über alles diskutieren und für vieles eine Lösung finden. Ein gutes Beispiel dafür bildet auch die Arbeit innerhalb unserer Arbeitsgruppen und weiterer Gremien. Welche Ihrer Ausschüsse und Gremien würden Sie als essentiell betrachten? Kirk Mangels: Jede unserer fünf Arbeitsgruppen, ganz gleich ob Marketing & Öffentlichkeitsarbeit, Technik & Normung, Internationalisierung, China oder auch Spülen & Zubehör ist absolut notwendig. Es ist vielmehr so, dass wir unter dem Dach dieser Arbeitsgruppen sogar noch Projektgruppen etablieren müssen, um vielen Themen gerecht zu werden.

6 | küche + architektur

Können Sie uns ein Beispiel dazu nennen? Kirk Mangels: Gerne. Ich denke da an Themen wie Ablufttechnik, eine Projektgruppe, die sich aus unserer Arbeitsgruppe Technik & Normung rekrutiert. Oder auch das Thema Marktforschung, hier arbeiten Mitglieder der Arbeitsgruppe Marketing & Öffentlichkeitsarbeit mit. Hat hier jedes Unternehmen gleich welcher Umsatzgröße gleiches Mitspracherecht? Kirk Mangels: Selbstverständlich! Die AMK versteht sich als demokratische Institution. Trotzdem profitieren die Unternehmen am meisten, die sich am intensivsten einbringen. Planen Sie, weitere Projektgruppen zu etablieren? Kirk Mangels: Wenn es der Markt verlangt und es unsere Mitglieder weiterbringt, werden wir das selbstverständlich tun. Die Mitgliederstruktur ist, wie gesagt, sehr heterogen. Von einer internationalen Struktur kann man bis dato jedoch noch nicht sprechen. Wie stehen Sie der Aufnahme ausländischer Unternehmen gegenüber? Kirk Mangels: Grundsätzlich ist die AMK eine weltoffene Institution. Jedes Unternehmen der Küchenbranche mit einer eigenen Gesellschaft in Europa kann Mitglied der AMK werden. Unsere Mitgliedsunternehmen vermarkten ihre Produkte mittlerweile alle ins Ausland, wobei sie die AMK auch mit Kontakten, Zahlen, Daten und Fak-


AMK | UNTERNEHMEN + KÖPFE

ten unterstützt. Ich denke dabei auch an unsere Arbeitsgruppen „Internationalisierung“ und „China“. Im Umkehrschluss können und wollen wir uns einer Aufnahme branchennaher Unternehmen aus dem Ausland nicht verschließen. Aktuell betreiben wir hier allerdings keine aktive Akquise. Hingegen arbeiten wir mit den unterschiedlichsten Gremien innerhalb und außerhalb Europas zusammen. In China unterhält die AMK sogar eine Tochtergesellschaft. Sind Sie oft dort? Kirk Mangels: Zwischen zwei und drei Mal im Jahr bin ich selbst in China. Doch die Hauptaufgabe übernimmt dort der chinesische Geschäftsführer unserer Gesellschaft, Hongyi Cai. Die Idee der Gründung einer AMK-Tochtergesellschaft wurde von Mitgliedsunternehmen der AMK ins Leben gerufen. China ist ein wichtiger Absatzmarkt für uns. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der intensive Austausch chinesischer und deutscher Unternehmen, wesentlich zum besseren gegenseitigen Verständnis aber auch zur Optimierung der Produkte beiträgt. Zudem orientieren sich die Chinesen auch an den Europäischen Standards, an denen die AMK federführend mitarbeitet. Ich bin besonders stolz darauf sagen zu können, dass die AMK-Arbeitsgruppe „Technik & Normung“ mit ihrer Ausarbeitung der EN 1116 „Kücheneinrichtungen – Ko-

KIRK MANGELS, Geschäftsführer des Branchendienstleistungsverbands AMK

küche + architektur | 7


UNTERNEHMEN + KÖPFE | AMK

DAS TEAM DER AMK (v.l.n.r.): Tanja Müller, Richarda Burré, Miriam Wehnes und Kirk Mangels.

ordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte“ die Grundlage für diese international gültige Norm gestellt hat. Natürlich sind wir als AMK auch auf den Messen dort präsent: So ist z.B. auf der China International Kitchen & Bath, Shanghai, ein Teil unserer Mitgliedsunternehmen vertreten. Um deren Messeauftritt zu unterstützen, veranstaltet die AMK bereits im Vorfeld der Messe Pressekonferenzen, um die chinesische Presse auf das Produktportfolio und Leistungsspektrum der deutschen Einzelunternehmen hinzuweisen. Jedes Unternehmen für sich allein müsste hier einen wesentlich größeren Aufwand betreiben, um im Vorfeld der Messe Interesse zu wecken. Apropos Messen: Freuen Sie sich schon auf die LivingKitchen 2017? Kirk Mangels: Ich freue mich vor allem darüber, sagen zu können: „Die LivingKitchen ist gesetzt.“ Die Zahl der Aussteller ist schon heute beachtlich, so dass die Besucher von einem spannenden und informativen Produktspektrum ausgehen können. Sowohl die Koelnmesse als auch wir als Branchenverband versuchen alles in die Wege zu leiten, um die Besucherfrequenz aus dem In- und Ausland zu erhöhen. Ich hoffe darauf, dass die einzelnen ausstellenden Unternehmen ihre eigenen Kunden für einen Besuch der LivingKitchen mobilisieren. Je mehr Hände zupacken, desto größer der gemeinsame Erfolg. Nicht umsonst sind die Deutschen Marktführer in der Entwick-

8 | küche + architektur

lung und der Vermarktung hochwertiger Küchen. Eine Leitmesse wie die LivingKitchen unterstützt dieses Image zusätzlich. International und natürlich auch national. In einem LivingKitchen-Jahr werden die in unserem Auftrag versendeten PR-Artikel zu 25 Prozent mehr abgedruckt als in einem Nicht-Messe-Jahr, wo unsere Abdrucke bereits eine Auflage von 150 Millionen erreichen. Da kann mir doch keiner erzählen, dass das nicht nachfragefördernd wirkt. Herr Mangels, eine abschließende Frage: Die AMK ist ein Zusammenschluss, der sich für die Vermarktung der individuell geplanten Küche stark macht. Nun öffnen sich aber die Räume zum Essen und sogar Wohnen. Wird sich das auf Ihre Mitgliederstruktur auswirken? Kirk Mangels: Auch wir haben diese Tendenz erkannt und promoten sie nach außen, da sich die Küche auf diese Weise mehr Raum zurückerobert. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass künftig auch Hersteller von Produkten, die einen fließenden Übergang von Küchen-, Ess- und Wohnbereich möglich machen, unsere Mitgliederstruktur ergänzen könnten. Wie gesagt, wir stellen uns dem Wandel! Herr Mangels, wir danken Ihnen für dieses Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrem Team weiterhin www.amk.de viel Erfolg!


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Zwei Funktionen – faszinierend kombiniert Hoher Bedienkomfort und griffloses Möbeldesign – die mechanische Bewegungstechnologie TIP-ON BLUMOTION lässt sich mit einem geringen Frontspalt von 2,5 mm realisieren und bietet mit LEGRABOX große Gestaltungsvielfalt.

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„Unser Maßstab ist der Mensch“ Boris Scholl plant selbst und ständig für seine Kunden

„Zuerst wollten wir nur einmal schauen, sind aber dann doch hängengeblieben“, stellt eine junge Familie in ihrem Dankesschreiben an Boris Scholl und sein Team fest und erläutert weiter: „Warum sollten wir noch irgendwo anders hingehen? Das Studio war geschmackvoll eingerichtet, so dass wir sehr schnell eine Küche ins Auge fassten.“ Wir können uns dieser Meinung nur anschließen.

S

eit zwei Jahren ist Boris Scholl Inhaber des Varia Küchenfachgeschäfts in Emmendingen. Die Entscheidung für die Selbständigkeit traf der 51-Jährige nicht von heute auf morgen. Boris Scholl stand zuvor 22 Jahre lang als Planer und Verkäufer bei anderen renommierten Küchenfachgeschäften unter Vertrag. „Man hatte mir auch die Leitung eines Studios übertragen. Wenn man diese Verantwortung schon gemeistert hat, ist der Schritt in die Selbständigkeit nicht mehr sehr weit.“ Und erst recht dann nicht, wenn man wie Boris Scholl über ein breites Netzwerk zu Architekten, Bauplanern, Baufinanzierern und zufriedenen Kunden verfügt, die ihn kontinuierlich weiterempfehlen. Die 600 Quadratmeter große Immobilie liegt im Gewerbegebiet von Emmendingen, einer malerischen Stadt im Südwesten Baden-Württembergs. Durch die unmittelbare Nähe zur Bundesstraße B3 ist die Straße Am Elzdamm Tag und Nacht stark befahren. Über 15 000 Pkws passieren täglich das imposante Gebäude mit seinen großen, deckenhohen Schaufensterfronten. „Ich habe lange nach dieser passenden Immobilie gesucht“, erläutert der passionierte Küchenfachmann. Unterstützt wurde der „Jungunternehmer“ dabei von den versierten Beratern des Systemverbundes von Der Kreis und hier im speziellen von den Verantwortlichen des Franchise-Systems Varia. „Wenn man sich gerade selbständig macht, ist es von Vorteil, das Know-how von Marktkennern in Anspruch zu nehmen. Wie gesagt, Standort- oder

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HANDEL + MARKT

Wettbewerbsanalysen können entscheidend zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Außerdem sicherte mir der Anschluss an ein nachweislich erfolgreiches Franchise-System das Vertrauen der Bank in meinen Business-Plan.“ Boris Scholl hat ganz bewusst seinen Weg in die Selbständigkeit gewählt und nutzt die Vorteile des Varia Konzepts. Aufgrund seines großen planerischen Sachverstands konzentriert sich der Verfechter hochwertiger Kücheneinrichtung auf Hersteller wie Ballerina, rational oder Nobilia und auf Elektrogerätemarken wie Bosch und Miele sowie auf spezialisierte Unternehmen wie den Haubenhersteller Novy, dessen neueste Muldenlüftung „One“ er uns sofort vorführt. Überhaupt entspricht die Ausstellungsarchitektur des ambitionierten Küchenprofis durchgängig dem aktuellen Zeitgeist. Decke und Stellwände sind ebenso wie die freundlichen Beraterplätze in Anthrazit und Weiß gehalten. Versetzt angeordnete fensterähnliche Öffnungen in den Wänden verleihen der gesamten Ausstellung eine gewisse Leichtigkeit. Sie lassen jede Küche als Raum für sich wirken, machen sie jedoch gleichzeitig zu einem Teil des Ganzen. Beim Fußboden entschied sich der ambitionierte Inneneinrichter für ein Dekor, das an Spachteltechnik erinnert und durch das Überwiegen von Nichtfarben wie Grau und Weiß zu allen aktuellen Möbeldesigns passt. Doch das Besondere dieser Ausstellung liegt auch hier im Detail. In Displays aus Trockenbauelementen inszeniert Boris Scholl Stuhlklassiker und dekorative Skulpturen ebenso kunstvoll wie den großen Workshop, bestückt mit den aktuellen Dekoren seiner Industriepartner. Der Workshop ist übrigens im Schaufensterbereich untergebracht. „Ich bin der Meinung, dass ein Workshop einladend wirken sollte. Unsere Kunden sollen sich ruhig auch selbständig mit den Materialien und Farben auseinandersetzen, sollen sie visuell und haptisch erleben. Zudem machen wir auf diese Weise deutlich, dass wir auch Trockenbauarbeiten für ihn koordinieren“, betont Boris Scholl, mit Blick auf sein breitgefächertes Netzwerk regionaler Handwerkspartner. Dazu gehören natürlich auch zwei Schreinereibetriebe, die für ihn die Montage der Küchen übernehmen. Vormachen kann den ambitionierten Küchenprofis aus Emmendingen

IN DISPLAYS aus Trockenbauelementen (li.) inszeniert Boris Scholl Stuhlklassiker und dekorative Skulpturen ebenso kunstvoll wie den großen Workshop im Schaufensterbereich, der die Kunden einlädt, auch auf eigene Faust Materialien und Farben visuell und haptisch zu erleben.

DIE FUNKTIONSKÜCHE

küche + architektur | 11


HANDEL + MARKT

DAS VARIA-STUDIO lädt jedes Wochenende zum Show-Sonntag ein. Ein Angebot, das durchweg gut angenommen wird.

REALITÄTSNAHE Küchenlösungen auf 11 Quadratmetern Fläche: Wangenelemente werden zur bequemen Sitzbank (l.) oder ein praktischer Ausziehtisch unterhalb der Arbeitsplatte wird nach Bedarf einfach wieder versteckt (m.), wie die beiden Stühle, die in einem Schrank geparkt werden können (r.).

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auch bei diesem Thema niemand etwas. Denn, so verrät der Hausherr: „Mein Mitarbeiter und Kollege Stefan Bach montiert in regelmäßigen Abständen ebenfalls Küchen und weiß die Montagefreundlichkeit der einzelnen Herstellerprodukte einzuschätzen.“ SONNTAG IST SCHAU-TAG Seit seiner Eröffnung lädt das Varia-Studio Kunden und Interessenten jedes Wochenende zum Show-Sonntag ein. Ein Angebot, das durchweg gut angenommen wird. „Durchschnittlich kommen zwischen sieben und acht Paare oder Familien, die sich informieren wollen“, schildert er seine Erfahrung, „und das ohne beraten zu werden.“ Denn sonntägliche Verkaufs- bzw. Beratungsgespräche sind in Deutschland gesetzlich verboten. „Ich darf an den Show-Sonntagen nicht mal anwesend sein“, bedauert Boris Scholl. „Erfolgreich ist das Konzept dennoch, denn von den sonntäglichen Besuchern kommen etwa 50 Prozent wieder und kaufen“, freut sich der sympathische Baden-Württemberger, der es in nur eineinhalb Jahren geschafft hat, gemeinsam mit Stefan Bach und Rick Förster einen beachtlichen Umsatz zu erzielen. ZWISCHEN INSPIRATION UND PROBLEMLÖSUNG Boris Scholl ist den Menschen zugewandt und stellt die Wünsche seiner Kunden grundsätzlich in den Fokus seiner Arbeit. Das zeigt sich in der vielschichtigen Konzeption der Ausstellung bis hin zur Realisierung individueller Traumküchen. Der Showroom mit den 13 Ausstellungsküchen überzeugt durch eine gelungene Mélange aus großzügig geplanten Schauküchen inklusive einer Vorführküche mit angrenzendem, gemütlichem Essbereich über die puristische Singleküche bis hin zu realitätsnahen Küchenlösungen, inszeniert auf 11 Quadratmetern Fläche.


HANDEL + MARKT

Letztere zelebriert Boris Scholl in einer Art Einzelkulisse und versäumt dabei nicht, auf unterschiedliche Einbindungen des Küchenfensters einzugehen. Zudem zeigt er, dass auch auf einer solch kleinen Fläche ausreichend Raum für Sitzgelegenheiten gegeben ist. Wangenelemente werden zu einer bequemen Sitzbank. Oder der unterhalb der Arbeitsplatte befindliche Ausziehtisch wird nach Bedarf einfach wieder versteckt. Das gilt natürlich auch für die beiden Stühle, die in einem Schrank geparkt werden können. Auf einem Podest im Schaufenster, präsentiert wie auf einer Bühne, ist eine Wohnsituation angedeutet: ein gelungenes Ensemble aus Paneelwand-Regalsystem, einem Ledersessel, einem Teppich und einer Stehleuchte. Überhaupt Leuchten: Sie gehören mit zu den Lieblingsthemen von Boris Scholl, die ausgesuchten Modelle, z.B. über den Esstischen, sprechen für sich. „Ich versuche, meinen Kunden zum einen Inspirationen zu bieten und andererseits ein Problemlöser zu sein“, beschreibt der Küchenprofi seine Ambition. Dazu gehört, dass Boris Scholl in seinen Ausstellungsküchen zum einen seine Material- und natürlich seine Planungskompetenz unter Beweis stellt. Der hocheingebaute Backofen bestimmt ebenso das Szenario wie der ebenfalls oben integrierte Geschirrspüler oder die unterschiedlichen Haubenlösungen, von der Wand- über die Inselhaube, den Deckenlüfter oder die Downdraft-Variante. Für jeden ist etwas dabei. Im hinteren Teil der Ausstellung fällt der Blick auf eine großformatige Skizze hinter Glas. „Das Ganze ist etwas knitterig“, entschuldigt sich Boris Scholl. „Aber ich habe viele Nächte über diesem Plan gesessen, um die Ausstellung so zu gestalten, wie Sie sie heute sehen. Sie glauben gar nicht, wie oft ich die Exponate verschoben oder vollkommen geändert habe.“ Das Engagement des Vollblutunternehmers hat sich auf alle Fälle gelohnt. Seine Kunden scheinen zufrieden, wie Umsatz aber auch der durchschnittliche Wert der von ihm verkauften Küchen beweisen. Dieser liegt bereits heute bei 16.000 Euro. Chapeau!

AUF PODESTEN im Schaufenster, präsentiert wie auf einer Bühne, sind nicht nur außergewöhnliche Küchenlösungen, sondern auch eine Wohnsituation angedeutet: ein gelungenes Ensemble aus PaneelwandRegalsystem, Ledersessel, Teppich, Couchtisch und einer Stehleuchte.

www.varia-emmendingen.de

BORIS SCHOLL zeigt begeistert die Novy „One“ Muldenlüftung.

küche + architektur | 13


INTERNATIONAL FAIRS | Eurocucina

VALCUCINE: Edel, zeitlos, komfortabel – Wohlbefinden, Innovation und zeitlose Beständigkeit interpretiert „Genius Loci“, die interaktive Küche, die nicht nur durch ihr anspruchsvolles Design, sondern auch durch ihren hohen Komfort überzeugt. Durch das für Valcucine patentierte V-Motion Kit lassen sich Auszüge oder die Fronten der Zubehörrückwand durch einfache Handoder Fußbewegung bequem öffnen und schließen. Synchron mit der sanften Öffnungsbewegung des Air Logica Systems – ein Spezialelement, das den Themen Ergonomie und Ordnung in der Küche Rechnung trägt und zudem mehr Raum und Flexibilität schafft – bewegt sich die Armatur und schaltet sich die Rückwandbeleuchtung an. www.valcucine.com

14 | küche + architektur


Fotos: Valcucine

Eurocucina | INTERNATIONAL FAIRS

Eurocucina 2016 Viele Solisten bilden einen Chor

Und auch in diesem Jahr wurden Salone del Mobile und Eurocucina ihrem Renommee als trendsetzende MöbelDesignmessen gerecht. Die Anzahl der Messebesucher bezifferte der Veranstalter auf noch nie dagewesene 372.151 Menschen, von denen 67 Prozent aus dem Ausland kamen. Insbesondere die Küchen-Hallen avancierten zum Publikumsmagneten. Und man wurde nicht enttäuscht, denn sowohl innenarchitektonisch als auch von Seiten der Materialität und natürlich auch hinsichtlich der Funktionalität hatten die Aussteller einiges zu bieten. Weiße Küchen waren im Übrigen in diesem Jahr deutlich in der Minderheit. Zu den puristischen Planungen kamen verstärkter als

Foto: Aran Cucine

in den Jahren zuvor Landhaus-Kreationen.

ARAN – Tradition trifft Moderne. Das Modell Bellagio besticht durch die Symbiose charismatischer, solitärer Einrichtungselemente. In zeitlosem Anthrazitgrau gehalten, ergänzt um Arbeitsplatten aus Carrara-Marmor in 3 cm und Edelstahl in 4 cm Stärke sowie ein Schneidbrett aus Massivholz. www.arancucine.it

küche + architektur | 15


INTERNATIONAL FAIRS | Eurocucina

I

WENIGE HANDGRIFFE genügen und Kochfeld und/ oder Spüle verschwinden.

METALLRAHMEN-

nterpretiert wurde die neue Einrichtungsform, die fließende Übergänge zum Ess- und Wohnbereich zulässt und sich durch die Kombination von Farbe, Materialien sowie von offenem und geschlossenem Mobiliar definiert. Geprägt ist diese Einrichtungsform jedoch auch durch das Zusammenspiel von Solitären und fest geplanten Einheiten. Regallösungen ersetzen nicht nur den geschlossenen Schrank oder fungieren als Raumteiler, sondern betonen auch das Koch- und/oder Vorbereitungszentrum auf unterschiedlichste Art und Weise, ob in deckenhängender Version oder aber als auf der Arbeitsplatte fußendes Brückenelement. Schwebende Sideboards in Form wandhängender oder auf Kufen oder schmalen Glas-Wangen stehender Unterschranklösungen bilden den Übergang in den Essbereich und verleihen dem Raum mehr Weite. So manches Kochfeld und so manche Spüle verschwinden auf Wunsch unter klappbaren oder schiebbaren Platten aus Stein, Edelstahl oder Schichtstoff. Die Nischensysteme zeigen sich vielseitig. Zum einen werden sie in Form einer schmalen Leiste in die Nischenrückwand integriert. Zum anderen werden ihnen 10 cm im hinteren Bereich der Arbeitsplatte zugestanden, auf denen Regale integriert werden, die Gewürze und Kochutensilien aufnehmen können. Teilweise verbergen sich Nischensysteme dieser Art hinter horizontal zu öffnenden oder vertikal versenkbaren filigranen Glasschiebetürelementen. Und auch Gerätetechnik wie Backofen, Dampfgarer, Kühl- und Weinlagerschränke, Innenauszüge oder Trays, auf denen gelagert oder auch gearbeitet werden kann, lassen sich ganz einfach hinter Kulissentüren verbergen.

GESTELL mit quer eingelegten Regalböden

16 | küche + architektur

INNENAUSZÜGE UND REGALE verbergen sich hinter Kulissentüren.


Foto: Veneta Cucine

LOUNGE ist ein modulares Küchensystem, das durch den in der Höhe auf 8 cm verringerten Sockel mehr Stauraum bietet. Offene Regale als Raumteiler und geschlossene Funktionsschränke heben Raumgrenzen auf.

