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ARCHITEKTUR + K CHE

Ausgabe 1/2017 · € 6,80 Österreich € 7,50 Schweiz sfr 13,60 BeNeLux € 7,90 Italien € 8,80 Spanien € 8,80 Portugal € 8,80 (cont.) Slowenien € 8,80 Slowakei € 8,80

+ K CHE EINRICHTUNGSTRENDS | LIFESTYLE

ARCHITEKTENHAUS

Fachwerk – modern interpretiert

WOHNEN AUF DEM WASSER

Nautilus: Symbiose aus Natur und Architektur

SMART HOME

Intelligente Technik für ein smartes Zuhause

JUST FOR YOU – JUST SPICES

Eine Reise zu den Gewürzen der Welt


WIR GEBEN

w w w. M y L ech n e r.d e


VIVE LA DIFFERENCE ! „DIE ARCHITEKTUR GEWINNT IHRE POETISCHE DIMENSION NICHT AUS EINER AUTONOMEN ÄSTHETIK, DIE FREI ENTWICKELT IST, SONDERN AUS EINER INSZENIERUNG DES ORTES SELBST, AUS DEM

Kaum ein anderer Bereich des täglichen Lebens bietet so viele Möglichkeiten sich auszudrücken wie das eigene Zuhause. Bauen, Sanieren, Wohnen und Genießen ohne Konventionen, ganz nach persönlichen Bedürfnissen und Geschmack, in der Stadt, auf dem Land oder auf dem Wasser. Begleiten Sie uns auf eine Reise individueller Architektur- und Einrichtungs-Lösungen. Betreten Sie mit uns Räume, in denen sich Menschen gerne aufhalten, ob ganz privat oder mit Gästen.

VERTRAUEN IN DIE SCHÖNHEIT UND DIE TIEFE DES WIRKLICHEN.“

Roger Diener, schweizer Architekt (Diener & Diener)

Unsere Protagonisten – seien es Architekten, Innenarchitekten oder Hersteller – haben sich den Ansprüchen ihrer Kunden verpflichtet und damit auch der gestalterischen Qualität und der Liebe zum Detail. Interpretationen wie Metall-Look, Industrial Style oder auch Mix and Match, wirken alleine oder finden in der Kombination miteinander zu einem völlig eigenständigen Stil. Für mehr Komfort sorgen smarte Produkte, über deren Notwendigkeit und Einsatz allein der Nutzer entscheidet. Das gilt natürlich auch für den Genuss: Bevorzugen Sie Wein oder Whisky, essen Sie lieber mild oder spicy oder verfeinern Sie Ihre Gerichte gerne mit kaltgepressten Naturölen? Lassen Sie sich inspirieren. Ihr Redaktionsteam Yvonne Davy und Sabine Metz-Lieb

ARCHITEKTUR + KÜCHE | 1


INHALT

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ALTE HÜLLE – NEUER KERN … und die Küche spielt die Hauptrolle

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ARCHITEKTENHAUS Fachwerk modern interpretiert

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DER HAUSWIRTSCHAFTSRAUM Mehr Komfort im eigenen Haus

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INTELLIGENTE STAURAUMLÖSUNGEN Abfalltrenn- und Ordnungssysteme von Hailo

KOMPONIERT aus den Leicht-Programmen Synthia, Ios und Largo-LG dreht sich bei dem Titelbild alles um die Insel mit der auskragenden Bar. Die hochglänzende Lackoberfläche der dem Raum zugewandten Inselfront spiegelt dezent die Umgebung – ein sehr subtiles Spiel im Übergang von Küche und Wohnraum. www.leicht.com

ARCHITEKTUR + K CHE

INHALT

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Ausgabe 1/2017 · € 6,80 Österreich € 7,50 Schweiz sfr 13,60 BeNeLux € 7,90 Italien € 8,80 Spanien € 8,80 Portugal € 8,80 (cont.) Slowenien € 8,80 Slowakei € 8,80

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ARCHITEKTENHAUS

Fachwerk – modern interpretiert

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Intelligente Technik für ein smartes Zuhause

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Eine Reise zu den Gewürzen der Welt

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WOHNEN IN DER ALTEN PRINTENBÄCKEREI Traditioneller Industrial Style trifft moderne Architektur

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PUR UND ELEGANT Miele macht die grifflose Küche komplett

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MÖBEL OHNE GRIFFE … Sesam öffne dich

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KOMFORT KOMMT VON INNEN … mit Beschlägen von Hettich

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MÖBEL WIE AUS EINEM GUSS Griffloses Design von allmilmö

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KOMFORT HAT EINEN NAMEN … Wesco

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FINELINE MOSAIQ Schön und praktisch

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WOHNEN UNTER BUCHEN Die Raffinesse liegt im Detail

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INDUSTRIAL CHIC Aus der Werkstatt in die Wohnung


INHALT

Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de

64 90

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Geschäftsführer: Tilmann Münch Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms Chefredaktion: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de

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MY HOME IS MY CONCEPT Modulare Einrichtung – anpassungsfähig und dauerhaft

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METALL-LOOK Vom Catwalk direkt auf die Bühne der Innenarchitektur

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KOCHEN WIE EIN PROFI MIT PANASONIC Von Multitalenten und Perfektionisten

78 86 88 90 95 96

MIX AND MATCH Nie war Einrichten individueller

INTELLIGENTE TECHNIK … für ein smartes Zuhause EINFACH SMART – SKYLINE EDGE Für ein angenehmes Ambiente in der Küche ENDLICH ZU HAUSE Per Fingerslide zur Wohlfühlatmosphäre SUBWAY die Keramikspüle mit individuellem Charme SYSTEMKOMPETENZ … … rund ums Kochen und Vorbereiten WOHNEN AUF DEM WASSER Nautilus: Symbiose aus Natur und Architektur DURCHS FEUER GEGANGEN KeraDomo-Feinsteinzeugspülen und -arbeitsplatten – Nachhaltigkeit, die überzeugt

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KÜHLEN – INDIVIDUELL KOMBINIERT Mix and Match gilt auch für Kühlgeräte MODERNE WOHNLICHKEIT Zeitlos schön und clever durchdacht JUST FOR YOU – JUST SPICES Eine Reise zu den Gewürzen der Welt IMMER ZUR HAND Gewürzboard von Wesco MIT ALLEN SINNEN Aromen erleben mit Whiskykoch Chris Pepper DER ÖLMÜLLER Der Kellermeister unter den Ölmachern HERSTELLERVERZEICHNIS Weiterführende Informationen

Vertrieb: Partner Medienservices GmbH Julius-Hölder-Straße 47 70597 Stuttgart Druck: PVA Industriestraße 15 76829 Landau Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 5, gültig seit 1.1.2017 Preis Einzelheft: 6,80 Euro (inkl. MwSt.) Direktbestellung im Verlag unter www.buecherdienst.de (zzgl. Versand) Tel. 0711/5206-306 ISBN: 978-3-945604-35-9 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der Fachschriften-Verlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, pro fertighaus, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer ARCHITEKTUR + KÜCHE | 3


KÜCHEN INTERNATIONAL

ALTE HÜLLE –

Im Westen von London, in Ealing, steht dieses viktorianische Haus, entstanden Mitte der 1890er Jahre, als Ealing als „Königin der Vororte“ tituliert wurde.

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Die Häuser aus dieser Zeit in Ealing sind geräumig mit großzügigen Gärten. Gute Zugverbindungen empfahlen den Bezirk schon damals allen, die in der City arbeiteten und es sich leisten konnten, fern vom Lärm und der schlechten Luft der Innenstadt hier in einer der grünsten Gegenden der Großstadt zu residieren. Zuletzt über 20 Jahre in den Händen einer Familie, die nicht viel für den Erhalt des Anwesens getan hatte, erkannte der Bauunternehmer Chris Cooke das Potenzial dieser freistehenden Villa mit der typischen Backsteinfassade und den beiden Erkern rechts und links des Eingangs und machte ein Schmuckstück für seine Familie und die Nachbarschaft daraus.


KÜCHEN INTERNATIONAL

NEUER KERN

… UND DIE KÜCHE SPIELT DIE HAUPTROLLE Da vor allem das Äußere des Gebäudes noch die typischen viktorianischen Stilelemente aufwies, entschied er sich, hier nicht einzugreifen und es behutsam zu renovieren. Für das Hausinnere galt das nicht, demzufolge entkernte er das Haus vollständig, und baute sowohl das Untergeschoss als auch das Dachgeschoss aus, so dass ein regelrechter Neubau ohne tragende Wände entstand. Dabei folgte der gelernte Zimmermeister konsequent seinem Konzept, für jedes Gewerk den richtigen Spezialisten einzusetzen, so dass neben den Arbeiten, die sein eigenes Unternehmen ausführte, für, z. B. die Elektrik und die Beleuchtung, externe Unternehmen beauftragt wurden. Für die Küche war das

Vogue Kitchens, mit Jo und Sharan Johal, Premiumhändler von Leicht Küchen in London. Dem Bauherrn liegt die Korrespondenz zwischen der Umgebung mit dem Inneren eines Gebäudes sehr am Herzen. Da der hinter dem Haus nach Süden hin gelegene Garten an eine Bahnlinie grenzt, wird die Aussicht nicht durch gegenüberliegende Gebäude verdunkelt. Demzufolge ist der Lichteinfall auf dieser Seite des Hauses umwerfend, und um diese erstaunliche Helligkeit einzufangen, wollte Chris Cooke die Rückseite des Hauses bewusst öffnen. Und er wollte erreichen, dass es wirkt, als sei die Küche draußen und der Garten im Haus und umgekehrt. So entstand das Konzept des

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KÜCHEN INTERNATIONAL

DAS KONZEPT DES GROSSEN KREISES aus farblich abgesetzten Sand- und Kalkstein-Bodenfliesen verbindet Küche und Terrasse – Innen und Außen – optisch zu einer Einheit. EINEN LEICHTEN INDUSTRIE-TOUCH vermitteln Küchenfronten in handwerklicher BetonSpachteltechnik. Der Clou ist die dreieckige Insel, deren zweifarbige Silestone Arbeitsfläche den Kreisbogen des Bodens spiegelt.

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KÜCHEN INTERNATIONAL

DEN WUNSCH DES BAUHERRN nach einer wohnlichen Küche, die sich nicht in den Vordergrund drängt, hat Vogue Kitchens gelungen umgesetzt. Die Möbel harmonieren mit dem Raum und dem Haus, denn ihre Fronten entsprechen in Farbe und Material der Gestaltung der Wendeltreppe, die die Ebenen des Hauses vom Flur aus erschließt.

großen Kreises aus farblich abgesetzten Sand- und Kalkstein-Bodenfliesen, der Küche und Terrasse optisch zu einer Einheit verbindet. Hohe Faltschiebeglastüren mit Alurahmen erlauben die schwellenfreie Öffnung zu Terrasse und Garten hin. Neben diesem Innen-Außen-Effekt war die Aufgabe für das Team von Vogue Kitchens durch den sehr großen Raum definiert, in dem Küche, Ess- und Wohnraum zu einer Einheit werden sollten. Gefragt war ein mutiges Design, das bei aller Eigenständigkeit doch auch das kreisförmige Bodenlayout mit einbeziehen sollte. Entstanden ist eine Küchenplanung in L-Form, die sich diskret in den Raum einfügt. Der Clou ist die dreieckige Insel, deren zweifarbige Silestone Arbeitsfläche den Kreisbogen des Bodens ebenso spiegelt, wie ihr geschwungener Ausschnitt, der als Bartheke dient. Die Fronten der Schränke des Programms Concrete-C im Anthrazitton Brasilia von Leicht Küchen bringen Feinbeton, der in handwerklicher Spachteltechnik auf einen lackierten MDF-Träger aufgetragen wird. So entsteht ein authentisches Oberflächenbild mit einmaligen Strukturen und einem leichten Industrie-Touch. Küchentauglich und strapazierfähig werden die Türen durch eine Mattlackversiegelung. Der dreieckigen Insel teilt die Küchenplanerin Sharan Johal in der offenen Küche gleich mehrere

Funktionen zu: Sie strukturiert den Raum, bietet Stauraum und eine Bar und übersetzt die gestalterische Idee des großen, Außen und Innen verbindenden Kreises mit der präzisen Weiterführung in ihrer 20mm starken Arbeitsplatte. Das geschieht sowohl farblich mit den Silestonefarben Kensho und Carbono als auch in der Form zur Bar hin. Einfach gelungen!

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KÜCHEN INTERNATIONAL

SHARAN JOHAL Vogue kitchens

HINTER DEN GRIFFLOSEN TÜREN DER KÜCHE verbergen sich nicht nur ein großzügig bemessenes Kühl/Gefrierzentrum von Liebherr, sondern neben dem üppigen Stauraum auch eine integrierte Spülmaschine, die wie das Induktionskochfeld, die beiden hocheingebauten Backöfen, die Multifunktionsmikrowelle, der Kaffeevollautomat und der Unterbau-Weintemperierschrank in der Insel von Miele sind. Bei der Spüle fiel die Wahl auf eine Blanco Zero, während der Fusion Kochendwasserhahn von Quooker nicht nur Teetrinker auf ihre Kosten kommen lässt. EIN SCHMUCKSTÜCK FÜR DIE BEWOHNER UND DIE NACHBARSCHAFT – die freistehende Villa mit der typischen Backsteinfassade und den beiden Erkern rechts und links des Eingangs.

MIT ÜBER 30 JAHREN Erfahrung im Küchenbereich leben Jo & Sharan Johal, Vogue Kitchens, London, ihre Leidenschaft für Küchen- und Inneneinrichtung, die ihren Kunden entspricht. Dabei entstehen zeitgerechte, ästhetische, hochfunktionale Räume mit eigenem Charakter. Das Team von Vogue Kitchens liebt es, interessante architektonische Gegebenheiten, kluges Raumdesign zusammen mit sicherem Farb- und Oberflächenlayout in jeder Küche zu kombinieren.

ARCHITEKTUR UND DESIGN: CHRIS COOKE, STIMILON DEVELOPMENTS WWW.STIMILON.CO.UK KÜCHENDESIGN UND -MONTAGE: VOGUE KITCHENS WWW.VOGUEKITCHENS.CO.UK KÜCHE: LEICHT WWW.LEICHT.COM FOTOGRAF: OLIVER GORDON 8 | ARCHITEKTUR + KÜCHE


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FERTIGHÄUSER

ARCHITEKTENHAUS:

FACHWERK MODERN INTERPRETIERT FOTOS: BEILHARZ

„DIESES HAUS HIER entstand in exakt acht Monaten. Dabei arbeiteten alle Gewerke Hand in Hand. Wir haben nie zuvor eine leisere und vor allem sauberere Baustelle erlebt“, schwärmen Anne und Lars Kreutz. Mit dabei: Daniela Schweizer, Geschäftsführerin des Fertighausherstellers Beilharz (2.v. r.), und Landschaftsgestalter Alfred E. Haas (l.).

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Es ist ein heißer Spätsommertag, als uns Lars Kreutz und seine Frau Anne in ihr erst kürzlich fertiggestelltes Heim einladen. Bereits Monate zuvor hatte uns der Bauherr von der perfekten Umsetzung seines Haustraums vorgeschwärmt, nun können wir uns selbst überzeugen. Bereits der erste Blick auf das Anwesen vermittelt den Eindruck von Klarheit und Struktur.

Zwischen den beiden im rechten Winkel zueinander angeordneten Garagen führt eine rote Tür in einen Garten im japanischen Stil. „Hier verbringen wir so manchen Sommerabend, um uns auf uns zu besinnen“, erläutert der Hausherr, der uns auf einem Holzsteg am Haus entlang auf die sonnige Südterrasse geleitet. Dort treffen wir auf das versammelte Kreativteam, das zu der Realisierung des Gesamtwerks beigetragen hat: Anne Kreutz stellt uns Daniela Schweizer vor. Die Architektin ist zudem Geschäftsführerin des Fertighausherstellers Beilharz. Mit dabei ist natürlich auch Alfred E. Haas, der mit seinen Mitarbeitern die Gartengestaltung des Objekts übernommen hat.


FERTIGHÄUSER

Bereits an der gelockerten Stimmung der kleinen Gruppe ist zu erkennen, dass sich hier mittlerweile ein freundschaftliches Miteinander entwickelt hat.

EIN HAUS MIT INDIVIDUELLEM CHIC Doch bevor wir beginnen mit dem Kreativteam zu diskutieren, lädt uns unser Gastgeber zur Hausbesichtigung ein. Über die Terrasse betreten wir den rund 35 Quadratmeter großen Küchen- und Essbereich. „Wir haben unser Wohnzimmer mit Absicht nach oben gelegt, da sich der Großteil unseres häuslichen Zusammenlebens in der Küche oder wie jetzt auf der Terrasse abspielt“, erklärt uns Lars Kreutz. Und das sieht man auch: Die

handgespachtelten Beton-Fronten der Küchenmöbel, die zum Teil in die Wand eingelassenen Schränke und die Stein-Arbeitsplatte aus Nero Assoluto wirken raumbildend. Das Zentrum der Küche bildet eine kommunikative Insel, die sowohl als Ansatztisch, Bartheke und natürlich auch als Arbeitsfläche dienen kann. Wir folgen ihm in den großzügigen Eingangsbereich. Neben der Gästetoilette führt eine weitere Tür in einen Lagerraum mit Zugang zu einer der Garagen. „Auf diese Weise können wir unsere Einkäufe auch bei Regen trockenen Fußes ins Haus bringen und direkt einlagern.“ Praktisch, finden wir und begleiten den Bauherren in die erste Etage. Durch die Kombination aus Metall

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KÜCHEN INTERNATIONAL

DIE HANDGESPACHTELTEN Beton-Fronten der Küche, die zum Teil in die Wand eingelassenen Schränke und die Stein-Arbeitsplatte aus Nero Assoluto wirken raumbildend. Zentrum der Küche ist die kommunikative Insel.

und edlem Kirschbaumholz wird die Treppe fast zu einem Raumobjekt. Ihr Licht erhält sie durch die hohe Fensterwand, die die Treppe bis ins Dachgeschoss des Architektenhauses begleitet. Hier unterteilt eine tageslichtdurchflutete Galerie eine Fläche von rund 33 Quadratmetern in die Bereiche Wohnen und Arbeiten, zusätzlich gegliedert durch die Anordnung und die Farben der Design-Möbel von USM. Über eine Schiebetür gelangen wir in die privaten Gefilde des Bauherren-Ehepaars. Das Schlafzimmer teilt sich, nur durch eine Wand getrennt, das wandfüllende Giebelfenster und damit den Blick in die Krone des Walnussbaumes mit dem Wohnzimmer. Unmittelbar neben dem Schlafraum schließt das Badezimmer an, von dem aus man mit wenigen Schritten in die Ankleide gelangt. „Und sollten wir mit Gästen mal etwas ausgiebiger feiern“, erläutert uns Lars Kreutz lachend, „dann

beherbergen wir sie gerne in unserem gemütlichen Gästezimmer.“ Für Stauraum sorgt hier eine zweite Ebene, die über eine Leiter erreicht wird. Wie viel Raum die insgesamt 240 Quadratmeter Wohnfläche bieten, merken wir erst jetzt. Unser Weg führt wieder nach unten. Unser Gastgeber öffnet die dritte Tür in der Diele des Erdgeschosses zum zweistöckigen Zweizimmer-Appartement des Sohnes: Vom Wohnbereich im Erdgeschoss gelangen wir über eine Treppe in den Schlafraum im Souterrain des Gebäudes. Hier gruppieren sich um den zentralen Flur außerdem Heizungsraum, Werkstatt, Bad mit Sauna und ein weiteres Gästezimmer. Stilbildend zeigten sich während unseres gesamten Rundgangs die Architektenfarben Weiß, Schwarz und Grau in Kombination mit Materialien wie warmes Kirschbaumholz und natürlich Glas.

DIE TREPPE aus Metall und edlem Kirschbaumholz wird fast zum Raumobjekt. Im Dachgeschoss unterteilt eine tageslichtdurchflutete Galerie eine Fläche von rund 33 Quadratmetern in die Bereiche Wohnen und Arbeiten.

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1 SO INDIVIDUELL KANN FERTIGHAUSBAU SEIN „Und das soll wirklich ein Fertighaus sein?“, fragen wir ungläubig. Denn während unseres Rundgangs hatte uns Lars Kreutz einen Blick in seinen Computer gestattet. Hier hat das Ehepaar vor Baubeginn alle seine Wünsche und Vorstellungen festgehalten. „Wir haben im Urlaub auf einem losen Blatt begonnen zu skizzieren und aufzuzeichnen. Später habe ich dann auf dem Tablet weitergemacht“, beschreibt er. Nachdem die Idee an Reife gewonnen hatte, leitete das Ehepaar sie einfach an Daniela Schweizer weiter. „Wie sind Sie überhaupt auf den Fertighaushersteller Beilharz gekommen?“, möchten wir wissen. „Freunde luden uns in ihr neues Haus ein, das uns sofort gefiel. Dabei waren wir wie Sie erst einmal erstaunt, dass es sich dabei um ein Fertighaus handelte, der Hersteller war Beilharz“, erzählt Anne Kreutz. „Zudem haben wir uns auch ganz bewusst für eine Im-

1 DAS BAUHERREN-EHEPAAR: Lars und Anne Kreutz sind stolz auf ihre Immobilie und sehen das Ergebnis als Teamarbeit aller Gewerke.

2 mobilie in Holz-Ständerbauweise entschieden“, betont unser Gastgeber. Ausschlaggebend dafür waren auch die Faktoren gesundes Raumklima und Energieeffizienz. Begeistert setzen wir uns nun mit auf die Terrasse und staunen noch immer über die Individualität des Architektenhauses. Die Betreuung des Ehepaars hatte von Anfang an Daniela Schweizer übernommen. „Nachdem ich mir die Skizzen des Bauherren angeschaut habe, trafen wir uns zu insgesamt drei Vorbesprechungen. Dabei gehört es natürlich auch zu meinen Aufgaben, unsere Kunden über Kosten, die durch zusätzliche Gewerke anfallen, die nicht von uns ausgeführt werden, zu informieren. Dazu gehört z.B. der Aushub. Wir können hier zwar Unternehmen, mit denen wir vertrauensvoll zusammenarbeiten, empfehlen und das Ganze auch koordinieren. Die kaufmännische Abwicklung erfolgt jedoch zwischen Spezialunternehmen und unserem Kunden.“

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2 GROSSZÜGIGE DECKENHOHE FENSTER geben den Blick ins Grüne frei. 3 EINE WOHLFÜHL-OASE IM EIGENEN HAUS – ein Bad mit integrierter Saunalandschaft und angrenzendem Wellness-Bereich

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„Wir bei Beilharz nehmen die Belange unserer Kunden ernst. Wenn die Vorstellungen so klar sind wie bei unserem Bauherrenehepaar hier, ist es einerseits einfacher, dem Kundenwunsch gerecht zu werden, andererseits aber auch eine Herausforderung, da wir natürlich auch so manche technische Hürde nehmen müssen, die unseren Kunden selbst oft gar nicht bewusst ist. Zudem betrachten wir das Haus in der Konzeption prinzipiell als Ganzes. Aus diesem Grund verfügen unsere Häuser über eine überdurchschnittlich gute Energiebilanz“, unterstreicht Daniela Schweizer. „Um diese zu garantieren, setzen wir auf Wärmedämmsysteme, die sowohl Außenwände, Innenwände, Decken und Dach umfassen. Sie unterscheiden sich im Dämmstoff, nämlich entweder eine hochwertige Mineralwolle oder, wie hier eingesetzt, eine biologische Holzfaserdämmung ohne chemische Stabilisierungsträger. Die Außenwand mit kombinierter Holz-Putz-Fassade ist diffusionsoffen. Sie haben also Sommer wie Winter ein gesundes Wohnklima.“ Anne und Lars Kreutz sind bereits erfahrene „Bauherren“. Das Architektenhaus ist die zweite Investition in den Bau eines Eigenheims. „Dieses Haus hier entstand in exakt acht Monaten. Dabei arbeiteten alle Gewerke Hand in Hand. Wir haben nie zuvor eine leisere und vor allem sauberere Baustelle erlebt,“ schwärmt das Ehepaar noch immer. Ein Kompliment, das auch dem Landschaftsgestalter Alfred E. Haas gebührt. Der von ihm angelegte japanische Garten war uns bereits beim Betreten des Grundstücks ins Auge gefallen. „Für die Steinsetzung, die Wahl der passenden Pflanzen und die Wegeführung ist viel Wissen und Erfahrung erforderlich“, erläutert er. Ein Know-how, das Alfred E. Haas bei einem renommierten Bonsaimeister in Frankfurt erlernt hat. Als stilbildendes Element setzt

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sich der Steingarten strukturiert durch Bambus und Findlinge sowohl rund um das Haus als auch am Rand der Grasfläche fort. „Die Idee des Holzstegs stammt von Herrn Haas“, betont der Bauherr und verweist auf das hölzerne Bindeglied zwischen Terrasse und Gartenpavillon, der an eine moderne Pagode erinnert. „Um diesem Gebäude den richtigen Halt zu verleihen, wurden die tragenden Betonpfeiler in eine Tiefe von 2,80 Metern versenkt“ erläutert Daniela Schweizer, deren Team auch diesen Kundenwunsch und in diesem Fall in Kooperation mit dem ambitionierten Landschaftsgärtner sowohl gestalterisch als auch in der Umsetzung realisiert hat. Mit diesem Objekt, so finden wir, ist ein einzigartiges Architektenhaus entstanden, das seinesgleichen sucht.

www.beilharz-haus.de www.garten-und-landschaftsgestaltung-haas.de

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Bauen mit Beilharz • Sicherheit durch über 75-jährige Holzbautradition und feste langjährige Partner für Keller und alle Gewerke • Transparente Kostenaufstellung inkl. Aufschlüsselung der Baunebenkosten • Ein Vertragspartner für alle Leistungen • Ihr Konstrukteur überwacht persönlich die Montage Ihres Hauses auf der Baustelle • Überwachung des Bauleiters aller Arbeiten bis hin zur Schlüsselübergabe • Ökologie, Architektur, Qualität und Sicherheit – von Menschen für Menschen • Architektenhäuser: Individualität garantiert • Modulhäuser: Die Beilharz Balance-Häuser sind modular aufgebaut. Für die beliebtesten Architekturelemente wurden Module entwickelt. Beispielsweise Wintergarten, giebelseitiger Hauseingang, offener Wohn-Ess-Kochbereich, geräumige Diele mit Treppenaufgang, Dachgaube und vieles mehr.


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FOTO: NOBILIA

EINRICHTUNGSTRENDS

DER HAUSWIRTSCHAFTSRAUM – MEHR KOMFORT IM EIGENEN HAUS Ist ein Keller nicht vorgesehen oder vorhanden, erweist sich der Hauswirtschaftsraum als besonders praktisch direkt neben der Küche oder zumindest in einem von der Küche aus ohne große Umwege zugänglichen Bereich. In Neubauten wird im Hauswirtschaftsraum häufig ein Fenster eingeplant – so wirkt auch dieser Raum hell und freundlich.

