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smart wohnen online:

Das

intelligente Haus

www.das-intelligente-haus.de

Das

E N T E RTA I N M E N T

4,80 E

• Österreich E 5,50 Schweiz sfr 9,60 • BeNeLux E 5,70 • Italien E 6,50 Spanien E 6,50 • Portugal (cont.) E 6,50 Slowenien E 6,50 • Slowakei E 6,50

SICHERHEIT •

E N E R G I E S PA R E N

1/2017

intelligente Haus Magazin für cleveres Wohnen

topome

Smarthten Exper

In

10

Schritten

vom

Altbau zum

Smarthome

Entspannung pur:

Smart-Garten Systemberatung

VON WEGEN

MÄNNERSACHE: Eine SmarthomeBewohnerin zeigt uns ihren Wohnalltag!

Technik live zum Anfassen

Showrooms & smarte Musterhäuser

Von Basic bis Premium: So finden Sie den optimalen KNX-Server


Heute modernisiert man mit Green iQ. Mit modernen Heizsystemen von Vaillant.

Brennwertsysteme und Sonnenenergie für eine grünere Zukunft. Mit einem veralteten Heizsystem nutzen Sie wertvolle Energie nur unzureichend. Vaillant Systeme mit dem Green iQ Label helfen Ihnen, Energiekosten und Emissionen spürbar zu senken. Das geschieht, indem z. B. frei verfügbare Sonnenenergie mit eingebunden wird. Durch die intelligente Vernetzung der Geräte ist Ihr Heizsystem bequem per App von überall steuerbar. So zahlen Sie weniger für wohlige Wärme und Wohnkomfort und schützen gleichzeitig die Umwelt. Erfahren Sie mehr zum Thema Modernisierung mit Vaillant und Green iQ und informieren Sie sich bei Ihrem Fachpartner oder unter www.vaillant.de

Das gute Gefühl, das Richtige zu tun.


Genießen Sie das

Leben im Somfy Smart Home

Oliver Gerst stellvertretender Chefredakteur

Smarthome für alle(s)

W

ohnen mit dem angenehmen Gefühl der Sicherheit, mit Technik, die das Leben bequemer macht, mit niedrigen Nebenkosten und einem gutem Gewissen – wer will das nicht? Ansprüche, die von einem Smarthome mit Leichtigkeit bedient werden! Möglich macht das die Vernetzung aller technischen Komponenten im Haus. Wenn zum Beispiel Rollläden und Lichtszenarien aufeinander abgestimmt sind, Türen und Fenster automatisch oder sogar von unterwegs geschlossen werden können, lässt sich das Einbruchrisiko erheblich reduzieren. Wenn die gesamte Unterhaltungselektronik, die Küchengeräte, das Wellnessbad und die Beleuchtung zentral vom Wohnzimmer aus bedient werden können, ist das einfach lässig und sehr komfortabel. Und wenn auch die Heizung Bestandteil des kommunizierenden Hauses ist, kann bares Geld und kostbare Energie gespart werden. Deshalb sagt die Redaktion start smart (Seite 6), sie erzählt, warum Lisa Reifenrath nicht mehr auf intelligentes Wohnen verzichten will (S. 12), stellt Systeme speziell für den Einfamilienhaus-Bedarf vor (S. 22), zeigt, wie sich ein Altbau schlau machen kann (S. 30), erklärt, was digitales Heizen bedeutet (S. 44) und wagt einen Schritt in den smarten Garten (S. 70). Smarthome für alle und alles – in diesem Sinne viel Spaß beim Lesen! Herzlichst Ihr

Mit intelligenter Hausautomatisierung von Somfy steuern Sie Rollläden, Sonnenschutz, Tore und viele andere Produkte ganz bequem per Tablet und Co. – auch von unterwegs. www.somfy.de


INHALT

Smarthome ist Technik und damit Männersache, hört man häufig. Lisa Reifenrath wohnt selbst seit gut zwei Jahren in einem schicken, intelligenten Haus und ist seither anderer Meinung.

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Immer mehr Hersteller ermöglichen via Smartphone & Co einen Fernzugang zur WärmeerzeugerIntelligenz. Welchen Nutzen bietet solch ein digitales Heizsystem den Hausbewohnern?

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Start smart

6  Wellcome home: Gute Technik schafft

Wohlfühlambiente, hilft immer, nervt nie!

Intelligenz fürs Haus

12 Weiblich & smart: Wie Lisa Reifenrath ihr Smarthome kennen und lieben lernte

20 Deutschland im Überblick: Hier stehen

intelligente Musterhäuser zum Anfassen

22 Automatisch günstig:

Smarter Altbau

30 Nachträglich vernetztes Haus: Sicherheit,

Adressen Seite 78

Smarte Technik auf Einfamilienhaus-Bedarf zugeschnitten

35 Geld vom Staat: So fördert die KfW-Bank die smarte Umrüstung des Eigenheims

36 Mach Dein Haus noch schlauer:

In 10 Schritten zum smarten Altbau

40 System-Smarties: Intelligente Dinge,

die das Leben viel einfacher gestalten

70

Intelligent Energie sparen

44 Die digitale Heizung ist im Kommen: Was Im smarten Garten: Wer sich mithilfe cleverer Technik die Arbeit erleichtert, dem bleibt viel mehr Zeit zum Genießen.

solche Heizsysteme Bewohnern bringen

50 Energiespar-Smarties: Bezahlbare und

komfortable Technik für alle Lebenslagen

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Titelbilder: TAlex, www.fotolia.de; Gardena; Gira; Davinci; Okal

Heizung, Solar, Entertainment und Komfort


Multiroom-Systeme sind auf dem Vormarsch: Streaming von Musik und Filmton wird zum echten Hörgenuß – that sounds good!

60

Unterhaltung

52 Smarthome trifft Multiroom: Was Musik und Heimsteuerung nahtlos verbindet

56 Einbaulautsprecher: Tragen kaum auf,

klingen eindrucksvoll – speak out loud!

60 Hifi-Smarties: Sounds good –

Multiroom-Systeme auf dem Vormarsch

Showrooms und Experten

62 Showrooms machen smarte Technik

erlebbar – Beispiel: Firma Schützinger

66 Smarthome-Profis vor Ort:

Regionale Experten stellen sich vor

Intelligent Wohnen

70

Smarter Garten: So macht sich Arbeit

30

Ein gebrauchtes Haus wird durch ein KNXSystem zum umfassenden Smarthome – inklusive Sicherheit, Heizung, Solarsystemen, Homeentertainment und besonderen Komfortfunktionen.

wie von selbst – mehr Zeit für Genuß

Smarte kleine Helferlein machen das Wohnumfeld nicht nur sicherer, sondern vor allem sehr bequem – und sehen dabei auch noch richtig schick aus!

80

74 Schalter im intelligenten Haus: Echte

Schönheiten mit vielfältigen Funktionen

80 Wohn-Smarties: Clevere Helferlein

für hohe Sicherheit und viel Komfort

78

Anschriften

82

Impressum & Vorschau

Das intelligente Haus ist auch erhältlich bei Jetzt bei

unter „Fachschriften“

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START SMART

Welcome home! Im intelligenten Haus ankommen heißt, sich wohlzufühlen. Wird Smarthome-Technik richtig eingesetzt, dann bemerkt man sie „nur” daran, dass sie einen nie nervt und immer hilft – auch bei ganz alltäglichen Problemchen und Tätigkeiten.

Alle Hände voll? Kein Problem, wenn sich die Türe automatisch öffnet, sobald sich ein Bewohner nähert. Die clevere Türöffnungsund Verriegelungstechnik von Siegenia macht’s möglich. www.siegenia.com

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Das intelligente Haus

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Die

Lieblingsmusik

zum Tee läuft schon! Multiroom-Systeme schicken Musik drahtlos in jeden Raum des Hauses – per App ausgewählt oder auch ganz automatisch. Dann sorgt die Lieblingsmusik beim Heimkommen schon für Stimmung. www.sonos.de

Wenn das Haus weiß, wann seine Bewohner fort sind, kann die smarte Heizung die Temperatur reduzieren und rechtzeitig wieder aufheizen, bevor der Erste heimkommt. Das funktioniert etwa über GPS-Daten aus dem Smartphone. www.tado.de

Das Zuhause ist

perfekt temperiert

Kein Licht notwendig – ich schalte mich aus!

68%

die Möglichk t Home eit, Smar m a t z i e r

ie zu sparen erg n E

68%

Viele Smarthome-Systeme ermitteln den Verbrauch aller Geräte im Haus und entlarven so Stromfresser – ein erster, wichtiger Schritt zum erfolgreichen Energiesparen. www.smappee.com

Der Energie-

verbrauch

zuhause optimiert sich wie von selbst

Quelle+Grafik: Bosch

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START SMART

Mehr Zeit für uns

Zum Smarthome gehört natürlich auch die smarte Terrasse: Diese lässt sich durch intelligent steuerbare Markisen perfekt beschatten. www.warema.de

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Im smarten Garten grünt & blüht es automatisch! Clevere Bewässerungssysteme messen die Bodenfeuchte und spenden unserem Garten rechtzeitig genau die richtige Menge Wasser. www.rainpro.de

Alle Zutaten fürs Grillen sind da, weil…

Frauen (32%) finden Datenschutz noch wichtiger als Männer (29%) Quelle+Grafik: Bosch

Der Geburtstagskuchen gelingt garantiert, weil der Backofen das Rezept kennt!

Kühlschrankmagnete sind total 90er! Heute pinnen wir die Merkzettel für die nächste Party vom Smartphone aus auf den Bildschirm am Kühlschrank. www.samsung.de

… der Kühlschrank

den Überblick behält!

Rezept auswählen, an den Ofen schicken, fertig. Der stellt sich von allein auf die richtige Temperatur und Backzeit ein, nur den Teig müssen wir noch selbst anrühren. www.home-connect.de

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START SMART

Für Frauen (61%) ist Sicherheit wichtiger als für Männer (56%) Quelle+Grafik: Bosch

Weil man Fenster aus der Ferne schließen kann.

Dachfenster offen gelassen? Macht nichts, wenn es per Funk und App fernsteuerbar ist. www.siegenia.de

Bitte berühren: Das Türschloss lässt die Bewohner per Fingerabdruck jederzeit herein – Putzhilfe und Klavierlehrer nur zu ihren Dienstzeiten. www.ekey.de

Weil das Türschloss weiß, wer rein darf. Weil man zu Hause ist, auch wenn man nicht zu

Gut zu wissen, dass alles klar ist. Fenstersensoren, Bewegungsmelder und Kameras lassen sich aus der Ferne abfragen. www.devolo.de

Hause

Das intelligente Haus

Schleicht das Kind nachts über den Flur, beleuchtet das Schummerlicht automatisch den Weg ins Elternschlafzimmer. www.hager.de

Weil es vor Unglück schützt

Vernetzte Rauchmelder warnen bei einem Brand und können über SmarthomeSzenen auch Lichter einschalten und Fluchtwege öffnen. www.gira.de

ist.

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Sicher für groß & klein

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hgschmitz.de Interfacedesign: schmitz Visuelle Kommunikation

Gira X1 – das Smart Home im Griff.

Auszeichnung Interfacedesign: German Design Award 2017, Winner in der Kategorie Excellent Product Design Building Red Dot Award: Communication Design 2014, Best of Best für höchste Designqualität Mehr Informationen: www.gira.de/x1 1 - 2017

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INTELLIGENZ FÜRS HAUS

&

Weiblich Smarthome ist Technik und damit Männersache, hört man häufig. Lisa Reifenrath wohnt selbst seit gut zwei Jahren in einem ebenso schicken wie intelligenten Haus und ist seither anderer Meinung. Ohne Fernsteuerung und automatische Szenarien möchte sie nicht mehr leben.

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&

 Smart

M

ein Freund hat ja häufig Ideen, die mit Technikkram zu tun haben“, erzählt Lisa Reifenrath liebevoll von ihrem Lebensgefährten. Deshalb vermutete sie auch, es handelte sich eher um „Männerspielzeug“, als er in der Planungsphase des gemeinsamen Hauses vorschlug, es statt der klassischen Elektroinstallation mit einem KNX-Bussystem auszustatten. Doch wie das eben so ist, wenn ein Paar gemeinsam baut, ließ sie ihm seinen Willen und brachte dafür in anderen Bereichen ihre Extrawünsche ein. Ihre größte Befüchtung war nur, dass sie mit der Bustechnik einen Haufen Geld umsonst ausgäben, das sie eher in ein flottes Cabrio gesteckt hätte. Das Haus, ein großzügiges modernes Fachwerkhaus von Davinci Haus, das zusammen mit einer separaten Außensauna auf einem üppig bemessenen, leicht abfallenden Grundstück am Waldrand steht, wurde fertig – und schon nach kurzer Zeit schmolzen Lisa Reifenraths Vorbehalte vor der Smarthome-Technik wie Eis auf sonnigem Pflasterstein. „Schon im ersten Sommer ist

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INTELLIGENZ FÜRS HAUS

„Früher hielt ich Smarthome für eine Technik-Spielerei meines Freundes. Heute genieße ich den Komfort in vollen Zügen“ Lisa Reifenrath, Bewohnerin des Davinci-Plusenergie-Hauses

Rings um Essplatz und Galerie wirkt die luftige Fachwerk-GlasArchitektur besonders offen. Sind die Bewohner zu Hause, fahren alle Jalousien automatisch hoch, um mögllchst viel Licht ins Haus zu bekommen.

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mir aufgefallen wie praktisch es ist, wenn die Jalousien automatisch funktionieren“, beschreibt sie ihre Erfahrungen im Smarthome. Die Steuerung lässt jeden Morgen die Außenjalousien automatisch herab, wenn der letzte Bewohner das Haus verlassen hat. Sie verhindert so, dass sich das offen und mit viel Glas gestaltete Haus über den Tag zu stark aufheizt. Sobald das Paar nach Hause kommt, gehen die Raffstores wieder nach oben, sodass die Bewohner durch die Glasfronten freie Sicht ins Grüne genießen können. Scheint abends die tief stehende Sonne auf den Essplatz, dann stellen sich die Jalousien so ein, dass man bei Tageslicht, aber ohne blendende Sonnenstrahlen speisen kann. Lisa Reifenrath hat so die Vorzüge der Smarthome-Technik zu schätzen gelernt – immerhin funktionieren

solche Szenarien ohne jedes Technik-Wissen: Über Taster an der Haustüre und am separaten Eingang zum Arbeitszimmer schaltet die KNXSteuerung zwischen „zu Hause“ und „abwesend“ um, alles Weitere passiert im Hintergrund. Was über die Taster geschaltet wird, haben Lisa Reifenrath und ihr Freund Sascha Lamberty erst nach und nach definiert. “Mittlerweile schaltet sich beim Verlassen neben den eingeschalteten Leuchten auch die Steckdose fürs Bügeleisen ab. Das hatte ich nämlich mal vergessen,“ erzählt die Dame des Hauses und lächelt verlegen.

Schlaue Licht- und Wohn-Szenen Auch sonst hat sich Lisa Reifenrath sehr gut im zunächst skeptisch beäugten Smarthome eingelebt. Auch, weil sie es gerne komfortabel und be-


Um vom Sofa aus Lichtszenen einzuschalten, nutzt Lisa Reifenrath gerne die Tablet-App der Domovea Haussteuerung. Die Lichszenen sind aber auch auf Tastern hinterlegt.

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INTELLIGENZ FÜRS HAUS

Abends entfaltet das Davinci-Haus seinen ganz besonderen Charme. Die Innenbeleuchtung taucht auch die Terrasse in ein sanftes Zwielicht, während ferngesteuerte Außenleuchten Akzente im Garten setzen. Aus der Badewanne haben die Bewohner durch ein Dachflächenfenster freie Sicht auf den Sternenhimmel.

quem hat. „Es ist einfach klasse, wenn man vom Sofa aus das Licht ein- oder umschalten kann“. erzählt sie. „Das Tablet habe ich ja meist sowieso bei mir, weil ich darauf Nachrichten lese oder Mails verschicke. Dann starte ich nebenbei die Smarthome-App und schalte das Licht ein, wenn es draußen dunkel wird“. Parallel dazu lassen sich die verschiedenen Lichtszenen für innen wie auch die Beleuchtung des weitläufigen Gartens und der Außensauna über KNX-Bustaster aufrufen, die jeweils vier Lichtszenen ein- und ausschalten sowie die Raumtemperatur anzeigen und anpassen.

Langsame Annäherung

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Nach dem Einzug ins intelligente Davinci-Haus kamen so die Aha-Effekte für Lisa Reifenrath nach und nach, ebenso wie das Paar gemeinsam


Das Heinz von Heiden-Musterhaus Glinde ist dank der Kooperation mit dem Media Markt Oststeinbek ein smartes Haus. Die Installation der Komponenten ist nachrüstbar und so unabhängig vom Bau des Hauses. Ein Vorteil für alle, die bereits in ihren eigenen vier Wänden leben und sich dem Thema Smarthome annähern wollen.

PROMOTION

Smartes Wohnen selbst erleben Das Heinz von Heiden-Musterhaus Glinde ist gespickt mit Media Markt-Technik – ausprobieren ist ausdrücklich erwünscht!

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Smarthome“? Und wie lässt sich Technik im Haus clever nutzen? Die Smarthome-Technologie ist zwar in aller Munde, doch was sich im Einzelnen dahinter verbirgt, ist vielen Bauherren und Eigenheimbesitzern nicht ganz klar.

Mehr Wohnkomfort durch smarte Haustechnik „Oftmals scheitert der Einsatz smarter Haussteuerung allein daran, dass Berührungsängste bestehen“, weiß Smarthome-Experte Robin Cumpl, Chefredakteur von smart-wohnen.de. „Dabei haben wir es schon bei einem Staubsaugroboter mit Smarthome-Technologie zu tun.“ Habe es früher noch Bedenken gegeben, ob die Anschaffung eines solchen Haushaltsgerätes überhaupt sinnvoll sei, herrsche inzwischen weitestgehend Konsens: Der automatische Staubsauger ist ein praktischer Alltagshelfer. „Technische Neuerungen rufen oft Skepsis hervor. Wenn man sich aber näher damit beschäftigt, erschließt sich einem der Sinn dahinter“, sagt Cumpl.

Haussicherheit – komfortabel selbst nachrüstbar Ein gutes Beispiel für den Einsatz der Technik findet sich im Bereich der Gebäudesicherheit. Dank Smarthome-Technik lassen sich viele Bereiche des täglichen Lebens tatsächlich sicherer gestalten, angefangen bei der Warnung

vor einem Wasserschaden bis hin zur umfangreichen Überwachung des Hauses während der Urlaubszeit. „Vielen ist gar nicht klar, welche Unkosten ein Wasserschaden verursachen kann“, erläutert der Fachmann, „schon mit einem Wasserstands-Warngerät kann das Schlimmste vermieden werden.“ Ein weiterer Punkt ist die Absicherung der eigenen vier Wände gegen Einbruch. Sei es während der täglichen Abwesenheit oder zu Urlaubszeiten. Über einfach nachrüstbare Komponenten wie Fensterkontakte, Bewegungsmelder, Leuchtmittel und Audiosysteme kann jeder etwas zur Einbruchssicherung tun. „Über eine App lässt sich hier alles kombinieren und über verschiedene Szenarien steuern. Meldet der Fensterkontakt >>Fenster auf<< und nimmt der Bewegungsmelder Bewegungen wahr, wird per App angezeigt, dass zuhause etwas nicht stimmt – und es läuft ein Sicherheitsprogramm aus Alarm, Licht und Sound ab.

Beide Partner profitieren von der Kooperation Eigenheimbesitzer, die sich informieren möchten, finden im Heinz von Heiden-Musterhaus Glinde und im Media Markt Oststeinbek praktische Beispiele der Einsatzmöglichkeiten. Die regionale Partnerschaft von Media Markt mit Heinz von Heiden ist ein gutes Beispiel für ein sinnvolles Netzwerk, das vor allem einem Zweck dient: dem optimalen Kundenservice.

