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E N T E RTA I N M E N T

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SICHERHEIT

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2/2016

K O M M U N I K AT I O N

Das intelligente

haus 10

4,80 E Österreich E 5,50 Schweiz sfr 9,60 BeNeLux E 5,70 Italien E 6,50 Spanien E 6,50 Portugal (cont.) E 6,50 Slowenien E 6,50 Slowakei E 6,50

intelligente Häuser mit Energie-Manager, Sicherheit und Komfort

Schon ab 3 000 Euro:

smarthome für alle Vernetzter Schutz vor Einbrechern: Viel mehr als nur eine Alarmanlage

Preiswert vom Profi: Acht Funksysteme, die Experten überzeugen

Musik- und TV-Zukunft: Bahn frei für Netflix, Spotify & Co.


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Das gute Gefühl, das Richtige zu tun.


E DITORIAL

Astrid Barsuhn Chefredakteurin

Einfach Ansprechen(d)

M

orgens in der Bahn sehe ich in letzter Zeit immer mehr Menschen, die ihr Smartphone nicht ans Ohr halten, sondern waagerecht vor den Mund. Richtig smart sieht das nun nicht gerade aus – warum also tun sie das? Meine Tochter klärte mich auf: Diese Menschen schreiben keine SMS, Whats-App oder Mails mehr, sie diktieren ihrem Telefon zum Beispiel was es an wen schicken soll. Geht schnell, auch im Gehen, und funktioniert erstaunlich gut. Die aufmerksamen Helferlein, die unsere Wünsche in digitale Befehle umsetzen, heißen Siri oder Alexa und ersparen es uns zunehmend, selber Wege über Bedienoberflächen zu suchen. Auch Smarthome-Systeme werden dank Sprachsteuerung immer leichter zu bedienen. Das macht sie auch für Menschen interessant, die zwar deren Nutzen schätzen würden, aber Scheu vor den Tücken der Bedienung haben. Denn es ist einfacher als man denkt: Davon konnten sich Mitte Oktober viele Hundert Neugierige bei der Messe „Das intelligente Haus“ in der Ausstellung Eigenheim und Garten in Fellbach überzeugen (Bericht ab Seite 6). Was man dort aber auch lernen konnte: Das eine SmarthomeSystem gibt es nicht. Jeder sollte sich von einem Fachmann sein individuell passendes Angebot zusammenstellen lassen, das sich an den persönlichen Bedürfnissen und nicht am theoretisch technisch Machbaren orientiert. Experten in Ihrer Nähe finden Sie übrigens ab Mitte November auf unserer neuen Website www.das-intelligente-haus.de – einige ausgewählte aber natürlich in diesem Heft ab Seite 70. Anregungen dazu, was Sie mit ihnen besprechen könnten, finden Sie auf den kommenden Seiten. Beim Entdecken wünschen wir Ihnen viel Vergnügen, herzlichst Ihre

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Foto: Loxone

Multiroom-Streaming-Technik wird jetzt zunehmend auch in Hi-Fi-Komponenten großer Hersteller integriert.

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Foto: Denon

Fotos: Gira

Erlebnismesse

6 „Das intelligente Haus” in Fellbach: Tour durch die vernetzte Welt des Wohnens

Ein altes Haus bekommt neues Leben eingehaucht: Zusätzlich zu einer Kernsanierung erhielt das Gebäude eine Steuerungstechnik auf Basis eines KNX-Systems.

Energieeffizienz

12 Fünf Plus-Energie-Häuser: Smartes

Energie-Management steigert den Ertrag

36

18 Energie-Verbrauch: So enttarnen

vernetzte Messgeräte Energieschlucker

22 Energie-Überschuss: Wenn der Speicher nicht mehr reicht, kommt die Cloud

Urlaub zu Ende, Haus ausgeräumt? Das muss nicht sein – Smarthome-Technik trägt entscheidend dazu bei, ungebetene Gäste vom Haus fernzuhalten.

24 Musik und TV-Zukunft: Haustechnik

optimal planen für Netflix, Spotify & Co.

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32 Multiroom-Streaming: Die Technik wird jetzt in Hi-Fi-Anlagen integriert

Das intelligente Haus im Netz

34 www.das-intelligente-haus.de: Website

ab sofort online – für Fans und Neulinge

Foto: Somfy

36 Komplett sanierter Altbau: KNX-System

In die Automatisierung des Hauses lässt sich nahezu beliebig viel Geld stecken. Es geht aber auch günstiger. Das sagen Experten aus unterschiedlichen Branchen.

mit vielen Sicherheitsfunktionen

40 Smarte Wachsamkeit: Diese Features Grafik: Somfy

gehören zum intelligenten Haus

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4 Das intelligente Haus

Sicherheit

1 - 2016

46 Neue Produkte: Von der Klingelanlage bis zur Smarthome-Plattform

Titelbilder: vege, www.fotolia.de; innogy; Waipu.tv; somfy; wibutler; coqon

Unterhaltung


Mein Effizienzhaus. Weil sich beim Bauen kluge Entscheidungen rechnen.

Intelligente Smarthome- und Energiemanagement-Technik kann den Ertrag von Photovoltaik-Anlagen optimieren – fünf interessante PlusEnergie-Haus-Konzepte.

12

Mein Haus. Meine Welt.

Smarthome-Award

48 Die Sieger bei Produkten, Projekten,

Startups und studentischen Leistungen Intelligente Häuser

Foto: Philips

52 Weberhaus: Skulpturales Musterhaus

regelt Verschattung, Temperierung, Licht

54 Büdenbender: Kundenhaus „Montano” mit ausgefeilter Sicherheits-Technik

56 Fingerhaus: Medley 3.0 300 B (Muster-

haus Werder) setzt auf Energiemanager

58 Okal: Musterhaus Poing steuert Heizung, Licht, Photovoltaik und Außenkameras Planung

60 Smarthome für alle: Acht Funksysteme

ab 3000 Euro, die Experten überzeugen

70 Fachbetriebe: So findet man schnell

Das Wake-up Light von Philips leitet den Aufwachprozess auf natürliche Weise ein, indem es einen 30-minütigen Sonnenaufgang simuliert.

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Smarthome-Profis in seiner Nähe

72 Bald ist Weihnachten: Intelligente und

Eine Zukunftsentscheidung, die sich auszahlt: Häuser, die höchste KfW-Förderstandards erfüllen. Vom Pionier für den ökologischen Hausbau. Komfortabel, smart, nachhaltig.

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vernetzte Helferlein – auch fürs Fest

78 Gebäude-Automation von Anfang an

planen – dann hört das Haus aufs Wort

50

Anschriften

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Das intelligente Haus ist auch erhältlich bei Jetzt bei

Impressum & Vorschau

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D AS INTELLIGENTE HAUS

Fotos: Fachschriften-Verlag

Rund ums Intelligente Smarthome für jedermann anschaulich machen, ist der zentrale Anspruch der Erlebnismesse „Das intelligente Haus“. Die zweite Veranstaltung fand Mitte Oktober in der Musterhaus-Ausstellung in Fellbach bei Stuttgart statt – eine Tour durch die vernetzte Welt des Wohnens.

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twa 65 Prozent der erwachsenen Bundesbürger möchten in fünf Jahren in einem Zuhause mit vernetzter und intelligent gesteuerter Technik leben – so lautete das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Umfrage für die Studie „Wohneigentum und Baufinanzierung“. Doch hängt die Motivation zum Smarthome vom Lebensalter ab? Jein, lautet die Antwort: Das höchste Interesse am Thema hat die Gruppe der 18- bis 45-Jährigen mit 75 Prozent. Das heißt aber nicht, dass ältere Zeitgenossen sich nicht für moderne Technik in den eigenen vier Wänden interessieren. Denn auch in den Altersgruppen 45 bis 55 Jahren sowie ab 55 Jahren wünschen sich mit 69 Prozent bzw. 54 Prozent immer noch eine Mehrheit der Befragten ein Smarthome.

6 Das intelligente Haus

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Das generelle Themeninteresse quer durch alle Altersgruppen ließ sich auch bei der 2. Erlebnismesse „Das intelligente Haus“ erkennen. Und es waren sowohl Männer als auch Frauen, die von einem Musterhaus zum nächsten pilgerten, um die unterschiedlichsten Smarthomeund Multiroom-Systeme in Aktion zu erleben. Dort trafen sie auf kompetente Berater, Systemintegratoren und Handwerker, die selbst Detailfragen erschöpfend beantworten konnten.

Drahtlos oder lieber mit Kabel? Grob gesehen gibt es zwei Bereiche: Funk- und WLAN-basierte Lösungen auf der einen und kabelbasierte auf der anderen Seite. Drahtlose Steuerungssysteme sind aufgrund der einfachen Nachrüstbarkeit vor allem für Eigentümer und


Egal ob tiefe technische Einblicke, Komponenten in feinstem Design oder hochwertige, vernetzte Anlagen – bei der Erlebnismesse „Das intelligente Haus“ gab es alle Aspekte des vernetzten Wohnens live und in Farbe zu sehen und anzufassen.

Haus Mieter in bestehenden Gebäuden interessant. Voraussetzung: Raumaufteilung und Bausubstanz erlauben eine störungsfreie Signalübertragung. Vorteilhaft für preissensitive Interessenten ist, dass es Startersysteme schon für ein paar Hundert Euro gibt; der Ausbau kann dann je nach Geldbeutel und Bedarf erfolgen. Fast alle Systeme, wie Coqon, Innogy, Rademacher, Schwaiger und andere Z-Wave-Systeme, sind im Handel für jedermann erhältlich und können so in Eigenregie installiert werden. Eventuell notwendige Arbeiten an der Elektrik sind allerdings Sache des Fachmanns. Wer keine Lust oder wenig Talent zum Selbermachen hat, kann die komplette Planung und Montage auch einem Fachmann überlassen, der sich mit dem ausgewählten System auskennt (siehe auch Seite 60).

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Das intelligente Haus 7


D AS INTELLIGENTE HAUS

Vor allem Bauherren und Sanierer nutzen eher kabelgebundene Smarthome-Systeme wie Digitalstrom, Loxone oder gleich ein KNX-Bussystem, etwa auf Basis des Gira Homeservers. Diese Systeme lassen sich voll in die Elektroinstallation des Hauses integrieren, zudem entfallen die für manche Bewohner als störend empfundenen Funkwellen. Für Bussysteme ist allerdings eine komplett andere Verkabelung erforderlich als in der klassischen Elektroinstallation, sodass sie in jedem Fall eine vergeichsweise hohe Investition erfordert. Eine Sonderstellung unter den kabelgebundenen Systemen nimmt Digitalstrom ein: Die Steuerdaten werden hier über die Stromleitung geschickt, sodass sich das System einfach mit einer herkömmlichen Elektroinstallation kombinieren lässt.

Wieviel Smarthome soll es sein? Egal ob mit oder ohne Draht – vor der Systemund Herstellerwahl steht die Frage: Welche Funktionen soll das Smarthome-System heute und eventuell in mehreren Jahren erfüllen? Also etwa beim Energiesparen (Heizung und Strom) helfen, die Einbruch-Sicherheit verbessern, Warnmeldungen bei offenen Fenstern oder einem nicht ausgeschalteten Herd übermitteln und die Lichtsteuerung übernehmen. Legt man nur Wert auf Anwendungen der Haustechnik wie Heizung, Fensterkontakte, Licht, Rollläden, Rauch- und Bewegungsmelder oder TürSprechanlage? Oder sollte auch gleich die Unterhaltungselektronik, etwa von Denon, KEF, Revox oder Sonos, integriert werden, um das Streamen

Aber sicher: Der Newcomer Coqon präsentierte sein Funksystem mit seinem besonderen Fokus auf Datenschutz.

„Die Erlebnis­ messe hat uns voll überzeugt. Solche Veranstaltungen sind ideal, um das Thema Heimver­ netzung und Instal­ ling einem breiten Publikum zu prä­ sentieren.” Walter Grädler Vertrieb KEF, Arcam

Alle dabei: SomfyExperte Hans-Peter Weiß zeigt die Komponenten des Tahoma-Systems

Messe-Facts Für zwei Tage im Oktober 2016 verwandelte sich die Musterhausausstellung Eigenheim und Garten in Fellbach bei Stuttgart in das wahrscheinlich größte Smarthome des Landes. 26 Hersteller und Marken zeigten in voll eingerichteten Musterhäusern ihre Lösungen für Smarthome-Ausrüstung wie auch vernetztes Entertainment. An den beiden Tagen kamen rund 2000 Besucher zur Erlebnismesse „Das intelligente Haus“, einige davon nahmen über 200 Kilometer Anfahrt in Kauf, um sich kompetent und lebensnah beraten zu lassen. Die Besucher interessierten sich überwiegend für fertig installierte Smarthome-Lösungen vom Profi, wie auch für Nachrüstungen. Entsprechend stark frequentiert waren die Musterhäuser mit IntegratorenBeratung, etwa bei Gira, Digitalstrom, Loxone, dem Vertrieb von KEF und Arcam sowie bei den Praktikern in der Z-Wave-Gemeinschaftsausstellung. Multiroom-Audio stand ebenso im Fokus, wobei auffällig viele Besucher bereits eine Anlage von Sonos oder anderen Marken besaß. Das neueste Smarthome in der Ausstellung stammte von Keitel-Haus. Dessen Elektroinstallation einschließlich Somfy Tahoma Premium wurde erst am Tag vor der Erlebnismesse fertig – während der Landschaftsgärtner noch rasch die Außenanlage aufhübschte.

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intelligente Haus 9


D AS INTELLIGENTE HAUS

von Musik und Videos an Multiroom-Lautsprecher, Smart-TVs und Beamer zu ermöglichen? Besteht Interesse daran, auch intelligente Haushaltsgeräte wie z. B. Herd, Kühlschrank, Waschmaschine einzubinden? Um sich den verschiedenen Themen zu nähern, bietet es sich an, in Anwendungen zu denken, die in Routinefällen auch zusammen ablaufen. Der Fachmann spricht dabei von „Szenarien“. Beispiel: Verlässt der letzte Bewohner das Haus, dann werden die Heizkörper-Thermostate heruntergeregelt, die Elektrogeräte ab- und Lichter ausgeschaltet und noch offene Dachfenster gehen motorisch zu. Gleichzeitig aktiviert sich das Alarmsystem. Solche Szenarien laufen automatisch ab und helfen so im stressigen Arbeitsund Familienalltag Zeit zu sparen. Je nach System und Ausbaustufe ist bei Bedarf nicht nur ein manueller Eingriff möglich, sondern auch eine Kontrolle und Bedienung per App aus der Ferne.

Viel Sorgfalt bei der Systemwahl Generell empfiehlt es sich, die Smarthome-Systemauswahl bei umfangreicheren Projekten zusammen mit einem Fachmann zu treffen. Dieser kann nicht nur systematisch den Bedarf erfassen, sondern auch wertvolle eigene Ideen und Erfahrungen einbringen. Ebenfalls wichtig ist ein genauer Blick auf die stationäre und mobile Bedienoberfläche, denn nicht jede sagt jedem Benutzer zu. In der Regel wird der praktische Bedarf an Automatisierung mithilfe einer Checkliste erarbeitet, aus der ein Smarthome-Profi sowohl das optimale System erkennen als auch ein Angebot erstellen kann. Denn nicht alle Komponenten und Anwendungen lassen sich in jedes System einbinden. Insbesondere bei den teuren Smarthome-Lösungen sollten Käufer auf einen möglichst offenen Schnittstellen-Standard achten, der von möglichst vielen Herstellern unterstützt wird. Dann kann man mit Blick auf eine künftige Erweiterung des Funktionsumfangs davon ausgehen, dass der Nachschub an optimierten und neuen Produkten gesichert ist. Nach der Bedarfsanalyse und Produktauswahl erstellt der Systemintegrator oder Handwerker ein Angebot und übernimmt im Auftragsfall den Einbau sowie die Einrichtung und Konfiguration der Smarthome-Anwendungen – am besten alles aus einer Hand, inklusive Gewährleistung und späterer Wartungsarbeiten. Vorteil: Sollte mal ein Störfall eintreten, egal ob bei Hardoder Software, hat der Hausbesitzer einen Ansprechpartner für alle Fälle. jw ❚

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„Die Messebesucher kamen gezielt mit vielen Fragen rund ums Smarthome. Wir konnten in einer angenehmen Wohnumgebung unsere Lösung live zeigen und Fragen zu per­ sönlichen Planun­ gen beantworten.” Reinhart Kucher Loxone-Partner Invego

Die Experten von Invego führten das Loxone Smarthome vor.

Heimkino-Feeling mit Multiroom-Sound gab‘s im Talbau-Haus, vertont von Heos by Denon.

Revox führte vor, wie sich ein Tonbandgerät in die Voxnet-Multiroom-Anlage einbinden und per Gira-Technik steuern lässt.

Aufs Wort: Das Smarthome von Digitalstrom wirft auf Zuruf den Wasserkocher an. Nur aufbrühen muss man den Tee selbst.

„Wir hatten viele gute Gespräche mit Interessenten am Gira KNX-System. Die Besucher wirk­ ten auf mich sehr gut vorinformiert und hatten überwie­ gend sehr konkrete Fragen und Vorstel­ lungen.” Manfred Rajtschan Gira Vertrieb


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E NERGIEEFFIZIENZ

Aus der Ferne vermittelt die Gebäudehülle des Passivhauses Eisenstraße in der Form eines Satteldaches eine eher klassische Optik mit Anleihen an die typischen Bauformen der Region. Aus der Nähe offenbart sich der Zweck der Latten-Hülle: Sie soll das Haus je nach Jahreszeit und Sonnenstand im Winter besonnen und im Sommer zur Kühlung beschatten. Unter der offenen Hülle präsentiert sich das eigentliche Haus in Form eines zweigeschossigen Cubus mit großen Fensterflächen.

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Energie

Smarter managen Erzeugt ein Gebäude selbst Energie, dann kann intelligente Smarthome- und EnergiemanagementTechnik den Ertrag optimieren. Dadurch verbessert sich die Wirtschaftlichkeit der PhotovoltaikAnlage, und der Autarkiegrad des Eigenheims steigt. Nachfolgend stellen wir fünf interessante Plus-Energie-Haus-Konzepte vor.

E

Egal ob iOS oder Android, ob Smartphone oder Tablet: alle SmarthomeFunktionen lassen sich mit der App von Loxone im Hoch- oder Querformat in den eigenen vier Wänden wie auch von unterwegs aus nutzen. (www.loxone.com)

in wesentlicher Bestandteil von PlusEnergie-Häusern ist das eigene Kraftwerk – meist von außen sichtbar in Gestalt einer Photovoltaik-Anlage. Aktuell rentiert sich die Investition nur noch dann, wenn die Bewohner möglichst viel Solarstrom selbst verbrauchen und entsprechend wenig Netzstrom zukaufen müssen. Denn einerseits sinkt die Einspeisevergütung tendenziell ab, während andererseits die Netzstrompreise steigen. Allerdings lässt sich der Solarstrom-Eigenverbrauch ab einem bestimmten Anteil nur noch mithilfe eines Batteriespeichers und mit einem geeigneten Energiemanagementsystem steigern. Auf diese Situation hat sich der SmarthomeSpezialist Loxone eingestellt und sich – neben der Steuerung von Licht, Musik, Rollos und Heizung – auch auf das Energiemanagement in Plus-Energie-Häusern spezialisiert. So kann die Smarthome-Technik beispielsweise dafür sorgen, dass wesentliche Stromverbraucher wie Waschmaschine und Trockner automatisch aktiviert werden, sobald genügend Solarstrom vom Dach zur Verfügung steht. Der Haus-Autopilot,

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E NERGIEEFFIZIENZ

„Durch die Vernetzung von Haustechnik, Beschattung und Erzeugungsanlage können wir die Sonne als steuerbare Heizung einsetzen. Das Smarthome-System von Loxone übernimmt die Kontrolle der Raumtemperatur und passt Lamellenstellung der Beschattung und die Heizleistung an die Raumtemperatur flexibel an. Solange etwa die Komforttemperatur nicht erreicht wird, bleiben die Jalousien offen. Erst danach werden sie in Beschattungsposition gebracht. Liefert die PV-Anlage viel Energie, wird die Komforttemperatur automatisch um zwei Grad angehoben und dafür am Abend Heizenergie eingespart.“

Alle Fenster im Haus besitzen Jalousien zum Sichtschutz und zur Beschattung. Der LoxoneMiniserver steuert die Beschattung in Abhängigkeit vom Raumklima und vom Sonnenstand. Großverbraucher wie etwa Spülmaschine oder Warmwasserbereitung werden bei Bedarf dann aktiviert, wenn die Photovoltaik-Anlage Strom liefert.

wie Loxone sein System auch nennt, ist zentraler Bestandteil des „Passivhaus Eisenstraße“ im niederösterreichischen Mostviertel, einer Region zwischen Linz und Wien. Dort haben engagierte Baumeister eine Kombination von Plus-Energie- und Passivhaus geschaffen. Die erfahrenen Passivhaus-Bauer der Firma Holzbau Strigl konzipierten zusammen mit den Planern der Firma Ecoconcept und dem Smarthome-Experten Johannes Schornsteiner ein Musterhaus, das eine moderne Holzbauweise mit den Vorzügen intelligent gesteuerter Haustechnik verbinden sollte. Das repräsentative Musterhaus wird über eine Erdwärmepumpe mit Fußbodenheizung beheizt. Den Strombedarf deckt eine Photovoltaik-Anlage mit Modulen sowohl auf dem Dach als auch an

Jürgen Schornsteiner von Elektrotechnik Schornsteiner

Die Photovoltaik-Anlage kann nicht nur die elektrischen Verbraucher im Haus mit Solarstrom versorgen, sondern auch ein Elektroauto. Der Anknüpfungspunkt zwischen Elektromobilität und dem Smarthome sind die privaten Ladestationen bzw. das Lademanagement, welche in das Netzwerk integriert werden. Vorteilhaft ist dabei, dass der Loxone-Miniserver den Ladevorgang des Elektroautos nicht nur überwacht, sondern auch intelligent steuert: in Abhängigkeit von der Zeit, dem Ertrag der PhotovoltaikAnlage sowie der aktuellen Last im Haus.

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Weiss Moderne Hausautomatisierung, intelligente Energieeffizienz und Wohnkomfort gepaart mit zeitgemäßer Architektur kennzeichnen das preisgekrönte Plus-Energie-Musterhaus von Fertighaus Weiss in Ulm. Ausgezeichnet wurde es unter anderem mit dem Cube 2016 für herausragende Leistungen im Bereich Technik. Im Weiss-Haus der 3. Generation fungiert ein interaktives Tablet als herausnehmbare Steuerzentrale für die Haustechnik. Im Hintergrund dieser Zentrale arbeitet ein Loxone-Miniserver, über den sämtliche Hauskomponenten miteinander vernetzt sind. Diese Vernetzung bringt den Bewohnern ein großes Plus an Komfort, Energieoptimierung und Sicherheit. Per Tablet, Taster oder Smartphone

der Balkonbrüstung. Außerdem ist ein Batteriespeicher Bestandteil des Energiekonzepts. Der Loxone-Miniserver steuert Verbraucher, Erzeuger und Raumklima in Abhängigkeit etwa vom Sonnenstand, der Anwesenheit und des Energieangebotes.

Strom bedarfsoptimiert nutzen Neben dem Komfort steht auch bei anderen Herstellern das Energiemanagement an erster Stelle, wenn sie Smarthome-Technik in ihren Häusern verbauen. Im preisgekrönten Plus-EnergieMusterhaus von Fertighaus Weiss sind sämtliche Haustechnik-Komponenten ebenfalls über einen Loxone-Miniserver miteinander vernetzt (siehe oben). Zudem besteht im Weiss-Haus der 3. Generation nun die Möglichkeit, mittels intel-

lassen sich etwa Lichtszenarien aktivieren, Rollläden öffnen und schließen, das Badezimmer vorheizen oder die Kaffeemaschine starten. Mehrere Aktionen lassen sich auch nach Zeit oder über Sensoren gesteuert auch automatisch abrufen. Um die Energiegewinnung und den Verbrauch regelmäßig im Auge zu behalten, lassen sich Energiebilanzen in verschiedenen optischen Darstellungsformen (Zahlenwert, Verlaufskurve etc.) erstellen. So kann man zum einen die aktuellen Werte für den Photovoltaik-Ertrag, für den Stromverbrauch der Heizung wie auch der übrigen Verbraucher am Tablet abrufen. Zum anderen ist auch eine Bilanzierung über vom Nutzer gewählte Zeiträume möglich. (www.fertighaus-weiss.de)

ligenter und vernetzter Software den gewonnenen Strom bedarfsoptimiert den Verbrauchern im Haus zuzuführen, um ein Optimum an Energieeffizienz zu erreichen. Dazu wird auch ein Batteriespeicher eingesetzt. Das Internet Service Gateway (ISG) ermittelt den thermischen Energiebedarf des Gebäudes und sendet den resultierenden elektrischen Energiebedarf der Wärmepumpe an den Energiemanager (Sunny Home Manager) von SMA, der die optimale Laufzeit für die Wärmepumpe plant – basierend unter anderem auf OnlineWettervorhersagen, aus gelerntem Benutzerverhalten und tatsächlichen Verbrauchs-profilen. Zudem erfolgt ein ständiger Abgleich mit weiteren Stromverbrauchern im Haus, um die gewonnene Solarenergie optimal auszunutzen.

