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03/15

PLASMASPENDER NEWSLETTER

Plasmaspende Positive Wirkung auf den Blutdruck

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Ăœber den Blutdruck Wissenswertes

Der Weg Ihrer Plasmaspende Ein Patient berichtet


PLASMASPENDE – POSITIVE AUSWIRKUNG AUF DEN BLUTDRUCK

Plasmaspenden kann günstige Effekte bei hohem Blutdruck haben In der angesehenen Fachzeitschrift „Vox sanguinis“ („die Stimme des Blutes“) wurde in der Ausgabe vom Jänner 2015 eine wissenschaftliche Arbeit aus Kanada vorgestellt, die die Wirkung der Plasmaspende auf den Blutdruck untersucht. Im Beobachtungszeitraum von 4 Monaten wurden 666 Spender beobachtet, die in diesem Zeitraum zwischen mindestens 16 und 32 Mal zur Spende erschienen. Bei Spender mit Bluthochdruck kam es zu einer signifikanten Senkung sowohl des systolischen (= oberer Blutdruckwert) als auch des diastolischen (= unterer Blutdruckwert) Blutdruckes, während Spender mit normalem Blutdruck keine Änderungen im Blutdruckverlauf zeigten. Diese positiven Änderungen zeigten sich bei einer Spendehäufigkeit von mindestens einer Spende innerhalb von 2 Wochen, bei einer Spendehäufigkeit von einer Spende innerhalb von mehr als 2 Wochen waren die günstigen Effekte nicht mehr zu beobachten. Als Grund für den therapeutischen Effekt auf den Blutdruck wird der Konzentrationsabfall, im Plasma befindlicher, blutdruckaktiver Substanzen im Rahmen der Spende angenommen; es laufen auch Studien, in denen Hochdruckpatienten, um ihr Leiden zu behandeln, einer Plasmaspende unterzogen werden („therapeutische Plasmapherese“).

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Plasmaspende Patienten mit Hochdruck helfen kann ihren zu hohen Druck zu vermindern und, wie in einer früheren Ausgabe dieses Newsletters berichtet, auch den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen kann, der, wenn er mit hohem Blutdruck zusammenfällt, einen zusätzlichen Risikofaktor für eine Herz-Kreislauferkrankung (Schlaganfall, Herzinfarkt …) darstellt.


ÜBER DEN BLUTDRUCK WISSENSWERTES Dr. Peter Perger, ärztlicher Leiter Plasmagewinnung, über den Blutdruck Wenn man die Zahl an Verschreibungen ansieht, erreichen Medikamente gegen erhöhten Blutdruck (= Hypertonie) stets hohe Rezepturzahlen. Dies ist deshalb nötig, da der Blutdruck als Messwert für die Arbeit des Herzens dient (abgekürzt RR, nach Dr. Scipione Riva-Rocci, der 1896 zum ersten Mal die Blutdruckmessung mittels Armmanschette beschrieb). Der arterielle Druck wird durch die Auswurfkraft des Herzens erzeugt und nimmt dann im Verlauf des Weges durch den Körper kontinuierlich wieder ab (Herz R Aorta = Hauptschlagader R arterielle Gefäße R Kapillaren R venöse Gefäße R Hohlvenen R retour zum Herzen; die Länge aller Blutgefäße eines Menschen beträgt etwa 100.000 Kilometer R keine Fehlangabe!) und treibt damit die Blutsäule voran (die Sauerstoff, Nährstoffe, Hormone, Proteine, Vitamine, Kohlendioxid, diverse Abbauprodukte und viele andere mehr – überall hin- bzw. abtransportieren). Der Blutdruck muss ständig reguliert werden und bewegt sich auch in gewissen Bandbreiten (sonst würden wir jedes Mal, wenn wir aus dem Liegen oder Sitzen aufstehen, sofort zusammenfallen).

Verhindert wird dies durch zahlreiche Sinneszellen, die den Blutdruck und die erforderliche Durchblutung des gesamten Körpers ununterbrochen überwachen und automatisch gegensteuern (mittels Gefäßverengung, vermehrtem Herzauswurf, beschleunigtem Herzschlag, Flüssigkeitserhalt usw.). So werden zum Beispiel im Rahmen eines Schockgeschehens (Unfall,

Die Länge aller Blutgefäße beträgt etwa 100.000 Kilometer!


