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Ausgabe 4/2013 · 1. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Previews IFA 2013 und Hausmessen 2013

Die Küchenshow, die Selfmade-Company · Christian Kurt Appelt ist Küchenprofi und Unternehmer durch und durch Effizient, leise und intelligent · So müssen Dunstabzugshauben sein Gaggenau · Ästhetik für die Sinne


EDITORIAL

Holzauge sei wachsam!

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angsam und lautlos breiten sie sich aus! Änderungen in Vertriebsstrukturen kommen nicht über Nacht. In vielen Branchen haben sich Vertriebsnetze in den letzten 30 Jahren grundlegend verändert. Die großen Verschiebungen im Lebensmitteleinzelhandel haben vor 40 Jahren zu den Einkaufszentren auf der grünen Wiese und den Filialketten geführt. Die Internet-Technologie hat nicht nur im Dienstleistungswesen wie dem Personentransport oder beim Büchervertrieb neue Vertriebsstrukturen geschaffen. Warenhausketten stehen vor großen Restrukturierungen, weil sie auf ihren sich seit Jahrzehnten vollziehenden Niedergang zu spät reagiert haben. Das Tankstellennetz ist von rund 40.000 Tankstellen in den alten Bundesländern im Jahre 1965 auf mittlerweile rund 15.000 Tankstellen in Gesamtdeutschland reduziert. Der klassische Vertragshändler in der Automobilbranche hat ebenfalls tüchtig Federn gelassen. Und auch die Möbel- und Küchenmöbelbranche ist dem Konzentrationsprozess nicht entkommen. Alle Seiten melden Verluste. Auf Handelsseite dominiert die Fläche, auf Industrieseite haben die Preisführer und/oder die Marktführer das Sagen. Einer Studie der KPMG zu Folge werden bis 2015 nur noch etwa die Hälfte aller in Deutschland verkauften Neuwagen über den klassischen Vertragshandel verkauft. In dieser Branche gewinnen der Direkt- und Niederlassungsvertrieb der Automobilhersteller sowie die neuen Vertriebskanäle im Internet mehr und mehr Anteile. Auffällig ist ebenfalls, dass der Großteil der verbliebenen Autohäuser mittlerweile mehr als eine Automarke vertreibt und nicht unbedingt solche, die aus ein und demselben Konzern stammen. Hier bricht die Konzentration etwas auf. Damit können auch Fehlentwicklungen der einen oder anderen Marke kompensiert werden, die im Falle einer Ein-Markenstrategie eines Autohauses zu dessen Niedergang führen könnten. Im Küchenfachhandel ist es nicht anders: Selbst die kleinsten Unternehmen arbeiten meist mit zwei bis drei Möbelherstellern. Deren Begriff „Marke“ spielt im Möbelbereich jedoch nur noch eine sekundäre Rolle. Die in Deutschland starken „Marken“ der deutschen

Küchenmöbelindustrie entstammen den Prospekturen der Großfläche, in denen es nach wie vor und mehr um Preis als um Wert oder Image geht. Daran orientiert sich ein Großteil der Verbraucher. Aktuell stehen die Hausmessen vor der Tür und jedes Unternehmen wird Neuheiten präsentieren. Neuheiten, die ein Mehr an Funktion und Komfort und somit an Lebensqualität und an Wert bieten. Doch anders als bei der Lancierung einer neuen Automobilserie oder auch einer neuen Hausgerätegeneration, um branchennah zu bleiben, wird ein solcher Mehrwert von Anbietern einfach verschenkt. Weder Apple, Samsung noch HTC bringen ihre neuen Handy- oder Laptop-Modelle zu DumpingPreisen heraus, vielmehr locken sie bereits vor der Markteinführung mit Features, die, da verbraucherorientiert entwickelt, automatisch zu Must-Haves werden. Und natürlich verlangen und bekommen sie dafür einen entsprechenden Preis. In unserer Branche jedoch ist es üblich, sogenannte Must-Haves selbst zu definieren und sie dem Verbraucher ohne Aufpreis weiterzugeben. Ohne Aufpreis wird kaum ein Käufer ein solches Add-on monieren, denn „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“. Aber was ist die Folge eines solchen Vorgehens? Laut einem Küchenplaner, der für ein großes Fertighaus-Unternehmen tätig ist, kommen Verbraucher bereits mit einer klar definierten, aus der Werbeprospektur eines Großflächenmarktes hervorgegangenen Preisvorstellung auf ihn zu und glauben, dafür exakt die Kücheneinrichtung zu erhalten, die sie in dem Musterhaus gesehen haben. Der Preisunterschied zwischen Schein und Sein liegt meist bei über 50 Prozent. Schwierig, den so vorinformierten Kaufinteressenten dann eines Besseren belehren zu müssen. Letztendlich dient eine solche Preispolitik dem Fortschreiten des Konzentrationsprozesses mit der klaren Zielsetzung der Verdrängung, die sich sowohl auf Industrie als auch auf den Handel auswirkt. Denn diejenigen, die den Rüstungswettbewerb überleben und den Preiskampf am Markt gewinnen, werden den Markt bestimmen und die Regeln definieren.

YVONNE DAVY Chefredakteurin

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Foto: Blanco

INHALT 1/2013

Mit Blanco Attika hat die SteelArt Hightech-Manufaktur des Spülenspezialisten einen Blickfang geschaffen, der gestalterisch wie handwerklich in neue Dimensionen vorstößt. Die beiden innovativen Aufsatzbecken mit elegant-erhabenem Rahmen überzeugen mit filigran-massiver Optik und sanften Konturen. Nach der erfolgreichen Einführung im vergangenen Jahr präsentiert Blanco jetzt ein passendes Tropfbecken für Blanco Attika XL 60. Mit dem auch als Vorbereitungszone verwendbaren Becken bietet sich ein noch größeres Spektrum an individuellen Kombinationsmöglichkeiten. Die Linienergänzung spiegelt zudem aufs Neue den hohen Anspruch an eine perfekte Einheit von Form, Funktion und Verarbeitungsqualität. www.blanco.de

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Holzauge sei wachsam!

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Die Küchenshow, die Selfmade-Company Christian Kurt Appelt ist Küchenprofi und Unternehmer durch und durch

10 „Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks“ (Georg August Escoffier, Schöpfer der Grande Cuisine)

Friedhelm und Roswitha Mutschler – Aus Liebe zur guten Küche

14 Rettig, wo Kauf und Service eine Einheit bilden Kompetenz in Küche, Hausgeräten und HiFi

18 So einfach kann Differenzierung sein Die Legrabox von Blum hat viele Facetten

19 Meetingpoint Ostwestfalen Neuheiten konzentriert

20 Unverwechselbar Leicht Küchen im house4kitchen

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22 Differenzierung großgeschrieben Ballerina-Küchen ergonomisch

24 Spannung hoch drei Nobilia investiert in High Quality

26 Ein Fest für alle Sinne Rational wird 50 …

27 Starke Akzente in Edelstahl Blanco mit Spülen, Armaturen und Abfallsystemen auf Gut Böckel

28 Miele weiter auf Wachstumskurs Deutscher Anteil am Gesamtumsatz nimmt zu

29 Anregende Vielfalt Area30 größer und neu sortiert

30 Zubehörkompetenz hat einen Namen … Naber

31 Außergewöhnliche Auswahl Die Kollektion 2014 von Lechner


Impressum VERLAG: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de GESCHÄFTSFÜHRER: Harald Fritsche, Wolfgang Kriwan REDAKTIONSBÜRO: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms

Inhalt 4/2013

HERAUSGEBERIN UND CHEFREDAKTEURIN: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de REDAKTIONSASSISTENZ UND ANZEIGENVERKAUF: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de LAYOUT: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de

32 Artemis und Franke – Mutter und Tochter wohlauf Hauben und Fragranit-Spülen erobern den Markt mit zweistelligem Plus

36 Warum eine Marken-Keramikspüle? Wie sich Duravit als jüngster Keramikspülen-Hersteller am Markt etabliert

40 Partnerschaft gelebt Differenzierter Vertrieb von AEG, Electrolux und Zanussi zahlt sich aus

44 Vernetzung im Fokus IFA vereint Consumer Electronics und Home Appliances

50 Standard als Pflicht – Differenzierung als Kür Bauknecht- Vertriebs-Geschäftsführer Marten van der Mei über die neue Ausrichtung der Traditionsmarke

53 „Mehr als Technik“ Bauknecht-Händlerevent zur ifa im Hotel Adlon

54 Effizient, leise und intelligent So müssen Dunstabzugshauben sein

62 Besser als das Original Wie das amerikanische Original zum Mercedes unter den deutschen Abfallsammlern wurde

68 Gaggenau – Ästhetik für die Sinne „Entweder ist man Premium, oder man ist Preis- und Kostenführer. Dazwischen geht nichts.“ (Peter Brabeck-Letmathe, ehem. CEO von Nestlé)

72 Ein Leben für die Küche Dieter Finke: Abschied nach fast 50 Jahren bei Kesseböhmer

76 Genossenschaft als gelebtes Modell Der Küchenring auf der Sonnenseite

79 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

DRUCK: Frotscher Druck GmbH Riedstraße 8 64295 Darmstadt PREISLISTE FÜR ANZEIGEN: zur Zeit Nr. 1, gültig seit 15.11.2012 PREIS EINZELHEFT: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) ABONNEMENT-SERVICE: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de BANKKONTEN: Volksbank Stuttgart eG 101 383 029 (BLZ 600 901 00) IBAN: DE81 600 901 000 101 383 029 BIC: VOBADESS Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im FachschriftenVerlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer FOTONACHWEISE: Seite 63: auremar/fotolia

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HANDEL + MARKT

Die Küchenshow, die Selfmade-Company Christian Kurt Appelt ist Küchenprofi und Unternehmer durch und durch

Christian Kurt Appelt ist Küchenprofi aus Leidenschaft. Als gelernter Schreiner hat sich der dynamische Geschäftsmann bereits vor zwanzig Jahren der Planung und dem Verkauf von Küchen verschrieben. Selbständig ist er bereits seit 15 Jahren. Heute erwirtschaftet er mit mittlerweile zwei Küchenhäusern ein Umsatzvolumen von 5 Millionen Euro. Sein Credo: Konzentration auf das eigene Unternehmen und auf wenige ausgesuchte Lieferanten und Produkte.

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ennen lernten wir den sympathischen Geschäftsmann durch die beiden Rotpunkt-Chefs Heinz-Jürgen Meyer und Andreas Wagner. Christian Appelt arbeitet mit dem Bünder Familienunternehmen seit dem Anfang seiner eigenen Küchenkarriere zusammen und gehört in Deutschland zu den ausgesuchten Rotpunkt-Handelspartnern. Fährt man von der A1 auf die L224, fällt sofort die imposante 1700 qm große Immobilie mit der Aufschrift „Küchenshow“ ins Auge. Die durchgängige Glasfassade zieht die Blicke der Insassen vorbeifahrender Pkw Tag und Nacht auf sich und die dahinter inszenierten Kücheneinrichtungstrends. Nicht nur verschiedene Designs und Materialien haben hier ihren Auftritt sondern auch unterschiedliche Stilrichtungen. Von modern über puristisch bis hin zum Countrystyle spielt in der Küchenshow von Christian Appelt alles mit. „39 Jahre jung und erfolgreich, wie erreicht man das, Herr Appelt?“ Die Antwort kommt prompt: „Wir nehmen unsere Kunden ernst!“ Den Faktor Preis spricht Christian Appelt bei keinem seiner Beratungsgespräche an. Er ermittelt durch geschicktes Erfragen die Wertvorstellung seiner Kunden. „Man erkennt bereits beim Rundgang durch die Ausstellung, welchen Stil ein Kunde bevorzugt oder was ihm lieb oder zu teuer ist“, weiß der Profi aus Erfahrung. „Ich demonstriere


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BLICK IN DIE AUSSTEL-

CHARMANTE UNTER-

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STÜTZUNG im Verkauf

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IM HERZEN DER AUSSTELLUNG: der Beratungsplatz

meinen Kunden einerseits die Vorteile des LeMans und zeige andererseits dann auch eine weniger funktionale Lösung und erläutere so den Preisunterschied. Ich überlasse dem Kunden die Wahl.“ KONZENTRIERTER EINKAUF UND EIGENE LAGERHALTUNG Auf die Zugehörigkeit zu einem Verband hat der Unternehmer von Anfang an verzichtet und tätigt alle Einkäufe selbst. Bei den Geräten setzt er auf Marken wie Miele, Bauknecht und Küppersbusch. Die Tatsache, dass die küchenfachhandelsspezifischen Produkte dieser Hersteller im Internet nicht preislich unterboten werden, haben ihn in seiner Wahl bestärkt. „Ich schaue mir die Produktpalette der Geräte- und Spülenhersteller genau an, wähle mir dann einige Modelle aus, auf die ich mich im Verkauf konzentriere, Produkte im Einstiegsbereich wie auch im gehobenen Preissegment. Aber alles in einem für Kunden und Mitarbeiter überschaubaren Rahmen. Auch hier biete ich meinen Kunden wieder die Möglichkeit, sich selbst zu entscheiden.“ Im Gegensatz zu zahlreichen seiner Mitbewerber, kauft Christian Appelt Geräte, Spülen und Armaturen jedoch zu Beginn eines Jahres komplett ein und legt sie dann auf Lager. „Auf diese Weise erhalte ich von der Industrie wettbewerbsfähige Preise. Wenn wir unsere Verkaufspreise festlegen, haben wir zuvor die Konditionen unserer Industriepartner netto-netto-netto heruntergerechnet.“

CHRISTIAN APPELT ist erfolgreich mit seinem Konzept: Konzentration auf das eigene Unternehmen und auf wenige ausgesuchte Lieferanten und Produkte.

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HANDEL + MARKT

DIE DEKORGLEICHHEIT des Schrankinneren und -äußeren

CHARMANTE UNTERSTÜTZUNG im Verkauf – Janina Schlahn und Hund Enzo

Nicht nur, dass der geschäftstüchtige Küchenprofi dann sogar den einen oder anderen Wettbewerber preislich unterbieten kann. Auch die Lagerhaltungskosten hat er so besser im Griff. „Auf diese Weise erhalten wir unsere Ware nicht wöchentlich, sondern je nachdem ein bis zwei Mal jährlich, so dass wir hier weitaus weniger Personal einsetzen müssen.“

Und fachkundig sind Christian Appelt und sein Team. Einige seiner Mitarbeiter im Verkauf sind gelernte Schreiner mit viel Liebe zum Detail. Arbeitsplatten aus Naturstein, vor allem aber aus Keramik gehören bei dem passionierten Küchenspezialisten zum Tagesgeschäft. Der Durchschnittswert der hier verkauften Küchen liegt mit 13.500 Euro über dem Branchendurchschnitt.

KOMPROMISSLOS KONSEQUENT … … zeigt Christian Appelt sich auch beim Thema Material. „Ich halte nichts von glänzenden Kunststofffronten, auch nicht mit Laserkanten, oder gar von Folienfronten. In unseren Beratungsgesprächen verdeutliche ich jedem Kunden die Vorteile einer rundum lackierten Lackfront. Ich könnte über meinen Hauptlieferanten alle möglichen Materialvarianten beziehen, doch das will ich überhaupt nicht. Was die Vor- und Nachteile von Werkstoffen anbelangt, sehe ich meine Aufgabe in der Information meiner Kunden. Nach einem ausgiebigen Briefing hinsichtlich Material und Technik gebe ich meinen Kunden gelegentlich Grundriss und Perspektiven plus den Gesamtpreis meines Angebots an die Hand und fordere sie sogar dazu auf, sich beim Wettbewerb ein Gegenangebot einzuholen. Die meisten, die dann wirklich den Vergleich anstellen, kommen danach zurück zu mir, da sie von unserer Fachkenntnis überzeugt sind.“

WENN KÜCHENPROFI UND LIEFERANT SICH BLIND VERSTEHEN Weit mehr als die Hälfte seiner Ausstellungsfläche hat Christian Appelt den Exponaten von Rotpunkt zugedacht. Ein bisschen Raum gibt es auch für Störmer und RWK. „Schon ungewöhnlich, die Lieferantentreue, die Sie Rotpunkt entgegenbringen“, stellen wir fragend fest. „Ich bin eigentlich mit keinem verheiratet“, lacht er, „aber bei Rotpunkt“, sein Blick fällt auf Heinz-Jürgen Meyer und Andreas Wagner, „ist das wohl eine Ausnahme. Nein, im Ernst, wenn man zufrieden ist und sich über Jahre aufeinander eingespielt hat, warum sollte man dann wechseln? Wir kennen das Verkaufshandbuch in- und auswendig, unser Sachbearbeiter versteht uns blind und kennt unsere Stärken und Schwächen. Das gilt natürlich auch umgekehrt“, beschreibt er die Zusammenarbeit. „Wir werden wöchentlich beliefert und bekommen, im Falle einer durch wen auch immer verursachten Reklamation, sofort Unterstützung. Grundsätzlich glaube ich, dass Rotpunkt-Küchen

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zu den Unternehmen am Markt gehört, die noch ein gewaltiges Potenzial haben. Und das nicht nur, weil sie selektiv über den Fachhandel vermarkten können und nicht an jeder Ecke stehen, sondern auch aufgrund modernster Fertigungs- und Abwicklungstechnik.“ Beim Rundgang durch die Ausstellung lässt er auch uns ein kleines Briefing über die Produktspezifika seines Haus- und Hof-Lieferanten angedeihen: Die Drei-Lochbohrung der Scharniere mit integrierter Dämpfung sorgt für eine deutlich höhere Stabilität der Fronten. Die eleganten Zargen des Auszugssystems setzen durch den Glaseinsatz besonders wertige Akzente. Die Unterflurführung bei Holzschubkästen findet den Zuspruch des gelernten Schreiners nur bedingt: „Wenn Holzschubkästen, dann bitte verzinkt“, lautet seine Forderung. Anerkennend fällt sein Blick auf die Sichtseiten der Schichtstoff-Wangen, die keinerlei Farbabweichung zur Front zeigen. Die Dekorgleichheit des Schrankinneren und -äußeren dokumentiert der Küchenprofi sogar mit einer Art Installation an der Wand. „Auch die Umstellung auf das 13er-Raster hat mich bewogen, weiter an Rotpunkt festzuhalten. Wir haben zwar erst einmal gewartet, bis die Kinderkrankheiten ausgemerzt waren, bis wir umgestellt haben“, lacht Christian Appelt verschmitzt. „Dann habe ich meinen Mitarbeitern einfach die alten Verkaufsunterlagen geklaut und sie damit gezwungen mit dem neuen Handbuch zu arbeiten. So haben wir die Umstellung recht schnell ohne große Blessuren hinbekommen.“ „Den Großteil der Wünsche unserer Kunden können wir mit dieser Handelsmarke abdecken“, erläutert Christian Appelt. „Für die soge-

DIE BEIDEN ROTPUNKT-GESCHÄFTSFÜHRER Heinz-Jürgen Meyer, Andreas Wagner und Christian Appelt sprechen eine Sprache.

nannten karierten Maiglöckchen, Sonderanfertigungen wie z.B. verkürzte Schrankbreiten oder auch einmal eine Marke wie „Jette“, die auch für junge Leute erschwinglich ist, nutzen wir Hersteller wie RWK oder Störmer.“ „Wenn Sie sich von Ihrem Hauptlieferanten Rotpunkt-Küchen etwas wünschen dürften ...?“, fragen wir den Studiochef „Frontanpassungen auf Maß“, lautet die spontane Antwort des Küchenprofis. Heinz-Jürgen Meyers und Andreas Wagners Reaktionen sind ebenso spontan: „Eins nach dem anderen!“, und wer die beiden Unternehmer kennt, www.die-kuechenshow.de weiß, dass es wahr wird.

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DIE ROTPUNKTGESCHÄFTSFÜHRER Heinz-Jürgen Meyer und Andreas Wagner

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eit 1930 steht der Kunde im Fokus der Produktentwicklungen von RotpunktKüchen. Design und Funktionalität haben dabei erste Priorität. Hauptabsatznehmer des international agierenden Unternehmens waren bislang die Niederlande. Ein Markt, der sich in den letzten vier Jahren um über 40 Prozent reduzierte. Ein Unternehmen, das diesen Verlust verschmerzen kann und dem es zudem gelingt, wieder in die Gewinnzone zu kommen, muss seine Hausaufgaben gemacht haben. Herr Wagner, seit Mai dieses Jahres sind Sie geschäftsführender Gesellschafter von Rotpunkt-Küchen. Was hat Sie bewogen, in das Bünder Unternehmen zu investieren? Andreas Wagner: Ganz einfach: Zum einen bin ich davon überzeugt, dass Rotpunkt-Küchen über sehr viel Potenzial verfügt, mit dem es sich dem Markt stellen kann. Produkt- und abwicklungstechnisch sind wir absolut wettbewerbsfähig. Zum anderen ist es exakt dieses Potenzial, das es mir, gemeinsam mit meinem Partner HeinzJürgen Meyer ermöglicht, Rotpunkt-Küchen zukunftsorientiert auszubauen. Wir sind die Unternehmer und einzig und allein dem Markt und unseren Kunden verpflichtet. Zudem haben wir mit einem Umsatz von rund 40 Millionen Euro eine Unternehmensgröße, die uns eine flache Hierarchie erlaubt und die es uns, dank unserer modernen Fertigungsanlagen in Getmold und Bünde ermöglicht, schnell und flexibel auf Marktanforderungen reagieren zu können. Sie sehen, die Selbständigkeit macht mir Spaß und die Verantwortung für unsere 200 Mitarbeiter trage ich, ebenso wie Herr Meyer gerne. Wie hat es das Unternehmen eigentlich geschafft, trotz des dramatischen, konjunkturell bedingten Umsatzverlustes in den Niederlanden, Gewinn zu erwirtschaften? Andreas Wagner: Wir haben intern Prozessoptimierungen vorgenommen und dabei auch rationalisiert. Entlassungen mussten wir dabei keine vornehmen, werden jedoch einige Positionen von Mitarbeitern, die in Rente gehen, nicht mehr besetzen. Außerdem haben wir unsere Lagerhaltung auf den neuesten Stand gebracht und uns hier einiger Altlasten entledigt. Und, was das Schönste ist, wir konnten sowohl neue Märkte als auch neue Kunden hinzugewinnen. Und wie wirkt sich das auf das laufende Geschäftsjahr aus? Andreas Wagner: Wir erwarten auch für 2013 ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Natürlich sind unsere Strukturierungsmaßnahmen noch nicht endgültig abgeschlossen, aber wir sind auf gutem Wege. Außerdem sind wir davon überzeugt, auch in Deutschland neue Handelspartner hinzugewinnen zu können. Gut, Rotpunkt ist in Deutschland noch eine wirkliche Nische, aber ich kann heute bereits sagen, dass wir hier in unserem Heimatmarkt schon jetzt ein Plus von 15 Prozent verbuchen können. Des weiteren haben wir unsere Marktaktivitäten natürlich auch in anderen inner- und außereuropäischen Länder verstärkt. Nicht umsonst sind wir bereits heute in 20 Ländern aktiv. www.rotpunktkuechen.de

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„Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks“ (Georg August Escoffier, Schöpfer der Grande Cuisine)

Friedhelm und Roswitha Mutschler – Aus Liebe zur guten Küche

In einem Neubaugebiet in Neustadt an der Weinstraße liegt das Küchenatelier von Friedhelm und Roswitha Mutschler. Bereits ein Blick hinter die Schaufensterfront des dk-Hauses lässt Außergewöhnliches ahnen: Keines der Küchenexponate entspricht der Norm, sondern verfügt über ganz besondere Details. Die gläserne Eingangstür verspricht Produktqualität, symbolisiert durch die Logos renommierter Markenhersteller von Zeyko bis Gaggenau, von Franke, Dornbracht über Duravit, Philippe Starck, bis Jette ist alles dabei.

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PLANUNGSSTARK zeigt sich das Team in Neustadt auch bei dieser Lösung, der Kombination des 90 cm breiten Backofens mit dem 90er Geschirrspüler.

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eine Angst vor Markenküchen? „Ja, Qualität und individuelle Planung haben ihren Preis, aber deshalb ist eine Markenküche noch lange kein unerschwinglicher Luxus!“ Den Beweis erbringen Friedhelm und Roswitha Mutschler in ihrem Studio. Das Küchenstudio der Mutschlers hat entlang der Weinstraße einen ausgezeichneten Ruf und hat immer gut zu tun. Die Durchschnittswerte der verkauften Küchen liegen hier bei über 15.000 Euro. „Wir setzen überwiegend auf Marke“, betont Friedhelm Mutschler und führt uns durch die 220 Quadratmeter große Ausstellung. Das Küchenstudio gleicht einem Buchladen, der zum Stöbern und Schmökern einlädt. In jedem der hier präsentierten zwölf Küchenszenarien gibt es Besonderheiten zu entdecken. Langweilig wird es hier also nicht. Gleich rechts im Eingangsbereich eine Komposition aus Zeyko und Gaggenau. Das Duo zeigt sich geradlinig und modern. Das hochglänzende Lowboard scheint die Gaggenau-Geräte, bestehend aus Backofen, Dampfgarer und Wärmeschublade regelrecht auf Händen zu tragen. „Setzen Sie eine solche Planung auch in der Realität um?“, fragen wir den Hausherrn. „Aber ja“, lautet die spontane Antwort und schon erhalten wir einen Einblick in die Referenzgalerie des Küchenstudios und können uns selbst davon überzeugen. „Die Anregungen für diese Planung haben wir damals aus Mailand mitgebracht“, informiert Roswitha Mutschler. Sie ist nicht nur die rechte Hand ihres Gatten bei den Planungen, sondern engagiert sich zudem als gewählte Stadträtin für ihre Stadt. „Viele unserer Kunden fragen ganz gezielt nach meiner Frau, wenn sie eine Küche geplant haben möchten“, schwärmt Friedhelm Mutschler stolz. „Ich plane jede Küche als wäre es meine eigene“, fügt sie hinzu. MUT ZUM EXTREMEN Und so verweist Roswitha Mutschler auf die linke Seite des Eingangsbereichs: Hier präsentiert sich eine „Jette“-Küche und das in der ihr völlig eigenen Weise, verspielt mit pinkfarbenen Applikationen und mit der abgeschrägten Kochinsel. Sogar das Umfeld wurde auf dieses Exponat abgestimmt. Auf der Arbeitsplatte der Küche liegt das aufgeschlagene Musterbuch mit den passenden Jette-Tapeten. Friedhelm und Roswitha Mutschler sind es gewohnt, ihre Kunden innenarchitektonisch zu beraten. Dazu gehört natürlich auch Know-how über das entsprechende Umfeld, wie Decke, Boden, Wand. Und wer über 25 Jahre am Markt ist, der verfügt über ein entsprechendes Netzwerk an Handwerkern, die die jeweiligen Gewerke professionell ausführen unter der Koordination von Friedhelm Mutschler und seinem Team. Den Abschluss der Jette-Küche zum Schaufenster hin bildet im übrigen eine kleine Sitzecke, die ein mit Kuhhaut bezogenes Sitzkissen krönt. Eine Idee der Hausherrin! Ein schmaler Gang bildet die Verbindung zu den übrigen Küchenexponaten, realisiert mit Produkten der Hersteller Kuhlmann, Schüller und natürlich Zeyko. Eine Kreation fällt durch ihre einzelne Front aus Schiefer ins Auge, auf der mit Kreide geschrieben die Einkaufsliste zu lesen ist. Der Schubladen-Geschirrspüler von Fisher&Paykel gehört zu den Highlights eines anderen Ausstellungsstücks. An anderer Stelle ist es der Backofen mit voll versenkbarer Backofentür und mitdrehendem Türgriff Slide® und Hide® von Neff. „Wenn ein Gerät oder eine Spüle etwas Besonderes hat, muss man es auch zeigen“, betont Friedhelm Mutschler, der selbst leidenschaftlicher Hobby-Koch ist. Und Besonderheiten zu bieten hat die Küchenschmiede in Neustadt en gros: Der freistehende Kühlschrank von Smeg im Jeans- oder Streifen-Look. Die von Philippe Starck kreierte Keramikspüle von Duravit. Die Dunstabzugshauben von Novy. „Aber wie steht es mit der Konzentration?“, fragen wir unseren Gastgeber: „Wir arbeiten konzentriert. Bei den Küchenmöbelherstellern haben wir uns auf Zeyko, Kuhlmann und Schüller eingespielt. Bei den Geräten präferieren wir Gaggenau, Siemens und Miele. Die Schmankerl, die Sie hier zusätzlich finden, sind Besonderheiten, mit denen wir uns am Markt positionieren, und uns vom Wettbewerb abheben können“, erläutert der engagierte Küchenprofi.

FINETUNING DES UMFELDS gehört für Roswitha Mutschler unbedingt dazu. Das Musterbuch mit den zur Küche passenden Jette-Tapeten darf da nicht fehlen.

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DIE ANREGUNGEN für diese Planung stammen aus Mailand. Sie sind nicht nur im Studio verwirklicht (oben), sondern haben auch einen Kunden überzeugt, Trockenbau inklusive (unten).

