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Althaus modernisieren

FACH SCHRIFTEN VERLAG

Althaus modernisieren

12/1 2017

Althaus modernisieren Dezember/Januar 2017 € 2,90

Österreich € 3,30; Schweiz sfr 5,80; BeNeLux € 3,40; Italien € 4,10; Slowakei € 4,20

Geld vom Staat: Jetzt die Heizung verbessern Feuchtes Mauerwerk richtig sanieren Dämmung: Ein Blick auf die Fakten

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Heizsysteme Industriesysteme Kühlsysteme


E D ITORI A L

Liebe Leserin, lieber Leser

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as war mal wieder eine gelungene Schlagzeile zum Thema Heizkosten sparen: „Männer setzen auf Technik, Frauen auf den Kuschelfaktor“. Meine Neugierde war geweckt, da musste ich schon genauer hinschauen. Handelte es sich doch um das Fazit einer von der immowelt.de beauftragten repräsentativen Studie, die das „Wohnen und Leben 2016“ deutschlandweit untersuchte. Um gleich mal die Spannung rauszunehmen: Frauen ziehen sich einfach wärmer an, wenn’s kalt wird. Aber ein paar Details der Studie möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: 67 Prozent der Deutschen drehen spätestens im Oktober zum ersten Mal die Heizung auf. 26 Prozent beginnen erst im November zu heizen und die Heißblütigen 6 Prozent sogar erst im Dezember. Frauen sind, für mich wenig überraschend, verfrorener: Bei 72 Prozent der weiblichen Befragten sorgt die Heizung spätestens Ende Oktober für eine warme Wohnung, von den Männern schalten nur 62 Prozent bis dahin die Heizung an. Auch in anderer Hinsicht unterscheiden sich Mann und Frau in ihren Heizgewohnheiten: Um Heizkosten zu sparen, zieht sich jede dritte Frau (33 Prozent) lieber einen warmen Pulli an oder hüllt sich in eine Decke – bei den Männern tun das nur 24 Prozent. Sie setzen zur Kosteneinsparung eher auf Technik (34 Prozent) und steuern ihre Heizung per Zeitschaltuhr (Frauen: 26 Prozent). Viele Befragte haben Strategien entwickelt, um Heizkosten zu sparen. Jeder zweite Deutsche (51 Prozent) heizt deshalb gezielt nur die Räume, in denen er sich wirklich aufhält, und achtet dann darauf, die Zimmertüren geschlossen zu halten. Zweitbeliebteste Sparstrategie ist der Einsatz einer Zeitsteuerung (30 Prozent). 29 Prozent ziehen sich wärmer an oder wickeln sich in eine Decke, um Heizkosten zu sparen. Lediglich 15 Prozent der Befragten sind solche Spartricks völlig egal: Sie heizen munter drauflos und wollen einfach nicht frieren. Damit Sie nicht frieren müssen und trotzdem Energiekosten sparen können, haben wir für Sie ab Seite 34 die besten Tipps und mögliche Maßnahmen zusammengestellt. Viel Freude beim Lesen!

Kurt Jeni, Chefredakteur


I N H A LT I ALT HAUS M ODE RNISIE REN

76 Titelhaus 6 Umbau

Reportagen 06 Familienheim

28 Umbau 22 Flachdach-Anbau

Sechs Monate dauerte der Umbau, dann war es fertig: das wohngesunde Domizil mit durchdachten Grundrissen und bemerkenswerten Details. 16 Denkmalschutz Bis auf die denkmalgeschützte Fassade war kaum ein Bereich des ursprüng- lichen Gebäudes zu erhalten. Die neu geschaffenen Innenräume überzeugen. 22 Anbau Der Flachdach-Anbau in Holzrahmen- bauweise, geprägt von einer außer gewöhnlichen Fassade, bietet der Familie eine neue Wohn-Freiheit. 28 Reihenhaus Als Teil eines historischen Ensembles glänzt das Reihenhaus mit einer herausragenden energetischen Qualität. 72 Wohnung Der Traum vom Leben „in alter Scheune“ erfüllte sich in der Nähe von Tübingen. 76 Traumhaus Unsere besondere Reportage stellt ein Haus vor, das sehr stark von der Hand- schrift des Besitzers geprägt ist.

Ratgeber 34 Heizungsoptimierung

Unser Fachautor verrät Ihnen, wie sich Brennstoff- und Stromkosten spürbar senken lassen. Auch der Staat hilft.


40 Flächenheizung

Bei der Modernisierung kommen Raumheizflächen vermehrt zum Einsatz. Sie glänzen mit einigen Vorteilen. 44 Fassadendämmung Wann lohnt sich das Dämmen? Wir haben wichtige Kriterien beleuchtet und das Umweltbundesamt gefragt. 48 Hauseingang Die Haustür prägt das Gesicht eines Eingangsbereichs. Sie bietet neben der Optik auch Komfort und Sicherheit. 52 Mauerwerksanierung Feuchtigkeit ist der größte Feind fürs Mauerwerk, Schimmelbefall oft die Folge. Ein Fall für Profis. 56 Schiefer statt Asbestplatten Schiefer ist ein viele Millionen Jahre altes Baumaterial. Es überzeugt als Alternative zu asbesthaltigen Platten. 58 Live vor Ort: Sonnenschutz Auch asymmetrische Fensterformen benötigen eine wirkungsvolle Beschattung – zu jeder Jahreszeit. 62 Live vor Ort: Dacheindeckung Statt Bitumenmaterial wählte die Hauseigentümerin robuste, ästhetisch hochwertige Aluminiumschindeln.

48 Hauseingang

44 Dämmung

34 Heizung optimieren

52 Feuchtigkeit

40 Flächenheizung

Produkte und Service 12 Aktuell Neues & Interessantes 65 Schaufenster Erlesene Produkte 82 Vorschau 83 Adressen/Impressum

renovieren.de Leser-Service im Internet Auf unserer Homepage finden Sie Ihre Zeitschrift auch als elektronische E-Paper-Version. Um Ihnen einen schnellen Zugang zu ermöglichen, haben wir für Sie dafür eine extra Web-Adresse eingerichtet: Unter www.renovieren.de/epaper finden Sie die aktuelle Ausgabe bequem zum Blättern. Sie suchen darüber hinaus noch weitere Informationen zu Produkten, Herstellern und Anzeigen? Dann geht das ganz schnell: Sämtliche Internet- und E-Mail-Adressen im Online-Heft sind verlinkt. Einfach draufklicken.

56 Hausdach 12/1 2017 ALTHAUS MODERNISIEREN 5


R E P ORTA G E I UM BAU

Charmant neu belebt

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Die Bauherren verbrachten in den rund sechs Monaten Umbauzeit so gut wie jeden Tag auf der Baustelle. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aus einem unscheinbaren 08/15-Haus wurde ein wohngesundes, sympathisches Familiendomizil mit durchdachten Grundrissen und Details. Auch dank eines guten Architekten. 6 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

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2/3 2016 ALTHAUS MODERNISIEREN 7


R E P ORTA G E I UM BAU

Eine Zwischenwand wurde entfernt, Das gleichermaßen moderne wie zeitlose Ambiente bietet hohen Wohnkomfort. Die fünfköpfige Familie bodentief empfindet es als ideal. Wichtig: Die komplexe Haustechnik funktioniert perfekt; davon konnte sich auch dievergrößerte Fenster sorgen für ein noch besseres Raumgefühl. Jury vor Ort ein BIld machen.

8 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017


Links und oben: Die Bauherrin ist gelernte Innenarchitektin, das lässt sich unter anderem am sorgfältig zusammengestellten Interieur ablesen. Auch gab sie die Sprossenteilung der Fenster und Türen vor.

Die Treppe wurde sorgfältig aufgearbeitet, die alten Stufen in Eigenleistung geschliffen und mit ökologischem Wachs versiegelt. Das Geländer stammt aus einem Abrisshaus. Restauriert, wertet es das lichtdurchflutete Treppenhaus noch weiter auf.

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R E P ORTA G E I UM BAU

Oben: Dieser Bereich profitiert enorm von der mit einer Sonnenschutzmembran ausgestatteten Dachverglasung.

Unten und unten rechts: Für das Bad wurden zwei Räume zusammengelegt, so hat auch diese Wanne genug Platz.

Oben: Neue Kiefernholzfenster mit Klappläden gliedern die mit einem Wärmedämm-Verbundsystem ummantelten Fassaden harmonisch.


W

Übernommen haben es die Wetzels als Einfamilienhaus mit historischen De-

tails wie Stuck, Dielenböden aus Pitchpine und Holztreppen zwischen den Wohngeschossen. Kubatur und Dachform des Hauses blieben erhalten. Angebaut wurden eine Garage, eine glasüberdachte Terrasse sowie ein Windfang. Zwischen Wohnhaus und dachbegrünter Garage an der Südwestseite verläuft heute ein Steg mit Douglasienholzbelag, der über bodentiefe Fenster vom Haus aus begehbar ist und über Stufen in den Garten führt. Die Holzverkleidung der Garage öffnet sich zum Garten mit einem drei-

teiligen Tor im Gewächshauscharakter. Weiße Kiefernholzfenster mit einer von Jutta Wetzel gezeichneten Sprossenteilung schmücken jetzt die zuvor etwas trostlosen Fassaden. Harmonisch gerahmt werden sie von Holzklappläden, deren Kloben direkt in das Zedernholzfutter eingelassen sind – so wirken Fenster und Klappläden als Einheit. Das Erdgeschoss des unterkellerten Wohnhauses liegt im Hochparterre. Durch Entfernen der Zwischenwand entstand dort aus Küche, Ess- und Wohnzimmer ein heller, L-förmiger Raum. Im Obergeschoss verbinden sich zwei Räume zu einem großen Bad. Auch Schlafzimmer mit Ankleide und das Kinderzimmer sind hier untergebracht. Der ehemals ungenutzte Speicher dient nun als Spielbereich der Tochter sowie als Gästezimmer. Für dieses tolle Ambiente und Raumprogramm haben sich die sechs Monate Umbauzeit definitiv gelohnt! I ALT

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ABBRUCH schuppen

KOCHEN kochen

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ERDGESCHOSS

ANKLEIDE ankleide

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FAK TEN Baujahr:1913 Wohnfläche: ca. 134 m2 Fassade und Dach: Wärmedämm-Verbundsystem, Zellulose und Holzweichfaserplatte (Dach); Fenster und Dachverglasung mit Wärmeschutz-Isoliergläsern Entwurfsplanung und partielle Ausführungsplanung (Innenräume): Jutta Wetzel, Metzingen

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VERANDA veranda

Die glasüberdachte Terrasse ist eine Douglasien-Leimholzkonstruktion mit Stahlunterbau. Sie verbindet über zwei Abgänge das Hochparterre mit dem Garten.

OBERGESCHOSS

SCHLAFEN schlafen 22

Ausführungsplanung: Syndikat AG Dietmar Mayer 72770 Reutlingen Telefon 07121/144935-0 www.syndikat-ag.de

neu

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Fotos und Text: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)

enn ein handwerklich geschicktes Ehepaar – sie Innenarchitektin, er Spross einer traditionsreichen Zimmermannsfamilie – einen Altbau saniert, ist ein top Ergebnis garantiert. Ein Glücksfall zudem, wenn die Kooperation zwischen der Bauherrin und dem Architekten so gut klappt wie hier: Sie brachte die Ideen und Entwürfe, Dietmar Mayer von der Zimmerei Syndikat AG entwickelte die Details. Der Vater von Jutta Wetzel hatte das 1913 gebaute und damals für zwei Familien ausgelegte Wohnhaus erworben und ließ dem jungen Ehepaar freie Hand bei der Anpassung an deren Bedürfnisse.


A K T U E LL

Extrem biegsame Leuchte Heute gerade nach oben, morgen in sich verschlungen und übermorgen im Zickzack-Look. Wer meint, er sei nicht kreativ, wird es spätestens mit der außergewöhnlichen Leuchte „Joshua“. Sie vereint künstlerischen Anspruch mit stimmungsvoller Beleuchtung. Wohnungsbesitzer werden mit diesem Modell zum spielerischen Lichtplaner der eigenen vier Wände. Aber auch im Freien setzt „Joshua“ als Außenleuchte interessante Akzente und beeindruckt durch die imposante

Ausgezeichnete Verschattungslösung für die moderne Glasarchitektur „Panovista Max“, die Übereck-Senkrechtmarkise von Renson, wurde mit dem Iconic Award 2016 in der Sparte „product best of best“ ausgezeichnet. Mit ihr lassen sich Fronten mit bis zu sechs laufenden Metern Glas zu jeder Seite lückenlos verschatten – und das ganz ohne störende Führungsschienen oder Seilführungen. Sensationell auch der Übereck-Reißverschluss, mit dem sich die zwei Tücher der Senkrechtmarkise ganz einfach miteinander verbinden lassen und damit für eine ästhetisch saubere Kante sorgen. Beide Tuchseiten fahren gleichzeitig in die nur 150 x 155 Millimeter schmalen Kassetten hoch und verschwinden quasi unsichtbar in der Gebäudearchitektur. www.renson.de

12 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

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A K T U E LL

Mit Design und Technologie erfolgreich Grohe hat es wieder geschafft und sich mit seinem Design im internationalen Wettbewerb durchgesetzt: Das innovative Dusch-WC „Sensia Arena“ gewann jetzt die höchste Auszeichnung der Iconic Awards 2016 – Best of Best. Jedes Element ist genau durchdacht, um dem Nutzer ein Gefühl von Fürsorge und Sicherheit zu geben. Das hat die Jury beeindruckt. Insgesamt erhielt das Team des Design Studios bei der Preisverleihung am 4. Oktober 2016 in München gleich vier der begehrten Preise. www.grohe.de

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Geld vom Staat: Online-Tool nutzen Die Förderung für Wärmepumpen war noch nie so gut wie heute. Je nach dem, um was für eine Wärmepumpe es sich handelt, in welchem Gebäude sie eingesetzt wird, welchem Zweck sie dient und um was für einen Antragsteller es sich handelt, kommen aber unterschiedliche Programme in Frage. Auf www.waermepumpe.de/foerderrechner finden Sie die nötige Unterstützung.

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finden drei oder mehr Firmen genauso schnell selbst über das Branchenverzeichnis. Dabei müssen sie noch nicht einmal ihre Daten preisgeben. Suchen die Bauherren im Branchenverzeichnis, können sie sogar sicher sein, wirklich nur Firmen in der Nähe zu finden. Ob die drei Unternehmen, die ihnen das Portal nennt, auch tatsächlich die drei besten sind, geschweige denn aus der Gegend kommen, das ist mehr als fraglich, denn natürlich kauft nicht jede Firma auf diese Weise Adressen und Kunden. Zu guten Unternehmen kommen die Kunden auch so. Der VPB rät: Lieber gut beleumundete Firmen aus der Region wählen. Selbst wenn sie ein paar Euro teurer sein sollten, als die Firma aus dem Internet, so werden die Ortsansässigen meist bessere Arbeit leisten.

Adressen Seite 83

ACHTUNG BEI VERMITTLUNGSPORTALEN „Wir suchen für Sie den richtigen Anbieter!“ Gleich, ob der Kunde einen Wintergarten braucht oder eine Terrassenüberdachung. Vermittlerportale im Internet versprechen individuell ausgesuchte Firmenangebote, aus denen der Bauherr dann frei wählen darf. Achtung, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB): „Individuell ausgesucht“ heißt nicht „sorgsam auf Qualität geprüft“. Im Gegenteil: Der potenzielle Kunde muss viele persönliche Daten angeben bis hin zu den Besitzverhältnissen seines Hauses. Was die meisten Interessenten nicht wissen: Ihre Adressen werden anschließend an Firmen verkauft, die sich wiederum bei den Bauherren melden, um ihnen Angebote zu unterbreiten. Dieses Geschäftsmodell bringt Bauherren keine Vorteile, denn sie


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Stadthaus revitalisiert Der Schriftzug auf der denkmalgeschützten Fassade verweist auf die neuen Besitzer und Renovierer des historischen sächsischen Gebäudes: ein Ehepaar aus Dänemark. Auch dank eines stählernen Tragwerks verfügt das alte Gebäude heute über ein zeitgemäßes Innenleben.

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Die K체chenzeile im Erdgeschoss kontrastiert mit den hell geschl채mmten W채nden. Dazu passt der geschliffene Estrich mit seiner transparenten Kunstharzlasur ganz prima.

Oben: Liebe zum Detail beweist auch die Gestaltung des Spritzschutzes. Die drei Steckdosen sind in das Glas eingelassen, von oben einfallendes LEDLicht betont die Oberfl채che der verputzten Wand.

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Die Kastenfenster aus Nadelholz stammen aus den 1960er-Jahren. Sie ließen sich ins Konzept integrieren. Die bogenförmig unterteilte Zwischenwand ist dem Originalbauelement nachempfunden. Der Türrahmen aus Granit sitzt wieder an seinem alten Platz. Festverglasungen und die gläsernen Türen des Windfangs und der Küche lassen den Raum größer erscheinen.

Blick von der Galerie auf die Treppe und die aus Dämmziegeln neu errichtete Hof-Außenwand. Bodenbelag: gekalkte Lärchedielen.

