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Pürschläger Tal Das Tal der blauen Blumen

Welchen Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 5 Die Ganzheit der Ökosysteme der Erde schützen und wiederherstellen, vor allem die biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten.

Pürschläger Tal Gemeinde Ammerthal Kulturbeauftragter Dieter Strobel Mühlweg 16 a 92260 Ammerthal Tel. 09628 / 9233-0 gemeinde@ammerthal.de www.ammerthal.de

Waldgebiet westlich von Ammerthal, nahe Pürschläg

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Das Pürschläger Tal, so der richtige Name, ist eines von drei Trockentälern, westlich von Ammerthal gelegen, das sich nicht nur durch seine Länge und Breite, sondern auch durch seine natürlichen Besonderheiten hervorhebt.

Mit seinen Felsformationen zeigt das Tal einen beschaulichen Anblick über den Rückzug des Wassers aus den Urmeerzeiten. Seine reich vorhandenen Blumenteppiche aus Leberblümchen, die insbesondere im Vorfrühling auf den zur Sonne geneigten Talseiten in Erscheinung treten, gaben dem Tal seinen besonderen Namen: „Tal der blauen Blumen“. Auch für die heimischen Vogel- und Wildarten bietet es hervorragenden Lebensraum und Rückzugsgebiete. Als Ausläufer der Fränkischen Alb gilt das Pürschläger Tal als besonders wasserreich und somit auch als Quellgebiet des Ammerbachs, der in östliche Richtung fliesend, immer besser zum Vorschein kommt. Der Wasserreichtum wird auch als natürlicher Brunnen genutzt (Pumpstation), von wo aus mehrere Orte mit reichlich Trinkwasser versorgt werden. Eine weitere Besonderheit ist eine steil aufragende Felsenwand, die „Rote Wand“, die Freizeitkletterern aus Nah und Fern eine sportliche Abwechslung bietet. Aus der jüngeren Geschichte ist in der Ammerthaler Chronik vermerkt, dass es einen so genannten Kriegsbach gab, dessen Flussbett bis heute noch sichtbar ist. Sein Name stammt von einer Eigenheit her, die besagt, dass er jeweils vor Beginn eines Krieges Wasser führt, dass aber später wieder total verschwindet. Mit seinen Besonderheiten bietet das Pürschläger Tal für alle BesucherInnen zu jeder Jahreszeit viel Abwechslung und ist auch außerhalb der Leberblümchen-Blütezeit einen Besuch wert.

Möglichkeiten für BesucherInnen

Auf Anfrage kann für Gruppen eine Führung organisiert werden.

ausgabe 1 | 2013 v i t a s

Infomagazin zum Erdchartaweg Amberg-Sulzbach  

Beiträge und Vorstellung der Vereinmitglieder

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