KÜCHEN-KRÄUTERGARTEN hinter Kulissentüren

www.venetacucine.com

NEU: DIE EINBAU-INNOVATION! Eurocucina | INTERNATIONAL FAIRS

PULLBOY

SOFT COMFORT Erhältlich in 2 Varianten für jeweils 3 verschiedene Schrankbreiten (45, 50 und 60er): VARIANTE 1 Mit einfach aufgelegtem Deckel. VARIANTE 2 Mit Deckel-Ablage-System als Auszugsvariante. Bei diesem System wird der bereits vorhandene Deckel für die Auszugsvariante genutzt. So spart man Montagezeit und unnütze doppelte Deckel-/Ablagemontagen. Durch die mitgelieferte Antirutschmatte ist der Deckel als Universal-Ablage bestens geeignet. PULLBOY SOFT COMFORT - Die Vorteile: • Rahmentiefe: nur 330mm (Schienen 435mm) • Vollauszugschienen „Quadro V6“ mit Selbsteinzug + Dämpfer inkl. Auszugssicherung • Metall-Einbauschablone für einfache Montage • Problemlose, nachträgliche Justierung dank 3D-Verstellung Neugierig? Hier geht’s zum Montagefilm:

M. Westermann & Co. GmbH küche + architektur | 17 Bahnhofstr. 205 · D-59759 Arnsberg · Tel. +49 (0) 2932 476-0 www.wesco-kuechentechnik.de · www.wesco-aluments.de


Foto: Toncelli

Foto: Ilve

INTERNATIONAL FAIRS | Eurocucina

ILVE präsentierte zur Eurocucina eine ganz besondere Art der Edelstahlküche: Konstruiert in einer Art Sandwichbauweise – Litex R heißt die Membranplatte mit einem extrudierten Polystyrol-Kern und glasfaserverstärktem Gewebe, die das Innere der Edelstahlschalen bildet. Durch diese Beschaffenheit ist die Küche wesentlich leichter als eine reine Edelstahlvariante,

TONCELLI ESSENTIAL: Hinter diesem monolithischen Design steckt High-Tech vom Feinsten. Unter der Arbeitsplatte verbergen sich Kochfeld und Spüle. Je nach Bedarf kann die Arbeitsplatte elektrisch auf- oder zugeschoben werden. Im geschlossenen Zustand dient die Platte als Zubereitungsfläche oder als Speisetafel. Geöffnet kann gekocht und gespült werden und das dank linearer Antriebstechnologie auch ganz körpergerecht und ergonomisch. www.toncelli.it

AR-TRE -TRAMA – Wohnlichkeit durch ausgewählte sägeraue Hölzer. Deckenhohe Regale stehen für räumliche Leichtigkeit. www.ar-tre.it 18 | küche + architektur

Foto: Ar-Tre

Foto: Toncelli

behält jedoch ihre Widerstandsfähigkeit und ist zudem recyclebar. www.ilve.it


DIE ÜBERARBEITUNG des Dada Bestsellers Hi-Line durch Vincent Van Duysen besticht durch

Eurocucina | INTERNATIONAL FAIRS

die Symbiose aus feingliedrigen Seiten-Stärken und Abschlusselementen und extrastarken Arbeitsplatten sowie der Geradlinigkeit der Arbeitsfläche mit aufgelegten Spülen aus Stein.

Foto: Dada

www.dada-kitchens.com

W EDEL IN MATERIAL Mix, Match and Function – nach diesem Prinzip stellten viele der italienischen Hersteller die Materialien für ihre jeweiligen Rauminszenierungen zusammen. Das Gros der Hersteller setzt auf warme Hölzer wie Eiche in unterschiedlichsten Ausführungen von hell bis dunkel von modern bis hin zu Bauholz im Vintage-Stil, Kirsche, Makassar, Nussbaum, das nordamerikanische Sassafrass, die Ulme und die fossile Moorulme. Das Besondere an den Präsentationen lag in den Materialkombinationen. Metalle oder deren Umsetzung in Lack setzten neue Akzente, oxidiert oder satiniert, Kupfer, Messing, Titan und Zinn bis hin zu Silber veredelten die komplette Front oder einfach nur die Kante. Metallfronten haben ein hohes Gewicht. Um dieses zu reduzieren, greifen italienische Hersteller zu Litex R, diese Membranplatte mit einem extrudierten Polystyrol-Kern und glasfaserverstärktem Gewebe bildet das Innere von Edelstahlschalen. Der edle samt-matte Charakter von Fenix NTM® hat sich in Italien auffallend gut durchgesetzt. Zahlreiche Unikdekore in warmen Grau-, Greige-, Beige-, Brauntönen wurden durch diese Oberfläche veredelt. Vor allem aber hatten edel anmutende Gesteinsarten ihren Auftritt: Ob als Arbeitsplatte, Tischplatte, Spüle oder als Nischenrückwand: Geäderter Marmor oder das vulkanische Gestein Porphyr, Schiefer oder auch Piasentina Stone (Kalkstein), Breccia Imperial in den Ausführungen Leder sahara und Toffee braun setzten den gewissen Akzent. Nicht mehr wegzudenken: Das Thema Beton, das mit seiner Oberflächenstruktur ebenso besticht wie die Putz- und Spachteltechnik, die der Veredelung von Fronten dient. Neue Akzente setzte jedoch auch Glas, ob edles Rauchglas, rustikales Drahtglas oder Gläser mit grafischen oder textilen Effekten. Perfektioniert wurde das anspruchsvolle Design durch funktionale Beschlagtechnik in den sich sanft öffnenden und schließenden Scharnieren und Auszügen, hochwertigen Apothekerschänken mit LED-Beleuchtung, verschiebbaren Arbeitsplatten und Hochschrank- bzw. Kulissentüren. Weiterhin ein Thema bildet nach wie vor die grifflose Küche, die mittlerweile durch grifflose Elektroeinbaugeräte ergänzt wird. Nicht zu vergessen die praktischen Ordnungssysteme, die meist eine optische Einheit mit dem Frontdekor der Küche bildeten. Insgesamt zeigte sich die Eurocucina als großes Designkonzert, bei dem es vielen Solisten gemeinsam gelang, ihre Besucher zu begeistern und zu inspirieren.

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INTERNATIONAL FAIRS | Eurocucina

AUSBAU DER SLIDE-COLLECTION – Die nordamerikanische Holzart Sassafrass kombiniert mit horizontalen Metallprofilen prägt das Bild der Slide-Collection von Dada/Armani. Die hellen Fronten aus Sassafrass bilden eine harmonische Symbiose mit dem brünierten Metall, neuen Griffen und Konturen sowie Arbeitsplatten und Rückwandpaneelen aus Champagner Marmor. Die monolithische C-förmige Insel verfügt über ein Schiebesystem, das je nach Wunsch Kochfeld, Spüle und Arbeitsplatte verbirgt oder zeigt (Bild Mitte r.). Die Systemwand ist mit elektrisch bewegbaren Schiebetüren versehen.

Foto: Dada/Armani

Foto: Marchi Cucine

sive, wurde gedacht. www.armanidada.com

Foto: Dada/Armani

Sogar an den Weinkeller, Flaschen-Rack inklu-

MARCHI CUCINE: 1956 – die Küche mit großstädtischem Charakter mit britischem Touch. Die natürliche Farbe des Massivholzes verleiht der Komposition einen eleganten Stil, mit auffallenden Details wie den Arbeitsflächen aus Beton mit Stahlprofilen, der Spüle aus Granigliabzw. Splitt-Platten, der Abzugshaube mit Aluminiumverkleidung in Patchwork-Optik und den Türen mit Magnettafel - einem nützlichen Zubehör, das mit Notizen und netten Erinnerungen dekoriert werden kann. www.marchicucine.it

20 | küche + architektur


Eurocucina | INTERNATIONAL FAIRS

GEMEINSAM auf einem Stand mit dem spanischen Küchenhersteller Doca zeigte TheSize die Vielfalt der Porzellankeramik Neolith in Architektur und Möbeldesign. So war z. B. der Boden des Stands mit den 6 mm starken Neolith-Platten Pierre Bleue ausgelegt, die so auch ihre Belastbarkeit dokumentierten. Die Wandverkleidung bestand aus Calacatta Gold in 3 mm Stärke und die drei präsentierten Küchen mit Pietra di Luna, Pulpis (im Bild) und Pierre Bleue demonstrierten die angenehme Haptik der verschiedenen Oberflächenqualitäten und die Anwendungsfreundlichkeit dieses

Fotos: Ernestomeda

Foto: Doca/Neolith

besonderen Materials. www.thesize.es/neolith/de

MIT SEINER INFORMELLEN, DYNAMISCHEN FORMENSPRACHE richtet sich K-Lab von Ernestomeda an die junge Zielgruppe. Inspiriert von der industriellen Werkbank setzt sie sich durch den geschickten Wechsel fester Formen und offener Einheiten geschickt in Szene. Zu den wichtigsten Merkmalen dieses neuen Küchenmodells gehört auch die Rahmentür mit integriertem Griff. Ein weiteres Markenzeichen des K-Lab sind die unterschiedlichen, modularen, nach vorne offenen Einheiten, die in Materialien wie Metall-Oberflächen, Vintage-Eiche und Glas inszeniert werden können. Neben Schüben, Regalen, dem massiven Holzrost und dem Stahlrohr-Fuß gehört auch die ausziehbare Armatur dazu. Funktional und designstark zeigt sich auch das Decken-System, in das sowohl die funktionale Inselhaube als auch die praktischen Glasböden sowie die LED-Line Beleuchtung integriert sind.

www.ernestomeda.it

küche + architektur | 21


INTERNATIONAL FAIRS | Eurocucina

TAPETENWECHSEL Anstatt die Fronten auszutauschen, l채sst sich das Mobiliar ganz einfach neu tapezieren.

MIT WENIGEN HANDGRIFFEN kommt der Tisch aus der Klappe. CONCRETE ist die

SCHNEIDBRETT 체ber

erste Vertikal-Haube

dem Gaskochfeld

aus Zement, eine Erweiterung des Sortiments von Prometeo von Gutmann. Die Haube ist einfach zu installieren und dank der leichten Zementverbindung und des Edelstahlbands, in dem sich die Steuerung befindet, auch leicht zu reinigen.

22 | k체che + architektur

Foto: Gutmann

www.gutmann-exklusiv.de


Fotos: Toncelli

Eurocucina | INTERNATIONAL FAIRS

TONCELLI WIND: Minimalistische, handgefertigte Formen treffen auf innovative Inhalte. Zum Einsatz kommt hier Schaumbeton mit dem sehr dünne und auch leichte Oberflächen realisiert werden können. Mit Hilfe natürlicher Farb-Pigmente können Schattierungen von Taubengrau bis hin zu Beige und sogar Anthrazit realisiert werden, was sich besonders gut mit unterschiedlichsten Hölzern kombinieren lässt. www.toncelli.it

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INTERNATIONAL FAIRS | Eurocucina

Foto: Dada

Foto: Ar-Tre

DIE KOMBINATION unterschiedlicher Materialien wie Porphyr (vulkanisches Gestein), Ceppo (Baumstamm) und Schiefer, Hölzer wie Eiche gebleicht, Nussbaum, Eiche graphit und satinierter Stahl, und die neuen Lackierungen wie Baltisch Grün, Titan und Zinn ermöglicht die Kreation edler Kompositionen. www.dada-kitchens.com

AR-TRE - Ganz in edelmattem Grau (Fenix NTM®) gehalten, repräsentiert das Modell Silkki Minimalismus

Foto: Binova

in Reinkultur. www.ar-tre.it

BINOVA: SCAVA verbindet Design und Funktionalität – Besonders charakteristisch für diese Küche ist das neue freistehende Regal „Pivot“. Die Kombination von Holz und Bronze verleiht diesem Möbel eine besondere edle Anmutung. Pivot ermöglicht es, die Fläche zu multiplizieren und verbindet Tisch und Insel. www.binova.it

24 | küche + architektur


Foto: Stosa

METALLISCHE LACKE

SOLITÄRE und farbige Akzente – Maya von Stosa Cucine setzt Farbe ge-

(l.) setzen Akzente.

konnt in Szene. Farben von pastellig bis kräftig verleihen in supermatter Ausführung Möbeln und Raum eine ausdrucksstarke Individualität. www.stosacucine.com

K-IN/K-OUT heißt der neue einzigartige Solitär

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von Rossana. Ob in massivem grauen Naturstein mit unregelmäßigen Adern und dunkleren Schattierungen gehalten oder umgesetzt mit fossilen Hölzern wie Mooreiche oder Moorulme steht K-IN/K-Out für Einzigartigkeit in Material und

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INTERNATIONAL FAIRS | Eurocucina

DASS TECHNIK durchaus auch ästhetisch sein kann, beweist Ernestomeda mit Icon, designed by Giuseppe Bavuso: Die Massivholzfronten als auch deren gelochte Aluminiumrückseiten sind in Aluminiumrahmen eingefasst, die auch die Integration des Griffprofils ermöglichen. Die gelochte Rückwand dient als Belüftungsfilter, der die Luftzirkulation im Schrankinneren optimiert, was der Lagerung von Lebensmitteln

durch Drehen um 90° oder 180° von einer Theke in einen Esstisch. www.ernestomeda.it

Foto: Ernestomeda

zugute kommen soll. Der hier gezeigte Tisch verwandelt sich

LANDHAUS: Sehr viele Hersteller präsentierten Landhausküchen von rustikal bis elegant.

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26 | küche + architektur

Foto: Febal

Gold und Stein – Materia von Febal bringt Küche und Wohnen


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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Leicht – oder der deutsche Italiener „Designing a product is designing a relationship.“ Steve Rogers, Interaction Designer

…und dass eine solche Beziehung durchaus international ist, das stellte der Markenküchen-Hersteller Leicht erneut unter Beweis.

ZUR PRÄSENTATION des Leicht-Buchs „Architecture+Kitchen III“ hatten es sich auch die beiden Architekten João Armentano aus Brasilien (l.) und Keng Fu Lo aus Taiwan nicht nehmen lassen, interessierten Journalisten zu ihren Bauwerken und zu ihrer Kooperation mit Leicht Rede und Antwort zu stehen. Auch ihre Bauwerke werden in der hochwertigen 200 Seiten starken Publikation vorgestellt. 28 | küche + architektur


BEIM ERFOLGSMODELL „CONCRETE“ setzt die neu gestaltete Kochinsel mit integriertem Esstisch überzeugende Akzente. In geschlossenem Zustand ist die Insel ein ruhiger, schlichter Quader, der sich dezent in die wohnliche Umgebung integriert. Erst beim Öffnen entfaltet sich das hochkomplexe Innenleben mit bis ins Detail durchdachten Stauraumlösungen und dem neu entwickelten, farblich homogenen Auszugsystem L3.

ULRICH BARTH, Vertriebsleiter Inland Leicht AG

STEFAN WALDENMAIER, Vorstandsvorsitzender Leicht AG, und GaggenauGeschäftsführer Peter Bruns (l.)

Z

ur Präsentation des Leicht-Buchs „Architecture+Kitchen III“ hatten es sich auch die beiden Architekten Keng Fu Lo aus Taiwan und João Armentano, Brasilien, nicht nehmen lassen, interessierten Journalisten zu ihren Bauwerken und zu ihrer Kooperation mit Leicht Rede und Antwort zu stehen. Auch ihre Bauwerke werden in der hochwertigen 200 Seiten starken Publikation vorgestellt. Die Küche ist – da sind die Architekten einer Meinung – ganz klar „Herz des Hauses“ und „Zentrum des Wohnens“. Dabei schlägt das Herz jedes Zuhauses anders – wodurch jede Küche zu einem Unikat wird, geprägt durch Wünsche und Geschmack der Bewohner. Vom nachhaltig geplanten, modernen Landhaus bis hin zu einem mondänen Community-Clubhaus spiegeln die ausgewählten Projekte die Individualität der Bauherren wider und zeigen die maßgeschneiderten Lösungen der Architekten. Allen Projekten gemeinsam ist die Küche, individuell geplant und realisiert mit den umfangreichen Küchenprogrammen von Leicht. Portraitiert werden Einfamilienhäuser und Residenzen in den USA, Neuseeland, Deutschland, Österreich, Frankreich, Brasilien und Taiwan. Bei allen Unterschieden in Bezug auf das Klima, die zur Verfügung stehende Grundstücksfläche oder die stilistischen Vorlieben der jeweiligen Bauherren, gibt es eine große Gemeinsamkeit in der Planung: sowohl die Durchgängigkeit der Übergänge von innen nach außen als auch die nahtlose Integration der Küche in den Wohnraum. Für die Kooperation internationaler Architekten mit Leicht sprechen vielerlei Gründe. Doch zu den unschlagbaren Hauptargumenten gehört u.a. die Anpassungsfähigkeit der Küchenarchitektur an die Bedürfnisse der Bewohner und an die Gebäudearchitektur in Form, Farbe und Material. Unterstützt durch das Prestige und die Qualität der Marke Leicht im In- und Ausland. DESIGN MIT GRENZENLOSER AKZEPTANZ Und ebenso international, individuell und vielfältig präsentierte sich der Markenküchenhersteller auch auf der diesjährigen Eurocucina. Auf einem 500 Quadratmeter großen Messestand zelebrierte das Unternehmen modernes Design, das ein Verschmelzen mit Ess- und Wohnbereich problemlos möglich macht. Dabei durfte das Erfolgsmodell „Concrete“ nicht fehlen. Hier setzt die neu gestaltete Kochinsel mit integriertem Esstisch überzeugende Akzente und wird so zum Mittelpunkt des Wohnraums. Beton hat Charakter: Im Außenbereich eher rau wirkend, fasziniert der Werkstoff im Innenraum durch seine einzigartige, authentische Ausstrahlung. Mit Concrete versteht es Leicht bereits seit geraumer Zeit, das Material mit seiner angenehmen Struktur und lebendigen Oberflächenwirkung erfolgreich einzusetzen und schafft nun in Kombination mit Glas und Holz eine anspruchsvolle Küchenarchitektur. Die neugestaltete Kochinsel mit integriertem Esstisch vereint, wie bei Leicht üblich, Gastlichkeit und Wohnlichkeit mit anspruchsvoller Küchenarchitektur. In einer ruhigen, horizontalen Fläche kragt der Tisch aus der Kocheinheit heraus und bildet im rechten Winkel einen durchgängigen Abschluss zum Raum. Das neue Ensemble bietet einen großzügigen und dabei kompakten Platz, um gemeinsam zu kochen und zu genießen. Länge und Breite des Tisches sind individuell planbar und lassen sich auf die jeweiligen Dimensionen der Insel abstimmen. küche + architektur | 29


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

REPRÄSENTATIV und aufgeräumt: Stauräume sind so geplant, dass Ordnung halten Freude bereitet …

In geschlossenem Zustand ist die Insel ein ruhiger, schlichter Quader, der sich dezent in die wohnliche Umgebung integriert. Erst beim Öffnen entfaltet sich das hochkomplexe Innenleben mit bis ins Detail durchdachten Stauraumlösungen und dem neu entwickelten, farblich homogenen Auszugsystem L3. Für Leicht ist ein hochwertiges Innenleben der Küche ebenso wichtig wie das äußere Erscheinungsbild. Stauräume sind so geplant, dass Ordnung halten Freude bereitet und die Küchenutensilien nach der Arbeit schnell wieder verschwinden können.

… und die Küchenutensilien nach der Arbeit schnell wieder verschwinden können.

30 | küche + architektur

FLIESSENDE ÜBERGÄNGE „Der Trend geht eindeutig zur repräsentativen Küche. Daher legen wir größten Wert darauf, dass die Küche auch diese Funktion perfekt erfüllt und in aufgeräumtem Zustand vom Wohnraum kaum mehr zu unterscheiden ist“, erläutert Stefan Waldenmaier, Vorstandsvorsitzender der Leicht Küchen AG. Und was liegt dabei näher als das Ermöglichen fließender Übergänge zwischen Küche, Essen und Wohnen. Dabei fungieren leichte, nahezu schwebende, wandgebundenen Schrankfronten als optisch ansprechend und gleichzeitig funktionale Bindeglieder. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die sorgfältige Auswahl unterschiedlicher Materialien, die mit dem gesamten Wohnumfeld harmonieren: Auch hierfür bietet das Modell Conrete ein perfektes Beispiel: Zum einen ist dies die authentische Materialsprache von Concrete, zum anderen die Gestaltung von Ablageflächen, Nischen und Schrankfronten aus hochwertigem Holz mit einer warmen Ausstrahlung. Arbeitsplatten und Ablageflächen aus satiniertem Glas unterstreichen die Hochwertigkeit in Design und Materialität. Nicht zu vergessen, das feine Fugenbild mit einem Abstand von fünf Millimetern in der Horizontalen und in der Vertikalen, das den innenarchitektonischen Anspruch unterstreicht. Und natürlich spielt auch das Licht eine zentrale Rolle im ganzheitlichen Planungsansatz von Leicht. Besonderes Augenmerk hat Ulrike Kolb, Leiterin Marketing und Interior Design, auf die Beleuchtung der Flächen im Oberschrankbereich gelegt: „Die sorgfältig eingesetzte indirekte Beleuchtung von Nischen und Regalen akzentuiert, inszeniert und trägt maßgeblich zu einer wohnlichen Atmosphäre bei.“ Und mit dieser Gesamtkompositon beweist Leicht einmal mehr seinen hohen Designanspruch. „Das Design sollte das Produkt sozusagen zum Sprechen bringen“, betonte bereits Designer Dieter Rams. Leicht hat die international www.leicht.com verständliche Sprache gefunden.


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

ALNOATTRACT

Attractions made in Pfullendorf Alno zeigt, was Marke kann

Schon von weitem weckte der 420 Quadratmeter große Stand von Alno ULRICH DAHM-WACHS-

das Interesse der internationalen Eurocucina-Besucher. Im Stile eines

MANN, der für das

Rohbaus gestaltet, zitierte er die Motive der Markenkampagne und bot die

Designmanagement der Alno AG verantwortlich

Bühne für gleich vier innovative Modelle des Markenküchenherstellers

zeichnet, präsentierte

aus Pfullendorf. Neben der Alnostar/Sign und der Keramikküche AlnoCera

die Designstudie Alno-

sowie der Metallküche AlnoInox war es jedoch vor allem die Designstudie

Attract.

32 | küche + architektur

AlnoAttract, die zum Publikumsmagneten avancierte.


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

D

KERAMIK VERMITTELT WERTIGKEIT UND STIL Das Modell AlnoCera Concretto im hellen Betongrau wurde Anfang 2016 bereits als „Winner“ mit dem German Design Award 2016 ausgezeichnet. Die Weiterentwicklung AlnoCera Convinta ist ebenso titelverdächtig und kokettiert mit schweren Naturtönen, haptisch attraktiven Oberflächen und metallischen Akzenten. Mit ihrer grifflosen Optik und ihren trendigen Mineral- und Grautönen trifft sie den aktuellen Zeitgeist. Die Integration eines dekorativen Kaminfeuers wie der Bioethanolbrenner Chili Fire trägt ein Weiteres zu einem stimmungsvollen Ambiente bei. Aktuell haben dezente Kupfer- und Bronzetöne ihre Premiere in den Stahlküchen von AlnoInox – ergänzt wird die Farbpalette mit pudrigen Pastelltönen und Ausführungen in stumpfmatter Optik. Im Bereich der Metallicfarben erzeugt das Zusammenspiel von matter Grundfarbe und metallfarbenen Pigmenten als Akzent eine besondere Tiefenwirkung. Auch weiterhin stellt AlnoInox seine Küchen auf Wunsch in allen anderen NCS-Farben her. AlnoStar – das perfekte Zusammenspiel von Oberflächen und Farben in der Küche. Grifflos in lichtem hochglänzend lackiertem Hellgrau, ergänzt um die neuen Slide-Schiebetüren für Vitrinen und Oberschränke. Die KachelnischenRückwände in Glas oder aus Melamin sind nicht nur pflegeleichter, sondern auch preisattraktiver als eine herkömmlich geflieste Rückwand. Die AlnoStar Sign wurde in diesem Jahr von der Initiative LifeCare als Kücheninnovation des www.alno.de Jahres 2016 ausgezeichnet und für ihre Funktionalität, Innovationsgrad und ihr Design gewürdigt.

