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Ausgabe 1/2014 · 2. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

imm 2014: Möbel von heute und morgen · Natürlich, nachhaltig, langlebig, individuell Küche ist Kultur · Böhm Küchen-Kultur verdient ihre Erben Komfort ist Mehrwert, Luxus lässt sich schwer verkaufen, Standard muss sein · Handelsumfrage


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EDITORIAL

Von „Innosauriern“ und „radikalen Innovatoren“

I

nnovative Unternehmen wissen, dass man viele Frösche küssen muss, um einen Prinzen zu finden. Und so manches Mal muss man auch die eine oder andere Kröte schlucken. Über alle Produktkategorien hinweg variieren die Schätzungen der Misserfolgsquote von marktreifen Neuprodukten sehr stark. Sie reichen von etwa 50 bis zu über 95 Prozent. Einer Untersuchung der Beratungsfirma Simon, Kucher & Partner zu Folge erreichten gerade einmal 176 von rund 2000 interessanten Produktideen die Marktreife und lediglich elf davon setzten sich am Markt durch und erwirtschafteten einen nennenswerten Gewinn. Innovation ist ein Modewort geworden. Für viele Unternehmen bedeutet Innovation: Wir nehmen unsere Produkte und verändern Details: Die Farbe, die Form, die Funktionalitäten, die Größe etc. Schon Henry Ford wusste: „Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man Vermögen.“ Diese Form der Innovation funktioniert jedoch künftig in vielen Märkten nicht mehr, sie sind gesättigt. Die Produkte der unterschiedlichen Hersteller sind austauschbar. Die Erkenntnis, dass die Küchenbranche über ein starkes Netzwerk innovativer Vor- und Zubehör-Lieferanten verfügt, ist nicht neu. Jahr für Jahr präsentieren diese Unternehmen den Küchenmöbelherstellern neue, oder optimierte Front- und Arbeitsplattendesigns, Beschlag und Auszugssysteme, technische Sockellösungen, Innenausstattungs- und Abfalltrennungssysteme und vieles mehr. Entscheidend dafür, ob und in welchem Umfang und natürlich Preissegment gewisse Neuheiten auf den Markt kommen, sind die Einkäufer und Produktentwickler der jeweiligen Möbelhersteller. Erachten sie eine dieser Innovationen als mengenrelevant, wird sie meist auch von Konkurrenzunternehmen aufgenommen. Uniformität unausweichlich vorprogrammiert. Gilt die Neuerung jedoch nicht als marktgerecht, gelangt das Produkt erst überhaupt nicht bis in den Handel, geschweige denn bis zum Endverbraucher. Und selbst wenn eine etwas radikalere Innovation den Weg ins Produktportfolio eines Herstellers schafft, die noch nicht an jeder Ecke zu finden ist, bedeutet das noch immer nicht die

Markteinführung. Denn sind die Einkaufskommissionen der Verbände anderer Auffassung, wird sie Fachhandel und Endverbrauchern vorenthalten. Die nächste Hürde muss die Produktneuheit dann beim Fachhandel selbst nehmen. Ist die Innovation Bestandteil einer neu platzierten Küche wie z. B. ein hochwertiges Abfalltrennungssystem, ein funktionaler Apothekerschrank, ein praktisches Ordnungssystem für den Schrankinnenraum usw., so wird sie während eines Beratungsgesprächs mit dem Konsumenten nicht unbedingt erwähnt, wenn man glaubt, dessen Budgetgrenze damit zu überschreiten. Und selbst wenn die Funktionalität einer Neuerung gewährleistet und der Preis gerechtfertigt ist, bedeutet das nicht, dass sie von allen Handelsunternehmen gleichermaßen gerne verkauft wird. Ein gutes Beispiel dafür bietet hier die flächenbündige Spüle. Je nachdem wie aufwändig sich der flächenbündige Einbau, aufgrund der Materialität und Stärke der Arbeitsplatte zeigt, sehen zahlreiche Flächenanbieter von der Vermarktung dieses Produkts ab und setzen lieber grundsätzlich auf die Auflagespüle. „Das ist uns zu aufwändig und viel zu reklamationsanfällig!“, lautet die Begründung. Innovationen von heute sollten also selbsterklärend sein. Sie sollten ohne großes Aufheben montierbar oder einbaubar sein, eventuelle Reklamationen so gut wie ausschließen. Sie sollten nichts kosten, um das Produkt nicht zu verteuern, gleichzeitig jedoch genug Marge für Industrie und Handel abwerfen. Aber wie sollen sich dem Verbraucher dann, ohne fachmännische, wertschätzende Unterstützung der Küchenplaner, absolut neue Produkte erschließen? Werden sich Industrie und Fachhandel bei einer so leidenschaftslosen produkt-optimierenden Innovation nicht sukzessive zu „Innosaurieren“ entwickeln, die Veränderungen nur im Rahmen des Bestehenden zulassen? Wäre es dann nicht für alle Parteien zielführender, den Mut für radikale Innovationen gemeinsam aufzubringen, Freude an der Entwicklung und Vermarktung revolutionärer Produkte zu demonstrieren, das eigene Revier zu verteidigen und den jeweiligen Kunden etwas Gutes zu tun?

YVONNE DAVY Chefredakteurin

küche + architektur | 1


Foto: Samsung

INHALT 1/2013

Das neue Side-by-Side-Konzept des Food ShowCase von Samsung steht für einfacheren und schnelleren Zugriff ohne langes Suchen und bietet deshalb ein komplett neues Nutzungserlebnis. Hinter der Außentür zeigt sich eine Innentür mit offenen Fächern und Schubladen für direkten Zugriff auf alles, was häufig entnommen wird. Drei Zonen organisieren den Kühlschrankbereich zusätzlich für den Schnellzugriff. Der hintere Bereich, genannt InnerCase, ist für die Lebensmittel ausgestattet, auf die im Alltag seltener zugegriffen wird. Dieser bleibt bei Öffnen des Showcase verschlossen – das spart Energie. Zu den sehr guten Energieeffizienzwerten des Food ShowCase trägt zudem auch „Metal Cooling“ bei, eine spezielle Edelstahlplatte des ShowCase, die Kälte speichert und reflektiert. www.samsung.com/de

1 Editorial Von „Innosauriern“ und „radikalen Innovatoren“

4 Stimmungsbarometer Handel Küchenprofis: Zuversichtlich ins erste Halbjahr 2014

6 Nobilia-Gruppe nimmt

Natürlich, nachhaltig, langlebig, individuell

24 Küche ist Kultur Böhm Küchen-Kultur verdient ihre Erben

28 Komfort ist Mehrwert, Luxus

Milliardenhürde

lässt sich schwer verkaufen, Standard muss sein

Inlandsmarkt stärker denn je

Handelsumfrage

9 Küchentrends/Wohntrends 29. und 30. April 2014 im MOC München

31 Mehrwert – sichtbar, greifbar, planbar Die a-Box von allmilmö

10 Die Haute Couture des Einrichtens La Cucina, so individuell wie die Menschen, die sich einrichten

13 Hingucker und Kühlgenie Der neue Samsung Food ShowCase definiert den Kühlschrank um

14 Kyuub – mit wenigen Klicks zur neuen Küche Das Online-Vermarktungskonzept von Dassbach Küchen

2 | küche + architektur

18 Möbel von heute und morgen

32 Gib Ideen eine Chance Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Windmühlen und die anderen Mauern

40 Schöner Ordnung halten „CookingAgent“ von Kesseböhmer

41 Türöffner für neues Möbeldesign Dezent und funktional – Schiebetürbeschlag SlideLine M von Hettich


Impressum VERLAG: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de GESCHÄFTSFÜHRER: Harald Fritsche, Wolfgang Kriwan REDAKTIONSBÜRO: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms HERAUSGEBERIN UND CHEFREDAKTEURIN: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de

Inhalt 1/2014

REDAKTIONSASSISTENZ UND ANZEIGENVERKAUF: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de LAYOUT: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de DRUCK: Frotscher Druck GmbH Riedstraße 8 64295 Darmstadt

42 Corno – zeitloses Design

54 Anwenderfreundlichkeit

mit Mehrwert

groß geschrieben

Naber erweitert sein Spülenprogramm

Rehau mit Neuentwicklungen und Optimierungen

44 Design, Ausdruck des gesellschaftlichen Wandels Eggerzum 2014 MatchworX

48 Positive Bilanz ZOW trotzt schwierigen Rahmenbedingungen

48 Lichtdesign in Weiß LED-Chips bei Elektra …

49 Maximale Flexibilität – minimales Einbaumaß Der neue Baselift von Linak

50 Mehr Komfort für Küche, Hauswirtschaftsraum und Bad Hailo – Multifunktionale Mülltrennungsund Ordnungssysteme

52 All out of one Hand Samet überzeugt durch innovative Beschlagtechnologie

56 Innovation mit System Gronbach stellt sich vor

57 Die Zukunft heißt OLED L&S und Osram entwickeln gemeinsam mit Kunden aus der Möbelindustrie

58 Pfleiderer – eine starke Marke Ein Sortiment, das so gut wie keine Wünsche offen lässt

60 25 Jahre Carat „Die einfachste Art die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu implementieren“

63 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

PREISLISTE FÜR ANZEIGEN: zur Zeit Nr. 2, gültig seit 1.1.2014 PREIS EINZELHEFT: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) ABONNEMENT-SERVICE: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de BANKKONTEN: Volksbank Stuttgart eG 101 383 029 (BLZ 600 901 00) IBAN: DE81 600 901 000 101 383 029 BIC: VOBADESS Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im FachschriftenVerlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer FOTONACHWEISE: Seite 63: auremar/fotolia

küche + architektur | 3


DATEN + FAKTEN | Stimmungsbarometer

Stimmungsbarometer Handel Küchenprofis: Zuversichtlich ins erste Halbjahr 2014

Wir wissen, dass wir unseren Lesern im Küchenfachhandel mit unserem zweiseitigen Multiple-Choice-Fragebogen, dessen Ergebnisse außerdem auf Seite 28ff dieser Ausgabe zu finden sind, einiges an Arbeit zugemutet haben. Und gerade deshalb möchten wir uns bei den 116 Küchenspezialisten bedanken, die sich die Zeit genommen haben, sich mit unserer Umfrage auseinanderzusetzen und dadurch dazu beitragen, ihre Sicht der Dinge als auch die der Endverbraucher besser kennenzulernen.

D

ie Lage der Branche beurteilten rund 60 Prozent der an der Befragung partizipierenden Küchenspezialisten nach wie vor als gut und die Lage ihres eigenen Unternehmens sogar noch ein ganzes Stück besser. Rund 70 Prozent gaben an, mit ihrem Geschäft derzeit gut, wenn nicht sogar sehr gut (21 Prozent) zufrieden zu sein. Knapp über 40 Prozent ließen uns wissen, dass die Umsatzentwicklung im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten höher war. Nur 17,2 Prozent erwirtschafteten einen geringeren Umsatz. Auch den kommenden vier Monaten steht die Mehrzahl der Befragten positiv gegenüber. 31 Prozent gehen von einer höheren Umsatzentwicklung aus. 62 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung. Und nur 7 Prozent zeigen sich pessimistischer. Entsprechend den Umsatzerwartungen verhält sich auch die Einschätzung der Ausgabefreudigkeit der Verbraucher in den kommenden vier

4 | küche + architektur

Monaten. Rund 59 Prozent glauben, dass sich das Verhalten der Verbraucher nicht ändern wird. Etwa 30 Prozent der Küchenprofis glauben sogar, dass eine höhere Anzahl an Küchenkäufern bereit sein wird, mehr zu investieren. An der Umfrage beteiligten sich 116 Unternehmen, bei denen es sich zu 100 Prozent um inhabergeführte Küchenspezialisten handelt. 72 Prozent von ihnen unterhalten ein Küchenfachgeschäft, 24 Prozent sind Vollsortimenter und drei Prozent stellen sich mit einem Fachmarkt den Verbrauchern. Rund 60 Prozent der Antwortenden sind mit ihren Unternehmen seit über 20 Jahren am Markt. 62 Prozent der Befragten gaben an, über eine mehr als 300 Quadratmeter große Ausstellung zu verfügen. Um Marktveränderungen langfristig widerspiegeln zu können, wiederholen wir diese Umfrage vierteljährlich, gleichen die Daten entsprechend ab und publizieren sie regelmäßig in der Zeitschrift küche+architektur.


Wir führen ein … Stimmungsbarometer | DATEN + FAKTEN Fachmarkt 3,45 %

Volllsortimenter 24,14 %

Küchenfachgeschäft 72,41 % keine Angabe 0,00 %

Wir sind inhabergeführt … inhabergeführt 100,00 % Umfrage k+a 1/2014 Umfrage k+a 5/2013 Umfrage k+a 3/2013

Wie beurteilen Sie die momentane Lage in der Branche? 6,9 0,0 9,8 51,7 47,7 51,2 41,4 47,7 29,3 0,0 2,3 9,8 0,0 2,3 0,0 0,0 0,0 0,0

sehr gut gut mittelmäßig schlecht sehr schlecht keine Angabe 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

nicht inhabergeführt 0,0 %

Wie beurteilen Sie die momentane Lage Ihres Unternehmens? % % % % % % % % % % % % % % % % % %

20,7 18,2 29,3 69,0 61,4 51,2 10,3 20,5 19,5 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

sehr gut gut mittelmäßig schlecht sehr schlecht keine Angabe

60 %

Unsere Ausstellungsfläche umfasst … % % % % % % % % % % % % % % % % % %

Wie schätzen Sie Ihre Umsatzentwicklung in den nächsten 4 Monaten ein? viel höher

0,0 % 6,8 % 4,9 %

höher

38,0 % 25,0 % 34,2 %

höher

31,0 % 20,5 % 41,5 %

gleich

41,4 % 36,4 % 29,3 %

gleich

62,1 % 50,0 % 48,8 %

niedriger

17,2 % 20,5 % 17,1 %

niedriger

6,9 % 20,5 % 4,9 %

viel niedriger

0,0 % 2,3 % 4,9 %

viel niedriger

0,0 % 2,3 % 0,0 %

0%

10 %

20 %

30 %

40 %

bis 300 qm 10,34 %

Unser Unternehmen existiert seit … weniger als 5 Jahre 6,90 % länger als 20 Jahre 58,62 %

Unser Angebot bei Küchenmöbeln ist … k. A. 13,79 %

nicht markenorientiert 20,69 %

markenorientiert 65,52 %

0,0 % 0,0 % 0,0 %

keine Angabe

50 %

über 300 qm 62,07 %

bis 250 qm 3,45 %

16 bis 20 Jahre 17,24 %

3,5 % 15,9 % 14,6 %

keine Angabe

k. A. 0,00 %

11 bis 15 Jahre 10,34 %

viel höher

0,0 % 0,0 % 0,0 %

bis 100 qm 0,00 %

bis 200 qm 10,34 %

5 bis 10 Jahre 6,90 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

Wie war die Umsatzentwicklung im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten?

bis 150 qm 13,79 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

Unser Angebot bei Geräten ist … Wie schätzen Sie die Ausgabefreudigkeit in den nächsten 4 Monaten ein? viel höher höher gleich niedriger viel niedriger keine Angabe

0,0 2,3 0,0 27,6 13,7 34,2 58,6 63,6 51,2 13,8 20,5 12,2 0,0 0,0 2,4 0,0 0,0 0,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

nicht markenorientiert 3,45 %

Wie wird sich die Kundenzahl in den nächsten 4 Monaten entwickeln? % % % % % % % % % % % % % % % % % %

0,0 0,0 0,0 31,0 20,5 36,6 58,6 56,8 46,3 10,3 22,7 14,6 0,0 0,0 2,4 0,0 0,0 0,0

viel höher höher gleich niedriger viel niedriger keine Angabe 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

% % % % % % % % % % % % % % % % % %

k. A. 10,34 %

markenorientiert 86,21 %

Sie finden uns unter … PLZ-Gebiet 1 10,34 %

PLZ-Gebiet 0 3,45 %

PLZ-Gebiet 9 10,34 % PLZ-Gebiet 8 13,79 %

PLZ-Gebiet 2 3,45 % PLZ-Gebiet 3 17,24 %

PLZ-Gebiet 7 13,79 %

PLZ-Gebiet 4 3,45 % PLZ-Gebiet 5 0,00 %

küche + architektur |5 PLZ-Gebiet 6 24,14 %


UNTERNEHMEN + KÖPFE | nobilia

Nobilia-Gruppe nimmt Milliardenhürde Inlandsmarkt stärker denn je

Noch nie hat Nobilia Verlust geschrieben. Eine Tatsache, auf die der Küchenmöbelhersteller aus Verl stolz sein kann. Und auch in 2013 konnte der Hersteller trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds in einigen Exportmärkten im In- und Ausland weiter wachsen. Der Umsatz stieg von 897,9 Mio. Euro in 2012 um 2,8 Prozent oder 25,5 Millionen Euro auf 923,4 Mio. Euro. Als Unternehmensgruppe, also inklusive Handelsaktivitäten, erwirtschaftete Nobilia 2013 sogar einen Außenumsatz von 1.003,1 Mio. Euro.

I

n Noten ausgedrückt: Zwei minus“, kommentierte Werner Stickling während der Bilanzpressekonferenz die Frage eines Journalisten nach seiner Zufriedenheit mit dem Ergebnis. Grund genug, dass Nobilia seine Position als Marktführer in Deutschland nachhaltig bestätigt und im Hinblick auf die Marktentwicklung im Übrigen sogar ausgebaut sieht. Mit etwa 580.000 Kommissionen im Verlauf des Jahres oder mehr als 2.600 Kommissionen arbeitstäglich ist zudem ein neuer Volumenrekord erzielt worden. Dies entspricht über 5,7 Millionen Schränken und mehr als 1,4 Millionen Arbeitsplatten, die in 2013 über die Nobilia-Bänder in Verl und Kaunitz liefen. An dem Erfolg wirkten 2550 Mitarbeiter mit (Vorjahr 2446). Auch hinsichtlich des Komplettgeschäfts im Inlandsmarkt zeigt sich der Branchenprimus gut zufrieden. Als besondere erfreulich bezeichnete Dr. Günter Scheipermeier das Geschäft mit den Eigenmarken Progress, Junker und Leonard. Progress ist um eine höherwertige Produktpalette unter der Marke Progress Design-Line und Junker durch die Linie Junker+ ergänzt worden. Beide Ergänzungen hätten die Marken Progress und Junker im mittleren bis höheren Marktsegment stabilisiert. Was das Exportgeschäft anbelangt, sei es kein Geheimnis, dass sich die Küchenvermarktung inklusive Geräte aufgrund anders gearteter Handelsstrukturen in den unterschiedlichen Ländern weniger großer Beliebtheit erfreue. ZWEI DRITTEL DES UMSATZPLUS KOMMEN AUS DEM INLAND Nachdem während der vergangenen Jahre die Exportmärkte den Umsatzzuwachs des Unternehmens dominierten, zeigte sich dieser Sachverhalt in 2013 genau umgekehrt. Zwei Drittel des Umsatzzuwachses von 25,5 Mio. Euro wurden im Inland erwirtschaftet. Der Inlandsumsatz des Jahres 2013 belief sich auf 561,9 Mio. Euro und lag damit im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 Mio. Euro höher, was einem Plus von 2,8 Prozent entspricht. Durch die positive Entwicklung der Umsätze am Inlandsmarkt wuchs auch der Marktanteil des Herstellers weiter. Dr. Günter Scheipermeier bezifferte diesen unter Berufung auf das Marktforschungsinstitut GfK auf 30,5 Prozent (29,9 Prozent im Vorjahr).

920 798 701

6 | küche + architektur

754

844

970

1.003

Quelle: nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG

Umsatzerlöse Nobilia-Gruppe (Mio. €)

DR. GÜNTER SCHEIPERMEIER verantwortet als Vorsitzender der Geschäftsführung u.a. Produktion, Qualitätskontrolle und Einkauf.


nobilia | UNTERNEHMEN + KÖPFE

Differenziert nach Vertriebskanälen ist der Anteil von Nobilia bei den Einrichtungshäusern in 2013 um 2 Prozent auf aktuell 40 Prozent gewachsen. Stabilisiert hat sich auch der Anteil von 25,7 Prozent bei den Küchenspezialisten. Im Bereich Mitnahme/SB zeigt sich der Anteil mit 18,3 Prozent gegenüber 2012 jedoch leicht rückläufig. Begründet liege Letzteres nach Aussagen von Dr. Günter Scheipermeier darin, dass hier in nicht unerheblichem Umfang zerlegte Ware vertrieben werde, die von Nobilia nicht angeboten werde. Eine Differenzierung nach Endverbraucher-Preisgruppen zeigt, dass sich knapp 70 Prozent der jährlich in Deutschland rund 1,2 Millionen verkauften Küchen (ohne Ikea) in einer Preisspanne von 2.000 Euro bis unter 10.000 Euro bewegen. Nobilia vermarktet davon rund 370.000 Küchen jährlich. Während der Marktanteil des Unternehmens bei Küchen unter 2.000 Euro kaum ins Gewicht fällt, steigt er in dem Bereich von 2.000 bis 3.000 Euro auf 23,6 Prozent an und pendelt im Bereich zwischen 3.000 und 10.000 Euro zwischen 38,4 % und 47,8 %. „Sie sehen also, dort wo die Masse tobt, sitzen wir breit und komfortabel“, kommentierte Dr. Günter Scheipermeier diese Marktentwicklung. Das deckt sich auch mit dem durchschnittlichen Verkaufspreis der Nobilia Küchen, der fast zu einhundert Prozent mit dem statistische Endverbraucher-Durchschnittspreis in Deutschland von rund 5.900 Euro korrespondiert.

ERFOLGREICHES FÜHRUNGSTEAM: v.l.n.r. Finanz- und Controllingchef Christopher Stenzel, geschäftsführender Gesellschafter Werner Stickling, Dr. Lars M. Bopf zeichnet für Personal, Verwaltung, Recht und IT verantwortlich und Dr. Oliver Streit, zuständig für Marketing und Vertrieb

FRANKREICH WEITERHIN STÄRKSTER AUSLANDSMARKT Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds einiger Auslandsmärkte gelang es Nobilia seinen Exportumsatz um 3 Prozent zu steigern. In 2013 bezifferte sich dieser auf 361,5 Mio. Euro und lag damit um 10,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 351,1 Mio. Euro. Die Exportquote des Verler Traditionsunternehmens liegt damit unverändert bei 39,1 Prozent. In der Betrachtung der einzelnen Exportmärkte gab es keine signifikanten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Nach wie vor dominiert das Frankreich-Geschäft mit nunmehr 41 Prozent den Export. Obwohl der französische Gesamtmarkt um 4 bis 5 Prozent rückläufig ist, konnte Nobilia seinen Absatz hier nochmals steigern. Umsatzzuwächse auf moderatem Niveau seien in Dänemark, Schweden, der Schweiz und in Österreich erzielt worden. In den Niederlanden wie auch in Spanien stagnierte das Geschäft weiterhin auf niedrigem Niveau. Beide Länder leiden unverändert an den Folgen der örtlichen Immobilienkrise.

