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E N T E RTA I N M E N T

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SICHERHEIT

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K O M M U N I K AT I O N

1/2015

haus Streaming Musikgenuss in allen Räumen

Trends 2015 Innovationen für den Alltag von morgen

Häuser mit „Köpfchen“ Komfortabel, schick und energiesparend

Vernetzung, Beleuchtung, Heizung:

Technik, die mitdenkt Planung leicht gemacht: 70 Adressen mit Showrooms und Beratung fürs intelligente Haus

Homekit von Apple: So will der iPhoneErfinder Smarthomes steuern

Mehr Sicherheit für zu Hause: Was Alarmanlagen und Kameras können

4,80 € • Österreich € 5,50 • Schweiz sfr 9,60 • BeNeLux € 5,70 • Italien € 6,50 • Spanien € 6,50 • Portugal (cont.) € 6,50 • Slowenien € 6,50 • Slowakei € 6,50

Das intelligente


Intelligente Gebäudetechnik einfach steuern

Zu Hause. Licht automatisch schalten und dimmen, Musik im ganzen Haus verteilen, Räume genau nach Bedarf heizen: Der Gira Home Server macht das eigene Zuhause komfortabler, sorgt für mehr Sicherheit und hilft gleichzeitig beim Energiesparen. Er steuert alle Funktionen der KNX Installation und integriert Türsprechanlagen, Multimedia-Systeme, Kameras, Haushaltsgeräte und vieles mehr

nahtlos in die Gebäudesteuerung. Als zentrale Bediengeräte dienen die Gira Control Clients. Über brillante Touchdisplays er mög lichen sie eine komfortable Steuerung der gesamten Gebäudetechnik. Eine intuitiv verständliche Benutzeroberfläche sorgt dabei für den schnellen Zugriff auf sämtliche Funktionen. Abb.: Gira Control 19 Client, Glas Schwarz/Aluminium

Designauszeichnungen: Plus X Award 2011, red dot award 2011, interior innovation award 2011 [Gira Control 19], Plus X Award 2011, iF award 2011, Open Focus 2011 [Gira Control 9], red dot award 2011, Plus X Award 2009, iF gold award 2008 [Gira Interface, Interface Konzeption/Design: schmitz Visuelle Kommunikation]


Und unterwegs. Auf dem Weg zur Arbeit, im Urlaub oder im Garten: Mit der Gira Home Server / Facility Server App kann die gesamte Gebäudetechnik bequem und mobil bedient werden – per iPhone, iPad, iPod touch und mit Android-Geräten. Die Bedienoberfläche im einheitlichen Gira Interface-Design bietet eine leicht verständliche sowie intuitive Menüführung und zeigt alle Funktionen auf einen Blick.

Auf der Gira Website erhalten Sie ausführliche Informationen zur Funktionsvielfalt und zur einfachen Bedienung der HomeServer / FacilityServer App. Mehr Informationen: www.gira.de/homeserver-app Abb.: Gira Home Server / Facility Server App auf dem iPhone


I N H A LT

Harald Fritsche, Chefredakteur

Ganz nach Bedarf

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chnell, gewitzt,schlau: So definiert das Online-Lexikon Wikipedia das Wort „smart“. Und das passt ganz hervorragend auf alle Smarthomes. Sehr unterschiedlich sind dabei die Einsatzmöglichkeiten intelligenter Technik sowie die Motive der Menschen, die sich für das Thema begeistern. Und das muss auch so sein. Nutzen und Spaß bringt Technik schließlich nur, wenn sie sich streng an den Bedürfnissen der Anwender orientiert und individuell perfekt passende Lösungen anbietet. Wie gut das derzeit schon gelingt, verraten wir Ihnen mit den vielen nützlichen Informationen in diesem Magazin. Unter dem Stichwort „Energieeffizienz“ lesen Sie ab Seite 10, wie moderne Technik Geld spart. Echte Hilfestellung bietet ab Seite 22 das Thema Sicherheit und Einbruchschutz. Wie Smarthomes für gute Unterhaltung sorgen, verraten wir ab Seite 38. Dass intelligente Technik ein echtes Plus an Lebensqualität für Menschen mit Handicap bedeutet, zeigt die Redaktion ab Seite 74. Und wie es mit dem Smarthome in Zukunft weitergeht, erfahren Sie im Trend-Report ab Seite 6. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und beim Entdecken Ihres ganz persönlichen intelligenten Hauses. Herzlichst Ihr

Schutz vor Einbrüchen und mehr Sicherheit für die ganze Familie versprechen Alarmanlagen und Überwachungskameras.

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Wer mit einem Handicap lebt, dem kann ein Smarthome deutlich mehr Lebensqualität bieten.

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4 Das intelligente Haus

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Welche Anwendungen spielen in diesem Jahr eine wichtige Rolle? „Das intelligente Haus“ beleuchtet die wichtigsten Trends.

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Intelligente Haustechnik kann sogar einen Stromüberschuss im Haus erzeugen. So wird aus Energiesparen auch bares Geld sparen.

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Aktuelle Trends Die wichtigsten Anwendungen und Innovationen in 2015 Energieeffizienz

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Das Haus als Kraftwerk: Mit intelligenter Technik zum Stromüberschuss

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Intelligent sparen: Vernetzung lohnt sich

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Finanzierung: In zukunftssichere Haustechnik investieren

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Wärempumpe: Spezielle Programmierung spart Energie

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Kampa: Musterhaus Waldhausen

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Bau-Fritz: Haus Hennig

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Okal: Musterhaus Wuppertal

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Weberhaus: Musterhaus Wenden

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Fingerhaus: Musterhaus Bad Vilbel

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Kitzlingerhaus: Kundenhaus Tübingen

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Rundherum smart: intelligente Technik im und ums Haus Planung

Sicherheit Intelligente Häuser bieten tolle Architektur und viel Komfort. Ausgewählte Beispiele aus der Praxis

Intelligentes Haus

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Flexibel bleiben: Zukunftsfähige Elektroplanung macht‘s möglich

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Schutzschild: Mehr Sicherheit für die eigenen vier Wände

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„Je früher, desto besser“: Interview mit Elektrotechnikmeister

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Interview: Geschäftsführer der Kriminalprävention Bund und Länder

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Was, wie, wo? Über 70 Adressen von Showrooms und Smarthome-Experten

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Alles im Blick: Kameras in Smarthome-Systemen

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Neue Produkte

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Immer auf Empfang: Alarmanlage von Abus mit Zugriff übers Internet

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Anschriften

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Apple Homekit

Marke Eigenbau: Alarmanlage zum Selbsteinbau

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Aber sicher: So schützen Sie Ihr Smarthome vor Hackern

Die Steuerzentrale fürs intelligente Zuhause

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Barrierefrei Tipps rund ums Smarthome für Menschen mit Handicap

Entertainment

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Haus-Musik: Stommel-Haus und Boxenhersteller Canton kooperieren

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Streamen und steuern: Multiroom-Anlagen

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Smarthome Award 2015 Die Preisträger des Wettbewerbs der Smarthome Initiative Deutschland

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Impressum & Vorschau

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A KTUELLE TRENDS

Intelligente Zeiten Die Entwicklung in der Smarthome-Technik geht rasant voran. Hier finden Sie die Anwendungen und Innovationen des Jahres. Welcher Trend auch tatsächlich zum Massenprodukt wird, das sehen wir nächstes Jahr.

Smarthome inside Nicht nur die intelligenten Häuser ab Seite 44 zeigen: Die Fertighausbranche springt derzeit massiv auf den Smarthome-Zug auf – wie im Beispiel unten die Firma Schwabenhaus. In Fertighäusern hat die Gebäudesteuerung auch klare Vorteile: Sie lässt sich von Anfang an einplanen, die Verkabelung kann im Werk vorbereitet werden. Und vorkonfigurierte Server erleichtern die Integration zusätzlich.

Zeigt her, was ihr tut! Geschirrspülmaschinen, Wäschetrockner und Backöfen kommunizieren jetzt auch übers heimische WLAN und tun dabei kund, wann sie mit der Arbeit fertig sind und wir wieder ran müssen – zum Ausladen etwa. Zu den ältesten SmarthomeVisionen zählt der Kühlschrank, der sich selbst immer wieder auffüllt. Den gibt es bis heute nicht, dafür gehen jetzt erst einmal Geschirrspüler und Backöfen ins Netz. Die Tiefe an Informationen, die diese Geräte mit uns teilen und die Arbeit, die sie damit ersparen, hält sich in Grenzen. Spaß kann‘s dennoch machen. Es gibt eben kein Gerät, für das es nicht irgendwann eine Netzwerkanbindung und eine App gibt. Kochen oder essen dürfen wir dennoch selbst.

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Die Cloud steuert mit Zum Sonnenuntergang schalten sich die farblich steuerbaren Hue-LED-Birnen in der Wohnung mit neutralem Licht ein. Steigt aber der CO2-Gehalt im Arbeitszimmer über 1000 Parts per Million (ppm) , dann wechselt die Lichtfarbe hier auf Orange. Science-Fiction? Nein! Für dieses Szenario ist nicht einmal ein Heimserver notwendig, nur eine digitale Wetterstation von Netatmo und eben Philips Hue. Alles weitere regelt der Onlinedienst „IF“ (www.ifttt.com). Dieser verknüpft immer mehr vernetzte Geräte online über programmierbare Bedingungen miteinander. Mit dem Bluetooth-Schalter „Flic“ lassen sich solche Szenarien auch von Hand ein- und ausschalten.


Energie für alle Strom erzeugen und direkt vor Ort verbrauchen oder speichern – so kann die Energiewende klappen. Steuerungstechnik muss dafür Solaranlagen oder Blockheizkraftwerke mit den Verbrauchern vernetzen. Die Heizung etwa erzeugt dann Strom und Wärme, wenn Strom benötigt wird – Warmwasser lässt sich schließlich einfach speichern (siehe Seite 10). Kein Argument dürfte deutlicher für intelligente Haustechnik sprechen: Sie spart Energie und verringert den Ausstoß an Treibhausgasen. Allerdings steckt die Vernetzung zwischen privaten Erzeugern, Stromanbietern und Verbrauchern noch in den Kinderschuhen. Zeit wird‘s!

Smarte Übersetzer Intelligente Leuchten, digitale Raumsensoren, funkvernetzte Türschlösser, StreamingMusikanlagen – die Heimvernetzung bringt eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte zusammen. Doch viele dieser Komponenten kommunizieren nicht miteinander, weil sie – fast wie im echten Leben – unterschiedliche Sprachen sprechen. Gerade bricht die Zeit der großen SmarthomeÜbersetzer an. Apple Homekit soll schon in Kürze viele einzelne Smarthome-Komponenten über eine Plattform steuerbar machen, Google und der US-Anbieter Nest arbeiten an einer Alternative namens Thread (Englisch für „Faden“, oben links), und die Allseen Alliance versucht sich an einem solchen Übersetzungssystem, das für alle Anbieter offen ist. Nicht zuletzt macht sich die EEBus-Initiative daran, unterschiedliche Geräte und Anbieter im Bereich des Energiemanagements zu vernetzen.

Ortskundiges Zuhause Das Smarthome weiß, wo ich bin. Es schaltet dann die Leuchten aus, regelt die Heizung runter und aktiviert die Alarmanlage. Geofencing oder Geolocation heißt diese Technik. Sie informiert die Geräte zu Hause in der Regel übers Smartphone und dessen GPS-Empfänger, sobald man sich von seiner Wohnung entfernt – wie etwa im Rademacher „Geo Pilot“ (rechts). Das verlangt allerdings ein Smartphone für jeden Bewohner, das dieser nie zu Hause vergisst. Oder manuelle Alternativen.

Keine Angst, Hilfe kommt! Dieser Smarthome-Trend hört auf den etwas komplizierten Namen AAL – Ambient Assisted Living (Seite 74). Dabei schaffen die neuen Systeme zur Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen mitunter etwas, das bislang kein Sanitätshaus bot: einen positiven, spielerischen Umgang mit den Herausforderungen der alternden Gesellschaft.

Foto: www.casenio.de

All diese Ansätze sind wichtig und zukunftsweisend. Allerdings droht jetzt die nächste Verwirrung: Wer übersetzt demnächst zwischen den verschiedenen Übersetzern?

Hilfreiche Hacker Stell Dir vor, die Einbrecher kommen durch die DSL-Leitung! In den Szenarien von SmarthomeKritikern spielt die Vision von online geöffenten Türschlössern eine wichtige Rolle. Foto: www.fotolia.com

Das haben die Hersteller inzwischen verstanden. Sie machen aus der Not eine Tugend: Mithilfe versierter Hacker lassen sie ihre Systeme prüfen und ermitteln so Schwachstellen. Die gibt es durchaus noch, doch das Bewusstsein für die Bedeutung der Sicherheit scheint angekommen. Auch Funksysteme sind heute überwiegend sehr sicher gegen Hackerangriffe (siehe Seite 36).

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A KTUELLE TRENDS

Wie geht‘s uns heute? Die Morgentoilette ist ein guter Moment dafür: Der Spiegel blendet neben meinem verschlafenen Antlitz ein paar Empfehlungen für den Tag ein: In den letzten Tagen zu wenig Vitamin C aufgenommen, wie wär‘s mit ein paar Äpfeln? Das Wetter ist gut, der Blutdruck stimmt – warum nicht mit dem Fahrrad ins Büro? Medizinische Assistenzsysteme gelten unter Trendfoschern als der nächste große Schritt im Smarthome. Wer will, kann dann die Körperfettwaage mit Netzwerkanschluss fest vor dem Waschtisch installieren, die Person wird anhand der Vergleichsdaten vom Vortag erkannt. Daten über den Stoffwechsel liefert... na Sie wissen schon. Dieses Szenario klingt weit entfernt und ein bisschen bedrohlich. Andererseits: Wer liest nicht gerne Fitness-Ratgeber und informiert sich über seine Körperwerte? Für iPhone-Nutzer lohnt sich ein Blick in die vorinstallierte Health-App – so weit weg ist die Vision darin gar nicht. Foto: Fotolia.com

Licht wird schlau – und günstig Farblich steuerbare LED-Leuchten gibt es bereits seit ein paar Jahren. Für begüterte „Spielernaturen“ ist das Thema schon ein alter Hut. Doch so langsam erreichen die Funk-Glühbirnen den Massenmarkt – immer mehr Anbieter drängen auf den Markt. Dass Licht in unterschiedlichen Farbtemperaturen sinnvoll ist und sogar hilfreich für optimale Konzentration oder eine nachhaltige Entspannung ist, haben Mediziner bewiesen. Morgens wacht man mit kühlerem, frischem Licht optimal auf, bei der Arbeit aktiviert bläuliches Licht die Konzentration. Abends hilft rötliches, warmes Licht beim Ausspannen. Es wird Zeit, die Technik auch tatsächlich zu nutzen. Das wachsende Angebot hilft dabei, denn damit sinken endlich die Preise fürs schlaue Licht.

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Auf Zuruf, am Körper Touchscreens an der Wand sind toll – als Zweit-TVs. Doch nicht nur Star-Trek-Fans träumen von Ansagen an die Umgebung. Mit einigen TV-Streamingboxen klappt das bei der Suche nach Apps oder Filmen schon heute perfekt. Auch das iPhone und Siri nehmen Anrufe und Nachrichten verbal entgegen. Auf die Bitte, das Licht einzuschalten, reagiert Siri dagegen zurückhaltend – noch (siehe links). Spätestens mit Homekit (siehe Seite 70), erst recht mit einer Smart Watch als Eingabegerät, wird der Traum wahr: Arm hoch, antippen – „hol‘ schon mal den Wagen, Siri“.

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Unsere neue Energiequelle war schnell auf dem Dach. Und die Energiekosten im Keller.

Entspannt Energie sparen: mit effizienter Brennwerttechnologie von Vaillant. Wer richtig Energie sparen will, kann sich jetzt beruhigt zur端cklehnen. Modernste Vaillant Brennwerttechnologie erh旦ht die Energieausbeute enorm. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch CO2. In Kombination mit Solar sogar noch mehr: Dann kommen rund 60 % Ihres Warmwassers und 20 % Ihrer Heizenergie direkt von der Sonne. So einfach funktioniert Klimaschutz, der sich f端r jeden auszahlt. Mehr zu Vaillant Systemen erfahren Sie bei Ihrem Fachpartner oder unter www.vaillant.de

Das gute Gef端hl, das Richtige zu tun.


E NERGIEEFFIZIENZ

Kraftwerk Der Bauherr dieses Hauses hatte neben architektonischen und räumlichen Vorstellungen auch den Wunsch, die eigenen vier Wände mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Damit die Technik möglichst effizient arbeitet, hat er ein intelligentes Steuerungssystem einbauen lassen, das die einzelnen Komponenten miteinander verknüpft. Jetzt erzielt er sogar einen großen Stromüberschuss und ist somit Besitzer eines Plus-Energie-Hauses.

Sämtliche Funktionen und Komponenten des Hauses lassen sich auch über mobile Geräte steuern, dank einer speziellen Gira HomeServer App. Auch Energiekennzahlen sind dort jederzeit einsehbar.

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hotovoltaikanlage, Wärmepumpe, kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Pufferspeicher: Dieses Haus ist mit vielem bestückt, was zu einer regenerativen Energiegewinnung gehört. Doch nur wenn die einzelnen Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind, kann die Anlagentechnik ihre segensreiche Wirkung entfalten und beim Energiesparen helfen. Genau das hatten der Bauherr und Georg Frühauf, Systemintegrator und Geschäftsführer der Sys.Tec Gebäudeautomation, im Sinn, als sie sich an die Planung der Hausautomation machten.

Dreistufiger Energiefluss für hohen Eigenverbrauch Gebaut ist das Haus in Holzständerbauweise mit einer mehrschaligen Dämmung sowie Dreifach-Verglasung der Fenster – damit entspricht es bereits dem Standard eines KfW-

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E NERGIEEFFIZIENZ

Der große Wohn- und Essbereich mit Küche stellt das Zentrum des Familienlebens dar. Das große Wanddisplay erlaubt Zugriff auf alle Technikkomponenten, die mit dem intelligenten KNX-System gesteuert werden.

Auch das Licht ist an die Hausautomation angebunden. Mit farbigen LED lässt sich die Küche individuell und je nach Stimmung beleuchten.

Effizienzhauses 55. Die Nutzung der Sonnenenergie verbessert die Bilanz jedoch noch einmal erheblich, denn die Photovoltaikanlage mit ihren 86 Modulen erzeugt deutlich mehr Strom, als übers Jahr hinweg verbraucht wird. Was aber tun mit dem Überschuss? Genau hier kommt die Anlagentechnik ins Spiel, denn den Solarstrom einfach ins Netz zu speisen, ist nicht mehr attraktiv aufgrund der stark reduzierten Vergütung. „Es geht darum, alle Bereiche möglichst auszuschöpfen und einen erhöhten Eigenbedarf zu ermöglichen“, erklärt Experte Frühauf. Deshalb hat er eine dreistufige Hierarchie geplant, was den Energiefluss betrifft: Zunächst wird die (erweiterbare) Speicherbatterie aufgeladen. Sind weitere Stromüberschüsse vorhanden, springt die Wärmepumpe an und lädt den Warmwasserpufferspeicher auf. Und erst


Die Dachflächen sind mit nicht weniger als 86 Photovoltaikmodulen zur Stromerzeugung bestückt. Unten: Übereck grenzt der Wohnbereich mit Kamin an die Küche.

dann werden zusätzliche Stromerträge ins Netz gespeist. So kann die maximale Menge des Solarstroms selbst verbraucht werden.

Eigenverbrauch soll noch erhöht werden In den ersten vier Monaten, von April bis August 2014, hat die PV-Anlage 12 195 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt, davon konnten 3 588 kWh selbst genutzt werden, nur 991 kWh mussten zwischenzeitlich aus dem Netz bezogen werden, 8 607 kWh wurden eingespeist. Um den Anteil des selbst verbrauchten Stroms zu erhöhen, soll der Lithium-Blei-Batteriespeicher mit einer Kapazität von 5,1 Kilowatt (kW) ausgebaut werden, angepasst an den tatsächlichen Bedarf aufgrund der Beobachtung der Energiedaten über ein Jahr hinweg. Daneben gibt es im

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E NERGIEEFFIZIENZ

Haus zwei Warmwasserboiler mit insgesamt 580 Litern als Pufferspeicher, die mit der überschüssigen Energie erwärmt werden. Der Warmwasserboiler zieht aber erst Strom von der PV-Anlage, wenn diese über 1 500 Watt mehr einbringt, als in dem Moment verbraucht werden und die Batterie geladen ist. Eine Nachlaufzeit von zehn Minuten sorgt dafür, dass der Boiler nicht sofort bei kleinsten Änderungen umschaltet. Beheizt wird mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe, die mit der Lüftungsanlage gekoppelt ist. Hierfür hat Frühauf eigens die Schnittstelle geschaffen. So wird im Sommer bei Bedarf auch gekühlt und es herrscht jederzeit frische Luft im Haus. Dank der Einbindung in die Gebäudeautomation kann die Heizung vorausschauend arbeiten – unter Einbezug der Wetterprognose, von Daten der Wetterstation auf dem Dach und den aktuellen sowie gewünschten Einzel-Raumtemperaturen.

Beheizt wird das Haus mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe in Verbindung mit einer Lüftungsanlage. Zwei Warmwasserspeicher dienen als Puffer, wenn die PV-Anlage viel Strom erzeugt und die Speicherbatterie bereits vollständig geladen ist.

Der Batteriespeicher kann Solarstrom mit einer Kapazität von 5,1 kW speichern. Unten: Der Energieverbrauch lässt sich leicht kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren.

KNX-System koordiniert die Gebäudefunktionen Wie aber lassen sich alle diese energetischen Funktionen – neben weiteren wie Licht, Verschattung, Alarm – miteinander verknüpfen? Grundlage dieser Lösungen ist ein System, das die Daten über Kabelleitungen transportiert, die parallel zum Stromleitungsnetz verlegt werden. Man spricht von einem Bussystem nach KNXStandard. Alle Daten laufen auf dem Gira Facility-Server zusammen. Dort werden die Informationen archiviert, ausgewertet und in logische Befehle verarbeitet. Was so ein KNX-Sytem leisten kann, hat sich der Bauherr zunächst live in einem Showroom angeschaut, dem Gira Revox Studio im Nimbus Mock-Up in Stuttgart. Die zentrale Steuerung von Licht, Jalousien, Musik oder Heizung sowie die zeitgemäße Bedienung über Handy und Tablet auch von unterwegs aus – das hat den Bau-

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Foto: Elmos Photo-Design

„Eine Hausautomation ist ein nachhaltiges Investment, für das man erweiterte Sicherheit bekommt und Komfort. Diese Flexibilität ist mit konventioneller Installation nicht oder nur sehr schwer zu erreichen.“ Georg Frühauf, Elektroplaner

herrn überzeugt. Planung und Ausführung der Elektroinstallation lagen in verschiedenen Händen. „Wir konzentrieren uns auf die Planung, schaffen die Grundlagen und erstellen den Installationsplan, den dann ein regionaler Handwerker umsetzt“, erläutert Frühauf. Dennoch bleibt der Planer auch während der Installation im Spiel. „Wir organisieren und koordinieren und sind dann die rechte Hand für den Bauherren und für den Installateur.“ Für den Bauherrn sei es im Hinblick auf Wartungen oder Erweiterungen angenehmer, wenn er einen Installateur vor Ort habe. Die tatsächliche Energieeinsparung durch die intelligente Technik ist laut Frühauf schwer zu beziffern. Hier handele es sich um einen Fall, wo auch „im Kleinen“ Energie gespart wird. Der Bauherr bereite das Haus z. B. stets individuell auf seine bevorstehende Anwesenheit vor; dazu sei die Bedienung sehr einfach. Deshalb setzt Frühauf die Energieeinsparung im Vergleich zu konventionellem Betrieb hoch an und beziffert sie auf „ca. 25-30 Prozent“. Im Hinblick auf die Kosten gibt der Planer zu bedenken, dass es in der neuen Energieeinsparverordnung „Bonuspunkte“ für Hausautomation gebe und dass generell „die Digitalisierung des Lebens nicht mehr zu stoppen“ sei. Insofern ist das für ihn ein nachhaltiges Investment, für das man erweiterte Sicherheit und Komfort bekommt. „Diese Flexibilität ist mit konventioneller Installation nicht oder nur sehr schwer zu erreichen.“ jh ❚

Oben und unten rechts: Dank der Video-Türsprech-Station sind die Bewohner immer im Bild, wer vor der Haustür steht bzw. stand. Das Videobild der Gira Türstation wird ins Innere des Hauses auf die Touchpanel übertragen. Die Familie kommt mittels gespeicherter Fingerabdrücke ins Haus (Gira KeylessIn Fingerprint). Unten links: Mit dem Panikschalter werden alle Leuchten im Haus und Garten aktiviert und potenzielle Einbrecher verschreckt. Im gesamten Haus wurde das Gira Schalterprogramm Esprit Glas Schwarz verwendet.

Daten & Fakten zum Haus TECHNIK: Kabelgebundenes KNX-System, Zentrale: Gira Facility-Server, bei dem alle Informationen zusammenlaufen, ausgewertet werden und der die Befehle an die Komponenten weitergibt; verknüpft sind: Licht und Jalousien (mit Anwesenheitssimulation), Alarmanlage (gekoppelt an FingerprintVerriegelung); Energietechnik, bestehend aus: Photovoltaikanlage mit Speicherbatterie, Luft-Luft-Wärmepumpe, zwei Pufferspeicher, kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung; Zugriff auf die Haussteuerung per Smartphone über Gira Home-Server-App.

SYSTEM-HERSTELLER: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG 42477 Radevormwald Tel 0 21 95/6 02-0 www.gira.de

PLANUNG UND UMSETZUNG PV-ANLAGE/ BATTERIESPEICHER: Volker Pfister, Techmaster GmbH 72379 Hechingen Tel. 0 74 71/9 60 19 80 www.techmaster.de

SYSTEMINTEGRATOR: Georg Frühauf, SYS.TEC Gebäudeautomation GmbH & Co. KG 71088 Holzgerlingen Tel. 0 70 31/41 61 78-0 www.sys-tec.info

SHOWROOM: Nimbus Group Mock-Up 70469 Stuttgart Tel. 0711/63 30 14-0 www.nimbus-mockup.com

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Intelligent verschattung

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nstrengungen in puncto Energieeinsparung gibt es viele. Bessere Heizungsbrenner, Pumpen, sparsamere Haushaltsgeräte – kaum ein Produkt oder ein System, das nicht effizient sein möchte. Doch die vielen Einzelkomponenten müssen optimal geregelt werden, damit sie im Zusammenspiel eine spürbare Energieeinsparung bewirken können. Genau das leistet eine gute Hausautomation. Zwar gibt es keine exakten Zahlen, wie viel Energie durch intelligente Technik eingespart werden kann, doch 10 bis 15 Prozent erscheinen realistisch, im Einzelfall (siehe die Hausvorstellung ab S. 10) auch mehr. Mithilfe von Sensoren und Aktoren werden Abläufe ermöglicht, in die die Bewohner gar nicht einzugreifen brauchen. Sie werden dadurch im Alltag entlastet, können

Fahren die Rollläden je nach Wetter, Temperaturen und Jahreszeit rauf oder runter, schützt dies das Haus vor Auskühlung bzw. Überhitzung.

Foto: www.velux.de

Die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden werden ständig angehoben. Noch mehr Dämmung bringt kaum noch Einsparungen. Dagegen lohnt es sich, die Energiebilanz mit intelligenter Anlagentechnik zu optimieren.

Vernetzung

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Beleuchtung Mithilfe von programmierten Lichtszenen und Bewegungsmeldern brennt kein überflüssiges Licht, außerdem lassen sich tolle Effekte erzielen.

In supergedämmten Gebäuden sorgt eine kontrollierte Lüftung für frische Luft. Die Wärmerückgewinnung hilft beim Energiesparen, die Einbindung in die Hausautomation optimiert den Betrieb zusätzlich.

Foto: www.vaillant.de

Foto: www.gira.de

Lüftung


Regenerative Energien

Foto:www.rwe-smarthome.de

Heizung

Foto: www.vaillant.de

lohnt sich

Foto: www.jung.de

Mit dem selbst erzeugten Strom von der Photovoltaikanlage können die Heizungsanlage und Lüftung betrieben oder ein Batteriespeicher aufgeladen werden.

