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Ausgabe 1 9 4 August 2017

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Für Sie und Ihn

im Fürstentum Liechtenstein / Werdenberg / Obertoggenburg / Sarganserland/Bad Ragaz

Goldene Hochzeit im Fürstenhaus

S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein «Liechtenstein im Schatten Europas»

Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein

Prof. Dr. Rainer Vollkommer Liechtensteinisches Landesmuseum


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Fürstentum Liechtenstein

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Liechtenstein im Schatten Europas Die Welt befindet sich in einem grossen Umbruch, mit dem die geopolitischen Machtverhältnisse neu ausgerichtet werden. S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein erörtert in diesem Beitrag die aktuelle Weltlage und stellt den Bezug zu Liechtenstein her. Im Gespräch mit exclusiv erläutert er auch die Hintergründe zu bestimmten Bildern im Unternehmen. Er ist Präsident des Verwaltungsrates von Industrie- und Finanzkontor Etablissement, einem liechtensteinischen Treuhandunternehmen das führend ist im Bereich der langfristigen Vermögenssicherung (Wealth Preservation). Im Weiteren ist S.D. Prinz Michael Gründer und Chairman der Geopolitical Intelligence Services AG Vaduz, einem geopolitischen Beratungs- und Informationsdienst, und Präsident des in Vaduz ansässigen liberalen Think Tanks European Center of Austrian Economics Foundation.

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ie Welt befindet sich in einem grossen Umbruch. Über die Ursachen und Hintergründe gehen die Meinungen auseinander und es herrscht absolutes Unwissen darüber, was nun zu tun ist. Vieles, was eigentlich offensichtlich wäre, wird durch den berüchtigten Scheuklappenblick verdrängt. Dies führt zu grossen geopolitischen Verwerfungen, politischen Unsicherheiten, gesellschaftlichen Ängsten und einem Beharren auf dem Status Quo. Zugegeben, manchmal ist es schwierig, Ursache und Wirkung voneinander unterscheiden zu können. Betrachtet man aber www.exclusiv.li August 2017

die aktuelle Weltsituation aus geopolitischer Perspektive, dann kommt man zu einigen Erkenntnissen. Eine Kräfteverschiebung Anno 1914 beherrschte Europa noch die Welt. Allerdings nahm bereits damals die Bedeutung der aufstrebenden Mächte USA und Japan zu. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sich das geopolitische Machtverhältnis radikal zu verschieben. Die Welt war in ein Ost-West-Lager gespalten und von den ideologischen Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion gekennzeichnet. Insbesondere in Europa wurde der Einfluss dieser

beiden Zonen drastisch sichtbar. Wirtschaftlich jedoch dominierten Westeuropa und die USA, wobei diesbezüglich auch Japan eine wesentliche Rolle zuzusprechen war. Mit dem Zerfall der Sowjetunion in den Achtziger Jahren begann eine Phase der amerikanischen Vormachtstellung, an der heute von neuen, aufstrebenden Kräften gerüttelt wird. Allen voran von China. Aber auch Russland will sich wieder einen Platz unter den grossen Weltmächten sichern. Die Welt befindet sich aktuell somit wieder

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Fürstentum Liechtenstein

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Europas Politik Mit Blick auf Europa zeigt sich eine grosse geopolitische Unsicherheit, die sich im Verhältnis zu Russland ausdrückt. Dadurch entsteht nicht nur in Nord- und Mitteleuropa ein besonderes Spannungsfeld, sondern insbesondere auch im Balkan und Schwarzmeergebiet. Zudem ist der Umgang Europas mit der Türkei von grossen Schwierigkeiten gekennzeichnet. Dies alles sind direkte Nachbarn Europas. Am brisantesten jedoch ist die politische und wirtschaftliche Lage im Mittleren Osten sowie in Afrika. Bild: Freundschaftliches Turnier des Habsburger Kaisers Maximilian I.; S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein ist ein Enkel des letzten habsburgischen Kaisers Karl I. von Österreich.

Fortsetzung von Seite 3 in einer Phase der geopolitischen Neuordnung. Und obschon Europa in internationalen Organisationen, wie beispielsweise der G20 (Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer), stark vertreten ist, schwindet Europas geopolitische Bedeutung. Veränderungen in der weltlichen Machtstruktur führen immer zu Spannungen und werden häufig von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen jenen Mächten begleitet, die ihre Position bewahren wollen und jenen, die ihre Position ausweiten wollen. Dies gilt sowohl für Weltmächte als auch für Regionalmächte. Als typische Beispiele für solche Spannungen sind zu nennen der Beginn des Syrienkonflikts oder der Konflikt im Jemen. Auch der nordkoreanische Diktator kann sich nur so verhalten, wie er es tut, weil er die Spannungen zwischen China, Russland und den USA für sich auszunutzen weiss. Fortschritt bringt Veränderung Neben der geopolitisch angespannten Situation gibt es weitere Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Allen voran der technologische Fortschritt, der in einem rasend schnellen Tempo voranschreitet.

Bild: Facsimile der Ernennungsurkunde, mit der Kaiser Karl VI. die Grafschaft Vaduz und die Herrschaft Schellenberg zum Reichsfürstentum Liechtenstein vereinte.

Einerseits ist er zu begrüssen, da er viele Chancen bereithält, andererseits aber führt er zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, mit denen es gekonnt umzugehen gilt. Angst vor Veränderung ist hier sicher fehl am Platz, da dadurch versucht wird, Fortschritt zu unterdrücken obschon der Bedarf für Fortschritt besteht. Aus einer solchen Angst heraus entstehen lediglich falsche Vorstellungen, Gesetze und Regulatorien. Ein grosser Vorteil des technischen und wissenschaftlichen Fortschrittes zeigt sich in medizinischen Fragen: die Lebensdauer hat sich erhöht und die Kindersterblichkeitsrate hat sich verringert. Dank logistischer Veränderungen und einem besseren Einsatz der Landwirtschaft hat sich auch die Welternährung drastisch verbessert. In der Konsequenz hat dies zu einem starken Anstieg der Weltbevölkerung und zu einem veränderten Alterungsprozess geführt. Der starke Bevölkerungsanstieg zeigt sich aber hauptsächlich in den weniger entwickelten und vielfach auch politisch instabilen Weltregionen. Was wiederum zu einer zunehmenden Migrationsbewegung führt.

Bild: Urkunde zum Award des Committee of Monetary Research & Education in New York verliehen im Jahr 2012 an S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein.

Derzeit ist Europa weder militärisch noch aussenpolitisch in der Lage, mit diesen Veränderungen angemessen umzugehen. Gleichzeitig verlangen die USA zu Recht, dass Europa in militärischen und aussenpolitischen Fragen mehr Eigenleistung erbringen muss. Es ist dem Verdienst von Präsident Trump zuzuschreiben, dass Europa nun gezwungenermassen damit beginnt, sich mit diesbezüglichen Fragen auseinanderzusetzen. Bedauerlich ist, dass Europa nicht schon vor einigen Jahren selbst darauf gekommen ist. Dieser Umstand kann jedoch nicht der Europäischen Union angelastet werden, sondern ist den einzelnen Regierungen zuzuschreiben, die es schlichtweg praktisch fanden, unangenehme Tatsachen einfach zu verdrängen. Die europäische Politik reagiert derzeit mit einem noch stärkeren Ruf nach mehr Staat und Regulierung, was jedoch zu noch höheren Kosten und keinen Lösungen führen wird. Im Gegenteil, die wirtschaftliche Situation Europas wird sich dadurch verschlimmern. Im Weiteren sieht man, dass die Staatsverschuldung, Überregulierung und Transferleistungen zusammen mit einer verheerenden europäischen Migrationspolitik die stärksten zentrifugalen Kräfte in Europa sind. Manche Staaten wie zum Beispiel Deutschland oder die Schweiz handeln

Bild: Fürst Johann Josef I. von und zu Liechtenstein, der Liechtenstein im Jahr 1806 in die Souveränität führte.


