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02/2016

intelligent bauen

Fachzeitschrift für vernetztes und nachhaltiges Planen, Bauen und Bewirtschaften

Neubau FIFA-Museum: Neues Gesicht für den Fussball. Gespräch: Urs Bratschi zur Verleihung des «Award für Marketing+Architektur». Bundesamt für Energie: Sparpotenzial in der Gebäudetechnik. Brandschutz: Fenster mit intelligentem Sonnenschutzfaktor.


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editorial

01

Werner Müller, Chefredaktor

Ein neues Museum, intelligentes Marketing und ein spannendes Solarprojekt. Was musste die FIFA in letzter Zeit alles an Kritik und Häme über sich ergehen lassen. Zweifellos steht im Weltfussballverband nicht alles zum Besten und Selbstherrlichkeit, Vetternwirtschaft und Korruption gehören dringend abgestellt. Da kommt es den FIFA-Verantwortlichen durchaus gelegen, für einmal positive Schlagzeilen zu verbreiten. Das neue FIFA-Museum in Zürich zählt sicher dazu. Was da in 20 Monaten effektiver Bauzeit aus dem alten «Engi-Märt» aus den 70er-Jahren entstanden ist, darf man gewiss als sportliche Höchstleistung bezeichnen. Das Gebäude wurde auf das eigentliche Betongerippe rückgebaut, um zwei Geschosse erweitert und alles von der Fassade, der Raumaufteilung, über die komplette Haustechnik und den gesamten Innenausbau neu erstellt. In unserem Fokus beleuchten wir das spannende Bauwerk. Als Interview-Partner haben wir in dieser Ausgabe Urs Bratschi zu Gast, den Geschäftsführer der Baukoma AG. Seine Geschäftsidee ist es, Architektur und Marketing miteinander zu verbinden. Das macht er durchaus erfolgreich, denn ein guter Architekt muss noch lange kein guter Marketingspezialist sein. Im April wird im KKL Luzern bereits zum fünften Mal der «Award für Marketing und Architektur» verliehen. Ein lohnenswerter Anlass, denn Architektur muss auch richtig «verkauft» werden.

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Zahlreiche selbsternannte Landschaftsschützer stören sich an den vielen Solarpanels, welche auf Hausdächern, in Solarparks oder gar an den Felswänden über dem Walensee aufgebaut werden. Da kommt doch die Idee aus Frankreich gerade richtig, die Solarpanels auf der Strasse zu platzieren. Dort sollen sie niemanden stören, von Autos und Lkw befahrbar sein und erst noch, bei guter Besonnung, permanent Strom liefern. Eine mutige Idee, die sich in der Praxis noch beweisen muss. Wenn dieses Projekt Erfolg hat, macht die Solartechnik einen deutlichen Schritt in Richtung Zukunft. Q


02 inhalt

Grosse Glasfassaden in New York.

«Wir arbeiten seit Jahren daran Corporate Architecture bei den Marketingleuten bekannter zu machen», sagt Urs Bratschi

Branche:

Technik:

kurz & knapp

waschraum

04

Aktuelle Branchen-News.

32

Intelligentes Wassermanagement sorgt für optimale Hygiene.

gespräch

06

«Corporate Architecture steht eben auf keinem Marketing-Lehrplan», sagt Urs Bratschi, Geschäftsführer der Baukoma AG.

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Energieeffiziente Händetrocknungslösung.

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Das richtige Licht für jeden Raum, dank LEDLichtleisten.

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Dynamische Lichtdecke holt den Himmel ins Büro.

projekte

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Stadtquartiere werden verändert und die Autobahn erhält einen Deckel.

licht

energie

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Neue Hochhausbauten in New York: Glasfassaden ohne Stahlverstärkungen.

Bundesamt für Energie sieht ein grosses Sparpotenzial bei der Gebäudetechnik.

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Clevere Lösung: Solarzellen auf den Asphalt aufgebracht.

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Solarspeicher im Wohnbereich werden leistungsfähiger.

50

Das richtige Glas an der Fassade schützt vor Sonneneinstrahlung und gewährt den geforderten Brandschutz.

gebäude im fokus

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Das FIFA World Football Museum wird mit Pomp und viel Fussball-Prominenz eröffnet. Ein interessanter Bau an bester City-Lage. immo'16

58

Ein Rückblick auf die Messe im Kongresshaus Zürich. werkschau

60

Thomas Furter wünscht sich mehr Achtung für Menschen, die mit Architektur zu tun haben.

brandschutz

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bauen im ausland


inhalt

03

Farbiges LED Licht für jeden Raum.

Sportstadien haben es nicht immer leicht.

Management:

Service:

konjunktur

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Das deutsche Baugewerbe erwartet Umsatzwachstum.

verbandsinformationen

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sportanlagen

26

Die neusten Nachrichten aus den Verbänden. agenda

Sportanlagen in der Schweiz: Immer eine gewaltige Herausforderung.

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Die aktuellen Termine der Branche.

gni

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Ausblick auf die nächsten intelligenten Bauprojekte.

ausblick

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Neue Ausbildung zum Gebäudeautomatiker.

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intelligent bauen

Fachzeitschrift für vernetztes und nachhaltiges Planen, Bauen und Bewirtschaften

Neubau FIFA-Museum: Neues Gesicht für den Fussball. Gespräch: Urs Bratschi zur Verleihung des «Award für Marketing+Architektur». Bundesamt für Energie: Sparpotenzial in der Gebäudetechnik. Brandschutz: Fenster mit intelligentem Sonnenschutzfaktor.

Impressum 8. Jahrgang 2016 – «intelligent bauen» Herausgeber Fachkom GmbH, Spinnereistrasse 12, Postfach 175, 8135 Langnau a. A., Tel. 043 377 89 04, Fax 043 377 89 05, E-Mail buero@fachkom.ch, www.intelligentbauen.ch Geschäftsleitung Renato Polentarutti, renato.polentarutti@fachkom.ch; Bettina Meier, bettina.meier@fachkom.ch Chefredaktor Werner Müller, werner.mueller@ fachkom.ch Redaktionelle Mitarbeit Beat Matter, beat.matter@fachkom.ch; Esther Matter Konzept und Layout Yvonne Helm, Stationsstrasse 36, 8003 Zürich, Tel. 044 422 96 40 Anzeigenverkauf Doris Heusser, Tel. 043 377 86 63, doris.heusser@fachkom.ch Inseratenservice Tel. 043 377 89 04, Fax 043 377 89 05, inserate@intelligentbauen.ch Abonnentenservice Tel. 043 377 89 04, Fax 043 377 89 05, abonnemente@intelligentbauen.ch Erscheinung 11-mal jährlich Abopreis Fr. 48.– inkl. MwSt. Auflage 16 000 Exemplare (notariell beglaubigt 2015) Druckerei galledia ag, 9230 Flawil ISSN 1662842x

«intelligent bauen» ist offizielles Publikationsorgan folgender Verbände:


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kurz & knapp

Kurznachrichten: Ein Blick zurück, ein Generationenwechsel, interessante News aus den Verbänden und eine innovative Messe zum Thema Gebäudetechnik.

Neuer Verwaltungsratspräsident 1

Wolfgang Reitzle, Präsident des Verwaltungsrates, steht an der Generalversammlung im Mai 2016 für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Dieser Entscheid wird allgemein bedauert, Reitzle will sich jedoch auf die anderen Mandate konzentrieren, insbesondere den Vorsitz des Aufsichtsrates von Linde. Wolfang Reitzle war entscheidend für die erfolgreiche Fusion von Lafarge und Holcim im Jahr 2015 verantwortlich. Der Verwaltungsrat von LafargeHolcim wird den Aktionären den Schweizer Beat Hess, Jahrgang 1949, als neuen Präsidenten vorzuschlagen. Beat Hess ist Mitglied in verschiedenen Verwaltungsräten, so bei der Nestlé S.A. und der Sonova Holding AG. £

www.lafargeholcim.com

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Neuer Verwaltungsratspräsident 2

Der Verwaltungsrat der Implenia AG beantragt der ordentlichen Generalversammlung vom 22. März 2016 die Wahl von Hans-Ulrich Meister zum neuen Mitglied und Präsidenten des Verwaltungsrates. Hans-Ulrich Meister ist ein ausgezeichneter Kenner der Schweizer Wirtschaft und sowohl im Inland als auch international bestens vernetzt. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit an der Spitze der zwei Schweizer Grossbanken UBS und CS verfügt er über weitreichende Finanzkompetenz. Der ImpleniaVerwaltungsrat bekommt mit Meister eine ausgewiesene und dynamische Führungspersönlichkeit, die einen wichtigen Anteil zur

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positiven Entwicklung des Unternehmens in der Schweiz und ihren europäischen Heimmärkten beitragen wird. £

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Stärken bündeln, Synergien nutzen

unter der Leitung von Michael Stadelmann den bisherigen professionellen Kundensupport gewährleisten sowie neu auch umfassende Dienstleitungen in den Bereichen Bauphysik und Anwendungstechnik anbieten. Die Kunden können beispielsweise von U-WertBerechnungen, Bauteil-Simulationen, Thermografie-Analysen, Blower-Door-Messungen und Unterstützung bei Brandschutzfragen profitieren. £ £

www.pavatex.ch www.bq-bauqualitaet.ch

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Der Verwaltungsratspräsident der Losinger Marazzi AG, Jacky Gillmann, vertritt ab sofort alle Unternehmen von Bouygues Construction (53’500 Mitarbeitende und 11,7 Mrd. Euro Jahresumsatz) in der Schweiz. Gleichzeitig behält Jacky Gillmann seine Funktion als Verwaltungsratspräsident der Losinger Marazzi AG. Zu Bouygues Construction, einem international führenden Konzern im Hoch- und Tiefbau, gehören in der Schweiz PraderLosinger (Kunstbauten und Tunnel), Bouygues Energies & Services (ehemals MIBAG) sowie Losinger Marazzi AG (Immobilienentwicklung und Totalunternehmung) mit insgesamt 2500 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von über 1 Mrd. Franken. £

www.losinger-marazzi.ch

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Neue Marktorganisation Schweiz

Pavatex fasst seine technische und bauphysikalische Kompetenz in einer neuen Einheit zusammen. Die erfahrenen Anwendungsberater von Pavatex sind seit dem 1.1.2016 unter dem Mantel der BQ-Bauqualität AG tätig. Die Tochterfirma der Pavatex Holding wird

CEO will verstärkte Marktpräsenz in der Schweiz

Martin à Porta folgt als CEO auf Alexis Fries, der Pöyry Group als Mitglied des Verwaltungsrats erhalten bleibt. Vor seinem Wechsel zu Pöyry war der Schweizer Martin à Porta CEO von Siemens Building Technologies in Europa. Davor hatte er verschiedene Führungspositionen bei Siemens inne, wo er für diverse Länder in Europa, Asien, dem Nahen Osten sowie Lateinamerika zuständig war. Seine Karriere begann bei Electrowatt Engineering, welche 1997 von Pöyry übernommen wurde. «Martin à Porta verfügt über viel Erfahrung als Führungskraft in internationalen Organisationen. Er wurde vor allem aufgrund seines dynamischen Führungsstils und seiner ausgeprägten Teamfähigkeit ausgewählt. Wir sind überzeugt, dass Pöyry bei ihm in guten Händen ist und sich weiterentwickeln wird», erklärt Henrik Ehrnrooth, Verwaltungsratspräsident der Pöyry-Gruppe. £

www.poyry.ch

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0848 66 24 55

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Inland


Treppen

Immobiliendienstleister mit neuer Führungstruktur

Bei der VERIT Immobilien AG, der Tochtergesellschaft der gesamtschweizerisch tätigen Immobiliendienstleistungsgruppe VERIT Holding AG, hat sich CEO Alex Jenny (Bild l.) entschieden, die operative Verantwortung für die VERIT Immobilien AG abzugeben, um sich inskünftig auf seine Rolle als Eigentümer und Hauptaktionär zu konzentrieren. Dazu wird er Einsitz im Verwaltungsrat der VERIT Holding AG und der VERIT Immobilien AG nehmen. Zu seinem Nachfolger hat der Verwaltungsrat Thomas Walter bestimmt und sich damit für eine interne Lösung entschieden.

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www.cleantechinnovate.com

www.verit.ch

Buchtipp

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Bisher erfolgreichstes Geschäftsjahr

Mit einem Unternehmensgewinn von 105,0 Mio. Franken erzielte Mobimo im Geschäftsjahr 2015 den bisher erfolgreichsten Abschluss. Die Steigerung des Erfolgs aus Vermietung und aus Neubewertung sowie ein ausgezeichnetes Ergebnis aus dem Verkauf von einzelnen Anlageliegenschaften sind die Hauptgründe für die erfreuliche Entwicklung der Gesellschaft. Mit einer Erhöhung der Dividendenauschüttung auf 10 Franken setzt Mobimo ihre attraktive Ausschüttungspolitik fort. £

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Ausland CleantechInnovate 2016 in London eröffnet

Im Rahmen eines zweitägigen Arbeitsbesuchs in London ist Bundesrätin Doris Leuthard mit der britischen Energie- und Kli-

100 Jahre Baugeschichte in Buchform Seit 1915 ist Steiner in der Baubranche tätig und hat mit unzähligen grossen und kleinen Bauwerken die Schweiz mitgestaltet. Zum Jubiläum erschien nun eine umfassende Firmenchronik, die 100 Jahre Steiner kompakt darstellt und reich illustriert. Der Band bietet nicht nur spannende Einblicke in die Historie der Steiner AG, sondern leistet darüber hinaus einen Beitrag zur Dokumentierung der gesamten Schweizer Baugeschichte. Der Wirtschaftshistoriker Dr. Christoph Kohler hat auf rund 150 Seiten die Geschichte des Unternehmens umfassend aufarbeitet. Das Werk bezieht sich auf verschiedenste historische wie aktuelle Quellen. £

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Genug von Kalkproblemen?

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maministerin Amber Rudd sowie mit dem für Verkehrsfragen zuständigen Staatsminister Robert Goodwill zusammengetroffen. Zudem eröffnete die UVEK-Vorsteherin die Branchen-Plattform CleantechInnovate 2016, an der auch Schweizer Unternehmen ihre Produkte vorstellten. Bundesrätin Leuthard und Ministerin Rudd diskutierten vor allem die Umsetzung des im Dezember 2015 in Paris abgeschlossenen Klimaschutzabkommens. Die Ministerinnen waren sich einig, dass das weltweit geltende Abkommen ein starkes Signal an Politik und Wirtschaft sei und Investitionen in klimafreundliche Technologien auslösen werde.

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gespräch

«Wir sind auf gutem Weg» Am 22. April 2016 findet in Luzern zum fünften Mal die Verleihung des «Award für Marketing + Architektur» statt. Urs Bratschi, Geschäftsführer der Baukoma AG, hat den Award ins Leben gerufen und organisiert den Anlass. Text: Beat Matter // Fotos: Baukoma AG

Urs Bratschi: Wir haben uns für diese Jubiläumsausgabe vorgenommen, das Thema Corporate Architecture noch stärker ins Zentrum zu rücken. Wir wollen dem Anliegen wieder einmal einen Ruck geben und intensiv aufklären, welche Potenziale vorhanden sind. Dafür sind wir im Vorfeld der Veranstaltung medial aktiver als auch schon. An der Award-Gala selbst wollen wir das Jubiläum natürlich zelebrieren, in einem ähnlichen Rahmen wie in den vergangenen Jahren. Sängerin Anna Rossinelli wird zu Gast sein. Bis dahin sind es noch ein paar Wochen. Sind Sie schon nervös oder kommt das erst noch?

Die Nervosität ist schon vorbei. Schon Wochen davor?

Ja. Es hat sich die Eigenart entwickelt, dass bis wenige Tage vor Eingabeschluss kein einziges Projekt eingegeben wird. In diesen Tagen herrscht bei uns jeweils die grösste Anspannung. Es macht sich Nervosität breit, obwohl sich der Award gut etabliert hat und wir aufgrund von Gesprächen im Vorfeld nicht mehr ernsthaft befürchten müssen, dass gar keine Eingaben gemacht werden. Kommen dann die Projekte auf den letzten Drücker bei uns an, legt sich die Nervosität wieder.

sem Niveau eingependelt. In der zweiten Austragung war sie deutlich höher. Aufgrund der teils schlechten Qualität der Eingaben haben wir damals beschlossen, eine moderate Teilnahmegebühr pro Eingabe zu erheben. Die Zahl der Eingaben ist stabil. Kann Sie das zufriedenstellen?

Wir sind mit den Eingaben zufrieden, fänden es aber selbstredend erfreulich, wenn beim nächsten Mal 20 Eingaben mehr kämen. Verteilen sich die Eingaben gleichmässig auf die Kategorien?

Auch dieses Jahr verzeichnen wir am meisten Eingaben in der Kategorie Büro- und Geschäftshäuser, Industrie- und Gewerbebauten. Viele Arbeiten eingereicht wurden auch in den Kategorien Publikumsbauten sowie Temporäre Bauten/Messebau. Welche Resonanz erhalten Sie aus Marketing- und Architektur-Kreisen auf den Award?

Wir wissen, dass der Award in den Branchen bekannt ist und geschätzt wird. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass die Verleihung im KKL Luzern jeweils von rund 800 Personen besucht wird. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass wir bei den Architekten präsenter sind als bei den Marketing-Leuten. Wir arbeiten seit Jahren daran, Corporate Architecture bei den Marketern bekannter zu machen. Vielen ist das Werkzeug aber nach wie vor fremd.

len Vergleich zurückhaltend in ihrer Aussendarstellung. Architektur ist auch eine teure Marketing-Massnahme.

Das ist nicht ausschlaggebend. Wir haben immer wieder Objekte ausgezeichnet, die nicht ausserordentlich teuer waren. Wenn ein Unternehmer einen neuen Firmensitz bauen will, kostet es ihn nicht unbedingt mehr, wenn er das Vorhaben als Corporate-Architecture-Projekt umsetzt. Es geht schliesslich nicht darum, einen Palast zu bauen, sondern darum, mit Mitteln der Architektur Geschichte, Philosophie und Werte eines Unternehmens darzustellen und zu unterstreichen. Wer stellt nun aus den 55 Eingaben die Nominationen für die einzelnen Kategorien zusammen?

Das ist die erste Selektion der Jury. Nach einem bewährten Verfahren bespricht und bewertet und rangiert die Jury jede Eingabe mit Punktezahlen. Für die Eruierung der Kategoriensieger sowie des Hauptsiegers wird später der gleiche Prozess wiederholt. Eingaben verschiedener Kategorien sind schwer miteinander zu vergleichen. Weshalb küren Sie trotzdem einen Hauptsieger?

Weil wir überzeugt sind, dass es sich lohnt, am Schluss ein einzelnes Objekt ins Zentrum zu stellen, von dem wir sagen können, dass es Aspekte von Corporate Architecture vorbildlich umsetzt.

Woran liegt's? Wie viele Projekte wurden eingereicht?

Es kamen rund 55 Eingaben. Die Zahl hat sich über die letzten Austragungen auf die-

Corporate Architecture steht eben auf keinem Marketing-Lehrplan. Zudem sind Schweizer Unternehmen im internationa-

Was bringt der Gewinn des Awards?

2010 haben wir die Jugendherberge in Scuol ausgezeichnet. Daraufhin hat der Touris-

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«intelligent bauen»: Am 22. April findet im KKL die Verleihung des 5. «Award für Marketing + Architektur» statt. Was haben Sie sich für das kleine Jubiläum einfallen lassen?


gespräch

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musverein die Wirkung analysiert. Er hat berechnet, welche Aufwendungen nötig gewesen wären, um denselben Platz in den Medien mit Inseraten und Werbung zu kaufen, der nach der Verleihung mit redaktioneller Berichterstattung über das ausgezeichnete Objekt gefüllt wurde. Es resultierte ein Betrag von rund zwei Millionen Franken. Der Award hat eine beträchtliche Wirkung. Wer besetzt die Jury?