Foto: www.solarwirtschaft.de

Sparen

Wenn die Energietechnik optimal vernetzt ist, muss der Hausbesitzer kaum eingreifen. Er kann jedoch jederzeit bequem Einstellungen und Verbräuche überprüfen und ggf. ändern.

elektromobilität Das Einspeisen von selbsterzeugtem Solarstrom ist nicht mehr lukrativ. Möglichst viel Eigennutzung ist daher angesagt. Ein Elektroauto kann überschüssigen Strom speichern.

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aber auf Wunsch jederzeit trotzdem eingreifen und die Abläufe im gewünschten Sinn ändern. Beispiel: Die Programmierung sieht vor, dass die Rollläden im Winter abends zu einem bestimmten Zeitpunkt herunterfahren, um Auskühlung zu verhindern. Das ist besonders vorteilhaft, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Wollen sie jedoch einen schönen Sonnenuntergang bis zum Schluss genießen, können sie manuell dafür sorgen, dass die Rollläden vorerst oben bleiben. Auch bei der Energieerzeugung und der Lenkung der Energieströme leistet die Hausautomation wertvolle Hilfe. Immer noch werden eine Menge Photovoltaikanlagen auf den Dächern installiert. Lange Jahre galt hier die Devise: Ein bisschen Eigenverbrauch, der „Rest“ ab ins öffentliche Stromnetz – und das lukrativ unterstützt vom Staat. Die Einspeisevergütung für Solarstrom ist jedoch mächtig zusammengeschrumpft, daher lautet jetzt die Devise: So viel Eigenverbrauch wie möglich. Aber wie ist das zu erreichen? Durch eine intelligente Steuerung, die z. B. zuerst die Batterie auflädt, dann die Wärmepumpe anspringen lässt, um den Warmwasserspeicher aufzuheizen. Auch Biomasseheizungen (Pellets, Stückholz) mit Wassertaschen lassen sich in das System integrieren. Ist immer noch Strom übrig, kann auch ein Elektroauto aufgeladen werden. Als letzte Option steht dann gegebenenfalls die Einspeisung ins öffentliche Netz zur Verfügung. Vorteil der mehrstufigen Lösung: Wem das komplette Programm zu teuer ist, kann auch nur einen Teil realisieren und später nachrüsten. jh ❚

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Abbildung: www.ift-rosenheim.de

Fotos: Rademacher

Mit einer Hausautomation laufen viele Dinge von alleine ab. Aber der Hausbesitzer kann auf Wunsch jederzeit manuell in das Geschehen eingreifen, beispielsweise um vor der Heimfahrt das Bad schon mal vorzuheizen.

Energieverluste in der kalten Jahreszeit lassen sich mit einer Hausautomation verhindern, wenn die Rollläden rechtzeitig mit Einsetzen der Dämmerung herunterfahren. Das kann manuell geschehen oder automatisch, wenn ein Wetter- oder Umweltsensor die entsprechenden Daten an den Server schickt und dieser den entsprechenden Befehl erteilt. Links: Das Institut für Fenstertechnik (ift) Rosenheim hat das bereits existierende Energy Label für Fenster weiterentwickelt. Damit kann nun auch der zusätzliche Wärmewiderstand eines außen liegenden Rollladens oder Sonnenschutzes bei der Berechnung der Energieverluste berücksichtigt werden.


F INANZIERUNG

Kredit

Mehr ist mehr Angesichts des historischen Zinstiefs sollten Bauherren in eine zukunftssichere Haustechnik investieren.

A

m Kapitalmarkt herrschen fast schon skurrile Verhältnisse, zum Teil gibt es bereits Strafzinsen auf Bankeinlagen. Doch die Tiefstzinsen erfreuen angehende Bauherren. Darlehen mit 10-jähriger Zinsbindung gibt es – je nach individuellen Voraussetzungen – für etwa 1,2 Prozent Sollzins, eine 15-jährige Zinsbindung ist mit 1,4 Prozent kaum teurer (Stand 29.04.2015). Hoch tilgen, schneller schuldenfrei werden, raten daher die Finanz-Experten. Doch Bauherren könnten die Superkonditionen am Baugeldmarkt auch dazu nutzen, ihr Haus besser auszustatten: eine besonders effiziente Heiztechnik, der Einsatz regenerativer Energien oder eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung sind heutzutage gang und gäbe. Noch effizienter freilich arbeitet die Anlagentechnik, wenn sie mit einem intelligenten Steuerungssystem optimal aufeinander abgestimmt wird. Und: Da solche Systeme modular aufgebaut sind und so problemlos erweitert werden können, bleibt das Haus auch in Zukunft auf dem Stand der Technik. Außerdem bietet ein intelligentes Haus auch in puncto Sicherheit und Komfort einen Mehrwert. Deshalb sollte die Devise für Bauherren lauten: Den Zinsspielraum für eine höhere Tilgung nutzen, aber auch für einen höheren Standard bei der Elektroausstattung. Weitere Finanzierungstipps erhalten Sie in der beigeklebten Broschüre sowie unter: www.bauen-finanzieren.de

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Ein Bauherr beschließt, sein Haus mit einem intelligenten Steuerungssystem auszustatten und investiert inkl. Montagkosten 30 000 Euro mehr als ursprünglich geplant (Darlehen 200 000 statt 170000 Euro; Eigenkapital 100 000 Euro). Er wählt eine 15-jährige Zinsbindung. Zwar zahlt er eine höhere Rate und hat am Ende der Zinsbindung eine höhere Restschuld, aber sein Haus ist wesentlich komfortabler und dauerhaft zukunftssicher. Folgende Rechnung ergibt sich: Kreditsumme 170000 Euro 200 000 Euro Sollzins 1,40 % (eff. 1,41 %) 1,40 % (eff. 1,41 %) Anfängliche Tilgung 4,0 % 4,0% Monatliche Rate 765,00 Euro 900,00 Restschuld nach 15 Jahren 56572,57 Euro 66 555,92 Euro

23.03.15 08:50

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Überschuss Eine dichte Gebäudehülle aus gedämmten Ziegelsteinen sowie eine ausgeklügelte Anlagentechnik: Das sind die Voraussetzungen für die außergewöhnlich gute Energiebilanz dieses Hauses. Die intelligente Steuerung der Technik optimiert die Energieeffizienz.

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Spezielle Programmierung der Wärmepumpe Anders als bei vielen „Plusenergiehäusern“ wird die Energie, die durch die Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 8,8 kWp gewonnen wird, überwiegend selbst genutzt für Stromund Wärmeerzeugung. Der Solarstrom wird zuerst im Haushalt und danach von einer LuftWasser-Wärmepumpe verbraucht, deren Steu-

erung speziell für dieses Haus programmiert wurde. Das Gerät passt die Kompressorleistung dem verfügbaren Solarangebot an und läuft ausschließlich dann, wenn die Sonne scheint und eigener Strom erzeugt wird. Die Wärmepumpe gewinnt aus einem Teil Sonnenstrom mehr als drei Teile nutzbare Wärme aus der Außenluft. Liefert die Photovoltaik-Anlage mehr Strom als aktuell im Haushalt verbraucht wird, wird dieser Überschuss von der Wärmepumpe umgewandelt und als Wärmeenergie im 4 500 Liter fassenden Warmwasser-Pufferspeicher im Keller des Hauses gespeichert. jh ❚

Der Kamin leitet überschüssige Wärme in den Warmwasserspeicher. Familie Michaelis und Bauunternehmer Rainer Körner (rechts) scheinen sichtlich zufrieden mit der Energiebilanz.

Daten & Fakten zum Haus HAUSHERSTELLER UND SYSTEMTECHNIK: KHB-Creativ Wohnbau GmbH 74076 Heilbronn Tel. 0 71 31/1 55 45-0 www.khb-wohnbau.de soleg group AG 94244 Teisnach Tel. 0 99 23/8 01 06-0 www.soleg.de

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BAUSTOFF ZIEGEL: Deutsche Poroton GmbH 10969 Berlin Tel. 030/25 29-44 99 www.poroton.org

Fotos: Deutsche Poroton / Eveline Hohenacker

ieses „Plusenergie-Photovoltaik-Sonnenhaus“ hat einen Primärenergiebedarf von 5,8 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) nach den Richtlinien der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009. Damit orientiert sich das Einfamilienhaus schon heute am möglichen Niedrigstenergiegebäude-Standard für Neubauten, der ab 2020 nach der EUGebäuderichtlinie vorgesehen ist. Diese Energiebilanz basiert auf zwei technischen Gegebenheiten: Erstens, eine Gebäudehülle aus porosiertem Ziegel (Poroton-T8-P), dessen Kammern mit Perlit als Dämmstoff verfüllt sind; zweitens, ein intelligentes Energiemanagement-System, das Photovoltaikanlage, Wärmepumpe und Warmwasser-Pufferspeicher aufeinander abstimmt und das von den Bewohnern auch per Smartphone gesteuert werden kann.


Zuhause ist alles super, Mann! Gigaset elements ist ein modular erweiterbares Smart-Home-System, mit dem man immer weiß, was zuhause los ist. Das elements starter kit ist der erste Schritt, um das Zuhause intelligenter zu gestalten. Die Sensoren registrieren, was zuhause geschieht – und die Basisstation sendet alle wichtigen Informationen an die kostenlose App auf dem Smartphone. So weiß man stets, ob zuhause alles okay ist.

Smartes System. Ideal erweiterbar Mit Gigaset elements kann man sein Zuhause Schritt für Schritt komfortabler und intelligenter machen. Es kommen laufend neue smarte Anwendungen und Sensoren hinzu. Außer bei der neuen elements camera erfolgt die Installation der Anwendungen über Plug-and-play, also ohne Schrauben und Bohren. So hat man sein Zuhause immer im Blick.

Neu: Gigaset elements camera Die neue Gigaset elements camera ermöglicht über die Smartphone-App jederzeit ein Bild von zuhause. Denn die Kamera ist permanent on, WLAN-basiert und bietet Videostreaming in HD-Qualität sowie erstklassige Nachtsicht und einwandfreie Audioübertragung. Und sollte die Kamera eine Bewegung registrieren, wird diese als Ereignis in der App hinterlegt. Kurzum: die perfekte Ergänzung zum Gigaset Smart-Home-System.

Die wichtigsten Merkmale: • Blickwinkel von 80° horizontal und 45° vertikal • WLAN-basiert • Videoübertragung in HD (720p HD mit bis zu 30 FPS) • automatischer Weißabgleich • erstklassige Nachtsicht • Mikrofon für einwandfreie Audioübertragung • updatefähig, die Updates erfolgen über IP Zusätzliche Funktionen sind optional in verschiedenen In-App-Paketen buchbar: vom gleichzeitigen Einsatz mehrerer Kameras über eine manuelle Videoaufzeichnung bis hin zur exklusiven Vollfunktion, die automatische Videoaufzeichnungen im Alarmfall und beim Homecoming beinhaltet.

Gigaset elements ist ein modular erweiterbares Smart-Home-System: Die Sensoren registrieren, was zuhause geschieht – und die Basisstation sendet alle wichtigen Informationen an die kostenlose App auf dem Smartphone.

Superhelden live beobachten Alexander befindet sich mittags in seinem Büro, als er eine Push-Nachricht auf das Smartphone bekommt: Zuhause wurde die Tür regulär geöffnet. Um die Zeit wird es wohl seine Frau sein, die den achtjährigen Sohn von der Schule abgeholt hat. Er ruft sie kurz an. Und tatsächlich, seine Frau ist soeben nach Hause gekommen und verrät ihm, dass sich der Sohn eine nette Überraschung für Alexander ausgedacht hat. Also sieht sich Alexander jetzt mit Gigaset elements camera amüsiert an, wie sein Sohn als Superheld verkleidet im Wohnzimmer rumtobt.


S ICHERHEIT

80 % der Einbrüche

in Einfamilienhäuser erfolgten

über Fenster & Fenstertüren

Alle 3,5 Minuten

passiert in Deutschland

ein Einbruch

Sicherung hilft: 40 % aller Einbruchsversuche scheitern.

Schutz

Schild

Es ist weder kompliziert noch teuer, „Ede“ die Tour zu vermasseln. Mechanische Schutzmaßnahmen wie etwa Sicherheitsbeschläge versperren ungebetenen Besuchern ihren Lieblingsweg: Fenster und Fenstertüren. Mit smarter Alarm- und Steuerungstechnik lässt sich der Schutz der eigenen vier Wände noch weiter ausbauen.

L

aut einer Studie von 2012 fühlt sich die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung (80 Prozent) in ihrer Wohnumgebung sicher. Vielleicht zu sicher? Zu sorglos? Fakt ist, die Einbruchszahlen steigen seit Jahren: 2013 registrierte die Polizei in Deutschland 149 500 Einbruchsversuche – 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. In 60 Prozent dieser Fälle waren die Ganoven erfolgreich und erbeuteten dabei im Schnitt 3 300 Euro pro Bruch. Und oft hört man

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von Betroffenen dann die Aussage: „Gestohlen wurde nicht viel, aber das Chaos, das die Einbrecher hinterließen, war entsetzlich und das Gefühl, dass Fremde in meinen privatesten Sachen herumgewühlt haben, bedrückt mich immer noch.“ So geht es immer mehr Menschen in Deutschland. Stärker als ländliche Gebiete werden Häuser und Wohnungen in Großstädten von Langfingern heimgesucht. Dabei finden in den sogenannten dunklen Monaten von November bis März und abends die meisten Einbrüche statt. Freitags und samstags sind Ede und Co. besonders aktiv: Wenn die Bewohner zum Einkaufen, zu Wochenendausflügen oder ins Kino aufbrechen, schlägt ihre Stunde. Aber auch zu anderen Tages-, Wochen- oder Jahreszeiten sollte man sich nicht in Sicherheit wähnen: Laut polizeilicher Kriminalstatistik ist der Tageswohnungseinbruch 2013 im Vergleich


Täter benötigen nur

einfaches Werkzeug und wenige Sekunden

Bissiger Hund

Hier gibt‘s was

Bissiger Hund

Für den Uneingeweihten sehen sie aus wie harmlose Kinderkritzeleien, doch bei den paar Strichen, Kreuzen oder Kreisen kann es sich auch um Geheimzeichen von Kriminellen handeln. Mit sogenannAlte Leute ten Gaunerzinken hinterlassen sie anderen Bandenmitgliedern Nachrichten. Ein Kreuz neben einem Klingelschild teilt mit, dass es hier etwas zu holen gibt, ein umgedrehtes „T“ neben dem Briefkasten oder am Türrahmen, dass hier eine alleinstehende Person wohnt. Wer solche Zeichen, die auch ganz klein und unauffällig sein können, entdeckt, sollte sie fotografisch dokumentieren und dann Hier gibt‘s was entfernen, rät die Polizei.

Sichern: Reguläre Tür- und Fensterbeschläge stellen meist kein ernst zu nehmendes Hindernis für erfahrene Einbrecher dar. Spezielle Sicherheitsbeschläge an allen leicht zugänglichen Fenstern und Türen stellen eine erste ernsthafte Hürde dar. (www.roto.de)

ier gibt‘s was

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Alleinstehende Person

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A

Am Abend kommend

Täuschen: Smarthome-Technik kann poten-

Alleinstehende zielle Einbrecher Person abschrecken, indem Hier etwa gibt‘s Geld

Am Abend kommen

abends das Licht in verschiedenen Räumen an- und wieder ausgeht. Zumindest SpontanTäter schreckt das ab. (www.osram.de)

Foto: Roto

Wachen: Netzwerkkameras und Alarmanlagen können Bewegungen registrieren und online die zugehörigen Bilder aufs Smartphone liefern. (www.lupus-electronics.de) Hier gibt’s Geld!

ssiger Hund

Hier gibt‘s was

zum Vorjahr überproportional um 5,8 Prozent angestiegen. Gemäß dem Netzwerk „Zuhause sicher“ sind für 80 Prozent aller Wohnungseinbrüche Gelegenheitstäter verantwortlich, die mit leichtem Werkzeug unauffällig und schnell in eine Wohnung oder ein Haus einsteigen: Das Aufhebeln von ungesicherten Wohnungstüren, vor allem aber von Fenstern und Fenstertüren, dauert nur Sekunden und gehört daher zu den bevorzugten Einbruchsmethoden. Der Gesamtschaden, den die deutsche Versicherungswirtschaft aufgrund dieser Delikte begleichen musste, belief sich 2013 auf 480 Millionen Euro – nur 15,5 Prozent der Einbrüche konn-

2013 wurden in Deutschland 149 500 Wohnungseinbrüche angezeigt

Alte Leute

Alleinstehende Person

ten von der Polizei aufgeklärt werden. Nicht in Zahlen zu bemessen sind allerdings der Verlust von Erinnerungsstücken und die nachhaltige Verunsicherung, die Opfer von Wohnungseinbrüchen beklagen. Was die Statistik auch zeigt: Es ist nicht sehr schwierig und auch nicht übermäßig teuer, sich effektiv gegen die meisten potentiellen Einbrüche zu wappnen. Werden etwa alle Wohnungstüren mit dreifach schließenden Schlössern und sogenannten Sicherheits-Schließzylindern ausgerüstet, benötigt ein potenzieller Einbrecher statt weniger Sekunden, einer Zange und einem Schraubenzieher jetzt mehrere Minuten und ein Brecheisen, um sich Zugang zu verschaffen. Dabei verursacht er einen Heidenlärm, der die Nachbarn aufschrecken würde. Gelegenheitstäter ziehen angesichts solcher Schutzmaßnahmen lieber zum nächsten Objekt weiter, so das Bissiger Hund Kalkül.

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H


S ICHERHEIT Stiller Wachhund: Smarthome-Systeme haben teils Haushüter-Funktionen, die abends bestimmte Aktionen nach dem Zufallsprinzip ausführen, etwa Leuchten, die in verschiedenen Zimmern angehen. (www.rwe-smarthome.de)

iSchloss: Das Danalock-Schloss sorgt für zuverlässig verschlossene Türen per App. (www.smartlock.de)

Lärm-Griff: Der Abus FG300A verriegelt sicher und wird bei Aufhebelversuchen laut. (www.abus.de)

In Einfamilienhäusern sind Fenster im Erdgeschoss und Terrassentüren die häufigsten Eingänge für Langfinger. Aus gutem Grund: Um eine Fenstertür aufzuhebeln, benötigen versierte Ganoven nur einen großen Schraubenzieher und vielleicht einen Hammer. Zeitbedarf: Wenige Sekunden, sofern keine Sicherheitsbeschläge die Fenstertüren mechanisch schützen. Sicherheitsexperten empfehlen, den Schutz der Außenhülle des Hauses um smarte Hausoder echte Alarmtechnik zu ergänzen. Lampen mit Zeitschaltuhr oder Haushüter-Funktionen in Smarthome-Systemen (oben rechts) lassen das Haus für flüchtige Betrachter bewohnt wirken. Die meisten ungebetenen Gäste ziehen weiter, wenn sich im Haus Lichter ein- und ausschalten. Doch echten Schutz bringt erst echte Alarmtechnik mit Schreck- und Signalwirkung. Die kann aus smarten Fenstergriffen mit Alarmsirene bestehen (siehe links), aus Überwachungstechnik im Smarthome-Paket oder gleich aus einer amtlichen Alarmanlage. Sicherheits-Profis empfeh-

len Letzteres. Gibt eine scharf geschaltete Anlage bei Einbruch Alarm, dann schlägt die Sirene den Enbrecher in die Flucht und meldet den Einbruch an vordefinierte Mailempfänger und Telefonnummern (siehe Seite 34). Allerdings ist die Selbst-Installation einer Alarmanlage für Laien nicht zu empfehlen – Planungs- und Installationsfehler steigern die Gefahr von Fehlalarmen und mindern die Wirkung echter Alarme. Überwachungslösungen in Smarthome-Paketen können zumindest erste Sicherheit bieten. Einen Überblick über deren Funktionen finden Sie im Praxistest auf den folgenden Seiten. ab/rot ❚

Die Kriminalpolizei rät: Interview mit Harald Schmidt, Geschäftsführer der Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Herr Schmidt, die Wohnungseinbruchszahlen in Deutschland steigen seit Jahren. Schützen sich die Deutschen zu wenig gegen Einbruch? Schmidt: Ja, das ist definitiv eines unserer großen Probleme. Viele Menschen in Deutschland sind nachlässig, wenn es um den Schutz vor Einbrüchen geht. „Bei mir wird schon nicht eingebrochen, da ist ja nichts zu holen“ ist ein häufiger Grund, den Schutz zu vernachlässigen. Ist jeder betroffen? Wer sollte sich besonders vorsehen? Schmidt: Es kann absolut jeden treffen! Die statistische Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, ist zwar in der Großstadt höher als auf dem Land. Aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Mit unserer Einbruchschutzkampagne K-Einbruch setzen wir insbesondere auf die Eigenverantwortlichkeit der Bürgerinnen und Bürger. Schon durch wenige Vorkehrungen kann jeder etwas zu seiner Sicherheit beitragen.

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Gibt es Schutzmaßnahmen, die die Kriminalpolizei grundsätzlich empfiehlt? Schmidt: Neben dem richtigen sicherheitsbewussten Verhalten sowie personellen und organisatorischen Maßnahmen empfehlen wir die mechanische Grundsicherung von Türen und Fenstern. Sie hat oberste Priorität. Elektronische Systeme sollten diese sinnvoll ergänzen. Erfahrungsgemäß erreicht man erst dadurch einen optimalen Einbruchschutz. Wo bekomme ich eine individuelle Einbruchschutz-Beratung? Schmidt: In vielen Bundesländern beraten unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Zudem gibt es umfassende Informationen zum richtigen Einbruchschutz unter www.k-einbruch.de. Letztendlich kommt es aber immer auf den Einzelfall an. Deshalb sollte vor einem Hauskauf oder Umbau die richtige Beratung erfolgen – zum Beispiel bei einer polizeilichen Beratungsstelle oder einem Ortstermin. Ihre nächstgelegenen Ansprechpartner bei der Polizei finden Sie über die Beratungsstellensuche der polizeilichen Kriminalprävention unter www.k-einbruch.de


Mein Fertighaus- und Massivhaus-Portal › Hausdatenbank 1.500 Häuser von mehr als 150 Hausherstellern. Fertig-, Massiv- und Holzhäuser mit allen detaillierten Hausinformationen, Ausführungen und Preisangaben. › Alles Infos auf einen Blick News aus der Fertighauswelt, nützliche Bauberater und Ratgeber in Sachen Geld & Recht finden Sie hier – aktuell und kompetent aus unserer Fachredaktion. › Top Themen Mit vertiefenden Produktinformationen, kompakten Basis- und Hintergrundwissen sowie detaillierten Planungstipps liefern wir Ihnen alles Wissenswerte rund ums Bauen. › Web 2.0! Sie finden uns auch auf Facebook, Twitter und Google+. Wer bauen will, besucht das Fertighaus- und Massivhaus-Portal www.bautipps.de

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S ICHERHEIT

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Alles

im Blick

Smarthome-Systeme und Kameras zum Nachrüsten können das Heim im Auge behalten, wenn man nicht da ist. Dank Bewegungsmelder, Türsensoren und anderen Kniffen melden sie ungebetene Gäste – oder schrecken diese bereits vorher ab.

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ine vollwertige Alarmanlage können die Sicherheitsfunktionen von SmarthomeSets nicht unbedingt ersetzen. Auch den mechanischen Schutz an Fenstern und Türen ersetzt die Heimüberwachung durch Kameras oder Bewegungsmelder längst nicht. Doch wer sich mit intelligenter Steuerungstechnik ausstattet, der kann Sicherheitsaspekte wie etwa die Erfassung von Bewegungen in der Wohnung oder die Installation einer Überwachungskamera durchaus ins Kalkül ziehen. Das kostet nicht die Welt, hat aber neben der Alarmierung und Kontrollmöglichkeit bei Einbrüchen weitere praktische Nebenaspekte. Unabhängig von potenziellen Einbruchsgefahren lassen sich Überwachungskameras etwa auch als visuelle Babyphones einsetzen – viele Modelle haben dafür eine


Gigaset Elements Gigaset Elements widmet sich ganz der Raumkontrolle. Dementsprechend gehören zum Starterset für knapp 200 Euro ein Türsensor und ein Bewegungsmelder. Weitere Tür- oder Fenstersensoren, eine Alarmsirene (je 49 Euro) sowie Überwachungskameras (je 149 Euro) lassen sich zusätzlich in das System integrieren, sodass es den gesamten Haushalt im Blick behalten kann. Bis auf die Kamera, die über WLAN funkt, tauschen die Komponenten ihre Daten über den Funkstandard „DECT Ultra Low Energy“ (DECT ULE) aus. Der lehnt sich an die Funkübertragung von Schnurlostelefonen an und bietet eine große Funkreichweite bei geringem Energiebedarf. In der Testumgebung deckten die Komponenten tatsächlich den gesamten Haushalt problemlos ab. Das logische Zusammenspiel zwischen den Komponenten klappt zuverlässig: Über den Tür- und den Bewegungssensor im selben Raum erkennt das System zum Beispiel automatisch, ob jemand das Haus verlässt oder gerade heimkommt, und meldet etwa „Homecoming“ an die zugehörige Smartphone-App, wenn sich die Türe öffnet und dann Bewegung im Flur registriert wird. Ist eine Kamera im System angemeldet, dann nimmt sie automatisch immer dann Videobilder auf, wenn jemand die Wohnung betritt. Die Videos werden, wie alle Meldungen, sicher in einem persönlichen Gigaset-Onlineaccount gespeichert. Für die Videoüberwachung wird dessen Nutzung allerdings kostenpflichtig – Speicher-Pakete gibt‘s ab 99 Cent pro Monat. Die Kamera reagiert auf Impulse der Sensoren so schnell, dass sie Bilder ab dem Moment erfasst, in dem sich die Türe öff-

Das Elements-Starterset besteht aus der Zentrale (rechts), einem Bewegungs- und einem Türsensor – genug, um das Kommen und Gehen etwa an der Haustüre zu erfassen. Die WLAN-Kamera (oben rechts) ist separat erhältlich.

net. Die Tür- und Fenstersensoren sind schlauer als normale Magnetschalter: Per Beschleunigungssensor erkennen sie auch Erschütterungen, etwa wenn eine Tür gewaltsam geöffnet wird, und geben dann Alarm – wenn vorhanden auch vor Ort über die Alarmsirene. Fenster-Sensoren erkennen gekippte und geöffnete Fenster und geben etwa auch dann eine Warnung, wenn ein Gewitter naht und das Fenster offen steht. All diese Szenarien sind in der Gigaset-Zentrale und der zugehörigen App bereits vorbereitet. Mit Licht oder Heizung hat Gigaset Elements allerdings nichts am Hut.

Fazit www.gigaset-elements.com

+ Einfache Installation, kombiniert Sensoren intelligent -- Nur Überwachungsfunktionen,

spezielle Nachtsicht-Funktion, teils gibt es sogar Gegensprech-Funktionen. Will man das Ganze auf die Spitze treiben, dann sind damit natürlich alle möglichen weiteren Kontrollfunktionen möglich – von den Arbeitszeiten der Putzhilfe bis zur Heimkehr des Nachwuchses aus der Schule. Jedermann muss hier selbst entscheiden, wie weit er gehen möchte. Schließlich fördern „Big Brother“-Methoden nicht unbedingt den Familienfrieden. Und nicht alles, was möglich ist, sollte auch eingesetzt werden oder ist legal.

Information bringt Sicherheit Insgesamt dienen die Überwachungsfunktionen eines Smarthome-Systems aber ohnehin eher zur Information der Bewohner selbst als zur Alarmierung. Sicherheitsdienste würden ein vom

Onlinedienst teils offline

Alles gut: Gigaset Elements erkennt, wenn jemand heimkommt. Die Tür öffnet sich, dann erfasst der Bewegungssensor die Person im Raum.

Die App bietet Voreinstellungen mit passenden Alarmierungen. Im „Unterwegs“-Modus etwa löst jede Tür- und Fensteröffnung Alarm aus.

Kunden selbst installiertes System nicht als Informationsquelle annehmen. Und wer eine Alarmsirene oder einen ferngesteuerten Brandmelder zur lokalen Alarmierung einsetzt, der sollte sich ganz sicher sein, dass kein zufällig vorbeihuschendes Tier den Alarm fälschlicherweise auslösen kann – oder der Nachbar, der während des Urlaubs den Briefkasten leert. Auf Dauer bewirken Fehlalarme, dass echte Alarmierungen gar nicht mehr ernst genommen werden. Auf jeden Fall sollte man zusätzlich zum technischen Schutz auch jemanden in der Nachbarschaft haben, der im Zweifelsfall nachschaut, was tatsächlich los ist – und einen möglichen Fehlalarm aufklärt, bevor die Polizei alarmiert wird. Denn ein falscher Alarm mit Beteiligung der Beamten wird richtig teuer. Andererseits kann

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S ICHERHEIT

RWE Smarthome

Das Smarthome-System von RWE lässt sich um eine WLAN-Kamera von Samsung ergänzen.

