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  Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich nicht ersticke im Berg der Arbeit. Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich mich nicht verliere im Irrgarten der Gedanken. Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich wieder glauben kann, in den Zweifeln meiner Nächte. Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich mich wieder Üne fßr die Welt, fßr den anderen, fßr Gott. Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich wieder ich selber bin und nicht nur ein Schatten. (H. Neubauer)

Menschen in der VBG verstehen sich als Teil des Reiches Gottes. Sie wollen integriertes Christsein im Alltag fÜrdern und verstehen sich dabei als Teil der Gesellschaft, in der sie leben und arbeiten. Als Christen wissen wir uns von Jesus Christus gerufen und herausgefordert, diesem Ruf im Netz der Alltagsverpichtungen zu folgen. Dabei verlassen wir uns auf die Zusage Gottes: Ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Zeiten.1 In Jesus Christus ist Gott immer Immanuel – Gott mit uns.2 Im Heiligen Geist haben wir einen Beistand, der in Ewigkeit bei uns ist und der uns alles lehrt.3 Gott ist bei uns im Alltag – Immanuel. Gott mit mir – immer und zu jeder Zeit, ob ich es wahrnehme, ob ich es spßre oder nicht.    


      

Auf einer Weihnachtskarte stand der Satz: ÂŤGott will mich besuchen – aber ich bin so selten zu Hause.Âť Manchmal ist meine eigene Aufmerksamkeit so nach aussen gerichtet, dass ich nicht sagen kann, wie es mir geht, wie mir zumute ist, wie ich mich fĂźhle oder was bei mir abläuft.      Wenn ich ‘zu mir komme’, nehme ich wahr, wie Gott in meinem Leben gegenwärtig ist und wirkt. Gott ist gegenwärtig – aber manchmal fehlt mir eine Antenne, mit der ich das wahrnehmen kann. Wenn Jesus Christus mir im und durch den Alltag begegnen will, muss ich bei mir sein. Da werde ich bei mir unterschiedliche innere Regungen, EmpďŹ ndungen und GefĂźhle entdecken. Welche Nachwirkungen hinterlassen zum Beispiel die Erlebnisse des Tages? Freude, Zufriedenheit, ErfĂźllung? Es ist auch wichtig wahrzunehmen und wahrsein zu lassen, was sich da regt an Freude, Ă„rger, Unmut, Angst, Traurigkeit, BedrĂźcktsein usw. Ich frage mich, in welche Richtung mich meine Gedanken, Vorstellungen und GefĂźhle fĂźhren. Vom Ziel her suche ich die Spuren Gottes in meinem Alltag. Die Ziele kĂśnnen bei ähnlichen oder fast gleichen GefĂźhlen in gegensätzliche Richtungen fĂźhren. Es gibt einen Frieden, der mir Freude bereitet und Kraft schenkt fĂźr die Herausforderungen des Lebens. Es gibt aber auch einen ‘faulen Frieden’, eine friedliche Stimmung, weil ich mich gegenĂźber der ‘bĂśsen Welt draussen’ oder gegen ungewollte Anforderungen an mich abschotte. Ă„hnlich kann es mit dem GefĂźhl der Angst sein: Es gibt ‘gesunde’ Angst und lebenshemmende Angst.4         Das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit hilft, Spuren Gottes im Alltag zu entdecken als eine ÂŤbesondere Zeit, um mein Leben und Gott miteinander ausdrĂźcklich in Beziehung zu bringenÂť.5 Da werde ich eingeladen, durch das Tagesgeschehen hindurch den Geist Gottes und sein Wirken zu ertasten. Die Tagesschau im Fernsehen ist fĂźr mich so etwas wie ein Fenster zur Welt. Es ermĂśglicht mir politische und soziale Orientierung. FĂźr mich als Christin ist jedoch nicht

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nur die ‘grosse Tagesschau’ wichtig, sondern auch meine ganz private Tagesschau, d.h. mein regelmässiger Blick auf mein eigenes Leben. Es ist sinnvoll, sich regelmässig täglich 5 – 15 Minuten oder wĂśchentlich eine halbe Stunde Zeit fĂźr diesen ‘Wetterbericht der Seele’ zu nehmen. Es geht um ein EinĂźben in das ‘Nahsehen’. In dieser Zeit will ich das Tun und Lassen meines Tages  in den Blick nehmen  mit Gott darĂźber reden  hĂśren, was Er dazu meint.          Diese Ăœbung soll keine Selbstbewertung sein, die ich vornehme, um dann schon gereinigt vor Gott zu treten. Sie ist keine SelbstprĂźfung, sondern ein Gebet, in dem ich vor Gott mein Leben als ‘Heilsgeschichte’ erkenne. In diesem Kontext kann ich auch Unheil und SĂźnde richtig er-kennen und be-kennen.6 Denn ÂŤin Umkehr und Ruhe liegt euer Heil, in Stillehalten und Vertrauen besteht Eure StärkeÂť7. Mein Erleben verbinde ich mit der Frage nach meinem Lebensweg: Welche Einladung zeigt sich im heutigen Tag, um etwas loszulassen, zu ändern oder zu bestätigen? Das Ziel ist immer ‘mehr Leben’. Denn Gott will grundsätzlich das Leben.8 Wo sind GefĂźhlsregungen der anhaltenden Zufriedenheit, des Trostes und der Begeisterung? Wann und wo spĂźre ich das grĂśsste Verlangen, Gott und

