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individuelle Finanzierung

Frühzeitig ins eigene Zuhause Auch wer früh anfängt zu sparen, hat es auf dem Immobilienmarkt nicht leicht. Mit elterlicher Hilfe lässt sich jedoch das Eigenkapital aufstocken.

o wie diesem jungen Paar, beide Anfang 30, geht es vermutlich vielen. Sie möchten eine Familie gründen, die Mietwohnung wird zu klein, die Zinsen sind günstig. Aber obwohl die beiden schon seit Längerem jeden Monat Geld auf die Seite legen, reicht das Eigenkapital nicht für den Immobilienerwerb. Wer kann da helfen? Vielleicht die Eltern oder Großeltern? S

› Schenkung erhöht Eigenkapital

Laut Bundesbank besitzen die Deutschen 6.300 Milliarden Euro an Geldvermögen. Das ist zwar nicht gleichmäßig verteilt, doch viele Haushalte verfügen über erhebliche Mittel. Auch die Eltern von Sebastian haben mit der Zeit ein erkleckliches Vermögen zusammengespart. Weil sie ihrem Sohn und seiner Frau etwas Gutes tun wollen, unterstützen sie diese beim Immobilienkauf mit einer Schenkung. Insgesamt 100.000 Euro stellen sie zur Verfügung.

Die Schenkung ist als Form der Vermögensübertragung der Vererbung steuerlich praktisch gleichgestellt, sodass die gleichen Freibeträge gelten. Eltern können ihren Kindern 400.000 Euro steuerfrei schenken oder vererben, Großeltern ihren Enkeln immerhin noch 200.000 Euro. In Fällen, in denen das zu vererbende Vermögen entsprechend groß ist, kann es schon zu Lebzeiten per Schenkung in mehreren Etappen weitergegeben werden. Denn: Die Freibeträge

können alle zehn Jahre in Anspruch genommen werden. Bei unserem jungen Paar droht jedoch steuerlich keine Gefahr.

› Mehr Eigenkapital, bessere Zinsen

D ie Vorteile, die dem Paar aus der Schenkung erwachsen, sind enorm: Sie verfügen über ein viel höheres Eigenkapital, haben dadurch eine bessere Bonität, was wiederum zu niedrigeren Kreditzinsen führt. Entsprechend können sie die anfängliche Tilgung relativ hoch bei mehr als vier Prozent ansetzen (siehe Kasten rechts). Das führt zu einer schnelleren Tilgung des Darlehens.

Möchten die beiden jungen Leute ihren Kinderwunsch zeitnah umsetzen, sollten sie mit ihrem Finanzierungspartner einen Tilgungswechsel einplanen. Wenn etwa ein Partner eine einjährige Arbeitspause einlegt, könnte für diese Zeit eine reduzierte Tilgung vorgesehen werden, um das monatliche Budget zu entlasten. Anschließend kann die ursprüngliche Tilgung wieder aufgenommen werden.

Auch eine kostenlose Sondertilgungsoption im Kreditvertrag macht Sinn. Denn auch Sarahs Eltern haben Geldzuwendungen in Aussicht gestellt. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja bei Ablauf der Zinsbindung noch einmal ein großes Geschenk.

Sabina Kaiser, Leiterin der InterhypNiederlassung Hamburg

Die monatliche Belastung durch den Immobilienkredit lässt dem Paar genügend Luft zum Leben.

BEISPIELRECHNUNG

11 Fotos: Interhyp/Benjamin Ochs (2); Interhyp/Annette Hornischer (1) Schenkung der Eltern als Eigenkapital Das Ehepaar, Anfang 30, kauft sich eine 4-Zimmer-Wohnung. Das Nettoeinkommen beträgt 3.800 Euro. Die Wohnung kostet 320.000 Euro, hinzu kommen noch 40.000 Euro an Nebenkosten; an Eigenkapital sind 140.000 Euro vorhanden. Darunter ist eine – steuerfreie – Schenkung der Bauherreneltern in Höhe von insgesamt 100.000 Euro. Die Darlehenssumme beträgt somit 220.000 Euro: 1. Hypothekendarlehen

Darlehensbetrag: 220.000 € Zinsbindung: 10 Jahre Sollzins: 0,70% Anfängliche Tilgung: 4,75% Monatliche Rate: 999 € Restschuld nach Ende der Zinsbindung: 111.788 € Das Paar vereinbart für den Fall, dass es Nachwuchs bekommt und ein Elternteil pausieren wird, einen reduzierten Tilgungssatz (in der Beispielrechnung nicht berücksichtigt; würde zu veränderter Restschuld führen), bis beide Partner wieder arbeiten. 2. Anschlussfinanzierung Diese entfällt, falls das Paar nach Ablauf der Zinsbindung eine erneute Schenkung in entsprechender Höhe erhält. Es handelt sich um eine fiktive, aber realitätsnahe Beispielrechnung; Alle Angaben Stand 10.3.2020