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SICHERHEIT

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Das intelligente

haus

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FONO FORUM, 02/2015: „Was wir am wenigsten vermissten waren übrigens Kabel, um ganz ehrlich zu sein…“

AUDIO, 10/2014: „Auffallend ausdrucksstark und vital klingende Kompaktbox mit angenehm kräftigem Bass und feinstem Timbre.“ AUDIO Empfehlung (Klang & Komfort)

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Herzlichst Ihr

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as intelligente Zuhause liegt im Trend. Immer mehr Menschen interessieren und begeistern sich für dessen Vorteile wie mehr Komfort, mehr Sicherheit, weniger Energiekosten und haben zudem Spaß an den Möglichkeiten von smart eingebundener Unterhaltungselektronik. Einen eindrucksvollen Beweis lieferte im Oktober die große Erlebnismesse „Das intelligente Haus“ in der größten Musterhaus-Ausstellung Deutschlands in Bad Vilbel bei Frankfurt. Möglich machte das von rund 2 000 Besuchern frequentierte Event eine Kooperation. Beteiligt daran waren die Ausstellungsgesellschaft „Eigenheim & Garten“, die Unterhaltungselektronik-Spezialisten der Firma „HiFi-Profis“ sowie die Zeitschrift „Das intelligente Haus“ als Namens- und Ideengeber. Viele namhafte Hersteller präsentierten ein Wochenende lang ihre Smarthome-Lösungen in den Häusern der Ausstellung. Welche Highlights die Besucher dabei kennenlernen und ausprobieren durften, lesen Sie ab Seite 6. Auch Experten sehen im Smarthome die Zukunft. Beim renommierten Wettbewerb „Der Große Deutsche Fertighauspreis“ zeichnete eine unabhängige Jury das Musterhaus Ulm von Fertighaus Weiss für seine intelligente Haustechnik aus. Mehr dazu erfahren Sie ab Seite 46.

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Erlebnismesse

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Smarthome zum Anfassen und Ausprobieren

Spannende Beispiele für intelligente Häuser: Mehr Komfort, mehr Sicherheit und einfachste Bedienung machen Lust auf Technik.

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Energieeffizienz Smart & elegant: Mehr Komfort, weniger Energieverbrauch

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Heizkosten senken: Intelligente Steuerungstechnik

Sensoren sind im Smarthome wichtig. Aber auch in alltäglichen Lebensbereichen halten sie immer mehr Einzug.

Intelligente Heizung nachrüsten: Spar Dich reich

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Smarthome-Systeme

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Heiz-Experten

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Vernetzte Heizungen

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Smarte Lüftung: Mief war gestern

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Entertainment Multiroom-Streaming: Musik im ganzen Haus

42 Das intelligente Haus ist auch erhältlich bei Jetzt bei

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Smart-Hi-Fi: Perfekter Klang im Smarthome

Intelligentes Haus

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Fertighaus Weiss: Musterhaus Ulm

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Viebrockhaus: Maxime 300

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Rensch Haus: Montana und Oslo

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Bau-Fritz: Haus am See


In meinem Haus tanke ich neue Energie. Direkt aus der Natur.

Wohnen und Arbeiten unter einem Dach haben die Bauherren in diesem Haus mit ansprechender Architektur und ausgeklügelter Smarthome-Technik verbunden.

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Mein Haus. Meine Welt.

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Smarter Haushalt

Vernetzte Technik für Küche, Badezimmer & Co.

Assistenzsysteme

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Am liebsten zu Hause: So hilft smarte Technik Menschen mit Handicap

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Übersicht: Musterwohnungen mit AAL-Ausstattung zum Anschauen

Planung Was, wie wo? 80 Adressen von Showrooms und Smarthome-Experten

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Erschwinglich und leicht bedienbar: Fachleute geben Smarthome-Tipps

Häuser, die mehr Energie

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Alltag erleichtert: Junge Familie plant ihr persönliches intelligentes Haus

gewinnen, als sie verbrauchen.

Systeme

Komfortabel, smart, nachhaltig.

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Überblick über die im Markt befindlichen Smarthome-Systeme

Mit der ganzen Erfahrung des

Raum- und Bewegungssensoren

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Unauffällige Helfer: Umweltbedingungen und andere Messwerte erfassen

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E RSTE SMARTHOME-ERLEBNISMESSE

Loungig: In der Weberhaus-Stadtvilla tönte die brandneue 800er-Serie von Bowers & Wilkins.

Fernseh-Ambiente: Loewe führte edle Multiroom-TVs im Davinci-Haus vor.

Muster-Häusle: Die Deutsche Telekom zeigte ihr Smarthome-System in einem mobilen Showroom.

Alles zum Die Smarthome-Messe „Das intelligente Haus” begeisterte an zwei Tagen rund 2000 Besucher für vernetzte Technik – von Unterhaltungselektronik bis Haussteuerung.

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ie Idee für die Veranstaltung hatte der Fachschriften-Verlag aus Fellbach, in dem auch die Zeitschrift „Das intelligente Haus” erscheint. In Kooperation mit der Ausstellungsgesellschaft Eigenheim & Garten sowie dem Elektronikhändler HiFi-Profis stellte er im Oktober eine Präsentation in den voll eingerichteten Musterhäusern der Ausstellung in Bad Vilbel auf die Beine – die bundesweit erste SmarthomeMesse dieser Art für Endkunden. Denn warum sollte man intelligentes Wohnen nur auf Papier beschreiben, wenn man Nutzen und Wirkung der Heimautomation doch viel besser versteht, sobald man die Technik live erleben kann?

Smarte Wohngemeinschaften Die Messe war ein Zusammentreffen verschiedener Branchen: Viele Fertighaushersteller stellten ihre Musterhäuser auf dem Ausstellungsgelände zur Verfügung, damit Hersteller aus der Smarthome- und der UnterhaltungselektronikBranche darin ihre vernetzten Systeme in echten Wohnumgebungen vorführen konnten. So bildeten sich für ein paar Tage wirklich smarte Wohngemeinschaften. UnterhaltungselektronikHersteller wie Bang & Olufsen (B&O), Denon oder Sonos etwa bespielten die verschiedenen Räume ihrer Gastgeber-Häuser mit Musik, Loewe verteilte TV-Inhalte vom großen Fernseher im

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Fern sehen: Das Home4You-System von Schwaiger lässt sich auch via TV steuern.

App-gekocht: Vernetzte Kombi-Öfen backen noch nicht von selbst, aber lecker und sicher.

Looking out for Heos: Die Denon-Crew führte das MultiroomSystem in allen Zimmern des Hanse-Hauses vor.

  Anfassen

Mit Multiroom-Anlage (Sonos) und TV wurde das Musterhaus-Kinderzimmer der Hausmanufaktur für die Messe bestückt.

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E RSTE SMARTHOME-ERLEBNISMESSE

Foto: www.lowbeats.de

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Wie angegossen: Der Flat-TV und eine Edelanlage von B&O passten perfekt ins Ambiente von Huf Haus.

Info-Zentrum: Die Enocean Alliance war mit vier Partnerfirmen in einem eigenen, zentralen Pavillon dabei.

Music in the air: Im Musterhaus der Hausmanufaktur sorgte der Multiroom-Primus Sonos für launige, informative Partystimmung.

Anschaulich: Somfy führte das Tahoma-System bei Fingerhaus vor.

Wohnzimmer auf einen kleineren TV im Essbereich oder an Tablets. Einige Hersteller stellten auch gemeinsam aus, etwa Gira und Revox im Haus der Firma Christian Seemann. Steuerungsgeräte des Haustechnik-Herstellers befehligten hier die brandneue Streaming-Musikanlage Voxent von Revox. Auch Crestron und die Installing-Experten von Mediacraft führten ihre Produkte bei Wolf Haus zusammen: Ein Crestron-Multiroom-Verstärker befeuerte zahlreiche Gartenlautsprecher, die das Haus mit Wohlklang umsponnen. Das größte Interesse schließlich erfuhren Systeme, die Rollläden, Heizungen, Licht und andere Haustechnik-Einrichtungen steuern. Der Schweizer Anbieter Digitalstrom etwa rüstete eigens für die Messe das Haacke-Musterhaus

mit Smarthome-Technik aus, sodass Besucher sogar hier mit einer Sprachdurchsage begrüßt wurden. Auch Schwaiger bestückte das Danhaus mit Automatisierungstechnik, während das Smarthome-System Tahoma 2 von Somfy bereits in einigen Musterhäusern der Ausstellung installiert ist. Bei Fingerhaus führten die Experten des Herstellers ihre Steuerungstechnik direkt vor. Alle smarten WGs der Messe aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen, doch die erste Erlebnismesse „Das intelligente Haus“ soll auch nicht die Einzige bleiben. Die 2 000 Besucher an den beiden Messetagen, zahllose informative Beratungsgespräche sowie zufriedene Aussteller geben die Richtung vor: 2016 dürfte die nächste Ausgabe der Erlebnismesse „Das intelligente Haus“ anstehen. rot ❚

Outdoor: Bei Wolf Haus tönten Garten-Lautsprecher von Mediacraft über eine Crestron-Zuspielung.

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Im Team: Revox stellte das Multiroom-System Voxnet vor – plus Steuerung von Gira.

Panasonic führte seinen neuen Smarthome-Service in Kooperation mit Allianz Global Partners vor. Mit dabei: Panasonic-Europachef Jake Hirose (rechts).

Ausprobiert: Die smarten Haus-Zugangssysteme Residium von Callom.


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Ein intelligentes Zuhause richtet sich nach Ihren Gewohnheiten, wächst mit Ihren Bedürfnissen und achtet auf die Umwelt. Das Fundament bildet eine durchdachte Elektroinstallation. Hager hat die passenden Bausteine dafür: von sicherer Energieverteilung über digitale Hausvernetzung bis hin zu intuitiver Gebäudesteuerung und Türkommunikation. Den IQ Ihres Zuhauses bestimmen Sie selbst – fragen Sie Ihren Elektromeister einfach nach dem Lösungsangebot von Hager! Besuchen Sie auch unsere Website:

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Das stimmungsvolle Lichtspiel im und ums Haus l채sst sich dank intelligenter Technik zentral steuern und programmieren. Auf dem BildschirmGrundriss lassen sich per Fingerdruck u.a. Beleuchtungsgruppen dimmen und schalten sowie Raumtemperaturen 채ndern.

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smart & elegant Wohnen und Arbeiten unter einem Dach, dieses Programm wird in diesem Haus realisiert. Die Bauherrschaft legte höchsten Wert auf repräsentative Architektur und auf moderne intelligente Technik. Diese bringt nicht nur mehr Komfort, sondern hilft auch Energie sparen.

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arkante Architektur, dle Materialien, viel Platz auf drei Ebenen, dazu eine fantastische Aussicht auf den Bodensee und die Berge – Bauherrenherz, was begehrst Du mehr? Vielleicht noch eine intelligente Gebäudesteuerung, die für Sicherheit und Komfort sorgt und dazu die Energieeffizienz erhöht. Auch das hat dieses Haus zu bieten. „Gebäudetechnisch ist fast alles umgesetzt, was man sich im intelligenten Haus wünscht“, erzählt System-Integrator Torsten Schmidt, Inhaber der Firma Contrel, der die smarte Technik

mit den Bauherren geplant und später programmiert hat. Installiert wurde dies von der Firma Elektro Vogt. „Über ein KNX System haben wir sämtliche Komponenten im Haus vernetzt, sodass sich diese zentral und in Abhängigkeit voneinander auch automatisch steuern lassen.“ Als Steuerzentrale im Hintergrund arbeitet ein Gira Home-Server, bei dem sämtliche Informationen zusammenlaufen und ausgewertet werden, um dann Befehle auszusenden. Zum Beispiel an die Leuchten, die fast alle dimmbar sind, oder die Jalousien fahren automa-

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tisch ab einer gewissen Windstärke nach oben und die Markise ein; die Hinweise dazu melden zwei Gira Wetterstationen an den Gira HomeServer. „Mit der Zentralfunktion ‚Haupthaus aus’ werden definierte Steckdosen und die Beleuchtung deaktiviert, die Markisen fahren ein, die Musik geht aus“, erklärt Torsten Schmidt weiter. Beim Betreten des Hauses werden die Steckdosen wieder frei- und die LED-Beleuchtung eingeschaltet. Auch die Jalousien lassen sich zentral hoch- oder herunterfahren – auf Wunsch auch mit Ausnahme des Kinderzimmers.

Energie sparen durch genaue Heizungsprogrammierung Bedient wird das System über fest installierte Touchpanels oder über die intelligenten Schalter (Tastsensoren) an der Wand. Da auch die GasBrennwertheizung eingebunden ist, lässt sich diese bequem von unterwegs aus hochfahren und es können Temperaturen für jeden einzelnen Raum definiert werden. Temperaturverläufe sind ersichtlich, ebenso Vor- und Rücklauftemperaturen sowie Störungsmeldungen. Dank der Integration der Heiztechnik in das KNX-System „kann ich jeden Raum je nach den Bedürfnissen einstellen“, führt Schmidt aus. „Jedes Zimmer bekommt sein individuelles Heizprogramm.“

Die Arbeitsbereiche im Obergeschoss bieten eine grandiose Aussicht auf Bodensee und Bergwelt. Die abgehängte Decke verbirgt Teile der Lüftungs- und Klimaanlage.

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Die Bereiche Kochen, Essen und Wohnen sind offen gestaltet und erzeugen mit der Glasfassade ein Gefühl der Weite. Indirekte LED-Lichtleisten sorgen in Verbindung mit den Leuchten für stimmungsvolles Ambiente.

Auch Probleme der Abwasserhebe- sowie der Lüftungsanlage werden zentral gemeldet. Lüftung und Klimageräte sind ebenfalls in die Vernetzung eingebunden, so lassen sich alle Betriebsmodi, wie Automatikbetrieb, Nachtbetrieb oder Einzelraumregelung über die einheitliche Gira Visualisierung steuern. Ein Loewe Multiroom-System verteilt Musik in alle Räume. Auf dem Startbildschirm des Touch Panels am Eingang sehen die Bewohner die aktuellen Wetterdaten, ob Störmeldungen von Heizung, Klima, Lüftung vorliegen und wo die Beleuchtung eingeschaltet ist. Über Icons können sie Einstellungen für einzelne Räume ändern oder direkt in die Steuerung der Funktionen, wie der Heizung, eingreifen. Das Bild der Kamera in der Türsprechanlage wird ebenfalls angezeigt. Für

Die Kamera der Türsprechanlage gibt die Bilder an das Touchpanel „Gira Control 19 Client“ am Hauseingang weiter.

Oben: Für die barrierefreie Erschließung der Geschosse wurde ein Aufzug installiert. Unten: Im Untergeschoss befindet sich der Wellness- und Fitnessbereich mit direktem Zugang zu Garten und Entertainment.

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Überall im Haus herrscht ein kunstvolles Zusammenspiel von direkter und indirekter Beleuchtung. Rechts: Sauber aufgeräumt präsentiert sich die smarte Technik im Schaltschrank.

Auf dem Startbildschirm des Touchpanels erscheinen die Wetterdaten, Störmeldungen von Heizung, Klima, Lüftung, und es ist ersichtlich, wo noch Licht eingeschaltet ist.

„Durch die Einbindung der Heizung in das KNXSystem kann ich jeden Raum einzeln je nach den Bedürfnissen einstellen – jedes Zimmer bekommt sein individuelles Heizprogramm. Dadurch wird die Energieeffizienz spürbar gesteigert.“ Torsten Schmidt, Elektroplaner

Sicherheit sorgen zudem Rauchwarnmelder, die ebenfalls vernetzt sind. Auch der Außenbereich ist ins KNX-System einbezogen: Das Wasserspiel im Brunnen kann eigens vom Bauherr kreiert werden – die drei Düsen mit ihren Wasserkreisläufen werden einzeln angesteuert und in ihrer Intensität variiert. Daneben gibt es vier vordefinierte Szenen, die auf Knopfdruck am Gira Touchdisplay abgerufen werden. Mit Zeitfunktionen für die Steckdosen und einzelne Beleuchtungsgruppen wird der Garten zudem automatisch illuminiert. jh ❚

TECHNIK: Kabelgebundenes KNX-System mit dem Gira Home-Server als Zentrale, in der alle Informationen zusammenlaufen, ausgewertet werden und bei Bedarf und je nach Programmierung Befehle an die ausführenden Komponenten (Aktoren) weitergibt; im KNX-System verknüpft sind: Licht und Jalousien (mit Anwesenheitssimulation), Energietechnik, bestehend aus Gas-Brennwertkessel, kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Klimatisierung; Zugriff auf die Haussteuerung per Smartphone über Gira Home-Server-App möglich.

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SYSTEM-HERSTELLER: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG 42477 Radevormwald Tel. 0 21 95/6 02-0 www.gira.de

AUSFÜHRUNG SYSTEMTECHNIK: Elektro Vogt 88263 Horgenzell Tel. 0 75 04/16 32 www.elektrovogt.org

SYSTEMINTEGRATOR: Contrel – Building Control Systems Torsten Schmidt 88289 Waldburg Tel 07529/913 20 35 www.contrel.de

ARCHITEKTUR: Matzke Architekturbüro 88079 Kressbronn Tel. 0 75 43/95 38 26 www.matzke-architekturbuero.de

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Fotos: Ulrich Beuttenmüller für Gira

Daten & Fakten zum Haus


Gira Rauchwarnmelder an der Decke alarmieren im Ernstfall – die Bewohner im Haus, aber auch eine Sicherheitsfirma in der Nähe.

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Auch im Bad muss man nicht auf Musik aus der Multiroom-Beschallung oder TV verzichten. Die Geräte sind hinter dem Spiegel versteckt.


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Heizkosten Auch wenn Öl und Gas wieder billiger sind, lohnt es sich zu sparen: Denn die gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz von Häusern werden immer strenger. Intelligente Steuerungstechnik macht es wesentlich einfacher die Vorschriften zu erfüllen, und sorgt darüber hinaus für komfortable Bedienung.

Smarte Technik und anschauliche Visualisierungen – hier das Touch-Display der „Vitotronic 200“-Regelung – erleichtert die Überwachung des Energieverbrauchs und der Energieerzeugung, z. B. mit einer Photovoltaik- oder Solarthermieanlage.

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it Heizungen verhält es sich ein bisschen wie mit Fußballteams oder Rockbands: Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile. Denn Heizanlagen haben mehrere Mitspieler: Brenner, Wasserspeicher für Heizung und Trinkwasser, Pumpen, Heizkörper oder Fußbodenleitungen und Thermostate. Dieses will gut gecoacht und organisiert sein, um mit möglichst wenig Energieverbrauch einen möglichst hohen Nutzen zu erzielen. Noch aufwendiger wird es, wenn eine Solarthermieanlage das Dach ziert. Dann muss die Sonnenwärme optimal im Speicher gelagert werden, damit man an kalten Tagen davon zehren kann. Auch eine Photovoltaikanlage erfordert gewisse Maßnahmen, damit der Strom optimal genutzt werden kann: Der Eigenverbrauch an Solarstrom muss möglichst hoch sein, weil es für Einspeisungen ins Netz kaum noch Geld gibt. Deshalb empfiehlt sich z. B. die Installation eines Batteriespeichers. Eine Steuerung der Energietechnik, die diese ganzen Komponenten zusammenzuführen und aufeinander abzustimmen hat, ist somit eine hochkomplexe Aufgabe, die die Hersteller und Installateure in der Regel jedoch gut bewältigen.

Fotos : www.viessmann.de; www.gira.de; www.baufritz.com

Diese vernetzte Anlage besteht aus einer Luft-LuftWärmepumpe in Verbindung mit einer Lüftungsanlage. Zwei Warmwasserspeicher dienen als Puffer, wenn die PV-Anlage viel Strom erzeugt und die Speicherbatterie bereits vollständig geladen ist.

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senken Gute Komponenten optimal vernetzen Links: Die optimale Lenkung und Nutzung der Energieströme erfordert eine sorgfältige Planung der intelligenten Steuerungstechnik. Die Stromerträge der auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage lassen sich gleich im Haushalt verbrauchen oder in einer Batterie speichern und dann den Geräten und Leuchten zuführen. Auch ein Elektroauto lässt sich mit dem Sonnenstrom betanken.

Noch mehr Heizkosten können Bauherren sparen, wenn die Energietechnik in ein Hausautomationssystem eingebunden ist, weil sie sich dann noch individueller bedienen lässt. Jörg Schmidt vom Heizungshersteller Viessmann beziffert die Höhe der Energieeinsparung auf „bis zu 15 Prozent. Das hängt natürlich immer von den individuellen Gegebenheiten ab wie dem

Zustand der Gebäudehülle, des Wärmeerzeugers, der gesamten Anlage oder vom Nutzerverhalten.“ Intelligente Heizkörperthermostate können zum Beispiel mit dem Smartphone angesteuert werden, auch von unterwegs. Eine noch elegantere Lösung bietet eine App der Firma tado, die über GPS und das Smartphone den Standort

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Grafiken : www.dena.de (3); www.rwe-smarthome.de

Unten: Damit die intelligente Steuerung für mehr Energieeinsparung sorgen kann, müssen die einzelnen Bestandteile der Heizungsund Energietechnik von guter Qualität sein. Sowohl für Einzelkomponenten als auch für Verbundanlagen gibt es EU-Energielabel mit Effizienzklassen, an denen sich Verbraucher orientieren können.

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der Bewohner ermittelt und die Heizung herunterfährt, sobald der letzte Bewohner das Haus verlassen hat. Umgekehrt wird das Haus umso stärker erwärmt, je näher ein Bewohner dem Zuhause kommt. Wichtig für die Höhe der Energieeinsparung ist es, auch Komponenten wie Fenster oder Rollläden in die Hausautomation einzubeziehen. Wird etwa ein mit einem Sensor ausgestattetes Fenster geöffnet, fährt die Heizung automatisch herunter. Im Winter, wenn es kalt ist und früh dunkel wird, fahren die Rollläden herunter, um Wärmeverluste durch Verglasungen und Fenster zu minimieren. Gerade mithilfe von Rollläden und Jalousien kann der Heizenergiebedarf eines Hause um bis zu zehn Prozent gesenkt werden, wie Messungen des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik ergeben haben. Allerdings können diese Werte nur erzielt werden, wenn die Verschattungen dank intelligenter Steuerung immer im rich-

tigen Moment hoch- bzw. runtergehen. Je nach Jahreszeit und je nachdem, ob Sonneneinstrahlung im Haus erwünscht ist oder nicht. Zusätzlich sorgt ein Windmesser dafür, dass die Jalousien bei Sturm rechtzeitig hochgefahren werden, um eine Beschädigung zu vermeiden. Motorisierte Rollläden sind auch deshalb ein Segen für die Energiebilanz, weil dann die Gurtöffnung – eine klassische Wärmebrücke – wegfällt. Im Idealfall arbeitet die intelligent vernetzte Energietechnik so, dass die Hausbewohner gar nicht eingreifen müssen, es bei Bedarf aber jederzeit tun können. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil smarter Heizungen ist es, dass der Bauherr bei einer Störung sofort auf dem Smartphone benachrichtigt wird. Dann kann er sich selbst um die Angelegenheit kümmern oder eine Wartungsfirma beauftragen. In manchen Fällen lässt sich das Problem per Ferndiagnose und -reparatur beheben. Smart eben. jh ❚

Fotos (2): www.viessmann.de

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Mit Apps wie „Vitotrol Plus“ ist die Fernbedienung der Heizungsanlage über eine mobile Internetverbindung möglich. So weiß der Hausbesitzer jederzeit, ob der Brenner wunschgemäß läuft.

Eine Photovoltaikanlage mit „Einspargarantie“ bietet die Firma Beegy an. Das Unternehmen verspricht seinen Kunden „mindestens 50 Prozent Einsparung im Vergleich zu Ihrer Stromrechnung des vergangenen Jahres“. „Die deutschen Privathaushalte zahlen den zweithöchsten Strompreis in der EU“, erklärt Beegy Geschäftsführer Dr. Christian Feißt. „Das muss nicht sein: Unsere lernende Photovoltaikanlage ,Beegy Solar‘ versetzt Privathaushalte erstmals in die Lage, den dezentral erzeugten Solarstrom bestmöglich selbst zu verbrauchen und damit regelmäßig Geld zu sparen.“ Dazu installiert Beegy nicht nur die Anlagentechnik, sondern bietet auch alle für den Betrieb der Anlage notwendigen Leistungen aus einer Hand: von der Vor-Ort-Planung über die Kalkulation, die Angebotslegung und Installation der Solarmodule und Wechselrichter sowie des Beegy Gateways bis hin zu Webapplikationen, den laufenden Dienstleistungen und der Wartung der Anlage. „Die Beegy Webapplikation enthält individuelle Tipps für unsere Kunden, wie Sie Ihren Eigenverbrauch im Haushalt steigern können“, betont Beegy Geschäftsführer Marco Demuth. „Diese basieren auf der Vorhersage Ihrer Solarproduktion und Ihres Verbrauchsverhaltens.“ Die intelligente Software soll dabei sicherstellen, „dass die Tipps im Zeitverlauf der Nutzung des Solarstroms immer genauer werden.“

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Fotos : www.beegy.com (1); Reinhard Otter (3)

50 Prozent weniger Stromverbrauch dank lernender Anlage


Fotos (2): www.haassohn.com

Fotos (2): www.schellenberg.de

Sie kommen einen Tag früher als geplant aus dem Urlaub zurück? Das ist kein Problem, wenn die Heizkörper mit intelligenten Funk-Thermostaten ausgestattet sind. Dann lässt sich die gewünschte Temperatur jederzeit ändern. Und bei geöffnetem Fenster schaltet das Thermostat die Heizung ab.

Ein Pelletofen eignet sich ideal als Übergangsheizung im Frühjahr und Herbst und verringert die Laufzeit der „großen“ Heizung. Noch effizienter arbeitet ein vernetzter Ofen; dieser kann mittels App auch von unterwegs aktiviert und auf die gewünschte Temperatur eingestellt werden.

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Smarte heizung für jeden Haushalt Für alle Lösungen gilt: Ab sofort lässt sich Wärme bequem per Knopfdruck steuern, sei es mit der Fernbedienung vom Sofa aus, über den PC oder via Smartphone. Fenstersensoren sorgen dafür, dass die Heizung beim Lüften automatisch gedrosselt wird. Außerdem können Zeitprofile erstellt werden, die genau zum Tagesrhythmus der Bewohner passen: Morgens erwartet einen das warme Badezimmer, abends lädt der Wohnbereich mit Wohlfühlwärme zum gemütlichen Ausklang. Sollte die Tagesroutine einmal gebrochen werden, auch kein Problem: Wer früher heimkehrt als erwartet, schaltet die Heizung

Mit der Integration der Heiztechnik in das intelligente Steuerungsystem von RWE SmartHome lassen sich viel Energie und Kosten sparen.

von unterwegs ein. Ein sehr nützliches Profil ist der individuell gestaltbare Abwesenheitsmodus für Haus oder Wohnung: Beim Gehen genügt ein Tippen auf einen Taster. So einfach lassen sich im vernetzten Zuhause die Heizung, über Zwischenstecker und Funkschalter eingebundene elektrische Geräte sowie die Beleuchtung zentral in den Alles-Aus-Zustand versetzen. Sicherheitsprodukte wie Rauch- und Bewegungsmelder sowie Kameras erhöhen die Sicherheit. So hat man das Zuhause immer im Blick und stets ein gutes Gefühl. www.rwe-smarthome.de

Fotos: rwe-smarthome.de

Mit einer intelligenten Haussteuerung kann man nicht nur Energie sparen, sondern sich auch ein gehöriges Plus an Sicherheit und Komfort in den Alltag holen. Besonders wirksam ist die Einbindung der Heizung in die Hausautomation: Internetfähige Brennwertkessel von Buderus lassen sich beispielsweise direkt über Schnittstellen integrieren. Das macht die moderne Technik noch effizienter: Die schnelle Anpassung der Vorlauftemperatur an den aktuellen Bedarf spart viel Energie. Zusätzlich und völlig unabhängig von der installierten Heizungsanlage kann man die Raumwärme über intelligente Funk-Thermostate steuern. Sie lassen sich einfach auf die Heizkörper aufstecken. Dabei ist es möglich, mehrere Heizkörper über einen Raumthermostat zu einer Gruppe zu vernetzen – alles kabellos per Funk. Wer eine Fußbodenheizung hat, vernetzt die Ventilsteller für die einzelnen Zonen mit der intelligenten Haussteuerung.