ALNOCERA CONVINTA kokettiert mit schweren Naturtönen, haptisch attraktiven Oberflächen und metallischen Akzenten.

TOBIAS HOMBERGER, Leiter Marketing Fachhandel bei der Alno AG

ALNOSTAR SIGN

Fotos: Alno

ie bewusste Asymmetrie der aufsehenerregenden Designstudie AlnoAttract bezieht ihre Inspiration aus der Architektur und spielt mit spannenden Gegensätzen in Materialität, Form und Oberfläche und entstammt der kreativen Feder von Ulrich Dahm-Wachsmann, der für das Designmanagement der Alno AG verantwortlich zeichnet. Im subtilen Umgang mit Struktur und Proportionen gelang ihm mit AlnoAttract die Symbiose aus Tradition und Vision: Die spielerische Gestaltung von Sprüngen, Brüchen und Versätzen steht dabei ebenso wie der Einsatz edler Materialien wie Eiche, Schwarzglas und Metall für moderne Innenarchitektur. Das innovative Design erschließt den Raum in seiner vollen Höhe. Mit Hilfe der ergonomisch gestalteten Liftregale lässt sich auch der Inhalt hoher Schränke mühelos erreichen. Mittelpunkt der Küche ist die Rotunde aus grau-brauner Vintage-Eiche, getragen von einer Rahmenstruktur aus filigranem Stahlrohr, die die Kochinsel besonders in Szene setzt. Ihr LED-Licht wird von dem innenliegenden bronzefarbenen Metall-LackRing reflektiert, wodurch eine warme, wohnliche Raumatmosphäre entsteht. Dezent hinterleuchtete Glasrückwände im Oberschrank und in der Insel verleihen dem Ganzen Tiefenwirkung und Transparenz. Abgerundet wird das Design durch ein neues Interieur, das mit schlanken Zargen und dunklen Materialien auf die hochwertige Eleganz des Frontbilds abgestimmt ist. Unterteilungen aus schwarzer Eiche und praktische Zusatzfächer im Schubkastensystem verleihen dem Design des Interieurs den einzigartig wertigen Charakter. Dass AlnoAttract keine Design-Studie bleiben wird, steht nach dem außerordentlich positiven Feedback auf der Eurocucina außer Frage.

küche + architektur | 33


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Designstärker und internationaler denn je Nolte Küchen-Gruppe wächst zweistellig

Konzeptionell neu aufgestellt präsentierte

Foto: Nolte Küchen

sich Nolte Küchen zum ersten Mal seit 2006 wieder mit einem Stand auf der Eurocucina. Auf 300 Quadratmeter Ausstellungsfläche boten sieben individuell geplante Wohnwelten einen Einblick in die Vielseitigkeit des Produktsortiments des Familienunternehmens aus Löhne.

34 | küche + architektur

G

eschäftsführer Eckhard Wefing sieht eine konzeptionelle Strategie als den Schlüssel zum Erfolg von Nolte Küchen: „Ohne Struktur kann ein großes Sortiment schnell Überforderung auslösen. Deshalb haben wir Planungswerkzeuge kreiiert, die dazu beitragen, die Vorlieben unserer Kunden in Sachen Stil, Farbe, Material und Budget herauszufinden.“ Ein solches Planungswerkzeug stellt das Kernsortiment des Unternehmens basierend auf dem Mattlack- und dem auf „Artwood“ und „Legno“ aufbauenden Holzkonzept dar. Nicht minder überzeugend lässt sich nolte neo mit den frei miteinander zu kombinierenden Modulen einsetzen. Deren Individualität und Wandelbarkeit weckte nicht


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

zuletzt auch bei den Exportkunden eine hohe Begehrlichkeit. „Unsere Exportquote liegt derzeit bei 40 Prozent, Tendenz steigend“, freut sich Eckhard Wefing. „Mit mehr als 10 000 Schränken täglich müssen sich Nolte Küchen und Express Küchen nicht verstecken“, strahlt der ambitionierte Geschäftsführer, der zudem ein zweistelliges Umsatzplus vorweisen kann. Eine Entwicklung, mit der sich auch Wilhelm von Haller als Aufsichtsratsvorsitzender der Nolte SE zufrieden zeigt. Weder er noch Maren Schmitt-Nolte ließen es sich nehmen, auf dem Nolte-Stand präsent zu sein. Gemeinsam mit Geschäftsführer Eckhard Wefing und einem hochmotivierten internationalen Außendienstteam setzten sie sich gerne mit den Wünschen und Belangen der Besucher auseinander. Und das in einem wohnlichen Umfeld. TRENDAUFGREIFEND UND TRENDSETZEND Denn allein drei der sieben in Mailand präsentierten Exponate sind eine Hommage an Holz, ob „Artwood“ Asteiche natur in Kombination mit Lux Hochglanz Weiß, Walnuss Kuba in Symbiose mit „Feel“ in Weiß softmatt oder „Legno“ in Eiche Trüffel, gepaart mit „Nova Lack“ in glänzendem Tiefblau. Hinzu kommen dekorgleiche offene Regale,

und flexible Möbel, für die Schaffung fließender Übergänge zwischen Küche, Essen und Wohnen. Wer sich auf einer internationalen Plattform wie der Eurocucina mit anderen Herstellern misst, der sollte natürlich auch Kulissentüren in seine Planungen mit einbeziehen. In Mailand zeigte Nolte diese Neuerung am Beispiel von 1950 mm hohen Seitenschränken. Die Türen verschwinden seitlich im Korpus und geben so den Blick auf die dahinterliegenden Hänge-, Unter- und Seitenschränke frei, die je nachdem mit Einbaugeräten oder einer Spüle ausgestattet werden können. „Unser Ziel ist, unseren Küchen Alleinstellungsmerkmale mitzugeben, die dem Planer und dem Verbraucher gleichermaßen zugute kommen“, erklärt Eckhard Wefing weiter. Dazu gehört zum einen das einzigartige 150er Raster und zum anderen die 900 mm Unterschrankhöhe, deren Vorteile in Mailand die Legno-Küche begreifbar machte, die sowohl den zusätzlichen Stauraum als auch die ideale Arbeitshöhe innerhalb harmonischer Proportionen ausdrucksstark inszenierte. „Wir arbeiten daran, unserer Auszeichnung als „Deutschlands beliebteste Küchenmarke“, die wir im vergangenen Jahr durch die Analyse der Studie des Deutschen Instituts für ServiceQualität (DISQ) im Auftrag von n-tv erhalten haben, auch weiterhin www.nolte-kuechen.de gerecht zu werden.“

WEDER Wilhelm von Haller, Aufsichtsratsvorsitzender der Nolte SE, noch Maren Schmitt-Nolte ließen es sich nehmen, auf dem Nolte-Stand präsent zu sein, hier mit Geschäftsführer Eckhard Wefing.

„ARTWOOD“ Asteiche natur in Kombination mit Lux Hochglanz Weiß Foto: Nolte

küche + architektur | 35


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Fotos: Bauformat

BESONDERS das Modell Casual Luxury mit seinen dunklen Farben, der modernen Planung und den außergewöhnlichen Details habe die Aufmerksamkeit der Besucher angezogen,

Bauformat – grenzenlose Vielfalt

so Delf Baumann.

Mit thematisch besetzten Exponaten wie „Urban relief“, „Casual luxury“ und „Independent“ präsentierte sich der Löhner Küchenmöbelhersteller Bauformat dem internationalen Publikum auf der Eurocucina.

D

ie Vielfalt edler Materialien in Kombination mit der hohen Fertigungstiefe des Löhner Familienunternehmens lässt nahezu keinen Gestaltungswunsch offen. Ein Beispiel dafür stellte, gleich im Eingangsbereich des Stands, das Modell „Independent“ mit dem herben Charme des Industrie Stils, untermauert durch die Ursprünglichkeit von Treetime-Echtholz und den klaren, ununterbrochenen Linien griffloser Oberflächen. Modular konzeptioniert findet es in jedem Raum seinen Platz. Zeitlose Eleganz spiegelt „Casual Luxury“ wider. Dieses Modell überzeugt durch das Spiel mit optischen und haptischen Kontrasten. Hier trifft matt auf Hochglanz und organisch auf geradelinig. Nuanciert mit metallischen Effekten in Kupfer, Silber oder Messing besticht Casual Luxury durch Persönlichkeit und zurückhaltende Eleganz. Als Hommage an den Minimalismus präsentiert sich „Urban relief “. Im Mittelpunkt dieses Modells stehen die Bedürfnisse der Menschen unter der optimalen Nutzung des zur Verfügung stehenden Raums. Klare Linienführung, lichte Farbtöne, helle Hölzer prägen das schlichte Design, dessen optimale Funktionalität sich in durchdachten Stauraumlösungen und optimal gewww.bauformat-burger.com nutzten Raumnischen beweist.

DELF BAUMANN, geschäftsführender Gesellschafter von Bauformat und Burger, war sehr zufrieden mit der Besucherfrequenz auf seinem Stand in Mailand und wird 2018 voraussichtlich wieder mit seinen Produkten vor Ort sein.

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Fotos: Nobilia

ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

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PERFEKTION durch und durch: Fronten, Wangen, Slim Line

Typisch Nobilia Durchdacht und strukturiert in Präsentation und Aktion

Arbeitsplatte und der Sockel absolut dekorgleich kombiniert.

Großzügige 800 qm boten Nobilia auf der Eurocucina den Raum, um zu

Die Frontwange führt

zeigen, was den Erfolg des Unternehmens ausmacht: Leistungsstärke,

die optische Teilung der Auszugsschränke

Kompetenz und Innovationskraft. Attraktives Design, erstklassige Qualität und

in einem Guss an der

neueste Technik überzeugen inzwischen Kunden in 80 Ländern weltweit.

Inselseite fort.

DR. OLIVER STREIT, Nobilia-Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, in seinem Element

38 | küche + architektur

A

lpinweiß und Schiefergrau, die beiden zentralen neuen Farbfamilien der Kollektion 2016, wurden in Mailand bereits auf der Standfassade kommuniziert. Im Inneren, auf zwei Drittel der Fläche, schuf das alpinweiße Umfeld eine moderne, leichte und helle Atmosphäre als Bühne für acht Nobilia-Küchen aus dem umfangreichen Neuheitenprogramm. Kontrastierend dazu in dunklem Schiefergrau war augenfällig der noblessa Showroom definiert, als Rahmen für drei markentypische Küchen. Diese Darstellung spiegelte die Tatsache wider, dass Küchen des Marktführers aus Verl verstärkt in den höheren Preisklassen vertreten sind und unter der Marke noblessa mittlerweile auch international ein exklusives Segment erschließen. Typisch für Nobilia und offensichtlich bewährt bei großen Messen war der große Raum, der der Kommunikationsinsel mit Loungebereich im Zentrum zugestanden wurde. Von hier aus erschloss sich den internationalen Besuchern ein Überblick über das Gesamtszenario und hier war Raum für die Gespräche, in denen die Erfolgsfaktoren von Nobilia, wie Quality Made in Germany, perfekte Abwicklung, individuelle Kundenbetreuung und das attraktive Preis-LeistungsVerhältnis durch den hohen Automatisierungsgrad in der Fertigung bei individuell geplanten Küchen zur Anknüpfung neuer Geschäftswww.nobilia.de kontakte in die Waagschale geworfen wurden.


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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

DAS „GAMEFIELD“ der Studie „Moving Kitchen“ ist ein vertikales Stahlgerüst, das von zwei Seiten bespielt werden kann, individuell bestückt mit unterschiedlichen Küchenmodulen. Durch das Gamefield, das Koch-und Essbereich voneinander trennt, schiebt sich eine 23 cm starke, knapp 5 Meter lange bewegliche Arbeitsplatte. Koch- und Essbereich können durch Verschieben der Arbeitsplatte nach Belieben vergrößert und wieder

Häcker Küchen – immer in Bewegung

verkleinert werden.

Mit drei Küchen präsentierte sich Häcker auf der diesjährigen Eurocucina in Mailand Über alle Landesgrenzen hinweg müssen sich Küchen heute flexibel und einfach den Bedürfnissen der Nutzer anpassen. Wie dies möglich sein kann, stellte das Unternehmen Häcker auf rund 320 Quadratmetern unter Beweis. Das Motto: „Kitchen in motion“.

V

isionär zeigte sich die Design-Studie „Moving kitchen“. Hier lässt sich die Küche mittels einer beweglichen Arbeitsplatte mit einem Handgriff zum Esszimmer verwandeln. Auch die bereits im Handel erhältlichen Küchen AV 7030 Black Star aus der systematSerie und Faro aus der classic-Serie zeigen äußerst eindrucksvoll, wie Bewegung Einzug in die Küche hält. „Flexibilität und Wandlungsfähigkeit sind Themen, die für unsere Kunden immer wichtiger werden“, betont Markus Sander, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Häcker Küchen, und verweist auf die in Mailand präsentierten Küchen. Für die vollkommen grifflose Küche Black Star wurden die Modellserie AV 7030 mit ihrer edlen Steinstruktur und die schwarz-weiße Front AV 6000 in Mattlack kombiniert. Das Ergebnis ist ein spannender Kontrast der geradlinigen Formsprache mit der natürlichen Anmutung des Steinfurniers. Alle Auszüge sowie die Oberschränke öffnen sich automatisch. Zudem gehörte Häcker zu den ersten Unternehmen, die die brandneuen grifflosen Miele-Backöfen in ihre Küchen integrierten. Natürlich durfte hier auch der Kühlschrank mit elektronischer Öffnungsunterstützung nicht fehlen.

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Für die zweite Küche fiel die Wahl auf Griffleisten, die in die Fronten eingearbeitet sind. Sie verleihen Faro, einem Modell der Häcker ClassicSerie einen modernen, linearen Look. Das neue Perlgrau harmoniert perfekt mit den weißen Fronten aus der Modellfamilie Avus. Darüber hinaus bietet Faro Elemente, die sich – ganz im Dienste von Ergonomie, Design und Funktionalität – beweglich zeigen: Die Schiebeschränke lassen sich bequem öffnen und sanft schließen. Durch die Anordnung der Türen entsteht eine Kombination aus offenen und geschlossenen Flächen, die mit einem Handgriff variiert werden kann und die eine moderne, großzügige Raumarchitektur zulässt. Die beidseitig gedämpften Schiebetüren sind se-

„WIR SEHEN IN DIESEM JAHR reichlich Chancen, unsere erfolgreiche Geschäftstätigkeit weiter auszubauen“, so Markus Sander, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Häcker. „Um diese optimal nutzen zu können, werden wir neben den geplanten Investitionen in unsere moderne Fertigung unsere Verwaltung am Standort in Rödinghausen mit einem Neubau deutlich erweitern.“


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

rienmäßig mit einer Mitnehmerfunktion ausgestattet. Damit können zwei Fronten im Verbund verschoben werden. Die gezeigten Regale können übrigens problemlos übereinander platziert werden. Neu bei Faro ist jedoch auch die Pultplatte, die als ideale Ergänzung zur Arbeitsplatte entwickelt wurde. Sie kann mühelos um bis zu 30 Zentimeter auf der Arbeitsplatte bewegt werden. So wird mit einer Handbewegung aus einer normalen Arbeitsfläche eine Thekensituation. Genauso einfach lässt sich der Ursprungszustand wieder herstellen. Die Pultplatte ist dabei äußerst variabel: Sie kann horizontal, vertikal oder schräg im 45-Grad-Winkel bewegt werden. BLAUPUNKT GIBT ES NUN AUCH IN ITALIEN Aber auch was die Hausgeräte-Marke Blaupunkt anbelangt, nutzte Häcker die Gunst der Stunde und präsentierte seine Geräte auch auf der Eurocucina. „Es passt perfekt, dass der Markteintritt in Italien und der Schweiz mit der Eurocucina zusammenfällt“, so Markus Sander. „Die Eurocucina strahlt besonders auf diese beiden Länder aus und ist damit für den Launch prädestiniert. Zudem ist die Messe eine ideale Plattform, um die Marke darzustellen.“ Immerhin liefen bei Häcker Küchen in 2015 3.000 frei geplante Küchen in Losgröße eins vom Band – hergestellt von 1337 Mitarbeitern und vertrieben in alle Welt. Mit diesen Zahlen im Rücken und einem dynamischen Start ins neue Geschäftsjahr stehen bei Häcker Küchen die Zeichen weiter auf www.haecker-kuechen.de Wachstum.

DIE BEIDSEITIG GEDÄMPFTEN Schiebetüren der Faro sind serienmäßig mit einer Mitnehmerfunktion ausgestattet, so zwei Fronten im Verbund verschoben werden können. Dadurch entsteht eine Kombination aus offenen und geschlossenen Flächen, die die eine moderne, großzügige Raumarchitektur im Möbel fortführt.

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Zu einem wahren Massenandrang an Journalisten und Designinteressierten führte das auf der Eurocucina 2016 präsentierte neue Küchen-

Rational – it’s time to be different floo – designed by Karim Rashid engineered by Rational

konzept „floo“, das die Handschriften des international renommierten Designers Karim Rashid und der Techniker der deutschen Rational Einbauküchen GmbH trägt.

FREUEN SICH über den enormen Besucherzustrom: Marketingleiterin Elke Pfeiffer und Innendienstleiter Thomas Pfeiffer

D

as beeindruckende Ergebnis dieser Kooperation präsentiert sich schlicht, minimalistisch und doch, wie von Rational nicht anders zu erwarten, einzigartig. Seinen Alleinstellungscharakter erhält floo durch runde, natürliche Formen und monolithische Elemente. Unique sind auch die elegant geformten Fronten, die gleichzeitig als funktionale Griffe fungieren. Gegenüber dem an sich puristischen Küchenensemble setzen sie belebende Akzente. Regalsysteme und schwebend anmutende Unterschränke verleihen dem Gesamtbild eine moderne Leichtigkeit. Hinter Kulissentüren lassen sich Hausgeräte-Technik oder Bevorratung auch einmal verbergen, so dass sich mit floo durchaus auch fließende Übergänge zum Wohnraum hin gestalten lassen. Das auf den ersten Blick schlicht erscheinende Farbschema in unterschiedlichen Weißnuancen, kann mit ausdrucksstarken Kontrastfarben wie einem dunklen Purple und einem warmen Zink-Gelb im Innenbereich akzentuiert werden und setzt so frische Akzente. Als Material für Fronten stehen neben DuPont Corian auch die vielfältigen rational SoftlackFarben zur Verfügung. Arbeitsplatten und Accessoires sind ebenso in DuPont Corian möglich – kein anderes Material entspricht dem floo-Designanspruch mehr, oder ist besser geeignet für elegante Rundungen mit nahezu unsichtbaren Verbindungen. Die Markteinführung von floo soll im Oktober 2016 erfolgen. Bis dahin wird der in Mailand präsentierte Prototyp natürlich noch weiterentwickelt werden, betont Rational-Geschäftsführer Thomas Klee, der sich über das große internationale Interesse freut. Der Exportanteil des multinational agierenden Unternehmens liegt bereits bei deutlich über 50 Prozent und www.rational.de soll weiter ausgebaut werden.

THOMAS KLEE ist nicht nur Geschäftsführer bei Rational, sondern zudem kreativer Networker. Eine Tätigkeit, der auch die Kooperation mit Karim Rashid zu verdanken ist. 42 | küche + architektur


Fotos: Rational

Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

FLOO IST DAS JÜNGSTE KÜCHENKONZEPT der Kooperation von Rational mit dem international tätigen Designer Karim Rashid. Karim Rashid ist einer der erfolgreichsten Designer seiner Generation. Bereits über 3000 realisierte Designs, mehr als 300 Auszeichnungen sowie Projekte in mehr als 40 Ländern zeugen von seiner Designlegende. Mit seiner Kreativität überschreitet er Grenzen und bringt inspirierende Ideen, Materialien, Verhaltensweisen und Ästhetik von einem Themenbereich in den nächsten.

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Poggenpohl – international on stage Einrichten ohne Grenzen

Via Galileo Galilei 12, Milan. Hier zwischen historischen und futuristischen Bauwerken präsentierte sich die Marke Poggenpohl parallel zur Eurocucina ihren internationalen Kunden. Speziell zu diesem Event wurde das etablierte Poggenpohl-Studio zum Showroom der neuesten Konzepte und Modelle des deutschen Markenherstellers. In der einzigartigen Atmosphäre des Studios setzen sich Einrichtungsideen aus Herford überzeugend in Szene, basierend auf der Interaktion zwischen Qualität, Innovation, Funktionalität und Design.

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hristiane Danielsmeyer ist als Marketing-Managerin des Unternehmens immer mit dabei, wenn es darum geht, internationale Events dieser Art vorzubereiten, was, wie in Mailand, oft auch mit dem Umbau bzw. der Aktualisierung der Ausstellung einhergeht. In diesem Jahr, so erläutert sie uns, steht bei der Kundenansprache ganz deutlich „+Stage“ im Focus. Der Grund: Mit diesem innovativen Konzept bietet Poggenpohl ein Maximum an Individualität. Flexibilität, Unverwechselbarkeit und Mobilität werden immer wichtiger, einzelne Funktionsbereiche lösen sich in Elemente auf. Der „Frühstücksschrank“ wird zum Solitär und auch der Barschrank hat sich durch den Wegfall der Wohnwand verselbständigt. „Dem multifunktionalen Baukastensystem von +Stage sind weder räumliche noch funktionsbedingte Grenzen gesetzt“, erläutert Christiane Danielsmeyer. Von der Garderobe, über das Homeoffice bis hin zum Kleiderschrank ist alles möglich. Und weitergedacht, lässt sich +Stage in Hotels, Arztpraxen oder auch in Büros einsetzen. Jeweils mit einer Ausstattung, individuell zusammengestellt nach Funktionsbereich und Kun-

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denwunsch. „Mit +Stage können unsere Partner im Handel weitere Geschäftsfelder erschließen.“ Der kompakte Raum von 120 cm Breite wird zum Maß der Dinge, die bisher in verschiedenen Bereichen stattfanden, und die so eine stilvolle Bühne erhalten. Die hochfunktionalen Themenschränke sind mit einschiebbaren Drehtüren, Pocket Doors, ausgestattet. Zudem lassen sich die +Stage-Möbel sowohl im Küchen- als auch im Wohnbereich positionieren und das sowohl als Solitär als auch als Teil eines Ganzen. In kombinierter Form fügen sie sich harmonisch in eine Hochschrankzeile ein oder werden bewusst optisch hervorgehoben. „Was wir hier zeigen sind reine ThemenVarianten, Vorschläge, wie sich +Stage inszenieren lässt. Dabei ist es uns ganz bewusst, dass es unzählige Ideen und Einsatzgebiete und Ausstattungsmöglichkeiten gibt“, erläutert die versierte Marketingchefin. Basierend auf dem Poggenpohl-Programm sind vier Hochschrankhöhen und die Standardschranktiefe 65,4 cm lieferbar. +Stage kann in allen gängigen Frontfarben bestellt werden. www.poggenpohl.com


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TECHNIK + KOMFORT | Geräte

Fotos: Miele

BEI ARTLINE reicht das leichte Antippen einer Sensortaste, um die Tür elektrisch zu entriegeln und sanft nach unten gleiten zu lassen.

