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ARCHITEKTUR + K CHE

Ausgabe 1/2016 · € 6,80 Österreich € 7,50 Schweiz sfr 13,60 BeNeLux € 7,90 Italien € 8,80 Spanien € 8,80 Portugal € 8,80 (cont.) Slowenien € 8,80 Slowakei € 8,80

+ K CHE EINRICHTUNGSTRENDS | LIFESTYLE

ARCHITEKTUR UND INNENEINRICHTUNG Symbiose zweier Kulturen am Beispiel eines modernen Passivhauses

DAS INTERNET DER DINGE

Gegenstände werden intelligent

WILD BAKERS

Oder: wie das traditionelle Bäcker-Handwerk seine jungen Meister gefunden hat


FEINSTEINZEUG-SPÜLEN durch den Spülalltag. Die

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F e i n s t e i n z e u g a u s d e m We s t e r w a l d ! · w w w. s y s t e m c e r a m . d e


LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER! MENSCH DIALOG MOTIVATION RAUM KREATIVITÄT KONZEPT LEIDENSCHAFT IDENTIFIKATION FASZINATION TECHNIK NACHHALTIGKEIT ÄSTHETIK VISION Sind eine Hommage an Architektur, Inneneinrichtung, Komfort und Genuss

Räume zählen wie die Zeit zu den kostbarsten Gütern, die uns zur Verfügung stehen. Darin zeigt sich die große Verantwortung, der sich Architekten und Raumgestalter stellen: Es geht um Freiraum und Grenzen, um Luft und Licht, um Imagination und Realität, um scheinbar Unbedeutendes und um die Symbiose aus allem und vor allem um Leben und Genuss allein oder mit Familie und Freunden. Dabei sind die vielschichtigen Lebensweisen des Einzelnen die eigentliche Herausforderung für Architekten und Planer: ob beim klassischen Einfamilienhaus, dem Appartement in der Großstadt oder beim mobilen Wohnelement. Hier gilt es, Bestehendes zu integrieren, Neues hinzuzufügen, mit Farben und Materialien zu spielen und all das unter der Prämisse von Design, Nachhaltigkeit, Ökologie und Smartness. Wir möchten Sie einladen zu einem Spaziergang durch die Kulturen kreativer und innovativer Gewerke, die erst durch das Zusammenspiel von Tradition und Moderne zu Meistern unserer Zukunft werden. Vom Architekten, über den Inneneinrichter, den Sternekoch, die Meisterbäcker, den Chocolatier bis hin zur Käserei – ihnen allen gemein ist kreativer Geist sowie handwerkliches und fachliches Können. Sie alle sind Repräsentanten des guten, individuellen Geschmacks.

Ihr Redaktionsteam Yvonne Davy und Sabine Metz-Lieb

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INHALT

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04 10 12 18

DAS TITELBILD dieser Ausgabe zeigt ein Projekt der russischen Architektin Alexandra Fedorova mit Möbeln der Leicht Küchen AG, die für ihre individuellen innenarchitektonischen Lösungen bekannt ist. www.global-kitchen-design.com www.leicht.com

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ARCHITEKTUR UND INNENEINRICHTUNG Symbiose zweier Kulturen GEOMETRIE. SYMMETRIE. HARMONIE. woodline.one von Zeyko ARCHITEKTUR TRIFFT ENERGIEEFFIZIENZ Maßgeschneiderter Komfort INNEN UND AUSSEN IM DIALOG Brasilien/Valinhos

ARCHITEKTUR + K CHE

INHALT

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Ausgabe 1/2016 · € 6,80 Österreich € 7,50 Schweiz sfr 13,60 BeNeLux € 7,90 Italien € 8,80 Spanien € 8,80 Portugal € 8,80 (cont.) Slowenien € 8,80 Slowakei € 8,80

+ K CHE EINRICHTUNGSTRENDS | LIFESTYLE

ARCHITEKTUR UND INNENEINRICHTUNG Symbiose zweier Kulturen am Beispiel eines modernen Passivhauses

DAS INTERNET DER DINGE

Gegenstände werden intelligent

WILD BAKERS

Oder: wie das traditionelle Bäcker-Handwerk seine jungen Meister gefunden hat

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ZEITLOSE ELEGANZ Melange aus Bauhausstil und Scandinavian Design

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SCANDINAVIAN DESIGN Freundliche Natürlichkeit ZEITLOS MIT KONTUR allmilmö ModernART KLEINE KÜCHE – GROSSER KOMFORT Innenorganisations- und Beschlagsysteme MOBILE LIVING Das Haus kommt mit DIE NEUE FREIHEIT DES EINRICHTENS Von Concept Kitchen zu conceptional living REZEPTTIPP Entenbrust unter einer Gewürzkruste MINIMALISTISCH, EDEL, FLEXIBEL Küche einmal anders interpretiert ZEITGEIST TRIFFT ZEITLOSIGKEIT Nils Holger Moormann – Designer und Querdenker


INHALT

Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 Fax 0711/5206-300 www.fachschriften.de

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92 58

Geschäftsführer: Harald Fritsche, Wolfgang Kriwan Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 67549 Worms Chefredaktion: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de Redaktionsassistenz und Anzeigenverkauf: Sabine Metz-Lieb Tel. 06241/979708-12 metz-lieb@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de

48 50 57 58 67 68 69 70 71

HOMMAGE AN DIE NATUR ArtWood von Nolte WOHNEN À LA CARTE Wohnkultur Amberg PURISTISCH UND PRAKTISCH Blanco Andano DAS INTERNET DER DINGE Gegenstände werden intelligent SPÜLEN AUS FEINSTEINZEUG Historischer Werkstoff trifft modernes Design MEHR ALS NUR HEISSER DAMPF Combi-Steam MSLQ von V-ZUG REZEPTTIPP Jakobsmuscheln auf Frühlingszwiebeln GUTE LUFT IN DER KÜCHE Plasmatechnologie KOMFORT MIT CHIC Duette® Wabenplissee

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GRÜNDERZEIT-HÜLLE FÜR NEUES WOHNEN Minimalismus gibt den Ton an STARKE FARBEN FÜR KERAMIKSPÜLEN Villeroy & Boch GESCHMACKVOLLE VERBINDUNG Flächenbündige Spülen und Becken SPIEL MIT PERSPEKTIVEN … schafft Weite auf kleinstem Raum CHOCOLATIER DE PASSION Oliver Coppeneur KÄSE Von Natur und Menschenhand geprägt WILDBAKERS oder: wie das traditionelle Bäcker-Handwerk seine jungen Meister gefunden hat REZEPTTIPP Rustikales Nusskrone-Brot HERSTELLERVERZEICHNIS Weiterführende Informationen

Vertrieb: Partner Medienservices GmbH Julius-Hölder-Straße 47 70597 Stuttgart Druck: PVA Industriestraße 15 76829 Landau Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 4, gültig seit 1.1.2016 Preis Einzelheft: 6,80 Euro (inkl. MwSt.) Direktbestellung im Verlag unter www.buecherdienst.de (zzgl. Versand) Tel. 0711/5206-306 ISBN: 978-3-945604-21-2 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der Fachschriften-Verlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer ARCHITEKTUR + KÜCHE | 3


ARCHITEKTUR

SYMBIOSE ZWEIER KULTUREN AM BEISPIEL EINES MODERNEN PASSIVHAUSES

ARCHITEKTUR UND „Ich persönlich bevorzuge puristische Gebäude, die, wo es die Privatsphäre erlaubt, durch den Einsatz von Materialien wie Glas, die Wärme der Natur aufnehmen.“ Thomas Bechtold, Inhaber Architekturbüro BAU WERK STADT und Bauherr, Bühl

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INNENEINRICHTUNG „Die Küche sollte sich am Bauhausstil der Immobilie orientieren. Das moderne, puristische Design mit seiner klaren Formensprache haben wir unter Berücksichtigung von Funktionalität und Stauraum umgesetzt.“ Peter Haas, HASU Küche und Wohnen, Offenburg

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ARCHITEKTUR

DER OFFENE Wohn-, Koch- und Essbereich. FOTO: COR Raumhöhe sowie die großflächigen Verglasungen verleihen ihm Offenheit und Weite. Der fließende Übergang von der Küche in den Wohnbereich wurde durch die Verkleidung der Galerie mit BulthaupMöbeln realisiert.

Wo sich Kompetenzen bündeln, entsteht etwas ganz Besonderes. Nur wenige Kilometer von der malerischen Innenstadt Offenburgs entfernt, liegt das Studio von Peter Haas. Die im Industriedesign gehaltene, Aluminium verkleidete Immobilie trägt die Firmenaufschrift HASU Küche und Wohnen. Eine großzügige Fensterfront, die den Blick ins Innere des Studios freigibt, dokumentiert: Hier wird Küchenarchitektur geschrieben. Jeans, weißes Hemd, Schal – Peter Haas präsentiert sich als sympathischer Unternehmer und ist die Personifizierung seines innenarchitektonischen Anspruchs. Bereits unmittelbar nach dem Betreten des Studios eröffnet sich den Besuchern die Welt der Designmarke Bulthaup, interpretiert durch die prägnante Schlichtheit und zeitlose Eleganz der bulthaup b1, den für b2 typischen Werkstattcharakter und die wandbespielende Gestaltungsvariante b3. Hier fand auch die Geburtsstunde der Küche statt, die seit kurzem den Mittelpunkt einer ganz anderen Immobilie bildet: Thomas Bechtold arbeitet seit fast zwanzig Jahren erfolgreich als selbständiger Architekt. Gerade in seiner Funktion, bei der ver-

schiedene Gewerke von sachkundigen Spezialisten ausgeführt werden müssen, hat für ihn die Auswahl dieser Partner erste Priorität. In diesem Falle betraf es zudem die Planung der Küche in seinem eigenen, gerade fertiggestellten Haus: Der Anspruch des charismatischen Architekten: Das Gebäude sollte sich harmonisch in die leicht hügelige Landschaft einfügen. „Ich persönlich bevorzuge puristische Gebäude, die, wo es die Privatsphäre erlaubt, durch den Einsatz von Materialien wie Glas, die Wärme der Natur aufnehmen“, betont er. Die Immobilie im Bauhausstil wurde also in das Hanggrundstück eingelassen und orientiert sich dabei hauptsächlich nach Süd-Westen. Begründet liegt diese Ausrichtung in der Absicht, ein Passivhaus zu realisieren. Dazu müssen alle eingesetzten Materialien und Technologien aufeinander abgestimmt werden: Die tragenden Wandscheiben wurden mittels Betonfertigteilen errichtet. An den Außenwänden und unter der Bodenplatte wurde das Gebäude mit einer 30 cm starken Wärmedämmung versehen. Dabei kam unter der Bodenplatte

hwa schlafen

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pool

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KOMMUNIKATIVE FUNKTIONSINSEL mit flächenbündiger Spüle. EINE HOLZTREPPE aus Kragstufen führt ins Obergeschoss.

ein Prototyp von DOW Building Solutions, die für ihre Wärmebrücken-freien Konstruktionen bekannt ist, zum Einsatz. Die Dämmstärke im Bereich des Flachdaches beträgt 40cm. Die Glasfassade erhielt eine Dreischeiben-Isolierverglasung. Alle Gebäudeteile wurden am Übergang von innen nach außen konsequent thermisch getrennt. „Auch hier“, so verrät Thomas Bechtold, „wurden neuartige Detaillösungen entwickelt und teilweise unter Verwendung von Prototypen umgesetzt, dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem Bauteile-Spezialisten Schöck. Auf diese Weise kann ich Neuentwicklung selbst testen und sie, wenn sie sich bewähren, weiterempfehlen.“ Ein Passivhaus wäre kein Passivhaus, würde man es bei den bislang aufgeführten energiesparenden Komponenten belassen. Also wurde ein entsprechendes Energiekonzept ausgearbeitet: Die raumhohe, flächenbündig eingebaute Verglasung der Wohn- und Schlafräume nach Süd-Westen, die der passiven Sonnenenergienutzung dient, haben wir bereits erwähnt. Der sommerliche Wärmeschutz wird durch den Dachüberstand und au-

luftraum

terrasse

wohnen

essen

kochen

wc

terrasse

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INNENARCHITEKTUR ARCHITEKTUR

ZWEI TERRASSEN sind, je nach Laune, Sonnenstand oder Witterung, vom Küchen- und Wohnbereich zugänglich.

ßenliegende Jalousien gewährleistet. Um eine weitestgehend autarke Versorgung des Gebäudes zu gewährleisten, versorgen Solarzellen auf dem Flachdach alle elektrischen Verbraucher mit Strom. Der Restwärmebedarf des Passivhauses wird durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe gedeckt. Für gute Luft und Wohlfühlatmosphäre sorgt die hocheffiziente kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Und natürlich verfügt das hochmoderne Passivhaus über eine intelligente Bustechnik, über die alle haustechnischen Komponenten miteinander vernetzt und durch eine automatische Steuerung koordiniert werden, was Komfort und Sicherheit zugutekommt.

INNEN SO SCHÖN WIE AUSSEN Der Anspruch, den Thomas Bechtold an die Wertigkeit der Architektur gestellt hat, spiegelt sich natürlich auch in der Aufteilung und Einrichtung im Gebäudeinneren wider: Eingang und überdachte Freibereiche sind durch Einschnitte und Rücksprünge definiert, die dem Gebäude Tiefe und Charakter verleihen. Den Zugang in das Gebäude markiert ein zweigeschossiger, portalartiger Ein-

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schnitt der ansonsten komplett geschlossenen Fassade. Die Schlafräume, die beiden Kinderzimmer, das Bad und das Büro im Erdgeschoss empfangen ihr Licht durch einen geschlossenen, uneinsehbaren Gartenhof. Die bodenund deckenbündig eingelassenen horizontalen Rahmenprofile der Pfosten-Riegel-Konstruktion spiegeln den puristischen Gestaltungsansatz auch im Detail wider. Eine Holztreppe aus Kragstufen führt vom Eingang in das Obergeschoss. Hier befindet sich der offene Wohn-, Koch- und Essbereich. Raumhöhe sowie die großflächigen Verglasungen verleihen dem Raum Offenheit und Weite. Eine Weite, die den Koch- und Essbereich erst richtig zur Geltung kommen lässt. „Das Design der Küche sollte sich nach Herrn Bechtolds Wünschen am Bauhausstil der Immobilie orientieren. Unser Auftraggeber ist absoluter Anhänger des modernen, puristischen Designs mit seiner klaren Formensprache. Diese haben wir unter Berücksichtigung von Funktionalität und Stauraum umgesetzt. Schranktüren, Kühlschrank und Auszüge sind grifflos gehalten, lassen sich aber dennoch durch moderne Push-to-open-Beschläge einfach


INNENARCHITEKTUR

DEN ZUGANG IN DAS GEBÄUDE markiert ein zweigeschossiger, portalartiger Einschnitt der ansonsten komplett geschlossenen Fassade.

Gestalten Sie Ihr Leben reicher: Reduzieren Sie sich auf das Wesentliche.

öffnen und schließen. Das Kochfeld mit versenkbarer Downdraft-Umluft-Haube ist ebenso wie die Spülmaschine von Gaggenau und zusammen mit der Spüle in die kommunikative Funktionsinsel integriert, die sich auch sehr gut als Theke nutzen lässt. Die Hochschränke haben einen Abstand zur Decke von 2mm – eine Deckenblende oder Schattenfuge kam nicht in Frage. Hier sind der Backofen und Steamer von V-Zug sowie ein energieeffiziente Kühl-/Gefrierkombination von Liebherr untergebracht. Zudem galt es, in die Hochschrankwand einen Durchgang in das dahintergelegene Gäste-WC und den Hauswirtschaftsraum zu integrieren. Der große, ausziehbare Esstisch gibt Raum für das gemeinsame Essen mit Freunden. Selbst den fließenden Übergang in den Wohnbereich haben wir durch die Verkleidung der Galerie mit Bulthaup-Möbeln realisert“, beschreibt Peter Haas seinen Einsatz. Als besonders praktisch erweisen sich dabei auch die beiden Terrassen, die, je nach Laune, Sonnenstand oder Witterung, vom Küchen- und Wohnbereich zugänglich sind. www.thomas-bechtold-architekten.de · www.hasu.de

DIE BODEN- UND DECKENBÜNDIG eingelassenen horizontalen Rahmenprofile der PfostenRiegel-Konstruktion spiegeln den puristischen Gestaltungsansatz auch im Detail wieder.

Individualität zeigt sich in den Akzenten, die man im Leben setzt.

Seit über 265 Jahren bringen Keramiken von Villeroy&Boch Lebensqualität ins Haus. Wir schaffen Produkte, die das Leben bereichern, mit dauerhafter Qualität und zeitloser Schönheit. Verlassen Sie sich auf die Kompetenz und die Stilsicherheit einer großen Marke und lassen Sie sich begeistern von

Weitere Projekte von Thomas Bechtold auf Facebook

modernem Design und einer Vielfalt, die ihresgleichen sucht.

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WOODLINE.ONE GEOMETRIE. SYMMETRIE. HARMONIE. 10 | ARCHITEKTUR + KÜCHE


FOTO: KB3/FOTOLIA

KÜCHEN INTERNATIONAL

FOTOS: ZEYKO

ZEYKO entwickelte woodline.one zusammen mit Mutschler Winkler Design, Grafenau. Hergeleitet aus der modernen Architektur kommt bei der Gestaltung unübersehbar die Kompetenz in der Holzbearbeitung zum Ausdruck: Massives Eichenholz vereint sich mit Glas, Beton und Edelstahl zu einem zeitgemäßen Einrichtungskonzept.

Einzigartig ist das neue Projekt zeyko woodline.one der feinen Küchenmanufaktur im Schwarzwald. Die woodline.one vereint traditionelle Handwerkskunst und moderne Architektur. Dabei kommen weder die Funktion noch die Ergonomie zu kurz und es entstehen Räume, in denen Design, Material, Farbe und Haptik ein neues Lebensgefühl hervorrufen.

Die Designaussage besteht in der ebenmäßigen Strukturierung der Fläche mit integraler horizontaler Linienführung in höchster Konsequenz. Der Kontrast zwischen warm anmutendem massivem Eichenholz und cooler Betonoberfläche als spannender Materialmix, ist hergeleitet durch Vorbilder aus der modernen Architektur. Eine wertige neue Natürlichkeit in höchster Designqualität – das ist zeyko woodline.one. Sie ist eine Material- und Designstudie aus dem Gestaltungsatelier der Schwarzwälder Manufaktur in Zusammenarbeit mit Mutschler-Winkler Design.

www.zeyko.de

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FERTIGHÄUSER

ARCHITEKTUR TRIFFT ENERGIEEFFIZIENZ

FOTOS: BAUFRITZ

Reiner Bayer ist Architekt. Im Laufe der Jahre hat sich der sympathische Schwabe auf die Gestaltung von Wohnhäusern und Objektbauten spezialisiert. Seinen Schwerpunkt legt der 47-jährige Kreative dabei auf die Symbiose von Design und Ökologie. Eine Philosophie, die er mit Dagmar Fritz-Kramer, Inhaberin von Baufritz, teilt, weshalb er gerne mit dem erfahrenen Unternehmen und Repräsentanten für gesundes und ökologisches Bauen mit Holz zusammenarbeitet.

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MASSGESCHNEIDERTER KOMFORT

FERTIGHÄUSER

1 EIN BEISPIEL INDIVIDUELLEN, ANSPRUCHSVOLLEN DESIGNS ist das Designhaus in Königsbrunn bei Augsburg. Mit Bravour gelöst wurde die besondere Herausforderung, schlichte Architektur und Solartechnik miteinander in Einklang zu bringen: Platz für die Photovoltaikanlage bietet das Pultdach, das mit einer 20 Grad Neigung nach Süden perfekt dafür ausgerichtet ist. Markant inszeniert durch die naturbelassene Holzverschalung aus widerstandsfähiger Fichte und Lärche korrespondiert dieser Gebäudeteil mit den beiden ihn flankierenden Kuben mit grauen Mineralputzfassaden. 2 DER EINGANGSBEREICH ist überdacht und dient gleichzeitig als praktischer Carport.

1 2 Was ist das Besondere daran, mit einem SystemhausAnbieter wie Baufritz zusammenzuarbeiten?, wollen wir wissen. „Baufritz bietet seinen Kunden ein KomplettAngebot. Im unternehmenseigenen Planungszentrum können die Bauherren Materialien begutachten und sich über die Haustechnik informieren. Selbst über die Stilrichtung von Küche oder Bad, vom Fußbodenbelag über die schadstoffgeprüfte Wandfarbe bis zur Beleuchtung können sich die Kunden ein Bild machen. Während meine Kollegen und ich uns um die Architektur der neuen Immobilie kümmern und die notwendigen Daten mit dem Baufritz-Team abklären, sorgt auf Wunsch des Kunden ein mehrköpfiges Team an Innenarchitekten

für die inneren Werte der Immobilie. Nicht umsonst ist Dagmar Fritz-Kramer studierte Innenarchitektin, so dass ihr dieser Bereich besonders am Herzen liegt. Steht die Planung, werden die wesentlichen Teile des Hauses, wie Wand-, Decken- und Dachelemente im Werk in Erkheim systematisch vorproduziert. Die Endmontage der Fassade erfolgt dann innerhalb von zwei Tagen auf der Baustelle. Durch diese kundenorientierte Vorgehensweise sparen die Bauherren Zeit, Nerven und auch Geld, denn sie erhalten alles aus einer Hand. Reklamationen, die witterungsbedingt schon einmal auf Baustellen entstehen können, werden durch die Prefabrikation stark reduziert.“

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KÜCHEN INTERNATIONAL

FAST SKULPTURAL: die Holzstufen der Treppe vom Wohnraum zur großen Galerie in der ersten Etage.

Lässt die Systembauweise denn noch Individualität zu? „Selbstverständlich, die wenigsten Häuser entsprechen einem Standard“, betont Reiner Bayer. „Aber natürlich wirkt sich ein hohes Maß an Individualität, wie bei allen Dingen im Leben, auch hier auf das Budget aus.“

SYMBIOSE AUS DESIGN UND ÖKOLOGIE Ein Beispiel individuellen, anspruchsvollen Designs ist das Designhaus in Königsbrunn bei Augsburg. Augenfällig und schmeichelnd zugleich ist die klare Architektur der 160 Quadratmeter Wohnfläche bietenden Immobilie. „Eine besondere Herausforderung bei diesem Projekt lag darin, schlichte Architektur und Solartechnik miteinander in Einklang zu bringen“, erläutert Reiner Bayer. Diese Aufgabe hat das versierte Team mit Bravour gelöst:

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Platz für die Photovoltaikanlage bietet das Pultdach, das mit einer 20 Grad Neigung nach Süden perfekt dafür ausgerichtet ist. Markant inszeniert durch die naturbelassene Holzverschalung aus widerstandsfähiger Fichte und Lärche korrespondiert dieser Gebäudeteil mit den beiden ihn flankierenden Kuben mit grauen Mineralputzfassaden. „Alle von Baufritz eingesetzten Materialien sind umweltfreundlich“, hebt Reiner Bayer hervor. „Das gilt für Holz, Fassaden und die biologische Naturdämmung aus Hobelspan.“ Das Leben konzentriert sich im Inneren des Bungalows auf das Erdgeschoss mit seiner Fläche von rund 140 Quadratmetern. Der Eingangsbereich ist überdacht und dient gleichzeitig als praktischer Carport. Die zweiflügelige Glasschiebetür zwischen Eingangs- und Wohnbe-

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5 reich sowie die großen Glasfronten mit Blick ins Grüne und auf die angrenzende Holzterrasse, füllen Küchen-, Ess- und Wohnbereich mit Tageslicht. „Unsere Aufgabe bestand darin, das Wohnen auf einer Ebene zu realisieren“, erläutert der Architekt. D.h. Schlafzimmer mit angrenzendem Ankleideraum sowie Badezimmer, separates Gäste-WC mussten ebenso im Erdgeschoss ihren Platz finden wie Hauswirtschafts- und Technikraum mit Luft-Wasser-Wärmepumpe. Über eine großzügige Diele mit über 1,20 Meter Flurbreite gelangt man bequem zum Gäste-WC, zum Technikraum sowie zum Schlafzimmer mit separater Ankleide und Bad. „Räumliche Symbiosen, wie sie heute absolut im Trend liegen“, erläutert Reiner Bayer. „Wer möchte nicht gerne ein großzügig gestaltetes Bad!“ Mit fast 16 Quadratmetern ent-

3 DIE GERÄUMIGE DIELE leitet in den Flur, an dem Gäste-WC, Technikraum und Schlafbereich liegen.

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spricht das Bad dieser Immobilie diesem Wunsch und zeigt sich zudem sehr ergonomisch: Denn alle Sanitärelemente sind bequem und barrierefrei erreichbar. Eine zentral im Raum platzierte Vorwandinstallation trennt Waschbecken und Badewanne. Der Clou: Die Spiegel hängen über der halbhohen Trennwand an Drahtseilen von der Decke. „Eine brillante Idee des Baufritz-Innenarchitekten-Teams“, lobt Reiner Bayer die Kreativität seiner Kollegen.