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wirtschaftlich verantwortungsbewusst und der Fortschritt zeigt sich. Und die Distanz zu anderen Staaten wie Frankreich und Italien wird immer grösser. Als Reaktion versucht die europäische Technokratie eine Planwirtschaft mit gemeinsamen Ministerien zu errichten, um diese Unterschiede vermeintlich ausgleichen zu können. Langfristig werden damit jedoch lediglich eine Harmonisierung auf niedrigem Niveau herbeigeführt und eine unproduktive Mittelmässigkeit institutionalisiert. Liechtensteins Möglichkeiten Liechtenstein kann sich all den vorhergehend beschriebenen Veränderungen nicht entziehen und sich vor allem nicht von den europäischen Entwicklungen abkoppeln. Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen - beispielsweise in Form von Protektionismus, europäischer Überregulierung und Schwächung des Rechtsstaates oder noch stärker werdenden Migrationsströme nach Europa werden auch vor Liechtenstein nicht Halt machen. Aufgrund der flächenmässigen Grösse kann Liechtenstein zwar nicht geopolitisch eingreifen, aber das Land muss und kann sich vorausschauend www.exclusiv.li August 2017

mit den möglichen Konsequenzen auseinandersetzen, damit sich frühzeitig liechtensteinische Lösungen finden lassen. Im Vergleich mit anderen Staaten ist Liechtensteins Staatsstruktur äusserst stabil und dennoch flexibel genug. Und man kann sich relativ rasch an neue Notwendigkeiten und Gegebenheiten anpassen. In der Geschichte wurde diese Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bereits etliche Male unter Beweis gestellt. Liechtensteins politisches System zeichnet sich aus durch das Zusammenspiel einer robusten und gelebten Monarchie, gepaart mit direkter Demokratie und einer sehr hohen Gemeindeautonomie. Dieses System hat sich bewährt. Das liberale Wirtschaftssystem erlaubt Unternehmen, innovativ zu sein. Unter anderem sind deshalb führende Weltunternehmen in Liechtenstein entstanden. Die Politik hat mit dem raschen Ausgleich des im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise entstandenen Staatsdefizits bewiesen, dass sie in Ausnahmesituationen äusserst rasch und vorausschauend handeln kann. Nichtsdestotrotz steht Liechtenstein weiterhin vor grossen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf unsere

Ausbildungssysteme und den Erhalt eines effizienten und weiterhin schlanken Staates, um weiterhin ein interessanter Wirtschaftsstandort zu sein. In Zukunft werden vor allem Flexibilität und Offenheit gegenüber Neuerungen angezeigt sein. Mittelmässigkeit durchbrechen Mitunter mögen die vorangegangenen Schilderungen pessimistisch wirken, jedoch zeigen sie die aktuellen Entwicklungen auf. Trotzdem sollte man nicht an der Widerstandskraft Europas zweifeln, mit der naturgemäss kurzfristige Verwerfungen einhergehen. Die Europäer bekunden derzeit an den Wahlurnen ihr Unbehagen, indem sie den etablierten politischen Strukturen ihr Misstrauen aussprechen und ihnen ihren Zuspruch entziehen. Mitunter braucht es die derzeit radikaleren Gruppierungen, damit sich die jahrzehntelange Bequemlichkeit und Mittelmässigkeit der sogenannten moderaten Parteien durchbrechen lässt. Dies könnte als die positive Seite dieser Entwicklung angesehen werden. Was jetzt dringend gefragt ist, sind Reformwille, Mut und Lösungen. ex. fotos: © exclusiv


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Helden gesucht! welche Kompetenzen und Fähigkeiten zukünftig gefragt sind. Nicht nur die Suche nach Spezialisten ist herausfordernd, wir setzen uns auch stark für die Ausbildung von Lernenden ein. Mit dem Slogan «Wir brauchen Helden wie dich» machen wir aktuell auf die Lehre bei einem modernen Finanzdienstleister aufmerksam. Weshalb empfehlen Sie den «Helden» eine Lehre im Finanzbereich?

Nita Osmani, Human Resources, First Advisory Group, © Eddy Risch

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ie Rahmenbedingungen in der Finanzbranche haben sich in den letzten Jahren massiv gewandelt, damit auch das Berufsbild und die Anforderungen an die Rekrutierung. Wie wirkt sich der Wandel konkret auf die Rekrutierung aus? Es ist wichtig, sich auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten und sich in Zeiten der Digitalisierung dem Markt anzupassen. Bei der Rekrutierung muss darauf geachtet werden,

Die KV-Lehre im Allgemeinen ist nach wie vor eine sehr gute Grundausbildung, die Finanzbranche bietet einen idealen Einstieg in die berufliche Laufbahn. Die Karriere ist mit einer Lehre jedoch meist nicht abgeschlossen, viele unserer Lernenden beginnen gleich nach der Ausbildung mit einer Weiterbildung. Sie haben die Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten angesprochen, wie unterstützt die First Advisory Group die Mitarbeitenden dabei? Gerade im Finanzbereich ist es unabdingbar, am Puls der Zeit zu sein und sich über die sich stetig ändernden Rahmenbedingungen zu informieren. Nebst der fachbezogenen Aus- und Weiterbildung unterstützen wir die Mitarbeitenden mit Schulungen in unterschiedlichsten Bereichen wie Informatik- oder Sprachkursen, Teambildung sowie Führungs- und Akquisitionsschulungen. ex.


Fürstentum Liechtenstein

Staatsfeiertag 15. August 2017, Traditioneller Ablauf mit einer Neuerung

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er Staatsfeiertag beginnt in feierlichem Rahmen um 11.30 Uhr mit dem offiziellen Staatsakt auf der Schlosswiese und den Ansprachen von Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein und Landtagspräsident Albert Frick. Für die musikalische Umrahmung sorgen die Harmoniemusik Schaan und der MGVSängerbund Vaduz. Nach dem Staatsakt laden S.D. Fürst HansAdam II. und I.D. Fürstin Marie-Aglaé traditionsgemäss die Bevölkerung zum Aperitif beim Schloss Vaduz ein. Hier erfährt der Staatsfeiertag eine grundlegende Änderung: Der Zutritt zum Rosengarten wird neu über ein Ticketsystem geregelt. Ticketbezug ab 1. August Die Liechtensteiner Bevölkerung wird wie jedes Jahr per Post eine Broschüre zum Staatsfeiertag erhalten. In jeder Broschüre befinden sich vier Codes für den Bezug eines Tickets unter www.staatsfeiertag.li/ticket.

Traditionelles Volksfest im Städtle Um 14 Uhr beginnt das grosse Volksfest im Vaduzer Städtle. Auf die Besucher warten 32 Liechtensteiner Vereine sowie 28 Bands und Showacts. Kulturinteressierte können - mit Ausnahme der Schatzkammer - alle Museen kostenlos besuchen. Auf dem Peter-Kaiser-Platz und beim Frommelt Parkplatz werden zudem Spielzonen für die jüngsten der Staatsfeiertagsbesucher eingerichtet. Um 21.15 Uhr werden die Höhenfeuer und die Krone auf Tuass entzündet. Den Höhepunkt des Staatsfeiertages bildet das rund 30-minütige Feuerwerk, welches um 22.00 Uhr beginnt. ex. Weitere Informationen und der genaue Programmablauf finden Sie in der Staatsfeiertagsbroschüre oder unter www.staatsfeiertag.li.