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Von Vorteil zeigt sich auch Raum für die zusätzliche Unterbringung der zur Reinigung und Pflege des Hauses notwendigen Kleingeräte, Reinigungs- und Putzmittel, Eimer, Staubsauger und Leitern. Daneben können dort – ähnlich wie in einer Speisekammer – Vorräte und Dekorationsartikel deponiert werden. Gut erreichbare Regale in Kombinationen mit praktischen Einbauschränken ermöglichen eine übersichtliche und strukturierte Ausstattung des Hauswirtschaftsraumes.

FOTO: BALLERINA-KÜCHEN

FOTO: HÄCKER KÜCHEN

Im Hauswirtschaftsraum wird Wäsche gewaschen, getrocknet, oft auch gebügelt. Dabei bedarf es ausreichenden Platz zur sicheren Unterbringung von Waschmaschine und Trockner und für das Verstauen von Wasch- und Pflegemitteln. Ferner benötigt man im Hauswirtschaftsraum Platz für einen Schmutzwäschebehälter, eine Arbeitsfläche zum Nähen und Stopfen und natürlich dürfen Bügelbrett und Bügeleisen nicht fehlen.

DA DIE UNTERKELLERUNG eines Hauses durchaus ein kostenrelevanter Punkt ist, verzichten gut ein Drittel der Bauherren, die in Massivbauweise bauen, darauf. Im Fertighaussegment gibt es eine ähnliche Tendenz: 40 Prozent der vom Branchenspezialisten BauInfoConsult befragten Bauherren gibt an, beim Bau auf einen Keller zu verzichten. Hier kommt der Einrichtung eines Hauswirtschaftsraums eine ganz besondere Bedeutung zu. So finden Wohnen und Leben auf einer Ebene statt, was sich für alle Generationen als sehr komfortabel erweist.

FOTO: BALLERINA-KÜCHEN


PROMOTION

InTELLIgEnTE STAurAuMLÖSungEn Von HAILo Mit seinen intelligenten Abfalltrenn- und Ordnungssystemen hat sich Hailo seit über 60 Jahren besonders im Bereich der Küche etabliert. Seit einigen Jahren bietet der Hersteller auch Produkte für das Badezimmer und hat jetzt mit der Laundry-Area ein neues, besonders umfassendes Komplett-System entworfen. Konzipiert ist dieses für den Einsatz in Hauswirtschaftsräumen, kann aber je nach Raumaufteilung der jeweiligen Wohnung auch im Bad oder Schlafzimmer untergebracht werden.

FOTOS: HAILO

DIE LAUNDRY-AREA VON HAILO ist individuell kombinier- und erweiterbar mit vielen nützlichen Modulen, wie z.B. dem Utensilienbehältern mit Wandhalter, dem externen Wäschetrockner oder der Bügeltischeinheit mit dem praktischen, drehbaren Auszieh-Klapp-Bügeltisch.

Um in Wohnungen und Häusern ohne Keller oder Dachboden Raum zum Waschen und Wäschetrocknen zu schaffen, sind besondere Lösungen notwendig, die über die Basis-Ausstattung wie etwa einen Anschluss für die Waschmaschine und vielleicht auch noch für einen Wäschetrockner hinaus, auch das Thema Ergonomie mit einbinden. Ein gutes Beispiel dafür bildet die Laundry-Area von Hailo. In einem Schrank ist alles Wichtige rund um die Wäsche vorhanden: Aufhängmöglichkeiten für Kleidung, Schubladen zum Verstauen und Einsortieren von Wäscheutensilien, Klammer- und Kleinteilbehälter sowie ein ausklappbarer Bügeltisch. Seitlich am Schrank kann optional ein aufklappbarer Wäscheständer zum Trocknen der nassen Wäsche angebracht werden. Die Laundry-Area kann individuell an die Größe des Schrankes angepasst werden, ist mit Sondermodulen flexibel erweiterbar und kann je nach Bedarf nachgerüstet werden. www.hailo.de

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ARCHITEKTUR

WOHNEN

IN DER „ALTEN“ PRINTENBÄCKEREI

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FOTOS: DIIIP

TRADITIONELLER INDUSTRIAL STYLE TRIFFT MODERNE ARCHITEKTUR

KÜCHEN INTERNATIONAL

Die vom Architekturbüro Diiip in Köln realisierte Kernsanierung einer alten Printenbäckerei zeigt in besonderer Weise, wie man trotz völlig einschränkender baurechtlicher und städtebaulicher Vorgaben Gestaltungsraum für kontrastreiche, zeitgemäße Architektur entwickeln kann. „Aufgrund des Bestandschutzes war man bei der Kernsanierung der alten Printenbäckerei baurechtlich verpflichtet, die bestehende Kubatur zu wahren. Jedoch gelang es in einem langen Verfahrensprozess, das Bauamt von der Notwendigkeit einer dringed benötigten Tageslichtquelle zu überzeugen, für die wir einen Innenhof eingeplant hatten“, erläutert uns Architekt Jochen Reetz. „Eine weitere Herausforderung bestand darin, dass nur die Treppe und die Substanz des alten Printenofens wiederverwertbares Potential aufwiesen, so dass der restliche Bestand, ausgenommen der benötigten Grenzwände, komplett abgerissen werden musste.“ Somit wurde die Treppe als solche wieder in die neue Planung integriert. Sie bildet das Rückgrat der neuen Planung. Die handgebrannten Ziegel des ehemaligen Printenofens wurden abgetragen, gereinigt und aufgetrennt. Als historische “Abrissmasse“ für Wände und Böden im kompletten Hinterhof und im Innenhof des Neubaus bilden sie im Sanierungskonzept den materiellen Kontrast zu den homogenen Putzflächen der flächenbündigen Fassade. U.a. auch der Verzicht auf Attikableche ermöglichte eine bauliche Lösung, die sich sensibel in

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ARCHITEKTUR

1 BESTANDSHÜLLE BRANDSCHUTZABSTAND

INNENHOF BLACK BOX

BESTAND

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ZIEL


KÜCHEN INTERNATIONAL

1 DIE CLEANE GRIFFLOSE KÜCHENEINRICHTUNG drängt sich nicht in den Vordergrund und wirkt durch die Nischengestaltung mit warmem Eichenholz doch wohnlich. 2 DIE TAGESLICHTPOSITION DES ESSTISCHS dient als Tages- und Familienmittelpunkt. 3 ALLE AUSSENZUGÄNGE bedienen sich großformatiger Glasfalt-Anlagen, um Innen- und Außenraum miteinander verschmelzen lassen zu können. Eine nur über die Bibliotheksleiter erreichbare Fernsehkoje verbannt das TV aus dem klassischen Wohnbereich und dient als weiterer Rückzugsort.

4 den Hinterhof einfügt. So entstand trotz vorgegebener Kubatur ein neuartiges Wohnkonzept, das sowohl den Bauherren-Anforderungen als auch dem städtebaulichen und nachbarschaftlichen Kontext gerecht wird.

NACHHALTIGE FLEXIBILITÄT Die Raumaufteilung des Lofts orientiert sich an einem gesamtheitlichen Gestaltungsansatz, der auch die Möbel-, Küchenmöbel und Detailplanung mit einbindet. So begnügt sich das Obergeschoss mit kleinen, rein funktionalen Privaträumen bestehend aus Schlafzimmer und Bad. Dafür besticht das Erdgeschoss mit Platz für einen großzügigen nutzungsflexiblen Raum. Die Tageslichtposition des Esstischs dient hierbei als Tages- und Familienmittelpunkt, während die an den Sofabereich angrenzende Küche im Off die zweite Tageshälfte bestimmt. Alle Außenzugänge bedienen sich großformatiger Glasfalt-Anlagen, um Innen- und Außenraum miteinander verschmelzen lassen zu können. Ein von der Wohnachse durch einen Bad/Garderoben-Trakt abgetrennter Rückzugsbereich bietet den Bewohnern vielfältige Nutzungsvarianten. Dieser kann flexibel sowohl an den augenblicklichen Bedarf als auch an zukünftige Veränderungen,

wie z. B. das Einplanen von Kinderzimmern, oder die Realisierung einer Anliegerwohnung angepasst werden. Die nur über eine Bibliotheksleiter erreichbare Fernsehkoje, verbannt das TV aus dem klassischen Wohnbereich und dient als weiterer Rückzugsort. Um dem Charme der alten Handwerkstätte gerecht zu werden, bilden Gussasphaltboden, Akustikpaneele und Grobputz die flächigen Materialien des anthrazit-farbenen Innenraums. Eichenholzelemente wie Türen, Treppenaufsätze und Küchenrückraum hingegen sorgen kontrastreich für den wohnlichen Charakter. Selbst das Energiekonzept ist durchdacht und basiert auf einer kontrollierten Wohnraumlüftung im Zusammenspiel mit Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlage und Solarpaneelen. Der nachhaltige Umgang mit dem Bestand, das Material- und Farbkonzept verbinden den industriellen Charme der ehemaligen Bäckerei mit moderner www.diiip.net Architektur.

4 DIE ZIEGEL des ehemaligen Printenofens wurden abgetragen, gereinigt und aufgetrennt. Als historische „Abrissmasse“ für Wände und Böden im kompletten Hinterhof und im Innenhof des Neubaus bilden sie im Sanierungskonzept den materiellen Kontrast zu den homogenen Putzflächen der flächenbündigen Fassade.

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ARCHITEKTUR

ARCHITEKT JOCHEN REETZ ZUM THEMA BAUTRENDS:

„WIR SEHEN unser Büro als Schnittstelle zwischen Mensch und gestalteter Umwelt. Dabei verstehen wir den Begriff der Umwelt nicht ausschließlich räumlich, sondern vielmehr als Möglichkeit eines ganzheitlichen und cross-disziplinären Gestaltungsansatzes. Immer auf einen interaktiven Mehrwert bedacht, konzipieren und planen wir Gebäude und Räume für Privat- und für Firmenkunden in verschiedenster Komplexität und unterschiedlichsten Maßstäben“, erläutert Jochen Reetz die Philsophie des von ihm gegründeten Architekturbüros diiip, Köln. Wir baten den gelernten Zimmermann und studierten Architekten um ein Statement zum Thema Bautrends. 22 | ARCHITEKTUR + KÜCHE

Inwieweit korrespondieren allgemeine Bautrends mit den individuellen Wünschen der Bauherren? Aufgrund der hohen Inspirations- und Informationsdichte des Internets sowie der Fülle an Fachzeitschriften, etc. haben Bauherren oft bereits konkrete bauliche Vorstellungen für ihr Vorhaben. An dieser Stelle sollte der Architekt seiner Beratungsqualifikation nachkommen und dem Kunden weitere oder ggfs. optimierte Möglichkeiten veranschaulichen. Welche Materialien und Farben dominieren die Fassaden, der von Ihnen realisierten neuen Wohnhäuser? Da Fassade und Kubatur grundlegend den Charakter des Hauses bestimmen, ist die Außenhaut des Gebäudes bereits Teil der Vorentwurfsplanung. Um sicher zu sein, dass Innen- und Außenraum des Gebäudes bei Fertigstellung korrespondieren, versuchen wir die Bauherren früh und fortlaufend von einer geeigneten Fassade zu überzeugen. Das Spektrum unserer letzten Gebäude reicht von sichtbar verschraubten Fichte-Dreischichtplatten bis hin zu dunkelgrauem Filzputz mit bündigen schwarzen Fenstern. Welche Dachformen werden bevorzugt? Als Bauhaus-Absolvent mag ich persönlich zwar raffinierte „Kisten“, finde aber, dass geneigte Dächer im richtigen Kontext durchaus ihre Berechtigung haben. Konstruktion und Material des Daches stehen hierbei in

Kombination mit der Fassade und sind mitprägend für die spätere Außenwirkung des Gebäudes. Wie entwickelt sich Ihrer Meinung nach die Raum- und Flächen-Aufteilung moderner Wohngebäude? Der offene bzw. fließende Grundriss im Einfamilienhaus hat sich zusehends etabliert. Nach wie vor sind die Deutschen jedoch ein sehr flächenoptimiertes Wohnvolk. Ich würde mir wünschen, dass offene und fließende Räume nicht nur horizontal, sondern auch vertikal gedacht und gelebt werden. Ist Barrierefreiheit dabei ein Thema? Die Möglichkeiten einer barrierefreien Planung im Bestand sind stark gebäudeabhängig, meist kostenintensiv und oft räumlich nur begrenzt umsetzbar. Die Realisierungsgrundlagen müssen von Fall zu Fall geprüft werden. Bei Neubauten sollten die Bauherren auf die Möglichkeiten einer barrierefreien Planung hingewiesen werden. Es lohnt, sich zumindest mal mit einem strategischen Planungsansatz (Alter, Pflege, etc.) auseinander zu setzen. So können bspw. bereits Ausbaupuffer, entsprechende Durchgangsbreiten, Raumfolgen, sowie perspektivische Raumwechsel in die Planung einfließen. Leider ist die tatsächliche Bereitschaft zu einer barrierefreien Planung außerhalb eines konkreten Bedürfnisses noch sehr gering.


Wonderfully Together Die Produktlinie Mythos von Franke steht für zeitloses Design gepaart mit kompromissloser Qualität in dezent-elegantem Look. Die breite Produktauswahl lässt Raum für Ihre gestalterische Individualität. Mehr zur Serie Mythos auf Franke.de/ks


KÜCHEN INTERNATIONAL TREND

MIELE MACHT DIE GRIFFLOSE KÜCHE KOMPLETT

DIE DESIGNLINIE ARTLINE in Graphitgrau (o.), in Brillantweiß (u. mit DirectSensor Steuerung) oder Obsidianschwarz fügt sich dezent in das Möbelumfeld ein.

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PUR Wo Küche und Wohnzimmer eins werden, ist eine klare Formensprache gefragt: Gerne puristisch, geradlinig und grifflos, denn die Hervorhebung einzelner Elemente stört beim Blick aufs Ganze. Diesen Trend greift die neue Einbaugeräteserie ArtLine von Miele auf: Unaufdringlich und elegant zugleich fügt sie sich ins Bild. Das Geräteensemble kommt ganz ohne Griffe aus und passt flächenbündig in die Möbelfronten – ob in Graphitgrau, in Brillantweiß oder Obsidianschwarz, ganz wie gewünscht. Der neue Farbton Graphitgrau strahlt Purismus und Eleganz aus, passt zu unterschiedlichen Küchendesigns, kommt aber besonders gut in einem dunkel und kühl gestalteten Wohnumfeld zur Geltung.


PROMOTION

PURISMUS UND ELEGANZ strahlt das Geräteensemble aus der grifflosen Designlinie ArtLine im Farbton Graphitgrau mit dem M Touch-Display aus: Backofen mit untergebauter Gourmet-Wärmeschublade, Dampfgarer mit Backofenfunktion, Einbau-Kaffeevollautomaten sowie Backofen mit Mikrowellenfunktion (Foto links). Beim Touch2openMechanismus genügt das Berühren einer Sensortaste auf der Bedienblende. Sie entsperrt die Tür, die sich sanft und in der Endstellung zusätzlich gedämpft öffnet.

UND ELEGANT Für die konsequente Ausstattung der Küche mit grifflosen Geräten bestimmen vollflächige Glasfronten und integrierte Gerätedisplays das ArtLine-Design. Zur Wahl stehen Backöfen, Dampfgarer mit Backofenfunktion sowie Backöfen mit Mikrowelle, ergänzt um Kaffeevollautomat, Kochfelder, Wärmeschublade, Vakuumierschublade, Weinschrank, diverse Kühl-/Gefriergeräte sowie Geschirrspüler mit Knock2open-Technologie – allesamt „Grifflos“-Varianten aus dem aktuellen Miele-Programm. Diverse Dunstabzugshauben, die im ausgeschalteten Zustand unauffällig hinter Möbelfronten verschwinden, machen die pure Anmutung der offenen Küche komplett.

FOTOS: MIELE

Die Funktion des Gerätegriffs übernimmt eine in die Bedienblende integrierte Sensortaste (Touch2open). Beim Berühren dieser Sensortaste wird die verriegelte Tür motorisch entsperrt, gleitet sanft und in der Endstellung zusätzlich gedämpft nach unten – effektvoll und komfortabel. Die ArtLine-Modelle gibt es in zwei Ausstattungsvarianten, entweder mit der sogenannten DirectSensor-Steuerung, die Topmodelle kommen mit einem M Touch-Display, das in der Benutzerführung an ein Smartphone erinnert und mit einer praktischen Suchfunktion für Automatikprogramme aufwartet. Beide Bedienvarianten kommen ganz ohne Knebel aus. www.miele.de

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TREND

MÖBEL oHnE GRIFFE

Die offenen Konzepte in Architektur und Inneneinrichtung erfordern eine entsprechende Raumausstattung. Besonders ruhig, modern und elegant wirken Räume, wenn die Möbelfronten nicht durch sichtbare Griffelemente unterbrochen werden. Edle Lack-, Beton- oder Metalloberflächen und Furniere können ihre Wirkung großzügig entfalten. Bequem zu öffnen sind die grifflosen Möbel trotzdem. Türen und Schubladenblenden mit nach hinten abgeschrägten Frontkanten, in die Türkante eingefräste Griffmulden oder integrierte Profilgriffleisten erlauben das Aufziehen der Front. Sie können horizontal oder vertikal eingeplant werden und so Einfluss auf die Linienführung im Raum nehmen. Daneben stehen zudem Systeme zur Öffnungsunterstützung, die mechanisch oder mit elektrischem Antrieb arbeiten, zur Wahl. Bei ihnen reicht ein leichtes Antippen der Möbeltür oder des Auszugs und sie kommen dem

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Nutzer entgegen. In der Küche bewähren sich Systeme mit Öffnungsunterstützung auch unter ergonomischen Aspekten, wenn mit vollen oder schmutzigen Händen z.B. der Abfallsammler geöffnet werden soll: Ein leichter Schubs mit Knie oder Fuß – und schon fährt der Eimer aus dem Schrankinneren. Mittlerweile stehen sogar Backöfen, integrierte Spülmaschinen und Kühlschränke mit einer grifflosen Öffnungstechnik bereit. Ganz gleich, ob Klappen an Oberschränken oder Schiebetüren – der grifflose Trend lässt sich in allen Wohnbereichen umsetzen, individueller Planung und Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt.

FOTO KETTNAKER

… SESAM ÖFFnE DIcH


FOTO: BALLERINA-KÜCHEN FOTO: BALLERINA-KÜCHEN

TREND

DER NEUE ZWEIBAHNIGE SlideLine M von Hettich bietet neue Möglichkeiten, den Stauraum in der Nische zu verdecken.

DAS LEGAMOVE SYSTEM bringt alle Inhalte auf eine komfortable Höhe.

KOMFORT KOMMT VON INNEN

FOTO: NOBILIA-WERKE

Türen und Auszüge, selbst Kühlschränke lassen sich öffnen, ohne dass ein Griff zu sehen ist, Schubkästen lassen sich ganz herausziehen und schließen sich sanft gedämpft, auch wenn sie voll beladen sind, platzsparende Schiebetüren schweben geräuschlos – manche Möbeldesigns und Funktionalitäten werden erst durch die Entwicklungen und Lösungsansätze von Beschlagherstellern wie Hettich möglich.

Apropos grifflos: Auch der Kühlschrank braucht keinen Griff mehr, das puristische grifflose Design der Küchen kann konsequent durchgehalten werden, dank der elek elektromechanischen Öffnungsunterstützung Easys. Sie ist so kräftig ausgelegt, dass sie die magnetische Zuhaltung eines Kühlgerätes leicht überwindet und das Paket aus Geräte- und Korpustür nach einem sanften Druck zuverlässig öffnet. In welchem Bereich auch immer, ungebrochen ist der Trend zu Schiebetüren nicht nur bei Möbeln. Die neue zweibahnige

KONSEQUENT GRIFFLOS: Easys überzeugt mit intelligenter Funktion und unsichtbarer Technik.

FOTO: BEECK-KÜCHEN

… MIT BESCHLÄGEN VON HETTICH

GRIFFLOSES DESIGN mit Push to open Silent und die filigranen Konturen des AvanTech Schubkastensystems.

Variante von SlideLine M erlaubt nicht nur Schränke, sondern auch die Nische zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank komplett mit Schiebetüren zu verschließen. Das schafft eine neue Optik im Küchendesign und dient gleichzeitig dem Komfort in der Küche. Mit dem LegaMove System von Hettich fährt der Innenkorpus des Oberschrankes auf Knopfdruck herunter. Auch Gegenstände oben im Schrank, die sonst außerhalb der Reichweite des Nutzers stehen, können so komfortabel erreicht werden. www.hettich.com

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FoToS: ALLMILMÖ

KÜCHEN INTERNATIONAL TREND

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MÖBEL wIE AuS

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KÜCHEN INTERNATIONAL

1+2 DAS HELLE GRAU des funktionalen design-art Modells Senza harmoniert perfekt mit der Arbeitsplatte und der Rückwandverkleidung aus marmoriertem Carrara Naturstein. 3+4 MINIMALISTISCH: modern-art Modell Fineline, mit weißer rillenstrukturierter HochglanzLackfront.

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EINEM GUSS

GRIFFLOSES DESIGN Von ALLMILMÖ

Besonders wenn es um die Einrichtung von zum Wohnbereich hin offene Küchenräume geht, schaffen Möbeltüren und Auszüge, die ohne Griffe auskommen, durch ihre ruhige, aufgeräumte Erscheinung ein einheitliches Raumerlebnis. Die Designer von allmilmö in Zeil am Main, einem der deutschen Premium Küchenmöbelhersteller, setzen sich seit fast fünfzig Jahren mit der Gestaltung von Möbeln mit grifflosen Öffnungskonzepten auseinander. In dieser Tradition sind vielfältige Varianten entstanden, die Ästhetik, Ergonomie und Praktikabilität mit einander vereinen. Ob als Griffleiste an der Ober- oder Unterkante der Türen und Auszüge integriert, oder als präzise im 39 Grad-Winkel abgeschrägte Kante, oder als mechanische Öffnung Tip-Tec, die auf sanften Druck reagiert, oder mit elektrischer Öffnungsunterstützung, die grifflosen Möbel wirken geradlinig, großflächig und edel in ihrer ruhigen Linienführung und lassen sich bequem öffnen und dank Dämpfung flüsterleise wieder schließen. Eine der Spezialitäten der industriellen Küchenmanufaktur allmilmö sind hochglänzende Lackfronten, die durch mehrfaches Lackieren in feinster Handarbeit entstehen. Ihre Eleganz kommt ohne Griffe erst richtig zur Geltung. Aber auch mit Küchenfronten aus strapazierfähigem

Kunststoff, edlem Glas, gelas, echten Holz olz Furnieren urnieren oder ge spachtelten Betonoberflächen lassen sich individuelle und exklusive Küchenkonzeption realisieren. Und wenn dann die Gestaltung des Innenlebens der Schränke dem Design des Äußeren der Möbel entspricht, wird konsequente Qualität zum Erlebnis. Dafür steht das prämierte geradlinige a-Box Schubkastensystem von allmilmö mit den schlanken Seitenwänden. Der speziell darauf abgestimmte Orga-Set Funktionseinsatz hält alle zum Kochen benötigten Utensilien, Messerblock und Gewürze, Bestecke, Folienspender und Teller übersichtlich und handlich bereit. Je nach Geschmack und Vorliebe ist das OrgaSet ist in Metallschwarz, Eiche naturhell oder Nussbaum für alle a-Box Kästen, die als Black-, White-, Steel- oder Wood Line zur Wahl stehen, variabel einsetzbar.

DAS PRÄMIERTE geradlinige a-Box Schubkastensystem von allmilmö

www.allmilmoe.com

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PROMOTION FOTOS: WESCO

ABFALLTRENNUNG PRAKTIKABEL: Pullboy Soft Comfort 2 mit ausziehbarem Deckel und Orga-Board für griffbereite Utensilien und Pullboy Soft Comfort mit fixiertem Deckel (kleines Bild)

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KOMFORT HAT EINEN NAMEN: WESCO Für eine angenehme Organisation der täglichen Arbeitsabläufe sollte bei der Ausstattung des Vorbereitungszentrums der Abfallsammler nicht außer Acht gelassen werden. Hier überzeugt das frontgebundene anthrazitfarbene System Pullboy Soft Comfort von Wesco durch seine Flexibilität, denn es lässt im Schrank unter der Spüle genug Raum für Siphon, Ventile und Leitungen. Komfortabel wird es durch seinen Vollauszug, so dass der gesamte Inhalt des Unterschranks ausfährt. Zusätzliche Auszugssicherungsstifte verhindern das versehentliche Herausziehen der Front mit dem Rahmen. Ein leichter Schubs – und Selbsteinzug und Dämpfer sorgen für leises Schließen.

Noch mehr Bequemlichkeit verschafft ein optionaler Fußhebel, denn so kann die Einheit auch mit vollen Händen geöffnet werden. Und wer sich gegen die Version Pullboy Soft Comfort 1 mit fixiertem Deckel entscheidet und für den Pullboy Soft Comfort 2 mit ausziehbarem Deckel entscheidet, der kann zudem leichter auf die dort abgelegten und durch eine Antirutschmatte gesicherten Utensilien zugreifen. Das neue Comfort-Orga-Board organisiert den Stauraum hier noch besser. www.wesco-einbautechnik.de


MOST

INNOVATIVE *

BRAND *Plus X Award 2015

FUNKTION. ELEGANZ. HARMONIE.

www.leicht.com


KÜCHEN INTERNATIONAL PROMOTION

Flexibel im Einsatz, praktisch in der Nutzung, ästhetisch in der Optik – ein neuartiges, individualisierbares System für die Küchen-Innenausstattung wertet jede Küche entscheidend auf.

