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Spendenzentrum Seiersberg & Leoben

01/17

PLASMASPENDER NEWSLETTER

Impfung und Plasmaspende

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Das Sonnenschein-Vitamin

Der Weg Ihrer Plasmaspende Ein Patient berichtet


IMPFUNG UND PLASMASPENDE Im Blutplasma gibt es über 120 verschiedene Eiweißsubstanzen (Proteine), darunter die Immunglobuline (Antikörper), die zur Abwehr von Krankheitserregern beitragen. Ein erwachsener Mensch trägt etwa einhundert Milliarden unterschiedliche Immunglobuline in sich. Allerdings ist die Natur nicht verschwenderisch. Wegen der enormen Vielfalt der in der Umwelt vorhandenen Antigene wird beim gesunden Menschen immer nur eine sehr kleine Menge der dazu passenden Antikörper bereitgehalten – gerade so viel, dass das dazu passende Antigen beim Eindringen in den Körper schnell und effektiv markiert werden kann. Die Herstellung großer Antikörper-Mengen wird angekurbelt, wenn vermehrt Kontakte mit einem schädlichen Antigen die Notwendigkeit dafür signalisieren. Der Vorteil ist, dass auf diese Weise immer nur genau die Antikörper produziert werden, die der Körper benötigt, um einen bestimmten Erreger wirksam zu bekämpfen. Um immungeschwächten Personen helfen zu können oder wenn die Erregermenge die Abwehrkräfte des Patienten überfordern, können aus dem Plasma spezielle Immunglobuline durch Selektion von Spenderplasmen mit speziellen Antikörpern bzw. durch Hyperimmunisierung von Spendern gewonnen werden. Das für die Selektion von

Spenderplasmen erforderliche Plasma muss von Personen stammen, die ausreichende Antikörper nach natürlicher Infektion oder Routineimpfung gebildet haben.


Unterschied Impfung und Gabe von Immunglobulinen: Impfungen regen zur aktiven Antikörperbildung an. Die Fähigkeit unseres Immunsystems, auf Krankheitserreger (sogenannte Antigene) gezielt mit der Bildung bestimmter Antikörper zu reagieren, wird medizinisch seit langem durch das Prinzip der Schutzimpfung genutzt. Dabei wird durch die Gabe abgeschwächter, nicht krankmachender Erreger (oder Teilen davon) eine Abwehrreaktion gegen die im Impfstoff enthaltenen Antigene und die Bildung von Antikörpern ausgelöst. Außerdem speichert das Immunsystem Erkennungsmerkmale der Impfantigene in sogenannten Gedächtniszellen, mittels derer es möglich ist, bei einem erneuten Kontakt mit dem gleichen Krankheitserreger in sehr kurzer Zeit mit der Abwehrreaktion (z.B. durch die massive Produktion von Antikörpern) zu beginnen und so den Krankheitserreger abzuwehren. Die Impfung regt den Körper also zu einer aktiven Antikörperbildung an. Bis man durch Impfung gegen eine Krankheit geschützt ist, dauert es jedoch einige Wochen und erfordert in der Regel mehrere Impfstoffgaben. Immunglobuline bieten einen Sofortschutz vor bestimmten Erkrankungen: Bei ungeimpften oder immungeschwächten Personen reicht nach dem Kontakt mit einem Krankheitserreger die aktive Impfung nicht aus, um den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern, da es zu lange dauern würde, bis

Antikörper gebildet werden. In diesen Fällen wird zusätzlich die passive Immunisierung angewendet, also die Verabreichung von Immunglobulinen. Da diese sehr schnell wirken, können sie auch noch verabreicht werden, wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist. Da die Dauer der Wirkung der Immunglobuline auf wenige Wochen bzw. Monate begrenzt ist, wird nach Kontakt mit Krankheitserregern die passive Immunglobulingabe oft mit einer aktiven Impfung kombiniert. Bei dieser sogenannten Simultanprophylaxe aus aktiver Impfung und passiver Immunisierung werden zwei Prinzipien kombiniert. Durch die Gabe von Immunglobulinen erhalten Sie einen Sofortschutz gegen die Krankheitserreger, die zusätzliche Impfung sorgt dafür, dass der Körper außerdem auch einen Langzeitschutz aufbaut. Durch die Immunglobuline wird also die sogenannte Impfschutzlücke geschlossen.


