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Musik im Blut

Seit 1. September ist Thomas Kerbl neuer Vize-Rektor der Anton Bruckner Privatuniversität mit 850 Studenten in Linz. Warum der gebürtige Micheldorfer, der erst mit elf Jahren mit dem Klavierspielen begann – „ein unglaublich privilegiertes, selbstbestimmtes Leben“ führen darf, erzählt er auf den Seiten 6/7.

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Filmemacher dreht mit Anna Netrebko Der Schlierbacher Alex Limberger filmte den Weltstar bei den Salzburger Festspielen. Seite 8

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Die Zeitung fürs südliche Oberösterreich! Auflage 54.000 • Gradenweg 1 • 4563 Micheldorf Tel. 075 82 / 61 3 66 • Mail: redaktion@extrablick.at 21. Jahrgang • Nummer 12/2017 • 8. September

w w w. e x t r a b l i c k . a t

• Ein Buch im Bild

Der Micheldorfer Schriftsteller Erwin Einzinger hat schon viele Bücher geschrieben. Eines davon wird jetzt auf Video gelesen – von achthundertdreiunddreißig Menschen aus dem Bundesrealgymnasium Kirchdorf – zum fünfzigjährigen Schuljubiläum. Warum der Autor und ehemalige Lehrer lange Zeit nichts davon erfahren hat – das erfahren Sie auf den Seiten 4/5.

• Autobahn-Fest

Mit einem großen Fest wird am Samstag, 9. September ab 11 Uhr gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer und Minister Alois Stöger die Verkehrsfreigabe der Tunnelkette in Klaus gefeiert. Auf acht Kilometern wurden um 166 Millionen Euro auch die letzten vier Tunnel zweiröhrig ausgebaut. Die gesamte Bevölkerung ist eingeladen. Alle Infos gibts auf den Seiten 26 bis 29.

Viertausender-Königin.

In nur sechs Jahren hat Marlies Czerny aus Steinbach an der Steyr alle 82 Viertausender-Gipfel der Alpen bestiegen. Wir haben sie zum „Gipfel-Gespräch“ auf ihren Hausberg auf die Grünburger Hütte begleitet. Dort wurde vor neun Jahren ihr Feuer für die Berge entfacht. Seite 10

• Möbel für Kinder

Michael und Susanne Hamminger leiten die Steiner Möbel GmbH in der Scharnsteiner Ortschaft Viechtwang, die der Großvater vor mehr als 90 Jahren gegründet hat. Heute ist das Unternehmen, das dreißig Mitarbeiter beschäftigt, Spezialist für die Einrichtung von Kindergärten und neben Österreich auch in Deutschland und in der Schweiz erfolgreich tätig. Seite 22


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Freddy Durchblick

Verehrte Leserinnen, verehrte Leser! Gute Geschichten brauchen Zeit, die kann man nicht in wenigen Minuten im Vorbeigehen machen. Dass wir uns diese Zeit nehmen, das merkt man – hoffentlich – auch in dieser Ausgabe. Wenn man sich als Journalist diese Zeit nimmt, dann kann man seinen Gesprächspartnern auch den einen oder anderen Sager entlocken, der eine Geschichte erst so richtig lebendig macht: „Wenn jeder das tut, was er gerne macht, gäb‘s weniger grantige Leute“, glaubt Marlies Czerny aus Steinbach an der Steyr, die gerade als erste Österreicherin alle 82 Viertausender der Alpen bestiegen hat. Der gebürtige Micheldorfer Thomas Kerbl, seit 1. September neuer VizeRektor der Anton Bruckner Privat-Universität in Linz, ist dankbar – „dass ich ein unglaublich privilegiertes und selbstbestimmtes Leben führen darf!“ Und Autor Erwin Einzinger aus Micheldorf meint: „Jeder Tag in der Schule, an dem nicht gelacht worden ist, ist ein vorlorener Tag.“ Der nächste extra-blick erscheint am 28./29. September. Bis dahin alles Gute, auf Wiederblicken, herzlichst Ihr

Freddy Durchblick

Sebastian Kurz (Mitte) und Nationalrat August Wöginger (rechts), der die Landesliste anführt, präsentierten die Kandidaten des Bezirkes Kirchdorf für die Nationalratswahl – v.l.: Matthias Berger, Sigrid Grubmair, Sabine Herndl und Klaus Aitzentmüller.

Starkes Team für neue ÖVP Quartett aus dem Bezirk Kirchdorf tritt für Liste Sebastian Kurz an

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eue Wege geht auch der Bezirk Kirchdorf bei der Aufstellung der Kandidaten zur Nationalratswahl. Je zwei Kandidatinnen und Kandidaten treten für die „Liste Sebastian Kurz – die

Neue ÖVP“ auf der Wahlkreisund Landesliste an. „Alle vier bringen Erfahrung in der Kommunalpolitik mit, jeder deckt einen wichtigen Bereich ab, keiner hat davor für eine bundes- oder

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landesweite Wahl kandidiert“, erklärt ÖVP-Bezirksvorsitzender LAbg. Dr. Christian Dörfel: „Wir alle stehen zu 100 Prozent hinter Sebastian Kurz und seinem Team. Im Traunviertel sind unsere Kandidaten gemeinsam mit Nationalrat Hans Singer die Garanten für die bestmögliche Vertretung der Bürgerinnen und Bürger des ländlichen Raumes!“ Sabine Herndl: Die Landwirtin mit Leib und Seele ist seit 2015 Gemeindevorstand der ÖVP in Klaus und setzt sich für die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern ein. Nicht nur im Bezirk, sondern im ganzen Traunviertel. Klaus Aitzetmüller: Als Wirtschaftskammer-Bezirksobmann vertritt der Vizebürgermeister von Hinterstoder tagtäglich unsere Unternehmerinnen und Unternehmer, die wichtige Arbeitsplätze in der Region schaffen. Sigrid Grubmair: Die Vizebürgermeisterin von Pettenbach ist gelernte Konditorin, seit einigen Jahren selbstständig und macht sich für verbesserte Rahmenbedingungen von Ein-Personen-Unternehmen stark. Matthias Berger (22) ist Gemeinderat in Rosenau und setzt sich im Wahlkampf vor allem für Spitzenkandidat Sebastian Kurz ein: „Er ist einfach der Beste!“


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l winkel

Tischlerei Bernegger feiert

Zum 25 Jahr-Jubiläum wartet am 16. September ein tolles Programm

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Das Leben ist schön. Auch im Rollstuhl. Anders schön als vorher. Aber auch schön!

Kira Grünberg erzählt in der Tischlerei Bernegger über ihr Leben vor und nach ihrem schweren Trainingsunfall. bichler-Sohneg beim Bürgermeister-Kochen am Herd im Einsatz.

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Sprung in ein neues Leben Von 15 bis 16 Uhr erzählt die ehemalig e Stabhochspringerin Kira Grünberg, die nach einem Trainingsunfall vor zwei Jahren querschnittgelähmt ist, im Gesp präch mit extra-blick-Chefredak-

teur Thomas Sternecker, wie sie ihr Schicksal auf beeindruckende Art und Weise meistert. Den ganzen Tag hat man die Gelegenheit, ganz ungezwungen die neuesten Einrichtungstrends zu besichtigen und einen hochinteressanten Blick hinter die Kulissen der modernen Tischlerei zu werfen.

An

iesen Termin sollte man auf keinen Fall verschlafen: Am Samstag, 16. September feiert die Tischlerei Bernegger in Klaus mit einem Tag der offenen Tür ihr 25-jähriges Bestehen mit einem großen Jubiläumsfest. Jeder ist herzlich eingeladen! Wenn das kein Grund zum Feiern ist: 1992 – vor genau 25 Jahren – wagte Günther Bernegger als Ein-Mann-Betrieb in seiner Garage in Molln den Schritt in die Selbstständigkeit. Heute beschäftigt er in seiner modernen Tischlerei samt 400 Quadratmeter großem Schauraum 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist Komplettausstatter am Einrichtungssektor und hat sich weit über Oberösterreichs Grenzen hinaus einen Namen als Experte für gesundes Schlafen gemacht. „Zu unserem Jubiläum wollen wir Kunden, Freunde und Gäste mit einem unterhaltsamen Tag beschenken“, lädt der innovative Tischlermeister alle Interessierten herzlich zu einem Besuch ein. Von 9 bis 12 Uhr startet Friedl Pernkopf mit seinem Stodertaler Gaudi-Express bei einem Frühschoppen einen Angriff auf die Lachmuskeln. Ab 10 Uhr sind die Ortschefs aus der Region unter Anleitung von Monika Lind-

Der Stodertaler Gaudi-Express sorgt für Stimmung.

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch! hren Besuch! Wir freuen uns über IIhren

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Bitte beachten Sie den Folder mit der Firmen-Präsentation der Tischlerei Bernegger, der einem Teil dieser Ausgabe beiliegt und auch im Schauraum in Klaus aufliegt.

Blick Blick

Thomas Sternecker

Lebens-Wert Wieviel ist ein Mensch wert? Diese Frage ist nach der kürzlich zu Ende gegangenen Transferzeit im internationalen Fußball aktueller denn je. Da werden Kicker um bis zu 220 Millionen Euro (das waren einmal mehr als 3 Milliarden Schilling!) von einem Verein zum anderen verscherbelt – nur damit sie 90 Minuten einem Ball nachlaufen und möglichst viele Tore schießen. Fürs nötige Kleingeld sorgen immer öfter Scheichs oder reiche Chinesen. Wieviel ist ein Mensch wert? Das frage ich mich auch, wenn ich sehe, wie wenig Geld es bräuchte, ein Kind in Afrika vor dem Hungertod – ja, den gibts dort noch – zu retten. Nichteinmal 300 Euro im Jahr, hat eine Hilfsorganisation vorgerechnet. Um die 220 Millionen Euro, für die ein gewisser Neymar von Barcelona zu Paris St. Germain gelotst wurde, könnten in der ärmsten und dürrsten Region Afrikas 700.000 Kinder zumindest so ernährt werden, dass sie nicht verhungern müssen. Die Fußballer schießen ihre Tore – oder auch nicht – und die Kinder sterben weiter. Aber so ist das Leben. Und bald wird der erste Fußballer um 300 Millionen verkauft – wetten!?


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Achthundertdreiunddreißig Achthundeertdreiunddreißig Erwin Einzinger war Lehrer am Gymnasium in Kirchdorf – und Schriftsteller. Heut widmet er sich ganz dem Schreiben. Eines seiner vergriffenen Bücher ist jetzt am Gymnasium als LeseVideo verfilmt worden – 833 Menschen lesen das Buch – achtzehn Stunden lang einschließlich Fußnoten, und kein bissl fad.

Der Lehrer Hans Martin Sturm hat das Video-Projekt am Gymnasium Kirchdorf vorangetrieben. Und er hat sich dafür vieles selbst beigebracht – das Filmen und das Video Schneiden zum Beispiel.

Spaß gemacht hat das Lesen fürs Video fast allen Schülerinnen und Schülern.

Die 77 Lehrerinnen und Lehrer sind im Lese-Video für die Fußnoten zuständig. Die werden in den Bilderrahmen überm Lese-Tisch eingeblendet.

Das Buch heißt „Aus der Geschichte der Unterhaltungsmusik“. Erwin Einzinger nennt es einen Roman und es hat fünfhundertsechsunddreißig Seiten. Beides soll niemand schrecken. Ziemlich genau nach zwei Seiten ist jede der Geschichten in dem Buch zu Ende. Und auf dem Umschlag könnt auch stehen „Gedichte“: Erwin Einzingers Romane haben viel Poetisches an sich. So, wie seine Gedichtbände auch Etliches von einem Roman haben. Schule braucht das Lachen Drum ist sein Lieblingsschriftsteller aus der Klassik auch nicht der Freiherr Johann Wolfgang von Goethe, mit seiner Strenge, sondern ein deutscher Lehrersohn, der sich Jean Paul nannte: Einer, der sich eine Freude damit macht, seine Leserinnen und Leser manchmal zu verwirren. Und einer, der viel Humor hat – nur so ist für ihn die Welt vor zweihundert Jahren auszuhalten. Deshalb gefällt dem Erwin Einzinger auch das Zitat des leider schon verstorbenen Lehrer- und Schriftstellerkollegen Walter Kempowski: „Jeder Tag in der Schule, an dem nicht gelacht worden ist, ist ein verlorener Tag“. Erwin Einzinger hat lang nichts davon erfahren, dass sein Buch im Gymnasium verfilmt wird. Die Idee dazu hatte der Lehrer Hans Martin Sturm. Entstehen sollte das Video während der

Schulzeit, möglichst ohne den Unterricht zu stören. Lesen sollten im Video alle Schülerinnen und Schüler an der Schule – und nicht bloß viele oder die meisten. Und fertig sein sollte es zum fünfzigjährigen Schuljubiläum Anfang des Sommers. Genau das ist gelungen. Sowas wie ein Bühnenbild hat es dafür gebraucht; einen Raum für die Dreharbeiten, in dem die Filmausrüstung stehen bleiben konnte. Und einen genauen Drehplan für die zweihundertvierzig Einzelsequenzen. In denen treten 756 Schülerinnen und Schüler auf, 77 Lehrerinnen und Lehrer und neun Menschen aus der Verwaltung. Und wie beim Buch gilt auch im Video – es steckt viel drin an Zusammenhängen, die man beim ersten Sehen oder Lesen vielleicht nicht bemerkt. Die Vielfalt der Stimmen passt gut zu Einzingers GeschichtenSammlung: Die kreist tatsächlich um die Unterhaltungsmusik. Entstanden in rund zehn Jahren, „in

Verwirren als Kunstprinzip, und das mit ziemlich viel Humor: Der Dichter Jean Paul hat das vor zweihundert Jahren schon vorgelebt in seinen Büchern. Dem Schriftsteller Erwin Einzinger gefällt es heut noch genau so.


