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Ausgabe 1/2016 · 4. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Der Partner des mittelständischen Fachhandels: Ballerina-Küchen · Werteorientiert, zuverlässig und innovativ Beschlags- und Auszugs­systeme · Küchenspezialisten wissen um die Bedeutung komfortabler Ausstattungsfeatures ZOW 2016 · Inspirierend in Material und Technik


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Schweizer Perfektion für zuhause


Editorial

„Der Berg kreißte und gebar eine Maus.“ (Horaz)

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lle Jahre wieder präsentiert die Holzwerkstoff-verarbeitende Industrie ihre Neuheiten. Beeindruckend sind hier die hochglänzenden oder supermatten Unidekore ebenso wie die unterschiedlichen Holzund Stein-Dekore mit ihren naturnahen Designs und Oberflächenstrukturen. Für jeden Möbeldesigner muss dieses Überangebot an Neuheiten eigentlich ein Mekka der Inspira­ tion darstellen. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Da ist es doch sehr verblüffend, dass des Deutschen liebste Küchenfarbe nach wie vor die Nichtfarbe Weiß oder der etwas wärmere Cremeton ist. Diese Nuancen machen nach wie vor 80 Prozent der verkauften Küchen aus. Ein Trend, der bereits seit einigen Jahren herrscht. Auch bei des Deutschen liebsten Kind, dem Pkw, ist ein Trend zu Nichtfarben festzustellen. Fast drei Viertel aller Neuwagen sind aktuell in den Farben Grau, Schwarz oder Weiß lackiert. Im vergangenen Jahr liefen Silber- bzw. Grautöne der zuvor beliebtesten Neuwagenfarbe Schwarz erstmals den Rang ab. Laut einer Statistik des Verbandes der Automobilindustrie wurden in 2015 28,7 Prozent aller Neuwagen in dieser Lackierung ausgeliefert. Und das, wo Mitte der 90er Jahre noch die mit „echten“ Farben lackierten Autos favorisiert wurden. Auf dem Höhepunkt dieses Trends, 1996, waren zwei Drittel der Neuwagen rot, grün, blau oder gelb. Mit der wachsenden Affinität von Industrie und Verbrauchern für den Faktor Technik und mit dem steigenden Bewusstsein, ein Auto in einer der sogenannten Nichtfarben einfacher und lukrativer wieder verkaufen zu können, sank die Nachfrage nach farbigen Pkws. Auch die Küchen haben die farbenfrohen 50er und 70er Jahre hinter sich gelassen. Und das, obwohl der Welt der Küchen, RAL und Sikkens sei Dank, unendlich viele Farbvarianten zur Verfügung stehen. Selbst der Landhausstil, der mit seinen Pilastern und Haubenumbauten die 90er Jahre prägte, wurde sukzessive ernüchtert und stellt sich heute wesentlich eleganter dar. Das Küchen-Design

insgesamt ist puristischer und zeitloser geworden. Farbe und Holzdekore findet man höchstens als Akzentuierung. Dafür setzt man auf problemlos kombinierbare nichtfarbige Unidekore, und Oberflächen wie supermatt oder hochglänzend, kombiniert mit Designs, die Naturprodukten wie Holz oder Stein, Beton, Keramik oder auch Metallen entsprechen oder diesen optisch und haptisch nachempfunden werden. Dieser Trend orientiert sich wie in vielen anderen Industriebereichen grundsätzlich an neuartigen Produkten, modernen Techniken und Lebensstilen oder gesellschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. Die Holzwerkstoffverarbeiter greifen diese Tendenzen in ihren Produktentwicklungen mit auf, deren Umsetzung im Übrigen oft mit immensen maschinentechnischen Investitionen verbunden ist, dem langlebigen Investitionsgut Möbel Rechnung tragend. Welche Designs letztendlich zum Bau von Möbeln aufgegriffen werden, entscheiden die Einkäufer der Möbelindustrie. Was von deren Auswahl wiederum in den Handel gelangt, bestimmen zu einem sehr großen Teil die Einkäufer der unterschiedlichen Handelskooperationen und danach die Planer und Inhaber der Fachgeschäfte. Erst nach dieser mehrstufigen Vorselektion entscheiden die Konsumenten über den Erfolg der verbleibenden Dekore. Und da Möbel langlebige Investitionsgüter sind und einzelne Farben viel zu sehr polarisieren, wird es auch künftig kaum die Coloration sein, die zur Differenzierung taugt und dem Wunsch der Verbraucher nach Individualisierung Rechnung trägt. Neben der Optik werden die technischen Ausstattungsfeatures auch weiterhin eine herausragende Rolle beim Verkauf der Küchen spielen. Und, während die Automobilindustrie auf starke zielgruppenorientierte Marken und eine vertikalisierte Vermarktung setzt, entscheidet bei der Möbel- und Küchen­ möbelindustrie noch immer ein breites Netz selbständiger, qualifizierter Handelspartner, die als regionale Marken agieren, über den Erfolg oder Misserfolg der Produkte.

Yvonne Davy Chefredakteurin

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Foto: Nolte Küchen

inhalt 1/2013

Die Kombination der edlen Echtholzoberflächen des Nolte Küchen-Programms Legno Eiche Trüffel mit Nova Lack Tiefblau schafft ein elegantes, wohnliches Ambiente. Dank der prak­tischen Kulissentüren passt sich die Küche im Hand­umdrehen dem aufgeräumten Wohnbereich an. Geöffnet verschwinden die Türen selbst zwischen den Schränken und geben den Blick und den Zugriff auf den Stauraum und die Elektro­ geräte im Inneren frei. www.nolte-kuechen.de

1 „Der Berg kreißte

26 Keramische Hommage an den

und gebar eine Maus.“

Naturstein

Editorial

Neolith verbindet Avantgarde und Architektur

4 Der Partner des mittelständischen Fachhandels: Ballerina-Küchen Werteorientiert, zuverlässig und innovativ

10 Beste Küche 2015 Kollegenpreis Grambow & Widmer überzeugen

13 Siemens Hausgeräte auf Innovationstour Die bundesweite Händler-Roadshow

14 Nobilia baut Marktführerschaft weiter aus 1. Umsatz-Milliardär der Küchenbranche

18 Einblick – imm 2016 Einzelstücke: die neue modulare ­Einrichtungsform

24 Let’s be smart Das Smart Home ist bereits Realität …

30 Netzwerke statt Insellösungen Carat – kaufmännische Intelligenz und emotionaler Reiz in einer Software

32 Ein unschlagbares Duo Pulverlack und MDF

35 Stark mit Dunstabzugshauben Refsta mit Blauem Engel und Muldenlüfter-Lösungen

36 Inspirationen und praktikable Lösungen Mehr als Zubehör von Naber

38 ZOW 2016 Inspirierend in Material und Technik

40 Eggerzum 2016 Wo sich Bestand und Wert treffen

43 Magic Cube – oder: smart den Alltag gestalten ASM Syncro Tec

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Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de Geschäftsführer: Harald Fritsche, Tilmann Münch Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de

Inhalt 1/2016

Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: Frotscher Druck GmbH Riedstraße 8 64295 Darmstadt

44 Überzeugend in ­Design, Struktur und Qualität Resopal

46 Kontraste, die inspirieren Pfeiderer

48 Ausbaufähig und flexibel Mit Elektra Licht beherrschen

49 Leichtigkeit, die funktioniert Salice – Design im Focus

50 Samet – rundum „beschlagen“ Funktional, vielfältig, designstark

52 So individuell kann Ordnung sein Elco

52 Trendline – Symbiose aus Design und Funktion Ninka

54 Glänzend, glänzender, Dekton® XGloss Neue Farbreihe mit Kristall-Effekt von Cosentino

55 So smart kann Ergonomie sein Linak

56 Die App zum Licht L&S

56 Edel in Hochglanz und Matt Senoplast

57 Mehrwert groß geschrieben Hailo Einbautechnik räumt auf

58 Symbiose aus Ästhetik und Funktion Pyramis

58 Der Griff – designstarkes Detail Union Knopf

59 Vom Standardprogramm bis zur Einzellösung Schüco Alu Competence überzeugt mit konsequenter Qualität

60 Beschlags- und Auszugs­systeme mit Erlebniswert Küchenspezialisten wissen um die Bedeutung komfortabler Ausstattungsfeatures

67 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 4, gültig seit 1. 1. 2016 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: Volksbank Stuttgart eG 101 383 029 (BLZ 600 901 00) IBAN: DE81 600 901 000 101 383 029 BIC: VOBADESS Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im FachschriftenVerlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: Seite 79: auremar/fotolia

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Der Partner des mittelständischen Fachhandels: Ballerina-Küchen Werteorientiert, zuverlässig und innovativ

Im Oktober 2016 feiert Heidrun Brinkmeyer ihr zehnjähriges Jubi­läum als Mitglied der Geschäfts­führung von BallerinaKüchen. Zehn Jahre, in denen die Powerfrau gemeinsam mit ihren Sparringspartnern und Mitgesellschaftern Heinz-Erwin Ellersiek, Firmen­gründer, und Heiko Ellersiek, technischer Geschäftsführer, das mittelständische Unternehmen in Bruchmühlen/Rödinghausen maßgeblich geprägt hat. Für unser Interview mit der Unternehmerin und versierten Branchenkennerin treffen wir sie in der Hausausstellung des Küchenmöbelherstellers, die im September eines jeden Jahres schon den einen oder anderen Neukunden begeistert hat.

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och das Produkt ist nur ein Faktor, der gerade mittelständische Küchenspezialisten dazu bewegt, mit Ballerina-Küchen zu arbeiten. Ballerina hat noch einiges mehr zu bieten, auch die Tatsache, dass an der Spitze des Unternehmens eine Frau für Vertrieb und Marketing verantwortlich zeichnet. Und das erfolgreich: Wirkt sich innerhalb der Branche der Faktor, eine Frau in einer Führungsposition zu sein, bei Verhandlungen eher positiv oder negativ aus? Heidrun Brinkmeyer: „Eine Frau zu sein, bringt aus meiner Sicht weder Vor- noch Nachteile. Sicher musste ich als junge Frau häufig erst meine Kompetenz beweisen, bevor eine Verhandlung beginnen konnte. Dafür hatte ich den Vorteil, gerade in unserer Männer-Welt diplomatischer und charmanter verhandeln zu können. Ich denke, das eine wiegt das andere auf. Wenn Sie jetzt fragen, warum es so wenige Frauen in Führungspositionen gibt, das liegt an dem hohen Zeitbedarf, den einzusetzen viele Frauen nicht bereit sind.“

Frau Brinkmeyer, Sie kennen sowohl die Strukturen von multinational agierenden Konzernen als auch die inhabergeführter Unternehmen. Was hat Sie dazu bewogen, sich nach Ihrer Tätigkeit für Großunternehmen wieder einem mittelständischen Unternehmen zu verschreiben? Heidrun Brinkmeyer: „Multinationale Konzerne haben viele Vorteile: In der Regel fertigen sie in großen Mengen und können dadurch bessere Preise erzielen. Sie verfügen über ein hervorragendes Ausbildungssystem für Mitarbeiter. Aufgrund der Umsatzgröße ist das Marketing- und Werbebudget in Euro betrachtet sehr hoch und ermöglicht zahlreiche teure Werbe- und Marketingmaßnahmen. Konzerne haben auch Nachteile. In erster Linie zählt dazu der häufige Wechsel der Manager und damit sich ständig verändernde Konzernund Marktstrategien. Außerdem wird der Konzern durch die vielen Hierarchiestufen in Innovationskraft und Schnelligkeit gebremst. Das sind zwei Unternehmenseigenschaften, die nicht zu mir passen.

Ich habe sowohl bei Electrolux als auch bei Indesit sehr viel gelernt. Eine der für mich wichtigsten Erkenntnisse ist, die Welt nicht nur aus deutscher Sicht zu sehen. Und diese Einsicht kommt mir und ­Ballerina heute zu gute.“ Die Basis stimmt Heidrun Brinkmeyer strahlt, als sie uns stolz eine Karte präsentiert, die die 28 Länder umfasst, in die das mittelständische Unternehmen aus Rödinghausen bereits heute erfolgreich liefert. „Wissen Sie, außerdem spreche ich gerne persönlich mit Mitarbeitern und gehe bei Bedarf auch in die Fertigung, ohne erst Termine machen oder lange anreisen zu müssen. Kurze Wege haben sich schon immer bezahlt gemacht, um Ungereimtheiten oder abwicklungstechnische Schwierigkeiten schnell zu beheben. Denn unsere oberste Prämisse muss es sein, unsere Kunden zufriedenzustellen. Und natürlich stimmt auch die Basis“, betont sie mit Nachdruck. „Ballerina ist und war immer ein gesundes Unternehmen. Unser Gründer Heinz-Erwin Ellersiek hat stets dafür gesorgt, dass Produktqualität, Maschinenausstattung und Menschlichkeit im Vordergrund stehen. Wir haben nahezu keine Fluktuation. Noch heute ist es so, dass Mitarbeiter, die hier gelernt haben, bei uns in Rente gehen. All das hat mich dazu bewogen, für und mit Ballerina zu arbeiten und damit ganz bewusst in ein mittelständisches Unternehmen zurückzugehen. Und außerdem“, wirft sie lächelnd ein, „soll man seine Herkunft nie verleugnen. Ich komme selbst aus dem Mittelstand und es entspricht mir einfach, mich mit dem Unternehmen zu 100 Prozent zu identifizieren. Meine Arbeit ist mein Hobby, auch wenn das mit weniger Freizeit verbunden ist.“ Sie sind ja sogar einen Schritt weitergegangen und sind an dem Unternehmen beteiligt! Heidrun Brinkmeyer: „Ja, das ist schon so, Ballerina ist für mich mein Unternehmen und mein Lebensinhalt“, bestätigt die Powerfrau unseren Eindruck. „Heinz-Erwin Ellersiek und ich passen gut zusammen, auch wenn das einige“, sie schmunzelt, „nicht glauben wollten.

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Mittlerweile haben wir sie wohl eines Besseren belehrt. Ich glaube, dass man auf Augenhöhe immer gut miteinander arbeiten kann. Das gilt übrigens auch für unseren technischen Geschäftsführer Heiko ­Ellersiek. Für uns drei steht Ballerina im Fokus und keiner von uns hat Interesse daran, Kapital aus dem Unternehmen zu ziehen. Wir reinvestieren kontinuierlich.“ Sie reinvestieren also Jahr für Jahr in das Unternehmen, also nicht nur in Maschinen sondern auch in Personal? Heidrun Brinkmeyer: Natürlich, wir haben derzeit 286 Mitarbeiter und werden in Kürze weitere einstellen, da wir unsere Serviceleistungen in der Sachbearbeitung weiter verstärken möchten und es auch in der Fertigung Bereiche gibt, in denen wir durch entsprechendes Personal noch besser werden können. Im Verhältnis sind wir übrigens innerhalb der letzten zehn Jahre umsatzmäßig stärker gewachsen als personell.“ Und wo sieht die Unternehmerin die größten Herausforderungen für ein mittelständisches Unternehmen wie Ballerina? Heidrun Brinkmeyer: „Es sind die stetig notwendigen Investitionen in den Maschinenpark und auch die fixen Kosten für die Bereiche Werbung und Marketing sind für den Mittelstand verhältnismäßig höher als für einen Konzern. Nehmen Sie z.B. die Erstellung unseres Handbuches oder der IDM-Daten. Wir zahlen dafür das Gleiche wie ein Großunter­ nehmen. Ähnlich verhält sich das auch bei Themen wie Produktfotografie, Messepräsentationen oder Übersetzungen für Exportländer.“ Wenn man das so hört, ist es insbesondere auch der Bereich Marketing, der sich sehr kostenintensiv darstellt. Sie repräsentieren die beiden Unternehmensbereiche Vertrieb und Marketing bei Ballerina. Während der Vertrieb Umsatz einbringt, kostet das Marketing Geld. Wie gelingt Ihnen dieser Spagat? Heidrun Brinkmeyer: „Die beiden Bereiche Marketing und Vertrieb sind für mich nicht gegensätzlich, sondern ergänzen sich. Als Geschäftsführerin in einem mittelständischen Unternehmen ist man

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für das Ergebnis verantwortlich und nicht für Bereiche. Somit ist es selbstverständlich, Einnahmen und Ausgaben sinnvoll einzusetzen.“ Identifikation mit dem Unternehmen bürgt für den Erfolg Als Sie bei Ballerina-Küchen anfingen, lag der Umsatz bei 42 Mio. Euro, der mit 240 Mitarbeitern erwirtschaftet wurde. Heute schreibt Ballerina-Küchen 70 Mio. Euro und das mit 286 Mitarbeitern. Wie ist Ihnen dieser Sprung gelungen? Heidrun Brinkmeyer: „Es sind genau 71,7 Mio. Euro“, korrigiert die Powerfrau stolz und legt uns die Umsatzstatistik der letzten zehn Jahr vor. „Das Unternehmen ist bis auf das Jahr 2013, in dem die gesamte Branche den Einbruch des niederländischen Marktes verkraften musste, kontinuierlich und deutlich gewachsen. Dieser Umsatzzuwachs“, betont die Unternehmerin, „ist nicht von mir alleine erreicht worden! Wir haben eine ausgezeichnete Mitarbeiterstruktur. Wie gesagt, unsere Mitarbeiter sind langfristig im Unternehmen integriert. Sie identifizieren sich mit Ballerina, und setzen sich Tag für Tag zum Ziel, unser umfangreiches Angebot an Küchen möglichst fehlerfrei zum Kunden zu bringen. Das alles ist wesentlich für den Erfolg von Ballerina, und hat erheblich dazu beigetragen, dass wir uns in den letzten Jahren vom reinen Produkthersteller zu einem Trendsetter entwickeln konnten. Eine Aufgabe, der wir uns weiterhin stellen.“ Sie vermarkten 50 Prozent Ihrer Küchen, also rund 11.000 Küchen, in Deutschland. Können Sie hier weiter wachsen, ohne zu verdrängen? Heidrun Brinkmeyer: „Ein Wachstum in Deutschland zu erzielen, ist sicher zu einem großen Teil nur durch Verdrängung möglich. Das ist bei gesättigten Märkten immer so. Aber nehmen Sie beispielsweise das Jahr 2015, da ist die gesamte Branche um 5 bis 6 Prozent gewachsen. In dem Fall resultiert nur der prozentuale Anteil am erzielten Wachstum aus der Verdrängung, der dieses Branchenwachstum übersteigt.“


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Die Küche fürs gute Gewissen: GreenTec­ Kitchen zeigt sich in klassischem RAL 7035 lichtgrau, loftartig geplant mit sichtbarem ­Abzugsrohr und einer Wandverkleidung aus echtem Heu. Unter dem Pflanzenlicht halten sich die Kräuter in den Behältern tagelang frisch. Die Küche schont Ressourcen, da sie aus Holzwerkstoffplatten gebaut wird, die neben Holz 30 % Einjahrespflanzen enthalten. Da sie 20 % weniger wiegt als eine herkömmliche Küche, ist auch ihr Transport ressourcenschonend.

Ja, aber wie wächst man inmitten eines Verdrängungsmarktes? Heidrun Brinkmeyer: „Erstens, auch in Deutschland gibt es für uns noch viele weiße Flecken und somit Potenzial. Und zweitens“, ­Heidrun Brinkmeyer lächelt, „man muss eben immer etwas mehr bieten als andere. Das Preisargument können wir als mittelständisches, werteorientiertes Unternehmen nicht spielen. Das bedeutet: Wir müssen stattdessen mehr Leistung erbringen. Ein fairer Umgang mit unseren Kunden gehört bei uns einfach dazu. Wir stützen unsere Partner im Handel durch eine strikt eingehaltene, selektive Vermarktungs­ philosophie. Auf diese Weise gerät weder unser Handelspartner in einen aggressiven Preiswettbewerb, noch verfällt der Preis unserer Produkte. Wir beliefern unsere Kunden mit unseren eigenen LKWs mit gut ­geschulten, eigenen Leuten. Zudem haben wir einige Qualitätsmerkmale, wie sie nur von wenigen Küchenmöbelherstellern angeboten werden: 26 Korpusinnenfarben, 8mm starke Rückwand, 3.800 RALund Sikkens-Farben in Matt-Lack, Hochglanz-Lack, MikrostrukturLack, Samt-Lack und auf Holz, breitengekürzte Schubkästen und Auszüge mit den Auszugssystemen von Grass und Blum „Legrabox“, Designelemente von „Ritzenhoff “, Wohnelemente und natürlich ­viele Sonderanfertigungen, die in 70 Prozent der bei uns georderten ­Küchen anfallen.“ Sie sprechen gerade das Thema Sonderanfertigung an, glauben Sie, dass die von Verbrauchern oft gewünschten fließenden Übergänge zwischen Küche und Wohnen künftig zunehmen werden? Heidrun Brinkmeyer: „Ja, durchaus! Der Bereich Küche wird sich zum Ess- oder auch zum Wohnraum hin immer mehr öffnen. Das hat zur Folge, dass sich der Küchenspezialist der Zukunft noch stärker in Richtung der Innenarchitektur entwickeln wird. Das beinhaltet ­sowohl die Vermarktung von Sideboards, Lowboards, Highboards oder Regalsystemen bis hin zum Trockenbau.“

Glaubwürdigkeit durch Kontinuität Gut, aber Sie müssen Ihr Sortiment jedes Jahr wieder auf den Prüfstand stellen und an aktuelle Marktanforderungen anpassen. Sie müssen einerseits Trends aufgreifen und andererseits auch Alleinstellungspotenzial anbieten können. Wie lösen Sie diesen Widerspruch? Heidrun Brinkmeyer lächelt verschmitzt: „All unsere Geheimnisse werde ich natürlich nicht preisgeben.“ Wofür wir Verständnis haben. „Obwohl“, stellt die taffe Managerin fest, „Ballerina von Wettbewerbern mittlerweile auch gerne kopiert wird, was ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe. Aber nun zu Ihrer Frage: Wir haben immer ein offenes Ohr am Markt. Das gilt für unsere Mitarbeiter, die im direkten Kontakt zu unseren Kunden in aller Welt stehen, sowie für uns als Geschäftsführung gleichermaßen. Über das Jahr hinweg tragen wir die Wünsche unserer Kunden zusammen und diskutieren Studien anderer Branchen, von Hochschulen und Trendforschungsinstituten und natürlich Ent­ wicklungen aus der Zulieferindustrie. In einer Art Brainstorming erarbeiten wir dann Markttrends und Alleinstellungsmerkmale. Letztere versuchen wir gemeinsam mit Partnern aus der Zulieferindustrie umzusetzen und zwar so, dass Ballerina auf alle Fälle mindestens ein Jahr Vorlauf hat. Patente oder Geschmacksmusterrechte anzumelden, ist eher schwierig, da Sie sich am Ende nur noch mit Rechtsanwälten auseinandersetzen müssen. Das kann kostspielig werden und ist für ein mittelständisches Unternehmen eher problematisch.“ Und was tun Sie, wenn eine Ihrer Neuentwicklungen nicht gleich begeistert? Heidrun Brinkmeyer: „Gut Ding will eben oft Weile haben. Deshalb lassen wir Innovationen immer eine gewisse Zeit, um sich zu ent­ wickeln und nehmen sie nicht sofort wieder aus dem Programm, wenn sie nicht gleich auf die Gegenliebe unserer Handelspartner­ stoßen.

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Fotos: Ballerina

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Ganz puristisch und doch wohnlich ist diese Darstellung von BlackLine in Achatweiß in einer Kombination aus Samt-Lack und Hochglanzlack. Die Arbeitsplatte scheint zu schweben durch den Einsatz von Licht auf Höhe der Griffleiste. Die Auszüge darunter werden mit TIPON ohne Fugen weitergeführt. Alle Ballerina-Dekore und 3.800 Farben in fünf verschiedenen Lackoberflächen stehen für BlackLine zur Wahl.