2

Quelle: nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG

Umsatzentwicklung Nobilia (Mio. €)

küche + architektur | 7


UNTERNEHMEN + KÖPFE | nobilia

Marktanteile Nobilia nach Vertriebswegen

Marktanteile Nobilia nach Preisgruppen

2012/2013

Gegenüberstellung 2012/2013

Gesamtmarkt 40

Quelle: GfK

EHS

Mit/SB

KSP

gesamt

38,0 40,0

250 < 2000 €

2000 < 3000 €

3000 < 4000 €

4000 < 6000 € 49,7

50

6000 < 8000 €

47,8

8000 < 10000 €

mehr als 10000 €

46,9 43,5

29,9 30,5

30

Quelle: GfK

25,4 25,7

40

30

19,0 18,3

20

39,4 39,5

27,2

39,6

38,4

30,5 23,6 18,9

20

16,9

18,1

10

10 4,0 4,8 0

100

100

01.-12.2012 01.-12.2013

49,0 47,4

26,0 26,6

25,0 26,0

EHS = Einrichtungshäuser Mit/SB = Mitnahme/Selbstbed. KSP = Küchenspezialisten

0

100 100

17 16,9

14 13,9

01.-12.2012 01.-09.2013

12 11,4

20 19,3

14 13,9

9

8,9

14 15,7

Durchschnittspreis 2012 = 5.899 EUR Durchschnittspreis 2013 = 5.909 EUR

HANDELSAKTIVITÄTEN SICHERN ABSATZKANÄLE IM AUSLAND Um im Ausland Absatzkanäle für die wachsenden Produktionskapazitäten in Verl aufzubauen bzw. zu sichern, betätigt sich Nobilia dort auch in verschiedenen Formen des Einzelhandels mit dem Weiterverkauf an Endverbraucher. In England betreibt das Unternehmen mehrere Küchenstudios unter der Marke Kütchenhaus, in Schweden unter dem Namen Noblessa. In Belgien besteht eine Beteiligung an einer Handelskette, die am Markt mit den Vertriebslinien Euro Center und èggo operiert. Auf dem französischen, dem belgischen und auf nordafrikanischen Märkten ist eine Franchise-Organisation engagiert, die mit den Vertriebsschienen Ixina, Cuisine Plus und Cuisines Références arbeitet. Diese Vertriebsschienen umfassen etwa 300 Küchenstudios. Für die Ermittlung des Gesamt-Außenumsatzes der Unternehmensgruppe nobilia sind zum Ersten die internen Umsätze zu eliminieren (Konsolidierung), die Beteiligungsverhältnisse zum Zweiten zu berücksichtigen und zum Dritten fließen bei der Franchise-Organisation nur die Franchisegebühren – nicht dagegen die Verkaufserlöse – in die Ermittlung ein. Unter Beachtung dieser Grundsätze ergibt sich der Außenumsatz 2013 der Unternehmensgruppe Nobilia mit 1.003,1 Mio. Euro. Dies bedeutet eine Erhöhung von 32,8 Mio. Euro – entsprechend 3,4 Prozent – gegenüber 2012.

Nobilia Exportumsatz 2013

KAUNITZ AUF WACHSTUM AUSGERICHTET Zum Jahresende 2013 lag die tatsächliche Produktionsmenge (Anteile nach Ländern) bei 26.500 Schränken am Tag, wovon 16.300 auf das Werk Verl-Sürenheide und 10.200 auf das Werk Verl-Kaunitz entfallen. Diese Aufteilung der Produktionsmengen Schweiz China Dänemark zwischen den Werken werde sich, so Dr. Günter Großbritannien 3% 3% 4% Scheipermeier künftig zugunsten des Werkes 3% Niederlande Spanien Verl-Kaunitz verändern, da das „alte“ Werk Verl5% 2% Sürenheide an der Grenze seiner technischen Schweden Kapazität angelangt sei, eine Kapazitätsauswei2% Österreich tung technisch kaum möglich und kaufmännisch 14% Sonstige nicht sinnvoll sei. Dementsprechend seien die 8% Investitionen von insgesamt 57,5 Mio. Euro zwischen den beiden Werken aufgeteilt worden. Bei Belgien Abschreibungen von 28,1 Mio. Euro und einer EiFrankreich 15% 41% genkapitalausstattung von über 50 Prozent der Bilanzsumme konnten die Investitionen zu einem nicht Quelle: nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG unerheblichen Teil aus Eigenmitteln finanziert werden. 8 | küche + architektur


nobilia | UNTERNEHMEN + KÖPFE

Foto: Nobilia

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WEITERHIN AUF WACHSTUMSKURS Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Geschäftsführer Günter Scheipermeier ein Umsatzwachstum, das zumindest dem des Jahres 2013 entsprechen sollte. Steigende Zahlen für Wohnimmobilien im Bausektor und damit einhergehend ein Anstieg des Segments der Erstausstattungs-Küchen sowie eine laut GfK unverändert hohe Anschaffungsneigung der Verbraucher geben Anlass zum Optimismus. Aber auch die sich heterogen entwickelnden Auslandsmärkte werden die Umsatzentwicklung in 2014 mitprägen. Zuwächse erhofft sich das Unternehmen auch weiterhin aus China und Saudi Arabien. Ebenso nicht außer Acht zu lassen seien steigende Energie-, Rohstoff- und Lohnkosten, mit denen man rechnen müsse. Allerdings, so betonte Dr. Günter Scheipermeier: „Wir müssen und wir werden wachsen.“

Küchentrends/Wohntrends im Doppel 29. und 30. April 2014 im MOC München

E

in „wahres Neuheitenfeuerwerk“ verspricht Michael Rambach, Küchentrends GmbH, Veranstalter der in diesem Jahr zum ersten Mal als Doppelveranstaltung stattfindenden Küchentrends/Wohntrends im MOC in München. In den geraden Jahren soll die Doppelmesse Küchentrends/Wohntrends in München stattfinden, so in diesem Jahr am 29./30. April 2014 im MOC täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr, in den ungeraden Jahren wird die Küchenwohntrends Salzburg veranstaltet, ihr nächster Termin ist vom 6. bis 8. Mai 2015. Neu neben der Fachmesse Wohntrends sind Themenbereiche wie Designtrends – hier zeigen namhafte Unternehmen auf einer eigenen Ausstellungsfläche Designinnovationen aus der Küchen- und Wohnbranche, Zukunftstrends – hier präsentieren innovative Unternehmen und kreative Studenten Produkte und Studien für die Zukunft der Küchen- und Möbelbranche. Besucherworkshops finden zusätzlich zu den bekannten Podiumevents statt und Schreinertrends richten sich speziell an diese Zielgruppe. Als Premiere werden unter dem Titel „Küchenmanufakturen“ die Unternehmen allmilmö, Kornmüller, Kuhlmann, Leicht, Rempp und Zeyko zeigen, was an perfektionistischer Handwerkskunst, individueller Maßanfertigung, beispielloser Flexibilität, innovativem Design und kreativen Lösungen möglich ist. www.kuechentrends.net · www.wohntrends.net küche + architektur | 9


HANDEL + MARKT

Gute Innenarchitektur hat Präsenz aber keine Dominanz. Sie verleiht Charakter und beinhaltet Funktion. Direkt beim Betreten des Studios La Cucina entsteht ein ganz bestimmtes Bild, ein Bild, das das Ergebnis der Symbiose aus Werteund Qualitätsbewusstsein, Kreativität sowie gekonnter Planung und Gestaltung vermittelt.

Die Haute Couture des Einrichtens La Cucina, so individuell wie die Menschen, die sich einrichten

D

as Einrichtungs-Studio von Arntraud Krug befindet sich im unterfränkischen Schweinfurt. Direkt an der Hauptstraße des Industriegebiets gelegen, sticht der geschwungene La CucinaSchriftzug zusammen mit der hochwertigen Schaufensterdekoration angenehm ins Auge: Angefangen bei geschmackvoll inszenierten Wohnraumlösungen, realisiert durch Exponate der Marken interlübke oder Walter Knoll, Artemide oder Poliform, um nur einige zu nennen. Präsentiert wird das Ganze über drei Etagen so, dass Farben, Materialien und Stil der Exponate in ihrem Umfeld harmonisch miteinander korrespondieren. Offene Wohnraumlösungen führen zu beeindruckenden Küchenszenarien, die eine Komposition aus Marken wie Eggersmann und Siematic und kreativen Eigenentwicklungen, umgesetzt durch einen versierten Schreiner, darstellen. Zwischen Küche und Wohnraum stehen lange Tafeln aus jeweils passenden Materialien für den kommunikativen Essbereich. LA CUCINA IST EIN ORT DER INSPIRATION … … und der Orientierung zugleich. Dazu trägt nicht nur die Kollektion des Mobiliars bei. Vor allem die vielen liebevoll ausgesuchten Wohnstoffe von Spezialisten wie JAB Anstoetz als Teppiche, Gardinen oder Kissenbezüge unterstreichen die besonders wohnliche Atmosphäre. Das Tüpfelchen auf dem i bilden wie so oft die Accessoires. Formschöne Leuchten oder Gemälde, bei denen Arntraud Krug auf die Arbeiten junger, origineller Künstler zurückgreift, fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Und nicht zuletzt verleihen kleinteilige dekorative Elemente jeder Inszenierung ein individuelles Ambiente.

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GUTE KUNDEN, INTERESSENTEN UND FREUNDE lädt Arntraud Krug gerne zu Kochevents ein. Arrangiert wird das meistens gemeinsam mit ihren Markengerätelieferanten wie Gaggenau. Und für das Gelingen der kulinarischen Genüsse garantiert der drei-Sterne Koch Dieter Müller.

EIN BISSCHEN STEVEN JOBS „Das war teuer“, rutscht es uns heraus, als wir uns im Studio umsehen. „Alles bar bezahlt“, antwortet Arntraud Krug stolz. Die Powerfrau weiß, wie viel Arbeit erforderlich ist, um sich mit einem Küchenfachgeschäft selbständig zu machen. Heute liegt es 17 Jahre zurück, dass Arntraud Krug in einer LKWGarage damit begann, ihren Traum von einem eigenen Unternehmen zu leben. Sie hatte sich gleich zu Beginn der Königsdisziplin des Einrichtens gestellt: der Planung maßgeschneiderter Küchen. Kein Gewerk ist komplexer. Denn hier müssen Materialität und Design, Technik und Funktion so zusammengefügt werden, dass die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Kunden erfüllt werden. „Ich bin ein durch und durch kreativer Mensch“, verrät die engagierte Unternehmerin „Das gilt auch für das Kochen“, lacht sie. Gute Kunden, Interessenten und Freunde lädt sie gerne zu dem einen oder anderen Kochevent ein. Arrangiert wird das meistens gemeinsam mit ihren Markengerätelieferanten wie Gaggenau. Und für das Gelingen der kulina-rischen Genüsse garantiert der drei-Sterne Koch Dieter Müller. Das Restaurant des mehrfach ausgezeichneten Sternekochs ist übrigens Teil des Kreuzfahrtschiffs Europa. Ab Mitte 2014 wird der sympathische Bergisch Gladbacher zudem Patron im Hotel Vierjahreszeiten in München. „Da müssen wir uns früh anmelden, wenn wir wieder mit ihm arbeiten wollen“, lacht die Firmenchefin. „Wir“, beschreibt das Team des Familienunternehmens. Denn die talentierte Designerin für Küche und Wohnen hat ihre beiden Söhne Fabian und Christoph und dessen Frau Elena mit ihrem gestalterischen Spirit infiziert. Zu viert überzeugen sie nun ihre Kunden mit einer Mischung aus großem Einfühlungsvermögen, kreativen Ideen, und Professionalität. Das Ergebnis sind maßgeschneiderte Lösungen, zugeschnitten auf die individuellen räumlichen Gegebenheiten, unter Berücksichtigung der persönlichen Wünsche, Anforderungen und Budgets der jeweiligen Kunden. Und das nicht nur in Deutschland,

sondern mittlerweile auch europaweit, vor allem in Österreich und der Schweiz. „Die meisten unserer Kunden sind natürlich Privatleute“, betont Arntraud Krug. Aber auch das eine oder andere Unternehmen greift auf das Know-how des La Cucina-Team zurück: angefangen bei Arztpraxen über Anwaltskanzleien bis hin zum Fitnesstudio. UNSER ZIEL: WUNSCHLOS GLÜCKLICHE KUNDEN „Die Planung und Gestaltung von Innenräumen erfordert eine ganzheitliche Betrachtungsweise“, weiß Arntraud Krug. Die Wirkung eines Raumes auf den Menschen, der darin lebt und arbeitet, wird von vielen Faktoren beeinflusst. Sie alle gilt es zu berücksichtigen. „Eingesetzte Materialien entscheiden maßgeblich darüber, wie ein Raum wahrgenommen wird. Menschen erfassen die räumliche Qualität über Oberflächen, Texturen und Farben. Gut abgestimmtes Licht und eine ausgewogene zielsichere Farbgebung beeinflussen das Wohlbefinden unserer Kunden ebenso wie Raumakustik und Raumklima. Und nicht zuletzt bedeutet Raumgestaltung die Verbindung von Funktionalität und Atmosphäre.“ Bei der Ausstattung von Räumen bedient sich das La Cucina-Team je nach Kundenwunsch einer Mischung aus seriell hergestellten Marken-Produkten und Manufaktur. Die Aussage „geht nicht“ ist für La Cucina nicht existent. „Ein seiKunde, der eine Front in der gleichen Lackausführung wie sei nen Porsche haben möchte, bekommt diesen Wunsch ebenso erfüllt, wie derjenige, der, statt eines serienmäßig erhältlichen weißen Korpus, die Teakholz-Variante bevorzugt. Den Lack, lassen wir uns von Porsche schicken und für das Teakholz Aussorgt der Schreiner unseres Vertrauens.“ Selbst bei der Aus wahl der Fußbodenbeläge, Fliesen oder Wandverkleidungen verfügt La Cucina über das entsprechende Netzwerk, um Kunden jeden Wunsch von den Augen ablesen zu können.

FORMSCH FORMSCHÖNE LEUCHTEN oder Gemälde junger, origineller Künstler fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. küche + architektur | 11


HANDEL + MARKT

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OB TAPETEN oder Teppich-Muster – Arn-

traud Krug hält alles bereit. Davon kann sich auch Michael Wunram überzeugen.

Eine Philosophie, die nur mit den entsprechenden Herstellern durchsetzbar ist. Michael Wunram, der nicht nur Inhaber sondern auch kreativer Kopf des Küchenmöbelherstellers Eggersmann ist, besuchte das Einrichtungsstudio seiner Kunden mit uns gemeinsam. „Wir sehen Eggersmann Küchen nicht als einen gewöhnlichen Hersteller, sondern als einen Partner, der uns durch eine Kombination aus Serienfertigung und flexibler Manufaktur und Zuverlässigkeit dabei unterstützt, die Wünsche unserer Kunden akkurat zu erfüllen“, betont Arntraud Krug. „Wir legen Wert darauf, unseren Kunden einen Rundumservice zu bieten“, versichern auch Christoph und Fabian Krug. „Auf Eggersmann können wir nicht nur zurückgreifen, wenn es um außergewöhnliche Materialien geht, sondern auch wenn es um ausgefallene Lackierarbeiten bei den Möbelfronten geht.“ Immer wieder überwachen die beiden Brüder gemeinsam mit einem versierten Team von Trockenbauern und Monteuren Umbauten und Sanierungen von Häusern und Wohnungen und übergeben die Immobilien nach erfolgter Einrichtung schlüsselfertig an die Hausherren. Das La Cucina-Team weiß, Ausstrahlung und Geschichte vorhandener Gebäudestrukturen verlangen eine andere Herangehensweise als ein Neubau. Die bestehende Substanz bildet den Ausgangspunkt für ein neues funktionell-gestalterisches Konzept, das mit dem Eigentümer und dessen Bedürfnissen abgestimmt werden muss. Zielsetzung ist es, wirtschaftlich wie ökologisch fundierte Lösungen zu schaffen, die individuelle Wünsche berücksichtigen. „Unsere Kunden verlassen sich auf uns“, freut sich Christoph Krug. Und es kommt immer häufiger vor, dass das La Cucina Team bis zur Fertigstellung der Räumlichkeiten über die alleinige Schlüsselgewalt verfügt. Die Hausbesitzer fahren so lange einfach in Urlaub. Gut erholt können sie dann in ihrem neu eingekleideten, bezugsfertigen Zuhause weiter relaxen oder auch mit Freunden eine Cookin-Party veranstalten, um die neuen Gaggenau-Geräte „vorzuführen“. Das „Einkochen“ übernimmt selbstverständlich ein vom Premiumgerätehersteller beauftragter extra für La Cucina beauftragter Profikoch, der mit den entsprechenden kulinarischen Genüssen aufwartet. www.lacucina-kuechen.de

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EIN GUTES TEAM. Die starke Familie, beste-

hend aus Fabian, Christoph und Arntraud Krug, und Industriepartner Michael Wunram, geschäftsführender Gesellschafter Eggersmann Küchen

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SCHLICHTE ELEGANZ in Metall und Stein

made by Eggersmann

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Hingucker und Kühlgenie Der neue Samsung Food ShowCase definiert den Kühlschrank um

Kühlzonen, zeitlos-edles Design und Energieeffizienz miteinander vereint. Und das Prestigeobjekt erzeugt eine Atmosphäre, die die Küche für Groß, für Klein – für die ganze Familie ins Zentrum des Wohnens rückt.

M

it dem Gespür für Innovationen mit Sinn kommt Samsung hier erneut dem zunehmenden Anspruch der Nutzer entgegen, auch von Haushaltsgeräten mehr als technische Basisfunktionen zu erhalten. Dazu gehört die Forderung nach Komfort, der sich in mehr Raum für Individualität äußert. So tritt der Food ShowCase als Kühlschrank für Generationen an. Sein Raumkonzept orientiert sich einerseits an den Nutzungsansprüchen unterschiedlicher Familienmitglieder und andererseits an den Verwendungszwecken und -häufigkeiten der gelagerten Lebensmittel. Vor den ersten Entwürfen teilten Samsung Entwickler die Nutzertypen in Gruppen ein. „Ausgangspunkt für die Entwicklung dieser neuartigen Raumgestaltung waren umfangreiche Analysen der Bedürfnisse moderner Familien“, präzisiert Andreas Seidler, Director Sales & Marketing Home Appliances bei Samsung Electronics. „Darauf basierend haben unsere Entwickler das Design sowie das Nutzungserlebnis eines Kühlschranks von Grund auf neu durchdacht.“ Das Ergebnis ist neben dem zeitlosen Außen-Design eine intelligente Raumeinteilung, die die Bedienung erleichtert und Verbrauchskosten senkt. Hinter der Metal Cooling-Tür des Food ShowCase, die eine gleichmäßige Temperaturverteilung innerhalb des Gerätes bewirkt, befindet sich sein erster in sich abgeschlossener Kühlbereich – der ShowCase. Hier kann jedes Haushaltsmitglied seine Lebensmittel in Fächern und Schubladen für den Schnellzugriff organisieren. Joghurts, Snacks oder kalte Getränke – Produkte, die für gewöhnlich bald nach dem Einkauf verzehrt werden oder mehrfach täglich benutzt werden und nach denen der Nutzer nicht erst suchen möchte, finden hier ihren Platz. Da dieser vordere Teil des Kühlschranks bereits recht großräumig ist und sich die Kühlanforderungen verschiedener Produkte nach Eigenschaften gruppieren lassen, haben Samsung Entwickler ihn noch einmal in drei Zonen unterteilt: Oben befindet sich die Cooking Zone, in der Mitte die Family Zone und unten schließlich die Kids Zone, ein Kühlschrankbereich für Kinder. Zwei Fächer im ShowCase liegen zudem auf Schienen und lassen sich gänzlich herausnehmen – zum Abstellen auf dem Küchentisch. Während der ShowCase geöffnet ist, kann hinter einer zweiten Tür der InnerCase unberührt weiterkühlen – das spart Energie. Dieser parallele Kühlbereich mit sechs weiteren tiefen Gleitschüben dient seltener benötigten, empfindlicheren Lebensmitteln wie Fisch, Wurst, www.samsung.com/de Wein oder Käse.

Termine: Frankfurt Berlin Leipzig München Düsseldorf Hamburg Stuttgart

6./7.3.2014 17./18.3.2014 21.3.2014 27./28.3.2014 31.3./1.4.2014 3./4.4.2014 7./8.4.2014

Fotos: Samsung

Im Samsung Food ShowCase steckt ein Zukunftskonzept, das individuelle

Samsung Roadshow 2014 Im Rahmen einer Roadshow durch Deutschland präsentiert Samsung vom 6. März bis 8. April 2014 neben den neuen KühlgeräteModellen und weiteren Einbau-Neuheiten auch seine neuen Waschmaschinen. Die stilvolle und smarte Blue Crystal Waschmaschine fasziniert mit ihrem Design mit fließenden Kurven und der Bedienung über ein Full-Touch-Farbdisplay.

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Kyuub – mit wenigen Klicks zur neuen Küche Das Online-Vermarktungskonzept von Dassbach Küchen

Wo sonst hätte man die von dem Berliner Hersteller Dassbach Küchen produzierte Modulküche mit dem Markennamen „kyuub“ bei ihrem Erstauftritt präsentieren sollen als auf der Design-Plattform Pure Village der imm in Köln. Hier zeigen etablierte wie debütierende Marken und Designer ihre neuesten Entwicklungen rund um das Interior Design. Ein Thema, für das sich auch Dr. Gero Bauknecht begeistert. Und das sowohl als Privatperson als auch als Gesellschafter und Mitglied der Bauknecht-Stiftungen, die Dassbach Küchen 1973 übernommen haben.

Dr. Gero Bauknecht (Mi.), Milan Licina (li.), Geschäftsführer Dassbach Küchen, und René Szielenski, Marketing, ließen es sich nicht nehmen, kyuub gemeinsam auf der imm zu präsentieren.

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Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

I

m „richtigen Leben“ ist der promovierte Betriebswirt Finanzspezialist, kümmert sich zudem um die Vermarktung von Immobilien und um ein Unternehmen, das sich mit der Produktion und dem Vertrieb von in- und ausländischen Filmen und Fernsehproduktionen auseinandersetzt. Und doch nimmt er sich die Zeit, sich mit Dassbach Küchen zu befassen. „Seit mein Vater in Ruhestand ging, bin ich u.a. auch für Dassbach verantwortlich“, erklärt uns der sympathische Manager und bekennt schmunzelnd: „In meinem Freundeskreis bin ich übrigens auch derjenige, der sich am besten mit Küche und Einbaugeräten auskennt!“ Die Zugehörigkeit von Dassbach Küchen zur Bauknecht Stiftung ist eine Hommage der Familie an ihre Firmentradition. „Außerdem ist Dassbach der Erfinder der Einbauküche“, so der Manager. Als er uns unsere Skepsis ansieht, gibt er uns einen kurzen Einblick in die Entwicklung des heute 12 Millionen Umsatz starken Berliner Küchenmöbelherstellers: „Es stimmt schon, die Architektin Margarete Schütte-Lihotzky entwickelte 1926 die „Frankfurter Küche“. Allerdings stand ihre Version eher für einen funktionalen Arbeitsraum. Anders die „Sozialwerkküche“, die im Rahmen der ersten durch den Berliner Senat initiierten Version des sozialen Wohnungsbaus um 1950 herum, verwirklicht wurde. Mit ihrer Entwicklung wurde Dassbach 1951 zum Pionier der Einbauküche entsprechend DIN 18022. Nicht nur Subventionen und gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaften sollten in Berlin möglichst schnell und unkompliziert möglichst viele bezahlbare Wohnungen verfügbar machen. Man entschied sich zudem, sie mit einfachen, aber innovativen Einbauten auszustatten. Dazu zählten unter anderem moderne Heizöfen oder eine Zentralheizung und ein Wannenbad mit Waschtisch. Und Friedrich Wilhelm Dassbach beauftragte man mit der Entwicklung von standardisierten modernen Kücheneinbauten, der Urform der Einbauküche.

DIE MODULE gibt es in den Farben Rot, Pistazie, Violett, Weiß und Schwarz.

UNTERTEILT IN DIE BEREICHE Kochen, Spülen, Vorbereiten und Lagern erfüllt jedes der Module seinen Zweck.