Miele – grifflos schön Invisible kitchen für den „Milan Design Award“ nominiert

Wo Küche und Wohnraum fließend ineinander übergehen, sind klare puristische Formen gefragt. Zur weltweit wichtigsten Küchenmesse Eurocucina präsentierte Miele erstmals Backöfen und Dampfgarer sowie Kombinationsgeräte, die komplett ohne Griffe auskommen. ArtLine heißt die Gerätereihe, bei der das leichte Antippen einer Sensortaste genügt, um die Tür elektrisch zu entriegeln und sanft nach unten gleiten zu lassen.

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ank seiner glatten Glasfronten mit integrierten Gerätedisplays fügt sich das ArtLine-Design flächenbündig in jede Möbelfront. Ergänzen lässt sich die grifflose Küche mit weiteren Geräten aus dem aktuellen MieleSortiment, die ebenfalls ohne Griffe, Schalter oder Knöpfe konstruiert sind: Kaffeevollautomaten, Kochfelder, Wärmeschubladen, Vakuumierschubladen, Weinlagerschränke, diverse Kühl-/Gefriergeräte sowie Geschirrspüler mit „Knock2open“. Bei dieser Technologie, die es so nur bei Miele gibt, öffnet sich die Tür des Geschirrspülers auf zweimaliges leichtes Anklopfen hin automatisch. Die Einbaugeräte im ArtLine-Design bietet Miele in den Farben Brillantweiß, Obsidianschwarz und auch in der Trendfarbe Graphitgrau an. Die Markteinführung für die ArtLine-Einbaugeräteserie startet im Sommer 2016.

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Geräte | TECHNIK + KOMFORT

GROSSER ANDRANG

„THE INVISIBLE KITCHEN“ Präsentiert hatte Miele seine Geräte-Innovationen sowohl in den Hallen der Eurocucina als auch mit einer Ausstellung im Mailänder Designdistrikt Zona Tortona. Mehr als 23000 Besucher sahen in Mailand Mieles Vision von der Küche der Zukunft „The Invisible Kitchen“. Das Miele-Event wurde als eine der besten Inszenierungen im Rahmen der „Milan Design Week“ eingestuft und fand einen breiten Widerhall in den sozialen Medien. Bei mehr als 1.200 Veranstaltungen in der City stellten Unternehmen und Kreative die neuesten Trends und Visionen vor. Von denen wurden 16 für den „Milan Design Award“ nominiert, darunter Miele. Die „unsichtbare Küche“ ist eine ringförmige Installation von acht Metern Durchmesser und mehreren Tonnen Gewicht. Unsichtbar ist sie in dem Sinne, dass keine einzelnen Geräte im Vordergrund stehen, sondern die Bedürfnisse des Benutzers in den Fokus gerückt werden. Die Technologie der Invisible Kitchen kommt dabei aus Forschungsszenarien und Projekten des Miele Designcenters. In dieser Küche bereiteten zwei Köche ein 3-Gänge-Menü zu und wurden dabei von einem virtuellen Kochassistenten unterstützt. Dieser stellte Rezepte zusammen, wog Zutaten ab, gab Tipps für die richtige Zubereitung und den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Der Kochassistent berücksichtigt die Vorkenntnisse des Benutzers und greift erst ein, wenn etwas schief zu gehen droht. Vorrangig dient er aber der Inspiwww.miele.de ration.

am Miele Messestand: Hauswirtschafterin Monica Wuthrich zeigte TempControl und Tommaso Guerra entwarf auf der Blackboard Edition Willkommensgrüße für Miele-Besuchergruppen.

DR. AXEL KNIEHL (l.) und Dr. Reinhard Zinkann begrüßten die Gäste zu „The Invisible Kitchen“.

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Smart Home bietet viele Vorteile: Die intelligente Gebäudetechnik ermöglicht besonderen Komfort, Sicherheit und verbesserte Energieeffizienz beim Wohnen und Arbeiten. Dabei lassen sich verschiedenste Geräte und Funktionen integrieren und ganz nach den Bedürfnissen der Bewohner und Nutzer einrichten. Moderne Smart Home-Systeme sollen selbst für Laien problemlos einzurichten sein. Oft kritisiert werden jedoch nicht untereinander kompatible Standards und Insellösungen: Wer also soll künftig der erste Ansprechpartner für interessierte und kaufwillige Verbraucher sein? Wie lassen sich die verschiedenen beteiligten Gewerke für ein Smart Home logisch verbinden? Wie kann Datensicherheit gewährleistet werden? Und auf welche Weise wird sich Smart Home auf Handel und Industrie auswirken? Könnte das Thema künftig auch von Inneneinrichtungsunternehmen bzw. Küchenspezialisten vermarktet werden? Diesen Fragen stellte sich ein interessantes Podium ausgesuchter Spezialisten.

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Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

Smart Home – über die Küche zu mehr Komfort nach Maß

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ir möchten das Thema Connectivity bis hin zum Smart Home künftig marken- und gewerkübergreifend als zusätzliche Dienstleistung anbieten können, und fordern eine höhe Kooperationsbereitschaft zwischen den einzelnen Herstellern und entsprechende Schulungsmöglichkeiten für uns Küchenplaner“, betont Christian Böhm, der gemeinsam mit seinen Brüdern in zweiter Generation das gleichnamige Küchenstudio in Groß-Bieberau betreibt. Was den Handel anbelangt, da sind sich Sabine Häring, Miele Produktmanagement Vernetzung Hausgeräte, und Michael Bohn, Leiter Marketing der Robert Bosch Hausgeräte, einig, ist in keinem Kanal die Notwendigkeit, sich in diesen Fragen kompetent aufzustellen, so groß wie im Küchen- und Möbelhandel. „Am relevantesten“, so betont Michael Bohn, „ist das Thema Heimvernetzung bei der Küchen-Neuplanung, nicht im Ersatzbedarf im Elektrohandel.“ Und auch Christian Hartmannsgruber, Geschäftsführer des innovativen Küchenmöbelherstellers tielsa, betont: „Küche ist für mich das Zentrum der Kommunikation des heutigen Lebensstils: Interaktion zwischen jung und alt, ein Ort an dem Familie und Freunde zusammenkommen, eignet sie sich dementsprechend ideal als Schaltzentrale des kompletten Zuhauses.“ „Um Menschen künftig für das Thema zu begeistern, sollte man das Smart Home für sie erlebbar machen und ihnen vielleicht sogar eine Art „Probewohnen“ im Smart Home anbie-

DER DISKUSSION zum Thema „Smart Home – ready to take off“ während der Küchenwohntrends stellten sich (v.l.): Jean-Claude Kiessling, Deutsche Telekom, Sabine Häring, Miele, Markus Fromm-Wittenberg, Gira, Thomas Hartwig, Codeatelier, Florian Demaku, Mecodia, Christian Böhm, Küchen-Böhm, Christian Hartmannsgruber (verdeckt), Tielsa, und Michael Bohn, Bosch.

ten“, fordert Markus Fromm Wittenberg, bei Gira Leiter Produktlinie Anwendung und Kooperation Gebäudetechnik. „Der Konsument soll auch bei einer herstellerübergreifenden Smart Home-Plattform wie Qivicon immer entscheiden können, wie und mit welcher Intensität er das Thema Smart Technologie spielen möchte“, lautet der Anspruch von Jean-Claude Kiessling, ihm obliegt die Leitung der Geschäftsfeldentwicklung Vernetztes Zuhause bei der Deutschen Telekom. „Wir bei Miele unterstützen die Idee einer Plattform, auf der Hersteller unterschiedlicher Gewerke ihre Schnittstellen öffnen, um dem Endverbraucher die Option zu geben, sich für unterschiedliche Gerätemarken entscheiden zu können“, betont Sabine Häring. „Was der Smart Home-Markt wirklich benötigt, um dem Konsumenten den größtmöglichen Nutzen bieten zu können, sind offene Schnittstellen, die die unterschiedlichen Unternehmen einfach im Netz frei zur Verfügung stellen“, fordert Thomas Hartwig, Codeatelier. „Im Zusammenhang mit IT-Sicherheit wird oft die Sorge geäußert, dass vernetzte Geräte im eigenen Heim zum Ziel von Hackern werden könnten. Diese Bedenken sind verständlich, aber mit Blick auf die aktuelle Sachlage wenig realistisch. Problematischer sehe ich hier die Frage nach Privatsphäre und Datenschutz“, stellt Florian Demaku, Mecodia, fest. Christian Hartmannsgruber ist stolz darauf, das von dem Fertighaushersteller Baufritz entwickelte und gebaute „Haus am See“ mit einer individuellen tielsa Küche ausgestattet zu haben. „Bei dieser Immo-

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

SABINE HÄRING, Miele Produktmanagement Vernetzung Hausgeräte

DIE ELEKTRONIK der Waschmaschine ermittelt den Füllstand der Waschmittel-Kartuschen und versendet bei Bedarf automatisch eine Nachricht an das mobile Endgerät des Benutzers. Nach Öffnen der Benachrichtigung gelangt man automatisch in den Shop, in dem das Waschmittel direkt angezeigt wird, mit der Option, es sofort nachzubestellen. Ähnliches plant Miele auch für Geschirrspüler. www.miele.de

bilie handelt es sich um ein KfW-Effizienzhaus 55. Die Herausforderung für alle Beteiligten an diesem Konzept bestand darin, gesundes Wohnklima, Ökologie, Ergonomie und Smartness miteinander in Einklang zu bringen“, erläutert der visionäre Geschäftsmann das individuell auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmte Konzept. „Um die Bedürfnisse und Wünsche des Auftraggebers zu erfüllen, haben sich Unternehmen unterschiedlichster Gewerke über Schnittstellen miteinander vernetzt. So lassen sich die Arbeitsflächen in der Küche über eine funktionsübergreifende App auf die Körpergröße der individuellen Benutzer anpassen. Das gilt auch für das Licht oder auch die Hausgeräte von Miele, die durch die Grundwasser-Wärmepumpenheizung von Viessmann angetrieben werden. Das garantiert hohen Wohnkomfort, ein intelligentes, effizientes Energiemanagement, vielfältige Sicherheitsfeatures und unter anderem sind Licht, Jalousien, Küche sowie Haushalts- und Küchengeräte usw. sinnvoll vernetzt.“ SMART HOME PASSGENAU – INDIVIDUALITÄT IST TRUMPF Auf alle Fälle macht diese Art der Vernetzung das Eigenheim zum Smart Home mit individuellen Wunschfunktionen. Die Betonung von Christian Hartmannsgruber liegt eindeutig auf der Individualität. „Wir müssen auch bei diesem Thema die persönlichen Wünsche unserer jeweiligen Kunden berücksichtigen und ihnen dabei Features anbieten, die heute und morgen von Nutzen für sie sind.“ „Dem kann ich nur zustimmen“, betont Markus Fromm-Wittenberg, Leiter Anwendung und Kooperation bei Gira. „Allerdings glaube ich, dass sich der Begriff Smart Home bei vielen Menschen noch nicht wirklich versinnbildlicht hat. Er lässt sich noch nicht so richtig greifen. Um Menschen künftig für das Thema zu begeistern, sollte man das Smart Home für sie erlebbar machen. D. h., so wie man vor dem Erwerb eines neuen Pkws eine Probefahrt unternimmt, um sich mit dem neuen Wagen vertraut zu machen, sollte man dem Smart Home Interessierten eine Art Probewohnen ermöglichen. Danach kann er dann entscheiden, über welche Extras sein smartes Zuhause verfügen soll. Aber auch das funktioniert natürlich nicht ohne versierte Fachplaner und Spezialisten, die interessierte Verbraucher entsprechend beraten und das Ganze letztendlich auch noch umsetzen können.“

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Könnte ein Küchen- oder Einrichtungsfachgeschäft eine solche Fachberatung stellen? Markus Fromm-Wittenberg ist da ganz zuversichtlich: „Die Küche ist ein wesentlicher Teil des smarten Zuhauses. Hier fließen Forderungen nach Sicherheit, Energieeffizienz und letztendlich auch Komfort ineinander über. Mit einer Aus- bzw. Weiterbildung des eigenen Personals oder auch durch die Kooperation mit einem zertifizierten Elektroinstallateur ist das durchaus denkbar. Ich möchte allerdings nochmals betonen, dass Vernetzung immer einen Blick über den Tellerrand, also über die eigenen Branche hinaus bedeutet“, gibt der erfahrene Networker zu bedenken. Letzteres haben auch die Hausgerätehersteller Bosch und Miele verinnerlicht. „Mit Miele@home haben wir bereits seit mehreren Jahren eine App zur Steuerung unserer Hausgeräte auf dem Markt“, schildert Sabine Häring. „Aber selbstverständlich geht auch hier die Entwicklung kontinuierlich weiter. Den Fokus bilden dabei die sehr vielschichtigen Wünsche und Bedürfnisse der Kunden. Beschränkt sich ein Kunde rein auf die smarte Bedienung unserer Geräte, kann er dies über unsere App tun. Möchte er jedoch noch weitere Bereiche seines Zuhauses smart steuern können, stellen wir von Miele eine offene Schnittstelle zur Verfügung, die es ermöglicht, unsere Produkte mit anderen technischen Geräten unterschiedlicher Marken aus den Bereichen Wohn- und Lebensqualität, Unterhaltung, Sicherheit und effiziente Energienutzung zu vernetzen und zentral mittels einer übergreifenden App zu steuern. Das ist z.B. bei Qivicon von der Telekom der Fall, einer Plattform, die Hersteller- und Anwendungsbereichübergreifend arbeitet.“ PLATTFORMEN ALS GRUNDLAGE DER VERNETZUNG Jean-Claude Kiessling baut diese übergreifende Plattform gemeinsam mit seinem Team kontinuierlich weiter aus. „Bis heute sind es bereits 40 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, die sich unter dem Dach von Qivicon zusammengeschlossen haben“, berichtet der Manager. „Und wir tun alles dafür, dass sie weiter wächst. Dabei ist uns jeder willkommen, ganz gleich ob Großunternehmen oder innovatives Start-up. Die Hersteller, die mit uns kooperieren, müssen weder Hard- noch Software ihrer Produkte verändern. Die Integration in unsere Plattform erfolgt ganz einfach über ein Software Binding.


CHRISTIAN HARTMANNSGRUBER, Geschäftsführer des innovativen Küchenmöbelherstellers Tielsa: „Vernetzung ist auch Thema der tielsa:connect App. Mit einem „Wisch“ stellen sich Kochfeld und Spüle auf die individuelle Arbeitshöhe ein und die ideale Ausleuchtung ist garantiert. Des weiteren bietet sie auch von unterwegs Zugriff auf Gefahrenmelder wie z.B. Wasser-, Rauch- oder Bewegungssensoren.“ www.tielsa.de

Dabei zeigt sich Qivicon offen für die unterschiedlichsten Applikationen. Die Integration in partnerspezifische Gateways lässt sich ebenso einfach realisieren wie die in deren Business Support- oder Customer Relationship-Systeme. Die Programmierschnittstellen sind in einem unabhängigen open source-Projekt beschrieben, so dass jeder unserer Plattformpartner daran mitarbeiten kann. Und sogar mehr als das: Unsere Partner können sogar lokal eigene Software-Module betreiben. Wir haben mit Qivicon eine Ebene geschaffen, auf der sie ihr eigenes Produkt, ihre eigene Marke, ihr eigenes Preisgefüge und ihr eigenes Dienstleistungspaket positionieren können.“ Auch die App Home Connect über die die Bosch-Hausgeräte gesteuert werden können, kooperiert mit einer übergreifenden Plattform dieser Art, nämlich mit der Bosch Smart Home GmbH, die bereits eine App zur intelligenten Haussteuerung in den Bereichen Heizen, Lüften und Beleuchten entwickelt hat. „Wir gehen davon aus, dass die Hausgeräte integrativer Bestandteil des Smart Home sein werden“, betont Michael Bohn. „Ich glaube, ein Hausoder Wohnungseigentümer, der sich für ein Smart Home entscheidet, wird selbstverständlich erwarten, dass dies alle wichtigen elektronischen Geräte in seinem Haushalt einschließt. Zwei große Nutzenfelder von Smart Home sind Energieeffizienz und Sicherheit: In beiden Feldern sind Hausgeräte entscheidende Faktoren. Immerhin entfallen 50 Prozent des Energieverbrauchs privater Haushalte auf Hausgeräte. Deshalb geht Bosch einen besonders offenen Weg“, so Michael Bohn. „Wir stellen anderen Smart Home-Anbietern, Entwicklern jeglicher Smart-Home-Dienstleistungen und App-Entwicklern ein Software Developer Kit zur Verfügung, mit dem diese aus ihren Diensten und Apps, aus ihren Systemen heraus unsere Bosch-Hausgeräte ansteuern können. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um Rezeptanbieter wie HelloFresh oder Simply Yummy usw. oder um andere Smart HomeAnbieter handelt. Derjenige, der heute ein vernetztes Hausgerät von Bosch mit Home Connect ersteht, setzt auf keine Insellösung. Er wird zukünftig von immer mehr Apps und Smart Home Systemen aus auf seine Bosch Hausgeräte zugreifen können. Das ermöglicht die Vernetzung mit anderen Geräten im Haus, und damit noch größeren Nutzen durch intelligentes Zusammenspiel.“

KOMFORT FÄNGT BEI DER STEUERUNG AN „Eben dieses Ziel verfolgen wir mit Qivicon auch“, ergänzt Jean-Claude Kiessling. „Der Konsument soll immer entscheiden können, wie und mit welcher Intensität er das Thema Smart Home spielt. Beschränkt er sich dabei z.B. auf Hausgeräte, über die er mit Hilfe einer Partner App Statusabfragen tätigen, oder auch Geräte ein- oder ausschalten kann, oder bevorzugt er ein smartes Zuhause, in dem er sich mittels einer App sowohl über Licht-, Sicherheitstechnik, Home-Entertainment als auch über den Status der Hausgeräte informieren und all das technologieübergreifend steuern kann? Selbst ein zeitlich begrenztes Abonnement von Zusatzdiensten ist möglich. Mit Qivicon bieten wir die entsprechende Infrastruktur dafür.“ Christian Böhm als Küchenspezialist bringt das Dilemma auf den Punkt: „Für unser Geschäftsfeld der Küchen- und Einrichtungsplanung erachten wir das Thema Smart Home künftig als eine weitere Dienstleistungsoption, die wir unseren Kunden unter den Aspekten Sicherheit und Komfort als Mehrwert anbieten möchten. Um das Thema vernetzte Hausgeräte bis hin zum smarten Zuhause spielen zu können, benötigen wir jedoch von der Industrie deutlich mehr Informationen und Optionen. Mit Bosch und Miele haben wir hier sicherlich zwei Unternehmen, die bereits smarte Geräte anbieten. Allerdings würden wir es begrüßen, Geräte verschiedener Anbieter miteinander verbinden zu können. Das ist zur Zeit für uns nicht möglich. Vielleicht gibt es die Möglichkeit der Einrichtung einer Dachorganisation, an der sich die einzelnen Hersteller individuell beteiligen können, um entsprechende Schnittstellen zu generieren und zudem Konzepte zu entwickeln, die uns als spezialisierte Fachgeschäfte dazu in die Lage versetzen, die individuellen Smart Homes unserer Kunden zu realisieren.“ „Wir teilen Ihre Gedanken“, greift Sabine Häring den Faden auf. „Bereits vor Jahren haben wir gemeinsam mit Kollegen aus der BSH versucht, über die gemeinsame Plattform der Verbände gewisse Grundfunktionen zu vereinheitlichen. Leider ist dieses Thema innerhalb der Entwicklungsprozesse nicht konsequent genug weiterverfolgt worden. Wir bei Miele teilen die Idee einer Plattform, auf der Hersteller unterschiedlicher Gewerke ihre Schnittstellen öffnen, um dem Endverbraucher die Option zu geben, sich für unterschiedliche Gerä-

küche + architektur | 51


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

DIE PLAYLIST-Funktion von Home Connect übernimmt das Kommando für den Bosch Einbaukaffeevollautomat. Der Gastgeber reicht einfach ein iPad herum, jeder Gast stellt ganz individuell seinen Kaffee-Wunsch ein … nur noch die Tassen bereitstellen und dabei eröffnet Home Connect den Gästen auch noch ganz neue Möglichkeiten: CoffeeWorld – Australian Flat White, American Red Eye, …

MICHAEL BOHN, Leiter Marketing der Robert Bosch Hausgeräte

www.bosch-home.com

temarken entscheiden zu können. Auch wenn wir es natürlich lieber sähen, wenn der Kunde sich ausschließlich auf Miele-Hausgeräte spezialisieren würde“, gibt sie lachend zu. „Auch wir sind für Offenheit“, betont Bosch-Marketing-Manager Michael Bohn. „Dabei entwickeln wir unsere Geräte so, dass sie ohne die Notwendigkeit einer Zusatzinvestition über den aus Konsumentensicht denkbar einfachsten Weg angesteuert werden können: über WLAN. Das ist ein Standard, den ohnehin jeder zuhause hat. Damit hat der Konsument, der sich heute entscheiden muss, welche Hausgeräte er in seine Küche einbaut, die Zukunftssicherheit, die er sich wünscht. Er hat eine sehr komfortable Home Connect App, aus der er die Geräte ansteuern kann. Er wird aber auch sehen, dass er künftig auch mit anderen Apps auf seine Geräte zugreifen kann. Wenn er sich für ein komplettes Smart Home-System entscheidet, das weit über Hausgeräte hinausgeht, und auch z.B. Sicherheitstechnik, Heizungs- und Lichtsteuerung integriert, dann hat auch dieser komplette Smart Home-Anbieter die Möglichkeit, seinem Nutzer die Steuerung seiner Bosch-Hausgeräte zu ermöglichen.“ Christian Böhm greift diesen gewerkübergreifenden Gedanken gerne auf: „Innovation ist nicht auf Produkte beschränkt. Neue Dienstleistungen, Prozesse und Geschäftsmodelle zählen ebenso hinzu. Daher muss ein Hausgerätehersteller nicht zwangsläufig die Waschmaschine neu erfinden, vielleicht aber sein Geschäftsmodell erweitern, das uns als Küchenfachgeschäft ebenfalls um ein Dienstleitungsangebot bereichert. Der Kunde von heute ist unserer Erfahrung nach dazu bereit, in seine neue Küche zu investieren und wird auch nicht vor einer Investition in Connectivity zurückschrecken, wenn man ihm dabei die Wahl lässt, die Dinge zu vernetzen, die seine ganz persönlichen Erwartungen erfüllen.“ SCHNITTSTELLEN SIND GEFRAGT Braucht man dazu Standards? Tielsa-Chef Christian Hartmannsgruber weiß aus Erfahrung: „Nein! Ein Standard ist nicht erforderlich. Wir brauchen Schnittstellen! Anders als die meisten Küchenmöbelhersteller haben wir uns dazu entschieden, einen eigenen völlig offenen Hub zu entwickeln, ausgehend von der Küche bis hin zu übergreifender Haustechnik. Auf diese Weise können unsere Kooperationspartner

