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Nr. 202 August 2018

e x c l u s i v. l i

Für Sie und Ihn

im Fürstentum Liechtenstein/Werdenberg/Obertoggenburg/Sarganserland/Bad Ragaz

Staatsfeiertag Liechtenstein

Im Gespräch mit Daniel Hilti Gemeindevorsteher in Schaan

Feierliche Eröffnung mit dem ORF Vorarlberg bei den 73. Bregenzer Festspielen

Im Gespräch mit Maria Kaiser Gemeindevorsteherin in Ruggell


Kultursommer

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73. Bregenzer Festspiele im ORF

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit Gattin Doris Schmidauer, Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner mit Gattin Sonja

Markus Klement, Landesdirektor ORF Vorarlberg; Michael Diem, Kaufmännischer Leiter der Bregenzer Festspiele; Elisabeth Sobotka, Intendantin der Bregenzer Festspiele; Alexander Wrabetz, ORF-Generaldirektor

Staraufgebot am Roten Teppich bei der feierlichen Eröffnung mit dem ORF Vorarlberg

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Das «Who is Who» aus der österreichischen Kultur, Politik und Gesellschaft versammelte sich an diesem Tag am Platz der Wiener Symphoniker in Bregenz. Der ORF war ganz vorne mit dabei: ORF Radio Vorarlberg sendete von 9.00 bis 20.00 Uhr live aus dem gläsernen Radio-Sendestudio direkt vor der Seebühne, Künstle-

rinnen und Künstler sowie Prominente waren hier live zu Gast. Im Fernsehen wurden die Eröffnungsfeierlichkeiten vom ORF Vorarlberg live in ORF 2 und 3sat übertragen. Die erfolgreichste Fernsehsendung des Landes (Vorarlberg heute) berichtete am Eröffnungstag um 19.00 Uhr live vom Festspielgelände, just als die illustren Premierengäste zur ersten Aufführung der Oper «Beatrice Cenci» strömten. Der ORF hält noch vieles andere von den Festspielen bereit, so präsentiert beispielsweise der Kultursender ORF III am

19. August einen grossen TV-Schwerpunktabend – mit einem «Best of Bregenzer Festspiele», Berthold Goldschmidts «Beatrice Cenci» und Thomas Larchers «Das Jagdgewehr». Markus Klement, Landesdirektor ORF Vorarlberg, zeigt sich erfreut: «Die Eröffnungsfeierlichkeiten waren glanzvoll und international, und der ORF begleitet auch heuer die Bregenzer Festspiele trimedal und facettenreich – sowohl vor als auch hinter den Kulissen.» ex.

ORF-Moderatorin Kerstin Polzer im «Vorarlberg heute» Gespräch mit Medien- und Kulturminister Gernot Blümel

Figurentheaterkünstler Nikolaus Habjan gab Auszüge aus Paulus Hochgattereres «Böhm» zum Besten

I.D. Maria-Pia Kothbauer Prinzessin von und zu Liechtenstein, Kathrin Cometto, Festspiel-Präsident Hans-Peter Metzler, Roland Geyer

Alt-Landeshauptmann Herbert und Ilga Sausgruber mit Schweizer Botschafterin Ursula Plassnik

Höchste kirchliche Ehren mit Nuntius Stephan Zurbriggen und dem Vorarlberger Bischof Benno Elbs

ORF Radio Vorarlberg sendete am Tag der Festspieleröffnung ganztägig live aus dem gläsernen Studio direkt vor dem Festspielhaus in Bregenz

s war ein glanzvoller Festakt unter strahlend blauem Himmel: Am 18. Juli wurden in Bregenz die 73. Bregenzer Festspiele eröffnet.

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fotos ©: lisa mathis / dietmar mathis /orf text ©: julia zangerl orf


Fürstentum Liechtenstein

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Fürstlich geniessen! I.D. Prinzessin Marie von Liechtenstein: «Das Thema Wein war für mich schon immer besonders interessant. Ich geniesse auch sehr gerne ein Glas Wein und habe in diesem Zusammenhang die Ausbildung zur Sommelière gemacht. Die ganzen Differenzierungen, die Entscheidungen im Rebberg und im Weinkeller. Was man in Bezug auf den Weinanbau alles wissen muss oder anders gesagt, was man an der Rebe falsch macht, kann man im Keller nicht mehr retten. Das musste ich erst lernen, mit grosser Freude und viel Spass.» Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Hofkellerei Vaduz.

I.D. Prinzessin Marie von Liechtenstein unterstützt die Hofkellerei im Bereich Marketing und Vertrieb.

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ie Familie Liechtenstein blickt auf eine lange und stolze Weinbautradition zurück; seit 1436 ist die Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein im Besitz der Familie. An den beiden Standorten Wilfersdorf und Vaduz werden seit Jahrzehnten herausragende Weine erzeugt, die auch regelmässig national und international ausgezeichnet werden. Wein muss im Sommer für eine belebende Erfrischung sorgen und schmecken wie eben der perfekte Sommertag. I.D. Prinzessin Marie von Liechtenstein empfiehlt zum Fürstenfest den Riesling Reserve 2016. Dieser ist dem Önologen und Geschäftsführer Josef Weinmeyer mit seiner Mannschaft, wie folgt vom Falstaff Magazin bewertet, gelungen: Riesling Reserve 2016, Selektion, 13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün mit Silberreflexen. Eleganter Trinkgenuss, im Geschmack zart floral unterlegte weisse Pfirsichfrucht, ein Hauch von Blütenhonig und Orangenblüten. Am Gaumen engmaschig, feine weisse Tropenfrucht, angenehmer Säurebogen, eine feine Fruchtsüsse im Abgang mit guter Balance und zitronigem Touch im Nachhall, leichtfüssig, mit sicherem Reifepotenzial. Das Österreichische Wein- und Gourmetmagazin Falstaff zeichnete den Riesling Reserve 2016 mit 92 Punkten aus. ex.

Aktion zum Fürstenfest Bis 18. August 2018

Fürstliche Domäne FL-9490 Vaduz Tel. +423 232 10 18 www.hofkellerei.com


Grand Resort Bad Ragaz

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Ein «Ja» von Martina Hingis und Harry Leemann und den engsten Freunden abgehalten wurde. Im Anschluss an die Feierlichkeiten ging es gleich weiter in die Flitterwochen.

Martina Hingis und Harry Leemann vor dem Grand Hotel Quellenhof & Spa Suites (Grand Resort Bad Ragaz), foto ©: david biedert / davidbiedert.com

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artina Hingis und Harry Leemann haben geheiratet. Die ehemalige Weltranglistenerste im Tennis und der Zuger Sportarzt haben sich nach zwei Jahren Beziehung bei einer freien Trauung im Grand Resort Bad Ragaz vor 140 Gästen das Jawort gegeben. Nur ein kleiner Kreis war über die Hochzeit in der Ostschweiz informiert, die bewusst in privatem Rahmen mit der Familie

Albert Mennel

Silvia Abderhalden

«Für uns ist es eine grosse Ehre, dass Martina Hingis und Harry Leemann diesen besonderen Moment bei uns im Grand Resort Bad Ragaz feierten. Wir wünschen dem Brautpaar viele gemeinsame Ehejahre voller Harmonie und Gesundheit», gratuliert CEO Patrick Vogler. ex.

