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April 2018 Fachmagazin für Innenarchitektur und Design

Draussen leben Trends für das Leben im Freien

Porträt – Trix und Robert Haussmann – Visionäre der Schweizer Wohnkultur | Textilien, Tapeten, Teppiche – neue Kollektionen und Trends | Shopping Malls und Shop Design – Einkaufen als Erlebnis


EDITORIAL

IMPRESSUM «spectrooms» – 6. Jahrgang 2018 Herausgeber Fachkom GmbH Spinnereistrasse 12, Postfach 175 8135 Langnau a. A. T +41 (0)43 377 89 04 F +41 (0)43 377 89 05 buero@fachkom.ch www.spectrooms.ch Geschäftsleitung Renato Polentarutti renato.polentarutti@fachkom.ch Bettina Meier bettina.meier@fachkom.ch ___ Redaktion redaktion@spectrooms.ch Chefredaktorin Suzanne Schwarz T +41 (0)61 281 61 41 Stellvertretende Chefredaktorin Sigrid Hanke T +41 (0)43 499 99 01 Mitarbeit an dieser Ausgabe: Joan Billing & Samuel Eberli, Francesca Giovanelli, Dorothee Lehmann, Werner Lehmann, Judith Raeber, Dieter Ulbrich Art Director Mark Frederick Chapman Nextforce GmbH, Zürich ___ Anzeigen T +41 (0)43 377 89 04 inserate@spectrooms.ch Abonnemente T +41 (0)43 377 89 04 abonnemente@spectrooms.ch Abopreis Fr. 85.– inkl. MWST Erscheinung 6-mal jährlich Auflage  7000 Exemplare notariell beglaubigt 2017 ___

Innenarchitektur denkt von innen nach aussen. In diesem Sinne haben wir das aktuelle Heft zusam­ mengestellt. Wobei der Blick nach aussen in dieser Jahreszeit natürlich wirklich nach draussen geht, auf die Terrassen und in die Gärten. Unser grosses Special zum Thema Outdoor widmet sich nicht nur den neuen Gartenmöbeln, Materia­ lien zur Gartengestaltung, Beleuchtung, Beschat­ tung, der Welt der Aussen­Küchen und ­Saunas sowie Accessoires. Wir konnten an der Giardina ein Interview mit Enzo Enea führen, dem bedeu­ tendsten Landschaftsarchitekten der Schweiz, ja vielleicht Europas. Sein Buch ist für Liebhaber exklusiver Gartenlandschaften ebenso ein Genuss wie für professionelle Gestalter. Allzu lange waren Aussenbereiche Aufbewahrungs­ orte für Dinge, die man nicht täglich sehen wollte – wie Putzkästen, Gartenzubehör oder Aussortiertes für den Sperrmüll. Damit soll nun Schluss sein, zu wertvoll sind diese Plätze und Ecken rund um Haus und Wohnung, die schliesslich fast das ganze Jahr genutzt werden können. Sie finden bestimmt

das für Sie Passende auf unseren Seiten 14 – 41. Eine grosse Freude ist es, Ihnen Trix und Robert Haussmann im Porträt vorzustellen. Die Architek­ tin und der Innenarchitekt schufen in über 50 ge­ meinsamen Jahren mehr als 650 Werke, etwas vom Reichhaltigsten, was die moderne Schweiz punkto Architektur, Innenarchitektur und Design vorwei­ sen kann. Persönlich treffen kann man an sie am 25. Mai nachmittags am WID World Interiors Day im Kosmos in Zürich. Natürlich bringen wir auch diesmal wieder die neuesten Einrichtungs­Tendenzen, wir zeigen die schönsten Stoffe, Tapeten, Teppiche und Acces­ soires, ihre Materialien und Herstellungsweisen. Und da man schöne Dinge in einer adäquaten Umgebung präsentieren und kaufen soll, haben wir gleich das Thema Ladenbau/Shops mit einbe­ zogen. Alles ein bisschen viel? Wir können es Ihnen nicht verdenken und laden Sie zur Erholung ein ins neu umgebaute Museum für Gestaltung in Zürich. Wir wünschen allen einen farbenfrohen Frühling, wir begegnen uns vielleicht in Mailand, wo wir von offizieller Seite eingeladen sind, «spectrooms» zu präsentieren. Im coolen MADE Expo­Ausstellungs­ raum Space & Interiors auf der Piazza Gae Aulenti, wo man sowieso hingeht, sei es wegen Eataly oder dem Platz selbst oder dem Corso Como 10.

Herzlich, Ihre Suzanne Schwarz

Druckerei BULU – Buchdruckerei Lustenau GmbH AT-6890 Lustenau ISSN 1664-6835 Titelbild © Foto: Andres Valbuena Nachdruck von Texten nur mit Zustimmung der Redaktion und mit Quellenangaben gestattet. Mit Projekten von Mitgliedern des

La Casa Colombia, Kissen und Teppiche NOBSA, Design Sebastian Herkner für amesliving.de

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und ich: einzigartig.» TOWER OFEN Der elegante Designofen Tower® verfügt über zwei getrennte Heiztürme. Ein Wasserbehälter mit Kräutersieb und Ölschale schafft ein unvergleichliches Saunaklima mit vielfältigen Therapiemöglichkeiten.

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04 Ticker

38 Giardina 2018

Ausgezeichnete neue Produkte, neue Orte und wichtige Anlässe

08 Porträt

40 Beschattung

Trix und Robert Haussmann – Interdisziplinäre Visionäre. In über 50 Jahren schufen sie mehr als 650 gemeinsame Werke.

42 Die neuen Textilien

mit Enzo Enea, dem bekanntesten Schweizer Landschaftsarchitekten. «Ich kann ein Land lesen» sagt er. Ist das das Geheimnis seiner poetischen Gärten?

18 Haus Lachen

Architektur verbindet sich mit dem Aussenraum. Ein Bauherr erfüllt sich seinen Traum einer Neuinterpretation des Farnsworth House von Mies van der Rohe.

20 Grünes Wohnzimmer 52

Die schönsten Gartenmöbel für gemütliche Sonnenstunden. Die Meisten machen drinnen wie draussen eine gute Figur.

24 Licht und Schatten

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Lauschige Abende verlängern dank stimmungsvollem Licht. Was es sonst noch braucht, um den Aufenthalt draussen zu geniessen.

50 Wohnaccessoires

Diesmal alles für den leiblichen Genuss. Schöne Gläser und Porzellan.

52 Tapeten und Wandbekleidungen

Wie umgehen mit dem Hype Digitaldruck? Wo macht er Sinn? Was sonst?

56 Die neuen Teppiche

Sie sind wieder gefragt, die weichen, schönen Teppiche. Man kann sich ja auch kaum sattsehen an ihren Farben und Formen.

26 Kochen im Freien

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Trendforscher sagen, unser zukünftiger Lebensraum sei urban. Das geht nur mit Rückzugs­ orten, wo weiche Einrichtungstextilien eine wichtige Rolle spielen.

60 Shopping Malls und Shop Design

Die neuen Outdoor-Küchen kommen, von ganz einfach bis luxuriös. Ein völlig neues Kochgefühl! Nichts Schöneres, als in froher Runde gemeinsam zu kochen und zu essen.

30 Feuer und Flamme

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Die aktuelle Architektur liebt grosszügige Glasfassaden. Da sind leistungsstarke und formschöne Beschattungssysteme gefragt.

14 Interview

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Gartenträume sind auch auf wenig Raum möglich – die Giardina zeigte, wie das geht.

Wie bringt man die Menschen weg von den Bildschirmen und wieder in die Ladengeschäfte? Interviews mit Spezialisten und gute Beispiele.

70 Alte Würde – neuer Glanz

Der Reiz eines offenen Feuers im Freien fasziniert Jung und Alt. Erinnerungen an Lagerfeuer werden wach.

Das umgebaute Museum für Gestaltung Zürich an der Ausstellungsstrasse ist eröffnet und wartet mit einer tollen Installation und ausgewählten Objekten aus seiner Sammlung auf.

32 Wasser und Dampf

72 Allerlei

Auch die Sauna geht ins Freie. Und Wasser wird seine Faszination nie verlieren, sei es ein Naturteich oder ein Pool, egal welche Grösse.

Produkte-News von ausgewählten Firmen.

76 Agenda

34 Stein-Zeit

78 Lieblingsraum

Naturstein, Steinzeug + Co. Wo Innen- und Aussenraum zusammenwachsen, sorgen die richtigen Materialien am Boden für den optisch nahtlosen Übergang.

Die wichtigen Termine in April, Mai und Juni.

Carte Blanche hat diesmal die Kuratorin und Dozentin Renate Menzi.

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TICKER

Jan Geipels neues Konzept für den

Designers’ Saturday 2018 Der neue Kurator Jan Geipel hat sich eini­ges vorgenommen, um den 17. Designers’ Saturday in diesem Jahr noch attraktiver zu machen. Neuzugänge und internationale Highlights inklusive Gastland Japan gehören dazu. Mit Pro Helvetia ist neu auch eine wichtige Schweizer Institution dabei. Zu den fünf gastgebenden Produktionsstätten kommt das Stadttheater Langenthal dazu. Dort wird Freitag an der «Preview for Professionals» die Eröffnung und ein internationaler Design Talk mit sechs grossen Namen stattfinden.

aber mit einer tollen Idee dennoch teilnehmen möchte – der nächste Designers’ Saturday kommt erst 2020 wieder –, sollte sich mit den Organisatoren in Verbindung setzen. Die renom­ mierte internationale Fachjury wird spätestens im Juli die definitive Selektion vornehmen. designerssaturday2018.ch

sknife wird für das sknife-Steakbesteck aus neuartigem Chirurgenstahl mit einem der wichtigsten internationalen Design-Preisen ausgezeichnet: mit dem Reddot Design Award, und zwar mit der höchsten Auszeichnung «Red Dot: Best of the Best». Von Hand gefertigt, im sknife.com Emmental geschmiedet. Spring, die Porzellanvase für Wegrandblumen, hat den renommierten internationalen Designpreis Atheneum Chicago erhalten, ebenso wie bereits früher das de(ux)luxe Porzellan-Set. fan-design.ch Dittli/Steinmann.

Treppensteigender Rollstuhl In mehrjähriger Arbeit haben Studenten der ETH und der ZHdK einen Rollstuhl entwickelt, der Treppen und andere Hindernisse überwinden kann. Das auf zwei Rädern balancierende Fahrzeug kombiniert als eines der ersten seiner Art Komfort, Agilität und ein modernes Design mit der Fähigkeit, Stufen und unebenes Gelände zu überwinden. scewo.ch

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Kaldewei wurde gleich dreifach prämiert. Die Jury ehrte das Meisterstück Clasic Duo Oval mit der Auszeichnung «Winner excel­lent Product Design Bath and Wellness». kaldewei.de

Jan Geipel wünscht sich das bewährte Designers‘ Saturday-Konzept noch dichter, klarer, transparenter und emotionaler und ermuntert die ausstellenden Firmen und Organisationen zu ihrem individuellen Storytelling. Sich selbst sieht er als Steward, als Dienstleister, der begleitet, verbindet und auf Wunsch unterstützt. Der Kick-off fand am 12. April statt. An diesem Workshop wurden detaillierte Informationen sowie die individuellen Ausstellungsstandorte bekannt gegeben. Wer den Anmeldetermin verpasst hat,

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Awards

Das neue Electrolux Schweiz-Sortiment: Electrolux Millennium gewinnt einen iF Gold Award. Dank raffinierter Technologien und einem ganz besonderen electrolux.ch Augenmerk für Details.


UUPS – schon wieder!

Raum Olten Wer Sitzungen mit Teilnehmern aus der ganzen Schweiz plant, weiss, dass sich Olten einfach anbietet. In der Altstadt von Olten gibt es nun coole, kleinere Meetingräume mit Blick auf die Aare zu mieten. Catering Service wird auf Wunsch mit ask-olten.ch organisiert. Victorinox kam schon wieder in den Genuss der PlagiariusAuszeichnung. Ein anonymer Internet-Vertrieb kopierte das mit 33 Funktionen ausgerüstete Taschemesser. Identitäten von Online-Händlern sind fast nicht zu ermitteln, eine Verfolgung praktisch unmöglich. Der Schaden für Victorinox gerade im Marketingbereich ist aber gross. Das Marken­ zeichen verführt zum Kauf. Das Qualitätsversprechen der Original-Marke wird aber mit billigen Fälschungen nicht eingehalten (unscharfe Messer, nicht funktionierende Lupe etc.). plagiarius.com

Neueröffnung Showroom Orea AG und Franke Cuisirama Die Orea AG eröffnet ihren neuen Showroom an zentralster Lage mitten in Luzern mit integriertem Franke Cuisirama. Auf 230 Quadratmetern präsentieren sie eine Auswahl an Küchenlösungen, Raumkonzepten und ein exklusives Sortiment aus der Produktevielfalt von Franke. orea-kuechen.ch | franke.ch

Malen | Gipsen | Farben Sonnhaldeweg 5 3110 Münsingen 031 721 30 97 www.farbwerkag.ch


TICKER

Gregory Knie, Philipp Oehler, Daniel Caro, Rolf Styger und Lucas Oechslin (LUMA)

ButchersTable Restaurant und Metzgerei Direkt am Hegibachplatz erstrahlt diese einstige Quartierbeiz im Glanz einer neuen Quartierbeiz. Auch wenn sich an der Neumünsterstrasse 34 viel verändert hat, das neu eröffnete Restaurant ButchersTable mit integrierter Metzgerei strahlt genuin Bodenständigkeit und Zeitlosigkeit aus. Der Eingang befindet sich – klassisch für derlei Bauten aus der Jahrhundertwende – in der Ecke der Liegenschaft. Ungekünstelte Atmosphäre

mit einer Einrichtung, die ehrliche Werte definiert. Ein gekachelter Steinboden zieht sich über den Eingangsbereich, dahinter bildet die Metzgertheke, ein handgefertigtes Unikat, den Abschluss zur angrenzenden Restaurant-Schänke.

Neuer Showroom

World Crafts

Philipp Kuntze, unermüdlicher Agitator für das hochklassige Kunsthandwerk, hat eine neue Adresse in Bern und mehr Platz für gute Produkte und Veranstaltungen. qnc.ch | world-crafts.org

ButchersTable am Hegibachplatz Neumünsterstrasse 34, 8008 Zürich, butcherstable.ch

Atelier Oï

How Life Unfolds Vor rund 30 Jahren begann die Reise von drei jungen Männern aus der Westschweiz. Vom Bielersee aus eroberten sie die Welt. Die drei Gründer des Atelier Oï haben ihre Neugier bewahrt und segelten von Erfolg zu Erfolg. «Wenn der eine von uns spricht, denkt der andere und der Dritte hört einfach zu», ist das die Formel? Mehr zum Buch erfahren kann man Mittwoch, 20.6.2018 , von 18 – 19 Uhr, im Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse: How Life Unfolds, Gespräch mit Lars Müller, Gestalter und Verleger des Buches, und Renate Menzi, Kuratorin Designsammlung. Kosten im Eintrittspreis inbegriffen.

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Das im April erschienene Buch zeigt Archivmaterial, die Beschreibung aktueller Projekte mit vielen Fotos vom Ausprobieren und Entstehen neuer Produkte und aus dem reichhaltigen Materialarchiv. Mit Beiträgen von Designern und Partnern, Freunden und Kritikern, Kunden und Produzenten. Atelier Oï – How Life Unfolds. 380 Seiten, reich bebildert, in englischer Sprache. CHF 45 ISBN 978-3-03778-565-2 lars-mueller-publishers.com


Pop-up store Zürich

Neuer SchlossbergCEO Damian Wirth hat als CEO die Nachfolge von Thomas Boller übernommen. Er ist seit 12 Jahren im Verwaltungsrat der Unternehmensgruppe, kennt das Unternehmen Schlossberg deshalb sehr gut und verfügt über langjährige Erfahrung als Geschäftsführer von mittelständischen Familienunternehmen. Thomas Boller, der über 30 Jahre die Geschicke von Schlossberg geleitet hat, bleibt Verwaltungsratspräsident von Boller, Winkler wie auch von Schlossberg.

Noch bis August 2018 ist der neue RICE Pop-up store von Küche und Haushalt am Hegibachplatz geöffnet. Besucher finden dort die farbenfrohen Produkte des dänischen Unternehmens RICE sowie die mt masking tapes von Thomas Merlo. Die rückstandslos und einfach ablösbaren Klebebänder lösten 2008 den globalen Washi Tape-Boom aus. Das Original aus Japan erfreut sich heute einer weltweiten Fangemeinde, die ständig weiterwächst. Die Deko-Klebebänder aus Washi-/Reispapier in unendlichen Farben, Dessins und nun sogar bis 46 cm Breite haben Kultstatus erreicht. Im Nu verändern die neuen Bodenbeläge, Wand- und Fensterverkleidungen von mt CASA ganze Wände, Fensterfronten, Böden, alte Möbel, Küchenmt-maskingtape.com abdeckungen etc.

04.—06.5. Messe Basel Halle 3

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Augenschutz Mehrfach preisgekrönt sind die avant­ gardistischen Hightech-Sonnenbrillen von Sandra Kaufmann und Monika Fink. Sie sind handwerklich gefertigt, aus Acetat mit farblich austauschbaren Federstahl­ bügeln als patentierte Scharniere. Entstanden in Zürich, werden sie in den Metropolen Japans, Asiens, Europas und den USA begeistert getragen. solsolito.com

Für Designkenner & Feinschmecker Thomas Feichtner, Designer und Kreativleiter der Sonderschau „Österreich. Die Kunst des Entdeckens.“ lädt 3 x 2 spectrooms-Leser zum kostenfreien Salon-Frühstück & Designtalk an die blickfang Basel ein. Geniessen Sie ein reichhaltiges Frühstück und lauschen Sie dabei Thomas Feichtner im Gespräch mit dem Architekten und Designer Michael Vasku. Um am Wettbewerb teilzunehmen, senden Sie bitte eine Email mit Ihrem Namen und dem Betreff „spectrooms“ an designtalk@blickfang.com. Salonfrühstück, Samstag, 05. Mai, ab 11.00 Uhr. www.blickfang.com


PORTRÄT

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PORTRÄT

Trix und Robert Haussmann «Interdisziplinäre Visionäre der Schweizer Wohnkultur»

Das Werk von Trix und Robert Haussmann strahlt unglaubliche Vielschichtigkeit und Komplexität aus, ohne dabei das Spielerische und die Leichtigkeit je zu verlieren. In über 50 Jahren schufen sie mehr als 650 gemeinsame Werke. Sicherlich gehört ihr Oeuvre zu dem Reichhaltigsten im Bereich Architektur, Innenarchitektur und Design, was die Schweiz vorzuweisen hat. Deswegen ist es ein wertvolles Kulturerbe, das im Rahmen des Kulturerbe-Jahres gefeiert werden sollte. Text: Joan Billing und Samuel Eberli

Das Kulturerbe-Jahr – Trix und Robert Haussmann

Trix und Robert Haussmann, Doppelporträt mit Säulenstumpf und einer Hommage an Giovanni Battista Bracelli. Foto Sabine Dreher.

Kein Wunder, dass Trix und Robert Haussmann das Jahr 2018 gewidmet ist. Anfangs Jahr wurde in Berlin im KW Institute of Contemporary Art eine phänomenale Ausstellung unter dem Titel «The Log-O-Rithmic Slide Rule: A Retrospective» zu ih­ rem Werk von den Kuratoren Fredi Fischli und Niels Olsen gezeigt. Am WID, dem internationalen Tag der Innenarchitektur, der am 25. Mai im Kos­ mos Zürich stattfindet, folgt die Ehrung von Trix und Robert Haussmann durch die Vereinigung der Schweizer Innenarchitekten/-architektinnen im Rahmen des Kulturerbe-Jahres 2018 und im Spät­ herbst des Jahres folgt eine Ausstellung im Archi­ tekturforum mit Publikation im Scheidegger und Spiess Verlag, die von Design+Design kuratiert wird. Ermöglicht wird dort ein vertiefter Blick in das Frühwerk und die Anfänge des Duos und auf den Weg von der Revision der Moderne hin zum

«Manierismo Critico». Einen ersten umfassenden und aufschlussreichen Gesamtüberblick des Ge­ stalter-Duos gibt vorab auch der Werkkatalog, wel­ cher bereits im gta Verlag erschienen ist.