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E NERGIEEFFIZIENZ

Luxhaus Intelligente Vernetzung und Effizienz prägen die Haustechnik auch im Plus-Energie-Haus „Luxhaus Fine“. Beleuchtung, Verschattung, Lüftung und die Einzelraumregelung der Heizung werden automatisiert über ein BusSystem betrieben, das alle technischen Anlagen des Hauses verbindet. Dadurch lassen sich die Umweltenergien im Winter optimal nutzen. Auch ein Aufheizen des Gebäudes im Sommer wird dank der intelligenten Beschattungssteuerung effektiv verhindert. Die Bewohner können bei Bedarf über eine App jederzeit manuell eingreifen. Dazu ist im Musterhaus ein zentrales iPad installiert. Damit lassen sich auch alle weiteren haustechnischen Funktionen wie die Licht-, Fensterüberwachung, Beleuchtung, Lüftungs- und Luftbefeuchtungsanlage, Ertrag der PVAnlage sowie das Multi-Room-Audiosystem bedienen und überwachen. Eine Besonderheit in diesem Haus ist die rein elektrische Heizung durch flache Heizmatten, die in die Fußböden integriert sind. Mittels Überwachung von Raum-, Außen- und Estrichtemperatur wird das Elektro-Heizsystem so optimiert, dass es hauptsächlich während den ertragsreichen Zeiten der PV-Anlage arbeitet und den Boden in dieser Zeit vorheizt – eine Analogie zur klassischen ElektroNachspeicherheizung, nur eben mit dem Aufheiz-Zeitraum tagsüber. Ein zusätzlicher Stromspeicher hilft bei der Überbrückung von ertragsarmen Phasen. Auch die Warmwasserbereitung erfolgt elektrisch über Durchlauferhitzer. (www.luxhaus.de)

Okal

In neuen Musterhäusern von Okal führt die Top-Marke der Deutschen Fertighaus Holding das Zusammenspiel zwischen Solaranlage, Batteriespeicher, Hauskraftwerk und Smarthome-System vor. Okal setzt die Automationslösung my Gekko ein. Die serienmäßige Basis-Ausstattung bietet die Grundlage für den individuellen Ausbau der Funktionen mit Ausstattungs-Paketen und Erweiterungen. Das SmarthomeSystem kommuniziert über das Heimnetzwerk mit dem sogenannten Hauskraftwerk von E3/DC. Letzteres regelt die Energieflüsse zwischen Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher und Haustechik sowie einer optionalen Elektrotankstelle. Dank der intelligenten Vernetzung kann das my Gekko-Steuerungssystem elektrische Verbraucher je nach Verfügbarkeit von Sonnenstrom ein- oder ausschalten und so etwa bei Stromüberschuss den Wasserspeicher beheizen. Daneben liefert das System einen Überblick über Energieflüsse im Haus. (www.okal.de)

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Intelligent, effizient, komfortabel Wie Fertighaus Weiss legen auch andere Hersteller bei ihren Plus-Energie-Häusern besonderen Wert auf eine intelligente und energieeffiziente Vernetzung der Haus- und Heiztechnik – immer unter der zentralen Prämisse, den Solarstrom-Eigenverbrauch zu maximieren, wozu meist auch ein Batteriespeicher ins System integriert wird. Allerdings soll und darf der Wohnkomfort darunter nicht leiden. Auch deshalb ist ein manueller Eingriff der Bewohner bei Bedarf bei allen Smarthome-Systemen möglich. Unterschiede gibt es bei den Energiekonzepten im Detail. So findet sich im „Luxhaus Fine“ eine elektrisch betriebene Fußbodenheizung, die den Estrich in Phasen hoher Solarerträge vorheizt. Bei Okal und im Baufritz-Haus „NaturDesign“ werden Stromüberschüsse genutzt, um einen Wasserspeicher aufzuheizen. Baufritz integriert zusätzlich noch die Fußbodenheizung in das Wärmespeicherkonzept.

Sogar bei Stromausfall aktiv Auch Plus-Energie-Häuser sind in der Regel noch ans öffentliche Stromnetz angeschlossen und arbeiten somit nur teilautark. Komplett energieautark funktioniert das Baufritz-Haus „NaturDesign“ bei Stromausfall: In diesem Fall trennt die sogenannte „Notstrombox“ das Hausnetz vom öffentlichen Netz und bildet anschließend ein eigenes Inselnetz. Sogar die PV-Anlage kann wieder anlaufen und den Haushalt sowie den Batteriespeicher mit Strom versorgen. jw ❚

Baufritz Das Musterhaus „NaturDesign“ von Baufritz ist ein KfWEffizienzhaus 40 Plus mit einem ausgeklügelten Energiekonzept: Die Photovoltaik- und die Heizungsanlage sind – wie Wetterstation, Lüftung oder Einbruchschutz – per Bus-System miteinander vernetzt, um möglichst viel des selbst erzeugten Solarstroms direkt im Haus zu nutzen. Bestandteil des Systems ist auch ein großer Batteriespeicher. Das Energiemanagement läuft über einen Controller aus dem Industriebereich, der Sensoren und Taster im Haus über den KNX-Bus mit einbindet. Die Wetterstation auf dem Dach liefert aktuelle Daten, damit sich Rollläden und Holzlamellenläden automatisch nach der Sonneneinstrahlung ausrichten. Um die Eigenstromnutzung zu erhöhen, wird überschüssiger Solarstrom dazu genutzt, mit der Wärmepumpe einen Pufferspeicher auf Vorrat zu heizen. Ist dieser maximal aufgeheizt, geht Wärme auch als eine Art Heizungs-Puffer in die Fußbodenheizung. Die Steuerung der Gebäudetechnik erfolgt meist vollautomatisch, also sehr bequem für die Bewohner. Ein manueller Eingriff, etwa bei Beleuchtung, Heizung oder zur Aktivierung von Sicherheitsfunktionen, ist aber jederzeit möglich: Über die spezielle Visualisierung eines X-Home-Servers können Bewohner auf einem Touchpanel alle Funktionen bedienen – oder über eine Smartphone-App. (www.baufritz.com)

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P LUS-ENERGIE-HAUS

Um den eigenen Stromverbrauch zu senken, ist als Erstes eine detaillierte Bestandsaufnahme hilfreich. Vernetzte Messgeräte erfassen alle wesentlichen Verbräuche im Haus einzeln und enttarnen so unnötige Energieschlucker flott und effektiv.

nachGemessen! E

ines ist sicher: Die Stromrechnung kommt jedes Jahr. Und in der Regel ist sie höher als die letzte. Aber bis zu dem Tag, an dem das Papier vom Energieversorger im Briefkasten liegt, hängt man als Stromkunde ziemlich ahnungslos in der Luft, denn der Stromverbrauch ist in den meisten normalen Haushalten kein alltägliches Thema – abgesehen vielleicht von der Aufforderung an den Nachwuchs, das Licht im Bad hinter sich auszumachen. In topmodernen Plus-Energie-Häusern mit Photovoltaik-Anlage und Hausspeicher wird der Ertrag der Solaranlage in der Regel ebenso erfasst wie der Verbrauch der verschiedenen Stromkreise im Haus. In energetisch weniger aktiven Häusern fließt der Strom dagegen eher

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sprichwörtlich aus der Steckdose, sofern man nicht selbst aktiv wird und seine Verbauchsanalyse selbst in die Hand nimmt.

Stromverbrauch selbst analysiert Das funktioniert mit immer mehr praktischen Systemen. Wer sich selbst ein Smarthome-System einrichtet, der kann beispielsweise vor große Verbraucher Schaltsteckdosen mit Energiemess-Funktion einbauen. Diese Zwischenstecker können eben nicht nur den Strom ein- und ausschalten, sie messen auch die Energie, die durch sie hindurchfließt und melden diese an die zugehörige Smarthome-Zentrale. In praktisch allen Nachrüstsystemen ist diese Energieerfassung einschließlich einer Bilanzierung des


Die Installation klappt im laufenden Betrieb mit Kabelklemmen an den drei Phasen vor den Raum-Sicherungen. Dafür muss der Kasten geöffnet werden – das ist nicht unbedingt ein Job für Laien.

Auf dem Startbildschirm wird der aktuelle sowie der Dauerstromverbrauch angezeigt.

Stromverbrauches über längere Zeiträume zumindest für einzelne Geräte vorgesehen. Noch umfassender klappt die Energieerfassung in Smarthome-Systemen des Herstellers Digitalstrom (siehe Seite 20). Es setzt direkt in jedem einzelnen Stromkreis im Haus an und misst in den dort installierten Digitalstrom-Metern dauerhaft die elektrische Energie. Spezielle Apps im Digitalstrom-Angebot können diese Energieflüsse übers Jahr auswerten und bei Bedarf anzeigen, zu welchen Tageszeiten bestimmte Verbraucher besonders viel Energie schlucken. Energiehungrige Standby-Geräte, heiß laufende Plasma-TVs oder überalterte Kühlschränke lassen sich so recht zuverlässig orten.

Smappee erkennt einzelne Verbraucher. Die Geräte muss man aber selbst zuordnen.

Aus den Verbrauchssummen rechnet die App die Kosten pro Gerät aufs Jahr hoch.

Stromflüssen im Haus auch alle Ein- und Ausschaltvorgänge erfasst. Nach der Installation von Smappee heißen die Verbraucher schlicht „Gerät 1“, Gerät 2“ und so fort, doch schon nach wenigen Tagen lassen sich die Verbraucher anhand ihrer Nutzungszeiten recht leicht realen Geräten wie dem Backofen, dem Fön oder der Waschma-

Smart cost Noch ein Stück detaillierter als Smappee geht das EnergiemessSystem von Smart Cost zu Werke. Hier lassen sich ebenfalls die gesamten Verbräuche in einzelnen Stromkreisen ermitteln, zusätzlich können die vernetzten Messgeräte aber auch Verbraucher an einzelnen Steckdosen über Mess-Zwischenstecker überwachen. Die zugehörige Auswertungssoftware sammelt ebenfalls über längere Zeit hinweg alle Verbräuche und führt einzelne Verbraucher auf. Die Messgeräte kommen laut Anbieter sowohl in Privathaushalten als auch bei Energieberatern zum Einsatz. www.smart-cost.de

Energiemonitoring für die Tasche Doch es geht noch einfacher: Vernetzte Energiemonitore sind in der Lage, Stromflüsse direkt an den Zuleitungen in die Wohnung zu ermitteln. Der smarte Energiemonitor Smappee etwa misst den gesamten Stromverbrauch im Haus mithilfe dreier Kabelklemmen, die an den drei Phasen der Stromzuleitung in den Sicherungskasten abgenommen werden (siehe Kasten oben). Die daran angeschlossene Box (Komplettpreis: um 220 Euro, www.smappee.com) ermittelt alle Verbräuche auf den drei Phasen und ordnet sie automatisch je nach Phase, Verbrauch und Einschalt-Frequenz einzelnen Geräten zu. Per WLAN überträgt der Energiemonitor die Werte zur zugehörigen Smappee-App, die neben den

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schine zuordnen. Hilfreich: Die App schickt auf Wunsch für einzelne Geräte Pushnachrichten aufs Smartphone, sobald sich der Verbraucher einschaltet. So ließen sich im Praxistest auch seltener benutzte Geräte wie der Toaster erkennen und zuordnen. Im Praxiseinsatz fiel auch auf, dass Smappee einzelne Geräte erst ab einem gewissen Stromverbrauch erkennt und listet. LED-Leuchten etwa mit weniger als zehn Watt Leistungsaufnahme fallen dem Energiemonitor gar nicht erst auf. Umso deutlicher aber war dabei die Erkenntnis, dass wenige verbliebene 75-Watt-Birnen übers Jahr einen echten Kostenfaktor darstellen.

Praktisches Tool mit Extras

Im Smarthome-System von Digitalstrom steuert in jedem Stromkreis im Haus ein Digitalstrom-Meter die angeschlossenen Geräte. Neben der Übertragung von Befehlen an die einzelnen Komponenten misst der Digitalstrom-Meter detailliert die Verbrauchsverläufe in seinem Stromkreis. So lässt sich jederzeit sehen, welcher Bereich der Wohnung gerade wie viel Strom verbraucht.

Smappee ist so eine praktische Hilfe zur einfachen und dennoch detaillierten Stromverbrauchs-Analyse. Es erfasst in einer erweiterten Version mit weiteren Strommess-Klemmen für rund 350 Euro auch den Ertrag einer Photovoltaik-Anlage. Auf der Startseite der App ist dafür eine eigene Ertrags-Blase neben den Verbräuchen vorgesehen, die bei konventionellen Haushalten unauffällig klein bleibt. Zusammen mit einer Photovoltaik-Anlage bietet Smappee Energiemanagement-Funktionen: Über eine mitgelieferte

Funk-Schaltsteckdose – und weitere, die man dazu kaufen kann – lassen sich bei Überschuss an Sonnenstrom bestimmte Geräte einschalten. Schließlich misst Smappee auf Wunsch auch den Gas- und Wasserverbrauch. Das macht ein zweites Gerät für 120 Euro, das diese Zähler über optische oder magnetische Sensoren ausliest und die Werte auch in die Smappee-App schickt. Die Installation der Sensoren ist noch einfacher als die des Strom-Monitors.

Energiemonitoring vom Profi Wer sich noch intensiver mit der eigenen Energiebilanz beschäftigen und seine Verbräuche optimieren möchte, der beauftragt am besten einen Energieberater. Mit dessen Equipment lassen sich im Zweifel noch detailliertere Ergebnisse erzielen. Vor allem aber haben Energie-Profis einen Überblick darüber, wie viel Strom etwa der Backofen, Heizung, Kühlschrank, Waschmaschine und andere Haushaltsgeräte übers Jahr tatsächlich verbrauchen dürfen, ohne als Schluckspechte auf der Stromrechnung zu gelten. Denn neben dem guten Gefühl, etwas für die persönliche CO2-Bilanz zu tun, soll der sorgsame Umgang mit Energie ja auch den eigenen Geldbeutel deutlich entlasten. rot ❚

smart meter

Im Zusammenhang mit der Energiewende und Energiemanagement ist häufig auch von Smart Metern die Rede. Diese vernetzten Zähler sollen etwa flexible Stromtarife möglich machen oder bestimmte Verbraucher bei Stromüberschuss von außerhalb aktivieren. Sie sind damit die Eintrittskarte ins künftige Smart Grid – das intelligente Stromnetz. Smart Meter werden ab kommendem Jahr in Gewerbebetrieben eingeführt, ab 2020 müssen auch Haushalte mit hohem Verbrauch von über 6000 KWh die vernetzten Stromzähler installieren. Über den Sinn der vernetzten Zähler in Privathaushalten streiten sich Fachleute – die Zusatzkosten seien höher als mögliche Einsparungen, so die Kritiker.

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Fotos: Smappee (2), Smart-Cost ( 2), Reinhard Otter (4), Digitalstrom (2), RWE AG

P LUS-ENERGIE-HAUS


ERSTER! Umwelt und Budget schonen: Nachhaltigkeits-Zertifikat für alle OKAL-Häuser*

Als erster Fertighaus-Anbieter lassen wir jedes unserer Häuser von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit Gold zertifizieren – und das bei individueller Planung. Dabei wird nicht nur die ökologische Nachhaltigkeit nach strengen Kriterien überprüft, sondern auch der Wohnkomfort und die Wirtschaftlichkeit. Alle reden von Nachhaltigkeit – wir lassen sie uns von Experten bestätigen.

Mehr Infos unter www.okal .de/erster * Ab 1.5.2015 individuelle DGNB-Zertifizierung auf alle malervorbereiteten und schlüsselfertigen OKAL-Häuser.


E NERGIEEFFIZIENZ

Die „SonnenCommunity“ des Speicherherstellers Sonnen verbindet Menschen, die ihren Strom selbst produzieren, zu einer großen Gemeinschaft. Aus einzelnen Erzeugern wird ein Netzwerk. Wer seinen Strom gerade selbst nicht braucht oder speichert, schiebt ihn in einen virtuellen Strompool. Dort können ihn diejenigen Mitglieder beziehen, die gerade Strom benötigen, da sie zum Beispiel schlechtes Wetter haben. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist u. a. ein entsprechend großer Batteriespeicher des Unternehmens. www.sonnenbatterie.de

Was tun, falls die Photovoltaik-Anlage deutlich mehr Strom produziert als im Haus verbraucht oder im Batteriespeicher gelagert werden kann? Als Alternative zur Netzeinspeisung bieten sich „Energie-Communities“ an, die neue Mitglieder mit Stromflatrates, Prämien und finanziellen Vergünstigungen locken.

D

er Batteriespeicher ist in Plus-EnergieHäusern prinzipiell schon Standard – nicht nur aus finanziellen Gründen. Immer mehr Eigentümer möchten ihren Solarstromeigenverbrauch maximieren, um so auch den Autarkiegrad zu steigern. Der erste Schritt ist die Integration des Speichers in das hausinterne Energieund Smarthome-Management. Doch was tun, wenn noch immer größere Stromüberschüsse anfallen? Im Zeitalter von Cloud-Computing und der Sharing-Economy bieten Speicherhersteller, Energieversorger und -dienstleister zeitgemäße Lösungen, um den Solarstrom schlau zu teilen.

Batteriespeicher als Cloud So hat Ende 2015 der Batteriespeicherhersteller Sonnen die „SonnenCommunity“ mit inzwischen 3000 Mitgliedern gegründet. Die Grund-

idee: Eine Gemeinschaft von Menschen, die ihren Strom selbst produzieren, verbindet sich zu einem Netzwerk, das sich gegenseitig mit selbsterzeugtem Ökostrom versorgt. Die Steuerung und Verbindung übernimmt eine leistungsstarke, selbstlernende Software-Plattform. Die Mitglieder können dadurch einerseits ihren überschüssigen Strom mit einem zusätzlichen Erlös zur Einspeisevergütung per Direktvermarktung verkaufen. Und andererseits beziehen sie den notwendigen Reststrom zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Einen etwas anderen Weg geht die Deutsche Energieversorgung im Rahmen des Projekts „Mission 100 % Unabhängigkeit“: Der Hersteller der Senec-Batteriespeicher bietet Hausbesitzern an, den überschüssigen Photovoltaikstrom in einem Großspeicher zwischenzulagern. Die-

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Der Energieversorger EnBW will neue Wege gehen: Mit seinem Produkt „EnBW solar+“ wird den Kunden die Solarstromerzeugung, das Speichern und das Teilen von Energie aus einer Hand angeboten. Im Rahmen der Vernetzung in der „Energy-Community“ sollen die Kunden überschüssigen Strom günstig vermarkten, ein Ferienhaus oder die Studentenwohnung ihres Kindes versorgen sowie zusätzlich benötigten preiswerten Ökostrom aus der Gemeinschaft beziehen können. Zudem besteht u. a. die Idee, mit dem Community-Strom unterwegs das eigene Elektrofahrzeug aufzuladen. www.enbw-solarplus.de

ser fungiert quasi als Cloud. Die Teilnehmer können bei Bedarf die Menge Strom kostenlos aus dem Großspeicher entnehmen, die sie zuvor eingespeist beziehungsweise gebucht haben.

meinschaftsprämie“ für Photovoltaik-Anlagenbesitzer, die sich für den Kauf einer „CatervaSonne“, einem Batteriespeicher mit 20 kWh/a Kapazität, entscheiden.

Stromflatrate und Zusatzprämien

Mehr Anbieter, weitere Produkte

Im zweiten Halbjahr 2016 haben bereits mehrere Unternehmen die nächste Stufe der Speichervernetzung und Stromvermarktung gestartet: Die Mitglieder dieser neuen Art von EnergieCommunities können künftig von innovativen Geschäftsmodellen zur Bereitstellung von Regelenergie profitieren, wofür es spezielle Vergütungen gibt. Denn wegen des zunehmenden Anteils von Wind- und Solarstrom gibt es häufiger Phasen mit Leistungsüberschüssen oder -defiziten im Energienetz. Zum Ausgleich dieser systemgefährdenden Schwankungen lassen sich auch dezentrale, vernetzte Heim-Batteriespeicher und Cloudgestütze Großspeicher nutzen. Als virtuelle Kraftwerke ersetzen sie dann etwa zentrale, fossile Reserve-Kraftwerke und tragen so auch zur Energiewende bei. Um davon zu profitieren, können die Mitglieder der „SonnenCommunity“ zusätzlich eine „SonnenFlat“ buchen und so ihren Speicher für das Regelenergie-Management verfügbar machen. Im Gegenzug bekommen sie den Reststrom fürs Eigenheim (unter bestimmten Bedingungen) kostenlos. Eine Stromflatrate für Community-Mitglieder bietet auch Better Energy unter der Marke „Beegy“ an. Eine monatliche Servicegebühr für die installierte Photovoltaik-Anlage und den Batteriespeicher umfasst auch die Reststromlieferung und soll auf 20 Jahre umgelegt etwa so viel kosten, wie die bislang anfallenden, monatlichen Stromkosten. Dadurch entsteht vor allem eine Art Schutzwall vor künftigen Strompreiserhöhungen. Bei Caterva, einer Siemens-Ausgründung, gibt es 20 Jahre lang „Freistrom“ und eine „Ge-

Der baden-württembergische Energieversorger EnBW vertreibt seit Anfang Oktober das Community-Paket „EnBW solar+“. Ab Anfang 2017 soll das Angebot auch bundesweit an den Start gehen. Das Komplettangebot für Eigenheimbesitzer besteht aus einer Solaranlage mit Speicher und Zugang zur konzerneigenen Energy-Community. Eine Besonderheit sind die sogenannten „Stromgeschenke“: In Zeiten negativer Börsenstrompreise will der Energieversorger den heimischen Speicher mit kostenlosen Strom von außen beladen.

Fazit Es ist absehbar, dass 2017 weitere Unternehmen auf den Zug mit den Energie-Communities und dem Geschäft mit der Regelenergie aufspringen. Dazu gehört etwa das Energieunternehmen Lichtblick mit der „SchwarmBatterie“. Außerdem wird sich das Community-Angebot vergrößern, z. B. in Form einer Wärmeflatrate oder mit mobilem Tankstrom fürs Elektroauto. Hausbesitzer sollten sich Zeit für ihre Community-Entscheidung nehmen und die Angebote mit den unterschiedlichen Bedingungen sorgfältig vergleichen – insbesondere bei Produkten mit einer Langfristbindung. jw ❚

Als „Plattform für die Energiewende“ bezeichnet das IT- und Energieunternehmen Lichtblick seinen „SchwarmDirigent“, der das komplexe Energieorchester koordiniert. Für 2017 ist auch die Einbindung von vielen dezentralen Stromspeichern, die zu einer „SchwarmBatterie“ vernetzt werden, geplant. Eine Online-Reservierung ist bereits möglich. www.lichtblick.de

(ver)teilen 2 - 2016

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Fit für Die TV- Zuku Vernetzung und Gebäudeautomation sollten schon in der Planung von Bauvorhaben berücksichtigt werden. Hilfreich ist es dabei, die Technik mit fachlicher Unterstützung auch live und im Einsatz zu erleben. Immer mehr Experten machen dies möglich.

