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04/16

PLASMASPENDER NEWSLETTER

Immunglobuline – lebensrettende Arzneimittel aus Blutplasma

Weitere Themen:

Immundefekt – was ist das? Wissenswertes

Der Weg Ihrer Plasmaspende Eine Patient berichtet


WAS IST EIN IMMUNDEFEKT? - DAS IMMUNSYSTEM Wir kommen täglich mit Bakterien, Viren, Pilzen oder anderen Krankheitserregern in Kontakt – wir atmen sie ein, nehmen sie durch Nahrung auf, kommen über die Haut in Kontakt mit ihnen oder sie werden durch andere Menschen auf uns übertragen. Um Infektionen zu verhindern oder zu bekämpfen, besitzt der Körper ein eigenes Abwehrsystem: das Immunsystem. Kommt ein gesunder Mensch mit einem Krankheitserreger in Berührung, werden seine weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aktiv, um den Erreger durch Herstellung oder Vervielfältigung von körpereigenen Abwehrstoffen (Antikörpern) unschädlich zu machen. Menschen mit einem angeborenen Immundefekt besitzen nur eine eingeschränkte Fähigkeit, auf Infektionen zu reagieren und sie effektiv zu bekämpfen. Damit ihr Körper sich wehren kann, muss er von außen zusätzlich Antikörper (Immunglobuline) zugeführt bekommen. Nur dadurch können Anzahl und Schwere der Infektionen erfolgreich verringert werden. Man unterscheidet zwei Arten von Immundefekten: ■ Ein primärer Immundefekt ist angeboren und muss ein Leben lang mit der Gabe von Immunglobulinen behandelt werden. ■ Ein sekundärer Immundefekt kann sich z.B. nach

Verbrennungen, einer Chemotherapie oder auch nach der Einnahme von Medikamenten wie Kortison entwickeln. In der Folge wird das Immunsystem aus dem Gleichgewicht gebracht. Nur durch die Behandlung mit Immunglobulinen kann dem Patienten geholfen werden. Die Erzeugung dieser Medi-kamente ist nur mit Hilfe Ihrer Plasmaspende möglich, da diese Stoffe nicht künstlich hergestellt werden können.


IMMUNGLOBULINE – LEBENSRETTENDE ARZNEIMITTEL AUS BLUTPLASMA Immunglobuline, auch Antikörper genannt, sind Proteine und lebenswichtige Bestandteile des Immunsystems. Sie können nicht künstlich im Labor hergestellt werden, sondern werden aus Plasmaspenden freiwilliger Spender gewonnen. Sie erkennen die Struktur eingedrungener Krankheitserreger, also die Antigene, und setzen sich an den Eindringlingen fest. Dabei passen Immunglobulin und Antigen wie Schlüssel und Schloss zusammen. So werden die schädlichen Fremdstoffe markiert, und die Abwehrzellen können sie zerstören. Ein Erwachsener trägt viele Millionen unterschiedliche Immunglobuline in sich. Ohne sie könnte sich der menschliche Körper nicht ausreichend gegen Krankheiten schützen. Aufgrund ihrer wichtigen Funktion können Immunglobulin-Lösungen als Arzneimittel bei Krankheiten verabreicht werden. Funktioniert ein Teil des hochkomplexen Immunsystems nicht, kann sich der Körper nicht ausreichend gegen Eindringlinge wie Viren und Bakterien schützen. Man spricht dann von Immundefekten.

Unterschieden wird zwischen sogenannten angeborenen (primären) und erworbenen (sekundären) Immundefekten. Bei den meisten Immundefekten sind nicht genügend Antikörper vorhanden oder ihre Funktion ist gestört. Dann braucht der Körper „Hilfe von außen“, um Krankheitserreger abzuwehren. In diesem Fall kann eine lebenslange Therapie mit zusätzlichen Immunglobulinen helfen, den fehlenden Infektionsschutz auszugleichen. Ein Patient mit einem angeborenen Immundefekt leidet häufi g unter immer wiederkehrenden starken Infekten, die das normale Maß deutlich übersteigen.