den Menschen zu dienen? Was mir auf Dauer anhaltende Freude, Frieden, innere Freiheit, Honung, Liebe, Glaube und innere Stimmigkeit bringt, das ist eine gute Wegspur. Wenn ich diesen Impulsen folge – auch gegen manche Widerstände -, lebe ich immer ‘gottes-gegenwärtiger’. Dabei muss der Versuchung zum Perfektionismus widerstanden werden, die mir die innere Freiheit raubt. Das Ziel gibt die Richtung an.    Eine Grunderfahrung geistlichen Lebens sind die eigenen Grenzen: Die Belastungen des Alltags, der Ăźbervolle Terminkalender, aber auch Krankheit, fortschreitendes Alter oder einfach kĂśrperliche und seelische MĂźdigkeit. Besonders belastend sind lange Phasen von geistlicher Trockenheit und Leere. Sie kĂśnnen mich verunsichern, ob es Ăźberhaupt je wieder jene Vertrautheit und innere Freude geben wird, die mein Leben durch die wahrnehmbare Gegenwart Gottes geprägt und die das Gebet und das Leben in Gott frĂźher leichter gemacht haben. In solchen Zeiten ist jenes hartnäckige Vertrauen in Gott9 gefragt, das fest darauf setzt, dass es jeden geistlichen Stillstand Ăźberwinden kann. Mit Ignatius von Loyola ausgedrĂźckt: ÂŤmehr danach verlangenÂť, also zumindest die Sehnsucht nicht verlieren, die weiss: ÂŤEs geht nicht um meine Grenzen, die mich leiden lassen, sondern um ihre Ăœberwindung    


mit Gottes Hilfe, um letztlich IHM die grĂśssere Ehre zu erweisenÂť10. Nicht resignieren, sondern immer wieder Ăźber meine Grenzen hinaus streben – nicht als Leistungsbeweis, sondern um ‘durstig’ zu bleiben nach dieser Nähe. Ein solcher ‘Durst’ kann mir im Alltag weiter helfen, wenn ich in der WĂźste stecken geblieben bin und mir den Marsch zur nächsten Oase nicht mehr zutraue oder gar nicht mehr weiss, in welche Richtung ich weitermarschieren soll. Solange ich diesen Durst noch spĂźre, darf ich darauf vertrauen, dass es mĂśglich ist, jene Quelle wieder aufzuspĂźren, die ihn lĂśschen kann – zu SEINER Zeit. D   -  4  !%

Anleitung zum Gebet der liebenden Aufmerksamkeit11 Gott, Du mein SchĂśpfer und mein Heil (Lieber Vater / Herr Jesus Christus) 1. Ich danke Dir fĂźr Leib und Leben, fĂźr die Gabe der SchĂśpfung und der ErlĂśsung. Ich danke Dir fĂźr das Gute, das ich am heutigen Tag erfahren habe ... Und fĂźr das Gute, das von mir ausging ... 2. Ich bitte Dich, diesen Tag (abschnittweise oder wie es mir einfällt) in Deinem Licht sehen zu dĂźrfen: Ich schaue verweilend auf diesen Tag  Was bewegt und berĂźhrt mich jetzt?  Was habe ich erlebt?  Wie ging es mir mit meinen EmpďŹ ndungen und Gedanken?  Wie habe ich meine Beziehungen gelebt – zu mir selbst, zu den andern, zur SchĂśpfung, zu Gott? 3. Nun versuche ich, mit dem ‘Auge des Herzens’ tiefer zu schauen und zu verstehen, was eigentlich an diesem Tag geschehen ist:  Wo habe ich einen ‘guten Nachgeschmack’? Wie war in all dem verschiedenen Erleben der Geist Gottes am Werk? Z.B. im Geschehen von Barmherzigkeit, Freude, Friede, Freiheit, Wahrhaftigkeit, Entschiedenheit (nicht Sturheit), Geduld ... Was hat Glaube, Honung, Liebe gefĂśrdert?  Wo habe ich einen ‘schlechten Nachgeschmack’ in meinem Herzen? Z.B. Resignation, Neid, Bitterkeit, Honungslosigkeit, Härte, Vereinsamung, ... Was hindert Glaube, Honung, Liebe, Freude, Friede, Freiheit?

   

4. Ich schaue auf Deine Zuwendung und Dein Erbarmen, Gott, und bringe vor Dich, was ich wahrgenommen habe:  Ich danke Dir fĂźr alles, das einen guten Nachgeschmack hinterlassen hat. Ich danke Dir fĂźr das Gute, das mir heute geschenkt worden ist (Gesundheit, Arbeit, Begegnungen, SchĂśnheit der Natur ...). Ich danke Dir fĂźr das Gute, das von mir selber ausgegangen ist.  Ich bitte um Verzeihung, wo ich schuldig geworden bin.12  Ich vergebe, wo andere mich verletzt oder ungerecht behandelt haben.  Ich bitte um Dein Erbarmen und um Deine Heilung (fĂźr mich, meine Mitmenschen): Alles UnerlĂśste, meine Lieblosigkeit, meine Fehler, was mich ohnmächtig macht, was ich nicht verstehen kann, worunter ich leide ... bringe ich Dir, ErlĂśser, dass Du vergibst, heilst und verwandelst. Du, der Du ja zu mir sagst, Tag fĂźr Tag. 5. Ich schaue auf den kommenden Tagesabschnitt (allgemein) oder auf die kommende Nacht und suche Dir im Blick auf Deine Verheissungen neu zu vertrauen. Abend: Ich befehle meinen Leib, meine Seele und meinen Geist Deinem Schutz und Wirken an. Auch fĂźr meine Familie, mir nahe stehende Menschen und Anvertraute. Morgen: Ich bitte um Kraft und Entschlossenheit und die ‘Antenne’ fĂźr Deinen Heiligen Geist, damit mein Leben Dich ehrt, den Mitmenschen dient und mir selber zur Freude und zum Heil wird.