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Fotos: Kyuub

DIREKTVERMARKTER MIT EIGENEN SHOWROOMS 1953 übernahm er die Lizenz zur Fertigung der „Sozialwerkküche“ und errichtete in Berlin-Tempelhof ein Werk für die Küchenfertigung mit 120 Mitarbeitern. Neben der reinen Herstellung plante, projektierte und montierte Dassbach die Küchen, womit das Unternehmen gleichzeitig den Direktvertrieb von Küchen etablierte, an dem wir übrigens heute noch heute festhalten.“ „Zusätzlich verfügt Dassbach Küchen mittlerweile über einige eigene regionale Showrooms, wie z. B. in Berlin-Charlottenburg, Bochum, Dahlewitz-Rangsdorf, Haan, Krefeld, Köln-Marsdorf. Innerhalb der nächsten Jahre möchten wir unsere Präsenz gerne weiter ausbauen“, erläutert René Szielenski, der auch für die Expansion des Unternehmens verantwortlich zeichnet. „Kyuub wird dort auf alle Fälle auch zu sehen sein“, verrät er uns. „Auch wenn es ausschließlich online vermarktet werden soll.“ „Aber dennoch öffnen Sie mit kyuub einen neuen Vertriebskanal?“, fragen wir. „Der Anteil der Onlinevermarktung wächst“, weiß Dr. Gero Bauknecht. „Je unkomplizierter Produkte sind, desto schneller werden sie via Internet-Plattformen vermarktet. Also haben wir die Küche simplifiziert, und die klassische Einbauküche durch flexible, funktionale Module ersetzt. Wir rechnen natürlich nicht gerade mit überdimensionalen Wachstumsschüben, sondern kalkulieren eher mit einem kleinen, aber stetigen Wachstum der Onlinevermarktung von kyuub.“ „Wir können die Sache also ganz bedacht angehen“, betont Milan Licina, Geschäftsführer von Dassbach Küchen. Der studierte Volkswirt hat sich ganz bewusst für die Vermarktung von Küchen entschieden, nachdem er durch die Leitung der Brugman-Filialen, die vor ihrer Übernahme durch Plana bis 2001 zum Vorwerk-Konzern gehörten, erstmals Küchenluft geschnuppert hatte. Gemeinsam mit Marketingchef René Szielenski sind die drei ein perfektes Team und ließen es sich natürlich nicht nehmen ihr jüngstes Kind gemeinsam auf der Internationalen Möbelmesse in Köln zu präsentieren. MODULAR, DIE NEUE LEICHTIGKEIT Hier waren die Küchenmodule in klassischem Weiß gehalten und bildeten einen edlen Kontrast zu der anthrazitfarbig gehaltenen Kulisse. Das Bühnenbild zeugt von schlichter Eleganz, ein Eindruck, in dem uns Dr. Gero Bauknecht und sein Team bestätigen. Kyuub richtet sich an Menschen, die flexible, moderne und funktionale Möbel bevorzugen. Dank des modularen Systems kann die Küche, wie alle sonstigen Möbel, unproblematisch bei einem Umzug mitgenommen werden. Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig und lassen sich so an unterschiedlichste räumliche Gegebenheiten anpassen. Fließende Übergänge in den Ess- und Wohnbereich sind mühelos realisierbar. So können Insellösungen auch als optische Raumteiler genutzt werden. „Wir wollen mit kyuub das traditionelle Verständnis von Küchen revolutionieren, indem wir es in jeder Hinsicht konsequent anspruchsvoll, flexibel und einfach halten”, erklärt Dr. Gero Bauknecht. 16 | küche + architektur


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

BEI DEN HAUSGERÄTEN greift Dassbach Küchen auf das Sortiment der Marke AEG zurück. Spüle und Abfalltrennungs-

SELECTAkit® Stauraumkonzepte Bewegende Dynamik flexibel im Einsatz

system kommen von Franke. Hinter der Front sorgen die Auszüge Tandembox antaro für einen leichten Zugriff.

KOMFORT TRIFFT FLEXIBILITÄT Push-to-Open und der Blick ins Innere der in fünf unterschiedlichen Farben erhältlichen Exponate fällt auf das in edlem Schwarz gehaltene Innenleben der aus hochwertigem MDF gefertigten Module. Hinter der Front verborgene Auszüge Tandembox antaro sorgen nicht nur für einen leichten Zugriff, sondern auch für eine optisch klare Linienführung. Nur das Öffnen der Elektrogeräte wie z.B. Backofen und Kühlgerät erfolgt über einen filigranen Griff. Bei den Hausgeräten greift Dassbach Küchen im Übrigen auf das Sortiment der Marke AEG zurück. Spüle und Abfalltrennungssystem kommen von Franke. Unterteilt in die Bereiche Kochen, Spülen, Vorbereiten und Lagern erfüllt jedes der Module seinen Zweck. Der Übergang in den Ess- bzw. Wohnbereich wird durch die Integration eines Sideboards, Wallboards oder Highboards in das jeweilige Wohnkonzept vereinfacht. Die Tiefe der Module liegt übrigens bei wohnlichen 62 cm. Die Ausnahme bilden Insellösungen, die auch in einer Tiefe von 89 cm erhältlich sind. Passend dazu die mit 12 mm Stärke extraflache Arbeitsplatte aus homogenem, durchgefärbtem schwarzen Kompakt-Schichtstoff. „Puristisches Design mit langlebigen und zuverlässigen Markengeräten ist schon immer unser Qualitätsbekenntnis“, betont Milan Licina. „Die Küchenmodule werden in wenigen Einzelteilen geliefert und sind durch das einfache System im Handumdrehen komplett aufgebaut“, verspricht Dr. Gero Bauknecht. Zusätzliche Schranktypen, Maße oder Farben lehnen er und das Team strikt ab. Als ehemaligem AppleManager fällt ihm auch sofort der entsprechende Vergleich ein: „Ein im Online-Vertrieb vermarktetes Modulsystem kann nur erfolgreich sein, wenn es sich auf das Maximale reduziert,“ weiß er und verweist auf das iPhone: „Das iPhone gibt es auch nicht in -zig unterschiedlichen Ausführungen.“ Angeboten werden die kyuub-Module übrigens www.kyuub.de in drei Kategorien – Kitchen, Dining und Office.

Cox® Base K1 mit Cox® Base-Board

Einsichten mit besten Aussichten Die Sicht auf das Ganze generiert die ideenreicheren Lösungen. Kombiniert man z. B. den Cox® Base K1 Abfallsammler – der mit seiner Einbautiefe von nur 320 mm auch dem Boiler oder Wasseraufbereiter ausreichend Freiraum lässt – mit dem flexibel bestückbaren Cox® Base-Board, dann entsteht eine beeindruckend praktische Organisations- und Stauraumlösung. Leichtgängig im Handling und variabel nutzbar, um einerseits Abfall hygienisch zu trennen und andererseits die kleinen Küchenhelfer im gleichen Unterschrank raumsparend zu verstauen. Das sind doch beste Aussichten auf Erfolg, oder?

www.naber.de küche + architektur | 17


ARCHITEKTUR + TREND | Wohnen

Möbel von heute und morgen Natürlich, nachhaltig, langlebig, individuell

FLEX ist ein schlichtes, elegantes Regalschranksystem,

Auch in diesem Jahr wurde die Internationale Möbelmesse in Köln ihrem Ruf als Weltleitmesse für das Thema Wohnen und Einrichten absolut

das zudem durch

gerecht. Zu diesem Erfolg beigetragen haben 1.209 Anbieter aus 52 Län-

seine Perfektion

dern, die sowohl den Fachbesuchern als auch den Endverbrauchern ein

besticht. So sind etwa die Fasen und Kanten

hohes Potenzial an inspirierenden Ideen darboten. Laut Aussagen der

sehr fein ausgearbei-

Messeleitung habe man mit rund 120.000 Besuchern, von denen ca. 34.000

tet und die Elemente exakt auf Gehrung geschnitten. Das System besteht aus offenen Regalelementen mit Facheinteilungen sowie Einsätzen, die in die Fächer integriert werden und entweder aus der Regalebene hervorstehen oder bündig mit den Regalelementen abschließen.

Foto: Piure

www.piure.de

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ausländische Fachbesucher aus insgesamt 129 Ländern waren, im Vergleich zu 2012 einen leichten Besucherzuwachs verzeichnen können. Vor allem bei Besuchern aus Asien, Nordamerika und Europa registrierte das Messedoppel imm cologne/LivingInteriors ein gutes Plus.


Wohnen | ARCHITEKTUR + TREND

Foto: Walter Knoll

R

und 40.000 Endverbraucher nutzten die Gelegenheit, um sich auf der Internationalen Möbelmesse zu informieren. Nichts ist individueller als der persönliche Einrichtungsstil. Die Vielfalt der in Köln präsentierten Exponate rund um das Wohnen und Einrichten wurde dem Wunsch nach Individualität ganz und gar gerecht. Gleichgültig ob eine komplette Neueinrichtung ins Haus steht, oder man nur das eine oder andere ergänzende Designstück sucht, für jeden Interessenten hielten die Aussteller entsprechende Ideen bereit. Wenngleich die imm natürlich eine internationale Klientel anspricht, so stoßen die hier präsentierten Produkte natürlich auch bei den Besuchern aus dem heimischen Markt auf großes Interesse. Die Deutschen sind im Vergleich zu anderen noch immer die Nation, die im Jahresdurchschnitt gesehen, das meiste Geld in Möbel investiert. Im vergangenen Jahr gab der Deutsche rund 390 Euro für Möbel aus. Es folgten die Österreicher mit 360 Euro. Die US-Amerikaner machten 210 Euro locker. Die Chinesen hingegen, investierten gerade einmal 20 Euro pro Kopf in neues Mobiliar.

WANDLUNGSFÄHIG: Die Module des Programms Minima (Tür, Klappe, Schublade und offenes Fach) werden in der Struktur aufgesetzt und lassen sich besonders leicht

DER TREND: ERLAUBT IST WAS GEFÄLLT. Die Präsentationen inspirierten Stilrichtungen übergreifend durch harmonisch aufeinander abgestimmte Farben und Materialien. Akzente setzten neben augenfälligen Regalen oder Einzelstücken entsprechende Wohntextilien, wie Kissen, Decken oder Fellimitate. Klassische Farbtöne, wie Beige und Braun in allen Varianten, kühles Schwarz oder edles Anthrazit und auch Weiß treffen nach wie vor den Zeitgeist. Mit leichtem nordischen Touch kommt Gemütlichkeit in den Raum. Dabei sorgen meist Pastelltöne für den notwendigen Kontrast. Akzentuiert eingesetzt lassen sie sich hervorragend mit den klassischen Farbnuancen kombinieren. Mattlack und satiniertes Glas unterstreichen die Eleganz der modernen Klas-

À TABLE: „SEITO“, dieser Tisch avanciert sofort zum Blickfang. In der Balance von Linie, Winkel und Fläche gestaltet, zeigt er spielerische Leichtigkeit. Effektvolles Understatement: Die Tischplatte aus weißem Quarzstein, getragen von einem Gestell aus edlem Nussbaumholz. www.walterknoll.de

verschieben. Stützen und Platten aus stranggepresstem Aluminium, matt lackiert in den Farben weiß und grafitgrau. Die Behälter in den nominalen Breiten 30, Foto: MDF

60 und 90 cm, Höhe 35 cm und Tiefe 33 cm sind entweder matt lackiert oder aus Holz. Als Standmöbel ist Minima in sechs Höhen erhältlich, in der Hängeausführung in vier Höhen. www.mdfitalia.it

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Foto: Ligne Roset

ARCHITEKTUR + TREND | Wohnen

Foto: Laura Meroni

DIE NEUEN MIXTE MÖBEL bieten wie alle Einzelmöbelprogramme vielseitige Möglichkeiten für eine flexible Einrichtung, je nach Wohnsituation. Das Programm besteht aus Anrichten, Wohnzimmerschrank, Kommode, TV-Möbel und Bücherregal. www.lignet-roset.de

siker ebenso wie wohnliche Hölzer, wie Eiche und Nussbaum. Massivholzoberflächen sind dabei genauso häufig zu finden wie Furnier. Dargestellt in unterschiedlichen Oberflächen, wie sägerau, geschliffen oder geschnitzt, präsentieren sich Hölzer und Holzdesigns in einer entsprechenden optischen und haptischen Vielfalt. In zeitlosen, klassischen Formen lassen sie sich hervorragend mit kräftigeren Trendfarben kombinieren und können so für lange Zeit Einzug in die Wohnhäuser und Appartements in aller Welt halten. Die harmonische Vermischungen von Materialen zog sich durch viele Bereiche des auf der Internationalen Möbelmesse präsentierten Mobiliars. Treibholz verbindet sich mit Glas, weiche Stoffe verbünden sich mit schwerem Metall. Der Landhausstil spiegelt sich in einer Vielzahl wohnlicher Vintage-Möbel. Truhen oder Kommoden aus Altholz, das früher z. B. als Bohlen oder Schiffsplanken zum Einsatz kam, ermöglichen eine Mixtur aus Tradition und Moderne. Jedes Möbelstück ist ein Unikat und hat seine völlig eigene Geschichte. Der allem zu Grunde liegende Trend: Natur. Hochwertige und aus der Nachhaltigkeit verpflichteten Materialien gefertigte Möbel sind ebenso gefragt wie Dekorationen aus natürlichen Materialien, wie Sattelleder, Leder, Wollfilz und Tierfell.

MANUFAKTUR gelebt: Credenza, das maßgefertigte Sideboard aus edlem Walnussholz hier mit Seiten, Türen und Sockel aus brüniertem Kupfer. Hinter den Türen verbergen sich im Übrigen innenliegende Schubladen. www.laurameroni.com

MÖBELSTÜCKE AVANCIEREN ZUM FUNKTIONALEN EYECATCHER „Wegen Überfüllung geschlossen“, dieser Hinweis trifft, was internationale Einrichtungtrends angeht, wohl kaum zu. Treffend beschrieben werden sie vielmehr durch die Worte: „Weniger ist mehr.“ Das Design der inszenierten Einzelmöbel ist geprägt von schlichter Eleganz, wäh-

DIE LOFT KÜCHE ist die moderne Landhausküche für den kochbegeisterten Holzliebhaber. Einerseits lässt eine klare Linienführung und der dezente Kantenradius die Küche zart und puristisch wirken, andererseits zelebrieren konstruktiv aufwändige und haltbare Holzverbindungen traditionelle Handwerkskunst auf höchstem Niveau – urban und klassisch zugleich. www.team7.at

Foto: Team 7

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Wohnen | ARCHITEKTUR + TREND

Foto: Willisau

SIDEBOARDS eignen sich besonders gut, wenn der Essbereich den fließenden Übergang zwischen Küche und Wohnzimmer gestaltet. Durch die Betonung der Horizontalen wirkt alles leicht und klar, geradezu schwebend. „Piana“ steht für formschöne Gediegenheit, handwerklich perfekt bis ins Detail gefertigt. Hier im Bild in einer Komposition aus Bronze und Spiegelglas. www.willisauag.ch

Foto: De Castelli

rend die Oberflächen ihnen das Charisma verleihen, das sie zu einem Eyecatcher werden lässt. Die Struktur der Möbelstücke zeigt sich so vielfältig, dass sie sich völlig individuell kombinieren lassen: Hochglänzend oder matt lackiert, gold-und silber foliert, Bronze brüniert, sandgestrahlt oder graviert. Was den stehenden oder hängenden Sideboards, Lowboards und Highboards anbelangt, so strahlen dem Nutzer bei ihrem Öffnen auch schon einmal freundliche Pastellfarben, wie Hellblau oder Senfgelb entgegen, was der Wohnlichkeit der auf Gehrung gearbeiteten Möbelstücke keinen Abbruch tut. Kombiniert werden darf, was gefällt.

CELATO ist ein Mö-

REGALE – FUNKTIONAL UND DEKORATIV IN EINEM Spannend zeigen sich auch die vielen Regalelemente, die sich gerade auch für offene Wohnraumlösungen eignen, die einen fließenden Übergang zwischen Wohnen, Essen und Küche ermöglichen. Ob vollkommen gradlinig, mit geschlossenen Einschüben oder in stufig versetztem Aufbau, zeigen sich die meisten Systeme filigran und unterstreichen damit die Leichtigkeit und Großzügigkeit der Inneneinrichtung eines Raumes. Dabei gewährleisten die meisten Hersteller ein Höchstmaß an Flexibilität und Funktionalität, um dem individuellen Einrichtungsstil ihrer Kunden gerecht zu werden. Das gilt im übrigen auch für die hier verwendeten Werkstoffe und Farbstellungen. Holz, Glas und Metall wirken sowohl einzeln als auch in Kombination. Farbig lackiert oder pulverbeschichtet sind sie in jeder und für jede Couleur erhältlich und erzielen sowohl in ihrer Schlichtheit als auch in ihrer außergewöhnlichen Darstellung ihre Wirkung.

Höhen der Schub-

belstück mit vielen, auf den ersten Blick nicht sichtbaren Schubladen, Zum Öffnen genügt ein leichtes Antippen. Die unterschiedlichen laden verleihen dem Möbel einen völlig eigenen, fast künstlerischen Charakter. Ummantelt werden die Schubladen mit einer Schale aus Kupfer, geätztem Eisen und Messing oder all den anderen Metall-Oberflächen. www.decastelli.it

DESIGNER KILIAN SCHINDLER begleitete die Präsentation der modularen „Concept Kitchen by naber“ persönlich. Grundsätzliche Überlegungen zum Leben, Arbeiten und eben auch zum Kochen, führten zur gemeinsamen Entwicklung dieser umzugsfreundlichen Module. www.n-by-naber.com

Mit seiner klaren und in sich ruhenden

Ästhetik traditioneller

Foto: E 15

Form basiert der Tisch PLATZ auf der Arbeitstische: eine markante diagonale Querstrebe sorgt für hohe Stabilität und unterstreicht einen informellen Arbeitsansatz. www.e15.com küche + architektur | 21


ARCHITEKTUR + TREND | Wohnen

Foto: Cor

CONSETA: Ein Klassiker von schlichter Eleganz,

WIE EIN CHAMÄLEON: Dank seiner einzig-

entworfen von Friedrich Wilhelm Möller. Im

artigen Komfortfunktion wird das mit dem

Baukastensystem mit einer Vielzahl an Typen

interior innovation award 2014 ausgezeichnete

und Elementen kombiniert mit Armlehnen-

Sofa Rolf Benz Nova mit wenigen Handgriffen

formen, lässt es einen Gestaltungsspielraum

zum Hochlehner, Relaxsessel, Daybed oder

zu, der für fast jede Raumplanung die passen-

Bett.

de Einrichtungslösung bietet.

PURE ELEGANZ für das wirklich Kostbare – das Private: Grand Suite. Präzise Linien, ehrliches Handwerk, feine Materialien. Die großzügigen, soften Kissen sorgen für den besonderen Komfort. Fließend geht die horizontale Linie der Polster in Armlehne und Ablageboard über. Bestes Sattelleder, aufwendig gearbeitete Nähte.

Foto: Walter Knoll

www.walterknoll.de

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www.rolf-benz.com

www.cor.de

VOM CLUBSESSEL BIS ZUR WOHNLANDSCHAFT Ein Sideboard hier, ein Lowboard dort, kombiniert mit den entsprechenden Tafeln, Stühlen und Polstermöbeln entsteht eine ganz eigene Wohnlichkeit, komponiert vom jeweiligen Käufer. Die Sitzmöbel zeigen sich wandelbar und multifunktional. Aus einer Polsterbank wird durch das einfache Abnehmen des als Abstelltisch dienenden Tablars, eine Liege. Ein Sessel tut es ihr durch das Vorschieben der Sitzfläche und das Aufklappen des Kissens gleich. Ferner tragen die intelligenten Elementmöbelprogramme einzelner Hersteller zu einer noch höheren Planungsund Gestaltungvielfalt bei. Das Angebot reicht vom klassischen Clubmöbel, über formschöne Sofas bis hin zu chilligen Wohnlandschaften. Auch hier gibt es für jede Geschmacksrichtung das Richtige. Ebenso verhält es sich natürlich mit den passenden, flachen Tischen. Auch deren Designs werden von Werkstoffen wie Holz, Glas und Metall geprägt. Ihre Formen reichen von rund, über rechteckig bis hin zum Quadratischen und auch die Nierenform der 50er Jahre erfährt gerade einen Relaunch und wird sicherlich ihre Liebhaber finden. Auf jeden Fall hatte die imm in Köln einige Liebhaberstücke zu bieten, die ruhig etwas mehr kosten dürfen, dafür aber eine Geschichte erzählen und somit dem zunehmenden Wunsch der Verbraucher nach Individualität gerecht werden. Übrigens lässt sich das Gros dieser Elementmöbelprogramme aufgrund ihrer Modularität immer wieder neu arrangieren und fügt sich zudem auch mühelos neuen Räumlichkeiten ein.

Foto: Rolf Benz


Foto: Ligne Roset

Foto: Gutmann Factory

Wohnen | ARCHITEKTUR + TREND

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Foto: Leolux

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PIÙ GRANDE oder alle Größen in einem Tisch. Die Designer Claudio

AUCH DAS IST

Dondoli & Marco Pocci komibinieren in ihren Objekten Funktionalität

ERLAUBT: Eine Kom-

mit Innovation und Eleganz. Ihre jüngste Entwicklung ist u.a. der Tisch

bination aus Stilen,

Più Grande, dessen Besonderheit in der Möglichkeit liegt, den quad-

Epochen, Materialien,

ratischen Tisch (99,5 x 99,5 cm) für vier Personen, in zwei Schritten in

Gebrauchsgegen-

einen rechteckigen Tisch für sechs ( 99,5 x 149 cm) oder sogar für acht

ständen, Dekoration

Personen (149 x 149 cm) zu verwandeln. Das besonders leichtgewichtige

und Möbeln.

Material erleichtert die Handhabung: für das Gestell Aluminium und für

www.gutmann-factory.de

die Platten ein Verbundmaterial, bestehend aus einem Kern aus aufgeschäumten Polyurethanschaumstoff mit zwei laminatbeschichteten Aluminiumfolien. 2

www.ligne-roset.de

ANGELEHNT AN DEN NIERENTISCH der 50er Jahre: Drei harmo-

nisch geformte Tischbeine in konischer Anmutung aus massiver Eiche, ein 8mm starkes Sicherheitsglas, zwei Formen für die Glasplatten. Das sind mehr oder weniger die Zutaten für den modernen Coffee-Table

Foto: Walter Knoll

Isis von Leolux. In zwei Höhen lieferbar, lassen sich so ganz unter-

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schiedliche Arrangements realisieren. Werden zwei bis mehrere Tische zusammengestellt, kann der Coffee-Table „Isis“ zu einem großzügigen Salontisch wachsen. 3

www.leolux.de

DIE NEUE LEICHTIGKEIT DES SITZENS: Dieser Stuhl von Claudio

Bellini ist auf das Schönste reduziert. Schwingende Linien prägen die Silhouette . Ein elastisches Gewebe – unter dem Bezug – spannt die Flächen für Sitz und Rücken auf. Für die Luftfahrt entwickelt, leistet dieses Foto: Thonet

Hightech-Material auch bei Liz den besonderen Komfort. Den Stuhl gibt es mit und ohne Armlehnen. Der Bezug ist abnehmbar. 4

www.walterknoll.de

„WENIGER IST MEHR“: Danach entwarf Ludwig Mies van der Rohe

im Jahr 1927 den Sessel S 533. Mit diesem Entwurf prägte er eine der bedeutendsten Designinnovationen des 20. Jahrhunderts mit: den Möbeltypus des hinterbeinlosen Kragstuhls, besser bekannt als „Frei-

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schwinger“. Ein sparsamer Einsatz von Materialien, eine funktionale Gestaltung und eine harmonische Form zeichnen den S 533 aus und machen ihn zu einem zeitlosen Möbel. Für eine Sonderedition in der Reihe ThonetCollect kommt nun geschnürtes Büffelleder in Braun

Foto: Brühl

zum Einsatz.

