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Ausgabe 2/2014 · 2. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Eurocucina 2014 – Trend und Emotion · Küchen individueller denn je AMK Jahreshauptversammlung 2014 · Full House Die Zukunft gehört den Hausgeräten · Samsung startet durch


Mal ehrlich: kostet Ihr Verband mehr oder weniger als 0,58 % pro Jahr?

10,68% Ausschüttungen durchschnittlich pro Jahr an jedes unserer Mitglieder.

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in Folge. Jahr für Jahr schreiben wir das erfolgreichste Jahr in unserer Unternehmensgeschichte.

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Dienstleistungen und Marketinginstrumente, die für Küchenspezialisten im Wettbewerb entscheidend sind.

Das versetzt uns in die Lage, unseren Mitgliedern überdurchschnittlich hohe Boni und Ausschüttungen zu gewähren. Darüber hinaus bieten wir unseren Partnern ein breites Spektrum an erfolgsorientierten und auf die unterschiedlichen Zielgruppen zugeschnittene Vertriebskonzepte, Marketingstrategien und Dienstleistungen. Das und vieles mehr sind gute Gründe für die Entscheidung „DER KÜCHENRING“. Lassen Sie uns darüber reden. Das Team KÜCHENRING freut sich auf Sie!

Das Team Küchenring – effizient und kompetent (v.l.n.r.): Erika Burkard, Bernd Gersitz, Sabine Hofmann, Bernd Jendras und Geschäftsführer Manfred Töpert.

KÜCHENRING GmbH & Co. KG Marie-Curie-Straße 6 · 53359 Rheinbach Telefon Herr Töpert: 02226-904-127 · www.kuechenring.de


Editorial

„Excellence makes its mark …“ … heißt es in der offiziellen Pressemitteilung des Salone del Mobile-Veranstalters Cosmit, der in diesem Jahr rund 357 000 Messebesucher zählte. Und kaum werden die Besucherzahlen öffentlich beziffert, da hört man auch bereits die ersten Unkenrufe kritischer Marktbegleiter, die diese Angaben anzweifeln. Fast jede Besucherstatistik lässt sich in Frage stellen, von welchem Veranstalter sie auch genannt sein mag. Letztendlich benötigt man diese Zahlen für Werbezwecke. Nicht umsonst gibt es das geflügelte Wort: Vertraue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. Bedeutender und nachhaltiger sind da vielmehr die Aussagen von Ausstellern und Besuchern, und die zeigen sich – wie jetzt auch beim Salone del Mobile und hier speziell in den Hallen der Eurocucina – durchaus positiv. Die meisten Hersteller, darunter auch die vier in diesen Hallen ausstellenden deutschen Anbieter, zeigten sich mit der Frequenz und den Kontakten sehr zufrieden. Insbesondere lobten sie den regen Zuspruch von Gästen aus Italien, Russland und vor allem aus Asien, dem mittleren Osten, Südamerika, und Nordafrika. Die Überseenationen gehören vor allem für die mengenorientierten Marktführer zu den interessanten Kundengruppen. Denn hier geht es um das Objekt- und Projektgeschäft – also um Auslastung der Kapazitäten. Und was die Besucher anbelangt, so ließen sich diese von der nach wie vor immensen Kreativität der Aussteller begeistern. Im Gegensatz zu ihren deutschen Wettbewerbern halten sich die italienischen Hersteller weitaus weniger an Normen. Denn Normen schränken zwangsläufig ein. Demzufolge sind auch die Küchenensembles der italienischen Hersteller ideenreicher. Individualität ist bei den italienischen Herstellern kein Schlagwort, sondern ein Versprechen, das eingelöst wird. Der Standbau ist, ebenso wie die Prospekturen, perfekt auf Optik und Emotion ausgelegt. Mit der richtigen Beleuchtung tritt die Messehalle in den

Hintergrund und bildet nur noch die Kulisse für die Stars der italienischen Möbelszene. Dass es sich bei vielen der italienischen Aussteller um Kleinstunternehmen bzw. um Manufakturen handelt, wird nur deutlich, wenn man sich mit ihnen selbst unterhält. Außer Frage steht, dass nicht alles verkäuflich ist, was hier gezeigt wird. In Mailand darf man Möglichkeiten erleben. Man setzt sich mit Raumlösungen auseinander, denkt Bestehendes weiter. Man versucht sich an neuen Materialien. Es muss nicht alles bis zur letzten Perfektion ausgereizt sein, so bietet man Anregungen, Diskussionsstoff für die Küche von morgen. Die italienischen Hersteller bieten den Stoff, aus dem die Träume sind, während die deutschen als die größte Küchenexportnation auf perfekte, verkäufliche Ware setzen. Der eine vielleicht ein wenig individueller als der andere, aber immer im Bereich der Normen.

Yvonne Davy Chefredakteurin

In Mailand darf man Möglichkeiten erleben. Man setzt sich mit Raumlösungen auseinander, denkt Bestehendes weiter. Man versucht sich an neuen Materialien. Es muss nicht alles bis zur letzten Perfektion ausgereizt sein, so bietet man Anregungen, Diskussionsstoff für die Küche von morgen. Alleine aufgrund dieser beiden unterschiedlichen Darstellungsformen, die wiederum die widersprüchlichsten Besucheransprüche erfüllen, haben beide, der Salone del Mobile mit der Eurocucina als auch die imm mit der LivingKitchen als international ausgerichtete Messen der exportstärksten Küchenmöbel produzierenden Länder Deutschland und Italien ihre absolute Daseins-Berechtigung. Sehen wir jetzt also einer erfolgreichen LivingKitchen entgegen, die sicherlich mit der gleichen Feststellung schließen wird, wie ihr italienisches Pendant: „Qualität setzt sich durch.“

küche + architektur | 1


Foto: Nobilia

inhalt 1/2013

Edle Materialien, schnörkel­ lose Formen und eine klar strukturierte Architektur machen Nobilia Designküchen aus. Je nach Raumgröße passen sie sich geschlossenen Planungen an aber auch großzügige Insellösungen, wie hier mit dem Modell Feel 810 in Lack weiß matt, oder eine zum Wohnraum hin offene Planung – das ausgereifte Küchensystem, die Vielfalt der Materialien und Material­ kombinationen sowie hoch­ wertige Küchentechnik setzen keine Grenzen. www.nobilia.de

1 Editorial „Excellence makes its mark …“

4 Eurocucina 2014 – Trend und Emotion Küchen individueller denn je

12 Technik, die überzeugt Hettich mit iF Product Design Award und Red Dot Design Award 2014 ausgezeichnet

13 Gestern in Verl, heute in Mailand Die authentische Art von Nobilia kommt an

14 Häcker – entdecke die Möglichkeiten

18 Leicht, der deutsche Italiener Deutsche Qualität mit italienischem Esprit

20 Die neue Porsche P‘7350 Mailand 2014 – Poggenpohl präsentiert sein neuestes Designprodukt

22 Internationale Märkte im Blick Miele setzt auf Individualisierung

24 Technik + Komfort Hausgeräte auf der Eurocucina

26 Qualität ist Trumpf – Grifflos ist Trend Bauknecht-Geschäftsführer Marten van der Mei nimmt Stellung

Systemat – unendliche Weiten

16 Bewährte Materialien neu ­interpretiert Alno – ehrliche Materialien

2 | küche + architektur

28 Die Zukunft gehört den ­Hausgeräten Samsung startet durch


Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de Geschäftsführer: Harald Fritsche, Wolfgang Kriwan Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de

Inhalt 2/2014

Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: Frotscher Druck GmbH Riedstraße 8 64295 Darmstadt Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 2, gültig seit 1.1.2014

32 Kochfeld und Backofen – Duo infernale auf hohem Niveau Geräte rund ums Kochen und Backen: Wird der Luxus zum Standard?

40 „Wir können Premium!“ Amica macht sich einen Namen

43 Vielfalt hoch zwei im Vorratsschrank Baukastensystem für individuelle ­Varianten von Vauth-Sagel

44 Je wertiger desto komfortabler Zwischen Standard und Luxus – Spülen weit komfortabler als erwartet

51 Nutzen für den Unterschrank Cox® von Naber für Komfort

52 Armaturen – Symbiose aus ­Design, Funktion und Komfort Von Standard-Funktion bis PremiumKomfort

57 Von Profis für den Alltag Vorbereitungszentrum planen mit Naber

58 AMK Jahreshauptversammlung Full House

62 Nicht ohne Label Werner Scholz, ZVEI, berichtet über Label, Energieeffizienz, ­Ecodesign und Altgeräte

63 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: Volksbank Stuttgart eG 101 383 029 (BLZ 600 901 00) IBAN: DE81 600 901 000 101 383 029 BIC: VOBADESS Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im FachschriftenVerlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: Seite 63: auremar/fotolia

küche + architektur | 3


Architektur + Trend | Küchen

Eurocucina 2014 – Trend und Emotion Küchen individueller denn je

Saloni „Event better than expected“ heißt es auf der Homepage des Salone del Mobile Milano. Die Messeveranstalter zählten 357.212 Besucher, was einem Veranstaltung 2012 entspricht. Inter­ essenten aus 160 Ländern hatten es sich nicht nehmen lassen, sich in die Kultur-, Medien- und Mode­metropole Italiens zu begeben, um sich auf der Messe selbst oder in den Showrooms der Mailänder Innenstadt von den Ideen und Inszenierungen der kreativen Hersteller inspirieren zu lassen und 4 | küche + architektur

das bei strahlendem Sonnenschein.

Foto: Toncelli

Plus von 10 Prozent im Vergleich zur


Küchen | Architektur + Trend

Invisible von Toncelli (Foto linke Seite) besticht durch außergewöhnliches Design, das das Modelll nicht zuletzt seiner besonderen Materialität verdankt. Hier ergänzen sich Carbon oder Alutex und flüssiger Metalllack. Eine weitere Besonderheit dieser Kreation ist der Oberschrank über der Insel. Mittels zweier polierter Edelstahl-Teleskopstangen wird er an der Decke befestigt. Seine einteilige CarbonSchalen-Front lässt sich in einer Länge von bis zu 2,70 Metern realisieren und auf Knopfdruck öffnen. Ein neuartiges, von Toncelli patentiertes Öffnungssystem (kleines Foto links) ermöglicht den Verzicht auf jedwede Griffvarianten in der kompletten Küche und unterstreicht die klare Foto: Toncelli

Linienführung. Ein Touch-Screen mit Webver-

Cassandra Cucine geht über die etablierten Geometrien der Küchen­ möbel-Systeme hinaus. Die gesamte Küche lässt sich freistehend und ohne Wandhalterung installieren. „Wir wollen

Foto: Cassandra Cucine

bindung darf hier natürlich nicht fehlen.

einzigartige Meisterwerke anstatt Küchen verkaufen und den Alltag der Menschen interessanter und kreativer gestalten“, lautet das Ziel des jungen Teams. Der gesamte Rumpf und die Türen der zum Teil CNC-gefertigten und zum anderen Teil handgefertigten Küche sind aus Premium-Qualität wasserfestem Sperrholz gefertigt, während andere ­Materialien wie Naturfurnier, Glas, ­Messing, Edelstahl zur besonderen Ver-

Foto: Ceasar

edelung der Türen angewendet werden.

Ein Spiel mit Maßen, Größen und Kontrasten, das ist Kalea von Cesar. Bei dieser Abbildung trifft sägeraue Eiche in Papyrus finish auf edle 4 mm starke Keramikpaneele, aufgesetzt auf einen 10 mm starken AluminiumRahmen. Unterschiedlichste Schrank­ typen ermöglichen eine individuell an die jeweilige Raumgegebenheit angepasste Einrichtung. Auf Wunsch gibt es die Paneele auch in hochglänzender oder satinierter Glasausführung.

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Architektur + Trend | Küchen

Foto: Elmar

Foto: Armani/Dada

Elmar: @ home – Den Mittelpunkt dieser Küche bildet die Tafel aus schwarzem Walnussholz, mit aufgesetztem Edelstahl-Kochelement, gekrönt von einer imposanten, zylindrischen Edelstahlhaube. Das Sideboard aus Stahl und Keramik vereint die Präzision industrieller und individueller Handwerkskunst.

Ausgangsbasis: die zum Wohnraum

Foto: Armani/Dada

Foto: Elmar

hin offene Küche. Edelstahlarbeitsfläche

Horizontale Holzverkleidung in ­Sassafras, unterbrochen durch Metallprofile. Ein exklusiver patentierter vertikaler Schiebemechanismus ermöglicht, dass der Ofen hinter der Tür versteckt bleibt und nur sichtbar ist, wenn im Einsatz.

6 | küche + architektur

sowie Herd und Spüle lassen sich mühelos unter der horizontal verschiebbaren Marmor-Platte verbergen.


Foto: Diesel/Scavolini

Küchen | Architektur + Trend

D

ie Aussteller der Eurocucina enttäuschten ihre Gäste in keinster Weise. Wieder stellten sie unter Beweis, dass man Küchen inszenieren und somit emotionalisieren kann. Im Fokus steht die Individualität von Hersteller und Verbraucher. Einen Farbtrend gab es nicht, jedoch waren es überwiegend warme wohnliche Farb-Nuancen (wie z. B. Grau in verschiedenen Abstufungen oder Greige) sowie edle Hölzer, die die Messe dominierten. Der Grund dafür steht außer Frage: Auch in Italien geht es darum, Küche und Wohnen räumlich zu vereinen. Visualisiert wird dies nicht nur durch die eingesetzten Werkstoffe, sondern auch durch intelligente Beschlagtechnik, dabei haben grifflose Schrankvarianten noch immer eine hohe Priorität. Des weiteren haben sich Schiebetürelemente in unterschiedlichsten Ausführungen auf dieser Messe gut behauptet. Einerseits verbergen sich hinter ihnen Geräte, wie der hoch eingebaute Backofen, die Kühl- und Gefrierkombination, der Weinkühlschrank oder auch die komplette Lagerhaltung mit zusätzlicher Arbeitsfläche. Andererseits dienen sie jedoch auch als funktionales Designelement für das Spiel mit offenen und geschlossenen Flächen. Hier wird die Mechanik des Schiebeelements auch nicht unbedingt verborgen, sondern wird sogar als optisches Element in das Design integriert. Die Wohnlichkeit der Inszenierungen wächst natürlich auch mit dem Einbinden eleganter Speisetische und unterschiedlichster Regalsysteme, die sowohl als Designelement, als Raumteiler oder auch als stilvoller Begleiter zum Wohnraum eingesetzt werden. Langlebige Materialien Auffällig ist nicht nur die Auswahl der verwendeten Werkstoffe, sondern auch die jeweils eingesetzte Stärke. Sowohl im Front-, im Arbeitsplatten- als auch im Regalbereich ließen die Aussteller dem Spiel mit der Materialstärke freien Lauf. Besonders elegant zeigten sich 1,2 cm starke Fronten und Regaleinlegeböden. Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit spielten bei allen Ausstellern eine große Rolle. Das gilt sowohl für das Massivholz als auch für die zahlreichen Furniere, die nicht nur aus Eiche sägerau, in Papyrus finish, weiß geflammt oder Asteiche gezeigt wurden. Auch Holzarten wie Esche, Ulme, Olivenbaum, Eukalyptus, Ebenholz oder Walnuss kamen zum Einsatz. Während diese Hölzer noch sehr geläufig sind, sieht es bei Holzarten wie Sucupira mit ihrer braunen bis dunkelbraunen astfreien Maserung, die zur Familie der Schmetter­ lingsblütler zählt und in Südamerika beheimatet ist, oder auch Sassafras aus der Pflanzenfamilie der Lorbeergewächse, in China oder auch in Nordamerika beheimatet, anders aus.

DIESEL with SCAVOLINI: the other side of the kitchen. Alle hier verarbeiteten Materialien wie Holz, Glas und Stahl oder andere in dieser Küche verarbeitete Metalle wurden einer speziellen Vintage- Behandlung unterzogen, ­Vintage – eines der Wahrzeichen der Marke Diesel. Gedacht ist diese Einrichtung für zum Wohnbereich hin offene Raumlösungen. Die Türen sind in Eiche gearbeitet und stehen für Natürlichkeit in Optik und Haptik. Die eingesetzten Glastüren sind mit Drahtglas versehen. Die Griffe in Used- Effekt Metall erzielen ebenso ihre Wirkung wie die großen „amerikanischen“ Stil-Griffe.


Architektur + Trend | Küchen

Foto: Marchi

Foto: Stosa

Das Modell Bar&Barman von Marchi ist eine in ihrer Art einzigartige Küche und bis ins letzte Detail ausgearbeitet. Dieser Entwurf entstand unter Mitwirkung zum Detail. Die Besonderheit dieses Modells ist die Verwendung von Zinn, einem Material, das besonders widerstandsfähig und in der

Foto: Marchi

erfahrener Kunsttischler und zeigt die Liebe

Lage ist, den charmanten Look eines ‚gelebten Ambiente‘ hervorzurufen. Bar&Barman verkörpert jenen antiken und ewigen Charme, den nur zeitlose Stile und Moden ihr eigen nennen können.

AuSSergewöhnliche Arbeitsplatte: Aufgenommen bei Stosa: Eine Symbiose aus mattem Untergrund und hochglänzendem Muster in Stein.

Beim Modell Banco von Dada werden die Unterschränke in das Aluminium-Gestell des Tischs eingehängt, die Arbeitsplatte wird flächenbündig in die Rahmen eingelegt, Foto: Dada

wodurch deren Stärke nicht mehr sichtbar ist.

8 | küche + architektur


Küchen | Architektur + Trend

Yara von Cesar besticht durch ihre lineare Form. Die 25 mm starken Fronten aus Olivenbaum, Eukalyptus, Ebenholz, Walnuss oder wärmebehandelter Asteiche lassen sich optimal mit Lackausführungen, Laminat oder dem hochmodernen „Eco-Zement“ kombinieren. Der in die Front integrierte Griff ist rechts in der Kante der Türplatte versenkt und entweder

Aber auch Sperrholz, Aluminium, Carbon, Glas, Keramik, Naturstein und Stahl brachten die neuen Küchenmodelle erst richtig zur Geltung. Unter Umweltaspekten benannt wurden jedoch auch Dekton® by Cosentino, Eco Zement, PE, oder auch „Idroleb“-Platten, mit ihren laut Hersteller „weltweit niedrigsten Formaldehyd-Emissionen und ihrer extremen Wasserabweisung“. Auch Veredelungen wie „alutex“, eine textile Bronzestruktur, metallische Lacke, Mattlacke, die der Oberfläche eine besonders glatte Anmutung und Haptik verleihen, ließen die ausgestellten Exponate zu optischen und haptischen Highlights werden. Neu im Zenit des einen oder anderen Herstellers standen auch dekorative Oberflächen, die durch eine spezielle Nanotechnologie veredelt wurden und so als besonders pflegeleicht gelten (FENIX NTM).

Foto: Cesar

horizontal oder vertikal einsetzbar.

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Architektur + Trend | Küchen

Foto: Febal

Foto: Febal

Eine ungewöhnliche Art der Interpretation der Küche zeigen die Gewinner des FebalDesign-Labs und präsentieren innovative Ideen unter Verwendung von dynamischen, Multifunktions-Elementen, die auch die Kleinsten zum „Spielen“ anregen und gleichzeitig Stilelemente darstellen.

ICE INDUSTRIAL EDITION 02: Mit einer Mischung aus Technologie und Tradition wird die Stimmung unbeschwert und entspannt. Front und Korpus im dark jungle finish in Kombination mit frischen

Slim von Elmar lebt die Individualität einer Person auch auf begrenzten Raum. Die Konstrukteure dieser Küche standen vor der ­Herausforderung die Grund­lagen des Kochens mit einer reduzierten Tiefe (50 cm) und dünnen Türen zu realisieren, und dabei dennoch die Stabilität der Konstruktion zu gewährleisten. Interessant ist hier auch das funktionale Nischensystem. 10 | k + a

Foto: Elmar

satten, grünen Elementen.


Foto: Armani/Dada

Sesam öffne Dich Push to open, die grifflosen Öffnungslösungen stehen in modernen puristischen Küchen­ lösungen an erster Stelle. Hinzu kommen horizontale und vertikale Schiebe-Funktionen, die sowohl motorisiert als auch mechanisch ihre Aufgabe lösen. Gezeigt wurde auch, dass man auf den Oberschrank über einer Funktionsinsel nicht verzichten muss, und zwar indem man ihn einfach mit Hilfe von zwei Edelstahl-Teleskopstangen an der Decke befestigt. Und damit das Öffnen und Schließen leichter fällt, erfolgt dies durch einen motorisierten Push-to-openBeschlag, der noch nicht mal ein Geräusch von sich gibt. Dass es jedoch nicht immer absolut Hightech sein muss, zeigt eine etwas über 1 cm starke Faltklappfront, die sich problemlos auch mittels ganz normaler Scharniere öffnen und schließen lässt. Im Übrigen sorgt LED-Beleuchtung für den richtigen Einblick ins Schrankinnere. Vor allem im Bereich der Auszüge wurde auf Licht selten verzichtet.

Küchen | Architektur + Trend

Schlichte Scharniere bewegen die filigranen Fronten nach oben.