Alarm ertönt, die smarten Lampen blinken, das Soundsystem spielt laute Musik oder Hundegebell ab. Das alles in Kombination hilft oft schon dabei, einen Einbrecher zu vertreiben. Selbstverständlich lassen sich die Lampen im Raum nach wie vor über einen Schalter betätigen, dieser hier ist jedoch smart. Er kann ohne Stromanschluss an die Wand geklebt werden und ist wie eine Fernbedienung verwendbar, sprich er kann auch in die Hand genommen werden.

Mit Hilfe eines Bewegungsmelders lässt sich der Innenraum des Hauses überwachen – ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn.

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Die technischen Geräte lassen sich bequem nachrüsten. Wer schon in seinen eigenen vier Wänden lebt, muss auf smarte Haustechnik nicht verzichten.

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immer wieder neue Funktionen erfindet und von ihrem Smarthome-Experten Mark Kotterba umsetzen lässt. So fühlt sich die Hausherrin sicherer, seitdem sie einen Panik-Taster neben dem Bett hat. Der lässt alle Leuchten im Haus und Garten auf Knopfdruck hell erstrahlen und soll so mögliche Störenfriede abschrecken. „Mit dieser simplen Funktion kann ich einfach besser schlafen“, erzählt sie und betont, wie sehr sie gleichzeitig die Einfachheit der Technik im Alltag überrascht habe: „Wer ein iPad bedienen kann, der kommt auch hier bestens zurecht“. Das iPad gibt auch tiefere Einblicke in die Haustechnik: Es zeigt, wie viel Energie das Haus erzeugt und was Beleuchtung, Heizung und Hausgeräte übers Jahr verbrauchen. Das smarte

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Davinci Haus GmbH & Co KG Talstraße 1, 57580 Elben/Ww. www.davinci-haus.de SMARTHOME-EXPERTE: Kotterba Elektrotechnik Eichenheck 12, 56271Kleinmaischeid info@mk-etechnik.de WOHNFLÄCHE: EG: 104 m2, OG: 82 m2 HAUSTECHNIK: Heizung über Luft/Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung mit Einzelraumsteuerung, Indach-Photovoltaik-Anlage

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STEUERBARE KOMPONENTEN: KNX-Bustechnik für Heizungsanlage, Beleuchtung und Beschattung. Die SmarthomeZentrale Hager Domovea steuert z.B. An- und Abwesenheit für Licht und Beschattung. Panik-Taster im Schlafzimmer. Lichtszenen für innen und außen. Steuerung per KNX-Taster und App – auch von außerhalb via Internet. BESONDERHEITEN: Mit Mineralwolle gedämmtes Pfettendach mit Wärmedämmung nach Passivhaus-Standard (U-Wert: 0,147 W/m2K).

Fotos: Davinci Haus

Der Schaltschrank im Keller beherbergt alle zentralen Sicherungen, die Licht- und Jalousie-Aktoren sowie die Smarthome-Zentrale, über die alle automatischen Funktionen und Szenen im Haus gesteuert werden.

Plusenergiehaus ist mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet und schafft dank effizienter Wärmepumpen-Heizung und hochwertiger Dämmung auch ohne Smarthome-Anbindung der Heizung eine positive Energiebilanz. Die ließe sich noch weiter optimieren, indem die Wärmepumpe so gesteuert würde, dass sie bevorzugt mit Strom vom eigenen Dach heizt. Hier gilt die Devise: „Es muss noch Ziele geben“. Auch eine Multiroomanlage, die per App gesteuert das ganze Haus beschallt, steht auf der Wunschliste des Paares. Mittlerweile hat Lisa Reifenrath dazu zwei Dinge gelernt. Erstens: Ihr Freund wird sicher bald das nächste TechnikProjekt im Haus starten. Und zweitens: Es lohnt sich, ihm damit eine Chance zu geben.  rot ❚

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Übers Jahr liefert das Haus mehr Energie aus seiner Photovoltaikanlage als es selbst für Heizung und Haustechnik braucht. Die Energieströme werden in der Smarthome-Steuerung angezeigt.


INTELLIGENZ FÜRS HAUS

Mustergültig in Smarte Technik muss man ausprobieren, um sie zu verstehen und die Vorteile praxisnah zu erleben. Inzwischen bieten zahlreiche Musterhäuser in ganz Deutschland eine intelligente Haussteuerung zum Anfassen. Wir stellen exemplarisch solche smarten Vorzeigeobjekte in allen Postleitzahlengebieten vor!

SCHLESWIG-HOLSTEIN

HAMBURG BREMEN

Heinz von Heiden 21509 Glinde www.heinzvonheiden.de Smart-Features: Staubsauger, Rasenmäher, Beleuchtung, Audio, TV, Sicherheit, Wasserschadenwarnung

Viebrock „Maxime 300” 41564 Kaarst www.viebrockhaus.de Smart-Features: Energiemanagement, Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch über Benutzer-Interface

NIEDERSACHSEN

NORDRHEIN-WESTFALEN

HESSEN Fingerhuthaus Koblenz „R 131.20” 56218 Mülheim-Kärlich www.fingerhuthaus.de Smart-Features: „Home-Matic” für Heizung, Gebäudeüberwachung, Rollläden, Unterhaltungselektronik, Lichtszenarien

Schwabenhaus „Da Capo” 61118 Bad Vilbel www.schwabenhaus.de Smart-Features: Licht, Rollläden und weitere Komponenten dank „en-Ocean”-Funktechnik und „Wibutler” jederzeit nachrüstbar

Weberhaus 77866 Rheinau-Linx www.weberhaus.de Smart-Features: Apple HomeKit für Steuerung über iPhone, iPad, Apple Watch und Sprachassistent Siri

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RHEINLAND-PFALZ

SAARLAND

BADEN-WÜRTTEMBERG


Deutschland

Weitere Infos und Bilder zu smarten Musterhäusern gibt es auf http://www.das-intelligente-haus. de/schlaue-haeuser/smarte-fertighaeuser

Fingerhaus „Medley 3.0” 14542 Werder (Unger Park Werder) www.fingerhaus.de Smart-Features: Multimedia-Vernetzung, Steuerung von Rollläden, Beleuchtungsszenen und Alarmanlage

MECKLENBURG-VORPOMMERN

BERLIN BRANDENBURG Okal 04435 Schkeuditz (Unger Park Leipzig) www.okal.de Smart-Features: „my gekko 2.0” kontrolliert Energieverbrauch, steuert Heizungsanlage und Beleuchtung

THÜRINGEN Fischerhaus „La Rocca” 90402 Nürnberg www.fischerhaus.de Smart-Features: EnergiemanagementSystem, Lichtszenarien, Musikanlage, Televison

BAYERN

Rensch Haus „Göteburg” 36184 Kalbach-Uttrichshausen www.rensch-haus.com Smart-Features: „i-tec” präsentiert alle Funktionen, die mit einer Smarthome-Steuerung möglich sind

Fertighaus Weiss 89073 Ulm www.fertighaus-weiss.de Smart-Features: Lichtszenarien, Rollläden, Badezimmer vorheizen, Kaffeemaschine starten, Energiebilanzierung

Luxhaus „Fine” 85586 Poing www.luxhaus.de Smart-Features: Beleuchtung, Verschattung, Lüftung, Fenster, Multiroom-Audiosystem

Weitere Beispiele für smarte Musterhäuser: 55469 Simmern, Massa Haus www.massa-haus.de 61118 Bad Vilbel, Haas Fertigbau www.haas-fertigbau.de 70736 Fellbach, Talbau-Haus www.talbau-haus.de 73432 Waldhausen, Kampa www.kampa.de 77652 Offenburg, Okal www.okal.de 85586 Poing, Regnauer www.regnauer.de 87746 Erkheim, Baufritz www.baufritz.com 89312 Günzburg, Schwörer Haus www.schwoererhaus.de

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SACHSEN

Grafik: crevis

SACHSEN-ANHALT

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INTELLIGENZ FÜRS HAUS

Hager Domovea & Coviva

Automatisch Frischer Wind im SystemAngebot für das intelligente Haus: Die etablierten Hersteller ergänzen ihre umfassenden, aber teils auch hoch komplexen Smarthome-Server durch Geräte, die eher auf den Bedarf und die Budgets normaler EinfamilienhausBesitzer ausgerichtet sind.

Jung Visu Pro & Smart Visu Server

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Gira Homeserver & X1

günstig

S

ie heißen „Facility Pilot“, „Homeserver“ oder „Domovea“ und sind bis dato die Platzhirsche unter den Smarthome-Zentralen auf Basis einer KNX-Businstallation. Für Bauherren stehen diese Server aber auch für eine nicht unerhebliche Investition in Hardware, zu der je nach Anspruch an die Automatisierung noch einiger Progammier- und Konfigurationsaufwand hinzukommt. An manchem KNX-Server lässt sich so ziemlich alles individuell anpassen – von den Logiken und Funktionen im Haus bis zur Darstellung des Steuerungsmenüs auf Wand-Displays und in den zugehörigen Apps. Die Komplexität rührt auch daher, dass etwa der „Gira-Homeserver“ oder der „Jung-FacilityPilot“ nicht nur für Wohnhäuser konzipiert wurden, sondern vielfach in großen Villen oder Nutzund Gewerbeobjekten zum Einsatz kommen.

Smarthome – jetzt im Reihenhaus Seit ein paar Jahren ist ein Trend zur Hausautomatisierung in normalen Einfamilienhäusern und Wohnungen zu beobachten. Das Smarthome dringt in die breite Masse, Funksysteme und kabelgebundene Lösungen für kleineres Geld sind auf dem Vormarsch: Wibutler, Loxone oder Digitalstrom etwa wurden in den letzten Jahren von immer mehr Elektro-Fachbetrieben ins Sortiment aufgenommen, um auch durchschnittlichen Häuslebauern und Renovierern eine Smarthome-Lösung anbieten zu können. In diesem Marktsegment haben es Elektriker und Planer mit Kunden zu tun, die sich genau überlegen, wofür sie Geld ausgeben. Und mit

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INTELLIGENZ FÜRS HAUS

Jung Visu Pro & Smart Visu Server Der große Smarthome-Server von Jung hieß

bislang „Facility Pilot“, was seine Funktion durchaus treffend umschreibt: Er ist im Gebäudemanagement zu Hause und kann Funktionsoder Gewerbeimmobilien technisch managen. Entsprechend ist er in der Einrichtung fast beliebig flexibel und damit auch vergleichsweise komplex. Die zugehörige Visualisierung auf JungLauncher-Wanddisplays oder in den zugehörigen Android- oder Apple-Apps lässt sich ebenfalls schier grenzenlos individuell gestalten – so lange der Programmierer das beherrscht und der Kunde ihn dafür bezahlt. Mit dem neuen „Smart-Visu-Server“ geht Jung ganz gezielt neue Wege: Sein Konzept ent-

springt einer Bachelorarbeit, in der untersucht wurde, welche Anforderungen in Appartments und Einfamilienhäusern an die Ausstattung mit Smarthome-Technik gestellt werden. Daraus enstand nicht nur ein System mit weitgehend vorkonfigurierter Menüoberfläche, sondern auch ein Tool für den Installateur, das die Inbetriebnahme so einfach wie möglich gestaltet. Die Darstellungen in der zugehörigen App kann der Kunde im Betrieb anpassen und zusätzliche Geräte im Netzwerk wie etwa „Philips Hue”- Leuchten auch selbst nachträglich einbinden. Weitere NichtKNX-Komponenten sollen laut Plänen von Jung mit künftigen Updates zu den Funktionen des „Smart-Visu-Servers“ kommen. www.jung.de

„Uns wurde klar, dass wir den Bedürfnissen von Bauherren nur gerecht werden, wenn wir über den Tellerrand schauen – und die Grenzen des KNX verlassen.“ Stefan Löhr, Produktmanager bei Jung

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Anwendern, die über einfache Funklösungen schon etwas Smarthome-Luft geschnuppert haben, welche also die eine oder andere Komponente mitbringen, die sie gerne integrieren wollen. Hier sind praktische Lösungen gefragt, die man später erweitern kann, ohne für jede steuerbare Glühbirne den Elektriker rufen zu müssen.

Ein Ziel, mehrere Lösungen Auf den Bedarf nach günstigen und offenen Systemen reagieren die etablierten Hersteller mit unterschiedlichen Lösungen. Busch-Jaeger etwa hat bereits vor gut zwei Jahren neben seinem KNX-System das günstigere Bussystem „Busch Free@home“ eingeführt, das pro Haus bis zu 64 Komponenten über ein proprietäres Busprotokoll mit der zugehörigen Schaltzentrale verbindet. Nach und nach öffnet der Hersteller dieses geschlossene System, bindet beispielsweise die beliebten LED-Leuchten „Philips Hue” in sein System mit ein und hat mitterweile auch eine FunkErweiterung im Programm. Jung und Gira dagegen setzen bei ihren Einfamilienhaus-Systemen auf die etablierte KNX-Bustechnik und bieten dafür neue, kleinere Server an. Die sind nicht nur günstiger in der Anschaffung als ihre großen Pendants, sondern besitzen auch ab Werk programmierte Basisfunktionen und sind so einfacher einzurichten. Der „Smart Visu Server“ von Jung etwa kostet nicht einmal halb so viel wie sein großer Bruder, der derzeit unter dem Namen „Visu Pro Server“ ebenfalls neu aufgelegt wird. Unterschied: Während man in der großen Zentrale alle Parameter des Hauses wie Stockwerke, Räume sowie Funktionen frei definieren und die Benutzeroberfläche fast beliebig gestalten kann, gibt der „Smart Visu Server” einen Rahmen fürs Gebäude und seine Menüs vor. Praktisch bedeutet das auch, dass der kleine Server nur einen Bruchteil der Zeit beansprucht, um ihn in Betrieb zu nehmen.

Fachleute sind beeindruckt „Es ist schon erstaunlich, was sich gerade bei den Smarthome-Systemen tut“, sagt Systemintegrator Alexander Sauler von der Firma Hepp GmbH im badischen Eppingen. Er hat viel Erfahrung mit den Smarthome-Systemen der großen Hersteller gesammelt und ist von der Gira-Neuheit beeindruckt. „Wenn man sieht, dass der X1 bis zu 1000 Schaltpunkte verwalten kann, dann kann man hier kaum von einem kleinen System sprechen“, sagt der Fachmann und betont, dass der „X1“ dank seines eingebauten Logik-Editors sehr universell programmiert werden kann. „Trotzdem baut sich die Menüoberfläche in der App mit ihren

Smart Home erleben – ganz real. Intelligente Haustechnik im Smart Home von morgen live entdecken. Mit Apple HomeKit. Und Ideen sammeln. In einer besonderen Umgebung, die inspiriert. Ausstellungshäuser, Markenausstattung, Erlebniswelten. world-of-living.de


INTELLIGENZ FÜRS HAUS

Gira Homeserver & X1 Fragt man erfahrene Systemintegratoren, welche Steuerzentrale im Smarthome am meisten Möglichkeiten bietet, dann fällt fast immer der Begriff „Homeserver“. Der Hauscomputer von Gira bietet die umfangreichste Logik-Bibliothek und lässt sich mit unzähligen Plugins und Apps um Funktionen von außerhalb der KNX-Welt erweitern. Allerdings muss der Integrator dies für jedes Projekt individuell einrichten und teils auch immer wieder neu programmieren. Man könnte sagen, der Homeserver ist ein Smarthome-Expertensytem. Entsprechend ist sein Preis von 2100 Euro für das nackte Gerät – noch ohne Programmierung und etwa eine Verbindung ins Internet – nur die Eintrittskarte in die exklusive Welt des grenzenlosen Smarthomes. Die eigentliche Programmierung kostet in größeren Projekten schnell ein mehrfaches des Kaufpreises. Viele Elektriker, die KNX-Systeme virtuos planen und installieren, wagen sich längst nicht an solche Aufgaben heran. Für eben diese Zielgruppe hat Gira den neuen „X1“ konzipiert. Er erfordert keine individuelle Programmierung, sondern eher eine Art Konfiguration

der installierten KNX-Technik über eine spezielle Einrichtungs-Software (siehe Interview). Die Funktionen sind an einigen Stellen begrenzt – so wird der „X1“ grundsätzlich per App vom Smartphone oder Tablet gesteuert und nicht über Wand-Touchscreens. Auch der Aufbau des Hauses mit seinen Stockwerken und Räumen ist vorgegeben. Dafür ist der „X1“ ein Gerät, das sich auch räumlich gut unterbringen lässt – sein Platz ist im Sicherungs- und Schaltschrank. Und die schlichte Bedienoberfläche der App dürfte noch den einen oder anderen Preis für anschauliche und voraussetzungsfreie Menüführung gewinnen. www.gira.de

Der QR-Code führt zu einer Video-Vorstellung des X1.

„Ein Einfamilienhaus ist damit in vier Stunden konfiguriert“ Martin Gremlica, Produktmanager bei Gira, über die neue SmarthomeZentrale „X1“

Der „X1“ ist die neue, günstige SmarthomeZentrale von Gira. Welche Zielgruppe soll mit dem Produkt hauptsächlich erreicht werden? Unserer Zielgruppe, den Elektromeistern, konnte Gira in der Vergangenheit keine passende Lösung für die Logik- und Visualisierungsfunktionen in modernen KNX-Einfamilienhäusern anbieten. Der Home-Server ist für ein Standard-KNX-Einfamilienhaus zu umfangreich und zu komplex. Mit dem Gira „X1“ haben wir ein Produkt herausgebracht, das exakt auf Einfamilienhäuser zugeschnitten ist. Es wird mit Hilfe des intuitiven Gira-Projekt-Assistenten (GPA) parametriert. Damit wollen wir unsere Elektromeister überzeugen.

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Würden Sie den „X1“ als „kleinen Bruder“ des Home-Servers bezeichnen? Welche Eigenschaften fehlen ihm zum Home-Server?

die gesamte Planung, Programmierung, Installation und Hardware? Ist auch die Einrichtung mit weniger Aufwand verbunden?

Ich würde den „X1“ definitiv nicht als kleinen Bruder bezeichnen. Die Produkte differenzieren sich sehr stark im Zielobjekt und der Zielgruppe. Der „X1“ ist für den Elektromeister sehr einfach und schnell zu parametrieren. Die Funktionen sind aufs Einfamilienhaus zugeschnitten. Der HomeServer ist in größeren Objekten zuhause, beispielsweise in Villen oder Gewerbeobjekten. Seine Funktionen sind sehr umfangreich und lassen kaum Wünsche offen. Programmiert wird er meist von System-Integratoren.

Die Preisdifferenz zwischen den beiden Produkten beträgt gut 1300 Euro. Beim „X1“ kommt hinzu, dass die Projektierungszeit wesentlich geringer ist. Ein Elektromeister braucht im Schnitt für ein normales Einfamilienhaus etwa vier Stunden, um den „X1“ mit dem Gira-Projekt-Assistenten zu parametrieren (die KNX-Komponenten im „X1“ einzuprogrammieren, Anm. d. Red.). Ein Vergleich mit dem „Home-Server“ ist so kaum möglich, da sich die Anwendungen, die etwa in Villen benötigt werden, meist stark von denen im Einfamilienhaus unterscheiden. Gira bietet eben für jeden Einsatzzweck das passende Produkt. Außerdem beinhaltet der „X1“ eine Schnittstelle, um über die installierten KNX-Komponenten (z. B. Schaltaktoren, Dimmaktoren oder auch Tastsensoren) über das Netzwerk zu programmieren. Für einen sicheren Zugriff aus der Ferne bietet der „X1“ einen integrierten VPN-Server, um auf die eigene Gebäudesystemtechnik zuzugreifen – auch das ist für Einfamilienhäuser optimiert.