52 | küche + architektur

wie Miele oder Bosch, Beleuchtungshersteller oder auch Soundsystems wie Sonos aufgrund von offenen Schnittstellen problemlos mit uns kommunizieren. Zudem lassen sich so all diese Produkte über unsere eigene App steuern. Wenn wir das Thema Smart Home für unser Küchen- und Einrichtungsplaner und natürlich für den Endverbraucher erlebbar machen wollen, müssen wir, bzw. unsere Partner im Fachhandel das Thema den Konsumenten auch live vorführen können. Nur so entstehen Emotionen und nur so wächst Begehrlichkeit und Vertrauen. Wichtig dabei ist natürlich neben der kontinuierlichen Schulung des Fachhandels für alle Beteiligten auch das Thema Kundendienst, der im Falle eines auftretenden Fehlers so schnell wie möglich Abhilfe schaffen kann. Sind all diese Voraussetzungen gegeben, wird das Thema Smart Home sukzessive eine breite Klientel erreichen.“ „Wir sind davon überzeugt, dass weder Einzellösungen noch offene Schnittstellen alleine des Pudels Kern sein können“, unterstreicht Jean-Claude Kiessling. „Denn das Thema Connectivity ist grenzübergreifend zu sehen. Wir arbeiten aktiv daran, die führende Smart Home-Plattform Europas zu werden und damit eine Vernetzbarkeit verschiedener Geräte aus unterschiedlichen Gewerken realisieren zu können. Brandaktuell bietet die niederländische KPN als erster internationaler Telekommunikationsanbieter seinen Kunden ein Smart HomeAngebot an. Bereits im vergangenen Jahr startete der österreichische Energieversorger eww als erstes internationales Unternehmen ein auf Qivicon basierendes Angebot. Wenn Sie an den Massen-Rollout der intelligenten Stromzähler, den „Smart Meter“ denken, und was sie zu einer Energiewende beitragen können, ist eine solche Konstellation hoch interessant, da durch die Analyse der hier generierten Daten sofort herausgefiltert werden kann, welche Geräte mehr Strom verbrauchen und welche sich als sparsam erweisen. Und natürlich zwingt uns die Internationalität über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen: Wenn wir heute das Entwicklungspotenzial von Google, Apple usw. beobachten, stellen wir vor allem fest, dass in einer wahnsinnig hohen Geschwindigkeit neue Services und Produkte lanciert werden. Hervor gehen diese Innovationen aus sogenannten


FLORIAN DEMAKU, Mecodia: „Im

Küchen | ARCHITEKTUR + TREND THOMAS HARTWIG, Codeatelier: „Mit Hilfe

Zusammenhang mit IT-Sicherheit

unserer Homee App lassen sich Geräte von

wird oft die Sorge geäußert, dass

überall aus steuern. Da nicht alle Geräte auf

vernetzte Geräte im eigenen Heim

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modular in Form von Würfeln aufgebaut. Dabei

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realistisch. Problematischer sehe ich hier die Frage nach

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persönliche Informationen und vielfältige Statistiken und

geleitet, so dass sich unterschiedliche Geräte

Nutzerdaten aufzeichnen, sollten diese angemessen geschützt

miteinander verknüpfen lassen können.“

werden. Die Verbraucher müssen über Risiken aufgeklärt wer-

www.codeatelier.com

den und sind dann in der Pflicht, Sicherheit von den Herstellern einzufordern. Ich bin zuversichtlich, dass wir gute und sichere Lösungen für das Zuhause gestalten können, wenn alle Beteiligten das Thema Sicherheit im Blick behalten.“ www.mecodia.de

Entwickler-Communitys, einem Netzwerk freier Programmierer mit denen wir als Telekom bzw. Qivicon ebenfalls aktiv zusammenarbeiten, um unser Angebot kontinuierlich zu erweitern. Damit gewährleisten wir den Konsumenten, die auf unsere Plattform zugreifen, auch die Sicherheit, ihr bestehendes Gerätenetzwerk langfristig weiter auszubauen.“ „Langfristigkeit und Kontinuität gehören auch bei Miele zum Markenkern. Deshalb möchte ich nochmals darauf hinweisen“, so Sabine Häring, „dass wir alle gemeinsam daran arbeiten sollten, dem Verbraucher die Möglichkeit zu geben, sich individuell und kompetent beraten zu lassen, was nur durch eine adäquate Ausbildung unserer Partner im Handel erfolgen kann. Hier sehe ich noch viel Potenzial.“ VERNETZUNG AUCH BEI BERATUNG UND INSTALLATION Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für das übergreifende Thema Smart Home gibt es bis dato noch zu wenige. Eine davon bietet Gira: „Ob Einsteigerseminar oder Aufbauseminar zur Netzwerktechnik, wir bieten in unserer Akademie entsprechende Seminare an, die sehr gut angenommen werden“, erläutert Markus Fromm-Wittenberg. „Diese richten sich bis dato überwiegend an fertige oder angehende Elektroinstallateure. Allerdings könnte ich mir vorstellen, die Seminare auch für andere Branchen anzubieten. Dabei sollte es jedoch nicht alleine um die Beratungskompetenz der angehenden Smart Home-Spezialisten gehen. Letztendlich muss auch die Infrastruktur stimmen. D.h.: wer schließt dem Verbraucher die connective kitchen letztendlich an oder wer verknüpft ihm das Ganze mit anderen gewünschten Funktionen in anderen Bereichen des Hauses. Zudem haben wir es hier mit Produkten mit unterschiedlichen Lebenszyklen zu tun. Es stellt sich also die Frage, ob wir künftig nicht auch in puncto Beratung und Installation vernetzt denken und handeln müssen. Der Berater, der mit dem Installateur kooperiert z.B. Das gesamte Thema Smart Home ist hochkomplex.“ Jeder weiß, je komplexer sich ein Thema für den Verbraucher darstellt, desto größer ist dessen Hemmschwelle, sich mit ihm auseinander zu setzen. „Aus diesem Grund haben wir bei unserer Funk nutzenden Vernetzungsbasis den Fokus von vornherein auf eine einfache Bedien-

barkeit gelegt, die es ermöglicht, mit intelligenten, funkenden Geräten zu kommunizieren“, betont Thomas Hartwig, Codeatelier, mit Nachdruck. „Mit Hilfe unserer Homee App lassen sie sich von überall aus steuern. Da nicht alle Geräte auf ein und dieselbe Funktechnologie zugreifen um zu kommunizieren, haben wir unser System modular in Form von Würfeln aufgebaut. Dabei ist jeder Würfel für eine andere Funktechnologie zuständig. Über eine zentrale Einheit, die wir Brain Cube nennen, werden alle Informationen gebündelt und an ein Smartphone weitergeleitet, so dass sich unterschiedliche Geräte miteinander verknüpfen lassen können. Einfacher geht es eigentlich nicht! Aber was wir wirklich benötigen, um dem Konsumenten den größtmöglichen Nutzen bieten zu können sind wie schon gesagt, offene Schnittstellen, die Unternehmen einfach im Netz frei zur Verfügung stellen. Das tun allerdings die wenigsten.“ MASSGEBLICH FÜR DEN ERFOLG: VERTRAUEN IN DIE TECHNOLOGIE! „Ich bin der Ansicht meines Vorredners, dass wir dem Verbraucher die „Angst“ vor dem Thema Smart Home nehmen müssen“, meldet sich Christian Hartmannsgruber zu Wort. „Ob das einfach durch plug and play möglich sein wird, sei dahingestellt. Um dem Thema die Komplexität zu nehmen, müssen wir uns auf die Wünsche des Verbrauchers einstellen, aber auf übergreifende Trends wie soziodemographischer Wandel, Mobilität usw. eingehen. Die Küche sehen wir dazu als idealen Ausgangspunkt, und je einfacher es die Verbraucher haben, diese Features erstehen und nutzen zu können, desto schneller und intensiver hält Smart Home Einzug in Privathaushalten“, davon ist er überzeugt. Networking und gute Kommunikation lohnen sich, betont der ambitionierte Manager, zwischen den Menschen die smarte Produkte herstellen, denjenigen, die die Plattformen stellen und ganz besonders auch mit jenen, die das Ganze technisch und handwerklich umsetzen. Die Basis für eine erfolgreiche Vermarktung des Themas Smart Home liege auch im Vertrauen in die Technologie. „Und damit dieses Vertrauen entsteht, sollte eine intelligente Haussteuerung prinzipiell so individuell konzipiert sein, dass sie über nur eine App erfolgt, die voll und ganz auf die persönlichen Belange des

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

DER GIRA G1 ist das neue kompakte

MARKUS FROMM-WITTEN-

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BERG, Leiter Anwendung

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für sie erlebbar machen,

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z. B. in einer Art Probe-

Zeichensystem samt großer Schrift und

wohnen.“ www.gira.de

leicht verständlichen Symbolen.

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ist ein Add-on, das für mehr Komfort steht. Anstatt den Dimmer am Lichtschalter immer wieder neu einzustellen, lässt sich die gewünschte atmosphärische Beleuchtung einfach programmieren. Das ist ungefähr vergleichbar mit dem Radiosender, den man früher individuell einstellen musste und heute ganz einfach auf eine Taste programmieren kann.“ „Im Fokus des Smart Home stehen in jedem Fall leichte Bedienbarkeit und Komfort“, fasst Christian Hartmannsgruber zusammen. „Wir werden künftig noch einen Schritt weitergehen und die Sprachsteuerung einführen.“ „Wir glauben nicht daran, dass das Smartphone künftig das HauptInteraktions-Medium sein wird, sondern ziehen innerhalb des Hauses zusätzlich sowohl Gesten- als auch Sprachsteuerung in Betracht. Außer auf den Komfort wird sich das Thema Smart Home auch auf die Bereiche Produktdesign und Innenarchitektur auswirken“, ergänzt Jean-Claude Kiessling.

Quelle: Deloitte Smart Home Survey 2015 © Deloitte Consulting GmbH

Quelle: Deloitte Smart Home Survey 2015 © Deloitte Consulting GmbH

jeweiligen Nutzers programmiert wird. Der User ist es, der festlegt, welche Funktionen für ihn Sinn machen“, betont Thomas Hartwig. „Auf diese Weise kann er auch nicht überfordert werden.“ „Wir haben die Erfahrung gemacht“, ergänzt Sabine Häring, dass das Thema Smart Home sich oft aus Einzellösungen heraus entwickelt. Denn nicht jeder vernetzt sofort sein ganzes Haus. Viele Konsumenten beginnen zuerst mit einem Segment und steuern zu erst einmal nur die Heizung, nur das Licht oder auch ausschließlich die Hausgeräte und dies dann über eine herstellerspezifische App. Erst im Laufe der Zeit entscheiden sie sich dann dafür, noch weitere Gewerke zu vernetzen. Erst dann macht eine übergreifende App Sinn.“ „Außerdem“, ergänzt Markus Fromm-Wittenberg, „sollte man den gewöhnlichen Schalter nicht außer Acht lassen. Er wird weiter eingebaut und bedient werden. Das ergibt sich allein aus dem über Generationen hinweg erlernten Verhalten der Menschen. Die App-Steuerung


JEAN-CLAUDE KIESSLING: „Wir glauben nicht daran, dass das Smartphone künftig das Haupt-Interaktions-Medium sein wird, sondern ziehen innerhalb des Hauses zusätzlich sowohl Gesten- als auch Sprachsteuerung in Betracht.“ CHRISTIAN BÖHM, Küchenspe-

www.qivicon.com

zialist: „Um das Thema vernetzte Hausgeräte bis hin zum smarten Zuhause spielen zu können, benötigen wir jedoch von der Industrie deutlich mehr Informationen und Optionen. Wir würden es begrüßen, Geräte verschiedener Anbieter miteinander verbinden zu können. Das ist zur Zeit für uns nicht möglich. Vielleicht gibt es die Möglichkeit der Einrichtung einer Dachorganisation, an der sich die einzelnen Hersteller individuell beteiligen können, um entsprechende Schnittstellen zu generieren und zudem Konzepte zu entwickeln, die uns als spezialisierte Fachgeschäfte dazu in die Lage versetzen, die individuellen Smart Homes unserer Kunden zu realisieren.“ www.kuechen-boehm.de

„Das gilt auch für uns“, wirft Jean-Claude Kiessling ein. „Bei Qivicon liegt die Datenhoheit generell beim Nutzer. Allein er entscheidet darüber, ob er einem Zugriff von außen zustimmt. Unsere Plattform wurde konform zu den strengen Konzernvorgaben der Deutschen Telekom konzipiert und entwickelt. Bevor sie lanciert wurde, wurden umfangreiche Sicherheitsaudits und Überprüfungen durchgeführt. Sie wurde sogar absichtlich Häcker-Angriffen ausgesetzt und hatte kaum relevante Mängel, die natürlich sofort behoben wurden. Auch das unabhängige Testinstitut AV-TEST GmbH prüfte die Qivicon Smart Home-Plattform mit der Magenta SmartHome App auf Herz und Nieren und vergab wie bereits im Vorjahr das Urteil „Sehr guter Schutz“ (03/2016). Natürlich wird das Qivicon-System kontinuierlich weiter überprüft- und entwickelt, um eventuelle Schwachstellen sofort beheben zu können. Eine Aussage, die übrigens alle an der Diskussion beteiligten Hersteller auch für ihre eigene Software unterschreiben können.

Quelle: Deloitte Smart Home Survey 2015 © Deloitte Consulting GmbH

Quelle: Deloitte Smart Home Survey 2015 © Deloitte Consulting GmbH

DATENSICHERHEIT BIETEN UND EINFORDERN „Ich habe meinen Hintergrund im Bereich IT-Sicherheit und schaue aus diesem Blickwinkel auf das Thema Smart-Home. Das Themengebiet finde ich spannend und sehr vielversprechend. Im Zusammenhang mit IT-Sicherheit wird oft die Sorge geäußert, dass vernetzte Geräte im eigenen Heim zum Ziel von Hackern werden könnten. Diese Bedenken sind verständlich, aber mit Blick auf die aktuelle Sachlage wenig realistisch. Problematischer sehe ich hier die Frage nach Privatsphäre und Datenschutz. Wenn unsere smarten Geräte persönliche Informationen und vielfältige Statistiken und Nutzerdaten aufzeichnen, sollten diese angemessen geschützt werden. Die Verbraucher müssen über Risiken aufgeklärt werden und sind dann in der Pflicht, Sicherheit von den Herstellern einzufordern. Ich bin zuversichtlich, dass wir gute und sichere Lösungen für das Zuhause gestalten können, wenn alle Beteiligten das Thema Sicherheit im Blick behalten“, gibt Florian Demaku zu bedenken.

küche + architektur | 55


TECHNIK + KOMFORT | Geschirrspüler

Vom Wirtschaftswunder zum Effizienzwunder Der neue G 6000 EcoFlex-Geschirrspüler von Miele

Weniger als eine Stunde benötigen die neuen G 6000 EcoFlex-Geschirrspüler für ein Reinigungsergebnis der Klasse A. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Miele auch in dieser Produktkategorie seinem Versprechen „immer besser“ werden zu wollen, gerecht wird. Der 1929 von Miele präsentierte Metallbottich, in dem ein Propeller für die Verteilung des Wassers im Innenraum sorgte, war der erste Repräsentant der Geschirrspüler aus dem Hause Miele.

56 | küche + architektur


Geschirrspüler | TECHNIK + KOMFORT

DR. MARKUS MIELE (r.), geschäftsführender Gesellschafter Miele & Cie., ließ es sich nicht nehmen, die Präsentation der neuen G 6000 Eco Flax-Geschirrspüler mitzugestalten.

D

ann, 1960, wurde der erste vollautomatische Geschirrspüler mit Frontbestückung und rotierenden Sprüharmen sowohl zum Massenphänomen als auch zu einem Symbol des Warenwirtschaftswunders“, erläutert Dr. Markus Miele die Entwicklung der Produktgruppe Geschirrspüler. Eine Entwicklung die das Familienunternehmen dazu bewog, sich von der Produktion von Zweirädern zu trennen, um sich am Fertigungsstandort Bielefeld fortan auf die Herstellung der Geschirrspülmaschinen zu konzentrieren. Die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Produktgruppe hat sich bezahlt gemacht: So tragen die innovativen Geschirrspüler des Unternehmens erheblich zu der Umsatzentwicklung von immerhin 3,5 Milliarden Euro bei Miele bei. Produziert werden die smarten Alltagshelfer in den Werken Bielefeld, 500 000 Geräte und Uničov, Tschechien, 200 000 Geräte. Und auch dem laufenden Geschäftsjahr sieht Dr. Markus Miele optimistisch entgegen. Das habe sich nämlich bereits ganz ordentlich angelassen. Der neue G 6000 EcoFlex-Geschirrspüler wird hier wieder zu einer weiteren positiven Umsatzentwicklung von Miele beitragen. Die Fertigungslinie der Miele-Geschirrspüler ist flexibel genug aufgebaut, um das Gerät in den Fertigungsprozess von in Summe 60 Varianten, aus denen in der Montage rund 500 Typen werden, eingebunden zu werden. Alle Modelle basieren auf fünf Bottichen, die sich nach Breite – 45, 55 oder 60 Zentimeter – und in der Höhe – Küchenunterbau – unterscheiden. Wie generell bei Miele, orientiert sich auch der neue G 6000 Eco Flex-Geschirrspüler an den Wünschen der Endverbraucher. Ein Beispiel dafür ist z.B. das QuickPowerWash-Programm: Das neue Programm reinigt und trocknet Geschirr und Besteck in nur 58 Minuten. Dass dies ohne Abstriche bei der Sauberkeit geschieht, also der hierfür bestmögliche Standard „Reinigungsleistung A“ erreicht wird, hat der TÜV Rheinland bestätigt. Unterstützt wird das Reinigungsergebnis unter anderem durch die neu entwickelten „UltraTabs Multi“, die speziell auf die Geschirrspüler G 6000 EcoFlex und das Programm QuickPowerWash abgestimmt wurden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Mehrkomponenten-Tabs lösen sich diese innerhalb von zwei bis drei Minuten vollständig auf und erzielen selbst bei kurzer Laufzeit sehr gute Reinigungs- und Trocknungsergebnisse. NOCH ENERGIEEFFIZIENTER DURCH WÄRMESPEICHER Wie Alexander Adam, Leiter Produktmanagement Spülen bei Miele, erläutert, liegt der größte Stromverbrauch bei Geschirrspülern beim Aufheizen des Wassers“. Also haben die MieleIngenieure das Problem bei den Wurzeln gepackt und einen Wärmetauscher entwickelt, der in der Seitenwand der neuen Top-Geräte untergebracht ist und auf zwei getrennten Wasserkreisläufen basisert. Nach dem Spülgang fließt das gebrauchte, noch warme Wasser in einem Schlauch durch einen Tank mit frischem Wasser und gibt diesem dabei Restwärme ab, bevor es letztendlich im Abfluss verschwindet. Demzufolge muss das Wasser des nächsten Spülgangs deutlich weniger stark erwärmt werden. „Das verbessert die Energieeffizienz A+++ um 20 Prozent. Auf das ganze Jahr bezogen und bei durchschnittlicher Nutzung bedeutet das pro Haushalt und Jahr eine Ersparnis von etwa 50 Kilowattstunden.“ Übrigens ist auch bei den EcoFlex-Geschirrspülern der Anschluss an Warmwasser weiterhin möglich.

PRODUZIERT werden die smarten Alltagshelfer in den Werken Bielefeld und Unicov, Tschechien. küche + architektur | 57


TECHNIK + KOMFORT | Geschirrspüler

DIE NEUEN, höhenverstellbaren FlexCare-Gläserhalter aus glasfaserverstärktem, genopptem Kunststoff im Unterkorb bieten kleineren Teilen eine sichere Position auf der Oberseite. Silikonpolster in den Auflageöffnungen geben Weingläsern stabilen und gepolsterten Halt. Die neuen gelben „FlexAssist-Markierungen“ kennzeichnen alle beweglichen Elemente und die herausklappbaren Auflagen durch zusätzliche

Fotos: Miele

Symbole wie eine Tasse oder ein Weinglas.

MITHILFE der kostenlos erhältlichen App Miele@mobile lassen sich die Geräte per Smartphone oder Tablet mobil kontrollieren und steuern.

EIN WEITERES PLUS AN KOMFORT UND FLEXIBILITÄT Spätestens seit Einführung der patentierten variablen 3D-Besteckschublade setzen Miele-Geschirrspüler bei der Beladungsflexibilität die Maßstäbe, ergänzt durch verstellbare Elemente wie klappbare Spikes im Ober- und Unterkorb. Damit lassen sich ganz nach den individuellen Bedürfnissen der Nutzer auch langstielige Rotweingläser, große Platten oder sperrige Töpfe und Schüsseln bequem und sicher unterbringen. Die G 6000 EcoFlex-Geschirrspüler toppen diese Anpassungsfähigkeit noch einmal. Zu verdanken ist dies zum einen der neuen 3D-Besteckschublade, die über zwei klappbare Spikereihen im Mittelteil verfügt. Dieser lässt sich, wie bisher, bei Bedarf absenken, etwa um Platz für eine große Suppenkelle zu schaffen. Die neuen Spikes bieten langen und schmalen Teilen wie Kochmessern, Salatbesteck oder Servierlöffeln einen sicheren Halt, so dass diese gründlich von allen Seiten gereinigt und getrocknet werden können. Im Unterkorb befinden sich die neuen, höhenverstellbaren FlexCare-Gläserhalter. Sie bestehen aus glasfaserverstärktem, genopptem Kunststoff und bieten kleineren Teilen eine sichere Position auf der Oberseite. Für stabilen und gepolsterten Halt von langstieligen Weingläsern sorgt das neue Silikonpolster in den Auflageöffnungen. Zudem sind in den neuen Geräten alle beweglichen Elemente, die herausgenommen oder zur Seite geklappt werden können, durch gelbe Markierungen erkennbar. Diese „FlexAssist-Markierungen“ unterstützen die Kennzeichnung von herausklappbaren Auflagen durch zusätzliche Symbole wie eine Tasse oder ein Weinglas. MOBIL STEUERBAR Ausgewählte Modelle der Geschirrspüler G 6000 EcoFlex verbinden sich, wenn gewünscht, direkt über den heimischen WLAN-Router mit dem Internet, ohne dass hierfür zusätzliche Module erforderlich wären. Mithilfe der kostenlos erhältlichen App Miele@mobile lassen sich die Geräte per Smartphone oder Tablet mobil kontrollieren und steuern. Das beinhaltet neben Statusanzeige, Programmauswahl und Programmstart auch die neue Funktion ShopConn@ct: Ist diese aktiviert, wird automatisch eine Nachricht auf ein mobiles Endgerät geschickt, sobald Tabs, Klarspüler oder Regeneriersalz zur Neige gehen. Mit nur wenigen Klicks ist die komfortable Nachbestellung über den Shop direkt aus der App möglich. Diese Funktion ist in der Branche einmalig. Sie wird zum Vermarktungsstart der Geräte in Deutschland angeboten. Weitere Länder sollen www.miele.de später folgen.

58 | küche + architektur


www.kesseboehmer.de

DISPENSA junior III: ERFOLGREICH IN DRITTER GENERATION.