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www.thonet.de

WANDLUNGSFÄHIG: Das ist „On Tour“: Durch stufenloses Absenken der Rückenlehnen in Kombination mit einer angestellten Bank wandelt sich On Tour zur Loungezone. Sofa und Bank sind jeweils hinten mit Rollen ausgestattet, vorne mit höhenverstellbaren Füßen, die das Einstellen eines entspannenden Sitzgefälles ermöglichen. Der verschiebbare Auflagetisch erhöht die Multifunktionalität dieses Möbels um ein weiteres.

www.bruehl.com

küche + architektur | 23


HANDEL + MARKT

Küche ist Kultur Böhm Küchen-Kultur verdient ihre Erben

Sie sind jung, sympathisch, dynamisch und kompetent: Christian (r.) und Stefan Böhm (l.). Beide absolvierten ein Studium mit betriebswirtschaftlichem und marketingspezifischem Hintergrund. Und beide, unabhängig voneinander, entschieden sich dafür, das Fachgeschäft ihres Vaters Wolfgang Böhm weiterzuführen. Mit dieser Entscheidung stehen sie für die dritte Generation des Unternehmens, das in diesem Jahr 40-jähriges Jubiläum feiert.

D

ie Liebe zum Detail gehört im Hause Böhm seit jeher zur Unternehmensphilosophie. Was vor vier Jahrzehnten aus einer Schreinerei hervorging, entwickelte sich sukzessive zu einem Fachgeschäft mit hohem innenarchitektonischen Anspruch und Know-how. Wolfgang Böhm konnte also nicht nur seine Kunden, sondern auch seine beiden Söhne Christian und Stefan mit diesem ganz besonderen Virus infizieren: Spaß am Umgang mit Menschen, ästhetisches Empfinden für Räume und Materialien und eine gewisse Affinität für Technik. Das Resultat: Seit 2012 hat das Küchenfachgeschäft in Groß-Bieberau drei Geschäftsführer. Wolfgang Böhm überträgt seinen beiden Söhnen Christian, 30, und Stefan, 28, sukzessive mehr Verantwortung. „Zur Zeit treffen wir alle Entscheidungen zu dritt“, erläutert Christian Böhm. „Es macht Spaß, sich untereinander austauschen zu können.“ Wer in 40 Jahren des Bestehens keine großen Fehler gemacht hat, wird von zufriedenen Kunden natürlich auch kontinuierlich weiterempfohlen. Aus diesem Netzwerk heraus entsteht eine vollkommen heterogene Kundenstruktur, die entsprechend bedient werden will.

24 | küche + architektur


HANDEL + MARKT

WERTIG WÄHRT AM LÄNGSTEN An der historisch gewachsenen Strategie des Unternehmens ausschließlich mit hochwertigen Herstellern zusammenzuarbeiten, halten die beiden Jungunternehmer aus Überzeugung fest. Und so vertrauen sie im High-Endbereich auf die Zusammenarbeit mit dem Markenküchenhersteller Siematic. „ Eine Marke brauchen wir auf alle Fälle“, legt Christian Böhm dar. „Gerade in der wirtschaftsstarken Region rund um Darmstadt, in der wir uns bewegen, gibt es viele markenaffine Menschen, die bereit sind, für Markenware auch etwas mehr auszugeben.“ „Im Durchschnitt investieren unsere Kunden rund 20.000 Euro in ihre neue Küche“, unterstreicht Stefan Böhm stolz. Andere Kunden wiederum lassen sich jedoch auch von den exklusiven Schranktypen der Handelsmarke Rational begeistern. Zudem stoßen die Schüller-Marke next sowie deren Handelsvariante Classic auf das Interesse gewisser Kunden. Und last bot not least ergänzt das Angebot von Team 7 das vielschichtige Sortiment von Böhm Küchen. „Die Zufriedenheit unserer Kunden hat für uns höchste Priorität, um diese gewährleisten zu können, benötigen wir ein konzentriertes aber dennoch breites Produktspektrum.“ Das beweist auch die Auswahl an Gerätemarken wie Miele, Gaggenau, Siemens und dem Haubenspezialisten Berbel. „Wenn immer möglich legen wir Wert darauf, mit inhabergeführten, mittelständischen Unternehmen zusammen zu arbeiten. Das ist z.B. auch bei Berbel der Fall, hier bindet man uns sogar mit in die Entwicklung der Produkte ein, die unserer Erfahrung nach generell über eine außergewöhnlich effiziente Technik verfügen und zudem auch nur selektiv vermarktet werden“, schwärmt Stefan Böhm. JEDE KÜCHE IST IHREN PREIS WERT Dass guter Geschmack nicht immer teuer sein muss, beweist das Trio aus Groß-Bieberau auch bei der Einrichtung von Teeküchen oder Singleküchen für junge Leute. „Diese Kleinstvarianten können wir für rund 4.500 Euro realisieren. Die geplante Küche beginnt bei uns durchschnittlich bei 7.500 Euro“, informieren uns die engagierten Küchenprofis. „Auf Preistreiber, die ins Geschäft kommen, um ein Angebot eines unserer Marktbegleiter von uns unterbieten zu lassen, lassen wir uns nicht ein“, betont Stefan Böhm mit Nachdruck. Den größten Spaß haben die beiden Jungunternehmer jedoch an hochwertigen Planungen und besuchen deshalb besonders gerne die anspruchsvollen Planungsseminare von Siematic, die weit über das Produkt-

EINLADEND zeigen sich Fassade und Eingangsbereich nach der Modernisierung.

küche + architektur | 25


HANDEL + MARKT

DIESE BEISPIELHAFTE PLANUNG illustriert den Umgang der Böhms mit dem Raum und der Gestaltung des Wohnumfelds …

… dazu gehören selbstverständlich Tafeln mit Bänken und Stühlen.

26 | küche + architektur

Know-how hinausgehen und Themen wie Raumarchitektur, Werkstoffkompositionen oder den richtigen Umgang mit dem NCS-Farbfächer aufgreifen. Themen, wie sie bei der Küchenplanung in Neubauten äußerst gefragt sind. Mittlerweile finden sich im übrigen über 50 Prozent der von Böhm Küchen geplanten Kücheneinrichtungen in Neubauten wieder, verrät Stefan Böhm: „Wir arbeiten sehr eng mit Architekten aus der Region zusammen, die uns immer wieder weiterempfehlen.“ Diese Kooperation macht besonders viel Spaß, bestätigen die beiden Brüder einstimmig. „In der frühen Planungsphase können wir uns noch voll und ganz einbringen“, betonen sie. So manches Mal lassen sich Fenster noch einmal versetzen und die eine oder andere Wand rücken. „Die Be- und Entlüftungsanlage lässt sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch besser einpassen. Und bei Neubauten wünschen sich unsere Kunden auch schon einmal eine Vorratskammer, die mit eingeplant werden soll.“ Bei Projekten dieser Art will gut Ding Weile haben. „Von der anfänglichen Planung bis zur Fertigstellung eines Hauses kann es schon ein bis zwei Jahre dauern“, stellt Christian Böhm fest. „Unsere Anzahlung, die normalerweise bei rund 30 Prozent des Kaufpreises liegt, splitten wir dann in zwei Phasen auf. Anfänglich 15 Prozent, rund drei Monate vor dem vereinbarten Liefertermin weitere 15 Prozent, 60 Prozent bei der Montage und weitere 10 Prozent nach der endgültigen Abnahme durch den Kunden. Ein Angebot, das unsere Kunden ebenso gerne annehmen, wie unsere Bereitschaft, alle Gewerke so für sie zu koordinieren, dass eine schlüsselfertige Übergabe erfolgen kann“, betont Stefan Böhm. Unterstützt wird das Familienunternehmen dabei durch ein Netzwerk kompetenter, regionaler Handwerksbetriebe.


HANDEL + MARKT

KUNDEN FINDEN UND KUNDEN BINDEN Besonders gefragt bei Kochinteressenten und Kunden des Unternehmens sind jedoch die im zweimonatlichen Rhythmus stattfindenden Kochevents, von denen vier gemeinsam mit Miele und zwei in Kooperation mit Gaggenau inszeniert werden. „Hierzu laden wir auch Kunden ein, die kurz vor der Kaufentscheidung stehen, um die Bindung zu festigen“, erläutert Stefan Böhm. Aus so manchem Kundenevent gehen richtige Freundschaften hervor, bestätigen die beiden dynamischen Brüder. „Und was das Schönste ist, viele unserer Gäste sind danach derart überzeugt von den eingesetzten Produkten, dass sie sich für ein höherwertigeres Gerät entscheiden!“ Realisiert mit renommierten Sitzmöbelherstellern, bilden die schön gedeckten Tafeln, an denen die Gäste zum gemeinsamen Essen Platz nehmen, auch den Übergang zum Wohnbereich, den die drei Kreativen innerhalb ihres Studios immer wieder darstellen. Passend zur jeweiligen Küche präsentieren sich Sideboards, Lowboards und intelligente Regalsysteme, die Küche, Esszimmer und Wohnen miteinander verschmelzen. Die entsprechenden dekorativen Accessoires dazu finden interessierte Kunden in den Räumlichkeiten von „incasa“, die direkt in das Studio der Böhms übergehen, aber von außen auch über eine eigene Eingangstür verfügen. „Auf diese Weise profitieren sowohl Studio als auch Accessoires-Shop voneinander. Denn den einen oder anderen, der eigentlich nur ein Accessoire sucht, drängt die Neugier ganz schnell in das Küchenstudio, das nur durch fünf Stufen vom incasa-Shop getrennt ist. „Umgekehrt funktioniert es natürlich nicht anders“, freut sich Christian Böhm. Eine runde Sache also. Böhm Küchen ist und bleibt einfach ein Küchen-Atelier, das beweist, dass Purismus und Wohlfühlambiente eine harmonische Symbiose bilden können. Das Corporate Design wurde gerade überarbeitet und die Außenfassade der eigenen Immobilie modernisiert. „Die Kunden waren begeistert“, freuen sich die beiden Brüder, die mit Freunden und Interessenten über eine Woche lang das Jubiläum und den Umbau des Studios mit einem informativen und inspirierenden Rahmenprogramm feierten. Und das ist erst der Anfang. Denn, wenn der dritte Sohn von Wolfgang Böhm sich dann auch noch für ein Entree in den elterlichen Betrieb entscheidet, dann ist, so Christian und Stefan Böhm, eine Expansion nicht ausgeschlossen. Kommt Zeit, kommt Rat. Seit vierzig Jahren stellt sich die sympathische Familie mit ihrem Unternehmen erfolgreich dem Wandel der Zeit und ist bereit für die nächsten 40 Jahre.

DEKORATIVE ACCESSOIRES finden interessierte Kunden in den Räumlichkeiten von „incasa“, die direkt in das Studio der Böhms übergehen, aber von außen auch über eine eigene Eingangstür verfügen.

www.kuechen-boehm.de

küche + architektur | 27


HANDEL + MARKT | Umfrage Innenausstattung

Komfort ist Mehrwert, Luxus lässt sich schwer verkaufen, Standard muss sein Sind Ihre Kunden bereit, bei entsprechender Beratung für mehr Komfort und eine ansprechende Optik mehr Geld zu zahlen? Welche Ausstattungsvarianten nehmen Ihre Kunden als Standard, Komfort oder gar als Luxus wahr? Fragen zum Thema Innenausstattung und Beschlagtechnik, die uns 116 Küchenspezialisten im Multiple-ChoiceVerfahren beantworteten.

N

Sind Ihre Kunden bei entsprechender Beratung bereit, für mehr Komfort und eine ansprechendere Optik mehr Geld auszugeben?

ja

86,2 %

nein

10,3 %

k. A.

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20 %

40 %

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iemand hat Augen und Ohren näher am Endverbraucher als die Küchenprofis. Aus diesem Grunde sind sie am ehesten in der Lage zu beurteilen, für welche Ausstattungsvarianten Küchenkäufer gerne ein paar Euro mehr ausgeben oder welches die Features sind, bei denen sie das Portemonnaie lieber stecken lassen, weil sie sie als Luxus bewerten, der nicht unbedingt sein muss. Auf alle Fälle sind 86,2 Prozent davon überzeugt, dass sich viele Käufer durch eine ent-

AUSZÜGE MIT INTEGRIERTER DÄMPFUNG

Ordnungssysteme im Auszug

UND MECHANISCHEM SELBSTEINZUG

Standard

27,6 %

Komfort

20,7 %

ZÄHLEN BEREITS ZUM ERKLÄRTEN STANDARD

Luxus

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k. A.

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Vollauszug mit integrierter Dämpfung

40 %

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Standard

79,3 %

Standard

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Komfort

17,2 %

Komfort

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Luxus

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Luxus

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b) Holz:

a) Selbsteinzug mechanisch: Standard

62,1 %

Standard

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Komfort

24,1 %

Komfort

48,3 %

Luxus

6,9 %

Luxus

51,7 %

k. A.

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c) Metall:

b) Selbsteinzug elektrisch: Standard

0,0 %

Standard

3,5 %

Komfort

0,0 %

Komfort

55,2 %

Luxus

100,0 %

Luxus

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k. A.

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28 | küche + architektur

20 %

a) Kunststoff:

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Umfrage Innenausstattung | HANDEL + MARKT

Klappbeschlag

Liftbeschlag

Standard

58,6 %

Standard

34,5 %

Komfort

20,7 %

Komfort

34,5 %

Luxus

3,5 %

Luxus

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k. A.

17,2 %

k. A.

31,0 %

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20 %

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100 %

a) mechanisch:

20 %

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LIFTBESCHLAG

a) mechanisch:

Standard

72,4 %

Standard

55,2 %

Komfort

24,1 %

Komfort

34,5 %

Luxus

0,0 %

Luxus

3,5 %

3,5 %

k. A.

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b) elektrisch:

DURCH KOMFORT

6,9 % 0%

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SCHLÄGT KLAPPE

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Schiebetürbeschlag

b) elektrisch:

Standard

0,0 %

Standard

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Standard

13,8 %

Komfort

6,9 %

Komfort

6,9 %

Komfort

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Luxus

89,7 %

Luxus

89,7 %

Luxus

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k. A.

3,5 %

k. A.

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sprechende Beratung für mehr Komfort begeistern lassen und auch bereit sind, diesen Mehrwert entsprechend zu honorieren. WELCHE AUSSTATTUNGSVARIANTEN SIEHT DER VERBRAUCHER ALSO ALS ABSOLUTEN LUXUS AN? Bei Auszügen und Beschlägen sind es auf alle Fälle die elektrifizierten Ausführungen, die Küchenkäufer weniger als Must have, denn als luxuriöses Merkmal beurteilen.

ORDNUNGSSYSTEME MUSS MAN WOLLEN Während Auszüge mit integrierter Dämpfung und mechanischem Selbsteinzug bereits zum erklärten Standard zählen, gilt das für die entsprechenden Ordnungssysteme gerade einmal in den Augen von rund 28 Prozent der Befragten. Weitere 21 Prozent gaben an, ihre Kunden würden darin ein gewisses Maß an Komfort erkennen. Wenn schon Besteckeinteilungssysteme u. ä., dann entweder standardmäßig aus Kunststoff, 93 Prozent, oder in komfortabler Metallausführung, 55,2 Prozent, eine Ausführung, die jedoch gemäß der Erfahrung im Handel bei 38 Prozent der Konsumenten als luxuriös gilt. Holz-Varianten liegen mit dem luxuriöseren Image, 52 Prozent, leicht vor dem des Komforts. Und wie verhält es sich mit Steckdosen oder auch Dockingstations für Smartphones im Auszug? Steckdosen in Auszügen scheinen bei den Konsumenten derzeit schon auf dem Weg vom Luxus, 55,2 Prozent, zur als dem

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Komfort dienlichen Ausstattung, 41,4 Prozent, angesehen zu sein. Bei Dockingstations dagegen schätzen die Berater, dass der Luxus- über den Komfortaspekt noch deutlich überwiegt. LIFTBESCHLAG SCHLÄGT KLAPPE DURCH KOMFORT Was den mechanischen Klappenbeschlag anbelangt, hat dieser sich beim Verbraucher bereits als Standardlösung etabliert. Diese Meinung vertreten immerhin 72 Prozent der an der Befragung partizipierenden Küchenprofis. Der mechanische Liftbeschlag hingegen überzeugt laut Aussagen der Küchenspezialisten etwas mehr in puncto Komfort. Den Schiebetürbeschlag empfinden Konsumenten in erster Linie als komfortable Öffnungslösung. Den Einsatz von Apothekerschränken erachten die Verbraucher zum Teil als Standard oder auch als Komfort. Die Ausführung mit Kunststofftablaren scheint sich am Markt Steckdosen in Auszügen

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durchgesetzt zu haben. Während Holztablare vom Verbraucher überwiegend als komfortabel, 58 Prozent, angesehen werden. EdelstahlTablare stehen sich bei der Wahrnehmung durch den Kunden als Komfort oder Luxus in nichts nach. DER KARUSSELLECKSCHRANK … … in Kunststoffausführung gehört nach Einschätzungen der Küchenprofis für ihre Klientel ebenfalls zur Standardausführung. Holztablare werden von den Konsumenten als komfortablere Alternative angesehen. Das Apothekerschränke Standard

41,4 %

Komfort

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Luxus

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a) mit Kunststofftablaren und -reling: Standard

72,4 %

Komfort

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Luxus

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k. A.

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b) mit Holztablaren und Metallreling:

Standard

3,5 %

Komfort

41,4 %

Standard

13,8 %

Luxus

55,2 %

Komfort

58,6 %

k. A.

0,0 %

Luxus

24,1 %

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20 %

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60 %

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100 %

3,5 %

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Dockingstation in Auszügen

20 %

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60 %

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100 %

c) mit Chrom- oder Edelstahltablaren:

Standard

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Standard

13,8 %

Komfort

27,6 %

Komfort

37,9 %

Luxus

72,4 %

Luxus

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k. A.

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küche + architektur | 29


HANDEL + MARKT | Umfrage Innenausstattung

EINDEUTIG STANDARD: KUNSTSTOFFTABLARE Eckschrank / Karusselleckschrank 1) mit normalen Tablaren: Standard

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Komfort

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a) mit normalen Tablaren aus Kunststoff: Standard

82,8 %

Komfort

3,5 %

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b) mit normalen Tablaren aus Holz: Standard

20,7 %

Komfort

62,1 %

Luxus

10,3 % 6,9 %

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c) mit normalen Tablaren aus Metall: Standard

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Komfort

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Ganze in Metallausführung wird wenig differenziert wahrgenommen: Für die einen sind sie Standard für die anderen Komfort oder gar Luxus. Bei Eckschränken mit herausschwenkbaren Tablaren hält sich die Einschätzung zwischen Standard und Komfort die Waage. Geht es jedoch um die Materialität, so stellt die Kunststoff-Variante klar den Standard dar. Während die Holztablare überwiegend für Komfort stehen, polarisiert die Metallausführung weniger. Am Beispiel der unterschiedlichen Einschätzung der Ausstattungen des Eckschranks liegt die Vermutung nah, dass offensichtlich der Stellenwert, den der jeweilige Küchenspezialist einer Variante gibt, die Einschätzung des Konsumenten maßgeblich beeinflussen kann. ORDNUNGSSYSTEME IM SPÜLENUNTERSCHRANK BIETEN MEHR KOMFORT Bleibt noch der Spülenunterschrank. 55 Prozent der Befragten gaben an, dass Abfalltrennungssysteme für Verbraucher zur Standardausstattung gehören. Und das meist in Form eines Einbausystems für Drehtürschränke, 83 Prozent, gefolgt von Systemen mit Frontanbindung, die jedoch bereits als wesentlich komfortabler erachtet werden. Abfalltrennungssysteme zum Einsatz in Auszügen überzeugen nicht nur durch ihre komfortable Bedienung, sondern werden von Spülenunterschrank / Abfalltrennsysteme

2) mit herausschwenkbaren Tablaren:

LED als Innenschrankbeleuchtung Standard

6,9 %

Komfort

37,9 %

Luxus

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einigen Verbrauchern auch noch in die Kategorie der Luxusausstattung projiziert. Ordnungssysteme im Spülenunterschrank haben sich in den Köpfen der Konsumenten noch nicht als Standardausstattung durchgesetzt. Allerdings überzeugen sie durch ihren Komfort, 72,4 Prozent. Beim altbewährten Handtuchhalter scheinen sich für den Verbraucher Standard und Komfort die Waage zu halten. Zu den Luxusgütern gehört er jedoch definitiv nicht. Das sieht bei der LED-Innenschrankbeleuchtung auch schon wieder anders aus. In den Augen der Konsumenten gehört dieses Feature noch immer in die Sparte Luxusartikel. Rund 38 Prozent der Berater haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass dieses Detail vom Verbraucher als recht komfortabel erachtet wird. Analysiert man die Auswertung der Fragebögen, fällt schon bald auf, wie unterschiedlich Begriffe wie Standard und Komfort interpretiert werden. Was für den einen ein Must have ist, ist für den anderen bereits etwas Besonderes. Das gilt nicht nur für die Verbraucher, sondern auch für die Küchenspezialisten. Spülenunterschrank / Ordnungssysteme

Standard

34,5 %

Standard

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Standard

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Komfort

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Komfort

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Komfort

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Luxus

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a) mit herausschwenkbaren Tabl. aus Kunststoff:

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a) Einbausysteme für Drehtürschränke:

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a) integriere Ablageflächen für Putzutensilien:

Standard

72,4 %

Standard

82,8 %

Standard

13,8 %

Komfort

17,2 %

Komfort

6,9 %

Komfort

72,4 %

Luxus

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Luxus

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k. A.

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b) … mit Frontanbindung:

b) mit herausschwenkbaren Tablaren aus Holz:

3,5 % 0%

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b) Handtuchhalter:

Standard

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Standard

55,2 %

Standard

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Komfort

62,1 %

Komfort

37,9 %

Komfort

48,3 %

Luxus

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Luxus

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3,5 %

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Standard

6,9 %

Standard

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Komfort

48,3 %

Komfort

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Luxus

34,5 %

Luxus

10,3 %

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10,3 %

k. A.

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30 | küche + architektur

60 %

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c) … zum Einsatz in Auszügen:

c) mit herausschwenkbaren Tablaren aus Metall:

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Wie beurteilen die einzelnen Hersteller selbst die Marktakzeptanz von Produktentwicklungen? Auf den Seiten 32 bis 39 schildern sie ihre Erfahrungen.


lm ilm ö

Innenausstattung | KOMFORT + DESIGN

Das Auszugs- und

Fot o

s: a l

Schubkastensystem a-Box ist das prämierte Innenleben der allmilmö-Küchen.

Mehrwert – sichtbar, greifbar, planbar Mit der a-Box von allmilmö steht dem Planer ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem er seine Küchen aus der zunehmenden Uniformität des Innenlebens von Schränken herausheben kann. Das mit dem reddot a-Box Apothekerauszugschrank mit

BLACK-LINE

design award winner 2013 ausgezeichnete Schubkasten- und Auszugsystem überzeugt mit ästhetischer Erscheinung und funktionaler Reife.

verstellbaren Boxen.