FINELINE Die Elemente im neuen „FineLine MosaiQ“-Programm des Beschlägespezialisten Kesseböhmer passen in jeden Auszug, in Hoch- und Hängeschränke. Und: Sie können jederzeit auch nachträglich in vorhandene Küchen integriert werden. Edles Holz – amerikanische Eiche, auch White Oak genannt, und schwarz gebeiztes Eschenholz – bildet die Basis. Harmonisch darauf abgestimmt ist die grafitschwarze Oberfläche von Metallelementen zur Untertei-

OPTIMIERTE FUNKTION auch im Hängeschrank, zum Beispiel im „iMove“, ermöglicht eine Gleitebene aus Metall, in die herausziehbare und herausnehmbare Holzboxen unterschiedlicher Höhe eingestellt werden können. Sie bieten einen guten Überblick und leichteren Zugriff auf das Staugut. 32 | ARCHITEKTUR + KÜCHE


FoToS: KESSEBÖHMEr

PROMOTION

MOSAIQ lung der Holzboxen. Die Formensprache ist elegant, die Optik reduziert, Profile und Einsätze sind schlank und feingliedrig, passend zum aktuellen Küchendesign. Die verschiedenen Einsätze, Boxen und Teilungselemente sind in den Maßen so aufeinander abgestimmt, dass sie in den unterschiedlichsten Kombinationen zusammengestellt werden können. Stauraum kann jederzeit auf sich ändernde Bedürfnisse und Gewohnheiten abgestimmt werden. Auf das „Convoy“-Basistablar der

ScHÖn unD prAKTIScH

Hochschrankfamilie ochschrankfamilie lässt sich beispielsweise ein herausnehmbares Tablett ablett mit Grifflöchern aufsetzen. Spezielle Holzrahmen mit Lochplatten ochplatten können mit aufsteck aufsteckbaren Quereinteilern, Flaschenlaschen- und Tellerhaltern T oder Kreuzteilern reuzteilern ganz individuell für unterschiedlichste Funktionen aufgerüstet werden. Einen inen strapazierfähigen und farblich passenden Untergrund ntergrund schaffen schwarze Filzmatten. www.kesseboehmer.de

DURCHDACHTE FUNKTION und hohe Variabilität kennzeichnen „FineLine MosaiQ“ osaiQ“ von Kesseböhmer. Das Zusammenspiel von Holz und grafit-schwarzen Metallelementen etallelementen zur Unterteilung der Holzboxen olzboxen ist ästhetisch, modern und entspricht dem aktuellen Trend. rend. ARCHITEKTUR + KÜCHE | 33


ARCHITEKTUR

WOHNEN UNTER BUCHEN 1

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Umgeben von einem alten Buchenbestand am Stadtrand nahe Frankfurt steht der Neubau eines zeitgenössischen Wohnhauses einer jungen Familie. Geplant wurde die moderne Immobilie von dem ArchitektenTeam Schubert und Seuß Architekten BDA aus Darmstadt.


ARCHITEKTUR

DIE RAFFINESSE LIEGT IM DETAIL

Parkähnliche Grundstücke wie dieses sind rar. Das naturnahe und zugleich heterogene Umfeld mit einer lockeren Bebauungsstruktur macht das Spannungsfeld zwischen herrschaftlichen Gründerzeitvillen und zeitgenössischen Neubauten aus, die den besonderen Reiz der Lage prägen. Der einfache, weiß verputzte Baukörper in Massivbauweise entwickelt seine Kubatur aus den Abmessungen des Grundstücks und den damit verbundenen Vorgaben aus Abstandsflächen und Baulinien. Angelehnt an den modernen, zeitlosen Baustil verbinden sich zwei Volumen zu einer skulpturalen Figur. Je nach Funktion und Nutzung variiert der Grad an Offenheit. In Proportion

und Ausrichtung gezielt gesetzte Öffnungen verhindern von der Straßenseite die Einsehbarkeit in die Innenräume und wahren somit die Privatsphäre. Zur Gartenseite lassen großzügige raumhohe Glasflächen den Wohnraum in einem fließenden Übergang mit dem Außenraum verschmelzen. Die Raffinesse des Entwurfs zeigt sich erst im Innenraum. Ein kompakter Kern, der auch als Verteiler für die Ebenen dient, bündelt die Erschließungsflächen, Garderobe, Gäste-WC und Abstellraum. Diese Idee schafft Flexibilität in der Nutzung der anschließenden Wohnräume und prägt zugleich die Hierarchie der Raumfolge – von öffentlich bis privat, von belebt bis still.

DER NEUBAU des zeitgenössischen Gebäudes am Stadtrand von Frankfurt ist umgeben von einem alten Buchenbestand. Der weiß verputzte Baukörper in Massivbauweise zeigt sich zur Straßenseite eher introvertiert.

„Architektur und Innenarchitektur verschmelzen zu einer Einheit – geradlinig, leidenschaftlich und funktional. Material- und Farbkompositionen, Kontraste von Oberflächen und Strukturen, Licht und Schatten, sowie der Bezug zum Außenraum sind bei der Umsetzung wichtige Bestandteile des Konzeptes.“ Stefan Seuß und Karl Schubert

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ARCHITEKTUR

„Als familiengeführtes Unternehmen in der zweiten Generation setzen wir seit mehr als vier Jahrzehnten unser Know-how bei der Planung und Umsetzung von individuell auf unsere Kunden abgestimmten Küchenlösungen ein.“ Christian, Wolfgang und Stefan Böhm

DIE KÜCHE als kommunikativer Mittelpunkt des Hauses. Begehbar von zwei Seiten kann der Koch- und Essbereich über eine Schiebetür zum Eingangsbereich hin geöffnet oder abgetrennt werden.

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DIE KÜCHE ALS FUNKTIONALES, KOMMUNIKATIVES DESIGNOBJEKT Das Erdgeschoss beherbergt die öffentlichen Bereiche: Kochen/Essen, Wohnbereich und Bibliothek. Zwischen Eingangsbereich, Wohnzimmer und Koch-/ Essbereich fungiert eine tragende Wand als Einbaufläche für Küchenmöbel und Geräte. Dieser Bereich bildete den Wirkungskreis des Küchenplanungs-Studios Böhm aus Groß Bieberau. „Wir wurden den Bauherren von zufriedenen Kunden empfohlen“, freuen sich Christian und Stefan Böhm. Ihre Intention: „Für jeden Kunden und jeden Raum die passende individuelle Lösung zu finden.“ Mit ihrem gänzlich grifflosen Design passt sich die Kücheneinrichtung innenarchitektonisch dem puristischen Stil der Immobilie an. Gehalten in den Farben Weiß und Anthrazit steht sie für zeitlose Eleganz. Neben klaren optisch-gestalterischen Vorstellungen überzeugt die Küche auch durch praktische Anforderungen: So wurden häufig genutzte Schrankelemente mit direkt greifbarer Eingriffmulde versehen, weniger relevante Bereiche mit „Tipp-on“-Beschlägen ausgestaltet.


ARCHITEKTUR

WC

Die beiden rechtsseitigen Hochschrankelemente im Eingangsbereich der Küche wurden in der Tiefe so angepasst, dass eine ausreichende „Tasche“ für eine zum Hauseingang hin schließbare Schiebetüre geschaffen werden konnte. Der linke Durchgang zum Wohnraum hin blieb absichtlich offen. Stilbildendes Element der „Kücheneinbauwand“ ist das offene Regal, das individuell auf die Farbstellung der beiden Geräte abgestimmt und ganz bewusst parallel zur 1,20 Meter langen KeramikArbeitsplatte platziert wurde. Mit ihrem flächenbündig eingebauten Kochfeld und der ebenso flächenbündig integrierten Designspüle, dient die Arbeitsplatte sowohl als Vorbereitungs- als auch als Kochzentrum. Ihre einseitig freischwebende Anmutung bildete eine ganz besondere Herausforderung für das Küchenplanungsteam, denn um diese Optik zu realisieren und gleichzeitig Sitzgelegenheit für fünf Personen inklusive ausreichenden Platz für den Familienhund unterhalb der Platte zu schaffen, bedurfte es einer diffizilen Sonderanfertigung, die mit einer Stahlverstärkung verbunden war. Die kubische, monolithische Optik der Insel unterstreichen die einseitig bodengleichen Fronten zum Esstisch hin.

Küche im Detail: MODELL: SieMatic S2-LM mit Fronten in Lack lotusweiß matt kombiniert mit Elementen aus SieMatic SE8008LM in Lack lotusweiß matt, konsequent grifflos GERÄTE: Küchen-Einbaugeräte von Küppersbusch im Design Black Velvet Einbau-Kombidampfgarer EKDG 6900.3 Einbau-Backofen EEB 6360.0 Einbau-Kaffeeautomat EKV 6500.1 Einbau-TV ETV 6800.1 Induktionskochfeld EKI 8940.1 Integriertes Kühlgerät IKEF 3290.1 Integriertes Gefriergerät ITE 1260.1 Integrierter Geschirrspüler IGV 6609.3 5 Weinklimaschränke EWKI 1780.0 DECKENLIFTHAUBE: Skyline Edge von berbel ARBEITSPLATTE: Porzellankeramik, 45 mm, basalt satin SPÜLE: Eisinger

WOHNEN

BIBLIOTHEK KÜCHE

DAS OFFENE RAUMKONTINUUM im Erdgeschoss wird durch eingestellte Trennwände in die verschiedenen Aufenthaltsbereiche unterteilt. So bleibt der Raum als Ganzes erfahrbar. Die einzelnen Bereiche sind jedoch nicht einsehbar und können bei Bedarf mit Schiebeelementen abgetrennt werden.

1 DAS SPIEL MIT LICHT UND SCHATTEN auf der Treppe vom Keller ins Erdgeschoss 2 MATERIAL- UND FARBKOMPOSITIONEN im Bad

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ARCHITEKTUR

EIN KAMIN MIT ZWEI SEITEN Doch zurück zu den Wohnräumen. Sie orientieren sich komplett zum Garten hin. Ermöglicht durch den L-förmigen Grundriss des Hauses verbindet eine großzügige Terrassenfläche mit Außenpool die aneinandergereihten Räume über Eck. Die raumhohe großformatige Verglasung mit filigranen Profilen ermöglicht von allen Bereichen aus den Blick ins Freie und verleiht dem Wohnraum dadurch eine entsprechende Größe: Dies geschieht über den schwellenfreien Übergang zwischen Innen und Außen. Neben dem von zwei Seiten zu nutzenden offenen Kamin ist das Schaufenster in die Garage der eigentliche Clou. Wie durch ein gerahmtes Bild kann der Hausherr seinen schicken Flitzer in täglich wechselnden Positionen betrachten. Das offene Raumkontinuum im Erdgeschoss bildet sich über die Folge der aneinandergereihten Räume, deren

DER VON ZWEI SEITEN ZU NUTZENDE, offene Kamin als raumgebendes Element im Erdgeschoss. Perfekt für Autoliebhaber: Vom Wohnraum aus kann man wie durch ein Schaufenster in die Garage blicken.

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eingestellte Trennwände die verschiedenen Aufenthaltsbereiche unterteilen. So bleibt der Raum als Ganzes erfahrbar. Die einzelnen Bereiche sind jedoch nicht einsehbar und können bei Bedarf mit Schiebeelementen abgetrennt werden. Aber nicht nur der fließende Übergang zwischen den Wohnräumen erzeugt eine großzügige Raumwirkung, auch die vertikale Verbindung über eine Treppenskulptur, die zugleich als Regal dient, trägt zur Atmosphäre bei. Der Luftraum neben der Treppe und das darüber positionierte Oberlicht stellen das verbindende Element zwischen den Ebenen her.

GANZ PRIVAT Im Obergeschoss der Immobilie befindet sich der Privatbereich der Bauherren. Drei Schlafzimmer mit angeschlossenen Bädern und ein kleines Home Office gruppieren sich um den zentralen Luftraum und erlauben vielfältige Blickbeziehungen in den Innen- und Außenraum. Das Interieur wirkt klar und zurückhaltend, was an der reduzierten Möblierung und Farbgebung liegt. Dies zeigt sich insbesondere an den weißen Wandflächen,


ARCHITEKTUR

die als Passepartout für Einrichtung und Kunst dienen. Geschickt verteilte bündig eingebaute Einbaumöbel mit feinen Griffdetails offerieren ausreichenden Stauraum. Die raumhohen Fensterfronten und die abgestimmte Materialwahl – ein warmer Holzdielenboden, großformatiger Naturstein für Kamin und Terrasse – lassen die Architektur hell und einladend erscheinen. Die wohnliche Atmosphäre wird durch die Lichtführung mit Akzentlicht und Spots zusätzlich unterstützt. Apropos: Ein weiteres Highlight befindet sich im Untergeschoss des Wohnhauses. Fünf Weinklimaschränke mit einer Kapazität von jeweils 99 Flaschen und ein separater Weinkeller bieten Platz für die Raritäten des Hausherrn. Ganz dezent, unter Buchen. www.schubert-seuss.de www.boehm-kuechen.de www.kueppersbusch.de

AUSREICHEND STAURAUM für die große Weinsammlung des Hausherrn bieten fünf Weinklimaschränke von Küppersbusch für je 99 Flaschen und ein separater Weinkeller. ANZEIGE

Skyline – eine echte berbel Revolution. Das gab es noch nie: Eine Haube als Decken-Leuchtobjekt, die auf die richtige Arbeitshöhe abgesenkt werden kann und dann ihre volle berbel Wirkung entfaltet. Das berbel Prinzip: Mit Zentrifugalkraft,

Leuchtendes Vorbild: Skyline Edge

ohne Fettfilter! Einfach aufklappen, auswischen, sauber. Buchstäblich ein leuchtendes Vorbild: Einzigartige Leistung, einzigartiges Designobjekt, einzigartige Deckenlifthaube.

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EINRICHTUNGSTRENDS

AUS DER WERKSTATT IN DIE WOHNUNG

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FOTO: WOOD FACTORY

INDUSTRIAL CHIC 4


FoTo: SIT-MÖBEL

EINRICHTUNGSTRENDS

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2 FABRIKFLAIR strahlt diese Hängeleuchte ängeleuchte über dem Esstisch aus. www.sit-moebel.de

Was sich heute bei Interior-Spezialisten und Liebhabern des Industrial Style großer Beliebtheit erfreut, hatte am Anfang des 20. Jahrhunderts einen funktionalen Hintergrund. Die damals entwickelten Industriemöbel passten sich der jeweiligen Tätigkeit bzw. den Erfordernissen des Arbeitsplatzes bzw. Lagerraumes an. Form und Funktion bildeten eine Einheit, eine Eigenschaft, die heute als Ursprung des zeitgenössichen Designs gefeiert wird. Dabei passt Industrial Style mit seinem fast rustikalen Charme gleichermaßen zum Wohnen im Landhaus-Look oder zum stylischen Loft-Feeling.

FOTO: WOOD FACTORY

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3 IM USED LOOK mit Gebrauchsspuren und gekonnt antikisiert ist jedes Teil der Reihe „Antwerp“ wie ein Fundstück. www.sit-moebel.de 4+5 HANDGEARBEITET aus wiederverwertetem Holz und mit Metallradgestellen bringen das Sideboard und die Trolleybar den industriellen Vintagestil in die Wohnung. www.woodfactory.ch ARCHITEKTUR + KÜCHE | 41

FoTo: SIT-MÖBEL

FOTO: MARCHI CUCINE

1 LANDHAUSSTIL kombiniert das Modell Montserrat von Marchi Cucine mit einer Insel nsel im Werkstattstil. Edelstahl Funktiodelstahl trifft auf Rahmenfronten und lässt Funktionalität und Nostalgie ostalgie eine einzigartige Atmosphäre schaffen. www.marchicucine.it


FOTO: ROTPUNKT

EINRICHTUNGSTRENDS

FoTo: MÜLLEr MÖBEL

INDUSTRIAL STYLE von Rotpunkt Küchen konsequent umgesetzt durch die Kombination von rustikalen Metallregalen mit Möbeln aus Holz und Vitrinen mit Drahtglas. www.rotpunktkuechen.de

Wer sich ein puristisches Wohnzimmer mit einer gewissen Ausdruckskraft wünscht, wird an dem lässigen und rauen Industrial Style mit seinem Industriehallencharme bestimmt Gefallen finden. Rohe, rustikale Beton- oder Backstein-Wände sind ein wesentlicher Teil des Industrial Look. Dazu gesellt sich oft ein grauer Fußboden. Stühle, Tische, Betten, Schränke, Regale und Lampen sind zumeist aus Metall. Teilweise auf alt getrimmt mit künstlichen Rostspuren oder brüchiger Emaille-Beschichtung. Lötstellen dürfen dabei ruhig sichtbar sein. Aber auch die Metalle Kupfer und Silber werden im Industrial Style verarbeitet, denn diese Materialien sind zwar glatt und kalt, haben aber auch einen gewissen

ALLE EINZELTEILE DER SIDEBOARDS aus der Kollektion Modular von Müller Möbel sind aus Metall gefertigt und lassen sich in unterschiedlichen RAL-Farben lackieren. Die offenen Einbauelemente sind hier in Eiche geölt gefertigt. www.mueller-moebel.com

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EINRICHTUNGSTRENDS

6 BRERA 76 ZEIGT TYPISCHE METALLDETAILS, wie die Griffe und die auf offenen Rollen laufenden Schiebetüren der Regale. Perfekt kombinieren dazu die Küchenarbeitsplatte aus Beton mit integrierter Spüle und Abtropffläche. www.marchicucine.it

FOTO: MARCHI CUCINE

7 DIE BESONDERHEIT des Modells Bar&Barmann liegt in der Verwendung von Zinn, einem Material, das besonders widerstandsfähig ist und dabei in der Lage Patina anzunehmen für ein ‚gelebtes‘ Ambiente. www.marchicucine.it 8 BEI 1956 SIND ES DETAILS wie die Abzugshaube mit Aluminiumverkleidung in Patchwork-Optik und die Türen mit Magnettafel für Notizen und Souvenirs, die den industriellen Charakter prägen. www.marchicucine.it

6 8 FOTO: MARCHI CUCINE

Glanz, der besonders in Kombination mit Holz-Elementen zum Ausdruck kommt. Holz ist einerseits rau und robust, doch andererseits verkörpert Holz etwas so Warmes und Beruhigendes, dass dieses Naturmaterial zum einen perfekt zum Industrial Style passt und ihm zum anderen eine gewisse Gemütlichkeit verleiht, sei es in Form von Regalen, durch Möbel wie z.B. antike Holzschränke oder durch den Einsatz eines Holzfußbodens. Auch farbige Akzente und die Kombination mit weichen Stoffen oder Fell unterstützen die wohnliche Atmosphäre noch. Ins rechte Licht gesetzt wird das Ganze dann durch massiv verarbeitete Industrie-Lampen, die sowohl in Metall-Optik als auch farbig emailliert zum Einsatz kommen.

FOTO: MARCHI CUCINE

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PROMOTION TECHNNIK

MY HOME IS MY CONCEPT MODULARE EINRICHTUNG – ANPASSUNGSFÄHIG UND DAUERHAFT 44 | ARCHITEKTUR + KÜCHE


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3 Der Trend zur Individualisierung führt zu einer steigenden Vielfalt an Lebensstilen, Familienmodellen und Wohnformen. Neue Freiheiten und Optionen ermöglichen immer mehr ganz persönliche Lebensentwürfe.

1+2 DER URSPRUNG des Systems ist die Concept Kitchen. Multifunktionale Regale gibt es in unterschiedlichen Höhen und Tiefen. Wer geschlossene Schranktypen bevorzugt, der kann auf ein Schubladenelement zugreifen, das sich als glatte Fläche und dadurch fast unsichtbar in die jeweiligen Module einfügt. 3 SELBST DIE AUSSTATTUNG eines Bistros lässt sich mit n by Naber realisieren.

„Weil bauliche Strukturen künftig schneller und flexibler auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren müssen, liegt es nahe, dass Wohnungen, Grundrisse, Gebäude und Quartiere zunehmend multifunktional und „nutzungsneutral“ gestaltet werden. Das wirkt sich auch auf die Einrichtung aus“, weiß Unternehmer und Entwickler Hans-Joachim Naber. Seine Vision: „Menschen und Unternehmen sollten ihre Lebens- und Arbeitsräume frei gestalten können.“ Seine Lösung: Concept Kitchen by Naber.

ZEIT FÜR VERÄNDERUNG „Das Prinzip der „größten Leistung bei geringstem Arbeitsaufwand“, nach dem die Frankfurter Küche der Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky vor 100 Jahren entwickelt und dann emphatisch beworben wurde, hat im Zuge der Rationalisierung der Arbeitswelt einen Beiklang des Inhumanen bekommen“, betont der Freidenker, der mit seiner Idee der modularen und damit flexiblen Concept Kitchen gänzlich neue Wege geht. „Die Menschen werden mobiler, die Wohnungen werden kleiner. Man arbeitet heute nicht mehr zwanzig Jahre beim gleichen Arbeitgeber, muss vielleicht einmal mehr umziehen. Da liegt es doch nahe, dass man sich von seinem Mobiliar vielleicht nicht einfach trennen möchte, sondern es gerne mitnimmt. Erst recht dann, wenn sich die Möbel absolut flexibel und wandelbar darstellen“, so die Erkenntnis des Visionärs.

DIESE MODULE KLEIDEN JEDEN RAUM Ausgehend von der „offenen Küche“, greift die Gestaltung der von Hans-Joachim Naber und Designer Kilian Schindler entwickelten und vor fünf Jahren erstmals vorgestellten Concept Kitchen wechselnde räumliche Ge-

gebenheiten und unterschiedlichste Anwendungsbereiche auf und stellt sich damit exakt auf die individuellen Bedürfnisse ihrer jeweiligen Nutzer ein. Bedingt durch seine multifunktionalen Eigenschaften und das ansprechende Design zeigen sich die Einsatzmöglichkeiten des modularen Systems mittlerweile so vielseitig, dass es sich über die Küche hinaus in nahezu jeden Raum integrieren lässt; ganz gleich ob alleine oder in Kombination mit Möbeln anderer Stilrichtungen. Ja, es zeigt sich sogar raumverbindend: So richten sich z.B. die Regalmodule in ihrer Konzeption gezielt an der Handlungs-Schnittstelle Küche, Speisezimmer oder Büro aus. Aber auch in Bad oder Wintergarten machen die Module eine gute Figur. Was Material und Farbe der Arbeitsplatten-Varianten anbelangt, kann zwischen Stahlblech in Weiß, Oxyd oder Grau, geschliffenem Edelstahl oder auch Schichtstoff in sechs Farben gewählt werden, so dass durchaus farbige Akzente möglich sind. Zudem lässt sich jedes Modul des Systems werkzeuglos zerlegen und, dank der ausgezeichneten Materialqualität, immer wieder neu installieren, kombinieren und erweitern. Damit stehen die Concept Module für Nachhaltigkeit und Langlebigkeit, denn das intelligente System mit seinen zehn, aus hochwertigem pulverbeschichteten Stahlblech gefertigten Grundmodulen ist schier unverwüstlich. Mit dem System von Concept Kitchen kann die Zukunft kommen, denn auf welche Räume die einzelnen Module auch treffen und welche Ansprüche an die Möbel gestellt werden, sie passen sich jeder Aufgabe auf charmante Weise an. Das Geheimnis dieses mit zahlreichen Designpreisen prämierten Systems liegt dabei nicht zuletzt in seiner konstruktiven Schlichtheit. www.n-by-naber.com

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GERÄTE

VON MULTITALENTEN UND PERFEKTIONISTEN

KOCHEN

WIE EIN PROFI MIT PANASONIC

DIE TRENDFARBE ACHATGRAU des Induktionskochfelds mit Genius Sensor fügt sich dezent und edel in moderne Wohnkonzepte.

FOTOS: PANASONIC

Wer kennt sie nicht die Lumix-Kamera, den Flachbildfernseher, die Home-EntertainmentAnlage, das Telefon, den Rasierapparat und viele innovative Geräte mehr. Mit seinen modernen Hausgeräten überzeugt Panasonic einmal mehr. Asiatischer Purismus und technische Sachlichkeit prägen das Design der innovativen Kücheneinbaugeräte des Unternehmens. Zu den Highlights zählen nicht zuletzt der neue 3-in1-Kompaktbackofen und das innovative gradgenau steuerbare Induktionskochfeld.

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Der neue 3-in-1-Kompaktbackofen fügt sich nicht nur optisch harmonisch in jede Küche ein, sondern ist zudem ein moderner Alleskönner, denn er vereint Dampfgarer, Ofen und Mikrowelle in einem Gerät. Der Clou: Alle drei vollwertigen Funktionen lassen sich kombinieren und gleichzeitig nutzen. Damit garantiert er eine maximale Flexibilität und Effizienz bei der Zubereitung von Ofengerichten. Mit der 1.000 Watt leistungsstarken Dampffunktion werden Lebensmittel aufs Grad genau gegart. Und das auch noch auf gesunde Art und Weise: Denn das Dampfgaren erhält die Nährstoffe und Vitamine der Zutaten schonend wie keine andere Methode. Der Kompaktbackofen weist eine besonders hohe Dampfdichte auf, die die Zutaten im Garraum schnell und gezielt

gart. Die hohe Wattzahl in Kombination mit der InverterTechnologie steuert die genaue Energiezufuhr und schützt die Speisen vor Überhitzung. Das sorgt für eine optimale Erhaltung der Aromen. Mit zugeschaltetem Heißluft-Ventilator verteilt sich die Hitze schnell und gleichmäßig im Ofen – so lassen sich die Speisen ganz einfach und perfekt auf den Punkt bringen. Und sogar das Auftauen oder Aufwärmen von Gerichten ist mit der 1.000 Watt-Inverter-Mikrowelle keine große Sache. In Kombination mit den anderen Kochfunktionen wie Dampf oder Heißluft wird nicht nur Zeit gespart, sondern auch ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Eine Wärmeschublade mit Dampfreinigungsfunktion rundet die perfekte Ausstattung ab.


TECHNIK

ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN 2 Scheiben Lachsfilet ½ gelbe Paprika, in kleine Würfel geschnitten 4–5 EL Olivenöl 1 kleine Zwiebel, gewürfelt ½ Chilischote, gehackt abgeriebene Schale von 2 Zitronen Saft von ½ Zitrone Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer etwas Pflanzenöl

REZEPTTIPP

Lachsfilets mit gelber Paprika-Salsa ZUBEREITUNG Eine kleine Pfanne auf dem Induktions-Kochfeld auf 180°C erhitzen und das Olivenöl hineingeben. Die Zwiebel hinzufügen und goldbraun anbraten. Die gelbe Paprika, Chili, Zitronenschale und den Zitronensaft hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die Hitze auf 140°C reduzieren und die Salsa in der zugedeckten Pfanne 5 bis 7 Minuten köcheln lassen. Wenn die Paprika weich ist, die Salsa bei 95°C warmhalten. Die Lachsfilets mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und mit Pflanzenöl beträufeln. Eine Pfanne auf dem Induktions-Kochfeld auf 180°C erhitzen. Den Lachs in die Pfanne geben und für 40 Sekunden auf einer Seite scharf anbraten. Vorsichtig umdrehen und auf der anderen Seite für weitere 10 Sekunden braten. Dann aus der Pfanne heben. Zum Servieren etwas Salsa in die Tellermitte geben und die Lachsfilets daraufsetzen.