Sie besetzt sich selbst. Ein vierköpfiges Kernteam der Jury zieht jeweils nach dem Award Fazit und überlegt, welche Veränderungen oder Verbesserungen nötig und möglich sind. Das gilt für den Ablauf der Jurierung, für die Ausgestaltung der Kategorien und als Folge davon auch für die Zusammensetzung der Jury. Auf diese Ausgabe hat das Kernteam vier Juryplätze neu besetzt. In dieser neuen Jury sitzen fünf Personen aus dem Architekturbereich vier Marketing-Experten gegenüber. Hinzu kommen ein Vertreter der Immobilienwirtschaft und ein Vertreter von Kunst und Kultur. Die Besetzung deckt sich nicht mit ihrer Absicht, den Marketing-Bereich besser zu erschliessen.

Das stimmt nicht. Erstens ist die Differenz von einer Jurystimme dafür nicht entscheidend. Und zweitens war die Differenz in früheren Jurys grösser. Das Gleichgewicht zwischen Architektur und Marketing ist in der aktuellen Jury besser hergestellt als in früheren Besetzungen. Ist es schwierig, gute Juroren zu finden?

Auf diese 5. Durchführung haben Sie zwei Neuerungen eingeführt. Sie haben die Kategorie «Transformationsobjekte» eingeführt. Was ist darunter zu verstehen?

Umnutzungen oder Zwischennutzungen von Objekten. Da sich in der Schweiz Zwischen-

nutzungen oftmals nicht nur über ein paar Monate erstrecken, kann es lohnend sein, auch dort Massnahmen der Corporate Architecture zu berücksichtigen.

Wir haben immer wieder Objekte ausgezeichnet, die nicht ausserordentlich teuer waren. Wenn ein Unternehmer einen neuen Firmensitz bauen will, kostet es ihn nicht unbedingt mehr, wenn er das Vorhaben als CorporateArchitecture-Projekt umsetzt.

Weshalb diese Kategorie?

Weil wir es für einen Bereich mit Potenzial halten. Wie sich nach Eingabeschluss allerdings zeigte, braucht die Kategorie noch etwas Zeit, um sich zu etablieren. Es kamen sehr wenige Eingaben.

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Am Anfang war es das. Mittlerweile bekommen wir regelmässig Zuschriften von Leuten aus den Branchen, die gerne in der Jury Einsitz nehmen würden. Bislang war es jedoch so, dass Jury-Vakanzen gezielt mit Leuten besetzt wurden, welche das Kernteam zu dessen Verstärkung direkt anfragte.


08

gespräch

spannenden Themas, gleichzeitig sah ich darin eine Chance für meine Agentur. Wir überlegten uns also, wie wir das Thema angehen könnten, irgendwann kam ein Award zur Sprache. Das war rund drei Jahre bevor 2008 der erste Award verliehen wurde. Wie haben die Architekten auf die Vermengung ihrer Arbeit mit Marketing reagiert?

Die Verleihung des 5. «Award für Marketing + Architektur» findet am 22. April 2016 im KKL in Luzern statt. Die Gäste erwartet ein attraktives Rahmenprogramm (u.a. Anna Rossinelli), kulinarische Köstlichkeiten und eine hochwertige Networkingplattform. Tickets können online bestellt werden. £

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Als zweite Neuerung dehnten Sie den geografischen Rayon aus. Es konnten nun auch Eingaben aus dem benachbarten Ausland gemacht werden. Wie kamen Sie zu dem Schritt?

Unser Hauptanliegen mit der Öffnung ist es, zusätzliche Inspiration in die Schweiz zu holen. Im Ausland ist man in dem Thema teilweise deutlich weiter als in der Schweiz. Es ist sinnvoll, wenn wir uns in der Schweiz davon inspirieren lassen. Dass sich durch die Öffnung die Zahl der Eingaben erhöht, ist ein erwünschter Nebeneffekt Kamen Eingaben aus dem Ausland?

Wir haben den Award in den Ländern nicht wahnsinnig gepusht, dennoch kamen ein paar spannende Eingaben. Ich sehe da noch Potenzial. Weshalb ist man im Ausland mit dem Thema weiter?

Nehmen wir als Beispiel Deutschland. Dort besteht erstens ein ganz anderes Potenzial für Marketingmassnahmen im Allgemeinen. Und zweitens sehen wir in Deutschland global tätige Firmen, die Corporate Architecture seit Jahren geradezu zelebrieren. Denken Sie nur an Mercedes oder BMW. Von ihnen kann man lernen. Sie sagten es selbst: Schweizer Unternehmen sind eben zurückhaltender.

Ja. Wobei wir in den letzten Jahren eine markante Entwicklung in dem Bereich beobach-

Zentral ist, dass Eingaben von guter Qualität vorhanden sind und ausgezeichnet werden. Das ist entscheidend, um den Anlass glaubwürdig weiterentwickeln zu können.

ten. Corporate Architecture etabliert sich als Thema. Das spüren wir an der Qualität der Eingaben sowie auch an den Unternehmen, die Eingaben machen. Vor der ersten Ausgabe im Jahr 2008 nannten Sie als Ziele, dass die Vorteile einer guten Corporate Architecture aufgezeigt werden und eine konstruktive Diskussion darüber angeregt wird. Haben Sie die Ziele erreicht?

Wir sind auf gutem Weg. Aber noch nicht am Ziel. Wenn ich mich daran erinnere, wie schwierig damals alles war – um Sponsoren zu finden, um mit Fachmedien in Kontakt zu treten, allgemein um das Thema anzustossen –, dann darf ich schon sagen, dass sich vieles sehr gut entwickelt hat. Wie sind Sie überhaupt auf die Idee mit dem Award gekommen?

Ich bin durch Zufall auf das Thema Corporate Architecture gestossen. Das Thema faszinierte mich, ich vertiefte mich und realisierte, dass es in der Schweiz nicht präsent war. Ich fand das schade angesichts des

Am Anfang war der Widerstand riesig. Es wurde nur schon als Provokation empfunden, dass wir unsere Auszeichnung «Award für Marketing + Architektur» nannten. Es wäre wohl das Mindeste gewesen, ihn «Award für Architektur + Marketing zu nennen. Wir überlegten uns tatsächlich, den Preis umzubenennen. Ich sprach mich aber dagegen aus. Ich fand es richtig, ein bisschen zu provozieren. Anders hätte man uns nicht beachtet. Ist der Widerstand kleiner geworden?

Deutlich. Wobei es natürlich Architekten gibt, die mit Marketing noch immer nichts zu tun haben wollen. Uns hat sehr geholfen, dass der Freitag-Tower in Zürich unser erster Hauptsieger wurde. Das Objekt aus ausgemusterten Schiffscontainern bringt auf den Punkt, worum es bei Corporate Architecture geht. Im April geht nun die Jubiläumsveranstaltung über die Bühne. Wann sind Sie damit zufrieden?

Zentral ist, dass Eingaben von guter Qualität vorhanden sind und ausgezeichnet werden. Das ist entscheidend, um den Anlass glaubwürdig weiterentwickeln zu können. Daneben sind auch die Teilnehmerzahl an der Veranstaltung sowie die Präsenz der Sponsoren, also die geglückte Finanzierung, relevante Aspekte. Weshalb findet der Anlass eigentlich im KKL statt?

Das KKL ist ein tolles Gebäude von einem tollen Jean Nouvel. Das Gebäude hat sich zu einem Brand entwickelt, ist also ein hervorragendes Beispiels für die Wirkung von Corporate Architecture. Und schliesslich ist Luzern eine der wenigen Schweizer Städte, gegen die fast niemand Vorbehalte hat. Q

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konjunktur

Wachstum in der deutschen Bauwirtschaft Bei der Pressekonferenz des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie und des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe Mitte Januar 2016 stellten die Vertreter der deutschen Bauwirtschaft einen zuversichtlichen Blick auf 2016 in Aussicht: Es wird landesweit ein Umsatzwachstum von rund 3 Prozent erwartet.

Bauinvestitionen in Deutschland 2014: 293 Milliarden Euro

Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland/Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V./Wetz/Stand: 03/2015

Loewenstein, am 13. Januar 2016, anlässlich der Jahresauftakt-Pressekonferenz der beiden Bauspitzenverbände in Berlin vor. Wohnungsbau: Fördermittel reichen nicht aus

Für 2016 erwartet die Bauwirtschaft in Deutschland ein Umsatzwachstum von 5 Prozent (auf 38,4 Milliarden Euro), nachdem der Wohnungsbau 2015 entgegen allen Erwartungen nur um 2 Prozent gewachsen sei. 2016 würden nahezu 290’000 Wohnungen insgesamt neu auf den Markt kommen. Das entspreche zwar einer Steigerung von 80 Prozent gegenüber dem Tiefststand in 2010, sei aber immer noch zu wenig. Gerade in Ballungsräumen sei preiswerter Wohnraum knapp. «Die anhaltende Binnenwanderung sowie die steigende Zahl an Flüchtlingen machen die Fertigstellung von jährlich mehr

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«Wir blicken zuversichtlich auf das Baujahr 2016. Spürbare Impulse sind im Wohnungsbau und im öffentlichen Bau zu erwarten. Aus heutiger Sicht rechnen wir mit einem Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 3,0 Prozent auf rund 103 Milliarden Euro. Dieses Wachstumstempo erwarten wir für den Hochbau und Tiefbau gleichermassen. Für den Hochbau rechnen wir mit einem Umsatz von 66 Milliarden Euro und für den Tiefbau von 37 Milliarden Euro. Die Preise dürften mit 1,5 Prozent etwas stärker zulegen als im Vorjahr (1,0 Prozent). Wegen der Leistungssteigerung kann mit einem Anstieg der Beschäftigtenzahl auf 765’000 bis 770’000 gerechnet werden.» Diese Prognose stellten die Präsidenten des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie HDB und des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe ZDB, Prof. Thomas Bauer und Dr.-Ing. Hans-Hartwig

als 400’000 Wohnungen erforderlich. Davon entfallen rund 100’000 auf die unterschätzte Entwicklung bei der Zuwanderung und rund 50’000 auf den Nachholbedarf infolge der Unterproduktion der vergangenen Jahre. Hinzu kommt der ohnehin bestehende Baubedarf aus der demografischen Entwicklung und dem Ersatzbedarf», erläuterten Bauer und Loewenstein. Dieses Niveau werde aber nur sukzessive zu erreichen sein. Vor diesem Hintergrund forderten die Bauspitzenverbände ein ganzes Bündel von Massnahmen, um die Investitionen in den Wohnungsneubau zu erhöhen. Dazu gehört eine generelle Erhöhung der linearen AfA (Absetzung für Abnutzungen: der steuerrechtlich zu ermittelnden Wertminderung von Anlagevermögen), die mit derzeit 2 Prozent nach Meinung der Bauspitzenverbände nicht mehr zeitgemäss ist. «Aufgrund der fortdauernden Technisierung der Gebäude überwiegt der Anteil von Bauteilen mit einer Nutzungsdauer von deutlich unter 50 Jahren. Eine generelle Erhöhung der Abschreibung im Mietwohnungsneubau ist daher ein notwendiger Schritt, um mehr Mietwohnungen auf den Markt zu bringen, die mit mittleren Einkommen bezahlbar sind», so die beiden Präsidenten. Darüber hinaus müsse die angekündigte Sonder-AfA umgehend auf den Weg gebracht werden, um preiswerte Mietwohnungen zu schaffen. Auch die Verdopplung der Fördermittel des Bundes für den sozialen Wohnungsbau für die Jahre 2016 bis 2018 auf jeweils eine Milliarde Euro sei ein Schritt in die richtige Richtung. Bauer und Loewenstein bezweifelten jedoch, dass die Mittel ausrei-

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Text: Werner Aebi, pd // Grafiken: Deutsche Bauindustrie


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konjunktur

Genehmigungen im Wohnungsbau: Trendwende ab 2009

Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V./Wetz/Stand: 03/2015

Öffentliche Bautätigkeit gewinnt wieder leicht an Bedeutung Bauinvestitionen und Bauausgaben des Staates

Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V./Kraus/Stand: 04/2015

chen, wenn selbst die Kommunen mindestens 2 Milliarden Euro jährlich forderten. Wirtschaftsbau: Mehr Investitionen sind möglich

Laut HDB und ZDB hat auch der Wirtschaftsbau die an ihn gerichteten Erwartungen 2015 nicht erfüllt und wohl nur das Vorjahresniveau erreicht. «Anzulasten» sei das dem Wirtschaftshochbau, der das Vorjahresergebnis um rund 2 Prozent verfehle. Der Wirtschaftstiefbau könne mit einem Plus von 3 Prozent das Gesamtergebnis nicht in den positiven Bereich drehen. Bis zum dritten Quartal hätten die gewerblichen Bauinvestitionen um 3 Prozent unter denen des Vorjahres gelegen. «Die deutsche Wirtschaft investiert zu wenig. Daher sehen die Aussichten auch für 2016 nicht wesentlich besser aus, so dass davon ausgehen ist, dass das die Umsätze weiter auf dem Niveau von 35,7 Milliarden Euro verharren werden», erklärten Bauer und Loe-

wenstein. Die Baugenehmigungen im Wirtschaftshochbau hätten zu Beginn des vierten Quartals 2015, bemessen nach Baukosten, bei -3 Prozent gelegen. Einen anhaltend hohen Rückstand hätten dabei die Genehmigungen für Fabrik- und Werkstattgebäude (-17 Prozent) ausgewiesen. Der Auftragseingang im Hochbau stecke seit Monaten bei -5 Prozent fest. Besser sehe es hingegen im Wirtschaftstiefbau aus, wo sich das erhöhte Investitionsbudget der Bahn niederschlagen dürfte. Öffentlicher Bau: künftigen Investitionsstau vermeiden

Der öffentliche Bau habe im Jahr 2015 die Nulllinie nur knapp übersprungen und mit einer Steigerung von 0,5 Prozent nun 28 Milliarden Euro erreicht. Allerdings erwartet die Bauwirtschaft für 2016 eine deutliche Steigerung der öffentlichen Bauinvestitionen. Die beiden Verbandspräsidenten Bauer und Loewenstein begrüssen, «dass der Bund sei-

ne Investitionen in Strassen, Schienen und Wasserwege von 10,6 Milliarden Euro auf 12,1 Milliarden Euro, also um 14 Prozent, anheben und das Budget bis 2018 auf gut 13 Milliarden Euro stetig ausbauen wird. Wir haben viele Jahre dafür geworben, die Investitionsbudgets bedarfsgerecht auf 15 Milliarden Euro anzuheben; dieser Weg muss beibehalten werden.». Die kommunalen Investitionen würden durch das 3,5 Milliarden Euro starke Programm des Bundes für finanzschwache Kommunen ebenfalls steigen. Hier kritisieren die beiden Verbände allerdings, dass «der Strassenbau als wesentliche Baustelle des kommunalen Investitionsstaus unberücksichtigt bleibt». Für 2016 rechnen die Bau-Spitzenverbände mit einer Umsatzsteigerung im öffentlichen Bau um 4 Prozent von 28 Milliarden Euro auf etwa 29,1 Milliarden Euro. Im Tiefbau würden dabei gut 23 Milliarden Euro und im Hochbau gut 6 Milliarden Euro umgesetzt. Den Tiefbau würden die Bundesmassnahmen zum Investitionshochlauf, den Hochbau der Sonderfonds für finanzschwache Kommunen stützen. Gerade mit Blick auf die kommunalen Investitionen bestehe allerdings die Sorge, dass sich der Investitionsstau bis 2020 eher noch verschärfen werde. Der Bund stelle im Rahmen des Entflechtungsgesetzes bis 2019 über die Länder jährlich 1,33 Milliarden Euro für die Gemeindeverkehrsfinanzierung bereit. Bei ihrer gemeinsamen Positionierung zur Neuordnung der föderalen Finanzbeziehungen hätten die Bundesländer in ihrem Vorschlag zur Neuregelung zur Umsatzsteuerverteilung nun diese Mittel mit verrechnet. Die finanzielle Förderung kommunaler Verkehrsprojekte läge dann allein in Länderhand und wäre zukünftig aus deren allgemeinem Steueraufkommen aufzubringen, vor dem Hintergrund, dass für die Länder selbst ab 2019 eine Schuldenbremse greife. Die ohnehin schon lockere Zweckbindung von Bundesmitteln für kommunale Verkehrswege würde zudem verschwinden. Die beiden Präsidenten appellieren an die Politik: «Wir sehen darin eine erhebliche Gefahr für die Auflösung des Investitionsstaus bei den Kommunen! Bund und Länder dürfen keine Einigung zu Lasten der Investitionsmöglichkeiten der Kommunen treffen. Die Kommunen brauchen diese Mittel in bedarfsgerechter Höhe.» Q 

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FÜrderung fßr energieeffiziente Gebäudeautomation Sehr geehrte Leserinnen und Leser Nach den Beschlßssen der Klimakonferenz in Paris, die globale Erderwärmung mÜglichst weit unter 2° C zu halten, sind effiziente LÜsungen fßr den Gebäudepark Schweiz gesucht. Die Gebäudetechnik und hier insbesondere die Gebäudeautomation der Energieeffizienzklasse A bieten dazu hervorragende MÜglichkeiten, weil sie den Betrieb ohne Nutzen während der Zeit der Nichtbelegung eines Gebäudes konsequent unterbindet. Dazu ein kleines Rechenbeispiel: Ein Bßro ist heute an fßnf Tagen während zwÜlf Stunden von sieben bis sieben Uhr belegt, also während 60 Stunden. Eine Woche umfasst aber siebenmal 24 Stunden, also 168 Stunden. Nutzen wir doch während der 108 Stunden der Nichtnutzung die Chance, den unnÜtigen Energiefluss fßr Heizung, Lßftung usw. zu unterbinden und die Emissionen aus dem Gebäude markant zu reduzieren. Die Stiftung KliK unterstßtzt Sie bei diesem Vorhaben mit dem Programm Gebäudeautomation. Dr. Jßrgen Baumann Vorstand in der Konferenz der Gebäudetechnik Verbände fßr die GSGI

Die Temperatur im vergangenen Jahr 2015 lag bereits 1,14 Grad Ăźber dem Mittel der Jahre 1850 bis 1900. Damit wurde das vorindustrielle Niveau zum ersten Mal um deutlich mehr als ein Grad Ăźberschritten. Seit der UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 (COP 21) in Paris werden solche EfďŹ zienzsteigerungen immer wichtiger. Dabei wird die Gebäudeautomation als Mittel zur Steigerung des Komforts und zur Reduktion des ÂŤBetriebs ohne NutzenÂť noch immer unterschätzt, obwohl nachweislich Einsparungen von 30 Prozent und mehr mĂśglich sind. Machen auch Sie Ihr Gebäude ďŹ t fĂźr eine energieefďŹ ziente und emissionsarme Zukunft.