GÄSTE SIND IMMER WILLKOMMEN Fast skulptural integrieren sich die Holzstufen der Treppe mit ihrer schwebenden Anmutung in den Wohnraum. Begrenzt mit einem Geländer aus Glas führen sie zur großen Galerie in der ersten Etage, die mit ihren 14

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4 GROSSE GLASFRONTEN füllen Wohn-, Ess- und Küchenbereich mit Tageslicht. 5+6 ZEITGEMÄSS: Ankleide, Schlafzimmer und Bad bilden eine Einheit. Im großzügigen Bad trennt die halbhohe Wand Badewanne und Waschbecken, darüber hängen Spiegel an Drahtseilen. 7 EINLADEND UND ALLTAGSTAUGLICH ZUGLEICH: die integrierte Küche ARCHITEKTUR + KÜCHE | 15


FOTO: ENOCEAN

FERTIGHÄUSER

SMART HOME GANZ NACHHALTIG Das Thema Smart Home realisiert Baufritz in Zusammenarbeit mit dem Funktechnikspezialisten EnOcean. Wichtig für das Bauunternehmen ist bei dieser Kooperation die Möglichkeit, kommunizierende Geräte gesundheits- und umweltverträglich miteinander vernetzen zu können. Das batterielose SmartSystem eignet sich besonders für ein Gebäude-Netzwerk, das Licht, Heizung, Klima, Sicherheitsfunktionen und Energieverbräuche steuert. Dabei lassen sich Schalter und Regler des Systems flexibel platzieren und arbeiten zuverlässig sowie wartungsfrei. Die benötigte Energie generiert das System aus Bewegung, Temperaturschwankungen oder Licht. Schalter oder Regler fungieren als Funksensoren. Um sie zu steuern, reicht die Bewegungsenergie eines Tastendrucks mit dem Finger. Batterielose Schalter und Sensoren passen genau zum Lebensstil moderner Verbraucher. Kontrolliert wird das System per Smartphone oder via Wand-Tablet. Die einzelnen Funkmodule bieten eine sichere Übertragung bei hohen Reichweiten von bis zu 30 Metern im Gebäudeinneren und vermeiden gleichzeitig Interferenzen mit anderen Funksystemen.

Quadratmetern als Lesezimmer oder kleines Homeoffice genutzt werden kann. Über die Galerie gelangt man dann in das separate Gästezimmer mit eigenem Bad. „Wichtig bei offenen Wohnraumlösungen und auch bei in den Wohnraum integrierten Treppen ist die Berücksichtigung des Schallschutzes“, betont der Architekt. „Jeder sollte eine Rückzugsmöglichkeit haben, niemand soll sich gestört fühlen.“

ENERGIEEFFIZIENT UND AUTARK „Wir planen und realisieren nur Häuser, die unserem eigenen Qualitätsanspruch für 100% gesundes, klimaschützendes und energieeffizientes Bauen entsprechen“, verspricht Baufritz-Chefin Dagmar Fritz-Kramer. Ein Anspruch, der natürlich auch für diesen Bungalow gilt: „Die feuchtigkeitsausgleichende Bauweise mit 37 cm dicker Hobelspänedämmung, die Dreifach-Verglasung,

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die integrierte Be- und Entlüftung als auch die Fußbodenheizung tragen ebenso zu einer hohen Energie-Effizienz bei wie die Photovoltaikanlage, die mit einer Nennleistung von 10 kW sogar mehr Energie produziert als im Jahresdurchschnitt verbraucht wird. Der überschüssige Strom wird ins Netz gespeist. Das Gesundheitskonzept der ökologischen High-Tec-Architektur aus heimischen Hölzern, die über 43 Tonnen CO2 speichert, hat die Bauherren ebenfalls überzeugt. Die patentierte Elektrosmog-Schutz-Ebene wurde auf Kundenwunsch hin mit eingebaut. Als Bestandteil der Baufritz-Philosophie bildet sie mit die Grundvoraussetzung für gesundes Wohnen.“ „Wir haben hier einen Bungalow konzipiert und gebaut, in dem man bis ins hohe Alter selbständig leben kann“, betont Reiner Bayer. Denn ökologisches und komfortables Wohnen ist keine Frage des Alters. www.baufritz.com


allmilmö Semiprofiküche, Modell Spatola Beton, mit gespachtelten Oberflächen und akzentuiert mit echtem Nussbaumfurnier. Wahlweise erhältlich in strapazierfähigem Kunststoff, hochwertigen Lackvarianten, echtem Glas und Holzfurnieren. allmilmö Küchen sind individuell für jeden Raum realisierbar.

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KÜCHEN INTERNATIONAL

BRASILIEN VALINHOS INNEN UND AUSSEN IM DIALOG

18 | ARCHITEKTUR + KÜCHE


KÜCHEN INTERNATIONAL

In Valinhos, 80 km von Sao Paulo entfernt, wurde dieses Einfamilienhaus im Jahr 2014 nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellt.

Geplant und ausgeführt wurde der Bau vom Team des brasilianischen Büros WAY Architecture Yell, Campinas, unter der Leitung von Carlo Costa und Priscilla Pinotti. Das 1500 qm umfassende Grundstück liegt an einem Hang, der nach Westen hin steil abfällt, und den Ausblick auf dichte, frische Vegetation freigibt. Im Süden dagegen bietet sich ein phantastisches ursprüngliches Panorama mit sanften, felsigen Hügeln und kargem Bewuchs, das sich bei Sonnenuntergang rot färbt. Die Aufgabe bestand darin den Wunsch der Bauherren, die umgebende Landschaft bei Sonnenuntergang einzufangen, zu erfüllen und Innen- und Außenbereich miteinander zu verbinden. Um das zu erreichen, wurde das

Konzept eines offenen Wohnbereichs mit durchgehenden Glasfronten umgesetzt, mit direktem Zugang zu einem Innenhof, der sich nach Süden hin öffnet. Flankiert wird der Innenhof von der Terrasse auf der Hangseite und dem Swimming Pool gegenüber, in dem sich die Rückseite des westlichen Traktes mit den Schlafräumen spiegelt. Getragen von zurückversetzten Betonsäulen ragt der massive Quader des Baukörpers aus dem Hang hervor. Unterhalb stellen monumentale Felssteine, mittig und seitlich angeordnet eine optische Verbindung zum Gelände her. Die Fassade bestimmen bündig mit der Ober- und Unterkante abschließende Holzpaneele. Ihre Breite entspricht den Flächen der drei Fenster. Die Paneele lassen

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KÜCHEN INTERNATIONAL

1 1 Deckenhohe Schränke mit furnierten Türen des Programms Topos von Leicht harmonieren farblich mit den Bruchsteinmauern. 2 DIE WEISSE KOCHINSEL im Zentrum überzeugt funktionell und bietet genug Platz für Vorbereitung, Kochen und Snacks an der Bar.

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sich seitlich verschieben, so dass mit offenen und geschlossenen Flächen aus Holz, weißem Verputz, Sichtbeton und Glas gespielt wird. An den Seiten und zum Hang hin ist das Gelände mit Bruchsteinmauern befestigt, deren Steine vom Baugelände stammen. Sie korrespondieren mit den Felsen des Panoramas und bringen so den Ausblick und das Hausinnere in Einklang. Bruchsteinmauern bilden auch die hangseitige Wand des Innenhofes mit der Terrasse und leiten im Inneren des Hauses in die Küche über. Die Küche liegt am Ende der Achse aus Wohnbereich, Lounge und Essbereich, die sich von der Hausfront über dem Tal bis in den Hang erstreckt. Der Essbereich schließt mit einer weißen Trockenbauwand ab, hinter der küchenseitig die Schränke aus dem Programm Topos integriert sind, deren Türen mit dem warmtonigen Eichenfurnier copper farblich mit der Bruchsteinmauer harmonieren. Das Studio Leicht Brazil in Sao Paulo hat die Küche als


KÜCHEN INTERNATIONAL

Inselplanung konzipiert. Die großflächigen, raumhohen Fronten der einander gegenüberliegenden Schrankwände mit ihrem feinen Furnier stehen im Kontrast zu den groben Natursteinmauern und tragen doch dazu bei, Innen und Außen miteinander in Einklang zu bringen. Ein Funktionselement aus Edelstahl teilt die zentrale Koch- und Vorbereitungsinsel aus dem Programm Tocco in frosty white, deren Auszüge mit Griffprofil die flächige Anmutung perfekt aufgreifen. Zu der angenehmen Raumwirkung trägt die überlegte Abstimmung der Fußböden mit bei: Cumaru Holzboden (ein brasilianisches Hartholz), artholz), Kalkstein und Keramikfliesen. Kein Wunder, dass die Planer dieses moderne Ensemble nsemble zum vom Küchenmöbelhersteller Leicht eicht ausgeschriebenen Wettbewerb auf www.Global-Kitchen-Design.com lobal-Kitchen-Design.com zum Voting V angemeldet haben, wo es mittlerweile einen der vorderen Plätze behauptet. www.leicht.com · www.wayarchitectureyell.com

Das Büro wurde 2011 von Priscilla Pinotti und Carlo Costa in Campinas, Regierungsbezirk Sao Paulo, gegründet. Seit 2013 ist Gustavo Damiao Partner von Way Brasilien und seit 2014 besteht eine Niederlassung in London. Carlo Costa studierte an der Universidad del Pais Vasco, Spanien, und am Politecnico di Milano, wo er 2002 seinen Abschluss machte. Danach arbeitete er in Großbritannien bei Foster und Partnern, aber auch in Italien und den USA. Priscilla Pinotti studierte an der Universidad Politecnica de Madrid und am PUCC Brazil. Abschluss 2001 und anschließende Arbeit für Baynes und Mitchell sowie Foster und Partner, beide in London.

DAS GROSSE PANORAMAFENSTER markiert das talseitige Ende der Achse im Inneren aus Wohnbereich, Lounge und Essbereich, die in die Küche mündet. Holz, Sichtbeton, Glas und weißer Putz bestimmen die Fassade. ARCHITEKTUR + KÜCHE | 21

FOTOGRAF: ROMULO FIALDINI

Way Architecture Yell


Hier geht’s zum YouTube Video: Scannen Sie nebenstehenden QR-Code oder nutzen Sie alternativ diesen Link: www.youtube.com/watch?v=ZmdSFzetO30


iMove Der neue

YouTube-Star

DER iMove VON KESSEBÖHMER BRINGT BEWEGUNG IN

Ein kleiner Junge und seine beiden tierischen Freunde –

DEN HÄNGESCHRANK UND SORGT DAFÜR, DASS UNER-

Kater Miko und Hund Milo – nutzen mit vereinten Kräften die Ei-

REICHBAR HOHES GANZ BEQUEM IN GRIFFHÖHE RÜCKT.

genschaften des iMove geschickt, um an eigentlich unerreichbare

KINDERLEICHT – IM WAHRSTEN SINNE DES WORTES –

Leckereien zu kommen. Der kleine Lausbube hat die Idee und

ZU BEDIENEN UND ELEGANT IN DER BEWEGUNG.

führt das Kommando, Hund und Katze ergänzen sich optimal in ihren Kompetenzen. Am Ende kommt’s nach einer sehenswerten

Wer den iMove in der Küchenausstellung sieht, erkennt so-

Beutetour wie’s kommen soll: Die leckere Belohnung wird gemein-

fort begeistert seine Vorzüge! Aber wie zeigen wir’s allen anderen?

sam genüsslich verzehrt. Aber mehr wollen wir hier nicht verraten,

Ganz einfach: Anschaulich und emotional – mit einem Clip, der so

denn nur selbst gucken macht Spaß!

viel Spaß macht, wie das Produkt selbst.

www.imove.kitchen

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ZEITLOSE ELEGANZ MELANGE AUS BAUHAUSSTIL UND SCANDINAVIAN DESIGN AUSGEZEICHNETER KOCHTISCH: Red Dot Design Award Winner 2012, Interior Innovation Award 2013 Winner, German Design Award Winner 2014

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Angelehnt an den klassischen Bauhausstil, interpretiert in Material und Formgebung im Scandinavian Design, entstand aus der Feder des next125 Inhouse-Designteams diese flächenbündig gehaltene Küchenarchitektur aus durchgefärbtem Schichtstoff.


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Ein kreatives Duo … Bei der Entwicklung neuer Küchenkreationen gehen Design und Marketing Hand in Hand: Thomas Pfister, er verantwortet die Produktentwicklung, und Annette Schumacher, Marketing, arbeiten im Team und tauschen sich gerne aus.

MODELL NXP 800 aus der Kollektion von „next125“. Ob in die Küche integriert oder als Teil des Ess- oder Wohnraums, das Wangenregal steht für moderne Wohnlichkeit.

FOTOS: NEXT125

NEXT125 CUBE – Ausgezeichnet mit dem Focus Open Silber 2009 und dem Designpreis Deutschland 2011 Nominee

Leicht und schwebend wirken die Möbel durch den nach hinten versetzten Sockel. Die flächenbündigen Klappgriffe tragen wesentlich zum ruhigen Gesamteindruck bei. Und auch das modular einsetzbare Ordnungssystem next125 cube unterstützt mit seiner Aufgeräumtheit die puristische Ästhetik des Gesamtbilds. Mittelpunkt des Ensembles und puristisches Statement zugleich ist der extravagante Kochtisch, der seine besondere Ausstrahlungskraft seiner kompromisslosen Klarheit verdankt. Die sich nach außen verjüngende Arbeitsplatte erzeugt dabei eine besonders schmale Kante, die

den filigranen Charakter der Kochinsel unterstreicht. Ob in die Küche integriert oder als Teil des Ess- oder Wohnraums, das Wangenregal steht für moderne Wohnlichkeit. Erhältlich in den Breiten 30 bis 105 cm und den Höhen 37,5 cm bis 250 cm bietet es zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei fügen sich die Regalbodenträger flächenbündig in die Regalböden ein. Für all das, was vor Blicken verborgen werden soll, gibt es die Möglichkeit, Oberschrankelemente mit Klappen, Türen, Faltklappen oder Schubkästen zu integrieren. www.next125.de

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EINRICHTUNGSTRENDS

SCANDINAVIAN DESIGN FREUNDLICHE NATÜRLICHKEIT

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FOTO: MUUTO

EINRICHTUNGSTRENDS

1 GRIFFLOS, GERADLINIG UND ZEITLOS SCHÖN. Y-line von Pronorm: Der Mix aus Weiß mit hellen Holztönen nimmt die Klarheit skandinavischer Lebens- und Wohnkultur auf.

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FOTO: PRONORM

2 VARJO IST FINNISCH FÜR „SCHATTEN“ und beschreibt die Farbabstufungen des handgewebten Teppichs Varjo, designt von Tina Ratzen. Das Ensemble mit der Stehlampe Leaf von Broberg & Ridderstrale, den Beistelltischen Around und dem Armlehnstuhl Cover von Thomas Bentzen wirkt durch die klare Geometrie.

FOTOS: LOUIS POULSEN

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Schnörkellos, freundlich, wohnlich so präsentiert sich der skandinavische Einrichtungsstil. Modern aber nicht modisch fügt sich das Mobiliar harmonisch in meist offene Wohnraumlösungen ein. Dabei bestimmt der Gestaltungslehrsatz des Bauhausstils „Form follows Function“ das Design skandinavischer Möbel.

3 DIE PH 31/2-3 PENDELLEUCHTE wurde nach Poul Henningsens originalen Zeichnungen vom Ende der 1920er Jahre neu entwickelt, ausgehend von seinem bekannten 3-Schirmesystem. Die Metallschirme reflektieren ein angenehm funktionelles Licht. ARCHITEKTUR + KÜCHE | 27


FOTO: RATIONAL

EINRICHTUNGSTRENDS

FOTO: MUUTO

DASS KLASSISCHES auch sehr modern und zeitlos sein kann, zeigt das rational Programm cadre in Polarweiß Softlack und markantem Kernesche-Furnier. Das Modell besticht durch eine klare Linienführung, elegante Schlichtheit und langlebige Handwerkskunst.

Die schlichte Geradlinigkeit des skandinavischen Einrichtungsstils trägt dazu bei, dass er sich harmonisch in nahezu jede räumliche Gegebenheit einfügt. Dabei prägen helle Hölzer wie Birke, Fichte und Kiefer das Bild, Holzarten wie sie in Skandinavien zu finden sind. Meist werden dazu helle Farben, vor allem weiß oder auch Pastelltöne kombiniert. Der Raum soll möglichst einladend und fröhlich wirken, sozusagen als Kontrast zu den langen dunklen Wintermonaten der Region. Neben Möbeln aus Naturprodukten wie Holz, Baumwolle, Leinen, Leder sorgen pastellige Kissen und Decken aus flauschigen Stoffen oder auch zartfarbige Gardinen, Fleecedecken und Flickenteppiche für Gemütlichkeit.

MAGNETE AM FUSS DER VASEN AUS TON machen „Balance“ von Hallgeir Homstvedt zusammen mit dem pulverbeschichteten Stahltablett zu einer formvollendeten Gruppe, ob mit oder ohne Inhalt.

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FOTO: MUUTO

FOTO: HAY

EINRICHTUNGSTRENDS

4 SOREN ROSE STUDIO entwarf die Kommode „Reflect“: Helles Eichenfurnier und die gebogenen, an den Ecken unterschiedlich starken Fronten zeugen von handwerklichem Können.

4 Elemente aus Glas und Porzellan setzen farbige Akzente, geschmackvoll inszeniert in Regalen oder als Tischdekoration. Prägend für alle Art von Geschirr sind grafische Muster und Motive aus der Natur oder angelehnt an die mystische Sagen- und Legendenwelt der Skandinavier. Unterschiedlichste Licht- und Wärmequellen, darunter auch Kamine und Kerzen sorgen für Behaglichkeit. Windlichter in unterschiedlichen Designs schaffen eine heimelige Atmosphäre. Typisch skandinavisch ist zudem auch eine gastliche Tafel im Wohn- oder Essbereich, der vielen Besuchern Platz bietet und zum geselligen Beisammensein einlädt. Auch hier gehören schlichte, praktische, wenn möglich multifunktionale Möbelstücke zur Stilwelt.

5 KUSCHELIGES FELL, stimmungsvolles Kaminfeuer und ein Teppich in nordischem Farbspiel: Der S&B Colour Carpet wurde von Scholten und Barjings für Hay entworfen. 6 DIE PARATIISI FORM wurde vom finnischen Designer Birger Kaipiainen entworfen und anlässlich seines 100 Geburtstags von Arabia mit dem neuen Dekor „Keto-orvokki“ herausgebracht.

FOTO: ARABIA

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ALLMILMÖ MODERNART

ZEITLOS CONTURA – Filigran und leicht durch Regalelemente mit Glasböden und das offene Oberschrankelement mit den beidseitig gewellten Seiten 30 | ARCHITEKTUR + KÜCHE

Seit 50 Jahren werden Markenküchen in Zeil am Main gefertigt. Auf den Erfolgen, Entwicklungen und Erfahrungen des 1965 hier gegründeten Küchenmöbelwerks basieren noch heute die ab 1971 unter der eingetragenen Marke allmilmö weltweit bekanntgewordenen Premium-Küchen. Ihr eigenständiges Design und ihre hochwertige Qualität made in Germany gehen einher mit richtungsweisenden Innovationen und bester Funktionalität, die ständig weiterentwickelt werden.


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Ausgezeichnet … Auch für die „inneren Werte“ der Küche hat allmilmö ein Konzept. Schubkästen und Auszüge werden mit dem exklusiv bei allmilmö erhältlichen „a-Box“ System so schön, dass man die Schränke gerne öffnet und ihr Innenleben zeigt. Wahlweise in vier verschiedenen Oberflächenausführungen in Kristallweiß, Metallschwarz, Edelstahldekor oder für alle, die es nicht so technisch mögen, in Nussbaumfurnier. Schlanke 10 mm starke Seitenwände, elegant auf Gehrung gearbeitet, prägen das Design. Passend zur a-Box gibt es das komfortable Einsatzsystem „Orga-Set“, für Bestecke und Küchenutensilien des täglich Gebrauchs, in drei verschiedenen Materialien. Prämiert ist die a-Box mit dem „red dot design award 2013 winner“ und nominiert beim „German Design Award 2015“.

MIT KONTUR Dazu gehört die konsequent grifflose Küche, die vor 25 Jahren im Januar 1990 Premiere auf der internationalen Möbelmesse in Köln hatte. Bis heute überzeugt die Modellreihe ModernART durch Schlichtheit und Zeitlosigkeit in der Gestaltung. Vor allem das Küchenmodell „Contura“ mit seiner gleichmäßigen wellenförmigen Profilierung ist zum Designklassiker mit unverwechselbarem Charakter geworden. Zeitgemäß modifiziert zeigt sich ModernART Contura jetzt mit hochglanzlackierten und polierten Oberflächen durchgehend im Farbton Olivbronce. Die Kücheneinrichtung wirkt filigran und strahlt Leichtigkeit aus.

FOTOS: ALLMILMÖ

Dafür sorgen die Regalelemente mit Glasböden und das offene Oberschrankelement mit den beidseitig gewellten Seiten. Die Umfeldgestaltung wie Wandpaneele, Regalrückwände, Arbeitsplatte sowie die Bartheke sind aus Asteiche furniert und in der Maserung farblich mit den Möbeln abgestimmt. Denn noch immer gilt für allmilmö: Höchste Qualität trifft auf zeitlos modernes Design! Und wohnlich darf es auch sein! Die allmilmö-Lackoberflächen werden in allen RALoder NCS-Farben und in den drei Lackarten Mattlack, Diamantlack oder Hochglanzlack angeboten. www.allmilmoe.de

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KLEINE KÜCHE – GROSSER KOMFORT

DDANK ANK FLEXIBLER INNENORGANISAT INNENORGANISATION ISA ION ISAT sind Besteck, Töpfe und TTeller aber auch Vorräte übersichtlich und standfest gelagert.

DIE BROSCHÜRE „Geschichten aus dem Küchenalltag“ kann kostenlos angefordert werden unter home-info@ de.hettich.com

Kurze Wege, Ergonomie, gute Stauraumausnutzung und eine durchdachte Innenausstattung machen eine gut geplante Küche aus. Die neue Broschüre zum Intelligent Kitchens Konzept von Hettich gibt wertvolle Tipps zu diesen Themen und gliedert eine Küche planerisch in fünf Funktionsbereiche. Eine Küche nach diesem Konzept einzurichten, bringt Übersichtlichkeit und effiziente, ergonomische Abläufe in den Alltag. Insbesondere bei kleinen Küchen sind klug genutzte Stauräume und eine funktionale Innenorganisation für Ober- und Unterschrank wichtig. So lassen sich Lebensmittel, Geschirr, Geräte und das Küchenwerkzeug stets dort verstauen, wo sie gebraucht werden. Das spart Zeit und macht Spaß. www.hettich.com

HINTER GROSSFLÄCHIGEN SCHIEBETÜREN sind Lebensmittel und Geschirr unsichtbar verstaut – und bei Bedarf leicht zugänglich.

FOTOS: HETTICH

Innenorganisationssysteme und Beschlagsysteme von Hettich

EIN GENUSS: Schubkästen, Dreh- und Schiebetüren der Küche schließen sanft und leise. KOMFORTABLE TELESKOPAUSZÜGE machen das Hantieren mit heißen Speisen noch sicherer.


CONCRETE

Faszination Material.

MOST

INNOVATIVE *

BRAND *Plus X Award 2015

Entdecken Sie Gestaltungsideen auf www.leicht.com und www.global-kitchen-design.com.

Funktion. Eleganz. Harmonie.