Interdisziplinäre Visionäre Trix und Robert Haussmann haben als Arbeitsge­ meinschaft die Wohnkultur über mehrere Jahr­ zehnte nicht nur in der Schweiz, sondern interna­ tional beeinflusst. Sie haben bewiesen, dass der Zusammenschluss zweier Persönlichkeiten mit unterschiedlicher Ausbildung zu einem facetten­ reichen Werk führen kann, das weiterhin zeitge­ mäss wirkt. Sie haben Innenarchitektur, Architek­ tur, Design und Kunst verbunden, die sie spielend und interdisziplinär in Plänen, Produktdesign und Texten festgehalten haben. Dies ist mit ein Grund, weshalb sie ihrer Zeit immer mehrere Schritte vor­ aus waren. Denn trotz ihrem divergenten Hinter­ grund sind Trix und Robert Haussmann in einem Umfeld herangewachsen, das ihren Weg begüns­ tigt und nachhaltig geprägt hat. Dies hat ihnen die Möglichkeit gegeben, sich von ihrem Ausgangs­ punkt – der Moderne der Vorkriegszeit – loszu­lösen und ihre Vorbilder wie Mies van der Rohe, Le Cor­ busier, Charlotte Perriand und Marcel Breuer kri­ tisch zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Es gelang ihnen, mit ihrer interdisziplinären Vision, in den 1960er-Jahren bereits die 1980er-Jahre vor­ wegzunehmen.

Wie aus zwei Biografien eine unschlagbare Gemeinschaft wurde Robert Haussmann kommt früh mit dem Hand­ werk des Einrichtens in Kontakt, da seine Eltern w

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PORTRÄT

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2 1 | Den Schnurstuhl von 1950 entwarf Robert Haussmann während seiner Ausbildung in der Innenausbauklasse bei Willy Guhl. Foto Fred Waldvogel. 2 | Fauteuil RH 302 mit erhöhter Rückenlehne. Entwurf 1954. Foto Fred Waldvogel.

ein Tapeten- und Einrichtungsgeschäft in Zürich führten. Durch den Besuch der Fachklasse für Innen­ ausbau an der Kunstgewerbeschule Zürich kommt er mit Willy Guhl, Johannes Itten und Wilhelm Kienzle in Berührung und wird von der Moderne der Vorkriegszeit geprägt. Er besucht im Freundes­ kreis von Siegfried Giedion dessen private Semina­ re, wo er Hans Arp kennenlernt. Er erhält von ihm formende Denkanstösse zum Zufallsprinzip und die Faszination für Readymades, Duchamps, den Surrealismus und die Gruppe um Dada. Als der Vater stirbt, übernimmt Robert Haussmann mit seinem Bruder Peter das elterliche Geschäft und eröffnet ein zweites Geschäft im Oberdorf in Zü­ rich. Hier hat Robert Haussmann seine eigene Wirkstätte, um seine Gestaltung von Innenräumen und Möbeln zu entfalten. Er entwirft Fauteuils, So­ fas und Tische aus Metall, die eine Hommage an Grössen der Moderne wie Mies van der Rohe und Marcel Breuer darstellen, aber er bringt mit Raffi­ nesse neue Ansätze ins Spiel. Ähnlich tun es Kurt Thut und Hans Eichenberger, welche mit ihm das Designkollektiv «SWISS DESIGN» Mitte der

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1950er-Jahre bilden. 1956 tritt Robert Haussmann zusammen mit Kurt Thut, Hans Eichenberger und Alfred Hablützel der Vereinigung der Schweizer In­ nenarchitekten/-architektinnen VSI.ASAI bei. Für Trix und Robert Haussmann steht hinter je­ dem Innenarchitekten ein doppelter Architekt, der sowohl das Wissen der Architektur, des Bauens und der Konstruktion beherrschen wie auch den Nutzer in dessen sozialen Kontext verstehen sollte. Trix Haussmann, geborene Högl, schnuppert seit ihrer Kindheit Architektenluft. Sowohl der Urgross­ vater Johann Joachim Brenner wie der Grossvater Albert Brenner waren bekannte Architekten in Frauenfeld und ihre Tante Gertrud Brenner ist eine der wenigen diplomierten Architektinnen an der ETH Zürich, die ihren Beruf in Frauenfeld und Zürich ausübt. Sie fungiert für Trix Haussmann als eine Art Vorbild. Trix studiert nach der Matura Ar­ chitektur an der ETH Zürich. Ihr Studium unter­ bricht sie für sechs Jahre wegen längeren Auslands­ aufenthalten und der Geburt ihrer zwei Kinder aus erster Ehe. Sie nimmt ihr Studium bei Werner M. Moser und Bernard Hoesli an der ETH wieder auf

3 | Innenansichten der Kronenhalle Bar 1965. Foto Fred Waldvogel.

4 | Die Salle Suisse im UNESCO-Gebäude in Paris. Eingerichtet 1958 mit einem runden Konferenztisch und Freischwingern von Robert Haussmann. Foto Fred Waldvogel.

und sammelt erste praktische Erfahrungen in der Architektur im Atelier von Rudolph Olgiati. Bei Jacques Schader schliesst sie 1963 erfolgreich ab.

Das kritische Hinterfragen der Moderne Erstmals an der Expo ’64 in Lausanne kreuzen sich die Wege von Trix und Robert Haussmann. Er ist beauftragt, das «Centre de l’Hôtelerie» einzurich­ ten, und arbeitet mit der Arbeitsgemeinschaft um Ernst Gisel und Dolf Schnebli zusammen, die den Wettbewerb für die Landesausstellung gewonnen hat. In dessen Büro lernt er Trix Högl-Kelterborn kennen. Aus dieser Begegnung entwickelt sich die legendäre berufliche und persönliche Bindung des unschlagbaren und unzertrennlichen Duos. Von Anfang an stellen sie sich den gleichen gestal­ terischen Problemen und beginnen die Dogmen der Moderne zu hinterfragen. 1967 heiraten die beiden und gründen ein gemeinsames Büro, die spätere «Allgemeine Entwurfsanstalt Zürich». Im selben Jahr schliesst Trix Haussmann das Nach­ diplomstudium am Institut für Orts-, Regionalund Landesplanung der ETH Zürich ab. w


PORTRÄT

5 | Intarsienkorpus R.T.H für Peter Pfeiffer. Foto Gian Rusconi. 6 | Lehrstücke I Möbel als Architekturzitat, 1977. Brückenschreibtisch und Mauer-Kommode. KW Institute for Contemporary Art, Courtesy Zürcher Hochschule der Künste, Museum für Gestaltung Zürich. Foto Frank Sperling. 7 | «Dieser Clubsessel besitzt den Charme des in Würde Gealterten. Und schafft dieses unnachahmliche Ambiente vertrauter Noblesse», so Robert Haussmann zum Clubsessel 310 von Walter Knoll. Werkfoto Walter Knoll. 8 | «Ein Möbel zu entwerfen, das den Komfort des klassischen Chesterfield bietet, aber leichter in Erscheinung tritt», so Robert Haussmann zu seinem Entwurf von 1962. Werkfoto Walter Knoll.

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9 | Ein Szenarium aus Architekturfragmenten: Innenansicht der Boutique Weinberg Herren in Zürich 1977. Foto Alfred Hablützel. 10 | Mit Ironie und Verfremdung sich Neues eröffnen; Skizze zum Lehrstück Säulenhaus. 11/12 | Der Säulenstumpf. Lehrstück II: Störung der Form durch die Funktion. Modellinszenierung und Fotos Fred Waldvogel.

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PORTRÄT

Neue Wege von der Moderne zum «Manierismo Critico» Der Zusammenschluss einer Architektin mit einem Innenarchitekten entfesselt neue Kräfte und Dimen­ sionen. Sowohl Trix wie auch Robert Haussmann sind fasziniert von den Elementen des Wider­ spruchs, der Ironie und des Zufalls in ihrer ge­ meinsamen Arbeit. Ihre Verbindung ermöglicht offene Diskussionen zu den gestalterischen Prob­ lemstellungen. Auf ihrer gemeinsamen Entde­ ckungsreise finden sie im Manierismus der Spät­ renaissance neue Impulse. Jedoch geht ihre Arbeit über eine reine Übernahme der Stilmittel aus dem 16./17. Jahrhundert weit hinaus. Sie interpretieren die manieristischen und illusionistischen Gestal­ tungsmittel neu und nehmen sie als Bestandteil in ihre Architektur und Innenarchitektur auf. Es han­ delt sich dabei um einen Prozess der Weiterent­ wicklung und Hinterfragung, der in ihre gemein­ same Arbeit hineinzuwirken beginnt. Im Interview

in der Publikation zum 75-jährigen Bestehen des VSI.ASAI geben sie an, dass sie in ihrem kreativen Prozess unter anderen die Materialverfremdung, die illusionistische Körper- oder Raumverände­ rung mit malerischen Mitteln, die Komplexität, die Mehrdeutigkeit sowie Ironie und Widerspruch be­ nützen. Bereits ihre erste gemeinsame Arbeit 1967 «Chair Fun» für die Aktion des SWB Schweizeri­ schen Werkbundes weist mit ihren exemplarischen Ergebnissen auf die Ablösung und Unterwande­ rung des reinen Funktionalismus hin und gilt als Auftakt der Schweizer Postmoderne im Design. Der Prozess mündet nicht nur im Manifest des «Manierismo Critico» im Jahr 1981, sondern be­ gleitet sie ein Leben lang. Das Hochhalten der Handwerkskunst mit bis ins kleinste Detail sorg­ fältig ausgewählten Mitteln zeigt sich unter ande­ rem in den Möbeln für Walter Knoll, teo jakob, De Sede, Kollektion Röthlisberger und Wogg, in ihren Umbauten in der Schweiz, zum Beispiel für

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die Mode­ spezialgeschäfte Weinberg, Lanvin in Zürich oder IBM sowie die Kronenhalle Bar und den Hauptbahnhof Zürich. Auch städtebauliche Projekte zeugen von dieser spannenden fortwäh­ renden Entwicklung.

Pioniere der Innenarchitektur Die Ehrung, die VSI.ASAI Trix und Robert Hauss­ mann am 25. Mai im Kosmos Zürich erweist, ist ein Zeichen dafür, welche zentrale Rolle sie und ihr Werk bei der Umsetzung der von Wilhelm Kienzle, Willy Guhl und Oscar Burri formulierten Vision einnehmen: Die Stärkung der Stellung des Innen­ architekten und dessen Aufgaben klar zu definie­ ren, Innenarchitektur als eigen­ständigen Berufs­ zweig zu realisieren und die Gestaltung des Raums in den Fokus des Schaffens zu stellen. Diese Vision führte zur Gründung der VSI.ASAI anfangs der 1940er-Jahre. trixundroberthaussmann.ch | designunddesign.ch

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13 | Aus der Serie Chair Fun: Choco-Stuhl, 1967, Installationsansicht KW Institute for Contemporary Art, Courtesy Zürcher Hochschule der Künste, Museum für Gestaltung Zürich. Foto Frank Sperling. 14 | Pirat mit Glocke 15 | Der Hellseher 16 | NeonStuhl aus der Auktion Chair Fun 1967/2012, «Phantasiestühle» mit künst­lerischem Wert. Installationsansicht KW Institute for Contemporary Art, Courtesy Zürcher Hochschule der Künste, Museum für Gestaltung Zürich. Foto Frank Sperling. 17 | Variation von Sperrholzquadern mit Ecklösungen, Instal­lations­ansicht KW Institute for Contemporary Art, Courtesy Zürcher Hochschule der Künste, Museum für Gestaltung Zürich. Foto Frank Sperling.

Trix + Robert Haussmann – Kultur der Formgebung

Gabriela Güntert, Bruno Maurer, Arthur Rüegg (Hg.)

Die ansteckende Kreativität von Trix und Robert Haussmann in der Architektur, der Innenraumgestaltung und im Produkt­ design sowie in Ausstellungsinstalla­tionen. 2017 | 25 x 30,5 cm, Leinen, 380 Seiten, 973 Abbildungen ISBN 978-3-85676-360-2 | 130.00 CHF / 130.00 EUR © Bilder Nr. 1-5, und 9 in diesem Beitrag: gta Archiv/ETH Zürich (Vorlass Trix und Robert Haussmann)

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P R O M O SA LO N S S U I SS E / C H A R L I N E FA B B R O - R O U T E D E C H Ê N E 5 , CA S E P O STA L E 6 2 9 8 C H - 1 2 1 1 G E N È V E 6 T É L : + 4 1 ( 0 ) 2 2 8 4 9 0 5 9 8 / FA X + 4 1 ( 0 ) 2 2 7 3 5 0 1 3 3 / E M A I L : C FA B B R O @ C C I F S . C H


LANDSCHAFTSARCHITEKT

Wohnen im Garten ist eines der Hauptthemen dieser Messe. Es geht um fliessende Übergänge von aussen nach innen. Bedingt das, dass für alles gleiche Materialien verwendet werden? Enzo Enea | Das kann, muss aber nicht sein. Man kann ebenso wie hier in unserem Schaugarten mit verschiedenen Materialien spielen: das Glas als transparentes Element, das Tiefe vermittelt, das Holzdeck mit einer Stufe als Übergang, dazu Kies und Ziegelstein als Weg. Alles ergibt ein klar struk­ turiertes, harmonisches Ganzes. Bei kleineren Gär­ ten empfiehlt sich dann aber wirklich, besser nur mit ein, zwei Materialien zu arbeiten.

Enzo Enea

Ich kann ein Land lesen Enzo Enea ist wohl der bekannteste Schweizer Landschaftsarchitekt. Sein eigenständiger, von klaren Linien geprägter Stil ist mittlerweile auch international gefragt. Enzo Enea und sein Team arbeiten in 18 Ländern, haben Geschäftsstellen in Miami und New York, seine Unternehmung umfasst 200 Mitarbeitende – und alles, was er tut, tut er mit grosser Leidenschaft. Outside In – Gestaltung von aussen nach innen heisst seine Devise. Der Perimeter muss als Ganzes betrachtet werden. Und Vorgabe ist immer der Genius Loci. Der Ort, der Nutzer und die Architektur bestimmen die Gartengestaltung. Wir haben Enzo Enea an der Giardina in seinem Schaugarten getroffen, wo übrigens das Material von 50 LKW-Fuhren mit grossen Bäumen, Pflanzen, Brunnen und Holzkonstruktionen kunstvoll verbaut wurde. Text: Sigrid Hanke | Fotos: Enea GmbH

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Gibt es überhaupt irgendwelche globalen Regeln für die Gestaltung eines Gartens? Welchen Anteil sollten Bäume, Pflanzen, Grünflächen, Möbel haben? Die Fläche ist eigentlich nicht relevant, man kann auch kleine Flächen grosszügig gestalten. Wir nut­ zen den Garten ja zum Leben, und das kann in grossen Gärten, aber auch auf Terrassen und Bal­ konen stattfinden. Die Frage ist: Wie leben die Nut­ zer? Traditionell, modern, oder eine Mischung von beidem? An welchem Ort ist der geplante Garten? Sind wir in der Stadt? Auf dem Land? In einem Reihenhaus? Einer Einfamilienhaussiedlung? Der Ort bestimmt. Das ist der Genius Loci, der «Geist des Ortes» – der Nutzer, der Ort und die Architek­ tur bestimmen unsere Gestaltung. Von wo kommt der Wind, die Geologie, die Sonneneinstrahlung? Wie ist der Aufbau des Bodens, sandig, eher leh­ mig oder waldiger? All das muss in unsere Über­ legungen mit einfliessen.


LANDSCHAFTSARCHITEKT

1 | Schaugarten «East Meets West» an der Giardina 2018 (Giardina AWARD Gewinner, Silber) 2 | Lanserhof Tegernsee (AHGZ Award for Hotelier of the Year 2017, Germany‘s Best Wellness Retreat 2016, World‘s Best Medical Spa 2015 and 2016, Tatler Spa London Award 2015) 3 | Private Residenz am Ammersee DE. Outside In – Eneas Philosophie: Lebensräume zu einem Ganzen zusammenzuführen.

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Sie haben eine Unternehmung mit 200 Mitarbeitenden. Wie managt man das? Wie gehen Sie vor? Wir machen alles inhouse. Wir haben eine Organi­ sation mit verschiedensten Abteilungen. Konstruk­ teure, Lichtplaner, Metallbauschlosser, Schreiner, Gärtner, Steinhauer und natürlich eine Landschafts­ architektur-Abteilung. Jeder Garten geht über mei­ nen Tisch. Und träumen Sie davon? Irgendwo habe ich gelesen: «Unsere Gärten werden in unseren Gedanken geboren.» Das ist so. Ich lebe von den Bildern, den Eindrü­ cken. Und klar, bei der Grösse unseres Unterneh­ mens ist man immer am Arbeiten. Es ist aber ein Leben in der absoluten Faszination, verbunden mit

guten Kontakten, einem spannenden, innovativen Umfeld, umgeben von Architekten und Designern, Kunst und schönstem Ambiente. Das Privatleben kommt da zwar etwas zu kurz – zum Glück arbeitet aber meine Frau als Verantwortliche für das Marke­ ting mit im Unternehmen. Auch das steht in Ihren Unternehmensunterlagen: Unsere Stärke liegt im individuell ausgerichteten Service, dem anspruchsvollen Kunden die komplette Realisierung eines Gartenprojekts aus einer Hand anzubieten. Von der Planungs- und Bau­ phase inklusive Bewässerungsanlagen und Gartenbeleuchtungen und eben bis zu den Möbeln. Wie muss ich das verstehen? Das heisst, wir machen alles inhouse und schlagen

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auch die Möblierung vor, wofür unter anderem auch meine Schwester zuständig ist. Durch die Möblierung können das Innere und das Äussere eine gestalterische Einheit bilden. Der Ursprung kommt daher: Mein Vater hatte ein Gartendekorations­geschäft, mein Grossvater war Steinmetz. Aus dieser Familientradition heraus hat sich die heutige Unternehmung entwickelt. Und so ent­ stand die Anerkennung für unsere Fähigkeit, kom­ plexe Gestaltungen und Anlagen von Privatgärten und -terrassen, Restaurants, Hotels und Ferienan­ lagen sowie Firmengärten, öffentliche Parks im Inund Ausland zu realisieren. Unsere Stärke liegt darin, dass wir «alles aus einer Hand» anbieten – also ein Gesamtbauwerk. Wobei wir natürlich auch von Regelprinzipien und Kosten abhängig sind. w

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LANDSCHAFTSARCHITEKT

Enzo Enea am Planen. Rechts der Showroom und Park am Enea-Hauptsitz in Rapperswil-Jona.

Was für Regeln gibt es denn für die Gartenplanung? Genau wie der Architekt ein Haus bewilligen las­ sen muss, unterliegt auch die Gartengestaltung ei­ nem zu bewilligenden Plan. Zumindest bei uns in der Schweiz und einigen weiteren Ländern unserer Nachbarschaft. Da geht es beispielsweise um Grenz­ abstände von Bäumen, Hecken und Pergolen, um die Pflanzenwahl, die möglichst heimisch und standortgerecht sein soll. Wo beziehen Sie Ihre Pflanzen? Arbeiten Sie mit Baumschulen zusammen, die eventuell auch Bäume und Pflanzen für Sie züchten? Das gibt es – wenn wir genügend Zeit im Voraus für die Planung der Gartenanlage haben. Generell haben wir im Team einen «Baumscout». Der arbei­ tet direkt mit mir zusammen, sucht jeden einzel­ nen Baum aus – wir wollen natürlich nur die schönsten für das Projekt, das wir gerade planen. Wie ist das, wenn der Garten dann fertig ist? Ist das wie bei einem Architekten, der sich dann schweren Herzens trennen muss? Es ist uns immer eine besondere Freude, den ferti­ gen Garten unseren Kunden zu übergeben – und vorwiegend trennen wir uns nicht, sondern pflegen ihn weiter. Wir haben ein grosses und fachmänni­

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sches Garten-Unterhaltsteam. So können wir eine entsprechende Qualitätsgarantie bieten und wach­ sen weiter mit unseren Gärten. Nochmals: Wie finden Sie Ihre Ideen für die Gestaltung eines Gartens? Ganz einfach: Der Ort bestimmt, was zu tun ist, das Wie und Was. Alles ist abhängig von Wind, Sonneneinstrahlung, der Architektur und dem Auftraggeber. Ich stehe einige Stunden auf dem Gelände, um die verschiedenen Stimmungen zu erleben. Meistens ist es so, dass ich mich sehr schnell zurechtfinde. Ich bin sehr geübt im «Lesen von Land». Das ist eine meiner Begabungen. Wie fühlt der Ort, wie fügt er sich ein, wie wird sich die neue Gestaltung mit dem Ort verbinden? Und ir­ gendwie gibt es da so etwas wie spürbare Energie. Aus diesen Gedanken entstehen Handzeichnun­ gen, welche dann von meinem Team, rund 200 Mitarbeitende aus über 20 Ländern, umgesetzt werden. enea.ch

«enea private gardens» Ungeachtet seines jugendlichen Alters hat Enzo Enea bereits über 1000 Projekte realisiert. Das grafisch ausgefeilte, reich bebilderte Buch präsentiert Impressionen der ausgeführten Werke. Die Gärten foto­grafiert hat Martin Rütschi, der Text stammt vom Landschaftsarchitekten und -historiker Prof. Dr. Michael Jakob. In Deutsch und Englisch erhältlich CHF 137.00 Bestellungen an info@enea.ch.


