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Spendenzentrum Seiersberg & Leoben

01/18

PLASMASPENDER NEWSLETTER

Medikamente aus

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Der Weg Ihrer Plasmaspende

BLUTPLASMA-

Regelmäßige Tabletteneinnahme Wissenswertes

Ein Patient berichtet


MEDIKAMENTE AUS BLUTPLASMA IMMUNGLOBULINE

Aus Ihrem Blutplasma werden mehr als 100 verschiedene Medikamente hergestellt, die auf künstlichem Wege nicht erzeugt werden können. Eine der wichtigsten Präparatgruppen sind die IMMUNGLOBULINE. Unter Immunglobulinen versteht man eine Eiweißfraktion, die aus versch. Bestandteilen zusammengesetzt sind und die der körpereigenen Abwehr dienen = Antikörper. Gebildet werden sie von bestimmten weißen Blutkörperchen. Antikörper sind Eiweißstoffe, die im Blut sowie auch in anderen Körperflüssigkeiten zu finden sind. Ihre Hauptaufgabe ist der Schutz des Körpers vor allem, was dem Körper fremd ist wie Mikroorganismen, Viren, Tumorzellen und Fremdgewebe, Blütenpollen, Tiergifte sowie viele andere natürliche bzw. künstliche Stoffe und Substanzen. Gemeinsam mit einer Reihe spezieller Abwehrzellen und Abwehrsystemen bilden die Antikörper das Immunsystem des Körpers, das unmittelbar nach der Geburt noch von der Mutter unterstützt wird und sich in den nächsten Monaten selbstständig entwickelt und aus folgenden Untergruppen besteht:

IgG – Hauptanteil der Antikörper im Blut IgA – Antikörper in Körpersekreten IgM – Antikörper der „primären“ Immunantwort, d.h. bei erstmaligem Kontakt mit einem bestimmten Krankheitserreger IgD – findet sich auf der Oberfläche von Lymphozyten IgE – für viele allergische Erkrankungen verantwortlich Sobald der Körper mit Antigenen eines Fremdstoffes in Berührung kommt, werden Antikörper produziert und freigesetzt. Sie verbinden sich dann an ihrem einem Ende mit dem zu bekämpfenden Fremdkörper. Am anderen Ende docken sie an körpereigene Zellen an, die dadurch die Fremdkörper unschädlich machen und den Organismus so vor Infektionen schützen.


Aus Ihrem Blutplasma werden mehr als 100 verschiedene Medikamente hergestellt. Die Wirkung der Antikörper hat man sich in der Medizin zu Nutze gemacht. Krankheiten können so diagnostiziert und therapiert werden. Außerdem dienen Antikörper in Form von Impfungen der Vorbeugung bestimmter Krankheiten. Eine insgesamte Verminderung der Antikörper im Blut wird Hypogammaglobulinämie genannt. Hierbei kann es sich um einen angeborenen bzw. erworbenen Mangel an Antikörpern handeln:

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Unterfunktion der Schilddrüse Malignen Tumoren Bakteriellen Infektionen Sepsis Strahlentherapie oder Chemotherapie • Nierenfunktionsstörung • Verbrennungen • uvam.

Es gibt nun die Möglichkeit mit Immunglobulinen, die aus Ihrem Plasma und demjenigen vieler anderer Spender gewonnen werden, Patienten zu versorgen. Dies trifft z.B. für folgende Erkrankungen bzw. Behandlungen zu:

Etlichen Patienten, die unter oben angeführten Erkrankungen leiden, kann mit der Zufuhr von Ihren Immunglobulinen geholfen werden, sodass sie wieder ein gestärktes Immunsystem aufweisen und nicht zusätzlich noch von banalen Infektionen belastet werden.

• bösartige Knochenmarkserkrankungen • Störung des Cortisonstoffwechsels • Zuckerkrankheit

DAS ALLES ERMÖGLICHEN SIE MIT IHRER PLASMASPENDE – DANKE!

• ein angeborener Antikörpermangel kann mit einer gesteigerten Infektanfälligkeit einhergehen. • ein erworbener Antikörpermangel kann vielfältige Usachen haben: Eiweißmangel, Schilddrüsenunterfunktion, Lymphome u.v.m.