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       $     %    &    $   " #"  $ %    & Die Reformatoren vertraten eine theologia viatorum â&#x20AC;&#x201C; eine Theologie derer, die auf dem Wege sind. Das entspricht der alttestamentlichen und jĂźdischen Ă&#x153;berzeugung, dass wir Gott nicht denken, aber erfahren kĂśnnen. Martin Buber spricht deshalb von Jahwe als â&#x20AC;&#x2DC;Wegegottâ&#x20AC;&#x2122;: ÂŤDenn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege â&#x20AC;&#x201C; Ausspruch Jahwes! Denn: Soviel der Himmel hĂśher ist als die Erde, soviel sind auch meine Wege hĂśher als eure Wege und meine Gedanken hĂśher als eure GedankenÂť (Jes 55,8+9).  '   %  (  

Im Neuen Testament erinnert uns Paulus an diese Grenzen unseres DenkvermĂśgens. 1. Korinther 13,912 gehĂśrt zur Grundeinsicht christlicher Theologie. Sie bewahrt uns vor theologischen Spekulationen. Christliche Theologie bezeugt also einen ÂŤFrieden Gottes, welcher hĂśher ist als alle VernunftÂť und ÂŤHerz und SinneÂť (Willensmitte und Gedankenwelt) bewahren kann (Phil 4,7). Wahrheit ist also kein Denksystem, sondern die Begegnung mit Gott auf dem Weg! Wie verlässlich uns Gott begegnen will, bezeugt die Bibel, die nicht in erster Linie unsere logische Neugier befriedigen, sondern unser Vertrauen in Gott stärken will! In diesem geschenkten Vertrauen erkenne ich, dass sich Wahrheit in unserer polaren Welt nur komplementär erfassen lässt: Wir dĂźrfen nicht einseitig die eine Aussage zugunsten der anderen eliminieren. Ebensowenig dĂźrfen wir sog. widersprĂźchliche Aussagen harmonisieren bzw. zu einem â&#x20AC;&#x2DC;hĂśheren Systemâ&#x20AC;&#x2122; synthetisieren. Und schliesslich dĂźrfen wir uns auch nicht dazu hinreissen lassen, das Absurde zu feiern und

uns in eine pessimistische oder gar agnostische Grundhaltung zu verlieben. Der Lebensweg wie auch der Weg der Geschichte will also in den polaren Spannungen im Vertrauen und im Frieden ausgehalten und durchgestanden werden. " ! )    )   *      Wenn wir in der Theodizeefrage â&#x20AC;&#x2DC;Wie kann ein gerechter Gott so viel BĂśses in dieser Welt zulassen?â&#x20AC;&#x2122; weiterkommen wollen, mĂźssen wir uns der polaren Realität stellen, wie sie die Bibel bezeugt: a) Der Unheil verursachende BĂśse, der Satan, steht unter Gott und ist â&#x20AC;&#x2DC;nurâ&#x20AC;&#x2122; ÂŤGottes Teufel, BĂźttel und DienerÂť (M. Luther). Gott ist Einer und teilt seine Gottheit nicht mit einem zweiten â&#x20AC;&#x2DC;Gottâ&#x20AC;&#x2122; (Monotheismus). Deshalb haben wir es auch in Leid, UnglĂźck und Not ausschliesslich mit Gott zu tun! Kein Teufel, kein Dämon und keine Macht kann mir schaden, auch wenn sie mir real und subjektiv erfahrbar â&#x20AC;&#x2DC;schadenâ&#x20AC;&#x2122; (Amos 3,6; Jes 45,7; RĂśm 8,31-39). Das bezeugen viel gesungene Glaubenslieder der Kirche, wie  â&#x20AC;&#x2DC;Ein feste Burg ist unser Gottâ&#x20AC;&#x2122; (Martin Luther, KG 32)  â&#x20AC;&#x2DC;Ist Gott fĂźr mich, so trete gleich alles wider michâ&#x20AC;&#x2122; (Paul Gerhardt, KG 656)  â&#x20AC;&#x2DC;In dir ist Freude in allem Leideâ&#x20AC;&#x2122; (KG 652, Erfurt 1598) b) Der Unheil verursachende Satan ist der Gegenspieler Gottes, der mit aller Schärfe als ÂŤMĂśrder und LĂźgner von Anfang anÂť sein Unwesen treibt. Entsprechend versteht Jesus sein Wirken als Kampf gegen ihn (Dualismus). Deshalb ist die Weltgeschichte ein unheimlicher Kampfplatz zwischen Licht und Finsternis. ÂŤWir sind im Kampfe Tag und NachtÂť (Eph 6,10-17)! Logisch ist diese Grundspannung nicht lĂśsbar. Paulus hat diese doppelte Sicht auch in der Erfahrung seines eigenen Leidens nicht aufgehoben (2 Kor.12,7-10). So wie unsere polare Welt insgesamt die ErlĂśsung braucht, so brauchen wir auch die ErlĂśsung von der Theodizeefrage. Sie