BEHANDLUNG MIT IMMUNGLOBULINEN - IMMUNGLOBULINE – IM DIENSTE DES IMMUNSYSTEMS Fehlen die Antikörper, die normalerweise für die Abwehr von Infekten zuständig sind, müssen sie ersetzt werden. Von außen zugeführte Immunglobuline können den angeborenen oder den erworbenen Antikörpermangel ausgleichen. Der Ausgleich dieses Mangels („Substitution“) führt dazu, dass Infektionen nicht mehr so häufig auftreten oder zumindest leichter verlaufen. Die Substitutionstherapie mit Immunglobulinen ist seit Jahrzehnten bewährt. Sie muss regelmäßig wiederholt werden und ist gewöhnlich ein Leben lang notwendig. Bis vor wenigen Jahren erfolgte die Therapie vorwiegend intravenös. Dabei gelangen Immunglobuline als Infusion in die Vene. Für die Behandlung mit intravenösen Immunglobulinen muss der Patient alle drei bis vier Wochen zum Arzt oder ins Spital, wo die Behandlung unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wird. Zunehmend Anwendung findet seit einigen Jahren die Infusion der Immunglobuline unter die Haut (subkutan), dabei werden die Antikörper mit Hilfe einer Infusionspumpe unter die Haut injiziert. Mit Hilfe einer tragbaren Pumpe kann man die Infusion zu Hause selbst durchführen. Dadurch ist der Patient flexibler und erlangt so wieder mehr Lebensqualität.


DER WEG IHRER PLASMASPENDE EIN PATIENT BERICHTET

Hannes D. Patient

Dem Patienten Hannes D. ist erst durch eine schwere, hartnäckige Lungenentzündung, im Alter von 60 Jahren die exakte Diagnose „erworbene Immunschwäche CVID“ = “Common Variable Immunodeficiency“ gestellt worden.

Seitdem wird er regelmäßig mit Gammaglobulinen behandelt und kann ein ziemlich normales Leben ohne viele Krankenhausaufenthalte führen. Das alles ermöglichen Sie ihm mit Ihrer Plasmaspende! Doch vor der Diagnose hatte Herr Hannes D. einen langen Leidensweg. Wegen ständig wiederkehrenden starken Infektionen der gesamten Atemwege, vor allem monatelanger Bronchitis, Nasennebenhöhlen- oder Kehlkopfentzündungen, die auch zu einer Frühpensionierung führten, war er in Behandlung und wurde sogar mit einer starken Lungenentzündung ins Spital eingeliefert. Versuche, den Gesundheitszustand zu verbessern wie z.B. durch Antioxidantien, Vitamine, Inhalationen usw. blieben erfolglos.

Der Patient Herr D. glaubte damals bereits nicht mehr an eine grundsätzliche Besserung, denn er hatte bereits sein ganzes Leben lang zahlreiche Therapien, Kuren und Ratschläge hinter sich. Im Spital stellte man dann endlich fest, dass seine IgG und IgA Werte erniedrigt waren und empfahl weitere Untersuchungen. Von da an wurde er mit Gammaglobulinen therapiert, die letzten Jahre auch in Form subkutaner (=unter die Haut) Infusionen.

Seit Beginn der Immunbehandlung mit wöchentlichen Infusionen hat sich sein Gesundheitszustand wesentlich verbessert und seine Lebensqualität hat sich gesteigert.


KONTAKT EUROPLASMA GmbH Tanja Schödl Leitung Marketing Alserbachstraße 18 1090 Wien Tel. : +43 (0)1 / 319 53 63 – 39 Fax: +43 (0)1 / 319 53 63 – 23 E-Mail: t.schoedl@europlasma.at Firmenbuchnummer: 80279h Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien UID: ATU14240105 DVR: 0715093 Mitglied der Wirtschaftskammer Wien, Niederösterreich und Steiermark Fachgruppen: Chemisches Gewerbe Handel mit Arzneimitteln Aufsichtsbehörde: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen www.ages.at Unternehmensgegenstand des Medieninhabers: Herstellung und Großhandel von/mit Arzneimitteln Bilder: © fotolia.de, EUROPLASMA

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