Herbert Wohlfarter

Impressum Nichts aus dieser Ausgabe darf ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers nachgedruckt oder in irgendeiner Weise vervielfältigt werden. © 2018

Redaktion und Verlag Albert Mennel, Aubündt 28, FL-9490 Vaduz info@exclusiv.li, www.exclusiv.li, Tel. +423 232 80 80

Verkauf/Medienberatung Silvia Abderhalden, Albert Mennel

Text/Bilder Albert Mennel, Silvia Abderhalden, Herbert Wohlfarter

Druckvorstufe RADIO AND TELEVISION PRODUCTIONS, PF 406, FL-9495 Triesen

Druck AVD GOLDACH AG Seit der ersten Ausgabe

Verteiler Direct Mail Company AG, St. Gallen An über 30'000 Haushalte, ca. 100'000 Leser/innen Werdenberg, Obertoggenburg, Sarganserland, Bad Ragaz, Davos, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberger Lesezirkel in 96 Gemeinden und Abonnenten im In- und Ausland

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Zukünftig möchte Martina Hingis neben dem Tennis vermehrt auch dem Reitsport Zeit widmen, ihrer zweiten Leidenschaft. Daher plant das Ehepaar Hingis und Leemann auf seinem Grundstück in Bad Ragaz den Bau von acht Pferdeboxen. Insgesamt werden im gemeinsamen Leben des Tennisstars und des 37-jährigen Sportarztes die Themen Sport, Gesundheit und Medizin eine noch grössere Rolle spielen. Die Kompetenz von Europas führendem Wellbeing & Medical Health Resort in all diesen Bereichen ist für die Markenbotschafterin und ihren Ehemann daher von grösster Bedeutung.

Inhalt

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73. Bregenzer Festspiele Fürstlich geniessen! Hochzeit im Grand Resort Casino Bad Ragaz Liechtensteinisches Landesmuseum Die IG Schaan an der LIHGA Ruggell an der LIHGA Staatsfeiertag 2018 «Rosmarie's Öbetli» News by Toyota Titelfotos: Baureportage Wohnheim Neufeld US-Fishing & Huntingshop

Grosses Bild: Staatsfeiertag 2017 © exclusiv Kleines Bild links: Daniel Hilti © exclusiv Kleines Bild mitte: Festspiele Bregenz © lisa mathis Kleines Bild rechts: Maria Kaiser © exclusiv


Ausgehen in der Region

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Mit viel Schwung in den Herbst Bereits seit 16 Jahren besteht das Casino in Bad Ragaz. Die grosse Geburtstagsfeier findet am 15. September statt.

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it einem grossen Geburtstagsfest feiert das Casino Bad Ragaz am 15. September sein 16-jähriges Bestehen. Neben Live Musik von Jill's Cocktail Combo und den Heridos de Sombra sowie einer Zaubershow mit Dino Dorado findet zu jeder vollen Stunde eine Verlosung statt. Insgesamt werden an den 12 Verlosungen über 50 Gewinner gekürt und Preise im Gesamtwert von über CHF 5'000.ausgespielt. Als Höhepunkt des Abends wird um Mitternacht ein Opel Mokka X 4x4 im Wert von CHF 30'000.- verlost. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Monatlich finden attraktive Veranstaltungen statt Jeden Dienstag findet der Lucky Afternoon im Casino Bad Ragaz statt. An drei nachmittäglichen Verlosungen haben alle Gäste die Möglichkeit, Guthaben für die Automaten zu gewinnen. Und mit etwas Glück kann mit diesem Guthaben sogar einer der vier Jackpots geknackt werden. Die Verlosungen finden um 14, 16 und 18 Uhr statt. Jeden Monat findet im Casino ausserdem die Verlosung am 13ten statt. Die Zahl Dreizehn wird oft mit Unglück in Verbindung gebracht, doch im Casino Bad Ragaz ist jeder Dreizehnte ein Glückstag. Denn jeden Dreizehnten im Monat werden um 22 Uhr jeweils CHF 1'300.- verlost.

Am 15. September um Mitternacht wird ein Opel Mokka X 4x4 im Wert von CHF 30'000.- verlost.

Start der Casinokonzerte Am 1. September starten die zweiwöchentlichen Casinokonzerte in die nächste Saison. Die beiden Singer Songwriterinnen Beth Wimmer und Suzie Candell geben hierfür den Auftakt und versprechen Americana-Musik vom Feinsten. Unterstützt werden die beiden Damen von Liechtensteins Ausnahme-Gitarrist Roger Szedalik und dem Schweizer Bassisten Dominic Benz. Von Folk über Rock, Country, Blues bis hin zu poppigen Radionummern garantiert das Quartett ein abwechslungsreiches Programm, in dem sich Beth Wimmer und Suzie Candell mit ihren eigenen Songs abwechseln. Am 29. September tritt die Liechtensteiner Sandro Pallua Group auf der Casino-

Die Band Heridos de Sombra spielt am 15. September im Casino

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bühne auf. Das Vibrafon ist die grosse Attraktion dieser vierköpfigen Jazzformation. Alle Musiker sind erfahrene Jazzer, die sich locker in die Profiliga einreihen können. Ob klassische Jazzstandards, tanzbare Latin-Nummern oder funkige Tunes – diese Formation ist eine echte Perle unter den liechtensteinischen Bands. ex. Mehr Informationen zum Casino Bad Ragaz und seinen Veranstaltungen finden Sie auf www.casinoragaz.ch Die nächsten Termine im Casino Bad Ragaz: 13. August: 1. September: 13. 15. 29. 30.

September: September: September: September:

Der 13te Bargeldverlosung Konzert: Beth Wimmer & Suzie Candell Der 13te Bargeldverlosung Casinogeburtstag Konzert: Sandro Pallua Group Happy Sunday

«Einfach Magisch» Dino Dorado am Geburtstagsfest im Casino


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Eleganz und Geniessen

(Bild mitte von links) Prof. Dr. Rainer Vollkommer, Direktor des Liechtensteinischen Landemuseums; Wu Hongliang, Vizedirektor der Kunstakademie Peking; Doris Beck, Präsidentin des Stiftungsrates des Liechtensteinischen Landesmuseums; Wang Jia, Assoziierter Professor des Nationalmuseums von China und Ehrenkurator des Liechtensteinischen Landesmuseums

Alltagsleben, Weisheiten und Kunst in der chinesischen Kultur.

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n der Eröffnung der Sonderausstellung führten Herr Wu Hongliang, Vizedirektor der Kunstakademie Peking und Herr Wang Jia, Assoziierter Professor des Nationalmuseums von China, die Gäste in die reiche und einzigartige Kultur von China ein und stellten ihnen chinesische Landschaften, Pflanzen und Tiere, Feste, alte Sitten und Gebräuche, chinesisches Alltagsleben, die Welt der Literaten, Tierkreiszeichen, Taoismus und Buddhismus auszugsweise vor, zeigten die jeweiligen Symbolismen auf und führten das Publikum in diese einmalige Ausstellung ein.

Prof. Dr. Rainer Vollkommer: «Das besondere an dieser Ausstellung ist, dass erstmalig in dieser Fülle u.a. die wohl drei bekanntesten Künstler von China (Qi Baishi, Li Ke'ran und Guan Liang) mit berühmten Malereien in Europa zu sehen sind und ihre Bedeutung und dargestellten Symbole aufgeschlüsselt werden, so dass der Betrachter einen tiefen Einblick in die Kultur Chinas erhält.» Insbesondere sind bekannte Werke von Qi Baishi zu sehen, dem berühmtesten und teuersten Künstler Chinas aller Zeiten. Ein Maler, der auch in der westlichen Welt grosse Beachtung findet und wie

kein zweiter mit unzähligen Ehrungen und Auszeichnungen bedacht wurde. Von Qi Baishi sind nicht nur bekannte Alltagsdarstellungen präsentiert, sondern auch Landschaften, seine berühmte Serie der zwölf Tierkreiszeichen und seine bekannten Insekten- und Kleintierdarstellungen. ex. Das Liechtensteinische Landesmuseum zeigt die an Superlativen ausserordentlich interessante Sonderausstellung mit Leihgaben aus der Sammlung der Kunstakademie Peking bis zum 21. Oktober 2018. Mit Ausnahme der «Schatzkammer» können Sie am Staatsfeiertag die Museen in Vaduz kostenlos besuchen. fotos + text: © exclusiv

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Schaan – ein starker und innovativer Wirtschaftsstandort Schaan ist wirtschaftliches Zentrum und der wichtigste Industriestandort für Liechtenstein mit einer Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus. An diesem Standort werden Effizienz und Service grossgeschrieben. Denn Liechtenstein – und damit auch Schaan – ist ein «global player». Über 30 Industriebetriebe liefern forschungsintensive, innovative Spitzentechnologie in rund 140 Länder der Erde. Schaan ist Sitz mehrerer Marktführer mit Niederlassungen in Europa und der Welt.