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wird erst dann gelĂśst, wenn wir endgĂźltig erlĂśst worden sind (Joh 16,2023a; OďŹ&#x20AC;b 21,3-7). +)   *        Die Bibel will uns von â&#x20AC;&#x2DC;Gottesbildernâ&#x20AC;&#x2122; befreien, die in uns im Laufe unserer BiograďŹ e gewachsen sind. Sie bezeugt ein doppeltes Wirken Gottes in der Geschichte: a) Gott wirkt in der jetzigen Welt ÂŤin jedem Spatzen, Haarausfall und KlimaÂť. Wir erfahren das als beglĂźckend und erschreckend zugleich, aber auch mannigfaltig schĂśn und widersprĂźchlich absurd in einem. Deshalb ist hier nur die Erfahrung mĂśglich, nicht aber das gläubige Vertrauen. Wer diese gegensätzlichen Lebenserfahrungen an sich heranlässt, wird eines Tages in vĂślliger VerzweiďŹ&#x201A;ung enden. Die Bibel spricht hier vom verborgenen und

Zum Text Einmal im Semester organisiert die BGS ZĂźrich ein â&#x20AC;&#x2DC;90-Minutenâ&#x20AC;&#x2122;. Dabei handelt es sich um eine grĂśssere und ĂśďŹ&#x20AC;entliche Veranstaltung in einem HĂśrsaal der ETH, am 29.4.08 zum Thema: ÂŤGott und Leid â&#x20AC;&#x201C; ein Paradox? Kann es angesichts von Leid und Katastrophen einen guten Gott geben?Âť Der Referent, Peter Henning, Pfarrer und Dozent am TDS Aarau, ging diese berĂźhmte â&#x20AC;&#x2DC;Theodizee-Frageâ&#x20AC;&#x2122; sowohl philosophisch-theologisch als auch als existenziell BetroďŹ&#x20AC;ener an, als ein Mensch, welcher selbst schon einiges an Leid im Leben erfahren hat. Fritz Imhof hat ein Manuskript von Peter Henning im vorliegenden Artikel zusammengefasst.    &


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geheimnisvollen Handeln Gottes in unserer gefallenen Welt (Jes 28,21; Ps 69; 73; 77 u.a). b) Gott wirkt fĂźr uns das Heil in Christus. HIER begegnet mir Gott eindeutig und klar als der grenzenlos liebende, barmherzige und gute Gott, der alles schuldhaft an uns Klebende wegwischt und uns neu erschaďŹ&#x20AC;t. Hier kann nun gläubiges Vertrauen, Gewissheit und Lebensmut entstehen. Diese Gewissheit erträgt auch die widersprĂźchlichen Erfahrungen.          Das Absurde wird nun â&#x20AC;&#x201C; Ăźberraschenderweise â&#x20AC;&#x201C; von Gott selbst â&#x20AC;&#x2DC;ad absurdumâ&#x20AC;&#x2122; gefĂźhrt: Er leidet selbst an der Welt und unter der Welt! Damit stehen wir Menschen auf einer hĂśheren Ebene vor einer neuen Frage: Warum lässt Gott das Leid an sich selbst zu? Mit dem Kreuzestod Jesu Christi werden die Hauptfragen des Theodizeeproblems zum Paradoxon (logisch nicht auďŹ&#x201A;Ăśsbarer Widerspruch):  Da stirbt der einzig wirklich Unschuldige der Weltgeschichte: Warum ausgerechnet ER und nicht wir?  Da soll nun der notorisch Gottlose glĂźckselig weiterleben, weil er gerechtfertigt ist durch die gnädige Vergebung seiner Schuld. Warum lässt Gott dieses â&#x20AC;&#x2DC;GlĂźckâ&#x20AC;&#x2122; zu?  Da fällt vom Leiden Gottes und vom Kreuz Christi her ein trĂśstliches Licht auf unser Leid: Gott will uns tragen! '   

PlĂśtzlich bin ich gefragt: ÂŤIch, ich und meine SĂźnden, die sich wie KĂśrnlein ďŹ nden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget, das Elend, das dich schläget, und deiner schweren Martern Heer.Âť (KG 441 u.a.) ,   *   Der Glaubende lebt in der Sehnsucht nach der endgĂźltigen ErlĂśsung, weil er im täglich angefochtenen Glauben lebt. Gerade wegen der Denk- und ExistenznĂśte entwickeln Christen mitten in dieser Theodizeeproblematik das â&#x20AC;&#x2DC;eschatologische (auf die Ewigkeit ausgerichtete) Heimwehâ&#x20AC;&#x2122;, weil es kein System gibt, die Rätsel dieser Welt und meines Lebensschicksals durch unser logisches DenkvermĂśgen zu lĂśsen. Christen haben es deswegen gut, weil sie eine adventliche HoďŹ&#x20AC;nung haben. " "      +    Die â&#x20AC;&#x2DC;Kunst des Glaubensâ&#x20AC;&#x2122; hält das Ineinander des oďŹ&#x20AC;enbaren und verborgenen Handelns des einen Gottes in der Weggemeinschaft mit IHM aus. Und dieser Glaube entfaltet ein trotziges â&#x20AC;&#x2DC;Dennochâ&#x20AC;&#x2122; (Hiob 1,21; 2,10; Ps 73,23-28; RĂśm 8,18-39). Es ist das Wirken des Heiligen Geistes (Paraklet â&#x20AC;&#x201C; Beistand), wenn uns innerlich das unerschĂźtterliche Weltregiment Gottes nicht nur gezeigt, sondern zur Gewissheit wird. So kĂśnnen wir den â&#x20AC;&#x2DC;verborgenen Gott in der Weltâ&#x20AC;&#x2122; und den â&#x20AC;&#x2DC;Vater Jesu Christiâ&#x20AC;&#x2122; zusammen glauben! Die strahlende Liebe