Inhalt

Albert Mennel

Silvia Abderhalden

Herbert Wohlfarter

Impressum Nichts aus dieser Ausgabe darf ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers nachgedruckt oder in irgendeiner Weise vervielfältigt werden. © 2017

Redaktion und Verlag Albert Mennel, Aubündt 28, FL-9490 Vaduz Telefon +423 232 80 80, Fax +423 232 80 81 info@exclusiv.li, www.exclusiv.li

Verkauf/Medienberatung Silvia Abderhalden, Albert Mennel

Text/Bilder Albert Mennel, Silvia Abderhalden, Herbert Wohlfarter

Druckvorstufe RADIO AND TELEVISION PRODUCTIONS, PF 406, FL-9495 Triesen

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Liechtenstein im Schatten Europas Helden gesucht! Staatsfeiertagsprogramm Goldene Hochzeit im Fürstenhaus GEKON eröffnet mit Stargast 72. Bregenzer Festspiele im ORF Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein Minitrucker Schaufahren Faszination Pyramiden Niki Lauda im Casino Bad Ragaz

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Alle Titelfotos © exclusiv

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Grosses Bild: I.D. Fürstin Marie-Aglaé und S.D. Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein Kleines Bild links: S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein Kleines Bild mitte: S.D. Prinz Constantin und I.D. Prinzessin Marie von und zu Liechtenstein Kleines Bild rechts: Prof. Dr. Rainer Vollkommer, Direktor des Liechtensteinischen Landesmuseums

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Fürstentum Liechtenstein

Brautpaar nach der Hochzeit beim Gang durch Vaduz, 30.07.1967 © Unbekannt / Amt für Kultur, Landesarchiv

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Fürstenpaar nach der Hochzeit beim Gang durch Vaduz, 30.07.1967 © Unbekannt / Amt für Kultur, Landesarchiv

Interview zur Goldenen Hochzeit mit I.D. Fürstin Marie-Aglaé und S.D. Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein Es ist kostbar, glänzt und ist sehr stabil: Gold. Die Eigenschaften des edlen Metalls passen aber auch zu einer langjährigen Ehe. Deshalb feiern Paare, die seit 50 Jahren verheiratet sind, die sogenannte Goldene Hochzeit. Nach fünfzig Jahren Ehe darf man Ihnen Durchlauchtes Fürstenpaar herzlich gratulieren und Ihnen weiterhin alles Gute und Gesundheit wünschen. eit 50 Jahren verheiratet, goldene Hochzeit, unwillkürlich denkt man an sein Alter, rechnet zurück, sucht Begebenheiten und merkt, 50 Jahre ist eine sehr lange Zeit. Durchlauchtes Fürstenpaar, bestimmt wurden Sie schon oft gefragt, aber ich bin sicher, dass viele unserer Leserinnen und Leser gerne wissen möchten, wie alles begann. Wo und wie haben Sie sich kennengelernt und ineinander verliebt?

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S.D. Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein: Ja, ich war damals 16 Jahre alt und habe gesehen, wie sie zur Türe hereingekommen ist und sagte mir, das wird meine Frau. Es gibt ja einen Altersunterschied zwischen uns beiden und na ja, meine zukünftigen Schwäger haben mir den Spitznamen «Schnuller-Baby» gegeben. Aber ich habe nicht lockergelassen, sie hatte viele Verehrer und ich brauchte ein bisschen Geduld... aber dann ist es gelungen.

I.D. Fürstin Marie-Aglaé von und zu Liechtenstein: Die Schwester meiner Mutter hat Prinz Hans geheiratet, den Künstler, der hier in Vaduz gelebt hat und wir waren eingeladen. Fürstin Gina hat gesagt, bitte kommt doch mit ins Schloss hinauf, meine Kinder haben gerade Ferien und langweilen sich. Also sind wir ins Schloss rauf, mein lieber Mann hat mich gesehen und sich gleich verliebt. Er weiss genau was er will, das prägt sein Leben, er hat vieles phänomenal gemacht. Meine Schwiegermutter, die Fürstin Gina, hat mich dann wieder ins Schloss eingeladen. So bin ich halt wieder einmal hergekommen… so war's.

Gibt es auch ein lustiges Ereignis, das zur Familienanekdote wurde?

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S.D. Fürst Hans-Adam II.: Es war im Land bekannt, dass ich eine Freundin hatte. Wenn ich Schulferien hatte, lud ich sie nach Vaduz ein. Dann kamen die Weihnachtsferien und ich bin oft nach Weihnachten nach München gefahren, zuerst mit dem Zug, und als ich dann die Fahrprüfung hatte, auch mit dem Auto. Neujahr verbrachte ich dann in München und

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Gesundheitskongress

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GEKON eröffnet mit Stargast

Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz

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rominenz und Fachwissen beim 1. Liechtensteiner Gesundheitskongress GEKON - Hochkarätige Aussteller - Sinneserlebnis «Dinner in the Dark» Zum 1. Liechtensteiner Gesundheitskongress GEKON im September werden rund 20 hochkarätige Referenten aus den Bereichen Medizin, Sport und Ernährung erwartet. Mehr als 50 Unternehmen präsentieren ihre Leistungen. Die Besucher erwartet mit dem «Dinner in the Dark» ein aussergewöhnliches Sinneserlebnis. Eröffnet wird der GEKON am Vorabend mit dem Arzt und Bestsellerautor Manfred Lütz.

«Um die Normalen zu verstehen, muss man die Verrückten studiert haben.» Über Risiken und Nebenwirkungen des Gesundheitswahns «Unsere Vorfahren bauten Kathedralen, wir bauen Kliniken. Unsere Vorfahren retteten ihre Seele, wir retten unsere Figur. Keine Frage, wir haben eine neue Religion: die Gesundheitsreligion.» Scharfsinnig und unterhaltend analysiert der renommierte Psychotherapeut und begnadete Essayist Manfred Lütz, wie Gesundheit zu einer fundamentalistischen Religion geworden ist und feuert satirische Breitseiten auf das übertriebene Streben nach Hyper-Fitness und einem Alter ohne Falten. Vor allem aber setzt Lütz an die Stelle der heiligen Kuh «Gesundheit» ein ganzheitliches Konzept, bei dem der Spass am Leben nicht länger ein künstliches Produkt der Gesundheitsindustrie ist. «Dinner in the Dark» Mit einem «Dinner in the Dark» bietet der GEKON zudem eine besondere und speziell sinnliche Attraktion. «Gut und gesund leben, das heisst ja vor allem auch bewusst leben», sagt der GEKONGründer Kindle. «Mit der Gelegenheit zum Essen im Dunkeln möchten wir alle Besucherinnen und Besucher zu einem besonderen Sinnes-Experiment einladen, das uns unsere Sinne und unsere Wahrnehmung noch bewusster macht.» Doch warum gerade ein solches Experiment beim Essen? «Weil zum guten Leben

auch geniessen gehört», sagt Kindle. «Und so wird dieser Anlass nicht nur zu einem Sinnes-Erlebnis, sondern auch zu einem besonderen Genuss.» Denn Essen im Dunkeln, das heisst: Sich ganz auf das Essen an sich zu konzentrieren. Und es bedeutet: Das Essen ganz anders und viel intensiver wahrzunehmen. Denn wer die Augen schliesst, schärft automatisch seine anderen vier Sinne. Für den kulinarischen Genuss bürgt beim GEKON der erfolgreiche Liechtensteiner Koch Benjamin Kranz. Speziell für das «Dinner in the Dark» stellen er und sein Team vom Benjamin Finefood Menüs mit saisonalen und regionalen Zutaten zusammen. So verbindet das GEKONSinnes-Experiment «Essen im Dunkeln» anspruchsvolle Gastronomie mit einer einmaligen Bewusstseinserfahrung der eigenen Wahrnehmung. Die angebotenen Menüs, Platzreservierungen und weitere Informationen für den «Dinner in the Dark» gibt es auf www.gekon.li. ex.