DAS HAUS KOMMT MIT

MOBILE LIVING

Erstmals in der Geschichte lebt heute über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. 2050, so prognostizieren die Vereinten Nationen, werden fast 70 Prozent der Weltbevölkerung im urbanisierten Lebensraum leben. Wir stehen hohen Grundstückspreisen und wenig verfügbarer Baufläche gegenüber. Die Wohnung der Zukunft kennt keine Zimmer mehr. Mauern und Wände lassen sich versetzen. Flexibilität steht an erster Stelle. In den nächsten Jahren werden die klassischen Grenzen zwischen Wohnen und Arbeiten, zwischen Beruf und Freizeit, öffentlich und privat, Familien- und Freundeskreis weiter verschwimmen. Das zunehmende Bedürfnis und die steigende Notwendigkeit, flexibel, mobil und permanent erreichbar zu sein, verstärken diesen Trend. Dazu tragen die Möglichkeiten bei, die durch moderne Technik, Internet und digitale Vernetzung entstehen. Unterschiedliche Nutzungen überlagern und ergänzen sich. Innovativer Wohnungsbau und zukunftsweisendes Immobilienmanagement werden daher auch neue Konzepte entwickeln, die eine funktionale Integration und Konvergenz unterschiedlicher Lebensbereiche zulassen: Weil bauliche Strukturen künftig schneller und flexibler auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren müssen, werden Wohnungen, Grundrisse, Gebäude und Quartiere zunehmend multifunktional, flexibler und auch mobiler gestaltet. Beispiele für ein solches Umdenken stellen die drei Mobil-Haus-Konzepte coodo, flyingspaces und woodee dar.

MOBILE LIVING

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GRUNDRISSBEISPIEL

FOTOS: COODO

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1 IM PRINZIP BESTEHT EIN COODO aus einem Rahmen mit elegant abgerundeten Ecken, in die große Glasscheiben eingespannt werden. 13 Modelle stehen zur Wahl mit entweder 9, 32, 64 oder 96 qm Wohnfläche.

COODO Mark Dare Schmiedel, Inhaber von „LTG Lofts to go“, entwickelte die Idee seiner Firma während eines Umzugs von der Großstadt ins Grüne. Wer träumt nicht von einem Zuhause inmitten einer ländlichen, ruhigen und naturverbundenen Umgebung, ohne dabei auf die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Nähe zum Arbeitsplatz, auf Mobilität und Nachhaltigkeit verzichten zu müssen. Mit „codoo“, der modernen Wohnbox, ist das alles möglich. Sie kann entweder auf ein eigenes oder temporär gemietetes Grundstück, auf ein Hausdach, in den Bergen oder am Strand per Tieflader und Kran aufgestellt werden. Coodo, so betont der Ideengeber, kann an Orten platziert werden, für die herkömmliche Bauten keine Genehmigungen bekommen würden. Die Mobilität des Coodos erlaubt eine schnelle, einfache und ökonomische Installation, die bei einem traditionellen Haus kaum möglich ist, und kann dabei als Ferienhaus, Büro, Sauna, Gartenloft oder Hausboot dienen und das völlig ortsungebunden. Im Prinzip ist ein Coodo ein Rahmen mit elegant abgerundeten Ecken, in

den große Glasscheiben eingespannt werden. Dabei entscheidet sich der Käufer nicht nur für eines der mittlerweile 13 unterschiedlichen Modelle, sondern auch über 9, 32, 64 oder 96 Quadratmeter Wohnfläche. Die Wahl hat der Käufer auch in puncto Innenausstattung. Auf Wunsch erhält er die „Mobilie“ bezugsfertig nur mit Bad, oder komplett eingerichtet mit Küche, Bad und Schlafzimmer. Smart ist Coodo im Übrigen von vornherein, denn es verfügt über ein integriertes SmartHome-System, so dass sich z.B. Jalousien und Beleuchtung vom Smartphone aus steuern lassen. Besonderen Wert legt das Coodo-Entwicklungsteam darauf, die Häuser umweltfreundlich und ressourcenschonend zu realisieren. Heizung, Lüftung, Installationen und Strom sind in den Wänden, dem Boden und der Decke versteckt. Entsprechend nutzt das Unternehmen passive und aktive Hausstandards wie auch genormte Designund Baurichtlinien. Um für autarke Bedürfnisse völlige Unabhängigkeit zu gewährleisten, will der Hersteller in Kürze Solarzellen, Stromgeneratoren und kleine Windkraftanlagen zur Verfügung stellen. www.coodo.com

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MIT FLYINGSPACES … … greift der Fertighaushersteller Schwörer das Thema mobiles Wohnen auf. FlyingSpaces können sowohl als freistehende „Minihäuser“ zum Einsatz kommen, wie z.B. für Singles oder Senioren, können aber ebenso gut als Anbau an ein bestehendes Haus fungieren. Auch diese Wohnmodule werden fix und fertig mit dem LKW geliefert, mit einem Kran aufgestellt und innerhalb kürzester Zeit von den FlyingSpaces Montageteams bezugsfertig installiert. Die Wohnmodule sind individuelle Räume für moderne Ansprüche, für jedes Alter und für jede Situation. Bezugsfertig ausgestattet – denn sie können auf Wunsch mit platzsparenden Einbaumöbeln aus der Schwörer Design-Schreinerei eingerichtet werden – zeigen sich die Minihäuser vielseitig. Als kleiner Shop oder Büro lassen sie sich auch gewerblich nutzen. Zudem sind sie kombinierbar, so dass ganze Wohnanlagen entstehen könnten. Die Maximalabmessungen eines Moduls liegen bei 14,50 m x 4,35 m. Bei der Außenfassade stehen Putz, Holz, Stein oder Klinker zur Wahl. Und auch in puncto Technik müssen FlyingSpaces-Kunden auf nichts verzichten: Die Module können mit Direktheizelementen, optional mit kontrollierter Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Kaminöfen, Fußbodenheizung, der Schwörer-eigenen Frischluftheizung oder mit Photovoltaik-Modulen zur Stromerzeugung ausgestattet werden. Und sollte es sich um einen Anbau handeln, ist der Anschluss an bestehende Heizsysteme problemlos möglich. www.schwoererhaus.de/de/flyingspaces

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FOTOS: SCHWÖRER

MOBILE LIVING

DIE WOHNMODULE FLYINGSPACES sind individuelle Räume für moderne Ansprüche, für jedes Alter und für jede Lebenssituation.


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FOTOS: UTE SCHUCKMANN

GRUNDRISSBEISPIEL

DAS MOBILE, EINGESCHOSSIGE FERTIGHAUS MIT FLACHDACH WOODEE ist für alle Grundstückslagen geeignet und anpassbar.

AUCH WER SICH FÜR WOODEE … … entscheidet, kann fortan mobil wohnen. Als bezugsfertig ausgestattetes, in Holzrahmenbauweise erstelltes Minihaus ist es natürlich sowohl als komfortabler Erstwohnsitz einsatzbereit als auch als Feriendomizil oder Office. Das mobile, eingeschossige Fertighaus mit Flachdach ist für alle Grundstückslagen geeignet und anpassbar. Zudem erfüllt es nach Angaben des Herstellers die Kriterien eines Niedrig-Energiehauses. Dem Käufer steht es frei, Woodee gedämmt nach den Anforderungen eines KfW-Energieeffizienzhauses, entweder schlüsselfertig oder als Ausbauhaus zu erwerben. Die Beheizung erfolgt via Wandkollektoren oder über eine Fußbodenheizung. Ein Modul misst 3,50 x 11,40 Meter. Die Raumhöhe liegt bei 2,50 Metern. Bei Bedarf lassen sich mehrere Module frei miteinander kombinieren oder auch erweitern, wodurch

den kreativen Nutzungsmöglichkeiten auch bei größeren Wohn- und/oder Arbeitsprojekten wie Ferienhäuser oder Büros kaum Grenzen gesetzt werden. Und das, ohne die Mobilität zu verlieren. Selbst eine vorgesetzte Terrasse oder ein gemütlicher Wintergarten sind möglich. Sowohl Außenfassade als auch Innenwände der Wohnmodule können individuell nach den ganz persönlichen Vorstellungen gefertigt werden, betont Entwickler Ernst-Otto Rönnau, Rönnau bauen & leben GmbH, der besonders die Langlebigkeit und die Naturbelassenheit des Materials seiner mobilen Wohnmodule in den Vordergrund stellt. Als traditioneller Holzbaubetrieb mit langjähriger Erfahrung orientiert sich der Hersteller an den höchsten Qualitätsmaßstäben. Die Lebenszeit beziffert der Hersteller mit 50 Jahren. www.woodee.de

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DIE NEUE FREIHEIT FOTO: MARKUS BURKE

VON CONCEPT KITCHEN ZU CCONCEPTIONAL LIVING Was wäre das Leben ohne die Querdenker dieser Welt! Hans-Joachim Naber verkörpert diese Spezies in kongenialer Weise. Er ist die perfekte Symbiose aus Visionär und Unternehmer. Seine Passion ist das funktionale Produkt-Design mit dem Schwerpunkt Kücheneinrichtung.

Inspirationen nimmt der weltoffene „Daniel Düsentrieb“ im täglichen Leben auf oder erfährt sie während seiner zahlreichen Reisen durch die Welt. Selbst Vater von drei Kindern und mit seinen 70 Jahren bereits dreifacher Großvater, denkt und handelt er bei all seinen Entwicklungen stets generationenübergreifend. Das weiß auch Designer Kilian Schindler zu schätzen, den der Unternehmer bei der Entwicklung seiner modularen Küche zu Rate gezogen hat. „Die Küche wird mobil, sie ist nicht mehr an den vorgezeichneten Raum gebunden. Jeder sollte sich seine ganz persönliche Kochwerkstatt zusammenstellen können, und zwar wo und wie er möchte. Dabei sollten die Möbel mit bestehendem Mobiliar oder Elektrogeräten problemlos kombinierbar sein“, so die Grundidee der „Concept Kitchen“. Der


DES EINRICHTENS Name des gemeinsamen Projekts ist Programm, das sich von der Küche folgerichtig zu einem wohnraumübergreifenden Einrichtungskonzept entwickelt hat. Ermöglicht wird das durch die ungeheure Flexibilität des von Kilian Schindler und dem Unternehmer Hans-Joachim Naber entwickelten modularen Möbelkonzepts, durch die es sich individuell an das Leben des Nutzers anpassen kann. Ohne großen Aufwand ist das intelligente System vielseitig einsetzbar, fügt sich harmonisch in jede Räumlichkeit, lässt sich sogar mit bestehenden Möbeln kombinieren und ist ohne große Mühe in ein neues Zuhause mitzunehmen. Das System der Mobilküche besteht derzeit aus zehn Modulen wie zum Beispiel: Arbeitsfläche mit integrierter Kochfläche, Spülzentrum, Butcher-Block, Lagerregal und

Technik-Tower. Ob als Insellösung oder in Kombination mit einer klassischen Küchenzeile, die Module können nach Belieben und Bedarf angeordnet werden. Die aus Stahl gefertigten Grundelemente sind zerlegbar. Entsprechende Bohrungen ermöglichen die problemlose, flexible Anordnung von Konstruktions- und Regalböden. Ein einfaches Steckprinzip erlaubt den unkomplizierten, vollkommen werkzeuglosen Auf- und Abbau der Module.

FLEXIBLER GEHT ES KAUM Die Systemmöbel zeigen sich gleichermaßen multifunktional und adaptiv und beschränken sich nicht mehr nur auf Küchenräume, sondern sehen auch in Wohnräumen, Homeoffices oder in Wintergärten gut aus und lassen, auch was die Funktion hier angeht, keine Wünsche of-

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FOTOS: NABER

FOTO: N-BY-NABER

INNEN SO SCHÖN UND MULTIFUNKTIONAL wie außen: „Modify“, das bis ins letzte Detail durchdachte, hochflexible Ordnungssystem aus heller Eiche lässt keine Wünsche offen. Unterteilungen, Boxen, Besteckeinsätze, Multifunktionseinsätze u.v.m. erlauben in den unterschiedlichsten Konfigurationen eine optimale Nutzung utzung des Stauraums.


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FOTOS: NABER

MULTIFUNKTIONAL UND PLATZSPAREND – Die „Towerbank“ ist flexibles Sitzmöbel oder Regal zugleich. Ob drinnen oder draußen: „Towerbank“ kann immer dort schnell aufgebaut werden, wo gerade Sitz- oder Stauraumfläche gebraucht wird.

fen. Die Concept Kitchen selbst bewährte sich sogar als Outdoor-Event-Küche. Sternekoch Sören Anders bereiste auf der Suche nach dem „Besten aus dem Südwesten“ für die Sendereihe des SWR „Leibspeise mal ANDERS“ das Sendegebiet mit seiner mobilen Concept Kitchen. Zubereitet und verkostet wurde dabei im Freien, Auf- und Abbau stehen in einem engen Zeitfenster – da musste jeder Handgriff vor, während und nach dem Außendreh sitzen. Ihre Bewährungsprobe für Handling und Flexibilität auf professionellem Level hat das multifunktionale Küchenkonzept dabei locker bestanden.

ENTWICKLUNG KENNT KEINEN STILLSTAND

FOTO: AV MEDIEN

Und Hans-Joachim Naber wäre nicht er selbst, würde er die Marke „n by Naber“ nicht kontinuierlich weiterentwickeln: Das jüngste Mitglied des Konzepts ist die „Towerbank“, eine Symbiose aus flexiblem Sitzmöbel und funktionalem Regal. Ein Multifunktions-Möbel, ebenfalls kreiert von einem renommierten Designer: Prof. Kilian Stauss. Die Towerbank mit vier Modulen besteht aus pulverlackiertem Aluminium und hochwertiger Multiplexplatte.

Je nach Wunsch kann sie sowohl als Sitzgelegenheit für bis zu zwölf Personen oder auch sicher gestapelt als tragstarkes Regal genutzt werden. Was die Alltagstauglichkeit drinnen oder draußen angeht – Towerbank kann immer dort schnell aufgebaut werden, wo gerade Sitz- oder Stauraumfläche gebraucht wird. Genial einfach in Konstruktion und Handling konnte sich die Neuentwicklung bereits den „Universal Design Award 2015 in der Rubrik ConsumerFavorite“ sichern. Da ist die Towerbank mit der Concept Kitchen in guter Gesellschaft, denn das modulare Küchensystem mit seiner polarisierenden Modernität wurde bereits mit zahlreichen Designpreisen gekürt, sei es der reddot award, der Focus Open, der Plus X Award oder der Interior Innovation Award, und hat auch auf internationalen Märkten für Furore gesorgt. www.n-by-naber.com

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CONCEPT KITCHEN ALS OUTDOOR-EVENT-KÜCHE: Sternekoch Sören Anders bereiste auf der Suche nach dem „Besten aus dem Südwesten“ für die Sendereihe des SWR „Leibspeise mal ANDERS“ das Sendegebiet mit seiner mobilen Concept Kitchen.


FOTO: THOMAS REBEL

GENUSS

„ANDERS KOCHEN“, das Kochbuch von Sören Anders, ist zu beziehen über: www.soerenanders.de

STERNEKOCH SÖREN ANDERS kocht seit Juli 2012 auf dem Durlacher Turmberg in Karlsruhe. Regionale Produkte stehen im Mittelpunkt seiner Feinschmeckerküche. Die teilweise ungewöhnlichen Aromen, mit denen Anders arbeitet, sorgen für ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Sören Anders begeistert sein Publikum jedoch nicht nur im eigenen Restaurant, sondern auch bei kleinen oder großen Galas, witzigen Shows und artistischen Koch-Events. In TV-Produktionen wie „ARD Buffet“, „ZDF Fernsehgarten“ oder „Küchenschlacht“ stellt er seine Entertainer-Qualitäten unter Beweis.

1. Rotkraut vierteln und den harten Strunk entfernen. Rotkraut in feine Streifen schneiden. Zwiebeln und Äpfel getrennt voneinander schälen. Zwiebeln in feine Streifen, Äpfel in Spalten schneiden. Ingwer schälen und fein würfeln. 2. Schmalz erhitzen. Zwiebeln darin farblos anschwitzen. Kraut zugeben und ebenfalls dünsten. Zucker, 1 TL Salz, Äpfel, Ingwer, Essig, Orangen-, Apfelsaft und 100 ml Wasser zugeben. Pfefferkörner etwas andrücken. Mit übrigen Gewürzen in einen Teebeutel geben, zubinden und zum Kraut geben. Abdecken und ca. 50 Min. garen. 3. Inzwischen Backofen auf 100 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Kartoffeln waschen, schälen, in Salzwasser weich garen. Abgießen, durch eine Presse drücken. Kartoffelmasse im Ofen ca. 10 Min. ausdämpfen. Speck würfeln, knusprig braten, abkühlen. 4. Entenbrüste auf ein Backblech legen und im 100 °C heißen Backofen ca. 25 Min. garen. ENTE: Honig erwärmen. Gewürze fein mörsern, mit Honig mischen. 4 Entenbrüste (à 200 g) 5. Kartoffelmasse mit Speck, Eigelb, Stärke und Petersilie verkneten. Mit Salz und Muskat 100 g Honig würzen. Daraus etwa 12 flache Plätzchen formen (ca. 4 cm Ø). 1 Sternanis 6. Entenbrust aus dem Ofen nehmen, in einer Pfanne ohne Fett auf der Hautseite kross 1–2 Kapseln Kardamom braten. Mit Gewürzhonig bestreichen. Unter dem heißen Grill knusprig braten. 10 weiße Pfefferkörner 7. Butterschmalz portionsweise erhitzen und Kartoffelplätzchen darin jeweils 2 Min. braten. 1 TL Koriandersamen Gewürzbeutel beim Rotkraut entfernen. Kraut mit Gelee, Zitronensaft, Salz, Pfeffer würzen. 1 EL Kreuzkümmel Mit Plätzchen und Ente anrichten. KARTOFFELPLÄTZCHEN: 800 g Kartoffeln, mehlig kochend etwas Salz 50 g Speck 2 Eigelb 1–2 EL Stärke 2 EL gehackte Petersilie etwas Muskat 4 EL Butterschmalz

„ANDERS KOCHEN“ FÜR 4 PERSONEN

ROTKRAUT: 1 Kopf Rotkraut (ca. 1 kg) 4 Zwiebeln 3 Äpfel (z. B. Boskop) 1 Stück Ingwer 30 g Schmalz 2 EL Zucker etwas Salz 2 EL Weinessig 50 ml Orangensaft 100 ml Apfelsaft 3 schwarze Pfefferkörner 1 Zimtstange 1 kleines Lorbeerblatt 2 Gewürznelken 1 EL Johannisbeergelee Saft von ½ Zitrone

Entenbrust unter einer Gewürzkruste mit Rotkraut und Kartoffelplätzchen

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KÜCHEN

FOTOS: NOMAD

Müssen Küchenmöbel immer maßgenau in jede Ecke eines Raumes eingepasst werden, oder lässt sich die Küche auch mit Solitärmöbeln designstark, funktional und komfortabel einrichten? Am Beispiel von vier unterschiedlichen Möbelkonzepten zeigen wir Ihnen, wie flexibel modulare Küchen sein können und wie gut sie kleiden.

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1 DER SCHLANKE KÜCHENRIEGEL von Nomad bietet alle Funktionen einer stationären Küche. Zu den Besonderheiten gehört u.a. der massive Hackblock aus geräuchertem Eichenhirnholz. 2 NOMAD DELUXE LINE – Hochwertiges Macassar-Holz kombiniert mit echtem Blattgold.


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KÜCHE EINMAL ANDERS INTERPRETIERT

MINIMALISTISCH, EDEL, FLEXIBEL STÜCKE FÜR DIE EWIGKEIT Das kubisches System von Nomad-Küchen bietet die optimale Lösung für das wachsende Bedürfnis nach Flexibilität, das sich im Alltag wie auch in der Profiküche wiederfindet. Nicht umsonst wurde das Konzept in der Möbelmanufaktur des Deutsch-Luxemburgers Norbert Brakonier gemeinsam mit Genussnomade Stefan Wiertz und dem deutschen Möbelhersteller Supergrau entwickelt. Aufbauend auf der bewährten Qualität der Nomad Basic-Module entstand eine leichte Studioküche für individuelles Wohnen. Konzeptionell als Möbel geplant, liegt das Hauptaugenmerk der Design Line Editionen auf der Kombination von ästhetischen Oberflächen, wertigen Materialien und zeitgeistigen Farben. Der schlanke Küchenriegel bietet alle Funktionen einer stationären Küche und kann vom Dampfgarer bis zum Horizontalabzug mit hochwertigen Geräten ausgestattet werden. Die mobilen Elemente lassen sich abgestimmt auf individuelle Arbeitsabläufe anordnen. Ein zur Standardausstattung gehörender Wärmepass unterstreicht den funktionalen Anspruch. Besonderheiten der 2015er Edition sind der massive Hackblock aus geräuchertem Eichenhirnholz und das Material „Fenix NMT“, aus dem sowohl Fronten als auch Arbeitsflächen gefertigt sind. Dieser neuartige und mehrfach prämierte Nano-Werk-

stoff besticht neben seiner außergewöhnlichen weichen und matten Erscheinung durch hohe Schlag- und Kratzfestigkeit, Hitzeresistenz, gute hygienische Eigenschaften und Unempfindlichkeit gegenüber Fingerabdrücken.

FLEXIBILITÄT IST LUXUS Edle Furniere, aufwendige Techniken und perfekte Handwerkskunst: Die Nomad Deluxe Line ist eine Komposition raffinierter Funktionen und minimalistischer Formensprache. Hochwertiges Macassar-Holz, echtes Blattgold oder auch Corian-Arbeitsflächen sind einige Beispiele für Werkstoffe, die individuell und ganz nach Wunsch verarbeitet werden und die vielseitig gestaltbare Optik dieser Linie prägen. Verschiedenste Varianten der Korpusse lassen sich in der Deluxe Line so zur umfangreichen Küche kombinieren und sind auch einzeln erhältlich. Dezent lassen sich hinter den hochwertigen Oberflächen der Korpusse Beispielelemente wie ein Schrank für Spülmaschine, Kühlschrank oder ausziehbare Mülleimer verbergen. Integriert werden je nach Bedarf Küchengeräte mit innovativster Technik etablierter Marken. Stauräume mit ausreichend Platz sind frei gestaltbar. Türen und Schubladen mit einfacher Soft-Touch-Technik oder auch verschiedenen Griffen sind wählbar. Auch Steckdosen lassen sich unsichtbar verbauen. www.nomadkitchen.com

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MINIKI, das System-Möbel von Architekt Tobias Schwarzer. Was sich wie ein schwebendes Sideboard darstellt, entfaltet sich in wenigen Sekunden in eine voll funktionsfähige Küche.

MINIKI … heißt das System-Möbel, das Architekt Tobias Schwarzer entwickelt hat. Was sich wie ein schwebendes Sideboard darstellt, entfaltet sich in wenigen Sekunden in eine voll funktionsfähige Küche. Tobias Schwarzer bezeichnet seine Komposition als „Gegenentwurf zur Wegwerfgesellschaft“. Denn das von ihm entwickelte Küchenmöbel-Konzept basiert auf hochwertigen, funktionalen, langlebigen, nachhaltigen Designelementen. „Entstanden ist das Projekt während der Sanierung eines kleinen Zweiraum- Apartments“, schildert uns Tobias Schwarzer die Geburtsstunde der miniki. „Da sich der Wohnraum und die Küche im selben Raum befanden, suchten wir nach einer Lösung, die nicht nach einer Küche aussah. Ich entschloss mich also, ein eigenes Konzept zu entwerfen, das sich perfekt in die gegebene Raumsituation einfügen sollte.“ Das Modell kam so gut an, dass Tobias Schwarzer seine miniki zur Serienreife führte.