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Heizkörperthermostate mit Funkfernsteuerung sind eine zentrale Komponente der smarten Heizungssteuerung.

Wer im eigenen Haushalt Energie sparen will, der sollte sich die Heizung vorknöpfen. Hier schlummern die größten Sparpotenziale. Schwierig nachzurüsten ist das Ganze auch nicht.

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Spar

ein anderer Posten in der Verbrauchsrechnung typischer Nebenkosten wiegt so schwer wie die Heizung: Im Durchschnitt trägt die Raumwärme mit etwa zwei Dritteln zum Energieverbrauch privater Haushalte in Deutschland bei. Den Rest teilen sich elektrische Geräte und die Warmwasserbereitung je etwa zur Hälfte. Will man also die CO2-Bilanz in den eigenen vier Wänden optimieren – und damit auch die Kosten – dann kann man natürlich kürzer duschen oder einen Kühlschrank mit geringerem Stromverbrauch kaufen. Am wirkungsvollsten ist es aber, den Energieaufwand für die Heizung zu verringern. Das lässt sich etwa über bauliche Maßnahmen erreichen. In Altbauten machen neue, dicht schließende Fenster einen großen

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Unterschied. Auch die Dämmung der Gebäudehülle spart viel Energie. Beides kann je nach eingesetzter Technik und Größe der Immobilie aber schnell fünfstellige Beträge verschlingen, die sich erst nach vielen Jahren amortisieren – wenn überhaupt. Mietern steht diese Option erst gar nicht zur Verfügung. Leichtere Einsparungen verspricht eine automatische, vernetzte Heizungsregelung, die sich mit wenig Aufwand zu fast jeder vorhandenen Heizungsanlage nachrüsten lässt. Solche Systeme gibt es mittlerweile in einer schier unübersehbaren Zahl. Sie alle folgen einer einfachen Fragestellung: Wann wird die Heizung überhaupt benötigt? In den Nutzungszeiten der Wohnung heizen die Systeme alle notwendigen Räu-


Nie wieder zum Fenster hinaus heizen: Ein Öffnungsschalter kann den Befehl zum Herunterregeln geben, sobald in einem Zimmer gelüftet wird.

Fotos: www.devolo.de

Warm oder Kalt auf Knopfdruck: Smarthome-Systeme erlauben es, Aktionen durch Sensoren wie etwa einen Fensterkontakt auszulösen. Alternativ kann ein Befehl mehrere Aktionen auslösen – statt des Morgenkaffees lässt sich so im Zweifel auch das Radio im Bad starten.

Dich Reich me behaglich auf, in den übrigen Phasen lassen die Steuerungen die Temperaturen in einem vernünftigen Maße absinken. Konkrete Einsparpotenziale sind dabei schwer zu benennen, da sie von der Immobilie und den Nutzungsgewohnheiten der Bewohner abhängen. Hersteller werben häufig mit 30 Prozent Einsparpotenzial oder noch mehr. Auch wenn hier Vorsicht geboten ist: Wer im Altbau wohnt, viel unterwegs ist und bislang eine pauschale Nachtabsenkung nutzte, der kann mit einer sinnvollen Zeitplanung durchaus solche Werte erreichen. Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Übersicht mit Praxiseindrücken zu den aktuellen Heizungssteuerungen – hier dürfte jeder seine passende Lösung finden. rot

Bisschen kuscheliger: Neben Heizkörperthermostaten dienen Raumfühler als zentrale Wärmemesser und Fernbedienung. Hier kann man die Automatik bequem korrigieren, wenn‘s mal zu kalt wird.

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Smarthome-Systeme Smarthome-Systeme zum Nachrüsten steuern nicht nur die Heizung, doch diese Aufgabe zählt zu den Funktionen, die sich auch Laien mit Abstand am einfachsten erschließt. Alle hier vorgestellten Systeme können die Heizung in jedem einzelnen Raum über funkgesteuerte Heizkörperstellmotoren und zugehörige Thermostate regeln. Sie erlauben die Programmierung von Zeitplänen, wann der jeweilige Heizkörper Wärme spenden soll und wann nicht. Gegenüber einer pauschalen Tag-/Nacht-Schaltung kann eine solche individuelle Schaltung eine ganze Menge Energie sparen – wer tagsüber etwa regelmäßig unterwegs ist, der kann so gut und gerne 20 bis 30 Prozent Heizenergie einsparen, was die Investition in die Hardware binnen weniger Jahre einspielen dürfte. Diese Heizungssteuerung läuft bei handelsüblichen Smarthome-Systemen in der Regel über einfache Schaltzeiten, die man in der Konfigurationsoberfläche programmiert. Das ist ungefähr gleichbedeutend mit der Alternative, klassische Thermostatventile manuell hoch oder runter zu regeln. Man steuert also den Zeitpunkt, zu dem sich die Heizung einschaltet – nicht den Moment, zu dem eine bestimmte Soll-Temperatur erreicht sein soll. Mit etwas Experimentieren lassen sich diese Schaltzeiten in der Zeitplanung also optimieren. Zusätzlich zu den reinen Heizungs-Zeitplänen erlauben es die Systeme auch, spezielle Befehlsketten oder Regeln einzurichten. Es lässt sich so etwa ein Funktaster einlernen, mit dem man die Heizung beim Verlassen des Hauses per Knopfdruck komplett in den Sparmodus versetzt – und bei der Rückkehr über einen zweiten Taster zurück in den Heizbetrieb. Auch Heizunterbrechungen lassen sich einrichten, damit die Heizkörper in einem Zimmer nicht zum Fenster hinaus heizen, wenn gerade gelüftet wird. Dazu dienen Fensterkontakte, die ebenfalls zu jedem System gehören. Die Stärke solcher Nachrüst-Systeme: Sie können viel mehr als die Heizung kontrollieren. Je nach System vernetzen sie auch das Licht, Rollomotoren, Rauchmelder oder gar Elektrogeräte im Haus. Mit Schalt- und Messsteckdosen lassen sich Geräte zudem nicht nur ein- und ausschalten. Sie erfassen auch den Stromverbrauch und helfen so, Energieschlucker zu entlarven.

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Volle Kontrolle fürs Zuhause Home Control nennt der Netzwerkspezialist Devolo sein Smarthome-System, das in erster Linie auf Komponenten baut, die über den ZWave-Funkstandard kommunizieren. Passend zu den erfolgreichen Powerline-Produkte des Herstellers lässt sich die Zentrale auch übers Stromnetz mit dem DSL-Router verbinden, sofern man dort einen Powerline-Adapter einsetzt. Die Heizungssteuerung bietet bei diesem System eine gute Basis für jede Steuerung. Komponenten sind rasch an die Zentrale angebunden, die Erstellung von Räumen, Gerätegruppen und Steuer vergleichsweise einfach und nach kurzer Einarbeitung auch für Laien machbar. Spezielle Szenen für die Heizungssteuerung, wie etwa der Einsatz von Fenstersensoren, um die Heizkörper beim Lüften herunter zu regeln, sind allerdings nicht vorprogrammiert. Dafür überwacht der Fenstersensor aber auch die Raumtemperatur und Helligkeit – und eignet sich so etwa auch, um die Raumbeleuchtung bei der Dämmerung automatisch zu starten. KOMPONENTEN Basisstation mit Schaltsteckdose und Tür/ Fensterkontakt, um 220 Euro; Heizkörperthermostat, um 70 Euro; Raumthermostat, um 100 Euro; Tür-/Fensterkontakt, um 50 Euro. Verschiedene Sparpakete verfügbar. HERSTELLER ADRESSE www.devolo.de


Sparen mit dem Energiekonzern RWE Smarthome war eines der ersten Smarthome-Systeme zur einfachen Nachrüstung. Mittlerweile bietet es eine große Sammlung an Funktionen und kontrolliert neben den eigenen Komponenten auch Externe wie etwa Philips Hue-Leuchten. Für die Heizungssteuerung bietet die RWE-App ab Werk einige praktische Voreinstellungen – Fensterkontakte in einem Raum etwa schalten beim Lüften automatisch die Heizung herunter. Es lassen sich für die Heizung Zeitpläne pro Raum ebenso wie übergreifende Regeln programmieren – etwa während des Urlaubs. Als eines der wenigsten Systeme steuert RWE Smarthome auch Fußbodenheizungen. KOMPONENTEN Startpaket mit Zentrale, Taster, Schaltsteckdose und zwei Heizkörperthermostate 319 Euro; Heizkörperthermostat um 50 Euro; Fensterkontakt, um 40 Euro; Raumfühler, um 70 Euro; Fußbodenheizungsregler, 200 Euro. HERSTELLER ADRESSE www.rwe-smarthome.de

Wann kommst Du heim? Der Rademacher Homepilot lässt sich über einen Z-WaveStick neben Rademacher-typischen Rollound Torantrieben auch für die Heizungssteueurng fit machen. Die Befehlsübertragung übernehmen passende Heizkörper-Motoren und Thermostate von Danfoss. Besonderheit: Die Homepilot-Software unterstützt Geofencing – über das Smartphone des Besitzers erkennt die Zentrale, wann die Bewohner zu Hause sind und wann nicht. KOMPONENTEN Homepilot 2, um 300 Euro; Z-Wave-Stick, um 85 Euro; Heizkörper-Motor, um 90 Euro; Fensterkontakt, um 40 Euro. HERSTELLER ADRESSE www.rademacher.de

Per Smartphone und am TV Bislang hat sich Schwaiger vor allem mit Produkten rund um die TV-Empfangstechnik einen Namen gemacht. Mit Home4You bietet der deutsche Hersteller jetzt auch ein Smarthome-Sytem auf dem Markt, das auf Basis der Funkstandards Z-Wave und Zigbee alle möglichen Geräte im Haus steuert. Neben der Heizung kontrolliert die zugehörige Steuerungs-App etwa auch fest installierte LichtDimmer und Rollo-Motoren. Die Heizungssteuerung setzt auf die Raumthermostate und Stellmotoren von Danfoss, die etwa auch das Devolo-Set nutzt. Besonderheit: Die Schwaiger-Bedienoberfläche ist über einen Funk-HDMI-Stick auch auf dem TV verfügbar. KOMPONENTEN Home4You-Basisstation mit Kabel-TV-Empfang und TVIP-Streaming, Heizkörper-Stellmotoren und Raumthermostate von Danfoss, Rauchmelder, Taster, weitere Z-WaveGeräte; HDMI-TV-Stick – Preise noch offen HERSTELLER ADRESSE www.schwaiger.de

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E NERGIEEFFIZIENZ

Smarthome-Systeme Homematic aus der Cloud Mit dem neuen, cloudbasierten Smarthome System Homematc IP will sich der deutsche Anbieter eQ3 einem breiteren Markt öffnen – zum Start vor allem bei der Heizungssteuerung. Das Einstiegspaket umfasst das Gateway und je einen Raumthermostat, Heizkörpermotor und Fensterkontakt. Ältere Homematic-Komponenten sollen mit dem neuen System kompatibel sein.

Fritz, schalt‘ schon Mal die Heizung an

KOMPONENTEN Starterpaket: um 180 Euro; Heizkörpermotor, Thermostat je 50 Euro; Fensterkontakt, Wandtaster je 40 Euro HERSTELLER ADRESSE www.homematic-ip.com

Wer eine neuere Fritzbox mit DECT-Schnurlostelefonfunktion benutzt, der kann demnächst damit auch seine Heizung steuern. Hintergrund: Die Boxen unterstützen den Smarthome-Funkstandard ULE (Abk. für „Ultra Low Energy“, bisher DECT ULE), für den es seit einigen Monaten neben der Schalt-Steckdose Fritz!DECT 200 von AVM auch den Heizkörper-Stellmotor Comet DECT vom deutschen Hersteller Eurotronic gibt. Derzeit lässt sich der Funk-Heizkörperthermostat nur über eine Labor-Software für das Fritzbox-Topmodell 7490. Demnächst soll die Steuerung aber mit allen DECT-fähigen Fritzboxen per Software-Update möglich werden. Heizkurven für einzelne Thermostaten oder Räume lassen sich dann in der Konfigurationsoberfläche der Fritzbox einrichten. Der Vorteil liegt auf der Hand: Für dieses System benötigen Nutzer der passenden Fritzboxen keine separate Funkzentrale. Weitere Smarthome-Komponenten für das Funksystem sollen kommen. KOMPONENTEN Fritzbox-Fon-Modelle mit DECT (z.B. 7490, 6490 etc.); Eurotronic Comet DECT (50 Euro), AVM Fritz DECT/ 45 Euro) HERSTELLER ADRESSE www.avm.de; www.eurotronic.com

Smarthome im Abo Das Smarthome-System der Telekom funktioniert ähnlich wie etwa RWE Smarthome, Devolo & Co. Unterschied: Für die Nutzung werden hier für Neukunden mittlerweile 9,95 Euro pro Monat fällig. Dafür gibt‘s die Zentrale fast geschenkt. Das Smarthome-Abo bringt allerdings keine speziellen Zusatz-Services. KOMPONENTEN Basisstation: 1 Euro plus 9,95 Euro pro Monat (min. 24 Mon.), Heizkörpermodul, Raumthermostat, Taster: je 40 Euro, Fensterkontakt: 30 Euro. HERSTELLER ADRESSE www.smarthome.de

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hgschmitz.de

Gira G1 Das Multitalent für die Gebäudetechnik Der neue Gira G1 ist die intelligente Bedienzentrale für die gesamte Gebäudetechnik. Über das brillante MultitouchDisplay können sämtliche Funktionen des KNX Systems komfortabel per Fingertipp oder Geste bedient werden. In Verbindung mit einem TKSIP-Gateway kann der Gira G1 zudem als Wohnungsstation eingesetzt werden. Das von Grund auf neu entwickelte, intuitive Gira Interface macht die Bedienung der Gebäudetechnik so leicht wie nie zuvor. Der Gira G1 kann ganz einfach wie ein normaler Schalter auf einer einzigen UnterputzDose installiert werden.

Produktdesign, Interfacedesign: schmitz Visuelle Kommunikation

Mehr Informationen unter: www.gira.de/g1

Auszeichnungen Gira G1: iF Design Award 2015, German Design Award 2015, Good Design Award Chicago 2014, ICONIC Awards 2014, Plus X Award 2014, Design Plus 2014 Gira Interface: ADC Award 2015, Red Dot Award 2014 Best of the Best


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Heiz-Experten Diese Systeme sind ebenfalls zur Nachrüstung gedacht, dienen sich ihren Kunden aber ausschließlich zur Steuerung der Heizung an. Leuchten schalten, Kaffeemaschine starten, Rollos rauf- und runterfahren? Fehlanzeige! Dafür hat jeder einzelne dieser vernetzten Heizungsoptimierer ein paar Funktionen auf Lager, die allgemeine Smarthome-Syteme nicht in dieser Form bieten. Man könnte sagen, die Heizungsspezialisten setzen sich ein bisschen ausführlicher mit den Hintergründen der Heizung auseinander, was sich im Wesentlichen an drei Punkten festmachen lässt: Aufheiz- und Abkühlungskurven: Um ein Haus nach allen Regeln der Kunst zu beheizen, muss nicht nur die Zieltemperatur bekannt sein. Für die optimale Heizleistung ist auch die Zeit relevant, die benötigt wird, um die Wunschtemperatur zu erreichen. Spezialisierte Heizungssteuerungen können diese Charakteristiken des Hauses lernen, indem sie etwa immer wieder den Zeitraum vom Einschalten der Heizung bis zum Erreichen der Wunschtemperatur in Abhängigkeit vom Wetter ermitteln und abspeichern. Daraus errechnet das System auf Dauer den optimalen Zeitpunkt, zu dem die Heizkörper sich öffnen müssen, damit zum richtigen Zeitpunkt die gewünschte Temperatur herrscht – und dies weder zu früh (Energieverschwendung) noch zu spät (Komfortverlust). Vorausberechnung: Die optimale Heizkurve hängt auch vom Wetter ab. Ist es draußen bitterkalt, benötigt die Heizung längere Zeit zum Aufheizen und muss auch tagsüber häufig Wärme nachliefern. Ist es dagegen mild, dann geht‘s deutlich schneller. Eine vorausschauende Heizungssteuerung zieht Wettervorhersagen für den Folgetag in ihre Heizlastberechnung mit ein. Das kann vor allem bei sehr langsam reagierenden Wärmeübertragungen wie etwa einer Fußbodenheizung einen großen Effizienzgewinn bringen. An-/Abwesenheit: Die ideale Heizungssteuerung weiß, wo ihre Bewohner gerade sind und stellt die Heizleistung darauf ein. Was ein bisschen nach Big Brother klingt, kann für die Heizung ein Glücksfall sein: Nichts ist lästiger als ein perfekt eingestellter Zeitplan, wenn die Bewohner sich nicht daran halten. Aber Komfort ist eben auch, wenn die Heizungssteuerung diese menschliche Sprunghaftigkeit ausgleicht.

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Die Thermen-Kenner Tado gehört zu den wenigen Heizungssteuerungen, die bislang keine einzelnen Heizkörper regeln. Der vernetzte Thermostat ersetzt den Raumfühler von Zentral- und Etagenheizungen und greift so direkt in die Therme ein. Tado steuert die Heizkurve zentral in Abhängigkeit der Anwesenheit der Bewohner und der Aufheiz-/Abkühlngseigenschaften der Wohnung. Anund Abwesenheit wird über die Smartphone-App ermittelt – je weiter die Bewohner sich vom Haus entfernen, desto tiefer lässt Tado die Temperatur sinken. Neben der automatischen Regelung lassen sich auch Zeitpläne einrichten (siehe unten). KOMPONENTEN Tado Smart Thermostat um 250 Euro. Extension Kit für Thermen ohne Raumfühler: um 100 Euro. Miete statt Kauf möglich. HERSTELLER ADRESSE www.tado.com

Design-Thermostat Der Netatmo-Thermostat wurde vom berühmten Produktdesigner Philippe Starck entworfen. Er lässt sich wahlweise an der Wand, als Schmuckelement im Regal oder auch auf der Kommode unterbringen. An der Heizungstherme wird ein zweites Modul angeschlossen, das per Funk mit dem Raumthermostat kommuniziert. Funktional ähnelt das System Tado, denn er steuert ebenfalls direkt die Heiztherme. Netatmo regelt diese aber nicht mit einer automatischen Abwesenheitserkennung, sondern über vorgegebene Zeitpläne, die man jederzeit manuell anpassen kann. Die Gebäudeeigenschaften wie auch Wettervorhersagen zieht der smarte Thermostat aber ebenfalls für seine Heizungs-Vorausberechnungen in Betracht. KOMPONENTEN Netatmo-Thermostat plus FunkRelais, 180 Euro HERSTELLER ADRESSE www.netatmo.com


Vorausschauende Sparweise Die Heizungssteuerung von AlphaEOS stellt das Gebäude und dessen thermischen Eigenschaften in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Sie nimmt für sich in Anspruch, diese Parameter mithilfe von Wetterdaten und den in allen Räumen des Hauses angebrachten Raumluftsensoren in- und auswendig zu lernen. Daraus errechnet AlphaEOS die optimalen Leistungsparameter für die jeweilige Heizung, zieht dazu Wettervorhersagen ebenso zu Rate wie verschiedene Messwerte der Raumluft. Dank dieser Algorithmen soll AlphaEOS vor allem träge reagierende Systeme wie Fußbodenheizungen besonders sparsam regeln, da das System bereits am Vorabend weiß, wenn der kommende Tag beispielsweise recht mild wird, und die Heizung vergleichsweise wenig Energie benötigt. Für Heizungen mit normalen Radiatoren ist das AlphaEOS-System, dessen Komponenten auf Basis des batterielosen Enocean-Funkprotokolls kommunizieren, aber ebenso geeignet. Außerdem überwacht es die Luftfeuchte und fordert den Benutzer bei der Gefahr von Schimmelbildung zum Lüften auf. TYPENBEZEICHNUNG AlphaEOS Startpaket: Zentrale, Raumfühler, Heizkörperstellmotor 450 Euro; Raumfühler 145 Euro, Heizkörperstellmotor 70 Euro. HERSTELLER ADRESSE www.alphaeos.com

Alles unter Kontrolle Das System Evohome vom US-Heizungskonzern Honeywell setzt auf eine konsequente Einzelraumregelung, die auch für Smartphone-Muffel ihre Reize hat. Denn das System lässt sich lokal über ein eigenes Bediengerät konfigurieren und jederzeit über dessen Touchscreen überwachen und anpassen. Hier bekommt jeder Raum seine eigene Heizkurve, die Evohome in der Praxis anhand der gelernten Aufheiz- und Abkühleigenschaften des Hauses optimiert. Auch Korrekturen der Heizleistung an den einzelnen Heizkörpern sind möglich und werden per Funk an die Zentrale weitergeleitet. Das System funktioniert so auch gänzlich ohne eine Internetverbindung. Über ein zusätzliches Gateway lässt es sich aber auch online vernetzen, so dass dann ein Zugriff von außerhalb über die zugehörige Steuerungs-App möglich wird. Neben Heizkörpern kann Honeywell Evohome über einen speziellen Regler auch Fußbodenheizungen befehligen. KOMPONENTEN Evohome Starterpack mit zentralem Bediengerät und drei Heizkörperstellmotoren um 250 Euro; Gateway für Onlineanbindung um 70 Euro; Heizkörperregler um 70 Euro. HERSTELLER ADRESSE www.getconnected.honeywell.com

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Vernetzte Heizungen Der Trend zur voll vernetzten Heizungssteuerung hat sich inzwischen auch zu den Heizungsherstellern herumgesprochen. Die großen Firmen haben bereits neue Thermen-Modelle im Programm, die sich übers Heimnetzwerk und online steuern lassen. Doch auch im Nachrüstungsmarkt sind die etablierten Firmen mittlerweile aktiv. Die Zielrichtung ist klar: Man möchte die Intelligenz beim Heizen nicht ausschließlich externen Zulieferern überlassen. Vaillant (siehe unten) sowie die Bosch-Marken Junkers und Buderus (rechts) gehen bei der Nachrüstung vorhandener Heizungsanlagen den direkten Weg: Sie bieten vernetzte Alternativen für die Steuerungsgeräte ihrer Thermen an. Die neuen Geräte bilden die Funktionen der Heizungen in Form von Zeitplänen und anderen Einstelloptionen in den zugehörigen Apps ab. Viessmann dagegen hat sich mit Vitocomfort 200 daran gemacht, ein komplettes Smarthomesystem aufzubauen, das die Heizung neben vielen anderen Funktionen vernetzt und steuert. Auch dieses System hat direkten Zugriff auf die Thermen des Herstellers.

Zwei Wege ins Netz Vaillant hat gleich zwei mögliche Heizungsregler mit Internetanbindung. Der eRelax-Thermostat lässt sich mit vielen älteren Gasetagenthermen verbinden. Er soll laut einer Pressemitteilung von Vaillant technisch auf dem System von Netatmo basieren und für die Ermittlung der Heizenergie auch Online-Wetterdaten mit berücksichtigen und die Warmwasserbereitung in der Gasthermme optimieren. Als zweite Option bietet der Hersteller

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Smartes aus dem Bosch-Konzern Thermen der letzten 15 bis 20 Jahre aus dem Hause Junkers lassen sich jetzt mit dme smarten Heizungsregler Control CT100 vernetzen. ER funktioniert ähnlich wie etwa Tado und soll etwa auch eine Funktion bieten, um die Abwesenheit von Bewohnern über deren Smartphonesan die Heizung zu melden. Im Bereich neuer Heizungen gehen die BoschMarken Junkers und Buderus ebenfalls in die Offensive: Viele neuen Thermen aus der Logamax-plus-Serie von Buderus etwa haben eine integrierte Internet-Schnittstelle, über die sie sich programmieren, steuern und sogar warten lassen sollen. TYPENBEZEICHNUNG Junkers Control CT100, um 450 Euro; Buderus Termen z.B. Logamax plus GB 192 HERSTELLER ADRESSE www.junkers.com; www.buderus.de

den vernetzten Heizungsregler multiMatic an, der für alle Arten von Zentralheizungen von Vaillant gedacht ist. Auch er erlaubt über die zugehörige App einen Zugriff auf die Heizung von daheim und unterwegsaus via Internet. KOMPONENTEN eRelax Heizungsregler und Thermostat, zugehörige App; multiMatic Heizungsregler für Zentralheizungen HERSTELLER ADRESSE www.vaillant.de


Smarthome für die Heizung Viessmann hat im letzten Jahr das Smarthome-System Jonioor und dessen Hersteller MSR Solutions übernommen und daraus ein speziell auf die Heizungen des Herstellers optimiertes System weiter entwickelt. Das heißt nun Vitocomfort 200, hat aber einige Charakteristika des Vorgängersystems behalten. Es basiert weiterhin auf dem batterielosen Funkstandard Enocean und bietet eine ganze Reihe Aktoren und Sensoren für alle Lebenslagen. Die Vitocomfort-Zentrale hat aber eine direkte Verbindung zu ViessmannThermen und kann deren Funktionen zentral steuern – neben der Regelung einzelner Heizkörper-Thermostate oder Fußboden-Heizkreise. Neben der Heizungssteuerung bietet sich Vitocomfort 200 auch Komponenten, die sich zur Optimierung des Eigenverbrauchs bei Solaranlagen einsetzen lassen. Und schließlich kann das System auch Kaffee machen – zumindest aktiviert es über eine Schaltsteckdose auf Wunsch die Kaffeemaschine. SYSTEM, KOMPONENTEN Vitocomfort 200; Zentrale mit Heizungszugriff, Enocean-Komponenten. HERSTELLER ADRESSE www.viessmann.de

Einziger Nachteil dieser Tür: Besucher bleiben begeistert am Display hängen.

Wer Smartphone und Tablet schätzt, fühlt sich gleich zu Hause: Das Schüco DCS Touch Display lässt sich intuitiv und komfortabel wie ein Smartphone bedienen. Hinter der Glasoberfläche vereinen sich Türkommunikation und sichere Zutrittskontrolle. Öffnen, Sprechen, Sehen und Bedienen – einfach mit Wischen, Scrollen und Fingertip. Ganz schön smart, Ihr Home. schueco.de/dcs-touchdisplay

Fenster. Türen. Fassaden.


S MARTE LÜFTUNG

 mief war Fotos (2): www.heinemann-gmbh.de

Angesichts immer dichterer Gebäudehüllen kommen Bauherren kaum noch um eine technische Lüftung der eigenen vier Wände herum. Ähnlich wie bei der Heizung bringt eine Vernetzung mit der Haussteuerung Komfort- und Energiegewinn.