GEKON 1. Liechtensteiner Gesundheitskongress 15. bis 17. September 2017 SAL, 9494 Schaan, Landstrasse 19, Liechtenstein

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Der GEKON bietet mit dem Psychiater, Psychotherapeuten und Theologen gleich zum Start einen Stargast auf. Lütz begeistert regelmässig nicht nur das breite Publikum, sondern auch die Fachkollegen. Seine Bücher «Lebenslust - Wider die Diätsadisten, den Gesundheitswahn und den Fitnesskult» oder «Irre! Wir behandeln die Falschen, unser Problem sind die Normalen» sind Bestseller. GEKON-Gründer Jürgen Kindle: «Lütz wird den Bogen durch alle drei Themenbereiche des Kongresses - Medizin, Ernährung und Sport - schlagen, mit Fachwissen, aber auch mit Witz und Charme. Vortrag: Lebenslust von Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz am Donnerstag, 14. September 2017 um 19 Uhr www.exclusiv.li August 2017


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S.D. Fürst Hans-Adam II. und I.D. Fürstin Marie-Aglaé von und zu Liechtenstein

Fortsetzung von Seite 9 wohnte in einer Pension, die der Schwester unseres Chauffeurs gehörte. Ich kann mich noch erinnern, damals kostete die Übernachtung 12 Mark, das konnte ich mir gerade leisten. Prinz Philip von England und meine Eltern fanden, dass es doch nett wäre, wenn Prinz Charles und Prinzessin Anne zum Skifahren herkommen würden. Meine Eltern sagten zu mir, ich könne in diesem Jahr nicht einfach nach München fahren, sondern müsste hierbleiben. Ich habe dann meinen Eltern gesagt, ich würde nur hier bleiben, falls ich auch meine Freundin einladen kann. Die liechtensteinischen Medien wussten, dass ich eine Freundin habe, aber wir kamen überein, dass wir dies vorderhand vertraulich behandeln. Die englischen Medien sind davon ausgegangen, dass der Besuch von Prinz Charles und Prinzessin Anne dazu führen wird, dass ich Prinzessin Anne heirate und meine Schwester Nora Prinz Charles. Die englischen Medien haben darauf Schloss Vaduz belagert. Um Prinz Charles und Prinzessin Anne weitgehend ungestörte Skiferien zu ermöglichen, wurden diese jeweils mit ihrer Begleitung in irgendeinem

Lieferwagen aus dem Schloss geschmuggelt. Walter-Bruno Wohlwend, der gute Kontakte zu den internationalen Medien hatte, versuchte in enger Zusammenarbeit mit uns, die internationalen Medien irgendwie abzulenken. Durch einen dummen Zufall hatten einige der Journalisten aber bemerkt, dass ich mit meiner Freundin im Wald spazieren ging, anstatt mit Prinz Charles und Prinzessin Anne Ski zu fahren. Er konnte die Journalisten überreden, mit ihren Berichten zuzuwarten, bis es eine offizielle Mitteilung gab von Schloss Vaduz über unsere Verlobung. Meine Eltern und meine Schwiegereltern waren der Meinung, dass wir uns erst offiziell verloben und heiraten sollten, nachdem ich mein Studium in St. Gallen abgeschlossen habe. Durch den Besuch von Prinz Charles und Prinzessin Anne ist aber dieser Plan ins Wasser gefallen, und wir konnten noch während meines Studiums heiraten. Allerdings mussten meine Frau und ich versprechen, alles daran zu setzen, dass ich in kürzester Zeit mein Studium erfolgreich absolviere.


Fürstentum Liechtenstein

Brautpaar vor dem Altar stehend, 30.07.1967 © Peter Ospelt, Schaan / Amt für Kultur, Landesarchiv

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Brautpaar vor dem Altar stehend, Blick vom Chor, 30.07.1967 © Peter Ospelt, Schaan / Amt für Kultur, Landesarchiv

Geheiratet haben Sie am 30. Juli 1967 in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Florin zu Vaduz. Wie haben Sie diesen besonderen Tag in Erinnerung? I.D. Fürstin Marie-Aglaé: Es war eine sehr schöne und herzliche Trauung, wir hatten Glück mit dem Wetter, es war ein wunderbarer, schöner Sommertag. Viele Vereine und die Bevölkerung haben mitgefeiert. S.D. Fürst Hans-Adam II.: Ja, und auch hier war der WBW, was die Medien betraf, federführend, er und der Schweizer Moderator Hermann «Mäni» Weber. Das war nicht ganz einfach, es musste ja auch alles koordiniert werden, damit die ganze internationale Presse auch zu ihren Beiträgen kam. Die beiden haben das fabelhaft gemacht. Ein halbes Jahrhundert lang gemeinsam alle Klippen umschiffen: Das erfordert Liebe, Charakterstärke und Toleranz. Gab es Ereignisse oder Begebenheiten, die Ihnen dies besonders bewusstmachten? I.D. Fürstin Marie-Aglaé: Hier möchte ich etwas ergänzen: ... und Humor!

Durchlaucht, was schätzen Sie besonders an Ihrer Frau? S.D. Fürst Hans-Adam II.: Ich bin, wie das eigentlich in Adelsfamilien damals üblich war, mit Erzieherinnen und Erziehern aufgewachsen und habe das nicht besonders geschätzt. Als ich meine Frau zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich instinktiv, das wird nicht nur eine gute Frau, sondern auch eine gute Mutter, und mein Gefühl gab mir recht. Ihre Familie wurde 1945 aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben und floh nach Deutschland. Sie musste bei der Erziehung ihrer jüngeren Geschwister und im Haushalt mithelfen, und das hat sie fabelhaft gemacht. Wir haben unsere Kinder gemeinsam erzogen. Ich war für die damalige Zeit etwas ungewöhnlich, ein Vater, der Windeln gewechselt und auch die Flasche gegeben hat. Ich war und bin überzeugt, dass die Erziehung des Nachfolgers, respektive der Kinder, eine der wichtigsten Aufgaben in der Monarchie darstellt und deshalb habe ich mir sehr früh vorgenommen, mich selbst einzubringen und es nicht andern zu übergegeben. I.D. Fürstin Marie-Aglaé: Ja, das hat er wirklich sehr gut gemacht. Ein kleines Beispiel: Ich bin oft mit meinem Sohn Constantin,

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Brautpaar vor dem Altar sitzend, Seitenansicht, 30.07.1967 © Unbekannt / Amt für Kultur, Landesarchiv


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Fortsetzung von Seite 13 der viel Phantasie hatte, spazieren gegangen, und wir haben die Zeit für alles Mögliche genutzt. Wenn ich fragte, was ist drei mal drei und er antwortete, weiss ich nicht, erklärte ich ihm, nimm drei Finger und noch einmal drei und noch einmal drei und nun weisst Du es? Wenn man Zeit mit seinen Kindern verbringt, mit ihnen lernt und spielt, das ist eine grosse Freude. Und heute ist unser Sohn Constantin wirklich sehr, sehr gut mit dem was er tut und macht. Die Entwicklung der Kinder, die Kinder aufwachsen zu sehen, das wollten wir erleben! Durchlaucht, was schätzen Sie besonders an Ihrem Mann? I.D. Fürstin Marie-Aglaé: Dass er hoch intelligent ist, dass er nach dem er sein Studium beendet hatte, alles wiederaufgebaut hat, weil damals, als wir geheiratet haben, da war kein Geld in der Familie, und Gott sei Dank ist das heute völlig anders. Und

Erbprinzessin Marie und ihr Vater Ferdinand Graf von Kinsky beim Gang zum Altar, vorne Erbprinz Hans-Adam und Prinz Wenzel, 30.07.1967 © Unbekannt / Amt für Kultur, Landesarchiv

wenn wir heute gefragt werden, ob wir eine Spende geben oder helfen können, dann sagt mein Mann eigentlich immer ja, wenn es etwas Vernünftiges ist, und das ist meine Freude. Er hat das ganze Vermögen wiederaufgebaut, das gibt der Familie grosse Sicherheit. Ihre Volksnähe und Ihr öffentliches Engagement war und ist immer präsent. Gibt es auch für ein Fürstenehepaar Ruhe- und Rückzugsmomente? I.D. Fürstin Marie-Aglaé: Also zu Ostern sind wir immer alle zusammen, die ganze Familie mit Kindern und allen Enkelkindern, und im Sommer da sind wir in der Steiermark und geniessen ebenfalls die Familie. S.D. Fürst Hans-Adam II.: Das ist ein idealer Treffpunkt für Kinder und Enkelkinder. Ich habe schon als Kind dort Ferien verbracht. Es gibt viele Sport- und Freizeitmöglichkeiten.