Ist der „X1“ ein Produkt, das ähnlich dem Home-Server überwiegend von System-Integratoren eingesetzt wird oder gibt es dafür eine eigene, neue Vertriebsstruktur? Der „X1“ ist eindeutig für die Zielgruppe der Elektromeister ausgelegt. Der „X1“ ist ja in der Hardware deutlich günstiger als ein Home-Server. Wie verhält sich das zu erwartende Budget für Bauherren über


Kacheln und Icons für einzelne Räume und Funktionen bei der Konfiguration fast von selbst auf,“ erzählt er von seinen Erfahrungen mit dem System. Eine Schnittstelle zum IP-Heimnetzwerk hat der neue Server ebenfalls ab Werk an Bord – beim Gira Homeserver muss man diese als separates Bauteil dazu kaufen. Andererseits gibt der Systemintegrator zu bedenken, dass die kleinen Systeme begrenzt sind, was die Programmierung und die Integration anderer Anwendungen angeht. „Man sollte sich schon genau überlegen, welche Funktionen man künftig noch in sein Smarthome integrieren möchte und im Zweifelsfall lieber ein größeres System nehmen“, sagt Alexander Sauler, der zusammen mit seinen Kunden eben solche Fragen abklärt, bevor er in die Detailplanung geht. Im „Smart Visu Server” von Jung etwa lassen sich derzeit nur „Philips Hue”-LED-Leuchten in die Steuerung integrieren, der „X1“ kann über seinen Logik-Editor Befehle an „Sonos“-Multiroomsysteme abgeben. Andere externe Verbindungen bieten die Neulinge derzeit nicht. Ob Jung oder Gira künftig weite-

Wenn Elektriker den „X1“ einbauen und installieren, die bisher noch wenig Erfahrungen mit der Smarthome-Technik gemacht haben – wie macht man diese Fachbetriebe fit für den Umgang mit der Hausautomation? Ist die Programmierung mit dem „X1“ einfacher? Gira bietet Elektrikern ein großes Angebot an Schulungen, um ihre Kompetenz rund um das Smarthome auszubauen. Daneben können sie sich mit Gira und untereinander in der Gira-Community austauschen. Das Programmierungstool für den „X1“ heißt „Gira-Projekt-Assistent“ (GPA). Es ist speziell für einen intuitiven und zügigen Gebrauch entwickelt worden. Es bietet auch Video-Anleitungen, die Einsteigern in fünf Minuten helfen, eine Funktion zu erstellen und diese per mobilem Gerät zu bedienen. Kann der Bauherr am „X1“ selbst in die Automatisierung von Licht, Rollos, Heizung und so weiter eingreifen, so wie das ja in vielen Nachrüstsystemen der Fall ist? Wir wollen Endanwendern mehr Möglichkeiten zur Einbindung und Gestaltung innerhalb der App anbieten. Gestartet sind

wir mit Einstellungen im Systemmenü, um ein eigenes Passwort zu vergeben, sowie mit der Gestaltung des Startbildschirms, um ein persönliches Startfenster in der Visualisierung anzulegen. Natürlich können Nutzer in der App des „X1“ auch selbst Zeitfunktionen für unterschiedliche Anwendungen anlegen und anpassen. Doch lassen Sie sich überraschen, wie wir dieses Thema in kommenden Updates künftig ausbauen werden. Ist der „X1“ offen für Geräte aus dem Internet of Things, die viele Menschen ja schon besitzen und einbinden möchten – etwa „Philips Hue“, „Osram Lightify“, „Sonos“ oder vorhandene Heizungssteuerungen? Ja, mithilfe des Logikeditors im „X1“ haben wir die Möglichkeit, spezielle Logikbausteine für Systeme wie etwa „Sonos“ zu entwickeln. Diese Logikbausteine kommunizieren mit solchen Systemen über die Ethernet-Schnittstelle. Das ist nur ein Beispiel für eine Steuerung über IP. Denkbar sind viele andere vernetzte Anwendungen. Damit ist der Gira „X1“ für die zukünftigen Anwendungen bestens gerüstet.

„Es gilt immer abzuwägen, welche Lösung auch für die Zukunft eventuelle Erweiterungen im Smarthome ermöglicht.“ Alexander Sauler, Systemintegrator, Hepp GmbH

Neben kleineren KNX-Lösungen setzen ja manche Elektrobetriebe auch Funklösungen ein, wenn sie etwa bei Renovierungsarbeiten Smarthome-Technik nachrüsten. „E-Net“ ist eine mögliche Nachrüstlösung, es gibt aber gerade unter den Funksystemen immer mehr Systeme, in denen der Elektriker nur Teile der Installation übernimmt, während der Kunde weitere Geräte selbst einbindet und etwa auch Szenen und Automatisierungen selbst programmiert. Hat Gira Pläne, sich auch in diesem Bereich zu engagieren – sozusagen als „X1“-Pendant im Funkbereich? Die Idee ist, dem Endanwender mithilfe des Elektrohandwerks mehr Möglichkeiten in der Selbstgestaltung ihrer Gebäudeautomatisierung zu bieten. Das weckt beim Anwender natürlich Begeisterung für die Produkte und die Möglichkeiten eines modernen Smarthomes. Das könnte auch so weit gehen, dass der Endanwender – im Rahmen der zuvor durch den Elektromeister definierten Anwendungen und vernetzten Geräte – selbst Ereignis-Szenarien einbinden kann. In diese Richtung werden wir unsere Produktsortimente auch weiterhin entwickeln.

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INTELLIGENZ FÜRS HAUS

Hager Coviva & Domovea

re Schnittstellen für externe Geräte zur Verfügung stellen, sei noch nicht bekannt, gibt Sauler zu bedenken – auch wenn beide Hersteller dies explizit ankündigen.

„Hager Coviva“ kompakt erklärt: QR-Code scannen und Video anschauen.

Im Hause Hager ist die Ausgangssituation etwas anders. Die KNX-Zentrale des Herstellers ist weniger mächtig aufgestellt, „Domovea“ bietet beispielsweise schon immer eine schlichte, aber gut strukturierte Standard-Visualisierung, die ähnlich der neuen Systeme von Gira und Jung individuell anpassbar, aber nicht völlig frei programmierbar ist. Hier bietet man neben dem KNX-System das brandneue Funksystem „Coviva“ an, das vom Elektriker im Nachrüst- und Renovierungsbereich eingesetzt werden soll. Es besteht aus verschiedenen Unterputz- und Aufputz-Komponenten und einer App mit Standard-Menüoberfläche. Auch hier sind externe Geräte-Anbindungen geplant, zum Start kommuniziert „Coviva” etwa mit „Netatmo”-Wetterstationen, die der Heizungssteuerung Daten liefern.  rot ❚

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Hager: Funksystem vom Profi

Das Smarthome wie einen Neuwagen online planen? Die Plattform „Jung by Feelsmart“ macht‘s möglich. Nachdem man die Zimmer seines Hauses eingetragen und die gewünschten Schaltertypen gewählt hat, erfährt man hier, was das System in verschiedenen Ausbaustufen ungefähr kostet. www.feelsmart.de/design

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Fotos: Gira (6),Hager (4), Jung (6), Otter (1)

Systemhersteller Hager setzt in Neubauten auf KNX-Technik und bietet mit dem Konfigurationssystem „KNX Easy“ ein Tool, mit dem der Elektriker die Funktionen im Haus besonders einfach konfigurieren kann. Der zugehörige Smarthome-Server heißt „Domovea“. Er bietet eine Standard-Visualisierung, die sich je nach installierten Geräten und Komponenten pro Raum anpassen lässt (siehe rechts). Sie ist in Apps wie auch auf speziellen Wand-Touchscreens abrufbar. Für die Nachrüstung bringt Hager derzeit ein neues System namens „Coviva“ heraus, das ebenfalls vom Elektriker installiert wird. Es setzt auf einen Funkbus. Die einzelnen Taster und Sensoren lassen sich dabei bestimmten Aktoren zuordnen und steuern diese auch ohne eine Zentrale an – ähnlich wie bei KNX, nur eben verschlüsselt durch die Luft. Die „Coviva“-Zentrale dient als Visualisierungs- und Logikserver sowie als Schnittstelle zu Netzwerk-Komponenten wie etwa „Netatmo“-Wetterstationen. www.hager.de


PROMOTION

Lichtwellenleiter: Mit Highspeed ins Haus der Zukunft

Zukunftssicher vernetzt

Schneller Internetzugang wird heute im Alltag als selbstverständlich vorausgesetzt. Doch die Realität in vielen Wohnhäusern sieht ganz anders aus: Das drahtlose Netzwerk ist zu langsam und häufig nicht überall im Haus verfügbar. Daher führt an einem schnellen und zuverlässigen Datennetzwerk gerade im Haus der Zukunft kein Weg vorbei. Wer einen Neubau oder eine Wohnungssanierung plant, sollte bereits heute schon an morgen denken und sich für ein zukunftssicheres Heimnetzwerk entscheiden. Wir zeigen, welche Möglichkeiten es neben dem klassischen WLAN-Netzwerk gibt.

Schwierigkeiten beim TV-Streaming? Webseiten, die sich viel zu langsam aufbauen? Ein ständig überlastetes WLAN-Netzwerk? All das ist undenkbar im Haus der Zukunft – schließlich muss der Datenaustausch im digitalen Zeitalter jederzeit reibungslos funktionieren. Wer einen Neubau oder eine Sanierung plant, sollte sich daher für ein zukunftssicheres Heimnetzwerk entscheiden. Das zahlt sich auf Dauer aus und erhöht den Komfort.

Dank des ausgeklügelten Datennetzwerks auf optischer Basis surfen Nutzer störungsfrei und schnell im Internet. Familienmitglieder können gleichzeitig auf Smart-TV, PC und Drucker zugreifen, über das Internet telefonieren und Daten, Filme, Musik oder Spiele abrufen.

Das Netzwerk flexibel anpassen

Licht für schnellen Datentransfer Um das Zuhause fit für neue Technologien zu machen, eignen sich Lösungen wie das „Datalight“-System von Fränkische Rohrwerke. Basis des Systems ist ein 2,2 Millimeter dünnes, dennoch äußerst robustes und trittfestes Lichtwellenleiterkabel aus Kunststoff, eine Polymer Optische Faser, die Daten im Haus mit 1 Gigabit pro Sekunde Geschwindigkeit übertragen kann. Für Neubauten ist sie bereits in ein Leerrohr für die Elektroinstallation integriert. So erhalten Hauseigentümer ein zukunftssicheres Strom- und Datennetzwerk in einem Installati-

ne geeignete Lösung: Es umfasst mehrere, in der Wohnung verteilte WLAN-Access-Points, die durch den Lichtwellenleiter ideal versorgt werden. „Die Datenübertragung per Licht ist zudem strahlungsfrei und unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen“, so Jan Streibel, Experte für Elektroinstallation und Netzwerke bei Fränkische Rohrwerke.

Weitere Informationen unter www.datalight-system.com bzw. via E-Mail an info.elektro@fraenkische.de

Da der Elektriker im Neubau das Elektroinstallationsrohr mit der integrierten Datenleitung verlegt, reduzieren sich die Arbeitsschritte, Bauherren sparen somit bares Geld. Hinter jeder Steckdose ist eine Datenleitung verlegt, Hausbesitzer können durch einfachen Austausch des Steckdoseneinsatzes ihr Heimnetzwerk jederzeit erweitern oder neuen Bedürfnissen anpassen. Bei Renovierungen wird die dünne Faser in den vorhandenen Rohren nachgezogen oder in Fußbodenleisten beziehungsweise direkt unter dem Boden verlegt. Die vorausschauende Installation ist eine Investition in die Wertsteigerung des Hauses.

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Foto/Grafiken: Fränkische Rohrwerke

Um das Zuhause fit für neue Medien-Technologien zu machen, bietet Fränkische Rohrwerke das „Datalight“System an. Übertragungsgeschwindigkeit: 1 Gigabit pro Sekunde!

onsschritt. Bei einer Nachrüstung wird die Datenleitung separat verlegt. Nutzer surfen damit schnell und störungsfrei im Internet. Die Familie kann gleichzeitig auf Smart-TV, PC und Drucker zugreifen, über das Internet telefonieren und Daten, Filme, Musik oder Spiele abrufen. Auch Smartphones und Tablets greifen künftig auf Anwendungen zurück, die hohe Datenvolumina benötigen. Diese können über WLAN nur über höhere Frequenzen übertragen werden. Technisch ermöglichen das heute schon die ersten 5-Gigahertz-WLAN Router. Weil die höhere Frequenz jedoch die Durchdringung durch Wände erschwert, ist für das Haus der Zukunft ein dezentrales WLAN-System ei-

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SMARTER ALTBAU

Moderne Haustechnik verwandelt das Architektenhaus aus dem Jahr 2002 in ein Smarthome. Über das auf allen Bediengeräten verfügbare Gira Interface sind auch die smarten Anwendungen im Außen-, Gartenund Poolbereich steuerbar.

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Alles

steht in Kontakt Was tun, wenn ein gebrauchtes, aber noch junges Haus über keinerlei smarte Funktionen verfügt? Unser Beispiel zeigt, wie mit einem KNX-System nachträglich ein umfassendes Smarthome unter einer Benutzeroberfläche entsteht – inklusive Sicherheit, Heizung, Solarsystemen, Homeentertainment und besonderen Komfortfunktionen.


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Auf dem zentralen Touchpanel lässt sich nicht nur die smarte Technik inner- und außerhalb des Hauses bedienen. Auch die Energieverbräuche sowie die Solarwärme- und Solarstrom-Erträge werden dargestellt.

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S

ichtbeton, Holz und Cortenstahl bestimmen die moderne Optik des flachen Baukörpers – ein zweistöckiges Architektenhaus in Mittelfranken. Nach dem Verkauf des im Jahr 2002 gebauten Hauses wollte es der neue Besitzer zu einem Smarthome aufrüsten. Diese Aufgabe übernahm Systemintegrator Klaus Geyer, der als Fachmann für intelligente Gebäudesteuerung ausgewiesen ist. „Wir haben zunächst gemeinsam überlegt, welche vernetzten Funktionen im Haus gewünscht sind“, berichtet er. „Als Basis haben wir überall dort, wo es möglich war, KNX-Leitungen als Infrastruktur verlegt.“ Auf die Sichtbetonwände schraubte der Systemintegrator KNX-RF-Tastsensoren, die sich nachträglich sehr einfach platzieren lassen, weil sie batteriebetrieben sind und Funksignale nutzen. Für glatte Flächen gibt es diese FunkWandsender alternativ mit Klebestreifen. Die

Verbindung zur verdrahteten KNX-Anlage wird unkompliziert mit dem KNX-RF/TP-Medienkoppler hergestellt. Die Jalousien sowie die Beleuchtung innerhalb des Hauses und im Garten- und Poolbereich werden komplett über das KNX-System gesteuert. Im Gebäudeinneren lässt sich fast jede Lichtquelle dimmen und mit einem Zeitprogramm einrichten. Bestandteile des KNX-Systems sind auch die Gartenbewässerung und zwei Rasenmähroboter.

Auch das Home-Entertainment ist ins KNX-System integriert „Ein wichtiger Aspekt war das Home-Entertainment“, berichtet Klaus Geyer. „Weil der Hausbesitzer alle Funktionalitäten von einer einheitlichen Oberfläche aus bedienen wollte, haben wir ein Sonos Multiroom-System mit dem server-


Auf den intelligenten Tastsensoren sind teils komplexe Szenarien hinterlegt: Kernfunktionen wie „Kommen“ und „Gehen“, Lichtszenen und die Jalousiesteuerung für definierte Bereiche. Praktisch für die nachträgliche, kabellose Montage sind Funk-Tastensensoren mit Batteriebetrieb.

Ins KNX-System integriert wurde hier das Cen.sys Mediensystem. So sind Musik und Videos im ganzen Haus von einem zentralen Server aus abrufbar. Darüber hinaus lassen sich Musik- und Lichtszenen koppeln und die Haussteuerung zusätzlich auch über den TV-Bildschirm bedienen.

„Alle Funktionen sind nutzerorientiert realisiert und bedarfsgerecht vernetzt – und es gibt nur eine Bedienphilosophie.“ Klaus Geyer, System-Integrator

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Sicherheit und Energieeffizienz ständig im Blick

Daten & Fakten zum Haus TECHNIK: •B  asis: Kabelgebundenes KNX-System mit einzelnen Funk-Tastensensoren • F unktionen: Lichtszenen, Automatikfunktionen, Jalousiesteuerung, Einbindung der Heizung, Einbindung Solarthermie und Photovoltaik, Gartenbewässerung, Dachrinnenheizung, Heizung Fußwege, Türkommunikation •M  edientechnik: Multiroomsysteme Sonos und Cen.Sys mit KNX-Anbindung über Home Server • Visualisierung: Gira Quad-Client • Gira Komponenten: Home-Server 3, Control 9 Client, Tastsensoren (Schalterdesign E 2 Anthrazit), Türkommunikation

Mit der Gira Home-Server-App lässt sich das Smarthome auch komplett aus der Ferne steuern, wie etwa die Jalousien herunterfahren oder über die Außenkameras die Hausumgebung checken. Im Haus kann man per Smartphone stimmungsgemäße Lichtszeanarien aktivieren und bequem vom Sofa aus das komplette Heimkino – mit Leinwand und Beamer – bedienen.

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SYSTEMHERSTELLER: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG Dahlienstraße , 42477 Radevormwald Tel. 0 21 95/6 02-0, www.gira.de ARCHITEKTUR: Dürschinger Architekten Würzburger Strasse 4, 90762 Fürth www.duerschinger-architekten.de SYSTEM-INTEGRATOR: Klaus Geyer Elektrotechnik Rosenstraße 2, 90542 Eckental Tel. 0 91 26/27 90 07 www.klaus-geyer.de

Fotos: Ulrich Beuttenmüller für Gira

Ein wichtiges Argument für das Aufrüsten auf ein Smarthome war für den Hausbesitzer das Thema Sicherheit und Einbruchschutz. Neben der Alarmanlage, den Rauchwarnmelder sowie den Fenster- und Außentür-Kontakten ist das Haus mit mehreren Kameras bestückt, die auch eine Fernüberwachung ermöglichen. Im Ernstfall wird per Anruf aufs Smartphone alarmiert. Eine energiesparende und bedarfsgerechte Beheizung des Gebäudes ermöglicht die Einbindung von Gas-Brennwertheizung, Solarthermieanlage und Einzelraumregelung in das KNX-System. Hilfreich ist zudem, dass sich die Bewohner jederzeit die Ertragsdaten der Solarthermie- und der Photovoltaik-Anlage sowie die Verbrauchsdaten von Gasheizung und elektrischen Geräten anzeigen lassen können. Smarter Komfort im Winter: Durch den Einsatz von Solarenergie bleiben Fußwege und Dachrinnen im Winter schnee- und eisfrei – das lästige Schippen entfällt. jw ❚

Adresen Seite 78

basierten TV- und Video-Multiroomsystem Cen. Sys gekoppelt und ins KNX-System eingebunden.“ Dadurch sind nicht nur Musik- und VideoDateien im ganzen Haus von einer zentralen Festplatte aus abrufbar. Es lassen sich darüber hinaus Musik- und Lichtszenen koppeln und die komplette Haussteuerung auch über den TVBildschirm bedienen. Zudem nutzt der Hausbesitzer die Möglichkeit, TV-Aufnahmen aus der Ferne zu programmieren. Für diese wie auch für alle anderen smarten Anwendungen wünschte er sich eine einheitliche Bedienoberfläche und nicht mehrere, separate Apps. Als „Gehirn“ des KNX-Systems fungiert ein leistungsstarker Gira Home-Server, der alle Daten erfasst, auswertet und dann die Befehle an die Aktoren weiterleitet. Und er ermöglicht es, mehrere Aktionen in Szenarien zu bündeln: Bei „Gehen“ werden zum Beispiel Licht und Musik im Haus deaktiviert und offene Fenster geschlossen. Beim Programm „Kinoabend“ verändert das Licht seine Farbe, die Jalousien und die Leinwand fahren herunter und der Beamer startet.


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Geld vom Staat Wer seinen Altbau smart machen möchte, bekommt dafür Unterstützung vom Staat: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) greift gerade Um-Bauherren mit zahlreichen Programmen finanziell unter die Arme.

