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Spendenzentrum Seiersberg & Leoben

02/17

PLASMASPENDER NEWSLETTER

Das Blutplättchen = der Thrombozyt Weiteres Thema:

Sommer, Sonne, Sonnenbrand


DAS BLUTPLÄTTCHEN = DER THROMBOZYT Während die Blut- und Plasmaspende wohl bekannt sind, gibt es noch einen dritten wichtigen Bestandteil des Blutes, der gespendet werden kann (z.B. in unserem Zentrum in der Alserbachstrasse), um Patienten vor dem Verbluten zu bewahren. Es sind dies die Thrombozyten (Blutplättchen). Ohne diese kleinen Zellen ist ein Leben nicht vorstellbar, da sie jeden Gerinnungsvorgang erst einmal auslösen müssen. Daher kommt auch ihr Name, der übersetzt in etwa „Klumpen“ bedeutet. Es handelt sich hier um die kleinsten Zellen des Blutes, haben ähnlich wie die roten Blutkörperchen keinen Zellkern und auch keine Erbinformation (DNA). Ihre wichtigste Rolle spielen sie beim Auslösen der Blutgerinnung. Sie haften sich bei einer Verletzung eines Blutgefäßes an das umliegende Gewebe und an andere Thrombozyten, sodass die Verletzung verschlossen werden kann. Dabei setzen sie zahlreiche gerinnungsfördernde Botenstoffe frei, die dann die weiteren Gerinnungsaufgaben übernehmen. Thrombozyten entstehen im Knochenmark, sind sehr klein und scheibenförmig, haben aber im Gegensatz

zu den roten Blutkörperchen (Lebensdauer etwa 120 Tage) nur eine Haltbarkeit von 8 – 12 Tagen. Abgebaut werden sie hauptsächlich in Milz und Leber. Im Normalfall schwimmen 150.000 – 350.000 Thrombozyten pro Milliliter im Blut. Es genügen an sich etwa nur 7.000 Ihre wichtigste Rolle spielen sie beim Auslösen der Blutgerinnung:


Wenn Sie Interesse an einer Thrombozytenspende haben, melden Sie sich bitte bei unseren Ärzten.

(aber funktionsfähige) Thrombozyten, um eine normale Blutgerinnung auslösen zu können. So wie in anderen Bereichen des Körpers, hält auch hier die Natur eine ausreichende Reserve für das Überleben parat. Angeborene Erkrankungen der Thrombozyten sind eher selten, viel umfangreicher sind erworbene „Störungen“ der Thrombozytenfunktion, die allerdings meistens ärztlich gewollt sind. So bekommen Patienten, die an Durchblutungsstörungen oder an einer Thromboseneigung leiden, sogenannte Thrombozytenaggregationshemmer verschrieben (häufigste eingesetze Medikament = Aspirin), um solche u.U. sogar lebensgefährliche Ereignisse in Zukunft verhindern zu können (Pulmonalembolie, Schlaganfall). Nachteil einer solchen Behandlung bzw. wenn Thrombozyten einfach fehlen (Massivblutung, Chemotherapie, Knochenmarksdepression) sind gehäufte Blutungsepisoden. Um dies behandeln zu können, braucht man eben auch Thrombozytenspender. Der Vorgang ist zu dem der Plasmaspende ident, es wird nur ein anderes Beutelsystem und ein anderes technisches Protokoll verwendet. Da, wie oben erwähnt, die Haltbarkeit einer Thrombozytenkonserve (= TK) nur wenige Tage beträgt (5- 7 Tage ab

Abnahme) sind besonders verlässliche Spender erwünscht, da doch täglich etwa 100 TK in Österreich benötigt werden. Die allermeisten davon werden für Blutungsnotfälle benötigt.

Täglich werden etwa 100 Thrombozytenkonserven in Österreich benötigt.


