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aus der industrie

20 Jahre Götti-Design Kurt Bütikofer

Kaum zu glauben, dass es Götti-Fassungen erst seit 20 Jahren gibt – so präsent ist die Marke inzwischen auf Messen und in den Augenoptikgeschäften fast rund um den Globus. Die Firma mit 15 Mitarbeitern und rund 30 Aussendienstmitarbeitern weltweit hat das runde Jubiläum dort gefeiert, wo alles begann: im Optikergeschäft Götti + Niederer in einem Patrizierhaus in der Altstadt von Luzern. Hier, am Mühlenplatz 1, wurde eine Ausstellung zu diesen 20 Jahren Designgeschichte Ende März eröffnet. Gleichzeitig wurde die neuste Frühjahrskollektion vorgestellt. In den Räumen, in denen Designer Sven Götti seine ersten Brillen gezeichnet hat, zeigte die Ausstellung einen Querschnitt durch die letzten 20 Jahre und befasste sich mit der Herstellung von Brillenfassungen, dem Designprozess und dem Marketing, welches hinter den Produkten steckt. Beim Eintritt in das historische Patrizierhaus der Familie Rüttimann wurde man von einem 3,5 Meter hohen Leuchter begrüsst. Das Prunkstück ist mit 541 Sonnenbrillen aus den vergangenen Jahren bestückt und wurde eigens für die Ausstellung kreiert. Er führte die Besucher über das Treppenhaus direkt hoch zum ersten Stock, in welchem sich die Ausstellung und der Showroom befanden. Die alte Stube wurde von einem grossen gehobelten Holzrahmen mit Bildtafeln gequert, welcher die Ausstellung in thematische Bereiche unterteilte. Auf Tischen mit kleinen Leselampen wurden Highlights und Meilensteine aus den vergangenen Kollektionen gezeigt.

Die erste Kollektion von 1996 liess die Besucher modisch in eine andere Zeit eintauchen, die Handschrift und die Designphilosophie von Sven Götti ist bereits sichtbar. Auf einem anderen Tisch aus dem Jahr 2003 fand man unter anderem Einzelstücke, welche für die Fashion Show des Schweizer Modedesigners Daniel Herman in London kreiert wurden. Auch gezeigt wurden viele Prototypen, unrealisierte Formexperimente, Rohlinge und Stanzwerkzeuge aus der Produktion in Japan. Auf einem Tisch wurde man aufgefordert, die Bügel der Sonnenbrille zu drehen. Gezeigt wurde das innovative Brillenscharnier, welches Götti vor ein paar Jahren patentiert und mit diesem technischen Novum den Sonnenbrillenmarkt aufgemischt hat. Für diese Entwicklung erhielt das Schweizer Unternehmen mehrere Designpreise auf der ganzen Welt.

Im Holzrahmen befinden sich die Exponate, welche 20 Jahre Götti dokumentieren.

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aus der industrie Die Geschichte der Brillenmarke geht ins Jahr 1993 zurück, als Sven Götti und Urs Niederer das Optikergeschäft Götti + Niederer eröffneten. Die modern eingerichteten Räumlichkeiten und ein ausgewähltes Angebot führten das Geschäft schnell zum Erfolg. Auf dieser Basis baute Sven Götti seine eigene Brillenkollektion auf. Schon 1994 entstand eine kleine Kollektion aus Naturhorn. Die Brillen fanden grossen Anklang und so hat S. Götti die Kollektion mit Erfolg stetig weiterentwickelt. In 20 Jahren ist ein Unternehmen entstanden, dessen Brillen und Sonnenbrillen weltweit bei mehr als 1200 Fachgeschäften angeboten werden. Durch die Präsenz in mittlerweile über 30 Ländern hat Götti Switzerland in der Optik-Branche internationale Bekanntheit erlangt. Neben der Geschichte der Brillenmarke liess die Ausstellung auch einen Blick hinter die Kulissen der Firma werfen. Was braucht es alles, um Brillen weltweit zu verkaufen? Wie gelingt es einem Schweizer

Die erste Kollektion von 1996.

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Informationssysteme für die Schweizer AugenoptikerInnen

Ein Leuchter mit 541 Götti-Fassungen zieht im Treppenhaus die Blicke auf sich. Schweizer Optiker 5/2013


aus der industrie Unternehmen, mit seinen Produkten Fans in Paris, Seoul und New York zu finden? Und wie ist heute das Marketing und der Vertrieb der Marke organisiert? Die Ausstellung wird später auch noch in Bern und Basel zu sehen sein.

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Eyetech

Die zweite Firmengründung von Sven Götti und Urs Niederer war 1996 die Eyetech AG. Die Vorstellung der jungen Augenoptiker war es, unabhängige Augenoptikergeschäfte mit hochwertigen, aber günstigen Brillengläsern zu beliefern. Die Idee eines Lagerpools zu Nettopreisen hat sich durchgesetzt. Inzwischen ist ein vollständiges Gläsersortiment mit vielen Spezialitäten entstanden. Mit der Eye-Box kann sich der Optiker zudem ein eigenes Glaslager zum Vorzugspreis einkaufen. Falls er das wünscht, wird dieses Lager periodisch vom «EyePilot» wieder aufgefüllt und gepflegt. Eine weitere Idee aus der«Kreativitäts-Küche» von Eyetech ist das Konzept V-Eye-P: Geschäfte, die hier mitmachen, verpflichten sich, Eyetech als Hauptglaslieferanten zu wählen. Im Gegenzug entwickelt das Kreativ-Team von Eyetech zusammen mit internen und externen Spezialisten und dem Geschäftsinhaber massgeschneiderte Kommunikations- und Marketingkonzepte.

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Die ersten Hornbrillen von 1994.

Zwei von sieben Presswerkzeugen für die Produktion des Modells Yvo.

Hier hat alles begonnen: Das Augenoptikgeschäft Götti + Niederer in Luzern. Schweizer Optiker 5/2013

Die Götti-Jubiläumsparty ging im «Südpol» in Luzern über die Bühne.

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Schweizer Optiker Mai 2013 - Seiten 15 - 17