Das Programm Gebäudeautomation der Stiftung KliK unterstßtzt die Modernisierung der Gebäudeautomation GA in bestehenden Gebäuden. Jede Regelung in einem Gebäude kann mit der SIA-Norm 386.110 in eine der GA-Effizienzklassen A, B, C oder D eingeteilt werden. Bestehende Gebäude entsprechen häufig der GA-Effizienzklasse C. Zur Teilnahme am KliK-Programm Gebäudeautomation ist das Gebäude von der GA-Effizienzklasse D oder C auf die GA-Effizienzklasse B oder A umzurßsten. Die SIA-Norm sieht dazu Massnahmen in diesen sieben Gewerken vor: t"VUPNBUJPOEFT)FJ[CFUSJFCT t"VUPNBUJPOEFS5SJOLXBTTFSFSXÊSNVOH t"VUPNBUJPOEFT,à IMCFUSJFCTCFJ(FCÊVden mit aktiver Kßhlung t"VUPNBUJPOEFS-àęVOHVOEEFT,MJNBT bei Gebäuden mit Lßftung t5FDIOJTDIFT)BVTVOE(FCÊVEFNBOBHFment t"VUPNBUJPOEFS#FMFVDIUVOH t "VUPNBUJPO EFS #FTDIBUUVOH EVSDI CFwegliche Sonnenschutzeinrichtungen Finanzielle Unterstßtzung

Das Programm Gebäudeautomation bietet dazu eine finanzielle Unterstßtzung, um mit der Regelung die GA-Effizienzklasse A oder B zu erreichen. Zum andern hilft es Ihnen, die Qualität Ihrer Investition zu sichern, indem es durch zertifizierte GA-

SystemlĂśsungen und Prozesse bei Lieferanten und Fachleuten Standards schafft. Gesuche zur Programmteilnahme werden durch einen der rund 80 akkreditierten Projektbegleiter erĂśffnet und werden gemeinsam mit ihm eingereicht. Die unten aufgefĂźhrten Kriterien sind zum Zeitpunkt des Gesuchs zur Programmteilnahme zu erfĂźllen: t%BT(FCĂŠVEFTUFIUJOEFS4DIXFJ[VOE ist seit mindestens einer Heizperiode in Betrieb. t %BT (FCĂŠVEF XJSE BLUVFMM NJU )FJ[ĂšM oder Erdgas beheizt. t%BT(FCĂŠVEFXFJTUBLUVFMMEJF("&Ä?[Jenzklasse C oder D auf. t%BTHBO[F(FCĂŠVEFXFJTUOBDIEFS.Pdernisierung die GA-Effizienzklasse A oder B auf. t%BT(FCĂŠVEFLBOOOBDIEFS.PEFSOJsierung einer oder mehreren der folgenden Nutzungsarten zugeordnet werden: BĂźro, Hotel, Restaurant, Schule, HĂśrsaal, Spital, Handel, Mehrfamilienhaus. t %BT (FCĂŠVEF MJFHU OJDIU JN 1FSJNFUFS eines Unternehmens mit Verminderungsverpflichtung nach Art. 31 CO2-Gesetz oder eines EHS-Unternehmens nach Art. 15 und 16 CO2-Gesetz. t %JF "VTGĂ ISVOH EFS .PEFSOJTJFSVOH der Gebäudeautomation darf erst nach Eingabe des Gesuchs zur Programmteilnahme in Auftrag gegeben werden.


verbandsinformation gsgi

t %JF .PEFSOJTJFSVOH EFS (FCÊVEFBVtomation muss bei Gebäuden mit bis zu 1000 Quadratmeter Energiebezugsfläche EBF spätestens sechs Monate, bei grÜsseren Gebäuden spätestens zwÜlf Monate nach Unterzeichnung des Vertrags zur Programmteilnahme umgesetzt sein. Das Bearbeitungszentrum der Stiftung KliK prßft anhand des eingereichten Antragsformulars, ob die Anforderungen zur Programmteilnahme erfßllt sind. Bei Unklarheiten oder fehlenden Unterlagen nimmt es mit dem Projektbegleiter Kontakt auf. Die Unterstßtzungsbeiträge werden pro Quadratmeter Energiebezugsfläche EBF des modernisierten Gebäudes entrichtet. Sie unterscheiden sich je nach Nutzungsart des Gebäudes sowie je nach der GAEffizienzklasse vor und nach der Modernisierung. Ein Beispiel: Fßr ein Bßrogebäude mit einer EBF von 5000 Quadratmeter

wird bei einer Modernisierung von der Effizienzklasse C nach A eine Unterstßtzung von 20'000 Franken gewährt. Bereits konnten die ersten Unterstßtzungsbeiträge bewilligt werden und die erste GA-SystemlÜsung wurde durch das iHome Lab und die Stiftung KliK zertifiziert. Weitere Informationen dazu sind zu finden unter www.gebaeudeautomation.klik.ch. Facts

Das seit 2013 gĂźltige Schweizer CO2-Gesetz verlangt, dass die Schweiz im Jahr 2020 mindestens 20 Prozent oder 10,5 Millionen Tonnen weniger Treibhaus-gase emittiert im Vergleich zu 1990. Eines der gesetzlichen Mittel dieses Ziel zu erreichen, ist die CO2-Kompensationspflicht: Bis zu zehn Prozent der bei der Nutzung fossiler Treibstoffe entstehenden CO2-Emissionen mĂźssen im Inland kompensiert werden.

GSGI-Mitglieder Alpiq InTec AG www.alpiq-intec.ch BKW ISP AG www.ispag.ch Burkhalter Management AG www.burkhalter.ch CKW Conex AG www.ckwconex.ch EKZ Eltop www.ekz.ch / ltop Ernst Schweizer AG www.schweizer-metallbau.ch Hälg & Co. AG www.haelg.ch Honeywell AG www.honeywell-schweiz.ch Sauter Building Control www.sauter-building-control.ch Schindler Aufzßge AG www.schindler.ch Securiton AG www.securiton.ch Siemens Schweiz AG www.siemens.ch VINCI Energies Schweiz AG www.vinci-energies.ch

Die Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation KliK ist die branchenßbergreifende Kompensationsgemeinschaft fßr die Treibhausgaskompensation von Treibstoffen in der Schweiz im Rahmen des CO2-Gesetzes. Sie erfßllt im Auftrag der MineralÜlgesellschaften, welche fossile Treibstoffe in Verkehr bringen, deren gesetzliche Pflicht, einen Teil der bei der Nutzung der Treibstoffe entstehenden CO2-Emissionen zu kompensieren. Dazu unterstßtzt sie finanziell Projekte in der Schweiz, die den Dr. Marco Berg (links), GeschäftsAusstoss von Treibhausgasen reduzieren, und trägt so fßhrer der Stiftung KliK, gratuliert aktiv zu einem nachhaltigen Klimaschutz bei. Guido Lang von der Firma Siemens Die Stiftung KliK bezweckt die Erfßllung der Aufgaben zur zertifizierten GA-SystemlÜsung. einer Kompensationsgemeinschaft im Sinne von Artikel 27, CO2-Gesetz, insbesondere die Erfßllung der Kompensationspflicht im Auftrag der ihr angeschlossenen kompensationspflichtigen MineralÜlgesellschaften. Dies geschieht mittels direkter oder indirekter Finanzierung, Unterstßtzung, Planung und Umsetzung von Kompensationsmassnahmen in der Schweiz, die gemäss den Vorschriften des CO2-Gesetzes anrechenbar sind. Per 1. Januar 2013 hat die ErdÜl-Vereinigung die Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation KliK gegrßndet, damit sie die Funktion einer Kompensationsgemeinschaft fßr die Branche anbieten kann. Den MineralÜlgesellschaften, welche fossile Treibstoffe in Verkehr bringen, steht so eine spezialisierte Dienstleistungsplattform zur Verfßgung, die ihnen die Erfßllung der vom CO2-Gesetz vorgeschriebenen Kompensationspflicht abnimmt.

Stiftungsrat: t%S3PMG)BSUM 1SĂŠTJEFOU 1SĂŠTJEFOU der Schweizer ErdĂślvereinigung t $POTUBOUJO$SPOFOCFSH $&0#1 4XJU[FSMBOE

t %BOJFM)PGFS 6OUFSOFINFOTMFJUFS.JHSPM"( t%S+à SH,MPTTOFS 7PSTJU[FOEFSEFS Geschäftsleitung A.H. Meyer & Cie AG

Geschäftsfßhrer: t %S.BSDP#FSH (FTDIÊęTGà ISFS

Aktuell Fachkurs Projektleitung Bauindustrie Dauer: 3 × 3 Tage Beginn nächste Kurse: 21.03.2016 oder 05.09.2016 CAS Projektmanagement Bau Dauer: 5 × 5 Tage Beginn nächste Kurse: 11.04.2016 oder 12.09.2016

Kontakt Gruppe der Schweizerischen Gebäudetechnik-Industrie GSGI Telefon 041 227 60 05 info@gsgi.ch I www.gsgi.ch Entwicklung Schweiz Verband Schweizerischer Generalunternehmer Telefon 031 382 93 82 info@entwicklung-schweiz.ch www.entwicklung-schweiz.ch

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projekte

Ausgewählte Projekte: Eine bald verstummte Autobahn, ein erstes Puzzleteil für ein neues Quartier, ein umstrittenes Gebiet und der höchste Turm des Jahres.

politisch: Mattenhof Luzern In Luzerns Süden, im Grenzgebiet zwischen Luzern, Kriens und Horw, bleibt in den nächsten Jahren kaum ein Stein auf dem anderen. Beispielsweise will die Mobimo AG mit der «Mikropole Mattenhof» (im Bild) ein durchaus ambitioniertes Projekt realisieren: Rund 300 Mietwohnungen, über 20’000 Quadratmeter Büroflächen, ein Parkhaus sowie ein Hotel mit 155 Zimmern sind geplant. Bis 2018 könnten die ersten Gebäude bezugsbereit sein. Gegen einen entsprechenden Grundstücksverkauf ergriffen die Luzerner Grünen im Jahr 2014 das Referendum, setzten sich an der Urne im gleichen Jahr jedoch nicht durch. Auch auf dem benachbarten Grundstück - Mattenhof II – geht es nun politisch zur Sache. Auf dem Areal möchte die Eberli Sarnen AG die Pilatus Arena für 4000 Zuschauer erstellen. Der Luzerner Stadtrat will dem Unternehmen für das Grundstück ein Kaufrecht über fünf Jahre einräumen. Ob die Luzerner Bevölkerung auch das goutiert, wird sich Ende Februar zeigen. www.mobimo.ch // www.pilatusarena.ch

Für das geplante Quartier Bülachguss in Bülach-Nord wurde das erste Bauprojekt eingegeben. Das teilte Allreal Anfang Januar mit. Das erste Puzzleteil im künftigen Quartier besteht aus vier Mehrfamilienhäusern, welche auf dem Baubereich 8 der Gesamtentwicklung realisiert werden sollen. Dieser Baubereich 8 ist gut 11’000 Quadratmeter gross. Insgesamt 76 Mietwohnungen sollen in vier Wohnhäusern im Minergie-Eco-Standard darauf Platz finden. Entworfen hat die Gebäude die Galli Rudolf Architekten AG. Allreal rechnet damit, dass die Bewilligung bis Oktober dieses Jahres vorliegt. Fertiggestellt sein sollten die Gebäude der ersten Etappe im ersten Halbjahr 2018. Die Gesamtentwicklung umfasst zwei Grundstücke mit insgesamt 55’300 Quadratmeter. Darauf plant Allreal ein gemischt genutztes Quartier. £

www.allreal.ch

überholt: Ping An Finance Center in China In einem neuen Geschäftsquartier der südchinesischen Metropole Shenzhen nähert sich das Ping An Finance Center des US-Büros Kohn Pedersen Fox der Fertigstellung. Bei dem Gebäude handelt es sich nicht um irgendeines, sondern um das höchste, das im Jahr 2016 vollendet wird. Mit 599 Meter Höhe wird das Gebäude das One World Trade Center in New York überragen und ihm gemäss worldarchitecturenews.com den Titel des höchsten Geschäftsgebäudes der Welt abnehmen. In der Rangliste der absolut höchsten Gebäude der Welt reiht sich der chinesische Turm auf Rang vier ein. Vor drei Jahren geriet das Projekt ins Stocken, als in einer breiten Untersuchung ans Licht kam, dass beim Bau minderwertiger Beton verwendet wurde. Nach wenigen Tagen Baustopp wurden die Arbeiten fortgeführt.

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eingegeben: Erstes Projekt im Quartier Bülachguss


projekte

gesundheitlich: ZHAW-Gesundheitszentrum in Winterthur Auf dem Winterthurer Sulzerareal entsteht ein Gesundheitszentrum für die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft ZHAW. Die Siska Heuberger Holding AG investiert knapp 100 Millionen Franken in das künftig grösste Schweizer Ausbildungszentrum für Ergotherapie, Hebammen, Pflege und Physiotherapie. Die Implenia AG tritt zu diesem Zweck die Halle 52 an die neue Eigentümerin Siska ab. Dieselbe Implenia AG realisiert das neue Gesundheitszentrum als Totalunternehmerin. Im neuen Zentrum sind rund 24’500 Quadratmeter Geschossfläche auf sechs Obergeschossen vorgesehen. Bereits im Frühling 2013 wurde ein entsprechender Architekturwettbewerb durchgeführt. Gewonnen haben die Zürcher pool Architekten. Die Rückbauarbeiten sollen gemäss einer Mitteilung von Implenia Mitte Jahr beginnen. Anfang 2017 soll voraussichtlich mit der Realisierung begonnen werden. £

www.implenia.ch

zentral: Überbauungsprojekt Zentrum Münsingen Im Frühling gelangt in Münsingen ein Projekt zur Ausführung, das gut abgehangen ist. In den letzten 25 Jahren sind mehrere Versuche daran gescheitert, das zentrale Traubenareal zu überbauen. Das aktuelle Projekt wurde 2013 basierend auf einem früheren Projekt neu konzipiert, sieht eine Verkaufs- und Wohnnutzung vor, verzichtet aber auf die Integration der Gemeindeverwaltung. Im Herbst 2013 genehmigte das Parlament eine notwendige Änderung der Überbauungsordnung. Nach erfolgter Baueingabe im Sommer des letzten Jahres folgte im November die Baubewilligung. Gegenstand des Projekts ist eine CoopVerkaufsstelle und 47 Wohnungen, die in einem zusammenhängenden Gebäudekomplex untergebracht werden. Die Baugesellschaft setzt sich aus Coop sowie der Frutiger AG zusammen. £

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gedeckelt: Einhausung Schwamendingen rückt näher Gegen die Plangenehmigungsverfügung für das Ausführungsprojekt Einhausung Schwamendingen sind beim Bundesverwaltungsgericht keine Beschwerden mehr eingegangen. Das teilte das Bundesamt für Strassen Astra Anfang Februar mit. Die Verfügung sei damit rechtskräftig. Nun werde die Infrastrukturfiliale ein Detailprojekt ausarbeiten sowie die Submission der Bauarbeiten vorbereiten. Diese nächste Etappe wird gemäss Astra rund zwei Jahre dauern. Erste Vorarbeiten an der Autobahneinhausung könnten damit im Jahr 2017 starten, die Hauptarbeiten dann im Jahr 2018 oder 2019. Eingehaust wird ein knapp ein Kilometer langer Autobahnabschnitt (N01/40) im Zürcher Aussenquartier Schwamendingen. Auf dem 30 Meter breiten Deckel wird durchgehender Grün- und Freiraum entstehen. Rampen, Treppen und Lifte werden den Deckel erschliessen. £

www.einhausung.ch

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www.zentrum-muensingen.ch


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rubrikzeile

Im Süden erlauben die Glas-Fins eine nahezu freie Sicht ins Gebäudeinnere und hinaus.

Grossdimensionierte Glasfassaden sind in New York gewiss nichts Neues. Unzählige Gebäude glitzern in den bekannten Strassenschluchten. Bisher wurden diese Fassaden mit entsprechenden Stahlträgern errichtet, wobei der Stahl die Last der Fassade bewältigte. Heute übernehmen die Glaselemente selber diese Aufgabe. 7 Meter lange Glasschwerter sorgen damit für maximale Transparenz auf 681 Quadratmetern.

Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde der Gebäudekomplex des ehemaligen World Financial Centers schwer beschädigt. Besonders die unteren Stockwerke der Türme zwei und drei sowie der dazwischenliegende, glasüberdachte Wintergarten wurden nahezu komplett zerstört. In dem bestehenden Gebäude zwischen dem Yachthafen am Hudson River und der Vesey Street entstand im Zuge des Wiederaufbaus die Shopping-Mall «Brookfield Place». Bis 2014 war hier das World Finan-

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Text: pd // Fotos: Greg West

Ganz im Zeichen des Wiederaufbaus

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Glas spielt eine tragende Rolle

Das Brookfield Place, gestaltet von Architekt César Pelli vom Büro Pelli Clarke Pelli Architects, steht zentral in New York City, westlich des Freedom Towers. Die Shopping-Mall hat sich schnell als ein Dreh- und Angelpunkt für Mode, Kultur und Kulinarisches etabliert. Architektonisch zeichnet sich der Bau durch seine hohe Transparenz aus. Die Süd- und Nordfassade, als Haupterschliessungsfronten, sind als Ganzglasfassade ausgeführt. Besonders dabei ist, dass selbst die Tragkonstruktion aus Glas besteht, die Scheiben in den bis zu 17 Meter hohen und 27 Meter breiten Fassaden sind an hochtragfähigen Glasschwertern montiert. Über diese bis zu sieben Meter langen Laminate aus dreimal zwölf Millimeter Glas wird die gesamte Last der Fassade abgeleitet. Diese Konstruktion eröffnet innovativen Planern und Architekten völlig neue Wege in der Bauwerksgestaltung.


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bauen im ausland Dank der Glassschwerter im Grossformat kommen die Fassadenelemente mit wenigen Verbindungsstücken aus. Dies ermöglicht die hohe Transparenz der Gebäudehülle.

Die Transparenz der Ganzglasfassade sorgt für Offenheit und eine freie Sicht auf den Hudson River. Störende Metallkonstruktionen sind dank der 7 Meter langen Glasaufhängungen überflüssig.

Bauherr: Auftraggeber: Architekt: Kunde: Montagezeit: Glasfassade:

Brookfield Properties W&W Glass LLC Pelli Clarke Pelli Architects, NY W&W Glass LLC/Vidaris 3 Monate 34 Glasfins bis 7 m (12 mm Weissglas / Dreifach-Laminat mit SG Interlayer)

cial Center untergebracht. Die neu entstandene Shopping-Mall beherbergt High-EndMode-Shops und exquisite Restaurants. Ausserdem bietet die Mall reichlich Raum für eine Vielzahl kultureller Events, beispielsweise finden auf dem Dach regelmässig Filmfestivals und Konzerte statt. Von Bayern nach New York City

Das architektonische Highlight sind die beiden grosszügigen Eingangsfassaden auf der Nord- und der Südseite, die fast ausschliesslich aus Glas bestehen. Selbst die

tragenden Elemente sind aus Glas. Deren Herstellung erforderte besonderes Knowhow und besondere Produktionstechnik. Realisiert wurden die grossen Glasschwerter in Deutschland: Die auf Grossformate spezialisierte sedak GmbH fertigte in enger Abstimmung mit dem Planungsbüro die Glas-Fins und schickte sie dann ein Mal um die halbe Welt vom bayrischen Gersthofen nach New York City. Die Laminate aus drei mal zwölf Millimeter Glas haben eine Länge bis sieben Meter. Die Konstruktion selbst braucht nur wenige Verbindungselemente.

Der Nordeingang des Brookfield Place beeindruckt mit einer Ganzglasfassade. Bis zu sieben Meter lange Glasschwerter tragen die Fassadenscheiben und steigern so die ohnehin hohe Transparenz (Bld links.) Im Süden erlauben die Glas-Fins eine nahezu freie Sicht ins Gebäudeinnere und hinaus.