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Stimmenn für für ein ein Buch Buch einer Arbeit wie in einem Tunnel“ – sagt Erwin Einzinger. Als er mit seinem Buch begonnen hat, da hat er gerade seine Arbeit als Lehrer beendet und ist in „Vorruhestand“ gegangen. „Du spinnst“, haben etliche Lehrerkollegen gesagt. „Willst Tauben füttern in der Pension?“ „Ich hab die Kinder gern ghabt“ sagt Erwin Einzinger, „aber wie ich aufhören hab können, war es die pure Euphorie: Vierzehn Tage auf Lesereise in China, dann in Japan“. Früher hat er schon bei drei Tagen auf der Frankfurter Buchmesse ein schlechtes Gewissen gehabt, den Kolleginnen gegenüber, die ihn daheim vertreten müssen. Der Schreiballtag ist auf einmal auch ganz anders: „Wenn Du in der Früh nicht mehr auf musst, is es fürs Schreiben unglaublich gut – die Ruhe, ...“ Haus-Übung für Schrift-Steller „Eine Sammlung von anekdotenhaften Erzählelementen“, nennt Erwin Einzinger sein Buch. Und begonnen hat es ganz zufällig: Er war für ein SchreibStipendium in Rom. Und auch

Erwin Einzinger hat zehn Jahre lang gearbeitet an seinem Buch – „Aus der Geschichte der Unterhaltungsmusik“. wenn ihm nicht nach Schreiben zumute war, hat er sich gezwungen: „Ich muss diese Zeit nutzen“. Tag für Tag hat er versucht eine, zwei, drei Seiten zu füllen – in einem alten MathematikHausübungsheft. Dieses Schreiben nach Plan, diese formale Beschränkung ist ihm anfangs schwer gefallen: „Ich hab nie die Seiten voll-

Unglaublich bewegend, oberoesterreich.at

bracht“. Doch Erwin Einzinger hat weiter gesammelt, geschrieben – hunderte solcher kurzer Texte. Irgendwann ist ein Buch draus geworden, ein dickes, aber kurzweiliges. Von Erwin Einzinger sind bisher fünfzehn Bücher erschienen. Elf weitere Bände hat er aus dem Amerikanischen übersetzt. Seit

rund zehn Jahren erscheinen seine Bücher im Verlag Jung und Jung. Mehr zu seiner Arbeit und seinem Werk finden Sie unter www.eerwin.heimat.eu Das Video-Projekt, das am Gymnasium Kirchdorf entstanden ist, ist jetzt im Herbst wieder in der Aula des Bundesschulzentrums zu sehen. Franz X. Wimmer


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Foto: Andreas Wenter

Mehr als weiße Bereits mit 19 Jahren schloss Thomas Kerbl sein Klavierstudium am damaligen Bruckner-Konservatorium ab. Danach arbeitete er erfolgreich als Pianist, Dirigent, Produzent und UniversitätsProfessor. Mit 1. September wurde der gebürtige Micheldorfer zum Vize-Rektor der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz bestellt.

der Kirche zugeschaut, das hat mich fasziniert.“ Als er das erste Mal selbst in die schwarz-weißen Klaviertasten griff, da wars um ihn geschehen. „Ab diesem Zeitpunkt hats fast nichts mehr anderes für mich gegeben.“ Nach einem Jahr Unterricht an der Musikschule in Kirchdorf war die Lehrerin mit ihrem Latein am Ende und schickte das „Wunderkind“ mit zwölf Jahren ans Bruckner-Konservatorium nach Linz.

Fast jede freie Minute verbringt der Hobby-Gärtner in seinem Blumen- und Gemüsegarten.

Im Juni dieses Jahres wählten Rektorin Ursula Brandstätter und der Universitätsrat unter dem Vorsitz von Landeshauptmann Thomas Stelzer den 52-jährigen Musiker zum Vize-Rektor der Anton Bruckner Privatuniversität – eine von nur fünf Musik-Universitäten in Österreich. 850 Studierende aus aller Welt werden in Linz von 220 Lehrenden in 13 Bachelor- und 12 Master-Studien in den Bereichen Musik, Schauspiel und Tanz unterrichtet. „Ich habe das große Glück, dass ich ein unglaublich privilegiertes und sehr selbstbestimmtes Leben führen darf!“ In Micheldorf – mitten in der Natur am Fuße des Georgenberges aufgewachsen, begann der Bub erst mit elf Jahren mit dem Klavierspielen. „Mein Vater war jahrzehntelang Organist in Micheldorf, da habe ich ihm öfter in

Rektorin Ursula Brandstätter und Vize-Rektor Thomas Kerbl mit dem Universitätsratsvorsitzenden und Landeskulturreferenten Landeshauptmann Thomas Stelzer.

2015 wurde die neue Anton Bruckner Universität am Fuße des Pöstlingberges eröffnet – sie ist ein architektonisches Vorzeige-Projekt und neues Wahrzeichen.

Ausnahme-Pianist Dort durfte der Ausnahme-Pianist mit einer Sondergenehmigung seinen Traum in der Klavierklasse von Professor Hugo Rabitsch leben. „In der Musik spielt das Alter keine Rolle, entscheidend ist nur die Leistung“, weiß der Musikus, der sein Studium mit 19 Jahren abschloss. In einem Alter, in dem man normalerweise damit beginnt … „Es gibt mehr als schwarze und weiße Tasten“, musste ihn sein Lehrer damals bremsen – „wenn du mehr als drei bis vier Stunden pro Tag üben musst, mach was anderes!“ Der junge Pianist befolgte den Ratschlag. Als Thomas Kerbl mit 16 Jahren ein Bösendorfer-Stipendium bei einem Wettbewerb gewann,

Foto: Reinhard Winkler

Foto: Simon Bauer

2016 dirigierte Thomas Kerbl im Brucknerhaus das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach.


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und schwarze Tasten Taasten

Dirigent und Produzent Daneben tauschte er den Hörsaal immer öfter mit dem Dirigentenpult – das Dirigieren wurde zu seiner großen Leidenschaft. 1999 trat Thomas Kerbl im Stadttheater Bad Hall beim „Mann von La Mancha“ erstmals als Produzent in Erscheinung – „bis heute habe ich etwa 80 Produktionen auf die Beine gestellt“ – heuer im Juni gastierte er mit der Oper „Weiße Rose“ von Udo Zimmermann in Südkorea. Als Produzent und Dirigent wird Thomas Kerbl, der bereits seit 2009 als Dekan für organisatorische Dinge wie Studienpläne

oder Aufnahmeprüfungen verantwortlich zeichnete, ab sofort kürzer treten. Mit 1. September wurde er zum Vize-Rektor der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz bestellt, und als solcher gibt es viel zu tun. 2015 übersiedelte die Anton Bruckner Privatuniversität in ein völlig neues, zeitgemäßes Gebäude auf den Gründen des ehemaligen Schlosses Hagen am Fuße des Pöstlingberges in Urfahr. Seitdem herrscht Aufbruchstimmung. „Die Bruckner-Uni ist ein neues Wahrzeichen, damit spielen wir in einer ganz anderen Liga. Linz und Oberösterreich liegen mit diesem Angebot jetzt nicht mehr zwischen Salzburg und Wien, sondern auf Augenhöhe“, freut sich Thomas Kerbl auf seine neue Aufgabe, der er sich voll und ganz widmen wird. Als Vize-Rektor von Ursula Brandstätter möchte er das Landesmusikschulwerk in den Regionen, das hervorragende Leute hervorbringt, noch enger mit der Bruckner-Universität im Zentralraum vernetzen. Im Gegensatz zu anderen Musikuniversitäten in Österreich hat Linz eine überschaubare Größe – „bei uns kennt jeder jeden, wir sind wie eine große Familie!“ Th. Sternecker/E.Schnabl

Thomas Kerbl lebt in Eidenberg im Mühlviertel. Ehefrau Susanne Kerbl ist Direktorin der Landesmusikschule Puchenau, leitet die „Musical Theater Adademy“ und steht als Sängerin und Regisseurin auf und hinter der Bühne, Tochter Laura (20) studiert Sprachen in Salzburg.

Vor 30 Jahren begann Thomas Kerbl seine Lehrtätigkeit am damaligen Brucknerkonservatorium als Korrepetitor. Seit 1. September ist er Vize-Rektor der Anton Bruckner Privatuniversität.

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zum Querdenken

Die Anfangsbuchstaben der Antworten ergeben den Namen eines Vogels, der noch lange keinen Sommer macht. 1. eine italienische Frau 2. dieses Gas kommt in jedem Schwimmbad vor 3. Menschen und Flaschen haben einen 4. gibts im Haus und am Berg 5. nicht mehr Stamm und noch nicht Zweig 6. Kühe sinds nicht, aber eine Schokoladen-Verpackung 7. Dieses Gefährt wird mit Motor, Segel oder Ruder angetrieben 8. Wenn man LESE verkehrt liest, kommt dieses Tier heraus

Lösung: 1. SIGNORA; 2. CHLOR; 3. HALS; 4. WAND; 5. AST; 6. LILA; 7. BOOT ; 8. ESEL.

gingen für ihn viele Türen auf. „Ich habe als Pianist in der halben Welt – von Europa bis Asien – gespielt.“ 1987/88 – vor genau 30 Jahren, bekam er seine Berufung ans Bruckner-Konservatorium – aus dem 2003 die Anton Bruckner Privatuniversität hervorging. „Als Korrepetitor begleitete ich die Studenten am Klavier beim Vorsingen oder bei Prüfungen.“ Mit 27 Jahren leitete Thomas Kerbl eine Ausbildungsklasse für Lied und Oratorium, 2005 übernahm er die Institutsdirektion für Gesang und 2008 habilitierte er zum Universitätsprofessor.


Seitenblicker

ewald@extrablick.at

Ewald Schnabl

Schlierbacher Schlierbbacher filmt filmt Weltstars Weltstars

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or mehr als zwanzig Jahren gründete Alex Limberger seine Firma AllFilm. Seitdem filmt, schneidet und produziert der 39-Jährige für verschiedenste Produktionsfirmen und Fernsehsender wie ORF, ZDF, ServusTV, arte oder 3Sat. Seit etwa zehn Jahren ist der Film-Profi aus Schlierbach als Kameramann auch bei den Salzburger Festspielen im Einsatz. „Wir haben Künstlerporträts über Placido Domingo oder Rolando Villazón gedreht, Opern gefilmt und sogar den gesamten Jedermann am Domplatz aufgezeichnet“, erinnert er sich an die Höhepunkte. Kürzlich war Limberger für die ORF-Sendung „Kulturmontag“ in der Festspielstadt unterwegs. In der Galerie Rudolf Budja – neben dem Festspielhaus – stellten Weltstar Anna Netrebko und Ehemann Yusif Eyvazov ihr erstes gemeinsames Duett-Album „Romanza“

Alex Limberger (Mitte) beim Dreh im Rahmen der heurigen Salzburger Festspiele mit Anna Netrebko (links) und Ehemann Yusif Eyazov – rechts ORF-Redakteurin Marion Schmid und der Linzer Tontechniker Dominik Kostolnik. vor und gaben Moderatorin Barbara Rett ein Interview, das von Alex Limberger mit der Kamera festgehalten wurde. „Sie war sehr locker drauf und kam sympa-

Präsidenten-Besuch

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ertreter des Bezirkes Kirchdorf gratulierten gemeinsam mit Landesrat Max Hiegelsberger Georg Strasser, der kürzlich zum neuen Präsidenten des Österreichischen Bauernbundes gewählt wurde. Er kommt aus

thisch rüber“, erzählt der Kremstaler vom Dreh mit der für viele weltbesten Opernsängerin. Mit Karl Ploberger filmte Alex Limberger kürzlich Gärten in England

und auf Reunion bei Mauritius. Derzeit dreht er vier Dokumentationen für ORF OÖ – eine über Höhlen führt ihn auch in die Bergwelt ins südliche Oberösterreich.

Nöchling im Bezirk Amstetten, nach der Landesgrenze zu Oberösterreich. „Mit 7 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung sichern die Landwirte die Lebensqualität vor Ort und schaffen Arbeitsplätze“, betont der neue Präsident.

Zwei Fliegerclubs schlossen sich zusammen.

Am Foto v.l.: LKR Walter Lederhilger, Landesrat Max Hiegelsberger, Präsident Georg Strasser, Bezirksbäuerin Erika Glinsner und Bauernbund-Obmann Franz Karlhuber.

Zwei Traditionsvereine schlossen sich kürzlich zum neuen „Fliegerclub Traunsee“ zusammen. Bei einem toll organisierten „Flugplatzfest“ in Gschwandt wurde auf die gelungene Zusammenführung der beiden Traditionsvereine angestoßen. Am Foto v.l.: Bgm. Fritz Steindl (Gschwandt), Fliegerclub Traunsee-Obmann Manfred Asamer, Arno Perfaller, Nationalrats-Kandidat fürs Salzkammergut und der Scharnsteiner Bgm. LAbg. Rudolf Raffeslberger.


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35.000 Besucher Besucheer im im BMW-Werk

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as BMW-Werk in Steyr feierte sein 35-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür – und die ganze Region feierte mit. Mehr als 35.000 Besucher tummelten sich am Werksgelände, erkundeten Dieselmotoren-Entwicklungszentrum, mechanische Fertigung, Logistik und Motorenmontage, informierten sich beim Personalwesen über ihren Traumberuf bei BMW und bestaunten über einhundert teils historische Fahrzeuge, vom BMW Dixi über sportliche DTM Cars bis hin zum edlen Rolls Royce. „1982 produzierten wir etwa 9.000 Motoren im Jahr, mittlerweile sind es mehr als 6.000 am Tag“, erklärte Geschäftsführer Gerahrd Wölfel, der von Landeshauptmann Thomas Stelzer mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich überrascht wurde. Das Werk in Steyr ist mit rund 4.500 Mitarbeitern das weltgrößte Motorenwerk der gesamten BMW-Gruppe und einer der größten Industriebetriebe unseres Bundeslandes. Am Standort in Steyr befindet sich auch das weltweit einzige BMWEntwicklungszentrum für Dieselmotoren.

Gerhard Wölfel, der Geschäftsführer des BMW Werkes Steyr, erhielt von Landeshauptmann Thomas Stelzer das Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich verliehen.

Sängerknaben unterstützen Hilfsprojekt.

Ausverkauft war der Marmorsaal des Stiftes St. Florian, als Ausnahmesänger Alois Mühlbacher aus Hinterstoder mit seinen Freunden zu einem Benefizkonzert einlud. Mit seinen „Freunden“ waren sein Lehrer und Mentor Prof. Franz Farnberger, fünf Knabensolisten der St. Florianer Sängerknaben sowie ein Männerensemble der Sängerknaben gemeint. Das abwechslungsreiche Programm, bei dem natürlich Alois Mühlbacher im Mittelpunkt stand, riss die Besucher letztendlich zu „Standing Ovations“ hin. Der Reinerlös dieses Konzertes kommt einem Entwicklungshilfeprojekt der Linzerin Leopoldine Ganser in Chimualhuacan nahe Mexiko City zugute. Am Foto v.l.: Markus Stumpner, Fabian Winkelmaier, Franz Farnberger, Alois Mühlbacher und Elias Neuwirth. Übrigens: Wer das Konzert „Alois Mühlbacher & Friends“ in St. Florian verpasst hat – am Freitag, 8. September um 20 Uhr gibts das gleiche Programm im Bernardisaal des Stiftes Schlierbach.