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ltbauten in Deutschland verbrauchen zu viel Energie und bieten ihren Bewohnern im Alter nicht den passenden Wohnraum. Um Haus- und Wohnungsbesitzer zu motivieren, ihre Immoblilie zum einen energieeffizienter zu machen und zum anderen altersgerechter, werden Baumaßnahmen, die dieses Ziel unterstützen, staatlich über die KfW gefördert: durch besonders zinsgünstige Kredite und Investitionszuschüsse. Über die Programme 159 „Altersgerecht Umbauen – Kredit“ und 455 „Altersgerecht Umbauen – Investitions­ zuschuss“ kann zum Beispiel auch der Einbau von Smarthome-Technik finanziert werden. Denn auch Haustechnik wie Gegensprechanlagen und Bewegungsmelder sowie Bedienungs- und Antriebssysteme für Türen, Rollläden, Fenster, Beleuchtung oder Heizung werden gefördert. Bis zu 6 250 Euro Zuschuss je Wohnung für Maßnahmen zur Barrierereduzierung und bis zu 1 500 Euro Zuschuss je Wohnung für Maßnahmen zum Einbruchschutz können clevere Bauherren bekommen. Wem das nicht reicht, kann zusätzlich pro Wohneinheit einen Kredit bis 50 000 Euro ab 0,75 Prozent effektivem Jahreszins beantragen. Ergänzend können auch weitere KfWAltbau-Förderprogramme genutzt werden, z. B. für den Bau einer Photovoltaikanlage (270 „Erneuerbare Energien – Standard”), den Einbau eines ergänzenden Heizspeichers (275 „Erneuerbare Energien – Speicher”) oder der Kredit (151) bzw. der Investitionszuschuss (430) für energieeffizientes Sanieren. Alle Angebote der KfW müssen vor beginn der Umbauarbeiten beantragt werden. Detaillierte Informationen finden Sie im Internet unter www.kfw.de ab ❚

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SMARTER ALTBAU Das Smarthome-System von Digitalstrom eignet sich besonders gut zur Nachrüstung in eine bestehende Elektroinstallation. Die zentrale, per App kontrollierbare Steuerungstechnik ist im Zählerschrank untergebracht, kleine bunte Lokigbausteine für Licht, Rollläden oder Heizungsantriebe werden bei Verbrauchern und Tastern in Unterputzdosen installiert und über die Stromleitung mit allen Steuerungsdaten versorgt (siehe links).

10 Tipps

Mach’ Dein Haus noch Moderne Smarthomes lassen sich von ihrer Basis-Steuerung aus Schritt für Schritt ergänzen – sie wachsen mit den Bedürfnissen ihrer Bewohner. Das funktioniert meist nicht über die eigene Datenübertragung des Systems, sondern via Netzwerk – zehn intelligente Inspirationen am Beispiel des Systems von Digitalstrom.

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as Heimsteuerungssystem des DeutschSchweizer Anbieters Digitalstrom hat sich in den letzten Jahren als Alternative zu Funk- oder Bussystemen etabliert. Als einzige Lösung nutzt es die Stromleitungen im Haus für den Datenaustausch der Zentrale mit Leuchten, Rollläden und Tastern. Das ist praktisch, wenn man Smarthome haben, aber keine Leitungen neu verlegen möchte. Die Powerline-Technik, wie diese Art der Datenübertragung heißt, ist aber nur eine von mehreren Möglichkeiten, um Geräte und Anlagen im Haus zu steuern. Die Digitalstrom-Zentrale,

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über die sich heute viele weitere Geräte ebenfalls steuern lassen, ist auch mit dem Heimnetzwerk und dem Internet verbunden. Diese Verbindung übers viel zitierte „Internet of Things“ nutzt Digitalstrom, um weitere Produkte in seine Steuerungslogik und Automatisierungen einzubinden. Das gilt nicht nur für Digitalstrom: Beliebte Smarthome-Gadgets wie etwa die FunkLED-Leuchten Philips Hue oder Sonos-Multiroomanlagen lassen sich in viele SmarthomeSysteme integrieren – auch in Digitalstrom. Hier finden Sie weitergehende Ideen für intelligente Smarthome-Erweiterungen.  rot ❚


Nicht nur das Raumklima hat man über das Wand-Display „Thanos“ von Thermokon im Blick. Es zeigt auf seinem Display die wichtigsten Raum- und Klima-Daten und dient über programmierbare Tasten unter dem Bildschirm auch als Fernsteuerng für alle möglichen Szenen. Das erspart bei Eingriffen in die Automatik den einen oder anderen Griff zur App. www.thermokon.de

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Fußbodenheizung

Für Fußbodenheizungen hat Digitalstrom eigene Navigationsbausteine, die ihre Steuerungdaten Digitalstrom-typisch übers Stromnetz bekommen und dementsprechend die Stellmotoren auf „auf” oder „zu” schalten. Wer Heizkörper nutzt, der bedient diese von der Digitalstrom-Zentrale aus über Stellmotoren im Enocean-Funkstandard und einen zugehörigen Funk-Übertrager an. www.digitalstrom.com

schlauer! 4

Geneo Inovent

Das Kunststoff-Fenster „Geneo Inovent“

Der Rauchmelder „Genius“ funkt Alarme künftig nicht nur an seine PartnerMelder im Haus. Er löst auch Automatismen im Smarthome aus – etwa „alle Lichter einschalten“, damit die Bewohner sicher hinaus finden. www.hekatron.de

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von Rehau lüftet dank spezieller Luftführungen im Rahmen automatisch. Die integrierte Wärmerückgewinnung spart Heizenergie, Filtereinsätze halten Pollen und Schadstoffe draußen. Zusammen mit der Heimsteuerung von Digitalstrom stellt das vernetzte Fenster seine Lüftung auf das tatsächliche Raumklima ein. Dank einer besonderen Intelligenz im DigitalstromSystem, den sogenannten Device-Bots, lernt es dabei obendrein die Lüftungsgewohnheiten der Bewohner. www.rehau.com

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Beide Hände belegt und trotzdem das Wasser aufdrehen? Mit der „eUnit Kitchen“ von Dornbracht und der Sprachsteuerung „Amazon Alexa“ macht Digitalstrom das möglich. Die Ansage „Alexa, drei Liter warmes Wasser“ lässt genau diese Menge fließen. Das System erlaubt auch, Szenarien abzuspeichern. „Alexa, ich möchte Spülen“ füllt dann das Becken mit heißem Nass. www.dornbracht.com

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Der „Kombi Steam MySQL“ vom Schweizer Hersteller VZUG dürfte einer der fortschrittlichsten Dampfgarer sein – und lernt zusammen mit Digitalstrom noch dazu. Er kann beispielsweise seine Betriebsart automatisch auf Tiefkühlkost einstellen, wenn man der Digitalstrom-App deren Verpackung zeigt. Wer lieber selbst kocht, dem liefert das System Rezepte aus einer OnlineDatenbank und passt den Betrieb des Steamers an. www.vzug.com

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Smarter i-Kettle

Der i-Kettle vom britschen Anbieter Smarter ist über Wlan vernetzt und lässt sich so auch in Automatiken von Digitalstrom einbinden. Ist er gefüllt, dann kocht er morgens automatisch das Kaffeewasser, sobald die Weck-Szene startet. Über die Digitalstrom-Intelligenz gibt er auf Wunsch auch Bescheid, sobald das abgekochte Wasser auf 72 Grad für grünen Tee abgekühlt ist. www.smarter.am

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Tielsa Küchen

HOMEMATIC: Der Funk-Klassiker vernetzt sich selbst kaum mit Fremdgeräten, hat aber mit Mediola eine PartnerPlattform, die Philips Hue, Sonos und weitere Systeme mit einbindet.

KNX-SYSTEME: Steuerzentralen für KNXBussysteme wie der Gira Homeserver lassen sich mit einer Vielzahl von Gateways für alle möglichen Geräte programmieren. Spezielle KNX-NetzwerkAdapter hat etwa der deutsche Entwickler ISE für Sonos, Philips Hue oder Axxis IP-Kameras. www.ise.de

INNOGY SMARTHOME: Das ehemalige RWE Smarthome steuert u.a. vernetzte Miele Hausgeräte, Philips Hue, Buderus-Thermen und nutzt die Klimadaten von Netatmo Wetterstationen.

WIBUTLER: Das System setzt auf die drei Funkstandards Enocean, Z-Wave und Zigbee und steuert damit viele Komponenten direkt. Netzwerk-Anbindungen fremder Komponenten sollen kommen.

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Auch andere Smarthome-Systeme arbeiten mit Partner-Geräten – eine Auswahl:

Dornbracht vernetzt auch Dusch- und Badearmaturen – mit Sprachsteuerung und Wunsch-Temperatur für jedes Familienmitglied über Digitalstrom. www.dornbracht.com Mit dem Smart Car nach Hause: Über eine spezielle Benutzeroberfläche kann man in Elektroautos von Tesla Digitalstrom-Szenen im Smarthome starten. www.tesla.com

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Fotos: Digitalstrom (6), Dornbracht (2), V ZUG (2), Tielsa, Smarter.am, Hekatron, Rehau, Thermokon

Wer steuert wen?

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Der deutsche Küchenhersteller Tielsa ist auf motorisch höhenverstellbare Arbeitsflächen spezialisiert. Ist die „Tielsa Connected Kitchen“ mit Digitalstrom vernetzt, dann lassen sich Nutzerprofile mit den optimalen Höheneinstellungen für jedes Familienmitglied erstellen und per Knopfdruck oder Sprachbefehl abrufen. Besonders großen und kleinen Familienmitgliedern gehen so die Argumente gegen Küchenmitarbeit aus. www.tielsa.de

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SYSTEM-SMARTIES

Intelligente Weberhaus baut als erster europäischer Anbieter Fertighäuser mit Apple-Homekit-Steuerung. Zusammen mit Technikpartner Boot-Up und Apple wird das System derzeit fertiggestellt und soll im Laufe des Jahres verfügbar sein. Ein großer Bericht dazu steht auf das-intelligentehaus.de – siehe QR-Code unten. www.weberhaus.de

„Apple und Weberhaus wollen den Kunden­nutzen in der intelligenten Haussteuerung gemeinsam verbessern.“ Klaus-Dieter Schwendemann, Marketingleiter bei Weberhaus Der Herstellerverbund „Connected Comfort“ hat ein neues Mitglied: Viega ergänzt ihn mit Flächenheizungen und deren smarter Steuerung. www.connected-comfort.de

Egal ob Saugen, Staubwischen, Tische oder Regale reinigen – mit einem Zentralstaubsauger landet aller Schmutz dort, wo er hingehört: draußen. www.cleanformat.de

Wärmepumpen-Hersteller Kermi bietet mit dem „x-center base Komfort- und Energiemanager“ ein neues, auf die Heizungssteuerung optimiertes Funksystem, das auch Beleuchtung, Rollos und andere Bereiche der Haustechnik steuert. www.kermi.de

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Dinge e-Net Smart Home Gira, Jung und weitere Partner haben das vor zwei Jahren eingeführte Funksystem „eNet“ weiterentwickelt und ausgebaut. Dank direkter AppAnbindung und Partnerschaften mit Leuchtenherstellern wie etwa Brumberg sowie der smarten Heizungssteueurng Tado soll das bislang auf Licht und Rollos begrenzte Funksystem wachsen und gedeihen. Ab Mitte des Jahres ist es in der neuen Version „e-Net“-Smart Home zu haben. Der QR-Code rechts ist mit einer Video-Vorstellung des neuen „e-Net“ verlinkt.

Steuer. Paradies. Lichtstimmung trifft Wunschtemperatur trifft Multirooming: Im professionellen JUNG Smart Home wird Wohnen zum Wohlfühlerlebnis.

Innogy Smarthome Das Funksystem „Innogy Smarthome“ spricht mit immer mehr Photovoltaik-Anlagen und Hausgeräten. Neben Wechselrichtern, E-Mobil-Ladestationen und Energiemanagern von Innogy selbst sowie Miele-Haushaltsgeräten und Buderus-Heizungen integriert die RWE-Nachfolgermarke jetzt auch Energiemanager von SMA in ihr Smarthome-System. Die Öffnung dürfte weitergehen, denn seit März 2017 ist Innogy auch Mitglied in der EebusInitiative. Deren Ziel ist es, alle Energieerzeuger und Großverbraucher im Haus zu vernetzen, um sie effizienter zu betreiben. www.innogy.com

KNX KOMPAKT-RAUMCONTROLLER

Schellenberg hat ein eigenes Smarthome-System auf den Markt gebracht. Es umfasst eine ganze Reihe funkgesteuerter Rollladen- und JalousieMotoren sowie Gurtantriebe und Funk-Lichtschalter. Neben der Steuerung per App oder Automatik gehört auch ein Handsender mit mehreren programmierbaren Funktionen zum System. www.schellenberg.de

JUNG.DE


SYSTEM-SMARTIES

Siegenia

Raider wird Twix: Das LED-Leuchtensystem Lightify hat den Markennamen gewechselt: Osram bündelt seine LEDBeleuchtungssparte unter dem Namen „Ledvance“, das Produkt bleibt dasselbe: Neben smarten LED-Lampen mit E27, E14 (Kerzenform) und GU10Sockel (bisherige Halogen-Fassungen) gibt es auch einen Zwischenstecker, mit dem sich „dumme“ Lampen in das Smarthome-Lichtsystem integrieren lassen. www.ledvance.de

Divus Heartbeat schützt die Smarthome-Technik im Haus vor Hackerangriffen, indem der Spezial-Netzwerkverteiler einen eigens abgesicherten Bereich nur für die Heimsteuerungstechnik aufbaut, das „Divus Secure Net“. Der Datenverkehr, Zugriffsrechte und Diagnosefunktionen lassen sich über ein Web-Interface verwalten. www.divus.eu

Rademacher Der Spezialist für Rollladenmotoren hat ja eigentlich ein eigenes Smarthomesystem namens Home-Pilot2, mit dem viele Rademacher-Fachbetriebe die Beschattung und weitere Haustechnik-Bereiche per Funk automatisieren. Jetzt bringt der Hersteller mit dem Rohrmotor „Rollo Tube X-Line“ einen Antrieb mit KNX-Schnittstelle heraus. Der lässt sich ohne weitere Aktoren ins KNX-Bussystem integrieren. www.rademacher.de

Mit dem Wlan-Fensterantrieb Siegenia Drive axxent sowie der Steuerungstechnik Siegenia Connect lassen sich Fenster automatisch zum Lüften öffnen und schließen. Die Steuerung arbeitet laut Hersteller mit gut 900 Produkten anderer Marken zusammen und verknüpft die Fensteröffnung etwa mit der Heizungssteuerung. Funksensoren überwachen auch, ob Fenster tatsächlich zu sind. www.siegenia.com

Kein Spaß: Überspannungen bei Blitzschlag oder heftigen Netzschwankungen können elektronische Geräte und SmarthomeSysteme zerstören. In Neuinstallationen ist deshalb ein Überspannungsschutz heute Pflicht. Der lässt sich aber auch nachrüsten, etwa mit dem Dehn-Shield ZP Basic, der vor die Hauptsicherung in den Schaltschrank installiert wird. www.dehn.de

Somfy hat im vorigen Jahr das französische Sicherheits-Startup My Fox übernommen. Jetzt kommen die ersten gemeinsamen Produkte. Noch im Frühjahr soll das Alarm- und Überwachungsgerät Somfy One auf den Markt kommen. Per eingebauter Weitwinkelkamera hat Somfy One den Innenraum im Blick, mit separaten Sensoren kann das System auch Türen und Fenster überwachen. www.somfy.de

Aktuelle News und Termine: www.das-intelligente-haus.de 42

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Showrooms & Termine Für Smarthome-Interessenten gibt es viele Gelegenheiten, sich ein Bild intelligenter Haustechnik zu machen.

Smarthome-Trucks

e-Masters und Schwaiger bringen SmarthomeShowrooms auf die Straße.

Die Experten-Organisation e-Masters schickt ein mit Komponenten vieler Hersteller bestücktes SmarthomeMobil auf Deutschlandtour. Infos unter www.intelligentmodernisieren.de. Auch Schwaiger informiert in einem rollenden Showroom über sein SmarthomeSystem. Der Schwaiger-Truck macht überwiegend an Baumärkten Station, in denen das Smarthome-Funksystem des Herstellers zu haben ist. www.schwaiger.de

Hausmesse

Im fränkischen Weilersbach öffnet Premium-Experte Heiko Neundörfer am 7. Juli 2017 die Pforten seines Smarthomes. Wer Heimsteuerung, Entertainment und Heimkino auf hohem Niveau sehen möchte, ist hier richtig. www.hififorum.de

Save the Date

Am 7./8. Oktober findet die 3. Erlebnismesse „Das intelligente Haus“ in der Musterhausausstellung in Bad Vilbel bei Frankfurt statt. Aktuelle Infos dazu gibt es auf der Homepage dieses Magazins.

Lenken Sie mit WAREMA Außenjalousien ganz nach Ihren Vorlieben Tageslicht in den Raum und freuen Sie sich auf ein einzigartiges Lichtambiente und eine echte Wohlfühlatmosphäre – bei maximaler Energieeffizienz. Mit der neuen Außenjalousie ProVisio sind Sie außerdem vor neugierigen Blicken geschützt und genießen dabei beste Sicht nach draußen. Erleben Sie Wohnkomfort ganz neu – mehr auf www.warema.de/draussen-drinnen 1 - 2017

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INTELLIGENT ENERGIE SPAREN

Vernetzung

Mobilität Effizienz

Fotos: Buderus, Junkers, Vaillant

Komfort

Die digitale Heizung Bislang standen beim Thema „digitale Heizung“ die smarten Heizkörperventile im Mittelpunkt. Nun aber ermöglichen immer mehr Hersteller auch einen Fernzugang via Smartphone & Co zur Wärmeerzeuger-Intelligenz. Welchen Nutzen bietet solch ein digitales Heizsystem den Hausbewohnern?

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Der witterungsgeführte Systemregler „mutiMATIC 700“ als Kabel- und Funk-Version ermöglicht in Verbindung mit dem Internetkommunikationsmodul „VR 900“ den Fern-zugriff auf Vaillant-Wärmeerzeuger. www.vaillant.de

D

ie größten Energieverbraucher in einem Haushalt sind weder die Elektrogeräte noch die Beleuchtung: Durchschnittlich etwa 83 Prozent des Energieverbrauchs entfallen auf das Heizen und die Bereitstellung von Warmwasser. Am spürbarsten für die Haushaltskasse ist es deshalb, wenn sich dieser Kostenblock verringern lässt. Doch wer glaubt, dass der Einbau eines neuen Öl- oder Gas-Brennwertkessels oder einer Wärmepumpe automatisch für optimal niedrige Energiekosten sorgt, der irrt sich.

So gelingt die Energieeffizienz Viele neue aber auch bestehende Heizungsanlagen verursachen unnötig hohe Energiekosten, weil die Kernkomponenten (Wärmeerzeuger, Speicher, Heizungspumpe, Rohrnetz und Heizflächen) nicht richtig oder nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Eine weitere typische Folgeerscheinung ist, dass sich der Wohn- und

Noch typisch für die meisten Wärmeerzeuger: Die Einstellungen werden direkt am (eingebauten) Regelgerät durchgeführt. Das wird sich künftig aber ändern. www.vaillant.de

Wärmekomfort für die Bewohner verschlechtert, weil die Räume ungleichmäßig warm werden. Doch wie lassen sich diese Nachteile vermeiden? Egal ob „klassische“ oder digitale Heizung: Generell nötig ist zum einen, dass der Handwerker den sogenannten hydraulischen Abgleich durchführt, damit die Heizwasserströme bedarfsgerecht fließen können (s. Kasten S. 47). Die zweite wichtige Voraussetzung für hohe Energieeffizienz und hohen Wärmekomfort ist, dass sowohl das Regelgerät des Wärmerzeugers als auch die Regelung der Raumheizflächen individuell, bedarfsgerecht und nutzerorientiert einjustiert werden. Hintergrund: Ein typisches Warmwasser-Heizsystem im Eigenheim teilt sich in zwei Regel-Bereiche auf: in den Wärmeerzeugerkreis und in den Wärmeübergabebereich in den Räumen. Noch besser ist es, wenn beide Regelkreise miteinander interagieren. Dazu später mehr.