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in harmonisches Bild entsteht schon durch die 10 mm schlanken, an den vier Ecken auf Gehrung gearbeiteten, materialgleichen vier Wände des Schubkastens, zusammen mit den Boden-, Außen- und Innenflächen sowie Kanten aus dem gleichem Dekor. Vier zur Wahl stehende Dekore, nämlich White Line Kristallweiß, Black-Line Metallschwarz, Steel-Line in Edelstahldekor sowie Wood-Line in edlem Nussbaum Echtholzfurnier tragen der Individualität und dem persönlichen Geschmack der Nutzer Rechnung. Ein sensorischer Genuss ist das geräuscharme Schließen, bewirkt durch leichtlaufende Unterflurschienen mit gedämpftem Einzug. Optional lässt sich das a-Box System auch mit dem komfortablen elektrisch betriebenen Sensomatic-Öffnungs-System oder mit der mechanischen Variante Tip-Tec ausstatten. Ob Schubkästen, Auszüge, Wertstofftrennsystem, Apothekerauszug oder Hochschrankauszug, a-Box als durchgängiges System eingesetzt, sorgt für ein homogenes Erscheinungsbild. Dabei steht einer optimalen Stauraumnutzung dank der vier verschiedenen Höhen der Schubkästen nichts im Wege. Bestückt gemäß den individuellen Arbeitsabläufen, sinnvoll den Funktionen Kochen, Spülen, Vorbereiten zugeordnet, sorgen Funktionseinsätze für Ordnung und leichtes Auffinden der benötigen Teile. Hier greift das speziell für a-Box konzipierte Ordnungssystem Orga-Set mit einer Konzentration auf die wesentlichen Funktionen für ein Mehr an Übersicht und eine sinnvolle Einteilung für Bestecke, Küchenfolien, Messerblock, Gewürze, Teller, Töpfe und sonstige Utensilien. Die drei Ausführungen der Orga-Set Einsätze in Eiche naturhell, Esche metallschwarz und Nussbaum sind in den vier a-Box Varianten beliebig kombinierbar. Kein Wunder also, dass Herbert Rückert, Marketing- und Vertriebsleiter allmilmö, die Resonanz von Händlern als auch bei den Endkunden auf die a-Box als „bestens“ bezeichnet. Messepräsentationen, begleitende Marketingtools und mit a-Box ausgestattete Ausstellungsküchen steigern die Nachfrage kontinuierlich. Dabei schätzen Endgebraucher die Wahlmöglichkeiten nach Form und Farben, wobei die kristallweiße Variante besonders gerne ausgewählt wird. Sie passt harmonisch zum weißen Farbton des Schrankinnenraums. Daneben ist das Edelstahldekor eine optisch und haptisch wertige Ausführung. Bei den Orga-Set Einsätzen werden gerne www.allmilmoe.com die Varianten Eiche naturhell und Nussbaum verwendet.

STEEL-LINE

WHITE-LINE

WOOD-LINE küche + architektur | 31


TECHNIK + KOMFORT | Umfrage Innenausstattung

Gib Ideen eine Chance Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Windmühlen und die anderen Mauern Innovationen brauchen Zeit, um sich am Markt zu etablieren. Nicht immer sind Industrie, Küchenprofi und Endverbraucher gleichermaßen gut über Neuerungen informiert. Bis ein neues Produkt entsprechend häufig in Ausstellungen gezeigt wird, dass es als Multiplikator dient, dauert. Das gilt erst recht bei der Innenausstattung eines Möbels, die nicht auf den ersten Blick sichtbar wird. Hier müssen Industrie und Handel an einem Strang ziehen, wie die nachstehenden Kurzinterviews beweisen.

1. 2. 3.

Mit Ihrem Produktangebot bieten Sie dem Markt ein vielseitiges Differenzierungspotenzial. Welche Ihrer Produkte, die über den normalen Standard hinausgehen, fanden, in Anlehnung an die bei Ihnen eingegangenen Bestellungen, in den letzten vier Jahren die höchste Marktakzeptanz? Wie erklären Sie sich diesen Erfolg? Bei welchen Produktentwicklungen aus Ihrem Hause haben Sie sich eine höhere Nachfrage versprochen? Glauben Sie, dass Verbraucher bei entsprechender Beratung von Seiten des Fachhandels künftig eher bereit sein werden, für Komfort oder auch für eine bessere Optik mehr Geld auszugeben?

Statement Hettich Qualität und Nutzen im Einklang

STEFAN KÜKENHÖHNER, Geschäftsführer Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG

32 | küche + architektur

Das neue Schubkastensystem ArciTech hat eine sehr starke Marktakzeptanz gefunden. Es ist eine komplette Neuentwicklung im Bereich der Schubkastensysteme mit verschiedenen USPs, wie beispielsweise dem breiten Programm auf der Basis einer Plattform, der hohen Stabilität und Belastungsfähigkeit und dem hervorragenden Laufverhalten. Diese USPs haben unsere bestehenden Kunden und Kunden der Marktbegleiter in der Form überzeugt, dass sie heute ArciTech einsetzen. Sensys, das Scharnier mit integrierter Dämpfung, hat insbesondere in letzter Zeit sehr starken Zuwachs erzielt, dieses lässt sich aus unseren Kundengewinnen in den letzten zwei Jahren eindeutig ableiten. Das sanfte Schließverhalten wird mittlerweile bei Endkunden ab einer bestimmten Wertigkeit erwartet und auch unsere Kunden, sprich die Küchenhersteller, haben Sensys als das beste Scharnier am Markt bewertet. Im Schubkasten ist eine unsichtbare Dämpfung schon

lange Standard, sodass es eine logische Konsequenz war, dass dieses auch bei den Scharnieren folgen wird. Unsere Endkundenbefragung, die wir im Rahmen der Entwicklung von Sensys durchgeführt haben, ließ diese nun vorhandene Begeisterung schon erahnen. Im Bereich der Schiebetüranwendungen haben wir einen neuen Trend im Segment Küche gesetzt, welcher sich durch eine hohe Begeisterung und die laufenden Kundenprojekte eindeutig zeigt. Auf der Suche nach Differenzierungspotenzial zu bestehenden Lösungen im Ober- und Unterschrank, gerade auch zu Klappenlösungen, sind die Küchenhersteller dankbar über eine designorientierte, funktionale und ergonomisch sinnvolle Produktlinie aus dem Hause Hettich. Einige Küchenhersteller haben bereits Schiebetüranwendungen auf ihren Hausmessen 2013 gezeigt, nachdem wir sie auf der Interzum mit den neuen Möglichkeiten „Schieben lieben“ begeistert haben, und starten nun damit in die aktive Vermarktung.


Umfrage Innenausstattung | TECHNIK + KOMFORT

Fotos: Hettich

INNENORGANISATION sorgt für Ordnung und Übersichtlichkeit im Schubkasten und ist gerade bei breiten Schubkästen ein Muss.

DAS NEUE SCHIEBETÜRSYSTEM SlideLine M von Hettich

TECHNIK MUSS ERLEBBAR SEIN Die Innenorganisation von Schubkästen hat sicherlich noch Potenzial, obwohl der Nutzen offensichtlich ist. Hier ist es nach wie vor nicht einfach, eine gute bzw. hohe „Ausstattungsquote“ in den Küchen zu erzielen. Das mag zum einen daran liegen, dass viele Musterküchen in den Ausstellungen nicht mit Innenorganisation ausgestattet sind oder es keine entsprechenden „Technik-Ecken“ zur Beratung gibt. Und was ein Endkunde nicht sieht und fühlt, ist tendenziell schwer zu verkaufen. Auch die elektrifizierte Öffnungshilfe von Schubkästen – Easys – hat unsere Absatzerwartung in den letzten Jahren nicht erfüllt. Hier kommen ebenso die entsprechenden Kernargumente für so ein System auf der Endkundenseite oftmals nicht an. Wir bieten unseren Kunden daher gerne Marketingunterstützung für den Point of Sale an, d.h. dass wir gemeinsam mit ihm „stille Verkäufer“ entwickeln und zur Verfügung stellen, die den Endkunden über Innenorganisation oder auch allgemein über Vorteile

der Beschläge informieren. Allerdings werden diese Marketingtools leider im deutschen Küchen- und Möbelhandel aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend genutzt.

erlaubt bei StandardKüchenschränken den spielerischen Wechsel zwischen geschlossener und

MEHRWERT BRAUCHT BERATUNG Davon bin ich fest überzeugt. Der Verbraucher hat häufig eine Küche, die 15 oder auch 20 Jahre alt ist, und so lange hat er sich in den meisten Fällen auch nicht mit der Thematik auseinandergesetzt. Das heißt, er kennt oftmals gar nicht den aktuellen Stand der Technik und damit entsprechende Komfortfeatures. Tendenziell informiert sich ein Verbraucher von heute im Vorfeld eines Kaufes intensiv im Internet. Aber sicherlich entscheidend und ausschlaggebend ist die Beratung im Handel, da muss der potenzielle Käufer überzeugt und begeistert werden. Nimmt sich der Berater Zeit und lässt den Kunden die Küche „erleben“, dann ist die Bereitschaft sicherlich hoch, mehr Geld für Komfort und für eine bessere Optik www.hettich.com auszugeben.

offener Front.

küche + architektur | 33


TECHNIK + KOMFORT | Umfrage Innenausstattung

GELEBTE INDIVIDUALISIERUNG: Die Legrabox“ ist in fünf Schubkastenhöhen in Aluminium, Edelstahl und Stahl

Foto: Blum

in verschiedenen Oberflächenfarben erhältlich.

Statement Blum Entdecke die Möglichkeiten

HUBERT SCHWARZ, Geschäftsführer Blum Deutschland

Mit unserem Differenzierungsangebot bei „Tandembox“ mit seinen drei Programmlinien sind besonders „intivo“ und „antaro“ mit den variablen Einschubelementen hervorzuheben. Hier kann unser Kunde eigenständig sein Design bestimmen. Selbst bei Kleinmengen-Bestellungen bieten wir ab Lager oder auftragsbezogen Einschubelemente aus Glas und mit Kunstleder an. Bei „Legrabox“ bieten wir fünf Schubkastenhöhen in Aluminium, Edelstahl und Stahl in verschiedenen Oberflächenfarben an. Hier steigen die Mengen ebenfalls im erwarteten Ausmaß. Neben einem umfangreichen Standardprogramm erwartet unser Kunde verstärkt auch Differenzierung. Diese aber in verlässlicher Lieferfähigkeit und zu vertretbaren Kosten. Diese Vorgaben können wir mit unserem Programm erfüllen.

GEZIELTER EINSATZ VON ELEKTRISCHEN ÖFFUNGSUNTERSTÜTZUNGEN Bei den elektrischen Öffnungsunterstützungen für Schubkasten und Auszug haben wir geglaubt, dass die Nachfrage schneller eintritt, als es sich jetzt in der Praxis zeigt. Bei den Oberschränken hat sich der Anteil sehr schnell entwickelt und auch bei den Müllauszügen, wo wir die Lösung auch als Einzelset anbieten. NUTZEN DURCH BERATUNG ERLEBBAR GEMACHT Dies ist in vielen Branchen erkennbar. Wenn die Beratung stimmt, ist der Interessent gerne bereit auch etwas mehr Geld auszugeben. Wichtig ist, dass der Käufer erkennen und erleben kann, welchen Nutzen www.blum.com er damit erhält.

Statement Blanco Funktion und Komfort ist gleich Qualität

LARS KREUTZ, Geschäftsleitung Vertrieb Deutschland, Blanco GmbH

34 | küche + architektur

Unser Abfalltrennungssystem Blancoselect findet am Markt eine hohe Akzeptanz. In Kombination mit der Organisationsschublade bieten wir ein sehr funktionales und komfortabel zu bedienendes System für den Spülenunterschrank. Wir haben das seit Jahren im Markt sehr erfolgreiche Abfallsystem permanent weiterentwickelt: Zum Beispiel wurde die Montage weiter vereinfacht, womit wir die Einbauzeit nochmals reduzieren konnten und somit kostbare Arbeitszeit bei den Monteuren. Auch der Bedienkomfort wurde weiter verbessert, mit durchdachten Detaillösungen wie z. B. die Randgeometrie der Eimer und der bündig integrierte Klappgriff. Er-

wähnt seien auch die praktische Fußbedienung und die leichtgängige und leise Schienenführung. UNSERE KUNDEN HABEN EIN RECHT AUF AUSGEREIFTE PRODUKTE Es war aber auch die neue Generation von Blancoselect, bei der wir von einer höheren Nachfrage ausgingen als sie dann letztendlich eintrat. Hier stellte sich heraus, dass die neue Generation, die sehr überzeugende funktionale und optische Vorteile mit sich bringt, in der technischen Ausführung bei Serienanlauf nicht ganz hundertprozentig war. Das hat manche Kunden gestört – was wir sehr gut verstehen können,


Umfrage Innenausstattung | TECHNIK + KOMFORT

BLANCOSELECT NEU: Abfallsystem mit zusätzlicher Organisationsschublade

denn sie erwarten von Blanco ausgereifte Produkte. Insofern sind wir den Kunden sehr dankbar, die uns wichtige Hinweise gegeben und uns die Stange gehalten haben. Wir setzen derzeit alles daran, unserem hohen Anspruch an Qualität auch hier wieder gerecht zu werden.

Foto: Blanco

ÜBERZEUGEND INFORMIERTE KUNDEN KAUFEN QUALITÄT In jedem Fall. Die Bereitschaft der Verbraucher, in langfristige Konsumgüter zu investieren, wird aufgrund niedriger Spar- und Kreditzinsen weiterhin vorhanden sein. Entsprechend hoch ist die Bereitschaft, auf qualitativ hochwertige Markenprodukte zu setzen – mit all ihren positiven Eigenschaften wie Langlebigkeit, Funktionalität und Sicherheit. Eine Voraussetzung ist allerdings, dass der Handelspartner sich von den Herstellern gut informiert fühlt, eine attraktive, abwechslungsreiche Küchen-Ausstellung bietet und anschauliches, weiterführendes Informationsmaterial auch www.blanco-germany.com/de am P.O.S. bereithalten kann.

Statement Wesco Komfortable Lösungen gefragter denn je Besonders die ausziehbaren Abfalltrennungssysteme mit integriertem Dämpfungssystem werden immer gefragter. Zudem greifen die Endverbraucher auch gerne zu Mülltrennungssystemen, die Aufbewahrungsschalen für Putzutensilien usw. bieten. Hier überzeugen die Praktikabilität und der Komfort.

SEHEN UND VERSTEHEN Auch Abfalltrennungssysteme muss man zeigen, damit sich der Küchenkäufer seinen Bedürfnissen entsprechend entscheiden kann. Denn was der Verbraucher nicht weiß, macht ihn auch nicht heiß. Steht der Kaufinteressent unseren Produkten erst einmal gegenüber, dann ist ihr Nutzen oft selbsterklärend.

IM DIENSTE DER UMWELT Wir sind der festen Überzeugung, dass sich künftig mehr und mehr Abfalltrennungssysteme mit größerem Fassungsvermögen für Wertstoffbehältnisse durchsetzen werden. Den Grund für unseren Optimismus bildet die neue Wertstofftonne, die ab 2015 bundesweit zum Einsatz kommen soll. Zu diesem Zeitpunkt sollen Bioabfälle, Papier-, Metall-, Kunststoff- und Glasabfälle getrennt gesammelt werden. Die Vortrennung erfolgt, wie bislang, häufig in den Abfalltrennungssystemen in der Küche. Mit Lösungen wie dem Pullboy Vario 30 Big mit einen Fassungsvermögen von rund 40 Litern, dem Wesco Big Boy 40 Abfallsystem für die Drehtür mit 40 Litern oder dem Pullboy Z, in dem sich gleich 2 x 42 Liter Säcke verstauen lassen, ist Wesco auch für die Einführung dieser neuen Bestimmung bestens gerüstet.

RAINER BÜTH, Vertriebsleiter Westermann & Co. Wesco

www.wesco-kuechentechnik.de

DIE ZUKUNFT heißt Wertstofftonne. Mit Abfalltrennsystemen von Wesco, z. B. dem Pullboy Vario 30 Big mit einen

Foto: © AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH & Co. KG

Foto: Wesco

Fassungsvermögen von rund 40 Litern, kann sie kommen.


CLICKFIXX verkürzt und vereinfacht die Montage. Der neue Säulenbeschlag hat mehr Schnittstellen und damit eine erhöhte Flexibilität am Band. Die KorpusDIE ZWEITE

seite wird durch die

GENERATION von

neue Säule automatisch

„LeMans “ punktet mit

stabilisiert – ein wichti-

werkzeuglos höhen-

ger Aspekt vor allem für

verstellbaren Tablaren

Highboards. Und nicht

und gedämpftem,

zuletzt bietet der flexible

werkzeuglos aufsteck-

Einsatz des neuen „Le-

barem Selbsteinzug.

Mans“ bei verschiedenen

Die Tablare werden

Korpushöhen, mit oder

damit schon ab einem

ohne Schublade, Vorteile

Türöffnungswinkel von

für Logistik und Küchen-

60 Grad selbsttätig ein-

planung.

gefahren und am Ende der Bewegung sanft und leise abgefedert. Für den Endkunden bringt vor allem die leichte HöhenverstellFotos: Kesseböhmer

barkeit der Tablare praktischen Nutzen. Die Stauhöhen lassen sich damit auf das Staugut abstimmen.

Statement Kesseböhmer Mehrwert über die gesamte Prozesskette hinweg

THOMAS HERDEN, Vertriebsleiter Deutschland, Kesseböhmer GmbH

36 | küche + architektur

Wir haben bei Kesseböhmer mit dem Eckschranksauszug „LeMans II“, dem Apothekerauszug „Dispensa“ mit 3D-Verstellung und dem „ClickFixx“-Montageund Justagesystem die höchste Marktdurchdringung und den höchsten Umsatz. Das sind Produkte, die über den „normalen Standard“ bei der Schrankinnenausstattung hinausgehen, die für Kesseböhmer aber nicht zum Premium-Segment gehören. Wir bieten unseren Kunden innovative Produkte von hoher Qualität, die Stauraum optimal nutzen und Zugriff auf das gesamte Staugut bieten, also optimale Funktion und komfortable Bedienung. Unsere Produkte sind in Material und Design auf moderne Küchen abgestimmt und tragen zu einer Aufwertung der Küche bei. Zudem lassen sie sich besonders einfach und reibungslos in jeden Produktionsprozess integrieren und vom Handel bei der Küchenmontage schnell und sicher justieren.

MANCHMAL MUSS GUT DING WEILE HABEN Wir haben uns eine schnellere Marktdurchdringung mit dem „Convoy“ (Premio und Lavido) erwartet. Bei diesem Premium-Produkt sehen wir hohe Marktakzeptanz und Begeisterung für ein Produkt, die sich allerdings noch nicht im Umsatz ausdrücken. WAS DER VERBRAUCHER WEISS, MACHT IHN HEISS! Ja, wir sind davon überzeugt und haben das auch konkret über Tests im Handel ermitteln können: Der Küchenkäufer ist durchaus bereit, mehr Geld für eine moderne, höherwertige Schrankinnenausstattung, für mehr Bedien-Komfort und eine bessere Stauraumnutzung auszugeben – wenn ihm die innovativen Produkte gezeigt werden und er entsprechend beraten wird. Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass Endkunden höchst überrascht und begeistert sind, wenn sie in unserer Ausstellung sehen, welche tollen Produkte für eine bessere, schönere und komfortablere Schrankausstattung es heute gibt. www.kesseboehmer.com


Foto: Franke

Umfrage Innenausstattung | TECHNIK + KOMFORT

CAROLIN MAYER, Produktmanagement Armaturen und Abfalltrennsysteme / Franke GmbH

Statement Franke Maxi schlägt Mini Unser Abfalltrennungssystem „Garbo“ hat den Markt überzeugt. Das freihängende, leichtgängige Trennsystem lässt sich ganz einfach an der Möbelfront montieren. Seine geringe Einbauhöhe ermöglicht die Kombination auch mit tiefen Becken. Durch die Möglichkeit von 2, 3 oder 4-fach-Trennvarianten, die ein Fassungsvermögen entsprechend 8, 12 und 18 Liter aufweisen, ist es für Unterschränke von 45, 50 und 60 cm geeignet. Dem Endverbraucher bietet „Garbo“ komfortable Features wie z.B. den Vollauszug mit gedämpftem Selbsteinzug oder die zusätzliche Ablagemöglichkeit auf der Abdeckung mit rückseitiger Anti-Rutsch-Kante. Für die einzelnen Container gibt es im übrigen auch Einzeldeckel, wahlweise mit oder ohne Aktivkohlefilter, die optional bestellbar sind. Mit Garbo ist es uns gelungen, ein höchst praktikables, pflegeleichtes Abfalltrennungs-System mit individuellen Variationsmöglichkeiten zu entwickeln und das in einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

Weniger gut vermakten konnten wir unsereren preiswerten, kompakten Abfallsammler „Mini“. Der an der Drehtür zu befestigende Sorter wurde speziell für kleine Haushalte entwickelt.

ABFALLTRENNSYSTEM „Garbo“ 4-fach

TREND ZU HOCHWERTIGEREN PRODUKTEN STEIGT Der Trend geht nach unserer Erfahrung eindeutig hin zu hochwertigeren Produkten. Wir werden daher in diesem Bereich in Zukunft verstärkt Produktschulunwww.franke.de gen im Handel durchführen.

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küche + architektur | 37


Foto: Vauth-Sagel

TECHNIK + KOMFORT | Umfrage Innenausstattung

VSA DUSA PremeaArtline

Statement Vauth Sagel Breites, kundenorientiertes Angebotsspektrum

CLAUS SAGEL, geschäftsführender Gesellschafter VauthSagel

Unser gesamtes Kernsortiment erfreut sich hoher Akzeptanz innerhalb der internationalen Küchenmöbelbranche und dem Fachhandel. Hierzu zählen nicht nur die Hochschrankauszüge HSA und VSA, sondern auch das umfassende Portolio an Seitenauszügen sowie unsere Eckschranklösungen. Unser Kompetenzfeld Abfalltrennung haben wir zur interzum 2013 komplett neu entwickelt und aufgestellt und unseren Partnern das wohl breiteste Angebotsspektrum der Branche präsentiert. Auch hier verzeichnen wir in gesättigten Märkten eine sehr gute Akzeptanz. Wir entwickeln und produzieren Systembeschläge, welche auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden ausgerichtet sind. Unser Baukastenprinzip ermöglicht es, unterschiedliche Wertigkeiten und Ausstattungsoptionen darzustellen. Oder anders gesagt: Unsere Standardausführungen können auf Wunsch individuell modifiziert und damit maßgeschneidert werden.

DIE ECKE VERDIENT MEHR BEACHTUNG Der Bereich Eckschranklösungen hat sich in letzter Zeit eher verhalten entwickelt. Es handelt sich hierbei aber um eine interessante Produktgruppe, denn der Küchenkäufer würde bestimmt neue Produktlösungen und Komforteigenschaften begrüßen. BESCHLÄGE EIN WESENTLICHES THEMA IM VERKAUFSGESPRÄCH Im letzten Jahr hat „Markt Intern“ Küchenfachhändler zum Verkaufsgespräch befragt. Im durchschnittlichen Verkaufsgespräch wird 25 Minuten über Beschläge gesprochen. Hier werden sogar Hersteller genannt und weitere starke Marken und verkaufsfördernde Lösungen erwünscht. Ich bin mir sehr sicher, dass wir mit attraktiven Systembeschlägen, die wir zusammen mit der Küchenmöbelindustrie entwickeln, in Zukunft die Erwartungen und Wünsche des Küchenkäufers noch besser erfüllen und sogar übertreffen werden. www.vauth-sagel.de

Statement Hailo Ein- und Auszug mit System

MARTIN MIES Geschäftsbereichsleiter Hailo KüchenEinbautechnik

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Unsere Cargo-Systeme sind die beliebtesten Abfalltrennungslösungen. Diese Frontauszugssysteme gibt es für alle Schrankbreiten also für 30, 40, 45, 50, 60cm und mit einer Vielfalt unterschiedlicher Behälteraufteilungen. Alle unsere Cargo Systeme verfügen über höchste „Laufkultur“ beim Ein- und Auszug, sind mit Selbsteinzug und Dämpfung ausgestattet und in Sachen Belastbarkeit mit 100.000 Auszugszyklen im werkseigenen Labor getestet. Diese Qualität und Vielseitigkeit wird von den Kunden honoriert.