REGELMÄSSIGE TABLETTENEINNAHME

Morgens, mittags, abends?, zu den Mahlzeiten oder zwischendurch?, wer auf regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, weiß, wie wichtig es ist, bloß nicht die Tabletten zu vergessen. Auch in der Familie macht man sich oft Gedanken, ob der Angehörige immer die Arznei wie verordnet einnimmt. Der Arzt verschreibt Ihnen ein Medikament nicht grundlos. Und er kennt auch die gewünschten Effekte bzw. unerwünschten Wechselwirkungen, zum Beispiel mit anderen Medikamenten. Deshalb sollte man sich immer an die empfohlenen Einnahmezeiten halten, um zum einen Nebenwirkungen auszuschalten (oder wenigstens zu reduzieren) und zweitens vor allem natürlich die erhoffte Genesung zu erzielen. Medikamente können ihren Effekt am besten entfalten, wenn sie optimal eingenommen werden. Bei unregelmäßiger Einnahme sinkt die Wirkung und damit der Behandlungserfolg, was in unterschiedlichen Medizin-Studien bereits erforscht wurde. Experten nennen es Non-Compliance, wenn die verordnete Therapie nicht oder nur unzureichend angewendet wird.

Regelmäßige Einnahme von Tabletten sind zum Beispiel bei Zuckerkrankheit oder erhöhtem Blutdruck unbedingt notwendig. Hier werden Störungen behandelt, die kurzfristig nicht schmerzen, aber längerfristig massive Schäden anrichten können, die dann nicht mehr oder nur mehr zum Teil behoben werden können. Eisentabletten sollen zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden, da sonst das benötige Eisen im Speisebrei gebunden und daher nicht im Körper aufgenommen werden kann. Erinnerungsfunktionen: das kann von einer einfachen Tablettendose mit dem täglichen/wöchentlichen Bedarf über eine Medikamentenbox mit Alarmfunktion bis hin zu einer App fürs Handy reichen, die Sie gezielt an Ihre Arznei erinnert.


DER WEG IHRER PLASMASPENDE EIN PATIENT BERICHTET

Werner H. Patient

Wie mehrere tausend Österreicher leidet Werner H. seit seiner Geburt an einem Primären Immundefekt (PID) – in seinem Fall Myelokathexis und WHIM-Syndrom Dabei ist das Immunsystem aufgrund einer genetischen Störung nicht in der Lage genügend Antikörper gegen Krankheitserreger zu produzieren. Nur mit Immunglobuline kann Werner ein ziemlich normales Leben ohne viele Krankenhausaufenthalte führen. DAS ALLES ERMÖGLICHEN SIE MIT IHRER PLASMASPENDE! Mit 14 Monaten wurde festgestellt, dass Werner viel zu wenig Leukozyten hatte. Nach vielen Untersuchungen und stationären Spitalsaufenthalten wurde ein Jahr später ein Immundefekt diagnostiziert. Bei dieser Krankheit sind die Patienten auffallend gesund, nur wenn sie einmal einen Infekt haben, dann ist dieser sehr stark ausgeprägt und die Krankheit sehr schwerwiegend. Bei Werner wurde z.B. aus einem Husten gleich eine starke Lungenentzündung. Ab seinem 5. Lebensjahr bekam er stationär Infusionen mit Immunglobulinen, zuerst alle 4 Wochen, später wurde auf alle 6 Wochen umgestellt. Durch die Aufenthalte im Spital versäumte er immer wieder Schultage und war dann meistens zu müde um die Hausübungen und den verlorenen Schulstoff nachzuholen.

Vor 1 ½ Jahren wurde auf subkutane Injektionen umgestellt, dabei werden die Antikörper mit Hilfe einer Infusionspumpe unter die Haut gespritzt. Dies erleichterte Werner den Umgang mit seinem Immundefekt, denn im Laufe der Zeit entwickelte er eine Abneigung gegen die Stiche in die Vene. Damit ist alles um vieles leichter geworden, denn die Infekte treten nicht mehr so häufig auf und er kann trotz des Immundefektes ein ziemlich normales Leben ohne viele Krankenhausaufenthalte führen.


KONTAKT EUROPLASMA GmbH Tanja Schödl Leitung Marketing Alserbachstraße 18 1090 Wien Tel.: +43 (0) 1 / 319 53 63 - 39 Fax: +43 (0) 1 / 319 53 63 - 23 E-Mail: t.schoedl@europlasma.at Firmenbuchnummer: 80279h Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien UID: ATU14240105 DVR: 0715093 Mitglied der Wirtschaftskammer Wien, Niederösterreich und Steiermark Fachgruppen: Chemisches Gewerbe Handel mit Arzneimitteln Aufsichtsbehörde: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen www.ages.at Unternehmensgegenstand des Medieninhabers: Herstellung und Großhandel von/mit Arzneimitteln

Bilder: © stock.adobe.com, EUROPLASMA

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