Smart Heating: Nicht nur Heizkörper (5), Fußbodenheizung (6) und Raumtemperatur (4) sind miteinander verknüpft (3). Künftig wird immer häufiger auch das Heizgerät (2) integriert. Zugriff ist per App (1) und PC (7) möglich - auch aus der Ferne durch den Handwerker. www.viessmann.com

im Kommen So wird auch eine ältere Heizungsregelung appfähig: Das kompakte Wlan-Modul „Vitoconnect 100“ (mit Steckernetzteil) wird per Kabel an die Regelung angeschlossen und per Plugand-play mit dem Internet verbunden und registriert. www.viessmann.de

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INTELLIGENT ENERGIE SPAREN

Die grafische Darstellung der aktuellen und historischen Verbrauchswerte für Heizung und Warmwasser ist fürs Heizkostensparen doppelt hilfreich: Man kann rechtzeitig das Verbrauchsverhalten ändern und verborgene Störungen oder falsche Einstellwerte identifizieren und beheben (lassen).

Erste Stufe: Heizgerät regeln Bevor die bekannte Einzelraumregelung mit smarten Ventilen als Spar- und Komfortstufe zum Einsatz kommt, geht es an erster Stelle um die sogenannte witterungsgeführte Regelung, die meist am oder im Wärmeerzeuger sitzt. Diese erfasst die Außentemperatur mittels eines Außenfühlers, wertet die Daten aus und bestimmt daraus die vom Heizgerät bereitzustellende Vorlauftemperatur des Heizwassers, welches von der Heizungspumpe durch das geschlossene Rohrsystem zu den Raumheizflächen transportiert wird. Hierbei gilt: Je kälter es draußen ist, desto höher steigt die Vorlauftemperatur. Allerdings gibt es einen Maximalwert, der zwischen etwa 35 und 80 Grad Celsius liegt – abhängig von der Art des Wärmeverteilsystems (Flächenheizung oder Heizkörper) sowie vom energetischen Zustand des Hauses. Umgekehrt gilt: Steigt die Außentemperatur, wird die Vorlauftemperatur verringert. So wird verhindert, dass das Heizwasser weder unnötig hoch erwärmt, noch sinnlos heiß im Haus umgewälzt wird. Weitere Betriebsarten, wie „(Nacht-)Absenkung“ und „(Nacht-)Abschaltung“, sowie Zeitprogramme helfen bei der energetischen Optimierung. Tipp: Energetisch am günstigsten sind Heizsysteme mit ganzjährig niedrigen Vorlauftemperaturen, weil sie in Verbindung mit Brennwert-, Wärmepumpen- und Solarthermieheizungen die wichtigste Basis für eine hohe Gesamteffizienz sind. Für die richtige Zuordnung von Außen- und Heizwasservorlauf-Temperatur sorgt die sogenannte Heizkurve bzw. Heizkennlinie. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Wärmeerzeugerreglers

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Auf einen Blick kann man hier ablesen, wie die sogenannte Heizkurve/ Heizkennlinie eingestellt ist. Diese legt fest, bei welcher Außentemperatur welche Heizwasser-Vorlauftemperatur erzeugt wird. Für Letztere gilt: je niedriger, desto energieeffizienter.

und muss bei der Inbetriebnahme vom Handwerker einjustiert werden: passend zu den individuellen Gegebenheiten des Gebäudes und den Nutzungsgewohnheiten der Bewohner. Allerdings werden diese Einstellarbeiten nicht immer sorgfältig durchgeführt, sodass dann „nur“ die Werkseinstellungen aktiv sind. Bei den neuen Regler-Generationen setzen immer mehr Hersteller auf einen „Installationsassistenten“, der den Fachmann durch ein möglichst intuitives Inbetriebnahmemenü führt. Zudem erleichtern hinterlegte Systemlogiken das korrekte Einstellen der Parameter. Somit sinkt letztlich auch das Fehlerrisiko erheblich. Dazu tragen auch weitere Profi-Features wie ein Funktionstest mit Inbetriebnahmeprotokoll für den Wärmeerzeuger bei.

Fernwartung: Falls der Handwerker vom Büro aus auf die Wärmeerzeugerdaten zugreifen darf, kann er bei einer Störung rasch und kosteneffizient reagieren. Manche Hersteller-Software unterstützt ihn sogar konkret bei der Problem-Diagnose und bei der Wahl der passenden Ersatzteile. www.buderus.de

Adressen Seite 78

Ein gutes und typisches Beispiel für ein modernes, vernetzbares Wärmeerzeuger-Regelgerät ist die „Vitotronic 200“. Auf dem abgebildeten Screen des 5-Zoll-Farb-Touch-Displays sind alle wesentlichen Temperaturwerte sichtbar. www.viessmann.de


Hydraulischer Abgleich ist Pflicht!

Im Unterschied zur „klassischen“ Heizungsregelung verfügen die neuen, smarten Modelle über ein integriertes oder externes Kommunikations-/Schnittstellenmodul, welches den Nutzern und Handwerkern künftig zusätzlich den Zugriff aus der Ferne erlaubt. Meist wird die Verbindung über LAN-Kabel oder WLAN mit dem Router des Heimnetzwerks verbunden. Alternativ ist zum Teil der Anschluss eines Mobilfunkrouters möglich. Interessant ist, dass nicht nur neue, sondern auch bestimmte, bereits mehrere Jahre alte Wärmeerzeuger sich per nachrüstbarem Kommunikationsmodul in das lokale Netzwerk einbinden lassen. Verbindliche Auskunft über diese Möglichkeit geben die Hersteller. Nach der Hardware-Installation und der App-/ Software-Einrichtung ist das Monitoring der Anlage über ein Smartphone oder einen Computer zum Beispiel vom Wohnzimmer aus möglich. Manche Hersteller bieten zusätzlich noch spezielle, vernetzbare Raumbediengeräte an. Alle relevanten Funktionen und Parameter des Heizsystems können im Klartext angezeigt werden. Dazu gehören die Statusanzeigen für Betriebszustände, für System- und Außentemperatur und die Visualisierung der Zeitprogramme und der Heizkurve. Außerdem kann der Nutzer seine persönlichen Komforteinstellungen bei Bedarf ändern, ohne zum Wärmeerzeuger zu gehen.

Heizenergieverbrauch im Blick Nicht nur praktisch, sondern auch als finanziell lohnend kann sich eine weitere Option erweisen: Die Möglichkeit, die aktuellen und historischen Energieverbräuche des Heizgeräts sowie eventuelle Wärmeerträge, zum Beispiel von einer Solarthermieanlage, abzulesen und auszuwerten – sowohl in Echtzeit als auch in bestimmten (historischen) Zeiträumen. Teilweise setzen die Hersteller hier auch auf anschauliche und einfach verständliche Diagramme. Dadurch lässt sich frühzeitig erkennen, ob das Heizsystem energetisch optimal läuft oder ob eventuell unentdeckte Störungen und Defekte oder falsche Einstellungen einen überhöhten Verbrauch oder zu geringe (Solar-)Erträge verursachen. In solchen Fällen kann der Hausbesitzer oder der Heizungsfachmann sofort eingreifen und nicht erst dann, wenn der Energieversorger eine außergewöhnlich hohe Jahresabrechnung für Wärmepumpenstrom oder Erdgas schickt.

Wetterdaten und Fernwartung Weitere interessante Anwendungsmöglichkeiten eröffnen sich, falls der Hausbesitzer sich für den

Smarte Heizungsregler wie der „IDA“ von Brötje und der „Control CT100“ von Junkers (u.), sind zur Montage im Wohnraum konzipiert. Ohne Internetverbindung lassen sich im (Touch-)Farbdisplay die wichtigsten Anlagenparameter und Betriebsarten abrufen und anpassen. Ergänzend ist eine Wlan-Verbindung und die Bedienung per App möglich. www.broetje.de; www.junkers.com

optionalen Internet-Zugriff entscheidet. Dazu stellt in der Regel der jeweilige Heiztechnikhersteller gesicherte Server zur Verfügung, über die die Kommunikation läuft. Dadurch lassen sich externe Informationen, zum Beispiel aktuelle Wetterdaten und -prognosen, für die energetische Optimierung der Heizungsregelung nutzen. Außerdem kann der Hausbesitzer seine Heizung per App oder PC zusätzlich von außerhalb des Hauses überwachen und bedienen. Und er kann dem Heizungsfachhandwerker seines Vertrauens auch einen Fernzugriff auf das Heizsystem erlauben. Dieser ist dann in der Lage, mit zusätzlichen Profi-Tools sowie mit seinem Sachverstand bei Bedarf zu prüfen, ob die Heizung problemlos und effizient arbeitet, oder ob sie zum Beispiel aus der Ferne nachjustiert werden muss. Eventuell ist auch ein Wartungseinsatz vor

Foto: Blinder Text

Wie geht es dem Wärmeerzeuger?

Ein Heizsystem kann nur dann optimal energieeffizient arbeiten, wenn alle Bausteine regelungstechnisch aufeinander abgestimmt sind. Eine zentrale Rolle spielt dabei der sogenannte hydraulische Abgleich, der sicherstellen soll, dass alle Heizflächen im Gebäude bedarfsgerecht mit Heizwasser versorgt werden. Typisches Kennzeichen einer fehlerhaften Abstimmung sind Heizkörper, die in manchen Räumen zu heiß und in anderen nicht richtig warm werden. Einen hydraulischen Abgleich sollte der Heizungsfachhandwerker immer dann durchführen, wenn ein neuer Wärmeerzeuger eingebaut wird, neue Heizflächen installiert Ältere Ventilunterteile müssen durch werden oder die Heizsystemtemperaturen neue, voreinstellbare ersetzt werden. verändert werden. www.wasserwaermeluft.de Beim hydraulischen Abgleich werden die Heizwasserströme pro Heizfläche rechnerisch ermittelt und dann am (Thermostat-) Ventilunterteil eingestellt, sodass jede Heizfläche im Volllastfall von der richtig dosierten Heizwassermenge durchströmt wird. Sind noch ältere Ventile ohne Voreinstellmöglichkeit vorhanden, werden sie gegen neuere Modelle getauscht. Zudem besteht die Möglichkeit, eine elektronische oder in ein Smarthomesystem integrierte Einzelraumregelung einzubauen. Tipp: Seit dem 1.8.2016 wird die Heizungsoptimierung mit 30 Prozent der Nettokosten (in mindestens zwei Jahre alten Heizsystemen) bezuschusst. www.bafa.de

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INTELLIGENT ENERGIE SPAREN

Einzelraumregelung

Das smarte, modular aufgebaute Heizungs-Einzelraumregelsystem „Danfoss Link“ erlaubt die individuelle Tempererierung durch Zeitprogramme - inklusive Absenk-/ Abwesenheitsfunktion. Das FunkZentralgerät mit Touchscreen verwaltet bis zu 50 elektronische Heizkörperthermostate „Living Connect“. Auch die Kombination mit einer Fußbodenheizung ist möglich. Bei Bedarf Bedienung via App. www.danfoss.de

Ort erforderlich, um einen überhöhten Energieverbrauch zu korrigieren oder um vielleicht sogar einen drohenden Heizungsausfall zu vermeiden (vorausschauende Wartung). Und falls ein Störungsfall eintritt, kann der Handwerker diesen nicht nur selbst erkennen, sondern zudem die mögliche(n) Ursache(n) identifizieren. Die Software mancher Hersteller geht sogar so weit, dass sie nicht nur Störcodes anzeigt, sondern die Wahrscheinlichkeiten der Fehlerquellen und die passenden Ersatzteile im Klartext auflistet. Auf diese Weise laufen Kundendiensteinsätze nicht nur beschleunigt und reibungsloser ab, sondern sind für den Hausbesitzer auch kostengünstiger.

Zweite Stufe: Einzelraumregler Heiztechnik-Anbieter Kermi bietet die Verknüpfung seiner Regelsysteme mit anderen Komponenten im eigenen System an: Der Energie- und Komfortmanager „x-center base“ verfügt dazu über den Funkstandard Enocean. Er kann so nicht nur mit den eigenen Thermostatreglern und dem Wärmepumpen-Regelgerät kommunizieren, sondern auch mit weiteren Sensoren und Aktoren wie Fensterkontakte, Rollläden, Melder, Fühler, Taster und Lichtschalter. www.kermi.de

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Ergänzt wird die witterungsgeführte Heizkreisregelung durch eine zweite Spar- und Komfortstufe: die Einzelraumregelung. Diese sorgt für individuelle und energetisch effiziente Temperaturniveaus in den Wohnräumen. Spezielle Ventile drosseln oder erhöhen dazu den Heizwasserdurchfluss bei Heizkörpern und Flächenheizungen. Dabei berücksichtigen sie unter anderem die Wärmeabgabe von Personen sowie eine starke Sonneneinstrahlung. Zur technischen Umsetzung gibt es mehrere Möglichkeiten. Am weitesten verbreitet sind von Hand bedienbare Thermostatventile sowie programmierbare Thermostatköpfe mit Batterieantrieb. Die Fortsetzung der digitalen Heizung im Wohnbereich ist ein elektronisches, meist funkgesteuertes Einzelraumregelsystem. Hierbei sind drei generelle Varianten möglich: Bei der Basisvariante stellt der Nutzer an einem herstellerspezifischen Bediengerät, oft mit Touchdisplay, die Zeit- und Temperaturprogramme für mehrere Räume gleichzeitig ein. Die entsprechenden Auf-/ZuBefehle werden dann bei Bedarf an die elektronischen Heizkörperregler drahtlos übertragen.


Adressen Seite 78

Ziel der Einführung des Eebus-Standards ist eine gemeinsame Sprache, mit der alle vernetzten Systeme und Geräte im Haus über Energie kommunizieren können. Erste Eebusfähige, digitalen Heizungsprodukte sind verfügbar. www.eebus.org

Verlässt der letzte Bewohner das Haus, reicht ein Knopfdruck, um ein Absenkprogramm für alle Heizkörper zu aktivieren. Optional bieten die Systemhersteller auch einen Internetzugang sowie eine App-Bedienung an. Eventuell ist dazu ein spezielles Gateway notwendig. Die dritte Möglichkeit bilden vernetzte Einzelraumregelsysteme, die sich in ein Smarthome-System integrieren lassen oder schon zum festen Bestandteil eines Systemanbieters gehören. Neben dem Überwachen und Einstellen von Raumtemperaturwerten, Schaltzeiten und Betriebszuständen aus der Ferne, ist auch eine selbstlernende, standortbasierte Absenk- und Wiederaufheiz-Automatik per Mobiltelefon-App möglich.

Raum und Heizgerät verknüpfen Der nächste Schritt bei der digitalen Heizung ist die Verknüpfung der beiden Regelbereiche,

Die Energieeffizienz und die Höhe des Energieverbrauchs hängt auch sehr stark vom Nutzungsverhalten ab. Hausbesitzer sollten sich deshalb vom Fachmann in den Funktionsumfang und die Logik der WärmeerzeugerRegelung einweisen lassen, um die Einstellwerte nachträglich anzupassen und zu optimieren und um eine falsche Bedienung zu vermeiden. www.zukunft-erdgas.info

inklusive Selbstlernfunktion: Die Einzelraumsteuerung überträgt die Temperaturdaten periodisch an die Wärmerzeugerregelung, wo sie ausgewertet werden. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu erhöhen, indem das Heizgerät abgeschaltet oder die Vorlauftemperatur abgesenkt wird, falls in den Räumen keine oder eine geringe Wärmeanforderung besteht. Die Heizungsindustrie arbeitet zudem an einer umfassenden Bedienung per Sprachsteuerung sowie an der standardisierten Einbindung ins Smarthome oder in ein übergreifendes Energiemanagement. Beste Chancen hat die offene Kommunikations-Schnittstelle Eebus, die es in ersten Produkten gibt. Verbreitet ist auch KNX. Bis sich ein Standard durchgesetzt hat, müssen Hausbesitzer bei Bedarf genau recherchieren, ob und mit welchem Funktionsumfang sich die digitale Heizungsreglung in das gewählte Smarthomesystem einbinden lässt. jw ❚

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ENERGIESPAR-SMARTIES

Bequemer sparen Komfortabler wird die Wärmedosierung mit der „ambi-Sense“ Einzelraumregelung, welche die Wunschtemperaturen auch per Zeitprogramm individuell steuert. Die spontane Anpassung der Temperatur ist auch möglich – direkt am Ventil, am optionalen Raumthermostat oder per Smartphone mit der „multiMatic-App“. Über die Plattform „Qivicon“ lässt sich die Einzelraumregelung in ein Smarthome-System einbinden. www.vaillant.de

Gerade an der Küchenspüle wäre eine „dritte“ Hand oft hilfreich. Die elektronische Küchenarmatur „e-Unit Kitchen“ ermöglicht mittels eines Fußsensors die automatische, nutzungsgerechte und sparsame Wasserausgabe. Wassertemperatur und -menge lassen sich über die Bedienelemente einstellen. www.dornbracht.com

Energiesparende An- und Abwesenheitserkennung per GPS-Daten sowie ein optimierter Selbstlernmodus für das Heizprogramm – das sind die beiden Kern-Features des smarten, Wlan-fähigen Raumreglers „Bosch Easy-Control“. Bis zu 24 Räume mit passenden Thermostaten lassen sich ansteuern. www.junkers.com

Mit viel Komfort In flachem Design präsentiert sich das e-Thermostat des Heizkörpers Zehnder „Zmart e-Valve“. Bedienen lässt er sich auch per App. Am zentralen Wandregler kann man die An- und Abwesenheit auch „traditionell“ einstellen: durch Ziehen an der roten Schnur. www.zehnder-systems.de

Energie sparen bedeutete früher: Verzicht. Heute sorgen moderne, smarte Helfer nicht nur für niedrigere Energiekosten, sondern auch für höheren Komfort. Und oft können sie noch mehr ...

Temperaturregelung mit Zeitplänen ermöglicht der intelligente Thermostat für Etagenheizungen „Lyric T 6“. Er verfügt über eine integrierte WiFi-Konnektivität, ein Touchscreen-Display und Energiesparfunktionen. Die „Lyric App“ ist mit Smarthome-Lösungen anderer Anbieter verknüpfbar. www.honeywell-haustechnik.de

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Fenster- und Türkontakt – optisch

Heizkörperthermostat

Home Control Access Point Wandtaster – 2-fach

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Fußbodenheizungsaktor 10- und 6-fach, 24/230 V

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Bei der „Homematic IP“-Fußbodenheizungssteuerung sorgen spezielle Regel-Algorithmen für eine hohe Energieeffizienz, da sie u. a. unterschiedliche Bodenaufbauten berücksichtigen. Die Kommunikation zwischen Fußbodenheizungsaktor und Wandthermostat ist funkbasiert. Zudem lässt sich die Fußbodenheizung über den „Homematic IP Access Point“ in die umfangreiche „Homematic IP“-SmarthomeLösung einbinden. www.eq-3.de

Wandthermostat mit Luftfeuchtigkeitssensor

Adressen Seite 78

Solarstrom nutzen ohne eigene PV-Anlage? Mitglieder der „sonnenCommunity“ können den Stromtarif „sonnen-Flat city“ wählen, einen Batteriespeicher kaufen und ihre Stromkosten über zehn Jahre auf Null Euro reduzieren. www.sonnenbatterie.de

Beste Voraussetzungen für einen sehr sparsamen Wärmepumpenbetrieb bietet das „WPM-System“ – eine Kombination aus dem Wärmepumpenmanager „WPM“ (mit KNX-Kompatibilität) und dem intelligenten Funk-Einzelraumregelsystem „Easytron Connect“. Die Besonderheit: Beide Komponenten kommunizieren derart miteinander, dass sich eine regelmäßig optimierte Heizwasservorlauftemperatur ergibt. www.stiebel-eltron.de

Smart Home System

Wir von Rademacher glauben, dass jedes Home smart gemacht werden kann. Deswegen haben Sie bei uns die Möglichkeit, ihr Zuhause auch nachträglich zu automatisieren. Unser System kann stets einfach erweitert werden. Ständig neue Komponenten und kostenlose Updates für Anpassungen von Software-Grundfunktionen sorgen dafür, dass Sie in ihrem Zuhause flexibel, unabhängig und komfortabel wohnen können.


UNTERHALTUNG

Smarthome trifft

Multiroom E

Multiroomfunktionen gehören heute in fast allen modernen Musikanlagen zum guten Ton. Spannend ist aber die Frage, wie sich der Sound aus dem Internet oder vom heimischen Musikserver über das Smarthome steuern lässt. Diese Anlagen machen‘s möglich.