Auch kreative Ordnungssysteme von Hailo sorgen für Mehrwert in der Küche. Hier hat Hailo immer wieder Maßstäbe gesetzt und in enger Zusammenarbeit mit der Küchenindustrie Innovationen hervorgebracht. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Hailo Carry - ein transportables Multitalent, das im Schrank eingebaut Platz bietet für z.B. Reinigungsutensilien. Diese können dann per Tablarauszug komfortabel herausgezogen werden und sogar durch die handlichen Tragekörbe direkt zum Einsatzort transportiert werden. Wer


das Produkt kennt und bereits nutzt, ist begeistert. Der Spülenunterschrank, Abfalltrennungssysteme oder Ordnungssysteme steht im Bewusstsein des Verbrauchers nicht gerade an erster Stelle und das, obwohl der Schrank, in dem die Müllbehälter untergebracht sind, neben dem Kühlschrank, das täglich am häufigsten geöffnete Möbel ist. Dies liegt teilweise daran, dass unsere Ideen und Produktinnovationen dem Konsumenten nicht immer bekannt sind. Aus diesem Grund ist die Zusammenarbeit mit dem Fachhandel für uns sehr wichtig. Nur wenn unsere Produkte gezeigt werden, wenn der Verbraucher sie sich ansehen kann und ihre komfortable Funktion erkennt, erkennt er auch deren Wert und ist bereit in diesen zu investieren. TUE GUTES, ZEIGE ES UND REDE DARÜBER! Wir werden die Küchenspezialisten, die unsere Produkte führen, gezielt unterstützen. Hailo ist eine starke Marke, die in Deutschland einen Bekanntheitsgrad von knapp 60 % hat. Das macht sich auch durch den Besuch von vielen Konsumenten auf unserer Homepage bemerkbar. Deshalb werden wir dieses Medium

HAILO CARRY – Mehrwert im Unterschrank

auch dazu nutzen, um auf unsere Partner im Handel aufmerksam zu machen. Künftig bieten wir jedem Fachgeschäft, das unsere Produkte in einem glaubwürdigen Rahmen führt, an, auf unserer Homepage namentlich erwähnt zu werden und interessierte Verbraucher via Link mit deren jeweiliger Homepage zu www.hailo-einbautechnik.de vernetzen. ANZEIGE

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küche + architektur | 39

Foto: Hailo

Umfrage Innenausstattung | TECHNIK + KOMFORT


TECHNIK + KOMFORT | Innenausstattung

Schöner Ordnung halten „CookingAgent“ von Kesseböhmer

Mit dem „CookingAgent“ hat Kesseböhmer einen kleinen Unterschrank-Vollauszug mit maximaler Funktion ausgestattet und bietet damit eine ideale Fotos: Kesseböhmer

Stauraumlösung auch für kleine Küchen an.

A

uf einer Grundfläche von nur 25 mal 46 cm bietet dieser praktische Küchenhelfer überraschend großen, individuell organisierbaren und flexiblen Stauraum. Jeder Zentimeter wird genutzt, um Kochwerkzeuge und Zutaten aller Art direkt am Kochzentrum unterzubringen – platzsparend und immer schnell griffbereit. Ein vertikales, auf die Führungsschienen gestecktes Trägerelement aus pulverbeschichtetem Stahldraht bildet die Basis des modular aufgebauten CookingAgent. Hier werden die Funktionselemente von zwei Seiten variabel und individuell positioniert eingehängt. So kann jeder CookingAgent ganz persönlich gestaltet sein und jederzeit geänderten Bedürfnissen angepasst werden. Damit der Ein- und Auszug auch bei voller Beladung leicht und leise funktioniert, setzt Kesseböhmer besonders hochwertige, laufruhige und seitenstabile Führungsschienen ein. Eine spezielle Schrank-Variante mit bodenmontierten Führungsschienen lässt sich sogar nachträglich in einer vorhandenen Küche einbauen. Zu den von Kesseböhmer entwickelten speziellen Funktionselementen gehört ein flexibel nutzbarer Einsatz aus stabilen, waschbaren Kunststofflamellen, der als Messerblock dienen kann. Flaschen werden durch eine solide Reling und zusätzliche Trennstäbe gehalten. Boxen mit Kleinteilen lassen sich herausnehmen und griffbereit auf der Arbeitsplatte platzieren. Ein Schneidbrett kann platzsparend hochkant verstaut werden. Spezielle Halter und universell nutzbare Einhängemodule nehmen Besteck und andere Utensilien auf. Standardmäßig sind die Containerboxen, Tablare oder Böden aus hellgrauem Kunststoffmaterial hergestellt. Zur Interzum in Köln zeigte Kesseböhmer eine Produktstudie mit farbigen Kunststoff-Einsätzen – eine interessante Option für Küchenhersteller, das Schrankinnenleben individuell und exklusiv zu gestalten. Die Containerboxen, Tablare und Böden aus hochwertigem Kunststoffmaterial entsprechen den deutschen Qualitäts- und Hygienestandards, sie sind geprüft lebensmitteltauglich und – natürlich – besonders pflegeleicht. www.kesseboehmer.de

40 | küche + architektur


Beschlag | TECHNIK + KOMFORT

Fotos: Hettich

SlideLine M in der Küche: Schiebetüren

Türöffner für neues Möbeldesign

als Hingucker.

Dezent und funktional – Schiebetürbeschlag SlideLine M von Hettich

Dezent im Hintergrund setzt der Schiebetürbeschlag „SlideLine M“ von Hettich das Möbeldesign elegant in Szene. Damit wird er zu einem System für viele Anwendungen.

S

lideLine M eröffnet immer wieder neue Perspektiven: Funktionsmöbel, wie z. B. Regale, werden zu ansprechenden Objekten im Raum, indem durch das Verschieben der Türen ein spannender Wechsel zwischen offenen und geschlossenen Segmenten entsteht. Für die komfortable Handhabung sorgt die Dämpfung „Silent System“, sie schließt die Türen sanft und leise. Wenn mehrere Türen nebeneinander in einem Profil laufen, lassen sie sich auch zueinander dämpfen. Die Aktivatoren sind frei positionierbar und das Dämpfungssystem unauffällig am Laufteil des Beschlags integriert. Einbahnig unten laufend eignet sich der Schiebetürbeschlag SlideLine M für Türgewichte bis 30 kg und für alle gängigen Möbelkonstruktionen. Die Montage erfolgt schnell und mühelos am aufgebauten Korpus: Mitgelieferte Montageklammern erleichtern die Platzierung der Profile, die Front wird dann werkzeuglos montiert. Das nur 8 mm aufbauende Profil erlaubt, die Schiebetüren besonders eng anzulegen, sodass ein perfektes seitliches Fugenbild garantiert ist. Zwei übereinander laufende Türen können mit nur einem Profil geführt werden. Sets mit jeweils unterschiedlichen Profilhöhen erlauben den formschlüssigen Einsatz von SlideLine M für die Regalbodenstärken 15, 16, 18, 19, 22, 25, 38 mm. Damit eignet das System sich auch ausgezeichnet für die Gestaltung von Küchen- und Badmöbeln. Und nicht zuletzt trägt das silberne oder schwarze Dekorprofil zur www.hettich.com eleganten Optik des Möbeldesigns bei.

SlideLine M im Bad: Funktion und Design auf der ganzen Linie.

küche + architektur | 41


Fotos: Naber GmbH

ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

CORNO PR 1 2

1

OB AUS GLÄNZEND

verchromtem Messing oder fein gebürstetem Edelstahl, die klare reduzierte Gestaltung des massiven zylin-

Corno – zeitloses Design mit Mehrwert

drischen Zugknopfs

Naber erweitert sein Spülenprogramm

Detail: der integrierte

harmoniert ideal mit den Linien der Einbaubecken der Corno PR. 2

WERTIGKEIT im

verdeckte Überlauf aus Edelstahl.

CORNO U

Das hauseigene Contura®-Einbauspülenprogramm erweiterte der Zubehörspezialist Naber mit der neuen Serie „Corno“. Gefertigt aus Edelstahl mit einem Millimeter Materialstärke zeigt sie sich elegant in seidenmatter Oberfläche mit klarer Linienführung und eigenständiger und ausgewogener Ästhetik.

210 x 297 mm küche + architektur

42 | küche + architektur

Deutschland

CORNO PF

Beschnitt: 3 mm

B

esonderes Augenmerk wurde auf optimal abgestimmte Proportionen sowie einen schmalen 12 mm Innenradius gelegt. Der integrierte, verdeckte Überlauf aus Edelstahl spiegelt die Radien und Linien der Spüle wider und unterstreicht als Detail ihre Materialität und Wertigkeit. Eine variantenreiche Modellreihe mit großen und tiefen Becken bietet reichlich Raum für komfortable Entfaltung bei der Arbeit am Vorbereitungs- und Spülzentrum. Durch den Einsatz praktischer Accessoires, wie Restebecken, Abtropfschale, Abtropftablett und Schneidbrett, lässt sich jede Corno-Spüle als maßgeschneiderter Mittelpunkt der Küche einrichten. Als unverzichtbare Helfer und Begleiter tragen sie zum Mehrwert bei. Selbstverständlich steht die Spülenserie Corno mit ihrer puristischen Formgebung und der unaufdringlichen Materialität des Edelstahls in allen gängigen Einbauvarianten zur Verfügung. Corno PR ist das Auflage-Modell mit der werkseitig konstruktiv verstärkten Armaturenbank, die auch noch Platz für einen massiven zylindrischen Zugknopf aus glänzend verchromtem Messing (wahlweise fein gebürsteter Edelstahl) zur komfortablen Bedienung des Siebkorbventils vom Spülenrand aus, vorsieht. Als Corno PR2 mit flachem Rand eignet sie sich zum flächenbündigen Einbau, wie auch das Modell Corno PF mit einem flachen fein geschliffenen Außenrand. Und für den Unterbau in Granit- oder Mineralwerkstoffplatten gibt es Corno U, wahlweise als großes Unterbaubecken, oder als individuell gestaltete Kombination aus Unterwww.naber.de baubecken mit kleinerem Restebecken.


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

AMBIA-LINE – Ordnung in ihrer schönsten Form Das neue Inneneinteilungssystem für LEGRABOX sorgt mit elegantem Rahmendesign für formvollendete Ordnung in allen Wohnbereichen.

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www.blum.com/legrabox küche + architektur | 43


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

FLEETWOOD CHAMPAGNER

Heute verfügt jeder Dritte über ein Smartphone. Das Tablet löst sukzessive das Laptop ab. Digitalisierung, so Ulrich Bühler, der für die Leitung Vertrieb und Marketing der Egger Gruppe verantwortlich zeichnet,

ALAND PINIE WEISS

führt automatisch zu Individualisierung. Ein Trend, den das Unternehmen auch auf der 22. Eggerzum nachvollziehbar veranschaulichte.

NORRLAND ESCHE NATUR

U

rbanisierung, Globalisierung, demographische Veränderung und Klimawandel stellen immer höhere Anforderungen an die Menschen, schaffen aber auch große Chancen, effizient mit Energie-, Materialund Humanressourcen umzugehen. Gleichzeitig beeinflussen diese Faktoren auch unsere Wohnund Einrichtungsgewohnheiten. Herausforderungen dieser Art begegnet Egger prinzipiell mit einer konsequenten Innovationsstrategie, die sich bezahlt macht: Nicht umsonst konnte Egger seine Erlöse im ersten Geschäftshalbjahr 2013/14 trotz hohem Preisdruck für Holzwerkstoff und steigenden Rohstoffpreisen um 2 Prozent auf 1.137 Mio. Euro erhöhen. Generell setzt der Holzwerkstoffhersteller auf hochveredelte, designorientierte sowie funktionelle Produkte. So wurde etwa im vergangen Jahr als Neuheiten für die Möbelindustrie Egger clic für werkzeuglose Möbelmontage sowie beidseitige Synchronporen-Oberflächen vorgestellt.

CERAMIC KREIDE

44 | küche + architektur

TORTONA NATUR

CAPE ELM DUNKELBRAUN


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

Design, Ausdruck des gesellschaftlichen Wandels

KLAUS MONHOFF, Egger-Designexperte

Eggerzum 2014 MatchworX

Doch nun zu den neuen Dekor-Trends, die Egger-Designexperte Klaus Monhoff in diesem Jahr aufweisen kann. „Entschied man sich früher bereits im ersten Drittel seines Lebens für eine Lebensweise und einen Stil, so hat das Leben heute einen weniger linearen Verlauf “, gibt Klaus Monhoff Einblick in die Beobachtungen, die den Dekorneuentwicklungen unter dem diesjährigen Eggerzum Motto „MatchworX“ zugrunde liegen. Ganz nach dem Motto „erlaubt ist was gefällt“, werden Materialien, Farben, Stile, Oberflächen und Trends ganz nach Belieben miteinander kombiniert: „Was für einen Außenstehenden vielleicht wie ein Mix ohne Match aussehen mag, ist für den Nutzer sein individuelles Patchwork mit einem starken persönlichen Touch.“ Dazu bedarf es einer Palette an spannenden, trendigen und miteinander harmonierenden Materialcharakteren, mit denen MatchworX immer wieder neu erfunden werden kann.

GLADSTONE OAK WEISS

LEICHT UND UNKONVENTIONELL Die neuen Egger-Dekore werden diesem Anspruch gerecht und sind von zwei Trendthemen im Design geprägt. Zum einen verlangt eine neue Leichtigkeit und Flexibilität nach tendenziell zeitlosen und neutralen Dekoren, die Veränderungen mitmachen und für Anpassungen offen sind. Zum anderen bringt der Megatrend Individualisierung Emotion ins Design, visualisiert durch unkonventionelle Elemente, die die Persönlichkeit des Einzelnen nach außen tragen. Trendige Möbel sind durch ein wandelbares, spielerisches Design und zeitlose Materialien geprägt. Sie passen sich flexibel an die Lebensumstände der Nutzer an. Dünne Optiken und filigrane Formen interpretieren das Thema Leichtigkeit und verlangen Dekore mit einer zurückhaltenden Natürlichkeit, wie z.B. die zeitlos-eleganten Hölzer Tortona natur, mit dem ruhigen Dekorbild und dunkler, synchroner Pore oder Fleetwood champagner, das eine Vielzahl von

SONNENBERG LÄRCHE

Farbkombinationen mit neutralen und intensiven Farben sowie mit Metallictönen erlaubt. Bestens für dünnere Plattenstärken geeignet ist auch der unbehandelt wirkende Farbton Marseille Nussbaum, der durch seine Lebendigkeit besticht. Bei der Gladstone Eiche wird zu den etablierten Farbstellungen erstmals die Ausführung Gladstone Oak weiß gezeigt, was einer sehr ausgeglichenen Umsetzung entspricht. Dasselbe gilt für die Dekorserie Cape Elm mit ihrem weichen Verlauf von ganzen Blumen und deren elegante MattGlanz-Effekte, die durch die Synchronpore Feelwood ambiance verstärkt werden. Auch bei der keramischen Anmutung Ceramic kreide, die insbesondere für dünne Elemente entwickelt wurde, sorgt das relative neutrale Dekorbild für die angesagte Leichtigkeit. COOL AND METALLIC Leicht wirken zudem neutrale Unifarben, die zum Teil auch mit Weiß kombiniert werden.

MARSEILLE NUSSBAUM HELL küche + architektur | 45


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

„COLOURBLOCKING“ – Hier kommen mit

„DIGITALISIERUNG führt automatisch zu

Smaragd, Caramel, Lipstick und Limonengrün

Individualisierung.“ Ulrich Bühler, Vertriebs-

intensive Akzentfarben ins Spiel. Sie erzeugen

und Marketingleiter der Egger-Gruppe,

mit ihrer Struktur Perfect matt besondere

veranschaulichte diesen Trend beispielhaft

Effekte im Zusammenspiel mit Hölzern, aber

während der 22. Eggerzum.

auch mit den aktuellen kühlen Grautönen.

Kühle Grautöne, wie Moonlight Grau, Perlgrau, Staubgrau und Onyxgrau, lassen Hölzer in Kombination leichter wirken. Auch der gedeckte Blauton Alpensee mit der perfekt matten Struktur erzeugt diesen Effekt in Kombination mit hellen Hölzern und Steinen. Dem Trend „Casual Glamour“ entsprechen außerdem leichte, metallische Farben wie Quarz aluminium, ein sehr heller, fast schon als Weißaluminium zu betrachtender Farbton, sowie Quarz bornit, ein reiner Kupferfarbton, in Kombination mit aktuellen Hölzern. INTENSIVE UNIS EMOTIONALISIEREN Neutrale und flexible Produkte brauchen eine persönliche Note, die durch emotional wirkende Elemente im Design erzeugt werden kann. Egger wird dieser Anforderung durch intensive, aber wertige Unifarben in Retroanmutung, aber als „Colourblocking“ auch ungewöhnlich neu, gerecht.

46 | küche + architektur

ALPENSEE

Als intensive Akzentfarben kommen hier Smaragd, Caramel, Lipstick und Limonengrün ins Spiel. Sie erzeugen mit ihrer Struktur Perfect matt besondere Effekte im Zusammenspiel mit Hölzern, aber auch mit den aktuellen kühlen Grautönen. VINTAGE-OPTIK WECKT WOHNLICHKEIT Eiche Linate mit einem leichten Grauanteil im Charakter eines gebrauchten Holzes, lässt sich gut mit den kühleren Grau- und Schlammtönen kombinieren. Das rustikale und natürliche Holz, das durch Brushed Wood haptisch erlebbar wird, eignet sich für emotionale Gestaltungen. Einen ausdrucksstarken Akzent setzt die Norrland Esche. Ihre sandgestrahlte Optik überzeugt durch wirkungsvolle Natürlichkeit mit einer außergewöhnlichen Tiefenwirkung. Die Aland Pinie hingegen verbindet eine elegante Streifigkeit mit rustikalen Elementen, die für eine Belebung im Dekorbild sorgen.

MOONLIGHTGRAU

„Birke einmal anders“ verspricht das Dekor Stavanger Birke. Durch die starke Bürstung der Oberfläche hat dieses Dekor eine sehr schöne Tiefenwirkung und zeigt zugleich viel Farbspiel, was viele Kombinationen mit UniFarben zulässt. Die Sonnenberg Lärche zeigt hingegen eine sehr authentische Used-LookOptik, die sich gut für Arbeitsplatten in Verbindung mit hellen Unis, wie Weiß, Magnolie oder Kaschmir, eignet. DEKORE FÜR DIE SINNE Einen besonderen Stellenwert nimmt das haptische Erleben der neuen Dekore ein. Die Tiefenstrukturen der Oberflächen sorgen für eine noch natürlichere Anmutung und damit für noch mehr Emotion. Zu diesen Struktur-Highlights und den drei bereits etablierten Synchronporen-Oberflächen Feelwood elegance, Feelwood nature und Feelwood ambiance präsentierte Egger drei neue Oberflächen-Studien. Beim De-

STAUBGRAU


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

DAS ZWEITE OBERGESCHOSS im Forum Brilon, das erst im Vorjahr eröffnet wurde, bietet Einblicke in aktuelle Dekortrends sowie in die Entwicklungsarbeit des hauseigenen Designteams. MAYA GRAU

kor Halifax Eiche wurde die Synchronporen-Oberfläche Feelwood rift nicht nur auf das Porenbild der Holzmaserung passend verpresst, sondern auch die zum Dekor dazugehörigen Risse und Spiegel haptisch erlebbar gemacht. Die zweite SynchronporenNeuentwicklung Feelwood pure wurde auf dem Dekor Norrland Esche gezeigt, die als gebürstet angelegte Oberfläche den Charakter einer rohen Holzoberfläche zeigt. Sparkle ist eine neue Arbeitsplatten-Struktur mit einer matten, leicht strukturierten Oberfläche. Ihre vereinzelt glänzenden Partien verleihen Steindekoren eine zusätzliche Tiefe. SO EDEL WIE STEIN Der ruhige Granit Tessina überzeugt mit einer perfekten Haptik und feinen Details, wie etwa kleinen optischen Vertiefungen. Das Dekor in den Farbstellungen Creme, Terra und Weiß kann entweder als Arbeitsplatte zu markanten und farblich lebhaften Hölzern eingesetzt

LIMONENGRÜN

werden, oder auch im Verbund als Front und Korpus für einen Unterschrank-Block. Als Farbkontrast zu Unifarben im Frontbereich eignet sich das lebendige Arbeitsplatten-Dekor Diamond Slate, ein großflächig angelegter Schiefer mit viel Farbspiel. Das Sandstein-Dekor Maya erhält seinen ganz besonderen Charakter durch feine Adern, die mit einer Längs- und Querorientierung verlaufen und dadurch den Stein beleben. Das zweite Obergeschoß im Forum Brilon, das erst im Vorjahr eröffnet wurde, bietet Einblicke in aktuelle Dekortrends sowie in die Entwicklungsarbeit des hauseigenen Designteams. Designexperte Klaus Monhoff: „Wir zeigen beispielswiese die Dekorentwicklung auf Digitaldruckbasis oder Dekorideen mit konkreten Anwendungsbeispielen. Außerdem bietet die Ausstellungsfläche Raum für regionale Trends, anhand derer unsere Kunden auch Exportchancen erkennen können.“

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küche + architektur | 47


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Foto: Clarion Events Deutschland GmbH

Positive Bilanz ZOW trotzt schwierigen Rahmenbedingungen

Die Bilanz der Organisatoren der 20. ZOW ist positiv: Mehr als 12.500 Fachbesucher aus 79 Ländern wurden vom 10. bis 13. Februar in Bad Salzuflen gezählt und die Mehrheit der 485 Aussteller zeigte sich mit der Nachfrage und dem Orderverhalten der potenziellen Geschäftspartner zufrieden.

T

rotz schwieriger Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, die ZOW im Sinne unserer Aussteller und Besucher erfolgreich zu gestalten“, resümiert Horst Rudolph, Geschäftsführer des Messeveranstalters Clarion Events Deutschland. Die Möbelzulieferer, die ihre Leistungsfähigkeit und Innovationsstärke auf einer Fläche von rund 27.000 Quadratmetern darboten, kamen zu 56 Prozent aus dem Inland, gefolgt von Italien, der Türkei, Österreich und Polen als den wichtigsten Ausstellernationen unter 32 Ländern. Einige große Beschlaghersteller sahen in diesem Jahr zwar von einer Teilnahme ab und die Ausstellungsfläche war geringer als im Vorjahr – aber über 50 neue Aussteller fanden den Weg nach Ostwestfalen-Lippe. Sieben Zulieferunternehmen waren zum 20. Mal auf der ZOW, z. B. Westag & Getalit, der Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen, RhedaWiedenbrück, dessen Geschäftsführer Markus Sander betonte: „Die ZOW ist für uns eine ideale Ergänzung zur Interzum. Und solange wir auf dem Branchenevent unsere Kunden treffen und neue Kontakte knüpfen können, wird unser Unternehmen zu den Ausstellern gehören.“ Auf der 21. ZOW in Bad Salzuflen vom 9. bis zum 12. Februar 2015 sollen in Foren Wettbewerbsvorteile in den Vordergrund gestellt und Chancen entlang der Prozesskette aufgezeigt werden. „Mit dem Trend zum Unikat wird es noch wichtiger, Zulieferer und Produzenten miteinander zu vernetzen. Schließlich beeinflusst er die gesamte Wertschöpfungskette – vom Design über www.zow.de Produktion und Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb“, so Horst Rudolph.

Lichtdesign in Weiß LED-Chips bei Elektra … … werden seit der ZOW weiß sein. Obwohl die gelben Module durchaus akzeptiert wurden, hat das Unternehmen der Forderung des Marktes nach einer weißen Oberfläche der Module im ausgeschalteten Zustand Foto: Elektra

Folge geleistet.