So scheint die gesamte Fläche vollständig aus Glas zu bestehen, die sonst üblichen Stahlträger braucht es nicht. Zum Hudson River hin misst die Fassade 12 mal 27 Meter, zur Vesey Street sind es 17 Meter Höhe bei 21 Meter Breite. Eine gewaltige Dimension für einen Glasbau. Bereits im Werk in Deutschland erhielten die Glasschwerter passende Metallschuhe, sodass die Bauteile vor Ort nur noch verschraubt werden mussten. Dies ermöglichte eine unkomplizierte Montage der gesamten Fassadenelemente in nur drei Monaten. Q

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Bautafel


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Für die FIFA, die Fédération Internationale de Football Association, beginnt eine neue Ära. Ein neuer Präsident, ein neues Image und ein neues Museum, mitten in der Stadt Zürich, sollen dem internationalen Fussballverband wieder vermehrt positive Schlagzeilen vermitteln. Zurecht, denn der Komplettumbau der Liegenschaft beim Bahnhof Enge war spektakulär, ist aber auch gelungen. Text und Fotos: Werner Müller

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Die FIFA stellt sich ins Schaufenster


gebäude im fokus

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Das ehemalige Gebäude an der Ecke Seestrasse/General Wille-Strasse in Zürich beherbergte während Jahrzehnten eine amerikanische Bank, zahlreiche Büros, Gastronomie- und Ladenflächen. Der ursprünglich errichtete Bau des «Haus zur Enge» aus den 70er-Jahren, gestaltet vom bekannten Zürcher Architekten Werner Stücheli, wurde teilweise in seine räumlichen Grundzüge zurückgeführt, gleichzeitig verdichtet, baulich ergänzt und um zwei Geschosse aufgestockt. Natürlich wurde im Zuge des Totalumbaus auch die gesamte Haustechnik ersetzt und den heutigen Anforderungen angepasst. Bei

einer effektiven Bauzeit von 23 Monaten ist das eine durchaus beachtliche Leistung der beteiligten Firmen und Handwerker, wenn man sich das Gebäude unmittelbar vor der Eröffnung ansieht. Der horizontal gegliederte Block vermittelt damit am Tessiner Platz ein Stück urbanes Zürich und rückt das Quartier Enge näher an die City. Im Sockel und in den Untergeschossen werden die Museumsnutzungen integriert, die räumliche Fuge im zweiten Obergeschoss erschliesst die Terrasse und wird durch die Restaurant-, Shop- und Seminarbereiche wieder öffentlich nutzbar.

Ein neues Gesicht für ein bestehendes Gebäude

Die Fassade des 37,4 Meter hohen Baus mit den diversen Verwinkelungen ist mit 33,000 auberginen Keramikkacheln verkleidet. Je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung schimmern die Kacheln anders und bieten dem Betrachter ein interessantes Farbspektrum. Die FIFA hat rund 140 Mio. Franken in den Umbau investiert und mietet das gesamte Gebäude für die nächsten 40 Jahre von der Eigentümerin Swiss Life. 30 Mio. entfallen dabei auf das Museum, das auf vier Etagen mit etwa 3000 m2 Ausstellungs-

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33’000 Keramikkacheln geben der Fassade einen besonderen Charakter. Davon profitiert das gesamte Erscheinungsbild des markanten Baus.


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gebäude im fokus

Die Sportsbar 1904 im Erdgeschoss vermittelt dank den Grossbildschirmen einmalige FussballAtmosphäre.

tere Highlights bilden der «Game Corner» und eine gigantische «Pinball Machine», an der die Fans ihr eigenes Ballgeschick testen können. Neuste Eventtechnologie im Einsatz

Ein Museum nicht nur für Fussballfans und Geschäftsleute

Das neue FIFA-Museum soll eine breite Schicht an Gästen ansprechen. Diese reicht vom Fussballfan, der sich über die Geschichte des internationalen Fussballs orientieren und inspirieren möchte, bis zu Familien mit Kindern, die grossen Spass an den interaktiven Stationen haben werden. Es spricht aber genauso Geschäftsleute an, die sich in der Sportsbar 1904 treffen, ein Fussballspiel geniessen oder einfach Leute treffen möchten oder die Seminar- und Eventräume für Präsentationen nutzen. Neben der Eingangshalle bietet ein spezieller Raum Platz für regelmässige Wechselausstellungen. Zentrales Element des Erdgeschosses «Planet Football» bildet eine runde, raum-

greifende Glasvitrine. Diese versammelt die Nationaltrikots sämtlicher FIFA-Mitglieder. «The Timeline» präsentiert die historischen Höhepunkte des Fussballs und die erfolgreiche Geschichte der FIFA, die seit 1904 das Fussballspiel stetig weiterentwickelte. Die zweite Ebene des FIFA World Football Museums, wie das Gebäude offizell heisst, befindet sich im Untergeschoss. Dort würdigt eine Ehrengalerie die Entwicklung der Fussball-WM zum weltweit wichtigsten Sportereignis. Hier bilden auch die beiden original WM-Pokale der Damen und Herren eine besondere Attraktion. Als besonderes Highlight gilt «The Cinema», ein atemberaubendes 180°-Panorama, das dem Besucher ein ultimatives audiovisuelles Fussballerlebnis bietet. Die dritte Ebene des FIFA World Football Museums wird als «Fields of Play» bezeichnet und befindet sich im ersten Stockwerk. Dort lassen sich die Schönheit und die Bedeutung des Spiels auf eine andere Weise entdecken: Fussball als Inspiration, als Kunst- und Lebensform in den unterschiedlichsten Kulturen. Wei-

Seestrasse 27 – 8002 Zürich Öffnungszeiten: Di – Sa 10.00-19.00 So 09.00-18.00 Mo geschlossen

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fläche seinen Platz findet. Für die Architektur zeichnen SAM-Architekten Zürich verantwortlich. HRS Real Estate AG realisierte den Bau als Totalunternehmer. In den oberen Etagen sind Büros und 34 luxuriöse Mietwohnungen erstellt worden.

Das Museum ist multimedial ausgelegt und mit der neuesten Ausstellungs- und EventTechnologie ausgerüstet. Auf sechzig Bildschirmen flimmern Fussballszenen und ergeben entweder ein ganzes, gigantisches Bild, oder die Screens lassen sich auf mehrere Spiele gleichzeitig splitten. Die installierte Technik ist wahrlich vom Feinsten. Selbst beim Thema Sicherheit wurden die neusten Türschlösser mit Fingerabdruck-Scanner ausgerüstet. Nur wer Zutritt hat, kommt in gewisse Räumlichkeiten auch rein. Mit der Sportsbar 1904, dem öffentlichen Restaurant mit begrünter Terrasse und den mietbaren Bankett- und Seminarräumen im zweiten Stock sowie der kostenlosen Bibliothek hat das FIFA-Museum die Voraussetzung, auch zum beliebten Treffpunkt für alle zu werden. Q


25 Seestrasse 241, 8804 Au / Wädenswil, Tel. 044 - 787 06 07 www.satelco.ch / www.sallegra.ch

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sportanlagen

Stadionbauten in der Schweiz – Wer hat den Mut zum Risiko?

Text: Werner Müller // Fotos und Visualiserungen: zvg.

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Stadionbauten sind hochkomplex und haben in der Schweiz gewöhnlich eine Realisierungsdauer von rund zehn Jahren. Nicht zuletzt sind oft auch politische Gründe für die lange Dauer eines solchen Bauprojektes verantwortlich. Und nicht selten gilt ein Projekt nach fünf Jahren Planungsphase als gestorben, weil die Finanzierung nicht nachhaltig genug geregelt werden konnte.


Unzählige Projekte von Sportstadien sind in der Schweiz schon entstanden, und auch wieder untergegangen. Und manch ein Sportclub ist während dieser Planungsphase von einem aussichtsreichen Platz der besten Liga in den Tabellenkeller gefallen. Die Planung und Realisierung eines Sportstadions ist also eine heikle Aufgabe. Ist die Standortfrage geklärt nimmt die Regelung der Finanzierung einen grossen Teil der Projektplanung ein.

Sport und Kommerz müssen zusammenspannen

Diese betrifft bei den meisten aktuellen Projekten zu einem gewissen Anteil auch den Steuerzahler. Denn «nur» mit sportlich genutzten Flächen lässt sich heute kein Stadion mehr finanzieren. Also braucht es auch eine kommerzielle Nutzung von weiteren Flächen um das Stadion, möglichst im gleichen Gebäude und mit einem Parkplatz oder einem Eingang erreichbar. Läden, Gas-

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tronomie, Erlebniswelten helfen mit, die Finanzierung für die Investoren tragbar und argumentativ sinnvoll zu machen. Dies gilt für jeden Fall, ob nun die Investoren Private oder die öffentliche Hand verkörpern. Hardturm-Stadion: Zürich sucht Investoren

Das Hardturm-Stadion gilt in Zürich als «never ending story». Nachdem verschiedene Projekte bereits im Konzeptstadium

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sportanlagen


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sportanlagen

Hardturm Stadion Zürich Nach dem Nein der Zürcher Stimmbürger soll es nun ein Investoren-Wettbewerb richten. Fünf Teams sind dazu eingeladen worden.

Investoren-Wettbewerb soll es nun richten

In Biel ist die Kombination zwischen Fussball-Arena und Eishockey-Stadion gelungen. Die Sportler und die Fans profitieren davon.

Wohnbauträger. Die Selektionskriterien bezogen sich auf die Vergleichbarkeit (Komplexität/Umfang) der Referenzen mit der bestehenden Bauaufgabe, die Qualität der Bauwerke bezüglich Städtebau und Architektur, die Fachkompetenz sowie die Angaben bezüglich Immobilienportfolio/ jährliche Immobilien-Investitionssumme. «Eine äusserst komplexe Ausgangslage», stellt Stadtrat Daniel Leupi, Vorsteher des Finanzdepartements, fest. «Umso mehr freut es mich, dass so viele erfolgsversprechende Bieterteams ihre Unterlagen eingereicht haben.» Inzwischen sind die Bieterteams für den Investorenwettbewerb zum Hardturm-Areal bekannt. Fünf Teams haben ihre Unterlagen für die Präqualifikation eingereicht. Das Preisgericht hat entschieden, alle fünf Teams

für den eigentlichen Investorenwettbewerb einzuladen. Der Investorenwettbewerb wird im Juni 2016 abgeschlossen. Mut und Risikobereitschaft auch in der «Provinz»

Während sich die Metropole Zürich seit Jahren schwer tut mit neuen Stadionbauten, gelingen solche Projekte, zweifellos in etwas kleinerem Massstab, in kleineren Städten im ganzen Land. Während in Luzern, Thun, im sanktgallischen Wil oder in Neuchatel in den letzten Jahren moderne Stadien errichtet wurden, stehen derzeit einige weitere Projekte an. Auffallend sind es nicht etwa Fussballstadien für Spitzenmannschaften, sondern eher Clubs in der unteren Tabellenhälfte der Challenge League. Das braucht Mut und eine ge-

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Fünf Teams haben nun ihre Unterlagen eingereicht. Die Präqualifikation erfolgte gemäss den Eignungs- und Selektionskriterien durch das Preisgericht. Bei den Eignungskriterien handelte es sich um den Nachweis der Finanzierung eines Projekts vergleichbarer Grösse durch den Investor sowie den Nachweis der Finanzierung des gemeinnützigen Wohnungsbaus durch den gemeinnütziger

Tissot Arena, Biel

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untergegangen sind, scheiterte 2013 ein städtisches 216-Mio.-Projekt knapp mit 50,8 Prozent Nein-Stimmen vor der Stadtzürcher Bevölkerung. Die Enttäuschung in Politik, Wirtschaft und den Sportverbänden war entsprechend gross. Die Stadt blieb in der Zwischenzeit nicht untätig und versucht nun, ein Stadion mit privaten Investoren anzuschieben. Dazu wurde ein Investorenwettbewerb lanciert. Ende September 2015 wurde das Programm für diesen Investorenwettbewerb publiziert. Gesucht wird ein Bieterteam, das auf dem Hardturm-Areal ein Fussballstadion, gemeinnützige Wohnungen und ein Investorenprojekt plant, baut und finanziert. Gefordert ist ein Team aus folgenden Fachkompetenzen: Investor, Architekt, Bauingenieur, Landschaftsarchitekt, Realisator sowie gemeinnützige Wohnbauträger.


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Lipo Park Schaffhausen Ein Fussballstadion in Verbindung mit Einkaufsmöglichkeiten, Fachmarkt und Gastronomie kann durchaus eine sinnvolle Lösung sein.

herren. Speziell von Interesse ist die Planung der grössten Indach-Photovoltaikanlage in der Deutschschweiz. Mit einer Leistung von über 1 MWP produziert die Anlage bei optimaler Sonneneinstrahlung rund das Dreifache der vom Stadion und Einkaufszentrum benötigten Strommenge. Der Überschuss wird den übrigen Stromkonsumenten zugute kommen. Das Stadion umfasst vier Sektoren mit etwas über 8000 Sitzplätzen und erfüllt sämtliche Anforderungen für den Challenge- und Super-League-Betrieb. Der allwettertaugliche, belastbare Kunstrasen entspricht den Anforderungen des 2-Sterne-Zertifikats der FIFA. Das Stadion eignet sich durch seine Mehrzwecktauglichkeit nicht nur für den Spitzensport, sondern auch für die unterschiedlichsten Veranstaltungen ausserhalb des Fussballbetriebes.

Torfeld-Süd Aarau Das neue Stadion des FC Aarau ist verkehrstechnisch ideal auf einem ehemaligen Industriegelände, unmittelbar neben dem Bahnhof vorgesehen.

Gelungener Bau der Tissot Arena, Biel

Im Sommer 2015 wurde die Tissot Arena von der Totalunternehmerin HRS Real Estate AG an die Bauherrin, die Stadt Biel, übergeben. Der multifunktionale Sportkomplex ist schweizweit einzigartig: Er vereint unter seinem grossen Dach ein Fussball- und ein Eishockeystadion, ein überdachtes Eisfeld, ein Fussballtrainingsfeld sowie eine Curlinghalle. Abgerundet wird das Angebot von drei weiteren Fussballtrainingsfeldern im Aussenbereich, die bis Mitte 2016 fertiggestellt sein sollen. Für den Bau wurden 77 Mio. Franken investiert. Ebenso ist der Tissot Arena ein Einkaufszentrum angeschlossen. Die Plattform für Einkaufserlebnisse, Gastronomie

und Lifestyleerlebnisse verfügt über eine Verkaufsfläche von rund 21’000 Quadratmetern. Die Stadt Biel betrachtet ihr Engagement als Investition in die Generation von heute und morgen. Laufende Bauarbeiten am Lipo Park, Schaffhausen

Mitte 2015 begannen die Bauarbeiten für den Lipo Park an der Industriestrasse in Schaffhausen–Herblingen. Für rund 60 Mio. Franken Gesamtinvestitionssumme soll in einer Rekordzeit von nur 18 Monaten ein multifunktionales Fussballstadion inklusive Mantelnutzung erstellt werden. Die Eröffnung des Stadions ist sodann auf Februar 2017 geplant, während die Fachmarkt- und Dienstleistungsfläche ihre Tore sogar schon im November 2016 öffnet. Finanziert wird das Projekt durch zwei gegenseitig unabhängige Bau-

Schon viel Häme mussten die Aarauer mit ihrem Stadion-Projekt Torfeld-Süd über sich ergehen lassen. Nach langen Grundsatzdiskussionen um Standort und Dimension des geplanten Stadionbaus sorgt nun ein einzelner Einsprecher für eine endlose Verzögerung des neuen Stadions. Geplant ist eine Investition von 36 Mio. Franken in die Sportinfrastruktur an optimaler Verkehrslage. Auch hier muss eine Mantelnutzung mit Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie die Nutzungsmöglichkeiten des neuen Fussballstadions ergänzen. «Torfeld Süd ist ein ambitioniertes Projekt» sagt Martin Kull, Inhaber und CEO der HRS Real Estate AG, die sich an verschiedenen Stadionprojekten als GU engagiert. Das Aargauer Verwaltungsgericht hat die Richtigkeit der Baubewilligung bestätigt. Der Einsprecher ist nun vor Bundesgericht gezogen und hat offenbar die Absicht, durch alle Instanzen hindurch den Bau des Stadions doch noch zu verhindern. Q

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wisse Risikobereitschaft der Bauherren, ob das nun private Investoren oder Städte und Kommunen sind.

Unrühmliche Posse um Stadionneubau Torfeld-Süd, Aarau


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«Ein intelligentes Wassermanagement-System sorgt für optimale Hygiene» Sauberes Wasser ist nicht selbstverständlich. Wasserstagnation im Leitungsnetz birgt die Gefahr einer überhöhten Bakterienbelastung. Silvan Graf ist Spezialist für Wassermanagement. Er kennt den Stellenwert der sanitären Gebäudeautomation im Haus und empfiehlt eine wirkungsvolle Bekämpfung der Legionellen-Problematik. Text: pd, Werner Müller // Fotos: zvg.

Silvan Graf ist technischer Berater und «Aqua 3000 open»-Spezialist bei Franke Water Systems AG.

Silvan Graf: Wasser ist eine kostbare Ressource. Im Vergleich zu anderen Ländern besitzt die Schweiz grosse Wasserreserven. Nichtsdestotrotz ist auch die Schweiz gefordert, nachhaltig mit dieser Ressource umzugehen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser ist im modernen Objektbau massgebend. Steigern wir die Effizienz, verbrauchen wir weniger Wasser und sparen zusätzlich Kosten. Neben diesem Aspekt gehören auch die Zusicherung von hoher Trinkwasserqualität sowie eine einfache Handhabung der vernetzten Sanitärarmaturen in ein durchdachtes Wassermanagement. Sie sprechen die Qualität des Trinkwassers an. Damit verbunden ist auch die Problematik von Legionellen-Befall im Wasser, wovon es letztes Jahr in der Schweiz einige Vorfälle gegeben hat. Was sind Legionellen?

Legionellen sind eine Gattung stäbchenförmiger Bakterien, welche seit jeher im Wasser vorkommen. Diese Bakterien können ab einer gewissen Anzahl für den Menschen gefährlich, ja sogar lebensbedrohlich wer-

den. Die Ansteckung erfolgt über Aerosole, somit beim Einatmen von staubfeinen Wassertröpfchen. Die am häufigsten verbreiteten Infizierungsarten sind die Legionärskrankheit und das Pontiac-Fieber. Bei der Legionärskrankheit handelt es sich um eine Lungenentzündung, die zum Tod führen kann. Eher harmlos dagegen ist das Pontiac-Fieber, das eine grippeähnliche Erkrankung auslöst. Betroffen sind meist Nutzer von Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Spitäler und Heime sowie Hotels und Bäderanlagen, in denen das Wasser längere Zeit in den Leitungen stagniert. Wie kann das Trinkwasser verbessert werden, damit ein zuverlässiger Schutz gegen Legionellen gewährleistet ist?

Die beste Vorbeugungsmassnahme gegen die Vermehrung von gefährlichen Legionellen-Bakterien ist, wenn immer möglich die Wasserstagnation im Leitungsnetz komplett zu verhindern. Im Idealfall ist keine Leitung länger als 24 Stunden ohne Wasserfluss. Legionellen vermehren sich im stehenden, warmen Wasser zwischen 25 und 50°C. Das heisst: In über 50°C warmem Wasser sind sie nicht überlebensfähig und sterben ab. Bei einer Temperatur von unter 20°C können Legionellen zwar überleben, sind aber praktisch kaum vermehrungsfähig. Potenzielle Bakterienherde sind selten benutzte Sanitärvor-

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«intelligent bauen»: Der Wasserverbrauch und das damit verbundene effiziente Wassermanagement rücken ins Zentrum des öffentlichen Interessens – auch im Wasserschloss Europa. Wie nehmen Sie diese Sachlage wahr?


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In der Westpassage des Hauptbahnhofs Zürich werden die Toilettenanlagen mit dem Wassermanagement «Aqua 3000 open» gesteuert.

richtungen wie Warmwasserleitungen, Wasserhähne, Duschanlagen, Whirlpools sowie Luftbefeuchter und Klimaanlagen.

tem automatisch und sind für den Betreiber jederzeit abrufbar. Wie funktioniert dieses System?