GRADGENAU STEUERBARE INDUKTION FÜR PERFEKTE ERGEBNISSE Eine technische Meisterleistung ist das gradgenau steuerbare Induktionskochfeld von Panasonic. Mit Hilfe eines integrierten Genius Sensors wird die Temperatur per Infrarotmessung direkt am Boden des Topfes erfasst. Der Nutzer kann die Hitze dadurch einfach und präzise in Fünf-Grad-Schritten zwischen 65 und 230 Grad Celsius regulieren. Die automatische Leistungssteuerung hält die gewünschte Wärme automatisch und schützt so zum Beispiel Soßen vor dem Gerinnen oder Fisch, Fleisch und Gemüse vor dem Übergaren. Das Induktionskochfeld passt sich auch designtechnisch an die Wünsche seiner Nutzer an: erhältlich in Schwarz oder Achatgrau fügt es sich harmonisch in anspruchsvolle Einrichtungskonzepte ein. Das gilt im Übrigen für die gesamte Geräte-Range, die wie alle Panasonic-Produkte das Leben erleichtern und zum individuellen Lebensstil des Besitzers passen soll. Eben aufgrund dieses Anspruchs sind die Geräte ausschließlich über ausgewählte Küchenstudios erhältlich. www.panasonic.de/einbaugeraete

DER NEUE 3-IN-1-KOMPAKTBACKOFEN vereint Dampfgarer, Ofen und Mikrowelle in einem Gerät. Das LED-Display macht die Auswahl der voreingestellten Kombinationen kinderleicht. Das neueste Modell wird zudem mit einem abrufbaren Rezeptbuch ausgestattet und noch intelligenter in der Nutzung. Künftig wird das Gerät die Gartemperatur dem Gewicht des Garguts anpassen. Außerdem kann man zwischen Geräten mit TFT- und Knebelbedienungen wählen. ARCHITEKTUR + KÜCHE | 47


INTUITV: Mit BuschControl-Touch® KNX von Busch-Jaeger lässt sich das Smart Home ganz dem mobilen Trend folgend mit Smartphone, Tablet oder Smartwatch steuern, vom Sofa aus oder von unterwegs. www.busch-jaeger.de

INTELLIGENTE Technologien stehen im Dienste des Menschen, sorgen für mehr Komfort und mehr Lebensqualität und das bei einfacher intuitiver Bedienbarkeit und hoher Energieeffizienz, ob Unterhaltungselektronik oder Wäschepflege- und Küchengeräte. Um diesen Anspruch zu erfüllen, werden technische Produkte immer intelligenter und smarter.

FOTO: BUSCH-JÄGER

Einerseits inerseits locken starke TV-Software, Sound in 3D, UltraHD-Bildschirme ildschirme mit noch eindrucksvolleren Farben und spektakulärem Kontrast, Smart-TVs, die mit Betriebssystemen wie Android, Tizen, WebOS, Firefox OS oder systemen eigenem Betriebssystem arbeiten, Heimkino-Sound in drei Dimensionen, innovative Software-Plattformen für smarte Vernetzung, Sensoren für Fitness und Gesundheit, Musik aus drahtlosen Netzwerken.

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Andererseits setzen Haushaltsgeräte nicht nur Meilensteine in Sachen Energie-Effizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, sondern natürlich auch in puncto Design. Mehr und mehr im Trend liegen dabei in allen Bereichen vernetzbare Anwendungen. Vielseitige Apps, steuerbar über Tablets oder Smartphones bieten ein Mehr an Komfort, Flexibilität und Information.

FOTOS: LIEBHERR

SMART HOME


FOTO: LIEBHERR

DIGITALISIERUNG IM DIENST DES ALLTAGS – Digitalisierung und Vernetzung von Hausgeräten verändern die Erwartungshaltung der Konsumenten. Es geht nicht nur um den Kauf eines einzelnen Kühl- und Gefriergerätes, sondern um das intelligente Zusammenspiel vernetzter Lösungen, die den Haushalt vereinfachen. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, bezieht auch Liebherr Themen wie Mobilität, Urbanität oder auch den Wunsch nach gesunder Ernährung in seine technologischen Entwicklungen mit ein. Ein Resultat ist Mia. Mia steht für „Media Intelligence Assistant“ und ist ein Sprachmodul, mittels dem man künftig mit seinem Kühlschrank kommunizieren kann. Eingelagerte Lebensmittel werden über dieses Sprachmodul und über Kameras erfasst. Die Kameras zeigen dabei nicht nur Bilder, sondern sie erkennen die einzelnen Lebensmittel im Inneren des Kühlschranks. Diese Informationen fließen automatisch in eine Inventarliste ein. So kann sich der Nutzer schnell und übersichtlich über seinen aktuellen Kühlschrankinhalt informieren. Über das Sprachmodul kann er dann weitere Lebensmittel hinzufügen und seine Einkaufliste erstellen. Via App für iOS, Android oder Windows kann er außerdem von unterwegs auf seine Einkaufs- und Inventarlisten zugreifen. Die Kooperation mit

SMART HOME

Microsoft ist Teil der Digitalisierungsoffensive der Liebherr-Sparte Hausgeräte und bringt ihrerseits neueste Technologien in die digitalen Angebote ein. Ein Ergebnis dieser Kooperation ist die neue Generation der SmartDeviceBox. Die leistungsstarke Hardware und das Windows 10 IoT Core Betriebssystem ergänzen die Geräte und rüsten den Verbraucher für digitale Zukunftsszenarien. Dabei ist das System langlebig angelegt: Modulare Einheiten können jederzeit in bestehende SmartDevicefähige Geräte integriert und erweitert werden. Offene Standards ermöglichen die Adaption zukünftiger Angebote und Services. www.liebherr.com

FOTO: OTO: D-LINK

FOTO: EVOVACS

TECHNIKK

FÜR EIN SMARTES ZUHAUSE SMARTE STECKDOSEN: Ideal für den Einstieg ins vernetzte Zuhause eignet sich die intelligente Steckdosenleiste Smart Power Strip DSP-W245. Sie wird über das heimische WLAN an die mydlink™ Home Plattform angebunden. Jede der vier Steckdosen lässt sich separat per App steuern. www.dlink.com „UNIBOT“, das wahre Multifunktions-Genie ist eine echte Revolution im Bereich intelligenter Haushaltstechnik. Als erster Roboter seiner Art vereint das Gerät Bodenreinigung mit Laserscanning und Überwachungsfunktionen und lässt sich ganz einfach per Smartphone steuern. www.evovacs.de ARCHITEKTUR + KÜCHE | 49


SMART HOME

FOTO: NODON

FOTO: SAMSUNG

SAMSUNG präsentiert mit dem Family Hub T9000 einen Kühlschrank, der gleichzeitig auch Informationszentrale für die ganze Familie sein soll. Dazu verfügt der T9000 an seiner Front über ein 21 Zoll großes Touch-Display mit eigener Benutzeroberfläche. Über das Interface haben Nutzer Zugriff auf einen Webbrowser, können TVProgramme von einem Samsung-Fernseher via Miracast direkt in die Küche streamen, Radio hören oder Notizen für einander hinterlegen. Zusätzlich bietet dieser Family Hub auch einige kühlschrankspezifische Funktionen und kann den Besitzer z. B. daran erinnern, neue Lebensmittel einzukaufen, wenn diese zur Neige gehen. www.samsung.com

Gemessene Werte werden automatisch 30 Tage und 30 Nächte gespeichert. www.beurer.com SMArTEr BLuETooTH-KopFHÖrEr mit Noise-Cancelling: Der MDR-1000X ist das neue Premium-Modell unter den kabellosen Kopfhörern von Sony. Das BluetoothModell mit Noise-Cancelling ist in der Lage Umgebungsgeräusche zuverlässig herauszufiltern. Zudem soll der Kopfhörer die Kopfform und den Tragestil seines Besitzers analysieren und die Einstellungen entsprechend anpassen. www.sony.de 50 | ARCHITEKTUR + KÜCHE

FOTO: SONY

PULSUHR UND AKTIVITÄTSSENSOR: Neben der Funktion eines Aktivitätssensors und einer Pulsuhr berichtet der AS 95 über eingehende Anrufe, SMS und Messages und zeigt zusätzlich das Datum, die Uhrzeit und den Akkustand an.

FOTO: BEURER

DER SMART BUTTON NIU ist eine Verknüpfung zum Smartphone, verwendet wird dabei die Bluetooth Low Energy (BLE) Technologie. Zu den Anwendungsmöglichkeiten zählen Selfies, das Aufnehmen eigener Memos oder Videos, die Durchführung eines Fakeanrufs, um einer unangenehmen Situation aus dem Weg zu gehen, das Senden einer vorgefertigten E-Mail, Steuerung der Musik vom Sofa aus und die Kontrolle verschiedenster Smart-Home Geräte wie Thermostat, Alarm und Licht, u.v.m. Niu ist neben der IOS-Version auch für Android-Geräte verfügbar. www.nodon.fr


FOTO: BSH

SMART HOME

DER PERSONAL ASSISTENT DER ZUKUNFT: Mykie oder „My kitchen elf“ aus dem Hause BSH ist derzeit noch in der Entwicklung. Doch bereits in Kürze will man den Termin für den Verkaufsstart des künftigen Haushalts-Assistenten festlegen. Vernetzt und sprachgesteuert kommuniziert Mykie nicht nur über Mimik, Bewegung und Sprache mit seinen Nutzern. Er hört dem Nutzer zu, beantwortet seine Fragen und unterstützt ihn bei vielen Themen des Alltags: Was sich gerade im Kühlschrank befindet, wie lange der Kuchen noch im Backofen bleiben sollte, selbst die Wetterprognose hat er im „Kopf“. Mit Mykies Unterstützung kann man sprachgesteuert auf online verfügbare Musik, Videos oder andere Entertainment-Angebote zugreifen. Wer schnelle und unkomplizierte Unterstützung beim Kochen sucht, erhält von ihm einfache und strukturierte Anleitungen. Auch Rezeptideen oder Anregungen aus Online Kochshows können abgerufen werden. Fehlende Zutaten bestellt Mykie online für direkte Lieferung. Last but not least lässt sich mit Hilfe des vernetzten Mykie die gesamte Bandbreite der Hausgerätefunktionen markenübergreifend steuern. www.bosch-group.de FOTO: PHILIPS

FOTO: SIEMENS

VOICE MODUS MACHT DEN UNTERSCHIED: Die neuen Soundbars von Philipps (HTL5160B, HTL3160B und HTL2183B) verfügen über einen zusätzlichen Centerkanal, der mithilfe des Philips Voice Modus für höchste Sprachverständlichkeit sorgt. Unterstützt von einem externen Subwoofer, der für einen satten, kräftigen Bass sorgt, lassen sie jeden Film und Soundtrack zu einem Highlight werden. Natürlich sind die drei Soundbars via Bluetooth steuerbar. Die HTL5160B hat zudem die Streaming-Dienste Google Cast und Spotify Connect integriert, so dass auf die Lieblingsmusik bequem zugegriffen werden kann. Ein HDMI ARC Eingang und Ausgang, ein optischer- und coaxial Anschluss sowie Aux-In, Audio-In und USB bieten uneingeschränkte Verbindungsmöglichkeiten mit minimalem Kabelaufwand. Durch den HDMI Anschluss besteht außerdem die Möglichkeit zur Nutzung von EasyLink, sodass sich mit nur einer Fernbedienung alles steuern lässt. www.philips.de

SIEMENS – KOCHFELD AN HAUBE: Mit den neuen iQ700 Kochfeldern und Dunstessen von Siemens tauschen sich Geräte direkt untereinander aus und leiten selbständig Aktionen ein – ohne Umweg über den Anwender. Via cookConnect stimmen sich die Geräte optimal ab und unterstützen Köche damit bei ihrer Tätigkeit. Sensoren helfen dabei. Der Mensch behält selbstverständlich dennoch die Kontrolle, kann sich zu jeder Zeit in den maschinellen Workflow einschalten und per Hand die in seinen Augen beste Einstellung wählen. Über die Home Connect App lassen sich sämtliche Funktionen der schwarzen iQ700 Designhaube steuern und kontrollieren. Die sichtbarste ist die Fernsteuerung des Lichts: Die energiesparende LED-Arbeitsbeleuchtung kann nach Belieben gedimmt werden. www.siemens-home.de ARCHITEKTUR + KÜCHE | 51


FOTO: OSRAM

APP ZUR HAUSGERÄTESTEUERUNG: Neben der Ergänzung der Miele@ mobile App zur Hausgerätesteuerung um ein Waschlexikon und Programmassistenten für das Waschen und Spülen, sind ab sofort auch viele Miele-Einbaugeräte über WiFiConn@ct direkt mit dem WLAN vernetzbar. Ebenfalls in die App integriert sind Beispielanwendungen für die drei Bratstufen der TempControlInduktionskochfelder. Neu sind auch Links zu den Gebrauchsanweisungen der Geräte. Die Miele@mobile App erleichtert auch die Online-Bestellung von Verbrauchsmaterialien. Denn neben der bekannten Statusabfrage und Steuerung der Geräte von jedem beliebigen Punkt aus, steht auch die Anwendung ShopConn@ct zur Verfügung: Gehen Geschirrspüler-Tabs zur Neige oder bei der Waschmaschine das Flüssigwaschmittel der TwinDos-Kartuschen, meldet sich das jeweilige Gerät automatisch per Smartphone. Von dort sind es nur wenige Klicks zur Nachbestellung im Miele OnlineShop. www.miele.de 52 | ARCHITEKTUR + KÜCHE

DIE NEUE APP für die Smart Home-Beleuchtung „Philips Hue“ verfügt über eine intuitive, optisch ansprechende Benutzeroberfläche und überzeugt durch vereinfachte Steuerungsmöglichkeiten für die Beleuchtung einzelner Räume sowie automatisierbare Routinen, die den Alltag erleichtern. Zudem lassen sich die Farbnuancen einzelner Lampen einfach und präzise anpassen. Der Startbildschirm zeigt die Beleuchtung aller Räume im Überblick und ermöglicht es, das Licht im gesamten Haus aus oder einzelnen Wohnbereichen mit nur einer einzigen Fingeringergeste zu dimmen, an- oder auszuschalten, und mit einem zweiten Fingertipp ingertipp das Raumambiente atmosphärisch zu verändern. www.philips.de

FOTO: PHILIPS

FOTOS: MIELE

EASY STREAMING: Mit dem OLED-Display des neuen Loewe bild 7 werden im Vergleich zu LCD-TVs bisher unerreicht hohe Kontraste und ein deutlich größeres Farbspektrum erzielt. Dank smarter Bluetooth-Technologie können Audio-Inhalte einfach und komfortabel vom Smartphone oder Tablet zum bild 7 gestreamt werden. www.loewe.tv

INTELLIGENTE LICHTSTEUERUNG: Osram Lightify lässt sich jetzt auch über die Homematic Zentrale CCU2 von eQ-3 steuern. So kann der Nutzer die heimische Beleuchtung jederzeit seinen Wünschen anpassen. Das gesamte Sortiment von Lightify ist dann kompatibel mit Homematic und Homematic IP. Ob Helligkeit, Lichtfarbe oder Farbtemperatur – jede Lampe kann einzeln oder in Gruppen im gesamten RGB-Farbspektrum gesteuert werden. Über die Homematic-Zentrale ist es dann möglich, individuelle Lichtszenarien für jeden Raum zu erstellen. www.osram.de

FOTO: LOEWE

SMART HOME


FOTO: BERBEL

HAUSGERÄTETRENDS PROMOTION

EINFACH SMART – SKYLINE EDGE

FÜR EIN ANGENEHMES AMBIENTE IN DER KÜCHE

DIRROR, der erste digitale Spiegel, kommt mit großem Farbdisplay, Touchscreen, integrierten Lautsprechern und Sprachsteuerung. Entwickelt als digitaler Assistent für das tägliche Leben bietet das Gerät mit Spiegelfunktion eine Vielzahl an Apps. Wird der smarte Spiegel mit der Haustechnik verknüpft, fungiert er als intelligente Schaltzentrale für Smart Home-Anwendungen. Ausgeschaltet oder im Stand-by Modus macht er mit dem Rahmen aus handgearbeitetem Holz eine gute Figur. www.dirror.com

FOTO: KRUPS

ONE-TOUCH ONLY: Dem Megatrend Connectivität folgend bringt der Kaffeemaschinenexperte Krups jetzt seinen ersten vernetzten Kaffeevollautomaten in den Handel. Der One-Touch-CappuccinoKaffeevollautomat Latte Smart ist mittels Bluetooth über eine App steuerbar, alle Kaffeespezialitäten lassen sich auf dem Smartphone individualisieren. www.krups.de

Mit seiner einzigartigen Haubentechnologie hat sich der innovative Dunstabzugshaubenhersteller Berbel bereits einen Namen gemacht. Denn seine Geräte verfügen über ein patentiertes Prinzip, das das Fett mit Hilfe der Zentrifugalkraft abscheidet, statt es zu filtern. Bereits diese einzigartige Technologie macht sie zu etwas Besonderem, denn sie steht für maximale Fettabscheidung und Effizienz ohne Kompromisse. Für Aufsehen sorgt das Unternehmen auch mit Haubenmodellen, die per Knopfdruck oder via Smart Phone App, mit der sie sich natürlich auch komplett steuern lassen, auf die gewünschte Arbeitshöhe fahren und sich nach getaner Arbeit auf elegante Weise wieder zurückziehen. Komfort, Ergonomie und modernes Design bringt das neue Modell Skyline Edge Light. Die Deckenlifthaube verfügt über die patentierte JetStream-Technologie mit EcoSwitch-Funktion, die die Vorteile von Umluftund Abluftbetrieb verbindet. Besonders wird die Skyline Edge Light jedoch durch ihre seitlichen Leuchtflächen, deren warm weiße LEDs auch im Ruhezustand für ein stimmungsvolles Lichtambiente in der Küche sorgen. Die blendfreie LED-Kochfeldbeleuchtung lässt sich mittels einer serienmäßigen Lichttemperaturkontrolle auf die gewünschte Lichtfarbe einstellen, um die Beleuchtung der Haube auf die Gesamtbeleuchtung der Küche abzustimmen. Für ein harmonisches und stimmungsvolles Raumambiente sorgt zudem die optionale mit Glas veredelte Deckenplatte mit integrierter Effektbeleuchtung. www.berbel.de

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PER FINGERSLIDE ZUR WOHLFÜHLATMOSPHÄRE

SMART HOME

ENDLICH ZU HAUSE!

FOTO: GIRA

Die Rollläden sind bereits heruntergelassen. Das Licht geht an, die Raumtem Raumtemperatur steht auf Wohlfühlmodus und das alles vorab via App auf dem eigenen Smartphone oder Tablet veranlasst. Zu dem mittlerweile aufkommenden Smart Home-Boom trägt das Smartphone mindestens ebenso viel bei wie die bidirektionalen Funkprotokolle. Aktuellen Marktprognosen zu Folge soll sich die Anzahl der Nutzer von Smartphones in Deutschland sogar von derzeit rund 49 Millionen bis zum Jahr 2018 auf rund 54 Millionen erhöhen. Mit dem bahnbrechenden Erfolg des Smartphones verfügen sie alle über ein Gerät, mit dem unabhängig von Raum und Zeit der Status von Smart Home-Komponenten sich abfragen lässt und sie gesteuert werden können.

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FOTO: GIRA

SMART HOME

BEI SOLCH EINEM GROSSEN HAUS war es den Bauherren wichtig, auch eine zukunftsfähige Elektroinstallation zu besitzen. Ein KNX System verknüpft alle relevanten Funktionen im Haus: Beleuchtung, Verschattung, Heizung und Türkommunikation. www.gira.de

Der vor sechzehn Jahren als Smart Home-Funk entwickelte Standard KNX-RF punktet vor allem durch seine geräte- und herstellerunabhängige Verbreitung. Das BUS-gebundene System ermöglicht dank der Nutzung der Mittelwellenfrequenz von 868,3 MHz den Einsatz in Altbauten mit massiven Wänden und gehört damit zu den Funkstandards, die nahezu überall einsetzbar sind. Als überzeugend gilt der Funkstandard Z-Wave für die Hausautomation, der zudem kontinuierlich weiter ausgebaut wird. Mit diesem Standard können unterschiedlichste Geräte miteinander kommunizieren. Gleichzeitig gewährleistet er ein stabiles und ausfallsicheres Smart Home-Netz. Mit dem Funkstandard ZigBee können einzelne Geräte und Komponenten im ZigBee-System untereinander vernetzt werden und in direkter Kommunikation stehen. Somit wird ein energiesparsames, effektives und vor allem sicheres Smart Home-Netz für die Hausautomatisierung gewährleistet. Und auch der bidirektional arbeitende Funkstandard EnOcean zeigt sich Smart Home-tauglich, da er sowohl kurze Funkbefehle nutzt und sich zudem simpler Architekturen bedient, um Konflikte und Probleme in der Hausautomation zu vermeiden. Besonders am EnOceanFunkstandard ist, dass das System geringe Mengen der benötigten Energie aus der Umgebung bezieht und sich dabei Quellen wie Umgebungstemperatur, Vibrationen oder Luftströmungen bedient.

FOTO: GIRA

Wenn es um maximalen Wohnkomfort geht, gibt es nach oben weder Ausstattungs- noch Preisgrenzen. Bauherren können dabei problemlos auf alle am Markt befindlichen Standards zurückgreifen. Ob per Funk oder per Kabel, bei einem Neubau ist alles möglich. Weshalb zahlreiche Bauherren auf letztere Variante zurückgreifen. Denn mit Bussystemen wie dem erfolgreichen am Markt etablierten KNX/EIB lässt sich jede Art von elektrischem Gerät einfach und zeitnah bedienen. Außerdem kann eine KNX-Installation verschiedene Sensordaten abfragen. Bei Sonneneinstrahlung fahren Jalousien herunter, bei einer gewissen Außentemperatur springt die Heizung an usw. Allerdings laufen bei KNX typischerweise Stromversorgung und Gerätesteuerung auf zwei Netzen, die unabhängig voneinander oder parallel im Haus verlegt werden. Die Folge ist ein durchaus großer Verkabelungsaufwand sowie die Installation größerer Verteiler, um die Stromversorgung des Busses aufzunehmen. Zum Nachrüsten eignet sich KNX also weniger. Für Mieter z.B. ist eine BUS-Lösung daher weniger interessant. Vielmehr bieten sich für sie Funklösungen an. Systeme, die auf Funkbasis kommunizieren, sind sehr praktisch auch bei Sanierungen und für die Nachrüstung im Altbau. Mit geringem Zeitaufwand, ohne Schmutz und ohne die Bausubstanz zu beschädigen, wichtig beispielsweise bei denkmalgeschützten Häusern, können die gewünschten Geräte in Betrieb genommen werden.

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HOMEE ÜBERNIMMT DIE FUNKTION EINES „DOLMETSCHERS“: Jeder Baustein stellt dabei ein anderes System für die Hausautomatisierung zur Verfügung.

Die energiesparende Variante der Bluetooth-Technologie erweist sich ebenfalls als gute Alternative, da sich die batteriebetriebenen Steuereinheiten mittlerweile ebenfalls ressourcenschonend einsetzen lassen. Bleibt noch das WLAN, mit dem mittlerweile nahezu jedes Haus und jede Wohnung ausgestattet ist. Allerdings ist dieser Funk-Standard bis dato noch nicht in der Lage, alle Kriterien für den Smart Home-Funk zu erfüllen.

DOLMETSCHER UNTER DEN FUNKSTANDARDS FUNKSTA ST NDARDS STA Jedes System von EnOcean über Zigbee bis hin zu ZWave hat seine Vor- aber auch Nachteile. Mit seinem W bausteinartigen System Homee vereint das Stuttgarter Start-Up-Unternehmen Codeatelier bestehende Smart-HomeFunkstandards in einem einzigen, einfachen System und macht dieses per App und W Webbrowser steuerbar. Jeder Baustein stellt dabei ein anderes System für die Hausautomatisierung zur Verfügung. W Welche Funkstandards auch immer miteinander kommunizieren sollen, Homee übernimmt

GRAFIK: BOSCH

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FOTO: BOSCH

FOTO: HOMEE

SMART HOME

die Funktion eines „Dolmetschers“: So ist es möglich, die Heizung von Hersteller A, die Jalousie von Hersteller B, die Webcam von Hersteller C und den Sound via Airplay über eine einzige App zu steuern. Zudem sorgen sogenannte „Homeegramme“ für Automatisierungen im Haus. Ein Homeegramm kann zum Beispiel automatisch das Licht einschalten, wenn die Tür geöffnet oder die Jalousie geschlossen wird. Es kann die Heizung oder die Jalousien nach einem bestimmten Zeitplan steuern oder mit Hilfe von Tür-, Fenster-, Rauch- und Wassersensoren W für die gewünschte Sicherheit in den eigenen vier Wänden sorgen. Dabei ist die Installation von Homee sehr einfach gehalten und kann vollständig über handelsübliche Smartphones erfolgen. https://hom.ee

STANDARDÜBERGREIFENDE STA T NDARDÜBERGREIFENDE PLATTFORMEN TA A ATTFORMEN Daneben gibt es Plattformen wie Qivicon (Telekom), T Telekom), RWE-SmartHome oder auch Bosch Smart Home etc., auf denen mehrere Hersteller kooperieren. Diese bieten über sogenannte Gateways auch Verbindungen zu anderen Standards, wodurch sich die Anzahl einsetzbarer Smart Home-Geräte von unterschiedlichen Herstellern deutlich erhöht. Ein Beispiel für diese Plattformen stellt Bosch Smart Home dar, das auf der IFA 2016 erstmals präsentiert wurde.

DAS ÜBER BOSCH SMART HOME VERNETZTE HAUS – Alles ist via WLAN verbunden und über Smartphone oder Tablet steuerbar.


FOTO: BOSCH FOTO: BOSCH

SMART HOME

OB SICHERHEIT ODER ENERGIESPAREN: Auch Glühbirnen, Fenstersensoren, Heizungen und Rauchmelder sind via WLAN verbunden und über Smartphone oder Tablet steuerbar.