D

urch eine Weiterentwicklung der COB-Technologie erzeugen weiße Flächen-LEDs nun auch bei ausgeschaltetem Licht ein neutrales Bild in Schränken, Regalen und an Decken. Die Leuchten passen sich so ganz unauffällig in das Möbeldesign und in Interieurs ein. Die neue Technologie bringt die gleichen lichttechnischen Parameter mit und erfüllt alle Standards der Vorgängervarianten. Die auf der ZOW vorgestellten Lampen und Leuchten sind teilweise bereits lieferbar, alle anderen Module werden ab Oktober zur Verfügung stehen. Auch bei der Steuerung der Lichttemperatur, die Elektra bisher mit SMD-Modulen umsetzte, wird die weiterentwickelte COB-Technologie neue Möglichkeiten eröffnen und höhere Leistungen der Leuchten ermöglichen. Die jetzt gezeigten Module zur Farblichtsteuerung sollen in den bewährten Elektra-Leuchten umgesetzt werden und mit integrierter Sensor- oder Fernsteuewww.elektra.de rung zur Verfügung stehen.

48 | küche + architektur


Beschlag | TECHNIK + KOMFORT

Maximale Flexibilität – minimales Einbaumaß Der neue Baselift von Linak „Wir haben es in diesem Jahr geschafft, viele Küchenkunden für das Thema Ergonomie zu begeistern. Sowohl auf der LivingKitchen als auch auf den Herbstmessen

DER NEUE BASELIFT

konnte man diesen Trend verfolgen“, freut sich Christoph

lässt sich einfach

Messing, Deskline® SBA Manager Linak GmbH.

Sockel integrieren

und schnell in den

A

CHRISTOPH MESSING, Deskline® SBA Manager Linak GmbH. Als Entwicklungstreiber des neuen Baselift synchronisierte er die Wünsche der Küchenmöbelindustrie mit dem Know-how des Linak-Entwicklungsteams.

Fotos: Linak

uf Wunsch der Kunden hat das Unternehmen die elektrische Hubsäule nochmals überarbeitet und noch besser an die durchschnittliche Sockelhöhe der Küchen angepasst. „Jetzt ist die elektrische Höhenverstellung von großen Korpusteilen auch möglich, ohne den Aufwand, Hubsäulen in den Korpus zu integrieren“, so der engagierte Manager. Der neue Baselift von Linak bietet bei einer Einbauhöhe von nur 10 Zentimetern auch eine Hublänge von 10 Zentimetern. Damit passt der Baselift leicht unter einen Sockel. Das System ist einfach zu montieren und skalierbar: Bis zu 16 Baselifts lassen sich miteinander kombinieren. Die Hubkraft eines Baselifts liegt bei 1.500 Newton. Kombiniert man mehrere Baselifts, lassen sich bis zu zwei Tonnen heben und senken. „Unser Ziel ist es natürlich noch mehr Kunden für das Thema Ergonomie zu begeistern. Körpergerecht geplante Küchen sollten die Möglichkeit bieten, sich an den Nutzer und an die entsprechende Innenarchitektur anzupassen, gerade unter dem Aspekt, dass heute beide Partner in der Küche kochen“, betont Christoph Messing. Perfektes Arbeiten in der Küche ist auch immer eine Frage der richtigen Höhe. Mit einer ergonomisch optimalen Position erledigen sich viele Aufgaben viel leichter. Linak bietet zahlreiche Lösungen für ergonomisches und komfortables Arbeiten in der Küche. Im Mittelpunkt steht immer die elektrische lineare Bewegung mit unterschiedlichen Verstellsystemen.

BIS ZU 16 BASELIFTS lassen sich miteinander kombinieren. küche + architektur | 49


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Mehr Komfort für Küche, Hauswirtschaftsraum und Bad Hailo – Multifunktionale Mülltrennungs- und Ordnungssysteme

Kundennähe hat für den Spezialisten für multifunktionale Abfalltrennungs- und Ordnungssysteme Hailo grundsätzlich erste Priorität. „Deshalb steht es für uns außer Frage, auch in diesem Jahr auf der ZOW in Bad Salzuflen zu sein und unseren Kunden sowohl einen Einblick in unser Sortiment als auch in unsere neuesten Produktentwicklung zu vermitteln“, betont Marketingchef Frank Peter Koch.

D DER HAILO LAUNDRY-CARRIER (oben) bietet mit seinen beiden großvolumigen Systemkörben ausreichend Platz für zwei volle Waschmaschinenladungen DER NEUE HAILO SEPARATO-SWISS (unten) ist in Form und Größe exakt auf Schweizer Abfallsäcke abgestimmt.

ie Produkte des Traditionsunternehmens aus Haiger zeichnen sich durch zeitgemäße Funktionalität, und maximalen Bedienkomfort aus. Zudem orientieren sie sich an den Anforderungen zeitgemäßer Innenarchitektur. Optimierte Stauraumorganisationen sind in diesem Zusammenhang definitiv ein Muss. Dass diese Philosophie nicht in der Küche enden muss, beweist das Unternehmen in diesem Jahr durch intelligente Lösungen für Hauswirtschaftsräume und Bäder. Nicht nur in der Küche, sondern auch in Waschküchen ist eine aufgeräumte Optik erwünscht. Zudem erleichtern entsprechende Behälter das Sortieren von Schmutzwäsche unterschiedlichster Art oder auch die Aufbewahrung und den Transport frisch gewaschener Wäsche. Hailo spielte an diesem Punkt sein großes Know-how über eingebaute Abfalltrenn- und Ordnungssysteme aus und kreierte auf der Basis bewährter Produkte im umfangreichen Sortiment den neuen Hailo Laundry-Carrier für 45 cm oder 60 cm breite Unterschränke. Der Hailo Laundry-Carrier bietet mit seinen beiden großvolumigen Systemkörben ausreichend Platz für zwei volle Waschmaschinenladungen: Jeder Korb hat ein Fassungsvermögen von 33 Litern. Die Behälter sind mit ihren ergonomisch geformten Griffen leicht zu entnehmen, bequem zu tragen und vor allem überall standfest zu positionieren, wenn sie nicht im Schrankauszug eingehängt sind. Und wird einmal in der Waschküche nicht gearbeitet, verschwindet sämtliche Wäsche unsichtbar hinter der Schrankfront. BEWÄHRTE TECHNIK – NEUE ANWENDUNG Die beiden in ansprechendem Weiß oder Hellblau erhältlichen Wäschebehälter werden einfach in einen Überauszug eingehängt, dessen hochwertige Auszugsschienen für ein sicheres und ruhiges Laufverhalten auch im voll beladenen Zustand sorgen. Die Seitenwandmontage des für 530 Millimeter Tiefe geeigneten Systems ist dank einer anwenderfreundlichen Schablone denkbar einfach. Ein weiterer Vorteil: Egal, ob 16 oder 19 mm Seitenwandstärken beim Schrank – das System justiert sich selbst. Noch komfortabler wid der Laundry-Carrier durch die Installation des Hailo Libero – Hands Free Opener. Die Öffnungsunterstützung ermöglicht ein automatisches, komfortables Öffnen aller Auszugs- und Abfalltrennsysteme mit Frontanbindung. DIE ABFALLTRENN-SPEZIALLÖSUNG FÜR ALLE SCHWEIZER Halio exportiert bereits heute in 80 Länder der Welt. Aus diesem Grund geht das Unternehmen auch auf marktspezifische Anforderungen ein. Ein Beispiel ist hier z. B. der neue Hailo

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Fotos: hailo

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Separato-Swiss, der perfekte Behälter für Schweizer Abfallsäcke. In Form und Größe exakt auf diese Müllsäcke abgestimmt, wurde das Abfall-Trennsystem mit großvolumigen Spezialeimern für Unterschränke mit vorhandenem Auszug konzipiert und fasst Müllsäcke mit 35 Litern Inhalt. Der klappbare Eimerbügel fixiert den Müllbeutel ohne Volumenverlust und ohne Verringerung der Einwurföffnung. Und Hailo wäre nicht Hailo, böte der Hailo Separato-Swiss je nach Schrankbreite nicht noch ein bis drei praktische Utensiliendepots. Bei Schränken mit 45 cm Breite existiert hinter dem großen Spezialeimer ein Fach, in dem beispielsweise Putzmittel ihren Platz finden können. Bei einer Schrankbreite von 50 cm gibt es die Möglichkeit, ein weiteres Staufach zu positionieren. Bei Schränken mit 55 oder 60 cm sind es sogar drei Staufächer. In allen drei Fällen wird der Separato-Swiss auf den Schubkasten montiert. Die Kunststoffteile des 35-Liter-Eimers sind hell- und dunkelgrau gefärbt. Übrigens kann auch der Separato-Swiss mit dem Hailo Libero – Hands Free Opener kombiniert werden.

DER HAILO BAD-

KOSMETIKABFÄLLE IM BAD DISKRET VERSCHWINDEN LASSEN Dass auch im Badezimmer Abfälle anfallen, steht außer Frage. Für diesen Bereich bietet das innovative Unternehmen nun eine komfortable Alternative zu den meist freistehenden kleinen Abfalleimern, die in vielen Privathaushalten, aber auch in Hotels zum festen Bestandteil von Badezimmern gehören. Der Hailo Bad-Kosmetikeimer lässt sich gleich in drei verschiedenen Anwendungssituationen einsetzen: Er eignet sich sowohl für Unterschränke mit Drehtüren, für Unterschränke mit vorhandenem Auszug oder auch zur Wandmontage. Er lässt sich deshalb auch nachträglich problemlos in vorhandene Möbel einbauen. Die Montage ist denkbar einfach, denn die Schraubenlöcher der Wandhalterung sind sehr leicht zugänglich. So lassen sich bei einer Anbringung außerhalb des Möbels ohne Schwierigkeiten die Fugen ansteuern, so dass die Fliesen nicht beschädigt werden. Die kompletten Eimerteile werden nach der Befestigung der Wandhalterung einfach in diese eingehängt. Selbst die Montage in schwer zugänglichen Nischen, an Drehtüren, Frontauszügen oder Wänden gelingt so ohne Weiteres. Hailo bietet den BadKosmetikeimer aus weißem stabilem Kunststoff und in schöner Optik in drei verschiedenen Höhen an. Das Fassungsvolumen entspricht dadurch sieben, acht bzw. zehn Litern. Die schmale, hohe Form des Eimers eignet sich auch zur Entsorgung von Spraydosen und Shampooflaschen. Der praktische Schwingdeckel des Bad-Kosmetikeimers schließt automawww.hailo-einbautechnik.de tisch nach jedem Einwurf.

Marketingchef Hailo

KOSMETIKEIMER eignet sich sowohl bei Unterschränken mit Drehtüren (Bild), bei Unterschränken mit vorhandenem Auszug oder auch zur Wandmontage.

FRANK PETER KOCH,

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DIE LEDs im Klappenbeschlag „Neolift“ erzeugen fein dosiertes Licht

All out of one Hand Samet überzeugt durch innovative Beschlagtechnologie

im Möbel. Klappen halten in jeder beliebigen Position; durch die integrierte Dämpfung gleitet die Klappe sanft und leicht zurück.

Der türkische Beschlaghersteller Samet gehörte mit seinem 200 m² großen Messestand in der Halle 22.1 zu den größten Einzelausstellern der diesjährigen ZOW. Das Unternehmen, das erst im April vergangenen Jahres seinen Showroom eröffnet hat, präsentierte den Messebesuchern – ganz nach dem Prinzip alles aus einer Hand – seine Kompetenz in Sachen Scharnier- und Auszugtechnik, Klappenbeschläge und Lichttechnik.

F ULRICH SPLETH, Geschäftsführer Samet GmbH in Bad Oeynhausen, zeigt sich mit der Resonanz auf seine Produkte gut zufrieden.

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ür Ulrich Spleth, Geschäftsführer der Samet GmbH in Bad Oeynhausen, bot sich durch die Absagen der großen Beschlaghersteller die Chance, dass das Samet-Produktspektrum im Rampenlicht steht. „Wir erhalten in diesem Jahr die ungeteilte Aufmerksamkeit der Fachbesucher und haben damit viele Möglichkeiten, unsere Leistungsfähigkeit und die Qualität unserer Produkte unter Beweis zu stellen.“ Bei der Möbelindustrie hat sich Samet bereits einen guten Namen gemacht. Die innovativen Produkte des Herstellers kommen hier bereits stärker zum Einsatz. „Für die Küchenmöbelindustrie ist es aufgrund der Komplexität der Herstellungsverfahren mit einem höheren Aufwand verbunden, den Beschlaglieferanten zu wechseln“, weiß Ulrich Spleth noch aus Erfahrung. Langfristig gesehen, rechnet sich der Branchkenner aber auch hier gute Chancen für Samet aus. Nicht umsonst steht das Unternehmen für kundenorientierte Neuentwicklungen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Scharnierserie „Impro“ mit ihrem durchgängigen und optisch ausgewogenen Design. Eine 5-Stufen-Dämpfung ermöglicht das auf den persönlichen Komfort oder auf Türgröße und -gewicht abgestimmt gedämpfte, selbsttätige Schließen der Möbeltür. Mit dem Soft Cover „Ela“ passt sich das Scharnier dem Möbeldesign an. „Smart Slide“-Führungen gehören seit vielen Jahren zum festen Bestandteil des Samet-Programms und finden in allen Wohnbereichen bereits vielfältige Anwendungen. Schon auf der interzum 2013 wurde die als Vollauszug konzipierte Unterflurführung mit der Push-open Soft Close-Funktion serienreif den Besuchern vorgestellt. Der Push-open Soft Close-Mechanismus ist komplett in der Führung integriert, so dass Blenden oder Korpusse unverändert bleiben. Mit den bis zu 30 kg belastbaren „Smart Slide“-Führungen lassen sich moderne Einrichtungskonzepte mit hohem Bedienkomfort für alle Wohnbereiche leicht umsetzen. Durch die Unter-


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Fotos: Samet

SCHARNIERSERIE „IMPRO“ und Soft Cover „Ela“ punkten mit durchgängigem und optisch ausgewogenem Design.

flurmontage wirkt die Technik unsichtbar, ohne die Optik im Inneren des Schrankes zu stören. Die Führungen gibt es in Nennlängen von 250 bis 600 mm. Die stufenlose Höhenverstellung erfolgt werkzeuglos über ein Stellrad und garantiert ein perfektes Fugenbild. SO FILIGRAN KÖNNEN KLAPPENBESCHLÄGE SEIN Dass Möbelklappen sich komfortabel öffnen lassen und sanft und leise wieder schließen, ist in modernen Küchen und Badezimmern eine Selbstverständlichkeit. Wenn der Schrank geöffnet ist, sehen die Beschlagsysteme meist weniger trendy aus. Die Technik wirkt klobig und trübt das sonst so durchgestylte Bad- oder Küchenmöbel-Arrangement. Anders das „MonoLift/DuoLift“-Klappensystem von Samet. Hier haben die international renommierten Designer Defne Koz und Marco Susani ein minimalistisches Design entwickelt, das funktional und optisch punktet. Die extrem schlanke Form des Beschlaggehäuses optimiert das Design im Schrankinnenraum und trägt dazu bei, dass der Platz besser ausgenutzt werden kann. Um die Größe des Beschlaggehäuses deutlich zu reduzieren, wurden alle Bauteile des Systems platzsparend angeordnet. So wurde zum Beispiel die Gasdruckfeder für die Dämpfung nicht gerade, sondern diagonal positioniert, so dass die Form des Gehäuses sehr filigran und harmonisch wirkt. Auf Kundenwunsch kann das Logo des Herstellers auf die Gehäusekappe aufgebracht werden. Das Klappensystem ist für Holz- und Aluminiumfronten geeignet. Nach der Montage lässt sich das „MonoLift/DuoLift“-System auf das Gewicht und die Größe der Klappe einstellen. BATTERIEBETRIEBENE INNENSCHRANKBELEUCHTUNG Seit über vier Jahren produziert Samet seine Lichtlösungen in einem eigenen Fertigungsbereich. Dabei fungiert die Entwicklungsabteilung als Ideengeber, um Licht als trendorientiertes Element in die Möbelgestaltung zu integrieren. Beim Klappenbeschlag „Neolift“ z. B. erzeugen integrierte LEDs ein fein dosiertes Licht, mit dem sich der Schrankinnenraum komfortabel ausleuchten lässt. Dabei entfällt für die mit Batterien betriebenen LEDs jede Verkabelung. Einmal geöffnet, hält die Klappe in jeder beliebigen Position. Ein leichter Zug genügt und der Klappenbeschlag gleitet sanft und gedämpft in seine Ausgangsposition zurück. Der Klappenbeschlag ist für alle gängigen Schrankhöhen und Klappengewichte konzipiert. Die Farben Weiß, Grau und Hellgrau ermöglichen, den Beschlag an die Optik des Möbelkorpus anzupassen.

FUNKTIONALE TECHNIK hinter schlankem Design: Das „MonoLift“Klappensystem für einteilige Möbelfronten.

DER PUSH-OPEN SOFT CLOSE-Mechanismus befindet sich in der Führung, so dass keine konstruktiven Veränderungen beim Möbel nötig sind.

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Fotos: Rehau

RAUVOLET metallic-line ist ein fertig konfektioniertes Komplettsystem. Der Rauvolet Rollladenkonfigurator jetzt mit intuitiver Bedienung und vereinfachter Menüführung

Anwenderfreundlichkeit groß geschrieben Rehau mit Neuentwicklungen und Optimierungen

Die Themen, die Rehau zur ZOW vorbereitet hatte, waren u. a. das neue Wandabschlussprofil Rauwalon Systemlinie 2, ein neues Rollladenführungssystem und die verbesserten Online-Services für Schreiner und Innenausbauer.

B KOSTENFREIER Musterservice: Per Mausklick zur optimalen Kante

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ei Rehau hat man sich nicht nur der Produktentwicklung gewidmet, sondern bietet zusätzlich zum Lagerprogramm besonders Innenausbauern und Schreinern eine optimierte Online-Plattform mit zahlreichen Serviceleistungen. Unter www.rehau.de/ rehau-express-collection wurde das Angebot noch einmal deutlich erweitert und überarbeitet: Technische Informationen, Produktauskünfte, anschauliche Montagevideos, Referenzobjekte und Produktbroschüren finden sich dort ebenso wie der Online-Kollektionsverbund, der Musterservice, der Rollladenkonfigurator, die Rehau Händlersuche, der Terrassenplaner Relazzo oder die Downloadmöglichkeit von Verkaufsunterlagen. Praktisch in der täglichen Arbeit ist die internetgestützte Farb- und Dekorsuche im Kollektionsverbund unter www.rehau.com/collection. Verbesserte Funktionen sowie ein neues Design erleichtern es dem User, intuitiv und schnell mit wenigen Klicks die passende Kombination aus dem Kantenwerkstoff Raukantex und 15.000 Platten- und Laminatdekoren der führenden nationalen und internationalen Hersteller zu ermitteln. Bei führenden Plattenherstellern findet die Kantenzuordnung sogar auf Oberflächenebene statt – das heißt, der Verarbeiter muss nicht einmal mehr die richtige Prägung und Lackart selber aussuchen. Vom Kollektionsverbund zum Musterservice ist es nur ein kleiner Schritt. Nachdem eine oder mehrere Kanten ausgewählt wurden, kann der Anwender sich unter www.rehau.de/kollektionsverbund maximal zehn Originalmuster pro Bestellung aus der Raukantex Kollektion, ob aus der Basic Collection oder aus der Premium Collection mit edlen Kanten, z.B. Glas-, Metallund 3D-Optik, kostenfrei zusenden lassen – ganz einfach und ohne Registrierung. Gut, um sich vom idealen Zusammenspiel zwischen Kante und Platte zu überzeugen sowie Prägung, Glanzgrad und Dekorqualität zu prüfen. Und selbstverständlich wurde auch der Rollladenkonfigurator unter www.rehau.de/rollladenkonfigurator mit einer vereinfachten Menüführung und einer selbsterklärenden Benutzeroberfläche nicht vergessen. Sieben Schritte bringen den Verarbeiter zum maßindividuell konfektionierten und einbaufertigen Schrankrollladensystem ab Stückzahl 1. Abgerundet wird www.rehau.com dieser Service mit Zeichnungen, Einbauanleitungen und -videos.


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Fotos: Gronbach

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Innovation mit System Gronbach stellt sich vor

Das Familienunternehmen Gronbach zeigte seine Produkte und seine Kompetenz in der Edelstahl- und Aluminiumverarbeitung zum ersten Mal in Bad Salzuflen anlässlich der ZOW. Seit über 50 Jahren widmet sich das Unternehmen aus Wasserburg am Inn der Veredelung von Metalloberflächen, der Metallverarbeitung, Eloxal-Behandlung und Pulverbeschichtung.

A

n vier Standorten, neben Wasserburg zählen dazu Niederndorf, Österreich, Laag, Italien, und Michalovce, Slowakei, fertigen insgesamt rund 600 Mitarbeiter sowohl designorientierte Produkte als auch mechanische wie kinematische Einzelbauteile, ganze Baugruppen bis hin zu OEM-Geräten, z.B. Wärmeschubladen und Kaffeevollautomaten für Weltmarktführer. Ob Haushaltsgeräte, Leuchten, Unterhaltungselektronik oder im Möbelbereich, Gronbach hat sich als Systempartner und Zulieferunternehmen europaweit einen Namen gemacht. Auf der Messe zeigte das Team um Geschäftsführer Simon Moser u. a. neben einem Sockelsauger, der durch seine ausgeklügelte Funktionalität und die hervorragende Materialverarbeitung überzeugte, eine 140er Vakuumschublade, die zusammen mit dem entsprechenden Dampfgarer perfekt in die 600er Nische passt, eine Kühlschublade für Kosmetika sowie einen edlen Aluminiumschubkasten und ein Regalsystem.

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Durch den dualen Aufbau aus zwei hochwertig eloxierten Aluminiumzargen und wahlweise einer Aluminium Rückwand bietet die Schublade „Uniqcase“ vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, unterstützt durch unterschiedliche Oberflächen und ein breites Farbspektrum. Dazu tragen verschiedene Zargenhöhen, kompatibel zu den gängigsten Unterflurführungen, bei. Das filigrane und saubere Design wird gewahrt, da die Zargen aus einem Hohlprofil bestehen und die Möbelfront direkt in ihr befestigt werden kann. Mit „Uniqsystem“ wurde eine Inneneinteilung als Studie vorgestellt, die aus Aluminiumprofilen, Leder- oder Stoffeinsätzen und flexiblen Inneneinteilern eine praktikable, designbetonte Ergänzung der Schublade vorstellt. Griffe dazu waren als „Uniqtouch“ präsent, haptisch und optisch perfekt in ihrer modernen Gradlinigkeit. FLEXIBEL MIT SYSTEM Beispielhaft für die Flexibilität und den Erfindungsgeist von Gronbach steht das Regalsystem „Uniqshelf “, zeitlos klar im Design, von hoher Qualität. Ohne Werkzeug mit nur einer einfachen Handbewegung sind die Regalböden stufenlos zu verstellen. Ob im Wohnraum, Küche, Bad oder auch als funktionale Ladeneinrichtung ist das Uniqshelf Regalsystem so vielseitig einsetzbar, dank des hochwertigen, eloxierten Aluminiumrahmens in Kombination mit den Fachböden, die der Schreiner individuell mit Materialien wie Holz oder Glas anpassen kann. Dabei kann jeder Regalboden bis zu 15 www.gronbach.com Kilogramm tragen.