IN SZENE GESETZT: DAS BETONELEMENT

Waschbecken CEMFOR®; Wohnhaus, Ottoberg. Weitere Ideen und Umsetzungen: betonelementwerk.ch Elementwerk Istighofen AG, CH-8575 Bürglen

Gartendesign stilvoll inszeniert.

Wolleraustrasse 31 | 8807 Freienbach hauserliving.ch | T 055 415 00 80 Ein Unternehmen der HAUSER GÄRTEN AG


HAUS LACHEN

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Text: Dorothee Lehmann Fotos: Francesca Giovanelli

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HAUS LACHEN

Linke Seite | Schwebende Steinplatten führen auf der Nordseite zum Hauseingang. Von oben rechts im Uhrzeigersinn | Blick entlang der verglasten Nordseite. Das RuderSkiff ist geschützt am Vordach aufgehängt. Nur bei den Schiebetüren sind die Rahmen sichtbar. Ansonsten sind die festen Verglasungen oben und unten bündig eingelassen. Blick entlang der Südfront, die ebenfalls komplett verglast ist. Das Haus öffnet sich auf der Westseite zum See. Die zurückgesetzten Stahlstützen rhythmisieren die breitgelagerte Westfassade.

Ein kompakter Blockkern, eine dreiseitige Glashülle und der unmittelbare Bezug zum See prägen das luzide Haus in Lachen/SZ. Es entstand in engem Zusammenspiel klarer Vorstellungen der Bauherrschaft und architektonischer Bravour des Zürcher Büros Unger & Treina. Dem Bauherren­ wunsch nach einer Neuinterpretation von Mies van der Rohes Farnsworth House entspricht das Haus total, das gleichwohl auf die topographische Situation wie die Bedürfnisse seiner Bewohner eingeht.

Die zwischen den Betondecken eingespannte Glas­ fläche ermöglicht es, die Landschaft durch das Haus wahrzunehmen, in die es eingesetzt ist. Somit ver­ bindet sich die Architektur mit dem Aussenraum, wird Teil von ihm und ist fast unsichtbar. Die Beschränkung auf die wenigen Materialien Glas, Weissputz für den Blockkern und hellen Jura-­ Naturstein für den Boden unterstreichen die Ein­ heit sowie den fliessenden Grundriss dieser klaren, subtil gegliederten Architektur. Bis auf die HebeSchiebetüren sind zudem keine Fensterrahmen

sichtbar, da die Festverglasungen oben und unten bündig eingelassen sind, so dass die Glashülle noch «unsichtbarer» erscheint. Man könnte den Raum als nahezu ephemer bezeichnen, flüchtig in der Wahrnehmung. Der geschlossene Blockkern, das Mobiliar und die in die Verglasungen integrier­ ten, feinsten Aluminiumlamellen, mit denen das Licht spielerisch immer wieder in anderen Stim­ mungen ins Innere gefiltert werden kann, sind die Elemente, welche den Innenraum gegen aus­ sen abgrenzen.

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GARTENMÖBEL

Grünes Wohnzimmer Eine der Besonderheiten des internationalen zeitgenössischen Designs ist das Bestreben, Schönheit und Funktionalität in Einrichtungsgegenständen in Einklang zu bringen. Beständigkeit, Leichtigkeit und Vielseitigkeit sollen auch die Möbel für den Aussenbereich auszeichnen. Dass sich auch das Auge daran freuen darf, ist ein Mehrwert, der die schönste Jahreszeit, die sowieso zu kurz ist, noch lebenswerter macht. Text: Suzanne Schwarz | Fotos: zvg

1/2 | Die Kollektion MORIS (Mauritius in der kreolischen Landessprache) hat ihren Ursprung in zwei der typischen Einrichtungsgegenstände der Insel Mauritius: Von Hand gefertigte Möbel aus Rattan sowie die farbenprächtigen Tanth-Körbe gehören zum InselAlltag. Richa Gujadhur adaptiert die traditionellen Gebrauchsgegenstände für seine Kollektion MORIS. Er entwirft mit herkömmlichen Materialien wie Metall, Schnüren und Seil sowie einfachen Formen, linear und geometrisch. Das Resultat sind bildschöne, künstlerisch anmutende Eyecatcher. Farben und Muster sind wählbar und passen so in jede Umgebung. Die Sessel, Hocker und Tische werden in Handarbeit hergestellt. richagujadhur.com 3 | Rahmen aus Teakholz, der Sitz mit Gewebe bespannt, bequeme Polster mit dekorativen Kedern. Kollektion NewHaven von garpa.de 4 | Sessel, Hocker, Kissen, Teppich. Hängeliege Farniente, Bestetti Associati für paolalenti.it 5 | Kollektion Zebra. Gartenmöbel für private wie gewerbliche Einsätze, aus widerstandsfähigem Spritzguss gefertigt. fastspa.com 6 | A Bova, 2018 vorgestellter Gartensessel mit neuartiger bequemer Rückenlehne, ein Entwurf von manufaktur5.ch, Mitglied im Formforum Schweiz 7 | Alutische von Kurt Thut kommen neu mit farbiger GFK-Tischplatte. seledue.ch

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GARTENMÖBEL

Das belgische Unternehmen Extremis von Dirk Wynants gehört schon seit seiner Gründung im Jahr 1994 zu den innovativen Produzenten, die hochwertige Möbel für den Aussenbereich herstel­ len. Sie haben alle etwas gemeinsam: Sie verlocken auf überraschende und unkonventionelle Weise zum gemütlichen Beisammensein. Das Modell Virus etwa, ein Metall-Tischchen mit zwei integ­ rierten Hockern, ist nicht ganz neu, wirkt aber so, ist universell verwendbar und in vielen Städten als Parkmöblierung beliebt. Draussen sein heisst die Gedanken auf die Reise schicken, ins Grüne, in die Bergwelt, die blaue Weite einer endlosen Seereise. Die neuen beque­ men Loungemöbel spielen mit maritimen Attribu­ ten oder italienischem dolce far niente. Wobei die

Unterschiede nicht wesentlich sind, ins Auge fallen allenfalls die weniger klassischen und unkonven­ tionelleren Designs unserer südlichen Nachbarn. Unterhält man sich mit den Gestaltern über die Idee, die ihrem Design zugrunde lag, wähnt man sich manchmal auf einem arabischen Markt und mitten unter den fantasievollen Märchenerzählern. Die Geschichte von Marcello Ziliani zu seinem Sessel Kilt ist besonders schön: «Kilt wurde durch den berühmten Wickelrock inspiriert, welcher von den stolzen Bewohnern der Highlands getragen wird. Auf dieselbe Weise umgibt die Rückenlehne die Sitzfläche, ohne mit ihr verbunden zu sein – wieder Rock, bei dem die Knie frei bleiben» (siehe Seite 22). w

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GARTENMÖBEL

Paola Lenti, die Grande Dame des italienischen Polstermöbel-Designs, hat seit 25 Jahren auch die Innenarchitekten der Schwez immer wieder beein­ druckt. Ihr Gefühl für Farbkombinationen, neue Materialien und Gestaltung ist bis heute wegwei­ send. Die neue Hängematte Farniente wurde vom Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum New York in Auftrag gegeben und war Teil der Installa­ tion The Virtue in Vice. Farniente zeigt die Ver­ schmelzung von traditionellem Kunsthandwerk mit neuartigen Materialien wie Trame, ein exklusiv für Paola Lenti produziertes strapazierfähiges StretchGewebe. Nicht verstecken müssen sich die Schweizer Klas­ siker. Seledue bringt den Alutisch von Kurt Thut neu in den vier Farben Feuerrot, Lichtblau, Opal­ grün und Lichtgrau. Der für drinnen wie draussen vielseitig einsetzbare Klassiker ist korrosionsbestän­ dig, platzsparend und stabil. Die Vitra hat den 1939

von Hans Coray entworfenen Landistuhl neu auf­ gelegt. Embru produziert nach wie vor erfolgreich die zeitlos wirkende, ihr 70-Jahre-Jubiläum feiern­ de Liege von Altorfer mit der PVC-Kordel-Bespan­ nung. Bei der jüngeren Generation finden wir Mo­ delle, die das Zeug zu zukünftigen Klassikern haben, etwa bei Atelier Alinea, Manufaktur 5 etc. Von den internationalen Klassikern lieben wir nach wie vor die Outdoor-Kollektionen von Knoll Inter­ national. Die grossen Würfe aus dem Jahr 1952 von Harry Bertoia – sein Diamond Chair – oder die Kollektion von Warren Plattner. Grosse Würfe sind auch die Outdoor-Kollektionen von B+B Italia, die Citterio oder Urquiola mit sicherer Hand entwer­ fen. Fazit: Die Vielfalt an neuen Gartenmöbeln ist rie­ sig. Nach dem österlichen Rückfall in den tiefsten Winter kann die Devise nun wirklich nur heissen: alle raus!

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8 | Individuell aus FSC-zertifiziertem Teakholz in Costa Rica hergestellte Gartenbank. Spring Song Collection von Tiffany. outdoor-design.ch 9 | Virus, Metalltischchen mit zwei Hockern, extremis.com 10 | Colette, bequemer Sessel mit bequemen Kissen in fünf Farben, MetallStruktur mit Bodenauflage in PolypropylenGeflecht. minotti.com/wohnbedarf.ch 11 | Die schlank und optisch leichtgewichtig wirkende Tischserie mit Aluminiumplatten in verschiedenen Grössen und Farben erhältlich. fastspa.com 12 | Kilt, stapelbarer, witterungsbeständiger Sessel. Marcello Ziliani für ethimo.com 13 | Shito, Sessel und Chaiselongue, F. Rota für paolalenti.it 14 | InOut – der Name sagt es: Paola Navone entwarf ein bequemes Daybed/Sofa, aus HandwebKubu- Rattan mit Aluminiumfüssen, mit abnehmbarem Bezug und grossen Kissen. gervasoni1882.it.

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REPORTAGE

Umgebungsgestaltung des Hotels 7132 in Vals

Ein besonderer Garten, der Architektur und Natur verbindet In den restaurierten Räumen einer ehemaligen Maschinenfabrik in Freienbach präsentiert Hauser Living auserlesene Gartenmöbelkollektionen international führender Hersteller wie Roda, Paola Lenti, Kettal, Tribù und vielen mehr. Stilvoll in Szene gesetzte Designobjekte, Wasserspiele, Feuer­ elemente und Beschattungslösungen zeigen die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten auf. 2017 übernahm Sarah Hauser (SH) die Leitung der Schwestergesellschaft atelier verde. In ihrem Planungsbüro für Landschafts­architektur entstehen sämtliche Ideen und Konzepte für die Gestaltung von Gärten und Terrassen. Ihre Kunst ist, die Geheimnisse der englischen Gartentradition mit der modernen Schlichtheit und Eleganz schweizerischer Architektur zu vereinen. In nur gerade drei Monaten haben Sarah Hauser und ihr Team die Umgebung des 5-Sterne-Hotels 7132 umgebaut und modernisiert. Sarah Hauser, Leitung atelier verde

vor Ort fiel die Wahl auf die renommierte Marke Paola Lenti. Die italienische Designerin liefert ein verspieltes Pendant zu den Bertoia-Stühlen und der Architektur von Peter Zumthor und ist dennoch zeitlos.» Worauf haben Sie bei der Bepflanzung geachtet? SH: «Die Natur ist an einem solchen Standort die beste Inspiration, wenn es um die Pflanzenwahl geht. Mir war wichtig, dass im Hotelgarten Pflanzen stehen, die tagsüber auf der Wanderung erblickt werden können. Im Garten darf die Sorte aber gerne ein wenig grössere Blüten oder stärkere Farben auf­ weisen, als sie in der Natur vorkommen. Daher habe ich eine Mischung zwischen Wild- und Zuchtformen ausgewählt.» Ob Terrassen, Gärten oder Parkanlagen, die Experten von Hauser Living und atelier verde realisieren Projekte von der Planungs- und Bauphase über das Einrichtungskonzept bis hin hauserliving.ch zur saisonalen Grünpflege.

Welche Überlegungen liegen der Gestaltung beim Projekt 7132 in Vals zugrunde? SH: «Das Hotel hatte keinen Garten und die Terrasse des Restaurants wurde selten benutzt. Unser Ziel war es, dass die Gäste das Panorama auch vom Hotelgarten bestaunen und sich dort zurückziehen und entspannen können. Der Nutzen stand also im Vordergrund. Dabei gilt es bei einem solchen Projekt vor der starken Architektur und der beeindruckenden Natur Respekt zu wahren.» Wie gingen Sie bei der Wahl der Gartenmöbel vor? SH: «Bei einer Hotelanlage wie im 7132 sind die Ansprüche an Gartenmöbel extrem hoch. Nebst üblichen Erwartungen an Design, Komfort und Pflege müssen sie eine grosse Beständigkeit aufweisen. Nach einer Bemusterung durch Hauser Living

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OUTDOOR-ACCESSOIRES

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Licht und Schatten Landschaftsgestaltung und Architektur sind untrennbar, im besten Fall verbinden sie sich. Beton, das ausdrucksstarke Material der modernen Architektur, führt auch zu neuen Leuchten für den Aussenbereich. Im privaten Rahmen, als Hintergrundbeleuchtung fürs perfekte Ambiente bei After Work Drinks, dem gemütlichen Zusammensein unter den Sternen, ist stimmungsvolles Licht gefragt. Licht, das uns und unsere Umgebung in Szene setzt und für die unvergesslich schönen Schattenbilder sorgt. Ein entspannter Tag oder Abend im Freien verlangt nach ein paar weiteren Accessoires, soll er perfekt gelingen. Text: Suzanne Schwarz | Fotos: zvg

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1 | Cocoon, aus Kunststoff gefertigte Leuchte mit Teakholzgriff und Solar-LEDs. Henrik Pedersen für gloster.com 2 | SolLuna, Leuchte und Sonnenschutz gleichzeitig, sorgt am Abend für stimmungsvolles Licht und ist am Tag wirkungsvoller Licht- und Sonnenschutz. extremis.com 3 | Aplomb, Hängeleuchte mit der starken materiellen Ausstrahlung des Betons, benannt nach einem Lot, das den Maurern als Werkzeug dient. Lucidi and Pevere für coscarini.com 4 | Casting – Aussenleuchte, entworfen von Vincent van Duysen. Eine zeitgenössische Interpretation der für die Stadt Chandigarh von Le Corbusier entworfene Lampe. flos.com 5 | Cri cri, kabellose Leuchte mit drei Lichtintensitäten und einer wiederaufladbaren Batterie, wird getragen, aufgehängt und danach zusammengefaltet. Studio Natural für foscarini.com


OUTDOOR-ACCESSOIRES

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Fürs Picknick im Freien, den Leseplatz im Garten, beim Stadtbummel sollte man ein paar Dinge be­ achten, die zur Bequemlichkeit und Entspannung beitragen und Stunden später nicht zu schmerz­ hafter Reue führen. Einen gut vor der grellen Sonne schützenden Sonnenschirm etwa, der gleich­zeitig eine Augenweide ist. Robustheit und Standfestig­ keit zeichnen die modernen neuen Schirme aus.

Ohne Kissen geht auf Terrassen und in Gärten gar nichts. Diese hier dürfen auch mal einen Regen­ guss ertragen oder in den Pool fallen, das kann schon mal passieren und sollte die gute Stimmung nicht trüben. Nichtraucher können ihren Gästen ersparen, ihre Stummel diskret irgendwo zu ent­ sorgen und stellen ihnen die praktischen Aschen­ becher und Beistelltischchen aus Metall zur Seite.

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6 | Neuartiger Pagodenschirm in verschiedenen Farben. Weishaeupl.de 7 | Kissen gehören dazu! Kissenparade mit den bunten Kissen von Kvadrat. Diese und viele weitere von designkissen.ch / casa-tessuti.ch 8/12 | Ocean Master, stabiler Sonnenschirm mit buntem Streifendessin. tuuci.com 9 | Egon, praktischer Aschenbecher und Tischchen aus Metall. manufaktur5.ch 10 | Als luftige Variante zu klassischen Sonnenstoren gelten halbtransparente Balkonvorhänge aus einem neu ent­wi­ckelten Hightech-Material. balkonvorhaenge.ch 11 | Real Matter, Wandapplique aus Edelstahl mit LEDs, mit einem dünnen Metallics-Film beschichtet. Piero Lissoni für flos.com

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AUSSENKÜCHEN

bulthaup Die offene und mobile Küche b2 konzentriert alle wesentlichen Funktionen auf drei Elemente: Die Werkbank für Feuerund Wasserstelle; der Werkschrank für Geschirr, Kochwerkzeug sowie Gewürze und Lebensmittel; und der Geräteschrank für Backofen, Geschirrspüler und Kühlschrank. Alles ist intelligent reduziert, auch in der Ausführung: Wenige Grundtypen und Materialien, wie Eicheund Nussbaumfurnier kombiniert mit Arbeitsflächen aus Edelstahl, Eiche, Nussbaum und schwarzem Granit, ermöglichen unzählige gestalterische Varianten. bulthaup.com

Kochen im Freien Nichts Schöneres als das: Sonne, grüne Aussenräume, Familie, Freunde, gemeinsam sitzen, reden, essen, geniessen. Damit all das möglichst unkompliziert über die Bühne geht, haben sich Hersteller und Kreative zum Thema Outdoor-Küche einiges einfallen lassen. Wir zeigen lediglich ein paar Beispiele, von ganz einfach, improvisiert bis zu Küchen mit allem Komfort und als Unikat geplant. Text: Sigrid Hanke | Fotos: zvg

Beutter Küchen Die Outdoor-Küchen von Beutter werden individuell produziert und sind in einer Vielzahl von Materialien erhältlich. Zum Einsatz kommen unter anderem Chromstahl und Naturstein, auch Glas, Keramik und Holz. Wetterfest und farbecht. Ob Kochtopf, Gas, Holzkohle, Induktionskochfeld, Kühlschrank oder Wok, alles findet seinen Platz. Als Beispiele: eine Küche mit echtem Altholz in Kombina­ tion mit Feinsteinzeug. Eine Küche mit Naturstein und Chromstahl (oben). Produziert in der Schweiz. beutterkuechen.ch

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für OR . ngen Lösu OUTDO s in un und n Sie e h c B es u oc h do r f H

GESAMTKONZEPT OUTDOOR WELLNESS VON VAPORSANA Erfüllen auch Sie sich den Wunsch von einer wohltuenden Wellness-Oase in Ihrem Garten oder auf der Terrasse. Lassen Sie sich von den exklusiven Designs, den hochwertigen Produkten und der Fachkompetenz von VAPORSANA überzeugen. VAPORSANA heisst Sie herzlich willkommen in Ihrem 1000m 2 grossen Wellness Kompetenz-Center in Hochdorf bei Luzern.

VAPORSANA AG ZIEGELEIHOF 16 6280 HOCHDORF TELEFON 041 914 92 92 FAX 041 914 92 93 INFO@VAPORSANA.CH WWW.VAPORSANA.CH


AUSSENKÜCHEN

Die OutdoorKüche Eine charmante elegante Küchen-Linie, individuell kom­binierbar, gradlinig und strukturiert. Die Natursteinmauer ist eine schöne Kombination zu der Holz-Arbeitsplatte aus 150 Jahre alter Eiche. Abgerundet wird die OutdoorKüche mit einem Edelstahlgrill und einem ovalen Natursteinbecken. Das Küchenprogramm lässt sich um Sitzgruppen und Regal­ wände erweitern … und ist auch flexibel mit Rollen dieoutdoorkueche.de lieferbar.

Flammengrill Hier wurde ein Flammengrill – mit einem Korpus aus Cortenstahl in schönster Rostoptik – mit dem gleichen Material zu einer Outdoorküche gestaltet. Die «Flamma Culina» wurde um Module wie Kühlschrank, Wasser­ anschluss und Ablageflächen ergänzt. Der Grill kann mit flammengrill.ch Holz oder Gas betrieben werden.

f-Design-Landscape Mit einfachen, ehrlichen Materialien wie Beton, Stahl und Messing wurde eine schlichte, aussentaugliche Küche gebaut. Der Gartenwasserhahn speist das Spülbecken auf dem Betontisch. Der einfache Gaskocher wird mit einer Gasflasche wie bei einem Grill bedient. f-design-landscape.ch

Cubic Jede Cubic Outdoor-Küche ist ein Unikat. Sie wird von dem Fachteam vor Ort geplant und entsprechend individualisiert und in den «Herrenhaus-Werkstätten für Wohn­ kultur», eine familiengeführte Manufaktur im Norden Bayerns, gefertigt. Design und Funktion gehen Hand in Hand. In der Schweiz vertreten durch Hico Feuer­ feuerland.ch | herrenhaus-werkstaetten.de land AG.