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Das Möbel besticht durch seine schlichte, elegante Form, die hohe Funktionalität und natürlich seine absolute Alltagstauglichkeit. „Um die miniki den individuellen räumlichen Gegebenheiten und unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Nutzer anzupassen, konzipierten wir drei verschiedene Grundmodule, die beliebig kombiniert werden können. Selbst die Innenausstattung und die Fronten sind individualisierbar.“ Ein wesentliches Designelement von miniki ist im Übrigen das Colour-Konzept, das 15 Farbvarianten beinhaltet. Die einzelnen Module sind jeweils zweifarbig ausgelegt. Dabei ist immer ein ruhiger und zurückhaltender Farbton außen und ein lebendiger, fröhlicher Farbton innen. Gefertigt werden die hochwertigen Möbel aus heimischer Birke in Multiplex-Vollholz-Qualität in Kombination mit HPL-Schichtstoff, der sich durch seine besonders hohe Stoß-, Kratz- und Abriebfestigkeit auszahlt. Die Kombination anspruchsvoller Materialien und kompetenter Verarbeitung bürgen für die höchste Qualität. www.miniki.eu


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STÄHLERNE HÄRTE, SAMTIGE HAPTIK Klares, zeitloses Design, Qualität, Robustheit und Langlebigkeit prägen das Bild der von Christian Thommes und Ralf Weißheimer entwickelten Popstahl-Küche. Das gewisse Etwas erhält das Modell dabei durch die von den beiden Architekten entwickelte Griffleiste in Frontfarbe. Erst sie verleiht der Küche einen wohnlichen Charakter. Durch ihre Einfachheit in Gestaltung und Materialität lässt sie sich dauerhaft mit jedem Lebensstil kombinieren. Wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, eine Küche aus Stahl zu entwickeln?, fragen wir. Die Antwort des Architekten kommt prompt: „Durch eine direkte Kundenanfrage. Einen Schwerpunkt bildete dabei das Thema Materialechtheit und Materialehrlichkeit. Wissen Sie, wir haben da als Architekten einen gewissen Anspruch. Der gesamte Korpus und die Front eines PopstahlMöbels sind aus gefaltetem Stahlblech hergestellt. Die spezielle Füllung der Fronten gibt dem Stahlblech einen

satten Klang und eine warme Haptik und vermeidet den blech-typischen Ton. Sämtliche Verbindungen zwischen den Korpussen sind mit Feingewindeschrauben umgesetzt, die eine hohe Lebensdauer der Verbindungen gewährleisten und das“, so betont Ralf Weißheimer, „auch bei häufigen Ortswechseln.“ Mittlerweile sind Popstahl Küchen in mehr als 100 RALFarben erhältlich. Ihre Farboberfläche erhalten die Möbel im Pulverbeschichtungsverfahren, eine höchst stabile und elastische Farbbeschichtung, bei der keine Lösungsmittel verwendet werden. Das Ergebnis: Küchenmöbel aus 100 Prozent Stahl, die weder aufquellen noch sich verziehen können. Stahl, ein Material, das formstabile, recycelbare, dauerhafte und hygienische Ansprüche in Gänze erfüllt. Als Arbeitsflächen eignen sich besonders eine warmgewalzte 5 mm Edelstahlplatte mit Struktur, aber auch Arbeitsplatten aus Beton, Holz, Natur- oder Kunststein sind möglich. www.popstahl.de

POPSTAHL – Küchenmöbel aus 100 Prozent Stahl– von Christian Thommes und Ralf Weißheimer

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FOTO: JULIA ROTTER

NILS HOLGER MOORMANN – DESIGNER UND QUERDENKER 46 | ARCHITEKTUR + KÜCHE

FOTO: JÄGER & JÄGER

MÖBELDESIGN

ZEITGEIST TRIFFT Als Autodidakt, Quereinsteiger und Freigeist steht Nils Holger Moormann für das „Neue Deutsche Design“ und entwi entwickelt seit 1982 mit meist jungen, unbekannten Designern sowie seiner eigenen Kreativabteilung Möbel mit reduzierter Formen Formensprache und präzisen Detail Detaillösungen, wie z.B. der Regal Regalklassiker FNP. Ein schlichtes, intelligentes und innovatives Regalsystem, das sich jedem Raum, also auch der Küche, anpasst und mit seiner Zeitlosig Zeitlosigkeit den Zeitgeist trifft.

„Die Anforderungen an Möbel haben sich in den letzten Jahren stark verändert“, erläutert der sympathische Querdenker. „Das hat zum einen mit der zunehmenden Mobilität und dem häufigeren Wohnungswechsel der Bewohner zu tun. Zum anderen verändert sich das Wohnen weg von klar definierten Bereichen wie Kochen, Essen, Wohnen usw. und es kommt zu einer immer stärkeren Verschmelzung. Möbel sollten daher modulare Antworten auf neue Raumsituationen bieten.“ Und genau so präsentieren sich die von Nils Holger Moormann kreierten Möbel, die er übrigens von fachkundigen, versierten Partnerunternehmen produzieren lässt. „Wenn ein Entwurf aus Massivholz sein soll, dann finden wir einen Spezialisten dafür. Wenn das Möbelstück aus Aluminium sein soll, finden wir einen entsprechenden Fachbetrieb. Wir suchen uns immer den Besten. Wenn man sich einen Maschinenpark leistet“ erläutert er, „wäre diese Flexibilität unmöglich.“


KÜCHEN

DER „PRESSED CHAIR“ besteht aus nur einem einzigen Stück Blech, das durch Verformung und eine umlaufende Vertiefung seine Stabilität erhält. Er ist stapelbar und drinnen wie draußen einsetzbar.

STANDFEST sorgen die Objekt-Garderoben „Stellvertreter“ für einen stetigen Willkommensgruß.

FOTO: NILS HOLGER MOORMANN GMBH

FOTO: NILS HOLGER MOORMANN GMBH

FOTOS: JÄGER & JÄGER

„SIEBENSCHLÄFER“ – ein schlichtes Bett, dessen Teile einfach nur zusammengesteckt werden müssen.

ZEITLOSIGKEITT Welche der Möbel Ihres Sortiments verkaufen sich am besten?, fragen wir. „Es sind überwiegend die Systemmöbel, weil sie variabel und zeitlos sind, wie z.B. FNP, das sich ja nicht nur in der Küche einsetzen lässt. Es gibt aber auch immer einmal wieder Einzelmöbel, die auf das Interesse unserer Kunden stoßen: Ein schlichtes Bett dessen Teile einfach nur zusammengesteckt werden müssen, gehört auch dazu oder auch unsere Biertischgarnitur „Kampenwand“. „Topseller“ wie diese bezeichnet er als „Brot und Buttergeschäft“, das dazu dient, Möbel mitzutragen, die für gutes Design stehen, sich aber nicht so gut verkaufen lassen, und von Nils Holger Moormann respektvoll mit „Kulturträger“ bezeichnet werden. Und was denkt der Freigeist vom Chiemsee über Ikea? „Ich finde Ikea schon faszinierend. Die treiben uns auch ganz gehörig Kunden zu. Für viele Menschen ist Ikea das erste Mal, dass sie sich mit Gestaltung und Design

beschäftigen. Die Sachen achen sind ja auch nicht alle falsch“, betont er. Das Design von Nils Holger Moormann richtet sich an Menschen, die Spaß an modularer, flexibler und zeitloser Qualität haben.

VOM KONSUMENTEN ZUM REFLEKTIERTEN BENUTZER Und wie sieht Nils Holger Moormann die Einrichtung der Kunden von morgen? „Die Einrichtung wird sich weiter in den Stilen durchmischen. Der interessierte Kunde wird diese Stücke aber genau selektieren und komponieren. Zumindest in unserem Segment wird er außerdem anspruchsvoller, was die Gesamtphilosophie des Herstellers hinsichtlich Produktauswahl, lokalen Fertigungsmethoden, ökologischem Fußabdruck, Marketing usw. betrifft. Insgesamt wird der Kunde deutlich informierter sein, er wandelt sich vom verbrauchenden Konsumenten zum wohlreflektierten Benutzer.“ www.moormann.de

BIERTISCHGARNITUR „Kampenwand“ – Ordentlich verspannt und gesichert bleibt die Kampenwand drinnen wie draußen standfest.

FOTO: JÄGER & JÄGER

RAUM FÜR KULTURTRÄGER

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PROMOTION

ARTWOOD HOMMAGE AN DIE NATUR

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KÜCHEN INTERNATIONAL

Der modulare Aufbau dieses Einrichtungsensembles sowie die Melange aus geschlossenen Hochschränken und offenen, funktionalen Regalsystemen verleiht jedem Raum eine gewisse Leichtigkeit und ermöglicht fließende Übergänge zwischen Küchen-, Ess- und Wohnbereich. Ein besonderes Ausstattungselement ist die Paneelwand, deren Elemente sich individuell anordnen und bestücken lassen. Auf diese Weise ist sie gleichermaßen in Küche und Wohnbereich einsetzbar.

www.nolte-kuechen.de

FOTO: NOLTE

Elegantes NussbaumDesign mit unnachahmlicher Holz-Haptik kombiniert mit samtig mattem PapyrusGrau symbolisiert den aktuellen Zeitgeist und erfüllt den Anspruch der neuen Wohnlichkeit.

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INNENEINRICHTUNG

WOHNEN À LA Die historische Stadt Amberg in der Oberpfalz ist Teil der Metropolregion Nürnberg. Ein Wirkungskreis, in dem der Name „Wohnkultur Amberg“ für individuelle und hochwertige Einrichtung steht. Der Inhaber: Harald Emmert. Seine Devise: „Den Einrichtungstrend bestimmen unsere Kunden!“

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„Tag für Tag sitze ich einige Stunden daran, meine Vorschläge für die Wohnraumlösungen meiner Kunden zeichnerisch festzuhalten“, schildert der Inneneinrichter seinen Alltag. Neunzig Prozent seiner Aufträge erhält Harald Emmert von Zweiteinrichtern. „Eine sehr anspruchsvolle Klientel“, stellt er fest. „ihre Immobilien stammen aus den unterschiedlichsten Epochen, verfügen über die verschiedensten Grundrisse und haben im Lau-


„Wir verbringen jede Menge Zeit in unseren Wohnräumen … Eine gute Inneneinrichtung wirkt sich auf das Wohlbefinden aus und ist damit durchaus sehr wertvoll.“ Harald Emmert, Inhaber Wohnkultur, Amberg

CARTE fe der Jahre gemeinsam mit ihren Bewohnern einen ganz eigenen Charakter entwickelt“, beschreibt der passionierte Inneneinrichter sein Betätigungsfeld. „Das gilt natürlich auch für die Inneneinrichtung. Im Gegensatz zu Neubauten, die oft komplett neu eingerichtet werden, besteht bei Sanierungen die Aufgabe darin, vorhandenes mit neuem Mobiliar harmonisch zu kombinieren.“ Und hier ist der sympathische Oberpfälzer voll

HARALD EMMERT SCHNEIDERT INNENEINRICHTUNGEN NACH MASS und ganz in seinem Element. Harald Emmert denkt grundsätzlich ganzheitlich, gleichgültig, ob seine Kunden ihr Mobiliar um ein ganz bestimmtes Element ergänzen wollen, oder ob es sich um die Modernisierung eines Raums oder mehrerer Räume handelt. „Es muss einfach passen.“ Deshalb ist es besonders wichtig, dass die neue Einrichtung und die baulichen Gegebenheiten aufeinander abgestimmt werden. „Was Trends anbe-

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FOTO: LAMBERT

FOTO: HAAS

INNENEINRICHTUNG

langt, so darf man diese ruhig zeigen. Jedoch sollten Formen, Materialien und Farben der neuen Einrichtung so gewählt werden, dass sie in erster Linie den persönlichen Geschmack der Kunden widerspiegeln“, betont der passionierte Planer. laner. Das 400 Quadratmeter große Studio ist die Visitenkarte des ambitionierten Wohnraumplaners. Den Namen „Wohnkultur“ hat Harald Emmert ganz bewusst geH wählt. Wohnen ist Kultur, der Ausdruck von Lifestyle und kollekti-

TAIGA LAMMFELLTEPPICHE passen sowohl zu Chrom auch als zu Holz, in ein städtisches Ambiente genauso wie zu einem ländlichen Stil.

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DIE BASIS der Bücherwand Lyra von Haas bildet eine 4 cm starke Bodenplatte, die sich oberhalb der Schiebetür aus Eiche sägerau wiederholt. Hinter ihr verbergen sich Bildschirm und CD-Fach. Lack in den Tönen Kiesel und Fango und die auf 8 mm angefasten horizontalen und vertikalen Einteilungen lassen die Wand filigran erscheinen. Offene Boxen und geschlossene Elemente geben Struktur.

vem Zeitgeist; das lebendige Selbstverständnis einer modernen Epoche kombiniert mit einem individuellen Lebensgefühl. Dabei erhöht die individuelle Planung den praktischen und den atmosphärischen Wohnwert. Die Kunden, die das von Holz und edlem Mattlack geprägte Studio betreten, sind so unterschiedlich wie das Leben. Doch gleichgültig, ob eine Komplett- oder Teilerneuerung eines Raums gewünscht ist, Harald Emmert ist in der Lage, den Anforderungen seiner Klientel gerecht zu werden. Je individueller und mutiger Raumkonzepte die Grenzen der Raumgestaltung ausloten, desto mehr trägt die Inszenierung von Boden, Wand und Decke zum ganzheitlichen Einrichtungsgedanken bei. Während Harald Emmert berät, plant und die Realisierung gemeinsam mit seinen Kunden festlegt, überlässt er die Umsetzung dieser Gewerke einem Netzwerk kompetenter Spezialisten vom Fußbodenverleger über den Malermeister und Tapezierer über Elektro- bzw. Beleuchtungstechniker bis hin zum Kaminbauer. „Alles wird von mir koordiniert“, betont der engagierte Inneneinrichter. Wie die Kunst wechselt auch das Wohnen die Erscheinungsform – von der Idee zum greifbaren, exklusiven


FOTO: VILLAGE

FOTO: HAAS

DAS TV-ELEMENT CUBE von Haas kann frei im Raum platziert werden. Auf Gehrung verleimt, erscheint es als Element ohne sichtbare Fugen. Durch die verkürzten abgeschrägten Fronten entsteht eine minimalistisch anmutende Griffmulde. Die drehbare Säule nimmt auch große Bildschirme auf.

DIE VITRINE PINIE ANTIK, hier mit vier Glasschiebetüren mit Sprossen, die Rückwand zeigt Paneele, die Seiten sind aus Glas. Die Möbelserie von Village in Vollholzqualität erlaubt individuelle Zusammenstellungen und Maße und strahlt mit ihrer handwerklichen Qualität Beständigkeit und Wohnlichkeit aus.

MULTIMEDIA VERÄNDERT DIE EINRICHTUNG DES WOHNBEREICHS Moderne, zeitlose Wohnlichkeit ist das Ziel: „Erdige Farbtöne, in Kombination mit hochwertigen Materialien bestimmen das Mobiliar“, weiß der Inneneinrichter aus Erfahrung. Hier arbeitet Harald Emmert ausschließlich mit Herstellern erstellern zusammen, die zum einen innerhalb Europas, d. h. in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien talien produzieren, einen hohen Qualitätsmaßstab halten und sich zudem durch eine hohe Flexibilität auszeichnen. „Ich ch bin durch diese Partner auf Herstellerseite in der Lage, age, maßgeschneiderte Möbel anzubieten“, so der versierte Planer mit Nachdruck. Sideboard, Lowboards, Regalwände oder auch Wandpaneele kann Harald Emmert mmert in gleich 25 Holz- und Furnierarten urnierarten und unendlich vielen Mattlack- oder Hochglanzlackfarben ochglanzlackfarben anbieten. „Wobei derzeit die meisten Kunden auf eine Kombination aus Holz und Mattlack zurückgreifen“, schildert der passionierte Planer seine Erfahrung. rfahrung. „Apropos Wandverkleidung, die Nachfrage achfrage danach steigt“, erläutert

COUCHTISCH OBHAN aus starkem Eisendraht: Er wirkt durch unregelmäßig fixierte Drahtteile und Patina.

FOTO: LAMBERT

Raumambiente. Dafür besucht der sympathische Inneneinrichter seine Kunden vor Ort, erfragt deren Wünsche, misst aus und erstellt erste Skizzen. „Viele Kunden kommen zu mir, um Räume neu zu gestalten“, erläutert Harald Emmert. „Sei es das Wohnzimmer, die Diele, der Essbereich oder das Schlafzimmer mit einem zur Ankleide umgewidmeten ehemaligen Kinderzimmer. Im Büro übertrage ich das Ganze in unsere Planungssoftware und erstelle so ein dreidimensionales Bild des neu gestalteten Raums. Farbe und Materialien, Tapeten und Gardinenmuster wurden anhand von Kollagen bereits visualisiert, mit dem Kunden diskutiert und gemeinsam mit ihm festgelegt. Jetzt können wir beginnen zu gestalten.“ Funktionalität und Ergonomie haben bei allen Planungen von Harald Emmert prinzipiell erste Priorität: „Ich werde einem Kunden nie eine Funktion oder ein Ausstattungsmerkmal aufreden, die er sowieso nie nutzt.“ Vier bis fünf Gestaltungsvorschläge erstellt Harald Emmert nach diesem Verfahren und ermöglicht seinen Kunden so einen realistischen Eindruck von den möglichen neuen Einrichtungsszenarien.

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FOTO: HAAS

INNENEINRICHTUNG

ENSEMBLE aus der Haas- Kollektion „Style de Vintage“: Schwarze Rundrohrgestelle lassen Stühle S56, Bank Chopper und Tisch TE630 trotz massiver Eichenplatte mit Waldkante leicht und schwebend erscheinen. Zusammen mit den geradlinigen Stahlregalen Tao entsteht ein stimmiges Bild.

der Planer, „da sie dazu dient, die Verkabelung eines an der Wand montierten Flatscreens zu verdecken. Vor allem der Erfolg von Home-Entertainment-Systemen mit ihren Flatscreens und Soundbars hat uns viele Kunden zugeführt, die ihr Wohnzimmer komplett neu einrichten möchten. Der Fernseher bekommt mit einem neuen Möbel eine neue Stellfläche oder soll an der Wand montiert werden. Trotz der neuen Soundsysteme will man auf die Kenwood- oder Pioneer-Anlage nicht verzichten und sucht

POLARISIERUNG kann den Entscheidungsprozess vorantreiben, auch wenn es um Einrichtung geht: Die Präsentation der „Wohnkultur“ lädt zum Gespräch über Design ein.

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FOTOS: ILFARI

STARKER AUFTRITT FÜR LICHTDESIGN – Pendelleuchten von Ilfari mit stark strukturiertem anthrazitoder goldfarbenem Metallgewebe

INNENARCHITEKTUR

FEINE UND LEICHTE OPTIK mit einfachen, klaren Formen und ein hervorragender Sitz- und Liegekomfort: das Sofa Piu von Intertime. Klappbare Armlehnen, neigbarer Rücken, verschiedene Kissen mit Gänsefedern machen Piu ob als Eckgruppe oder Einzelsofa noch komfortabler.

dafür nach einem adäquaten, gut zugänglichen Stauraum. Aufgaben, die mit in unsere ganzheitlichen Lösungsansätze integriert werden müssen.“

LEDER – NATÜRLICH SITZEN Auch den Essbereich weiß Harald Emmert neu zu inszenieren. Ausziehbare Esstischlösungen aus Massivholz, Furnier oder in Kombination mit Chrom oder Stahl mit den passenden Sitzmöbeln, die wie alles aus dem Hause Wohnkultur Amberg aus natürlich hochwertigen,

langlebigen Materialen bestehen. „75 Prozent unserer Kunden entschließen sich für den Kauf von Ledermöbeln, das gilt für die Esszimmerstühle oder Bänke ebenso wie für die Wohnzimmer-Couch oder den Sessel. Hier verkaufe ich meistens Möbel mit Anilinleder-Bezug, ein Leder, das sich durch seine Natürlichkeit und Wärme auszeichnet. Wenn eine Familie kleine Kinder oder Haustiere hat, empfehlen sich gedeckte oder pigmentierte Glattleder, die sich durch eine höhere Widerstandsfähigkeit auszeichnen.“

FOTO: INTERTIME NTERTIME

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FOTO: KFF

BEISPIELHAFT und anregend arrangiert – die Ausstellung bei Wohnkultur Amberg.

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6 XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX – BUbuBUububub ub bu bu bAUB AUB AUb ABUAbu AB AUB aBU AUB ABU aU. BUbuBUububub ub bu bu bAUB AUB AUb ABUAbu AB AUB aBU AUB ABU aU. BUbuBUububub ub bu bu bAUB AUB AUb ABUAbu AB AUB aBU AUB ABU aU. BUbuBUububub ub bu bu bAUB AUB AUb ABUAbu AB AUB aBU AUB ABU aU. BUbuBUububub ub bu bu bAUB AUB AUb ABUAbu AB AUB aBU AUB ABU aU.

FOTO: INTERTIME

INNENEINRICHTUNG

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FOTO: LAMBERT

1 DER SCHMALE BALDACHIN der Deckenleuchte Switch on verfügt über 6 Steckplätze auf denen sich 4 Doppelleuchten je nach Bedarf und Raumsituation verteilen lassen. 2 360 GRAD SITZKULTUR bietet der kompakte Fauteuil Frame mit dem Drehtellerfuß, der in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist, auch pulverbeschichtet nach RAL.

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3 VARIANTEN bietet Alec mit dem Massivholzgestell bei der Sitzschale: Kunststoff, Formschichtholz oder mit Leder bezogen, mit oder ohne Armlehnen, stapelfähig.

FARBE SETZT AKZENTE

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3 FOTO: KFF

Natürlich sorgen Farb- und Materialbestimmung dafür, dass Wand, Decke, Boden, Möblierung und Raumtextilien eine harmonische Einheit bilden. Beide Faktoren können somit den Einrichtungsstil unterstützen und Atmosphäre erzeugen. Sparsam eingesetzt, schafft Farbe auch die Verbindung zwischen einzelnen Einbauelementen und den Möbeln. Für Akzentuierung sorgt die farbige oder mit einer dekorativen Tapete versehene Wand, aber auch Wohntextilien wie Vorhänge oder Kissen. „An Farbe“, weiß Harald Emmert, „sieht man sich schnell einmal satt. Deshalb setzen wir sie überwiegend dort ein, wo sie sich unproblematisch und schnell wieder ändern lässt.“ „Wir verbringen jede Menge Zeit in unseren Wohnräumen. Liegt es da nicht nahe, ihrer Gestaltung und den Gegenständen, die wir dort hineinstellen, die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen? Und zwar bis ins Detail. Eine gute Inneneinrichtung wirkt sich auf das Wohlbefinden der Menschen aus und ist damit durchaus sehr wertvoll“, betont Harald Emmert. „Ich verfolge seit über 25 Jahren das Ziel, meine Kunden dabei zu unterstützen.“ Da ist es kein Wunder, dass aus vielen Wohnkultur-Kunden Freunde der Wohnkultur werden. www.wohnkultur-amberg.de


PROMOTION

BLANCO ANDANO – PURISTISCH UND PRAKTISCH Wenn es um Küchen geht, die als Kochtempel und gleichzeitig als wohnlicher Treffpunkt dienen, sind intelligente und gestalterisch anspruchsvolle Lösungen für den hier meist genutzten Arbeitsplatz gefragt. Geradliniges Design und bis ins Detail durchdachte Funktionen verbinden die beiden neuen Edelstahlspülen Blanco Andano XL 6 S-IF und XL 6 S-IF Compact mit Bravour.

FOTOS: BLANCO

ATTRAKTIVES ZUBEHÖR wie die Multifunktionsschale aus Edelstahl und das elegante Glasschneidbrett in edlem, seidenmatten Nachtblau, das hervorragend mit jedem Ambiente harmoniert, ergänzen die neuen Andano-Spülen, unten: Blanco Andano XL 6 S-IF, rechts: XL 6 S-IF Compact mit etwas kürzerer Abtropffläche.