Lüftung durch intelligente Fenster: „TipTronic“ nennt Schüco seine mechatronischen Beschläge mit verdeckt liegendem Antrieb. Das Fenster lässt sich klassisch über den Griff bedienen oder – wenn vernetzt – per Raumtaster, per Tabletcomputer oder Smartphone.

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Foto : www.schueco.de

Die selbsterklärende Menüführung der Anwendung Heinemann „MyVALLOX“ für Tablet und Smartphone ermöglicht die Steuerung des Lüftungssystems von überall und liefert alle wichtigen Informationen auf einen Blick.

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rische Luft ist unser wichtigstes Lebensmittel“, erklärt der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Deshalb müssen Bauherren darauf achten, dass bei dichter Bauweise eine gesunde Luftversorgung der Wohnräume gewährleistet ist. Sonst drohen zu hohe CO2-Konzentration, Schimmel durch Feuchtigkeit und Belastung durch andere Schadstoffe, wie zum Beispiel flüchtige organische Verbindungen. Für ausreichenden Luftaustausch sorgen kontrollierte Lüftungen. Zwei Systeme stehen Bauherren zur Wahl: Zentrale Lüftungen haben ein zentrales Gerät, das die Räume über Kanäle mit Frischluft versorgt. Der Frischluft wird dabei im Wärmetauscher die Wärme zugeführt, die zuvor der Abluft entzogen wurde. Dezentrale Lüftungsgeräte werden in den Außenwänden montiert, Ventilator und Wärmetauscher sind integriert, Luftkanäle sind nicht nötig. Warum lohnt es sich, eine kontrollierte Lüftung in die Hausautomation zu integrieren? Weil sie dann noch gezielter gesteuert werden kann. So lässt sich etwa auf dem Heimweg von der Arbeit per Smartphone oder Tabletcomputer die Stufe „Stoßlüftung“ aktivieren – fürs ganze Haus oder raumweise –, damit bis zur Ankunft ein ordentlicher Luftaustausch stattgefunden hat. jh ❚


Fotos : www.schueco.de (2); www.velux.de (2)

          gestern

Das dezentrale Lüftungsgerät „VentoTec“ von Schüco vereint Zuluft, Abluft und Wärmerückgewinnung. Integrierte Sensoren messen Luftqualität- und Feuchte.

Eine selbstregulierende Lüftungsklappe reagiert bei Schüco „VentoFrame“ auf Winddruckänderungen und sorgt so für Luftzufuhr ohne Zugerscheinungen.

Ob als Einzellösung oder mit anderen Funktionen verknüpft: Mit dem Velux „Integra Control Pad“ lässt sich die Lüftung über Dachfenster komfortabel bewerkstelligen.

ANYWHERE SOUNDS AMAZING HEOS by Denon. Musik in jedem Raum und unterwegs. Spiel Deine Lieblingsmusik in einem oder mehreren Zimmern zuhause – das preisgekrönte HEOS Multiroom-Musiksystem von Denon ist überall dazu bereit. Mit überragender Soundqualität, intuitiver App-Steuerung und kinderleichtem Anschließen an Dein WLAN, völlig unkompliziert. Einmal reingehört macht HEOS süchtig nach mehr. Erhältlich in verschiedenen Größen für drinnen und draußen. Probier’s jetzt aus!

www.denon.de


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Die balkenfÜrmigen TV-Lautsprecher gibt es auch mit Multiroom-Anschluss. So spielen sie im Hauskonzert mit, wenn gerade kein Film läuft.

Soundbar

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One-Box

Foto: www.bose.de

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musik im ganzen

Sogenannte One-Box-Systeme bringen die Musik in jeden Raum. Dank Funkempfang reicht ihnen zum Betrieb eine Steckdose,


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Drahtlose Multiroom-Audiosysteme vernetzten sich von selbst und wachsen mit den Ansprüchen. Vom Lautsprecher für die Küche bis zur SurroundLösung im Heimkino ist alles möglich. Es kommt nur darauf an, das richtige System zu wählen.

Foto: www.bluesound.com

Stream-Player

Ein Netzwerk-Player mit Tonausgang verbindet vorhandene Geräte mit dem Multiroom-System. So kommt das Programm auf die Stereo-Anlage – und CD-Musik in andere Räume.

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ultiroom Audio – damit haben früher Villenbesitzer ihre Gäste beeindruckt. Eine Musikanlage mit Mehrkanalverstärkern und Einbaulautsprechern, die sämtliche Räume beschallt, kann schließlich in die Tausende gehen. Doch im Zeitalter von Smartphone und WLAN gibt es auch dafür eine App. Oder besser gesagt: drahtlose Lösungen, die ohne Installationsaufwand den Klang in der Wohnung verteilen. Sie nennen sich beispielsweise Heos, MusicFlow, Raumfeld, Sonos, SoundTouch. Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht ein weiteres neues Produkt auf den Markt kommt. Die interessantesten Systeme folgen auf den nächsten Seiten.

Abschied vom Kabel

Foto: www.sonos.de

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Ein Tiefton-Lautsprecher verstärkt den Bass. Dank drahtloser Verbindung ist auch er fast überall aufstellbar.

Stereopaar Für ein optimales Hi-Fi-Klangbild sind zwei Lautsprecher nötig. Einige Multiroom-Boxen gibt es deshalb gleich paarweise. Andere lassen sich per Funk zusammenschalten.

Foto: www.raumfeld.de

Subwoofer

Alle Multiroom-Audiosysteme, von denen hier die Rede ist, arbeiten nach demselben Prinzip: Sie schicken Musik über ein Datennetzwerk. Lautsprecherkabel und andere Audioleitungen in die Räume gehören damit der Vergangenheit an. Eine Netzwerkverbindung genügt. Und da fast alle Systeme per Funk arbeiten, ist in der Regel nicht mal eine sogenannte Ethernet-Anschlussdose nötig. Am gewünschten Ort wird einfach ein Lautsprecher aufgestellt, ans Stromnetz angeschlossen und mit dem drahtlosen Netzwerk verbunden. Die Technik dahinter heißt Streaming und ist dieselbe wie im Internetradio, bei Musikdiensten wie Spotify und Online-Videotheken à la Netflix. Soll heißen: Die Songs wandern als kleine Datenpakete von A nach B. Am besten geht das, wenn die Musik bereits in einem gängigen Audio­format

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Foto: www.yamaha.de

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Hersteller wie Yamaha bieten auch Soundbars und andere Geräte mit integrierter MultiroomFunktion. In der Regel müssen alle Player im System vom selben Anbieter stammen.

vorliegt. AAC- und MP3-Dateien etwa spielt jedes Multiroom-System ab, entweder vom Smartphone oder von einer Festplatte im Netzwerk (siehe Kasten unten). Allerdings sind die beliebten Musikformate datenkomprimiert, was den Klang beeinflussen kann. Anspruchsvolle Hörer setzen deshalb auf Alternativen wie FLAC oder ALAC, die sogar hoch auflösende Audiosignale übertragen – eine Art HDTV fürs Ohr mit besserem Klang als von CD. Nicht jedes MultiroomSystem kann solche Dateien wiedergeben. Die gute alte Audio-CD ist in dieser Umgebung eigentlich gar nicht mehr vorgesehen. Wer CDs hören möchte, muss zu einem System greifen, das den Laserplattenspieler integriert hat. Oder er wandelt die Scheiben am Computer um und ­kopiert sie als Musikdateien auf eine Festplatte. Alternative: Die vorhandene Stereoanlage über einen Stream-Player an das System anschließen. Der kann häufig Musik nicht nur wiedergeben, sondern auch in die Anlage einspeisen. AUXEingänge an den Lautsprechern erfüllen denselben Zweck. Aus dem Nebenraum einen UKWSender wählen oder auf der CD einen Titel weiter springen geht damit aber nur in Ausnahmefällen.

Voraussetzungen: Drei Dinge braucht das Multiroom-System SMARTPHONE / TABLET Ein mobiles Gerät mit Android- oder AppleBetriebssystem ist Grundvoraussetzung für jedes Multiroom-System. Zwar ermöglichen einige Hersteller die Installation auch ohne, zum Beispiel vom Computer aus, spätestens im Alltag wird die App auf dem Smartphone oder Tablet aber unentbehrlich. Nur mit ihr lässt sich bequem die Musiksammlung durchsuchen oder im Katalog von StreamingDiensten wie Deezer und Spotify blättern. Die App bietet alle verfügbaren Audioquellen zur Auswahl an und verwaltet Playlisten mit den Lieblingstiteln. Außerdem dient sie der Übersicht: Ihr Bildschirm zeigt, welches Programm auf den einzelnen Playern gerade läuft. Die Lautstärke lässt sich dabei gemeinsam oder für jeden Raum individuell regeln.

WLAN-ROUTER Der Empfang von Webradio-Stationen und Streaming-Diensten verlangt nach einem Internet-Zugang. Aber auch sonst spielt der Router eine zentrale Rolle im Multiroom-System. Er stellt per WLAN die Verbindung zum Smartphone her und macht damit die drahtlose Fernbedienung überhaupt erst möglich. Viele Systeme nutzen das heimische WLAN auch zur Musikübertragung. Dann hängt ihre Reichweite vom Router ab. Andere bauen stattdessen ein eigenes drahtloses Netzwerk auf, in dem sich die Lautsprecher sogar gegenseitig verstärken können (Mesh-Prinzip). Zu ­erkennen sind solche Lösungen häufig an einer eigenen Funkzentrale, auch Bridge oder Hub genannt. Sie wird über ein Netzwerkkabel an den Router angeschlossen.

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NETZWERKSPEICHER Was früher der Plattenschrank oder die CDSammlung war, ist im Multiroom-Zeitalter die PC-Festplatte. Um Titel nach Belieben in verschiedene Räume streamen zu können, sollten sie in digitaler Form als Audiodateien vorliegen. Als Speicher dient normalerweise der Computer, für Multiroom-Anwendungen sind eigenständige Netzwerkspeicher, sogenannte NAS-Systeme, aber besser geeignet. Sie können rund um die Uhr laufen und stellen ihre Musik auch dann zur Verfügung, wenn der PC oder Mac ausgeschaltet ist. Je nach Multiroom-System muss auf dem NAS ein Ordner mit den Audio­dateien freigegeben sein oder ein DLNA-Serverprogramm bietet die Titel fix und fertig katalogisiert als Medien­bibliothek zum Streamen an.

Foto: www.wdc.com


Spätestens zum Wechseln der Disc heißt es zurück zur Anlage und den Eject-Knopf drücken. Fast wie von selbst klappt die Musikwiedergabe mit einem Streaming-Dienst. Deezer, Napster, Spotify & Co liefern für eine Monatsgebühr von etwa zehn Euro viele Millionen Titel auf Abruf. Vor allem aber kümmern sie sich um die Metadaten: Alle Songs sind automatisch mit Cover und den richtigen Titelinformationen versehen. Playlisten liefern nach Themen oder Stimmungen zusammengestellte Musikmixe. Die Auswahl an Diensten variiert von System zu System. Darauf sollten Abonnenten achten, um sich mit ihren Zugangsdaten anmelden zu können. Überhaupt will der Kauf des ersten Players gut überlegt sein. Bei den meisten Anlagen handelt es sich um geschlossene Systeme. Das heißt, weitere Geräte müssen vom selben Hersteller stammen. Nur Produkte mit AllPlay-Logo (siehe rechts) lassen sich mischen. AirPlay von ­Apple erlaubt zwar auch den Mixbetrieb, setzt für das Multiroom-Streaming aber iTunes am Computer voraus. Und das Programm kann nicht, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: In jedem Raum eine andere Musik spielen. fog ❚

Woher kommt die Multiroom-Musik? SMARTPHONE Praktisch alle Systeme spielen Musik von mobilen Geräten ab. INTERNET Webradio und Strea­ ming-­Dienste wie ­Spotify sind Standard.

Turn the music on-wall Wandlautsprecher

NETZWERKSPEICHER Computer und NASSysteme können als Musikarchiv dienen. AUDIO-CD Die wenigsten Systeme haben einen integrierten Player für die CDWiedergabe. USB Speichersticks und externe Festplatten finden an einer USBBuchse Anschluss.

Foto: www.sonos.de

AUX Der Hilfseingang ­verbindet vorhandene Hi-Fi-Geräte oder CD-Player mit dem Multiroom-System.

Eine App wie das ­Programm von Sonos kontrolliert die Wiedergabe im MultiroomSystem. Sie ­bestimmt, welche Musik in den einzelnen Räumen läuft – oder bildet Gruppen aus ­mehreren Playern, die dann synchron zusammen spielen.

HEIMKINO-TON Ein Soundbar oder drahtlose Surroundlautsprecher geben 5.1-Ton vom TV und von anderen Quellen wieder. BLUETOOTH Einige Systeme empfangen Musik auch per Bluetooth und verteilen sie intern weiter. AIRPLAY Geräte mit diesem Zeichen sind für die Wiedergabe mit AppleProdukten optimiert. ALLPLAY Der AllPlay-Standard erlaubt die Kombination unterschiedlicher Marken in einem Multiroom-System.

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Bang & Olufsen Die Lösung für B&O-Kunden und alle, die es werden wollen. Das Multiroom-System der Dänen vernetzt die jüngste Gerätegeneration drahtlos. Geeignet sind Modelle mit einem Netzwerkanschluss, im Firmenjargon „Network Link“ genannt. Über eine Konverter-Box finden aber auch ­Design-Ikonen wie der CD-Wechsler BeoSound 9000 mit seinen sechs Plattentellern Anschluss. Die Steuerung übernimmt eine Smartphone-App oder der Touchscreen des Musiksystems BeoSound Moment. Eine Besonderheit ist die Funktion „Touch to Join“: Durch Berührung am Gehäuse oder einen Tasten­druck schließen sich Geräte der aktuell spielenden Gruppe an. Die Funkboxen A6 und A9 sind zudem AirPlay-Lautsprecher. Sie können außerhalb des Multiroom-Systems Musik von Apple-Geräten empfangen. BEOLINK MULTIROOM 2 Lautsprecher, 2 Fernseher, 2 Musik-­ Systeme. Anschluss älterer B&O-Geräte über Konverter-Boxen möglich. EINSTIEGSPREIS 1000 Euro (Lautsprecher A6) INFO www.bang-olufsen.com

Der Name SoundTouch ist Programm, denn Multiroom-Lautsprecher von Bose spielen Musik auf Berührung: Sechs Stationstasten auf der Geräteoberseite lassen sich mit Webradio-Sendern, Lieblingstiteln aus dem Netzwerk und demnächst auch mit SpotifyMusik belegen. Das und die Infrarot-Fernbedienung machen SoundTouch zum perfekten System für Smartphone-Muffel. Wer die App benutzt, findet seine Favoriten aber dort wieder (links). Neben drahtlosen Lautsprechern und dem Wave Music System stattet Bose auch Heimkino-Anlagen mit der Multiroom-Funktion aus. Dort ist zum Streamen allerdings ein Adapter nötig, der den Geräten beiliegt. Eine Änderung gab es jüngst bei der spontanen Vernetzung mit Smartphones: Ältere Modelle setzten dazu auf AirPlay, inzwischen verwenden die Geräte Bluetooth und können das empfangene Funksignal auch innerhalb des Systems per WLAN weiter verteilen. SOUNDTOUCH 3 Lautsprecher, Musik-System, 8 Heimkino-Anlagen und EntertainmentSysteme (mit Adapter), Verstärker EINSTIEGSPREIS 200 Euro (Lautsprecher SoundTouch 10) INFO www.bose.de

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Bose


Denon Heos von Denon gehört zu den vielseitigsten Systemen auf dem Markt. Für nahezu jedes Anwendungsgebiet hat der Hersteller eine Lösung parat. So macht ein als Zubehör erhältlicher Akkupack den Lautsprecher Heos 1 (Bild unten) unabhängig vom Stromnetz. Bluetooth-Stecker empfangen Musik von mobilen Geräten. Ein Soundbar bringt Raumklang ins Heimkino und der Verstärker Heos Drive kann Einbaulautsprecher im ganzen Haus mit Musik versorgen. Der Stream-Player Heos Link beeindruckt durch vielfältige Anschlussmöglichkeiten und steuert AV-Receiver aus gleichem Hause fern. So wird die Surround-Anlage im Wohnzimmer auch ein Teil des Multiroom-Systems. HEOS BY DENON 4 Lautsprecher (1 davon mit Akku), TV-Soundbar mit Subwoofer, Stream-Player, Stream-Player mit Verstärker, Mehrkanal-Verstärker für Profi-Installationen, Funkverstärker EINSTIEGSPREIS 250 Euro (Lautsprecher Heos 1) INFO www.denon.de

Bluesound hat sich als MultiroomSystem für Klang-Enthusiasten einen Namen gemacht. Daran ist die Fähigkeit, Dateien in allen erdenklichen Audioformaten mit bis zu 24 Bit / 192 Kilohertz Auflösung abzuspielen nicht ganz unschuldig. Auch die Auswahl an Online-Diensten richtet sich an Audiophile. So gibt es neben gängigen Anbietern wie Deezer, Napster oder Spotify auch verlustfrei komprimierte Musik von Highres­Audio, Qobuz und Tidal. Eine Besonderheit ist der Musikserver Vault mit integriertem CD-Ripper für 1300 Euro. Er kopiert Audio-CDs über sein Laufwerk auf eine zwei Terabyte große Festplatte und stellt die Musik allen Geräten im Netzwerk zur Verfügung. Plattencover und Titelinformationen besorgt er dabei vollautomatisch aus dem Internet. BLUESOUND 3 Lautsprecher (1 davon mit Akku), Stream-Player, Stream-Player mit Verstärker, Musikserver EINSTIEGSPREIS 350 Euro (Lautsprecher Pulse Flex) INFO www.bluesound.com

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Harman/kardon Das Multiroom-System für die Generation Smartphone: Omni spielt bislang nur Musik von mobilen Geräten und aus dem Internet. Das heißt: Die eigene Plattensammlung muss auf dem Telefon oder Tablet gespeichert sein, um sie durchs Haus zu streamen. Künftige Updates sollen aber auch Netzwerkspeicher wie den Computer oder NAS-Systeme als Quellen erschließen. Für hochauflösende Audiodateien ist Omni dann bereits vorbereitet, weil es Signale mit bis zu 24 Bit und 96 Kilohertz im WLAN übertragen kann. Schon jetzt bieten sich Online-Dienste als Musiklieferanten an. Deezer, Juke, Mixradio, Qubuz, Rdio sowie Tidal sind an Bord, für Spotify und andere gibt es eine simple Lösung: Die Player können Musik per Bluetooth empfangen und weiter verteilen. So kommt der Ton nahezu jeder Smartphone-App auf die StreamingAnlage. HARMAN OMNI 2 Lautsprecher, Stream-Player EINSTIEGSPREIS 130 Euro (Stream-Player Adapt) INFO www.harmankardon.de

Musik-Flow-Geräte von LG können ihr eigenes drahtloses Netzwerk aufbauen – im englischen Fachjargon „Mesh“ genannt, weil dabei die Funkzellen wie Maschen eines Geflechts ineinandergreifen. Vorteil: Die Reichweite steigt mit jedem Player und die Übertragung ist oft stabiler als im normalen WLAN. Mindestens ein Gerät sollte dazu per Kabel an den Router angeschlossen sein. Wo das aus Gründen der Aufstellung nicht geht, dient eine Bridge am Router als Brückenkopf zum Mesh-Netzwerk. Verschiedene Funkboxen und Soundbars mit High-Resolution-Wiedergabe (24 Bit/192 KHz) decken ein breites Anwendungsspektrum ab – bis hin zum 5.1-Surroundsystem mit drahtlosen rückwärtigen Lautsprechern (Bild). Es gibt keinen Stream-Player, aber alle Geräte haben Bluetooth, einzelne auch AUX- oder optische Digitaleingänge. MUSIC FLOW 4 Lautsprecher (davon 1 mit Akku), 3 TVSoundbars mit Subwooder, Bridge EINSTIEGSPREIS 180 Euro (Lautsprecher H3) INFO www.lg.com

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LG


Philips

Panasonic unterstützt mit AllPlay den einzigen hersteller­ über­greifenden Multiroom-Standard. Jedoch bestreiten die Japaner das AllPlay-Angebot in Deutschland fast ganz allein. Von vereinzelten Lenco-­und Medion-Lautsprechern einmal abgesehen gibt es keine Produkte anderer Marken, die sich mit dem ALL Connected Audio-System mischen ließen. Dafür ist die Auswahl im Panasonic-Sortiment umso interessanter. Neben Funkboxen und Lösungen für TV-Sound finden sich dort auch zwei HiFi-Minianlagen: Die SC-PMX100B (Bild oben, 600 Euro) und die SC-ALL5CD spielen ganz klassisch Radio und CD oder Musik via Bluetooth und USB. Auf Wunsch streamen sie ihr Signal aber auch auf andere AllPlay-Geräte im Haus. Die Tonquellen erscheinen dazu ganz einfach in der App – direkt unter Musik-Servern und Streaming-Diensten. ALL CONNECTED AUDIO 3 Lautsprecher, 2 Musik-Systeme mit CD, Stream-Player, TV-Soundbar mit Subwoofer, TV-Sounddeck EINSTIEGSPREIS 200 Euro (Lautsprecher ALL 2, Stream-Player ALL1C) INFO www.panasonic.de

Panansonic

Ein Multiroom-System, das weder Router noch WLAN-Passwort oder eine ­spezielle App benötigt: Izzy von Philips arbeitet vollkommen eigenständig – und zwar auf Knopfdruck. Bis zu sechs Funklautsprecher BM 5 (Bild) bauen untereinander eine drahtlose Verbindung auf. Sie verwenden dazu WiFi Direct, denselben Standard, mit dem auch Laptops, Digitalkameras und andere Geräte am Router vorbei kommunizieren. Die Musik liefert ein Smartphone oder Tablet: Es sendet das gewünschte Programm per Blue­tooth zur nächstgelegenen Box. Egal welche App auf dem mobilen Gerät musiziert, der Ton ist über Izzy zu hören. So gelangen nicht nur Spotify und Co. auf die Anlage, sondern auch Klänge vom Medienserver, sofern der passende Player auf dem Smartphone installiert ist. Wer UKW-Radio oder CD-Musik bevorzugt, kann zusätzlich die Komplettanlage BM 50 ins System hängen. IZZY Lautsprecher, Musik-System EINSTIEGSPREIS 130 Euro (Lautsprecher BM5) INFO www.philips.de


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Raumfeld

samsung Samsung hat sein drahtloses MultiroomSystem runderneuert, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Die jüngste Lautsprechergeneration strahlt den Schall kreisförmig nach allen Seiten ab – für ein besonders raumfüllendes Klang­erlebnis. Daher auch der neue Name Wireless Audio 360. Das Angebot an StreamingDiensten wurde deutlich ausgebaut und zum Betrieb ist keine Basisstation (Hub) mehr nötig. Die Lautsprecher können sich bei guter Funkversorgung auch mit dem vorhandenen WLAN verbinden. Trotzdem bleibt das System kompatibel zu den bisherigen Multiroom-Produkten.

So können zum Beispiel alle SamsungFernseher seit 2014 die drahtlosen Lautsprecher zur Tonwiedergabe nutzen. Mit einer Multiroom fähigen Soundbar ist außerdem Mehrkanal-Surroundwiedergabe möglich. WIRELESS AUDIO 360 5 Lautsprecher (davon 1 mit Akku), 7 Soundbars mit und ohne Subwoofer, diverse Fernseher und Heimkino-Geräte EINSTIEGSPREIS 200 Euro (Lautsprecher R1) INFO www.samsung.de

Die Player des Raumfeld-Systems von Teufel sind unverkennbar. Das liegt zum einen am geradlinigen Design und zum anderen an der typischen Stereokonfiguration. Viele Boxenmodelle werden paarweise geliefert, wobei ein (Aktiv-)Lautsprecher die komplette Elektronik enthält und seinen passiven Kollegen per Kabel mitversorgt. Das verbessert gegenüber drahtlos angebundenen Lautsprechern die Stereowiedergabe. Auch sonst hat Raumfeld anspruchsvollen Hörern einiges zu bieten. So kann das System hoch auflösende Audiodateien abspielen und große Musikbibliotheken mit mehr als 200 000 Titeln verwalten. Außerdem hat nur Teufel ausgewachsene HiFi-Standboxen mit Multiroom-Funktion im Programm. RAUMFELD 5 Lautsprecher, Stream-Player, TV-Soundbar mit Subwoofer, Sounddeck, Funkverstärker EINSTIEGSPREIS 250 Euro (Lautsprecher One S) INFO www.raumfeld.com

Yamaha hat nicht einfach ein neues Multiroom-System entwickelt, der Hi-Fi-Spezialist erklärt sein komplettes Produktsortiment zum Multiroom-System. Über zwei Dutzend Geräte sind bereits mit der „Musiccast“-Funktion ausgestattet, in Zukunft sollen es alle sein, die einen Netzwerkanschluss haben. Vorteil für den Nutzer: Solange er in der Yamaha-Welt bleibt, kann er nach Herzenslust zwischen den Komponenten hin und her streamen. Neben den Eingängen und Tonquellen der Geräte kommen Netzwerkspeicher, Computer und Online-Dienste wie Juke, Napster oder Spotify als Zuspieler infrage. Per Bluetooth lassen sich außerdem Lautsprecher anderer Marken in den Verbund einklinken. So bleibt Musiccast dann doch keine reine Yamaha-Veranstaltung. MUSICCAST 15 AV-Receiver und Verstärker, 5 Musik-Systeme, 2 Lautsprecher, 2 TV-Soundbars, TV-Sounddeck, CDPlayer EINSTIEGSPREIS 270 Euro (Lautsprecher WX-030) INFO www.yamaha.de

yamaha 40 Das intelligente Haus

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Ein Name gilt als Inbegriff des drahtlosen Audio­streamings: ­Sonos. Mit seinem Multiroom-Baukasten, der über Jahre gewachsen ist und immer weiter optimiert wurde, hat es der USHersteller zur Marktführerschaft gebracht. Die ­Produkte sind fast beliebig kombinierbar: Lautsprecher können einzeln oder als Stereopaar spielen, mit Subwoofer oder ohne. Aus dem Soundbar am Fernseher wird mit ein paar Handgriffen in der App ein drahtloses 5.1-System. Die Funkverbindung läuft bei wenigen Playern übers WLAN, für größere Gebäude oder wenn ein Subwoofer ins Spiel kommt, ist die Bridge oder der Funkverstärker Boost Pflicht. Technisch gibt es ambitioniertere Lösungen. So können die Sonos-Geräte weder mit USB- und HDMI-Anschlüssen aufwarten, noch spielen sie hochauflösende Audiodateien ab. Fleißige Musiksammler stört, dass die Gesamtzahl gespeicherter Titel auf einige Zehntausend begrenzt ist. Dafür stimmt das Komplettpaket. Kaum ein anderes System arbeitet zuverlässiger, ist einfacher zu bedienen und bietet mehr Auswahl an Online-Musikdiensten. SONOS 3 Lautsprecher, Stream-Player, Stream-Player mit Verstärker, TVSoundbar, Subwoofer, Bridge, Funkverstärker EINSTIEGSPREIS 230 Euro (Lautsprecher Play:1) INFO www.sonos.com

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Smart   Hi-Fi Auch abseits von Multiroom-Anlagen mit Streaming vernetzt sich die audiophile Unterhaltungselektronik mit Smartphones, Computern und anderen Zuspielern. Dabei sind keine klanglichen Zugeständnisse notwendig – ganz im Gegenteil.