Typische Sicherheits-Anwendung im RWE-System: Der Bewegungsmelder bringt die Kamera dazu, ein Foto zu machen und zu speichern. Das Heimsteuerungssystem RWE Smarthome zählt zu den bekannteren Lösungen für die Licht-, Heizungssteuerung oder auch das Management von Solaranlagen und Hausbatterien. Mit Funktionsergänzungen und passendem Zubehör lassen sich dessen Funktionen auch zum Wohle der Sicherheit ergänzen. Von Anfang an bot RWE Smarthome etwa den „virtuellen Bewohner“. Die Funktion lässt sich kostenlos laden und dann mit bestimmten Verbrauchern koppeln – etwa per Zwischenstecker gesteuerte Lampen oder Funk-LED-Leuchten à la Philips Hue. Die neuesten Sicherheits-Funktionen gehen noch weiter. Zwei WLAN-Überwachungskameras von Samsung für innen (oben, 199 Euro) oder außen (229 Euro) lassen sich ebenfalls in RWE Smarthome integrieren. Die Kamera wird zunächst nach Herstellerangaben in Betrieb genommen. Dann lädt man im RWESmarthome-Menü die zugehörige Kamera-App und meldet die IPCam dort nochmals an. Nun kann sie beispielsweise bei Abwesenheit immer dann ein Foto machen, wenn ein im Raum installierter Bewegungsmelder anschlägt. Die zugehörigen Programmierungen erfolgen über die grafische Smarthome-Menüoberfläche und stellen mit etwas Übung kein größeres Problem dar. Die Kamera nimmt unter RWE Smarthome allerdings nur Standbilder auf, weitere Funktionen wie etwa ein Babymonitor mit Gegensprechfunktion sind nur über die IP-Cam-App von Samsung verfügbar. Fotos aus der Kamera werden online in einem eignen Verzeichnis gespeichert. Eine Alarmsirene gibt es bei RWE Smarthome nicht. Ist ein Rauchmelder von RWE Smarthome installiert, kann man diesen aber zweckentfremden. Allerdings sollte der Bewegungsmelder dann tatsächlich nur Bereiche abdecken, die nicht für Fehlalarme anfällig sind – also zum Beispiel keine Fenster anvisieren. Für Alarm-Benachrichtigungen per SMS oder E-Mail ist ein kostenpflichtiger Messagingdienst nötig. Push-Nachrichten wie bei Gigaset Eelements wären eine deutlich günstigere Alternative.

Zusatz-Paket: Um per Mail oder SMS über Alarme benachrichtigt zu werden, ist ein kostenpflichtiges Messaging-Paket notwendig.

Die Funktion der Kamera und des Bewegungsmelders wird als AbwesenheitsSituation konfiguriert. Die lässt sich dann in der App oder von Hand über einen Taster aktivieren.

Fazit www.rwe-smarthome.de

+ Kamera funktioniert auch solo, virtueller Bewohner, weitere Steuerungsfunktionen -- Kein Alarm als Push-Nachricht in der App, eher komplex, wenig Foto-Speicher

sichtbare Sicherheitstechnik Gelegenheits-Einbrecher auch wirkungsvoll abschrecken. Und Smarthome-Technik lässt sich natürlich auch anders einsetzen – durch intelligente Schaltungen in der Haus-Steuerung etwa. Fahren abends die Rollläden herunter und geht dahinter in verschiedenen Räumen immer wieder das Licht an und aus, dann macht das Haus auch während des Urlaubs einen bewohnten Eindruck. Spontan-Täter lassen dann oft von ihrem Einbruchsvorhaben ab und wenden sich leichterer Beute zu. Mechanisch sichere Fenster und Türen

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ersetzen solche Ablenkungsmanöver natürlich nicht. So bringt unterm Strich erst die Summe aller Vorsorgemaßnahmen volle Sicherheit. Wer noch weitergehenden Schutz vor Einbrüchen sucht, der sollte sich auf jeden Fall von einem Sicherheitsexperten beraten und im Zweifelsfall eine echte Alarmanlage installieren lassen. Die bietet eine ganze Reihe zusätzlicher Funktionen. Welche vernetzten Lösungen es dabei gibt und wie auch „reinrassige“ Alarmanlagen sich mit der übrigen Haustechnik intelligent verbinden lassen, erfahren Sie ab Seite 32. rot ❚


Lupusnet HD-LE 200

Fliegendes Auge: Mit Lichtgeschwindigkeit schwenkt und neigt die Kamera zwar nicht, sie deckt aber einen großen Bewegungsradius ab – lokal und aus der Ferne gesteuert.

Wer einfach mal von unterwegs aus sehen möchte, ob zu Hause alles klar ist, der findet in der Lupusnet HD-LE 200 für knapp 150 Euro einen universellen und günstigen Partner. Das Bild der Kamera lässt sich aus der Ferne via Smartphone- und Tablet-App oder über den Internetbrowser anzeigen, die Kamera selbst ist motorisch fernsteuerbar. Gegenüber starren Überwachungskameras nimmt sie allerdings einen deutlich kleineren Blickwinkel auf. Sie hat eine gute Infrarot-Nachtsichtfunktion, die auch größere Räume gut ausleuchtet. Die Übertragung der Bilder erfolgt per Weiterleitung ihrer IP-Adresse

über einen Server des Herstellers. Diese Methode ist recht sicher: Es werden dabei nur IP-Adressen über einen Server in Deutschland zugeordnet und keine privaten Daten gespeichert. Dafür ist die Konfiguration nicht ganz trivial – im Zweifel ist ein bisschen Netzwerkwissen hilfreich, um die Direktverbindung von unterwegs über eine sogenannte Portweiterleitung im DSL-Router einzurichten. Die Kamera selbst bietet keine Alarmierung oder Bewegungserkennung, sie lässt sich aber in Alarm- und SmarthomeAnlagen integrieren, wie sie der Hersteller Lupus Electronics auch anbietet.

Fazit www.lupus-electronics.de

+ Gute Nachtsichtfunktion, Gegen--

sprechmöglichkeit, großer Bewegungsbereich Keine Bewegungserkennung und Alarmierung, komplexe Installation

perfekt

getaktet

Hausbau und Orchesterarbeit haben eines gemeinsam: Nur wenn das gesamte Ensemble harmoniert, stimmt das Ergebnis. So bauen wir Ihr Zuhausehaus in nur drei Monaten – Stein auf Stein. Und weil Sie bei uns die erste Geige spielen, geben wir darauf zehn Jahre Garantie. www.viebrockhaus.de/perfekt

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S ICHERHEIT

Withings Home Withings Home ist ein Gegenentwurf zur Lupus-Kamera. Der schlichte Zylinder ist eher ein Wohn-Accessoire denn ein Überwachungsgerät. Dennoch entgeht der Frontlinse und dem eingebauten Mikrofon keine Aktion. Daneben misst ein Sensor die Luft-Qualität und meldet hohe CO2-Konzentrationen ebenso wie Bewegungen und Geräusche an die Smartphone-App des Bewohners – egal, ob der vor Ort ist oder nicht. Ein Zu-HauseButton wäre hilfreich, um nicht ständig via App mit den Filmt, misst und hört zu: Withings Home ist ein Universal-Monitor fürs Heim – wenn die Kamera funktioniert.

eigenen Aktivitäten konfrontiert zu werden. Nach der kinderleichten Installation hielt die Kamera im Praxistest allerdings selten länger als zwei Tage die Funkverbindung aufrecht. Dann war sie offline und musste neu gestartet werden – getestet in zwei verschiedenen WLAN-Funknetzen. Diese Kinderkrankheit müssen die Entwickler noch beheben, sonst bleibt die Kamera eben doch nur ein nettes Wohn-Accessoire.

Fazit www.withings.com Tolles Konzept, Anbindung an Apple Homekit Im Test keine dauerhafte Netzwerk-Verbindung

+ --

Weitere Cams Wer sein Heim von unterwegs aus im Blick behalten möchte, einen visuellen Babysitter benötigt oder auch nur seine Haustiere im Sichtfeld haben will, der findet noch viele weitere Kamera-Lösungen mit mehr oder weniger ausgefuchsten Erkennungs- und Alarmierungsfunktionen.

Die brandneue Netatmo Welcome verkörpert ein anderes Konzept als die übrigen Überwachungskameras. Sie soll die Bewohner des Hauses per Gesichtserkennung erfassen und so wie ein Butler melden, wer gerade das Haus betritt. Ob Töchter das immer so toll finden wie im Bild dargestellt, sei einmal dahingestellt. Immerhin erkennt die Cam unbekannte Gesichter auch als solche. Ob diese sich wiederum automatisch mit den Fahndungslisten der Polizei abgleichen lassen, ist bislang unbekannt. Clever wär’s schon, aber datenschutzrechtlich nicht ganz trivial. Netatmo Welcome soll im Laufe des Sommers auf den Markt kommen. www.netatmo.com

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Reine WLAN-Kameras wie die Philips M115G (um 180 Euro) erkennen Bewegungen oder Geräusche und starten daraufhin eine Aufnahme. Diese wird automatisch in einem zugehörigen Cloud-Speicher hochgeladen. Dazu sendet die Kamera beziehungsweise der Onlinespeicher auch eine Nachricht an die zugehörige Smartphone-App. www.philips.de


Gira Sensotec Mit den Bewegungsmeldern Sensotec und Sensotec LED bietet Gira eine BeleuchtungsAutomatik, die Bewohnern hilft und Einbrecher abschrecken kann. Anders als normale Bewegungsmelder erfassen die Sensotecs ihre Umgebung über hochfrequente Wellen, die Bewegungen anhand leichter Frequenzänderungen in den zurückgeworfenen Wellen erkennt. Die Technik basiert auf dem Dopplereffekt, einem physikalischen Effekt, der dafür sorgt, dass sich Frequenzen ändern, sobald sich ihre Quelle bewegt. Er lässt etwa Polizeisirenen höher klingen, so lange sich das Fahrzeug nähert und tiefer, wenn es sich entfernt. Die Sensotecs bieten mehrere Schaltzustände – erkennen sie eine Bewegung im weiteren Umkreis, dann sollen sie das Licht im Raum gedimmt einschalten. Aus nächster Nähe dienen sie als berührungslose Lichtschalter und können dann etwa das Raumlicht in voller Helligkeit aktivieren. Der Sensotec LED hat eine eigene Leuchte eingebaut, die bei Bewegungen im Erfassungsfeld selbst eine Orientierungshilfe zum Schalter bietet. www.gira.de

Ping-Pong-Prinzip: Die hochfrequenten Wellen aus dem SensotecSchalter werden an Betonwänden reflektiert. So kann der Schalter sogar gewissermaßen um die Ecke schauen.

Bewegungsmelder, Schalter, Dimmer und Orientierungslicht in einem – der Gira Sensotec LED kann viele Beleuchtungsaufgaben im Haus übernehmen.

DoorlinePro Auch eine schnöde Tür-Gegensprecheinrichtung kann vor ungebetenen Gästen schützen – dann nämlich, wenn die Einbrecher zunächst einmal klingeln, um zu sehen, ob nicht doch jemand da ist. Die Doorline Pro des deutschen Herstellers Telegärtner lässt sich direkt mit der Telefonanlage oder dem DSL-Router und dessen Telefonfunktion verbinden. Für diese Nebenstelle lässt sich eine Rufumleitung aufs Handy programmieren, dann kommt jedes Klingeln garantiert an. Überall auf der Welt. Doch auch zu Hause ist das Ganze recht praktisch – statt zur Tür zu laufen, kann man Besucher am Telefon begrüßen. www.telegaertner-doorline.de

iSmart Alarm

Siedle Nicht nur Einbrecher sind ungebetene Gäste – mancher Störenfried klingelt ganz offiziell an der Haustüre. Eine Gegensprechanlage mit Videofunktion zeigt immer gleich, wer tatsächlich da ist. Experte für diese Technik ist die Firma Siedle. Sie bietet jetzt ein „Fischauge“ für die Klingelanlage an. Die neue 180-Grad-Kamera für Siedle-Sprechanlagen soll alles zeigen, was sich in der Umgebung der Haustüre abspielt – das UltraweitwinkelObjektiv erfasst alles. Natürlich auch die willkommenen Besucher. www.siedle.de

Tür-Kommunikation mit „Fischaugen“-Optik: Der neuen 180-Grad-Kamera soll garantiert nichts entgehen.

Einen günstigen Einstieg in die cloudgestützte Heimüberwachung bietet die US-Marke iSmart mit ihrem Alarmset zum Nachrüsten ab etwa 200 Euro. Dafür gibt es ein Starterset mit Bewegungsmelder, zwei Tür-/Fensterkontakten und einer Zentrale. Zusätzlich ist eine Kamera zu haben, die sich bei erkannten Bewegungen aktiviert und Aufnahmen in einen Cloudspeicher ablegt. Dieser ist, anders als bei der Konkurrenz, kostenlos nutzbar. Tür- oder Fensterkontakte, die normales Öffnen von Aufhebeln unterscheiden können, bietet diese Anlage allerdings nicht. Dafür sind Funk-Fernbedienungen dabei. www.ismartalarm.com

Weiße Weste: iSmart Alarm soll Eindringlinge direkt aufs Smartphone melden.

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S ICHERHEIT

Immer auf

EmpfanG Die neue Alarmanlage „Secvest 2Way“ vom deutschen Hersteller Abus bietet übers Internet Zugriff auf alles, was Hausbesitzern wichtig ist und kommuniziert mit der übrigen Haustechnik – ein Praxiseindruck von der vernetzten Sicherheitstechnik.

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larmanlage und Smarthome? Die Kombination dieser beiden Haustechnik-Bereiche trieb Systemintegratoren und Sicherheitsexperten lange Zeit Schweißperlen auf die Stirn. Alarmanlagen müssen dem „Prinzip der Zwangsläufigkeit“ folgen, dürfen weder versehentlich Fehlalarme auslösen noch einen Einbruch übersehen. Lange Zeit war dieser Anspruch damit verbunden, dass die Sicherheitstechnik von anderen Bereichen der Haustechnik abgekoppelt war. Überwachung per Smartphone-App? Zu unsicher. Verbindung mit Abwesenheitsszenarien im Smarthome? Zu störanfällig.

Die Alarmanlage kommuniziert Mit der neuen Secvest 2Way geht Abus im Vergleich zu den früheren Ansprüchen einen anderen Weg: Die Alarmanlage ist für Privat-Haushalte oder kleine Büros konzipiert und nutzt sämtliche Kommunikationskanäle und Vernetzungsoptionen, die man auch in der Hausautomation

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kennt. Und sie bietet eine Reihe von Schnittstellen, um sie mit der Heimsteueurng zu vernetzen. Zunächst besteht die „Secvest 2Way“, wie schon ihre Vorgängerinnen, aus einer Zentraleinheit, die am besten im Technikraum des Hauses installiert wird. Sie ist per Funk mit allen möglichen Alarmierungs-, Melde und Steuerungs-Komponenten verbunden (siehe Seite 36). Typisch für Abus ist, dass Sensoren zur Sicherung der Gebäudehülle, also Fenster- und Türkontakte, nicht nur als reine Sensoren und Schalter zu haben sind. Für gefährdete Bereiche wie etwa die Terrassentüre oder Kellerfenster bietet der Hersteller auch nachrüstbare Sicherheitsbeschläge mit Alarm-Funktion an, die Einbrüche zugleich verhindern und alarmieren. Auch ein separates Bedienterminal für die Installation im Eingangsbereich ist verfügbar. Eine Innovation in Sachen Vernetzung ist das sogenannte Funk-Universalmodul. Diese unauffällige Box ist per Funk mit der Zentrale verbun-


Einzigartig für Alarmanlagen aus dem Hause Abus ist die Kombination aus mechanischer Sicherung und Alarmierung, etwa in Fensterbeschlägen. Die neue „Secvest 2Way“ lässt sich am Bedienterminal, per Funk-Fernbedienung wie auch aus der zugehörigen Smartphone-App aktivieren. www.abus.com

den und bietet eine ganze Reihe kabelgebundener Schalt- und Sensorenanschlüsse. Diese lassen sich bestimmten Funktionen zuweisen. Wer etwa mehrere Fenster in einem Raum per Magnetkontakten sichern muss, der kann diese per Kabel an das Universalmodul anbinden. Schaltausgänge können andererseits Informationen an die übrige Gebäudetechnik absetzen. Beispiel: Ist die Anlage scharf geschaltet, dann kann ein Schaltsignal diesen Zustand dem Heimserver melden. Der startet damit seinerseits ein Szenario für die Abwesenheit und schaltet etwa Leuchten zufällig ein und aus. Im Falle eines Alarms kann ein weiterer Schaltkontakt die Haussteuerung dazu bringen, Voll-Beleuchtung zu aktivieren. In Haushalten ohne zentrale Steuerung für Licht oder Rollläden lassen sich einzelne Leuchten auch direkt über die Schaltausgänge des Funkmoduls schalten.

Planung vom Profi Mit solchen Funktionen stellt schon die Alarmanlage allein ein kleines Smarthome-System dar, das viel mehr leistet als nur eine reine Alarmierung. Voraussetzung für den optimalen Einsatz ist allerdings, dass die Anlage richtig installiert und programmiert wird. „Wir bauen derzeit fast täglich ein Exemplar der neuen ‚Scevest 2Way‘ ein,“ berichtet Marc Gröppmair, Geschäftsführer von Mega X Sicher-

„Ich erlebe es bei Kunden immer wieder: Glasbrüche und Durchstiege an gesicherten Fenstern und Türen nehmen zu. Da hilft nur noch ein lauter, nerviger Alarm, um die Täter schnell in die Flucht zu schlagen. “ Marc Gröppmair, Fa. Mega X Sicherheitstechnik

heitstechnik in Grafenau bei Stuttgart. Er installiert Alarmanlagen in unterschiedlichen Größenordnungen und Preissegmenten. Die „Secvest 2Way“ von Abus ist das Einstiegsmodell des Sortiments – und Gröppmairs Empfehlung für die Nachrüstung. „An dieser Anlage ist einzigartig, wie gut der Hersteller uns Praktikern zugehört hat“, berichtet Gröppmair. Er nutzt die neue Alarmanlage von Abus selbst schon seit der Prototypenphase und hat mit seinen Erfahrungen auch zur Entwicklung beigetragen. Marc Gröppmair verfolgt bei seinen Alarmanlagen eine klare Strategie: Sie sollen einen eindeutigen Alam auslösen, wenn ins Gebäude eingebrochen wird. Die Überwachung mit Kameras spielt in den Installationen kaum eine Rolle, auch Bewegungserkennung im Außenbereich nutzt er nur in eingefriedeten Bereichen wie etwa einer Terrasse hinterm Haus. Da-

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S ICHERHEIT

Schutz und Alarm Fenster und Türen, die bereits einbruchhemmende Beschläge haben oder exponiert auf der Straßenseite sind, lassen sich mit Funk- oder Kabel-Magnetkontakten überwachen.

Der Notrufsender kann einen definierten Hilfe-Notruf über die Alarmanlage senden – etwa an den Pflegedienst und die nächsten Angehörigen älterer Menschen.

Erst mit einem mechanisch verstärkten FunkFenstergriff und einer zusätzlichen Scharniersicherung ist der Schutz von Fenstern komplett. So großen Aufwand treibt man in der Regel an uneinsehbaren Fenstern.

Der Rauchmelder gibt Feueralarm an die „Secvest 2Way“ weiter und piepst aber wie jeder andere Rauchmelder auch selbst laut los.

Das Funk-Bedienterminal wird in der Nähe der Eingangstür montiert. Hier schaltet man die Anlage beim Verlassen des Hauses scharf und beim Heimkommen unscharf.

bei arbeitet Gröppmair gern mit Vorwarnungen: Die Alarmsirene gibt bei Bewegungen auf der Terasse ein kurzes Piepsen von sich. Für Einbrecher ist das ein Signal, sich schleunigst aus dem Staub zu machen – für Nachbars Katze ebenfalls.

Flexibles System Solche flexiblen Alarmierungen schätzt der schwäbische Alarm-Experte, ebenso wie die verschiedenen Bedienungs- und Benachrichtigungs-Optionen. So lässt sich die „Secvest 2Way“ an der Zentrale selbst wie auch über ein Funk-Bedienteil scharf oder unscharf schalten. Dies ist auch über die zugehörige App möglich. Oder über einen optionalen Funk-Sender. Sogar elektronische Türschlösser sind im Angebot, die

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Fenster und Fenstertüren sollten idealerweise an drei Seiten gesichert werden. Ein zusätzliches Schloss an der Unterseite macht das Aufhebeln praktisch unmöglich.

beim Absperren der Türe die Alarmanlage scharf stellen. Daneben lassen sich unterschiedliche Melde-Szenarien im Falle eines Alarms wählen – etwa eine Nachricht an die zugehörige App, sobald ein Voralarm aktiviert wird. Oder aber ein Anruf mit einer vordefinierten Sprachnachricht beim Nachbarn. Erst, wenn ein verriegeltes Fenster aufgebrochen wird, geht in einer solchen Konfiguration die lautstarke Alarmsirene los. Und schließlich sind auch unterschiedliche Absicherungen vorgesehen, je nachdem ob die Bewohner nachts zu Hause sind und schlafen (Fenster und Türen gesichert) oder das Haus leer steht (auch Innenraum gesichert). Die genauen Einstellungen und Alarmierungen werden bei der Planung ebenso

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Dieser Melder erfasst Wärmeveränderungen im Innenbereich – die typische Art der Bewegungserkennung.

mit den Hausherren besprochen wie der Grad an mechanischer und elektronischer Absicherung. Und der Schutz gegen andere Gefahren: Die „Secvest 2Way“ kann auch Feuchtigkeits-Sensoren und Brandmelder per Funk in ihr Alarmierungssystem aufnehmen. Sogar eine Notfalltaste für hilfsbedürftige Hausbewohner ist im Angebot. Das Ganze hat natürlich seinen Preis, doch der ist überschaubar: Ein Einfamilienhaus gut abzusichern kosten laut Marc Gröppmair ab etwa 4 000 Euro, für eine Eigentumswohnung veranschlagt er ab 2 500 Euro. Natürlich gehört zum Schutz auch die Signalwirkung nach außen: Prangt ein Aufkleber des SicherheitsExperten am Fenster, dann zieht so mancher Ganove ohnehin freiwillig weiter. rot ❚


EigenbauAlternative Neben Alarmanlagen vom Profi gibt es eine ganze Reihe Systeme, die sich an Selbermacher wenden – ähnlich wie günstige Smarthome-Systeme zum Nachrüsten. Diese basieren in der Regel ebenfalls auf Komponenten, die per Funk mit einer Basisstation kommunizieren. Die Blaupunkt „SA 2700“ ist ein solches System, das neben der Alarmierung über eine in der Zentraleinheit integrierten Sirene seinen Besitzer auch per Anruf oder SMS benachrichtigt. Umgekehrt lässt sich die Anlage auch über eine Smartphone-App steuern, die allerdings keine Internetverbindung benötigt: Die App steuert die Anlage über SMS-Kurznachrichten. Damit die Kommunikation funktioniert, muss eine MobilfunkKarte (SIM) in der Anlage installiert sein, deren Nummer man dann in der App abspeichert. Damit fallen mögliche DSL-Ausfälle oder eine gekappte Telefonleitung im Haus als Sabotagemöglichkeit weg. Die Alarmanlage lässt sich mit Funk-Fenster-/Türkontakten und -Bewegungmeldern betreiben. Komponenten mit mechanischen Schutzfunktionen gibt es allerdings keine. Wie andere Anlagen auch hat sie drei Betriebszustände: Scharf, unscharf und „zu Hause“ – in letzterem überwacht die Anlage Fenster und Türen, nicht aber Bewegungen im Innenraum. Aktivieren lässt sie sich per Codeeingabe an der Zentrale oder über eine FunkFernbedienung. Neben den Sicherheits-Komponenten bietet der Hersteller auch Rauch- und Feuchtigkeitssensoren sowie schaltbare Steckdosen an, die sich in das System integrieren lassen. Die Basisausstattung mit der Zentrale und je einem Funksender, Fensterkontakt und Bewegungsmelder kostet 429 Euro. Weitere Sensoren und Kontaktschalter sind ab 69 Euro zu haben.

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S ICHERHEIT

Regel nicht. Es kommt nur darauf an, dass kritische Informationen nicht nach außen dringen können.

Aber

Foto: Fotolia.com

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Sicher! Visionen von gehackten Smarthomes machen oft die Runde. Wirklich ernsthafte Bedrohung oder nur Panikmache? Mit einigen einfachen Sicherheitsvorkehrungen können Sie im intelligenten Haus stets ruhig schlafen.

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as wäre das Horrorszenario jedes Smarthome-Planers: Hacker dringen in ein intelligentes Gebäude ein – virtuell oder sogar real. Doch keine Angst: Renommierte Hersteller und erfahrene Planer wissen ihren guten Ruf zu schätzen und setzen deshalb alles daran, die IT-Ausrüstung in ihren Projekten so sicher zu gestalten wie Fort Knox. Allerdings ist ein System immer nur so sicher wie sein schwächstes Glied. Der Nutzer muss beim Sicherheitskonzept ebenso achtgeben wie Smarthome-Selbermacher. Mit den folgenden Tipps legen Sie den Grundstein für eine sichere Haustechnik.

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Das intelligente Haus benötigt ein Sicherheitskonzept – fragen Sie danach Fast jede Komponente im Smarthome kommuniziert digital mit anderen Komponenten – häufig auch über das Internet und längst nicht immer völlig sicher. Vor allem Bussysteme wie KNX etwa nutzen intern nicht unbedingt verschlüsselte Datenprotokolle. Deshalb ist für eine SmarthomeInstallation ein Kommunikations- und Sicherheitskonzept nötig, das zeigt, wo welche Daten übertragen werden und wie diese gegen unbefugten Zugriff geschützt sind. Klingt kompliziert, ist es aber in der

Innen und außen: Der VDE prüft die IT-Sicherheit von Smarthome-Systemen in den Geräten selbst wie auch im Rechenzentrum des Anbieters. RWE Smarthome etwa hat den Test bestanden.

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Sicheres Passwort: keine Werks-Einstellung, keine Kinder, keine Tiere Was bringt es, wenn Ihr Smarthome bombenfest geschützt ist, Fremde aber von der Straße aus über das naheliegende Passwort „Schnuffie2309“ in Ihr WLAN kommen? Schließlich nennen Sie Ihren Hund auf der Strasse öfters beim Namen, auch Ihren Geburtstag kennen viele Menschen. Gegen unsichere Passwörter kann die sicherste Verschlüsselung der Welt nichts ausrichten. Das ist spätestens seit dem Skandal um Promi-Nacktbilder bekannt, die unbekannte Hacker aus Apple iCloudFotoalben entwendet haben. Ändern Sie deshalb auch die Zugangsdaten im DSLRouter von Standardpasswort ab.

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Ob Heimsteuerung oder Onlinebanking: nur verschlüsselt verbinden Egal ob Sie zu Hause über den Browser Einstellungen in der Smarthome-Zentrale vornehmen oder von unterwegs aus via Internet darauf zugreifen: Die Datenverbindung muss mit einer Verschlüsselung geschützt sein. Zu erkennen ist das am Kürzel „https://“ oder einem SchlossSymbol in der Adresszeile. Zu dieser SSLVerschlüsselung gehört ein Zertifikat mit Angaben über den Betreiber der Webseite, das sich per Mausklick aufrufen lässt. Über die SSL-Verschlüsselung lassen sich vertrauliche Daten wie Onlinebanking oder die Heimsteuerung sicher online nutzen.

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Zugangsdaten und Passwörter verwalten, behalten und sicher eingeben Sie sollten nicht überall das gleiche Passwort nutzen, die Geheimworte öfters mal


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Test-Knacker: Die Firma Syss prüft Smarthome-Systeme mit Tests. Im Falle des Tahoma Home ControlSystems von Somfy ohne Erfolg – das gibt die Bestnote. (www.somfy.de)

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Nicht ausspähen lassen – auch nicht im Zugabteil Schnell mal auf der Heimfahrt die Heizung hochregeln? Kein Problem, das klappt ja über die Weboberfläche der Heizungssteuerung. Wer in der Öffentlichkeit seine Nutzerdaten eingeben muss, der sollte sichergehen, dass ihn niemand dabei beobachtet. Auch hier schützt ein Passwort-Programm mit Auto-Ausfüllen vor ungewollten Blicken.

