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02/16

PLASMASPENDER NEWSLETTER

Der Weg Ihrer Plasmaspende bis zum fertigen Arzneimittel – Teil 1

Weitere Themen:

Reisen und Impfungen Wissenswertes

Der Weg Ihrer Plasmaspende Eine Patientin berichtet


REISE UND IMPFUNGEN

Dr. Peter Perger, ärztlicher Leiter Plasmagewinnung

Während in unseren Breiten bestimmte Impfungen gar nicht notwendig sind, kann sich das in Ihrem Urlaubsort bereits ganz anders darstellen. Das Ziel des Impfens ist es, das Immunsystem gegen mögliche Angriffe durch einen ganz bestimmten Krankheitserreger zu trainieren. Es gibt die Möglichkeit der: a.) passiven Impfung: dabei werden dem Körper als Impfserum krankheitsspezifische, Abwehrstoffe („fertige“ Antikörper) zugeführt – die Wirkung setzt rasch nach der Impfung ein, hält jedoch meistens nur einige Wochen an und

b.) der aktiven Impfung: dabei wird das körpereigene Immunsystem direkt zur Bildung von Antikörpern angeregt. Auffrischungsimpfungen in bestimmten Abständen „erinnern“ das Immunsystem wieder an die Krankheitserreger und gewährleisten so einen anhaltenden Schutz gegen den Krankheitsausbruch.

Die wohl wichtigsten Krankheiten vor denen man sich durch Impfung schützen kann sind folgende: ■

Diphtherie/Tetanus (Wundstarrkrampf: übertragen bei Verletzungen der Haut): in Österreich Standard Hepatitis A übertragen durch Wasser und Nahrung: sehr zu empfehlen Hepatitis B übertragen über Körperflüssigkeiten und Blutprodukte (für medizinisches Personal Pflicht)

Masern/Mumps/Röteln und Windpocken falls nichtdurchgemacht: nachdrücklich anzuraten Abdominaltyphus übertragen durch Wasser und Nahrung FSME durch Zeckenstich übertragene Hirnhautentzündung (geographisch und arbeitsbedingt notwendig: z.B. Forstarbeiter, Wanderer) Gelbfieber in Afrika oder Südamerika Japanische Enzephalitis: bei längeren Aufenthalten in Asien Meningokokkenmeningitis in der Trockenzeit im Meningitisgürtel in Afrika Poliomyelitis (Kinderlähmung) bei Reisen in Endemiegebiete (z.B. Indien) Tollwut, Typhus, Cholera je nach Reiseziel, Länge und Art der Reise

Bitte informieren Sie sich daher im Internet (Suchwort: Impfschutz, Reisen), ob Ihr Urlaubsziel nicht in einem Gebiet liegt, dass einen zusätzlichen Impfschutz notwendig machen könnte (gilt natürlich auch für ein mitzunehmendes Haustier!).


DER WEG IHRER PLASMASPENDE BIS ZUM FERTIGE

Im Mittelpunkt der Plasmaspende stehen natürlich Sie als „Spen die Spende nicht gefährden darf. Daher die umfangreichen Fragen u Diese Tests dienen aber auch dem Empfänger = Patient, der oftmals gerade bei einer Therapie mit aus menschlichem Plasma gewonnen Arzneimitteln an extremen Krankheiten leidet (geschwächte körpereigene Abwehr, Manko an Gerinnungsfaktoren, Eiweißmangel wie z.B. nach Verbrennungen u.v.a.m.). Dies führt unter Umständen dazu, dass Erreger, die bei Ihnen keine oder nahezu unmerkbare Krankheitssymptome aufweisen bei diesen

Patienten zu Komplikationen führen können. Für Sie banale Erkältungserreger können bei einem Patienten mit angeborener oder erworbener Immunschwäche zu schweren Infektionen führen. Daher gibt es einmal den Status des „Qualified Donor“. Dieser wird erst erreicht, wenn Sie mindestens zweimal zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowohl medizinisch untersucht als auch labormäßig getestet wurden und beides unauffällig ist. Dieser Status erlischt aber automatisch, wenn Sie eine längere Spendepause (≥ 6 Monate) eingelegt hatten. Im Gegensatz zu zellhaltigen Blutbestandteilen darf Plasma tiefgefroren wesentlich länger aufbewahrt werden. Um Erkrankungen, die im Lauf der Spende noch nicht erkennbar