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ber auch kleinere Betriebe aus Handel, Gewerbe und nicht zuletzt auch Gastronomie haben in Schaan ihre Heimat: Von der Bäckerei über den Maschinenhersteller bis zum IT-start-Up bilden kleinste, kleine und mittelgrosse Unternehmen die grosse Mehrheit der in Schaan registrierten Firmen und stellen das Gros der Arbeitsplätze zur Verfügung. Sie tragen wesentlich zur unternehmerischen Kreativität, zum Wirtschaftswachstum und zum Wohlstand bei. Etwa 4'000 Unternehmen bilden das starke Rückgrat der liechtensteinischen Volkswirtschaft. Rund 900 von ihnen mit über 9'000 Arbeitsplätzen befinden sich in Schaan.

Der Dialog als wichtigste Leitlinie Der Dialog, den Politik, Wirtschaft und Gesellschaft miteinander zum Wohle aller führen, ist eine der Stärken Schaans – und die wichtigste Leitlinie. Gegenseitiges Vertrauen bildet die Grundlage dafür, dass sich das Dorf in der Mitte Liechtensteins in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Drehscheibe der Region Rheintal entwickelt hat. Schaan hat als Wirtschaftsstandort, Verkehrsknotenpunkt, Kulturzentrum und Einkaufsort am Fusse der Drei Schwestern viele Gesichter. Die Bevölkerung bringt sich ein Es wirken viele positive Kräfte zum Wohle der Gemeinde. Die politischen Entscheidungen im Gemeinderat werden in der Gemeindeverwaltung sowie in vielen Kommissionen und Arbeitsgruppen vorbereitet und sind breit abgestützt. Auch auf karitativem, sozialem und kulturellem Gebiet arbeitet eine grosse Zahl von Bewohnerinnen und Bewohnern freiwillig und ehrenamtlich für die Dorfgemeinschaft. Und die Mitglieder der Schaaner Vereine leisten mit viel Idealismus in ihrer Freizeit einen unschätzbaren Dienst für den dörflichen Zusammenhalt. Dieser

Einbezug und das Mitwirken eines grossen Teils der Bevölkerung im öffentlichen Leben von Schaan nehmen überaus positiven Einfluss auf die Entwicklung der Gemeinde. Die IG Schaan an der LIHGA Alle zwei Jahre tritt Schaan einen Beweis seiner Wirtschaftskraft an der LIHGA an, deren Gastgeber die Gemeinde mit Stolz und Freude ist. 2016 durfte Schaan ausserdem als Gastgemeinde auftreten und die vielfältige Arbeit der IG Schaan in einem eigenen Zelt präsentieren. Dies kam bei Ausstellern wie Besuchern gleichermassen gut an. Dementsprechend tritt eine ganze Reihe Mitgliedsbetriebe auch heuer wieder als Aussteller auf. Sie haben eine halbe Messehalle zur Verfügung und der Auftritt wird von A bis Z von Schaaner Unternehmen organisiert – sozusagen vom Teppich bis zur Blumendekoration, von den Ständen zur Begegnungszone und von der Gerüstbar bis zum Bierausschank. fotos: © brigitt risch, eddy risch fotos: © exclusiv


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Interview: «Die Rahmenbedingungen stimmen in Schaan» Herr Gemeindevorsteher, was macht die Attraktivität Schaans als Wirtschaftsstandort aus? Daniel Hilti: Schaan ist eine wirtschaftsfreundliche Gemeinde mit einem niedrigen Steuersatz und optimaler Infrastruktur für Industrie und Gewerbe. Zu erwähnen sind hier beispielsweise die gute Verkehrsanbindung durch die Industriestrasse und die grosszügigen Reserveflächen, die wir innovativen Unternehmen durch eine Ausdehnung des Industriegebiets noch zur Verfügung stellen können. Auch das Zentrum ist inzwischen wieder sehr belebt und neben zahlreichen kulturellen und gesellschaftlichen Anlässen, die Umsatz für Geschäfte und Gastronomie mit sich bringen, ist auch das Wohnen in der Dorfmitte wieder beliebt. Eine ganze Reihe von zentrumsnahen Neubauten spricht hier eine deutliche Sprache. Was macht Schaan, um auch weiterhin attraktiv für seine Einwohner und die Wirtschaft zu sein? Wir haben komfortable Reserven, da wir in den vergangenen Jahren umsichtig gewirtschaftet haben. Diese Reserven garantieren mittelfristig den niedrigen Gemeindesteuerzuschlag von 150 Prozent und stellen sicher, dass wir auch weiterhin in die Infrastruktur des Standorts investieren können. Sichtbarstes Zeichen hierfür ist die schon weit fortgeschrittene, aber dennoch immer noch im Entwickeln befindliche neue Verkehrsführung, die das Zentrum auch für Fussgänger und Radfahrer freund-

licher gestaltet und die bereits vor Jahren dazu beigetragen hat, den grossen Staus an der damaligen Lindenkreuzung entgegenzuwirken. Aber auch in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist Schaan mit Tagesschule, Tagesstrukturen und altersdurchmischten Lernen attraktiv. Gleiches gilt für die Infrastruktur, die Sport und Freizeit zugutekommt – seien dies die zahlreichen Spielplätze oder die Neugestaltung der Sportanlage Rheinwiese. Diese Attraktivität ist natürlich nicht gratis zu haben. Aber die Investitionen darin tätigen wir gerne. Denn die Rahmenbedingungen stimmen in Schaan und wir wollen, dass dies auch so bleibt. Was versprechen Sie sich vom LIHGAAuftritt der IG Schaan. Die IG Schaan ist schon an sich ein Beispiel für eine positive Standortentwicklung. Die beinahe 100 in ihr zusammengeschlossenen Betriebe bringen sich mit vereinten Kräften in das Dorfleben und die Belebung der Gemeinde ein. Dass sie dies auch an der LIHGA machen, ist sehr erfreulich. Dort können sich die erwarteten rund 30'000 Besucher ein Bild von der Innovationskraft der Schaaner Unternehmen machen. Besonders freut es mich, dass mit dem Tagesstand der IG auch kleinere Betriebe Präsenz markieren, die sich keinen siebentägigen LIHGA-Auftritt leisten können. Insgesamt ist die LIHGA für mich ein Schaufenster für die Schaaner Unternehmen. Dies, obwohl sich natürlich nur ein Bruchteil der 900 Betriebe dort präsentieren kann. ex.


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Ruggell an der Jubiläums-LIHGA radreparatur GmbH und die BWV Versicherungsbroker AG zeigen ihre Angebote und Dienstleistungen auf. Der Stand von Fahnen24 wird mit Ruggeller-Fähnele auf seine Fahnenprodukte hinweisen. Mathias Büchel baut in Ruggell Gerste an, aus welcher das «Ländlegold» gebraut wird. Die Idee, für die LIHGA ein spezielles Bier zu brauen, wurde mit Sonnenbräu umgesetzt, und so kann am Gemeinschaftsstand und am «Ruggäller Obet» das erfrischende «Ruggeller Tuarbagold» genossen werden.

Acht Ruggeller Unternehmen und die Gemeinde Ruggell treten im September gemeinsam an der LIHGA auf.