Allergie, akuter Blutverlust) nicht lebenswichtige Körperbestandteile geringer und lebenswichtige bevorzugt durchblutet (führt zu blasser Haut, kalte Hände und Füße). Wenn auch seltener kann auch zu niederer Blutdruck (= Hypotonie) Beschwerden machen: sogenannter Kreislaufkollaps infolge Minderdurchblutung des Gehirns. Je höher nun der Druck im Gefäßsystem ist, desto mehr muss das Herz arbeiten (dies ist bei sportlichen Tätigkeiten, bei körperlicher Arbeit und bei vielen Krankheitsbildern normal). Wenn dies nun auch in Ruhe eintritt (z.B. in Folge der Verkalkung von Blutgefäßen, Zuckerkrankheit, Rauchen, Fettstoffwechselerkrankungen, starkes Übergewicht) muss das Herz ständig diesen Widerstand überwinden; dies ist auch längere Zeit durchaus möglich, aber irgendwann beginnt sich die Herzleistung zu erschöpfen (das kann bis zur Herzmuskelschwäche bzw. gar zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen). Das bedeutet, dass man einen dauernd erhöhten Blutdruck (wobei der diastolische erhöhte Wert noch gefährlicher als der systolische ist) unbedingt behandeln muss (Gewichtsabnahme, körperliches Training, Essensumstellung bzw. letztendlich auch Medikamente). Normalwerte sollen um die 120/80 mm Hg liegen (120 in der Systole = Auswurfphase und 80 in der Diastole = Ruhephase des Herzens). Leicht erhöhte oder nach Anstrengung schnell wieder im Normalbereich befindliche RR-Werte sind zu tolerieren. Unan-

genehm und folgenschwer ist dies auch deshalb, da ein erhöhter Blutdruck sich lange nicht bemerkbar macht und sich dann schon unumkehrbare Veränderungen eingestellt haben können. Andererseits ist aber auch bekannt, dass regelmäßige Blut- oder Plasmaspende sich begünstigend auf den Blutdruck auswirken.

Erhöhter Blutdruck macht sich lange nicht bemerkbar.


DER WEG IHRER PLASMASPENDE EIN PATIENTENBERICHT

Johannes S. war von Anfang an ein zartes Kind, entwickelte sich im ersten Jahr ohne besondere Erkrankungen, nahm allerdings nur langsam zu.

Johannes S. Patient

Aus Blutplasma werden unter anderem Immunglobine hergestellt. Einige Monate nach seinem ersten Geburtstag folgten ständig wiederkehrende starke Erkältungen, Mittelohrentzündungen, Darmentzündungen und Lungenentzündungen. Er wurde diverse Male mit Antibiotika behandelt, doch der Erfolg war immer nur kurzfristig, denn nach Absetzen des Medikaments war er schon wieder krank. Nach einem Fieberkrampf wurde er per Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Hier wurde eine erneute Lungenentzündung festgestellt und diese intravenös mit Antibiotika behandelt. Nach Absetzen des Medikamentes bekam er aber wieder Fieber. Der Chefarzt der Kinderklinik veranlasste daraufhin, dass ein Test auf Immundefekte bei Johannes durchgeführt werden sollte. Das Ergebnis: Agammaglobulinämie (= angeborener Immundefekt, wodurch die Bildung von Antikörpern fehlt und die Infektanfälligkeit stark erhöht ist). Johannes wurde danach zum ersten Mal mit aus Plasmaspenden gewonnenen Immunglobulinen behandelt, wodurch sich sein Allgemeinzustand verbesserte. Er hustet zwar noch viel und ist oft kurzatmig, aber durch die regelmäßige Gabe von Immunglobulinen wird sein Gesundheitszustand langsam besser. Er ist mit seinen fünf Jahren immer noch klein und zart, hat aber einen guten Appetit und ist genauso frech wie alle anderen in diesem Alter.

Nur durch Ihre Plasmaspende können viele lebensrettende Medikamente hergestellt werden.


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EUROPLASMA Newsletter Wien9 03/15  

Plasmaspender Newsletter 03/2015 Europlasma GmbH Spendezentrum Wien9

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