HOME CONNECT ... ... ein cleverer Name für die interoperable System-Plattform Bosch Smart Home, über die Bosch seine Kunden in das vernetzte Haus einführt. Und damit sollen nicht nur smarte Hausgeräte untereinander und mit ihren Nutzern kommunizieren, sondern auch Glühbirnen, Fenstersensoren, Heizungsthermostate, Rauchmelder und Sicherheitsanlagen usw. bis hin zum Rasenmäher. Alles ist via WLAN verbunden und über Smartphone oder Tablet steuerbar. Der Szenario-Manager der Bosch Smart Home App ist dabei die Kernfunktion des Bosch Smart Home. Mit ihm wird das vernetzte Zuhause noch intuitiver und erleichtert Nutzern den Alltag: Wenn zum Beispiel das Haus verlassen wird, muss nicht mehr selbst überprüft werden, ob Heizung, Elektrogeräte und Licht ausgeschaltet sind. Das übernimmt der Szenario-Manager durch die einfache Aktivierung von Szenarien via Fingertipp. Anhand der vorgeschlagenen Szenarien werden Einstellungsempfehlungen für alle beteiligten Geräte angeboten. Standardmäßig gibt es drei voreingestellte Szenarien: „Haus verlassen“, „Nach Hause kommen“ und „Relax“. Letzteres sorgt für angenehme Lichtatmosphäre und Raumtemperatur in der Wohnung. Der Nutzer kann natürlich auch individuelle Szenarien definieren, für mehr Komfort, Sicherheit, Zeit- und Energieersparnis im Zuhause. Dem Bosch-Netzwerk angeschlossen haben sich bereits die Heizungsanlagenbauer Buderus und Junkers sowie Philips mit der smarten Beleuchtung Hue. Das gleiche

gilt für den Küchenhersteller Tielsa, für Diehl Connectivity Solutions olutions sowie BuschJaeger, Deutschlands Marktführer arktführer für Elektroinstallationstechnik. Ermöglicht werden diese Partnerschaften u.a. auch durch die Zusammenarbeit mit IFTTT, (If This Then That), einem Dienstleister, der es Benutzern erlaubt, unterschiedliche Funktionen im Haus mit einfachen bedingten Anweisungen zu verknüpfen. Via IFTTT lassen sich per App also auch ganz einfach Folgeaktionen zwischen Bosch Hausgeräten und anderen vernetzten Anwendungen definieren. Zudem ermöglicht das „Home Connect Developer Programm“ eine umfassende Integration ergänzender Produkte oder Services. Das bedeutet noch mehr Komfort für den Konsumenten, da er die vernetzten Hausgeräte auf diese Weise auch aus anderen Apps heraus ansteuern kann. Die Home Connect App ist zudem von der TÜV Trust IT geprüft, gerätespezifische Informationen und die Übermittlung personenbezogener Daten erfolgen selbstverständlich verschlüsselt. Der Nutzer kann das Teilen von Daten zwischen Geräten verschiedener Anbieter selbst bestimmen, indem er diesen zustimmt oder sie ablehnt. Das gilt also auch für die künftige Fernwartung von Geräten. Sie erfolgt vom Kundendienst der Kooperationspartner nur über gesicherte Datenverbindungen und die unmittelbare Freigabe durch den Nutzer vorausgesetzt. www.bosch-home.com/de/home-connect.html

DER SZ SZENARIOZENARIOMANAGER der Bosch Smart Home App ist die Kernfunktion des Bosch Smart Home Systems.

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FOTO: QIVICON

SMART HOME

DABEI VERFÜGT die Qivicon Home Base über eine intuitive Benutzeroberfläche, die das Steuern und Regulieren der einzelnen Komponenten leicht macht.

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WELCOME IM SMART HOME …

EIN SMART HOME FÜR ALLE …

… begrüßt Qivicon seine Kunden. Die Ende 2013 lancierte Qivicon-Plattform deckt eine stetig wachsende Vielzahl von Themenfeldern rund um Sicherheit, Energieeffizienz, Komfort und Lifestyle ab. Auch hier werden unterschiedlichste Smart Home Geräte verschiedener Marken unter einem technischen Dach zusammengeführt. Deren Funktionen lassen sich sowohl einfach und zuverlässig steuern, kontrollieren und automatisieren als auch marken- und geräteübergreifend miteinander kombinieren. Ermöglicht wird dies mittels praktischer Apps, die über Tablet, PC oder Smartphone aktiviert werden können, zahlreiche zukunftsorientierte Service- und Produkt-Angebote einer permanent steigenden Zahl von Marken sowie der Qivicon Home Base, die ohne Verkabelung sowie ohne jede Art baulicher Veränderung auskommt, sie benötigt lediglich eine Funkverbindung. Dabei verfügt die Qivicon Home Base über eine intuitive Benutzeroberfläche, die das Steuern und Regulieren der einzelnen Komponenten leicht macht. Alternativ lassen sich zur Steuerung auch die verschiedenen Apps der Qivicon Partnerunternehmen nutzen, die sowohl von zuhause als auch von unterwegs bedient werden können. Dank dieser Apps haben die Nutzer dieser Plattform vom Tablet oder dem Smartphone jederzeit Zugriff auf kompatible Geräte. Die zentrale Steuereinheit des via Smart Home vernetzten Zuhauses verbindet die User dabei jederzeit über einen handelsüblichen Router mit deren Smartphone, Tablet oder Computer und sämtlichen integrierten Geräten der Qivicon Partner. www.qivicon.com/de

… verspricht auch innogy SmartHome von RWE. Die intuitive Bedienung leitet Einsteiger durchs System. Mit einer einzigen App lässt sich alles ganz bequem vom Sofa oder unterwegs erledigen – von der Anmeldung über die Installation bis hin zur Steuerung. Die neue, besonders für Smartphones optimierte Benutzeroberfläche assistiert in einfachen Schritten beim vernetzten Wohnen: Die App stellt Fragen, bestätigt Eingaben, macht Vorschläge. Einsteiger brauchen sich daher nicht um die technischen Details zu sorgen. Eingabefehler sind bei dieser Form der Benutzerführung praktisch ausgeschlossen. Zudem bieten auch hier vorgefertigte Szenarien Hilfe und Anregung, um die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten auszuschöpfen. Für Experten lässt sich alles gleichzeitig ganz individuell konfigurieren. Zudem können Familienmitglieder die App nach Wunsch gestalten und dabei auf dasselbe Smart Home zugreifen. Sind die Fenster geschlossen, stimmt die Temperatur im Wohnzimmer – ein Blick auf das Smartphone informiert die Bewohner über ihr Zuhause. Neben Informationen gibt es Auswertungen sowie aktuelle PushNachrichten, z.B. wenn Rauchmelder oder Bewegungsmelder Alarm schlagen. innogy SmartHome ist bereits seit fünf Jahren im Markt. Die Heimsteuerung ist modular aufgebaut und vernetzt Haustechnik, Licht und Geräte intelligent per Funk. Das System wird als herstellerübergreifende Plattform kontinuierlich zum Wohnassistenten und Energiemanager für das ganze Haus weiterentwickelt – einschließlich


FOTO: RWE

SMART HOME

INNOGY SMARTHOME VON RWE informiert mit aktuellen Push-Nachrichten, z.B. wenn Rauch- oder Bewegungsmelder Alarm schlagen.

PANTRY-BOX DIE LEBENSMITTELSCHUBL ADE

Stromspeicherung und Lademanagement für ElektroFahrzeuge. Mehr Geräte, umfangreiche Funktionen und damit auch neue Anwendungen kommen laufend hinzu. www.innogy.com Es obliegt einzig dem jeweiligen Nutzer, für welche Plattform oder smarten Einzellösungen er sich entscheidet. Abhängig davon, welchen individuellen Nutzen er gewinnen möchte, ob er sein Zuhause sukzessive mit weiteren smarten Features erweitern will und natürlich davon, welches Budget er investieren möchte. Tipps, Fachbetriebe, Experten, Reportagen und vieles mehr finden Smart Home-Interessierte auf der neuen Website: www.das-intelligente-haus.de

EIN BLICK AUF DAS SMARTPHONE informiert den Benutzer von innogy über sein Zuhause.

PA N T R Y - B O X

FOTO: RWE

IDEAL FÜR GEMÜSE SOWIE BROT UND BACKWAREN · appetitlich gelagert und schnell erreichbar · passend auf 60er Zargen und Schubkästen · inklusive Glas-Schiebedeckel · inklusive herausnehmbarem Behälter ARCHITEKTUR + KÜCHE | 59 WWW.HAILO-EINBAUTECHNIK.DE


PROMOTION

SUBWAY – DIE KERAMIKSPÜLE MIT INDIVIDUELLEM CHARME Wer wünscht sich das nicht: Eine individuelle Kücheneinrichtung, in der auch die Spüle mit ihrem klaren, modernen Design und ihrer praktischen Funktionalität auf die persönlichen Ansprüche eingeht.

KOMPAKT UND TROTZDEM GERÄUMIG – Für alle, die sich eine kleinere Spüle wünschen, ohne auf eine Abtropffläche zu verzichten, bietet die Subway 45 Compact die optimale Lösung. Hier mit farblich passender Armatur.

Mit der Spülenfamilie Subway von Villeroy & Boch ist dies möglich. Sie überzeugt durch ihre puristische Ästhetik und ihre Funktionalität. Zu dieser vielfältigen Spülenserie gehören hochwertige Keramikspülen für die gängigen Unterschrankgrößen (im Bild Subway 60) in verschiedenen Ausführungen und Einbauvarianten, die sich harmonisch in jede Küche einfügen lassen. Erhältlich in unter-

schiedlichsten Keramikfarben oder auch mit Dekor und ergänzt um funktionalstes Zubehör avanciert jedes Modell zu einem echten Eyecatcher für die Küche. Sogar das kleinste Becken, die 45er Variante, die gerade in kleinen Küchen den wenigen, vorhandenen Platz optimal nutzt, ermöglicht trotz seiner Größe ein bequemes und komfortables Arbeiten. www.villeroy-boch.com

FOTOS: VILLEROY & BOCH

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DIE HOHE KUNST DER PRÄZISION.

Herausragende Kochergebnisse leicht gemacht. Mit den neuen Einbaugeräten von Panasonic kocht sich jedes Menü nahezu von selbst. Die InduktionsKochfelder mit Genius Sensor verhindern Anbrennen und Überkochen, während der 3-in-1-Kompaktbackofen Dampfgarer, Mikrowelle und Backofen ersetzt und somit unzählige Zubereitungsmöglichkeiten bietet. Die ultimativen Arbeitshilfen für absolute Perfektion – ab jetzt bei Ihnen zu Hause. www.panasonic.de/einbaugeraete


TECHNNIK TREND

WENN DAS KOCHFELD MIT DER SPÜLE …

SYSTEMKOMPETENZ RUND UMS KOCHEN UND VORBEREITEN 1

FRAMES BY FRANKE bündelt als erste Produktlinie am Markt alle wichtigen Elemente der Küche in einem intelligenten modularen System. Aus über 41 aufeinander abgestimmten Komponenten lässt sich die individuelle Traumkombination zusammenstellen.

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Eine einheitliche Designsprache, die sich nicht nur in der Möblierung einer Küche widerspiegelt, sondern auch in der Küchentechnik, ist das möglich? Wenn Haube, Kochfeld, Backofen, Spüle und Armatur eine Formensprache sprechen und sich sogar funktional ergänzen, entspricht das Ergebnis ästhetischer Perfektion und Komfort auf der ganzen Linie.

Mit der modularen Produktlinie Frames by Franke bietet Franke als erster Anbieter ein Küchensystem, das alle Komponenten der modernen Küche in puncto Design und Funktionalität exakt aufeinander abgestimmt vereint. Ermöglicht wird das durch die systemumfassenden Kompetenzen des Schweizer Herstellers. So enthält das Produktangebot neben Spülen und Armaturen auch leistungsstarke Kochfelder, Dunstabzugshauben sowie multifunktionale Back- und Pyrolyseöfen, Kombi-Dampfgargeräte und -Mikrowellen sowie Wärmeschubladen, die sich Dank ihres einheitlichen Designs harmonisch nebenoder übereinander platzieren lassen.


TECHNIK

DIE NEUE DCT-TECHNOLGIE von Franke ermöglicht ein schnelles Aufheizen und die punktgenaue Hitzesteuerung. Das spart Zeit und Energie. Zudem lassen sich mehrere Gerichte gleichzeitig und ohne Geruchsübertragung zubereiten.

DREI ZUSÄTZLICHE Lamellen-Heizspiralen leiten die Hitze genau dahin, wo sie benötigt wird. Je nach Zubereitungsart kommen sie einzeln oder kombiniert zum Einsatz.

FOTOS: FRANKE

Ebenso wie die formschönen Spülen in Design, Materialität und Funktion kontinuierlich den sich wandelnden Kundenwünschen angepasst werden, verhält sich das mit der technischen Ausstattung des Gerätesortiments, bei der Themen wie Funktionalität, Bedienerfreundlichkeit und Energieeffizient höchste Priorität haben. Eines der Highlights bildet dabei die neue DCT-Technologie des Herstellers. DCT steht für Dynamic Cooking Technology, mit der Zeit und bis zu 20 Prozent Energie gespart werden können. Die DCT-Technologie heizt beispielsweise den Multifunktionsofen Touch FS 913 M energiesparend in weniger

als sieben Minuten auf 200 °C. Möglich wird dies durch insgesamt fünf statt der üblichen drei Heizspiralen, über die sich die Hitze im Garraum punktgenau steuern lässt. Je nach Zubereitungsart kommen sie entweder separat oder kombiniert zum Einsatz. So ist sichergestellt, dass stets das richtige Maß an Hitze zu den Speisen gelangt. Darüber hinaus lassen sich mit Hilfe einer verbesserten Wärmeverteilung bis zu vier Gerichte parallel mit einem gleichmäßigeren Backergebnis ganz ohne Geruchsübertragung zubereiten. www.franke.com

ALS VIDEO: Die neue DCT-Technologie von Franke – anschaulich erklärt.

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KÜCHEN INTERNATIONAL MATERIALIEN

KERADOMO-FEINSTEINZEUGSPÜLEN UND -ARBEITSPLATTEN TTEN – NACHHALTIGKEIT, DIE ÜBERZEUGT

DURCHS FEUER GEGANGEN

Die Produktion von Keramik gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit und begleitet sie seit ca. 8.000 Jahren. Bis heute ist das Potenzial, das dieser Werkstoff in vielen Anwendungsbereichen bietet, noch lange nicht ausgereizt.

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FOTOS: SYSTEMCERAM

PROMOTION

SPÜLEN VON SYSTEMCERAM AUS FEINSTEINZEUG, QUALITATIV HOCHWERTIGER DENN JE: Siro (l.), Genea (m.) und Stema (r.)

LANGE LEBENSDAUER Haltbarkeit, Strapazierfähigkeit und damit die lange Lebensdauer sind wichtige Kriterien für die Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit eines Produktes. KeraDomo Küchenkeramik von Systemceram bringt hohe Schlagund Stoßfestigkeit, Schnittfestigkeit, Säureresistenz, Kälteund Hitzeresistenz mit, Eigenschaften, die dafür sorgen, dass diese Spülen praktisch unverwüstlich sind und weit über ein Küchenleben hinaus schön und funktionsfähig bleiben. Schließlich kommt das Feinsteinzeug von Systemceram seit Jahrzehnten weltweit erfolgreich unter härtesten Bedingungen in Labors und Forschungseinrichtungen zum Einsatz. Um die dafür erforderliche obligatorische Einstufung als „chemisch-technisches Steinzeug“ zu erhalten, muss das Material eine Vielzahl einschlägiger Normen und Richtlinien erfüllen.

NATÜRLICHE ROHSTOFFE AUS DER REGION Die hochmoderne Fertigung von Systemceram liegt im Herzen des Kannenbäckerlandes im Westerwald. Eine Region, die zugleich eines der weltweit größten Tonvorkommen und ebenso eine Vielzahl an Unternehmen beherbergt, die die unterschiedlichsten Produkte aus Keramik herstellen. Systemceram stellt Feinsteinzeugspülen ausschließlich aus Ton, Schamotte und Quarz, also aus natürlichen Rohstoffen her. Mehr als 70 % des verwendeten Tons kommt aus Tongruben im Westerwald im Umkreis von rund 40 km, also aus direkter Nachbarschaft zum Werk. Auch der Großteil der Schamotte, das ist gebrannter Ton, der anschließend fein vermahlen (Feinsteinzeug!) und mit dem frischen Ton aus der Tongrube und Wasser vermischt wird, wird aus der Region sowie aus der eigenen Produktion

bezogen, denn beschädigte unglasierte Rohware wird wiederverwertet. Das für die Herstellung eingesetzte Wasser stammt zu 85 % aus dem eigenen Wasserkreislauf, nur 15 % werden in die Kanalisation geleitet. Apropos Glasuren: Dass sie genauso für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind, wie beispielsweise ein Porzellanteller oder eine Tasse, versteht sich von selbst. Alle von Systemceram eingesetzten Glasuren werden vom Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe Glas/ Keramik in Höhr-Grenzhausen getestet und erhalten ein Zertifikat, das die Testergebnisse und die Konformität mit der EU-Richtlinien (2005/31/EG bzw. der Verordnung 1935/2004 EG) belegt. So ist jederzeit sichergestellt, dass KeraDomo-Spülen und Arbeitsflächen lebensmittelphysiologisch absolut unbedenklich sind.

ENERGIESPAREN AUF HOHEM NIVEAU Dem hohen Energieverbrauch, den das Brennen von Keramik erfordert, begegnen die Macher von Systemceram auf ihre Art: Die neue Fertigung mit dem 108 Meter langen Tunnelofen, bietet eine Menge an Sparpotentialen, neben der deutlichen Senkung des Energieverbrauchs auch eine Verbesserung der Produktivität und damit verbunden eine Leistungssteigerung, von der sowohl die Umwelt als auch die Kunden profitieren. Zudem wurde auf dem Dach der neuen Fertigungshalle eine ca. 2.500 qm große Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von ca. 300 Kilowatt-peak installiert. Rechnerisch deckt sie den Jahres-Strombedarf von 70 Haushalten ab und reduziert den CO2 Ausstoß um 240 Tonnen jährlich. Selbst die Abwärme der Druckluftkompressoren wird als Heizenergie genutzt. www.systemceram.de

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HAUSBOOTE

ANDREAS HOFFMANN und Dörte Schiemang, Inhaber und Geschäftsführer Nautilus Hausboote

WOHNEN AUF DEM WASSER FOTOS: NAUTILUS

NAUTILUS – SYMBIOSE AUS NATUR UND ARCHITEKTUR Ein Haus, umgeben von Wasser, ähnlich einer schwimmenden eigenen Insel, die sich auch einmal treiben lassen kann: Der Berliner Architekt Andreas Hoffmann lässt mit seinen Hausbooten diesen Traum für viele Menschen wahr werden. Seine Naturverbundenheit brachte den sympathischen Berliner dazu, sich mit entsprechenden Lebens- und Wohnmöglichkeiten auseinanderzusetzen. „Hausboote sind eine solche Alternative“, davon ist Andreas Hoffmann überzeugt. Inspiriert von der Idee, irgendwann selbst einen solchen Rückzugsort zu besitzen, entwickelte er kurzer Hand

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sein Hausboot-Konzept, getragen von den Grundgedanken zeitloser, naturnaher Architektur, Ökologie und Nachhaltigkeit. Nicht umsonst steht der Nautilus Pate für den architektonischen Grundgedanken von Andreas Hoffmann: „Wir haben den Namen Nautilus für unser Unternehmen gewählt, denn die Natur ist uns auch architektonisch immer einen Schritt voraus. Das beweist


HAUSBOOTE

nicht nur der goldene Schnitt, sondern auch das Gehäuse des Nautilus, dessen gewundene Kalkschale zusammen mit ihren Kammern perfekt entsprechend der Zahl Pi wächst und natürlich seinem Bewohner als Wohnung dient. Nicht anders ist das bei unseren Hausbooten.“

JEDES HAUSBOOT IST EIN TYP Bis dato haben Andreas Hoffmann und sein Team vier unterschiedliche Hausboot-Typen entwickelt, für alle, die den Einklang mit Wind, Wasser und Wellengang suchen. Die Basis für ein ruhiges Miteinander von Fluss und Mensch bilden Flöße und Katamarane sowie der Ein-

satz lautloser umweltschonender Elektromotoren, ebenso wie nachhaltige Materialien wie Aluminium, Holz, Glas und Stahl. „Auch bei Raddampfern haben wir uns einiges abgeschaut“, verrät der kreative Freigeist, der natürlich auch Anspruch auf einen persönlichen Favoriten hat. Für Andreas Hoffmann ist dies das Modell Nautilus: „Dieses Hausboot ist eine Kombination aus exklusivem Design und Sportboot, mit dem man fast jede Wasserstraße Europas befahren kann“, erläutert er uns. Auf 54 Quadratmetern Wohnfläche finden er und seine Familie ausreichend Platz für entspannte Urlaube. Kochen, Essen, Wohnen gehen fließend ineinander über.

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HAUSBOOTE

PANORAMABLICK AUF WASSER UND LAND bietet das Modell Nautilus. Kochen, Essen und Wohnen gehen fließend ineinander über. Auch die Schlafräume bieten ausreichend Platz.

Die Schlafräume bieten ausreichend Platz und lassen sich, falls gewünscht, noch um eine faltbare Schlafkoje erweitern. Die einklappbaren Gangborde und das Cabriodach machen es möglich, auch enge Schleusen und niedrige Brücken zu passieren. „Es gibt die Nautilus auch in kleinerem Format, mit 42 Quadratmetern bietet sie immerhin Platz für sechs bis acht Erwachsene und zwei Kinder. Und natürlich geht es auch noch kleiner mit dem Nautino, der auf wahlweise 16 Quadratmetern bzw. 21,5 Quadratmetern die Vorzüge einer Motoryacht mit denen eines Hausbootes auf ganz besondere Weise vereint. Mit bis zu sieben Schlafplätzen ist dieser

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Bootstyp nicht nur für Paare, sondern auch für Familien geeignet.“ Daneben ist der Hausboot-Typ Vagabund wieder deutlich größer und kompakter. In der Basisversion mit 30 oder 38 Quadratmetern aber auch 44 Quadratmetern bietet der Vagabund Platz für 4 bis 6 Erwachsene und zwei Kinder oder eignet sich perfekt als Büro- und Tagungsraum. Eine Erweiterung der Wohnfläche ist 1-etagig bis 84 Quadratmeter und 2-etagig bis 125 Quadratmeter möglich. Auch dieses Hausboot lässt sich ganz nach dem Gusto des angehenden Eigners ausstatten. Farben und Materialien sind hier annähernd keine Grenzen gesetzt. „Alle unsere Hausboote sind im übrigen unter 25 Meter lang und gelten somit als Sportboot“, erklärt der Architekt sachkundig. „Einige sind sogar nur mit 15 PS ausgestattet, so dass man sie sogar ohne Führerschein fahren kann.“ So bleiben Käufer oder Charterer flexibel. „Zumal festliegende Hausboote nicht in allen Regionen erwünscht sind“, wie er aus Erfahrung weiß.


HAUSBOOTE

DIE WELT VOM WASSER AUS ERKUNDEN und dabei nicht auf den Komfort eines Ferienhauses verzichten, das wird mit dem Hausboot wahr. Ob Nautilus oder Nautino, ob festliegend oder unterwegs, der Blick auf die Welt aus einer neuen Perspektive reist mit.

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HAUSBOOTE

MIT EINER WOHNFLÄCHE zwischen 45 und 360 Quadratmetern lässt sich das Ei-Home sowohl als Wochenendzuflucht als auch als Dauerdomizil nutzen.

LIVING AND WORKING IN THE EI-HOME Zu den besonders imposanten „Sportbooten“ von Nautilus zählt übrigens das Ei-Home, „dessen Entwurf eigentlich für ein Hochhausprojekt an Land entwickelt wurde. Leider kam es hier nie zur Ausführung“, erinnert sich Andreas Hoffmann. Doch auf dem Wasser macht die komprimierte organische Form des Ei-Homes eine mindestens ebenso gute Figur. Fünfeinhalb bis sechs Meter Höhe kann die Zweistockwohnung erreichen. Mit einer Wohnfläche zwischen 45 und 360 Quadratmetern lässt sich das Hausboot sowohl als Wochenendzuflucht als auch als Dauerdomizil nutzen. Riesige Fensterfronten sorgen nicht nur für ein helles freundliches Inneres, sondern machen das Leben mit der Natur noch visueller. Das Innenraumkonzept des Hausboots besticht durch

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den Einsatz edler Materialien und wird je nach Käufer individuell aufgeteilt und ausgestattet. Weder auf die Fußbodenheizung, noch auf Kamin oder Sauna muss verzichtet werden. Hinzu kommen die Möglichkeiten der Wasseraufbereitung für Frischwasser, einer Minikläranlage oder gar der Installation einer Photovoltaikanlage. Eine 50 Quadratmeter große Dachfläche steht als Sonnendeck oder für Solarpanels zur Verfügung. Und doch lässt sich das Ei-Home, das mit zwei Außenbordmotoren bestückt werden kann, bequem von Hafen zu Hafen fahren. „Um auch Brücken zu unterfahren, könnte die zweite Etage komplett abnehmbar geplant werden und könnte dann mittels Ponton zum nächsten Liegeplatz geschleppt werden, um sie dort wieder aufzusetzen“, erläutert Andreas Hoffmann sein durchdachtes Konzept. „Allerdings“, gibt er zu, „wird das Ei-Home eher festliegend genutzt, wie z.B. als schwimmendes Restaurant oder Büro, wie wir es im nächsten Jahr selbst einsetzen werden, wenn unsere neue Werft entsteht.“


HAUSBOOTE

WEDER AUF DIE SAUNA noch auf die Fußbodenheizung oder einen Kamin muss verzichtet werden.

EIN HAUSBOOT CHARTERN – Die Eventboote Vagabund und Nautilus lassen bis zu 25 Gäste unbeschwerte Stunden auf dem Wasser bei privaten Festen und Firmenfeiern erleben. DIE ANZAHL DER LIEGEPLÄTZE WÄCHST „Die Nachfrage nach Hausbooten steigt kontinuierlich“, sieht sich Andreas Hoffmann bestätigt. Sicher, diese Domizile sind in Deutschland noch nicht so etabliert wie in London oder Amsterdam, aber in Hamburg, Duisburg und Berlin, rund um Brandenburg oder in der Mecklenburgischen Seenplatte kann man Hausboote bereits bewohnen. Hier gibt es geeignete Liegeplätze. „Es gibt einige Kommunen, die sich mit der Entwicklung Hausboot-tauglicher Marinas an uns wenden. Aus diesem Grund haben wir uns mit dem Partnerplanungsbüro mediamare consulting zusammengeschlossen, das sich darauf spezialisiert hat, sogenannte „Maritime Meilen“ zu entwickeln. Gemeinsam planen wir Häfen und Marinas, erarbeiten Machbarkeitsstudien für maritime Standorte und entwickeln Betreibermodelle. Wir prüfen standortspezifische Faktoren auf deren ökonomische, ökologische und soziale Relevanz, analysieren Entwicklungsstrukturen und visualisieren städtebauliche Entwürfe für

weitere Planungen. Wir begleiten jedes maritime Bauvorhaben von der Masterplanung bis zur Fertigstellung, ganz gleich ob es sich dabei um den Liegeplatz eines einzelnen Hausbooteigners oder um ein komplettes Dorf aus schwimmenden Häusern inklusive Infrastruktur handelt.“ Eine Kompetenz, die sich auch international herumgesprochen hat, wie Anfragen aus Vietnam und China beweisen. Doch zurück auf die deutschen Binnengewässer: „Wer sich nicht gleich selbst ein Hausboot zulegen möchte, der kann das naturnahe Leben auf dem Wasser zuerst einmal im Urlaub ausprobieren“, empfiehlt Andreas Hoffmann. „Die meisten unserer Kunden nutzen ihr Hausboot ausschließlich als Urlaubsdomizil und vermieten es über die restliche Zeit hinweg.“ Wer sich auf dieses Angebot einlässt, der wird schon bald von dieser einmaligen Melange aus Architektur, Design, Natur und Wohnkomfort überzeugt sein. www.nautilus-hausboote.de

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MATERIALIEN

METALL-LOOK VOM CATWALK DIREKT AUF DIE BÜHNE DER INNENARCHITEKTUR 72 | ARCHITEKTUR + KÜCHE


MATERIALIEN

FOTOS: ZEYKO

EIN FASZINIERENDES, vollkommen neu entwickeltes Verfahren: Die bewährte Zeyko-Oberfläche Metal-X kann jetzt zusätzlich in einer neuen Struktur dargestellt werden. Die weich und waffelförmig geformte Fläche wirkt natürlich und besonders handwerklich. Komplett kunstvoll in Handarbeit hergestellt und mit der Zeyko-eigenen Strapazieroberfläche versiegelt – perfekt küchentauglich für Jahrzehnte. www.zeyko.com EINZIGARTIGEN EDELSTAHL finden Sie bei SteelArt (l.). Die Oberfläche Blanco Durinox® ist samt-matt, doppelt

FOTO: BLANCO

so hart und extrem widerstandsfähig. Eine beeindruckende Innovation, die weltweit neue Maßstäbe setzt. Ihre einmaligen Eigenschaften erhält die Oberfläche in einem Veredelungsverfahren, das aus der Luft- und Raumfahrt stammt und von Blanco aufwändig weiterentwickelt wurde. www.blanco-germany.com/de

FOTOS: TOM DIXON

Gerade in puncto Architektur und Einrichtung wirken Metallanmutungen aufgrund ihrer besonderen Anmutung oder auch durch ihre Lichtreflektion besonders edel und wertvoll. Kein Wunder, dass der Metallic-Look derzeit zu den angesagtesten Gestaltungstrends zählt. Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, um diesen Trend in den eigenen vier Wänden umzusetzen. Edelstahl, Chrom, Gold, Silber oder auch Titan veredeln Stoffe, Möbel, Accessoires und Tapeten.