Charakteristische Merkmale der Andano-Modelle für den 60 cm breiten Unterschrank sind die seitlich integrierte Armaturenbank, eine mit wenigen, dezenten Rillen versehene Abtropffläche und ein großzügig dimensioniertes XL-Becken, das mit seinen markanten Eckradien und einer maximal nutzbaren Bodenfläche begeistert. Sperriges Spülgut etwa nimmt es spielend auf. Zur komfortablen Vorbereitungszone V werden Andano XL 6 S-IF und XL 6 S-IF Compact durch das Zubehör: Eingehängt in das Becken integriert sich die im Lieferumfang Lieferumfang enthaltene Multifunktionsschale aus Edelstahl absolut bündig – praktisch um Nudeln abzugießen oder gewaschenes Gemüse darin abtropfen zu lassen. Optional erhältlich ist ein Schneidbrett aus satiniertem Sicherheitsglas in edlem,

seidenmatten Nachtblau. Es lässt sich flexibel auf der Spüle bewegen und garantiert im Zusammenspiel mit der Multifunktionsschale bequeme Arbeitsabläufe. Perfekt mit der Formensprache von Andano harmonieren die Armaturen Blancoculina-S Mini (siehe Abb.), Blanco Linus-S und Blanco Alta-S Compact, in der Oberfläche Chrom und mit flexiblen Schlauchbrausen. Komfort wird beim Spülen- und Armaturenspezialisten Blanco groß geschrieben: Deshalb gibt es beide Modelle auch in Ausführungen mit Becken links. Die seitlich positionerte Armaturenbank lässt auch die Platzierung der Spüle direkt am Fenster zu. Und der flache IF-Rand ermöglicht neben dem konventionellen Einbau von oben flach aufliegend auch die flächenbündige Integration in die Arbeitsplatte. www.blanco-germany.com/de

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SKIZZE: SCOTT BEDFORD / SHUTTERSTOCK.COM

SMART HOME

DAS INTERNET DER DINGE GEGENSTÄNDE WERDEN INTELLIGENT 58 | ARCHITEKTUR + KÜCHE


Über Smartphones, Tablets, Laptops, Chips, Sensoren, Glasfaserleitungen und Funkverbindungen ist es möglich weltweit miteinander zu kommunizieren und Daten austauschen. Mit dem Internet der Dinge sollen in naher Zukunft auch die Dinge unseres Alltags wie Haushaltsgeräte, Gebäudetechnik, Unterhaltungselektronik, Kraftfahrzeuge, medizinische Geräte, Stromnetze und vieles mehr miteinander kommunizieren können, um uns den Alltag zu erleichtern. Jeder einzelne Gegenstand eines „Internet of Things“ ist eindeutig durch eine Internetadresse gekennzeichnet und kann über das Internet angesprochen werden und mit angeschlossenen Informationssystemen interagieren. Unser Haus regelt dann selbstständig Wärme und Strom, unser Auto erkennt seinen Fahrer und steuert uns selbständig zur Arbeit. Dabei kommuniziert es permanent mit anderen Fahrzeugen und der Verkehrszentrale. Fabriken organisieren sich selbst und produzieren nur noch auf Zuruf, Städte verwandeln sich in rationalisierte Umgebungen, in denen jedes Element vermessen und lokalisiert wird. „Wir wohnen nicht mehr in Räumen, sondern in Zonen“, sagen die Forscher voraus. Flexibilität steht an erster Stelle. Lebensräume werden mehr und mehr zu intelligenten und vernetzten Systemen. Als logische Folge dieser Erkenntnis müssen unsere Produkte einfach sein. Schnell zugänglich. Leicht verständlich. Intuitiv bedienbar. Kevin Ashton, Mitbegründer und ehemaliger geschäftsMassachuführender Direktor des Auto-ID-Centers des Massachu setts Institute of TTechnology (MIT) (MIT) verwendete den Begriff „Internet der Dinge“ erstmals im Jahr 1999. Nach seiner Vision sollten Computer fähig sein, unabhängig vom Menschen, Informationen beschaffen zu können. Computer sollen die reale Welt begreifen – ohne von Menschen bedient zu werden. Das Ziel: Effizienz und Kostenreduktion. Mit dem Internet der Dinge bezeichAlltagsgegenstännete Kevin Ashton Alltagsgegenstände, die durch Programmierbarkeit, Speichervermögen, Sensoren und Kommunikationsfähigkeiten intelligent

und über das Internet miteinander vernetzt werden. Ausgestattet mit einer eigenen Identität – ähnlich der IP-Adresse eines Computers – tauschen sie eigenständig Informationen aus, lösen Aktionen aus und steuern sich gegenseitig. Auf diese Weise können im Internet der Dinge Alltagsgegenstände wie Autos, Haushaltsgeräte, Stromzähler oder auch Maschinen miteinander kommunizieren und über das Internet angesteuert werden. Ermöglicht wird dies durch Mikroprozessoren, die in die Gegenstände eingebaut sind und über Funk kommunizieren. Diese werden mit Sensoren versehen, die sie dazu in die Lage versetzen, ihre Umgebung zu analysieren, Informationen weiterzuverarbeiten und mit anderen Objekten oder dem Internet zu teilen. Das Ergebnis: smarte Produkte. Heute ist das Internet der Dinge vor allem zweckmäßig ausgerichtet. In der Gebäudetechnik z.B. bilden sich immer mehr Netzwerke, die Steuersysteme für Heizungen, Lüftungen und Klimaanlagen, Telefondienste, T Sicherheit und Beleuchtung miteinander verbinden, um einen höheren Komfort und eine bessere Energieeffizienz zu erzielen. Auch in der Unterhaltungselektronik ist das Internet der Dinge der derzeit wichtigste Trend. T SmartTVs, die Video-on-Demand-Angebote aus dem Internet ermöglichen, Multiroom-Systeme, mit denen sich per Smartphone Musik in allen Räumen

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FOTO: SAMSUNG

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3 FUNKTIONAL setzt sich die LG Watch Urbane vor allem durch eingebautes WLAN von der LG Watch R ab. So können sich Gebraucher auch ohne Mobiltelefon unterwegs durch Erinnerungen und Benachrichtigungen über entgangene Anrufe etc. auf dem Laufenden halten lassen. Die Watch Urbane geht mit der neuesten Version von Android Wear an den Start und kann beispielsweise Musik auf dem internen Speicher ablegen und ihren Träger auch auf diese Weise unabhängiger von seinem Smartphone machen.

1 EINES DER HIGHLIGHTS VON SAMSUNG ist das neue Multiroom-System mit den Streaming-Lautsprechern WAM7500 und WAM6500. Die WirelessSpeaker strahlen Musik in 360 Grad ringsherum ab. Das kleinere Modell Samsung WAM6500 hat zusätzlich einen Akku verbaut, um es auch mobil einzusetzen. 2 TP VISION bringt mit der Philips Ambilight UHD-TV Serie 7600 die neue Generation von Smart TVs auf den Markt, die über die neueste Version von Android TVTM verfügen und so ein schnelles, personalisiertes Fernseherlebnis mit einer Vielzahl von Features und Inhalten bieten. In Kombination mit dem einzigartigen, dreiseitigen Ambilight bieten die Modelle der 7600er Serie ein faszinierendes TV-Erlebnis. Ambilight projiziert einen großen Lichtschein an die Wand hinter dem Fernseher, der die wahrgenommene Bildfläche erheblich vergrößert und so das TV-Erlebnis intensiviert.

FOTO: PHILIPS

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FOTO: LG

der Wohnung abspielen lässt, macht das individuelle Unterhaltungsangebot nicht nur komfortabler, sondern auch flexibler und individueller als bisher. Großes Potenzial haben außerdem Wearables wie Smartwatches, Fitness-Tracker und Smart Glasses. Diese sind bei Verbrauchern beliebt. 2015 werden in Deutschland voraussichtlich etwa 645.000 Smartwatches verkauft. Bei Fitness-Trackern wird für das laufende Jahr mit 1,07 Mio verkauften Geräten gerechnet. Auch Smart Glasses haben ein großes Marktpotenzial. Die intelligenten Brillen integrieren Informationen aus dem Internet in den Alltag, indem sie diese in das Sichtfeld der Nutzer einblenden (Quelle bitkom). Selbst der weltweite Automobilmarkt steht aufgrund der zunehmenden Vernetzung der Fahrzeuge vor einer fundamentalen Neuordnung: Für 13% der Käufer kommt ein Neufahrzeug ohne Internetzugang gar nicht mehr in Betracht. Das ist ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Branchenstudie von McKinsey & Company mit dem Titel „Connected Cars“. Beim Autokauf spielen Angebote wie Echtzeit-Wartungsinformationen, ortsbasierte Empfehlungen, dynamische Stauprognosen oder Musikstrea-


SMART HOME

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4 IN DIESEM JAHR STELLTE BMW die Integration der kundenfertigen Smart Home App für Endgeräte mit Apple iOS-Betriebssystem vor. Sobald das Apple iPhone samt App über eine USB-Schnittstelle oder einen Snap-In-Adapter mit dem Fahrzeug verbunden ist, können bereits von unterwegs über den iDrive Controller im vernetzten Haus elektrische Geräte aktiviert oder das Licht eingeschaltet werden. 5 MIT DIESER KAMERA-BRILLE behält man die Hände frei. Jetzt zeichnet man einfach auf, was man sieht, statt die Kamera zu halten. Und über den Ohrhörer können kabellos zahlreiche Zusatzfunktionen des smarten Begleiters genutzt werden. Per Bluetooth wird das modische Accessoire ganz einfach mit dem Smartphone gekoppelt. Schon wird das Lauftraining mit Musik aufgepeppt oder beim Autofahren der Weg erklärt. Selbst zum Telefonieren steht alles bereit: Das Mikro sitzt praktisch unsichtbar im rechten Bügel.

ming eine zunehmend wichtige Rolle. Auf der Internationalen Funkausstellung 2014 demonstrierte BMW in einer Forschungsanwendung, wie aus dem Fahrzeug heraus Funktionen im Gebäude gesteuert werden können. 2015 stellt BMW auf dem Stand der Deutschen Telekom die Integration der kundenfertigen Smart Home App für Endgeräte mit Apple iOS-Betriebssystem vor. Sobald das Apple iPhone samt App über eine USBSchnittstelle oder einen Snap-In-Adapter mit dem Fahrzeug verbunden ist, können bereits von unterwegs über den iDrive Controller im vernetzten Haus elektrische Geräte aktiviert oder das Licht eingeschaltet werden, wenn die Heimatadresse ins Navigationssystem eingegeben wird. Im Control Display des Fahrzeugs kann zudem angezeigt werden, ob die Türen verschlossen oder eine Alarmanlage aktiviert ist. Gemeinsam mit Samsung präsentierte BMW in einer Forschungsanwendung mit der SmartThings App eine weitere Smart Home-Anwendung, integriert in den BMW i3. Sie ermöglicht ebenfalls die Steuerung von Funktionen im vernetzten Haus, dieses Mal für Android Nutzer.

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FOTO: PEARL GMBH

FOTOS: BMW

FOTO: BIRD HOME AUTOMATION GMBH

MIT DEM NEUEN DOORBIRD steht eine Revolution in puncto Einbruchschutz ins Haus. Die neue WLANVideotürklingel aus dem Berliner Entwicklungshaus Bird Home Automation GmbH zeigt Hausbewohnern per Smartphone an, wer vor der Tür steht – überall in der Welt. Die Innovation: Per App kann der Hausbewohner sofort mit dem Besucher kommunizieren. DoorBird schreckt so auch mutmaßliche Einbrecher durch eine sofortige Reaktion des abwesenden Bewohners ab. www.doorbird.com

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SMART HOME

VISION SMART KITCHEN BY IKEA: Herzstück der Küche ist der multifunktionale Tisch, der Lebensmittel erkennt, wiegt, Rezepte und Tipps bietet, kocht und warmhält. Die Studie zeigt auch die Lagerhaltung der Lebensmittel z.B. in transparenten Einzelbehältern in offenen Regalen, die mit intelligenter Induktionskühltechnik und RFIDTechnik ausgestattet sind: sichtbar und griffbereit.

FOTOS: IKEA

VISION SMART KITCHEN Auch Ikea setzt sich in seiner Studie zum Thema Küche 2025, die der Schwede zusammen mit dem Beratungsunternehmen Ideo und Studenten des Ingvar Kamprad Design Centre der Uni Lund und der Uni Eindhoven entwickelt hat, mit dem Thema smart kitchen auseinander. Prognosen unterschiedlicher Institute zu Folge werden künftig mehr und mehr Menschen in die Städte ziehen. Die Wohnräume, werden dann entsprechend kleiner sein, natürliche Ressourcen werden knapper und Lebensmittel teurer. Die entsprechende smarte Technik könnte künftig dabei unterstützen bewusster und sparsamer damit hauszuhalten. Im Mittelpunkt des Ikea-Projekts steht der Küchentisch, der mit smarter Technik ausgestattet zum multifunktionalen Alleskönner avanciert. Er wiegt, hält warm und kocht, bietet Rezepte und gibt Tipps. Die Funktion des Ganzen basiert auf einem kommunikativen Netzwerk bestehend aus einer Kamera, einem Projektor über dem Tisch und Induktionsspulen unterhalb der Tischoberfläche. Der oberhalb der Tischplatte angebrachte Projektor erkennt die Zutaten auf dem Tisch und präsentiert auch

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gleich die passenden Rezepte dazu. Ist die Zeit des Kochs begrenzt, schafft ein eingebauter Timer Abhilfe. Entsprechend eingestellt liefert der Tisch dann nur die Rezepte, die sich in der programmierten Zeit, realisieren lassen. Die integrierte Waage hilft beim richtigen Dosieren. Zusätzlich erhält der Nutzer Erläuterungen über die exakte Vorbereitung von Lebensmitteln, wie z.B. Gemüse, d.h. wie wird es geschält oder geschnitten werden muss usw. Für die notwendige Hitze beim Kochen sorgen Induktionsspulen, die unterhalb der Tischoberfläche angeordnet sind. Auch des Themas des bewussten Umgangs mit Lebenmitteln nimmt sich das Projekt an. Ikea will die Lebensmittel sichtbar machen, damit Vorräte verbraucht werden, bevor etwas schlecht werden kann. Die Lagerhaltung der Lebensmittel erfolgt zum einen in transparenten Einzelbehältern oder auch in Terrakotta-Lagerboxen, die sich ideal für die Unterbringung von Lebensmitteln wie Knoblauch, Kartoffeln und Karotten eignen. Einsätze aus Porzellan, Holz oder Schiefer halten Lebensmittel länger frisch und können freistehend als Geschirr verwendet werden.


VERNETZUNG ist auch Thema der neuen tielsa:connect App, mit der sich bereits heute Systeme wie Philips hue, Osram Basicify, Sonos oder Homematic kontrollieren lassen. Mit einem „Wisch“ stellen sich Kochfeld und Spüle auf die individuelle Arbeitshöhe ein und die ideale Ausleuchtung ist garantiert. Des weiteren bietet sie auch von unterwegs Zugriff auf Gefahrenmelder wie z.B. Wasser-, Rauch- oder Bewegungssensoren.

FOTOS: TIELSA

Die Behältnisse sind in offenen Regalen untergebracht, die mit intelligenter Induktionskühltechnik ausgestattet sind. Ein integriertes Lesegerät (RFID) registriert die mit einem Funketikett gekennzeichneten Lebensmittel und steuert so die gradgenaue Lagertemperatur des jeweiligen Kühlguts. Der Vorteil ist klar: Alle so gelagerten Lebensmittel sind offensichtlich und griffbereit. Zudem spart diese Art der Frischelagerung Energie.

DIE KÜCHE, DIE AUFS WORT HÖRT Mit tielsa:connect ermöglicht die tielsa GmbH den Eintritt in die Welt des „Internet of things“ und realisiert die Steuerung zahlreicher vernetzter Komponenten. Zu den Partnern des Herstellers gehört der Smart Home-Anbieter digitalSTROM, der sich u.a. auf praktische Anwendungen durch konsequent vereinfachte Bedienkonzepte spezialisiert hat. Dank des intelligenten Lautsprechers Amazon Echo hört die vernetzte Tielsa-Küche aufs Wort: Die Armatur füllt auf Bitte das Glas mit Wasser, Beleuchtung und Musik werden angeschaltet und vieles mehr. Motorisierte und

unterfahrbare Möbelelemente lassen sich automatisch per Sprachbefehl auf die Größe der Bewohner einstellen. Das sorgt für ergonomisches und bequemes Arbeiten. Personalisierte Einstellungen lassen sich mit Amazon Echo auch im vernetzten Badezimmer sofort abrufen. Voraussetzung für ein smartes Zuhause ist natürlich auch die Koordination des Zusammenspiels von Geräten und das unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse aller Bewohner. Die Vernetzungslösung von digitalSTROM ist dabei als offene Plattform ausgelegt, so dass die Produkte unterschiedlichster Hersteller eingebunden werden können. Vernetzung ist auch Thema der neuen tielsa:conncet App, mit der sich bereits heute Systeme wie Philips hue, Osram Basicify, Sonos oder Homematic kontrollieren lassen. Des weiteren bietet die App auch von unterwegs Zugriff auf Gefahrenmelder wie z.B. Wasser-, Rauchoder Bewegungssensoren. Werden sie ausgelöst, kann tielsa:protect Nachrichten auf die Smartphones eines bestimmten Personenkreises senden.

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FOTO: BO

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DER EINKAUFSZETTEL ist Schnee von gestern. Im Kühlschrank integrierte Kameras liefern ein Bild des Inhalts direkt aufs Tablet oder Smartphone.

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FOTO: BOSCH

SMART HOME

ÜBER DIE APP „Home Connect“ von Bosch lassen sich vernetzte Hausgeräte komfortabel sogar von unterwegs aus steuern – niemand muss mehr durchs ganze Haus Laufen, um Geräte ein- oder auszuschalten, oder sie zu überwachen. Alles geht ganz smart über das entsprechende Handy, das Tablet oder sogar über den smart-TV.

In nahezu jedem Hausgerät sind inzwischen Mikroprozessoren eingebaut. Intelligent werden sie erst, wenn sie zu einem Netzwerk verschaltet werden. Beim Zentral-Computer laufen dann alle Fäden zusammen. Die Geräte agieren für sich, können aber ihren Status ans System weitergeben und Befehle empfangen. Die Infrastruktur kann in einem modernen Haus ein sogenanntes KNX-System bereitstellen. Aber auch mit einer klassischen Verkabelung ist alles möglich. Einzige Voraussetzung: Es muss eine stabile Daten-Infrastruktur vorhanden sein oder eingerichtet werden. Sie kann über Stromkabel S selbst (Powerline) ( oder per Funk auch in Altbauten A nachgerüstet werden. Die Nutzung smarter Gerätetechnologien inklusive praktischer Apps spart Energie, bietet Sicherheit und Komfort. Vergessen die Waschmaschine auszuschalten, erhält man eine Message aufs Handy oder Tablet. Über die App „Home Connect“ des Hausgeräteherstellers Bosch lassen sich vernetzte H Hausgeräte wie Geschirrspüler, Waschmaschi-

nen und Trockner sowie Kühlschränke sogar von unterwegs aus abschalten. Durch die Möglichkeit der Fernwartung über den Hersteller können defekte Teile sofort erkannt und dem Kundendienst als Ersatz mitgegeben werden, so dass keine zweite Anfahrt notwendig ist. Komfortabel ist das Ganze obendrein, denn niemand muss mehr durch das ganze Haus Laufen, um Geräte ein- oder auszuschalten, oder sie zu überwachen. Alles geht ganz smart über das entsprechende Handy, das Tablet oder sogar über den smart-TV. Selbst bei der optimalen, situationsspezifische Gerätenutzung erhält der Nutzer Hilfestellung: So z.B. bei den neuen Geschirrspülern und Waschmaschinen der Serie 8. Dazu gehört, für die jeweilige Geschirrladung oder die aktuelle Wäsche das richtige Programm auszuwählen. Nach Angabe von Beladung oder Verschmutzungsgrad empfiehlt die Home Connect-App das perfekte Programm und überträgt die entsprechenden Einstellungen direkt an das Hausgerät. Und der Einkaufszettel ist, was Bosch anbelangt, jetzt auch Schnee von gestern, denn im Kühlschrank integrierte Kameras überwachen den Bestand. Bei jedem

MEHR KOMFORT DURCH SMARTE HAUSGERÄTE


SMART HOME

FOTOS: AEG

Öffnen und Schließen des Kühlschranks nehmen die Kameras ein Bild des Inhalts auf und senden es direkt auf das Tablet oder Smartphone. Die somit stets aktuelle Aufnahme lässt sich dann im Supermarkt via Smartphone abrufen, und die eventuell fehlenden Produkte einkaufen. Home Connect wurde übrigens als offene Plattform konzipiert: Im Rahmen mehrerer Kooperationen wie z.B. mit dem amerikanische Unternehmen Nest, Premium-Anbieter für intelligente Thermostate und Rauchmelder, RB, dem weltweit führenden Unternehmen im Bereich Healthcare und Hygiene, dessen Maschinengeschirrspülmittel der Marke Finish Bosch für seine Geschirrspüler empfiehlt, sowie mit der SMA Solar Technology AG, wird das System künftig für weitere Anwendungen geöffnet, die über die reine Gerätenutzung hinausgehen – etwa für ein effizientes Inhouse-Energiemanagement.

DIE KAMERA IM BACKOFEN Der AEG ProCombi Plus Multi-Dampfgarer ist der erste, der automatisiert dampfgart, backt, schmort und brät. Zusätzlich verfügt er über eine Sous-Vide-Funktion. Jetzt

lässt sich das Gerät durch die My AEG App nicht nur kontrollieren, sondern auch steuern. Um Temperatur und Feuchtigkeit im Einklang zu halten, greift er auf den VarioGuide zurück und wählt für jedes Gericht die passende Ofenfunktion, Temperatur und Garzeit aus. Mit der Weiterentwicklung, dem AEG ProCombi Plus Smart und der integrierten Kamera, haben begeisterte Köche zudem ihre Kreationen immer im Blick. Die App ermöglicht es jedoch auch über das Mobilgerät, mit dem Kochen zu beginnen und falls erforderlich sofort einzugreifen. Ein einfaches Tippen auf dem Smartphone genügt und die Temperatur im Ofen passt sich an. Ein kurzes Wischen auf dem Tablett und Dampf wird hinzugegeben. Zudem lässt sich via App auch ganz leicht die gewünschte Temperatur für das Fleisch einstellen oder in der App-Datenbank aus Hunderten von Profi-Rezepten auswählen. Benachrichtigungen informieren während des Kochvorgangs und melden, wenn ein aktives Eingreifen notwendig wird. Die mobile App mit allen Rezepten, aber ohne Konnektivität, kann bereits aus den Stores von Apple und Google heruntergeladen werden.

DER AEG PROCOMBI PLUS Multi-Dampfgarer ist der erste, der automatisiert dampfgart, backt, schmort und brät. Zusätzlich verfügt er über eine Sous-Vide-Funktion. Jetzt lässt sich das Gerät durch die My AEG App nicht nur kontrollieren, sondern auch steuern. Mit der Weiterentwicklung, dem AEG ProCombi Plus Smart und der integrierten Kamera, haben begeisterte Köche zudem ihre Kreationen immer im Blick.

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FOTOS: MIELE

SMART HOME

CON@CTIVITY 2.0 bietet mehrere praktische Vorteile: Weil die Dunstabzugshaube selbstständig arbeitet, kann man sich voll und ganz auf den Kochprozess konzentrieren. Das Bedienfeld der Haube bleibt deutlich sauberer, denn das Regulieren mit womöglich fettigen Fingern ist weitgehend überflüssig. Das Ausschalten nach dem Kochen geschieht nach einer gewissen Nachlaufzeit automatisch.

DIE ELEKTRONIK DER WASCHMASCHINE ermittelt den Füllstand der Waschmittel-Kartuschen und versendet bei Bedarf automatisch eine Nachricht an das mobile Endgerät des Benutzers. Nach Öffnen der Benachrichtigung gelangt man automatisch in den Shop, in dem das Waschmittel direkt angezeigt wird, mit der Option es sofort nachzubestellen. Ähnliches plant Miele auch für Geschirrspüler.

WASCHMASCHINE MELDET: WASCHMITTEL NACHBESTELLEN

Mehr Komfort beim Kochen bietet Con@ctivity 2.0, ein von Miele entwickeltes System, das die Absaugleistung der Haube automatisch dem tatsächlichen Kochgeschehen anpasst. Mit dem Einschalten des Kochfeldes geht die Beleuchtung der Dunstabzugshaube an. Wenige Sekunden später reagiert das Gebläse – genau abgestimmt auf den jeweiligen Kochprozess. Wird die Leistung verändert, ändert sich auch die Leistungsstufe der Dunstabzugshaube.

Seit mehr als zehn Jahren hat Miele seine führende Position bei der intelligenten Vernetzung von Hausgeräten immer wieder aufs Neue bekräftigt und ausgebaut. Gleichzeitig bietet nur Miele für seine Waschmaschinen eine integrierte Zwei-Phasen-Dosierautomatik inklusive der darauf abgestimmten Waschmittel UltraPhase 1 und 2. EditionConn@ct verbindet nun beides miteinander. Dabei setzt Miele erstmals auf die direkte Vernetzung der Waschmaschine mit dem Internet. Geht das Waschmittel allmählich zur Neige, sendet das Gerät automatisch eine Nachricht an das mobile Endgerät des Benutzers. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, sofort nachzubestellen. Hierfür genügen drei Klicks. Geliefert wird binnen weniger Tage. Die Verbindung der Waschmaschine WMH 721 WPS EditionConn@ct mit dem hauseigenen Router erfolgt über ein serienmäßiges WLAN-Modul, so dass keine zusätzliche Hardware erforderlich ist. Benötigt wird lediglich die neue Miele App „EditionConn@ct“, die kostenfrei für iOS und Android verfügbar ist.

