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„Dabei kann es um den Kampf für Menschenrechte oder gegen einen Krieg ebenso gehen, wie um die Besetzung von Ölplattformen wie der Brent Spar, oder dem Tankstellenboykott gegen Shell. Aber auch um kleine Kaufentscheidungen an der Kasse des lokalen Supermarktes. „Entscheidend ist die moralische Macht, welche die Zivilgesellschaft gegen die Macht des Geldes oder die Macht der Waffen einsetzt“, sagt Nicolas Perlas :„ Die Zivilgesellschaft kreiert nicht nur neue Werte, sie demonstriert gleichzeitig auch wie eine andere Welt praktisch aussehen könnte. Also kommen drei Aufgaben zusammen: Einmal die Opposition, der Widerstand. Das zweite ist die Schaffung neuer Werte. Und die dritte Aufgabe ist es neue Initiativen zu initiieren und modellhaft aufzuzeigen wie eine andere Welt funktionieren könnte.“ (…) „Kulturelle Macht kann etwas sehr Gefährliches sein. Denn sie legt fest, wie Menschen leben, denken und handeln. Und die Zivilgesellschaft ist der Motor für den Wertewandel. Ob sie die Globalisierung kritisiert, die Menschenrechtsverletzungen, die Umweltzerstörung oder die mangelnde Gleichberechtigung, es beginnt immer mit einer Kritik an den herrschenden Werten. Und aus dieser kritischen Haltung formt sich bei ihren Protagonisten eine neue politische Identität. In ihrer Essenz muss die Zivilgesellschaft deshalb als kulturelle Bewegung verstanden werden. Sie beginnt in der kulturellen Sphäre, entwickelt dort kreativ neue Werte und stellt Sinnfragen.“ (Nicolas Perlas) Deshalb ist sie als größte kulturelle Bewegung der Menschheitsgeschichte auch nicht zu schlagen. Vielmehr wächst sie kontinuierlich weiter und bietet ständig neue Ideen für die Probleme der Welt. Schlägt der Gegner ihr einen Kopf ab, dann wachsen drei neue nach. Und sie baut ganz wie einer ihrer großen Pioniere, Mahatma Gandhi, konsequent auf Gewaltlosigkeit. (…) „ Wir müssen den Riesen nicht mit der Steinschleuder erlegen. Wir sollten viel mehr verständnisvoll so mit ihm arbeiten, dass er zu unserem Partner wird bei all den Problemen, die er alleine nicht lösen kann, um dann gemeinsam eine bessere Welt zu erschaffen. Wir müssen ihm die Gelegenheit geben sich zur Ruhe zu setzen.“ (Mary Win Ashford)

Geseko von Lüpke (gekürzte Mitschrift eines Radiovortrags auf BR2)

B e i t r ä g e von ProjektteilnehmerInnen Jede/r kann mitmachen

Das alte Kraft-Baum-Wissen unserer Ahnen Im Zeitalter von Technik und Elektronik haben wir eines verloren „den Bezug zur Natur.“ In der materiellen Wahrnehmung ist uns leider das Gespür für das nicht „Fassbare“ verloren gegangen. Unsere Vorfahren, z.B. die Kelten lebten nicht nur in der Natur, sie lebten mit der Natur. So wurden aus Birkenholz Babywiegen geschnitzt damit die Kleinen vor Unheil bewahrt wurden. Dieser edle weiße Baum steht anmutig und robust im Wald. Er steht für Schutz und für das Loslassen. Auch heute noch trinken wir bei Blasenentzündungen Birkenblättertee um die Krankheit „loszuwerden“ und in der skandinavischen Sauna beklopft man den ganzen Körper mit Birkenreisern, um die Durchblutung zu fördern. Auch das gehört zum „loslassen.“ Unsere Ahnen kehrten am Morgen des 22. Dezembers mit Birkenbesen das alte Jahr aus den Häusern.

Ein sehr hoch geschätzter Baum war den Kelten die Buche. Der Baum wird bis zu 500 Jahre alt und diente als Nahrungslieferant (Blätter und Nüsse). Die Heilkräfte der Buche reichten von der Desinfektion bis zum antiseptischen Mittel, das Holz wurde nicht nur für Möbel gebraucht! Man staune, die Begriffe Buch und Buchstabe stammen von der Buche. Auch heute noch findet die „Buche oder Beech“ in den Bach-Blüten Verwendung. Dort werden die Tropfen unter anderen zur Förderung von Toleranz bei zu viel „Härte“ eingesetzt. Auf der Seelenebene hilft die Buche nicht nur den Kindern beim Lernen, eine sehr gute Wirkung hat die Buche bei Beschwerden der Wirbelsäule.

Der Eiche, früher genannt der große Busch, sagt man nach, dass er allen Schutz-Suchenden oder Flüchtenden Unterschlupf gewährte. Er beschützte alle wie ein König sein Volk. Auch die „Eiche oder Oak“ findet sich in den Bach-Blüten wieder, für Stärke aber auch für die Einsicht. Die Eicheln dienten erst den Menschen, dann hauptsächlich den Tieren als Nahrung. Das Holz wird auch heute noch sehr geschätzt wegen seiner Härte. Im Seelenbereich spiegelt die Eiche die Männlichkeit und Härte wieder. Wenn also jemand zu sehr oder zu wenig im „Männlichen“ steht, gleicht die Eiche dieses aus. Eva-Maria Pfab

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ausgabe 1 | 2013 v i t a s

Infomagazin zum Erdchartaweg Amberg-Sulzbach  

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