SET AUS DREI SCHALEN, handgefertigt aus einem einzigen Messing-Blatt. Ihre besondere Wirkung erzielen sie durch die Kombination von glänzendem Gold mit mattem Schwarz. www.tomdixon.net ARCHITEKTUR + KÜCHE | 73


FoTo: KH SySTEM MÖBEL

MATERIALIEN

FOTO: PALLUCCO

KUPFER WIRKT: ob in opulenten Interieurs oder, wie hier, ganz pur. www.kh-system-moebel.de AUSSEN DRESSED IN BLACK in leicht glänzendem, grobem Stoff, kombiniert im Inneren mit einer Melange aus Leinen und Bronzefäden, überrascht Fortuny & Fortuny Petite Bronze Rubelli durch den Kontrast zwischen reflektiertem Licht und seinem dunklen Outfit. www.pallucco.com

türlich auch durch entsprechende Oberflächenveredelungen erzielt. Diese können durch das Auftragen unterschiedlicher Lacke oder auch Beschichtungen erfolgen. Warm gewalzter Schwarzstahl, blank geschliffen und poliert oder mit leuchtendem Rost überzogen, diese Optiken kennt man bereits aus der Architektur. Farbgebung, Haptik und Struktur werden bei hochwertigen Metall–Effekt Lackoberflächen ganz wesentlich vom Metallanteil in der Beschichtung beeinflusst. So entstehen in aufwändiger Handarbeit Stahl-Effekt-Varianten in

FOTO: LECHNER

Dabei offerieren die Edelmetalle für jeden Geschmack das Richtige: warme Töne wie Kupfer und Bronze, kühles und edles Design in Silber, Titan oder Chrom und nicht zuletzt Gold, das Symbol für Luxus schlechthin. Summa Summarum eignen sich alle Metalle zur Kombination mit anderen Materialien oder Farben. Mit dem Metallic-Look lässt sich ein ausgefallenes und Wohnambiente gestalten, das durch eine anspreedles W chende Eleganz begeistert und von Individualität zeugt. Bei hochwertigem Mobiliar wird der Metalliceffekt na-

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ARBEITSPLATTEN aus Glas zeichnen sich durch hohe Belastbarkeit aus und erlauben außergewöhnlich schöne Wohndesigns. Glänzendes Glas hebt die Brillanz der Farben, satiniertes Glas, wie hier im Farbton Brass, zeigt einen samtig-warmen Charakter. www.MyLechner.de


MATERIALIEN

FOTO: REFSTA

FOTO: REICHERT

EDEL UND EFFIZIENT: Inselhaube Fürstenberg II mit stufenloser Höhenverstellung per Fernbedienung in Blattgold. www.refsta.com

Wer auf alle Fälle echtes Edelmetall zum Einsatz bringen möchte, kann auf vergoldete oder versilberte Frontvarianten oder auf deren mit Spachteltechnik metallisch veredelte Pendants setzen. Bei letzterer Alternative wird aus der Natur gewonnenes Metall gemahlen, durch Zugaben verflüssigt und von Hand mit der Spachtel verarbeitet und poliert. Jedes Frontelement ist ein wirkliches Unikat, das sich zudem durch eine zweifache Klarlackveredelung als absolut strapazierfähig erweist. Das gilt im Übrigen auch für verchromte Oberflächen.

FOTO: POGGENPOHL

unterschiedlichen Ausprägungen und Farbtönen. In besonderer Weise authentisch durch markante Korrosionsspuren und produktionsbedingte Walzstrukturen. Selbstverständlich erfüllen auch diese Oberflächen die Anforderungen an hochwertige Möbelfronten. Was Lacke anbelangt, so wurde eine neue Variante in Zusammenarbeit mit der Autoindustrie entwickelt. Diese setzt bereits seit geraumer Zeit chromatisierte Lacke für wolkenlose, metallisch glänzende Oberflächen ein. Jetzt lassen sich diese auch bei Möbelfronten realisieren.

DIE STAHL-EFFEKT Lackoberflächen von Reichert Holztechnik entstehen in aufwändiger Handarbeit und sind in besonderer Weise authentisch durch markante Korrosionsspuren und produktionsbedingte Walzstrukturen.

EINE NEUE LACKVARIANTE entwickelte Poggenpohl in Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie: chromatisierte Lacke für wolkenlose, metallisch glänzende Oberflächen. www.poggenpohl.de

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MATERIALIEN

FOTO: ILVE

HÖcHSTE QuALITäT AuS HocHwErTIgSTEM EDELSTAHL (AISI 304) sowie die Liebe zum Detail bilden die Basis dieser Küche, die nicht nur durch ihr Design besticht, sondern auch jedem Alltag gerecht wird. www.ilve.it

STAINLESS STEEL – DESIGN AND FEELING

FoTo: SIT-MÖBEL

Für zeitlose Eleganz steht Edelstahl, ob als Möbel-Front, Tisch oder Arbeitsplatte. In den vergangenen 100 Jahren gab es viele Weiterentwicklungen hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit, Oberflächenausprägung und Schweißeignung beim Edelstahl. Eine solche Materialevolution ist auch „Durinox“. Die Herstellung des patentierten Werkstoffs basiert auf der Weiterentwicklung von Technologien aus der Luft- und Raumfahrt. Zudem verfügt er nicht nur über die bewährten, positiven Eigenschaften von Edelstahl

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wie etwa Hygiene und Langlebigkeit, sondern auch über den wohl höchsten Härtegrad für unbeschichtete Edelstahl-Arbeitsflächen, was ihn extrem widerstandsfähig gegenüber Kratzern macht. Seine zeitlose Ästhetik wird zu einem visuellen als auch haptischen Erlebnis und eignet sich durch seine samtmatt wirkende, homogene Oberflächenstruktur für den Einsatz im Möbelbau. Ein Werkstoff, mit dem sich ebenfalls metallische Anmutungen wie auch Edelstahl umsetzen lassen, ist Resopal, ein dekorativer Schichtstoff, hergestellt als Hochdruck-

cooLE MÖBEL AuS HoLz, ALu unD METALL: Downtown. Aus über zehn verschiedenen Typen – vom Lowboard bis zum Nachttisch – das passende „Wohnobjekt“ für spacigen Stil ist bestimmt dabei. www.sit-moebel.de


MATERIALIEN

SEHR TECHNISCH UND COOL WIRKT DIESE KÜCHE IN ORIGINAL RESOPAL auch durch die monolithisch grifflose Planung von Insel und Kochzentrum. www.ballerina.de FOTO: BALLERINA KÜCHEN

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FoTo: SIT-MÖBEL

schichtpressstoffplatte. Das Material besteht aus mehreren zu einer homogenen Platte verpressten mit Harz imprägnierten Papierbahnen, Kern- und Dekorpapieren und ist dabei stoß-, kratz- und abriebfest, hitze- und lichtbeständig, fleckenunempfindlich und pflegeleicht.

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IST DIE HAUBE? EINGEBAUT IM UNTERSCHRANK

AIRMANN, dieses Programm steht für eine Melange aus „Vintage“ und „factory design“. Die von Hand mit Alu beschlagenen und einzeln verschraubten Modelle erinnern an die Pioniere der Luftfahrt. Die Schubladenführungen und Scharniere aus Metall halten den Belastungen stand und erleichtern die tägliche Nutzung. www.sit-moebel.de

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MATERIALIEN

MIX AND MATCH NIE WAR EINRICHTEN INDIVIDUELLER

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DIE GRUNDFORM VON „JALIS“ ist ein fliegendes Kissen. Wird es gefaltet, entstehen Sitzflächen, Rücken und Lehnen. Einen sanften Kontrast zu den üppigen Polstern bilden die filigranen Podeste und Unterkonstruktionen. Akzente setzt auch die schwebende Anmutung der Jalis-Tischplatte, mit ihren besonders schmal gefrästen Ober- und Unterflächen und den somit besonders feinen Kanten. www.interluebke.de

FOTO: ALIVAR

FOTO: LECHNER

FOTO: INTERLÜBKE

MATERIALIEN

NATURSTEIN – JEDE PLATTE EIN UNIKAT. Als in über Millionen von Jahren natürlich gewachsenes Material bringt es einen einmaligen Charakter mit, der jedem Raum ein einzigartiges und individuelles Ambiente verleiht. Links im Bild Nero Assoluto Z Antik mit dem Induktionskochfeld FullFit. www.lechner-ag.de

Trends basieren meist auf einer stetig wachsenden Nachfrage nach Produkten, Farben, Oberflächen und Materialien, deren Paten oft in der Natur zu finden sind. Letztendlich ist es die Melange dieser durchaus heterogenen Werkstoffe und Farbigkeit, aus der einzigartige Möbeldesigns und Einrichtungsvarianten entstehen. Doch mit der heutigen Vielfalt subtil umgehen zu können, ist eine große Herausforderung.

„DIESYS“ ist Repräsentant des urbanen, zeitgenössischen Stils. Ein Möbelstück, öbelstück, das sich in puncto Abmessungen und Oberflächenstruktur flexibel und damit anpassungsfähig zeigt. Eine ine Kombination aus gebürstetem, lackiertem Stahl und wärmebehandelter Eiche, Nussbaum oder Palisander. www.alivar.com ARCHITEKTUR + KÜCHE | 79


MATERIALIEN

DIE ÜBERGÄNGE der einzelnen Wohnbereiche gestalten sich fließend. Bei der Wahl des Mobiliars ist daher das Prinzip der Offenheit besonders angesagt. www.febalcasa.com/it

FOTO: DRAENERT

BEI „FONTANA“ verbindet sich die Einzigartigkeit des Natursteins mit dem Erleben einer innovativen Synchronmechanik. Entfalten Sie den Tisch zur Tafel – völlig mühelos auf scheinbar magische Weise. Dabei sorgt die expressive, trapezförmige Tischplatte formal für den letzten Schliff. www.draenert.de 80 | ARCHITEKTUR + KÜCHE

FOTO: DRAENERT

Wohnräume sind Lebensräume – sie sollten individuell W und perfekt für ihre Bewohner gestaltet sein, dann werden sie zu echten Wohlfühlräumen, von einzelnen Möbeln und Accessoires bis zu kompletten Lösungen. Häuser und Räume werden immer offener und barrierefreier. Die Übergänge zwischen den ein einzelnen W Wohnbereichen gestalten sich fließend. Bei der W Wahl des Mobiliars ist daher das Prinzip der Offenheit besonders angesagt. Das Sideboard

oder das Regal können sowohl als Akzent wirken, als auch schon einmal zum Raumteiler avancieren: Sofaecke mit Couchtisch und Fernseher zum gemeinsamen Chillen, Essbereich mit Esstisch und Stühlen für das gemeinsame Speisen mit Familie und Freunden oder die gemütliche Leseecke mit Relaxsessel und Stehlampe. Den zeitlos klassischen Einrichtungsstil gibt es eigentlich nicht, da jeder Mensch eine andere Vorstellung davon hat und ihn entsprechend differenziert realisiert. Die heutige Vielfalt an Material, Form und Farbe lässt diese In-


FOTO: HÜLSTA

FOTO: FEBA

DAS NEUE MAGNETTAFELSYSTEM „now! mag“ von now! by hülsta macht Gestaltung so einfach wie noch nie. Die Basis bilden knapp einen Quadratmeter große Magnettafeln, die sich zu kleinen oder großen Magnetwänden kombinieren lassen. Sie werden mit den dazu passenden now! mag-Accessoires kombiniert: Rechteckige oder quadratische Magnetkästen in vielen Farben, Magnethaken, Metallwinkel und Spiegel. https://hulsta.com/de

dieser übergeordneten Begrifflichkeiten wie Moderne oder Klassik. Vielleicht etwas Mut zur Farbe, ausgelebt durch colorierte Wände oder farbige Accessoires? Oder ein ausgefallenes Einzelstück?

KONTRASTE GEBEN PROFIL Für jede Stilrichtung geeignet sind Naturmaterialien und deren Nachbildungen: Dazu gehören schlichte Hölzer wie z. B. nach wie vor die Eiche in durchaus facettenreicher Darstellungsform, je nach Wunsch in hellen, mitt-

FOTO: HÜLSTA

dividualität erst zu. So können traditionelle Möbel, aktuelle Farbtrends und moderne Accessoires kombiniert werden, die erst gemeinsam Wärme und Behaglichkeit ausstrahlen und eine Wohlfühlatmosphäre schaffen. Wem der puristische Einrichtungsstil mehr zusagt, für den trägt die Auswahl an schlichten, gradlinigen Möbeln und hochwertigen Oberflächen nicht nur zu einer modernen Ästhetik bei, sondern auch dazu, dass sich das eigene Lebensgefühl in seinem Zuhause widerspiegelt. Das gilt natürlich auch für Einrichtungsstile jenseits

HÜLSTA setzt bei der neuen Linie Madera auf die Hölzer Eiche, Ahorn und Nussbaum, die mit Lackoberflächen in einem Strukturlack in den Farben Quarz oder Anthrazit kombiniert werden. https://hulsta.com/de ARCHITEKTUR + KÜCHE | 81


UNIT ZAUBERT ALS EINZELREGAL ODER ALS ENSEMBLE EINE NEUE LEICHTIGKEIT IN RÄUME. Das Unit U1 Regal gibt es in zwei Ausführungen: horizontal hängend, unsichtbar an der Wand montiert oder vertikal stehend, mit fester Bodenplatte, in welcher Stellfüße versenkt sind. Die Regale bestehen aus 2,5 mm starkem Stahlblech und sind mit ihren 3 Rückwänden im Mittelteil sehr stabil konstruiert. Sieben unterschiedlich große Fächer bieten Platz für alles, was präsentiert oder aufbewahrt werden soll. Der Lust auf farbige Gestaltung sind dabei kaum Grenzen gesetzt: Ganz nach individuellem Wunsch ist das Reagl ein- oder zweifarbig in seidenmatt in allen RAL-Farben erhältlich. www.mueller-moebel.com

FoTo: MÜLLEr MÖBEL

MATERIALIEN

den, hellen und dunklen Dekoren sowie die Kombination von Materialien mit glatten und markanten Oberflächenstrukturen, die der Einrichtung ihr Gesicht verleiht. Die aktuellen Oberflächenstrukturen orientieren sich an Werkstoffen wie Holz und Stein, wie z.B. die charakterstarken Marmorinterpretationen. Auch Edelstahl-Anmutungen in gebürsteter oder glänzender Ausführung oder auch Metalle wie Kupfer, Silber, Bronze, Messing oder Zink wirken als Regal, Schrankfront, Tischplatte oder Griffprofil sowohl als optisches als auch als funktionales

FOTO: WALTER KNOLL

leren oder dunkleren Nuancen. Ähnliches gilt auch für Nussbaum, Kirschbaum, Palisander, Teak oder Weichhölzer wie die Pinie. Holzdesigns wie diese zeigen sich als ideale Kombinationspartner zu den zeitlosen Unidekoren in hochglänzender Lack- oder Kunststoffausführung oder aber mit samtmatter Ausstrahlung und Haptik erhältlich in nahezu jeder Wunschfarbe. Es ist das Spiel mit den Kontrasten, das es zu entdecken gilt: Licht und Schatten, smooth und rough. Die Komposition aus matten und hochglänzen-

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FOTO: KOINOR

MATERIALIEN

DIE FEIN AUFEINANDER ABGESTIMMTEN Relaxfunktionen von „Silencio Comfort“ bringen Liege- und Sitzkomfort auf ein neues Niveau. Die Sitzverstellung ist stufenlos und kann wahlweise manuell oder elektrisch erfolgen. Die WohlfühlMassage-Funktion gibt es obendrein. www.koinor.com

Highlight. Keramik, Beton, Zement und natürlich Glas zeigen sich nicht minder vielseitig. Dabei ist die Auswahl der Möbel nur ein Teil des Einrichtungsprozesses. Auch Farben und Textilien sollten aufeinander abgestimmt werden. Stoffe und Teppiche sorgen für eine bessere Akkustik und für ein stimmungsvolles Wohlfühlambiente. Das Schöne daran ist, dass ein Haus oder eine Wohnung mit und durch ihre Bewohner leben, was jede Einrichtung zu einem Unikat werden lässt.

SANKA SOFA: Feinstes Sattelleder gestaltet den Rücken. Präzise gearbeitete Kanten und exakte Nähte bestimmen die Kontur. Fließend geht der hohe Rücken über in die sanft abfallenden Armlehnen. Große, weiche Kissen be-

TIMELINE 50 Flat in Sunrise COMO SHOWER Armatur in Edelstahl

STARKE FARBEN – STARKES DESIGN. Mehr Farbvielfalt in der Küchengestaltung. Die starken Farben Sunrise, Coral, Midnight und Emerald von Villeroy&Boch eröffnen zusätzliche Spielräume für individuelle Küchengestaltungen. Sie ermöglichen stilsichere, ästhetische Inszenierungen mit hochwertigen Spülen aus Keramik. Die leuchtenden Farben sind für die Kollektionen Timeline und Subway Einzelbecken erhältlich. Durch die flächenbündige, Einbau- oder Unterbauvariante bieten die Spülen flexible Planungsmöglichkeiten.

rühren den Sitzenden – sie unterstützen die Polsterung und sorgen für die Bequemlichkeit. www.walterknoll.de 07 Sunrise

51 Coral

26 Midnight

50 Emerald

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WWW.VILLEROY-BOCH.DE


FOTO: INTERLUEBKE

MATERIALIEN

EIN INNOVATIVES Gestaltungskonzept, das von feinen optischen Kontrasten lebt, für Menschen, die eine klare Formensprache und Ästhetik schätzen – dies verkörpert die mell-Kollektion designed by Jehs & Laub. Sanft abgerundete Griffprofile und ein dezentes Fugenspiel akzentuieren die zeitlose Ästhetik der geometrischen Möbelkörper, die präzise auf Gehrung gefertigt werden. Makellose Lackoberflächen unterstreichen die unverwechselbare Formensprache des Gesamtdesigns. www.interluebke.de

FOTO: PRONORM

grAu ALS MÖBELFArBE liegt deutlich im Trend und den bedient diese Küche aus dem Programm proline formvollendet. Eiche mit Massivholzrahmen und furnierter Füllung offenporig lackiert bildet die Grundlage dieser wohnlichen Möbel. www.pronorm.de

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FOTO: CAPODOPERA

FOTO: DUETTE®

PROMOTION MATERIALIEN

DIE SCHRANKSERIE Centotrentacinque aus der Tattoo Collection von Capo d’Opera (o.) hier mit der Oberfläche Toccaferro und stilisierten Ornamenten auf dunklem Hintergrund mit einem Effekt wie eloxiertes Eisen. Unten: Immer einzigartig und originell sind die individuell gefertigten Regale The Only One mit unendlichen Möglichkeiten, was Farben, Oberflächen und Design der Türen (hier Alcatraz) angeht. www.capodopera.it

DUETTE® WABENPLISSEE

FÜR EIN PERFEKTES WOHLFÜHLKLIMA Farben beeinflussen Raumstimmungen, wirken beruhigend oder belebend und setzen einen individuellen Akzent in der Raumgestaltung. Ob im natürlichen Skandinavian Style oder im coolen Loft Style, aktuelle Blautöne liegen voll im Trend. Duette® Wabenplissee greift diesen Look gekonnt auf und schafft das ideale richtige Wohlfühlklima; und das gleich in vielerlei Hinsicht: So dient Duette® Wabenplissee als perfekter Licht-, Sicht- und Sonnenschutz und bietet darüber hinaus mit der Original Duette® Klimazone weitere Vorzüge. So wird im Sommer die Wärmeaufnahme am Fenster reduziert und im Winter bleibt die Wärme im Raum. On top wird die Raumakustik verbessert. Ein besonders weicher Lichteinfall unterstreicht die wohnliche Atmosphäre und bringt Wohlgefühl in die moderne Wohnküche. www.duette.de/at/ch

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FOTO: LIEBHERR

GERÄTE

KÜHLEN – INDIVIDUELL KOMBINIERT Mix and Match, das gilt auch für Kühlgeräte, die sich mit dem neuen „Modularen VorratsCenter“ für den persönlichen Bedarf individuell zusammenstellen und kombinieren lassen.

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Hier besetzen die Geräte die 88er Nische gleich viermal. Neben Kühl- und Gefrierschrank und einem Vollraum-BioFresh-Gerät ist auch ein Weinschrank mit von der Partie, denn beim Wein spielt die richtige Temperatur nicht nur für den Trinkgenuss, sondern auch für die langfristige Lagerung eine wichtige Rolle. Ein Weinklima- oder Weintemperierschrank stellt den perfekten Aufbewahrungsort dar. Der Wein bleibt vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt und lagert hier unter exakt kontrollierten Bedingungen. Im Zwischensteg des Gerätes ist die Touch-Elektronik mit Display platziert. Sie gewährleistet präzise die konstante Einhaltung der gewählten Temperaturen. Stabile handgefertigte Borde

aus naturbelassenem Holz bieten gute Übersicht und bequemen Zugriff, denn die Flaschen lagern auf Teleskopschienen. Ein Präsentationsbord bringt besonders erlesene Weine zur Geltung und ist praktisch für die Temperierung bereits geöffneter Flaschen. Für die Integration in grifflose Möbel ist die vollflächige Isolierglastür mit TipOpen-Technologie die perfekte Lösung. Durch Antippen öffnet sich die Glastür 7 cm weit von selbst und erlaubt einen bequemen Eingriff zum vollständigen Öffnen. Wird sie nicht innerhalb von 3 Sekunden weiter geöffnet, schließt sie sich per SoftSystem wieder selbstständig. So wird Energie gespart und auch für die gelagerten Schätze das Optimum erreicht. www.liebherr.com


GENUSS

„Welle trifft Beton“ Contura weiß hochglanzlackiert, kombiniert mit Spatola in Feinbeton gespachtelt, einzigartig – zeitlos – wertvoll

www.allmilmoe.com

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KÜCHEN INTERNATIONAL TREND

MODERNE Nolte Küchen macht Küchenträume wahr – ohne Wenn und Aber. Ein tolles Design ist dabei keine Frage des Budgets. Denn bei Nolte Küchen kommt jeder auf seine Kosten, ohne Abstriche bei Funktionalität und Aussehen machen zu müssen. Ein flexibles Möbelsortiment und viele Möglichkeiten bei der individuellen Gestaltung machen dies möglich. Innovative Ideen und ein umfangreiches Sortiment mit klarer Struktur sind das Markenzeichen des Familienunternehmens Nolte Küchen: Ob über Farben und Oberflächen, persönlichen Stil, mit Griff oder grifflos, die Größe des Raumes oder auch das Budget – der Zugang zur individuellen Planung ist mit Nolte Küchen immer schnell gefunden. Ein sauberes Maßsystem im 150mm-Raster

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holt dabei mehr aus jeder Küche heraus: mehr Stauraum, mehr Ergonomie, mehr Harmonie in der Gestaltung. So erweitern z.B. die Unterschrank-Linien Matrix 900 sowie MatrixArt 900 die Gestaltungsmöglichkeiten in modernen, zeitlosen Küchen. Mit einer ergonomischen Arbeitshöhe bieten die 90 cm hohen Schränke volle 20% mehr Stauraum als ein Standard-Korpus.


PROMOTION

WOHNLICH KOMBINIERT: GLATT UND GLÄNZEND. Corona in Weiß Hochglanz und Portland, deren von Hand aufgetragene Zementschicht jede Front zum Unikat macht. DIE VIELFALT setzt sich im Inneren der Schränke fort. Das Schubkastensystem PremiumLine (r.) ist in drei Varianten für neun Schrankbreiten und vier Tiefen erhältlich.

FOTOS: NOLTE KÜCHEN

zEITLoS ScHÖn UND CLEVER DURCHDACHT

WOHNLICHKEIT Eine weitere Option für extra Stauraum sind die übertiefen Auszüge. Sie erweitern das Beladungsvolumen der Schränke um 32% und machen so auch aus kleinen Küchen wahre Stauraum-Wunder. Das in seiner Formund Farbgebung exklusiv entwickelte Schubkastensystem PremiumLine hat dabei noch mehr zu bieten: Bei einer Belastbarkeit von bis zu 80 Kilogramm lässt sich die Basisausführung wahlweise mit einem Rahmen aus Edelstahl oder Glas aufwerten. Und auch für die Innenorganisation stehen viele Gestaltungsoptionen bereit. Darüber hinaus betonen Griffspuren, die sich nahtlos um eine Insel herumführen lassen, eine elegante Linienfüh-

rung und tragen durch die Möglichkeit der Beleuchtung zur Wohlfühlatmosphäre in der Küche bei. Bleibt noch die Wahl der Fronten. Auch hier zeigt sich Nolte Küchen besonders flexibel. Neben einer breiten Auswahl an Originalmaterialien, Lacken, Hölzern, Glas und einer von Hand aufgetragenen Zementoberfläche beim neuen Programm Portland, stehen auch eindrucksvolle Reproduktionen bereit. Diese sehen den „echten“ Oberflächen nicht nur täuschend ähnlich, sondern fühlen sich auch so an. Egal ob Lack, Holz, Stein, Glas bis hin zu Leder: Eine schöne und zeitlose Küche ist bei Nolte keine Frage des Budgets, sondern allein des Geschmacks.

www.nolte-kuechen.de

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GENUSS

JUST FOR YOU – JUST SPICES

FOTOS: JUST SPICES

DIE UNENDLICHE REISE ZU DEN GEWÜRZEN DER WELT

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Gewürze, Jahrhunderte lang ein unbezahlbares Gut, heute scheinen sie Massenware zu sein. Als Redaktion haben wir lange gesucht, um einen Botschafter dieser geschmacksbildenden, stimulierenden Naturprodukte zu finden, der es versteht, die Welt der Gewürze für Menschen jeder Generation zu öffnen. Just Spices ist das, so meinen wir, gelungen.