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EINE KÜCHE VOLLER IDEEN UND GESCHICHTEN Dann ein weiteres Highlight: Wir stehen vor einer Massivholzküche von Zeyko. Anstatt der üblichen Füllung enthalten die Rahmen der Küche Glasvarianten in besonderen Designs und man höre und staune: „Designed by Roswitha Mutschler“, gebrannt in einer regionalen Glashütte. „Malen gehört zu meinen Hobbys“, erläutert die Powerfrau und präsentiert uns im gleichen Atemzug auch noch gläserne Rückwandpaneele mit unterschiedlichsten Motiven. „Wir haben Zeyko gefragt ob wir das Konzept als „Zeyko individuell“ verkaufen dürfen“, betont Friedhelm Mutschler. Und Zeyko hat ja gesagt. Doch bei dem hier präsentierten Küchenmöbel geht es Friedhelm Mutschler noch um viel mehr – um Nachhaltigkeit: „Der Geschäftsführer von Zeyko, Andreas Kress, erzählte uns einmal beiläufig, dass die Japaner von ihren Möbellieferanten Produkte ohne additive Formaldehydemissionen, E0, fordern. Warum bieten wir die gesündeste Seite der Zeyko-Küche nicht an, fragte ich mich und beschloss, das Thema in Angriff zu nehmen und es gleichzeitig auf unserer Internet-Domain zu bewerben.“ „Fällt Ihnen an dieser Präsentation noch etwas auf?“, appelliert Friedhelm Mutschler an unsere Aufnahmefähigkeit. Hinter einer Lampenschirm-ähnlichen Haube leuchtet die Wand in einem tiefen Grün. „Und jetzt fassen Sie’s mal an“, fordert er uns auf. Es ist Moos, stellen wir fest und staunen nicht schlecht. „Evergreen“, so der Name der Moospaneele, findet man mittlerweile in vielen Immobilien, in Restaurants, Büros usw.“, klärt man uns auf. Je nach Bedarf in unterschiedlichen Größen sorgen die Paneele für Wohlfühlatmosphäre. „Evergreen steht für Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und Modernität und ist zudem schallabsorbierend und dabei absolut pflegeleicht“, schwärmt Friedhelm Mutschler. Dass gerade in dieser Küche auch die neue E.ion-Abzugshaube von Falmec hängt, ist dann kein Wunder mehr. Denn diese Haube neutralisiert Schadstoffe und unangenehme Gerüche durch atmosphärische Ionen, entstehend durch kontrollierte polare Ionisierung. Ein Sensor sorgt sogar dafür, dass die Hauben bei Luftverschlechterung automatisch starten.


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NACHHALTIGKEIT nicht nur dem Namen nach: Die ZeykoHolzküche aus zertifizierter, nachhaltiger Waldbewirtschaftung ohne Formaldehyd, „Evergreen“, die Mooswand mit lebendem Moos und die Dunstesse von Falmec mit E.ion Technologie.

NIEMAND SOLLTE AUF EINE KÜCHE VERZICHTEN MÜSSEN Bei Friedhelm und Roswitha Mutschler gibt es eben für jeden etwas. Der Technikfreak kann ebenso exklusiv bedient werden, wie der Öko, der Designaffine ebenso wie der Liebhaber der reinen Funktion. Die Abschlussquote im Hause Mutschler liegt nicht umsonst mit 75 Prozent außerordentlich hoch. „Und damit unsere Kunden kein schlechtes Gewissen haben eine neue Küche zu erwerben, wo es doch die alte noch tut, vermitteln wir diese weiter an eine karitative Einrichtung in der Region. Hier wird dafür Sorge getragen, dass die abgebaute, aufgearbeitete Küche in die Hände kommt, die sie benötigen“, dafür bürgt die Stadträtin persönlich. VOM KÜCHENPLANER ZUM MAITRE DE CUISINE Friedhelm Mutschler ist Küchenspezialist aus Leidenschaft. Für ihn ist die gute Küche gleich in zweierlei Hinsicht Kulturgut: Angefangen bei der Einrichtung und Ausstattung bis hin zum Zubereiten kulinarischer Genüsse. Viele seiner Kunden gewinnt er auch durch seine wöchentlich stattfindenden Kochevents, an denen jeweils zwölf „Kochlehrlinge“ teilnehmen können. Bereits das Ambiente nimmt jeden gefangen. Wenn Friedhelm Mutschler den von ihm angemieteten Raum einer Sektkellerei mit dem vielversprechenden Namen „Bacchus“ betritt, wird aus dem Küchenspezialisten von jetzt auf gleich ein Küchenchef von Rang. Bei jedem seiner Kochevents ist er der Maître de Cuisine. Die Speisekarte legt er selbst fest und sendet sie dann befreundeten Winzern zu, die je nach Spezialisierung die entsprechenden Weine kredenzen. „Natürlich lade ich auch Gastköche aus der regionalen Gastronomie ein. Ich möchte in keinem Falle in Konkurrenz zu den Restaurants aus der Umgebung stehen, sondern sie vielmehr in unser Konzept mit einbinden.“ Die Qualität aus dem Bacchuskeller hat sich mittlerweile auch unter großen Unternehmen herumgesprochen, die das Gewölbe inklusive des Küchenchefs für Firmenevents buchen. Und sollte die Runde einmal größer werden, so besteht immer noch die Möglichkeit den angrenzenden Gewölbekeller Dionysos mit zu buchen. Hier können Feiern mit 80 Personen stattfinden. Gekocht wird dann allerdings nach wie vor im Bacchus. „Viele Gäste empfinden es als etwas ganz Besonderes, uns beim Zubereiten des Menüs in die Töpfe zu gucken“, freut sich Friedhelm Mutschler. „Jeder Teilnehmer erhält seine Speisen direkt aus Topf oder Pfanne auf den Teller“, lacht er. Individueller geht es kaum. Und damit das Kochen nicht nur eine Sache der Erwachsenen bleibt, gibt es Mutschler-Kochevents auch für Kids. Ganz nach dem Motto: Du bist, was du isst! Auch für die Jüngsten seiner Gäste macht Friedhelm Mutschler aus dem Bedürfnis zu essen eine Kunst des www.dk-das-kuechenhaus-nw.de Genießens.

MIT EIFER UND LEIDENSCHAFT DABEI sind groß und klein, wenn Mutschler-Kochevents Küche, Kochen und Genuss verbinden.

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Rettig, wo Kauf und Service eine Einheit bilden Kompetenz in Küche, Hausgeräten und HiFi

Rettig, dieser Name ist in Lautertal und Bensheim seit Jahren ein Begriff. Diesem Familienunternehmen vertraut man sich an, wenn man eine gut geplante Küche haben möchte, wenn die Waschmaschine streikt, oder wenn man sich über die neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der Hausgeräte oder der Braunen Ware informieren will, um diese dann auch gleich mit nach Hause zu nehmen. Unser Gesprächspartner ist Alexander Rettig. Der studierte Betriebswirt repräsentiert bereits die dritte Generation des Unternehmens.

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as Familienunternehmen Rettig liegt direkt an der Bundesstraße, nur 4 km von Bensheim entfernt. Schon von weitem machen die Hausfarben Blau und Rot auf die Firma aufmerksam. Während linker Hand die Schaufensterfront einen Einblick in die Küchen- und Kleingerätekompetenz des Fachhändlers preisgibt, setzen sich auf der rechten Seite die neueste TV- und Soundsysteme dekorativ in Szene. Auf rund 500 qm Ausstellungsfläche präsentieren sich Küchenstudio, Elektro-Groß- und -Klein-Geräteabteilung, Leuchtenstudio und TV-Video HiFi Abteilung, Reparaturwerkstätten inklusive. Erst im Februar dieses Jahres wurde das Küchenstudio umgebaut, was mit einem großen Eröffnungsevent gefeiert wurde. KEINE KÜCHE OHNE GERÄT Seine Begeisterung rund um Küche, Hausgeräte und Multimedia hat Alexander Rettig von Vater und Onkel übernommen. Sie arbeiten seit 1977 Hand in Hand am Erfolg des Unternehmens. Veränderungen und Weiterentwicklungen gehören einfach dazu. „Den Grundstein für unser heutiges Unternehmens legte übrigens mein Großvater Fritz schon 1950“, erläutert uns der sympathische Jungunternehmer nicht ohne Stolz. „Entstanden sind wir eigentlich aus einem klassischen Elektrofachgeschäft, das nicht nur verkaufte, sondern auch reparierte. Seitdem gehören Kauf und Service bei uns einfach zusammen. Mein Vater und mein Onkel tragen diese Philosophie von 1977 bis heute weiter. Und ich werde ebenfalls daran festhalten.“ Auf die Küche gekommen sind Gerhard und Manfred Rettig übrigens aufgrund von Kunden, die sich weigerten ein defektes Gerät zu ersetzen, da sie sich in Kürze eine komplett neue Küche kaufen wollten, Einbaugeräte inklusive. „Mein Vater erkannte die Chance sofort und entschied: Wir können auch komplette Küchen liefern.“ Und das stellt das Familienunternehmen nun bereits seit fast 25 Jahren täglich unter Beweis. Der Durchschnittswert der verkauften Küchen liegt hier im Übrigen bei rund 13.500 Euro, also gut über dem Branchendurchschnitt von 8.800 Euro.

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HANDEL + MARKT

DIE IM HAUSE RETTIG präsentierten Küchen zeigen sich modern und realitätsnah mit topaktueller Ausstattung.

DER GROSSE WEISSE AUERHAHN aus Porzellan, das Markenzeichen von Duravit, ziert das Highboard einer Küche.

Begeistert schildert Alexander Rettig die Synergien, die sich aus der Kombination von Kundendienst, Elektrogeräteverkauf und Küche ergeben. „Als Küchenspezialist werden Sie für Ihre Kunden zum Rundum-Service-Paket. Ist ein Gerät defekt, können wir Abhilfe schaffen, denn wir verfügen über einen autorisierten Kundendienst. Selbst für das Soundsystem und den Flatscreen in Küche oder Wohnraum sind wir der perfekte Ansprechpartner und produkttechnisch immer up-to-date. Und auch was Beleuchtung anbelangt, können wir unseren Kunden mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ Gespannt folgen wir Alexander Rettig durch die Ausstellung, die sich über drei Etagen erstreckt. Während die große Vorführküche in hochglänzendem Rot und Weiß nicht nur im Schaufenster den Eyecatcher bildet, säumen die Kleingeräte in gekofferten Regalen den Weg bis zur Treppe. „Bereits hier zeigen wir, dass wir auch etwas von Innenausbau verstehen“, erklärt der Küchenprofi das Konzept. In der Raummitte steht übrigens eine große Tafel, die im Geschäftsalltag als zusätzliche Ausstellungsfläche für Kleingeräte dient und sich während den regelmäßig initiierten Kochevents zur geschmackvoll dekorierten Speisetafel wandelt. KONZENTRATION AUF WENIGE HERSTELLER Einige Stufen führen nach oben in den nächsten Teil der inspirierenden Küchenausstellung. Hier gibt es Küchen in Durchschnittsgrößen zwischen acht und zwölf Quadratmetern. „Wir legen Wert auf realitätsnahe Darstellungen“, betont der Juniorchef. „Unsere Kunden sollen ihre eigene räumliche Situation hier wiederfinden.“ Bei den Exponaten spielt man mit Materialität wie hochglänzendem Lack, Acryl oder Glas. Ob ganz in matt, in glänzend oder beides kombiniert, die ausgewählten Dekorfarben zeigen sich in gefälligem Weiß, in Magnolie oder edlem Grau. Arbeitsplatten aus Glas oder Naturstein unterstreichen die Wertigkeit der Küchen, die mit Geräten der Marken Bosch und Miele sowie mit Spülen der Hersteller Blanco und Duravit ausgestattet sind. „Wir haben uns mit Häcker Küchen einen Lieferanten gewählt, mit dessen küche + architektur | 15


HANDEL + MARKT

Produktpalette wir zum einen die Wünsche unserer Kunden erfüllen können und zum anderen ein großes Preisspektrum abdecken können, obwohl wir überwiegend Systemat verkaufen. Die gute Abwicklung spricht natürlich auch für sich.“

SEINE KOMPETENZZENTREN hat das Küchenstudio in einigen separaten Räumen untergebracht. Hier werden Kunden über Wissenswertes zum Thema, Spülen und Armaturen, Abluft oder LED informiert.

IN DER ZWEITEN ETAGE ist wie unbeabsichtigt die Tür geöffnet und lenkt den Blick in einen Ausstellungsraum voll Weißer Ware. Hier stehen die neueste Waschmaschinen und Trocknermodelle, freistehende Kühlgeräte usw. 16 | küche + architektur

BERATUNG BIS INS DETAIL Besonders gerne von Küchenkäufern angenommen werden die hauseigenen Kompetenzzentren rund um Spüle, Armatur und Ablufttechnik, die in je einem Raum untergebracht sind. „Hier können wir unsere Kunden noch einmal ganz individuell abgestimmt auf deren Räumlichkeiten auf die Vor- oder auch Nachteile einzelner Modelle hinweisen. In diesen Zentren kann sich der Kunde ganz gezielt mit dem jeweiligen Thema auseinandersetzen, ohne durch die im Showroom präsentierten komplett gestalteten Küchen abgelenkt zu werden.“ Das Thema Beleuchtung in der Küche greift das Rettig-Team innerhalb der Ausstellung immer wieder auf und verdeutlicht in kleinen Schaukästen den Unterschied von warmem und kaltem Licht. In der letzten Küche der zweiten Etage ist wie unbeabsichtigt die Tür geöffnet und lenkt den Blick in einen weiteren Ausstellungsraum voll Weißer Ware. Hier stehen die neueste Waschmaschinen und Trocknermodelle, freistehende Kühlgeräte usw. „Wer eine neue Küche kaufen möchte, braucht vielleicht auch eine neue Waschmaschine, oder umgekehrt“, lächelt der Profiverkäufer verschmitzt. Auf geht es in die dritte Etage, hier ist nicht nur das besagte Spülenzentrum zu finden, sondern auch ein Hauch von Countryside. „Der Landhausstil macht vielleicht noch fünf Prozent unseres Gesamtumsatzes aus“, stellt er fest. „Zeigen müssen wir ihn aber dennoch.“ Unter der Dachschräge befinden sich auch die Büros des Rettig-Teams. Als regionaler Platzhirsch in Sachen Küchen, Hausgeräte und HiFi verfügt das Unternehmen über ein ausgezeichnetes Netzwerk. 60 Prozent aller Kunden, die zu Küchen Rettig kommen, sind durch Weiterempfehlungen auf das Familienunternehmen aufmerksam gemacht, betont der dynamische Küchenprofi. Die verbleibenden 40 Prozent reagieren auf die Werbeanzeigen des Unternehmens oder werden durch Partnerunternehmen der Region an Rettig weiterempfohlen. „Wir arbeiten mit zahlreichen Handwerksunternehmen seit langen Jahren zusammen und wissen um deren gute Arbeit. Dieses Netzwerk trägt dazu bei, dass wir im Falle von Renovierungen und Umbauten den Komplett-Auftrag koordinieren können“, erläutert uns Alexander Rettig den partnerschaftlichen Zusammenschluss mit Organisationen wie z. B. Teamwoerker oder auch mit dem regionalen Einkaufsverband Talering. Mit seiner offen verkündeten Zugehörigkeit zu der Leonberger Verbundgruppe Der Kreis unterstreicht er seine eigene Kompetenz mit den Worten: „Wir sind Mitglied der Gemeinschaft führender Küchenspezialisten in Europa.“ Und wir sind sicher, wer sich seit über 30 Jahren als Küchenfachgeschäft und seit über 60 Jahren als Elektrofachgeschäft erfolgreich am Markt www.rettig.info durchgesetzt hat, gehört wahrhaftig zu den Besten.


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TECHNIK + KOMFORT | Beschläge

KLARE LINIENFÜHRUNG: Legrabox mit Akzentlinien als zentralem Gestaltungselement.

So einfach kann Differenzierung sein Die Legrabox von Blum hat viele Facetten

Um die vielfältigen Designansprüche bei Möbeln mit entsprechenden Beschlaglösungen unterstützen zu können, entwickelte der österreichische Beschlaghersteller Blum ein eigenes Boxsystem in geradliniger, schlichter Optik: Legrabox. Seine Designqualität besticht durch seine puristische Gestaltung, seine durchdachten Details und die gelungene Verbindung von Ästhetik und Funktion. Nicht umsonst wurde diese Innovation bereits mehrmals ausgezeichnet und erhielt u.a. den „red dot award 2012“. FARBKONZEPT: Legrabox hält eine passende Auswahl unterschiedlicher Farben bereit BEEINDRUCKEND SCHLANK: Die Seitenwände von Legrabox fügen sich mit nur 12,8 mm harmonisch in

Fo to s:

Bl um

jedes Möbel ein.

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legant: die schlanken Seitenwände, die sowohl innen als auch außen gerade sind. Sie sorgen für die klare Formensprache. Das geradlinige Design – unterstützt von schlichter Linienführung und edlen Materialien wie Aluminium, Edelstahl mit Anti-Fingerprint und Stahl mit matter Beschichtung in verschiedenen Farben – unterstreicht die Wertigkeit als auch das edle Erscheinungsbild von Legrabox. Für hohen Bewegungskomfort sorgt ein neuartiges, verdecktes Führungssystem. Das Boxsystem überzeugt nicht nur mit seiner Optik, sondern auch mit seinen herausragenden, technischen Eigenschaften wie synchronisiertem Schwebelauf, dynamischer Belastbarkeit von 40 und 70 Kilogramm, sehr guten Absenkwerten und hoher Frontstabilität. Es rundet das Programm von Blum optimal ab und bietet eine weitere neue Differenzierungsmöglichkeit im hochwertigen Möbelbau. abgeDa sämtliche Komponenten von Legrabox in Material, Design und Farbe aufeinander abge stimmt sind, entsteht ein hochwertiges Gesamtbild. Ob Schubkasten oder Innenschubkasten, einob Front- oder Innenauszug – die neue Lösung ist durchgängig bei allen Anwendungen ein Ambia-Line ein neues Inneneinteilungssyssetzbar. Passend zum neuen Boxsystem gibt es mit Ambia www.blum.com tem von Blum.


INTERNATIONAL FAIRS | Hausmessen

Meetingpoint Ostwestfalen Neuheiten konzentriert

Ein Termin der Küchenbranche steht in jedem Herbst fest: Die Hausmessen der Küchenmöbelindustrie, konzentriert in der Küchenmeile entlang der A30 in Ostwestfalen, zwischen Melle, Verl und Vlotho. In diesem Jahr öffnen die 31 Mitglieder der Marketinggemeinschaft A30 Küchenmeile e.V., allmilmö, Alno, artego, Ballerina-Küchen, Bauformat, Beeck, Brigitte, Burger, Eggersmann, express Küchen, Häcker, Impuls, KH System Möbel, Leicht, Miele, Nieburg, Nobilia, Nolte Küchen, Jaka_BKL GmbH (Optifit&Marlin), Pino, Poggenpohl, Pronorm, Rational, Rotpunkt, RWK, Schröder, Schüller, Störmer, Warendorf, Wellmann und Zeyko, vom 14. bis 20.9.2013 ihre Ausstellungen den erwarteten rund 21.000 Fachbesuchern. Und der Fachhandel wird hier wieder konzentriert auch die Neuheiten der Elektrogeräte-, Spülen-, Armaturen- und Zubehörindustrie finden, sowohl integriert in die beispielhaften und anregenden Präsentationen der Küchenräume bei den einzelnen Küchenmöbelherstellern als auch in den begleitenden Messezentren wie area30, Gut Böckel, house4kitchen oder MAZ.

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iele, allmilmö und Blanco sind die Zugpferde auch in diesem Jahr im malerischen Gut Böckel, Rödinghausen. Warendorfer Küchen hat anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums den Showroom in Warendorf neugestaltet und lädt hierher zur Hausmesse ein. Optifit finden Interessierte in diesem Jahr im Messezentrum Bad Salzuflen in Halle 12. Im house4kitchen in Löhne zeigen Leicht, Schüller und Zeyko zusammen mit Franke und Erbi ihre Neuheiten. Und das im letzten Jahr eröffnete MAZ in Löhne versammelt neben AEG, Electrolux, Zanussi, Gorenje, Berghoff, Sagemüller&Rohrer, Steven Watson Industrievertrewww.kuechenmeile.de | www.area-30.de | www.maz-loehne.de tungen und Signia neu Ewe und Komet.

Komet für Sous-Vide

Foto: Komet

Komet entwickelt und produziert seit mehr als 60 Jahren Geräte zum Vakuumieren und Thermalisieren für vielfältige Einsatzzwecke in Handel, Industrie, Gastronomie und Haushalten. Mit der Zunahme innovativer Zubereitungsarten wie z. B. dem Sous-Vide Garen wird das Vakuumieren von Speisen auch im Privatbereich immer populärer. Dafür bietet Komet ein besonders umfangreiches Spektrum an Produkten und Lösungsmöglichkeiten z.B. ist VacuFresh, die „Schubladen-Version“ zum Vakuumieren, optisch und technisch perfekt in der Küche zu integrieren, Nachrüsten kein Problem. www.vakuumverpacken.de | www.gourmet-thermalisierer.de

KOMET wird seine Produkte im MAZ in Löhne präsentieren.

küche + architektur | 19


ARCHITEKTUR + TREND | K端chen

Fotos: Leicht

Unverwechselbar: Leicht K端chen im house4kitchen

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Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

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ie neue Leicht Ausstellung im house4kitchen gibt vielfältige Anregungen und Impulse für ein immer neues Spiel mit Farben, Formen und Materialien. Der Küchenplaner führt Regie mit dem Ziel, eine harmonische Komposition zu schaffen, einen ganz individuellen Stil zu kreieren. Innovative Produktentwicklungen aus der hauseigenen Designwerkstatt, neue, am Markt und an den Kundenwünschen orientierte Programme, der weitere Ausbau der Farbpaletten und interessante Planungsdetails schaffen dafür die besten Voraussetzungen. Leicht ist es auch in diesem Jahr wieder glaubwürdig gelungen, hohe Ansprüche an Qualität, Design und Materialwertigkeit mit hoher Preiswürdigkeit zu verbinden. Ein überzeugendes Beispiel dafür: die grifflose Synthia-C. Die klare Gliederung wird unterstützt durch einen gezielten Farb- und Materialeinsatz. Das neue „antikeiche“-Dekor mit Ästen und Rissen entfaltet auf der großflächigen Schrankwand seine ganze Lebendigkeit und Natürlichkeit. Die Synchronporigkeit, die Leicht jetzt auch im Umfeld einsetzt, lässt die Oberfläche noch authentischer wirken, die Holzstruktur ist nicht nur zu sehen, sondern auch zu fühlen. Das horizontal orientierte Dekor und die tiefe, auch übereck weitergeführte „Gürtellinie“ der Hochschränke harmonieren mit der langestreckten Inselform. Die optische Verbindung zwischen Schrankwand und Insel stellt der Thekenaufsatz dar. Die Insel wirkt durch den Einsatz kontrastierender Farben asymmetrisch zweigeteilt: „arktis“-weiß kommt im Spülenbereich zum Einsatz, im Koch- und Barbereich „alpingrau“, ein neuer matter und kühler, leicht ins bläuliche spielender Grauton. Die farbliche Trennung schließt Arbeitsplatte und Wangen ein. www.leicht.de

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

INSELKONZEPT ergoAGENTbase

Differenzierung großgeschrieben Ballerina-Küchen ergonomisch

Zur diesjährigen Hausmesse wird Ballerina-Küchen die Fachbesucher mit einem weiteren Baustein zur individuellen Küchenplanung überraschen. Dabei ließ das Differenzierungspotenzial, mit dem das Team des Rödinghausener Unternehmens um die geschäftsführenden Gesellschafter Heinz-Erwin Ellersiek, Heidrun Brinkmeyer und Heiko Ellersiek den Küchenfachhandel bedient, schon bislang wenig zu wünschen übrig.

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icht nur kommt von Ballerina die erste GreenTecKitchen der Welt (im exklusiven Dekor Edelbasalt) mit einer Möbelplatte, die zu 30 % aus schnell nachwachsenden Einjahrespflanzen besteht. So wird die Ressource Wald geschont, mit geringerem CO2Ausstoß produziert und 20% Gewicht eingespart. Auch das Standardprogramm zeigt sich einzigartig: Angefangen beim innen und außen dekorgleichen Korpus mit 8 mm verschraubter Rückwand in 24 Standard-Korpusfarben, wobei die Melaminbeschichtung der Korpusse der Frontbeschichtung entspricht und alle Querböden in den verschiedenen Korpusfarben 19 mm stark sind. Digitaldruck zur individuellen Gestaltung von Fronten, Designfronten und GlasNischenrückwänden steht neben 1.800 RAL-Farben in Mikro-Strukturlack, Hochglanzlack, Mattlack, auf Holz und Effektlack in graphitschwarz zur Wahl ebenso wie 1 mm stark beschichtete „Original Resopal“ Schichtstoff-Fronten oder Ritzenhoff-Designfronten als Gestaltungselemente. Alle Melaminharz- und Resopal-Fronten können zudem mit Edelstahlkanten versehen werden und alle Design-Glasfronten und Glasfronten sind mit allen angebotenen Griffen auszustatten. Im Inneren der Schränke kommt mit Agantis ein eigenständiger Schubkasten in Breiten von 31 bis 119 cm, möglich auch mit Glas-Seitenwände (Agantis-Top) für alle Programme und zum Nachrüsten, zum Einsatz. VARIABEL FÜR KOMFORT Und jetzt hat Ballerina-Küchen in Zusammenarbeit mit Kesseböhmer das neue Inselkonzept ergoAGENTbase entwickelt für ergonomisches rückenschonendes Arbeiten. Die neue individuell höhenverstellbare Kücheninsel lässt sich über ein Bedienfeld leise und reibungslos anheben und absenken. Sie kann als zentrale Stell- und Arbeitsfläche genutzt werden oder ein Kochfeld aufnehmen. Die Hubkraft von 1.000 Kilo erlaubt freie Wahl bei Material und Ausstattung. Die Insel wird in den drei Breiten 180 cm, 210 cm und 240 cm sowie in der Tiefe variabel von 95 cm bis 111 cm angeboten. Die Hubmechanik ist im Sockel unsichtbar und so platzsparend integriert, dass die Insel mit allen Ballerina-Standard-Unterschränken geplant werden kann. Die variable Höhenverstellung beträgt 20 cm. Je nach Korpushöhe ergibt sich hieraus eine Arbeitshöhe von 67-87 cm bei 39 cm hohen Schränken, 80-100 cm bei 52 cm www.ballerina.de hohen Schränken und 93-113 cm bei 65 cm hohen Schränken.


Ganz Ohr für Ihre Wünsche Es gibt Küchenzentren, Küchenmärkte, Küchenriesen, Küchenspezialisten. Und es gibt Küchenversteher. Wie uns. Wir verstehen Küche – und wir verstehen Sie. Und wir haben erfolgreiche Konzepte. Sie werden überrascht sein, was wir gemeinsam bewegen können!

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Über 400 Mitglieder machen den KÜCHENRING zu dem erfolgreichsten genossenschaftlich organisierten Küchenverband in Deutschland. Weil wir in den wichtigsten Punkten einfach immer weit voraus sind. Transparenz in allen Belangen und die Meinungen unserer Mitglieder sind uns wichtig.

KÜCHENRING GmbH & Co. KG · Marie-Curie-Straße 6 · 53359 Rheinbach · Tel. 02226-904-0 · www.kuechenring.de


ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Spannung hoch drei Nobilia investiert in High Quality

Der Top-Beschlag Sensys wird zum Standard, die Laserbekantung aus eigenem Hause ist bereits im Einstiegsbereich erhältlich und nun ist mit „Line N“ auch die grifflose Küche für kleineres Geld erschwinglich. Das alles und noch viel mehr erwartet die Besucher der diesjährigen Hausmesse von Nobilia.

DAS NEUE MODELL „LASER PLUS“ kombiniert Fronten mit laserverschweißter Kante und attraktive Hölzer in Digitaldruck harmonisch miteinander. Basis bilden die neuen Töne Premiumweiß und Mineralgrau. Für spannende Akzente sorgen die Trendhölzer Eiche hell geplankt oder Eiche grau geplankt, beide im

Fotos: Nobilia

angesagten Used-Look.