Franke bietet ein intelligentes Wassermanagementsystem, um die höchsten Standards bei der Wasserhygiene zu erreichen. Durch die beiden Systemfunktionen «Hygienespülung» und «thermische Desinfektion» erreichen wir optimalen Schutz, um den gesetzlichen und hygienischen Anforderungen gerecht zu werden. Mit der Funktion Hygienespülung werden sämtliche wasserführenden Sanitärarmaturen automatisch auf gefährliche Wasserstagnationen überwacht und die gefährdeten Leitungen systematisch gespült. Bei der thermischen Desinfektion wird das Leitungsnetz während fünf Minuten mit 70°C heissem Wasser behandelt. Somit werden vorhandene Bakterien gemäss Stand der Technik korrekt vernichtet. Sämtliche Daten dieser Betriebsabläufe protokolliert das Sys-

Das flexible und anpassungsfähige Sanitärsystem «Aqua 3000 open» ist in zwei Ebenen unterteilt: Armaturen und Netzwerk. Auf der Armaturenebene fliessen Systeminformationen über ein vier-adriges Bus-Kabel. Dieses Bus-System beinhaltet eine Versorgungsspannung von 24 VDC und ist bei Berührung für den Menschen ungefährlich. Auf der Netzwerkebene ist mit einem ECC2Funktionscontroller, der bis zu 32 Armaturen miteinander verbinden kann, die Beschaffenheit jeder Sanitärarmatur überprüfbar. Weiter können Fliesszeiten oder Sensorreichweiten sämtlicher Armaturen flexibel via Software programmiert werden. Die Intervallzeit der automatischen Hygienespülung ist je nach Bedarf des Betreibers einstellbar, auch eine thermische Desinfektion ist jederzeit durchführbar. Datenpunkte dieser Software können zudem in ein übergeordnetes Gebäudeleitsystem integriert werden. Werden

in öffentlichen Einrichtungen die Sanitärarmaturen nicht regelmässig benutzt und es besteht die Gefahr von stehendem Wasser, bietet dieses System einen verlässlichen Schutz. Welche öffentlichen Anlagen sind bereits mit diesem Wassermanagement ausgerüstet?

Unser System zeichnet sich aus durch ein hohes Mass an Flexibilität. Ob bei Sport-, Gesundheits-, Industriebauten oder allgemein in öffentlichen Einrichtungen: «Aqua

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Was kann Franke Water Systems zur Sicherstellung einer hohen Trinkwasserqualität beitragen?

Unser System zeichnet sich aus durch ein hohes Mass an Flexibilität. Ob bei Sport-, Gesundheits-, Industriebauten oder allgemein in öffentlichen Einrichtungen: «Aqua 3000 open» bietet sämtlichen Anwendergruppen massgeschneiderte Lösungen.


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Das intelligente Wassermanagementsystem «Aqua 3000 open» ermöglicht einen effizienten Wasserverbrauch.

Um die Nutzer von öffentlichen Anlagen besser zu schützen, wird dieses Jahr das Dusch- und Badewasser auf nationaler Ebene reguliert und ins Lebensmittelgesetz eingebunden. Was sind die Auswirkungen?

Dusch- und Badewasser werden dem Geltungsbereich des Lebensmittelgesetzes unterstellt und sind neu ein Gebrauchsgegenstand. Beim Dusch- und Badewasser handelt es sich

um Wasser, das in öffentlichen und somit nicht privaten, für einen bestimmten Personenkreis zugänglichen Anlagen mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommt. Und es ist nicht dazu bestimmt, getrunken zu werden. Zudem werden Grenzwerte für krankheitserregende Mikroorganismen wie zum Beispiel Legionellen verbindlich festgeschrieben, die neu für sämtliche Kantone gelten. Werden diese Werte nicht eingehalten, kann dies bis zur Schliessung der Anlage führen. Ich denke hier an Turnhallen, Sporteinrichtungen, Schwimm- und Badeanstalten sowie Hotels, Spitäler und Pflegeheime. Gemäss Schätzungen erkranken schweizweit jährlich über 20'000 Personen am PontiacFieber und über 2000 an der Legionärskrankheit. Die Hospitalisierung dieser Menschen führt zu enormen Kosten. Bis anhin wurden das Dusch- und Badewasser kantonal geregelt, wobei es in den meisten Kantonen keine Wasserkontrollen gegeben hat. Mit dem neuen Lebensmittelgesetz schafft der Bund für die Behandlung und Kontrolle des Dusch- und Badewassers eine einheitliche Gesetzesgrundlage.

Welchen Nutzen verspricht sich das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)?

Das BLV, dem das Gesetz unterstellt ist, will gezielt die Wasserqualität verbessern, damit Dusch- und Badewasser nicht mit Bakterien befallen werden. Des Weiteren soll die Häufigkeit von gesundheitlichen Problemen bei der Nutzung von Dusch- und Badeanlagen reduziert werden. Das führt zu tieferen Kosten im Gesundheitswesen und in der Wirtschaft. Welche Sicherheiten bietet «Aqua 3000 open» in Bezug auf die neue Verordnung?

Mit «Aqua 3000 open» kann eine Duschanlage exakt nach den Vorgaben der aktuellen Schweizer Gesetze und Normen betrieben werden. Die notwendigen Hygienespülungen werden automatisch durchgeführt und sparen zusätzliche Betriebskosten. Aufgrund der Protokollierung sämtlicher Daten besitzt die Betreiberschaft jederzeit den Beweis für die korrekte Betriebsweise der entsprechenden Duschanlage. Q

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3000 open» bietet sämtlichen Anwendergruppen massgeschneiderte Lösungen. Die bekanntesten Beispiele sind die Wellnessund Vergnügungsparks «Splash & Spa» der Alpamare-Gruppe in Rivera TI und das Thermalbad in Bad Zurzach. Auch die SBBToilettenanlagen der Bahnhöfe Zürich und Neuenburg sind mit diesem Wassermanagement ausgestattet. Ebenso sind Sportstätten wie das nationale Handball-Leistungszentrum in Schaffhausen, die gesamte Schulund Schwimmsportanlage der Stadt Zürich im Schulhaus Isengrind sowie die Turn- und Sporthalle im aargauischen Strengelbach mit diesem System ausgerüstet.


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Regelmässiges Händewaschen ist ein zentrales Element unseres hohen Hygienestandards. Dazu gehört aber auch das Trocknen der gewaschenen Hände. Wir haben eine energieeffiziente und sparsame Lösung in der Praxis beobachtet.

Die Genossenschaft Migros Waadt ist die zweitgrösste Arbeitgeberin des Kantons Waadt und beschäftigt über 3700 Mitarbeitende. Derzeit betreibt sie 52 Supermärkte im ganzen Kanton, darunter 5 MMM-Einkaufszentren, verschiedene Fachmärkte, Restaurants, Migros Partner und ein Outlet. Da geben sich viele Leute die Klinke in die Hand, das Händewaschen wird zum wichtigen Thema der Hygiene und Sicherheit. Und somit auch das schnelle, effiziente Trocknen der gewaschenen Hände.

Text: pd, Werner Müller // Fotos: zvg.

Hohe Anforderungen für eine neue Händetrocknerlösung

Bei Migros Waadt waren Alexandre Geinoz, der Chef der Technikabteilung, und Projekt-

leiter Alain Coppey für die Evaluation und den Bezug der Airblade Technologie verantwortlich. Im Sanitärbereich hatten sie es sich zur Aufgabe gemacht, neue Händetrocknerlösungen zu finden. Denn sie waren mit wiederholten Verwüstungen in diversen Sanitärräumen der Handelskette konfrontiert, so etwa bei Migros Crissier. Immer wieder beschädigten Vandalen die Handtuchspender und setzten sie sogar in Brand. Die Toiletten waren oft durch Papierhandtücher verstopft. Mindestens einmal pro Monat standen deshalb kostspielige Reparaturen an. Zudem waren in Crissier der Papierverbrauch und die damit verbundenen Kosten enorm hoch. Also beschlossen die Projektverantwortlichen von Migros und die Vertreter des Techniklie-

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Optimale Sauberkeit dank energieeffizienter Händetrocknungslösungen


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Ivana Simonovic, Geschäftsführerin von Migros Rolle, ist von der Airblade Technologie überzeugt und beschreibt sie als praktisch, sauber und effizienter als Papier (links). Migros Rolle als Testbetrieb für die Evaluation von Handtrocknungslösungen.

Thema «Klimarelevanz» Seit 2007 ist Migros Mitglied der WWF «Climate Savers», eines Verbunds umweltbewusster Firmen. Gegenüber dem WWF hat sich Migros unter anderem verpflichtet, den Anteil an kosten- und energieeffizienten Geräten zu erhöhen. Zudem arbeitet Migros mit Climatop zusammen. Die Airblade Technologie passt bestens in diesen Kontext und gehört zu den sparsamsten und energieeffizientesten Händetrocknerlösungen. Zudem tragen alle Airblade-Modelle das Climatop-Label. Bei Migros Waadt gab auch noch ein zweiter Faktor den Ausschlag für den Bezug der Airblade Technologie: die Kosteneffizienz. Die Airblade-Technologie musste, über die Umweltbilanz hinaus, deutlich kostengünstiger sein als andere Händetrocknungslösungen.

feranten Migros Crissier zum entscheidenden Teststandort für Dyson Airblade Händetrockner zu machen.

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Kostenvergleich überzeugt

Man rechnete für die Kostenkalkulation mit 126 Airblade Händetrocknern und man verglich die Kosten mit jenen von Papierhandtüchern. Die Resultate waren eindrücklich. Denn dank dem Wechsel von Papierhandtüchern auf die Dyson Airblade Händetrockner ergeben sich für Migros Waadt innerhalb von fünf Jahren Kosteneinsparungen in Höhe von 300'000 Franken. Zudem sind die Airblade Händetrockner innert zwei Jahren amortisiert. Dieser Berechnung wurden die Anschaffungskosten für Papier zugrunde gelegt. Unter Berücksichtigung der Handling- und Entsorgungskosten würden die Einsparungen sogar noch deutlich höher ausfallen. Zudem zeigten sich die Airblade Händetrockner als die geeignete Lösung gegen Verwüstungen und Vandalismus. Die Geschäftsführerin von Migros Rolle, Ivana Simonovic, kennt dies aus Erfahrung und bestätigt: «Die Airblade Händetrockner sind angenehm, praktisch und deutlich effizienter als Papiertücher. Es liegt kein Papier mehr auf dem Boden. Die Tatsache, dass der integrierte Hepa Filter 99,9 Prozent der Bakterien aus der angesaugten Luft filtert, ist ein grosses Hygieneplus für alle Mitarbeiter.»

Erfreuliche Umweltbilanz

Die Umweltbilanz der Dyson Airblade Technologie überzeugt ebenfalls. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren, das entspricht der Gerätegarantie, gibt es gemäss Schätzung von Migros Waadt rund 63 Millionen Handwaschungen in allen Filialen des Kantons. Bei den der Kalkulation zugrunde liegenden 126 Airblade Händetrocknern entsteht so in fünf Jahren eine Totalbelastung von 57 Tonnen CO2. Würde man über diese Zeitspanne von 5 Jahren anstatt der Airblade herkömmliches Frischfaserpapier verwenden, würde die Belastung 560 Tonnen CO2 betragen. Die Airblade-Technologie ist damit rund zehnmal umweltschonender als die alternativen Lösungen mit Papier. Die schnelle Amortisation und die hohe Funktionalität und Robustheit der Geräte haben Migros dazu veranlasst, 164 Geräte zu beziehen. Überdies wird bereits der Bezug von zusätzlichen Einheiten für die kommenden Geschäftseröffnungen geprüft. In der Praxis bewährt sich die neue Art des Händetrocknens

Gemäss den ersten Erfahrungen hat sich für Migros der Entscheid für die Dyson Airblade Händetrockner gelohnt und die Ansprüche an die hohen Kosten- und Nachhaltigkeitsziele werden erfüllt. Für Alexandre Geinoz steht fest: «Das Produkt ist exzellent, es ist für uns der perfekte Händetrockner. Die Hände

Dank integriertem Filter werden 99,9 Prozent der Bakterien aus der Luft gefiltert.

Der Airblade von Dyson zeigte sich als energieeffiziente, kostengünstige Lösung.

sind in wenigen Sekunden trocken. Das ist sehr erfreulich. Ich erinnere mich da auch an die alten Föhn-Trockner, die im Gegensatz dazu überhaupt nicht funktionierten.» Alain Coppey ergänzt die Aussage seines Kollegen: «Für Migros Waadt waren die Kosten ein entscheidender Faktor. Die Airblade Lösung funktioniert und wir sind sehr zufrieden.» Alexandre Geinoz und Alain Coppey empfehlen die Airblade-Technologie weiter. Q £

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reportage

Frontblenden in sieben verschiedenen Farben: Die Spender passen sich an das Waschrauminterieur an.

Produktdesign, Qualität und Service vereint Schweizer Design begegnet einem nicht selten da, wo man es am wenigsten erwartet. So zum Beispiel, wenn man sich auf öffentlichen Toiletten mit einem CWS Handtuchspender die Hände trocknet. Wer kennt sie nicht, die CWS Handtuchspender, die man immer wieder auf Toiletten von Restaurants, Schulen, Museen oder Geschäftsbüros antrifft. Die drei roten Buchstaben der Traditionsmarke CWS prägen hierzulande schon seit mehreren Jahrzehnten die öffentlichen Waschräume. Dass CWS sogar Schweizer Grafikgeschichte geschrieben hat, wissen aber die wenigsten. Das CWS-Logo wurde im Jahre 1958 von Josef Müller-Brockmann (1914 – 1996) gestaltet, einem der bedeutendsten Schweizer Grafiker des 20. Jahrhunderts. Mehrfach ausgezeichnet

1964 vom Schweizer Conrad Wolfang Schnyder gegründet, gehört die Marke CWS heute zusammen mit dem Berufskleidungsspezialisten boco zum deutschen Unternehmen CWS-boco. Die CWS-Spender werden nach wie vor in der Schweiz entwickelt und grösstenteils hierzulande produziert.

Design spielt bei der Entwicklung der CWS-Spender auch heute noch eine tragende Rolle. Die Produktentwickler beweisen, dass sich Benutzerfreundlichkeit und gutes Design ganz und gar nicht ausschliessen. Die Spenderlinie CWS Paradise Line, die Handtuch-, Seifen- oder auch Toilettenpapierspender umfasst, wurde bereits mit mehreren Preisen im Bereich Design und Produkt ausgezeichnet. Die Produktlinie erhielt den bekannten red dot design award im Bereich Produktdesign sowie den Innovationspreis Plus X Award und den CMS Purus Award für innovatives Design und Benutzerfreundlichkeit. Damit sind die CWS Hygienesysteme die ideale Lösung für Betreiber von Waschräumen, die besonderen Wert auf Hygiene und Produktqualität legen, aber nicht auf gutes Design verzichten mögen. Verschiedene Materialien, individuelle Gestaltung

Heutzutage wird ein schön gestalteter und vor allem auch sauberer Waschraum zunehmend wichtiger. Mit den CWS


reportage

Vielfältig verwendbare Produkte für Toiletten, Pausenraum, Werkstätte oder Sitzungszimmer.

CWS bietet alle Waschraumhygiene-Produkte aus einer Hand.

Hygienesystemen können Unternehmen ihre Waschräume individuell ausstatten: Die Produkte wie Handtuch-, Seifenund Duftspender sind als Kunststoffausführung mit Frontblenden in sieben Farben oder auch in Edelstahl erhältlich. So lassen sich die Spender an das Waschrauminterieur anpassen. CWS bietet alle Waschraumhygiene-Produkte aus einer Hand. Der Vorteil: Ein Ansprechpartner, keine Mischsysteme, weniger Verwaltungskosten. Architekten und Unternehmen sind nicht gezwungen, auf Apparate und Lösungen verschiedener Anbieter zurückzugreifen. Kaufen oder mieten?

Die CWS-Spender können gemietet oder gekauft werden. Wer keine hohen Initialkosten haben möchte, entscheidet sich für die Miete. Im monatlichen Mietpreis ist der Produkt-Fullservice inbegriffen. Das heisst: CWS übernimmt kostenlos die Lieferung, Montage und bei Bedarf die Reparatur der Spender. Gleichzeitig werden die Kunden regelmässig mit frischen Stoffhandtuchrollen sowie dem benötigen Nachfüllmaterial wie Seife oder Papier beliefert. £

www.cws-boco.ch

Die Spenderlinie CWS ParadiseLine wurde mit mehreren Design-Preisen ausgezeichnet.

Edelstahl steht für robustes Material und zeitlose Eleganz.

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licht

Indirektes Licht schafft die passende Atmosphäre

Das passende Licht auch im Wohnbereich.

Text und Fotos: zvg.

Die intelligent steuerbaren LED-Streifen Hue LightStrips Plus von Philips ermöglichen eine besonders elegante Form der Beleuchtung: Als indirekte Lichtquelle an einem Wand- oder Deckenvorsprung oder an Möbeln verleihen sie ihrer Umgebung eine besonders harmonische Atmosphäre mit blendfreiem Licht. Die Streifen sind zwei Meter lang, lassen sich auf die gewünschte Länge zurechtschneiden und mittels der zugehörigen Erweiterungen auf eine Länge von bis zu zehn Metern ausdehnen. Dank ihres robusten und besonders flexiblen Materials können sie selbstklebend sogar auf unebenen Oberflächen montiert werden. Den Raum optisch vergrössern

Mit einem Lichtstrom von 1'600 Lumen erzeugen die LED-Streifen genügend Licht, um das Ambiente eines ganzen Raumes zu verändern. Stufenlos regulierbar beherrschen sie sowohl farbiges Licht als auch das gesamte Spektrum von warmem bis tageslichtähnlichem Weisslicht. Damit eignen sie sich hervorragend, um einzelne Wohnbereiche zu akzentuieren oder Räu-

Die LED-Streifen gibt es in verschiedenen Farben.

me optisch zu vergrössern. Auf Bodenhöhe schaffen sie ein Gefühl von Weitläufigkeit, entlang von Deckenleisten oder Vouten betonen sie die Höhe des Raumes und können Wandflächen grosszügiger erscheinen lassen. An Regalen, Schränken oder Boards verleihen sie dem Interieur ein stylisches Flair. Und immer genügt dabei ein Fingertipp, um die Lichtverhältnisse an die eigene Stimmung, die Tageszeit, die Nutzungssituation oder besondere Anlässe anzupassen. «Die LightStrips Plus laden dazu ein, Licht kreativ einzusetzen und das Wohnambiente schnell und einfach an unterschiedliche Situationen und Vorlieben anzupassen», sagt Susanne Schmitz, Senior Marketing

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Die richtige Beleuchtung gibt jedem Raum ein eigenes Gesicht. Umso mehr, wenn das Licht indirekt, im gesamten Farbenspektrum und individuell gedimmt erscheint. Die neuen, leistungsfähigeren LED-Streifen sind ein weiterer Schritt in Richtung Smart-HomeBeleuchtung.


Direktorin bei Philips Lighting in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr variables Design, die hohe Lichtleistung und die weitreichenden MÜglichkeiten zur intelligenten Steuerung sind ideal, um die Wohnatmosphäre daheim automatisch oder per Fingertipp zu gestalten und zu verändern.

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Smarte Steuerung per Schalter oder App

Die neuen LED-Lampen gehĂśren zur Familie der Hue-Lampen. Sie alle lassen sich kinderleicht mit anderen Leuchten und Lampen des Systems verbinden und sowohl per Schalter als auch mittels der inzwischen mehr als 300 Hue-Apps intelligent steu-

ern und vernetzen. So kÜnnen auch die LightStrips Plus beispielsweise Frßhaufstehern mit sanften Sonnenaufgängen aus dem Bett helfen, passend zur Musik pulsieren, die Lichtstimmung von Filmen im TV auf den Raum erweitern oder die Lichtverhältnisse an die aktuelle Wetterlage anpassen. Zudem kann das Leuchten-System das Zuhause auch bei Abwesenheiten belebt erscheinen lassen. Alle Komponenten sind vernetzbar, auch mit anderen Smart-HomeSystemen. So etwa mit Bewegungsmeldern, Fenster- und Tßrkontakten, Thermostaten oder Rauchmeldern. Q

Technische Daten zu den Hue LightStrips Plus t 7FSMÊOHFSCBSCJTBVG[FIO.FUFS t 7PMMGVOLUJPOBMFT8FJTT 2000 – 6500 Kelvin t .JMMJPOFO'BSCFO t-VNFO t *N8-JDIUBVTCFVUFCFJ, t$3*WPOCJT, to7o)[ t 4PGUXBSF6QHSBEFJTUà CFSEJF Philips Hue-Bridge mÜglich t ,PNQBUJCFMNJUàCFS"QQT externer Anbieter


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licht

«Arbeiten unter freiem Himmel» Die Vorstellung ist verlockend und in der Praxis nicht einfach umzusetzen. Aber mindestens virtuell ist das Arbeiten unter freiem Himmel möglich. Eine dynamische Lichtdecke holt den Himmel ins Büro, ins Sitzungszimmer oder in den Gruppenraum. Sie verbreitet die Lichtverhältnisse, wie sie von vorbeiziehenden Wolken hervorrufen werden. Diese Art von Beleuchtung soll bei den Mitarbeitern für eine angenehme Arbeitsatmosphäre sorgen.