Brautpaar vor dem Altar sitzend, Blick von oben, 30.07.1967 © Unbekannt / Amt für Kultur, Landesarchiv


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Brautpaar nach der Hochzeit beim Gang durch Vaduz, vorne Prinz Wenzel, 30.07.1967 © Unbekannt / Amt für Kultur, Landesarchiv

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Erbprinzessin Marie mit ihrem Vater Ferdinand Graf von Kinsky auf dem Weg zur Trauung, 30.07.1967 © Unbekannt / Amt für Kultur, Landesarchiv

Sie haben vier Kinder und sind mittlerweile Grosseltern von 15 Enkelkindern, eine grosse Familie. Haben Sie sich die immer gewünscht? S.D. Fürst Hans-Adam II.: Ja, meine Frau stammt aus einer grossen Familie. Sie war das vierte von sieben Kindern, mein Vater hatte eine grosse Familie und wir waren auch eine grosse Familie. Nur meine Mutter war ein Einzelkind, da ihre Mutter bei der Geburt des 2. Kindes gestorben ist. Was bedeutet Ihnen die Familie? I.D. Fürstin Marie-Aglaé: Es ist wichtig, dass es gesunde Familien gibt, dass man sich gegenseitig schätzt und unterstützt und einen guten Zusammenhalt und ein gutes Verhältnis zu Kindern und Enkelkinder hat. S.D. Fürst Hans-Adam II.: In einer Monarchie ist, wie erwähnt, die Erziehung der nächsten Generation eine der wichtigsten Aufgaben. Aber auch in einer Republik ist eine vernünftige Familienpolitik eine ganz zentrale Aufgabe. Der Versuch, nach der russischen Revolution 1917 die «Familie» abzuschaffen - man empfand es als ein «Bürgerliches Über-

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Soirée auf Schloss Vaduz, 28.07.1967 © Unbekannt / Amt für Kultur, Landesarchiv

bleibsel» - hat man innert kürzester Zeit wieder aufgegeben, weil man gemerkt hat, das funktioniert nicht. Das war so verrückt wie vieles in dieser Revolution. Die Familie ist die Grundlage eines gesunden Staates. Familientradition ist Ihnen wichtig. Wie kann man sich das im Alltag vorstellen? S.D. Fürst Hans-Adam II.: In einer Adelsfamilie spielt die Geschichte eine wichtige Rolle. Ich bin hier mit meinen Eltern aufgewachsen, meine Grosseltern haben auch hier gewohnt. Bei den gemeinsamen Mittagessen wurde viel über die Vergangenheit gesprochen. Das war für mich schon als Jugendlicher sehr interessant, den Lauf der Geschichte zu hören, die Krisen und Erfolge der verschiedenen Adelsfamilie zu erfahren. Warum ist es zum ersten Weltkrieg gekommen usw. Der Vater meiner Mutter war Kriegsgefangener, meine Grossmutter väterlicherseits eine Habsburg, und zwar die Schwester von Erzherzog Franz Ferdinand, dessen Ermordung in Sarajewo zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges geführt hat. Wir haben viel darüber diskutiert, was im Habsburger Reich des 19. und 20. Jahrhunderts falsch gelaufen

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Elisabeth Sobotka, Festspielintendantin und Daniel Rein, «Vorarlberg heute»-Moderator, wenige Stunden vor der Premiere der «Carmen» auf der Seebühne Bregenz

Das gläserne Sendestudio von ORF Radio Vorarlberg als Treffpunkt am Tag der Festspieleröffnung direkt vor der Seebühne und dem Festspielhaus

72. Bregenzer Festspiele im ORF

ORF-Landesdirektor Markus Klement und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz

Grosses Promiaufgebot bei der Eröffnung

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ei den Bregenzer Festspielen ist auch der ORF ganz vorne mit dabei und begleitet das grösste Vorarlberger Kulturfestival in all seinen Medien. Am Eröffnungstag sendete

ORF Radio Vorarlberg von 9.00 bis 21.00 Uhr live aus dem gläsernen Radio-Sendestudio direkt vor der Seebühne. Im Fernsehen wurden die Eröffnungsfeierlichkeiten vom ORF Vorarlberg live in ORF2, in ORF III und auf 3sat übertragen. Das Online-Team von vorarlberg.ORF.at lieferte zahlreiche Hintergrundstorys und Schnappschüsse vom Eröffnungstag. Prominente aus Kunst und Kultur, Politik und Wirtschaft gaben sich beim ORF-Glasstudio direkt vor der Festspielbühne die Klinke in die Hand. Anzutreffen waren u.a. aus Liechtenstein, Regierungschef Adrian Hasler sowie die Regierungsrätinnen Dominique Gantenbein und Aurelia Frick. Die österreichische Politik war ebenfalls hochkarätig vertreten: Neben Bundespräsident Alexander Van der Bellen fanden sich u.a. Nationalratspräsidentin Doris Bures, Innenminister Wolfgang Sobotka, Finanzminister Hans Jörg Schelling, Kulturminister Thomas Drozda, Aussenminister Sebastian Kurz und natürlich der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner ein. Unter den prominenten Gästen waren auch Bayerns Staatsministerin Emilia Müller sowie die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard. ex. (Alle Bildunterschriften v.l.n.r.) / fotos: © lisa mathis, dietmar mathis, julia zangerl

Hans-Peter Metzler, Präsident der Bregenzer Festspiele; Doris Leuthard, Bundespräsidentin der Schweiz; Alexander Van der Bellen; Markus Wallner, Landeshauptmann

Thomas Drozda, Österreichischer Kulturminister und Gabriele Sprickler-Falschlunger, SPÖ-Landesparteichefin Vorarlberg

Hans-Peter Metzler; Dominique Gantenbein, Liechtensteiner Regierungsrätin; Emilia Müller, Bayerns Staatsministerin; Wolfgang Sobotka, Österreichischer Innenminister

Adrian Hasler, Liechtensteiner Regierungschef mit Gattin Gudrun; Hans Jörg Schelling, Österreichischer Finanzminister mit Gattin Ursula

Oliver Muggli mit Gattin Aurelia Frick, Liechtensteiner Regierungsrätin; Isabella Drozda; Claudia Depaoli und Markus Linhart, Bürgermeister Bregenz

Christoph Thoma, StR Bludenz; Christian Bernhard, Kulturlandesrat Vlbg.; Gerd Endrich, Chefredakteur ORF-Vlbg. mit Gattin Gertrud; Mandi Katzenmayer, Bürgermeister Bludenz

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Gruppenfoto der Familie und Verwandtschaft auf der Schlosswiese, 30.07.1967 © Unbekannt / Amt für Kultur, Landesarchiv

Fortsetzung von Seite 17 ist, und welche Reformen notwendig gewesen wären. Dieses Wissen hat einen geprägt und mich stark beeinflusst in meinen Gedanken über die Zukunft der Monarchie und des Staates im Allgemeinen. Als Eltern und Grosseltern erleben Sie täglich die Entwicklung zweier Generationen. Was hat sich verändert, wo sehen Sie die Chancen und Herausforderungen der Zukunft? S.D. Fürst Hans-Adam II.: Unsere Generation ist noch geprägt worden von der Kriegs- und der Nachkriegszeit. Man hatte auch die Befürchtung, dass es womöglich zu einem dritten Weltkrieg kommt. Ich kann mich erinnern, dass ein Onkel von mir, Prinz Heinrich, der auch Botschafter in Bern war, alle Vorbereitungen an seinem Auto getroffen hat, dass er ohne aufzutanken bis nach Spanien kommt. Es gab konkrete Pläne in der Sowjetunion, Westeuropa militärisch in einem Überraschungsangriff zu be-

setzen. Man ging im Kreml damals davon aus, dass die USA wegen Westeuropa keinen Atomkrieg riskieren werden. Das hat dazu geführt, dass Charles de Gaulle die eigene Atomwaffe entwickelt hat, die sogenannte «Force de Frappe». Ich bin sehr froh, dass wir nun in einer Zeit leben, die zwar nicht ohne Gefahren ist, denken wir nur an die islamische Welt. Es ist aber nicht mehr diese drohende Gefahr der grossflächigen Vernichtung. Die Welt hat sich politisch und auch wirtschaftlich positiv entwickelt. Die Menschen haben weltweit einen höheren Wohlstand erreicht, obwohl gewisse Gebiete immer noch in einem traurigen Zustand sind. Auch China, das ich in den letzten Jahren immer wieder besucht habe, hat sich sehr viel positiver entwickelt, als das von vielen erwartet wurde. Durchlaucht, Sie sind Staatsoberhaupt, Wirtschaftsmann und Familienoberhaupt einer Grossfamilie. Wenn Sie auf die 50 Jahre zurückblicken, sind Sie glücklich und zufrieden?