und ErlĂśsung Gottes wird durch die dunkle Wolkenwand unverstehbaren Leidens hindurchgeglaubt und vorausgeglaubt. So â&#x20AC;&#x201C; und nur so â&#x20AC;&#x201C; entsteht das fĂźr viele Menschen so unbegreiďŹ&#x201A;iche, unverständliche und schwärmerisch erscheinende â&#x20AC;&#x2DC;Lob Gottes aus der Tiefeâ&#x20AC;&#x2122; (Paulus, Paul Gerhardt, Dietrich BonhoeďŹ&#x20AC;er u.v.a.). Dieser Glaube ist allerdings kein Happiness-Festival. Glaube, Liebe und HoďŹ&#x20AC;nung erhalten ihre Stabilität durch Tiefgang; eine â&#x20AC;&#x2DC;Light-Versionâ&#x20AC;&#x2122; versandet erfahrungsgemäss in wenigen Jahren. DafĂźr sind wiederum die Psalmbeter, Paulus (RĂśm 5,3-5) und unzählige PersĂśnlichkeiten der Kirchengeschichte Zeugen. Adolf Schlatter spricht deshalb ganz im Sinne der paulinischen Erfahrung (1 Tim 6,12; 2 Tim 4,7) von der â&#x20AC;&#x2DC;Last des Glaubensâ&#x20AC;&#x2122;. Glaube ist also neben vielem anderen auch Ă&#x153;berwindungsarbeit und Kampf gegen die realen und geschichtlichen Erfahrungen, GefĂźhle und Stimmen des eigenen Herzens. Nur in dieser geschenkten Glaubensgewissheit gibt es die Geborgenheit bei Gott, in der die Theodizeefrage ertragen werden kann: Sie wird zwar logisch nicht gelĂśst, aber in ihrer lähmenden Mächtigkeit aufgelĂśst!

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  !   *  Am 7. Juni trafen sich Ăźber 30 Jugendliche aus 20 Bibelgruppen der Regionen AG/BE/BS/BL/FR/SO in Bern. Es waren MittelschĂźler und MittelschĂźlerinnen, welche fĂźr die Bibelgruppe ihrer Schule Verantwortung tragen oder Ăźbernehmen werden. Die Botschaft des Tages an die jungen Leute war: Come close â&#x20AC;&#x201C; go far; der doppelte Ruf Jesu in die Nachfolge.1 ÂŤKommt her zu mir, â&#x20AC;ŚÂť (Mt 11,28) und ÂŤDarum gehet hin â&#x20AC;ŚÂť (Mt 28,19). Ausatmen und einatmen gehĂśren zu einem gelingenden Leben. Ă&#x201E;hnlich verhält es sich mit der Doppelbewegung der Nachfolge von Sammlung und Sendung. Der Ruf, sich bei Jesus zu sammeln, und der Ruf zum Gesandten Gottes â&#x20AC;&#x201C; beides gehĂśrt zur Nachfolge. Der TEAMďŹ t-Morgen startet um 09:00 mit einer Begegnungszeit. Anschliessend hĂśrten die Jugendlichen ein Zeugnis von Andreas Schmid (Mitarbeiter des Bibellese-

bundes), welcher auf seine Zeit in der Mittelschule zurückblickte. In dieser Zeit wurde er im Unterricht mit Fragen konfrontiert, welche ihn in seinem persönlichen Glauben herausforderten. Es war für ihn wichtig, diese Fragen mit anderen gläubigen Jugendlichen, welche in der gleichen Situation steckten, zu besprechen, mit ihnen gemeinsam in der Bibel zu forschen und füreinander zu beten. Nach dieser Ermutigung tauschten die Anwesenden in Gruppen über Themen aus wie: Wie wird ein BGMittag gestaltet? Welche Aktionen an der Schule sind nachahmenswert? Wie kann mit dem Trägerkreis und dem VBG-Schülermitarbeiter zusammengearbeitet werden? Das Engagement der BGs an ihrem Ort steht in einem grösseren Zusammenhang. Mit einer Lob- und Anbetungszeit und dem Segen endete der Morgen. Eine Teilnehmerin verabschiedete sich mit den Worten: «Ich bin wieder neu ermutigt worden, mich für die BG voll und ganz einzusetzen.»           

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                 @  *&    %     #   & $ Unter diesem Motto lancieren die BGS ZĂźrich und Campus live am ersten Semestertag eine Infoveranstaltung mit Mittagessen. Auf der Einladung steht: ÂŤFängst du diesen Herbst dein Studium an und fragst dich, wie du dich in diesem anonymen Grossbetrieb zurechtďŹ nden wirst? MĂśchtest du gerne andere Christinnen und Christen kennen lernen und mit ihnen zusammen den Studienalltag bestreiten? Hast du dir schon einmal Ăźberlegt, was dein Glaube mit deinem Studium zu tun haben kĂśnnte?Âť Infos: www.bgs-zueri.ch ! =6 

Die Studierendengruppen von Basel, Bern, Fribourg, Luzern und St. Gallen sind an speziellen Erstsemestrigen-Tagen und in der ersten Studienwoche mit Infoständen an der Uni präsent. Es kommt

zu wertvollen Gesprächen mit Interessierten, welche zu einer BGS-Willkommensparty und weiteren BGSAnlässen eingeladen werden. So ist etwa in Bern der erste BGS-Abend im Semester bewusst auf Neue ausgerichtet: Nach einen Kurzvortrag und einer BGS-Präsentation liegt der Schwerpunkt auf der gemĂźtlichen Begegnungszeit bei KaďŹ&#x20AC;ee und Kuchen zwischen neuen Studierenden und â&#x20AC;&#x2DC;alten Hasenâ&#x20AC;&#x2122;. In Fribourg und ZĂźrich gibt es Welcome-Parties fĂźr internationale Studierende. Viele von ihnen sind dankbar fĂźr Kontakte mit Schweizern. Sie sind neugierig und oďŹ&#x20AC;en fĂźr den christlichen Glauben und zeigen Interesse daran, gemeinsam in der Bibel zu lesen.             

