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EINE UNABHÄNGIGE THEMENZEITUNG VON EUROPEAN MEDIA PARTNER

NEUE BAUENTWICKLUNG MIT FOKUS AUF EFFIZIENZ, NACHHALTIGKEIT UND IT-LÖSUNGEN

NR 3 | DEZEMBER 2016 NEUE-WIRTSCHAFT.COM

„Die Digitalisierung des Planens und Bauens birgt große Chancen für Architekten und Ingenieure.“ Drei Experten sprechen über die Digitalisierung des Planens und Bauens: Die Zukunft gehört der digitalen Baustelle.

„Die traditionelle strikte Trennung von Planen, Bauen und Betreiben muss überdacht werden.“ Lesen Sie das Vorwort mit Dipl.-Ing. Peter Hübner, dem Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.  Seite 2

FOKUS

Mit Modulen schneller bauen

Vorproduzierte Teile erhöhen nicht nur das Bau-Tempo. Ihr Einsatz senkt auch die Kosten erheblich und bietet Gestaltungsmöglichkeiten.  Seite 10

EINBLICK

KLIMASCHUTZ UND KOSTENSENKUNG

Die fachgerechte Dämmung von Gebäuden senkt den Energieverbrauch und damit die Heizkosten.  Seite 4

DR. REINHARD PFEIFFER

STELLVERTRETENDER VORSITZENDER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DER MESSE MÜNCHEN

„Das Smart Building von morgen ist energieautark“ Lesen Sie mehr auf Seite 6 Sonderpublikation in Die Welt am 20. Dezember 2016

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Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

VORWORT – NEUE-WIRTSCHAFT.COM

Foto: Stockberg

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„Die traditionelle strikte Trennung von Planen, Bauen und Betreiben muss überdacht werden.“

Dipl.-Ing. Peter Hübner

Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie

PARTNERSCHAFTLICH BAUEN

D

ie Umsetzung großer öffentlicher Infrastrukturprojekte ist ein politischer „Dauerbrenner“. Ob der Flughafen Schönefeld, die Elbphilharmonie in Hamburg oder der Bahnhof in Stuttgart – überall scheinen komplexe Bauprojekte aus dem Zeit- und Kostenrahmen zu laufen. Gleichzeitig haben sich verschiedene Kommissionen und Bundesministerien mit Lösungsansätzen für termin- und kostengerechtes Bauen beschäftigt. Aus den Empfehlungen der Reformkommission „Bau von Großprojekten“ unter Leitung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt entstand das Aktionsprogramm der Bundesregierung. Unter Leitung von Ministerin Dr. Hendricks wurde im Bundesbauministerium das Reformprogramm Bundesbau erarbeitet. Auch wenn sich die Kommissionen nicht in allem einig gewesen sind – es besteht Einigkeit darin, dass es bei der Projektvorbereitung und -durchführung darauf ankommt, gewisse Spielregeln einzuhalten. Dazu gehören eine gründliche Projektvorbereitung („Was wollen wir eigentlich bauen?“), ein transparenter Umgang mit Kosten und Risiken, die frühzeitige Einbeziehung aller Projektbeteiligten und die konsequente Nutzung der Digitalisierung. Was wir darüber hinaus mehr denn je brauchen, sind Partnerschaftsmodelle, in denen sich die öffentliche und die private Seite auf Augenhöhe begegnen sowie ein fairer und lösungsorientierter Umgang aller Projektbeteiligter miteinander. Nur so kann der Erfolg der Projekte garantiert werden. Die konventionelle Realisierung von Infrastrukturvorhaben ist in Deutschland an ihre Grenzen gestoßen. Die traditionelle strikte Trennung von Planen, Bauen und Betreiben muss überdacht werden.

Folgen Sie uns:

Statt einzelne Projektphasen zu optimieren, steht immer häufiger die Optimierung des gesamten Lebenszyklus des Infrastrukturvorhabens im Vordergrund. Kurzum: Gesucht sind Beschaffungsmodelle, in denen Bauherr, Planer, Bauausführer und Nutzer gemeinsam auf den nachhaltigen Projekterfolg hinwirken. Der Anspruch der Bauwirtschaft sollte dabei sein, der öffentlichen Hand nicht eine Lösung für alles, sondern passende Lösungen für unterschiedliche bauliche Herausforderungen anzubieten. Für die öffentliche Hand eröffnet sich damit die Möglichkeit, sich aus der Vielfalt der Lösungsmodelle bedienen zu können: • Was spricht eigentlich dagegen, Bauunternehmen auch die Ausführungsplanung zu übertragen, wenn die Verwaltungskapazitäten nicht ausreichen? Stichwort: Planung und Bau aus einer Hand. • Warum setzt man in der Bauphase keine Anreize für Kosteneinsparungen? Stichwort: Bonus-Regelungen. • Was spricht gegen Optimierungen des Projektes nach der Auftragsvergabe? Stichwort: Value-Engineering. Die öffentliche Infrastruktur ist in Deutschland jahrzehntelang auf Verschleiß betrieben worden. Im Rahmen seines „Investitionshochlaufs“ hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt jetzt die Voraussetzungen geschaffen, dass zumindest auf Bundesebene mit dem Abbau des gewaltigen Investitionsstaus begonnen werden kann. Die Finanzmittel sind gesichert. Jetzt muss die Auftragsverwaltung gemeinsam mit der Bauwirtschaft diese Investitionsmittel termintreu und im Kostenrahmen in erfolgreiche Infrastrukturprojekte umsetzen.

@europeanmediapartnerdeutschland

neue-wirtschaft.com

Recyclen oder weiterreichen!

ELKE EMPFIEHLT! Ich empfehle Ihnen den Artikel auf Seite 10 über Vorteile des Modulbaus im Neu- und Anbau. Elke Neudeck, Project Manager

INHALT 4

Dämmung von Gebäuden

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Experten – Digitale Baustelle

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Titelstory – Dr. Reinhard Pfeiffer

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Energie sparen mit Smart Home

10 Mit Modulen schneller bauen

NEUE BAUENTWICKLUNG Project Manager: Elke Neudeck elke.neudeck@europeanmediapartner.com Geschäftsführer: Redaktionsleiter: Layout und Anzeigengestaltung: Lektorat: Distribution: Druck:

Kristoffer Andersson Mats Gylldorff Aileen Reese Nicole Bitkin Die Welt Gesamt, Dezember 2016 Axel Springer SE

European Media Partner Deutschland GmbH Neuer Wall 59, DE-20354 Hamburg Tel.: +49 40 299 977 400 Email: info@europeanmediapartner.com www.europeanmediapartner.com

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EINBLICK – NEUE-WIRTSCHAFT.COM

KLIMASCHUTZ UND KOSTENSENKUNG Foto: Jrgen Flchle - Fotolia

Die fachgerechte Dämmung von Gebäuden senkt den Energieverbrauch und damit die Heizkosten. Ob bei der Sanierung oder im

Neubau, im Einfamilienhaus, bei öffentlichen Bauten oder gewerblichen Anlagen: Die Dämmung von Gebäuden kann einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten und den Geldbeutel schonen. Als Energiesparmaßnahme ist sie zudem keine private Entscheidung des Hauseigentümers: Die bautechnischen Anforderungen zum effizienten Betrieb eines Gebäudes sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegt. Um die Dämmmaßnahme tatsäch-

lich im Sinne der Nachhaltigkeit umzusetzen, ist eine sorgfältige Planung entscheidend. Je nach Ausgangsvoraussetzung und Einsatzort gibt es eine Vielzahl an Verfahren und Materialien, um die kostbare Wärme in den vier Wänden zu halten und die benötigte Heizenergie zu reduzieren – zahlreiche Faktoren wie die Beschaffenheit von Fassade und Dach, das Alter des Gebäudes und die Nutzung der Räumlichkeiten ebenso wie Umwelteinflüsse beeinflussen die Wahl.

Produktion und dem Einbau in der Regel weniger belastend für die Umwelt. Während etwa die häufig an Fassaden verwendeten Styroporplatten nach der Nutzung entsorgt werden müssen, können ökologische Dämmungen wie Flocken aus Cellulose oder Hanfmatten ausgebaut und wieder verwendet oder recycelt werden.

Es gibt eine Vielzahl an Verfahren und Materialien, um die Wärme in den vier Wänden zu halten und die benötigte Heizenergie zu reduzieren.

Schadstoffe, die an die Raumluft abgegeben werden, enthalten die ökologischen Materialien von Natur aus nicht, doch können diese zum Brandschutz oder Schutz vor Schädlingen zugesetzt sein. Ein Blick auf die Kennzeichnung gibt Aufschluss.