A

uf dem Smartphone zappt Christoph Bellmer von einem Sender zum nächsten, binnen Augenblicken startet nach jedem Fingerwischen das Fernsehprogramm in einem Fensterchen, unter dem die Waipu.tv-App Infos zur laufenden Sendung einblendet. Dann wischt er mit dem Zeigefinger über das Programmfenster nach oben. Wie von Zauberhand läuft der Fernsehfilm, der eben noch im Miniformat auf dem Smartphone zu sehen war, in XXL auf dem Flat-TV vorn im Raum. Während das Publikum noch staunend auf den Flatscreen starrt, wischt Bellmer auf dem Smartphone bereits weiter zum nächsten Kanal, der nun wieder in der App zu sehen ist. Ein Wisch nach oben und dieser Sender fliegt scheinbar auf den TV-Schirm – so geht Zappen anno 2016. Die beschriebene Szene ist

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genau so passiert, als die Münchner Exaring AG vor wenigen Wochen ihr neues Interent-TV-Angebot präsentiert hat – auch zu sehen im großen Bild oben.

Innovationen am laufenden Band Das Startup-Unternehmen, das Christoph Bellmer als CEO leitet, hat mit Waipu.tv gleich mehrere technische Revolutionen in der Fernsehverbreitung vollzogen. Zunächst wird die Fernbedienung vom Couchtisch verbannt – jeder Zuschauer kann selbst auf seinem Smartphone zappen und auch schauen. Auch die Digital-TVEmpfangsbox, wie sie in vielen Haushalten heute steht, gehört bei diesem Empfangsweg der Vergangenheit an. Waipu.tv wird am Fernseher über einen kleinen Streamingstick namens Goog-


TV 2.0 TV via Internet treibt das neue Waipu.tv zur Perfektion. Das Programm wird auf dem Smartphone empfangen, hier kann man von Sender zu Sender zappen und eine laufende Sendung per Fingerwischen in HDQualität aufs TV-Gerät schicken (großes Bild links). Dort streamt ein Streamingstick (Google Chromecast) an einem der digitalen HDMI-Eingänge den TV-Stream via WLAN. Aufgenommen wird in einen virtuellen Online-Speicher. Pro Haushalte können bis zu vier Sendungen gleichzeitig auf verschiedenen Smartphones oder TVs laufen. Preis: ab 5 Euro pro Monat. IPTV steht auch für Fernsehen übers Internet, doch bei der Telekom oder Vodafone empfängt eine Box inklusive Festplattenrecorder das Programm. Ein Netzwerkkabel in TV-Nähe ist hier Pflicht.

nft le Chromecast empfangen. Aktuelle Smart-TVs von Philips und Sony mit dem Betriebssystem Android haben die zugehörige Streamingtechnologie sogar ab Werk eingebaut. Schließlich schleust Waipu.tv Videostreams fast ohne Zeitverzug durchs Internet – anders als TV-Mediatheken und Web-TV-Dienste, bei denen man Kanalwechsel kaum als Zappen bezeichnen kann und der Torjubel in Fußballspielen eine knappe Minute vor dem „eigenen“ Bild aus der Nachbarschaft erschallt. Waipu.tv nutzt für die TV-Übertragung ein eigenes, bundesweites Glasfasernetzwerk, das einzig der TV-Verbeitung dient und so Verzögerungen an großen Internet-Knotenpunkten umfährt. Für Laien sind die gesammelten technischen Details hinter diesem neuen TV-Angebot indes nicht

Netflix, Amazon und Maxdome bieten mit ihren Flatrate-Videotheken eine coole Alternative zur werbefinanzierten TV-Unterhaltung: Gegen einen einstelligen monatlichen Betrag kann man jede Menge Filme und Serien gucken – wann man will, so viel man will. Die missbräuchliche Nutzung dieser Art von Onlinevideotheken nennen Insider „Binge Watching“ – also sogenanntes „Komaglotzen”. Das macht schnell süchtig, aber höllisch Spaß. Klassisches Digital-TV bedeutet heute in der Regel, dass man überall dort, wo ein Fernseher steht, entweder Zugriff auf den Kabelanschluss, eine Satelliten-Dose oder eine DVBT-Antenne braucht. Die entsprechenden Empfangsteile muss der Fernseher natürlich auch bieten. Wer Online-Extras wie Infodienste, Sender-Mediatheken und andere SmartTV-Apps, etwa Netflix & Co., nutzen möchte, der braucht auch einen Netzwerkanschluss oder eine gute WLAN-Versorgung im Raum, damit gestreamte Videos nicht ruckeln.

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Fotos: Philips, Deutsche Telekom, Waipu.tv (2), AVM, R. Otter

TV übers Netzwerk: Die Sat-IP-Technik (oder DVB-IP) schickt Digital-TV Bit für Bit über das Netzwerk oder per WLAN auf spezielle Empfangsboxen, Sat-IpApps oder auch Smart-TVs mit Sat-IP-Clientfunktion. Vorteil: Man braucht nicht überall, wo man fernsehen möchte, einen Antennenoder Sat-Anschluss.

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Musik 2.0 Streamingdienste wie Spotify, Deezer, Tidal oder Apple Music liefern gegen eine monatliche Pauschale – meist knapp zehn Euro – so ziemlich jedes halbwegs aktuelle Musikstück, sortieren diese nach Stilrichtungen, lernen die persönlichen Vorlieben des Nutzers und helfen bei der Zusammenstellung eigener Playlisten. Die kann man auf vielen Geräten anhören und auch etwa aufs Smartphone herunterladen. Der Übertragungsweg ist in allen Fällen das Internet. Streaming-Multiroom-Anlagen beschallen bei Bedarf jeden Raum im Haus mit anderer Musik, oder sie spielen überall den selben Track. Die Anlagen geben dabei alle möglichen Quellen wieder. Die Übertragung der Musik bis in den letzten Winkel des Hauses erfolgt in den meisten Fällen per WLAN-Funknetz, wahlweise lassen sich die Komponenten in der Regel auch über LAN-Netzwerkkabel untereinander verbinden. Die Wiedergabe wird ebenfalls übers Netzwerk gesteuert – über eine zugehörige App.

Fotos: Sonos, Western Digital, R. Otter (3)

Webradio ersetzt in vernetzten Musikanlagen immer mehr den klassischen UKW-Empfang. Über Radiodienste wie „TuneIn“ lassen sich weltweit so ziemlich alle Radiostationen aufspüren und live ins eigene Wohnzimmer holen – mit dieser Reichweite kommt weder der analoge UKW-Empfang noch das neuere Digitalradio DAB+ mit. Nachteil: Bei manchen Stationen ist die Qualität nicht optimal – das passiert beim UKW-Empfang aber auch öfters. Musik von der Netzwerk-Festplatte lässt sich kreuz und quer durchs Haus abrufen, so lange der Medienserver im Heimnetzwerk hängt (Fachbegriff: Network Attched Storage – NAS), das Wiedergabegerät ebenso venetzt ist und Medienabrufe über den DLNAoder UPnP-Standard unterstützt. Aktuelle Multiroom-Anlagen können das in der Regel problemlos, die meisten Smart-TVs, Blu-ray-Player und viele neueren HiFi-Komponenten ebenfalls. So hat man jederzeit Zugriff auf seine gesamte Musiksammlung – ohne langes Suchen im Plattenschrank.

sonderlich spannend. Für sie gilt höchstens die Empfehlung, den neuen TV-Dienst einmal auszuprobieren. Waipu.tv bietet einen kostenlosen Probemonat an, und auch später ist der Dienst monatlich kündbar, im Gegensatz zu manchen DSL- oder Kabelanschlüssen. Waiput.tv und andere TV2.0-Angebote zeigen auf jeden Fall, dass sich der alltägliche Medienkonsum rasant wandelt. Onlinevideotheken wie Netflix oder Maxdome, Musik vom Heimserver oder aus Streamingdiensten wie Spotify oder Deezer (siehe links) sind weitere Beispiele. Jedes davon bietet klare Vorteile gegenüber dem klassischen Medienkonsum, der Nutzer muss sich nur entscheiden, auf welche Art und Weise er sich unterhalten lassen möchte.

Die Haustechnik muss mitspielen Die große Frage: Was kommt dann? Welche Musik- und TV-Dienste liegen noch in den Schubladen der Entwickler, wie sehen die nächsten revolutionären Features aus? Die gute Nachricht: Machen Sie sich keine Sorgen darüber, denn Sie können sich und Ihre Umgebung auch so auf die mediale Zukunft vorbereiten. Ein paar Eckpunkte der neuen Medientechnik stehen nämlich schon fest. Der Wichtigste: Praktisch alle Medien-Innovationen nutzen das Internet als Übertragungsmedium. Und das lässt sich recht einfach im Haus verbreiten, sofern man bei der Elektrotechnik-Planung einige Punkte beachtet. Die Basisformel für die Zukunftsplanung lautet: Internet und Netzwerk müssen überall dort verfügbar sein, wo man Medien nutzen möchte. Konkrete Ideen dazu zeigt die folgende Seite – wie auch eine ganze Reihe smarter Detaillösungen für die Mediennutzung im intelligenten Haus. Dazu zählen etwa Ladestationen für die ständigen Begleiter mit Touchscreen. Wer sein Smartphone neben Telefonieren, Whatsapp und lesen Sie weiter auf Seite 30

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Homeway – das Kombi-Kabel Für die Kombination von Netzwerk-, Telefon- und Koaxkabel in privaten Haushalten bietet Homeway ein praktisches System: Ein Kabelstrang aus zwei Netzwerk-Adernbündeln und einem Antennen-Koaxkabel wird sternförmig aus dem Technikraum ins Wohnzimmer, Arbeitszimmer und alle weiteren Räume mit Internet- und TVBedarf gelegt. Dort gelangen die Kabel über standardisierte Kombidosen ans Licht. Für die WLAN-Versorgung bietet Homeway diese Dosen auch mit passenden Hotspot-Modulen an (siehe Foto oben, ganz links).

Technik

Technikraum – im zentralen Verteilpunkt für TV-, Telefon- und Netzwerksignale sind auch Smarthome-Gateways, DSL-Router, Netzwerk-Switches (siehe oben) oder Sat-TV-Signalverteiler (links) gut aufgehoben. Hier sollten Telefon- und Kabelanschluss ankommen sowie alle Datenleitungen und Antennenkabel sternförmig in die gewünschten Räume abgehen. So bleibt man für die Zukunft gerüstet, wenn neue Techniken wie etwa Glasfaserleitungen ins Haus kommen.

Küche/Bad

Mit Musik geht alles besser – auch Duschen, Zähneputzen, Kochen und so weiter. Musik bekommt man tatsächlich auf vielen verschiedenen Wegen in die Funktionsräume des Hauses. Der unauffälligste ist ein Einbauradio für die Unterputzmontage im Standardmaß (oben rechts, von Gira). Vielseitiger im Einsatz ist dagegen ein Tablet an der Wand, das über einen Bluetooth- oder Multiroom-Lautsprecher musiziert. In der Küche per abnehmbarer Wandhalterung montiert, (oben links, von Smart Things) bleibt es auch bei größeren Kochorgien leidlich sauber und dient nebenbei auch noch als Zweit-Fernseher oder Rezepte-Browser.

Im Bett lesen hat seit Generationen Tradition. Aber gehören Sie zu den Leuten, die Romane eher als eBooks verschlingen oder in Nachrichtenportalen auf dem Tablet stöbern? Liegt bei Ihnen ein Mobilgerät als Wecker auf dem Nachttisch? Dann sollten Sie auf keinen Fall die USB-Ladedose an diesem Ort vergessen. Damit wachen nicht nur Sie selbst morgens perfekt erholt und mit frischer Energie wieder auf. Achtung: Vor dem Einschafen einstecken!

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Schlafzimmer


Smart vorgerüstet ist der Eingangsbereich, wenn man neben dem typischen Klingeldraht auch ein Netzwerkkabel und einen 230-Volt-Anschluss zur Haustüre verlegt. Selbst wenn es im ersten Schritt nicht wichtig erscheint, kann man die Türe so ohne großen Installationsaufwand mit einer vernetzten Sprechanlage, Kamera und im Bedarfsfalle sogar mit einer Motorisierung nachrüsten.

Eingang

Wo gearbeitet wird, da fallen Daten an. Im Arbeitszimmer kann man kaum genug Netzwerkanschlüsse haben, um allzu großes Kabel- und Switch-Chaos zu vermeiden. Ebenfalls praktisch und schick: Eine fest installierte Lade-Dockingstation an der Wand. So ist das Smartphone stets geladen und geht nicht so leicht unter Papierstapeln verloren.

Arbeitszimmer/Gäste

Heimkino

Wohnzimmer Am TV-Rack sollte man nicht mit Steckdosen geizen. Je mehr davon Sie in der Wand haben, desto weniger Kabelsalat gibt’s hinterm Regal. Für Edelanlagen darf es gern eine Steckdose mit Überspanungsschutz sein. Auch die Zahl der Netzwerkdosen lohnt es sich zu überschlagen: Smart-TV, Spielkonsole Apple TV oder Netzwer-AV-Receiver – alle wollen heute ins Netz. Wer ein SurroundHeimkino plant, der sollte bereits in der Planung Boxenkabel in den Rückraum vorsehen.

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Fotos: Gira (8), Jung (2), Panasonic, Smart Things, Netgear, Lindy, R. Otter (2)

Klar zum Beamen: Wer das ganz große Bild an der Wand haben möchte, der hängt sich einen Videoprojektor unter die Decke – und lässt die zugehörigen Anschlüsse für Strom und Videosignale dorthin legen. Optimale Bildqualität bietet eine HDMI-Verbindung, die allerdings auf Distanzen über zehn Metern nicht mehr sicher klappt. Besser: Ein HDMI-Extender, etwa von Lindy, setzt die digitalen Bildsignale bei der Bildquelle im Videorack auf ein Netzwerkkabel um, überträgt die Bildinformationen damit über Strecken von mehr als 30 Metern, ein weiteres Kästchen wandelt sie beim Beamer wieder zurück. Nebeneffekt: Netzwerkkabel sind billiger als HDMI-Strippen.

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Internetrecherchen auch für alle möglichen Steueurungsaufgaben im Haus nutzt, der sollte auch überall laden können. USB-Ladedosen oder Ladedocks in verschiedenen Zimmern sind da sehr hilfreich. Ebenfalls wichtig: Überall dort, wo man Filme oder TV-Sendungen in HD schauen möchte, sollte ein kabelgebundener Netzwerkanschluss verfügbar sein.

Multiroom Streaming-Anlagen wie Sonos, Raumfeld, Bose Soundtouch oder Heos by Denon verbinden in der Regel alle ihre Boxen per WLAN. Oft wird dafür dasselbe Funknetzwerk genutzt, das auch E-Mails, PC-Daten, Online-Videos und alle anderen Inhalte überträgt, die im Haushalt anfallen. Gerade im intelligenten Haus mit all seinen Steuerdaten kann das Funknetz da schon mal verstopfen, wenn in mehreren Räumen zeitgleich unterschiedliche Musik spielt. Sonos und Raumfeld bieten für solche stark frequentierten Funknetze eigene WLAN-Hotspots an, in denen dann nur die Musik zu den einzelnen Funkboxen übertragen wird. Auch für andere Anlagen kann es sinnvoll sein, deren Kompontenten über ein eigenes Funknetz zu verbinden. Dessen Router benötigt dann zur Steuerung und für die Versorgung mit Musik eine Verbindung zum übrigen Heimnetzwerk – über ein LAN-Kabel.

Kabel für TV, WLAN für Musik WLAN-Funknetze können zwar theoretisch genügend Daten für mehrere hochauflösende Videostreams übertragen. Doch eben diese Idealbedingungen gibt es in der realen Welt nur sehr selten. Für die reibungslose Nutzung von Netflix, Maxdome oder eben Web-TV-Diensten à la Waipu.tv sollte bei allen TV-Geräten eine Netzwerkdose installiert sein. Für Smartphones, Tablets und Multiroom-Anlagen dagegen muss aber auch ein zuverlässig funkendes WLAN-Datennetz zur Verfügung stehen. Handelsübliche Multiroomsysteme nutzen meist standardmäßig das hauseigene WLAN, was im Falle des Musikstreamings auch überwiegend problemlos klappt und Kabelsalat einspart. Voraussetzung dafür ist aber, dass die WLAN-Hotspots die ganze Wohnung zuverlässig ausleuchten. Doch für die WLAN-Planung gibt es Simulationen, so dass man auch diesen Teil nicht dem Zufall überlassen muss.  rot ❚

Reicht ein WLAN-Router für die Versorgung des Hauses aus? Um das herauszufinden, gibt es zwei Wege. Man kann den WLAN-Router aufstellen und hoffen, dass es schon passt. Oder aber man plant die WLAN-Versorgung vorab. Fachpartner des Herstellers „D-Link“ können dafür auf ein Online-Simulationsprogramm zugreifen. Darin lädt man einen Grundrissplan hoch, bemaßt diesen und hinterlegt die Art der Wände. Die verschiedenen Router- und Hotspot-Modelle des Herstellers lassen sich dann im Plan platzieren und die WLAN-Ausleuchtung vorab erkennen. Passend dazu kann der Elektriker dann die Netzwerk- und Stromanschlüsse an die richtigen Stellen legen.

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Fotos: D-Link, Sonos

wlan-Planung


Gira G1 Das Multitalent fßr die Gebäudetechnik

hgschmitz.de

Mehr Informationen: www.gira.de/g1

Auszeichnungen: iF Design Award, German Design Award, Design Plus Award, Good Design Award, ICONIC Award, Red Dot Award, Plus X Award, ADC Award [Produktdesign, Interfacedesign: schmitz Visuelle Kommunikation]


Foto: Denon

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gut gerüstet Multiroom-Streaminganlagen bestehen nicht mehr nur aus speziellen Kompaktboxen oder eigenen Zuspielern. Endlich integrieren die großen Hersteller die Technik auch in ihre Hi-Fi-Komponenten.

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en Anfang der Integration markierte 2014 Yamaha: Die Multiroom-Familie Musiccast des japanischen Hi-Fi-Herstellers nutzte neben Soundbars und Kompaktanlagen (siehe rechte Seite) auch vom Start weg alle vernetzten Hi-Fi-Komponenten des Herstellers zur Verteilung von Musik im ganzen Haus. Zuvor hatten Multiroom-Anlagen à la Sonos oder Heos by Denon eher unabhängig zur klassischen Anlage musiziert. Jetzt legen die übrigen großen Hersteller nach: Denon bringt dieser Tage die ersten beiden AV-Receiver heraus, die neben ihren Aufgaben in der Heimkino-Beschallung auch HeosWiedergabegeräte sind. In beide Richtungen. Sie verstärken gestreamte Musik, schicken aber auch Musik von ihren Zuspielern an andere HeosKomponenten im Haus. In der nächsten Generation vernetzter AV-Receiver dürfte die Funktion auch in günstigeren Geräten kommen. Und auch die Konzernschwester Marantz stattet erste Hi-Fi-Komponenten mit Heos-Streaming aus. Bei Bluesound, der Multiroom-Marke des HiFi-Herstellers NAD, geht die Entwicklung in eine ähnliche Richtung. Einige NAD Hi-Fi-Verstärker lassen sich mit BlueOS-Modulen nachträglich fit für Multiroom machen. Daneben bringt NAD spezielle Bluosound-Amps für die Festinstallation in der Haustechnik auf den Markt (rechts). Freunde der hochwertigen Musikwiedergabe können also darauf hoffen, dass Multiroom-Streaming demnächst zum praktischen Feature in jedem besseren Verstärker wird. rot ❚

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Heos by Denon Die beiden neuen AV-Receiver AVR-X 4300 und 6300 von Denon (1 600, 2 500 Euro) lassen sich serienmäßig als Zonen in einer Heos-MultiroomAnlage einsetzen. www.denon.de

t Bluesound / NAD

Um eine flexible Zahl an Musikzonen über eine fest installierte Anlage zu beschallen, bringt NAD die brandneuen CI 720 Network Stereo Zone Amplifier heraus. Damit passen in ein 19-Zoll-Rahmen bis zu sechs Zohnen mit Streamingclients und Verstärkern. www.nad.de


Naim

Mit Musikstreaming im Netzwerk und aus dem Internet verbindet den britischen High-End-Hersteller Naim bereits eine lange Tradition, die von den Kompaktboxen Muso und der würfelförmigen Muso Qb konsequent fortgeführt wird. Die beiden klangstarken Onebox-Systeme mit 300 und 450 Watt Gesamtleistung streamen alle denkbaren Musikformate bis zu edlen Klängen mit 24 Bit und 192 Kilohertz Digitalauflösung. Sie spielen auf Wunsch auch als Multiroom-System im Verbund zusammen. Kostenpunkt: 900 Euro für den Muso Qb, 1 250 Euro für den größeren Muso. www.naimaudio.com

Raumfeld Der Berliner Lautsprecherhersteller Teufel und dessen Multiroom-Marke Raumfeld sind immer für eine schicke Überraschung gut. Anfang 2017 soll dieser skulpturale Multiroom-Lautsprecher auf den Markt kommen, den die Berliner zusammen mit Rosenthal entwickelt haben. Unter dem Namen Raumfeld X Rosenthal wird er der erste WLAN-Lautsprecher aus Porzellan sein, der das Licht der Welt erblickt. Bei seiner Präsentation anlässlich der IFA 2016 in Berlin gab es bereits einen ersten Klangeindruck zu erleben – der tat sich ebenso klar und fein hervor wie das Design ikonisch wirkt. www.raumfeld.com

Yamaha Musiccast Sets Yamaha bietet in seinem Musiccast-System eine große Vielfalt an unterschiedlichen Komponenten. Neben vernetzten Hi-Fi- und AV-Receivern gehören dazu auch die fast schon legendären Yamaha Soundprojektoren und verschiedene Onebox-Systeme. Der Hersteller erleichtert den Einstieg ins Musiccast-Business mit attraktiven Paketen: Schon für knapp 800 Euro gibt es „Musiccast Chorus“ mit den TV-Soundbar YAS-306, der Streaming-Box WX-010 (unten) und dem Design-WeckKüchenradio Restio ISX-18D (rechts). Rund 1000 Euro kostet das größere System „Trio“. Die drei Komponenten verbinden sich im Handumdrehen über WLAN miteinander und mit der zugehörigen App. Dann spielen sie in verschiedenen Räumen wahlweise die selbe oder jeweils unterschiedliche Musik – aus Online-Quellen ebenso wie von lokalen Zuspielern. www.yamaha.de

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D AS INTELLIGENTE HAUS ONLINE

Jetzt neu: www. das-intelligente-haus.de

schlauer im Netz Das intelligente Haus geht online. Pünktlich zum Erscheinungstermin dieser Ausgabe startet die neue Webseite – mit viel praktischem Zusatznutzen für Smarthome-Fans und Neulinge.

K

ünftig können Leser dieses Magazins sich nicht nur zwei Mal jährlich in gedruckter Form über alle Trends rund um intelligente Haustechnik informieren, sondern jederzeit im Internet. Dabei reicht die Funktion der neuen Webseite weit über die des Magazins hinaus und soll die Möglichkeiten des World Wide Web eben genau da nutzen, wo Reportagen auf feinem Papier nicht weiterkommen: in der Vernetzung.

Experten zum Thema In jeder Ausgabe von „Das intelligente Haus“ zeigen die Autoren eine ganze Reihe praktischer Lösungen zu allen möglichen Bereichen des vernetzten Lebens – von der Heizungssteuerung über Sicherheitssysteme bis hin zum Multiroom-

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Entertainment. Nach der Lektüre ist der Leser um einige Ideen und Eindrücke reicher. Meist aber auch um einige Fragen – „wer kann mir das umsetzen?“ zum Beispiel. Auf der neuen Webseite löst sich dieses Problem wie von selbst: Bei jedem Artikel steht nicht nur der Smarthome-Experte, der das beschriebene System oder Haus geplant und ausgerüstet hat. Über eine regionale Suche gelangt der Besucher auch direkt zu den Experten, die ein ähnliches Projekt in seiner Nähe umsetzen können. Für diese qualifizierte Expertendatenbank erfasst die Redaktion kontinuierlich Fachbetriebe für alle Themen, die in „Das intelligente Haus“ eine Rolle spielen und sortiert diese nach Anwendungsgebieten, Systemen und ihren Leistungsangeboten. Wie im Magazin stets die Pla-


In Ratgebern werden alle behandelten Systeme verlinkt (oben), in Smarthome-Reportagen und Planungshilfen auch die ausführenden Experten (oben links). Passende Systemintegratoren in der eigenen Region lassen sich von hier aus schnell finden (links), ebenso wie weitere Systeme zu einem Thema (rechts).

nung und Konzeption einer Smarthome-Anwendung im Mittelpunkt jedes Artikels steht, finden Interessenten im Internet erst recht umgehend die richtigen Ansprechpartner für ihren Bedarf. Daneben verbindet jeder Artikel sich auch direkt mit den zugehörigen Systemen, die ebenfalls nach Anwendungsgebieten und anderen Kriterien durchsuchbar sind.