Praktisches Zubehör Nischenelemente zur Aufbewahrung von Küchenutensilien und Gewürzen gibt es in allen ­Materialien und Breiten. Die dargebotene Ideenvielfalt begeistert und fordert auf, dieses ­Thema nicht außer Acht zu lassen. Genug der Worte: Lassen Sie sich von einigen ausgewählten Bildern inspirieren und wem dies nicht genug ist, der findet in Kürze noch einiges mehr auf unserer Homepage www.kuecheundarchitektur.de

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Komfort + technik | Beschläge Sensys Weitwinkelscharnier (l) Fotos: Hettich

und Sensys Profiltürscharnier

Technik, die überzeugt Hettich mit iF Product Design Award und Red Dot Design Award 2014 ausgezeichnet Die iF Jury zeichnete gleich drei Produkte und Funktionen von

Oberflächen, Architektur, Funktionen

Hettich mit dem iF Product Design

Der neue Hettich Trendreport „Lebendiges Wohnen“ prä­ sentiert die neuen Möbeltrends für Wohn- und Schlafräu­ me rund um die IMM Cologne 2014. Er zeigt eine Auswahl an Impressionen in Bezug auf Oberflächen, Architektur und Funktionen – zur Information und Inspiration. Im Mittel­ punkt stehen flexible und individuelle Wohnwelten in har­ monischen Farben und Formen. Wohnlich und gemütlich werden Möbel zunehmend farbenfroher.

Award 2014 aus. Das Unterneh­ men aus Kirchlengern überzeugte die Jury mit dem Sensys Weitwin­ kelscharnier, dem Sensys Dick­ türscharnier sowie der Funktion Push to open Silent für ArciTech. Das Weitwinkelscharnier erhielt außerdem den Red Dot Award „Product Design 2014“.

Den Hettich Trendreport kostenlos bestellen unter home-info@de.hettich.com

S

ensys Scharniere lassen Möbeltüren weit öffnen und gleichmäßig sanft schließen. Maximalen Zugriff auf das Schrankinnere erlaubt das Sensys Weitwinkelscharnier dank 165 Grad Öffnungswinkel. Dank Null-Einsprung werden Innenschubkästen ohne Distanzleisten ermöglicht und die Fingersicherheit ist bei jeder Türposition gegeben. Mit dem Sensys Dicktürscharnier schließen selbst extrem dicke Möbeltüren ge-

räuschlos. Überzeugend mit hervorragender Leistung bei beiden Varianten funktioniert das unsichtbar integrierte Dämpfungssystem: einzigartig großer Anzugswinkel von 35°, ideale Dämpfungsfunktion im Temperaturbereich von +5°C bis +40°C. Push to open Silent für ArciTech Das rein mechanische Prinzip des Push to open Silent für ArciTech Schubkästen wirkt wie ein elektromechanisches System: Es öffnet Schubkästen auf Druck fast wie von selbst und schließt mit etwas Schwung sanft gedämpft. Ausfuhrkraft-, Auslösesensitivität und Blendenspalt sind einstellbar. Die Funktion ist ohne eine Modifikation des Schubkaswww.hettich.com tens nachrüstbar. 

Die innovative Öffnungsfunktion Push to open Silent für ArciTech funktioniert wie ein elektromechanisches System und ist ganz einfach nachrüstbar. 12 | küche + architektur


Küchen | Architektur + Trend

Gestern in Verl, heute in Mailand Die authentische Art von Nobilia kommt an

„Mailand zeigte sich von seiner besten Seite. Nicht nur das gute Wet­ ter, auch die beeindruckenden und liebevollen Präsentationen sorgten allseits für gute Stimmung. Der nobilia Stand in Halle 15 war von der ersten bis zur letzten Minute gut mit Fachbesuchern gefüllt …“

Geschäftsführer Dr. Oliver Streit

D

er Anteil der ausländischen Besucher hat sich zu der Eurocucina vor zwei Jahren nochmals erhöht. Die meisten Fachbesucher kamen aus Asien, Südamerika, Italien, Russland und Nordafrika. Gerade aus Asien waren neben der Handelsstufe auch zahlreiche Projektentwickler und Bauträger vor Ort“, freut sich Nobilia-Geschäftsführer Dr. Oliver Streit. Dass die auf der Hausmesse 2013 vorgestellte Nobilia Kollektion 2014 die neuesten Trends am Markt berücksichtigt, davon konnten sich auch die internationalen Besucher der Eurocucina in Mailand überzeugen. Wertigkeit, innovative Technik und damit einhergehend das hervorragende Preis-Leistungs-Verhält-

nis sorgen auch im Ausland für reges Interesse an den Produkten des multinational agierenden Unternehmens. Im Vergleich zu 2012 wurde die Standfläche des deutschen Marktführers um 200 Quadratmeter erweitert „Unsere Besucher konnten sich diesmal ein sehr umfassendes Bild davon machen, dass quantitative und qualitative Marktführerschaft bei Nobilia mit Design und Architektur im Einklang stehen“, begründet Andreas Bielefeld, Leiter Produktmanagement, diese Entscheidung. Direkt neben dem Empfang des Messestandes erwartete die Besucher eine ganz besondere Attraktion: In Anlehnung an das Programm Laser setzte eine Lasershow die neue Verarbeitungstechnik eindrucksvoll in Szene. Die markante Nobilia-rote Fassade aus unzähligen Acrylplatten sprach für sich. Öffnungen in der Fassade gewährten Einblicke in das Innere des Standes, so dass die Passanten auf die Messeneuheiten aufmerksam wurden.

Kontrastierend zur Außenhülle zeigte sich die Innenseite in einem strahlenden Weiß, ein wesentlicher Teil des Bühnenbildes für die zwölf inszenierten Exponate. Gezeigt wurde natürlich auch Ausführungen der echten grifflosen Küche LINE N, die für alle Preissegmente entsprechende Lösungen bereithält. Und auch die Programme Laser mit nahtlos verschweißter Kante und Focus in Lack durften nicht fehlen. Abgerundet wurde die Ausstellung durch Planungen im modernen Landhausstil oder mit hochwertiger Glaswww.nobilia.de front.  Diese typische Winkelküche, geplant mit dem Modell Laser 415 Sand kombiniert mit Rio 374 Nautic Pine Nachbildung zeigt, dass für einen optimalen Küchenablauf wenige Komponenten genügen inklusive Essplatz mit offenen Regalelementen für die Unterbringung nicht nur von Küchenutensilien.

Fotos: Nobilia

Nobilia-

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Fotos: Häcker

Architektur + Trend | Küchen

AV 6000 in Nachtblau

Häcker – entdecke die Möglichkeiten Systemat – unendliche Weiten

Ein Welcome to the world, symbolisierte Häcker Küchen während der Eurocucina in Mailand 2014 mit einer ganz besonderen Geste: Der Hersteller setzte den eigenen Namens­zug, den Imageträger des traditionellen Familienunternehmens, in unterschiedlichen landesspezifischen Schriftzeichen um und hieß seine internationalen Gäste damit herzlich willkommen.

W Auffallend anders präsentierte sich das Modell AV7030-GL mit seiner grau-grünen Steinfurnier-Front.

14 | küche + architektur

ir sind sehr zufrieden mit der Anzahl aber auch mit der Qualität der Besucher unseres Messestandes. Besonders an den ersten drei Messetagen konnten wir eine leichte Steigerung zu 2012 feststellen“, betonen die beiden engagierten Häcker-Vertriebsmanager Markus Roth und Andreas Möller. „Besonders aus den asiatischen Ländern, aus Russland und aus Südamerika konnten wir viele Interessenten begrüßen.“ Aus Deutschland, so schildern beide einvernehmlich, waren wie bereits in 2012 nur wenige Besucher bekommen. Erklärtes Ziel des innovativen Unternehmens ist es, seinen Exportanteil von derzeit 38 Prozent deutlich sukzessive und nachhaltig auszubauen. Um Kunden und Interessenten auch in deren jeweiliger Landessprache Rede und Antwort stehen zu können, war der Messestand des international agierenden Unternehmens siebensprachig besetzt. Besonders gefragt auf den Exportmärkten dieser Welt sind hochwertige, im oberen Preissegment angesiedelte Produktlinien. So war es kaum verwunderlich, dass der Fokus der in Mailand präsentierten Küchen auf der designstarken Produktlinie systemat lag. Das Modell AV 6000 in Mattlack machte durch seine organischen Formen deutlich, dass nicht jedes Möbel Ecken und Kanten haben muss, sondern sich individuellen räumlichen Gegebenheiten anpasst. Auffallend anders präsentierte sich das Modell AV7030-GL mit seiner grau-grünen Steinfurnier-Front oder die AV 6000, inszeniert in Mattlack und einer reliefähnlichen Design­front mit Betonung der Horizontalen. Augenfällig zeigte sich auch das Modell AV 5090, das in silbergrauem metallischen Designglas erstrahlt. Vorge­ stellt wurde hier auch der Lamellenschrank Climber als Aufsatzvariante.


„Wir sind sehr zufrieden mit der Anzahl aber auch mit der Qualität der Besucher ­unseres Messestandes. Besonders an den e ­ rsten drei Messetagen konnten wir eine leichte ­Steigerung zu 2012 feststellen“, betonen die beiden engagierten Häcker-Vertriebsmanager Markus Roth (l.) und Andreas Möller.

Nach dem Motto innen so schön wie außen, bietet Häcker fortan auch für jeden Geschmack die richtigen dekorgleichen Korpusinnen- und Außenfarben. Alternativ zur Verfügung stehen Naturweiß, Lava Grau und der Vielen bereits aus der Produktlinie Emotion bekannte Champagner-Farbton. Auch auf das wunschgemäße Auszugsystem sollte bei Häcker Küchen niemand mehr verzichten müssen. Auf der Eurocucina gezeigt wurden sowohl das Auszugsystem mit Reling, mit Glasreling und LED-Beleuchtung und als Boxsystem, alle Varianten sind sowohl in Lava Grau als auch in Champagner erhältlich. Die Gestaltungsvielfalt aus dem Hause Häcker scheint nahezu keine Grenzen zu kennen. Sie zu entdecken, bietet das Familienunternehmen seiner nationalen wie internationalen Klientel durch seine offene Darstellungsform an, von der sich Kunden und Interessenten auch wieder auf den bevorstehenden Hausmesse im September als auch auf der LivingKitchen in Köln im Januar nächsten Jahres überzeugen können. „Köln ist für die Firma Häcker Küchen gesetzt und wir erwarten auch von der LivingKitchen eine weitere Internationalisierung der Besucher“, unterstreichen Marcus Roth www.haecker-kuechen.com und Andreas Möller.

Marketing-Leiter Karsten Bäumer freut sich über die positive Resonanz des Häcker-Messestandes: Hier bei der Darstellung der neuen Variantenvielfalt der Auszugssysteme bei Systemat.

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Für bewusste Genießer – Schonend in der Zubereitung, einfach in der Reinigung Mit den neuen Dampfgarern von Miele gelingen Ihnen gesunde Gerichte im Handumdrehen. Denn dank MultiSteam wird der Dampf schnell und gleichmäßig im Garraum verteilt. Das bewahrt wertvolle Inhaltsstoffe und macht aus jeder Speise ein Genusserlebnis. Und das Beste: die unkomplizierte Reinigung sorgt auch nach dem Essen für ungedämpfte Begeisterung. www.miele.de

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Architektur + Trend | Küchen

Bewährte Materialien neu interpretiert Alno – ehrliche Materialien

Dass Wohnlichkeit und kühler Stahl in keinster Weise im Widerspruch stehen müssen, bewies der Küchen­ möbelhersteller Alno auf der diesjährigen Eurocucina. Mit drei unterschiedlichen M ­ odellen aus überaus hochwer­tigen Materialien begeisterte der Markenküchenhersteller sein internationales Publikum.

A

Schweiz profitiert. Auf der Eurocucina präsentiert wurde dieses Modell in weiß, anthrazit und als CNS Gold. Dank ihrer weltweit einzigartigen Sandwichkonstruktion ist die Küche nicht nur unglaublich leicht, sondern auch extrem stabil: Die Fronten und Tablare bestehen aus zwei Stahlhälften, die im Kern eine Wabenstruktur aus Karton enthalten. Trotz ihrer Leichtigkeit ist diese Sandwichkonstruktion zehnmal belastbarer als vergleichbar dünne Holzspanplatten. Außerdem verhindert die Sandwichkonstruktion, dass sich Schwingungen ausbreiten können, was einer schalldämmenden Wirkung gleichkommt. Die in allen NCS-Farben erhältlichen Oberflächen der Alnoinox sind pulverbeschichtet und über Jahrzehnte hinweg widerstandsfähig und farbecht.

Bewegt werden die Türen durch patentierte Scharniere, die nur ein einziges Mal bei der Montage eingestellt werden müssen. Diskret in Decken und Böden versenkt, lassen sie keinen Raum für Kanten und Unebenheiten. Übrigens nutzte Alno seine neu errungene Stahlverarbeitungskompetenz dazu, ein Gäste­buch der ganz besonderen Art zu gestalten. Jeder Besucher durfte sich via Unterschrift auf einem Tablet verewigen. Die Daten wurden an einen Laser weitergereicht und man konnte life zusehen, wie das Gerät die Signatur in eine Alno­ inox-Front gravierte. „Verewigt für immer.“ Tobias Hombergers Résumé lautete: „Die Eurocucina war für uns ein voller Erfolg. ­ Die Besucherresonanz war an allen Messe­ tagen sehr gut, die Besucher kamen weltweit

Foto: Alno

uf dem 420 Quadratmeter großen Stand kam jedes der drei Exponate zu seinem Recht. Die bereits mehrmals Designpreis-prämierte Alnostar Cera besticht nach wie vor durch den homogenen und harten Werkstoff Keramik in Verbindung mit warmen Holztönen und kühlem Edelstahl und wird dem aktuellen Trend, dem Spiel mit Kontrasten, damit absolut gerecht. Das gilt auch für die Melange aus Alnovera und Alnovetrina. Im Fokus beider Modelle steht das Material Glas. Während der Werkstoff bei Alnovetrina in einer Stärke von drei Millimetern auf den Spanplatten­ träger aufgebracht und flächenbündig poliert wird, werden die hochglänzenden Fronten bei Alnovera in einem Echtmetallrahmen gefasst. Ein Highlight bildete die neue Alnoinox, die von der professionellen Fertigung in der

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aus den unterschiedlichsten Ländern und Regionen. Vor allem aus unseren ausländischen Zielmärkten in Asien, dem Mittleren Osten und aus Russland waren sehr viele Besucher zu uns gekommen, um sich über unsere Neuheiten zu informieren. Dabei wurde ­ auch unser offenes Standkonzept vielfach gelobt. Besonders im Fokus stand die neue Marke Alnoinox, unter der wir auf der EuroCucina unsere Stahlküchen erstmals dem internationalen Publikum präsentierten. Das Interesse war sehr groß. Wir haben vor allem von Architekten und Projektentwicklern viel posi­ tives Feedback dazu bekommen. Das hilft uns jetzt sehr bei der Weiterentwicklung des Vertrieb- und Marketingkonzeptes für www.alno.de Alnoinox.“

Max Müller, CEO der Alno AG ist auf jeder Messe präsent und sucht den Kontakt mit seinen Kunden.

COMFORT II Der Spezialist für guten Geschmack Tobias Homberger erläuterte uns nicht nur die Besonderheiten der Exponate, sondern auch den Umgang mit dem Laser.

www.kesseboehmer.de küche + architektur | 17


Architektur + Trend | Küchen

Leicht, der deutsche Italiener Deutsche Qualität mit italienischem Esprit

„Leicht hat einen tollen Stand“, berichten uns Küchenspezialisten aus Deutschland, ohne dass sie danach gefragt wurden. „Also, der Hersteller braucht sich hinter den Italienern nicht verstecken“, freuen sie sich weiter. Leicht, dieser Name steht für die Symbiose aus intelligenter Serienfertigung und Manufaktur, kurzum für individuelles Küchendesign.

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A

uch Leicht-Vorstand Stefan Waldenmaier zieht eine positive Bilanz: „Die grundsätzlich positive Grundstimmung in wichtigen Exportregionen weltweit, war sicherlich ein wesentlicher Grund für die insgesamt erfolgreich verlaufende Eurocucina 2014 in Mailand. Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden. Vor allem mit der deutlich größeren Besucherfrequenz als bei der Messe in 2012. Natürlich sagt die Quantität der Besucher nichts über die Qualität aus, jedoch gehen wir auch hier nach den vorläufigen Analysen von einer Verbesserung aus. Durch die Vielzahl der Aussteller im Küchenbereich, die in ihrer Präsentationsform sehr variantenreich waren, gestaltete sich die Messe für die Besucher sehr abwechslungsreich und inspirierend.“ Und zu dieser Inspiration beigetragen hat Leicht allemal: Das breite Material- und Farbspektrum erfüllt einfach jeden Kundenwunsch. Leicht verfügt über eine Auswahl an kompetenten Innenarchitekten, Ingenieuren und Technikern, die Eigenentwicklungen z. B. die Funktionsserie „Interior+“ bis zur

Marktreife vorantreiben. Begründet liegt dieses Engagement in exklusiven Produktfeatures, die die Handelspartner des Unternehmens in ihren Raumplanungen unterstützen und dem Endverbraucher einen individuellen Mehrwert an die Hand geben. Mit neuen, am Markt und an den Kundenwünschen orientierten Programmen, mit dem weiteren Ausbau der Farbpaletten und weiteren interessanten Planungsdetails setzt Leicht im nationalen und internationalen Markt neue Impulse für die Umsetzung individueller Raumkonzepte, was auch auf dem Messestand gekonnt inszeniert wurde. Ulrike Kolb beschreibt ihre Standkonzeption wie folgt: „Die Gestaltung des Eurocucina-Messestands und die Präsentation unserer neuen Küchen ist Ausdruck eines ganz speziellen Leicht Stils und eines freien und offenen Lebensgefühls, das wir vermitteln möchten. Durch fein aufeinander abgestimmte Farbund Materialkombinationen und propor­ tional ausgewogene Entwürfe in Verbindung mit Produktunikaten aus dem Leicht eigenen „Designatelier“ entstand eine ganz­


Sie freuen sich über die positiven Reaktionen auf die Gestaltung des Eurocucina-Messestands: Ulrich Barth, Vertriebsleiter Inland, Ulrike Kolb, Marketingleiterin Interior

eigene emotionale Architektursprache – unsere „Leicht Welt“. Zu gut, um nicht kopiert zu werden, ist auch das neue „Xtend+“-Lichtregal von Leicht. Idee und Umsetzung stammen wie so vieles aus dem hauseigenen Interior-Design-Studio: Ein wandgebundenes Aluminiumregal mit einzeln beleuchteten Böden,variabel positioniert in stromführenden Schienen, lässt sich mit horizontalen Lamellen öffnen und schließen. Auf große Resonanz stieß auch das neue grifflose Programm „Core-A“. Hier bilden Material, Form und Farbe eine Symbiose aus perfekter Funktion. Core-A bietet darüberhinaus eine grundlegend neue Frontoptik, die entscheidenden Einfluss auf die Gesamtwirkung der Küche hat. Eine Alternative zu dieser grifflosen Varianten stellt das Modell „Contino“ dar, bei dem die Arbeitsplatte durch die direkt darunter positionierte, wahlweise passend zur Frontfarbe lackierte Griffmulde einen schwebenden Charakter erhält. „IOS-M“ – puristische Ästhetik in einer auf das Wesentliche reduzierten Formensprache, klare Linienführung, Ruhe und Harmonie kennzeichnen diese Leicht Küche – eine Komposition aus symmetrisch gegliederten Schrankfronten aus mattem Glas. Hier werden Klarheit und Einfachheit signalisiert und damit dem Designverständnis eines modernen und zugleich wohnlichen Purismus entsprowww.leicht.de chen.

Design und LeichtVorstand Stefan Waldenmaier

NABER-CONTURA® Einbauspülen Das Mehr an Komfort, Qualität und Individualität!

Interior+“ , die neue Ausstattungsserie für Hoch- und Hängeschränke bietet den Handelskunden Exklusivität im Markt und neue, überraschende Möglichkeiten der Gestaltung.

Corno zeigt Kontur Wenn sich perfekte Linienführung mit schlichter Eleganz und hochwertiger Verarbeitung stilprägend verbinden, dann hat eine neue EdelstahlEinbauspülenserie wie Corno Anspruch auf exklusive Platzierungen. In Ihrer Ausstellung und in den Küchen Ihrer anspruchsvollen Kunden.

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Architektur + Trend | Küchen

Die neue Porsche P‘7350 Mailand 2014 – Poggenpohl präsentiert sein neuestes Designprodukt

Parallel zum diesjährigen Salone Internazionale del Mobile präsentierte das Poggenpohl Design Center Mailand in der via Galileo Galilei 12 „die neue Porsche P‘7350“.

L

ars Völkel, Geschäftsführer des Unternehmens, Christiane Danielsmeyer, Marketing­ leiterin, und natürlich Chefdesigner Manfred Junker ließen es sich nicht nehmen gemeinsam mit Osvaldo Lo Piano als Gastgeber des Poggenpohl-Studios in Mailand die internationalen Gäste zu begrüßen. Während unseres Besuchs konnten wir den Besuch einer Gruppe von Asiaten und einer Delegation von Brasilianern miterleben. Poggenpohl ist eine internationale Marke mit Reputation und damit ein Zugpferd für designaffine Architekten und Händler aus aller Welt. Durch die Kooperation mit dem Porsche Design Studio trafen bereits bei der Entwicklung der ersten Porsche-Design-Küche, der P‘7340 zwei Unternehmen auf­ einander, die für zeitloses, klares Design stehen. Entstanden ist dabei eine Küche, die sich über die Horizontale definiert und männliche Attribute aufgreift. Eingefasst in einen Rahmen, traditionelle Designlinien brechend, Neuland in der Welt der Küche betretend.