Der Erfolg gibt uns doch Recht und stützt auch unsere Glaubwürdigkeit im Markt.“ Um die eine oder andere Alleinstellung realisieren zu können, spielen Produktionstiefe und Logistik eines Unternehmens eine entscheidende Rolle. Was bedeutet diese Notwendigkeit für ein mittelständisches Unternehmen wie Ballerina-Küchen? Heidrun Brinkmeyer: „Logistik und damit der richtige Durchlauf in der Produktion sowie die korrekte Zuführung von just-in-time-Produkten ist heute das A und O eines guten Küchenmöbelherstellers. Hierzu ist eine moderne EDV-Steuerung notwendig. Ballerina hat in den letzten Jahren in die Software sehr viel investiert. Leider ist dieses eine bleibende Notwendigkeit, da alles was EDV betrifft, einem sehr schnellen Wandlungsprozess unterliegt. Zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir 3,8 Mio. – von insgesamt 4,5 Mio. Euro in ein neues Hochschrankband investiert, um die Produktion von Sonderhochschränken zu optimieren. Wir möchten die Wünsche unserer Kunden noch besser und in noch höherer Qualität erfüllen. Wie ich bereits sagte, ist das Unternehmen nur auf Dauer erfolgreich, wenn es über einen Maschinenpark verfügt, der auf dem neuesten technologischen Stand ist. Als inhabergeführte Firma müssen Sie langfristig planen, d. h. wir legen heute schon nicht nur die mittelfristigen, sondern auch die langfristigen Investitionen fest. Auch hier sind wir mit Konzernen, die in Managerperioden agieren, nicht vergleichbar, denn unsere Denk- und Planperiode erstreckt sich über ein ganzes Leben.“ Aber kann man solche Investitionen immer tätigen? Immerhin sind die wirtschaftlichen Entwicklungen der internationalen Märkte nicht wirklich voraussehbar. Was also, wenn Sie mit Ihrem Umsatz einmal nicht im Plan liegen? Heidrun Brinkmeyer: „Was bis dato, noch nicht der Fall war. Aber ich kann Ihnen versichern, dass Ballerina-Küchen so abgesichert ist, dass wir eine Durststrecke gesund überstehen könnten.“

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Im Inland haben Sie sich ganz nach der Devise „Klasse statt Masse“ klar dem klassischen kompetenten Fachhandel verschrieben. Das unterstreicht, dass Sie auch künftig auf Ihre mittelständischen Partner im Handel setzen. Warum? Heidrun Brinkmeyer: „Als Ballerina setzen wir auf den Mittelstand und das weltweit. Wir sehen Ost- und Westeuropa als ausbaufähigste Märkte für die deutsche Küchenmöbelindustrie und das basierend auf der Tatsache, dass die deutsche Küchenmöbelindustrie über den höchsten Industrialisierungsgrad verfügt und die perfekteste Abwicklung vorweisen kann. Obwohl die Konzentration im Handel in Europa deutlich fortschreitet, wird es weiterhin mittelständische Fachgeschäfte geben, deren Anteil pro Land so ungefähr zwischen 20 und 30 Prozent liegen wird. Ich denke bei der Bezeichnung mittelständische Fachgeschäfte nicht unbedingt an ein klar definiertes Preissegment, sondern an kleinere Unternehmen, mit einem sehr persönlichen, kundenorientierten und zuverlässigen Produkt- und Serviceangebot. Der Endverbraucher fühlt sich beim Kauf sicher und geborgen. Beratung und Abwicklung sind verlässlich. Exakt an diese, unsere Partner im Handel glauben wir! Aus dieser Überzeugung heraus werden wir auch keine eigenen Geschäfte eröffnen, uns an Geschäften beteiligen oder uns weiteren Vertriebskanälen wie z.B. der Großfläche zuwenden.“ Und wie handhaben Sie das Ganze in Ländern, in denen das Projektgeschäft überwiegt? Heidrun Brinkmeyer: „Wie bereits gesagt, wir beliefern auch in Übersee ausschließlich den klassischen Handel und den Küchenersatzbedarf. Zur Zeit sicherlich der kleinste Marktanteil in diesen Ländern, aber er wird wachsen!“ Frau Brinkmeyer, wir danken Ihnen für das Gespräch und ­wünschen Ihnen weiter viel Erfolg! www.ballerina.de 


Konsequent grifflos: Easys Easys öffnet Ihnen die Tür zu grifflosen Kühlschrankfronten. Durch sanften Druck auf die Front öffnet Easys die Gerätetür elektromechanisch. Und schließt sie selbsttätig nach 4 bis 8 Sekunden. Ganz ohne Klemmgefahr, denn Ihre Finger sind ja fein raus. Besonders vorteilhaft: Der Beschlag ist 22 mm flach – die geringste Bauhöhe am Markt. Nutzen Sie Easys für konsequentes Küchendesign.

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Architektur + Trend | Küchen Fotos: Grambow & Widmer

Beste Küche 2015 Kollegenpreis Grambow & Widmer überzeugen

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Küchen | Architektur + Trend

Im vergangenen Jahr wurde anlässlich der Jahreshauptversammlung von Der Kreis das Team von „Ihre Küche – Grambow & Widmer“, Schwerin, zum Der Kreis Küchenspezialisten des Jahres 2015 in der Kategorie „Beste Küche Kollegenpreis“ gekürt. Das Verfahren: Aus einer Vielzahl von eingereichten ­Projekten werden fünf Küchen­ planungen nominiert. Auf dem jährlich stattfindenden Küchenkongress wählen dann alle ­Kongressteilnehmer aus den besten fünf dieser Projekte ­anonym den Sieger. 1

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ie Planungsdetails, die Verwendung modernster Küchentechnik und das durchgehende Farb- und Gestaltungskonzept inklusive der Einrichtung des Flurbereichs überzeugten die kritischen Fachleute und machten die Planung aus den Händen des renommierten Schweriner Gespanns zur Nummer 1. Die feierliche Preisverleihung an Steffen Widmer und Detlef Grambow fand im Januar 2016 in ihrem Studio in Schwerin statt. Die Trophäe übergab Verbandsgeschäftsführer Oliver Strelow, der in seiner Würdigung hervorhob: „Die Kategorie Kollegenpreis ist aus meiner Sicht eine der schwierigsten Kategorien. Das Team von Grambow & Widmer kann zu Recht stolz auf diese Auszeichnung sein, kommt sie doch aufgrund des Feedbacks und der Beurteilung ihrer Leistungen durch die eigenen Kollegen, alles selbständige Küchenspezialisten, zustande – es ist damit eine authentische, ungeschminkte Beurteilung ihrer Arbeit.“ Nach der Übergabe des Preises an die Geschäftsführer Detlef Grambow und Steffen Widmer und deren Dank an ihr Team, hob Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in ihrer Ansprache die besondere Leistung der beiden Unternehmerfamilien und die Bedeutung der Küche als häuslicher Familienmittelpunkt hervor. Den Unter­ nehmern Grambow und Widmer gelinge es, neben anspruchsvollen Kücheneinrichtungen auch differenzierte Arbeitszeitmodelle für Alleinerziehende und junge Familien zu schaffen.

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Einbezug des hohen Fensterbands

­mittels Highboard. Einschubtürenschrank bietet Stauraum für Kleingeräte und schafft Ordnung. 2

Beton-Matrixplatte in Übergröße mit

eingearbeiteten Becken schafft einen guten Kontrast zu den matt lackieren Fronten 3

Optische Erweiterung der Backofenlinie

durch Glasfronten mit Gerätegriffen 4

Kühlgerät mit Kellerfach zum Lagern

von Hartkäse, Brot, Bananen, Tomaten etc.

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Architektur + Trend | Küchen

Garderobe mit Spiegel lässt den Flur geräumig wirken und bietet Stauraum für Schuhe,

Fotos: Der Kreis

Jacken etc.

Preisübergabe (v.l.): Moderator Rafael Treite, Steffen Widmer, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig, Detlef Grambow und Der Kreis Geschäftsführer Oliver Strelow

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Ein Gewinn für alle Die prämierte Küche wurde in den Anbau eines klassischen Einfamilien-Klinkerhauses mit Satteldach aus den 90er Jahren eingepasst. Großzügig, offen und modern mit Essbereich und viel Raum auch für Gäste öffnet sich die Küche über eine Glasfassade zum Garten hin. Neben einer gradlinigen und schlichten Kücheneinrichtung, die das um die Ecke führende Fensterband mit hoher Brüstung einbezieht, wurde auch der Flurbereich neu gestaltet. Die Küche sollte neben modernen Materialien und zeitgemäßer Technik genügend Stauraum bieten, pflege­leicht sein und aufgeräumt wirken. Umgesetzt wurde die Planung mit Küchenmöbeln von Leicht aus den Programmen Avance FF, platin und Classic FF, platin, mit Mattlackfronten in Weiß. Arbeitsfläche und eingearbeitete Spülbecken aus Beton-Matrixplatte stehen dazu in optischem und haptischen Kontrast. Und die Küchenspezialisten von Grambow & Widmer arbeiten weiter daran, die Küche zum Lieblingsraum zu machen. Dazu trägt ihre erste eigene Küchenkollektion, die neue Produkt­ familie PRIVAT-line bei. Exklusiv für das Schweriner Unternehmen vorbehalten sind Echtholzfronten in Wunschfarbe und ein spezieller Dekorkorpus, die die Leicht-line und die www.ihrekueche.de · www.derkreis.de ­Classic-line ergänzen. 


Foto: Siemens Hausgeräte

Advertorial

Siemens Hausgeräte auf Innovationstour

Innovationstour 2016 2. und 3. März: Frankfurt, Klassikstadt 9. und 10. März: München, Ziegelei 101 4. April: Nürnberg, Loftwerk 7. April: Leipzig, Werk 2 12. April: Berlin, Westhafen Congress Center

Die bundesweite Händler-Roadshow setzt auf

19. April: Hamburg, Prototype Lofts

­emotionales Markenerlebnis und außergewöhnliche

25. und 26. April: Essen, Sanaa Gebäude

Lösungen für den innovativen Haushalt von morgen

jeweils von 15.00 Uhr bis 23.00 Uhr

29. April: Stuttgart, Goldbergwerk

I

m März und April 2016 kommt Siemens in die Regionen der Elekt- mittel bis zu dreimal länger frisch. Zudem sind die coolFlex-Geräte ro- und Küchenfachhandelspartner. Unter dem Titel „Siemens Inno- die ersten ihrer Art, die ohne Abstand zur Seite oder zur Wand in der vationstour 2016 – Leidenschaft für das Außergewöhnliche“ bricht Küche perfekt aufgestellt werden können. die Hausgerätemarke zu einer bundesweiten Daneben gibt die Tour weiteren Neuheiten „Innovationen sind unsere Leidenschaft. Roadshow auf. Die Veranstaltung richtet sich eine Bühne. Im Bereich Wäschepflege sticht Und dafür wollen wir Begeisterung schaffen. an Händler, die die Marke und die Produktdie avantgarde Design-Linie durch ihre moDeshalb reisen wir mit unseren Produktneuheiten in ihrer Nähe live erleben möchten. derne Optik ins Auge. Sie beeindruckt daneuheiten durch Deutschland und besuchen Bis Ende April ist die Innovationstour in acht neben durch ihr außergewöhnlich klares unsere Fachhandelspartner in den Regionen. deutschen Ballungsräumen zu Gast: FrankVoll-Touch-Bedienkonzept. Ganz neue MögWir zeigen neue Technologien, die den furt, München, Nürnberg, Leipzig, Berlin, lichkeiten in der Wäschepflege zeigt die InnoAlltag flexibler und leichter machen – und Hamburg, Essen und Stuttgart. Verbunden vation sensoFresh. Mit ihrer Hilfe entfernen dadurch mehr Zeit für das Außergewöhnliche mit einer abwechslungsreichen Mischung aus die neuen Siemens Waschmaschinen nun im Leben ermöglichen. Die Hausgeräte von Produktinformationen, Anregungen für den ohne Wassereinsatz unangenehme Gerüche Siemens lassen die Zukunft schon heute Point of Sale und Erfahrungsaustausch zu den aus der Kleidung: Eine Weltneuheit – und Wirklichkeit werden.“ Roland Hagenbucher, Trends der Branche, bietet die Veranstaltung ideal für alle Endkunden, die ihre Anzüge, Geschäftsführer Siemens Hausgeräte außerhalb des Ladengeschäfts Zeit für intenBlazer und Sakkos nicht mehr ständig zur sive Gespräche unter Fachleuten. Dafür sorgt Reinigung bringen möchten. auch die angenehme Atmosphäre der loftartigen Locations, die den Mit dabei ist auch die iQ700 Backofen-Reihe, deren vielfältige innovaDesignanspruch der Marke unterstreichen. Zusätzlich winken exklu- tive Technologien im Mittelpunkt der Live-Koch- Show auf der Tour siv für die Besucher attraktive Angebote. stehen. An verschiedenen Produktinseln können Besucher die aktuellen und Ein weiteres Highlight ist die Vernetzung im Apartment der Zukunft. zukünftigen Gerätehighlights kennenlernen. Im Zentrum stehen die So haben die Gäste die Möglichkeit, über ein Tablet die Home Conneuen Kühl-Gefrier-Kombinationen der coolFlex-Serie mit Full noF- nect App auszuprobieren und spielerisch zu erleben. Die Innovatirost und hyperFresh Frischesystem. Die Full noFrost Ausstattung ver- onstour lädt dazu ein, in diese smarte Welt einzutauchen. hindert Eis- und Reifbildung im Gefrier- und Kühlraum – so gehört Interessierte Fachhändler können sich direkt mit ihrem Siemens Anwww.siemens-home.de Abtauen der Vergangenheit an. Das hyperFresh System hält Lebens- sprechpartner in Verbindung setzen.  küche + architektur | 13


Unternehmen + Köpfe | nobilia

Nobilia baut Marktführerschaft weiter aus 1. Umsatz-Milliardär der Küchenbranche

Nobilia konnte seine Marktführerschaft als mit Abstand größter deutscher Küchenmöbelhersteller auch in 2015 weiter ausbauen. Mit einem Plus von 7,6 Prozent bzw. 72,2 Millionen Euro nahm der Küchenmöbel­hersteller aus Verl mit gewohntem Elan jetzt die Milliarden-Hürde und erzielte einen Umsatz von 1.018,4 Mrd. Euro. Zuwächse verzeichnete das Unternehmen schwerpunktmäßig im Ausland. Mit einem Plus von 3 Prozent im Inland hält Nobilia seinen Marktanteil von rund 30 Prozent.

Umsatzerlöse Nobilia-Gruppe (Mio. €) 1200

1.150

1100 1000

920

900 800

798

970

1.003

2012

2013

1.031

844

700 600 500 400 300 2009

2010

14 | küche + architektur

2011

2014

2015

Inland – nach wie vor jede 3. Küche aus Verl Insgesamt gesehen spiegelt sich die anhaltend gute Entwicklung des Herstellers im Inland in einem Umsatz von 591,1 Millionen Euro wider, der im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent oder 17,3 Mio. Euro gewachsen ist und über die Hälfte des Gesamtumsatzes des multinational agierenden Unternehmens ausmacht. Der Marktanteil von Nobilia liegt, so bestätigt die GfK, nach wie vor bei rund 30 Prozent. Demnach kommt fast jede 3. in Deutschland gelieferte Küche aus Verl. Die meisten dieser Küchen werden über die Einrichtungshäuser verkauft, dem lt. GfK ohnehin größten Absatzkanal für Küchen. Nobilia hält hier einen Marktanteil von 38 Prozent. Über den Küchenfachhandel, der sich, so die GfK, mit dem SB/Mitnahmebereich die andere Hälfte des Küchenabsatzmarktes teilt, setzt der Hersteller mittlerweile 25,2 Pro-

Referent Dr. Lars M. Bopf, Sprecher der Nobilia-Geschäftsführung

Grafiken: Quelle: nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG

G

etragen wurde der Umsatzanstieg des Küchenmöbelherstellers primär von dem Geschäft mit Holzteilen. Produziert wurden in 2015 über 6,3 Millionen Schränke und über 1,5 Millionen Arbeitsplatten. Die Komplettvermarktung, so Dr. Lars M. Bopf, Sprecher der Geschäftsführung, sei in etwa konstant verlaufen. Auch im Exportgeschäft sei es gelungen, Kunden von den logistischen Vorteilen von all-out-of-one-hand Kommissionen zu überzeugen. Das angebotene Markenspektrum und die zunehmende Anzahl an Eigenmarken haben dazu geführt, dass der Anteil der komplett vermarkteten Küchen in etwa das Niveau des Inlandsmarktes erreicht habe. Mit seinem Angebot von zwölf Gerätemarken deckt Nobilia rund 65 Prozent des deutschen Gerätemarktes ab. Die Erweiterung des Angebots in Form von weiteren Elektrogerätemarken wie z.B. Miele und Siemens sowie von Zubehörartikeln, die auf der Hausmesse im September letzten Jahres vorgestellt wurden, schlagen hier noch nicht zu Buche. „Sie werden sich erst im Umsatz des Jahres 2016 bemerkbar machen“, unterstreicht Dr. Oliver Streit, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb. Die 25 000 platzierten Musterküchen werden ein weiteres zum Erfolg des Nobilia-Angebots beitragen.


Nobilia Exportumsatz 2015 (Anteile nach Ländern)

Österreich Niederlande 5% 12% Belgien 14% zent seiner Küchen um. Seinen Marktanteil im SB-Geschäft sank bis dato auf 18,2 Prozent. Diese Vermarktungsstruktur spiegelt sich auch in der Beurteilung der Marktposition Nobilias hinsichtlich der Marktanteile nach Preisgruppen (GfK) wider: Hiernach werden 60 Prozent der in Deutschland vermarkteten Küchen in einer Preisspanne von € 2.000 bis unter € 10.000 verkauft. Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang die Ermittlung der Nobilia Marktanteile in den einzelnen Preisgruppen. Während der Anteil der Handelsmarke in dem Bereich unterhalb von € 2.000 mit 6,9 Prozent niedrig ist, steigt er bei Küchen zwischen € 2.000 bis € 3.000 auf 20,5 Prozent an und pendelt im Bereich zwischen € 3.000 und € 10.000 zwischen 34,1 % und 47,0 %. Damit ist eine Dominanz in der Mitte des Marktes evident. Besonders erfreulich für Nobilia zeigte sich der Marktanteil von 47 Prozent, den der Hersteller in 2015 mit Küchen zwischen 6.000 und € 8.000 erzielte – einer Preisgruppe, in der 13,2 Prozent aller in Deutsch­ land vertriebenen Küchen verkauft werden. Das besagt, dass fast jede zweite Küche dieser Preislage in Verl produziert wird. Auch den für 2015 ermittelten Durchschnittspreis von € 6.446,- kann Nobilia mit € 6.523 überbieten. Dies zeige, so der Sprecher der Geschäftsführung, dass Nobilia sich parallel zur Entwicklung des Marktes orientiert und die Marktpreisentwicklung letztlich bei einem eigenen Marktanteil von knapp 30 Prozent entscheidend mit beeinflusst habe. Im Ausland gefragter denn je Überproportionales Wachstum erzielte das Familienunternehmen jedoch im Export. Vermarktet werden Küchen des Herstellers bereits heute in 80 Länder der Erde. Der Auslandsanteil liegt derzeit bei 42 Prozent und soll künftig weiter steigen.

Frankreich 42%

Dänemark 3% Schweiz 2% China 2% Großbritannien 3% Spanien 3% Schweden 2% Sonstige 10%

Italien 2%

Weltweit konnte der Umsatz in 2015 um 14,7 Prozent oder 54,8 Mio. Euro auf insgesamt 427,3 Mio. Euro gesteigert werden. Besonders erfolgreich mit seinen Exportaktivitäten zeigte sich Nobilia nach wie vor auf dem französischen Markt, wo der Hersteller 42 Prozent seines Exportumsatzes erwirtschaftete, gefolgt von Belgien, 14 Prozent und Österreich 12 Prozent. Auch die Exportmärkt Großbritannien und Spanien haben, so Dr. Lars M. Bopf, merklich zur positiven Entwicklung des Exportumsatzes von Nobilia beigetragen.

Dr. Günter Scheipermeier, Vorsitzender des Nobilia-Beirats, Gesellschafter Werner Stickling, Dr. Lars M. Bopf, Sprecher der Geschäfts­ führung, Karsten Evers, Geschäftsführer Einkauf und Technik, und Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Dr. Oliver Streit

Umsatzentwicklung Nobilia (Mio. €) 1200 1100

1.018

1000 900 800

850 743

898

923

2012

2013

946

783

700 600 500 400 300 2009

2010

2011

2014

2015

küche + architektur | 15


Unternehmen + Köpfe | nobilia

Marktanteile Nobilia nach Vertriebswegen

Produktionsmengen

2005–2015, Angaben in %

2009–2015, Angaben in Mio.

Gesamtmarkt

EHS

Mit/SB

1,6 Mio.

7,0 Mio.

KSP

35,3 38,0

6,0 Mio.

30

20

5,0 Mio.

24,3 25,2

25,1 18,3

Ar

18,2

Quelle: GfK

11,9 10

0

100

100

100

57,9 51,7 45,5

01.-12.2005 01.-12.2010 01.-12.2015

16,6 22,6 28,4

25,5 25,7 26,1

EHS = Einrichtungshäuser Mit/SB = Mitnahme/Selbstbed. KSP = Küchenspezialisten

1,4 Mio.

ten

plat beits

21,2

20,6

1,5 Mio.

ke

Schrän

29,3 29,0

4,0 Mio.

1,3 Mio.

3,0 Mio.

1,2 Mio.

2,0 Mio.

1,1 Mio. 1,0 Mio.

1,0 Mio. 2009

Nobilia Gruppe Auf den international wachsenden Erfolg dürfte sich auch die Tatsache auswirken, dass Nobilia in einigen Ländern auch eigene Studios respektive Beteiligungen an Handelsketten unterhält. Mit diesen zusätzlichen Geschäftsfeldern hatte das Unternehmen seinen Kernbereich, die Produktion von Küchen in Verl und deren Vertrieb an den Handel weltweit, in den letzten Jahren ausschließlich im Ausland ergänzt. Während Nobilia in England und Schweden eigene Geschäfte unterhält, ist der Hersteller in Belgien an einer Handelskette beteiligt, die mit den Vertriebslinien èggo und kitchen-market operiert. Nicht zu vergessen, die Funktion als Mehrheitsgesellschafter der FranchiseOrganisation FBD (Ixina, Cuisine Plus, Cuisines Références), der weltweit 350 Studios angehören. Wie Dr. Lars M. Bopf betonte, wurden zur Ermittlung des Gruppenumsatzes von 1149,8 Mrd. Euro (+115 Prozent) die Innenumsätze

2010

2011

2012

2013

2014

2015

konsolidiert und die Beteiligungsverhältnisse entsprechend quotisiert. Des weiteren sei zu berücksichtigen, dass bei der Franchise-Organisation nur die Franchisegebühren, jedoch nicht die Verkaufserlöse in die Ermittlungen eingehen. Kontinuierliche Investitionen in Mensch und Maschinen Die Beschäftigtenzahl bei Nobilia erhöhte sich von 2636 Ende 2014 auf nunmehr 2795. Über 300 Personen wurden neu eingestellt, um die Aufstockung um 159 Mitarbeiter unter Berücksichtigung der normalen Fluktuation umsetzen zu können. Alle zusammen zeichneten verantwortlich für die Herstellung von etwa 630.000 Kommissionen, ca. 6,3 Mio. Schränken und über 1,5 Mio. Arbeitsplatten. Das tägliche Produktionsvolumen lag bei etwa 28.700 Schränken, die sich mit 16.200 Schränken auf das Werk VerlSürenheide und 12.500 Schränke auf Verl-Kaunitz verteilen.

Marktanteile Nobilia nach Preisgruppen 2005–2015, Angaben in % <2000 €

2000 < 3000 €

3000 < 4000 €

4000 < 5000 €

5000 < 6000 €

6000 < 8000 €

8000 < 10000 €

10000 < 14000 €

>14000 €

49,7

50

47,0

44,6 45,7

40

44,0

40,4

39,4 34,1 31,5

33,6

01.-12.2005 01.-12.2010 01.-09.2015

39,7 35,3

33,5

29,4

30 23,6

20,7 21,1 20,5

20

11,8 10

7,6

5,5

8,8

6,9

6,2

5,5 1,3

0

19,5 17,0 18,8

17,2 14,3 11,6

16 | küche + architektur

11,6 13,1 10,6

11,3 11,4 8,8

10,8 9,8

8,2

14,4 14,1 13,2

6,2

8,3

9,7

5,5

7,5

10,8

3,5

4,5

8,3

Quelle: GfK

17,3

Grafiken: Quelle: nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG

40


nobilia | Unternehmen + Köpfe

Da das Werk in Sürenheide bereits seit einigen Jahren an der Grenze seiner Kapazität angelangt ist, wurde die Mengensteigerung auch in 2015 nur noch in dem Werk in Kaunitz realisiert. Bei Abschreibungen von € 35,6 Mio. wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr € 68,7 Mio. investiert. Darunter fielen die Erneuerung veralteter Aggregate sowie die Optimierung vorhandener Fertigungsprozesse. Im Werk Kaunitz wurden zusätzliche Kapazitäten in der Teilefertigung aufgebaut und zwei neue Fertigungsstraßen in Betrieb genommen. Weiterhin wurden u.a. die Produktionshallen erweitert, um ein Lager für Korpusmaterial und für Halbformatplatten sowie ein hoch automatisiertes Logistikzentrum für Zubehörmaterialien zu errichten. Zur Absicherung und zur weiteren Verbesserung der Produktqualität wurde eine neue Technologie zur automatisierten Qualitätskontrolle der Frontmaterialien entwickelt. Die übrigen Investitionen betrafen die Bereiche EDV/IT sowie den Fuhrpark, für den 26 neue Zugmaschinen und 58 neue Auflieger angeschafft worden sind, um den Fuhrparkt auf insgesamt über 165 Zugmaschinen und 550 Auflieger aufzustocken, die von zirka 300 Fahrern bewegt werden: „Wenn man das zusammenfasst“, so Karsten Evers, Geschäftsführer Einkauf und Technik bei Nobilia, „sind wir eine der größten Speditionen Deutschlands.“

Klare Ziele – umsichtige Pläne Nachdem es Nobilia in 2015 zum 15. Mal in Folge gelang, den Umsatz im Wege eines organischen Wachstums und aus eigenen Kräften zu steigern, will das Unternehmen dieses Ziel natürlich auch in 2016 erreichen. Obwohl sich das hohe Niveau der Anschaffungsneigung, die geringen Kapitalmarktrenditen und die gute Beschäftigungssituation positiv auf den Inlandsmarkt auswirken werden, stoße man im hierzulande mit seinem bereits erzielten Marktanteil von 30 Prozent an Wachstumsgrenzen. Daher werde das Exportgeschäft in den nächsten Jahren zu einem wesentlichen Wachstumstreiber. Die Auslandsmärkte entwickelten sich im Einzelnen weiterhin heterogen. Allerdings gehe man davon aus, dass sich die Kernmärkte in Europa, so Dr. Lars M. Bopf, voraussichtlich positiv entwickeln werden. Es bleibe jedoch abzuwarten, inwiefern weltweit lokale Krisen Auswirkungen auf einzelne Märkte haben werden. Unabhängig davon werde man jedoch prüfen, inwieweit in ausgewählten weit entfernten Ländern, wie z.B. China, Russland, die USA, usw. zusätzlich zum Objekt- auch das Retailgeschäft bedient werden könne, und welche Auswirkungen dies auch auf die Produktion der dorthin vertriebenen Küchen haben werde. Man erarbeite hier u.a. auch Lösungen, um den Transportweg zu verkürzen bzw. eventuelle Wartezeiten von Kunden von vorneherein zu reduzieren.  www.nobilia.de

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Architektur + Trend | Wohnen

Es sind vor allem natürliche Materialien wie Holz, Glas, Stein und Metall, die die aktuellen Einrichtungstrends prägen. Wenn Räume miteinander verschmelzen, bietet dies komplett neue Möblierungsmöglichkeiten. Möbel werden zu eigenständig wirkenden Solitären, die sich gerade aufgrund ihrer eigenen Persönlichkeit miteinander kombinieren lassen, was Arrangements eine völlige Eigenständigkeit verleiht. Oberflächenstrukturen in Kombination von Nichtfarben wie Weiß und Grau bis hin zu Rauchschwarz und Farben wie Gelb, Koralle, Blau

Giotto Design, Andrea Lucatello: Regal mit Struktur in Nussbaum Canaletto massiv und Boden in matt graphite oder matt biber. 18 | küche + architektur

www.cattelanitalia.com

Foto: Catellan Italia

oder Bordeauxrot ermöglichen zusätzlich die Akzentuierung gänzlich individueller Einrichtungsstile.