D

as mehrfach ausgezeichnete Scharnier mit integrierter Dämpfung von Hettich markiert die neueste Generation der Scharniertechnik am Markt. Ein Grund mehr für Nobilia, mit dem Kollektionswechsel alle Küchen serienmäßig und ohne Mehrpreis mit diesem Beschlag auszustatten, und zwar vom Preiseinstieg bis in das gehobene Segment. Neben der Einführung des High-Quality-Scharniers „Sensys“ steht auch die Lancierung des Programms „Laser“ für noch mehr Qualität und Perfektion. Mit diesem neuen Programm ergänzt Nobilia seine Kollektion um Fronten mit laserverschweißter Kante in Preisgruppe 2. Zu sehen auf der Hausmesse des Unternehmens vom 14. bis 22. September 2013. Damit kommt bereits im Preiseinstieg eine der innovativsten Entwicklungen im Bereich der Kantentechnologie zum Einsatz. Mit der Einführung dieser Produktionstechnik baut Nobilia auch die Technologiekompetenz seiner beiden Werke weiter aus. Das Programm ist in insgesamt vier Farben erhältlich: In den umsatzstarken Farben Magnolia und Sand sowie in den beiden neuen trendstarken Unis Premiumweiß und Mineralgrau. Zusätzlichen Gestaltungsspielraum eröffnet das neue Modell „Laser Plus“, bei dem Fronten mit laserverschweißter Kante und attraktive Hölzer in Digitaldruck harmonisch kombiniert sind. Passend zu den Akzenthölzern ermöglichen Nischenverkleidungen in den neuen Eiche-Dekoren ansprechende und durchgängige Planungen. Laser und Laser Plus sind bereits ab dem 1. Oktober 2013 lieferbar. Mit der „Line N“ realisiert Nobilia grifflose Küchenästhetik in einem außergewöhnlich breiten Preisspektrum, das vom Preiseinstieg in der Preisgruppe 2 bis in das gehobene Segment der Preisgruppe 9 reicht. In Kombination mit hochwertigen Lackfronten oder den neuen, perfekt verarbeiteten, matten Fronten mit fugenloser, laserverschweißter Kante lassen sich mit Line N besonders stilvolle und ansprechende Küchen planen und das bei einem hohen Maß an Funktionalität: Die ergonomisch geformten Griffmulden aus eloxiertem Edelstahl sind am Korpus positioniert und ermöglichen einen komfortablen Eingriff auf Türen, Schubkästen und Auszüge. Gleich 13 Fronten stehen zur Auswahl. Den Preiseinstieg bilden Melaminfronten in matter Oberfläche mit laserverschweißter Kante aus dem neuen Programm „Laser“. Das Programm „Focus“ trumpft mit attraktiven Lack-Fronten in Ultrahochglanz auf. Neben den vier LaserTönen kommt hier zusätzlich der klassische Weiß-Farbton ins Spiel. Edle Lackfronten in Hochglanz liefert das Programm „Lux“ für Line N, und zwar in Weiß, Magnolia, Sand und Magma. Line N-Küchen sind in allen Korpusfarben lieferbar, für die Planung kann das gesamte bekannte Nobilia-Umfeldprogramm genutzt werden. Das gesamte Thema „grifflose Küche“ ist kompakt, übersichtlich und leichtverständlich in einem Register des Verkaufshandbuches zusammengefasst. Das Nobilia Blockregelwerk 2014 www.nobilia.de gilt auch für Line N-Küchen.

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Foto: rational

DIE WEITERENTWICKLUNG der beliebten tio collection.

Ein Fest für alle Sinne Rational wird 50 … … das weckt Erwartungen. Und exakt deshalb hat sich der traditionelle Küchenmöbelhersteller für seine Gäste auf der Hausmesse 2013 einiges einfallen lassen.

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irmengründer Walter Fischer legte 1963 den Grundstein für „wF rational anbauküchen“ und brach damit in eine neue Ära auf. Aufschwung und Wirtschaftswunder einerseits, Kreativität, große Ambitionen sowie ein verantwortungsvolles und mutiges Unternehmertum andererseits, führten zwischen den 70er und 90er Jahren zu Erfolg und Wachstum des Unternehmens. Und noch heute zeichnet sich die Marke rational einbauküchen als innovatives und erfolgreiches Unternehmen aus. Sie steht als Synonym für sehr ästhetische und designorientierte Wohnküchen mit dem planerischen Extra, das Individualisten zu schätzen wissen. Die international agierende Muttergesellschaft Snaidero sieht die Entwicklung ihrer deutschen Tochter nicht ohne Stolz. Wie von rational nicht anders erwartet, setzt das Unternehmen auch in diesem Jahr auf attraktive Neuheiten, die in dem neu gestalteten Showroom erst richtig zur Geltung kommen. Eines der Messe-Highlights der international aufgestellten Marke ist die Einführung eines neuen Landhausküchen-Programms. Die Küche lehnt sich optisch weder an eine spanische Finca, noch an eine britische Cottage- oder französische Stilküche an. Das Modell tritt als eigenständige deutsche Landhausküche auf – von modern bis klassisch. Charme und Faszination bezieht sie aus ihrer Vielseitigkeit sowie einem Lebensgefühl, das auf einen Mix aus Genuss, Design, Tradition, Moderne und Lifestyle setzt. Bewährtes sollte man weiterentwickeln. Diesem Anspruch wird rational mit der Weiterentwicklung der beliebten tio collection gerecht. Mit ihrem klaren, linearen Design, einer sehr prägnanten horizontalen und vertikalen Linienführung sowie der zeitgemäß grifflosen Optik ist diese Design-Linie nicht nur etwas für kompromisslose Minimalisten. „Vision“ ist die perfekte Bezeichnung für ein durchdachtes Raumwunder, ein Solitärmöbel, das sich überall integrieren lässt − in Appartements, Lofts, Büros, Hotels, Ferienwohnungen oder Seniorenresidenzen. Aber natürlich steht das Firmenjubiläum nicht nur unter dem Stern der Innovationen. Das runde Firmenjubiläum ist natürlich auch würdiger Anlass für eine 50 Jahre Geburtstagsparty. Und die findet am Samstag, den 14. September 2013, ab 18.30 Uhr in Melle-Riemsloh statt. Gehen Sie mit „radio rational“ auf eine spannende Zeitreise durch fünf Jahrzehnte rational Küchenwelten – mit Highlights aus Politik, Sport, Wirtschaft und Mode. Zu diesem Anlass wird der Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann gemeinsam mit dem Team der Premiummarke www.rational.de V-Zug die Gäste mit ausgefallenen kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen.


Spüle | KOMFORT + DESIGN

Fotos: Blanco

GUT BÖCKEL, Rödinghausen, bietet Blanco den Rahmen für sein vielseitiges Spektrum marktgerechter Lösungen rund um Spülen,

Starke Akzente in Edelstahl Blanco mit Spülen, Armaturen und Abfallsystemen auf Gut Böckel

Armaturen und Abfallsysteme.

Wenn sich im Herbst die Küchenbranche in Ostwestfalen trifft, wird Spülenspezialist Blanco mit seinen Neuheiten starke Akzente setzen. Vom 14. bis 20. September 2013 stellt das Unternehmen im einladenden Ambiente von Gut Böckel bei Rödinghausen seine attraktiven Neuheiten und Linienergänzungen aus den Bereichen Spülen, Armaturen und Abfallsysteme vor.

„E

del in Stahl“ lautet das Motto, das die Innengestaltung in dem über 300 Jahre alten, liebevoll sanierten ehemaligen Stallgebäude stilvoll widergespiegelt und das die Aufmerksamkeit unmittelbar auf den Schwerpunkt der Produkte lenkt, die auf Gut Böckel Premiere feiern. Das Material, mit dem Blanco Mitte des 20. Jahrhunderts den Spülenarbeitsplatz revolutionierte und sich mit exzellenter Verarbeitungskompetenz und Innovationsstärke zu einem der weltweit führenden Spülenanbieter entwickelte, zeigt sich von einer ganz neuen Seite: Die Besucher erwartet eine besondere Überraschung im Bereich Edelstahl. Doch auch bei den gefragten farbigen Spülen gibt es Zuwachs, so bei Silgranit: Zwei attraktive Programmerweiterungen im Highend-Segment zeigen die Innovationskraft der Oberderdinger und stärken ihre Position bei Granit. Ergänzt wird dieser Bereich mit gewohnt präzise auf das Spülenprogramm abgestimmten neuen Armaturen in modernen Designs, durchdachten Funktionen und richtungsweisender Qualität. „Als Vollsortimenter haben wir auch dieses Mal sehr viel Wert darauf gelegt, Produkte zu präsentieren, die möglichst alle Bedürfnisse unserer Handelspartner abdecken und die heterogene Kundenlandschaft berücksichtigen“, erläutert Lars Kreutz, Geschäftsleitung Vertrieb Deutschland. „Deshalb stecken wir sowohl viel Energie in den Ausbau einer jungen, erfolgreichen Beckenlinie wie Blanco Andano, die sich einem breiten Markt erschließt, als auch in die Entwicklung exklusiver Nischenprodukte bei SteelArt.“ Die Blanco-Präsentation auf Gut Böckel lädt wie bereits in den Vorjahren zum entspannten Verweilen ein und zum kommunikativen Austausch: „Wir freuen uns, dass wir unseren Kunden nach dem starken Auftritt in Köln erneut ein solch vielfältiges Spektrum innovativer, marktgerechter Lösungen anbieten können – Neuheiten, die sich durch Designstärke und hohen Nutzerkomfort auszeichnen und dem Planer noch mehr Individualität und Flexibilität ermöglichen“, betont Achim Schreiber, Vorwww.blanco.de sitzender der Geschäftsführung.

„EDEL IN STAHL“, so das Motto von Blanco in diesem Jahr. Eine Vielzahl attraktiver Innovationen und Linienerweiterungen werden dem Fachhandel vorgestellt, zum Beispiel zur erfolgreichen Beckenserie Andano.

küche + architektur | 27


DATEN + FAKTEN

Miele weiter auf Wachstumskurs Deutscher Anteil am Gesamtumsatz nimmt zu

Nach dem kontinuierlichen Wachstum der vergangenen Jahre konnte die deutsche Traditionsmarke auch im Geschäftsjahr 2012/2013 weiter zulegen. Mit einem Zuwachs von 115 Millionen Euro oder 3,8 Prozent erwirtschaftete das Familienunternehmen einen Gesamtumsatz von 3,15 Milliarden Euro Umsatz. Weltweit beschäftigt die Miele Gruppe derzeit 17.251 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 10.379 davon in Deutschland. Foto: Miele

DIE MIELE-GESCHÄFTSLEITUNG mit Dr. Eduard Sailer, Dr. Markus Miele, Olaf Bartsch, Dr. Reinhard Zinkann und Dr. Heiner Olbrich (v. l.)

T

rotz dämpfender Faktoren wie der Schuldenkrise im Euroraum liegen wir gut auf Kurs“, kommentiert Olaf Bartsch, Geschäftsführer Finanzen und Hauptverwaltung, die aktuellen Zahlen. Im Inland konnte Miele ein Plus von 4,8 Prozent auf 955 Millionen Euro verbuchen. Damit ist der deutsche Anteil am Gesamtumsatz auf 30,5 Prozent gestiegen. Wie jüngste Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) belegen, konnte Miele seine Marktanteile im wichtigen Teilsegment der Einbaugeräte deutlich ausbauen. Hier legte das Geschäft mit Miele-Geräten in Deutschland, gerechnet in Endverbraucherpreisen, rund doppelt so stark zu wie das der Branche insgesamt. Auch bei Waschmaschinen und Wäschetrocknern hat Miele Marktanteile hinzugewonnen. Zu verdanken ist diese Tendenz, die sich in ähnlicher Dimension auch in weiteren Ländern innerhalb und außerhalb Europas beobachten lässt, der konsequenten Qualitäts- und Kundenorientierung des Gütersloher Premium-Geräte-Herstellers. Dem zunehmenden Bedürfnis nach Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit trägt Miele zum Beispiel durch exklusive Features zur automatischen Dosierung von Waschmitteln, Echtzeit-Verbrauchsanzeige oder Einbeziehung regenerativer Energie Rechnung. Weltweit ist Miele in 47 Ländern mit eigenen Vertriebsgesellschaften präsent und in weiteren 50 Ländern über Importeure. 28 | küche + architektur

In rund 70 Metropolen auf allen Kontinenten zeigt Miele Flagge mit eleganten Showrooms. Zu den Standorten mit in diesem Jahr neu eröffneten Flagship-Stores zählen Belgrad, Oslo, Tokio, Madrid, Istanbul und Mexico City. Diese Präsenz zahlt sich aus, denn auch im Auslandsgeschäft zeigte sich das Familienunternehmen mit einem Umsatzzuwachs von 3,1 Prozent sehr erfolgreich. Vor allem in den beiden für Miele wichtigsten Überseemärkten USA und Australien sowie in Russland sind kräftige Zuwächse zu verzeichnen. Den rezessionsbedingten Rückgängen in Südeuropa stehen zum Beispiel gute Zugewinne in Großbritannien, Skandinavien, Hongkong oder Singapur gegenüber. Von den Produktbereichen legten insbesondere die hochwertigen Kücheneinbaugeräte sowie die Staubsauger überproportional zu. Für das begonnene Geschäftsjahr 2013/14 gibt die fünfköpfige Geschäftsleitung, bestehend aus Olaf Bartsch, Dr. Markus Miele, Dr. Heiner Olbrich, Dr. Eduard Sailer und Dr. Reinhard Zinkann, wegen der nach wie vor volatilen Rahmenbedingungen keine konkrete Prognose ab. Ziel bleibe aber, in der bisherigen Größenordnung weiter zu wachsen. Dazu beitragen werde die größte Produktoffensive in der Geschichte des Unternehmens. Nach der äußerst erfolgreichen Markteinführung der grundlegend neuen Einbaugeräte-Generation 6000 im Mai dieses Jahres folge der Generationswechsel bei der Wäschepflege im September auf der IFA. Hier wie dort punktet Miele mit zahlreichen technischen Alleinstellungsmerkmalen. Bei der Generation 6000 zählt hierzu beispielsweise das Bedienkonzept „M Touch“, mit dem sich Miele-Einbaugeräte über hochauflösende TFT-Displays wie ein Smartphone steuern lassen. Rechnet man die im vergangenen Jahr mit großem Erfolg eingeführte Staubsauger-Spitzenbaureihe S8 hinzu, so erneuert Miele bei den Hausgeräten binnen eineinhalb Jahren fast seine gesamte Modellpalette. Nicht umsonst investierte Miele im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 213 Millionen Euro. Ein Volumen, das das des vorangegangenen Geschäftsjahres um 27 Millionen Euro oder 15 Prozent überschreitet und einen historischen Höchstwert darstellt. Trotz der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen im Bereich der Investitionsgüter hat der Geschäftsbereich Professional im Berichtszeitraum 2,3 Prozent hinzugewonnen. Mit seinen drei Produktbereichen Wäschereitechnik, Gewerbegeschirrspülen sowie Desinfektion/Sterilisation erreicht Miele Professional nunmehr 402 Millionen Euro Umsatz und steuert www.miele.de 13 Prozent des Gesamtumsatzes bei.


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Die neue Generation

w w w.area- g 30.de ko stenfreier ein tritt

samstag, 14. september bis donnerstag, 19. september 2013 deutlich gewachsen – größere standflächen – noch attraktiver erleben sie die hochkarätigen aussteller und marken in "löhne – die weltstadt der küchen" wir sehen uns.

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Anregende Vielfalt Area30 größer und neu sortiert Einen guten Einblick in ihre Produkte, Neuentwicklungen und Dienstleistungen bieten Küchenmöbelhersteller und namhafte Zulieferer der Küchenindustrie auch in diesem Jahr wieder, wenn vom 14. bis 19. September 2013 in Löhne an der Lübbeckerstraße 30 die area30 zum dritten Mal stattfindet. Die Fachbesucher aus nah und fern werden auf eine ausgebuchte Halle mit einer Gesamtfläche von 7.250 qm treffen.

Z

u den Ausstellern aus den Vorjahren wie zum Beispiel A.S.K., Amica, Bax Küchen, Beckermann Küchen, Berbel, Best, Bora, Brita, Compusoft, Eopus, Falcon, Falmec, Gutmann, Küche&co, Küchen Areal, Küchentreff, Lacanche, Lechner, Naber, Naturaquell, Novy, Oranier, Quooker, Refsta, RMT Soft, Sagoma, Samsung, Sedia mit HKT, SHD, Silverline, Softronic, Systemceram und Tebü gesellen sich als neue Teilnehmer an diesem Ort Unternehmen wie z. B. Cloppenburger Glashaus, D-Beschlag, Dinger Stone, Dural, Guh Service, Hotrega, Jeschny Küchen, Knauss Armaturenmanufaktur, Mayer Sitzmöbel, Myspotti Digitalkonzept, Sachsenküchen, Strate, Ukinox und Vogt. Unter www.area-30.de steht ein Hallenplan zum Herunterladen bereit. Auf drei besondere Termine machen die Veranstalter zusätzlich aufmerksam: Am 15. 9. 2013, 18.00 Uhr, findet die Siegerehrung für die Finalisten des 8. BMK-Innovationspreises des Küchenfachhandels 2013 auf der area30 statt. In einer erfahrungsgemäß gut frequentierten bundesweiten Umfrage bewerteten Küchenfachhändler die von den Herstellern in den Bereichen Küchenmöbel, Küchengeräte und Küchenzubehör zur Abstimmung beim Bundesverband Mittelständischer Küchenfachhandel eingereichten Innovationen nach Kreativität, ästhetisch und funktional hervorragenden Produkteigenschaften sowie ihrer Marktfähigkeit. Am 16.9.2013 von 10.00 bis 12.00 Uhr präsentiert der VdDK in seiner traditionellen Pressekonferenz die Umsatzzahlen des In- und Auslandsgeschäfts der Küchenmöbel- und Möbelindustrie für das erste Halbjahr 2013 und Verbandsgeschäftsführer Dr. Lucas Heumann wird seine Prognose für die weitere Entwicklung darstellen. Und am 18.9.2013, 14.00 Uhr, laden der Vorstand der Marketinggemeinschaft A30 Küchenmeile e.V. und Prof. Martin Beeh mit Studierenden der Hochschule Ostwestfalen-Lippe zur Pressekonferenz zum gemeinsamen Projekt der Stiftungsprofessur im Labor für Designmanawww.area-30.de gement ein.

küche + architektur | 29


Foto: Kesseböhmer

VIELSEITIG KOMBINIERBAR: Linero MosaiQRelingsystem

Zubehörkompetenz hat einen Namen … Naber Komfort für Küchenplaner und -nutzer verspricht das Programm, das das Naber-Team für die diesjährige Präsentation vom 14. bis 19.09.2013 auf der area30 zusammengestellt hat. Wer das Familienunternehmen aus Nordhorn kennt, weiß, dass er hier die Anregungen nicht nur für den Planungsalltag findet.

ERWEITERT: NischenrückwandKollektion mit neuen Cook-Art und

Foto: Naber / Getty Images

Emotion-Art Motiven

D

azu gehört die aktuelle „Lumica® LED-Kollektion“, mit der sich Lichtstimmungen nach Wunsch durch stufenlos regelbare Farbwechsel- und Memory-Funktion individuell für Arbeitsflächen und Nischen planen lassen. Hochwertige LED-Leuchten wie „Flip Emotion Farbwechsel-LED“, „Slash 1 Farbwechsel-LED“ und „Pixel 1 Farbwechsel-LED“ sind zudem durch Fernbedienung unabhängig vom Standort schaltbar. Auch allen marktreifen Modulen des mobilen Küchensystems Concept Kitchen wird eine Bühne geboten. Das tragfähige, zerlegbare, dabei konstruktiv stabile System-Grundelement aus Stahl kann dank der Rasterbohrungen Konstruktions- und Regalböden, Spüle, Arbeitsfläche, Kochfeld, Backofen und Spülmaschine in freier Anordnung aufnehmen, ganz wie Funktion und Ergonomie, Lust und Laune es erfordern. Erweitert wurde das „Tablon-Programm“ mit designstarken Tischen, Stühlen und Hockern. Die aktuellen Abfallsammler, Stauraumlösungen und Relingsysteme orientieren sich noch individueller an den Wünschen der Endkunden. So präsentiert sich z.B. das Frontauszugsystem „Cox® Base“, konzipiert für maximierte Raumausnutzung, als Abfallsammler-Systemfamilie für nahezu alle Unterschrank-Einbausituationen. Und Naber wäre nicht Naber, wenn nicht auch in Löhne im Rahmen einer animierten Präsentation der Meinungsaustausch zum Thema „Küchenablufttechnik für ein behagliches Raumklima“ angeregt würde. Ein Thema, das der Entwickler anspruchsvoller „Compair® flow Ablufttechnik“ kompetent bedient und dabei auf die Problematik von Umluftlösungen aufmerksam macht. www.naber.de

30 | küche + architektur


KOMFORT + DESIGN

JEDER KANN SEINE KÜNSTLERISCHE Fotos: Lechner

ADER in der Küche ausleben: Das neue Glasmotivdekor „Paint“.

Außergewöhnliche Auswahl Die Kollektion 2014 von Lechner Mit attraktiven Dekoren und einer neuen Plattengeneration im Laminatbereich wird Lechner zur area30 sein Lieferprogramm 2014 präsentieren.

D

ie neue Compact by Lechner Kollektion basiert auf einer Vollkernplatte aus melaminharz- gebundenem Hochdrucklaminat und lässt nicht nur mit ihrer 12 mm Optik Designerherzen höher schlagen. Der Kern ist jeweils schwarz. Der wasserresistente und biegefeste Träger ist stabil und langlebig. Furnierte Oberflächen bietet Compact massiv. Hier ist die 9 mm starke Kompaktplatte beidseitig mit einer 1,5 mm starken Massivholzschicht verpresst. Diese äußerst elegante Alternative zur normalen Massivholzplatte wird exklusiv nur von Lechner geliefert. Die klassische Laminatoberfläche findet sich in dieser Kollektion unter den Namen Compact uni mit einfarbigen Dekoren und Compact dekor mit exklusiven Nachbildunwww.lechner-ag.de gen aus dem Holz- und Steinbereich.

FÜR KÜCHEN MIT WOHNLICHEM CHARAKTER: Die neuen Thekenboards in Holz oder Edelstahl können schnell und einfach montiert werden.

küche + architektur | 31


Fotos: Franke

DATEN + FAKTEN

AUSGESPROCHEN POSITIV wurden von vielen Händlern die neuen Design-Konzepte bewertet, bei denen Spüle, Armatur und Dunstabzugshaube optisch und

Artemis und Franke – Mutter und Tochter wohlauf Hauben und Fragranit-Spülen erobern den Markt mit zweistelligem Plus

funktional perfekt aufeinander abgestimmt angeboten werden, wie z.B. bei

Mit einer neuen Struktur, verbunden mit der Umbenennung der bis-

der jungen Fragranit-

herigen Franke Artemis Group in Artemis Group, stellt Michael Pieper,

Spülen-Linie Pebel

geschäftsführender Gesellschafter und alleiniger Eigentümer des Schweizer Multinationals, die Weichen für die erfolgreiche Zukunft seiner Unternehmensgruppe. An der diversifizierten Ausrichtung des Mischkonzerns, dessen Schwerpunkt die Edelstahlverarbeitung ist, hält der charismatische Unternehmer weiterhin fest. Die intelligente Struktur der gesamten Unternehmensgruppe ermöglicht es, Marktschwankungen leichter ausgleichen zu können. Die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens, dessen Umsatzvolumen bei rund zwei Milliarden Euro liegt, bestätigt diese Strategie.

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DATEN + FAKTEN

DAS ARTEMIS-FÜHRUNGSTEAM: (v.l.n.r.) Klaus Stiegeler GF Franke GmbH, Michael Pieper, President/ CEO Artemis Group, Alexander Brand, GF Franke Blefa GmbH, Alexander Zschokke, CEO Franke Gruppe, Christian Mathesius, GF Franke Foodservice Systems GmbH, Alexander Sedlaschek, GF Franke Aquarotter GmbH, Rudolf Naumann, GF Franke Coffee Systems GmbH

E

in weiteres wichtiges Credo von Michael Pieper ist die solide Finanzierung seines Unternehmens. „Damit sind wir unabhängig von Banken und das soll auch so bleiben“, betont der ambitionierte Stratege. Zu der Stärke der Artemis Gruppe hat die Franke Gruppe mit ihren 8500 Mitarbeitern wesentlich beigetragen. Sie konnte ihren Umsatz um ein Plus von 6,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ausbauen. Kein schlechter Start für Alexander Zschokke, der seit Beginn dieses Jahres für die Franke Gruppe und deren Sparten Kitchen Systems, Foodservice-Systems, Washroom-Systems, Coffee-Systems und Beverage-Systems verantwortlich zeichnet. Und auch das laufende Geschäftsjahr gibt Anlass zu Optimismus. Die Tatsache, dass sich der Auftragsbestand der Franke Gruppe im ersten Quartal 2013 um weitere 13,4 Prozent verbessert hat, interpretiert der neue CEO der Franke Gruppe als erfreuliche Ausgangssituation für ein gutes Jahr 2013 und sieht darin die Effizienz der eingeleiteten Maßnahmen hinsichtlich der Steigerung von Absatz und Profitabilität bestätigt. MULTINATIONAL MIT ALLEN CHANCEN UND RISIKEN Franke steht weltweit für Schweizer Qualität. Aus den Fertigungsstätten des Edelstahlverarbeiters gehen jährlich mehr als fünf Millionen Küchenspülen und 2,5 Millionen Abzugshauben hervor, die weltweit vermarktet werden. Franke Foodservice-Systems stattet renommierte Fastfoodketten mit auf deren Bedarf zugeschnittenen Profi-Küchen aus und konzeptionelle Produkte aus der Sparte Washroom-Systems gehören zum Inventar des neuen Airbus A380, um nur einige Produkte zu nennen, die das Image der internationalen Unternehmensgruppe prägen. Der Bereich Kitchen Systems mit den Sparten Spülen, Armaturen, Abfalltrennungssystemen und Hauben trägt mit 49 Prozent den größten Anteil zum Umsatz der Franke-Gruppe bei. Jedoch ging der Umsatz aufgrund starker Einbußen in mediterranen Ländern um 3,5 Prozent auf 0,98 Milliarden Euro zurück. „Im baunahen Sektor in Griechenland oder Italien waren die Rückgänge dramatisch”, stellte Michael Pieper fest. Als wachstumsstarke Regionen bezeichnete der Unternehmer Ost-Europa, China, Südost-Asien und Amerika. Und so wird die Franke Gruppe ihre Marktaktivitäten in den Zukunftsmärkten Amerika und Asien intensivieren. Hier wird man die Vertriebsstrukturen anpassen und die Zusammenarbeit mit global agierenden Kunden ausbauen. Des weiteren sollen im Interesse der Kunden die Dienstleistungen ausgebaut werden, indem man gemein-

sam mit ihnen Lösungen erarbeitet und damit auf die herausfordernden Trends der Kunden besser eingehen kann. In diesem Zusammenhang sei auch der gerade erst vollzogene Kauf des Schweizer Armaturenherstellers KWC zu sehen, der hochwertige Armaturen für Küche und Bad herstellt. Mit der Übernahme wird Franke seine Kernkompetenz im Bereich Wassertechnik stärken, das Angebot in der Küchenausstattung erweitern und sich ein neues Absatzpotential schaffen im häuslichen Badezimmer. WERTIG WÄHRT AM LÄNGSTEN Apropos Küchenausstattung: Für den Vertrieb, das Marketing von Franke Spülen, Armaturen, Dunstabzugshauben und Abfall-Trennsystemen in Deutschland, Österreich und dem Baltikum ist das Team der Franke GmbH, Bad Säckingen, verantwortlich. Unter der Geschäftsführung von Klaus Stiegeler erzielte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 einen Nettoumsatz von 73,2 Millionen, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 5,4 Prozent entspricht. Klaus Stiegeler und sein Team können stolz auf das Erreichte sein: So konnte Franke den Fachhandel verstärkt für sich gewinnen und legte in diesem für das Unternehmen bedeutendsten Vertriebskanal 16 Prozent zu. Aber auch die Küchenmöbelindustrie setzte verstärkt auf Franke-Produkte, so dass hier ein Umsatzplus von 11 Prozent erzielt werden konnte. Deutlich rückläufig dagegen zeigte sich die Entwicklung im Baumarktgeschäft und bei den Franke-internen Exporten, d.h. Exporte von in Bad Säckingen gefertigten Edelstahl-Spülen an Franke-Gesellschaften und Importeure im Ausland. In Bad Säckingen werden jährlich etwa 800.000 Spülen gefertigt. Eine außerordentlich hohe Bedeutung hat der Standort auch als LogistikZentrum. Bereits heute, so erläutert Klaus Stiegeler, werden von hier aus täglich 1800 Pakete und 400 bis 500 Paletten verschickt, Derzeit prüft das Unternehmen die Erweiterung und Modernisierung der Logistik. „Wir haben über 50 Logistik-Zentren innerhalb Europas. Diese gilt es zu konzentrieren. Dabei könnte Bad Säckingen der LogistikHub für Europa werden”, so Klaus Stiegeler. VERBUNDWERKSTOFF-SPÜLEN IM AUFWIND Einer überdurchschnittlichen Nachfrage erfreuen sich vor allem die Fragranit-Spülen und Dunstabzugshauben des Unternehmens. So wurden im Vergleich zum Vorjahr rund 20 Prozent mehr FragranitSpülen verkauft. „Wir erklären uns das mit dem erkennbaren weltweiten Trend hin zu farbigen Nassarbeitsplätzen“, interpretierte Klaus küche + architektur | 33


DATEN + FAKTEN

Stiegeler. Ein Trend, der durch die stetig verbesserte Materialqualität hinsichtlich Strapazierfähigkeit, antibakterieller Struktur und Pflegeleichtigkeit des Werkstoffs sowie durch die vielfältigen GestaltungsMöglichkeiten des Materials in Design und Farbauswahl unterstützt wird. Mit zum Erfolg der Fragranit-Spülen beigetragen habe jedoch auch das Preisgefüge, das sich in den letzten Jahren – bedingt durch die steigenden Materialkosten für Edelstahlspülen – deutlich zugunsten der Farbspülen verschoben hat. Die Nachfrage nach Edelstahlspülen reduziert sich jährlich um rund vier Prozent. Aber auch in den anderen Produkt-Bereichen legte das Unternehmen zu. Die Armaturen trugen mit einem Plus von 9 Prozent und die Abfalltrennungssysteme sogar mit 26 Prozent zum Erfolg des Geschäftsjahres bei. HAUBEN-ABSATZ VERDOPPELT Den Vogel abgeschossen haben jedoch die Dunstabzugshauben von Franke, deren Absatz sogar um 104 Prozent gesteigert werden konnte. Entscheidend mit zum Erfolg beigetragen habe die sehr erfolgreich und konsequent verfolgte Design-Strategie „in Verbindung mit einem herausragend guten Preis-Leistungs-Angebot diverser neuer Modelle“, erklärte der dynamische Geschäftsführer. Als meistverkaufte Dunstabzugshaube nannte er übrigens die kopffreie Variante Maris.