Unsere kostenlose Broschüre „Clever Planen“ gibt auf 100 Seiten Tipps für die Schrankinnenausstattung. Bestellen Sie gratis unter: www.besserhaushalten.de/clever-planen


INTERNATIONAL FAIRS | küchenwohntrends

Küchenwohntrends 2016 Konzepte und Informationen für heute und morgen

Über 160 Aussteller präsentierten sich auf der diesjährigen Küchenwohntrends premium in München. In diesem Jahr von Sonntag bis Montag nutzten insgesamt 3020 Besucher die Informations- und Kommunikationsplattform, um sich Neuheiten anzuschauen oder um sich mit ihren Lieferantenpartnern auszutauschen. Das waren im übrigen 15% mehr als im Vergleichsjahr 2014. Angereichert um spannende Podiumevents und Sonderthemen wie „Lebensraum“ und „Smart Home“ wurde die Veranstaltung einmal mehr ihrem Anspruch als Ideengeber und Trendsetter gerecht.

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uf besonders großes Besucher-Interesse stieß das ambitionierte Projekt Lebensraum, an dem knapp 60 Aussteller teilnahmen. Der Lebensraum ist heute Planungsgrundlage der meisten Wohnarchitekturen. Handelsunternehmen oder Objekteinrichter fokussieren nicht mehr je ein „Zimmer“ für Küche, Essen, Lounge und Wohnen. Denn moderne Kunden wollen längst mehr: am liebsten alles aus einer Hand in einem großen Lebensraum. Die Küchenwohntrends 2016 griff dieses Thema auf und stellte auf wenigen Quadratmetern realitätsnah dar, wie Küchen-, Ess- und Wohnbereich ineinander verschmelzen. Die Inszenierungen, bestehend aus Küchen-, Ess- und Wohnmobiliar, zusammen mit Teppich, Licht und Dekoration regte viele Fachbesucher an, sich mit der wohnraumübergreifenden Darstellung ihres Showrooms zu befassen. Vor allem aber die rund 316 ausgesuchten Endverbraucher, die das Event besuchten, ließen sich von dem offen Wohnkonzept inspirieren. Um sie für einen Besuch der Ausstellung zu gewinnen, scheuten Messebetreiber Michael Rambach und sein Team keine Mühen. So gelang es ihnen, eine weniger quantitative als qualitative Menge an Konsumenten auf der Messe zu begrüßen, die eine Affinität für hochwertige Küchen und hochwertige Einrichtung besitzen. Dass dabei auch ein entsprechendes Medieninteresse entstand, steht außer Frage: Sowohl die Fachpresse als auch mehrere Publikumsmedien, darunter zwei TV-Sender (Bayerisches Fernsehen und ProSiebenSat 1Media) dokumenwww.trendfairs.de · www.kuechenwohntrends.de tierten die Messe.

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küchenwohntrends | INTERNATIONAL FAIRS

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REMPP KÜCHEN zeigte X-Line in einer

Kombination von Weiß mit edlem dunklen Eichefurnier. Die abgeschrägte Frontkante zusammen mit der im Korpus eingelassenen Blende lässt die Küche filigran erscheinen, ohne den komfortablen Nutzen zu schmälern. www.rempp-kuechen.de 2

SCHÜLLER war im „Lebensraum“ der

Küchenwohntrends mit next125 präsent: Sanft schimmert das matt lackierte Glas der NX 902 in dem changierenden Bronzeton, ruhig erstreckt sich das Fugenbild über die gesamte Küche. Kein Griff, keine Mulde, einfach nur Reduktion auf das Wesentliche. Ebenfalls sehr markant sind die Slim-Oberschränke, die trotz ihrer schlanken Optik viel Stauraum auch für großes Geschirr bieten. www.next125.de 3

CONCEPT KITCHEN by naber stellte ihre

modulare Vielfalt in allen Wohnbereichen unter Beweis. www.n-by-naber.com 4

MUTIG in der Präsentation und der Farb-

wahl: Leicht Küchen zeigte seine Planungskompetenz auch für den Übergang in den Wohnbereich beispielhaft. www.leicht.com

VÖLLIG ANDERS auf einer Sonderfläche der küchenwohntrends 2016: Hier ist der Lebensraum in einer aufeinander abgestimmten Gesamtinszenierung zu sehen. In verschiedenen

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ANDREAS KRESS, Zeyko, (r.) und Wolfgang

Gestaltungs- und Geschmacksrichtungen wurden hier einzigartige Lebensräume präsentiert,

Kettnaker stellten ihre individuellen Küchen-

komponiert aus Produkten designaffiner Hersteller, zusammengeführt von einem renom-

und Wohnmöbel in einer gemeinsamen

mierten Designbüro.

Inszenierung von Küche, Esszimmer und Wohnbereich vor. www.zeyko.com www.kettnaker.com 4

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küche + architektur | 61


INTERNATIONAL FAIRS | küchenwohntrends

DIE BLENDFREIE LED-Kochfeldbeleuchtung der Skyline Edge Light

DIE DOWNAIR MISTRAL+ mit zwei getrennten Ansaugöffnungen, die

lässt sich mittels serienmäßiger Lichttemperaturkontrolle auf

sich unabhängig voneinander steuern lassen und über jeweils einen

die gewünschte Lichtfarbe einstellen und bietet so die Option, die

eigenen EC-Lüfter-Motor verfügen. Bei Inbetriebnahme öffnen sich

Beleuchtung der Haube auf die Gesamtbeleuchtung der Küche

die Lüftungsklappen automatisch und schließen sanft, wenn nicht

abzustimmen.

mehr benötigt.

BERBEL

HOMEIER KÜCHENTECHNIK

Effizient, flexibel, designstark

Mit jedem Kochfeld kombinierbar

Ob ein Deckenanschluss mit Glasverkleidung und Moodlight, Sonderfarben, Vollversenkbarkeit in der Decke oder die revolutionäre und zum Patent angemeldete JetStream Technologie, die Skyline Familie lässt keine Wünsche mehr offen und bietet unzählige Möglichkeiten, sich perfekt in das Bild der Küche zu integrieren. Ausgestattet sind alle Modelle natürlich mit dem einzigartigen und patentierten Berbel Prinzip, das das Fett mit Hilfe der Zentrifugalkraft abscheidet, statt es zu filtern. Mit der neuen Skyline Edge Light hat die Skyline-Familie von Berbel nochmals Zuwachs bekommen. Wie ihre beiden Schwestermodelle überzeugt auch dieser Deckenlüfter durch ansprechendes Design und eine ausgefeilte Technik. Auch im Ruhezustand sorgt ihre Effektbeleuchtung mit warmweißen LEDs für ein stimmungsvolles Lichtambiente in der Küche. Die blendfreie LED-Kochfeldbeleuchtung lässt sich mittels serienmäßiger Lichttemperaturkontrolle auf die gewünschte Lichtfarbe einstellen und bietet so die Option, die Beleuchtung der Haube auf die Gesamtbeleuchtung der Küche abzustimmen. Für ein harmonisches Raumambiente sorgt zudem die optionale mit Glas veredelte Deckenplatte mit Moodlight. Verfügbar ist die neue Skyline Edge Light in den Breiten 95 cm und 115 cm. Technisch neu und einzigartig ist, dass die Deckenlifthaube nun in Kombination mit der neuen und zum Patent angemeldeten Berbel JetStream Technologie mit EcoSwitch Funktion erhältlich ist. EcoSwitch verbindet die Vorteile von Umluft und Abluftbetrieb. Dank der revolutionären JetStream Technologie werden Feuchtigkeit und der bei intensivem Anbraten entstehende Rauch ganz ohne störende Rohre mit verdoppelter Saugleistung über den Deckenschacht nach außen transportiert. Und smart steuern lässt sich die Haube dank www.berbel.de berbeleigener RemoteApp obendrein.

Die Downair Modelle der Homeier Küchentechnik GmbH können mit jedem gewünschten Kochfeld kombiniert werden, frei und herstellerunabhängig. Sowohl Downair Mistral als auch Mistral+ verfügen über zwei getrennte Ansaugöffnungen, die seitlich neben dem Kochfeld platziert sind. Bei der Mistral+ lassen sich die beiden Lüftungsklappen getrennt voneinander steuern und sind mit jeweils einem EC-Lüfter-Motor ausgestattet. Das sorgt für maximale Leistung mit einer Querströmung von bis zu 8 m/s. Jede Ansaugöffnung kann unabhängig voneinander in Betrieb gesetzt werden. Egal ob auf einer, zwei oder auf vier oder mehr Kochfeldern gekocht wird, die Mistral+ passt sich optimal dem individuellen Kochverhalten an und sorgt für maximale Leistung in jeder Situation. Dabei wird das Kochfeld nicht unterbrochen und es kann ohne störende Übergänge vollständig genutzt werden. Die Steuerung der Downair Mistral+ erfolgt über zwei intuitive Bedienfelder aus Echtglas. Diese reagieren sogar auf nasse Finger. Bei Inbetriebnahme des Dunstabzuges öffnen sich die Lüftungsklappen automatisch und schließen sanft, wenn die Haube nicht mehr benötigt wird. Von einem Dunstabzug sind lediglich noch die beiden seitlichen Lüftungsklappen aus antimagnetischem, rostfreien Edelstahl zu sehen, die sich dezent in das Bild der Küche einfügen. Ideal für Panorama-Kochfelder ist die Downair Mistral SLIM. Direkt hinter dem Kochfeld platziert, fügt sie sich wie ein dezentes silbernes Band in die Arbeitsplatte ein. Sie verfügt über zwei Ansaugöffnungen, deren Edelstahl-Klappen sich bereits bei leichter Berührung öffnen und damit die Saugkraft starten. Die Klappen können getrennt voneinander geöffnet werden und passen sich so optimal an das Kochverhalten an. Dank des minimal benötigten Einbauraumes bleibt im Unterschrank noch viel Platz für bis zu drei Auszüge.

62 | küche + architektur

www.homeier.de


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MIT ARCHITECTURA 50 und Architectura 60 präsentiert Villeroy & Boch

„UNSER SORTIMENT ist derzeit vielseitiger aufgestellt als je zuvor“,

zwei neue Keramikspülen, die mit ihrer harmonischen Linienführung

freut sich Michael Flormann (l.), Vertriebsleiter Küche von Villeroy &

individuelle Gestaltungslösungen für den Spülbereich in der modernen

Boch, hier mit Andreas Schmidt, Sachsenküchen.

Küche ermöglichen.

VILLEROY & BOCH

Keramikspülen mit Persönlichkeit „Unser Sortiment ist derzeit vielseitiger aufgestellt als je zuvor“, freut sich Michael Flormann in seiner Funktion als Vertriebsleiter Küche bei Villeroy & Boch. Mit Architectura 50 und Architectura 60 präsentiert Villeroy & Boch zwei neue Keramikspülen, die mit ihrer harmonischen Linienführung individuelle Gestaltungslösungen für den Spülbereich in der modernen Küche ermöglichen. Mit stimmigen Beckenradien und einer schlichten Abtropffläche, die mit bewährten Ablaufrillen versehen ist, bieten die Keramikspülen hohe Funktionalität. Beide Spülen – passend für 50er bzw. 60er Unterschränke – ermöglichen mit ihren großen Becken ein bequemes und komfortables Arbeiten. Die Architectura-Spülen sind für den aufliegenden Einbau angelegt und wahlweise mit Hand- oder Excenterbetätigung erhältlich. Außerdem sind die Spülen reversibel, wodurch der Einbau mit dem Becken auf der linken oder der rechten Seite möglich ist. Für eine auf das Kücheninterieur abgestimmte Farbgestaltung stehen die insgesamt elf ausdrucksvollen Farben Weiß Alpin, Fossil, Sand, Ivory, Crema, Graphit, Edelweiß, Chromit, Timber, Ebony und Snow White zur Wahl, die alle serienmäßig mit der pflegefreundlichen, schmutzabwei-

senden Oberflächenveredelung CeramicPlus ausgestattet sind. Ergänzt um einen praktischen Rollrost aus Edelstahl und ein Set mit Universalschneidbrett aus massiver, geölter Buche und Drahtkorb aus Edelstahl wird jede der Spülen zu einem funktionalen Designstück. Dabei darf natürlich eine hochwertige Armatur nicht fehlen. Ob in Edelstahl, Chrom oder in einer aktuellen Farbe wie dem Bronzeton Aura oder dem neuen Rosegold – die designstarken Küchenarmaturen von Villeroy & Boch sind genau richtig für alle, die auch beim Spülplatz Wert auf das Besondere legen. Mit der neuen Sorano-Familie präsentiert Villeroy & Boch für das Jahr 2016 vier neue Armaturen, die den angesagten InteriorTrend „Masculine Design“ eindrucksvoll interpretieren. Geradlinig, authentisch, modern ist die neue Armaturenserie wie gemacht für Küchen, die selbstbewusst sachlich- puristisch eingerichtet sind. Mit einem Korpus aus massivem Edelstahl, der bei der Version Sorano Sky mit zusätzlicher Höhe beeindruckt, ist Sorano ein klares Stil-Statement zu markantem Design. Als funktional erweist sich die integrierte, herausziehbare Schlauchbrause.Alle Modelle sind zudem mit schwenkbarem Perlator www.villeroy-boch.de/produkte/kueche ausgestattet.

DIE ARMATURENSERIE UMBRELLA wird um einen neuen, edlen Farbton erweitert: das glänzende Rosegold. Der sanft rosé schimmernde Metallton, der in aktuellen Wohnwelten ohnwelten zurzeit sehr beliebt ist, harmoniert besonders mit der weichen Formensprache von Umbrella, mbrella, deren schlanker, hoch aufgebogener Auslauf uslauf an den Stockgriff eines Regenschirms erinnert. Bei der Version Umbrella mbrella Flex ist die Schlauchbrause unsichtbar darin verborgen. küche + architektur | 63


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DAS INNOVATIVE FAMILIENUNTERNEHMEN Rempp Küchen präsen-

MATTHIAS REMPP (l.), geschäftsführender Gesellschafter Rempp

tierte eine Kombination aus Weiß und edlem dunklen Holz und zeigte

Küchen, und Vertriebsleiter Mark Raiser (r.) konnten sich über das rege

mit seiner Innovation zeroSock erstmals „tiefergelegte“ Schränke.

Interesse an ihrer Präsentation freuen.

REMPP KÜCHEN

Tiefergelegte Schränke für ein Mehr an Küche Auf der Küchentrends in München präsentierte das innovative Familienunternehmen eine Kombination aus edlem dunklen Holz mit weiß lackierten Fronten. Während das Weiß dem Raum Frische und Offenheit verleiht, steh der warme Farbton des Trendfurniers Eiche für Wärme und Gemütlichkeit. Mit seiner neuen Produktlinie X-Line wagt Rempp Küchen Neues in der grifflosen Küchenplanung.Die abgeschrägte Frontkante in Kombination mit einer im Korpus eingelassenen Blende lässt die Küche filigran und edel

erscheinen und ermöglicht dennoch einen komfortablen Nutzen. Durch die umfangreiche Auswahl an Oberflächen und Farben bietet sich dem Kunden eine fast unbegrenzte Gestaltung und trägt dem Anspruch auf Design in höchstem Maß Rechnung. Mit zeroSock geht man noch einen Schritt weiter und präsentiert Schränke ohne Sockel, quasi tiefergelegt. Mehr Stauraum, mehr Nutzen und mehr Gestaltung bestätigen den hohen Anspruch an www.rempp-kuechen.de Verarbeitung und Qualität.

ABHOLEN konnte man sich am NaberABH

NABER

Stand übrigens auch die „„Newcomer-

Vom Leben inspiriert

Broschüre 2016“. Inspirierend thematisiert werden energieeffiziente, trendige, einleuchtende und praktische Lösungen.

Wer den einladend offenen Stand von Naber auf der Küchenwohntrends 2016 besuchte, konnte sich erneut von der Innovations-kraft des Nordhorner Familienunternehmens Naber überzeugen. Zu den Highligths der Präsentation gehörten natürlich wieder Produkte aus den Bereichen Ablufttechnik, Beleuchtung, Spülen und Armaturen und last but not least auch die Naber-Eigenentwicklung Concept Kitchen. Die Prüfung, ob ein Produkt auch generationenübergreifend funktioniert, hat die Concept Kitchen üb-

PDF-Download unter: www.naber.de/infomaterial/

rigens mit dem Prädikat „expert favorite 2016“ bestanden und konnte damit die ohnehin schon beeindruckende Zahl von Designpreisen weiter steigern. Auf dem Podium der renommierten Münchener Designwoche MCBW holten sich insgesamt 33 Favoriten eine der begehrtesten und aussagekräftigsten Auszeichnungen für Gestaltung und Funktion. Universal Design engagiert sich als international organisierter Brückenbauer zwischen Design und Wirtschaft und fördert ein neues Verständnis für Strömungen, die Impulse zum Umdenken und Handeln liefern. Bei diesen Auszeichnungen ist es nur selbstverständlich, dass die Concept Kitchen auch innerhalb des Messekonzepts Lebensräume an dem inspirierenden Bühnenbild mitwirkte. www.naber.de

JÜRGEN HEILEN, Marketingleiter Naber, präsentierte Concept Kitchen im Mittelpunkt des Geschehens. 64 | küche + architektur


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DAS INDUKTIONSKOCHFELD mit integriertem Genius Sensor, das eine

„DEN TREND, dass Wohnräume ihre ursprünglich festgelegte Funktion

Temperatureinstellung in Fünf-Grad-Schritten erlaubt, wird es ab April

verlieren und sich öffnen, empfinden wir als eine spannende Entwicklung,

neben klassisch Schwarz auch in der Trendfarbe Achatgrau geben.

die gerade im Bereich der Kücheneinrichtung sprichwörtlich Raum für Innovationen bietet“ erklärt Panasonic Vertriebsleiter Ulf Triebener.

PANASONIC

Symbiose aus Technik und Design Für Panasonic lautet die Devise: von der Theorie in die Praxis. „Die technische Raffinesse unserer Geräte muss man anfassen, ausprobieren und erleben. Diese Möglichkeit gaben wir auf der Küchenwohntrends allen Messebesuchern“, so Panasonic-Vertriebsleiter Ulf Triebener. In München präsentierte sich das Unternehmen im LebensraumBereich zusammen mit Beckermann Küchen und fügte sich so harmonisch in das diesjährige Messemotto „Lebensräume – frei von Wänden, frei von Grenzen“. Auch wo Küche, Ess- und Wohnbereich miteinander verschmelzen lassen sich die innovativen Geräte von Panasonic beispielhaft integrieren. So avancierte das innovative Induktionskochfeld mit integriertem Genius Sensor, das eine Temperatureinstellung in Fünf-Grad-Schritten und so mehr Präzision beim Kochen ermöglicht, zu einem der Hightlights der Präsentation.

„Den Trend, dass Wohnräume ihre ursprünglich festgelegte Funktion verlieren und sich öffnen, empfinden wir als eine spannende Entwicklung, die gerade im Bereich der Kücheneinrichtung sprichwörtlich Raum für Innovationen bietet“ erklärt Ulf Triebener. Die Optik der Geräte wird besonders durch die japanische Herkunft des Technologieunternehmens geprägt. Mit einem puristischen, dezenten Design wird bewusst auf klare Linien und die Harmonie aus Raum und Technik geachtet. Um dem Verbraucher noch mehr Möglichkeiten zu Individualität und Gestaltungsfreiheit zu geben, wird das Induktionskochfeld ab April neben klassisch Schwarz auch in der Trendfarbe Achatgrau erhältlich sein. Überzeugend zeigten sich im Übrigen neben den technischen Finessen des Genius Sensors auch die des 3-in-1-Kompaktbackwww.panasonic.de ofens.

STRASSER …

… setzt auf Exklusivität – Naturstein-Verarbeiter mit eigenem Stein-Scout Durch die Gründung einer eigenen Vertriebsniederlassung in Kösching bei Ingolstadt gab es für Strasser Steine auf der Küchenwohntrends München erstmals „Heimvorteil“. Die Betriebsstilllegung des deutschen Natursteinproduzenten Juma hatte Strasser Steine im vergangenen Herbst genutzt, sich noch stärker am deutschen Markt zu engagieren. Ein eigenes Vertriebsteam betreut seither von Kösching aus alle namhaften deutschen Kücheneinrichter. Mit dem sich sehr erfolgreich entwickelnden Engagement in der Schweiz, den ersten Lieferungen nach Tschechien und natürlich der deutschen Vertriebsgesellschaft, wird Strasser 2016 seine Exportaktivitäten weiter ausbauen. Auf der Küchenwohntrends setzte Strasser mit dem Stein „OliveGarden“, den das Entwicklungsteam des Unternehmens in Brasilien entdeckt hat, neue Akzente. Der sanft schimmernde, dunkle Stein mit einem Hauch von Oliv wird von Strasser exklusiv angeboten.

OB POLIERT ODER IN LEATHER LOOK, „Olive Garden“ schmeichelt als Arbeitsoberfläche allen Hölzern und Lackfronten.

www.strasser-steine.at

küche + architektur | 65


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CHRISTIAN HARTMANNSGRUBER, Geschäftsführer Tielsa (r.), und

KEVIN GÖBEL, Leitung Innendienst bei Systemceram, ist stolz auf

Technikspezialist Alexander Post überzeugten mit den komfortab-

die Spülen aus Keramik in Laborqualität. www.systemceram.de

len und sicherheitstiftenden Möglichkeiten von tielsa:connect und den, dank Linak Antrieb, höhenmobilen Komponenten. www.tielsa.de

VOGT

Viele Details schaffen ein Ganzes Der Zubehörspezialist Vogt war mit der Resonanz auf seine auf der Küchenwohntrends in München präsentierten Produkte gut zufrieden, bestätigen Mathias Meloh und Vertriebsleiter Michel Süsens gut gelaunt. Besonderen Anklang fanden das vielfältige LEDLeuchten-Angebot, über dessen Vielseitigkeit und Funktionalität man sich live informieren konnte. Aber auch die aktuellen Armaturen- und marktgerechten Dunstabzugshauben-Modelle stießen auf hohes Interesse. Als Leuchten-Spezialist seit vielen Jahren im Markt positioniert, weiß das Vogt-Team um die neuesten Entwicklungen aus der Beleuchtungsindustrie. So überzeugt die LED-Leuchte Samba als einer der Repräsentanten des TopLineVOGT®-Programms nicht nur mit ihrem weißem Gehäuse, integriertem Dimmer und 4 Watt Leistung je Leuchte, sondern auch aufgrund ihres interessanten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Als energieeffizientes Sparmodell punktet der Einhebelmischer Ameno „cold start“. Lieferbar ist die Armatur gleich in drei Ausfüh-

MICHAEL SÜSENS, Leiter Vertrieb, und Mathias Meloh, Geschäftsführer Horst Vogt (r.), legten den Schwerpunkt auf die Lichttechnik bei der Präsentation ihres Zuliefersortiments.

