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G E M E I N D E BR IEF Evangelische Kirche Bozen

Chiesa Evangelica Luterana di Bolzano

Juni - Juli - August 2018


Der Gemeindebrief ist immer zugleich Kunstwerk, Kraftakt und Minenfeld. Damit nichts vergessen oder falsch abgedruckt wird, dürfen wir Sie/Euch herzlich bitten, selber mit daran zu denken, Eure/Ihre Termine und Anliegen beizeiten im Sekretariat mitzuteilen, so dass sie gut ins Heft eingespeist werden können. Verantwortlich / responsabile: Michael Jäger Korrektur /correzione : Gudrun Rathjens Gestaltung/ impostazione: Caroline v. Pflug Druck / Stampa: Hausdruckerei / in proprio Auflage / Tiratura: 1000 Stk./copie

Kirchenvorstand / Consiglio Ulrike Becker, Kuratorin / Curatrice Bozen / Bolzano, T: 348 2339968 Barbara Gödel, Lavis (TN) T: 339 5202077 Caroline v. Hohenbühel, Schatzmeisterin /Tesoriera, T: 345 0209834 Kathrin Kötz, Auer / Ora T: 0471 / 802075 Helga Lott, Bozen / Bolzano T: 0471 / 975885 Friedrich Menke, Eppan / Appiano, T: 0471 663062 Miriam Weiß, Bozen / Bolzano T: 0471 400684 Annett Weissenburger, Bozen / Bolzano T: 0471 286156 Bankverbindungen/Coordinate bancarie IBAN: IT 39Q 06045 11602 000002 100000 BIC: CRBZIT2B002

Der Redaktionsschluss des nächsten Heftes, das die Monate September bis November umfasst, ist der 30.07.2018 Bitte gebt/geben Sie uns bis dahin die Termine, Anliegen, Einladungen Eures/ Ihres Arbeitsbereiches bekannt. Herausgeber ist der Kirchenvorstand Il Notiziario viene edito dal Consiglio T: 0471 281293, www.chiesa-evangelica.it

Klein, lebendig und demokratisch Was schreibt man eigentlich in ein Editorial? Es soll eigene Meinung zum Ausdruck bringen, der Blattlinie entsprechen, eine Ansprache des Herausgebers sein… Nun ja, das Editorial eines Gemeindebriefs ist nicht genau das. Vielleicht eher eine Einstimmung auf das, was auf den nächsten Seiten folgt. Seit dem letzten Erscheinen war ja einiges los! Die Generalversammlung wurde abgehalten und es waren vier Kirchenvorstände (wieder) zu wählen: Annett Weissenburger wurde im Amt bestätigt, Christian Zarske hingegen hat es nicht mehr geschafft und so haben wir mit Kathrin Kötz, Miriam Weiss und Helga Lott drei neue Gemeindevorsteher. Schön, dass sich immer wieder Menschen finden, die trotz Arbeit, Stress und Familie Zeit und Energie finden, um sich für das All-Gemeine einzusetzen! Über den 1. Mai war ich Gast der Synode der ELKI in Rom und auch das war ein eindringliches Zeugnis davon, wie unsere kleine und überaus lebendige Kirche ihre Kraft nicht nur aus dem Glauben, sondern auch aus Motivation, Engagement, Durchhaltevermögen und dem Zusammenspiel Vieler schöpft. Wie unser von Caroline Pflug entworfenes Cover ihnen zeigt, heißt dieses Blatt also weiterhin Gemeindebrief. TRIS ist auch auf Anklang gestoßen. Aber wir sind eine demokratische Kirche, die Mehrheit entscheidet und so wünsche ich Ihnen eine gute Lektüre des Gemeindebriefs!

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Editorial / Auf ein Wort

Liebe Leserinnen und Leser, jetzt ist er zum Greifen nah, der Sommer. Und er ist lange erwartet, ja geradezu herbei gesehnt worden. Bestimmt nicht, weil man es im Frühsommer bei Temperaturen zwischen 20 und 29 Grad so schlecht aushalten kann und unbedingt eine 3 vor der zweiten Ziffer benötigt. Es ist wohl eher der andere Rhythmus, auf den man sich freut, versinnbildlicht im Urlaub. Zeit für das andere haben, das im Alltag leicht zu kurz kommen kann, noch dazu, wenn dieser sich so verdichtet, eben gerade wegen jener knapp 3 Monate des großen kollektiven Stillstands. So vieles kann einem da in den Sinn kommen. Das Buch, das zu lesen einem schon lange als lohnend erscheint und jetzt aber wirklich dran ist, auch wenn es einen beachtlichen Umfang hat. Der Besuch bei Freunden oder der Familie, die man halt doch auch irgendwie vermisst und wo man schon weiß, an welche kleinen gemeinsamen Bräuche und kostbaren Gespräche nahtlos wieder angeknüpft werden kann. Die Sehnsuchts-Landschaft, in die man erstmalig oder zum x-ten Mal einzutauchen gedenkt, um Neues zu entdecken, oder sich selbst als neu, verwandelt zu erleben. Fahren übrigens nicht deshalb so viele Deutsche jedes Jahr aufs Neue nach Italien, um zumindest auf Zeit auch ein bisschen lockerer zu werden und sich gar im gelassenen Improvisieren zu versuchen, worin ihnen „die Italiener“ – von südlicher Sonne förmlich dazu gedrängt – routinierte Lehrmeister sind? In der Fremde werden wir erleben, was es heißt, auf Gastfreundschaft und verständnisvolle Aufnahme angewiesen zu sein – und uns dies hoffentlich gut merken. Wir bekommen auch eine Ahnung, dass es unser Leben nur im beständigen Aufbruch und Neuanfang geben kann und wir „die bleibende Stadt“ weder hier noch dort haben, sondern ganz woanders erwartet werden. Stets behütetes Reisen und Verweilen unter dem Schirm des Höchsten (Ps 91,1) wünscht

Nicole Dominique Steiner

Pfarrer Michael Jäger

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Thema: Generalversammlung

Care lettrici e cari lettori,

Pfr. Jäger, alle Fäden fest in der Hand / il pastore tiene le fila di tutto

Adesso l‘estate è a portata di mano. Ed è stata attesa a lungo, anzi, proprio sospirata. Certamente non perché all‘esordio dell‘estate siano così mal sopportabili temperature comprese tra 20 e 29 gradi e occorra assolutamente mettere un 3 davanti alla seconda cifra. E‘ piuttosto del ritmo alquanto diverso, simboleggiato dalle vacanze, che ci rallegriamo. Avere tempo per altre cose, che nel quotidiano facilmente dobbiamo trascurare soprattutto quando gli impegni si accavallano tanto proprio a causa di quei tre mesi scarsi di grande pausa collettiva. Sono tante le cose che allora possono venire alla mente. Il libro che già da tempo pensiamo valga la pena di essere letto e che adesso si può davvero prendere in mano nonostante sia un volume di dimensioni ragguardevoli. La visita ad amici o ai familiari che tutto sommato ci mancano e con cui già sappiamo a quali piccole usanze comuni e a quali cari discorsi riallacciarci. Il paesaggio nostalgico nel quale intendiamo immergerci per la prima o per l‘ennesima volta al fine di scoprire qualcosa di nuovo oppure di percepire sé stessi rinnovati e trasformati. Non giungono del resto ogni anno tanti tedeschi in Italia per divenire almeno temporaneamente un po‘ più sciolti e cimentarsi perfino nell‘improvvisazione spontanea, di cui considerano gli italiani, che vi sono letteralmente indotti dal sole del sud, quali loro esperti maestri? In terra straniera proveremo che cosa significhi dipendere dall‘ospitalità e da un‘accoglienza comprensiva, e speriamo di tenerlo bene a mente. Percepiamo anche l‘intuizione che la nostra vita possa esistere soltanto nel costante mutamento e nuovo inizio, e che noi non abbiamo „la città permanente“ né qui, né là, bensì siamo attesi in tutt‘altro luogo. Un viaggio e una permanenza sempre sicuri sotto l‘ala dell‘Altissimo (Ps 91, 1) è quanto vi augura il vostro Pastore Michael Jäger

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Dieses ist ein Auszug, der gesamte Bericht ist auf der homepage zu finden und würde den Gemeindebrief zu einem dickeren Werk werden lassen

Liebe Gemeindeglieder,

das Jahr 2017 war für unsere Gemeinde ereignisreich. Sehr ereignisreich. Es hat viel Anlass zu Freude und Festen gegeben, es gab auch viele Emotionen, manches war auch einfach nur neu und ungewohnt im Hinblick auf die Veränderungen.