DIE JUNGE FRAGRANITSPÜLEN-LINIE PEBEL mit ihren modern gesofteten Konturen wurde mit gleich drei begehrten Design-Auszeichnungen prämiert: reddot design award, if design award und interior innovation award. DAS EDELSTAHLMODELL SINOS von Franke und das DesignLine Becken EDX von Eisinger wurden 2013 mit dem reddot design award ausgezeichnet.

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MEHR SERVICE FÜR DEN FACHHANDEL „Produkte werden immer ähnlicher“, stellte Klaus Stiegeler fest. „Wir müssen uns künftig mehr differenzieren und zwar nicht nur im Produkt, sondern auch in puncto Dienstleistung.“ Ein solcher Service ist das Franke Prof-Net, das das Unternehmen seinen Partnern im Handel seit Juli dieses Jahres zur Verfügung stellt. Dabei handelt es sich um eine hochprofessionelle Online-Informations- und Bestellplattform. Ist ein Kunde erst einmal registriert, kann er über dieses Portal an 365 Tagen rund um die Uhr alle Informationen zu Franke Produkten aktuell einholen. Fragen zu Modellen, Farben, Lieferumfang, Zubehör, Verfügbarkeit oder Ersatzteilen können so ohne Zeitverzögerung geklärt werden. Natürlich kann jeder Franke-Handelspartner dann auch als Händler seine Aktivitäten mit Franke über eine Umsatz- und Auftragsbestandsanzeige übersichtlich verwalten. Darüber hinaus können über eine Online-Shop-Funktion Produkte und Ersatzteile auf Knopfdruck bestellt werden. Dabei wird die Verfügbarkeit der Produkte sofort festgestellt und auch der Lieferstatus kann nachvollzogen werden. „Das System wurde von zwölf Piloten aus dem Fachhandel bereits getestet und für gut befunden“, betont Klaus Stiegeler. „Wir gehen also ruhigen Gewissens an den Start, wohl wissend, dass alles immer besser werden kann“, lacht der sympathische Branchenkenner. „Die Zeichen für 2013 stehen gut“, stellt der Stratege fest. „Wir liegen bereits in den ersten sechs Monaten über Plan, so dass wir für 2013 von einem gesunden Wachstum ausgehen können.“


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STRATEGIE + KOMPETENZ

Warum eine MarkenKeramikspüle? Wie sich Duravit als jüngster KeramikspülenHersteller am Markt etabliert

GERADLINIG UND PURISTISCH – Unterbau-Spüle Vero

Mit den Spülenserien Vero, Kiora und Starck hat sich Duravit bei den Küchenspezialisten bereits gut etabliert. Die Küchenprofis lieben das kleine überschaubare Sortiment mit dem sie überwiegend markenaffine Endverbraucher bedienen können. Duravit hat, was Sanitärkeramik anbelangt, seit Generationen einen guten Namen und steht für höchsten Anspruch in Qualität und Design. Die Küchenspülen sind nicht weniger anspruchsvoll.

G

emeinsam mit Thomas Hahn, der für die Verkaufsleitung der Sparte Cucina bei Duravit verantwortlich zeichnet, besuchten wir einige Küchenprofis. Wir wollten wissen, warum man sich dem Newcomer unter den Keramikspülen-Herstellern anvertraut und was man sich von den unter dem Markennamen Duravit vermarkteten Produkten verspricht. DESIGNSTARK, ELEGANT UND TROTZDEM UNAUFDRINGLICH „Wir haben festgestellt, dass die Nachfrage nach keramischen Spülen steigt“, erläutert Christoph Krohnen, Küchenhaus Süd in Frankfurt. „Unser Schwerpunkt liegt generell auf der Vermarktung von Markenprodukten. Sie stehen mit ihrem Namen für Qualität.“ Eingebaut sind hier Modelle gestaltet von renommierten Designern wie Philippe Starck oder Sieger Design, gefertigt aus der von Duravit selbst entwickelten, patentierten Keramikmasse DuraCeram®. Geradlinig und praktisch erweist sich die Unterbau-Spüle Vero. Das zeitlos rechtwinklige Design integriert sich leicht in verschiedenste Küchenambiente. Durch ihre dezente Gestaltung ist die Küchenspüle mit allen Arbeitsplatten und Fronten kombinierbar. Sie bildet eine ideale Ergänzung zu Möbeloberflächen und -platten und zeigt sich als schlichte aber elegante Lösung. Da steht es außer Frage, warum dieses Modell überwiegend bei Küchenspezialisten zu finden ist, die eine geradlinige, puristische Küchenarchitektur bevorzugen. PHILIPPE STARCK UND DURAVIT – EIN ÜBERZEUGENDES DUO Etwas eigenwilliger präsentiert sich die von Philippe Starck kreierte Keramikspüle Starck K. Für Friedhelm Mutschler, Küchenspezialist in Neustadt an der Weinstraße, verkauft sich dieses Design sehr gut an markenaffine Menschen. Designer Philippe Starck realisiert seine ganz persönliche Formensprache und entwickelte eine Küchenspüle

36 | küche + architektur


STRATEGIE + KOMPETENZ

CHRISTOPH KROHNEN, Küchenhaus Süd in Frankfurt: „Wir haben festgestellt, dass die Nachfrage nach keramischen Spülen steigt.“

MASSIVE MATERIALITÄT UND FUNKTIONALITÄT

FÜR FRIEDHELM UND ROSWITHA MUTSCHLER,

bestimmen das

Küchenspezialisten

Design der von

in Neustadt an der

Philippe Starck

Weinstraße, verkauft

entwickelten Duravit-Spüle mit dem Innenbecken,

sich die Starck K sehr gut an markenaffine Menschen.

mit den aus der Fläche ragenden Rändern.

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küche + architektur | 37


STRATEGIE + KOMPETENZ

mit großzügigem Innenbecken, dessen Ränder aus der Spüle heraus ragen. „Durch die zusätzliche Tiefe des Innenbeckens entstehen viele Vorteile für die Arbeitsabläufe in der Küche. Das großzügige Innenmaß ermöglicht einen entsprechenden Aktionsradius, der sogar zum Reinigen eines Backbleches ausreicht“, erläutert der erfahrene Küchenprofi. Das Gleiche gilt auch für das Modell Kiora Z, das sich besonders für Insellösungen eignet. Das Spülbecken ist zentral platziert und von zwei einheitlichen Abtropfflächen eingefasst. „Die beiden planen Ablageflächen neigen sich zum Innenbecken, das Abtropfwasser fließt von beiden Seiten einfach in das Becken ab“, schwärmen Christian und Stefan Böhm, Küchenprofs aus Groß-Bieberau. Auch sie loben das handelbare Sortiment des Markenherstellers aus dem Schwarzwald. SELEKTIVE VERMARKTUNG DER QUALITÄTSPRODUKTE „Außerdem vermarktet Duravit die Spülen selektiv. Mit wettbewerbsverzerrenden Preisen im Internet muss man sich bei Duravit also nicht herumärgern!“, betonen die beiden nachdrücklich. Neben der Unterbauspüle Vero, die in der Ausstellung im Küchenhaus Rettig in Lautertal bei Bensheim mehrmals gezeigt wird, soll in Kürze auch die große Vorführküche mit einer Duravit-Spüle ausgestattet werden. „Es wird wohl eine Kiora werden“, lacht Alexander Rettig, der sympathische Odenwälder, und verweist auf den großen weißen Auerhahn aus Porzellan, das Markenzeichen von Duravit, der das Highboard einer Küche ziert. Duravit-Verkaufsleiter Thomas Hahn hatte ihn dem Küchenhaus Rettig zur Einweihung seines Umbaus überreicht. Thomas Hahn ist mit der Entwicklung der Sparte Duravit Cucina zufrieden und hat bereits angekündigt, dass eine kleine Sortimentsergänzung in Vorbereitung ist. Präsentieren wird sich Duravit mit dem bestehenden Sortiment in diesem Jahr auf der Hausmesse von Brigitte Küchen in Hiddenhausen, aber auch bei Zeyko, Störmer, Kuhlmann, Pronorm und Nolte werden einige der Duravit-Spülen zu www.duravit.de sehen sein. SYMMETRIE ist das Kennzeichen der Kiora Z. Ein zentrales Spülbecken, eingefasst von zwei gleichgroßen Abtropfflächen.

STEFAN UND CHRISTIAN

Lautertal, setzt in

aus Groß-Bieberau,

seiner Ausstellung

loben das handelbare Sortiment des Markenherstellers aus dem Schwarzwald. 38 | küche + architektur

ALEXANDER RETTIG,

BÖHM, Küchenprofs

und Vorführküche auf Vero und Kiora.


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DATEN + FAKTEN

Partnerschaft gelebt Differenzierter Vertrieb von AEG, Electrolux und Zanussi zahlt sich aus

Innerhalb der letzten Jahre ist der Marktanateil der, laut der Kommunikationsanalyse der Zeitschrift Brigitte, bei Deutschlands Frauen beliebtesten Elektrogerätemarke AEG sowohl im Möbel- als auch im Küchenspezialhandel kontinuierlich gewachsen.

DER PROCLEAN GESCHIRRSPÜLER von AEG ist mit einer Geräuschstärke von gerade mal 39 Dezibel – und mit ExtraSilent-Funktion nur 37 Dezibel – flüsterleise. Er verfügt zudem über einen XXL Innenraum und fasst mit Besteckschublade ganze 15 Maßgedecke auf einmal – und ohne Besteckschublade immerhin 13.

W

ährend die Traditionsmarke mit einem Marktanteil von 12,1 Prozent im Bereich der Vollsortimentshäuser die Zehn-Prozent-Hürde bereits genommen hat, liegt er im Küchenfachhandel derzeit mit 9,7 Prozent noch knapp darunter. Doch Klaus Wührl, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Electrolux Deutschland und Österreich, ist sich sicher, auch hier in Kürze die ZehnProzent-Hürde nehmen zu können. Die Zeichen stehen gut, das Interesse der Verbraucher an langlebigen Investitionsgütern hält an, energiesparende Geräte sind gefragter denn je, das belegen auch die Marktstudien der GfK. „Die Haushaltsgroßgeräte sind mit einem wertmäßigen Wachstum von 6 Prozent im Zeitraum Mai 2012 bis Mai 2013 mittlerweile sogar noch gefragter als die Consumer Electronics, die im gleichen Zeitraum ein

Minus von 23 Prozent hinnehmen mussten.“ Eine Entwicklung die sich, so Klaus Wührl, auch auf den hohen Anteil des Ersatzbedarfsgeschäfts der Hausgeräteindustrie zurückführen lässt. Davon profitierten natürlich auch die Marken AEG, Electrolux und Zanussi. ERFOLGREICH DURCH ZUVERLÄSSIGKEIT Die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2013 verlief für die Marken AEG, Electrolux und Zanussi positiv. Begründet sehen Klaus Wührl und Karl-Heinz Schneider, Direktor Vertrieb für den Möbel- und Küchenhandel, diese positive Entwicklung nicht nur in dem attraktiven, zeitgerechten Sortiment, sondern auch in dem transparenten Vertriebswegekonzept, an dem das Unternehmen kontinuierlich festhält. Danach findet Zanussi über den Elektrogroßhandel seine Käufer. Die AEG

SOFTSPIKES sorgen für einen festen Halt von Trinkgläsern je jeder Art und der neue SoftGrip Weinglashalter bändigt selbst große Rotweinkelche. 40 | küche + architektur


DATEN + FAKTEN

SOUS-VIDE mit Christian Mittermeier. Der Sternekoch ist Sympathieträger und eine Art Markenbotschafter für AEG, seine Rezepte und Tipps findet man auch auf den Internet-Seiten von AEG.

Preference Geräte jedoch werden ausschließlich über den qualifizierten Küchenspezialhandel vermarktet. Über 1000 Küchenprofis gehören mittlerweile zu den exklusiven AEG Preference Partnern und über 2000 Handelspartner sind Vertragspartner von AEG. Die Geräte der Marke Electrolux werden seit Ende letzten Jahres ausschließlich über den Küchen- und Möbelfachhandel vermarktet und sind seit Januar dieses Jahres voll lieferfähig. Dass diese Produkte die vom Markt gezogene Marke Juno mit Bravour ersetzen, zeigt der große Zuspruch der Möbel- und Küchenfachhändler. Deutschlandweit wurden über 3500 Musterküchen mit Electrolux Geräten ausgestattet. Über 800 Handelspartner haben sich mittlerweile durch Unterzeichnung des Partnervertrags zu der Marke Electrolux bekannt. Und sie wurden nicht enttäuscht. Das

Electrolux-Sortiment wird kontinuierlich optimiert und ausgebaut. „Außerdem lassen sich durch die Neupositionierung der Marke um 7 Prozent verbesserte Durchschnitts-VK-Preise realisieren“, freut sich Karl-Heinz Schneider. An diesem Fokus will das Unternehmen weiterhin festhalten und seine Partner im Handel entsprechend unterstützen. Kein Wunder, denn der traditionelle Fachhandel erlöst im Vergleich zu anderen Vertriebskanälen wie z.  B. auch der Online-Handel nachweislich die höheren durchschnittlichen Verkaufswerte, da hier eine gute Beratungsqualität vorliegt, die in Verbindung mit exzellentem Service zu einer hohen Kundenbindung führt. Auf die neuen Produkte der Marken AEG, Electrolux und Zanussi darf man bereits gespannt sein. „Das MAZ in Löhne ist für uns ein festes Domizil geworden“, betonen Klaus

Wührl und Karl-Heinz Schneider. Seit März 2013 bis Ende Juni wurden in dem Löhner Ausstellungszentrum insgesamt 19 Schulungen mit rund 300 Teilnehmern aus dem Elektro- und Küchen-/Möbelfachhandel abgehalten. Zudem dient das Zentrum auch für Vertriebsbesprechungen oder Expertendialoge mit Key-Account-Kunden. Vom 14. bis 19. September jedoch, wird das MAZ seine Tore wieder den insgesamt rund 18 000 Fachbesuchern öffnen, die die Hausmessen entlang der Küchenmeile besuchen. „Natürlich mit einer aktualisierten Produktpräsentation der drei Marken.“ Und die neuen Produkte können sich sehen lassen: LEISTUNGSSTARK UND FLÜSTERLEISE … … zeigt sich die zweite Generation der ProClean Geschirrspüler von AEG. Mit einer

EIN SYMPATHISCHES ERFOLGSTEAM: (v.l.n.r.) Alfred Janovsky, AEG-Geschäftsführer Österreich, Michael Geisler, Country Manager für Small Appliances Deutschland und Österreich, Karl-Heinz Schneider, Direktor Vertrieb für den Möbel- und Küchenhandel, Marketingleiterin Britta Amara, Norbert Behringer, Leiter Produktbereich Küchen, Klaus Wührl, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Electrolux Deutschland und Österreich, Pressesprecherin Elisabeth Lokai-Fels und Stefan Löb, Product Line Manager Waschen und Haustechnik für Deutschland und Österreich.

küche + architektur | 41


DATEN + FAKTEN

EXSIGHT: Einfaches Berühren, Tippen und Wischen auf dem großen TFT Touchscreen ermöglicht, nach den verschiedensten Zubereitungsarten zu suchen.

Geräuschstärke von gerade mal 39 Dezibel – und mit ExtraSilent-Funktion nur 37 Dezibel – ist das Gerät flüsterleise. Besonders praktisch: Die AutoOff-Funktion, die es nur bei AEG gibt. Nach zehn Minuten schaltet sich der intelligente Spüler wie von Zauberhand ganz allein ab. Für einen geringeren Energie- und Wasserverbrauch sorgt das AutoSense-Programm des Gerätes, dessen Wassersensor den Verschmutzungsgrad des Geschirrs erkennt und den Reinigungsablauf entsprechend anpasst. Das Gerät verfügt zudem über einen XXL Innenraum: Die tiefere Innentür schafft mehr Platz für das neue Korbsystem. Damit fasst der Geschirrspüler mit Besteckschublade jetzt ganze 15 Maßgedecke auf einmal – und ohne Besteckschublade immerhin 13. Die Besteckschublade lässt sich ganz leicht herausnehmen und passt in jede 60 cm Standard Küchenschublade. Außerdem bietet sie Platz für großes Salatbesteck und Messerhalter – Gegenstände, die bisher die halbe Maschine blockiert haben und deshalb meistens mit der Hand gespült werden mussten. Festen Halt für Gläser garantieren zwei Zusatzfunktionen: SoftSpikes sorgen für einen festen Halt von Trinkgläsern jeder Art und der neue SoftGrip Weinglashalter bändigt selbst große Rotweinkelche. GERÜCHE RAUS, ENERGIE REIN: Die neue Öko-Designdunstabzugshaube kombiniert Abluft- und Umluftfunktion und sorgt für ein gutes Klima in der Küche, ohne unnötigen Wärmeverlust während der kalten Jahreszeit. Durch ihre variable Lüftungsfunktion und integrierte LED-Lampen ist das Modell ein Vorreiter für energiesparende Systeme. 42 | küche + architektur

Die Dunstabzugshaube besitzt eine SwitchFunktion, durch die je nach Situation der Abluft- oder Umluftmodus in Gang gebracht wird. Welcher Modus zum Einsatz kommt, entscheidet der Küchenchef selbst. So wird die Luft in die Küche frisch und der Energieverbrauch so gering wie möglich gehalten. Im Sommer gelangen die Gerüche und die Wärme über die Abluftfunktion des Systems nach außen. Im Winter bleibt die Luft im Raum, wird aber mit Hilfe des Umluftmodus und Aktivkohlefiltern gereinigt. Zwei separate Kanalsysteme ermöglichen dies. Die Ingenieure von AEG haben bei der Entwicklung der neuen Dunstabzugshaube besonders an die Umwelt gedacht. Denn sie spart auf verschiedene Weise jede Menge Energie ein und schont somit auch den Geldbeutel: Mit Hilfe des bürstenlosen Motors verringert sich der Energieverbrauch beispielsweise um 60 Prozent. Die integrierten LED-Lampen sparen zudem 90 Prozent ein. Und mit Hilfe der Umluftfunktion entkommt im Winter keine bereits erwärmte Luft. Außerdem zeichnet sich die neue ÖkoDunstabzugshaube durch ihre intuitive Bedienung aus. Auch die leicht zugänglichen Filter überzeugen auf ganzer Linie. Sie lassen sich einfach herausnehmen und sind als Designelemente zudem ein absoluter Blickfang. Erhältlich sein wird die neue Öko-Dunstabzugshaube ab November in zwei Varianten: als Inselmodell für freistehende Kochinseln X99464MI2) und zum anderen als herkömmliches Wandmodell X99464MK2 . INTUITIV GAREN Das ExSight Bedienkonzept, das derzeit für den AEG Sous Vide Multi-Dampfgarer


Fotos: AEG

DATEN + FAKTEN

KITCHEN SYSTEMS

MIT EINEM SWITCH von Abluft zu Umluft, das ermöglicht die neue Öko-Dunstabzugshaube von AEG.

BS8356001M und den AEG PyroLuxe Plus Backofen BP8306001M erhältlich ist, ist einem Smartphone nachempfunden. Mit seiner Hilfe können Hobbyköche jetzt intuitiv und komfortabel durch die Menüs navigieren und die gewünschten Einstellungen vornehmen. Einfaches Berühren, Tippen und Wischen auf dem großen TFT Touchscreen ermöglicht, nach den verschiedensten Zubereitungsarten zu suchen. Mit einem Speichermenü können bis zu 20 Lieblingsrezepte gespeichert und wieder abgerufen werden. TUE GUTES UND REDE DARÜBER 85 Prozent der Großgeräte-Käufer, so Marketingleiterin Britta Amara, informieren sich heutzutage digital. Dabei nutzten jedoch mehr als 2/3 sowohl das Internet als auch das Fachgeschäft als Informationsquelle. Der Verkäufer spielt also auch weiterhin eine Schlüsselrolle für die finale Kaufentscheidung. Deshalb unterstützt AEG den Vorverkauf über den Fachhandel seiner Markenprodukte durch breite multimediale, endverbraucherorientierte Informationskampagnen. Im Fokus stehen dabei auch Initiativen im Internet wie die aktive Nutzung von Blogs wie z. B. die AEG Facebook-Fanpage und AEG FoodBlog, Twitter und die aktive Nutzung von Pinterest, einer Plattform für die Veröffentlichung von visuell ansprechendem Content als effektive Kanäle für Content- und SocialMedia-Marketing. „Wir sehen die Nutzung dieser Mittel als eine Chance mit Rezepten, interessanten Menschen, Kolumnen, Stories und mehr, den Konsumenten als Zusatznutzen verbesserte Dialogmöglichkeiten anzubieten.”

Sinos Design Concept

VOLLENDETE KÜCHENSYSTEME Mit wegweisenden Innovationen und Leidenschaft für Perfektion setzt Franke seit über einem Jahrhundert Standards in der Küchentechnik. Komplette DesignKonzepte zum Wohlfühlen und Genießen - bei Spülen und Armaturen, ebenso wie bei Abfalltrennsystemen und Dunstabzugshauben. www.franke.com

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küche + architektur | 43


INTERNATIONAL FAIRS | IFA

VOM 6. BIS 11.9.2013 IFA IN BERLIN

IFA in Berlin als weltweit

Vernetzung im Fokus

bedeutendste Messe für

IFA vereint Consumer Electronics und Home Appliances

Wenn vom 6. bis 11.9.2013 die

Consumer Electronics und

U

Home Appliances ihre Tore

ltra HD-Auflösung für überwältigende Bildschärfe, „Smart Devices“ vom Smartphone über Smart TV bis zum Convertible-Computer, Smart Home Entertainment mit Funk-Lautsprechern für AudioStreaming sowie die umfassende Vernetzung sämtlicher Produkte der Home Electronics miteinander werden die wesentlichen Trends der IFA 2013 aus dem Bereich Consumer

öffnet, werden Fachbesucher und Endkunden dem ganzen Neuheitenspektrum dieser beiden innovativen und dynamischen Branchen gegenüberstehen.

Electronics sein. Edel, nachhaltig und komfortabel in der Bedienung präsentieren sich daneben die neusten Technik-Highlights der führenden Hersteller von Elektro-Groß- und Kleingeräten, dabei stehen komfortable Bedienung, Energie-Effizienz, gesundes Kochen und Wellness und nicht zu vergessen, edles Design im Fokus der Weiterentwicklungen. Die neusten Waschmaschinen sind neben

Foto: Miele

„Creating Fascination“

HIGHLIGHTS der Einbau-Kaffeevollautomaten der Generation 6000 sind die Tassenranderkennung CupSensor und das EasyClickMilchsystem für die komfortable Zubereitung von Kaffeespezialitäten mit Milch. 44 | küche + architektur

Unverändert sind allein Lage und Größe der Miele Präsentation anlässlich der IFA 2013: Der etwa 3000 Quadratmeter messende Miele-Stand befindet sich wieder in Halle 2.1 Stand 101. Im Zentrum des grundlegend neuen Stand- und Eventkonzepts stehen die neuen Wäschepflegegeräte, ergänzt durch Einbaugeräte der ebenfalls neuen Generation 6000. Das Leitmotiv „Creating Fascination“ legt den Fokus auf Design, Ausstattung und Innovativität der Messeneuheiten. Was sie an Neuem können und wie sie zur Lebensqualität ihrer Nutzer beitragen, vermitteln Akrobatik-Acts und stimmungsvolle Musik auf der Eventbühne. Ergänzende Schulungsevents werden im noch stärker informations- und beratungsorientierten Fachbesucherbereich geboten. Zentrales Produktthema ist die neue Generation Waschmaschinen und Trockner. Zudem bekräftigt Miele auch auf dieser Messe seine Position beim Thema „Intelligent Energiesparen“, im Bereich Wäschepflege etwa mittels des jetzt marktreifen Solartrockners, den sonnenerwärmtes Wasser beheizt. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Einbaugeräte der Generation 6000, die im Januar auf der „LivingKitchen“Weltpremiere feierten und seit Mai an den deutschen Handel ausgeliefert werden. Zur IFA wird die neue Generation jedoch durch weitere Neuwww.miele.de heiten bei den Geschirrspülern und der Kaffeezubereitung vervollständigt.


Foto: Samsung

Foto: WMF

IFA | INTERNATIONAL FAIRS

MIT DER LONO präsentiert WMF die weltweit

DAS OPTIONALE TOUCH-DISPLAY und die

erste Kaffeepadmaschine aus Cromargan® –

schnelle 128 GB SSD entsprechen dem

kombinierbar mit vierzehn weiteren Produkten

Wunsch nach intuitiver Bedienbarkeit und

des My WMF Cromargan® Küchensets.

schneller Rechenleistung. Optional ist das ATIV

Perfekten Kaffeegenuss liefert die bewährte

Book 9 Lite mit mattem Display erhältlich.

Spitzentechnologie und über 100-jähriges

www.samsung.de

Kaffee Know-how. Die Zubereitung von z. B. Tee, ermöglicht der integrierte Heißwasser-

Bei den Kochfeldern überwachen Sensoren die Temperarturbereiche. Sie verhindern so Überhitzung des Bratfetts und minimieren die Brandgefahr durch Selbstentzündung. Die Wärmezufuhr per Induktion gewinnt weiter an Bedeutung und hat den Backofen erobert, indem ein spezieller Induktionseinsatz die Energie zum Backen und Braten bereitstellt. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Garen nach der Methode Sous Vide, bei der die Lebensmittel in Plastikbeuteln vakuumiert bei niedrigen

auslauf. Standby-Modus und Abschaltautomatik sparen zudem Energie.

www.wmf.de

Erhaltung der Frische und der Vitamine in Obst und Gemüse kommen neue Innenbeleuchtungen zum Einsatz, die Teile des Sonnenlichts simulieren. Zudem lässt sich das Feuchtigkeitsniveau im Innenraum regeln oder aktiver Sauerstoff zuführen, damit Obst und Gemüse länger frisch bleiben.

Neue TipOpen Technologie

Foto: Liebherr

dem sparsamen Einsatz von elektrischer Energie, Wasser und Waschmitteln auch auf geringe Geräuschemission und Hygiene ausgerichtet. Antibakterielle Türdichtungen und Waschmittelschubladen, spezielle SchaumTechnologien, Bedampfung der Wäsche gegen Allergene, Programme für Allergiker und Babywäsche sowie weitere vorinstallierte Programme für die optimale und effiziente Wäschepflege, auch bei niedrigen Waschtemperaturen, tragen dazu bei. WärmepumpenTechnologie sorgt bei den modernen Wäschetrocknern für höchste Energie-Effizienz. Aktuelle Kühlgeräte haben flexible Kühlräume, wahlweise zum Kühlen oder Gefrieren. Neue Dämm-Materialien steigern die Energie-Effizienz zusätzlich. Spezielle HygieneSysteme beugen Gerüchen vor und machen Bakterien unschädlich. Zur möglichst langen

Während der IFA wird Liebherr in Halle 2.1 auf Stand 201 den Unterbau Weinschrank UWT 1682 mit der neuen TipOpen Technologie präsentieren. Sie ermöglicht, den Weinschrank mit neuem Design perfekt in Küchen mit grifflosen Küchenmöbeln zu integrieren. Durch leichtes Antippen der Glastür öffnet sich diese 7 cm von selbst und erlaubt einen bequemen Eingriff zum vollständigen Öffnen. Wird die Türe nicht innerhalb von ca. 3 Sekunden weiter geöffnet, schließt sie sich durch das Softclosing System wieder selbstständig. Optimierte Kältetechnologie macht den UWT 1682 energieeffizient. Gedämpfte Komponenten, sowie der schwingungsarm gelagerte Kompressor sorgen dafür, dass der Weinschrank besonders geräuscharm ist. Die komfortable Bedienung erfolgt über MagicEye Steuerung mit Touch Elektronik. Für die gleichmäßige Ausleuchtung gibt es in jeder Temperaturzone eine zuschaltbare und dimmbare LED-Beleuchtung. Deren minimierte Wärmeentwicklung erlaubt, Weine auch über einen längeren Zeitraum im Licht zu präsentieren. Stabile Holz-Auszugsborde lassen sich besonders weit ausziehen und sorgen für gute Übersicht und den bequemen Zugriff auf die 34 Flaschen, die hier Platz www.liebherr.com finden. küche + architektur | 45


INTERNATIONAL FAIRS | IFA

CONNECTIVITY wird beim Loewe Speaker 2go großgeschrieben. Die neue Near-FieldCommunication-Technologie (NFC) erleichtert das Verbinden von z.B. Smartphone, Tablet oder den MP3 Player mit dem Lautsprecher. Bis zu fünf Bluetooth-Geräte können gespeichert werden, die sich nach dem Einschalten Fo to

des Speakers jeweils nach Verfügbarkeit

:L

Temperaturen schonend gegart werden. Geschmack, Vitamine und Nährstoffe bleiben so noch besser erhalten. Ebenfalls zur EnergieEffizienz tragen kürzere Aufheizzeiten bei. Energie-Effizienz wird auch bei den Dunstabzügen mit langlebigen, leisen Motoren und hohen Wirkungsgraden groß geschrieben. Mit stärkerem Sprühdruck oder Besprühen mit heißem Wasserdampf rücken die neuen Spülmaschinen selbst stärkstem Schmutz wie angetrocknete oder eingebrannte Speisereste zu Leibe. Dennoch sinken die Werte für Wasser- und Energieverbrauch kontinuierlich.

oe we

immer verbinden.