SOMMER, SONNE, SONNENBRAND Der Sommer ist die Jahreszeit der Sonne. Hoch steht sie am Himmel spendet Wärme Licht fast im Übermaß. Sie lockt ins Freie und vermittelt ein Gefühl der Freiheit weil wir uns der Kleider entledigen können und im Freien luftig leicht bewegen können. Kein Wunder dass die Sonne unser Gemüt belebt, dazu stärken ihre Strahlen unser Immunsystem und regen die Bildung von Vitamin D an. Leider kann Sonnenbaden ohne entsprechende Vorkehrungen und Beachtung einiger Fakten zu schmerzhaften Ergebnissen wie den Sonnenbrand führen. Nicht zu vergessen die Langzeitwirkungen zu intensiver Sonneneinstrahlung wie vorzeitiger Alterung der Haut durch Zerstörung elastischer Fasern und das vermehrte Auftreten von Hautkrebs.

Es ist daher wichtig beim Aufenthalt in der Sonne einige Regeln einzuhalten um die Sonne richtig genießen zu können. Jeder Hauttyp hat einen bestimmte Eigenschutzzeit (EZ). Das ist die Zeitspanne in der die Haut draußen sicher keinen Schaden wie zum Beispiel einen Sonnenbrand davon trägt. Das sind bei Kindern maximal 10 Minuten. Bei Jugendlichen hängt die EZ vom „Fototyp“ ab:

I

II

III

IV

rötlich

blond

brünett

schwarz

Augenfarbe

blau, hell

blau, grün

braun, grau

dunkelbraun

Hautfarbe

sehr hell

hell

mittel

dunkel

sofort

schnell

selten

kaum

nie

leicht

mittel

stark

Haarfarbe

Sonnenbrand Bräunung


Man sollte daher immer bei Aufenthalt in der Sonne sich mit einer guten Sonnencreme schützen und entsprechend nachcremen.

Typ I: sehr sonnenempfindliche Haut mit einer Eigenschutzzeit von höchstens 5 bis 10 Minuten. Sonnencreme mit LSF 40 oder 50+. Pralle, intensive Sonne vermeiden. Typ II: sonnenempfindliche Haut mit einer Eigenschutzzeit von 10 bis 20 Minuten. Haut langsam an die Sonne gewöhnen. Empfehlenswert: LSF 25 bis 40 Typ III: wenig sonnenempfindliche Haut mit einer Eigenschutzzeit von 20 bis 30 Minuten. Anfangs eine Creme mit LSF 25 verwenden, später kann man zu Cremen mit niedrigeren Faktoren greifen. Typ IV: sonnenunempfindliche Haut mit einer Eigenschutzzeit von 30 bis 40 Minuten. Bei sehr langem Aufenthalt in der Sonne oder bei sehr intensiver Sonneneinstrahlung sollte die Haut dennoch geschützt werden. Dafür reichen Cremen mit einem LSF 10 oder 20 aus.

Bräune schützt nicht vor Sonnenbrand. Auch Kleidung, Aufenthalt im Schatten bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Bestimmte UV-Strahlen dringen auch durch

Textilien hindurch. Insbesondere enge und leichte Hemden oder ein nasser Stoff lassen die Strahlen hindurch. So kann die Haut z. B. unter einem hellen Bikini aus dünnem Material Schaden nehmen. Sonnenschutzprodukte sollten deshalb eine halbe Stunde vor dem Sonnenbaden auch unter dem Bikini oder Badeanzug aufgetragen werden. Und nicht vergessen: Den Kopfschutz und die Sonnenbrille!


KONTAKT EUROPLASMA GmbH Tanja Schödl Leitung Marketing Alserbachstraße 18 1090 Wien Tel.: +43 (0) 1 / 319 53 63 - 39 Fax: +43 (0) 1 / 319 53 63 - 23 E-Mail: t.schoedl@europlasma.at Firmenbuchnummer: 80279h Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien UID: ATU14240105 DVR: 0715093 Mitglied der Wirtschaftskammer Wien, Niederösterreich und Steiermark Fachgruppen: Chemisches Gewerbe Handel mit Arzneimitteln Aufsichtsbehörde: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen ww.ages.at Unternehmensgegenstand des Medieninhabers: Herstellung und Großhandel von/mit Arzneimitteln

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