Personelle Veränderungen Am Juni 2017 hat Pfarrer Friedrich und seine Familie nach siebenjähriger Tätigkeit bei uns die Gemeinde verlassen, um – im wahrsten Sinne des Wortes - zu neuen Ufern an die Ostsee aufzubrechen. Wir hatten mit einer kleinen Delegation an seinem Einführungsgottesdienst in der Nikolaikirche in Flensburg teilgenommen, was ihn sehr gefreut hat. Im August stand dann der Einzug von Pfarrer Jaeger und seiner Familie in unser Pfarrhaus in Bozen an. Im Oktober haben wir dann einen festlichen Einführungsgottesdienst unter Teilnahme des Vizedekans der ELKI gehalten mit anschließendem geselligem Beisammensein. Die Sekretariatsarbeit und der Küsterdienst werden in bewährter Bravour von Frau Ferrari und Frau Inge Pichler erledigt. Frau Trombetta führt mit Engagement die Verwaltungsarbeiten für unseren evangelischen Friedhof durch.

Übersetzung: Christian Zarske

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AN DIESEM PUNKT MÖCHTE ICH MICH BEI DEN GENANNTEN, ABER AUCH BEI ALLEN ANDEREN MITARBEITERN, EHREN- UND NICHT EHRENAMTLICH, FÜR IHR ENGAGEMENT BEI DER TÄGLICHEN ARBEIT IN UNSERER GEMEINDE GANZ HERZLICH BEDANKEN.

Bau- und Erhaltungsmaßnahmen Im Jahr 2017 haben wir aufgrund des Pfarrerwechsels die Pfarrwohnung gründlich renoviert. (...) Die Arbeiten auf dem Gemeinde-Friedhof werden seit Jahren vom Landwirtschaftsbetrieb Hohenbühel erledigt. Regelmäßige Friedhofsbegehungen, zusammen mit dem Pfarrer, Vertretern des Kirchenvorstandes und Gemeindegliedern, sorgen für einen praktischen Ideenaustausch und spontane Pflegeeinsätze, für die wir dem Landwirtschaftsbetrieb Hohenbühel herzlich danken.

Die „Lange Nacht der Kirchen“ ist schon ein Fixpunkt in unserem Jahresprogramm und es wird mit großartigen Konzerten unserer Singenden Gemeinde und von Gästen gestaltet. Unsere Exkursionen 2017: Sie haben uns zu den wichtigsten Werken von Riemenschneider nach Schloss Rubein in Meran, Schloss Juval und der Kirche in Goldrein/Tiss geführt und der Kirchentag der evangelischen Kirchen Italiens in Mailand, bei dem wir auch mit einem eigenen Stand vertreten waren. Beide Ausflüge waren gut besucht und wir haben viel positive Resonanz von den Teilnehmern erhalten.

Neuigkeiten aus der ELKI Auf der ELKI-Synode im April 2017, die in Venedig stattfand, waren wir mit 5 Synodalen vertreten. Dieses Jahr fand die Synode in Rom statt.

Die Gartenanlagen rund um die Kirche werden von einigen Flüchtlingen, die auch zeitweise bei uns in der Gemeinde Unterschlupf gefunden haben, gegen ein kleines Entgelt durchgeführt. Um die Altarblumen für den Gottesdienst kümmern sich nun die Damen der Gemeinde, dabei werden wir auch mit Blumenspenden von der Gärtnerei Silbernagel unterstützt. Vielen Dank für all Ihre freiwillige Mithilfe bei dem Ausschmücken unserer Kirche.

Wir sind nach wie vor nach Rom die zweitgrößte ELKI Gemeinde und können im Vergleich zu anderen ELKI Gemeinden positive Zahlen aufweisen, was den Gemeindezuwachs betrifft. Viele ELKI Gemeinden kämpfen mit Mitgliederschwund und geringen Neuzugängen. Das macht die Altersstruktur in kleinen Gemeinden oft problematisch, insbesondere bei der Organisation der ehrenamtlichen Arbeit für die Gemeinde.

Gemeindefeste und -initiativen

Neben unserer Arbeit bei der Synode ist Bozen auch sonst in der ELKI sehr aktiv: Wolfang Prader bekleidet das Amt des Vize-Synodalpräsidenten, Caroline von Hohenbühel ist Mitglied in der Strategiekommission der ELKI und Rechnungsprüfer. Ingo Stermann ist Mitglied der Kommission zur Patientenverfügung, die eine inhaltlich sehr gelungene Handreichung hervorgebracht hat und bei der letzten Synode in Venedig vorgestellt

(...) Im Jahr 2017 haben die Festivitäten zum 500-jährigen Reformationsgedenken von Martin Luther ein Ende genommen. (..) Der Abschlussgottesdienst hat in unserer Kirche hier in Bozen stattgefunden unter Teilnahme des Ökumene-Beauftragten der katholischen Kirche und vieler Gäste.

Unsere Prädikanten Annerose Lier, Renate Müller, Walter Lorenz und Helga Taxer bereichern unser Gemeindeleben und helfen Versorgungslücken zu schließen. Frau Müller und Frau Taxer sind darüber hinaus außerordentlich engagiert bei der Begleitung der Urlauberseelsorger.

wurde. Außerdem ist er letztes Jahr in den Schlichtungsausschuss der ELKI berufen worden. Dieser kommt dann zum Einsatz, sollten Gemeinden nicht in der Lage sein, Streitigkeiten innerhalb der Gemeinde oder aber auch innerhalb der ELKI selbst zu lösen. Der Schlichtungsausschuss hat dann die Rolle eines Mediators, um eine für alle Beteiligten vertretbare Lösung zu finden. Mein Mann bekleidet das Amt des verantwortlichen Rechnungsprüfers der ELKI. Ich selbst bin Mitglied des Finanzausschusses, dem die Aufsicht über die finanziellen Fragen und das Ausgabenverhalten der Kirche in Italien obliegt.

Der Kirchenvorstand hat sich einmal pro Monat, außer im August, getroffen. Bei den Sitzungen hat sich der Kirchenvorstand insbesondere auf die Gestaltung des Gemeindelebens, die Organisation von besonderen Gemeindeaktivitäten und die damit verbundenen Verwaltungsaspekte konzentriert.

Sonstiges aus dem Vorstand

Ich möchte meinen Mitstreitern im Kirchenvorstand ganz herzlichen Dank sagen für Ihr Engagement, ihre guten Anregungen, ihre Unterstützung und ihre Geduld. Eure Geduld spielte für mich im letzten Jahr eine entscheidende Rolle, da ich aufgrund meiner beruflichen Verpflichtungen oft nicht hier sein kann und vieles über Telefon und Email geregelt werden muss. Außerdem nehmt Ihr mir Vieles ab und seid geduldig mit mir. Damit ermöglicht Ihr es mir, meine Arbeit als Kuratorin weiterzuführen. Dafür möchte ich mich bei Euch ausdrücklich bedanken. Ich freue mich sehr über unsere gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Wie auch in den Vorjahren, sind wir als Gemeinde durch einige großzügige Privatspenden von Personen aus Deutschland und Südtirol bedacht worden. Die Spender sind nicht immer unbedingt Gemeindeglieder, aber unserer Gemeinde aufgrund von persönlichen Erfahrungen freundschaftlich verbunden. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Die teilweise zweckbezogenen Spenden werden zur Finanzierung unserer Gemeindearbeit verwendet. Wie in jedem Jahr, möchte ich Sie an dieser Stelle trotzdem an die Zahlung des Gemeindebeitrags erinnern. Ihre Unterstützung unserer Gemeinde ist wichtig, insbesondere, da wir im Jahr 2017 mit stark reduzierten otto-per-mille Mitteln zu kämpfen hatten. Um diesen Rückgang abzufangen, sind die Mitgliedsbeiträge eine wichtige Säule der Finanzierung der Gemeindeaktivitäten. Wir sind auf Ihre finanzielle Hilfe und die pünktliche Zahlung der Gemeindebeiträge angewiesen, um das Gemeindeleben in seiner gewohnten Qualität und Vielfältigkeit weiter darstellen zu können.