Dies wird beispielsweise auch durch die mögliche Versorgung mit warmem Wasser sowie durch das energieeffiziente Zeolith-Trocknen und spezielle Gehäuse-Isolierungen unterstützt. Sonderprogramme, unterschiedlicher Wasserduck für den oberen und unteren Korb sowie die automatische Beladungserkennung sorgen für schonende Behandlung des Geschirrs und der Gläser bei gleichzeitig optimalen Reinigungsergebnissen. Spezielle Schalldämmungen und extra leise Motoren sorgen zudem für eine minimierte Geräuschentwicklung.

www.loewe.de

INNOVATIVE KLEINGERÄTE Mit rund 3000 neuen Produkten pro Jahr präsentiert sich die Sparte der Elektrokleingeräte. Allen voran das beliebte Segment der Kaffee-Vollautomaten, Portions- und EspressoMaschinen ob als Stand- oder Einbaugeräte, die zunehmend auch Schokolade und Tee zubereitet können. Leistungsfähige Frühstücksserien entwickeln sich mehr und mehr zu Design-Objekten aus edlen Materialien wie auch die Vielzahl der Küchenhelfer aus dem Segment Food Preparation mit Küchenmaschinen, Mixern oder Grills.

„Future Living“…

SPEEDMATIC GESCHIRRSPÜLER mit Zeolith-

Foto: Siemens

Technologie in der Energieeffizienzklasse A+++

… heißt das Motto zur IFA von Siemens. Auf Stand 101 in Halle 1.1 erwarten die Besucher „spannende Insights in die modernen Lebenswelten von morgen, unter anderem mit unserem faszinierenden Connectivity-Szenario. Es präsentiert konkrete Mehrwerte eines vernetzten Haushalts, wie er schon bald Realität werden wird“, so Roland Hagenbucher, Geschäftsführer SiemensElectrogeräte GmbH. „Daneben zeigen wir in allen Produktbereichen intelligente Technologie, die auf die wichtigsten sozioökonomischen Trends ausgerichtet ist: So reagieren wir auf den immer höheren Grad an Individualisierung in der Gesellschaft mit einem neuen Maximum an Wahlfrei- ROLAND HAGENheit. Ein Beispiel: die neuen iQ 800 Wasch- BUCHER, Geschäftsmaschinen mit i-Dos und neuer Hygiene führer SiemensOption. Auch der beschleunigte Lebens- Electrogeräte GmbH rhythmus ist in allen Produktbereichen ein wichtiges Thema. Bei den speedMatic Geschirrspülern stellen wir beispielsweise die dreifache Zeitverkürzung varioSpeed Plus vor. Auch der neue Siemens iQ 700 Wärmepumpentrockner passt sich perfekt dem immer schnelleren Lebensrhythmus des modernen Konsumenten an. Mit nur noch 17 Minuten Trocknungszeit pro Kilogramm Wäsche schlägt er alle bisherigen Wärmepumpen-Trockner von Siemens um bis zu 35 Minuten. Dass wir auch in Sachen Energieeffizienz führend bleiben, unterstreichen wir unter anderem mit einem neuen speedMatic Geschirrspüler mit Zeolith-Technologie in der www.siemens-home.de Energieeffizienzklasse A+++.“

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Foto: AEG

VERNETZUNG – EIN TREND, DER ANHÄLT Mit der steigenden Akzeptanz von Smartphones und Tablet-PCs nehmen auch die Anwendungsmöglichkeiten in Kombination mit vernetzten Hausgeräten zu. Ob zur Information (Produktinformation, Statusinformation, Zubereitungsvorschläge, Lebensmittelbestand), Bedienung (Anleitung, Handbuch, PflegeTipps), Komfort (Service, Wartung, Ferndiagnose) und Effizienz (Energie-Monitoring), die Verbindung von CE- und Haushaltsgeräten unterstützt Komfort, wirtschaftlichen Energieverbrauch und die Sicherheit in den privaten vier Wänden. Die Vernetzung von CE-Geräten untereinander und ihre Verbindung mit Haushaltsgeräten, der Heizungsanlage oder der Beleuchtung wird in den nächsten Jahren noch an Bedeutung gewinnen. BEI DEN CONSUMER ELECTRONICS ... ... zeigt die IFA 2013 Ultra HD Fernsehgeräte, die die vierfache Auflösung herkömmlicher HD-Bildschirme bieten. Typisch für Ultra HD-Schirme sind wandfüllende MaxiGrößen: Diagonalen mit 55 Zoll (140 Zentimeter) sind das Mindestmaß; die IFA wird

sogar etliche neue Bildschirmriesen mit Diagonalmaßen über 80 Zoll (203 Zentimeter) zeigen, die ganz neue Heimkino-Maßstäbe setzen werden. Ultra HD-Geräte können HDTV-Sendungen und Filme von der Bluray Disc auf die neue Pixelfülle hochskalieren. In diesem Jahr zeigen alle großen Hersteller OLED-Schirme mit Diagonalen über 55 Zoll. Die jüngste Produktidee sind große OLEDSchirme, die leicht nach innen gewölbt sind, um den Bildern so die Anmutung besonderer räumlicher Tiefe zu verleihen. Möglich wird das durch die flexiblen Materialien, aus denen sie bestehen. Für künftige mobile Anwendungen sind Schirme denkbar, die sich biegen oder gar aufrollen lassen. Prototypen solcher Displays gibt es auf der IFA zu sehen. An neuen Bedienkonzepten der Smart-TVs zeigt die IFA TV-Prototypen, die erkennen können, wenn ihr Nutzer mit dem Zeigefinger Ziffern in die Luft schreibt. Auch die Spracherkennung zur Gerätesteuerung arbeitet immer differenzierter. Einige Geräte können sogar frei gesprochene Sätze erkennen. Und das ist noch längst nicht das Ende der Entwicklung: Die IFA wird

IFA | INTERNATIONAL FAIRS

DIE NEUE KÜHL-GEFRIERKOMBINATION AEG Santo SCS91800 C1 und die Variante mit NoFrost Santo SCN91800 C1 für die 178er Nische unterschreiten die beste am Markt verfügbare Energieeffizienzklasse A+++ um sogar noch zehn Prozent. Grund für den sparsamen Verbrauch ist die innovative Isolierung aus hocheffizienten Vakuum-Paneelen sowie die neue variable Kompressortechnologie.

www.aeg.de

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küche + architektur | 47


INTERNATIONAL FAIRS | IFA

Das neue Radiogerät „DIR 3000“ von Hama vereint die Techniken der Digitalradio-Sender und Internet-Sender – es empfängt UKW- und andere DAB-Angebote. Über WLAN oder wahlweise auch eine Netzverbindung können Internet-Radioangebote genutzt werden. Und dank der WiFi-Streamfunktion kann auf die eigene Foto: Hama

Musiksammlung, die z.B. auf dem Smartphone, dem Tablet oder dem PC gespeichert ist, zugegriffen werden.

www.hama.de

Zukunfts-Lösungen zeigen, die auf den Umweg über gesprochenen Text verzichten. Es genügt schon der über Hirnströme ermittelte Gedanke, um elektronische Funktionen zu steuern. Bis es soweit ist, übernehmen die Rolle der Navigatoren durch Medienangebote und Funktionen immer mehr Tablet-PCs und Smartphones. Großer Bildschirm und drahtlos vernetzter Mini-Schirm zählen zu den besonders spannenden Trends. So kann der Tablet-Rechner den elektronischen Programmführer auf seinen mobilen Schirm rufen und auf diese Weise die Auswahl von Live-Sendungen oder die Programmierung von Aufnahmen erleichtern. Oder das laufende Fernsehprogramm wird vom großen Bildschirm auf den kleinen übertragen – für mobiles Fernsehen. GRENZEN WERDEN AUFGEHOBEN „Convertibles“ kombinieren die Funktionen von Tablets und Notebooks. Als Tablet arbeitet der Bildschirm autark, gesteuert über TouchScreen. Mit angesteckter Tastatur funktioniert er

als konventionelles Notebook. Neue Betriebssystem-Versionen unterstützen die Bedienung über die Tastatur und den Bildschirm zum Antippen. Auch die Trennung zwischen Smartphones und Tablet-PCs verschwindet bei Smartphones, deren Displaygrößen schon in die Nähe der Tablet-Rechner kommen. Und andererseits gibt es in den Tablet-Familien immer mehr kompakte Modelle, die sich auf Smartphone-Größen zu bewegen. Lautsprecher, die über W-LAN oder Bluetooth wiedergeben, gibt es in unzähligen Varianten: Manche setzen ausschließlich auf Funk, andere haben obendrein DockAnschlüsse für mobile Abspielgeräte. Als Musikquellen für die drahtlose Übertragung kommen NAS-Festplatten, Computer, Tablet-PCs, mobile Musikplayer und Smartphones in Frage. Der Trend zum mobilen Musikhören hat auch die Nachfrage nach Kopfhörern belebt. Egal, ob MP3-Player, Videoplayer, Smartphone oder Tablet-PC – ein Kopfhörer gehört dazu. Dabei markiert die Unterdrückung der Umfeld-Geräusche den

Stand der Entwicklung, sowohl bei In-EarPhones als auch bei großen HiFi-Kopfhörern. Die Wachstums- und Innovationsdynamik von Consumer Electronics und Home Appliances spiegeln sich in der Entwicklung der Messe wider. „Mit einer überwältigenden Zahl globaler Neuheiten und Produkt-Premieren werden die IFA-Aussteller ihre Innovationskraft wieder beeindruckend unter Beweis stellen. Für den Wachstumsmarkt Smart Home ist die IFA in der weltweit einzigartigen Position, alle beteiligten Industrien, Handel und Konsumenten zusammenzuführen“, erklärt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu. „Die globalen Märkte für Consumer Electronics und Home Appliances wachsen auch 2013. Allerdings werden nicht alle Regionen der Welt zum Wachstum von rund vier Prozent beitragen. Aber auch für den herausfordernden Markt Europa prognostiziert die GfK ein Wachstum von 1,5 Prozent,“ analysiert Jürgen Boyny, Global Director Consumer Electronics, GfK Retail and Technology, die Marktentwicklung.

Foto: Bosch

Technik zum Anfassen

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Der Messestand von Bosch in Halle 3.1/101 wird erneut als interaktives Forschungs- und Testlabor gestaltet sein. In Anknüpfung an den großen Erfolg von 2012 können die Besucher zahlreiche Innovationen hautnah erleben und praktisch nachvollziehen. So wurde z. B. die Weiterentwicklung der FlexInduction-Felder vorangetrieben. Bei den neuen Modellen, die im Herbst auf den Markt kommen, sind die Ingenieure insbesondere dem Wunsch nach mehr Spielraum beim Kochen und einer möglichst einfachen Handhabung nachgekommen. So sind die neuen FlexInduction-Zonen jetzt um 4 cm breiter. Der Verzicht auf Umrandungen oder sonstige Markierungen betont die Großzügigkeit und Offenheit – vom neuen, 30 Zentimeter schmalen Domino-Feld bis hin zum XXL-Modell mit drei flexiblen Zonen auf 90 Zentimetern Breite. Intuitive DirectSelectSteuerung ermöglicht den schnellen Zugriff auf jede einzelne Kochzone und die Leistungsstufenanwahl über ein einziges Bedienelement. Eine ideale Alternative bildet die QuickStart-Funktion: Einfach Topf auf das Kochfeld stellen – er wird im Bedienfeld automatisch angezeigt – und gewünschte Leistungsstufe auswählen. Die ReStart-Funktion speichert alle gewählten Einstellungen und ganz Bosch ist die integrierte Verbrauchswww.bosch-home.com/de anzeige, die jederzeit über den Energiebedarf informiert.


IFA | INTERNATIONAL FAIRS

Smart, gesund und schnell Der Bereich Home Appliances von Samsung wird sich während der IFA in Halle 5.1/101 präsentieren. Als besonderes Highlight des Sortiments wird der neue Samsung Premium French Door mit zwei Flügeltüren vorgestellt: seine CoolSelectZone Plus lässt sich je nach Bedarf variabel zwischen 2 und -23 Grad für Kühlen oder Gefrieren einstellen, je nachdem, ob man mehr Platz für leicht gekühltes Obst oder für gefrorene Meeresfrüchte braucht. Und durch die „Space Max“ Technologie mit extra dünnen Gerätewänden und starker Isolierwirkung bietet der RF90 bis zu 30 Prozent mehr Nutzinhalt als vergleichbare Modelle. Drei getrennte Kühlkreisläufe und ein Dual Kompressor mit Digital Inverter Technologie sorgen für mehr Frische, effiziente Kühlung und weniger Stromverbrauch, so dass das Gerät trotz seines Stauvolumens von 820 Litern die Energieeffizienz A++ erreicht. Permanent messen smarte Sensoren Temperatur und Feuchtigkeit und sorgen für die passende Kühlung und eine gleichmäßige Belüftung. Das Einstellen der Kühlzonen ist komfortabel über das große LED-Touch-Display möglich, das zwischen den Türen angebracht ist und die klare Designlinie nicht unterbricht. Backofen und Mikrowelle vereint der neue Samsung Smart Oven (MC-32F606). Er misst die Oberflächentemperatur der Speisen und wählt automatisch die richtige Garzeit und -temperatur. Wertvolle Inhaltsstoffe bleiben so fast vollständig erhalten. Slim Fry Technologie erlaubt die Reduzierung von Fett bei der Zubereitung. Komfortabel: zahlreiche vorprogrammierte Rezepte und ein eigenes Zubereitungsprogramm für Joghurt. Die 345 mm breite Tür öffnet sich nach unten, so dass auch größere Auflaufformen problemlos Platz finden. Innen ist das Gerät mit einem kratzfesten, leicht zu reinigenden Keramik-Email überzogen, das antibakteriell wirkt und die Übertragung von Gerüchen verhindert. Unterstützt werden die Samsung Fachhandelspartner beim Verkauf des neuen Hausgeräte-Sortiments mit umfangreichen Online-, POS- und Promotion-Aktivitäten. Youtube-Clips und eine Banner-Kampagne auf allen kaufrelevanten Produktvergleichsseiten schaffen Aufmerksamkeit und machen Lust darauf, die Produkte im Fachhandel live zu erleben. „Unser Ziel ist es, die Kunden Schritt für Schritt durch den Kaufentscheidungsprozess zu begleiten: Unsere Online-Aktivitäten wecken Interesse. Am POS erhalten Fachhändler kommunikativ optimierte Shop-Displays, um die smarten Technologien erlebbar zu machen und die Kunden vom Mehrwert der Samsung Hausgeräte zu überzeugen“, erläutert Jeroen van Rappard, Head of Marketing Home Appliances, Samsung Electronics GmbH, die Kampagne. Die über den Küchen- und Möbelfachhandel vertriebenen Gerätevarianten werden konzentriert vom www.samsung.com/de 14.–19.9.2013 auf der area30 in Löhne zu sehen sein.

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DER KÜHL-/ GEFRIER-SCHRANK muss nicht abgetaut werden, denn NoFrost+ leitet Feuchtigkeit nach außen ab und verhindert

Foto: Samsung

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TECHNIK + KOMFORT | Geräte

Standard als Pflicht – Differenzierung als Kür Bauknecht- Vertriebs-Geschäftsführer Marten van der Mei über die neue Ausrichtung der Traditionsmarke

M

arten van der Mei weiß wovon er spricht, wenn es um den Vorverkauf einer Marke durch ein adäquates Marketing geht. Nicht umsonst verantwortet der frischgebackene Bauknecht-Geschäftsführer heute auch den Vertrieb der Traditionsmarke. Seine Erfahrungen als Bauknecht-Europachef Marketing bringt er mit in seine neue Aufgabe

ein. Seine Devise: Nachhaltigkeit, bzw. Energieeffizienz ist bereits zum Standard für neue Produkte geworden. Somit ist eine echte Differenzierung nur noch über die Themen Komfort und Design zu erreichen, die mittels einer Endgebraucher orientierten multimedialen Marketingkampagne einer breiten Käuferschicht zugetragen werden. In diesem Interview erhalten wir von Marten van der Mei einen kleinen Einblick in die Welt der Produktneuheiten, Dienstleistungs- und Marketingkonzepte von Bauknecht, die das Unternehmen für seine Partner im Handel und die, die es werden wollen, bereit hält. Präsentiert wird das Ganze im Übrigen vom 7. bis 9. September im legendären Hotel Adlon in Berlin.

Herr van der Mei, Sie sind seit Anfang Mai Geschäftsführer der Bauknecht Hausgeräte GmbH mit den Schwerpunkten Vertrieb und Marketing. Welche Ziele haben Sie sich kurz- und langfristig gesetzt? Marten van der Mei: Mein Schwerpunkt ist ganz klar die Unterstützung unserer Handelspartner zu intensivieren, indem die Aktivitäten von Vertrieb und Marketing noch enger verzahnt werden. Der Startschuss dazu ist bereits mit der Neupositionierung der Marke Bauknecht gefallen. Dadurch haben wir unser Profil extrem geschärft, und wir erhalten darauf ein durchweg positives Feedback. Der Fachhandel bescheinigt uns einstimmig, dass wir aus der eintönigen Werbelandschaft klar herausstechen und dass ihm die neue Werbesprache beim Abverkauf hilft. Diese bessere vertriebliche Differenzierungsmöglichkeit ist natürlich auch für potenzielle neue Handelspartner ein stark ziehendes Argument. Ich werde mich in Zukunft außerdem verstärkt auf die Distributionsausweitung innerhalb des Fachhandels konzentrieren und mit neuen Konzepten überraschende Akzente setzen, die die Qualität und Quantität der Kommunikation hin zum Handelspartner deutlich steigern werden. Momentan möchte ich dazu noch nicht mehr sagen. Zum gegebenen Zeitpunkt werden Sie dann aber mehr erfahren. Versprochen! Wie groß ist der Marktanteil der Bauknecht Hausgeräte GmbH im Küchenfachhandel und mit welchen Maßnahmen soll er ausgebaut werden? Marten van der Mei: Stand Juni 2013 verfügte die Bauknecht Hausgeräte GmbH über einen Marktanteil von ca. 10 Prozent im Möbel- und Küchenfachhandel. Wir bleiben weiterhin bei unserer Strategie, dem Fachhandel innovative Produkte mit dem gewissen Etwas zur Verfügung zu stellen und den Abverkauf dieser Produkte durch eine internetfreie Range und aufmerksamkeitsstarke Kommunikationsmittel zu unterstützen. In aller Munde ist derzeit ein leistungsabhängiges Konditionssystem, von dem Industrie und Handel gleichermaßen profitieren können. Wie sieht das bei Bauknecht aus? Marten van der Mei: Wir haben bereits 2003 ein leistungsabhängiges Konditionssystem eingeführt und halten weiter daran fest. Es hat sich bewährt! Ein Problem für den Küchenfachhandel stellt zunehmend die preisaggressive Konkurrenz aus dem Internethandel dar. Wie sehen Sie diese Entwicklung, Herr van der Mei? Marten van der Mei: Der wachsende Einfluss des Internets äußert sich für die Branche in Herausforderungen auf zwei verschiedenen Ebenen: Zum einen dürfen die Hersteller dem Handel keine Vorgaben machen wie und über welche Kanäle sie ihre Geräte vertreiben. Jeder von uns weiß, dass das Internet DIE Informationsmaschine schlechthin ist und 50 | küche + architektur


TECHNIK + KOMFORT | Geräte

BEISPIELHAFT für

um beim Verbraucher präsent zu sein, benötigen auch kleinere Händler heutzutage eine Präsenz im Web. Allein deshalb wäre es kurzsichtig dieses Medium aus dem Marketingmix zu verbannen. Die zweite Herausforderung ergibt sich aus der ersten: Durch das Internet hat der Verbraucher die Übersicht über viele tausend Anbieter und kann sich einfach und schnell die günstigen Preise für Einzelgeräte anzeigen lassen und dementsprechend kaufen. Um dem entgegenzuwirken, bietet Bauknecht Konzepte, wie etwa die Fachhandelsrange „Passion“, die es auch dem traditionellen Handel erlauben die Margen zu sichern. Zudem konzentrieren wir uns weiterhin darauf, dem Fachhandel Mittel an die Hand zu geben, die ihm helfen seine Kompetenzen auch auf den traditionellen Kanälen zu kommunizieren.

das Zusammenspiel

Kann man mit einer selektiven Vermarktung der auf den Küchenfachhandel zugeschnittenen Produktlinien Komfort, Kosmos und Kult dem Wettbewerb aus der Großfläche und vor allem aus dem Internet Paroli bieten? Marten van der Mei: Definitiv JA! Das Küchengeschäft ist ein beratungsintensives Geschäft und wir vermarkten beratungsintensive Geräte. Unsere Designlinien decken alle Wünsche ab, sei es in der Formgestaltung oder den Ausstattungsmerkmalen. Keine Internetplattform kann die Kundenwünsche so gut in Erfahrung bringen bzw. auf diese eingehen, wie es ein intensives persönliches Gespräch mit dem Kunden kann.

kombiniert werden

von Design und Komfort: Das BlackLine Frischecenter besteht aus einem freistehenden separaten Kühl- und einem Gefrierschrank, die einfach miteinander können. Zur Ausstattung gehören u.a. ProFresh für viermal längere Frische, NoFrost, Hygiene-Filter Turbo-Freeze.

Erfolgreich vermarktet im Küchenfachhandel wird die Produktlinie BlackLine. Worin liegt dieser Erfolg begründet und wird diese Produktlinie ausgebaut? Marten van der Mei: Die BlackLine ist ein Paradebeispiel für das Qualitätsversprechen, das Bauknecht den Verbrauchern gibt: Sie bietet Geräte, die innovatives Design, inspiriert von der Architektur, mit starken Leistungsmerkmalen verbinden. Mit ihren Oberflächen aus edlem schwarzen Spiegelglas von Schott® und dem klaren Design der Komfort Linie passt sie sich in jede Küche ein und wertet diese spürbar auf. Wir messen in diesem Jahr den Erfolg des Sortimentes. So war der Reinverkauf bereits vielversprechend und auch der Rausverkauf ist positiv gestartet. Am Ende des Jahres werden wir eine Entscheidung hinsichtlich der Ausweitung der Produktlinie treffen. Wo sehen Sie die Produkt-Trends für die kommenden Jahre und wie lautet die Antwort von Bauknecht darauf? Marten van der Mei: Die Ansprüche der Verbraucher, wenn es um die Themen Komfort und Design geht, sind in den letzten Jahren stark angestiegen. In dieser Hinsicht bieten wir mit unseren drei mehrfach ausgezeichneten Designlinien Kult, Kosmos und Komfort im Küchensegment und den ebenfalls mehrfach ausgezeichneten Lumiq Kühlgeräten für jeden das Passende und differenzieren uns so auch von anderen A-Marken. So haben alle Produkte nachweisbare Alleinstellungsmerkmale gegenüber den Wettbewerbern, wie z.B unsere ProFresh Technologie bei Kühlgeräten oder die patentierte PowerClean Technologie bei unseren Geschirrspülern. Dies wurde uns durch viele Auszeichnungen wie den if Design Award 2012, den Red Dot Design Award 2013 oder nicht zuletzt den Plus X Award „Most Innovative Brand 2013“ bestätigt. Eines unserer weiteren Highlights wird im Herbst 2013 mit der Einführung der Ultimate Care Serie folgen. Die Geräte sind die Weiterführung unserer hohen Kompetenz im Bereich Waschen und bieten dank neuartiger Trommeltechnologie die beste Wäschepflege am Markt. Dies wurde uns sogar durch das unabhängige Testinstitut EMPA bestätigt. Was unsere Marktforschungsergebnisse hingegen zeigen, ist, dass Nachhaltigkeit im Hausgerätemarkt kein Differenzierungskriterium mehr ist. Der Kunde erwartet sparsame Produkte und die werden auch von allen namhaften Herstellern geboten. Eine echte Differenzierung ist also nur noch über die Themen Komfort und Design zu erreichen. küche + architektur | 51


TECHNIK + KOMFORT | Geräte

DIESE AB- UND UMLUFT GEEIGNETE HAUBE ist im Design flexibel durch vier auswechselbare Dekore (l.) PERFEKTES EINBAU-GENIE: die SpaceMax Kühl-/ Gefrierkombination bietet 10 % mehr Raum durch 1935 mm Höhe (r.)

Bauknecht hat sich Anfang des Jahres mit der Neugestaltung seiner Markenwelt völlig neu positioniert, in wie weit profitiert der Fachhandel von dieser Neuausrichtung? Marten van der Mei: Mit der Neupositionierung haben wir vor allem unserer Marke ein schärferes und jüngeres Profil gegeben. Unser neues Markenbild erlaubt es uns und den Fachhändlern die Kundenansprache individuell zu gestalten. Von locker-seriös bis zu elegant-hochwertig ist alles möglich, wir können sogar leicht augenzwinkernde Ansprachen steuern, was man in unserer aktuellen Kampagne sehen kann, die breit in Print und Online gestreut wird. Das ermöglicht dem Händler nicht nur sich zu differenzieren – die „Stopping Power“ am POS ist auch deutlich höher als bei anderen Anbietern, da wir den Kunden zusätzlich auf der emotionalen Ebene abholen. Der Fachhandel kann seine Kunden also nicht nur durch die Alleinstellungsmerkmale am Gerät überzeugen, sondern ihnen Bauknecht auch als emotionale Marke erlebbar machen. In zahlreichen Printmedien und im Internet ist Bauknecht mit seiner Webekampagne derzeit präsenter denn je. Haben Sie schon erste Reaktionen, etwa aus dem Fachhandel? Marten van der Mei: Ja, erste – sehr erfreuliche – Resonanzen sind sehr, sehr schnell erfolgt. Der Fachhandel, aber natürlich auch die Endverbraucher, haben extrem positiv auf die Kampagne reagiert. Gelobt wurde vor allem die ungewöhnliche Optik des gesamten neuen Markenauftritts. Das hat es in dieser Form im Markt noch nicht gegeben. Bauknecht sticht damit aus der Masse der Anbieter deutlich hervor. Die sogenannte „Stopping Power“ der Kampagne zieht auf allen Kanälen, sowohl in Print und Online, als auch am POS. Auf diesem Wege möchten wir das Lob aber auch gerne an den Fachhandel zurückgeben, da uns dieser bei der Kommunikation unserer neuen Markenbotschaft sehr unterstützt hat. Jetzt steht die IFA vor der Tür, wir sind gespannt, mit welchen Produkten, Marketingkonzepten und Dienstleistungen Bauknecht seine Handelspartner begeistern wird. Marten van der Mei: Wir laden unsere aktiven Handelspartner und alle, die es werden wollen, herzlich ein, uns zwischen dem 7. und dem 9. September im legendären Hotel Adlon in Berlin zu besuchen. Hier präsentieren wir unsere überraschenden Zukunftsvisionen für den Haushalt von morgen. Es erwartet sie ein imposantes Aufgebot an Produkthighlights und Produktneuheiten, die bereits direkt vor Ort geordert werden können. Beispiele dafür sind u.a. unser Geschirrspüler mit dem neuen PowerDry Feature, das garantiert, dass nach dem Spülgang nie wieder von Hand nachgetrocknet werden muss – auch nicht bei Plastikteilen. Zudem präsentieren wir eine neue Mikrowellengeneration mit Gewichtssensor für die perfekte Garung aller Speisen und vieles mehr. Sie werden sehen: Wir wollen unsere Partner mitreißen und für die neue Ausrichtung der Marke Bauknecht begeistern. Dazu haben wir zahlreiche spektakuläre Aktivitäten vor Ort geplant, die speziell für unsere Handelspartner konzipiert sind. Bauknecht bietet dem Fachhandel eben mehr als Technik, das kann in Berlin hautnah bestaunt werden. Mehr möchte ich dazu noch nicht verraten. Herr van der Mei, wir danken Ihnen für dieses informative Gespräch und wünschen Ihnen für Ihre Vorhaben viel Erfolg.

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TECHNIK + KOMFORT | Geräte

INDUKTIONSBACKOFEN Fotos: Bauknecht

„Mehr als Technik“ Bauknecht-Händlerevent zur ifa im Hotel Adlon „Wechseln Sie die Perspektive!“ heißt das Motto, unter dem im Rahmen der IFA die Gäste des exklusiven Bauknecht-Händlerevents die Vielfältigkeit des Unternehmens erleben werden. Vom 7. bis zum 9. September präsentiert der Haushaltsgerätehersteller im Hotel Adlon in Berlin eine umfangreiche Produktausstellung inklusive überraschender Zukunftsvisionen für den Haushalt von morgen. Wie die Marke selbst bewegt sich das Ausstellungskonzept dabei im inspirierenden Spannungsfeld aus Tradition und Innovation und bietet viel Potenzial zum Staunen und Entdecken.