Fürstentum Liechtenstein S.D. Fürst Hans-Adam II.: Ja, es ist mir doch sehr viel mehr gelungen als ich das realistischer Weise erwarten durfte. Mein Vater hat mir gesagt, deine Aufgabe ist es, das Familienvermögen neu aufzubauen und das habe ich dann auch als meine wichtigste Aufgabe angesehen. Er sagte mir: Ich habe dir den Namen Hans-Adam gegeben, weil Hans-Adam I. nach dem dreissigjährigen Krieg das Familienvermögen wieder neu aufgebaut hat. Interessanterweise auch mit Bankgeschäften, was zur damaligen Zeit für einen katholischen Adligen eher unüblich war. Insofern hat sich die Geschichte irgendwie wiederholt. Dass es mir noch gelungen ist, die verschiedenen Reformen in der Liechtensteinischen Aussen- und Innenpolitik durchzubringen und ein neues Hausgesetz, an dem sich mehrere Generationen die Zähne ausgebissen haben, macht mich glücklich. Durchlaucht, als Ihre Kinder noch schulpflichtig waren, beschäftigten Sie sich als erziehende Mutter, engagiert mit Erziehungs- und Bildungsfragen. Ihr breites soziales Engagement fand Ausdruck in vielen wichtigen Bereichen des Lebens, u.a. als Präsidentin des Liechtensteinischen Roten Kreuzes und als Ehrenpräsidentin des Vereins für Heilpädagogische Hilfe und der Schirmherrschaft für die Liechtensteinische Familienhilfe. Dürfen wir auch Sie fragen, sind Sie glücklich und zufrieden? I.D. Fürstin Marie-Aglaé: Ich habe das alles mit grosser Freude getan. Es ist eine sehr schöne Sache, wenn man helfen kann, sei es beim HPZ, bei der Familienhilfe, beim Liechtensteinischen Roten Kreuz oder allgemein Menschen in einer Notlage. Speziell freue ich mich auf die Besuche der Kindergruppen aus Osteuropa, die zu Erholungsaufenthalten für jeweils 3 bis 4 Wochen ins Kinderheim Gamander des LRK nach Schaan kommen. Ihnen das Schloss zu zeigen, das sind für mich sehr glückliche Momente. Sie haben viele Reisen gemacht und viele Menschen getroffen. Gab es Begegnungen oder Ereignisse, die Sie besonders faszinierten? I.D. Fürstin Marie-Aglaé: Jede Reise ist unterschiedlich und jeder Ort hat seine eigene Geschichte und seine individuellen Schönheiten. In Erinnerung bleiben einem die besonders schönen Dinge, wie zum Beispiel ein Besuch in der Stadt Rom. Und die Besuche bei den Päpsten mit der Familie. Eine Geschichte werde ich nie vergessen. Als Papst Johannes Paul II. Liechtenstein besuchte, am Schluss dieses Besuches in der kleinen Kapelle in Dux kam die ganze Familie zusammen, also meine Mutter ist

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hergekommen, aber auch eine Tochter von meinem Bruder, die einen sehr grossen Mann geheiratet hat. Und da hat der Heilige Vater gesagt: «Es regnet und das ist gut so, wir alle, alle sollen noch wachsen.» Dann hat er zu diesem grossen Mann geschaut und gesagt: «Ja vielleicht nicht alle!» Dieser grosse Mann lebt noch und hat auch Kinder, und wenn wir uns sehen kommt uns diese Geschichte immer in Erinnerung. Sie wissen um den Wert einer langjährigen, gereiften Beziehung und erkennen in 50 gemeinsamen Ehejahren das Besondere, nachdem viele Menschen suchen. Gibt es dazu Ratschläge? I.D. Fürstin Marie-Aglaé: Tipps zu geben ist schwierig, weil jede Ehe ein bisschen anders ist. Ich schätze an meinem Mann, dass er Humor hat und viel lachen kann. Aber jeder Mensch ist anders und es gibt keine Gebrauchsanweisung. Man darf auch mal anderer Meinung sein, zum Beispiel, wenn ich singen möchte... S.D. Fürst Hans-Adam II.: Ja, singen ist nicht meine Stärke. Welche Wünsche und Erwartungen haben Sie an die Zukunft? I.D. Fürstin Marie-Aglaé: Ich bin sehr dankbar und froh, wenn in der Familie die Harmonie weiter so bleibt, wie sie jetzt ist, und dass alle glücklich und zufrieden sind, und dass wir gesund bleiben dürfen. S.D. Fürst Hans-Adam II.: Glücklicherweise hat sich sowohl in der Familie und auch im Land alles recht positiv entwickelt. Weltweit gesehen gibt es natürlich grosse Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, so das ganze Flüchtlingswesen und die gescheiterten Staaten: Aber ich hoffe, dass es doch in absehbarer Zeit gelingen wird, diese gescheiterten Staaten, in demokratische Rechtsstaaten zu verwandeln mit einer funktionierenden Marktwirtschaft. Das wird nur erfolgreich sein, wenn auch die sozial schwächeren Schichten, dort eine gute Ausbildung bekommen. Ich glaube, die Globalisierung hat uns alle in eine «Grossfamilie» verwandelt. Also von der Seite her wäre es ein Wunsch, dass auch diese Staaten, die noch mit grossen Problemen kämpfen, eine positive Entwicklung machen und nicht nur Flüchtlinge und Terroristen exportieren. ex. Durchlauchtes Fürstenpaar, wir bedanken uns herzlich für das Interview. fotos + text interview: © exclusiv


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Neues Gastronomiekonzept Liebe Freunde der Hofkellerei Vaduz

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s freut mich ganz besonders, dass wir ein neues Gastronomiekonzept in der Hofkellerei umsetzen werden. Neben dem in der Spitzengastronomie schon erfolgreich tätigen Restaurant Torkel, fokussiert sich die Hofkellerei auf einen Heurigenbetrieb mit kalten und warmen Spezialitäten. Unsere Gäste kom-

men in den Genuss, die Weine der Hofkellerei in Kombination mit köstlichen Produkten in der angenehmen und entspannten Atmosphäre der Weinkellerei zu konsumieren. Im Zuge der Neupositionierung war es uns besonders wichtig, dass bei der Auswahl der verwendeten Produkte auf Regionalität gesetzt wird. Hervorragende

S.D. Prinz Constantin und I.D. Prinzessin Marie von und zu Liechtenstein

Erzeugnisse aus Liechtenstein werden dabei im Mittelpunkt stehen, mit denen wir unsere heimischen und ausländischen Gäste begeistern wollen. Zusätzlich zur Ausweitung des kulinarischen Angebotes wurden in den letzten Wochen der Verkaufsraum und der Barrique Saal adaptiert, womit auch gestalterisch neue Akzente gesetzt wurden.

Erlesene Tropfen und elegante Weine aus den besten Anbauregionen der Welt finden Sie in der Vinothek


Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein

Kellermeister Sebastian Gunsch

Das Catering Team

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(v.l.) Josef Weinmeyer, Geschäftsführer Domäne Wilfersdorf/Vaduz, I.D. Prinzessin Marie von und zu Liechtenstein, Simon Klocker, Leiter der Hofkellerei

Mario Walch, Restaurantleitung der Hofkellerei

Feiern Sie Ihren Event mitten im Weinberg

in der Hofkellerei des Fürsten Wir sind überzeugt, dass wir durch diese Neukonzeptionierung einen deutlichen Mehrwert für unsere geschätzten Kunden schaffen und wir gleichzeitig auch erheblich zur Attraktivität des Standortes Vaduz beitragen.