Mit herzlichen Grüßen an alle, auch an die, die heute hier nicht sein können! Ihre und Eure Kuratorin Ulrike Becker

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Die neuen und scheidenden Kirchenvorsteher

Who is who, zur Ver(voll)ständigung Vorgegebene Satzanfänge wurden von den einzelnen Kandidaten ergänzt

Am Nachmittag danach, nach der Wahl, habe ich mich meiner Familie gewidmet und Pizza gebacken. ... Wenn ich mir selbst ein Bibelwort zu meiner neuen Aufgabe als Kirchenvorsteherin mit auf den Weg geben wollte, dann würde ich die Stelle „Vergelte niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann.“ (Römer 12,17) wählen. ... Wenn ich an die erste Sitzung denke, freue ich mich auf die Zusammenarbeit und bin wahnsinnig neugierig auf das, was mich erwartet. ... In der Gemeinde engagiere ich mich gerne für die Jugendarbeit. Ich finde es sehr wichtig, die Jugend in der Gemeinde zu halten und aktiv ins Gemeindeleben einzubeziehen. ... Wenn ich unsere Gemeinde Freunden aus Deutschland beschreiben soll, dann würde ich ihnen von den Kaffeerunden nach dem Gottesdienst berichten, bei denen Gemeindeglieder aus allen Teilen Südtirols zusammenkommen, sich austauschen und Gemeinschaft leben. ... Im Sonntagsgottesdienst suche ich – auch wenn es abgedroschen klingen mag – Spiritualität und Erbauung. ... Als Konfirmandin habe ich das Zusammensein mit Gleichgesinnten auf Rüsten oder in der Jungen Gemeinde genossen. Hier fühlte ich mich verstanden und angenommen. ...

Im Lauf der Jahre hat sich mein Glaube verändert. Ich habe einen anderen Blick auf Gott, aber auch auf die Institution Kirche bekommen. ... Nach Südtirol gekommen bin ich der Liebe wegen ... Ich hoffe, trotz Kirchenvorstand bleibt mir noch genug Zeit zum Radfahren. ... Für Gemeindeglieder gut erreichbar bin ich per Email, telefonisch oder nach dem Gottesdienst. ... Und leicht zu erkennen bin ich an meiner Vorliebe für ausgefallenen Schmuck

Am Nachmittag danach, nach der Wahl, habe ich nachgedacht.

... Wenn ich mir selbst ein Bibelwort zu meiner neuen Aufgabe als Kirchenvorsteherin mit auf den Weg geben wollte, so ist es mein Konfirmationsspruch: „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen“ (Psalm 37,5) ... Wenn ich an die erste Sitzung denke, so hoffe ich, dass unsere Arbeit in der Gruppe durch gegenseitiges Zuhören, Verständnis, sowie durch Aufrichtigkeit geprägt sein wird. ... In der Gemeinde engagiere ich mich gerne für die Arbeit mit Senioren und Frauen, für ökumenische und kulturelle Veranstaltugen und für die Mitgestaltug des Gottesdienstes. ... Wenn ich unsere Gemeinde einem Klassenkameraden aus Deutschland be-

Helga Lott Annett Weissenburger

Kathrin Kötz Miriam Weiß schreiben sollte, so würde ich einleitend bemerken, dass es eine besondere Gemeinde ist. ... Im Sonntagsgottesdienst suche ich Besinnung in der Kirche, den Orgelklang, die gesungenen Lieder und die Worte der Bibel. ... Als Konfirmandin konnte ich mir noch nicht vorstellen, welche Zuversicht man aus dem Glauben schöpfen kann. ... Im Lauf der Jahre hat sich mein Glaube verändert, hat Höhen, Tiefen und Zweifel durchgemacht, bis er sich allmählich wieder gefestigt hat. ... Nach Südtirol gekommen bin ich, weil mein Mann mir die Schönheit der Landschaft zeigte und mich auf das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen neugierig gemacht hat. ... Ich hoffe, trotz Kirchenvorstand bleibt mir noch genug Zeit für mich selbst. ... Für Gemeindeglieder gut erreichbar bin ich über meine Mail-Adresse helga.lott@gmail.com. ...

Und leicht zu erkennen bin ich an meinem ständigen Begleiter, meinem hellgrünem Fahrrad,

Den Nachmittag nach der Wahl habe ich mit meiner Familie im Garten verbracht und die Grillsaison eröffnet! ... Wenn ich mir selbst ein Bibelwort zu meiner neuen Aufgabe als Kirchenvorsteherin mit auf den Weg geben wollte, müsste ich zunächst mal in mich gehen… ... Wenn ich an die erste Sitzung denke, erwarte ich diese mit Freude und Neugier! ... In der Gemeinde engagiere ich mich gerne im Austausch mit allen für Groß und Klein. ... Wenn ich unsere Gemeinde einem Klassenkameraden aus Deutschland beschreiben soll, sag’ ich wie’s ist: ein Stück Heimatgefühl in Südtirol! ... Im Sonntagsgottesdienst suche ich/bin ich dankbar für Momente der Besinnung und Ruhe, schöne Lieder und Texte, Kraft für die neue Woche, Gedanken an Menschen, die mir besonders am Herzen liegen. ... 9


Als Konfirmandin … Eines der größten Feste mit vielen Gästen aus der Familie und dem Freundeskreis, die in dieser Konstellation nie wieder zusammengekommen sind. Heute noch erinnern wir uns gerne daran. ... Im Lauf der Jahre hat sich mein Glaube gefestigt, vor allem durch Sunday service & school sowie bible church in den USA und der Begegnung mit einem ganz besonderen Menschen. ... Nach Südtirol gekommen bin ich vor knapp 10 Jahren, um im Rahmen meiner Tätigkeit an der Eurac Research zum Erhalt Südtirols schöner Berglandschaft beizutragen. Dankbar bin ich, dass unser Kind hier aufwachsen kann. ... Ich hoffe, trotz Kirchenvorstand – und neben meiner regulären Arbeit – bleibt mir noch genug Zeit fürs ganz Alltägliche, für die Familie, Sport, Nähen, Backen (auch für die Gemeinde)… ... Für Gemeindeglieder gut erreichbar bin ich bei den Krabbeltreffs und MiniGottesdiensten oder gerade in der Anfangszeit über Pfarrer Jäger. ... Und leicht zu erkennen bin ich, wenn ich mit unserem kleinen Lockenkopf Simon auf dem Rad daher gefahren komme…

Am Nachmittag danach, nach der Wahl, habe ich mit einem liebgewonnenen Gemeindemitglied und meiner Familie einen schönen Nachmittag im Garten verbracht. ... Wenn ich mir selbst ein Bibelwort zu meiner neuen Aufgabe als Kirchenvorsteherin mit auf den Weg geben wollte: Philipper 2.3 Handelt nicht aus Selbstsucht oderEitelkeit! Keiner soll sich über

den anderen erheben, sondern ihn mehr achten als sich selbst. Verfolgt nicht eure eigenen Interessen, sondern seht auf das, was den anderen nützt. ... Wenn ich an die erste Sitzung denke, freue ich mich auf gute und engagierte Zusammenarbeit und bin zuversichtlich. ... In der Gemeinde engagiere ich mich gerne, weil ich das Miteinander wertvoll finde. ... Wenn ich unsere Gemeinde einem Bekannten aus Deutschland beschreiben soll: Kirche in der Diaspora ist anders: Ein kleiner Heimathafen mit Menschen, die füreinander da sind. ... Im Sonntagsgottesdienst suche ich Einkehr. ... Als Konfirmandin war ich auf der Suche. Antwort bot mir damals der Gang ins Theater mehr als die Kirche. ... Im Lauf der Jahre hat sich mein Glaube vertieft und trotzdem bleibt Platz für Fragen und Zweifel. ... Nach Südtirol gekommen bin ich nicht der Liebe wegen aber mit meiner geliebten Familie, die hier sogar noch größer wurde. ... Ich hoffe, trotz Kirchenvorstand bleibt mir noch genug Zeit zum Lesen. ... Für Gemeindeglieder gut erreichbar bin ich nach dem Gottesdienstbesuch oder telefonisch. ... Und leicht zu erkennen bin ich ...zu dieser Frage fällt mir nichts ein. Aber fragen sie einfach nach mir ;)

Verabschiedung von drei Kirchenvorstehern Man kann das vermutlich nicht annähernd erfassen, was diese Drei alles im Laufe der Jahre für unsere Gemeinde getan haben. Jetzt hat das noch lange kein Ende, aber es enden zum Teil sehr viele Jahre der Mitarbeit im Kirchenvorstand. Ingo Stermann hatte als Vizekurator die Aufgabe, die Grußworte zu meiner Einführung zu moderieren und er fand dafür Bilder und Verbindendes, das nicht nur die Gäste in heitere Stimmung versetzte, sondern auch uns, meiner Frau und mir das Gefühl gab, in unserer wirklich besonderen Umbruchsituation mit all den Chancen und Herausforderungen verstanden zu werden.