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Links: Das Foto entstand im ersten Obergeschoss. Die großteils aus sibirischer Lärche gefertigte Treppe verbindet die drei Wohnebenen. Ein feiner Entwurf. Und vom Schreiner handwerklich perfekt umgesetzt.

Oben: Neue Statik – das stählerne Tragwerk wurde für die speziellen Gegebenheiten ausgetüftelt. Eine Holzkonstruktion hätte unproportional gewirkt und nicht die gewünschte Flexibilität bei den Grundrissen gebracht. Ganz links: An der Wand im Eingangsbereich ist ein stählernes Aussteifungskreuz erkennbar – vom Funktionsprinzip her ein ähnliches Element wie bei manchen Regalsystemen. Als Bodenbelag dienen die originalen, wieder eingebauten großformatigen Steinplatten. Links: Für ein himmlisches Raumgefühl – das Gästezimmer ist bis unters Dach geöffnet. Via Leiter lässt sich das Hochbett erklimmen. Durch die Tür fällt der Blick auf die Galerie.

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straßenseitige Fassade ordnet sich nahezu unverändert in das Ensemble ein, nur zwei Ziegelreihen wurden für etwas mehr Höhe unterm Dach aufgemauert. Ganz anders die in moderner Architektursprache neu geschaffenen Innenräume. Hier erzielen einfache, im Material zurückhaltende Bauteile trotz der sehr kleinen Flächen eine angenehme Leichtigkeit. Die gemauerten, mit einer dünnen Schlämme hell verputzten Brandwände zeigen noch ihre Ziegelstruktur. Davor verläuft sichtbar die Stahlkonstruktion mit Aussteifungskreuzen, ähnlich wie bei manchen Regalsystemen. Die neue Treppe besteht aus einer Stahlkonstruktion, die komplett mit den gleichen Holzdielen verkleidet ist, wie sie auch für den Bodenbelag in den Obergeschossen verwendet wurden. Den Handlauf ersetzt ein in die Brüstung integriertes Flachstahlprofil. Wandöffnungen mit eingesetzten Natursteingesimsen sind eine Reminiszenz an den ursprünglichen Zustand. Der Boden besteht im Eingangsbereich aus neu verlegten alten Natursteinplatten, in den Obergeschossen aus gekalkten Lärchenholzdielen. Für die designaffinen skandinavischen Bauherrn stand die Ästhetik bei allen EntscheiI dungen an erster Stelle.

Eine Häuserzeile fast wie geschaffen als Kulisse für einen schönen Film. Das dritte Gebäude von links ist Gegenstand dieser Reportage.

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FAK TEN

ABBRUCH

Baujahr: Mitte 19. Jhd. Wohnfläche vorher: 95 m2 Wohnfläche heute: 109 m2

NEU

Bauweise: Vollziegelmauern und Holztragwerk (Bestand); Anbau: 36,50 cm Dämmziegel; neuer Dachstuhl mit Mineralfaserdämmung; sanierte Doppelkastenfenster, neue Holzfenster

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ERDGESCHOSS

1. OBERGESCHOSS

Planung: ahoch4 Architekten Ingenieure Designer 08056 Zwickau Telefon 0375/88378355 post@ahoch4.de www.ahoch4.de

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Fotos und Text: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)

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as historische Stadthaus in der Nähe von Zwickau hatte es einem dänischen Ehepaar angetan. Bei Planungsbeginn stellte sich allerdings heraus, dass das Gebäude keine eigenen Seitenwände hatte und dass große Teile des Holztragwerks wegen massiven Wurm- und Schwammbefalls nicht mehr zu retten waren. Deshalb wurden alle Bauteile bis auf die denkmalgeschützte Straßenfassade zurückgebaut, und eine neue Stahlkonstruktion als eigenständiges Tragwerk im Gebäudeinneren errichtet, um die bestehenden Brandwände der Nachbargebäude nicht zu belasten. Die in enger Zusammenarbeit zwischen Tragwerksplanern, Architekten und der Stahlbaufirma entstandene Konstruktion ist höchst individuell und in jedem Punkt optimiert. Sie entstand auf Grundlage eines exakten Aufmaßes und wurde nach der Entkernung des Bestands in großen Teilen vorgefertigt, an nur einem Tag per Kran in das Gebäude gehoben und montiert. Zwischen Rückbau des alten Dachs und Fertigstellung des neuen Rohdachs, das Wetterschutz für den Fortgang der Bauarbeiten bieten musste, lagen dabei nur fünf Tage. Solch präzises Koordinieren der Arbeiten war angesichts der winterlichen Witterung unumgänglich. Die


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Die Baufamilie hat ihren Wohn- und Essbereich in den Anbau „ausgelagert“. Rund 80 Quadratmeter Wohnfläche stehen hier zur Verfügung.

Im Zeichen der Fassade 22 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017


Starker architektonischer Akzent: Das klassische Satteldachhaus wird durch einen modernen kubisch-schlichten Anbau im Bauhausstil ergänzt. Die farbige Fassade des Anbaus setzt dabei einen auffälligen Kontrapunkt zum weißen Putz des älteren Haupthauses.

Weil für Familie Ebert im Erdgeschoss des elterlichen Eigenheimes nicht genügend Platz vorhanden war, erweiterte man den Wohnraum kurzerhand durch einen Anbau. Die Familie genießt jetzt ihre neue Wohn-Freiheit und die farbige Fassade lässt den eigenständigen Charakter des Anbaus erkennen. 12/1 2017 ALTHAUS MODERNISIEREN 23


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Oben und links: Im Anbau spielt sich das Familienleben ab. Er beheimatet Küche, Wohn- und Essbereich. Der Raum wirkt großzügig, weil die Bauherren auf trennende Innenwände verzichtet haben. Lediglich das deckenhohe Regalsystem mit dem TV-Gerät hat andeutungsweise eine raumteilende Funktion. Oben rechts: Der Übergang vom bereits bestehenden Eigenheim in den Anbau wird auch durch den Bodenbelag markiert. Das Holzparkett weist den Weg in den neu geschaffenen Wohnraum. Rechts: Die geschmackvoll gestaltete Küche lädt zum Verweilen, Mitmachen und Kommunizieren ein. Weiß glänzende Schränke, eine Rückwand aus Glas und Fronten im Metall-Look verleihen der Küche einen modernen Touch.

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R E P ORTA G E I ANBAU

Mehrgenerationenhaus: Ehepaar Ebert ist zufrieden mit der neuen Wohnsituation. Die Eltern von Beate Ebert wohnen im Obergeschoss. Da das Erdgeschoss für die dreiköpfige junge Familie zu wenig Platz bot, hat man den Anbau realisiert.

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Parallel zum Anbau wurde auch das Bestandsobjekt renoviert. Dabei ist ein schönes Badezimmer entstanden. Die hellgrauen Fliesen setzen ebenso Akzente wie die Aufsatz-Waschbecken, die hochwertigen Armaturen und der schicke Designheizkörper.


Tradition und Moderne im architektonischen Duett: Der farbige Flachdach-Kubus hebt sich deutlich vom tradi­ tionellen Haupthaus mit Satteldach ab.

vorgefertigt und dann vor Ort montiert, setzte der Zimmereibetrieb praktisch ohne Abstriche um. Innen bietet die Kombination aus Alt- und Anbau ihren Bewohnern eine optimale Kombination aus Wohnqualität und Funktionalität. Das Familienleben spielt sich hauptsächlich im Anbau ab, dessen offener

Wohnbereich für die Bewohner zum gemeinsamen Lebensraum geworden ist: Sohn Sven (4) kann sich über eine komfortable Spielecke freuen, seinen Eltern steht eine großzügige Sitzecke zur Verfügung, die offen in den Essplatz und die moderne Küche übergeht. Im Sommer kommen Terrasse und Garten als zusätzliche Lebensbereiche hinzu. Die hinteren Räume ergänzen den Wohnbereich durch die notwendigen Schlaf- und Sanitär­ bereiche. Da der Wohnbereich aus dem Bestandsbaukörper ausgelagert ist, war Platz für ein Raumprogramm, das den Vergleich mit einem Neubau nicht scheuen muss und dabei noch den Vorteil hat, dass sich das gesamte Wohngeschehen auf einer Ebene abspielt.  I

ALT VORRAUM

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FAK TEN Projekt: Anbau mit Flachdach in Holzrahmenbauweise an ein bestehendes Eigenheim mit Satteldach Außenwand: 8 mm „Rockpanel“-Fassadenplatten, 60 mm Holzweichfaserplatte, 160 mm Holzrahmenkonstruktion mit Mineralfaserdämmung, 15 mm OSB-Platte, 60 mm Installations­ebene mit Mineralfaser, 2 x 12,5 mm Gipskartonplatte Ausführung: Zimmermeisterhaus Holzwerkstätte Schiefer Zum Bergfried 3 36391 SinntalSchwarzenfels Telefon 06664/7611 www.schiefergmbh.de

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Fotos: Dr. Joachim Mohr, Zimmermeisterhaus

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er Anbau des Hauses von Familie Ebert setzt einen starken architektonischen Akzent, weil er ein traditionelles Satteldachhaus durch einen kubisch-schlichten Baukörper ergänzt. Vor allem seine Fassade aus dreifarbigen Steinwolle-Elementen fällt ins Auge: In Naturfarben gehalten, löst sie die Kontur des Anbaus auf und verleiht ihm eine scheinbar zufällige Struktur. Dabei harmoniert sie wegen ihrer geometrischen Grundelemente hervorragend mit der klaren Linienführung des Bauhausstils. Den Hausbewohnern war diese Fassade so wichtig, dass sie sogar über die Wahl der beauftragten Zimmerei entschied. „Nur bei der ZimmermeisterhausManufaktur Schiefer war man innovativ genug, um auch in puncto Fassade auf unsere Wünsche einzugehen“, erinnert sich Rainer Ebert. Eine Entscheidung, die das Ehepaar nicht bereute, denn die Mitarbeiter der Holzwerkstatt Schiefer arbeiteten „gut, sauber und schnell“. Die Fassade, von Beate Ebert als DIN-A-3Vorlage gezeichnet, in der Abbundhalle


R E P ORTA G E I REIHENHAUS

Der voll ausgestattete KĂźchenbereich bietet Kochkomfort und inspirierende Ausblicke. Erhalten gebliebene Elemente wie die Treppe mit ihren Eichetritten korrespondieren reizvoll mit den neuen Einbauten und Materialien.

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Viel Platz zum Wohlfühlen Lange hatten der Architekt Martin Hennrich und seine Ehefrau Heike in Köln nach einem passenden Eigenheim für sich und ihre beiden Töchter gesucht, bis sie auf ein stark sanierungsbedürftiges Reihenhaus als Teil eines historischen Gebäudeensembles stießen. Mit dem Umbau erfüllte sich ihr Wohntraum.

Die historische Fassade des 100-jährigen Reihenhauses erstrahlt nach der Modernisierung im neuen Glanz.

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R E P ORTA G E I REIHENHAUS


Links: Bei aller moderner Technik sollte die Gemütlichkeit nicht zu kurz kommen. Der Heizkamin im Wohn- und Essbereich zeigt, dass die Hausbesitzer auch in ihrem hocheffizienten Haus auf die angenehme Atmosphäre eines Holzfeuers nicht verzichten wollten. Links unten: Aus dem ehemals unbewohnten, dunklen Dachboden ist ein lichtdurchfluteter Wohnbereich mit Aussicht geworden. Eine kleine Empore lädt zusätzlich zum Träumen und Spielen ein. Rechts: Im Gegensatz zur historischen Front erhielt die Rückseite eine moderne Fassade mit großen Fensterflächen und einer Dachterrasse.

Die zwei Fotos der elegant gewendelten Treppe verdeutlichen, wie sicher und optisch ansprechend der Weg ins ausgebaute Dachgeschoss führt.

vorher

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R E P ORTA G E I REIHENHAUS

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Besonderes Augenmerk richteten der Architekt und seine Frau auf die Gestal-

tung des Dachgeschosses, das über eine elegant gewendelte Treppe erreicht wird. Die von Velux angebotene Systemlösung „Quartett“ – vier Fensterelemente, die auf der Straßenseite eine Glasfläche vom Boden bis fast zur Decke bilden – sorgt hier für viel Tageslicht und frische Luft und verwandelt den ehemals dunklen Dachboden in einen hellen, lichtdurchfluteten Raum. Auf der Gartenseite lädt zudem eine große Dachterrasse zum Entspannen ein und eine Empore bietet zusätzliche Fläche zum Träumen und Spielen. Auch hier sorgt ein Lichtband für Tageslicht und bietet eine schöne Aussicht über die umliegenden Dächer hinweg. Zudem wurden alle Dachfenster mit elektrischen Rollläden und dem „Integra Sensorsystem Sonnenschutz“ ausgestattet. Es öffnet und schließt die Rollläden in Abhängigkeit von Sonnenlicht und Außentemperatur und sorgt damit an heißen Sommertagen automatisch dafür, dass es nicht zu warm unterm Dach wird. Um zu zeigen, dass auch alte Gebäude einen nahezu klimaneutralen Energiestandard erreichen können, wurden im Rahmen der energetischen Sanierung alle Möglichkeiten für den optimalen Wärmeschutz und die Reduzierung des

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Architekt Martin Hennrich, Hoersch & Hennrich Architekten, Köln

„Mit dem Ausbau des bisher ungenutzten Dachbodens bietet das Haus jetzt auf vier Etagen Platz zum Wohnen, Spielen, Schlafen und Arbeiten.“

Ressourcenverbrauchs ausgelotet. So erhielt das Dach eine Auf-, Unter- und Zwischensparrendämmung und die beiden Außenwände des Reihenhauses wurden mit einem 30 Zentimeter starken Wärmdämm-Verbundsystem gedämmt. Auch der Keller wurde abgegraben und ebenso wie die Bodenplatte gedämmt. Außerdem erhielt das gesamte Haus dreifach verglaste Wärmeschutzfenster. Damit das Haus möglichst wenig elektrische Energie benötigt, sind alle Räume mit LED-Leuchten ausgestattet. Den nötigen Strom liefert eine Photovoltaikanlage. Sie versteckt sich unauffällig auf der Gartenseite des Daches und erzeugt 6500 Kilowattstunden Strom pro Jahr, den Hennrichs direkt nutzen können. Für die Reduzierung der Energieverluste beim Lüften sorgt eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. Im Sommer kann über die Fenster gelüftet werden. Die Energie für die Fußbodenheizung und für Warmwasser liefert eine Erdwärmepumpe. Das Gebäude speichert Wärme so effizient, dass Hennrichs die Heizung kaum aufdrehen müssen. Auch die Nutzung von Regenwasser für WC, Waschmaschine und Garten trägt zur Minimierung des ökologischen Fußabdrucks bei und sorgt dafür, dass Versorgungsunternehmen an den Hennrichs I kaum etwas verdienen können. 

FAK TEN Baujahr:1913 Förderung: dena-Modellvorhaben „Auf dem Weg zum Effizienzhaus Plus“, Energieeinsparung über 90 Prozent: Wärmedämmung, Wärmepumpe, Wärmerückgewinnungsanlage und dreifach verglaste Fenster Produkte im Dach: Klapp-Schwingfenster und feststehende Zusatzelemente, ausgestattet mit elektrisch betriebenen Rollläden sowie SichtschutzRollos. Alles gesteuert vom „Integra Sensorsystem Sonnenschutz“. Hersteller: Velux Entwurfsplanung und Projektleitung: Hoersch & Hennrich Architekten Dürener Straße 350 50935 Köln Telefon 0221/8005020 www.hoersch-hennrich.de

Fotos: Velux

as Kölner Stadthaus hatte in den vergangenen 100 Jahren bereits verschiedene Eigentümer und einige bauliche Veränderungen erlebt. Zuletzt die Aufteilung des ursprünglichen Einfamilienhauses auf drei einzelne Wohneinheiten. „Diesen Schritt sind wir wieder zurückgegangen und haben den alten Zustand wieder hergestellt“, so Martin Hennrich, der als Architekt den Umbau selbst geplant und durchgeführt hat. Notwendig war außerdem eine komplette Erneuerung des Daches. Positiver Effekt: Mit dem Ausbau des bislang ungenutzten Dachbodens hat die vierköpfige Familie eine Etage hinzugewonnen.


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Runter mit den Energiekosten!

Ein geschulter Heizungsfachhandwerker kann mit dem „Heizungs-Check“ systematisch und kostengünstig die im Heizsystem schlummernden Einsparpotenziale analysieren. www.wasserwaermeluft.de

Sehr viele Heizungsanlagen verursachen unnötig hohe Energiekosten. Wir beleuchten die typischen Schwachstellen und zeigen, wie Sie Ihre Brennstoffund Stromkosten spürbar senken können. Die ohnehin meist kostengünstigen Maßnahmen werden aktuell noch mit attraktiven Fördergeldern belohnt.