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Küchen | Architektur + Trend

Die P‘7350 setzt ­neben der Horizon­ talen auch auf die Vertikale und inter­pretiert ein neues, außergewöhnliches Küchendesign. Im Kontrast zu der klaren Front-Linienführung stehen massive Design­ blenden, durch die Bereiche der Küchenstruktur betont und einzelne Küchenelemente optisch miteinander verbunden werden können.

Fotos: Poggenpohl 1

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3

1

Poggenpohl-Geschäftsführer Lars

Völkel nach der Begrüßung und Führung der brasilia­nischen Handelspartner durch das

In Mailand präsentierte Poggenpohl nun den zweiten Step seiner Zusammenarbeit mit dem Porsche Design Studio, die P´7350. Sie geht einen anderen, neuartigen Weg und setzt neben der Horizontalen auch auf die Vertikale. Es entsteht ein neues, außergewöhnliches Küchendesign. Durch die in der Küchenmöbelindustrie einzigartige Technik der Gehrungsbearbeitung von Front und Korpus erscheint die Front als filigrane vertikale Linie. Im Kontrast zu der klaren Front-Linienführung stehen die Blades, massive Designblenden, durch die Bereiche der Küchenstruktur betont und einzelne Küchenelemente optisch miteinander verbunden werden können. Die Küche wird so im Design offener und vielfältiger. Bei der P‘7350 paaren sich ­hochwertige Materialien mit schlichtem Design, wird der besondere Charakter der P‘7340 www.poggenpohl.com fortgeführt.

Mailänder Studio. 2

Ein perfektes Team: Christiane Daniels­

meyer, Marketingchefin, und Chefdesigner Manfred Junker. 3

Roman Grädel, V-Zug, veranstaltete in

der Poggenpohl-Location einen gemeinsamen Kundenabend, an dem Eckhardt Witzigmann die Gäste mit allerlei kulinarischen Genüssen verwöhnte. Dass der Combi-Steam XSL dabei sein Können unter Beweis stellte, steht außer Frage.

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technik + komfort | Geräte

Fotos: Miele

Miele Signature – die neuen nachrüstbaren Griffdesigns für Modelle der Designlinie PureLine (v. l.): Gerätegriffe in den Ausführungen Gold, Glas Brillantweiß, aus sehr altem Eichenholz von original Miele-Holzbottich-Waschmaschinen und aus Schiefer (großes Bild) Flexibel kochen: Das Induktionskochfeld KM 6356 mit Wokmulde und drei weiteren Kochzonen, von denen zwei zu einer Fläche für großes Kochgeschirr zusammengeschaltet werden können. Der MultiSteam-Dampferzeuger des DGC 6660 XXLmit dem 68 l großen Garraum: Aus dem Tank hinter der motorisch öffnenden Geräteblende wird das Wasser in den MultiSteam-Dampferzeuger hinter der Garraumrückwand geleitet, in Dampf verwandelt und über acht Einlassöffnungen gleichmäßig im Garraum verteilt.

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Geräte | technik + komfort

Internationale Märkte im Blick Miele setzt auf Individualisierung

Über so viele internationale Besucher wie nie zuvor in Mailand freute sich Miele nach der Eurocucina. Im Mittelpunkt der Miele-Ausstellung stand die neue Einbaugeräte-Generation 6000, in vielen Ländern bereits seit 2013 auf dem Markt und in Mailand um weitere Produkte ergänzt.

D

azu gehörte unter dem Namen „Miele Signature“ eine Griffkollektion, die Endkunden je nach Vorliebe erlaubt, von vergoldeten Griffen bis hin zu Griffen mit Einlagen aus Schiefer, Glas oder veredelten Hölzern Einbaugeräten eine persönliche Note zu geben: Individueller geht’s kaum. Für Herde, Backöfen, Dampfgarer, Mikrowellengeräte und Wärmeschubladen der Einbaugeräte-Generation 6000 als nachkaufbares Zubehör angeboten, können ausschließlich die Griffe der Modelle der Designlinie PureLine umgerüstet werden. Classic, Gold, Vitro, Nature und Heritage – heißen die neuen Griffvarianten. „Classic“ beinhaltet Griffe in der Gerätefarbe Brillantweiß, Obsidianschwarz oder Havanna­ braun. Extravagant ist das Design in der Ausführung „Gold“. „Vitro“ steht für ein elegantes und filigranes Design, wo in den Metallgriff ein Glasstreifen in der jeweiligen Gerätefarbe eingearbeitet ist. Und Griffe der Ausführung „Nature“ sind durch natürliche Materialien veredelt: eine Schiefer-Einlage für den Griff obsidianschwarzer Geräte, Wenge für Havannabraun und schließlich ein künstlich verwitterter Holzfarbton für die Gerätefarbe Brillantweiß. Exklusiv und Individuell Projektentwicklern bietet Miele darüber hinaus die Option der Sonderanfertigung: Wer Wohneinheiten en bloc mit Miele ausstattet, kann sich beispielsweise die Skyline der Stadt in den Gold-Gerätegriff eingravieren lassen. Exklusiv für diese Zielgruppe ist auch die limitierte „Heritage“-Serie bestimmt. Hierfür wird altes Eichenholz aus original Miele-HolzbottichWaschmaschinen aufgearbeitet und in den Griff eingesetzt.

Christian Gerwens in seiner Funktion als Regional Senior Vice President Americas, Australia, New Zealand und Africa war in Mailand in seinem Element und ganz Ohr für seine Kunden.

Mehr Raum Ein 68 Liter großer Garraum und das breite Anwendungsspektrum zeichnen den Dampf­garer mit Backofen DGC 6660 XXL der Designlinie PureLine in den Farben Edelstahl CleanSteel, Brillantweiß, Obsidianschwarz und Havannabraun aus, der im September in den Handel kommt. Dieser Garraum kann über vier Einschubebenen bestückt werden. Kochen international Gezeigt wurden auch ein Induktionskochfeld mit Wokmulde KM 6356. In das 80 Zentimeter breite Kochfeld für den flächenbündigen Einbau ist die Wokmulde in die Glaskeramikfläche eingearbeitet. Die passende Wokpfanne liefert Miele gleich mit. Für klassisches Kochgeschirr wie Töpfe und Bräter stehen drei weitere Kochzonen, davon zwei PowerFlex-Zonen für extra­ großes Kochgeschirr, bereit. Diese lassen sich zu einer großen runden Zone oder zu einer rechteckigen Bräterzone zusammenschalten. Die Hitzeerzeugung im Boden des Kochgeschirrs ist auf der PowerFlex-Zone sehr gleich­mäßig, weil die Anordnung der Induktionsspulen unter der Glaskeramikfläche nahezu l­ückenlos ist für eine konstante Wärmeübertragung auf das Gargut und damit bestmögliche Resultate. www.miele.de 

Miele-Pressemann Michael Prempert vor der Dunstabzugshaube Flyer Black Edition, dem Nachfolger der ersten Kopffrei-Dunstabzugshaube, die Miele bereits 2001 auf den Markt gebracht hatte.

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technik + komfort | Geräte

Bei Gaggenau standen die Kochgeräte und Weinklimaschränke als Werkzeuge kulinarischer Prozesse im Fokus des – einen klassischen Vierkanthof zitierenden – Messestands auf der Eurocucina. Slow Baker Ingo Rasche ließ historische Verfahren des Brotbackens wieder aufleben, Cesare Casella zelebrierte authentische italienische Kochkultur und als Botschafterin der Teroldego-Traube stellte Myrtha, die Tochter der Winzerin Elisabetta temperiert.

Foto: Gaggenau

Foradori, die Weine ihrer Mutter vor, perfekt www.gaggenau.com

Ebenso wichtig wie die technische Perfektion ist Bosch die passende Optik. So legte Bosch erst 2013 bei den ColorGlass Kühlgeräten nach: Für die praktische und komfortable Indoor-Elektronik wurde das Display mit gut ablesbarer und präzise einstellbarerer Digital­ anzeige nahtlos in das moderne Türdesign integriert.

www.bosch-home.com

Als Studie präsentierte Electrolux einen Geschirrspüler, dessen unterer Geschirrkorb sich dank eines zusammen mit Hettich entwickelten Beschlags auch in beladenem Zustand leicht und gleichmäßig bis auf die Höhe des oberen Korbes vor den Korpus des Korb komfortabel be- und entladen. Der Einbau-Kräutergewächsschrank daneben war ebenfalls ein Hingucker. Foto: Electrolux

Foto: Bosch

Geräts bewegen lässt. So lässt sich der untere

Bei Siemens standen Simplexity und Connectivity-Szenarien im Hausgerätebereich im Fokus der Präsentation in Mailand. Die Umstellung auf TFT-Displays erlaubt, in vielen internationalen Sprachen im Klartext anzuzeigen, welche Funktion die Geräte gerade ausführen oder ausführen sollen. So lassen sich die umfangreichen Möglichkeiten der Geräte, wie z. B. des Dampfbackofens

Foto: Siemens

HB38D585 voll nutzen.

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www.siemens-home.de

www.electrolux.com


Foto: Neff

Geräte | technik + komfort

TwistPad® von Neff, der stylische Bedienknopf mit integriertem Wisch-

Markus Wegmann, Franke-Vertriebsleiter, zeigte das Sinos-Concept,

schutz steuert im Handumdrehen alle Funktionen – auch auf den neuen,

Dunstabzugshaube und Kochfeld sind nicht nur im Design aufeinander

weiter entwickelten FlexInduction-Feldern von Neff. Ausprobieren war

abgestimmt, sondern kommunizieren miteinander über ZigBee. Je nach

in Mailand ausdrücklich erwünscht. So war die selbsterklärende, intelli-

der Aktivität auf dem Kochfeld regelt sich die Abzugsleistung der Haube.

gente Benutzerführung unmittelbar erlebbar.

www.franke.de

www.neff.de

tmann

u Foto: G

Patric Schleicher, Exklusiv-Hauben Gutmann, zeigte auf dem Elica Stand unter anderem die modulare Muldenlüftung Abajo in Kombination mit unterschiedlichen Kochfeldtypen. Sie punktet durch das zurück­ genommene Design und die einheitliche Rahmengestaltung, einfache Handhabung und effektive Absaugung. www.gutmann-exklusiv.de

Liebherr brachte auch sein Highlight bei den Weinschränken, den Vinidor Wein-Unterbauschrank UWT 1682 mit TipOpen-Technologie für die Integration in grifflose Küchenmöbel mit. Durch leichtes Antippen der Glastür öffnet sich diese 7 cm weit und erlaubt einen bequemen Eingriff zum vollständigen Öffnen. www.liebherr.com

küche + architektur | 25 Foto: Liebherr


Fotos: Bauknecht

Technik + komfort | Geräte

Dank Beschichtung mit dem widerstandsfähigen iXelium ist die grifflose Kosmos Einbaugerätelinie nicht nur besonders kratzfest und unempfindlich gegen Verfärbungen, sondern auch schnell und einfach mit klarem W ­ asser zu reinigen.

Qualität ist Trumpf – Grifflos ist Trend Bauknecht-Geschäftsführer Marten van der Mei nimmt Stellung „Der Kauf einer neuen Küche und der Geräte stellt den Verbraucher vor viele Fragen“, so Marten van der Mei, Geschäftsführer der Bauknecht Hausgeräte GmbH in Stuttgart. „Natürlich stehen Qualität und Funktionalität dabei an erster Stelle – die Küche soll schließlich lange halten.“ Ein nicht unwesentlicher Faktor dieser Langlebigkeit ist dabei die Beschaffenheit der Oberfläche. Das gilt nicht nur für die Möbel, sondern auch für die Einbaugeräte. Marten van der Mei: „Unempfindliche und leicht zu reinigende Oberflächen lassen Haushaltsgeräte selbst nach Jahren intensiver Nutzung noch wie neu aussehen.“ Wie Bauknecht auf diese Herausforderungen reagiert, gibt das folgende Interview mit dem engagierten Manager wieder.

Marten van der Mei, Geschäftsführer der Bauknecht Hausgeräte GmbH

Herr van der Mei, Bauknecht setzt in diesem Jahr stark auf das Einbaugerätesegment. Welche Trends dürfen wir aus Ihrem Haus erwarten? Bauknecht zeichnet sich schon immer durch seine besondere Kundenorientierung aus. Deshalb setzen wir auf die Kombination von höchster Qualität gepaart mit einem besonderen Extra. Dazu zählen: Öfen, die dabei helfen, besonders schonend und lecker zu kochen; Oberflächen und Innenräume, die sich besonders leicht reinigen lassen; Design, das Persönlichkeit in die Küche bringt. Welche Erwartungshaltung haben Ihrer Meinung nach die Konsumenten heutzutage beim Küchenkauf – worauf muss sich der Markt einstellen? Die Kunden wissen mittlerweile sehr genau, was sie wollen und haben deutlich höhere Ansprüche als früher: Beste Qualität und Verarbeitung gepaart mit inspirierendem Design und pflegeleichten Oberflächen, die im Alltag Stress und Mühe sparen. Der Preis spielt natürlich auch eine Rolle – aber er ist nicht mehr das wichtigste Kriterium beim Küchenkauf. Die Küche wird zunehmend zum Wohnraum und auch zu einem Statussymbol – nicht mehr länger steht die Zweckmäßigkeit an erster Stelle. In der Küche werden heutzutage nicht nur leckere Gerichte gezaubert, sondern sie soll auch optisch beeindrucken.

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Die Kosmos-Linie mit iXelium-Oberfläche wurde jüngst mit dem Kücheninnovations­ preis ausgezeichnet. Worin liegen die Produktvorteile? Die innovative iXelium Nanobeschichtung der iXelium Kosmos Serie von Bauknecht erweitert die beeindruckende Optik um eine wichtige funktionale Dimension: Die Beschichtung verhindert Verfärbungen und Kratzer an den Oberflächen und sorgt dafür, dass die grifflosen Geräte auch nach jahrelanger, intensiver Nutzung wie neu aussehen. Zudem lassen sich die Oberflächen ganz einfach nur mit Wasser reinigen. Mit ihrem eleganten, minimalistischen Design fügen sich die Geräte dabei harmonisch in jede moderne Küche ein. Welche Design-Trends sehen Sie für die kommenden Jahre? Der Trend geht ganz eindeutig zu edlem, funktionalem Design: Zu Produkten, die neben bester Verarbeitung und hochwertigem Design einen zusätzlichen Mehrwert bieten. Dazu zählen pflegeleichte Oberflächen wie iXelium, aber auch Produkte wie die Bauknecht Galerie: Diese Dunst­ abzugshaube mit austauschbarer Designfront sorgt nicht nur für gute Luft in der Küche, sondern bringt auch Persönlichkeit und einen Hauch von Kunst in die Küche. www.whirlpoolcorp.com | www.bauknecht.eu 


Schön. Und schön leise: Sensys Es gibt ein Scharnier, das von außen und innen begeistert: Sensys. Hinter seinem starken Aussehen verbirgt sich sanfter Komfortgewinn. Völlig lautlos schließen Drehtüren wie von selbst. Durch den einzigartig großen Selbstanzug und die integrierte Dämpfung schafft Sensys ein exklusives Schließerlebnis. Das nennen wir eine Innovation: preisgekröntes Design und perfekte Funktion. Mehr dazu auf www.hettich.com

+ 40° C + 20° C + 5° C

Das Sensys Scharnier bietet einen einzigartig großen Selbstanzug ab 35°. Nie wieder offen stehende Schranktüren.

Der Trend hin zu schmalen Sichtfugen und dicken Türen kann mit dem Dicktürscharnier realisiert werden.

Mit Sensys ist eine perfekte Schließ- und Dämpfungsfunktion im außergewöhnlich großen Temperaturbereich von + 5° C bis + 40° C gewährleistet.

Sensys hat eine sehr gute Dämpfcharakteristik bei kleinen und bei großen, schweren Türen (z. B. bei 60 x 90 cm mit nur zwei Scharnieren und bei 60 x 200 cm mit nur vier Scharnieren).

Die Sensys Montageplatte lässt sich auch für sämtliche Intermat SchnellmontageScharniere einsetzen, so dass sich Möbelprogramme wirtschaftlich differenzieren lassen können.

Mit dem neuen Weitwinkelscharnier mit integriertem Silent System können Innenschubkästen ohne Distanzleisten durch Null-Einsprung eingesetzt werden. Die Fingersicherheit ist bei jeder Türposition gegeben.

Das Scharnier mit perfekter Dämpfung und formvollendetem Design: Sensys


STRAtegie + kompetenz

Ein edles, puristisches Design, das eine einfache Be­dienung und hohe Funktionalität vereint: Der außergewöhn­ liche Stil der Neo Linie hat mit dem Idea Award einen der renommiertesten internationalen DesignPreise gewonnen.

Die Zukunft gehört den Hausgeräten Samsung startet durch

Samsung Electronics Co. Ltd. will innerhalb der nächsten vier Jahre seinen Marktanteil bei Hausgeräten weltweit weiter ausbauen. Angestrebt ist die zehn Prozent Marke. Im Visier der Koreaner steht dabei auch der deutsche Markt. Verantwortlicher Sales Manager für den deutschen Küchen- und Möbelfachhandel ist Jan Vollrath. Gemeinsam mit dem bis dato neunköpfigen Außendienst-Team und einem bis Ende des Jahres 20-köpfigen bundesweit flächendeckend agierenden Samsung eigenen Kundendienstteam will er step-by-step mehr und mehr Küchenspezialisten von den innovativen Samsung Markenprodukten überzeugen.

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STRAtegie + kompetenz

J

Differenzierungspotenzial für den Küchenprofi „Natürlich profitieren wir von der Markenbekanntheit des Bereichs Consumer Electronics“, unterstreicht Diana Diefenbach, Marketing Communication Manager Hausgeräte bei Samsung Electronics. „Bei Kühlgeräten liegt unser Markenbekanntheitsgrad ungestützt bei über elf Prozent“, freut sie sich. Mit seinen freistehenden Geräten hat sich Samsung bereits seit einigen Jahren einen Namen gemacht. Was den Küchen- und Möbelfachhandel anbelangt, sorgte der Multinational bereits 2011 mit seinem Twin Cooking Ofen für Aufsehen. „Dieses Gerät ist eine interessante Alternative zu so manch etablierten A-Marken-Gerät“, betont Jan Vollrath. „In welchem Ofen sonst ist es möglich, zwei Garräume gleichzeitig zu nutzen. Und das nicht nur bei unterschiedlichen Temperaturen, sondern auch bei unterschiedlichen Betriebsarten, Dampfgaren inklusive.“ Als Vollsortimenter für den Vertriebskanal Küchen- und Möbelfachhandel trat Samsung erstmals im Herbst 2012 auf, im Herbst 2013 wurde „Neo“ präsentiert, die Einbaugerätelinie für die Küchenprofis. Und die Produkte kommen an: „Bundesweit gesehen ist unser gesamtes Hausgeräteprogramm nahezu flächendeckend über unsere Partner im Handel verfügbar.“ Der Forderung nach Individualisierungspotenzial kommt Samsung durch eine Reihe innovativer adaptiver Produktfeatures nach, die aus einem Standardprodukt ein auf die Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnittenes Premiumgerät machen. Die von Samsung bei der Produktion angewandte Plattformstrategie sorgt dabei für eine gleichbleibend gute Qualität und gewährleistet ein adäquates Preis-Leistungs-Verhältnis. Triple A ist nicht alles Komfort und Nutzen der Geräte haben für Samsung höchste Priorität und das über alle Produktsparten und Vertriebskanäle hinweg. Im Bereich Kühlen kommen No Frost-Kühlgefrierkombinationen in der höchsten Energieeffizienzklasse A+++, das Side-by-Side Sortiment bringt A++ und No Frost und wurde jetzt um zwei Modelle mit A+++ und No Frost ergänzt, die auf der Roadshow neu vorgestellt wurden, „… und der Bereich Kühltechnik ist dabei nur eines der nennenswerten Beispiele. Unsere Geräte sollen sich über die Faktoren Energieeffizienz und Langlebigkeit hinaus profilieren“, betont Jan Vollrath und verweist auf die Serviceorientiertheit, Innovationskraft und nicht zuletzt das Design. „Sie können davon ausgehen, dass wir all unsere Hausgeräte selbst entwickeln“, betont der dynamische Manager. „Die einzige Ausnahme bilden die Dunstabzugshauben.“ „Diese technisch sehr speziellen Produkte kaufen wir in Italien zu“, ergänzt Diana Diefenbach. Die meisten weiteren Hausgeräteinnovationen kommen aus dem Samsung European Research Center in Stuttgart. „Nicht umsonst investiert Samsung jährlich rund acht Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Das tut kaum ein anderes Unternehmen“, betont Diana Diefenbach. Ein beachtlicher Anteil, wenn man bedenkt, dass der Umsatz des Mischkonzerns derzeit bei 208,4 Milliarden Euro liegt. Dass die Investitionen auch in den Bereich neuer Hausgeräte fließen, beweist das Unternehmen immer wieder neu: Jüngstes Kind der Samsung-Hausgeräte-Ingenieure ist der Samsung Food ShowCase, ein Produkt, dessen Raumkonzept sich einerseits an den Nutzungsansprüchen unterschiedlicher Familienmitglieder und andererseits an den Ver-

Fotos: Samsung

an Vollrath verfügt über 15 Jahre Vertriebserfahrung in verschiedenen Führungsposi­ tionen unterschiedlicher Technologieunternehmen und war von 2012 bis Ende 2013 bei Samsung als Business Development-Berater tätig. Wir treffen den sympathischen Sales Manager auf der Samsung Road-Show in Frankfurt. „Samsung verkaufte 2013 alle 30 Minuten weltweit 18.000 Smartphones (laut den Zahlen von Strategy Analytics). Im Hausgerätebereich in Deutschland ist es Samsung gelungen innerhalb des schwierigen Marktumfelds des Jahres 2013 um 23 Prozent zu wachsen“, erläutert er. Auch in Deutschland ist die Marke nicht mehr wegzudenken.