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Im Internet der Dinge werden künftig Milliarden verschiedener Geräte miteinander kommunizieren können. Die Basis für ein einfaches Miteinander wäre die Festlegung einer gemeinsamen Sprache. Um das irgendwann zu gewährleisten, schließen sich verschiedene Hersteller und Entwickler zu strategischen Allianzen zusammen. Sicher ist, das Internet der Dinge wird sich weiterentwickeln. Durch die Vernetzung unterschiedlichster Bereiche wird es weiter wachsen und so in der Lage sein, das Angebot um zusätzliche Funktionen zu erweitern. Mit Hilfe von Sensor-, Prozessor- und Kommunikationstechnik werden Alltagsgegenstände immer smarter.


PROMOTION

HISTORISCHER WERKSTOFF TRIFFT MODERNES DESIGN Spülen aus Feinsteinzeug – Keramikspülen haben Geschichte und werden aus feinkörnigem Sedimentationsgestein hergestellt, das schon Jahrtausende vor Christi Geburt für Ziegel, Gefäße oder Kanalisationsrohre verwendet wurde. Die keramischen Spülen von Systemceram bestehen aus Feinsteinzeug, abgebaut im Westerwald, und sind qualitativ hochwertiger denn je.

Unschlagbare Argumente …

an individuelle Kundenwünsche zu fertigen. Wie bei dem mehrfach mit Designpreisen ausgezeichneten Modell „Siro 90“. Die Spü pü-le ist geprägt durch eine dynamische und bis ins Detail ausgefeilte Designsprache, die sich in ihrer Einfachheit und Geradlinigkeit eradlinigkeit widerspie widerspiegelt. Die Neigung der großen, glatten Abtropffläche bestimmt die gesamte Spülenoptik. Auch der vordere und hintere Spülenrand bilden eine schräge Fläche, die sich sanft zu Becken und Abtropffläche neigt und zum Ende der Abtropffläche ausläuft. www.systemceram.de

FOTOS: SYSTEMCERAM

Das Feinsteinzeug wird gereinigt, mit Wasser vermischt, geformt, getrocknet, glasiert und mit einer Temperatur von über 1200 Grad Celsius gebrannt. Dadurch ist das Material durchgehend fest, die Oberfläche dicht geschlossen, so dass weder Farbe, noch Gerüche, noch Geschmacksstoffe oder Bakterien eindringen können und ungewollt auf andere Lebensmittel oder die Haut übertragen werden. Zudem bildet der natürliche Werkstoff die Grundlage dafür, immer wieder neue, einmalige Erzeugnisse auf hohem Niveau zu kreieren und angelehnt an den modernsten Zeitgeist, angepasst

… FÜR SPÜLEN AUS FEINSTEINZEUG: • pflegeleicht • strapazierfähig • hygienisch • druckfest • schlagfest • hitzebeständig • unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Haushaltschemikalien

AUSGEZEICHNET FÜR IHR MODERNES, anspruchsvolles Design mit dem „Red Dot Design Award“ und dem „if Design“ Award“ wurde die Keramikspüle „Siro 90“ .

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PROMOTION

COMBI-STEAM MSLQ VON V-ZUG

MEHR ALS NUR

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Profiköche nutzen die Technik des Dampfgarens schon lange, und inzwischen haben auch passionierte Hobbyköche seine Vorteile erkannt: Durch das Dampfgaren bleiben die Nährstoffe in den Lebensmitteln erhalten, die Gerichte sind besonders geschmacksintensiv, knackig und saftig und behalten ihre intensiven Farben.

FOTOS: V-ZUG

DREI IN EINEM: Der CombiSteam MSLQ vereint Hitze, Dampf und Mikrowelle.

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Der Schweizer Hersteller V-ZUG bietet nun einen Combi-Steamer, der drei Beheizungsarten, nämlich konventionelle Hitze, Dampf und Mikrowelle in sich vereint: den Combi-Steam MSLQ. Die Beheizungsarten sind einzeln einsetzbar und lassen sich gleichzeitig kombinieren. Die Mikrowelle wirkt dabei wie ein Turbo: Auf Knopfdruck beschleunigt sie jedes andere Garprogramm und spart bis zu 33% Zeit. Nicht nur perfekt, wenn es mal schnell gehen muss, zudem werden die Lebensmittel schonend gegart. Dies ist nicht nur eine technisch reife Leistung, sondern auch eine praktische Sache im Alltag, bei deren Entwicklung V-ZUG wieder mit Spitzenköchen zusammenarbeitete.


TECHNIK

ZUTATEN 8 Jakobsmuscheln 1 Scheibe Ingwer ¼ Zitrone Olivenöl, Salz 6 Stk. Frühlingszwiebel 1 dl Weisser Wermut 1 TL Mohn Schwarzer Pfeffer

REZEPTTIP

Jakobsmuscheln auf Frühlingszwiebeln mit Mohn HERSTELLUNG 1. Die Jakobsmuscheln mit 4 EL Olivenöl, dem Ingwer und der Zitrone, mit dem Sparschäler abgezogen, in einen Beutel geben, vakuumieren. Den Beutel in den gelochten Garbehälter legen, in den kalten Garraum schieben und 25 Min dämpfen bei 51°C. 2. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und in 1 EL warmen Olivenöl kurz dämpfen, mit Wermut ablöschen, Mohn beifügen, mit Pfeffer würzen. 3. Jakobsmuscheln aus dem Beutel nehmen, trocken tupfen, kurz beidseitig im heissen Olivenöl anbraten, salzen und auf den Frühlingszwiebeln servieren.

HEISSER DAMPF Einfach und präzise bedient wird der Combi-Steam MSLQ über einen Einstellknopf. Das praktische vollfarbige Grafikdisplay zeigt auf einen Blick alle eingestellten Funktionen. Rechts vom Einstellknopf befinden sich alle wichtigen, direkt wählbaren Grundbetriebsarten mit Sensortasten. Sie sind wie das Display nur bei eingeschaltetem Gerät sichtbar. Neu ist die „GourmetGuide“Funktion mit der auf Knopfdruck 65 gespeicherte Rezepte aufgerufen werden können. Der MSLQ von V-ZUG ist übrigens nicht nur beim Kochen, Niedrig-Temperaturoder Sous Vide-Garen, Regenerieren, Schmoren oder Braten der perfekte Souschef, sondern auch beim Backen: die Kombination aus Dampf und Heißluft ist perfekt für alle Hefebackwaren. Blätterteiggebäck wird besonders luftig und Brot oder Brötchen gehen wunderbar auf und bekommen eine schön glänzende Kruste. Auch sein Design spricht für sich. Es ist bestimmt von klaren Strukturen, einer eleganten Ästhetik und puristischen Formen.

Wen wundert’s, dass der Combi-Steam MSLQ in der Produktgruppe Elektrogroßgeräte mit dem begehrten Plus X Award 2015 ausgezeichnet wurde. Zwar wird der MSLQ so einfach wie ein Smartphone bedient. Trotzdem lässt V-ZUG den Anwender nicht allein, denn die Schweizer wissen, dass es gerade in der Küche das A und O ist, die Geräte gut zu kennen, um all ihre Möglichkeiten optimal für den Küchenalltag nutzbar zu machen. Deshalb gibt es die V-ZUG GourmetAcademy: Hier werden sämtliche Vorteile des Dampfgarens anregend und anschaulich anhand von Kochbeispielen gezeigt. Nach dem gemeinsamen Kochen werden die kreierten Köstlichkeiten direkt bei gemütlichem Beisammensein genossen. Auf Lifestyle.vzug.com finden Interessierte zusätzliche Rezeptanregungen, entwickelt von Spitzenköchen, die überzeugt sind von den Schweizer Premiumgeräten und für jede Gelegenheit ein passendes Rezept parat haben. www.vzug.com

INFOS zur V-ZUG GourmetAcademy

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GERÄTE

GUTE LUFT IN DER KÜCHE FOTO: REFSTA

Aus Profiküchen in den Privathaushalt: Plasmatechnologie sorgt dafür, dass Gerüche effizient reduziert und Fette aufgenommen werden. Und das ohne chemische Zusatzstoffe. Eigentlich wurde sie speziell für die Geruchsbeseitigung in der Gastronomie entwickelt. Heute kommt diese innovative Luftreinigungsmethode sowohl in Industrieunternehmen als auch in privaten Haushalten zum Einsatz. PARTIKELREINIGUNG

PLASMAPHASE/MOLEKÜLSPALTUNG

ZERSTÖRUNG/OXIDATION

REINLUFT + OXIDATIONSRESTE

FOTO: REFSTA T TA

FOTO: CONTRASTWERKSTATT / FOTOLIA

BLAUER ENGEL dank plasmaNorm®-Umluftfilter: Ostro von refsta erhielt bisher weltweit als einzige Dunstabzugshaube das Umweltzeichen Blauer Engel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

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Ihre Entwickler, zu denen auch das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie gehört, das weltweit führende Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik, bezeichnen plasmaNorm® als eines der effektivsten und wirtschaftlichsten Luftbehandlungssysteme unserer Zeit. Die Plasma-Dunstabzugshauben sind dafür ein gutes Beispiel: Die Luft von lästigen Dünsten zu befreien, reicht heutzutage nicht mehr aus. Vielmehr muss moderne Lüftungstechnik auch den stetig steigenden Ansprüchen an Effizienz, Nachhaltigkeit und Ästhetik gerecht werden. Denn Komfort und Gesundheit werden heute immer stärker mit Luftqualität verknüpft. Diesem Anspruch stellen sich die auf der Plasmatechnologie basierenden Dunstabzugshauben. Sie vernichten nicht nur über 90 Prozent aller Gerüche, sondern reinigen und entkeimen die Luft obendrein. Und so funktioniert es: In den Metallgestrick-Fettfiltern wird wie bisher der Kochdunst von Feststoffen, Aerosolen und Kleinstpartikeln vorgefiltert. Anschließend oxidieren die Schadgase mithilfe „kalter Verbrennung“ in offenem Normaldruck-Plasma. Keime und Geruchsmoleküle werden dabei auf

molekularer Ebene zersetzt. Nicht verbrannte Verbindungen fangen sich in einem Aktivkohlespeicher. Die Aktivkohle fungiert in diesem Verfahren als Speicherreaktor, der u.a. Ozon in Sauerstoff zurückführt. Anders als bei gewöhnlichen Hauben, muss der Aktivkohlefilter nicht ausgetauscht werden, da sich dieser während des Prozesses selbst regeneriert. Übrig bleiben lediglich Sauerstoff, Luftfeuchtigkeit sowie CO2 und damit vollständig gereinigte Luft.

VOM BUNDESUMWELTMINISTERIUM BESTÄTIGT … … wurde dieses Ergebnis noch vor kurzem einem der Protagonisten der Plasma-Technologie, der refsta Handels GmbH. Ihre Ostro Wand- und Insel-Dunstabzugshauben, die mit dieser innovativen Technik ausgestattet sind, erhielten den Blauen Engel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Der Blaue Engel garantiert, dass die Produkte und Dienstleistungen hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften erfüllen.

Weitere Infos zum Thema: www.refsta.de · www.plasmanorm.de · www.blauer-engel.de · www.bmub.bund.de


PROMOTION

KOMFORT MIT CHIC – DUETTE WABENPLISSEE FOTO: DUETTE SONNENSCHUTZ

®

Offene Wohnkonzepte in Verbindung mit großzügigen Fensterfronten sind angesagt. Stylish und chic unterstützen Fenster mit Duette® Wabenplissee diesen Trend zu Küche und Wohnen als Einheit.

Eine große Auswahl an Farben und textilen Strukturen ermöglicht fein abgestimmte, ganz persönliche Gestaltungen und verbinden individuellen Look mit einem Optimum an Licht-, Sicht- und Sonnenschutz und Privatsphäre. Wohnkomfort und Wohlgefühl bringt das natürliche Luftpolster der einzigartigen Duette® Wabenstruktur, das im Sommer die Hitze draußen hält und im Winter den Wärmeverlust am Fenster reduziert. Auch den Raumhall verringert die Wabenstruktur und sorgt somit für ein wunderbares akustisches Ambiente: Mehrwert wird erlebbar. www.duette.de

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GRÜNDERZEIT-HÜLLE

ARCHITEKTUR

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FÜR NEUES WOHNEN MINIMALISMUS GIBT DEN TON AN


KÜCHEN INTERNATIONAL

FOTO: SABINE BUNGERT

WAF ARCHITEKTEN wurde 1996 von Jan Wewelsiep, Mark Asipowicz (l.) und Christiane Forsting (r.) in Berlin gegründet. Jedes Bauvorhaben betrachten sie individuell, was bedeutet, die Aufgabenstellung und die Bedürfnisse der Nutzer mit einzubeziehen, natürlich auch das Budget zu berücksichtigen, die städtebauliche Situation nicht außer Acht zu lassen, bis hin zu z.B. amtlichen Auflagen, die bedacht sein müssen. Individuell auf die Kunden und Bauvorhaben abgestimmt, im engen Zusammenspiel zwischen Entwurf und Kosten wird Verbindlichkeit sehr ernst genommen und gehört zum Selbstverständnis des berliner Architekturbüros. Ihr Einzugsgebiet reicht über Berlin und Brandenburg hinaus über Frankfurt am Main europaweit bis nach London. Ihr Spektrum umfasst Neubauten, Um- und Ausbauten von Villen oder Mehrfamilienhäusern, bis hin zu Modernisierungen und Instandsetzungsarbeiten privater oder Büro- und Geschäftshäuser. Auch Projekte mit denkmalgeschützten Immobilien gehören zum Portfolio.

Der Umbau und die Modernisierung dieser rund 133 qm großen Wohnung im 2. OG des Vorderhauses eines Berliner Gründerzeitbaus kann als beispielhaft für die unkonventionelle Herangehensweise der WAF Architekten gelten. Entsprechend dem von ihnen beobachteten Trend bei der Modernisierung von Altbauten zu großzügigen Badezimmern mit ausgewählten Materialien, zu mit dem Esszimmer kombinierten Küchen, zur Verbindungen von Räumen über z. B. Doppelflügeltüren und zum Einsatz von Ankleideräumen wurde auch hier verfahren. Rund 50 Jahre lang war an der Wohnung nichts verändert worden. Von Oktober 2012 bis Februar 2013 wurde sie unter Freilegung originaler Materialien komplett saniert. Und mit dem Einbau einer Heizung und einer neuen Elektroverteilung zog die Neuzeit ein. Aber auch die noch aus der Gründerzeit herrührende Raumanordnung mit Küche, Bad, Mädchenkammer und Schlafzimmer auf der einen und drei Wohnräumen auf der anderen Seite des knapp zwei Meter breiten Flurs kam auf den Prüfstand und wurde verändert. Für eine fließende Verbindung der Raumfunktionen und ein offeneres Wohngefühl wurde die Küche von der Hofseite der Wohnung in das Mittelzimmer zur Straßenseite hin verlegt. In diesem Raum funktioniert sie nun als Wohnküche mit einladendem Essplatz. Doppelflügel-

türen, für die Entstehungszeit und den Bautyp typisch, verbinden sie mit dem Wohnzimmer und dem Flur. Für die neue Lage der Küche mussten alle Leitungen (Wasser, Abwasser, Gas) kompliziert über Fußböden, Wände und Decke geleitet werden. Aus der ehemaligen Küche, gleich neben der Wohnungstür, wurde ein Hauswirtschaftsraum, der nun auch als Abstell- und Vorratsraum fungiert. Ein geräumiges Badezimmer entstand durch den Verschluss der Türöffnung der vorherigen Badtür und das Abtragen von Zweidrittel der Wand zur ehemaligen Mädchenkammer hin. Der alte Dielenboden dort wurde belassen, der Nassbereich mit komfortabler bodengleicher Dusche und Badewanne wurde mit Bisazza Glasmosaik als Wand und Bodenbelag neu gestaltet.

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ARCHITEKTUR KÜCHEN INTERNATIONAL

1 „Je besser und detaillierter ein Haus geplant wird, möglichst mit passenden Einbaumöbeln und Beleuchtung, je stimmiger wird es für seine Bewohner bleiben.“

www.waf-architekten.de

Mark Asipowicz, WAF Architekten

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Zwischen Wohnzimmer und Schlafzimmer dagegen wurde eine zugemauerte Türöffnung wieder freigelegt. Danach wurden ihr Holzfutter und die Verkleidung von einem Tischler nachgebaut, die Türblätter stammen von der Doppeltür zwischen Wohnzimmer und Flur, die hier nicht mehr gewünscht ist. Großzügig und hell ist das Wohnzimmer nun zum Flur hin offen. Das Schlafzimmer ist mit knapp 25 qm Fläche so groß, dass ein Raumteiler eingeplant werden konnte. Durch ihn wirkt der Raum nicht nur harmonischer, sondern er schafft gleichzeitig Platz für eine geräumige Ankleide. Sämtliche, bis dahin mit Teppichboden belegten, Holzfußböden wurden freigelegt und abgeschliffen. Die Bestandsdielen in Flur, Bad und Schlafzimmer wurden mit einem weiß pigmentierten Öl und die Eichenparkettböden in Küche und Wohnzimmer mit Öl behandelt. Alle Wände wurden bis auf den Putz freigelegt. Die modernen Einbaumöbel im Schlafzimmer, Badezimmer, Eingangsflur und Hauswirtschaftsraum fertigte ein Möbeltischler nach einem Entwurf der Architekten. Stuckdecken wurden erhalten, Räume ohne Stuck wurden mit Akustikdecken zum Schallschutz ausgestattet, im Bad wurden Beleuchtungskörper und indirekte Beleuchtung zusätzlich integriert. Bei der Einrichtung herrscht im Wesentlichen Weiß als Farbe vor, lediglich akzentuiert durch einige wenige Farbakzente, im Einklang mit dem

Statement von WAF zum Stil der von ihnen realisierten Neubauten, dem Minimalismus: „Minimalismus erfordert eine anspruchsvolle Planung. Erst die Qualität an Details und die stimmige Auswahl an Materialien machen ein Gebäude zu einer erlebbaren Architektur. Das Ziel, die Architektur einfach und zweckmäßig zu gestalten, ist wesentlicher Bestandteil. Bewusst und unbewusst wird man sich in minimalistisch gestalteten Räumen wohl fühlen. Weiß und dezente Grau- und Beigetöne sollten einen angenehmen Hintergrund bilden. Farben, wie auch besondere Materialien, können ergänzend und bewusst als Akzent punktuell eingesetzt werden. Willkürlich eingesetzt verlieren sie an Bedeutung. Insbesondere sollte man bedenken, dass Architektur innen wie auch außen immer ergänzt werden wird, sei es durch Möblierung, sei es durch die Bewohner selbst. Je besser und detaillierter ein Haus geplant wird, möglichst mit passenden Einbaumöbeln und Beleuchtung, je stimmiger wird es für seine Bewohner bleiben.“


KÜCHEN INTERNATIONAL

2 1 DOPPELFLÜGELTÜREN verbinden die Wohnküche mit Wohnzimmer und Flur. 2 FREIRAUM FÜR KREATIVE: geöltes Eichenparkett, weiße Wände und Stuckdecke. 3 DER NASSBEREICH mit Bisazza Glasmosaik als Wand- und Bodenbelag. 4+5 EIN RAUMTEILER im Schlafzimmer schafft Platz für die geräumige Ankleide.

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FOTOS: MARK ASIPOWICZ

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PROMOTION

STARKE FARBEN FÜR KERAMIKSPÜLEN Bei der Gestaltung der Form- und Einbauvarianten sowie des Farbspektrums der Keramikspülen hat Villeroy & Boch die internationalen Interior-Trends im Blick. Gaben hier zuletzt eher neutrale, sanfte Farben den Ton an, setzen sich momentan wieder kräftige, ausdrucksvolle Farben durch: In modernen Wohnräumen, aber auch in Bad und Küche werden sie als bewusste Akzente und Highlights eingesetzt.

Zeit also für ein neues Farbkonzept. Villeroy & Boch beauftragte die gefragte Produkt- und Interior-Designerin Gesa Hansen für die hochwertigen Keramikspülen der Serie Timeline und für die Subway-Einzelbecken mit dessen Entwicklung.

PATEN: DIE VIER JAHRESZEITEN Für den Frühling steht das ausdrucksvolle Grün Emerald, das warme Gelb Sunrise repräsentiert den Sommer, das warme Rot Coral den Herbst und das tiefe Blau Midnight den Winter. Für die perfekte Umsetzung hat Gesa Hansen jede Farbe in einen umfassenden Kontext gestellt und passende Farb- und Materialkombinationen erarbeitet, die Villeroy & Boch zu Farbkarten aufbereitet hat, als Entscheidungshilfen für individuelle und stilvolle Küchengestaltungen. Entsprechend lassen sich damit Einrichtungen gestalten, die positive Stimmungen erzeu-

FOTOS: VILLEROY & BOCH

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gen und Atmosphäre des Raums emotional aufladen. So lässt sich das Grün Emerald wunderbar mit Arbeitsplatten oder Möbelfronten aus dunklem Nussbaumholz kombinieren. Kombiniert mit weißer Eiche, wirkt das warme Gelb Sunrise besonders frisch und freundlich. Inspiriert von buntem Herbstlaub, das im goldenen Licht warm schimmert, passt Coral besonders gut zu hellen Arbeitsflächen und Möbeln. Kühl, aber nicht kalt kommt das Blau Midnight daher. Kombiniert mit sanftem Nebelblau oder einem feinen Hellgrau wirkt das satte Blau besonders ausdrucksvoll. Die vier Farben ergänzen das bestehende Spektrum aus harmonischen Farbtönen im Beige- und Graubereich, aktuellen Weißtönen und speziellen Dekoren. Villeroy & Boch hat so für jeden Einrichtungswunsch und für jeden Anspruch eine passende Farb- oder Dekorlösung im Sortiment. www.villeroy-boch.de

GESA HANSEN, mehrfach mit internationalen Design-Preisen ausgezeichnete Interior-Designerin. Sie entwickelte das neue Farbkonzept für Keramikspülen der Serie Timeline und für SubwayEinzelbecken.


Katalog und Händler unter www.next125.de Küchen made in Germany – next125. Ausgezeichnetes, internationales Design. Nachhaltig produziert. Und das zu einem überraschend angenehmen Preis.

design im einklang mit natur und preis


PROMOTION

GESCHMACKVOLLE VERBINDUNG FLÄCHENBÜNDIGE SPÜLEN UND BECKEN EDELSTAHL – Franke bietet eine große Auswahl an Edelstahlspülen und -becken als elegante SlimTop-Variante. Im Bild: Franke Hydros

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FOTOS: FRANKE

KÜCHEN INTERNATIONAL

MASSANFERTIGUNG: In die Franke „pure steel“-Edelstahlplatten werden die Becken der Serie Franke Box flächenbündig und fugenlos zu einer Einheit eingeschweißt.

Keine Küche ohne Spüle. Dabei sind die Wahl der Einbauart und Material Geschmacksache, wie eben alles in der Küche. Franke Spülen und Becken aus Edelstahl, Fragranit+ und Fraceram gibt es in unterschiedlichen Einbauvarianten – als Einlegespüle mit gebördeltem oder flachem Rand, als Unterbaubecken oder flächenbündig. Besonders in Verbindung mit hochwertigen Arbeitsplatten liegen flächenbündige Spülen im Trend. Edel und anspruchsvoll verschmelzen sie mit der Arbeitsplatte zu einer stufenlosen Einheit – ohne störende Übergänge und absolut eben. Das sieht elegant aus und schafft wertvolle zusätzliche Arbeitsfläche. Verstärkt wird die attraktive Optik durch interessante Material- und Farbkombinationen. Zudem erweist Flächenbündigkeit sich als besonders

komfortabel und hygienisch, denn Wasser, Krümel oder sonstige Reste lassen sich direkt ins Spülbecken wischen. Da bleibt nichts hängen oder rutscht dazwischen. In der Gastronomie sind Oberflächen aus Edelstahl aus gutem Grund längst Standard: Sie sind extrem hygienisch und enorm strapazierfähig. Kein Wunder, dass auch in privaten Küchen massive Arbeitsplatten aus dem matt glänzenden Metall immer beliebter werden. Jede der hochwertigen Edelstahl-Arbeitsplatten von Franke ist eine Maßanfertigung – exakt auf die Wünsche des Kunden zugeschnitten und direkt mit dem Spülbecken verbaut. Schönheit aus einem Guss. www.franke.de

FRAGRANIT+ In zehn attraktiven Tönen sind die flächenbündigen Spülen und Becken aus Fragranit+ verfügbar.