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twa 83 Prozent der Haushaltsenergie im Eigenheim entfallen auf das Heizen und die Bereitstellung von Warmwasser. Am spürbarsten für den Geldbeutel ist es deshalb, wenn sich dieser Kostenblock verringern lässt. Das höchste Einsparpotenzial verspricht der Austausch eines altersschwachen, ineffizienten Heiz-

kessels. Um bis zu 30 Prozent kann der Energieverbrauch im Vergleich zu einem modernen Öl- oder Gas-Brennwertsystem höher sein – trotz guter Werte im Messprotokoll des Schornsteinfegers. Um die energetische Effizienz und das Einsparpotenzial nicht nur des Wärmeerzeugers, sondern die des gesamten Heizsystems zu ermitteln,

empfiehlt sich der sogenannte „Heizungs-Check“. Bei diesem standardisierten und genormten Prüfverfahren durchleuchtet ein entsprechend geschulter Heizungsfachhandwerker alle relevanten Bestandteile eines Heizsystems auf Schwachstellen: von der Wärmeerzeugung und der Warmwasserbereitung, über die Wärmeverteilung bis

hin zur Wärmeübergabe im Raum. Der Zeitaufwand für so einen normierten „Heizungs-Check“ beträgt im Einfamilienhaus bis zu zwei Stunden, inklusive Beratungsgespräch, und kostet etwa 100 bis 120 Euro. Nachfolgend werden die wichtigsten und meist auch kostengünstigsten Optimierungsmaßnahmen betrachtet, mit denen sich die Heiz-

Viele Effizienzmaßnahmen am Heizsystem amortisieren sich mit dem neuen, staatlichen Förderprogramm „Heizungsoptimierung“ noch schneller als bisher. www.intelligentheizen.info


Typischer Stromverbrauch und Stromkosten pro Jahr in einem Einfamilienhaus mit 3 Personen*

Der Austausch von alten, stromfressenden Heizungspumpen und WarmwasserZirkulationspumpen amortisiert sich in Verbindung mit der staatlichen Förderung sehr schnell. www.co2online.de

*bei einem Strompreis von 28,7 ct/kWh

und Stromkosten dauerhaft senken lassen. Oft verbessert sich dabei auch noch der Wärme- und Bedienkomfort für die Bewohner. Und das Beste daran: Der Staat fördert die Heizungsoptimierung mit einem Zuschuss von 30 Prozent (siehe Kasten). Austausch der Heizungspumpe: Technisch veraltete

und leitungsmäßig zu groß ausgelegte Heizungspumpen belasten die Energiekostenrechnung doppelt: Sie verursachen einen höheren Wärmeverbrauch und, was noch gravierender ist, sie verbrauchen zu viel Strom. Warum? Weil alte, ungeregelte Pumpen durchgängig mit konstant hoher Leistung arbeiten. Pro Jahr können so 115 bis 172 Euro, je nach Größe des Heizungssystems, an Stromkosten zusammenkommen. Ganz anders sieht die Bilanz der elektronisch geregelten Effizienzpumpen aus: Sie verursachen mit

etwa 14 bis 29 Euro pro Jahr nur noch einen Bruchteil der Stromkosten ihrer Vorgänger, weil sie ihre Leistung entsprechend dem schwankenden Wärmebedarf im Heizsystem anpassen. Das bedeutet, dass sich in den meisten Fällen ein Pumpenaustausch schon nach drei bis fünf Jahren amortisiert hat, wenn man die erzielte Stromeinsparung mit dem Kostenaufwand für Material und In-

stallation (zirka 350 bis 550 Euro im Einfamilienhaus) verrechnet. Und mit der 30-Prozent-Förderung geht es noch schneller. Die leistungsgeregelten Sparpumpen bieten noch weitere Vorteile: Sie arbeiten generell leiser und vermeiden, dass es (weiterhin) zu lästigen Geräuschen vor allem an den Heizkörperventilen kommt.Vorsicht ist anzuraten, wenn sich die veraltete Heizungspumpe unter dem

Heizgerätegehäuse befindet. In diesem Fall darf ein Austausch nur nach Rücksprache mit dem Hersteller erfolgen, weil sonst die Betriebserlaubnis des Wärmeerzeugers erlöschen könnte. Zusatz-Tipp: Veraltete und falsch eingestellte Warmwasser-Zirkulationspumpen belasten ebenfalls die Energiekostenrechnung. Auch deren Austausch wird gefördert. Rohre und Armaturen richtig dämmen: Vor allem

Hocheffizienzpumpen für Heizung und Warmwasserzirkulation verbrauchen sehr wenig Strom und helfen auch beim Heizkostensparen. Die Heizungspumpe „Alpha2“ (l.) ist hier zudem noch mit einer passenden, zweiteiligen Wärmedämmschale umhüllt. Grundfos

in älteren Heizräumen ist es im Winter recht warm, weil dort unkontrolliert Wärme freigesetzt wird. Eine Hauptquelle dafür ist ein nicht mehr zeitgemäßer Heizkessel mit einer hohen Wärmeabstrahlung. Die zweite Schwachstelle sind Heizungsrohre und Armaturen, die nicht (richtig) gedämmt sind. Und auch marode oder zu dünne Dämmschichten sollte man erneuern. Achten Sie nicht nur ▲ 12/1 2017 ALTHAUS MODERNISIEREN 35


R AT GE B E R I HE IZUNGS OPTIMIE RU NG

darauf, dass die Heizungsund Warmwasserrohre, vor allem in sichtbaren, unbeheizten Bereichen, durchgängig und lückenlos ummantelt sind. Gedämmt werden müssen außerdem Armaturen und Pumpen, für die es auch vorgeformte, abnehmbare Hartschaumschalen gibt. Laut Angaben von Co2online könne man mit fachgerecht gedämmten Leitungen knapp 15 Euro Heizkosten pro Jahr und Rohrmeter sparen. Möglichst niedrige Heizwassertemperaturen: Unnötig hohe HeizwasserVorlauftemperaturen verursachen einen überhöhten Energieverbrauch, der gerade bei energiesparenden Wärmeerzeugern noch gravierender ausfällt. Denn

Das nachträgliche Dämmen von freiliegenden oder zu schwach gedämmten Heizungsrohren und -armaturen in unbeheizten Räumen macht sich rasch bezahlt. www.intelligent-heizen.info

Auch moderne neue Heizkörper, die mit niedrigen Heizwassertemperaturen zurechtkommen, helfen beim Heizkostensparen. Spezielle Renovierungsmodelle erleichtern den Einbau. Kermi

Brennwertgeräte, Wärmepumpen & Co. arbeiten umso effizienter, je niedriger die Heizwassertemperaturen sind. Zudem „takten“ die Wärmeerzeuger weniger oft, weshalb sie langsamer verschleißen. Empfehlungen: In Verbindung mit Heizkörpern sollten moderne Wärmeerzeuger mit einer maximalen Heizwasservorlauftemperatur von 55 Grad Celsius betrieben werden. In Altbauten kann es sich deshalb nicht nur aus optischen Gründen lohnen, die vorhandenen Heizflächen durch neue und größere Modelle zu ersetzen. Werden alte Heizkörper durch ein Flächenheizsystem abgelöst, verbessert sich die Energiebilanz bei einem Gas-Brennwertsys-

tem noch einmal um etwa fünf bis sieben Prozent. Heizkurve ein- und nachjustieren: Für die richtige

Zuordnung von Außen- und Heizwasservorlauf-Temperatur sorgt die sogenannte Heizkurve oder Heizkennlinie. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Heizkesselreglers und muss bei der Inbetriebnahme vom Handwerker individuell auf die jeweiligen Gegebenheiten des Eigenheims eingestellt werden. Praxiserfahrungen zeigen jedoch, dass viele Regelgeräte mit der Werkseinstellung laufen. Die Einstellwerte sollten zudem auch dann nachträglich überprüft werden, wenn energetische Modernisierungsarbeiten durchgeführt werden. Denn oft lässt sich die Vorlauftempe-

ratur dann problemlos um einige Grad absenken, ohne die Heizkörper vergrößern zu müssen. Hydraulischen Abgleich durchführen: Die optimale

Energieeffizienz ergibt sich nur dann, wenn alle Bausteine des Heizsystems aufeinander abgestimmt sind. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Frage, ob die Anlage hydraulisch abgeglichen ist, also ob alle Heizflächen im Gebäude bedarfsgerecht mit Heizwasser versorgt werden. Typisches Kennzeichen einer fehlerhaften Abstimmung sind Heizkörper, die in manchen Räumen zu heiß und in anderen nicht richtig warm werden. Um letzteres zu beheben, wurde früher oft eine leistungsstärkere Heizungspumpe eingebaut ▲

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Ohne einen fachgerechten hydraulischen Abgleich mit korrekt einjustierten Thermostatventilen kann selbst der effizienteste Wärmeerzeuger sein Potenzial nicht voll entfalten. www.co2online.de

Wichtig ist darauf zu achten, dass der Handwerker die Einstellungen des Heizungsreglers an die Gegebenheiten des Hauses anpasst – dies gilt insbesondere für die sogenannte Heizkurve. Zukunft Erdgas

oder die Heizwasservorlauftemperatur heraufgesetzt. Die Konsequenz: ein dauerhaft unnötiger Heizund Strom-Mehrverbrauch. Für Abhilfe sorgt der sogenannte hydraulische Abgleich: Hierbei werden die Heizwasserströme so einreguliert, dass jede Heizfläche von der richtig dosierten Menge durchströmt wird. Dazu ermittelt der Heizungsfachmann raumweise die Heizlast, die Heiz-

flächenleistungen und die Rohrleitungslängen. Er berechnet dann die Heizwasser-Durchflusswerte für jeden Heizkörper, die er an den Thermostatventilen einstellt. Besitzen die vorhandenen Ventile keine Voreinstellmöglichkeit, tauscht sie der Handwerker gegen neuere Modelle aus. Die Gesamtkosten für einen hydraulischen Abgleich in einem mittelgroßen Einfamilienhaus liegen im Be-

reich von etwa 300 bis 1000 Euro. Und diese Investition lohnt sich doppelt: Die typische Amortisationszeit liegt deutlich unter zehn Jahren. Zudem werden künftig alle Räume angenehm und gleichmäßig warm. Heizflächen energiesparend und komfortabel regeln: Aus Energiespargründen hat der Gesetzgeber in der Energieeinsparverordnung vorgeschrieben, dass Heizkörper mit „automa-

tisch wirkenden Einrichtungen“ ausgerüstet sein müssen, die die Wärmeabgabe raumweise selbsttätig begrenzen. Dazu gibt es mehrere technische Möglichkeiten. Preislich am günstigsten und am weitesten verbreitet sind die an den Heizkörpern installierten Thermostatventile. Einmal eingestellt halten die Regler die Wunschtemperatur automatisch relativ konstant. Wenn man län-

Seit dem 1. August 2016 wird die Heizungsoptimierung vom Bundeswirtschaftsministerium mit 30 Prozent der Nettokosten (Rechnungsbetrag ohne Mehrwertsteuer) für Material und Montage bezuschusst. Grundvoraussetzung: Die Pumpe oder Heizungsanlage muss vor mehr als zwei Jahren installiert worden sein. Gefördert wird der Austausch von Umwälzpumpen (auch Heizungspumpen genannt) sowie von Warmwasser-Zirkulationspumpen durch moderne Hocheffizienzmodelle. Wichtig: Die neue Pumpe muss auf der Liste des BAFA aufgeführt sein. Gefördert wird der hydraulische Abgleich der Anlage. Außerdem gilt der Zuschuss auch für zusätzliche Optimierungsmaßnahmen, wenn diese in Verbindung mit dem Abgleich durchgeführt werden. Dazu gehören die Anschaffung und Installation unter anderem von voreinstellbaren Thermostatventilen, von Einzelraumtemperaturreglern und die professionelle Einstellung der Heizkurve. Es lassen sich mehrere förderfähige Maßnahmen miteinander kombinieren, die jedoch zwingend von einem Fachhandwerker durchgeführt werden müssen. Vor Beginn der Maßnahme(n) muss sich der Hausbesitzer über ein Online-Formular beim BAFA registrieren. Nach der Umsetzung übermittelt er alle relevanten Daten ans BAFA. Detaillierte weitere Infos unter: www.bafa.de/bafa/de/energie/heizungsoptimierung

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Foto: www.co2online.de

30 PROZENT ZUSCHUSS VOM STAAT


Praktischer

sind

pro-

grammierbare Thermostat-

köpfe mit Batterieantrieb. Sie öffnen oder schließen automatisch entsprechend den einprogrammierten Daten. Dadurch erhöhen sich

sowohl die Energieeinsparung als auch der Wärmekomfort insbesondere in Räumen, die regelmäßig zu bestimmten Zeiten oder nur für kurze Zeit am Tag genutzt werden, wie das Badezimmer. Das Energiesparpotenzial liegt bei etwa 10 bis 15 Prozent (Materialpreis: etwa 20 bis 80 Euro). Hausbesitzer, die noch mehr Komfort, Funktionen und Einstellmöglichkeiten wünschen, sollten ein funkgesteuertes Einzelraumregelsystem wählen. Bei diesen Produkten kann man an einem Bediengerät (auch mit Touchdisplay) die Zeit- und Temperaturpro-

Energiesparpotenzial und Komfort verbinden batteriebetriebene, elektronische Heizkörperregler. Ein großes, klappbares Display erleichtert die Bedienung. Honeywell

gramme für mehrere Räume gleichzeitig einstellen. Die entsprechenden Auf-/ Zu-Befehle werden dann bei Bedarf an die elektronischen Heizkörperregler drahtlos übertragen. Verlässt man das Haus, reicht ein Knopfdruck, um ein Absenkprogramm für alle Heizkörper zu aktivieren. Auch eine App-Steuerung

per Smartphone sowie die Einbindung in ein SmartHome-System sind optional oft möglich. Bei konsequenter Nutzung ist hier eine Energiekosteneinsparung von 15 bis 30 Prozent möglich. Materialpreis-Beispiel: „Honeywell evohome Starter Paket, THR993RT“, für unter 250 Euro. Adressen Seite 83 I 

Text: Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Wendnagel

gere Zeit nicht im Raum ist, lohnt es sich, das Ventil zurückzudrehen. Denn sinkt die Raumtemperatur um ein Grad, ergibt sich eine Energieersparnis von etwa fünf Prozent. Übrigens: Empfehlenswert ist der Austausch alter Thermostatköpfe gegen technisch weiterentwickelte, neue Modelle, die noch energieeffizienter arbeiten (Materialpreis: ab etwa 12 Euro).

BEAMS

FUNKTIONALITÄT IN IHRER SCHÖNSTEN FORM Die Architektur des Raumes steht Modell für ein kreatives und innovatives Heizkörperkonzept: Vasco Beams Aluminium-Designheizkörper. Balkenförmige Elemente bilden eine robuste Einheit in perfekter Harmonie mit der Raumgeometrie. Gestalterisch passende Accessoires bieten die Möglichkeit, selbst die gewünschten Akzente zu setzen. Zwei Wasserkanäle pro Element garantieren einen hohen Wirkungsgrad und optimale Energieeinsparung. 2014 gewann Vasco Beams den Red Dot Design Award.

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R AT GE B E R I FLÄCHE NHE IZUNG

Behagliche Wärmestrahlen Das gesamte Energieeinsparpotenzial einer Heizungsmodernisierung kommt nur dann zum Tragen, wenn auch die Raumheizflächen berücksichtigt werden. Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich nicht nur aus Effizienzgründen für den Einbau eines Flächenheizsystems. Im Vergleich zu Radiatoren bietet es auch Vorteile hinsichtlich Optik, Hygiene und Behaglichkeit.

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er Einbau eines neuen und energiesparenden Heizsystems alleine ist noch kein Garant dafür, dass die Heizkosten am Jahresende möglichst niedrig ausfallen. Einen großen Einfluss auf die Gesamteffizienz hat die angeschlossene Wärmeverteilung, für die es zwei unterschiedliche Heizflächenvarianten gibt: Heizkörperund Flächenheizsysteme.