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ine Musikanlage mit Sound von Streamingdiensten oder Webradiostationen zu bespielen, das ist heute kein Kunststück mehr. In der modernen HiFi-Technik gehören Netzwerkanschlüsse und die Integration von Spotify, Deezer und Co. buchstäblich zum guten Ton. Wer aber die Musikwiedergabe nahtlos mit seiner Heimautomatisierung koppeln möchte, der hat es nicht ganz so leicht: Nicht alle Multiroomanlagen haben standardisierte Schnittstellen zu den verschiedenen Smarthome-Systemen. Umgekehrt kann längst nicht jede Heimsteuerungs-Zentrale die Musikwiedergabe in ihre Menüs, Logiken und Szenen mit einbinden. Unter


Revox Voxent Das Multiroomsystem „Revox Voxent“– verwaltet nicht nur verschiedene Hörzonen im Haus, sondern auch sein Publikum. Dabei kennt das „Multiuser Music System“ nicht nur eigene Playlisten für jeden angemeldeten Musikhörer, sondern bietet eine echte Nutzerverwaltung, in der man etwa dem Nachwuchs die Wiedergabeberechtigung im Kinderzimmer, nicht aber in der guten Stube freigibt. Neueste Entwicklung: Auch Multiroom-Komponenten der klassischen Revox-M-Serie lassen sich jetzt mit Multi-user-Upgrades für die neue Multiuser-Streamingwelt befähigen. www.revox.com

Multiroom-Trend: Anlagen mit KNX-Schnittstelle lassen sich in die SmarthomeSteuerung einbinden und über Bus-Taster kontrollieren.

den hochwertigen Multiroomsystemen kommt allerdings immer häufiger eine Anbindung von Standardanschlüssen vor. Hat die MultiroomAnlage eine KNX-Schnittstelle und meldet sie sich darüber im Bus-Programmiersystem an, dann steht umfassenden Verknüpfungen mit der Smarthome-Welt nichts mehr im Wege.

Bis zu fünf Zuspieler und jede Menge Streamingquellen rein, vier oder acht Zonen raus: „Audiofy“ des italienischen Herstellers Thin-KNX ist ein relativ schlichtes Multiroomsystem mit eingebauter

KNX-Schnittstelle. Laut Deutschland-Vertreter Harald Hasenclever lässt sich sogar die Steuerungssoftware des Smarthome-Servers Thin-KNX vom selben Hersteller mit auf die Multiroomanlage spielen. Dann fungiert der Musikserver und -Verstärker obendrein noch als Schaltzentrale im intelligenten Haus. In der Multiroom-App lassen sich Musikquellen und Hörzonen in einer übersichtlichen Matrix verbinden. www.thinknx.com

Musikwiedergabe per Taster Die interessantesten Beispiele für Multiroomanlagen mit KNX-Anbindung sind auf diesen Seiten zusammengestellt. Sind sie tatsächlich mit dem Bussystem gekoppelt, dann kann jeder im Haus verbaute KNX-Taster Befehle an das Multi-

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UNTERHALTUNG

Homeserver-TV und einen besonders umfassenden Infoservice bietet das vernetzte Film- und Fernsehsystem „Cen Sys“ vom gleichnamigen Hersteller aus dem oberpfälzischen Deggendorf. Über eine Spezialsoftware holt der „Censys“Server die Bedienoberfläche fürs Smarthome auf den Fernsehschirm.

Basalte Asano Das Multiroomsystem „Asano“ von Basalte bietet nicht nur das übliche Repertoire aus NetzwerkServer und Clients für jede Wiedergabezone, sondern etwa auch aktive Wandlautsprecher mit eingebautem Asano-Player.

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Der belgische Hersteller Basalte hat nicht nur besonders schicke KNX-Taster im Programm, sondern auch die technisch sehr ausgereifte Streaming-Multiroomanlange „Asano“, die Musik aus allen möglichen On- und Offlinequellen für jeden Benutzer separat verwaltet. Dank einer eingebauten KNX-Schnittstelle erlaubt die Anlage eine komplette Steuerung über spezielle Taster im Bussystem. Eine App, die das System via Heimnetzwerk steuert, gehört ebenfalls dazu. www.basalte.be

roomsystem geben, die dann in der Anlage in konkrete Wiedergabefunktionen übersetzt werden. Die Anlagen von Basalte und Thin-KNX haben direkt in ihren Servern KNX-Busanschlüsse eingebaut. „Revox Voxnet“, „Trivum“ wie auch das TV- und Video-Multiroomsystem „Censys“ verbinden sich über das Daten-Heimnetzwerk und einen IP-/KNX-Übersetzer mit bestimmten KNXSmarthome-Servern. In beiden Fällen lassen sich Funktionen der Musikwiedergabe auf KNX-Taster legen und bestimmte Musikquellen oder Tracks in automatische Szenarien integrieren. „Revox Voxnet“ gibt sich dabei besonders offen. Der Multiroom-Amplifier des Schweizer Herstellers lässt sich über einen eigenen Steuerungsanschluss und zugehörige Gira-Wandtaster buchstäblich vom Lichtschalter aus steuern oder aber über eine zentrale App für die Musikwiedergabe. Zu guter Letzt bietet die Kooperation von Revox mit Gira auch eine Schnittstelle zum „Homeserver“ ins Spiel: Der kann die Musikverteilung auch in allgemeinen Haus-Szenarien übergreifend kontrollieren und etwa die Musik starten, sobald jemand nach Hause kommt.  rot ❚

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Censys Multiroom-TV kommt – was mit Musik geht, ist auch mit dem Fernsehprogramm möglich. Nur bedarf die TV-Verteilung übers Netzwerk einer viel höheren Bandbreite. Das TV-Serversystem „Censys“ macht genau das: Ein zentraler Server (rechts oben) holt das Fernsehprogramm mit bis zu zwölf Sat-Empfangsteilen ins Haus und speichert auf Wunsch alles, was dem Nutzer gefallen könnte, auf mehr oder weniger riesige Festplattensysteme. Live-TV und Konserven-Sendungen werden per Netzwerkkabel an zugehörige Clients (rechts unten) übertragen, die bei jedem TV-Gerät im Haus stehen. Gesteuert wird die Wiedergabe per App, Internetbrowser oder über das Smarthome-System. „Censys“ kann neben dem TV-Programm, gespeicherten Filmen und Infos auch die KNX-Menüanzeige des „Gira-Homeservers“ auf den TV-Bildschirm holen, daneben lässt sich das System in die KNX-Steuerung einbinden. www.censys.de

WÄRE DAS EIN HAUS FÜR SIE?

Der schwäbische Hersteller Trivum baut Multiroom-Verstärker, die sich auf der Hutschiene im Schaltschrank platzsparend unterbringen lassen. Als Zupsieler kommen Musikserver im Netzwerk, Onlinedienste wie auch normale HiFi-Zuspieler infrage. Gesteuert wird das System über eigene Touchscreens oder über ein KNX-Gateway sowie die zugehörige Smarthome-Steuerung und Visualisierung. www.trivum.de

Licht durchflutete Räume, ein Kamin mit flackerndem Feuer, eine imposante Dachkonstruktion, die Frühstücksterrasse in der Morgensonne und ein Raumklima, in dem Sie sich wohlfühlen wie nie zuvor. Das und noch viel mehr spricht für ein Haus aus Holz, und für eines von Stommel. Bestellen Sie die Dokumen­ tation „Vom Vergnügen ein Haus zu bauen“ oder rufen Sie uns an … T +49 (0) 22 47/9172­30 www.stommel­haus.de


UNTERHALTUNG

Mal kaum sichtbar, mal Designobjekt an der Decke: Dank verschiedener Abdeckungen integrieren sich die Einbaulautsprecher des dänischen Edelherstellers Bang & Olufsen in nahezu jedes Ambiente. Die neue „In-Wall“-Serie wurde zusammen mit dem US-amerikanischen Spezialisten für In-WallLautsprecher, Origin Acoustics, entwickelt und soll für Installer besonders einfach zu handhaben sein: Bei der Montage der Lautsprecher in Trockenbau- oder Möbelwände ist kein Werkzeug notwendig. www.bang-olufsen.com

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Sauber eingehängt: Canton bietet mit seiner „Atelier“-Serie Lautsprecher an, die sich an der Wand aufhängen oder in eine VorwandKonstruktion mit Trockenbauplatten bündig einpassen lassen. Das feste Gehäuse sorgt für einen gleichbleibenden Klangcharakter in allen Montage-Varianten. www.canton.de

Einbaulautsprecher galten mal als Notlösung für annehmbaren Klang dort, wo es nicht wirklich darauf ankommt. Die hier gezeigten Schallwandler stehen dagegen für HiFi-Sound, der nicht dick aufträgt, dafür aber umso eindrucksvoller klingt.

loud!

out

Speak M

usik bedeutet im Zweifelsfall natürlich auch, dass in jedem beschallten Zimmer auch Lautsprecher untergebracht werden müssen. Wer die Chance hat, eine solche Anlage von Grund auf zu planen, also bei einer Renovierung oder gar im Neubau, der tut gut daran, über eine Integration der Schallwandler in Wände oder Decken nachzudenken. Werden bei einer Sanierung etwa alte Wände mit einer Vorwandkonstruktion und Trockenbauplatten verkoffert oder Altbau-Decken um einige Zentimeter abgehängt, um neue Heizungsrohre und Elektroleitungen zu kaschieren, dann stellt die Installation einiger Einbaulautsprecher in diesen Konstruktionen keinen nennenswerten Mehraufwand dar. Man muss nur rechtzeitig entscheiden, wo die Schallwandler angebracht werden sollen und die notwendigen Boxenstrippen vom Verstärker dorthin verlegen.

Multiroom-Technik verstecken Wer eine Streaming-Multiroomanlage mit WlanÜbertragung à la Sonos einsetzt, der kann den zugehörigen Raum-Verstärker direkt neben den Boxenöffnungen hinter den Gipsplatten verste-

cken, benötigt dann nur eine Spannungsversorgung als Zuleitung und kann die Lautsprecher mit kurzen Boxenstrippen an den Raum-Amplifier anschließen. Allzu eng solte es dabei hinter den Gipsplatten nicht zugehen, damit im Verstärker kein Hitzestau entsteht. Auf diese Weise lassen sich gerade Nebenräume wie Küche, Bad oder auch das Schlafzimmer wunderbar unauffällig mit Sound versorgen, der über die gleiche App steuerbar ist wie die Musikwiedergabe im Wohnzimmer.

Problemlöser im Heimkino Besonders praktisch sind Einbaulautsprecher auch in Räumen, die als Heimkino mit Surroundanlage genutzt werden, aber nicht unbedingt den Charme eines HiFi-Studios mit unzähligen quaderförmigen Kisten rings ums Publikum versprühen sollen. Eine zeitgemäße Filmton-Soundlösung setzt auf mindestens fünf Lautsprecher, viele Filme bieten mittlerweile noch mehr Audioinhalte: Neue 3D-Soundsysteme wie Dolby Atmos verwenden im Heimkino bis vier RückraumLautsprecher und nochmal so viele, die von der Decke herab tönen. Auch wenn es nicht gleich

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UNTERHALTUNG

Der Britisch-Chinesische Boxenbauer KEF erweitert sein Sortiment an HighEnd Einbaulautsprechern ständig. Auf der Installermesse ISE in Amsterdam zeigte KEF erstmals die Einbauvariante der Spitzenserie „Ci 4160 THX“. de.kef.com

B&W Einbauboxen

Im Hause B&W sind mittlerweile fast alle Lautsprecherserien neben der klassischen Version auch als Einbauvarianten zu haben. Die „CWM 8.3“ etwa (oben links) hat Lyautsprecherchassis, die auch in der Referenz-Serie „Nautilus“ zum Einsatz kommen. Der „CWM Cinema 7“ (oben rechts) ist speziell für den Einbau in HeimkinoInstallationen, etwa rings um die Leinwand vorgesehen. Besonderheit der Serie: B&W liefert zu allen Einbaulautsprechern ein Gehäuse dazu. So ist sichergestellt, dass die Installationslautsprecher immer vergleichbare Verhältnisse hinter den Schallwänden haben, was für den Klang vor allem im Tieftonbereich entscheidend sein kann. www.bwspeakers.de

Unsichtbare Lautsprecher Plattenlautsprecher, bei denen die gesamte Fläche zum Schwingen angeregt wird, gibt es bereits seit über 20 Jahren. Für HiFi-Anwendungen waren sie aber bislang nicht wirklich tauglich, ihr Klangcharakter mit sehr feinen Höhen und wenig Bass eignete sich eher für die Sprachwiedergabe als zum Musikhören. Mittlerweile wurden solche Systeme mit neuen, besonders zähen Platten und speziellen Schwingspulen-Anordnungen weiterentwickelt, sodass aktuelle Flächenstrahler wie etwa die unsichtbaren „Amina“Schallwandler (links) tatsächlich eine ernst zu nehmende Alternative zu konventionellen Lautsprechern sind. Der britische Hersteller bietet die Wand-Schallwandler in verschiedenen Größen zur Installation in Trockenbauwänden an. Sie werden mit Einbauschablonen und einem festen Rahmen in der Wand montiert und mit einem elastischen Kitt flächenbündig verspachtelt. Nach der Installation ist von den Lautsprechern nichts mehr zu sehen, dafür aber zu hören. Und wer mit den Fingern nach der Schallquelle tastet, der wird den Sound auch fühlen können. www.vivateq.de/amina.html

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Auch der deutsche Herhersteller Elac hat auf der Fachmesse ISE in Amsterdam Anfang Februar 2017 erstmals seine neuen EinbauLautsprecher vorgestellt. Elac betritt Neuland, In-Wall-Lautsprecher waren für die Kieler bislang kein Thema. Analog zu den beliebten Boxenserien „Debut“, „Uni-Fi“ und „Jet“ des Kieler HiFi-Spezialisten soll es auf Dauer auch drei In-Wall-Serien geben. Klanglich sollen die Einbaulautsprecher dank derselben Lautsprecherbestückungen eine vergleichbare Performance bieten wie die entsprechenden Kompaktboxen. Allerdings muss der Installer den Hinterbau der Lautsprecher passend gestalten: Die In-Wall-Lautsprecher von Elac haben keine eigenen Resonanzvolumen. Den Start macht die Einsteiger-Serie „Debut“ mit insgesamt vier Modellen: Eine Kompaktbox (oben rechts), ein Centerspeaker (oben links) und zwei runde Deckenlautsprecher, von denen einer den Schall schräg nach unten abstrahlt, passen zum neuen 3D-Kinosound Dolby Atmos. www.elac.com

die Vollausstattung sein muss, helfen hier weitgehend unsichtbar in der Wand versenkte Boxen sehr dabei, Surroundsound im Familienrat durchzusetzen.

Anpassungen in Klang und Optik Einbau-Lautsprecher können sowohl nahezu unsichtbar in der Wand verschwinden, alternativ aber auch spannende optische Akzente setzen. Der dänische Hersteller Bang & Olufsen etwa hat gerade erst eine In-Wall-Serie herausgebracht, deren Lautsprecher unter anderem mit markanten Edelstahl-Abdeckungen zu haben sind oder aber mit grundierten Metall-Grills, die sich in jeder gewünschten Farbe passend zur Wand überstreichen lassen. Lackierbare Boxenabdeckungen gibt es zu praktisch allen InstallationsSerien. Wer mag, der kann natürlich auch diese in einer frischen Kontrastfarbe streichen, um die Lautsprecher eben doch als Wandschmuck einzusetzen. Denn das Auge hört – wie man weiß – schließlich mit. rot ❚

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Nichts zu sehen, viel zu hören: Die Flächenlautsprecher integrieren sich vollständig in der Wand.

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HIFI-SMARTIES

Der schlanke „Heos Soundbar“ von Denon (1 000 Euro) steuert zusammen mit dem zugehörigen Heos Funk-Subwoofer (700 Euro) Filmton in der MultiroomAnlage bei. www.denon.de

Sounds good So langsam erreicht das MultiroomSystem „Heos by Denon“ alle Bereiche des Hauses. Neben Funk-Boxen, Soundbars, Subwoofern (siehe oben) sowie klassischen AV-Receivern mit Netzwerkanschluss und „Heos“-Empfang bringt Denon dieser Tage einen speziellen Multiroom-AV-Receiver auf den Markt: den „Heos AVR“ (rechts, um 900 Euro). Er streamt MultiroomMusik ebenso selbstverständlich wie er Filmton über vier HDMI-Eingänge von Blu-ray und anderen VideoZuspielern als 5.1-Surroundton verstärkt – wahlweise über eingebaute Endstufen oder „Heos“-Funkboxen im Rückraum. Was fehlt, sind Bedienelemente am Gerät. Gesteuert wird per „Heos“-App oder über eine simple Fernbedienung. www.denon.de

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Weitere Fotos und Infos zum „Heos AVR“ gibt‘s über den QR-Code rechts auf www.das-intelligente-haus.de.

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Multiroom für alle Lebenslagen


Funk ist Trumpf Die Schwestermarken Onkyo und Pioneer starteten erst Anfang 2017 mit ersten multiroomfähigen HiFi- und AV-Komponenten. Die beiden Marken setzen dabei auf das Streamingformat „Fire-Connect“ und künftig auch auf „dts Play-Fi“ (ganz unten). Sie wollen so Teil eines übergreifenden Multiroomsystems werden. Zunächst bringt vor allem Pioneer ein höchst interessantes Produkt fürs Multiroom-Strea­ ming: Die „Fayola-Anlage“ (siehe rechts) besteht in ihrer Grundausstattung aus einem Vorverstärker mit Netzwerkanschluss und zwei per Funk verbundenen Stereolautsprechern. Die lassen sich durch zwei weitere Funkboxen bis zu einem Surround-Heimkinoset ergänzen, bei dem nur Stromkabel notwendig sind – alle Lautsprecher empfangen ihre Audiosignale digital per Funk, sogar der optionale Funk-Subwoofer. Die Fayola-Zentrale hat auch HDMI-Anschlüsse, um Filmton etwa von Blu-ray entgegenzunehmen. Innerhalb des Pioneer-Onkyo-Netzwerks spielt die „Fayola“-Anlage mit AV-Receivern und OneBox-Komponenten wie dem „Pioneer MRX-5“ (siehe unten) als Musik-Empfänger und -Quelle zusammen.

„Pioneer Fayola“ intepretiert die klassische Stereoanlage neu: Ohne Boxenkabel und mit vollaktiven Funklautsprechern ab 1 200 Euro. www.pioneer-audiovisual.eu

Klassisch anmutende AV-Receiver von Onkyo wie etwa der „TX-NR 474“ (480 Euro) sind seit diesem Jahr ebenfalls fit für Multiroom-Streaming via „Fire-Connect“. www.onkyo.de

„dts Play-Fi“ ist ein Multiroom-Streamingformat, das Komponenten vieler Marken innerhalb eines Netzwerkes verbinden soll. Mit dabei sind Pioneer und Onkyo (siehe oben) sowie einige große High-EndMarken wie Martin Logan, Sonus Faber, Arcam und Rotel. „Play-Fi“ soll die gängigen Musik-Streamingdienste und -formate unterstützen und so ab Sommer 2017 das universellste Multiroom-Netzwerk auf die Beine stellen. www.play-fi.com

Das Multiroomsystem „Yamaha Musiccast“ gehört mittlerweile zur selbstverständlichen Ausstattung in fast allen Komponenten des Herstellers. Selbst günstige AV-Receiver wie der „RX-V383“ (370 Euro) wirken als vollwertige Streaming-Teilnehmer im Musiknetzwerk mit. de.yamaha.com

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SHOWROOMS UND EXPERTEN

Zeigen

und Anfassen

Um hochwertige, professionell geplante Smarthomes erfolgreich unter die Leute zu bringen, muss man anschaulich zeigen, was sich hinter dem Schlagwort verbirgt. Die Handelsvertretungen der Firma Jung statten sich dafür bundesweit mit Showrooms aus – ein Besuch in der Vorzeige-Präsentation Schützinger in Stuttgart.

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Die Schützinger Handelsvertretung nutzt das Smarthome-System von Jung auch im Alltag. Schon im Eingangsbereich des Showrooms können Besucher verschiedene Visualisierungs-Displays begutachten.