Gratulation mit mit Fallschirmsprung Fallschirmsprung

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it 50 Fallschirmsprüngen über Linz feierte der Union Fallschirmspringerclub Linz kürzlich sein 50 Jahr-Jubiläum. Einen dieser Sprünge absolvierte auch Sportreferent LH-Stv. Michael Strugl, der auf diese Weise dem Verein zum Jubiläum gratulierte, mit Fallschirmlehrer Jürgen Berger, der in 15 Jahren über 2.000 Sprünge absolvierte, viele davon auch überm südlichen OÖ. In drei Starts sprangen 50 Fallschirmspringer im Stadtgebiet von Linz ab und bildeten verschiedene Freifallformationen. Ein einmaliger Rekord – noch nie gab es eine derart hohe Zahl an Fallschirmabsprüngen innerhalb eineinhalb Stunden über Linz. „Der Union Fallschirmspringerclub Linz steht für die Vielfalt des Sportlandes Oberösterreich und zeigt darüber hinaus immer wieder mit seinen sportlichen Leistungen auf“, betonte LH-Stv. Mit 200 km/h in Richtung Landeshauptstadt – Sportreferent LandesMichael Strugl zum Jubiläum. hauptmann-Stv. Michael Strugl mit Tandem-Pilot Jürgen Berger.


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„Man muss muss Dinge tun,

Eine starke Seilschaft, nicht nur am Berg: Mit ihrem Freund Andreas Lattner aus Micheldorf ist die Alpinistin der Berge wegen nach Roßleithen übersiedelt. 2011 bestieg sie mit dem Dom in der Schweiz ihren ersten Viertausender (links).

Die „Viertausender-Königin“ beim „Gipfel-Gespräch“ mit Thomas Sternecker auf der Grünburger Hütte. Hier hat vor neun Jahren alles angefangen. Der Weg vom Rieserbergparkplatz ist mit 75 Minuten angeschrieben – wir brauchen nur 45 Minuten.

Als erste weibliche Journalistin in der Sportredaktion der OÖ Nachrichten hat sie zehn Jahre lang tolle Geschichten geschrieben. Jetzt hat Marlies Czerny aus Steinbach an der Steyr selbst Geschichte geschrieben. Als allererste Österreicherin stand die 30-Jährige auf allen 82 ViertausenderGipfeln der Alpen. Thomas Sternecker marschierte mit der Alpinistin und Journalistin auf ihren Hausberg zur 1.080 Meter hohen Grünburger Hütte und führte mit ihr ein „Gipfel-Gespräch“.

Marlies, wir sitzen hier vor der Grünburger Hütte in deinem Heimatort Steinbach an der Steyr. Welche Bedeutung hat dieser Ort für dich? Eine große. Hier hat mit dem Bergsteigen alles angefangen. Ich hatte als Journalistin so viel Urlaub angehäuft, den musste ich abbauen. Nur was mach ich mit der vielen Zeit? Geh ich halt auf die Grünburger Hütte, hab ich mir gedacht. Vor ziemlich genau neun Jahren bin ich das erste Mal hier heroben gestanden und musste genauso schnaufen, wie du jetzt. Ich war damals sicher um zehn Kilo schwerer. Diese Wanderung – die Natur, das Singen der Vogerl – das hat etwas in mir ausgelöst. Im Ernst, du warst als Kind nie auf der Grünburger Hütte? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht mehr, vielleicht war ich als Kind einmal heroben. Meine Eltern hatten ein Gasthaus, da war am Wochenende nichts mit Wandern. Da habe ich Samstag und Sonntag für die Gäste Bier gezapft und Essen serviert. Du warst die erste Sportjournalistin in der langen Geschichte der OÖ Nachrichten. Wie kams dazu? Mein Papa und ich waren totale Fußballfans, unser Verein war Sturm Graz. Wir sind im Flieger

mit der Mannschaft zu den Europacup-Spielen mitgeflogen, da war ich noch ein Kind. Als Wirtstochter war ich nie auf den Mund gefallen und das Schreiben hat mir schon immer getaugt. Schon während der Schulzeit verfasste ich Geschichten für eine Regionalzeitung, nach der Matura absolvierte ich ein Trainee-Programm bei den OÖN und wurde fix als Redakteurin übernommen. Ich schrieb in der Linzer Ausgabe eine Kolumne über den LASK und wechselte in die Sportredaktion. Dort war ich sechs Jahre lang mit dem SkiZirkus im Weltcup unterwegs.

Wenn jeder das tut, was er gern macht, gäbs weniger grantige Leute

Wie gings nach deinem ersten „Gipfelsieg“ auf der Grünburger Hütte weiter? Ich bin regelmäßig hier herauf und auf den Schoberstein gegangen – und hab den Weg zu mir gefunden. Dann sind die Berge immer höher geworden. Am Großen Priel lernte ich andere Bergsteiger kennen, die haben mich öfter mitgenommen. Da war übrigens auch mein heutiger Freund Andi Lattner dabei. 2011 absolvierte ich die Ausbildung zur Hochtouren-Instruktorin, da-

Marlies überglücklich am Gipfel ihres letzten Viertausenders in Italien.


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nicht Ausreden suchen!“ nach habe ich mit dem Dom im Wallis meinen ersten Viertausender bestiegen und direkt im Anschluss glückte die Mont BlancÜberschreitung. Im Rahmen eines Austauschprogramms arbeitete ich ein halbes Jahr bei der Soloturner Zeitung in der Schweiz, da lagen die Westalpen fast vor der Haustür. Ich verbrachte jeden freien Tag in den Bergen und ein Viertausender hat den nächsten ergeben. Wie bist du auf die Idee gekommen, alle 82 Viertausender der Alpen zu besteigen? Zufällig. 2015 hat Andi so beiläufig gefragt, auf wievielen Viertausendern ich denn schon oben war. Ich habe hochgerechnet und bin überraschenderweise auf 65 Gipfel gekommen. Da dachte ich mir erstmals: Warum denn nicht alle 82? Du bist gerade aus Frankreich heimgekommen, hast mit deinem Freund die letzten vier Viertausender bestiegen. Wie war‘s? Schwieriger als erwartet. Wir hatten nur ein Zeitfenster von zwei Wochen, das Wetter war alles andere als ideal, auf dem schwierigen Brouillardgrat im MontBlanc-Gebiet kehrte der Winter zurück. Wir mussten uns sehr konzentrieren – ein falscher Schritt auf den 3.300 Höhenmetern, die großteils zum Klettern sind, und du bist weg. Aber wir haben es geschafft. Erst im Abstieg kamen Freudentränen und die Erleichterung wurde immer größer.

Die Berge sind meine Erfüllung, ich lebe meinen Traum

Was waren die schönsten Momente der 82 Besteigungen? Es fällt mir schwer, einen herauszupicken. Es gibt so viele. Wenn du über dem Nebelmeer stehst

und dir plötzlich beim Sonnenaufgang die ersten Strahlen ins Gesicht scheinen, sowas vergisst du nicht. Ich hab jeden der 82 Viertausender in Erinnerung. Ein besonderes Erlebnis war, als ich zum ersten Mal auf dem höchsten Berg de Alpen, dem Mont Blanc, stand. Mittlerweile war ich fünfmal oben. Ein unvergesslicher Moment war auch, als ich mit Andi am Neujahrstag mutterseelenalleine auf dem Matterhorn war, das sonst so überlaufen ist. Und mein letzter Gipfel, der Pic Luigi Amedeo, ist auch sehr präsent. Was fasziniert dich am Bergsteigen? Die Berge sind meine Erfüllung. Es wäre schön, wenn jeder im Leben das findet, was er gerne macht – dann gäb's viel weniger grantige Leute. Jeder hat „sein Ding“, er muss es nur finden und erleben – ohne immer Ausreden zu suchen. Dann geht's schnell und ein Schritt ergibt den nächsten. Du bist auf allen Viertausendern der Alpen gestanden, was sind deine nächsten Pläne? Es gibt soviele schöne Berge und Touren, da fallen mir sofort zehn bis zwanzig ein. Ich war zwar nie wirklich gut im Rechnen, aber 4.000 plus 4.000 ergibt doch 8.000, oder? Wenn es irgendwie möglich ist, möchte ich mit Andi nächstes Jahr meinen ersten Achttausender versuchen. Aber nicht über einen überlaufenen Normalweg, sondern über eine besondere Route. Eine große Schwierigkeit dabei ist die Finanzierung eines solchen Projektes, das wird ohne Sponsoren nicht gehen. Alleine die Gebühr für den günstigsten Achttausender beträgt etwa 7.500 Euro. Der Mount Everest kommt auf etwa 40.000 Euro – aber so viel kann kein Berg wert sein, das hat keinen Reiz für uns. Da suchen wir uns lieber auf dem niedrigsten 8000er eine spannende Route.

Marlies Czerny – hier im Schweizer Wallis – hat als erste Österreicherin alle 82 Viertausender der Alpen bestiegen.

Von der Journalistin zur Alpinistin.

Gipfel-Gespräche – diese Serie hat Marlies Czerny in ihrer Zeit bei den OÖ Nachrichten gemeinsam mit Christoph Zöpfl erfunden. Für die Interviews der etwas anderen Art mit Sportlern wie Marcel Hirscher, Andi Goldberger, Sabrina Filzmoser, Gerlinde Kaltenbrunner und vielen anderen ist sie von Sports Media Austria als Nachwuchs-Journalistin des Jahres 2011 ausgezeichnet worden. Nach zehn Jahren hat die Steyrtalerin Ende 2016 ihren Job bei den OÖN gekündigt und schreibt nun als Selbstständige für verschiedene Magazine. Mit ihrem Freund Andreas Lattner (32) aus Micheldorf ist sie der Berge wegen nach Roßleithen übersiedelt. Die beiden haben den Blog www.hochzwei.media gegründet, auf dem sie von ihren Bergtouren berichten. Marlies schreibt – Andi sorgt für die preisverdächtigen Fotos. In Multimedia-Vorträgen begeistern sie das Publikum – zum Beispiel am 19. November beim Nationalpark Kalkalpen Diafestival in Steyr.


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Foto: Norbert Pühringer

Wo Wasser ist,

Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt: Da ist was dran an der alten Regel – um den 8. September sind die meisten Schwalben schon am Weg in ihr Winterquartier.

Lehmige Pfützen, das feuchte Ufer eines Teiches – hier finden Schwalben das, was sie für ihr Nest brauchen. Hier sind Mehlschwalben unterwegs.

Fünfzehn Nester mit Rauchschwalben im Stall – und draußen im Hof noch drei Nester mit Mehlschwalben: In der Edt in Steinbach am Ziehberg sind in den vergangenen Wochen etliche dutzend Schwalben groß geworden. Eines haben sich die Bauersleute aber schon gefragt: Wo sind denn die jungen Schwalben aus der ersten Brut hin gekommen? Die waren bald nach dem Abfliegen einfach verschwunden. Sind die gleich drauf in den Süden gezogen?

die sammeln sich bei uns an großen Flüssen, an Seen – zum Beispiel am Neusiedlersee. Wo die Schwalben am Wasser wohnen Wenn die Schwalben dann im Spätsommer Richtung Süden ziehen, haben sie es nicht wirklich eilig: Rund zwei Monate dauert die Reise. Es geht übers Mittelmeer, über die Sahara und die Sahelzone bis ins tropische Afrika. Dort leben die Schwalben nicht flächig verteilt wie bei uns: Sie konzentrieren sich an großen Gewässern – dort treffen sich hunderttausende von Schwalben. Hier finden sie genug Nahrung und geschützte Schlafplätze im Schilf- oder Papyrusdickicht. Dort im Süden sind sie also zuhause – es sind afrikanische Vögel, die nur zum Brüten zu uns kommen. Und das mit großer Standorttreue – viele Schwalben suchen genau „ihr“ Nest wieder auf. Zurück ins Sommerquartier fliegen Schwalben übrigens schneller: Da gehts drum, wer den besten Nistplatz besetzen kann. Neue Territorien erobern nur die Jungvögel. Und die reagieren besonders aufs wechselnde Angebot an Nahrung: Wenn die Temperatur nur um ein paar

Nach oben zu wollen Schwalben ihr Nest geschützt wissen.

Wir haben den Vogelkundler Norbert Pühringer aus Scharnstein gefragt: „Bei uns brüten Schwalben in aller Regel zweimal – wenn es sich ausgeht vom Wetter und der Nahrung her“. In einem „schlechten“ Schwalbenjahr, einem nassen Jahr wie 2013/14 kann es passieren, dass selbst die Altvögel zu wenig zu fressen finden und verhungern. Schöne trockene Sommer sind „Schwalbensommer“. Und die Schwalben aus der ersten Brut,

An glatten Wänden hilft den Schwalben ein kleines Brett unter der Decke, dass ihr Nest trotzdem hält.

Junge Schwalben aus der ersten Brut sammeln sich und verbringen den Sommer an größeren Gewässern – zum Beispiel am Neusiedlersee.