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Browser, Apps und Firmware auf dem neuesten Stand halten Ganz ohne Updates geht es nicht: Geräte und deren Steuerungsprogramme entwickeln sich heutzutage ebenso weiter wie die Methoden und Erkenntnisse von Hackern. Mit mehr oder weniger regelmäßigen Updates bauen die Hersteller vernetzter Geräte neben neuen Funktionen häufig auch besseren Schutz vor OnlineGefahren wie Hackern ein. Verfügbare Updates für Smarthome-Systeme sollten deshalb auf jeden Fall zeitnah installiert werden. rot ❚

Praktische Steuerung per Smartphone-App? Ja, aber Telefon sichern Smartphone-Apps für die Heimsteuerung & Co. sichern häufig die Zugangsdaten zu den angebundenen Smarthome-Geräten. Was für den schnel-len Blick auf den Thermostat praktisch ist, wird zum offe-nen Scheunentor, wenn das Handy verloren geht und nur unzureichend gegen unbefugten Gebrauch geschützt ist. Verwenden Sie kompleSmart Home und Connec ted Home Empfehlungen zur Sicherung xe Codes zum Entsichern digitaler Haustec hnik statt 0815 – im wahrsten Wortsinne. bürgerorientier t · professionell

Stand: August

· rechtsstaatlich

Die Polizei NRW gibt zusammen mit dem VDS und der Smarthome Initiative Deutschland SicherheitsTipps für Smarthome-Nutzer. (www.smarthome-deutschland.de)

-Effizienzh au KfW

0 s4

Es muss eben doch nicht immer das iPad oder Android-Tablet sein Vor allem in komplexeren Smarthomes haben stationäre Bedienterminals statt der allgegenwärtigen Tablets von der Stange durchaus ihre Berechtigung. Die Anbieter von Steuerungs-Apps stellen sich bei Updates der Tablet-Betriebssysteme bisweilen nicht sofort auf die neue iOS- oder Android-Version ein. Schon öfters haben solche Apps bei neuen Versionen gestreikt, und die Steuerung war dahin – oder plötzlich nicht mehr ganz sicher. Speziell für den Einsatz im Smarthome konzipierte Touchpanels haben stabile Betriebssysteme, die im Falle eines Updates gemeinsam mit den zugehörigen Gebäude-Anwendungen erneuert werden.

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ändern und vor allem keine nachvollziehbaren Begriffe einsetzen. Aber Hand aufs Herz: Wer kann sich dann noch alle Passwörter merken? Alternative: Am PC lassen sich Passwörter sicher in einem dafür geeigneten Programm wie „Keeper“ oder „LogMeIn“ speichern. Das sichert alle Passwörter verschlüsselt in einem gemeinsamen Zugang. Dessen Passwort sollte natürlich besonders schwer zu knacken sein. Praktisch: Die Programme können auch die Eingabe der Zugangsdaten auf Webseiten und in SteuerungsZugängen von Geräten übernehmen.

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2014

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E N T E RTA I N M E N T

Haus Musik

Holz gilt als Werkstoff Nummer Eins für guten Klang – und in Häusern der Firma Stommel aus dem Bergischen Land. Zusammen mit dem Boxenhersteller Canton bietet der Fertighausbauer jetzt Eigenheime mit maßgeschneiderten Klanglösungen an.

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as müssen sie hören, das klingt wie im Konzertsaal“, schwärmt Ralf Stommel. Der Geschäftsführer des gleichnamigen Familienunternehmens aus dem bergischen Land ist ebenso Musikliebhaber wie seine Eltern. Vater Franz Stommel singt seit über 40 Jahren im Männerchor, Mutter Waltraud genießt die Konzerte lieber im Auditorium. Vom Wohlklang der Musikwiedergabe in ihren Häusern waren die Stommels schon seit jeher überzeugt. Denn Holz

ist eben auch der Werkstoff vieler Instrumente. Holz schwingt mit, Holz reflektiert – das macht natürlichen Klang aus. Seit letzten Herbst geben die Stommels ihre Lust an Musik auch an Ihre Kunden weiter, denn die Häuser aus Neunkirchen-Seelscheid sind jetzt auch mit Audioausstattung zu haben. Fast so wie in einem Neuwagen, den man mit verschiedenen Boxenbestückungen ordern kann, bietet auch Stommel mehrere Musik-Pakete an.

Einbaulautsprecher in drei Qualitätsstufe können Kunden künftig zu ihrem neuen Stommel-Haus ordern – einschließlich der Planung, wo diese in der Wand installiert werden sollen. Für die platzsparende Nachrüstung bieten sich flache On-Wall-Boxen aus der Atelier-Serie von Canton an, wie sie Ralf Stommel im Bild präsentiert.

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Foto: www.stommel-haus.de

Die Audio-Ausstattung


Die Technik dazu kommt vom Boxenhersteller Canton und wird an die akustischen Gegebenheiten im Haus angepasst. Dafür hat sich Canton-Entwicklungsleiter Frank Göbl (siehe unten rechts) aus seinem Labor in Weilrod im Taunus schon mehrmals ins Bergische Land aufgemacht, um seine Lautsprecher klanglich für die Eigenschaften der Holzhäuser von Stommel abzustimmen. Bei der Eröffnung des Musterhauses „Bambus“ im letzten Herbst spielten zur Feier des Tages echte High-End-Boxen aus der Reference-Serie von

Canton im Holzhaus auf. Künftig sollen die Canton-Schallwandler aber beinahe unsichtbar in den Holzwänden der Kundenhäuser verschwinden (siehe links). Pilotprojekt für diese Integration war das Domizil von Ralf Stommel, das er erst kürzlich mit seiner Familie bezogen hat, Kunden aber sehr gerne auch als Musterhaus zeigt. Der Einbau der Lautsprecher in ein massives Holzhaus bietet gleich mehrere Vorteile: Weniger Boxentürme im Wohnzimmer erfreuen einen Teil der Familie. Klanglich wiegen die Ar-

gumente aber noch schwerer: Ist der Raum bekannt, wo eine Box spielt, dann lassen sich Resonanzvolumen, die Parameter der Frequenzweichen wie auch die Platzierung an der Wand oder in der Decke im Voraus so berechnen, dass der Lautsprecher optimal klingt. Auch dafür reiste CantonEntwickler Frank Göbl an und nahm mit seinem akustischen Mess-Equipment am realen Holz-Wohnraum Maß. Nebenbei konnte er auch dabei feststellen, dass seine Schallwandler in einer Umgebung aus massivem Holz besonders brillant

klingen. Als nächstes möchte er deshalb nicht nur Boxen in den Wänden der StommelHäuser verschwinden lassen, sondern am liebsten gleich eine vollständige Anlage: „Unser Ziel ist es, eine komplette Kette anzubieten, die wir fertig ins Haus einbauen“, sagt Göbl. Das dürfte dann eine Einbauversion des Canton-MultiroomSystems „YourWorld“ sein. Dieses gibt es heute bereits in Form kompakter Funkboxen. Vielleicht musiziert diese Inwall-Multiroomanlage demnächst ja nicht nur in StommelHäusern. rot ❚

Foto: www.canton.de

Anklicken: Die Einbaulautsprecher der InWallund In-CeilingSerien von Canton haben lackierbare Abdeckungen, die mithilfe Magnethaltern vor den Schallwänden Halt finden.

Klang-Meister: Für den optimalen Klang seiner Boxen entwickelt Canton-Chefentwickler immer wieder verbesserte Lautsprecherchassis und darauf abgestimmte Frequenzweichen.


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Streamen

und Steu

Was darf‘s sein – ein smartes Heim oder Musik in allen Räumen? Die Antwort: Das eine ohne das andere ist doch nur der halbe Spaß. Tatsächlich ziehen Heimsteuerung und Multiroom-Entertainment am besten an einem Strang.

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it Musik geht alles besser – auch das Leben im Smarthome. Wenn man schon jede Menge Tasterfelder oder zentrale Touchscreens zur Steuerung der eigenen vier Wände nutzt, warum sollte man darauf nicht auch gleich auswählen, welche Musik die Anlage im Wohnzimmer oder die Einbaulautsprecher in der Küche abspielen sollen? Was einfach und logisch klingt, ist aber in vielen Systemen nicht von vornherein vorgesehen. Oder es lässt sich nur mit einigem Aufwand zusätzlich einrichten. Noch vor wenigen Jahren erfolgte die Steuerung der Musikwiedergabe in Smarthomes bisweilen über Infrarot-Sender, die vom Server aus generierte Befehle an den CDPlayer oder andere Zuspieler im Wohnzimmer gaben, um dessen Wiedergabe von einem Taster in der Küche aus zu befehligen. Mit modernen Multiroom-Systemen sind diese wenig smarten

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Zwischenschritte Schnee von gestern. Die Systeme, die wir auf diesen Seiten vorstellen, steuern und übertragen ihre Inhalte allesamt über das heimische Netzwerk – wahlweise auf einem LAN-Datenkabel oder per Wireless-LAN (WLAN) mit Funkwellen durch die Luft. Dezentral aufgebaute Multiroom-Systeme wie Bose Soundtouch, Denon Heos oder Raumfeld übertragen Musik wie auch Steuerungsinformationen übers Datennetz zu jeder einzelnen Komponente, andere Systeme beziehen Musik und Steuerungsbefehle aus Quellen im Netzwerk, verarbeiten diese zentral und schicken sie dann per Lautsprecherkabel in die verschiedenen Räume des Hauses.

Ein Medium für Daten und Befehle Auch Smarthome-Systeme jedweder Couleur nutzen das lokale Netzwerk zur Datenübertragung. Damit besteht grundsätzlich schon einmal eine gemeinsame Infrastruktur, über die Heimserver und Streaming-Audioanlagen miteinander kommunizieren können. Dieselbe Sprache sprechen sie damit aber noch nicht. Dafür muss das Smarthome-System noch dazu befähigt werden, die zugehörige Multiroom-Anlage zu steu-


Revox VOXNET Voxnet ist die neueste Erfindung des schweizer Edelherstellers Revox. Die neue Anlage streamt Musik aus dem Internet oder von einem speziellen Musikserver in jeden Raum im Haus, in dem einer der vernetzten Voxnet-Room Amplifier steht. So weit nichts Besonderes. StreamingMultiroomanlagen gibt es ja eine ganze Reihe. Doch Voxnet verteilt nicht nur mehrere Musikstücke gleichzeitig in verschiedenen Räume. Es ist auch das erste Multi-UserSystem dieser Art. Es legt für jeden angemeldeten Nutzer die Räume fest, in denen er Musik hören kann und zeigt ihm seine Musiksammlung – mit eigenen Playlisten, LieblingsRadiostationen und Bewertungen. Und Voxnet bettet sich über seine Steuerungs-Schnittstellen nahtlos in die Gira-Heimsteuerung ein – einschließlich frei konfigurierbarer Wandtaster für die wichtigsten Funktionen der Anlage in jedem Raum. Übers Netzwerk soll sich Voxnet auch von anderen Smarthome-Systemen steuern lassen. www.revox.de

ern

Voxnet lässt sich über die zugehörige SmartphoneApp ebenso steuern wie mit einem Wandtaster im jeweiligen Raum.

RademacherHOME PILOT 2

Vielseitige Kiste: Der Home Pilot 2 steuert funkbetriebene Rollo-Antriebe von Rademacher und viele weitere Anwendungen wie Licht oder Heizung.

Die Heimautomation stellt einen Bereich der TV-Menüoberfläche dar – neben der Foto- und Video-Wiedergabe.

Der Home Pilot 2 ist der erste funkbasierte Smarthome-Server, der sich direkt per HDMI-Kabel mit dem TV-Gerät verbinden lässt. Damit kann man das Gerät alternativ zum PC oder der Smartphone-/Tablet-App auch über den Fernseher steuern. Szenarien, Sensorwerte und andere Parameter sind auch hier einsehbar. Zudem bietet der Home Pilot 2 einen leistungsfähigen Streaming-Client, der Fotos, Videos und Musik von allen möglichen Onlineplattformen und aus dem lokalen Netzwerk ins Wohnzimmer holt. Diese Funktion basiert auf dem sogenannten XBMCSystem, das auch in anderen, reinen Streaminggeräten für den Abruf von Medieninhalten sorgt. Was bislang nicht existiert, ist eine Verbindung aus der grafisch unterstützten Heimsteuerungs-Logik in die Entertainment-Welt. Man kann also nicht per Fensterkontakt den laufenden Film auf dem TV-Gerät pausieren oder eine Musik-Playliste per Taster starten. Das wäre der letzte Schliff für den Home Pilot 2. www.homepilot.de

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Die Heimsteuerung wie auch deren Programmierung erfolgt mit dem Home Pilot über eine grafische Benutzeroberfläche. Die ist gleichermaßen auf dem TV-Schirm zu sehen wie im Browserfenster am Computer.

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Bose SOUNDTOUCH

ern. Dies funktioniert in vielen Fällen im Rahmen von Kooperationen – Revox und Gira etwa arbeiten in Sachen Multiroom und Smarthome seit Jahren zusammen. Eine Anlage wie die brandneue Revox Voxnet lässt sich deshalb selbstverständlich mit wenig Aufwand in die Steuerung eines Gira Homeservers integrieren. Mit anderen Netzwerk-Anlagen klappt das prinzipiell auch, nur muss der Smarthome-Programmierer dann alle denkbaren Befehle zunächst herausfinden und dann manuell festlegen. Oder jemand hat das bereits für ihn getan – das ist etwa bei den etablierten MultiroomAnlagen von Sonos der Fall. Auch sie kommen häufig als Spielpartner von KNX-Installationen zum Einsatz. Newcomer auf dem Multiroom-Markt wie

Die Streaming-Multiroom-Anlage des amerikanischen Herstellers Bose hört auf den Namen SoundTouch. Seinen Namen hat es vom Versprechen des Herstellers, dass jedes dieser Geräte Musik auf Knopfdruck abspielt: Tasten auf den Komponenten starten Playlisten oder Webradiostationen, ohne dass die App zu starten ist. Es besteht aus Kompaktboxen wie dem SoundTouch 30 (rechts), Adaptern für andere BoseAnlagen sowie speziellen Verstärkern. Das Bose-System lässt sich in Smarthome-Systeme integrieren. Bose bietet dafür eine Softwareschnittstelle (API), mit der Smarthome-Programmierer die Anlage „hinterrücks“ über das Netzwerk befehligen können. Die API wurde Anfang 2015 veröffentlicht, ihre Dokumentation kann seitdem bei Bose bestellt werden. Erste Erfahrungsberichte von Programmierern gibt es schon – zum Beispiel zusammen mit dem Loxone-System. www.bose.de

Mehr als Einzel-Lautsprecher: Das Multiroom-System SoundTouch von Bose nutzt auch die Stereo- und Heimkinoanlagen des Herstellers als Musik-Empfänger.

Digitalstrom & PARTNER Die Macher des Smarthome-Systems Digitalstrom aus der Schweiz verfolgen einen ähnlichen Ansatz wie ein Smartphone. Das System soll neben seinen Kernaufgaben in der Gebäudetechnik weitere Funktionen lernen. Ähnlich also wie Apps, die man nach Bedarf installiert und die dann bestimmte Aufgaben erfüllen. Digitalstrom integriert bereits seit einiger Zeit auf diese Weise die Multiroom-Streamingsysteme von Sonos und arbeitet derzeit an der Integration für das System von Raumfeld. Die Musikwiedergabe lässt sich dann auch über die Digitalstrom-Einrichtungen steuern. So kann etwa ein Taster in der Küche Lieblingssender oder Playlisten in dieser Zone starten. Daneben soll die Anlage auch Funktionen der Heimsteuerung unterstützen. Die Türklingel etwa ertönt dann als Audiomitteilung in allen Räumen des Hauses, und bestimmte Nachrichten des Steuerungssystems sind per Sprachausgabe zu hören. Sogar Mails lassen sich auf diese Weise über die Anlage vorlesen.

Apps für alle möglichen Anwendungen: Digitalstrom verfolgt die Strategie, Multiroomsysteme voll in das Steuerungssystem zu integrieren. Mit Sonos klappt das seit längerem, als nächstes soll Raumfeld folgen.

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Digitalstrom nutzt dafür die sogenannte „Textto-Speech“-Technik, die Texte automatisch in Sprach-Audiodateien umwandelt – ähnlich der Ansagen in einem Navigationsgerät im Auto. www.digitalstrom.com

Bose oder Denon müssen sich einen solchen Status erst noch erkämpfen. Sie helfen deshalb Entwicklern gern dabei, ihre Systeme in deren SmarthomeAnlagen zu integrieren. Doch was bringt das Ganze – mal abgesehen von der Möglichkeit, das Radio per Wandtaster einzuschalten? Ganz klar: mehr Komfort in der Heimsteuerung. Die Musik lässt sich in Szenarien einbinden – zum Beispiel bestimmte Musikstile zum Abendessen oder ein HiFi-Wecker, der mit langsam steigender Lautstärke und immer flotterer Musik den Geist sachte auf Trab bringt. Und natürlich kann das Smarthome über die Multiroom-Anlage mit seinen Bewohnern kommunizieren. So lassen sich etwa situationsabhängige Warnungen ausrufen oder Anrufe mit dem Namen des Anrufers melden. Smarthome und Audio – das eine ohne das andere ist eben doch nur der halbe Spaß. rot ❚


Denon HEOS

Loxone MUSIC SERVER

Das Bus-System aus Österreich bietet neben umfangreichen Steuerungsfunktionen für alle Bereiche des Hauses auch Musik-Server an, die voll in die Steuerungslogik des Systems integriert sind. Neben Musiksteuerung unterstützt das System etwa auch Text-to-Speech-Funktionen für Warnhinweise wie „Fenster offen“ oder „Bügeleisen ist an“ beim Verlassen des Hauses. Die feinen Klangtropfen aus dem Hause Denon bieten Steuerungsoptionen übers Netzwerk. Der Hersteller unterstützt die Integration in Smarthome-Systeme aktiv.

Daneben kann das Loxone-System aber auch andere Musiksysteme befehligen. Voraussetzung: Es muss übers Netzwerk steuerbar sein – wie die Anlagen von Denon, Sonos oder Bose. www.loxone.com

Das Multiroom-System des japanischen HiFi-Altmeisters Denon ist noch relativ frisch auf dem Markt, macht aber schon mit allerhand Innovationen von sich reden. Neben drei One-Box-Lautsprechern (siehe oben) für den Betrieb im WLAN und an der Steckdose gibt es neuerdings etwa auch einen vernetzten Minilautsprecher namens Heos One, der neben dem Einsatz im Haus dank AkkuAufsatz und Bluetooth-Funktion auch unterwegs für Musikberieselung sorgen kann. Daneben lassen sich normale Anlagen mit einem Heos-Verstärker oder -Vorverstärker ergänzen. Die Musikwiedergabe von Quellen wie Smartphones, Online-Musikdiensten, Webradio-Stationen oder einer Netzwerkfestplatte wird typischerweise über die zugehörige Heos-App am Smartphone oder Tablet gesteuert. Daneben lässt sich die Anlage auch übers Netzwerk befehligen. Im Falle von Heos ist das nicht nur möglich, es wird vom Hersteller aktiv unterstützt. Für die in den USA verbreiteten Steuerungssysteme von RTI (Heimkino-Steuerung), Crestron und Control4 (Heim- und Mediensteueurng) bietet Denon bereits vorprogrammierte Übersetzungsprogramme. In nächster Zeit sollen weitere solcher Treiber verfügbar werden, etwa auch für KNX. Dieser Support kann Smarthome-Integratoren einiges an Aufwand ersparen. www.denon.de

Sonos Zum Altmeister unter den Multiroom-Systemen ist hier nicht viel zu sagen: Es ist bei Integratoren recht beliebt, die aktive Entwicklergemeinde arbeitet am Zusammenspiel der Anlagen mit allen möglichen Steuerungssystemen, sodass man Sonos breit einsetzen kann. Der Hersteller selbst gibt dazu aber keinen großen Support. www.sonos.com

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I NTELLIGENTES HAUS

zukunfts

weisend

E Licht und Luxus prägen das Innere, Steinelemente setzen Akzente. Großzügigkeit findet sich im gesamten Haus, auch das Elternschlafzimmer bietet ausreichend Platz.

in in vielerlei Hinsicht intelligentes Haus präsentiert die Firma Kampa an ihrem neuen Firmensitz in Aalen. Das zweigeschossige Flachdachgebäude ist in Holztafelbauweise erstellt und wird durch großzügige Glaselemente mit bodentiefen Fenstern im Wohn- und Essraum geprägt. Den Wohlfühlfaktor sollen Natursteinelemente, ökologische Baustoffe, sichtbare Holzelemente und die offene Raumgestaltung mit warmen von Erdtönen geprägte Farben zusätzlich erhöhen. Zur Entspannung laden zudem die Außensauna und ein Schwimmteich aus Holz im Garten ein. Wie alle Kampa-Häuser ist der Entwurf ein Effizienzhaus 40 mit hoch gedämmter Gebäudehülle. Dank der Photovoltaik-Anlage produziert er rechnerisch sogar mehr Energie als seine Bewohner verbrauchen. Für den Eigenbedarf oder zum Auftanken des Elektroautos ist eigens ein Stromspeicher eingebaut. Die umfangreiche, über Smartphone auch von unterwegs steuerbare Haustechnik (siehe Kasten rechts) macht das Gebäude fit für die Zukunft. Für die Energieversorgung kommt eine Luft-Wasserwärmepumpe mit Lüftungsanlage, Wärmerückgewinnung und einer Kühlfunktion zum Einsatz. Die verwendete LED-Beleuchtung und die in der Küche ausschließlich benutzten Haushaltsgeräte – alle mit der Effizienzklasse A++ – runden das Energiekonzept ab. Eine weitere Besonderheit ist der von der Firma Knecht erstellte, lichtdurchflutete Wohnkel-

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ler. Auch er ist energiesparend nach Effizienzhaus-40-Standard erstellt und eröffnet vielfältige und sehr flexible Nutzungsmöglichkeiten. Je nach Bedarf und Lebenssituation bietet er beispielsweise ausreichend Platz fürs Büro, einen Hobbyraum oder eine Wellness-Oase. Alternativ lässt er sich auch als Einliegerwohnung vermieten, die sogar über eine eigene Terrasse verfügt. Für den gleichfalls möglichen Eigenbedarf im Alter ist der Keller von vorneherein komplett barrierefrei gestaltet. Besonderer Clou sind hier die verbauten flexiblen Deckenelemente. Sie können bei Bedarf entfernt werden und ermöglichen so das nachträgliche Einsetzen eines Homelifts. Sollte sich die Wohnsituation künftig erneut ändern, sind die Elemente auf Wunsch auch wieder rückbaubar. ❚

Der Wohn- und Essraum in der barrierefreien Einliegerwohnung ist offen gestaltet und dank der bodentiefen Fenster hell und freundlich.


By-Me-System Sicherheit: Überwachung der Einbruchsicherung und sämtlicher Alarme. Komfort: Personalisiertes Management von Rollläden, Temperatur, Licht und Musik für jeden Raum.

Kontrolle: Eine simple Handbewegung verschafft Ihnen einen Überblick über den ganzen Wohnbereich.

Der Wohnkeller kann durch einen – auch nachträglich einbaubaren – Homelift erreicht werden und sichert so die Nutzung bis ins hohe Alter.

Der Fassadenmix aus Putz, Holz und Natursteinelementen sowie das Flachdach prägen das Äußere. Auch der Wohnkeller wird mit viel Licht versorgt.

Soundsystem: Musikgenuss und Bedienung in jedem Raum.

Komunikation: Eine Internetschnittstelle für die Fernsteuerung über Handy, Smartphone und Tablet.

Der Anbieter Vimar hält das KNX-System in normalen Einfamilienhäuser für oft überdimensioniert und hat mit „By-me“ ein eigenes, auf KNX-basierendes Produkt entwickelt. Es soll deutlich günstiger als herkömmliche KNX-Installationen und für Einfamilienhäuser mehr als ausreichend dimensioniert sein. Unter „By-me“ weist die Steuerzentrale den angeschlossenen Geräten die Adressen zu und nicht mehr umgekehrt. Bauherren können so selbst relativ einfach Veränderungen an der Anlage vornehmen. Mit nur drei Mausklicks soll sich beispielsweise der Webserver einrichten lassen. Bei

entsprechender Vorverdrahtung sei dank der modularen Erweiterbarkeit auch die spätere Einbindung etwa eines Energiemanagements durch den Bauherren kein Problem. Die gesamte Verdrahtung ist KNX-kompatibel. Sie arbeitet mit 29 Volt Busspannung. Auch die Einbindung des Funksystems En-Ocean ist laut Hersteller ohne Schwierigkeiten möglich. ANBIETER: Mauer & Bülle, Rahlstedter Grenzweg 13, 22143 Hamburg Tel. 040/5369101 www.vimar.com

Die Technikzentrale beherbergt auch einen Stromspeicher.

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Kampa GmbH, Geißbergstraße 17, 73432 Aalen/Waldhausen Tel. 07367/92092-0 oder 0800/6007008 www.kampa.de ENTWURF: Musterhaus Waldhausen WOHNFLÄCHE: 354 m2

HEIZTECHNIK: Luft-WasserWärmepumpe als Splitgerät mit Komfortlüftung, Wärmerückgewinnung und Kühlfunktion STEUERBARE KOMPONENTEN: Umfangreiche Steuerungsmöglichkeiten inklusive Fernzugriff über Webserver (siehe Grafik „By-me-System“)

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BESONDERHEITEN: PhotovoltaikAnlage mit Stromspeicher, nachrüst- und rückbaubares Homelift-System, barrierefreie Einliegerwohnung, Außensauna mit Freisitz und Schwimmteich in kompletter Holzausführung

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I NTELLIGENTES HAUS

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Das Smarthome-System funktioniert mit der Funktechnik von EnOcean. Es sind weder Batterien noch eine Stromversorgung für die Steuerung notwendig, die Energie eines Fingerdrucks reicht aus. Kontrolliert wird das System per Smartphone oder auch einem Wand-Tablet.

Bewegungs

er Hersteller Bau-Fritz verspricht für sein Haus eine Technologie, die auf möglicherweise gesundheitsgefährdende Strahlung komplett verzichtet. Der Ansatz des Unternehmens: Das Smarthome-System soll die benötigte Energie aus Bewegung, Temperaturschwankungen oder Licht (sogenanntes „Energy Harvesting“) gewinnen. Schalter oder Regler sind Funksensoren. Um sie zu steuern, reiche die Bewegungsenergie eines Tastendrucks mit dem Finger. Entwickelt wurde die intelligente Gebäudesteuerung von der Firma EnOcean, sie lässt sich in jedes Bau-Fritz-Haus integrieren. Der Hersteller betont die sehr einfache Bedienung und Installation. Das batterielose, ohne Kabel flexibel und überall positionierbare System kommt ganz ohne stromführende Verkabelung aus und soll immerhin um das 100-fache weniger „Elektrosmog“ erzeugen, als konventionelle Lichtschalter. Gesteuert wird komfortabel über Smartphone oder Touchscreen. Zudem sind die herkömmlichen Elektroleitungen im Haus abgeschirmt. Das im Holzfertigbau auch gerne als „Öko-Pionier“ bezeichnete Unternehmen setzt aber nicht nur bei der Haustechnik auf innovative Lösungen. Der Wandaufbau enhält bespielsweise eine

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Das Badezimmer ist hell und freundlich. Über eine Tür kann man von hier auch auf den überdachten Balkon des Hauses gelangen.

Energie „Elektrosmog“-Schutzplatte und besteht komplett aus den Rohstoffen Holz und Naturgips. Der gute Dämmwert der diffusionsoffenen Wand wird mit einer biologischen Holzspäne-Dämmung erreicht. Von außen fällt das markante, weit überstehende Vordach mit dem überdachtem Balkon auf der Nord-West-Seite sofort ins Auge. Die Jalousiekästen sind bündig in die Außenfassade aus der Holzstülp-Schalung „Rondo“ integriert, rote Fassadenplatten setzen Farbakzente. Raumhohe Fenstertüren und Festverglasungen im Erdgeschoss sowie die Galerie im Innern sorgen für reichlich Licht. Diese kann beispielsweise als Arbeitszimmer genutzt werden. Der Wohn-/Ess- und Kochbereich ist offen gestaltet. Vom Badezimmer, in dem auch eine Sauna Platz findet, gelangt man direkt auf den überdachten Balkon. Dieses Haus wurde ohne Keller geplant, dennoch ist ausreichend Platz für einen Hauswirtschaftsraum im Erdgeschoss. Die Technik findet hingegen im direkt an das Haus angrenzenden Carport ihren Platz. Beheizt wird das Effizienzhaus 55 mit einer Fußbodenheizung, die ihre Wärme aus einer Luft-Wasser-Wärmepumpe bezieht. ❚

Viel Licht ist Trumpf in diesem Haus. Dafür sorgen die Galerie und die bodentiefen Fenster im Erdgeschoss. Ein Blickfang ist die Treppe, die das Obergeschoss erschließt.