News und Service Natürlich nutzt die Redaktion das Internet auch für aktuelle Berichte rund um intelligente Haustechnik, gibt in Ratgebern praktische Tipps und führt Besucher so tagtäglich durch die Welt der smarten Haustechnik. Doch auch hier gilt: Zu jedem Artikel findet der Leser unmittelbar einen Link zu den erwähnten Systemen und vor allem zu den Stars der Branche: den passenden Fachplanern, Systemintegratoren und modernen Elektrobetrieben in seiner Nähe, die aus seinem normalen ein intelligentes Haus machen. Dabei geht es übrigens nicht um Werbung oder Provisionen: Smarthome-Experten, die sich für die Webseite erfassen lassen, müssen für diesen Basiseintrag nichts bezahlen.  rot ❚

Die neue Webseite www.dasintelligente-haus.de passt sich automatisch dem jeweiligen Betrachtungsgerät an. Auf dem Smartphone schrumpft die Zahl der Spalten auf eine, Bildergalerien werden groß auf dem handlichen Display angezeigt. Auf Tablets passt sich das Layout je nach Bildschirm-Orientierung so an, dass alle Inhalte optimal lesbar bleiben. Experten und Systeme werden auf allen größeren Bildschirmen rechts vom eigentlichen Artikel eingeblendet.

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S ICHERHEIT

Volle kontrolle

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Mitten im Bergischen Land bekam ein altes Haus neues Leben eingehaucht: Zusätzlich zu einer Kernsanierung und einer leicht futuristischen Fassade erhielt das Gebäude auch eine moderne Steuerungstechnik auf Basis eines KNX Systems. Vor allem die zahlreichen Sicherheitsfunktionen lassen die Bewohner ruhig schlafen.

Fotos: Ulrich Beuttenmüller für Gira

Vom hässlichen Entlein zum Schmuckstück. Der Schutz der eigenen vier Wände wird entsprechend großgeschrieben: Die Türsprechstation mit Videofunktion und Bildspeicher sowie der Bewegungsmelder stellen nur zwei von mehreren Komponenten des Sicherheitskonzepts dar.

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ie Kernsanierung sah das Bauherrenpaar nicht als notwendiges Übel, sondern als willkommene Chance, ihren Altbau in ein zeitgemäßes Zuhause zu verwandeln, das einem Neubau in nichts nachstehen würde. Dabei hatten die Hausbesitzer genaue Vorstellungen und Wünsche in puncto Komfort, Sicherheit und Flexibilität. Aus diesem Grund stand von vornherein fest, dass sämtliche Komponenten der Haustechnik mit einer Gebäudeautomation auf KNX-Standard verknüpft werden sollten. Die entsprechenden Steuerleitungen wurden parallel zu den neuen Elektroleitungen verlegt. Die intelligente Steuerzentrale oder das „Gehirn“ hinter dem Nervensystem des Hauses ist ein „HomeServer“: Hier laufen alle Informationen zusammen, werden ausgewertet und logische Befehle an die sogenannten Aktoren weitergegeben. So werden etwa mit einem Tastendruck und dem Befehl „Zentral aus“ sämtliche Lichtquellen deaktiviert, die Heizung leicht heruntergefahren und die Musik im Haus ausgeschaltet. Für das KNX-System hat sich der Bauherr entschieden, um flexibel zu bleiben und weitere Funktionen nachrüsten zu können. „Wenn wir schon eine Kernsanierung machen, sollte unser

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Oben: Traditionelles Feuer und moderne Hightech: Auch die Unterhaltungselektronik ist in das KNX-Steuersystem eingebunden. Rechts: Ein Highlight ist der Partykeller. Mit riesigem Flatscreen, einer Revox Soundanlage sowie programmierten Licht- und Farbwechseln kommt Stadionfeeling auf.

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Auch vernetzte Rauchwarnmelder und Orientierungsleuchten erhöhen die Sicherheit (ganz links). Nicht nur am großen Display (unten) können die Bewohner den Hauseingang und die Gebäudetechnik kontrollieren, sondern auch mithilfe der Wohnungsstation im Partykeller (Mitte links) oder per Smartphone und Tablet von unterwegs aus. Auf Tastsensoren sind praktische Szenen wie „Zentral aus“ hinterlegt, die Kontrollgänge ersparen. Mit der „Energiesäule“ sind auch im Garten – spritzwasser- und daher kurzschlussgeschützte – Stromanschlüsse vorhanden.

Haus auch nachhaltig zukunftsfähig werden. Wir machen ja bereits heute fast alles übers Handy – da durfte unser Zuhause keine Ausnahme sein“, begründet er seine Entscheidung. So kann er jetzt mithilfe einer HomeServer App auf dem Smartphone oder Tablet auch von unterwegs aus sehen, ob alle Fenster und Türen oder die Rollos geschlossen sind. Sollte nach Scharfschalten der Alarmanlage einer der Fensterkontakte ein Öffnen registrieren, werden die Bauherren sofort auf dem Handy informiert. Zudem lassen sich diverse weitere Sicherheitsfunktionen über den HomeServer abbilden bzw. vernetzen, die das Haus rundum schützen. Störmeldungen der Heizung landen ebenso direkt auf dem Smartphone wie ein Einbruchalarm oder eine Warnung der Rauchwarnmelder. Über Kameras können die Bauherren dann nach dem Rechten schauen und entsprechend reagieren. Für zusätzliche Sicherheit sorgt zudem die Türkommunikation mit Videofunktion: Klingelt ein Besucher an der Tür, erscheint das Bild sowohl auf dem Display im Erdgeschoss als auch auf einer Wohnungsstation im Partykeller – dieses wird gespeichert, sodass man selbst bei Abwesenheit später sieht, wer geklingelt hat.  Zur Sicherheit kommt der Komfort. Auch die Unterhaltungselektronik ist mit einem speziellen KNX-Gateway in die Haussteuerung eingebunden. Zudem sorgen programmierte Lichtszenen im Partykeller und im Bad mit Farbwechseln für vielfältige Stimmungen. jh ❚

„Wir fühlen uns durch das mehrstufige Alarmsystem rundum sicher – wenn wir daheim, aber auch wenn wir auf Reisen oder tagsüber unterwegs sind. Im Ernstfall würden wir alarmiert und außerdem können wir jederzeit kurz nach dem Rechten sehen.“ Der Bauherr

Daten & Fakten zum Haus TECHNIK: Kabelgebundenes KNX-System zur zentralen Steuerung aller wichtigen Gebäudefunktionen: Licht (Anwesenheitssimulation), Jalousien, Heizung, Türsprechanlage mit Videofunktion und Bildspeicher, Fenster- und Türenkontakte zur Registrierung von Erschütterungen, Alarmanlage, Rauchwarnmelder; Zugriff auf das Steuersystem auch via Smartphone und Tabletcomputer möglich. Im Falle einer Störung oder Gefahr erhalten die Hausbewohner eine Meldung auf das Smartphone oder Tablet. Auch die Unterhaltungselektronik mit MultiroomBaschallung ist in das KNX-System eingebunden.

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SYSTEMHERSTELLER: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG Dahlienstraße 12, 42477 Radevormwald Tel. 0 21 95/6 02-0 www.gira.de LICHTTECHNIK: BUSCHE Elektrotechnik GmbH Dorfstr. 8a, 58802 Balve Tel. 0 23 75/39 06-0 www.busche-elektrotechnik.de AUDIOTECHNIK: Revox GmbH, Am Krebsgraben 15 78048 Villingen-Schwennigen Tel. 0 77 21/87 04-0, www.revox.de

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Smart und wachsam Werden!

Fotos: Somfy (2), Callom (2)

Urlaub zu Ende, Haus ausgeräumt? Das muss nicht sein, denn Smarthome-Technik kann entscheidend dazu betragen, ungebetene Gäste von den eigenen vier Wänden fernzuhalten. Willkommen zu einem kleinen Rundgang durch die verschiedenen Sicherheitsfeatures im intelligenten Haus.

Herein! Mit einer vernetzten Türsprechanlage wie Residium von Callom lässt sich nicht nur deutlich sehen, wer vor der Türe steht. Man kann sie auch so mit dem Smarthome-System verknüpfen, dass sich die Türe per Codeeingabe an der Außenstation entriegelt.

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iemand möchte von den schönsten Wochen des Jahres nach Hause kommen und ein Fiasko vorfinden. Dennoch: Seit Jahren steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche – 167000 Fälle gab es allein im Jahr 2015. Doch es gibt auch positive Zeichen: Über 40 Prozent der Einbruchsversuche scheitern. Diese Zahl steigt seit über fünf Jahren, weil die Menschen ihr Zuhause mit technischen Maßnahmen immer besser schützen. Die oberste Prämisse ist dabei, die Wohnung mit baulichen Maßnahmen wie Rollläden, Wohnungseingangstüren mit Mehrfachverriegelungen, Fenstergittern im Keller oder hebelsicheren Scharnieren zu schützen.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe Maßnahmen, die sich mit intelligenter Haustechnik umsetzen lassen. Das ist im Grunde logisch, denn schaut man sich die klassische Sicherheitstechnik etwa in kabelgebundenen Alarmanlagen an, dann fällt auf, dass viele SmarthomeSensoren im Prinzip Weiterentwicklungen solcher Systeme mit mehr alltäglichen Funktionen sind. Das liegt nahe: Hausautomation benötigt stets eine gewisse Überwachung der Gegebenheiten im Haus, um darauf ihre alltäglichen Automatisierungen aufzubauen. Erst die Vernetzung verschiedener Sensoren etwa führt zu einer smarten Anwendung. Da liegt die Erkenntnis

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nahe, die verschiedenen Komponenten des intelligenten Hauses auch für die Sicherheitstechnik einzusetzen.

Vernetzte Zugangssysteme

Fotos: Innogy (2)

Ein zentraler Taster am Ausgang kann das Smarthome-Szenario „Abwesenheit“ und damit alle Sicherheitsfunktionen im Smarthome aktivieren.

In vielen Nachrüstlösungen wie etwa Innogy Smarthome bietet das Konfigurationsmenü bereits vorgefertigte Szenarien an. Der Virtuelle Bewohner etwa schaltet Lichter in verschiedenen Räumen wechselweise an und ab. In manchen Systemen werden dann auch die Rollläden nur teilweise herabgelassen, damit das Haus von außen betrachtet bewohnt wirkt. www.innogy.com

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Schon an der Haustür beginnt die smarte Sicherheit mit einer vernetzten Wechselsprechanlage. Hier sind verschiedene Systeme verfügbar, sowohl als leicht zu installierende Aufputz-Nachrüstsets als auch als Einbaulösung in Außenwand, Briefkasten- oder Türanlage. Residium vom deutschen Hersteller Callom etwa funktioniert sowohl als eigenständige Edel-Videosprechanlage auf Basis zweier Android-Touchscreengeräte, das System lässt sich aber auch in eine KNX-Haussteuerung einbetten. Doch vernetzte Türanlagen gibt es auch zum Nachrüsten – etwa die WLAN-Türklingel Doorbird (siehe Seite 46). Das Prinzip beider Lösungen: Klingelt jemand, dann kann man den Besucher direkt empfangen oder aber das Gespräch übers Smartphone entgegennehmen – egal, wo man sich gerade befindet. Die integrierte Kamera zeigt dabei, wer draußen steht, Eine weitere Lösung für die Überwachung des Eingangsbereiches sind Bewegungssensoren, die das Außenlicht bei Annäherung einschalten oder Kameras aktivieren. Die funken ihre Bildsignale ebenfalls aufs Smartphone des Hausherrn oder direkt in einen Onlinespeicher. Es ist kein Fehler, solche Einrichtungen offensichtlich zu zeigen – allein das schreckt viele Gelegenheitseinbrecher ab. Auch im Bereich der Schließtechnik selbst hat sich viel getan. Elektronische Schließsysteme und Kartenleser kommen ursprünglich aus Gewerbeimmobilien, wo programmierbare Schlüsselkarten gegenüber der Schlüsselverwaltung einen großen Vorteil bringen. Für private Eigentümer sind diese Systeme inzwischen auch interessant. Ein Annäherungssensor in der Hosentasche kann etwa bereits das Garagentor öffnen, sobald man aufs Grundstück fährt. Den gleichen Sensor hält der Hausherr dann an das Türschloss, um die Alarmanlage auszuschalten und die Haustür zu öffnen.

Mehrere Funktionen kombiniert Doch Einbruchsprävention endet nicht an der Haustüre. Neben Zutrittssystemen und Wechselsprechanlagen bieten etwa Fenster- und Türsensoren die einfachste Variante eines zusätzlichen Schutzes. Dabei haben sie zwei Funktionen: Zum einen geben sie beim Verlassen des Hauses Auskunft darüber, ob noch ein Fenster


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Wer nur eine vernetzte Sicherheitslösung zum Nachrüsten im Innenraum sucht, der findet mit Geräten wie Canary eine interessante Lösung. Neben der eingebauten Kamera erkennt das System auch Geräusche und schlägt Alarm. So reagiert es im Zweifel schon, bevor ungebetene Gäste überhaupt in die Wohnung kommen. www.canary.is/de/

offensteht, sodass man dieses Sicherheitsrisiko nie wieder vergisst. Darüber hinaus werden sie in die Alarmfunktion eingebunden, werden bei Abwesenheit „scharf“ geschaltet und schlagen bei einem Einbruchsversuch durch Fenster oder Türen an. Wer seine Außen- oder auch Innenbeleuchtung per Bewegungsmelder steuert, der kann diese Sensoren auch als Alarmmelder nutzen, wenn er verreist ist. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten: Bei der ersten Bewegung auf der Terrasse sollte möglichst nicht sofort eine Sirene losgehen, sondern zunächst nur ein Licht kurz blinken. Andernfalls könnten Fehlalarme – etwa Nachbarjungs auf der Suche nach einem Fußball – leicht zu Vestimmungen in der Umgebung führen. Die Kombination aus Bewegung und Fensteröffnung indes dürfte dann als untrügliches Einbruchssignal gelten.

Täuschen und tarnen Eine weitere Funktion, die sich mithilfe der Heimsteuerng recht einfach umsetzen lässt, ist der „virtuelle Bewohner“, der von außen betrachtet die eigene Anwesenheit simuliert. Dabei lässt sich etwa die Beleuchtung in wechselnden Intervallen ein- und ausschalten, die Rollläden rauf- und runterfahren, die Sicherheitskamera am Hauseingang bewegen, die Stereoanlage einschalten oder der Rasensprenger betätigen. Welche dieser Aktionen sinnvoll sind, muss jeder nach Aufwand und Nutzen für sich selbst entscheiden, was auch eine Frage des technischen

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Aufwandes ist. Um einige Leuchten im Haus unregelmäßig ein- und auszuschalten, genügt etwa ein sehr einfaches Funk-Nachrüstsystem oder auch eine reine Lichtsteuerung wie sie etwa Philips Hue oder Osram Lightify bieten. Den gleichen Anspruch erfüllen funkbasierte Systeme à la Innogy Smarthome oder Devolo Home Control. In der Regel bieten die Apps solcher Systeme eine vorgefertigte Simulation, die sich im Abwesenheitsszenario automatisch einschaltet. Wer zur Miete wohnt, dem kommen Nachrüst-Smarthome-Systeme gerade recht, immerhin lassen sie sich einfach installieren und beim nächsten Umzug problemlos wieder mitnehmen. Auch Eingeräte-Sicherheitslösungen wie etwa Canary mit integrierter Überwachungskamera, Cloudspeicher, Raumthermometer und Luftqualitätsmesser kommen diesem Anspruch entgegen. Funk-Sicherheitspakete wie Gigaset Elements oder MyFox mit vielfältigen Funk-Sensoren an Fenstern, Türen und in den einzelnen Räumen sprechen diese Clientel ebenfalls mit recht umfassenden Überwachungssystemen an.

Sicher verkabelt per Bus Anders verhält es sich in umfassenden KNXSmarthomes. Der Industrie-Standard basiert auf einem Datenbus und funktioniert kabelgebunden, also fest installiert. Grundsätzlich bieten kabelgebundene Sicherheitssysteme einen deutlich höheren Schutzgrad als Funksysteme, da niemand die Datenübertragung messen und im

Eine automatische Außenbeleuchtung schreckt Einbrecher ab und hilft den Bewohnern, wenn sie nachts nach Hause kommen. Solche Maßnahmen fördert die staatliche Förderbank KfW mit Zuschüssen von bis zu 1500 Euro. www.das-intelligente-zuhause.de

Netzwerk-Überwachungskameras lassen sich in immer mehr SmarthomeSysteme integrieren und dabei etwa durch Bewegungsmelder aktivieren – wie hier in der eNet-App von Gira. www.gira.de


Zweifelsfall entschlüsseln kann – auch wenn die Funk-Hersteller gern von „übertragungssicher durch den Einsatz von Bankverschlüsselungstechnik“ sprechen. Heute weiß niemand, ob in 10 Jahren die Funksignale nicht doch ausgelesen werden können. Diese Fragen stellen sich in KNX-Bussystemen nicht, solange sie fachmännisch installiert und keine Busleitung von außen zugänglich ist. Ebenfalls praktisch: Hunderte Hersteller bieten KNX-Komponenten an, auch für Sicherheitsfunktionen. Die Bandbreite reicht von einfachen Raum- und Öffnungssensoren über Brandschutzmelder bis hin zur Alarmanlage mit KNX-Anbindung. Entscheidend ist, wie intelligent die Komponenten logisch miteinander gekoppelt werden. Dafür ist in aller Regel ein Profi zuständig: der Systemintegrator. Gut zu wissen ist, dass der Staat Investitionen in die häusliche Sicherheit finanziell fördert. Bis zu 1.500 Euro Investitionszuschuss kann man dafür laut Systemhersteller Hager bei der KfW beantragen – abhängig von der Gesamtinvestition und den erreichten Sicherheits-Maßnahmen. Doch unabhängig davon, wie man sein Heim schützt: Die größte Sicherheit entsteht durch Achtsamkeit und gesunden Menschenverstand. Dabei ist dann doch auch ein wachsamer Nachbar hilfreich – als Ergänzung des technischen Sicherheitskonzepts. Rund um den Urlaub erledigt der ja auch Aufgaben, die noch kein Smarthome beherrscht – vom Blumengießen bis zu den schönen Urlaubsgeschichten. tw ❚

Fotos: Canary (2), Jung (2), Gira

Zur aktiven Sicherheit gehört auch eine Außenbeleuchtung, die sich automatisch einschaltet, sobald der zugehörige Bewegungsmelder Personen erkennt. Die Automatik-Wächter von Jung etwa lassen sich dafür dank Funk-Datenübertragung frei auf dem Grundstück platzieren. www.jung.de

ELEGANT. INTELLIGENT. VIELSEITIG. Smart-Control 7: Die ganze Vielfalt des professionellen Smart Homes bedienen.

JUNG.DE


P RODUKTE

Doorbird

Klingelt, meldet und öffnet registrierten Nutzern die Türe: Doorbird bringt alle Aufgaben einer herkömmlichen Türsprechanlage auf die zugehörige App und damit überall dorthin, wo man eine Internetverbindung hat. Selbst verpasste Gäste und Klingelputzer vergisst die Anlage nicht: Ihre Kamera nimmt ein Bild auf, sobald der Klingelknopf gedrückt wird. www.doorbird.com

esco

Die per WLAN vernetzte Klingelanlage des Berliner Startups Doorbird gibt es sowohl als Nachrüstlösung (siehe links) als auch für den Einbau in typische Briefkastensysteme. Besonderheit: Doorbird ersetzt jede herkömmliche Klingel ganz einfach, indem man den bisherigen Klingeldraht an die DoorbirdStation anschließt – die 12-Volt-Stromversorgung befeuert auch die DoorbirdStation. Und sobald jemand auf den Klingelknopf drückt, dann schellt auch der bisherige Ding-Dong. Darüber hinaus verbindet sich die Türstation per WLAN oder Netzwerkkabel mit dem Doorbird-Server und darüber mit der zugehörigen App und meldet Besucher, sobald sie auf die Klingel drücken. Man kann das Gespräch dann jederzeit und überall annehmen und etwa dem Paketboten auch aus dem Urlaub mitteilen, wo er das Päckchen abstellen oder abgeben soll.

Kooperation Mehrere Hersteller von Haus- und Sicherheitstechnik haben die „Smart Friends“ gegründet und machen unter diesem Dach ihre vernetzten Geräte kompatibel – etwa der Rollladenmotor-Hersteller Schellenberg und der Sicherheitsspezialist Abus. Schellenberg hat seit einem Jahr ein Smarthome-System im Angebot, zu dem etwa auch ein per Funk gesicherter Alarm-Fenstergriff gehört. Abus verspricht Nachrüstern mit der neuen Smartvest eine Alarmanlage mit Smarthome-Funktionen an. Dazu kommt der Lichthersteller Paulmann als weiterer Smart Friend – die Kooperation verspricht spannende Schutz-Features. www.abus.com, www.schellenberg.de, www.paulmann.de

Eine neue Smarthome-Plattform kommt vom deutschen Metallbauunternehmen Esco. Qlever Smarthome basiert auf Komponenten zur Steuerung und Überwachung etwa von Fenstern, Rollläden wie auch automatischen Türen. Weitere Geräte wie etwa zur Steuerung der Heizung und der Beleuchtung lassen sich über die Funkzentrale, den QleverAdapter, in das System integrieren und über die zugehörige App steuern. Demnächst sollen auch automatische Lüftungen integriert werden. Entwickelt wurde das System von Esco in Kooperation mit Mediola. www.esco-online.de

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ring.com Ganz ohne eine Verbindung ans Stromnetz oder den Klingeldraht kommt die kompakte Türklingel ring.com aus den USA aus. Sie verbindet sich per WLAN ins Heimnetzwerk und hat einen eingebauten Akku, der sie mehrere Wochen in Betrieb hält. Die smarte Klingel alarmiert automatisch die zugehörige App oder auch eine optionale Netzwerk-Klingel. Ring. com dient auch als Überwahungskamera – ihr Bewegungssensor kann bei Aktivitäten in der Umgebung einen automatischen Alarm auf die zugehörige App schicken, auf Wunsch speichert ein zugehöriger Onlinespeicher dann auch das Live-Bild der eingebauten Kamera.

Datensicherheit Das deutsche Testlabor AV-TEST hat Devolo Home Control unter die Lupe genommen und erklärt auch im Jahr 2016: Home Control erhält die Bestnote „Sehr guter Schutz“. Die Gründe: Das System nutzt eine sichere Datenverschlüsselung, speichert alle externen Daten auf Servern in Deutschland, „spricht“ nur mit Komponenten, die in einem Pairingprozess angelernt wurden und funktioniert auch offline. www.devolo.com Auch Innogy Smarthome wurde bereits zum zweiten Mal mit einem Sicherheitszertifikat geadelt. Die Prüfkommission des VDE hat nun nach dem System selbst auch die Datenverbindung aus der Zentrale zum Innogy-Server mit dem Zertfikat „Datensicherheit geprüft“ ausgestattet. So werden in dem System alle Daten in jeder Richtung lückenlos verschlüsselt und sind dabei stets vor Fremdzugriffen bestmöglich geschützt, so Innogy. www.innogy.com Wer sich bei seinem Internet-Datenverkehr gegen Lauschangriffe und Datenklau schützen möchte, der sollte Keezel einmal näher anschauen. Das ovale Kästchen verschlüsselt den gesamten Datenverkehr und schickt ihn durch einen VPN-Tunnel ins Netz – neben dem Gerät kostet dieser Service monatliche Gebühren. www.keezel.co

Berker – serienmäßig einzigartig

Design zum Anfassen

16DE0327

Schalter von Berker sind das Beste, was einem Zuhause passieren kann. Mit intelligenten Einsätzen übernehmen sie alle wesentlichen Steuerungsfunktionen einer Immobilie. Und erfüllen dank individueller Designvarianten eine weitere wichtige Funktion im Haus: Die des ausnehmend schönen Hinguckers. das-intelligente-zuhause.de/schalter

A member of Hager Group


S MARTHOME DEUTSCHLAND AWARD

Jede Menge Innovationsgeist: Die Gewinner des Smarthome Deutschland Awards 2016 bei der feierlichen Preisverleihung im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin.

