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PLASMASPENDER NEWSLETTER

Wer benรถtigt mein Plasma!

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Das Zika-Virus Wissenswertes

Der Weg Ihrer Plasmaspende Ein Patient berichtet


DAS ZIKA-VIRUS WISSENSWERTES

Plasma bildet den Grundstoff für zahlreiche lebensrettende Arzneimittel. Manch schwere Erkrankung kann nur mit Hilfe von Immunglobulinen (= Antikörpern), die aus dem Plasma von Plasmaspendern gewonnen werden, behandelt werden. Diese Medikamente können nicht gentechnisch hergestellt werden und müssen von freiwilligen Spendern gewonnen werden. Die Ausbreitung des Zika-Virus ist ein ganz aktuelles Beispiel dazu. Das Zika-Virus wurde 1947 im sogenannten „ZikaForrest“ in Uganda entdeckt und kam bis vor Kurzem nur in Afrika vor. Bekannt wurde das Virus durch die 2014 ausgebrochene Epidemie in Lateinamerika, wobei die Erkrankungsfälle im Zunehmen begriffen sind. All diese Erkrankungen werden durch verschiedene Arten von Zecken und Stechmücken auf den Menschen übertragen, bei Zika erfolgt die Übertragung hauptsächlich durch die weibliche Gelbfiebermücke. Die Erkrankung verläuft in 80% der Fälle ohne Symptome, ansonsten mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber, Hautausschlag (sogenannter Zika-Ausschlag), Gelenksschmerzen. Das Virus steht aber auch im Verdacht, bei den Ungeborenen von Schwangeren, die im ersten Drittel angesteckt werden,

Nur durch Ihre Plasmaspende können viele wichtige Medikamente hergestellt werden.

Mikrozephalie (d.h. ein viel zu kleiner Kopf und ein viel zu kleines Gehirn) auszulösen. Auch das sogenannte Guillain-BarréSyndrom, eine schwere Form einer Nervenentzündung mit Lähmungen und auch tödlichen Verläufen, kann höchstwahrscheinlich durch das Virus hervorgerufen werden. Man versucht zur Zeit in den betroffenen Gebieten mit Insektenvertilgungsmitteln die Zahl der Mücken zu verringern und damit die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.

D an k e!


WER BENÖTIGT MEIN PLASMA! Über 100 Medikamente können derzeit nur hergestellt werden, indem sie aus gereinigt, konzentriert und phatogeninaktiviert werden. Laut aktuellen Daten des Österreichischen Hämophilieregisters (= „Bluter“-Verzeichnis) sind in den 8 Zentren, die diese Krankheit behandeln, insgesamt 722 Patienten verzeichnet. Der Altersbereich schwankt zwischen 1 bis 92 Jahre. 39% laborieren an einer schweren Gerinnungsfaktorenmangel, 12% an einem moderaten und 49% an einer milderen Form.

Der größte Teil dieser Betroffenen muss vorbeugend und regelmäßig künstliche Gerinnungsfaktoren spritzen; die anderen müssen für einen akuten Bedarf diese Medikamente ständig griffbereit haben. So benötigt man ca. 1.200 Plasmaspenden um einen hämophilen Patienten (= Bluter) ein Jahr lang mit dem fehlenden Gerinnungsfaktor versorgen zu können oder 130 um einen Patienten mit Immundefekt behandeln zu können. Auch für seltene Komplikationen, wie ein angeborener Gendefekt, kann aus Plasma ein Ersatzstoff hergestellt werden. Aber auch für Akutfälle (z.B. großflächigere Verbrennungen) wird Eiweiß benötigt, das auf diesem Wege gewonnen werden muss.