Ich würde mich sehr freuen, Sie bald in unseren neuen Räumlichkeiten begrüssen zu dürfen. Geniessen Sie unser erweitertes Angebot mit edlen Weinen und vielfältigen «Schmankerln» und lassen Sie sich durch unsere Mitarbeiter verwöhnen.

Gerne nehme ich hiermit die Gelegenheit wahr, mich bei den Mitarbeitern der Hofkellerei und von Ospelt Catering für die erfolgreiche Umsetzung ganz herzlich zu bedanken.

S.D. Prinz Constantin von und zu Liechtenstein CEO Stiftung Fürst Liechtenstein

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Verbinden Sie fürstliches Flair mit dem Genuss exzellenter Weine in Kombination mit köstlichen Spezialitäten

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FL-9490 Vaduz Feldstrasse 4 Tel. +423 232 10 18 www.hofkellerei.li office@hofkellerei.li

Der imposante Barriquekeller unterstreicht das stilvolle Ambiente der Hofkellerei


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Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein

Simon Klocker Hofkellerei Vaduz Die Hofkellerei besticht mit einer Vielzahl an Eventmöglichkeiten. Verwöhnen Sie Ihre Gäste mit fürstlichen Weinen, kulinarischen Highlights und exklusivem Ambiente! Besondere Momente verdienen eine besondere Feier an einem besonderen Ort! Wer für seinen privaten, geschäftlichen oder gesellschaftlichen Event in den imposanten Barriquesaal der Hofkellerei lädt und seinen Gästen vollendeten Weingenuss offeriert, macht die Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Fortsetzung von Seite 23

Mit dem Konzept «Eigene Gastronomie» in der fürstlichen Hofkellerei möchten wir mit regionalen und saisonalen Produkten überzeugen und können dabei unser Sortiment sowie die Geschichte Liechtensteins näher bringen.

Josef Weinmeyer, Geschäftsführer der fürstlichen Domäne Wilfersdorf und Vaduz «Um die Möglichkeiten für den Gast Kunden aus Liechtenstein, der Schweiz und Österreich sowie den Touristen aus aller Welt - zu optimieren und ihm den einzigartigen und wunderschön gelegenen Standort Hofkellerei Vaduz zu präsentieren, haben wir beschlossen, neue Wege zu gehen.

Der Besucher kann sich auf diesem Wege von den aussergewöhnlichen und grossartigen Weinen und Sektqualitäten mit international höchstem Niveau aus Vaduz und Wilfersdorf überzeugen. Unser Motto: «Fürstliche Qualität in fürstlichem Rahmen geniessen.» Ihr Josef Weinmeyer

Im neu gestalteten Verkaufsraum können wir unsere erlesenen Weine, elegante Schaumweine, exquisiten Destillate und genussvollen Geschenke noch besser präsentieren. Unser Dank geht an die Unternehmen Konrad Jürgen Anstalt, Conceptlicht Mittelberger GmbH, Martin Ospelt AG, Ospelt Elektro Telekom und allen Beteiligten, die das Resultat positiv umgesetzt haben. Wir haben hier in Vaduz, und das gilt auch für die Domäne Wilfersdorf, etwas Besonderes. Der «Herawingert» ist wohl der traditionellste und bedeutendste Weinberg, mit seinen 4 Hektar zusammenhängender Rebfläche gilt er als Kernstück des Weinbaus im Land und zählt zu den besten Reblagen im Rheintal. Mit unseren Weinen vertreten wir das Fürstenhaus und das Land Liechtenstein nach aussen.

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Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein

fürstlichen Familie kultiviert und von Generation zu Generation weitergegeben. Kontinuität einerseits und Innovationsgeist andererseits bestimmen seit Jahrhunderten den fürstlichen Weinbau. Der von Nachhaltigkeit geprägte Geist des Familienunternehmens und die grosse fürstliche Tradition münden in der Herstellung zeitlos klassischer Qualitätsweine, deren Güteklasse über kurzfristige Markentrends hinausreicht. Der Name verpflichtet, die fürstliche Domäne Wilfersdorf mit der Hofkellerei Liechtenstein keltert Weine und Sekte für höchste Ansprüche.

Fortsetzung von Seite 25 Wir haben ein hervorragendes Klima für Weinbau, eine jahrhundertalte Tradition und eine grosse Freude an unserem schaffen. Das macht die Weine der Hof-

kellerei zu wahrhaft fürstlichem Genuss. Die Güter von Wilfersdorf sind seit 1436 im Besitz der Fürsten von Liechtenstein. Seit fast 600 Jahren werden sie von der

Kontaktieren Sie uns noch heute für weitere Details, das Team der Hofkellerei unterstützt Sie gerne bei der Idee, Planung und Organisation einer gelungenen Veranstaltung und heisst Sie herzlich Willkommen in der Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein. ex. Ihr Simon Klocker fotos: © exclusiv

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Gasenzenstrasse 5 CH-9473 Gams Tel. +41 81 771 50 15 www.kaenguruh-mode.ch

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Aktuell

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Christian Hanselmann Racing Modellbau, Sevelen www.racingmodellbau.ch

jeder werden (Geschlecht und Alter spielt keine Rolle), die Freude am Modelltruck Hobby steht im Vordergrund. Die Mitglieder des MTR widmen sich dem Bau von europäischen und amerikanischen Trucker-Modellen in allen gängigen Massstäben. Besonders beliebt sind Sonderfahrzeuge wie zum Beispiel Radlader, Bagger, Panzer und Gabelstapler. Die Industrie liefert heute aber auch Fertigmodelle, die mit guter Anleitung und Freude am Modellbau innert weniger Arbeitsstunden fahrbar sind.»

Minitrucker Schaufahren D

as beliebte Minitrucker Schaufahren ist ein tolles Erlebnis für Gross und Klein und lockt jedes Jahr viele Modellbauer und Modellbau-Freunde in die Turnhalle Gadretsch in Sevelen. Mit Faszination und Bewunderung schauen die Besucher den Minitruckern bei der Arbeit zu, bestaunen die interessanten Details, den grossen Parcours und die enorme Funktionstüchtigkeit der unterschiedlichsten Modelle. Viele Stunden werden in das interessante und spannende Hobby investiert, an dem sowohl die jungen wie auch die älteren Modellbauer ihre Freude haben. Erfahrungen, Tipps und Tricks werden ausgetauscht, das fahrerische Können unter Beweis gestellt und so mancher Besucher erkennt bei den bis ins Detail nachgebauten Modell das grosse Vorbild. Das Schaufahren der Minitrucker Rheintal hat sich mittlerweile einen Namen in der Szene gemacht, ebenso vielseitig wie die Modelle sind deren Besitzer. Christian Hanselmann von Racing Modellbau in Sevelen: «Manche Modelle benötigen Jahre bis sie fertig sind. Ausgestattet mit vielen kleinen Details wie Lichthupe, Warnblinkanlagen, Retourscheinwerfern und Soundmodul mit passenden Fahrzeuggeräuschen haben die «Minis» oft ein perfektes, realistisches Aussehen wie ihre «grossen» Vorbilder. Bis es aber soweit ist, gibt es viele kleine und grosse Hürden zu meistern und genau das ist es, was Modellbauer an ihrem Hobby lieben. Denn neben dem Verständnis für Material, Elektronik und Technik sind beim Modellbau auch Kreativität, Ideenreichtum, Fingerspitzengefühl und eine gehörige Portion Geduld gefragt. Mitglied im Verein Minitrucker Rheintal kann www.exclusiv.li August 2017

Beim 13. Minitrucker Schaufahren in Sevelen wird Racing Modellbau auch dieses Jahr mit einem Stand vertreten sein.

Racing Modellbau steht seit 1991 für kompetente Beratung und eine grosse Auswahl im Auto-, Schiff- und Flugmodellbau. Ein Schwerpunkt der Präsenz liegt auf LKW-Modellen und deren Zubehör. Hier bietet Racing Modellbau das grösste Angebot der Schweiz. An der Chirchgass 9 in CH-9475 Sevelen finden Sie alles wofür das Modellbauerherz höher schlägt. ex. 13. Minitrucker Schaufahren 12. - 13. August 2017 Samstag 10 Uhr - 22 Uhr und Sonntag 10 Uhr - 16 Uhr Turnhalle Gadretsch, Gärtlistrasse 17, 9475 Sevelen www.minitrucker-rheintal.ch


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Faszination Pyramiden Bereits bei der Eröffnung der Sonderausstellung zeigte das grosse Interesse der zahlreich erschienenen Gäste, dass die ägyptischen Pyramiden und Obelisken Monumente sind, welche die Menschen von jeher fasziniert haben.