I

nteressierte Fachbesucher sind herzlich eingeladen vom 7. bis zum 9. September ins traditionsreiche Hotel Adlon Kempinski zu kommen, wo Bauknecht im Palaissaal auf über 250 Quadratmetern die neuesten Produkte und Technologien aus den Bereichen Waschen und Trocknen, Kochen und Backen sowie Kühlen vorstellt. Ab acht Uhr gilt an diesen Tagen die Einladung zum Business-Frühstück und ab elf Uhr steht ein Fingerfood-Buffet bereit, so dass für das leibliche Wohl bei interessanten Gesprächen immer gesorgt ist. Zur Happy Hour von 18.00 bis 19.00 Uhr ist Entspannung in angenehmer Atmosphäre angesagt. Danach erwartet die geladenen Gäste eine exklusive Abendveranstaltung mit Dinner und aufregenden Acts. Während der drei Tage pendelt zudem ein Shuttleservice in Kooperation mit Audi zwischen den wichtigsten Hotels der Stadt, dem Adlon und der Messe. INNOVATION UND INFORMATION Die größten Innovationen betreffen den Bereich Waschen und Trocknen – hier kann sich der Fachhandel bei Demonstrationen unter anderem von den neuartigen besonders leisen Motoren mit Zen Technologie überzeugen lassen. Zudem wird eine neuartige Trommeltechnologie für beste Wäschepflege präsentiert werden. „Wir bei Bauknecht streben bei der Entwicklung unserer Geräte stets danach, innovative Technologien mit dem gewissen Etwas zu kombinieren“, so Marten van der Mei, Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb bei der Bauknecht Hausgeräte GmbH. Dazu gehören auch außergewöhnliche Designaspekte der Geräte. In dieser Hinsicht stellte Bauknecht im laufenden Jahr seine Kompetenz schon mehrfach unter Beweis, etwa mit der architekturinspirierten BlackLine Gerätelinie, oder dem mehrfach ausgezeichneten Lumiq-Design seiner Kühl- und Gefriergeräte. „Wir kennen die Ansprüche unserer Kunden genau. Sie möchten zum Beispiel mehr Individualität in ihren Wohnungen. Bauknecht spricht dieses Bedürfnis mit dem neuen Markenauftritt schon am POS gezielt an. Wie sonst niemand in unserer Branche setzen wir deshalb auf emotionale, persönlichere Ansprache und stechen damit aus dem immer gleichen Werbeumfeld positiv heraus“, resümmiert Marten van der Mei. Weitere Informationen rund um das Event finden Sie auch unter www.bauknecht-event.com

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IMAGINE – SC so heißt die neue Powerhaube von Franke, die mit acht Leistungsstufen plus Intensiv bis zu 900m³/h austauscht und das - dank neuer Silent Comfort-Technik -überzeugend leise auch in der Intensivstufe (61db/A). Außergewöhnlich ist auch die Optik dieses neuen KopffreiModells, denn die Abdeckung ist aus leicht zu pflegendem Glas, das allerdings dem Material Edelstahl täuschend echt nachempfunden wurde. Lieferbar ab November 2013.

Effizient, leise und intelligent So müssen Dunstabzugshauben sein

Ein angenehmes Klima wünscht man sich in jedem Umfeld. Auch in seiner Küche möchte man sich wohlfühlen. Niemand will durch Kochdünste, Fettablagerungen am Mobiliar oder Kondenswasser an Möbelflächen und Fenstern oder gar Schimmelbildung in seinen vier Wänden beeinträchtigt werden. Ob in geschlossenen Küchenräumen oder in offenen Räumlichkeiten, in denen Küche-, Ess- und Wohnbereich miteinander verschmelzen, Dunstabzugshauben zeigen, was sie können. Wir befragten die Hersteller nach neuesten Erkenntnissen in puncto Abluft oder Umluft sowie nach funktionalen Entwicklungen hinsichtlich Leistungsstärke, Energieeffizienz und anderen technischen Features der Dunstabzugshauben, die das Klima in der Küche optimieren.

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Hauben | TECHNIK + KOMFORT

WELCHE TECHNISCHEN LEISTUNGEN MÜSSEN LÜFTER DER ZUKUNFT MITBRINGEN? Moderne Dunstabzugshauben müssen besonders leistungsstark und zugleich besonders effizient und zudem geräuscharm sein; hier sind sich alle Hersteller einig. Themen wie verbesserte Luftführung, die Optimierung der Grundfunktionen wie effektivere Fettabscheidung und Geruchseliminierung stehen bei allen Haubenproduzenten im Fokus. „Durch den Einsatz von neuen, innovativen EC-Lüftermotoren laufen z.B. die neuen BerbelHauben noch leichter, sparen in der 3. Stufe bis zu 62 Prozent Energie (48 Watt EC zu 125 AC) und sind bis zu 3 dB(A) leiser“, so Nadine Nüsse. „Gefragt sein werden künftig Lüfter, die kleiner sind als die meisten der heutigen Modelle und dies bei gleicher Luftleistung“, ist sich Christian Kopp, Homeier Haubentechnik, sicher. Eine Antwort auf diesen Wunsch hat Berbel: „Da durch das filterlose Berbel Abscheideprinzip die Luft widerstandsfrei ziehen kann, reichen schon grundsätzlich kleinere, energiesparende Lüftermotoren aus.“ Zusätzlich steht für das Küppersbusch-Team die weitere Komfortausstattung mit wirklichem Nutzen für den Endgebraucher im Vordergrund, wie z.B. das Thema der Raumlüftung oder auch Pollenfilter, die insbesondere für Allergiker interessant sind. Mit den drei Mal waschbaren Hochleistungsaktivkohlefiltern für den Umluftbetrieb trägt Silverline zur Umwelt- und Ressourcenschonung bei, wie auch mit den energiesparenden Motoren von EBM-Pabst, die zudem mit 39 dB(A) in der am meisten genutzten 2. Leistungsstufe geräuscharm arbeiten.

FALCO DAHINTEN, Produktmanagement Dunstabzugshauben Franke GmbH, setzt in puncto Energieeinsparungen auf Umluft: „Beide Betriebsarten haben für spezifische Anwendungsfälle ihre Berechtigung, auch in Niedrigenergiehäusern kann durchaus eine Abluftlösung nötig sein, um die Bedürfnisse des Kunden nach frischer Luft und Ableitung von Luftfeuchtigkeit zu erfüllen. Wer auch das letzte Quäntchen Energieeinsparung realisieren will, greift zu Umluftlösungen, bei denen wir mit unseren SCFS-Hauben mittlerweile eine Effizienz von 95 Prozent mit reaktivierbaren Filtern erreichen.“

www.franke.de

DIE 50ER JAHRE lassen grüßen mit dem neuen, jungen Retro-WandhaubenModell von Franke. Charmante Optik gepaart mit Top-Technik im Innern und einer komfortablen Bedienung ist die elektronisch gesteuerte 90cm breite Haube in Glanz-Optik wahlweise in Schwarz oder Perlweiß ab Oktober 2013 lieferbar. Fotos: Franke

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Foto: Berbel

TECHNIK + KOMFORT | Hauben

„MODERNE ABLUFT-TECHNIK stellt die beste MODELL SKYLINE

Möglichkeit dar, verbrauchte Küchenluft zu

gehört zu den Best-

entsorgen. Denn mit ihr zusammen werden

sellern von Berbel.

auch Feuchtigkeit und Rauch vollständig nach

Für fast alle Modelle

außen befördert. Es gibt kein gesetzliches

bietet der Herstel-

Verbot für eine Ablufthaube in Passiv- oder

ler die Möglichkeit

Niedrigenergiehäusern. Wenn also die Möglich-

der Umschaltung

keit besteht, eine Abluftlösung zu wählen, ist

EcoSwitch zwischen

das die beste Lösung. Der Abluftweg nach

Umluft und Abluft an.

draußen sollte mit einem wärme- und schallgedämmten Mauerkasten ausgestattet werden, um einen signifikanten Energieverlust zu vermeiden. Berbel bietet für fast alle Modelle die Möglichkeit der Umschaltung EcoSwitch zwischen Umluft und Abluft an. Der Kunde entscheidet selbst, ob er beispielsweise beim Anbraten belastete Luft direkt nach draußen schickt oder an kalten Tagen sein geheiztes Gebäude dicht lässt und die Aktivkohle des Umluftfilters zum Reinigen der Luft nutzt. Vollkommen flexibel je nach Koch- und Wettersituation. In diese Richtung wird es auch bei neuen Produkten gehen“, so Nadine Nüsse, Berbel-Marketingleiterin und stellvertretende Vertriebsleiterin.

Zur Vorbereitung auf die Einführung des Energielabels für Dunstabzugshauben hat Miele schon seit geraumer Zeit eine Reihe von Dunstabzugshauben mit einem Ecopaket ausgestattet, das energieeffiziente Gleichstrommotoren und langlebige LED-Strahler beinhaltet. Alfred Bruns, Naber, prognostiziert zudem die Reduzierung der Volumenströme: „Neben der Einführung von effizienten Gleichstrommotoren, wird wieder mehr auf den Erfassungsgrad geachtet werden. Die Zeiten von „Je mehr Volumenstrom, desto besser“ müssen in dem Zusammenhang vorbei sein.“ An noch intelligenteren Haubenlösungen arbeitet Miele, mit dem bereits etablierten Con@ ctivity-System punktet das Unternehmen: „Das System passt die Saugleistung der Dunstabzugshaube automatisch dem tatsächlichen Geschehen auf dem Kochfeld an, antizipiert dabei die Wrasenentwicklung und sorgt so für ein angenehmes Raumklima. Mit Con@ctivity 2.0 hat Miele nun eine Weiterentwicklung auf den Markt gebracht, die sich durch eine sehr einfache Installation auszeichnet. Haube und Kochfeld kommunizieren jetzt über eine stabile Funkübertragung miteinander. Allen Dunstabzugshauben mit Con@ctivity 2.0 liegt ab Werk ein Funkstick bei, der in ein beliebiges Con@ctivity-fähiges Miele-Kochfeld eingesetzt werden kann, so dass dieses System via Plug & Play sofort funktionsbereit ist. Miele wird weitere Dunstabzugshauben serienmäßig damit ausstatten.“ Refsta setzt wie Bosch und Siemens auf bürstenlose Antriebe, die extrem reibungsarm arbeiten, wodurch Energieverluste durch Reibungswärme minimiert werden, und das Betriebsgeräusch reduziert wird. Ein weiteres Augenmerk liegt heute und morgen natürlich für alle Hersteller auf der Lichteffizienz. Innovative LED-Beleuchtung erhellt die Arbeitsfläche gleichmäßig und bewirkt einen immensen Unterschied hinsichtlich des Stromverbrauchs. WELCHE MATERIALIEN KOMMEN BEI DUNSTABZUGSHAUBEN ZUM EINSATZ? Edelstahl und Glas alleine oder in Kombination oder besonders edel schwarzes oder weißes Glas bestimmen den Trend hinsichtlich der Materialität der Hauben. Novy verwendet neben unmagnetischem Edelstahl und Glas zudem LG Hi-Macs Spezialkunststoff. 56 | küche + architektur

www.berbel.de


Hauben | TECHNIK + KOMFORT

BURKHARD STARK, Geschäftsführer Refsta Handels GmbH, setzt mit seiner plasmaNorm® Technologie voll und ganz auf Umlufttechnik. „Unser Schwerpunkt liegt auf der plasmaNorm® Technologie. Diese repräsentiert den neuesten Stand der Technik und bietet maximale Wartungsfreiheit mit Dauerfiltern. Jetzt kommt eine optimale Luftreinigung auch in Küchen zum Einsatz, wo aus baulichen Gründen keine Abluft möglich war. Beispielsweise im Passivhaus oder im Energieplus-Haus. Diese Dunstabzugshauben arbeiten umweltgerecht, stromsparend und effizient. Mit dem plasmaNorm® Filter ist jetzt eine perfekte Umluft Alternative am Markt.“ www.refsta.de

DAS REFSTA-DUNSTABZUGSHAUBENPROGRAMM beinhaltet eine Vielzahl formschöner Hauben. Besonders im Trend liegen glatte, schnörkellose und großzügige Flächen in Kombination mit Glas. Zudem werden Sonderfarben, auf Wunsch Ton in Ton mit den

Foto: Refsta

Küchenmöbeln oder als Akzent, eingesetzt.

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TECHNIK + KOMFORT | Hauben

„DOWNAIR DL-VARIO“ von Homeier ist eine Umluft-Haube mit stufenlos verstellbarer, elektronischer Randabsaugung inklusive Fernbedienung. Das Gerät verfügt über 2x2 Metall-Doppelfilter mit Ionisation. Die beiden Aktiv-Kohle-Wabenkörper-Filter lassen sich im Backofen regenerieren. Foto: Homeier

CHRISTIAN KOPP, Mitglied der Geschäftsleitung Homeier Küchentechnik GmbH, stellt eine steigende Nachfrage nach Umlufttechnik fest: „Neben der traditionellen Ablufttechnik werden immer mehr Dunstabzugshauben mit Umlufttechnik angefragt und gekauft. Dies betrifft vor allem Neubauten, deren Hauseigentümer ein Niedrigenergie-/Passivhaus bauen, auf die Umwelt sowie den Energieverbrauch achten und auch auf die staatliche Förderung zählen. Für diese bewussten Kunden bieten wir seit Jahren unsere Umluft-Dunstabzugshauben der Serie Downair oder LRZ (Luftreinigungszentrum) an. Je nach Modellausführung wird die Luft nicht nur mittels Filter und Aktivkohle-Vlies gereinigt, sondern auch noch zusätzlich mittels Ionisations-Filter und UVC Entkeimungslampe.“

www.homeier.com

Foto: Silverline

„Hinsichtlich der Filtermaterialien werden wir sicherlich noch einiges an Evolution und auch an Neuverbindung bekannter Materialien beobachten können“, zeigt sich Franke Produktentwickler Falco Dahinten überzeugt und ergänzt: „Wir haben auch neue Materialien in der Entwicklungspipeline, die uns Formen ermöglichen, die mit Edelstahl und Glas nicht oder nur sehr schwer realisierbar sind.“  Das Thema Individualisierung greift Miele auf: „Auf Kundenwunsch lackieren wir DekorDunstabzugshauben auch in jeder beliebigen RAL-Farbe. Außerdem verwendet Miele zehnlagige Metallfettfilter mit Decklagen aus Edelstahl, die sich bei der Reinigung im Geschirrspüler nicht verfärben. Hinter den Metallfettfiltern haben Miele-Hauben ein sogenanntes CleanCover. Das ist praktisch eine Haube in der Haube, die Lüfter und stromführende Teile abdeckt und leicht zu reinigen ist. Dieses CleanCover ist pulverbeschichtet.“ Auf Farbe setzt auch Silverline bei den Glashauben: „Hier bieten wir aber auch individuelle Sonderlackierungen in sämtlichen Farbvarianten zum Festpreis an. Das macht die Abwicklung für den Fachhändler besonders leicht.“

FÜR DIE DANK NIEDRIGER ENERGIEKOSTEN und Ressourcenschonung im Trend liegenden Passiv- und Niedrigenergiehäuser empfiehlt auch Markus Hollbach, Marketingleiter bei Silverline, Dunstabzugshauben mit Umlufttechnik: „Grundsätzlich sind nahezu alle Silverline Dunstabzugshauben sowohl für den Abluft- als auch für den Umluftbetrieb geeignet. In der jüngsten Vergangenheit haben wir aber auch spezielle Hauben für den reinen Umluftbetrieb entwickelt. In diese Richtung entwickeln wir weiter.“

www.silverline24.de

EINE WEITERE NEUE UMLUFTHAUBE zeigt Silverline während der area30: „Cascada Premium Isola“. 58 | küche + architektur


Hauben | TECHNIK + KOMFORT

PRO ABLUFT: ALFRED BRUNS, Entwicklungsabteilung Bereich Lufttechnik bei Naber, hat hier einen anderen Ansatzpunkt: „Zur Aufgabe einer Dunstabzughaube gehört auch, die Bausubstanz eines Gebäudes dauerhaft zu schützen.“ Deshalb ist Abluft für ihn das Optimum: „Abluft hat den Vorteil, dass Gerüche und Feuchte sicher ins Freie gelangen. Bei Umluft dagegen entstehen keine Lüftungswärmeverluste. Es ist nicht entscheidend, ob die Kosten für Kanalverlegung und Energieverluste ein paar Euro höher oder niedriger FRED GRUNDMANN, Produktmanager Dunstabzugshauben Miele

sind als die Kosten für regelmäßigen Filterwechsel. Entscheidend ist,

Vertriebsgesellschaft Deutschland: „Wir empfehlen, immer individuell

dass die Bausubstanz des Gebäudes dauerhaft geschützt wird!

zu prüfen, welches Lüftungssystem unter den jeweiligen Gegebenheiten

Dieser Anspruch gilt für Altbauten wie auch Neubauten, unabhängig

vor Ort die für den Kunden beste Lösung darstellt. Das heißt natürlich

vom Baustandard.

auch, dass beide Systeme ihre Berechtigung haben und bei der

Die beim Kochen entstehende Feuchte wird bei der Umluftführung

Produktentwicklung entsprechend berücksichtigt werden. Abluftsysteme

nicht abgeführt und verbleibt im Raum. Dadurch kann die Bau-

sind mit einem Energieverlust verbunden, weil dem Raum erwärmte

substanz geschädigt werden, indem die Feuchte an Wärmebrücken

Luft entzogen wird. Das kann bei hochwärmegedämmten Gebäuden

auskondensiert oder die Feuchtepufferung der Wand übersättigt

ein Ausschlusskriterium für eine Ablufthaube sein. Umluft ist prinzipiell

wird. Mittel- und langfristig kann es hier zu Schäden kommen, die

immer möglich, allerdings sollte auch bei einer Umlufthaube

meist in Form von Schimmelpilzen auftreten werden. Schäden am

sichergestellt sein, dass Feuchtigkeit über die Wohnraumlüftungs-

Mobiliar sind ebenfalls nicht ausgeschlossen. Auch falls eine

anlage oder durch Öffnen eines Fensters abgeführt wird.“

Wohnraumlüftungsanlage verbaut ist, kann diese die beim Kochen

www.miele.de

entstehende Feuchte nicht ausreichend abführen. Die Anlagen sind für einen 24h-Dauerbetrieb ausgelegt. Der Luftvolumenstrom für die ganze Wohnung beträgt dabei nur ca. 100-200m³/h. Dunstabzugshauben werden dagegen nur bei Lastspitzen wenige Minuten am Tag mit ca. 300-1000m³/h betrieben. An den Volumina und an den Einsatzzeiten ist deutlich zu erkennen, dass Wohnraumlüftungsanlagen nicht dafür ausgelegt sind, die Spitzenlasten einer DAH zu erfassen. Auch die nötige Anlagenhygiene wird dadurch stark

Foto: Siemens

beeinträchtigt (z.B. erhöhte Auskondensierung im Wärmetauscher und Ablagerungen in den Luftleitungen).Mittel- und langfristig wird dieses Problem nicht zu lösen sein! Was bei modernen Mauerkästen allerdings schon gelöst ist, sind die oft als Nachteil angeführten Lüftungswärmeverluste bei Nicht-Betrieb der Dunstabzugshaube mit Abluftführung. Hier wird es auch in naher Zukunft Innovationen geben, die dieses Problem zufriedenstellend lösen. In den letzten zehn Jahren sind viele neue Normen, Verordnungen und Gesetze in Bezug auf die Energieeffizienz von Wohngebäuden entstanden. Die daraus resultierende Unsicherheit führte letztlich zum Aufschwung der Umlufthaube, mit deren Einbau man hoffte, sich gesetzeskonform zu verhalten. Es ist allerdings so, dass der Einsatz einer Ablufthaube weder beschränkt noch verboten ist. Vielmehr ist der Einsatz von ROLAND HAGENBUCHER, Geschäftsführer Siemens-Electrogeräte

Abluft in Küchen aus bauphysikalischer Sicht erwünscht. Um den

GmbH: „Vor dem Hintergrund steigender Primärenergiekosten setzen

Fachhandel hier zu unterstützen haben wir unter interdisziplinärer

wir einen klaren Schwerpunkt bei der Umluft. Denn unser neues

wissenschaftlicher Beratung einen Leitfaden erstellt, damit die

cleanAir-Umluftmodul ist Abluft-Lösungen in Sachen Energieer-

Endkunden zukünftig ohne Unsicherheiten kompetent beraten

sparnis klar überlegen. Damit sind wir auch gut gerüstet, falls – wie

werden können.“

allgemein erwartet – die Richtlinien für die Energieeffizienz von

www.naber.de

Neubauten verschärft werden. Hinzu kommt: Auch in puncto Montagefreundlichkeit und Planungsspielraum punktet das Siemens cleanAir-Umluftmodul gegenüber der Abluft. Es lässt sich ohne Umbau in jeder Küche installieren und sieht durch seine geradlinige EdelstahlAbdeckung auch noch hervorragend aus. Selbstverständlich bieten wir unseren Kunden aber auch eine Vielzahl von AbluftLösungen an.“

www.siemens-home.de

küche + architektur | 59


Foto: Gutmann

TECHNIK + KOMFORT | Hauben

ABAJO, die neue Muldenlüftung von Gutmann mit Kochdampf-Eintrittsöffnung zwischen

NOVY erfreut sich, auch dank der höhenverstellbaren Muldenlüftung in‘to steigender Absatz-

zwei Modulen. Über

WIE VERTEILEN SICH DIE MARKTANTEILE VON DECKENLÜFTERN, KOPFFREIHAUBEN UND TISCHLÜFTERN? „Der Hauptmarkt konzentriert sich immer noch sehr stabil auf die klassischen Dunstessen, wobei sich die Bauform dynamisch zu Kopffrei-Essen hin verlagert“, stellt Matthias Rüder, Bosch, fest. Derzeit nehmen außerdem die Deckenlüfter zu, allerdings von einem niedrigen Niveau kommend. Tischlüfter bleiben – bedingt durch den komplexen Einbau – ein Nischenthema. Dem kann sich Nadine Nüsse, Berbel, nur anschließen. Sie setzt auf ihre Bestseller Skyline und die Kopffreihauben. Die Kopffreihauben gehören auch bei Franke zu den gefragtesten Produkten, gefolgt von Tischund Deckenlüftern: „Die Tischlüfter haben bei uns in den letzten zwei Jahren enorm an Bedeutung gewonnen, denn damit konnten wir unseren Kunden Küchenplanungen ermöglichen, welche vorher so nicht möglich waren, wie z.B. Kochstelle vor dem Fenster oder vereinfachte Planung unter Dachschrägen, usw.“ „Deckenlüfter und Kopffreihauben haben in etwa den gleichen Marktanteil, können jedoch der Nachfrage nach unseren Downair-Hauben aktuell nicht folgen“, beschreibt Christian Kopp, Homeier. „Novy ist Europas Marktführer für Deckenhauben. Aus diesem Grund macht diese Produktgruppe unseren Hauptumsatz aus. Danach folgen Kopffreihauben und die höhenverstellbare Muldenlüftung in‘to - mit steigender Tendenz“, so Tobias Kruse, Novy.

Gebläsevarianten

Foto: Novy

zahlen.

Beim Design der neuesten Lüfter geht der Trend zu Produkten, die dem Nutzer ein ergonomisches Arbeiten erlauben, wie z.B. Kopffrei-Hauben oder Hauben, die nicht im Sichtbereich installiert sind, wie Decken- oder Tischlüfter. Letztere beeinflussen weder das Design der Küchenmöbel, noch die drängen sie sich bei offenen Wohnplanungen in den Vordergrund. Auch Flachpaneelhauben, die, wenn sie nicht in Betrieb sind, hinter der Möbelfront verschwinden, erfüllen diese Bedingung. Sind die Hauben sichtbar, geht das Bestreben der Unternehmen dahin, sie in die gestalterische Durchgängigkeit ihrer Produktlinien miteinzubeziehen. Aber auch Geräte, mit denen sich durch ihre außergewöhnliche Gestaltung bewusst Akzente setzen lassen, stehen den Küchenplanern zur Verfügung.

TOBIAS KRUSE, Geschäftsführer der Novy GmbH: „Als Spezialist für Lüftungstechnik entwickelt Novy natürlich in beide Richtungen, denn eine allgemeingültige Lösung für alle Kunden gibt es nicht. Umluft nimmt nach wie vor zu, dafür sind wir mit unserem hochwirksamen und regenerierbaren Monoblock-Kohlefilter bestens gerüstet. Aber wir forschen auch an alternativen Abluftlösungen, denn wir halten diese für das Maximum an Komfort.“ www.novy-dunsthauben.de

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ein Abluftkanalsystem werden die Kochdämpfe von der Kochstelle weg abgesogen. Das Modell bietet bei einfacher Handhabung eine effektive Absaugung und wird in den „interner Motor Abluft“, „interner Motor Umluft“ und „externer Motor“ erhältlich sein. www.gutmann-exklusiv.de


SPARSAM, leise, leistungsstark und störungsfrei. Dafür stehen die neuen Bosch-Dunsthauben mit

Hauben | TECHNIK + KOMFORT Foto: Bosch

EcoSilence Drive-Motor. Der bürstenlose Antrieb arbeitet extrem reibungsarm, was zwei Vorteile hat: Zum einen werden Energieverluste durch Reibungswärme minimiert, zum anderen reduziert sich das Betriebsgeräusch. MATTHIAS RÜDER, Produktmanager Herde, Bosch Haus Hausgeräte geräte GmbH, erläutert zum Thema Abluft oder Umluft: „Der Trend geht ganz klar in Richtung Umluft – mit dem Ziel, primäre und sekunbluftkanal gibt es keine Abgabe von erwärmter oder däre Energien einzusparen. Denn ohne Abluftkanal rgebnis: Im Winter bleibt die Luft im Raum warm, klimatisierter Raumluft an die Außenluft. Ergebnis: nergie. Bosch hat das CleanAir Umluftmodul entwickelt, mit dem im Sommer kühl. Das spart Energie. nahezu alle Bosch-Hauben für den Umluftbetrieb ausgerüstet werden können. Wenn man die nergiepreise des Jahres 2012 zugrunde legt, ergibt sich dabei in Deutschland je nach Nutzung Energiepreise ufgrund der sehr großen Filterfläche, der ein jährliches Einsparpotenzial von bis zu 110 Euro.* Aufgrund patentierten Filterform und des um 40 Prozent größeren Aktivkohle-Volumens nimmt es bis zu 95 Prozent der entstehenden Küchengerüche auf.“

www.bosch-home.com/de

* Beispielrechnung für einen 4-Personen-Haushalt in Mitteldeutschland mit einem Mitteldeutschland ausgewählten Nutzerprofil bei Verwendung einer Wandesse mit 600m3/h Luftleistung nach DIN/EN 61591. Die individuelleEinsparung kann in Abhängigkeit von Nutzerverhalten, Heizungsart Nutzerverhalten, und geografischer Lage abweichen.

„Deckenlüfter, Kopffreihauben und Tischlüfter (Downdraft-Hauben) gehören aktuell sicherlich noch zu den Nischenprodukten. Gerade in den höherwertigen Küchen stellen wir jedoch einen überproportionalen Anteil an den genannten Hauben fest und gehen weiterhin von einer stetig steigenden Nachfrage aus“, berichtet Dieter Robbers, Küppersbusch, aus Erfahrung.   Siemens-Geschäftsführer Roland Hagenbucher bringt es auf den Punkt: „Die Kopffreihauben sind zweifellos ein Megatrend, der sich an signifikanten Verkaufszahlen ablesen lässt. Deckenund Tischlüfter würde ich derzeit noch als Nischenprodukte einordnen, mit denen wir exklusive Zielgruppen bedienen. Hier sehen wir aber durchaus großes Potenzial.“ ANZEIGE

Freunde einladen, etwas Besonderes kochen und dabei Lebensfreude spüren – das alles geht in Ihrer neuen Küche nur, wenn Sie sich schon bei der Planung

Es beginnt mit einer Dunsthaube

für die richtige Dunsthaube entschieden haben. Denn Komfort entsteht erst, wenn Ihre Dunsthaube effizient und besonders leise ist. Als Spezialist für Küchenlüftung bietet Ihnen Novy für jede Wohnsituation das leiseste Sortiment weltweit: www.novy-dunsthauben.de

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UNTERNEHMEN + KÖPFE | Wesco

Besser als das Original

Foto: Wesco

Wie das amerikanische Original zum Mercedes unter den deutschen Abfallsammlern wurde

Direkt am Eingang zum Firmengelände setzt sich die Skulptur eines großen Wesco-Pushboys in Szene: Das Wahrzeichen der M. Westermann & Co. GmbH, einem Familienunternehmen mit Herkunft und Zukunft. Mit derzeit 220 Mitarbeitern an den Produktionsstandorten Arnsberg und Schwarzenberg erwirtschaftet das Traditionsunternehmen rund 36 Millionen Euro mit intelligenten Abfalltrennungssystemen und designstarken Küchenaccessoires sowie Alu-Tischen und -Bänken nach Maß.