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u alter Väter Zeiten galt für die Musikwiedergabe eine goldene Regel: Rechne bei der Planung Deiner Anlage den Löwenanteil des Budgets für gute Lautsprecher ein. Der Rest wird schon dazu passen. Und natürlich gilt es seit jeher, die Übertragung der Musik von der CD oder anderen Tonträgern möglichst direkt und ohne große Klangbeeinflussungen eben diesen Schallwandlern zuzuführen. Warum wir das hier ausführlich erklären, wo es doch um möglichst smarte Musiklösungen fürs vernetzte Heim geht? Weil die neuen Musiksysteme die alten Hi-Fi-Regeln optimal umsetzen. Wer sich heute hochwertige, vernetzte HiFi-Komponenten zulegt, der hat gute Chancen, dass sich damit auch die Klangqualität in seinen vier Wänden erheblich verbessern lässt.

Bits und Bytes bis unmittelbar vor den Schallwandler Das Qualitätspotential liegt zunächst darin begründet, dass die meisten volldigitalen Streaminganlagen nicht mehr aus vielen verschiedenen Komponenten bestehen. Aktive, digital bespielte Funklautsprecher wie die Dynaudio Xeo und Focus XD oder die highendige Elac Air-X-Serie etwa empfangen Musik aus jedweder Quelle digital und verlustfrei Bit für Bit. Im Boxengehäuse selbst werden die digitalen Informationen in die Frequenzbereiche der verschiedenen Lautsprecherchassis aufgesplittet und dann, noch immer digital, den einzelnen Endstufen zugeführt. Erst unmittelbar vor beziehungsweise im digitalen Leistungsverstärker wird aus Bits und Bytes körperhaft hörbarer Schall. Jeder einzelne Verstärker kennt dabei die Charakteristik der angeschlossenen Schallmembran und ist natürlich darauf optimiert. Dadurch bieten solche Boxen einen unglaublich direkten, impulsgenauen

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Universeller Wohlklang Es muss nicht immer gleich das komplette Multiroom-System sein – zumindest nicht bei Yamaha. Netzwerkfähige Kompaktanlagen wie etwa die brandneue Grand Piano Craft MCR-N870 (oben, 970 Euro) funktionieren im Kern wie jede andere Hi-Fi-Anlage. Sie spielt Musik von CD oder über einen eingebauten Radiotuner ab und kann auch Inhalte von USB-Speichern abrufen und wiedergeben. Auch externe Zuspieler lassen sich per optischem Digitaleingang in das Musiksystem einbinden, das so dem Ideal eines optisch hochwertigen, ausbaufähigen Hi-Fi-Sets nahekommt. Doch das sind nur die klassischen Talente zum Einstieg. Zusätzlich lässt sich die Anlage über ihren WLAN-Empfänger in das heimische Funknetz einbinden, sodass sie Musik etwa auch von einer zentralen Netzwerkfestplatte wiedergeben kann. Per Bluetooth gibt sie Musik direkt vom Smartphone wieder und – das ist eher einzigartig – schickt die auf Wunsch auch an andere Bluetooth-Boxen weiter. Außerdem kann man die Anlage per USB-Kabel mit dem Computer verbinden. Sie ersetzt dann sozusagen die Soundkarte des PCs und gibt Musik, Filmton oder auch den Sound von Computerspielen direkt wieder. Zu guter Letzt spielt die Anlage mit allen anderen Komponenten des Yamaha Multiroom-Systems Musiccast im lokalen Funknetzwerk zusammen. Für Kunden bedeutet das: Mit einem solchen Set kann man getrost starten und es nach und nach mit weiteren Netzwerk-Musik-Komponenten erweitern. www.yamaha.de


Du hast ein Stück Musik verdient! Von allen Bluetooth-Boxen dürfte der Boomster vom Berliner Versender Teufel am ehesten das Klischee des Ghettoblasters bedienen. Tatsächlich funktioniert die One-Box-Anlage für knapp 300 Euro nicht nur im intelligenten Haus, sondern dank eines großen integrierten Akkus auch im Garten, Park, Freibad und wo man sonst Musik hören möchte – laut Hersteller über 10 Stunden lang, wenn der Akku voll geladen ist. Zugespielt wird vom Smartphone oder Tablet aus per Bluetooth – das klappt nach einmaligem Koppeln von Box und Telefon an den meisten Geräten nur noch über ein einfaches Fingertippen. Was die Box dann klanglich liefert, hat aber mit grausligen Erinnerungen an Boum-Boum-Blaster ähnlich wenig zu tun wie ein Citroen 2CV mit Autorennen. Der Boomster löst Hochtöne fein auf und bietet ein sattes, aber nicht übertrieben breites Bassfundament. So dient er sich für weit mehr als nur eine mobile Box an – eine ideale Anlage fürs Jugendzimmer etwa. www.teufel.de

Was funkt hier so edel? Der dänische Lautsprecherhersteller Dynaudio war lange Zeit vor allem für seine charakteristische, ausgeklügelte Chassisentwicklung bekannt. Derzeit wandelt er sich immer mehr zum Experten für vollaktive Funkboxen mit höchsten Klangansprüchen. Bereits in der zweiten Generation bietet Dynaudio die Funkboxenserie Xeo an (oben rechts, Regalbox 1700 Euro/Paar), die zusammen mit ihrem Funktransmitter Musik von analogen und digitalen Zuspielern per Funk empfangen – auf Wunsch auch mit mehreren Boxenpaaren in verschiedenen Räumen parallel. Zwei Innovationen kamen 2015 dazu: Zunächst ergänzt die vollaktive Edelbox Focus XD diese Familie (links, Regalbox ab 4 990 Euro/Paar). Ganz neu bietet Dynaudio mit der alternativen Anschlussbox „Connect“ für 350 Euro auch die Option, die vollaktiven Boxen per Bluetooth oder Funknetzwerk mit Musik zu versorgen. So lassen sich etwa hochauflösende Musik von einer Netzwerkfestplatte direkt auf die Funkboxen schicken. www.dynaudio.de

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Klang, wie man ihn von klassischen passiven Schallwandlern nur mit ungleich höherem Aufwand im Verstärker erzielen kann. So schrumpft der Hardwareaufwand für eine Anlage buchstäblich in ein Lautsprecherpärchen zusammen – das zugegebenermaßen nicht ganz billig ist.

Smart-Sound aus dem Telefon Die Vorteile der vollaktiven, digitalen Musikübertragung gelten natürlich nicht nur für High-EndFunklautsprecher, sondern etwa auch für jede portable Box, die sich direkt vom Smartphone aus per Bluetooth-Datenfunk mit Musik versorgen lässt. Solche Boxen gibt es mittlerweile in ähnlicher Zahl wie früher Ghettoblaster oder tragbare Kassettenabspieler. Doch auch hier stört es nicht, wenn man sich an klanglichen Gesichtspunkten orientiert. Bluetooth-Lautsprecher sind längst nicht nur billige Mitnahmeartikel – mit einer hochwertigen digitalen Signalverarbeitung, kräftigen Endstufen sowie natürlich einem gewissen Klang- und Gehäusevolumen können auch diese Boxen mit jeder bisherigen Musikanlage locker mithalten. Vorteil: Wer seine Musiksammlung für ein Einsatz unterwegs ohnehin auf dem Smartphone mit sich führt, der schickt seine Lieblingshits zu Hause ganz einfach per Fingertippen zur Bluetooth-Box. Diese Art der Musikwiedergabe unterstützen bekanntermaßen auch immer mehr MultiroomAnlagen (siehe Seite 32). Eine besondere Integration bietet dabei das Musiccast-System von Yamaha: Einzelne Komponenten des MultiroomSystems geben Musik auch per Funk an jeden Bluetooth-Lautsprecher weiter und können so jede Bluetooth-Box in das eigene MultiroomSystem mit einbinden.

Funk-Giganten Vorbei die Zeiten, als die Crème de la Crème des Boxenbaus an turmhohen Verstärkerkaskaden betrieben wurden. Der vollaktive Lausprecher Zero 1 von Avantgarde Acoustics macht vor, wie eine Anlage heute aussehen kann: Die beiden Boxen werden an jeweils eine Steckdose angeschlossen, an die linke Box verbindet man außerdem den Zuspieler seiner Wahl – etwa ein Gerät für die Musikübertragung per AirplayStreaming. Die Musikverteilung zur zweiten Aktiv-Box erfolgt verlustfrei per Funk. Im Mittel-/Hochtonbereich wandeln Hornlautsprecher den Schall – eine Spezialität von Avantgarde Acoustics. Der Preis ab 10000 Euro klingt höher als er ist, immerhin ersetzen die beiden Klang-Giganten eine komplette Edel-Anlage. www.avantgarde-acoustic.de

Digital-Verstärker in XS Wer seine CD-Sammlung bereits hinter sich gelassen hat und Musik vor allem via Bluetooth, Netzwerk oder vom PC in allerbester Qualität übertragen möchte, der findet im digitalen Vollverstärker DRA 100 von Denon (um 1000 Euro) einen ebenso kompakten wie hochwertigen Partner. Und: Der CD-Player lässt sich sogar zusätzlich anschließen. www.denon.de

Integration im Raum Ein letzter Punkt, der immer mehr smarte Schallwandler auszeichnet: Man muss sich nicht mehr unbedingt entscheiden, ob eine Anlage gut klingt oder sich nahtlos ins Haus integrieren lässt. Hi-Fi-Hersteller wie Elac (rechts), Canton, KEF oder B&W bieten auch sehr gut klingende Lautsprecher für die Installation an der Wand oder den Einbau in Wände und abgehängte Decken. Sie bieten vielfach die gleichen Chassis und Frequenzweichen wie die entsprechenden Standund Regalboxen, die allenfalls auf die unterschiedlichen klanglichen Anforderungen der Wand- und Deckenmontage angepasst wurden. Smarte Musikwiedergabe ist eben doch nicht immer nur digital. rot ❚

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An der Wand entlang Der norddeutsche Boxenhersteller Elac tut sich seit Jahren mit ausgeklügelten Lautsprecherchassis hervor. Ein charakteristischer Treiber etwa ist der Jet-Hochtöner in der Mitte, der den Schall über fein gefaltete Bändchen erzeugt, die Luft mit einer Art ZiehharmonikaEffekt in Schwingung versetzen und für einen besonders luftigen, feinsinnigen Klang sorgen. Den gibt es nicht nur in mächtigen Standboxen, sondern auch zur Installation an der Wand. Das On-Wall-Topmodell WS 1665 für 990 Euro pro Stück etwa entspricht in seinen akustischen Merkmalen und dem Gehäusevolumen einer vollwertigen Standbox, obwohl es nicht einmal 10 Zentimeter tief baut. Eine Vorrichtung für die einfache Wandmontage ist natürlich mit dabei. Weitere On-Wall-Boxen der Serie bieten Chassisbestückungen, die ebenfalls aus den klassischen Elac-Serien stammen. Neuerdings bietet Elac auch zwei Einbaulautsprecher mit abgeschlossenem Volumen an. www.elac.de


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I NTELLIGENTES HAUS

Energie Sparer

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Der Stromspeicher und die weiteren Technik-Komponenten im Musterhaus Ulm (oben). Mit dem Loxone Miniserver können Geräte in das Smarthome integriert werden (Mitte). Über die Stromtankstelle im Carport ist es möglich, ein Elektroauto aufzuladen (unten).

as technische Hauskonzept für das Musterhaus Ulm von Fertighaus Weiss steht stellvertretend für einen aktuellen Trend im Bauen. Es gilt längst nicht mehr, dass die Gestaltung eines Hauses alleine der Funktion und den Bedürfnissen der Bewohner folgt, sondern zusätzlich spielt auch die Energieeffizienz von Anfang an eine wichtige Rolle. Die Gebäudehülle des Musterhauses Ulm dämmt das Gebäude nicht nur passiv, sondern trägt aktiv zur Energieerzeugung bei. Die Technik ist wartungsfreundlich am Gebäude untergebracht und erneuerbare Energie wird intelligent im Haus selbst oder zur Mobilität der Bewohner mittels eines Elektrofahrzeugs genutzt. Rechnerisch reicht die erzeugte Strommenge für 30 000 Kilometer Jahreslaufleistung mit einem E-Mobil. Als mobile und einfach zu bedienende Steuerungszentrale für die Haustechnik kommt ein Tablet-Computer zum Einsatz. Alle Hauskomponenten sind über einen Loxone-Miniserver intelligent miteinander vernetzt. Der Photovoltaik-Ertrag der 16 kWp leistenden Aufdach-Anlage kann ebenso wie der Stromverbrauch von Heizung und der übrigen Verbraucher abgerufen werden. Eine Energiebilanz fürs Haus ist so schnell erstellt. Die Hausbatterie mit 7,7 kWh

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Leistung sorgt zudem dafür, dass der erzeugte Strom weitgehend für die Eigennutzung verwendet werden kann. Zum geringen Energieverbrauch trägt auch die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit kontrollierter Beund Entlüftung bei. Ergänzt wird sie durch einen 700-Liter-Pufferspeicher sowie einem zusätzlichen 235-Liter-Warmwasserspeicher. Insgesamt erreicht das Haus den KfW-Standard Effizienzhaus 55. Außerdem erzeugt es mehr Energie, als seine Bewohner rechnerisch verbrauchen, es ist also ein Plus-Energie-Haus. Alles zusammen überzeugte die Jury des renommierten Wettbewerbs „Der Große Deutsche Fertighauspreis“ (siehe Kasten rechts): Das Musterhaus Ulm gewann den Technik-Cube 2016. Architektonisch punktet das Gebäude mit einer auf das Wesentliche reduzierten Formensprache. Akzente setzen dabei die warmen Holzoberflächen außen und innen. Dank großer Glasflächen sind die Räume lichtdurchflutet. Der hohe Kniestock im Obergeschoss ermöglicht auch hier eine gute Belichtung über Giebelfenster und liegende Lichtbänder. Bei den verbauten Produkten wurde laut Hersteller darauf geachtet, auf Schadstoff geprüfte und natürliche Materialien zu verwenden. haf ❚


Technik-Cube

Eine offene Architektur mit viel Licht sowie warme Holztöne prägen das Innere des Hauses und verleihen ihm seinen Charakter.

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Fertighaus Weiss GmbH, Sturzbergstraße 40-42, 74420 Oberrot-Scheuerhalden Tel. 07977/97770 www.fertighaus-weiss.de ENTWURF: Musterhaus Ulm WOHNFLÄCHE: 174 m2 TECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe mit zentraler Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie einem zusätzlichen 700-Liter-Pufferspeicher; Fußbodenheizung; Warmwassererzeugung über Wärmpepumpe mit integriertem Warmwasserspeicher (235 Liter), Photovoltaik-Anlage mit 16 kWp Leistung und LithiumEisen-Phospat-Stromspeicher mit 7,7 kWh Leistung, Stromtankstelle am Carport

STEUERBARE KOMPONENTEN: Kabelgebundenes System mit einem Miniserver von Loxone, gesteuert werden können Licht inklusive Lichtszenarien, Lüftung, Heizung, Beschattung, Türkommunikation und Unterhaltungselektronik. Um das intelligente Energiemanagement kümmert sich der SMA Sunny Home Manager; einfache Erstellung einer Energiebilanz jederzeit möglich inklusive Verbrauchs- und Photovoltaikertragswerten BESONDERHEITEN: Einsatz von schadstoffgeprüften Materialien und natürliche Holzfaserprodukte; diffusionsoffener Wandaufbau

Der Wettbewerb „Der Große Deutsche Fertighauspreis“ gilt als „Oscar“ der Fertigbaubranche. Eine unabhängige Fachjury, bestehend aus Architekturprofessor Georg Sahner, DiplIng. Isabell Passig, Dipl.-Phys. Norbert König, Dipl-Ing. Astrid Barsuhn von der Zeitschrift „bauen!“ sowie Harald Fritsche, Chefredakteur „Hausbau“ und „Das intelligente Haus“, zeichnet Häuser in den Kategorien Architektur, Ökologie und Technik aus. Das beste, in allen Kategorien punktende Haus erhält außerdem den „Golden Cube“ (rechts). Bei der diesjährigen Preisverleihung im Stuttgarter Kunstmuseum gewann das auf diesen Seiten vorgestellte Musterhaus Ulm den „TechnikCube“. Firmenchef Voker Noller (rechts, Bild Mitte) nahm den Preis stolz von Jury-Mitglied Norbert König entgegen. Gruppenbild mit Jury und allen Gewinnern der „Cubes“ (oben).

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Batterie betrieb

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Mobiliar, Dekoration und Ausstattung bis hin zu den Bodenfliesen sind aufeinander abgestimmt. Im Dachgeschoss findet sich ein Wellness-Bad.

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eu eröffnet wurde das Haus „Maxime 300“ in diesem Jahr im ViebrockhausMusterhauspark in Kaarst. Ein wesentlicher Teil des Energiebedarfs wird unmittelbar am Gebäude erzeugt und gespeichert. Das Stein auf Stein gebaute Einfamilienhaus erfüllt alle schon geltenden Anforderungen an ein Effizienzhaus 40 und soll laut Hersteller auch den neuen KfWStandard „Effizienzhaus 40 Plus“ erreichen, der zum 1. April 2016 eingeführt werden soll. Um das zu erreichen, kommt zur Stromerzeugung eine Photovoltaikanlage mit rund 3,0 kWp zum Einsatz. Die Solarmodule stammen vom Hersteller Sun Power, der auch die NASA beliefert. Der Solar-Edge-Wechselrichter wandelt den von der Photovoltaikanlage erzeugten Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um und soll einen sehr hohen Wirkungsgrad von 97,6 Prozent erreichen. Das System berücksichtigt sogar Wetterprognosen, um Sonnenstunden


Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Viebrockhaus AG, Grashofweg 11b, 21698 Harsefeld, Tel. 04164/89910 www.viebrockhaus.de ENTWURF: Maxime 300 WOHNFLÄCHE: 145 m2 HEIZTECHNIK: Abluftwärmepumpe mit Außenluftanteil plus Kreuzwärmetauscher; Fußbodenheizung mit Kühlfunktion Bei Automobilen sind die Fahrzeuge und die Batterietechnik von Tesla längst ein Begriff. Viebrockhaus setzt den neuen Stromspeicher des Herstellers im Musterhaus „Maxime 300“ in Kaarst ein.

STEUERBARE KOMPONENTEN: intelligentes Energiemanagement, Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch über Benutzerinterface BESONDERHEITEN: Stromspeicherung durch 7-kWh-Tesla-Powerwall-Hausbatterie mit zehn Jahren Garantie und einem Gleichstromwirkungsgrad von 92 Prozent; Außenwand aus Porenbeton mit Wärmedämmung, Gesamtstärke 44 cm

der folgenden Tage bestmöglich für die Solarstromproduktion zu nutzen, die Stromverbraucher im Haus entsprechend zu koordinieren, bei Bedarf möglichst viel Strom in der Hausbatterie für die Eigennutzung zu speichern und diesen in sonnenarmen Stunden zu verbrauchen. Die Stromspeicherung erfolgt in der neuen, kompakten und mit zehn Jahren Garantie versehenen 7-kWh-Powerwall-Hausbatterie vom durch seine Autos bekannten Hersteller Tesla. Dank eines umfassenden Online-Monitorings können sich die Bewohner jederzeit über alle Vorgänge im Haus informieren. Für die Be- und Entlüftung des Hauses mit Wärmerückgewinnung sorgt die „Genvex ECO190C“ mit einem intelligenten Reinigungssystem. Ein Wärmepumpensystem von NIBE heizt das Haus nicht nur, es kann bei Bedarf auch Kälte erzeugen und so auch im Sommer für angenehme Raumtemperaturen sorgen. haf ❚

Warme Farben sorgen für einen zeitgemäß interpretierten Landhausstil.

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Wohnzimmer Küche

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I NTELLIGENTES HAUS

Hightech-Villa

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lare Formen und kubische Elemente unterstreichen den markanten Charakter der brandneuen Stadtvilla „Montana“ von Hersteller Rensch-Haus in der MusterhausAusstellung Poing. Mit der neu entwickelten Smarthome-Technologie namens „i-tec“ werden im Haus sämtliche Funktionen gesteuert – auch von unterwegs über das Smartphone. Grundlage ist der funkbasierte EnOcean-Standard, der

Der fast 35 Quadratmeter große Wohn-Essbereich und die angrenzende Küche verschmelzen zu einem sehr großzügigen Wohnraum. Die Diele ist nur durch eine Trennwand separiert und unterstreicht den offenen Charakter.

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ganz ohne Batterien und Kabel auskommt und in den Geräten unterschiedlichster Hersteller integrierbar sind. So lassen sich beispielsweise die Jalousien öffnen und schließen, die Temperatur regeln, Multimediageräte steuern, eine Alarmanlage aktivieren und deaktivieren, die Beleuchtung steuern oder eine Wetterstation betreiben. Außerdem können die Energieverbräuche erfasst und bedarfsgerecht gesteuert werden.


Haus Oslo Ganz einfach soll sich das eigens entwickelte SmarthomeSystem „itec“ bedienen lassen. So können beispielsweise für die Steuerung echte Bilder der Wohnräume eingebunden werden, sodass man sofort auf einen Blick sieht, welche Funktionen und wo gerade gesteuert werden. Das System ist jederzeit modular erweiterbar.

Farbenfroh und hell präsentiert sich das Kinderzimmer. Der hohe Kniestock von 2,25 Metern schafft viel Platz.

Mehr Sicherheit bieten Rauchwarnmelder, die im Brandfall ein Alarmsignal ans Handy senden und für Bewohner im Haus Fluchtwege öffnen, im dem etwa die Rollläden automatisch hochgefahren werden. Fensterkontakte melden Einbruchsversuche und schalten das Licht im gesamten Haus ein. Eigene Szenarien lassen sich bei Bedarf einfach erstellen. haf ❚

Wie das links vorgestellte Musterhaus „Montana“ in München ist auch das Haus „Oslo“ von Rensch-Haus in der Musterhaus-Ausstellung Wuppertal brandneu und verfügt über das SmarthomeSystem „i-tec“. Den modernen Charakter möchte der Hersteller durch die Kombination klassischer Satteldacharchitektur mit kubischen Flachdachanbauten unterstreichen.Dazu zählt beispielsweise die lange Eingangsüberdachung, deren Fortsetzung zur Vergrößerung des Erdgeschosses beiträgt. Das Konzept des Hauses soll perfekt auf die Bedürfnisse junger Familien abgestimmt sein. Es lässt sich in drei Grundrissgrößen von rund 150 bis etwa 185 Quadratmetern realisieren. Zu einem Unikat wird es laut Hersteller durch die verschiedenen Möglichkeiten bei der Ausführung von Dachneigung und Kniestock sowie die Auswahl unterschiedlicher Anbauteile. Anders als beim Musterhaus „Montana“ kommt bei „Oslo“ die Wand „thermo-around aktiv“ zum Einsatz. Sie ist gleichfalls difussionsoffen, verwendet anstelle einer Zellulose-Dämmung aber eine Mineral-Dämmung.

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Rensch-Haus GmbH, Mottener Straße 13, 36148 KalbachUttrichshausen Tel. 09742/910 www.rensch-haus.com ENTWURF: Musterhaus Montana WOHNFLÄCHE: 183 m2 HEIZTECHNIK: FrischluftWärmetechnik, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

STEUERBARE KOMPONENTEN: „i-tec“-Smarthome-System, EnOcean-basierend und jederzeit modular erweiterbar; steuerbar sind unter anderem Jalousien und Rollläden, Heizung, Multimediageräte, Beleuchtung, Alarmanlage, Wetterstation BESONDERHEITEN: Diffusionsoffener Wandaufbau „thermoaround natur“ mit Zellulose als Dämmstoff

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Gesund und Schön

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Die Küche enthält einen Backofen mit Pyrolyse, einen Dampfbackofen mit Festwasseranschluss, einen Geschirrspüler, einen Kühlschrank sowie einen Kaffeevollautomat. Zudem Wäschepflege-Geräte im Haus, die mit der Miele@home-Technologie vernetzt werden können.

er sensationelle Ausblick ist das erste, was einem beim „Haus am See“ von Hersteller Bau-Fritz ins Auge springt. Aber auch sonst überzeugt das Zwei-Personen-Haus in Langenargen am Bodensee mit seiner schlichten und zeitlosen Eleganz. Die ältere umgebende Bebauung wurde zwar in die Planung einbezogen, dennoch war das zweifellos erreichte Ziel, ein zeitgemäßes Haus zu entwerfen. Dank fast vollverglaster Südseite öffnet sich das Gebäude mit großer Seeblick-Terrasse und schafft somit eine traumhafte Verbindung zur Natur. Die intelligente Lüftungsanlage führt bei Bedarf automatisch gesunde Frischluft zu. Ansonsten bewirken Bau-Fritz-typisch natürliche, schadstoffgeprüfte Materialien ein gesundes Wohnklima. Dies garantiert das von Bau-Fritz, dem TÜV Rheinland und dem Sentinel Haus Institut neu entwickelte Gesundheitszertifikat „Wohngesundes Bauprojekt plus“.

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Das „Haus am See“ ist ein Effizienzhaus 55 mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpenheizung, die von selbst produziertem Solarstrom angetrieben wird. Dieser speist auch Licht und die Miele-Hausgeräte. Mit Überschüssen kann auch ein E-Mobil geladen werden. Die Gebäudeautomation „my Home Control“ arbeitet mit kabelloser, strahlungsfreier EnOcean-Funktechnologie und bietet ein intelligentes Energiemanagement und vielfältige Sicherheitsfeatures. Unter anderem sind darüber Licht, Jalousien und die neue Generation von „Miele@home“-Haushalts- und Küchengeräten sinnvoll vernetzt. Auch die solarbetriebenen Dachflächenfenster von Velux werden darüber gesteuert. Bedienen lässt sich das System ganz klassisch und einfach über Schalter, mit einem 21 Zoll großem Touchpanel oder auch per Smartphone. haf ❚

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896, Alpenweg 25, 87746 Erkheim Tel. 08336/9000 www.baufritz.com ENTWURF: Haus am See WOHNFLÄCHE: 173 m2 HEIZTECHNIK: Sole-WasserWärmepumpe Viel Licht und viel Liebe zum Detail zeichnen das „Haus am See“ im Inneren aus.

Die solarbetriebenen, energieautarken Dachflächenfenster von Hersteller Velux lassen sich über die Haussteuerung kontrollieren.

STEUERBARE KOMPONENTEN: Funkbasiertes System von EnOcean in Verbindung mit „my Home Control“; Heiz- und Stromtechnik steuerbar, frei programmierbare Lichtszenen, Jalousiensteuerung auch per Wetterdaten, Sicherheitsfeatures wie Anwesenheitssimulation, Panikschalter und Einbruchsüberwachung, Abschalten von Stromkreisen für Herd und Bügeleisen, Einbindung intelligenter Miele-Hausgeräte BESONDERHEITEN: Barrierearm konzipiert, nach ganzheitlichem Gesundheitskonzept gebaut

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S M A R T E R H A U S H A LT

Das bisschen

Foto: www.bosch-hausgeraete.de

Foto: www.aeg.de/www.electrolux.com

Mehr Komfort und Spaß: Apps & Co. erobern jetzt auch Küche und Bad. Von der Spülmaschine bis zum Kühlschrank, vom Wäschetrockner bis zur Kaffeemaschine – alles wird vernetzt.

braten & backen

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Intelligent muss nicht automatisch vernetzt bedeuten. Beim Braten mit „TempControl“ ermitteln Sensoren die Materialbeschaffenheit und die Temperatur des Kochgeschirrs. Die Leistung wird dann so reguliert, dass das Bratgut stets gleichbleibender Temperatur ausgesetzt ist.