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ie neue Ausstellung erläutert anhand von Original-Objekten aus rund 5000 Jahren Geschichte und Modellen die Entstehung sowie Bedeutung der Pyramiden im Alten Ägypten und zeigt auf, wie die Pyramiden nach Europa kamen und welche Begeisterung sie dort in der Neuzeit hervorriefen. Dazu werden einzigartige Kunstwerke zu sehen sein, u. a. aus dem Pantheon in Wörlitz, den Princely Collections VaduzVienna, dem Schweizerischen Nationalmuseum in Zürich und den Kunstsammlungen von Weimar.

Die Ausstellung ist reichlich gefüllt mit Superlativen, besonderen Modellen und Originalen der Zeit. Bei den Pyramiden und Obelisken ergeben sich viele Fragen: Was wissen wir wirklich über sie? Wie war ihre Entwicklung? Was ist ihre Bedeutung? Was verbindet die Pyramide mit dem Obelisken? Wie kamen sie nach Europa, und wie verbreiteten sie sich von dort aus über die ganze Welt? All diesen Fragen und noch vielen mehr wird in der Ausstellung nachgegangen. Über zehn einmalige Modelle im genauen Massstab informieren über die wichtigsten Pyramiden in Ägypten und Europa. Diese Modelle wurden über mehrere Jahre hergestellt. Pläne, Fotos und Filme berichten weiterhin über die Geschichte und Komplexität der Pyramiden und zeigen die Unterschiede zwischen


Fürstentum Liechtenstein

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FASZINATION PYRAMIDEN Prof. Dr. Rainer Vollkommer, Direktor des Liechtensteinischen Landesmuseums

einzelnen Pyramiden auf. Viele einzigartige Funde, wie Statuen, Reliefs und der plastische Überzug eines Verstorbenen, insbesondere vom Pyramidenfeld von Giza, illustrieren die Pyramidenzeit und das Umfeld der Pyramidenbauten, in dem sich weitere Gräber befanden. Dazu gesellen sich altägyptische Köpfe berühmter Pharaonen und altägyptische Obelisken. Sie stammen aus dem

Bis 14. Januar 2018 Kopf des Königs Chephren. Um 2500 v. Chr. Aus Giza, vor dem Totentempel von Chephren. © Leipzig, Ägyptisches Museum der Universität

Stele mit Echnaton und Nofretete beim Opfern an Aton. Um 1351-1334 v. Chr. Aus Amarna. © Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Dr. Renate Wohlwend, Präsidentin des Stiftungsrates des LLM

Ägyptischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, der Ägyptischen Sammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien, dem Antikenmuseum in Basel, dem Ägyptischen Museum der Universität Leipzig und dem Museum August Kestner in Hannover. Die Ausstellung «Faszination Pyramiden» dauert bis zum 14. Januar 2018. ex.

Pyramidion des Amunnacht. Um 1279-1213 v. Chr. Aus Deir el-Medina, Grab TT 218. © Basel, Antikenmuseum und Sammlung Ludwig

Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr Mittwoch: 10 bis 20 Uhr / Montag: Geschlossen

Dr. Christian Tietze, Architekt und Archäologe, Weimar fotos: © exclusiv

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Ausgehen in der Region

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Niki Lauda zu Gast im Casino Bad Ragaz jeder vollen Stunde eine Verlosung statt. Insgesamt werden an den 12 Verlosungen 48 Gewinner gekürt. Um Mitternacht wird als weiterer Höhepunkt des Abends sogar ein Opel Mokka X 4x4 verlost. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Autoverlosung am 27. August In Zusammenarbeit mit der Emil Frey AG, Dosch Garage Chur verlost das Casino Bad Ragaz auch im Jahr 2017 insgesamt 8 Opel Mokka X 4x4.

M

Die ersten drei Opel Mokka X 4x4 im Wert von CHF 30'000.- wurden bereits verlost. Die nächste Verlosung findet am Sonntag, 27. August statt. Um 22 Uhr werden unter allen anwesenden Gästen die letzten Platzkarten für die RouletteLounge vergeben. Danach nehmen 14 Inhaber einer Platzkarte in der schweizweit einzigartigen Roulette-Lounge des Casinos Bad Ragaz Platz. Anschliessend entscheidet die Roulettekugel, wer das Auto gewinnt.

Der dreimalige Formel 1 Weltmeister wird am späten Nachmittag im Casino eintreffen, und alle interessierten Gäste können sich mit ihm fotografieren lassen und ein Autogramm abholen.

Sommerzeit ist Glücksradzeit Noch bis Ende August gibt es in Bad Ragaz zusätzliche Gewinnchancen. Jeweils von Sonntag bis Donnerstag kann jeder Gast beim Eintritt ins Casino am Glücksrad drehen und so CHF 20.- in Spielguthaben oder ein kostenloses Getränk gewinnen.

Für musikalische Unterhaltung sorgt die süddeutsche Jazzformation 4fun mit ihren ausgefallenen Interpretationen bekannter Jazz- und Pophits, sowie die Schweizer Band Heridos de Sombra, die populäre lateinamerikanische Musik spielt. Von 13 Uhr bis Mitternacht findet ausserdem zu

Monatlich finden attraktive Veranstaltungen statt Jeden Dienstag findet der Lucky Afternoon im Casino Bad Ragaz statt. An drei nachmittäglichen Verlosungen haben alle Gäste die Möglichkeit, Guthaben für die Automaten zu gewinnen. Und mit

Die Liechtensteiner Band Nevertheless

Die süddeutsche Jazzformation 4fun

Niki Lauda, ehemaliger österreichischer Automobilrennfahrer und dreimaliger Formel 1 Weltmeister it einem grossen Geburtstagsfest feiert das Casino Bad Ragaz am 23. September sein 15-jähriges Bestehen. Prominenter Gast an dieser Feier ist Niki Lauda, ehemaliger Formel 1 Star.

etwas Glück kann mit diesem Guthaben sogar einer der vier Jackpots geknackt werden. Die Verlosungen finden um 14, 16 und 18 Uhr statt. Jeden Monat findet im Casino ausserdem die Verlosung am 13ten statt. Die Zahl Dreizehn wird oft mit Unglück in Verbindung gebracht, doch im Casino Bad Ragaz ist jeder Dreizehnte ein Glückstag. Denn jeden Monat am Dreizehnten werden um 22 Uhr jeweils Bargeldpreise im Gesamtwert von CHF 1'300.- verlost. Konzert Nevertheless Am 30. September starten die zweiwöchentlichen Casinokonzerte in die nächste Saison. Die beliebte Liechtensteiner Band Nevertheless gibt hierfür den Auftakt. Mit ihren gefühlvollen Liedern und eigenen Interpretationen bekannter Covers macht die Band Gänsehautfeeling. Die vier starken Sängerinnen bringen mit der Mehrstimmigkeit einen besonderen Charakter auf die Bühne. Zwar im Hintergrund, aber nicht minder talentiert, begleiten vier begeisterte Musiker die Ladies auf Piano, Gitarre, Bass und Percussion. ex. Mehr Informationen zum Casino Bad Ragaz und seinen Veranstaltungen finden Sie auf: www.casinoragaz.ch

Die nächsten Veranstaltungen im Casino Bad Ragaz: 13. August: 27. August: 13. September: 23. September: 24. September: 30. September:

Der 13te Bargeldverlosung Wanted Autoverlosung Der 13te Bargeldverlosung Casinogeburtstag mit Niki Lauda Happy Sunday Konzert Nevertheless

Die Schweizer Band Heridos de Sombra

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exclusiv Nr. 194  

Magazin exclusiv Liechtenstein, Fürstentum Liechtenstein

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