Wohnen | Architektur + Trend

Einblick – imm 2016 Foto: Spectral

Einzelstücke: die neue modulare Einrichtungsform

D

ie neuen Designthemen sind ein Spiegel moderner Offenheit, breitgefächerter Flexibilität und individuellen Wohlbefindens, repräsentiert durch die Symbiose von Materialität, Farbigkeit, Funktion und Technik. Durch die offenere und durchlässigere Gestaltung von Räumen gehen Wohnbereiche ineinander über. Das wirkt sich auch auf das Mobiliar aus, wo sich starre Formen und Zuordnungen von Funktionen auflösen. Diese Entwicklung begünstigt die Einrichtung mit modularen Möbeln, die auf unterschiedliche Art und Weise miteinander in den verschiedenen Wohnbereichen kombiniert werden können. Zudem lassen sich die Bereiche mit diesen Solitären, begünstigt durch ihre Multifunktionalität, schnell und einfach ganz nach Bedarf umgestalten. So kommt einzelnen Möbeln wie Sideboards, Regalen oder auch Sofas zu ihrer ureigenen Funktion auch die von Raumteilern zu. Und wer es noch flexibler mag, der kann auf modulare Filz-Funktions-Wände oder auf Paravents zurückgreifen. Zahlreiche Möbelstücke – aber auch Tapeten – greifen Entwürfe der 50er bis 60er Jahre auf. Auch sie stehen Pate dafür, Epochen und Stilrichtungen harmonisch miteinander zu kombinieren. Das untermalen auch die präsentierten Teppiche im Used-Look, die sich in zahlreichen Farbstellungen dem Mobiliar, ob modern oder klassisch, zuordnen lassen. Sideboards und Lowboards wirken filigraner durch zierliche Sockelfüße, Metall- oder Acrylkufen sowie Metallrahmengestelle. Sie verleihen ihnen eine ebenso schwebende Anmutung wie sie ihre wandhängenden Pendants aufweisen. Auffallend zeigen sich schmale in der Tiefe breiter werdende Regalrahmen, die die Möbel entsprechend leichter wirken lassen, ohne ihre Stabilität negativ zu beeinflussen. Apropos Regale, auch diese Systeme sind modularer und

Eine brandneue Funktion im wahrsten Sinne des Wortes ist die Integration elektrischer Feuer bei der Möbelserie Ameno. Gegenüber echten Holz- oder Bioethanol-Feuern überzeugen die virtuellen Feuer durch eine ganze Reihe unschlagbarer Vorteile: Sie sind sicher und kindgerecht. Sie verursachen keinen Schmutz und Gestank. Es fallen keine Kosten für Brennholz an. Das Problem der Brennstofflagerung erübrigt sich. Und sie sind ganz einfach per Knopfdruck ein- und ausschaltbar. www.spectral.eu

Richard heißt das neue Sitzsystem von B&B Italia dessen ausgewogenes modernes Design klassische Anklänge zitiert. Modular aufgebaut, erlaubt es Kombinationen von eher formellen bis hin zu entspannten Situationen. Kissen in vier Größen sorgen für Komfort auf dieser Ledergarnitur.

www.bebitalia.com

imm cologne Vom 18. bis 24. Januar 2016 zeigten 1.185 Unternehmen aus 50 Ländern die Einrichtungstrends des kommenden Jahres anlässlich der imm cologne und LivingInteriors. Entscheidungsrelevante Einkäufer aus dem Handel sorgten während der ersten fünf Tage für einen dynamischen Messeverlauf. Mit rund 80.000 Fachbesuchern aus 128 Ländern verzeichnete die Veranstaltung einen Zuwachs von 4,8 Prozent bei den Fachbesuchern im Vergleich zu 2014. Der Anteil der Fachbesucher aus dem Ausland lag bei 46 Prozent. Vor allem aus Europa, hier insbesondere aus den Niederlanden, Großbritannien, Spanien sowie Österreich kamen deutlich mehr Interessenten zur imm. Zum anderen wurde ein deutliches Plus bei den Besucherzahlen aus Übersee, hier besonders aus den USA , China und Indien, verzeichnet. Insgesamt 120.000 Besucher – Schätzungen des letzten Messetages mit einbezogen – ließen sich von den Einrichtungswelten inspirieren. Die nächste imm cologne findet vom 16. bis 22. Januar 2017 im Doppel mit der LivingKitchen statt. www.imm-cologne.de

küche + architektur | 19


Architektur + Trend | Wohnen

Lichtmöbel für eine neue Wohnlichkeit präsentierte der Beleuchtungspezialist Gera. Schwarz-braun eloxiertes Aluminium macht deutlich, wie die inidividuelle Kombination von Farbe, Material und Licht für persönliche Wohnlichkeit sorgen kann: Lichtmöbel, die die Beleuchtung kunstvoll mit der Funktionalität

Foto: Gera

von Regalen verbinden, Funktionale Filzwände

erschaffen eine völlig neue Raumatmosphäre. www.gera-leuchten.de

als Raumteiler.

hersteller von Produkten aus dem Bereich Bad, Küche, Tischkultur und Fliesen, hat sein duktportfolio um die Fußboden­ linie Flooring Line aus Laminat erweitert (Bild: „Flowing Oak“). floors.villeroy-boch.com

Die Produktlinie Mirto von B&B Italia wurde um niedrige Tische, Servicetische, Hocker und Konsolen bereichert, deren Gestelle zinnfarbig oder metallisch lackiert sind. Die Platten der Tische sind in bronziertem reflektierendem Glas, in Eiche hell und dunkel (schwarz), Eiche grau, Räuchereiche, weißem Carrara statuarietto Marmor und schwarzem Marquina Marmor erhältlich. Ebenfalls neu ist der Hocker mit einem Kissen, das Aluminiumgrundgestell ist schwarz verchromt oder zinnfarbig lackiert verfügbar.

www.bebitalia.com

20 | küche + architektur

Foto: Villeroy & Boch

anspruchsvolles Lifestyle-Pro-

Foto: B&B

Villeroy & Boch, Premium­

filigraner denn je. Ob deckenhohe Regalwände, freistehende Raumteiler oder in HighboardHöhe bilden sie jeweils funktionale optische Highlights. Die Ausführungen variieren von Metall/Holzkombinationen bis hin zu Varianten in Verbundwerkstoff. Sie passen hervorragend zu den komfortablen und wohnlichen Polstermöbel-Garnituren, die sich deutlich kleiner und damit flexibler zeigen als die in den vergangenen Jahren im Trend liegenden Wohnlandschaften. Auch Einzelsessel im Retrostyle sind up-to-date. Grobe Stoffe in Naturtönen, zum Teil in unterschiedlich stark dominierender Salz und Pfeffer-Optik, sind ebenso angesagt wie natürliche Unis in Weiß, Beige, Greige, Grau oder Graublau und natürlich gibt es auch den einen oder anderen Farbtupfer. Umgesetzt wird das Ganze in Materialien wie Wolle, Samt, Leder oder Filz. Auffallend großzügig zeigen sich die neuen Esszimmermöbel. Durch die oft realisierten fließenden Übergänge zwischen Küche und Speisezimmer, haben Esszimmertisch und -stühle einen höheren Stellenwert gewonnen. Runde, quadratische und rechteckige Tischplatten, letztere mit stark abgerundeten Ecken, aus Holz, Glas und vor allem aus Naturstein wie z.B. Marmor, finden Halt auf Tischbeinen aus Metall oder Holz. Unterschiedliche Sitzmöglichkeiten in Farbe und Design lockern den Essbereich auf und bilden den gemütlichen Rahmen für das Essen mit der Familie oder das Feiern mit Freunden. Im Folgenden haben wir einige Einrichtungstrend-Beispiele zusammengetragen, die wir auf der Möbelmesse in Köln entdeckt haben. Mehr Eindrücke präsentieren wir auf unserer Domain: www.kuecheundarchitektur.de


Wohnen | Architektur + Trend

Die Akzentmodule von Interlübke erzielen solitär als gläserne Schaukästen oder Rahmenmodule ihre besondere Wirkung. Kombiniert mit Sitzpolstern entstehen aus cube gap und cube change ausdrucks- und charakterstarke Möbelkonzepte. Erstmals sind schlanke

Foto: Müller Möbelfabrikation

Foto: interlübke

Foto: interlübke

Highboards planbar. www.interluebke.de

GroSSflächig und bequem zeigt sich Mad Queen mit seinem Rau-

Die Sideboards und Rollwagen von mobile line wirken einzeln

tendesign, das es wahlweise in Stoff- oder Lederausführung gibt: Die im

und kombiniert wie eine Raumerfrischung. Alle Sideboards stehen

Vergleich zur Sitzfläche eher zierlichen Beine können je nach Kunden-

auf lackierten Kufen oder auf Rollen. Die kleinen Rollwagen haben für

wunsch individuell mit Stoff oder Leder bezogen werden. Hier vor dem

­hunderte Zwecke das richtige Design: offen oder geschlossen, mit

2014 präsentierten Web Library/Web Bookcase aus Corian, designed von

und ohne Klapptüren oder mit Rückwand und auf der Rückseite durch-

Daniel Libeskind. www.poliform.it

gehenden Kabelschlitz. www.mueller-moebel.com

Als Ergänzung zum Möbelprogramm hat Kettnaker die Soma Vitrinenschränke neu entwickelt. Es gibt sie als eintürige Version mit Foto: Kettnaker

einem rechts oder links umlaufenden Glasteil oder als zweitürige Variante mit Einsicht auf beiden Seiten. Für die Türen und das Seitenteil der Vitrine stehen Glas, Grauglas oder Chromspiegelglas zur Auswahl. Letzteres ist ein einseitig beschichtetes Glas, das auch als Venezianischer Spiegel oder Spionspiegel bekannt ist. Auf den ersten Blick wirkt es fast wie ein gewöhnlicher Spiegel. Schaltet man das Licht im Inneren der Vitrine ein, wird der Spiegel jedoch durchsichtig, und das Schrank­ innere kommt zu Vorschein.

www.kettnaker.com

küche + architektur | 21


Architektur + Trend | Wohnen

String Furniture hat den Spagat geschafft, einen Designklassiker zu bewahren und ihn immer wieder neu zu denken. In diesem Jahr setzt String auf Natürlichkeit: Neben den Oberflächen Eiche, Walnuss, Grau und Weiß gibt es das String System nun auch in Esche Natur und Esche schwarz gebeizt. Bei der schwarz gebeizten Variante, die auch für String Plex, String Pocket und String Pocket Plex erhältlich ist, bleiben die charakteristischen Strukturen und Eigenheiten des Holzes sichtbar. Die neuen einzuhängenden Organizer in drei verschiedenen Größen in Schwarz, Weiß, Grau und Gelb bieten zusätzlich Platz für Kleinigkeiten. string.se/de/

Foto: String Furniture

Inkiostro bianco ist eine

modul space von Dauphin Home ist ein Trag-

Marke, ein Ideenlabor für die

rohrmöbelsystem, bei dem alle Elemente auf-

Planung und Anwendung von

einander aufbauen und vielseitig miteinander

dekorativen Grafiken, die das

kombiniert werden können. Variantenreiche

Konzept der Tapete neu

Oberflächenmaterialien und Farbgestaltungen

interpretiert. Eine Symbiose

bieten einen immensen Gestaltungsfreiraum.

aus Malerei und digitaler

www.dauphin-home.de

Fotos: KFF

Grafik. Die individuellen Tapeten (Bilder unten) sind auch auf Vinyl-Basis erhältlich. Beim Polsterstuhl Plies (li.) treffen eine

Gezeigt auf der IMM wurden

schöne Linienführung, eine ergonomisch geformte

letztere, die aufgrund ihrer

Sitzschale sowie optische Leichtigkeit aufeinander.

Wasserresistenz und Pflege-

Der futuristisch anmutende Drehstuhl Kirk (re.)

leichtigkeit abwaschbar und

mit komfortabler Aluminiumschale, Stummel­

auch für Nassräume geeignet

armlehnen und gepolstertem Inlay wird an

sind. Die Tapeten werden nach

­Besprechungs- und Esstischen überzeugen.

Angabe der Raummaße für

www.kff.de

jeden Raum individuell erstellt.

Foto: Dauphin Home

sowohl auf Glasfaserbasis als

Fotos: Inkiostrobianco

www.Inkiostrobianco.com

22 | küche + architektur


Highclass-Design verkörpert auch

Wohnen | Architektur + Trend

eine weitere Messeneuheit: Der Schrank Pavos verbindet Stauraum mit natürlicher Eleganz! Die Olivenholz-Platten wurden hier vertikal in Fingerzinken-Technik verbunden. Eine alte Handwerkstechnik, die man Foto: Leolux

selten in dieser Variante zu sehen bekommt. Das geradlinig designte Möbelstück wird in zwei Varianten Foto: Schulte Design

angeboten: mit durchgängiger Schiebetür oder mit zusätzlicher Schublade Wie aus einem Guss präsentiert sich der Dining Table Aurelio aus

über der gesamten Breite. Ein Einsatz

massiver Eiche, ein Entwurf des Designers Hugo de Ruiter. Scheinbar

für Weinflaschen und die Möglichkeit,

nahtlos sind die Tischbeine mit der Massivholz-Tischplatte verbunden.

Pavos mit Stromanschluss zu ordern,

Eine Sitzschale und vier verschiedene Optionen für das Untergestell

erhöhen die Einsatzmöglichkeiten des

­machen den Designer-Chair Mara von Christian Werner zu einem

formal reduzierten Möbelstückes.

­wahren Multitalent, ob am Ess- oder am Konferenztisch.

www.schultedesign.de

www.leolux.de

Zahlreiche Möbelstücke – aber auch Tapeten – greifen Entwürfe der 50er bis 60er Jahre auf. Auch sie stehen Pate dafür, Epochen und Stilrichtungen harmonisch miteinander zu kombinieren. Das untermalen auch die Teppiche im Used-Look, die sich in zahlreichen Farbstellungen dem Mobiliar, ob modern oder klassisch, zuordnen lassen.

Attitude designed by Kati Meyer-Brühl zeigt sich komfortabel durch seine weiche Kissen, die absenkbaren und um 90 Grad vorschwenkbaren Armlehnen sowie integrierte Bügel zum Aufstecken von Kopfpolstern erlauben ein entspanntes Verweilen. Unter den Armlehnen befinden sich zwei Abstellflächen. Die abziehbaren Bezüge in Textil oder Leder sind akzentuiert durch Kreuzstiche oder Knopfheftung. Als Sofa oder Eckgruppe aus Anstellsofa und Longchair.

www.bruehl.com

Foto: Brühl

küche + architektur | 23


Architektur + Trend | Küchen

Con@ctivity 2.0 bietet mehrere praktische Vorteile: Weil die Dunstabzugshaube selbstständig arbeitet, kann man sich voll und ganz auf den Kochprozess konzentrieren. Das Bedienfeld der Haube bleibt deutlich sauberer, denn das Regulieren mit womöglich fettigen Fingern ist weitgehend überflüssig. Das Ausschalten nach dem Kochen geschieht nach Foto: Miele

einer gewissen Nachlaufzeit automatisch.

Let’s be smart – Das Smart Home …das bewiesen Unternehmen wie Nolte, Miele, Marantec, Mennekes, Grohe, BMW, Berling Living Lights, Snom, RheinEnergie, Paperflow, Lemonlight und Vodafone in Form eines unter der Plattform „SmartHome Partner“ gelebten Zusammenschlusses im Rahmen der Sonderausstellung LivingInteriors, umgesetzt in einer fiktiven Wohnung. Fazit: Intelligentes Wohnen verbessert den Komfort, spart Energie und Zeit, erhöht die Sicherheit und ermöglicht selbstbestimmtes Wohnen bis ins hohe Alter.

U

Nachhause-Kommen garantiert. Im Hauswirtschaftsraum informiert ein Flatscreen an der Wand über den von einer Software ermittelten Stromverbrauch und deckt dabei die größten Stromfresser auf. Beim Betreten des Bades schaltet sich das Licht automatisch an. Dafür sorgen entsprechende Bewegungssensoren. Sensoren sind es auch, die den Feuchtigkeitsgrad innerhalb dieses Raumes messen und ist dieser zu hoch via SMS zum Lüften auffordern. Flächensensoren im Schlafzimmer erkennen, wenn jemand aus dem Bett aufsteht und sorgen für gedämmtes Licht, und das nicht nur für sicheres Bewegen, sondern auch, um eventuell eine zweite Person nicht mit grellem Licht zu stören. Flächensenoren können jedoch auch erkennen, wenn jemand stürzt, wie es z.B. auch bei älteren Menschen vorkommen kann. Mit dem Erkennen erfolgt dann je nach Wunsch und Programmierung die

Foto: Nolte

nter der Schirmherrschaft der KölnMesse veranschaulichten Marion und Christoph Flötotto, Reinhard Flötotto Interior Design RFID-GmbH, welche smarten Anwendungen innerhalb eines Hauses in nur einer App zusammengeführt werden können. Unterstützt wurden sie dabei von innovativen, zukunftsorientierten Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe, Heizungs-, Sicherheitstechnik-, Beleuchtung- und Energieanbieter waren ebenso involviert wie der Hausgerätespezialist Miele, der Armaturenhersteller Grohe und der Küchenmöbelhersteller Nolte. Der Eingangsbereich ist kameraüberwacht, das Wohnzimmer ist neben einem Smart-TV mit designstarken Infra-Rot-Heizkörpern ausgestattet, die dekorativen Bildern gleichkommen und sich von unterwegs via Smart-Phone vorheizen lassen, Wohlfühltemperatur beim

Umgesetzt wurde die smarte Küche in der Grifflosvariante MatrixArt in der Ausführung „Artwood“ im Dekor Nussbaum Kuba, das im Kontrast mit den quarzgrauen Soft-Lack Fronten eine besonders edle Anmutung zeigte. Für einen noch eleganteren Touch sorgte die mit Emotion Light versehene Griffspur der Unterschränke, deren Funktion sich natürlich auch in die smarte App einbinden lässt. Das dimmbare LED-System ist stufenlos zwischen kaltem und warmem Weiß regelbar. 24 | küche + architektur


Küchen | Architektur + Trend

Die Elektronik der Waschmaschine ermittelt den Füllstand der Waschmittel-Kartuschen und versendet bei Bedarf automatisch eine Nachricht an das mobile Endgerät des Benutzers. Nach Öffnen der Benachrichtigung gelangt man automatisch in den Shop, in dem das Waschmittel direkt angezeigt wird, mit der Option es sofort nachzubestellen. Ähnliches plant Miele auch für Geschirrspüler.

nen, Kochfelder, die eine funktionale Einheit mit der Haube bilden, deren Beleuchtung, wie übrigens auch die der gesamten nachgestellten Wohnung, mittels der App ein- oder ausgeschaltet oder gedimmt werden kann. Umgesetzt wurde die Küche in der Grifflosvariante MatrixArt in der Ausführung „Artwood“, ein Design, das zudem mit einer innovativen Oberflächenstruktur aufwartet, die dem Naturprodukt Holz annähernd in nichts nachsteht. Repräsentant der 5-Varianten-Familie war das Dekor Nussbaum Kuba , das im Kontrast mit den quarzgrauen Soft-Lack Fronten eine besonders edle Anmutung zeigte. Für einen noch eleganteren Touch sorgte die mit Emotion Light versehene Griffspur der Unterschränke, deren Funktion sich natürlich auch in die smarte App einbinden lässt. Das dimmbare LED-System ist stufenlos zwischen kaltem und warmem Weiß regelbar. Nicht fehlen durfte natürlich auch die Ladestation für Smartphones. Hier setzt Nolte Küchen auf eine besonders vielseitige Lösung: Außer per Steckdose und USB-Anschluss lässt sich das mobile Endgerät hier über Induktion kabellos mit Strom versorgen. Und last but not least stand ein Bluetooth-Soundsystem – ebenso regulierbar via Smartphone oder Tablet – für noch mehr Wohlfühlambiente beim Kochen, gemeinsamen Essen und Feiern mit Familie und Freunden. www.nolte-kuechen.de · www.letsbesmart.de

Das neue Paneelwandsystem, das Nolte Küchen in rund 100 Dekoren anbietet. Hier wird Nussbaum Kuba wieder aufgegriffen. Der Clou: Die Wand lässt sich nicht nur in den Maßen anpassen und individuell mit Regalböden und Relingsystemen bestücken, auch drehbare Lichtleisten Visionäre Unternehmer, die immer wieder von neuem bereit sind,

und ein Flachbildfernseher

zukunftsweisende Konzepte aufzunehmen und umzusetzen (v.l.):

sind planbar. So vereint das

Klaus Brakowski, Reinhard Flötotto, Frederike Flötotto, Marion Flötotto,

Element Wohnkomfort und

Erika Nolte und Georg Nolte.

Stauraum und ist zugleich dekorativ und platzsparend.

küche + architektur | 25

Foto: Nolte

Nachricht an den nächsten Angehörigen oder gar den Rettungsdienst. Für Nolte Küchen-Geschäftsführer Eckhard Wefing könnte eine solche Plattform nicht passender sein: „Nolte Küchen steht für innovatives Design, Qualität und Komfort. Unsere flexiblen Möbel bieten den perfekten Rahmen für die ‚smarte Küche’, die ebenso wie alle technischen smarten Anwendungen individuell auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt und modernsten technischen Anforderungen gerecht wird.“ Und auch Georg Nolte, Inhaber der Nolte-Gruppe, ließ es sich nicht nehmen, das Projekt nicht nur zu unterstützen, sondern selbst zugegen zu sein. Georg Nolte ist die zukunftsorientierte Ausrichtung von Mensch und Technik ein Anliegen, die sich sowohl in den von seinen Unternehmen eingesetzten Technologien als auch im Design der von Nolte gefertigten Produkte widerspiegelt. So sorgen Möbel made by Nolte Küchen für die problemlose Einsatzmöglichkeit funktionaler Technik, während Nolte Wohnmöbel eine Symbiose mit Unterhaltungs-Technik bilden. Was Küche und Hauswirtschaftsraum anbelangte, so überzeugten die beiden Systempartner Nolte Küchen und der Hausgerätehersteller Miele, durch wohnliches und funktionales Design und smarte Technik. Waschmaschinen und Geschirrspüler, die via SmartPhone oder Tablet von überall her in Gang gesetzt oder überwacht werden kön-

Foto: Miele

ist bereits Realität …


Calacatta Gold

strata Argentum

Architektur + Trend | Material

Keramische Hommage an den Naturstein Neolith verbindet Avantgarde und Architektur

Neolith, die Porzellankeramik des spanischen Herstellers „TheSize“, Almazora, sorgte mit ihren neuen Designs und Oberfläche auf der diesjährigen IMM in Kölner erneut für Furore. Das anspruchsvolle und ästhetische Material eignet sich dank hervorragender Produkt-und Oberflächeneigenschaften für die Verkleidung von Fassaden und die Gestaltung von Innenräumen. Eines der charakteristischen Merkmale von Neolith ist zudem seine geringe Stärke von 3, 6 oder 12 mm.