Die Edelstahl-Flachschirmhaube „iQ700“ hat ihren Platz im Oberschrank über dem Kochfeld. Beim Kochen wird die Haube nach vorne ausgezogen und aktiviert. Bei automatischem Betrieb passt ein Luftgütesensor die Leistungsstufe automatisch an die beim Kochen entstehende Dampfmenge an.

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Foto: www.siemens-home.de

Foto: www.miele.de

Fotos (2): www.aeg.de/www.electrolux.com

Mit dem Multifunktionsdampfgarer „ProCombi Plus“ haben Köche per integrierter Kamera stets den Überblick – auch dann, wenn sie nicht in der Küche sind.


Haushalt... W führer bei Siemens Hausgeräte. Auf die Frage der Forscher, ob man bereit sei, für intelligente Hausgeräte mehr auszugeben, erklärten in der Altersgruppe „55 plus“ 44 Prozent, dass sie willens wären, zehn bis 20 Prozent Mehrinvestitionen zu akzeptieren. In der Generation „Rush Hour“ (36-54 Jahre) waren es 41 Prozent und bei den „Millennials“ (16-34 Jahre) 52 Prozent. Ein Grund für diese Akzeptanz smarter Haushaltshelfer mag sein, dass intelligente Geräte seit Jahren auf dem Markt sind. Induktionsfelder mit Topferkennung oder Dunstabzugshauben, die ihre Leistung je nach Bedarf automatisch anpassen, sind längst Stand der Technik. Sensoren

Lagern & Bevorraten

Sie haben noch Getränke eingekauft, weil abends ein Fußball-Spiel im TV läuft und Freunde kommen? Wie kriegen Sie die Getränke noch rechtzeitig gekühlt? Klar, ins Eisfach legen. Aber was, wenn ich die Getränke vergesse? Die Funktion „Perfect Drinks“ der „BLive“-App informiert rechtzeitig, wenn die ideale Trinktemperatur von Pils und Prosecco erreicht ist.

Auch die intelligenteste Technik stößt an ihre Grenzen: Aus Sicherheitsgründen dürfen Kochfelder nicht per App von fern gesteuert werden. Entsprechend heißt es in der DIN EN 60335-2-6 (VDE 0700-6): „Die Anweisungen für Kochmulden müssen angeben, dass das Gerät nicht für den Betrieb mit einer externen Zeitschaltuhr oder einem separaten Fernwirksystem bestimmt ist.“ Die Gefahr, dass durch unsachgemäße Bedienung schlimme Schäden entstehen könnten, ist zu hoch.

„Mit einer App, die ständig aktualisiert wird, kann ich alle vernetzten Geräte steuern – das ist einfach und bedienungsfreundlich. Der Haushalt ist unterwegs, oder wie wir sagen: Home is where your app is.“ Roland Hagenbucher, Geschäftsführer SEG Hausgeräte GmbH (Siemens)

Foto: www.bauknecht.de

Fotos (3): www.siemens-home.de

Nicht immer hat man einen genauen Überblick, was noch im Kühlschrank vorrätig ist. Reichen die Eier für den Kuchen? War die Wurst alle? Hat jemand in der Zwischenzeit die Milch geleert? Fragen auf diese Antworten kann das Smartphone geben, wenn der Kühlschrank mit einer Kamera ausgestattet ist. Der des Kombigeräts „iQ500“ hat gleich zwei davon, eine im Innenraum, die andere auf der Innenseite der Tür. Bei jedem Schließen der Tür machen die Kameras Bilder vom gesamten Innenraum. Diese Aufnahmen lassen sich auf dem Smartphone oder Tabletcomputer betrachten. So lässt sich der Vorrats-Check von unterwegs aus vornehmen. Anschließend kann man gut informiert einkaufen gehen.

Keine App für Kochfelder

Auch die analoge Handarbeit kommt in der voll vernetzten Küche noch zum Zuge. Die Tür der „Blackboard edition“ ist mit handelsüblicher Kreide oder Flüssigkreidestiften beschreibbar und leicht zu reinigen. Das ist praktisch und bringt Spaß für kleine und große Kinder.

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Foto: www.miele.de

ie sich die Zeiten ändern. Noch vor zehn Jahren galten die Deutschen als Technikmuffel. Das hat sich mit dem Siegeszug der Smartphones dramatisch geändert. Per App lassen sich praktisch alle Lebensbereiche verwalten und steuern – nicht zuletzt im „Smarthome“. Jetzt hält die Vernetzung auch bei den alltäglichen Hausarbeiten Einzug. Und wird von einem Großteil der Konsumenten begrüßt, wie eine Trendstudie von Siemens Hausgeräte und dem Frankfurter Zukunftsinstitut ergeben hat. Das Überraschende: „Alle Generationen sind vernetzten Geräten gegenüber aufgeschlossen“ erklärt Roland Hagenbucher, Geschäfts-

Das intelligente Haus 55


S M A R T E R H A U S H A LT

Der „PowerDry“-Geschirrspüler verfügt über einen Energiemonitor. So können die Programme innerhalb eines 48-Stunden-Zeitrahmens frei platziert werden. Verbrauchsspitzen werden vermieden, eigener PVStrom besser genutzt und die Laufzeit an den eigenen Tagesablauf angepasst.

Die vernetzte Kaffeemaschine „iQ 700“ lässt sich morgens vom Bett aus mit dem Smartphone starten. Für mehrere Personen kann per App eine „Playlist“ erstellt werden, die das Gerät dann abarbeitet. Das Unterstellen von Tassen und Gläsern erfolgt aber noch ganz klassisch per Hand.

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waschen & trocknen

Fotos (2): www.miele.de

sind heutzutage in der Lage, sehr genau Temperaturen im Topf oder im Braten zu messen und entsprechende Änderungen der Temperierung des Kochfeldes zu veranlassen. Neu ist die Vernetzung all dieser Geräte, sodass sie untereinander kommunizieren können und dabei vom Hausbesitzer auch von fern beobachtet und gesteuert werden können. Wer zum Beispiel frischen Fisch kauft, kann per Smartphone schon mal den Kühlschrank auf eine niedrigere Temperatur stellen. Oder ich habe Lust, spontan etwas Leckeres zu kochen; dann schaue ich in der Rezeptdatenbank nach den Zutaten, gleiche sie mit dem Inhalt des Kühlschranks ab, der per Kamera Bilder aufs Smartphone schickt, und gehe dann einkaufen. Oder die Waschmaschine instruiert den Trockner schon mal, welches Programm er bereit zu halten hat. Freilich kommt der Anwender dann nicht umhin, zum  Beispiel die Kinder zu beauftragen, die Wäsche aus der Waschmaschine in den Trockner zu laden. Und die programmierte Kaffeemaschine macht auch nur dann glücklich, wenn Gefäße unter den Düsen stehen, um die gewünschten Getränke in Empfang zu nehmen. Kritiker werden deshalb nicht müde, vernetzte Haushaltsgeräte generell als Spielerei abzutun. Doch bei Einführung des Tabletcomputers waren viele „Experten“ der Meinung, dass „der Markt“ kein Gerät zwischen Notebook und Smartphone benötige. Der Rest ist Geschichte.  jh ❚

56 Das intelligente Haus

Kaffee kochen

Fotos (2): www.siemens-home.de

Fotos (2): www.bauknecht.de

Geschirr spülen

Mit der Waschmaschine „EditionConn@ct“ stellt Miele ein vernetztes Dosiersystem vor. Wenn das Waschmittel zur Neige geht, sendet das Gerät automatisch eine Nachricht an ein mobiles Endgerät. Mit drei Klicks kann das benötigte Waschmittel wieder nachbestellt werden. Der gesamte Vorgang vom Lesen der Nachricht bis zum Absenden der Bestellung dauert laut Hersteller nicht mehr als eine Minute.


Foto: fotolia.de, tina7si

Alle lieben „Connectivity”

Im Auftrag von Siemens Hausgeräte erarbeitete das Frankfurter Zukunftsinstitut eine Trendstudie zum Thema „Connected Home“. Was erwarten die Kunden von vernetzten Haushaltsgeräten? Welchen Nutzen erkennen sie?

Generation „Millennials“ (16-34 Jahre)

…heiße

Öfen für kuschelige Zeiten…

Bei der Präsentation der Erhebung wies Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstitutes, darauf hin, dass die einzelnen Altersgruppen zwar durchaus unterschiedliche Akzente setzen. Über die Generationengrenzen hinweg ergebe sich gleichwohl ein starkes Interesse an Konnektivität.

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Die über 55-Jährigen schließlich setzen laut Trendstudie andere Akzente als die Jüngeren. Sie sind vor allem an ergonomischen Arbeitsbedingungen und benutzerfreundlichen Oberflächen interessiert. Dennoch sind sie an Komfort durch vernetzte Technik interessiert. Diese müsse sich aber den Bedürfnissen der Anwender anpassen.

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Grafiken: www.siemens-home.de; Quelle: www.zukunftsinstitut.de

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Für die Zielgruppe der 16-34-Jährigen (Millennials) stellt die Küche laut Gatterer nicht den zentralen Mittelpunkt dar wie für die Älteren. Sie legen aber Wert auf gesunde Ernährung und wollen beim Kochen und Genießen mit anderen übers Netz kommunizieren. Vernetzte Geräte unterstützen den „Erlebnischarakter“. Die Gruppe der 35-54-Jährigen (Rush Hour“) schätzt die Küche als kommunikativen Ort, leidet aber unter chronischem Zeitmangel. Deshalb erhoffen sie sich, so der Zukunftsforscher, „bessere Organisation durch Technik“.

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A SSISTENZSYSTEME

Nicht nur ältere, auch junge Menschen können durch Krankheit oder Unfall gehandicapt sein. Neue Wohnkonzepte mit intelligenter Technik, genannt Ambient Assisted Living (AAL), ermöglichen es Ihnen, im gewohnten Umfeld weiterzuleben.

Fotos (2): www.schwoerer.de; www.lebensphasenhaus.de

Am liebsten S

Barrierefreie Zugänge und Grundrisse ohne Schwellen und mit überbreiten Türen wie im „Lebensphasenhaus“ in Tübingen sind wichtige bauliche Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben mit Handicap.

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eit Jahren wird über den „demografischen Wandel“ gesprochen und die damit verbundene „Überalterung der Gesellschaft“. Dass immer mehr Menschen immer älter werden, ist ebenso bekannt wie der sogenannte „Pflegenotstand“. Was also ist zu tun? Wie können Menschen in die Lage versetzt werden, in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben, auch wenn sie gehandicapt sind. Eine Frage, die sich im Übrigen allen Altersstufen stellt, wie zum Beispiel der Fall der 21-jährigen österreichischen Stabhochspringerin Kira Grünberg zeigt, die seit einem Trainingsunfall vom Hals abwärts querschnittsgelähmt ist. Neben den bekannten baulichen Maßnahmen wie stufenloser Hauszugang (Rampe), überbreite und schwellenlose Türöffnungen,


zu hause unterfahrbare Küchenmöbel und barrierefreies Bad kommt in jüngster Zeit verstärkt auch intelligente Haustechnik zum Einsatz: Ambient Assisted Living (AAL). Diese Systeme sind komfortabel und dank nutzerfreundlicher Bedienoberflächen einfach zu bedienen – auch per Smartphone und Tabletcomputer. Da auch viele ältere Menschen moderner Technik gegenüber durchaus aufgeschlossen sind, können AAL-Systeme große Erleichterung für Betroffene und Angehörige bringen.

Auch kleine Lösungen erleichtern den Alltag enorm Schon Einzellösungen wie motorisierte Rollläden, die per Fernbedienung oder Zeitschaltuhr gesteuert werden können, stellen eine erhebli-

che Entlastung im Alltag dar. Noch besser sind vernetzte Lösungen, in die mehrere Funktionen eingebunden sind. Dann sind neben den Rollläden auch Heizung, Licht oder elektronische Geräte zentral steuerbar. Sogar die Rauchmelder können in das System eingebunden und untereinander vernetzt sein. Das hat den Vorteil, dass im Notfall alle Geräte gleichzeitig Alarm schlagen – was z. B. bei Hörproblemen lebenswichtig ist. Gerade für die Vermeidung von Stürzen sollte die Bedeutung der automatischen Lichtsteuerung nicht unterschätzt werden. Bewegungsoder Präsenzmelder reagieren sofort und sorgen für Helligkeit beim ersten Schritt, was das Suchen von Lichtschaltern erspart. Auch eine Türsprechanlage mit Videokamera ist eine hilfreiche Einrichtung. Der Bewohner muss nicht in einen

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Eine Türsprechanlage mit Videofunktion erspart unnötige und lästige Wege (links). Wichtig bei intelligenten Assistenzsystemen ist die leichte Bedienbarkeit mit gut erkennbaren und verständlichen Symbolen (Mitte). Ein Notrufsystem macht nicht nur in der Klinik oder im Pflegeheim Sinn, sondern auch in den eigenen vier Wänden.

Foto: www.weberhaus.de Fotos: www.ermuendigung.de; www.busch-jaeger.de; www.raum-plus.de; www.wolfburg-ag.com; www.gira.de

Küchen- und Badeinrichtungen, die auch mit dem Rollstuhl zugänglich sind (links), sind ebenso nützlich wie das Wohnen auf einer Ebene, das die Hausform Bungalow ermöglicht (unten). Mit zunehmendem Durchschnittsalter erleben die eingeschossigen Häuser gerade eine Renaissance.

Das intelligente Haus 59


A SSISTENZSYSTEME

Musterwohnungen zum Anschauen 7 AAL-Musterwohnung des Fördervereins Lebensgerechtes Wohnen OWL e.V., Bielefeld, Tel. 0521/2706490, www.lebensgerechtes-wohnen.de Zeigt unter anderem Möglichkeiten der Telemedizin – vom einfachen Hausnotrufsystem zu effektiven Vital-MonitoringSystemen. 8 Wernigeröder Wohnungsgenossenschaft eG, Wernigerode, Tel. 03943/5532102, www.wwg-wr.de/musterwohnung_senioren_wernigerode. html Barrierefreier Umbau einer Wohnung 9 SmartHome Paderborn e.V., Paderborn, Tel. 0170/8010009, www.smarthomepaderborn.de Schwellenlose Architektur, Telemedizin, Zentralstaubsauger 10 ALPHA gGmbH, Duisburg, Tel. 02066/99389-0, www.sozialwerk-st-georg.de Projekte zur Versorgung demenziell beeinträchtigter Menschen 11 Musterwohnung der Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft eG, Tel. 0341/9184-0, www.vlw-eg.de/projekte Inzwischen als Gästewohnung genutzt. 12 Vicioning Musterhaus/ACX Zwickau, Tel. 0375/ 786073, www.acx-gmbh.com Barrierefreier Umbau, elektronische Sicherheitssysteme, Herdsicherung 13 Musterwohnung Neuplanitz Zwickau, Tel. 0375/ 435 94 78, www.wewobau.de Barrierefreier Umbau, elektronische Sicherheitssysteme, Herdsicherung

60 Das intelligente Haus

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1 Greifswald

2 Hamburg 3 Oldenburg

5 Berlin 6

4 Wolfsburg 7 Bielefeld

8 Wernigerode

9 Paderborn 10

Duisburg

11 Leipzig

12 13 Zwickau

14 Nürnberg

15 Saarbrücken 16 Waiblingen 17 Tübingen

18 Innsbruck

Musterwohnung Wohnstift Hallerwiese, Nürnberg, Tel. 0911/272143-0, www.wohnstift-hallerwiese.de 15 2 Musterwohnungen in der Hohenzollernstraße, Saarbrücken Tel. 0681/5867-444; E-Mail michael.uhl@htwsaar. de 16 AAL-Musterwohnung im Projekt „Seniorenwohnen am Park“, Waiblingen, Tel. 07571/724-141, www.gsw-sigmaringen.de/153 Diverse Raumautomationsund Notrufsysteme 14

Lebensphasenhaus der Universität Tübingen Tel. 07071/29-72058 www.lebensphasenhaus.de Grundriss und Ausstattung der Muster-Wohneinheit sind barrierefrei; dazu Demonstration verschiedener Assistenzsysteme. 18 Musterwohnung in der Residenz Veldidenapark, Innsbruck, www.west-aal.at Im Rahmen des Projekts „West-AAL“ sind in Vorarlberg und Tirol weitere Musterwohnungen zugänglich. 17

Karte: Gesina Ottner, www.fotolia.com

1 „Smart Regio V-G“ im Wohnpark Pappelallee Greifswald, Tel. 03834/550115, www.technologiezentrum.de Funkschalter und Steckdosen, Hausnotruf, Kontaktmatte, Telemonitoring, Aktivitätsmonitoring 2 Projekt „Vernetztes Wohnen im Quartier“, Hamburg, Tel. 0 40/36138-94 00, www.vernetztes-wohnen-hh. de Steuerung von Vorhängen, Fenstern und Jalousien, vitalisierendes Licht zur Steigerung des Wohlbefindens, Schlüsselerinnerung beim Verlassen der Wohnung 3 OFFIS e.V. Oldenburg, Tel. 0441/9722-147, www.ideaal.de Assistenzsystem, das modular aufgebaut ist, um Schwellenängste gegenüber der Technik abzubauen. 4 „+raum“ der Wolfsburg AG Wolfsburg, Tel. 05361/8974568, www.plus-raum.de Zeigt u.a. mobil steuerbare Türkommunikation und Zutrittskontrolle, Ideen für Lichtsysteme und Medikamentenversorgung. 5 Wohnanlage „Sunpark“ der Altenhilfe des Evangelischen Johannesstifts in Berlin-Neukölln, Tel. 030/33609-480, www.evangelischesjohannesstift.de Zeigt u.a. eine Badewanne, die mittels Fernbedienung mit Wasser gefüllt wird und nicht überläuft, ein Bett, das beim Aufstehen hilft, Lichtschalter ohne Kabel und Batterien. 6 „Ermündigung“ der OTB GmbH & Co. KG, Berlin, Tel. 0800/8004844, www.ermuendigung.de (siehe Seite 59)


„Mutter, warum hast Du denn die Wäsche selbst zusammengelegt und aufgeräumt?“ „Weil ich höhenverstellbare Regale und Schränke habe!“ AAL erleichtert auch das Miteinander der Generationen.

Hörer sprechen und hat sofort einen Überblick, wer vor der Tür steht. Je nach körperlicher und seelischer Verfassung der Bewohner kann die intelligente Ausstattung des Hauses durch Hilfe von außen ergänzt werden. Denn auch bei bester häuslicher Ausstattung ist eine gebrechliche Person nicht immer in der Lage, sich selbst zu helfen. Dann ist es gut, wenn eine Außenstelle per Knopfdruck um Hilfe gebeten werden kann.

Foto: www.elektro-plus.com/www.gira.de

Foto: www.ekey.net

Und selbst wenn die betroffene Person nicht in der Lage ist, einen Hilferuf abzusenden, besteht die Möglichkeit, größeren Schaden zu verhindern. So können z. B. Sensoren im Fußboden den Sturz einer Person erfassen und ein entsprechendes Warnsignal aussenden. Durch die Vernetzung mit Außenstellen, z. B. mit Verwandten, Freunden oder einem Pflegedienst, ist gewährleistet, dass auch in so einem Notfall Hilfemaßnahmen eingeleitet werden können. Shanna Weiser, Leiterin Demografie bei der Wolfsburg AG, stellt zwar gewisse Fortschritte in Sachen Bewusstsein für AAL fest, „aber es besteht immer noch Aufklärungsbedarf“. Die Wolfsburg AG betreibt mit „+raum“ eine Musterwohnung (siehe Karte auf der gegenüberliegenden Seite), in der die verschiedenen Techniken anschaulich erlebt werden können. Expertin Weiser sieht die Politik sowie Kranken- und Pflegekassen in der Pflicht, das Thema AAL noch breiter im Bewusstsein zu verankern. Aber auch „jeder Einzelne ist gefragt, sich Gedanken zu machen und sich selbst um diese Dinge zu kümmern“, betont sie. Beim Autokauf seien viele Menschen schließlich auch bereit, sich zu informieren und erhebliche Beträge zu investieren. Weiser ist zuversichtlich, dass AALTechniken und -Systeme zunehmend populär werden. „Das ist wie mit einem NavigationsSystem. Wenn man es erst einmal getestet hat, möchte man es nicht mehr missen.“ jh ❚

Foto: www.elektro-plus.com/www.jung.de

Vernetzung nach draußen bringt mehr Sicherheit

Lichtleisten, egal ob am Rand oder zentral installiert, stellen eine sinnvolle Installation dar. Denn der nächtliche Weg ins Bad lässt sich so problemlos zurücklegen, ohne zu stolpern und ohne durch direktes Licht geblendet zu werden. – Rechts oben: Auch ein elektrisch verstellbarer Garderobenlift steigert den Komfort.

Haushaltsunfälle passieren nicht nur älteren Menschen. Wacklige Leitern und klapprige Stühle stellen für jede Altersgruppe einen Gefahrenherd dar. Ein Gardinenlift bringt da eine echte Erleichterung und mehr Sicherheit – und stellt zudem eine kommunikative Einrichtung dar.

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Das intelligente Haus 61


P LANUNG

willkommen schlauen M

Lange Zeit schoben sich Hersteller, Händler und Handwerker gegenseitig den schwarzen Peter zu, warum der Smarthome-Markt nur schleppend vorankommt. Der Knoten scheint geplatzt: Kunden fordern die Heimvernetzung immer konkreter nach.

atthias Friedl ist ein erfahrener Smarthome-Experte. Seine Firma Elektrosysteme Friedl in Hösbach bei Aschaffenburg wurde von der Smarthome Initiative Deutschland als Fachbetrieb für Gebäudeautomation zertifiziert. Der Seniorchef selbst plant und baut seit über 15 Jahren Smarthome-Systeme auf Basis verschiedener Technologien – von KNX-Installationen über die günstigere Bus-Alternative Loxone bis zum batterielosen Funkstandard Enocean. Digitalstrom setzt Friedl ebenfalls ein, im Bedarfsfalle aber auch mal günstige Nachrüstlösungen. Der Experte hat nach eigener Aussage noch nie viel Werbung für seine Leistungen gemacht. Dennoch spürt er in den letzten Jahren eine wachsende Nachfage von Endkunden, wie er selbst erklärt. Einen Höhepunkt dieser Nachfrage erlebte Matthias Friedl, als er am 10./11. Oktober 2015 als Gast-Experte bei der Erlebnismesse „Das intelligente Haus“ dabei war. Als Vertreter der Smarthome Initiative Deutschland bot er in einem vernetzten Musterhaus der Firma Hanse Haus herstellerneutrale Beratung rund um die Heimsteuerung. „Ich hatte mich auf ein

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recht geruhsames Wochenende eingerichtet“, sagt Friedl, der bereits öfters ohne größere Resonanz auf Gewebeschauen aufgetreten war und auch schon selbst Hausmessen veranstaltet hat. „Am Ende ist das Ganze in echte Arbeit für mich ausgeartet“, fasst er seine zweitägige Messeteilnahme zusammen. Mit einem Mitarbeiter war er am Samstag und Sonntag der Ausstellung nonstop mit individuellen Beratungen beschäftigt und berichtete ein paar Tag später, dass Messebesucher ihn direkt danach mit konkreten Anfragen kontaktiert hätten.

Die Vorführung bringt Interesse Von ähnlichen Erfahrungen berichten auch Hersteller, die ihre Smarthome-Systeme selbst auf der Erlebnismesse „Das intelligente Haus“ (siehe Seite 6) in Musterhäusern vorführten. „Kunden kamen ganz gezielt ins Haacke Haus und wollten unser System kennenlernen“, berichtet Eva Breuer von Digitalstrom und ergänzt: „Mehrere Kunden riefen unsere Verkaufsberater schon am Tag nach der Veranstaltung an, um weitere Informationen bezüglich ihrer eigenen Hausplanung zu erhalten.“


„Der Markt ist für Kunden unübersichtlich“ Herr Friedl, Ihre Teilnahme als Smarthome-Experte an der Erlebnismesse „Das intelligente Haus“ war ein Erfolg. Konnten Sie auch feststellen, warum so viele Interessenten mit konkreten Fragen zu Ihnen kamen? Bei Endkunden ist durch vorhandene Projekte und durch Werbemaßnahmen einzelner Unternehmen der Wunsch geweckt, die Technik auch im eigenen privaten Lebensbereich einzusetzen. Der Markt für „intelligente Häuser“ ist aber aufgrund mangelnder Standards und vieler unterschiedlicher Technologieansätze für den Kunden so unübersichtlich, dass er selbst nicht in der Lage ist, das für ihn Passende eigenständig herauszufinden. Sie haben mit Ihrer Veranstaltung also passgenau den Nerv des Verbrauchers nach umfassender Information getroffen. Ich denke die Resonanz der anderen Aussteller sollte ähnlich ausfallen.

im Haus Überrascht von den konkreten Vorstellungen der Besucher zeigte sich auch Hans-Peter Weiß von Somfy: „Etwa 50 Prozent der Besucher wollten bestehende Sonnenschutz-Produkte von Schalterbetrieb auf Funk umrüsten. Etwa ein Viertel wollten Rollläden, Licht und andere Einrichtungen intelligent machen. Als Hauptgründe nannten Kunden dabei Sicherheit und Komfort“, zieht er ein positives Fazit zu den konkreten Vorstellungen seiner Interessenten. Somfy verweist Interessenten an registrierte Fachbetriebe, die der Hersteller auf seiner Webseite listet. Für den Erstkontakt ist aber eben das Erlebnis Smarthome in einer realistischen Umgebung das optimale Forum, um mögliche eigene Wünsche an der Realität zu messen und zu präzisieren. Dafür gibt es zum Glück immer mehr Showrooms, in denen man smarte Technik und Heimvernetzung live erleben kann. Daneben sind aber auch Hausausstellungen sehr gute Anlaufpunkte für aktuelle Haustechnik. Die beschriebene Erlebnismesse fand in der größten Musterhausausstellung Deutschlands in Bad Vilbel statt (siehe www.musterhaus-online.de), in der auch außerhalb solcher Veranstaltungen eine gan-

Und konnten Sie alle Kundenanfragen zufriedenstellend beantworten? Für uns war es aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen mit fast allen Herstellern und Technologien von Vorteil, dass wir Aussagen und Beratung zu fast jedem Informationswunsch bieten können. Wir hätten allerdings bei entsprechendem Personaleinsatz die doppelte Anzahl von Informationsgesprächen führen können. Als Verbesserungsvorschlag habe ich die Anregung, dass bei solchen Veranstaltungen auch Präsentationen oder Vorträge vor einer größeren Anzahl interessierter Verbraucher möglich sind. So könnte man verhindern, dass man ähnliche Aussagen täglich fünfzig mal wiederholen muss. Ergaben sich für Sie konkrete Kundenkontakte? Die ersten direkten Kundenanfragen haben uns am Montagmorgen um 7.30 Uhr per Mail und Post erreicht. Erste Beratungs- und Besprechungstermine sind schon vereinbart und wir sind überzeugt, dadurch auch Aufträge vor allem im Planungs- und Projektierungsbereich zu erhalten. Sogar konkrete Anfragen bezüglich der kompletten Ausführung liegen uns wenige tage nach der Veranstaltung vor. Welches Fazit ziehen Sie persönlich aus der Erlebnismesse? Ich hatte aufgrund meiner langjährigen „Pionierarbeit“ nicht vermutet, dass der Markt für intelligente Installationen schon so groß geworden ist. Die Redaktion „Das intelligente Haus“ hat offenbar zur richtigen Zeit das Richtige getan und Ich kann Sie nur bestärken, Ihren eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Der Bedarf an umfassender Information seitens der Bauherrn/Elektrohandwerkern und Endverbraucher ist jetzt schon sehr groß und wird sich mit der Verbreitung und dem Einsatz des technologischen Fortschritts noch weiter vergrößern.