&  > #-,?(@$ 22.11.08, VBG-Studierendentag in Zßrich zum Thema Sexualität Ort: EMK Zßrich, Kreis 4 Zeit: ca. 10-17 Uhr Mit Anmeldung (Mittagessen), Unkostenbeitrag Programm: Referate, Podiumsdiskussion, Austauschgruppen zu Themen wie: Sexualität und unsere Gesellschaft, Bibel und Sexualität, Umgang mit Sexualität als Single und (un-) verheiratetes Paar, Pornographie etc. Mit Marc Peytrignet, Sexologe; Ruth Maria Michel, geistliche Begleiterin, VBG-Mitarbeiterin, Crew der VBGStudierendenarbeit u.a. Flyer: BGS oder www.evbg.ch/uni

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 $  C     *  "    "     1979 begannen sich Fachleute fĂźr Psychiatrie, Psychotherapie und Psychologische Beratung aus den Vereinigten Bibelgruppen (VBG) zu treďŹ&#x20AC;en, um Fragen aus dem Spannungskreis Humanwissenschaften und christlicher Glaube zu diskutieren. Verbindungslinien sollten gesucht, aber auch Unvereinbares erkannt und deklariert werden, mit dem Ziel einer theologisch diďŹ&#x20AC;erenzierten Integration von Psychologie und Glaube. Daraus ist schliesslich der Fachkreis â&#x20AC;&#x2DC;Psychologie und Glaubeâ&#x20AC;&#x2122; der VBG entstanden. Die damals noch starke ZurĂźckhaltung christlicher Kreise gegenĂźber Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie stärkte die Idee, fĂźr Hilfesuchende, aber auch fĂźr Seelsorgerinnen und Seelsorger eine Adressliste von Fachleuten herauszugeben, welche in diesem Bereich gut qualiďŹ ziert, aber auch im Glauben an Jesus Christus verwurzelt sind. Sie diente auch der Vernetzung dieser Fachleute. Seit den 90-er Jahren wird das Verzeichnis regelmässig neu aufgelegt, und die ursprĂźngliche Adressliste hat sich zu einem Verzeichnis mit vielen Zusatzinformationen fĂźr Ratsuchende entwickelt. So weist die Einleitung darauf hin, was vor und während ei-

ner Beratung/ Therapie zu beachten ist. Ein Merkblatt beschreibt Anzeichen fĂźr eine gut laufende Therapie und gibt Hinweise, was zu tun ist, wenn eine Beratung nicht hilfreich verläuft. Das Verzeichnis empďŹ ehlt ausdrĂźcklich, sich bei Problemen an die â&#x20AC;&#x2DC;Berufsethische Kommissionâ&#x20AC;&#x2122; des Fachkreises zu wenden. Ein hoher ethischer Standard ist in der therapeutischen Arbeit unabdingbar und der Fachkreisleitung ein besonderes Anliegen. So wird die fachliche Qualität der im Verzeichnis aufgefĂźhrten Fachleute durch die Kommission ĂźberprĂźft. FĂźr jede Berufsgruppe wurden Mindestanforderungen formuliert, die durch Ausbildungs- und Abschlussbestätigungen dokumentiert werden mĂźssen. FĂźr die NeuauďŹ&#x201A;age des Verzeichnisses vom Mai 2008 konnten erfreulicherweise viele gut qualiďŹ zierte Kolleginnen und Kollegen fĂźr einen Eintrag gewonnen werden.          

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     * &    !    D Das folgende Zitat stammt aus einer Lernzielsammlung der Innerschweizer Erziehungsdirektoren, die 1984 spezielle Bildungsanliegen gesammelt und schriftlich festgehalten haben. Auf meine Nachfrage vor einigen Jahren wurde betont, dass diese Ziele immer noch vertreten und angestrebt wĂźrden. ÂŤDie Schule ermĂśglicht dem Kind die religiĂśse Dimension des menschlichen Lebens zu erfahren, und steht ihm bei der Integration solcher Erfahrungen in seine Lebensgestaltung bei. Ausgerichtet auf ein christliches Menschenbild, macht sie den SchĂźler mit den Grundaussagen des christlichen Glaubens vertraut und hilft ihm, eine persĂśnliche Beziehung zu Gott aufzubauenÂť. (Leitideen fĂźr die Volksschule. IEDK 1984, S. 5) Strikte â&#x20AC;&#x2DC;Neutralitätâ&#x20AC;&#x2122; und HinfĂźhrung zu einer persĂśnlichen Gottes-