FRACERAM – Die flächenbündigen Keramikspülen der Serie Mythos bilden eine glatte Ebene mit der Arbeitsplatte – ideal für hochwertige und puristisch gestaltete Küchen. Sie sind in fünf hochglänzenden und zwei matten Farbtönen erhältlich.

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KÜCHEN INTERNATIONAL

Am westlichen Rand der Londoner Innenstadt, im Royal Borough of Kensington and Chelsea, wurde Ende 2014 eine 69 qm große, renovierungsbedürftige Etagenwohnung im Halbparterre eines vierstöckigen Hauses in ein funktionales und doch wohnliches Heim für eine junge Familie verwandelt. Dabei vereinte der ausführende Architekt Daniele Petteno des londoner Architekturbüros DPAW, Daniele Petteno Architectureworkshop, einen hohen Anspruch mit einfallsreichen Designlösungen.

PERSPEKTIVEN

SPIEL MIT

SCHAFFT WEITE AUF KLEINSTEM RAUM

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Das Objekt befindet sich am Nevern Square, einem großzügigen, eckigen Platz mit einem kleinen Park mit Laubbäumen in der Mitte. Ihn umgeben verhältnismäßig hohe Wohngebäude, jedes mit Souterrain, Halbparterre, drei Etagen und Mansarden, die in den 1880er Jahren von Walter Graves erbaut wurden, in einem Stil, der auf Architekten wie John James Stevenson und Richard Norman Shaw in den 1870er Jahren zurückgeht. Seit 1960 wurden diese Häuser in Apartments unterteilt, um die wachsende Wohnraumnachfrage zu bedienen. Die ursprünglichen Grundrisse wurden zerteilt, die dadurch entstandenen Apartments mit eigenen Küchen, Bädern und anderen Nutzräumen ausgestattet. „Wir lieben diese Gegend und diesen speziellen Ort und wir schätzen diese alten Gebäude, aber wir wollen zeitgemäß wohnen“, mit diesem Anspruch kamen Eleonora und David, ein junges Paar mit einem Kleinkind, zu Daniele Petteno, und baten ihn, das Apartment, das sie hier gekauft hatten, neu zu gestalten. „Modernes Design gefällt uns”, sagten sie ihm, „und wir möchten gerne die Atmosphäre des historischen Baus mit allen Annehmlichkeiten, der Funktionalität und dem Design unserer Zeit kombinieren.“ Auf welche Herausforderung er sich bei diesem Auftrag einließ, wurde Daniele Petteno klar, als er sah, dass es sich bei dem Eigentum um ein eingeschossiges, sehr verbautes Apartment mit nur fünf Fenstern und gerade einmal 69 qm Wohnfläche handelte, noch dazu in einem schlechten Zustand, was Instandhaltung und technische Ausstattung anging, und in den letzten Jahren zusätzlich beeinträchtigt durch unsachgemäße Umbaumaßnahmen. Die Herausforderung nahm noch zu, als bei einem zweiten Gespräch die Bauherren wohldurchdachte Listen mit detaillierten Funktionen für die Wohnung vorlegten und ihre anspruchsvollen Anforderungen und Erwartungen formulierten. Ihr neues Heim sollte ein eleganter und gleichzeitig entspannter Ort werden, mit weiten Ausblicken sowohl auf den grünen Park vom Nevern Square, als auch auf den Garten hinter dem Haus. Den

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KÜCHEN INTERNATIONAL

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L

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S Wc

Wc

B

Das doppelte „L” erlaubt die klare lineare Abfolge von Räumen und Funktionen.

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Dining Living

Study Bedroom Kitchen

Bedroom Bathrooms


KÜCHEN INTERNATIONAL

1+3 DAS SCHWARZE „L“ ist ein multifunktionales, maßgefertigtes Möbel, das als Küche, Bar, CD/ DVD- und TV- Schrank dient. Im Schnittpunkt der beiden L das Charakteristikum der Wohnung: ein großes Innenfenster, das beiden Räumen eine außerordentliche Weite und Großzügigkeit gibt. 2 DAS BADEZIMMER orientiert sich an den kompakten und hochoptimierten Yacht-Nasszellen und lässt sich durch Schiebetüren ganz dem Schlafzimmer zuteilen, oder vom Flur her nutzen. 4 DAS PODIUM IM SCHLAFZIMMER hat drei Funktionen: (1) es birgt zusätzlichen Stauraum, zugänglich über Schiebetüren unter dem Schreibtisch, (2) es erleichtert den Zugang zum Hängeschrank über dem Innenfenster, (3) es hebt das Bett an und schafft so den Eindruck von Raumtiefe sowohl zur Straßen- als auch zur Gartenseite der Wohnung.

ganzen Tag über sollte natürliches Sonnen- bzw. Tageslicht großzügig in alle Räume fallen. „Wir mögen Weiträumigkeit und größtmögliche Ein- und Durchblicke in der Wohnung“, lautete ihre Beschreibung. „Aber wir legen auch Wert auf angemessene Rückzugsmöglichkeiten.“ Die räumliche Beschränktheit ihrer Wohnung war ihnen bewusst, weshalb sie den Architekten baten, einen Weg zu finden, sie größer und tiefer wirken zu lassen. Als junge Familie mit absehbar sich verändernden Bedürfnissen, wünschten sie Stauraum wo immer möglich. Wichtig war ihnen zudem, dass die Räumlichkeiten so gestaltet wurden, dass sie ihre kleine Tochter Alice im Auge behalten können. Wie von Menschen, die wie Eleonora und David im Finanzwesen arbeiten, nicht anders zu erwarten, legten sie Wert auf einen Schreibplatz irgendwo in der Wohnung, und auch ein Hauswirtschaftsraum sollte integriert werden. Die Idee von Daniele Petteno, die all diesen Anforderungen gerecht wird, fußt auf dem Grundgedanken, den für diese Gebäude typischen edwardianischen Zweizimmergrundriss mit einem großen Raum im vorderen und einem im hinteren Teil der Wohnung, wieder zu aktivieren, die ursprünglichen Proportionen der Räume wieder herzustellen und die Wirkung der beiden riesigen Vorderfenster zu steigern.

4 Dementsprechend wurde die Wohnung vollkommen entkernt. Stahlträger und Säulen wurden eingezogen, um die 17 Tonnen Gewicht der oberen vier Stockwerke zu tragen. Neueste Haustechnik einschließlich einer Fußbodenheizung und Wärmedämmung wurden eingebaut. Das Besondere jedoch sind die maßgeschneiderten Einbaumöbel in Form von zwei sich überschneidenden „L“, die das Apartment strukturieren. Das weiße „L“ hat die volle Raumhöhe von 3,80m, besteht aus Zwischenwänden, die Kleider- und Küchenschränken aufnehmen, und definiert den Grundriss des Apartments mit dem Flur, dem offenen kombinierten Wohn-, Ess- und Küchenraum im vorderen Teil und den Hauptschlafraum mit Bad im hinteren Teil. Das schwarze „L“ ist 2,25m hoch und ein multifunktionales, maßgefertigtes Möbel, das als Küche, Bar, CD/DVD- und TV- Schrank dient. Im Schnittpunkt dieser beiden L das Charakteristikum der Wohnung: ein großes Innenfenster, das beiden Räumen eine außerordentliche Weite und Großzügigkeit gibt. Den ganzen Tag über fließt Tageslicht in beide Räume, sei’s von der Parkseite, sei’s aus dem Garten, dank der Nord-Ost/ Süd-West Ausrichtung des Hauses. Sitzt man am Schreibtisch, der in das Podium, auf dem das Bett steht, integriert ist, fällt der Blick über das Bett durch das Innenfenster durch Küche, Ess- und Wohnraum durch das VorARCHITEKTUR + KÜCHE | 83


KÜCHEN INTERNATIONAL

Architekt Daniele Petteno 2002 Promotion mit summa cum laude an der IUAV, Universität für Architektur in Venedig. Anschließend trat er dem Büro LdP Associati in Siena bei, um aktiv deren italienischen und internationalen Projekte zu begleiten. 2003 wechselte er nach Rom zu Sartogo Architetti Associati 2005 gewann er als Wettbewerbsleiter für SAA die Ausschreibung für das neue IFAD Konferenz Center in Rom. Zu dieser Zeit wurde Daniele Petteno zum Gastprofessor an der Accademia di Belle Arti in Rom berufen, um architektonische Gestaltung zu lehren. 2006 Projektarchitekt bei Foster+Partner in London 2009 eröffnete er sein eigenes international anerkanntes Architekturbüro DPAW, Daniele Petteno Architecture Workshop, in London.

„Ich persönlich denke, dass kleinen Wohnungen heute bedeutend mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, als noch vor einigen Jahren. Steigende Kosten veranlassen die Menschen in den frequentiertesten Städten kleinere, aber behagliche Apartments zu erwerben oder zu mieten und sie neuzugestalten oder wenigstens so einzurichten, dass sie einem Paar oder einer jungen Familie gerecht werden.“ Daniele Petteno, Architekt derfenster auf den Park. Kocht man in der Küche, schaut man durch das Schlafzimmer in den Garten hinter dem Haus und sowohl die Arbeitsfläche als auch die Kräuter, die hier vor dem Innenfenster stehen, erhalten ausreichend Licht. Wie die Bauherren es sich wünschten, sind Weite, Helligkeit und das Grün der Gärten Teil ihres Heims. Dank der doppelten L-Struktur der Einbauten wird bei einer Gesamttiefe von nur 10,85 Metern eine aufgeräumte und stimmige lineare Anordnung der Räume möglich: Wohnen, Essen, Küche, Schlafzimmer, Büro,

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verbunden mit den anderen Räumen im hinteren Teil der Wohnung durch den Flur. Der konsequente Plan erlaubt die Unterbringung aller gewünschten Funktionen bis hin zum Hauswirtschaftsraum auf geringem Raum. Und diese einfachen und klaren Formen, die ausgewogenen Proportionen von Öffnungen und Wänden, die maßgefertigten Designelemente, Möbel und die ausgesuchte Zusammenstellung der Materialien, machen dieses Apartment aus dem 19. Jahrhundert zu einem eleganten, funktionalen und doch emotionalen Heim für eine moderne Familie. www.danielepetteno.com


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CCHOCOLATIER HOCOL OLAAATTIER DDEE PASSI PASSION ON „Als Chocolatier und Confiseur lebe ich die Leidenschaft der Symbiose aus handwerklicher Tradition und der Erforschung der Sortenvielfalt des Cacaos“, schwärmt Oliver Coppeneur. Die Erfahrungen, die der Selfmade-Unternehmer auf seiner Reise durch die Welt des Cacaos macht, liebt er mit anderen Menschen zu teilen, und sie so für die „haute Chocolaterie“ zu begeistern.

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OLIVER COPPENEUR


GENUSS

„Chocoladen“, so führt er uns ein, „besitzen eigene Persönlichkeiten. Die besten von ihnen sind beinahe so komplex und manchmal geheimnisvoll wie gute Weine. Als ich mein Unternehmen vor etwas mehr als zwanzig Jahren gemeinsam mit einem Freund gründete – damals war ich gerade mal 25 – hatten wir gerade genug Kapital, um mit der Herstellung von Truffes und Pralinés zu beginnen. Die Rohstoffe kauften wir damals zu. Mein Ziel war es jedoch, über kurz oder lang eine eigene Chocolade zu kreieren, eine Chocolade, deren Zusammensetzung ich von Anfang an mitbestimmte. Ich wollte selbst die Cacao-Bohnen auswählen, wollte die Plantagen kennen deren Früchte ich verwendete. Meine „Chocolade“ sollte nach handwerklicher Tradition hergestellt und zu einer wahren Cru-Variante werden, deren Ursprünglichkeit und Reinheit den Genießer sofort überzeugt!“

AUF SCHATZSUCHE Um Cacao zu finden, der diesem Anspruch gerecht wurde, bereiste Oliver Coppeneur die Anbaugebiete. „Bei meinen Gesprächen mit den Farmern stellte ich schon bald fest, dass diese vom Preisdiktat der Rohstoff-Börsen in New York und London schwer gebeutelt werden. Denn letztendlich trägt das Ganze dem landwirtschaftlichen und verarbeitungstechnischen Aufwand kaum Rechnung.“ Doch das Glück gehört dem Tüchtigen: Im Tal Los Rios in Ecuador führte der lange Weg der Suche dann schließlich zum ersehnten Ziel. Die Heimat des Cacaos ist das Unterholz der Regenwälder, denn zum Gedeihen braucht die „Speise der Götter“ tropisch-feuchtes Klima und den Schatten hoher Nachbarbäume. Unter dem Schirm des Regenwaldes entfaltet die Cacaofrucht das beste Aroma. Cacao nacional wächst nur in Ecuador und zählt zu den edelsten

Aromacacaos der Welt. Er hat sich dort eigenständig entwickelt und vielfältige Aroma-Merkmale hervorgebracht. Hier fand Oliver Coppeneur die erste Hacienda, die seinen Ansprüchen gerecht wurde. „Auf vielen weiteren Reisen fanden wir dann nach und nach auch in anderen Ländern entlang des Äquators ambitionierte Landwirte und sensationelle Cacao-Qualitäten“, erläutert der ambitionierte Chocolatier. „Auf Madagaskar erfährt der berühmte Sambirano-Cacao seine wichtigsten Veredlungsschritte: Fermentation und Trocknung. Diese verleihen ihm seinen unverwechselbaren Charakter; die typische Madagaskar-Fruchtbombe mit Anklängen von frischen, roten Beerenfrüchten“, schwärmt er. „Zwischen all den Farmern, die Ghana mit 700.000 Tonnen Jahresernte zum drittgrößten Cacao-Exportland der Welt machen, findet man vereinzelt auch Landwirte, die sich dem Anbau von Qualitäts-Cacao verschrieben haben. Ganz anders als die edlen Geschwister aus Lateinamerika und Asien, ist dieser Cacao mild wie Sahne und zart wie Zuckerwatte, kommt gänzlich ohne Säuren daher, stattdessen mit Anmutungen an Malz und Karamell“, beschreibt Oliver Coppeneur. „Und wussten Sie, dass die Dominikanische Republik für ihre exzellenten Aroma-Cacaosorten in Bio-Qualität weltberühmt ist?“, sprüht der Chocolatier vor Begeisterung. „Hier prägen Anmutungen nach frischem Tabak und Holz-Aromen sowie feine, fruchtig florale Noten den typischen Charakter dieses Cacaos, der im Abgang Anklänge von reifen Bananen verspüren lässt.“ „Die Herstellung von exzellentem Cacao setzt ein Höchstmaß an Wissen, Können und Motivation voraus. Die Preise, die wir für unsere Cacaos bezahlen, liegen allgemein beim Doppelten und nicht selten auch über dem Vierfachen der jeweiligen Welthandelspreise. Da-

FOTOS: COPPENEUR

OLIVER COPPENEUR – „Chocolade“, nach handwerklicher Tradition hergestellt, ist seine Leidenschaft: „Ich wollte selbst die Cacao-Bohnen auswählen, wollte die Plantagen kennen, deren Früchte ich verwende.“ In Ecuador fand er die erste Hacienda, die seinen Ansprüchen gerecht wurde. „Auf vielen weiteren Reisen fanden wir dann nach und nach auch in anderen Ländern entlang des Äquators ambitionierte Landwirte und sensationelle Cacao-Qualitäten.“

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GENUSS

NAPOLITAINS

PRALINÉ CHOCOLADEN

für haben unsere Kunden die Gewissheit, dass der von uns verwandte Cacao von Farmen kommt, bei denen weder Zwangs- noch Kinderarbeit praktiziert werden. Fair trade ist für uns keine Platitude, sondern wird gelebt. So unterschiedlich unsere Partner auch arbeiten, eines haben sie gemeinsam: Sie wirtschaften allesamt nach einer best practice und den Regeln ökologischer Landwirtschaft. Mit den wenigen, die zudem über entsprechende Bio- bzw. Organic-Zertifikate verfügen, arbeiten wir seither zusammen und fertigen Chocolade, hergestellt aus selektierten Cacaobohnen einzelner Ernten, individuell und sorgfältig in Kleinst-Chargen verarbeitet.“ Die Essenz:

CRU DE CAO À LA COPPENEUR

CRU DE CAO – das Qualitätsprädikat von Coppeneur für außerordentlich hochwertige, authentische und herkunftsreine Cacaoprodukte.

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„CRU DE CAO“ bei diesem Prädikat bedienen wir uns bei der Sprache der Winzer. „Cru“ definiert in Frankreich ausgewählte, hochqualitative Weine und findet internationale Akzeptanz. Mit dem Zusatz „de Cao“ machen wir deutlich, dass es sich hier um außerordentlich hochwertige, authentische und herkunftsreine Cacaoprodukte handelt. CRU DE CAO – ein Qualitätsprädikat, das wir uns als eingetragenes Warenzeichen von Coppeneur schützen ließen. Es sind ausschließlich die feinen Aromen aus herkunftsreinem Cacao – mit ihren jeweils unverwechselbar prachtvollen Nebenaromen, die echte CRU DE CAO PURistique Chocoladen ausmachen“, betont der Chocolatier. „Rein und unbeschwert verkörpern sie die typischen Aromen ihrer Ursprungsländer. Lediglich für diejenigen, die es etwas lieblicher mögen, sind aromatische Einflüsse von Vollmilch zugelassen.“ Allen von Coppeneur verarbeiten Cacaobohnen gleich ist, dass sie von der Ernte bis hin zum höchsten Veredelungsniveau in einer geschlossenen Qualitäts-

CUVÉE CHOCOLADE

Gemeinschaft reifen. Zusätzlich wird jede ausgewählte Charge in Kleinstmengen geröstet, sodass beim Röstgrad individuell auf jede einzelne Einheit eingegangen wird. Für das Conchieren nehmen sich die Chocolatiers von Coppeneur dann zehn bis zwanzig Mal mehr Zeit, als in der Industrie üblich. „Das kann bis zu 124 Stunden dauern“, klärt Oliver Coppeneur auf.

EXPLOSION DER SINNE Die dabei entstehenden CRU DE CAO PURistique Chocoladen bilden die Basis für allerlei delikate Leckereien wie den kleinen Augenschmaus und Gaumengruß amuse bouche: aufwendig zweischichtig, fein abgestimmte Kompositionen mit Füllungen, kreiert aus einer Melange edler Ingredienzien. Unvergleichbar in Duft und Geschmack ist die Chocolat en bloc für die Sinne. Ausgewählte Chocoladen bilden ein phantasievolles Duett auf Basis exquisiter Ingredienzien wie behutsam getrocknete Beeren und exotische Früchte, bester Arabica-Kaffee und gebrannte Mandeln. Bereichert um feine Gewürze und Blüten, verführt jede Sorte auf individuelle Art. Auch die Cuvée-Chocoladen überzeugen durch das Arrangement zweier perfekt aufeinander abgestimmter aromatischer Chocoladen, veredelt mit erlesenen Zutaten. Von edel über mediterran bis zu exotisch zeigen sich Praliné Chocoladen in Kompositionen wie Rosenblüten in Grappa, à la Tarte Chocolade mit Sauerkirschen oder Chili & Highland Whisky und viele mehr. Nicht zu vergessen die Truffes & Pralinés à la Coppeneur. Ummantelt mit einer dünnen Chocoladenhülle oder in Schichten angeordnet und von Hand liebevoll dekoriert, bestechen sie durch ihre edlen, zart schmelzenden Füllungen, mit und ohne Alkohol, oder Komposi-


GENUSS

Cacaobaum BLÖMCHER LOLLIES

tionen aus selbsthergestelltem Nougat von Piemonteser Haselnüssen. Für Oliver Coppeneur und sein Team isst das Auge prinzipiell mit. Aus diesem Anspruch heraus entstand auch der bunte Strauß farbiger Blömcher Lollies, einer süßen Liaison aus Chocoladen, Gewürzen und Früchten, Salzen und Caramell, mit dem sich so manches auch durch die Blume sagen lässt.

Die reife Frucht hat je nach Cacaosorte eine gelbe, gelbrote oder rot- bis rotbraune Farbe. Die gurkenförmigen, 15 cm bis 25 cm langen und 7 cm bis 10 cm dicken ledrig-holzigen Früchte enthalten in fünf Reihen 25 bis 50 bohnenförmige Samen, die Cacaobohnen, die in ein helles süßliches Fruchtmus eingebettet sind. Die Samen sind etwa 2 cm lang und 1 cm breit. Die Frucht sitzt direkt am Stamm. Pro Jahr trägt jeder Baum etwa 20 bis 30 Früchte, in guten Jahren bis zu 50 Früchte.

CHOCOLATIER AUS BERUFUNG In seinem Atelier im Rheinland kreiert der Chocolatier de passion gemeisam mit seinem Team von einhundert Verfechtern der Haute Chocolaterie kontinuierlich weitere Gaumenfreuden, mit denen sie die Genießer des süßen Hüftgolds glücklich machen wollen. Gerade im Dessertbereich sind Köche, Konditoren und Patissiers immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und innovativen Zutaten. Mit Leidenschaft arbeiten sie daran, zu beweisen, dass die süße Abteilung der herzhaften Küche in nichts nachsteht. Genau diesem Thema widmet sich der CRU-DE-CAO-Award, ausgerichtet von Coppeneur. Mit seiner Liebe zur Speise der Götter und den Menschen, die sie mit ihm teilen, von den Cacao-Farmern bis zu den Genießern seiner „Chocoladen“ ist Oliver Coppeneur einer der wenigen echten Chocolatiers unserer Zeit. „Der Name „Chocolatier“ ist nicht geschützt“, klärt er auf. Er wünscht sich, dass der Titel „Chocolatier“ ausschließlich die Meister ihres Fachs auszeichnen sollte, die das traditionelle Handwerk verstehen, aus Cacaobohnen Chocoladen herzustellen. Eine Kunst, die sich deutlich von der industriellen Massen-Herstellung abhebt. Ein wahrer Chocolatier versteht es, die Individualität einzelner Cacaosorten zu respektieren und diese für Genießer erlebbar zu machen. www.coppeneur.de

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GENUSS

KÄSE

VON NA NATUR UN UNDD MEN MENSCHENHAND GEPRÄGT „Aus Achtung vor der Kreatur tragen unsere Kühe auch noch Namen und Hörner!“, beschreibt Michael Rebmann die Philosophie der Dorfkäserei Geifertshofen. Unter diesem Markennamen haben sich im Hohenloher Land neun Milchbauern zusammengeschlossen, die nach traditionellem, natürlichem Verfahren Heumilch besonderer Güteklasse herstellen und vermarkten.