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er Gemeinderat von Ruggell beschloss im November 2017, auf Empfehlung der Wirtschaftskommission, die Teilnahme mit einem Gemeinschaftsstand an der JubiläumsLIHGA. Wir haben mit der Gemeindevorsteherin Maria Kaiser über dieses Engagement und die Beweggründe dazu gesprochen. Maria Kaiser: Ruggell hat sich in den letzten Jahren ausgezeichnet entwickelt. Aus einem Bauerndorf wurde einerseits eine familienfreundliche Wohngemeinde, andererseits ein moderner, attraktiver Wirtschaftsstandort mit einem wunderbaren Naherholungsgebiet und dem schützenswerten Ruggeller Riet. Diese Entwicklung möchten wir an der LIHGA präsentieren. Wie darf man sich den gemeinsamen Messeauftritt vorstellen? Symbolisch liegt der Rhein als Teppich auf dem Boden, und neben dem Rhein (an den Ufern) sind die Ausstellerstände aufgebaut. Neben der Gemeinde wird sich das kommod vorstellen und am Stand der Ruggeller Unternehmen für das leibliche Wohl sorgen. Das Liechtensteiner Casino Admiral wird die Besucher mit Spielen unterhalten. Die Triet Storen AG, die SpeedCom AG und die Werkstätte Anstalt werden neue Produkte und Innovationen vorstellen und die fixfox Fahr-

Am Donnerstag, 6. September findet der «Ruggäller Obet» statt. Welche Highlights erwartet die Besucher? Wir freuen uns heute schon sehr darauf und möchten möglichst viele Einwohner von Ruggell nach Schaan locken. Während wir am späteren Nachmittag, um 17.00 Uhr speziell auch alle Unternehmer aus Ruggell an den Gemeinschaftsstand einladen, zu Wurst und Brot und Tuarbagold, sorgt am Abend die Partyband Wurscht'n'Brot für tolle Stimmung in der 50-Jahre-Argus-Arena. Und nach dem Konzert wird der bekannte DJ Brasil sicherstellen, dass die Stimmung hochgehalten wird. Dem Gemeinderat und mir persönlich ist es wichtig, Meinungen von den Einwohnerinnen und Einwohnern in verschiedenen Gruppierungen abzuholen. An der LIHGA werden wir drei Säulen aufstellen, wo die Besucher zu den drei Kategorien Familie, Beruf und Freizeit Rückmeldungen geben oder Fragen stellen können. Jung und Alt sind dazu eingeladen, aktiv mitzuwirken. Für diesen für uns als Gemeinde sehr wertvollen Beitrag werden wir uns mit einem kleinen Geschenk bedanken. Die Auswertung wird im Herbst 2018 erfolgen und dann im Unterloft anschliessend präsentiert. Ihr Wunsch für die Jubiläums-LIHGA? Ich wünsche allen Ausstellern einen grossen Zulauf und ein breites Interesse an den Produkten und Dienstleistungen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Gemeinschaftsstand wie auch am «Ruggäller Obet». Ich wünsche allen Besuchern eine schöne und tolle LIHGA Zeit. ex. fotos + text: © exclusiv

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Staatsfeiertag 15. August 2018 #staatsfeiertag2018

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er Staatsfeiertag im Fürstentum Liechtenstein, ein Zeichen der Zusammengehörigkeit, der Souveränität, der Identität, ein Tag der Begegnung, Tradition und Feier. Offizieller Staatsakt Der offizielle Staatsakt wird um 11.30 Uhr mit den Ansprachen von S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein und dem Landtagspräsident Albert Frick auf der Schlosswiese beim Schloss Vaduz eröffnet. Im Anschluss an die Ansprachen wird die liechtensteinische Landeshymne, welche mit den Worten «Oben am jungen Rhein» beginnt, gespielt. Die feierliche Umrahmung übernimmt der Musikverein Cäcilia Schellenberg, zusammen mit dem MGV Sängerbund Vaduz. Die Liechtensteiner Moderatorin Christiani Wetter führt durch den Staatsakt, der in Gebärdensprache übersetzt wird.

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Aperitif im Rosengarten Nach dem Staatsakt findet um 12.30 Uhr der traditionelle Aperitif im Rosengarten auf Schloss Vaduz statt. Der Aperitif wird gegeben von Fürst Hans-Adam II. und Fürstin Marie von und zu Liechtenstein. Auch dieses Jahr wird ein kostenloses Ticket für den Aperitif im Rosengarten benötigt. Traditionelles Feuerwerk Den Höhepunkt des Staatsfeiertages bildet das rund 30-minütige Feuerwerk, welches um 22.00 Uhr beginnt. Der Meisterfeuerwerker Armin Lukasser konnte auch dieses Jahr wieder dafür gewonnen werden. Das imposante Feuerwerk, welches neben dem Schloss Vaduz gezündet wird, bietet ein gigantisches Schauspiel, am Nachthimmel. Das höchst qualifizierte Team rund um Designer Armin Lukasser wird mit viel Kreativität, modernster Technik und Kompositionen aus Millionen von Lichtern die Gäste zum Staunen bringen. Armin Lukasser, Artistic Director, Design Fireworks

GmbH: «Eine gute Feuerwerksshow ist wie ein Film, ein Theaterstück oder Musical. Drehbuchautor und Regisseur ist der Feuerwerkskünstler. Die Schauspieler sind die Farben, die Blitze und Fontänen. Die Bühne der leuchtenden Darsteller ist das Dunkel der Nacht. Der Lohn ist der Applaus und die Emotionen der Zuseher. Nur wenn sich die Szenen tief in die Herzen der Menschen einschleichen bleibt von dem Schauspiel mehr als nur ein kurzer Augenblick. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen wunderschönen Staatsfeiertag.» Höhenfeuer und Fackelzug Für eine besondere Stimmung sorgen die vielen Höhenfeuer in den umliegenden Bergen, der Fackelzug über den Fürstensteig und die brennende Fürstenkrone. Organisiert und durchgeführt werden die Feuer von den Mitgliedern und Helfern der Bergrettung Liechtenstein und werden um ca. 21.15 Uhr gezündet.


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Grosses Volksfest im Städtle Vaduz Die Vaduzer Gastronomie hat einiges an Gaumengenuss zu bieten und freut sich auf Ihren Besuch am Staatsfeiertag. Ob zu trinken oder zu essen, am Volksfest in Vaduz findet bestimmt jeder, was sein Herz begehrt, denn auch dieses Jahr dürfen wir uns wieder auf eine vielfältige kulinarische Palette der Vereine freuen. Eine Liste mit den Angeboten finden Sie unter: www.staatsfeiertag.li

kalische Highlighs sind u.a.: «Danitsa», «Christian Schenker & Grüüveli Tüüfeli», «M.A.N.D.Y», «Melissa Naschenweng», «Andre Stade», «Suzie Candell und Roger Szedalik» und die «MusikApostel».

An verschiedenen Standorten im Städtle von Vaduz kommen Sie zum Vergnügen eines tollen und abwechslungsreichen Musik-, Kultur- und Kinderprogramms. Das musikalische Angebot reicht von Rock, Pop, Soul und Funk über gemütliche Volks- bis zu elektronischer Tanzmusik.

Anreise mit dem Bus Aufgrund der beschränkten Anzahl an Parkplätzen empfiehlt Ihnen «Liechtenstein Marketing» auf das eigene Fahrzeug zu verzichten und auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Alle LIEmobilBuslinien können am Staatsfeiertag kostenlos benutzt werden. Fahrpläne und Informationen: www.staatsfeiertag.li

Musikalische Highlights Die österreichische Band «folkshilfe» zieht ihr Publikum auf dem Peter-Kaiserplatz in den Bann, bevor nach dem Feuerwerk ab 22.30 Uhr die bekannte schwedische Rock- und Popband «Mando Diao» garantiert für Stimmung sorgt. Weitere musi-

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Spielzone Diverse Kinderattraktionen, Auftritte eines Zauberers, eines Clowns und ein Kasperletheater bringen die kleinen Besucher zum Staunen und laden zum Mitmachen ein.