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896, Alpenweg 25, 87746 Erkheim Tel. 08336/9000 www.baufritz.com ENTWURF: Haus Hennig WOHNFLÄCHE: 150 m2 HEIZTECHNIK: Luft-WasserWärmepumpe in Verbindung mit Fußbodenheizung

STEUERBARE KOMPONENTEN: Funkbasiertes System von EnOcean mit dem je nach Ausbaustufe Jalousien, Lichter, Rauchmelder, Lüftungsanlage, Haustür, Bewegungsmelder, Erfassung Klimadaten, Fensterkontakte, Steckdosen und Lampen gesteuert werden können

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BESONDERHEITEN: Inklusive einer „Elektrosmog“Schutzhülle, abgeschirmte Leitungen; biologische Naturdämmung aus Hobelspan, natureplus-geprüft; konstruktive Baustoffe bestehen aus schadstoffgeprüfter Fichte und Lärche

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I NTELLIGENTES HAUS

Viel Licht und ungehinderter Blick ins Grüne: Die bodentiefen und ebenerdig verlaufenden Fenster mit sehr schmalen Rahmen schaffen eine angenehme Verbindung ins Freie.

BauhausStil

E

in luftiges und lichtes Raumempfinden stellt sich in diesem Ausstellungshaus von Okal ein. Alle Räume verfügen über eine Deckenhöhe von 2,80 Meter. Der offene Wohn- und Essbereich bekommt damit fast Loft-Charakter. Im Obergeschoss dominiert die 74 Quadratmeter große Dachterrasse. Auch technisch muss sich das Haus nicht verstecken. Als Plus-EnergieHaus erzeugt es rechnerisch mehr Energie als seine Bewohner verbrauchen würden. Die Energie wird von einer Photovoltaikanlage mit 9,72

kWp Leistung erzeugt, die laut Hersteller für einen prognostizierten Energieertrag von über 7600 kWh im Jahr sorgt. Beheizt wird das Haus mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einer automatischen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Für die Beleuchtung kommen ausschließlich energiesparende LEDLeuchten zum Einsatz. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifizierte das Gebäude als eines der ersten Einfamilienhäuser mit einer Auszeichnung in Gold. ❚

ANBIETER: Okal Haus GmbH, Argenthaler Straße 7, 55469 Simmern Tel. 06761/90304-0 www.okal.de

HEIZTECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, automatische Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

ENTWURF: Musterhaus Wuppertal

STEUERBARE KOMPONENTEN: Gebäudemanagementsystem “my Gekko“ mit Heizungs- und Lüftungssteuerung, Lichtsteuerung, Jalousien/Rollläden,

WOHNFLÄCHE: 214 m2 ohne Terrasse und Nutzflächen

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Erfassung Klimadaten mt Heizungsanbindung, Fensterkontakte, Steckdosen und Lampen schaltbar, Bewegungsmelder, Erweiterungspakete für frei wählbare IP-Kameras zur Hausüberwachung sowie MP3Spieler und Internetradio mit vier Musikzonen möglich

Fotos: Okal Haus; Olaf Hirschberg

Daten & Fakten zum Haus

Jedes Okal-Haus ist mit dem Gebäudemanagementsystem „my Gekko“ ausgestattet. Der Anbieter verspricht eine besonders einfache Bedienung. Kontrollieren lässt sich im Basispaket der Energieverbrauch, außerdem können Heizungs- und Lüftungsanlage individuell gesteuert werden. Mit den verfügbaren Erweiterungen sind auch das Beleuchtungs- oder MultimediaSystem steuerbar. Die Einbindung von Webkameras, eine personalisierbare Türklingel und die Signalweiterleitung von Klingel oder Alarmen per E-Mail ist möglich. Auch ein Fernzugriff, beispielsweise zum Einschalten der Heizung, ist durch die Anbindung an das Internet realisierbar.


Viel Licht im Wohnbereich. Die blaue Wand ist ein kräftiger Akzent. Auch die Küche setzt auf farbliche Kontraste.

Sonnendach

D

a eine Photovoltaik-Anlage mit Flachdachziegeln installiert wurde, ist diese Stadtvilla von Weberhaus ein Plus-Energie-Haus. Durch das „MS 5 PV-System“ von Nelskamp wirkt das Dachbild harmonischer und die Photovoltaik-Elemente heben sich optisch kaum ab. Die Haussteuerung „Weber Logic“ zur zentralen Überwachung und Steuerung der Haustechnik arbeitet mit EnOcean. Kontrolliert werden unter anderem Licht, Raffstores und Rollläden. Die Visualisierung übernimmt „myHome Control“. Ge-

steuert wird über TV und Tablet oder Smartphone, dank Internet mit weltweitem Zugriff. Auch alle Verbrauchs- und Photovoltaik-Ertragsdaten werden erfasst. Über Wetterdaten kann das Haus entsprechend der Witterung automatisch gesteuert werden, was die Energieeffizienz deutlich erhöht. In der Türstation ist eine Kamera mit 3,1 Megapixeln und internem Speicher verbaut. Sie soll den gesamten Eingangsbereich lückenlos von Wand zu Wand erfassen, vom Boden bis zur Decke. ❚

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: WeberHaus GmbH & Co. KG, Am Erlenpark 1, 77866 Rheinau-Linx Tel. 07853/83-0 www.weberhaus.de ENTWURF: Musterhaus Wenden WOHNFLÄCHE: 160 m2

HEIZTECHNIK: Luft-Luft-Wärmepumpe mit Kühlfunktion für den Sommer; zentrale Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung; Warmwasseraufbereitung durch Luft-WasserWärmepumpe, die die Abwärme der Lüftung nutzt

STEUERBARE KOMPONENTEN: EnOcean-Haussteuerung zur zentralen Überwachung und Steuerung der Haustechnik: Lichter, Raffstores, Lüftungsanlage, Haustürstation, Bewegungsmelder, Erfassung von Klimadaten mit Heizungssteuerung

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Das SmarthomeSystem lässt sich über das Fernsehgerät oder Tablets und Smartphones steuern. Lückenlosen 180-GradRundumblick liefert die „Hemispheric“Türstation mit 3,1-Megapixel-Kamera. Dank des eingebauten internen Speichers kann sie Ereignisse auch automatisch beim Klingeln aufzeichnen oder wenn sich etwas vor der Kamera der Sprechanlage bewegt. Der Zugriff auf die Türstation erfolgt über das Internet auch weltweit, sodass Sie beispielsweise von Ihrem Arbeitsplatz aus kontrollieren können, wer da gerade vor Ihrer Eingangstür steht.

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Der hohe Kniestock sorgt für ausreichend Platz im Obergeschoss. Das Elternbad ist sehr geräumig, verfügt über Wanne und eine separate Dusche.

KompaktKlasse

M Der gesamte Eingangs-, Wohn- und Essbereich ist offen gestaltet und schafft so Großzügigkeit. Der Eingangserker hat eine Verlängerung über die Haustür und sorgt für Wetterschutz beim Betreten des Hauses.

it gut gedämmter Gebäudehülle und einer Wärmepumpe erreicht das Musterhaus Bad Vilbel „Neo 312“ von Hersteller Fingerhaus den Standard Effizienzhaus 55. Für die Haussteuerung kommen die SmarthomeSysteme „io-Homecontrol“ von Somfy und „Homeway“ zum Einsatz. Die Form des Hauses ist kompakt und damit auch für kleinere Grundstücke gut geeignet. Das Satteldach ist ganz klassisch, zwei farblich abgesetzte Erker setzen Akzente und schaffen Platz. Eingangsbereich, Kochen und Essen sowie das Wohnzimmer gehen offen ineinander über. Auch ein Arbeitszimmer findet Platz. Eine geräumige Abstellkammer unter der Geschosstreppe, zu betreten über den Hauswirtschaftsraum, nutzt den Raum optimal aus. Viel Platz wurde für das Elternbad im Obergeschoss eingeplant. In den dreizehn Quadratmeter großen Raum gelangt man nur über das Elternschlafzimmer und er hat neben der Badewanne auch eine separate Dusche. Die beiden Kinderzimmer verfügen über ein gemeinsames, weiteres Duschbad. Der Grundriss ist für eine vierköpfige Familie ausgelegt, bietet aber auch einiges an Flexibilität. ❚

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Die Küchenzeile des „Neo 312“ ist in einen der beiden Erker des Hauses integriert.

ANBIETER: Fingerhaus GmbH, Auestraße 45, 35066 Frankenberg/Eder Tel. 06451/504-0 www.fingerhaus.de ENTWURF: Musterhaus Bad Vilbel „Neo 312“ WOHNFLÄCHE: 160 m2 HEIZTECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung STEUERBARE KOMPONENTEN: Über Somfy „ioHomecontrol“ Automatisierung von Rollläden, Außen- und Innensonnenschutz; „Homeway“ zur Einbindung von Multimediakomponenten, Fernsehen, Telefon, LAN und WLAN


Im gesamten Haus kommen energiesparende LEDLeuchten vom Hersteller Nimbus zum Einsatz. Der Bauherr entschied sich für das „Modul Q“. Bei der Treppenbeleuchtung (ganz links) wurde „Zen In M Long“ verwendet.

US EIN HA N WIE EI BAUM

Natur wird zum Zuhause:

Lichtblick

H

ohe Ansprüche des Bauherren an Gestaltung, Qualität und ökologische Bauweise kennzeichnen diesen Entwurf der Firma Kitzlingerhaus. So wurde das Wandsystem „ÖkoComfort Aktiv“ beispielsweise mit dem IBRGütesiegel des renommierten Instituts für Baubiologie in Rosenheim ausgezeichnet. Auch die benutzte Technik ist ökologisch sinnvoll und zukunftsorientiert, beispielsweise durch die Verwendung von energiesparenden LED-Leuchten. Diese wurden mit dem Bussystem KNX verbunden. So lassen sich ganz komfortabel verschiedenste Lichtszenarien abrufen. Durch die Hanglage des Gebäudes war es möglich im Untergeschoss eine komplett unabhängige Einliegerwohnung mit separatem Eingang zu realisieren. ❚

Daten & Fakten zum Haus

Viel Licht im Innern schafft eine angenehme Wohnsituation. Besonders wichtig waren dem Bauherren die ökologische Bauweise und eine ansprechende Gestaltung.

ANBIETER: Kitzlinger Haus GmbH & Co. KG, Meboldstraße 7, 72172 Sulz/Neckar, Tel. 07454/961070 www.kitzlinger.de ENTWURF: Kundenhaus Tübingen

WOHNFLÄCHE: 231 m2 inkl. Einliegerwohnung HEIZTECHNIK: Holz-Pelletheizung STEUERBARE KOMPONENTEN: KNX-Bussystem mit unfangreicher Steuerung der LEDBeleuchtung

» massiv, energetisch optimal » individuelles Design » vitalisierende Wohnatmosphäre » Kundennote 1,4 = Sorglos bauen

IHRE HOLZHAUSMANUFAKTUR Sternstraße 28 53819 Neunkirchen-S., OT Eischeid Hausbroschüre anfordern, Musterhaus besuchen oder Bauherrenbesuch abstimmen: Telefon: 02247 9172-30 WWW.STOMMEL-HAUS.DE


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rundherum

smart Alle sind online, alle sind vernetzt. Immer mehr gilt das auch für die Technik in den eigenen vier Wänden. Wir machen einen Rundgang durchs Haus, um intelligente Lösungen in allen Bereichen aufzuspüren. Denn in jedem Raum lässt sich Sinnvolles realisieren.

Foto: www.somfy.de

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eräte und Anwendungen für das intelligente Zuhause sind auf dem Vormarsch. Jeder Siebte (14 Prozent) in Deutschland ab 14 Jahren nutzt bereits sogenannte Smarthome-Anwendungen – immerhin gut zehn Millionen Menschen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom).

Weitere Erkenntnis aus der Umfrage: „Für einen Großteil der Bevölkerung ist das Smarthome mittlerweile ein Begriff. Jeder Zweite (51 Prozent) hat schon einmal davon gehört, fast genauso viele (44 Prozent) wissen auch, was mit Smarthome oder Heimvernetzung gemeint ist“, erklärt Bitkom. Wie so oft, werden technische Neuerungen erst einmal mit Skepsis betrachtet. Wer nicht in einem Smarthome wohnen möchte, fürchte vor

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Foto: www.jung.de

Foto: www.somfy.de

Ankunft & zugang Auch der Außenbereich lässt sich in die Hausautomation einbeziehen. Sich automatisch öffnende Garagen- und Hoftore sind komfortabel, eine gute Außenbeleuchtung kann die Sicherheit beträchtlich erhöhen.


Foto: www.jung.de

Foto: www.weberhaus.de

Wohnen & essen

küche

Foto: www.siemens-home.de

Es gibt sie tatsächlich: die vernetzte Kaffeemaschine! Dank des Zwischensteckers kann man sie über einen Tastenbefehl auf der RWE-Smarthome-Fernbedienung vom Bett aus einschalten.

Foto: www.rwe-smarthome.de

Foto: www.gira.de

Eine gute Netzwerkverkabelung mit entsprechenden Auslässen in wichtigen Räumen steigert den Komfort in den eigenen vier Wänden.

Auch Geschirrspüler lassen sich online bedienen. Die Geräte können wie gewohnt direkt an der Blende gesteuert werden, aber zusätzlich auch über Smartphone oder Tablet. Sie sind über eine Gratis-App via Wi-Fi beziehungsweise WLAN vernetzungsfähig. Dunstabzug nur bei Bedarf: Die Flachpaneel-Haube wird erst bemerkt, wenn ihr Wrasenschirm aus dem Oberschrank herausfährt. Das Lüftungssystem kann per Funk direkt mit dem Kochfeld kommunizieren.

Foto: www.amk.de

Foto: www.bosch-home.com

Mit „Home Connect“ können Nutzer einen Bosch-Backofen auch aus der Ferne starten und den Verlauf des Garprozesses im Blick behalten. Bei Programmende gibt es auf Wunsch eine PushBenachrichtigung auf Ihr Smartphone oder Tablet.

Links: Mit intelligenter Haustechnik lassen sich eindrucksvolle Lichtszenarien einrichten, hier von Jung. Je nach Geschmack sind direkte und indirekte Beleuchtungen (und Kerzenlicht) kombinierbar. Die Steuerung und Programmierung der Anlagentechnik kann komfortabel per Smartphone und Tablet bewerkstelligt werden – oder über den TV-Bildschirm wie in diesem Weberhaus.

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Foto: www.repabad.com

Musik erhöht den Badegenuss. Deshalb ist diese Wanne von Repabad mit einem Sound-System ausgestattet. In die wasserdichte Bedieneinheit sind ein MP3-Player und ein Radio integriert. Die Signale werden drahtlos an den Verstärker übermittelt, der an Dampfbad oder Whirlpool angeschlossen werden kann.

Foto: www.jung.de

Rückzugsräume

Auch im Schlafzimmer kann intelligente Technik ihre Wirkung entfalten: Lichtschalter, Netzwerkanschlüsse und LED-Leseleuchte von Jung präsentieren sich hier im einheitlichen Schalterdesign.

Fotos: www.klafs.de

Fotos: www.grohe.com

Mit dem von Grohe und Philips Sound jetzt vorgestellten wasserdichten Bluetooth-Lautsprecher Aquatunes kommt Musik unter die Dusche. Einfach den Lautsprecher mit dem Smartphone oder Tablet verbinden und die Lieblingsmusik, den Lieblingssender oder eine andere Audioquelle genießen.

allem einen hohen Aufwand und Kosten, haben die Befrager herausgefunden. „Gut jeder dritte Skeptiker (37 Prozent) meint, der Einbau von Smarthome-Lösungen sei zu aufwendig. Ähnlich viele (33 Prozent) sagen: Smarte Geräte sind mir zu teuer. Jeder Vierte von ihnen (25 Prozent) findet die Bedienung zu kompliziert.“ Es gibt also noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten. Etwa mit praktischen Beispielen. Wie diese Seiten zeigen, gibt es keinen Raum und keinen Lebensbereich mehr, der sich nicht mit smarter Technik ausstatten ließe; vom Keller bis zum Dach gibt es Anwendungen. Doch besser als Einzellösungen ist die Vernetzung der Technik, sodass verschiedene Komponenten zusam-

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menarbeiten; erst dann ist die Technik wirklich „smart“. Was die Skepsis gegenüber der Bedienung betrifft: Hier hat sich eine Menge getan. Die Programme/Apps sind meist selbsterklärend, der Umgang mit Smartphone und Tabletcomputer ist inzwischen für sehr viele Menschen alltäglich geworden. Sobald die Hemmschwelle überwunden und die Installation vollendet ist, kommt meist Begeisterung auf. „Wer schon heute intelligente Sensoren und vernetzte Geräte in seinem Zuhause zusammenarbeiten lässt“, heißt es bei Bitkom, „der möchte auch nicht mehr darauf verzichten: Für 78 Prozent der Nutzer sind Smarthome-Anwendungen nach eigenem Bekunden unverzichtbar.“ jh ❚

Da kennt die Vorfreude kaum Grenzen: Mit der Sauna App von Klafs lässt sich die Sauna sogar von unterwegs aus bedienen: Einfach per Smartphone die App gestartet, Programm gewählt und wenn man zu Hause eintrifft, ist alles für den entspannenden Saunagang bereit.


intelligente Haustechnik für komfortables und sicheres Wohnen.

Foto: www.rwe-smarthome.de

Das Kinderzimmer mit smarter Haustechnik ausstatten? Warum nicht! In den Kinderzimmern dieses intelligenten Hauses sind Touchscreens von Gira installiert. Vorerst sind nur die Leuchten vernetzt. Später lassen sich dann weitere Funktionen aufrüsten.

Foto: www.velux.de

Foto: www.gira.de

Smart Home –

Rauchwarnmelder in den Wohnräumen sind in fast allen Bundesländern verbindlich vorgeschrieben. Vernetzte Geräte geben nicht nur einen schrillen Alarmton ab, sie können außerdem den Hausbesitzer via Smartphone oder Tablet warnen.

Foto: www.miele.de

Zu Hause oder von unterwegs Hausgeräte mit dem Smartphone oder Tablet steuern – das ermöglicht die Miele@ mobile App. Komfortabel ist sie für alle Nutzer, die jederzeit auf ihre Hausgeräte zugreifen möchten und dabei auf die Miele@home-Technologie setzen.

Bestell-Hotline: Telefon 0711/5206-306 oder www.buecherdienst.de 4,80 Euro zzgl. Versandkosten


Flexibel bleiben Die Elektroplanung sollte möglichst frühzeitig mit einem Fachmann angegangen werden. Auch wenn nicht gleich alle Möglichkeiten der Hausautomation realisiert werden, sollte die Installation spätere Erweiterungen zulassen können.

S

chon die konventionelle Elektroinstallation muss sorgfältig geplant und ausgeführt werden, damit es beim Wohnen nicht plötzlich an Steckdosen, Lichtauslässen und TVAnschlüssen fehlt oder zu wenige Stromkreise vorhanden sind. Erst recht muss ein intelligentes Haus in der Planung rechtzeitig und gründlich angegangen werden, da hier mehrere Gewerke betroffen sind und die Ausführung und Abstimmung der Arbeiten entsprechend komplex ist. „Im Smarthome arbeitet das Gewerk Elektro eng mit der Telekommunikation, der Klimatisierung und dem Alarmsystem zusammen“, erklärt Alexander Schaper, Geschäftsführer der SmartHome Initiative Deutschland. „Informationselektronik vernetzt Unterhaltungselektronik, Hausgeräte,

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Klima und Gebäudesicherheit. Alles kommuniziert untereinander, um Energie zu sparen und das Zuhause sicher und bequem zu machen.“ Ein guter Planer muss also her. Einer, der sich später auch um die Koordination der beteiligten Gewerke auf der Baustelle kümmert. Wer kann einen Bauherren gut beraten? Experte Schaper: „Das dafür notwendige Fachwissen haben die vom Bundesverband SmartHome zertifizierten Fachbetriebe für vernetzte Gebäudetechnik bewiesen.“ Für das Gespräch mit dem Planer sollte sich der Bauherr gründlich vorbereiten und einen Fragenkatalog formulieren: Welche Funktionen will/kann ich mit einem System steuern? Nur Licht und Jalousien oder auch die Heizung und

Bei der Planung der Hausautomation sollte sich der Bauherr von einem versierten Experten beraten lassen. Das kann ein Systemintegrator oder ein Elektrotechnikmeister sein. Auch der Besuch von Referenzobjekten oder Showrooms ist eine wichtige Hilfe.

Foto: www.e-handwerk.org

P LANUNG


das Home Entertainment? Kann ich diese Funktionen stufenweise realisieren? Welcher (bauliche) Installationsaufwand kommt auf mich zu? Welche Komponenten (Hardware) brauche ich, was davon bleibt sichtbar? Welche Bedienoberflächen (Geräte) und Visualisierungen (optische Darstellung) stehen mir zur Verfügung? Eine Fernbedienung, eine Touchscreen an der Wand oder Smartphone und Tablet-Computer? Was kostet mich die jeweilige Lösung? Fragen wie diese stellen sicher, dass intelligente Technik nicht etwa als Selbstzweck dient, sondern dem Nutzer tatsächlich einen Gewinn bringt. Vielleicht stellt ein Interessent fest, dass er für seinen Bedarf gar kein ganzes System braucht, sondern für ihn eine einfache Lösung reicht. Etwa wenn es nur darum geht, die Rollläden zu motorisieren. Allerdings sollte man bei solch einer „Insellösung“ darauf achten, dass man später im Bedarfsfall die Einzelautomation doch noch zu einer Systemlösung ausbauen kann. Ein guter Wegweiser bei der Planung sind die Empfehlungen der Initiative Elektro+. Jetzt, da die Hausautomation zunehmend populär wird, haben die Experten von Elektro+ ihre Richtlinien überarbeitet. Sie raten „Bauherren und Modernisierern sich an den Ausstattungswerten der RAL-RG 678 zu orientieren.“ Wie das Schaubild (s. unten) verdeutlicht, beschreibt die RAL-RG 678 in sechs Stufen den möglichen Ausstattungsumfang einer Elektroinstallation. „Die ers-

Die Kosten für ein intelligentes Haus Entsprechend der Vielzahl der Systeme und Lösungen können die Kosten für die Hausautomation sehr unterschiedlich ausfallen. Planer und Systemintegrator Georg Frühauf, Geschäftsführer der Firma Sys.Tec, sieht die Bandbreite grob zwischen 10 000 und mehreren 10 000 Tausend Euro. Die Initiative Elektro+ gibt Richtwerte anhand ihrer InstallationsEmpfehlungen (siehe Tabelle unten und Grafik oben). Für die einfachste Mindestausstattungsstufe

mit vorbereiteter Hausautomation („1plus“) veranschlagen die Experten sechs Prozent der Bausumme; eine vorbereitende Maßnahme wäre z. B. das Verlegen von Elektroinstallationsrohren und zusätzlichen Anschlussdosen an Fenstern und Heizkörpern. Für die Standardausstattung „2plus“ rechnen die Elektro+-Fachleute mit sieben bis neun Prozent der Bausumme. „Möglich sind dann beispielsweise eine intelligente Beleuchtung mit Bewegungs- und

Präsenzmeldern oder eine automatisierte Jalousienund Rollladensteuerung.“ Die Ausstattungsstufe „3plus“ schließlich schlägt mit ca. zehn Prozent der Bausumme zu Buche. Bezogen auf eine Bausumme von 300000 Euro bedeutet das für die Ausstattungswerte folgende Kosten für die Elektroinstallation mit Hausautomation: 1plus: ca. 18 000 Euro 2plus: ca. 21 000 bis 27 000 Euro 3plus: ca. 30 000 Euro

Welche Ausstattung ist die richtige für mich? Die Fachleute der Initiative Elektro+ haben sechs Stufen definiert, drei ohne Hausautomation (Schaubild obere Hälfte), drei mit Hausautomation (Kennzeichnung mit „plus“). Bauherren können mit ihrem Elektropartner einen dieser Ausstattungswerte vereinbaren (nach RAL-RG 678) und haben so eine klar formulierte Basis.

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Grafiken: www.elektro-plus.com

Ausstattungsempfehlungen

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Die Systeme im Überblick SEPARATE KABELLEITUNG: BUS Basis ist eine Datenleitung, die parallel zur Stromleitung verlegt wird und mit einem zentralen Server verbunden ist. So funktioniert das KNX-System. Die Steuerbefehle können von verschiedenen Eingabegeräten aus gegeben werden. Z.B. klassisch von einem Lichtschalter (Sensor) an eine Leuchte, die mit einem speziellen Vorschaltgerät (Aktor) ausgestattet ist. lntelligent wird das System, wenn verschiedene Befehle gleichzeitig ablaufen, zum Beispiel Licht dimmen, Jalousien runterfahren. Über Schnittstellen lässt sich die Hausautomation mit dem Internet verbinden, dies ermöglicht die Steuerung via Smartphone und Tablet, z.B. aus dem Urlaub. Weitere kabelgebundene Systeme: LCN, LON, Busch-free@home

ten drei Werte bezeichnen die Basisinstallation, die sogenannten Plus-Ausstattungswerte legen die Grundlage für eine Gebäudesystemtechnik.“ Der Vorteil für den Bauherren besteht in der eindeutigen Definition der gewünschten Installation: „Durch Auswahl eines Ausstattungswertes für einen Raum oder die ganze Wohnung oder das Haus ist der Umfang der Elektroausstattung eindeutig und zweifelsfrei beschrieben“, betonen die Experten von Elektro+. Beschäftigen sich Interessenten mit dem Thema intelligentes Haus, werden sie rasch feststellen, dass es auf dem Markt sehr viele Systeme gibt (siehe Kasten oben) – von der einfachen

Foto: www.becker-antriebe.de

Wer die Elektroinstallation und die Hausautomation sorgfältig plant, wird sich hinterher dauerhaft über Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz freuen. Und: Das System kann jederzeit an die Bedürfnisse angepasst und gegebenenfalls erweitert werden.

FUNKWELLEN Anstatt per Datenleitung werden hier die Steuerbefehle per Funk vom Server aus an die jeweiligen Adressaten (Licht, Jalousien, Heizung) verteilt. Wie bei Bussystemen lassen sich auch Funk-Steuerungen über Schnittstellen mit dem Internet verbinden. Funksysteme eignen sich besonders zur Nachrüstung, da kein Eingriff in die Bausubstanz vorgenommen werden muss. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Anbietern. Bei manchen Herstellern wie Hager, Gira oder Jung ist es möglich, einen bereits installierten KNX-Bus mit dem hauseigenen Funksystem zu erweitern; bei Hager nennt sich dieses „quicklink“, Gira und Jung haben gemeinsam „eNet“ entwickelt.

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STROMLEITUNG ALS DATENTRÄGER Mithilfe einer speziellen Technologie werden Befehle so in Steuersignale umgewandelt, dass sie über die Stromleitung transportiert werden können. Laut Herstellern geschieht dies ohne Störungen bzw. Leistungseinbußen. Auch diese Systeme eignen sich zur Nachrüstung – vorausgesetzt die konventionellen Stromleitungen sind auf dem Stand der Technik. Inzwischen nutzen die Hersteller Gira, Jung und Busch-Jaeger die Stromleitung, um das heimische Internet auch in den Ecken des Hauses zugänglich zu machen, die außerhalb der Reichweite des WLAN-Routers liegen. Statt einer Schuko-Steckdose ist an der betreffenden Stelle eine Anschlussdose für Ethernetkabel installiert oder ein Repeater (eine Art Verstärker) für WLAN-Betrieb.