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beziehung sind auch heute noch die beiden Pole, zwischen denen sich Christen als Lehrpersonen bewegen. Wie das konkret aussehen kĂśnnte, war Inhalt eines Jahreskurses, der diesen Sommer zum fĂźnften Mal abgeschlossen wurde. Ab September 2008 starten wieder zwei Jahreskurse in Bern und in Aarau mit ähnlichem Inhalt (siehe Kasten - es hat noch Plätze frei!). Die Kernfrage des Kurses ist, was sich verändert, wenn der Unterricht vom christlichen Glauben geprägt wird.   '  Gibt es â&#x20AC;&#x2DC;christlichen Mathematikunterrichtâ&#x20AC;&#x2122;?  Grundfragen der Pädagogik vom christlichen Glauben her beleuchten  PersĂśnlich begegnen: Martin Luther, Johann Amos Comenius, Maria Montessori, Janusz Korczak, Martin Buber.  Was darf man im Unterricht?  Christliche Privatschule oder Staatsschule â&#x20AC;&#x201C; entweder oder?     " 

        



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  Die Sommermonate waren die intensivsten Gästemonate in der Casa Moscia. Ă&#x153;ber tausend Gäste besuchten uns nur im Juli und August, und wir verzeichneten mit Ăźber 8'000 Ă&#x153;bernachtungen einen Drittel des Jahresumsatzes. Der Juli war geprägt von den VBG-Camps. Dazu gehĂśrten: drei Wochen â&#x20AC;&#x2DC;Familycampâ&#x20AC;&#x2122;, zwei Wochen â&#x20AC;&#x2DC;Moscia-Campâ&#x20AC;&#x2122; (fĂźr 16-22-Jährige), zwei Wochen â&#x20AC;&#x2DC;Teenscampâ&#x20AC;&#x2122; (fĂźr 12-15-Jährige) und je eine Woche â&#x20AC;&#x2DC;Moscia im Sommerâ&#x20AC;&#x2122; (fĂźr Studierende und junge Berufstätige) und Tanzworkshop. Sonne, blauer Himmel, Berge und der tiefblaue Lago Maggiore bildeten zusammen mit der Casa Moscia die Kulisse dieser Ferienveranstaltungen. Die wunderschĂśne Umgebung

lud zum Gotteslob, zum Ausspannen und zum Geniessen ein. Ziel aller Camps war es, diesen Gott, der alles geschaďŹ&#x20AC;en hat, besser kennen zulernen und auch in anderen Lebensbereichen dazu zulernen und zu wachsen. Trotz unterschiedlichem Alter, Herkunft und Gewohnheiten ist es mĂśglich, in Moscia Frieden und Gemeinschaft zu erleben. Oft triďŹ&#x20AC;t man auf Kleingruppen, die Bibel lesen, austauschen, lachen, singen und beten. Hier ist Einheit unter Christinnen und Christen in kleinem Mass und auf Zeit bereits verwirklicht. Gott schenkt uns bereits ein StĂźckchen Himmel auf Erden!        "     

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   #         %  * Jeden Morgen wurden die Teilnehmenden â&#x20AC;&#x201C; allen voran die Kinder â&#x20AC;&#x201C; von den beiden â&#x20AC;&#x2DC;Rasa-Mäusenâ&#x20AC;&#x2122; Molly und Frederick begrĂźsst und bekamen eine biblische Geschichte und einige GedankenanstĂśsse mit auf den Weg in den neuen Tag. Nach dem Zmorge wurde in verschiedenen Gruppen gearbeitet, je nach Lust und Fähigkeiten. Die Jungs jeden Alters und ein paar starke Mädchen zogen in den Wald zum Holzen. Die Anderen sammelten Beeren und verarbeiteten sie, rĂźsteten KartoďŹ&#x20AC;eln oder waren beim Kuchenbacken, Fegen und WC-Putzen anzutreďŹ&#x20AC;en. Im Nu war eine wirkungsvolle Arbeitsgemeinschaft zusammengewachsen. Während die Kinder am späten Nachmittag in drei Altergruppen mitreissende Songs kennen lernten und Geschichten aus der Bibel hĂśrten und erlebten, hatten die Eltern eine Stunde der Ruhe, die sie fĂźrs Bibelstudium und die stille Zeit vor Gott nutzten. Am Abend, während die Kleinen schon von den Abenteu-

ern des vergangenen Tages träumten, trafen sich die Eltern nochmals zu einem vielseitigen Programm: Wir studierten die Regeln des Benedikt von Nursia oder sprachen Ăźber aktuelle Erziehungsfragen. Wir sangen vierstimmige A-Capella-Lieder oder liessen uns von einem Don CamilloFilm zum Lachen bringen. Ora et labora â&#x20AC;&#x201C; Zeit fĂźrs Beten, Zeit fĂźrs Arbeiten. Und daneben ganz viel Zeit, als Familie die erweiterte Gemeinschaft und die wunderschĂśne Umgebung von Rasa zu geniessen.   



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&   .  /     % Ein neues Gesicht in der Innerschweiz! Ab September ersetzt Nicole Keller ihre Vorgängerin Sarah Hardegger in der Schülerarbeit. Nicole Keller, geboren am 11. Februar 1982, wuchs im Zürcher Unterland auf. Nach der Matura besuchte sie den Vorkurs an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Anschliessend zog sie nach Luzern und studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst. Ihr Studium schloss sie 2007 mit dem Diplom in Gestaltung und Kunst und der Lehrbefähigung für Werken und bildnerisches Gestalten ab. Als 10-Jährige wurde Nicole von einer Freundin in die Jungschar eingeladen und lernte dort Jesus kennen. 13 Jahre lang war sie in der Jungschar aktiv und sammelte dort viele wertvolle Erfahrungen. Nicole kennt die VBG vor allem durch credo.unilu, der VBG-Gruppe von Studierenden in Luzern, wo sie sich aktiv beteiligt und die vielseitigen Inputs und die anregenden Diskussionen schätzt. Nicole Keller ist es wichtig, dass die Schüler und Schülerinnen an dem Ort, an dem sie am meisten Zeit verbringen, ihre Fragen und Probleme mit anderen Christen teilen können. Sie möchte sie unterstützen, sich zu vernetzen. Und sie will dazu motivieren, sich mit dem Glauben und seiner konkreten Umsetzung im Alltag auseinanderzusetzen und ihn weiterzugeben. Nicole wird neben ihrer Arbeit in der VBG zu 20% als Lehrerin für Gestaltung unterrichten. Ebensoviel Zeit will sie für selbständige künstlerische Arbeit einsetzen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Nicole!            