Für Möbel oder Innen­ verkleidungen werden 3 mm starke Neolith-Platten empfohlen, für Bodenbeläge (innen- und außen) und Außenverkleidungen (wie hinterlüftete Fassaden) sind 6 mm-Platten angesagt, während die Platten mit einer Stärke von 12 mm­ an­spruchsvollen Produkt­ anwendungen wie Küchen­arbeits­platten vorbehalten ­sind.

D

ie Stärke variiert je nach Art der Anwendung, für die Neolith bestimmt ist. Dabei ist die Vielfalt in Design und Oberflächenstruktur, die mit Neolith geboten wird, besonders überzeugend und greift aktuelle Farb- und Dekortrends detailgetreu auf. Ihre Inspi­ ration finden Designer und technische Entwickler von TheSize bei Mutter Natur. Das ist kaum verwunderlich, denn die Inhaber des spanischen Unternehmens besitzen auch Natursteinbrüche. Mit seiner Keramik in Steinamutung will der Hersteller vor allem Planungen möglich machen, die mit Stein aufgrund seine Beschaffenheit und der Verarbeitungsmöglichkeiten nicht rea­lisierbar wären. Denn anders als viele Steinarten zeichnet sich das Material durch eine hohe Biegezugfestigkeit aus. Neolith ist zudem sehr leicht und wiegt bei 3 mm Stärke gerade ­einmal 7 Kilo pro m2. Es ist zudem wasserundurchlässig, einfach zu reinigen und hygienisch, sehr hitze- und verschleißbeständig, also kratz- und abriebfest. Dank seiner organischen Farbpigmente ist das Material resistent gegen UV-Strahlen, so dass eine dauerhafte Farb­ beständigkeit ohne Ausbleichung garantiert werden kann. Und Neolith setzt garantiert keine umweltschädlichen Substanzen frei und ist voll recyclingfähig, denn das Produkt ist zu 100 % natürlich! Nachhaltigkeit garantiert Eingeführt wurde die innovative kompakte Oberfläche in 2010. Seither wurde sie ständig weiterentwickelt. Dabei setzt das Unternehmen auf Sintertechnologie, ein Produktionsverfahren, das dem Material seine Charaktereigenschaften verleiht: Kompaktheit, Festigkeit und Haltbarkeit. Die Rezeptur aus Lehm, Feldspat, Kieselerde und natürlichen Mineraloxiden wird sowohl einem extrem hohen Druck als auch außerordentlich hohen Temperaturen ausgesetzt. Im ers-

26 | küche + architektur


Calacatta

Material | Architektur + Trend

Calacatta aus der Kollektion Classtone wurde mit internationalen Produktdesignpreisen wie z. B. dem Red Dot Product Design Award und den Muuuz International Awards 2015 (MIAW) ausgezeichnet.

SILK

ten Schritt wird die Mischung bei bis zu 400 Bar gepresst. Danach wird die so entstandenen Roh-Platte in einem Ofen bei 1.200°C gebrannt und erhält ihre herausragenden physikalischmechanische Merkmale wie Dichte, Widerstandskraft und Haltbarkeit. Die Full Body-Technologie gewährleistet dabei die durchgängige, gleichmäßige Qualität in Farbe und Design inklusive der Kante und verleiht so der Platte eine noch größere Ästhetik. von supermatt bis seidenfein Dem Anspruch nach einem seidematten Finish entspricht Nelolith mit seiner Kollektion „Silk“. Dagegen steht „Riverwashed“ für die Optik und Haptik naturbelassenen Steins. Auch das P ­ rogramm „Polished“ hält mit seiner hochglänzenden, reflektierenden Oberfläche, was es versprich. Den Kontrast dazu setzt „Satin“, die Kollektion, die mit ihrem samtig, matten Finish punktet. Die verschiedenen Design-Kollektionen sind das Ergebnis der Digital Design-Technik von Neolith (NDD). Dieses System bietet grenzenlose Möglichkeiten, um Farben und Dekore der Kompaktoberflächen kontinuierlich dem aktuellen Zeitgeist anzupassen oder sogar zu individualisieren. Dabei gewährleistet der Digitaldruck die naturgetreue Nachbildung der jeweiligen Vorlage. Veredelt werden können die Platten durch eine, mittels der unternehmenseigenen Airless Pistol-Technology, extrem fein aufgesprühte Lackschicht. Auf diese Weise erhalten die edlen Keramikplatten ein seidig mattes Finish. Die neueste Entwicklung aus der Neolith-Veredlung ist Natural Honed. Durch eine spezielle Oberflächenbehandlung der Neolith-Platten erhalten diese die für polierte Natursteine typische Textur eines haptisch glatten, schmeichelnden und optisch supermatten Finishs.

Polished

SATIN

Natural honed

Fotos: Neolith

Aktuelle Designs und Finishes im Spiegel der Zeit Eine Vorstellung von der edlen Anmutung der neuesten Neolith-Produkte konnten sich auch die Besucher auf der imm machen: Inspiriert von Silber Travertin, präsentierte „TheSize“ das Design „Strata Argentum“. Ein Dekor, das durch seine feinen, in hellen Grautönen gehaltenen Linien besticht, die die verschiedenen Schichten dieses italienischen Marmors widerspiegeln. Erhältlich in Riverwashed Finish, repliziert es die ursprüngliche Textur des Natursteins im rohesten Zustand. Nach dem Erfolg von Calacatta – Gewinner des Red Dot Award 2015 und Muuuz International Awards 2015 (MIAW) – entwickelte Neolith Calacatta Gold. Das edle, mit feinen GoldAdern versehene Marmor-Design ist eine Hommage an die Renaissance des Metalltons Gold in der Innenraumgestaltung. Auch die Calacatta Gold-Variante steht in Stärken von 6 und 12 mm in polierter oder seidenmatter Ausführung zur Verfügung.

Riverwashed

küche + architektur | 27


➜N  atürliche Wahl und ökologisch: Aus rein natürlichen Rohstoffen zusammengesetzt, umwelt­ freundlich, da recyclebar ➜W  asseraufnahme äußerst gering ➜A  bsorptionsgrad nahezu Null ➜L  eicht: Wiegt nur 7 kg pro m2 in den 3 mm Varianten ➜L  eicht zu reinigen ➜R  esistent gegen chemische Reinigungsmittel ➜H  ygienisch: Geeignet für den direkten Lebensmittelkontakt ➜R  esistent: Feuerresistent gegen hohe Temperaturen ➜B  iegesteif: Neolith besitzt eine hohe Biegezugfestigkeit ➜F  rost-, witterungsfest ➜F  arbeigenschaften: Verschleißfest, beständig gegen Kratzer und intensiven Abrieb

La Bohème B02

Merkmale Neolith:

La Bohème B01

Architektur + Trend | Material

Mar Esteve Cortes, Marketing Direktorin bei TheSize (l.): „neolith.com ist ein Portal, auf dem Fachleute effizient auf Downloads, hochauflösende Bilder und Produkt- und Markeninformationen zugreifen können. Neolith TV zeigt das Produkt anhand von Videos in HD-Qualität in der Praxis sowie bei Tests, in Schulungen und in verschiedenen Anwendungen.“ Yasmina Monteiro, The Think Tank (r.), zeigte die Neolith-Neuheiten auf der imm.

Markant und widerstandsfähig, interpretieren La Bohème B01 und La Bohème B02 die neuesten Designtrends in Sachen Holz. Inspiriert durch den Stamm der libanesischen Zeder, zeichnet sich das Modell La Bohème durch sein Spiel mit robusten Knoten und markanten Linien aus, die dem Modell Bewegung und Tiefe verleihen. Ein Design, das umgesetzt durch (Neolith Digital Design) NDD Techologie optisch und haptisch überzeugt, in einer Dicke von 12 mm erhältlich ist und sich ideal für Gestaltung von Arbeitsplatten und Insellösungen eignet. La Bohème B02 ist das ruhigere, homogenere Pendant, was durch den zurückhaltenderen, gleichmäßigeren Einsatz von Knoten und Linien des Designs zum Ausdruck kommt. Geeignet ist das rustikal anmutende Design sowohl für die Gestaltung von Arbeitsplatten und Insellösungen als auch für Verkleidungen und Fußböden. Iron Frost ist das jüngste Design der Neolith Iron Collection und überzeugt durch seinen neutralen, minimalistischen Charakter. Mit seinem dezenten, metallischen Glanz auf dem weißen mit hellgrauen Schattierungen versehenen Hintergrund liegt dieses Dekor absolut im Trend der Zeit. Mit einem dunklen Grauton ähnlich Pietra di Piombo, ist Steel Marengo in Optik und Haptik die perfekte Alternative zu Edelstahl und das in Kombination mit den charakteristischen ­Eigenschaften der gesinterten Kompaktoberflächen von TheSize.

Pierre Bleue – Dank Full Body und ­Digital Druck lässt sich ein einschließlich der Kante durchgehendes

28 | küche + architektur

Steel Marengo

iron Frost

Design realisieren.

Durchgefärbt für pure Kanten Pierre Bleue ist eine Neuinterpretation des Neolith Klassikers Belgian Blue. Inspiriert von dem Naturstein, Le Petit Granit, ist dieses Modell das Ergebnis der HighTech-Fertigungsverfahren NDD und Full Body von Neolith. Die Visualisierung zahlreicher Stein-Einschlüsse, die sich in der gesamten grau-blauen Fläche verteilen, verleihen dem Design einen hohen Grad an Natürlichkeit. Erhältlich ist Pierre Bleue in den Ausführungen 6 und 12 mm. Hier haben es die beiden Technologien Full Body und Digital Druck erstmals möglich gemacht, ein einschließlich der Kante durchgehendes Design zu realisieren, so dass wie bei der Verarbeitung von Naturstein ein homogenes Schnittbild entsteht. TheSize verspricht sich durch diese Innovation eine noch stärkere Nachfrage nach seinen Produkten und hat vor, die Anzahl der bis zur Kante durchgefärbten Dekore sukzessive durch weitere trendsetzende Designs zu erweitern. Zu beziehen sind Neolith-Dekore über ausgesuchte weiterverarbeitende Betriebe wie Unternehmen, die sich auf die Fertigung von Möbel-Komponenten aus Stein oder artverwandten Werkstoffenden spezialisiert haben oder auch über Steinmetze, die über einen entsprechenden Maschinenpark verfügen und in der Lage sind, kommissionsweise zu liefern. www.thesize.es/neolith/de 


Architektur + Trend | Küchen

Gerhard Essig,

Netzwerke statt Insellösungen

Geschäftsführer Carat, und Vertriebsleiter

Carat – kaufmännische Intelligenz und emotionaler Reiz in einer Software

Andreas Günther

Innerhalb von 27 Jahren hat sich der Softwarehersteller „Carat“ sukzessive zum führenden Unternehmen in der Kategorie Küchenplanungssoftware entwickelt. Diesen Rang lassen sich die beiden Geschäftsführer Gerhard Essig und Norbert Michael und ihr Team auch nicht mehr so leicht streitig machen. Auf der Internationalen Möbelmesse in Köln hat das Unternehmen seit Jahren seinen festen Platz, um Kunden und Interessenten über die neuesten Weiterentwicklungen zu informieren.

K

ontinuierlich treiben die Programmierer und Strategen des Unternehmens aus Dreieich die Software voran, greifen die sich wandelnden Bedürfnisse ihrer Kunden auf und setzen sie mittels Kompetenz und neuester Technologie um. Im vergangenen Jahr um das Warenwirtschaftssystem ergänzt, gelang es dem innovativen Unternehmen sein Produkt nach dem Prinzip „Alles aus einer Hand“ noch weiter zu perfektionieren und zu professionalisieren. „Wir sehen uns als Bindeglied zwischen den einzelnen branchenrelevanten Gewerken“, beschreibt Gerhard Essig die Zielsetzung von Carat. Dass das Ganze mittlerweile einen internationalen Charakter hat, belegt die Tatsache, dass die TÜV-zertifizierte Software heute in zwölf Sprachen zur Verfügung steht und in 45 Ländern der Welt zum Einsatz kommt. „Die Internationalisierung dieser Software, ist eine Aufgabe, der ich mich gerne stelle“, betont auch Andreas Günther, Vertriebsleiter

30 | küche + architektur

des Unternehmens. Dem Betriebswirt ist kein Weg zu weit, um die Carat-User auf der ganzen Welt zu betreuen, oder Interessenten für das ausgereifte Produkt zu gewinnen. „Es macht mich sehr stolz, dass Carat heute von 38.000 Planern genutzt wird“, gibt Gerhard Essig zu. „Carat“, so Andreas Günther, „verfügt eben über ein überzeugendes Leistungsspektrum.“ Mit offenen Augen und Ohren am Markt Einen Grund für den Erfolg sehen Geschäftsführer und das 140-köpfige Mitarbeiterteam in dem innovativen Leistungsspektrum der Software, von dem Planer, Hersteller aber auch die hier miteinander verbundenen Branchendienstleister wie z.B. Softwarehäuser aus dem Warenwirtschaftsbereich, Internetdienstleister, Aufmaß-Spezialisten, Banken, Hersteller und viele mehr gleichermaßen profitieren.

„Unsere Software unterstützt die Unternehmen, die sie einsetzen, dabei, ihre internen Unternehmensabläufe ergebnisorientiert zu optimieren“, betont Andreas Günther. Eine Aussage, die Gerhard Essig nur unterschreiben kann: „Unsere Aufgabe war und ist es seit jeher möglichst alle Prozesse des Geschäftsalltags in unserer Software abzubilden. Dabei ist es wichtig, auch offen für die Netzwerke anderer Dienstleister zu sein“, betont er. Die Ende 2014 getätigte Investition in ein eigenes Warenwirtschaftssystem leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung dieses Anspruchs. Es bildet alle Unternehmensprozesse seiner Nutzer ab und unterstützt die stringente elektronische Datenübermittlung von der Planung bis hin zur Fertigungslinie bei den Herstellern und reduziert somit teure Fehlerquellen. „Und bei unseren Kunden im mittelständischen Fachhandel trägt die Warenwirtschaft zudem zur Optimierung der Arbeitsabläufe bei und ist insbesondere auf


Fotos: Carat

Produkt, maßgeschneidert

KONSUMENTEN » Online-Planer » CARATview App » Fotorealistische Ansicht

Planer aus 45 Ländern setze Software des Marktführers. Ein

beim Verkauf vor Ort unterstütz

gewinnung. Mit der neuen, int

CARAT gleichzeitig alle Unter

wirtschaftlichen Kennzahlen ü

HANDEL

INDUSTRIE

» Profi-Küchenplanung » Laser-Aufmaß » 5 Jahre Garantie » Absatzfinanzierung » 3D-Präsentation » Elektronische Bestellung » Warenwirtschaft

» Elektronische Bestellung » Individualsoftware für Exklusivstudios » Internationaler Support

CO CARAT – AUF DER IMM R UA JAN 24. VOM 18. BIS ST , 4/5 LLE HA GE/ PASSA

Auch die neue App „Carat view“, baut auf Emotionen. Das Prinzip ist einfach:

CARAT · Im Gefierth 8 · 63303

HANDEL +49 6103 9308-0 · info@carat

Der Küchenkäufer lädt die App auf sein iPad oder iPhone. Das Küchenstudio stellt eine

Effizienter planen. Kunden begeistern.

gerenderte Panorama-Datei der geplanten

Küche zur Verfügung. Durch Drehen in ver­schiedene Richtungen oder durch die „Wisch“MK_CARAT_459x310_RZ.indd Funktion des Smartphones wird ein2-3realitäts-

naher Rundgang durch den Raum simuliert.

die Bedürfnisse von Küchen- und Möbelhandelsunternehmen zugeschnitten. Die Carat Warenwirtschaft unterstützt Unternehmen sowohl in allen Verkaufs- und Abwicklungsprozessen als auch im Rechnungswesen effektiv. Der Unternehmer ist in der Lage, in Sekundenschnelle alle wichtigen Unternehmenskennzahlen abzurufen. Er hat damit stets einen Überblick über den gesamten Warenbestand sowohl im Lager als auch in der Ausstellung. Auf Knopfdruck lassen sich Roherträge, offene Posten oder Kundendaten abrufen. Daneben sind die elektronische Terminverwaltung und Archivierung wichtige Funktionen. Sogar eine Anbindung zum eigenen Online-Shop ist möglich“, schwärmen Gerhard Essig und Andreas Günther. Überzeugend ist auch die Möglichkeit, die frisch geplante Küche durch exakte Laseraufmaße über eine innovative Aufmaß-Software mit nur wenigen Mausklicks in Carat zu übernehmen. CARAT Online-Küchenplaner und App motivieren Neukunden „Generell ist die realitätsnahe Darstellung der neuen Traumeinrichtung ein wesentlicher verkaufsfördernder Faktor“, wurden Gerhard Essig und sein Team bereits von ihren Kunden bestärkt. Je früher der Verbraucher mit

INDUSTRIE

» Profi-Küchenplanung » Laser-Aufmaß » 5 Jahre Garantie » Absatzfinanzierung » 3D-Präsentation » Elektronische Bestellung » Warenwirtschaft

» Elektronische Bestellung » Individualsoftware für Exklusivstudios » Internationaler Support

in die Planung seiner neuen Küche eingebun- Carat steht für Erfahrung, Kompetenz und den ist, desto besser: Deshalb ist der auf der Zuverlässigkeit – und wurde zum Vorreiter imm cologne 2016 vorgestellte neue Online- und Schrittmacher der Branche. „Wir sind Küchenplaner, den, so Gerhard Essig, inter- heute in der Lage, mit Carat die gesamte Proessierte Carat-User ihrer begeistern. Home- zesskette vom Verbraucher über den Handel Effizienterkünftig planen.auf Kunden page integrieren können, ein weiteres Feature bis hin zum Industrieanbieter zu bedienen.“ zur Gewinnung potenzieller Kunden. Durch Dabei betont der engagierte Geschäftsführer die spielerische Planung der neuen Küche mit Nachdruck: „Für den Erfolg maßgeblich MK_CARAT_459x310_RZ.indd 2-3 werden das Kaufinteresse und die Bindung entscheidend war und ist in jedem Fall die an das Fachgeschäft gestärkt. Für Begeiste- enge Zusammenarbeit mit der Industrie, die rung angehender Küchenkäufer sorgt auch aktiv an der Entwicklung unserer Produkte der Prototyp der 3D-Brille von Oculus Rift, mitgewirkt hat und mitwirkt. Zahlreiche Indie ihrem Träger einen Einblick in die Welt dustriepartner setzen heute bei ihren Ausder Virtual Reality ermöglicht – den fiktiven landsexpansionen auf unsere Erfahrungen“, Rundgang durch seine neue Küche. freut sich Gerhard Essig. „Vor allem der asiUnd auch die neue App „Caratview“, die be- atische Markt bietet der Branche ein enorreits im Apple Store als kostenloser Down- mes Potenzial. Mit der Etablierung unserer load zur Verfügung steht, baut auf Emotionen chinesischen Software sorgen wir dafür, dass und unterstreicht deutlich die Innovations- Normen und Standards der europäischen kraft des Softwarespezialisten. Das Prinzip Küchen- und Einbaugeräteindustrie überist einfach: Der Küchenkäufer lädt die App nommen werden, was letztlich auch der Inauf sein iPad oder iPhone. Das Küchenstudio dustrie zu gute kommt.“ stellt eine gerenderte Panorama-Datei der ge- Das Unternehmen investiert kräftig in die planten Küche zur Verfügung. Durch Drehen Weiterentwicklung seiner Produkte sowie in in verschiedene Richtungen oder durch die die Expansion. Der Ausbau der Präsenz in „Wisch“-Funktion des Smartphones wird ein den ehemaligen Sowjetrepubliken und die realitätsnaher Rundgang durch den Raum si- Aktivitäten in China stehen dabei besonmuliert. Der Rundumblick ist durch das Dre- ders im Fokus. Und in Europa sollen weitere hen des Tablets und per Gestensteuerung, ­Kunden aus Industrie und Handel gewonnen www.carat.de bzw. „Wischen“ möglich. werden. 

küche + architektur | 31


Architektur + Trend | Material

Ein unschlagbares Duo: Pulverlack und MDF „Wussten Sie, dass die Pulverlackbeschichtung nicht nur auf Metallsondern auch auf MDF-Platten möglich ist und eine echte, emotionale und wirtschaftliche Alternative zur traditionellen Flüssiglackierung und weiteren Beschichtungsverfahren ist?“, fragt Torsten Völkel, Produktmanager der Schweizer IGP Pulvertechnik AG. In den Benelux-Ländern wird diese Art der Oberflächenveredelung im Möbelbau bereits seit über zehn Jahren erfolgreich genutzt und hat besonders im Küchensegment einen relevanten, zunehmenden Marktanteil.

D

ie Vorteile dieser Technologie sind ja auch nicht von der Hand zu weisen“, betont der Spezialist, „die nahtlos rundum pulverbeschichteten Platten sind nicht nur optisch und haptisch ein Erlebnis, vielmehr überzeugen sie auch durch ihre Hitzebeständigkeit, Kratzfestigkeit und ihre Resistenz gegen haushaltsübliche Chemikalien. Zudem ist die Pulverbeschichtung von MDF-Platten“, so Torsten Völkel, „auch eine technisch und wirtschaftlich attraktive Alternative zu zahlreichen bereits etablierten Lackier- oder Beschichtungsverfahren.“ Während die Schweizer Gesellschaft IGP die Entwicklung und Fertigung der Pulverlacke vor-

Beschichtete Wellenstruktur im perfekten Zusammenspiel aus Form und Licht.

32 | küche + architektur


Material | Architektur + Trend

Pulverbeschichtungen sind bereits auf einer Vielzahl von Holzwerkstoffen einsetzbar.

antreibt, übernehmen Unternehmen wie Giessen-Woodcoat BV in Heerlen, Niederlande, die Verarbeitung der Lacke auf dem entsprechenden Trägermaterial. „Das wachsende Umweltbewusstsein treibt natürlich auch die Entwicklung umweltfreundlicher Beschichtungstechnologien voran. Die Beschichtungsindustrie in Europa untersteht seit 2005 den strengen Umweltrichtlinien des Kyoto-Protokolls von 1997. Dies zwingt die Verwender von lösemittelhaltigen Möbellacken, nach Alternativen zu suchen“, erläutert Jean-Paul Giessen, Inhaber von GiessenWoodcoat BV. „Die Pulversysteme der RAPID®-Serie unseres Partners IGP sind lösemittelfrei und emissionsarm und eignen sich damit besonders gut für eine umweltfreundliche Beschichtung von Möbeln.“ „Design- und Farbflexibilität spielen gerade im Möbelbau eine große Rolle. Diese können wir mit unseren Pulverlacken gewährleisten. Außerdem können herkömmliche Lacke auf MDF nur in aufwendigen Mehrschichtverfahren aufgetragen werden. Die nahtlose RundumBeschichtung ermöglicht zudem die völlige Freiheit beim Design der Kantenausbildung und macht die Abdeckung von Schmal- und Oberfläche in einem Arbeitsschritt möglich.“ Zwei Spezialisten bürgen für die Qualität Es ist die Symbiose aus hochwertigem Pulverlack und kompetenter Verarbeitungstechnik, die den so veredelten Möbelteilen ihre charakteristischen Eigenschaften in Qualität, Optik und Haptik verleiht. Mitteldichte Faserplatten weisen eine von der Luftfeuchte abhängige, variierende Feuchteverteilung auf und verfügen von Natur aus nur über eine geringe elektrische Leitfähigkeit. Dies waren Faktoren, die bislang einem prozesssicheren Applizieren von Pulver entgegenstanden. Erst durch darauf abgestimmte neue Technologien, verbunden mit den innovativen Niedertemperaturpulvern in Form von Grundierungen und Decklacken, aber auch einschichtigen Lösungen, konnte die Pulverbeschichtung von MDF-Platten realisiert werden. Bei diesem Verfahren wird Pulverlack nach dem Beschichtungsvorgang idealerweise in einem Infrarotofen aufgeschmolzen und chemisch zur Vernetzung gebracht. „Von Bedeutung für das Gelingen ist dabei u.a. auch die Eigenschaft unserer Pulverlacke, bereits bei niedrigen Temperaturen innerhalb kürzester Zeit aufzuschmelzen und zu vernetzen“,

Charakteristische

Die nahtlose

Möbeloberflächen

Rundumbeschichtung

werden durch Pulver-

erlaubt eine effizi-

beschichtungen ak­

ente Beschichtung

zentuiert.

komplexer Geomet-

Torsten Völkel, Produktmanager der Schweizer IGP Pulvertechnik AG

Jean-Paul Giessen, Inhaber von Giessen-Woodcoat BV

rien, gerade auch im Kantenbereich. küche + architektur | 33


Architektur + Trend | Material

Die optimierte Pulverbeschichtungstechnologie ermöglicht einen homogenen Schichtaufbau in einem Durchlauf.

betont Torsten Völkel. „Sie müssen sich das so vorstellen“, erläutert Jean-Paul Giessen weiter: „Wie bei der Lackierung von Metallteilen werden die zu beschichtenden Objekte an einem Transportsystem aufgehängt und dann erwärmt, um die Grundierung in ihrer Pulverform auf das geschliffene MDF zu applizieren. Sie dient als Bindeglied zwischen Topcoat und MDF und verleiht dem Lacksystem die nötige Flexibilität. Im Infrarotofen wird die Grundierung ausgehärtet und der resultierende Lackfilm kann als ideale Grundlage der nachfolgenden Decklackierung dienen. Vor der Weiterverarbeitung werden prozessgerecht alle Teile auf Unregelmäßigkeiten kontrolliert und wenn nötig nachgearbeitet. Ist die Grundierung erfolgreich abgeschlossen, wird das Decklackpulver im gewünschten Farbton aufgebracht. Wie bereits beim Auftragen der Grundierung, wird das feine Pulver in den Pulverpistolen elektrostatisch aufgeladen und gleichmäßig auf das Werkstück gesprüht. Hierbei handelt es sich in der Regel um Automatikanlagen mit mehreren Pistolen auf beiden Beschichtungsseiten. Danach durchlaufen die beschichteten Elemente den Ofen, wo sie bei einer Temperatur von 135 Grad Celsius für fünf Minuten eingebrannt werden. Die vergleichsweise kurze Verweildauer in diesem Ofen schont das empfindliche Substrat und garantiert dennoch eine gute Aushärtung der beiden Lackschichten. Dieser Prozess ist ausgesprochen wichtig, da nur ein fertig vernetzter Pulverlack mechanisch und chemisch maximal belastbar ist. Nach einer kurzen Abkühlzeit können die Teile direkt verpackt oder weiterverarbeitet werden.“ „Wir scheuen keinen Vergleich“ „Stellt man die Pulverbeschichtung von Standard-MDF-Platten traditionellen Verfahren wie Flüssiglackierung, Laminierung oder Folienbeschichtung gegenüber, sprechen die Fakten wie deutliche Effizienzsteigerung, Materialeinsparung und die Reduzierung des CO2-Äquivalents für sich“, betont Torsten Völkel weiter. Sowohl IGP als auch Giessen Woodcoat sind von der Qualität pulverlackbeschichteter MDF-Fronten und der Zukunftssicherheit dieser innovativen Technologie überzeugt. „Wir sind bereits heute mit einigen weiteren namhaften Möbel- und Küchenmöbelherstellern auf internationaler Ebene im Gespräch“, betonen beide. „Darunter www.giessen-woodcoat.nl · www.igp-powder.com befinden sich natürlich auch deutsche Unternehmen.“

34 | küche + architektur

Mit Pulverlack können Farbvisionen individuell umgesetzt werden. Dies erweitert den Grad der Designfreiheit.