66 | küche + architektur

rungen: Mit schwenkbarem Auslauf, mit herausziehbarer Handbrause und die mit einem Griff herausnehmbare und umlegbare Ameno Bajonett für die Unterfenster-Montage. Die Armatur ist in allen Modellvarianten in verchromt oder Edelstahl-Finish lieferbar. Die Kaltstartfunktion fungiert umwelt- und ressourcenschonend, indem vorrangig nur kaltes Wasser passiert. Dies spart Energie und damit Kosten. Denn erst wenn der Hebel bewusst auf der Warmwasserposition steht, wird heißes Wasser entnommen. Erstmals im Herbst 2015 in Löhne präsentiert, hat der Dunstabzugshauben-Kollektionswechsel schon jetzt viele begeisterte Fachhandelspartner erreicht. In Aktion zeigte sich dabei in München die Dunstabzugshaube Luna mit der Integra-Funktion, also schaltbar über das Kochfeld. Um sich über die weiteren Ergänzungen des praktischen Zubehörprogramms zu informieren, steht den Handelspartnern des Unternehmens natürlich auch der neue Vogt-Katalog zur Verfügung, der um einen neuen Nachheftsatz mit attraktiven wie funktionalen Neuheiten ergänzt wurde. Enthalten sind die Markenarmaturen der Serie Ceraplan von Ideal Standard, LED-Leuchten dimmbar und mit Farbtemperatursteuerung sowie abdeck- bzw. abschließbare Steckdosenelemente zum Einbau im Möbel oder Arbeitsplatte. Ein bisher einzigartiges Thema ist die großflächige, flache LED Panelleuchte Lido als Alternative zu beleuchteten Glas-Hängeschrankwww.vogtwelt.de böden.


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MITTEN IM GESCHEHEN:

WILHELM BAUMER (l.) und das Braten mit Temp-

SILVERLINE Geschäftsführer Salih Acar:

Nicky Hurrle, Vertriebs- und

Control von Miele: Hier ermitteln Sensoren die

Hier präsentiert er die kompakte Einheit

Marketingleiter bei Novy,

Materialbeschaffenheit und die Temperatur des

„Flow-in“, die Antwort von Silverline

führte die Funktionalität der

Kochgeschirrs. Die Leistung wird dann automatisch

auf den Trend zur Kochfeldabsaugung:

neuen Novy-Haube „Mood“

so reguliert, dass das Bratgut einer gleichbleiben-

Induktions-Kochfeld mit Kochfeldabzug

vor. www.novy-dunsthauben.de

den Temperatur ausgesetzt ist, Das funktioniert

in einem Gerät. Der Einbau ist in Stan-

unabhängig davon, ob die Zubereitung mit oder

dardkorpus ab einer Tiefe von 560 mm

ohne Deckel erfolgt. www.miele.de

möglich. www.silverline24.de

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GENUSSVOLL VORBEREITEN!

Die Spülen von Franke meistern jede Situation mit Eleganz und bringen in zehn Trendfarben Abwechslung ins Spiel. Dabei sind sie robust wie ein Fels in der Brandung: Gefertigt aus patentierter SchlagfestSpezialkeramik oder aus Fragranit+ in Steinoptik sind sie besonders hart im Nehmen und sehen dabei extrem gut aus, auch noch nach vielen Jahren. Make it wonderful at Franke.de

küche + architektur | 67


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SMART VISION

Glas mit Mehrwert Der Smart Vision Geschäftsbereich der Tiron Service GmbH, Salzkotten, zog mit seinen klassisch eleganten LCD-Displays hinter Glas mit Multitouch Bedienung die Besucher in München an. Ob der innovative 31,5“ LCD-Couchtisch, eine außergewöhnliche Garderobe, das Wandpanel, Glas-Nischenrückwände oder GlasSchranktüren (im Bild) immer sorgt die patentierte LCD-Displayintegration dafür, Internettechnologien, Unterhaltungselektronik oder Präsentationsmedien mit Möbeln und Architektur zu verschmelzen. Fernsehen in HD Qualität in Kombination mit Internet und Apps individuell nachrüstbar werden je nach Anwendung per Touch- oder Fernbedienung oder Maus und Tastatur gesteuert. www.tiron.de · smartvision.lumitron.de

SACHSENKÜCHEN

Zielgruppen kennen und erreichen

68 | küche + architektur

ANDREAS SCHMIDT, Vertriebs- und Marketingleiter bei Sachsenküchen: „Im Herbst 2016 wird Sachsenküchen seine Neuheiten wieder im MAZ in Löhne präsentieren.“ BEISPIEL FÜR DAS LEBENSSTIL-KONZEPT: Die Küche der „Berufspraktikanten“: Melanie (24) und Thorsten (26) wohnen in einer kleinen Wohnung mit offener Wohnküche. Der Kochtisch ist gleichzeitig auch Esstisch und Platz zum Feiern. Der Fernseher ist in den Oberschrank integriert, so verpasst Thorsten kein Tor bei der Fußballübertragung.

Foto: Sachsenküchen

Sehr erfolgreich, so Andreas Schmidt, Vertriebs- und Marketingleiter bei Sachsenküchen, etabliere sich das Konzept der „Lifestyle-Szenarien“ seit der Einführung im Herbst 2015 im Handel. Diese Produktpräsentation setzt auf die Darstellung realitätsnaher und hoch emotionaler Wohnsituationen, basierend auf elf Lebensstilen, die aus einer Studie des Zukunftsinstitutes um Mathias Horx destilliert wurden. Menschen, die einem der Stile folgen, haben ähnliche Wünsche und Bedürfnisse und zeigen ähnliche Verhaltensweisen. Damit unterscheide sich die Betrachtungsweise der Zielgruppen von der klassischen Clusterung nach soziodemographischen Faktoren. Bis 2020 werden ca. 40 Mio. Deutsche einem dieser Lebensstile folgen. Dabei gehe es nicht um die konkrete Auswahl spezifischer Modelle, sondern um eine Art „Schnittmuster“ in Form von Planungs-, Gestaltungsund Dekorationsmustern für die jeweilige Lebensstilgruppe. Der Effekt: Optimierung der Kundenansprache und damit Steigerung der Begehrlichkeit der Kunden durch emotionale Faktoren jenseits der Preisdiskussion. Ausstellungskonzeption und Schulung der Verkäufer spielen dabei eine wichtige Rolle. In München hatte Andreas Schmidt zudem die neue Korpuskonstruktion dabei, die seit 1. Januar 2016 eine dickere, geschraubte Rückwand sowie neue Bodenträger mit einem kaum sichtbaren 3 mm Bohrloch bietet. Die Rückwände der Hängeschränke werden allseitig gefalzt, so bekommt der Schrank von allen Seiten eine perfekte Optik. Ebenso ist seit Januar 2016 ein neuer „Kochtisch“ erhältlich, der sowohl „Kochinsel“ als auch Küchentisch ist. Was den Komfort in der Küche angeht, bietet Sachsenküchen den Lifttisch mit Akku, für eine Platzierung frei im Raum bzw. unabhängig von www.sachsenkuechen.de der Steckdose.


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LUMICA® LED Leuchten GENEA 100

Die Zeit ist reif für Lichtblicke!

SYSTEMCERAM

Spülen mit System Kundenwünsche, aktuelle Design- und Farbtrends und die Bedürfnisse des Marktes sind die Koordinaten, an denen Systemceram sein Programm für Spülen und Armaturen ausrichtet. So passt die neue, reversible Spüle Siro 100 trotz ihres um 10 cm in der Breite vergrößerten Spülbeckens in einen 60 cm breiten Unterschrank. Die besonders ruhige, großzügige Spülenoptik der Siro-Serie wird durch die große, nur leicht geneigte, glatte Abtropffläche und abgeschrägte Randgestaltung bestimmt. Die seitliche Position der Armatur erweist sich als eine optisch und funktionell gelungene Idee – auch für den Spüleneinbau vor einem Fenster. Mit ihrem Außenmaß von 100 mal 51 cm ist auch das multifunktionelle Spül- und Vorbereitungszentrum Genea 100 für einen 60er-Unterschrank zugeschnitten. Ihr zurückhaltendmodernes Design überzeugt die Juroren verschiedener internationaler Designpreise, wurde die Genea 100 doch mit dem „red dot“, dem „German Design Award“ und dem „Plus X Award“ ausgezeichnet. Ihre Multifunktionalität wird durch in beide Becken passgenau einzusetzende 1/3 oder 2/3 StandardGastronomiebehälter aus Edelstahl erreicht, wie sie beispielsweise im Dampfgarer verwendet werden. Damit kann der Arbeitsablauf beim Kochen besser organisiert werden und der Nutzer hat vielfältige Möglichkeiten, sich rund um Spüle und Dampfgarer sein ganz individuelles und variables Vorbereiwww.systemceram.de tungszentrum zu gestalten.

Menta LED Unterbodenleuchte Formal schlichtes Slimline-Design macht sie zu etwas Besonderem. Im nur sechs Millimeter hohen Alu-Korpus mit elegantem Edelstahlfinish verbergen sich Touch-Technik und Dimmer mit Memoryfunktion. Flächiges Licht mit hoher Leuchtkraft in puristischer Form präsentiert sich in allen Set-Kombinationen stilprägend.

SIRO 100

Naber GmbH www.naber.com küche + architektur | 69


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DIE MARIS-PRODUKTLINIE in ihrer Vielfalt bietet flexible Lösungen für

FRANKE

kleine und große Küchen aus einer Hand.

Kochgenuss in Serie In München präsentierte Franke erstmals die Maris Produktlinie als Serienlösung – allen voran die neuen Maris Induktionskochfelder sowie passende Spülen und Dunstabzugshauben. Außerdem feierte die elektronische Weiterentwicklung der Designarmatur KWC ZOE touch light PRO ihr Messedebüt. Die neuen Maris Induktionskochfeldern komplettieren das Sortiment der Spülen und Dunstabzugshauben aus der erfolgreichen Maris Reihe zu einer starken Produktlinie. Die drei neuen Induktionskochfelder kommen in 60, 80 und 90 cm Breite mit bis zu 5 flexiblen Kochzonen mit 9 Leistungsstufen plus Booster. Die manuelle Steuerung erfolgt schnell und exakt über ein Touch-Control Display auf der pflegeleichten schwarzen oder weißen Glas-

oberfläche. Darauf abgestimmt die leistungsstarken Maris Dunstabzugshauben als Wand-, Insel- oder Deckenausführung und die Maris Edelstahl-, Keramik- und Fragranit+-Spülen in unterschiedlichen Farben. Sie sind vom kompakten Einzel- bis zum geräumigen XL-Becken, als klassische Einbauvariante, als SlimTop-Lösung oder in flächenbündiger Ausführung erhältlich. Das Markenversprechen „Make It Wonderful“ auch für die Produktlinie Maris bedeutet ein Plus an Komfort und Service, da alle Produkte aus einer Hand erhältlich sind. Diese One Stop Shop Solution vereinfacht natürlich auch die Abwicklung erheblich und bietet dem Handel die Chance, die eigene Marke zu stärken. www.franke.com

LECHNER

myLeStone by Lechner bringt Naturstein ins Spiel Der Renaissance zum Wohnen mit natürlichen Materialien in den letzten Jahren begegnet Lechner mit der aktuellen Natursteinkollektion myLeStone by Lechner. Eine wichtige Verkaufsunterstützung für den Fachhandel sind die Zertifizierungen der Natursteinkollektion durch zwei unabhängige und akkreditierte Institute: Das eco-Institut bestätigt die Umweltfreundlichkeit und gesundheitliche Unbedenklichkeit der Steine, während das TÜV Siegel für die pflegefreundlichen und hygienischen Eigenschaften der myLeStone by Lechner Kollektion steht. Ein akkurates Aufmaß vor Ort ist die Voraussetzung für den perfekten Einbau einer Küchenarbeitsplatte. Zum Festpreis übernimmt das Lechner Team in Deutschland, Österreich und der Schweiz Aufmaß, Lieferung und Montage des kompletten Lieferprogramms. Mit digitalen Messgeräten, die speziell für das professionelle Aufmaß im mobilen Einsatz konzipiert wurden, können die Mitarbeiter des Lechner Aufmaßservices einfach und schnell gerade Flächen oder komplexe Formen in jeder Position ausmessen. Plan und Daten der Arbeitsplatte oder Küchenrückwand werden sofort ins Werk an die Mitarbeiter in der technischen Auftragsbearbeitung gesendet. Sobald die Fertigstellung der Kommission feststeht, vereinbaren die Mitarbeiter vom Kun70 | küche + architektur

denservice in Rothenburg den Liefer- und Montagetermin direkt mit dem Endkunden. Das Lechner Serviceteam garantiert einen fachlich kompetenten Einbau, auf Wunsch auch mit den erforderwww.lechner-ag.de lichen Strom- und Wasseranschlüssen. NATURSTEIN ist ein Geschenk der Natur mit der unvergleichlichen Kraft eines natürlichen Materials, dessen Einzigartigkeit in Millionen von Jahren entstanden ist. Arbeitsplatte und Wange aus Naturstein strukturiert, myLeStoner by Lechner, 034, Black Cosmic


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Haushaltsgeräte 2.0 Bosch Hausgeräte mit Home Connect-Funktion Mit seinem Sortiment an vernetzten Hausgeräten bringt das deutsche Traditionsunternehmen Bosch die Vorteile des digitalen Wandels in die Küche. Der Hersteller bietet inzwischen in allen Produktbereichen Geräte an, welche mittels Home Connect App ganz einfach und intuitiv über Smartphone oder Tablet gesteuert werden können. Jederzeit und von überall aus, ganz bequem auch von unterwegs. So wird es künftig noch einfacher für den Konsumenten, in der Küche zu perfekten Ergebnissen zu gelangen.

Besonders hilfreich ist die Gerätestatusanzeige von Home Connect. Auf einen Blick zeigt die App an, ob das Gerät auch wirklich ausgeschaltet ist. Egal, ob man sich gerade auf dem Weg in den Urlaub befindet oder im Garten entspannt. Backofen und Co. können jederzeit ganz bequem über die App ein- oder ausgeschaltet werden, aber auch Programme und Einstellungen lassen sich verändern. Eines der interessantesten Home Connect-Geräte ist der Kühlschrank mit integrierten Kameras. Über die Home Connect App lässt sich schnell im Supermarkt auf dem Handy nachsehen, welche Zutaten noch für ein perfektes Abendessen fehlen. Sogar eine Benachrichtigungsfunktion gibt es für Bosch Hausgeräte mit Home Connect: Push-Mails zeigen an, wenn der Kuchen fertig gebacken ist, die Kühlschranktür offensteht oder der Klarspüler zur Neige geht. Darüber hinaus bietet die Home Connect App umfangreiche Tipps und Tricks zur optimalen Nutzung der Geräte. Vom

passenden Programm beim Geschirrspülen, der Zubereitung raffinierter internationaler Kaffee-Spezialitäten im Einbau-Kaffeevollautomaten bis hin zu leckeren Rezeptideen für den Backofen. Die Vernetzung der Geräte mit Home Connect erfolgt unkompliziert über WLAN, zusätzliche Hardware ist nicht erforderlich. Die Home Connect App ist gratis für iOs (ab iOS 7) und Android (ab Android 4.1) erhältlich. Informationen zum aktuellen Sortiment an vernetzten Hausgeräten von Bosch stehen unter www.bosch-hc.de zur Verfügung. Bosch hat außerdem vor kurzem eine große Marketingkampagne in den Medien gestartet, um die Vorteile einer Küche mit Home Connect Funktionen optimal darzustellen und für den Konsumenten erlebbar zu machen. Für den Handel wird dabei umfangreiches POS-Material bereitgestellt.


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Neuheiten on the road Mit Samsung zum vernetzten Heim

Unter dem Motto „Simplify Life“ stellte Samsung Electronics im März 2016 auf der diesjährigen Roadshow an fünf Stationen in Berlin, Hamburg, München, Köln und Offenbach Händlern und gewerblichen Endkunden das neue Produktsortiment 2016 vor. Über 4.500 Fachbesucher ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, die zahlreichen Produkte, die in diesem Rahmen Deutschlandpremiere hatten, hautnah zu erleben.

72 | küche + architektur

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uch der Austausch mit Ansprechpartnern aus dem Vertrieb, mit Trainern und Produktmanagern sowie das umfangreiche Trainingsangebot für die Produktbereiche TV/AV, Home Appliances, IT & Mobile Communications, IT Display, Printing Solutions und IT Storage wurde intensiv genutzt. Martin Börner, Deputy President Samsung Electronics, freut sich über die große Resonanz: „Das hohe Interesse an der Samsung Roadshow zeigt uns, dass wir mit unseren smarten Technologien und intelligenten Lösungen weiter gedacht und offenbar den Nerv des Fachpublikums getroffen haben. (…) Mit dem Galaxy S7 und der Gear VR etwa haben wir bei Samsung ein atemberaubendes Virtual Reality Erlebnis geschaffen, das sowohl Smartphone-Kunden als auch ganze Industrien, wie die Automobil- und die Tourismusbranche, begeistert.“ Kai Hillebrandt, Vice President Consumer Electronics, ergänzt: „Mit unseren aktuellen Samsung SUHD TVs mit Quantum Dot-Technologie und neuem smarten Bedienkonzept konnten wir dem Handel zeigen, dass wir bestens auf das Sportjahr 2016 vorbereitet sind. In der Weißen Ware setzen wir mit der Samsung AddWash zum komfortablen Nachlegen von Wäsche während des Waschgangs unsere Serie an Innovationen ungebrochen fort.“ „Innovationen müssen nicht immer digital oder gleich High-Tech sein. Mit einer praktischen Klappe in der Tür verändert Samsung das Waschen auf einfache aber intelligente Art und Weise. Wir denken weiter, damit andere vergessen können“, beschreibt Alexander Zeeh, Head of Home Appliances Samsung Electronics GmbH, die Idee hinter der Waschmaschine Samsung WW8500 AddWash, die erlaubt, vergessene T-Shirts oder empfindliche Kleidungsstücke, die per Hand gewaschen wurden, nachzureichen. Auch mit AddWash orientiert sich Samsung an realen Nutzerbedürfnissen und Alltagssituationen, so Diana Diefenbach, Head of Communications Home Appliances: Einer internen Marktforschungsstudie aus dem Sommer 2015 zufolge wünschen sich rund 90 Prozent der befragten Konsumenten regelmäßig, während des Waschvorgangs Wäsche nachladen oder Weichspüler hinzufügen zu können. Die neuentwickelte Nachladetür erlaubt selbst größere


Fotos: Samsung

Küchen | ARCHITEKTUR + TREND EIN NEUER MITSPIELER im Internet der Dinge und mögliche Smart Home Schaltzentrale: Der neue viertürige „Family Hub“ Kühl-/Gefrierschrank mit 21,5 Zoll großem Full HD LCD Touchscreen, der wie ein Smartphone bedient werden und dank WiFi auch dessen Funktionen übernehmen kann.

DIE BESTEN ZEITPUNKTE zum Hinzugeben von Weichspüler oder für das Nachlegen zusätzlicher Wäsche werden bequem über die Smart Home-App auf dem Tablet oder Smartphone angezeigt.

DIE NEUEN OUTDOOR-DISPLAYS im 24-Zoll-Format (60,96 cm) eignen sich mit der besonders hohen Helligkeit von 1.500 nit speziell für Standorte mit hoher Sonneneinstrahlung. Das OM24-Modell wurde speziell für die Verwendung in Schaufenstern oder im Eingangsbereich konzipiert. Per integriertem WiFi-Modul lassen sich Inhalte ganz einfach von mobilen Endgeräten wie Notebooks, Tablets oder Smartphones auf das Display übertragen.

Teile wie Jeans und Handtücher nachzulegen. Sogar Textilien, die nur gespült oder geschleudert werden dürfen, sowie Weichspüler können nachträglich hinzugefügt werden: Einfach die Start-/Pause-Taste drücken, dann die AddWash-Tür öffnen, Wäsche hinzugeben, Tür schließen, das Programm läuft weiter, ohne zusätzlichen Wasserverbrauch. Liegt die Wassertemperatur über 50 Grad, ist die Klappe nicht zu öffnen. Den besten Zeitpunkt zum Nachladen zusätzlicher Wäschestücke zeigt die Smart Home-App an. Über Smart Control kann neben der Überwachung auch die Steuerung der Waschprogramme und -funktionen von unterwegs per Smartphone oder Tablet erfolgen. Im Haushaltsgerätemarkt in Deutschland, so Diana Diefenbach, wurde die 2014 von Samsung gestartete Premium-Strategie gemeinsam mit dem Handel erfolgreich fortgeführt, was sich 2015 am in allen Bereichen erhöhten Durchschnittspreisindex zeigte. Was Tablets, Smartphones, und Side-by-Side- und Nofrost-Kühlgeräte (letztere mit über 30 % Marktanteil) angeht, ist Samsung Marktführer. Beide Kernkompetenzen verschmelzen in dem auf der Roadshow als Prototyp vorgeführten neuen viertürigen „Family Hub“ Kühl-/Gefrierschrank der alle Samsung eigenen Kühl- und Gefriertechnologien, von Cool Select Zone+ über das dreifache Kühlsystem bis zur Kühlplatte aus Metall, die die Luft länger kühl hält, mitbringt. Zum Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation im Haus wird er durch den in die rechte obere Tür integrierten 21,5 Zoll großen Full HD LCD Touchscreen, der wie ein Smartphone bedient werden und dank WiFi auch dessen Funktionen übernehmen kann. Drei winzige, hochempfindliche Kameras an der Innenseite der linken oberen Tür fotografieren bei jedem Schließen der Tür den Inhalt. Die Fotos lassen sich via Samsung Smart Home app abrufen, um die Vorräte zu checken. Ob Terminkalender, Memos, Photos, vom Smart TV übertragene TV-Sendungen, Musik-Streaming, Rezepte oder Einkaufslisten, die Organisation des Kühlschrankinhalts, Haltbarkeitsdaten: Der mit dem Internet der Dinge vernetzte Kühlschrank wird zur Schaltzentrale im Smart Home, denn von ihm aus lässt sich z. B. auch das Licht im Haus steuern, oder nachsehen, ob die Türen geschlossen sind. www.samsung.com/de In Deutschland wird das Gerät in der 2. Jahreshälfte 2016 erhältlich sein.

DIE WASCHMASCHINEN-NEUHEIT überzeugt auch im Design: Die AddWash WW8500, hier zeigt Diana Diefenbach, Head of Communications Home Appliances, das Modell in inox, lässt sich mit ihrem optimierten, klassisch eleganten und gleichzeitig einmaligen Erscheinungsbild in jedes moderne Wohnambiente einfügen.

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Nach dem mittlerweile traditionell im „Bootshaus“ in Mannheim stattfindenden Branchenabend am Vorabend konnte Geschäftsführer Kirk Mangels am 15. März zur Vereinsmitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) 175 Anmeldungen, und damit in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung, zu Protokoll geben.