Plug-and-play-Variante zur Selbstinstallation bis hin zur aufwendigen Komplettlösung unter Einbeziehung aller Funktionen. Entsprechend groß sind auch die Kostenunterschiede (siehe Kasten S. 69). Bei Neubauten kann parallel zu den Elektroleitungen eine spezielle Datenleitung verlegt werden. Man spricht dann von einem „Bus“. So funktionieren z. B. Systeme nach KNX-Standard. Alternativ können die Stromleitungen selbst als Medium dienen (Powerline). Schließlich gibt es Systeme, bei denen Befehle per Funk übertragen werden. Da hier keine Leitungen verlegt werden müssen und kaum bauliche Eingriffe nötig sind, eignen sich Funksysteme zur Nachrüstung im Gebäudebestand. Allerdings ist hier zu ergänzen, dass bei Häusern, die womöglich noch mit uralten elektrischen Leitungen ausgestattet sind, sowieso eine Komplettsanierung der Elektrik ansteht, sodass dann auch ein kabelgebundenes System in Frage kommt. Das betonen auch die Experten von Elektro+: „Gerade im Bestandsbau sind Leitungen und Stromkreise vielfach unterdimensioniert und reichen für moderne und zukunftsgerichtete Installationen nicht mehr aus.“ In puncto Bedienkomfort hat sich viel getan. Die Systemoberflächen sind meist leicht verständlich. Außerdem sind viele Anwender durch den Siegeszug von Smartphones und Tablets geübt im Umgang mit Software. Genau deshalb ist auch die Akzeptanz für intelligente Technik gestiegen, denn über Schnittstellen und Apps lassen sich viele Systeme über die Helfer im Alltag Smartphone und Tablet steuern.


Grafik/Foto: www.somfy.de

Soll die Hausautomation erst später realisiert werden, ist es wichtig, die Installation rechtzeitig vorzubereiten. Smarthome-Experte Alexander Schaper empfiehlt z. B. die Strom- und Steuerkabel für zukünftige Jalousie- und/oder Markisensteuerungen schon in der Bauphase in die Jalousiekästen zu legen. „Dies ist wichtig, um die Wärmedämmung richtig auszuführen und später nicht zu beschädigen.“ Auch rät er Bauherren dringend, sich bei der Übertragung von Audio-/Video-/TV-Signalen nicht auf WLAN zu verlassen. „Besonders in Mietwohnungen oder auch dicht besiedelten Wohngebieten, sinkt die tatsächliche Übertragungsrate erheblich, da sich viele Router wenige Kanäle teilen müssen. Setzen Sie daher auf jeden Fall auf eine vernünftige Netzwerkverkabelung.“ Wichtig sei, dass die Leitungen und Schalterdosen installiert sind. „Die eigentlichen Netzwerkanschlussdosen können Sie in den nächsten Monaten bzw. Jahren nach Bedarf einbauen lassen – dies senkt die Kosten enorm.“ jh ❚

Bauherren sollten eine Hausautomation wählen, in die sich – auch später noch – möglichst viele Funktionen einbinden lassen wie hier Tahoma von Somfy.

E NERGIEEFFIZIENZ MIT RWE SMARTHOME:

Promotion

Smarter heizen und Solarstrom nutzen wunschgemäß dem tatsächlichen Wärmebedarf in den einzelnen Räumen an. Das ist nicht nur praktisch, sondern spart auch Kosten: Bei einem wissenschaftlich begleiteten Feldversuch erzielte die intelligente Heizungssteuerung bis zu 25 Prozent Einsparung – ganz ohne jede bauliche Maßnahme. Nur noch geringe Einspeisevergütung für selbst erzeugten Solarstrom und steigende Energiepreise machen den Eigenstromverbrauch zunehmend attraktiv. Wer eine PV-Anlage auf dem Dach hat, kann diese dadurch wirtschaftlicher betreiben. Bei kleinen Anlagen ohne Speicher werden nur rund 20 bis 30 Prozent

Das System RWE SmartHome erhöht die Energieeffizienz eines Hauses mit Photovoltaikanlage erheblich. Dank intelligenter Speichertechnologie und -steuerung erhöht sich der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms von 20 auf 70 Prozent.

selbst genutzt. Mit Batterie und intelligentem Speichermanagement durch Integration in das Hausautomationssystem RWE SmartHome lassen sich bis zu 70 Prozent des erzeugten Solarstroms auch direkt vor Ort verbrauchen. Bestehende PV-Anlagen können übrigens nachgerüstet werden: Flexible Speicherlösungen mit etwa 4 bis 60 kWh ermöglichen es, die Batterie gemäß dem Anlagenertrag und dem Verbrauchsprofil des Haushalts auszulegen. www.rwe-smarthome.de

Fotos: RWE

Die funkbasierte und modulare Haussteuerung RWE SmartHome sorgt im Handumdrehen für mehr Wohnkomfort und Sicherheit. Doch sie zeichnet sich auch durch intelligente Lösungen für die Integration von Heizung und Photovoltaik-Anlagen aus. Das System übernimmt dabei selbsttätig das Energiemanagement. Jederzeit lassen sich von unterwegs die Einstellungen kontrollieren und verändern. Dazu genügen ein Tablet-PC oder ein Smartphone. Für Hausbesitzer, Wohnungseigentümer und Mieter gibt es unterschiedliche, jeweils passende Möglichkeiten für die intelligente Heizungssteuerung. Einzelne Heizkörper lassen sich über Funk-Thermostatventile in die Hausautomatisierung einbinden. Mit einem Raumthermostat können auch moderne Zentral- oder Etagenheizungen gesteuert werden. Für Fußbodenheizungen gibt es ebenfalls ein mit der SmartHome-Zentrale vernetztes Gerät. So passt das System die Heizleistung

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Planung

Welche Punkte sollten bei der Planung besonders beachtet werden? „Das intelligente Haus“ sprach mit Elektrotechnikermeister Andreas Däuwel.

»Je früher, desto besser«

Elektrotechnikermeister Andreas Däuwel berät Bauherren bei sich zu Hause oder in seinen Geschäftsräumen über die Möglichkeiten moderner Hausautomationssysteme.

Redaktion: Kommen private Bauherren, die sich für Hausautomation interessieren, direkt auf Sie zu, oder entstehen Kontakte eher über Dritte, zum Beispiel Architekten oder Bauträger? Andreas Däuwel: Die meisten Kunden kommen direkt auf uns zu. Sie haben sich in der Regel bereits im Internet über das Thema Gebäudeautomation informiert und daher oft schon konkrete Vorstellungen für ihr Bauvorhaben. Oft ist es aber auch so, dass angehende Bauherren zuvor bei Freunden Funktionen der Gebäudeautomation in der konkreten Anwendung gesehen haben und sich diese dann auch für ihr Haus wünschen. Die Mundpropaganda ist also nicht zu unterschätzen. Der Architekt ist eher selten ein Mittler. Er kümmert sich vornehmlich um Design und Gestaltung. Trotzdem ist es ratsam, ihn so früh wie möglich einzubinden, damit er bauliche Wünsche auch hinsichtlich der Gebäudeautomation frühzeitig berücksichtigen kann. Red.: In welchem Stadium kommen Sie in Kontakt mit den Bauleuten? Däuwel: Das ist sehr unterschiedlich. In der Regel ist es so, dass wir als Elektrofachbetrieb erst eingeschaltet werden, nachdem der Architekt seine Planung ab-

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geschlossen hat. Wenn dieser dabei die Verlegung von Busleitungen [=Datenleitungen, Anm. d. Red.] für die Gebäudeautomation nicht berücksichtigt hat, bleibt meist nur noch die Möglichkeit einer Funklösung. Red.: Was wäre für Sie der wünschenswerte Zeitpunkt? Däuwel: Je früher, desto besser. So können wir den Bauherren ausführlich über alle Möglichkeiten der modernen Gebäudeautomation informieren und gemeinsam mit ihm eine individuelle Lösung entwickeln, die exakt seinen Bedürfnissen entspricht. Dann ist auch sichergestellt, dass die erforderlichen Busleitungen rechtzeitig verlegt werden. Red.: Wie gehen Sie vor, wenn Sie von Bauherren erst spät kontaktiert werden? Däuwel: Wenn die Installation schon komplett fertig ist, ist es für eine leitungsgebundene Gebäudeautomation natürlich zu spät. Aber auch dann können wir unseren Kunden weiterhelfen und bieten ihnen Funklösungen wie etwa Hager KNX oder Berker.Net an. Wer jedoch grundsätzlich an einer Gebäudeautomation interessiert ist, sollte vorausschauend planen und auf jeden Fall eine Busleitung vorsehen.

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Red.: Wo können Bauherren sich konkret Lösungen anschauen? In Referenzobjekten oder Showrooms? Däuwel: Wir haben in unserem Privathaus und in unseren Geschäftsräumen natürlich auch eine ganze Reihe von Lösungen der Gebäudeautomation realisiert, die wir unseren Kunden regelmäßig vorführen. Das ist fester Bestandteil unserer Beratungsleistung. Aber wir verweisen auch auf Internetseiten wie www.knx.org oder www.das-intelligente-zuhause.de des Herstellers Hager, die zeigen, was die Gebäudeautomation dem Bauherren bieten kann. Red.: Welche Rolle spielen Architekten, Bauträger oder Fertighaushersteller? Sind das eher Bremser oder Beschleuniger? Däuwel: Alle Baubeteiligten befassen sich immer mehr mit dem intelligenten Zuhause. Sie sind in der Regel gut informiert und beraten ihre Kunden meist schon im Vorfeld über KNX. Viele Fertighaushersteller bieten mittlerweile sogar bereits standardmäßig intelligente Lösungen in verschiedenen Ausbaustufen an. Red.: Welche Anforderungen stellen die Bauherren im Hinblick auf die Hausautomation? Däuwel: Das kommt natürlich ganz auf den Kunden und seine Bedürfnisse an. Generell gilt jedoch: Der komplette KNX-Rollout mit Beleuchtung, Jalousien und Heizung ist selbst in Luxus-Immobilien eher die Ausnahme. Die meisten Kunden wollen erst einmal gewisse Bereiche der Installation mit einer Gebäudeautomation lösen. Sie wünschen sich beispielsweise Alarmmeldungen bei offenen Fenstern oder einen Panik-Taster am Bett. Zunehmend wichtig ist für viele Kunden auch die Bedienmöglichkeit mit mobilen Geräten wie dem Smartphone. Aber auch wenn anfangs erst einmal nur eine überschaubare Komfortlösung umgesetzt wird wie bei-


Andreas Däuwel, KNX-Experte

Red.: Gibt es Hemmschwellen oder gar Ängste bei den Verbrauchern? Zum Beispiel bei der Bedienung oder im Hinblick auf die Datensicherheit? Däuwel: Die gibt es natürlich. Und darauf müssen wir als Fachleute eingehen, indem wir unseren Kunden umfassend beraten, ohne ihn mit Technik zu überfrachten. Wir müssen herausfinden, was er wünscht und für ihn eine maßgeschneiderte Lösung entwickeln, die er problemlos beherrscht und der er vertraut. Red.: Mit welchen Investitionen muss man rechnen? Däuwel: Das kann man nicht pauschal in Zahlen fassen. Generell gilt jedoch: Je höher die gewünschte Funktionalität, desto mehr rechnet sich ein KNX-System. Auch deshalb ist es wichtig, von Anfang an alle Optionen zu wahren und mit einer ausreichenden Anzahl an Busleitung quasi vorzusorgen. Red.: Inwieweit lässt sich ein System nach und nach ausbauen? Däuwel: Wenn bereits eine Busleitung verlegt ist, sind den Wünschen des Bauherren

im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Alternativ bietet sich der Ausbau mit Funkkomponenten an, die ebenfalls kaum Wünsche offenlassen. Man sollte jedoch unbedingt darauf achten, beim Ausbau seiner Gebäudeautomation im KNX-Standard zu bleiben. Das ist beispielsweise mit der Hager Systemtechnik möglich, bei der sowohl leitungsgebundene als funkbasierte Komponenten im KNX-Standard erhältlich sind. Das ist nicht bei allen Herstellern der Fall. Red.: Wann raten Sie einem Bauherren zu einem KNX-System, wann eher zu einem Funksystem? Däuwel: Mit der KNX-Technik lassen sich alle denkbaren Funktionen der modernen Gebäudeautomation lösen. Sie ist damit die Technik der Wahl. Reine Funklösungen hingegen sind eher bei Renovierungen zu empfehlen oder bei der Nachrüstung kleinerer Anwendungen ohne Busleitung. Red.: Welche Bedienoberflächen empfehlen Sie? Sollten Smartphone und Tablet mangels Sicherheit außen vor gelassen werden? Däuwel: Wie in vielen Lebensbereichen sind Smartphone und Tablet auch in der Gebäudeautomation auf dem Vormarsch.

Fotos: www.hager.de

spielsweise eine Jalousiesteuerung, sollte man die Option für eine spätere Erweiterung unbedingt wahren. Es ist daher ratsam, die entsprechenden Busleitungen vorsorglich zu verlegen. Denn die Kosten dafür sind in der Bauphase relativ gering.

Andreas Däuwel ist Elektrotechnikermeister und Inhaber der Elektro Däuwel GmbH aus Pirmasens, ein Fachbetrieb, der sich auf den gehobenen Wohnbau spezialisiert hat. Mit seinem Team aus sechs Mitarbeitern bietet er neben konventionellen Basisinstallationen vornehmlich zukunftsweisende Elektroinstallationen an. Dazu zählen unter anderem Daten-, Sprach- und Videoanlagen sowie die gesamte Bandbreite der Bustechnik auf KNX-Basis, für die sich deutlich über 50 Prozent seiner Kunden im gehobenen Segment entscheiden.

Hier hat beispielsweise Hager mit domovea ein anwenderfreundliches Bediensystem entwickelt, das einen hohen Sicherheitsstandard bietet, der etwa dem des aktuellen Homebankings entspricht. Grundsätzlich sollte sich aber jeder Bauherr überlegen, welche Funktionen er über mobile Geräte steuern möchte. Darauf weisen wir in unseren Beratungsgesprächen ausdrücklich hin. So sind aus unserer Sicht beispielsweise Komfortfunktion wie das Schalten der Beleuchtung absolut unbedenklich. Red.: Welche Tipps möchten Sie allen Bauherren mit auf den Weg geben? Däuwel: Setzen Sie sich so früh wie möglich mit Ihrem Elektrofachbetrieb in Verbindung und lassen Sie sich ausführlich beraten. Das qualifizierte Elektrohandwerk ist der richtige Ansprechpartner, der auch kleine Lösungen kompetent und gewissenhaft realisiert. Hilfreich ist auch, wenn der Bauherr schon gewisse Vorstellungen und Ideen hat. Dazu empfehlen wir den IQCheck auf der Homepage www.das-intelligente-zuhause.de. Dort kann man schnell herausfinden, welche Funktionen einem wichtig sind und wie diese erfüllt werden können. So vorbereitet, steht einer zielgerichteten Beratung nichts im Wege.

Eine Hausautomation nach KNX-Standard lässt sich bequem über ein großes, zentral positioniertes Wanddisplay steuern und programmieren, aber auch über Smartphone oder Tablet.

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P LANUNG

Was,

Wie, Wo? B

Ohne Hilfe vom Profi ist ein wirklich intelligentes Haus kaum zu machen. Doch wer hilft bei der Planung und welche Integratoren finden eine ideale und zugleich preiswerte Lösung für mich? „Das intelligente Haus“ zeigt, wo es Showrooms gibt und welche Planungshilfen beim Vergleich wirklich helfen.

auherren können ein Lied davon singen: Ein Haus bauen zu lassen, ist eine Mammutaufgabe. Trotz Fachleuten an seiner Seite muss man dafür doch unzählige Entscheidungen treffen – überwiegend in Bereichen, von denen man als Laie nur unzureichende Kenntnisse hat. Entscheidend ist daher, einen Plaungspartner an seiner Seite zu wissen, auf dessen Rat und Einschätzung man sich voll und ganz verlassen kann.

Architekten fürs intelligente Haus Mit der Gebäudetechnik verhält es sich ganz ähnlich. Alles, was über eine reguläre Elektroinstallation hinausgeht – und damit auch zusätzliches Geld kostet – will wohl geplant werden. Aber welche Bereiche der Haustechnik sollen überhaupt gesteuert werden? Muss es ein BusSystem sein oder ist eine funkbasierte Anlage besser – oder eine Kombination aus beidem? Hat der Elektriker Erfahrungen in der Planung von Smarthome-Technik oder kann er sie in erster Linie installieren? Mit dem Einzug der Heimautomation in immer mehr Bauprojekte kommt neben dem Architekten idelaerweise ein weiterer

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Planer ins Spiel: Der Smarthome-Integrator. Er hat dieselbe Aufgabe wie der Architekt, nur eben nicht für Wände, Decken und das Dach, sondern für alle Aufgaben der Haustechnik und deren Verschaltung zu einer zentralen Steuerungsanlage. Dieses Berufsbild ist noch recht jung, es gibt dafür kein einheitliches Ausbildungsprofil. Manche Smarthome-Experten kommen aus der Veranstaltungs- und Medientechnik, andere sind Fachleute für IT- und TelekommunikationsTechnik. Häufig haben sich mittlerweile auch Elektriker für die Planung intelligenter Häuser weitergebildet, und zu guter Letzt gibt es auch immer mehr Radio-Fernseh-Experten oder HiFiHändler, die heute zusätzlich auch Gebäudeautomatisierung anbieten.

Wer hat wirklich Erfahrung? Da es aber keine einheitlichen Zulassungskriterien für Smarthome-Experten gibt, ist es für Kunden schwierig, den optimalen Fachplaner zu finden. Wer bereits ein bestimmtes System im Auge hat, der kann über die Internetseiten des jeweiligen Herstellers nach Fachleuten in seiner Gegend suchen. Die Herstellerverzeichnisse ge-


Foto: Smart Home Baiersdorf

ben aber in der Regel keine detailliere Auskunft über Spezialisierungen ihrer Händler sowie weitere Systeme, die diese anbieten. Besser ist im Zweifel Mund-zu-Mund-Propaganda: Wenn Freunde mit einem Planer gute Erfahrungen gemacht haben, dann ist das eine der besten Referenzen.

Der Rat eines erfahrenen Planers und anschauliche Beispiele erleichtern die Planung eines intelligenten Hauses.

Suchhilfe von Profis Doch es gibt auch professionelle Hilfe für die eigene Vorplanung, ebenso wie bei der Suche nach unabhängigen Fachleuten. In den letzten Jahren nehmen sich eben auch Berufsverbände und andere Organisationen dem steigenden Anspruch an die Gebäudetechnik an – zum Beispiel in der Initiative Elektro+ des Zentralverbandes der Elektroinstallateure (siehe Seite 56). Daneben beschäftigen sich auch immer mehr Unis mit Fragen rund um Smarthome – an der Hochschule Rosenheim, ebenso wie an der TH Wildau, gibt es sogar schon eigene Studiengänge für Gebäudetechnik und -automation. Professor Dr. Michael Krödel etwa erforscht und lehrt diese Themen in Rosenheim und legt dabei einen großen Schwerpunkt auf die Vermittlung der Technik an interessierte Laien. Ein Ergebnis mehrerer Studien in seinem Fachbereich ist der bislang erste wirklich unabhängige Planungsleitfaden für Bauherren (siehe Kasten rechts). Mit ihm können sich Smarthome-Einsteiger in Ruhe überlegen, welchen Grad der Automation sie in ihren eigenen vier Wänden anstreben und auf welche Gewerke sie im Zweifel verzichten können. Mit dem Fragebogen kann ein erfahrener Smarthome-Experte dann recht einfach in die Planung einsteigen, das optimale

System ermitteln und ein Angebot anfertigen. Der Fragebogen kann auch zur ersten Qualitätskontrolle des Planers dienen: Lehnt er solche Planungshilfen rundweg ab, sollte man getrost weiterziehen. Neben der Planungshilfe für Endkunden hat Krödel auch eine Reihe weiterer Tools entwickelt, die es auch Profis erleichtern sollen, den Bedarf ihrer Kunden zu ermitteln und ihnen den Nutzen und die Folgen der verschiedenen Automatisierungstechniken zu verdeutlichen. Dazu zählt etwa ein Berechnungsprogramm, das die Einsparpotenziale durch Hausautomation aufzeigt. Prof. Dr. Krödel veranstaltet zu seinem Planungssystem Kurse für Integratoren und Elektriker, die sich rund um das Thema Smarthome weiterbilden wollen. Eine Zertifizierung der Teilnehmer findet bislang noch nicht statt, doch die Ausbildungsmaßnahmen sind auch nur ein erster Schritt hin zu einer systematischen Planung.

Experten-Verzeichnis Dass gerade die Experten in diesem Bereich der Haustechnik die wichtigste Rolle spielen, ist im Redaktionsteam seit der ersten Ausgabe von „Das intelligente Haus“ unumstritten. Deshalb werden seitdem Adressen kundiger Planer

Prof. Dr. Michael Krödel, Hochschule Rosenheim Ein Systemintegrator muss die Zeit und Muße aufbringen, im ersten Planungsschritt die aus Kundensicht tatsächlich sinnvollen Features und deren Bedienung zu ermitteln – statt einfach alles anzubieten. «

Neutraler Planungshelfer Professor Dr. Michalel Krödel vom Institut für Gebäudetechnologie an der Hochschule Rosenheim hat einen Fragebogen entwickelt, anhand dessen sich Interessenten ihren Bedarf an Gebäudeautomation ermitteln können. Was nach einer lästigen Klein-Klein-Aufgabe klingt, gelingt in Wahrheit fast spielerisch. Passend dazu gibt es den Fragebogen auch in Form eines Kartenspieles. Mit dem bearbeiteten Fragebogen geht man dann zum Smarthome-Planer und lässt sich seine Lösung anbie-ten. Auf Basis des standardisierten Fragebogens sollte es auch einfach möglich sein, verschiedene Angebote zu vergleichen. Der Fragebogen steht unter www.igt-institut. de/smarthome/fragebogen zum Download bereit. Ein kurzweiliges Video erklärt das Ganze nochmals.

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und Showrooms gesammelt, die Anschauungsmaterial und Hilfe in Sachen Gebäudeautomatisierung bieten – das sind keine zufällig gefundenen Adressen, sondern Experten zu bestimmten Themen. Einer Qualifizierung der Branche hat sich auch die Smarthome Initiative Deutschland verschrie-

ben. Alexander Schaper, der Geschäftsführer des Vereins, führt eigens eine Zertifizierung von Fachbetrieben durch, die sich an vorgegebenen Kriterien in Sachen Beratung, Erfahrung und Umsetzungskompetenz orientiert. Als Teil der Medienkooperation zwischen „Das intelligente

Haus“ und der Smarthome Initiative Deuschland wurde die Liste der zertifizierten Fachbetriebe für Gebäudeautomation mit der Expertendatenbank der Redaktion zusammengelegt. Wenig überraschend: Es gab beim Vergleich der beiden Listen eine ganze Reihe Überschneidungen. In der nach

Postleitzahlen sortierten Übersicht unten erkennen Sie die von der Smarthome Initiative Deutschland zertifizierten Experten am roten Logo. Die Liste soll natürlich wachsen: Mit jeder spannenden Geschichte über SmarthomeAnwendungen kommt mindestens ein Experte dazu. rot ❚

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P RODUKTE

Lieber mehr Steckdosen Offene Küchen liegen schon lange im Trend. Der nahtlose Übergang zum Esszimmer schafft mehr Platz und die Möglichkeit, sich während dem Kochen mit der Familie oder den Gästen zu unterhalten. In vielen modernen Häusern geht das Esszimmer auch direkt in das Wohnzimmer oder in den Wintergarten über. Hausbesitzer, die eine offene Wohngestaltung bevorzugen, sollten ganz besonders auf die Elektroausstattung achten. Bauträger oder Fertighausanbieter weisen Räume ohne Trennwände in vielen Fällen als nur ein Zimmer aus. Dadurch fällt die Anzahl der Steckdosen, Leuchten und Kommunikationsanschlüsse zu gering aus. Bei einer Küchenparty oder einer großen Familie fehlt es beim Kochen dann schnell an Steckdosen für Pürierstab, Fritteuse oder Elektrogrill. www.elektro-plus.com Hager baut seine Rauchwarnmeldertechnik weiter aus: Mit dem Rauchwarnmelder „TG550A“ und dem KomfortDualwarnmelder „TG551A“ stehen zwei funkvernetzbare Varianten für den Einsatz in Wohnbauten, Wohnwagen und -mobilen sowie im Kleingewerbe zur Verfügung. Der Dualwarnmelder bietet sich für den Küchenbereich und staubintensive Räume an, da bei diesem Dualdetektionsmelder bei Bedarf die Raucherkennung deaktiviert werden kann. Bis zu 40 der neuen funkvernetzbaren Melder lassen sich miteinander verbinden. Registriert ein Dualmelder Rauch oder eine ungewöhnliche Wärmeentwicklung, schlagen sämtliche Geräte Alarm. Um die Reichweite bei Bedarf zu erhöhen, kann ein Gerät im Verbund als Repeater eingesetzt werden. www.hager.de

Funk-kommunikation Die Funksteuerung „Solexa II“ von Elsner übernimmt Beschattung, Fensterlüftung, Licht- und Heizungssteuerung. Durch den modularen Aufbau können verschiedenste Projekte von der Markisensteuerung bis zur Raumklimaregelung im Wohnhaus realisiert werden. Die Installation ist dank Funk-Kommunikation einfach und zeitsparend – ideal zum Nachrüsten. Die Basis bildet das akkubetriebene Touch-Bedienteil. Hier sind ein Temperatursensor und eine Uhr integriert. Sobald die Funkverbindung mit einem Elsner Funk-Motorsteuergerät hergestellt ist, ist die Rollladensteuerung komplett. www.elsner-elektronik.de

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Hohe Bruchfestigkeit, lange Lebensdauer und das mehrfach ausgezeichnete Design prägen das Schalterprogramm „K.1“ von Berker. Beim Schwesterprogramm „K.5“ wird die geradlinige Ausgewogenheit der scharfkantigen Designlinie durch die matt-schimmernde Edelstahloberfläche bzw. die filigrane Aluminiumoberfläche noch zusätzlich unterstützt. Hinzu kommt der extrem flache Schaltwinkel, den alle Unterputz-Schalter und -Taster des Herstellers aufweisen. www.berker.de


immer in kontakt Unterwegs mit dem Smartphone kontrollieren, ob die Fenster geschlossen sind – das ermöglicht jetzt die neue Smarthome-Technologie von Winkhaus. Die Funkkontakte kommunizieren im EnOcean-Funkstandard und sind unter anderem mit wibutler kompatibel. Daher lassen sich beispielsweise auch die Alarmüberwachung, Beleuchtungs- und Heizungsregelung anbinden und mobil steuern. Winkhaus bietet die FunkkontaktTechnologie in zwei Varianten an: Verdeckt liegende Elemente (großes Foto), die im geschlossenen Zustand unsichtbar sind, sind für die diskrete Fensterüberwachung geeignet. Daneben empfiehlt sich die aufliegende Lösung mit Solarzelle für den energieautarken Betrieb (kleines Foto). Beide Systeme melden via Funk, sobald sich der Zustand des Fensters ändert. Außerdem ermitteln sie in periodischen Abständen den Zustand und geben dies weiter. www.winkhaus.de

Mit dem neuen Smartphone Garagentoröffner bietet Schellenberg eine Lösung, um mithilfe des eigenen Smartphones das Garagenoder Außentor zu steuern. Hierfür wird ein Empfangsmodul an den bereits verbauten Torantrieb angeklemmt, welches dann die Kommunikation zwischen Smartphone und Torantrieb gewährleistet. Ein Umbau des Torantriebs ist dafür nicht notwendig. Bis zu fünf Smartphones können angelernt werden und machen den Kauf von zusätzlichen Handsendern überflüssig. Mit einer Reichweite von rund 15 Metern kann das System komfortabel mit ausreichend Abstand bedient werden. www.schellenberg.de

Ultraflaches Design Für den horizontalen und vertikalen Einbau in Brüstungskanäle und Anschlusssäulen gedacht ist das tehalit-Modularblendenprogramm. Die Blenden zeichnen sich durch eine besonders flache Bauform und ein modernes Design aus. Verringerte Spaltmaße zwischen Blende und Schnittkaschierung garantieren jetzt eine noch bessere Passgenauigkeit. Die Blendenstruktur bleibt selbst dann erhalten, wenn der Kanal durch Wandunebenheiten verzogen ist. Die Blenden sind serienmäßig durchgefärbt in den Farben Reinweiß, Cremeweiß, Graphitschwarz, Lichtgrau und lackiertes Aluminium natur lieferbar. Auf Wunsch liefert Hager gegen Aufpreis die Modularblenden ebenfalls durchgefärbt in allen gängigen RAL-Farben. www.hager.de

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nachrüsten KNX ist ein weit verbreiteter Standard für die Gebäudeautomation. Unterschiedlichste Funktionen in einem Haus werden hier zusammengeführt und können zentral komfortabel über eine Plattform visualisiert und gesteuert werden. Jetzt lassen sich auch StiebelEltron-Heizungsanlagen nachträglich einbinden. Realisiert wird dies über eine SoftwareErweiterung für das InternetService-Gateway, das ohnehin schon eine intelligente Kommunikation mit dem Heizsystem ermöglichte. Mit dem Internet-Service-Gateway von Stiebel Eltron, kurz ISG, konnte die Wärmepumpe bisher schon ganz einfach über den Internet-Router in das eigene Heimnetzwerk eingebunden werden. Nutzer können jetzt den nächsten Schritt gehen und die Anlage komplett in die KNX-Gebäudeautomation integrieren lassen. www.stiebel-eltron.de