In der Regel werden Dämm-

Zahlreiche Hersteller produzieren

maßnahmen an der Fassade der Bauten, der Oberdecke oder dem Dach – bei einer Nutzung der Fläche darunter – der Kellerdecke oder den Fenstern vorgenommen. Dämmungen stehen in zahlreichen Formen zur Verfügung: Als Platte, Vliesstoff, lose Schütt- oder Einblasdämmstoffe decken sie die gesamte Einsatzbreite vom Keller bis zum First ab. Ebenso groß ist das Spektrum der verwendeten Materialien, das von der Styroporplatte über

Glaswolle oder Tonkügelchen bis zu Flocken aus Altpapier reicht: Mit Blick auf Nachhaltigkeit und Wohngesundheit gewinnen die pflanzlichen und mineralischen Dämmstoffe zunehmend an Bedeutung gegenüber den synthetischen Varianten. Die natürlichen Materialien halten die Wärme im Winter in den Räumen, schützen im Sommer gegen die eindringende Hitze und überzeugen häufig mit einem guten Wasserspeicher-

vermögen: Die Luftfeuchtigkeit in den Räumen kann auf diese Weise direkt reguliert und ein angenehmes Raumklima geschaffen werden. Zu den ökologischen Dämmma-

terialien zählen nachwachsende Rohstoffe wie Flachs oder Schafwolle, Recyclingstoffe wie Altpapier oder Holzabfälle und Stoffe mineralischen Ursprungs wie zum Beispiel Calciumsilikate. Ihre Verwendung schont Ressourcen, sie sind in der

die ökologischen Dämmstoffe an Standorten in Deutschland. Damit sind nicht nur kurze Transportwege, die die Energiebilanz verbessern, gegeben: Sie richten sich in der Produktion zudem nach strengen Standards, die durch DIN- und ISO-Normen geregelt werden. Siegel wie der „Blaue Engel“ und das RAL-Gütesiegel geben zusätzliche Sicherheit in einem schwer überschaubaren Markt. Text: Ulrike Christoforidis ANZEIGE

Nachhaltig dämmen mit Cellulose Neues Leben für alte Zeitungen: Seit über zwanzig Jahren verwendet die CWA Cellulosewerk Angelbachtal GmbH hochwertiges, recyceltes Papier als Ausgangsmaterial für ebenso innovative wie nachhaltige Dämmstoffe. Mit zahlreichen Vorteilen für Mensch und Umwelt: Die Cellulosefasern sorgen für ein angenehmes, gesundes Wohnklima und bieten einen hervorragenden Klima- und Schallschutz, der herkömmlichen Primärrohstoffen generell in nichts nachsteht und in einigen Bereichen gar überlegen ist. Mit dem Hochleistungsdämmstoff climacell® „S“ hat das Unternehmen eine Einblasdämmung am Markt etabliert, die sich durch ihre Vielseitigkeit und optimale bauphysikalische Eigenschaften auszeichnet. Die Dämmflocken sind für Sanierungen ebenso geeignet wie für Neubauten, können als Hitze- und Kälteschutz und zur Schalldämmung eingesetzt werden. Als kapillaraktiver Dämmstoff ermöglicht climacell® „S“ zudem den Transport von Feuchtigkeit in und aus dem Gebäude und gleicht so Luftfeuchtigkeitswerte aus. Climacell® wird in einem besonders schonenden Zerfaserungsverfahren hergestellt, das die hohe Eigenelastizität

der Cellulose erhält. Das fertige Produkt wird mit speziellen Verarbeitungsmaschinen pneumatisch in die Gebäudekonstruktion eingebracht. Die losen Dämmflocken schmiegen sich fugenlos in der gewünschten Dichte in Hohlräume und an Bauteile wie Sparren, Balken oder Ständer. Auch hohe Dämmstärken, wie sie bei Passivhäusern gefordert sind, lassen sich problemlos realisieren. Beim Einblasen in die Gebäudekonstruktion verfilzen die Celluloseflocken zu einer dichten und elastischen Schicht. Anders als bei der Einpassung von Dämmplatten können keine Lücken bleiben, die die Luftdichtigkeit beeinträchtigen, und auch bei einem späteren Verziehen von Bauteilen aus Holz passt sich die elastische Cellulose-Dämmung immer wieder der Bausubstanz an. Ein weiterer Vorteil: Climacell ist wiederverwertbar und muss nicht als Sondermüll entsorgt werden. Die hervorragenden Eigenschaften des Cellulose-Dämmstoffes bestätigte vor kurzem auch eine Analyse des VDI (Verein Deutscher Ingenieure), ebenso wie die dank eines geringen Energiebedarfs im Herstellungsprozess positive Energiebilanz in Relation zur Nutzungsdauer.