Smarte Gewinner Einmal im Jahr kührt die Smarthome Initiative Deutschland die besten Produkte, Projekte und Startups der Branche sowie die vielversprechendsten studentischen Leistungen im Bereich der intelligenten Haustechnik.

D

ie Welt der vernetzten Haustechnik bringt Jahr für Jahr überaus spannende Innovationen hervor, die das Leben unzähliger Menschen komfortabler, einfacher und ressourcenschonender machen können. Um die Stars dieser Entwicklung herauszufiltern, lobt die Smarthome-Initiative Deutschland jedes Jahr im Frühjahr vier Preise aus, zu denen sich Hersteller, Startups, Systemintegratoren wie auch Studenten aus entsprechende Studiengängen bewerben können. Eine hochkarätig besetzte Fachjury entscheidet dann in mehreren Bewertungsdurchgängen über die eingereichten Bewerbungen. Zu ihr zählte die Vorsitzende Prof. Birgit Wilkes, Leiterin des Instituts für Gebäudetelematik, Technische Hochschule Wildau sowie Heinz Lux, CEO und Sprecher der KNX Association, Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer von Innogy Smarthome, Oliver Gerum, Leiter Category Management für Gebäudeautomation

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bei der Hagemeyer GmbH, Prof. Dr. Michael Krödel, Geschäftsführer des IGT Institut für Gebäudetechnologie GmbH und Leiter Institut für Gebäudeautomation und -technik, Hochschule Rosenheim, Dipl.-Ing. Rainer Holtz, Bereichsleiter Entwicklung und Technologietransfer am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik, Maria Kuminek, Chefredakteurin Bussysteme, Oliver Blumberg, Chefredakteur markt intern Elektro-Installation und nicht zuletzt Astrid Barsuhn, die Chefredakteurin von „Das intelligente Haus“ und den Neubau-Titeln des Fachschriften-Verlages.

Schwierige Entscheidungen Die Bewertung der eingereichten Beiträge gestaltete sich wieder langwierig und alles andere als einfach, gilt es doch beim Smarthome-Award, Produkte und Projekte zu prämieren, die einerseits innovativ und wegweisend für die weitere


Bestes Produkt: Mit dem Programm „Water goes Wireless“ hat der Hersteller Syr im Bereich des Wassermanagement einen Meilenstein gelegt. Dahinter verbirgt sich eine Technik für Armaturen mit intelligenter Steuerungselektronik, die über das Internet kommunizieren und die Bereiche TrinkwasserManagement, Leckageschutz, Wasserbehandlung und Hygiene managen. www.syr.de

Bestes Projekt: Das Firmengebäude von Elsner Elektronik zeigt Gebäudetechnik auf einem hohen Energiespar- und Sicherheitslevel, die gleichzeitig Nutzern weitreichende Mitbestimmungsmöglichkeiten gibt. Die KNX-Steuerung regelt Temperatur, Lüftung und Beschattung, erlaubt den Mitarbeitern aber auch umfassende Eingiffe – Medientechnik, Sicherheits- und Überwachungsfunktionen eingebunden. Touch-Displays in den Büros erlauben den Mitarbeitern, das Raumklima selbst anzupassen. www.elsner-elektronik.de

mehr SIeger Beste Produkte

Den zweiten Platz unter den besten Smarthome-Produkten belegte Loxone mit seinem Konzept des Heim-Autopiloten ohne notwendiger Cloud-Anbindung. Dritter wurde das einfach installierbare und sichere SmarthomeSystem Busch-free@Home von Busch-Jäger.

Beste Projekte

Bestes Startup: CorDev GmbH, Zertifikat „Protected Privacy“. 60 Prozent der Smarthome-Nutzer sorgen sich um den Schutz ihrer Privatsphäre. Vor diesem Hintergrund hat die CorDev GmbH das Zertifikat entwickelt. Damit können sich die Hersteller, deren Geschäftsmodell nicht das Datensammeln ist, am Markt positionieren und ihren Kunden die Privatsphäre garantieren. www.cordev.de

technische Entwicklung und neue Anwendungen in der Gebäudetechnik sind. Neben dem Innovationsgrad werden allerdings auch Kriterien wie Energieeffizienz, Sicherheit, Komfort und Kompatibilität sowie besonders die Relevanz und Tauglichkeit der eingereichten Projekte und Produkte für den Markt bewertet. Die Sieger stehen bei den Bildern und im Kasten rechts.

Auf zum nächsten Award! Nach der feierlichen Peisverleihung im Frühsommer 2016 unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums ist übrigens vor der nächsten Auslobung: Für die Smarthome Deutschland Awards 2017 können sich Hersteller, Smarthome-Experten und Studenten wieder ab Anfang Januar bewerben. Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren und den Fristen finden Interessenten unter www.smarthomedeutschland.de/award.rot ❚

Den zweiten Platz unter den realisierten Projekten belegte Systemhaus Hummel mit ihrem neuen Firmengebäude und dessen intelligentem Energiemanagement. Dritter wurde der Ferienpark Winterberg, dessen Buchungssystem automatisch die Heizungen der Gästezimmer und -Suiten regelt.

Beste Startups

Beste studentische Leistung: Humanoide Roboter als Assistenzen im Smarthome und in der Pflege. Keine Science Fiction: Tilman Bock hat an der TH Wildau untersucht, wie ältere Menschen länger in der eigenen Wohnung bleiben können, wenn humanoide Roboter sie in einer Smarthome Umgebung unterstützen und so der Aufwand an Pflegekräften und anderen Helfern reduziert werden kann. Ziel ist es, Roboter-Hilfe und Pflegekräfte optimal zu verbinden. Das geschaffene System ist erweiterbar und soll so als Schnittstelle zu schon existierenden Systemen dienen. Das erstellte Konzept wurde praktisch umgesetzt. www.th-wildau.de

Zweiter: Die Zuhause Plattform GmbH ist spezialisiert auf urbane Gebäude mit vielen Einheiten. Deren Haustechnik verbindet sie auf einer gemeinsamen Plattform – von der Türsprechanlage bis zur Einzelraumsteuerung der Heizung. Der dritte Preis geht an die Betterspace GmbH, die eine intelligente Heizungssteuerung für Hotels entwickelt hat, mit der diese bis zu 31 Prozent Energie und damit CO2-Ausstoß einsparen können.

Beste studentische Leistung

Zweiter Platz: Das automatisierte Zimmer – auch beeinträchtigt besser leben von Christoph Sieland und André Lücking, Gymnasium Steinheim. Ziel des Schülerprojekts ist es, Menschen im Alltag mithilfe von SmarthomeTechnik in alltägliche Aufgaben wie die Temperatureinstellung oder die Einbruchsicherheit des Zimmers zu unterstützen. Dritter wurde ein virtueller Showroom für Smarthome Einsteiger und Interessierte von Annika Placke und Xiaoyu Wang, Universität Siegen. Im Rahmen ihrer Arbeit entstand der digitale Showroom www.wasist-smarthome.de, der das Thema Smarthome anhand eines Videos und mit vielen Informationen für Einsteiger erklärt.

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A NSCHRIFTEN

A

Abus Aug. Bremicker Söhne KG, Tel. 02335/634-0, www.abus.com Adlershof Projekt GmbH, Tel. 030/63923923, www.adlershof.de AVM Computersysteme Vertriebs GmbH, Tel. 030/39976-0, www.avm.de

B

Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896, Tel. 08336/900-0, www.baufritz.com Beegy GmbH, Tel. 0621/40188188, www.beegy.com Berker GmbH & Co. KG, Tel. 02355/905-0, www.berker.de Robert Bosch Hausgeräte GmbH, Tel. 089/4590-00, www.bosch-home.de Bose GmbH, Tel. 06172/7104-0 oder 0800/2673444, www.bose.de Büdenbender Hausbau GmbH, Tel. 02737/9854-0 oder 0800/9854000, www.buedenbenderhausbau.de Busch-Jaeger Elektro GmbH, Tel. 02351/956-1600, www.busch-jaeger.de Busche Elektrotechnik GmbH, Tel. 02375/93906-0, www.buscheelektrotechnik.de

C

Callom (Residium) GmbH, Tel. 0731/140015-0, www.callom.com Canary Connect, Inc., Tel. 0800/1814080, www.canary.is/de/ Connecting-Home GbR, Tel. 0214/73488767, www.connecting-home.de Conrad Electronic SE, Tel. 09622/30-0, www.conrad.de CorDev GmbH, Tel. 06196/528425, www.cordev.de

D

D-Link GmbH, Tel. 06196/7799-0, www.dlink.com

H

DENON Deutschland Division of D&M Germany GmbH, Tel. 02157/1208-0, www.denon.de

Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co.KG, Tel. 06842/945-0, www.hager.de Hasenclever Smart Home GmbH & Co.KG, Tel. 02261/913748-0, www.smarthome-clever.de

Devolo AG, Tel. 0241/18279-0, www.devolo.de Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB e.V., Tel. 0711/722322-0, www.dgnb.

Heinz von Heiden GmbH, Tel. 0511/7284-0, www.heinzvonheiden.de

dedigitalSTROM AG, Tel. 0041/44/44599-66 Hotline DE 09516050251, www.digitalstrom.com DoorBird: Bird Home Automation GmbH, Tel. 030/31265-99, www.doorbird.com Dynaudio International GmbH Bluesound Vertrieb – NAD Vertrieb, Tel. 04108/4180-0, www.dynaudio.de; www.bluesound.com/ de; www.nad.deElsner Elektronik GmbH, Tel. 07033/30945-0, www.elsner-elektronik.de

E

EnBW Energie BadenWürttemberg AG, Tel. 0721/63-00, www.enbw.com; www.enbw-solarplus.de EnOcean GmbH, Tel. 089/6734689-0, www.enocean.com eQ-3 AG – HomeMatic, Tel. 0491/6008600, www.eq-3.de; www.homematic.com esco Metallbausysteme GmbH, Tel. 07156/3008-0, www.esco-online.de ets Elektrotechnik Stöffel, Tel. 0711/50875561, www.elektrotechnikstoeffel.de

F G

Fingerhaus GmbH, Tel. 06451/504-0, www.fingerhaus.de Gira Giersiepen GmbH & Co. KG, Tel. 02195/602-0, www.gira.de GP Acoustics GmbH KEF – Arcam, Tel. 0201/17039-0, www.gpa-eu.com; www.kef.com

50 Das intelligente Haus

HLC24.de – Home and Life Care, Tel. 0211/7458009, www.hlc24.de Honeywell GmbH, Tel. 06261/81-250, www.honeywellhaustechnik.de; www.evohome.de Hülsta-Werke, Tel. 02563/86-0, www.huelsta.de Hummel Systemhaus GmbH & Co. KG, Tel. 07025/91271-0, www.hummelsystemhaus.de

I

iHaus AG, Tel. 089/9959059-0, www.ihaus.de innogy SE – RWE-Group, Tel. 0201/1202, www.innogy.com Invego, Tel. 07975/9106098, www.invego.de

J K

Jung, Albrecht GmbH & Co. KG, Tel. 02355/8060, www.jung.de Kampa GmbH, Tel. 07367/92092-0, www.kampa.de Keezel, Tel. 0031/85/0091279, www.keezel.co Keitel Haus GmbH, Tel. 07958/9805-0, www.fertighaus-keitel.de KfW Bankengruppe, 60325 Frankfurt, Tel. 0800/5399002, www.kfw.de

L

Lichtblick SE, Tel. 040/6360-0, www.lichtblick.de Lindy Elektronik GmbH, Tel. 0621/47005-0, www.lindy.de

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Logitech Europe S.A., Tel. 0041/21/8635511, www.logitech.com Loxone Electronics GmbH, Tel. 08592/6148899 (DE), www.loxone.com Luxhaus., Tel. 09172/692-0, www.luxhaus.de

M N

my Gekko – Ekon GmbH, Tel. 0039/474/551820, www.my-gekko.com Naim – Music Line Vertriebs GmbH, Tel. 04105/77050, www.naimaudio.com Netgear Deutschland GmbH, Tel. 089/452429000, www.netgear.de Neusta next GmbH & Co. KG – Coqon, Tel. 0421/46046091, www.coqon.de Nodon, www.nodon.fr, in D: www.enocean.com

O

Okal Haus GmbH, Tel. 06761/90304-0 oder 0800/65254287, www.okal.de Osram GmbH, Tel. 089/6213-0, www.osram.de

P

Panasonic Deutschland GmbH, Tel. 040/8549-0, www.panasonic.de Paulmann Licht GmbH, Tel. 05041/998-0, www.paulmann.de Philips GmbH – Philips Lighting, Tel. 040/2899-0, www.philips.de; www.lighting.philips.de

R

Rademacher GeräteElektronik GmbH, Tel. 02872/933-0, www.rademacher.de; www.homepilot.de Revox GmbH, Tel. 07721/8704-0, www.revox.de RHP Rollladenhandel Porz GmbH, Tel. 02203/93578-0, www.rhp-online.de RWE Effizienz GmbH, Tel. 0231/43808, www.rwe.de; www.rwe-smarthome.de; www.rwe-effizienz.com

S

Alfred Schellenberg GmbH, Tel. 0271/89056-0, www.schellenberg.de

TAL-Wohnbau GmbH Bereich Talbau-Haus, Tel. 07191/361-0, www.talbau.de

Schornsteiner Elektrotechnik, Tel. 0043/7487/21287, www.etsj.at

Techem GmbH, Tel. 06196/5220, www.techem.de

Senec.ies – Deutsche Energieversorgung GmbH, Tel. 0341/870570, www.senec.ies.com SMA Solar Technology AG, Tel. 0561/9522-0, www.sma.de Smappee n.v., Tel. 0032/56/380211, www.smappee.com Smart Cost, Tel. 0177/4509239, www.smart-cost.de Smart Things Solutions GmbH, Tel. 08153/88119-0, www.smart-things.com SmartHome Initiative Deutschland e.V., Tel. 030/60986243, www.smarthomedeutschland.de Somfy GmbH, Tel. 07472/930-0, www.somfy.de; www.somfy-smarthome.de Sonnen GmbH, Tel. 08304/92933-400 oder Info 0800/9293340, www.sonnenbatterie.de Sonos Europe B.V., Tel. 089/207042-670, www.sonos.com Spatronic GmbH, Tel. 06182/96194-0, www.spatronic.de Stommel Haus GmbH, Tel. 02247/9172-30, www.stommel-haus.de Holzbau Strigl GmbH und ecoconcept Planungs GmbH für Bautechnik, Tel. 0043/7486/200 00, www.holzbau-lunz.at; www.ecoconcept.at SYR – Hans Sasserath GmbH & Co. KG, Tel. 02161/61050, www.syr.de

T

Tado GmbH, Tel. 089/41615664-0, www.tado.com

Technische Hochschule Wildau, Tel. 03375/508-300, www.th-wildau.de Telekom Deutschland GmbH, Tel. 0228/181-0, www.telekom.com; www.smarthome.de Teufel Lautsprecher GmbH – Raumfeld, Tel. 030/3009300, www.raumfeld.com; www.teufel.de ThinKNX, Tel. 0039/2/89155750, www.thinknx.de

U V

Udoq GmbH, Tel. 089/46200446, www.udoq.de Vaillant GmbH, Tel. 02191/18-0, www.vaillant. deViebrockhaus AG, Tel. 04164/8991-0 oder 0800/8991000, www.viebrockhaus.de

W

waipu.tv – Exaring AG, Tel. 089/215462470, www.waipu.tv Weberhaus GmbH & Co. KG, Tel. 07853/83-0, www.weberhaus.de Fertighaus Weiss GmbH, Tel. 07977/9777-0, www.fertighaus-weiss.de Western Digital GmbH, Tel. 089/9220060, www.wdc.com Wibutler – IExergy GmbH, Tel. 02534/97333-280, www.wibutler.com

Y Z

Yamaha Music Europe GmbH, Tel. 04101/303-0, www.de.yamaha.com Zipato – Tri plus grupa d.o.o., Tel. 00385/1/4004404, www.zipato.com


P ROMOTION In den Heinz von Heiden-Musterhäusern Halstenbek und Glinde können Interessierte ab sofort die Idee vom vernetzten Zuhause erleben. Möglich ist dies aufgrund einer Partnerschaft mit den beiden Media-Märkten Halstenbek und Oststeinbek.

Smarthome testen D

ie Smarthome-Technologie ist in aller Munde, doch was sich im Einzelnen dahinter verbirgt, ist vielen Bauherren und Eigenheimbesitzern noch nicht ganz klar. Um hier umfassend zu informieren, haben die Geschäftsführer der Media-Märkte Halstenbek und Oststeinbek nach Möglichkeiten gesucht, die Technik bestmöglich zu präsentieren. Mit seinen Musterhäusern in Glinde und Halstenbek war Heinz von Heiden für sie der ideale Partner. Und so ist die Technik ab sofort in diesen Häusern erlebbar. Darüber hinaus finden Kunden in den genannten Media-Märkten auch Exponate des Massivhausbauers: Dargestellt wird ein Teil eines Hauses, an dessen Beispiel Interessierte Smarthome-Komponenten kennenlernen können. Kunden, welche die Technik einbauen oder nachrüsten möchten, können sich so in einem der beiden Musterhäuser ein detailliertes Bild von den Einsatzmöglichkeiten machen. Selbstverständlich sind die Produkte im Media-Markt Halstenbek und im Media-Markt Oststeinbek auch erhältlich. „Aus unserer Sicht macht es Sinn, die Technik da zu präsentieren, wo sie später installiert wird – am und im Haus“, erklärt Markus Irling, Geschäftsführer der Heinz von Heiden GmbH Vertrieb. Die Idee vom intelligenten Haus sei derzeit noch erklärungsbedürftig, lasse sich aber für beide Partner anhand der Exponate oder der Musterhäuser praxisnah vermitteln.

Beratungskompetenz soll kontinuierlich verbessert werden

Die Heinz von HeidenMusterhäuser in Glinde und Halstenbek machen modernste Smarthome-Technologie begreifbar. Verschiedene Exponate in den Media-Märkten Oststeinbek und Halstenbek veranschaulichen verschiedene smarte Komponenten.

Um auch ihren Mitarbeitern einen Mehrwert zu bieten, veranstalten die beiden Media-Märkte Schulungen in den genannten Musterhäusern. „Es ist uns besonders wichtig, unsere Beratungskompetenz kontinuierlich zu verbessern. Gerade beim Thema Smarthome bietet es sich natürlich an, unsere Mitarbeiter an dem Ort zu schulen, wo diese Technik später auch zum Einsatz kommt: direkt zu Hause bei den Menschen. Mit Heinz von Heiden haben wir nun in Hamburg einen idealen Partner gefunden, der dies ermöglicht“, sagt Torsten Lübbers, Geschäftsführer des Media-Markts in Oststeinbek. ❚

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Smarte Skulptur

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Alle Funktionen im Haus können über den zentralen Touchscreen in der Diele gesteuert werden. Befehle an die smarten Technik-Komponenten lassen sich aber auch via Tablet, Fernseher oder Smartphone verschicken ...

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ank intelligenter Hausautomation „Weber-Logic“, die mit der Software „my-Home-Control“ auf die funkgesteuerte „EnOcean“-Technologie setzt, kann man in dem Musterhaus am Firmensitz von Weberhaus in Rheinau-Linx die Raffstores nach Wetterdaten betätigen, die Raumtemperatur per Einzelraumsteuerung regulieren und alle Lichtszenarien regeln. Das Beleuchtungskonzept basiert dabei auf „normalen Lampen“ und LED-Deckenleuchten zur Akzentuierung. Ein zentraler Touchscreen findet sich in der Diele im Erdgeschoss. Die Haustechnik kann natürlich auch über Tablet, Fernseher und Smartphone gesteuert werden. Beheizt wird das Haus über eine Fußbodenheizung – auf dem Ausstellungsgelände von Fernwärme gespeist. Eine kontrollierte Be- und Entlüftung sorgt für ein angenehmes Raumklima und stets frische Luft im Haus. Das Haus im „Erlenpark” steht als Skulptur mit solitärem Charakter für sich. Sicher ist es in vielen Baugebieten so nicht genehmigungsfähig, aber als Ausstellungs-Objekt dient es jedoch als interessante Inspirationsquelle. Das Raumgefühl im Gebäude wird bestimmt durch gezielt gesetzte Geschosserhöhungen. Kontraste von Hell und Dunkel spiegeln auch hier das Äußere des


Baukörpers wider. Die Diele empfängt den Besucher mit einer praktischen Garderobe und einer Faltwerk-Treppe mit Glasgeländer, die sich um eine Wandscheibe mit hinterleuchteten Wandnischen nach oben schwingt. Ein ähnliches Motiv findet sich im Lesezimmer, das mit einer aufgedoppelten Wand mit Wandnischen überrascht. Ein besonderes Detail sind auch die raumhohen Schiebetüren mit einem deckengleichen Profil zur Abgrenzung und Zonierung des offenen Grundrisses. Die große Küche mit frei stehender Kochinsel wird in Szene gesetzt durch ein abgehängtes Deckenpaneel mit akzentuierter Beleuchtung mittels umlaufender LED-Lichtbänder und einer dunklen Wand, die komplett mit Tafellack belegt ist und somit direkt beschreibbar ist. Der Grundriss ist so angelegt, dass sich das Haus mit wenigen baulichen Änderungen an jede Lebenssituation anpassen lässt. So wäre eine Aufteilung in zwei Wohneinheiten denkbar, der Abstellraum neben der Garderobe könnte auch als Aufzugsschacht genutzt werden. og ❚ Auch im intelligent vernetzten Haus fehlt es nicht an Gemütlichkeit – ein großzügiger Essplatz mit Kaminofen als Raumteiler beweisen das!

Der Wohnbereich und die Küche liegen in diesem Haus diametral gegenüber, können so also gut unabhängig genutzt werden, zumal beide Funktionszonen mittels Schiebetüre voneinander abtrennbar sind. Das Wohnen ist Richtung Süden, also zu Terrasse und Garten hin ausgerichtet, die Küche ist offen verbunden mit dem Eingang und der Treppe auf der Nordseite.

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Weberhaus Am Erlenpark 1 77866 Rheinau-Linx Tel. 07853/83-0 www.weberhaus.de

STEUERBARE KOMPONENTEN: Temperaturregelung per Einzelraumsteuerung, Lichtszenarien, Raffstores nach Wetterdaten.

ENTWURF: Musterhaus im Erlenpark WOHNFLÄCHE: 195 m2 TECHNIK: Fernwärmeheizung, Fußbodenheizung, kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, „EnOcean”Funkbus-System mit Haussteuerung „Weber-Logic”; Effizienzhaus 55

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BESONDERHEITEN: 10 Grad Pultdach, Dacheindeckung mit Titanzink, 2,27 Meter Kniestock. Skulpturale Architektur von Weberhaus-Architekt Hamid von Berg-Hadjoudj, die bewusst auf derzeit angesagte Bauhaus-Bezüge verzichtet.

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nur sicher ist sicher Zur Steuer-Technik für die smarten Funktionen im Haus gehört die FunkZeitschaltuhr (links), der Handsender (Mitte) und das Tablet (rechts), über das zum Beispiel die Markise und alle Sicherheits-Features ganz leicht zu bedienen sind.

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ie Bau­herren von Büdenbender haben ihr Haus „Montano“ mit einer ausgefeilten ­Sicherheitstechnik ausgestattet, die in die intelligente Steuerung eingebunden ist. Dazu gehören Fenstergriffe mit batteriebetriebener Funktechnologie und elektrische Rollläden. In Verbindung mit einer Alarmanlage besteht außerdem die Möglichkeit, eine Push-Nachricht ans Handy zu senden, falls es einen sicherheitsrelevanten Vorfall gibt. Smart bedient wird auch die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die via Fußbodenheizung für angenehme Temperaturen im Haus sorgt, sowie die Beleuchtung. Die Handhabung der smarten Features im Haus ist dank App ganz einfach mit Smartphone, Tablet oder Computer.