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I

ch habe nichts bereut“, vor uns sitzt Egbert Neuhaus, geschäftsführender Gesellschafter der M. Westermann & Co. GmbH, besser bekannt unter dem Namen Wesco, einer der führenden Hersteller von Abfalltrennungssystemen und Haushalts-Accessoires. In einer für das Unternehmen eher schwierigen Situation trat Egbert Neuhaus 1980 in das elterliche Unternehmen ein. Bis 1970 hatte Wesco Bauradiatoren herstellt, ein Geschäftsfeld, das sich stark rückläufig zeigte. Egbert Neuhaus studierte damals Wirtschaftswissenschaften und absolvierte einige Semester als Austauschstudent in den USA. Damals wusste er noch nicht, dass er hier auf das Produkt stoßen sollte, das die Entwicklung von Wesco wesentlich beeinflussen sollte: der amerikanische „Trash Can“. Während seines Aufenthalts in Amerika fiel ihm der Abfallsammler, den es in den USA bereits seit den 1920er Jahren gibt, an jeder Ecke ins Auge: „Als ich meinen Vater mit der Idee konfrontierte, diesen funktionalen Abfalleimer mit dem einprägsamen Design hier produzieren und vermarkten zu wollen, schüttelte er nur mit dem Kopf und gab zu bedenken: „Die Werkzeugkosten für dieses Produkt sind enorm, und wie viel Stück willst Du davon eigentlich verkaufen?“ Doch Egbert Neuhaus konnte seinen Vater überzeugen. Die kompetenten Mitarbeiter des metallverarbeitenden Familienunternehmens waren in der Lage dieses aufwändige Produkt zu fertigen. So wurde aus dem „Trash Can“ der „Pushboy“, der sich in kürzester Zeit


Wesco | UNTERNEHMEN + KÖPFE

millionenfach verkaufte und in seinem gewandelten Design und dadurch verbesserter Funktionalität das Original so beispielhaft übertrumpfte, dass der amerikanische Urheber sogar eine Lizenz für das deutsche Pendant zahlte. „Ich hätte auch eine andere berufliche Herausforderung annehmen können, doch zum einen interessierte mich die Firma meines Vaters und zum anderen hatte er mich darum gebeten, über meinen Eintritt in die Firma nachzudenken, obwohl die Zeiten damals nicht gerade einfach waren. Ich habe mich mit meinem Vater sehr gut verstanden, da fiel mir die Entscheidung nicht schwer!“ Wie seine Eltern und Großeltern ist auch Egbert Neuhaus tief in seiner Region verwurzelt. „Ich schätze Südwestfalen und das Ruhrgebiet sehr. In kaum einem anderen Landstrich herrschen so gute wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle sowie sportliche Bedingungen wie bei uns“, schwärmt der Vollblutunternehmer. Nicht umsonst wurde er erneut zum Vorsitzenden des Unternehmerverbands Westfalen-Mitte gewählt und er setzt sich im Initiativkreis „Mitten in Westfalen“ für gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Themen der Region ein. Für dieses ehrenamtliche Engagement in der Region „Mitten in Westfalen“ wurde der Regionalpatriot vom damaligen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers  mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Er erhielt diese Ehrung für seine Verdienste um die Soziale Marktwirtschaft. Egbert Neuhaus versteht sich als Netzwerker, der gemeinsam mit Gleichdenkenden versucht Synergieeffekte zu schaffen, die der Stärkung seiner Region dienen. Gerade in diesem Jahr führte Egbert Neuhaus in München für NRW die Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie mit der Gewerkschaft. „Als mittelständischer Unternehmer bin ich daran interessiert, dass bei den Arbeitnehmern etwas im Geldbeutel bleibt, denn nur so können sie sich auch etwas leisten. Wesco stellt Konsumgüter her und es macht wenig Sinn, wenn sie dann niemand kaufen kann.“

BEI DER RESTAURIERUNG der FirmenGebäude des 1867 gegründeten Unternehmens gelang es,Tradition und Moderne miteinander zu verschmelzen. Und nicht nur das: Zum Firmengelände gehört eine heute unter Denkmalschutz stehende Gründerzeit-Villa. Egbert Neuhaus ließ die historische Kulisse zu einem geschmackvollen Marken-ErlebnisZentrum umgestalten.

FÜR EGBERT NEUHAUS, geschäftsführender Gesellschafter der M. Westermann GmbH & Co. KG, und Wesco Vertriebsleiter Rainer Büth (r.) ist „Made in Germany“ Chance und Herausforderung zugleich.

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UNTERNEHMEN + KÖPFE | Wesco

Für Egbert Neuhaus zählen wie bereits für seinen Vater Josef Neuhaus seine Mitarbeiter zu den tragenden Säulen seines Unternehmens. Es war der Flexibilität des gesamten Teams zu verdanken, dass die Ende der 1980er Jahre erfolgte strategische Neuausrichtung das Unternehmen in eine bis heute erfolgreiche Zukunft führte. „Unser Ziel lautete, den bis dato üblichen Abfalleimer der Küche hoffähig zu machen, d. h. ihm ein Design zu verleihen, das ihm das Image eines Möbelstücks für Küche oder Büro gab. Wir wollten den Mercedes unter den Mülleimern schaffen. Und das ist uns auch gelungen. Unsere Pushboys and -friends verfügen über ein einzigartiges Design, greifen aktuelle Farben auf und erfüllen höchste Qualitätsansprüche.“

DIE „GLÄSERNE MANUFAKTUR“ Alumentur erlaubt Besuchern einen Einblick in die Produktion der Aluminium-Möbelserie ‚aluments‘. Angegliedert ist diese 500 qm große Möbelausstellung mit u.a. den vielfältigen Möglichkeiten der Serie (großes Bild). Die Details zeigen nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Sortiment an Accessoires der Villa Wesco … 64 | küche + architektur

EINE MARKE MIT INTERNATIONALER AKZEPTANZ „Als 1985 dann noch die Abfalltrennung politisch aufgegriffen wurde, hatten wir mit unserem Öko-Doppelsammler aufs richtige Pferd gesetzt“, schmunzelt Egbert Neuhaus. Zu dieser Zeit war er Vorsitzender des Umweltausschusses Hochsauerlandkreis und das Abfalltrennungssystem war das erste dieser Art, das auf den Markt kam. Aus dem angeschlagenen Unternehmen von einst wurde sukzessive ein mittelständisches Erfolgsunternehmen der Weltklasse. Bereits 40 Prozent der Wesco-Produkte gehen mittlerweile ins Ausland. „Wir vermarkten unsere Produkte überwiegend im europäischen Raum. Hier verfügen wir seit mehr als vierzig Jahren über ein breit gefächertes Distributionsnetz“, verrät Egbert Neuhaus. So werden Metro-Cash & Carry-Märkte seit deren Gründung im Jahr 1964 von Wesco beliefert. Doch auch die Exporte nach Asien vermehren sich. Also gründete man „Wesco Asia“ und führte Wesco als Marke ganz gezielt in China ein. „Inzwischen liefern wir unsere Waren nach Shanghai und Hongkong. Nicht zu vergessen unsere Shops in Peking und Hongkong“, Egbert Neuhaus ist zum einen Mann von Welt und zum anderen überzeugter Sauerländer. INVESTITIONEN MIT GEFÜHL UND SACHVERSTAND Seine Herkunft verleugnet hat der Unternehmer nie. In die Restaurierung der Firmen-Gebäude des 1867 gegründeten Unternehmens investierte Egbert Neuhaus Millionen. Gemeinsam mit Architekten der Region gelang es dem sympathischen Mittelständler Tradition und Moderne miteinander zu verschmelzen. Und nicht nur das: Zum Firmengelände gehört eine heute unter Denkmalschutz stehende Gründerzeit-Villa. Egbert Neuhaus ließ diese historische Kulisse zu einem geschmackvollen Marken-Erlebnis-Zentrum umgestalten. Wesco Vertriebsleiter Rainer Büth ließ es sich nicht nehmen, uns über das Anwesen zu führen. Gäste aus der Region und darüber hinaus besuchen die Villa Wesco, um sich im Outlet


Wesco | UNTERNEHMEN + KÖPFE

des Haushaltwarenherstellers über die neuen Küchenaccessoires zu informieren oder um an einem der zahlreichen Kochkurse der eigens dafür eingerichteten Kochschule La Cucina teilzunehmen. Hier sitzt man übrigens an Tafeln, die ebenfalls zum Produktsortiment des sauerländer Unternehmens gehören. TISCHE UND BÄNKE NACH MASS In der angrenzenden Alumentur werden Gestelle für individuelle Tischlösungen, Bänke und weitere Küchenaccessoires hergestellt. Abnehmer dieser Produkte nach Maß ist u. a. die Küchenmöbelindustrie, die sie mit entsprechenden Tischplatten aus Kunststoff, Holz oder Stein versieht. Aber auch Küchenspezialisten können ihren Kunden mit den Aluminium-Tischbeinen von Wesco ein Stück mehr Individualität bieten. Sie beziehen die Wesco-Gestelle über Grossisten wie Naber oder Vogt und können die Materialität der Tischplatte gemeinsam mit ihrem Kunden vor Ort festlegen, wo sie sie vom Steinmetz, Glaser oder Schreiner ihrer Wahl anfertigen lassen können. Im idyllischen Park der „Villa Wesco“ liegt auch das Restaurant Da Vinci, das Egbert Neuhaus an einen italienischen Gastronomen verpachtet hat. Das Restaurant liegt an der Ruhr, deren Ufer im Sommer zu einem malerischen Sandstrand inklusive Liegen und Sonnenschirmen wird. „Die Villa Wesco liegt zudem unmittelbar am Ruhrtal-Radweg und lädt mehr und mehr Menschen zur Einkehr ein.“ Immer wieder versteht es Egbert Neuhaus, Unternehmen und Region mit einander zu verbinden. Das gelingt ihm auch mit seiner Tochterfirma im sächsischen Schwarzenberg. „Ich habe unsere Tochtergesellschaft in Schwarzenberg kurz nach der Wende gemeinsam mit den Mitarbeitern kontinuierlich ausgebaut. In Arnsberg platzten wir produktionstechnisch aus allen Nähten und wir benötigten Fachkräfte. In Schwarzenberg hat die Metallverarbeitung schon immer eine große Rolle gespielt. Hier waren die notwendigen Fachkräfte, die wir so dringend

ZUR EVENT-KÜCHE LA CUCINA in der Villa Wesco gehört dieser selbstverständlich mit aluments eingerichtete Essbereich.

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Tadition und Zukunft live erleben.

Besuchen Sie uns auf der Hausmesse 14. bis 19. September 9.00 – 19.00 Uhr 20. September 9.00 – 15.00 Uhr Rationalstraße 4 | 49328 Melle | www.rational.de

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UNTERNEHMEN + KÖPFE | Wesco

GROSSZÜGIG UND ANREGEND zeigt Wesco Interessenten, die nicht nur aus der Region kommen, wie Aluments sich unterschiedlichen Stilwelten anpasst.

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brauchten und die meisten von ihnen waren ohne Lohn und Brot. Die Arbeitslosenquote lag hier nach der Wende bei 25 Prozent. Die Produktion aus DDR-Zeiten war allerdings völlig veraltet, so dass wir rund 15 Millionen Euro in die Rationalisierung und Modernisierung investieren mussten. Aber ich muss sagen, das Invest hat sich gelohnt. Heute produzieren wir dort mit rund 120 Mitarbeitern auf höchstem, technischen Niveau.“ „Made in Germany“ ist für Egbert Neuhaus und sein 220-köpfiges Team Chance und Herausforderung zugleich. „Wir sind wie viele andere mittelständische Unternehmen unter permanentem Rationalisierungs- und Innovationsdruck“, beschreibt er uns seine Situation. „Erhöhungen von Rohstoff- oder Primärenergiepreisen können aus wettbewerbstechnischen Gründen nicht immer an den Markt weitergegeben werden. Was uns bleibt, sind permanente Prozessoptierungen und neue designorientierte, funktionale Produkte, die es ermöglichen, höhere Preise durchzusetzen.“ Als Unternehmer kann man zwar einiges tun, um Arbeitsplätze zu erhalten, aber eben leider nicht alles. Das hat Egbert Neuhaus im Laufe seines Berufslebens gelernt. „Was das schwierige konjunkturelle Umfeld im Euroraum noch bringen wird, ob China auch langfristig an products made in Germany festhält, das wissen wir nicht. Doch Krisen hat es immer gegeben und es wird sie immer geben: Ich halte es wie Max Frisch, für mich ist die Krise ein kreativer Zustand, dem nur der Beigeschmack der Katastrophe genommen werden muss. Eins ist jedoch sicher, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen müssen stimmen“, betont er. „Denken Sie nur an die Schließung vieler Kokereien. Als Metallverarbeiter benötigen wir das hier erzeugte Roheisen. Die letzte Kokerei in Dortmund wurde von Chinesen abgebaut und nach China verfrachtet. Ich halte es generell für gefährlich, sich von anderen Ländern zu stark abhängig zu machen. In dem Moment, wo diese die Preisschraube anziehen, sind wir nicht mehr wettbewerbsfähig.“ Doch Wesco ist absolut konkurrenzfähig. Die Produktpalette, die von Einbau- bis zu Freestanding-Mülltrennungssystemen reicht, ist ungeheuer variantenreich und, so verraten uns Egbert Neuhaus und Vertriebsleiter Rainer Büth, wächst weiter. Das liegt allein schon daran, dass das Unternehmen seine Einbauabfalltrennungssysteme auf die sich verändernden Anforderungen der Küchenmöbelindustrie anpasst. Das zweite Standbein, die Fertigung von Küchenaccessoires wächst und gedeiht ebenfalls prächtig. „Wir haben mittlerweile einen richtigen Fan-Club, was unsere Accessoires anbelangt. Wir erhalten sogar Anschreiben mit Vorschlägen für Produkte, die unser Sortiment ergänzen könnten“, freut sich Rainer Büth. Ein kleines aber feines Entwicklungslabor mit versierten Tüftlern sorgt für einen regen und überzeugenden Musterbau. Die Küchenaccessoires im typischen Wesco-Design umfassen von der Waage, über den Brotkasten, Salzstreuer, die Pfeffermühle mit Keramikmahlwerk, die Butterdose bis zu Töpfen und Pfannen und vielem mehr ein breites Sortiment. „Aber


Wesco | UNTERNEHMEN + KÖPFE

auch das Design passen wir auf sanfte, unaufdringliche Art kontinuierlich dem aktuellen Zeitgeist an“, so Egbert Neuhaus. „Zur Zeit arbeiten wir mit einem dänischen Designer zusammen“, ergänzt Rainer Büth die Aussagen des Unternehmers. Für die Aluminium-Tischelemente gilt das natürlich auch. „Ich bin immer auf der Suche nach Neuem“, betont Egbert Neuhaus. Seinen Sohn hat der Vollblutunternehmer bereits angesteckt. Er will nach seinem Studium und einem längeren Auslandsaufenthalt bei Wesco Asia und dem Durchlaufen der Unternehmensprozesse, langsam auf die Führung des Unternehmens hinarbeiten. Egbert Neuhaus feierte im Juni dieses Jahres übrigens seinen 60sten Geburtstag. Wer ihn ein Mal erlebt hat, weiß, dass er mit seinen Ideen und seinem Tatendrang noch lange nicht am www.wesco.de | www.villa-wesco.de | www.wesco-aluments.de | www.wesco-kuechentechnik.de Ende ist.

UND SELBST ZUTATEN der bei Koch-Events erprobten Gerichte sind in der Villa Wesco erhältllich.

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Fotos: Gaggenau

ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

GAGGENAU Geräte-Serie 200

Gaggenau – Ästhetik für die Sinne „Entweder ist man Premium, oder man ist Preis- und Kostenführer. Dazwischen geht nichts.“ (Peter Brabeck-Letmathe, ehem. CEO von Nestlé)

Was ist das Besondere an der Marke Gaggenau, was unterscheidet sie von Wettbewerbsprodukten? Vor allem, wie nehmen Küchenspezialisten die Premiummarke wahr? Auf Einladung von Gaggenau traf sich der Händlerbeirat des Fachmagazins küche+architektur im malerischen Ambiente des Ketschauer Hofes in Deidesheim, wo nicht nur rege diskutiert, sondern auch leidenschaftlich gemeinsam gekocht wurde.

GAGGENAU Geräte-Serie 400 68 | küche + architektur


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

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GEMEINSAM ZUM ZIEL: 1

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Peter Bruns (stehend links) und Antonio

Terrada (3. v. r.) bei der einleitenden Präsentation 2

Unternehmer tauschen sich aus: Nicolai

Köhler, Friedhelm Mutschler, Stefan Böhm, Raimund Fischer, Franz Zapf, Claus Steuerfeld 3

Peter Bruns und Winfried Köhler

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Wer Genuss verkauft, muss auch selbst

genießen können: Arntraud Krug

D

er Ketschauer Hof, eine Location, die gleich in zweifacher Hinsicht zum Thema Küche passt: Wie eine neue Kücheneinrichtung führt das sanierte ehemalig Gut der Winzerfamilie Bassermann-Jordan Tradition und Moderne in ansprechender Art und Weise zusammen – Bruchsteinmauern und antike Säulen fügen sich mit modernen Hölzern wie Makassar, edlem Ecru und würdevollem Bordeaux zu einer harmonischen Symbiose. Und nicht zuletzt begeistert die exquisite Küche, mit der Küchenchef Jens Fischer die Gaumen seiner Gäste verwöhnt. In unserem Fall überlässt er die Zubereitung der Leckerbissen Philipp Helzle. Der Profikoch hat die Aufgabe, gemeinsam mit dem Händlerbeirat und der Gaggenau-Geschäftsführung auf hohem Niveau ein drei Gänge Menü zu zaubern. Auf Gaggenau-Geräten versteht sich. Diese sind nämlich wesentlicher Bestandteil des Kochateliers. Die Möbel hier in edlem Makassar stammen übrigens von Nolte Küchen. Der Ketschauer Hof in Deidesheim ist übrigens nicht das einzige Weingut dieser Güteklasse, mit dem Gaggenau zusammenarbeitet. Der Premium-Hausgerätehersteller pflegt Kooperationen mit zahlreichen renommierten deutschen Weingütern und deren Gastronomien und baut sie gemeinsam mit dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter, VDP, weiter aus. „Die Tatsache, dass unsere Geräte in einem solchen Umfeld zum Einsatz kommen, spricht für sich“, freut sich Peter Bruns. Die Weintemperierschränke von Gaggenau als wahre Eyecatcher und mit ihrer ausgeklügelten Technik stoßen bei Liebhabern edler Tropfen auf großes Interesse. KLASSE STATT MASSE Die Marke Gaggenau stellt, wie es Geschäftsführer Peter Bruns auszudrücken pflegt, etwas ganz Besonderes dar. Und das bestätigen auch die zehn Küchenspezialisten, die an dieser Diskussionsrunde teilnahmen. „Gaggenau steht für Geräte der Premium-Klasse“, interpretiert auch Claus Steuerfeld, Küche4you, Viernheim. „In dieser Preisklasse kann man natürlich keine Mengen verkaufen“, resümiert der engagierte Geschäftsmann.

Den Mengenmarkt wollen Peter Bruns und Vertriebsleiter Nord Antonio Terrada mit ihren Premium-Geräten auch nicht bedienen. Den Umsatz von 180 Mio. Euro erwirtschaftet das sich internationaler Beliebtheit erfreuende Unternehmen nur zu einem Drittel in Deutschland. Der Grund: Die selektive Vermarktung der Luxus-Geräte. „Gerade den Anspruch der selektiven Vermarktung finden wir gut“, betont Christian Böhm, Küchenstudio Böhm, Groß-Bieberau. „Gaggenau steht für uns und viele Endverbraucher für ,PremiumGeräte aus Tradition‘.“ „Andere Hausgerätehersteller bieten ihre Geräte im Vergleich zu Gaggenau in allen Preissegmenten an. Die Differenzierung zwischen Mittelklasse und gehobenem Segment lässt sich oft nur schwer argumentieren“, wirft Stefan Böhm ergänzend ein. „Die Konzentration von Gaggenau auf das reine Premiumsegment ist glaubwürdiger.“ Diese Meinung kann Arntraud Krug, La cucina, Schweinfurt, nur unterstützen. Die erfolgreiche Innenarchitektin schwärmt für das außergewöhnliche Design der Gaggenau-Geräte. „Ich arbeite bereits seit Jahren gerne mit Gaggenau zusammen. Die Marke ist in der Großfläche nicht präsent und bewegt sich im Preissegment der gehobenen Mitte bis zum High-End und spricht den Großteil meiner Kunden an. Diejenigen, die schon einmal Gaggenau-Geräte hatten, kaufen sie zu einem hohen Prozentsatz auch wieder.“ Sie schwärmt von den exquisiten Materialien aus denen die Gaggenau-Geräte gefertigt sind und natürlich von der perfekten Verarbeitung. EINZIGARTIG Unvergleichlich die Art, wie es Gaggenau geschafft hat, die GeräteSerie 400, die im amerikanischen Inch-Maß gefertigt wurde, auch am deutschen Markt zu etablieren. Und das trotz der absoluten Polarisierung des Gerätedesigns. „Anfänglich wirkten diese Geräte sehr dominant und befremdlich, wie sie aus dem flächenbündigen Frontbild hervorragten“, erinnert sich Christian Böhm. „Heute haben wir uns an dieses eigenwillige Design gewöhnt und sind froh, dass die 400er-Serie noch immer diese herausragende Eigenschaft trägt und sogar noch optimiert wurde.“

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

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Antonio Terrada;

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Stefan Böhm, Koch Philipp Helzle, Arntraud

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Christian Böhm

Krug und Friedhelm Mutschler 4

+

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Bei der Kellerführung durch die

historischen Gewölbe des Weingutes Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan in Deidesheim: Stefan und Christian Böhm, 4

5

„Die grifflosen Türen dieser neuen Geräteserie 400 begeistern unsere Kunden“, zeigt sich Friedhelm Mutschler, Das Küchenhaus Mutschler, Neustadt, zufrieden. „Obwohl ich mir bei der Umstellung einen fließenderen Übergang von der „alten“ auf die neue Geräteserie gewünscht hätte“, gesteht er. „Für das eine oder andere Gerät der vorhergehenden Gerätelinie gibt es immer noch Interessenten und sei es beim Ersatzbedarf. Da ist es manchmal recht ärgerlich, wenn man dem Interessenten gestehen muss, dass das gewünschte Gerät nicht mehr verfügbar ist und man stattdessen auf die neue Serie zugreifen müsste.“ Peter Bruns und Antonio Terrada wissen um diese Problematik: „Wir sind uns bewusst, dass wir die Umstellung sehr schnell durchgeführt haben. Erforderlich wurde dieses konsequente Vorgehen durch den Wechsel eines Zulieferanten“, erläutert Peter Bruns ehrlich und stößt auf Verständnis und konstruktive Anregungen: „Vielleicht könnten wir ja mit unseren Verbandskollegen eine Art Tauschbörse für die vorhergehende Gerätegeneration installieren. Auf diese Weise könnte man sich bei Bedarf gegenseitig aushelfen“, schlägt Friedhelm Mutschler vor. Eine Idee die Anklang findet. DAS OHR AM KÜCHENFACHHANDEL „Allerdings hätte ich mir für die Türen der flächenbündigen 200erLinie einen größeren Öffnungswinkel gewünscht, um Backbleche komfortabler hinein- und herausschieben zu können“, wirft der erfahrene Küchenprofi ein. Doch Peter Bruns kann ihn beruhigen: „Der Öffnungswinkel von 110° entspricht der Norm. Die Praktikabilität ist absolut gewährleistet.“ Kurzerhand nimmt sich der engagierte Norddeutsche Friedhelm Mutschlers an und erläutert ihm die Funktionalität der neuen Geräte-Generation. Resultat: Mit einem Schlag ist der passionierte Küchenprofi und Hobby-Koch aus Neustadt auch ein Fan der neuen Gaggenau-Serie. Aber auch Franz Zapf, Küchenetage, Heppenheim, sieht den Öffnungswinkel der flächenbündigen Gerätelinie eher skeptisch. „Eine Klappe wäre die bessere Lösung gewesen“, merkt der erfahrene Küchenprofi an und liebäugelt daher mehr mit der grifflosen Geräte-

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Erich Pfleiderer und Winfried Köhler

linie 400. „Deswegen haben wir ja zwei Serien“, lacht Antonio Terrada. Erich Pfleiderer, Küchenhaus Pfleiderer, Winnenden, hat den ersten Backofen der flächenbündigen Serie 200 bereits in seine Ausstellung integriert. Auch was die Vario-Kochfelder der 200er und der 400er Serien anbelangt, bei denen sich Induktion, Gaskochfelder, Fritteusen oder auch Wok modular miteinander kombinieren lassen, ist der leidenschaftliche Küchenspezialist vom Angebot der Marke überzeugt. „Besonders an den flächenbündigen Einbau dieser Geräte kommt kaum ein anderer Hersteller ran“, betont der Fachmann. „Wann wird die neue Dampfgarer-Generation lanciert?“, zeigt sich Erich Pfleiderer interessiert. Die Technologie und damit verbunden auch der Innenraum der Dampfgarer sollte, so Erich Pfleiderer, überarbeitet werden. „Wir arbeiten mit drei Elektrogeräteanbietern zusammen und lassen unsere Kunden auch optische Vergleiche an unseren Ausstellungsgeräten anstellen. Dabei stellen wir fest, dass Kunden, die Gaggenau nicht kennen, auf den ersten Blick lieber auf eine Variante der beiden Wettbewerber zurückgreifen.“ „Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass der Dampfgarer von Gaggenau das einzige Haushaltsgerät dieser Art ist, das eine Gastronomie-Zulassung hat, also ist die Technik unserer Geräte nicht nur absolut zeitgemäß, sondern auch professionell. Aber natürlich entwickeln auch wir an einer neuen Generation von Dampfgarern“, plaudert Peter Bruns aus der Schule. „Optimierungspotenzial gibt es immer!“ Arntraud Krug wünscht sich einen preisgünstigeren Backofen für die Serie 400: „Wissen Sie“, erläutert die Powerfrau, „wenn sich ein Kunde bereits für das Top-Dampfgarmodell der neuen 400er-Linie entscheidet, benötigt er eigentlich nicht unbedingt den Spitzen-Backofen der Serie.“ Peter Bruns und Antonio Terrada nehmen die Wünsche und Ideen ihrer Kunden interessiert auf. EINE MISCHUNG AUS MANUFAKTUR UND SERIENBETRIEB „Gaggenau ist ein Manufakturbetrieb und lebt natürlich auch von der Liebe zum Detail“, betont Peter Bruns. „Wir bleiben der 300 Jahre alten Gaggenau-Philosophie treu und setzen auch weiterhin auf hochwertige Materialien und präzise Verarbeitung. Das bedeutet


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

auch, dass zahlreiche Geräte immer noch von Hand zusammengesetzt werden. Diese Mischung aus Handwerk und Hightech-Montage können wir uns auch nur leisten, weil wir zur BSH-Gruppe gehören und von entsprechenden Synergien profitieren“, erläutert er dem interessierten Publikum. „Oder meinen Sie, wir hätten uns die 25 Millionen Euro, die wir in die Fertigung der Gerätlinien 200 und 400 investiert haben, alleine leisten können?“ Diese Argumentation können die Küchenprofis gut nachvollziehen. Besonders stolz sind Peter Bruns und Antonio Terrada auf das Bedienmodul der beiden neuen Backofen-Serien 400 und 200 mit TFT-Touch-Display, das in dem neuen, speziell für Gaggenau eingerichteten und einzigen Reinraum der BSH zusammengefügt wird. LEBEN UND FEIERN MIT GAGGENAU Das Engagement des Gaggenau-Teams und speziell die Gespräche mit Peter Bruns haben auch Winfried Köhler und seinen Sohn Nicolai, Haus der Küchen, Worms, für die Premiummarke eingenommen. Das Unternehmen verfügt bereits über eine angeschlossene Vorführküche, die jedoch mit einer anderen Marke aus dem BSH-Konzern ausgestattet ist. „Das macht gar nichts“, freut sich Nicolai Köhler. „In Kürze werden wir eine zweite Vorführküche installieren, ausgestattet mit Gaggenau-Geräten. Für uns ist die Marke Gaggenau die geeignete Abrundung nach oben.“ „Zudem zeigt es sich für uns vorteilhaft, zwei Hausgerätemarken von einem Konzern beziehen zu können“, ergänzt Winfried Köhler. Wer das Haus der Küchen kennt, weiß, dass Winfried Köhler und sein Team gerne kochen. Hier wird mit guter Küche Marketing gemacht. Da ist es kein Wunder, dass Winfried und Nicolai Köhler sich sofort von einem Marketingevent besonders begeistert zeigen, das auch nur, so garantiert Peter Bruns, den Handelspartnern der Premiummarke zugutekommt: Die Cook-in-Party. „Wir haben das jetzt schon das eine oder andere Mal angenommen und haben beste Erfahrungen damit gemacht. Unsere Kunden waren begeistert.“ Das kann Christian Böhm nur bestätigen: „Die Cook-in-Party oder der Dinner-Abend, den wir für unsere Kunden bei Gaggenau buchen

können, sind einfach super.“ „In dieser Form macht das kein anderer Hersteller“, bekräftigt sein Bruder Stefan. Unter www.gaggenau-genusswelt.de können sich Gaggenau-Handelspartner einloggen und für Kunden, die gerade eine Küche mit Geräten der Spitzenmarke erworben haben, eine Geräte-Einweisung der ganz besonderen Art buchen. Während einer Cook-in-Party oder dem Dinner-Abend in der neuen Küche des Kunden wird gemeinsam mit dessen Freuden gekocht, geschlemmt und gefeiert. „Die Lebensmittel stellt Gaggenau dabei übrigens kostenlos zur Verfügung“, betont Antonio Terrada. Der Hausherr muss sich also nur um die Bereitstellung von Töpfen, Pfannen und anderen Kochutensilien kümmern. Auch die Tischdekoration bleibt in den Händen des Gastgebers. „Und den Wein wird der Hausherr in den meisten Fällen ebenfalls auswählen wollen“, weiß Peter Bruns aus Erfahrung. Falls aber dennoch guter Rat teuer ist, stehen erfahrene Sommeliers der Deutschen Wein- und Sommelierschule bereit, die auf Anfrage des Küchenprofis über die Gaggenau-Genusswelt-Domain eine Auswahl auf das Menü abgestimmter Weine zur Verfügung stellen. „Die Cook-in-Partys oder Dinner-Abende kommen bei meinen Kunden super an“, betont auch Arntraud Krug. „Die meisten sind stolz auf ihre neue Küche und feiern das mit Freunden und Bekannten. Dabei kann man schon den einen oder anderen Neukunden gewinnen“, schmunzelt sie wohlwissend. Und Stefan und Christian Böhm nicken bestätigend. „Wir haben natürlich noch weitere Schmankerl, mit denen unsere Handelspartner ihren Kunden eine Freude machen können. Wie z. B. ein Gourmet-Arrangement mit Sterne-Köchen wie Nils Henkel und Joachim Wissler, die man an einem Tag im direkten Vergleich erleben kann. Mit Übernachtung natürlich“, schwärmt Antonio Terrada. Was will man also mehr: qualitativ hochwertige Premiumgeräte der Marke Gaggenau, angereichert mit jeglichem Komfort und technischer Finesse, exklusiv erhältlich bei ausgewählten Küchenspezialisten, zelebriert und sinnlich erlebt während exquisiter Cook-in-Parties oder Dinner-Abenden, Events, ausgerichtet im Dreiklang von Endverbrauchern, Küchenprofi und Gaggenau … so beginnen Freundschaften. www.gaggenau-genusswelt.de

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ARCHITEKTUR + TREND | Küchen

Ein Leben für die Küche Dieter Finke: Abschied nach fast 50 Jahren bei Kesseböhmer

Fast 50 Jahre war Dieter Finke das Gesicht der Möbelsparte von Kesseböhmer. Im Laufe dieser Zeit durchlebte er die Höhen und Tiefen der Branche. Kein Küchenmöbelhersteller, den der dynamische Kaufmann nicht besucht hat, keine Fertigung, die er sich nicht angeschaut hat. Vielen Unternehmern und Mitarbeitern ist der herzliche Niedersachse freundschaftlich verbunden. Sein Credo lautet bis heute: „Man soll die Leistung des Anderen wertschätzen.“ 72 | küche + architektur


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

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ie Firma Kesseböhmer war 1964 zehn Jahre jung und aufstrebend und hatte einen guten Ruf in der Region. Grund genug für den jungen Dieter Finke, sich in Dahlinghausen um eine Lehrstelle zu bewerben. Die Zeichen standen auf Wachstum – das sollte ihm bereits als Lehrling zugute kommen. „Ein Auszubildender wurde damals sofort aktiv ins Alltagsgeschäft integriert. Anpacken war angesagt und zwar in jeder Abteilung, das brachte allein die damalige Größe des Unternehmens mit sich. Wenn man in einer kleineren Firma als Lehrling beginnt, weiß man, wo der Besen steht. In größeren Unternehmen braucht man sehr lange, um alle Besen zu finden!“, Dieter Finke lacht. Nach dem Wehrdienst trat er in den Geschäftsbereich Möbel-Innenausstattung ein. Bis heute hat Dieter Finke diesen Schritt nie bereut, wobei es immer wieder galt, auch innerbetrieblich die eine oder andere Hürde zu nehmen.