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ist auchh eine Schwalbe Zehntelgrad steigt, dann können Insekten neue Gebiete besiedeln. Und die Schwalben folgen ihnen nach. Die Zugwege – die Route, die Distanz – werden bei Schwalben vererbt. Etliche tausend Jahre funktioniert das Zusammenleben von Menschen und Schwalben jetzt ganz gut: Schwalben sind Kulturfolger geworden. Früher haben Rauch- und Mehlschwalbe auf Felsen g ebrütet. Doch wo die Menschen sind und ihr Vieh, da gibts genug zu fressen. Und ein Nest lässt sich an einer Lehmwand genauso gut bauen, wie an einer Felswand. Bloß, dass die menschlichen Häuser immer glatter geworden sind. Und die Ställe mit dem Vieh und den vielen Insekten, die werden zunehmend vergittert – sodass kein Vogel mehr hinein kann. Dass das die EU so vorgeschrieben hat, das stimmt jedenfalls nicht, sagt Norbert Pühringer: Die Schwalben haben auch nach EU-Recht ihre Bleibe im Stall – nur Hausgeflügel soll nicht hinein. Vielfalt, die sich fressen lässt Kein Wunder, dass die Schwalben-Welt in der Edt in Steinbach am Ziehberg noch heil ist: Hier

Wo Wasser ist, gibts genug Insekten zu fressen – hier für eine Rauchschwalbe. ist noch nie Insekten-Gift gespritzt worden. Auf die Wiesen kommt seit Jahrzehnten kein Kunstdünger. So vielfältig, wie es hier blüht, so vielfältig sind auch die Insekten, die hier leben. Und wo Schwalben sind, dort fliegen auch Schwalben hin: Schwalben brüten gern in Kolonien, Einzelnester werden oft aufgegeben. Wie man den Schwalben helfen kann? Wo es genug zu fressen

200.000 Besucher bei OÖ Gartenschau.

Die OÖ Landesgartenschau in Kremsmünster ist schon jetzt eine Erfolgsgeschichte. Birgit Schickmair aus Sattledt löste kürzlich die 200.000ste Eintrittskarte. „Wir wollten schon lange her und freuen uns sehr, dass wir jetzt sogar beschenkt wurden“, freute sich die Jubiläumsbesucherin – die mit Tochter Linda und ihren Eltern einen Ausflug machte – über einen Korb voller Gartenprodukte und einen GastronomieGutschein von SPES. Am Foto bei der Besucher-Ehrung v.l. Kremsmünsters Bürgermeister Gerhard Obernberger, Gartenschau-Geschäftsführerin Karin Imlinger-Bauer, Birgit und Linda Schickmair, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Abt Ambros Ebhart. Die OÖ Landesgartenschau ist noch bis 15. Oktober geöffnet und auch im Herbst mit wechselnden Blumenschauen, Kinderprogramm und Konzerten einen Besuch wert.

gibt, dort fehlt oft das Nistmaterial: Schwalben sammeln Lehm, Erde, auch Mist, vermischen das mit Speichel. Innen wird das Nest mit Halmen und Federn ausgepolstert. Schwalben können ohne Probleme in großen Städten brüten – wenn ihnen jemand ein Nest aus Holzbeton montiert. Das hilft auch dann, wenn nach einem Umbau in einem Haus die alten Nistplätze weg g efallen sind. So brüten jetzt

im Seehaus in Grünau am Almsee wieder vier Paare Mehlschwalben – in Kunstnestern. Zwei weitere Paare haben sich ihr eigenes Nest am Haus gebaut. Oft g enügt schon ein Stützbrett – zehn, zwölf Zentimeter unter den „Staubläden“ angeschraubt. So können Schwalben ihr Nest bauen, auch wenn die Hauswand zu glatt wäre. Franz X. Wimmer

Foto: Norbert Pühringer

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Glaube, Liebe, Hoffnung Mag. P. Franz Ackerl

Gastmeister Stift Kremsmünster

Wie Maria Ich war im August zum wiederholten Mal auf kontemplativen Exerzitien in einem Kloster in der Steiermark. Das heißt: neun Tage meditieren, beten, schweigen. Die, die mich kennen trauen mir das immer nicht zu, dass ich einmal den Mund halte. Aber es ist jedes Mal aufs Neue spannend, was sich in der Stille alles ereignet. In diesen Tagen versucht man, indem man gänzlich auf Handy, Internet, ja sogar Lektüre verzichtet, einfach in der Gegenwart zu sein und zu sich selbst zu kommen. Gleichermaßen findet man so auch wieder neu und intensiver zu Gott. Inhalt dieser Exerzitien ist es, das sogenannte „Herzensgebet“ zu üben. Dieses kommt aus der ostkirchlichen Tradition und dabei spricht man eben im Herzen beim Atmen den Namen Jesus-Christus. So sollen alle unnützen Sorgen, alles Planen und Denken hintan gestellt werden, sodass man sich immer mehr mit Gott verbindet. So wie ja auch Liebende mit dem Namen des Geliebten so Vieles verbinden, so will man durch diese Art der Meditation auch im einfachen Nennen des Namens des Sohnes Gottes seine Gegenwart und Nähe erfahren. Ein Schritt auf diesem Übungsweg ist es, zunächst mit dem Namen „Maria“ zu beten. Weniger jetzt aus grundsätzlicher Marienverehrung – die uns Katholiken ja durchaus wichtig ist – sondern, um sich zu verdeutlichen, dass Jesus Mensch war, Sohn einer Mutter. So wie wir alle eine Mutter haben. Und durch dieses Meditieren des Namens der Gottesmutter wird man wieder achtsamer darauf, dass ja auch jeder Einzelne von uns seine Existenz letztlich einer Mutter verdankt. Sicher gibt es im menschlichen Bereich auch nicht so tolle „Mutter-Erfahrungen“. Zumeist aber überwiegen die positiven Assoziationen. „Mutter“ steht für Geborgenheit und Heimat, für bedingungslose Liebe und Angenommen-Sein. Vielleicht eröffnet diese Sichtweise auch einen neuen Zugang zur Marienverehrung. Am 8. September feiern wir das Fest „Maria Geburt“. Die Gottesmutter ist Zeichen dafür, dass die positiven mütterlichen Eigenschaften zutiefst auch Wesensmerkmale unseres Gottes sind. Weil ER alles tut, um bei uns anzukommen, hat er Maria schon von Beginn ihres Lebens an erwählt. Sie als Mensch war Botin Gottes. Das ist eigentlich auch unsere Aufgabe als Christen, dass wir etwas von der Liebe unseres Gottes zu den Menschen tragen. Solche Tage, wie die Exerzitien, von denen ich erzählt habe, helfen mir, dass ich mich wieder neu wie Maria auf Gott ausrichte, überlege was wirklich zählt im Leben und so wieder mehr Freude ausstrahlen kann. Ich wünsche auch Ihnen Zeiten, wo Sie auftanken können und vor allem die Gewissheit, dass Gott auch mit Ihnen Großes vorhat. ER möchte Sie zu seiner Botin, seinem Boten machen. Das Größte wird einem in der Stille geschenkt.

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In diesem Lada 1980 kaufte sich der legendäre Mollner „Radlmacher“ Franz Schöngruber einen nagelneuen Lada 1200 Kombi, den er 2004 – ein Jahr vor seinem Tod – seinem Enkel Michael Gschliffner schenkte. Der ist noch heute mit dem unverwüstlichen Russen unterwegs.

Mein Opa hat mit dem Auto alles mögliche transportiert – von eingekauften Schlitten bis zu Fahrrädern. Er ist selten gefahren – nur einmal im Jahr hat er mit meiner Oma Maria Zell besucht“, erinnert sich der 39-jährige Installateurmeister, der seine Großeltern auch selbst einige Male auf der jährlichen Wallfahrt chauffierte. „Als Dank hab ich den Lada geerbt.“ Als Michael Gschliffner im März 2007 seine Nicole heiratete, fuhren die beiden natürlich im olivgrünen Lada Kombi zum Traualtar. Das Auto hat nach 37 Jahren erst 93.000 Kilometer am Tacho, präsentiert sich in erstklassigem Zustand und ist fast unverwüstlich. Im Jahr 1966 beschloss die sowjetische Regierung den Bau eines staatlichen Automobilwerkes und schloss einen Kooperati-

onsvertrag mit Fiat ab. Die Russen erhielten die Erlaubnis, den 1966 zum Auto des Jahres gewählten Fiat 124 in Lizenz zu produzieren. Weil in der Nähe der Automobilfabrik die Schiguli-Berge liegen, wurde das Auto im Volksmund Schiguli genannt. Nachdem der Fiat 124 durch den 131er abgelöst worden war, begann der russische Anbieter, das Fahrzeug unter der neuen Marke Lada ab 1977 nach Westeuropa zu exportieren. Russische Qualitätsarbeit Die Baureihe, zu der auch der Lada 1200 Kombi gehörte, wies gegenüber dem Fiat 124 verschiedene Modifikationen, wie erhöhte Bodenfreiheit und dickere Karosseriebleche auf. Erste Versionen wurden wegen des strengen sibirischen Winters mit einer Kurbel zum Anlassen des Motors ausgestattet. Der Kombi, von dem zwischen 1971 und 1985 knapp 667.000 Exemplare erzeugt wurden, ist ein echtes Raumwunder. Der Prospekt von damals wirbt mit einem Ladevolumen von 1,3 Kubikmetern – „oder mit anderen Worten: Platz für gut 20 Kisten Bier!“

Aufgrund der Temperaturen in Sibirien verfügt der Lada 1200 Kombi über eine Kurbel zum Anlassen des Motors und eine manuell bedienbare Hilfskraftstoffpumpe


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haben 20 20 Kisten Kisten Bier Bier Platz Platz mein meii

A Auto

Der 1,2 Liter-Motor mit 60 Pferdestärken bringt immerhin 139 km/h auf die Räder, im ersten Gang schafft der Lada 1200 Kombi Steigungen jenseits der 30 Prozent. Kyrillische Beschriftung Die Beschriftung der wenigen Instrumente am Armaturenbrett ist in kyrillischer Schrift – „aber daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt“, lacht Michael Gschliffner, der mit Ehefrau Nicole und Töchterchen Johanna bereits einige Ausflüge im Steyrtal und im Salzkammergut unternommen hat. „Wir sind nur im Sommer abseits der Autobahn unterwegs“, sagt der Mollner, der mit seinem Lada im nächsten Jahr bei der Lions-Classic in Bad Hall erstmals an einer OldtimerRallye teilnehmen möchte. Thomas Sternecker

Michael, Nicole und Johanna Gschliffner mit ihrem olivgrünen Lada, Baujahr 1980.

LAND OBERÖSTERREICH

Herzlich Willkommen zur 26. OÖ. ORTSBILDMESSE in NATTERNBACH am 10. September, 10.00 Uhr

Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie

Infos & Programm: www.liebenswertes-ooe.at

EINTRITT

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Leistungsschau der oö. Dorf- und Stadtentwicklungsvereine


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im BLICKPUNKT 70 Jahre beim Spitaler Stiftschor

1947, als in der Spitaler Stiftskirche Mozart rts t Krönungsmesse unter der Leitung von Rudolf rt wurde, war die damals 14Mark uraufgeführt jährige Erna Angerer bereits als Sängerin dabei. Aufgrund des akuten Mangels wechselte sie im Jahr 2000 ins Tenorfach – auch heute singt die 84-Jährige noch mit Begeisterung im Stiftschor.

Neuer Nationalpark-Direktor

Dipl-Ing. Volkhard Maier (49) wurde aus 37 Bewerbern zum neuen Direktor des Nationalparks Kalkalpen bestellt und folgt mit Jahresende Dr. Erich Mayrhofer nach. Der Rottenmanner besuchte die HTL Steyr, studiert rte t in Wien Forstwirt rtt schaft und leitete zuletzt als Geschäftsführer den Sölktaler Naturpark.

Neue Stiftungsbetreuerin im SPES

Sandra Kranzl aus Kirchdorf arbeitet seit 2015 bei der SPES Arbeitsstiftung in Schlierbach. Jetzt hat sie ihre Human Ressource Management-Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen und wird als Stiftungsbetreuerin Menschen auf dem Weg in ein neues Berufsleben begleiten. www.spes.co.at/arbeitsstiftung

Raiffeisenlandesbank steigert den Gewinn.

„Die Geschäfte im ersten Halbjahr sind sehr gut gelaufen“, berichtete Generaldirektor Heinrich Schaller bei der Präsentation der Halbjahresbilanz. Der Gewinn vor Steuern hat sich auf 234,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht, das Betriebsergebnis auf 222,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Vor allem bei der Nachfrage nach Investitionskrediten spürt die RLB OÖ die gute Konjunktur, das Finanzierungsvolumen stieg in diesem Bereich um mehr als eine Milliarde Euro auf 14 Milliarden. „Wir sind hier sehr offensiv unterwegs“, betonte Schaller, der in Zukunft noch mehr auf Digitalisierung setzen wird. „94 Prozent aller Zahlungen werden von Privatkunden selbst übers Internet verbucht, wir bereiten derzeit die Online-Kreditvergabe vor.“

Foto: Moritz Ablinger

PflegerIn mit Herz 2017

Österreichs beste und beliebteste Pfleger gesucht

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Oberösterreichs Urlaubsgäste fahren Rad

Oberösterreich ist führend im Radtourismus: Die Infrastruktur aus Radwanderwegen, Mountainbikerouten und Rennradtouren begeistert einheimische Ausflügler und Urlaubsgäste. Das Rad-Angebot kommt den Bedürfnissen des Urlaubsgastes nach aktiver Erholung optimal entgegen. Jeder fünfte Gast steigt während des Oberösterreich-Urlaubs aufs Fahrrad. Mountainbiker sind als Zielgruppe auch im Visier von Pyhrn-Priel und der Region rund um den Nationalpark Kalkalpen. 2017 werden die Biker hier mit fordernden Neuheiten angelockt: Die neue TransNationalpark-Rundtour verbindet die beiden Nationalparks Kalkalpen und Gesäuse. 450 Kilometer lang und gespickt mit 11.500 Höhenmetern belohnt sie mit eindrucksvoller Naturkulisse und erholsamen Almen. Erst im Sommer eröffnet wurde der zweite Teil der „Pyhrn-Priel Trailogie“, der Singletrail auf der Wurzeralm in Spital am Pyhrn.

um sechsten Mal sucht die prominent unterstützte Initiative „PflegerIn mit Herz“ Österreichs beste und beliebteste Pfleger. Heuer werden erstmals Gewinner in drei Kategorien prämiert: Personen, die in Pflegeund Betreuungsberufen tätig sind, 24-Stunden-Betreuer und pflegende Angehörige. Demographische und gesellschaftliche Entwicklungen zeigen: Das Thema Pflege ist enorm wichtig – und wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Denn die Österreicher werden immer älter. Eine Tatsache, die natürlich erfreulich ist, gleichzeitig aber auch mit großen Herausforderungen, wie der steigenden Pflegebedürftigkeit, einhergeht. Um auf die Bedeutung des Pflegethemas aufmerksam zu machen, rief der Wiener Städtische Versicherungsverein gemeinsam mit der Wiener Städtischen Versicherung 2012 die Initiative

„PflergerIn mit Herz“ ins Leben. „Zahlreiche Pflegerinnen und Pfleger stellen ihr eigenes Leben in den Hintergrund, um Tag für Tag für ihre pflegebedürftigen Mitmenschen da zu sein und sich aufopferungsvoll um sie zu kümmern. Dieses Engagement wollen wir mit dieser Initiative honorieren“, sagt Dr. Günter Geyer, Präsident des Vereins „PflegerIn mit Herz“ und Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins. Sagen auch Sie „Danke“ Nominierungen können auf pflegerin-mit-herz.at bis 26. Oktober oder auf dem Postweg (Postfach 2500o/1011 Wien, Kennwort: „PflegerIn mit Herz“) eingereicht werden. Nominierungsfolder liegen in allen Filialen der Wiener Städtischen Versicherung, beim Hilfswerk, Volkshilfe, Diakonie, Rotes Kreuz und Caritas auf.