Der Wind treibt die Wolken schnell über den Himmel, das Licht ändert sich ständig. Was uns draussen inspiriert und das Gefühl von Weite und Freiheit vermittelt, holen die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO nun auch in die Gebäude: Eine Lichtdecke, die sich über den gesamten Raum erstreckt, ahmt die Lichtverhältnisse nach, die vorbeiziehende Wolken erzeugen. Ein Himmel mit 16 Mio. Farben

VirtualSky ist eine dynamische, multispektrale Lichtdecke. Das Lichtsystem besteht aus

LED. Diese sind in einzeln ansteuerbare Quadrate gruppiert, die wie Pixel eines Displays angesteuert werden können; so wird eine sowohl zeitlich als auch räumlich dynamische Beleuchtung ermöglicht. Ergänzt wird die diffuse Beleuchtung durch warm-weisse LED mit Fokussierungsoptik zur gezielten direkten Beleuchtung. Die Lichtdecke, die die Fraunhofer-Forscher gemeinsam mit ihren Kollegen der LEiDs GmbH entwickelt haben, setzt sich aus 50 mal 50 Zentimeter grossen Kacheln zusammen. «In jeder Kachel befinden sich auf einer Platine 288 Leuchtdioden», sagt Dr.-Ing. Matthias

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Text: Werner Müller // Fotos: zvg.


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Das Gefühl der Freiheit ist auch für Patienten, etwa bei einer MRI-Untersuchung, durchaus entspannend.

Bues, Abteilungsleiter am IAO. «Die Platine wird an der Decke befestigt. Eine mattweisse Diffusorfolie, die etwa 30 Zentimeter unter den LED angebracht ist, sorgt dafür, dass man die einzelnen Leuchtpunkte nicht als solche wahrnimmt.» Um das benötigte Lichtspektrum zu erhalten, verwenden die Forscher LED in den Spektralfarben. Durch deren Kombination lassen sich über 16 Millionen Farben darstellen. Die weissen Leuchtdioden sorgen zudem für optimale Energieeffizienz. Sie sind stromsparender als die bunten.

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Das System soll nicht nur Sonnenschein darstellen

Die Schwierigkeit bei der Entwicklung des virtuellen Himmels lag darin, die Lichtverhältnisse nicht nur bei optimalem Sonnenschein, sondern auch an einem bewölkten Tag nachzubilden. Dazu haben die Forscher zunächst das natürliche Licht genau untersucht. In welcher Art und wie schnell ändert sich das Spektrum des Lichts, wie schnell ziehen die Wolken am Himmel vorbei? «Mit Hilfe der LED ahmen wir diese Dynamik nach. Dabei soll der Nutzer die Änderungen nicht direkt wahrnehmen. Dennoch soll sich das Licht ausreichend ändern, um die Wachheit und die Konzentration zu fördern», sagt Bues. Durch die dynamische Steuerung lassen sich auch Videos von vorbeiziehenden Wolken anzeigen oder ein Sonnenaufgang in der Ägäis simulieren. Bei voller Leistung können Beleuchtungsstärken von über 3000 Lux erreicht werden. Die Spektren können aber auch nach Bedarf so justiert werden, dass sie dem Tageslichtspektrum sehr nahe kommen. Darüber hinaus ist es möglich, die Lichtsteuerung individuell und interaktiv auf den Benutzer einzustellen. Einzelne Zellen eines Büros können so ausgeleuchtet werden, dass das Licht dem Benutzer beim Wechsel seines Standorts folgt. Das System ist ausgereift und weltweit im Einsatz. Es wird aber nach wie vor auch in der Forschung verwendet, wo die verschiedenen Einflüsse von Kunstlicht auf den Menschen untersucht werden. Aus den Forschungsergebnissen lassen sich Empfehlungen für eine gesunde Beleuchtung und optimale Arbeitsbedingungen ableiten. Q

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energie

Energiewende:

Eine Studie des Bundesamtes für Energie zeigt erstmals auf, dass die Gebäudetechnik in der Schweiz bei der Energie- und CO2 -Einsparung ein hohes Sparpotenzial aufweist. Um dieses zu nutzen, sollen der Branche die nötigen Instrumente zur Verfügung gestellt werden, sagte Walter Steinmann, Direktor des BFE, an der Energieberatertagung in Basel. Text: Werner Müller // Fotos: Werner Müller, zvg.

Erstmals beziffert eine gemeinsam von Branchenexperten und Wissenschaftlern erarbeitete Studie die Potenziale der Gebäudetechnik hinsichtlich Energie- und CO2-Einsparung im Schweizer Gebäudepark. Durch zusätzliche energiepolitische Instrumente könnten der Endenergiebedarf um weitere 15 Prozent und die Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent reduziert werden. Knapp die Hälte des Schweizer Energiebedarfs fallen in Gebäuden an. Eine aktuelle Studie von EnergieSchweiz zeigt das hohe Einsparpotenzial in diesem Bereich auf. Dafür wurde ein Katalog von 150 Effizienzmassnahmen von Fachleuten erarbeitet und

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BFE sieht Sparpotenzial bei der Gebäudetechnik


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Beispiel für App-gesteuerte Datenauswertung Der Energieverbrauch von intelligenter Haustechnik wird messbar.

Walter Steinmann, Direktor BFE, bei seinen Ausführungen an der Energieberatertagung.

von Experten aus Technik, Verbänden und Hochschulen hinsichtlich Umsetzbarkeit, Relevanz und Wirksamkeit geprüft.

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Grosses Sparpotenzial vorhanden

Gemäss dieser Studie liesse sich der Energiebedarf der Gebäude bis 2050 mit den heute marktgängigen Techniken und Konzepten wie konsequentem Einsatz von Bestgeräten um 23 Prozent reduzieren, und dies trotz eines erwarteten Nutzflächenwachstums von voraussichtlich 30 Prozent, betonte BFE-Direktor Walter Steinmann vor den Energieberatern, die sich an ihrer Tagung anlässlich der Swissbau eingefunden haben. Die Treibhausgas-Emissionen (THGE)

sinken in diesem Szenario um 38 Prozent, unter anderem aufgrund eines höheren Anteils an erneuerbaren Energien. Werden darüber hinaus verstärkt Effizienzmassnahmen bei der eingesetzten Gebäudetechnik umgesetzt, lassen sich zusätzlich weitere 15 Prozent Energie sparen und rund 40 Prozent der THGE vermeiden. Dies betrifft in erster Linie den Ersatz alter Anlagen durch effizientere Heizsysteme, energetische Betriebsoptimierungen und Gebäudeautomation. Alle Bereiche der Gebäudetechnik sollen überprüft werden

Bei der Beleuchtung belaufen sich die Anteile auf 7 Prozent bei der Energie und 5 Prozent bei den THGE. Ins Gewicht fallen unter anderem der Einsatz von effizienten Leuchten und deren bedarfsgerechte Regelung. Die Umstellung auf LED-Leuchtmittel eröffnet hier aufgrund ihrer technischen Eigenschaften zusätzliche Möglichkeiten. Mit einem Anteil von 5 Prozent bei der Energie und 3 Prozent bei den THGE hat auch die Kältebereitstellung für die Raumklimatisierung ein namhaftes Potenzial. Da-

bei stehen konzeptionelle, planerische und betriebliche Optimierungen an Anlagen und Komponenten im Vordergrund. Die Lüftung ist ein Spezialfall: Sie liefert beim Strom zwar keinen Beitrag an das zusätzliche Sparpotenzial. Der Stromspareffekt durch den Einsatz von effizienteren Anlagen und optimiertem Betrieb wird durch den zunehmenden Einbau von Lüftungen wieder kompensiert. Lüftungen mit Wärmerückgewinnung hingegen können helfen, das Energieeffizienzpotenzial bei der Raumwärme zu erhöhen. Roadmap auf den Weg geschickt

Um dieses Sparpotenzial auszuschöpfen, müssten die Gebäudebranche, Bauherren sowie die Gebäudeeigentümer und -betreiber bei jedem Projekt – von der Planung bis zum Betrieb – noch gezielter auf hohe Effizienz und erneuerbare Energien setzen. Um diese Potenziale im Hinblick auf die Energiestrategie 2050 flächendeckend weiterzuverfolgen, ist eine Roadmap für die Gebäudetechnikbranche geplant. Q £

www.bfe.admin.ch


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Solarkraftwerk auf der Strasse In Frankreich scheint sich ein neues Projekt für Solarkraft zu etablieren. Die Solarpanels sollen auf der Strasse platziert werden. Auf 1000 Kilometer Strasse werden Solarpanels eingerichtet. Diese sollen sogar mit LKW befahrbar sein und den Strom für das Licht von fünf Millionen Personen produzieren. Text: Werner Müller // Fotos: Colas, Joachim Bertrand

Das Resultat einer Zusammenarbeit von Forschung und Bauindustrie

Die Panels, Wattway genannt, sind nur sieben Millimeter dick und werden wie Pflastersteine auf den bestehenden Strassenbelag eingebracht. Umfangreiche Tests haben ergeben, dass sie auch der Belastung von LKW standhalten. Auch die Griffigkeit soll, ähnlich wie bei einem Asphaltbelag, genügend Grip bieten, dass die Fahrzeuge bei

Nässe nicht ins Schleudern kommen. Die Solarzellen bestehen aus polykristallinem Silizium, die in ein mehrlagiges Substrat eingebettet sind. Das Konzept hat die Forscher so überzeugt, dass auch die Politik auf das Projekt aufmerksam wurde. Die französische Umweltministerin Ségolène Royal hat grünes Licht gegeben für die ersten 1000 Kilometer Solarstrasse. Das soll in den nächsten Jahren saubere Energie bringen für die Beleuchtung für 5 Millionen Einwohner.

grosse Flächen für Solarparks gefunden werden. Zum anderen sind je nach Landesgegend viele Strassen in Frankreich offen und dauerhaft dem Sonnenlicht ausgesetzt. Das wiederum verspricht, bei optimalem Wetter, eine gute Solarleistung für die Zellen. Für die Solarstrassen sollen Wegstrecken ausgewählt werden, die eine relativ tiefe Nutzung durch Fahrzeuge aufweisen. Die Entwickler von Colas prüfen auch die Nutzung von Parkflächen, welche nicht dauerhaft genutzt werden. Q

Solarstrassen bringen Energie auf nachhaltige Weise

Ganz neu ist die Entwicklung der Solarstrasse nicht. In Holland wurden bereits Velowege mit Solarzellen ausgerüstet. Diese haben eine andere Gewichtsanforderung und wurden als Neubauprojekte realisiert, währenddem in Frankreich bestehende Strassen mit den Solarpanels nachgerüstet werden. Die Panels auf der Strasse bringen viele Vorteile. Zum einen müssen nicht

Die Solarzellen können, ähnlich wie Pflastersteine, auf die asphaltierte Strasse aufgebracht werden.

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Frankreich war während Jahrzehnten immer sehr innovativ in technischen Entwicklungen und Errungenschaften, besonders auch in Energiefragen und der Produktion von elektrischem Strom. Nun ist dem französischen Strassenbaukonzern Colas in Zusammenarbeit mit dem Institut National de l'Énergie Solaire nach fünf Jahren Forschung und Entwicklung offenbar ein weiterer Meilenstein gelungen. Die Strassen sollen künftig mit Solarpanels belegt werden und so die nötige Energie bringen.


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Der wirtschaftliche Einsatz von Solarspeichern im Wohnbereich

Text: Werner Müller // Illustration: zvg.

Die Produktion von Solarstrom soll sich lohnenswerte

Strom aus der eigenen Solaranlage lohnt sich dann am meisten, wenn ihn der Erzeuger selbst verbraucht. Dazu benötigt er eine günstige und intelligente Speichermöglichkeit. Das System von Ampard senkt die Kosten dank einer klugen Innovation: Mehrere Speicher werden zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengefasst und stellen für das Stromnetz eine Stabilisierungshilfe bereit, auch Regelleistung genannt. Das wird vom Netzbetreiber entsprechend vergütet, und die Speicherbesitzer können über einen reduzierten Speicherpreis beteiligt werden. Kleinspeicher unterstützen die Energiewende

«Zukunftsgerechtes Bauen» beinhaltet auch viele Facetten im Bereich Energie und Energiespeicherung. Gerade dieses Thema ist immer wieder bei Energieberatern und Solarspezialisten besonders gefragt. Wie kann der am Tag produzierte Strom für Eigenheimbesitzer gespeichert und zum gewünschten Zeitpunkt des Bedarfes optimal genutzt werden.

Grosskraftwerke waren in der Vergangenheit die klassischen Lieferanten von Regelleistung. Aufgrund des europaweiten Trends zu mehr Wind- und Solarstrom weisen diese immer tiefere Auslastungen aus. Der ökonomische Betrieb solcher Grosskraftwerke ist zunehmend gefährdet. Aus diesem Grund sind dezentrale Lösungen zur Netzstabilisierung gefragt. Kleinspeicher von Privatbesitzern er-

weisen sich nun als besonders geeignet dazu. Dass die Bereitstellung von Regelleistung sich für den Speicherbesitzer zudem finanziell lohnt, macht die Anwendung umso interessanter: «Mit diesem Modell kann die heutige Subventionswirtschaft im Solarbereich in Zukunft durch marktfähige Lösungen ersetzt werden», erklärt Philipp Eisenring, Executive Chairman von Ampard AG. Der Speicher als zentraler Teil des energieeffizienten Hauses

Der intelligente Speicher ist viel mehr als eine technisch einwandfreie Batterie – er ist die Energiezentrale im Haus. Das EnergieManagement-System steuert dazu sämtliche Elemente der Photovoltaikanlage und des Netzanschlusses und maximiert den Eigenverbrauchsanteil an der hauseigenen Stromproduktion. Bei 10 kWh Batteriekapazität kann mit intelligenter Steuerung rund zwei Drittel des Jahresstromverbrauchs eines durchschnittlichen Einfamilienhauses mit selbst produziertem Strom abgedeckt werden. Q £

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Solarstromspeicher, ausgerüstet mit einer intelligenten Steuerungssoftware, stabilisieren gemeinsam das Stromnetz. Der damit erzielte Erlös ermöglicht es, Stromspeicher besonders günstig anzubieten. Das ist besonders in Wohnliegenschaften eine gute Alternative.


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GSSERIE 2016

GELEBTE T F N U K U Z E I G R ENE n. Bauen für morge Datum Dat

Ort

Thema

08.3.16

Solothurn

Wer gestaltet die Energiezukunft?

22.3.16

Münsingen

Ersatz Elektroheizungen

19.4.16

Rothrist

Der Mensch in der Mitte der Architektur

10.5.16

Interlaken

Die Sonnenseiten der Energieregion Berner Oberland

12.5.16

Huttwil

Erneuerbare Energieversorgung Huttwil

17.5.16

Bümpliz

Sozialverträgliches Sanieren mit Rendite – wie geht das?

24.5.16

Bern

Die BKW unterwegs in die Energiezukunft

31.5.16

Münchenbuchsee

Rentabilitätssteigerung & Werterhaltung von Immobilien

Architekten

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Investoren

Hauseigentümer

Fachleute

KMU


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brandschutz

Brandschutzglas in völlig neuen Dimensionen Der Schutz von Glasfassaden und vor den Auswirkungen von eindringender Sonneneinstrahlung wird immer wichtiger. Die möglichen Schäden am Gebäude und an Personen dürfen daher nicht unterschätzt werden. So ist eine neue Generation von Brandschutzglas mit intelligentem Sonnenschutz entstanden. Text: Werner Müller // Fotos: zvg.

V

An der Swissbau 2016 präsentierte Vetrotech eine neue Dimension im Brandschutz sowie Fensterscheiben mit intelligentem «Sonnenschutzfaktor». Das Brandschutzglas Contraflam ist in einer neuen, bisher unerreichten Grösse verfügbar und eröffnet damit alternative Möglichkeiten für Planer, Architekten und Designer.

Beispiele von Brandschutzglas in einer neuen Dimension: ZHAW in Winterthur ...

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... und die Rosey Carnal Hall in Rolle.


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Interview: Auf Spurensuche im Kompetenzzentrum. Fassadentrends: Mit Energieeffizienz, Mechatronik und Nachhaltigkeit in die Zukunft. Zertifizierung: Es gibt keine Einheitslösung. Solardächer: Wenn die Hülle zum Inhalt wird. Fenster: Elemente aus Verbundwerkstoffen und Holz. Fassadenunterhalt: Werterhaltung

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Grössere Dimension öffnet neue Möglichkeiten

Das bewährte Brandschutzglas Contraflam wurde in einer neuen, bisher noch nicht erreichten Grösse entwickelt und erfolgreich getestet: Mit 2.3 mal 4.6 Metern ist es fast einen Meter höher als die bisherigen Produkte und derzeit das grösste Brandschutzglas. Dieses Format eröffnet ungeahnte architektonische Perspektiven. Die grösseren Flächen bieten freie Sicht nach draussen, ohne Abstriche beim Brandschutz. In der Schweiz wurden beispielsweise die beeindruckende «Rosey Carnal Hall» in Rolle, die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur oder die École polytechnique fédérale (EPFL) in Lausanne mit ContraflamBrandschutzglas gebaut. Alle drei Beispiele belegen, dass lichtdurchflutete Räume und die Berücksichtigung der hohen Brandschutzauflagen möglich sind. Sonnenschutz per Knopfdruck gesteuert Die Glasfassade im Modissa-Haus in Zürich verfügt über einen elektronisch gesteuerten Sonnenschutz.

Ebenso präsentiert wurde SageGlass, das elektronisch tönbare Glas. Diese Innovation erfüllt höchste Ansprüche an einen effizienten Sonnenschutz, ohne den Blick nach aussen oder das eindringende Tageslicht einzuschränken. Beide Produkte für moderne Glasfassaden werden von Vetrotech, einem Tochterunternehmen von Saint Gobain vertrieben. Sicherer Brandschutz – ohne Kompromisse

Grossflächige Fensterscheiben verschaffen eine angenehme Raumatmosphäre. Die Gläser von Vetrotech erfüllen überdies besondere Schutzaufgaben, die traditionell von anderen Bauteilen wahrgenommen werden. Sie schützen vor Feuer oder vor starker Sonneneinstrahlung. Sie sind dennoch komplett transparent und schaffen so den Zugang zu Tageslicht und den Bezug zur Aussenwelt – zwei Faktoren, die erwiesenermassen das Wohlbefinden positiv beeinflussen.