Optisch und funktional ein echtes Highlight in jeder Küche: Samsung Einbaubacköfen mit Twin Cooking-Funktion lassen sich in zwei ­Garräume teilen, sodass Hauptgang und Nachtisch zeitgleich zubereitet werden können.

Jan Vollrath, verantwortlicher Sales ­Manager für den deutschen Küchen- und Möbelfachhandel, und Diana Diefenbach, ­Marketing Communication Manager Haus­ geräte bei Samsung Electronics

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STRAtegie + kompetenz

Jüngstes Kind der Samsung-Hausge­ räte-Ingenieure ist der Samsung Food ShowCase. Auf welcher nationalen oder internationalen Messe das Unternehmen dieses designstarke und praktische Gerät auch präsentiert, es wird sofort zum Publikumsmagneten.

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wendungszwecken und -häufigkeiten verschiedener Waren orientiert. Auf welcher nationalen oder internationalen Messe das Unternehmen dieses designstarke und praktische Gerät auch präsentiert, es wird sofort zum Publikumsmagneten. So auch auf der Roadshow: Menschentrauben machten es schwer, das Gerät zu fotografieren. Dass diese Innovation auch im Küchen- und Möbelfachhandel für Aufsehen sorgen wird, dessen ist das dynamische Team sicher. „Solche Produkte“, davon ist Jan Vollrath überzeugt „sind beratungsintensiv und lassen sich am besten über kompetente Küchenspezialisten verkaufen. Selbstverständlich bieten wir unseren Partnern im Handel die Möglichkeit einer Vorort-Schulung an, die durch einen unserer derzeit fünf kompetenten Trainer erfolgt. Wir würden uns freuen, wenn unsere Handelspartner nicht nur unsere Einbaugeräte, sondern auch die freistehenden Geräte mit in ihre innenarchitektonischen Planungen einbinden würden.“ Partnerschaft muss belohnt werden Mit der Gießkanne will Jan Vollrath diese Produkte im Handel bei weitem nicht streuen. „Wir bevorzugen gelebte Partnerschaften“, betont er. Festgelegte Abnahmemengen gibt Samsung dabei nicht vor. Vielmehr setzen Jan Vollrath und sein Team auf ein faires Amortisationskonzept. „Wer zwischen drei und sechs Samsung-Geräten in seiner Ausstellung platziert, erhält natürlich entsprechende Sonderkonditionen. Und wer dann noch den vereinbarten Jahresmindestumsatz erreicht, dem vergüten wir seinen Einsatz zudem durch eine Gutschrift auf alle platzierten Geräte“, erläutert der versierte Vertriebsmann. Handelspartner, die mit Samsung kooperieren, und deren Kunden sollen nicht nur Produkte zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern auch ein Rundum-sorglos-Paket erhalten. Unterstützung bei Kochevents gehört ebenso dazu, wie endverbraucherorientierte verkaufsunterstützende Unterlagen. Nicht zu vergessen das exklusiv für Samsung agierende Kundendienstteam des Unternehmens. „Bis Ende dieses Jahres wollen wir den Kundendienst auf 20 Personen aufstocken“, betont der dynamische Vertriebsprofi. Ausgestattet mit eigenen Fahrzeugen, bestem technischen Wissen und den richtigen Ersatzteilen ist damit die Kompetenz dieses Services garantiert. Und dass das alles zügig vonstatten geht, dafür sorgt das eigens von Samsung dafür eingerichtete Callcenter, das via Hotline rund um die Uhr verfügbar ist und dessen Mitarbeiter das Ganze koordinieren. „Nahezu all unsere Geräte sind innerhalb von gerade einmal zwei Werktagen erhältlich“, betont Jan Vollrath. Dass die Hausgerätesparte des koreanischen Mischkonzerns von dem durchaus positiven Image der Sparte Consumer Electronics mit ihren innovativen Smartphones, Tablets, TVs usw. profitiert, steht außer Frage. „Trotz unseres europaweiten Marktanteils an freistehenden Kühlgeräten von 36 Prozent, ist der Bereich Hausgeräte derzeit noch der kleinste im Samsung Produktportfolio“, so Jan Vollrath. „Da sich jedoch der Gesamtmarkt Consumer Electronics derzeit rückläufig zeigt, der der Hausgeräte aber noch immer Wachstumspotenzial aufweist, sehen wir für unsere Sparte auch weiterhin gute Chancen.“ „Bislang sind Sie also mit Ihrem Erfolg zufrieden?“, fragen wir den sympathischen Vertriebsprofi. Die Antwort kommt spontan: „Wir sind Samsung. Wir sind nie zufrieden!“ www.samsung.com/de


VORRATSSCHRANKAUSZUG VSA: STAURAUM, DER BEWEGT! Hochschrankauszüge begeistern seit jeher durch maximalen Stauraum und einfachen Zugriff. Die Produktinnovation Vorratsschrankauszug VSA setzt dabei in Sachen Komfort und Design neue Maßstäbe. Ihn zeichnet vor allem sein Öffnungsmechanismus aus, der das Staugut in einem Zug automatisch auf den Nutzer zubewegt und so für optimalen Überblick sorgt. Ausgestattet mit dem attraktiven Korbprogramm Premea Artline, stellt der VSA die komfortabelste und schönste Art der Bevorratung in modernen Küchen dar. Vauth-Sagel – seit 1962. www.vauth-sagel.de


technik + komfort | Geräte

Kochfeld und Backofen – Duo infernale auf hohem Niveau Geräte rund ums Kochen und Backen: Wird der Luxus zum Standard? ­Spezialisten aus der Hausgeräteindustrie schildern ihre Sicht der Dinge.

Mit welchen Kochfeldern und Backofen wird die durchschnittliche Küche Ihrer Erfahrung nach in Deutschland bestückt? Wie hoch ist die Nachfrage nach 90 cm breiten Kochfel­ dern? Welchen Stellenwert hat das Induktionskochfeld in modernen Küchen? Besteht ein gesteigertes Interesse an flächenbündigen Kochfeldern? Herd oder autarkes Kochfeld und hocheingebauter Backofen? Wohin geht die Reise mittelfristig? Thomas Wilbrand, Trade Manager Kitchen Bauknecht Hausgeräte GmbH, Matthias Rüder, Produktbereich Herde bei Bosch, Norbert Behringer, Leiter Produktmarketing Einbaugeräte Electrolux Deutschland und Österreich, Michael Henkenjohann, Produktmanager Kochgeräte der Miele Vertriebs­ gesellschaft Deutschland, Andrea Heiner Kruckas, Marketing-Director der Küppersbusch Hausgeräte GmbH, Nikolaus Fleischhacker, geschäftsführender Gesellschafter Oranier, und Roland Hagenbucher, Geschäftsführer Siemens-Electrogeräte GmbH, schilderten uns an Hand von Einzelstatements ihre Erfahrungswerte und Visionen.

Fotos: Miele

„Miele hat mit PowerFlex-­Geräten neue Maßstäbe bei Leistung und Flexibilität gesetzt und wurde dafür mit dem BMK-Innovationspreis 2013 ausgezeichnet.“ Michael Henkenjohann, Produktmanager Kochgeräte, Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland, www.miele.de

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Geräte | technik + komfort

Das Kupfer-­ Designkit gibt es für Kücheneinbaugeräte, Insel- und Kamindunstabzugshauben, ein freistehendes Kühlgerät sowie für

M

ichael Henkenjohann ist Produktmanager Kochgeräte der Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland. Tag für Tag setzen er und sein Team sich mit Wünschen, Bedürfnissen und Gewohnheiten von Endverbrauchern auseinander, um diese in neue Produktentwicklungen mit einfließen zu lassen. Seiner Erkenntnis zufolge hat sich ein Trend hin zu mehr Qualität entwickelt. „Bereits im mittleren Preisbereich sind die Küchen überwiegend mit hoch eingebautem Backofen und getrennt davon installiertem autarken Kochfeld ausgestattet.“ „Beim Backofen sind die Mindestanforderungen relativ klar: Ohne elektronische Uhr geht es nicht, außerdem wird in Deutschland laut GfK mittlerweile mehr als jeder vierte Euro im Bereich Backöfen für ein Gerät mit der Selbstreinigungstechnik Pyrolyse ausgegeben“, schildert Matthias Rüder, Produktbereich Herde bei Bosch. „Gerade bei der Reinigung stehen Komfort und Aufwandsersparnis im Fokus. Unsere Backöfen mit Pyrolyse haben laut GfK in 2013 beim wertmäßigen Marktanteil um 3,5 Prozent zugelegt. Auszugstechniken wie komfortable Teleskopauszüge werden im mittleren Preissegment zunehmend zur Standardausstattung.“ Wie Norbert Behringer, Leiter Produktmarketing Einbaugeräte Electrolux Deutschland und Österreich, beobachtet, „... legt der Verbraucher vor allem Wert auf Komfort, Qualität, Sicherheit und einfache Bedienung. Daher liegt in der Regel das besondere Augenmerk bei der Entscheidung für einen Backofen vor allem auf der Vielfalt der Beheizungsarten, mit denen sich die verschiedensten Gerichte zaubern lassen. Daneben führen Features wie kühle Fronten, einfache Bedienung, Teleskopauszüge, Elektronik mit Programmautomatik oder auch Reinigungshilfen wie etwa Pyrolyse die Wunschliste der Verbraucher an.

Fotos: Küppersbusch

Wärmeschubladen.

„Der Trend zu mehr Individualisierung ist in unserem Segment klar zu erkennen, daher werden wir das Küppersbusch Individual Konzept auch weiter ausbauen, indem wir zwei neue Farben auf den Markt bringen. Mit Küppersbusch Individual kann der Kunde unsere Geräte nach seinen persönlichen Vorlieben anpassen und zwischen insgesamt 10 Design Varianten wählen: Ob schwarze oder weißen Variante, farbige Griffe und Dekorleisten, alles ist möglich. Ab sofort bietet Küppersbusch diese Leisten im Farbton Kupfer an und rundet die Copper Edition durch individualisierbare Insel- und KaminDunstabzugshauben, ein freistehendes (schwarzes) Kühlgerät sowie Wärmeschubladen ab.“ Andrea Heiner-Kruckas, Marketingdirector Küppersbusch Hausgeräte, www.kueppersbusch.de

Bei den Kochfeldern sind Glaskeramik-Kochfelder mit flexiblen 2- oder 3-Kreis-Kochfeldern oder solche mit Bräterzone mittlerweile Standard. In der anspruchsvolleren Küchen hat sich mittlerweile Induktion etabliert, was sich alleine schon an den Marktzahlen zeigt: Wertmäßig macht dieses Segment rund 50 Prozent des Umsatzes mit Kochfeldern aus. Mengenmäßig rund 25 Prozent!“ Nach den Erfahrungen von Siemens, so Geschäftsführer Roland Hagenbucher, zählt Induktion bei den Kochfeldern mittlerweile zum Standard: „In jeder zweiten Küche mit Siemens-Kochfeld wird heute ein Induktionskochfeld gewählt. Bei den Backöfen liegt nach wie vor der klassische 60-cm-Backofen ganz vorne, mit den üblichen fünf oder mehr Beheizungsarten. An Extras ist dabei die Selbstreinigungsfunktion sehr begehrt. Das verwundert nicht: Laut einer aktuellen Umfrage

des Zukunftsinstituts empfinden 59 Prozent der Deutschen „Backofen reinigen“ als „besonders lästig“. Damit ist es das Schlusslicht unter allen Tätigkeiten im Haushalt.“ „Zudem wächst die Nachfrage nach 80 Zentimeter breiten Kochstellen und damit auch der Wunsch nach mehr Kochzonen. In Zukunft wird es daher ein erhöhtes Interesse an bis zu fünf Stellen geben“, prognostiziert Matthias Rüder, Bosch. „Der durchschnittliche Konsument entscheidet sich nach wie vor für ein 60 cm breites Elektro-Kochfeld und einen Backofen, welcher in der Regel mit Uhr bzw. Timer ausgestattet ist. Dabei sind Zusatzfunktionen wie Induktion, aber auch pflegeleichte Oberflächen und selbstreinigende Öfen klar im Aufschwung“, ergänzt Thomas Wilbrand, Trade Manager Kitchen Bauknecht Hausgeräte GmbH. Aber auch Sicherheitsaspekte, wie küche + architektur | 33


Fotos: AEG

technik + komfort | Geräte

Beim Sous Vide Garen werden die Zutaten zuerst in Plastikbeuteln vakuumiert und danach bei niedrigen Temperaturen von bis zu 80 Grad schonend gegart. Mit 25 Beheizungsarten und 100 Automatikrezepte, einem extra großen Garraum und einem übersichtlichen Navigationsdisplay bietet der AEG ProCombi Sous Vide Multi-Dampfgarer alle bewährten Funktionen,die sich über einen intuitiv bedienbaren Navigations­

„Wie wir beobachten, legt der Verbraucher vor allem Wert auf Komfort, Qualität, Sicherheit und einfache Bedienung. Daher liegt in der Regel das besondere Augenmerk bei der Entscheidung für einen Backofen vor allem auf der Vielfalt der Beheizungsarten, mit denen sich die verschiedensten Gerichte zaubern lassen. Daneben führen Features wie kühle Fronten, einfache Bedienung, Teleskopauszüge, Elektronik mit Programmautomatik oder auch Reinigungshilfen wie etwa Pyrolyse die Wunschliste der Verbraucher an. Wer an seine Küchenausstattung noch höhere Ansprüche stellt, der wird Backöfen mit Dampfprogrammen bevorzugen.“

drehwähler mit Display und Touch Control ganz nach Wunsch einfach auswählen lassen. Der Kerntemperatursensor im Backofen behält die Kontrolle über den Garprozess und zeigt über das Multifunktionsdisplay jederzeit den aktuellen Garzustand der Zutaten, Beheizungsart, Temperatur­ höhe und Zeit an.

Norbert Behringer, Leiter Produktmarketing Einbaugeräte Electrolux Deutschland und Österreich, www.aeg.de

z. B. Kindersicherung, Restwärmeanzeige usw. sind laut Diana Diefenbach, Samsung Mar­ keting Communication Manager CE White Good nicht mehr wegzudenken. „Alle Geräte, die über weitere komfortable Features verfügen“, weiß sie aus Erfahrung, „verkaufen sich dort gut, wo der Verbraucher gut beraten wird.“ Apropos Einbau-Backöfen: „Sie verzeichnen in den letzten Jahren ein beständiges Wachstum, machten in 2013 bereits 44% des Gesamtmarktes in Deutschland aus und werden mittelfristig den klassischen Einbauherd überholen“, das betont vor allem Michael Henkenjohann, Miele. „Backöfen der Durchschnittsküche sind häufig mittels Knebel bedienbar“, so Andrea Heiner-Kruckas, Küppersbusch, „und sollten über die Beheizungsarten Heißluft sowie Ober- und Unterhitze verfügen. Auch das Bratenthermometer erfreut sich des Interesses der Endverbrau34 | küche + architektur

cher.“ Bedeutendster Vertriebskanal für Backöfen ist der Küchen-/Möbelfachhandel, wobei in Küchenstudios noch einmal deutlich mehr Backöfen verkauft werden als im Möbelhandel. Wie sieht das bei der Vermarktung induktiver Kochfelder aus? „Für 2014 gehen wir davon aus, dass sie beim Verkauf mit der herkömmlichen Strahlungswärmetechnologie gleichziehen wird“, schildert Matthias Rüder, Bosch, seine Einschätzung. „Dem Induktionskochfeld gehört die Zukunft. Wir verzeichnen hier seit Jahren eine kontinuierlich steigende Nachfrage“, betont der Siemens-Chef Roland Hagenbucher und ergänzt: „Schon heute sind die Mehrzahl der verkauften Siemens Kochfelder und Herde Induktions-Geräte. Das liegt zum einen natürlich an den generellen Vorteilen der

Induktion wie Schnelligkeit, Sicherheit und Reinigungsfreundlichkeit. Daneben spielt aber auch eine Rolle, dass Induktion ganz neue Möglichkeiten beim Kochen eröffnet, wie z.B. unsere VarioInduktion, je zwei Kochzonen zu einer großen Fläche zusammenzuschalten. Oder die absolute Luxusvariante, unsere Vollflächeninduktion, bei der das gesamte Kochfeld zur Verfügung steht und das intelligente User Interface automatisch Größe und Position des Kochgeschirrs erkennt.“ „In der anspruchsvolleren Küchen hat sich mittlerweile Induktion etabliert, was sich alleine schon an den Marktzahlen zeigt: Wertmäßig macht dieses Segment rund 50 Prozent des Umsatzes mit Kochfeldern aus. Mengenmäßig rund 25 %, das bedeutet, jedes vierte Kochfeld ist heute induktiv!“, beziffert Norbert Behringer, Electrolux, den Stellenwert von Induktionskochfeldern. Immer mehr


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technik + komfort | Geräte

„Flächenbündiger Einbau nimmt zu, je höherwertiger das Kochfeld ist. Bei unserer Flächeninduktion werden inzwischen fast 30 % der Koch­ felder flächenbündig eingebaut.“ Nikolaus Fleischhacker, geschäftsführender Gesellschafter Oranier Küchentechnik GmbH, www.oranier.com Foto: Oranier

Kochfeld, 90 cm breit von Oranier

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Verbraucher schätzen Schnelligkeit, präzise Leistungsregulierung und die einfache Reinigung beim Kochen mit Induktion. „Durch den Preisverfall bei der Induktion werden HighLight Kochfelder nicht mehr als die günstige Alternative gesehen, sondern von Leuten gekauft, die sich nicht von ihren guten alten Töpfen trennen können. Diese Oldies werden jeden Tag weniger“, Nikolaus Fleischhacker, geschäftsführender Gesellschafter Oranier, zeigt sich überzeugt. Gründe, durch die das Absatzvolumen von Induktionskochfeldern in den letzten Jahren überproportional gestiegen ist: „… gerade bei Küchenneuplanungen“, so Matthias Rüder, Bosch. „…spielt aber auch zunehmend eine Rolle im Ersatzbedarf “, ergänzt Norbert Behringer, Electrolux. „Wichtigster Vertriebskanal für Induktionskochfelder ist der Küchen-/Möbelfachhandel mit einem Anteil von fast 70%“, betont Michael Henkenjohann, Miele: „Aber auch

Fotos: Siemens

FlächenInduktions-

der Elektrofachhandel hat dieses Potenzial erkannt und setzt stärker auf das Thema Induktion.“ Die Wahrnehmung einer kontinuierlich steigenden Nachfrage von Induktionskochfeldern teilen sich auch Andrea Heiner-Kruckas, Marketing-Director der Küppersbusch Hausgeräte GmbH, und Thomas Wilbrand, Trade Manager Kitchen Bauknecht Hausgeräte GmbH, der anmerkt: „Sie sind effizienter als alle anderen Technologien, die Steuerung der Hitze ist genauer und schneller, zudem erhitzt sich nur der Topf und nicht die Glaskeramik.“ Gefragt: breitere Kochfelder Was breitere Kochfelder anbelangt, verzeichnen die meisten Hersteller eine steigende Nachfrage. „Wir können in diesem Zusammenhang einen positiven Trend beobachten. Der Wunsch nach noch mehr Komfort und Freiheit beim Kochen steigt – insbesondere

„Generell stellen wir fest, dass sich der „Standard“ in Richtung „Luxus“ ver­schiebt: Das Thema Küche hat an Stellenwert gewonnen, der Prestige-Faktor ist deutlich gestiegen. Laut der bereits genannten Umfrage ist für 57 Prozent der Befragten „ein tolle Küche“ wichtig. Das Auto (27 %) landete deutlich abgeschlagen auf Rang zwei vor Hi-Fi-/Videoanlage (8%) sowie vor Smartphone und Tablet (7 %).“ Roland Hagenbucher, Geschäftsführer Siemens-Electrogeräte GmbH, www.siemens-home.de