GENUSS

AUF GEWÜRZREISE UM DIE WELT – Bei der Gewürzernte in Indien haben Ole Strohschnieder, Florian Falk und Bela Seebach vor Ort selbst mit angepackt und mitgeerntet. Die Frauen im Bild haben sich sehr über die tatkräftige Unterstützung gefreut – und tatsächlich war die Kamera, mit der dieses Bild entstanden ist, die erste, die sie gesehen haben.

Ole Strohschnieder, Florian Falk und Bela Seebach sind die Gründer des vor vier Jahren initiierten Start-ups Just Spices. Die drei sind jung, unkompliziert, völlig unterschiedlich, haben aber zwei große Gemeinsamkeiten: guten Geschmacksinn und die Liebe zum Kochen und Genießen. Dabei bleiben sie so authentisch wie ihre Gewürze und Gewürzmischungen, die sie in ihrem Onlineshop www.justspices.de anbieten.

AUF DER SUCHE NACH INSPIRATION Endgültig inspiriert zu ihrer mittlerweile ausgereiften Geschäftsphilosophie wurden die drei Ex WG-Buddies übrigens im Sommer 2014, als sie ihre gemütliche Düsseldorfer Wohnung verließen, um sich auf eine Art kulinarische Weltreise durch drei Kontinente zu begeben. „Diese Reise war das Highlight und der erste Meilenstein als auch der „Startschuss“ für Just Spices, so wie es uns heute gibt“, stellen die drei einvernehmlich fest. „Wir haben Just Spices ja mit der Vision gegründet, frischen Wind in den angestaubten Gewürzmarkt zu bringen und Gewürzen im wahrsten Sinne des Wortes „einen Charakter“ zu geben“, betont Ole Strohschnieder. „Im Sommer 2014 haben wir schließlich unsere Kameras geschnappt und sind auf Weltreise gegangen. Immer auf der Suche nach neuen Inspirationen, seltenen Gewürzen und den originellsten Mischungen, reisten wir quer durch die USA, Mexiko, Indien und Italien.“ „Vor Ort haben wir dann riesiges Glück gehabt und tolle Menschen getroffen, die uns in ihre Küchen eingeladen und mit uns gemeinsam gekocht haben – ob im texanischen Restaurant oder mitten im Dschungel in Indien“, erinnert sich Florian Falk. „Alle Mischungen, die wir von dieser Reise mitgebracht haben – dazu zählen zum Beispiel der „Italian Allrounder“, „Beef Spicy“ und das „Guacamole Gewürz“ – tragen heute auch tatsächlich die Illustration der Erfinder, die sie inspiriert haben. Mittlerweile gibt es natürlich noch viele weitere Mi-

schungen, die wir in unserer Düsseldorfer Manufaktur entwickelt haben – von „Sporty Spice“ über unser „Pilzpfannen Gewürz“ bis hin zu unserem absoluten Bestseller, dem „Oatmeal Spice“. Diese Mischungen tragen dann nicht die Illustration ihres Erfinders, sondern sind nach Kategorien in bestimmte „Standard-Charaktere“ unterteilt“, erklärt Florian Falk. „So gibt es vom „Hipster“ bis hin zum „Model“ für jedes Gewürz den passenden Charakter. Und da man Reingewürze natürlich in diesem Sinne nicht erfinden kann, haben wir auch hier verschiedene Kategorien: Alle unsere Salze, die ja aus dem Meer gewonnen werden, ziert beispielsweise die „Meerjungfrau“ und auf unseren Pfeffersorten ist immer der „Seebär“ zu sehen.“ „Ebenfalls „spannend“ waren unsere allerersten Vorstellungsgespräche, die wir damals tatsächlich bei Florians Mutter im Wohnzimmer geführt haben. Da hat der ein oder andere schon echt komisch geschaut, und trotzdem an die Vision geglaubt – so haben wir also tatsächlich unseren ersten Auszubildenden eingestellt. Und natürlich war auch unser erstes Weihnachtsgeschäft ein absolut positiver – wenn auch kräftezehrender – Meilenstein. Weihnachten ist für uns eine super wichtige Zeit eit und wir haben definitiv gelernt, das Weihnachtsgeschäft nicht zu unterschätzen“, erinnert sich Bela Seebach lachend.

„MITTLERWEILE sind unsere Gewürze neben unserem Onlineshop www.justspices.de auch im deutschen Einzelhandel, z.B. in vielen Rewe und Edeka Filialen, zu finden – als wir das erste Regal mit unseren Gewürzen im Supermarkt gesehen haben, das war auch ein ganz spannender und sehr besonderer und berührender Moment.“ Ole Strohschnieder, Florian Falk und Bela Seebach sind die Gründer des vor vier Jahren initiierten Start-ups Just Spices.

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GENUSS

VON UNTERSCHIEDLICHEN UNTERSC KULTUREN UND GESCHMÄCKERN GESC

FRISCH GETROCKNETER KARDAMOM. Das Bild ist in der indischen Malabar Region entstanden – die drei Jungs haben vor Ort mit verschiedensten Menschen, zum Teil im tiefsten Dschungel, gekocht.

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„Welche Gewürze haben sich Euch auf Eurer Welt Weltreise am meisten eingeprägt?“, wollen wir wissen. „Ich war total geflasht von Kardamom. In Indien wird Kardamom teilweise als Kaugummiersatz genutzt, um einen guten Atem zu haben – ein gutes Beispiel dafür, wie unterschiedlich die „„Gewürzkulturen“ auf der ganzen Welt sind und wie viel wir uns hier von anderen Ländern inspirieren lassen können!“, so Ole. „Ich liebe seit unserer Reise Kurkuma – das ich seitdem auch nur noch „Zauberwurzel“ nenne“, bekennt Florian. „Eher negative – wenn auch für andere Menschen mit Sicherheit unterhaltsame – Erfahrungen habe ich hingegen mit Habaneros gemacht. Habaneros zählen zur Gattung Paprika und gehören zu den schärfsten Chilis überhaupt. Jeder, der mich kennt, weiß, dass scharfes Essen eigentlich so gar nicht mein Ding ist – manche Paprika-Sorten sind mir im Prinzip schon zu pikant. Aber mein persönliches Motto während unserer Weltreise war „alles essen, was auf den Tisch kommt“. Und in Mexiko war es dann soweit: Zu meinem großen Entsetzen bzw. zur Belustigung meiner Mitgründer und der anwesenden mexikanischen Familie, die uns netterweise zum gemeinsamen Kochen eingeladen hatte, habe ich mein Wort gehalten und eine komplette Habanero gegessen – die folgenden Schmerzen werde ich wohl nie vergessen. Zumindest hat mir die mexikanische Gastgeberin einige gute Tipps mit auf den Weg gegeben, was man am besten tut, wenn man etwas zu Scharfes gegessen hat – so bin ich für die Zukunft gut gewappnet.“ „Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind“, wirft Bela ein: „Ich liebe unser „Turbo Scharfes Gewürz“ – eine Gewürzmischung, die wir auf unserer Weltreise in Mexiko entwickelt haben. Das Besondere: Obwohl die Mischung wirklich richtig scharf ist – wir empfehlen schon immer, sich zum Riechen nur langsam und „mit Obacht“ mit der Nase zu nähern – hat sie auch eine tolle fruchtige Note und neben der Schärfe einfach einen tollen Geschmack.“

Je mehr die Drei erzählen, desto stärker wächst unsere Neugier: „Ihr schwärmt auf eine Art von Gewürzen, wie andere von Weinen. Habt Ihr dabei eigentlich eine Affinität für die Gewürzkultur eines bestimmten Landes entwickelt?“ „Also, ich bin ein großer Fan der indischen Gewürzkultur“, bekennt Ole. „In Indien hat man ganz besonders stark das Gefühl, dass jedes Gericht einen ganz neuen Charakter bekommt aufgrund der unterschiedlichen Gewürze, die dort verwendet werden.“ Dem kann Florian nur beipflichten: „Mein Favorit ist ebenfalls Indien – die Art, wie die Menschen dort würzen und mit den Gewürzen umgehen, hat mich auf unserer „Gewürzreise“ unfassbar fasziniert.“ „Ich stehe auf die asiatische Würze – ich liebe das oftmals scharfe Essen dort und für mich ist es jedes Mal wieder ein ganz neues Geschmackserlebnis“, betont Bela. All diese Erkenntnisse spiegeln sich in der Auswahl unterschiedlichster und ausgefallener Gewürze wider, die uns das Trio stolz präsentiert. Bereits durch die coolen aromadichten Design-Gewürzdosen hat jedes Gewürz seinen eigenen Charakter! Ob Hipster, Model, Rockabilly Girl, Frau Holle, Blumenmädchen oder Seemann – bei Just Spices gibt es für jeden Geschmack eine passende Illustration. Ob ganz, geschnitten, gerebelt oder gemahlen – hier ist für jedes Gericht und jeden Geschmack etwas dabei. Daneben gibt es thematisierte Gewürzboxen und Geschenksets, die man natürlich auch online bestellen kann. Restaurantbesitzer oder Unternehmen, die individuelle Gewürzmischungen an Gäste, Geschäftspartner oder Kunden verschenken oder verkaufen möchten, werden bei Just Spices fündig. Nachhaltig sind die unterschiedlichen Verpackungsgrößen, so findet jeder genau das, was er braucht. Die Mini Verpackungsgröße, in der viele der Just Spices Bestseller erhältlich sind, ist perfekt für alle, die gerne mit ausgefallenen Rezepten experimentieren. Denn damit steht dem Ausprobieren wenn man einmalig ein besonderes Gewürz benötigt, nichts mehr im Wege und es bleibt nichts übrig, verliert an Würzkraft und landet schließlich im Müll.


GENUSS

„Aktuell gleicht der Gewürzkauf im Supermarkt eher dem Kauf von Socken – jeder braucht sie und nimmt sie immer wieder mal mit, wenn der Vorrat alle ist, aber eine wirklich aufregende und emotionale Geschichte ist das Ganze nicht“, resümiert Ole. „Mit unserer Philosophie möchten wir erreichen, dass mehr Menschen erkennen, dass Gewürze den Unterschied machen, und dass jedes seine ganz eigene spannende Geschichte mitbringt.“ „Ja, aber sagt mal: Wenn ich weder riechen noch schmecken kann, inwiefern ist das Online-Einkaufen von Gewürzen emotional?“ „Das ist eine gute Frage: Am allerschönsten ist es selbstverständlich, wenn man Gewürze riechen und schmecken kann, das zeichnet sie schließlich aus – was natürlich beim Gewürzkauf sowohl Online als auch im Supermarkt schwierig umsetzbar ist, wenn man eben leider gerade nicht auf dem Spice Market in Marokko steht. Also müssen wir anders an die Sache herangehen. Unser vorrangiges Ziel ist es aber vor allem, Menschen mit unseren Gewürzen emotional so zu catchen und zu inspirieren, dass sie Lust haben, mit ihnen zuhause zu kochen, neue Gewürze auszuprobieren und sich vielleicht sogar an Gerichte heranzutrauen, die sie ohne die passende Gewürzmischung gar nicht ausprobiert hätten. Um das zu erreichen, spiegelt sich unsere Vision, mehr Menschen zu zeigen, dass Gewürze absolut den Unterschied machen und jedes davon seine ganz eigene Geschichte hat, in allem, was wir tun, wider“, erklärt Florian. „Das fängt bei den Produktbeschreibungen auf unserer Seite eite an, die immer direkt Rezeptideen ezeptideen und An Anwendungsbeispiele enthalten“, ergänzt Ole. „Oft findet man unter der jeweiligen Mischung in unserem Shop auch direkt das passende

Video von unserer Weltreise – so sieht man als Kunde direkt, wie und wo die Mischungen entstanden sind, welche Geschichten dahinter stecken und wie man diesen authentischen Geschmack in die eigene Küche holen kann.“ „Besonders stolz sind wir aber auf die „spicy community“, die wir in den letzten Jahren online geschaffen haben,“ schwärmt Bela „Über unsere Social Media Kanäle gibt es einen unfassbar regen Austausch zu Rezeptideen und kreativen Verwendungsmöglichkeiten, die Menschen reden einfach viel, viel mehr über unterschiedliche Gewürze und natürlich inspiriert sie das Design unserer Dosen noch einmal zusätzlich, die Gewürze dann auch tatsächlich in der Küche zu dekorieren und damit immer griffbereit zu haben, anstatt dass sie einfach in der dunklen Schublade verschwinden und Staub sammeln.“ „Was das deutlich unemotionalere Szenario wäre“, lacht Ole. „Woher stammen Eure Gewürze eigentlich? Kennt Ihr die Erzeuger noch selbst? Wie oft tauscht Ihr Euch mit diesen aus?“ „Unsere Gewürze stammen aus den unterschiedlichsten Anbaugebieten auf der ganzen Welt“, erklärt Ole. „So beziehen wir zum Beispiel den GartenThymian aus Deutschland und unseren Tellicherry-Pfeffer direkt von der indischen Malabar Küste. „Wir hatten das große Glück, einige unserer Lieferanten während unserer Weltreise direkt vor Ort besuchen zu können.

IN DER TACCOKÜCHE von Charlie (l.) – In Mexico haben die Jungs gelernt, was „scharfes Essen“ wirklich bedeutet. In Indien im Gespräch mit Pfefferbauern (r.): Der angebaute Pfeffer geht hauptsächlich in den Export, da die Inder in der traditionellen Küche keinen Pfeffer nutzen.

KOCHSTATION in der Outdoorküche von Issac in Wayanad, Kerala

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GENUSS

NEBEN EINZELNEN Gewürzmischungen finden Kunden bei Just Spices auch diverse Geschenksets – vom „Gin Baukasten“ über die „Große Grill Gewürzbox“ und die „Festival Gewürzbox“ bis hin zur „Hochzeits Gewürzbox“ (o.).

Hier ist für uns nicht nur wichtig gewesen, dass die GeGe würze eine hohe Qualität haben. Wir haben auch mit vielen Mitarbeitern gesprochen und waren sogar hier und da zu Hause eingeladen zur Kind-Beschauung samt Kaffee und Kuchen“, erinnert sich Florian. „Teilweise ist es jedoch schwierig, bei jedem Lieferanten hinter die Fassade zu schauen“, gibt Bela zu. „Man muss sich vorstellen, dass z.B. in einem Container mit Pfeffer ca. Pfeffer von elf verschiedenen Bauernfamilien steckt. Gewürze sind oft kein Ergebnis von Plantagenanbau, so wie man dies z.B. vom Kaffee kennt, sondern werden in kleinen Betrieben oder sogar im familiären Kreise angebaut.“

UND DIE SPICY-FAMILY WÄCHST „Gewürze können auch in Mode kommen. Wie geht Ihr auf solche Trends ein?“ „Unsere „Spicy Family“ bzw. unser ganzes Team hier ist natürlich absolut food-affin und brennt total für alles, was trendtechnisch gerade in der Foodie-Welt passiert. Wir alle verschlingen Kochzeitschriften, beobachten, was im Social Media Bereich passiert, wir lassen uns auf Reisen inspirieren und tauschen uns über sämtliche Kanäle ständig mit unseren Kunden darüber aus, was die Menschen aktuell tatsächlich kochen und essen wollen“, schwärmt Bela. „Ein gutes Beispiel dafür ist unser „Oatmeal Spice“ – denn das ist tatsächlich inspiriert von dem aktuellen Oatmeal- und Porridge- bzw. allgemeinem „FrühO stücks-Trend“, den man überall beobachten kann. stücksWir W merken z. B. auch, dass Kurkuma seit dem „Golden Milk“ in aller Munde ist, aktuell sehr im Kom„G men und die neue „Wunderknolle“ nach Ingwer ist“, „ ergänzt Florian. „Grundsätzlich ist das Schöne“, bringt es Ole auf den Nenner, „dass wir mit unserem wirklich sehr umfassenumfassen den Angebot an Reingewürzen – um die 120 Stück – ja im Prinzip alle Gewürz-„Classics“ abdecken. Dazu kommen über 100 Gewürzmischungen und ständig erweitern wir die Auswahl. Das ist natürlich einer der

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großen Vorteile an unserem E-Commerce-Angebot. Anders als beispielsweise im stationären Handel haben wir online die Möglichkeit, unseren Kunden wirklich eine große Auswahl an Gewürzen anzubieten, sodass hier eigentlich keine Wünsche offen bleiben und jeder genau das findet, was er sucht bzw. worauf er dank aktueller Trends aufmerksam geworden ist. Natürlich sind wir hier auch immer offen für neue Entwicklungen, denn am Ende des Tages möchten wir den Menschen genau das bieten, was sie gerade zum Kochen brauchen und was sie inspiriert, in der Küche aktiv zu werden.“ „Bela, Du hast gerade Kochzeitschriften oder SocialMedia als Quelle Eurer Inspiration genannt. Inwieweit beeinflusst Euch eigentlich die Profi-Gastronomie bei der Kreation Eurer Gewürze? Arbeitet Ihr mit Spitzenköchen zusammen?“ „Wir arbeiten sehr viel mit Großkunden wie Restaurantbesitzern und Spitzenköchen wie Kolja Kleeberg zusammen und entwickeln hier zum Beispiel hauseigene Gewürzlinien und Mischungen für Restaurants. Dabei entstehen natürlich immer wieder neue, kreative Mischungen und im Austausch mit den verschiedensten Experten nehmen wir immer wieder auch Anregungen für unsere eigenen Mischungen oder auch mal Inspirationen für Rezepte, die wir auf unserer Homepage und über unsere Social Media Kanäle teilen, mit. Aktuell arbeiten wir z.B. an einer Paleo Gewürzlinie mit der Paleo Koryphäe Nico Richter. Die „Paleo Diät“ orientiert sich an der ursprünglichen Ernährung der steinzeitlichen Jäger und Sammler, ahmt diese mit den heute verfügbaren Lebensmitteln nach und setzt einen verstärkten Fokus auf hohe Lebensmittelqualität und Nachhaltigkeit. Sie sehen also auch daran, wie vielfältig Gewürze einsetzbar sind und wie inspirierend die Zusammenarbeit mit ganz unterschiedlichen Menschen aus der FoodBranche sein kann!“ Das finden wir auch und wünschen den drei Jungunternehmern weiterhin viel Erfolg als die jungen Wilden unter den Gewürzbotschaftern. www.justspices.de


PROMOTION GENUSS

IMMER ZUR HAND: GEWÜRZBOARD VON WESCO

FOTOS: WESCO

Praktisch und immer griffbereit werden Gewürze im neuen Gewürzboard von Wesco untergebracht. Bequem an der Innenseite von hohen Frontauszügen montiert, lässt es sich jederzeit als Ganzes entnehmen. So sind die Gewürze stets zur Hand, sei’s direkt am Herd oder beim Grillen auf der Terrasse.

Ganz nach Belieben ist das zweckmäßige Board ohne Gefäße erhältlich, so dass man die Bestückung frei wählen kann. In der Standard-Ausführung gehören sechs Gewürzbehälter sowie eine weiße und eine schwarze Gewürzmühle im Wesco-Design dazu. Die Gewürzmühlen eignen sich für Salz, Pfeffer, getrocknete Kräuter, Gewürzmischungen etc. Mit ihrer handlichen Höhe von nur 10 cm sind sie besonders gut zu bedienen. Ihr hochwertiges, extrem langlebiges CrushGrind® Mahlwerk aus High-Tech-Keramik ist einfach zu reinigen und besonders für Lebensmittel geeignet. Der Mahlgrad lässt sich ganz nach Bedarf individuell justieren. www.wesco-kuechentechnik.de

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FOTO: GREGOR PFITZER

GENUSS

AROMEN ERLEBEN MIT WHISKYKOCH CHRIS PEPPER

FOTO: GREGOR PFITZER

CHRIS UND MARION PEPPER

Whisky mag man oder man mag ihn nicht. Dem einen ist er zu stark, dem anderen zu rauchig, und beide wundern sich über den Whisky-Genießer, der von den komplexen Geschmackserlebnissen schwärmt, die sein Lieblingsgetränk ihm verschafft. Einer, der es versteht, das hochprozentige „Lebenswasser“ in all seinen Facetten zu erklären und erfahrbar zu machen, ist Whiskykoch Chris Pepper. Wir sind mit Chris Pepper im November verabredet, als er gerade von der Aquavitae, der alljährlich in Mülheim stattfindenden Spirituosenmesse zurück ist. Am Vorabend der Veranstaltung kochte er im Hotel Essener Hof zur Einstimmung das Adelphi-Whisky-Dinner, bei dem jeder Gang auf einen der neuen Whiskys des unabhängigen Abfüllers abgestimmt war. „Es war ein guter Event! Aber anstrengend! Sonst stehe ich alleine in der Küche. Im Essener Hof hatte ich die ganze Küchencrew, ein eingespieltes versiertes Team zur Verfügung. Aber wenn dann der Commis fragt, ob er nicht doch etwas

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Knoblauch hinzufügen soll ... man muss so aufpassen!“ Und schon sind wir mitten im Thema. Der Engländer Chris Pepper, der seit 1988 in Deutschland lebt, hat sich einen Namen gemacht in der Whiskyszene, als findiger Interpret der Aromen, die das schottische Nationalgetränk in seinen vielfältigen Erscheinungsformen bereithält. Er analysiert den Whisky mit Nase und Gaumen, ordnet die Aromen den Speisen zu, so dass am Ende Whisky und Gericht sich gegenseitig heben. Hat er neben anderen Noten Zitrus/Orange und Muskat im Whisky erspürt, kann es sein, dass englische Orangen-


GENUSS

FOTO: PAUL GIMBEL

FOTO: PAUL GIMBEL

SPANNEND UND ÜBERRASCHEND kann ein Whisky-Dinner für die Teilnehmer sein. Die Themen sind so vielfältig wie die zu erspürenden Aromen der Whiskys, die stets der Ausgangspunkt sind. Immer mit dabei: stilles Wasser.

MIT ALLEN SINNEN marmelade und Muskat im Serviettenknödel diese Nuance unterstützt. Seine Kunst besteht darin, das Zusammenspiel von Whisky und Speise so abzustimmen, dass sie als Komposition wirken und je nach Zusammenstellung Aromen hervorgehoben oder zurückgedrängt werden. Das funktioniert z.B. mit einem mehrgängigen Whisky Dinner, bei dem zu jedem Whisky der passende Gang mit seinen Aromen kombiniert wird. Ausgangspunkt ist immer der Whisky.

EIN KONZEPT ENTSTEHT Entstanden ist das Konzept vor 14 Jahren während einer Reise mit Freunden zur Hebrideninsel Islay, erzählt der gelernte Koch und Küchenchef Chris Pepper: „Was macht man so, wenn man abends auf der Whiskyinsel Islay zusammensitzt? Richtig, man trinkt Whisky. Es schwirrten viele Aromen durch den Raum und jeder beteiligte sich. Hm, der Laphroaig riecht nach Moor, Kräu-

tern, Zitrone, der Caol Ila stark nach Olive und Seetang, der Laddie richtig cremig mild, der Ardbeg nach Gischt und Lagerfeuer ... Bis unser Freund Gregor Haslinger, Whiskyfachhändler in Frankfurt, auf die Idee kam, dass ich als Koch etwas dazu kochen sollte.“ Eigentlich wollte Chris ja nicht arbeiten, aber dann zog er sich doch zurück, um konzentriert den Duft, den Geschmack und den Nachklang der Whiskys in seinen persönlichen Tasting Notes zu erspüren und festzuhalten. Diese legte er dem Menü zugrunde, das er seinen Freunden am nächsten Abend kochte. Dazu gehörte schon damals, dass Chris Pepper offenlegt und begründet, warum er welchen Whisky mit welchem Gericht und Gang kombiniert. Dieses Prinzip verfolgt er heute noch, oft übernimmt seine Frau Marion Pepper die Moderation, und sie ermöglichen den Gästen damit ganz besondere Geschmackserlebnisse. Nichts ist schwieriger als eine einheitliche Sprache für den Geschmack

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FOTO: GREGOR PFITZER

WHISKYKOCH, der anregende Rahmen für eine Reise zum Genuss

KÜCHENCHEF CHRIS PEPPER bei der Vorarbeit für ein neues Aromaerlebnis.

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und den Geruch zu finden, denn jeder Mensch assoziiert andere Bilder und Erinnerungen mit diesen Sinneseindrücken. Mit seiner speziellen Herangehensweise bei der Kombination von Whisky und Essen, bei der ähnliche Aromen in beiden sich gegenseitig heben, gelingt es Chris Pepper, die Wahrnehmung zu schärfen und zu lenken. Dass dabei in der Runde angeregte und anregende Gespräche über Whisky und alles was dazu gehört aufkommen, versteht sich von selbst. Diesem ersten Menü auf Islay folgten viele weitere, zunächst in Frankfurt, bei Gregor Haslinger und bei der Genussakademie, und deutschlandweit auf WhiskyMessen. Seit 2007 führen Marion und Chris Pepper das Fachgeschäft Whiskykoch in Darmstadt. Hier präsentiert der Spezialist sein Whisky-Sortiment vom einfachen Blend bis zur edlen Single-Cask-Abfüllung, in allen Schattierungen und aus aller Welt: eine Auswahl irischer und amerikanischer Whiskys sowie Whiskys aus Indien, Japan, Italien, der Schweiz und Deutschland FOTO: GREGOR PFITZER sind vertreten. Der deutliche Schwerpunkt jedoch liegt auf den schottischen Single Malt Whiskys (Whiskys aus gemälzter Gerste und von nur einer Brennerei), mit Originalabfüllungen der Destillerien aber mit besonderer Konzentration auf schottische Single Malts unabhängiger Abfüller.