VITAMIN D DAS SONNENSCHEIN VITAMIN Vitamin D hat eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Vitamin D sogar die Sterblichkeit an Krebs vermindern kann! Im Vordergrund steht der Knochenstoffwechsel. Ein zu wenig an Vitamin D führt zu ungenügender Knochenbildung. Im Kindes- und Jugendalter kann dies zu Rachitis führen und im höheren Alter zu einer Osteoporose. Ein Vitamin-D-Mangel kann aber auch das Krankheitsrisiko deutlich erhöhen - vor allem im Winter, wenn die Sonne in den nördlichen Regionen der Erde zu tief steht, um für die erforderliche UV-Strahlung zu sorgen. Genau auf diese UV-Strahlung aber ist der Körper angewiesen, denn Vitamin D wird zum überwiegenden Teil in der Haut gebildet – jedoch nur unter dem Einfluss der Sonne. Wie viel Sonne? In Österreich reicht die Sonneneinstrahlung während der Hälfte des Jahres aus, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Dazu sollte pro Tag etwa ein Viertel der Körperoberfläche, also Gesicht, Hände und Teile von Armen und Beinen, der Sonne ausgesetzt werden. Dafür reichen fünf bis 25 Minuten in der Zeit von Mittag bis 15 Uhr – je nach Hauttyp und Jahreszeit. Nur von Oktober bis März gibt es oft nicht genug Sonne für eine ausreichende Vitamin-D-Bildung. Der Körper speichert jedoch Vitamin D

in Fett- und Muskelgewebe und in der Leber. Sind diese Speicher gut gefüllt, tragen sie in den lichtarmen Wintermonaten zur Versorgung des Organismus bei. Es ist daher wichtig besonders bei älteren Leuten, deren Nahrungsaufnahme oft nicht die genügende Vitamin D Bildung zuführt und die sich zu wenig einer Sonneneinstrahlung aussetzen, den Vitamin D Spiegel zu bestimmen und eventuell Vitamin D zusätzlich zu verabreichen. Dazu kommt noch, dass die Fähigkeit beim älteren Menschen körpereigenes Vitamin D zu bilden bis auf die Hälfte reduziert sein kann. Falls ein Vitamin D Mangel vorliegt, kann Diätumstellung und Sonnenexposition nicht ausreichen und Vitamin D in Form von Tropfen oder Dragees zugeführt werden. Dies soll aber nur unter ärztlicher Aufsicht geschehen.


DER WEG IHRER PLASMASPENDE EIN PATIENT BERICHTET

Hermann S. Patient

Der Patient leidet an einen angeborenen Immundefekt CVID = Antikörpermangelsyndrom führt häufig zu schweren Infektionen der Atemwege und anderer Organe. Dabei ist das Immunsystem des Patienten nicht in der Lage genügend Antikörper gegen Krankheitserreger zu produzieren. Nur mit Immunglobulinen kann der Patient ein ziemlich normales Leben ohne viele Krankenhausaufenthalte führen. DAS ALLES ERMÖGLICHEN SIE MIT IHRER PLASMASPENDE! Hermann S. war 29 Jahre alt, ein durchtrainierter Athlet, als plötzlich sein langer Leidensweg begann. Bei einem Handballspiel entstandenen kleinere Verletzungen die aber in Sekunden extrem anschwollen und nicht mehr heilten. Im Krankenhaus wurde die Diagnose Thrombozytopenie gestellt = die Anzahl der Thrombozyten (Blutplättchen) ist sehr niedrig. Wenn zu wenig Blutplättchen im Blut vorhanden sind, ist die Blutstillung beeinträchtig und man blutet länger und häufiger. Herr S. hatte von nun an ständig Erkältungen die jedes Mal in sehr starken Lungenentzündungen endeten. Lange Aufenthalte im Spital und in Lungenfachkliniken, wo sein schwaches Immunsystem behandelt wurde, folgten. Weder gutgemeinte Ratschläge der Ärzte mehr Obst und Gemüse zu essen, unterstützt von

Vitamintabletten, verbesserten seinen Zustand. Letztendlich verschafften nur Antibiotika und Kortison etwas Linderung. Nach ein paar Jahren kam auch stark schmerzendes Rheuma dazu, manchmal so stark, dass Hr. S. nicht einmal mehr einen Bleistift halten konnte. Die Einweisung in eine Rheumaklinik brachte dann endlich die richtige Diagnose: CVID = Antikörpermangelsyndrom

Von nun an wurde der Patient mit Infusionen von Immunglobulinen behandelt und der Gesundheitszustand verbesserte sich merklich. Sicherlich kommen hin und wieder Infekte, aber die rechtzeitige Einnahme von Immunglobulinen lässt Schlimmeres verhindern.


KONTAKT EUROPLASMA GmbH Tanja Schödl Leitung Marketing Alserbachstraße 18 1090 Wien Tel.: +43 (0) 1 / 319 53 63 - 39 Fax: +43 (0) 1 / 319 53 63 - 23 E-Mail: t.schoedl@europlasma.at Firmenbuchnummer: 80279h Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien UID: ATU14240105 DVR: 0715093 Mitglied der Wirtschaftskammer Wien, Niederösterreich und Steiermark Fachgruppen: Chemisches Gewerbe Handel mit Arzneimitteln Aufsichtsbehörde: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen ww.ages.at Unternehmensgegenstand des Medieninhabers: Herstellung und Großhandel von/mit Arzneimitteln

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