Museen: Freier Eintritt Kunstmuseum Liechtenstein Streifzüge und Kinderprogramm Am Staatsfeiertag gehört das Kunstmuseum neben dem Feuerwerk und der ein-

maligen Atmosphäre in Vaduz zu den Hauptattraktionen. Die Ausstellungen und das Café sind ein einzigartiger Kontrast zu den Angeboten im Städtle und im Land. Mehrere Tausend Menschen besuchen an diesem Tag das Museum, dessen Ausstellungssäle eine anregende Auszeit vom bunten Treiben bieten. Speziell für den Staatsfeiertag werden zu jeder halben Stunde Streifzüge angeboten, die in diesem Jahr wieder abwechselnd durch zwei Gebäude führen. Sie dauern 25 Minuten und vermitteln den Besuchern einen kurzen Einblick in die Ausstellungen im Hauptgebäude oder der Hilti Art Foundation. Das Museums-Atelier erwartet die kleinen und grossen Gäste mit viel Platz sowie Pinsel, Farbe und Papier. 14.00 bis 18.30 Uhr: Streifzüge durchs Museum, zu jeder halben Stunde 14.00 bis 18.00 Uhr: Malatelier für Kleine und Grosse Informationen: www.kunstmuseum.li


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Landesmuseum Liechtenstein Das Liechtensteinische Landesmuseum zeigt in Kooperation mit dem Amt für Kultur, Archäologie, die länderübergreifende Ausstellung «Stadt, Land, Fluss – Römer am Bodensee». Diese präsentiert spannende Erkenntnisse aus der Zeit, als der Bodenseeraum Teil des Römischen Reichs war. Einzigartige Objekte und Einblicke ermöglichen die beiden Sonderausstellungen «Kleine Schätze aus Amiens» und «Eleganz und Geniessen – Alltagsleben, Weisheiten und Kunst in der chinesischen Kultur». Das Postmuseum zeigt die Geschichte der liechtensteinischen Philatelie und Post und die Sonderausstellung «FIFA Fussball-Weltmeisterschaften auf Briefmarken, aus der Sammlung des ehemaligen

Schachweltmeisters Anatoli Karpow». Informationen: www.landesmuseum.li Kunstraum Engländerbau Gemeinsam beleuchten elf Künstlerinnen und Künstler von visarte.liechtenstein, alle über 70, ihren künstlerischen Werdegang. Mit einem Frühwerk und einem aktuellen Werk wird ein Raum zwischen dem Einstieg in die Kunstwelt und dem gegenwärtigen Schaffen aufgespannt. Dabei geht es auch darum, die kulturelle und gesellschaftliche Situation in Liechtenstein von damals und heute zu thematisieren. Die Ausstellung ist als mäandrierender Gang durch diese elf Werk-Paare geplant, um einen zentralen Raum herum, der für

die Rahmenveranstaltungen, Diskussionen und Vorträge genutzt wird. Schon geplant sind Veranstaltungen mit Hans-Jörg Rheinberger, Berlin, mit Matthias Oberli, SIKART über die Nachlassverwaltung und Hanni Schierscher, Qigong für gereifte Menschen. Informationen: www.kunstraum.li «Bad RagARTz» in Vaduz Zwanzig Skulpturen von Kunstschaffenden aus der ganzen Welt säumen bis November das Vaduzer Städtle und können unter freiem Himmel und an frischer Luft bewundert werden. Der Vaduzer Skulpturenpark ist für alle frei zugänglich. Informationen: www.badragartz.ch ex. © fotos: exclusiv/text: exclusiv/liechtenstein marketing

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«Rosmarie's Öbetli» - eine beliebte Seit Dezember 2015 sendet «Rosmarie's Öbetli» jeden Dienstag ab 19:00 Uhr Unterhaltungsmusik der gemütlichen und besonderen Art. Dazwischen werden Hörergrüsse übermittelt, Geschichten erzählt, manchmal Interviews geführt und Tonträger-Neuheiten vorgestellt.

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ir haben Rosmarie Lutziger im Studio «Radio Melody» besucht und haben von der beliebten Moderatorin mehr über «Rosmarie's Öbetli» erfahren und was die Radiosendungen für sie bedeuten. Rosmarie Lutziger: Für mich persönlich ist es eine Möglichkeit, Leute glücklich zu machen. Menschen, die alleine zuhause sind, allenfalls das Bett hüten müssen, andere, die am Arbeiten sind oder Familien, die gemütlich zusammensitzen, in dieser Jahreszeit vielleicht am Grillieren sind, Menschen, die Unterhaltungsmusik lieben.

Meine Zuhörerinnen und Zuhörer können mich während der Sendung anrufen und Musikwünsche anbringen. Oft werden während den Gesprächen Ereignisse und Geschichten erzählt. Wie zum Beispiel ein älteres Fraueli aus Balzers, die sich immer sehr freut, wenn sie zu mir durchkommt und einen Musikwunsch anbringen kann. Sie erzählte mir, wie schön dieser Abend für sie ist und sie sich die ganze Woche auf «Rosmarie's Öbetli» freut. In solchen Momenten geht mir das Herz auf. Wenn ich nach Sendeschluss heimfahre weiss ich, dass meine Zuhörer für einen Moment den Alltag vergessen konnten, ihre Lieb-

lingsmusik hörten und mit der «Rosmarie's Öbetli Familie», so wird während der Sendung oft liebevoll gegrüsst, drei gemütliche Stunden verbrachten. Freude zu bereiten, das ist für mich einfach nur schön! Im Vordergrund dieser Kultsendung stehen volkstümliche Schlager. Im breiten Repertoire erklingen aber auch Evergreens und Instrumentalmusik, wichtig für mich ist, dass deutsch gesungen wird und ab und zu ein rätoromanisches Lied, das gehört zur Region (lacht). Gelegentlich bekomme ich von meinen Zuhörern WhatsApp-Bilder zugesendet und sie schreiben, wie sie es in geselliger


Interview Runde lustig haben, oder sie erzählen mir einen Witz, welchen ich ans Publikum weitergebe. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an einen Zuhörer, welcher mich fragte: «Wenn der Geissbock in der Mitte der Rheinbrücke steht, gehört die Milch den Liechtensteinern oder den Schweizern?» In der Hektik, live ohne Unterbruch zu antworten meinte ich: «Beiden?» «Seit wann gibt ein Geissbock Milch!» Ich hörte die Menschen im Hintergrund lachen, das ist ein Ziel meiner Live-Sendung, Spass für alle! In welchem Sendegebiet ist «Rosmarie's Öbetli» zu hören? Weltweit, über DAB+, Kabel und Internet. Ich habe Anrufe aus Kanada, Amerika, Thailand, Ägypten, wirklich aus der ganzen Welt. Oft sind es Auslandschweizer die zuhören, manche grüssen Familienangehörige und andere freuen sich einfach über die Musik, welche ihnen die Heimat etwas näher bringt. Moderieren Sie noch weitere Sendungen? Einmal im Monat am Freitagabend mo-

Kultsendung deriere ich das «Wunschkonzert» bei Radio Melody und zwei Montage im Monat «Bodeständigi Choscht». Was mich besonders freut sind die Rückmeldungen zu meinen Sendungen. Die Hörer denken nicht nur es war ein schöner Abend, sie nehmen sich sogar die Zeit und schreiben es mir per E-Mail oder WhatsApp, was ich sehr schätze. Woher kommt die Freude an der Musik? Ich bin in einer volkstümlichen Bauernfamilie aufgewachsen. Mein Vater war u.a. Mitgründer des Jodlerklubs Bergfinkli Grabs. Es gab viele schöne Abende in meiner Kindheit, wo gesungen, musiziert und getanzt wurde und das hat mich geprägt. Mein Herz öffnet sich heute