Geräte | technik + komfort

Flexinduktion von Bosch für gleichmäßige Wärme­ verteilung und präzise

Fotos: Bosch

Topferkennung

bei hochwertigen Küchen“, erläutert Roland Hagenbucher, Siemens. „Obwohl noch rund 80 Prozent des deutschen Gesamtmarktes Kochfelder in klassischer 60er Breite ausmachen, legen 70, 80 und 90 Zentimeter breite Modelle beständig zu“, beschreibt Michel Henkenjohann, Miele, die Entwicklung. „Sofern es die Küchenplanung zulässt, werden in Deutschland weniger 90 cm als 80 cm breite Kochfelder eingebaut, da sie gegenüber der Standardbreite von 60 cm unter ergonomischen und Flexibilitätsgesichtspunkten sehr viel mehr Komfort bieten“, schildert Nobert Behringer, Electrolux, seine Beobachtung. Auch bei Oranier stellen 90er Kochfelder eher die Ausnahme dar. „Wohingegen 80 cm breite Geräte bei der frei geplanten Küche schon nahe an die Verkaufszahlen der 60er Geräte heranreichen“, informiert Nikolaus Fleischhacker. „Es ist ein klarer Zuwachs spürbar, aber noch machen 90 cm Kochfelder unter fünf Prozent der Verkaufszahlen aus. Wenn Kunden auf breitere Kochfelder setzen, dann sind das in der Regel Induktionskochfelder“, so die Bilanz von Thomas Wilbrand, Bauknecht. Und Andrea Heiner-Kukas, Küppersbusch, ergänzt: „Wir haben auf diesen Trend reagiert und ein weiteres 90 cm Kochfeld ins Angebot genommen, das ab Juni verfügbar sein wird.“ Allerdings ist nach Aussage von Matthias Rüder, Bosch, „... eine Kochfeldabmessung von 90 cm immer noch ein Nischenprodukt. Die Gründe sind nachvollziehbar: Der Platzbedarf in der durchschnittlichen Küche ist meist nicht besonders groß. Und der Kunde ist in der Regel nicht bereit, die wertvolle Arbeitsfläche der Kochfläche zu opfern. Außerdem werden mehr als fünf Kochzonen nur sehr selten benötigt – eine unserer internen Studien bestätigt, dass hauptsächlich zwei bis drei Kochzonen gleichzeitig genutzt werden,

„Aber auch in der klassischen Einbausituation, bei der Kombina­ tion von Herd und Kochfeld, wandelt sich das Bild zum Backofen plus eigenständiger Kochstelle. Die Funktionen der Kochstelle können dabei komfortabel und unabhängig bedient werden und müssen nicht mehr über die Knebel am Herd eingestellt werden. Dazu muss man wissen: In Deutschland finden rund zwei Drittel der täglichen Anwendungen auf dem Kochfeld statt, nur etwa ein Drittel im Backofen. Insofern entspricht dieses Bild klar dem Kochverhalten der Mehrheit der deutschen Haushalte.“ Matthias Rüder, Produktbereich Herde, Bosch, www.bosch-home.com/de

schon vier Zonen in parallelem Einsatz bilden eher die Ausnahme. Ein Kochfeld mit 90 cm Breite hat daher auch einen gewissen Luxuscharakter.“ wie verhält es sich mit dem Ein­bau flächenbündiger Kochfelder? „Wir sehen bei flächenbündigen Kochfeldern eine Steigerung von 10 bis 15 % – allerdings auf niedrigem Niveau. Dies hängt damit zusammen, dass sich diese Kochfelder nur in Stein- oder Marmorplatten integrieren lassen, nicht aber in Holz, was nach wie vor in die Mehrheit der Küchen eingebaut wird“, erläutert Electrolux Produkt-Marketing-Manager Norbert Behringer. „Unser Design steht für gestalterische Klarheit und Reduktion auf das Wesentliche. Daher waren wir schon vor Jahren ein Vorreiter des flächenbündigen Einbaus. Auch wir stellen eine steigende

Nachfrage fest, vor allem bei hochwertigen Küchen, bei denen das Design eine bedeutende Rolle spielt“, unterstreicht Roland Hagenbucher die Bedeutung des Themas. „Ein Wachstum lässt sich beim flächenbündigen Einbau von Kochfeldern durchaus erkennen“, weiß auch Matthias Rüder, Bosch. In der Neuküchenplanung finden sich zunehmend Arbeitsplatten aus Glas, Stein und Granit, und für diese Materialien ist der flächenbündige Einbau die eleganteste Form, befindet auch Michael Henkenjohann, Miele: „Je höherwertiger die Küche, desto häufiger wird ein flächenbündiges Kochfeld gewünscht.“ Matthias Rüder weist darauf hin, dass die flächenbündige Einbauvariante auch kostengünstig umgesetzt werden kann und nicht unbedingt in Verbindung mit teurem Granit zum Einsatz kommen muss: „Daneben findet aber auch unser Einbaurahmen für küche + architektur | 37


Fotos: Bauknecht

technik + komfort | Geräte

Flexicook Induktionskochfelder von Bauknecht sind in 60 cm und 77 cm mit je einer und in 90 cm mit zwei FlexiCookZonen erhältlich.

„Der Stellenwert der Induktionstechnik wächst ständig – mittler­ weile erzielen sie knapp 30% der Gesamtverkaufszahlen von Kochfeldern in Deutschland. Sie sind effizienter als alle anderen Technologien, die Steuerung der Hitze ist genauer und schneller, zudem erhitzt sich nur der Topf und nicht die Glaskeramik. Der Kundenutzen wird durch neue Technologien wie FlexiCook oder Sensorfunktionen, z.B. zum kontrollierten Aufkochen von Wasser ohne Überkochen weiter gesteigert. Zudem findet die effiziente Technik nun auch Platz im Induktionsbackofen, um auch hier Zeit und Energie zu sparen.“ Thomas Wilbrand, Trade Manager Kitchen Bauknecht Hausgeräte GmbH, www.bauknecht.de

den flächenbündigen Einbau bei Schichtstoffarbeitsplatten guten Anklang. Diesen bieten wir für 60 mal 80 cm breite Varianten an.“ Den Trend hin zu flächenbündigen Kochfeldern bestätigen auch Thomas Wilbrand, Bauknecht und Nikolaus Fleischhacker, Oranier, der berichtet: „Bei unserer Flächeninduktion werden inzwischen fast 30 Prozent der Kochfelder flächenbündig eingebaut.“ Backofen – autark und komfor­ tabel von Standard bis Highend „Zumindest im Küchen- und Möbelhandel spielt der klassische, untergebaute Einbauherd kaum mehr eine Rolle. Mit rund 80 % wird der Markt hier von Backöfen mit autarkem Kochfeld dominiert – entweder im Hocheinbau oder im Unterbau. Vorherrschend ist die traditionelle Variante lediglich im Preis-Einstiegsbereich des Küchen- und Möbelhandels 38 | küche + architektur

und im Ersatzbedarfsmarkt des Elektrohandels“, erörtert Norbert Behringer, Electrolux. „Mittelfristig sehen wir den Trend zum autarken Kochfeld mit hocheingebautem Backofen. Ganz deutlich ist diese Entwicklung schon im Bereich Küchenstudios sowie Küchen- und Möbelfachhandel zu erkennen“, teilt Thomas Willbrand, Bauknecht mit. Dem stimmt Diana Diefenbach, Samsung zu und betont: „Die ergonomischen Vorteile sprechen für sich.“ Michael Henkenjohann sieht die ganz ähnlich. „Allerdings“, stellt er fest, „erlebt auch der klassische Herd mit dazugehörigem Induktionskochfeld eine kleine Renaissance. Nahezu alle Markenhersteller bieten heute Modelle mit flexibler Kochzonengestaltung an. „Unseren Zahlen nach geht die Entwicklung klar zur Trennung von Kochfeld und Backofen“, betont auch Siemens-Geschäftsführer Roland Hagenbucher. „Dabei

sind die ergonomischen Vorteile natürlich ausschlaggebend. Aber es gibt auch andere Trends, die diese Entwicklung unterstützen. So entscheidet sich zum Beispiel eine steigende Anzahl von Küchenkäufern heute für einen zusätzlichen Dampfgarer, Dampfbackofen oder einen Einbau-Kaffeevollautomaten. Diese Geräte werden dann, meist in Kombination mit einer Wärmeschublade, auf gleicher Höhe neben dem Backofen eingebaut. So entsteht eine durchgängige Gerätefront.“ „Der Herd wird in der Regel nur noch geplant, wenn es keine Alternative gibt, d.h. bei Platzmangel oder beim Gerätetausch. Neu geplante Küchen haben fast ausschließlich einen hochgebauten Backofen mit einem autarken Kochfeld. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen“, davon ist Nikolaus Fleischhacker, Oranier, überzeugt. Den Trend zum autarken Kochfeld plus Backofen bringt Matthias Rüder, Bosch, zum einen mit der neuen Wohnlichkeit in der Küchenarchitektur in Verbindung, „... aber auch im Ersatzbedarfsgeschäft setzt er sich“, so der Produktmanager, „immer stärker durch. Die Haushalte möchten sich die Flexibilität bewahren, um bei einem eventuellen Küchenneukauf den Backofen in Augenhöhe einzubauen. Aber auch in der klassischen Einbausituation, bei der Kombination von Herd und Kochfeld, wandelt sich das Bild zum Backofen plus eigenständiger Kochstelle. Die Funktionen der Kochstelle können dabei komfortabel und unabhängig bedient werden und müssen nicht mehr über die Knebel am Herd eingestellt werden. Dazu muss man wissen: In Deutschland finden rund zwei Drittel der täglichen Anwendungen auf dem Kochfeld statt, nur etwa ein Drittel im Backofen. Insofern entspricht dieses Bild klar dem Kochverhalten der Mehrheit der deutschen Haushalte.“


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Unternehmen + köpfe

„Wir können Premium!“ Amica macht sich einen Namen

Rund 1,5 Millionen Herde und Backöfen und zirka 600.000 Kochfelder produziert Amica jährlich in seinen Werken im polnischen Wronki. Als Kochgerä­ tespezialist zählt Amica zu den absoluten Könnern seines Fachs. In Polen ist das börsennotierte Unternehmen mit einem Markt­ anteil von 16 Prozent bei Großge­ räten 2013 absoluter Marktführer.

40 | küche + architektur

D

ie deutsche Tochter der international als Vollsortimenter agierenden Gruppe zeichnet für den Vertrieb Deutschland, Benelux, Österreich und die Schweiz verantwortlich. Mit Sitz im münsterländischen Ascheberg trägt sie mit rund 83 Millionen Euro zum Gesamtumsatz der Gruppe von ca. 400 Mio. Euro bei. Bei Standherden ist Amica mit über 27,5 Prozent Anteil sogar Marktführer in Deutschland und das deutlich vor den deutschen A-Marken. „Wir bewegen uns mit unseren freistehenden Herden in einer interessanten Nische“, erläutert Martin Büttner „und das nicht unbedingt im Preiswert-Segment. Es gibt mehr und mehr Menschen, die sich für eine modulare Einrichtungsform entscheiden. Und dafür sind freistehende Elektrogeräte gut geeignet.“ Seit August letzten Jahres ist Martin Büttner neuer Geschäftsführer der Amica International GmbH. Der 55-Jährige ist bereits seit über zehn Jahren für die Unternehmensgruppe tätig und zeichnete zuvor für die internationale Geschäftsentwicklung des multinational agierenden Herstellers verantwortlich. „Zur Amica Gruppe – hinter dem Namen verbergen sich übrigens die Maßeinheiten Ampere und Kalorien – gehören noch drei weitere Marken“, Martin Büttner kennt sich hier aus wie in seiner Westentasche. „Nehmen wir Hansa Hausgeräte, mit dieser Marke sind wir in den CIS-Märkten, Commonwealth of independent states (ehemals GUS), gut unterwegs. Hansa-Produkte sind im mittleren bis oberen Preissegment positioniert. Der deutsche Name sorgt für ein entsprechendes Image. Dann wäre da noch Gram, diese skandinavische Highend-Marke gehört seit 2001 zur Gruppe. Nicht zu vergessen unsere Eigenmarke Premiere, die ausschließlich in Deutschland agiert.“ Für letztere zeichnen er und sein 78-köpfiges Team ebenso verantwortlich wie für die Marke Amica.


Unternehmen + köpfe

Als Vollsortimenter auf Kurs Doch wer die Entwicklung der Marke Amica beobachtet hat, weiß, dass man das Unternehmen bereits seit langem nicht mehr auf freistehende Geräte reduzieren darf. Als Vollsortimenter bedient Amica heute mehr denn je auch das Einbaugerätesegment und hat hinsichtlich der Umsatzanteile in Deutschland nahezu bei allen Produktsparten im Möbelfachhandel die zwanzig Prozent-Hürde erreicht. Was Einbauherde anbelangt, liegt der Anteil sogar bereits bei 25 Prozent. „Wussten Sie, dass wir bereits über 50 Prozent unserer Produkte in Deutschland über Fachhandelskanäle wie Küchen-, Möbel- und Elektrofachhandel vermarkten?“, Martin Büttner freut sich über diese Entwicklung: „Exakt diese Vertriebskanäle möchten wir künftig verstärkt bedienen“, betont der sympathische Vertriebsmann. Nicht umsonst ist die deutsche Amica-Tochter von 2012 auf 2013 um 7 Prozent auf 83 Millionen Euro gewachsen. Die Tatsache, dass sich Amica heute auch im Fachhandel einen Namen gemacht hat, spricht für die Leistungsstärke des Unternehmens. Was 1990 im Cash & Carry- und Versender-Segment noch unter dem Firmennamen Magotra Handelsgesellschaft mbH begann, hat sich darüber hinaus zu einer erfolgreichen C- und in Teilbereichen sogar BMarke entwickelt. „Den Startschuss für den weiteren Ausbau und Aufbau der Vertriebskanäle bildete die Übernahme der Premiere Hausgerätetechnik GmbH in Ascheberg, eines ehemaligen Kunden von Amica. Wir profitieren noch immer vom Know-how des Unternehmers, von dem wir Premiere damals übernommen haben“, verrät Martin Büttner. „Er ist noch heute für uns tätig. Die Niederlassung von Premiere in Ascheberg wurde damals beibehalten und stellt heute die Schnittstelle für den Vertrieb der Amica- und der Premiere-Geräte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den BeNeLux-Ländern dar“, erläutert Martin Büttner. Seit 2005 bündelt die Amica International GmbH die vertrieblichen Interessen beider Marken. Die deutsche Tochter des polnischen Marktführers wächst Jahr für Jahr weiter. „Wir bieten unseren Kunden vom Kühlgerät über den Geschirrspüler bis zur Haube eine marktgerechte Geräterange an, mit der er sich am Markt profilieren kann und mit der man Marge generieren kann. Durch die Tatsache, dass wir einen Teil dieser Geräte bei renommierten Hausgeräteherstellern zukaufen, haben wir den Vorteil, unser Sortiment immer auf dem neuesten techno-

Martin Büttner (2. v. l.) mit einem Teil seines engagierten Amica Teams im münsterländischen Ascheberg (v. l.) Ralf Guse, Marcel Kühn, Andreas Weiland, ­Maria Stork, Wolfgang Rath

AuSSenansicht der Schaltzentrale der Amica Gruppe im polnischen Wronki

Historie der Amica-Gruppe: 1945 Gründung der Gesellschaft 1957 Produktion des ersten Kohle-Gasherdes 1992 Einführung der Marke Amica 1993 Bau des Kochfeld-Werkes 1994 Privatisierung von Amica 1996 Bau des Kühlgeräte-Werkes 1997 Notierung an der Warschauer Börse: Amica Wronki S.A. Präsident Jacek Rutkowski: 41% Aktien-/57% Stimmanteil Weitere Investoren: 59% Aktien-/43% Stimmanteil 2000 Bau des WaschmaschinenWerkes 2001 Übernahme der dänischen Gesellschaft Gram 2005 Gründung / Umfirmierung Amica International GmbH 2007 Eröffnung Amica Far East Ltd. in Guangzhou 2010 Verkauf der zwei Werke Kühlgeräte, Waschmaschinen 2011 Gründung Hansa Ukraine Amica Wronki S.A. heute Hauptmarken: Amica Gram Hansa 2.400 Beschäftigte in Produktion und Verwaltung Umsatz 2013: 408 Mio. €

küche + architektur | 41


Unternehmen + köpfe

Amica International GmbH Umsatz 2013: 83 Mio. € Beschäftigte: 78 Mitarbeiter Vertriebskanäle: Elektrofachhandel, „Technical Superstores“, Großhandel, Möbelverbände, Küchen-/Möbelfachhandel, Küchenmöbel­ hersteller, Kooperationen, Versandhandel/Internet­ handel, Cash & Carry Märkte, LEH

Black is beautiful! Moderne Kühl- und Ge­friertechnik kombiniert mit edler Glasfront. Das Top Modell der Serie KGC 15533 SG bietet eine Ausstattung mit vielen Vorzügen: EEK A++, 304 Liter Nettonutz­ inhalt, No Frost-Technik, bequeme digitale Steuerung über ein außenliegendes Panel …

logischen Stand zu halten“, erklärt der ambitionierte Vertriebsprofi. Amica hatte in 2010 die eigenen Kältegeräte- und Waschmaschinen-Werke veräußert. „Was unsere Kernkompetenz, die Backöfen, Herde und Kochflächen anbelangt, offerieren wir unseren Partnern im Handel sogar ein Sortiment, mit dem sie das untere, mittlere und zum Teil auch das obere Preissegment abdecken können.“ „Mit unserer Premium-Linie verdeutlichen wir immer wieder die Innovationskraft der AmicaIngenieure“, hebt auch Maria Stork hervor, die seit Jahren für das Unternehmen sowohl in den Bereichen Vertrieb als auch Marketing tätig ist. „Wir können Premium … … und hoffen, dass unsere Premium-Geräte sukzessive mehr Aufmerksamkeit erzielen. Denn wir können uns in diesem Bereich technisch und qualitativ eindeutig mit den A-MarkenHerstellern messen“, ergänzt Martin Büttner. „Und manchmal sind wir bei der Entwicklung unserer Neuheiten sogar schneller als unsere Wettbewerber“, lacht Maria Stork und verweist auf den Backofen mit integriertem amicasmartTimer, der die Auswahl von bis zu 57 Fertigprogrammen zulässt und über einen USB-Anschluss verfügt, mit dem sich neue Rezepte und Bilder hochladen lassen. Aber auch sonst gibt es kaum eine Funktion, auf die ein Amica-Nutzer verzichten muss. Je nach Ausstattungsgrad verfügen die Geräte über eine Superbratautomatik, ein Rapid-Warm-Up Programm, Teleskopauszüge, eine Pyrolysefunktion oder die Easy-CleanFunktion. Und was das Design anbelangt – die Glasfronten der neuen Backöfen sprechen für sich. „Und bei Kochflächen müssen wir uns ebenfalls nicht verstecken. Auch wir arbeiten mit den gleichen Vorlieferanten wie alle anderen“, schmunzelt Martin Büttner. Nah an den Kunden Und was war es genau, das den Erfolg von Amica in Deutschland kontinuierlich wachsen ließ? „Die Produkte sind die eine, der Service die andere ganz wesentliche Komponente“, betonen Maria Stork und Martin Büttner. „Wir haben im Laufe der Jahre gelernt, wie wichtig der unmittelbare und kontinuierliche Kontakt mit unseren Kunden ist“, betont die langjährige Vertriebs­ assistentin. Angefangen bei einem versierten Außendienstteam über gut ausgebildete Mitarbeiter im eigenen Callcenter bis hin zu einem kompetenten Kundendienst“, ergänzt Martin Büttner. „Dass sich dies in Kombination mit einem guten Kundendienst auszahlt, konnten wir durch unser stetiges Wachstum beweisen.“ Das Außendienstteam wurde gerade aufgestockt. „Unsere Key Account Manager zeichnen bereits für unsere unterschiedlichen Vertriebskanäle verantwortlich. Das Außendienstteam selbst haben wir, wie Sie ja wissen, von Handelsvertretern auf festangestellte Mitarbeiter umgestellt und werden die Mannschaft kontinuierlich weiter ausbauen.“ „Unser Ziel ist es, Amica sukzessive zu einer Marke auszubauen, die eine echte Alternative zu bereits bestehenden Anbietern bietet“, betont der engagierte Geschäftsführer. Amica steht für gute Hausgeräte-Qualität in einem marktgerechten Preis-Leistungs-Verhältnis, Kundennähe www.amica-international.de und Service.

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Innenausstattung | Komfort + Design

Chef-Pantry par excellence: Die Vorratsschränke DUSA und VSA als DreamTeam nehmen unterschiedlich große Vorräte optimal und komfortabel erreichbar auf.

Vielfalt hoch zwei im Vorratsschrank Baukastensystem für individuelle Varianten von Vauth-Sagel Vorrats- und Hochschränke mit Auszügen sind aus modernen Küchen­ planungen nicht mehr wegzudenken. Diese Systembeschläge bieten großflächige Staumöglichkeiten kombiniert mit komfortablem Überblick und Zugriff. Das kann bis zu einer Chef-Pantry gehen, bei der zwei Hochschränke nebeneinander angebracht und dann von der Mitte her öffnend ein eindrucksvolles Erscheinungsbild bieten.