Größter Vorteil von Fußbodenund Wandheizungen ist ihre im Vergleich zu Heizkörpern sehr große Wärmeübertragungsfläche. Dadurch kommen sie mit geringen Heizwasservorlauftemperaturen von maximal 30 bis 35 Grad Celsius zurecht, während man Heizkörper meist mit 55 bis 80 Grad Celsius betreibt. Aus diesem Grund harmonieren die großflächigen

Fußbodenheizungen bieten einen angenehmen Wärmekomfort. Flach- und Trockensysteme erleichtern die Montage im Altbau. Uponor

Wärmeverteilsysteme hervorragend mit energiesparenden Wärmeerzeugern wie Brennwertgeräte, Sonnenkollektoren und Wärmepumpen. Denn gerade diese Systeme arbeiten umso effizienter, je niedriger die Heizwassertemperaturen sind. Zudem erlaubt das großflächige System aufgrund seiner höheren Strahlungstemperatur eine Absenkung der Lufttempe-

ratur um bis zu zwei Grad ohne Behaglichkeitseinbuße. Dies erbringt eine Energieeinsparung um bis zu zwölf Prozent. Flächenheizsysteme bieten aber noch weitere Vor-

züge: Die großflächige, gleichmäßige und milde Wärmeabstrahlung sorgt für eine ausgeglichene Temperaturverteilung und geringe Luftgeschwindigkeiten in den Räumen. In


Kommt es auf jeden Höhenmillimeter an, werden spezielle Flachoder Dünnschicht-Fußbodenheizungen mit sehr geringen Aufbauhöhen (ab etwa 15 Millimetern) eingesetzt. Diese lassen sich auch auf vorhandenen Böden installieren. Nach Abschluss der Montage wird eine schnell trocknende Spezial-Vergussmasse aufgebracht. Kermi

Folge dessen wird der Staubtransport im Raum so stark vermindert, sodass heizungsbedingte Staubnester erst gar nicht entstehen können. Außerdem entziehen beheizte Fußböden die wichtigste Lebensgrundlage von Staubmilben und Bakterien: die Feuchtigkeit. Praktisch dass

sich

ist

zudem,

Hausbesitzer

über Themen wie Platzierung, Optik und hygienische Reinigung der Heizfläche keine Gedanken machen müssen. Um ge-

sundheitliche Belastungen für die Beine zu vermeiden, wurden bereits vor Jahren für die Fußbodenoberfläche maximal zulässige Temperaturwerte festgelegt: Für die Aufenthaltszone sind es 29 Grad Celsius, die während der Heizperiode aber nur an eiskalten Tagen erreicht werden. Die durchschnittlichen Oberflächentemperaturen liegen bei angenehmen 22 bis 24 Grad Celsius. In den schmalen Randzonen mit erhöhtem Wärmebedarf, zum Beispiel unter bodentiefen Fenstern,

darf die Temperatur maximal 35 Grad Celsius betragen. Bei der Technik von Fußbodenheizungen hat sich

in den letzten Jahren viel getan – insbesondere auch mit Blick auf die speziellen Anforderungen im Sanierungsbereich. Generell wird die Warmwasser-Fußbodenheizung mit einem Heizestrich abgedeckt, der gleichzeitig als Wärmespeicher, Lastverteilschicht und als Untergrund für den Bodenbelag dient. Als Rohrwerkstoffe kommen in

Dieses Fußbodenheizsystem besteht aus einer Trägerplatte, in die vollflächige Alu-Wärmeleitbleche mit vorgeformten Nuten für die Aufnahme der Heizrohre eingebracht werden. Anstatt mit einem Nassestrichaufbau kann die Fußbodenheizung auch als flaches Trockensystem realisiert werden: Auf der blauen Entkopplungsmatte lässt sich der Oberboden direkt verlegen. Joco

der Praxis vor allem sauerstoffdichte Kunststoffrohre sowie Verbundrohre und Kupferrohre mit unterschiedlichen Durchmessern zum Einsatz. Bei den sogenannten Nasssystemen wird auf der Rohbetondecke zunächst eine Hartschaumschicht mit Abdeckfolie zur Wärme- und Trittschalldämmung aufgebracht. Anschließend erfolgen das Auslegen und Fixieren der Heizrohre, wobei spezielle Systemplatten mit Haltenoppen, vorgefrästen Nuten oder Kletthaltefolie die Montage erleichtern. Dann wird der Fließoder Zementestrich aufgetragen, woran sich eine Abbinde- und Aufheizzeit anschließt, die sehr genau einzuhalten ist. Je nach Estrichart kann dies insgesamt bis zu etwa 17 bis 28 Tage dauern. Erst wenn die sogenannte Belegreife erreicht ist, darf der Oberboden verlegt werden. Unter bestimmten Randbedingungen wird auch Gussasphalt als Heiz12/1 2017 ALTHAUS MODERNISIEREN 41


R AT GE B E R I FLÄCHE NHE IZUNG

BADHEIZKÖRPER GEWÜNSCHT? Die meisten Fußbodenheizungsbesitzer möchten in den Badezimmern und in Wellness-Bereichen auf einen zusätzlichen Heizkörper nicht verzichten. Denn er bietet Platz zum Ablegen und Aufhängen der Hand- und Badetücher, um sie vorzuwärmen und zu trocknen – das leistet eine Flächenheizung nicht. Bestimmte Modelle lassen sich bei Bedarf auch mit Kleiderablagen, Einzelhaken, Spiegel und Beleuchtungselementen bestücken. Zur Wärmeversorgung lässt sich der Badheizkörper über ein Spezialventil mit dem Fußbodenheizkreis verbinden. Für den Heizbetrieb in der Übergangszeit oder an kühlen Sommertagen bietet sich ein optionaler elektrischer Heizeinsatz an. Alternativ gibt es auch rein elektrisch beheizte Modelle. Handtücher trocknen und vorwärmen kann nur ein Heizkörper. Vasco

estrich eingesetzt. Hauptvorteil: Die Verlegung des Bodenbelags kann sofort beginnen. Wo es in der Renovierung auf jeden Höhenmillimeter beim Fußbodenaufbau ankommt, bietet sich der Einsatz von Flach- oder Dünnschichtsystemen an: mit Aufbauhöhen ab zirka 15 Millimetern (inklusive Ausgleichsschicht, aber ohne Bodenbelag) und mit einem geringen Gewicht. Sofern der vorhandene Boden geeignet ist und entsprechend

Ist kein weiterer Fußbodenaufbau möglich, lassen sich mittels einer Spezialmaschine die Kanäle zur Aufnahme der Heizrohre in einen glatten, ebenen Estrich einfräsen. Empur

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vorbehandelt wurde, wird ein flaches Träger- oder Noppenelement ausgelegt und mit Heizrohren bestückt. Danach erfolgt die Verfüllung mit einer speziellen Ausgleichsmasse, deren Trocknungszeit oft nur einige Tage dauert. Noch

einfacher

und

schneller gelingt der Einbau mit einem Trockenestrichsystem. Basiselement ist häufig eine Trägerplatte, die mit Aluminium-Wärmeleitlamellen zur Aufnahme der Heizrohre bestückt

wird. Auf eine Abdeckfolie werden dann die Trockenestrichplatten schwimmend gelegt. Danach lässt sich der Bodenbelag quasi ohne Wartezeit aufbringen. Nach wenigen Tagen ist die Fußbodenheizung somit einsatzbereit. Praktisch im Altbaubereich ist außerdem, dass die Aufbauhöhe (ohne Belag) bei lediglich zirka 30 bis 50 Millimetern liegt. Und aufgrund ihres relativ geringen Flächengewichts ist die Konstruktion besonders für alte Beton- und

Holzbalkendecken ohne hohe statische Belastbarkeit geeignet. Trockenbausysteme haben zudem eine schnellere Reaktionszeit als die konventionellen Nasslösungen. Falls in einem Altbau kein weiterer Fußbodenaufbau möglich ist, kann eine nachträglich in den vorhandenen Estrich eingefräste Fußbodenheizung zum Problemlöser werden: Nach dem Entfernen des Oberbelags fräst ein Fachmann mit einer Spezialmaschine (mit Staubabsaugung) passende Kanäle in den glatten, ebenen Estrich. In diesen Nuten verlegt und fixiert er später die Heizrohre. Der Bodenbelag lässt sich entweder direkt oder nach dem Aufbringen einer dünnen Ausgleichsschicht (mit kurzer Trocknungszeit) aufbringen. Bei diesem Verfahren entfallen übrigens die Anpassungsarbeiten bei Absätzen oder Türübergängen. Die Rohre der verschiedenen Fußbodenheizkreise werden meist etagenweise

Reicht die Fläche in kleinen Räumen für eine Fußbodenheizung nicht aus, kann ein Wandheizsystem den restlichen oder auch den gesamten Wärmebedarf decken. Viega


im sogenannten Heizkreisverteiler zusammengeführt. Dieser wird bevorzugt unterputz installiert. Die Anschlüsse sind über eine Frontklappe zugänglich, damit der Fachmann die jeweiligen Heizwassermengen über Ventile einregulieren und hydraulisch abgleichen kann. Bei Fußbodenheizungen sind alle gebräuchlichen Bodenbeläge einsetzbar. Achten sollte man dennoch auf eine entsprechende Kennzeichnung durch den Hersteller – dies gilt insbesondere für textile Bodenbeläge wegen ihres relativ hohen Wärmeleitwiderstands. Sehr gut einsetzbar sind insbesondere Platten aus Natur- oder Betonstein sowie keramische Fliesen, da sie die Wärme optimal leiten. Auch Holz und Parkett sind grundsätzlich geeignet, sofern die Materialstärke nicht zu dick ausfällt und weitere Randbedingungen, wie ein niedriges

Quell- und Schwundverhalten, eingehalten werden. Ähnliches gilt auch für Laminat und elastische Beläge aus Linolium, PVC und Kork. Als Ergänzung zur Fußbodenheizung bieten sich

die Wandheizsysteme immer dann an, wenn die verfügbare Fußbodenfläche nicht ausreicht, um den Raumwärmebedarf zu decken. Zum Beispiel in kleinen Bädern oder in Wohnräumen mit Belägen mit erhöhtem Wärmedurchlasswiderstand, wie bei Holzdielenböden. Zum alleinigen Problemlöser wird die Wandheizung, wenn im Altbau ein hochwertiger Bodenbelag, wie Parkett oder Marmor, erhalten bleiben soll, oder falls die verfügbare Fußbodenhöhe nicht ausreicht oder falls die Raumhöhe sonst zu niedrig wird. Die Wärmeübertragung ist meist höher, da es in der Regel keinen „bremsenden“ Belag gibt. Der Schichtauf-

bau der senkrechten Systeme ist prinzipiell ähnlich wie auf dem Boden. Es gibt eine Vielzahl von Putz- und Trockensystemen, auch in Elementbauweise, die sich an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen und rasch montieren lassen. Tabu sind allerdings Bereiche mit dichter Möblierung, zum Beispiel Schrankwände, oder Flächen für die Befestigung größerer, schwerer Gegenstände.

verzichtbar ist der Einsatz eines Einzelraumregelsystems, das sich als Funkvariante auch nachrüsten lässt. Fachgerecht ausgeführt sowie hydraulisch abgeglichen und richtig geregelt sorgen die unsichtbaren Flächenheizsysteme nicht nur für eine energieeffiziente Betriebsweise, sondern auch für ein behagliches und hygienisch angenehmes Wohngefühl. Adressen Seite 83 I 

Vor allem Systemplatten, in die die Rohre schon

eingebettet sind, eignen sich darüber hinaus auch zur Montage an der Decke, falls die verfügbare Wandfläche nicht ausreicht. Bei Bedarf ist auch die Kombination mit einer innen liegenden Wärmedämmung möglich. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Schrägdachwohnungen elegant gleichzeitig von innen dämmen und mit Wärme versorgen. Aus Effizienzund Komfortgründen un-

Funk-Einzelraumregelsysteme bieten einen hohen Bedienkomfort sowie zusätzliche Energieeinsparmöglichkeiten für Flächenheizungen. Danfoss

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Text: Dipl.-Ing. Jürgen Wendnagel

Das Heizrohr ist bei diesem Trockenbausystem in das Gipskartonplatten-Element integriert. Es lässt sich leicht montieren und eignet sich für Wand und Decke. Optional gibt es ein passendes Innenwärmedämmsystem – praktisch für den nachträglichen Dachausbau. Uponor


R AT GE B E R I FASSADENDÄMM UNG

Dämmen lohnt sich: Bei diesem Haus kam auf die bereits bestehende fünf Zentimeter starke Fassadendämmung aus Polystyrol-Hartschaum zusätzlich noch eine zehn Zentimeter dicke Dämmschicht aus Polyurethan-Hartschaum. Der Wärmedurchgangskoeffizient der Außenwand ist dadurch um zwei Drittel gesunken. Industrieverband Polyurethan-Hartschaum

Nicht die Umwelt heizen Seit Jahresbeginn 2016 ist der Heizölpreis um satte 29 Prozent gestiegen. Hausbesitzer, die ihre Immobilie energetisch sanieren und die Fassade dämmen, müssen sich über diese Kostenexplosion keine Sorgen machen. Langfristig amortisiert sich die Wärmedämmung. Das Umweltbundesamt hat erneut den hohen Nutzen der Wärmedämmung bestätigt. Energiesparen sei der richtige Ansatz, den eigenen Geldbeutel zu schonen.

W

er zum Jahresbeginn gehofft hatte, dass die Energiepreise auf einem dauerhaft niedrigen Niveau bleiben, hat auf das falsche Pferd gesetzt. Stattdessen hat eine galoppierende Inflation eingesetzt. Kostete im Januar 2016 der Liter Heizöl im Schnitt 38 Cent, so ist der Preis für das schwarze Gold per Ende 2016 auf über 50 Cent je Liter gestiegen. Unter dem Strich ist das ein Anstieg um satte 29 Prozent innerhalb nur eines Jahres. Kein Wunder also, dass das Um44 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

weltbundesamt in einer Studie erneut Vorteile und Nutzen einer Wärmedämmung am Haus bestätigt hat. Die zentrale Aufgabe, die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken, wird nach Ansicht fast aller Experten vor allem mit energetischer Sanierung wie Wärmedämmung der Fassade zu erreichen sein. „Der schnellste und einfachste Weg, um das Klima zu schützen, ist Energiesparen. Nicht verbrauchte Energie verursacht keine

Emissionen – und kostet, nach anfänglicher Investition, auch kein Geld“, bringen es die Autoren des Papiers auf den Punkt. Heizung mit Warmwasser ist mit fast 80 Prozent

Anteil am Endenergieverbrauch der größte Energiefresser im Haus. Das ist nicht nur teuer, sondern auch klimaschädlich. Denn die Heizungen in privaten Haushalten verursachen rund 60 Prozent des CO2Ausstoßes. Für eine energetische Sanierung mit Fassadendämmung sprechen gleich mehrere Gründe: Mit

Ein relativ neuer Wärmedämmstoff: Dämmplatten aus nachwachsendem Hanf werden auch für die Fassade verwendet. Caparol


KFW-FÖRDERUNG Wenn Sie Ihre Wohnimmobilie zum KfW-Effizienzhaus sanieren, vergibt die staatliche Bank dafür im Rahmen ihres Programms „Energieeffizient Sanieren“ zinsverbilligte Kredite bis 100 000 Euro je Wohneinheit, zu einem effektiven Jahreszins von 0,75 Prozent (Stand November 2016). Wirtschaftlich sehr interessant ist auch das Zuschussprogramm „430“ der staatlichen Förderbank. Für private Hauseigentümer, die Wohnraum energetisch sanieren oder sanierten Wohnraum kaufen, gibt es Zuschüsse von bis zu 30 000 Euro je Wohneinheit. Förderfähig sind alle Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen. Erfreulich: Nach Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau ist das Zuschussprogramm flexibel kombinierbar mit anderen Fördermitteln. Wenn Sie keinen KfW-Effizienzhaus-Standard anstreben, ist auch die Förderung von bestimmten Einzelmaßnahmen möglich. Quelle: KfW

einer guten Wärmedämmung und effizienter Heiztechnik lässt sich zum einen der Primärenergiebedarf eines Gebäudes um bis zu 90 Prozent senken. So werden Wärmeverluste durch die Gebäudehülle drastisch reduziert und damit die Heizkosten auf ein Minimum verringert. Gleichzeitig steigert ein

Mineralwolle ist ein bewährter Dämmstoff für die Fassade. Bei einem Wärmedämm-Verbundsystem ist wichtig, dass alle Komponenten sorgfältig aufeinander abgestimmt sind und fachgerecht verarbeitet werden. Fachverband Mineralwolleindustrie

besserer Wärmeschutz den Wert einer Immobilie und fördert ein angenehmes sowie gesundes Wohnklima. Das Umweltbundesamt verweist auf die zentrale

Bedeutung guter Planung und Beratung. Hausbesitzer sollten sich also bereits bei Beginn ihrer Überlegungen zur energetischen Sanierung einen qualifi-

Leistungsstark: Dämmelemente aus Polyurethan-Hartschaum erzielen bei relativ geringen Dämmstoffdicken hohe Wärmedämmwerte an der Fassade. Industrieverband Polyurethan-Hartschaum

Eine Familie aus Bayern litt im Winter unter kalten Wänden und sehr hohen Heizkosten. Das im Jahr 1954 erbaute Haus verfügt über ein stabiles Mauerwerk aus 30 Zentimeter starkem Bims, erfüllte jedoch in keiner Weise die Anforderungen des heutigen Wärmeschutzes. Das zeigte eindrucksvoll der schlechte U-Wert der unsanierten Wand: Berechnungen zufolge betrug er vor der Sanierung 1,22 W/(m2K). Durch die Hauswand entwich also ein Großteil der Heizwärme. Da sich die Bauherren damit auf Dauer nicht mehr zufrieden geben wollten, beschlossen sie, die Hausfassade per WDVS mit Holzfaserdämmstoff zu dämmen. Die nächste Heizkostenabrechnung verspricht deutlich niedriger auszufallen, wie ein Blick auf den U-Wert des sanierten Hauses zeigt: Nach der Sanierung beträgt dieser nun gerade noch 0,203 W/(m2K). Der Wärmedurchgang durch die Außenwand ist also um rund 80 Prozent gesunken. Dank der Holzfaserdämmung konnten die Hausbesitzer die KfW-115-Förderung in Anspruch nehmen, was bedeutet, dass der sanierte Bau nur 15 Prozent mehr Energie als ein vergleichbarer Neubau verbraucht.