Geräte | technik + komfort

Im Juni 2015 erhielt die refsta Handels GmbH, Spenge, für die Ostro Wand- und Insel-Dunstabzugshauben in Verbindung mit dem plasmaNorm®-Umluftfilter den Blauen Engel, die Kennzeichnung der Bundesregierung für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Für die Refsta-Geschäftsführer Burkhard und Malte Stark, ist der Erhalt des Blauen Engels die Bestätigung ihres Bestrebens, größten Wert auf Energieeffizienz, Klimaschutz und eine hohe Produktqualität zu legen.

Stark mit Dunstabzugshauben Refsta mit Blauem Engel und Muldenlüfter-Lösungen

Sidedraft II, Muldenlüfter in der

Sidedraft III, der Muldenlüfter im

Kombination Teppan-Kochfeld und

Großformat mit dem Induktions-

Induk­tionskochfeld (Bild unten)

kochfeld mit Fernbedienung

Programms. Die Muldenlüfter im Baukasten-Prinzip bestehen aus dem Sidedraft Element aus Edelstahl, einer Induktionskochfeld Fläche in 300 oder 380 mm Breite, einem Teppan als weitere Planungsvariante in 380 mm Breite und einem 145 W starken Motor. Das Sidedraft Element wird mittig zwischen zwei Induktionskochfeldern oder einem Induktionskochfeld und dem Teppan angeordnet. Das Kochfeld wird stufenlos per Touch Control gesteuert, das Sidedraft Element in einer 4 Stufen Bedienung. Die Luftleistung liegt bei max. 850 m3/h, der Geräuschpegel bei max. 60 dBA. Für Abluft und Umluft geeignet, sorgt zudem ein Metallfilter für saubere Luft. Das gilt auch für das 1.000 mm breite Sidedraft III Element inklusive 250 W Motor und Induktionskochfeld. Seine Luftleistung liegt bei max. 1150 m3/h, der Geräuschpegel bei max. 62 dBA. Bei dieser großzügigen Variante der Muldenlüftung aus dem Hause Refsta erfolgt die Steuerung über eine 3 Stufen Touch Control Regelung und über eine Fernbedienung. www.refsta.com

Fotos: Refsta

I

n seinen Anforderungen prüft der Blaue Engel insbesondere die Auswirkungen der Produkte und Dienstleistungen auf die Umwelt: auf das Klima, die Ressoucen, das Wasser, den Boden und die Luft sowie auf den Menschen. Produkte mit dem Blauen Engel belasten die Umwelt weniger und schützen gleichzeitig die Gesundheit der Menschen. Dementsprechend wurden die Ostro Dunstabzugshauben mit integriertem plasmaNorm® -Umluftfilter ausgezeichnet, weil weniger Ressourcen bei der Nutzung und Entsorgung verbraucht werden, weil sie besonders energieeffizient sind und schädliche Substanzen für die Umwelt oder die Gesundheit auf ein Mindestmaß reduziert werden. Zudem ist sie besonders langlebig und reparaturfähig. Der Blaue Engel garantiert, dass die ausgezeichneten Produkte hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften erfüllen. Um dabei die technische Entwicklung widerzuspiegeln, überprüft das Umweltbundesamt alle drei bis vier Jahre die Kriterien. Die Kennzeichnung durch den Blauen Engel gibt dem Verbraucher eine sichere Orientierung bei seiner Kaufentscheidung. Dass man sich in Spenge nicht auf seinen Lorbeeren ausruht, bewies das Unternehmen im Herbst 2015 mit der Lancierung seines Sidedraft

k + a | 35


komfort + design

Flächenbündig eingebaute Schränke fügen sich harmonisch in die Innenarchitektur ein und lassen Räume größer erscheinen, denn die von einer vorgezogenen Leichtbauwand umschlossene Korpuskombina­ tion, z. B. ein Hochschrankblock, wird durch die homogene Front eins mit der Umgebung.

Cox® Base-Board 600 mit reduzierter Rückwand

Inspirationen und praktikable Lösungen Mehr als Zubehör von Naber

M

ühelos umsetzen lässt sich das Einkoffern jetzt mit dem vom Küchenzubehörspezialisten Naber bereits im Herbst letzten Jahres auf der area30 dem Fachpublikum vorgestellten „Montec® Topmaster-Profil“. Statt teurer und vormontierter Koffer bietet es eine moderne, präzise und kostengünstige Montagealternative, um ein perfektes Oberflächen- und Anschlussbild mit sauberen Kanten und exaktem Fugenbild zu erreichen. Mit dem MDF-Profil lassen sich die konstruktiven Vorarbeiten für die

die neuen „Gliera-Tischgestelle“ aus massivem Edelstahl.

Cox® Cick

36 | küche + architektur

Trockenbau- und Malerarbeiten schnell und professionell vornehmen – einschließlich der passgenauen Verblendung für die Aufnahme eines eleganten Lamellen-Lüftungsgitters, das sich mit entsprechenden Blindgitterzuschnitten zu einer stylischen horizontalen Gestaltungseinheit erweitern lässt. Immer auf dem neusten Stand Im März, zur küchenwohntrends, werden wei­ tere Zubehör-Neuheiten den Naber Katalog 2016 ergänzen. Dazu gehört das Wärmerück-


NEU: DIE EINBAU-INNOVATION! Küchen | Architektur + Trend

Montec® Topmaster-Profil: Ein ­praxisorientiertes Montage-Video auf www.naber.com/topmaster veranschaulicht das Verfahren. Der Naber-Außen-

Fotos: Naber

dienst informiert über technische Details.

haltesystem „Thermobox“ zum Nachrüsten von Mauerkästen, das jetzt mit dem iF DesignAward 2016 in der Disziplin Product, Kategorie Building Technology, ausgezeichnet wurde. Die Frontauszugprogramme „Cox® Base“ und „Cox® Base-Board“ kommen mit technischen Ergänzungen und Weiterentwicklungen. Neue LED-Unterbodenleuchten und ein licht­ ­starkes LED-Nischenprofil sowie designstarke Einbausteckdosen mit Edelstahlabdeckung kom­ plettieren das E-Zubehörsegment. Im Tablon®-Interieurkatalog finden sich die neuen „Gliera-Tischgestelle“ aus massivem Edelstahl. Diese Sortimentsergänzungen sind in einem 32 Seiten starken Print-Set zusammengefasst, das an alle Fachhandelskunden auf den Weg gebracht wird. Die Seiten lassen sich schnell und einfach heraustrennen und in die Kataloge einsortieren, griffbereit und übersichtlich www.naber.com für den Planungsalltag. 

Kapsa-USB – designstarke Einbausteckdosen mit Edelstahlabdeckung

PULLBOY SOFT COMFORT Erhältlich in 2 Varianten für jeweils 3 verschiedene Schrankbreiten (45, 50 und 60er): VARIANTE 1 Mit einfach aufgelegtem Deckel. VARIANTE 2 Mit Deckel-Ablage-System als Auszugsvariante. Bei diesem System wird der bereits vorhandene Deckel für die Auszugsvariante genutzt. So spart man Montagezeit und unnütze doppelte Deckel-/Ablagemontagen. Durch die mitgelieferte Antirutschmatte ist der Deckel als Universal-Ablage bestens geeignet. PULLBOY SOFT COMFORT - Die Vorteile: • Rahmentiefe: nur 330mm (Schienen 435mm) • Vollauszugschienen „Quadro V6“ mit Selbsteinzug + Dämpfer inkl. Auszugssicherung • Metall-Einbauschablone für einfache Montage • Problemlose, nachträgliche Justierung dank 3D-Verstellung Neugierig? Hier geht’s zum Montagefilm:

M. Westermann & Co. GmbH küche + architektur | 37 Bahnhofstr. 205 · D-59759 Arnsberg · Tel. +49 (0) 2932 476-0 www.wesco-kuechentechnik.de · www.wesco-aluments.de


Architektur + Trend | Küchen

38 | küche + architektur


ZOW | international Fairs

kompetenz in Alu – Schüco präsentierte auf der ZOW einen Überblick seiner Produkte und Möglichkeiten. Als besonderes Highlight zeigte sich die Darstellung einer Küche mit den

ZOW 2016

gesamten Aluminiumprofilen in der Trendfarbe Anthrazit. Angefangen von dem Gestellsystem Frame für Küchenunterbauten sowie Tisch und

Inspirierend in Material und Technik

Bank bis hin zu Glasrahmen und Griffleisten. Als optische Ergänzung wird das Nischenzubehör der Einhängeschiene Groove in Schwarz gezeigt. Die neuen Systeme können flexibel eingesetzt werden und setzen optische wie auch technische

Rund 6600 Fachbesucher nutzten in diesem Jahr die

Highlights. www.schueco.com/alu-competence

Gelegenheit, sich auf der ZOW über Produkte und Neuheiten der 263 ausstellenden Unternehmen aus 27 Ländern zu informieren. Dabei lag der Anteil der ausländischen Gäste bei 25 Prozent, die überwiegend aus den Niederlanden, Polen, Tschechien und Belgien angereist waren.

D

Fotos: Schüco

abei zeigten sich die Aussteller rundum zufrieden. „Es wäre falsch, sich innerhalb des Küchenmöbel-Clusters in Ostwest­ falen nicht zu präsentieren“, so der Tenor der ausstellenden ­Unternehmen. Und der Erfolg gab ihnen recht, denn: „Die wesent­ lichen Entscheidungsträger haben uns auf der Messe besucht.“ Dieses positive Feedback stärkt auch die Zuversicht von Udo Träger, Senior Project Consultant des Messebetreibers Clarion Event: „Die positive Resonanz von Ausstellern und Besuchern hat uns gezeigt, dass die ZOW im Möbelcluster Ostwestfalen-Lippe (OWL) eine ­Zukunft hat.“ In den Hallen 20, 21 und 22-1 wurde ein inspirierender Mix aus Werkstoffen, Oberflächen, Veredlungsformen, Beschlagstechnologie, Halbfabrikaten und Licht- und Auszugssystemen gezeigt. Desweiteren informierten Sonderflächen über Themen wie Smart Home, oder Leichtbau. Auf den nachfolgenden Seiten haben wir einige der wichtigsten www.zow.de Trends zusammengestellt.

Ausblick ZOW 2017 Bis dato soll die ZOW im kommenden Jahr vom 7. bis 9. Februar 2017 stattfinden und auf drei Messetage konzentriert werden. Ziel ist es, den Workshop-Charakter der Messe deutlich stärker auszubauen. Mit Ausstellern und Besuchern diskutiert werden soll allerdings zwischenzeitlich auch eine Verschiebung der ZOW in den Monat November. Über das endgültige Datum will der Veranstalter im April 2016 informieren.

küche + architektur | 39


Architektur + Trend | Material

Eggerzum 2016 Wo sich Bestand und Wert treffen

Wer immer sich für Designtrends im Möbelbau interessiert, kann an dem österreichischen Holzwerkstoffverarbeiter Egger nicht vorbei. Wie in jedem Jahr setzt das Unternehmen mit seiner ausgesuchten Melange unterschiedlicher Farb-, Material- und Oberflächendekore wegweisende Akzente. Allen voran Egger-Trend-Scout Klaus Monhoff, der es versteht, Kunden und Interessenten anhand einer „Selection“ ausgewählter Dekore die unendliche Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten in eine nachvollziehbare Relation zu setzen.

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Küchen | Architektur + Trend

M

enschen schätzen es, sich mit Design zu umgeben, das wohlüberlegt ist – sowohl in der Herstellung, als auch in der Materialität – und zudem Wertigkeit, Authentizität und Natürlichkeit ausstrahlt. Auch in der Kombination von Materialien und Farben wird aus der Vielfalt selektiert. Durch diese Selektion entsteht die gewünschte Klarheit“, so Klaus Monhoff. Unterteilt in die Themenwelten industrielle Eleganz, sinnliche Klarheit, geradlinige Natürlichkeit, moderne Klassiker und reduzierte Vielfalt versinnbildlicht Egger die Kombination von Materialdekoren und Oberflächenstrukturen in Holz, Stein oder Metallanmutung und Unis von hochglänzend bis ultramatt. Dabei orientiert sich die Selection von Egger an dem Sprichwort von Oscar Wilde: „Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.“ Wie z.B. beim Kombinieren von Materialdekoren. Waren es früher Hölzer, die im Vordergrund standen, wird dieser Platz heute von Materialien wie Steinen oder Metallen besetzt. Da weniger „Used Look“-Optiken gefragt sind, wird durch den Kontrast von Materialitäten und Unifarben industrielle Eleganz erreicht. Klare Unis und schlichte Hölzer Eine weitere Gestaltungsform basiert auf dem Kontrast zwischen Hell und Dunkel, die z. B. durch die Symbiose von „nearly white“ und „nearly black“ Tönen verstärkt wird. Aber auch die Kombination von goldenen und schwarzen Farbtönen oder auch die von helleren Hölzern und schwarzen Farbnuancen interpretiert diesen Trend neu. Natürlichkeit spielt noch immer eine große Rolle in der Gestaltung von Innenräumen. So eignen sich die neuen, filigranen Rahmen­ optiken mit ihren streifigen oder markanten Holzdekoren auch in Kombination mit Unifarben ideal für die moderne Landhausküche. Zu den klassischen und beliebtesten Holzarten gehören Eiche oder Nussbaum. Um aber

flexibel zu sein und Veränderungen in der Inneneinrichtung umsetzen zu können, steigt die Nachfrage nach modernen Varianten dieser Hölzer. Durch Farbnuancen – wie diverse Grautöne oder vielfarbige Naturtöne – entstehen moderne Klassiker, die gut kombinierbar sind und sich leicht in modernes Interieur integrieren lassen. Schlichte Hölzer oder klare Unifarben stehen für Wertigkeit und bilden die Grundlage für ein edles Design. Unterstützt wird diese Wertigkeit durch kleine Add-ons in Form von Farbakzenten oder Designattributen. Natur nachempfunden Mit seinen Synchronpore-Oberflächen kann Egger seine Kunden immer wieder neu begeistern. Kein Wunder also, dass der innovative Holzwerkstoffhersteller immer wieder neue Designs entwickelt, so z. B . für die Dekorserien Tossini Rüster und Varese Pine, die im bekannten Feelwood-Charakter mit einer tiefen und markant gebürsteten Ausführung überzeugen. Die SynchronporenOberfläche ST38 Feelwood Brushed, die bei Varese Pine gezeigt wird, verleiht durch ihren Matt-Glanz-Charakter auch Unifarben eine authentische Wirkung. Für die Dekorserie Tossini Rüster wurde die SynchronporenOberfläche ST33 Feelwood Handscraped entwickelt. Neben der auf die Holzmaserung angepassten Struktur weist diese Oberfläche zusätzlich noch einen handgeschrubbten Charakter auf, was dem ohnehin schon dreidimensionalen Dekorbild die gewünschte Haptik verleiht. Bei den Arbeitsplatten überzeugt die raue und sehr matte Oberfläche der ST76 Grivola, die für ein großes Spektrum an Steindekoren bis hin zu Marmorausführungen geeignet ist. Das Spiel von Matt und Glanz Mehr und mehr en vogue sind die beiden Kontraste Matt und Glanz. Um diesen Trends gerecht zu werden, entwickelte Egger

gemeinsam mit dem Anlagenhersteller Hymmen ein Beschichtungsverfahren mit UVTechnologie, CCI – Calander Coating Inert. „Damit gelingt es“, so Franz-Josef Susewind, Leitung Produktmanagement Möbel- und Innenausbau der Egger-Gruppe, „Oberflächen mit optischen und haptischen Eigenschaften herzustellen, wie sie bislang wenigen High-End-Oberflächen vorbehalten waren.“ PerfectSense Lackplatten sind weit mehr als herkömmliche melaminharzbeschichtete MDF-Platten: Sie werden mit einem exakt auf die Oberfläche abgestimmten, aufwendigen Lackierverfahren weiterveredelt. Diese Produktkategorie verbindet die visuelle Perfek­ tion mit der haptischen Wirkung der neuartigen Oberflächen. PerfectSense Gloss besticht durch die be­ sondere Tiefenwirkung und Oberflächen­ ruhe. PerfectSense Matt fühlt sich warm und samtig an und verfügt zudem über eine No-Fingerprint Eigenschaft. Um diese hohe Qualität in Optik und Robustheit zu erreichen, wird die melaminharzbeschichtete MDF-Dekorplatte zunächst mehrfach geschliffen und anschließend in einem aufwendigen Verfahren mit mehreren Schichten lackiert. Mit PerfectSense wird der Egger Dekor- und Materialverbund mit hochveredelten matten sowie hochglänzenden Oberflächen komplettiert. Zu den bekannten Melaminstrukturen ST9 Perfect Matt und ST30 Gloss Finish bekommen Kunden nun auch die exakt gleichen Dekore in der Premium-Ausführung mit den neuen matten und hochglänzenden PerfectSense Oberflächen. Zudem gibt es sowohl in Gloss als auch in Matt die passenden ABSKanten in den Abmessungen 23 x 0,8 mm. Die mit Lackschichten veredelten Perfect­ Sense Oberflächen sind für hohe mechanische Beanspruchungen geeignet und besonders kratzfest sowie widerstandsfähig. Ihre hohe Beanspruchbarkeit und Unempfindlichkeit gibt dem Verarbeiter Sicherheit in der

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Architektur + Trend | Küchen

Klaus Monhoff, Mit PerfectSense

Wehmeyer, Philipp

wird der Egger Dekor-

Sprockhoff und

und Materialverbund

Franz-Josef Susewind

mit hochveredelten

bei der Präsentation

matten sowie hoch-

der Egger-Neuheiten

glänzenden Ober­

in Brilon.

flächen komplettiert. Fotos: Egger

­Michael Bernd

Bearbeitung. Speziell dafür wird außerdem eine Schutzfolie auf den PerfectSense Oberflächen angebracht. Besonders matte Oberflächen stehen für eine sehr hohe Wertigkeit und werden derzeit vorwiegend im gehobenen Möbelsegment und für exklusive Inneneinrichtungen eingesetzt. Die Dekorauswahl für PerfectSense Matt im Lagerprogramm orientiert sich stark an aktuellen Trends. Aus dem Thema „Glory of Grey“ sind mit U708 PM Hellgrau und U732 PM Staubgrau sowohl zwei kühlere Grautöne, als auch mit U702 PM Kaschmir und U727 PM Steingrau zwei wärmere Grautöne enthalten. Neben dem Klassiker Weiß, feiert auch Schwarz sein Comeback auf der matten Oberfläche. Im Lagerprogramm finden sich sechs Dekore in PerfectSense Gloss Ausführung. Sie alle sind besonders stark nachgefragte Hochglanz-Farbstellungen – wie etwa das knallige U323 PG Signalrot. Zugleich bilden sie ein extrem breites Spektrum ab, das vom klassischen Weiß (W1000 PG Premium Weiss) über einen Beigeton (U104 PG Alabaster) und ein kühles Grau (U763 PG Perlgrau) bis hin zu Schwarz reicht. U999 PG Schwarz zeigt die enorme Tiefenwirkung und Oberflächenschärfe von PerfectSense Gloss besonders gut. Die Holzreproduktion H3025 PG Makassar rundet das Lagerprogramm ab.

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Im Bild: PerfectSense Gloss U763 Perlgrau

Ziel: Das modernste Kantenwerk der Welt „Wir investieren in ein neues Kantenwerk, um den Trend und der wachsenden Nachfrage der westeuropäischen Möbelindustrie nach PP-Kanten gerecht zu werden“, so Michael-Bernd Wehmeyer, Leitung Vertrieb Kante Egger-Gruppe. Der Egger Standort Brilon hat durch seine Kundenstruktur und regionale Lage den idealen Zugang zu dieser Kundengruppe. Zugleich grenzt sich der neue Standort mit seinem Fokus auf PP-Kanten von der Produkt- und Kundenstruktur klar vom bislang einzigen Kantenstandort in der Egger ER Gruppe – Roma Plastik im türkischen Gebze – ab. Dort werden weiterhin ABS-, PVC- und PMMA-Kanten hergestellt, ebenso wie das dort bereits seit langem produzierte Handelssortiment. Mit dem zweiten Kantenstandort in Brilon will Egger die Nachfrage im Produktbereich Kante in ganz Europa bestmöglich bedienen und die Marktstellung weiter ausbauen. „Überlegungen in diese Richtung entstanden bereits, als wir 2010 den Kantenhersteller Roma gekauft haben“, erläutert MichaelBernd Wehmeyer. Jetzt wird es Realität: Für den Aufbau der PP-Kantenfertigung in Brilon konnte der Holzwerkstoffverarbeiter mit Thomas Streichardt einen anerkannten Ex-

Dekorserie

Dekorserie

Varese Pine

Tossini Ruester

perten für die Produktion und Entwicklung von Kunststoffkanten gewinnen. Bis zum zweiten Quartal 2016 werden in der ersten Ausbaustufe die gesamte Infrastruktur sowie zwei Fertigungsanlagen installiert und in Betrieb genommen. Der Vertriebsstart ist für Sommer 2016 geplant. Mit Inbetriebnahme der zwei Kalanderanlagen können alle PP-Produktvarianten produziert werden: Uni-Kanten, druckscharfe Dekorkanten mit passgenauer, brillanter Designqualität, hochglänzende sowie super matte Kanten inkl. Schutzfolienapplikation und Coextrusion für höchste Seamless-Qualität. Produziert wird in den Dicken 0,4 bis 3,2 mm bis zu einer maximalen Breite von 420 mm. Die volle Prozessautomatisierung hat für den Holzwerkstoffhersteller den höchsten Stellenwert bei dessen Gestaltung. Mit vollautomatischer Vernetzung, Regelung und Steuerung der Produktion wird damit dem Anspruch der Industrie 4.0 gefolgt. Für das neue Kantenwerk in Brilon sind weitere Ausbaustufen vorgesehen, um auch künftig flexibel auf die Marktnachfrage reagieren zu können. Der Verkauf der Kantensortimente aus Brilon an Industriekunden sowie Key-Accounts erfolgt über die Vertriebsgesellschaft Egger Kunststoffe Brilon GmbH & Co. KG, die mit www.egger.com 1. März 2016 aktiv wird.