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KÜCHEN

KONZEPT

Der Spezialist für Küchenumbau

Handgefertigt in der Schweiz | www.kissling-reiden.ch


FEUERSTELLEN

Feuer und Flamme Der Reiz des offenen Feuers, die Erinnerung ans Lagerfeuer, das gesellige Beisammensein, werden mit diesen wunderschönen Feuerschalen/Skulpturen/Grills wiederbelebt und mit einer gesunden Ernährungsphilosophie ergänzt. Auf den Grillflächen – oder auch neben der Flamme – wird schonend gegart, gedämpft, grilliert – und auch Spiegeleier und Raclette gelingen perfekt. Das Grillvergnügen wird zum Kinderspiel und die gemeinsame Runde zum Vergnügen. Text: Sigrid Hanke | Fotos: zvg

Flammengrill Der Korpus des Flammengrills besteht aus verschweisstem, 6 bis 8 Millimeter dickem Cortenstahl. Sein organisch wirkendes Lochmuster lässt das Feuer raffiniert durchscheinen. Die edle Rostoptik ist das Markenzeichen von Cortenstahl, der jedoch nicht weiterrostet. Eine 8 bis 10 Millimeter starke Grillfläche aus Edelstahl ist mit dem Grillkorpus verschweisst. Die Asche wird in einer Schublade aufgefangen, was die Reinigung des Grills problemlos macht. flammengrill.ch

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FEUERSTELLEN

Feuerring Beim Feuerring wartet man nie auf die ideale Glut, sondern grilliert immer neben einem warmen prasselnden Feuer und geniesst Gegrilltes ohne ungesunden, verkohlten Beigeschmack. Atmosphäre und Stimmung pur: mit Freunden zusammensitzen, sich austauschen, Geselligkeit und Kulinarik geniessen und daraus kreative Kraft schöpfen – so die Lebensphilosophie Andreas Reichlins, Sohn des Stahlplastikers Ernst Reichlin, dem Erfinder des Feuerrings. Des Künstlers Lebenshaltung hat im Feuerring ihren beständigen Ausdruck gefunden und wird in dieser Haltung weitergeführt. feuerring.ch

Ufo Classico

Feuerrohr

Andrea Stahl nennt ihre Feuerobjekte «UFOs», die am Abend mit Brennholz befüllt im Garten ein Lichtspiel geben. Sie sind optisch höchst filigran. Andrea Stahl schneidet ohne Vorlage intuitiv ein harmonisches Muster heraus. Die Kunst besteht darin, dass die Harmonie von geschlossener und offener Fläche in einem ausgewogenen Verhältnis steht. Die Künstlerin ist eine Ausnahmeerscheinung, die seit 30 Jahren mit dem Schweissbrenner unterwegs ist. Metall und Feuer sind ihre Passion. Bei ihren Stühlen, Gartenobjekten und Skulpturen stahl-by-stahl.ch wird das Schwere leicht.

Das Feuerrohr – entworfen vom Künstler Uli Sorglos – ist ein aussergewöhnlicher Blickfang und verbindet Ästhetik mit Feuerarten für ganz unterschiedliche Grillvorgänge und zum Kochen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Müheloses Anfeuern dank regulierbarem Luftzug; kein Rauch, gesundes und schonendes Garen durch indirektes Grillieren mit Strahlungswärme, kein tropfendes und brennendes Fett in der Feuerstelle. Das Feuerrohr gibt es auch als Lichtsäule mit kunstvoll ausgeschnittenen Formen und sorglos-design.ch Grössen.

steelfire Eine Feuerstelle eingepackt in ein Stahlkleid … auch ohne Feuer ist sie beachtenswert und mit ihrem Lochmuster eine Zierde für den Sitzplatz. Das Grillgut wird direkt auf die runde Stahlplatte gelegt. Aber auch für Töpfe, Schalen oder ein Fonduejaquelon ist genügend Platz vorhanden. Und falls gleichwohl noch der Wunsch besteht, etwas über der Glut grillieren zu wollen – dafür gibt es zusätzlich einen genau in die Mitte passenden steelfire.ch Grillrost.

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POOLS UND SAUNAS

Wasser und Dampf Wasser gleich Sommer. Dampf gleich Winter. Oder doch nicht? Die Bilder von den Swimmingpools sind ganz klar mit herrlichen Sommertagen, Sonnenbaden und Relaxen verbunden. Saunas dagegen assoziiert man eher mit kalten Wintertagen und klirrendem Schnee. Mit den gezeigten Outdoor-Saunas hat sich das Sauna­vergnügen aber geändert. Statt im Haus stehen die Modelle draussen – auf der Wiese, auf oder unter der Terrasse. Allwettertauglich und ganzjährig nutzbar. Text: Sigrid Hanke | Fotos: zvg

Swissteich Swissteich ist das Schweizer Kompetenznetzwerk für Schwimmteiche, Pools und Wasser im Garten. Hinter der Marke steht ein Zusammenschluss von innovativen Schweizer Gartenbaubetrieben mit grossem Knowhow und Kompetenz in verschiedenen Regionen der Schweiz. Die Partner realisieren mit grosser Leidenschaft anspruchsvolle Schwimmteichprojekte und setzen auf den neuesten Stand der Technik. Leitidee für den Bau von Schwimmteichen und Biopools ist glas­ klares Wasser ohne Zugabe von Chemie für gesundes Badevergnügen. Und der Vorteil bei Swissteich ist, dass swissteich.ch alles aus einer Hand kommt.

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Vitabad Betonpools sind die Klassiker unter den Schwimm­ bädern. Ihr meist zeitloses Design kann individuellen Ansprüchen angepasst und exakt nach Kundenwunsch realisiert werden – in nahezu jeder Form, Grösse und Tiefe. Auch die Anordnung einer Treppenanlage, der eventuelle Einbau gemütlicher Liegeflächen oder entspannender Massagedüsen sind nahezu unbegrenzt. Ebenso die Gestaltungsmöglichkeiten der Innenverkleidung: seien das trendige Mosaiksteine, klassische Fliesen, praktische Folie oder ausdrucksvolle Natur­ steine. Zum ungetrübten Badevergnügen trägt auch die heute meist eingesetzte vollautomatische Reinigungsmethode mit einer Salzanlage bei. vitabad.ch


POOLS UND SAUNAS

Küng Sauna Ein Schwitzbad in einer Aussensauna muss nicht unbedingt auf der grünen Wiese stattfinden. Inzwischen dehnen auch Stadtbewohner ihren Wohnraum gerne auf Terrassen und Sitzplätze aus. Dafür hat Küng Sauna das preisgekrönte Modell Omnia entwickelt (siehe Seite 74), grundsätzlich lässt sich aber jeder Saunatyp für den Ausseneinsatz ausrüsten. Dafür sind einfach ein paar zusätzliche Planungspunkte zu beachten, wie Fundament, Stromanschluss, Saunadach, Dämmung, wetterfeste Aussenverkleidung und idealerweise eine Steuerung über kuengsauna.ch Handy oder Tablet.

Sorglos Design Das Saunafass stammt im Original aus Finnland. Es integriert Funktion, Form und Façon. Rund und behaglich. Und besteht ausschliesslich aus Holz. Ist kompakt, energieeffizient und wird meist mit Holz beheizt. Die Aussenform bietet eine aussergewöhnliche Thermik. Das Aussehen – der Zylinder – ist von Künstlerhand entworfen. Im gleichen originellen Stil gibt es dazu auch ein sorglos-design.ch Tauchbecken.

Klafs Die Gartensauna Talo ist eigentlich eine Saunahütte. Mit ihrem variablen Baukastensystem aus einzelnen Modulen lässt sie sich ganz nach Gusto individuell anordnen. Die durchdachte und absolut wetterfeste Kon­ struktion in Holzständerbauweise mit starker Wärme­ isolierung führt zu geringem Energieverlust. Nebst einem kleinen Vorraum bietet die Talo genügend Platz für eine Dusche, die mit den dunklen Steinplatten einen klafs.ch schönen Kontrast zur Sauna bildet.

Glovital Eine Augenweide für jeden Garten: Das Saunahaus mit geflämmter Kiefern-Holzfassade, farblos lasiert. Mit seinem Grundmass von 229 x 229 Zentimeter und dem begrünten Flachdach mit einer Höhe von 230 Zentimeter findet das geschickt ausgestattete Quadrat – Sauna­ bänke 2-stöckig, LED-Lichtband hinter den Bänken, Boden mit Fliesen, 9-kW-Saunaofen – auch Platz auf der Terrasse oder dem Balkon. Alles zu einem erstaunlichen glovital.ch guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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AUSSENBÖDEN

Stein-Zeit Naturstein, Steinzeug + Co. Wo Innen- und Aussenraum zusammenwachsen sollen, sorgen die Materialien für den Boden für eine optisch nahtlose Verbindung. Wege und Stufen verbinden die Terrassen und Gartenbereiche miteinander und erweitern die Wohnfläche nach draussen. Nicht jedes Material eignet sich jedoch für jeden Ort. Jeder findet jedoch das Objekt seiner Sehnsucht im reichen Angebot von Stein, Steinzeug + Co. Text: Suzanne Schwarz | Fotos: zvg

Natursteine eignen sich hervorragend für die Ge­ staltung von Aussenbereichen. Sie punkten mit ho­ her Wetterbeständigkeit und Langlebigkeit. Natur­ steine weisen unterschiedliche Eigenschaften auf. Es empfiehlt sich, den idealen Stein für die jeweili­ ge geografische Lage und die dort herrschenden Klimaverhältnisse zu wählen. Für das gerade renovierte Hotel Ritz Carlton in Bahrain wählten die Architekten mit dem Design Virgola in Grigio Cenere ein für dieses Klima prä­

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Die grösste Pool-Ausstellung der Schweiz. Vita Bad AG, 6294 Ermensee LU Telefon 041 917 50 50 www.vitabad.ch

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Fachmagazin

tur und Design

für Innenarchitek

Februar 2018 Fachmagazin für Innenarchitektur und Design

Draussen leben Trends für das

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Leben im Freien

#Kulturerbe2018 Schweizer Innenarchitektur und Design

Über 7000 Innenarchitekturund Design-Profis lesen mit Interesse spectrooms – ideal für Ihr Inserat. spectrooms erscheint 6-mal jährlich | www.spectrooms.ch

n, | Textilien, Tapete izer Wohnkultur Einkaufen als Erlebnis re der Schwe – Küchen-Spezial – Natur, Stil und Technik perfekt kombiniert | Porträt – Mia Kepenek, Mitten im Leben ann – Visionä und Shop Design und Robert Haussm Trends | Shopping Malls Böden – Fake News, Designböden Porträt – Trix Kollektionen und Teppiche – neue

fachkom gmbh Spinnereistrasse 12, Postfach 175, 8135 Langnau am Albis www.fachkom.ch

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destiniertes Marmorgestein. Travertin und Kalk­ stein erwies sich das das richtige Material für das weisse Haus hoch über dem Zürichsee. Über die schwebende Stufenanlage lässt sich gut wandeln. Die beeindruckende Leichtigkeit der Tocano Artwork-Stufenplatten, die über dem Boden zu schweben scheinen, beruht auf der Auskragung über dem Unterbau. Das Material – Hochleis­ tungsbeton HPC von nur fünf beziehungsweise acht Zentimeter Dicke – wird kugelgestrahlt und optional samtiert. Drei Formate und verschiedene Farben stehen zur Wahl. Neben Naturstein und Beton bieten sich Platten aus Feinsteinzeug an, sie werden gern auch im Bad- und Wohnbereich eingesetzt. Gestaltungsviel­ falt und einfacher Unterhalt zeichnen sie aus. Sie

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halten sogar die Belastung von Fahrzeugen aus. Feinsteinzeug besteht aus einem besonders kom­ pakten Körper, ist dreimal so hart wie Granit und achtmal so hart wie Marmor. Die Platten können im Aussenbereich trocken auf Rasen, Kies, Sand oder auf Stellfüssen verlegt werden. Stellfüsse bie­ ten sich dort an, wo die Platten von Zeit zu Zeit problemlos angehoben und kontrolliert werden. Ausserdem dort, wo Wasser- und Stromleitungen unter dem Boden verlegt werden, die jederzeit zu­ gänglich sein müssen.

4 | Le Pietre incise, Spiel zwischen Materie und Licht und faszinierenden optischen Effekten. Das Design Virgola spielt mit dem grafischen Symbol des Kommas und existiert auf verschiedenen Steinarten. lithosdesign.com 5 | Acrata texturas, Betonfliesen im natürlichen Look. tileofspain.com 6 | Feinsteigzeug Stone Plan – robust, wetterbeständig und doch wohnlich. Damit werden Terrasse und Poolzone zum erweiterten Wohnzimmer. keramikland.ch 7 | The Rock – weisse Architektur. Poolumgebung aus Dietfurter Kalkstein mit sandgestrahlter Oberfläche. Die hinterlüftete Fassade in Travertino Navona ist offenporig und ebenfalls sandgestrahlt. real-stein.ch 8 | Auf schwebenden Stufen geht man sicher vom Haus durch den Garten. Tocano ArtworkStufenplatten aus Beton. tschuemperlin-ag.ch


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MESSE-HIGHLIGHTS

1 | Ein kleiner Innenhof wirkt dank sorgfältiger Planung wie eine grossflächige Terrasse. kobel-garten.ch 2 | Auch auf kleinen Flächen lässt sich der Traum vom Arbeiten im Freien erfüllen. gartenland.ch 3 | Mit schönen Leuchten, Textilien aus wetterfesten Materialien und handgefertigten Möbeln zieht die Wohnlichkeit auch draussen ein. livingdreams.ch

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Giardina 2018

Ein Spektakel für alle Sinne

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Die Messe Giardina feierte sich selbst und bot zu ihrem 20-jährigen Jubiläum ein europaweit unvergleichliches Gartenspektakel. 67 000 Besucher (damit ein neuer Besucherrekord), traumhafte Schaugärten, spannende Anregungen zum Wohnen im Garten, auch auf kleinstem Raum, innovative Produkte, kulina­rische Highlights … Eine Fülle von Ideen, Farben, Düften und bester Handwerkskunst. 3

Text: Sigrid Hanke | Fotos: zvg

Die Schwerpunkte Gartenträume auf wenig Raum

Hohe Bodenpreise, zunehmende Urbanisierung und verdichtetes Bauen zwingen zu Ideenreichtum bei der Planung von Gärten. Selbst kleine Innenhöfe und Vorgärten können zu kompakten Gärten mit Wohnqualität gestaltet werden. Musterbeispiele dazu gab es viele, die Grundüberlegungen sind durchaus einleuchtend. «Je kleiner ein Garten ist, umso grosszügiger muss er geplant werden.» «Das Spiel mit Weiten und der Ein­satz von Nischen und getrennten Lebensbereichen sorgen für grosszügige Perspektiven.» Und: «Da kleine Gärten oft direkt vom Wohnzimmer aus sichtbar sind, sollte die Gestaltung auch im Herbst und Winter attraktiv wirken», meinen verschiedene Fachleute.

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Ein Aussenraum so individuell wie das Wohnzimmer

Die Zeiten der einfachen Plastikmöbel und Sonnenschirme ist vorbei. Wohnen im Garten heisst die Devise, und angestrebt wird die Verbindung von Wohn- und Aussenraum. Auch dazu boten die Gartenprofis gelungene Beispiele, in denen Gärten, Terrassen, Balkone mit Innen- und Ausseneinrichtungen verschmelzen. Voraussetzung dazu ist «Gartengestaltung und Einrichtung Hand in Hand». Neben einem kaum zu überblickenden Sortiment an Gartenmöbeln boten auch Textilien aus fliessenden Stoffen und weichen wetterfesten Materialien zusätzliche Stimmungsmacher für das Wohnen im Garten – ergänzt von durchdachten Aussenbeleuch­

tungen, Feuerschalen, Grillplätzen bis hin zu Outdoor-­ Küchen. Alles, um Gärten oder Terrassen in einen vollwertigen Wohn-Essraum zu verwandeln. Das zum Jubiläum rundum erneuerte Gastro-Konzept mit einem vielseitigen Angebot an Restaurants und Erlebnisgastronomie inmitten einmaliger Gartenwelten verlieh der Giardina zusätzlichen Eventcharakter. Als Schaufenster der Schweizer Gartenbranche wird auch die 20. Giardina das Leben im Garten weit über die Landesgrenze hinaus prägen – was dem unglaublichen Aufwand der 280 Aussteller für die Messe – mit Verpflanzen von riesigen Bäumen, unzählbaren Sträuchern, Gräsern, Blumen – durchaus einen lohnenswerten Sinn giardina.ch gibt.


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Februar 2018 Fachmagazin für Innenarchitektur und Design

#Kulturerbe2018 Schweizer Innenarchitektur und Design

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April 2018

Fachmagazin

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Foto: Francesca Giovanelli

BESCHATTUNG

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1 | Zwischen den Fensterscheiben integrierte Lamellenstoren lassen sich per Fernsteuerung justieren. Innovative Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten sie an. 2 | Das Studio Wieki Somers entwirft für Kinnasand die Kollektion Shield. Die halbtransparenten Stoffpaneele, teilweise bestickt, lassen sich mittels schmaler Holzstäbe spielerisch verändern. kinnasand.de 3 | Papier ist hier das Material für solide, Schatten spenden­de, das Licht filternde Stores. woodnotes.fi

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Sonnenschutz am Gebäude Text: Werner Lehmann | Fotos: zvg

Glas und Beton spielen heute in der modernen Architektur eine wichtige Rolle. Da sind auch von Seiten der Innenarchitektur gute Lösungen zur Beschattung gefragt. Doch nicht nur Fensterflächen und Glasfassaden werden grösser, sondern dadurch auch die Vielfalt an Beschattungs­möglichkeiten. Unterschiedliche Systeme, Materialien und Ausformungen erlauben angemessene Lösungen in funktionaler und gestalterischer Hinsicht. 40 |

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Die moderne Architektur misst dem Sonnenschutz vermehrt Bedeutung zu. Bei der Fassadengestal­ tung spielt die Aussenbeschattung von Fenstern und Glasflächen eine wichtige Rolle und wird zum prägenden Bestandteil des Gebäudes. Beschat­ tungssysteme beleben die Fassade und machen sie zur veränderbaren Front. Oft spricht man vom zweiten Gesicht. Im Einklang mit der Architektur setzt der Sonnenschutz gestalterische Akzente und spielt mit Form-, Material- und Farbgebung. Das Angebot an bauintegrierten Sonnenschutzlösun­ gen ist vielfältig und reicht von Lamellen- und Raff­ storen über Senkrecht-, Fallarm,-/Ausstellmarkisen, Fenster- und Rollläden bis hin zu Sonnensegeln/ -schirmen sowie leichten Bedachungen für Balko­ ne und Terrassen. Bei den Fensterläden unter­ scheidet man Schiebe-, Falt- und Klappsysteme in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien.


BESCHATTUNG

Uraltes Thema

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6 4 | Beschattungssysteme passen sich allen Dimensionen und Architekturformen an. Wintergarten mit Textilmarkise von MHZ. 5 | Textile Senkrechtmarkisen ergänzen nicht nur die Fassade und passen sich der Gebäudehülle an, sie tragen auch einen wesentlichen Anteil zur Verminderung des Gebäudeenergie­verbrauches bei. Stobag. 6 | Gelenkarmmarkisen werden zur Beschattung von Freiflächen auf Terrassen und Balkonen eingesetzt. Zahlreiche Farb- und Gewebevarianten stehen zur Auswahl. MHZ. 7 | Ausstellmarkisen spenden maximalen Schatten und erlauben dennoch einen freien Ausblick. Dank der seitlichen Fallarme ist die Tuchspannung jederzeit gewähr­leistet. Schenker. 8 | Verbund-Raffstoren mit verstellbaren Lamellen zur Tageslichtoptimierung und Abdunkelung. Hier in Kombination mit grünen Textilmarkisen. Schenker.