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noch, wenn ich einen schönen Naturjodel höre und darum bereitet mir die «Bodeständigi Choscht» im Radio Melody neben «Rosmarie's Öbetli» so viel Freude. Wie kamen Sie zum Radio? Eine witzige Geschichte; «schuld» war der Fussball. Dazumal als Frau war das vielleicht ein bisschen speziell. Die Liebe zum Fussball habe ich von meinem Grossvater mütterlicherseits. Als Kind oder Teenager war ich oft und gerne auf dem «Tschuttiplatz». Und so kam ich im Frühjahr 1991 zum Radio Gonzen in die Sportredaktion mit Fokus Fussball, was sich ganz schnell erweitert hat. Mit meinem Talent, ein bisschen Mädchen für alles zu sein, kam ich ins Tagesprogramm bei Radio Ri, wo ich u.a. für die Aufgabengebiete Nachrichten, Sport, Musik, Politik, Wetter, Interviews und Aussenauftritte als freie Mitarbeiterin eingesetzt wurde. Mein Sport-Weg führte mich noch etwas weiter wie «nur» ins Radio, ich war die erste Fussball-Präsidentin der Ostschweiz beim FC Buchs. So ein Amt prägt, man kann viel Spass haben und lernt persönlich viel dazu; von Vorteil ist aber, wenn man ein dickes «Fell» hat. Diese Erfahrung habe ich ausgenutzt und habe mich später in die Politik gewagt. Für vier Jahre wurde ich ins Amt der Geschäftsprüfungskommission (FDP) gewählt, welches ich als Präsidentin leitete. In meinem Amtsjahr wurden mir auch die Sozialen Dienste Werdenberg zugeteilt, was emotional nicht wirklich einfach war. Begleitend dazu war ich im Vorstand der FDP Sevelen tätig. Haben Sie auch Freizeit? (lacht) S.D. Prinz Philipp von und zu Liechtenstein sagte einmal zu mir: «Wenn Sie ein Hobby, eine Beschäftigung oder ein Amt aufgeben, haben Sie gleich wieder das nächste», und ich weiss, er hat recht. Viel Zeit für mich persönlich habe ich nicht. Es gibt so viele Dinge, die mich interessieren und die mir Spass machen. Ich bin ein sehr kreativer Mensch und es wäre schön, wenn mein Tag 88 Stunden hätte, so könnte ich noch viel mehr tun.

Seit 2006 bin ich im Vorstand vom Verein Liechtenstein Werdenberg. Zudem bin ich seit Jahren Mitglied beim Int. Liechtensteiner Presseclub, bei der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft und Freunde des Liechtensteinischen Landesmuseums und seit neustem bei «Demenz Liechtenstein - eine Initiative des Vereins für Menschen mit Demenz in Liechtenstein». Sie sind in Grabs aufgewachsen, haben in Buchs-Räfis und in Sevelen gewohnt und leben heute in Vaduz. Sind Sie mit der Region sehr verbunden? Ja sehr, mit beiden Seiten des Rheins. Seit etwas mehr als 40 Jahren bin ich in Liechtenstein; nach meiner Lehrzeit und Ausbildung bei der Firma HILTI AG kam ich zur BIL, heute LGT (LGT ist eine führende internationale Private Banking und Asset Management Gruppe, die sich seit über 80 Jahren im Besitz der Fürstenfamilie von Liechtenstein befindet für vermögende Privatkunden und institutionelle Anleger). Als «Personal Assistant» des Chairman und des CEO oder wohl besser gesagt als «Family Office» bin ich rund um die Uhr ausgefüllt mit verschiedensten «Sächeli» – ein Job, der mir auf den Leib geschnitten ist und viel Freude bringt. Das Organisieren der Internationalen Gottfried von Haberler Konferenz in Vaduz gehört ebenfalls zu meinen regionalen Aufgaben. Zudem bin ich seit 2006 im Stiftungsrat der Personalvorsorgestiftung der LGT Gruppe (Liechtenstein) als Arbeitnehmervertreterin. Zeigt Ihre Arbeit bei der LGT und das Radio Parallelen auf? Oh ja – beide «Jobs» haben mit Organisation, Diplomatie, Improvisation und Spontanität zu tun. Und ich habe viele unterschiedliche Menschen um mich herum. Das fordert mich heraus und macht mein Leben interessanter, bei der LGT wie auch beim Radio. ex. Wir bedanken uns bei Rosmarie Lutziger für das Interview. fotos + text: © exclusiv


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Sie suchen etwas Besonderes was nicht jedermann besitzt? Ein Fahrzeug, welches einen Touch Einzigartigkeit aufweist? Dann sind Sie hier richtig! Informieren Sie sich über unsere Limited Selection und profitieren Sie von einem attraktiven Kundenvorteil!

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as Design-Juwel von Toyota, der C-HR Hybrid Limited, ist nicht nur wie ein geschliffener Diamant gestaltet, auch seine Ausstattung ist edel. Und in der limitierten Sonderedition legen wir noch ein paar Karat oben drauf. Die exklusive Zusatzausstattung besteht aus: · Bi-Tone-Lackierung Blau/Schwarz metallic · Exklusive Bodenteppiche mit blauer Umrandung · Hochwertige Sitzbezüge in Schwarz · Navigationssystem Toyota Touch 2 Go · JBL Premium Sound-System mit 9 Lautsprechern Die moderne, markante Gestaltung mit fein herausgearbeiteten, diamantartigen Formen gibt dem C-HR einen individuellen Look: elegant, trendy und verführerisch. Die Front mit den LEDTagfahrlichtern verfügt über die längsten Frontleuchten aller Autos und sticht aus der Masse heraus. Die dynamische Eleganz des Fliesshecks rundet seine Silhouette ab. Das sportliche, aber dennoch komfortable Fahrwerk und die direkte Lenkung lassen höchsten Fahrgenuss aufkommen. Kundenvorteil CHF 4'000.Der C-HR Hybrid Limited ist ab CHF 37'200.-* erhältlich * Empf. Netto-Verkaufspreis inkl. MwSt., nach Abzug der Cash-Prämie, inkl. Mehrausstattung: C-HR Limited 1,8 Hybrid, 5-Türer, 90 kW/122 PS, CHF 39'200.-, abzgl. Cash-Prämie von CHF 2'000.- = CHF 37'200.-, inkl. Mehrausstattung von CHF 2'000.- = total Kundenvorteil von CHF 4'000.-. Ø Verbr. 3,9 l/100 km, CO2 87 g/km, En.-Eff. A., CO2-Emissionen aus Treibstoff- und/oder Strombereitstellung: 21 g/km. Ø CO2-Emission aller in der Schweiz immatrikulierten Fahrzeugmodelle: 133 g/km.