Foto: Vauth-Sagel

Z

wei Varianten für diese Lösungen mit einer möglichen Gesamtbelastung von bis zu 100 kg bietet Vauth-Sagel: Der VSA, der Vorratsschrank mit großflächigen Innenkorpuskörben eignet sich besonders für großvolumige Nahrungsmittel, Utensilien oder Vorräte. Der Hochschrankauszug DUSA, der zusätzlich zu den Innenkorpuskörben schmale Körbe auf der Innenseite der Schranktür bietet, nimmt vor allem den Mix aus größeren und kleinen Vorratseinheiten, wie zum Beispiel Gewürzen oder schmalen Packungen auf. Der besondere Clou: Beide Varianten sind zum Vorteil der Kunden im Baukastensystem entwickelt, der Rahmen sowie die Rollenführung

sind jeweils identisch. Sie unterscheiden sich durch die unterschiedlichen Korbmaße, denen jeweils die individuellen Führungsstangen für VSA und DUSA beiliegen. Das bedeutet für den Verarbeiter eine auftragsorientierte In­ dividualisierungsmöglichkeit bei überschaubarer Variantenvielfalt. Zahlreich sind die Ausstattungsoptionen für VSA sowie DUSA: Die Körbe sind beispielsweise in den Varianten Classic, Saphir, Premea, Premea Glassline sowie Premea Artline erhält­lich, die sich in der Höhe bequem, einfach und schnell durch einen Funktionsclip verstellen lassen. Apropos Montage: Sie erfolgt größtenteils bei beiden Systemen werkwww.vauth-sagel.de zeuglos.  küche + architektur | 43


Je wertiger desto komfortabler Zwischen Standard und Luxus – Spülen weit komfortabler als erwartet

60 Prozent der Zeit in der Küche werden an der Spüle verbracht – zum Vorbe­ reiten, Waschen, Schälen, Schneiden, Wasserzapfen und natürlich Abspülen. „Deshalb sollte auch die Basisausstattung einen Mindestkomfort ermöglichen“, diesem konkreten Anspruch, formuliert von Blanco-Vertriebsleiter Lars Kreutz, schließen sich auch die Repräsentanten der Marktbegleiter Klaus Stiegeler, Geschäftsführer Franke GmbH, Stefan Müller, Geschäftsführer Pyramis Deutschland, Michael Flormann, Vertriebsleitung Küche bei Villeroy & Boch, Joachim Zillen, Vertriebsleiter der Schock GmbH, Thomas Kurz, Vertriebslei­ tung Deutschland, Österreich, Schweiz der Reginox Deutschland GmbH, und Gerhard Göbel, geschäftsführender Gesellschafter Systemceram, an. Wir baten sie als Repräsentanten der Spülen-Industrie uns bei der Definition der am Markt geforderten Standard- oder Luxusprodukte zu unterstützen.

Das Keramikspülenkonzept Subway von Villeroy & Boch umfasst eine große Auswahl an Küchenspülen, die sich durch klare Formen, funktionalen Purismus und große Vielfalt sowie Flexibilität hinsichtlich Größen und Einbauvarianten auszeichnen. Im Jahr 2014 bekommt die Subway-Familie erneut Zuwachs: ein weiteres Foto: Villeroy & Boch

Einzelbecken. Das neue 60er Einzelbecken ist eine trendstarke Produktergänzung, die mit einem klaren, modernen Design und hoher Funktionalität überzeugt. Dank seiner großzügigen Innenmaße ist das Becken ideal zum Spülen von großen Geschirrteilen und Gläsern. Angeboten wird das Einzelbecken in Versionen für die drei Einbauarten Einbau, Unterbau und Flat und in verschiedenen Keramikfarben (im Bild: Subway 60 S Flat in Edelweiß mit Como Shower Armatur in Edelstahl). Bei den Ein- und Unterbaubecken stehen 15 Farben zur Auswahl, die Flat-Variante für den flächenbündigen Einbau ist in neun Farben erhältlich. www.villeroy-boch.com


Spülen | KOmfort + design

W

ie die Herren das Thema Standard definieren, können Sie den nachfolgenden Aussagen entnehmen, die wir den Einzelstatements der Spezialisten entnommen haben: „Standardspülen und -armaturen sind genauso wie Produkte aus dem High-End-Bereich tagtäglich im Gebrauch und müssen die Mindesterwartungen der Kunden erfüllen“, betont Joachim Zillen, Vertriebsleiter der Schock GmbH. „Alle Produkte, gleich welcher Preiskategorie müssen die Mindestanforderungen an Qualität, Funktionalität und Sicherheit erfüllen“, ergänzt Stefan Müller, Pyramis. „Das bedeutet, dass der Endgebraucher die angebotenen oder dazugehörigen Merkmale uneingeschränkt und über einen möglichst langen

Zeitraum nutzen kann. Konkret bedeutet dies bei einer Spüle, dass die rechtlichen Anforderungen erfüllt werden, wie zum Beispiel keine Verletzungsgefahr, Ablauf des Wassers. Aber auch das Material sollte so robust sein, dass es durch den normalen Gebrauch weder beschädigt wird noch zu starke Gebrauchsspuren aufweist.“ Das sieht Joachim Zillen von Schock ganz ähnlich: „Die Oberfläche sollte den täglichen Beanspruchungen standhalten und trotzdem gut aussehen, das Becken eine nutzerfreundliche Mindestgröße und -tiefe aufweisen und außerdem die Möglichkeit zur Montage einer Armatur gegeben sein. Darüber hinaus spielen Faktoren wie Langlebigkeit, Reinigungsfreundlichkeit, Hygiene, aber auch Lebensmittelechtheit eine

zentrale Rolle und müssen dem Verbraucher garantiert werden.“ „Die Beschreibung „Standard“ bedeutet im Zusammenhang mit diesen Produkten lediglich, dass weniger Funktionalitäten ausgelobt werden, die Materialstärken geringer sind oder das Produkt schlicht und einfach kleiner oder leichter ausgeführt ist - auf Zusatznutzen wird weitestgehend verzichtet“, grenzt Stefan Müller ein. „So hat die Auflagespüle im Standard-Segment nach wie vor eine hohe Priorität“, ergänzt Klaus Stiegeler, Geschäftsführer Franke GmbH in Bad Säckingen: „Die meisten Standardspülen verfügen über ein großzügiges Becken, ein Siebkorb-ExenterVentil, eine Einhebelmischbatterie mit großem Schwenkbereich sowie über ein Reste-

küche + architektur | 45


KOmfort + design | Spülen

„Bei Reginox erfüllt selbst eine  Standardspüle alle Qualitätsmerkmale und Produktspezifikationen nach der Holländischen-Din NEN_EN 9001 und wird grundsätzlich in der Qualität 18/10 Edelstahl gefertigt. Auch im unteren Bereich verwenden wir hier mindestens 0,9mm Stähle.“ Fotos: Reginox

Thomas Kurz, Vertriebsleitung Deutschland, Österreich, Schweiz der Reginox Deutschland GmbH, www.reginox.de

Wave – eine

becken als zusätzliche Ausguss-Möglichkeit. Die Reversibilität wird natürlich bereits bei Standardspülen gewährleistet, so dass sie sowohl für Links- als auch für Rechtshänder nutzbar sind. Dazu gibt es selbstverständlich auch das passende Schneidbrett.“ Nicht nur aus der Sicht des Keramikspülenherstellers gibt Michael Flormann, Vertriebsleitung Küche bei Villeroy & Boch zu bedenken: „Standardmäßig sollten Spülen über eine ausreichende und funktionale Beckengröße verfügen. Die Planbarkeit und Kompatibilität der Keramik ist ebenfalls ein ausschlaggebender Punkt, vor allem im Hinblick auf passende Unterschränke.“

Fotos: Franke

Highend für mehr Nutzen und mehr Komfort „Highend-Spülen und Armaturen haben im Unterschied dazu höherwertige Spezifikationen, was zum Beispiel das Material angeht:

Materialauswahl, -stärke, -verarbeitung und Finish“, so die Einschätzung von Stefan Müller, Pyramis. Die Aussage von Thomas Kurz unterstreicht für Reginox diese Beobachtung: „Unsere Premium-Spülen zeichnen sich durch ein besonderes Design, oder besondere Verarbeitungsmerkmale aus. Reginox ist einer der wenigen Spülenhersteller, der Spülen mit 10 mm Radien im Tiefziehverfahren herstellt. Ferner werden einige Spülen, extra gebürstet, oder je nach Ausführung auch poliert.“ Stefan Müller ergänzt: „Die höhere Spezifikation geht in der Regel einher mit einem anspruchsvolleren und modernen Design – was unwillkürlich auf kürzere Lebenszyklen der einzelnen Modelle verweist. Für den Gebraucher machen Highend-Produkte sich durch die gehobene Ästhetik, meist auch die größere Robustheit und die Zusatznutzen bezahlt. Oft bekommt man auch einfach mehr für sein Geld: tiefere Becken, höhere

ganz besondere ­Wasserstelle

Armaturenausläufe, größere Abtropfflächen“, lautet die Bilanz von Stefan Müller, Pyramis, zu diesem Thema. „Und, zur Spüle passendes Zubehör ist ein wichtiges Thema, weil es die Einsatzmöglichkeiten der Spüle vervielfacht.“ Michael Flormann trägt ein weiteres Argument bei, das bei der Planung des Vorbereitungszentrums in Highendküchen zu bedenken ist: „Durch den vermehrten Einsatz von Hausgeräten, wie z.B. Dampfgarer in der Küche, wird es zudem immer wichtiger Spülen zu konzipieren, die für die Reinigung dieser Geräte geeignet sind und ausreichend Platz bieten.“ Dem pflichtet Joachim Zillen, Schock, bei: „Selbstverständlich erfüllen die PremiumProdukte auch höchste Ansprüche an die Funktionalität. Angefangen von ausziehbaren Armaturen über den elektrischen Siebkorbheber für das Spülbecken, der auf eine sanfte Berührung des Tasters hin den Siebkorb automatisch öffnet oder schließt, über speziell designte Accessoires wie unser patentierter Überlauf oder in der Spüle integriertes LEDLicht, das das Spülbecken bei Bedarf auf Partys zum attraktiven Sektkühler avancieren lässt, bis hin zu einer beheizbaren Abtropfflä-

Largo Work Center mit Boxen-Modul zum Entsorgen von Bioabfällen und zum Aufbewahren von Küchenutensilien. Einfach per sanftem Fingerdruck lassen sich die pushopen-Abdeckplatten der Boxen öffnen und schließen. Vom durchgängig verschiebbaren

„Tendenziell gilt: Je hochwertiger die Spüle, desto mehr Zubehör wird mitgekauft.“ Klaus Stiegeler, Geschäftsführer Franke Deutschland, www.franke.de

46 | küche + architektur

Rüstbrett aus kann man den Biomüll so direkt in den herausnehmbaren, 5,5 Liter fassenden Behälter befördern.


MIT LEIDENSCHAFT FÜR PERFEKTION Mit wegweisenden Innovationen und Leidenschaft für Perfektion setzt Franke Standards in der Küchentechnik. Komplette Design-Konzepte zum Wohlfühlen und Genießen - bei Spülen und Armaturen, ebenso wie bei Abfalltrennsystemen und Dunstabzugshauben. www.franke.de

K ITCHE N SYST E M S


KOmfort + design | Spülen

Die in der Hightech SteelArt Manufaktur hergestellten, zum Teil handgefertigten Edelstahllösungen werde mit modernsten Fertigungstechnologien unterstützt und ermöglichen den Kunden höchste Gestaltungsfreiheit

„Wir bieten mit rund 140 Artikeln das größte Programm an ­flächenbündigen Spülen in Silgranit: Dazu gehören 20 Modelle in zumeist sechs Farben, teilweise in Becken-links/ Becken-rechts Ausführung.“ Lars Kreuz, Vertriebsleiter Deutschland bei Blanco, www.blanco.de

„Materialunterschiede gibt es bei uns nicht: Alle Systemceram-­ Spülen sind aus dem gleichen hochwertigen Feinsteinzeug hergestellt. Unterschiede machen wir auch nicht bei der grundsätzlichen Designsprache: Unsere Spülen zeichnen sich alle durch die typischen engen Kantenradien und eine flache Randgestaltung aus.“ Gerhard Göbel, + geschäftführender 48 | küche architektur Gesellschafter Systemceram, www.systemceram.de

gefertigten Edelstahllösungen werden mit modernsten Fertigungstechnologien unterstützt und ermöglichen den Kunden höchste Gestaltungsfreiheit und Individualität“, führt Lars Kreuz, Blanco, auf. Je hochwertiger, desto mehr Zubehör „Das Thema Spülenzubehör nimmt bei uns von Jahr zu Jahr einen immer größeren Stel-

Fotos: Systemceram

che und vieles mehr. Durch dieses vielfältige Zubehör, das im Design auf die Spüle abgestimmt ist, ergibt sich ein stimmiges HighEnd-Produkt, an dem der Endkunde viele Jahre seine Freude hat.“ „Darunter fallen auch außergewöhnliche Produkte wie wir sie mit unserer Subbrand Blanco SteelArt anbieten. Dazu gehören maßgeschneiderte Arbeitsplatten mit integrierten Funktionsbereichen. Diese zum Teil hand-

Fotos: Blanco

und Individualität.

lenwert ein und wir sind dabei, unsere Spülen mit sinnvollen Kombinationen zu ergänzen, oder auszubauen“, reagiert Reginox laut Thomas Stark auf den Markt. „Aber auch komplette Edelstahlarbeitsplatten mit integrierter Spüle werden nachgefragt.“ „Was das Zubehör anbelangt, so gilt tendenziell: Je hochwertiger die Spüle, desto mehr Zubehör wird mitgekauft“, resümiert Klaus Stiegeler, Franke. „Abgestimmtes Zubehör trägt maßgeblich dazu bei, den Spülenarbeitsplatz ergonomisch und effizient zu gestalten, man denke nur an unser richtungsweisendes AXenkonzept, das konsequent weiterentwickelt wurde, und das bereits mit besonderem Zubehör im Lieferumfang aufwartet“, so Lars Kreutz, Blanco. „Ab einem gewissen Preis erwartet der Verbraucher ein stimmiges Gesamtsystem bei seiner Spüle. In der Blockvermarktung findet dieses Thema keine Berücksichtigung. Bei

Multifunktionell nutzbar als perfektes ­Arbeits- und Vorbereitungszentrum wird die Genea 100 durch die Möglichkeit, in beide Becken passgenau Standard-Gastronomiebehälter aus Edelstahl (entsprechend EN 631) einzusetzen, wie sie beispielsweise im Dampfgarer verwendet werden. Hier kombiniert mit der farblich abgestimmten Armatur Snella/Chrom.


Fotos: Schock

Spülen | KOmfort + design

Cristadur®-Spüle Opus D-150 mit LED. Das Material ist natürlich antibakteriell und lässt Schmutz einfach abperlen.

der Planung der Küche im Küchenfachhandel ist hingegen die Erweiterung der Spüle um ein interessantes Zubehörpaket ein absolutes Muss“, lautet das Statement von Joachim Zillen, Schock. Gerhard Göbel, Systemceram, kann dies nur bestätigen: „High-End-Spülen definieren sich über Design, Funktion und Zubehör, durch Mehrfach- oder hohen Nutzen. Ihre Käufer legen mehr Wert auf Zubehör – Rüstschalen, Siebe, Schneidbretter aus Glas oder edlen Hölzern usw.“, gibt Gerhard Göbel seine Erfahrung wieder. Klaus Stiegeler, Franke, teilt diese Ansicht. „Sehr beliebt ist z. B. die Franke Rollmatte, vor allem bei minimalistischen Spülendesigns. Aber auch die an die Spülen angepassten Schneidbretter werden gerne mit dazu bestellt.“ Damit werden dem Endkunden mehr Komfort und ein höherer Nutzen geboten. Das macht sich – natürlich – bezahlt. „Allerdings ist festzustellen, dass das Zubehör die höchsten Verkaufsquoten erreicht, das im Lieferumfang der Spüle bereits beinhaltet ist“, bedauert Stefan Müller und ergänzt: „Dadurch, dass die Spüle oft erst am Ende des Beratungsgespräches ausgewählt wird, ist wohl nicht immer Zeit, über ein passendes Schneidbrett oder einen Seifenspender zu reden.“ Und wie sieht es mit flächen­ bündig eingebauten Spülen aus? „Flächenbündige Spülen gewinnen immer mehr an Bedeutung und sind somit ein wachsender Bestandteil in unserem aktuellen Produktsortiment. Aus diesem Grund haben wir unser Portfolio auch deutlich erweitert“, Michael Flormanns, Villeroy & Boch, Beobachtung und Schlussfolgerung gibt den Tenor der Antworten der anderen befragten Spezialisten wieder. „Spülen mit flachem Rand respektive flächenbündig eingebaute Spülen sind eher im hochwertigen Bereich gefragt“, stellt Klaus Stiegeler, Franke, fest. „Unsere Erfahrungswerte konzentrieren sich derzeit noch überwiegend auf die Edelstahlspülen, da wir unser Fragranit +-Sortiment im vergangenen Jahr um flä-

„High-End-Produkte zeichnen sich durch ein besonders außergewöhnliches, erstklassiges Design aus, welches das Spülenzentrum zu einem Eyecatcher in der Küche werden lässt. Dabei beeinflussen sowohl die Formgebung der Spüle als auch das Material das ­Gesamtbild des Produktes. So besitzt unser Premium-Material Cristadur® neben allen positiven Eigenschaften von Cristalite® PLUS eine extrem feine Materialstruktur, die eine bisher für unerreichbar gehaltene Reinigungsfreundlichkeit gewährleistet und sich durch eine extreme Farbbrillanz auszeichnet.“ Joachim Zillen, Vertriebsleiter der Schock GmbH, www.schock.de

chenbündige Varianten ergänzt haben.“ „Als Vollsortimenter haben wir den Anspruch, für jede Spülenplanung die passende Einbauart zu bieten. Aus diesem Grund bieten wir auch für den flächenbündigen Einbau ein außergewöhnlich großes Angebot“, betont Lars Kreutz, Blanco. „Der stufenlose Einbau steht für Flexibilität mit hoher Funktionalität und bietet zahlreiche Möglichkeiten bis hin zur Designlinie: Vorteile wie leichte Reinigung des gesamten Spülbereichs und harmonischer Gesamteindruck überzeugen.“ „Die klassische Spüle mit Becken und Abtropffläche ist in flächenbündiger Ausführung neu in unserem Programm, hat aber mit guten Verkaufszahlen begonnen“, erläutert Stefan Müller, Pyramis. „Flächenbündig einbaubare Becken mit kleinen Radien haben jedoch schon einen hohen Anteil. Auch im neuen Produktkatalog werden wir das Sortiment an flächenbündig bzw. flach einbaubaren Spülen erneut ausweiten.“ „Bei dem Spezialisten

in Sachen Granit-Spülen-Produktion Schock ist der Anteil an flächenbündigen Spülen seit vielen Jahren recht hoch“, so Joachim Zillen. „Aber besonders in den letzten drei Jahren findet diese Einbauart immer mehr Freunde. Die gestiegene Nachfrage lässt sich auf den Trend zu höherwertigen Küchenplanungen im Küchen- und Möbelfachhandel und auf den vermehrten Kundenwunsch nach speziellen Insellösungen zurückführen.“ Gerhard Göbel, systemceram, misst der Nachfrage nach flächenbündig eingebauten Spülen ebenfalls einen zunehmenden Stellenwert bei: „Der Anteil liegt heute schon bei über 20 %, Tendenz steigend. Wir bieten aber auch praktisch unser komplettes Spülen-Programm in allen Farben sowohl als Einbauspüle als auch für den flächenbündigen Einbau an. Die einfache Montage und die edle Optik tragen sicher zu dem hohen Anteil flächenbündig eingebauter systemceram-Spülen bei.“ Speziell für den flächenbündigen Spüleneinküche + architektur | 49


KOmfort + design | Spülen

Zentrales Designmerkmal ist der markante Spülenrand zusammen mit einer schnörkel­ losen Formensprache und reduzierten Radien. Funktional überzeugt METRIC ART mit einer deutlichen Trennung zwischen Arbeitsfläche und Nassbereich sowie großzügigen Maßen: ob als Einzel- oder Doppelbecken.

Fotos: Villeroy & Boch

„Beispiele für Highend-Spülen aus unserem aktuellen Sortiment sind die Spülen der Kollektionen NewWave und Metric Art sowie das Eckmodul Monumentum. Der Mehrwert dieser Highend-­ Spülen wird durch zusätzliche Features generiert, die sich an den aktuellen Küchentrends orientieren. Beispielsweise bieten wir unsere Spülen der Kollektionen Subway und Timeline, sowie unseren Spülstein auch in einer dekorierten Variante an. Und auch mit immer neuen Trendfarben, wie z.B. aktuell Snow White oder Timber bieten wir den Kunden verschiedene Designoptionen.“ Michael Flormann, Vertriebsleitung Küche Villeroy & Boch, www.villeroy-boch.com

„In Kombination mit dem Zubehör wird aus einer einfachen Spüle ein Rüst- und Bearbeitungszentrum im Herzen der Küche.“

Fotos: Pyramis

Stefan Müller, Geschäftsführer Pyramis, www.pyramisgroup.de

bau stellen die Unternehmen ihren Handelskunden bebilderte Montageanleitungen mit den entsprechenden Hilfsmitteln zur Verfügung. „Wir unterstützen unsere Partner im Handel durch die Zurverfügungstellung präziser Ausschnittschablonen und AusschnittMaßangaben für den flächenbündigen Einbau“, unterstreicht Klaus Stiegeler, Franke. „Über die Produktdokumentation hinaus gibt es auch Ausschnittdaten, die über das CAD Format direkt in das Bearbeitungszentrum eingelesen werden können“, stellt Lars Kreuz die Montage-Unterstützung durch Blanco dar. Und bei Reginox? „Wir haben ausführlichste Einbau- und Pflegeanleitungen. Bei Bedarf schult oder berät unsere Außendienst vor Ort“, beschreibt Thomas Kurz das Vorgehen des niederländischen Spezialisten. „Bei Unterbauspülen liefern wir Montagewinkel mit und für die „normale“ Einbauspüle – natürlich – genaue Ausschnittmaße oder eine Ausschnittschablone bei geometrisch schwierigen Formen“, ergänzt Gerhard Göbel. Pyramis handhabt das ganz ähnlich, wie Stefan Müller darstellt: „Neben einer Installationsanleitung, einer planen Ausführung, die es als Printversion als auch in Form eines Online-Videos gibt, ergänzen wir die Lieferung mit ausreichenden Befestigungselementen. Zudem stellen wir dem Handel auch DXFDateien zur Erstellung des Ausschnittes zur Verfügung.“ Und bei Villeroy & Boch denkt man auch an den Austausch von Spülen: „Als standardmäßige Montageunterstützung bieten wir unseren Kunden ein sogenanntes Montageband mit der Option einer schadlosen Demontage. Dadurch kann der Ausbau der Spüle besonders leicht realisiert werden. Alle relevanten Informationen zu unseren Montagedienstleistungen können auch unserem Profi-Portal (http://pro.villeroy-boch. com/) oder der aktuellen Bildpreisliste entnommen werden.“

flächenbündige Einbauspüle ATHENA (86x50) 1B 1D mit der Armatur MINI CRESENTO chrom 50 | küche + architektur


Zur Montage auf vorhandenen Auszügen kommt Cox® mit Antirutsch­

In Verbindung mit einem bereits eingebauten Cox® Abfallsammler

einlegematte, feststehendem Gesamtdeckel und Bioeinzeldeckel ganz

rundet das Cox® Base-Board als Organisationsschublade den Stauraum

nach Wunsch in der Gestalt, die vor Ort gebraucht wird.

im 500er- oder 600er Unterschrank ab.