Licht | TECHNIK + KOMFORT

Die Zukunft heißt OLED L&S und Osram entwickeln gemeinsam mit Kunden aus der Möbelindustrie

Licht ist essentiell für unser modernes Leben und bietet viele Möglichkeiten, die Lebensqualität zu erhöhen und so für mehr Wohlbefinden zu sorgen. Durch die Wahl des passenden Leuchtmittels, der Position und der Lichtverteilung der Lichtquelle lässt sich ein äußerst komfortabler Lebensraum schaffen. Eckhard Halemeier hat sich seit vielen Jahren der Lichttechnik verschrieben und entwickelt intelligente Lösungsansätze für die Möbel-, Küchenmöbel- und Badindustrie. Heute tut er das für und mit der L&S-Gruppe, die sich auf internationaler Ebene einen Namen in Sachen hochwertiger Qualitätsbeleuchtung gemacht hat.

D

as ist eines der besten Produkte, die wir je entwickelt haben“, strahlt Eckhard Halemeier und verweist auf einen illuminierten Bad-Spiegel, dessen Lichtfarbe sich je nachdem, ob Frau sich schminkt oder Mann sich rasiert, individuell anpassen lässt. Ob Strahler, Unterbauleuchte oder Innenbeleuchtung, die L&S Produkte sind das Ergebnis intensiver Forschung vor allem aber auch kontinuierlicher Zusammenarbeit mit den einflussreichsten Herstellern des Einrichtungsbereichs. ORGANISCHE LICHT EMITTIERENDE DIODEN Da ist es kaum verwunderlich, dass Eckhard Halemeier auf das aktuellste Forschungsprojekt von L&S und Osram hinweist. Das Thema: OLED (Organische Licht emittierende Dioden) „Im Vergleich zu anderen marktüblichen Leuchtmitteln sind OLED Flächen- und keine Punktlichtquellen. Der größte Erfolg ist in den Bereichen zu erwarten, in denen die Alleinstellungsmerkmale von OLED optimal zur Geltung kommen. Das ist etwa in extrem dünnen, effizienten und transparenten Flächenstrahlern mit sehr guter Lichtqualität der Fall. Ideal also für Küche und Bad. Lediglich 2 Millimeter dünn geben sie ihr angenehmes, warmes und homogenes Licht über die gesamte Oberfläche diffus ab. Sie bestehen aus einem Glas–Substrat, einer transparenten Elektrode, einer oder mehreren organischen Schichten sowie einer Gegenelektrode, die ebenfalls transparent sein kann. OLED–Komponenten sind vergossen und somit gegen Oxidation und Feuchtigkeit geschützt. Sie lassen sich vollständig und stufenlos dimmen. Anders als Energiesparlampen enthalten OLEDs keine giftigen Stoffe, sondern

nur Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und einige andere Elemente. Außerdem sind sie recyclingfähig“, erläutert Eckhard Halemeier die Vorteile der OLED. Momentan sind OLED im Vergleich zu konventionellen Leuchtmitteln noch deutlich teurer und eignen sich daher in erster Linie für den Premiumsektor. Doch durch den verbreiteten Einsatz der neuartigen Substrat- und Verkapselungsprozesse sind mittelfristig nennenswerte Kostenreduktionen zu erwarten. Die Effizienz von OLED aus Serienfertigung liegt derzeit bei etwa 40 lm/W. Damit sind sie effizienter als konventionelle Glüh- oder Halogenlampen, erreichen aber noch nicht die Effizienz von Leuchtstofflampen und LED. Anwendungsnahe Labormuster haben allerdings schon eine Effizienz von 87 lm/W erzielt und nähern sich damit dem Niveau von Leuchtstofflampen. Man erwartet sogar weitere Steigerungen. „Bei vielen technisch identischen Produkten macht das Design oftmals den entscheidenden Unterschied. Die OLED-Technologie bietet einen hohen Gestaltungsspielraum für Leuchtendesigner. Die Lichtquelle wird nicht mehr versteckt, sondern als integraler Bestandteil der Leuchte eingesetzt. Dadurch bieten sich immens viele Designmöglichkeiten. In OLED liegt die Zukunft“ betont Eckhard Halemeier. Warmweißes OLED-Licht wirkt beruhigend und wird daher zukünftig immer häufiger in der privaten Umgebung eingesetzt. Hier wird nicht nur die Wahrnehmung des Lichts beeinflusst. Auch die Wirkung des gesamten heimischen Interieurs verändert sich mit der OLED-Beleuchtung. Das weiche, flächige Licht schafft eine Beleuchwww.ls-deutschland.de tungssituation mit sehr sanften Schatten.

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ARCHITEKTUR + TREND | Material

Pfleiderer – eine starke Marke Ein Sortiment, das so gut wie keine Wünsche offen lässt

Rund 50 Neuheiten präsentierte der Holzwerkstoffverarbeiter Pfleiderer in diesem Jahr seinen Gästen, die zu 90% aus der Industrie kommen. Die Ausstellung des Unternehmens in der Villa Dürkopp, Bad Salzuflen, die das Unternehmen bereits seit einigen Jahren zeitgleich mit der ZOW initiiert, war mehr als gut besucht.

A

uch hier, wie bereits auf der vorjährigen Interzum, nimmt Pfleiderer die Plattform in Bad Salzuflen zum Anlass, um seine Kunden erneut von dem vielseitigen und flexiblen Sortiment seines individuellen Dekor-Struktur-Verbunds zu überzeugen. Und wie Stefan Göldner, Leitung Kommunikation des Unternehmens, betonte, nehmen mittlerweile zahlreiche Architekten und Planer das markenübergreifende Angebot des Unternehmens an. In entspannter Atmosphäre diskutieren Interessenten aus den o.g. Branchen mit Dekormanagerin Maren Wilbrandt über Trends von heute und morgen. Dabei wird natürlich nicht jedes der präsentierten Dekore aufgenommen. Darüber entscheiden letztendlich die Kunden: In Anlehnung an die aktuellen Polsterlederfarben sticht Leather Line ins Auge. Dabei setzt Pfleiderer bei den eher graubraun erscheinenden Designs mit einem leichten rötlichen Akzent eine individuelle Note. So entstehen Unis, die sich harmonisch mit zahlreichen Holzdekoren kombinieren lassen und sogar bereits in Produktions-Breite im Verbund verfügbar sind. MARKANTE HOLZDEKORE Inspirierend, z. B. für den Schiffsbau, zeigt Zitronenholz in den Nuancen Honig, Bernstein, Cognac und Ebenholz seine besonders edle Wirkung, wobei das Perlmutt in diesem Dekor die eher frisch moderne fast coole Optik unterstreicht. Leicht wellenförmige Fasern bzw. faszinierende Zeichnungen kennzeichnen dieses edle Holz. Bei entsprechender Lichteinwirkung zeigt dieses Dekor seine strahlend glitzernde Seite, die durch eine Hochglanz-Oberfläche noch unterstrichen wird.

Fotos: Pfleiderer

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Material | ARCHITEKTUR + TREND

IN ENTSPANNTER ATMOSPHÄRE die Trends von morgen diskutieren und bestimmen, das bietet Pfleiderer seinen Kunden in Bad Salzuflen. STEFAN GÖLDNER, Leitung Kommunikation Pfleiderer BETON STEIN

Schmale Blumen und angeschnittene Partien ermöglichen den Einsatz der neuen universalen Buche in einer hellen, grau angehauchten Interpretation im horizontalen und vertikalen Bereich. Oder auch Buche in ihrer natürlichsten Form: Äste und dunkle Kern-Einläufe bestimmen das markante Holzbild dessen uriger Gesamteindruck durch eine leichte Plankung und die für Buche typischen Markstrahlen unterstrichen wird. Sie ergeben eine ideale Arbeitsplatte in trendgerechten Farbstellungen. Für den vertikalen Einsatz ist ML die ideale Oberfläche, gibt sie doch den samtigen Charakter des frisch geschliffenen Holzes perfekt wieder. Nussbaum: Das bestechende Druckbild mit seinen eingewachsenen Ästen entspricht exakt den heute aktuellen massiven Nussbäumen in edler Verarbeitung. Mit der Struktur MO lassen sich damit sehr hochwertige und authentische Möbelgestaltungen verwirklichen. Die Kombination aus Eleganz und Natürlichkeit interpretiert die Marone. Schmal angeschnittene Blume und verschiedenartige streifige Bereiche in einem harmonischen Farbspiel schaffen ein angenehmes Ambiente. Variantenreich sind deshalb die Einsatzmöglichkeiten im Möbel in Bad, Küche oder Wohn- und Schlafzimmer. Die schlichte Eiche ist noch immer sehr beliebt. Die rohen Holzfasern und Risse in 3D-Ausprägung verleihen ihr eine sehr urig rustikale aber auch sehr natürliche Optik. Somit lässt sich dieses Holz ideal mit klassischen Unis kombinieren. VON STEIN BIS METALLIC Betonanmutung? Oder eine Holzoptik mit Abnutzungsspuren? Die besondere Ausstrahlung dieses Dekors verleiht ihm das gewisse Extra, das sowohl mit Unis oder Holzdesigns kombinierbar ist. Unkomplizierte moderne Lässigkeit steht Pate für locker angeordnete Steine in Riemchen-Optik. Sowohl als Arbeitsplatte oder auch als Nischenrückwand avanciert dieses Design zu einem wohnlichen Eyecatcher. Eher unspektakulär wirkt Teresina. Dieser Stein steht Pate für eine gewisse Modernität mit klassischen, dezenten Farben und zeigt sich als idealer Partner für markante Hölzer. Unverwechselbar präsentiert sich der allseits bekannte Travertine mit neuer moderner Optik. Der Stein wirkt hauptsächliche durch seine harmonische Farbgestaltung und seine Details. Seine ruhige Ausstrahlung kombiniert mit dem fast linearen Richtungsverlauf ermöglicht als Arbeitsplatte mit passender Nischenrückwand die Gestaltung eines stilvollen Küchenumfeldes. Der Bronzite ist ein Stein, der sich perfekt in moderne, aber gemütliche Küchenumfelder einfügt. Das ausgewogene Verhältnis von Dekorbild und Farbigkeit lässt sich multibel einsetzen. Die Struktur FG unterstützt die eher matte und körnige Optik dieses Steines. Irony erscheint als charaktervolles Metall mit ausgeprägter Tiefenwirkung und doch natürlicher Ausstrahlung. In den Ausführungen Stahl und Kupfer wirkt es sehr authentisch, kraftvoll und unverwechselbar. Dieses wird noch durch den Querdruck unterstrichen, der einer Arbeitsplatte mit passender Nischenrückwand das gewisse Etwas verleiht. Bei der Dekorserie Rosetta wirbelt ein raffiniert grafisches Muster in Perlmutt über intensive Unidekore hinweg und vermittelt ein Gefühl von Dynamik und Leichtigkeit. Mit diesem Design lassen sich kleine als auch großen Flächen perfekt gestalten, die durch Hochglanz eine diskrete Eleganz erhalten. Die Uni-Metallic Serie greift den aktuellen Trend zu sogenannten „Bunt-Metallen“ auf. Ausgehend von Kupfer, Messing und Bronze werden diese klassischen Metalle farblich dezenter und universell einsetzbarer als Dekor interpretiert. Ergänzt werden die drei Metalle durch eine dunkel warme Farbstellung, deren Farbvorlage eine Interpretation einer www.pfleiderer.com edel schimmernden Lackfolie ist.

TRAVERTINE

MADISON WALNUT

LOFT BETON

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

25 JAHRE CARAT „Die einfachste Art die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu implementieren“ Fotos: Carat

(David Heinemeier Hansson – Software-Entwickler)

Innerhalb eines Vierteljahrhunderts schrieb Carat die Geschichte der Softwarehersteller unserer Branche komplett um. Aus der Vision, Küchenspezialisten eine verkaufsunterstützende Software anzubieten, entstand ein Entwicklungs- und Dienstleistungsunternehmen, das in der Lage ist, Küchenfachgeschäften, Möbelhäusern und Filialisten im In- und im Ausland individuelle Lösungen anzubieten. Die Dependancen des Unternehmens sind nicht nur in Europa, sondern seit diesem Jahr auch in China zu finden. Summa summarum arbeiten heute mehr als 35.000 Planer in Fachgeschäften und Möbelhäusern sowie rund 85 Prozent der Hersteller in 45 Ländern der Welt mit der Software von Carat. 60 | küche + architektur


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CARAT übernahm von Anbeginn an die Rolle des Vorreiters und Schrittmachers. Die Basis dieser imposanten Entwicklung bildete das Know-how von Gerhard Essig (r.) und Norbert Michael (l.).

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arat übernahm von Anbeginn an die Rolle des Vorreiters und Schrittmachers. Die Basis dieser imposanten Entwicklung bildete das Know-how von Gerhard Essig und Norbert Michael. Die beiden Jungunternehmer zeigen sich bis heute als ideales Gespann. Als Sohn eines Küchenfachhändlers setzte sich Gerhard Essig schon früh mit den alltäglichen Aufgaben eines Küchenstudios auseinander und vertiefte seine Eindrücke, als er während seines Studiums selbst in der Küchenplanung tätig war. Er wusste und weiß um die Bedürfnisse der Unternehmer und Planer und natürlich auch der Hersteller und gab seine Vorstellungen an den ITSpezialisten Norbert Michael weiter, der das Ganze in Programmiersprache übersetzte. Diese Aufgabenteilung besteht bis heute. Wir baten Gerhard Essig, uns einen kleinen Einblick in die vergangenen 25 Jahre zu gewähren. Herr Essig, 25 Jahre Carat. Haben Sie jemals bereut, sich für dieses Unternehmen entschieden zu haben? Gerhard Essig: Nein! 25 Jahre, das ist natürlich eine lange Zeit und da entwickelt sich vieles. Für mich ist eine Aufgabe nur interessant, wenn sie nicht eintönig ist und das war Carat nie. Wenn dann alles noch mit Erfolg gekrönt ist, dann macht es umso mehr Spaß. Was Besseres, als Studium und Hobby zu kombinieren, konnte mir nicht passieren.

Einst gab es etwas über 30 SoftwareAnbieter innerhalb der Branche. Zum Teil wurden diese im Laufe der Zeit von Carat aufgekauft. Ich denke da an Orga Data oder Schuler Technodat. Wie ist es Ihnen gelungen, Ihre Wettbewerber, die teilweise schon länger am Markt waren, zu überholen? Gerhard Essig: Die Nähe zum Markt ist entscheidend. Wir kennen unsere Händler vom Fachgeschäft bis zum Filialunternehmen. Jede Unternehmensgröße hat andere Anforderungen, welche zu erfüllen sind. Daher ist es entscheidend, im Mutterland der Küche die Entwicklung und die Daten mit Marktkennern und konstanten Mitarbeitern ständig zu optimieren und den Anforderungen des Marktes anzupassen. Konnten Sie diese Übernahmen aus eigener Kraft stemmen oder half Ihnen auch die Zugehörigkeit zur MHK Group? Gerhard Essig: Carat hat immer aus eigener Kraft gehandelt. Wenn man gut analysiert und vernünftig plant und Probleme als Aufgaben sieht, braucht man nur den Willen und die richtigen Mitarbeiter. Das trifft auf Carat zu 100% zu. Weiterhin ist es wichtig in einer vernetzten Welt mit Partnern zusammenzuarbeiten. Durch die MHK Group sind natürlich auch die guten Kontakte zur Industrie für uns sehr bedeutend.

Dann gab es auch noch die Dataform, den damals autarken Datenerfasser, in der sieben verschiedene Softwarehersteller gemeinsam an einem einheitlichen Datenformat arbeiteten. Damals nutzte man noch die AMK als Plattform für branchenrelevante Entwicklungen dieser Art. Wie haben Sie diese Zeit in Erinnerung? Gerhard Essig: Die Zeiten ändern sich und man muss sich der Zeit anpassen. Ohne die Gründung der Dataform und die Zusammenarbeit der damaligen Softwarehäuser, hätte sich vieles in der Branche nicht so positiv entwickelt. Heute arbeitet die Industrie bei der Erstellung der Daten aktiver mit. Dennoch werden von unseren Mitarbeitern eine Vielzahl an Informationen ergänzt, um den Verkäufer schnell, komfortabel und sicher im Verkauf zu unterstützen. Aber dann kam das Thema mit der Datenhoheit der Industrie aufs Tapet. Um diese zu gewährleisten, gründete die Küchenmöbelindustrie unter der Schirmherrschaft von Hans-Dieter Wellmann 1994 den VdDK. Drei Jahre später übernahm der Verband die Moderation des Datenformats von der AMK. Und in 2000 entstand unter Federführung des VdDK das heutige DCC. Was hat diese Entwicklung für Sie bzw. für Carat bedeutet? Und wie küche + architektur | 61


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verhält es sich mit der Diskussion zum Thema Datenhoheit der Industrie heute? Gerhard Essig: Die Händler hat dieses Thema noch nie interessiert. Der Handel sucht sich das Produkt aus, welches seinen Anforderungen entspricht und die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Handel den Wert von Carat zu schätzen weiß. Das zeigen auch die Marktumfragen. Mit dem DCC haben wir keine Probleme. Das Unternehmen erbringt auch gute und wichtige Dienstleistungen. Der Carat-Entwicklung hat das nicht geschadet, wir arbeiten heute mit der Industrie so eng und intensiv zusammen, wie noch nie. Auch unsere Kunden auf der Industrieseite schätzen unseren professionellen Service und das große Knowhow, das wir in den letzten 25 Jahren aufgebaut haben. Als Carat vor rund sieben Jahren die Dataform übernahm, hatten Sie nicht nur Fürsprecher, vielmehr stand ihrer neuen Tochter mit Furnitec mit einem Mal ein Wettbewerber gegenüber. Hat sich die Übernahme des „Datenerfassers“ für Sie im Nachhinein als richtige Entscheidung gezeigt? Gerhard Essig: Ja, es war eine richtige Entscheidung. Wir sind in der Lage, unseren Kunden erstklassige Daten anzubieten und somit auch Auslandsmärkte zu erschließen. 62 | küche + architektur

Wir bestimmen die Qualität selbst und sind nicht von Dritten abhängig. Alle Daten werden von uns angereichert. Mitarbeiter mit einem solch immensen Branchen Know-how sind eine Voraussetzung für die Zufriedenheit der Kunden. Herr Essig, 25 Jahre Software- und Dienstleistungsentwicklung. Carat ist seit 2002 Marktführer und hat diese Position seither Jahr für Jahr ausgebaut. Ihre Software kommt heute in 45 Ländern der Welt zum Einsatz. Was waren Ihre größten Erfolge, die ihnen zu dieser Position verholfen haben? Gerhard Essig: Zu jeder Zeit setzten wir uns neue Ziele und sind stolz über jeden Schritt auf diesem Weg zum Erfolg. So war vor 25 Jahren das Ziel mal 40 Kunden zu haben. Dann gab es das Ziel Orgadata zu integrieren, was eine riesige Anstrengung bedeutete. Heute sprechen wir über Asien und haben chinesische Carat Oberfläche und Daten. Daher ist es stets wichtig, die Ziele vernünftig zu planen und mit der Energie der gesamten Mannschaft an der Umsetzung zu arbeiten. Heute haben wir 140 Mitarbeiter. Unsere Kunden und deren Lob ist unser Applaus und spornt uns jederzeit an. Auch nach 25 Jahren reizt es mich, neue Wege zu gehen, Innovationen als erster umzusetzen und in neue Märkte zu expandieren.

Carat TÜV zertifiziert Die erstklassige Bedienfreundlichkeit und Planungssicherheit wurden dem Softwarehersteller jetzt auch vom TÜV Rheinland zertifiziert. Untersucht wurden die drei Bereiche Auftragsbearbeitung, Küchenplanung sowie 3D-Präsentation. Die Software wurde von Anwendern und TÜV-Experten auf ihre Ergonomie, die Gebrauchstauglichkeit sowie die Gebrauchseigenschaften geprüft. „In allen Bereichen erreichte der Softwareanbieter den definierten hohen Qualitäts-Standard“, erläutert Stephan Scheuer von der TÜV Rheinland LGA Products GmbH. Mit der Vergabe des Prüfsiegels ist Carat jetzt die erste TÜV-zertifizierte Küchenplanungs-Software. www.carat.de

Sie haben nie aufgehört, Ihr Ohr am Puls des Marktes zu haben und sind für Ihre zeitgemäßen und sogar visionären Produktentwicklungen bekannt. Ich denke hier an e-com, eine Schnittstelle, die die elektronische Auftragsabwicklung wesentlich nach vorne gebracht hat, die Ausstellungsplanung oder die 3D-Darstellung einer gerade geplanten Küche. Was darf die Branche von Ihnen in nächste Zukunft erwarten? Gerhard Essig: Die Prozesse sind wichtig: Zu jeder Situation im Verkaufsgespräch die richtige Unterstützung zu haben. Daher planen wir etwas komplett Neues. Und revolutionäre Neuheiten darf man nicht zu früh bekanntgeben. Das macht dann wieder den Wettbewerbsvorsprung aus. Unsere Partner können sicher sein, dass sie auch in der Zukunft viele Aha-Effekte erleben werden, die den Ursprung in Dreieich haben. Herr Essig, wir danken Ihnen für das informative Gespräch und wünschen Ihnen, Ihrem Partner Norbert Michael und Ihrem Team weiterhin viel Erfolg.


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Die guten Adressen der Branche

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Zeiler Möbelwerk GmbH & Co. KG Obere Altach 1 · 97475 Zeil am Main Tel. 09524 91-0 · Fax 09524 91-121 info@allmilmoe.de · www.allmilmoe.de

Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

KH System Möbel GmbH Spenger Strasse 46–48 · 49328 Melle Tel. +49(0)5226-98210 · Fax +49(0)5226-982110 info@kh-system-moebel.de www.kh-system-moebel.de

ALNO AG Heiligenberger Straße 47 88630 Pfullendorf Tel. 07552 21-0 mail@alno.de · www.alno.de

Brigitte Küchen H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 vertrieb@brigitte-kuechen.de www.brigitte-kuechen.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

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VISITENKARTEN | Die guten Adressen der Branche

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nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG Waldstraße 53-57 · 33415 Verl Tel. +49(0)5246 508-0 · Fax +49(0)5246 96999 info@nobilia.de · www.nobilia.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

Rabe & Meyer Küchen GmbH & Co. KG Ladestr. 52 · 32257 Bünde-Ahle Tel. +49(0)5223 6900-0 · Fax +49(0)5223 6900-100 info@rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG Am Fohrenwald 1 · 78087 Mönchweiler Tel. 07721 942-0 · Fax 07721 942-222 info@zeyko.de · www.zeyko.com

Ausgabe 1/2014 · 2. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

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Das Magazin für professionelles Einrichten

Poggenpohl Möbelwerke GmbH Poggenpohlstr. 1 · 32051 Herford Tel. 05221 381-0 · Fax 05221 381321 info@poggenpohl.com · www.poggenpohl.com

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. 09825 83-0 · Fax 09825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

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ABFALLTRENNUNGSSYSTEME

BLANCO GmbH + Co KG Flehinger Straße 59 · 75038 Oberderdingen Tel. 07045 4481-100 · Fax 07045 4481-299 kuechentechnik@blanco.de www.blanco-germany.com/de

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@ hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 aluments@wesco.de www.wesco-aluments.de

Franke GmbH Küchentechnik Mumpferfährstraße 70 79713 Bad Säckingen Tel. 07761 52-0 · Fax 07761 52-294 www.franke.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49(0)5921 704-0 Fax +49(0)5921 704-140 naber@naber.de · www.naber.de

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Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG Vahrenkampstraße 12–16 · 32278 Kirchlengern Tel. 05223 77-1597 · Fax 05223 77-21597 kitchen-info@de.hettich.com · www.hettich.com www.intelligent-kitchens.com

DER KREIS Systemverbund Holding GmbH & Co. KG Mollenbachstr. 2 71229 Leonberg Tel. 07152 6097-00 Fax 07152 6097-9999 derkreis@derkreis.de www.derkreis.com

PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de

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