Küchen | Architektur + Trend

ASM Syncro Tec

Magic Cube – oder: smart den Alltag gestalten Der „Magic Cube“ ist ein mit Sensoren und Funk ausgestatteter Würfel, der eine intuitive Steuerung von zuvor via App festgelegten Bühnenbildern des jeweiligen Eigenheims ermöglicht. Nach dem Aufstehen soll das Licht im Bad und in der Küche angehen, die Rolläden fahren hoch und das Radio sorgt für Gute-Laune-Musik: Einmal via App festgelegt, lässt sich dieses Prozedere dann Tag für Tag mit nur einer Würfeldrehung auf das entsprechende Symbol automatisch in die Wege leiten. Für jede der sechs Seiten des Würfels sind die unterschiedlichsten Szenarien denkbar, in denen elektronische Geräte nach den individuellen Anforderungen des Users mit nur einem Würfeldreh gesteuert werden können, verrät Burkhard Herbach, Vertriebsgeschäftsführer der ASM Syncro Tec GmbH, der diese Technologie gemeinsam mit der Uni Bielefeld entwickelt hat. Erlebbar war diese smarte Innovation anlässlich der ZOW in Bad Salzuflen und zwar sowohl in der Sonderausstellung „Connected Living“ als auch auf dem Stand von D-Leuchten: Der smarte Würfel kann zudem mit den unterschiedlichsten Symbolen bedruckt werden, die z.B. für verschiedene Lichtszenen stehen können. Wird der Würfel nun auf eine Seite gelegt, aktiviert er automatisch die passende Szene. Durch Rechts- oder Linksdrehungen lässt sich z. B die Helligkeit der Leuchten regulieren. Über Kreisbewegungen ist die Farbtemperatur variierbar. Möglich wird die Bedienung über drei Sensoren und einen Funkchip, der die erfassten Daten über ein proprietäres 2,4-GHz-Funksystem an eine Steuerzentrale schickt. Auf der ZOW demonstrierte der Entwickler das Ganze jedoch auch auf Bluetooth Smart-Basis, die aufgrund ihrer Simplizität künftig verstärkt im Smart Home zum Einsatz kommen soll. „Es gibt noch unendlich viele Einsatzmöglichkeiten für den „Magic Cube“, betont Burkhard Herbach. „Eigentlich kann die komplette Haussteuerung darüber laufen.“ Mit entsprechenden Partnern sollen die Funktionen des smarten Würfels sukzessive weiter vorangetrieben werden. Der Vertrieb des voraussichtlich im Sommer dieses Jahres serienreifen Magic Cube erfolgt über D-Beschlag und ASM. www.syncrotec.de 

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Architektur + Trend | Material RESOPAL® Traceless Dekor 0901-TS Black

Elegante 25mm dünne Arbeitsplatte im kontrastreichen ­Eichedekor kombiniert mit dunklem Beton.

Resopal – Überzeugend in ­Design, Struktur und Qualität Das Erdgeschoss eines Eck­ hauses in der malerischen Altstadt Lemgos bildete in diesem Jahr die Kulisse für die materialund designtechnischen Neuheiten von Resopal. „Wir haben diesen Ort und diese Form der Darstellung gewählt, um Kunden und Interessenten aus dem Bereich der Küchenmöbelindustrie ­anschaulich und kompakt über unsere neuen Produkte für dieses Segment zu informieren“, erläutert Bettina Haag, die ­gemeinsam mit ihrem Team für Marketing & Design des Holzwerkstoffverarbeiters ver­ antwortlich zeichnet.

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m Fokus des neu konzipierten Showrooms stand die Symbiose unterschiedlicher Designs und Oberflächenstrukturen, visualisiert in einer Kombination aus Front, Arbeitsplatte und Nischenrückwand. Die Art der Inszenierung bot den Fachbesuchern die Möglichkeit, die neuen Materialien und Materialstärken, Dekore und Oberflächen optisch und haptisch hautnah zu erleben und sich vom perfekten Zusammenspiel der einzelnen Komponenten zu überzeugen. Wertigkeit sehen und fühlen … dafür steht Resopal® CoreDination. Die Premium Kompaktplatten überzeugen nicht nur durch ihre langlebige Qualität, sondern jetzt auch durch die perfekt auf das Dekor abgestimmte Farbe des Platten-Kerns. Durch diese Neuerung zeigt sich das Erscheinungsbild der Platten noch homogener, eleganter und somit entsprechend wertiger als zuvor. Je nach Einsatzbereich stellen sowohl die minimalistische 10/12 mm, als auch die 40 mm starke Ausführung in traditioneller Arbeitsplattenstärke, ideale Alternativen zu echten Materialien in hochwertigen Küchen dar. Doch damit nicht genug, auch die Bearbeitungs- und Konfektionierungsmöglichkeiten der Kompaktplatten sprechen für sich. So lassen sich die Platten ohne Spezialwerkzeug sowohl im Werk als auch direkt auf der Baustelle weiter verarbeiten.

RESOPAL® Traceless … ist ein weiteres sicht- und spürbares Erlebnis für die Sinne. Die seidenmatte Oberfläche und die außergewöhnliche Farbintensität dieser Plattenausführungen stehen Pate für den aktuellen Trend bei hochwertigen Möbeln. Bewusst auch in edlem Schwarz präsentiert, können sich die Besucher des Resopal-Showrooms nicht nur von der samtigen Haptik von Resopal® Trace­ less überzeugen, sondern auch von ihrer geschlossenen sowohl gegen Fingerabdrücke als auch Schmutz unempfindlichen Oberfläche. Eingesetzt werden können diese Oberflächen in verschiedenen Anwendungsbereichen und stehen durch ihre Formatvielfalt für Fronten, Möbelkorpus und auch für Zimmertüren zur Verfügung. Die große Dekorauswahl bietet eine hohe Flexibilität in der Planung von Innenräumen und nahezu unbegrenzte Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Materialien.


Küchen | Architektur + Trend RESOPAL® CoreDination Dekor 4918 - 60 Corroda

RESOPAL® Marmor im trendigen Kupferfarbton

Aragon stone

Bettina Haag, verantwortlich für Marketing & Design bei Resopal, und Michael Mai, Produktmanager, präsentierten die Resopal Highlights.

Fotos: Resopal

Modern aber nicht modisch … zeigen sich die neuen Dekore von Resopal. Hier lehnt sich der Holzwerkstoffhersteller an zeitgemäße Trends aus Mode und Architektur an. Neben den weiterhin dominierenden Tönen Weiß und Schwarz oder auch metallischen Ausführungen wie z.B. Messing oder Gold greifen zahlreiche Dekorentwicklungen, angeboten in unterschiedlichsten Nuancen, das Thema Grau auf. Wände, Möbelfronten, Stoffe oder Bezüge setzen einen ruhigen Kontrast zu eleganten Hölzern wie Eiche oder Buche sowie zu markanten Steindekoren wie z. B. Marmor. Gerade diese Steinart, die ebenfalls in unterschiedlichen hell/dunkel-Varianten präsentiert wurde, lässt sich perfekt mit Designs wie dem Fantasiedekor Aragon Grey kombinieren. Aragon Grey steht als Synonym für den aktuellen Designtrend und ist universell einsetzbar für modernes Küchendesign und im gehobenen Innenausbau. Die Einsatzmöglichkeiten des Dekors werden durch faszinierende Oberflächen potenziert: So besticht Artists Joy durch seine fühlbare, textile Struktur und eine unnachahmliche Haptik. Ebenso bestechend und doch völlig anders ist die Oberflächenstruktur Real Material, die sowohl dem Look als auch der Haptik von mattem Beton nachgestellt ist. Und last but not least die Oberfläche Edelmatt, der Repräsentant schlichter, zurückhaltender Eleganz. Unterschiedliche Materialstärken prägen gerade bei Arbeitsplatten das Design eines Möbelstücks oder aber auch der Gesamtplanung einer Küche ungemein, was die Produktentwickler von Resopal anhand einiger Exponate noch einmal deutlich machten. In diesem Zusammenhang präsentierte das Unternehmen auch eine 25 mm starke Arbeitsplatte mit leicht abgerundeter Kante, mit der die derzeit dominierende strikte Geradlinigkeit des Möbeldesigns sanft unterbrochen werden kann. Eine Darstellungsform, die – wie die Gesamtpräsentation – von zahlreichen Industriekunden sehr gut aufgenommen wurde“, wie Produktmanager Michael Mai resümierte. In Lemgo hat der innovative Oberflächenspezialist erneut gezeigt, dass Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können. Im kommenden Jahr wird das Unternehmen sein 150-jähriges Bestehen www.resopal.de feiern.

Dekor Aragon Grey mit Arbeitsplatte 4073 - EM Essential Beech

küche + architektur | 45


Architektur + Trend | Material

Lindström Buche hell (R 5891)

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Pfeiderer – Kontraste, die inspirieren

Noch vor der Mailänder Möbelmesse im April 2016 präsentierte der Holzwerkstoff-Verarbeiter Pfleiderer im Rahmen seiner „Inspiration Days“ die Wohn- und Dekortrends der kommenden Saison. Als Zulieferer für Designer, die Möbelindustrie und das Handwerk ist das Traditionsunternehmen bestens vernetzt, um neueste Trends frühzeitig zu erkennen und die ent-

n diesem Jahr konnten sich die Fachbesucher aus Architektur, Industrie und Handwerk von der schlichten Eleganz nordisch heller und der edlen Finesse dunkler Hölzer, neuen Mate­rialdekoren und gleich vier neuen Strukturen für Fronten und horizontale Flächen inspirieren lassen, dazu neue Materialdekore. „Mit unseren Neuheiten erhalten unsere Kunden aus der Möbelindustrie eine Fülle an Ideen und Inspirationen über die vielseitigen Kombinationsmöglichkeiten unserer Dekore und deren Wirkung“, betonen Sabine Spitz und Ansgar Otte, die für das Produkt- bzw. Dekormanagement von Pfleiderer verantwortlich zeichnen. „Vieles deutet darauf hin, dass filigrane helle Hölzer im Interieur- und Möbeldesign in Zukunft immer wichtiger werden“, stellt Sabine Spitz fest. „Das spiegelt sich in verschiedenen Trends wider, sei es im Revival skandinavischer Farbwelten, in der Sehnsucht nach Natur und Freiheit oder in der Vorliebe der Menschen für Helligkeit und Transparenz.“ Neu in der Kombination mit skandinavischen Hölzern sind kühle Grautöne und Pastellfarben. So verleiht z.B. das Dekor „Blockwood“ (R 5850) mit schmalen sägerauen Planken Möbeln einen unwiderstehlichen Vintage-Stil und lässt sich zudem hervorragend mit allen Weiß- und Offwhite Tönen kombinieren. Als HPL verpresst eignet es sich außerdem optimal für Tresen, Tische und Küchenarbeitsplatten. Feminine Frische und Schwung Der nordisch frische Stil hält neben Küche und Bad auch im Wohnbereich Einzug. Die fein gemaserte, geplankte „Pinie Baltico“ gibt es in zwei Farbvarianten: In frischem Weiß (R 5859) und weichem Rosé (R 5861), das sich besonders harmonisch mit dunklen

sprechenden Dekore und Strukturen zu entwickeln: Canadian Cedar dunkel (R 5862) 46 | küche + architektur


Material | Architektur + Trend

Bellato grau (F 7709)

Grautönen kombinieren lässt. Die neue „Buche Tallinn“ (R 5867) ist in ihrer weißen und puristischen Anmutung universell einsetzbar, als DBS ebenso wie als HPL. Kleine Äste und Einläufe lassen sie besonders authentisch wirken. Ähnlich verhält sich das auch bei der „Lindström Buche“, die Pfleiderer in hell (R 5891) und grau (R 5851) entwickelt hat. Aufgrund ihres außerordentlich großen Farbspiels harmoniert sie mit dem gesamten Spektrum an Unidekoren, von warm bis kalt. Das Yin und Yang der Dekortrends Den Gegentrend zur skandinavischen Farbwelt bilden die eleganten, dunklen Hölzer. Hier hat Pfleiderer insgesamt fünf dunkle Hölzer neu in sein Programm aufgenommen: „Canadian Cedar dunkel“ (R 5862) symbolisiert eine rötliche, streifig geplankte Zeder, die sehr warm und authentisch wirkt. In seiner schlichten Eleganz ist dieses Holz universell einsetzbar, sei es als DecoBoard oder HPL. Noch wärmer präsentiert sich die dunklere „Thermo Esche“ (R 5858) mit ihrer klaren Maserung, die sich vertikal wie horizontal besonders gut für klassische Kombinationen mit neutralen Farben eignet. Doch auch der aufgekommene neue Landhausstil darf sich dank Pfleiderer über frischen Wind freuen: Mit „Kirsche Scandic“ (R 5849) ist dem Holzwerkstoffhersteller eine ungewöhnlich sportliche Kirsch-Variation gelungen. Mit ihrem großem Farbspiel und Kontrasten schmeichelt sie auch größeren Flächen wie z.B. bei Wohnmöbeln. Ähnlich vielseitig, fein und differenziert wirkt die lebhafte „Esche Ladoga“ (R 5868): Blumig geplankt, mit streifen Abschnitten, kräftigen Farbeinläufen und Astansätzen kommt diese Kernesche für die Küche ebenso in Frage wie für den Wohnbereich oder das Bad.

Sabine Spitz zeichnet für das Produktbzw. Dekormanagement von Pfleiderer verantwortlich.

Wärme und Authentizität bei ­natürlichen Hölzern Universell einsetzbar, vertikal wie horizontal, ist auch „Cottage Pine“ (R 5856). „Charakterstark und echt“, beschreibt Ansgar Otte die neue Pinie: „Mit ganzer Blume, kleinen Ästen und starken Kontrasten hat sie eine sehr handwerkliche, gewachste Ausstrahlung.“ Wichtig sind vor allem der warme Honigton und die präzise Maserung, sowohl in der Direktbeschichtung als auch auf HPL. Charismatisch Mit „Bellato grau“ (F 7709) hat Pfleiderer das dazu passende Putzdekor entwickelt: „Großflächig, gewischt und gestrichen wirkt dieses Dekor sehr echt, aber unaufdringlich, und ist somit universell einsetzbar.“ Das gilt auch für „Moirée“ (F 7725). Für dieses Dekor stand eine Kombination aus geplanktem Holz und Metall Pate: Schwarzgrundig, geschliffen, mit Perlmutt bringt es Schwarz als eleganten Kontrast zu hellen Hölzern auch in große Flächen. messebestimmendes Thema: Marmor Mit „Marmor Carrara“ (R 6303) hat Pfleiderer daher einen klassischen Stein ins Sortiment genommen, der perfekt zu den neuen, feinen Hölzern passt: „Großflächig, weiß mit grauen Adern und kristallinen Einschlüssen“, beschreibt Sabine Spitz diese Neuheit. www.pfleiderer.com 

Cottage Pine (R 5856) küche + architektur | 47


LD8011 LF6400K

LD8011 LF4000K

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Architektur + Trend | Küchen

Fotos: Elektra

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Ausbaufähig und flexibel Mit Elektra Licht beherrschen

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Als Spezialist für Lichtsteuerung hat sich Elektra mittlerweile sowohl im Ladenbau als auch bei der Möbelindustrie so nachhaltig etabliert, dass für beide Bereiche jeweils eigene Kataloge aufgelegt werden. Auf der ZOW fanden die neuen Leuchten, optimierte Komponenten

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und Steuereinheiten des Unternehmens regen Zuspruch.

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a sind zum einen die Elektra MIX-Produkte zur stufenlosen Steuerung der Lichttemperatur. Hier hat der Nutzer die Wahl zwischen fest installierten Sensorschaltern, einer Fernbedienung, die die Dimmung sowie die Lichtprogrammierung und Abrufung von bis zu vier Bereichen erlaubt, oder der Steuerung per App. Letztere erfolgt über WLan, das auch mit dem Internet-Router verbunden werden kann. So können, verknüpft mit den intelligenten Schalt- und Steuerungssystemen in Möbeln, emotionale Lichtwelten geschaffen werden. Das gilt natürlich auch im Laden- und Innenausbau. Abgerundet wird das System durch den Lichtfarben-Stick zur Einstellung einer konstanten Lichttemperatur (2700K, 4000K oder 6400K). Alle Komponenten sind miteinander kompatibel, sollte später eine Anpassung der Installation gewünscht sein. Geschaltet werden die Elektra MIX-Leuchten über das eigene vierpolige Stecksystem. Einen geringeren Installationsaufwand und einfaches Handling ermöglicht die Tatsache, dass die Steuerungseinheit (Sensorschalter oder Receiver für Fernbedienung) nicht mehr zwischen Driver und Leuchten platziert wird, sondern neben den Leuchten in den gleichen Verteiler eingesteckt wird. LED-Unterbauleuchten-Sets in fünf neuen Designs, jeweils über eine Leuchte mit Masterschalter geschaltet und auf bis zu 6 Leuchten erweiterbar, waren zudem vor Ort. Die Sets unterscheiden sich durch die verschiedenen Varianten des Lichtaustritts, die gute Lichtausbeute ist das herausragende Produktfeature: helles schattenfreies Licht für optimale Auswww.elektra.de leuchtung der Nischen und Arbeitsbereiche.

Kirsten Kauss, Leitung Marketing bei Elektra, zeigt das vierpolige Stecksystem zur Installation der MIX-Leuchten. Es ist einsetzbar bis maximal 6 Ampere, d.h. bei sekundär 12V können bis zu 72W, bei 24V sogar 144W angeschlossen werden. Für das gesamte System bedeutet das erhebliche Kostenvorteile.

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Salice Air verbindet Technik und Ästhetik in Perfektion – hier in einer Alurahmentür

Leichtigkeit, die funktioniert Salice – Design im Focus

Mit Lapis, einem der revolutionärsten Produkte der letzten Jahre von Salice, hat das Unternehmen seine Innovationskraft durch Entwicklung und Produktforschung unter Beweis gestellt. Mittlerweile wird es sowohl von Küchenmöbel- als auch von Möbelherstellern eingesetzt und bewährt sich hinsichtlich seiner Belastbarkeit als auch der Alleinstellung im Design. „Für die Hülsta Design Collection haben wir Lapis mit einer eigenen Farbausführung, abgestimmt auf die Schubkastenzargen, entwickelt“, so Frank Huntebrinker, Vertrieb Arturo Salice Deutschland, über die Akzeptanz des Beschlags und den Service von Salice. Frank Huntebrinker, Vertrieb Deutsche Arturo Salice GmbH: „Für uns von Salice ist die Messe durchweg positiv verlaufen. Die gesamte Bandbreite der Möbelindustrie war auf der ZOW vertreten.“

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uf der ZOW lag der Schwerpunkt auf dem innovativen Scharnier Air mit den Oberflächen Nickel und Titanium, das eine sehr positive Resonanz fand und ab März ausgeliefert wird. Eingesetzt im Ober- bzw. Unterboden und in der Tür kommt Air ohne eine Befestigung an der Seite des Möbels aus und bleibt praktisch unsichtbar. Damit stehen Design und Optik des Möbels im Mittelpunkt, da das minimalistische Scharnier zudem mit dem integrierten Dämpfungssystem für geräuschloses Schließen und mit der Seiten-, Höhen- und Tiefenverstellung volle Funktionalität bietet. Salice Air eignet sich für den Einsatz in Küche, Bad, Wohnraum, Office und im Schlafraum. Dank seiner schlanken Optik verschwindet es bei Glastüren und Vitrinen vollständig hinter dem Rahmen. Auf Wunsch liefert Salice auch das passende Alurahmenprofil für Glastürenschränke und Vitrinen, das durch die Verwendung spezieller Eckverbinder bereits für die www.deutschesalice.de ­Aufnahme des Scharniers Air vorbereitet ist. 

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Design + komfort | Beschläge

Samet – rundum „beschlagen“ Funktional, vielfältig, designstark

Felix Nieburg ist mit der Einführung der Beschlag- und Auzugsysteme von Samet gut zufrieden. Als Geschäftsführer der deutschen Samet GmbH zeichnet der engagierte Branchen­ kenner seit September vergangenen Jahres für den Vertrieb des türkischen Herstellers Samet A. S. verantwortlich.

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as Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch eine bereichsübergreifende Produktvielfalt, kundenorientierte Flexibilität und attraktive Preise zu überzeugen. Aus seinem enormen Produktportfolio an Scharnieren, Schubkästen und Schubkastenführungen, Schiebetür- und Klappenbeschläge, Schubkasten-Innenausstattungen, Verbindungsbeschläge und Möbelbeleuchtungselementen inklusive LED-Technik präsentierte das innovative Unternehmen anlässlich der ZOW intelligente Weiterentwicklungen seiner Produkte wie z.B. das multifunktionale, designstarke Schubkastensystem „Alphabox“, das mit einem kompakten Programm alles bietet, um Einstiegssegmente im Bereich der Möbelfertigung chic und funktionstüchtig auszustatten. Schlank und schnörkellos passen die Schubkästen und Auszüge zu jeder Möbelanwendung – vom Bad über die Küche bis hin zum Wohn- und Schlafraum. Hinter grifflosen Möbelfronten sorgt die in die Führung integrierte Push-open Soft Close-Funktion für den bequemen Zugriff auf den Stauraum. Dabei ordnet ein schmaler Innenschubkasten zum Beispiel das Besteck. Desweiteren organisieren verstellbare Trennelemente die Schubkästen ganz nach Bedarf. Das Alphabox-Schubkastensystem bietet Samet in der Zargenhöhe 840 mm und mit Nennlängen von 270 bis 600 mm an. Zudem nehmen die Alphabox-Zargen den Boden ohne zusätzliche Fräsung auf – ein zeit- und kostensparender Faktor, der sich im Verarbeitungsprozess auszahlt. Mit der dreidimensionalen Verstellung lässt sich die Höhe um +/- 2 mm und die Seite um +/1,5 mm verstellen. Die optionale Neigungseinstellung ist um +/- 2 mm justierbar. Smartflow – Symbiose aus Form, Farbe und Funktion „Smartflow“ kombiniert eine Unterflurführung mit 12,8 mm dünnen Seitenwänden aus Stahl, deren geradlinige Form die Optik bestimmt. Eine formschlüssige Anbindung an die Rückwand, die wahlweise in Holz oder Stahl ausgeführt werden kann, unterstreicht die klare Formensprache des Systems. Durch die Synchronisierung der Unterflurführung ist der Lauf des Schubkastens absolut störungsfrei und geräuscharm. Bei grifflosen Möbeln bietet die Pushopen Soft Close-Funktion Komfort. Der Mechanismus ist komplett in die Führung integriert, so dass Blenden oder Korpusse unverändert bleiben. Die Stahlzarge gibt es in den Standardfarben Schwarz, Weiß, Anthrazit, Mocca sowie den Spezialfarben Champagner und Inox. Hinzu kommen acht Oberflächenausführungen (Leder/Soft Touch) in vier Farbtönen, acht Trendfarben, auch in metallischer Ausführung, sowie vier Stein- und vier Holz-Looks, die das Spektrum für individuelle Möbelentwürfe erweitern. Zusätzliche Glaspaneele sowie eine Reling ergänzen die Möglichkeiten, mit denen sich Ordnungsfunktionen hinter Möbelfronten von ihrer schönsten Seite zeigen. Ein individuelles Branding auf den Zargen ist ebenfalls möglich. Zudem lässt sich das System komfortabel montieren. So muss der Boden nicht bearbeitet werden. Hinzu kommt die werkzeuglose Frontmontage und -demontage. Möbelhersteller und Endverbraucher profitieren von der im Innern des Schubkastens leicht zugänglichen dreidimensionalen Verstellung. Um ein perfektes Fugenbild zu erreichen, lässt sich die Höhe um +/- 2 mm und die Seite um +/- 1,5 mm verstellen. Die Neigungseinstellung ist um +/- 2 mm justierbar.

50 | küche + architektur


Fotos: Samet

Küchen | Architektur + Trend

Die Farbvielfalt der „Smartflow“Zargen eröffnen Gestaltungsspielräume, die sich an aktuellen Wohntrends orientieren. ­„Alphabox“

Schlanke ­Zargen

Kleine Klappe ganz groSS Ebenso leicht montierbar und einfach justierbar ist der neue Klappenbeschlag d-lite-lift, der sich durch seine besonders geringe Tiefe speziell für kleine Oberschränke wie z.B. über dem Vorratsschrank oder Kühlschrank sowie für Einbaulösungen im Bad oder Schlafzimmer eignet. Der Klappenbeschlag kommt ohne Scharniere aus und kann in Korpushöhen von 250 bis 600 mm zum Einsatz kommen. Auf Gewicht und Größe der Möbelfront einstellbar, stoppt der Beschlag in jeder gewünschten Position und schließt sanft und leise. Das Kunststoff-Beschlaggehäuse ist in den Farben Weiß, Grau, Anthrazit und Mocca erhältlich und eignet sich für Holz- und Aluminiumfronten. Darüber hinaus kann das Kundenlogo auf www.samet.com.tr das Gehäuse aufgebracht werden. 

bestimmen die Optik der­ ­„Alphabox“, die sich als Allrounder für viele Möbel­anwendungen erweist. Die „Alphabox“ bietet zusammen mit Inneneinrichtungselementen alles, womit sich Ordnung halten lässt.