Ursprünglich diente ein Brett oder Tuch vor der Fensteröffnung als Sicht- und Sonnenschutz. Mitte des 18. Jahrhunderts gewann die Markise in Frank­ reich an Bedeutung. Elegante Markisen beschatte­ ten und dekorierten Schlösser und Adelshäuser. In der Belle Epoque feierte die Stoffmarkise ihre Hoch­ blüte. In den 1930er-Jahren war sie oft Bestandteil des Neuen Bauens. Sie wurde schlichter und funk­ tionaler. Ab den 1960er-Jahren geriet die Markise in Vergessenheit und wurde meist durch standar­ disierte Lamellenstoren aus Holz, Aluminium oder Kunststoff ersetzt. Heute feiert die klassische Mar­ kise in der Architektur ein Comeback. Architekten setzen wieder auf luftig-leichte Textilien als Teil einer lichten Architektur. Aber auch andere Be­ schattungslösungen gelangen zur Anwendung. Vor allem die Glasarchitektur öffnet hier ein weites Feld.

Moderne Aspekte Neben ihrer funktionalen Aufgabe als Sicht- und Sonnenschutz dienen Storen, Läden und Markisen auch der Energiebilanz, da sie ein Überhitzen von gross verglasten Räumen verhindern, die durch Klimaanlagen wieder abgekühlt werden müssen. Die mechanische Bedienung der Sonnenschutz­ systeme wird heute oft durch elektrische und auto­ matische Steuerungen ersetzt. Zeitschalter, Sonnenund Windsensoren dienen dem Komfort und der Sicherheit. Massive Roll- und Fensterläden bieten zudem Einbruchsschutz.

Licht- und Schattenspiele

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Sonnenschutz funktioniert heute auf allen Ebenen – in der Vertikalen, Horizontalen, Schräge, Kurve. Somit wird er zu einer gestaltenden Gebäudehülle oder zweiten Haut und auch zu einem Mittel der Raumgestaltung. Das Spiel von Licht und Schatten steht hierbei im Vordergrund und kommt bei Tex­ tilien besonders gut zum Tragen. Die wetterfesten Acrylgewebe – oft einfarbig oder längsgestreift – sind in vielen Fällen nicht ganz lichtdicht, so dass sie zwar als Blendschutz dienen und dennoch gefil­ tertes Licht in den Raum führen. Durch Teilabdun­ kelung und Lichtmodulation entstehen subtile Licht-, Farb- und Raumstimmungen. Wo Licht ist, muss auch Schatten sein. Dies gilt auch für Architektur und Räume. Dass Funktiona­ lität mit spielerischer Gestaltung einhergehen kann, beweisst der Sonnenschutz in der Architek­ tur. Ein spannendes Thema, das sich mit einem breiten Spektrum an bewährten, aber auch innova­ tiven Lösungen anbietet.

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Einrichtungsstoffe

The Future is Urban – die Stadt der Zukunft Text: Suzanne Schwarz | Fotos: zvg

Zukünftige Lebensräume, wie sehen die aus, wo liegen sie? Gemäss Wissenschaftlern im Umfeld grosser Städte. Dort, wo viele Menschen gemeinsam leben, braucht es Rückzugsorte, private und gesellschaftliche. Hier spielen Faktoren wie Textilien und Farben eine grosse Rolle. Erholung finden sie in authentisch alpinen Ferienwohnungen – das Engadiner Projekt auf der gegenüberliegenden Seite ist beispielhaft. 42 |

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Fotos: Ralph Feiner, S.Meili, M. Zünd Gygax, Raphael Zünd und Filip Zuan

EINRICHTUNGSSTOFFE

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1–6 | Projekt Chesa a la Punt: Martina und Sibylle im Studio, Inspiration, Materialcollage, Wandbespannung (Wolle, Siebdruck, im Kanton Glarus gedruckt), Kissen (Digitaldruck Norditalien, im Engadin konfektioniert). Teppiche (Engadiner Alpakawolle, kombiniert mit Schweizer Schafwolle). alpinelodging.ch | zündstoff.ch | ramonzangger.ch

Swiss Made – hochstehendes Kunsthandwerk In enger Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft, Textil­ designerinnen und Innenausbau-Spezialisten entstanden in Pontresina alpine Ferienwohnungen, die nach den Arvenwäldern der Umgebung duften. Feriengäste sollten die Neu­interpretation des traditionellen Kulturgutes der Region erleben können. Sinnliches Ferienerlebnis und modernes Design, Nachhaltigkeit und Regionalität im Einklang für eine neue Art von Tourismus. Die beiden Textildesignerinnen recherchierten im Rätischen Muse­ um in Chur bei den Geweben und Stickereien, vor allem

faszinierten sie die vielen Varianten des Lebensbaums. Die Farben und Strukturen für ihrew Textilien fanden sie auf Wanderungen durch die Landschaft der Jahreszeiten. Sie entdeckten auch eine Alpakaherde im Fextal, diese weiche, strapazierfähige Wolle wurde zu Teppichen ver­ webt. So entstand ein modernes Ambiente, das sowohl den Zeitgeist wie die Liebe zum örtlichen Brauchtum und Handwerk widerspiegelt. Martina Zünd, Sibylle Meili und Ramon Zangger gelang mit Chesa a la Punt ein überzeu­ gendes nachhaltiges Projekt. w

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EINRICHTUNGSSTOFFE

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Stadt der Zukunft Der begrenzte Wohnraum in den Megacities der Welt stellt das Interior Design vor zwar bekannte, aber auch spezielle Herausforderungen. Da muss jeder Winkel der minimalen Wohnfläche genutzt werden. Dank der hohen Multifunktionalität clever designter mobiler Einrichtungen muss nicht auf Komfort verzichtet werden. Eine zurückhaltende Farbwelt schafft dabei den notwendigen optischen Freiraum. Dies gilt für Wohn- und Arbeitsräume, Relaxzonen und soziale Treffpunkte. Private Räu­ me werden öffentlich, durch Nutzung der sozialen Medien werden private Räume zu öffentlichen Showrooms. w

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11 7 | Motive und Farben der lebensfrohen französischen Art déco-Epoche prägen die Kollektion «Le Chant du Kayapo». misia-paris.com 8/9 | Das Thema «Schlafen» ist sehr im Trend. Dazu gehört auch hochwertige Bettwäsche. Sabine Stiegler arbeitet mit verschieden farbigen Kettfäden in Jacquardwebung und realisiert so elegant schimmernde Changeant-Effekte. stiegler-collection.de 10 | Für das neue Dessin Linopaille wird grobes Leinen mit Pailletten bestickt. Bäuerliches wird damit zum elegant schimmernden Luxusstoff. jakobschlaepfer.com 11 | Perfekte Eleganz passt überall. Die Möbelbezüge scheinen aus Seide, Baumwolle oder Leinen zu sein, sind aber pflegeleichte Synthetics. rubelli.com


Saum & Viebahn News 2018

Saum & Viebahn jetzt neu bei Ditex-Intérieur. Um unseren geschätzten Kunden weiterhin ein vielseitiges Spektrum an Textilien und Beschattungen anbieten zu können, erweitern wir unser Sortiment um das Angebot von Saum & Viebahn. Zudem werden wir Sie auch 2018 mit einigen Überraschungen begeistern. www.saum-und-viebahn.de Wir freuen uns auf Ihren Besuch in den Showrooms in Bulle oder Zürich.

Ditex Intérieur Sàrl Rue de Vuippens 77, 1630 Bulle T 026 915 97 97, F 026 915 97 98 info@ditexinterieur.ch www.ditexinterieur.ch


EINRICHTUNGSSTOFFE

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17 12 | Aus der Zusammenarbeit der Ecole Nationale des Arts Décoratifs und dem Hause Pierre Frey entstand eine Tapetenund Stoff-Kollektion mit Motiven der Ureinwohner Amerikas, der Amérindiens. pierrefrey.com 13 | Der strukturierte, handgewebt wirkende Streifen Sycamore aus Leinen demonstriert die Synergie aus Design, Garnen und Handwerkskunst. larsenfabrics.com 14/17 | Neu bei Tom Dixon sind Kissen im Teppich-Look, gewebt, gestrickt, geknüpft, oder Kissenbezüge und Plaids mit grafischen Motiven bestickt. tomdixon.net 15 | Unis in fein strukturierten Faux-Unis, für Möbel, Vorhänge und Kissen. casamance.com 16 | Ulf Moritz, der renommierte Textildesigner, zeichnet einmal mehr für eine Sahco-Kollektion verantwortlich, geprägt von textiler Kunst und edlen Materialien. sahco.com 18 | Cotton & Stories heisst die neue Kollektion von Création Baumann, die Lust zum freien Kombinieren macht. Vorhang- und Möbelstoffe in einer umfangreichen Farbpalette. creationbaumann.com

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Giulia Steingruber Olympiamedaillengewinnerin im Kunstturnen

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EINRICHTUNGSSTOFFE

Customized für den Objektbereich Customized gilt auch für textile Lösungen bei indi­ viduellen Ansprüchen von Innenarchitekten, Objekt­ planern und Hotelausstattern. Dazu gehören Akus­ tiktextilien, modulare Teppiche und Wandbeläge. Überzeugende ästhetische wie funktionale Ant­ worten auf Fragen nach modernem, nachhaltigem Design sowie brandschutzrechtlichen und bauphy­ sikalischen Anforderungen sind heute selbstver­ ständlich.

Digitaldruck

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trendease.com

21 19 | Ayaka – neue Plissee-Systeme mit textilem Charakter für die Innenbeschattung. creationbaumann.com 20 | Cloud – leichter raumhoher, halbtransparenter Polyester-Vorhang mit abstraktem Wolkenmotiv von Saum & Viebahn, neu bei Ditex Interieur. ditexinterieur.ch 21 | Rennes & Chainette der Brüder Bouroullec zeigen skulpturale, grafische Motive. Die mit 150 000 Stichen pro Rapport aufgestickten Motive auf dem transparenten Gewebe ergeben ein Streifenmuster und eignen sich für Raumtrenner sowie als leichte raumhohe Vorhänge. kvadrat.dk

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Die bereits heute bestehenden Möglichkeiten des Digitaldrucks demonstrierte das Unternehmen HP eindrücklich anlässlich der Frank­ furter Heimtextil 2018. Nicht nur Tapeten und Textilien, praktisch jede Oberfläche kann bereits dauerhaft digital bedruckt werden. Gezeigt wurden Lavabos, Fliesen, Kunstleder, geprägtes Latex, Bilderrahmen. Kleine und kleinste Flächen wie Sofakissen oder Notebook-Hüllen ersetzen so das Fotoalbum. Der verstorbene Liebste prangt heldenhaft in Lebensgrösse an der Wand, die Enkel unterschiedlicher Altersstufen schmücken Sofakissen. Beistelltische, mit mehreren Motiven bedruckt, erzählen die Geschichte eines Abenteuers. Jennifer Castoldi, MBA, CEO und CD von Trend­ ease International, zeichnete für den Auftritt verantwortlich. Die Bilder zeigen den Wohnraum einer älteren alleinstehenden Dame sowie einen Ruhebereich mit zwei schallschluckenden Sofas aus Latex mit Reliefprägung, digital bedruckt.

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WOHNACCESSOIRES

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Genuss zelebrieren Es gibt sie, man sieht sie und möchte sie. Für sich selbst oder zum Verschenken. Auch Accessoires zum Wohnen haben Saison und kennen Tageszeiten. Man denke nur an Dramen um die verschwundene Frühstückstasse, den geliebten zerbrochenen Whiskytumbler oder die mit lieben Erinnerungen bestückten bemalten Fischteller aus Griechenland. Text: Suzanne Schwarz | Fotos: zvg

Zu den Trends und neuen Designs: Was sich mit Kakteen und Gummibäu­ men – echten leider – angekündigt hat, wird jetzt mit Unterwassertieren, In­ sekten und Käfern fortgesetzt. Papageien übernehmen die Rolle der Hirsche. Kunsthandwerk ist gefragt, aus Holz oder mundgeblasenem Glas. Wir verzichten diesmal auf Gags jeglicher Art und wenden uns langlebigen, hochwertigen, gut gestalteten neuen Accessoires zu. Die kleine Auswahl ist stellvertretend für viele schöne neue Hand- und Augenschmeichler, die uns an den internationalen Messen kürzlich begegnet sind.

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WOHNACCESSOIRES

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1 | Pentagon Design gestaltet die Kollektion Blade mit unterschiedlichen aufeinander abgestimmten Farben, die über- und hintereinander gelegt neue Farbwirkungen erzeugen. nudeglass.com 2 | Salz- und Pfefferstreuer aus mundgeblasenem Glas mit praktischem Verschluss aus Kork. Minimalistisches Design mit geringem Materialeinsatz und klarer Formensprache. Ka-Lai Chan für puikdesign.nl 3 | Die Hepburn Collection von Brad Ascalon muss zu Höchstleistungen an der Hausbar ermuntern. Die stylische Kollektion mit Elementen in Metallic ist fragil und stark, elegant und wirkt dennoch schlicht. nudeglass.com 4/5 | Greta heisst das elegante, mit grafischen Motiven in Platin gestaltete Teeservice, begleitet vom edlen Wasser- oder Champagnerbecher Sip of Gold. Sieger Design by Fürstenberg. sieger-germany.com 6/7 | Mundgeblasenes Weissweinglas und Champagnerflute sowie Cocktailglas, entworfen vom in London lebenden Designer Youmeus. Nudeglass.com 8 | Wer das richtige Glas für jedes Getränk sucht, wird hier fündig. Ausserdem lockern die neuen, mit witzigen Motiven bedruckten Gläser jedem noch so schüchternen Partygast die Zunge. ritzenhoff.de 9 | In zarten Farben leuchten die Teller, Schalen und Gefässe, entworfen vom Studio Formafantasma. Farbige Pigmente bilden während des Prozesses zur Herstellung der mundgeblasenen Objekte ein zufälliges Motiv. nudeglass.com

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Tapeten und Wandbekleidungen

Neuer Hype Digitaldruck Text: Dieter M. Ulbrich | Fotos: zvg

Die Gestaltung von Oberflächen, die ihren Ursprung in der handwerklichen Fähigkeit des Menschen haben, ist – wie vieles andere auch – ständigem Wechsel unterworfen. Wand­ bekleidung wurde vom Schutz vor Kälte zum Schmuck und Gestaltungselement für Räume. Mit dieser Entwicklung wurde im Laufe der Zeit aus dem künstlerisch-handwerklichen auch ein technisches Produkt.

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TAPETEN

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1 | Celebrities, die Berühmtheiten und Heroen der Welt an der Wand, im Eingangs­ bereich, im Büro, zu Hause. Digital auf Nonwoven nach Eco-Standards gedruckt. wallpepper.it 2 | Das Zürcher Grafikatelier Moiré gestaltete das Motiv zu «A24KPoem». Digitaldruck auf von Hand laminierter Goldfolientapete verbindet die romantische Poesie mit technischer Spitzenleistung. 4spaces.ch 3 | Ausstellungen des Werks M.C. Eschers inspirierten zu dieser Tapeten-Kollektion. «Fish», eine Originalzeichnung des Künstlers, auf Nonwoven gedruckt. jv-wallcoverings.it 4 | Trancoso. Relief-Wandbekleidung. Natürliches Mauer-Fresko aus Teakholz, von der aktuellen Brutalismus-Welle der Architektur inspiriert. elitis.fr 5 | Rendez-vous stammt aus der ersten eigenen Tapetenkollektion des Hauses Christian Fischbacher. Digitaldruck auf Vlies. fischbacher.com 6 | Zusammenspiel von Tapete und Licht. StarLED integriert modernste Beleuchtungstechnik in Tapetenbahnen, mittels eines von Marburg entwickelten Verfahrens. marburg.com | s-decor.ch

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Wenn im Januar die neuen Kollektionen in Frankfurt und Paris vorgestellt werden, bangen und hoffen die Besucher der einschlägigen Messen: Geht ein weiterer der renom­ mierten Produzenten den einfachen Weg in Richtung Massenmarkt, oder bringen mutige Unternehmer wieder kreative neue Produkte, die das Tapetenherz höherschla­ gen lassen.

Perfekte Wände – neue Techniken Wandbekleidung oder Tapete war bis zur Mitte des 20. Jahrhundert die künstlerische Definition des Zeitgeistes.

Mit dem Einsatz hochentwickelter Druckmaschinen, etwa um 1960, ging ein grosser Teil dieses kulturellen Erbes verloren. Die Tapete oder Wandbekleidung wurde zu einem Produkt für die breite Masse. Für die Hersteller, denen mit dieser Einstellung das Wissen um den Wert dieses Gutes verloren ging, war das ein Sterben auf Raten. Die Betriebe, denen die Tapete ein Kulturgut war und ist, stehen in der heutigen Zeit einer neuen Herausforderung gegenüber, dem Digitaldruck. Der Digitaldruck, der die absolute Wiedergabe einer Vorgabe möglich macht, gilt aktuell Vielen als etwas Unübertreffliches. Diese Einstel­

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TAPETEN

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7 | Asterid aus der Kollektion Archive Trails II – aus den Archiven von English Heritage, ist eine Neuinterpretation eines Mid-CenturyGemäldes. Ein florales Rankenmuster, gedruckt als 3-teiliges Panel-Design. littlegreene.de | farbwerkag.ch 8 | Moire Mural von Patricia Urquiola, wandbreiter Digitaldruck der neuesten Generation. trestintas.com 9 | Meisterwerke von heute aus der Tradition der von Hand bemalten Wandbeläge aus Seide. Handgemalte japanische und koreanische Kois, in Koi-Farben auf dunkel eingefärbter Seide. degournay.com 10 | Wandbekleidung Mechanica, bedrucktes Leinen auf Papierträger. vescom.nl | s-decor.ch 11 | Vinyl auf Vliesträger, digital bedruckt. vescom.nl | s-decor.ch 12 | Poppy Lloyd durchmischt Intarsien aus edlen exotischen Hölzern mit konstruktivistischer Geometrie. Eine Neuinterpretation der beliebten Art déco-Ornamente. jakobschlaepfer.com

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lung mag in einigen Bereichen gültig sein, etwa bei der grossformatigen Wiedergabe einer Zeichnung oder eines individuellen Entwurfes, der drucktech­ nisch sonst nicht machbar ist. Auch die Reproduk­ tion einer Fotoaufnahme als grossformatiges Bild ist in Perfektion nur im Digitaldruck möglich, bleibt aber immer nur die rein technische Wieder­ gabe. In anderen Bereichen sollte die Digitaltech­ nik zumindest hinterfragt werden. Die Gestaltung

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strapazierfähiger Wandbeläge für Hotels, Kranken­ häuser, Schulen, Kindergärten, ist digital gedruckt absolut vertretbar. Es sind dann Beläge, bei denen das Praktische vor dem Gefühlswert eingestuft werden kann. Hier wird man auf jeden Fall auch auf die Strapazierfähigkeit, also das verwendete Material achten. Die gekonnte Herstellung einer Tapete verlangt ein Zusammenspiel von Design, Material, Farbe und

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Drucktechnik, damit ein Gesamtwerk entsteht, welches den Wert einer Inneneinrichtung unter­ stützt, ja steigert. Es steht also Perfektion gegen Sinnlichkeit, zwei Begriffe, die zu einem Neben­ einander und nicht zu einem Gegeneinander führen sollten. Es ist die Aufgabe der Architekten und Innenarchitekten, diese Unterscheidung in die Überlegungen bei ihren Projekten mit einflies­ sen zu lassen.


Interior Fabrics & Wallcoverings jakobschlaepfer.com

Save the Date! Überall schiessen Designmessen wie Pilze aus dem Boden. Leider ist nicht immer drin, was draufsteht: anders auf der internationalen Designmesse blickfang. Oft wird Design als handgemacht übersetzt, Gestaltungsqualität ist Nebensache. Anders bei der internationalen Designmesse blickfang: An sieben Standorten erwartet Sie ein kuratiertes Spektrum internationaler Möbel-, Mode- und Schmuckdesigner. Eine Jury sorgt dafür, dass Hobby-Gestaltung gar nicht erst präsentiert werden darf. Zudem steht auf der blickfang immer der Designer selbst am Stand. Ansprechen ist ausdrücklich erwünscht, denn im Gegensatz zu ähnlich konzeptstarken Designfestivals können Sie auf der blickfang alles, was Ihnen gefällt, direkt kaufen. Und wer nicht bis zur Messe warten kann, schaut heute schon online im blickfang Designshop vorbei! www.blickfang.com

blickfang Basel | Messe Basel | 04.–06. Mai 2018 blickfang Wien | MAK | 26.–28. Oktober 2018 blickfang Bern | Bernexpo | 16.–18. November 2018 blickfang Zürich | Stage One | 23.–25. November 2018 Designers Market by blickfang | imm cologne | 18.–20. Januar 2019 blickfang Hamburg | Deichtorhallen | 01.–03. Februar 2019 blickfang Stuttgart | Liederhalle | 15.–17. März 2019 Tickets auch online im blickfang Designshop erhältlich! www.blickfang-onlineshop.com


Die neuen Teppiche

Individualität am Boden Text: Suzanne Schwarz | Fotos: zvg

Der Megatrend Individualisierung gilt auch für Böden. Egal, ob in öffentlichen oder privaten Räumen. Und das Zauberwort «Customizing» bietet die unglaublichsten Möglichkeiten der individuellen Gestaltung. Dabei spielen Farben und Materialien eine wichtige Rolle. Die neuen Teppiche sind wahre Kunstwerke mit Motiven, die Geschichten erzählen oder aber in einer zurückhaltenden Farbigkeit Wärme ausstrahlen.