DIE WHISKY-BOTSCHAFTER In der anheimelnden Atmosphäre des Ladens, möbliert mit Sofas, bequemen Sesseln zusammen mit Tischen und Stühlen auf einem großen Teppich, beraten Marion und Chris Pepper ihre Kunden beim Kauf des passenden Whiskys, sei’s für den Kunden selbst oder als Geschenk, und veranstalten hier nicht nur an jedem dritten Donnerstag im Monat den 3D Whisky Treff, ein offenes Whisky-Tasting, sondern auch ihre anderen Whisky-Events, -Tastings und -Dinner. So vielfältig wie das Getränk sind die Themen, mit denen die beiden ihre Leidenschaft für Whisky und ihr Wissen weitergeben: Vom Einsteiger-Tasting über neue Whiskys auf dem Markt bis hin zu Aromenschwerpunkten wie Rauch und Torf, weich und fruchtig, Fassstärken, internationale und deutsche Whiskys, verschiedene Jahrgänge einer Destillerie, eine Reise durch Schottland, Whiskys einer bestimmten Region. Denn schon die Unterschiede zwischen den Whiskys, je nachdem, aus welcher der schottischen Regionen sie stammen, begeistern Marion und Chris Pepper: „Die leichten und erfrischenden Lowlander, die einerseits blumigen, komplexen und andererseits schweren, sherrybetonten Speysider, die weichen, sanften südlichen Highlander, die robusten, würzigen nördlichen Highlander, und die Islands und Islay Whiskys aus dem Westen mit ihrem maritimen Charakter, wobei erstere weicher und süßer als ihre stark rauchig torfigen Verwandten aus Islay sind. Wenn nun schon die verschiedenen Regionen das Aroma in eine bestimmte Richtung lenken, so hat doch jede Destillerie noch ihre eigenen Charakteristika!“


Denn nicht nur das verwendete Wasser und Getreide (Gerste bei schottischem Whisky), das Mälzen, ob das Malz über Torfrauch getrocknet wird, und das Maischen bedingen den Geschmack des Destillats. Entscheidend ist die jahrelange Lagerung und Reifung in Holzfässern, die bei schottischem Whisky mindestens drei Jahre dauern muss. Die Holzart (europäische Eiche oder amerikanische Weißeiche), die Vorbelegung, die Lagerdauer, die geographische Lage des Lagerhauses, seine Bauart, das Mikroklima all dies wirkt auf die Aromen, die der Whisky entwickelt. Unternehmen von Großkonzernen, zu denen durchaus bis zu 30 Whisky-Brennereien gehören können, haben das Bestreben, die charakteristischen Eigennoten der Erzeugnisse jeder dieser Destillerien deutlich herauszuarbeiten und gleichbleibende Geschmacksrichtungen zu gewährleisten. Regelmäßige Laboranalysen und langjährige Erfahrung garantieren dies. Experimente mit anderen Fässern können jedoch durchaus wunderbare Whiskys hervorbringen, die allerdings nicht zur Philosophie der jeweiligen Brennerei passen, oder Kapazitätenplanung über viele Jahre generiert eine Überproduktion. Hier kommen die unabhängigen Abfüller wie Adelphi, Wemyss oder Dun Bheagan ins Spiel, um nur einige von denen zu nennen, auf die Whiskykoch sich spezialisiert hat. Chris Pepper zeigt uns als Beispiel für die Auswirkung des Klimas, in dem der Whisky reift, zwei Abfüllungen von Adelphi: Der 29 Jahre alte Speyside Cragganmore (auf dem Etikett ist immer der Abfüller genannt, zusammen mit der Region und der Brennerei), der im trockeneren Klima des östlichen Schottland gereift ist, wo das im Destillat enthaltene Wasser schneller verdunstet, hat 59,2 %. Dagegen wartet der 26 Jahre alte Orkney Highland Park, der im feuchten maritimen Klima lagerte, wo der Alkohol schneller als das Wasser verdunstet mit 47,2 % auf. Zusätzlich können Whiskys vor der Abfüllung durch die Lagerung in Fässern in denen vorher Portwein, Rum, Bordeaux, Madeira, Cognac oder Weißwein lagerten, zusätzlich veredelt werden. Dieses Finishing wird dann ebenfalls auf dem Etikett vermerkt. Marion und Chris Pepper haben viel Wissen über Whisky zu vermitteln, erzählen viele Geschichten rund um dieses besondere Getränk und regen dazu an, selbst seine Geschmacksempfindung zu schulen und ihr zu vertrauen. Bei den Events und den Whisky Dinners, die ihrer Kreativität, ihrer Kenntnis und ihrer Leidenschaft für diese Spezialität entspringen, steht immer der bewusste Genuss im Mittelpunkt. Er ist das Ziel aller Analysen, dafür steht Whiskykoch. www.whiskykoch.de

Pochierte Birne mit Limettenschaum

REZEPT ZUTATEN 4 Birnen 500 ml Marsala 4 EL Malzextrakt 2 Beutel Lapsang Souchong Tee 2 Eiweiße 100 ml Sahne 100 g Zucker 1 Bio-Limone (Zeste) etwas Gerste

WHISKY KILCHOMAN „Sanaig“, 46 % (Bourbon und Oloroso Sherry Fass Lagerung)

ZUBEREITUNG (FÜR 4 PERSONEN) Birnen schälen und in einen Topf geben. Marsala, Malzextrakt und Lapsang Souchong sowie genügend Wasser hinzugeben, um die Birnen zu bedecken. Zum Kochen bringen und 45 Min. zugedeckt köcheln. Dann die Birnen herausnehmen. Die Flüssigkeit wieder zum Kochen bringen und weiterköcheln, bis nur noch ca. 1/3 der Menge vorhanden und ein Sirup entstanden ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die Birnen zurück in den Sirup geben. Die Eiweiße in eine saubere Metallschüssel geben und mit dem Mixer aufschlagen, bis ein leichter und fluffiger Schnee entstanden ist. Den Zucker hinzugeben und weiterschlagen, bis der Eischnee weiß und cremig ist und weiche Spitzen bildet, wenn man den Mixer herauszieht. Die Sahne in einer anderen Schüssel steifschlagen. Die Zeste der Limone abhobeln und unter die Sahne rühren. Mit dem Schneebesen die Sahne nach und nach unter den Eischnee heben. Im Kühlschrank kaltstellen. Zum Servieren eine Birne pro Person mit etwas Sirup auf einen Teller geben. Mit einem in heißem Wasser erwärmten Löffel Nocken aus dem Limettenschaum stechen und neben der Birne platzieren. In zickzackförmigen Bewegungen schnell etwas Sirup über den Limettenschaum geben. Den Teller mit etwas Gerste dekorieren.

TAST I NG NOTES

zum Dessert zu finden? Überrascht, einen rauchigen Whisky ng . Es begründet sich in Seien Sie gespannt auf das Pairi man zeigt -Birne und den fruchtigen Noten, die der Kilcho durch den Rauchvorhang Limette - wenn man, ja wenn man

rynoten gepaart mit blicken kann . Dabei werden süße Sher seine cremigen Noten im leicht rauchigem Lapsang Tee und ert. sahnigen Limettenschaum repräsenti

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FOTO: ANDREAS MUCK, MUCK* PHOTOGRAPHIE

GENUSS


GENUSS

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… ODER DER KELLERMEISTER UNTER DEn ÖLMAcHErn 100 | ARCHITEKTUR + KÜCHE

„Ein gutes Speiseöl erkennt man am Geschmack. Die Verkostung gleicht der einer Weinprobe. Unser Geschmacks- und unser Geruchssinn ermöglichen uns auch hier Qualität herauszufiltern.“ Im Hofladen der Ölmühle Walz kann man eine Öldegustation dieser Art noch erleben. Jochen Hättig und seine Schwester Sylvie Mayer betreiben die Mühle in zweiter Generation.


GENUSS FoToS: ÖLMÜHLE wALz

„Unsere Mutter übernahm die Ölmühle von der Betreiberfamilie Walz. Nun sind wir an der Reihe, die Tradition des Ölmüllers fortzusetzen“, freut sich der studierte Landschaftsarchitekt. Hier im malerischen Oberkirch kann man miterleben, wie über breite Transmissionsriemen Walzen und Zahnräder angetrieben und massige Mühlsteine und hydraulische Pressen in Bewegung gesetzt werden. „Die Mühle stand nur wenige Jahre während des Krieges und danach still“, erläutert Jochen Hättig stolz. Immerhin besteht die Ölmühle seit 1832. Vierzehn verschiedene Ölsorten werden auf diese Weise erzeugt, basierend auf rund 100 Tonnen von Rohstoffen. „Ob Haselnuss-, Macadamianuss- oder Walnuss-Öl, Raps-, Kürbiskern-, Lein-, Hanf-, Schwarzkümmel-, Weizenkeim-, Mohn-, Senf- oder Traubenkernöl oder auch Mandel- und Aprikosenkernöl, wir bürgen für die hohe Qualität unserer Produkte. Bei den Rohstoffen greifen wir überwiegend auf die Getreide oder Öl-Früchte von süddeutschen Landwirten zurück, mit denen ich mich regelmäßig austausche“, unterstreicht Jochen Hättig, der sich nach wie vor mit Landschaftspflege identifiziert und sich beim Erstellen des Biosphären Gebietes Schwäbische Alp engagierte. „Immerhin sind Auswahl und Vorbereitung des Pressguts entscheidend für die Qualität und Ausbeute von kaltgepressten Ölen.“

QUALITÄT STATT QUANTITÄT Die Philosophie der Ölmühle Walz basiert seit jeher auf der traditionellen Ölgewinnung. Um der steigenden Nachfrage nach kaltgepressten, naturbelassenen Speiseölen gerecht zu werden und einen nachhaltigen Herstellungsprozess zu gewährleisten, investierte die Familie in modernste Computertechnik und in ein modernes Blockheizwerk. Die Verbindung von Tradition und Moderne ermöglicht eine schonende, reproduzierbare und wirtschaftliche Ölgewinnung. „Unsere vier historischen Pressen werden“, so der ambitionierte Ölmüller „mit einer Doppelkolbenpumpe hydraulisch mit Öldruck versorgt und abhängig vom Pressgut gesteuert. Die Energie zum Auspressen der Saaten wird durch ein unterschlächtiges Wasserrad mit einem Durchmesser von fünf Metern erzeugt.“ Wasserrad und Pressen kann man in der Ölmühle übrigens nach Absprache in vollem Betrieb besichtigen. Ein Abenteuer, das sich niemand entgehen lassen sollte. „Um unseren Kunden höchste Qualität gewährleisten zu können, wird wegen der Frische in kleinen Chargen gearbeitet. Die Saaten werden vor der Ölgewinnung visuell und geschmacklich geprüft.“

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GENUSS

DIE pHILoSopHIE DEr ÖLMÜHLE wALz basiert seit jeher auf der traditionellen Ölgewinnung. zuerst wird die Saat zerkleinert, um die ölhaltigen zellen zu öffnen. Dies geschieht in einem ganz besonderen Mahlwerk, dem sogenannten Kollergang, der aus zwei sich drehenden, aufrechtstehenden Steinen besteht. Im Saatenwärmer werden einige Saaten unter ständigem Rühren auf 30°C-40°C erwärmt und wenn nötig mit Wasser befeuchtet. Ist die Konsistenz des Pressguts stimmig, kann es in den sogenannten Pressseiher gegeben werden. Dabei handelt es sich um einen doppelwandigen zylinderförmigen Behälter, der abwechselnd mit Metallplatte, Gewebedeckel und Saatgut befüllt wird. Beginnend bei 60 bar wird der Druck der Presse langsam auf 350 bar erhöht, um die Saaten ausreichend zu entölen.

„Fast immer ist es notwendig, die Saat zu zerkleinern, um die ölhaltigen Zellen zu öffnen. Ganz traditionell nutzen wir hierzu ein ganz besonderes Mahlwerk, den sogenannten Kollergang, der aus zwei sich drehenden, aufrechtstehenden Steinen besteht. Im Saatenwärmer werden die Saaten unter ständigem Rühren auf 30°C40°C erwärmt und wenn nötig mit Wasser befeuchtet. Die Erwärmung macht das Öl in den Zellen dünnflüssiger. Das Befeuchten bewirkt ein Aufquellen der Saatteilchen“, erläutert uns der Fachmann. „Die Konsistenz des jeweiligen Pressguts wird von uns immer optimiert, so dass das Ausfließen beim anschließenden Pressen optimal erfolgen kann. Sie sehen also“, betont Jochen Hättig, „unsere Arbeit lässt sich durchaus mit der eines Kellermeisters vergleichen.“ Nun ist die Konsistenz des Pressguts stimmig und kann in den sogenannten Pressseiher gegeben werden.

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Dabei handelt es sich um einen doppelwandigen zylinderförmigen Behälter, der abwechselnd mit Metallplatte, Gewebedeckel und Saatgut befüllt wird. Mit Hilfe eines Schienenwagens lenkt der Ölmüller den Pressseiher nun direkt vor die Presse und schiebt ihn auf den Presstisch. Jetzt geht es los: Mit flinken Hangriffen öffnet Jochen Hättig die Ventile und setzt die Presse in Bewegung. Beginnend bei 60 bar wird der Druck der Presse langsam auf 350 bar erhöht, um die Saaten ausreichend zu entölen. „Je nach Pressgut, auf das wir individuell eingehen, benötigen wir bei diesem Vorgang zwischen einer und zweieinhalb Stunden“, betont der Fachmann. „Bei industriell gefertigten Ölen geht dies sehr viel schneller“, weiß Jochen Hättig. In der Ölmühle Walz ist dieser Pressvorgang nun abgeschlossen. Der Zylinder kann entleert werden. Die entstandenen Presskuchen werden von den Gewebedeckeln getrennt und weiterverarbeitet. „Je nach Restölgehalt ist außer bei Oliven-, Raps- und Leinöl, bei denen eine weitere Pressung sehr schlecht für die Produkte wäre, eine zweite Pressung notwendig, was dem Öl auch geschmacklich zugutekommt“, informiert unser Ölmüller. Davon kann man sich überzeugen, wenn man die Melange beider Pressungen kostet, die mittlerweile von Trübstoffen befreit, ihr charakteristisches Aroma entfalten.

ÖL MACHT SCHÖN „Unsere Öle unterstützen Menschen bei ihrer gesunden Ernährung. Um diese Qualität gewährleisten zu können, werden unsere Speiseöle von einem unabhängigen Analyseinstitut auf die wichtigen Qualitätskriterien untersucht“, betont Jochen Hättig. Zuerst einmal kommt Schönheit ja bekanntlich von innen.


GENUSS

„Generell ist Fett ein wichtiger Nährstoff, denn es enthält lebensnotwendige Fettsäuren, die unser Körper braucht, um beispielsweise Hormone oder Zellwände aufzubauen und unterstützt uns bei der Aufnahme fettlöslicher Vitamine wie z. B. A, D, E, K. Und unsere Organe schützt Fett wie ein Polster vor Verletzungen. Und natürlich sind Fette wichtige Träger von Aroma- und Geschmacksstoffen“, erläutert Sylvie Mayer. Die ausgebildete Ergotherapeutin hat sich seit jeher der Gesundheit der Menschen verschrieben. Die kaltgepressten Öle der eigenen Mühle unterstützen diesen Ansatz. „Allerdings“, betont die sympathische Ölkennerin, „mit unseren Ölen haben wir uns den ungesättigten Fettsäuren verschrieben, die im Gegensatz zu ihren gesättigten Pendants, wie man sie in Speck, Wurst, Sahne, Butter, Käse usw. findet, zur gesunden Ernährung beitragen. Unsere entnsere kaltgepressten, naturbelassenen Speiseöle ent halten noch alle Vitamine und Fettbegleitstoffe wie z. B. Lezithin, Phytosterole, Spurenelemente, purenelemente, Pflanzenfarbstoffe und Aromastoffe, sowie die gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, ettsäuren, die für eine gesunde Ernährung wichtig sind.“

KALTGEPRESST IN DIE NATURKOSMETIK NA NATUR KOSMETIK

Hautstoffwechsel aktivierend. Zum anderen bieten wir Dr. Hauschka-Produkte auch in unserem Hofladen an und haben das Angebot sogar um darauf basierende Kosmetikbehandlungen erweitert. Jeden Dienstag bietet Ingrid Bischler, Dr. Hauschka Naturkosmetikerin und Dr. Hauschka Makeup Artist, hier in der Ölmühle Walz Kosmetikbehandlungen an“, erläutert Sylvie Mayer. „Überhaupt ist der kleine Hofladen eine überaus gut besuchte Location“, ergänzt Jochen Hättig. „Deshalb haben wir auch unseren Veranstaltungskalender rund um diese Themen ausgebaut. In Begleitung einer Hebamme führen wir interessierte Kunden durch die Produktion unserer kaltgepressten Öle. Bei der anschließenden Ölprobe beantwortet die Hebamme dann alle Fragen rund um Schwangerschaft und Stillzeit.“ Und ist die Hebamme einmal nicht zur Stelle, telle, steht auch Sylvie ylvie Mayer ihren Kunden mit Rat und Tat T zur Seite. „Als vierfache Mutter“, lacht sie, „weiß man, wovon man spricht!“ Doch auch sonst hat das Geschwisterpaar einiges zu bieten: So rücken die beiden gemeinsam mit einer Aromaexpertin mit ätherischen Ölen der Winter-/Frühjahrsmüdigkeit zu Leibe und entführen ihre Kunden in die W Welt der Düfte.

VIERZEHN verschiedene Ölsorten werden in der Ölmühle walz erzeugt. „Bei den Rohstoffen greifen wir überwiegend auf die Getreide oder Öl-Früchte süddeutscher Landwirte zurück, mit denen ich mich regelmäßig austausche“, unterstreicht Ölmüller Jochen Hättig.

„Aber auch in der Naturkosmetik aturkosmetik kommen unsere Öle zum Einsatz. Bereits ereits seit Jahrzehnten bestehen zwischen der Ölmühle Walz alz und der 1935 von Dr. Rudolf Hauschka gegründeten Wala ala Heilmittel GmbH gegenseitige Geschäftsbeziehungen. eschäftsbeziehungen. Zum einen beliefern wir den Naturkosmetikhersteller mit unseren Ölen len und auch mit dem Mehl des Pressrückstandes. So wird z.B. unser Mandelöl andelöl in den Hautpflegepräparaten von Wala ala eingesetzt. Es ist wenig fettend und zieht daher schnell ein, wirkt gewebefestigend und

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Kartoffelsalat mit Senföl

Kaltgepresst oder raffiniert? nATIVE oDEr KALTgEprESSTE ÖLE Werden Samen, Kerne oder Früchte einer Pflanze ohne Wärmezufuhr ausgepresst, bezeichnet man die Öle als „nativ“ oder „kaltgepresst“. Ihr Vorteil ist die hohe Qualität: Durch die schonende Gewinnung bleiben Geschmackstoffe, Vitamine und die als gesund geltenden mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhalten. Ein kleiner Nachteil ist die geringe Hitzestabilität: Bei zu starker Wärmezufuhr gehen die wertvollen Inhaltsstoffe verloren. native Öle nimmt man lieber zum Verfeinern. rAFFInIErTE SpEISEÖLE Warmpressung und Extraktion mit Lösungsmitteln ermöglichen deutlich höhere Ausbeuten aus der Pflanze, allerdings muss das so gewonnene Öl hinterher „raffiniert“, also von unerwünschten Begleitstoffen gereinigt werden. Das zerstört neben Vitaminen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren auch das Aroma. raffinierte Öle lassen sich jedoch ohne Qualitätseinbußen hoch erhitzen und sind universell einsetzbar.

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ZUTATEN: 1 kg Salatkartoffeln 1 Zwiebel 2 Essiggurken Salz, Pfeffer 5 EL Senföl 4 EL Apfelessig Schnittlauch

HERSTELLUNG Die gekochten und erkalteten Kartoffeln in Scheiben schneiden. Die Zwiebel fein hacken, die Gurken würfeln. In einer Schüssel mit Salz, Pfeffer und Senföl vermischen. Mit Apfelessig übergießen und mit Schnittlauchröllchen garnieren.

„Außerdem lassen sich viele unserer Kunden hier beraten, wenn es um die Verwendung unserer Öle geht, sei es zum Thema Ernährung oder auch zu kosmetischen Belangen. Unsere Mitarbeiter sind alle bestens ausgebildet und freuen sich über jeden Interessenten.“ Und für die Kunden, für die Oberkirch nicht gerade vor der Haustüre liegt, gibt es den Online-Shop der Ölmühle Walz, über den man die selbstgepressten Produkte und weitere hochwertige Öle zum Eigenverbrauch mit wenigen Klicks bestellen kann. „Wir beliefern Kunden in der ganzen Welt“, erzählt uns Jochen Hättig nicht ohne Stolz. „Die Anzahl derer, die unsere Qualitätsöle schätzen, wächst weiter, so dass wir in Kürze in drei Schichten fertigen werden.“ An einem Grundsatz hält das Geschwisterpaar jedoch absolut fest: „Je einfacher der Vorgang der Ölgewinnung ist, um so natürlicher wird auch das Öl sein und um so wertvoller wird sich der Verzehr auf den Menschen auswirken.“ www.oelmuehle-walz.de


HERSTELLERVERZEICHNIS

Architektur

Küchen-/Einrichtungsstudios

Spülen/Armaturen

Beilharz GmbH & Co. KG www.beilharz-haus.de

S. 10–14

Vogue Kitchens www.voguekitchens.co.uk

Blanco GmbH + Co KG www.blanco-germany.com/de

Diiip Projekt GmbH www.diiip.net

S. 18–22

Küchen Böhm GmbH www.boehm-kuechen.de

Alfred E. Haas www.garten-und-landschaftsgestaltung-haas.de S. 10–14 Schubert und Seuss Architekten BDA www.schubert-seuss.de S. 34–39

Möbel Alivar SrL www.alivar.com

S. 79

Capo d’opera S.r.l. www.capodopera.it

S. 85

Cor Sitzmöbel Helmut Lübke GmbH & Co. KG www.cor.de S. 79 Draenert GmbH www.draenert.de

S. 80

Febal www.febalcasa.com/it

S. 80

HülstaWerke Hüls GmbH & Co. KG https://hulsta.com/de Lübke GmbH www.interluebke.de

S. 81 S. 84

Kettnaker GmbH & Co. KG www.kettnaker.com

S. 26

Koinor Polstermöbel GmbH & Co. KG www.koinor.com

S. 83

S. 4–8 S. 34–39

Küchenmöbelhersteller Ballerina-Küchen H.-E. Ellersiek GmbH www.ballerina.de S. 16, 77

D-Link (Deutschland) GmbH www.dlink.com/de

S. 49

S. 64/65

Giersiepen GmbH & Co. KG www.gira.de

S. 54/55

Systemceram GmbH & Co. KG www.systemceram.de Villeroy & Boch AG www.villeroy-boch.de

S. 74

Hunter Douglas Components www.duette.de

Titel und S. 4–8

Naber GmbH www.n-by-naber.com

S. 40, 43 S. 44/45

nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG www.nobilia.de S. 16 Nolte Küchen GmbH & Co. KG www.nolte-kuechen.de

S. 86/87

Pronorm Einbauküchen GmbH www.pronorm.de

S. 84

Rotpunkt Rabe & Meyer Küchen GmbH & Co.KG www.rotpunktkuechen.de

DGMK GmbH www.dirror.com

S. 53

Codeatelier GmbH https://hom.ee

S. 56

Nodon www.nodon.fr

S. 50

Leuchten

Qivicon Deutsche Telekom AG www.qivicon.com/de

S. 58

PALLUCCO Kubo srl www.pallucco.com

innogy SE www.innogy.com

S. 59

Accessoires

Sony Europe Limited, Zweigniederlassung Deutschland www.sony.de

S. 50

Tom Dixon www.tomdixon.net

Beurer GmbH www.beurer.com

S. 50

S. 85

S. 74

S. 73

Philips GmbH Market DACH www.philips.de

Gerätetechnik

Osram GmbH www.osram.de

S. 52

S. 42/43

Robert Bosch Hausgeräte GmbH www.bosch-home.com/de

S. 51

Loewe Technologies GmbH www.loewe.tv

S. 52

S. 75

Evovacs Robotics Europe GmbH www.evovacs.de

S. 49

Hausboote

Krups GmbH www.krups.de

S. 35

Nautilus Hausboote GmbH www.nautilus-hausboote.de

Walter Knoll AG & Co. KG www.walterknoll.de

Zeiler Möbelwerk GmbH & Co. KG www.allmilmoe.de S. 28/29 S. 73

Küppersbusch Hausgeräte GmbH www.kueppersbusch.de

S. 36, 39

Liebherr-Hausgeräte Ochsenhausen GmbH www.liebherr.com S. 48, 86

Möbeltechnik

Arbeitsplatten

Miele & Cie. www.miele.de

Hailo-Werk Rudolf Loh GmbH & Co. KG www.hailo.de S. 17

Lechner AG www.mylechner.de

Panasonic Marketing Europe GmbH www.panasonic.com/de S. 46/47

Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG www.hettich.com Kesseböhmer GmbH www.kesseboehmer.de

S. 27 S. 32/33

Wesco M. Westermann & Co. GmbH www.wesco-kuechentechnik.de S. 30, 95

S. 51/52

S. 53

Siematic Möbelwerke GmbH & Co. KG www.siematic.com S. 36

Zeyko GmbH & Co. KG www.zeyko.com

S. 60

Berbel Ablufttechnik GmbH www.berbel.de

Sit Möbel Im- u. Export Vertriebs GmbH www.sit-moebel.de S. 41, 76/77

S. 40/41

S. 48

S. 8

Sonnenschutz

Poggenpohl Möbelwerke GmbH www.poggenpohl.com

S. 82

Busch-Jaeger Elektro GmbH www.busch-jaeger.de

S. 16

müller möbelfabrikation GmbH & Co. KG www.mueller-moebel.com S. 42, 82

Woodfactory www.woodfactoryy.ch

S. 62/63

Häcker Küchen GmbH & Co. KG www.haecker-kuechen.de

Marchi s.r.l. www.marchicucine.it

Bosch Smart Home www.bosch-home.com/de/home-connect.html S. 56/57

Quooker Deutschland GmbH www.quooker.de

S. 76

Leicht Küchen AG www.leicht.com

S. 72

Franke GmbH Küchentechnik www.franke.com

Ilve S.p.A. www.ilve-it

KH System Möbel GmbH www.kh-system-moebel.de

Haustechnik

S. 74, 78

S. 24/25, 52

Refsta Handels GmbH www.refsta.de

S. 75

Samsung Electronics GmbH www.samsung.com/de

S. 50

SEG Hausgeräte GmbH www.siemens-home.de

S. 51

S. 64–69

Genuss Just Spices www.justspices.de Ölmühle Walz www.oelmuehle-walz.de Whiskykoch www.whiskykoch.de

S. 90–94 S. 100–104 S. 96–99

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Meisterwerke aus Edelstahl. Exklusiv von BLANCO STEELART.

BLANCO STEELART bietet hochwertige Spül- und Funktionsbereiche aus Edelstahl für den individuellen Einrichtungsstil. Mit den Becken, Spülen und Arbeitsplatten aus der High Tech-Manufaktur eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten für die Küchenplanung. Mit hohem Designanspruch, jahrzehntelanger Erfahrung in der Verarbeitung von Edelstahl und Leidenschaft für das perfekte Detail entstehen einzigartige Lösungen zum Spülen, Vorbereiten und Kochen – vor allem aber zum exklusiven Wohnen. Geben Sie Ihren Ideen mit BLANCO STEELART Raum. Mehr Informationen finden Sie auch im Internet. www.blanco-steelart.de

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