Nutzen für den Unterschrank Cox® von Naber für Komfort

Dem Markt bietet der Zubehörspezialist Naber in Nordhorn ein vielseitiges Differenzierungspotenzial mit u. a. Spülen, Armaturen, Lüftungs- und Lichttechnik, Montagematerial und Abfallsammler von Marken­ herstellern aber auch aus Eigenentwicklungen. Laut Martin Staaks, Naber-Marketingleiter, zählt zu den Produkten, die in den letzten vier Jahren mit die höchste Marktakzeptanz fanden, das Auszug-Einbau­ abfallsysteme Cox® in verschiedenen Konfigurationen, Behältergrößen und Einbauhöhen.

S

ehr nachgefragt waren Modellvarianten mit besonderen Einbautiefen zur Montage zusammen mit Untertischgeräten oder Durchlauferhitzern für die zunehmende dezentrale Warmwasser­ bereitstellung im Unterschrank in der Küche. Aber auch der Erfolg von Organisationsschubladen in verschiedenen Breiten zur Ergänzung von Cox® Abfallsammelsystemen und flexiblen Stauraumlösungen zur Lagerung und Bevorratung von Lebensmitteln, Putzmitteln und ähnlichen unverzichtbaren Artikeln des täglichen Küchenlebens ist beträchtlich. Die gute Akzeptanz dieser Systeme im Sortiment erklärt Martin Staaks mit der ausgesprochen hohen Flexibilität für den Anwender durch die große Variantenvielfalt der Systeme. Auch der einfache Einbau durch das bewährte „quick & easy“ Befestigungssystem und die hohe Produkt­ qualität im Bezug auf Materialbeschaffenheit, Oberflächen und Design, spielen eine Rolle. Und nicht zuletzt punktet die angenehme Bedienung durch leichtlaufende Auszugführungen mit integrierter Dämpfung. Bei Naber ist man davon überzeugt, dass viele Kunden sich bei der Gegen­ überstellung eines „normalen“ bodenmontierten Auszugsystems und eines komfortablen Frontauszugsystems für den Bedien-

„Auf individuelle Nutzungsbedürfnisse des Küchenkunden einzugehen und ein darauf abgestimmtes Zubehörpaket anzubieten, gibt dem Fachhandel eine gute Möglichkeit, sich zu differenzieren und für eine bessere Optik und ein mehr an Komfort auch einen höheren Zubehörumsatz zu generieren“, ist Martin Staaks, Marketingleiter Naber GmbH, überzeugt.

komfort und das Mehr an Füllvolumen entscheiden werden. Durch die Ausstattung von Ausstellungsküchen mit innovativen und hochwertigen Produkten, können dem Küchenkunden mit wenigen Argumenten oder einer kurzen Vorführung von Produktfeatures, für ihn sinnvolle und über einen langen Nutzungszeitraum angenehme Arbeitserleichterungen vorgeführt werden. Die praxisnahen und überwww.naber.de zeugenden Zutaten dafür kommen aus Nordhorn.  küche + architektur | 51

Fotos: Naber

Küchen | Architektur + Trend


KOmfort + design | Armaturen

Armaturen – Symbiose aus Design, Funktion und Komfort

Foto: Grohe

Von Standard-Funktion bis Premium-Komfort

52 | küche + architektur


Armaturen | KOmfort + design

Armaturen und Spülen müssen neben einem harmonischen Design den Anspruch höchster Pflegefreund­ lichkeit erfüllen. Auch nachhaltige Eigenschaften, wie Umweltverträglichkeit und Langlebigkeit der ­Materialien sind für den Verbraucher bei der Planung des Spül-Arbeitsplatzes von morgen wichtige Faktoren zur Kaufentscheidung. Armaturen in modernen Küchen überzeugen durch smarte Techniken und vereinen Design, Komfort und Hygiene. Zusätzlich kann mit dem Einsatz innovativer Armaturen die Wasserverwendung optimiert werden. Fünf Spezialisten aus dem Bereich Armaturen: Frank Spiekermann, Head of Global Category Kitchen, Grohe AG, Kludi-Vertriebsleiter Dogan Yalin, Michael Flormann, Vertriebsleiter Küche bei Villeroy und Boch, Stefan Berroth, Produktmanager bei Hansgrohe und zuständig für den Bereich ­Küchenarmaturen, und Lars Kreutz,Vertriebsleiter bei Blanco, schilderten die Eigenschaften, die heute von Standard-Armaturen einerseits und Premium-Armaturen andererseits erwarten werden können.

Grohe hat die bewährte Technologie Grohe Blue® auf weitere Designs übertragen: Frisches, gekühltes Wasser in sprudelnd, medium oder still gibt es jetzt unter anderem auch aus der filigranen zylindrischen Minta (im Bild). Im Grohe Blue® Pure Starter Kit finden sich die jeweilige Einhand-Spültischbatterie mit einer attraktiven Glaskaraffe sowie der BWT Wasserfilter. Wer gekühltes und sprudelndes Wasser aus der Armatur zapfen möchte, wählt die Kombination mit zusätzlichem Grohe Blue® Kühler und Kohlensäureflasche. Auch die Stärke der Wasserkarbonisierung kann am Griff eingestellt werden. Basierend auf dem ausgefeilten technischen Konzept der Armatur mit zwei internen Wasserwegen fließt durch den gleichen Auslauf entweder normales Nutzwasser in der gewünschten Temperatur oder gefiltertes, gekühltes Tafelwasser. www.grohe.de

Die Qualität beginnt beim Standard ei einer Standardarmatur handelt es sich im klassischen Sinne um einen Einhebelmischer mit Keramikkartusche“, bringt es Kludi-Vertriebsleiter Dogan Yalin auf den Punkt. Lars Kreutz, der für die Vertriebstleitung von Blanco verantwortlich zeichnet, geht hier bereits einen deutlichen Schritt weiter: „Beim Kauf einer Armatur hat für den Konsumenten das Design erste Priorität. Hat er sich innerhalb eines Designclusters für ein Produkt entschieden, das auch seine funktionalen Sonderwünschen, wie z. B. Vorfensterarmatur, Heißwasserbereitung usw. erfüllt, kommt dann der Preis ins Spiel.“ Stefan Berroth, Hansgrohe Produktmanager für den Bereich Küchenarmaturen, interpretiert diese Standardarmatur wie folgt: „Zugelassene und hochwertige Materialien, beständige Oberflächen, technologisch ausgereifte Funktionselemente und Servicefreundlichkeit sind Basiseigenschaften für die grundlegenden Anwendungen in der Küche. Die Kartusche, der Motor im Innern der Armatur zum Regeln von Wassermenge und -temperatur, sollte leichtgängig sein. Die Armatur sollte schwenkbar sein und etwa dank eines Luftsprudlers im Auslauf kein störendes Spritzverhalten zeigen.“ „Bei Armaturen kommt es vor allem auf eine entsprechende Artikeltiefe pro Serie an“, wirft Michael Flormann, Vertriebsleiter Küche bei Villeroy und

B

Boch, ein. „Je nachdem wo die Armatur am Ende auf der Spüle angebracht wird und ob der Kunde evtl. ein Modell mit Schlauchbrause wünscht. Zusätzliche Flexibilität bei der Positionierung der Spüle sogenannte Vorfensterarmaturen. Die Armatur kann dabei ganz einfach aus der Montageöffnung herausgezogen und zur Seite oder in das Becken der Spüle gelegt werden. So kann jederzeit das Fenster geöffnet werden. Danach wird die Armatur in die Vorrichtung zurück gesteckt – schnell und unkompliziert und ohne, dass für das Umlegen Werkzeug benötigt wird. Die Zertifizierung der Armaturen mit der DVWG-Norm ist ebenfalls wichtig, um dem Kunden eine nachweisbare Produktqualität zusichern zu können.“ Frank Spiekermann, Head of Global Category Kitchen, Grohe AG, geht in seinen Ausführungen noch weiter: „Die Küchenarmatur ist einer der meist genutzten Gegenstände im Haushalt und wird für viele verschiedene Handgriffe verwendet. Besonders wichtig ist deswegen eine gleichbleibende Leichtgängigkeit des Bedienhebels über viele Jahre hinweg. Dafür ist bei Einhebelmischern eine entsprechend ausgereifte Kartuschentechnologie, wie z. B. unsere SilkMove®-Technologie, notwendig. Sie sorgt für eine präzise Regelung von Wassertemperatur und -menge – ein Armaturenleben lang. Um Töpfe oder andere Gefäße zu füllen, sollten zudem die küche + architektur | 53


KOmfort + design | Armaturen

Kludi-Vertriebsleiter Dogan Yalin

Den Wasserlauf berührungslos zu steuern, ist hygienisch und praktisch. Auf Wunsch lässt sich die KLUDI E-GO jedoch – Hybrid-Technologie – auch manuell bedienen. Der intelligente Sensor erkennt, wann der Wasserfluss ausgelöst werden soll. Fotos: Kludi

Wassermenge und die Temperatur sind via

Schwenkeigenschaft des Auslaufes optimal und verschiedene Komforthöhen erhältlich sein. Wichtig ist auch, Chromoberflächen so zu veredeln, dass sie kratz- und schmutzresistent sind. Dafür setzen wir auf Grohe StarLight®, ein modernes Galvanisierungsverfahren, das die Brillanz der Armatur lange erhält. – Das ideale Design ist solide und ergonomisch, außerdem freuen sich Benutzer über Sondervarianten für jede Einbausitua-

www.kludi.com

tion: zum Beispiel Niederdruckarmaturen, Vorfensterarmaturen oder Armaturen mit Geräteabsperrventil.“ Premium – innovativer, funktionaler, komfortabler Für Kludi-Vertriebsleiter Dogan Yalin überzeugt eine Highend-Armatur durch ihr konsequentes und kompromissloses Design und ihre hochwertige Materialität. Für den Ar-

Fotos: Villeroy & Boch

Fotos: Grohe

Hebel individuell einstellbar.

Frank Spiekermann, Head of Global Category Kitchen, Grohe AG Michael Flormann, Vertriebsleitung Küche Villeroy & Boch

Grohe Red Küchenarmaturen liefern heißes Wasser auf Knopfdruck. Ideal zum Kochen, Spülen oder um Kaffee oder Tee zuzubereiten – das heiße Wasser steht sofort und ohne Verzögerung zur Verfügung. Mit

Mit der Vorfensterarmatur Como Window Shower hat Villeroy & Boch eine intelli­

einem einfachen Griff liefert Grohe Red bis

gente Lösung für Spülplätze entwickelt, die direkt vor einem Fenster realisiert werden

zu 100 Grad heißes Wasser und spart dadurch

sollen. Mit der neuen Como Window Shower spielt die Platzierung der Armatur keine

Platz, denn Wasserkocher oder Teekessel

Rolle mehr, denn die Armatur kann ganz einfach aus der Montageöffnung herausgezogen

haben ausgedient. Schutzfunktio­nen, wie

und zur Seite oder in das Becken der Spüle gelegt werden. Zudem ist der Brausekopf

eine Kindersicherung, sorgen dafür, dass

nun ausziehbar. So kann jederzeit das Fenster geöffnet werden. Anschließend wird die

nichts passieren kann.

Armatur einfach in die Vorrichtung zurück gesteckt.

www.grohe.de

54 | küche + architektur

www.villeroy-boch.com


Armaturen | KOmfort + design

eUNIT KITCHEN unterstützt durch ihre unter­schiedlichen Funktionen die alltäglichen Arbeitsprozesse in der Küche. Neben der Möglichkeit, Temperatur und Menge exakt über die Bedienelemente zu steuern, ersetzt der Fußsensor die „fehlende“ freie Hand und ermöglicht die Wasserausgabe ganz ohne Handgriff. Hinzu kommen die Funktion der elektronischen Exzenterbetätigung und die Funktion der Wasserdosierung, welche eine exakte Ausgabe der Wassermenge in 1 Literund 0,1 Liter-Schritten ermöglicht. Durch die kompakte Bauweise lässt sich eUnit Kitchen im Rahmen eines einfachen „Plug-and-Play“Prinzips im Unterschrank platzieren. www.dornbracht.com

Foto: Dornbracht

maturenhersteller bedeutet das, eine hohe Designvielfalt anzubieten. „Kludi bietet diese Vielfalt von nostalgisch, über modern bis puristisch an. Langlebigkeit ist in diesem Bereich Voraussetzung.“ Die Armaturen in diesem Segment sollten innovativ sein und einen entsprechenden Mehrwert aufweisen. Eine Auffassung, die sich mit der von Stefan Berroth, Hansgrohe, deckt: „Über die Standard-Armatur hinausgehend sollte eine

Highend-Armatur intelligente Zusatzfunktionen für die erweiterten Anwendungen in der Küche bieten, zum Beispiel ausziehbare Spülbrausen, unterschiedliche Strahlarten für die jeweiligen Einsatzzwecke, flexible Höhen- und Weiteneinstellungen, komfortable und ergonomische Bediengriffe oder flexibel installierbare Bedienelemente. Eine innovative Funktion für mehr Bedienkomfort ist beispielsweise die Hansgrohe Select

Technologie, die bei der neuen Metris Select Küchenarmatur zum Einsatz kommt: Mit ihrem Select Knopf lässt sich das Wasser auch im Vorübergehen an- und ausstellen, ohne den Arbeitsfluss zu behindern. Auch in Sachen Design sind durchaus Brüche mit dem Gewohnten reizvoll, etwa dass das Bedienelement losgelöst vom Auslauf frei an der Spüle platzierbar ist, oder Modelle, die als Wandarmaturen noch mehr Freiraum bei ANZEIGE

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Fotos: Hansgrohe

Wie bei herkömmlichen Einhebel-Armaturen öffnet man auch bei Metris Select von Hansgrohe den Wasserfluss am Griff und stellt die gewünschte Temperatur und Wassermenge ein. Anschließend kann der Nutzer den Wasserfluss jedoch auch über den frontal am Auslauf platzierten Select Knopf an- und ausschalten. Der Hebelgriff bleibt dabei geöffnet, Wassermenge und Wassertemperatur voreingestellt.

www.hansgrohe.de

der Gestaltung der Spüle erlauben oder die Profi-Modelle mit der optisch herausragenden Stahlfeder, die etwa auf Kücheninseln eine gute Figur machen. Neben Chrom gibt es weitere, sehr resistente Oberflächen, wie Edelstahl-Optik, die abgestimmt auf andere Einrichtungselemente der Küche eine einheitliche Optik ermöglichen.“ Michael Flormann, Villeroy und Boch, sieht das ganz ähnlich: „Unsere Armaturen zeichnen sich zum einen dadurch aus, dass sie genau auf unsere Spülenmodelle ausgerichtet und auch in der gleichen Farbe wie die Spülen erhältlich sind. Dadurch erhält der Kunde auch farblich ein einheitliches Design. Zum anderen verfügen unsere Armaturen über eine Wasser- und Energiesparfunktionen. Mit der Energiesparfunktion e-Tap ist eine Energieeinsparung von bis zu 35% möglich. Durch die Eco-Funktion ist es darüber hinaus mög-

Stefan Berroth, Produkt­ manager bei Hansgrohe und zuständig für den Bereich Küchenarmaturen

lich mittels einer entsprechenden Federregelung den Wasserverbrauch zu verringern.“ Für Frank Spiekermann, Grohe AG, ist das Thema Innovation ein ausschlaggebender Faktor: „Eine Highend-Küchenarmatur überzeugt mit innovativen Technologien und Features, die über eine normale Ausstattung hinausgehen. Das können ganze Wassersysteme sein wie Grohe Blue®, das gefiltertes, gekühltes und sprudelndes Trinkwasser direkt aus der Armatur liefert, oder Grohe Red®, bei der kochend heißes Wasser bereitgestellt wird, was die Benutzung von Wasserkochern überflüssig macht. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch Armaturen mit Touch Technologie, bei denen durch bloßes Antippen des Armaturenkörpers der Wasserfluss ausgelöst wird – besonders praktisch, wenn man gerade schmutzige Hände hat. Wir haben als erster Hersteller in Europa die Minta Touch Kü-

chenarmatur mit dieser Bedienart 2013 vorgestellt und das Sortiment nun mit der Zedra Touch um ein zusätzliches Produkt erweitert. Nicht zu vergessen sind die digitalen Varianten des oberen Preissegments. Dazu gehört beispielsweise die K7 mit einem digitalen Controller als Bedienelement, der auf Knopfdruck funktioniert und nicht fest installiert wird, sondern frei an der Spüle platziert werden kann. Weitere Produktfeatures sind Profi-Spülbrausen wie bei der K7-Linie und Komfort-Spülbrausen, die ein Hin- und Herschalten zwischen Brause- und Mousseurstrahl ermöglichen. Dank innovativer Technologien wie SpeedClean werden Kalkablagerungen an der Spülbrause mit nur einem Wisch entfernt. In puncto Design überzeugen Armaturen, die über eine eigenständige und individuelle Formsprache verfügen und sich durch besondere Farben oder Materialien hervorheben. Beispiele dafür sind Oberflächen in EchtEdelstahl und Grohe SuperSteel, die zehnmal kratzbeständiger als Chrom sind.“ Lars Kreutz, Blanco, betont: „Ob Standard oder Premiumarmatur, wir achten darauf, dass jedes unserer Produkte über unsere sogenannte DNA verfügt: Die Wasserqualität soll beim Durchlauf unserer Armatur unbeeinträchtigt erhalten bleiben. Deshalb verwendenden wir ausschließlich Kunststoffe ohne Weichmacher, lebensmittelechte Kleber, wertige Kartuschen – kurz alle Bestandteile der von uns vermarkteten Armaturen müssen sich zahlreichen Einzeluntersuchungen hinsichtlich Technik und Hygiene von verschiedenen, unabhängigen Instituten unterziehen. Mit unserer freiwilligen Zertifizierung durch die DVGW dokumentieren wir als Hersteller die Einhaltung der Anforderungen zum Trinkwasserschutz.“

Fotos: Blanco

KOmfort + design | Armaturen

Blanco Saga: Die zylindrische Armatur in eleganter L-Form verfügt über eine in den Auslauf integrierte Steuerung – optisch erkennbar am schwarzen manschettenartigen Schieberegler. Mit einer Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegung wird die Wassermenge reguliert. Per Rechts- bzw. Linksdrehung der griffigen Manschette lässt sich die gewünschte Temperatur bequem einstellen.

56 | küche + architektur

www.blanco.de

Lars Kreutz, Vertriebsleiter Deutschland bei Blanco


Spülen | Design + komfort

Von Profis für den Alltag Vorbereitungszentrum planen mit Naber

2

3

Fotos: Naber GmbH

1

Neben Eigenentwicklungen, wie aktuell der Corno PR Spülen­ serie, hält Naber weitere EdelstahlSpülenmodelle für besondere Ansprüche bereit.

D

azu gehört an erster Stelle waterstation® cubic 980, die Komfortspüle für das Kochen mit dem System der Profis. Das Vorbereiten von Obst, Gemüse und Salat und z. B. das Abgießen von Nudeln erleichtern an dieser Spüle die bei Naber erhältlichen RieberGastro-Behälter. Sie werden nicht nur zur Lagerung der Lebensmittel im Kühlschrank und zum Transport von Speisen verwendet, sondern auch bei der Vorbereitung an der Spüle und bei der Zubereitung in Dampfgarern eingesetzt, ob im Haushalt oder in der Profiküche. In der waterstation® cubic ermöglichen die Gastro-Behälter das platzsparende und zugleich bequeme Arbeiten auf zwei Ebenen, dank der Stufe im großen Becken. Anschließend kommt der Gastro-Behälter direkt in den Ofen oder in den Dampfgarer zum Garen und Kochen. Nicht nur die Multifunktionalität, auch die Qualität der waterstation® cubic ist dem professionellen Bereich entnommen worden: Gefertigt aus bestem Edelstahl mit 1,25 mm Materialdicke – gegenüber sonst nur 0,6–0,8 mm – ist die Spüle besonders geräuscharm. Das großzügige Vorbereitungszentrum mit Abtropffläche und Restebecken dem flachen Rand ist auch für den flächenbündigen Einbau geeignet. Die kleine Schwester waterstation® cubic 600 kommt ohne Abtroffläche aus. Zur gleichen Familie zählt die Speedline 150 waterstation. Sie erlaubt bequemes Arbeiten auf drei Ebenen, denn hier kann durch den abgestuften Rand das optionale Galsschneidbrett ganz nach Bedarf über die gesamte Breite geschoben werden und die multifunktionalen, gelochten oder ungelochten, in alle gängigen Dampfgarer passenden Gastrobehälter von Rieber sind auf www.naber.de der Stufe im Becken beweglich.