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hübsch gemacht Wärmepumpen gelten als umweltfreundlich und kostensparend. Allerdings sind die im Freien aufgestellten Luft-Luft-Wärmepumpen nicht gerade Schönheiten. Dass es auch schick geht, zeigt Remko nun mit seiner neuen „ArtStyle“-Wärmepumpe. Wer die Außenluft zur Wärmeversorgung seines Hauses nutzen möchte, braucht das zugehörige Equipment zukünftig nicht mehr verstecken. Gleich ob Neubau oder Sanierung, in moderner oder klassischer Bauweise – das Außenmodul der Luft-Wärmepumpe ArtStyle passt sich optimal an die Architektur an. Seine zylindrische Form, modern in Silber Aluminium eloxiert oder klassisch in Holzoptik, fällt in jedem Fall ins Auge. Als Material wird hochwertiges Aluminium und Edelstahl sowie anthrazitfarbener Naturstein für den Standsockel eingesetzt. Da das Modul leise arbeitet, ist es auf den ersten Blick nicht als heizungstechnisches Bauteil zu erkennen. Es lässt sich daher problemlos in die Gartengestaltung einbeziehen. www.remko.de

Die Lichtverhältnisse kontrollieren, im Sommer die Räume kühl halten und im Winter die Wärme speichern – auf diese Vorteile von Rollladen und Sonnenschutzelementen will in Zeiten der Energiewende niemand mehr verzichten. Allerdings möchten die Nutzer sich ebenso wenig rund um die Uhr Gedanken über eine sinnvolle Steuerung solcher Anlagen machen. Systeme, mit denen sich die Behänge komfortabel oder vollautomatisch bewegen lassen, sind daher gefragt. Mit dem multifunktionalen Funkwandsender „MultiTec Touch-868“ von elero lässt sich die Haustechnik über ein modernes Touchpanel komfortabel bedienen. www.elero.de

schön Für Ohr und auge

Wer kennt das nicht: Beim trendigen Sideboard sammelt sich der Kabelsalat, die zwei großen, unförmigen Boxen passen eigentlich gar nicht ins Wohnbild und dann noch die staubigen CD-Stapel, die schon seit Jahren nicht mehr angerührt wurden. Der „One S“ von Raumfeld macht jetzt Schluss damit. Die beiden Boxen werden kabellos nur über das WLAN miteinander verbunden. Als Stereopaar ersetzen die beiden WLAN-Lautsprecher sogar die heimische Stereoanlage. Das Design mit klaren geometrischen Formen, einem anspruchsvollen Materialmix aus hochwertigem Aluminium, Silikondetails und Mattlack wurde mit dem Red Dot Award ausgezeichnet. www.raumfeld.com

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Wer gern mit Pellets heizt, muss auf modernen Bedienkomfort nicht verzichten. Die mit einer Software ausgestatteten Kessel von Ökofen verfügen über einen automatischen Energiesparmodus. Sobald der Bewohner sich über einen von ihm definierten Abstand vom Haus entfernt, kann er sich von der kostenlosen App daran erinnern lassen, diesen Modus zu aktivieren. Rechtzeitig vor dem gewählten Rückkehrzeitpunkt fährt das System die Temperatur wieder auf ein behagliches Level herauf. www.oekofen.de


A NSCRIFTEN

A

Abus Aug. Bremicker Söhne KG, Altenhofer Weg 25, 58300 Wetter, Tel. 02335/634-0, Fax 02335/6344-300, www.abus.com Agfeo GmbH & Co. KG, Gaswerkstr. 8, 33647 Bielefeld, Tel. 0521/44709-0, Fax 0521/44709-50, www.agfeo.de AMK Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V., Harrlachweg 4, 68163 Mannheim, Tel. 0621/8506100, Fax 0621/8506101, www.amk.de Apartimentum, Mittelweg 169, 20148 Hamburg, Tel. 040/44191700, www.apartimentum.com Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896, Alpenstr. 25, 87746 Erkheim, Tel. 08336/900-0, Fax 08336/900-260, www.baufritz.com Becker-Antriebe GmbH, Friedrich-Ebert-Str. 2–4, 35764 Sinn, Tel. 02772/507-0, www.becker-antriebe.de Berker GmbH & Co. KG, Klagebach 38, 58579 Schalksmühle, Tel. 02355/905-0, Fax 02355/905-111, www.berker.de Bitkom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation, Medien e.V., Albrechtstr. 10, 10117 Berlin, Tel. 030/27576-0, Fax 030/27576-400, www.bitkom.org Blaupunkt – Azure Security & Care UG, Venloer Str. 47-53, 50672 Köln, Tel. 0221/291963-50, Fax 0221/291963-48, www.blaupunkt-sicherheitssysteme.de Bosch Robert Hausgeräte GmbH, Carl-Wery-Str. 34, 81739 München, Tel. 089/4590-00, Fax 089/4590-2347, www.bosch-home.com Bose GmbH, Max-Planck-Str. 36, 61381 Friedrichsdorf, Tel. 06172/7104-0 oder 0800/2673444, Fax 06172/7104-19, www.bose.de BSW – Bundesverband Solarwirtschaft, Friedrichstr. 78, 10117 Berlin, Tel. 030/2977788-0, Fax 030/2977788-99, www.solarwirtschaft.de Busch-Jaeger Elektro GmbH, Freisenbergstr. 2, 58513 Lüdenscheid, Tel. 02351/956-1600, Fax 02351/956-1700, www.busch-jaeger.de Canton Elektronik GmbH & Co. KG, Neugasse 21-23, 61276 Weilrod, Tel. 06083/2870, Fax 06083/28750, www.canton.de

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Casenio AG, Kiefholzstr. 2, 12435 Berlin, Tel. 030/229088550, Fax 030/229088599, www.casenio.de Däuwel Elektro GmbH, Gärtnerstr. 3, 66953 Pirmasens, Tel. 06331/12801, Fax 06331/12877 Danalock: Soular GmbH & Co. KG, Alfred-Nobel-Str. 6, 97080 Würzburg, Tel. 0951/30900-710, Fax 0951/30900-719, www.smartlock.de DENON Deutschland division of D&M Germany GmbH, An der Kleinbahn 18, 41334 Nettetal, Tel. 02157/1208-0, Fax 02157/1208-10, www.denon.de Deutsche Telekom AG / Qivicon, Friedrich-Ebert-Allee 140, 53113 Bonn, Tel. 0228/181-67777, Fax 0228/181-67770, www.qivicon.com digitalSTROM AG, Brandstr. 33, 8952 Schlieren-Zürich, SCHWEIZ, Tel. 0041/44/44599-66 Hotline DE 09516050251, Fax 0041/44/4459901, www.digitalstrom.com ekey biometric systems GmbH, Liebigstr. 18, 61130 Nidderau, Tel. 06187/90696-0, Fax 06187/90696-20, www.ekey.net Elektro+ Initiative – GED Ges. für Energiedienstleistung, Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin, Tel. 030/300199-0, Fax 030/300199-3379, www.elektro-plus.com Elero GmbH Antriebstechnik, Linsenhofer Str. 59-63, 72660 Beuren, Tel. 07025/13-01, Fax 07025/13-212, www.elero.de Elgato Systems GmbH, Rotkreuzplatz 1, 80634 München, Tel. 089/1433390, Fax 089/14333999, www.elgato.com Elsner Elektronik GmbH, Herdweg 7, 75391 Gechingen, Tel. 07056/9397-0, Fax 07056/9397-20, www.elsner-elektronik.de Fingerhaus GmbH, Auestr. 45, 35066 Frankenberg/Eder, Tel. 06451/504-0, Fax 06451/504-100, www.fingerhaus.de Fischer Elektro- und Beleuchtungstechnik GmbH, Wegenerstr. 3, 71063 Sindelfingen, Tel. 07031/6185-0, Fax 07031/6184-445, www.fischer-ebt.de Fraunhofer-Institut IOSB – AST, Fraunhoferstr. 1, 76131 Karlsruhe, Tel. 0721/6091-0, Fax 0721/6091-413, www.iosb.fraunhofer.de Gigaset Communications GmbH, Seidlstr. 23, 80335 München, Tel. 089/444456-0, www.gigaset.com; www.gigasetelements.com

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Gira Giersiepen GmbH & Co. KG, Dahlienstr. 12, 42477 Radevormwald, Tel. 02195/602-0, Fax 02195/602-191, www.gira.de Grohe Deutschland Vertriebs GmbH, Zur Porta 9, 32457 Porta Westfalica, Tel. 0571/3989-333, Fax 0571/3989-999, www.grohe.de Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co.KG, Zum Gunterstal, 66440 Blieskastel, Tel. 06842/945-0, Fax 06842/945-7666, www.hager.de ift Rosenheim Institut für Fenstertechnik e.V., Theodor-Gietl-Str. 7–9, 83026 Rosenheim, Tel. 08031/261-0, Fax 08031/261-290, www.ift-rosenheim.de IGT – Institut für Gebäudetechnologie GmbH, Bürgermeister-Wild-Str. 33 b, 85521 Ottobrunn, Tel. 089/66591973, Fax 089/66591974, www.igt-institut.de Jung Albrecht GmbH & Co. KG, Volmestr. 1, 58579 Schalksmühle, Tel. 02355/8060, Fax 02355/806-189, www.jung.de Kampa GmbH, Geißbergstr. 17, 73432 Aalen/Waldhausen, Tel. 07367/92092-0, www.kampa.de KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5–9, 60325 Frankfurt, Tel. 0800/5399002, Fax 069/7431-4214, www.kfw.de KHB-Creativ Wohnbau GmbH, Binswanger Str. 63, 74076 Heilbronn, Tel. 07131/15545-0, Fax 07131/15545-20, www.khb-wohnbau.de Kitzlinger Haus GmbH & Co. KG, Meboldstr. 7, 72172 Sulz/Neckar, Tel. 07454/9610-70, Fax 07454/9610-40, www.kitzlinger.de Klafs GmbH & Co. KG, Erich-Klafs-Str. 1-3, 74523 Schwäbisch Hall, Tel. 0791/501-0, Fax 0791/501-248, www.klafs.de Knecht Otto GmbH & Co. KG, Ziegeleistr. 10,72555 Metzingen, Tel. 07123/944-0, Fax 07123/944-217, www.knecht.de LBS-Infodienst Bundesgeschäftsstelle, Friedrichstr. 83, 10117 Berlin, Tel. 030/20225-5398, Fax 030/20225-5395, www.lbs.de Loxone Electronics GmbH, Smart Home 1, 4154 Kollerschlag, ÖSTERREICH, Tel. 08592/6148899 (DE), www.loxone.com Lupus-Electronics GmbH, Otto-Hahn-Str. 12, 76829 Landau, Tel. 06341/93553-0, Fax 06341/93553-20, www.lupus-electronics.de

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Mauer & Bülle, Rahlstedter Grenzweg 13, 22143 Hamburg, Tel. 040/5369101, www.vimar.com Mega X Sicherheitstechnik GmbH, Hofstetten 6, 71120 Grafenau, Tel. 07033/6945800, Fax 07033/6945809, www.megax-st.de Miele & Cie. GmbH & Co., Carl-Miele-Str. 29, 33332 Gütersloh, Tel. 05241/89-0, Fax 05241/89-1950, www.miele.de Nelskamp Dachziegelwerke GmbH, Waldweg 6, 46514 Schermbeck, Tel. 02853/9130-0, Fax 02853/3759, www.nelskamp.de Nimbus Group GmbH Mock-Up, Sieglestr. 41, 70469 Stuttgart, Tel. 0711/633014-0, Fax 0711/633014-14, www.nimbus-group.de; www. nimbus-mockup.com Ökofen Heiztechnik GmbH, Schelmenlohe 2, 86866 Mickhausen, Tel. 08204/2980-0, Fax 08204/2980-190, www.oekofen.de; www.pelletsheizung.de Okal Haus GmbH, Argenthaler Str. 7, 55469 Simmern, Tel. 06761/90304-0 oder 0800/65254287, Fax 06761/90304-100, www.okal.de Osram GmbH Corporate Communications & Investor Relations, Marcel-Breuer-Str. 6, 80807 München, Tel. 089/6213-0, Fax 089/6213-2020, www.osram.de Philips GmbH, Lübeckertordamm 5, 20099 Hamburg, Tel. 040/2899-0, Fax 040/2899-2829, www.philips.de Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Taubenheimstr. 85, 70372 Stuttgart, Tel. 0711/5401-2061, Fax 0711/2268000, www.polizei-beratung.de; www.k-einbruch.de Poroton Deutsche GmbH, Kochstr. 6-7, 10969 Berlin, Tel. 030/25294499, Fax 030/25294501, www.poroton.org Rademacher Geräte-Elektronik GmbH, Buschkamp 7, 46414 Rhede, Tel. 02872/933-0, Fax 02872/933-250, www.rademacher.de; www. homepilot.de Remko GmbH & Co. KG Klimaund Wärmetechnik, Im Seelenkamp 12, 32791 Lage, Tel. 05232/606-0, Fax 05232/606-260, www.remko.de Repabad GmbH, Bosslerstr. 13–15, 73240 Wendlingen, Tel. 07024/9411-0, Fax 07024/9411-30, www.repabad.com

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Revox GmbH, Am Krebsgraben 15, 78048 Villingen-Schwenningen, Tel. 07721/8704-0, Fax 07721/8704-29, www.revox.de Roto Frank AG, Wilhelm-Frank-Platz 1, 70771 Leinfelden-Echterdingen, Tel. 0711/7598-454, Fax 0711/7598-253, www.roto-frank.de RWE Effizienz GmbH, Flamingoweg 1, 44139 Dortmund, Tel. 0231/43808, Fax 0231/4383080, www.rwe.de/hauswaerme; www.rwe-smarthome.de; www. rwe-effizienz.com Schellenberg Alfred GmbH, An den Weiden 31, 57078 Siegen, Tel. 0271/89056-0, Fax 0271/89056-800, www.schellenberg.de Schwabenhaus GmbH & Co. KG, Industriestr. 2, 36266 Heringen, Tel. 06624/930-0, Fax 06624/930-125, www.schwabenhaus.de Siedle & Söhne OHG, Bregstr. 1, 78113 Furtwangen, Tel. 07723/63-0, Fax 07723/63-300, www.siedle.de Siemens-Electrogeräte GmbH, Carl-Wery-Str. 34, 81739 München, Tel. 089/4590-09, Fax 089/4590-2347, www.siemens-home.de SmartHome Initiative Deutschland e.V., Petersburger Str. 94, 10247 Berlin, Tel. 030/60986243, www.smarthome-deutschland.de Solec Group AG, Technologiecampus 6, 94244 Teisnach, Tel. 09923/80106-0, Fax 09923/80106-99, www.soleg.de Somfy GmbH, Felix-Wankel-Str. 50, 72108 Rottenburg, Tel. 07472/930-0, Fax 07472/930-9, www.somfy.de; www.somfysmarthome.de Sonos Europe B.V. Wappenhalle Business Center, Konrad-Zuse-Platz 8, 81829 München, Tel. 089/207042-670, www.sonsos.com; Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, Dr.-Stiebel-Str. 33, 37603 Holzminden, Tel. 01803/702003, Fax 01803/702015, www.stiebel-eltron.de Stommel Haus GmbH, Sternstr. 28, 53819 Neunkirchen-Seelscheid, Tel. 02247/9172-30, Fax 02247/9172-60, www.stommel-haus.de SYS.TEC Gebäudeautomation GmbH & Co. KG, Max-Eyth-Str. 38, 71088 Holzgerlingen, Tel. 07031/416178-0, Fax 07031/416178-9, www.sys-tec.info

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SySS GmbH, Wohlboldstr. 8, 72072 Tübingen, Tel. 07071/407856-0, www.syss.de Tado GmbH, Lindwurmstr. 76, 80337 München, Tel. 089/41615664-0, Fax 089/41615664-9, www.tado.com Techmaster GmbH, Linsenäcker 10, 72379 Hechingen, Tel. 07471/9601980, Fax 07471/9601988, www.techmaster.de Technologiestiftung Berlin, Fasanenstr. 85, 10623 Berlin, Tel. 030/46302400, Fax 030/46302505, www.technologiestiftungberlin.de Telegärtner Elektronik GmbH Doorline, Hofäckerstr. 18, 74564 Crailsheim, Tel. 07951/488-0, Fax 07951/488-80, www.telegaertner-doorline.de Teufel Lautsprecher GmbH Raumfeld, Bülowstr. 66, 10783 Berlin, Tel. 030/3009300, Fax 030/300930930, www.raumfeld.com; www.teufel.de Vaillant GmbH, Berghauser Str. 40, 42859 Remscheid, Tel. 02191/18-0, Fax 02191/18-2810, www.vaillant.de Velux GmbH, Gazellenkamp 168, 22527 Hamburg, Tel. 040/547070 oder 01806/33 33 99, Fax 040/54707-723, www.velux.de Viebrockhaus AG, Grashofweg 11 b, 21698 Harsefeld, Tel. 04164/8991-0 oder Info 0800/8991000, Fax 04164/8991-917, www.viebrockhaus.de Weberhaus GmbH & Co. KG, Am Erlenpark 1, 77866 Rheinau-Linx, Tel. 07853/83-0 oder Info 0180/5231345, Fax 07853/83-417, www.weberhaus.de; www.bauforum.de Wibutler – IExergy GmbH, Pantaleonplatz 11, 48161 Münster, Tel. 02534/97333-280, Fax 02534/97333-107, www.wibutler.com Winkhaus GmbH & Co.KG, August-Winkhaus-Str. 31, 48291 Telgte, Tel. 02504/921-0, Fax 02504/921-340, www.winkhaus.de Withings Europe SAS, 20 Rue Rouget de Lisle, 92130 Issy-les-Moulineaux, FRANKREICH, www.withings.com ZVEH – Zentralverband der Deutschen Elektrohandwerke, Lilienthalallee 4, 60487 Frankfurt/Main, Tel. 069/247747-27, Fax 069/247747-29, www.zveh.de; e-handwerk.org

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Das iPhone und andere Geräte mit dem Apple-Betriebssystem iOS werden zu Steuerzentralen fürs intelligente Zuhause. Dafür hat der Hersteller eine Erweiterung namens Homekit für sein System entwickelt. Diese soll demnächst starten.

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teuerbare Heizungen, dimmbare Leuchten und automatische Türschlösser wären nicht die ersten Bereiche des Alltags, die Apple revolutioniert. Der Technologiekonzern hat mit dem iPod bereits die Art und Weise geprägt, wie wir heute Musik hören. Die iTunes-Videothek zählt zu den Vorbildern für die digitale Verbreitung von Filmen und TV-Serien. Mit iPhone und iPad schließlich hat Apple dem mobilen Internet zum Durch-

bruch verholfen. Vom neuesten Gadget schließlich, der Apple Watch, kann man bislang nur erahnen, welche Anwendungen sie ihrem Träger künftig eröffnet. Alle Apple-Innovationen haben eines gemeinsam: Sie waren bei ihrer Einführung nicht neu. Es gab schon vorher MP3Player, der iTunes-Videostore war nicht der erste OnlineFilmvertrieb, und iPhone und iPad waren erst recht nicht die ersten Mobilgeräte mit Touch-


screen. Als bahnbrechend gelten sie trotzdem, denn Apple hat es immer wieder geschafft, Technologien zu greifbaren Anwendungen zu machen, die viele Menschen nutzen wollen.

Das August Smart Lock aus den USA öffnet die Haus- und Wohnungtüre per App und BluetoothFunk. Künftig soll das auch via Homekit funktionieren – etwa als Teil eines „Comin-Home“ Szenarios in der Homekit-App, bei dem auch das Licht im Haus angeht und die Heizung hochfährt. (www.august.com)

Smarthome für alle? So beachtet auch die Haustechnik-Branche aufmerksam, was Apple seit knapp einem Jahr mit „Homekit“ im Schilde führt. Der Begriff wurde erstmals im Juni 2014 auf der Apple-Entwicklerkonferenz erwähnt, zusammen mit der wolkigen Beschreibung eines Systems, das mithilfe von iPhone und iPad das Haus steuert. Ein knappes Jahr später ist Homekit weitgehend fertig. Wann es tatsächlich startet, ist indes – typisch für Apple – ein großes Geheimnis. Zunächst erwarteten Experten den Start bereits im April, mittlerweile ist von Juni die Rede. Doch immerhin ist bekannt, wie das Smarthome à la Apple funktionieren soll: Homekit ist kein eigenes Steuerungssystem, sondern ein programmiertes Gerüst im iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS, das Befehle und Meldungen zwischen allen möglichen Smarthome-Komponenten übersetzt. Techniker nennen das „Middleware“ – ein Vermittler zwischen Systemen unterschiedlicher Hersteller. Dazu definiert Homekit die Basiskomponenten fürs intelligente Zuhause – also etwa Räume und Etagen im Haus. Außerdem bestimmt Homekit typische Anwendungs-Szenarien, zu denen Handlungsanweisungen für alle möglichen angeschlossenen Geräte gehören. Diesen Überbau wie auch jeden einzelnen Befehl speichert die Homekit-Middleware in einer Art Smarthome-Datenbank, die jedes iOS-Gerät mit

Die in Farbe und Helligkeit steuerbaren FunkLeuchten Philips Hue sollen Teil der HomekitFamilie werden. Sie lassen sich heute schon in die übergreifenden Lösungen Qivicon und RWE Smarthome integrieren. Neben der Leuchtensteuerung liefert Philips Hue auch Daten – Hue weiß beispielsweise, ob das iPhone und sein Besitzer im Haus sind. (www. meethue.com)

Der Powerswitch von iDevice ist für sich betrachtet einer von vielen Funk-Zwischensteckern auf dem Markt. Als Homekit-kompatibles Gerät lässt sich seine Funktion aber ohne weitere Geräte und Gateways mit allen anderen Homekit-Geräten verbinden. Ein solcher Zwischenstecker kann dann etwa Leuchten schalten, die keine eigene Steuerungstechnik besitzen. Nicht zu vergessen: „Siri, mach‘ schon mal Kaffee“ – dank Homekit lässt sich ein Verbraucher künftig auch mündlich über die AppleSprachsteuerung mit Anweisungen versorgen. (www.idevicesinc.com)

Der smarte Thermostat Tado regelt die Heizung passend zu den Gewohnheiten der Bewohner. Er erkennt an den GPSDaten im Smartphone, wann diese das Haus verlassen und regelt dann die Therme herunter. Geo-Daten und Steuerung sollen auch in Homekit nutzbar sein. (www.tado.com)

Die WLAN-Wetterstation Netatmo vom gleichnamigen französischen Hersteller liefert kontinuierlich Daten über die Temperatur und Luftqualität im Haus und außerhalb. Diese Informationen können wertvoll für den optimalen Betrieb der Heizung sein oder bei der Steuerung von Rollos & Co. helfen. Auch Netatmo hat seinen Support für Homekit angekündigt. (www.netatmo.com)

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H OMEKIT

sich trägt. iPhones, iPads und Apple-TV übernehmen so die Funktion von SmarthomeGateways (siehe rechts). Ist Homekit auf ihnen installiert, dann kennen sie die Befehle, Zonen und Szenarien.

Das iPhone vermittelt Vernetzte Gerätschaften, die sich bislang nur einzeln ansteuern ließen, können Apple-

Nutzer so künftig gemeinsam über zentrale Apps am iPhone oder iPad befehligen – oder gar über die Apple-Watch. Eine Heizungssteuerung wie Tado lässt sich dann über dieselbe Oberfläche befehligen wie etwa die LED-Leuchten Philips Hue. Funktionen der verschiedenen Komponenten sind kombinierbar: Der HueLichtschalter etwa könnte so Befehle zur Heizung senden. Ein entscheidender Aspekt der übergreifenden Befehlsgewalt dürfte die Sprachsteuerung „Siri“ in Apple-Mobilgeräten sein. Fremdprogramme wie etwa die eigenen Steuerungs-

Apps von Philips Hue oder Tado erlaubt Apple den Zugriff auf Siri nicht. Homekit-kompatible Apps sollen sich aber künftig stimmgewaltig steuern lassen. Homekit-Gerätschaften verbinden sich per WLAN oder Bluetooth-Funk mit dem jeweiligen Homekit-Gateway. Mehrere iDevices in einem Haushalt verrichten den Job dabei gemeinsam und vernetzt – iPhones, iPads und Apple TV sind über die Apple iCloud vernetzt und können so auch Befehle von unterwegs nach Hause schicken, sofern dort wenigstens ein iDevice läuft.

Das übermittelt Befehle dann an Leuchten, Heizungsventile und andere Geräte. Experten rechnen damit, dass die Streamingbox Apple TV in Homekit eine entscheidende Rolle spielt – vielleicht sogar mit einer neuen Version der Box, die ja bisher vor allem Musik und Videos ins Wohnzimmer streamte. Neben WLAN und Bluetooth, die alle Apple-Geräte selbst beherrschen, unterstützt Homekit auch die Funkstandards Z-Wave und Zigbee als Übertragungswege zu Aktoren und Sensoren. Dafür sind zusätzliche, für Homekit zertifizierte Funk-Basisstationen notwen-

Elgato Eve

Der Zubehör-Hersteller Elgato hat sein Smarthome-System „Eve“ bereits Anfang 2015 vorgestellt. Auf den Markt soll es kommen, sobald Homekit auf Apple-Geräten integriert ist. Das hat seinen Grund: Das System setzt voll auf die Apple-Middleware. Eve besteht aus Raumluft-Sensoren, einem Wasserzähler, Fenster-/Türkontakten und anderen

Sensoren sowie Aktoren wie etwa schaltbare Steckdosen, die allesamt per Bluetooth mit iPhone & Co. kommunizieren. Darauf läuft die ebenfalls Homekit-kompatible Eve-App, die ihrerseits auch kompatible Geräte anderer Hersteller steuern soll – also etwa Homekit-Heizkörperventile oder -Leuchten. Kernanwendungen des Eve-Systems sollen Heizung, Licht und Energiesparen sein. Setzt auf Homekit: das neue SmarthomeSystem Elgato Eve. Dessen App (links) soll Homekit-kompatible Geräte aller Hersteller befehligen. (www. elgato.com)

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dig. Apple legt Wert auf eine sichere, verschlüsselte Kommunikation zwischen allen Komponenten. Für Funk-Gateways schreibt der Hersteller etwa vor, welche Funkchips eingesetzt werden müssen. Das ist ein Grund dafür, dass Homekit bislang noch nicht gestartet ist: Die Chips sind erst seit kurzem lieferbar.

Gateways

Die Streamingbox Apple TV dürfte eine wichtige Rolle spielen. Sie soll künftig WLAN- und Bluetooth-Geräte befehligen und via Internet die Kommandos verarbeiten, die über ein iPhone von unterwegs kommen.

Breite Unterstützung Smarthome-Hersteller können ihre Komponenten fit für Homekit machen, indem sie ihnen die Befehle und Statusmitteilungen aus der HomekitWelt einprogrammieren. Dazu müssen sie die Geräte bei Apple zertifizieren lassen – und dafür Lizenzgebühren bezahlen. Die Produkte dürfen dann das Label „Made for iPhone/iPod/ iPad“ tragen, das neben der technischen Eignung auch als gutes Kaufargument gilt. Einige Hersteller haben bereits ihre Unterstützung für Homekit erklärt, darunter etwa Philips, Honeywell oder Elgato. Letzerer hat das Smarthome-System „Eve“ vorgestellt, das eigens für Homekit konzipiert wurde (Kasten links). Smarthome-Systeme, die Geräte unterschiedlicher Hersteller verbinden, sind indes nicht ganz neu. Beispiele dafür sind etwa RWE Smarthome oder Qivicon (siehe Kasten rechts). Auch Systeme wie Digitalstrom oder KNX-Heimserver steuern vernetzte Geräte, Aktoren und Sensoren verschiedener Hersteller gemeinsam. Insofern passt Homekit in die Apple-Historie: Es ist keine echte Innovation. Doch vielleicht hilft es Smarthomes ja zum Durchbruch, weil Apple wieder einmal eine komplexe Technik für jedermann verständlich macht. rot ❚

Auch für andere AppleGeräte im Heimnetzwerk erwarten Experten neue Funktionen, die sie teils per Software-Update lernen könnten. So könnte auch die WLANBasisstation Airport Express zur HomekitZentrale werden.