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Für alle, die im Leben Spuren, aber keine Fingerabdrücke hinterlassen wollen. www.egger.com/perfectsense

EGGER PerfectSense steht für hochglänzende oder matte Lackplatten in Premiumqualität. PerfectSense Matt bedient den Trend zu matten Oberflächen. Das warme, samtige Gefühl bringt Optik und Haptik perfekt in Einklang. Dank der No-Fingerprint Eigenschaft bleibt unsichtbar, was sonst Spuren hinterlässt. küche + architektur | 51


Architektur + Trend | Küchen

Andreas Stolle, Key Account- und Marketing-Manager der Elco GmbH, Gütersloh

Die insgesamt geradlinige Formensprache von Visio wird

Elco

im Boden­bereich mit markanten Schrägen akzentuiert und gibt dem

So individuell kann Ordnung sein

modernen Besteckeinsatz eine individuelle Note.

„Es macht Spaß für ein so offenes, innovatives Unternehmen wie Elco tätig zu sein“, Andreas Stolle, Key Account- und MarketingManager der Elco GmbH, Gütersloh strahlt über das ganze Gesicht. Und dazu hat er auch allen Grund. Denn auf der diesjährigen ZOW kann er mit gleich drei Produktneuheiten und vielen Ergänzungen im bestehenden Sortiment aufwarten. Zu den Highlights gehört natürlich die neue Schrankorganisation für Küchen, die der innovative Kunststoffverarbeiter durch den Einsatz zusätzlicher Materialien wie Metall und Holz weiter aufwertet. Wie z.B. die beiden Elco-Neuheiten, „Visio“ und „Domino“. Das Besteckeinsatzsystem „Visio“orientiert sich an den Designs der

neuesten Schubkastengenerationen bzw. führt deren Philosophie konsequent weiter. Die insgesamt geradlinige Formensprache wird im Bodenbereich mit markanten Schrägen akzentuiert und gibt dem modernen Besteckeinsatz eine individuelle Note. Speziell für die Nutzung unter Induktionskochstellen wurde der nur 40 mm hohe Visio entwickelt. Mit seiner geringen Höhe sorgt er für eine optimale Platzausnutzung und damit eine ökonomische Haushaltsführung. Der frei im Schubkasten positionierbare Einsatz „Domino“ steht für Individualität und besticht durch sein filigranes Design, die klare Linienführung, seine flexible Einteilungsmöglichkeit, und

Ninka

Trendline – Symbiose aus Design und Funktion Individuell, ästhetisch, klar, durchgängig – dies sind die Kernanliegen, die Ninka – der mittelständische Spezialist für Kunststoffformgebung und Oberflächenveredelung – mit seinen Trendline-Neuentwicklungen für die Küchen- und Badmöbelindustrie umsetzt. Mit Trendline bietet Ninka ein umfassendes Portfolio verschiedener hochwertiger und augenfällig gestalterisch komplett aufeinander abgestimmter Zubehörteile. Die Produktreihe „Connect“ steht für ein offenes, elegantes System aus Unterteilungsrahmen, Schalen und sogenannten ‚Connectoren‘ zur Organisation von Schubkästen und Auszügen. Gefertigt im praktischen 25 mm Raster erhielt es im Januar 2016 Innenauszugsblende „FACIA ID“

52 | küche + architektur

den weltweit anerkannten iF Design Award. Grund ist nicht nur die filigrane, variantenreiche Gestaltung, sondern auch die smarte Funktionalität und clever ermöglichte Eigen-Montage. Hohen Designanspruch verkörpert auch die Innenauszugsblende „Facia ID“. Sie bietet überraschend vielfältige Individualisierungs­ möglichkeiten von Schubkastenblenden zu vernünftigen Kosten. Verschiedene Dekoroptionen im Griffbereich geben den Auszügen ein unverwechselbares Äußeres. Die Spannweite der Gestaltung reicht von Holz- und Metallnachbildungen bis hin zu originalen Materialien wie Glas, Edelstahl oder Holz bzw. Furnier. Ein besonderes Highlight für OEM-Kunden ist der bereits vormontierte

Hängerahmensystem „eins2sechs“

„Connect“


Fotos: Elco

Küchen | Architektur + Trend

STOREX Accessoires Zeit für neue Innenansichten

Die seitlich geschlossenen Einsätze des Domino lassen sich auf einer Antirutschmatte frei und flexibel im Schubkasten positionieren.

Cox® Box 220

Modify

sein Maximum an Varianz im Schubkasten. Die praktische Anordnung seiner Facheinteilungen ermöglicht eine sinnvolle Aufbewahrung von Besteck und weiteren Accessoires. Die seitlich geschlossene Bauweise des Einsatzes macht eine freie horizontale Positionierung auf einer Antirutschmatte möglich und erzeugt somit einen Gewinn an zusätzlichem Stauraum. Beide Modelle sind auf der Messe in neuen hochwertigen Oberflächen zu sehen. Die neuen Produkte des Güthersloher Herstellers beweisen einmal mehr, die konsequente Ausrichtung des Unternehmens an den Bedürfnissen seiner Kunden. www.elcokunststoffe.de

Adapter für eine einfache Befestigung der Frontblenden. Das Hängerahmensystem „eins2sechs“ für Abfallbehälter zählt gleichfalls zu Trendline. Es wird passgenau in marktrelevante Schubkastenzargen integriert und zeichnet sich durch große Montagefreundlichkeit aus. Die geschlossene Oberfläche wertet nicht nur das Design auf, sondern erleichtert auch die Reinigung des Ganzen. Alle Trendline-Produkte sind aus hochwertigem Kunststoff, der Langlebigkeit und dauerhafte Funktionalität gewährleistet. Zudem sind Kunststoffe das ultimative Hightech-Material, wenn es um Hygiene und Reinigungsfreundlichkeit geht. www.ninka.com 

Ordnung lässt sich jetzt noch viel schöner planen und einrichten In der Zutatenliste praktischer Küchenausstattung dürfen zwei nicht fehlen: "Modify", das variable Schubladen-Ordnungssystem mit viel Liebe zum Detail und zur natürlichen Holzmaterialität – sowie "Cox® Box 220", das vielseitige Stauraum-Behältersystem für moderne Auszüge mit viel freier Gestaltungsfläche. In der Raumaufteilung bestens durchdacht, findet hier alles Wesentliche seinen Platz. Beeindruckend viel Planungsspielraum zeigen wir Ihnen in der neuen STOREX-Broschüre oder auf www.naber.com unter Neuheiten zum Durchklicken. Fotos: Ninka

„Connect“ – filigran, variantenreich und funktional

Naber GmbH www.naber.com küche + architektur | 53


Architektur + Trend | Material

Halo XGloss WeiSS, dessen Glanz an Kristall erinnert

Fotos: Cosentino

Glänzend, glänzender, Dekton® XGloss

Neue Farbreihe mit Kristall-Effekt von Cosentino Nach der erfolgreichen ­Lancierung des hochkompakten Oberflächenmaterials Dekton® im Sommer 2013 bringt Cosentino jetzt Dekton® XGloss ins Spiel. Dekton® XGloss ist ein hoch­ glänzendes Finish in Verbindung mit der besonderen Härte und Widerstands­fähigkeit der ­Dekton-Platten.

D

ie neue Dekton-Textur überzeugt durch die Kombination von Ästhetik und einmaligen technischen Merkmalen, was eine weitere Möglichkeit darstellt, stilvolles Design mit außergewöhnlichen Eigenschaften in individuell gestalteten Küchen zu verbinden. Auch diese neue hochglanzpolierte Ausführung von Dekton entstand in der unternehmenseigenen Forschungsabteilung. Hier wurde eine innovative Oberflächenbehandlung mit Nanopartikeln entwickelt, „Nanocoating Process“ genannt. Vorab erhält die Oberfläche dank eines mechanischen Polierverfahrens ihre spektakuläre, an Kristall erinnernde Klarheit. Dieses exklusive Veredelungsverfahren gibt Dekton XGloss nicht nur strahlenden Glanz und eine außerordentliche Farbintensität, sondern auch zusätzliche wasserabweisende Eigenschaften und Fleckenresistenz. Dabei bleiben die typischen Dekton-Eigenschaften in vollem Umfang erhalten: UV-Beständigkeit, Kratzfestigkeit oder Temperaturwechselbeständigkeit machen es zur perfekten Wahl sowohl für den Außen- als auch für den Innenbereich, horizontal ebenso wie vertikal, für Böden, Treppen, Fassaden und Wandverkleidungen genauso wie für den Einsatz in Küche und Bad. Die neue Serie Dekton XGloss wird im März auch im deutschen Markt eingeführt. Zunächst in den fünf Volltonfarben Halo, Splendor, Blaze, Lumina und Spectra, die durch Glanz und Intensität bestechen und Teil der „Solid Collection“ sein werden. Das Format beträgt wie bei allen Dektonplatten 144 x 320 cm, als Stärken stehen für Dekton XGloss wahlwww.dekton.de www.cosentino.com weise 12 mm oder 20 mm zur Verfügung. 

Blaze XGloss: hochglanzpoliertes Dunkelgrau mit leichtem MetallicEffekt Lumina XGloss: erdiges Graubraun Splendor XGloss (o.): hochglanzpoliertes Grau Spectra XGloss: reines, extrem intensives Schwarz 54 | küche + architektur


Küchen | Architektur + Trend Christoph Messing, Vertriebsleiter Deskline® bei Linak, präsentiert innovative Antriebs­ systeme von Linak: Bedient wird die Höhenverstellung über ein Steuerbauteil an oder in der Arbeits­ fläche – oder alternativ per Fernbedienung.

Linak

So smart kann Ergonomie sein Die Möglichkeiten, die die innovativen Antriebssysteme von Linak in einer Küche, aber auch im gesamten Haus eröffnen, sind grenzenlos. Sie tragen dazu bei, der Küche Ergonomie und Multifunktionalität zu verleihen, ohne das Design zu beeinträchtigen. Wie flexibel die Integration der Antriebe im Möbel gehalten werden kann und wie einfach sie sich steuern lassen, stellte der innovative Hersteller auf der ZOW erneut unter Beweis. Zwei kleine Insellösungen belegen: Integrieren lässt sich der 150 Kilo stemmende „Baselift“ nicht nur im Sockel. Auch unterhalb der Arbeitsfläche findet der intelligente Antrieb seinen Platz und ermöglicht auch hier eine mehrstufige Höhenverstellbarkeit von

Schränken, ein ausfahrendes Regalmodul usw. und lässt so auch sockellose Planungen wie wandhängende Lösungen oder unterfahrbare Insellösungen, Tischlösungen und Schränke zu. Im Übrigen lassen sich bis zu vier Baselifts über eine elektronische Steuerung hintereinander schalten. Dank der hohen Elektronikkompetenz von Linak lassen sich mittlerweile nicht nur bis zu drei verschiedene Anwendungsbereiche wie. z.B. Kücheninsel, Downdrafthaube, Multifunktionstisch oder Küchenschränke mit nur einem Bedienelement regeln, sondern zudem problemlos via App in die Smart Home-Steuerung einbinden, wie Linak auf der ZOW darstellte. www.linak.de · www.bewegtes-arbeiten.de ANZEIGE

FRANKE KERAMIK - BESTÄNDIG IN BESTFORM Franke Keramikspülen Mythos aus dem Werkstoff Fraceram verbinden die klare Formensprache des Designs mit optimaler Hygiene. Die glatte und edel glänzende Oberfläche dieser bruchfesten, patentierten Spezialkeramik ist leicht zu pflegen und extrem widerstandsfähig. Fraceram-Spülen gibt es in fünf Farben und immer ausgestattet mit dem innovativen Franke Druckknopfventil. Make it wonderful at Franke.de

küche + architektur | 55


Architektur + Trend | Küchen freuen sich über 30 % Umsatzzuwachs im Jahr 2015: Eckhard Halemeier,

Die Venice Mini,

L&S Innovationsmanage-

im Schrank seit-

ment, und Geschäftsführer

lich eingebaut, ist

Udo Gottschalk.

kaum sichtbar mit der Aufbauhöhe von nur 0,75 mm und wirkt ohne

L&S

Blendung.

Die App zum Licht Der Wireless

Licht- und Energiemanagement mit neuen Medien waren die Themen auf dem Stand von L&S zur ZOW. Das Lichtmanagement, wie L&S es versteht, basiert auf Funkfernbedienungen mit 1, 2 oder 4 Kanälen zum Schalten, Dimmen und bei der Wahl der Farbtemperatur. Sie werden über das Gateway „Smart Home Emotion“ aktiviert, wenn vom Smartphone oder Tablet aus über die APP Steuerung „WiFi Emotion“ die Leuchten angesteuert werden. WLAN ermöglicht die Steuerung von bis zu 16 Kanälen. Das System ist, so Eckhard Halemeier, L&S Innovationsmanagement, nahtlos kompatibel mit allen am Markt befindlichen Smart Home Systemen. Dazu passt das neue Konzept für die Installation des Energiemanagements. Hier wird ein elektronisches Vorschaltgerät durch steckbare Module individuell zusammengestellt. Das weltweit aprobierte Weitspannungs EVG kann primär durchverdrahtet werden und durch steckbare Module zusätzlich zu einem integrierten Funk-, Bluetooth-, Emotionempfänger oder Sensorschalter ohne zusätzliche www.ls-deutschland.de Kabel erweitert werden. 

Charger (unten) für den verdeckten Einbau wie auch eine Version für den sichtbaren Einbau lädt Smartphone und Tablet, ist kompa­tibel mit L&S Vorschaltgeräten und passt in Standardbohrungen für LED-Leuchten.

Fotos: L&S

Senoplast

Edel in Hochglanz und Matt

Wolfgang Redeker präsentierte das Produktportfolio des österreichischen Herstellers Senoplast.

56 | küche + architektur

Auch der österreichische Hersteller Senoplast nutzte die Gelegenheit, sich auf der ZOW inmitten des Clusters der deutschen Küchenmöbelindustrie zu präsentieren. Das Unternehmen, das sich mit seiner erfolgreiche senosan® Qualität AM1800TopX in puncto UV-Beständigkeit, hoher Kratzfestigkeit sowie enormem Tiefenglanz einen Namen gemacht hat, zeigte sich trendgerecht nun auch von seiner edlen matten Seite. Das neue Produkt senosan® AM1800TopMatt ist derzeit in sieben Farben ab Lager erhältlich. Ebenfalls erstmals präsentiert wurden Fronten in Arcyl matt mit einem neuartigen Gegenzug als Qualitätsmerkmal. Nicht zu vergessen die 2 mm starken Acryl Glas-Oberflächen, die in fünf Farben ab Lager zur Verfügung stehen. Auch sie stießen bei den Besuchern des Senoplast-Standes auf große Resonanz. www.senoplast.de 


Fotos: Hailo

Küchen | Architektur design + komfort + Trend

Im Januar 2016 wurde die Hailo Pantry-Box mit dem iF Design Award 2016 ausgezeichnet.

Mehrwert groß geschrieben Hailo Einbautechnik räumt auf

Optimierte Stauraumorganisation, ergonomische Arbeitsabläufe,

„Mit unseren Entwicklungen

maximaler Komfort bei der Bedienung und zeitgemäße optische

haben wir immer den Mehrwert für

Wirkung, diesen Themen hat sich Hailo Einbautechnik bei der

unsere Kunden, ob Möbelhersteller und Fachhändler oder Endgebraucher bei

Ent­wicklung seiner Abfalltrenn- und Ordnungssysteme verschrieben.

der Nutzung der Küche oder angrenzen-

Und das seit dem Jahr 1947 in bester Qualität und geschätzt von

Hailo-Marketingleitung. Er zeigte auf

­Möbelherstellern, Handel und Endkunden.

der Räume im Blick“, Frank Peter Koch, der ZOW als neustes Beispiel dafür die Module der „Laundry Area“.

I

m Mittelpunkt stand auf der ZOW diesmal das neuentwickelte Laundry Area-Konzept der Spezialisten aus Haiger. In den Lochreihen von korrosionsfest beschichteten Stahlblechplatten, die rechts und links im Schrank befestigt werden, werden werkzeuglos die Tablarträger der Platten fixiert. Wäschekörbe, eine ausklappbare Bügeleinheit, Klammer- und Kleinteilebehälter, starre und ausziehbare Tablare bringen Komfort und System in die Wäschesortierung und -pflege. Das System, so wie es in Bad Salzuflen gezeigt wurde, passt in 60 cm breite Drehtürschränke mit allen gängigen Seitenwandstärken. Dabei ist der Türanschlag flexibel und auch die notwendige Distanz zu Scharnieren wird leicht überbrückt. Je nach Schrankhöhe und Bedarf sind unterschiedliche Ausstattungen möglich, bis hin zu einem Deckenraster zum Einhängen von Kleiderbügeln. Auch die Pantry-Box, entwickelt für die Lagerung von Lebensmitteln, stand wieder im Focus, wurde sie doch mit dem iF Design Award 2016 ausgezeichnet. Bestehend aus einer formstabilen, auswischbaren Kunststoffbox als Basis-Modul, baut das System auf alle gängigen 60er-Zargen und -Schubkästen der namhaften Beschlagspezialisten auf. Je nachdem, ob die Pantry-Box Obst, Gemüse oder Brot aufnehmen soll, erfolgt die Lagerung auf einem herausnehmbaren Kunststoffboden mit Abtropf- und Lüftungsschlitzen oder einem hochwertigen Echtholzrost. Ein gehärteter Glas-Schiebedeckel schützt und erlaubt den Blick auf das Lagergut. Ein herausnehmbarer, tragbarer Kunststoffbehälter erweitert das System. Als perfekte Ergänzung zu den Abfalltrenn- und Ordnungssystemen im Spülenunterschrank erfüllt Hailo mit Deposito light gleich zwei Aspekte: Eine saubere Verblendung verbirgt Schläuche, Wasserleitungen oder Abflüsse. Gleichzeitig wird Stauraum für Kleinutensilien geboten, die griffbereit und sauber gelagert werden können. Dazu wird der Raum zwischen Abfalltrennsystem und oberer Schrankblende als Ablage genutzt. Das Modul besteht aus Kunststoff und wird einfach rechts und links im Schrank befestigt. Die passenden Einsätze gibt es für 45er-, www.hailo-einbautechnik.de 50er- oder 60er-Schränke, mit 16 oder 19 mm Seitenwand. 

Doppelt ästhetisch, praktisch und hygienisch: Deposito light verblendet Siphon und Schläuche und lagert Utensilien rund um die Spüle griffbereit.

k + a | 57


Foto: Union Knopf

Architektur + Trend | Küchen

Stephan Müller, Geschäftsführer der Pyramis Deutschland GmbH

Union Knopf Pyramis

Der Griff – designstarkes Detail

Symbiose aus Ästhetik und Funktion „Wir möchten da sein, wo unsere Kunden sind“, betont Stephan Müller, Geschäftsführer der Pyramis Deutschland GmbH. Mit ihrem trendgerechten Spülen- und Armaturen-Sortiment ist die deutsche Tochter des griechischen Produzenten im Laufe der letzten zehn Jahre stetig gewachsen. Dazu beigetragen haben Produkte wie die designstarken Spülen der Serie Alea. Gefertigt aus hochwertigem Chrom-NickelStahl in einer soliden Materialstärke und versehen mit einem modernen, geradlinigen Design, gehören diese Modelle in die obere Mittelklasse. Für ein Mehr an Funktionalität sorgt entsprechendes Zubehör wie Schneidbretter aus Glas oder Holz, ein Geschirrkorb, die neue Edelstahl-Rollmatte oder auch der Reste- oder Besteckeinsatz. Auf die steigende Nachfrage nach Unterbaubecken reagiert der marktnahe Hersteller mit seiner Serie Pyragranite Tetragon. Überzeugend: Die äußerst reduzierte Formgebung der zu 80 Prozent aus natürlichem Quarz gefertigten Spülen und die sehr engen Beckenradien. Die 18 cm tiefen, in zwei Breiten erhältlichen Becken bieten www.pyramisgroup.de selbst Platz für sperriges Geschirr.

TETRAGON im Maß

Foto: Pyramis

50 x 40 cm

58 | küche + architektur

Unter Berücksichtigung interdisziplinärer Design-Strömungen, des facettenreichen Lifestyles moderner Menschen und der allgemeinen kulturellen Entwicklung präsentierte sich die Union Knopf Griffkollek­tion 2016 in fünf trendweisenden Themen … Trend „Stone“ – In der Architektur sowie im Interieur-Bereich spielt der ursprüngliche Charakter der Steinoptik eine zunehmend wichtige Rolle in Verbindung mit Holz und Metall. So ergänzt Union Knopf das Portfolio um den neuen Kombigriff, Slim-Line in Edelstahl-Finish, der eine staubmatte Steinoptik-Einlage aus dem neuartigen Hightech-Material Durocarbon, einem recycelten Compositmaterial mit reinen Carbonfasern, birgt. Das Knopfharz Durohorn® Stone ermöglicht die authentische Adaption unterschiedlicher Steinoptiken und zeichnet sich durch seine samtig, warme Haptik aus. Die dritte Alternative Betolith ist ein thermoplastisches Compositmaterial, das optisch wie haptisch durch fein gravierte Werkzeugoberflächen die Betonstruktur nachempfindet. „Organic Shapes“ – Das grazile Aluminiumstrangprofil wirkt wie ein Freiformenspiel und erinnert im Profil an florale Elemente. Der schlanke Metallgriff in Edelstahl-Finish zeigt hingegen ein Spiel aus Verjüngung und Verdickung. Ein weiterer, geometrisierter Griff zitiert rundgewaschene Formen, und die elementarste Griffform besticht durch weich abgerundete, geometrisch ausgeformte Kegelfüße. „Warm Metall“ – Warmtonmetalle gehören in matter oder hochglänzender Optik weiterhin zu den Trendfarben. Dementsprechend werden jetzt Bronze-, Messing- und Nickeltöne als authentische, metalladaptierende Lackierung auf Griffen umgesetzt. Töne in Kupfer oder Gold, inbegriffen 18 Karat Gold, werden als Galvanik aufgebracht. Die Serie „Living Texture“ ergänzt ein neuer, schwarz lackierter, elementarer Gussgriff in skulpturaler Optik. „Trend authenic“ – Der neue zigarrenförmige Griff aus geräucherter Eiche mit konkaven Kegelfüßen in Altmessing fügt sich harmonisch in den modernen Landhausstil ein oder fungiert als spannender Gegenpol in urbaner Umgebung. Neu ist zudem Smooth-Genuine-Finish, eine subtile Used-Optik auf Metalloberflächen, die durch eine zusätzliche seidenmatte Schutzlackierung Weichheit und Wärme www.unionknopf.com ausstrahlt.


Küchen | Architektur + Trend Wandsystem Kreativo – Mit den geschlossenen und offenen

Fotos: Schüco International KG

Ablageboxen lässt sich das Wandsystem individuell ausstatten.

Vom Standardprogramm bis zur Einzellösung Schüco Alu Competence überzeugt mit konsequenter Qualität

Verdeckt liegende Verbindungstechnik für das designorientierte Gestellsystem Cone.

„Multitalente“ in Aktion hatte Schüco Alu Competence zur ZOW mitgebracht und ihre Anwendungen ­anschaulich präsentiert. Kein Wunder, dass der Stand Schüco-Kenner und Neukunden anzog.

D

ie optisch attraktiven, für den gesamten Wohnbereich einsetzbaren Systeme, zu denen auch Griffe und Griffleisten zählen, zeigen sich technisch perfekt. Mit dem eigenen Eloxalwerk kann flexibel auf die unterschiedlichsten Kundenwünsche eingegangen werden. Neu wurden Aluminiumprofile in Anthrazit gezeigt, die die trendorientierten Möglichkeiten unterstreichen. Überzeugend ist auch die Tatsache, dass neben dem Standardprogramm Losgröße 1 kein Fremdwort ist und Schüco Alu Competence für individuelle Lösungen besonderer Aufgabenstellungen seine Material- und Designkompetenz zur Verfügung stellt. Ein Bespiel für dieses Know-how ist das anspruchsvolle Tisch- und Banksystem Cone. Das designorientierte Gestell bewährt sich zudem als Sideboardunterbau. Die von Schüco Alu Competence entwickelte hochwertige Verbindungstechnik überzeugt durch die verdeckt liegenden Beschläge und bestimmt so das Design des Systems mit. Die Seitenteile werden komplett vormontiert geliefert, sodass die Montage vor Ort schnell und einfach zu bewerkstelligen ist. Kreativo, das Wandsystem trägt seinen Namen zu Recht, denn vom Wohnraum über die Küche bis in den Bürobereich schafft es den fließenden Übergang zwischen den Räumen. Die einzelnen Einheiten lassen sich in funktionsgerechten Rastermaßen nebeneinander oder übereinander anbringen. Das System ist für 16 mm starke Paneele

ausgelegt – ob Plattenmaterial oder 12 mm Trägermaterial mit 4 mm starkem aufgeklebtem Glas. Angeboten wird es in den Standardlängen 600, 900, 1200 und 1800 mm. Sogar bei der 1800 mm Profillänge sind nur zwei Schrauben zur Wandbefestigung notwendig. Die Paneele werden einfach in die Trägerprofile eingeklipst und können auch nachträglich herausgenommen werden. Regalböden, offene und geschlossene Ablageboxen, das Zubehör der Einhängeschiene Groove, z.B. Rollenhalter oder Messerblock, die Gestaltung des Systems dient ganz dem jeweiligen Zweck und dem Raum. www.schueco.com/alu-competence

Nicole Klemens, Marketing Schüco International KG, und Kreativo als Nischensystem. Optional mit LED-Beleuchtung ausgestattet, trägt es zu einer harmonischen Grundausleuchtung des Raumes bei.

küche + architektur | 59


Architektur + Trend | Küchen

Ein Schrank ist keinesfalls gleich Schrank – schon gar nicht in der Küche! Vielmehr bestimmt die

Beschlags- und Auszugs­systeme mit Erlebniswert Küchenspezialisten wissen um die Bedeutung komfortabler Ausstattungsfeatures

Innenausstattung, was alles in ihm steckt … Küchen-Ausstattungen von Kesseböhmer – hinter jeder Tür ein

Wie viel Prozent der von Ihnen verkauften Küchen verfügen über Griffe, wie viel Prozent sind grifflos?