CHRIS HOFER, CHRISTIAN ZARSKE

und INGO gehören dem neu gewählten Kirchenvorstand nicht mehr an. Ich bedaure das sehr, auch wenn ich mich genau so auf die neu gewählten Kirchenvorsteher freue und diesen auch so einiges zutraue. So lange ist meine Zeit mit diesen Dreien ja gar nicht, aber ich könnte trotzdem viele Geschichten über die Drei erzählen und wo ich mich einfach nur über sie gefreut habe. STERMANN

Es war ein randvoller Tag. Erst der ökumenische und vom Rundfunk übertragene Gottesdienst in der Christuskirche, danach kurz Kirchenkaffee, dann der Schneetag der Gemeinde in Reinswald und schließlich sollte ich um 16.30 Uhr im Dom von Trient sein zur Feier eines Gottesdienstes zur Einheit der Christen, Beginn 17 Uhr. Christian Zarske wollte auch gerne hin und mich mitnehmen. Da der Bus-Shuttle von Reinswald zum Parkplatz eine gute Stunde auf sich warten ließ, musste ich nun meinerseits Christian Zarske warten lassen. Um 16.30 Uhr fuhren wir erst los – und ich war um 17.05 Uhr im Dom von Trient, wo ich bereits erwartet wurde. Christian hat geholfen, wie so oft und auf seine ganz eigene Weise.

Bei Chris Hofer, und das sind jetzt wirklich nur kleine Beispiele, war es eine Andacht auf der Kirchenvorstandsklausur in Nals, wo Chris eine mit der Aufschrift „Wir in der Gemeinde“ selbst gestaltete Kerze in die Mitte stellte und uns einlud, diese mit kleinen, bunten Wachskügelchen zu gestalten. Ein Bild für unseren je spezifischen Beitrag zum großen Ganzen der Gemeinde. Herrlich, nicht nur die Wachskügelchen, auch diese Andacht blieb haften.

Ich danke Euch Dreien herzlich und stellvertretend für viele andere, denen Euer Wirken und Denken zugute kam. Michael Jäger 11


Synode

Die Synode 2018: Wie geht es weiter? Nicole Dominique Steiner „Quo vadis - 501 – Was wir wollen“, so lautete das Motto der 3. Sitzung der XXII Synode, die vom 28. April bis 1. Mai in Rom tagte. Während es 2017 um einen Blick zurück, auf 500 Jahre Reformation und um das angemessene Feiern dieses so wichtigen Jubiläums ging, waren die Synodalen 2018 zu einem Blick nach vorne aufgerufen. 500 und 1. Wie geht es weiter? Es warten viele Herausforderungen auf die ELKI, schwankende OPM-Beiträge, umfassende gesellschaftliche Veränderungen, politische Probleme, die Tragik der großen Völkerwanderung, deren Zeugen wir alle und mittlerweile schon seit mehreren Jahren sind, Nachwuchsprobleme und abnehmende Mitgliederzahlen. Die Synodalen aus den 15 ELKI-Gemeinden und das Konsistorium haben sich vier Tage lang um Weichenstellung, aber auch um ordnungsgemäße Verwaltung bemüht und sie waren zur Wahl von Dekan und Vizedekan aufgerufen. Heiner Bludau, Pfarrer in Turin, wurde für eine zweite Amtszeit als Dekan bestätigt. Franziska Müller, die mit ihrem Mann, Friedemann Glaser die Gemeinde Florenz betreut, ist die neue Vizedekanin der ELKI . Die beiden Gottesdienste, mit denen die Synode eröffnet bzw. beendet wurde, waren besondere Highlights der Synode. Am 28. April wurde der ehemalige Franziskaner Georg Reider, der seit sieben Jahren Mitglied der Gemeinde Bozen ist, zum Pastor im Ehrenamt ordiniert. Während des Abschlussgottesdienstes am 1. Mai wurden Vizedekanin Franziska Müller verpflichtet und der Pfarrer von

Torre Annunziata, Paolo Poggioli sowie der Direktor des Melanchthon Zentrums in Rom, Tobias Küenzlen verabschiedet. Das Kirchenparlament der ELKI debattierte in gewohnter Manier: Berichte wurden verlesen und diskutiert, Beschlussanträge zugelassen oder abgelehnt, um Entscheidungen gerungen, das Konsistorium entlastet und der Haushaltsvorschlag 2018 genehmigt. Die Themen waren so vielfältig wie die Tätigkeiten der ELKI. Konkrete Anliegen in den Gemeinden, Vorschläge zur besseren Organisation der Arbeit in den Gemeinden. Die Hilfsprojekte der ELKI für Immigranten und die Opfer des Dublin III Abkommens, die Formulare der Patientenverfügung, Kultur, religiöse, ethische und soziale Belange, Krankenhäuser, die Entscheidung über die Zukunft der Schule in Santa Maria La Bruna und die Weiterführung des Gemeindeaufbauprojekts in Bari, die Beteiligung an den Krankenhäusern Neapel und Genua, die Einrichtung von Kommissionen, die Anpassung der Pfarrgehälter, Überlegungen zur besseren Präsentation der ELKI in der Öffentlichkeit, auch hinsichtlich der AchtPromille-Beiträge u. v. a. m. Profil, Prioritäten, Mittelbeschaffung, Internet- und Öffentlichkeitsarbeit waren die zukunftsweisenden Themen der vier Workshops, die am zweiten Tag der XXII Synode der Evangelisch Lutherischen Kirche in Italien die Arbeiten der Synodalen und des Konsistoriums maßgeblich bestimmt haben. Jede Gruppe hatte den Auftrag, im Anschluss ihre Ergebnisse in wenigen Zeilen

zusammenzufassen und in wenigen Minuten dem Plenum vorzustellen. Wie jedes Jahr hatte die ELKI zahlreiche Gäste aus Italien, Deutschland und anderen europäischen Ländern geladen und ihnen Gelegenheit zu Grußworten bzw. zu Stellungnahmen gegeben. Besonders eindrucksvoll war die Stellungnahme des Leiters des ungarischen Landeskirchenamtes, Györgie Krámer, der Zeugnis von einer tiefen und dramatischen (politischen) Spaltung seines Landes gab, die quer durch Gesellschaft und auch Kirche verlaufe. RA Daniela Barbuscia, die Diakonie-Beauftragte der ELKI beschrieb in eindrucksvoller Weise das Hilfsprojekt zugunsten von Opfern des Dublin III Abkommens, das die ELKI zusammen mit der FCEI trägt. Der Direktor des Melanchthon-Zentrums Tobias Küenzlen bezeichnete die Elki als unverwechselbaren Verein. Bunt, italienisch – deutsch gemischt und äußerst lebendig.

Gemeindefest Talente – die Gemeinde lebt gut davon, und das schon seit 120 Jahren. So lange gibt es uns schon in Bozen, und ein ordentliches Dach über den Kopf, die Christuskirche, haben wir seit 110 Jahren. Ein Grund mehr, wieder ein Gemeindefest im Sommer zu feiern, das es ohnehin gäbe … Es ist einfach schön, vor dem Sommer, sich des Mitseins Gottes und einer tragenden Gemeinschaft zu vergewissern. Um Talente geht es also in dem Familiengottesdienst, den wir dazu am

10.6. um 10 Uhr in der Christuskirche feiern. Talente haben natürlich auch die neuen Konfirmanden, die sich in diesem Gottesdienst der Gemeinde vorstellen. Und welche Talente sonst noch zu erkennen sein werden - seien Sie gespannt. Anschließend versammeln wir uns um Grillgut, Kaffee und Kuchen im Kirchgarten und haben vor allem Zeit für Begegnungen und Gespräche. Herzlich willkommen – und, sollten Sie ein Talent für Salate und andere Leckereien fürs Buffet haben, würden wir nicht nein sagen. MJ

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Juli 2018

Juni 2018 Datum

Uhrzeit

Ort

Veranstaltung

28.5. - 1.6.