Die Konkurrenz Homekit ist nicht ganz neu. Innovativ gegenüber der Konkurrenz ist höchstens, dass keine zusätzlichen Gateways nötig sind. Andererseits funktioniert Homekit nur innerhalb der AppleWelt. Nutzer von Android-Phones und -Tablets schauen in die Röhre. Doch es gibt Alternativen für die übergeordnete Steuerung unterschiedlicher Smarthome-Komponenten.

RWE Smarthome

Das System nutzt für seine Kern-Komponenten ein Funkübertragungsformat des Systemherstellers eQ3, das an die BidCoS-Funkübertragung (BiDirectional Communication System) des eQ3-Systems Homematic angelehnt ist. Daneben kommuniziert RWE Smarthome über seine Netzwerk-Schnittstelle mit immer mehr anderen Systemen wie etwa Philips Hue, Miele@Home oder Samsung Sicherheitskameras (siehe Seite 28). Die zusätzlichen Funktionen muss man allerdings teilweise als Extra-Apps kostenpflichtig bestellen. Bislang werden nur Dienste integriert, die von RWE eigens dafür freigegeben werden. (www.rwe-smarthome.de)

Qivicon

Neben stationären Geräten ist jedes Apple-Mobilgerät ein Befehlsgeber und Signalempfänger für Homekit-Komponenten. iPad, Apple TV & Co. sollen sich dabei gegenseitig über den Netzwerkdienst iCloud synchronisieren.

Zu den Gateways zählt auch das iPhone. Mobile Geräte können Messwerte „einsammeln“, etwa von Bluetooth-Raumsensoren, die nicht ständig Funkkontakt zum stationären Gateway haben. Sobald das iPhone in die Nähe kommt, liest es etwa die Temperatur ein und leitet sie an alle Homekit-Geräte weiter. Auch Sprachsteuerung ist per iPhone für Homekit-Geräte möglich.

In dem Smarthome-System, das die Deutsche Telekom zusammen mit Partnern anbietet, ist vieles offen: Es gibt die Qivicon-Basisstation zusammen mit EnergieMessungsequipment, als Set zur Heizungssteuerung oder aber als Basisstation, um Haushaltsgeräte fernzusteuern. Die Zentrale funkt von Haus aus per BidCoS-Funk und kann alle Aktoren und Sensoren von Homematic nutzen. Andere Funkstandards, etwas Zigbee oder ZWave, lassen sich per USB-Stick und passende Programme auf der Basisstation nachrüsten. Qivicon kann Fremdgeräte per Netzwerk steuern, Philips Hue ist ebenfalls mit dabei. (www.qivicon.com)

Google Thread

Auch der große Konkurrent unter den Smartphone-Systemen ist rührig in Sachen Smarthome. Google hat zusammen mit Partnern wie Nest und Samsung ein System namens „Thread“ (engl.: Faden) ins Leben gerufen, das Android-Geräte als SmarthomeZentralen nutzen soll. Es setzt auf ein wabenförmiges Netzwerk, in dem jeder Empfänger auch Funk-Verstärker ist. Details sind derzeit nur wenige bekannt. (www.threadgroup.org)

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B ARRIEREFREI

Generationenhaus

Ohne Hind Am Hang wohnen und trotzdem ohne Einschränkungen in jeder Lebensphase beweglich sein – das ermöglicht dieses Drei-Generationen-Haus.

Der zentrale Aufzug verbindet alle Geschosse und sorgt so für den problemlosen Zugang zu den verschiedenen Ebenen in dem Hanghaus für drei Generationen.

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in Hanghaus ist der Traum vieler Bauherren. Es locken eine schöne Aussicht und das Gefühl, ein bisschen über der Hektik des Alltags zu stehen. Doch was, wenn ich die 40 oder 50 Treppenstufen bis zur Haustür nicht mehr so locker hinter mich bringen kann? Noch dazu mit Einkäufen oder Reisegepäck! Die Familie, die dieses Haus bewohnt, hat Vorkehrungen getroffen, dass das Leben am Fuße des Weinbergs ungetrübte Freude bietet – unabhängig vom Lebensalter oder körperlichen Beeinträchtigungen. Alle drei Stockwerke des Hauses, die von drei Generationen bewohnt werden, sind barrierefrei über einen zentralen Aufzug zu erreichen, der die Bewohner bereits in der Garage empfängt. Auch sind die Türen breiter als gewöhnlich und die Balkone ohne Schwelle zu begehen.


Die nach Süden gerichtete Dachhälfte ist fast komplett mit Photovoltaikmodulen zur Solarstromerzeugung bestückt. Die Zahl der Außentreppenstufen macht deutlich, welche Erleichterung der Aufzug bringt.

In den Bädern – jeweils mit barrierefreien Duschen ausgestattet – sorgt das Radio von Jung zum Wandeinbau stilvoll für Unterhaltung.

Neben dem Aufzug machen auch überbreite Türen und ein offener Grundriss das Haus für Rollstuhlfahrer problemlos bewohnbar. Auch das Hausautomationssystem macht das Leben komfortabel.

Darüber hinaus sind alle Ebenen mit einer intelligenten Hausautomation ausgestattet. Es handelt sich um das KNX-System der Firma Jung, das auf einer Verkabelung basiert, die die Steuersignale transportiert. Angebunden sind die Funktionen Beleuchtung, Beschattung, Heizung und kontrollierte Lüftung. Ausgewertet werden die Daten auf dem „Facility Pilot Server“. Die Bedienung des Systems, sofern überhaupt nötig, erfolgt auf verschiedenen Ebenen: über die große Touchscreen „Smart-Pilot 19“ im Eingangsbereich oder über das kleinere „Smart-Control“. Auch über die KNX-Tastsensoren können vor Ort einzelne Funktionen gesteuert werden. Ansonsten entlasten Temperatur-, Wetter- und CO2-Sensoren die Bewohner und kümmern sich darum, dass die Heizung rechtzeitig angeht oder die Lüftung. jh ❚

Fotos: Henrik Schipper/www.jung.de

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Die Hausautomation für Heizung, Beleuchtung, Belüftung und Beschattung kann bequem von verschiedenen Bildschirmen oder Wandtastern im Haus kontrolliert und ggf. beeinflusst werden. Oben: ein selbst gestalteter Schalter im Kinderzimmer.

Daten & Fakten zum Haus TECHNIK: Kabelgebundenes KNX-System; Facility Pilot Server als Steuerzentrale. Angebunden sind: Heizung (Erd-Wärmepumpe), Lüftung, Bleuchtung, Verschattung (in Abhängigkeit von Helligkeit, Außentemperatur und Wind; auch manuell beeinflussbar). Bedienung: Per zentraler Touchscreen (19-Zoll-Bildschirm), Smart Control oder lokal mit (teils selbstgestalteten) Tastsensoren.

KNX-TECHNIK: Albrecht Jung GmbH & Co. KG 58579 Schalksmühle Tel. 0 23 55/80 60 www.jung.de Planer/Elektroinstallateur: Fischer Elektro-und Beleuchtungstechnik GmbH in 71063 Sindelfingen Tel. 0 70 31/61 85-0 www.fischer-ebt.de


B ARRIEREFREI

Unabhängig

& sicher

Fotos: Martin Käßler/Fraunhofer AST; www.digitalstrom.de

Beim Bauen oder Renovieren denken die wenigsten daran, den Zugang zum Haus und den Grundriss barrierefrei zu gestalten. Dabei reichen schon wenige bauliche Maßnahmen und eine intelligente Haustechnik aus, um die eigenen vier Wände dauerhaft komfortabel bewohnen zu können. Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihr Haus für jede Lebenslage fit machen.

D

ie Ende April 2015 veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen eine eindeutige Sprache. Die Alterung der Bevölkerung in Deutschland wird unaufhaltsam weitergehen. Die geburtenstarken Jahrgänge kommen in die Jahre. Die Zahl der Hochbetagten steigt. „Im Jahr 2013 lebten 4,4 Millionen 80-Jährige und Ältere in Deutschland, dies entsprach 5 Prozent der Bevölkerung. Ihre Zahl wird bis 2030 um gut 40 Prozent wachsen und 2060 mit insgesamt 9 Millionen etwa doppelt so hoch sein wie heute“, so das Bundesamt. Sollen diese Menschen alle im Senioren- oder Pflegeheim ihren Lebensabend verbringen? Das ist weder volkswirtschaftlich noch sozial-familiär wünschenswert. Ganz abgesehen von der

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Altersstruktur der Bevölkerung ist ein barrierefreies Wohnumfeld für alle Altersgruppen nützlich und komfortabel. Auch junge Menschen können als Folge eines Unfalls oder einer Krankheit in ihrer Entfaltung eingeschränkt sein. Anne-Caroline Erbstößer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Technologiestiftung Berlin, plädiert daher dafür, die Sichtweise auf das Thema barrierefrei zu ändern. „Ein altersgerechtes Produkt, wie zum Beispiel der Hausnotruf, ist für mobilitätseingeschränkte Personen jeden Alters sinnvoll. Ein ,altersgerechtes‘ Haus ist also barrierefrei und auch für Familien mit Kleinkindern und Kinderwägen sinnvoll.“ Wie aber lässt es sich erreichen, dass möglichst viele Menschen möglichst lange in ihrer

Mit dem Elektrorollstuhl B500 von Ottobock und einem speziell vom Fraunhofer-Institut IOSB-AST entwickelten Bluetooth-Modul können tägliche Routineaufgaben bequem per Smartphone-App oder Kinnsteuerung direkt aus dem Rollstuhl heraus ausgeführt werden. Basis ist die Vernetzungslösung von digitalstrom.


Grafik: www.casenio.de

Beispiel für eine erweiterte Lösung: Es handelt sich um ein sensorbasiertes Assistenzsystem, das die häusliche Umgebung überwacht. Erkennt die zugrunde gelegte Software ungewöhnliche Aktivitäten, wird eine Notfallkette ausgelöst. Weitere Anwendungsfälle sind die Fernüberwachung des Hauses oder die Benachrichtigung im Notfall, zum Beispiel bei einem Brand.

gewohnten Umgebung bleiben können? Hier gibt es mehrere Ansätze.

Bauliche Maßnahmen Als erstes können bauliche Maßnahmen dafür sorgen, dass die eigenen vier Wände auch bei Behinderung oder im hohen Alter komfortabel bewohnbar bleiben. Ein stufenloser Hauszugang

(Rampe) und überbreite Türöffnungen, damit Rollator oder Rollstuhl ohne Probleme durchpassen, helfen da schon weiter. Darüber hinaus müssen auch Küche und Bad so gestaltet werden, dass sie ihre Funktion für den Bewohner erfüllen können (etwa eine schwellenlose Dusche). Bei mehr als einer Wohnebene muss die Installation eines Treppenlifts oder sogar eines

Wohnen auf einer Ebene

Foto: www.baufritz.com

Lange Zeit waren sie aus der Mode gekommen, jetzt sind sie wieder da: Die Rede ist von Bungalows. Sie sind ebenerdig und damit – bei sorgfältiger Planung – auch barrierefrei. Sie lassen sich vielfältig gestalten und sind eine ideale Wohnform für Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die wissen, was sie brauchen. Haushersteller Bau-Fritz legt zudem Wert auf schadstoffgeprüfte Materialien sowie eine intelligente Haustechnik.

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Aufzugs in Erwägung gezogen werden. Zu diesen Maßnahmen sollten moderne elektronische Hilfsmittel hinzukommen.

Smarte Technik Intelligente Haustechnik mit automatischen Abläufen wird immer selbstverständlicher. Auch hier gilt: Diese Systeme sind komfortabel und sinnvoll für alle Altersstufen. Dank nutzerfreundlicher Bedienoberflächen, auch per Smartphone und Tabletcomputer, kommen sowohl Kinder als auch Senioren mit der Anwendung zurecht. Schon Einzellösungen wie motorisierte Rollläden, die per Fernbedienung oder Zeitschaltuhr gesteuert werden können, stellen eine erhebli-

che Entlastung im Alltag dar. Noch besser sind vernetzte Lösungen, in die mehrere Funktionen eingebunden sind. Eine zentrale Programmierung und Steuerung ist dann neben den Rollläden auch für Heizung, Licht oder elektronische Geräte möglich. Sogar die Rauchmelder können in das System eingebunden und untereinander vernetzt sein. Vorteil: im Notfall schlagen alle Geräte gleichzeitig Alarm – was zum Beispiel bei Hörproblemen lebenswichtig ist. Gerade für die Vermeidung von Stürzen sollte die Bedeutung der automatischen Lichtsteuerung nicht unterschätzt werden. Bewegungsoder Präsenzmelder reagieren sofort und sorgen für Helligkeit beim ersten Schritt, das erspart das

Förderung durch die KfW-Bank: Programm 159 Altersgerecht umbauen Um Hausbesitzern Anreize und Unterstützung für den barrierereduzierten oder barrierefreien Umbau des Hauses zu geben, hat die KfWBank das Programm „Altersgerecht umbauen“ aufgelegt. Diese Programmbezeichnung bedeutet nicht, dass es ein Mindestalter gibt, um die Gelder zu beantragen. „Davon profitieren alle Altersgruppen: Es ermöglicht älteren Menschen einen möglichst langen Verbleib in der gewohnten Umgebung, kommt behinderten oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen oder Familien mit Kindern zugute“, erklärt die Förderbank. Um in den Genuss eines günstigen Kredits zu kommen, müssen gewisse technische und rechtliche Standards eingehalten werden. Gefördert werden barrierereduzierende Maßnahmen in bestehenden Wohngebäuden. Alle Maßnahmen müssen den technischen

Mindestanforderungen entsprechen, soweit diese zu den jeweiligen Maßnahmen Vorgaben machen. Alle Arbeiten müssen von Fachunternehmen des Bauhandwerks ausgeführt werden. Bei Herstellung von Barrierefreiheit ist die DIN 18040-2 (Norm für den Neubau von Wohngebäuden) einzuhalten. Die Grafik verdeutlicht, welche Maßnahmen gefördert werden: 1. Wege zu Gebäuden und Wohnumfeldmaßnahmen 2. Eingangsbereich und Wohnungszugang 3. Überwindung von Treppen und Stufen (Rampe, Aufzug, Treppenlift) 4. Anpassung der Raumgeometrie, z.B. Türverbreiterungen, Reduzierung von Wänden 5. Maßnahmen an Sanitärräumen 6. Maßnahmen zur Verbesserung der Sicher-

heit, Orientierung und Kommunikation. Dies umfasst auch Hausautomationen und sog. Altersgerechte Assistenzsysteme (Ambient Assisted Living – „AAL“ und intelligente Gebäudesystemtechnik ohne Endgeräte und Unterhaltungstechnik), z. B. für die Bedienung und Steuerung von baugebundenen Antriebssystemen oder zur Sicherheit und Gefahrenabwehr sowie Ruf-, Notruf- und Unterstützungssysteme. 7. Zugang zu Terrassen und Balkonen 8. Fachberatung durch Experten oder Sachverständige. Der Förderhöchstbetrag liegt bei 50 000 Euro pro Wohneinheit. Inwieweit bestimmte Umbau-Maßnahmen steuerlich geltend gemacht werden können, muss mit einer Steuerberatung abgeklärt werden.

Finanzierungsbeispiel

Eine Hausbesitzerin beschließt, ihr Haus barrierefrei zu machen und stellt nach einer gründlichen Beratung einen Kostenplan auf. Neben baulichen Änderungen soll auch eine intelligente Haussteuerung installiert werden.

4

Die geschätzten Kosten (einschließlich Beratung und Nebenkosten) belaufen sich auf 40 000 Euro. Auf Grund des sehr günstigen Sollzinses von 0,75 Prozent beantragt die Hausbesitzerin Förderung nach KfW 159. Sie wählt eine zehnjährige Laufzeit mit einem tilgungsfreien ersten Jahr.

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Grafik: www.kfw.de

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Folgender Zahlungsplan ergibt sich: Kreditsumme 40 000 Euro Sollzins 0,75 Prozent Monatliche Rate im 1. Jahr 25,00 Euro Monatl. Rate im 2.-10. Jahr 383,13 Euro Restschuld nach 10 Jahren 0 Euro


Foto: www.elektro-plus.com/www.jung.de

Suchen von Lichtschaltern. Bei Abwesenheit oder ausreichendem Tageslicht schalten sich die Lampen automatisch aus. Das ist praktisch und spart gleichzeitig Strom. Auch eine Türsprechanlage mit Videokamera ist eine hilfreiche Einrichtung. Der Bewohner muss nicht in einen Hörer sprechen und hat sofort einen Überblick, wer vor der Tür steht.

Leichtere Orientierung: Das integrierte LED-Licht der SchukoSteckdose bietet so viel Helligkeit, dass auf das Einschalten der Hauptbeleuchtung verzichtet werden kann.

Verbindung zur Außenwelt

Foto: www.ekey.net

Mit der Fingerprint-Technik entfällt die lästige Schlüsselsuche. Besonders komfortabel ist der Hauszutritt, wenn der Fingerabdruckleser in den Türgriff integriert ist und auch für Rollstuhlfahrer oder Kinder gut erreichbar ist.

Video-Türsprechanlagen erleichtern den Alltag erheblich: Man muss sich nicht zur Haustür begeben, um zu sehen, wer Einlass begehrt.

Foto: www.elektro-plus.com/www.gira.de

Je nach körperlicher und seelischer Verfassung der Bewohner kann die intelligente Ausstattung des Hauses durch Hilfe von außen ergänzt werden, wie Expertin Erbstößer betont: „Technische Assistenzsysteme dienen dazu, einem eingeschränkten Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Darunter fallen sowohl Produkte als auch Dienstleistungen, die in der Wohnung oder auch im Freizeit-, Mobilitäts- oder Versorgungsbereich zum Einsatz kommen können.“ Auch bei bester häuslicher Ausstattung ist eine gebrechliche Person nicht immer in der Lage, sich selbst zu helfen. Dann ist es gut, wenn eine Außenstelle per Knopfdruck um Hilfe gebeten werden kann. Und selbst wenn die betroffene Person nicht in der Lage ist, einen Hilferuf abzusenden, besteht die Möglichkeit, größeren Schaden zu verhindern. So können beispielsweise Sensoren im Fußboden den Sturz einer Person erfassen und ein entsprechendes Warnsignal aussenden. Durch die Vernetzung mit Außenstellen, etwa mit Verwandten, Freunden oder einem Pflegedienst, ist gewährleistet, dass auch in so einem Notfall Hilfemaßnahmen eingeleitet werden können. jh ❚

Absetzbarkeit von Treppenliften vor Gericht

Treppenlifte sind, sofern der Einbau eines Aufzuges aus technischen oder finanziellen Gründen ausscheidet, häufig die letzte Möglichkeit, einem Behinderten noch eine gewisse Mobilität zwischen den Stockwerken zu erlauben. Doch oft wird vor Gericht darum gestritten, unter welchen Voraussetzungen der Einbau steuerlich als „außergewöhnliche Belastung“ anerkannt werden kann. Der Bundesfinanzhof zeigte sich nun in einem Fall großzügig: Ein Hausbesitzer war in seiner Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt.

Er benötigte selbst für kurze Strecken einen Rollstuhl oder Rollator. Er ließ für rund 18 000 Euro einen Treppenlift einbauen. Den Betrag machte er dann in der nächsten Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung geltend. Doch das Finanzamt weigerte sich, diese anzuerkennen, weil nicht schon im Vorfeld ein (amts-)ärztliches Gutachten zur Notwendigkeit des Einbaus erstellt worden sei.

Grafik: Tomicek/www.lbs.de

Großzügig urteilte der Bundesfinanzhof im Falle eines Behinderten, der den Einbau eines Treppenliftes steuerlich geltend machen wollte. Auf ein entsprechendes Urteil (Bundesfinanzhof, Aktenzeichen VI R 61/12) macht der Infodienst Recht und Steuern der Landesbausparkassen (LBS) aufmerksam.

So streng wollten die Richter des Bundesfinanzhofes die Angelegenheit nicht sehen. Ob ein Treppenlift notwendig gewesen sei oder nicht, dazu nahmen sie keine Stellung. Das müsse nach Abwägung der medizinischen Argumente die zuständige Instanz entscheiden. Aber die Sache bereits am starken Formalismus des vorherigen Gutachtens scheitern zu lassen, das gehe zu weit.

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A WARD

And The

WInner is… Die besten Produkte, spannendsten Projekte und die innovativsten rund um das intelligente Haus werden jährlich mit dem Smarthome Deutschland Award ausgezeichnet. Hier sind die Sieger 2015.

E

ine Fachjury aus Smarthome-Experten und Fachjournalisten wertete in den letzten Wochen unzählige Bewerber um die Awards aus, die seit 2012 jährlich von der SmarthomeInitiative Deutschland e.V. ausgelobt werden. Erstmals wurde ein Preis für studentische Leistungen vergeben. Kriterien sind unter anderem, wie innovativ Produkte oder Projekte sind sowie deren Vorbildfunktion für den Markt. „Das intelligente Haus“ war mit Astrid Barsuhn in der Ju-

ry vertreten. Die Diplom-Ingenieurin veranwortet als stellvertretende Chefredakteurin auch das Magazin „bauen“ im Fachschriften-Verlag, in dem „Das intelligente Haus“ erscheint. Sie sieht ihr Amt in der Jury als Anerkennung und Verpflichtung zugleich. „Wir legten in unseren Bewertungen größten Wert darauf, dass die Preisträger mit ihren Ideen, Projekten und Produkten potenziellen Kunden tatsächlich einen greifbaren Nutzen bieten“, sagt die Expertin. rot ❚

Bestes Produkt Wibutler Pro

Agfeo Home Server

Der brandneue „Wibutler“ ist ein universelles Smarthome-Gateway auf Funkbasis. Er unterstützt Komponenten mit Bluetooth, EnOcean, Zigbee und Z-Wave-Funktechnik – für Selbermacher und Profis.

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1

2 Rademacher Home Pilot

Lang angekündigt, endlich da: Der Rademacher „Home Pilot 2“ integriert als einer der allerersten Heimserver den Fernseher in die Heimsteuerung.

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Die Idee ist so simpel wie genial: Agfeo als ausgewiesener Experte baut einen Smarthome-Server in seine Telefonanlage ein. Dieser unterstützt mit KNX, EnOcean und Homematic drei weit verbreitete Standards für die Heimautomation.


Bestes Projekt

2 Bau-Fritz/BootUp – Alpenchic

In diesem Musterhaus öffnet sich zwar keine Tür von selbst. Dafür wird die selbst erzeugte Energie dank Heimserver stets optimal eingesetzt – für Heizung, Warmwassser oder E-Mobil.

1 Apartimentum in Hamburg

Das intelligenteste Haus Europas möchte der Xing-Gründer und Entrepreneur Lars Hinrichs am Hamburger Mittelweg bauen. Dazu hat er ein Netzwerk aus Unternehmen aus der Bau- und Elektronikbranche um sich geschart und stattet das luxuriöse Objekt mit Technik aus, die es teils noch gar nicht gibt – etwa smarte Wohnungstüren, die sich automatisch entriegeln, sobald ein Bewohner sich seiner Wohnung nähert. Oder ein Freund, den dieser eingeladen hat. Wie smart das in der Praxis ist, lässt sich noch nicht endgültig sagen, denn das Projekt befindet sich noch im Bau. Doch ein erklärtes Ziel ist es, die Technik in der Gesellschaft bekannter zu machen – das ist den Machern schon heute gelungen.

3 Ermündigung

Zwei überzeugende Projekte teilen sich Platz drei: Ermündigung ist eine 140 m2 große Smarthome-Musterwohnung in Berlin, die Assistenzsysteme für hilfsbedürftige Menschen in Aktion zeigt.

Bestes Start-Up

Nicht invasives Monitoring

Das Start-Up von Alexander Knebel hat sich zum Ziel gesetzt, Immobilienbesitzer bei der Optimierung von Energieflüssen im Gebäude zu unterstützen – durch ein mobiles Monitoring-System, das für den Kunden weniger kostet als das Ergebnis an Energiekosten einsparen hilft.

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Smart Home Team

Das Unternehmen um Björn Kissmann möchte sich bundesweit in der Smarthome-Planung und -Installation einen Namen machen – dank eines von Herstellern und Systemen unabhängigen Ansatzes.

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Casenio

Das Unternehmen für Assistenz-Systeme (AAL) bietet ein nutzerfreundliches und preiswertes System an, um die Sicherheit und Lebensqualität im Alter deutlichzu erhöhen.

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3 +Raum

Diese Projekt in Wolfsburg umfasst ebenfalls einen Showroom mit altersgerechter Assistenz-Ausstattung. Das Angebot wird um Seminare, Schulungen und Beratung ergänzt.

Beste studentische Leistungen Konstantin von Eigen, Marcel Linke und Janine Breßler entwickelten im Rahmen ihres Bachelorstudiums an der Technischen Hochschule Wildau ein Lichtbild, das Alzheimer-Patienten an alltägliche Verrichtungen erinnert – etwa genug zu trinken. Titel der Arbeit: „Ambient Assisted Lighting“ – und Platz eins im erstmals vergebenen Award für studentische Leistungen. Die Sensorik für sein StartupUnternehmen „Dasci“ entwarf Alexander Knebel im Rahmen einer Projektarbeit in seinem Masterstudium an der Uni Rosenheim im Bereich „Angewandte Forschung und Entwicklung“ . Dafür wurde er von der Jury auch in diesem Bereich mit Platz zwei ausgezeichnet. Marita Schmeinck hat im Rahmen ihrer Bachelorarbeit im Studiengang Innenausbau an der Hochschule Rosenheim in Kooperation mit Jäger Direkt die Einbruchsicherung durch Smarthome-Technik untersucht. Ihre Erkenntnisse waren der Jury Platz drei im Wettbewerb wert.


Das intelligente

haus IMPRESSUM

VERLAG: Fachschriften-Verlag GmbH& Co. KG Höhenstraße 17, 70736 Fellbach Telefon (0711) 5206-1 Telefax (0711) 5206-300, www.fachschriften.de www.bautipps.de www.fertighausscout.de GESCHÄFTSFÜHRER: Harald Fritsche, Wolfgang Kriwan

Vorschau Das nächste Heft erscheint im November 2015

CHEFREDAKTION: Harald Fritsche (haf) verantwortlich Astrid Barsuhn (stellvertretend) Oliver Gerst (stellvertretend)

Ihre Lieblingsmusik überall im Haus hören? Aus dem Internet, von der Festplatte, vom Smartphone? Mit SmartAudio kein Problem. „Das intelligente Haus“ verrät, was Sie dazu wissen müssen und zeigt die besten Neuheiten der Hersteller.

REDAKTION: Joachim Hoffmann (jh) Reinhard Otter (rot) ASSISTENZ: Ilona Mayer, Helga Piekert, Evelyn Wangler hausbau@fachschriften.de LAYOUT: Dolde Werbeagentur GmbH, 70327 Stuttgart Heike Heinemann, Jochen Otte, Suzanne Tempes HERSTELLUNG: Anja Groth (Ltg.), Julia Skora ANZEIGEN: Silke Pietschel (Verk.-Ltg.), E-Mail: pietschel@fachschriften.de Ute Hänle (Disposition) E-Mail: haenle@fachschriften.de VERTRIEB: Partner Medienservices GmbH, 70597 Stuttgart DRUCK: PVA, 76829 Landau PREIS: Einzelheft 4,80 Euro ISBN: 978-3-945604-10-6 Direktbestellung im Verlag unter www.buecherdienst.de zuzüglich Versandkosten.

Die Bedienung eines Smarthome darf auch schick sein. Egal ob Uhr, Tablet oder Panel, die Redaktion stellt spannende Produkte vor.

BANKKONTEN: Volksbank Stuttgart eG 101 383 029 (BLZ 600 901 00) IBAN: DE 81 600 901 000 101 383 029 BIC: VOBADESS Steuer-Nr. 90492/10407 EG Ust.-ld.Nr.: DE 147 321 116 Die veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen sind vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren – sowie Speicherung und Wiedergabe durch Datenverarbeitungsanlagen, auch auszugsweise, sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Das Führen der Zeitschrift im Lesezirkel sowie der Export und Vertrieb im Ausland ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Artikel, die mit Autoren-Namen gezeichnet sind, stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Für unverlangt eingereichte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, Bauen & Renovieren, bauen!, Effizienzhäuser, Energ!e, Fertighäuser, Gesund Wohnen, Hausbau, HausTräume, Komfort Häuser, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna u.v.m.

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Dicke Luft war gestern. Wie Sie mit intelligenter Lüftungstechnik ein perfektes Raumklima bekommen, steht im nächsten Heft.

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1 - 2015

Das intelligente Haus 83


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Das intelligente Haus 1/2015  
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