Spezialist! www.kesseboehmer.de

Küchen mit Griffen

64,0 %

grifflose Küchen

36,0 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

Empfehlen Sie Ihren Kunden … ?

gedämpfte Scharniere

100,0 %

Vollauszug mit integrierter Dämpfung

100,0 %

Push-to-open

54,6 % 0%

60 | küche + architektur

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %


Foto: Kesseböhmer

Küchen | Architektur + Trend

Beschlag- und Auszugstechnik tragen erheblich zur Funktionalität als auch zur Wertschöpfung von Möbeln bei. Das bestätigen auch die Angaben der 184 Küchenspezialisten, die sich an unserer Umfrage zu diesem Thema beteiligten. Wir haben deren Antworten in Relation zu den Aussagen der Beschlaghersteller gestellt, die wir baten, uns ihre Argumente in Sache Mehrwert und Standardisierung aufzuführen.

M

eist wissen Küchenkäufer genau, wie ihre neue Küche optisch aussehen soll“, stellt André Dorner, Geschäftsführer Blum Deutschland, fest. „Mit unseren innovativen Beschlaglösungen beweisen wir, dass eine Küche nicht nur schön sondern auch praktisch sein kann. Denn wir sind überzeugt, dass Möbel heute beide Seiten abdecken können und Küchenkäufer Information und Tipps zur praktischen Seite einer Küche durchaus zu schätzen wissen, spätestens im Alltag bei der Nutzung der Möbel. So bieten wir z. B. für das große Designthema „Grifflos“ – also die schöne Seite – komfortable Bewegungstechnologien für die praktische Seite der Küche. Bei unserer mechanischen Bewegungstechnologie „Tip-on-Blumotion“ werden bequemes Öffnen durch Antippen und sanftes, leises Schließen optimal kombiniert.“ Dass diese Funktion gut geschätzt wird, beweist die klare Befürwortung von rund 55 Prozent der an der Befragung partizipierenden Küchenspezialisten, die ihren kaufinteressierten Kunden Push-to-OpenBeschläge mit integrierter Dämpfung empfehlen. Unserer Analyse zu

Verkaufen Sie Designoptionen an Schubkästen, wie z. B. Seitenelemente aus Glas oder mit Dekor?

ja

77,3 %

nein

22,7 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

Empfehlen Sie Ihren Kunden Unterflurführungen (dünne Zargen)?

ja

54,6 %

nein

40,9 %

k. A.

4,5 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

küche + architektur | 61


Architektur + Trend | Küchen

Tip-on-Blumotion

Ambia-Line für Legrabox (im Bild rechts)

„Bei Tip-on-Blumotion werden bequemes Öffnen durch Antippen und sanftes, leises Schließen dank Blumotion-Dämpfung optimal kombiniert. … Inneneinteilungssysteme schaffen guten Überblick und schöne Ordnung in Schubkästen und Auszügen und komplettieren Küchen optimal. Sie sollten – aus unserer Sicht – heute durchaus zum Standard moderner Küchen zählen.“ André Dorner, Geschäftsführer Blum Deutschland, www.blum.com Fotos: Blum

Verkaufen Sie aktiv Ordnungssysteme im Auszug?

ja

77,3 %

nein

18,2 % 4,5 %

k. A. 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

a) aus Kunststoff vorrangig

47,1 %

gelegentlich

17,6 %

unbedeutend

17,6 %

k. A.

17,6 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

b) aus Holz vorrangig

29,4 %

gelegentlich

64,7 %

unbedeutend

5,9 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

b) aus Metall vorrangig

29,4 %

gelegentlich

11,8 %

unbedeutend

58,8 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

Empfehlen Sie Ihren Kunden … ?

Steckdosen in Auszügen

0,0 %

Dockingstation in Auszügen

4,6 % 0%

10 %

62 | küche + architektur

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

Folge liegt der Anteil der verkauften grifflosen Küchen in den von uns befragten Fachgeschäften immerhin bei 36 Prozent. Auch Uwe Kreidel, Geschäftsführer bei der Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG, ist von der Überzeugungskraft modernster Scharniertechnik überzeugt: „Beschläge sind kleine Bauteile in der großen Küche, die die gesamte Küche aufwerten. Nehmen Sie z.B. unser Sensys Scharnier, mit dem der Mehrwert einer Küche unterstrichen werden kann. Die integrierte Dämpfung sorgt für einen emotionalen Schließkomfort, der den „Bauch“ anspricht, zumal viele der Küchenkäufer noch eine Küche mit ungedämpften Türen und Schubkästen besitzen.“ Eine Aussage, die auch die befragten Küchenprofis unterschreiben: Denn einhundert Prozent der Befragten gaben an, ihre Kunden verstärkt auf gedämpfte Scharniere hinzuweisen. Auf diesen Mehrwert setzt auch Dirk Braemer, Geschäftsführer der Grass Vertriebs GmbH Deutschland, verstärkt: „Die hohen Standards unserer Markenprodukte lassen sich bezüglich Qualität, Design und Verarbeitbarkeit unmittelbar erleben“, und er betont: „Die BewegungsSysteme bieten außergewöhnliche Stabilität und was Auszugsysteme anbelangt, auch hohe Tragkräfte. Die Bedienung fühlt sich leicht und flüssig an, der Stauraum wird optimal genutzt – und mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten wird auch dem Bedürfnis nach Individualität Rechnung getragen.“ „Beim Besuch eines Küchenstudios zieht der Küchenkäufer grundsätzlich verschiedene Schubkästen auf “, stellt Uwe Kreidel, Hettich, fest. „Wenn dann ein ArciTech oder AvanTech Schubkasten hinter der Front steckt, hat der Küchenfachberater reichliche Argumente für die hohe Qualität, das ausgezeichnete Design und den großen Komfort der Küche. Das fängt an bei den hohen Belastungsfähigkeiten der Systeme von 40 bis zu 80 kg, die es ermöglichen, die trendigen breiten Auszüge mit Geschirr oder schweren Töpfen zu beladen. So können auch diese Dinge komfortabel untergebracht werden. Darüber hinaus spürt der Endkunde, wie leicht und sanft diese Schubkästen sich öffnen und schließen lassen, was die Qualität der gesamten Küche unterstreicht. Weiterhin hat der Küchenberater beispielsweise mit dem ArciTech System die Möglichkeit, noch besser auf die individuellen Designwünsche des Kunden einzugehen, indem er ihm eine Reling oder verschiede­ne Designelemente als Seitenverkleidung anbieten kann.“ Diese Möglichkeit nehmen, sofern möglich, auch gleich 77 Prozent der an der Umfrage


Fotos: Hettich

Küchen | Architektur + Trend

teilnehmenden Küchenprofis wahr. Denn dieses Differenzierungspoten­ zial wird dem Wunsch der Küchenkäufer nach Individualisierung gerecht. Für Bequemlichkeit und Komfort stehen natürlich auch die Ecklösungen. Für fast 73 Prozent der 184 Befragten ist der Karussell-Schrank unerlässlich. Im Mittelpunkt dabei stehen für 68 Prozent der Antworten­ den vor allem die Schranklösungen mit herausschwenkbaren Tabla­ren, wie z.B. LeMans von Kesseböhmer oder Cornerstone von Vauth-Sagel, wobei die Kunststoff-Tablare den Ausführungen in Holz und Metall im Küchenfachhandel immer stärker unterliegen. „Unsere neuen Eckschranklösungen Cornerstone sind ein gutes Beispiel, um Mehrwert und Mehrnutzen zu dokumentieren“, gibt Claus Sagel, geschäftsführender Gesellschafter Vauth-Sagel, zu bedenken. „Mit diesen innovativen und komfortablen Systemkomponenten bringen wir den gesamten Inhalt vor den Schrank und eröffnen damit völlig neue Perspektiven: Die Ecke wird zur neuen Mitte, da sehr viel Stauraum zentral und kinderleicht erreicht wird. Wer einmal unsere Eckschrank­lösungen Cornerstone live erlebt hat, wie der schwer zugängliche Stauraum ganz einfach vor den Korpus gleitet, der will die Ecke nutzen.“ Claus Sagel definiert seine Schrankausstattungslösungen als funktiona­le, optisch ansprechende und komfortable Problemlöser: „Unsere System­ komponenten nutzen schwer zugängliche oder besonders schmale und zugleich hohe Stauräume oder sorgen für Übersicht im Spülenunterschrank. Wir schaffen also Raum in der Küche, der sonst ungenutzt bleibt. Ein weiterer Faktor mit deutlichem Mehrwert sind moderne Abfalltrennsysteme. Mit dem Öko liner haben wir ein besonders interessantes Produkt im Angebot, welches nicht nur optisch überzeugt und um eine Organisationsschublade erweitert werden kann, sondern auch individuell konfigurierbar ist. Der Küchenspezialist kann die passenden Behälter gemeinsam mit seinem Kunden zusammenstellen. Von klein bis sehr groß sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt.“ Immer mehr gezeigt werden auch die noch relativ jungen SchiebetürElemente: „Gerade individuelle Designwünsche kann der Berater auch durch das Angebot von Schiebetüren, z.B. im Oberschrank oder bei großen Vorratsschränken erfüllen“, betont Uwe Kreidel, Hettich. „Unterschiedlich eingesetzt, bringen sie eine völlig neue Optik in die Küche.“ Das findet im übrigen auch der Küchenfachhandel, was 64 Prozent der Befragten bestätigen. 79 Prozent der Antwortenden geben an, die komfortablen Schiebetürelemente überwiegend im Oberschrank einzusetzen, 36 Prozent nutzen sie vor dem Geräteschank und 21 Pro-

„Easys“ öffnet

Sensys - Kleines

Kühlschränke in

Scharnier mit

grifflosen Küchen

großer emotiona-

und bleibt durch

ler Wirkung durch

die geringe Höhe

integrierte Dämp-

von 22mm dezent

fung und schickes

im Hintergrund.

Design.

„Wenn ein ArciTech oder AvanTech Schub­kasten hinter der Front steckt, hat der Küchenfachberater reichliche Argumente für die hohe Qualität, das ausgezeichnete Design und den großen Komfort der Küche. Das fängt an bei den hohen Belastungsfähigkeiten der Systeme von 40 bis zu 80 kg, die es ermöglichen die trendigen breiten Auszüge mit Geschirr oder schweren Töpfen zu beladen.“ Uwe Kreidel, Geschäftsführer Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG www.hettich.com

AvanTech Schubkastensystem – Perfekt in Design, Stabilität und Laufverhalten. Ausgezeichnet mit dem IF Design Award 2016.

küche + architektur | 63


Architektur + Trend | Küchen

Fotos: Grass

Setzen Sie Schiebetürbeschläge in Ihren Planungen ein?

ja

63,6 %

nein

31,8 %

k. A.

4,6 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

a) im Oberschrank

Nova Pro Scala

ja

78,6 %

nein

14,3 % 7,1 %

k. A. 0%

„Differenzierung ist das Schlagwort der Zukunft. Die Individualisierungsmöglichkeiten, die wir mit dem doppelwandigen Auszugs-System Nova Pro Scala bieten, sind heute sicherlich noch kein Standard. (…) Von der Schubkastenlösung über eine formschlüssige Reling-Variante bis hin zum hohen geschlossenen Auszug H186 kann das gesamte System mit Designleisten ergänzt werden. So ermöglicht es auf einfachste Weise eine zur Gänze neue Optik, welche die Materialität des Möbels im Inneren fortführt oder bewusst Kontraste setzt.“ Dirk Braemer, Geschäftsführer Grass Vertriebs GmbH Deutschland, www.grass.eu

Empfehlen Sie Ihren Kunden Klappbeschläge?

ja

90,9 %

nein

9,1 % 0,0 %

k. A. 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

a) mechanische ja

95,0 %

nein

5,0 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

b) elektrische ja

50,0 %

nein

40,0 %

k. A.

10,0 % 0%

10 %

64 | küche + architektur

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

b) im Vorratsschrank ja

21,4 %

nein

64,3 %

k. A.

14,3 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

c) im Geräteschrank ja

35,7 %

nein

50,0 %

k. A.

14,3 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

zent verbergen Vorräte dahinter. Apropos Bevorratung bzw. Stauraum: Beim Küchenfachhandel en vogue sind natürlich auch Apothekerschränke. Hier bevorzugen 82 Prozent der Befragten die edlen Varianten mit Holztablaren und Metallreling. Die Kunststofftablare sind nur noch für knappt 30 Prozent der antwortenden Küchenprofis relevant. „Optimaler Zugriff, perfekte Raumausnutzung und Bedienkomfort – diese Anforderungen erfüllen unsere Produkte in hohem Maße und tragen so zur Aufwertung der gesamten Küche bei. Das gilt im Besonderen für Produkte die überraschen und emotional ansprechen, wie z.B. der „LeMans“ für den Eckschrank, der „Tandem“ für den Hochschrank, der Unterschrankauszug „Dispensa Junior III“ und der „iMove“ für den Hängeschrank“, betont Thomas Herden, Vertriebsleitung Deutschland Kesseböhmer GmbH. Auch Vauth-Sagel und seine technischen Entwickler tragen kontinuierlich dafür Sorge, dass die übersichtlichen Lebensmittelpräsenter nicht nur optisch äußerst ansprechend, sondern auch noch funktionaler werden, wie die Neudefinition des Vorratsschranks VSA belegt: Beim klassischen Apothekerauszug bewegt sich beim Öffnen die Küchenfront auf den Nutzer zu, beim VSA reicht ein Zug an der Drehtür und Blick und Zugriff auf das Staugut sind frei. Das Potenzial zum Standard zu avancieren: Inneneinteilungssysteme – komfortabel und schön „Unsere Küchenbeobachtungen auf der ganzen Welt haben immer wieder gezeigt, dass die Organisation der verschiedenen Staugüter im Möbelinneren die Arbeit in der Küche ungemein erleichtern kann“, betont André Dorner. „Wir von Blum bieten dafür die beiden Inneneinteilungssysteme „Orga-Line“ für die „Tandembox“ und „Ambia“-


Fotos: Vauth Sagel

Fotos: Kesseböhmer

Küchen | Architektur + Trend

die überraschen und emotional

„Die Vorteile und der Mehrwert unserer Produkte lassen sich am allerbesten durch die Präsentation in der Küchenausstellung argumentieren. Wenn Küchenkäufer die Produkte selbst „erleben“, werden sie von Komfort, Funktion und Nutzen überzeugt.“

ansprechen.

Thomas Herden, Vertriebsleitung Deutschland Kesseböhmer GmbH, www.kesseboehmer.de

Der Unterschrankauszug „Dispensa Junior III“ mit der Innenorganisation YouBoXx (l.) und der Eckschrankauszug LeMans II im Highboard (r.) sind Beispiele für Produkte,

Line für die „Legrabox“ an. Inneneinteilungssysteme schaffen guten Überblick und schöne Ordnung in Schubkästen und Auszügen und komplettieren Küchen optimal. Sie sollten – aus unserer Sicht – heute durchaus zum Standard moderner Küchen zählen.“ Eine Auffassung, die von 77 Prozent der befragten Küchenprofis geteilt wird, die ihren Kunden bereits heute Ordnungssysteme empfehlen.

Empfehlen Sie Apothekerschränke … ? … mit Kunststofftablaren und -reling … mit Holztablaren und Metallreling

27,3 %

… mit Metalltablaren

40,9 %

81,8 %

0%

Push to open – Grifflos in Vollendung „Im Moment geht sicher noch das Push to open Silent System für Schubkästen über den Standard hinaus. Heute werden grifflose Küchen vor allem durch Griffleisten umgesetzt. Für die „echte“ grifflose Küche wird ein Push to open-Mechanismus benötigt, mit dem aber dennoch die gewohnte Dämpfungsfunktion des Schubkastens erhalten bleibt. Hettich hat das System bereits 2013 auf der Interzum zum ersten Mal gezeigt. Zur echten grifflosen Küche gehört dann auch als Standard das grifflose, elektrisch unterstützte Öffnen der Kühlschränke mit Easys. Ein leichter Druck auf die Front genügt, und der Kühlschrank öffnet sich“, definiert Uwe Kreidel die Herausforderung, die diese Designvarianten an die Beschlaghersteller stellt. Für Grass-Deutschland Geschäftsführer Dirk Braemer lautet das Schlagwort der Zukunft „Differenzierung“: „Mit seinem puristischzeitlosen Design bietet Nova Pro Scala viele Gestaltungs- und Differenzierungsmöglichkeiten. Von der Schubkastenlösung über eine formschlüssige Reling-Variante bis hin zum hohen geschlossenen Auszug kann das gesamte System mit Designleisten ergänzt werden. So ermöglicht es auf einfachste Weise eine zur Gänze neue Optik, welche die Materialität des Möbels im Inneren fortführt oder bewusst Kontraste setzt. Selbiges gilt für die großflächige Glas-Ausführung.

(Mehrfachnennung möglich)

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

Bieten Sie ergonomisch höhenverstellbare Arbeitsbereiche an?

ja

45,5 %

nein

54,5 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

Wie hoch ist der Durchschnittswert der von Ihnen verkauften Küchen?

10.000 bis 20.000 Euro

68,2 %

25.000 bis 30.000 Euro

18,2 %

> 30.000 Euro

13,6 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

küche + architektur | 65


Architektur + Trend | Küchen

„Unsere Systemkomponenten nutzen schwer zugängliche oder besonders schmale und zugleich hohe Stauräume oder sorgen für Übersicht im Spülenunterschrank. Wir schaffen also Raum in der Küche, der sonst ungenutzt bleibt.“ Fotos: Vauth Sagel

Claus Sagel, geschäftsführender Gesellschafter Vauth-Sagel, www.vauth-sagel.de

Die Eckschranklösung Cornerstone bringt den gesamten Inhalt vor den Schrank, so dass sehr viel Stauraum leicht erreicht wird.

Verkaufen Sie oft Eckschrank/Karusselleckschrank?

ja

72,7 %

nein

27,3 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

a) mit normalen Tablaren

70 %

80 %

90 % 100 %

(Mehrfachnennung möglich)

ja

22,7 %

nein

77,3 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

bei normalen Tablaren bevorzugtes Material: Kunststoff

60,0 %

Holz

80,0 %

Metall

80,0 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

a) mit herausschwenkbaren Tablaren

70 %

80 %

90 % 100 %

(Mehrfachnennung möglich)

ja

68,2 %

nein

18,2 %

k. A.

13,6 % 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

bei herausschwenkbaren Tablaren bevorzugtes Material: Kunststoff

20,0 %

Holz

93,3 %

Metall

53,3 %

k. A.

0,0 % 0%

10 %

66 | küche + architektur

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

80 %

90 % 100 %

Und auch die Scharnier-Serie Tiomos M für Spiegel-, Glas- und Dünntüren sollte zu den Standards der Zukunft zählen. Sie ermöglicht den Einsatz von besonderen Werkstoffen wie Glas, Spiegel und anderen dünnen Materialien und passt hervorragend zum Trend zu schmalen, gradlinigen Möbeldesigns, ohne dass dabei auf die einzigartige integrierte Dämpfung von Tiomos verzichtet werden muss.“ „Wir sind stolz darauf, dass bereits heute sehr viele Kesseböhmer-Produkte zum Standard in modernen Küchen gehören und zum Teil auch ein Begriff für optimierte Schrankausstattungssysteme sind“, freut sich Thomas Herden. „Das gilt zum Beispiel für den „Dispensa“-Apothekerauszug, den „LeMans“-Echschrankauszug“ oder den „Tandem“. Was unsere neuen Produkte anbelangt, haben vor allem der „iMove und der „Junior III“ aus unserer Sicht beste Voraussetzungen, zum Standard in der Küche zu werden. Beide Produkte bieten dem Küchenkäufer gleichermaßen überzeugenden – und auf den ersten Blick erkennbaren – Mehr-Nutzen. Und darüber hinaus eine anspruchsvolle moderne Design- und Materialsprache, die jede Küche von innen heraus aufwertet.“ Der Ecke gebührt mehr Respekt „Fakt ist: Die Küchenplanung beginnt in der Ecke. Fakt ist aber auch: Bisher wird die Ecke oftmals in der Küchenplanung nicht oder nur stiefmütterlich behandelt“, stellt Claus Sagel fest. „Eine Vielzahl der Küchenplanungen erfolgt über Eck, jedoch ohne komfortable Systemlösung. Wir würden uns sehr wünschen, wenn komfortable Eckschranklösungen, wie unser „Cornerstone“, zukünftig zum Standard gehören. Systemlösungen, die brach liegende Flächen komfortabel nutzen, sollten zum Standard werden – und das beginnt bei der kompetenten Beratung im Handel.“ In einem Punkt sind sich die von uns befragten Repräsentanten der Beschlagindustrie André Dorner, Dirk Braemer, Thomas Herden, Uwe Kreidel und Claus Sagel unabhängig ihrer Produktportfolios einig: „Überzeugen können die Ausstattungsvarianten, die dem Endverbraucher auch gezeigt werden. Gerade die Vorteile von Beschlagsystemen müssen gesehen und gefühlt, oder auch einfach erlebt werden. Dann sind sie sogar selbsterklärend.“


Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Die guten Adressen der Branche www.kuecheundarchitektur.de

küchen …

Zeiler Möbelwerk GmbH & Co. KG Obere Altach 1 · 97475 Zeil am Main Tel. 09524 91-0 · Fax 09524 91-121 info@allmilmoe.de · www.allmilmoe.de

Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Express Küchen GmbH & Co. KG Am Mühlenbach 1 · 49328 Melle Tel. 05226 5942-0 · Fax 05226 5942-4200 info@express-kuechen.de www.express-kuechen.de

Alno AG Heiligenberger Straße 47 88630 Pfullendorf Tel. 07552 21-0 mail@alno.de · www.alno.de

Brigitte Küchen H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 vertrieb@brigitte-kuechen.de www.brigitte-kuechen.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

küche + architektur | 67


VISITENKARTEN | Die guten Adressen der Branche

… küchen

nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. 09825 83-0 · Fax 09825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

Rabe & Meyer Küchen GmbH & Co. KG Ladestr. 52 · 32257 Bünde-Ahle Tel. +49(0)5223 6900-0 · Fax +49(0)5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Ausgabe 1/2016 · 4. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Der Partner des mittelständischen Fachhandels: Ballerina-Küchen · Werteorientiert, zuverlässig und innovativ Beschlags- und Auszugssysteme · Küchenspezialisten wissen um die Bedeutung komfortabler Ausstattungsfeatures ZOW 2016 · Inspirierend in Material und Technik

Das Magazin für professionelles Einrichten

Poggenpohl Poggenpohl Möbelwerke MöbelwerkeGmbH GmbH Poggenpohlstr. 11 •· 32051 Herford 381-0 ·• Fax Fax 05221 05221381-321 381-321 Tel. 05221 05221 381-0 info@poggenpohl.com·•www.poggenpohl.com www.poggenpohl.com info@poggenpohl.com

68 | küche + architektur

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 aluments@wesco.de www.wesco-aluments.de

Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

Tische / Stühle

küche + architektur


Die guten Adressen der Branche | VISITENKARTEN

Systemceram GmbH & Co. KG Berggarten 1 · 56427 Siershahn Tel. 02623 600-10 · Fax 02623 600 790 info@systemceram.de · www.systemceram.de

Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbuschstraße 16 · 45883 Gelsenkirchen Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch.de www.facebook.com/kuppersbuschcom

Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 naber@naber.com · www.naber.com

Küchenzubehör

PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG Vahrenkampstraße 12–16 · 32278 Kirchlengern Tel. 05223 77-1597 · Fax 05223 77-21597 kitchen-info@de.hettich.com · www.hettich.com www.intelligent-kitchens.com

Abfalltrennungssysteme küche + architektur | 69

Geräte

BLANCO GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 info@blanco.de www.blanco-germany.com/de

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pro Mitglied/pro Jahr durchschnittlich, im Jahr 2014 Gesamtausschüttung an unsere Mitglieder bezogen auf den kumulierten Netto-Einkaufsumsatz bei Verbandslieferanten.

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und Marketinginstrumente, die für Küchenspezialisten im Wettbewerb entscheidend sind.

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KÜCHENRING GmbH & Co. KG Marie-Curie-Straße 6 · 53359 Rheinbach Telefon Herr Töpert: 02226-904-127 · www.kuechenring.de

küche+architektur 1/2016  
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