Quelle und Fotos: Verband Holzfaser Dämmstoffe

WÄRMEDURCHGANG UM 80 PROZENT GESUNKEN

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R AT G E B E R I FAS S ADE NDÄM MUNG

Oben: Das Multipor-Dämmsystem eignet sich ebenfalls für die Fassade. Die Dämmplatte besteht aus Kalk, Sand, Zement und Wasser. Xella

Fensterbänke sollten zum Dämmsystem passen, damit thermisch bedingte Längenänderungen problemlos aufgenommen werden. Fensterbänke können sich über das Jahr durch die natürlichen Temperaturschwankungen um etliche Millimeter bewegen. Das darf dann nicht zu Rissen im System führen. Sto

„ThermoSklent W“ ist ein Dämmelement für hinterlüftete Schieferfassaden. Die Dämmung aus Polyurethan-Hartschaum ist bis zu 160 Millimeter dick. Rathscheck

„NACHHALTIGKEIT IST EINE GANZ GROSSE STÄRKE“ Was macht ein perfektes Dämmsystem für die Fassade aus? Bei Bestandsbauten entweicht ein großer Teil der Energie durch die Außenwände. Eine gute Fassadendämmung mit Mineralwolle hilft damit zirka 20 bis 30 Prozent Energie einzusparen. Aber Mineralwolle hilft nicht nur als Wärmeschutz Energie zu sparen, sondern kann noch viel mehr. Mineralwolle bietet perfekten Schallschutz gegen den Lärm von außen wie von innen. Das Raumklima ist ganzjährig ausgewogen, die Raumtemperatur liegt bei gesunden 20 bis 26 Grad, und das ohne die Gefahr von kondensierter Luftfeuchtigkeit an kalten Wänden. Beim Brandschutz punktet

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Mineralwolle durch seine Nichtbrennbarkeit. Und bei allen Vorteilen ist eine Dämmung mit Mineralwolle eine kostengünstige Lösung, die langfristig und dauerhaft ihre positiven Materialeigenschaften beibehält. Was ist bei der Verarbeitung eines Dämmsystems aus Mineralwolle zu beachten? Mineralwolle lässt sich generell besonders flexibel, unkompliziert und effizient verarbeiten. Nehmen wir das Wärmedämm-Verbundsystem für die Fassade. Die Grundvoraussetzung für die Anwendung im WärmedämmVerbundsystem ist die Tragfähigkeit des Untergrunds. Es gibt verschiedene Systeme für die Verarbeitung als Wärmedämm-Verbundsystem: die

direkte Verklebung mit oder ohne Verdübelung der Steinwolle-Putzträgerplatten oder -Lamellen. Alle Systeme ermöglichen eine große Gestaltungsvielfalt der Fassaden in Form, Struktur und Farbe. Und die Systeme erfüllen die höchsten Anforderungen an den Brandschutz. Denn Mineralwolle ist nichtbrennbar und damit für alle Gebäudehöhen geeignet.

Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführung FMI – Fachverband Mineralwolleindustrie

Dolomit oder Recyclingglas sind die Zutaten für Mineralwolle. Sie sind überall ausreichend verfügbar. Die Energie, die bei der Produktion anfällt, wird durch die Dämmung um ein Vielfaches eingespart – in der Regel schon in einer Heizperiode. Mineralwolle ist extrem langlebig und behält seine positiven Materialeigenschaften Immer mehr Hausbesitzer legen Wert darauf, dass ein ein Gebäudeleben lang. Mineralwolledämmstoffe werden nicht nur abfallfrei Dämmstoff eine gute Ökohergestellt, sie sind auch recyclingbilanz hat. Wie sieht es bei fähig. Sortenreine Verschnitte können Mineralwolle aus? dem Produktionsprozess wieder Nachhaltigkeit ist eine der ganz großen Stärken von Mineralwolle. zugeführt werden. Mit Mineralwolle Das beginnt schon mit der Wahl der erzielt man also sichere Dämmerfolge Rohstoffe. Basalt, Sand, Kalkstein, mit einem guten Umweltgewissen.


Vor zehn Jahren ist eine Familie aus der Region Stuttgart ganz pragmatisch die energetische Sanierung ihres 1990 gebauten Einfamilienhauses angegangen. Als sich in der Putzfassade Risse zeigten, entschied sich das Ehepaar, die Außenwände mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) zu versehen. Fachhandwerker haben auf der Fassade eine 160 Millimeter dicke Wärmedämmung aus Mineralwolle aufgebracht. Der U-Wert der Außenwände verbesserte sich dadurch von 0,55 auf 0,16 W/(m2K), was im Jahr 2006 ein vorzüglicher Wert war. Weiterhin hat die Familie die Außenwand gegen das Erdreich dämmen lassen. In Zahlen ausgedrückt: Benötigten die Hausbesitzer vor der Montage des WDVS im Schnitt rund 3000 Liter Heizöl jährlich, so sind es heute bei gleichem Nutzerverhalten je nach Härte des Winters zwischen 1800 und 2000 Liter. Anmerkungen: In 2008 und 2012 kostete der Liter Heizöl in Spitze teilweise über 90 Cent je Liter. In den nächsten Jahren stehen ein Austausch des alten Ölheizkessels, die Erneuerung der Dachdämmung und die Installation einer thermischen Solaranlage auf dem Programm. Diese Maßnahmen werden helfen, den Heizölverbrauch noch weiter zu reduzieren.

zierten Energieberater einbeziehen. Innerhalb welches Zeitraums eine Wärmedämmung die aufgewendete Investition direkt wieder einspart, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend ist in erster Linie der Ausgangszustand des Gebäudes. Je schlechter sich dieser energetisch darstellt, desto schneller lohnen sich in der Regel die eingesetzten Mittel. Weitere Faktoren in der Berechnung seien laut Umweltbundesamt die künftige Entwicklung der Energiepreise, die fachgerechte Ausführung der Wärmedämmung und die Frage, ob die Verbesserung des Wärmeschutzes in ohnehin anstehende Sanierungsmaßnahmen integriert wird. Ganz egal, für welchen Dämmstoff sich Hausbesitzer auch entscheiden: Alle Materialien sparen in ihrem Lebenszyklus deutlich mehr Energie als ihre Herstellung benötigt. Anders gesagt: Der hohe Energie-

verbrauch eines nicht gedämmten Gebäudes belastet die Umwelt viel stärker als die Herstellung des Dämmstoffs. Die Autoren des Umweltbundesamtes nehmen in ihrer Abhandlung auch vielfach zitierte und wiederholte Vorurteile gegen die Wärmedämmung ins Visier. So vermeidet oder behebt gerade eine Wärmedämmung bauliche Mängel, die zu Schimmel führen können. Diese Mängel sind zum Beispiel alte, weil ungedämmte Außenwände, undichte Stellen oder Kältebrücken an Laibungen und Fenstersimsen. Viele Mängel sind, so die Feststellung der Autoren, auf Fehler in Planung und Ausführung zurückzuführen. Wichtig ist in jedem Fall eine ausreichende Lüftung, um die im Haus entstandene Feuchtigkeit durch Kochen, Duschen sowie Atemluft ins Freie zu befördern. Gerade die Dämmung bietet für je-

des Haus die Möglichkeit, seine Fassade nachdrücklich aufzuwerten oder optisch zu verbessern. Viele Beispiele bestechen gerade bei einst tristen, glatten Betonfassaden durch anspruchsvolle architektonische Lösungen. Mit Formelementen, Zierprofilen, Lisenen und witterungsbeständigen Strukturputzen lassen sich selbst historische und klassizistische Fassaden detailgetreu gestalten und gleichzeitig das Wärmeschutzniveau verbessern. Als Bestätigung seiner bisherigen Argumentation sieht der „Qualitätsgedämmt e.V.“, der von führenden Unternehmen der Bauzulieferin-

dustrie getragen wird, die neue Publikation des Umweltbundesamtes. „Hier sind die klaren Vorteile der Wärmedämmung eingängig und umfassend erläutert. Wir freuen uns, dass die zuletzt in der allgemeinen Diskussion etwas vernachlässigten Argumente pro Wärmedämmung wieder mehr in den Fokus gerückt werden“, sagt Lothar Bombös, Vorstandsvorsitzender der Initiative. „Im Konzert mit allen Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung spielt die Wärmeund speziell die Fassadendämmung eine wichtige Rolle.“ Und: Die Energiepreise steigen wieder. Adressen Seite 83 I 

FACHBETRIEBE Wenn Sie einen kompetenten Handwerksbetrieb oder Energieberater in Ihrer Region finden wollen, können Sie dafür die Datei des Vereins „Qualitätsgedämmt“ nutzen. Unter www.daemmen-lohnt-sich.de/ fachberatung/handwerkersuche finden Sie Maler, Stuckateure, Trockenbauer und Fassadenmonteure in der Nähe.

12/1 2017 ALTHAUS MODERNISIEREN 47

Quelle und Fotos: Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme

1200 LITER HEIZÖL WENIGER JÄHRLICH


Foto: Bayerwald

R AT GE B E R I HAUS E INGANG

Modernes Entree Schick, edel und Alleskönner: Haustüren sind mehr als nur die Möglichkeit, das Haus zu verlassen oder die eigenen vier Wände zu betreten. Extravagantes Design und technische Raffinesse stehen heute im Vordergrund. Und sie befriedigen mehr denn je Grundbedürfnisse, die dem modernen Hauseigentümer wichtig sind: bestmöglicher Komfort, hohe Sicherheit und zeitgemäße Energieeffizienz. 

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er an das Elternhaus oder das Haus der Großeltern denkt, erinnert sich oft auch an die Eingangstür mit ihrer einheitlichen Optik aus blickdichtem Material, in der Mitte der Türspion, manchmal aber auch mit ihrer Türfüllung aus Drahtglas, die zwar nicht unbedingt schön, dafür aber stabil war und allein wegen der bei einem Bruch entste48 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

henden scharfen Ränder abschreckend auf Einbrecher wirkte. Die modernen Haustüren sind entscheidende Schritte weiter: Sie sind multifunktional, komfortabel, umfassend sicher und sie verleihen dem Eigenheim das gewisse Etwas. Besonders gefragt bei aktuellen Haustüren sind Modelle mit einer geschlossenen Türfüllung, deren Seitenteile ger-

Aluminium-HolzHaustür AHT 3-95 „Monte Carlo“: Außen (links) in Trendfarbe und mit dezenten Linien gestaltet, innen unverfälscht in Holzart Fichte. In Verbindung mit DreifachVerglasung erzielt die Tür einen sehr guten Wärmeschutz. Kneer


Die Haustürfüllungen aus Keramik präsentieren sich in der Optik moderner Baustoffe – hier im Corten-Stahl-Look. Rodenberg/epr

Ein Eingangsbereich sollte stimmig sein: Haustür aus Aluminium „ThermoSafe“, mit oder ohne Verglasung erhältlich. Hörmann

ne aus Glas bestehen dürfen. „Immer mehr Bauherren entscheiden sich für die daraus resultierende schnörkellose Optik im Eingangsbereich, die hochwertig aussieht und den modernen Einrichtungsstil nach außen trägt“, erklärt

weitere Materialien, Farben und Beleuchtungsmöglichkeiten: Bei den Werkstoffen sind dies Aluminium, Edelstahl, Holz, Kunststoff und Glas sowie Kombinationen daraus. Zusätzliche Elemente aus Edelstahl, Holz oder Stein und die unter-

der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn. Bei den Farben macht derzeit Grau in allen erdenklichen Schattierungen in Form von Pulverbeschichtungen oder Folien das Rennen. Dazu kommen

MIT UNS GIBT’S KEINEN DACHSCHADEN. Schiefer schützt Ihr Dach sicher bei Wind und Wetter, Regen, Eis und Sturm. Er ist besonders widerstandsfähig, langlebig und haltbar. Und das ideale Naturmaterial, um neue Häuser ästhetisch zu perfektionieren – sowie alte stilvoll zu renovieren.

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schiedlichsten Arten von Türgriffen werten gemeinsam mit einer geschickt verbauten und energieeffizienten LED-Technik die Attraktivität der neuen Eingangspforte auf. Komfort und Energie: Haustüren sind dicht und


R AT GE B E R I HAUS E INGANG

VO RD Ä C H E R S C H Ü T Z E N V O R WIND UND WETTER Gäste, die vor der Haustür warten müssen, sind unter einem Vordach besonders gut vor Regen und Wind geschützt. Auch die Bewohner wissen ein Dach über dem Kopf zu schätzen, wenn sie bei ungemütlichem Wetter erst nach dem Schlüssel suchen müssen. Nicht zuletzt bewahrt ein Vordach auch die Haustür vor witterungsbedingten Schönheitsmakeln: Türblatt und Zarge behalten ihre wertige Optik länger und der Eingangsbereich bleibt repräsentativ. Allerdings: Wichtig ist es, ein Modell zu wählen, das sich elegant dem jeweiligen Baustil und dem übrigen Design der Fassade anpasst. Schicke Pult-, Bogen- und Giebelvordächer sowie – für Fans der klassischen Form – rechteckige Ausführungen ergänzen das Sortiment der Hersteller. Ob die Träger aus Edelstahl oder pulverbeschichtetem Aluminium bestehen, die Abdeckungen aus langlebigem Acrylglas oder Polycarbonat gefertigt sind: Alle Systeme sind wertbeständig. Wer einen breiten Eingangsbereich hat oder bei einem Zweifamilienhaus gleich auch die Tür des Nachbarn schützen möchte, kann auf das modulare System zurückgreifen. Für jeden Haustyp gibt es also eine Konstruktion, die ideal seinem Stil entspricht. Dabei liefert zum Beispiel die Firma Gutta fast alle Vordächer in den zwei gängigsten Standardgrößen von 160 und 200 Zentimetern, aber auch Sonderanfertigungen sind möglich. Die Montage fällt talentierten Selbermachern leicht, weil die Systeme mit sämtlichem Befestigungsmaterial für massive Fassaden und detaillierten Anleitungen angeliefert werden. Übrigens: Auch eine LED-Beleuchtung ist integrierbar.

EI NBRU C H H E M M U N G

Foto: VFF/Bayerwald

Einbruchhemmende Haustüren bieten viele Abwehrmöglichkeiten gegen umherziehende Banden: Dazu zählen verstärkte Türblätter gegen den gewaltsamen Durchbruch durch die Tür, ein stabiles Türschloss, das hervorragend verankert ist und einen guten Schutz vor Aufhebeln oder Herausreißen bietet und auch Bandseitensicherungen aus Metall, welche die Tür auf der Scharnierseite vor brutaler Gewalt schützen. Bei den Glaseinsätzen hilft Sicherheitsglas, eventuell in Kombination mit Sensoren wie bei den Fenstern, die einen Glasbruch melden. Immer öfter zu sehen sind in den Haushalten Kamera- und hochmoderne Fingerprint-Systeme. Eine elektromechanische Mehrfachverriegelung, die nach jedem Schließen die Tür verriegelt, erhöht die Sicherheit zusätzlich. Fördermöglichkeiten für den Einbau: www.kfw.de

50 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

schützen vor Lärm. Zusätzlich zum attraktiven Design sind moderne Haustüren perfekte Energiesparer. Türen aus Aluminiumoder Edelstahlelementen besitzen thermisch getrennte Profile oder Füllungen aus PolyurethanSchaum. Bereits von Natur aus sind Holz-Haustüren gut wärmedämmend und

Neben zahlreichen Konfigurationsvarianten bietet der Haustürkonfigurator die Möglichkeit, ein Bild vom eigenen Haus hochzuladen und mit der neuen Tür zu kombinieren. Schüco

sie sind von der Gestaltung und Profilierung her am variantenreichsten. Kunststofftüren wiederum dämmen durch die in den Kammern eingeschlossene Luft. Über alle Türarten hinweg gibt es die unterschiedlichsten Füllungspaneele, die dem Hausbesitzer vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Einsätze aus


Weitere Top-Themen bei

Automation und Zutrittskontrolle. Ganz vorne auf der Wunschliste von Bauherren und Modernisierern liegen Türen, die leicht bedienbar und sicher sind. Für Sicherheit sorgen Haustüren:

verdeckt liegende Drehbänder, automatisch verriegelnde Mehrfachschlösser und moderne FingerprintSysteme. Ein Motorschloss sorgt dabei für das selbstständige Ver- und Entriegeln per Signal oder für das Zufallen ins Schloss. Das Signal dafür kann zum Beispiel über einen Zahlencode, per Funk, mittels eines Transponders oder auch via Bluetooth mit dem Smartphone übermittelt werden. Das erhöht den Komfort für die Hausbewohner und die zu Besuch kommenden Freunde oder Bekannten. 

Adressen Seite 83 I

Schon in der Standardausstattung überzeugen die „Atris“-Aluminiumtüren durch zahlreiche Vorteile, wie das selbstverriegelnde „AutoLock“-Schloss, Verbundsicherheitsverglasung, stabile Bänder sowie eine umfangreiche Auswahl an Standardgriffen. Weru

Quelle: VFF

Wärmedämmglas runden das Energiesparpaket für Haustüren ab. Zudem halten moderne Haustüren den Straßenlärm vom Eindringen in die eigenen vier Wände ab. Der Lärm wird durch besondere Abdichtungen zwischen Zarge und Türfalz und zwischen Tür und Fußboden sowie durch besondere Gläser und Füllungen reduziert.