Matthias Friedl beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit Smarthome-Technik.

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Das intelligente Haus 63


P LANUNG

ze Reihe Häuser mit smarter Gebäudetechnik stehen. Hersteller wie Fingerhaus, Weberhaus, Kampa, Hanse Haus, Bien-Zenker, Schwabenhaus und viele mehr bieten ihre Häuser nämlich auf Wunsch mit vernetzten Rollos, Lichtsystemen und weiteren Smarthome-Techniken an – vieles davon ist live in den jeweiligen Musterhäusern zu sehen. Davon profitieren nicht nur Bauherren – die Ausstellungen sind für jeden offen.

Woran erkennt man gute Planer? Diese Frage dürfte eine der schwierigsten sein, wenn es darum geht, das eigene Haus intelligent zu machen. Verschiedene Qualifikationen und Auszeichnungen können aber dabei helfen, passende Experten zu finden. Die Zertifizierung der Smarthome Inititiative Deutschland ist zweifellos eine gute Hilfe, denn die unabhängigen Experten des Branchenverbandes legen für die

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PLZ 3 SCHUMANN & STENDER GMBH Planung und Ausführung von Daten und Smarthome-Technik, Bus- und Funktechnik. Dieterichsstr. 20, 30159 Hannover, Tel. 0511/363616 www.schumann-stender.de STEPHAN MACKE GMBH Gira Revox Studio Hannover, Konzepte für Leuchten und Bäder, Kokenhorststr. 22, 30938 Burgwedel, Tel 05139/409330 www.licht-und-wasser.de SMARTHOME PADERBORN Intelligentes Musterhaus, betrieben vom Verein und dem Händler Walter Nixdorf, Technologiepark 6, 33100 Paderborn Tel. 05251/77550 www.smarthomepaderborn.de NTT GMBH Smarthome-Planer mit Schwerpunkt auf Sicherheitstechnik, Graf-Zeppelinstr. 14, 33181 Bad Wünnenberg - Haaren, Tel. 02955/7475-0 www.ntt24.de BECKHOFF TECHNIK & DESIGN Experte für Smarthome und Entertainment mit Niederlassungen in Verl, Bielefeld, Paderborn und Hannover, Uhlandstr. 2, 33415 Verl, Tel. 05246/926020 www.beckhoff-verl.de LEBENSGERECHTES WOHNEN Ausstellung mit Schwerpunkt auf barrierefreies Wohnen. Harrogate Allee 2, 33604 Bielefeld, Tel. 0521/2706490 www.lebensgerechtes-wohnen.de INCOTECH GMBH Systemhaus mit Smarthome-Planungsabteilung für EnOcean, Homematic und Loxone, Ehlener Str. 41, 34270 KasselSchauenburg, Tel. 05601/961990 www.incotech.de

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Vergabe ihres Logos (rotes Symbol in der Liste unten) Wert auf Kenntnisse in verschiedenen Smarthome-Systemen wie auch den Nachweis umgesetzter Projekte mit den jeweiligen Techniken in jüngster Zeit. Beides spricht für echte Praxiserfahrungen der Fachbetriebe statt nur platter Werbeaussagen. Eine weitere Einordnung bieten Qualifizierungsprogramme der verschiedenen Systeme und Hersteller. Für das KNX-Bus-

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system gibt es ebenso standardisierte Schulungen wie etwa für die EnOcean-Funktechnik und Systeme bestimmter Hersteller wie Digitalstrom, Somfy oder Loxone. Wer für seine eigene Installation bereits ein bestimmtes System im Auge hat, der ist auch mit einer Rückfrage beim Hersteller nach geeigneten Fachbetrieben gut beraten. Die meisten Anbieter führen obendrein Expertenverzeichnisse auf ihren Webseiten. rot ❙

B-CUBE – DAS PREMIUMBAD Edel-Badausstellung und Gira Revox Studio Sauerland, Möhnestraße 56, 59929 Brilon, Tel. 02375/4776 www.gira-revox-studio-sauerland.com

TELLUR Planungs und Beratungsfirma mit Schwerpunkt auf AAL-Systeme, Zettachring 2A, 70567 Stuttgart, Tel. 0711/89280 www.tellur.de

QUANDT ELEKTROTECHNIK Elektrotechnik, Lichttechnik, Wärmepumpen, Photovoltaik, Gira Revox Studio, Breslauer Straße 5 + 9a, 79650 Schopfheim, Tel. 07622/3063 www.quandt-elektro.de

HIFI-PROFIS Großer UE-Händler mit Showroom und Service in Sachen Smarthome. Gira Revox Studio, Große Friedberger Str. 23-27, 60313 Frankfurt/M., Tel. 069/9200410 www.hifi-profis.de

SYS.TEC GEBÄUDEAUTOMATION Planer und Integrator für KNX-Businstallationen und andere SmarthomeSysteme, Max-Eyth-Straße 38, 71088 Holzgerlingen , Tel. 07031/416178-0 www.sys-tec.info

PLZ 8

ELEKTROANLAGEN MONZ Elektroinstallation, SmarthomePlanung, Showroom, Waltherstr. 49-51, 51069 Köln, Tel. 0221/9684690 www.elektro-monz.de

ELEKTROSYSTEME FRIEDL Integrator, (Loxone, EnOcean, KNX), UE und Photovoltaik, Wenighösbacher Str. 16, 63768 Hösbach, Tel. 06021/570600 info@elektrosysteme-friedl.de

HI-ART Multiroom von Linn und Revox, Partner im Nimbus Mock-Up Stuttgart, Uracher Straße 11, 72555 Metzingen, Tel. 07123/162991 www.hi-art.info

KLANGPUNKT HiFi-/Heimkino-Experte, KaleidescapeHändler, Karlsgraben 35, 52064 Aachen, Tel. 0241/35206 info@klangpunkt.de

CHRISTMANN AUTOMATION Vielseitige Smarthome-Experten mit Elektrobetrieb, Marienbader Str. 1, 65597 Hünfelden-Nauheim, Tel. 06438/921463 www.christmann-automation.com

TAKEOFF MEDIA Der Spezialist fürs Cinemax zu Hause, Lindenstr. 13/1, 74343 Sachsenheim, Tel. 0800/4346546 www.takeoffmedia.net

GIRA REVOX STUDIO KÖLN Siegburger Straße 51, 50679 Köln, Tel. 0221/985106-90 www.Revox-koeln.de MEDIA@HOME TIX Entertainment und SmarthomeTechnik, KNX-Businstallation, Digitalstrom u.a. Kranhaus 1, Im Zollhafen 18, 50678 Köln, Tel. 02206/910220 www.mediaathome.de/tix

SMART BUILDING HENNEF Smarthome-Showroom mit KNXund EnOcean-Technik von GEDAKO. Place le Pecq 1, 53773 Hennef, Tel. 02242/8800-0 www.gedako.de MEDIA@HOME TIX Entertainment und SmarthomeTechnik, u.a. mit Digitalstrom, Wahlscheiderstr. 60, 53797 Lohmar, Tel. 02206/910220 www.mediaathome.de/tix BAUMEDIENZENTRUM DÜREN Hier wird neben Bau- auch SmarthomeTechnik ausgestellt, Mirweilerweg 22a, 52349 Düren, Tel. 02421/407785 www.bau-medien-zentrum.de DIGITAL4HOME Heimkino- und HiFi-Integrator mit Sinn für perfekte Raumsteuerung, Trinkbornstr. 24, 56281 Dörth, Tel. 06747/9350700 kontakt@digital4home.de AUDITORIUM HAMM Experte in Sachen Hi-Fi, Multiroom und Heimkino, Feidikstr. 93, 59065 Hamm, Tel. 02381/93 390 www.auditorium.de ELEKTRO-TECHNIK VOGEDES GBR Elektroinstallation mit Sinn für Smarthome und Sicherheitstechnik, Stromberger Straße 5, 59302 Oelde, Tel. 02522/901210 www.vogedes.de

für die nächste Ausgabe an otter@fachschriften.de

PLZ 6

BUSCH & ENDRES Elektroinstallation, Lichttechnik, Gira Revox Studio Saarland Franz-Birringer-Str. 13, 66839 Schmelz, Tel 06887/90110 www.busch-endres.de

IB COMPANY GMBH Experte für Bus- und SmarthomePlanung, Partner im Nimbus Mock-Up Stuttgart, setzt auch Systeme ein, Hohenzollernstr. 111, 75177 Pforzheim, Tel. 07231/39702830 www.ib-company.de

CIBEK TECHNOLOGY & TRADING Integrator und Entwickler mit Schwerpunkt auf AAL-Systeme, Mühlweg 54-56, 67117 Limburgerhof, Tel. 06236/4796-30 www.cibek.de

FREYTAG MEDIA.NET GMBH Rundum-Service von der Bustechnik bis zum Multiroom-System, Karlstr. 30-32, 76133 Karlsruhe, Tel. 0721/957856 www.freytag.de

PLZ 7

KWD, KLAUS WALTER Der erfahrene Karlsruher Integrator betreibt einen eigenen Showroom für Multiroom und Smarthome. Schenkenburgstr. 6a, 76135 Karlsruhe, Tel. 0721/161110 www.kwd.de

STUDIO 26 Hi-Fi-, Multiroom- und Heimkino-Spezialist, Kooperationen für Smarthome, Sophienstr. 26, 70178 Stuttgart, Tel. 0711/294444 info@studio26.de GIRA REVOX STUDIO STUTTGART Showroom mehrerer Systemintegratoren aus der Region Stuttgart im Nimbus Mock-Up, Leitzstraße 4, 70469 Stuttgart-Feuerbach, Tel. 0711/50623251 www.gira-revox-stuttgart.de DIGITAL CONCEPTS Smarthome Architekten in Stuttgart, Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart, Tel. 0711/ 508704-0 www.digital-concepts.eu

ELEKTRO WEHRLE GMBH Gira Revox Studio Bodensee mit großem Showroom und Elektroinstallationsbetrieb, Von-Steinbeis-Str. 6, 78476 Allensbach, Tel 07533/9366870 www.elektro-wehrle.de PFAFF ELEKTROTECHNIK Gira Revox Studio Schwarzwald, Gebäudetechnik und Elektroinstallationsbetrieb, St. Georgener Straße 1, 78739 Hardt, Tel. 07725/9155920 www.pfaff-elektrotechnik.de ELEKTRO SCHILLINGER GMBH Gira Revox Studio Freiburg mit Showroom, verarbeitet weitere Systeme wie Jung, LCN oder Hager, Wiesentalstraße 46, 79115 Freiburg, Tel. 0761/401090 www.elektro-schillinger.de

LICHT + TECHNIK GMBH Gira Revox Studio München, Lichttechnik, Automatisierung, Thalkirchner Straße 210, 81371 München, Tel. 089/54403097 www.licht-technik.biz MARTIN WEBER ELEKTROANLAGEN Planung und Installation von KNX- und Funkbus-Systemen, Visualisierungen Angerfeldstr. 3, 82390 Eberfing Tel. 08802/901342 info@mw-elektroanlagen.de IMPULSE AUDIO & VIDEO SOLUTIONS Spezialist für Audio. Heimkino und Gebäudetechnik, Neidenburgerstr. 6, 84030 Landshut, Tel. 0871/31498 www.impulse-hifi.de ELEKTRO HIEBER Gira Revox Studio und ausgewiesener Smarthome-Experte mit Schwerpunkt auf KNX, Luitpoldstraße 10, 86830 Schwabmünchen, Tel. 08232/96260 www.elektrohieber.de/ CONTREL - BUILDING CONTROL SYSTEMS Smarthome-Planung, vor allem auf KNXBasis und mit Gira-Technik, Adlerstraße 32, 88289 Waldburg, Tel. 07529/9 13 20 35 www.contrel.de

PLZ 9 SMARTHOME BAIERSDORF Wohnhaus mit KNX-Vernetzung, mehreren Heimkinos, Videoserver, Breslauer Str. 29, 91083 Baiersdorf, Tel. 09133/606290 www.hififorum.de KLANG GALERIE Multiroom-/Heimkino-Spezialist für B&W, Sonos, Kaleidescape, Haidplatz 7, 93047 Regensburg, Tel. 0941/5999353 www.klang-galerie.de LEY ELEKTROTECHNIK GMBH Elektrotechnik mit Bus-Integration Industriestraße 10, 96132 Schlüsselfeld, Tel. 09552/9299060 www.ley-eletrotechnik.de CASAIO-SMART BUILDINGS Experten mit breitem Angebot an Systemen wie KNX, Loxone, Control4 etc., Ignatius-Gropp-Str. 2, 97261 Güntersleben, Tel. 09365/5030760 info@casaio.de

Zertifizierter Fachbetrieb der Smarthome Initiative Deutschland

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Das intelligente Haus 65


P LANUNG

Muss ich viel von Technik verstehen, um eine Hausautomation zu bedienen? Nein, wer ein Smartphone bedienen kann, kommt auch mit einem Smarthome-System zurecht. Vier Experten bauen Schwellenängste ab und geben Planungstipps.

Erschwinglich und leicht bedienbar Redaktion: Warum ist das clevere Eigenheim noch nicht durchgestartet? Michael Krödel: Es kursieren leider zu viele Missverständnisse in der Öffentlichkeit. Viele denken, dass man ein Smarthome nur noch per Smartphone steuern kann. Oder dass das Haus plötzlich ein unkontrollierbares Eigenleben führt. Leider gibt es auch solche Fälle als Folge schlechter Planung. Wer aber richtig beraten wird, findet sehr schnell wenigstens ein paar für sich sinnvolle Features, die man später nicht mehr missen möchte. Peter Hartmann: Viele sind der Meinung, dass Smarthomes nur etwas für die oberen 10 000 sind und sie sich das nicht leisten können. Dem ist heute aber nicht mehr so. Smarthome-Lösungen sind für vernünftiges Geld zu haben und somit für alle interessant. Bei dem Auto sind die Benutzer sehr viel offener. Vorteile werden sehr gerne angenommen: Zentralverriegelung,

„Für die Bedienung der Systeme sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich. Die Systeme sind intuitiv, sonst sind sie untauglich.“ Andreas Richiger, Gründer und Geschäftsführer von BootUp

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elektrische Fensterheber, ABS oder ein Navigationssystem. Dies liegt nicht nur an den Käufern, sondern auch an den Verkäufern, welche den Komfort und Vorteile dieser Funktionen sehr gut erklären. Klaus-Dieter Schwendemann: Es gibt zu wenige Standards, zu viele Schnittstellen und zu wenige Bauunternehmen, die den Bauherren diese Verknüpfungen aus einer Hand bieten und ihnen somit die große Mühe mit der Technologie abnehmen. Red.: Muss ich ein IT-Studium haben, um ein Smarthome bedienen zu können? Michael Krödel: Wenn das Haus selbst schlau genug ist, um die Anlagentechnik des Hauses zu betreiben, braucht der Mensch kaum Interaktion und deshalb keinerlei fachliches Wissen. Damit sich die Automation richtig verhält, ist es aber vor der Installation wichtig, das Verhalten der Automation an den Nutzer anzupassen. Derjenige, der das plant, muss also nicht nur fachlich versiert, sondern auch kompetent genug sein, sich mit dem späteren Nutzer in einer verständlichen Sprache zu unterhalten. Andreas Richiger: Es sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich. Die Systeme sind intuitiv, sonst sind sie untauglich. Die Bedienung erfolgt nach wie vor mehrheitlich über Lichtschalter. Es ist absolut zeitgemäß, jetzt alle neuen Häuser mit solch einer Technik auszurüsten oder die Installation vorzubereiten. So ist eine spätere Automatisierung problemlos möglich.

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Klaus-Dieter Schwendemann: Die Devise sollte immer lauten „Entlasten statt schulen“. Das ist ja beim Auto mit den Fahrassistenzsystemen dasselbe, man setzt sich rein und fährt los. Dafür sorgt bei Haus und Auto eine intuitive Bedienung, die Hardware ist nur der Berührungspunkt. Nicht technik-affine Menschen richten sich mit der Haussteuerung bestimmte Szenen ein, sie beschriften Schalter mit „Alles aus“, „Besuch“ oder „Party“ und haben den Komfort, mit einer Taste das ganze Haus zu bedienen. Red.: Hausanbieter, Techniker, Handwerker – wer hat am meisten Nachholbedarf? Michael Krödel: Alle gleichermaßen. Die Herausforderung beim Smarthome liegt darin, dass man über klassische GewerkeGrenzen hinwegdenken muss. Ein Fensterkontakt kann nicht nur die Heizung abschalten, sondern auch einen Alarm auslösen. Ein Rauchmelder kann nicht nur Lärm machen, sondern auch die Rollläden hochfahren, um die Fluchtwege zu gewährleisten. Diese Kombinationsmöglichkeiten sind in der klassischen Ausbildung – egal welche Fachrichtung – nicht vertreten. Somit bleibt bisher nur der Weg, diese über weitere Schulungen oder eigene Projekterfahrungen zu erweitern. Red.: Berücksichtigen die Anbieter die Kundenwünsche ausreichend? Michael Krödel: Wenn automatisiert wird, ohne die Wünsche des Kunden zu beachten, kann es nur schiefgehen. Die Schwie-


„Wer richtig beraten wird, findet sehr schnell ein paar sinnvolle Features, die man später nicht mehr missen möchte.“ Prof. Dr. Michael Krödel, Hochschule für angewandte Wissenschaften Rosenheim

„Viele sind der Meinung, dass Smarthomes nur etwas für die oberen 10 000 sind und sie sich das nicht leisten können. Dem ist heute aber nicht mehr so.“ Peter Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von BootUp Red.: Bedeutet Haussteuerung automatisch „unterwegs mit dem Smartphone das Licht ausmachen“? Michael Krödel: Nein, das Smartphone ist immer nur eine zusätzliche Bedienmöglichkeit. Der Mensch ist es gewohnt, die Gerätschaften im Haus über Taster und Schalter zu bedienen. Somit sind Taster nach wie vor die wichtigste Möglichkeit der Bedienung – auch wenn bei einem Druck auf einen Smarthome-Taster mehr passiert, als nur eine einzelne Leuchte einzuschalten. Auch das Umschalten von „Bin zu Hause“ und „Bin weg“ geht über einen Taster im Eingangsbereich einfacher als über eine Smartphone-App. Wer unbedingt einige Funktionen über das Handy oder Tablet-Computer bedienen will, kann das natürlich bekommen. Aber das sollte

nicht die Taster ersetzen, sondern diese nur ergänzen. Klaus-Dieter Schwendemann: Eine Ausnahme ist vielleicht die Gartenbeleuchtung. Ich spare mir den Schalter dafür und bediene sie mit dem Smartphone oder TouchPanel. Zudem habe ich über Bewegungssensoren eine Kontrollfunktion in Haus und Garten bei meiner Abwesenheit. Käme ein Eindringling, gäbe es Alarme per SMS oder E-Mail direkt auf das Smartphone. Peter Hartmann: Gebäudeautomatisierung umfasst viel mehr als die Fernbedienung über Smartphone. Der Hauptnutzen liegt bei den automatischen Funktionen wie Beschattung, Szenen, Nachtabsenkung der Rollläden, Anwesenheitsimulation etc. Dies sind die Funktionen, welche man täglich erlebt und welche einem den Eindruck vermitteln, dass das Haus mitdenkt. Eine Haussteuerung muss für alle Hausbewohner einfach sein und diese unterstützen. Sie darf nie diskriminieren. Red.: Inwiefern dient eine Hausautomation vor allem bis ins hohe Alter den Hausbewohnern? Klaus-Dieter Schwendemann: Automatische Haussteuerung bedeutet immer Unterstützung, eine helfende, stille Performance im Hintergrund. Sie hilft auch bei Vergesslichkeit. Ein Bewegungsmelder am Tisch löscht das Licht, wenn ich das Zimmer verlassen habe. Ein weiterer Sensor unter der Fußmatte im Bad gibt Alarm, wenn eine Weile keine Entlastung vom Körpergewicht des Bewohners erfolgt. Hier ist also jemand gestürzt und braucht vielleicht Hilfe. Diese Fremdüberwachung ist eine echte Alternative zum Pflegeheim. Wenn ich nur drei Jahre länger zu Hause leben kann, finanzieren die eingesparten Kosten das ganze Home-Management. Red.: Viele Menschen haben Angst vor Hackern. Wie sicher sind die Daten?

Michael Krödel: Natürlich sollte man einen Mindestschutz nutzen. Wer seinen Smarthome-Server an seinen WLAN-Router hängt und das WLAN oder andere Fernzugriffsmöglichkeiten noch nicht einmal über ein Passwort absichert, der ist selber schuld. Ansonsten wird die von Ihnen angesprochene Gefahr überbewertet. In einer kürzlich durchgeführten Studie an der Hochschule Rosenheim haben wir unterschiedliche Polizeistatistiken untersucht und keinen einzigen Fall gefunden, in dem ein Einbrecher über Smarthome-Technologien in ein Gebäude eingebrochen ist. Red.: Was ist für Sie persönlich denn das schönste Feature Ihres intelligent gesteuerten Zuhauses? Michael Krödel: Im privaten Wohnbereich sind das für mich die Sicherheitsfunktionen. Natürlich sollte ein Smarthome-System die Profi-Alarmanlage nicht ersetzen, wenn man echte Werte hat und es realistisch ist, dass es professionelle Einbrecher gezielt auf ein Objekt absehen. Den Gelegenheitseinbrecher kann ein SmarthomeSystem aber sehr wohl erfolgreich verschrecken – und das zu deutlich günstigeren Kosten. Andreas Richiger: Es ist einfach bequem, wenn man abends nicht durch alle Räume laufen muss, um die Rollläden zu schließen, sondern dies mit Einruch der Dämmerung ganz automatisch geschieht. Oder wenn ein einziger Tastendruck genügt, um im gesamten Haus das Licht zu löschen. Die Anwesenheitssimulation gibt mir einfach ein gutes Gefühl, wenn ich nicht zu Hause bin. Klaus-Dieter Schwendemann: Bin ich zwei oder drei Tage unterwegs, nutze ich die Haussteuerung auf dem Tablet, um mein Energiemanagement zu überprüfen. Dann freue ich mich darüber, dass mein Haus mehr Energie gewinnt als es verbraucht. ❚

„Die Devise sollte immer lauten ,Entlasten statt schulen‘. Das ist ja beim Auto mit den Fahrassistenzsystemen dasselbe, man setzt sich rein und fährt los.“ Klaus-Dieter Schwendemann, Leiter Marketing bei WeberHaus

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Fotos: www.weberhaus.de

rigkeit liegt darin, dass jeder Kunde andere Wünsche hat. Es gibt nicht das Feature, das jeder haben möchte. Also muss man den Kunden fragen und sich danach ausrichten. Dabei sollte übrigens auch nach Funktionen wie „Automatik-Aus“ gefragt werden – eine Möglichkeit, einige Automationsfunktionen auf genau die Zeiten zu reduzieren, in denen niemand zu Hause ist. Andreas Richiger: Die Automatisierungsfunktion mit dem Kunden zu erarbeiten ist sehr zeitaufwendig und daher kostenintensiv. Wir schlagen Grundfunktionen vor, welche üblicherweise gewünscht werden, wie etwa automatische Beschattung, Anwesenheitsimulation, Alarmierung, Nachtabsenkung der Rollläden. Alle diese Funktionen lassen sich ein- oder ausschalten. Diese Grundfunktionen sind einfach verständlich und können später kundenspezifisch angepasst werden.

DiH 67


P LANUNG

Junge Familie

Alltag erl Während sich viele Bauherren mit großer Hingabe der Ausstattung von Küche und Bad widmen, legte Familie Blaumeiser Wert darauf, ihr neues Zuhause mithilfe intelligenter Haustechnik sicher, komfortabel und energieeffizient zu gestalten.

Eine Markise für den Sonnenschutz von Groß und Klein lässt sich jederzeit nachrüsten und ins intelligente Steuersystem integrieren.

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N

och vor wenigen Jahren wurden intelligente Haussteuerungen eher misstrauisch beäugt. Doch das hat sich grundlegend geändert. „Es gibt mittlerweile eine derart ausgereifte Technik, die das Leben so viel komfortabler, effizienter und natürlich auch sicherer macht, dass wir darauf nicht verzichten möchten“, erläutert Daniel Blaumeiser, Bauherr und Familienvater. Um ihr Eigenheim smart zu machen, entschied sich Familie Blaumeiser für die intelligente Haussteuerung „domovea“. Dabei wurden auch Funktionen in das System integriert, an die man zunächst eher nicht denkt, zum Beispiel die Gartenbewässerung. Die Sensoren der hauseigenen Wetterstation geben vor, wie viel Wasser der Rasen benötigt, und die Haussteuerung startet bei trockener Witterung automatisch die


Von außen sieht man dem gemütlichen Eigenheim nicht an, dass es mit modernster Steuerungstechnik ausgestattet ist.

Mit wenigen Fingertipps alles im Griff: Die Hausherrin kann am „Domovea“Touch-Panel sowohl einzelne Funktionen als auch komplexe Szenarien einstellen und jederzeit abrufen. Hier sieht sie über die Video-Türsprechanlage, wer vor der Tür steht.

 eichtert

Fotos: www.hager.de

Bewässerung im richtigen Maß. Außerdem definiert die Wetterstation die Sonnenuntergangszeit jeden Tag aufs Neue und passt das Herunterfahren der Jalousien daran an. Die automatische Jalousiensteuerung ist verknüpft mit verschiedenen Lichtszenarien, die zu unterschiedlichen Zeiten aktiviert werden. So lässt sich die Anwesenheit der Bewohner vortäuschen, wenn diese einmal für längere Zeit das Haus verlassen oder in den Urlaub fahren. Außerdem ist die Steuerung mit Infrarotbewegungsmeldern und Kameras gekoppelt, durch die sich Vorgänge im Außenbereich sehr gut erfassen und aufzeichnen lassen. Auch die Überwachung der Türen und Fenster wird im Rahmen der intelligenten Haussteuerung kontrolliert. So kann man sich anzeigen lassen, ob alle Fenster beim Verlassen des Hauses wirklich ge-

Intelligent gesteuerte Rollläden und Jalousien fahren an heißen Tagen automatisch runter. Das sorgt für angenehme Raumtemperaturen – und schenkt den Eltern mehr Zeit für die wichtigen Dinge.