6.55

Radiosendung Südtirol

„Auf ein Wort“ mit Pfr. Jäger

So. 3

10 00

Ev. Christuskirche

GD mit Pfr. Jäger

Di. 5

15.30

Ev. Christuskirche

Mini-Gottesdienst

Do. 7

20 00

Veranda Pfarrhaus Bozen

ökumenische Bibelgespräche

Fr. 8

19 00

Veranda Pfarrhaus / Kirche KV-Sitzung / Singende Gemeinde

So. 10

10 00

Ev. Christuskirche

GD mit Pfr. Jäger anschließend Sommerfest - Jubiläumsfeier i

Di. 12

19 00

Centro Ecumenico Trient

GD mit Pfr. Jäger

Mi. 14

1800 -1900

Gemeindesaal

Bunter Aperitif

So. 17

10 00

Ev. Christuskirche Bozen

GD mit Pfr. Jäger

Erhardskirche Brixen

GD mit Pfr. Jäger

17

00

So. 24

10 00

Ev. Christuskirche

GD mit Pfr. Jäger

Di. 26

15.30

Ev. Christuskirche

Krabbeltreff

i

Datum

Uhrzeit

So. 22

10 00

Uhrzeit 00

Ort

Veranstaltung

Ev. Christuskirche

GD mit Pfr. Jäger

Veranda Pfarrhaus

KV Sitzung

10

Di. 3

19 00

Sa. 7

18

00

Ursulinenkirche Bruneck

GD mit Pfr. Bröckelmann

i

So. 8

10 00

Ev. Christuskirche Bozen

GD mit Pfr. Reider

i

Erhardskirche Brixen

GD mit Pfr. Bröckelmann

18 00-21 00 Gemeindesaal

Bunter Aperitif

Sa. 14

18 00

Ursulinenkirche Bruneck

GD mit Pfr. Bröckelmann

So. 15

10 00

Ev. Christuskirche Bozen

GD mit Pfr. Reider

Erhardskirche Brixen

GD mit Pfr. Bröckelmann

Ursulinenkirche Bruneck

GD mit Pfr. Bröckelmann

Sa. 21

18 00

Ev. Christuskirche Bozen

GD mit Pfr. Jäger

Erhardskirche Brixen

Gd mit Pfr. Bröckelmann

6.55

Radiosendung Südtirol

„Auf ein Wort“ mit Pfr. Jäger

Sa. 28

18 00

Ursulinenkirche Bruneck

GD mit Pfr. Heinemann

So. 29

10 00

Ev. Christuskirche Bozen

GD mit nn

Erhardskirche Brixen

GD mit Pfr. Heinemann

Ev. Christuskirche

Klavierkonzert E. Delgado

20 00

i

i

August 2018

So. 1

Mi. 11

Veranstaltung

23.-28.7.

Datum

Uhrzeit

Ort

Veranstaltung

Sa. 4

18 00

Ursulinenkirche Bruneck

GD mit Pfr. Heinemann

10

00

So. 5

Ev. Christuskirche Bozen

GD mit Pfr. Jäger, anschließend Wanderung ins Sarntal i

Erhardskirche Brixen

GD mit Pfr. Heinemann

Sa. 11

18

00

Ursulinenkirche Bruneck

GD mit Pfr. Heinemann

So. 12

10 00

Ev. Christuskirche Bozen

GD mit Pfr. Jäger

Erhardskirche Brixen

GD mit Pfr. Heinemann

Juli 2018 Datum

Ort

Kalender

Sa. 18

18 00

Ursulinenkirche Bruneck

GD mit Pfr. George Plaschke

So. 19

10

00

Ev. Christuskirche Bozen

GD mit Pfr. Reider

Erhardskirche Brixen

GD mit Pfr. George Plaschke

18

00

Ursulinenkirche Bruneck

GD mit Pfr. George Plaschke

Ütia di Pütia

Beginn Konfirmandenzeit

10

00

Ev. Christuskirche Bozen

GD mit nn

Erhardskirche Brixen

GD mit Pfr. George Plaschke

Ütia di Pütia

Beginn Hüttenfreizeit

Sa. 25 So. 26

Do. 30

15

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Jugend in der Kirche / Ausflüge

Ütia de Pütia... GEMEINDEFREIZEIT am

So wie in den letzten Jahren werden erst die neuen Konfirmanden die Hütte in Beschlag nehmen, bevor wir im Anschluss als Gemeinde die Reste aufessen, bzw. ganz anders: gemeinsam kochen, essen, feiern, wandern, spielen, reden, uns unter Gottes Wort versammeln usw.

Mein Name ist Sophie Hölzl, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Mühldorf am Inn in Bayern. In meiner Freizeit verbringe ich sonnige Stunden gerne mit Freunden beim Wandern in den nahegelegenen Bergen oder am Chiemsee. Seit ich 13 Jahre alt bin

(F)losgelöst auf 2000 m

Allein der Name Pnatschalm klingt nach einer Menge Spaß...

Drei Monate Sommer-Koma, so wurde mir die Zeit von Mitte Juni bis Anfang September beschrieben, die Schulferienzeit also. Niemand mehr da, nichts geht mehr, alle sind am Meer ... Alle? Nein, und die können gerne bei halbwegs schönem Wetter am Sonntag, 5.8. nach dem Gottesdienst und einer kurzen Stärkung im Gemeindehaus zu einer kinderfreundlichen Bergtour aufbrechen. Wir fahren mit den Autos nach Reinswald und von dort mit der Kabinenbahn in die Höhe, auf ca. 2100 Meter. Von dort gehen wir Richtung Pfnatschalm, wo sich die Kinder bei Wasserspielen vergnügen können und wir alle auf einer großen Wiese ein Picknick machen. Die einen können dann über die Sunnolm ins Tal ab-wandern, die anderen mit der Kabinenbahn „abfahren“. Bitte alles selbst mitbringen, was dafür gebraucht wird und nach Möglichkeit im Pfarramt Bescheid geben, wer mitkommen möchte. Die Pfarrfamilie ist in jedem Fall dabei, vielleicht auch schon die neue Praktikantin.

Was die Konfirmanden erwartet Sie treffen sich einen Samstag im Monat, um 11 Uhr besprechen sie sich mit den Teamern, gehen dann gemeinsam einkaufen und kochen und haben unter anderem folgendes vor:

neue Bekanntschaften machen

und Erfahrungen sammeln.

Bis dahin wünsche ich allen eine angenehme Zeit und freue mich schon auf ein Kennenlernen! e he Grüß HerzlicSophie

Die ‘Ütia de Pütia’, ein einfaches aber gut ausgestattetes Selbstversorgerhaus, steht inmitten der herrlichen Landschaft am Fuße des 800 m über dem Würzjoch aufragenden Peitler Kofels. Jeder ist herzlich willkommen! Interesse bitte bald bekunden und dann bis spätestens 10.8. verbindlich anmelden.

ß

engagiere ich mich im Dekanat Traunstein als Konfirmandenbetreuerin, Mitarbeiterin oder Hauptleitung auf Kinder- und

Jugendfreizeiten und als Jugendleiterin bei vielen weiteren Aktionen. Dabei ist mir vor allem Offenheit, Spontanität, gute Laune und Abwechslung wichtig. Von August bis April darf ich meine Ideen im Rahmen eines Praktikums auch in der Gemeinde Bozen einbringen und hoffentlich zahlreiche

30.8. bis 2.9.

Gottesdienst und Anmeldung der neuen Konfirmanden am 15. April. Zu Ehren von Martin Luther King. Es wurden Wunschzettel an die Kanzel geklebt.