Design und Funktion: Elektriker, Systemintegratoren und ihre Kunden finden in der Handelsvertretung alle Jung-Schalterprogramme vor, etwa in den Le Corbusier Farben. Dass Taster ganz simple Funktionen haben können, ist im Foyer zu sehen.

Fotos: Jung (4), Schützinger Handelsvertretung (7)

A

us dem Stuttgarter Talkessel auf die FilderHochebende fährt man in der Regel, wenn man mit dem Flugzeug verreist oder eine Messe im Ausstellungsgelände gleich neben dem Flughafen besucht. Heute steht weder das eine noch das andere an. Es geht dennoch in eine Ausstellung. Eine, die Smarthome-Anwendungen besonders eindrucksvoll präsentiert. Im Foyer der Firma Schützinger wird bereits klar, dass hier Vernetzung groß geschrieben wird: Auf einem 1,5-Meter-Flat-TV wechselt sich die Info zu einem KNX-Seminar für Elektriker ab mit der Botschaft, heute sei „Das intelligente Haus“ zu Besuch – herzlich Willkommen. Die Infoanzeige wird aus den Belegungsplänen des Showrooms und des benachbarten Schulungszentrums gefüttert. Schützinger sieht sich als Vermittler in Sachen intelligente Haustechnik und lebt das so auch vor. Die Firma vertreibt nicht nur Schalter und Unterputz-Komponenten der Firma Jung an ihre angeschlossenen Handwerker, sondern vermittelt eben auch komplexere Themen wie KNX-Installation und die intelligente Haustechnik. „Als Vertretung von Jung sehen wir uns in der Pflicht, das Elektrohand-

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SHOWROOMS UND EXPERTEN

„Als Vertretung von Jung sehen wir uns in der Verantwortung, komplexe Themen wie Smarthome dem Handwerk und letztlich auch dessen Kunden zu vermitteln.“ Harald Winkler, Geschäftsführer Schützinger Handelsvertretung

Egal ob auf den fest montierten Touchscreens von Jung oder auf dem Tablet-PC: Die Bedienoberfläche des Smarthome-Systems spielt für den Kunden eine wichtige Rolle. Im Showroom stehen alle Varianten der verschiedenen Jung-Server zum Testen bereit.

werk für die Smarthome-Technik fit zu machen und den Betrieben zu zeigen, was mit vernetzten Steuerungssystemen alles möglich ist“, sagt Geschäftsführer Harald Winkler und ergänzt: „Nur so können die Fachleute das Thema auch kompetent weitertransportieren.“

Praktische Eindrücke für alle Dazu gehört, dass auch die Fachleute einen praktischen Eindruck der Möglichkeiten eines Smarthome-Systems bekommen. Auf Events lädt Winkler seine Kunden immer wieder ein und führt Smarthome-Technik live vor – nicht nur per Grußbotschaften im Foyer. Schützinger hat in den letzten Jahren eine ehemalige Fabrikhalle an ihrem Firmensitz komplett umge-

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baut und hier neben den Büros der Vertriebsund Supportmitarbeiter einen großen Showroom eingerichtet. Der lässt sich komplett über ein KNX-Bussystem und wahlweise mit sämtlichen Smarthome-Zentralen von Jung kontrollieren. Von farblich wählbaren Lichtstimmungen über die Steuerung der Beschattung und Dachfenster bis zur Multiroom-Beschallung sind alle Funktionen per App oder Touchpanel in vorgegebenen Szenen angelegt und individuell steuerbar. Selbst die Putzfrau hat eine eigene Szene: Am Personaleingang ins Gebäude ist ein Taster hoch über den anderen montiert, der alle Leuchten auf ein neutrales, helles Licht einstellt, sodass der Reinigungskraft garantiert kein einziges Staubkorn entgeht.


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Im Schulungszentrum bilden Fachleute Elektriker und Planer im Basiswissen und der Programmierung von KNX-Systemen aus. Der Support ist darauf spezialisiert, Fachbetrieben bei technischen Problemen zügig und ganz praktisch zu helfen.

Solche Showrooms richtet die Firma Jung zusammen mit ihren 30 Handelsvertretungen derzeit flächendeckend in Deutschland ein – nicht nur für Smarthome-Profis. „Wir wollen hier auch die Impulse aufnehmen, die durch Magazine und andere Initiativen von privaten Bauherren kommen“, sagt Harald Winkler und ergänzt: „Die Kunden sind zusammen mit ihren Elektrikern, Elektrofachplanern oder Architekten bei uns willkommen. Wir können in unserem Showroom nicht nur zeigen, was im Smarthome alles möglich ist, sondern bieten auch die Bemusterung mit Schalterprogrammen von Jung an.“

Event-Location für Fachbetriebe Den Showroom seiner Firma stellt Winkler Systemintegratoren und Elektrikern aus der Vertriebsregion auch für Kundenevents zur Verfüung. „Wir sehen uns als Kompetenz- und Kommunikationszentrum in Sachen Haustechnik“, sagt er und zeigt damit die Funktion des Handelsvertreters im Zeitalter vernetzter, digitaler Systeme: Früher zog man mit dem Musterkoffer von Betrieb zu Betrieb, heute lädt die Vertretung ihre Kunden ein, damit die sich fit für den neuesten Stand der Technik machen können. Der Know-How-Transfer geht noch einen Schritt weiter: Die Firma Schützinger bildet auch Elektriker in KNX-Technik „made by Jung“ aus. Wärend des Besuchs im Showroom rauchen nebenan im KNX-Schulungslabor Köpfe und Dräh-

te. Ein halbes Dutzend Fachhandwerker arbeitet sich an Testaufbauten und Profi-Programmen durch Details der Busprogrammierung. Hilfe dazu gibt’s auch in der Praxis: „Wenn ein Elektriker für Kundenprojekte Hilfe bei der Planung oder Programmierung benötigt, dann bekommt er die bei uns auch“, sagt Winkler und zeigt die Arbeitsplätze seiner Smarthome-Supportmitarbeiter. An speziellen Testaufbauten können die alle möglichen Komponenten installieren, Funktionen durchspielen und so Handwerkern schnell helfen, wenn Not am Mann ist. Jung-Vertretungen wie die Firma Schützinger und die zugehörigen Showrooms gibt es in ganz Deutschland – zu finden auf den folgenden Seiten und unter www.das-intelligente-haus.de/experten rot ❚

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SHOWROOMS UND EXPERTEN

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Foto: Bien-Zenker

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Meisterlich grillen Der Holzpelletgrill „Bob Grillson Premium“ (ab 3 990 Euro) lässt sich ganz einfach per Smartphone und App fernsteuern. Stundenlanges Grill-Babysitting ist damit passé: Ob welldone, medium, medium rare oder rare – zwei integrierte Fleischthermometer informieren, sobald die gewünschte Kerntemperatur des Fleisches erreicht ist und signalisieren dies dem Grillmeister per kurzem Handy-Alarm. www.grillson.com

Für Partystimmung im Garten sorgen die „Lightyfy Garden Spots mini“. Die extrem sparsamen LEDSpots sind witterungsresistent, wie eine Lichterkette mit einem Kabel verbunden und werden mithilfe von kleinen Spießen im Rasen befestigt. Per ZigBeeFunkprotokoll sind sie mit vielen Smarthome-Systemen sowie mit Alexa kompatibel. www.ledvance.de

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Mein


smarter Garten Der Sommer nähert sich in großen Schritten und damit auch die Gartensaison. Wer sich mithilfe cleverer Technik die Gartenarbeit erleichtert, dem bleibt mehr Zeit zum Genießen.

Die „Fritz!Dect 210“ (ab ca. 55 Euro) ist eine äußerst robuste intelligente Steckdose speziell für den Einsatz im Freien. Mit ihr lässt sich die Stromzufuhr angeschlossener Geräte wie Springbrunnen oder Außenbeleuchtung intelligent über die heimische FRITZ!Box steuern. www.avm.de

perfect green Wer das „Gardena smart system“ hat, muss nie mehr Rasenmähen oder eigenhändig den Garten gießen: Mithilfe von Sensoren misst es die Bodenfeuchte, Lichtstärke und Temperatur. Die „smart Water Control“-Steuerung betätigt daraufhin die Bewässerung. Der Rasenmäh-Roboter sorgt für den richtigen Schnitt. Kontrolliert werden kann alles per App und Smartphone. www.gardena.com

Mit cleveren Helfern im Garten lässt sich viel Wasser und Energie sparen!

„Storus“-Pflanzgefäße verleihen dem Garten leuchtendes Flair: Licht-Helligkeit und Farbtemperatur der LED im Inneren der Polyethylen-Gefäße können per Fernsteuerung individuell angepasst werden. Kostet 114 x 73 cm groß 395 Euro. www.degardo.de

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Grün mit Köpfchen Meldet „Z-Rain“ – der erste Niederschlagsmesser mit der Z-Wave-Technologie – Regen, werden elektrische Geräte im Garten ausgeschaltet oder die Markise eingefahren. www.popp.eu

Der „Smart Garden Hub“ (zirka 250 Euro) von GreenIQ sorgt für die Bewässerung ihres Gartens, für prächtiges Pflanzenwachstum und saftig grünen Rasen – bei gleichzeitiger Wassereinsparung von bis zu 50 Prozent. Er wird per Web-Konfiguration mit einem lokalen WLAN-Netzwerk verbunden. So kann er via Internet momentane und künftige Wetterdaten nutzen und so die Bewässerung optimal planen und einstellen. www.greeniq.co


INTELLIGENT WOHNEN

50 Prozent schneller und 100 Prozent bequemer Rasenmähen dank Mähroboter mit Navigationssystem. Rasenflächen bis zu 400 Quadratmeter hält der Mähroboter „Indego 400 Connect“ (1 399 Euro) perfekt gestutzt. Das „LogiCut“-Navigationssystem optimiert die Mähstrecke. Die Kalenderfunktion wählt automatisch den besten Mäh-Zyklus und berücksichtigt Ruhezeiten mittags oder am Wochenende. Gesteuert werden kann er von jedem beliebigen Ort aus. www.bosch-garden.com

Eine automatische Beregnungsanlage lässt Ihrem Garten ganz komfortabel die bestmögliche Pflege zuteil werden. Die „Rainpro“Anlage wird einmalig per App programmiert. Fortan bewässert das System den Garten selbstständig. Sollte es regnen, erkennt das der optionale „SolarSync-Sensor“ und die Bewässerung pausiert. www.rainpro.de


Licht & Schatten Vor allem im Hochsommer ist ein Schattenspender auf der Terrasse ein Muss. Um perfekt auf den jeweiligen Sonnenstand reagieren zu können, lassen sich Markisen von Markilux nicht nur mithilfe eines Motors komfortabel ausund einfahren, sondern auch im Neigungswinkel verstellen. Zusätzlich können viele Modelle mit Wärmestrahlern und LED-Spots ausgestattet werden, die in den Abendstunden für angenehme Temperaturen bzw. stimmungsvolle Beleuchtung sorgen. In Verbindung mit io-Sonnensensoren fährt sich die Markise automatisch aus, sobald die Sonne scheint. Angeschlossene Windsensoren sorgen wiederum dafür, dass der Schattenspender eingefahren wird, sobald es zu windig wird. Mit „Somfy Connexoon“ sind alle Markisenfunktionen außerdem komfortabel per Smartphone oder Tablet zu steuern – natürlich auch von unterwegs. www.markilux.com

Die neue „Abelia LED-Laterne“ (UVP 44,99 Euro) ist eine tragbare und besonders flexibel nutzbare Außenleuchte. Ihr warmweißes Licht lässt sich stufenlos dimmen und kann wie Kerzenlicht flackern. Der integrierte Akku hält bei voller Lichtleistung rund vier Stunden und lässt sich dank USBKabel bequem aufladen. www.philips.de

„Ospa-BlueControl“ ist speziell für die Bedienung kompletter Schwimmbadanlagen entwickelt worden: Neben der Poolwasseraufbereitung kann mit seiner Hilfe u.a. auch die Schwimmbadabdeckung, die Wassertemperatur- und Luftqualitätsregelung sowie die Beleuchtung bequem über das Smartphone oder Tablet gesteuert werden. Dank entsprechender Schnittstellen kann „BlueControl“ an die KNX/EIB-, Modbus-RTU- oder Crestron-Gebäudeleittechnik des Hauses angeschlossen werden. www.ospa.info

Solar bewässern

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Das Gartenbewässerungssystem „ViraCube“ besteht aus Sensoren, die im Garten Temperatur, Helligkeit, Bodenfeuchte und Niederschlag messen. Ihre Daten leiten die Sensoren per Funk an den „Cube“ als „Gehirn“ des Systems, das basierend auf den eingehenden Informationen entscheidet, wann Pflanzen und Blumen bewässert werden müssen und die zugehörigen Ventile dann öffnet. Das Besondere an dem System ist, dass Sensoren sowie Ventile rein solarbetrieben sind: Es müssen also weder Batterien gewechselt noch Kabel verlegt werden. Wenige Stunden Sonne im Monat reichen, um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Über die zugehörige App können per Smartphone und Tablett Sensorwerte und Bewässerungsstatus eingesehen und verändert werden. www.viracube.com

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Schöner schalten Manchmal hat man den Eindruck, im intelligenten Haus wird alles nur noch übers Smartphone oder Tablet gesteuert: Falsch! Clevere Schalter bieten vielfältigste Funktionen und sind darüber hinaus eine echte Zierde fürs Haus.

W Ein Schalter wie ein Smartphone: Der „KNX Multi-Touch Pro“ ist ein Multifunktionstaster mit der intuitiven Bedienoberfläche eines Smartphones. Alle Funktionen – u.a. Licht-, Temperatur und Jalousiensteuerung – sind über das Touch-Display direkt bedienbar. Mithilfe eines Näherungssensors wird die Displaybeleuchtung bei Annäherung automatisch aktiviert und der Screensaver kann individuell gestaltet werden. www.merten.de

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er an Smarthome-Steuerung denkt, dem kommen meist Bilder von Menschen in den Sinn, die ihr intelligentes Haus z.B. mithilfe eines Handys navigieren. Mobil Zugriff auf die Beleuchtung, Verschattung oder die Heizung seines Hauses zu haben, ist fraglos praktisch. Zuhause allerdings ist es unabdingbar, all diese Aktionen auch über stationäre Bedienelemente abrufen zu können: Wer möchte im häuslichen Alltag schon ständig sein Tablet oder Smartphone mit sich herumtragen, um z.B. das Licht in der Toilette einzuschalten? Außerdem wären Gäste oder Kinder, die nicht über ein mit der entsprechenden Bedienfunktion ausgestattetes Mobilgerät verfügen, komplett handlungsunfähig. Schalter werden also weiterhin ihren festen Platz im Smarthome haben. Bei genauerem Hinsehen entwickeln die rund acht mal acht Zentimeter großen Bedienelemen-


Alles im Rahmen: Das „Unterputzradio RDS“å sitzt einfach in der Wand – so wie Lichtschalter und Steckdosen. Das vermeidet lästige Kabel und hält Arbeits- und Ablageflächen frei. Es kann wie hier mit einem Lautsprecher und Dockingstation oder mit zwei Lautsprechern und den unterschiedlichen Schalterdesigns von Gira kombiniert werden. www.gira.de

Alles aus einem Guss: Ein schönes Zuhause wird durch sorgsam gewählte Materialien und Farben erst zu etwas Besonderem. Deswegen sollten Schalter mit ebensoviel Bedacht gewählt werden wie Boden- oder Wandoberflächen. Besonders edel wirkt die Serie „a Creation“ in Schwarz mit Glasrahmen in Champagner – als Schalter im Wohnraum und passend dazu im selben Design als Innenstation der Siedle-Türkommunikationsanlage mit Video-Display. www.jung.de

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INTELLIGENT WOHNEN

Hightech trifft Natur: Das Schalterprogramm „Gira Esprit LinoleumMultiplex“ vereint zwei bei Architekten und Designern beliebte, natürliche Materialien und ist in sechs Linoleum-Farben erhältlich. Mehr als 300 Funktionen, die in das Schalterprogramm installiert werden können, bieten höchste Flexibilität für alle Anforderungen der intelligenten Gebäudetechnik. www.gira.de

Ob in Möbel, Mauerwerk oder Trockenbauwände: Schalter der Serie „LS Zero“ lassen sich komplett flächenbündig einbauen. So entsteht zwischen Schalter, Möbel bzw. Wand ein nahezu fließender Übergang, der neue, spannende Möglichkeiten in der modernen Innenarchitektur ermöglicht. www.jung.de

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Das intelligente Haus

Wer in seinem Haus eine Bus-Installation hat, verfügt ohnehin langfristig über höchste Flexibilität. Die Taster können hier mit ganz unterschiedlichen Funktionen belegt werden: Licht an- und ausschalten oder dimmen, die Jalousien bedienen oder die Raumtemperatur regeln. Multifunktionsschalter im typischen Schaltermaß können dank Touchscreen besonders viele unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Ergänzend zu kabelgebundenen Systemen können außerdem Funkschalter völlig unabhängig von Elektroleitungen angebracht und in das Gesamtsystem integriert werden. Inzwischen bieten führende Hersteller wie Jung oder Gira für ihre optisch anspruchsvollen Schalterserien auch Taster z.B. mit Zigbee- oder Enocean-Technik an. ab ❚

Adressen Seite 78

te eine ganz eigene Faszination. Das beginnt bei der großen Auswahl an Materialien und Designs: Neben weißem Kunststoff gibt es heute Taster in fast allen Farben und neben dem gewohnten Kunststoff gibt es Glas, Linoleum, Metall und sogar Lederoptiken. So lässt sich zu jedem Architekturund Einrichtungsstil die passende Schalterserie finden. Besonders edel muten Oberflächen aus handwerklich perfekt bearbeitetem Kupfer oder Edelstahl an. Ganz exklusiv sind echt vergoldete Oberflächen: Dann kostet der Lichtschalter, der in der Basisausführung in weißem Kunststoff schon für rund fünf Euro zu haben ist, aber schnell weit über 200 Euro. Das Gute ist, man muss sich nicht dauerhaft auf eine Optik festlegen: Bei Renovierungen können Rahmen und Schalter schnell und unkompliziert ausgetauscht werden.