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P LANUNG

Die Jalousie-Schaltuhr ist im Design des Berker-Schalterprogramms „R.1“ gestaltet und gibt je nach Programmierung Befehle an die Jalousien und Rollläden.

schlossen sind. Nicht zuletzt erschweren Innenbewegungsmelder und Glasbruchmelder Ganoven das Handwerk. Auch Rauchwarnmelder und eine Türsprechanlage mit integrierter Kamera gehören zur Sicherheits-Ausstattung. Im Schlafzimmer und am Hauseingang gibt es einen Zentralschalter, mit dem Familie Blaumeiser alle Lichter an- und ausschalten kann. So entfällt der lästige extra Rundgang. Beim Verlassen des Hauses senkt das Haussteuerungssystem die Heizung ab, schaltet die Leuchten und Steckdosen aus und die Überwachung ein. „Die Haussteuerung“, fasst Hausherrin Andrea Blaumeiser zusammen, „sorgt einerseits dafür, dass wir uns rundum wohlfühlen und andererseits nimmt sie uns viele kleine Aufgaben ab, sodass mehr Zeit für das Wesentliche bleibt – die Familie.“  jh ❙

Auch das Fernsehgerät kann zur Bedienung der Haustechnik genutzt werden. Das erspart Wege und erhöht den Komfort.

Wasser marsch: Die hauseigene Wetterstation ermittelt den aktuellen Wasserbedarf des Rasens – und die Haussteuerung versorgt daraufhin das Grün automatisch mit der optimalen Menge durch die Rasensprenger.

Daten & Fakten zum Haus Überwachungskameras erfassen alle Bewegungen und Vorgänge am und ums Haus herum. Darüber hinaus sorgen auch Innenbewegungsmelder und Glasbruchmelder für Sicherheit vor Langfingern.

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SYSTEM: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG Zum Gunterstal 66440 Blieskastel Tel. 0 68 42 / 9 45-0 www.hager.de

und Fenstern werden über die Steuerungsleitung an den zentralen Server weitergeleitet und dort ausgewertet. Anschließend gibt der Server bei Bedarf und je nach Programmierung Befehle an die Aktoren weiter.

TECHNIK: Kabelgebundenes Steuerungssystem auf KNX-Basis (KNX-Bus). Die Sensor-Daten von Wetterstation, Überwachungskameras/Bewegungsmeldern

FUNKTIONEN: Heizung, Jalousien, Licht (mit Anwesenheitssimulation), Gartenbewässerung; Zentralschalter ein/aus (Licht, Steckdosen,Heizung, Alarm).


S YSTEME

Alles im Griff S

martphones sind allgegenwärtig und werden auch von Menschen eifrig genutzt, die sich nicht unbedingt als technikinteressiert bezeichnen würden. Das kommt der Verbreitung intelligenter Haustechnik entgegen, denn die Bedienung über Apps wird zum Kinderspiel. Eine IT-Ausbildung ist nicht (mehr) vonnöten.

Gute Planung ist extrem wichtig Allerdings macht die Vielzahl von Systemen Häuslebauern zu schaffen. Welches ist das richtige für mich? Für intelligente Vernetzungen haben sich drei Systeme zur Datenübertragung herauskristallisiert (siehe auch Tabelle auf der nächsten Seite). Bei Neubauten kann parallel zu den Elektroleitungen eine spezielle Datenleitung verlegt werden (ein sogenannter „Bus“). So funktionieren etwa Systeme nach KNXStandard. Alternativ können die Stromleitungen selbst als Medium dienen. Schließlich gibt

es Systeme, bei denen Befehle per Funk übertragen werden. Da hier keine Leitungen verlegt werden müssen, eignen sich Funksysteme sehr gut zur Nachrüstung im Gebäudebestand. Allerdings ist hier zu ergänzen, dass bei Häusern, die noch mit uralten elektrischen Leitungen ausgestattet sind, sowieso eine Komplettsanierung der Elektrik ansteht, sodass dann auch ein kabelgebundenes System infrage kommt. Wichtig ist also eine gute Beratung, die exakt ermittelt, welcher Bedarf besteht. Handelt es sich um einen Neubau oder um eine Renovierung? Falls Letzteres, ist es wichtig, in welchem Zustand sich die vorhandenen elektrischen Leitungen befinden. Alte zweiadrige Elektroleitungen sind nicht geeignet, zusätzlich als Daten-Highway zu dienen. Dann muss geklärt werden, welche Funktionen mit dem System gesteuert werden sollen. Nur das Licht und die Jalousien oder auch die Heizung und das Home Entertainment? Wel-

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Damit smarte Systeme das Leben wirklich komfortabler machen, sollte die Technik so programmiert sein, dass die Nutzer sich möglichst wenig damit beschäftigen müssen. Wollen sie jedoch Funktionen überprüfen oder Abläufe ändern, können sie dies komfortabel erledigen, etwa an einem Wanddisplay, aber auch von unterwegs über Smartphone, Tabletcomputer oder Notebook.

Foto: Ulrich Beuttenmüller/www.gira.de

Die Vielfalt der intelligenten Technik ist auf den ersten Blick schwer überschaubar. Diese Seiten geben Ihnen einen Überblick, welche Systeme auf dem Markt sind, wofür sie sich eignen und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

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S YSTEME

Die Systeme im Überblick

SEPARATE KABELLEITUNG: BUS Basis ist eine Datenleitung, die parallel zur Stromleitung verlegt wird und mit einem zentralen Server verbunden ist. So funktioniert z. B. das KNX-System. Die Steuerbefehle können von verschiedenen Eingabegeräten aus gegeben werden. Z.B. klassisch von einem Lichtschalter (Sensor) an eine Leuchte, die mit einem speziellen Vorschaltgerät (Aktor) ausgestattet ist. lntelligent ist das System, weil verschiedene Befehle gleichzeitig ablaufen können, z.B. Licht dimmen und Jalousien runterfahren. Über Schnittstellen lässt sich die Hausautomation mit dem Internet verbinden, dies ermöglicht die Steuerung via Smartphone und Tablet, z.B. aus dem Urlaub. Weitere kabelgebundene Systeme: LCN, LON, Busch-free@home

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FUNKWELLEN Anstatt per Datenleitung werden hier die Steuerbefehle über Funkwellen von einem Server (Zentralgerät) aus an die jeweiligen Adressaten (Licht, Jalousien, Heizung etc.) verteilt. Wie bei Bussystemen lassen sich auch Funk-Steuerungen über Schnittstellen mit dem Internet verbinden. So sind auch hier Statusabfragen und Bedienung von unterwegs aus möglich. Funksysteme eignen sich besonders zur Nachrüstung, da kein Eingriff in die Bausubstanz vorgenommen werden muss. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Anbietern (siehe Beiträge zur Nachrüstung ab Seite 20). Beim Hersteller Hager ist es möglich, einen bereits installierten KNX-Bus mit dem hauseigenen Funksystem über „quicklink“ zu erweitern.

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STROMLEITUNG ALS DATENTRÄGER Mithilfe einer speziellen Technologie werden Befehle so in Steuersignale umgewandelt, dass sie über die Stromleitung transportiert werden können. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Powerline“. Laut Herstellern geschieht die Übertragung ohne Störungen bzw. Leistungseinbußen. Inzwischen nutzen die Hersteller wie beispielsweise Gira, Jung und Busch-Jaeger die Stromleitung, um das heimische Internet auch in den Ecken des Hauses zugänglich zu machen, die außerhalb der Reichweite des WLAN-Routers liegen. Statt einer SchukoSteckdose ist an der betreffenden Stelle eine Anschlussdose für Ethernetkabel installiert oder ein Repeater (eine Art Verstärker) für den WLAN-Betrieb.

Grafik/Foto: www.gira.de; www.jung.de; www.digitalstrom.de; www.somfy.de

Egal, für welches System sich ein Bauherr entscheidet, es sollte möglichst viele Funktionen bedienen und spätere Nachrüstungen ermöglichen können.


che Bedienoberflächen (Geräte) und Visualisierungen (optische Darstellung) stehen mir zur Verfügung? Da eine Hausautomation mehrere traditionelle Gewerke umfasst (Heizung/Sanitär und Elektro) ist es wichtig im Vorfeld zu klären, welcher Handwerker für welche Arbeiten zuständig ist. Ein Systemberater oder Elektroplaner kostet zwar Geld, hilft aber (eher als ein Architekt) dabei, Fehler zu vermeiden, und überwacht die Ausführung der Arbeiten. Wer diese Punkte rechtzeitig und sorgfältig klärt, stellt sicher, dass die intelligente Technik dem Nutzer tatsächlich den erhofften Gewinn bringt. Vielleicht stellt ein Interessent dann fest, dass er für seine eigenen vier Wände gar kein komplettes System braucht, sondern eine einfache Lösung reicht, z. B. eine Rollladenmotorisierung. Allerdings sollte man bei solch einer „Insellösung“ darauf achten, dass man später im Bedarfsfall die Einzelautomation doch noch zu einer Systemlösung ausbauen kann.

Nicht am falschen Ende sparen Welches System ein Bauherr letztlich wählt, hängt von diversen Faktoren ab wie die Größe des Gebäudes oder der gewünschte Umfang der Funktionen etc. Am leistungsfähigsten sind kabelgebundene Systeme, was sich jedoch auch im Preis niederschlägt. Allerdings sollten Bauherren nicht am falschen Ende sparen. Georg Frühauf, Elektroplaner und Chef der Firma SYS.TEC, gibt zu bedenken, dass „die Digitalisierung des Lebens nicht mehr zu stoppen“ sei. Insofern ist eine Hausautomation für ihn ein nachhaltiges Investment, für das man erweiterte Sicherheit, Komfort und Energieeinsparung bekommt. „Diese Flexibilität ist mit konventioneller Installation nicht oder nur sehr schwer zu erreichen.“  jh ❚

„Eine Hausautomation ist ein nachhaltiges Investment, für das man erweiterte Sicherheit bekommt und Komfort. Diese Flexibilität ist mit konventioneller Installation nicht oder nur sehr schwer zu erreichen.“ Georg Frühauf, Elektroplaner SYS.TEC

Mit diesen Kosten ist zu rechnen Um sein Haus richtig „smart“ zu machen, kann der Bauherr auf verschiedene Lösungen zurückgreifen: von einfach bis komplex. Entsprechend variieren die Kosten. Bei den hier genannten Angaben muss berücksichtigt werden, dass auch bei einer konventionellen elektrischen Ausstattung ohne Hausautomation Kosten in Höhe von 10 000 bis 20 000 Euro anfallen. Einzellösung: Wer kein ganzes Haussteuerungssystem haben will, sondern nur z.B. die Rollläden motorisieren, sollte je nach Anzahl mit 1000 bis 2500 Euro inkl. Montage kalkulieren. Kleine Systemlösung: Für kleine oder mittlere Einfamilienhäuser reicht in der Regel ein Funksystem aus. Damit lassen sich Lichtszenen, diverse Verschattungsvorrichtungen (Jalousien, Rollläden, Markisen), Einbruch-, Rauch-, Wasser- oder Gasmelder, Fenster und auch Heizungsfunktionen steuern. Funksysteme eignen sich be-

sonders gut zur Nachrüstung.Hier gibt es eine Vielfalt an Systemen. Zwischen 5 000 und 10 000 Euro Investitionskosten inkl. Montage sollten veranschlagt werden. Wer es sich zutraut, kann auch auf Do-it-yourself-Systeme zurückgreifen, die es als Einsteigerpakete schon ab ca. 200-220 Euro gibt. Sie bestehen aus einer Funkzentrale und einem oder mehreren Schaltsteckern. Alle Komponenten werden in die Steckdose gesteckt und kommunizieren dann über Funkwellen miteinander. Große Systemlösung: Für große luxuriöse Häuser bietet sich ein Bus-System an, z.B. auf KNXStandard. Die Grundinstallation (Datenverkabelung) schlägt mit ca. 5 000 Euro zu Buche. Weitere Komponenten (Verschattung, Heizung, Licht, Alarm etc.) sind dann jederzeit modular nachrüstbar. Auch Multimedia- und IT-Lösungen sowie Haushaltsgeräte können hier eingebunden werden. In eine umfassende Lösung müssen etwa 30 000 bis 50 000 Euro investiert werden.

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Unauffällige S Alle möglichen Gerätschaften erfassen im Haus wie auch außerhalb Umweltbedingungen und andere Messwerte. Ohne solche vernetzten Sensoren gibt es kein Smarthome. Lesen Sie, wie Raum- und Bewegungssensoren den Alltag erleichtern.

Sieht aus wie eine stylische Damenuhr, misst aber neben der Zeit auch den Puls und alle Bewegungen seiner Trägerin. Das Charge HR von Fitbit ist eines von vielen Activity-Trackern.

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chatz, sind die Fenster zu? Ist der Herd ausgeschaltet? Hast Du gut geschlafen? Habe ich mich heute genug bewegt? Sollten wir nicht dringend mal wieder lüften? Kommst Du nochmal mit auf eine Runde um den Block? Schönes Wetter heute! Viele Themen, über die wir uns jeden Tag unterhalten, haben etwas mit der Wahrnehmung unserer Umwelt zu tun. Wir stellen etwas in unserer Umgebung fest und kommunizieren mit unseren Mitmenschen darüber. Oder wir fragen uns, welchen Zustand eine bestimmte Einrichtung im Haus hat und tauschen uns über die Reaktion darauf aus. Dabei geht es mal um objektive Zustände wie „Fenster zu“ oder „Bügeleisen aus“, mal um Fragen der Empfindung beziehungsweise um Zustände, die man zumindest nicht selbst objektiv feststellen kann. Dazu zählen Einschätzungen wie „schlechte Luft?“, „ge-


Fotos: Sleepace – www.panasonic.de – www.fitbit.com

Helfer nug Bewegung“ oder eben auch der gesunde, erholsame Schlaf. Für all diese Anwendungsfälle gibt es heute technische Helfer – Sensoren eben.

Sensoren helfen in jeder Lage Alle Geräte, die einen Zustand erkennen, aufnehmen und weitermelden, werden im Smarthome-Jargon unter dem Oberbegriff „Sensor“ zusammengefasst. Dazu zählen vernetzte Thermometer ebenso wie Fenster-Sensoren, Stromverbauchsmesser, Bewegungsmelder und sogar ganz normale Taster. Sensoren messen die Umgebungshelligkeit, erkennen Bewegungen. Sie merken, wenn es regnet oder raucht, sie erkennen einen Wasserrohrbruch und berstendes Glas. Im Haus gibt es Sensoren für alle Fälle. Auch am Menschen selbst sind Sensoren im Kommen. Die Waage ist ein Sensor, ebenso wie die Armbanduhr oder ein Blutdruck-Messge-

rät. Auch ein Fahrradtacho ist, je nach Funktionsumfang, ein mehr oder weniger komplexer Sensor – etwa für Geschwindigkeit, Höhenmeter, Trittfrequenz und möglicherweise auch den Puls. Spannend wird‘s, wenn diese Sensoren nicht nur optisch ablesbar sind, sondern ihre Werte sammeln und übers Netzwerk in einer smarten Zentrale zusammenführen. Dann nämlich können sie aus ihren Messwerten allein oder in Kombination verschiedener Sensoren Maßnahmen ergreifen, die uns das Leben leichter machen. Tür- und Fenstersensoren etwa können über die zugehörige Smarthome-Zentrale aufs Mobiltelefon melden, wenn ein Fenster gekippt ist oder offen steht. Vernetzte Stromkreise können Alarm geben, wenn beim Verlassen des Hauses Strom durch die Herd-Sicherung fließt. Ein Bewegungsmelder schließlich kann im jeweiligen

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Kameras, Bewegungs- oder Glasbruchsensoren helfen, das Haus zu sichern. Dabei geht es nicht immer und um den Schutz vor Einbrechern, sondern auch um höheren Komfort.

Wie weit bin ich gefahren, trete ich auch in der optimalen Frequenz? Nicht nur beim Radeln spielen vernetzte Sensoren zusammen mit Fitnesscomputern eine immer wichtigere Rolle.

Se-Schlaf-Sensoren erkennen anhand der Bewegungen im Bett, wann man wie tief schläft. Passt man darauf den Wecker an, klingelt er dann nicht gerade im Tiefschlaf.

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Raum automatisch das Licht einschalten, wenn die Bewohner zu Hause sind. Natürlich sollte er dazu mit einem Helligkeitsmesser kombiniert werden, der zunächst einmal erkennt, wann das Licht überhaupt notwendig ist. Steht das Smarthome auf Abwesenheit, dann können Bewegungsmelder natürlich auch auf einen möglichen Einbruch hinweisen. Der Einsatz solcher Sensoren ist in praktisch jedem Smarthome-System vorgesehen und bildet die Basis für jede Art der Automatisierung. Auf Basis von Daten aus den verschiedenen Sensoren, werden in der Zentrale des intelligenten Hauses bestimmte Aktionen ausgelöst. Unterschreitet die Temperatur im Wohnzimmer den Sollwert, dann drehen sich die Heizungsventile auf – allerdings nur, wenn die Fenster als geschlossen gemeldet werden. Meldet der Luftqualitätssensor eine erhöhte Feuchtigkeit oder zu viel CO2 in der Luft, gibt die Zentrale einen Lüftungsalarm aufs Handy des Hausherrn – oder sie aktiviert die Lüftungsanlage. Meldet der Regensensor Niederschlag, fährt automatisch die Markise ein.

Sensoren mit Serviceangebot Automatisierungen, Funktionsabfolgen und Gefahrenmeldungen lassen sich so natürlich in schier unendlichen Varianten in Abhängigkeit von allen möglichen Sensoren-Meldungen programmieren. So richtig spannend wird das Ganze aber, wenn Smarthome-Systeme ihre Sensoren mit passenden Dienstleistungen kombinieren – zum Beispiel eben ein System zur Gefahrenmeldung mit einer Art Haus-Schutzbrief, wie es Panasonic dieser Tage auf den Markt bringt (siehe rechts oben). Dass Smarthome-Technik als Vehikel zu speziellen Dienstleistungen genutzt wird, ist ein recht neuer Trend auf dem Markt, doch er leuchtet recht schnell ein. Wenn ein Sensor etwa Wasserrohrbrüche blitzschnell anhand der Durchflussmenge erkennt und dann automatisch den Haupthahn zudreht, wird der

LG hat auf der IFA 2015 ein Smarthome-System vorgestellt, das auf diesem Sensor basiert. Er erfasst Bewegungen, die Temperatur, Helligkeit und soll so auch „dumme“ Geräte smart machen. Er merkt etwa an den Vibrationen der Waschmaschine, wann diese fertig ist oder erkennt, wenn eine Tür geöffnet wird.

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Schutzbrief fürs Haus Der japanische Hersteller Panasonic betritt den Smarthome-Markt mit einem System, das zumindest zum Start in diesem Herbst hauptsächlich die Sicherheit im Haus im Blick hat. Es besteht aus einem zentralen Gateway (siehe unten), an das sich über den Funkstandard DECT ULE verschiedene Sensoren verbinden lassen. Zum Start soll es Fenster-/Türsensoren, Bewegungs- und Glasbruchmelder, einen Wassersensor, eine Überwachungskamera sowie eine Innenraumsirene geben. Das System soll weniger eine Alarmanlage sein als ein elektronischer Butler, der stets ein Auge auf die Immobilie seines Besitzers hat. Der Clou: Panasonic koppelt sein System mit einem Servicevertrag fürs Haus namens „Allianz Assist“, der bei Schäden für eine umgehende Sicherung des Heims sorgt. Diese Leistung kommt vom Serviceunternehmen Allianz Global Partners, das die Dienstleistung über ein bundesweites Handwerkernetz sicherstellt. Zur Auswahl stehen zwei Basispakete: Das Günstigere umfasst neben dem Gateway einen Tür-/Fenstersensor und einen Bewegungsmelder, das teurere Set soll mit Wasser- und Glasbruchsensoren auch Schäden am Haus feststellen und melden. Neu am Angebot ist auch die Tatsache, dass Panasonic den Preis der Hardware subventioniert: Die Startersets sind sehr günstig, wenn man sie zusammen mit einem 24-monatigen Allianz-Assist-Servicevertrag erwirbt. Als eine Art Bonus gehört auch ein Schlüsseldienst ohne Zusatzkosten mit zum Allianz-Assist-Paket. PRODUKTE Smarthome + Allianz Assist Starter-Kit: Gateway, Bewegungs- und Tür-/Fenstersensor und Sirene: 19,95 + monatlich 9,95 Euro (Zwei-Jahres-Vertrag). Starter-Kit plus: Gateway, Glasbruch-, Wasser und Tür-/Fenstersenosr und Sirene: 49,95 + monatlich 9,95 Euro (Zwei-Jahres-Vertrag). Weitere Sensoren sind separat erhältlich. HERSTELLER ADRESSE www.meinsicherheitsplus.de

Wassersensor Beim Schutz gegen Wasserschäden kooperiert RWE Smarthome mit dem Versicherer AXA. Ein intelligentes Steuerungsgerät des Markenherstellers SYR Hans Sasserath lässt sich künftig in das RWE-System einbinden. Es warnt eigenständig bei Rohrbruch und Undichtigkeiten der Leitungen und schließt die Wasserzufuhr bei einem Vorfall automatisch. Diese Maßnahme soll das Ausmaß von Wasserschäden massiv reduzieren. Das Gerät informiert nicht nur den Nutzer aktiv via Smartphone-App, sondern meldet die Störung auch direkt an die Versicherung. AXA ruft den Kunden umgehend an und vereinbart einen Handwerkertermin, damit der Schaden zeitnah behoben wird. AXA bewirbt das System auch als Lösung für Kunden, die nach mehreren Wasserschäden von ihrer bisherigen Versicherung gekündigt wurden. Die Zusammenarbeit wird derzeit als Testlauf mit ersten Kunden erprobt. 2016 soll die Zusammenarbeit zwischen Smarthome-Anbieter und Versicherung dann in den Regelbetrieb übergehen. Den Vertrieb der Systeme soll dabei über RWE Smarthome laufen. www.rwe-smarthome.de


Schlaf Besser! Der Schlafsensor RestOn vom US-Anbieter Sleepsense besteht aus einem dünnen Gurt, den man zwischen Matraze und Bettlaken legt sowie einem Kästchen mit Elektroni, das seitlich an der Matraze hängt oder im Bettrahmen steckt. Der Gurt beinhaltet viele kleine Metallplättchen, die aus noch so kleinen Bewegungen winzige Stromimpulse produzieren, die wiederum die Elektronik erfasst und speichert. RestOn sendet diese Werte an die zugehörige Auswertungssoftware. Darin werden die Bewegungen auf typische Schlaf-Bewegungsmuster hin analysiert, so dass die Auswertungs-App von Sleepace über Tage und Wochen hinweg eine Art Schlafprofil seines Besitzers anlegt, auf Problemfelder wie etwa Schnarchen, Atemstillstände oder unregelmäßigen Puls hinweist und Tipps für einen gesünderne Schlaf gibt. Der Schlafsensor lässt sich außerdem mit dem Schlaf- und Wecklicht Nox kombinieren, das der selbe Hersteller erst kürzlich vorgestellt hat. Es soll den Einschlafvorgang mit warmen, rötlichem Licht und sanfter Musik unterstützten und auch Leichtschlafoder Schnarchphasen mit beruhigendem Licht optimieren helfen. Nox beinhaltet neben einer LED-Leuchte mit variabler Lichtfarbe auch Raumluft- und Geräusch-Sensoren, die das System zusätzlich mit Daten füttern und etwa einen erhöhten CO2-Pegel oder zu viel Luftfeuchte im Raum melden. Einen ähnlichen Schlafsensor namens Beddit bietet auch der deutsche Wellness-Versand Mediasana an. Es besteht aus einem ähnlichen Material und beinhaltet zusammen mit der zugehörigen App auf dem Smartphone auch gleich einen smarten Wecker, der den Schläfer morgens in einer optimalen Schlafphase sanft aufweckt. Aus den ermittelten Schlafdaten berechnet die BedditApp eine sogenannten Schlaf-Score und liefert obendrein Tipps, um die nächtliche Bettruhe zu optimieren. Ob diese Geräte auch andere Aktivitäten im Bett als reinen Schlaf erfassen und kommentieren, ist bislang allerdings nicht bekannt. TYPENBEZEICHNUNG, PREIS Sleepace RestOn und Nox kommen demnächst in Deutschland auf den Markt. Medisana Beddit: 149 Euro HERSTELLER ADRESSE en.sleepace.com; www.medisana.de; www.beddit.com

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Schaden potenziell viel geringer – und die Versicherung kann einen günstigeren Tarif anbieten, wie dies RWE Smarthome und die AXA gemeinsam angekündigt haben. Da bleibt nur abzuwarten, wann etwa Krankenversicherungen einen nachweislich gesunden Lebenswandel mit günstigeren Tarifen belohnen.

In jeder Hinsicht Fit

Sensoren am Menschen Technisch möglich wäre das schon längst. Activity-Tracker etwa werden in den letzten Jahren immer beliebter. Sie erfassen jede noch so feine Bewegung und erkennen Schritte, erfassen Bürotätigkeiten, Schlafphasen und alle anderen Aktivitäten anhand typischer Bewegungsmuster. Die Werte übermitteln die Tracker meist per Bluetooth-Datenfunk an die zugehörige App auf dem Smartphone oder Tablet. Die wiederum ermittelt nicht nur Ruhe- und Aktivitätszeiten, sondern berechnet auch den ungefähren Energiebedarf – also die Zahl der verbrauchten Kalorien. Mit weiteren Sensoren lassen sich die Erkenntnisse verfeinern – ein Pulsmesser etwa steuert den Grad der Anstrengung bei, so dass sich der Kalorienverbrauch präzisieren lässt. Für Sportler gibt es heute kaum mehr Grenzen, was Energieund Körperwerte angeht (siehe ganz rechts). Am Ende des Tages können auch spezielle Schlafsensoren messen, wie lange man wie tief schläft. Wer sich also Sorgen darum macht, dass vor lauter Sensoren im Smarthome der Gesprächsstoff um geöffnete Fenster und angelassene Backöfen ausgeht, dem liefern seine eigenen Sensoren künftig mit Sicherheit noch jede Menge Gesprächsstoff. rot ❚

Wer über die Befindlichkeit seines Körpers mehr und regelmäßiger Bescheid wissen möchte, als ihm sein Gefühl und einmal jährlich der Hausarzt sagt, der kann sich mit allen möglichen vernetzten Gesundheitssensoren ausstatten. Der Anbieter Arival und viele andere Unternehmen bieten diese Geräte zusammen mit der notwendigen Auswertesoftware an. Ein sinnvoller Einstieg etwa ist eine Körperanalysewaage (rechts), die neben dem Gewicht auch den Körperfettanteil ermittelt. Dieser Wert wird mittels eines elektrischen Signals ermittelt, das von der Waage aus über einen Fuß und die Beine zum anderen Fuß gesendet wird. Diese Messmethode ist nicht die Allergenaueste, gibt aber einen guten Anhaltspunkt – und meldet vor allem auch Änderungen recht zuverlässig. Die Waage gibt die Messungen per Bluetooth-Datenfunk ans Smartphone oder Tablet weiter, dort speichert die zugehörige App alle Werte und zeigt diese auch als Kurve über Tage und Wochen hinweg an. Herz-Kreislaufpatienten können solche Werte um regelmäßige Blutdruckmessungen ergänzen (rechts unten) und im Zweifel auch den Sauerstoffgehalt im Blut regelmäßig unter die Lupe nehmen. Normal gesunde Menschen, die gut in Form bleiben wollen, sind in der Regel eher mit einem Fitnessarmband (oben rechts) gut beraten. Es erfasst wirklich jede Bewegung und erkennt dabei auch recht zuverlässig, ob man gerade läuft, sitzt, rennt oder radelt. Je nach Programmierung geben Fitnessarmbänder auch mal einen Alarm ab, wenn sie zu wenig Bewegung erkennen. Die Funktion eines Fitnessarmbandes erledigen mittlerweile übrigens auch die meisten smarten Armbanduhren wie etwa Apple Watch oder Samsung Gear. Die haben mitunter auch eine Möglichkeit zur Pulsmessung eingebaut, was im Alltag weniger wichtig ist als in echten Trainingseinheiten. Wer aber beim Joggen oder Radfahren ein optimales Trainingsergebnis erreichen möchte, dem hilft im Zweifel ein Puls-Brustgurt (oben rechts), sich stets in einem gesunden Herzschlag-Bereich zu bewegen. Beim Training können dafür Apps Wahoo oder Runtastic den Puls überwachen und bei Abweichungen Alarm geben. Vernetzte Fitness- und Gesundheitssensoren gibt es von immer mehr Anbietern. Geräte mit Standardwerten und Bluetooth-Datenübertragung wie etwa Pulssensoren sind meist über Herstellergrenzen hinweg mit unterschiedlichen Fitness-Apps kompatibel.