Positiv auf der ganzen Linie Vereinsmitgliederversammlung der AMK

A

MK-Vorstandssprecher Dr. Oliver Streit teilte die Veränderungen im Vorstand mit, die durch das Ausscheiden der Vorstandsmitglieder Ralph Bestgen und Stephan Kükenhöhner im Laufe des Vorjahres notwendig wurden. So sind am 1.2.2016 Markus Sander, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing Häcker Küchen, und am 14.3.2016 Frank Jüttner, Leiter der Miele-Vertriebsgesellschaft Deutschland, in den Vorstand kooptiert worden. Zusammen mit ihnen

gehören dem Vorstand jetzt aktuell André Dorner, Julius Blum GmbH, Werner Heilos, MHK Group AG, Andreas Kress, Zeyko Möbelwerke GmbH, und die Vorstandssprecher Roland Hagenbucher, BSH Hausgeräte GmbH, und Dr. Oliver Streit, Nobilia-Werke J. Stickling GmbH, an. 139 Mitglieder zählte der Branchenverband zum Ende 2015 (135 zum Ende 2014), diese Zahl ergibt sich durch zehn Zugänge, darunter die Deutsche Arturo Salice GmbH, Hansgrohe SE, Express Küchen

Küchenmöbelumsatz (Euro) 2014 Januar

313.600.000

Inlandsumsatz (Euro)

2015

2016

2014

318.062.000

+1,42 %

317.201.000

-0,27 %

+1,41 %

406.642.000 +16,55 %

207.414.000

2015 208.326.000

2016 +0,44 %

201.067.000

256.306.000 +12,71 %

Februar

344.053.000

348.911.000

223.245.000

227.402.000

+1,86 %

März

378.207.000

416.262.000 +10,06 %

246.517.000

265.448.000

+7,68 %

1. Quartal 1.035.860.000 1.083.235.000 +4,57 %

677.176.000

701.176.000

+3,54 %

April

364.973.000

386.890.000

+6,01 %

235.324.000

243.022.000

+3,27 %

Mai

376.708.000

364.867.000

-3,14 %

242.653.000

221.888.000

-8,56 %

Juni

371.870.000

431.418.000 +16,01 %

233.317.000

259.176.000 +11,08 %

1. – 2. Quartal 2.149.411.000 2.266.410.000 +5,44 %

1.388.470.000 1.425.262.000

+2,65 %

Juli

378.590.000

334.030.000 -11,77 %

240.113.000

202.636.000 -15,61 %

August

233.367.000

328.825.000 +40,90 %

148.922.000

210.135.000 +41,10 %

September

434.731.000

465.964.000

283.812.000

295.394.000

+4,08 %

2.061.317.000 2.133.427.000

+3,50 %

+7,18 %

1. – 3. Quartal 3.196.099.000 3.395.229.000 +6,23 % Oktober

410.164.000

439.812.000

+7,23 %

266.777.000

283.048.000

November

385.793.000

440.714.000 +14,24 %

253.125.000

281.878.000 +11,36 %

Dezember

282.578.000

307.099.000

179.630.000

198.881.000 +10,72 %

+8,68 %

Gesamtjahr 4.274.634.000 4.582.854.000 +7,21 %

74 | küche + architektur

2.760.849.000 2.897.234.000

+6,10 %

+4,94 %

-3,48 %


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

DR. OLIVER STREIT als AMK-

AMK-VORSTAND ANDREAS

FRANZ BAHLMANN, Sprecher

DIRK BREUNICH, Agentur Donner

Vorstandssprecher: „Gut, dass die

KRESS zeigte am Beispiel der

der Arbeitsgruppe Marketing &

& Doria, stellte den Relaunch der

Branche die Kraft hat zu wach-

AG China, wie u. a. Pressearbeit,

Öffentlichkeitsarbeit richtete sei-

AMK-Website vor, die den Mit-

sen. Auch in einem gesättigten

Standardisierung, Verbandstra-

nen Appell an die Mitglieder, sich

gliedern Merkblätter, Protokolle,

Markt schaffen die Teilnehmer es,

tegien und Messeteilnahme an

am Sponsoring der „PR-Maschine

Terminpläne usw. und der Presse

immer neue Maßstäbe zu setzen.“

der CIKB einen Markt erschließen

Tag der Küche“ am 24.9.2016 zu

Texte und eine Bilddatenbank

können.

beteiligen, um am Erfolg teilzuha-

bereitstellt, für die die Mitglieder

ben und beizutragen.

aufgerufen sind, Daten zu liefern.

Auslandsumsatz (Euro) 2014 106.186.000

2015

2016

109.736.000

+3,34 %

116.134.000

+0,58 %

150.336.000 +23,72 %

120.808.000

121.509.000

131.690.000

150.814.000 +14,52 %

358.684.000

382.059.000

129.649.000

143.868.000 +10,97 %

134.055.000

142.979.000

138.553.000

172.242.000 +24,31 %

760.941.000

841.148.000 +10,54 %

138.477.000

131.394.000

+5,83 %

+6,52 % +6,66 %

-5,11 %

84.445.000

118.690.000 +40,55 %

150.919.000

170.570.000 +13,02 %

1.134.782.000 1.261.802.000 +11,19 % 143.387.000

156.764.000

132.668.000

158.836.000 +19,72 %

+9,33 %

102.948.000

108.218.000

+5,12 %

1.513.785.000 1.685.620.000 +11,35 %

Hinweis: Die hohen prozentualen Veränderungsraten in Juli und August sind zurückzuführen auf die Sommerferien 2015 in NRW. (VdDK)

Quelle: Statistisches Bundesamt, HDH/VDM, VdDK

und Rehau AG, und sechs Abgänge. Die ungebrochene Attraktivität der AMK für die Branchenteilnehmer spiegelt sich in den zum Zeitpunkt der Versammlung bereits sieben Neuzugängen im Jahr 2016. Ob Küchenmöbelhersteller, Hersteller von Elektrogeräten, von Spülen und Armaturen, von Küchenzubehör, Zulieferer der Küchenmöbelindustrie, Organisationen des Küchenhandels oder Dienstleister der Küchenbranche, diese unterschiedlichen Fraktionen in ihrer Vielfalt haben sich unter dem Dach der AMK dem gemeinsamen Ziel verschrieben, durch neutrale Medienarbeit und Marketing für die Einbauküche, durch Standardisierung, durch die Unterstützung und Förderung des Messewesens, national und international mehr und besser ausgestattete Küchen bei optimierten Kosten zu verkaufen. Die AMK-Arbeitsgruppen, in denen rund 150 Experten aus den Mitgliedsunternehmen

arbeiten, spiegeln diese für die gesamte Küchenbranche relevanten Themen und tragen mit zum Erfolg von Herstellern und Handel bei. Durchweg positive Zahlen für 2015 und einen zuversichtlichen Ausblick auf das laufende Jahr referierte AMK-Vorstand Werner Heilos in seinem Überblick über die wirtschaftliche Situation der Branche. Um 7,2 % stieg der Umsatz der Küchenmöbelindustrie insgesamt, im Vergleich zu 2014. Im Inland wuchs der Umsatz um 4,9 %, im Export um 11,3 %. Von der im positiven GfK-Konsumklima dokumentierten guten Konsumlaune im Jahr 2015, so seine Darstellung, profitierten im Inland Ausgaben für den Erlebniskonsum wie auch die Ausgaben für den langfristigen Bedarf: Im Vergleich zu 2014 stiegen die Ausgaben für Renovierungen und Wohnungsbaufertigstellungen in 2015 um 9 %. Die Prognosen gehen hier für die Folgejahre von einer weiteren Zunahme aus. Bezogen auf das GfK-Konsumklima in Europa sei Ende 2015 mit 12,2 Punkten der höchste Wert seit fünf Jahren zu verzeichnen gewesen. Der private Konsum wird weiter der wesentliche Treiber der Volkswirtschaften in Europa sein. Und was die Weltwirtschaft angeht, trägt die Arbeitsmarkterholung in UK und den USA zu deren robusten wirtschaftlichen Entwicklung bei. Trotz der Umorientierung in China auf den Inlandskonsum wird hier weiter auf gute Chancen für den Export gesetzt. Das Fazit des Marktkenners Werner Heilos: Trotz außen- und innenpolitischer Problemstellungen scheinen die Rahmenbedingungen und das wirtschaftliche Umfeld stabil, Made in Germany trägt im In-und Ausland zum Erfolg der Branche bei, mit einem Bestand im Inland von knapp 15 Mio. Küchen, die älter als 15 Jahre sind, und dem Trend bei Neubauten und Renovierungen zu zum Wohnraum hin offenen Küchen, dem Trend zu bewusstem Konsum, der Qualität statt Quantität sucht, und den Trendthemen Ressourcenschonung und Smart Home bei Haushaltsgeräten stehen die Zeichen gut für ein Anhalten der außergewöhnlichen Konjunktur bei Kücheneinrichtungen. Im Folgenden berichteten die Sprecher der Arbeitsgruppen über den Status der laufenden Projekte. Unter anderem wird die Geschäftsstelle der AMK personell um einen Mitarbeiter erweitert, um der zunehmenden Bedeutung der Arbeitsgruppe Technik & Normung gerecht küche + architektur | 75


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

VDDK-GESCHÄFTSFÜHRER DR. LUCAS

ACHIM HANNOTT, VDM,

GERALD BÖSE, Vorsitzender

WERNER SCHOLZ, Geschäftsführer

HEUMANN nannte das Ergebnis der

meldete eine Auflagenent-

der Geschäftsführung der

der Hausgeräte-Fachverbände im

Küchenmöbelindustrie für 2015 und die

wicklung der Berichter-

Kölnmesse, gab einen Rück-

ZVEI, stellte das neue Energielabel in

Perspektive für 2016 „hervorragend“,

stattung über Themen rund

blick auf die LivingKitchen

Aussicht, das ohne Plus-Zeichen aus-

ausgehend von der Auftragseingangs-

um die Küche von 153 Mio.

2015 und warb für 2017: „Wir

kommen wird. Zudem sprach er über

statistik, die sich in dreimonatigem

Exemplaren in 2014 auf 196

sprechen über Inhalte und Zie-

neue Anforderungen, die an Elekt-

Abstand in der Umsatzstatistik nieder-

Mio. Exemplare im LivingKit-

le, nicht über das Format!“ Die

rogeräte und deren Komponenten

schlägt. Positiv vermerkte er den stei-

chen-Jahr 2015.

Messe sei etabliert, im März

gestellt werden könnten, hinsichtlich

genden Durchschnittspreis für Küchen-

lagen über 100 Anmeldungen

der Kennzeichnung von Mindesthalt-

möbel, der 2015 bei 8,2 Punkten höher

aus rund 16 Ländern vor.

barkeitsdauer, Reparaturfähigkeit und

lag, als die Menge mit 7,55 Punkten.

zu werden, deren Arbeitsergebnisse in die nationale und internationale Normung einfließen. Peter Retemeier teilte für diese AG mit, dass 2015 die AMK-Merkblätter 001 „Küchenmöbel: Oberflächentemperaturen“, 004 „Kunststoffbeschichtete Flachpressplatten“, 005 „Feuchte-und Klimabeständigkeit“, 007 „Qualitätsanforderungen an Küchenarbeitsplatten“ überarbeitet wurden und ein neues Merkblatt über Natursteinplatten in der Überarbeitung ist. Zudem befasst sich die Gruppe mit der Überarbeitung aller küchenrelevanten DIN-Normen, der Überarbeitung der EN 1116:2004-09 und EN 14749:2005-11 (AMK-Entwurf ), dem Transfer dieser Normen auf ISO-Ebene und die Begleitung der chinesischen Normenträger bei der Anpassung der ISO-Ebene in nationale Normen. Mit „China forciert, USA blockiert“ fasste Georg Lange, HDH, die aktuelle Situation der internationalen Möbelnormung auf ISO-Ebene zusammen. Seine Darlegungen machten deutlich, welch hochkomplexes, mit handelspolitischen und für eine Exportnation weitreichenden Folgerungen verknüpftes Thema Normierung ist. Da die deutsche Küchenindustrie weltweit mit erheblichem Umsatzanteil exportiert, liegt die Bedeutung des Engagements der AMK in diesem Bereich auf der Hand. Hier gelte es, strategisch vorzugehen, nationale bzw. europäische Experten in ausreichender Anzahl in die ISO-Ausschüsse zu entsenden, sich rechtzeitig um neue Normungsprojekte zu bewerben, mit einer abgestimmten, geschlossenen europäischen Meinung in den ISO-Sitzungen aufzutreten, um europäische Interessen sicherzustellen, trotzdem kompromissbereit zu sein und bei Bedarf zeitnah und entschlossen zu reagieren. Neben Übersetzung und Bereitstellung von AMK-Publikationen in den wichtigsten Sprachen, Internationalisierung der Produkte und Services der AMK, Aufbau eines internationalen Netzwerkes von Verbänden, Interessenvertretungen und Vereinigungen der Küchenbranche und der behutsamen Öffnung der AMK für ausländische Mitgliedsunternehmen zeigte AMK-Vorstand André Dorner die Unterstützung der Exportaktivitäten der AMK-Mitglieder anhand der 76 | küche + architektur

Gewährleistung.

Ergebnisse des im Mai 2015 veranstalteten ersten internationalen Strategietags für Entscheider auf, zu dem sich 90 Teilnehmer in Hannover trafen. Anhand fundierter Analysen der Entwicklung der Exportmärkte und deren Umsatzzahlen über einen gewissen Zeitraum wurden für Kerneuropa, China, Südostasien, Russland, Osteuropa (EU) und Indien gezielte Prognosen gestellt. Themen für die weitere Arbeit sind das gemeinsame Vorgehen, um Protektionismus in Zielmärkten zu verhindern, wie gemeinsam erfolgreiche Messen durchgeführt und evaluiert werden können und die Festlegung gemeinsamer Zielmärkte, zu denen in regelmäßigen Abständen Strategietreffen stattfinden sollen. Die Abfrage unter den Teilnehmern ergab USA/Kanada, Osteuropa (inkl. Russland), China und Indien als Zielmärkte, zu denen Workshops geplant sind. Sie kombinieren allgemeine Markt-und Landesinformationen mit Erfahrungsberichten aus Unternehmen, die in unterschiedlichsten Stadien der Markterschließung bereits Erfahrungen in den Zielländern gesammelt haben. Das Potenzial Chinas als Markt für die Küchenbranche führte AMKVorstand Andreas Kress vor Augen: 17 mal mehr Einwohner verteilen sich in China auf einer Fläche, die 26 mal größer ist als Deutschland. China ist sowohl vom Produktionsvolumen als auch vom Konsum der zweitgrößte Küchenmarkt der Welt, in dem der Umsatz mit Küchen in den letzten fünf Jahren um 233 % gewachsen ist. Seiner Schätzung nach wird die Nachfrage nach für deutsche Hersteller interessante Küchen bis 2020 bei 8,4 Millionen liegen. 2011 wurde die AG China, im August 2013 wurde in Peking die AMK (Beijing) Consulting Co., Ltd. gegründet. Für die Finanzierung der AMK-Aktivitäten in und rund um China kommen die 28 Mitglieder der Arbeitsgruppe China auf. Das Engagement der AMK hier bezweckt die Schaffung von Mehrwerten für die Mitglieder in diesem stark aufstrebenden und wichtigsten asiatischen Markt. Der Termin für die nächste AMK-Mitgliederversammlung steht www.amk.de schon fest: 20. und 21. März 2017.


DESIGN + KOMFORT

Dampfgaren beginnt an der Spüle Zwei Innovationspreise für Blanco Zenar XL 6 S DampfgarPlus

Auf den ersten Blick eine normale Spüle aus Silgranit PuraDur – auf den zweiten erst zeigt sich, dass Blanco Zenar XL 6 S DampfgarPlus die perfekte Ergänzung für das Dampfgaren ist.

„V

ier gewinnt“ – neben dem iF product design award und dem red dot design award 2016 freut sich Blanco über zwei weitere Preise für die neue Silgranit-Spüle: Beim internationalen Wettbewerb „Iconic Awards 2016: Interior Innovation“, ausgelobt vom Rat für Formgebung, wurde die Silgranit-Spüle als „Winner“ gekürt. Kurz darauf folgte die Auszeichnung zur „KüchenInnovation des Jahres 2016“ vonseiten der unabhängigen Initiative LifeCare, die neue Produkte nach verschiedenen Kriterien von Konsumenten beurteilen lässt. Insbesondere Konsumenten, die sich bewusst ernähren und die schonende Dampfgar-Methode für sich entdeckt haben, werden begeistert sein. Denn die neue Silgranit-Spüle greift den Trend souverän auf und setzt dabei auf höchste Flexibilität und ergonomische Abläufe. „Was Zenar DampfgarPlus so einzigartig macht, ist, dass die Garbehälter für Dampfgarer und Dampf-Backöfen perfekt mit der Spüle korrespondieren. Das gab es bisher noch nicht“, erklärt Produktmanager Simon

Knauf. „Entweder war das Becken etwas zu klein oder die Garbehälter nicht kompatibel.“ An der preisgekrönten Spüle lassen sich sowohl Gastronorm-Garbehälter aller namhaften Anbieter sowie die XL-Garbehälter der neuen Dampfbacköfen komfortabel befüllen. Kleine Stufen längs des geräumigen Beckens sorgen für optimalen Sitz der verschiedenen Gastronorm-Schalen. Was Zenar DampfgarPlus ebenfalls von anderen Konzepten unterscheidet: ein Schneidbrett wahlweise aus Holz oder Glas und zwei Garbehälter in tiefer, gelochter Ausführung sind im Lieferumfang stets enthalten. „Diese hohe Flexibilität, die auch parallele Abläufe ermöglicht, ist ein ganz wesentliches Element dieses Konzepts“, so Simon Knauf. Im Küchenalltag überzeugt die innovative Spüle aber auch mit ihrem großen Becken: Während etwa der XL-Garbehälter auf der Abtropffläche bestückt wird, können bequem weitere Zutaten im Becken gereinigt werden. www.blanco-germany.com/de

küche + architektur | 77


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Marken hautnah erleben Trainings- und Tagungscenter (TTC) der BSH in München

Markenwelten erleben, Identifikation fördern und Nutzenversprechen erfahren – für Handelspartner und ihre Kunden: Diesen Zielen dient das am 23. Februar 2016 offiziell eröffnete neue Trainings- und Tagungscenters (TTC) der BSH in München in der Arabellastraße 30a. Die nach Markenwelten aufgeteilte Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche umfasst über 1.500 Quadratmeter. Nach Hamburg und Essen ist das TTC in München das Foto: BSH

dritte seiner Art in Deutschland.

I

n den einzelnen Flagship-Showrooms der Marken können Händler, und erstmals auch Konsumenten, die Innovationen von Bosch, Siemens, Neff (im 1. OG) und Gaggenau (im EG) bei Verkaufstrainings, Seminaren, Workshops und Gerätevorführungen kennenlernen und auch selbst ausprobieren. „Unsere Marken müssen von Beginn an über alle Kontaktpunkte hinweg für den Konsumenten so gut wie möglich erlebbar sein. Deshalb geben wir unseren Partnern aus dem Handel in den TTCs die Chance, die Marken der BSH in Aktion zu erleben und die Unterschiede in unserem Portfolio selbst zu erfahren. So kann der Handel unsere Marken gegenüber den jeweiligen Zielgruppen noch deutlicher veranschaulichen“, so Volker Klodwig, Leiter Vertrieb Europa der BSH Hausgeräte GmbH.

BOSCH ZEIGT „STATE OF THE ART“ BEI HAUSGERÄTEN Regelmäßige Trainings und Kochkurse, sowohl für Händler als auch Konsumenten, sollen neben der Stärkung der Beratungskompetenz im Handel auch dem Ziel dienen „… die Kunden intensiv bei ihrer Kaufentscheidung zu unterstützen“, so Bosch Geschäftsführer Harald Friedrich. Neben den Kochfeldern und Backöfen der Serie 8 sind auch die Highlights aus den Bereichen Kühlen, Spülen und Wäschepflege sowie das innovative „Home Connect“-Portfolio vertreten. Prominente Köche wie Florian Lechner, Chefkoch des Moarwirt im oberbayrischen Hechenberg, überzeugen ihre Gäste mit einer „sinnlichen“ Mischung aus Entertainment, Genuss und hilfreicher Information. SIEMENS HÄLT AN DER BEDEUTUNG DES STATIONÄREN HANDELS FEST „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir in Zeiten eines erstarkenden Online-Handels weiterhin an die Bedeutung des stationären Handels glauben. Unsere Überzeugung ist, dass sich beide ergänzen und brauchen. Denn die Mehrwerte innovativer Produkte müssen greifbar

78 | küche + architektur

gemacht, inszeniert und erklärt werden – nicht nur virtuell, sondern live“, so Siemens Geschäftsführer Roland Hagenbucher. Im Siemens Showroom sind die Weichen dafür gestellt: Der lichtdurchflutete Raum mit großzügiger Showküche zeigt aktuelle Gerätehighlights vom schnellsten Backofen der Welt über die Wäschepflege-Weltneuheit sensoFresh bis hin zur vollvernetzten Küche. NEFF UND DIE GENUSSKÜCHE: LEIDENSCHAFT FÜRS KOCHEN Rings um die Tafel aus der Neff-Marketingkampagne findet sich von Geräteneuheiten über den Backofen- oder Kochfeldberater als überzeugendes Händler-Tool alles und überdies weitere Unterstützung in Form von konkreten Schulungen zu PoS-Konzepten, Tipps zur Vermarktungsunterstützung bis hin zum Add-On-Geschäft mit NeffZubehör. GAGGENAU VEREINT CORPORATE ARCHITECTURE MIT ZEITLOSER ÄSTHETIK Gaggenau zeigt hier in seinem ersten Flagship-Showroom in Deutschland seinen hohen Anspruch an Perfektion und Design. Die individuelle Beratung von Kunden, Händlern und Architekten sowie deren Unterstützung bei der Geräteplanung bilden einen Schwerpunkt. Ein weiterer ist das emotionale Markenerlebnis: Neben regelmäßigen Kochevents zur Information über Bedienung, Anwendung und Pflege der Geräte, kommen Events mit Spitzenköchen und Experten wie zum Beispiel Christian Jürgens, Ingo Holland, Dieter Müller, Nils Henkel, Ralf Bos und vielen mehr zum Tragen. Auch Brotbackkurse sowie Weindegustationen mit Spitzenwinzern der VDP Prädikatsweingüter und Veranstaltungen zu Porzellan- und Tafelkultur sind bereits in Planung. www.siemens-home.de/siemens-entdecken/veranstaltungen/muenchen/ttc-muenchen www.gaggenau-showroom.de · www.neff.de · www.bosch-home.de


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küche + architektur | 79


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Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbuschstraße 16 · 45883 Gelsenkirchen Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch.de www.facebook.com/kuppersbuschcom

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SPÜLEN / ARMATUREN


EINS STEHT FEST: ALNO.

Was immer Sie für Ihre Kunden planen: Eine Entscheidung ist von vornherein klar. Denn mit einer exklusiven Küche von ALNO sichern Sie sich das gute Gefühl der richtigen Wahl, noch bevor der erste Stein gesetzt ist. Höchste Qualität, preisgekröntes Design und sinnvolle Innovationen machen jede ALNO zu einem unvergleichlichen Produkt, dem man unsere ganze Erfahrung aus mehr als 85 Jahren anmerkt. Entdecken Sie die ALNOSTAR SIGN in hellgrauem Hochglanz-Lack und viele weitere Küchen auf alno.de

küche + architektur 2/2016  
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