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R AT GE B E R I M AUE RWERK S ANIERUNG

Der Feuchtigkeit auf der Spur Plötzlich auftretende Wassermassen wie etwa durch Starkregen, Überschwemmungen oder Leckagen sind ein offensichtlicher Grund für nasse

Nachträgliche Horizontalsperre (bei Bedarf) Sperrputz gegen eindringende Feuchte Ergänzende Komponenten wie Klimaplatten (bei Bedarf)

Horizontale Abdichtung (bei Bedarf)

Wände. Weitaus häufiger ist die kontinuierliche Bedrohung, die von der ständig im Erdreich enthaltenen Feuchtigkeit ausgeht und für viele Schäden verantwortlich ist.

Feuchtigkeit verursacht Schäden. Es gilt, mit dem Fachmann die richtigen Sanierungsmaßnahmen umzusetzen.

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mmer wieder hört man Klagen über feuchte Stellen an Kellerwänden. Bei Häusern älteren Baujahrs ist häufig keine fachgerechte Abdichtung vorhanden. Die Feuchtigkeit dringt so problemlos in das Mauerwerk ein und steigt – wenn sie nicht rechtzeitig gestoppt wird – über das Kapillarsystem hoch und verursacht Schäden an der Bausubstanz.

Vor jeder Sanierung: Zu einer gründlichen Analyse gehört auch die Messung der Feuchtigkeit im Mauerwerk.

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Schimmelpilze, Schwammbefall oder ähnliche Feuchtigkeitsschäden – für jeden Bewohner und die Immobilieneigentümer sind solche Probleme zu Hause ein wahrer Alptraum. Und dieser Teufelskreis dreht sich noch fest weiter: Denn Feuchtigkeit im Mau-

Foto links und Grafik oben: Getifix/epr

Aber eben nicht nur das:


Horst Becker, Gründer und Geschäftsführer der Isotec-Gruppe

Erst den Schaden analysieren, dann sanieren. Isotec

FACHBETRIEBE GEZIELT AUSWÄHLEN „Wir werden oft zur Sanierung der Sanierung gerufen, weil die Eigenversuche gescheitert sind oder ein zuvor beauftragtes Unternehmen nicht fachgerecht saniert hat“, berichtet Horst Becker, Gründer und Geschäftsführer der Isotec-Gruppe. Über 80 000 Sanierungen führten seine Fachleute nach eigenen Angaben in den letzten 25 Jahren durch. Nach Meinung von Horst Becker sollten Hauseigentümer bei der Auswahl des Fachbetriebes aber auf Nummer sicher gehen und entscheidende Punkte abfragen: 1. Das angefragte Unternehmen sollte zertifizierte, geprüfte Verfahren anbieten, die für die verschiedenen Feuchteschäden und ihre Ursachen auch unterschiedliche Methoden der Beseitigung anbieten – und nicht nur ein Verfahren. 2. Die Mitarbeiter des angefragten Fachbetriebes müssen immer auf dem neuesten Stand der Technik sein und deshalb permanent geschult werden. Entsprechende Zeugnisse sollten sich die potenziellen Auftraggeber zeigen lassen.

erwerk sorgt auch dafür, dass die Wärmeleitfähigkeit zunimmt, was eine Verschlechterung der Wärmedämmung des Hauses bedeutet. Und so kann es etwa im Winter zur Kondensation an der Wand und dadurch zu einem weiteren Anstieg der Durchfeuchtung kommen. Treten feuchte Stellen oder Schimmelpilze auf, ist eine genaue Analyse erforderlich, um die Ursache dafür aufzuspüren und auszuschalten. Wenn geklärt ist, ob eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte, gegen nicht stauendes Wasser oder von außen drückendes Wasser wirksam werden soll, geht es an die Sanierung. Verhindert werden können zum Beispiel die Scha-

densbildungen durch aufsteigende Feuchtigkeit mittels einer sogenannten Horizontalsperre. Bei Neubauten standardmäßig bereits eingebaut, ist sie in vielen Bestandsbauten allerdings undicht oder gar nicht erst vorhanden. Eine Abdichtung des Gebäudes kann sowohl von außen als auch von innen erfolgen. Eine Innenabdichtung ist weniger aufwendig und unabhängig von den äußeren Gegebenheiten. Die Fachbetriebe nutzen dafür zum Beispiel spezielle, geprüfte und zugelassene Systemlösungen, die entwickelt wurden, um den höchsten Feuchtigkeits- und Druckwasserbelastungen standzuhalten. Die Profis arbeiten auch mit Spezialsper-

3. Referenzkunden in der Umgebung können erfragt werden. Denn sie zeigen, ob das Unternehmen seinem Anspruch in der Praxis auch gerecht wird. Ein Betrieb, der sein Handwerk versteht, wird entsprechende Kontakte zu ehemaligen Kunden herstellen. 4. Eine verbindliche, transparente Kalkulation, die den tatsächlichen Endpreis darstellt, sollte vereinbart werden. Dann gibt es keine unangenehmen Nachforderungen nach Abschluss der Arbeiten. 5. Interessenten sollten auf rechtsverbindliche Zusagen bestehen mit optimal 10 Jahren Gewährleistung. Achtung: Diese rechtlichen Zusagen sollten sich auf die Anwendung und Ausführung der Arbeiten beziehen, nicht bloß auf die verwendeten Produkte! „Jedes Kriterium sollte erfüllt sein, damit das Geld für eine erfolgreiche Sanierung auch gut investiert ist“, unterstreicht Horst Becker.

Der Feuchtigkeit den Weg versperren: Die „Intrasit IC 28OS“, eine auf Silanbasis hergestellte Injektionscreme, verspricht selbst bei stark durchfeuchteten Wänden eine perfekte Abdichtung. Das Besondere: Anders als bei flüssigen Materialien entsteht hier dank der cremigen und daher standfesten Konsistenz kein unkontrolliertes Abfließen innerhalb der Wand. Hahne/epr

12/1 2017 ALTHAUS MODERNISIEREN 53


R AT GE B E R I M AUE RWERK S ANIERUNG

ren: Mithilfe eines Spezialgels wird verhindert, dass Feuchtigkeit durch den Baukörper drückt und aufsteigt. Sanierputzsysteme kommen zum Einsatz, um das bereits feuchte- und salzgeschädigte Mauerwerk in-

Diese herrschaftliche Gründerzeitvilla benötigte nach etwa 90 Jahren eine umfassende Feuchtigkeitssanierung, um den Keller auch wieder für höherwertigere Anforderungen nutzbar zu machen.

standzusetzen. Mit einem Plattensystem aus Kalziumsilikat wird die Feuchteund Salzbelastung im Mauerwerk noch besser kompensiert und zusätzlich die Kondensations- und Schimmelpilzgefahr gebannt. 

Adressen Seite 83 I

LIVE VOR ORT: RUNDUM SANIERT Die Feuchtebelastung im erdberührten Bereich der eindrucksvollen Gründerzeitvilla aus den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte Bauschäden verursacht. Eine höherwertige Nutzung der Keller- und Souterrainräume war nicht mehr uneingeschränkt möglich. Deshalb erfolgte 2015 eine Sanierung nach derzeitigem Stand der Technik mit Produktsystemen des Spezialisten Remmers. Die feuchten und salzbelasteten Wände mit schadhaftem Putz und der Schimmelbefall in schlecht durchlüfteten Bereichen gaben einen eindeutigen Hinweis darauf, dass eine wirksame Bauwerksabdichtung des erdberührten Keller- und Sockelbereiches unumgänglich geworden war. Um die Situation unterhalb der Geländeoberkante zu eruieren, wurde deshalb zunächst eine Schürfgrube ausgehoben, um den Wandaufbau abzuklären. Da gab es je nach Gebäudeseite Unterschiede. An der Straßenseite wurde irgendwann in den letzten 30 Jahren vor die aus Natursteinen gemauerte Wand eine Betonschale gegossen. Das war aus den Bestandsunterlagen nicht ersichtlich und wurde erst beim Aufgraben entdeckt. Eine Bauwerksabdichtung im erdberührten Bereich und der nahtlose Übergang zum Sockel ist generell eine schwierige Auf-

Um den Sockelbereich für die Zukunft fit zu bekommen, musste tief abgegraben und viel Erde bewegt werden.

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gabenstellung. Um so mehr, wenn unterschiedliche Wandaufbauten vorliegen, wie hier beim Untergeschoss. Es besteht in der Hauptsache aus Bruchsteinmauerwerk mit einem Statikproblem im Fußpunktbereich. Da der Bauherr, wie oben erwähnt, eine höherwertige Nutzung der Kellerräume anstrebte, handelte es sich hier um eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe für die beteiligten Fachleute. Wir geben hier nur einen kleinen Einblick in die Maßnahme. Die einzusetzenden

Betonmauer steht direkt auf gewachsenem Boden Granitmauerwerk Ziegel- und Granitbrocken

Die Abdichtung des Sockels erfolgte mit „Multi Baudicht 2K“. Darauf kam ein Anfüllschutz- und Dränelement.

So sieht der Außenwandaufbau der Gründerzeitvilla aus den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus.


Foto: Baumann

Sanierungssysteme sind von Objekt zu Objekt oft völlig verschieden. Bei der erdberührten Bauwerksabdichtung wurden fast ausschließlich Remmers-Produkte verarbeitet, um in einem aufeinander abgestimmten und bewährten System zu arbeiten. Die Schritte: Untergrundvorbereitung, Haftbrücke, Egalisierung, Abdichtung, Perimeterdämmung, Anfüllschutz- und Dränelement. Die Innenabdichtung und der Putzaufbau: Zur Kaschierung der vorherigen Putzschäden waren in den Kellerräumen Vorsatzschalen montiert. Sie wurden als erstes abgebaut, um den Trocknungsprozess des Mauerwerks nicht zu behindern. Dann erfolgte der Einbau einer Horizontalsperre mit „Kiesol C“ gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Das Verpressen im Innenbereich erwies sich als schwierig, da keine auf einer Höhe durchgehende Lagerfuge vorhanden war. Auch der Übergang Boden zur Wand wurde in allen Bereichen mit Niederdruck verpresst. Das Sanierputzsystem glänzt durch einen kapillaraktiven Leichtzuschlag – einschichtig bis 30 Millimeter Dicke einsetzbar, auch bei mittleren Salzbelastungen. Und: In Altweiß benötigt die Oberfläche keinen weiteren Feinputz oder Anstrich. Planung: bmnp.architekten, Nürnberg; Bauwerksabdichtung: Josef Reindl Bauunternehmen GmbH, Schellenberg; Produkte: Remmers.

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LI V E VOR ORT I ASBE S T S ANIERUN G

Eine gute Alternative zu asbesthaltigen Dachplatten: 400 Millionen Jahre alter, robuster und wert­beständiger Schiefer.

Schiefer statt Asbestplatten Viele deutsche Dächer sind noch immer mit asbesthaltigen Faserzementplatten gedeckt. Hausbesitzer Rudi Klas hat jetzt einen Schlussstrich gezogen. Er ließ sein Dach sanieren. Die gefährlichen Asbestplatten hat er durch attraktiven Natur­ Hauseigentümer Rudi Klas (links) im Gespräch mit Fachberater Klaus Jost von der Firma Rathscheck Schiefer.

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ausende Bauherren holt jetzt die Vergangenheit ein: Wer in den 60er-, 70er- und 80erJahren in bester Absicht sein Haus mit asbesthaltigen Faserzementplatten gedeckt hat, steht zu Beginn des Rentenalters häufig vor einer Totalsanie-

56 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

rung. Viele Platten sind nicht nur stark verwittert und unansehnlich, sondern auch undicht – und im spröden Zustand gefährlich für die Gesundheit. „Quer durch Deutschland müssen in den kommenden Jahren mehr als 100 000 Dächer auf Privat-

schiefer ersetzt.

häusern erneuert werden“, schätzen Andreas Jäger und Frank Rummel. Nach einer Analyse der beiden Geschäftsleiter von Rathscheck Schiefer gibt es derzeit bereits einen erheblichen Sanierungsstau – denn noch bis 1993 durften asbesthaltige Platten ver-

legt werden, bevor der Baustopp kam. „Wir haben uns nichts dabei gedacht“, sagt heute einer, der es auch nicht besser wusste, obwohl er vom Fach kommt: Dachdeckermeister Rudi Klas ist „jetzt heilfroh, dass der Kram endlich runter ist“. Mehr als


zu verbringen. „Deshalb war es jetzt der richtige Zeitpunkt, noch einmal vernünftig in die Immobilie zu investieren.“ Beim Ausbau asbesthaltigen Baumaterials ist besondere Vorsicht geboten: „Möglichst nicht sägen, nicht brechen, Staub vermeiden und Schutzkleidung tragen“, empfiehlt das Umweltbundesamt. Eine umfassende Sanierung sollte kein Laie selber machen, denn beim Ausbau werden Millionen von Fasern pro Kubikmeter frei, die krank machen können. Mit Schutzkleidung und Maske ausgerüstet haben die Handwerker die Platten vom Dach der Familie Klas fachgerecht entfernt und als Sondermüll in Bigbags,

das sind große verschließbare Tüten, entsorgt. Nach vielen Jahren mit dem Gesundheitsrisiko auf dem Dach sanierte Familie Klas mit Natur. Die „echte“ Bogenschnittdeckung aus Schiefer stellte sich dabei als eine günstige Sanierungsart heraus: Die Unterkonstruktion konnte nach dem Entfernen der asbesthaltigen Platten kostensparend erhalten bleiben. Die neuen Schiefersteine verbinden die zeitlose natürliche Schönheit des seidigen Schimmers mit optimalen Eigenschaften: Schiefer ist ein uraltes, robustes Gestein mit einer 400 Millionen Jahre alten Geschichte. Heute erfüllt es alle Wünsche nach Effizienz und Nachhaltigkeit. In Deutsch-

land wird das ebenso edle wie natürliche Material hauptsächlich aus den Tiefen der Eifel gefördert. Mit einem finanziellen Zuschuss und einem um-

fangreichen kostenlosen Servicepaket unterstützt Rathscheck Schiefer, einer der weltweit führenden Produzenten von Schiefer in Premium-Qualität, die Asbestsanierung. Fachleute helfen bei der Ausschreibung, der Suche nach leistungsfähigen Schieferdeckern – und mit Informationen, wo weitere Fördermittel von Bund, Ländern und Kommunen zur Verfügung stehen. Über einen Bankpartner werden zinsgünstige Darlehen für die Sanierung von Dächern ange­ boten. Adressen Seite 83 I

Die verwitterte Platte (unten im Bild) ist asbesthaltig. Asbest ist für Menschen dann gefährlich, wenn eine Platte, zum Beispiel durch Hagelschlag, zerbricht und giftige Fasern freisetzt. Die Sanierung ist deshalb nur etwas für qualifi­ zierte Fachbetriebe.

Bei der rechten Haushälfte sind die asbesthaltigen Dachplatten entfernt und durch Naturschiefer ersetzt worden. Dem Dach des Nachbarn steht dagegen die Sanierung noch irgendwann bevor.

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Fotos: Rathscheck Schiefer

30 Jahre lebte die Familie an der Mosel im schmucken, selbstgebauten Winkelbungalow unter dem Asbestdach. „Wir haben damals mit jeder Mark gerechnet“, erinnert sich der Handwerker an die Bauphase in den Siebzigern, „und die Industrie versprach bei den asbesthaltigen Faserzementplatten Langlebigkeit bei günstigen Preisen.“ Argumente, die bei vielen Häuslebauern zogen. Rudi Klas geht es wie vielen, die vor drei Jahrzehnten neu gebaut haben. Er gehört jetzt zur „Generation Sanierung“ – mit Anfang 60 topfit und gemeinsam mit seiner Frau optimistisch, den weiteren Lebensabend in den eigenen vier Wänden


LI V E VOR ORT I SONNE NSCHUT Z

vorher Ein Entsorgungsfall: Die Markise war in die Jahre gekommen und konnte ihre Funktion nicht mehr erfüllen.

Die Lösung: Die alte Markise wurde durch einen außen montierten Rollladen ersetzt. Der Rollladenkasten sitzt am oberen Ende des Fensters. Eine Fernbedienung steuert das Produkt.

Die Hitze bleibt draußen Ohne Beschattung wird es in Wohnräumen mitunter sehr heiß. Rollläden und Schrägrollläden aus Aluminium, die sich bei Bestandsgebäuden auch nachträglich montieren lassen, schützen Bewohner vor allzu großer Sonneneinstrahlung.

I

m Wohn- und Essbereich der fränkischen Baufamilie fällt durch die große Dachverglasung viel Tageslicht, das für ein angenehmes Ambiente sorgt. Auf der Galerie und im Wohnbereich genießen die Hausbesitzer im Sommer die schöne, lichtdurchflutete Raum­atmosphäre.