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Büdenbender Hausbau Vorm Eichhölzchen 10 57250 Netphen-Hainchen Tel. 02737/9854-0 www.buedenbender-hausbau.de

Haus am Hang mit getrennten Bereichen für Eltern und Kinder Die Aufgabe für den Architekten von „Montano” lautete, ein repräsentatives Haus am Hang zu entwerfen, welches den Bewohnern reichlich Potenzial bietet, sich im Freien aufzuhalten und den Blick über die umgebende Bebauung und Landschaft schweifen zu lassen. Weiterhin sollten Eltern und Kinder über deutlich getrennte Bereiche verfügen. Deshalb wurden die beiden Kinderzimmer mit zugehörigem Kinderbad im Erdgeschoss angesiedelt, das ansonsten komplett dem offenen Wohnen vorbehalten ist. Im Obergeschoss residieren die Eltern mit Schlafzimmer, Ankleide und Wellness-Bad – alles offen angelegt mit Studiocharakter. Im Keller gibt es ein zusätzliches Gästezimmer, ein Büro, ein Duschbad sowie Lager- und Hauswirtschaftsraum. Die Doppelgarage ergänzt den großzügigen Entwurf. og ❚

ENTWURF: „Montano” WOHNFLÄCHE: 300 m2 TECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, 300 Liter Pufferspeicher STEUERBARE KOMPONENTEN: Fenstergriffe mit batteriebetriebener Funktechnologie, elektrische Rollläden, Heizung, Beleuchtung BESONDERHEITEN: Hanghaus mit viel Freiflächen, Flach-, Pultdach und Doppelgarage. Die Außenwand und das Dach sind mit Mineralwolle gedämmt, die Fenster dreifach verglast.

Der offene Wohnraum allein vermittelt schon ein Gefühl von Weite, das sich – ergänzt um den Blick durch die Fenster über die Landschaft hinweg – ins Grenzenlose steigert.

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hohes Energie-plus

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Die neue Premium-Haussteuerung „TaHoma” von Somfy verbindet Komfort und Sicherheit. Sicht- und Blendschutz, Beleuchtung und Haustür sind via „io”-Funktechnik ansteuerbar, Rundumschutz bietet die Gefahrenwarnanlage „Protexial io”.

rundlage dafür, dass ein Plus-EnergieKonzept wie bei diesem Effizienzhaus 40 Plus von Fingerhaus am Ende wirklich aufgeht, ist ein in sich stimmiges Gesamtpaket, das Konstruktion, Haustechnik und Steuerung berücksichtigt. Dabei geht es darum, den Eigenverbrauch zu optimieren und möglichst wenig Strom aus dem Netz zu beziehen. Deshalb wird das Musterhaus Werder mit einer elektrischen Wärmepumpe beheizt, die über eine intelligente Steuerung möglichst viel selbst erzeugten Strom von der Photovoltaik-Anlage nutzt, der in einer Hausbatterie gespeichert wird und so auch nutzbar ist, wenn die Sonne nicht scheint. Als Herzstück zur Steuerung der Anlage und des Speichers dient ein „Sunny Home Manager“ der Firma SMA, die auch die Wechselrichter, den Zähler („Energy Meter“) sowie das Bediengerät („Sunny Remote Control“) liefern. Da die Wärmepumpe so ausgelegt ist, dass an heißen

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Tagen über die Fußbodenheizung auch moderat gekühlt werden kann, gibt es auch im Sommer Strombedarf – besonders dann, wenn die Sonne viel scheint. Noch mehr Komfort schaffen die elektrisch betriebenen Rollläden, die per Smarthome-Steuerung programmierbar sind und so bei steigenden Temperaturen automatisch für eine Verschattung sorgen und natürlich auch Sichtschutz und Sicherheit im Haus erhöhen. Alarmanlage und Öffnungssensoren für Türen und Fenster runden das Sicherheitspaket ab. Auch die Beleuchtung lässt sich programmieren und steuern, was nicht nur eine sicherheitsrelevante „Anwesenheits-Simulation“ ermöglicht, sondern auch abrufbare Lichtstimmungen. Mit einem Knopfdruck lässt sich so die entspannende Feierabend-Beleuchtung an- oder eben auch abstellen. og ❚

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Fingerhaus Auestraße 45 35066 Frankenberg/Eder Tel. 06451/504-0 www.fingerhaus.de ENTWURF: Medley 3.0 300 B (Musterhaus Werder) WOHNFLÄCHE: 151,5 m2

Die Treppe führt in einer Wandnische nach oben, wo Eltern- und Kinderbereich durch einen mittigen Flur klar voneinander abgetrennt sind.

HEIZTECHNIK: Luft-WasserWärmepumpe mit Fußbodenheizung für Heiz- und Kühlfunktion, Anlage zur kontrollierten Be- und Entflüftung, PhotovoltaikAnlage, Wechselrichter, Lithium-Ionen-BatterieSpeicher STEUERBARE KOMPONENTEN: Somfy Smarthome mit elektrischen Funkrollläden und Raffstores und Haussteuerung „TaHoma Connect”

Zum Wohnkomfort zählen der großzügige offene Allraum mit den Funktionszonen Kochen, Essen und Wohnen im Erdgeschoss sowie das Wellnessbad im Obergeschoss. Die Haustechnik ist im Hauswirtschaftsraum untergebracht: Wärmepumpe, Wechselrichter und Batteriespeicher. Dennoch bleibt noch Platz für Stauraum.

BESONDERHEITEN: Effizienzhaus 40 Plus mit Mineralwolldämmung und dreifach verglasten Fenstern

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Eine moderne, aber wohnliche Atmosphäre empfängt den Besucher im Erdgeschoss. Der Verzicht auf trennende Wände lässt den Wohn- und Essbereich mit offener Küche besonders großzügig wirken. Die Fenster orientieren sich zur privaten Gartenseite des Hauses, wo durch darüberliegende Balkone geschützte Terrassenbereiche entstanden.

alles im blick

A

ls Effizienzhaus 40 Plus entspricht das Musterhaus Poing von Okal dem heute höchstmöglichen Förderstandard der KfWBank. Der Grund: Auf lange Sicht garantiert der sehr hohe Dämmstandard des Hauses in Kombination mit einer ausgeklügelten Haustechnik extrem niedrige laufende Energiekosten. Die Photovoltaikanlage deckt dabei den Energiebedarf fast komplett, weil der produzierte Strom vom hauseigenen Kraftwerk direkt gespeichert und

genau dann zur Verfügung gestellt wird, wenn Bedarf ist. An sonnenreichen Tagen kann sich das Haus so zu 100 Prozent selbst versorgen – im Jahresdurchschnitt sind es etwa 70 Prozent. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe heizt Wasser mit etwa 75 Prozent kostenloser Energie. Die Gebäudesteuerung „my Gekko”, die bei Okal Standard ist, kontrolliert den Energieverbrauch und steuert unter anderem Heizungsanlage, Beleuchtung und Videoüberwachung. So

Die Hausautomation „my Gekko” ist zuständig für Energie-Monitoring, Heizung, EinzelraumTemperaturregelung, Photovoltaik-Anlage, Licht, Außen-Videoüberwachung, Alarmfunktionen, Rollläden, Anwesenheitssimulationen sowie Türsprech- und Klingelanlage (links). Alles bequem steuerbar über das zentrale Touchpad (rechts).

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hat man Haustechnik und Außenanlagen auf dem zentralen Touchpad immer im Blick. Das Musterhaus verfügt auch über eine Tankstelle für Elektroautos, eine sogenannte „Wallbox”, die ebenfalls die Energie der PV-Anlage nutzt.

Ins Auge fallen direkt der geschossübergreifende Erker und die Wandscheibe beim Eingang (beide mit Zinkplatten verkleidet), der Balkon und die rote Wand im hinteren Bereich.

DGNB-Zertifikat in Gold Eine repräsentative Eingangssituation bildet der Balkon zusammen mit einer mit Zink verkleideten Wandscheibe. Mit rund 170 Quadtratmetern Wohnfläche ist der Grundriss des Hauses auf die Bedürfnisse einer vierköpfigen Familie ausgerichtet. In klassischer Aufteilung befinden sich im Erdgeschoss die Gemeinschaftsbereiche, im Obergeschoss die privaten Räumlichkeiten. Überall sind die Räume 2,80 Meter und auch die Türen entsprechend hoch. Die inneren Werte des Hauses gehen weit über das zunächst Offensichtliche hinaus. Das Musterhaus ist – wie alle Okal-Häuser – von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Zertifikat in Gold für höchste Nachhaltigkeitsansprüche ausgezeichnet. og ❚

Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Okal Haus GmbH Argenthaler Straße 7 55469 Simmern Tel. 06761/90304-0 www.okal.de

nung, PV-Anlage mit Batteriespeicher, Elektro-Tankstelle („Wallbox”), „my Gekko”-Hausautomation STEUERBARE KOMPONENTEN: Heizungsanlage, Beleuchtung, PhotovoltaikAnlage, Außenkameras, Türsprech-/ Klingelanlage

ENTWURF: Musterhaus Poing WOHNFLÄCHE: 171 m2 TECHNIK: Kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpe mit integrierter kontrollierter Be- und Entlüftung, Fußbodenheizung, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewin-

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BESONDERHEITEN: Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), 2,80 Meter Raumhöhe, Effizienzhaus 40 Plus

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P LANUNG

Die Systeme und ihre Planungs-Experten Elektriker / Sanitärbetriebe Neusta Next – COQON iExergy – Wibutler Pro

Seite 62 Seite 63

Rollladen- und Markisenfachbetriebe Rademacher – Homepilot 2 Seite 64 Somfy – Tahoma Connect IO Seite 65 Smarthome-Integratoren Fibaro – Home Center 2 Zipato – Zipatile Schwaiger – Home4You eQ-3 – Homematic

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Smart Home für Alle! In die technische Ausrüstung und die Automatisierung des Hauses mit Technik vom Profi lässt sich nahezu beliebig viel Geld stecken. Es geht aber auch günstiger. Experten aus unterschiedlichen Branchen zeigen hier anhand ihrer Lieblingssysteme, wie sich ein ganzes Haus schon ab rund 3000 Euro zum Smarthome adeln lässt.

D Fotos: Somfy (2)

ie rasch wachsende Zahl an SmarthomeSystemen macht es für Interessenten schwierig, ihre bevorzugte Lösung zu finden. Einerseits gibt es busgestützte Systeme, die von einem Systemplaner geplant und programmiert werden. Sie kommen vor allem in Neubauten oder kompletten Modernisierungen infrage. Am anderen Ende der Skala stehen Funk-Systeme, die der Nutzer selbst kauft, installiert und in Betrieb nimmt – Plug & Play-Lösungen also. Sie kosten nur einen Bruchteil einer Businstallation, sind aber funktional begrenzt, so lange man nicht in die Elektrik des Hauses eingreift. Immerhin bieten etwa „Magenta Smarthome“, „Innogy Smarthome“ oder „Devolo Home Control“ einen einfachen Erstkontakt in die Technik. Zwischen diesen Extremen gibt es eine ganze Reihe Lösungen, die das Haus komplett intelligent machen, ohne dass einerseits die gesamte Elektrik getauscht werden muss und andererseits mittlere fünfstellige Beträge fällig werden. Solche Smarthome-Systeme werden von Profis installiert, der Kunde muss aber nicht bei jeder Anpassung einer Automatisierungsregel den Programmierer engagieren. In der Regel sind

das Funksysteme, die sich weitgehend unsichtbar in die vorhandene Elektroinstallation integrieren lassen. Die Planung und Ausführung übernehmen unterschiedliche Experten – je nach System, Hersteller und dessen Branchenschwerpunkt. Auf den folgenden Seiten stellen einige dieser Smarthome-Experten ihre bevorzugten Systeme vor. Sie erklären dabei auch, wie sie bei der Planung üblicherweise vorgehen und dem Kunden eine faire Kalkulation bieten. Für Interessenten ist es sicher gut, sich vor der Umsetzung mit mehreren Fachleuten zu beraten. Im Kern können die Systeme zwar alle in etwa das Gleiche – Rollläden, Beleuchtung, Heizung und weitere Geräte im Haus steuern und mithilfe von Sensoren und anderen Randbedingungen automatisieren. Im Detail gibt es aber durchaus Unterschiede, die je nach Gegebenheiten im Haus und persönlichem Geschmack für das eine oder andere System sprechen. Übrigens: Fachbetriebe für alle Smarthome-Systeme in ihrer Umgebung finden interessierte Leser ab sofort in der neuen Online-Expertendatenbank unter www.das-intelligente-haus.de. rot ❚

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P LANUNG

Coqon Die Q-Box ist die Steuerzentrale von Coqon, sie unterstützt die Funkstandards Z-Wave und den hauseigenen Q-Wave-Funk. In der Basisversion für Selbermacher steuert sie Aufputz-Komponenten. Wer auch Unterputzkomponenten vom Profi integrieren will, der kann sie softwareseitig aufrüsten.

Erst Ende 2015 gestartet, ist die SmarthomeZentrale Coqon vom deutschen Anbieter Neusta Next ein Newcomer auf dem Smarthome-Markt. Sie setzt allerdings neben dem eigenen, besonders sicheren Q-Wave-Funkprotokoll auch auf den weltweiten Z-Wave-Standard und kann somit fast unzählige Steuerungskomponenten und Sensoren verwalten. Die Q-Box selbst ist als Do-it-Yourself-Version für knapp 400 Euro zu haben. Damit lassen sich alle Komponenten nutzen, die keine UnterputzInstallation erfordern. In der Professional-Variante ist die Q-Box knapp 200 Euro teurer und über Elektriker wie etwa Matthias Stöffel zu haben. Er ist einer der Fachleute, die Coqon schon seit dem Start einsetzen. In Sachen Smarthome ist Stöffel ein alter Hase, KNX-Bussysteme plant und verbaut er seit vielen Jahren. „Mit diesem System schaffe ich es, Smarthome-Ausstattung nicht mehr nur für die ganz reichen Leute anzubieten“, sagt Stöffel, der Coqon häufig als Ergänzung zur klassischen Elektroinstallation anbietet und dabei etwa Funk-Unterputzaktoren für die Licht- und Rollladensteuerung als Einstieg ins

Smarthome installiert. Er betont den Vorteil, dass Coqon die Welt des Elektrikers mit Unterputzschaltern und -Sensoren mit der Möglichkeit für den Kunden verbindet, auf einfache Weise selbst Zwischenstecker oder auch Heizungs-Stellmotoren zu ergänzen. Dabei hilft laut Matthias Stöffel auch die einfache Konfiguration in der zugehörigen Steuerungs-App. Neue Komponenten und Szenarien lassen sich in der grafischen Oberfläche per Drag and Drop den Räumen zuordnen.

Coqon-Facts Zentrale: Q-Box, ab 400 Euro Funkstandards: Z-Wave, Q-Wave, Anschlüsse: LAN/WLAN, UMTS. Besonderheit: Hoher Standard für Datensicherheit, Server in Deutschland Komponenten: über 50, inkl. Licht, Rollos, (Fußboden-)Heizung, Anbindung Netatmo-Stationen, Sonos. Kosten: 4-Zimmer-Wohnung um 4000 bis 5000 Euro Internet: www.coqon.de, www.elektrotechnik-stoeffel.de

„Smart ist ein Steuerungssystem dann, wenn der Kunde auch selbst etwas daran einrichten und ändern kann. Diese Möglichkeit bietet Coqon ab Werk, während man solche Funktionen etwa in einer KNXInstallation aufwendig programmieren müsste.“ Matthias Stöffel, ets Elektrotechnik Stöffel

Das Coqon-System nutzt Unterputz-Taster, -Aktoren und -Sensoren, die vom Elektriker installiert werden müssen. Daneben lassen sich auch Zwischenstecker, Heizungsstellantriebe und andere Nachrüstkomponenten vom Nutzer selbst installieren und in die Steuerungslogiken einbinden. Die Bedienoberfläche zeigt alle Komponenten und deren Funktionen leicht verständlich auf einer grafischen Oberfläche an. Hier werden die Komponenten in Räumen zusammengefasst. Logische Verknüpfungen und Automatisierungen legt man ebenfalls in dieser Menüoberfläche an. Der Installateur übernimmt in der Regel die Basiskonfiguration, der Nutzer kann diese später anpassen.

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WiButler Das Prinzip des Wibutler Pro ähnelt dem von Coqon, die Zentrale beherrscht aber mit Zigbee und Enocean zwei weitere FunkstanDer Wibutler unterstützt drei weltweit verbreitete Dank Zigbee-Funk steuert dards. Für 600 Euro ist sie über WibutlerFunkstandards, schier unzählige Komponenten und der Wibutler Pro auch smarte Elektriker zu haben. Das Sortiment an Komist so eine der vielseitigsten Smarthome-Zentralen. LED-Leuchten, etwa aus dem Er ist über Elektriker zu haben. Lightify-Sortiment von Osram ponenten ist groß, immerhin zählen Geräte der drei weltweit führenden Funksysteme dazu – sogar smarte LED-Leuchten von Philips Die Wibutler-App hat eine oder Osram steuert der Wibutler direkt an. standardisierte BedienoberUnterputz-Geräte gibt‘s fläche, in der sich alle Funktionen nach Etagen und wie bei Coqon inklusive Wibutler-Facts Räumen gruppieren lassen. Installation vom ElektriEingeblendete Grundrisse Zentrale: Wibutler pro, um ker. So bewegt man sich individualisieren die Dar600 Euro auch im gleichen Preisstellung. Da der Wibutler Funkstandards: Z-Wave, das Enocean-Funkprotokoll rahmen. Teurer wird‘s vor Zigbee, Enocean. unterstützt, kommadiert er Komponenten: Über 100, allem dann, wenn viele auch Eltako-Funkaktoren für Licht, Rollos, Heizung (auch Enocoean-Aktoren und Licht- und Rollladensteuerung FBH, Therme). Unterputz-Taster zum Einsatz kom(rechts), die etwa in vielen Aktoren über Elektriker, anFertighäusern zusammen mit men. Die sind meist teudere auch online zu haben. batterielosen Funk-Tastern Internet: www.wibutler.com rer als vergleichbare Zzur Basis-Ausstattung zählen. Wave-Komponenten.

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P LANUNG

Home Pilot 2 Der Home Pilot 2 von Rademacher nutzt für Beschattungsfunktionen das eigene Funkprotokoll DuoFern. Daneben lässt er sich per USBFunkstick fit für Z-Wave-Komponenten machen. Als einzige SmarthomeZentrale in dieser Klasse lässt er sich an ein TV-Gerät anbinden, zeigt dort auf Wunsch sein Steuerungsmenü und bietet Audio-/Videostreaming – allerdings weniger komfortabel als etwa ein Smart-TV.

Rademacher stellt Rollladen-, Markisen- und Garagentorantriebe her, bietet aber mit dem Homepilot 2 Smarthome-Technik längst nicht nur für die Beschattung im Haus an. Dennoch verbauen hauptsächlich Rollladenfachleute den Homepilot 2. André Urban vom Kölner Fachbetrieb RHP berichtet: „Auf Smarthome komme ich meist ganz beiläufig, indem ich in der Beratung die Rollläden einfach mal mit dem Smartphone hochfahre.“ Der Experte hat zu Hause selbst eine komplette Homepilot-Installation und beobachtet ein wachsendes Kundeninteresse: „2014 haben wir etwa 20 Installationen mit Smarthome gemacht, dieses Jahr setzen wir fast jede Woche ein solches Projekt um“. Den Bedarf seiner Kunden ermittelt er, indem er praktische Beispiele gibt und etwa zeigt, wie man die Beleuchtung über Bewegungssensoren je nach Tagesoder Nachtzeit unterschiedlich hell einschalten kann. Ein großer Vorteil des Homepilot 2 ist laut Urban, dass der Kunde die Szenarien selbst einrichten kann. Er hilft bei der Installation aller Komponenten und gibt dem Kunden – oder dem technikaffinen Nachwuchs – eine Schulung, dann können die meisten Leute ihr System selbst konfigurieren. Natürlich steht er bei Fragen mit Rat und Tat zur Verfügung. Mit dem Hompilot 2 lassen sich alle gängigen Funktionen abdecken, sagt Urban. Erst für komplexe Systeme etwa mit Energiemanagement etwa schickt er seine Kunden zu einem Systemintegrator.

Homepilot-Facts Zentrale: Homepilot 2, 400 Euro Funkstandards: DuoFern, Z-Wave Besonderheiten: HDMI-Anschluss, Kodi-Steaminclient Komponenten: Duofern-Motoren, Rollladen-, Markisen-, Garagentor-, Licht-Aktoren, Heizkörperthermostaten (Z-Wave) Kosten: 100 - 120 Euro pro Unterputzaktor/Sensor inkl. Montage (nach Aufwand). Internet: homepilot.rademacher.de www.rhp-online.de

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„Ab einem bestimmten Punkt in der Beratung gehen beim Kunden im Kopf direkt die Szenarien los, die er bei sich zu Hause einrichten und automatisieren möchte. Dann höre ich auf, lasse ihn einige Tage nachdenken und steige etwa beim Aufmaß-Termin vor Ort wieder in die Beratung in Sachen Smarthome ein”. André Urban RHP Rollladenhandel Porz

Zum Duofern-Funksystem von Rademacher ist eine große Zahl an Unterputz-Tastern zur Steueurng von Rollos und Licht verfügbar, die eine direkte Steuerung über Taster wie auch die Fernbedieung per Funk unterstützen. Sind bereits entsprechende Taster vorhanden, dann lassen sich diese mit minimalem Aufwand nachrüsten.

Die Homepilot-App zeigt alle funkgesteuerten Geräte im Haus einzeln, nach Räumen, Funktionen oder Häufigkeit der Nutzung sortiert an. Eine Spezialität der gesamten Steueurng ist die detaillierte Darstellung aller Rollladen-, Tor- oder Markisenantriebe, für die stets die exakte Position gemeldet wird.


Tahoma Premium Von Haus aus nutzt Somfy für seine Tahoma Premium Steuerzentrale den Funkstandard IO Homecontrol, mit dem sich etwa auch Dachflächenfenster von Velux steuern lassen. Über die graue Basisstation unter der weißen Tahoma-Zentrale lassen sich weitere Funkstandards wie Z-Wave und Enocean integrieren.

Ähnlich wie Rademacher kommt auch der französische Hersteller Somfy aus der Rollladen- und Jalousienbranche und ist auf den Bau von präzise steuerbaren Motoren für die Beschattung in allen Lebenslagen spezialisiert. Deshalb wird auch Somfy Tahoma überwiegend von solchen Fachbetrieben verbaut – viele davon bieten beide Lösungen an. Somfy hat sich auf den Funk-Steuerungsstandard IO Homecontrol festgelegt und integriert diesen in all seine funkgesteuerten Motoren und Motoraktoren. IO Homecontrol ist ähnlich wie DuoFern von Rademacher auf eine Steuerung mit Rückmeldung durch das ausführende Gerät optimiert. Anders als beim Homepilot 2 nutzt Somfy für die meisten weiteren Anwendungen die Funkstandards Z-Wave und Enocean, mit denen sich die Tahoma-Box über USB-Funksticks erweitern lässt. Allerdings sind im Somfy-System nicht alle verfügbaren Komponenten der beiden Weltstandards bekannt – das wären einige Tausend. So steuert Tahoma laut Hersteller immerhin gut 200 Produkte. Und neben den verschiedenen Funkstandards ist Tahoma Premium in der aktuellen Version auch in der Lage, Fremdsysteme wie etwa Philips Hue mitzusteuern.

Die graue Zusatzstation unter der Zentrale macht Tahoma Premium zur Alarmanlage – dank eingebauter Sirene und einem Pufferakku für Stromausfälle.

Die Tahoma-App listet alle Funktionen und Szenen im Haus einzeln oder in Gruppen zusammengefasst in Form von bunten Icons.

Tahoma-Facts Zentrale: Tahoma Premium, 600 Euro, Erweiterungsbox 270 Euro + USB-Funksticks Funkstandards: IO-Homecontrol, RTS-Funk, optional Z-Wave, Enocean Komponenten: Fenster-, Rollladen- und Markisenmotoren, andere über Z-Wave, Enocean. Internet: www.somfy.com

Zusätzliche Funkstandards (hier: Enocean) lassen sich per USB-Sticks in der Zentrale nachrüsten. Die Tahoma-Zentrale kann einige externe Geräte über ihre App mitsteuern – beispielsweise Philips Hue LED-Leuchten, sofern diese über die HueBridge verbunden sind.


P LANUNG

Home Center 2 Das Home Center 2 vom polnischen Hersteller Fibaro gilt unter Technikfans und Smarthome-Bastlern als eine der universellsten SmarthomeZentralen, obwohl sie nur das Funksystem Z-Wave nutzt. Mithilfe vom Profi bekommen auch technische Laien auf Basis dieses Systems ein überaus günstiges intelligentes Haus.