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Jedes zweite BMW-Modell ist mit Motor aus Steyr unterwegs

Das BMW Group Werk Steyr lud anlässlich des 35 Jahr-Jubiläums zum Tag der offenen Tür – und die ganze Region feierte mit. Mehr als 35.000 Besucher warfen einen hochinteressanten Blick hinter die Kulissen des Motorenwerkes.

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Spannende Einblicke in das weltgrößte Motorenwerk der BMW Group, viel Freude am Fahren und ein buntes Programm für Jung an Alt: Das 35. Produktionsjubiläum wurde vergangenes Wochenende in Steyr gebührend gefeiert.

„Im Jahr 1982 produzierten wir rund 9.000 Motoren im Jahr – mittlerweile sind e s mehr als 6.000 am Tag“, rechnete Geschäftsführer Gerhard Wölfel vor. Doch nicht nur in jedem zweiten Fahrzeug der BMW Group schlägt ein Herz aus Steyr. „Unser Herz, das sind auch unsere etwa 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie arbeiten täglich daran, unsere Motoren immer noch besser zu machen. Mit genauso viel Leidenschaft wurde von ihnen der Tag der offenen Tür organisiert.“

Auf der Bühne v.l.: Gerhard Wölfel, LH Thomas Stelzer, Moderatorin Maria Theiner, WKO-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller und Steyrs Bürgermeister Gerald Hackl.

Landeshauptmann Thomas Stelzer überreichte Geschäftsführer Gerhard Wölfel (rechts) das Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich.

Über 35.000 Besucher spürten den Herzschlag aus Steyr, der weltweit in jedem zweiten Fahrzeug der BMW Group unter der Motorhaube schlägt.

22 „Goldene“ für Gmundner Milch.

Mit sensationellen 22 Goldmedaillen wurden die Gmundner Milch Produkte für ihre hervorragende Qualität beim Vergleichswettbewerb der DLG (Deutsche LandwirtschaftsGesellschaft) prämiert. Die Produkte aus dem Salzkammergut überzeugten die Experten in allen Qualitätskriterien. Jedes Produkt wurde umfassenden Laboranalysen, Deklarationskontrollen und Sensorik-Tests unterzogen. Gmundner Milch steht seit Jahrzehnten für höchste Qualität. Diese kann nur gemeinsam mit den derzeit 2.600 heimischen Milchbauern erreicht werden. „Nicht nur sorgfältige Milchverarbeitung, sondern auch artgerechte Tierhaltung sowie gentechnisch unveränderte Futtermittel sind Voraussetzung für derartige Erfolge“, freut sich Geschäftsführer Mag. Michael Waidacher über die Auszeichnung.

IMPRESSUM

Eigenttümer, Herau usgeeber, Verlegerr: „B Blick k“ Schnabll & Stern necker OG, Graddenw weg 1, 456 63 Miich heldorf, Tell.: 0 7582 / 61 36 66-0 0, Fax x: 61 366-4, Emaail Adressen: redaaktiion@extraabliickk.att, thom mas@extrrabllick.aat, ewald@eextrrablick k.att; Homepagee: www.extrablicck.aat; Geeschäftsfüh hrerr: Ew wald Schnabll, Thomaas Sterneckerr; Cheefreedaktteure: Tho omas Sterrneeckeer,, Ewalld Schnab bl; Layoutt: Steyrtal Werbungg, Sandra Stternnecker, 0 75 84 / 40 2 40 Druck: OÖ ÖN Druck kzentrum GmbH & Co KG, Meedieenparrk 1, 4061 Pascchinng; Auflage:: 54.0000 Sttück; Gru und dsätzliche Blattliiniee: Unaabhhängig, übeer arteilich und possitiiv überr Erreignissee und Meenscchen im Verb breitu ungssgebiet beerichhten n. Es geelten unseere Allgemein nen Geschääftsbedingunggen, nachzulesen unnter www w.eextrablick.aat.


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Zu Besuch bei

Der Apotheker Ferdinand Pühringer aus Wels vermacht sein Erbe dem Alpenverein. Der kann damit in vier Jahren vier Hütten bauen. Die jüngste davon, die Pühringerhütte am Plateau des Toten Gebirges, feiert jetzt im Herbst ihr neunzigjähriges Bestehen.

Am Kuchltisch in der Pühringerhütte – mit den Hüttenwirten Franz Schanzl (links) und Gerhard Czadilek (rechts).

Blick von der Terrasse der Pühringerhütte nach Westen, zum Salzofen.

Was hier das Taschentuch in die Höhe weht ist das Kleine Windloch – ein Schacht, der zu einem dutzende Kilometer langen Höhlensystem gehört.

Der Erste Weltkrieg ist kaum vorüber. Die große Geldentwertung ist noch nicht da. Die adeligen Jagdherren haben eben ihre Titel verloren und sind weniger selbstsicher als sonst. Es ist die große Zeit des Alpenvereines und der Naturfreunde: Die können jetzt vieles erreichen für Bergsteiger und Naturfreunde, was vorher unmöglich schien. Den Zugang vom Almtal hinauf ins Tote Gebirge zum Beispiel: Sepp Huber, der Vorstand der Alpenvereinssektion Wels, kann mit dem Stift Kremsmünster die Benützung des Weges von der Röll am Almsee über die Grieskarscharte aushandeln. Und als ein paar Jahre später die Pühringerhütte gebaut wird, gibts einen zweiten Weg hinauf aufs Plateau über den Röllsattel. Neue Wege – neue Hütten Wir sind von Süden hinauf gewandert zur Pühringerhütte – jenen Weg, den auch die Ausseer Bauleute genommen haben. In Gössl am Grundlsee beginnt er. Vor bald hundert Jahren war es noch ein Karrenweg, der hinauf führt über den Schachner- und den Gössler-Schwaiber zum Kanzlermoos. Ein dutzend Almen gabs hier heroben und etliche sind noch heut in Betrieb. Auch unsern Weg übers Drausengatterl nützen heut noch die Gössler Almbauern, wenn sie nach dem Vieh schauen am Schafbühel und auf der Lahngangalm. Gleich nach dem Gatterl – einer felsigen Engstelle im Wald – kommen wir in eine andere Welt:

Ein paar Schritte sind es, hinauf über steiles Geröll. Ganz ruhig ist es auf einmal. Über uns die Wände vom Salzofen mit ihren Grasbändern. Und ein paar Kolkraben, die ab und zu einen heiseren Ruf hören lassen. Wer f rüher auf den Großen Priel wollte, ist diesen Weg gegangen – den Ausseer Weg. Ein Weg, der immer schöner wird, je weiter man geht: Bald kommen wir zum Lahngangsee – vielleicht Gelegenheit zu einem kleinen Bad. Gleich daneben ist eine Quelle. Und am Ufer des Sees blühen noch die purpurroten Rispen vom Weidenröschen. Bloß – wer früher am Weg über Nacht bleiben wollte, der musste das in der Elmgrube tun: „Die alte, nasse und unsaubere Elmgrubenhütte, allen Wanderern des Toten Gebirges in unangenehmster Erinnerung“ – so steht es 1925 in der Österreichischen Illustrierten Zeitung – „die hat nun endlich ausgedient“. Der erste Winter in der Pühringerhütte Gebaut worden ist die ursprüngliche Pühringerhütte in einem Jahr, allerdings bei denkbar schlechtem Wetter im Juli und August. Und wenn der erste Stock auch noch ein Rohbau war – im ersten Winter war schon Platz in der Hütte für zwanzig

Sumpfauge


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den Hütten-Baumeistern Hüttten-Baumeistern Leute zum Übernachten. Und sogar einen Hüttenwirt hats im Winter gegeben, den Herrn Mager, „der auch einfache Kost verabreicht“. Das Bier kommt mit dem Hubschrauber Gerhard Czadilek, Koch und Hüttenwirt, und sein Kollege Franz Schanzl sind heut froh, wenn sie und ihr Team es schaffen, dass auf der Pühringerhütte von Juni bis in den Oktober alles rund läuft: Hundert Leute auf einmal zum Essen – das ist auf der Pühringerhütte nichts Besonderes. Und trotzdem soll frischer Salat da sein und Gemüse. Da brauchts – wie früher – viele Helfer zum Auftragen. Auch wenn der Hubschrauber mittlerweile das Bier bringt und all das, was nicht so schnell verdirbt. Der Spätherbst und der Winter, das sind auf der Pühringerhütte die Zeiten für Selbstversorger – und Selbstheizer: Der Gipfel des Elm liegt genau im Süden der Hütte und ist fünfhundert Meter höher als das Plateau – da gibts bald viel Schatten. Drum genießen wir jetzt den Kaffee und den Topfenstrudel – in der Sonne, auf der Terrasse vor der Hütte. Die Wege zu den Welser Alpenvereins-Hütten: Das Almtalerhaus und die Welserhütte haben wegen Jagd-

Roter Holunder im Geröll unter der Graswand.

Die Pühringerhütte am Elmsee. Baubeginn war 1924. Vorher hat die Sektion Wels des Alpenvereines schon die Welser Hütte errichtet, ein Jagdhaus in der Hetzau zur Schützhütte umgebaut. Und die Welser Hütte ein zweites Mal errichtet – an einem neuen Standort. Die erste Hütte war durch eine Lawine zerstört worden. sperre ab 16. September geschlossen. Der Winterraum auf der Welserhütte ist auch während der Jagdsperre zugänglich. Zu Fuß sind es rund eineinhalb Stunden vom Parkplatz beim Jagersimmerl im Almtal zum Almtalerhaus. Gut zwei weitere Stunden dauert der Aufstieg zur Welserhütte. Mehr zu den Öffnungszeiten im Herbst gibts unter www.welserhuette-gruenau.com Die Pühringerhütte ist bis 4. Oktober geöffnet. Dort gibts eine eigene Winterhütte neben der ursprünglichen Hütte. Alle Infos unter www.alpenverein.at/ puehringerhuette Der Weg von Gössl am Grundlsee zur Pühringerhütte, der alte Ausseerweg, dauert zwischen drei und vier Stunden. Im Alpenvereinsführer zum Toten Gebirge wird er vor fünfzig Jahren beschrieben als „sehr schöner und gemütlicher Hüttenzugang“. Das gilt immer noch. Franz X. Wimmer

Der Kachelofen in der Pühringerhütte ist auch neunzig Jahre alt. Er kommt von einem Welser Hafner. Rechts davon hängt das Porträt von Ferdinand Pühringer. Sein Erbe hat den Hüttenbau ermöglicht.


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TERMIN

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KALENDER

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Feuerwehrfest STEYRLING. Mit einem abwechslungsreichen Programm feiert die Feuerwehr Steyrling am 9. und 10. September ihr 90 JahrJubiläum. Nach dem Festakt um 18 Uhr spielen am Samstag „Die Ennstaler“ auf. Der Sonntag startet um 11 Uhr mit einem Frühschoppen mit den Pankrazer Musikanten.

Duo-Abend KREMSMÜNSTER. „Vokale Blumen aus Mozarts Salzburg“ werden Sopranistin Lucia Hausladen und Wolfgang Brunner (Hammerklavier) am Sonntag, 10. September um 17 Uhr auf Schloss Kremsegg zum Besten geben.

Lebkuchen-Genussfest MOLLN. Am Samstag, 16. und Sonntag, 17. September dreht sich beim Hoisnhaus alles um den Lebkuchen. Mehr als fünfzig Sorten werden angeboten, dazu gibts ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Am Samstagabend werden österreichische Weine verkostet. Vortrag über die Heimat VORCHDORF. Interessantes über die Almtalgemeinde anno dazumal – vom Vorchdorfer Alltagsleben über Wetterverhältnisse, Lebensmittelpreise und alte Ausdrücke und Schreibweisen bis hin zu Religionszugehörigkeiten wird Rudolf Hüttner am Dienstag, 12. September um 20 Uhr im Pfarrsaal erzählen.

Mit Herby Dunkl und seinen „Mudcats“ gastiert am Freitag, 8. September um 20 Uhr eine der arriviertesten Bluesbands des deutschsprachigen Raumes und fixer Bestandteil der Wiener Bluesszene in Klaus. Gemeinsam mit der stimmgewaltigen Sängerin Lilli Kern werden die vier Ausnahmemusiker das Publikum im Lokschuppm in ihren Bann ziehen. Die Akteure von Herby & The Mudcats haben sich längst als Musiker, Interpreten sowie Songschreiber einen Namen gemacht und arbeiten immer wieder auch mit internationalen Größen wie Steve Guyger, Big Jay McNeely und vielen anderen zusammen. Karten und alle Infos gibts auf www.lokschuppm.at

Ein Fest der Weine

Lions Club Bad Hall serviert besondere Tröpferl

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m Freitag, 15. September, veranstaltet der Lions Club Bad Hall sein traditionelles Weinfest. Bei Schönwetter werden bereits ab 15 Uhr vor dem Gästezentrum erste Weinproben verkostet, bevors um 17 Uhr offiziell l osgeht. Die erlesenen Weine der heimischen Winzer werden heuer in einer neu gestalteten

Weininsel ausgeschenkt. Zudem kommen auch die Bierliebhaber auf ihre Kosten. Eine ProseccoBar rundet das Angebot ab. Für das leibliche Wohl ist natürlich bestens gesorgt. Alle sind herzlich willkommen“, freut sich Lions-Präsident Bernhard Schaufler über jeden Besucher. Eintritt: freiwillige Spenden. Foto: Holnsteiner

Oktoberfest LINDACH. Die Feuerwehr Lindach lädt von 8. bis 10. September zum Oktoberfest. Am Freitag um 20 Uhr gastiert Kabarettistin Angelika Nidetzky mit ihrem Programm „Gegenschuss“. Am Samstag kommen nicht nur Westernfans um 20 Uhr beim Countryfest auf ihre Kosten. Am Sonntag ab 10 Uhr spielt der Musikverein Roitham den Frühschoppen.

Erdiger Chicago-Blues im Lokschuppm.

Wein trinken für den guten Zweck: Mit dem Erlös des Weinfestes werden hilfsbedürftige Familien unterstützt.