1

waterstation®

cubic 600 2

Speedline 150

waterstation. 3

Hochglänzende

Chromoberfläche und ganz besonderes Design: Geradlinig mit organischer Kantenausformung zeigt sich die schmale Form des um 360 Grad schwenkbaren Auslaufes der Pano. Die klare Linienführung wiederholt der seitlich angeordnete Bedienhebel.

Waterstation® cubic 980 kompatibel mit Gastro-Behältern für Ofen und Dampfgarer

küche + architektur | 57


Architektur + Trend | Küchen

AMK Jahreshauptversammlung 2014 Full House …

… vermeldete die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche, AMK, während ihrer dies­ jährigen Jahreshauptversammlung in Mannheim. 185 Repräsentanten der 130 MitgliedsUnternehmen hatten es sich nicht nehmen lassen, der Einladung des Branchen­ dienstleistungsverbands zu folgen. Doch in diesem Jahr galt die starke Präsenz der unterschiedlichen Unternehmen nicht nur der Nutzung der Informationsplattform der AMK, sondern auch der offiziellen Stabübergabe zwischen Frank Hüther, der als Geschäftsführer sechs Jahre gemeinsam mit den AMK-Vorstandsmitgliedern die ­Geschicke des Verbandes leitete, und seinem Nachfolger Kirk Mangels.

Vorstand und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) sowie die Mitarbeiterinnen der AMK-Geschäftsstelle.

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Küchen | Architektur + Trend Schlussakkord und Neustart: AMK-Geschäftsführer Frank Hüther wurde von den Vorstandssprechern Roland Hagenbucher und Dr. Oliver Streit sowie vom neuen Geschäftsführer Kirk Mangels verabschiedet.

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ährend des traditionellen Branchenabends wurde Frank Hüther unter stehenden Ovationen der anwesenden Mitglieder verabschiedet. Seinem Engagement ist es mit zu verdanken, dass das Image der deutschen Küchenbranche auch auf internationaler Ebene weiter ausgebaut werden konnte. Desweiteren hatte Frank Hüther als Geschäftsführer der AMK das Bestreben seines Vorgängers Hans-Joachim Adler weiterverfolgt und aktiv zur Realisierung einer Küchenmesse in Köln mit internationaler Akzeptanz, der heutigen LivingKitchen, beigetragen. Dafür, aber vor allem auch für die Tatsache mit Sachverstand, Strategie und Diplomatie als Brücke zwischen den einzelnen Industriezweigen, Verbänden und Dienstleistungsunternehmen gewirkt zu haben, gebührt dem 45-Jährigen der Dank der Branche. Kirk Mangels, der seinen Amtsvorgänger fünf Monate lang begleitete, um sich über das breite Tätigkeitsfeld der AMK zu informieren, wird den von Frank Hüther beschrittenen Weg nun fortsetzen und ihn entsprechend der äußeren Rahmenbedingungen aus- und weiterbauen. Küchen – wertig währt am längsten Und die Rahmenbedingungen für die Küchenbranche gestalteten sich bis dato nicht schlecht. Das bestätigte auch AMK-Vorstandssprecher Roland Hagenbucher, Siemens Hausgeräte, der in seinem Vortrag die wirtschaftliche Situation der Branche analysierte. Die Küche sei für viele Menschen zum Statussymbol geworden, so interpretiert der Manager die Studie des Zukunftsinstituts, nach der 57 Prozent der Befragten „die tolle neue Küche“ einem tollen Auto, einer HiFi/Videoanlage oder dem neuesten Smartphone oder Tablet vorziehen. „Wir stehen einem anhaltenden Trend nach hochwertigen Küchen gegenüber“, betonte er. Das belegen auch die Zahlen der Elektrogeräteindustrie: Der Markt für Elektrogroßgeräte entwickle sich nun bereits im 7. Jahr in Folge positiv. Die Hersteller „Weißer Ware“ verkauften

zwar um 0,8 Prozent weniger Geräte. Diese waren jedoch entsprechend hochwertiger. So stieg der Verkaufswert für Einbaugeräte um +1,3 Prozent, der von Solo-Geräten sogar um 2,1 Prozent. Beratung schlägt Fläche Die Arbeitslosenquote hielt sich auch in 2013 stabil unter 8 Prozent. „Ein guter Indikator für die Ausgabebereitschaft der Verbraucher“, resümierte Roland Hagenbucher. Die Baugenehmigungen nahmen ebenso zu wie die Ausgaben für Immobilien und Renovierungen. Die Anschaffungsneigung im Inland zeigte sich auf hohem Niveau, was sich auch positiv auf den Verkauf der Kücheneinrichtungen auswirkte. Der im Inland durch den Verkauf von rund 1,135 Mio. Küchen getätigte Umsatz der Küchenmöbelindustrie lag bei 2,73 Mrd. Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 0,52 Prozent entspricht. So konnte sich der Küchenspezialhandel über Zuwächse in Menge (+1,2 Prozent), Wert (+2,8 Prozent) und Preis (+1,6 Prozent freuen). „Hinsichtlich des Durchschnittwertes bewegen wir uns auf die 10.000 Euro-Marke zu“, freute sich Roland Hagenbucher. Der durchschnittliche Verkaufswert einer Küche lag in diesem Vertriebskanal in 2013 bei 8.953 Euro. Bei den Vollsortimentern betrug dieser Wert 6.319 Euro. Allerdings hatte die Fläche in puncto Küchenverkauf Rückgänge zu verbuchen (-3,5 Prozent). Die schwierigen konjunkturellen internationalen Rahmenbedingungen machten sich auch bei den Exportgeschäften der deutschen Küchenmöbelindustrie bemerkbar. Hier mussten die Hersteller ein Minus von 0,89 Prozent hinnehmen. Mit rund 5,34 Mio. (-0,7 Prozent im Vgl. z. Vj.) exportierten Küchen setzten sie 1,47 Mrd. Euro um. Und was das Jahr 2014 anbelangt, so Roland Hagenbucher, sei bereits ein leichtes Wachstum im Inland als auch in den sich erholenden Auslandsmärkten zu verbuchen. Positiv auf den Inlandsmarkt 2014 werde sich auf alle Fälle die zunehmende Werteorientierung der Verbraucher

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Architektur + Trend | Küchen

Der AMK-Branchenabend führte auch im Jahr 2014 zu branchenübergreifenden Gesprächen und das bei bester Stimmung.

und der damit einhergehende Trend zu bewusstem Konsum gemäß dem Motto „Qualität statt Quantität“ durchsetzen. Zudem befindet sich die Küche im Wandel vom Arbeits- zum Lebensraum. Unabhängig davon sehen rund 10 Millionen Küchen, die älter als 15 Jahre sind, ihrem Austausch entgegen. Und in der digitalen Welt bewegt sich die geplante Einbauküche informativ und doch so individuell, dass sie sich auch im Netz dem unmittelbaren Vergleich entzieht. Obwohl die Industriezweige ein leichtes Wachstum im In- und Ausland verbuchen konnten, dürften sowohl die weitere Entwicklung des Euro, die des Arbeitsmarktes im In- und Ausland sowie die der Rohstoffe und Energiepreise als auch die wirtschaftliche und politischen Volatilität einiger Exportmärkte nicht außer Acht gelassen werden. Faktoren, die das Marktgeschehen nachhaltig beeinflussen. Hinsichtlich des Exportgeschäfts gelte es, Märkte wie China, Südost­asien, Indien, Osteuropa und die USA zu erschließen und auszubauen, denn „Kitchen made in Germany“ seien im In- und Ausland gefragter denn je. Für dieses Standing der deutschen Küchenbranche hat sich die AMK bereits seit 58 Jahren stark gemacht. Aktuell liegt die Anzahl die Mitgliedsunternehmen bei 130. Sie alle nutzen den Branchendienstleistungsverband als Informations-, Diskussionsplattform sowie zur lösungsorientierten Bearbeitung branchenrelevanter Themen. AMKVorstandssprecher Dr. Oliver Streit, Nobilia, betonte in dem von ihm vorgetragenen Rechenschaftsbericht vor allem die kontinuierliche Mitarbeit der rund 150 ehrenamtlichen Spezialisten unterschiedlichster Industriezweige, Dienstleistungsunternehmen und Verbände und bezeichnete sie als Rückgrat der AMK. Unterteilt in die Bereiche Technik und Normung, Internationalisierung, Spülen und Zubehör, Öffentlichkeitsarbeit und Messen arbeiten sie gemeinsam an der nationalen und internationalen Lobby moderner, zeitgemäßer Kücheneinrichtung sowie an der Festlegung von Normen.

Dr. Lucas Heumann, Geschäftsführer VdDK

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Technik und Normung Die Arbeitsgruppe Technik und Normung ist mit Abstand die größte der AMK. Hier arbeiten rund 100 Repräsentanten aus unterschiedlichen Industriezweigen und Unternehmen an branchenrelevanten technischen Problemlösungen. Die hieraus resultierenden Ergebnisse stehen den AMK Mitgliedsunternehmen in Form von Merkblättern zu Verfügung, die auch die Grundlage der Arbeit von Sachverständigen bilden, um ihre Gutachten zu erstellen. Merkblätter gibt es u.a. zu Themen wie thermobeschichtete Folienfronten, Kochumfeld und Raumbelüftung, Hocheinbau von Geschirrspülern, Feuchte- und Klimabeständigkeit. Diskutiert wird aktuell jedoch auch darüber, ein Merkblatt über die Planungsgrundlagen im Handel zu erstellen. Ergebnisse dieser Art fließen jedoch auch in die nationale und internationale Normung mit ein. So gibt es die Merkblätter mittlerweile in sechs Sprachen. Denn, so Fred Grundmann, Produktmanager Miele, der zu den aktiven Mitgliedern des Arbeitskreises gehört und diesen auf der Jahreshauptversammlung vertrat: „Wer nicht normt, wird genormt!“ Welche Bedeutung die Normung auch auf internationaler Ebene hat, schilderte Georg Lange, HDH. Derzeit arbeiten 89 Akteure auf internationaler ISO-Ebene zusammen, davon stammen 32 aus Europa. Revidiert werden soll derzeit die EN 14749. Hier gilt es, ein europäisches Produktsicherheitskonzept zum Thema wandhängende Elemente und Standsicherheit zu erstellen. Kooperationen dieser Art führen zu einer besseren Zusammenarbeit innerhalb Europas. Strategische Partnerschaften mit Staaten wie Nord- und Südamerika sowie Kanada tragen zu einem europaübergreifenden Austausch bei. Das wachsende Auslandsgeschäft der deutschen Küchenmöbelindustrie begleitet die Arbeitsgruppe Internationalisierung. Ihr Sprecher ist AMK-Vorstandsmitglied Werner Heilos, MHK. Um interessierten Mitgliedsunternehmen den Eintritt in neue Märkte zu erleichtern,


Küchen | Architektur + Trend

organisiert die AMK Länderinformationstage, während denen sich die Teilnehmer über Markt und Branche informieren können. Nach Informationstagen über Länder wie China, wo es seit Mitte letzten Jahres in Beijing die AMK Consulting Co. Ltd. gibt, die ausschließlich von den Mitgliedsunternehmen der AMK Arbeitsgruppe China finanziert wird, Russland, Indien, Türkei und Brasilien oder wie zuletzt Südostasien plant die AMK in Kürze Veranstaltungen zu Märkten wie Groß-Britannien und dem Mittleren Osten. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Die Presseaussendungen der AMK zu endverbraucherorientierten Themen wie Kücheneinrichtung und -ausstattung führten in 2013 zu 173 Millionen Veröffentlichungen in Tageszeitungen und PublikumsMagazinen. Hinzu kommt der am Markt etablierte AMK Ratgeber Küche mit einer Auflage 100.000. Letztmalig überarbeitet 2011, sieht er 2014 einem Relaunch entgegen. Optimierungspotenzial sehen die Hersteller vor allem auch in der Benutzerführung des Ratgebers. Desweiteren wird die Broschüre künftig auch online zur Verfügung stehen. Zur LivingKitchen 2015 soll in beiden Erscheinungsformen auf sie zugegriffen werden. Zum 15. Mal Tag der Küche Hubert Schwarz, Vertriebsgeschäftsführer Blum Deutschland und Gruppensprecher Marketing & Öffentlichkeitsarbeit, ist nach wie vor ein Verfechter des Tages der Küche, der in diesem Jahr am 27.09.2014 stattfinden wird. „Andere Branchen beneiden uns um diesen Event“, betonte der dynamische Manager und bedauerte, dass sich nicht alle Küchenfachhändler mit gleichem Engagement beteiligten. Der Tag der Küche genießt nicht umsonst eine außerordentliche hohe Medienpräsenz. Finanziert wird er nach wie vor durch Sponsoring-Bei-

träge engagierter Mitgliedsfirmen, die Hubert Schwarz wie in den 14 Jahren zuvor erneut anspornte, das Branchenevent zu unterstützen. Aktuell beschäftigt sich eine aus dem Arbeitskreis Marketing und Öffentlichkeitsarbeit rekrutierte Gruppe mit dem Thema Marktforschung. „Unser Ziel ist es, eine einheitliche Wissensbasis für alle Mitglieder schaffen“, erläuterte Elke Meyer, Marketingleiterin Hettich. Dazu greift die Arbeitsgruppe zuerst einmal auf bereits bestehende Studien zu, deren Inhalte analysiert und danach den Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Allerdings wolle man sich darauf nicht allein beschränken, sondern auch die Daten einer geplanten Endkundenbefragung sowie eine während der IMM stattfindende Trendanalyse mit in die bestehende Datenstruktur aufnehmen. Apropos LivingKitchen 2015. „Bereits jetzt liegen der Messeleitung 100 Anmeldungen für das im nächsten Jahr vom 19.-25. Januar 2015 anstehende Event vor“, freute sich Eike Fuchs, Projektleiter der Koelnmesse. Bis dato haben sich bereits 80 der Bestandskunden angemeldet. Ehrgeiziges Ziel des LivingKitchen-Teams ist es, weitere 80 Aussteller zu gewinnen. Hier als auch auf dem Sektor der Besucher werde man versuchen, die Internationalität merklich zu steigern. Anvisiert werden über 150.000 Besucher, davon mehr als 50.000 ausländische Fachbesucher. Küchenmessen stellen ebenfalls einen der Themenschwerpunkte im Fokus der Arbeitsgruppe Spülen und Zubehör dar, zu denen außerdem alle bereichsrelevanten Themen sowie deren Berücksichtigung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der AMK, bei den AMKMerkblättern und in der Normung gehören. Die an dieser Gruppierung partizipierende Spülenindustrie arbeitet desweiteren gemeinsam mit der GfK intensiv an der Erstellung „qualifizierter Marktinformationen“ zu Menge und Wert des Spülenmarkts. Das Ganze geschieht, so Sprecher der Gruppe, Bernhard Branyi, Lechner, unter besonderer www.amk.de Beachtung des Compliance Managements. 

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Daten + fakten | ZVEI

Nicht ohne Label Werner Scholz, ZVEI, berichtet über Label, Energieeffizienz, ­Ecodesign und Altgeräte

Eine etwas undankbare Rolle hat seit einigen Jahren Werner Scholz, Geschäftsführer des Elektroverbandes ZVEI, bei der AMK-Mitglieder­ versammlung inne. Nach einem an Informationen extrem reichhaltigen Vormittag greift er stets als letzter Redner vor dem Mittagessen zum Mikrofon. Gegen das punktuelle Knurren mancher Mägen konnte er jedoch mit interessanten Inhalten gegenhalten. Werner Scholz, Geschäftsführer Fachverbände Elektro-HaushaltGroßgeräte, ElektroHaushalt-Kleingeräte und Elektro-Hauswärmetechnik

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o berichtete er von zwei neuen Energie­ labeln für Backöfen und Dunsthauben. Diese gelten ab dem 1. Januar 2015. Bei Dunstabzugshauben werden die Plus-Klassen in vier Stufen schrittweise bis 1.1.2020 eingeführt. Für die Labelung am PoS stellt der ZVEI Erleichterungen in Aussicht: Bei Backöfen und Dunstabzugshauben können die Label auch in unmittelbarer Nähe der Geräte deutlich sichtbar angebracht werden. Für Kochmulden wird es kein Label geben, aber Ecodesign Grenzwerte für den Energieverbrauch und Produktinformationen erarbeitet. Auch für diese Grenzwerte ist eine schrittweise Einführung geplant, die von Februar 2015 an in drei Schritten bis Februar 2019 den unter „standardisierten Prüfbedingungen“ gemessenen Energieverbrauch EC „elektrischer Haushaltskochmulden“ regeln. Parallel findet auf EU-Ebene aktuell eine „völlige Neuordnung“ aller vorhandenen Klassifizierungen statt. Diskutiert werden vier Optionen, zu denen eine Verbraucherbefragung gestartet wird, wobei sich Werner Scholz gut vorstellen könne, dass es wieder „back to the roots“ gehe, also zurück zu den ursprünglichen Energieeffizienzklassen A bis G. Schleierhaft sei ihm jedoch, wie die Rückstufung von A+++ auf A – G Verbrauchern plausibel gemacht werden könne. Grundsätzlich strebt der ZVEI Label an, die Planungssicherheit für Industrie und Handel bringen durch eine langfristige Fixierung des Szenarios und die auf Regulierung mit jeweils neu definierten Einzelschritten

verzichtet. Die aktuelle Revision sollte ausreichen, um ein Label zu erzeugen, das für Verbraucher, Hersteller und Handel gleichermaßen attraktiv ist. Bestimmend sollte bei allen Grenzwert­erfassungen der Faktor der Energieeffizienz als Schnittmenge aus Nutzwert und Energieeinsatz der Geräte sein. Altgeräte – die nächste Die Umsetzung der EU-Richtline „WEEE II“ über Elektro- und Elektronik-Altgeräte in ein deutsches „ElektroG“ liege nun im Entwurf vor, berichtete Werner Scholz weiter: Demnach wird der Anwendungsbereich ab 2018 erweitert, die Kategorien werden geändert, was einen hohen administrativen Aufwand verursachen wird, erweiterte Pflichten für kommunale Sammelstellen, aber keine Einschränkung der Selbstvermarktung stehen an. Für den Handel werden neue Sammelverpflichtungen gelten. Dabei bleiben die Vertreiber verpflichtet, bei Verkauf eines neuen E-Gerätes ein altes der gleichen Geräteart unentgeltlich zurückzunehmen. Neu ist geplant, dass Vertreiber mit Verkaufsfläche für E-Geräte von >400 m2 kleine Altgeräte mit einer Kantenlänge von max. 25 cm entweder im Geschäft oder in unmittelbarer Nähe unentgeltlich zurückzunehmen müssen. Die Rücknahme darf nicht an Neukauf geknüpft werden. Bei Fernabsatz gelten Lager-/Versandflächen als Verkaufsfläche. Rückgabemöglichkeiten in zumutbarer Entfernung zum jeweiligen Endverbraucher sind vorzusehen.


Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Die guten Adressen der Branche

www.kuecheundarchitektur.de

küchen …

Zeiler Möbelwerk GmbH & Co. KG Obere Altach 1 · 97475 Zeil am Main Tel. 09524 91-0 · Fax 09524 91-121 info@allmilmoe.de · www.allmilmoe.de

Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

Alno AG Heiligenberger Straße 47 88630 Pfullendorf Tel. 07552 21-0 mail@alno.de · www.alno.de

Brigitte Küchen H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 vertrieb@brigitte-kuechen.de www.brigitte-kuechen.de

nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

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VISITENKARTEN | Die guten Adressen der Branche

… küchen

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. 09825 83-0 · Fax 09825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

Poggenpohl Möbelwerke GmbH Poggenpohlstr. 1 · 32051 Herford Tel. 05221 381-0 · Fax 05221 381321 info@poggenpohl.com · www.poggenpohl.com

Rabe & Meyer Küchen GmbH & Co. KG Ladestr. 52 · 32257 Bünde-Ahle Tel. +49(0)5223 6900-0 · Fax +49(0)5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Ausgabe 2/2014 · 2. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Eurocucina 2014 – Trend und Emotion · Küchen individueller denn je AMK Jahreshauptversammlung 2014 · Full House Die Zukunft gehört den Hausgeräten · Samsung startet durch

Das Magazin für professionelles Einrichten

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NOVY GmbH Frankenring 18 · 30855 Langenhagen Tel. 0511 5420771 · Fax 0511 5420772 info@novy-dunsthauben.de www.novy-dunsthauben.de

Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

Dunstabzugshauben

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Abfalltrennungssysteme

BLANCO GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 kuechentechnik@blanco.de www.blanco-germany.com/de

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@ hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 aluments@wesco.de www.wesco-aluments.de

Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 naber@naber.de · www.naber.de

Küchenzubehör

Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG Vahrenkampstraße 12–16 · 32278 Kirchlengern Tel. 05223 77-1597 · Fax 05223 77-21597 kitchen-info@de.hettich.com · www.hettich.com www.intelligent-kitchens.com

DER KREIS Systemverbund Holding GmbH & Co. KG Mollenbachstr. 2 71229 Leonberg Tel. 07152 6097-00 Fax 07152 6097-9999 derkreis@derkreis.de www.derkreis.com

PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de

Beschlagstechnik küche + architektur | 65

Tische / Stühle

Spülen / Armaturen

Verbände

Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN



küche+architektur 2/2014