„CHEESE, LIESL!“ in Geifertshofen haben Kühe noch Namen und Hörner …

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Für die Käseliebhaber, die auf der Suche nach dem Besonderen, nach einem Käse mit raffinierten Aromen und individuellem Charakter sind, bietet die Dorfkäserei Geifertshofen eine Reihe von Spezialitäten. Die Käserei liegt im Landkreis Schwäbisch Hall, wo im Umkreis von 30 bis 50 Kilometern die glücklichen Kühe der Heumilchbauern weiden. Glücklich deshalb, „weil die Tiere ausschließlich mit dem saftigen Gras und den frischen Kräutern der Wiesen dieser Region gefüttert werden. Von April bis in den September sieht man sie dort weiden. Nach dem Abtrieb werden sie artgerecht in großzügigen Laufställen untergebracht, wo sie mit würzigem, sonnengetrocknetem Heu verwöhnt werden“, erläutert Michael Rebmann. „Die Zugabe von Silage, wie es überwiegend bei den meisten Milchviehbetrieben zum Einsatz kommt, entspricht nicht dem Reinheitsgebot,

dem sich unsere Milchbauern verschrieben haben“, betont er. „Für uns bedeutet die traditionelle Fütterung der Heumilchkühe einen höheren Zeitaufwand und starke Wetterabhängigkeit. Es fordert viel praktisches Wissen, Können und Gespür, hochwertiges Heu zu erzeugen. Deshalb orientiert sich unser Heumilchpreis an den tatsächlich anfallenden Kosten der Bio-Heumilchbauern, der in diesem Jahr bei 0,62 Cent pro kg liegt, wo die herkömmliche Milchproduktion gerade einmal 0,28 Cent pro kg bringt. Wir halten daran fest, dass Qualität ihren Preis haben muss.“ „Das Prinzip der Käseherstellung ist seit Jahrhunderten bekannt: Essentiell sind dabei das Wissen und die Erfahrung des Käsemeisters. Die Milch wird so wie sie von der Kuh kommt, mit naturbelassenem Fettgehalt zu Käse verarbeitet. Mit Hilfe von Milchsäurebakterien


OB LEICHTER LANDKÄSE, Schwäbischer Trollinger- oder Rahmkäse, Weinbauern- oder Schwarzbierkäse – Geschmack und Aroma der Käsespezialitäten der Dorfkäserei Geifertshofen, davon konnten wir uns überzeugen, ist einzigartig. „Um diese Qualität zu gewährleisten, verwerten wir nicht nur unsere hochwertige Heumilch, sondern arbeiten zudem ausschließlich mit Käsern zusammen, die das traditionelle Handwerk noch erlernt haben. Denn keine Technik der Welt ersetzt die Erfahrung des klassischen Käsers“, betont Michael Rebmann (o. r.).

wird das Ganze dann vorgereift und anschließend mit Lab zum Gerinnen gebracht. Ist die richtige Festigkeit erreicht, wird die eingelabte Milch mit der Käseharfe in größere oder kleine Bruchkörner geschnitten. Je feiner der Käsebruch, desto mehr Molke tritt aus und umso fester wird der fertige Käse, wie es z. B. bei unserem „Imberger Bauernkäse“ oder „Via Aurelia“, einem pikanten intensiven Hartkäse, ähnlich dem italienischen „Parmesan“ der Fall ist. Der Käsemeister muss abschätzen, wann der Käsebruch die richtige Konsistenz zum Abfüllen in die sortentypischen Formen erreicht hat und dann durch Abtropfen, Pressen und Wenden die restliche Molke vom Käsebruch trennen. Alle Käsesorten werden nach dem Formen in Salzlake gebadet. Das fördert die Bildung der Rinde und hält den Käse in Form.“ Kann man die Rinde eigentlich mitessen? „Unsere Käse werden im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern weder gecoatet, gewachst oder mit Antibiotika behandelt“, betont er. „Bei länger gereiftem Käse entwickelt die Rinde einen eigenen Charakter, der oft wenig mit dem eigentlichen Geschmack des Käseteiges zu tun hat. Von daher esse ich eher die Rinde von unseren

junggereiften Käsen mit. Bei Käse nicht bekannter Herkunft sollte man sich auf jeden Fall vorab informieren.“ Er braucht also bei seiner Art der Reifung und Lagerung keine sonstigen Zusatzstoffe? „Nein“, lautet die spontane Antwort: „Der Geschmack und die Farbe kommen allein von unserer naturbelassenen Heumilch und durch die Zugabe von ausgewählten Käsekulturen. Damit sich die sortentypischen Aromen entwickeln, lagern und reifen wir unseren Heumilchkäse über Monate in traditionellen Reifekellern aus Ziegeln, wo ein ideales Reifeklima herrscht. Wir benötigen keinerlei Zusätze, und man schmeckt die frischen, natürlichen Kräuter!“ Das wissen im Übrigen auch die Abnehmer der Dorfkäserei Geifertshofen, zu denen neben den Kunden aus der Region, die ihren Käse im eigenen Dorfladen der Dorfkäserei beziehen, Gastronomen, Feinkostgeschäfte, Wochenmärkte und sogar einzelne EDEKA- und REWEGeschäfte der Region zählen. „Einkaufen können bei uns alle zu den gleichen Konditionen“, betont Michael Rebmann. „Wir haben nämlich nur eine Preisliste.“

FOTOS: DORFKÄSEREI

„2016 wird der Begriff Heumilch europaweit geschützt sein und darf nur von jenen genutzt werden, die wie wir unter Einhaltung des Reinheitsgebots zum Erhalt ehrlicher bäuerlicher Landwirtschaft und dem traditionellen, werteerhaltenden Handwerk beitragen.“

www.dorfkaeserei.de

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GENUSS

WILD BAKERS

ODER: WIE DAS TRADITIONELLE BÄCKER-HANDWERK SEINE JUNGEN MEISTER GEFUNDEN HAT 92 | ARCHITEKTUR + KÜCHE

Wer isst nicht gerne ein gutes Stück Brot oder ein leckeres Brötchen? 94 Prozent der Deutschen tun dies Tag für Tag: zum Frühstück, in der Pause oder am Abend. Pro Kopf werden rund 80 Kilo Brot im Jahr verzehrt. Aber was macht gutes Brot aus, welchen Einfluss hat der einzelne Bäcker auf die Qualität? Jörg Schmid und Johannes Hirth sind die Deutschen Meister der Bäckermeister 2012 und haben sich dem traditionellen Bäckerhandwerk mit Leib und Seele verschrieben. Unter dem Namen „Wildbakers“ machen sich die beiden auf durchaus unkonventionelle Art stark für die traditionelle Zunft und verleihen ihr mit Kompetenz und Charme einen erfrischend neuen, zeitgemäßen Esprit.


GENUSS

Alle drei Jahre findet die Deutsche Meisterschaft der Bäckermeister statt. Für die teilnehmenden Teams ist die Herausforderung enorm: Nur sieben Stunden haben sie Zeit, um ihre Wettbewerbsbeiträge fertigzustellen. Lediglich die Sauerteige dürfen schon am Vortag angesetzt werden. Sensorik, Krume, Kruste und Geschmack fließen in die Bewertung von Brot, Kleingebäck oder Teilchen mit ein. Hier bewiesen sich Jörg Schmid und Johannes Hirth als Meister ihres Fachs. „Unser „Siegerbrot“, für das wir mehrfach ausgezeichnet wurden, vermarkten wir via Internet auch überregional“, verrät Jörg Schmid, der in vierter Generation die Bäckerei Schmid in Gomaringen leitet.

BÄCKER AUS LEIDENSCHAFT Seinen Freund und Wildbaker-Kollegen Johannes Hirth lernte er auf der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim kennen, wo beide nicht nur zu Bäckermeistern, sondern auch zu Betriebswirten des Handwerks ausgebildet wurden. „Eine fundierte kaufmännische Ausbildung“, so Johannes Hirth, „gehört heute einfach dazu.“ Auch er tritt in 4. Generation in die Fußstapfen seiner Vorfahren. Im Familienbetrieb Hirth in Bad Friedrichshall ist der 30-Jäh-

FOTOS: WILD BAKERS

„WIR LASSEN unseren Teig drei Tage lang reifen“, so die Wildbakers. „Bei gutem Brot ist es ähnlich wie bei gutem Wein. Erst während eines ausreichenden Reifeprozesses bilden sich Aromastoffe, die für einen appetitlichen Geruch und Geschmack des Gebäcks ausschlaggebend sind.“

rige nicht nur als Bäckermeister in der Produktion tätig, sondern bringt sich auch in das Marketing und die Entwicklung des filialisierenden Handwerksunternehmens ein. Das Bäckerhandwerk ist nicht gerade bequem, zu nachtschlafender Zeit aufstehen, in der heißen Backstube arbeiten usw. Was hat die beiden also dazu bewogen, gerade dieses Handwerk zu erlernen? Die Antwort kommt spontan: „Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen“, betont Jörg Schmid. „Man könnte fast sagen, das Backen wurde uns in die Wiegen gelegt“, stimmt Johannes Hirth zu. „Schauen Sie“, ergänzt Jörg Schmid, „wir dürfen mit natürlichen Materialien wie Mehl, Wasser, Salz und Hefe arbeiten und können hungrige Menschen satt machen, das ist schon Ambition genug.“ „Und außerdem“, betont Johannes Hirth, „wussten Sie, dass wir 55 Prozent unseres täglichen Kalorienbedarfs mit Hilfe von Getreideprodukten, verschiedenen Zuckern, Früchten, Gemüsen und Salaten in Form von Kohlenhydraten decken sollten?“ „Kohlenhydrate dienen neben den Fetten und Eiweißen als Hauptnährstoffe für den menschlichen Organismus“, betont Jörg Schmid und verweist auf eine aktuelle Studie des European Food Information Council.

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VIDEOS: YOUTUBE.DE

MIT EIGENEN VIDEOS inszenieren die Wildbakers auf witzige, ironische und auch spannende Weise das Thema Backen völlig neu…

BOTSCHAFTER DES GUTEN GESCHMACKS

… sie backen ein Brot-Surfbrett für einen Profisurfer, setzen sich gegen Brot in Käfighaltung ein oder backen einen Hefezopf kopfüber von der Decke hängend. Zu sehen auf: www.wildbakers.com

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Für die beiden passionierten Bäckermeister ist ihr Handwerk wahre Berufung und so scheuen die beiden sympathischen Repräsentanten ihrer Zunft keine Mühen, um Menschen jeden Alters für ihre Gilde zu begeistern. Ganz nach der Devise „Lieber Staub aufwirbeln als Staub ansetzen“ greifen sie zu außergewöhnlichen Marketinginitiativen, um eine Bresche für das Bäckerhandwerk zu schlagen. Mit eigenen Videos, die sowohl über die Homepage der beiden als auch bei YouTube zu sehen sind, inszenieren sie auf witzige, ironische und auch spannende Weise das Thema Backen völlig neu: Sie setzen sich gegen Brot in Käfighaltung ein, backen ein Brot-Surfbrett für einen Profisurfer, stellen auf Kabel 1 exotische Brote vor und vieles mehr. „Bei unserem Surfbrot-Film wurden wir sogar von unserem Verband unterstützt“, freut sich Jörg Schmid. Kein Wunder, denn es geht um ein gemeinsames Ziel: Den Relaunch des Bäckerhandwerk-Images. Und da man viele Hebel in Bewegung setzen muss, um ans Ziel zu gelangen, ist den beiden Botschaftern des guten Backwerks kein Weg zu weit und kein Land zu fern. Ihr „Backtainment“-Angebot ist eine gelungene Symbiose aus Entertainment und informativen Backgrundkenntnissen und wird mehr als gut besucht. „In diesen Kursen genießen wir den Dialog mit den Teilnehmern, die letztendlich auch Konsumenten sind. Wir geben nicht nur Tipps, sondern nehmen auch welche entgegen“, erklärt Johannes Hirth. Da wird dann auch schon mal über die Idee einer neuen Brotsorte diskutiert. Das kann durchaus interessant werden, wenn man bedenkt, dass es alleine in Deutschland über 3200

unterschiedliche Brotsorten gibt. Aber Sorte hin oder her, was macht gutes Brot aus? Kann der Verbraucher das erkennen? „Mit Sicherheit“, betont Jörg Schmid und grinst. „Die lange Schlange vor guten Bäckereien spricht doch für sich. Nein, ganz ernst, die Menschen erkennen gutes Brot an seinem Geschmack, seinem Duft, seiner Konsistenz und seiner Haltbarkeit.“

BROT IST NICHT GLEICH BROT „Wie Jörg bereits erwähnte, bestehen die Backwaren der traditionell arbeitenden Bäckereien ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen. Und auch wenn sich alle Bäcker der gleichen Grundsubstanzen bedienen, entwickelt doch jeder seine ganz individuelle Rezeptur, die auch ein wenig mit der Verarbeitungsweise zusammenhängt: Bei der Produktion in Großbäckereien bedeutet Zeit Geld. Deshalb gibt man dem Teig in der Massenbrotherstellung von der Herstellung bis zur Verarbeitung zum Teil unter drei Stunden.“ „Wir lassen unseren Teig drei Tage lang reifen“, erklärt Jörg Schmid. „Bei gutem Brot ist es ähnlich wie bei gutem Wein. Erst während eines ausreichenden Reifeprozesses bilden sich Aromastoffe, die für einen appetitlichen Geruch und Geschmack des Gebäcks ausschlaggebend sind.“

DIE RICHTIGE MISCHUNG MACHT’S „Aber in erster Linie müssen natürlich auch die Basiszutaten stimmen: Nehmen wir z.B. das Mehl. Qualität und Beschaffenheit von Mehl sind durchaus unterschiedlich, deshalb ist der Werkstoff auch typisiert“, informiert uns Johannes Hirth. „Die Mehl-Type hängt davon ab, wie stark das gesamte Korn vermahlen wurde. Bei Getreide


GENUSS

Deutsche Brotvielfalt als immaterielles Kulturerbe

befinden sich die meisten Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe in der äußeren Schale des Korns. Es gibt Mehl mit niedriger, mittlerer oder hoher Typenzahl. Je höher die Typenzahl, umso mehr Schalenbestandteile und umso mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe verbleiben im Mehl. Andererseits sind Mehlsorten mit niedriger Typenzahl wie z.B. Weizenmehl Type 405, das bestimmt in jedem Haushalt zu finden ist, aber auch feiner als ihre mittel- oder hochtypisierten Kollegen.“ „Zum einen ist die Auswahl der Mehltypen und -sorten ausschlaggebend für das Ergebnis, zum anderen durch deren Mischverhältnis. Es gibt ja nicht nur Weizen“, erklärt Jörg Schmid schmunzelnd, „und die eventuelle Zugabe von Kräutern, getrockneten Oliven, Kartoffeln oder auch Käse verleihen dem Brot ebenfalls völlig unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Wie unterschiedlich ein- und dieselbe Brotart schmecken kann, haben wir am eigenen Leib festgestellt“, berichtet Jörg Schmid. „Während einer Degustation kredenzten wir unseren Kunden ein Brot nach meinem Rezept und eines von Johannes. Die Wahl der Probanden fiel eindeutig auf das meines lieben Kollegen“, schmunzelt er. Missgunst kennen die beiden Bäcker nicht. Es macht einfach Spaß, Rezepte zu entwickeln, und diese gemeinsam mit anderen, Kunden und Kollegen, zu testen und dabei immer die höchstmögliche Qualität in den Vordergrund zu stellen. „Wir verwehren uns auch dagegen, zu behaupten, dass alle Großbäckereien schlecht sind“, betont Johannes Hirth. „Es ist wie in allen anderen Berufszweigen auch, schwarze Schafe sind keine Frage der Unternehmensgröße.“

Ähnlich wie die französische Esskultur oder der argentinische Tango zählt das deutsche Bäckerhandwerk zur „Vielfalt der lebendigen kulturellen Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Können getragen werden“ und erfüllt damit die wichtigste Voraussetzung, um von der UNESCO als Kulturerbe geschützt zu werden. Mitte März dieses Jahres überreichte die Unesco Deutschland den Vertretern des Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. die Urkunde über den Eintrag „Die Deutsche Brotkultur“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Die Aufnahme würdigt nach Aussage der UNESCO die besonders lebendige, soziale und symbolische Praxis der Deutschen Brotkultur, die von der vielfältigen Handwerkskunst und dem tradierten Wissen der Bäcker geprägt sei. Die industrielle Fertigung von Brot sei daher gerade nicht als Teil der Deutschen Brotkultur anzusehen. In der Aufnahme in die bundesweite Liste sieht der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. einen großen Schritt für den Schutz, die Förderung und die Anerkennung der Deutschen Brotkultur und all seiner Träger. Mit über 3200 eingetragenen Brot-Spezialitäten im deutschen Brotregister hatten zahlreiche Bäcker einen großen Beitrag zum Erfolg des Antrages geleistet.

GUTES BROT IST SEINEN PREIS WERT Aber bekommt man diesen Aufwand auch bezahlt?, wollen wir wissen. Immerhin offerieren Supermärkte und Discounter Brot zu Niedrigstpreisen. „So groß ist der Preisunterschied gar nicht“, betont Jörg Schmid. „Ein Kilogramm Brot vom Bäcker kostet im Bundesdurchschnitt drei Euro. Das ist zwar etwas mehr als man im Supermarkt oder Discounter zahlt, jedoch immer noch nicht wirklich teuer. Auf die Brotscheibe ARCHITEKTUR + KÜCHE | 95


GENUSS

ZUTATEN SAUERTEIG: 200g Roggenmehl 1150 20g Anstellgut 200g Wasser (ca. 35°C warm) Quellstück: 100g gerösteten Sesam 100g geröstete Kürbiskerne 200g Wasser ZUTATEN HAUPTTEIG: 700g Roggenvollkornmehl 300g Weizenmehl 1050 22g Salz und 30g Hefe ca. 440g Wasser 100g geröstete Pecannüsse 80g geröstete Pistazien 80g geröstete Macadamianüsse vom Bäcker umgerechnet kostet ein Brot vom Bäcker im Durchschnitt zwischen 9 Cent und 25 Cent pro Scheibe. Kaum ein anderes Lebensmittel ist gleichzeitig so günstig und so gesund wie Brot“, schwärmt Johannes Hirth. Widerspruch ist bei den beiden charmanten jungen Wilden sowohl zwecklos, vor allem aber auch überhaupt nicht angebracht. Denn auch auf internationaler Ebene finden Johannes Hirth und Jörg Schmid Gehör. Im Rahmen ihres Brotweltmeistertitels wurden sie in die Nationalmannschaft der deutschen Bäcker aufgenommen und repräsentieren fortan die deutsche Bäckerzunft auch im Ausland. Guter Geschmack und Qualität kennen keine Grenzen und so setzen die beiden sich auch über Sprachbarrieren hinweg, und resignierten während eines Events in Kanada weder vor der englischen noch vor der französischen Sprache. Im kommenden Jahr steht voraussichtlich sogar Rio auf dem Programm, wo die beiden Wildbaker das deutsche Bäckerhandwerk

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REZEPT-TIPP DER WILDBAKERS

Rustikales Nusskrone-Brot HERSTELLUNG Alle Sauerteig-Zutaten zu einem Teig kneten und über Nacht an einem warmen Ort abgedeckt reifen lassen. Aus allen Zutaten einen Teig kneten (4 min. im langsamen Gang mischen/4 min. im Schnellgang kneten), dann die Nussmischung kurz unterlaufen lassen. Den fertigen Teig für mind. 30 min. ruhen lassen. Danach 600g abwiegen, rundwirken und leicht mit Mehl bestauben. Anschließend das Brot auf ein Backblech mit Papier setzen. Das Brot bei 3/4 Gare z.B. 4x mit der Schere oben (senkrecht) einschneiden oder den Schluss rustikal aufplatzen lassen (siehe Bild). Anschliessend in den vorgeheizten Ofen schieben. Anbacktemperatur: 250°C (Ober-/Unterhitze) mit Dampf Ausbacktemperatur: 180°C Backzeit: ca. 50 min.

vertreten werden und da sind sich die beiden Botschafter der Brotmanufaktur sicher: „Wir werden auch einiges an Wissen mit nach Hause nehmen, wo wir es mit Sicherheit in unser Tun einbinden können.“ Vielleicht finden wir bereits Essenzen internationaler Einflüsse in dem Buch der beiden engagierten Bäckermeister, an dem sie bereits mit Volldampf arbeiten. „Ich lasse mich übrigens gerade zum Bäckersommelier ausbilden“, so Jörg Schmid. Ein Titel, den er dann als erster deutscher Bäckermeister tragen wird. „Brot ist ein ebenso feines Genussmittel wie Wein. Auch beim Brot gibt es weitreichende Geschmacks- und Qualitätsunterschiede, basierend auf Reifung und Herstellung und das möchte ich Menschen vermitteln.“ Und wer schon einmal dem eloquenten Vortrag der beiden Maîtres boulanger sauvages bei einer Verkostung lauschen durfte, der weiß den Wert eines guten Brots oder Gebäcks erst richtig zu schätzen. www.wildbakers.com


HERSTELLERVERZEICHNIS

Architektur Bau-Fritz GmbH & Co. KG www.baufritz.com

S. 2–16

Thomas Bechtold freier Archiekt www.thomas-bechtold-architekten.de S. 4–9 Coodo LTG Lofts to go GmbH & Co. KG www.coodo.com/de S. 34/35 DOW Building Solutions www.building.dow.com/europe/de

S. 7

DPAW Daniele Petteno Architectureworkshop www.danielepetteno.com S. 80–84 Flying Spaces Schwörer Haus KG www.schwoererhaus.de/de/flyingspaces Rönnau bauen & leben GmbH www.woodee.de

Way Architecture Yell www.wayarchitecturyell.com

Küchenmöbelhersteller

AEG Electrolux Hausgeräte GmbH Markenvertrieb AEG www.aeg.de

Bulthaup GmbH & Co. KG www.bulthaup.de

Bird Home Automation GmbH www.doorbird.com/de BMW AG www.bmw.de Robert Bosch Hausgeräte GmbH www.bosch-home.com/de EnOcean GmbH www.enocean.com/de

S. 36

Gaggenau Hausgeräte GmbH www.gaggenau.com

S. 37

Ikea www.conceptkitchen2025.com

Schöck Bauteile GmbH www.schoeck.de WAF Architekten www.waf-architekten.de

Gerätetechnik

S. 7 S. 72–75 S. 18–21

Küchen-/Einrichtungsstudios HASU Küche und Wohnen www.hasu.de

S. 4–9

Studio Leicht Brazil www.leicht.com.br/home

S. 18–21

Wohnkultur Harald Emmert www.wohnkultur-amberg.de

S. 50–56

S. 61 S. 61 S. 64 S. 16 S. 9 S. 62

Leicht Küchen AG www.leicht.com/de

S. 6 Titel und S. 18–21

miniki zinnobergruen gmbh www.mimiki.eu/de Naber GmbH www.n-by-naber.com Nolte Küchen GmbH www.nolte-kuechen.de Nomad Norbert Brakonier Spaces and Furniture SA www.nomadkitchen.com

S. 44 S. 38–40 S. 48/49

S. 42/43

Popstahl Gbr www.popstahl.de

S. 45

Pronorm Einbauküchen GmbH www.pronorm.de

S. 26

Rational Einbauküchen GmbH www.rational.de

S. 28

LG Electronics Deutschland GmbH www.lg.com/de

S. 60

Miele & Cie. www.miele.de

S. 66

Pearl GmbH www.pearl.de

S. 61

Schüller Möbelwerk KG www.schueller.de · www.next125.de S. 24/25

S. 60

Tielsa GmbH www.tielsa.de

S. 56

Zeiler Möbelwerk GmbH & Co. KG www.allmilmoe.de S. 30/31

S. 60

Zeyko GmbH & Co. KG www. zeyko.com

Philips GmbH Market DACH www.philips.de Refsta Handels GmbH www.refsta.de Samsung Electronics GmbH www.samsung.com/de V-Zug AG www.vzug.ch

Genuss

S. 65

Möbel

S. 9, 68/69

S. 63

S. 10/11

Haas GmbH Möbelwerk www.haasmoebel.at Intertime AG www.intertime.ch

S. 55, 56

Karl Friedrich Förster – KFF Design www.kff.de

S.56

Lambert GmbH www.lambert-home.de

S. 53

Muuto www.muuto.com

S. 27, 29

Nils Holger Moormann GmbH www.moormann.de

S. 46/47

Village Wohnkultur GmbH www.village-wohnkultur.de

Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG www.hettich.com S. 32 Kesseböhmer GmbH www.kesseboehmer.de www.besserhaushalten.de

Hunter Douglas Components www.duette.de

Blanco GmbH + Co KG www.blanco-germany.com/de

Teppiche

Dorfkäserei Geifertshofen www.dorfkaeserei.de

Lambert GmbH www.lambert-home.de

S. 52

Lambert GmbH www.lambert-home.de

S. 56

Villeroy & Boch AG www.villeroy-boch.de

Muuto www.muuto.com

S. 27

Louis Poulsen Germany GmbH www.louispoulsen.com

S. 27

Geschirr

Nine United Denmark A/S www.hay.dk

S. 29

Muuto www.muuto.com

S. 27

Arabia Fiskars Home Oy Ab www.arabia.fi

S. 41

Wildbakers Gbr www.wildbakers.com

S. 92–96

S. 71

Spülen/Armaturen

CCC Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH www.coppeneur.de S. 86–89

Sören Anders www.soerenanders.de

S. 22/23

Sonnenschutz

Ilfari BV www.ilfari.com

S. 90/91

S. 53

Möbeltechnik

Franke GmbH Küchentechnik www.franke.de

Leuchten

S. 52, 53, 54

S. 57 S. 78/79

S. 55

Systemceram GmbH & Co. KG www.systemceram.de

S. 67 S. 76

S. 29

ARCHITEKTUR + KÜCHE | 97


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