Mit SageGlass, dem elektronisch tönbaren, elektrochromen Glas, lässt sich das Sonnenlicht sowie die Hitzeeinstrahlung automatisch oder per Knopfdruck bequem steuern. Bei starker Sonneneinstrahlung und maximaler Tönung lässt das intelligente Glas nur knapp ein Prozent des Lichtes passieren. Die Gläser lassen sich stufenlos regulieren und ermöglichen damit bei jedem Wetter lichtdurchflutete Räume und ein angenehmes Raumklima. Damit trägt SageGlass auch zur Energieeffizienz des Gebäudes bei. Die optimale Regulierung von Licht und Wärme vermindert Klimatisierungs- und Heizkosten und reduziert den Bedarf an künstlicher Beleuchtung. Das Modehaus Modissa an der Zürcher Bahnhofstrasse beschattet die 200 Quadratmeter grosse Glasfront der Verkaufsräume mit dem elektronisch tönbaren Glas. Dadurch kann auf optisch störende und kostspielige Jalousien oder Storen an der Glasfassade verzichtet werden. Q £

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Neue Ausbildung zum Gebäudeautomatiker Ein wichtiges Anliegen der GNI ist es, die Zukunft der Baubranche mitzugestalten. Dazu gehört auch die Ausbildung von Fachleuten. Die GNI hat deshalb die Erarbeitung eines Lehrgangs zum Gebäudeautomatiker initiiert. Fähigen Spezialisten bietet sich die Chance auf interessante Projekte, zum Beispiel im Bereich Digital Modeling. Text: Pierre Schoeffel, Leiter Geschäftsstelle GNI, Gebäude Netzwerk Initiative // Foto: Fotolia

Ausbildung zum Verknüpfer

Die Schweizerische Technische Fachschule Winterthur (STFW) bietet seit mehreren Jahren den Lehrgang «Gebäudeautomatiker mit STFW-Zertifikat» an. Er startet dieses Jahr Ende April und dauert zwei Semester. Der Lehrgang ist ein wichtiges und erfreuliches Element im Hinblick auf die künftige Marktentwicklung. Mit der Ausbildung werden Fachleute befähigt, die Funktionen der technischen Gebäudeautomation zu verstehen und sie untereinander zu verknüpfen. Diese

Weiterbildung richtet sich an Berufsleute mit einem Fähigkeitszeugnis aus der Elektrooder Gebäudetechnik, die sich für eine moderne und komplexe Gebäudetechnik und deren Verknüpfungen interessieren. Die sinnvolle Verknüpfung der Gewerke steht immer wieder im Zentrum der Debatten über die Intelligenz von Gebäuden. Entspricht sie den Bedürfnissen der Nutzenden, kann von einer gelungenen Automation gesprochen werden. Von den Fachleuten, die ein Zertifikat der STFW erwerben, darf man erwarten, dass sie solche bedarfsgerechten Automationen erstellen können. Ihnen wird ein breites Wissen über die HLKSE-Technik und die Vernetzung von Gebäuden mit Kommunikations- und Automationstechnik vermittelt. Im Zentrum des Lehrgangs stehen die Mess-, Steuer-, Regel- und Leittechnik, die aus verschiedenen Perspektiven wie Planung, Verkauf, Installation, Inbetriebsetzung und Wartung beleuchtet wird. Digitale Herausforderungen

Neben der Ausbildung beschäftigt auch das digitale Bauen die Branche, wie an der

Gebäude Netzwerk Initiative Postfach CH-8045 Zürich www.g-n-i.ch www.intelligentes-wohnen.ch sekretariat@g-n-i.ch

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Bereits im Jahr 2010, als der Bericht des Bundes über den Fachkräftemangel erschien, bereitete die GNI einen Lehrgang zum Gebäudeautomatiker mit eidgenössischem Fachausweis vor, um dem grossen Fachkräftemangel in den Bereichen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in der Schweiz etwas entgegenzusetzen. Die GNI schloss sich für dieses Projekt mit mehreren Vertretern der Branche und Fachverbänden zusammen. Aktuell wird der Lehrgang in Zusammenarbeit mit suissetec und dem VSEI fertiggestellt.

Swissbau in Basel deutlich wurde. Trend ist das Digital Modeling, das Erstellen digitaler Modelle eines Bauprojekts, in denen auch alle technischen Einrichtungen abgebildet sind. Jedes Gebäude wird in Zukunft über einen digitalen Vorgänger, oder nach seiner Fertigstellung über einen digitalen Doppelgänger verfügen. Das ist eine überaus erfreuliche Entwicklung, denn sie bedeutet, dass das gesamte Gebäude mit allen seinen Funktionen komplett im Voraus geplant werden muss. Die Projektverantwortlichen und sämtliche beteiligten Personen müssen prozessorientiert arbeiten. Gebäudetechnikern und insbesondere Gebäudeautomatikern bietet dies die Chance, von Anfang an mitdenken und mitreden zu können. Diese Entwicklung ist auch eine Chance für Querdenker der Branche, die in der Lage sind, sich Gewerke-übergreifend (HLKSE) und integral mit der Intelligenz, mit dem Gehirn eines Gebäudes, zu befassen. Und hier sind wir wieder beim ersten Thema: Wir brauchen gut ausgebildete Fachleute, um der Gebäudeautomation zum definitiven Durchbruch zu verhelfen und die Branche voranzubringen. Q


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Digital, vernetzt, verteilt: Unser mobiler Lebensstil richtet sich aus $QGUHDV%OXPHQVWHLQExecutive 0%$%)+0LWEHJUžQGHU%žUR IžU0RELOLWŒW$*%HUQXQG0LWJOLHG der Geschäftsleitung


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Revolutionäre Dämmleistung 2016 kann Saint-Gobain Isover AG mit einer Produktneuheit der besonderen Art aufwarten. Sie hat dank intensiver Forschung ein Produkt mit bisher unerreichter Dämmleistung entwickelt und Anfang diesen Jahres die Fassadendämmplatte PB F 030 auf den Markt gebracht.

An der Swissbau 2016 hat Saint-Gobain Isover AG die neuste Fassadendämmplatte präsentiert, die mit ihrer revolutionären Dämmleistung neue Spitzenwerte erreicht. Bis dato galt im Bereich der Dämmung mit Glaswolle eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/mK als Standard, 0,032 als Spitzenwert. Mit der noch tieferen Wärmeleitfähigkeit von 0,030 W/mK ist Saint-Gobain Isover AG nun ein Quantensprung gelungen. Noch feinere und besser ausgerichtete

Fasern sind die Basis für den ExcellenceStandard. Möglich wurde diese massive Verbesserung dank intensiver Forschung am Schweizer Produktionsstandort im Waadtländer Lucens. Die neue Fassadendämmplatte PB F 030 kann aber nicht nur in Sachen Effizienz mit wesentlichen Verbesserungen aufwarten, sondern auch beim Verlegekomfort. So ist die neue Generation weicher und angenehmer zu verarbeiten. Wie alle Glaswollprodukte schmiegt sie sich problemlos an Unebenheiten an. Ausserdem ist die Dämmplatte PB F 030, wie schon das Vorgängerprodukt, aus über 80 Prozent Altglas hergestellt und äusserst langlebig. Eine praktische und nachhaltige Investition, die sich für Bauherren und die Umwelt lohnt. Hinterlüftete Fassaden sind eine bewährte, langlebige und im

Unterhalt kostengünstige Fassadenbauart, die in jüngster Zeit mit verschiedenen Produkteinnovationen wesentliche Fortschritte verzeichnen konnte. Im System mit anderen Hightech-Produkten, insbesondere einer wärmebrückenfreien Unterkonstruktion, bringt die Fassadendämmplatte PB F 030 die hinterlüftete Fassade auf ein neues Niveau. Damit kann die für die gleiche Dämmleistung benötigte Wandstärke wesentlich reduziert werden. Sie eignen sich für den Neubau wie auch für Sanierungen. Eine attraktive Konstruktion also, welche die steigenden Ansprüche von Investoren, Planern und Verarbeitern spielend erfüllt. Saint-Gobain Isover SA 1522 Lucens www.isover.ch

Nachhaltigkeit und Sicherheit als gemeinsame Basis Wincasa gewinnt Bewirtschaftungs- und Baumanagement-Mandat von der Zürcher Kantonalbank für die Immobilienanlageprodukte der Swisscanto.

Wincasa erweitert sein reiches Portfolio um einen namhaften Kunden. Neu setzt das Asset Management der Zürcher Kantonalbank, einer der führenden Schweizer Manager von Anlagefonds, auf das umfassende Immobilien-Know-how des führenden Immobilien-Dienstleisters. «Uns erfüllt es mit Stolz, dass uns die Zürcher Kantonalbank die Hälfte ihres Bewirtschaftungs- und BaumanagementVolumens anvertraut», sagt Oliver Hofmann, CEO von Wincasa. Wincasa baut mit diesem Zugang seine Position als führender ImmobilienDienstleister der Schweiz aus. Mit über 210 zusätzlichen Liegenschaften wird der betreute Anlagewert um mehr als 3 Milliarden Franken steigen.

Stephan Lüthi, Leiter Immobilien der Zürcher Kantonalbank, Asset Management, zum Entscheid zugunsten Wincasa: «Mit Wincasa haben wir einen Partner gefunden, der auch die Implementierung von grossen und komplexen Portfolios mit höchster Sicherheit bearbeiten kann. Und der gleichzeitig bei jedem Schritt unseren Nachhaltigkeitsgedanken mitträgt.» Oliver Hofmann, CEO von Wincasa, unterstreicht: «Die Kooperation der Zürcher Kantonalbank und Wincasa ist im Bereich Nachhaltigkeit und Sicherheit eine Zusammenarbeit unter Gleichgesinnten.» Oliver Hofmann sieht sich in seiner Strategie bestätigt: «Die Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank zeigt, wie wichtig heute die unmittelbare Nähe zum

Markt ist. Unser schweizweites Filialnetz und die nationale Expertise haben dazu beigetragen, dieses Mandat zu gewinnen.» Die Kooperation beginnt am 1. Juli 2016 und sieht eine Laufzeit von fünf Jahren vor. Wincasa AG 8401 Winterthur www.wincasa.ch

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reportage

swisswoodhouse Ein Konzept fĂźr die 2000-Watt-Gesellschaft Verdichtetes Bauen ist das Schlagwort der Zukunft, denn Boden wird knapp und die Veränderungen in der Gesellschaft verlangen innovative LĂśsungen. Investoren, die bei ihren Bauvorhaben ressourcenschonend, umweltgerecht und verantwortungsbewusst denken, handeln zukunftsgerichtet. Nachhaltig realisierte Mehrgeschosser in Holz kommen da gerade recht. So wie swisswoodhouse. Ein richtungsweisendes Gebäudekonzept fĂźr Mehrfamilienhäuser aus Holz mit hohem Vorfertigungsgrad. auf den Standort auszurichten â&#x20AC;&#x201C; währenddessen die kĂźnftigen Bewohner vor allem die hellen, hochwertigen Wohnräume und die hohe Behaglichkeit der Wohnungen Ăźberzeugen. Das Pilotprojekt hat Nachahmungspotenzial; swisswoodhouse legt Wert auf baulandschonende Architektur, energie- und wassersparenden Betrieb sowie die Versorgung mit erneuerbaren Energien. Erstellt im vorgefertigten Holzsystembau erreicht swisswoodhouse eine Bauteilpräzision mit einzigartiger Qualität. Die Bauteile entstehen inkl. Holzfassade im Produktionswerk, auf der Baustelle ist das Gebäude in drei Wochen aufgerichtet. Neben energieeffizienter GebäudehĂźlle und Haustechnik kĂśnnen die kĂźnftigen Mieter Ăźber ein webbasiertes System verfolgen, wie ihr Wohnverhalten die Umwelt beeinflusst. Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch sind online ĂźberprĂźf- und steuerbar. Dies unterstĂźtzt ein ressourcenschonendes Benutzerverhalten und hat Pioniercharakter. ÂŁ

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Nachhaltiges Mehrfamilienhaus aus Holz: Das swisswoodhouse in Nebikon.

swisswoodhouse steht fĂźr die nachhaltige Entwicklung im Bauwesen und verpflichtet sich der 2000-Watt-Gesellschaft. Im luzernischen Nebikon steht das erste Referenzobjekt im Minergie-P-Eco-Standard mit 18 Mietwohnungen â&#x20AC;&#x201C; als Exempel fĂźr Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Ă&#x201E;sthetik. Die 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen zeigen mit ihren unterschiedlichsten Typologien die Vielseitigkeit von swisswoodhouse. Diese liegt im innovativen Gebäudekonzept und der konstruktiven Ausbildung. Durch die neuartige Standardisierung des Grundrasters erĂśffnet sich eine attraktive Planungs-, Nutzungs- und Umbauflexibilität. Ausgangslage ist ein Raum von 18 Quadratmetern, welcher in sich oder kombiniert funktionale Einheiten bildet. Diese kĂśnnen in der Planung fĂźr jede Wohnung beliebig angeordnet werden und bieten modulare Freiheiten, wie sie sonst nur Einfamilienhausbesitzer kennen. Ob Single-Haushalt, sechskĂśpfige Familie mit Kinderzimmern oder Alterswohnung mit kleiner KĂźche: Das Konzept erlaubt Bauherren und Investoren auf kluge Weise, ihren Wohnungsmix einfach und optimal

www.swisswoodhouse.ch

Info (FOFSBMVOUFSOFINVOH)PM[CBV Renggli AG, 4VSTFF4DIĂ&#x161;U[-6 Architektur: Bauart Architekten und Planer AG, Bern Holzbauingenieur: Pirmin Jung Ingenieure fĂźr Holzbau AG, Rain Energiestandard: Minergie-P-Eco Bauzeit:4FQUFNCFSCJT0LUPCFS

Renggli AG als Baupartner Als Generalunternehmer oder Holzbaupartner realisiert die Renggli AG energieeffiziente Bauprojekte in moderner Architektur. Sinnvolle Wohn- und Arbeitsräume zu erschaffen, die Menschen begeistern und die der Natur gerecht werden â&#x20AC;&#x201C; danach streben rund 200 Mitarbeitende und ein Produktionswerk der neusten Generation. Von der Projektidee Ăźber den Entwurf bis zur Produktion, Montage und der SchlĂźsselĂźbergabe ist Renggli AG Baupartnerin fĂźr Bauherren, Architekten, Investoren und die Ăśffentliche Hand. ÂŁ www.renggli-haus.ch

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immo’16

Klein aber fein: Die Immo’16 mit über 30 Ausstellern fand dieses Jahr zum vierten Mal statt.

Erfolgreiche Immo’16 in Zürich

shop Holding AG und Claudio Müller, CEO, Solufonds SA.

Im Rahmen der Finanz’16 gelangte zum vierten Mal die Immobilien-Sonderausstellung Immo’16 zur Durchführung. Finanzen und Immobilien sind untrennbar miteinander verbunden. Daher machte der gemeinsame Auftritt im Zürcher Kongresshaus auch durchaus Sinn.

Über 100 Aussteller und zahlreiche prominente Finanzexperten aus dem In- und Ausland sorgten an den zwei Ausstellungstagen für einen neuen Publikumsrekord. Die grösste Schweizer Finanzmesse fand in diesem Jahr bereits zum 18. Mal statt. Für diesen neuen Besucherrekord sorgten diverse Investment-Spezialisten. Das MesseMotto lautete 2016 «Horizonte erweitern». Der Veranstalterin JHM Finanzmesse AG gelang es durchaus, an der Finanz’16 und an der Immo’16 für eine Horizonterweiterung zu sorgen. «Der Finanz- und Immobilienbranche stehen in derzeit zahlreiche Herausforderungen bevor. Experten zeigten dem Publikum verschiedene Lösungswege für die anstehenden Probleme auf», betonte Messeleiter Gregor Johner. Einmal mehr erwies sich der angesehene Schweizer Börsen-Guru Marc Faber als absoluter Publikumsmagnet. In seiner Keynote-Speech griff der Finanzexperte frontal verschiedene Akademiker von Zentralbanken an. Dr. Doom wurde auch seinem pessimistischen Namen wieder gerecht und teilte dem Publikum exklusiv mit, wo sich gerade die nächsten Krisen zusammenbrauen. Die nächste Finanzmesse im Zürcher Kongresshaus findet am 1. und 2. Februar 2017 statt. Natürlich mit der integrierten Immo’17. Q

Die Nachfrage nach Immobilien-Investments ist ungebrochen. Zahlreiche Besucher aus der Immobilienbranche nutzten die Gelegenheit, interessante Diskussionen zu aktuellen Themen rund um Immobilienanlagen mitzuerleben. Unter der Moderation von SRF-Sportreporter Rainer Maria Salzgeber diskutierten Immobilien-Profis über die Trends der Branche, die aktuelle Entwicklung des Immobilienmarktes und Projekte, in die es sich zu investieren lohnt. In der Immolounge führte er interessante Interviews, etwa mit Jan Eckert, CEO von JLL, einem global tätigen Immobilienberatungsunternehmen. Verschiedene Anbieter von Immobilienprojekten präsentierten in einer Ausstellung ihre Pläne und die interessanten Investitionsmöglichkeiten. Insidergespräche mit Immobilien-Profis

Spannende Einzelreferate mit ausgewiesenen Fachleuten lösten sich im Halbstundentakt ab und machten die Immo’16 interessant und

lehrreich zugleich. So referierten Dr. Christian Kraft von Implenia und Samuel Brunner, von Edmond de Rothschild SA über die Umnutzung und Modernisierung als Alternative oder Jan Bärthel, Partner und Geschäftsleitungsmitglied bei Wüest & Partner AG und Christoph Gerber, Leiter Immobilien bei der Pensionskasse des Bundes Publica, über Nutzen und Grenzen der Immobilienbewertung. Tobias Achermann, CEO, Zug Estates AG, und Massimo Fontana, Inhaber und CEO Fontana Landschaftsarchitektur, nahmen sich des Themas «Grüne Dichte» – ein Erfolgsfaktor für die Entwicklung zukunftsfähiger Areale an. In einem Panelgespräch über die Relevanz der Unternehmenssteuerreform für Immobilienanlagen unterhielten sich Fredy Hasenmaile, Head Real Estate Research, Credit Suisse, Stefan Laganà, Deloitte AG, Tibor Pamer, Senior Tax Counsel, GAM Investment Management (Switzerland) AG, Thomas Kaul, CFO, Inter-

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Text: Werner Müller // Fotos: zvg.

Immobilien und Finanzen hängen immer zusammen


Real Estate Award 2016

präsentiert den

Die Real Estate Award-Verleihung findet bereits zum sechsten Mal statt. Dies im Rahmen eines Gala Dinners am 21. Juni 2016 in Hotel Mövenpick, Regensdorf / ZH an der Real Estate Night. Neu werden auch die Awards des SVSM Verbandes (Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement) am gleichen Abend verliehen.

Miran Mislovic Immoinfo24 Invest AG

Mit dem Real Estate Award bringt immoinfo24.ch die klügsten Köpfe und die besten Ideen der Immobilienund Baubranche zusammen. Wir suchen Schlüsselprojekte und Innovationen, die Impulse in der Schweizer Immobilienwelt setzen oder gar den Markt beeinflussen.

Die Sieger 2015 waren: PEACH Property Group beim Immobilien-Investment, Früh-Immobilien in der Vermarktung, Sunnige Hof in der Projektentwicklung, abia Immobilien AG in der Bewirtschaftung und Markus Graf-Swiss Prime Site AG wurde Immobilien Persönlichkeit des Jahres. Nicht die Grösse ist entscheidend, sondern die Vision, die Strategie und ihre Umsetzung, der Pioniergeist, die Originalität und die Qualität der Dienstleistung. Sind Sie in diesen Bereichen herausragend? Dann könnten Sie zu den Preisträgern zählen.