Amon Reich, der Inhaber des SmarthomeService HLC24.de, ist ein Kenner der Szene. Schon als Student hat er mit verschiedenen Systemen experimentiert und sich für seinen überregionalen Planungs- und Installationsservice auf das Home Center 2 von Fibaro spezialisiert. „Wir setzen auf Z-Wave und das Fibaro Home Center, weil es preiswert und sehr zuverlässig ist. Und weil es eine riesige Auswahl an Komponenten gibt,“ erklärt er seine Wahl. Bei der Planung geht er systematisch vor: Mithilfe einer Tabelle, in der alle Räume und alle möglichen technischen Einrichtungen aufgeführt sind, wird der Bedarf des Kunden an Steuerungsfunktionen und Automatisierungen ermittelt. Da gibt es einiges zu unterscheiden, etwa beim Licht: soll es dimmbar oder nur schaltbar sein, sind farbig steuerbare Leuchten gefragt oder nur Zwischenstecker für die Steckdose? Über Rollläden, Heizung und Sicherheitsfunktionen arbeitet man sich durchs Haus, bevor Reich auf Basis der Stückliste eine präzise Kalkulation vorlegen kann. „Die besteht aus drei Teilen: die Hardware, die Installation und die Programmierung“, sagt Reich und schlüsselt auf: Z-Wave-Komponenten kosten jeweils rund 50 Euro, die Zentrale 500 Euro. Dazu kommen pro Unterputz-Gerät rund 20 Euro für die Installation durch den Elektriker, mit dem der Smarthome-Experte zusammenarbeitet. Die Programmierung der Anlage mit üblichen Szenarien kalkuliert Amon Reich mit 25 Prozent Aufschlag zu den Gerätepreisen. Die Ausrüstung einer Wohnung kostet so zwischen 3 000 und 5 000 Euro, berichtet der Experte und ergänzt: „Die höchste Rechnung, die ich je geschrieben habe, lag bei rund 8 000 Euro. Das war ein komplettes Smarthome mit allen denkbaren Funktionen in einem großen Wohnhaus mit zusätzlichem Büro.“ Die meisten Kunden beauftragen Amon Reich für die Nachrüstung intelligenter Haussteuerungen. Doch auch umfangreiche Sanierungen und einzelne Neubauprojekte hat er bereits umgesetzt. Er ist vor allem in Nordrhein-Westfalen und Süddeutschland tätig.

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Diesen Multifunktions-Raumsensor nennt Fibaro „das Auge“. Er erkennt Bewegungen im Raum, misst die Temperatur und analysiert die Luftqualität. Letztere meldet er über wechselnde „Augenfarben“.

Fibaro bietet für alle Anwendungen kompakte Unterputz-Aktoren, die sich in Verteilerdosen oder unter Tastern versteckt installieren lassen.

Home Center Facts Zentrale: Home Center 2, um 500 Euro. Für einfache Lösungen und Eigenbau Home Center Light, um 200 Euro. Funstandard: Z-Wave. Komponenten: Alle Z-Wave-Aktoren und Sensoren, typische Anw. je ca. 50 Euro. Kosten: Komplettlösungen für EFH / größere Wohnungen 3 000 bis 5 000 Euro inkl. Installation und Programmierung. Internet: www.fibaro.com, www.hlc24.de

„Am Anfang der Planung steht eine detaillierte Bedarfserfassung beim Kunden, dann geht es weiter mit der Erstellung von Szenarien wie etwa einer smarten Lichtsteuerung. Aus diesem Pflichtenheft ermitteln wir dann die Gesamtanzahl der benötigten Komponenten, und diese dient letztlich auch als Basis für die Angebotserstellung.” Amon Reich HLC24.de

Die standardisierte Menüoberfläche des Fibaro Home Center 2 hat etwas von einem Cockpit fürs Haus. Sie zeigt für jeden Raum und für alle Gewerke die aktuellen Zustände an, erfasst Stromverbräuche und integriert etwa Online-Wetterdaten.


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Zipatile Der kroatische Hersteller Zipato bietet mit seinem neuen Zipatile eine handliche Smarthome-Zentrale auf Basis von Z-Wave, die ihre Menüoberfläche auf dem zugehörigen Touchscreen gleich mit dabei hat.

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Universell: Zipatile dient als Bedienpanel, Sensor, Innenkamera und Smarthome-Zentrale in Personalunion. Neben dem Touchscreen bietet es sechs konfigurierbare Tasten für häufige Funktionen.

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Das brandneue Zipatile (Preis: um 380 Euro) sieht aus wie ein Touchscreen-Wanddisplay, kann aber viel mehr. Es hat eine Überwachungskamera und verschiedene Sensoren eingebaut und ist zugleich eine SmarthomeZentrale, die Komponenten mit den Funkstandards Z-Wave und Zigbee steuert. Zipatile baut auf den Smarthome-Produkten von Zipato auf, die neben dieser Kompaktlösung auch ein modular aufgebautes System umfassen, in dem sich die Zentrale namens „Zipabox“ mit allen möglichen SmarthomeStandards wie Enocean, KNX oder auch IPgesteuerten Systemen wie Sonos, Hue oder Google Nest erweitern lässt. www.zipato.com

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Home4You Das Smarthome-System vom deutschen DigitalTV-Technikspezialisten Schwaiger hat ein paar spannende Features für die Fernseh- und AudioIntegration auf Lager.

Auf Basis des Z-Wave-Standards gibt es mittlerweile eine schier unüberschaubare Zahl an Smarthome-Systemen, die überwiegend Selbermacher ansprechen, und die allesamt die üblichen Zwischenstecker, UnterputzAktoren und Heizkörper-Stellmotoren integrieren. Schwaiger sticht mit

Home4You ein Stück weit aus dieser Riege hervor. Zum einen unterstützt die Zentrale neben Z-Wave auch den Funkstandard Zigbee und steuert so etwa passende smarte LED-Leuchten, andererseits überträgt sie auch TV-Inhalte via Netzwerk auf Tablets und Smartphones. Schließlich integriert Schwaiger seine eigenen Multiroom-Lautsprecher in die Heimsteuerung. Die App steuert die Musikwiedergabe der WLAN-Anlage und nutzt die Lautsprecher bei Bedarf für Alarm-oder StatusMitteilungen vom Smarthome. www.schwaiger.de Rundes Sortiment: Neben den handelsüblichen Z-Wave-Komponenten steuert Home4You von Schwaiger auch LED-Funkleuchten per Zigbee und integriert die hauseigenen WLAN-MultiroomLautsprecher.

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Homematic Homematic von eQ-3 ist mit seiner Zentrale CCU 2 und über 80 Komponenten auf Basis des BidCOS-Funkprotokolls der Altmeister unter den Funk-Smarthome-Systemen. Die Bestandteile sind für Selbermacher im Elektronikhandel wie auch online zu haben, es gibt aber eine ganze Reihe an Experten, die Systeme auf Homematic-Basis professionell planen und installieren. Schließlich will nicht jeder selbst Hand anlegen.

Thomas Mayer und sein Partner Dieter Auerswald aus Leverkusen haben seit der Gründung ihrer Firma Connecting Home in den letzten Jahren über 60 Häuser mit Smarthome-Technik von Homematic ausgerüstet. Dabei teilen sich die beiden Fachleute die Aufgaben: Der Informationselektroniker Thomas Mayer und der Architekt und Programmierer der Kundenprojekte, Elektrikermeister Auerswald, erledigen die fachgerechte Installation aller Komponenten beim Kunden. Auf das System Homematic von eQ-3 fiel die Wahl, weil es „sehr viele Möglichkeiten bietet, da das System aus über 80 verschiedenen Aktoren und Sensoren besteht“, so Thomas Mayer. Das System sei obendrein für Kunden erschwinglich und deckt doch alle Bereiche der Haustechnik ab. Dass Heimwerker die Komponenten von eQ3 auch im Versandhandel kaufen und selbst installieren können, stört den Planer nicht. Schließlich will er seinen Kunden keine einzelnen Funkaktoren verkaufen als eine komplette Lösung. Dafür geht er mit Interessenten alle Technikbereiche des Hauses durch und ermittelt so den Bedarf an Automatisierungen – soll es nur eine einfache Tageszeit-Automatik für Rollläden und Licht sein, oder soll auch die Beschattung je nach Wetter und Sonnenstand berücksichtigt und die Heizung intelligent gesteuert werden? Besteht Bedarf an zusätzlichen Sicherheitsfunktionen? Nach der Planung legt Thomas Mayer den Kunden eine detaillierte Kalkulation vor. „Für die Installation und Programmierung berechne ich für jeden Aktor eine Pauschale, zusätzlich zum Kaufpreis. Dabei kostet der Rollladen-Aktor, der viel Installations- und Programmieraufwand erfordert, mehr als etwa ein HeizkörperMotor zum Aufschrauben“, sagt Mayer. Der Preis einer Smarthome-Installation bewegt sich so je nach Größe der Wohneinheit zwischen 1 500 und 6 000 Euro. Auf Wunsch bietet Thomas Mayer nach der Inbetriebnahme einen Wartungsvertrag für Anpassungen und Updates – je nach Anlagengröße für 100 bis 300 Euro pro Jahr.

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Der Homematic Funkthermostat kommt auch in einer ganzen Reihe anderer Smarthome-Systeme zum Einsatz – etwa in Magenta Smarthome von der Deutschen Telekom.

„Die Planung läuft meist so ab, dass man von einem Bereich, den der Kunde auf jeden Fall automatisieren möchte, auf weitere sinnvolle Anwendungen kommt. Sollen etwa die Rollläden abends von selbst herunterfahren, dann zeige ich, wie zeitgesteuerte Lichtszenen dies sinnvoll ergänzen können oder wie ein Fenster-/ Türsensor verhindert, dass man sich an der Terrassentüre versehentlich ausschließt.“ Thomas Mayer Connecting Home GbR

Für die Steuerung und Konfiguration per iPhone oder iPad favorisiert Thomas Mayer von Connecting Home die App „Pocket Control“. Sie kostet zwar je nach Gerät 25 bis 35 Euro extra, bietet aber eine individualisierbare Darstellung und hilft bei der Erstellung von Automatik-Programmen.

Homematic Unterputzaktoren lassen sich direkt hinter die Wandschalter für Licht oder Rollos bauen und ermöglichen so eine unsichtbare Nachrüstung.

Homematic Facts Zentrale: CCU 2, um 100 Euro. Funkstandard: BidCOS, Erweiterungen: Fremdsysteme via Netzwerk – Philips Hue, Osram Lightify; Steuerungen Mediola, Easy SmartHome, Amazon Alexa Komponenten: über 80 Homematic-Sensoren, -Aktoren, -Taster Kosten: 2-3-Zi-Wohnung ab 1 500, EFH bis 6 000 Euro Internet: www.homematic.com, www.connecting-home.de


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P RODUKTE

Christmas & More Die dunkle Jahreszeit steht an und damit auch die Saison für leuchtende Augen, Lebkuchen und Familienfeste. Zum Glück gibt es rund um Weihnachten eine ganze Reihe intelligenter und vernetzter Helferlein, damit das Fest der Feste ein voller Erfolg wird. In dieser Zusammenstellung wurde übrigens absichtlich auf Fitnesstracker und Aktivitätsarmbänder verzichtet. Schließlich wird der Weihnachtsspeck erst im neuen Jahr abtrainiert. In diesem Sinne: Frohes Fest!

Gelingt immer Egal ob leckere Kuchen und Plätzchen oder goldbraunsaftiger Braten – während der (Vor-)Weihnachtszeit herrscht Hochbetrieb im Backofen. Damit in dieser oft auch stressigen Zeit alles gelingt, bieten die SensorBacköfen der Serie 8 von Bosch hilfreiche Features. Dazu gehört zum einen der PerfectBake Backsensor, welcher permanent berührungslos die Feuchtigkeit im Innern des Garraumes misst und den Backvorgang automatisch daran anpasst. Sind Kuchen, Brot, Pizza & Co. fertig gebacken, schaltet sich der Backofen von selbst aus. Das PerfectRoast Bratenthermometer optimiert die Zubereitung von Fleisch, Geflügel und Fisch, indem es deren Kerntemperatur an gleich drei unterschiedlichen Stellen erfasst. Per TFTTouchdisplay navigiert der Koch durchs Bedien-Menü und die Assist-Funktion, mit der sich für bestimmte Rezepte die passenden Backofeneinstellungen auch automatisch aktivieren lassen. Ein Zugriff von mobilen Geräten auf die Funktionen ist bei Home-Connect-fähigen Modellen via App/WLAN möglich. www.bosch-home.de

Die Beleuchtung am Weihnachtsbaum, eine Lichterkette am Fenster und vielleicht noch einen singenden Nikolaus zu unterschiedlichen Zeiten aktivieren? Kein Problem mit der intelligenten VierfachSteckdosenleiste Smart Power Strip DSP-W245 von D-Link. Sie wird übers heimische WLAN an die Mydlink Home Plattform angebunden, lässt sich aber auch direkt via WLAN per App bedienen. Jede der vier Steckdosen lässt sich separat per App steuern und beispielsweise mit einem eigenen Zeitprogramm schalten. Die Steckdosen messen sogar ihre jeweilige Stromaufnahme und senden eine Nachricht über die App oder per E-Mail an den Anwender, wenn ein vorgegebenes Energielimit überschritten wird. So entlarvt die Steckerleiste auch stromfressende Altgeräte. Um die Sicherheit im Haus zu erhöhen, kann bei Bedarf ein Thermoschutz pro angeschlossenes Gerät aktiviert werden. Mit etwas Glück kommt die smarte Leiste noch vor Weihachten auf den Markt. www.dlink.com

Stromfluss 72 Das intelligente Haus

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Wandelbar Intelligentes Wohnen ist auch, wenn man das Sideboard im Wohnzimmer ruck, zuck zum TV-Möbel oder zum Spieltisch für Kinder umbauen kann. Der Grundgedanke der Kollektion „now! spin“ von Hülsta sind Möbel mit vielen Funktionen. So sind zum Beispiel nur wenige Handgriffe nötig, um aus einem Sideboard ein Homeoffice zu machen. Auch die integrierten Stauraummodule an der linken und rechten Seite sind flexibel: Sie können immer wieder neu arrangiert werden oder auch ganz frei im Raum stehen. www.huelsta.de

Angedockt Wenn sich die Familie zum Weihnachtsessen trifft, sind überfüllte Steckdosen für die Ladegeräte von Smartphones, Tablets & Co. programmiert. Ein schick designtes Alu-Dock verspricht Abhilfe: Es dient zugleich als Ablage und Ladestation, die Geräte bleiben dabei bedienbar. Je nach Familiengröße ist es in 25 bis 70 Zentiemtern Breite zu haben. In die Alu-Röhre, der Standfläche der Geräte, werden verkabelte Ladeadapter mit Micro-USB, USB C oder AppleAnschlüssen seitlich eingeschoben. www.udoq.de

well cooked Sunrise Wenn es im Herbst und Winter morgens noch stockdunkel ist, fällt das frühe Aufstehen oft schwer. Deshalb leitet das Wake-up Light HF3531/01 von Philips den Aufwachprozess auf natürliche Weise ein, indem es einen 30-minütigen Sonnenaufgang simuliert. Durch die langsame Steigerung der Lichtintensität wird der Körper stimuliert und das Aufstehen erheblich erleichtert. Zusätzlich helfen natürliche und einstellbare Wecktöne sowie ein integriertes, digitales UKWRadio, um rechtzeitig aus dem Bett zu kommen. Preis: 170 Euro, www.philips.de

Sinnvolle Küchenhilfe oder nur ein Gadget? Pantelligent heißt die vielleicht weltweit einzige Bratpfanne, die mit dem Benutzer per Bluetooth übers Smartphone kommuniziert. Die Besonderheit der Erfindung ist ein Temperatursensor im Boden des Kochutensils. Die Temperatur lässt sich in Echtzeit per App kontrollieren. Abgestimmt auf eine integrierte Rezeptsammlung meldet die App aber nicht nur die aktuelle Temperatur. Sie teilt dem Benutzer per Push-Nachricht mit, wann er den Pfanneninhalt wenden oder herausnehmen soll. Preis: um 130 Dollar, www.pantelligent.com

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Das intelligente Haus 73


P RODUKTE

Newcomer Mit dem „Fritz!Dect 300“ bringt AVM erstmals einen smarten Heizkörperregler auf den Markt. Mit an Bord sind etwa individuelle Zeitprogramme, einstellbare Urlaubszeiten, eine Fenster-offen-Erkennung sowie eine Tastensperre. Der Regler wird sicher per DECT ULE mit jeder handelsüblichen Fritzbox verbunden, die so neben ihrer Hauptaufgabe als DSL- und Telefonzentrale auch das Kommando über die Heizprogramme übernimmt. Eingriffe sind über PC, Smartphone, Tablet sowie den neuen Smarthome-Startbildschirm von „Fritz!Fon“ möglich. Von unterwegs lässt sich die Temperatur auch über die „MyFritz!App“ steuern. Neue Features sollen künftig per Update dazukommen – der weitere Ausbau des Fritz-Smarthomes ist wohl nur eine Frage der Zeit. Preis: um 59 Euro, www.avm.de

Das Funk-Heizungsregelsystem „Evohome“ steuert die Temperatur in bis zu zwölf Räumen. Die neue WiFi-Version ermöglicht eine noch schnellere Installation der Remote-Funktion – ein zusätzliches Gateway, das an den Router angeschlossen werden muss, ist nicht mehr nötig. Ebenfalls neu: Das System lässt sich jetzt auch in den Cloud-Steuerungsdienst „If This Then That“ (IFTTT) integrieren, der etwa eine Abwesenheitsautomatik ermöglicht. www.evohome.de

Abwesend

Heizstarter Das „Raumklima-Starter-Paket“ von Bosch Smarthome ist eine funkbasierte Nachrüstlösung zur Heizungssteuerung. Die Konfiguration und Bedienung erfolgt per App. Das Paket enthält zum einen zwei Heizkörperthermostate. Für jeden Raum kann ein zeitgesteuertes Temperaturprogramm eingestellt werden. Um Energie zu sparen passt der motori-

sche Regler bei stark fallenden Temperaturen, z. B. beim Kaltlufteinfall durch ein offenes Fenster, die Heiztemperatur an. Weiterer Paketbestandteil ist ein zweiteiliger Tür-Fenster-Kontakt mit Batterien. Per Funk kann er bei Bedarf die Heizleistung auf einen vordefinierten (Spar-)Wert setzen. Zudem meldet er, wenn Fenster oder Tür offen stehen. Alle Komponenten werden untereinander und mit dem Internet vernetzt; die Systemdaten werden lokal gespeichert. Als zentrale Steuereinheit dient der „Smart Home Controller“, zu dem Bosch noch weitere Anwendungen aus dem Smarthome Sortiment anbietet. Damit alles aktuell bleibt, gibt es automatische SoftwareUpdates. www.bosch-home.com

Raumweise Das smarte Thermostat „Tado“ erkennt mithilfe einer Smartphone App, wenn der letzte Bewohner das Haus verlässt und regelt dann automatisch die Heizung herunter. Befinden sich der erste Bewohner auf dem Heimweg, werden die Räume rechtzeitig vor dem Eintreffen auf die eingestellten Werte aufgeheizt. Berücksichtigt werden dabei Wettervorhersagedaten und individuelle Gebäudeeigenschaften. Neu im Sortiment des Anbieters ist das „Smarte Heizkörper-Thermostat“. Dadurch ist es nun möglich, Wunschtemperaturen für einzelne Räume bzw. Zonen zu definieren. Voraussetzung für eine Erweiterung ist ein „Smartes Heizkörper-Thermostat - Starter Kit“ oder ein „Smartes Thermostat - Starter Kit (v3) mit Internet Bridge“. www.tado.com

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Smart City Etwa 250 Familien bewohnen in Japan das smarte „Fujisawa Sustainable Smart Town“, einen technologisch fortschrittlichen und ökologisch nachhaltigen Stadtraum. Mit an Bord bei diesem Projekt war das Unternehmen Panasonic, das sich nun auch maßgeblich an dem Wohnprojekt „Future Living Berlin“ im Berliner Stadtteil Adlershof beteiligt. Dort entstehen in einem Gebäudeensemble 69 SmarthomeAppartments. Die künftigen Bewohner sind so bunt gemischt wie die Gesellschaft: vom jungen Manager über mehrköpfige Familien bis hin zu pflegebedürftigen Senioren. Zusätzlich wird es 19 sogenannte „Boarding House Studios“ mit unterschiedlichen Smarthome-Szenarien zum Ausprobieren geben. Hinzu kommt eine 600 Quadratmeter große interaktive Ausstellung zum Thema „Smart Living“. Mit dem zukunftsweisenden Smart City-Projekt erforschen die beteiligten Partner das alltägliche Leben in den vernetzten Wohnungen, um wichtige Praxiserfahrungen zu sammeln. www.panasonic.com, www.adlershof.de

Intelligenz Die Digitalstrom-Plattform macht es möglich, dass das eigene Zuhause schon mit nur einem oder zwei Geräten mit smarten Funktionen ausgestattet werden. Direkt nach dem Einstecken erhalten die Geräte über das neu entwickelte „dSS IP“ ihre Infos und eigene Intelligenz, um auf alle Services von Digitalstrom zugreifen zu können. Mit den neuen

„Digitalstrom device bots“ werden die elektrischen Geräte im Haushalt mit einer eigenen Intelligenz ausgestattet. Das bedeutet, dass sich die verbundenen Geräte automatisch an unterschiedliche Gegebenheiten anpassen können. Beispiel: Das BadezimmerFenster, das den optimalen Zeitpunkt zum Lüften erkennt. www.digitalstrom.com

P ROMOTION

Alles ganz einfach mit innogy Smarthome:

Steuern per mobiler App und Sprache o bequem und einfach macht Hausautomation richtig Spaß. Bei innogy Smarthome gibt es jetzt eine einzige mobile App für alles, was man im intelligenten Zuhause steuern will. Heizung, Licht und Geräte lassen sich von unterwegs schnell kontrollieren und regeln. Jeder kann die App leicht installieren und sein Smarthome managen. Und mit der Anbindung an die Sprachsteuerung Amazon Echo reagiert das Haus auf Zuruf: Die virtuelle Assistentin „Alexa“ hört aufs Wort und ergänzt die Steuerung per Smartphone oder Tablet um eine vollkommen berührungslose Variante. Diesen Service werden nicht nur Technik-Freaks zu schätzen wissen, auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist er eine interessante Option. Mit Alexa lassen sich sogar komplette Wohnszenarien steuern, die das Haus zum Beispiel in einen gewählten Abwesenheitsmodus versetzen. Und von unterwegs lassen sich jederzeit per Smartphone-App die Lage checken, Statusinformationen abrufen und Befehle eingeben. Rund 30 Geräte können in dem modularen, funkbasierten System vernetzt werden, darunter sogar Batteriespeicher für Solarstrom und eine Ladebox fürs E-Auto. (www.innogy.com/smarthome)

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Fotos: innogy

Mit der neuen mobilen App lässt sich alles, was man im intelligenten Haus steuern will, bequem und einfach auch von unterwegs aus erledigen (oben). Assistentin Alexa (unten: schwarzer Zylinder auf dem Tisch) führt Befehle zu Hause sogar auf Zuruf aus.