Weltkonzern Samsung hat erst letztes Jahr den Vernetzungsspezialisten Smart Things gekauft. Mit dessen Team haben die Koreaner diesen Herbst einen Sensor vorgestellt, den man unter die Matraze legt. Er protokolliert dann Nacht für Nacht den Schlaf – inklusive Tipps, um den Schlaf zu verbessern. Markteinführung soll 2016 sein.

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TYPENBEZEICHNUNG a-rival Fitnessarmband Qairós, 89 Euro; Bluetooth-Pulsgurt, 39 Euro; Körperanalysewaage, 69 Euro; Blutdruckmessgerät, 59 Euro; Sauerstoffmessgerät, 69 Euro. HERSTELLER-ADRESSE: www.a-rival.de


Virtuell radeln

Vernetzte Sensoren wandeln auch das Training. Viele aktive Radfahrer etwa nutzen schon seit langem gerne Rollentrainer, um sich im Winter fit zu halten. In neuen Modellen dieser Art, wie etwa dem Wahoo KICKR (siehe oben), ernetzt nicht nur ein variabel gebremstes Schwungrad die Rolle als Punkt der Kraftübertragung. Der Trainer lässt sich auch per Bluetooth-Funk mit der zugehörigen App im Smartphone des Besitzers koppeln. Die schickt dann Programme mit verschiedenen Leistungsintervallen an den Trainer und empfängt im Gegenzug Fahrdaten. Der letzt Schrei ist das virtuelle Training über die Internetplattform Zwift. Dafür verbindet sich der Rollentrainer per Funk mit einem Programm am Computer, das wiederum tausende Radler und deren Rollentrainer weltweit übers Internet miteinander vernetzt. Alle gemeinsam fahren unter Realbedingungen auf virtuellen Rundkursen, die echten Radstrecken nachempfunden sind. Steigungen, Sprintabschnitte und Windschattenfahren – alle Bedingungen werden dabei von der virtuellen Radstrecke auf den heimischen Rollentrainer übertragen, während man seine eigene Fahrt wie in einem Cpmputerspiel am Bildschirm verfolgt. TYPENBEZEICHNUNGEN Smart Trainer Wahoo KICKR, 1300 Euro; Rollentrainer KICKR snap, 900 Euro; Virtuelle Radcommunity Zwift, HERSTELLER-ADRESSEN: www.wahoo.com; www.zwift.com

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N EUE PRODUKTE

Guck mal, wer da spricht!

Mit „Elcom.One“ und „Elcome.Touch“ bietet Hager ein neues Türkommunikationssystem an. Die Innenstationen „Elcom.Touch“ ragen mit einer Aufbauhöhe von 16 Millimetern nicht höher aus der Wand als ein Lichtschalter und kommen dabei, falls gewünscht, ganz ohne Unterputzgerätedose in der Wand aus. Design und Farbe lassen sich zudem an den jeweiligen Einrichtungsstil anpassen. Die Innenstationen passen im Design zu den verschiedenen Schalter- und Steckdosenserien der Marke Berker. Die Außenstationen „Elcom.One“ bestehen aus hochwertigem, robustem Edelstahl und sind so bestens für die Aufgaben bei Wind und Wetter gerüstet. www.hager.com; www.elcom.de

Mit „Cool Fire“ erweitert Hersteller Spectral sein Möbelprogramm „Ameno“. Dieses integriert mehrere Multimedia-Funktionen im Möbelkorpus. Zentrales Element ist das sogenannte „Rückgrat“, ein von oben zugänglicher Funktionskanal für Kabel, Mehrfachsteckdosen oder Smartphone-Docks. Für Heimkino-Sound sorgen integrierte „Virtual Surround“ Soundsysteme. Jetzt kommt noch ein virtuelles Kaminfeuer hinzu. Über einen Monitor an der Decke des Kamins wird ein HD-Kaminfeuerfilm – inklusive Funkenflug und Rauchentwicklung – auf eine transparente, spiegelnde Folie projiziert. Lampen beleuchten das Glutbett zusätzlich, Knister- und Knackgeräusche können optional zugeschaltet werden. www.spectral.eu

Das ist ja dufte! Frischer Duft zu jeder Zeit und an jedem Ort: Mit dem mobilen Aroma-Diffuser „Como“ sorgt Soehnle unterwegs für entspannte Momente. Der Duftverteiler zieht seine Energie über eine USB-Verbindung und ist somit am PC und Notebook, aber auch im Auto einsetzbar. „Como“ ist in den Farben Weiß-, Grau- und Gold-Metallic sowie mit verschiedenen Duftnoten erhältlich. www.soehnle.de

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Mit der elektronischen Steuerung „RainBrain“ (Gestaltung: Phoenix Design) lassen sich diverse Duschfunktionen per Fingerdruck auf das Touchpanel aktivieren: etwa das An- und Ausschalten der Dusche, das Anwählen der verschiedenen Brausenfunktionen, Wechselduschen, Wasserkaskaden oder die Steuerung der in der Dusche integrierten Lichtquellen. Für musikalische Unterhaltung sorgt die per Bluetooth vom MP3-Player direkt auf die Duschsteuerung übertragene und dort gespeicherte Lieblingsmusik. Die Bedienung läuft über großflächige, leicht verständliche Piktogramme. www.hansgrohe.de


A NSCHRIFTEN

A

a-rival – Baros GmbH, Kleine Düwelstr. 21, 30171 Hannover, Tel. 0511/3746105, www.a-rival.de ACX GmbH, Äußere Zwickauer Str. 8, 08064 Zwickau, Tel. 0375/786073, www.acx-gmbh.de AGA International S.A., Bahnhofstr. 16, 85609 Aschheim bei München, Tel. 089/62424-0, www.meinsicherheitsplus.de AlphaEOS AG, Marienstr. 42, 70178 Stuttgart, Tel. 0711/400407-20, www.alphaeos.de Ausstellung Eigenheim und Garten Betriebsgesellschaft mbH, Höhenstr. 17, 70736 Fellbach, Tel. 0711/520494-0, www.musterhaus-online.de Avantgarde Acoustic Lautsprechersysteme GmbH, Nibelungenstr. 349, 64686 Lautertal-Reichenbach, Tel. 06254/306-100, www.avantgarde-acoustic.de AVM Computersysteme Vertriebs GmbH, Alt-Moabit 95, 10559 Berlin, Tel. 030/39976-0, www.avm.de

Buderus Bosch Thermotechnik GmbH, Justus-Kilian-Str. 1, 35457 Lollar, Tel. 0180/3223434, www.buderus.de Busch-Jaeger Elektro GmbH, Freisenbergstr. 2, 58513 Lüdenscheid, Tel. 02351/956-1600, www.busch-jaeger.de Callom (Residium) GmbH, Neue Str. 97-99, 89073 Ulm, Tel. 0731/14000150, www.callom.com Contrel Building Control Systems, Adlerstr. 32, 88289 Waldburg, Tel. 07529/9132035, www.contrel.de Crestron Germany GmbH, Söfinger Str. 70, 89077 Ulm, Tel. 0731/96281-0, www.crestron.de Danhaus GmbH, Heideland-Ost 7, 24976 Flensburg-Handewitt, Tel. 0461/9505-0, www.danhaus.de Davinci Haus GmbH & Co. KG, Talstr. 1, 57580 Elben, Tel. 02747/8009-0, www.davinci-haus.de Deutsche Energie-Agentur GmbH (Dena), Chausseestr. 128a, 10115 Berlin, Tel. 0800/736734, www.dena.de

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D

Elektro+ Initiative – GED Ges. für Energiedienstleistung, Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin, Tel. 030/300199-0, www.elektro-plus.com EnOcean GmbH, Kolpingring 18 a, 82041 Oberhaching, Tel. 089/6734689-0, www.enocean.com eQ-3 AG – HomeMatic, Maiburger Str. 29, 26789 Leer, Tel. 0491/6008600, www.eq-3.de; www.homematic.com Evangelisches Johannesstift Altenhilfe Seniorenzentrum Sunpark, Mariendorfer Weg 22-27, 12051 Berlin-Neukölln, Tel. 030/62987140, www.evanglisches-johannesstift.de Fingerhaus GmbH, Auestr. 45, 35066 Frankenberg/Eder, Tel. 06451/504-0, www.fingerhaus.de Friedl, Matthias Elektrosysteme, Wenighösbacher Str. 16, 63768 Hösbach, Tel. 06021/570600, www.elektrosysteme-friedl.de Gira Giersiepen GmbH & Co. KG, Dahlienstr. 12, 42477 Radevormwald, Tel. 02195/602-0, www.gira.de GSW Ges. für Siedlungs- und Wohnungsbau Bad.-Württ. mbH, Leopoldplatz 1, 72488 Sigmaringen, Tel. 07571/724141, www.gsw-sigmaringen.de Haacke-Haus GmbH + Co. KG, Senator-Haacke-Str. 1, 14542 Werder (Havel), Tel. 0800/4222532, www.haacke-haus.de Haas + Sohn Ofentechnik GmbH, Zur Dornheck 8, 35764 Sinn-Fleisbach, Tel. 02772/5010-0, www.haassohn.com Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Zum Gunterstal, 66440 Blieskastel, Tel. 06842/945-0, www.hager.de Hanse Haus GmbH, Ludwig-Weber-Str. 18, 97789 Oberleichtersbach, Tel. 09741/808-0 www.hanse-haus.de Hansgrohe Deutschland Vertriebs GmbH, Auestr. 5-9, 77761 Schiltach, Tel. 07836/51-0, www.hansgrohe.de Harman Deutschland GmbH, Parkring 3, 85748 Garching, Tel. 07248/711132, www.harmankardon.de Heinemann GmbH, Von-Eichdorff-Str. 59 A, 86911 Dießen, Tel. 08807/9466-0, www.heinemann-gmbh.de HiFi-Profis GmbH, Große Friedberger Str. 23-27, 60313 Frankfurt/Main, Tel. 069/920041-0, www.hifi-profis.de Hochschule für Technik und Wirtschaft Campus Alt-Saarbrücken, Goebenstr. 40, 66117 Saarbrücken, Tel. 0681/5867-444, www.htw-saarland.de; www.aal-in.de Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Rosenheim, Hochschulstr. 1, 83024 Rosenheim, Tel. 08031/805-0, www.fh-rosenheim.de Huf Haus GmbH & Co. KG, Franz-Huf-Straße, 56244 Hartenfels, Tel. 02626/761-0, www.huf-haus.de

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G H

72581 Dettingen · Vogelsangstr. 26 /2 B Telefon 0 71 23 / 96 18 20 · Fax 96 18 30 info@fawas.de www.fawas.de

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B & W Group Germany GmbH, Kleine Heide 12, 33790 Halle Westfalia, Tel. 05201/87170, www.bowers-wilkins.de Bang & Olufsen Deutschland GmbH, Dr. Carl-von-Linde-Str. 2, 82049 Pullach, Tel. 089/75905-0, www.bang-olufsen.com Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896, Alpenstr. 25, 87746 Erkheim, Tel. 08336/900-0, www.baufritz.com Bauknecht Hausgeräte GmbH, Industriestr. 48, 70565 Stuttgart, Tel. 0711/81071-0, www.bauknecht.de Beddit LTD, Kimmeltie 3, 02110 Espoo, FINNLAND, www.beddit.com Beegy GmbH, L 13, 3-4, 66161 Mannheim, Tel. 0621/40188188, www.beegy.com Bien-Zenker GmbH, Am Distelrasen 2, 36381 Schlüchtern, Tel. 06661/98-0 oder 0800/4222228, www.bien-zenker.de BootUp GmbH, Sonnenbergstr. 23, 5236 Remigen, SCHWEIZ, Tel. 0041/56/2840921, www.bootup.ch Robert Bosch Hausgeräte GmbH, Carl-Wery-Str. 34, 81739 München, Tel. 089/4590-00, www.bosch-home.com Bose GmbH, Max-Planck-Str. 36, 61381 Friedrichsdorf, Tel. 06172/7104-0 www.bose.de

DENON Deutschland Division of D&M Germany GmbH, An der Kleinbahn 18, 41334 Nettetal, Tel. 02157/1208-0, www.denon.de Devolo AG, Charlottenburger Allee 60, 52068 Aachen, Tel. 0241/18279-0, www.devolo.de Die Hausmanufaktur GmbH, Edisonallee 29, 89231 Neu Ulm, Tel. 0731/146609-60, www.diehausmanufaktur.com digitalSTROM AG, Brandstr. 33, 8952 Schlieren-Zürich, SCHWEIZ, Tel. 0041/44/44599-66 www.digitalstrom.com Dynaudio International GmbH Bluesound Vertrieb, Ohepark 2, 21224 Rosengarten, Tel. 04108/4180-0, www.dynaudio.de; www.bluesound.com/de ekey biometric systems GmbH, Liebigstr. 18, 61130 Nidderau, Tel. 06187/90696-0, www.ekey.net Elac Electroacustic GmbH, Rendsburger Landstr. 215, 24113 Kiel, Tel. 0431/64774-0, www.elac.de Elcom GmbH & Co. KG, Gottfried-Leibnitz-Str. 1, 74172 Neckarsulm, Tel. 07132/4869-0, www.elcom.de Electrolux Hausgeräte GmbH Markenvertrieb AEG-Electrolux, Fürther Str. 246, 90429 Nürnberg, Tel. 0911/323-0, www.aeg-electrolux.de

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Jung, Albrecht GmbH & Co. KG, Volmestr. 1, 58579 Schalksmühle, Tel. 02355/8060, www.jung.de Kampa GmbH, Geißbergstr. 17, 73432 Aalen/Waldhausen, Tel. 07367/92092-0, www.kampa.de Leifheit AG, Leifheitstr. 1, 56377 Nassau, Tel. 02604/977-0, www.leifheit.de LG Electronics Deutschland GmbH, Berliner Str. 93, 40880 Ratingen, Tel. 02102/7008-0, www.lg.com Loewe AG, Industriestr. 11, 96317 Kronach, Tel. 09261/99-0, www.loewe.de Matzke Architekturbüro, Hemigkofener Str. 14, 88079 Kressbronn, Tel. 07543/953926, www.matzke-architekturbuero.de Mediacraft AG, Gaugrafenstr. 19-23, 60489 Frankfurt/Main, Tel. 069/3008800, www.mediacraft.de Medisana AG, Jagenbergstr. 19, 41468 Neuss, Tel. 02131/36680, www.medisana.de Miele & Cie. GmbH & Co., Carl-Miele-Str. 29, 33332 Gütersloh, Tel. 05241/89-0, www.miele.de Nibe Systemtechnik GmbH, Am Reiherpfahl 3, 29223 Celle, Tel. 05141/7546-0, www.nibe.de OFFIS, Escherweg 2, 26121 Oldenburg, Tel. 0441/9722-147, www.ideaal.de Panasonic Deutschland GmbH, Winsbergring 15, 22525 Hamburg, Tel. 040/8549-0, www.panasonic.de Panasonic Marketing Europe GmbH, Hagenauer Str. 43, 65203 Wiesbaden, www.meinsicherheitsplus.de Pflegen & Wohnen Hamburg Projekt Vernetztes Wohnen im Quartier, Finkenau 11, 22081 Hamburg, Tel. 040/2022-3172, www.pflegenundwohnen.de Philips GmbH, Lübeckertordamm 5, 20099 Hamburg, Tel. 040/2899-0, www.philips.de Rademacher Geräte-Elektronik GmbH, Buschkamp 7, 46414 Rhede, Tel. 02872/933-0, www.rademacher.de; www.homepilot.de Rensch-Haus GmbH, Mottener Str. 13, 36148 Kalbach/Rhön, Tel. 09742/91-0, www.rensch-haus.com Revox GmbH, Am Krebsgraben 15, 78048 Villingen-Schwenningen, Tel. 07721/8704-0, www.revox.de RWE Effizienz GmbH, Flamingoweg 1, 44139 Dortmund, Tel. 0231/43808, www.rwe-smarthome.de Samsung Electronics GmbH, Am Kronberger Hang 6, 65824 Schwalbach/Ts., Tel. 06196/66-0, www.samsung.com/de Alfred Schellenberg GmbH, An den Weiden 31, 57078 Siegen, Tel. 0271/89056-0, www.schellenberg.de

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Schüco International KG, Karolinenstr. 1–15, 33609 Bielefeld, Tel. 0521/783-0, www.schueco.com Schwabenhaus GmbH & Co. KG, Industriestr. 2, 36266 Heringen, Tel. 06624/930-0, www.schwabenhaus.de Schwaiger GmbH, Würzburger Str. 17, 90579 Langenzenn, Tel. 09101/702-0, www.schwaiger.de Schwörer Haus KG, Hans-Schwörer-Str. 8, 72531 Hohenstein-Oberstetten, Tel. 07387/16-0, www.schwoerer.de Christian Seemann Clienting GmbH, Ludwig-Erhard-Str. 13, 61118 Bad Vilbel, Tel. 06101/83043, www.christian-seemann.de Siemens-Electrogeräte GmbH, Carl-Wery-Str. 34, 81739 München, Tel. 089/4590-09, www.siemens-home.de SmartHome Initiative Deutschland e.V., Rathausstr. 48, 12105 Berlin, Tel. 030/60986243, www.smarthome-deutschland.de SmartHome Paderborn e.V., Technologiepark 13, 33100 Paderborn, Tel. 05251/77550, www.smarthomepaderborn.de Somfy GmbH, Felix-Wankel-Str. 50, 72108 Rottenburg, Tel. 07472/930-0, Fax 07472/930-9, www.somfy.de; www.somfy-smarthome.de Sonos Europe B.V. Wappenhalle Business Center, Konrad-Zuse-Platz 8, 81829 München, Tel. 089/207042-670, www.sonos.com Sozialwerk St. Georg e.V., Emscherstr. 62, 45891 Gelsenkirchen, Tel. 0209/7004-340, www.gemeinsam-anders-stark.de Spectral Audio Möbel GmbH, Robert-Bosch-Str. 1-5, 74385 Pleidelsheim, Tel. 07144/88418-80, www.spectral.eu SYS.TEC Gebäudeautomation GmbH & Co. KG, Max-Eyth-Str. 38, 71088 Holzgerlingen, Tel. 07031/416178-0, www.sys-tec.info Tado GmbH, Lindwurmstr. 76, 80337 München, Tel. 089/41615664-0, www.tado.com Technische Hochschule Wildau, Hochschulring 1, 15745 Wildau, Tel. 03375/508-300, www.th-wildau.de Telekom Deutschland GmbH, Landgrabenweg 151, 53227 Bonn, Tel. 0228/181-0, www.telekom.com; www.smarthome.de Teufel Lautsprecher GmbH Raumfeld, Budapester Str. 44, 10787 Berlin, Tel. 030/3009300, www.raumfeld.com; www.teufel.de

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Universität Innsbruck Institut für Management, Universitätsstr. 15, 6020 Innsbruck, ÖSTERREICH, Tel. 0043/512/570512-8, www.west-aal.at Vaillant GmbH, Berghauser Str. 40, 42859 Remscheid, Tel. 02191/18-0, www.vaillant.de Velux GmbH, Gazellenkamp 168, 22527 Hamburg, Tel. 040/54707-0, www.velux.de Viebrockhaus AG, Grashofweg 11 b, 21698 Harsefeld, Tel. 04164/8991-0, www.viebrockhaus.de Viessmann Werke GmbH & Co., Viessmannstr. 1, 35108 Allendorf/Eder, Tel. 06452/70-0, www.viessmann.de Vogt Elektro, Sattelbach 333, 88263 Horgenzell, Tel. 07504/1632, www.elektrovogt.org VSWG Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V., Antonstr. 37, 01097 Dresden, Tel. 0351/80701-0, www.vswg.de Weberhaus GmbH & Co. KG, Am Erlenpark 1, 77866 Rheinau-Linx, Tel. 07853/83-0, www.weberhaus.de Fertighaus Weiss GmbH, Sturzbergstr. 40-42, 74420 Oberrot-Scheuerhalden, Tel. 07977/9777-0, www.fertighaus-weiss.de Wernigeröder Wohnungsgenossenschaft, Weidenweg 1 a, 38844 Wernigerode, Tel. 03943/5532-0, www.wwg-wr.de Western Digital GmbH, Karl-Hammerschmidt-Str. 40, 85609 Dornbach bei München, Tel. 089/9220060, www.wdc.com Westsächsische Hochschule Zwickau, Scheffelstr. 39, 08066 Zwickau, Tel. 0375/5363431, www.fh-zwickau Wohn- und Pflegeheime Hall/Tirol, Milser Str. 4 c, 6060 Hall in Tirol, ÖSTERREICH, Tel. 0043/5223/5805-3601, www.heime-hall.at Wolf-Haus GmbH, Koppenmühle, 97705 Burkardroth-Gefäll, Tel. 09701/9111-0, www.wolf-haus.de Wolfsburg AG Modellwohnung +raum, Major-Hirst-Str. 5, 38442 Wolfsburg, Tel. 05361/897-4568, www.plus-raum.de Yamaha Music Europe GmbH, Siemensstr. 22-34, 25462 Rellingen, Tel. 04101/303-0, www.de.yamaha.com Zukunftsinstitut GmbH, Kaiserstr. 53, 60329 Frankfurt am Main, Tel. 069/2648489-0, www.zukunftsinstitut.de

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Das intelligente

haus IMPRESSUM

VERLAG: Fachschriften-Verlag GmbH& Co. KG Höhenstraße 17, 70736 Fellbach Telefon (0711) 5206-1 Telefax (0711) 5206-300, www.fachschriften.de www.bautipps.de www.fertighausscout.de GESCHÄFTSFÜHRER: Harald Fritsche, Wolfgang Kriwan

Vor schau Das nächste Heft erscheint im April 2016

CHEFREDAKTION: Harald Fritsche (haf) verantwortlich Oliver Gerst (stellvertretend) REDAKTION: Joachim Hoffmann (jh) Reinhard Otter (rot)

Elektromobilität passt perfekt zum Smarthome. Mit der eigenen Stromtankstelle vor dem Haus lässt sich nicht nur besonders umweltbewusst fahren, sondern auch sehr kostensparend. „Das intelligente Haus“ stellt in der nächsten Ausgabe spannende Konzepte vor und zeigt Häuser, die fürs E-Mobil geeignet sind.

FREIE MITARBEIT: Frank-Oliver Grün (fog) ASSISTENZ: Ilona Mayer, Helga Piekert, Evelyn Wangler hausbau@fachschriften.de LAYOUT: Dolde Werbeagentur GmbH, 70327 Stuttgart Suzanne Tempes HERSTELLUNG: Anja Groth (Ltg.), Julia Skora ANZEIGEN: Silke Pietschel (Verk.-Ltg.), E-Mail: pietschel@fachschriften.de Ute Hänle (Disposition) E-Mail: haenle@fachschriften.de VERTRIEB: Partner Medienservices GmbH, 70597 Stuttgart DRUCK: PVA, 76829 Landau PREIS: Einzelheft 4,80 Euro ISBN: 978-3-945604-18-2 Direktbestellung im Verlag unter www.buecherdienst.de zuzüglich Versandkosten.

Wer steht draußen vor der Tür? Dank intelligenter Technik können Sie das sogar von unterwegs prüfen. Mehr zum Thema Sicherheit im nächsten Heft.

BANKKONTEN: Volksbank Stuttgart eG 101 383 029 (BLZ 600 901 00) IBAN: DE 81 600 901 000 101 383 029 BIC: VOBADESS Steuer-Nr. 90492/10407 EG Ust.-ld.Nr.: DE 147 321 116 Die veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen sind vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren – sowie Speicherung und Wiedergabe durch Datenverarbeitungsanlagen, auch auszugsweise, sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Das Führen der Zeitschrift im Lesezirkel sowie der Export und Vertrieb im Ausland ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Artikel, die mit Autoren-Namen gezeichnet sind, stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Für unverlangt eingereichte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, Bauen & Renovieren, bauen!, Effizienzhäuser, Energ!e, Fertighäuser, Gesund Wohnen, Hausbau, HausTräume, Komfort Häuser, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna u.v.m.

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Unterhaltung aus dem Netz, ob Musik oder Video, lässt sich im Smarthome überall genießen. Die Redaktion stellt spannende Produkte und Angebote vor.

Auch im nächsten Heft präsentiert die Redaktion wieder interessante „intelligente Häuser“ mit allen wichtigen Details vor.


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bringt die Vorteile des Bauens in Fertigbauweise auf den Punkt. Kompakt und mit tiefem Einblick in die Fertigbau-Szene machen das Magazin zum „Muss“ speziell für junge, moderne Bauherren.

Hausbau

Hausbau ist Europas größtes und renommiertestes Fertighausmagazin. Qualitäts- und serviceorientierte Bauherren finden hier Reportagen, Tests und Ratgeber zu schlüsselfertigen Häusern in Fertigbauweise.

Erscheinungsweise: zweimonatlich

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Althausmodernisieren macht Lust auf alte Häuser. Attraktive Reportagen liefern die besten Ideen für das eigene Haus. Umfangreiche Informationen über Technik und Materialien ergänzen das Redaktionsangebot. Erscheinungsweise: zweimonatlich

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ist das europaweit führende Schwimmbad-Magazin. Mit toller Optik macht es Lust auf das Thema Wellness. Die hohe Fachkompetenz der Redaktion gibt dem Leser wertvolle Entscheidungshilfen. Erscheinungsweise: zweimonatlich

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bietet kompetenten Rat rund um den Bau von Einfamilienhäusern. Mit den Schwerpunkten Architektur, Ökologie und Technik liefert die Redaktion kompetente Informationen mit dem Blick auch fürs Detail. Erscheinungsweise: zweimonatlich

Bauen & Renovieren bietet Praxiswissen zu Innenausbau und Wohnen, Haustechnik, Garten und Werkzeug. Sorgfältig dokumentierte Arbeitsabläufe werden ergänzt durch praxisnahe Tipps und Ideen. Erscheinungsweise: zweimonatlich

Aktuelle Sonderhefte zu speziellen Themen Neben den abgebildeten Sonderheften, die momentan im Zeitschriftenhandel erhältlich sind, können Sie zum Beispiel Gesund wohnen, Kamine & Kachelöfen und Die neuen Bäder direkt beim Verlag bestellen. Noch mehr Specials gibt‘s unter www.buecherdienst.de www.bautipps.de

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Das intelligente Haus 2/2015  
Das intelligente Haus 2/2015