Österreich ist eines der wenigen Länder weltweit, das sich zu den


s menschlichem (Ihrem) Plasma gewonnen, Fast jeder Mensch kann einmal von einer unerwarteten Blutung betroffen sein. Egal ob durch Unfall, aufgrund eines Magengeschwürs oder wegen notwendiger Einnahme blutverdünnender Arzneimittel, und benötigt dann schnellen Ersatz seiner bereits verbrauchten Gerinnungsfaktoren. Eine gewisse Reserve hat der eigene Organismus, aber wenn diese erschöpft ist, können diese lebenswichtigen Stoffe nicht schnell genug nachgebildet werden; für schwammartige Gewebestrukturen stehen den Ärzten dann auch sogenannte Fibrinkleber zu Verfügung. Auch Impfstoffe und die Rhesusprophylaxe, die Mutter und Ungeborenes vor unangenehmen Folgen bei Rhesusungleichheit schützt, können aus Plasmaspenden hergestellt werden. Österreich kann auch sehr stolz darauf sein, dass wir als eines der wenigen Länder auf der gesamten Erde „Selbstversorger“ mit Plasma sind. Das bedeutet, dass wir theoretisch unseren Bedarf an oben erwähnten Arzneimitteln aus den eigenen Plasmaspenden decken können. In Europa gelingt dies außer in Österreich nur noch Tschechien, der BRD und bedingt auch noch der Niederlande.

„Plasma-Selbstversorgern“ zählen darf.

Dafür bedanken wir uns sehr und bitten Sie dies auch Ihrem Bekanntenkreis mitzuteilen, dass Ihre Spende auch ökonomisch und nicht nur gesundheitlich allen Österreichern zugutekommt.


DER WEG IHRER PLASMASPENDE EIN PATIENT BERICHTET

A. Schmidt Patient

Herr Schmidt war 29 Jahre alt, ein durchtrainierter Athlet, gerade mit seinem Physik- und Sportstudium fertig, als sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte. Aus jeder kleinen Erkältung wurde eine starke Lungenentzündung. Nasennebenhöhlenentzündungen, Stirnhöhlenentzündungen, Bronchitis und lange Aufenthalte im Spital gehörten bereits zum Alltag. Nur ständige Behandlung mit Antibiotika und Kortison verschafften etwas Linderung. Beim ersten langen Spitalsaufenthalt wurde die Diagnose Thrombozytopenie gestellt = die Zahl der Thrombozyten ist zu niedrig. Wenn zu wenig Blutplättchen im Blut vorhanden sind, ist die Blutstillung beeinträchtig und man blutet länger und häufiger. Teilweise können auch Blutungen auftreten, ganz ohne dass eine Verletzung vorliegt. Für die häufigen Infekte wurde allerdings damals kein Grund gefunden. Zehn Jahre danach wurde zum ersten Mal ein erweitertes Blutbild gemacht und die Blutwerte richtig gedeutet mit der Diagnose auf CVID = Immundefektsyndrom, einer der am häufigsten angeborene Immundefekt. Die Patienten haben zu wenige oder keine Antikörper. In der Folge kommt es zu einer erhöhten Infektanfälligkeit. Seit damals bekommt Herr Schmidt Immunglobuline, zuerst im Spital mit Infusionen. Nach einiger Zeit aber als subkutane Therapie. Dabei werden die Antikörper mit Hilfe einer Infusionspumpe unter die Haut gespritzt. Diese Antikörper können nur aus Ihrer Plasmaspende hergestellt werden!

Von da an verbesserte sich sein Gesundheitszustand wesentlich. Sicherlich kommen hin und wieder die Infekte, aber die regelmäßige Einnahme von Immunglobuline lassen Schlimmeres verhindern.


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KONTAKT EUROPLASMA GmbH Tanja Böhm Leitung Marketing Alserbachstraße 18 1090 Wien Tel. : +43 (0)1 / 319 53 63 – 39 Fax: +43 (0)1 / 319 53 63 – 23 E-Mail: t.boehm@europlasma.at Firmenbuchnummer: 80279h Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien UID: ATU14240105 DVR: 0715093 Mitglied der Wirtschaftskammer Wien, Niederösterreich und Steiermark Fachgruppen: Chemisches Gewerbe Handel mit Arzneimitteln Aufsichtsbehörde: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen www.ages.at Unternehmensgegenstand des Medieninhabers: Herstellung und Großhandel von/mit Arzneimitteln Bilder: © fotolia.de, EUROPLASMA

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