Maibaumumschneiden VORDERSTODER. Die Landjugend lädt am 16. und 17. September zur Familie Eibl in die Vordertambergau 129. Beim Dämmerschoppen sorgen am Samstag ab 19 Uhr der Musikverein Vorderstoder und „Goiserer Wind“ für Stimmung. Nach dem Frühschoppen am Sonntag um 11 Uhr mit der Windischgarstner Böhmischen wird der Maibaum umgeschnitten. Jubiläumsfest SIPBACHZELL. Am Samstag, 16. September feiert die örtliche Goldhaubengruppe in der Sporthalle das 40-jährige Jubiläum. Durchs Programm mit der Sipbachzeller Stubenmusik, den Jagdhornbläsern, der Goiserer Klarinettenmusi und dem Ensemble Goodweibs führt Sabine Kronberger. Kultur im Zementwerk KIRCHDORF. Blechreiz – die Shootingstars des Sommers 2016 – treten am Montag, 18. September um 20 Uhr mit ihrem Programm „Neue Ansätze“ im Gefolgschaftsraum des Zementwerks auf und werden natürlich auch ihren Superhit „I kenn di von mein Handy“ zum Besten geben.


extra blick

TERMIN

KALENDER Elekro-Rallye SPITAL/PYHRN. Am Samstag, 9. September fällt um 13.30 Uhr der Startschuss zur sechsten „E-Rallye Pyhrn Priel“. Auch auf die Besucher wartet ein tolles Programm rund um die Elektro-Mobilität mit den aktuellsten E-Bikes, Elektroautos, Musik und kulinarischen Genüssen. Wer den Tesla kostenlos testen möchte, sollte sich anmelden: www.e-rallye.at September-Schätze WARTBERG/KREMS. Die Union veranstaltet am Samstag, 16. September von 14 bis 18 Uhr in der Stockschützenhalle einen Markt für alle Sinne. Zahlreiche regionale Aussteller präsentieren Schmankerl und Handgemachtes aus der Region. Um 16 Uhr startet bei der Kremsbrücke das legendäre Quietschentenrennen.

KALENDER

Die ORF-Satiriker Stermann & Grissemann bringen ihre erfolgreiche TV-Show in Laakirchen live auf die Bühne.

Gags, Gags, Gags

Stermann & Grissemann kommen nach Steyrermühl

D

as Stermann & GrissemannUniversum aus feiner Beschimpfung, Sinnsabotage und Selbstdemontage, Nonsens, Persiflage, bizarrer Parodie und Polemik macht am Freitag, 29. September um 20 Uhr Station im Kulturzentrum ALFA Steyrermühl in Laakirchen. Gewohnt erstklassig werden die Beiden, die

eigentlich zu gut fürs Fernsehen sind (John Cleese), in ihrem neuen Programm „Gags, Gags, Gags“ durch den selbst gesteckten Gag-Slalom flitzen. Vorverkaufskarten gibts in der Kulturabteilung der Stadtgemeinde Laakirchen unter Tel. 07613 / 8644-311 oder bei ÖTicket. Infos: www.laakirchen.at

Vernissage PETTENBACH. Der Linzer Künstler Dieter Justnik präsentiert am Samstag, 16. September um 17 Uhr im Schrift- und Heimatmuseum Bartlhaus Aquarelle und Zeichnungen in „beeindruckendem“ Stil. Die Werke werden bis 26. Oktober ausgestellt. Flohmarkt RIED/TRKR. Eine tolle Gelegenheit für Schnäppchenjäger bietet der Flohmarkt des Musikvereins am Samstag, 16. September von 7 bis 16 Uhr in der ehemaligen Weingartner Halle. Die Musiker suchen noch Altgedientes, das gut zu gebrauchen ist. Infos: Tel. 0650 6440 500

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TERMIN

Foto: Udo Leitner

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Durch Oberösterreichs längsten Tunnel.

Zum neunten Mal findet am Samstag, 16. September die Kalk-Trophy auf dem Gelände der Firma Bernegger in Molln statt. Beim Mountainbike-Rennen um 11 Uhr strampeln die Teilnehmer auf der Dorngraben-Straße zehn Kilometer hinauf zum impossanten Pfaffenboden-Steinbruch – es gibt auch eine eigene E-Bike-Wertung. Der 5,2 Kilometer lange Berglauf führt durch den Elfi-Tunnel, mit 3,5 Kilometern der längste Tunnel Oberösterreichs. Zwischen 10 und 13 Uhr wird der Tunnel im Rahmen einer Wanderung für alle Besucher geöffnet. Das tolle Rahmenprogramm bietet Höhepunkte für die ganze Familie. Alle Infos und Online-Anmeldung auf www.kalktrophy.com

Flohmarkt SIERNING. Auf mehr als 1.500 m2 findet in der Tennishalle beim Forsthof am 8. und 9. September (Freitag: 17 bis 21 Uhr; Samstag: 9 bis 13 Uhr) der Flohmarkt des LionsClub Sierning statt. Neben tausenden Gebrauchsgegenständen gibts Grillspezialitäten und Mehlspeisen. Film über Afrika SCHARNSTEIN. Leopold und Johannes Bimminger haben im Jeep monatelang Afrika erkundet. Was die beiden Almtaler dabei erlebt haben, zeigen sie in einem interessanten FilmVortrag am Samstag, 16. September um 19 Uhr in der Landesmusikschule. Klassik-Konzert PETTENBACH. In der Kirche am Magdalenaberg lassen Violinistin Jutta Wurzer und das Orchester unter der Leitung von Hans Gstöttinger am Sonntag, 17. September um 19 Uhr Werke von Mozart erklingen. Tauschmarkt MOLLN. Am Freitag, 22. September können von 9 bis 17 Uhr im Pfarrhofgarten Bekleidung, Schuhe, Spielzeug, Kinderbücher, DVDs, Bett- und Tischwäsche, Geschirr und vieles mehr getauscht werden. Urlaub von der Pflege Die Caritas bietet von 25. bis 29. Oktober für pflegende Angehörige Erholungstage im Hotel Lavendel in Windischgarsten an. Anmeldeschluss ist der 20. September. Infos: Tel. 0676 8776-2440


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STEUERN & RECHT Mag. Clemens Klinglmair F. X. Priester GmbH in Steyr Priester by Deloitte

Steuerliche Behandlung von Bitcoin Kryptowährungen sind derzeit in aller Munde. Die bekannteste Kryptowährung Bitcoin hat seit ihrer Geburt ihren Wert zirka alle acht Monate verdoppelt – Kryptowährungen werden daher vermehrt auch zu Anlage- oder Spekulationszwecken genutzt. Doch wie schaut es mit der steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen aus? Das BMF hat hierzu kürzlich eine Information veröffentlicht. Einkommensteuerliche Behandlung im Betriebsvermögen Kryptowährungen sind derzeit nicht als offizielle Währung anerkannt, es handelt sich dabei vielmehr um sonstige unkörperliche Wirtschaftsgüter, die als nicht abnutzbar gelten. Es sind somit – abhängig von der konkreten Gewinnermittlungsart – die allgemeinen Bewertungsvorschriften zu beachten. Kursgewinne bzw. -verluste durch den Handel an virtuellen Börsen sind im Rahmen der Gewinnermittlung zu berücksichtigen und in aller Regel zum Tarif zu versteuern. Bestimmte Tätigkeiten im Zusammenhang mit Kryptowährungen wie z.B. das „Mining“ (dies ist das „Erschaffen“ der Währung), das Betreiben einer Online-Börse sowie der Betrieb von Kryptowährungs-Automaten stellen darüber hinaus im Regelfall Einkünfte aus Gewerbebetrieb dar.

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Tischler möbelt Vor 93 Jahren startete Karl Steiner im Jahr 1924 in der Scharnsteiner Ortschaft Viechtwang als „Tischler beim Bad“ eine Möbelproduktion. Seit mehr als zehn Jahren leiten seine Enkelin Susanne und Michael Hamminger die Steiner Möbel GmbH, die sich auf die Ausstattung von Kindergärten spezialisiert hat, in dritter Generation.

„Jetzt in den Sommerferien gehts bei uns immer ganz schön rund“, erzählt Michael Hamminger. Am Ende der Ferien beginnt in den meisten Kindergärten wieder der Normalbetrieb, dann müssen alle Projekte abgeschlossen sein. Etwa 200 Kindergärten stattet die Steiner Möbel GmbH jedes Jahr aus – von der Garderobe über Küchen, Personalräume, Bewegungsräume bis hin zur

Wi rts c h a fts

PORTRAIT

kompletten Einrichtung eines neu errichteten Kindergartens reicht die Palette. Auftraggeber ist fast immer die öffentliche Hand. „Wir sind in ganz Österreich und im angrenzenden Deutschland und in der Schweiz tätig und haben schon Kindergärten in Wien, Berlin und München ausgestattet“, erklärt der 35jährige Innviertler, der in RedlZipf aufgewachsen, und der Liebe wegen zum Almtaler geworden ist. Nach der HTL für Elektrotechnik in Braunau lernte er seine Susanne kennen, die in Wien Wirtschaft studierte. Gemeinsam absolvierten die beiden an der HTL Mödling ein zweijähriges Kolleg für Innenraumgestaltung und Möbelbau und stiegen 2004 in den Tischlerrei-Betrieb von Susannes Mutteer Friederike Steiner in Scharnstein ein.

Einkommensteuerliche Behandlung im Privatvermögen Wenn es im Privatvermögen zu keiner zinstragenden Veranlagung der Kryptowährung kommt, kann sich eine Steuerpflicht lediglich dann ergeben, wenn der Zeitraum zwischen der Anschaffung und der Veräußerung weniger als ein Jahr beträgt („Spekulationsgeschäft“). Innerhalb der Jahresfrist unterliegt ein solches Spekulationsgeschäft daher dem normalen Steuertarif, außerhalb der Jahresfrist unterliegen Kursgewinne nicht der Einkommensteuer. Umsatzsteuerliche Behandlung Das BMF hat festgehalten, dass der Umtausch von gesetzlichen Zahlungsmitteln zu Bitcoins und umgekehrt eine umsatzsteuerbefreite Tätigkeit darstellt. Auch das bloße Mining unterliegt hiernach nicht der Umsatzsteuerpflicht. Durch die Besonderheit der Technologie wird erst die Zukunft zeigen, ob und wie tatsächlich Geschäftsmodelle mit Kryptowährungen erfolgsversprechend sind. Hohe Investitionen sind jedenfalls mit Vorsicht zu genießen.

Erfolgs-Duo: Michael Hamminger und Susanne Hamminger-Steiner leiten die Steiner Möbel GmbH in Scharnstein.


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Kindergärten auf auf „Wir haben alle Abteilungen durchgemacht – von der Montage bis zum Verkauf.“ 2006 übernahm das Ehepaar die Leitung des Familienunternehmens, das dreißig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hauptsächlich aus der Region beschäftigt. „Viele davon haben schon im Unternehmen gelernt, können gut Pläne lesen und Ideen umsetzen – auf sie können wir uns verlassen.“ Auch bei den Lieferanten setzt das Almtaler Unternehmen auf Partner aus der Region. Kein Kindergarten gleicht dem andern In den letzten dreißig Jahren haben sich in den Kindergärten die Ansprüche an Räume und Möbel ständig verändert und weiterentwickelt. „Wir haben all diese Trends mitgemacht und vielfach sogar vorgegeben“, sagt Susanne Hamminger-Steiner. Jeder Kindergarten ist anders – Möbel aus dem Hause Steiner sind modern und nachhaltig und entsprechen zeitgemäßen Bildungsprogrammen. „Bei der Entwicklung arbeiten wir eng mit Kindergarten-Pädagoginnen zusammen. Durch unser Raumdesign möchten wir den Kindern Anregungen bieten, ihre Lebenswelt forschend zu entdecken und kreativ zu gestalten“, betont Michael Hamminger.

Michael Hamminger – rechts am Foto mit einem seiner dreißig Mitarbeiter in der Produktion – setzt bei Steiner Möbel auf modernste Technik und Regionalität.

Beim Firmen-Besuch von Landeshauptmann Thomas Stelzer brachte der Viechtwanger noch 26 Kilo mehr auf die Waage. seit dem Vorjahr dem örtlichen Wirtschaftsbund als Obmann vorsteht. In fünf Monaten um 26 Kilo leichter Anfangs bewohnte er mit Ehefrau Susanne und den beiden Kindern eine Betriebswohnung am Firmengelände. 2015 übersiedelte die Familie ins neugebaute Haus. Vor vier Wochen erblickte Sprössling Nummer drei das Licht der Welt.

„Die Familie steht für uns an erster Stelle“, sagt der Holz-Profi, der in den letzten fünf Monaten unglaubliche 26 Kilogramm abgespeckt hat. „Ich verzichte auf Kohlenhydrate wie Nudeln, Reis, Erdäpfel oder Brot, esse keine Süßigkeiten mehr und trinke viel Wasser“, verrät er sein Erfolgsrezept. Da stört es ihn auch nicht, dass er seine gesamte Garderobe erneuen musste: „Ich fühle mich rundherum wohl, das ist das Wichtigste!“ Th. Sternecker/E. Schnabl

Mein Traumberuf als Kind: Fernsehtechniker Mein Lebensmotto: Jeden schönen Moment genießen Erfolg bedeutet für mich: Bestätigung, dass ich was richtig gemacht habe Meine große Stärke: Ehrgeiz Meine kleine Schwäche: Nein zu sagen Ich mag Menschen, die … ehrlich sind. Ich mag Menschen nicht, die … nur an sich denken. Lieblingsmusik: Je nach Stimmung von Metallica bis zu Gaballier

Komplettausstatter im Einrichtungsbereich Die Tischlerei Steiner produziert nicht nur Möbel für Kindergärten, sondern ist auch Komplettausstatter am Einrichtungssektor und fertigt Küchen, Wohnzimmer, Kinderzimmer oder Schlafzimmer in bester Qualität nach Maß. „Eigentlich wollten wir ja in Wien bleiben, aber wir haben hier in Scharnstein eine neue Heimat gefunden und sind toll aufgenommen worden“, freut sich Michael Hamminger, der

Nachgefragt

Lieblingsspeise/-getränk? Gegrilltes Hochlandrindsteak von der eigenen Zucht mit einem kühlen Bier Ich entspanne mich am liebsten, wenn ich meine Ziele erreicht habe. Einige Kilometer von Scharnstein entfernt besitzt Hamminger ein kleines Sacherl. Dort züchtet der Unternehmer als Hobby-Landwirt diese Hochlandrinder – am Griller bereitet er selbst köstliche Steaks davon zu.