Für den Real Estate Award kann man sich in den folgenden drei Kategorien Bewerben: «Projektentwicklung», «Vermarktung», «Bewirtschaftung». Unterbreiten Sie bis zum 31. März 2016 Ihre 4-seitige Projekt- / Konzept-Bewerbung an www.realestateaward.ch oder senden Sie eine E-Mail an info@immoinfo24.ch Beispiele von Bewerbungen finden Sie unter: www.realestateaward.ch Aus allen eingehenden Bewerbungen nominiert die Jury je drei Vorschläge pro Kategorie für die nachfolgende Online Abstimmung. Die Besucher unserer B2B-Plattform immoinfo24.ch und von realestateaward.ch mit jährlich über 160’000 Besuchern aus der Immobilien- und Baubranche werden zwischen dem 1. Mai und dem 15. Juni 2016 in einer Online-Abstimmung die Sieger erküren. Alle nominierten Unternehmen werden mit einem Trailer von 60 Sekunden vor der Award-Verleihung vorgestellt und erhalten einen Award. Diese Trailer werden von unserem Kamera-Team nach der Nominierung erstellt und vor der Award Vergabe dem Publikum gezeigt. Für die Kategorie «Immobilien-Investment» ist die Börsenperformance 2015 massgeblich, in der Kategorie «Immobilien-Persönlichkeit des Jahres» entscheidet die Jury. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Die Teilnahme ist kostenlos! Für Anmeldungen/Bewerbungen, die bis zum 15.02.2016 eingehen, erhalten Sie zudem einen kostenfreien Eintritt zur Real Estate Night im Wert von CHF 250.–

Im Rahmen der Real Estate Night vergeben wir am 21. Juni 2016 im Hotel Mövenpick, Regensdorf-Zürich den Real Estate Award in folgenden Kategorien: >(9,465&+$)671* >Projektentwicklung >!(40$4.671* >002%,/,(1(45D1/,&+.(,6'(5$+4(5 >002%,/,(118(560(16

Alle eingereichten Bewerbungen nehmen an der Verlosung einer Reise für zwei Personen teil. Sie haben die Wahl zwischen einer Kreuzfahrt (7 Tage) oder einem Gutschein über CHF 5000.– für den Werbeeinsatz bei immoinfo24.ch.

Infos und Anmeldeformulare für Teilnehmer auf www.realestateaward.ch Jury für die Nominierung der Bewerber für den Real Estate Award 2016: Ihre Eingabe wird von dieser Jury bewertet und bei einer Nominierung vom 1.5. bis 15.6.2016 auf www.realestateaward.ch zur Wahl gestellt. Peter Jaeggi Dipl. Architekt FH EMBA HSG

Bernhard Ruhstaller Dipl. ImmobilienTreuhänder

Beat Seger MRICS MAS Real Estate UZH

Walter Schärer Dipl. Immobilienökonom FH / Master REM

André R. Spathelf MRICS MSc RE

Die Abstimmung ist anonym. Es ist eine Wähler-Registrierung notwendig damit mit jeder E-Mail-Adresse nur eine Stimme pro Kategorie abgegeben werden kann.

Eventpartner: Real Estate Club Schweiz


werkschau Fotos: Thomas Furter, Hannes Henz

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Architektur von Menschen für Menschen Der Inhaber von Bellevue Studios wünscht sich mehr Achtung für alle Menschen, die mit der Architektur in Berührung kommen. Mehr über die involvierten Menschen nachzudenken, wäre der Schlüssel dazu. Redaktion: Esther Matter

Thomas Furter, 45 Jahre, dipl. Architekt ETH SIA, Inhaber Bellevue Studio s.a.r.l. Architekten ETH E SIA (www.bellevuestudio.ch) (w Lieblingsobjekt: Ich bin fasziL niert von Rafael Sorianos Case n Study House 1950. Das Haus S steht st an den Pacific Palisades in Los Angeles. P Gute Architektur ist: Durch G d respektvollen Umgang der den v vorhandenen Materialien und u unter Berücksichtigung der lokalen Bautraditionen Raum zu k schaffen. Raum für die Inhalte sc des d täglichen Lebens. Traumobjekt: Ziel ist es, jede Aufgabe Traumobjekt zum Traumobjekt unserer Bauherren zu verwirklichen.

Nach meinem Studium sammelte ich wertvolle Erfahrungen im Bereich der Ausstellungsarchitektur. Insbesondere lernte ich, wie man Themen oder Geschichten emotional erlebbar machen kann. Während einer späteren Anstellung bei einem grossen Architekturbüro erweiterte ich meine praktischen Erfahrungen durch verschiedene architektonische Arbeiten. Das Umsetzen und Erlebbar machen von Geschichten für die Tätigkeiten des täglichen Lebens, das ist ein Schwerpunkt unseres Büros. In einem weiteren beschäftigen wir uns mit Ethik und Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Architektur, entsprechend durchdenken wir den Umgang mit Naturbaustoffen bis ins Detail. Im Jahr 2011 haben wir für ein Einfamilienhaus in Küsnacht den Norman Foster Solarpreis erhalten. Wir wollen herausfinden, was Menschen brauchen, um zufrieden und gesund leben zu können. Gerade in der heutigen digitalisierten Welt. Dafür beschäftigen wir uns auch mit altem Wissen. Im Fundus alter Weisheit finden sich immer wieder Inspirationen für moderne Herausforderungen. Der Branche fehlt aus meiner Sicht eine grundlegende Ethik: Ich meine damit die Achtung vor allen Menschen, die mit der Architektur in Berührung kommen: Also die Achtung vor den Menschen, für die gebaut wird. Die Achtung für die Leute, die bauen. Und auch die Achtung vor den Arbeitern, welche die Rohstoffe abbauen, kultivieren oder auch vorfertigen. Der Branche würde gut tun, darüber nachzudenken. Denn Architektur ist von Menschen für Menschen. Q

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Persönlich


werkschau

2015: Wohn- und Campingbox Cauma. Aus reinen Naturbaustoffen gebaut wird die Cauma mit dem Lastwagen transportiert und vor Ort auf Gartenplatten gestellt. Durch nachhaltige Isolation ermöglicht die Campingbox auch das naturnahe Übernachten im Winter. Im Innern bietet die Cauma Schlafraum für bis zu vier Personen.

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2009: Plus-Energiehaus in Küsnacht. Das Einfamilienhaus im Plusenergie-Standard in Küsnacht liefert dreimal mehr elektrische Energie als es selber benötigt.

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2013: Hamam des Asia SPA in Zürich. Die Farbe der Beleuchtung der bedruckten Glasscheiben lässt sich zur Musik und zum Tagesthema programmieren und kann so die Stimmung steuern.

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verbandsnachrichten

Verbandsnachrichten für die Teilnahme am Schweizer Solarpreis 2016.

In folgenden Kategorien können Sie sich bis am 15. April 2016 anmelden: Teilnahmeberechtigt sind Personen und Institutionen, die sich in aussergewöhnlichem Masse für die Förderung der erneuerbaren Energien – insbesondere Sonnen-, Holz- und Biomasseenergie – einsetzen. In weiteren Kategorien werden energieeffiziente Bauten und Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer Energie ausgezeichnet. Anmeldeberechtigt sind Gebäude und Anlagen, die zwischen dem 1.1.2015 und dem 15.4.2016 in Betrieb genommen worden sind. Eine Qualifikation für den Schweizer Solarpreis bedeutet gleichzeitig eine Nomination für den Europäischen Solarpreis. £

www.solaragentur.ch

Q «Bauen digital» offiziell gegründet Die Digitalisierung hat die Baubranche erreicht und führt zu grundlegenden Veränderungen. An der Swissbau wurde die Interessensgemeinschaft offiziell gegründet. «Bauen digital Schweiz» hat von buildingSMART International offiziell das «Chapter Switzerland» erhalten. Die Idee einer Interessensgemeinschaft «Bauen digital Schweiz» wurde im Juni 2015 an der ETH Zürich lanciert. In der Zwischenzeit sind die strategischen Handlungsschwerpunkte definiert worden. Erstmals ist ein nationales Verständnis zu digitalem Planen, Bauen und Betreiben erreicht worden. Thema sind die veränderten Prozesse, die neue Zusammenarbeitskultur, die Rolle der Bauindustrie, die revolutionären Arbeitshilfsmittel, veränderte Rechte und Pflichten sowie die neuen Geschäftsmodelle, insbesondere zum Thema BIM. Aktuell sind über 100 Firmen und 30 Institutionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Interessengemeinschaft vertreten £

www.bauen-digital.ch

 Q Umfrage zu erfolgsorientierter Führung im Facility Management

Viele Unternehmen steuern ihre Beschäftigten zunehmend erfolgsorientiert, etwa mit Zielvereinbarungen. Gregory Meier, Student an der Fachhochschule Nordwestschweiz,

untersucht in seiner Masterarbeit, wie Arbeitnehmende mit und ohne Führungsfunktion mit erfolgsorientierter Unternehmenssteuerung umgehen und wie sich dies auf ihre Gesundheit auswirkt. Diese Thematik wird insbesondere auch für Facility Manager immer relevanter, sei es bei der Gestaltung von Arbeitsbedingungen oder selbst als Angestellte. Aus diesem Grund führt Gregory Meier eine Umfrage bei interessierten Unternehmen durch. £

www.fmpro-swiss.ch

Q Heizungsfachtagung von suissetec Am 17. März 2016 treffen sich die Heizungsfachleute zur grossen Tagung im Kongresshaus Zürich. Vor Ort werden mögliche Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen der heutigen Praxis präsentiert. Die Referenten sind alles ausgewiesene Experten in ihren Fachbereichen und bieten Gewähr für topaktuelle Informationen. Dazu gehören Praxisbeispiele, neue Trends zur Gebäudetechnik, aber auch Berichte zum Klimawandel und Lösungen zur Energiestrategie 2050. £

www.suissetec.ch

Q Architekturbüro schlägt Holz-Pavillons für Flüchtlinge vor

In den Pavillons, die funktionieren wie kleine Einfamilienhäuser für Wohngemeinschaften, sollen Flüchtlinge nicht bloss Unterschlupf, sondern ein echtes Zuhause finden. Kürzlich führte ein junges Aargauer Architekturbüro die Umsetzung seiner Idee im Massstab 1:1 vor – mit einem Prototypen auf dem Badener Bahnhofplatz. Acht Personen sollen im Pavillon ‹Integro› auf einer quadratischen Fläche von 36 m2 wie in einer WG gemeinsam wohnen, schlafen, kochen und essen. Gebaut wird ‹Integro› mit Holz. Die Idee ist, für die Wände eine Art Sandwich aus zwei Holzschichten mit EPS-Dämmung dazwischen, aber ohne Ständer einzusetzen, wobei aussen eine Dreischicht- und darunter eine OSB-Platte liegen sollen, innen zwei Schichten OSB. Als Fundament reichen gemäss Entwerferin für einen einzelnen Pavillon Gartenplatten aus; würden Pavillons beispielsweise zu einer Vierergruppe gebündelt, müssten Streifenfundamente darunter. £ £

www.lignum.ch www.3c-arch.ch

Q Prix Acier Student Award 2015 – Preisverleihung

Bauwerke aus Stahl sind technisch innovativ und nachhaltig konstruiert. Die Wettbewerbsteilnehmer des Prix Acier Student Award waren gefordert, die strukturellen, wirtschaftlichen, ökologischen sowie die ästhetischen Vorteile des Stahls zu erkennen und in ihren Arbeiten zu realisieren. Prämiert wurden Master- und Bachelorarbeiten, bei denen Stahl für eine Baukonstruktion oder einen bestimmenden Gebäudeteil in überzeugender Weise eingesetzt wurde. Ebenfalls im Rahmen der diesjährigen Swissbau in Basel wurden die Siegerprojekte präsentiert und prämiert. Gewonnen hat den Wettbewerb Julia Doris Hemmerling mit ihrer Arbeit «City Station». Peter Berger, dipl. Arch. ETH/HTL, SIA, BSA, hielt die Laudatio zum Siegerprojekt. £

www.szs.ch

Q HEV sieht Handlungsbedarf bei der Energiestrategie 2050

Zwei Jahre, nachdem der Bundesrat die Botschaft zur Energiestrategie 2050 vorgestellt hat, ist diese Vorlage nun im Differenzbereinigungsverfahren. Gewisse Themen sind jedoch nach wie vor brisant. Der Schweizerische Hauseigentümerverband HEV sieht vor allem Handlungsbedarf bei der steuerlichen Behandlung im Zuge einer energetischen Gesamtsanierung eines Gebäudes. Der Gebäudepark wird zweifelsohne seinen Beitrag zur Energiewende leisten. Eigentümer benötigen hierzu fachmännische Unterstützung nicht nur im Energiebereich, sondern auch in rechtlichen und marktwirtschaftlichen Belangen. Erst wenn es gelingt aufzuzeigen, dass sich umfassende Erneuerungen wirtschaftlich wie auch gesellschaftspolitisch rentieren, werden sie auch umgesetzt. £

www.hev-schweiz.ch

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Q Zurzeit läuft die Anmeldefrist


agenda

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Veranstaltungshinweise Schweiz Q Kommunale Energieplanung für die Zukunft

1.3.2016, 9.00–17.00 Uhr St.Gallen Der Kurs zeigt, wie eine fortschrittliche Energieplanung abgestimmt werden kann. Erneuerbare Energien spielen dabei eine zentrale Rolle. £

www.pusch.ch

Q Jahresausstellung Architektur 2.3.–18.3.2016 Kornhausforum, Bern Ausstellung über ArchitekturIdentitäten im ländlichen Raum. £

www.kornhausforum.ch

Q Türöffner-Event 8.3.2016, 17.00–20.00 Uhr Altes Spital Solothurn, Oberer Winkel 2, 4500 Solothurn Podiumsdiskussion zum Thema «Wer gestaltet die Energiezukunft?» Der Kanton Solothurn hat ein Konzept erarbeitet, welches den Weg hin zu einem klimaverträglichen Umgang mit Energie aufzeigt. £

www.energie-cluster.ch

Q Fachtagung «Wieviel Technik braucht nachhaltiges Bauen?»

17.3.2016, 09.00–17.00 Uhr Ittigen bei Bern An der diesjährige Fachtagung von eco-bau und NNBS wird der Frage nachgegangen, was Technik aus heutiger Sicht für die Nachhaltigkeit eines Gebäudes leisten kann.

intelligent bauen 02/16

£

www.eco-bau.ch

Q 18. Immo Messe Schweiz 18.3.–20.3.2016 Fr. 14.00–19.00 Uhr Sa., 10.00 –18.00 Uhr So., 10.00–17.00 Uhr Messe St. Gallen, St. Gallen Die Immo Messe Schweiz widerspiegelte als bedeutende nationale Fachmesse für Eigentum, Umwelt, Energie, Bau und Renovation das Umfeld der Immobilienbranche und zog Fachleute, Bauherren und an Immobilien Interessierte an. £

www.immomesse.ch

Q Fachtagung «Bauen und

Q Mitgliederversammlung

Gesellschaft»

energie-cluster.ch

18.3.2016, 09.00–16.00 Uhr Messe St.Gallen, St.Gallen Thema: «Wie viel Dichte erträgt der Mensch?» Sechs Referenten thematisieren Dichte, Raumplanung und Architektur, welche den menschlichen Bedürfnissen in Zukunft gerecht werden. Die Fachtagung richtet sich an alle interessierten Fachleute aus den Bereichen Bau, Technik und Umwelt und findet im Rahmen der Immo Messe Schweiz 2016 statt.

23.5.2016, 11.30–13.30 Uhr Stade de Suisse, Bern Generalversammlung für Mitglieder von energie-cluster.ch.

£

www.bauenundgesellschaft.ch

Q Eigenheim Bern 2016 7.4.–10.4.2016 Do./Fr. 17.00–20.00 Uhr Sa./So.10.00–17.00 Uhr Bern Expo, Halle 4.1, Bern Regionale Ausstellung im Bereich Bauen und Immobilien. Es präsentieren sich Architekten, Generalunternehmungen, Baugenossenschaften, Immobilienanbieter, Fertighausanbieter, Energieberater, HLKS-Profis und Dienstleister.

£

www.energie-cluster.ch

Q Energie-Tage St. Gallen 26.5.2016 5. Internationaler GeothermieKongress und 4. Nationaler Energiekonzept-Kongress 26.–27.5.2016 7. St. Galler Forum für das Management erneuerbarer Energien 27.5.2016 2. Fachkongress «Energie + Bauen; Q Messe St.Gallen, St.Gallen Die Energie Tage bilden eine Wissens- und Community-Plattform rund um die Energiewende. Veranstalter sind die Universität St.Gallen, die Stadt St.Gallen, Empa sowie Olma Messen St.Gallen. £

www.energie-tage.ch

www.eigenheimbern.ch

Q SVIT Immobilien-Messe 2016 8.4.–10.4.2016 Fr. 15.00–19.00 Uhr Sa. 11.00–17.00 Uhr So. 11.00–17.00 Uhr Kongresshaus, Claridenstrasse, Zürich Die SVIT Immobilien-Messe steht für attraktive Wohnangebote im Wirtschaftsraum Zürich. Für Wohninteressierte ist sie erste Anlaufstelle zu den führenden Immobilienanbietern. £

www.svit-immo-messe.ch

Q Bauen und Wohnen Aargau 21.4.–24.4.2016 Tägerhard, Wettingen 330 Aussteller präsentieren unter anderem Neuheiten, Informationen und Produkte zu den Themen Hausbau, Gebäude erneuern, Energieverbrauch, Energieeffizienz. £

www.messe-aargau.ch

Ausland Q com:bau 4.3.–6.3.2016

Messe Dornbirn, Dornbirn / A Die Messe für Architektur, Bauhandwerk, Energie und Immobilien. £

www.messedornbirn.at

Q Schweizer und Berliner Architekten im Dialog

16.3.2016–19.00 Uhr BDA-Galerie, Mommsenstrasse 64, Berlin / D Im Vordergrund einer ganzen Veranstaltungsreihe steht der Dialog zwischen Schweizer und Berliner Architekten. £

www.sia.ch

Q Messe «Fensterbau Frontale» 16.3.–19.3.2016 Messe Nürnberg, Nürnberg / D Die Weltleitmesse für Fenster, Türen und Fassaden, speziell für Planer und Architekten. £

www.frontale.de


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ausblick

Vorschau März 2016

Konsequent: Immobilienbewirtschaftung und Facility Management.

Beispielhaft: Neubau Seniorenzentrum Emmenfeld.

Dach: der Gebäude. Glasklar: Kopfkleid Lärmschutz mit modernen Glasfenstern.

Betagtenzentrum und Betreutes Wohnen unter einem Dach: Mit dem Zentrum Emmenfeld wurde ein beispielhaftes Projekt realisiert. Der Neubau könnte für die ganze Schweiz wegweisend sein. Konsequente Immobilienbewirtschaftung und ein modernes Facility Management sorgen für gute Renditen und berechenbare Nutzungskosten. Verschiedene Beispiele aus der Praxis zeigen, wie das geht. Isolierglas ist multifunktional: Auch Glas kann viel zum Lärmschutz beitragen.

intelligent bauen 02/16

Die nächste Ausgabe erscheint am 24. März 2016


Neuerdings können Mobilbaukrane wippen – stufenlos bis 94 Meter... ... und günstiger als man denkt!

Zürich: Tel. 044 325 10 10 express@flueck.ag

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Luzern: Tel. 041 361 10 10

Basel: Tel. 061 301 10 10


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1 – 3 The Circle at Zurich Airport | 4 Hamel, Einkaufen und Wohnen auf dem neuen Saurer WerkZwei-Areal in Arbon | 5 Tissot Arena, die neuen Stadien von Biel | 6 & 7 SwissTech Convention Center, EPFL Lausanne

HRS IM AUFTRAG DER ZUKUNFT Öffentliche Bauten schaffen einen Mehrwert an Lebensqualität, führen zu wirtschaftlichem Erfolg einer Region und sind eine Plattform für die Generationen von morgen. Sie erfordern Perfektion in der Planung und Ausführung sowie Geschick in der Finanzierung. Dabei bewegen wir uns in einem Umfeld unterschiedlichster Interessen. Wir müssen den vielschichtigen Anforderungen aus Politik und Wirtschaft sowie denjenigen der Nutzer gerecht werden. Vorausschauend Handeln ist unser Credo – professionelles Baumanagement unsere Kernkompetenz.

HRS Real Estate AG • HRS Renovation AG Immobilienentwickler, Total- und Generalunternehmer Walzmühlestrasse 48 • CH-8501 Frauenfeld • T +41 52 728 80 80 • frauenfeld@hrs.ch • www.hrs.ch BASEL • CHUR • DELÉMONT • FRIBOURG • GENÈVE • GIUBIASCO • GÜMLIGEN/BERN • NEUCHÂTEL ST.GALLEN • ST-SULPICE • VADUZ • ZÜRICH

intelligent bauen 02 2016  

Fachzeitschrift für vernetztes und nachhaltiges Planen, Bauen und Bewirtschaften

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