58 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

Allerdings gab es ein Problem: Die Markise der

Dachverglasung war im Laufe der Jahre von Wind und Wetter stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Stoff war abgewetzt, ausgebleicht und fleckig, sodass die betagte Markise ihre Schutzfunktion nicht mehr einwandfrei erfüllen

konnte. Eine Alternative musste her. Fündig wurden die Hausbesitzer bei der Firma Schanz im Nordschwarzwald. Das mittelständische Unternehmen hat sich auf die Ausstattung von Fenstern und Wintergärten mit Rollläden und Schrägrollläden aus stabilem Aluminium speziali-

siert. Dabei spielt es keine Rolle, welche Form oder Größe das Fenster hat. Auch außergewöhnliche asymmetrische Fensterformen sind für die schwäbischen Tüftler kein Problem, denn jeder Rollladen wird – wie ein Unikat – in der Manufaktur des Unternehmens am Standort in


Das Wohnzimmer ist ein Wohlfühl-Paradies. Ohne eine funktionierende Beschattung würde es in den Wohnräumen im Sommer jedoch fast unerträglich heiß werden.

Auch für asymmetrische Fenster gibt es Lösungen, die einen nachträglichen Sonnenschutz gewährleisten.


LI V E VOR ORT I S ONNENS CHUTZ

Simmersfeld millimetergenau für das jeweilige Objekt hergestellt, ausgeliefert und von geschultem Fachpersonal montiert. Nach

Beratung

durch

einen Schanz-Mitarbeiter

vor Ort, entschieden sich die Immobilieneigentümer schließlich, die Markise über der Wintergartenverglasung durch einen Aluminiumrollladen ersetzen zu lassen. Diese Lösung hatte mehrere Vorteile. Zum einen gilt Aluminium als robust und wetterfest. Auch Hagel kann dem Material nicht viel anhaben. Zum anderen bieten die Lamellen einen guten Sonnenschutz. Hintergrund: Sie reflektieren bis zu 92 Prozent der 60 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

Sonnenstrahlen, bevor sie auf das Glas treffen. Die Hausbesitzer steuern den Rollladen per Funkmotor und Fernbedienung. Eine weitere Besonderheit ist bei diesem Projekt erwähnenswert: Jede dritte Lamelle ist mit einem „Select“-Profil ausgestattet, das über eine sieb­ artige Struktur verfügt. Die vielen winzigen Öffnungen in den Lamellen des Rollladens kreieren faszinierende Lichtund Schattenspiele im Wohnraum. Bei gleicher Gelegenheit ließen die Hauseigentümer zwei asymmetrische Fenster mit Schrägrollläden und runden Rollladenkästen aus­rüsten. Adressen Seite 83 I 

Ganz oben und oben: Die Lamellen des Rollladens sind mit winzig kleinen Öffnungen ausgestattet. Diese ermöglichen im Wohnraum faszinierende Licht- und Schattenspiele.

Oben: Der helle Alurollladen und die dunkle Dacheindeckung bilden eine ästhetisch gelungene Einheit. Links: Auch sehr kleine asymmetrische Fenster lassen sich mit maß­ gefertigten Rollläden der Firma Schanz nach­ rüsten. Hier sitzt der Roll­ladenkasten unten am Fenster.

Fotos: www.journalfoto.de (Bernhard Müller), Schanz

Ein Eigenheim im Grünen und mit großen Fensterflächen: Hier ist Beschattung ein Muss. Markisen, Rollläden und Schrägrollläden übernehmen den notwendigen Sonnenschutz.


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Ein Wellness-Refugium im Dachgeschoss. Diesen Traum hat sich eine junge Frau verwirklicht. Hier oben erholt sie sich von den Strapazen ihres Berufsalltags.

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s gibt Chancen, bei denen man einfach zugreift, weil sie sich so schnell nicht mehr bieten. So dachte zumindest eine junge Betriebswirtin, als sie erfuhr, dass der Dachraum ihres Hauses zum Verkauf gestellt werden sollte. Der Börsenmaklerin gehört seit einigen Jahren die Wohnung im Obergeschoss des Mehrfamilienhauses. Ihr Wunsch: Im Dachgeschoss ein WellnessRefugium einzurichten, in dem sie sich vom Stress ihres Alltags erholen kann. Die Dachgeschosswohnung über ihr war heruntergekommen und seit Längerem nicht mehr bewohnt. Für die Betriebswirtin begann deshalb eine spannende Zeit der Planung und Ausführung. Um das Dachstudio von ihrer Wohnung im Obergeschoss aus erschließen zu können, ließ sie zunächst einmal die Decke öffnen und eine Treppe nach oben einbauen. Dann wurden Wände entfernt, die Dachkonstruktion gedämmt und die Zimmmerleute bau-

Ein traumhaft schönes Bad in einem sanierten Dachgeschoss. Rustikale Dachbalken harmonieren mit modernem Baddesign.

Huf Haus, Seite

60

der Sonnenseite ten mehrere Dachfenster ein, um mehr Tageslicht in das Dachstudio zu bringen. Die tragenden, jahrzehntealten Holzbalken ließ sie freilegen. Darin lag für die Renoviererin der besondere Reiz: Die rustikale Balkenoptik mit einem modernen Baddesign zu verbinden. Und so ließ sie auf einer Giebelseite eine Finnische Sauna

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LI V E VOR ORT I DACHE INDECK UN G

vorher

Aluminium fürs Hausdach Viele Jahre hatten die Bitumenschindeln auf dem Dach einer schwäbischen Hauseigentümerin zuverlässig ihren Dienst getan. Vor Kurzem wurden sie allerdings in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Die Immobilienbesitzerin entschied sich für eine ebenso robuste wie ästhetisch hochwertige Alternative.

N

ichts hält bekanntlich ewig. Vor allem Dacheindeckungen sind extremen Belastungen durch Wind und Wetter ausgesetzt. Regen, hohe Temperaturschwankungen und Hagel hatten die Bitumenschindeln der Hausbesitze-

62 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

rin im Laufe der Jahre in Mitleidenschaft gezogen. Folglich war ein Austausch angesagt. Bei der Suche nach einer Alternative stieß die Dame auf eine sehr robuste Eindeckung: Dachplatten aus Aluminium. Die gute Be-

ständigkeit dieses Materials war für die Schwäbin ein wichtiges Entscheidungskriterium, denn die Region Tübingen/Reutlingen, in der das Eigenheim steht, war in den letzten Jahren immer wieder mal Schauplatz extremer Hagelschä-


Maßgenaue Arbeit: Die Dachschindeln aus Aluminium werden mit Nägeln an Latten und der Holzschalung befestigt. Üblicherweise verarbeiten Klempner-, Zimmer- und Dackdeckermeister das Material. Prefa stellt Handwerkern, die zum ersten Mal Dachschindeln aus Aluminium verarbeiten, zur Unterstützung auf der Baustelle erfahrene Lehrverleger zur Verfügung.

den, die bei Aluminiumschindeln so gut wie ausgeschlossen sind. „Wir geben auf unsere Produkte eine Garantie von 40 Jahren“, betont Tobias Götz, Geschäftsführer der Firma Prefa, dem Hersteller und Lieferanten der Dachschin-

deln (siehe auch Interview auf Seite 64). Aber nicht nur die Robustheit des Metalls gab den Ausschlag, sondern auch die optische Wirkung. Das Bauherrin wählte die Dachschindel in „P.10 Stucco“-Oberfläche, die mit ihrem anthrazitfarbenen Ton

das Eigenheim edel aussehen lässt. „Ich bin sehr stolz auf mein neues Dach. Die neue Eindeckung wertet das Haus enorm auf“, freut sich die Dame. Für den Verarbeiter war dieses Projekt auch eine sehr große Herausforderung. Das Dach

zeichnet sich durch viele Vorsprünge aus. Es bedurfte geschickten handwerklichen Könnens, um Seiten, Türmchen, First und Grat fachgerecht einzudecken. Auch der Verarbeiter, Zimmermeister Oliver Schlamp, der zum ersten Mal mit die12/1 2017 ALTHAUS MODERNISIEREN 63


LI V E VOR ORT I DACHEINDE CK UNG

ser Dacheindeckung gearbeitet hat, zieht ein positives Fazit: „Das Material ist leicht und sicher und daher ideal geeignet für die Sanierung.“ Ein weiterer Pluspunkt: Prefa hat Schindeln geliefert, in die Schallschutzstreifen eingearbeitet sind. Die Dämmung auf der Rückseite der Schindeln nehmen dem Schall seinen Schwung. Dadurch werden Frequenzen, die durch Regen oder Hagel entstehen, weitgehend verhindert. 

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„ÄSTHETIK UND SICHERHEIT“

Wie sieht es beim Thema Sicherheit aus? Dass unsere Dächer besonders sicher sind, zeigt sich unter anderem am Blitzschutz. So gab es im Tecklenburger Land in Westfalen einen nachgewiesenen Blitzeinschlag in ein Dach mit unseren Dachplatten. Der ortsansässige Klempnerfachbetrieb prüfte daraufhin das Dach auf Schäden mit dem Ergebnis: negativ! Während die Nachbargebäude zum Teil drastische Überspannungsschäden meldeten, kam es im getroffenen Gebäude zu

64 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

keinem nennenswerten Schaden an elektrischen Geräten. Es gibt nur wenige Materialien, die sich zu einem Komplettsystem verbinden lassen. Mit unseren Produkten können Bauherren Dach, Fassade und Dachentwässerung zu einem stimmigen Gesamtbild vereinen. Was ist bei der Verarbeitung zu beachten? Wir bieten 40 Jahre Garantie auf das Grundmaterial Aluminium und unsere „P.10“-Oberfläche. Die Grundlage hierfür ist eine fachgerechte Verlegung unserer Produkte durch geschulte Fachbetriebe. Hierzu bieten wir in der Prefa-Academy unterschiedliche Workshops für Profis an und stellen unseren Handwerkern bei Bedarf einen Lehrverleger zur Seite. Wie flexibel sind Bauherren bei Aluminium mit der Farbwahl? Die Farbvielfalt und gestalterischen Möglichkeiten sind neben der Robustheit und Langlebigkeit die großen Vorteile von Aluminium.

Prefa-Geschäftsführer Tobias Götz (rechts) auf der Baustelle im Gespräch mit André Schneider, Redakteur von Althaus Modernisieren, über die Vorteile von Dachschindeln aus Aluminium.

Unser Farbsortiment lässt bei Bauherren kaum Wünsche offen und erfüllt in jedem Fall die Farbvorgaben der Bauämter. Die Dachsysteme bieten wir in acht Standardfarben mit hochwertiger „P.10“-Oberfläche an. In der Fassade spielt die Farbe eine noch bedeutsamere Rolle als auf dem Dach. Hier bieten wir mit 21 unterschiedlichen Farben und Oberflächen eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Unsere Produktpalette bietet tolle Bekleidungsmöglichkeiten für die vorgehängte, hinterlüftete Fassade

und damit eine sichere und nachhaltige Alternative zum Wärmedämm-Verbundsystem. Mit Aluminium wird selbst die Dach­ entwässerung zum Designelement. Entweder lassen die Dachrinne und das Fallrohr die Fassade perfekt zur Geltung kommen, weil sie sich farblich stimmig ins Gesamtbild fügen und optisch nahezu unsichtbar sind. Oder die Dachentwässerung stemmt sich mit aller Farbkraft dagegen, um Akzente zu setzen und bewusst die Architektur des Gebäudes zu betonen.

Fotos: www.journalfoto.de (Bernhard Müller), Prefa

Welche Vorteile bieten Dächer aus Aluminium? Wer sich für eine Dach- oder Fassadenbekleidung aus Aluminiumprodukten entscheidet, setzt auf Ästhetik und Sicherheit. Neben Attributen wie leicht und farb­ beständig sind unsere Produkte sturm- und rostsicher, bruchfest, umweltfreundlich und schön. Der optimale Einsatz bei Sanierungen und 40 Jahre Garantie sind weitere Argumente für Aluminium an Dach und Fassade.


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Im schwäbischen Kilchberg bei Tübingen erfüllte sich eine Gastronomin den Traum vom Leben in einer historischen Scheune. Das einst marode Baudenkmal steht neben ihrem Elternhaus. 12/1 2017 ALTHAUS MODERNISIEREN 73


R E P ORTA G E I WOHNUNGSAUSBAU

Links: Blick ins Erdgeschoss der über drei Stockwerke angelegten Wohnung im Querbau. In das gesamte Projekt hat die Familie mit Hilfe von Freunden viel Eigenleistung investiert – beispielsweise beim Entkernen, beim Restaurieren des alten Balkenwerks und beim Finish, den Malerarbeiten. Bodenbelag: Eiche-Industrieparkett.

Unten: Die Stahltreppe im offenen Treppenhaus erschließt die anderen drei, vermieteten Wohnungen. Die Sandsteinplatten bildeten auch früher schon den Bodenbelag in der Scheune.

Oben: Als Gastronomin legt Sandra Kunzmann auch in den eigenen vier Wänden Wert auf eine schöne Küche und ein gastliches Ambiente. Die verglaste Loggia bringt viel Licht ins Rauminnere. Davor ist eine Terrasse angeordnet.

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Gemeinsam mit dem Tübinger Architekturbüro Haefele wurde ein vernünf-

tiges Konzept entwickelt, das auch die Finanzierung über mögliche Mieteinnahmen berücksichtigte. „Denn so ein Vorhaben ist teurer als ein Neubau“, sagt Sandra Kunzmann. Insgesamt vier Wohnungen sollten entstehen. Für sich selber wählte sie den Querbau als künftiges Domizil. „Beim Erstellen des Baugesuchs kamen wir auf insgesamt 300 Quadratmeter Wohnfläche für das ganze Gebäude“, erinnert sich Projektbetreuerin Monika Fuhl,

„doch während des Umbaus erkannten wir, dass sich unter dem Dach zusätzlicher Wohnraum würde erschließen lassen, mit wunderschönem Ausblick.“ Bis dahin hatte die Familie, unterstützt von Freunden, schon eine Menge Eigenleistung beim Entkernen erbracht, viele weitere Arbeitseinsätze sollten folgen, bis hin zum Streichen der mit Kalk verputzten Fachwerkwände, wofür – auch gemäß der Philosophie des Architekturbüros – ökologische Produkte verwendet wurden. Die energetischen Kennzahlen des Gebäudes sind erstaunlich: Der jährliche Endenergiebedarf liegt bei 86 Kilowattstunden pro Quadratmeter, ist somit besser als der Durchschnitt neu gebauter Einfamilienhäuser. Ein Grund hierfür lag schon in den teilweise bis zu einem Meter dicken, zweischalig gemauerten und in den Zwischenräumen gedämmten Außenwänden des Bestands. Ein ganzes Bündel an zusätzlichen Maßnahmen (siehe Kasten) tat sein Übriges. Zur super Bauqualität kommt das tolle Ambiente der Wohnungen mit ihren hohen Decken, dem sichtbaren Balkenwerk und der jeweils zugeordneten Loggia. Verständlich, dass sich für die drei Wohnungen schnell Mieter fanden. Tipp: Solche Immobilien eignen sich auch perfekt als GeneratioI nenhaus oder für eine Baugruppe!

FAK TEN Baujahr:1835 Wohnfläche gesamt:363 m2 Bauweise: Bestand: Fachwerk; neue Wände in Holzständer- bzw. Rahmenbauweise; Dach: teilweise erneuert, Zwischensparrendämmung mit Zellulose, Aufdachdämmung mit Holzweichfaserplatten; Außenwände mineralisch isoliert; Holzfenster Heizung: Gas-Brennwerttherme, Warmwasserbereitung solar unterstützt Endenergiebedarf: 86 kWh/m2a

In enger Kooperation mit dem Denkmalamt erhielt die Scheune ein völlig neues Innenleben, hier ein Ausschnitt des Erdgeschoss-Grundrisses.

Architekt: Haefele Architekten Belthlestraße 29 72070 Tübingen Telefon 07071/40786-0 www.haefele-architekten.de

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Fotos und Text: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)

D

ie Geschichte des Anwesens reicht weit zurück: 1750 wurde das Wohnhaus errichtet, in dem Sandra Kunzmann aufwuchs. Es war Teil des sogenannten Schulzenhofs (der Hof gehörte im Lauf der Zeit mehreren Schultheißen, daher der Name). 1835 entstand dann die gegenüberliegende Doppelscheune. Sandra Kunzmann hatte sie also von klein auf immer im Blick. Und erlebte aus nächster Nähe den zunehmenden Verfall des historischen Gebäudes. „Es war schon immer mein Traum und der Traum meiner Eltern, eine alte Scheune für Wohnzwecke umzubauen, sagt die Gastronomin, die – fußläufig erreichbar – das für seine prima regionale Küche bekannte Gasthaus Hirsch betreibt. Also schritt die Familie zur Tat.


DI E B E S ONDE RE REPORTAGE

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Links: Unterschiedlichste Zutaten ergeben ein stimmiges Ganzes. Das Vordach aus Akazienstämmen, Schilf und Glas ist Ibiza-inspiriert. Oben: Die Fusion von Alt und Modern funktioniert auch im Wohnzimmer. Die Balken stammen aus der Scheune, der Dielenboden aus einer alten Apotheke. Markantes Statement: der selbstbewusst proportionierte Heizkamin.