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TEPPICHE

Macht mir die schönsten Teppiche der Welt, forderte Schah Abbas seine Knüpfer in den Hofwerkstät­ ten in Isfahan auf. Die Ergebnisse sind so faszinierend, dass sie Jan Kath rund 400 Jahre später als Vorlage für seine neue Kollektion gewählt hat: schillernde Zauber­ wälder aus Lotusblüten, verschlungene Arabesken und Palmetten. Doch Schönheit muss nicht immer opulent sein. Vorlage können auch kleine Stickarbeiten sein, oder die Hand­ werkskunst südamerikanischer Indios wie bei Sebastian Herkner sein. Er entwirft die Kollektionen für Ana Maria

Calderon Kayser und ihr Unternehmen Ames. In man­ chen Kollektionen haben Fabelwesen oder die Schönsten der Tierwelt den Designer beflügelt oder irrlichternde Polarfeuer eine neue Farbwelt eröffnet. Teppiche sind wieder wichtig, sie unterteilen und glie­ dern den Raum, setzen Akzente und verbessern die Akustik. Eines der wichtigsten Einsatzgebiete im öffentli­ chen Bereich sind die vielen Hotels, die aktuell und dem­ nächst neu gebaut oder renoviert werden. Hier kommen die strapazierfähigen Tufting-Strukturen vermehrt zum Einsatz. w

1 | Orange Stone aus der neuen ConscientTeppichfliesen-Kollektion trägt mit biobasiertem Garn zur Verbesserung der Luftqualität bei. interface.com 2 | Sichouk, handgeknüpfter Seidenteppich aus Nepal. Handgesponnene Seide und tibetanische Knoten sind Voraussetzungen für die hohe Qualität. mischioff.com 3 | NOBS, Sebastian Herkner, amesliving.de 4 | Arkki, Handwebteppich aus nachhaltig produzierten Naturmaterialien. Nordisches Flair, jeder Teppich von Anna Saarinen ist ein Unikat. annasaarinen.ch 5 | Japan – der handgeknüpfte Teppich reflektiert den Frühling in Japan mit Tausenden fallender Blütenblätter. Gan Design Team. gan-rugs.com

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TEPPICHE

Die Zukunft ist modular Der Mix von Fliesen, Designböden, Parkett und Laminat erlaubt unendliche Kombinationen. Deren Einsatz bietet sich sicher vorwiegend in Büro- und anderen Arbeitsräumen an. Aber auch Übergänge von drinnen nach draussen lassen sich so praktisch und attraktiv gestalten. Angenehme Nebenwirkung ist die richtungsfreie Verlegbarkeit. Bei der Verle­ gung fällt nur wenig Verschnitt an und abgenutzte

Fliesen lassen sich meist jederzeit ohne Einfluss auf die Farbkompatibilität austauschen. Das modulare textile System, das Interface anbie­ tet, macht sich die Prinzipien des Biophilic Design zunutze, indem es mit natürlichen Elementen und deren Beziehung zur interaktiven, urbanen Umge­ bung spielt. Eine schlechte Qualität der Raumluft kann die Produktivität von Menschen in Gebäuden direkt beeinflussen. Untersuchungen des World

Green Building Council sprechen von acht bis elf Prozent. Wenn es darum geht, die Luftqualität in Gebäuden zu verbessern, müssen natürlich viele Faktoren berücksichtigt werden, zum Beispiel Be­ lüftung und Filterung. Aber die Verfügbarkeit von Produkten, die Nachhaltigkeit und Design verei­ nen, macht den Prozess insgesamt leichter.

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6 | Please wait – einen Moment in Farben schwelgen. Handwebteppich aus Wolle mit Seide von Luca Nichetto für illulian.com 7 | Polonaise Collection, Impressionen aus den antiken Hofwerkstätten des Schahs in Isfahan. jan-kath.de 8/9 | NOBS, Sebastian Herkner, amesliving.de


REPORTAGE

Die Rippenstruktur ist das sichtbare Markenzeichen der Teppichfliesen aus Kaschmir-Ziegenhaar.

Dank erneuerbarer Fliesen sind Räume rasch umgestaltet und Missgeschicke von Mensch und Tier problemlos beseitigt. Mit ihrem breiten Farbspektrum ist der aktuell angesagte Mustermix spielerisch möglich.

Das Haar der Kaschmirziege Wer bei der Raumgestaltung flexibel bleiben möchte, ist mit Teppichfliesen von tretford bestens beraten. Sie bestehen aus 80 Prozent Kaschmir-Ziegenhaar und 20 Prozent Schurwolle und werden lose verlegt. Dank ihrer Materialzusammensetzung wird die Feinstaubbelastung in der Raumluft reduziert und die Wohngesundheit erhöht. Mit über 60 Farben sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

tretford-Produkte werden in der Schweiz seit über 20 Jahren durch die Firma Belcolor in St.Gallen vertrieben. Architekten und Innenarchitekten schätzen ihre Haptik, ihr Aussehen und ihre Qualität. So wurden kürzlich wieder Hotels, Bundesverwal­ tungen und 4800 Quadratmeter in einer der Architektur-Ikonen des Novartis Campus damit ausgestattet. belcolor.ch | tretford.eu

Dank des hochwertigen Materials und der für tretford-Fliesen typischen, feinen, natürlichen Schuppenstrukur der Haare sind diese zeitlos modernen Produkte praktisch universal einsetzbar. Sie entsprechen den Europäischen Qualitätsstandards EN 1307, Klasse 23 für den Wohnbereich. Für stark beanspruchte Bereiche ist die Ausführung tretford PLUS 7 zu verwenden (Klasse 33).

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EINKAUFSZENTREN

Die Lounge als Begegnungszone - eine ideale Begegnungszone ist ein Ort, an dem man sich entspannen kann und zur Ruhe kommt. Ergänzende Services, wie beispielsweise Ladestationen für Handys, schaffen den nötigen Komfort.

Bernd Hofer

Vision Einkauf als Erlebnis Bernd Hofer ist als CEO der FREO-Gruppe für die Planung und Ausführung von Einkaufszentren in der Schweiz verantwortlich. Als Gesamtprojektleiter und Bauherrenvertreter begleitete er die Entwicklung und Ausführung der Mall of Switzerland, der Familien- und Freizeitdestination in Ebikon. Wir sprachen mit ihm über die FREO Group, seine Visionen, die Rolle der Innenarchitektur und die Zukunft des Einkaufens. Interview: Judith Raeber | Fotos: zvg

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Bern Hofer, CEO FREO Switzerland AG und Gesamtprojektleiter Mall of Switzerland


EINKAUFSZENTREN

65 000 Quadratmeter abwechslungs­reiches Erlebnis-Shopping und Freizeitvergnügen der Mall of Switzerland sind hinter der transluzenten Fassade aus EFTE-Folie verborgen, welche den grossen Baukörper entmaterialisiert und je nach Lichtsituation die Umgebung reflektiert.

Im Inneren der Mall sind zwei zentrale Plätze über einen Rundgang miteinander verbunden. So kann man von einem Platz zum anderen gelangen, ohne den gleichen Weg zweimal gehen zu müssen. Diese Anordnung inszeniert spannende Blickbeziehungen zwischen den einzelnen Geschossen und den verschiedenen Läden.

FREO ist ein Private-Equity-Unternehmen und Fondsmanager, spezialisiert auf den Erwerb und die Entwicklung von gewerblichen Immobilien. Der Hauptsitz der FREO Group befindet sich in Luxemburg, dazu kommen Standorte in Berlin, Frankfurt, München, Düsseldorf, Paris, Marseille, Barcelona, London, New York, Zürich und Luzern. Seit ihrer Gründung im Jahr 2002 hat die FREO Group mehr als 1,2 Milliarden Euro an Projekt­ volumen umgesetzt – wovon rund 400 Millionen Euro auf Entwicklungsprojekte entfallen. Derzeit gehören rund 900 000 Quadratmeter gewerblicher Mietfläche zum FREO-Portfolio. Als Gesamtprojekt­ leiter war Bernd Hofer in alle Prozesse – Strategie, Planung, Ausführung, Innendesign, Vermietung bis zu Verhandlungen mit den Behörden – invol­ viert. Die Voraussetzungen für die Mall of Switzerland bedingen vor allem eine nachhaltige Planung. Es braucht stabile Rahmenbedingungen, sowohl wirt­ schaftlich als auch politisch. Dazu gehören bei­ spielsweise die starke Währung und das konstante Gleichgewicht unter den Schweizer Parteien. Eine architektonische Voraussetzung war, dass die Mall ins Städtebild und die Region passt. Der Innen­ ausbau muss heutzutage für den Mieter flexibel

sein und zur entsprechenden Nutzung passen. Die Mall of Switzerland unterscheidet sich von an­ deren ähnlichen Bauvorhaben durch das zukunfts­ weisende Konzept, welches einen attraktiven Mix aus Shops und Gastrobetrieben mit aussergewöhn­ lichen Freizeit- und Sportangeboten vereint. Es gibt ein einmaliges Kinderland und die erste stehende Indoor-Welle der Schweiz, die eindrückliche IMAXKinoleinwand oder das Multiplex-Kino mit zwölf Sälen. Weshalb ist Erlebnis-Shopping attraktiv? Dank dem innovativen Ansatz, Einkaufen und Freizeitvergnü­ gen zu verbinden, hat die Mall das Potenzial, als «third place» zu fungieren. Damit ist nach dem Zu­ hause und dem Office ein Ort gemeint, an dem man gerne seine Freizeit verbringt, sich wohlfühlt, sozialer Austausch stattfindet und der zum Treff­ punkt der Region werden kann. Die Innenarchitektur trägt zum Wohlbefinden des Besuchers bei und hat dementsprechend einen sehr hohen Stellenwert. Dazu gehören beispiels­ weise Farben, Muster oder Beleuchtungen. All das wurde in Branding und Storybook umgesetzt. Die Mietflächen in der Mall werden im Rohbau über­ geben. Den Mietern wird grosse Flexibilität bei der Planung und Erstellung der Shopfronten gewährt.

Unter anderem können die Fronten der einzelnen Geschäfte – statt sich wie gewohnt entlang auf einer gemeinsamen Line aneinanderzureihen – auch individuell vor- oder zurückspringen. Die so­ genannten Jumping Facades sind Teil des Bran­ dings und Storybooks. Sie vermitteln dem Kunden ein Einkaufserlebnis, das mehr an den gemütli­ chen Bummel durch eine organisch gewachsene Stadt als an den Besuch eines klassischen Schwei­ zer Shoppingcenters erinnert. Die Mall of Switzer­ land ist das erste Einkaufs- und Freizeitzentrum der Schweiz mit diesem innovativen Fassaden­ konzept. Zusammenfassend soll ein Besuch in der Mall im­ mer wieder aufs Neue überraschen. Das spannende und abwechslungsreiche Eventprogramm bietet Unterhaltung für Jung und Alt und in den stetig wechselnden Pop-up Stores gibt es immer wieder neue Highlights zu entdecken. Die Mieter wech­ seln regelmässig ihr Angebot und passen ihre De­ koration je nach Saison an. So wird eine Einkaufs­ atmosphäre geschaffen, die sich stetig ändert und laufend neu entdeckt werden kann. de.freogroup.com | mallofswitzerland.ch

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LADENBAU

Aesop – die Poesie des Shop-Designs Wenn man an Aesop denkt, denkt man an hochstehende Pflegeprodukte und an stilsichere, identische Verpackungen, die in sorgfältig gestalteten, individuellen Läden stehen. Jeder Ort hat seine Kultur und Geschichte und Aesop hat es sich zum Ziel gemacht, die Ladenkonzepte im Kontext mit der jeweiligen Umgebung zu gestalten. Text: Judith Raeber | Fotos: Aesop

Mit dabei sind bekannte Namen wie Ilse Crawford (Aesop Kopenhagen & London), Studio Ciguë (Aesop Marais Paris) oder das angesagte Dimore Studio (Aesop Brera Milano). Beim Eintreten duf­ tet es zart nach Rosmarin und Zitrusfrucht, das ist allen Läden gemein. Die Interieurs jedoch unter­ scheiden sich in Ausgestaltung und Materialien. Jedes Geschäft ist einzigartig, es kann einmal wie in einem Labor, einem Wohnzimmer oder einer minimalistischen Kunstgalerie aussehen. Hier wird

auf Individualität und Exklusivität gesetzt. Im Fo­ kus stehen lokale Materialien und die Erhaltung der ortsspezifischen Merkmale. Für Aesop spielt die Innenarchitektur seit Beginn eine wichtige Rol­ le. Und 30 Jahre, über 50 Geschäfte und unzählige begeisterte, designaffine und qualitätsbewusste Kunden und Kundinnen geben ihnen recht. Man kann die Produkte von Aesop natürlich auch online bestellen, doch das Erlebnis, in den so vielfältigen Stores einzukaufen oder sich auch nur umzuse­

Die beiden Aesop Stores in Zürich überzeugen mit ungewohnten Materialien. In Anlehnung an die Sauberkeit und Ordnung der Schweiz wurde der erste Laden im Niederdorf mit gelochten Schalungs­ platten gestaltet, als vollflächige Wandverkleidung und als Regalbretter eingesetzt, die mit vertikalen Stangen miteinander verbunden sind. Das australische Büro Marchstudio hat sich auch am RecyclingKonzept der Freitag-Taschen inspiriert, so stammen die verwendeten Schalungsbretter von verschiedenen Orten und fügen sich im Laden zu einer neuen Ordnung zusammen. Ebenfalls von Marchstudio, hier in Zusammenarbeit mit Nicolas Vedolin von Moserwegenstein, stammt das zweite Geschäft an der Bärengasse. Hier wurde der gesamte Innenraum inklusive der eingebauten Regale und der Verkaufstheke mit Kork ausgeführt. Kork ist nachhaltig, langlebig und reich texturiert – alles Eigenschaften, welche die Architekten auch mit Zürich verbinden.

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MIT KNOW-HOW UND TEAMGEIST ZUM ERFOLG Als internationaler Investor, Entwickler und Asset Manager ist die FREO Group auf die nachhaltige Wertschöpfung von gewerblichen Immobilien spezialisiert.

Über ihre 15 Standorte in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, in Frankreich, Spanien, der Schweiz, Luxemburg und den USA hat die FREO bisher an mehr als 40 Projekten mit insgesamt über 1,5 Millionen Quadratmetern in Europa mitgewirkt. Mit dem Grossprojekt «Mall of Switzerland» trat die FREO Switzerland als Projektentwicklerin und Investorin in den Schweizer Immobilienmarkt ein. www.freogroup.com

info@freogroup.com


LADENBAU

hen, bietet einen unvergleichlichen Mehrwert. Und die Poesie, aufgedruckt auf der Verpackung aus Baumwolle, begleitet uns noch lange. «Jung bleibt man nicht dank einem Facelift, sondern dank einem Zustand permanenter Neugierde» – dieser Satz des spanischen Philosophen Salvador Paniker lässt uns noch auf viele überraschende Ladenkonzepte hoffen. aesop.com | marchstudio.com.au | moserwegenstein.ch campanas.com.br | snohetta.com

Fernando und Humberto Campana, bei uns vor allem als Möbeldesigner bekannt, haben für Fassade, Innenwände und Teile der Einbauten des Aesop Stores in São Paulo den brasilianischen Cobogo-Backstein eingesetzt, der sich wegen seiner Struktur perfekt als Lüftung und Schattenspender eignet. Bei Boden und Decken wurden die offenen Teile mit Beton ausgegossen, um eine Vereinheitlichung zu erzielen. In Kombination mit Sichtbeton und Naturholz und mit bepflanzten Aussenwänden beim Eingang wird hier eine Atmosphäre von lässiger Eleganz kreiert, die sich nahtlos ins angesagte Künstlerquartier Vila Madalena einpasst. Die Mischung aus traditionellem, einheimischem Brickstone und reduzierter Modernität spiegelt perfekt das in allen Läden wiederkehrende Thema von Ortsverbundenheit wider.

Die markanten Bögen des Londoner Aesop Stores von SnØhetta sind eine Hommage an den Architekten Oscar Niemeyer. Das luxuriös anmutende Geschäft befindet sich in unmittelbarer Nähe der berühmten Saatchi Gallery. Bögen und Wände sind mit rosafarbenem Verputz aus Cornwall versehen, sie verstehen sich als Anlehnung an die Sanftheit und Textur der menschlichen Haut, welche mit den hier verkauften Produkten verwöhnt wird. Die Verkaufstheke und das um die Hauptstütze verlaufende Becken sind als Gegensatz in poliertem Chromstahl und Fiberglas ausgeführt.

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COS – Minimalismus in der alten Bank Das schwedische Label COS (Collection of Style), eine der Luxusmarken des Herstellers H & M, ist mit seiner minimalistisch inspirierten Mode in die ehemalige Schweizerische Volksbank an der Bahnhofstrasse 53 in Zürich eingezogen. Die Architektin Tilla Theus hat das Gebäude von 1926 mit viel Gespür für die Substanz und nach allen Regeln der Baukunst renoviert. Text: Judith Raeber | Fotos: COS

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1 | Die markanten terrakottafarbigen Säulen und die Abschlussgitter des ehemaligen Schalterraumes bilden den perfekten Kontrast zu den minimalistisch gehaltenen Betonelementen mit den Kleiderstangen aus Stahl. Der durchgehende Plattenboden vermittelt eine räumliche Grosszügigkeit, welche durch das helle Oberlichtfenster noch verstärkt wird. Die klaren Grundfarben und die lockere Anordnung der ausgestellten Kleider und Accessoires lassen den Raum einladend und die Kollektionen hochwertig wirken. Die Wechselwirkung von verspielten Details und nüchterner Mode ist einzigartig. 2/3 | Im Untergeschoss und ehemaligen Tresorraum sind die Männermode-Kollektionen ausgestellt. Hier sind die Stützen in abgetöntem Gelb gehalten und vermitteln mit dem zweifarbigen Mosaikboden einen ruhigen und kontemplativen Eindruck. Speziell sind die Wände mit den Schliessfächern, die belassen wurden und damit einen attraktiven Blickfang darstellen. Im Vorraum mit der dekorativen Gittertüre sind die Kleider nur entlang der Wände aufgereiht. So betritt man einen freien Mittelbereich, der die ehemalige Struktur erlebbar macht. 3 | Der Umkleidebereich ist in dezentem Grau gehalten und mit Möbeln der schwedischen Firma Hay ausgestattet. Die einzelnen Kabinen sind mit hohen und schmalen Spiegeln versehen. Die Einbauleuchten an der Decke verströmen angenehmes Licht. Die Verbindung von Grautönen und Naturholz ergibt eine wohltuende Atmosphäre und unterscheidet sich so deutlich von üblichen, anonymen Umkleide­ kabinen.

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Der neue Laden besticht durch seinen nüchternen Ausbau, der sich von den originalen Elementen der ehemaligen Bank abhebt. In der hohen Schalter­ halle befindet sich die Damenkollektion, dort bil­ den die denkmalgeschützten Terrakotta-Säulen und der Mosaikboden einen attraktiven Kontrast zu den grauen Betonelementen und den Stangen aus Stahl. Das Untergeschoss mit dem einstigen Tresorraum ist der Männermode vorbehalten. Mit COS hat H&M eine Marke geschaffen, die zurück­ haltende Mode mit architektonisch inspirierten Schnitten verbindet. Die meist aus Basics beste­ henden Kollektionen werden in den opulenten Räumlichkeiten an der Bahnhofstrasse perfekt in

Szene gesetzt und bieten ein Einkaufserlebnis, welches den Vergleich mit der hochkarätigen Nachbarschaft nicht zu scheuen braucht. cosstores.com | tillatheus.ch

«Mir war es ein grosses Anliegen, die Festlichkeit ausstrahlende und bauhistorisch wertvolle Schalterhalle nicht nur nach allen Regeln der Kunst zu renovieren und mit dem Oblicht und der Leuchtdecke wieder das einstige Spiel des Lichts zu inszenieren, sondern erneut der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Gelingen dieser herausfordernden Transformation ist eine reine Freude. Der einzigartige Raum bewahrte seine Qualität, wirkt gleichwohl modern und schafft ein architektonisches Erlebnis.»