12.5. Kennenlernen, Ordner gestalten (Liederbuch, GD/Konfibuch) 10.6. 10 Gebote – kennen und gestalten 25.8.-28.8. Wochenende: Hüttenfreizeit am Würzjoch (Abendmahl + Gottesdienst) 13.10. Exkursion: Zentrum Tau, Friedensweg Kaltern

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Da war ich schon:

Kinder

Die Puppe im Auge behalten! Hätten Sie am letzten April Wochenende in unseren Gemeindesaal geschaut, hätten Sie vielleicht große Augen gemacht. Es sah aus wie bei Hempels unterm Sofa. Ein buntes Durcheinander von Puppen, Tüchern und Schuhen. Zwei Tage Puppenspiel mit Olaf Müller aus Deutschland. Er ist Puppenspieler und Theaterpädagoge und war eingeladen, um uns Mitarbeiterinnen der Kinderkirche und Teamern aus der Jugendkirche in die Kunst des Puppenspiels einzuführen. Wir hatten uns dies als Fortbildung gewünscht und es war ein voller Erfolg. Unsere Kinder, die sich eigentlich derweil im Garten vergnügen sollten, waren nicht zu bremsen eigene kleine Vorstellungen unter der

Die Freude war groß, als die Glocken dann auch kräftig geläutet werden durften.

Brixen bringts! Am 14. April machten sich einige Kinder aus unserer Gemeinde auf den Weg nach Brixen zum Keramikstudio Tonröschen.

Da will ich hin: Mini-Gottesdienst 5.6., um 15.30 Uhr

Krabbel-Gruppe

19.6., um 15.30 Uhr

Bei sommerlichen Temperaturen in Brixen angekommen, gingen alle gemeinsam zur Erhardskirche. Pfarrer Jäger hatte ein kleines Rätsel für die Kinder. Danach ging es zum Keramikstudio. Angelika, die Leiterin von Tonröschen, zeigte uns die verschiedensten Techniken zum Bemalen und Bedrucken der Keramikrohlinge. Die Kinder machten sich sogleich ans Aussuchen ihres Rohlings. Müslischalen, Teller, Drachen und Spardosen wurden liebevoll bearbeitet. Mitnehmen konnten wir die Sachen noch nicht. Sie mussten noch getrocknet und gebrannt werden. Erst danach ist das Werk fertig zum Gebrauch. Inzwischen haben die Sachen ihren Platz zu Hause gefunden und erfreuen uns.

Pergola vorzubereiten. Mit vielen kleinen Übungen und anschließendem feedback aus der Gruppe haben wir in diesen Tagen eine Menge gelernt. Wie komplex das gefühlvolle Spielen und der Aufbau einer kleinen Geschichte sein kann, haben wir schnell gemerkt. Die Puppe im Auge behalten, das Publikum nicht ganz vergessen und dann noch den kleinen Faden der Geschichte behalten, ist nicht so leicht. Da plappert die Figur und man vergisst den Mund zu bewegen, die Puppe sackt zusammen und starrt an die Decke, statt ins Publikum... Ist nicht schlimm, war die Devise und weiter spielen. Wir freuen uns nun schon die erworbenen Fähigkeiten einbringen zu können.


Termine / Urlaubsseelsorge Mein Name ist HELWIG BRÖCKELMANN, Pfarrer der evgl. Kirche von Westfalen und vor meiner Pensionierung Gemeindepfarrer in Bochum.

DIE RECHTSANWÄLTIN DANIELA BARBUSCIA

ist in der ELKI die Verantwortliche für Diakonie. In dieser Funktion wird sie uns Anfang Juni einen Besuch abstatten und auch den Gottesdienst am 3.6. mitgestalten. Wir werden diesen Gottesdienst der Diakonie widmen und laden herzlich dazu ein.

Diakonie Sonntag, 3.6.

Sehr regelmäßig besucht unser Gemeindeglied GEORG REIDER nun schon unsere Gottesdienste. Mit seiner Berufung zum Pfarrer im Ehrenamt, kann ihm nun auch im Vertretungsfall ein neuer Platz in unserer Christuskirche zukommen. Ein erstes Kennenlernen mit Pfarrer Reider kann es am 1.7. geben, wenn er gemeinsam mit mir den Gottesdienst gestaltet. Im Anschluss wollen wir als seine Heimatgemeinde auf seine Ordination Ende April in Rom anstoßen, nicht nur mit Filterkaffee ;)

Ich bin beauftragt für einen dreiwöchigen Dienst als Urlauberseelsorger in Südtirol, den ich seit nunmehr 30 Jahren in unterschiedlichen Orten von Sexten bis Schlanders wahrnehmen konnte. Die Reihe der Gottesdienste beginnt am

Samstag, dem 7.7. um 18 Uhr in der Ursulinenkirche in Bruneck und am Sonntag, 8.7. um 10 Uhr in der Erhardskirche in Brixen. Meine Frau und ich freuen uns wieder auf die freundliche Aufnahme durch die Nonnen der Ursulinenkirche, die Gemeindeglieder in Bruneck und Brixen, die den Seelsorgedienst immer hilfreich und engagiert begleiten, auf die Besucher der Ortsgemeinde und die Gäste, auf lebendige Gottesdienste, interessante Gespräche und auf die eine oder anderen gemeinsamen Wanderungen. Herzliche Einladung dazu.

In der Evangelischen Kirche in Italien gibt es eine Menge Urlauberseelsorge und eine aktualisierte Internetseite, auf der das alles bequem nachzulesen ist: https://www.chiesaluterana.it/de/ urlaubsseelsorge/ Herzliche Einladung zum Besuch und vor allem der Veranstaltungen an Einheimische, Zugezogene und Urlauber.

Liebe Gemeindeglieder, von der EKD bin ich mit der Urlaubsseelsorge in Ihrer Gemeinde vom

MANFRED

PFÜTZENREUTER BORDGEISTLICHER Unser Bordgeistlicher dieser Reise ist Pastor Manfred Pfützenreuter, der am 6. August 1949 in Bremen geboren ist. Eine Begeisterung für den Lehrerberuf in seiner Kinderzeit sollte sich plötzlich legen, als er dann mit 16 Jahren die Berufung empfing, sich in den Dienst der Frohen Botschaft von Christus stellen zu lassen. Nach seinem Abitur studierte er Theologie in Bethel und Hamburg, wo er 1975 sein Staatsexamen unter Professor Helmut Thielicke ablegte. Er war dann 36 Jahre in seiner Gemeinde in Bremen tätig und während seines Urlaubes jeweils für einen Monat als Urlaubsseelsorger in Südtirol unterwegs. Seit 1981 – damals noch auf der Europa IV – hat er dann zusätzlich mit Freude regelmäßig Einsätze als Bordgeistlicher auf der MS EUROPA ausgeübt, nachdem der damalige Kapitän Werner Boels in einem Grußwort die Gemeinde ermutigte, ihren Geistlichen immer wieder einmal für eine Seereise freizustellen.

27.7. bis 13.8.18 beauftragt. Ich freue mich darauf, mal wieder in Ihrer Gemeinde sein zu dürfen wie vor sechs Jahren schon einmal. Bei Bonn am Rhein bin ich zu Hause. Lange Zeit war ich Pfarrer in Köln-Pesch und Plaidt. Jetzt in meinem Ruhestand nutze ich gerne die Gelegenheit, viele Gemeinden kennenzulernen. So bin ich öfter in unserer Landeskirche als Gemeindeberater unterwegs. In den verschiedenen Posaunenchören, in denen ich mitspiele, und bei Gottesdienstvertretungen in meiner Nachbarschaft erlebe ich Gemeinden in ihrer Lebendigkeit und Unterschiedlichkeit. Auch reizt es mich jedes Mal aufs Neue Gemeinden in der Urlaubsseelsorge zu begleiten. Für mich ist es eine tolle Erfahrung zu erleben, wie christlicher Glaube uns verbindet, selbst wenn wir uns noch wenig kennen. Ich freue mich auf unsere Begegnung.

Pastor Pfützenreuter ist nun inzwischen - so Gott es will - zum 42. Mal als Urlaubsseelsorger hier in Südtirol unterwegs und freut sich auf die bevorstehenden Gottesdienste und Möglichkeiten der Begegnung.