AUS EINER NISCHE WIRD EIN KERNGESCHÄFT Anfang der 70er Jahre war die Nachfrage – wie überall in der Wirtschaft – größer als das Angebot. „So hatte jeder Produktbereich um seinen Platz in der Fertigung zu kämpfen. Damals herrschte auch im Hause Kesseböhmer ein Wettbewerb um Kapazitäten.“ Die Möbelsparte war der kleinere Bereich im Unternehmen. Warenpräsentation mit den sogenannten Leergutständern für die Getränkekisten, Verkaufsständern für Tante-Emma-Läden, Displays für Markenartikel und ein Programm für die Schaufenstergestaltung brachten damals den größten Umsatzanteil und wurde natürlich auch priorisiert. „Im Laufe der Jahre haben wir dann den Geschäftsbereich Warenpräsentation mit unserem Möbelbereich eingeholt“, wirft Dieter Finke so ganz nebenbei ein und erzählt weiter: „Für das Unternehmen bedeutete dieses Wachstum die Notwendigkeit, permanent in die Produktion zu investieren. Ich erinnere mich noch an unsere erste Galvanik – das war schon eine wichtige und richtige Entscheidung. Ich denke, zu dieser Zeit haben wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Wir haben bestehende Produkte optimiert und neue lanciert und sind dabei technologisch immer weiter vorangegangen. Vor allem aber haben wir Service und Lieferzuverlässigkeit als wichtige Themen erkannt und aktiv mit Leben erfüllt.“ Damals waren insbesondere die Markenküchenhersteller an funktionellen Verbesserungen ihrer Küchenmöbel interessiert und somit auch für viele Entwicklungen Impulsgeber. „Einer unserer ersten guten Partner war August Siekmann. Andere kamen dazu, mit denen wir gemeinsam Lösungen suchten und fanden. Nur ein Beispiel: Der eingeschränkte Raum im Spülenunterschrank war schwierig zu nutzen. Also entwickelten wir einen speziellen Winkelrost. Aus heutiger Sicht ein alter Hut, aber zu seiner Zeit heiß begehrt.“ Heute hat die Zulieferindustrie einen deutlich höheren Anteil an der Produktentwicklung, vieles wird eigenständig erarbeitet. „Aber nach wie vor ist die enge Zusammenarbeit mit den Küchenherstellern und die Orientierung an ihren Wünschen und Bedürfnissen für uns die entscheidende Basis aller Entwicklungsarbeit.“

DISPENSA, der komfortable Auszugschrank, seit über 30 Jahren erfolgreich im Markt

PARALLELEN ZU DEN 80ERN Ölkrisen, Stahlkrisen, die Wende, die Europäische Gemeinschaft – all diese Ereignisse prägten die deutsche Wirtschaft und ihre Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten. „Wir machten einfach weiter“, lautet die Antwort auf die Frage, in welcher Form man sich diesen Gegebenheiten gestellt habe. „Bis 1980!“, erinnert er sich. „Zu diesem Zeitpunkt drehte sich der Markt, aus einem Verkäufermarkt wurde ein Nachfragemarkt. Das führte dazu, dass viele Unternehmen, darunter auch Hersteller aus der Möbel- und Küchenmöbelindustrie, küche + architektur | 73


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FREEFLAP, der ausgezeichnete Klappenbeschlag öffnet Hängeschränke und hält in jeder Position

Fotos: Kesseböhmer

aufgeben mussten. Der Preis dominierte den Wertgedanken. Damals entschieden wir uns bei Kesseböhmer dafür, dieser Entwicklung mit einer höheren Wertigkeit entgegenzutreten. Statt auf den „Zwirnsfaden“ von früher setzten wir auf hochwertige Produkte und die Oberfläche Chrom. Eine Entscheidung, mit der es uns gelang, wieder einen höheren Anspruch in die Küche zu bringen. Viele Kunden griffen diesen Gedanken auf.“ Heute zeigt der Markt ähnliche Tendenzen. Der Preis hat hohe, oftmals erste Priorität. „Wir setzen auf interessante Produkte für verschiedene Marktsegmente und Zielgruppen mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Und bieten damit dem Küchenmöbelhersteller und dem Fachhandel die Möglichkeit, dem Endkunden eine auf seine speziellen Bedürfnisse und Möglichkeiten zugeschnittene Küche zu gestalten. MARKE VERPFLICHTET, ... ... gilt das auch für einen Zulieferanten wie Kesseböhmer?, fragen wir den Branchenkenner. „Durchaus! Ich bin davon überzeugt, dass Hersteller, die mit uns gemeinsam Produkte entwickeln, bereits mit einem sehr hohen Anspruch zu uns kommen. Auch der Fachhandel, der sich mit dem Produkt Küche auseinandersetzt, weiß um die Qualität unserer Ware. Ich glaube daran, dass die Marken wieder eine stärkere Rolle spielen werden, sowohl Hersteller- als auch Handelsmarken. Eine ausschließlich auf den Preis fokussierte Vertriebsform kommt irgendwann an ihre Grenzen. Das Produkt „Küche“ ist sehr komplex und bietet viel mehr Argumente. Auch in den Exportmärkten dieser Welt ist man als ausländischer Anbieter für die Kunden nur dann von Wert, wenn man auch in Deutschland einen guten Namen hat.“ Und wie wird man der heterogenen Kundenstruktur gerecht? Kesseböhmer ist ja nicht nur Zulieferant der Möbelindustrie, sondern die Produkte werden auch von Schreinern und Innenausbauern eingesetzt. „Da fahren wir eine klare Linie: Schreiner und Innenausbauer werden über Grossisten bedient, die Industriekunden direkt von Kesseböhmer. Hier sind wir heute in der Lage, mittels hochkomplexer Warenwirtschafts- und Logistik-Programme unsere Produkte kundenspezifisch zu assemblieren. Die Anforderungen der Industrie sind hoch: Wir müssen heute auch bei jeder unserer Neuentwicklungen die reibungslose Integration des Produktes in den Fertigungsprozess unserer Kunden sicherstellen. Das setzt eine wesentlich höhere Produktintelligenz voraus und natürlich modernste EDV-Technik. Letztere trägt im Übrigen auch dazu bei, dass wir jederzeit eine bedarfsnahe Belieferung direkt an das Band beim Kunden garantieren können.“ PRODUKTINNOVATIONEN ALS BASIS FÜR DEN ERFOLG Magic Corner, der LeMans, Convoy ... der Kreativität des Kesseböhmer-Teams entstammen zahlreiche Produkthighlights, die die Ergonomie, die Funktionalität, den Komfort von Küchenmöbeln und nicht zuletzt die Optik entscheidend verbessert haben. Aber welche Innovation war für Dieter Finke und sein Team wohl die größte Herausforderung? „Das waren die Arena-Böden“, antwortet er ohne Zögern. „1992: Wir mussten uns auf einmal mit Spanplatten und Klebetechnik auseinandersetzen. Vor allem aber wussten wir zunächst natürlich nicht, ob der Markt dieses Produkt annehmen würde.“ Die Erinnerung führt ihn noch weiter zurück: „Eine entscheidende Wende brachte auch der Apothekerauszug, den wir in den 70er Jahren lancierten. Ich erinnere mich noch, wie ich 74 | küche + architektur


Küchen | ARCHITEKTUR + TREND

damit bei Rational vorstellig wurde. Erst einmal stieß ich auf Ablehnung. Doch schon wenige Wochen nach meinem Besuch rief man mich an, und berichtete von einem anspruchsvollen Kunden, der exakt eine solche Ausstattung haben wolle. Also lieferten wir den Apothekerauszug. Diesem Auftrag folgte schon bald der nächste und so etablierte sich unser Dispensa langsam aber sicher am Markt.“ Und die Zukunft? Ein neues und interessantes Produkt aus dem Hause Kesseböhmer ist zum Beispiel der ErgoAgent, der auf der letzten Interzum vorgestellt wurde. Wie sieht es mit dessen Mengenfähigkeit aus? „Für ein produzierendes Unternehmen ist es immer wichtig, Zeichen zu setzen“, weiß Dieter Finke aus Erfahrung. „Mit dem ErgoAgent ist dies möglich. Er ist mit Sicherheit kein Produkt, mit dem wir aus dem Stand Mengen generieren werden. Aber mittelfristig wird er sich am Markt durchsetzen. Genauso wie beispielsweise die neue Free-Lift-Generation, das neue LineroMosaiQ, der CookingAgent usw.“ Produkte wie die, die Dieter Finke hier aufführt, sind ein gutes Startkapital für seine Nachfolger, die nun über die Weiterentwicklung des Unternehmens entscheiden werden. Allerdings stehen sie vor anderen, neuen Herausforderungen. Das bringt der Wandel der Zeit mit sich. „Kesseböhmer hatte seit jeher in allen Schlüsselpositionen gute Leute, das hat sich bis heute nicht geändert. Ich bin sicher, dass meine Nachfolger, Burkhard Schreiber als Geschäftsführer und Thomas Herden als Vertriebsleiter Deutschland, zusammen mit Oliver Kesseböhmer das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen werden. Das gibt mir zum Abschied www.kesseboehmer.de ein gutes Gefühl.“

Individualität ist Zukunft

LEMANS, die intelligente Eckschranklösung für Platzausnutzung und optimalen Zugriff

Ergonomische Gesichtspunkte mit dem ergoAgent base von Firma Kesseböhmer, hervorragendes Design, hochwertige Materialien, modernste Technik und perfekte Verarbeitung prägen die heutige Küchengestaltung. Ballerina steht für individuelle Küchen mit Mehrwert! Erleben Sie unsere neue Kollektion 2014 mit einem einmaligen Material- und Farbspektrum und mit einer Vielzahl einzigartiger Alleinstellungsmerkmale.

Live und zum Anfassen bei Ballerina!

Ballerina-Küchen Tel.: +49(0) 5226 5990 Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Fax: +49(0) 5226 599211 küche + architektur | 75 Bruchstraße 47-51 info@ballerina.de 32289 Rödinghausen www.ballerina.de


STRATEGIE + KOMPETENZ

Genossenschaft als gelebtes Modell Der Küchenring auf der Sonnenseite

Seit zehn Jahren wächst „Der Küchenring“ kontinuierlich. Die erzielte Steigerung des ZR Umsatzes der Rheinbacher Verbundgruppe von 21,2 Prozent auf nunmehr 350,2 Millionen Euro spricht ebenso für sich wie der stetige Mitgliederzuwachs auf mittlerweile 455 Küchenfachgeschäfte. fach geschäfte.

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abei sind die genossenschaftliche Ausrichtung des Verbands sowie die flache Organisationsstruktur, die an Kosten gerade einmal 0,58 Prozent des Umsatzes benötigt, aber auch die Synergien mit dem Schwesterverband Alliance nur drei der wesentlichen Erfolgsfaktoren der Rheinbacher. Wir nutzten die Gelegenheit und sprachen mit den beiden führenden Köpfen des Verbandes, den Geschäftsführern Manfred Töpert und Joachim Bringewald, über deren Sicht der Marktentwicklung. Herr Töpert, Herr Bringewald, Der Küchenring gehört derzeit zu den erfolgreichsten Verbundgruppen des Marktes. Seit 2002 sind Sie kontinuierlich gewachsen und genießen rundherum eine exzellente Reputation. Joachim Bringewald: Darauf sind wir auch sehr stolz. Auch bei unseren Partnern aus der Industrie gehören wir zu den Verbundgruppen, die weiterempfohlen werden. Manfred Töpert: Natürlich freuen wir uns über ein solch positives Image, finden es aber nur vernünftig, wenn interessierte Küchenspezialisten die Leistungen mehrerer Gruppierungen miteinander vergleichen, um sich dann selbst ein Bild zu machen. Sie sollten entscheiden, welche Verbundgruppe sich der künftigen Branchenentwicklung, mit der eine Fortsetzung des Konzentrationsprozesses auf Industrieund Handelsseite einhergeht, am besten stellt.

DIE KÜCHENRING-GESCHÄFTSFÜHRER Manfred Töpert (r.) und Joachim Bringewald (l.)

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STRATEGIE + KOMPETENZ

Joachim Bringewald: Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass für viele Küchenfachhändler zuerst einmal der unmittelbare monetären Vorteil zählt. Dabei fällt wieder die Lieferantenstruktur des Einzelnen in die Waage. Gehen wir einmal davon aus, dass es in absehbarer Zeit nur noch eine Handvoll Küchenmöbellieferanten gibt, die den Markt bestimmen. In diesem Fall ist es nahezu sicher, dass der Verbraucher, wenn er mehrere Wettbewerbsangebote bei Küchenspezialisten einholt, immer wieder auf die Produkte der gleichen Hersteller stößt. Differenzieren kann er dann nur zwischen der Beratungs- und Planungsqualität und natürlich dem Preis. Für uns als Verbundgruppe ergibt sich daraus die Aufgabe, ausreichend Volumen zu generieren, da dies künftig noch stärker darüber entscheidet, in welchem Ausmaß wir mit der Industrie verhandeln können, um unseren Mitgliedern einen Wettbewerbsvorteil bieten zu können. Dabei wird die Struktur und das Einkaufspotenzial der Gesellschafter künftig ein wesentlicher Faktor sein. Erleichtert wird uns das nicht zuletzt auch durch unsere schmale Kostenstruktur, die in unserer Branche einzigartig ist. Manfred Töpert: Wir stellen immer wieder fest, dass manche Marktbegleiter versuchen mit gespreizten Bonusstaffeln große Häuser für sich zu gewinnen. Sowohl Der Küchenring als auch Alliance sind mittelständisch orientiert. Wir arbeiten mit Schwellenwerten und geben jedem die Möglichkeit, seine Lieferanten auch während des Jahres zu wechseln, und das, ohne seine Boni oder gar sein Ergebnis zu gefährden. Wir sind nicht allein auf Größe fixiert. Küchenprofis mit einem EK-Volumen zwischen € 400.000 und € 800.000 EK-Volumen sind bei uns bestens aufgehoben. Da brauchen wir gar nicht zu rechnen. Diese Häuser bekommen bei uns allein aufgrund unserer Konstruktion die besten Boni. Im Durchschnitt erhält jedes Mitglied bei Küchenring eine Rückvergütung von 10,68% auf seinen Einkaufsumsatz. Bei uns gibt es kein „Wasserträgerprinzip“. Jedes unserer Mitglieder arbeitet für sich selbst. Joachim Bringewald: Gespreizte Konditionen machen bei uns keinen Sinn. Sie werden immer dann eingesetzt, wenn die eigene Einkaufskraft nicht ausreicht, um die notwendigen, marktfähigen Konditionen darzustellen. Die Tatsache, dass wir auf gespreizte Konditionen verzichten, hat den Vorteil, dass wir alle Verträge, die wir mit Industrieanbietern schließen, jedem Mitglied offenlegen können. Jedes unser Mitglieder steht den gleichen Bedingungen gegenüber, gleichgültig ob das Haus € 200.000, € 400.000 oder € 1 Mio. EK-Umsatz macht. Der Küchenring und Alliance arbeiten autark und gehören doch zusammen. Was bedeutet diese strategische Allianz für Sie als Einheit? Joachim Bringewald: Die Kombination von Alliance als Möbel- und Der Küchenring als reiner Küchenverband gehört zu unseren Stärken. Während der unter Alliance zusammengeschlossene Möbelhandel traditionell stärker bei den großen Küchenmöbelherstellern zu Hause ist, orientieren sich die Spezialisten von Der Küchenring ebenfalls aus der Historie heraus sichtbarer an denjenigen Herstellern, die mit dem Küchenfachhandel gewachsen sind. Jeder für sich alleine hätte bei dem einen oder anderen Hersteller eine geringere Bedeutung. Durch

die Addition der Umsätze beider Verbände ist unsere Gruppierung für alle Lieferanten ein ernst zu nehmender Abnehmer und erhält die entsprechenden Konditionen, von denen alle unsere Mitglieder profitieren. Manfred Töpert: Die Synergien zwischen den beiden Schwesterverbänden stehen in keinerlei Widerspruch zur Individualität der beiden Einheiten. Alliance ist meines Wissens innerhalb der Branche der einzige Verband, dessen Schwester-Verband als eigenständiger Küchenspezialverband anerkannt wird und auch entsprechend agiert. Und da, wo wir gemeinsam auftreten, macht es auch für jeden unserer Partner aus Handel und Industrie Sinn. Ich denke da an unsere im Zweijahres-Rhythmus stattfindenden Küchenkompetenztage, die sich auch nur realisieren lassen, weil wir, also Der Küchenring und Alliance, unser Gewicht zusammenlegen. Meine Herren, Sie sprachen zuvor den Konzentrationsprozess innerhalb der Herstellerlandschaft an. Glauben Sie wirklich, dass es nur noch eine Handvoll große Anbieter geben wird? Die könnten ja dann ihr Geschäft eigentlich ganz alleine ohne Verbände machen, oder? Manfred Töpert: Es wird sicher auch Nischenanbieter geben. Wir arbeiten ja seit vielen Jahren gut auch mit diesen Herstellern zusammen. Dennoch werden wir den Konzentrationsprozess nicht aufhalten. Wenn wir davon ausgehen, dass über 80 Prozent des Marktes bereits heute in der Hand von fünf bis sechs Küchenmöbelherstellern liegen, stellt sich die Frage, wie sich die Unternehmen entwickeln, die die restlichen 20 Prozent des Marktes darstellen. Diejenigen, die ihre Nische bereits gefunden und besetzt haben, sind dabei erst einmal außen vor. Natürlich können kleinere Unternehmen durchaus Vorteile gegenüber ihren großen Wettbewerbern haben. Ihre Größe lässt sie schneller und flexibler agieren und natürlich ist hier auch die Manufaktur noch ein Thema. Wenn sie dann auch noch wirtschaftlich gut aufgestellt sind, können sie auch die eine oder andere Investition tätigen. Bei den Großen der Branche ist so manche Investition nicht ganz so einfach: Je stärker ein Hersteller wächst, desto schwerfälliger wird er hinsichtlich größerer investiver Endscheidungen. Zum anderen aber sind es oft die Großen, die Veränderungen des Produktportfolios vorgeben. Statt der – vor gar nicht allzu langer Zeit – aktuellen Folienfronten ist nun wieder Melamin oder Schichtstoff en vogue. Oder nehmen wir das Thema Laserkante: Mit Produktoptimierungen dieser Art beginnt ein Wettrüsten, das kleinere Unternehmen viel stärker in Mitleidenschaft zieht, als große. Diejenigen die sich keine eigene Laserbekantungsmaschine leisten, beziehen diese Leistung von einem Vorlieferanten, was das Produkt verteuert und sie in ihrer Wettbewerbsfähigkeit einschränkt. Am Ende entscheidet nur die Dimension der Kosten. Es ist nun einmal so, der Kostenführer ist auch der Marktführer. Empfehlen Sie Ihren Mitgliedern, mit wem sie zusammenarbeiten sollen und mit wem lieber nicht? Manfred Töpert: So würde ich das nicht sagen. Wir empfehlen unseren Mitgliedern, vor der konkreten Auswahl ihrer Lieferanten darüber

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nachzudenken, welche Hersteller überhaupt dazu in der Lage sind, sie in ihrer Profilierung zu unterstützen. Das setzt natürlich voraus, dass der einzelne Küchenspezialist sein eigenes Profil bereits für sich definiert hat. Dazu gehört auch die Definition eines wettbewerbsfähigen auf die Kaufkraft in seiner Region abgestimmten Preissegments. Nicht außer Acht lassen sollten Küchenspezialisten jedoch auch die abwicklungs- und servicetechnische Stärke ihrer Industriepartner, die sich permanent weiterentwickelt. Das alles setzt eine gewisse Kapitalstärke voraus, die die Zukunftssicherheit eines Unternehmens ausmacht. Immerhin tätigt der Küchenprofi bei der Platzierung der Musterküchen in seinem Geschäft einen nicht unerheblichen Invest. Der durchschnittliche markenaffine Küchenspezialist mit einer Ausstellungsfläche zwischen 300 und 500 Quadratmetern braucht neben seiner Marke natürlich einen gewissen Unterbau mit Handelsmarken, die ihm das wirtschaftliche Überleben sichern. Wir empfehlen ihm dieses Duett dann auch bei den Geräten weiterzuspielen und sich auf zwei Marken zu konzentrieren. Die Spülen sollten von einem Lieferanten kommen und sollte er noch einen Keramikhersteller benötigen, empfehlen wir ihm auch hier die Konzentration auf einen Anbieter. Der Küchenring als auch Alliance listen nur ganz gezielt Lieferanten, während einige andere Gruppierungen nahezu jeden Hersteller in ihrem Portfolio anbieten und damit eigentlich zur Dekonzentration beitragen. Joachim Bringewald: Wären wir inhabergeführt, müssten wir im Sinne der Einnahmensituation jeden möglichen Umsatzbringer aufnehmen. Wir sind jedoch genossenschaftlich strukturiert, so dass die Abgabestruktur für die bei uns gelisteten Lieferanten unabhängig von ihrer Größe absolut identisch ist. Manfred Töpert: Unsere Devise lautet: Fairness gegenüber Mitgliedern und gelisteten Industrieunternehmen. Es bringt überhaupt nichts, Unternehmen zu listen, mit denen unsere Mitglieder nahezu keinen Umsatz machen. Zudem halten auch wir uns an den Faktor der Konzentration. Es bringt keinem etwas, wenn wir z.B. jeden Haubenoder Armaturenhersteller listen. Wie sehen Sie das Thema Austauschbarkeit der Produkte? Joachim Bringewald: Die Produkte der unterschiedlichen Hersteller sind bereits seit einiger Zeit austauschbar. Früher konnte man Marken und Handelsmarken eher auseinanderhalten, da sie sich durch gewisse Features unterschieden. Heute kann jeder alles. Das ist auch das Problem der Nischenanbieter. Die Differenzierungskriterien gehen verloren. Stellen Sie sich vor, Sie stellen Küchen unterschiedlichster Hersteller auf einer Messe aus und entfernen vom Logo, über die Prospekturen bis hin zum Verkaufspersonal alles von den Ständen. Dann könnte kaum jemand die Ware des einen oder des anderen Herstellers auseinanderhalten. Im Küchenfachhandel sind die Hersteller, von denen die Küchen bezogen werden größtenteils noch sehr wichtig. Allerdings gibt es auch hier immer mehr Küchenspezialisten, die das Holz bei günstigen Herstellern einkaufen, es dann mit Granit, Glas und hoch-

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wertigen Geräten aufwerten, um auf diese Art eine höhere Spanne zu generieren. Im Möbelhandel ist es vielen Unternehmen teilweise egal, etwas despektierlich ausgedrückt „von wem die Kisten kommen“. Sie kombinieren sie dann mit Markengeräten, so dass der Verbraucher später denkt, er habe eine AEG-, Bosch-, Miele- oder Siemens-Küche. Manfred Töpert: Man kann schon heute erkennen, dass die Produktdifferenzierung nicht mehr auf der Seite der Industrie, sondern auf der Handelsseite stattfindet. Die Industrie wird künftig nur noch die Ingredienzien für die Differenzierung des Händlers vor Ort liefern, der sich in seinem Umfeld behaupten muss. Und der Händler benötigt einfache Produkte, die er leicht veredeln kann, um die nötige Marge zu erzielen. Der 85er Aufschlag von damals gehört der Vergangenheit an. Meine Herren, die Entwicklung des deutschen Marktes ist das eine, die ausländischen Märkte das andere. Bis dato bewegen sich Alliance und Der Küchenring ausschließlich in Deutschland. Wird das so bleiben? Joachim Bringewald: Wenn wir expandieren würden, käme für uns ausschließlich das europäische Ausland in Frage und hier am ehesten das deutschsprachige. Aber ich glaube nicht, dass eine Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit zu Konditionsvorteilen für unsere bestehenden Mitglieder führen würde. Eine Expansion ins Ausland würde nicht ohne eine entsprechende Anschubfinanzierung erfolgen. Sprachbarrieren und konjunkturelle Unterschiede müssten überwunden werden und nicht zuletzt müsste das alles zuerst einmal von unseren deutschen Mitgliedern bezahlt werden. Sie dürfen nicht vergessen, dass wir genossenschaftlich organisiert sind. Manfred Töpert: Außerdem ist die Handelsstruktur wie sie in Deutschland und vielleicht auch noch in Österreich gegeben ist, einzigartig. Wie sie sich in anderen Ländern entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Die Eurokrise macht Entscheidungen dieser Art auch nicht gerade einfacher. Und überhaupt ist der deutsche Markt für uns noch lange nicht ausgeschöpft. Hier gibt es noch ausreichendes Potenzial für den Küchenring und für Alliance. Aber der Markt ist doch aufgeteilt? Joachim Bringewald: Wir müssen uns ja auch einmal die Frage stellen, ob es nicht bei den Küchenspezialverbänden ebenfalls in nächster Zeit zu einem Konsolidierungsprozess kommen wird, wie ihn der Bereich des Möbelhandels bereits hinter sich hat. Es ist eine Frage der Zeit, wann der eine oder andere Aufsichtsrat einer kleineren Gruppierung erkennt, dass er sich im Sinne seiner Mitglieder mit einer größeren Verbundgruppe zusammenschließen muss, um wettbewerbsfähige Konditionen zu erhalten. Ob diese Verbände sich dann für eine inhabergeprägte oder für eine genossenschaftliche Struktur entscheiden, bleibt abzuwarten. Aber ich glaube, unsere Chancen stehen nicht allzu schlecht. Herr Bringewald, Herr Töpert, wir danken Ihnen für dieses informative Gespräch und wünschen Ihnen für Ihre künftigen www.kuechenring.de Vorhaben viel Erfolg.


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