Tilla Theus, dipl. Arch. ETH/SIA/BSA

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Menschen wollen überrascht werden Wo Einkaufen zum Erlebnis mit Unterhaltungswert wird – dort bringt man Kunden weg vom Bildschirm und in die Geschäfte. Department Stores wie Jelmoli, Globus oder KADEWE, die Rinascente, Illum Copenhagen, tolle Markenshops oder der Flughafen Zürich haben die Zeichen der Zeit erkannt. In ihren Räumen drängen sich die Kunden. Text: Suzanne Schwarz | Porträtfoto: Bettina Matthiessen | Fotos Showroom: Roman Thomas

Matthias Hummel ist CEO von Vizona in Weil am Rhein, dem Ladenbauer für technische Konzep­ tion, Prototyping, Value Engineering, Global Sour­ cing, Produktion, Logistik, Service und Montage. Hier werden unkonventionelle Ideen entwickelt für Kunden, die Mut und Unternehmergeist mit­ bringen, dem veränderten Einkaufsverhalten ent­ gegenzutreten. Dabei arbeitet das Unternehmen bewusst nicht mit eigenen Designern und Archi­ tekten, sondern evaluiert und beauftragt die besten Gestalter, den USP und die Marke des Kunden per­ fekt zu inszenieren. So wie der international be­ kannte Architekt Francis Kéré neu für das deutsche

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Modelabel Betty Barclay. Das sind oftmals Designer, die nicht direkt aus dem Ladenbau kommen, aber tolle Konzepte entwerfen, die mit dem notwen­ digen Know-how von Vizona umgesetzt werden. Vizona produziert dann auch die individuell gestal­ teten Produkte der Kunden. So konzipierte Konzepte sind langlebig und ver­ änderbar. Mit Lamellen ausgestattete Regale etwa erlauben mit Lichteffekten endlose Möglichkeiten, das Merchandising zu verändern oder den Ein­ druck neuer Shops im Store entstehen zu lassen. Mittlerweile agiert Vizona als Komplettanbieter für internationale Marken weltweit und deren multi­

plikative Konzepte für grosse Flächen. Als geschätz­ ter Problemlöser wird Vizona bereits im frühesten Planungsstadium beigezogen. Aktuell betreut man unter­anderen auch das englische Label Ted Baker, MCM Oberpollinger in München sowie die US-Tra­ ditionsmarke Coach. Auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein arbeitet Vizona mit rund 250 Mitarbeitern. Hier werden in einer der neueren Architekturikonen von Sanaa Architekten Prototypen und Einrichtungen konzi­ piert. Nebenan ist der eindrucksvolle Showroom mit dem Projekt, das an der Euroshop-Messe in Düsseldorf präsentiert wurde, in Zusammenarbeit


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1 | Matthias Hummel, CEO Vizona 2 | Vizona-Schauraum in Weil am Rhein 3/4 | Schauräume für eine Automarke und hochwertige Kosmetik 5/6 | Ladenkonzept von Francis Keré für Betty Barclay

mit Ansorg (Licht) und Vitra Retail (Möbel). Ein Village mit einer Plaza, mit reihum angeordneten Shops mit Fantasienamen! Man bewundert hoch­ wertige Naturkosmetik, Feinkost, Mode. Da gibt es einen Autoschauraum für die «Marke» Artemis. Die Simulation der Situation in einer Innenstadt, eine kleine Ladenfläche, aber dank der heutigen digitalen Technik viele Möglichkeiten der inter­ aktiven Beratung. Dazu ein weiteres wichtiges Element im Ladenbau: die Kabinen. Hier fällt doch schliesslich der Kauf­ entscheid, da sollte Elementen wie Licht, Spiegel, Nachschub, Service grösste Beachtung zuteil werden.

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Fotos: Betty Barclay/Lorenz Cugini

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Grosse aktuelle Themen, auch für Vizona, sind die aussterbenden Innenstädte, für die man allzu leicht dem Online-Einkauf die Schuld gibt. Erfolgreiche Beispiele zeigen jedoch, wie man durch den sorg­ fältigen Umgang mit der alten Bausubstanz, einen regionalen Bezug, eine sorgfältig ausgewählte Ma­ terialität Räume schafft mit Bestand und gleich­ zeitig gewährleisteter Anpassung an heutige Be­ dürfnisse. vizona.com

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WIEDERERÖFFNUNG

Alte Würde – neuer Glanz Museum für Gestaltung Zürich Text: Suzanne Schwarz | Fotos: Georg Aerni, Samir Seghrouchni, Atelier Oï

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Das Museum für Gestaltung Zürich feiert nach drei­ jähriger Bauzeit die Wiedereröffnung seines renovierten Stammhauses. Der Blick von der oberen Galerie in die nun doppelgeschossige Haupthalle des Museums ist grosses Theater. Zur Eröffnung wurde sie vom Atelier Oï mit einer raumgreifenden Installation bespielt. Vier weitere Ausstellungen sind zu bewundern – die Collection Highlights aus der Sammlung, «Ideales Wohnen», «Wohnträume des 20. Jahrhunderts», die «Swiss Design Lounge» und «Plakatgeschichten». Ruggero Tropeano Architekten verantworten den Umbau in enger Absprache mit der Denkmalpflege. Nun erstrahlt das denkmalgeschützte Gebäude von Adolf Steger und Karl Egender aus den 1930er-Jahren in neuem Glanz. Erst als das Toni-Areal eröffnet wurde und das Museum seine Sammlungen dorthin bringen konnte, wurde die grundlegende Renovation möglich. Die bedeutendste Veränderung verdankt man der Feuerpolizei, sie bestand darauf, die hölzerne Zwischendecke zu entfernen. Nun befindet sich die historische Ausstellungshalle mit ihren charakteristischen Stützen und den Seitenschiffen wieder in ihrem historischen Zustand. Im Untergeschoss entdecken Besucher in der Ausstellung «Collection Highlights» unter rund 2000 Exponaten in 155 Vitrinen und Schubladen Alltagsdinge aus den Bereichen Kunstgewerbe, Grafik, Plakat, Textil, Möbel- und Produktdesign. «Es geht uns darum, Prozesse zu dokumentieren, es geht um die Vermittlung. Wir sind das eigentliche Bauhaus der Schweiz», meinte ein sichtlich stolzer Christian Brändle, der Direktor des Museums, anlässlich der Eröffnung. Gleich daneben sind in der Ausstellung «Ideales Wohnen» sieben Musterzimmer mit Glanzstücken der Sammlung eingerichtet. Sie stellen die unterschiedlichen Wohnträume des 20. Jahrhunderts dar und zeigen die wichtigsten Tendenzen im Schweizer Möbeldesign der Moderne (siehe Lieblingsraum Seite 78). In diesem Sinne wirkt auch die «Swiss Design Lounge» auf der Galerie. Hier kann man ohne Ticket verweilen und die Design-Ikonen buchstäblich «besitzen». Ein grosser Tisch mit etwa 20 Stühlen steht für Sitzungen und Begegnungen ebenfalls zur Verfügung. Glanzstück der Eröffnungs-Ausstellung ist aber zweifellos die Werkschau «Oiphorie: Atelier Oï», die bis zum 30. September die Haupthalle belegt. Ein räumliches Ereignis, in blaues und oranges Licht getaucht, mit sich bewegenden Objekten, Materialien, Designprozesmuseum-gestaltung.ch sen – einfach oïphorisch. 1 | Das renovierte und in seinen Originalzustand der 1930er Jahre zurückversetzte Museum für Gestaltung Zürich, und 2 | Die Haupthalle mit der Installation des Atelier Oï. 3 | Leuchten, Les Danseuses, und 4 | Material Leder und savoir faire – Studien zur Kollektion «Nomades» für Louis Vuitton. Atelier Oï.

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WIEDERERÖFFNUNG

Party-Time

Mit einem rauschenden Fest wurde das neu eröffnete Museum für Gestaltung in Zürich gefeiert. In der Eingangshalle – jetzt wieder gemütliches Café mit Kaffee und Kuchen sowie gesunden Snacks – versammelte sich die Kultur-, Design- und Architekturszene Zürichs. Freunde des Museums und der drei Kreativen aus La Neuveville, Armand Louis, Aurel Aebi und Patrick Reymond, freuten sich am rundum gelungenen Werk. Fotos: Umberto Romito, © ZHdK

Giovanna Surdo, Michèle Arnaboldi und Armand Louis

Jürg Abegg, Leiter Werkstatt Museum für Gestaltung Zürich und Shizuko Yoshikawa

Karin Gimmi, Kuratorin Museum für Gestaltung Zürich und Martino Stierli, MoMA

Ludovic Varone, Norm und Bastien Aubry, Grafiker

Doris Brem

Aurel Aebi und Armand Louis, Atelier Oï

Andreas Kim und Nik Haller, Vorstand Freundeskreis Museum, Credit Suisse

Ruggero Tropeano, Architekt und Eliane Schilliger, Innenarchitektin VSI

Bettina Richter, Kuratorin Plakatsammlung Museum für Gestaltung Zürich und Dieter Tschudin

Anna Niederhäuser, Bundesamt für Kultur und Mirjam Fischer, Verlegerin

Christoph Hefti, Designer und Bärbel Birkelbach

Markus Freitag, Designer, Jürg Boner, Designer und Renate Menzi, Kuratorin Designsammlung Museum für Gestaltung Zürich

Lars Müller, Verleger und Peter Pfrunder, Fotostiftung Winterthur

Trix Haussmann, Architektin SIA und Florian Haussmann

Claudia Zellerhoff, Kommunikationsleiterin ZHdK

Stephan Hürlemann, Designer, Manuel Krebs, Norm und Christian Brändle, Direktor Museum für Gestaltung, Zürich

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ALLERLEI

Sika Plattenleger-Werkstoffe Lösungen zur Verlegung von Fliesen und Natursteinen Plattenbeläge gibt es in unendlichen Farben, Formaten und Oberflächenstrukturen. Neben der Ästhetik bieten Plattenbeläge auch her­ vorragende Eigenschaften in nasser Umge­ bung, bei mechanischen Belastungen und chemischer Beanspruchung. Sika bietet vom Rohbau bis zum fertigen Belag Lösungen zur Verlegung von Fliesen und Natursteinen.

Ökologisches und gesundes Bauen Die verschiedenen Sika Plattenleger Produkte erfüllen die Kriterien EC-1 Plus (sehr emis­ sionsarm), welche von der unabhängigen Ge­ meinschaft Emissionskontrollierte VerlegeWerkstoffe (GEV) aufgestellt werden. Die Minergie Eco-Anforderungen werden vom Grossteil der Produkte erfüllt. Eine weitere Massnahme, um die Verarbeiter zu schützen besteht darin, Sika Produkte staubarm zu formulieren. sika.ch

Abdichtungsmassnahmen Seit ein paar Jahren werden im Wohnungs­ bau vermehrt feuchtigkeitsempfindliche Ma­ terialien eingesetzt. So sind heute Abdich­ tungsmassnahmen unter Plattenbelägen notwendig, wo sie es früher nicht waren. Die über 100-jährige Abdichtungskompetenz nutzt Sika auch für den Plattenleger-Bereich. Ob Abdichtungsbahn, Kunststoff-Zement-Mörtel­ kombinationen, Polymerdispersion oder Reak­ tionsharze, Sika hat für jede Anwendung und Feuchtigkeitsbeanspruchungsklasse das rich­ tige Material. Bauprogramme werden tendenziell immer enger, die Plattenlegerarbeiten fallen zum Schluss des Bauprozesses an. Sika Produkte sind angenehm und schnell zu verarbeiten.

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VOLA wird 50: Das Original 2018 feiert VOLA ihr 50-jähriges Jubiläum. Modularität ist eine Kernkomponente der Moderne. Anlässlich eines halben Jahrhunderts VOLA sind die nahezu unbegrenzten Konfigurationen, die aus der Design­ ikone, der Wandarmatur 111 entsprangen, ein Vermächtnis an ein Designsystem, das stets nach vorne schaut. Die Modellfamilie 111 mit ihren verschiedenen Armaturen, Betätigungshebeln, Abdeckplatten und Ausläufen ist das Paradebeispiel eines wahrhaft modularen Designsystems. Jedes Produkt ist in einer ganzen Palette von Oberflächen erhältlich – darunter auch einzigartige Metallveredelungen und vola.ch Farben.


ALLERLEI

INFOS AUS DER BAUARENA

bauarena.ch

Bergmann verbindet Begeisterung für Design mit ausgeprägtem Verständnis für Kundenbedürfnisse.

Eine Symbiose im Mittelpunkt rund um die Entwicklung, Planung und Realisation inspirierender Spa- und Wellnessoasen. Hochwertige Pool-Lösungen für den Innen- und Aussenbereich sind massvariabel und mit zahlreichen Funktionen bedürfnisgerecht bestückbar. Die eigene Produktion von Edelstahlpools erlaubt grenzenlose Individualität – in Manufakturqualität. Sorgfältig inszeniert bietet der Bergmann-Showroom auf der 2. Etage der Bauarena Volketswil Raum für Inspirationen – spürbar und erlebbar.

Q-TEE 2 C: Der Neue von Attika mit den heissen Kurven Heisse Kurven? Im wahrsten Sinn des Wortes! Die rundherum gebogenen Bauteile fügen sich zu einem eleganten Ganzen zu­ sammen. Funktional steht Q-TEE 2 C für grosses Feuer, obwohl er räumlich nicht viel Platz benötigt. Der Kaminofen ist in schwarzem Stahl und wahlweise mit einer Stahl- oder Glastür erhältlich. Zusätzlich gibt es eine Auswahl von vier Türgriff-Varianten in verschiedenen Materialien (Rinds­ leder, Eichenholz, Edelstahl und Edelstahl «Classic»). Kombinie­ ren kann man den Q-TEE 2 C mit zwei Sockelvarianten oder verspielten Design-Stellfüssen. Diese sind jeweils in zwei Höhen lieferbar. Dank grosser Feuerraumscheibe bietet er trotz seiner bescheide­ nen Masse eine eindrückliche Feuersicht. Der moderne Ofen ist höchst energieeffizient und brennt jederzeit mit glasklaren Scheiben. Mit dem AIR-System eignet er sich auch hervorra­ gend für Niedrigenergie- oder Minergie-Häuser. Mit Kaminöfen, Kamineinsätzen, Gas-Produkten und OutdoorFeuerskulpturen kennt die Attika Feuer AG sich aus. Seit über 30 Jahren entwickelt Attika mit viel Leidenschaft Öfen und ist heute ein führender Entwickler, Markenhersteller und Anbieter von Feuerstellen in Premium-Qualität. Diverse Feuerstellen sind Träger zahlreicher internationaler Design-Preise. Das Unterneh­ men beschäftigt 130 Mitarbeitende und hat Vertretungen an dreizehn europäischen Standorten sowie in Nordamerika, Austra­ lien, Neuseeland und Japan. Sitz der AG ist Cham in der Schweiz. attika.ch

Die Centro AG ist seit über 50 Jahren ein kompetenter Partner für private und öffentliche Wellnessanlagen.

Ob Schwimmbäder, Whirlpools, Saunas, Dampfbäder, Thermen- oder Erlebnisanlagen – Besucher werden fachkundig Schritt für Schritt in die Traumwelt vom grossen Bade- und Wellnessspass eingeführt. Centro AG setzt alles daran, dass Ihre Traumobjekte sorgenfrei genutzt und in vollen Zügen genossen werden können. Auf den persönlichen Service wird genauso Wert gelegt wie auf eine kompetente und fachkundige Beratung.

Zeitlose Eleganz und hochwertiges Design – Oceanus LoungeSpa Whirlpools.

LoungeSpa Whirlpools folgen der Tradition der skandinavischen Ingenieursund Handwerkskunst und verbinden Form und Funktion auf höchstem Niveau. Dabei wird höchster Wert auf den Einsatz hochwertiger und langlebiger Materialien gelegt. Das reduzierte, zeitlose Design fügt sich mit seiner geraden Linienführung perfekt in ein modernes Haus- und Garten-Design ein. Auch bezüglich Funktionsumfang und Badeerlebnis bleiben keine Wünsche offen. Besuchen Sie den lokalen Oceanus-Händler PMS Bau GmbH in der Bauarena Volketswil.

Die Bauarena ist während 300 Tagen im Jahr geöffnet. Montag bis Freitag, 9.00 bis 18.00 Uhr | Samstag, 9.00 bis 16.00 Uhr Industriestrasse 18 | 8604 Volketswil | Tel. 044 908 55 77 | bauarena.ch

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ALLERLEI

Vielseitig einsetzbar | Die Keramag VariForm-Waschtische eignen sich auch optimal für den öffentlichen und halb­ öffentlichen Bereich.

Entspannung im Freien: Modulare Outdoor-Sauna von Küng Nirgends sind Ursprünglichkeit und Intensi­ tät des Saunierens so spürbar wie unter frei­ em Himmel. Barfuss laufen über naturbelas­ senes Holz oder kühles Gras, tiefe Atemzüge an der frischen Luft, dann eintauchen in die wohltuende Wärme einer Outdoor-Sauna. Omnia beinhaltet alles, was Erholung bringt: das Schwitzen mit Tiefenwirkung, die bele­ bende Abkühlung, die Entspannung in der Ruhe der Natur. Omnia mit ihrer futuristischen Anmutung lässt sich fast überall im Aussenbereich plat­ zieren: auf der Veranda, neben dem Pool oder im Schutz von Bäumen. Die modulare Garten­ sauna wird auf Wunsch auch einzeln geplant,

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kann aber im Baukastensystem mit einem Dusch- und/oder einem Liegebereich erwei­ tert werden. Für die Materialisierung stehen edle Natursteine, Glas, moderner Chrom­ stahl und andere wetterfeste und pflegeleich­ te Materialien zur Wahl. Die Rundungen sind innen und aussen mit Schiefer verkleidet. Stabdesign im traditionel­ len Saunaholz Polarkiefer und eine neuartige Beleuchtung mit LED, nahtlos in das hori­ zontale Stabprofil eingelassen, vervollständi­ gen das Bild. Der formschöne Biosa®-Ofen Tower ermöglicht finnisches wie auch weni­ ger heisses Bio-Saunieren, das eine noch tie­ fere Entspannung bringt. kuengsauna.ch

Eleganz durch Symbiose | Geberit VariForm-Einbauwaschtische sorgen für ein stimmiges Gesamtbild.

Preisgekrönte Vielfalt Waschtischsortiment VariForm gewinnt den iF DESIGN AWARD 2018 Geberit wurde für das neue Waschtischsortiment Keramag VariForm mit dem iF DESIGN AWARD 2018 ausgezeichnet. Die Jury war von den in vier verschiedenen Geometrien erhältlichen Waschtischen begeistert. Die neuen Geberit-Waschtische VariForm bieten mit ihrem zeitlosen Design eine grosse Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten. Damit komplettiert Geberit das Produktportfolio im Bereich der modularen Waschtischlösungen. Besonders schlank geformte Kanten zeichnen das Universalprogramm aus, das sich für den öffentlichen, halböffentlichen und privaten Bereich gleichermassen eignet. Zur Wahl stehen Unterbau-, Einbau- und Aufsatzwaschtische in vier geometrischen Grundformen: Kreis, Rechteck, Oval und Ellipse, wobei jede dieser Formen in verschiedenen Grössen erhältlich ist. Die Waschtische sind aus hochwertiger Sanitärkeramik gefertigt und verfügen daher über eine langlebige Oberfläche, die auch bei starker Beanspruchung ihren Glanz behält. Geberit konnte im Verlauf der letzten neun Jahre insgesamt mehr als 50 Designpreise für sich verbuchen, darunter auch Red Dot- oder Design Plus-Preise. geberit.com


REPORTAGE

Betonelemente, soweit das Auge reicht, Einfamilienhaus Ottoberg

Präzision in Reinkultur: Jedes Element eine individuelle Massanfertigung, zu 80 Prozent von Hand gemacht

Kuschelfaktor Beton Das Betonelement erobert den Innenraum. In Form von Wänden, Treppen, Decken, Becken und Inseln. Im Zentrum steht seine Individualität und Einzigartigkeit. Wir haben Marlise Blaser, Chefin im (Beton-)Element, auf den Puls gefühlt. Marlise Blaser, die meistgestellte Frage, die Sie im Zusammenhang mit Beton im Innenraum erhalten? Ist das nicht kalt? Und? Überhaupt nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Beton ist ein Naturprodukt, hat einen warmen Farbton, wirkt lebendig, spannend und vermittelt eine angenehme Atmosphäre. Sie stellen Elemente her und bieten 7206 Möglichkeiten. Das heisst? Mit Betonelementen sind fast keine Grenzen gesetzt. Wir stellen zum Beispiel Kochinseln her, Waschbecken, Rippenplatten, Wandelemente mit Struktur­ matrizen, Betten, Sideboards, Tische, Böden … Wir sind offen für Neues, tüfteln an neuen Rezepturen und suchen zusammen mit Innenarchitekten nach der perfekten Lösung.