Es grüßt Sie herzlich Reinhold Heinemann

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Pfarrer im Ehrenamt Georg Reider wurde in Rom zum Pfarrer im Ehrenamt der ELKI berufen. Was das für ihn bedeutet erklärt er uns in einem Interview. REIDER:

Aus der gegenwärtigen Perspektive sehe ich es als großes Geschenk. Es hat eine lange Zeit des Wartens gegeben, in der ich schon dachte, dass das gar nichts mehr wird. Was mich auch sehr freut ist das Eingeordnet-Sein in eine Berufungsgemeinschaft, die mehr ist als eine Berufsgemeinschaft. Ich hatte ja mit dem Ausstieg aus dem Kloster plötzlich keine Mitbrüder mehr. Mit den Pfarrern Marcus Friedrich, Martin Krautwurst und dir gab und gibt es eine besondere Gemeinschaft, die jetzt eben in der Ordination bestätigt wird. Natürlich sind wir alle Schwestern und Brüder, aber diese Gemeinschaft ist schon etwas Besonderes. J: Der Ökumene-Beauftragte der katholischen Kirche, Don Mario Gretter, kam ebenfalls nach Rom kommen, um im Auftrag von Bischof Ivo Muser an deiner Einführung teilzunehmen und ein Grußwort zu sprechen. Hat dich das überrascht? R: Ja, irgendwo schon und ich glaube, das ist wirklich ein großer Schritt in Richtung Ökumene und auch Solidarität mir gegenüber, der ich 27 Jahre der katholischen Kirche als Priester gedient habe. Für diesen Vertrauensvorschuss bin ich der katholischen Ortskirche sehr dankbar. Mein Weg wird dadurch nicht mehr nur vom Weggang aus Orden und Katholischen gesehen, sondern als etwas Neues, dem gegenüber die Katholische Kirche durch diese Geste eine implizite Solidarität ausdrückt; das ist ein großes Zeichen, das ich und sicher sehr viele andere wertsachätzen.

J: Pfarrer im Ehrenamt heißt ja, dass du auf Anfrage und in Abstimmung mit den Verantwortlichen der Ortsgemeinden Gottesdienste halten und Sakramente verwalten kannst, aber keinen Lohn dafür bekommst. Was ist dein Brotberuf? R: Ich arbeite nach wie vor im Zentrum Tau und kann davon leben. Das Zentrum Tau ist eine Bildungseinrichtung, die sich zum Ziel gesetzt hat, Begleitung, Aus- und Weiterbildungen in der Überschneidung Spiritualität und Psychologie zu entwickeln und anzubieten. J: Dein Lebensund Glaubensweg war bis vor 7 Jahren eng mit der katholischen Kirche verbunden, in Lehre wie Leben. Das kann man ja nicht so einfach abschütteln. Soll, oder muss man vielleicht auch gar nicht. Was ist an dir katholisch? R: Ich denke, die christliche Ausrichtung, die Verbindung mit der Botschaft des Evangeliums ist etwas sehr Franziskanisches und Lutherisches. Vieles von dem, was vermeintlich Katholisches und Evangelisches unterscheidet, betrifft nicht die Lehre, sondern die Kirchendisziplin, etwa den Zölibat. Die Tatsache, dass wir das gleiche Glaubensbekenntnis beten, verbindet uns im Wesen. Das, was uns eint, ist viel größer als das, was uns unterscheidet und für das Einende will ich weiterhin arbeiten.

geschieht, dann tut das oft weh, aber diese Lebensereignisse sind im Evangelium auch verankert und wir werden ermutigt zu gehen und gehen zu lassen, etwa in den Nachfolgegeschichten.

Die alte Verbundenheit zu der katholischen Kirche und ihren Menschen, die Wertschätzung. Es ist die Familie, in der ich groß geworden bin. Es bleibt die Verbundenheit, es bleibt die HerkunftsFamilie, auch wenn ich ausgezogen bin, das Dorf sozusagen verlassen habe.

J: In Bayern gibt es den Spruch, jemanden katholisch zu machen, also auf die Linie der ortsüblichen Ansichten zu bringen. Hat unsere Gemeinde dich in den letzten 7 Jahren evangelisch gemacht? R: Ja, ich glaube, dass ich in der Evangelischen Gemeinde von Bozen vieles lernen durfte; eben auch eine andere Weise, Gottesdienste zu feiern und zu verkündigen. Vor allem auch der Kontakt zu den Pfarrern, Marcus und dir, hat mir ein neues Seelsorgebild erschlossen. Die Musik und die Liedtexte haben mich sehr bewegt, etwa die Lieder von Paul Gerhard. Der Glaube wird nicht zuletzt durch das Singen innerlich angeeignet.

J: In der deutschen Bischofskonferenz wird eifrig über die gemeinsame Teilnahme an der Eucharistiefeier konfessionsverbindender Ehepaare diskutiert. Was denkst du so darüber? R: Ich verfolge die Diskussion nicht, wäre aber schon dafür, dass das geschehen soll. Im Sinne von Papst Franziskus, der sagt, dass uns ja nicht die Zugehörigkeit zu einer Kirche eucharistie-/abendmahlsfähig macht, sondern die Taufe. J: Wenn du zum ersten Mal als Pfarrer im Ehrenamt auf der Kanzel einer evangelischen Kirche stehst, was könnten wir da zu Hören bekommen? R: Mah, ich lasse mich vom jeweiligen Evangelium und der Gemeinde, die vor mir steht, inspirieren. So wie ich das bislang auch getan habe. Was man ev. als meinen Stil bezeichnen könnte, ist der Versuch, die menschliche Erfahrung vom Evangelium her zu deuten.

J: Und wie kann ich mir zum Schluss jetzt Georg Reider privat vorstellen, also jenseits von Tau und Talar? R: Ich bin ein Mensch, der gerne beim Menschen ist und mit Menschen arbeitet. Aber ich brauche dann auch immer wieder die Zeit für mich, für Studium, Meditation und Nachdenken. Und ich suche die Regeneration in der Natur. Ich halte mich gerne in der Natur auf, nehme wahr, was sie mir sagt, bei Spaziergängen und beim Hinsetzen auf eine Bank. Natürlich freue ich mich auch, wenn meine Partnerin da ist und wenn ich ab und an zu ihr fahren kann. Das ist schon auch eine Abwechslung, auch wenn es ordentlich weit ist. Ganze 940 Kilometer.

J: Kannst du das für Nicht-Theologen etwas konkreter benennen? Vielleicht ein Beispiel? R: Der Versuch, die Botschaft des Evangeliums aus der Sicht der heutigen Alltagserfahrung zu deuten. Das Evangelium ist ein Aufruf zur menschlichen Reifung und Entwicklung. Das Gedankengut Jesu kann sich zu jeder guten psychologischen Theorie dazustellen. Das ist jetzt wieder sehr theoretisch (lacht, Jäger bestätigt). Zum Beispiel: das Kind zieht aus der Familie aus. Die Deutung wäre, dass Jesus Menschen eingeladen hat, ihren eigenen Weg zu suchen und zu gehen. Wenn das

J: Da kann ich nur gute Fahrt und eine stets behütete Wiederkehr wünschen. Vielen Dank für das Gespräch, vor allem aber auch vielen Dank und Gottes Segen für deinen neuen Dienst. 23


Migranten / Etwas für die Ohren

„Schusters Schorsch schlüpft inzwischen zur Schutzhütte“*

Konzert

(3x schnell hinteraner sprechen) Also, mich hat das Haus schon beeindruckt. Schutzhütte soll es heißen. Hütte, vielleicht weil noch so Einiges zu richten ist, aber hauptsächlich Schutz soll es geben, für Minderjährige, für Sonderfälle, Familien mit Kindern, die sonst, nicht aufgefangen durch das Sozialsystem, auf der Straße landen würden. Vielleicht für eine Nacht oder für einige Tage, je wie schnell die immer fröhlich scheinende Mira den Knoten aus bürokratischer Sicht lösen kann und aus den „illegalen“ Personen legale werden. Meist braucht es kategorisches Hinterfragen, Recherchen und Unterlagen, welche die Flüchtlinge nie und nimmer imstande wären, selbst auszufüllen oder zu besorgen.

r

Behandlungsraum, eine Küche, ein Gemeinschaftssaal, eine kleine Wäscherei mit Aufhängevorrichtung und sogar eine Kapelle in den obersten Stockwerken. Jedoch wird bald offensichtlich, dass es sich um sehr alte Geräte handelt, (gehen die noch?), die Räume reparaturbedürftig sind und auszumalen wären, wobei vorher Hydraulikerarbeiten das undichte Rohrsystem in Ordnung bringen müssten. Allerhand Arbeit!