Meine drei Lieblingsplätze: Firma, zu Hause, Gemeinde. Dort wird man mich nie finden: Wo es nichts zu tun gibt


JUNIORBLiCk J UNIORBLiC k

sandra@extrablick.at

S P I E L U N D S PA S S M I T S A N D R A S T E R N E C K E R

Formel 1-Star schrieb fleißig Autogramme.

unser Promi - Schnappschuss

Auch heuer machte Österreichs bekannteste Oldtimer-Rallye – die Ennstal Classic – wieder in Spital am Pyhrn Station. Einer der Stars, der mit dem Porsche 718 RS60 einen erfolgreichen Rennwagen aus den 1960er Jahren pilotierte, war Mark Webber. Als Kathrin Hackl den ehemaligen Formel 1-Piloten erblickte, bat ihn die 11-jährige Windischgarstnerin um ein Autogramm und ein Erinnerungs-Foto. Diesen Wunsch erfüllte ihr der sympathische Australier gerne. Der 40Jährige war ab dem Jahr 2000 dreizehn Jahre lang in der Formel 1 im Einsatz – bei Minardi, Jaguar, Williams und die letzten sieben Jahre bei Red Bull Racing. Neunmal konnte er einen Grand Prix gewinnen, zweimal belegte er in der WM-Wertung Rang drei. Seit einigen Jahren gibt der Rennfahrer für Porsche auf der Langstrecke (WEC) Gas und konnte diese Serie bereits gewinnen. Dieser tolle Schnappschuss wird natürlich mit 20 Euro belohnt. Hast auch du ein Foto mit einem Promi? Dann schick es doch an den extra-blick.

Ansteigender Schwierigkeitsgrad – Frage 1 = leicht; Frage 10 = schwer

Zu welcher Art gehören diese Tiere? 1. Leopard 2. Schwalbe 3. Gorilla 4. Lipizzaner 5. Kreuzotter 6. Reinanke 7. Schwalbenschwanz 8. Bachstelze 9. Distelbock 10. Dornfinger

LÖSUNG: 1. Raubkatze; 2. Vogel; 3. Affe; 4. Pferd; 5. Schlange; 6. Fisch; 7. Schmetterling; 8. Vogel; 9. Käfer; 10. Spinne.

Achtung, Lisa, ein Bär!

SCHLAU S CHLAU U MEIER

Leo & Lisa Wo?

Auf meinem Smartphone ;-)


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Vierzig Unternehmen Unternehmen bei bei EXPO EXPO Zum vierten Mal wird am 16. und 17. September die Gewerbemesse rund um den Kreisverkehr in Inzersdorf vom Wirtschaftsverein „EXPO Inzersdorf“ organisiert.

Flugvorführungen und Modenschau Vorführungen von Modellbau Lindinger werden alle Altersgruppen begeistern. Der „NightFlight 2017“ im Zuge des EXPO-Abends mit einer kreativen Modenschau wird den

Haben ein tolles Programm auf die Beine gestellt: v.l.: Tischlermeister Karl Limberger, Bernhard Wimmer (Pilot Modellbau Lindinger), WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas und EXPO Inzersdorf-Obmann Otto Brandt. Nachthimmel in tolle Farben tauchen. Mit den Schwerpunktthemen „Energie & E-Mobilität“ sowie „Die Lehre – meine Chance“ werden erstklassige Informationen aus erster Hand geboten.

Öffnungszeiten: Samstag: 10 bis 18 Uhr; 19 Uhr EXPO-Abend in der Tischlerei; Sonntag: 10 bis 13 Uhr. Alle Infos zum Programm auf www.expo-inzersdorf.at

Anzeige

Zu sehen gibt es hochinteressante Produkt- und Dienstleistungspräsentationen der vierzig teilnehmenden Unternehmen. Am Samstag laden die Betriebe zum „Tag der offenen Tür“. Das besondere Flair der Tischlereiwerkstätte als Messeort, kreative Messestände, regionale Schmankerl und vieles mehr lassen die EXPO Inzersdorf zu einem tollen Wochenend-Treffpunkt werden.

Weichen für Zukunft stellen WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer präsentiert Standort-Masterplan für OÖ

B Manfred Stanek, CEO Greiner Packaging.

Greiner wächst in der Türkei

Greiner Packaging mit Sitz in Kremsmünster stockt die Anteile an dem Istanbuler Unternehmen „Teknik Plastik Greiner Ambalaj“ von bisher 51 Prozent auf 100 Prozent auf. Mit der gänzlichen Übernahme des türkischen Verpackungsunternehmens für Molkereiprodukte verstärkt der Kunststoffexperte sein Engagement im Nahen Osten und in Nordafrika.

asis für den Standort-Masterplan der neuen WKOÖ-Präsidentin ist eine ganz neue WIFOStandortstudie, bei der die Wettbewerbsfähigkeit der oberösterreichischen Wirtschaft im Vergleich mit den wesentlichen Konkurrenzregionen in Europa analysiert wurde. Demnach liegt unser Bundesland unter den Top-20 Industrienationen Europas. „Standortqualität ist Lebensqualität. Alles, was wir für den Standort unternehmen, sichert letztlich unseren Wohlstand und unsere Lebensqualität“, weiß Mag. Doris Hummer: „Oberösterreich liegt dabei schon ausgezeichnet und ist aktuell Weltund Europameister bei der Arbeitszufriedenheit. Trotzdem braucht es weitere Initiativen, um unser Land zukunftsfit zu halten.

Die WKOÖ geht hier voran und lädt alle Standortpartner ein, sich aktiv einzubringen“, appelliert die WKOÖ-Präsidentin, gemeinsam an der Weiterentwicklung des Standorts OÖ zu arbeiten. Sie hat daraus eine Reihe konkreter Ziele für den Wirtschaftsstandort OÖ abgeleitet, die in den nächsten fünf Jahren verwirklicht werden sollen. Vorrangig angesetzt werden muss laut der WKOÖ-Präsidentin in den Bereichen Fachkräfte, Innovation, Export, Digitalisierung, Entbürokratisierung und Entlastung: „Wir müssen alle Kräfte bündeln, um unser Land gemeinsam weiter zu entwickeln. Dazu braucht es ein Miteinander und eine Abkehr vom Nebeneinander, das kann sich Oberösterreich nicht leisten!“

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer möchte den konjunkturellen Rückenwind für OÖ nutzen.


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A9 Bauchronik Oktober 1983: Der 12,4 km lange Abschnitt zwischen Spital am Pyhrn und dem Knoten Selzthal, verbunden durch den 5,5 km langen Bosrucktunnel, wir eröffnet.

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Tunnelkette Klaus ist

August 1986: Nachdem ein Jahr davor bereits die linke Richtungsfahrbahn eröffnet wurde, wird jetzt auch die rechte Richtungsfahrbahn zwischen Roßleithen und Spital am Pyhrn für den Verkehr freigegeben. Juni 1990: Der 16,5 km lange Abschnitt vom Voralpenkreuz in Sattledt bis zur Abfahrt Inzersdeorf wird für den Verkehr freigegeben. November 1997: Das 8,5 km lange Teilstück zwischen St. Pankraz und Roßleithen mit dem 2,3 km langen Lainbergtunnel wird feierlich eröffnet. September 2003: Die 13,9 km lange Tunnelkette Klaus – mit 241 Millionen Euro einer der teuersten Autobahnabschnitte in der Geschichte Österreichs – wird für den Verkehr freigegeben. Dezember 2004: Der Lückenschluss ist geschafft! Das 9,4 km lange Teilstück zwischen Inzersdorf und Schön in Micheldorf ist fertig. Die 230 km lange A9 Pyhrnautobahn ist von Sattledt bis zur Slowenischen Staatsgrenze in Spielberg durchgehend befahrbar. August 2008: Der Vollausbau des 2,2 km langen Lainbergtunnels ist abgeschlossen. Ab sofort stehen dem Verkehr zwei moderne Tunnelröhren zur Verfügung. Oktober 2015: Die zweite Röhre des 5,5 km langen Bosrucktunnels wird eröffnet.

Wenige Tage vor der Eröffnung begleitete der extra-blick Projektleiter DI (FH) Thomas Stegbauer (BeMo Tunnelling) bei einer exklusiven Fahrt durch die neuen Oströhren der Tunnelkette Klaus – der Speringtunnel (2.894 Meter) ist die längste der vier Röhren. Als Projektleiter der Firma „BeMo Tunneling“ zeichnete DI (FH) Thomas Stegbauer für die vier neuen Oströhren der Tunnelkette Klaus verantwortlich. Der Niederbayer aus Straubing übersiedelte mit dem Beginn der zweiten Röhre des Bosrucktun-

nels im Jahr 2010 nach Spital am Pyhrn. 2013 baute er die Schächte beim Kalkwerk Steyrling, seit Herbst 2014 war der 43-Jährige für die neuen Oströhren von Spering-, Falkenstein-, Klauser- und Traunfriedtunnel zuständig und koordinierte dabei bis zu 250 Mineure, die in vier Schichten rund

Die Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, hat besonders gut aufgepasst, es gab keine einzige schwere Verletzung. Bei der Eröffnungsfeier werden die Statuen an die Tunnel-Patinnen Christine Dörfel, Veronika Vögerl, Renate Entholzer und Karin Stöger-Lindorfer übergeben.

um die Uhr die Röhren in den Berg vortrieben. Etwa 300.000 Kubikmeter Ausbruchmaterial – hauptsächlich Kalkstein – wurden aus dem Tunnel geschafft, die Innenschale verschlang gigantische 130.000 Kubikmeter Beton. 250 Kilo Sprengstoff für eine Sprengung „Wir haben die Tunnel im Sprengvortrieb errichtet“, erklärt Thomas Stegbauer, „pro Sprengung waren etwa 250 Kilo Sprengstoff und bis zu 100 Zünder im Einsatz“. Mit täglich maximal sechs Sprengungen konnten etwa zwölf Meter vorgetrieben werden. Das lose Ausbruchmaterial wurde mit etwa 200 LKW-Fuhren pro Tag aus dem Berg befördert. Die Baufirma und ihre Mineure haben erstklassige Arbeit geleistet – „wir übergeben nach zweieinhalb Jahren Bauzeit vier fertige Tunnel, das ist rekordverdächtig – schneller gehts fast nicht mehr“, sagt Stegbauer.


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zweiröhrig befahrbar

Vier neue Tunnel werden am Samstag, 9. September feierlich eröffnet

A

uf der Pyhrnautobahn geht es Schlag auf Schlag. Nachdem im Oktober 2015 die zweite Röhre des 5,5 Kilometer langen Bosrucktunnels für den Verkehr freigegeben wurde, wird am Samstag, 9. September, um 11 Uhr mit einem großen Fest gemeinsam mit der Bevölkerung die Fertigstellung der zweiten Richtungsfahrbahn der Tunnelkette Klaus gefeiert. Die ASFINAG investierte 166 Millionen Euro in das acht Kilometer lange Teilstück, dessen Herzstück die Oströhren folgender vier Tunnel sind: Speringtunnel (2.894 Meter) Falkensteintunnel (752 Meter) Klausertunnel (2.167 Meter) Traunfriedtunnel (462 Meter) Bereits vor dem Baubeginn Ende 2014 wurden sämtliche Brückenbauarbeiten abgeschlossen, um die Zufahrt und somit die Bauarbeiten für die Tunnel zu erleichtern. Während beim Spering- und Klausertunnel bereits ein Fluchtstollen existierte, der jetzt zu einem Tunnel ausgebaut wurde, mussten sowohl Falkenstein- als auch Traunfriedtunnel völlig neu ausgebrochen werden. Mit dem Vollausbau der Tunnelkette Klaus ist ein weiterer

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l winkel

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Blick Blick

Thomas Stelzer Landeshauptmann

Wichtiger Meilenstein

Die vier neuen Tunnel verfügen über modernste Beleuchtung, Lüftung, Funk, Notruf, Brandmeldeanlagen, Bordsteinreflektoren und das akustische Tunnelmonitoring AKUT, das untypische Geräusche blitzschnell erkennt. Meilenstein in der langen Geschichte der Pyhrnautbahn Realität. Weil auch der Gleinalmtunnel in der Steiermark kürzlich eine zweite Röhre bekam, ist die gesamte Pyhrnautobahn zwischen dem Voralpenkreuz in Sattledt und der Slowenischen Staatsgrenze in Spielfeld auf den gesamten 230 Kilometern vierspurig ausgebaut. Befahrbar ist die neue Tunnelkette Klaus aber weiterhin nur einröhrig. Wenn am 15. September das neue, acht Kilometer lange Teilstück offiziell für den Verkehr freigegeben wird, werden die vier alten Tunnel für den Verkehr gesperrt, bis Ende 2018 ge-

Rund um die Uhr arbeiteten bis zu 200 Mineure von BeMo Tunneling am Vortrieb.

neralsaniert und auf den neuesten Stand gebracht. Sie erhalten – wie die neuen Tunnel – die neueste Ausstattung in Sachen Sicherheit und Überwachung. So kommen Sie zum Fest: Nehmen Sie auf der A9 Pyhrnautobahn die Ausfahrt Klaus auf die Bundesstraße B138. Fahren Sie etwa 25 Meter Richtung Kirchdorf und biegen Sie bei der zweiten Einfahrt zur Kiesgrube der Firma Bernegger ab. Hier können Sie das Auto parken, ein Shuttlebus bringt die Besucher bequem und stressfrei zum Festgelände beim Nordportal des Klausertunnels.

Oberösterreich, das Land der Möglichkeiten, braucht moderne, leistungsfähige Verkehrsverbindungen, damit wir den internationalen Anschluss halten können. Der zweiröhrige A9Tunnelausbau bei Klaus ist ein ebensolcher Meilenstein im Ausbau unserer Infrastruktur: Er unterstützt Betriebe und wirkt damit positiv auf den Arbeitsmarkt. Er ist ein wesentlicher Beitrag für den Wirtschaftsstandort. Und er bringt deutlich mehr Verkehrssicherheit. Dafür sorgen modernste Technik und die Verkehrsführung in nunmehr zwei Röhren. Nicht nur Betriebe, Pendler und Mobilität, sondern auch die Verbindung Linz – Graz – Wien wird durch den Vollausbau der A9 wesentlich aufgewertet.

300.000 Kubikmeter Ausbruchmaterial wurden aus den vier neuen Röhren der Tunnelkette Klaus transportiert.


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Licht Liccht am Ende der Mit Ende September wird sich ASFINAG-Vorstand DI Alois Schedl in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Die Freigabe der vier neuen Röhren auf der Tunnelkette Klaus am Samstag, 9. September, wird seine letzte Eröffnung auf der A9 Pyhrnautobahn sein. Eine von sehr vielen …

ASFINAG-Vorstand DI Alois Schedl hat den Bau von Schnellstraßen und Autobahnen in Österreich in den letzten 32 Jahren maßgeblich mitgestaltet.