Marlise Blaser, Inhaberin und Geschäftsleiterin Elementwerk Istighofen AG

Das muss man über den Einsatz von Beton­ elementen im Innenraum wissen? Beton ist und bleibt ein Naturprodukt und kann – trotz Oberflächenschutz – Flecken bilden. So wie bei einem Holztisch, den man regelmässig ölt, sollte auch der Beton ab und zu neu appliziert werden. So bleibt er ein Leben lang schön. Was halten Sie von farbigem Beton im Innenraum? Ich persönlich bin ein grosser Fan von nicht eingefärbtem Beton. Mit einem Blau-, Grün- oder Rotton können jedoch

wunderschöne Akzente gesetzt werden. Von Modetrends rate ich eher ab. Es wäre ja zu schade, wenn man den schönen Beton später mit Farbe überstreichen müsste. Wie schaut es mit Strukturen aus? Das Licht-Schatten-Spiel, das durch Strukturen entsteht, kann Poesie in einen Raum bringen. Hier gilt aber ganz klar: weniger ist mehr.

Über diese Anfrage eines Innenarchitek­ ten würden Sie sich freuen … Ich freue mich grundsätzlich über jede Anfrage, ganz egal ob es für ein Küchen­ element ist, ein Waschbecken, eine Cheminee-Abdeckung oder ein Treppen­ element. Ganz besonders reizen würde mich, einmal ein ganzes Elementhaus aus Beton herzustellen. Sibylle Jung betonelementwerk.ch

Weshalb sollte ein Innenarchitekt beim nächsten Projekt Betonelemente mindes­ tens in Betracht ziehen? Mit unseren Betonelementen bieten wir hohe Präzision, Qualität und Möglichkeiten, die etwa mit Ortbeton praktisch unmöglich sind. Betonelemente sind etwas Besonderes. Ein grosser Vorteil ist die hohe Zeitersparnis, weil wir unsere Elemente just in time produzieren und auch liefern.

Fachinputs für Innenarchitekten

Das Elementwerk Istighofen führt am Mittwoch, 6. Juni 2018, sowie am Mittwoch, 19. September 2018, je einen Fachanlass zum Thema Betonelement durch. Interesse? Melden Sie sich via event@betonelementwerk.ch.

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AGENDA März – Juli

23.3–15.7

April

17–22

Mai

4–6

Ausstellung

Auf der Suche nach dem Stil 1850 bis 1900

Internationale Designmesse Internationale Möbelfachmesse

Salone Internazionale del Mobile Milano

Blickfang Basel Für alle, die nichts Bestimmtes, sondern Besonderes suchen

Das Landesmuseum Zürich wartet mit der Ausstellung zur Suche nach dem Stil auf. The Great Exhibition, die erste Weltausstellung von 1851 in London, war der Startschuss für eine neue Epoche. Eine Zeitreise zwischen 1850 und 1900 durch Europa und die Schweiz zeigt die Suche nach Schönheit, Eleganz und Stil für Wohnungsinterieurs, alltägliche Produkte, Gemälde oder Gebäude. In dieser Zeit erhielten Metropolen ihr heutiges Gesicht, Kunstgewerbeschulen wurden gegründet und Mustersammlungen aufgebaut. Es begann die leidenschaftliche Diskussion um den geeigneten Stil. Mit über 300 präsentierten Textilien, Möbeln, Zeichnungen oder Gemälden taucht die Ausstellung tief in diese 50 prägenden Jahre ein und erzählt über Architektur, Kunst, Handwerk und Industrialisierung. Ausserordentliche Leihgaben aus berühmten europäischen Museen konnten nach Zürich geholt werden. Die Ausstellung im Landesmuseum knüpft an die eben eröffnete Schau «Ideales Wohnen» im Museum für Gestaltung an. Dort werden Tendenzen des Schweizer Möbeldesigns ab dem 20. Jahrhundert präsentiert: Die beiden Ausstellungen sind mit einem Themenweg durch den Platzspitzpark miteinander verbunden. Es ist möglich, sie mit einem Kombiticket (15 statt je 10 Franken) am gleichen Tag zu besuchen.

Der Salone del Mobile Milano, der vom 17. – 22. April 2018 in den Messehallen in Rho Fiera stattfindet, wird erneut mit einer vielfältigen Palette von Neuheiten, Terminen und Überraschungen aufwarten. Neben den neuen Möbeln sind die grossen Themen Einrichtungszubehör mit unterschiedlichen Stilgruppen, die Küchen der Eurocucina mit dem Sonderevent FTK – Technology for the Kitchen sowie die internationale Badezimmermesse. Der kuratierte Salone Satellite, der den Gestaltern unter 35 Jahren gewidmet ist, fokussiert in diesem Jahr das Thema Afrika / Lateinamerika: Aufstrebendes Design. Bei den Möbeln spielt Mailand traditionsgemäss die Rolle als Welthauptstadt des kulturellen, gestalterischen und Innovationsaustauschs. Die Küche von morgen wird ein vernetzter, multifunktionaler, professioneller Ort sein, wo es aber an Emotionen nicht mangelt. Bei den Badezimmer-Neuheiten wird vor allem auf Nachhaltigkeit und Wassereffizienz geachtet werden. Design ist Emotion. Und Mailand das Herz, dem sie entstammt. Der Salone Milano schafft den Rahmen, präsentiert die neuen Tendenzen und bietet Ausblicke in die Entwicklung der Industrie.

150 Designer laden zum Schlendern, Staunen und Shoppen an die Messe Basel – denn vom 4. bis 6. Mai öffnet die Blickfang Basel zum 9. Mal ihre Tore. Zu den Programmhighlights gehört ein Salonfrühstück mit dem renommierten österreichischen Designer Thomas Feichtner. Spectrooms-Leser können Tickets gewinnen, (siehe Seite 7). Thomas Feichtner, einer der bekanntesten österreichischen Designer, wird auf der Blickfang Basel anwesend sein. Er, der von Adidas über Bene bis zu den Neuen Wiener Werkstätten renommierte Marken zu seinen Kunden zählt, hält am Sonntag einen Designtalk. Bei Jausenplatten und Kaffeehaus-Feeling kann man Einblicke in das Leben des gefragten Gestalters erhalten. «Schön und Gut» ist das Motto der Blickfang Basel. Es warten Lieblingsstücke, Trouvaillen und Geschichten. Die Designer empfangen ihre Besucher selbst und beraten sie auf Augenhöhe. Über gutes Design aus Basel, der Schweiz und ganz Europa; Möbel, Leuchten, Accessoires, Mode und Schmuck. Während drei Tagen warten zukünftige Lieblingsstücke mit Ecken, Charakter und Haben-wollen-Potenzial auf ihre Entdecker.

Was

Was

Was

Auf der Suche nach dem Stil 1850 bis 1900

Salone del Mobile Milano 2018

Blickfang Basel

Wann 23. März bis 15. Juli 2018

Wann 17. bis 22. April 2018

Wann 4. bis 6. Mai 2018

Wo

Schweizerisches Landesmuseum Zürich

Wo

Messe Milano Rho

Wo

Messe Basel

Y

nationalmuseum.ch

Y

salonemilano.it

Y

blickfang.com

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AGENDA

Mai

5–6

Juni

12–17

Juni | Juli

30.6–3.7

Internationales Forum für Design

Design Miami/Basel Architektur- und Stadterlebnis

Neue Entdeckungen für Sammler und Design-Fans

Konsumgütermesse

Tendence Frankfurt Ein Erlebnis für alle Sinne

Open House kommt erstmals nach Basel! Am Samstag, 5. Mai und Sonntag, 6. Mai öffnet die Stadt ihre Türen und zeigt herausragende Architektur aus den verschiedensten Zeitepochen. Die Veranstalter der Open HouseTage in Zürich verzeichneten letztes Jahr einen grossen Erfolg und prognostizieren das Gleiche für Basel. Zehn Basler Institutionen haben sich erstmals zusammengeschlossen und wollen der Bevölkerung die Stadt, ihre Bauten und deren Innenräume näherbringen. Eine ausgezeichnet informierende Webseite weist auf alle wichtigen Punkte und Orte hin. Den Besuchern wird die Möglichkeit geboten, Innenräume zu besichtigen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Der Gebäudekatalog enthält bereits viele Highlights und wird kontinuierlich ausgebaut. Die Kantone BaselStadt und Basel-Land präsentieren die Gewinner der Auszeichnung für gute Bauten der letzten Jahre. Die Führungen in den über 60 Gebäuden und Aussenräumen sind kostenlos. Einfach unter «Meine Tour» anmelden und seine persönlichen Favoriten zusammenstellen.

46 Design-Galerien aus 13 Ländern mit ihrem kuratierten Programm stellen aus. Zehn Curio-Installationen sind dabei, Design at Large mit Fotografie ebenso wie begleitende Talks, Satelliten und exklusive Veranstaltungen. Wiederum kommen die renommiertesten Design-Galerien und bieten rare Sammlerobjekte an, darunter seltene und einzigartige Möbel, Leuchten und Kunstgegenstände. Fünf neue Galerien sind dabei: Caterina Tognon (Venedig) mit internationalen Künstlern und Designern, die Glas als kreatives Medium einsetzen; Galerie Mitterrand (Paris), die bedeutende Skulpturen zeigt und öffentliche Ausstellungen mit monumentalen Skulpturen produziert; Galerie Regis Mathieu (Paris), die historische Kronleuchter von 1890 bis 1930 zeigen wird; The Future Perfect (Los Angeles, New York und San Francisco), bekannt für herausragende und aufstrebende zeitgenössische Designer; und Side Gallery (Barcelona) mit lateinamerikanischem historischem Design sowie spanischem Design des vergangenen Jahrhunderts und seltenen Stücke von Architekten. Design at Large wird vom Fotografen François Halard kuratiert und zeigt Aufnahmen der von ihm porträtierten Künstler-Häuser, -Gärten und -Ateliers von u.a. Louise Bourgeois, Robert Rauschenberg und Cy Twombly. Ausserdem Architektur-Juwelen wie die Casa Malaparte, Villa Noailles und La Maison de Verre.

Die Tendence ist die internationalste Orderplattform Deutschlands für die zweite Jahreshälfte. Das umfassende Produktportfolio setzt sich aus den Bereichen Wohnen, Einrichten, Dekorieren, Geschenkartikel, Schmuck, Fashionbedarf, Gedeckter Tisch, Küche, Heimtextilien und Outdoor zusammen. Die Tendence ist Ideenvermittlerin, geboten werden Sonderpräsentationen zu den Themenschwerpunkten Farbwelten und Produktauswahl. Neu ist das kuratierte Sonderareal Papier & Friend. Dem modernen Kunsthandwerk sind grosse Bereiche der Messe gewidmet. Premiere feiert der Lifestyle-Kongress Pioneers of Life­ style. Die Start-ups der Branche sowie Profis und Branchenkenner treffen sich und diskutieren mit namhaften Referenten. Darüber hinaus wird das «Lifestyle Start-Up des Jahres» auf dem Kongress präsentiert und so der Bedeutung des Branchen-Nachwuchses Rechnung getragen. Der Lifestyle-Kongress Pioneers of Lifestyle ist in der Branche einmalig. Hier trifft Alt auf Neu, Bewährtes auf Innovatives, Bekanntes auf noch nie Gesehenes. Kongressteilnehmer erhalten einen exklusiven Einblick in und aus der Lifestyle-Szene von langjährigen Branchenkennern wie von innovativen Start-ups. Der Kongress findet am 3. Juli im Portalhaus der Messe statt. Kongresssprache ist Deutsch.

Was

Was

Was

Open House Basel Architektur für alle

Open House Basel

Wann 5. und 6. Mai 2018 Wo

Stadt Basel

Y openhouse-basel.org

Dreizehnte Edition Design Miami/Basel

Tendence

Wann 12. bis 17. Juni 2018

Wann 30. Juni bis 3. Juli 2018

Wo

Wo

Messe Basel

Y designmiami.com

Messe Frankfurt

Y tendence.messefrankfurt.com

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LIEBLINGSRAUM

Sonntagsmatinee Die Kuratoren Renate Menzi und Arthur Rüegg zeigen ihre persönlichen Favoriten in der Ausstellung «Ideales Wohnen» und laden anschliessend zum Gespräch ein. Sonntag, 1. Juli 2018, 11 bis 13 Uhr.

«Vielleicht gefällt mir die Schweizer Stahlrohrmoderne der 1930er-Jahre so gut, weil ich ans ‹befreite Wohnen› und die Werkbund-Siedlung Neubühl denke. Heute ist Verdichtung wieder ein Thema, auf wenigen Quadratmetern gut wohnen eine Herausforderung. In unserer Ausstellung ist die Atmosphäre dieses Raums sehr einladend, denn die Farbtöne (Beige, Braun, Rot, Industriegrün) harmonieren gut mit den Metallrohren – die modernen Möbel wirken hier fast schon gemütlich.»

Renate Menzi anlässlich der Wiedereröffnung des Museum für Gestaltung Zürich

Bild | Ideales Wohnen, Ausstellungsansicht, Foto: Museum für Gestaltung Zürich. Unterschiedliche Wohnträume des 20. Jahrhunderts. Sieben Musterzimmer, mit Glanzstücken aus der Sammlung ausgestattet, präsentieren die wichtigsten Tendenzen im Schweizer Möbeldesign der Moderne. Renate Menzi ist seit 2008 Kuratorin der Designsammlung des Museum für Gestaltung Zürich und Dozentin für Designgeschichte an der

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Zürcher Hochschule der Künste. Sie sammelt, forscht, stellt aus, lehrt und publiziert zu Themen der Gestaltung und Produktkultur. 2009–2017 war sie Mitglied der Eidgenössischen Designkommission. Ausstellungen und Publikationen: Formfächer 2009; Make up, 2010; Freitag – Ein Taschenbuch, Zürich 2012, 100 Jahre Schweizer Design, 2014; Ideales Wohnen, Collection Highlights, The Happy Collector, 2018.

Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse 60, 8005 Zürich.


Wir bieten ein interessantes, praxisbezogenes, berufsbegleitendes Studium über 6 Semester.

TECHNIKER/IN HF INNENARCHITEKTUR eidg. dipl. Techniker/in HF Bauplanung Innenarchitektur Sie nehmen räumliche Situationen visuell wahr und wollen diese in die gestalterischen Anforderungen eines Neu- oder Umbaus unter Berücksichtigung der Wirkung von Farbe und Tages- wie Kunstlicht einordnen. Sie wollen Aspekte der neueren Bau-, Design- und Konstruktionsgeschichte in einen kulturellen und historischen Zusammenhang bringen. In ihrer Arbeit wollen sie alte und neue Bausubstanzen mit Achtsamkeit in Einklang bringen und gleichzeitig funktionale wie auch spielerische Akzente setzen. Holen Sie sich das Rüstzeug zur/zum ProjektleiterIn und BauleiterIn Innenarchitektur.

TECHNIKER/IN HF ARCHITEKTUR eidg. dipl. Techniker/in HF Bauplanung Architektur Sie wollen Bauaufgaben konzeptionell und analytisch angehen, daraus konstruktive, gestalterische und wirtschaftliche Lösungen entwickeln und für die Ausführung konkretisieren. Sie wollen im Auftrag privater und öffentlichrechtlicher Bauherrschaften Bauaufträge des Wohnungs-, Gewerbe- oder Industriebaus in den Bereichen Baueingabe, Ausschreibung von Bauleistungen, Ausführungsplanung, örtliche Bauleitung und Bauabrechnung entwickeln und leiten. Wählen Sie das passende Studium zur/zum ProjektleiterIn und BauleiterIn Architektur!

Anmeldung und Auskünfte: Schweizerische Bauschule Aarau, Suhrenmattstrasse 48, 5035 Unterentfelden Tel. 062 737 90 20, www.bauschule.ch, info@bauschule.ch oder direkt bei Herrn Markus Meier, Tel. 079 741 08 80, meier.markus@bauschule.ch


VORSCHAU

Milano 2018 1| ist unser Schwerpunkt-Thema. Milano, Welthauptstadt des gestalterischen Innovationsaustausches. Wie sehen die neuen Möbel aus, die neuen Küchen und Küchentechniken, die Badezimmer-Ausstattungen? Wie sehen die jungen Designer des Salone Satellite unsere zukünftigen Umgebungen? Was bringen Jungdesigner aus Afrika und Lateinamerika? Wir forschen auch ausserhalb der Messe nach neuen Ideen, Ausstellungen und Produkten. In Brera, Zona San Babila, Lambrate, der Zona Tortona und anderswo.

1

Die Reisezeit naht. Da kommen tolle neue Hotels 2| doch sicher gelegen. Wir haben eine gute Nase dafür und zeigen die neuen und zukünftigen Hotspots, Hotels und Restaurants. Auch das Ett Hem Hotel Stockholm von Ilse Crawford, Begründerin der britischen Elle Decoration, Brand Consultant und renommierte Designerin. Wir zeigen, wie sie ein nobles Stadthaus in ein komfortables und gemütliches Hotel auf höchstem Niveau umgestaltet hat. 2

Rund ums Bad | ist ein grosses Themen-Special gewidmet. Nach 3

wie vor einer der wichtigsten Räume des Hauses. Ein Bereich mit Potenzial für neue Lösungen punkto Umwelt und verantwortungsvollem Einsatz der Ressourcen. GTP Associati 4| Wir schauen uns im Tessin um und widmen das Porträt Massimo Gaffurini, Michela Pagani und Matteo Tresoldi – sie haben sich mit ihrer Arbeit weit über die Tessiner Grenzen hinaus einen Namen gemacht. Ihre Projekte zeichnen sich durch Nachhaltigkeit, Kontinuität und einen feinfühligen Umgang mit Situation

4

und Substanz aus. Von der Light + Building 5| dem einzigen Grossereignis des Jahres, gibt es einiges zu berichten. Wir begleiteten Lichtplaner und -designer auf ihrer Pirsch nach neuen Licht-Systemen und zukünftigen Lieblings-Leuchten.

Spectrooms Nr. 3 | 2018 erscheint am 15. Juni 2018

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www.marketingarchitektur.ch Goldsponsoren

6. «Award für Marketing + Architektur»

Einladung zur Preisverleihung 8. Juni 2018, KKL Luzern

Hauptsponsoren

Am 6. «Award für Marketing + Architektur» werden Firmen, Institutionen, Architekten und Bauherren ausgezeichnet, welche Architektur als dreidimensionales Marketinginstrument hochwertig und sinnvoll einsetzen. Melden Sie sich für die Preisverleihung an und erfahren Sie am 8. Juni 2018 live im KKL Luzern, welche Objekte in den verschiedenen Kategorien ausgezeichnet werden.

Medienpartner

Voting für den Publikumspreis unter www.marketingarchitektur.ch Programm KKL Luzern, Freitag, 8. Juni 2018, Luzerner Saal, Foyer und Terrasse 16.15 –17.20 Uhr

Türöffnung, Registration und Welcomedrink

17.30 –19.45 Uhr

Präsentation der Nominationen Präsentation Nominationen und Verleihung der Awards, Show- und Rahmenprogramm

19.45 – 21.15 Uhr

Apéro riche – Buffet mit warmen und kalten Getränken und Speisen

21.15 – 00.00 Uhr

«Afterparty» in der Crystal Lounge und auf der Luzerner Terrasse

Unterhaltung und Moderation • Mia Aegerter • Eva Wannenmacher, Moderation Unterhaltungssponsor

Locationpartner

Informationen und Tickets CHF 175.– pro Ticket (inkl 7.7% MwSt) 10% Rabatt Mitglieder Swiss Marketing

Presentingpartner

Veranstalter

Baukoma AG Rainackerstrasse 4 Postfach 111 4562 Biberist Tel. + 41 31 755 85 84 info@baukoma.ch www.baukoma.ch www.marketingarchitektur.ch

News, Informationen und Anmeldung: www.marketingarchitektur.ch. Trophäenpartner Partner Eva Wannenmacher, Moderation

Mia Aegerter

www.facebook.com/marketingarchitektur

Printpartner www.twitter.com/ CorporateArch


TERRA NOVA

Maritime Atmosphäre Gönnen Sie sich das Gefühl wohnlicher Behaglichkeit mit den neuartigen Gartenplatten. Sie widerspiegeln die robuste Optik von Schiffsparket. Eine porige Oberfläche, leichte Farbunterschiede und Wolkenbildungen gehören zum charakteristischen Erscheinungsbild. Besuchen Sie unsere Webseite mit interessanten Informationen und einer Fülle von Ideen für die Garten- und Umgebungsgestaltung. www.creabeton.ch | creaphone 0848 800 100

spectrooms 02 2018  

Fachmagazin für Innenarchitektur und Design

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