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ie 4x4-Legende besticht in der aus lediglich 70 Exemplaren bestehenden Limited Selection Version mit Luxus, Sicherheit und modernstem High-End Infotainment. Der kurze Radstand macht ihn wendig, der moderne 200 PS Turbodiesel agil und mit 500 Nm Drehmoment ist er äusserst kräftig und kann mit Spezialprüfung bis zu 3,5 Tonnen ziehen. Zur schon umfangreichen Serienausstattung profitieren Sie bei der Limited Selection Version von: Offroad, Komfort & Design. Verschiedene Ausstattungs-, Komfort- und Offroaddetails im Limited Selection Design verleihen ihm die ganz persönliche Exklusivität. Der Land Cruiser Limited Selection ist mit dem Toyota Safety Sense ausgestattet, einer Reihe von aktiven Sicherheitstechnologien, die dazu beitragen, in kritischen Verkehrssituationen Kollisionen zu verhindern oder abzumildern. Wichtigste Fakten: 147 kW / 200 PS Leistung, 500 Nm Drehmoment, 3,5 Tonnen Anhängelast (mit Spezialprüfung), Länge 4'505 mm, Radstand 2'450 mm. Kundenvorteil CHF 5'700.Der Land Cruiser Limited ist ab CHF 58'900.-* erhältlich. * Empf. Netto-Verkaufspreis inkl. MwSt., nach Abzug der Cash-Prämie, inkl. Mehrausstattung: Land Cruiser Limited 2,8 D-4D, 3-Türer, 147 kW/200 PS, CHF 59'900.-, abzgl. Cash-Prämie von CHF 1'000.- = CHF 58'900.-, inkl. Mehrausstattung von CHF 4'700.- = total Kundenvorteil von CHF 5'700.-. Ø Verbr. 7,7 l/100 km, CO2 209 g/km, En.-Eff. G. Benzinäquivalent 8,8 l/100 km, CO2-Emissionen aus Treibstoff- und/oder Strombereitstellung: 34 g/km. Ø CO2-Emission aller in der Schweiz immatrikulierten Fahrzeugmodelle: 133 g/km.


Vaduz

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Setzen Sie Trends mit Vollausstattung

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das dynamische Design von Front und Heck. Der neue Auris bringt Freude in Ihren Tag, sobald Sie ihn anschauen. Er steht breit und selbstbewusst auf der Strasse. Er zeigt ein ausgesprochen sportliches Flair, damit Sie sich noch mehr darauf freuen, ihn zu fahren. Der neue Auris Trend hat einen klaren Fokus: Sie - den Fahrer. Mit einem innovativen Armaturenbrett, das intuitive Funktionalität mit stilvollem Design vereint und alle fasziniert, die sich hinter das Lenkrad setzen. Die aktive Sicherheit von Toyota Safety Sense sorgt fßr sichere, entspannte Fahrt. Zusätzlich trumpfen die Trend-Modelle mit weiteren Komfort-Merkmalen wie Regensensor und Tempomat auf. Geniessen Sie den Premium-Effekt, sobald Sie sich dem Fahrzeug nähern. Es beginnt mit dem intelligenten Zugangs- und Startsystem, geht weiter mit der Zwei-Zonen-Klimaautomatik und den beheizbaren Vordersitzen, damit jede Fahrt zum luxuriÜsen Erlebnis wird. ex. Wer ein Auris fährt, kann sich auf die weltweit anerkannten Qualitäts- und Servicestandards von Toyota verlassen.

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Wohnheim Neufeld

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Neubau Haupthaus Wohnheim Neufeld Nach einer 10.5-monatigen Bauzeit geht der Neubau vom Wohnheim Neufeld planmässig in Betrieb.

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u übersehen ist das neue Haus an der Hostetgass 11 in Buchs nicht. Mindestens so freundlich wie die Aussenansicht sind aber auch die «inneren Werte» und die Philosophie, die dahinter steckt: «Das Haus soll lebendig sein und sich mit seinen Bewohnerinnen und Bewohner entwickeln.» Das Älterwerden der BewohnerInnen, der erhöhte Pflegebedarf und die zum Teil eingeschränkte Mobilität bis hin zur

Bettlägerigkeit stellte die Bauherrschaft vor neue Herausforderungen. Nach langen Planungsvorarbeiten konnte der Neubau in Angriff genommen werden. Dipl. Architekt ETH Fredy Sutter aus Grabs: «Bereits Anfang 2005 konnte unser Büro für das Wohnheim Neufeld baurechtliche Vorabklärungen für eine mögliche Erweiterung treffen. Von Beginn an ging es dabei um eine Optimierung der verschiedenen Nutzungsbereiche dieser vielseitigen Institution.


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Wir danken der Bauherrschaft für den schönen Auftrag.

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Danke für den geschätzten Auftrag. www.exclusiv.li August 2018


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Durch das Konzept eines separaten Neubaus konnten mehrere Vorteile erwirkt werden: gute Baurealisierung während laufendem Betrieb, gute Besonnung und Belichtung aller Räume, offene flexible Zukunftsoptionen. Der Baukörper wurde in seiner Grösse, Platzierung und Form so gewählt, dass er sich harmonisch in die umgebende Siedlungsstruktur einfügt. Auf vier Geschossen sind vier unterschiedliche Nutzungen enthalten: Beschäftigung – Verpflegung – Wohnen – Mehrzweck. Es war das Ziel, für jede dieser Nutzung die bestmöglichen räumlichen Qualitäten zu schaffen. Spezielle Merkmale der 10.5-monatigen Bauzeit waren: Die Grundwasserabsenkung auf minus 3.50 m, aufwendige Betonieretappen, intensive Haustechnikinstallationen mit Lüftung/Gasheizung/ Wärmepumpennutzung. Mit unserem Büro, Fredy Sutter Architektur AG in Grabs, erbringen wir sehr gerne

Architekturleistungen (erste Studien bis und mit Bauvollendung) für Institutionen, bei denen der Mensch im Zentrum steht. In diesem Fall hier: «für Menschen mit besonderen Bedürfnissen». Sehr oft hat die positive und freundliche Art der Bewohner rund um die Baustelle, Handwerker und Planer begleitet und in der Arbeit zusätzlich motiviert. Dank der kompetenten, engagierten und grösstenteils einheimischen Unternehmer war es möglich, den Neubau termingenau fertigzustellen. Von unserer Seite möchten wir uns für diese sehr gute Zusammenarbeit bedanken. Natürlich geht der Dank im Besonderen auch an Familie Moser, welche mit diesem Erweiterungsbau einen weiteren konkreten Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität von Mitmenschen realisierte. Wir schätzen es sehr, dass unserem Büro das Vertrauen für diese anspruchsvolle Bauaufgabe übertragen wurde.»


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Bewährte Strukturen im neuen Haus

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ür das Wohnheim Neufeld wurden schon während der Gründungszeit und den ersten Betriebsjahren weitsichtige Strukturen festgelegt. Was damals eher als «unmündig» beurteilt wurde, zählt heute zu den menschenrechtskonformen Angeboten. Menschen mit einer Behinderung können ihre Wohnsituation selber mitbestimmen und tragen somit auch eine Mitverantwortung in ihrem Umfeld. Einige BewohnerInnen leben schon über 20 Jahre im Wohnheim Neufeld und sind in der Institution zuhause. Mit dem Älterwerden der BewohnerInnen ändern sich auch die Interessen und Bedürfnisse. An Stelle von Velo fahren und anderen Aktivitäten werden viel mehr gemütliche Tischrunden bevorzugt. Sitzgruppen und bequeme Plauderecken werden vermehrt benutzt, der gemeinsame Austausch gewinnt an Bedeutung. Das Wohlbefinden der BewohnerInnen spiegelt sich sehr schnell in der Geselligkeit und der Kommunikation wieder. Während dieser Zeit werden die Begegnungsstätten mit behaglicher Atmosphäre rege genutzt. Depressive Momente führen zum Rückzug in die eigenen vier Wände. Für beide Situationen muss das Tagesumfeld eingerichtet sein und das Wohlbefinden ermöglicht bleiben. Die familiäre Struktur, das dezentrale Wohnen und eine möglichst weitge-

steckte Selbstbestimmung soll auch in Zukunft ein Wahrzeichen des Wohnheims Neufeld bleiben. Auch wenn im neuen Haus Menschen mit einem erhöhten Pflegeaufwand einziehen, soll dennoch jedes Zimmer ein privater Ort der Geborgenheit, der Gewohnheit und Eigenheit seines Bewohners bleiben. Die Wohngruppe, welche in den Neubau einzieht, ist durch gesundheitliche Einschränkungen geprägt. Die Leitung des Wohnheims Neufeld ist stets bestrebt, der Bewohnerschaft möglichst lange ein Zuhause zu bieten. Dies fordert die Institution und das Personal aber auch, neue Herausforderung anzugehen und neue Umstände anzupacken. Alle im Wohnheim sind gespannt, wie sich das neue Haus füllt, wer das neue Angebot wahrnehmen kann oder aus gesundheitlichen Gründen wahrnehmen muss. Der Neubau Zu den bewährten Strukturen im Wohnheim zählt eine konstante Tagesbeschäftigung. Im Erdgeschoss werden an hellen Arbeitsplätzen mit Tageslicht Kundenarbeiten erledigt und Produkte für den Verkauf hergestellt. In dieser Holzwerkstatt mit praktischer Infrastruktur lassen sich für Menschen mit einer Behinderung sehr unterschiedliche Aufgaben finden. Nötige Maschinen wurden vorwiegend im angrenzenden Lager- und Maschinenraum installiert und so kann der Arbeitsraum ohne grössere Lärmbelastung von