Einer für alles: mit dem „Deseo Roomcontroller“ lassen sich bei einer KNXHausautomation alle Funktionen in einem Raum navigieren. Beleuchtung, Szenarien, Rollläden und Jalousien, sogar Multiroom-Audiosysteme können mit einer einfachen Berührung gesteuert werden. Erhältlich ist er neben dieser Ausführung „messing gebürstet” in 15 weiteren Oberflächen. www.basalte.be

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ANSCHRIFTEN

A

AEG: Electrolux Hausgeräte GmbH, Tel. (0911) 323-0, www.aeg.de Aladin Cosycontrol – Sensoo, Tel. (0032) 87/595959, www. aladincosycontrol.com AVM Computersysteme Vertriebs GmbH, Tel. (030) 39976-0, www.avm.de

B

B & W Group Germany GmbH, Tel. (05201) 87170, www.bowers-wilkins.de, www.bwspeakers.de BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Tel. (06196) 908-0, www.bafa.de Bang & Olufsen Deutschland GmbH, Tel. (089) 75905-0, www.bang-olufsen.com Basalte bvba, Tel. (0032) 9/3857838, www.basalte.de Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896, Tel. (08336) 900-0, www.baufritz.com Bosch Garden – Robert Bosch Power Tools GmbH, Tel. (0711) 7580, www.bosch-garden.com Bosch Hausgeräte GmbH, Tel. (089) 4590-00, www.bosch-home.com A. Brötje GmbH, Tel. (04402) 80-0, www.broetje.de Buderus – Bosch Thermotechnik GmbH Buderus Deutschland, Tel. (06441) 418-0, www.buderus.de Busch-Jaeger Elektro GmbH, Tel. (02351) 956-1600, www.busch-jager.de

C

Canton Elektronik GmbH & Co. KG, Tel. (06083) 2870, www.canton.de Cen.Sys GmbH & Co. KG, Tel. (0991) 37313-10, www.censys.de Cleanformat Stolze & Lüder GbR, Tel. (05527) 99725-0, www.cleanformat.de

D-table – Purple S a. S., Tel. (0039) 333/9276038, www.d-table.com

78 Das intelligente Haus

Fischerhaus GmbH & Co. KG, Tel. (09434) 950-0, www.fischerhaus.de

Davinci Haus GmbH & Co. KG, Tel. (02747) 8009-0, www.davinci-haus.de

Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG, Tel. (09525 ) 88-0, www.fraenkische.com, www.designgitter.de

Degardo GmbH, Tel. (05731) 753-300, www.degardo.de

Junkers – Bosch Thermotechnik GmbH, Tel. (06441) 4180, www.junkers.com

K

Franke GmbH, Tel. (07761) 52-0, www.franke.de

Dehn + Söhne GmbH + Co. KG, Tel. (09181) 906-0, www.dehn.de

G

Gardena Deutschland GmbH, Tel. (0731) 49 00, www.gardena.com

Denon Deutschland Division of D&M Germany GmbH, Tel. (02157) 1208-0, www.denon.de

Klaus Geyer Elektrotechnik, Tel. (09126) 279007, www.klaus-geyer.de Gira Giersiepen GmbH & Co. KG, Tel. (02195) 602-0, www.gira.de

Devolo AG, Tel. (0241) 18279-0, www.devolo.de digitalSTROM AG, Tel. (0041) 44/44599-66, www.digitalstrom.com

H

Haas Fertigbau GmbH, Tel. (08727) 18-0, www.haas-fertigbau.de

Divus Germany, Tel. (0711) 50875923, www.divus.eu Dornbracht GmbH & Co. KG, Tel. (02371) 433-0, www.dornbracht.com

Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co.KG, Tel. (06842) 945-0, www.hager.de

DTS Licensing Limited, Tel. (00353) 61/507272, www.play-fi.com

Heinz von Heiden GmbH, Tel. (0511) 7284-0, www.heinzvonheiden.de

Dürschinger Architekten, Tel. (0911) 977213, www.duerschingerarchitekten.de

Hekatron Technik GmbH, Tel. (07634) 5000, www.hekatron.de Hepp GmbH, Tel. (07260) 920345, www.heppgmbh.de

E

E-Masters GmbH & Co.KG, Tel. (0511) 6159980, www.intelligentmodernisieren.de

HiFi Forum GmbH, Tel. (09133) 60629-0, www.hififorum.de

Eebus Initiative e.V., Tel. (0221) 474412-28, www.eebus.org

Home Connect GmbH, Tel. (089) 459001, www.home-connect.com

Ekey biometric systems GmbH, Tel. (0043) 732/8905000, www.ekey.net Elac Electroacustic GmbH, Tel. (0431) 64774-0, www.elac.de

F

Feelsmart GmbH, Tel. (02582) 302, www.feelsmart.de Fingerhaus GmbH, Tel. (06451) 504-0, www.fingerhaus.de Fingerhut Haus GmbH & Co. KG, Tel. (02661) 9564-0, www.fingerhuthaus.de

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Honeywell GmbH, Tel. (06261) 81-250, www.honeywellhaustechnik.de

I

Ikea Deutschland GmbH & Co. KG, Tel. (06192) 9399999, www.ikea.de innogy SE, Tel. (0201) 1202, www.innogy.com ise individuelle SoftwareEntwicklung GmbH, Tel. (0441) 680060, www.ise.de

J

A. Jung GmbH & Co. KG, Tel. (02355) 8060, www.jung.de

KEF – GP Acoustics GmbH, Tel. (0201) 17039-0, de.kef.com

Regnauer Hausbau GmbH & Co. KG, Tel. (08667) 72-222, www.regnauer.de

Kermi GmbH, Tel. (09931) 501-0, www.kermi.de

Rehau AG + Co., Tel. (09283) 77-0, www.rehau.com

KFV Karl Fliether GmbH, Tel. (02051) 2780, www.kfv.de

Rensch-Haus GmbH, Tel. (09742) 91-0, www.rensch-haus.com

KfW Bankengruppe KOMP Kommunikation, Tel. (0800) 5399002, www.kfw.de

Revox GmbH, Tel. (07721) 8704-0, www.revox.de

Ledvance GmbH, Tel. (089) 780673100, www.ledvance.de

Tesla, Tel. (0031) 20/2583916, www.teslamotors.com

Rademacher GeräteElektronik GmbH, Tel. (02872) 933-0, www.rademacher.de Rainpro Vertriebs-GmbH, Tel. (04131) 9799-0, www.rainpro.de

L

Grillson GmbH, Tel. (0511) 97936555, www.grillson.com

R

Kampa GmbH, Tel. (07367) 92092-0, www.kampa.de

Kotterba Elektrotechnik, Tel. (02689) 958200

Green IQ – DVS Beregnung, Tel. (07071) 308641, www.greeniq.co, www.dvs-beregnung.de

Dirror - DGMK Deutsche Gesellschaft für multimediale Kundenbindungssyteme mbH, Tel. (03641) 57337-70, www.dirror.com

eQ-3 AG – HomeMatic, Tel. (0491) 6008600, www.eq-3.de

Connected-Comfort – Gerschau.Kroth. GmbH, Tel. (0511) 167670, www.connectedcomfort.de

D

Danfoss GmbH, Tel. (069) 47868-500, www.danfoss.de

Thermokon Sensortechnik GmbH, Tel. (02778) 69600, www.thermokon.de ThinKNX, Tel. (0039) 02/89155750, www.thinknx.de Tielsa GmbH, Tel. (07552) 21-0, www.tielsa.de Trivum Technologies GmbH, Tel. (0711) 64560710, www.trivum.de

V

V-ZUG AG, Tel. (0041) 58/7676767, www.vzug.com

S

Vaillant GmbH, Tel. (02191) 18-0, www.vaillant.de

Samsung Electronics GmbH, Tel. (06196) 66-0, www.samsung.com/de A. Schellenberg GmbH, Tel. (0271) 89056-0, www.schellenberg.de

Viebrockhaus AG, Tel. (04164) 8991-0, www.viebrockhaus.de

Loxone Electronics GmbH, Tel. (08592) 6148899 (DE), www.loxone.com

Schützinger GmbH, Tel. (0711) 715460, www.schuetzinger.de

Luxhaus., Tel. (09172) 692-0, www.luxhaus.de

Schwabenhaus GmbH & Co. KG, Tel. (06624) 930-0, www.schwabenhaus.de

Viessmann Werke GmbH & Co., Tel. (06452) 70-0, www.viessmann.de

M

Markilux – Schmitz-Werke GmbH & Co. KG, Tel. (02572) 927-0, www.markilux.com

Schwaiger GmbH, Tel. (09101) 702-0, www.schwaiger.de

Massa Haus GmbH, Tel. (06761) 90303-0, www.massa-haus.de

Schwörer Haus KG, Tel. (07387) 16-0, www.schwoererhaus.de

Merten – Schneider Electric GmbH, Tel. (02261) 702-01, www.merten.de

Siegenia-Aubi KG, Tel. (0271) 3931-0, www.siegenia.com

O

Okal Haus GmbH, Tel. (06761) 90304-0, www.okal.de Onkyo – Pioneer & Onkyo Europe GmbH, Tel. (08142) 4208-10, www.eu.onkyo.com Ospa Schwimmbadtechnik Pauser GmbH & Co.KG, Tel. (07171) 705-0, www.ospa.info

P

Philips GmbH, Tel. (040) 2899-0, www.philips.de, www.meethue.com Pioneer & Onkyo Europe GmbH, Tel. (02154) 91313-0, www.pioneeraudiovisual.eu Popp & Co., Tel. (040) 537981339, www.popp.eu

Q

Qinside – Nitz engineering GmbH, Tel. (0039) 0472/833944, www.qinside.biz

Vira Technologies GmbH, Tel. (0043) 677/61360777, www.viracube.com/de

W

Smappee n.v., Tel. (0032) 56/380211, www.smappee.com Smarter, Tel. (0044) 20/70963210, www.smarter.am Somfy GmbH, Tel. (07472) 930-0, www.somfy.de Sonnen GmbH, Tel. (08304) 92933-400, www.sonnenbatterie.de Sonos Europe B.V., Tel. (089) 904003800 bzw (0800) 9444999, www.sonos.com Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, Tel. (05531) 702 702, www.stiebel-eltron.de

T

Tado GmbH, Tel. (089) 41615664-0, www.tado.com TAL-Wohnbau GmbH Bereich Talbau-Haus, Tel. (07191) 361-0, www.talbau-haus.de

Vivateq GmbH, Tel. (07161) 504470, www.vivateq.de/amina. html Warema Renkhoff SE, Tel. (09391) 20-0, www.warema.de Weberhaus GmbH & Co. KG, Tel. (07853) 83-0, www.weberhaus.de Fertighaus Weiss GmbH, Tel. (07977) 9777-0, www.fertighaus-weiss.de Wibutler – IExergy GmbH, Tel. (02534) 97333-280, www.wibutler.com

Y Z

Yamaha Music Europe GmbH, Tel. (04101) 303-0, www.de.yamaha.com Zehnder Group Deutschland GmbH, Tel. (07821) 586-0, www.zehnder-systems.de Zukunft Erdgas GmbH, Tel. (030) 4606015-63, www.zukunft-erdgas.info ZVSHK Zentralverband Sanitär, Heizung und Klima, Tel. (02241) 9299-0, www.wasserwaermeluft.de


SMART RENEWABLE ENERGY Bequem bauen – natürlich wohnen www.kitzlinger.haus

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Das intelligente Haus 79


Laden ohne Kabel

WOHN-SMARTIES

So komfortabel mobile Geräte wie Smartphone und Tablet-Computer sind: Die regelmäßige Suche nach Ladekabel, -gerät und einer freien Steckdose nervt. Entspannung verspricht künftig das kabellose Laden. Ikea bietet seit neuestem eine Auswahl an Kleinmöbeln mit kabelloser Ladeeinrichtung an, wie die Standleuchte „Varv“ (www.ikea.com). Das Handy oder Tablet einfach auflegen und der Akku lädt sich ohne Kabel automatisch auf. Voraussetzung: Das Endgerät muss Qi-fähig oder mit einem Qi-Adapter ausgestattet sein. Entsprechende Geräte finden Sie unter www.qinside.biz

Smart Water...

...heißt das neue System von Dornbracht, bei dem dank digitaler Vernetzung die Betätigung und die Stelle des Wasseraustritts in Küche und Bad flexibel und voneinander getrennt installiert werden können. Der Drehregler steuert Temperatur und Wassermenge und über den Displayschalter können nützliche Funktionen für alltägliche Anwendungen wie zum Beispiel eine automatische Wannenbefüllung auf Knopfdruck abgerufen werden. www.dornbracht.com

clever

Smarte kleine Helferlein machen unser Wohnumfeld nicht nur sicherer, sondern vor allem sehr komfortabel – und sehen dabei auch noch schick aus!

wohnen

Der digitale Spiegel „Dirror“ zeigt nicht nur das eigene Konterfei, sondern fungiert, ist er mit der Haustechnik verknüpft, auch als Schaltzentrale für SmartHome-Anwendungen. Über ihn lassen sich u. a. E-Mails checken oder über integrierte Lautsprecher Lieblingsmusik hören. Gesteuert wird er per Touchscreen oder Sprachbefehl. www.dirror.com

Clever vernetzt sind Induktionskochfeld und Dunstabzug der Serie „Frames by Franke“: Die Downdraft-Haube mit integrierter LED-Leiste fährt automatisch aus, wenn das Induktionskochfeld aktiviert wird. Mehr unter www.franke.de

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Das intelligente Haus

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Mit der Funksteuerung „Warema Mobile System“ (WMS) können Jalousien und Rollos im Haus bequem gesteuert werden und so im Sommer eine Überhitzung des Wohnraumes verhindert und im Winter solare Gewinne zur Ünterstützung der Heizung optimiert werden. Je nach Witterung und Innenraumtemperatur öffnet oder schließt das System den Sonnenschutz. Dank „WMS WebControl“ ist die Steuerung auch per App oder Webbrowser problemlos möglich. Mehr unter www.warema.de

Der neue Multifunktionsdampfgarer „AEG ProCombi Plus Smart“ ist mit einer Kamera im Garraum ausgestattet und lässt sich mit Mobilgeräten wie Tablet-PC oder Smartphone verbinden. Die Live-Bilder aus dem Ofen bieten schnell und von überall einen Überblick und Feedback zum Kochvorgang – sogar dann, wenn man sich nicht in der Küche aufhält. Die „My AEG App“ erlaubt es zudem, über das Mobilgerät in den Kochvorgang einzugreifen: Die Temperatur lässt sich z. B. anpassen oder durch kurzes Wischen auf dem Tablet Dampf hinzugeben. Weitere Infos unter www.aeg.de

k ar M siy lek :O to Fo

Esstisch und Touchscreen in einem: Entstanden ist die Idee für die innovativen „Touch ScreenTables“ u.a. durch die Kooperation des italienischen Designers Danilo Cascella mit Samsung, die 2013 begann. Der „D-Table“ überzeugt sowohl als Möbelstück als auch als Kommunikations- und Hausautomationstool. Ausgestattet mit Wi-Fi und Multi-Touch-Oberfläche lässt er sich wie ein Tablet nutzen und arbeitet mit dem Betriebssystem „Windows 10“. Da wasserdicht und korrosionbeständig, kann am „D-Table“ auch ganz normal gegessen und getrunken werden. Reinigen lässt er sich mit einem einfachen Stofftuch. Mehr unter www.d-table.com

Adressen Seite 78

Tischlein deck dich!

Couch mit Köpfchen

Sofas, die unterschiedliche Sitzpositionen bieten, gibt es schon lange. Mit „Aladin cosy control“ lassen sich diese nun auch clever steuern und vorprogrammierte Lieblingspositionen ganz einfach automatisch einstellen. Für jeden Sitzplatz sind bis zu fünf Szenarien programmierbar, die dann entweder auf dem Smartphone per App oder direkt am Sofa über integrierte Druckknöpfe abgerufen werden können. Polstermöbel mit „Aladin cosy control“ erhalten Sie in ausgewählten Möbelfachgeschäften und weitere Infos unter www.aladincosycontrol.com

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Das intelligente Haus 81


Das

intelligente Haus

Vorschau

IMPRESSUM VERLAG: Fachschriften-Verlag GmbH& Co. KG Höhenstraße 17, 70736 Fellbach Telefon (0711) 5206-1 Telefax (0711) 5206-300 www.fachschriften.de www.das-intelligente-haus.de www.bautipps.de www.fertighausscout.de

Die nächste Ausgabe erscheint am 4. November 2017

GESCHÄFTSFÜHRER: Tilmann Münch CHEFREDAKTION: Dipl.-Ing. (FH) Astrid Barsuhn (ab) (verantwortlich)

Mehr Themen Der Haushalt denkt mit: Wenn der Herd weiß, was ins Rezept gehört und die Waschmaschine ihr Waschmittel selbst bestellt, dann bleibt mehr Muse für Familie, Hund oder Zeitung.

ASSISTENZ: Marion Zeisel, dih@fachschriften.de LAYOUT: Dolde Werbeagentur GmbH 70327 Stuttgart Jochen Otte, Suzanne Tempes HERSTELLUNG: Anja Groth (Ltg.), Julia Skora ANZEIGEN: Wolfgang Loges (Verk.-Ltg.), E-Mail: loges@fachschriften.de Jürgen Seiler E-Mail: seiler@fachschriften.de Simon Lindemann (Disposition) E-Mail: lindemann@fachschriften.de VERTRIEB: Partner Medienservices GmbH 70597 Stuttgart

BANKKONTEN: HypoVereinsbank IBAN: DE 72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr. : 90492/10407 EG USt.-Id. Nr.: DE 147 321 116 Die veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen sind vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren – sowie Speicherung und Wiedergabe durch Datenverarbeitungsanlagen, auch auszugsweise, sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Das Führen der Zeitschrift im Lesezirkel sowie der Export und Vertrieb im Ausland sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Artikel, die mit Autoren-Namen gezeichnet sind, stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Für unverlangt eingereichte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, Bauen & Renovieren, bauen., Effizienzhäuser, Fertighäuser, Hausbau, HausTräume, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna u.v.m.

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Das intelligente Haus

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Foto: Sonnen GmbH

REDAKTION: Dipl.-Ing. (BA) Reinhard Otter (rot) Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Wendnagel (jw)

Foto: Bosch

Oliver Gerst (og) (stellvertretend)


LESERSERVICE

FASZINATION ZUHAUSE! Dach & Ausbau

Ein Wellness-Refugium im Dachgeschoss.

TITELTHEMA Bauen mit Glas

Diesen Traum hat sich eine junge Frau verwirklicht. Hier oben erholt sie sich von den Strapazen ihres Berufsalltags.

E

Ein traumhaft schönes Bad in einem sanierten Dachgeschoss. Rustikale Dachbalken harmonieren mit modernem Baddesign.

s gibt Chancen, bei denen man einfach zugreift, weil sie sich so schnell nicht mehr bieten. So dachte zumindest eine junge Betriebswirtin, als sie erfuhr, dass der Dachraum ihres Hauses zum Verkauf gestellt werden sollte. Der Börsenmaklerin gehört seit einigen Jahren die Wohnung im Obergeschoss des Mehrfamilienhauses. Ihr Wunsch: Im Dachgeschoss ein WellnessRefugium einzurichten, in dem sie sich vom Stress ihres Alltags erholen kann. Die Dachgeschosswohnung über ihr war heruntergekommen und seit Längerem nicht mehr bewohnt. Für die Betriebswirtin begann deshalb eine spannende Zeit der Planung und Ausführung. Um das Dachstudio von ihrer Wohnung im Obergeschoss aus erschließen zu können, ließ sie zunächst einmal die Decke öffnen und eine Treppe nach oben einbauen. Dann wurden Wände entfernt, die Dachkonstruktion gedämmt und die Zimmmerleute bau-

Huf Haus, Seite

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der Sonnenseite ten mehrere Dachfenster ein, um mehr Tageslicht in das Dachstudio zu bringen. Die tragenden, jahrzehntealten Holzbalken ließ sie freilegen. Darin lag für die Renoviererin der besondere Reiz: Die rustikale Balkenoptik mit einem modernen Baddesign zu verbinden. Und so ließ sie auf einer Giebelseite eine Finnische Sauna

Pool &

Philipp Architekten, Seite

Leben auf

Weberhaus, Seite

Ausgebaut fürs Wohlergehen Bauen 14 I Renovieren 5-6/16

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Luxhaus, Seite

SchluSSpunkt Bauen & Renovieren 5-6/16

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40 Hausbau

Große Glasflächen werden beim Hausbau in der Regel nach Süden orientiert, Richtung Garten oder zur schönen Aussicht. Auf der Sonnenseite lösen sich die Grenzen zwischen innen und außen auf, das Wohnen verlagert sich quasi ins Freie. Viel Licht und Wärme kommt durch das transparente Baumaterial herein – eine außen liegende Verschattung, große Dachüberstände oder auskragende Balkone sind deshalb Pflicht. Unsere 5 Beispiele zeigen unterschiedliche Grade der Transparenz: vom fast voll verglasten Skeletthaus bis hin zum Familienhaus, das mit großen Fenstern in Standardformaten für lichtes Wohnen sorgt.

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Davinci Haus, Seite

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ES GIBT VIELE GRÜNDE ... … von einem eigenen Zuhause zu träumen. Und viele Ideen, wie die Träume Realität wer-

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Wenn die außergewöhnliche Gestaltungsqualität eines der führenden Innenarchitektur-Büros und die handwerkliche und technische Perfektion ausgesuchter Partner zusammentreffen, dann entstehen Ergebnisse wie dieses – Vorhang auf für ein Wellnessrefugium der Extraklasse. Fotos: SSF.Pools by KLAFS · Text: Peter Lang

den können. Die Magazine des FachschriftenVerlags bringen Traum und Raum zusammen und unterstützen Sie dabei, Ihre Visionen zu verwirklichen: mit Häusern, lebendigen Wohnszenen und authentischen Baufamilien, die ihre sympathischen Geschichten erzählen. 146 schwimmbad + sauna 11/12-2015

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von privaten Pool- und Wellnessanlagen. Althaus modernisieren als Ideengeber für die Sanierung und Erweiterung der gebrauchten Immobilie. Bauen & Renovieren ist bei Renovierungen hautnah dabei und zeigt viele Arbeitsabläufe im Detail.

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