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Das intelligente Haus 75


P RODUKTE

Die Küche brennt! Im Notfall können akustische Warnmeldungen im Smarthome lebensrettend sein, insbesondere nachts. Noch einen Schritt weiter geht iHaus bei der Einbindung seiner sicherheitstechnischen Geräte: Brennt es beispielsweise in der Küche, gibt der Rauchmelder diese Information sofort an die gekoppelten Sonos Lautsprecher im Haus weiter. iHaus greift dafür auf eine entsprechende Mediendatei zu und gibt die eindeutige Sprachwarnmeldung „In der Küche brennt es“ über alle Sonos Lautsprecher an die Bewohner weiter. Mögliche Brandherde können dadurch besser sowohl akustisch wie auch örtlich identifiziert werden. Möglich werden solche Funktionen dank der Version 2 der iHaus App, mit der sich herstellerunabhängig alle bisher integrierten, IP-fähigen Geräte nun auch unterwegs vom Smartphone oder Tablet aus steuern lassen. iHaus schaffte es so, Gebäudetechnik auf KNX-Basis mit unzähligen anderen vernetzten Geräten auf einer technischen Plattform und innerhalb einer App als Steuerzentrale zu verknüpfen. www.ihaus.de; www.sonos.com

Eine einheitliche Bedienoberfläche für alle in einem intelligenten Haus enthaltenen Systemfunktionen: „ThinKNX“ ist die universelle, multifunktionale Infotainment-Lösung für die Haus- und Gebäudeautomation. Sie integriert unterschiedliche Systeme in einer einfachen und flexibel anpassbaren Plattform. Das Herzstück der Lösung bilden zwei Server-Typen mit inte-grierten KNX-Schnittstellen und Netzwerkanbindung: die „Envision 7“ und „Envision10“ Allin-One Touch-Server, die jeweils Server und „7”- bzw. „10“-Touchscreen verbinden. Die Server können u. a. eine unbegrenzte Anzahl von Clients (PCs, Smartphones oder Tablets) und KNX Datenpunkte ver-

walten. Der Clou: Auf Basis der ThinKNX-Server liefert Systemanbieter Smarthome-Clever fertig konfigurierte KNX-Komplettlösungen, die ein Handwerker nur noch nach Plan einbauen muss. www.thinknx.de, www.smarthome-clever.de

Einheitlich

Switchen Sie! Als intelligent vernetztes Licht bezeichnet Osram sein System „Lightify“, das sich per mobiler App steuern lässt. Hauptvorteil der vernetzten Beleuchtung ist, dass sie sich flexibel den Wünschen und dem Lebensstil der Hausbewohner anpasst. Mit dem Zwischenstecker „Lightify Plug“ lassen sich nun auch nicht-intelligente Leuchten schalten: Egal ob Designer-Leuchte im Wohnzimmer oder Schreibtischleuchte im Büro – sie sind alle künftig sowohl über die Lightify-App als auch über den neuen Lightify Switch bedienbar. Manuell ist der Plug auch über einen Knopf an seiner Oberseite schaltbar. Nach der Ersteinrichtung über die App übernimmt der handliche,

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mobile Schalter bis zu acht unterschiedliche, frei konfigurierbare Funktionen. Eine Erweiterung des Lightify-Portfolios bietet der auch 60-Watt-Glühlampenersatz „Classic 60W Clear“. Die ebenfalls per App steuerbare LED-Lampe eignet sich für den Einsatz in Innenräumen, wo dimmbares warmweißes Ambiente gefragt ist. www.osram.de


Stimmung! Mit dem richtigen Licht durch den Tag: Zum Entspannen in einem warm gedimmten Ambiente oder eine klare, neutrale Ausleuchtung für Haushaltsaufgaben bis hin zum kühlen Tageslichtweiß, um konzentriert zu arbeiten. Möglich wird dies mit den „Philips Hue White Ambiance weiß“-Produkten, die ein vernetzt anpassbares Licht in alle Bereiche des Wohnens bringen. In die aktuell rund 30 neuen Spots, Pendel-, Decken-, Wand- und Tischleuchten ist die WeißlichtTechnologie direkt integriert. Um die Steuerung zu vereinfachen, liegt fast allen neuen „Hue“-Leuchten ein mobiler Dimmer mit vier voreingestellten Lichtszenen bei. Das passende Licht kann die Bewohner auch durch die Räume begleiten: Mit dem „Philips Hue Bewegungsmelder“ reagiert die Beleuchtung intelligent auf anwesende Personen. Dabei lässt sich festlegen, welche Lichter sich bei Bewegung mit welcher Intensität und Farbgebung einschalten. Der Sensor erkennt sogar die bestehenden Lichtverhältnisse und kann zwischen Tag und Nacht unterscheiden. www.lighting.philips.de

Expertenrat Viele Smarthome-Produkte sind erklärungsbedürftig. Deshalb nimmt sich Conrad Electronic jetzt des Themas an. Unter dem Namen „360° Smart Home“ bekommen Interessenten eine umfassende Beratung – und können dabei aus verschiedenen Bausteinen wählen: Es beginnt mit der Bedarfsanalyse mittels strukturiertem Online-Fragebogen. Zusammen mit der detaillierten Auswertung erhält der User dann einen persönlichen Kontakt bei Conrad. Er kann sich nun telefonisch, in der nächstgelegenen Filiale oder auf Wunsch auch zu Hause weiter beraten lassen. Live erleben lässt sich das 360° Smart Home-Programm in der Nürnberger Conrad-Filiale: Dort wird auf 100 Quadratmeter Fläche eine exklusive Smarthome-Erlebniswelt präsentiert. Das Angebot reicht von der Produktpräsentation mit Fachberatung, über die Planung bis hin zur professionellen Montage. www.conrad.de/smarthome

Licht gekonnt in Szene setzen, passend zu Atmosphäre und Ambiente: Die ZigBee-Wandsender im attraktiven Schalterdesign sowie Handsender mit der gleichen Funktechnik von Jung steuern alle Leuchtensysteme, die ebenfalls den Zigbee-Lightlink-Standard nutzen – etwa Philips Hue oder Osram Lightify. Stimmungsvolle Szenarien lassen sich so einfach funkgesteuert einschalten, ohne dass ein „fremder“ Taster das Wohnambiente stört. Die Montage der flachen Wandsender ist dank Klebeschicht schnell realisiert – egal ob auf Putz, Holz, Glas oder anderen Untergründen. www.jung.de

Klebe-Sender

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S TEUERUNGS-KONZEPTE

Vernetzung und Gebäudeautomation sollten schon in der Planung von Bauvorhaben berücksichtigt werden. Hilfreich ist es dabei, die Technik mit fachlicher Unterstützung auch Live und im Einsatz zu erleben. Immer mehr Experten machen dies möglich.

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in häufiges Vorurteil gegenüber der vernetzten Hausautomation klingt in etwa so: „Warum soll ich denn immer eine App starten, um einfach nur das Licht einzuschalten?“ Wer sich mit der Materie auskennt, der weiß, dass das ausgemachter Quatsch ist. Ein Haus ist erst dann intelligent, wenn alltägliche Dinge wie etwa die Raumbeleuchtung dann angehen, wenn man sie braucht. Also beispielsweise, wenn die Bewohner zu Hause sind und draußen die Sonne langsam untergeht. Oder wenn morgens der Wecker klingelt. Oder wenn man das dunkle, stille Örtchen betritt. Ganz besonders schlau ist ein Haus, wenn es eben solche Funktionen zur richtigen Zeit wieder umkehrt: Das Licht löscht, nachdem die Toilette frei ist oder nachdem der letzte Bewohner abends im Bett

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liegt. All diese Automatiken lassen sich mit Astrofunktionen, Präsenzmeldern und Zeitschaltern programmieren. Dennoch gehört zu fast jedem Smarthome eine App oder ein Wanddisplay mit einer Visualisierung, von dem aus der Nutzer auf seine Funktionen zugreifen kann. Das ist irgendwie logisch, denn kaum eine Automatik ist so umfassend, dass man nicht doch mal manuell eingreifen möchte. Das kann per Taster passieren, über eine grafische Bedienoberfläche an der Wand – oder eben per Smartphone-App.

Die Bedienung wird übergreifend Doch selbst manuelle Eingriffe ins intelligente Haus erfolgen künftig nicht mehr mit gesenktem Haupt über dem Touchscreen. „Kopf hoch“ heißt die Devise bei den Steuerungssystemen der Zu-

Fotos: Amazon, Google, Apple

Das Haus    hört aufs Wort


„Manuelle Eingriffe haben im Smarthome stets Vorrang.“ Das Smarthome-System von Digitalstrom setzt auf Sprachsteuerung und ergänzt diese mit einem intelligenten Dialogsystem, bei dem das Haus Abläufe erlernt und dem Nutzer automatisch per Sprachdialog anbietet. Das hat etwas von Dienst-Robotern – und heißt auch „Digitalstrom Device Bots“. Digitalstrom-CEO Martin Vesper erklärt, was es damit auf sich hat. Warum glauben Sie, dass die Sprachsteuerung das Smarthome künftig stark prägen wird? Martin Vesper Ein Smarthome ist erst dann smart, wenn die Vernetzung unbemerkt für mehr Komfort sorgt. Ein gewöhnliches Haus „bedient“ man intuitiv, etwa über Taster. Das sollte im Smarthome nicht anders sein. In manchen Situationen bringt das Sprechen klare Vorteile, zum Beispiel in der Küche, wenn man keine Hände frei hat. Die Ansage „Zwei Liter 30 Grad warmes Wasser“ geht hier oft viel einfacher als eine Bedienung über Taster. Digitalstrom Device Bots recherchieren bestimmte Abläufe selbst und lernen aus Erfahrungen des Nutzers. Fühlt man sich da im Haus nicht leicht überstimmt? Martin Vesper Eine Grundregel der DigitalstromPlattform ist: Der manuelle Eingriff hat Vorrang. Fühlt sich der Kunde mit dem Bot nicht wohl, kann er diesen direkt korrigieren – oder ausschalten. Bei Geräten, wo der Nutzer direkt betroffen ist gilt, dass

kunft. Klar, ein voll integriertes Smarthome, etwa mit KNX-Technik von den etablierten Herstellern wird in der Regel über ein fest integriertes Bediengerät gesteuert, und auch bescheidenere Systeme haben in aller Regel eine Standard-Benutzeroberfläche, auf die der Hausherr jederzeit zugreifen kann. Doch jenseits der proprietären Bedienkonzepte wächst eine neue Ebene: universelle Eingabegeräte, die statt auf Fingertippen und Wischgesten aufs Wort hören und dabei gelehrig sind. Den Anfang der sprachgestützen Steuerung machte vor gut drei Jahren der iPhone-Konzern Apple, als er die freundliche Assistentin „Siri“ in seine iPhones und iPads einpflanzte. Siri reagiert aufs Wort, um etwa einen Kontakt anzurufen, eine SMS zu schicken oder auch ein Musikstück aus der iTunes-Bibliothek abzuspielen. Allerdings war Siri bislang nur innerhalb der Apple-Welt unterwegs. Seit diesem Herbst und der Betriebssystemversion iOS10 steuert sie nun auch das Heim. Auf die Frage „Wie warm ist es im Wohn-

In welchen Bereichen sind die Device Bots aus Ihrer Sicht am sinnvollsten? Martin Vesper Am meisten Sinn machen sie überall da, wo externe Informationen wie Wettervorhersagen die Automatisierung verbessern können, etwa beim Jalousien Bot. Oder dort, wo Kompetenzgewinn eine Rolle spielt („Ich weiß nicht, wie das funktioniert, aber das Gerät weiß es“), wie beim Wasserkocher oder Dampfgarer. Aber auch überall da, wo die Konfiguration komplex ist, beispielsweise bei der Steuerung von Heizung oder Lüftungsanlagen. Und bei der Personalisierung von Abläufen – etwa der morgens automatisch zubereitete Lieblingskaffee.

Sogenannte Device Bots, wie sie Digitalstrom integriert, verstehen nicht nur Sprachbefehle. Sie lernen auch aus den Gewohnheiten der Bewohner und richten selbstständig Automatisierungen ein, etwa wenn ein Rollladen jeden Tag um den Sonnenuntergang geschlossen wird.

Fotos: Digitalstrom (3)

ein Device Bot nicht in der Lage ist, seinen Nutzer zu „überstimmen“. Er kann aber Verbesserungsvorschläge unterbreiten, etwa eine unter Energieeffizienzgesichtspunkten optimalere Einstellung der Jalousien. Durch die Algorithmen im Hintergrund passen sich die Bots jederzeit an die Gegebenheiten und die Bedürfnisse des Nutzers an und können so jeden Tag etwas besser werden. Ein weiterer Faktor ist die Kommunikation zwischen Nutzer und Bot. Mittels Sprache oder Text kann man mit den Geräten in Dialog treten, auch durch ein einfaches „das war falsch“. Und korrigiert man die automatische Jalousien-Position von Hand, dann merkt sich der Bot diese Stellung und handelt zukünftig entsprechend. Er ist eher ein unsichtbarer Helfer, man bleibt aber selbst Herr im Haus.

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S TEUERUNGS-KONZEPTE

Universal Knöpfe

Fotos: Logitech (2), Nodon, Raumfeld

Logitech hat mit den PopButtons eine inverselle Bedienplattform für alle möglichen Szenarien im vernetzten Heim entwickelt. Die Taster sind per Funk mit einer eigenen Zentrale verbunden, die übers Heimnetzwerk alle denkbaren vernetzten Geräte erreichen kann. Jeder einzelne Knopf verarbeitet jeweils bis zu drei Befehle: einmal, zweimal oder längere Zeit drücken. Was dann jeweils passiert, lässt sich über die zugehörige App einrichten – die Buttons spielen etwa mit Philips Hue Leuchten und anderen steuerbaren Lichtsystemen zusammen, befehligen Sonos-Multiroom-Anlagen, einige Smarthome-Devices aus den USA sowie künftig noch viel mehr vernetzte Gadgets. Außerdem kann man über die Knöpfe zusammen mit einer UniversalFernbedienung vom Typ „Logitech Harmony Elite“ auch einzelne Kommandos an die Audio-Video-Anlage schicken. Eine TV-Szene, die gleichzeitig den Fernseher aktiviert und das Licht dimmt, ist so mit einem Knopfdruck aufrufbar.

Nodon bietet kleine bunte Taschenknöpfe an, die auf Befehl teils lustige, teils auch sinnvolle Befehle auslösen – etwa über die Online-Steuerungsplattform IFTTT. Die Buttons werden per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt, ihre Funktionen für einen, zwei oder den langen Tastendruck richtet man über die zugehörige App ein. Das Ganze geht aber nur, wenn das Smartphone in der Nähe ist.

zimmer?“ kommt eine qualifizierte Antwort, sofern sich dort ein Sensor aus dem Apple-System „Homekit“ befindet. Regelt ein Homekit-fähiger Thermostat den Heizkörper und erhellen passende Funk-LED-Leuchten den Raum, dann kann man via Siri heizen, das Licht dimmen oder mehrere Funktionen in Szenen kombinieren.

Offene Systeme können mehr Das gößte Problem ist dabei, dass nur wenige Hersteller und Systeme Homekit unterstützten. Schon gar nicht die Großen, Etablierten der Branche. Das können andere besser, etwa Amazon. Der einstige Online-Buchhändler entwickelt sich seit Jahren zum Komplettanbieter für Online-Dienste jeder Art. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Sprachsteuerung Alexa und die Ein-/ Ausgabegeräte Echo und Echo Dot, die dieser Tage nach Deutschland kommen (siehe rechts). Sie können in jeder Lebenslage und für alle denkbaren Systeme Befehle in Klartext entgegennehmen. Ihre Funktion kann man sich so ähnlich vorstellen wie die eines Smartphones oder Tablets. Während man im Mobilgerät Apps fürs Onlinebanking, die Lichtsteuerung oder Onlinevideotheken installiert, lassen sich auf Amazon Echo sogenannte Skills aktivieren. Ein solcher Skill ist das Pendant zur App – während erstere auf Fingertippen am Touchscreen aufbaut und so alle möglichen Aufgaben erledigt, nehmen Skills über Echo Sprachbefehle für bestimmte Onlinedienste oder eben Licht, Rollläden, Heizung und vernetzte Hausgeräte entgegen und leiten sie an die richtigen Geräte weiter. Noch vor dem Start von Amazon Echo in Deutschland haben die großen Nachrüst-Anbieter wie Innogy Smarthome, Telekom Smarthome

smart-Konzept Senic ist ein Startup aus Berlin, das mit dem innovativen „Niumo“ für Furore sorgt. Der Befehls-Puck steuert Musik, Licht und andere Anwendungen per Drehung am Bedienring außen, über Wisch- und Tippgesten auf der Oberseite oder gar über Gesten im Luftraum darüber. Das klappt zum Beispiel mit Multiroom-Anlagen von Raumfeld – die ja ebenfalls in Berlin entwickelt werden.

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oder Homematic, ebenso wie die Hersteller zahlreicher Entertainmentsysteme angekündigt, die Amazon-Sprachsteuerung in ihren Plattformen zu nutzen. Digitalstrom nutzt die US-Version von Alexa in Präsentationen bereits heute. Die großen KNX-Systeme halten sich dazu noch bedeckt, doch auch für sie dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sie ebenfalls passende Apps – Verzeihung: Skills – herausbringen. Setzt sich das Ganze durch, dann dürfte es ähnlich viele Sprachanwendungen geben wie heute Apps in iTunes oder im Google Play Store.

Sprache Den Streaminglautsprecher Amazon Echo und sein kleiner Bruder Echo Dot mit ihrer intelligenten Sprachsteuerung „Alexa“ gibt es in den USA bereits seit über einem Jahr. Die Sprachkontrolle gilt dort als sehr zuverlässig. Auch durch Nebengeräusche hindurch oder quer durch den Raum reagiert die Box auf die Gesprächseröffung „Alexa“ zusammen mit einer natürlichen Anweisung wie etwa „wie wird das Wetter morgen?“ Daraufhin wird der Online-Wetterdienst befragt und die Wettervorhersage für den kommenden Tag verlesen. Hersteller vernetzter Geräte können die Funktionen über sogenannte Skills, also Fähigkeitsprofile, nutzen. Seit Ende Oktober liefert Amazon in Deutschland eine vorerst begrenzte Stückzahl Echo und Echo Dot aus – als eine Art intelligentes Sprachtraining.

Verschwiegenheit ist Pflicht So klingt all das nicht allzu komplex. Die eigentliche Intelligenz der Sprachsteuerung versteckt sich allerdings hinter den Kulissen, beziehungsweise in der sprichwörtlichen Cloud – also im Internet. Dort werden Sprachbefehle von Siri wie auch Alexa erfasst, verstanden und beantwortet. Das führt zwangsläufig zu einer Grundvoraussetzung für den Erfolg der Sprachsteuerung: So viel eine Alexa versteht, so verschwiegen muss sie sein. Hier muss sich Amazon gerade im Smarthome erst beweisen. In werblicher Hinsicht lebt der US-Konzern ja gewissermaßen vom gläsernen Kunden, von dem bekannt ist, wann seine Druckerpartonen leer sind und welches Buch er unbedingt lesen sollte. Zu Hause ermöglicht dieses Wissen natürlich tolle Automatiken, doch hier ist mehr denn je Verschwiegenheit Pflicht, zumal die SmarthomeTechnik häufig auch für Sicherheitsfunktionen zum Einsatz kommt. An dieser Stelle müssen Apple, Amazon & Co. die Privatsphäre und Datensicherheit ihrer Kunden offensiv und nachweisbar schützen. rot ❚

Fotos: Amazon (2), Philips, Google

Haptische Kontrolle über die Vorgänge im Haus könnte neben der Sprachsteuerung eine weitere Alternative zu Touchscreens, Apps und Tastern werden. Vom ungarischen Produktdesigner Gábor Balínt stammt eine Studie namens Memodo. Die Idee: Kleine Figuren liegen auf einem Tablett und verkörpern jeweils eine bestimmte Szene im Smarthome – ein Spielstein etwa steht für Freizeit am Wochenende, ein Miniatur-Weinglas für den gemütlichen Abend, das Auto für Abwesenheit und eine Sonnenbrille für Urlaub – der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Die Vertiefung seitlich am Tablett dient als Aktionsfläche: Sie erkennt eingelegte Objekte mithilfe eingebauter Sensoren, weiß dessen Bedeutung und gibt den entsprechenden Befehl zum Szenen-Start an das Smarthome weiter. Das Tablett ist also eine Art haptischer Multischalter, um verschiedene Szenen aufzurufen – leider bislang nur als Studie und Design-Modell.

Siri heißt die intelligente Sprachsteuerung, mit der immer mehr Apple-Geräte Befehle entgegennehmen. Neben iPhone und iPad tun das mittlerweile auch Apple TV und Mac-Computer – nicht aber spezielle Heim-Lautsprecher. Im Haushalt steuert Siri nur Geräte, die im Homekit-System mitmischen. Das sind noch recht wenige. Der Grund: Apple hat strikte Vorgaben für die Aufnahme in Homekit, auf die sich bislang nicht viele Hersteller einlassen. Google ist der Dritte im Bunde der Internet-Megakonzerne mit Musikstreaming und Spracheingabe. Das zugehörige Produkt heißt Google Home und wurde erst kürzlich vorgestellt, noch gibt es kaum Informationen über Anwendungen – abgesehen von den immer wieder auftauchenden Philips Hue oder dem smarten Thermostat Nest, der in Europa keine große Rolle spielt. Das dürfte sich aber bald ändern – ähnlich wie bei Amazon Alexa.

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Das intelligente

haus IMPRESSUM

VERLAG: Fachschriften-Verlag GmbH& Co. KG Höhenstraße 17, 70736 Fellbach Telefon (0711) 5206-1 Telefax (0711) 5206-300 www.fachschriften.de www.bautipps.de www.fertighausscout.de GESCHÄFTSFÜHRER: Tilmann Münch

Vor schau Das nächste Heft erscheint im April 2017

CHEFREDAKTION: Dipl.-Ing. (FH) Astrid Barsuhn (verantwortlich) Oliver Gerst (stellvertretend) REDAKTION: Dipl.-Ing. (BA) Reinhard Otter (rot) Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Wendnagel (jw) Tim Westphal (tw) Joachim Hoffmann (jh) ASSISTENZ: Ilona Mayer, Helga Piekert, Evelyn Wangler dih@fachschriften.de Foto: Revox

LAYOUT: Dolde Werbeagentur GmbH 70327 Stuttgart Jochen Otte, Ulrike Schuck, Suzanne Tempes HERSTELLUNG: Anja Groth (Ltg.), Julia Skora

VERTRIEB: Partner Medienservices GmbH 70597 Stuttgart DRUCK: PVA, 76829 Landau PREIS: Einzelheft 4,80 Euro ISBN: 978-3-945604-33-5

Intelligenz funktioniert auch draußen. Programmiertes Gießen und Rasenmähen gehören dann zum Alltag! Alles über den smarten Garten in der kommenden Ausgabe. Foto: Gardena

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Foto: Hans-Rudolf Schulz (Motiv: Okal-Haus)

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Entertainment nimmt einen immer größeren Stellenwert bei der Vernetzung des Hauses ein. Im nächsten Heft geht es um zentrale Musikanlagen, Lautsprecher in der Wand und vieles mehr.

Smarthomes sind auf die Bedürfnisse ihrer Bewohner zugeschnitten – jeder Entwurf ist anders. In spannenden Reportagen werden ganz unterschiedliche Häuser mit allen Details vorgestellt – Ausgabe 1/2017.

Foto: Digitalstrom

ANZEIGEN: Wolfgang Loges (Verk.-Ltg.), E-Mail: loges@fachschriften.de Simon Lindemann (Disposition) E-Mail: lindemann@fachschriften.de

Auch für Häuser im Bestand ist das Smarthome ein Thema. „Das intelligente Haus“ stellt die besten Lösungen für die Nachrüstung vor.


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FASZINATION ZUHAUSE! Dach & Ausbau

Ein Wellness-Refugium im Dachgeschoss.

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Diesen Traum hat sich eine junge Frau verwirklicht. Hier oben erholt sie sich von den Strapazen ihres Berufsalltags.

E

s gibt Chancen, bei denen man einfach zugreift, weil sie sich so schnell nicht mehr bieten. So dachte zumindest eine junge Betriebswirtin, als sie erfuhr, dass der Dachraum ihres Hauses zum Verkauf gestellt werden sollte. Der Börsenmaklerin gehört seit einigen Jahren die Wohnung im Obergeschoss des Mehrfamilienhauses. Ihr Wunsch: Im Dachgeschoss ein WellnessRefugium einzurichten, in dem sie sich vom Stress ihres Alltags erholen kann. Die Dachgeschosswohnung über ihr war heruntergekommen und seit Längerem nicht mehr bewohnt. Für die Betriebswirtin begann deshalb eine spannende Zeit der Planung und Ausführung. Um das Dachstudio von ihrer Wohnung im Obergeschoss aus erschließen zu können, ließ sie zunächst einmal die Decke öffnen und eine Treppe nach oben einbauen. Dann wurden Wände entfernt, die Dachkonstruktion gedämmt und die Zimmmerleute bau-

Ein traumhaft schönes Bad in einem sanierten Dachgeschoss. Rustikale Dachbalken harmonieren mit modernem Baddesign.

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