Freestyle Eine mutige Mischung aus historisch und modern schwebte dem Bauherrn für sein künftiges Domizil vor. Nach langer Suche fand er das passende Objekt – 100 Meter von seinem Elternhaus entfernt.

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DI E B E S ONDE RE REPORTAGE

vorher

Oben: Der kubische Anbau aus Beton und Corten-Stahl ergänzt und fasst gemeinsam mit der in gleicher Materialität gestalteten Garage das Gebäude von der Seite her. Das runde Giebelfenster setzt den formalen Kontrapunkt. Rechts: Auf dem Birkenstamm „ruht“ ein Eck des Haupthauses. Der weitläufige Garten wird von einem Bach durchzogen.

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Oben: Die Gaube mit dem neun Meter langen Fenster bleibt in der Formensprache. Rund ums Haus gibt es diverse Sitzmöglichkeiten.

Warme Materialien sorgen für urige Gemütlichkeit. Ins Ambiente flossen die Eindrücke einiger Urlaube in Südtirol ein.

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DI E B E S ONDE RE REPORTAGE

Hinter der organisch geschwungenen Wandscheibe mit dem floralen Mosaikmuster sind Dusche und Toilette angeordnet. In den ungarischen Holztisch arbeitete ein Schreiner zwei Waschbecken ein. Der schieferverkleidete Gaskamin fungiert auch als Raumteiler.

Vor allem in den langen Wintermonaten hält sich die Familie hier gerne stundenlang auf: Der Sauna- und Wellnessbereich schlieĂ&#x;t sich an das Bad an. Die frei stehende Wanne aus dem Axor-Programm von Hansgrohe war ein besonderer Wunsch.

80 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017


Die Krux: Ein Investor hatte eigentlich schon den Zuschlag, wollte den Hof

abreißen und dort drei Einfamilienhäuser bauen. Dennoch ließ sich ein Begehungstermin mit der Besitzerin ausmachen. „Schon beim Reinlaufen war ich extrem emotionalisiert“, erinnert sich der Bauherr, „das ist mein Haus, das ist mein Garten, dachte ich!“ Der Deal kam schließlich zustande, die Dame entschied sich für den Familienvater. „Und als sie uns ein paar Jahre später besuchte, fand sie das Ergebnis echt klasse!“ Als gestalterische Leitlinie gab der Bauherr einen Mix aus alten, gemütlichen mit modernen, innovativen Elementen vor. Jedes Zimmer sollte sich vom Stil her anders präsentieren. Brüche waren bewusst gewünscht, sollten aber mit dem Gesamt-

konzept harmonieren. Die Räume sollten dabei offen, aber nicht zu groß angelegt werden, und im Zusammenklang über die verschiedenen Ebenen eine Zonierung ergeben. Formal war ein steter Wechsel von geometrischen und organischen Formen gewünscht, ablesbar etwa an den rund gefassten Beeten des Vorgartens und den trotz Vollwärmeschutz gesofteten Ecken des Haupthauses, die mit dem Kubischen des Garagenanbaus kontrastieren. Großes Thema war auch das Zusammenspiel von Feuer und Wasser. Zum Einsatz sollten unterschiedlichste Materialien mit warmer Anmutung kommen (also kein Granit!), vorzugsweise natürlichen Ursprungs, und gerne recycelt. So sichtete er intensiv, was sich Wiederverwertbares auf dem Anwesen fand, und suchte parallel, zum Beispiel auf Recyclinghöfen, nach weiteren geeigneten Stücken. Beraten ließ sich der Werbemann von drei Architekten aus seinem Bekann-

tenkreis: von Elmar Gauggel (Stuttgart), Dominik Burkard (Zimmern ob Rottweil) und Alfons Bürk (Rottweil). Letzterer steuerte auch eine in dessen Garten gefällte Birke bei, die prompt als statisches Element fürs Abfangen einer Hausecke integriert wurde. Auf die finale Frage, ob das komplexe Projekt nun abgeschlossen sei, antwortet der Bauherr lachend: „Nein, denn ich habe laufend neue Ideen. So wird sich das Haus – wie wir auch – ständig weiter wandeln!“ I

FAK TEN Baujahr:1926 Umbau:  permanent Wohnfläche:  380 m2 Bauweise: Bestand: Fachwerk; Ergänzungen in Betonbauweise, Verkleidungen: CortenStahl; Fassaden und Dachdämmung mit Naturmaterialien; Holzfenster; intensiver Einsatz von recycelten Materialien

Sorgt bei Passanten immer wieder für positiven Gesprächsstoff: Die etwas andere Einfassung eines Grundstücks. Die Dachziegel sind original.

Heizung: Gas-Brennwerttherme, Warmwasserbereitung solar unterstützt, Stückholzofen, Gaskamin, Fußbodenheizung

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Fotos und Text: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)

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er rührige Bauherr ist Geschäftsführer einer erfolgreichen EventAgentur. Doch seine Kreativität sucht sich auch andere Betätigungsfelder: etwa das Transformieren eines alten Bauernhauses zum höchst individuellen Domizil für seine fünfköpfige Familie. Auf der Suche nach einem passenden Objekt hatte er über die Jahre schon viele Immobilien besichtigt. Und fand sie alle entweder zu teuer, zu einheitlich durchdesignt oder einfach nicht spannend genug. Sein Vater gab ihm dann den entscheidenden Tipp: In dessen Nachbarschaft stand ein einfacher Serienhof, Baujahr 1926, zum Verkauf, mit großem Grundstück.


V O R S CHA U I FEBRUAR/M ÄRZ 2017

Sichern Sie sich die nächsten 2 Ausgaben zum Minipreis von 4,80 Euro frei Haus! Einfach anrufen unter Tel. +49 (0)89/85853-865 mit Angabe der Kennziffer VS2017 In den letzten Jahren ist die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche deutlich gestiegen. Entsprechende Maßnahmen sorgen für mehr Sicherheit.

Wer über eine neue Heizung nachdenkt, sollte sich vorab vom Fachmann beraten lassen. Die Öl- und Gas-Brennwerttechnik spielt immer noch eine große Rolle.

Dachfenster haben in erster Linie die Aufgabe, Licht ins Oberstübchen zu bringen. Sie sind aber auch in der Lage, die nötige Belüftung zu übernehmen.

Wer die Chance besitzt, attraktiven Wohnraum unterm Dach zu schaffen, sollte sie nutzen. Es gibt fast niemand, der sich dem Charme des Wohnens unter der Schräge entziehen kann. Wir zeigen Beispiele, wie sich dieser Traum realisieren lässt.

Die nächste Ausgabe erscheint am 21. Januar 2017. 82 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2017

Wenn es um die energetische Sanierung von Gebäuden geht, stehen die Wärmedämmung und das Heizsystem im Blickpunkt. Wir rechnen vor, was sich lohnt.


ADR E S S E N I ALTH AU S MO D ER NI S IE R E N I M P R ESSU M

Althaus modernisieren Fachschriften-Verlag GmbH & Co.KG, Höhenstraße 17, 70736 Fellbach Telefon (0711) 5206-1, Redaktion -211 Telefax Redaktion (0711) 5206-300 E-Mail: info@fachschriften.de www.fachschriften.de GESCHÄFTSFÜHRER: Tilmann Münch CHEFREDAKTION: Kurt Jeni (verantwortlich) REDAKTION: André Schneider, Ute Schwammberger (Assistenz), E-Mail: althaus@fachschriften.de ZEICHNUNGEN: Susanne Kronenberg LAYOUT: Dolde Werbeagentur GmbH, Stuttgart, Ulrike Schuck HERSTELLUNG: Anja Groth (Ltg.) ANZEIGEN: Wolfgang Loges (Anzeigenleiter), Claudia Pastor, E-Mail: loges@fachschriften.de DRUCK: Oberndorfer, A-5110 Oberndorf VERTRIEB: PARTNER Medienservices GmbH, Julius-Hölder-Str. 47, 70597 Stuttgart ABONNEMENT-SERVICE: Abonnementensercive „Althaus modernisieren“, Postfach 1363, 82034 Deisenhofen, Telefon (089) 85853-865, Telefax (089) 85853-62865, E-Mail: abo@fachschriften.de PREIS: Einzelheft 2,90 Euro (inkl. MwSt.). Direktbestellung im Verlag zuzüglich Versandkosten. Jahresabopreis (6 Hefte) 17,40 Euro inkl. Porto und MwSt. Ausland 25,20 Euro. Mindestbezugszeitraum 1 Jahr. BANKKONTO: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147 321 116 Die veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, sind vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren – sowie Speicherung und Wiedergabe durch Datenverarbeitungsanlagen, auch auszugsweise, sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Das Führen der Zeitschrift im Lesezirkel sowie der Export und Vertrieb im Ausland ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Artikel, die mit Autoren-Namen gezeichnet sind, stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Kontrolle der Auflagenhöhe erfolgt duch die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW) ISSN-Nummer 0943-061x Im Fachschriften-Verlag erscheinen: Hausbau, bauen!, Schwimmbad & Sauna, Bauen & Renovieren, ProFertighaus, Kamine & Kachelöfen, küche+architektur, ARCHITEKTUR+KÜCHE, Exklusive Traumbäder, DIE NEUEN BÄDER, Energ!e, EffizienzHäuser, KomfortHäuser, ARCHITEKTUR+ÖFEN, HausTräume, Das intelligente Haus, Gesund wohnen Mitglied im Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung e.V., Berlin

Agrob Buchtal, 92521 Schwarzenfeld, Tel. (09435) 391-0, Fax 391-3411, www.agrob-buchtal.de

Grundfos, 40699 Erkrath, Tel. (0211) 92969-0, Fax 92969-3799, www.grundfos.com

Renson, 8790 Waregem, Belgien, Tel. (0032) 56/627111, Fax 56/602851, www.renson.de

BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 65760 Eschborn, Tel. (06196) 908-0, Fax 908-800, www.bafa.de

Gutta, 77746 Schutterwald, Tel. (0781) 609-0, Fax 609-3200, www.gutta.com

Rodenberg, 32457 Porta Westfalica, Tel. (05731) 768-0, Fax 768-180, www.rodenberg.ag

Hahne, 45711 Datteln, Tel. (02363) 5663-0, Fax 5663-90, www.hahne-bautenschutz.de

Sachsenküchen, 01762 Schmiedeberg, Tel. (03504) 6481-0, Fax 6481-35, www.sachsenkuechen.de

Bayerwald, 94154 Neukirchen v. Wald, Tel. (08504) 400-0, Fax 2077, www.bayerwald-online.com Berg & Berg – F. W. Barth, 41352 Korschenbroich, Tel. (02161) 9955-20, Fax 995-300, www.berg-berg.com bmnp.architekten, 90429 Nürnberg, Tel. (0911) 988630-0, Fax 988630-20, www.bmnp.de

Hansgrohe, 77761 Schiltach, Tel. (07836) 51-0, Fax 51-1141, www.hansgrohe.com Haro, 83071 Stephanskirchen, Tel. (08031) 700-714, Fax 700-299, www.haro.de Hörmann, 33803 Steinhagen, Tel. (05204) 915-0, Fax 9152-77, www.hoermann.de

Schanz, 72226 Simmersfeld, Tel. (0800) 9005055, Fax (07484) 9291-36, www.schanz.de Schüco, 33609 Bielefeld, Tel. (0521) 783-0, Fax 783-451, www.schueco.de Sto, 79780 Stühlingen, Tel. (07744) 57-0, Fax 57-2178, www.sto.de

Bundesverband Wärmepumpe (BWP), 10117 Berlin, Tel. (030) 208799711, Fax 208799712, www.waermepumpe.de

Honeywell, 74821 Mosbach, Tel. (06261) 81-250, Fax 81-506, www.honeywell-haustechnik.de

Uponor, 97437 Haßfurt, Tel. (09521) 690-0, Fax 690-105, www.uponor.de

Camina, 49143 Bissendorf, Tel. (05402) 7010-10, Fax 7010-70, www.camina.de

Industrieverband PolyurethanHartschaum (IVPU), 70191 Stuttgart, Tel. (0711) 291716, Fax 294902, www.daemmt-besser.de

Vasco, 44319 Dortmund, Tel. (0231) 4773150, Fax 47731530, www.vasco.eu

Caparol, 64372 Ober-Ramstadt, Tel. (06154) 71-0, Fax 71-1391, www.caparol.de Clou, 63073 Offenbach, Tel. (069) 89007-0, Fax 89007-143, www.clou.de Co2online, 10829 Berlin, Tel. (0900) 1468899, Fax (030) 76768511, www.co2online.de Contura, 28523 Markaryd, Schweden, Tel. (0046) 433/751-00, Fax 433/751-40, www.contura.eu

Initiative Qualitätsgedämmt, 80807 München, Tel. (089) 23069130-1, Fax 23069130-9, www.dämmen-lohnt-sich.de

VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik, 10115 Berlin, Tel. (030) 278744080, Fax 278744089, www.intelligent-heizen.info

Isotec, 51515 Kürten-Herweg, Tel. (0800) 1121129, Fax (02207) 8476-511, www.isotec.de

Velux, 22527 Hamburg, Tel. (040) 54707-0, Fax 54707-723, www.velux.de

Joco, 77731 Willstätt, Tel. (07852) 9353-300, Fax 9353-310, www.joco.de Josef Reindl, 91077 Kleinsendelbach, Tel. (09126) 287003, www.reindl-bau.de

Danfoss, 63073 Offenbach, Tel. (069) 47868-500, Fax 47868-599, www.danfoss.de

Kermi, 94447 Plattling, Tel. (09931) 501-0, Fax 3075, www.kermi.de

Dena – Deutsche Energie-Agentur, 10115 Berlin, Tel. (0800) 736734, Fax (030) 726165-699, www.dena.de

KfW Bankengruppe, 60325 Frankfurt, Tel. (0800) 5399002, Fax (069) 7431-2944, www.kfw.de

Empur, 53567 Buchholz-Mendt, Tel. (02683) 96062-0, Fax 96062-99, www.empur.com

Klafs, 74523 Schwäbisch Hall, Tel. (0791) 501-0, Fax 501-248, www.klafs.de

Fachverband Mineralwolleindustrie (FMI), 10117 Berlin, Tel. (030) 27594452, Fax 28041956, www.der-daemmstoff.de

Kneer, 72589 Westerheim, Tel. (07333) 83-0, Fax 83-40, www.kneer-suedfenster.de

Fachverband WärmedämmVerbundsysteme, 76530 Baden-Baden, Tel. (07221) 300989-0, Fax 300989-9, www.heizkosten-einsparen.de Franken Maxit, 95359 Kasendorf, Tel. (09220) 18-0, Fax 18-200, www.franken-maxit.de Getifix, 28357 Bremen, Tel. (0800) 4384349, Fax (0421) 275644, www.getifix.de Grass, 6973 Höchst, Österreich, Tel. (0043) 5578/701-0, Fax 5578/701-59, www.grass.at Grohe, 32457 Porta Westfalica, Tel. (0571) 3989-333, Fax 3989-999, www.grohe.de

Küng, 8820 Wädenswil, Schweiz, Tel. (0041) 44/7806755, Fax 44/7801379, www.kuengsauna.ch Leicht, 73550 Waldstetten, Tel. (07171) 402-0, Fax 402-300, www.leicht.com

Verband Fenster + Fassade (VFF), 60594 Frankfurt, Tel. (069) 955054-0, Fax 955054-11, www.fensterratgeber.de Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD), 42287 Wuppertal, Tel. (0202) 7697273-6, Fax 7697273-7, www.holzfaser.net Verband Privater Bauherren (VPB), 10115 Berlin, Tel. (030) 278901-0, Fax 278901-11, www.vpb.de Viega, 57439 Attendorn, Tel. (02722) 61-0, Fax 61-1415, www.viega.de Weru, 73635 Rudersberg, Tel. (07183) 303-0, Fax 303-370, www.weru.de Wisniowski, 33-311 Wieloglowy, Polen, Tel. (0048) 1844/77275, Fax 1844/77110, www.wisniowski.pl/de Xella, 47259 Duisburg, Tel. (0800) 5235665, Fax 5356578, www.xella.com

Licht Raum Funktion, 97461 Hofheim, Tel. (09523) 34908081, www.lichtraumfunktion.com

Zentralverband Sanitär, Heizung und Klima (ZVSHK), 53757 St. Augustin, Tel. (02241) 9299-0, Fax 21351, www.wasserwaermeluft.de

Monolith-fire – CB stone-tec, 87789 Woringen, Tel. (08331) 49866-0, Fax 49866-19, www.monolith-fire.de

Zeyko, 78087 Mönchweiler, Tel. (07721) 942-0, Fax 942-222, www.zeyko.com

Prefa, 98634 Wasungen, Tel. (036941) 785-0, Fax 785-20, www.prefa.de Rathscheck, 56727 Mayen-Katzenberg, Tel. (02651) 955-0, Fax 955-100, www.rathscheck.de Remmers, 49624 Löningen, Tel. (05432) 83-0, Fax 3985, www.remmers.de

ZimmermeisterHaus, 74523 Schwäbisch Hall, Tel. (0791) 949474-0, Fax 949474-22, www.zmh.com Zukunft Erdgas, 10117 Berlin, Tel. (030) 4606015-63, Fax 4606015-61, www.zukunft-erdgas.info

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