Das bringen die zweiten Tunnelröhren: • Kein Gegenverkehr im Tunnel – damit werden Frontal-Zusammenstöße verhindert • Besserer Verkehrsfluss und geringere Gefahr von Auffahrunfällen • Modernste Ausstattung in Sachen Technik und Sicherheit für Spering-, Falkenstein-, Traunfried- und Klausertunnel • Schnelleres Vorankommen (100 statt 80 km/h) und Überholmöglichkeit im zweiröhrigen Tunnel • Weniger Staus und Umleitungen auf die B138

Mit Spering-, Falkenstein-, Klauser- und Traunfriedtunnel sind sämtliche Tunnel auf der A9 Pyhrnautobahn zweiröhrig ausgebaut.

„Der letzte Tunnel, der eröffnet wird, ist immer der schönste“, antwortet der 65-jährige ASFINAG-Chef auf die Frage, was für ihn das bedeutendste Ereignis beim Bau der Pyhrnautobahn gewesen ist. Alois Schedl ist ein „alter Hase“, was den Bau von Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich angeht. Vor 32 Jahren wurde er 1985 zum Vorstand der Wiener Bundesstraßengesellschaft bestellt. 1993 wechselte er als Vorstand an die Spitze der Österreichische Autobahnenund Schnellstraßen-Aktiengesellschaft (ÖSAG), in die auch die Pyhrnautobahn AG eingegliedert wurde. 2005 wurde die ÖSAG mit der Autobahnen- und SchnellstraßenFinanzierungs-Aktiengesellschaft

(ASFINAG) fusioniert, seit 2007 ist Schedl dort Vorstand. „Seit ich vor 24 Jahren ÖSAGVorstand wurde, bin ich eigentlich ununterbrochen hier im südlichen Oberösterreich auf der Pyhrnautobahn im Einsatz“, erinnert sich Alois Schedl an unzählige Spatenstiche, Verkehrsfreigaben, Tunnelan- und -durchschläge. Was sich in den letzten Jahrzehnten geändert hat? „Am Anfang haben viele Menschen gegen die Pyhrnautobahn demonstriert, mittlerweile sind fast alle froh, wenn wieder ein neuer Abschnitt eröffnet wird“, der ASFINAG-Vorstand aus jahrzehntelanger Erfahrung. Autobahnmaut bringt zwei Milliarden Euro Teure Verkehrsadern wie die Pyhrnautobahn, die heute eine wichtige Verbindung nach Südosteuropa ist, können nur deshalb gebaut werden, weil 1997 die Autobahnmaut eingeführt wurde. „Ein Drittel kommt von den PKW, zwei Drittel steuern die LKW bei“, rechnet der ASFINAG-Vorstand vor – „durch die Autobahnmaut nehmen wir jährlich etwa zwei Milliarden Euro ein, ohne sie wären auch Projekte wie der Lin-

Der Querungsbereich des Klausertunnels mit der Frauensteiner Landesstraße wurde in offener Tunnelbauweise errichtet.


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letzten vier vier Tunnel zer Westring, der in den nächsten Jahren um 650 Millionen Euro gebaut wird, nicht realisierbar. „Seit dem Brand im Tauerntunnel 1999 mit zwölf Toten steht die Sicherheit an oberster Stelle. Alle Autobahnen in Österreich werden vierspurig, die Tunnel zweiröhrig ausgebaut“, betont Schedl. Auch auf der Pyhrnautobahn, die sich mit der Eröffnung der Klauser Tunnelkette zur Gänze im Vollausbau vierspurig und zweiröhrig präsentiert. Nach der Verkehrsfreigabe am 15. September wird der gesamte Verkehr m it Gegenverkehrsbereich in die vier neuen Tunnel umgelegt, bis Ende 2018 werden die alten Tunnel saniert und sicherheitstechnisch auf den letzten Stand gebracht. Danach wird die Pyhrnautobahn durchgehend vierspurig befahrbar sein. Ewald Schnabl

Alois Schedl mit Oberösterreichs „Mister Pyhrnautobahn“ Franz Hiesl (rechts). Mehr als 20 Jahre war der ehemalige Landeshauptmann-Stv. als Baureferent für den Straßenbau in Oberösterreich verantwortlich und setzte sich wie kein zweiter für den Lückenschluss der Pyhrnautobahn ein.

Die ASFINAG investiert bis 2019 1,5 Milliarden Euro für die modernsten und sichersten Tunnel in ganz Europa.

Nur ein Beispiel dafür: die Tunnelkette Klaus. Bei Unfall oder Panne: Bewahren Sie Ruhe!

Bei Stau: Falls Ihnen doch etwas passiert, kommen Sie mit unseren Tipps sicher durch den Tunnel.

Stellen Sie Ihren Motor ab.

Stellen Sie Ihr Auto in einer Pannenbucht ab und schalten Sie die Warnblinkanlage ein.

Lassen Sie beim Verlassen des Fahrzeugs den Schlüssel stecken.

Schalten Sie einen Radiosender mit Verkehrsfunk ein.

Ziehen Sie Ihre Warnweste an.

Verwenden Sie das Notruftelefon (NICHT Ihr Handy) und drücken Sie die Notruftaste.

Achten Sie auf dieVerkehrszeichen!


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Foto: Stefan Gusenleitner

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Top Top in Form Mag. Uta Karl-Gräf

Sportwissenschafterin

Auf die Plätze, krabbeln, los! In Amerika und Australien ist es schon längst bekannt, ein Trainingsprogramm, welches aus verschiedenen Krabbelübungen zusammengesetzt ist und den Namen „Original Strengh“ trägt. Alles was Rang und Namen hat kriecht und krabbelt dort durch die Gymnastikräume und auch bei uns hat dieser Trend schon Einzug gehalten. Was steckt dahinter? Ist „Krabbeln“ bzw. „Crawling“ wirklich ein so effektives Training für unseren Körper? Ja, ist es! Durch die Krabbelbewegung, beugt man einem Ungleichgewicht der verschiedenen Muskelgruppen vor und kann Nackenverspannungen und Rückenschmerzen gegensteuern. Die Muskulatur des Rumpfes und des Schultergürtels werden optimal gekräftigt und bewegt. Alle Muskelketten sind nacheinander und vor allem dreidimensional im Einsatz. Beide Körperseiten werden gleichmäßig beansprucht und auf das Nervensystem haben die Krabbelübungen ebenso einen positiven Effekt: Sie fördern sowohl die Koordinationsfähigkeit, als auch die Konzentrations- und Gedächtnisleistung, da sie eine ausgleichende und vernetzende Wirkung auf das Gehirn haben. In Österreich hat sich der Physiotherapeut und Tänzer Johannes Randolf diesem Thema gewidmet und sogar ein Buch mit dem Titel „Krabble!“ herausgegeben. Nach Randolf reichen 20 Minuten täglich, um sich mit „Krabbeln“ bzw. „Crawling“ fit zu halten. Natürlich ist es gewöhnungsbedürftig, sich nahe über dem Boden fortzubewegen und ganz ehrlich gesagt, so wirklich ästhetisch sieht das anfänglich nicht gerade aus. Doch mit der Zeit schafft man es immer länger, die Knie während des Krabbelns in der Luft zu behalten, und verschiedene Varianten des Krabbelns auszuprobieren. Ein Paar Knieschützer und Fahrradhandschuhe sind für Anfänger aber durchaus zu empfehlen. Schließlich ist es schon ein paar Jährchen aus, dass wir uns auf allen Vieren fortbewegt haben. Um die Handgelenke zu schonen, sollten Anfänger nur jeden 2. Tag Ihre Krabbelübungen durchführen und auch nicht zu lange. Die Gelenke dürfen nicht schmerzen. Ein paar Längen im Garten oder am Gang hin und her reichen vorerst aus, langsames Steigern ist angesagt. Vor dem Training Handgelenke aufwärmen! Nun zwei Krabbelübungen von vielen: Grundübung Krabbeln: Liegestützposition, das rechte Bein beugen und nach vorne neben den ebenfalls leicht gebeugten rechten Arm ziehen. Die Brustwirbelsäule nach oben und die Lendenwirbelsäule nach unten drücken, Körperspannung beibehalten, Bauchspannung aktivieren. Dann linkes Bein nach vorne neben den linken Arm ziehen und gleichzeitig die rechte Hand weiter nach vorne schieben, usw. Krabbe: Für die Krabbe starten Sie aus dem Sitzen am Boden. Die Beine anstellen, die Hände neben dem Gesäß am Boden fixieren. Nun das Becken anheben, Körperspannung aufbauen und wie eine Krabbe rückwärts und dann auch wieder vorwärts marschieren. Viel Spaß!

Janine Brunner vom ASKÖ Laakirchen spielte eine gute Europameisterschaft und holte mit Österreichs Nationalteam die Silbermedaille.

Sportbarometer im September Im Deutschen Calw kämpf- Was für ein Saisonstart. ¥ te Österreichs Damen-Na- Nach drei Spielen lachen ¥ tionalteam bei der Europameister- die Fußballer von ASKÖ Vorch-

schaft um Edelmetall im Faustball. Mit den Nußbacherinnen Ve rena und Marlene Hieslmair und Katharina Lackinger sowie Janine Brunner und Carina Steindl aus Laakirchen stellten Spielerinnen aus dem Ve rbreitungsgebiet des extra-blick genau die Hälfte des zehnköpfigen Kaders. Nach Siegen gegen die Schweiz und Italien mussten sich unsere Faustball-Ladys in der Vorrunde nur Deutschland knapp mit 3:2 geschlagen geben. Nachdem im Halbfinale die Schweiz mit 3:0 vom Platz geschossen wurde, wartete auf unsere Damen im Finale erneut Gastgeber Deutschland. Nur im zweiten Satz konnten die Österreicherinnen das Match vor mehr als tausend Zuschauern offen halten, am Ende gabs eine klare 3:0-Pleite. Trotzdem strahlte das Team von Trainer Christian Zöttl mit der Silbermedaille um die Wette. Bei der Weltmeisterschaft nächstes Jahr daheim in Österreich wollen die Faustballerinnen Revanche nehmen.

dorf als Aufsteiger mit neun Punkten von der Tabellenspitze der Landesliga West. Gegen Schärding drehte die Truppe von Trainer Amir Tobalovic einen 0:2Rückstand durch Tore von Peter Orosz, Kevin Wallner und Geri Rumpl noch in einen 3:2-Sieg um. Am Freitag, 13. Oktober um 19.30 Uhr e mpfangen die Vorchdorfer die Kicker aus Pettenbach, die nach zwei Niederlagen nur auf Platz 10 stehen, zum Almtal-Derby! Schlusslicht in der Landesliga West ist Sattledt mit null Punkten.

Als Titelverteidiger war der Kremsmünsterer Beachvolleyballer Peter Eglseer mit seinem Partner Florian Schnetzer zu den Staatsmeisterschaften nach Litzlberg angereist. Nach zwei knappen 1:2-Niederlagen gegen die späteren Sieger und Zweitplatzierten Kunert/Dressler und Huber/Hörl musste sich das Duo mit Rang fünf zufrieden geben, Peter verpasste zum ersten Mal seit sieben Jahren das Halbfinale.


Nummer 12, 8. September 2017

extra blick

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Je extremer, desto lieber Harald Dagn nahm mit dem Ötztaler Radmarathon in Tirol Österreichs längstes und härtestes Eintagesrennen für Rennradfahrer in Angriff. Nach 238 Kilometern – gespickt mit 5.500 Höhenmetern – lenkte der Extremsportler aus Spital am Pyhrn seinen „Drahtesel“ nach 9:31 Stunden in Sölden über die Ziellinie.

Unter 4.400 Startern bedeutete das in der Gesamtwertung Rang 1.134. „Dabei wär viel mehr drinnen gewesen“, ärgert sich der mit 54 Jahren älteste Athlet des Gowilalm-Racing-Teams. Die Strecke hatte es in sich: Von Sölden gings hinauf ins Kühtai auf 2.020 Meter – hinunter nach Innsbruck – rauf auf den Brenner (1.377 Meter) – weiter nach Sterzing auf den Jaufenpass (2.090 Meter) – und mit teilweise bis zu 100 km/h hinunter nach St. Leonhard. Harald Dagn rangierte zu diesem Zeitpunkt unter den Top 400 und lag voll im Zeitplan: „Ich wollte unter neun Stunden durchs Ziel fahren!“ Aufgeben gibts nicht Etwa 500 Meter unterhalb des Timmelsjoch (2.050 Meter) kam dann der Einbruch. Den Rennradler, der im Jänner nach einem Bruch des Sprunggelenks eine längere Trainingspause einlegen musste, plagten schwere Krämpfe. „Ich musste teilweise absteigen und schieben“, erzählt der „Beißer“, aufgeben kam für ihn aber nie in Frage. Nach einer rasanten letzten Abfahrt war er in 9:31 Stunden zurück in Sölden. „Vor sieben Jahren hab ich die Strecke unter neun Stunden geschafft“, haderte der Extremradler – „ich komme bestimmt zurück und werde wieder angreifen!“ „Je extremer, desto lieber!“ – nach diesem Motto sucht sich der gebürtige Tiroler, der vor dreißig Jahren der Liebe wegen nach Oberweng in Spital am Pyhrn

Der Ötztaler Radmarathon verlangt den Rennradlern alles ab. Harald Dagn strampelte in den Tiroler Bergen 238 Kilometer – gespickt mit 5.500 Höhenmetern. übersiedelte, und seitdem als kaufmännischer Angestellter im Lagerhaus Roßleithen arbeitet, seine Rennen aus.

Dreimal absolvierte er bereits die Salzkammergut-Trophy – einen der härtesten Marathons für Mountainbiker. Im Vorjahr be-

Bei der Salzkammergut-Trophy blieb der Mountainbiker letztes Jahr in der Königsklasse (211 Kilometer/7.100 Höhenmeter) unter vierzehn Stunden.

nötigte der „Pedalritter“ für die 211 Kilometer lange Strecke mit 7.100 Höhenmetern nicht einmal vierzehn Stunden. Im Winter tauscht der dreifache Vater sein Rad mit den Tourenskiern und nimmt die Klassiker im Skibergsteigen – vom Warscheneck Extrem bis zur Mountain Attack in Saalbach – in Angriff. Und auch im Sommer läuft er auf die Berge. Am 30. September wird er – gemeinsam mit seinen fünf Kollegen vom Gowilalm RacingTeam – beim Skyrace aufs Prielschutzhaus in Hinterstoder am Start sein. „Wir sind eine super Truppe und motivieren uns gegenseitig!“, freut sich Harald Dagn schon aufs Heimrennen, das ihm aber von der Distanz her um einiges zu kurz ist. 4,4 Kilometer mit 760 Höhenmetern läuft er normalerweise nur zum Aufwärmen … Thomas Sternecker


9.9.2017

11:00 –17:00 U hr

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