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Menschen mit verschiedenen Empfindungen benutzt werden. Natürlich freuen sich alle, wenn ein neuer Auftrag kommt und Gegenstände restauriert oder angefertigt werden dürfen. Eine zeitgemässe Haustechnik beansprucht im Erdgeschoss relativ viel Platz. Die Wärme der anfallenden Abluft soll von der Frischluftzufuhr übernommen und so die Energiekosten gesenkt werden. Im Verbindungstrakt zwischen dem Alt- und Neubau entstand ein Eingangs- und Empfangsraum. Von hier aus können die Büros, der Speisesaal und die Hauptküche im Erdgeschoss direkt erreicht werden. In der Planung und Ausführung wurde grossen Wert auf die Tagesbeleuchtung gelegt. Der lichtdurchflutete Speisesaal soll auch als Begegnungsstätte dienen. Man trifft sich, lacht, schwatzt und isst zusammen. Das Essen wird in einer in Ablauf, Funktion und mit Geräten professionell eingerichteten Küche zubereitet und kann über ein Buffet entgegengenommen werden. Der windgeschützte Sitzplatz zwischen dem Alt- und Neubau ist ideal angelegt um frische Luft zu geniessen. Im Wohnheim Neufeld wohnen alle BewohnerInnen in Einzelzimmern. Im Obergeschoss des Neubaus befinden sich sechs schöne Zimmer und praktisch eingerichtete geräumige Nasszellen. Ein kleiner Erker auf der Südseite bietet einen wunderbaren Rundblick auf den schön angelegten Garten des Wohnheims, welcher als Ruheund Erholungsplatz dient. Erschlossen durch einen Personenlift und ein breites helles Treppenhaus entstand im Dachgeschoss eine Kaffeestube mit kleiner Küche und fantastischem Ausblick auf die umliegenden Berge.

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Interview mit Betriebsleiter Eduard Moser Herr Moser, Sie führen den Betrieb Wohnheim Neufeld seit über vier Jahren. Wie lange arbeiten Sie insgesamt schon hier? Nach meiner Zeit als Maschinen- und später als Flugzeugmechaniker bin ich im Januar 1996 in den Betrieb meiner Eltern eingestiegen und habe mit ständigen Aus- und Weiterbildungen im sozialen Bereich gut Fuss gefasst. Das ist nun schon etwas länger als 22 Jahre her, dass ich im Wohnheim tätig bin. Sie haben nun zwei Wohnhäuser und eine kleine Holzwerkstatt rückgebaut. Warum das? Unsere BewohnerInnen werden, wie wir alle, jeden Tag älter. Der Bedarf an Wohnplätzen mit erhöhtem Pflegeaufwand hat erheblich zugenommen. Die rückgebauten Häuser waren sehr heimelig, jedoch für Menschen mit einem grösseren Unterstützungsbedarf nicht geeignet. Weiter musste der Speisesaal und die Küche den Anforderungen angepasst werden. Mit dem Neubau wird das Bild nach aussen modern geprägt. Wie sieht das in der Heimstruktur, Führung und den Betriebsabläufen aus? Die über viele Jahre gelebten Abläufe im Wohnheim haben sich sehr gut bewährt. Wir haben von Anfang an, ohne speziell darauf aufmerksam zu machen, Inklusion gelebt, und für Menschen mit einer Behinderung einen möglichst normalen Alltag angeboten. Unsere BewohnerInnen leben gerne in passenden Wohngruppen. Gut eingespielte Beschäftigungs- und Freizeitprogramme helfen mit, geordnete Tagesabläufe zu finden und eine hohe Zufriedenheit zu erlangen.


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Hans Moser (links) und Eduard Moser

Bieten Sie mit dem Neubau mehr Wohn- und Beschäftigungsplätze an? Nein. Wir haben Wohn- und Beschäftigungsplätze zurückgebaut und diese nun mit modernen Einzelzimmern und einer Holzwerkstatt wieder aufgebaut. Für den Neubau waren hauptsächlich die Heimküche und der Speisesaal ausschlaggebend. Diese bieten im neuen Haus nun viel Freiheit und aus der modernen Küche kann eine wertvolle Verpflegung erwartet werden. Die bewilligten 44 Wohn- beziehungsweise Beschäftigungsplätze bleiben vorerst unverändert. Wird der Heimplatz nun teurer? Voraussichtlich bleibt die Verteuerung für einen Heimplatz marginal. Mit einer Verteuerung muss vielmehr durch einen erhöhten Betreuungs- oder gar Pflegeaufwand gerechnet werden. Was wird der nächste grosse Schritt sein? Nach dem noch im Bau stehenden Umbau im Haupthaus wird wohl erst mal eine Ruhepause angesagt sein. Mit dem Neubau werden neue Erkenntnisse und Erfahrungen möglicherweise auch neue Bedürfnisse aufgezeigt. Momentan ist aber nichts Konkretes in Planung. Ihr Wunsch für die Zukunft? Ich wünsche, dass das gut nachbar-

schaftliche Verhältnis weiterhin besteht und wir mit unseren BewohnerInnen im Dorf integriert und auch fortan freundschaftliche Begegnungen erleben können. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich unsere BewohnerInnen sowie das ganze Personal sehr wohl und zuhause fühlt. Die gelebten familiären Strukturen sind sehr wertvoll und sollen erhalten bleiben.

An der Hostetgass wird's wieder ruhig Angefangen mit dem Abbruch, über die Aushubarbeiten und den Rohbau, immer wieder waren die Parkplätze überfüllt und der Durchgangsverkehr behindert. Entlastend wurden sechs Parkplätze dazu gemietet. Trotzdem kam es zu Wartezeiten für die Anwohner. Wir waren sehr dankbar, dass diese Wartezeiten geduldig ertragen wurden und nur einzelne Reklamationen bei uns ankamen. Dennoch möchten wir es nicht unterlassen, unseren Nachbarn, den Anwohnern von der Hostetgass und dem Tiergartenweg für das erbrachte Verständnis, das Ertragen des Baulärms und die Rücksichtnahme auf unsere BewohnerInnen herzlich zu danken. Wir erachten das nicht als selbstverständlich sondern als grosses Entgegenkommen für das Wohnheim Neufeld. Unser weiterer Dank

geht an sämtliche Behörden und an alle am Bau beteiligten Unternehmen und deren Mitarbeiter für die konstruktive Zusammenarbeit und die fachgerechte Umsetzung aller Arbeiten von der Planung bis zur Ausführung. Herzlichen Dank! Der Neubau bereitet allen viel Freude! Nun steht noch der Umbau im bestehenden Haus an. Gerne begrüssen wir nach dem endgültigen Bauabschluss Nachbarn, Interessierte aber auch Freunde und Bekannte an einem Tag der offenen Türe. BewohnerInnen freuen sich schon heute, ihr neues Haus zu zeigen oder Interessierte auf einem Rundgang durch die Wohnheimgebäude zu begleiten. ex. fotos: © pascal strässler + exclusiv / text: © exclusiv

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