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Sarah Hardegger, Regionalleiterin Bereich Schule, verlässt uns in diesem Sommer. Wir danken Sarah vielmals fĂźr ihren Einsatz und ihre Mitarbeit in den letzten Jahren. Wir werden sie vermissen. Wir wĂźnschen ihr auf ihrem weiteren Lebensweg Gottes Segen. Nicole Keller aus Luzern wird im September ihre Nachfolge antreten. Während neun Jahren prägte Fritz Imhof als verantwortlicher Redaktor die Zeitschrift Bausteine. Seine Themenauswahl, die Aufbereitung der Themen, seine Berichterstattungen, die Art, wie er die eingegangenen Berichte redaktionell Ăźberarbeitete, und die Zusammenarbeit wurden sehr geschätzt. Wir danken ihm fĂźr seine Arbeit. Obwohl Fritz die VBG auf diesen Herbst verlässt, wird er weiterhin in der Schlussredaktion der Bausteine und des Jahresberichts mitwirken und Mitarbeitende der VBG beim Schreiben von Artikeln redaktionell unterstĂźtzen. Wir freuen uns auf diese Zusammenarbeit. Neben seiner Tätigkeit als freischaďŹ&#x20AC;ender Journalist wird Fritz beim Magazin INSIST (Magazin fĂźr integriertes Denken, ganzheitliches Glauben und werteorientiertes Handeln) die Redaktionsleitung Ăźbernehmen. Wir wĂźnschen ihm ein gutes Gelingen dieses Projekts. Ein grosses DankeschĂśn geht auch an seine Frau Ruth. Ă&#x153;ber mehrere Jahre wirkte sie bei der graďŹ schen Gestaltung der Zeitschrift Bausteine mit und unterstĂźtzte die Arbeit von Fritz. Auch ihr wĂźnschen wir viel Erfolg beim Projekt Magazin INSIST und ihnen beiden Gottes Segen auf dem weiteren Lebensweg.

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Nach 27 Jahren verlässt Hanspeter Schmutz in diesem Sommer die VBG. Er gehĂśrt zum Stamm der langjährigen Mitarbeitenden, und in den letzten Jahren prägte er die VBG entscheidend mit. Ein zentrales Anliegen von ihm ist, dass sich der gelebte christliche Glaube auf alle Lebensbereiche auswirkt. So sind die vier Lernfelder â&#x20AC;&#x2DC;Ich und Gottâ&#x20AC;&#x2122;, â&#x20AC;&#x2DC;Ich und meine Mitmenschenâ&#x20AC;&#x2122;, â&#x20AC;&#x2DC;Ich und die Gesellschaftâ&#x20AC;&#x2122; und â&#x20AC;&#x2DC;Ich und die christliche Gemeindeâ&#x20AC;&#x2122; sowie die drei Kompetenzbereiche â&#x20AC;&#x2DC;sachliche Kompetenzâ&#x20AC;&#x2122;, â&#x20AC;&#x2DC;menschliche Kompetenzâ&#x20AC;&#x2122; und â&#x20AC;&#x2DC;geistliche Kompetenzâ&#x20AC;&#x2122; vielen von uns ein BegriďŹ&#x20AC;. FĂźr die inhaltliche Arbeit sind wir ihm sehr dankbar. Er ist ein Vordenker.

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Hanspeter gehÜrt zu den Mitarbeitenden, die viele Bereiche der VBG von innen kennen. Seine ersten VBG-Jahre waren durch die Schßler- und Studierendenarbeit geprägt. Anschliessend war er viele Jahre Chefredaktor der Zeitschrift Bausteine und später ihr Herausgeber. Er leitete zusammen mit Felix Ruther mehrere Jahre die VBG und grßndete das VBG Institut und die Abendschule. Zudem fßhrte er zahlreiche Kurse in der Casa Moscia und im Campo Rasa durch.




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18. NOVEMBER 08

In ganz Europa beten am 18. November 08 junge Menschen fĂźr ihre Schulen, Klassenkameraden, Lehrer und BehĂśrden. Wir wĂźnschen uns, dass du am Prayday 08 ÂŤVollgasÂť mitmachst. FrĂźh am Morgen, Ăźber Mittag oder am Abend. Wie wärâ&#x20AC;&#x2122;s mit Gebetsspaziergang, einem Ăśentlichen Gebetsraum oder gezeichneten Gebeten? Oder habt ihr eine viel bessere Idee? Nutzt eure Kreativität und schreibt euch auf unserer Webseite ein, damit auch andere motiviert werden. Dort findet ihr Ăźbrigens auch hilfreiche Tipps und Tools.

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Bausteine | September 2008  

» Spuren Gottes im Alltag suchen und entdecken (Ruth Maria Michel) » Gott - und das Böse in dieser Welt (Peter Henning) » TEAMfit 08 - Come...

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