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EN ARZNEIMITTEL

nder“, der Mühen auf sich nimmt und natürlich sich selber durch und Untersuchungen, die an Ihnen vorgenommen werden müssen. waren, auch im Nachhineinnoch ausscheiden zu können, macht man sich dies zunutze und legt jede einzelne Spende in sogenannte Quarantänelager, die erst freigegeben werden, wenn die weitere Gesundheit des Spenders gegeben ist. Jede Plasmaspende wird mind. 60 Tage lang gefriergelagert, bevor sie mit anderen Plasmaspenden zur weiteren Verarbeitung zusammengeführt wird. Dieses Ausgangsmaterial, bestehend auf vielen Einzelspenden, wird erneut getestet, bevor der eigentliche Herstellungsprozess, die sogenannte Fraktionierung, beginnt. So kann es etwa bis zu 12 Monate benötigen, bis eine Plasmaspende wirklich in ein Arzneimittel verwandelt wird mit dem Patienten behandelt werden können. Während der Herstellung werden therapeutische Proteine aus dem Plasma extrahiert. Die Plasmaproteine werden gereinigt, um konzentrierte und gereinigte Proteine zu erhalten. Dieser Schritt trägt außerdem zur Virussicherheit des Produkts bei. Die fertigen Präparate werden verpackt, etikettiert und verteilt. Der Patient erhält das Plasmaprotein-Medikament.

r über weitere Verarbeitungsschritte.


DER WEG IHRER PLASMASPENDE EINE PATIENTIN BERICHTET

E. Hayden Patientin

Frau E. Hayden ist eine von vielen PatientInnen, die durch Ihre Plasmaspende wieder ihr Leben genießen kann. Die Patientin hat ein Antikörpermangelsyndrom (= Unfähigkeit des Körpers, auf einen Antigenreiz mit einer ausreichenden Bildung von Antikörpern zu reagieren) und muss regelmäßig mit Immunglobulinen versorgt werden. Patienten mit einem AMS leiden viel häufiger als andere an wiederholten und chronischen Infektionen. Krankengeschichte Frau Hayden entwickelte sich zu einem kerngesunden, gut ernährten Kleinkind. Aber ab der Schulzeit begann eine Zeit voller Krankheiten. So ging sie durch die Schulzeit mit sechs schweren Anginen, sowie häufigen Durchfällen mit Erbrechen. Ab dem 18. Lebensjahr kamen vermehrt Pilzinfektionen im Unterleib, schwere Lungen- und Rippenfellentzündungen, sowie Nebenhöhlenentzündungen und Bronchitiden dazu. Mit ca. 20 Jahren erlitt Frau H. einen kompletten körperlichen Zusammenbruch und wurde ins Spital überwiesen, doch die Ärzte konnten keinen Grund dafür finden. Ab der Geburt Ihrer Kinder wurde ihr Allgemeinzustand erneut schlimmer denn jeder Infekt ihrer Kinder traf auch sie, aber wesentlich heftiger. Sie lag fast fünf Jahre nur im Bett mit ständigen Lungenentzündungen und Bronchitiden. Nach einem neuerlichen Zusammenbruch und langem Spitalsaufenthalt wurde endlich das Antikörpermangelsyndrom diagnostiziert und mit Immunglobulinen behandelt. Nur mit Immunglobulinen kann sie fortan ein ziemlich normales Leben ohne viele Krankenhausaufenthalte führen. Das alles ermöglichen Sie mit Ihrer Plasmaspende!


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KONTAKT EUROPLASMA GmbH Tanja Böhm Leitung Marketing Alserbachstraße 18 1090 Wien Tel. : +43 (0)1 / 319 53 63 – 39 Fax: +43 (0)1 / 319 53 63 – 23 E-Mail: t.boehm@europlasma.at Firmenbuchnummer: 80279h Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien UID: ATU14240105 DVR: 0715093 Mitglied der Wirtschaftskammer Wien, Niederösterreich und Steiermark Fachgruppen: Chemisches Gewerbe Handel mit Arzneimitteln Aufsichtsbehörde: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen www.ages.at Unternehmensgegenstand des Medieninhabers: Herstellung und Großhandel von/mit Arzneimitteln Bilder: © fotolia.de, EUROPLASMA

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