Sicher könnten Sachspenden die Situation erleichtern und das Heim wohnlicher machen, (Stehlampen, Bilder, Teppiche – eine genaue Liste wird noch erarbeitet) und wenn mancher Hobbybastler Hand Die Sprache ist dabei die größte Heraus- anlegen würde, zusammen mit forderung.* Deshalb sind bereits Kurse den Bewohnern, sprich schön im Gange, wo deutsch und italienisch gemalte Wände und den jungen unterrichtet wird, die, wie wir uns selber überzeugen konnten – beim Mitwochs- Leuten zudem ein Handwerk nahetreff vom 21.03.18 in der Carducci Straße zubringen oder zumindest ihren 19 – von den Jugendlichen gern und mit Erfahrungslevel zu steigern, wäre Eifer angenommen werden. das optimal.

Hier wird auf Menschlichkeit geachtet, es ist jemand ständig vor Ort, der weiterhilft.

Ich könnte mir vorstellen, dass hier noch einige Freiwillige gefragt wären. Eine Führung durch das Haus, welches vor ca. 20 Jahren ein Altersheim war und nun durch einen Tausch mit dem Vinzentinum an die Familie Oberrauch übergegangen ist, welche das Haus unbedingt für soziale Zwecke weiterverwenden wollten, macht klar: alles ist vorhanden, geräumige helle Zimmer, ein kleiner

Denn der Sinn dieser Einrichtung ist nicht nur, einen warmen, sauberen und sicheren Platz zu bieten, sondern unsere Lebens- und Arbeitsweise nahezubringen, den Respekt unter Mitmenschen, auch weiblichen, zu bezeugen und nahezubringen, denn nur dies kann zu einer vollen Integration führen, welche wir uns alle für ein friedliches Zusammenleben wünschen.

Der große argentinische Pianist Eduardo Delgado, der in New York lebt und Südtirol liebt, wird – wie bereits im letzten Jahr – wieder ein Konzert in unserer Christuskirche geben mit Werken von Bach, Schumann und Chopin.

verdienen könnten, und weil ja genügend Platz ist: (Gratis)-Flohmarktsachen organisieren, welche die Bewohner dann selber verkaufen sollen und 50 % selber einstecken dürften. Caroline, danke für Deinen Einsatz und Deine Zeit! Ich kann mir vorstellen, dass das nicht immer einfach ist!

Am 29.7. um 20 Uhr bei freiem Eintritt.

Und wie gesagt, wenn Ihr Hilfestellung bei den Wäschereimaschinen braucht, würde ich das, sofern nicht eine Riesenreparatur vorliegt, kostenlos machen. Man könnte auch die Geräte kontrollieren, jemanden fix einweisen, der dann den Bewohnern die Geräte erklärt, sodass diese auch selber lernen können zu waschen, trocknen und zu bügeln. Das wäre wieder eine Erfahrung mehr, die auf dem Arbeitsmarkt eingesetzt werden könnte! GGf einfach bei mir melden! So wünsche ich weiter gutes Gelingen und verbleibe mit den besten Grüßen, Neulichedl Karin Blumau

Auf ein Wort... Es ist wieder einmal so weit, ich könnte Sie wecken, wenn Sie in der Zeit vom 28.5. - 1.6. und vom 23.7. - 28.7. um 6.55 Uhr auf Rai Südtirol das Radio einschalten. Mit kurzen Gedanken zum Tag darf ich dann wieder bei den Zuhörern zu Gast sein. Und falls Sie eine Anregung hätten, was dabei auch mal besprochen werden sollte, würde ich mich über einen Hinweis freuen. Pfr. Michael Jäger

Was mir sonst noch eingefallen wäre, womit die Bewohner einige Euros dazu25


Rückblick

Gemeindeakademie

Bunter Ostergottesdienst

Anne Rose Lier Die Gemeindeakademie der ELKI fand im gastfreundlichen Kloster Camaldoli in der Nähe von Arezzo statt. Für unser Thema: „Spiritualität im Alltag“ hätte man keinen besseren Ort finden können. Wir durften am spirituellen Alltagsleben der Mönche bei der Laudes, Mittagshore und Abendvesper teilnehmen. Beeindruckend waren für uns der gesungene Psalter und die freimütige Einladung, bei der Vesper an der Eucharistie teilzunehmen. Die Auferstehungsgeschichte aus dem Johannesevangelium mit den verschiedenen Begegnungen Jesu mit Maria

beim „Elfchen“ schreiben, das heißt, in 5 Zeilen mit elf Wörtern ein Gedicht über einen Begriff wie Auferstehung zu verfassen, oder beim Schatzkästchen Basteln, um unsere in den 5 Tagen gesammelten „Schätze“ darin aufzubewahren. An jedem Vormittag hielt uns der Mönch Axel Bayer eine Yogastunde und eine 30 minütige Meditation über ein Bibelwort. Er führte uns auch durch das Kloster und zeigte uns Räume, die normalerweise von den Besuchern nicht betreten werden können. Am Samstag wanderten wir mit ihm durch den Wald zur Einsiedelei, die Wie schnell sich die frohe Botschaft der Auferstehung Christi ausbreitet, wurde in unserer Gemeinde zu Ostern mit bunten Wollfäden nachempfunden. Ein herzliches Lachen war von allen Seiten des Kirchenraumes zu vernehmen.

Magdalena und den Jüngern begleitete uns die ganze Woche über und wurde uns bei der morgendlichen Bibelarbeit mit verschiedenen Methoden nahe gebracht. Das Pfarrehepaar Müller/Glaser hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt mit geistlichen Gesprächen, Musik (Osteroratorium von Bach), Kunst (Bilder von Bellini und Caravaggio)und Literatur (Gedichte von Rilke und Marie Luise Kaschnitz). Wir sahen Filme und spielten gegeneinander im Quiz beim Bunten Abend. Es gab Gelegenheit zum Kreativsein beim Malen eines Osterbildes und der Gestaltung einer Osterkerze,

Am Ende wurden die gespannten Fäden zu einer Kugel zusammen gerollt und lagen ähnlich einer Erdkugel auf dem Altar.

etwa 3 km entfernt auf 1200 m liegt. Wir konnten die Zelle des Ordensgründers, des Hl. Romuald anschauen, und er erklärte uns, wie das Leben als Eremit abläuft. Der gemeinsam vorbereitete Sonntagsgottesdienst mit einer Gemeinschaftspredigt über Johannes 21,15 – 25 (Petrus und Johannes) und der Feier des Abendmahls beendete unsere Akademie. Die ruhige Atmosphäre, die guten Gespräche, die Gebetszeiten mit den Mönchen, alles verhalf uns zum Innehalten und zur Ruhe. Erholt an Leib und Seele traten wir die Heimreise an.

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Florenz-Wochenende 28.9.-30.9. Wir sind von der evangelischen Gemeinde in Florenz eingeladen worden und nehmen gerne an, wir werden schon die Zeit miteinander und auch mit den Gemeindegliedern vor Ort zu gestalten wissen. Die Fahrt erfolgt in VW-Bussen und beginnt Freitag früh, zurück sind wir entsprechend Sonntag Abend. Untergebracht sind wir kostengünstig in einem zentrumsnahen kirchlichen Gästehaus. Zum Programm: Nach dem Ankommen ist Zeit zur freien Verfügung. Am Abend dann ein Spaziergang nach San Miniato, dort Teilnahme an der (lateinisch gesungenen) Vesper, Sonnenuntergang auf Piazza Michelangelo, gemeinsamer Aperitivo in einer der Bars in San Niccolò. Samstag Vormittag zur freien Verfügung (Dommuseum, Uffizien, Shoppen, Schlendern …), nachmittags Stadtführung mit deutschsprachiger Führerin, abends gemeinsames Pizzaessen. Am Sonntag dann eine Herbstwanderung mit den Florentinern mitsamt Gottesdienst, üppigem Picknick und dem Auftritt eines Kleinkünstlers. Infos und Anmeldung (bis 10. Juni) im Pfarramt.

Gb jun jul aug 2018  
Gb jun jul aug 2018  
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