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Foto: Wollstein

Foto: 2011 Till Budde

NEUE-WIRTSCHAFT.COM NEUE-WIRTSCHAFT.COM – EXPERTENPANEL

Dr. Thomas Welter, Bundesgeschäftsführer des Bundes Deutscher Architekten (BDA)

Stefan Heissler, Mitglied des Direktoriums der Liebherr-International AG

Prof. Rasso Steinmann, Hochschule München, iabi-Institut für angewandte Bauinformatik und Vorsitzender des VDI-Koordinierungskreises BIM

Die Digitalisierung des Planens und Bauens birgt große Chancen für Architekten und Ingenieure. Bereits heute arbeiten alle Beteiligten innerhalb der Wertschöpfungskette Bau mit digitalen Methoden, allerdings werden die meisten Daten nicht digital, sondern analog weitergegeben. Digitale Planungsmethoden bedeuten nicht die Anschaffung einer neuen Software, sondern geänderte Strukturen und Abläufe im Planungsprozess. Dabei kann den Architekten wieder die alte Zuständigkeit zufallen, die unterschiedlichen Fachdisziplinen zentral zu koordinieren und in ein kohärentes Planungskonzept zu integrieren, das in 3D simuliert wird und so Termine und Kosten zu optimieren hilft. Des Weiteren kann Qualitäts- und Terminsicherung durch eine Erhöhung der Vorfertigungsgrade und der Modularität erreicht werden.

Die Digitalisierung ist einer der umfassendsten Megatrends. In praktisch jeder Branche verändert sie die Produkte, Prozesse und Anwendungsmöglichkeiten. Durch die Vernetzung entstehen ungeahnte Potenziale für Effizienz, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Produktivität. Deshalb treibt jeder unserer Produktbereiche die Digitalisierung aktiv voran. Auf einer Baustelle können im Idealfall die in einem Prozessschritt erzeugten Daten vollständig in einem anderen Schritt verwendet werden. Als Hersteller von Baumaschinen haben wir es mit einigen der wichtigsten Schnittstellen zu tun. Schon heute bieten wir zahlreiche IT-Tools zur Planung, Simulation, Positionsbestimmung und Dokumentation an. Viele davon haben sich jahrelang in der Praxis bewährt. Aktuell arbeiten wir daran, diese Tools miteinander zu vernetzen und die gewonnenen Daten über den einzelnen Prozessschritt hinaus nutzbar zu machen. Dabei können wir auf Erfahrungen aus unseren Produktsparten außerhalb des Baumaschinenbereiches sowie auf unsere Sparte Komponenten zurückgreifen, die unter anderem die Elektronikkompetenz unserer Firmengruppe bündelt.

Im Vergleich zu anderen Ländern erfolgte die Akzeptanz von BIM (Building Information Modeling) in Deutschland sehr zögerlich. Seit Ende 2013 nimmt BIM bei uns jedoch deutlich Fahrt auf und man versteht zunehmend, dass es dabei nicht nur um Digitalisierung geht, sondern um eine digitale Transformation der Bauindustrie. Datenmodelle und Software sind zur Unterstützung notwendig. Entscheidend für den Erfolg sind aber die passenden Methoden, angepasste Arbeitsabläufe und Prozesse sowie die Klärung von neuen Verantwortlichkeiten und rechtlichen Fragen. Es besteht Einigkeit darüber, dass die digitale Transformation mit BIM nur auf Basis von Vereinbarungen und Standards gelingen kann, und dass dabei die vier Handlungsfelder Menschen, Prozesse, Technologien und Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind. In der praktischen Umsetzung zeigt sich, dass es noch einen großen Bedarf an Vereinbarungen gibt. Das betrifft z.B. Datenformate, die gezielter auf den Verwendungszweck ausgerichtet werden müssen. Methoden müssen sich als State-of-the-Art etablieren, gewonnene Erfahrung muss für künftige Projekte als Vorlage zur Verfügung stehen. Aus deutscher Sicht bestehen die größten Herausforderungen darin, den Anschluss an die Länder zu finden, die das Thema bereits seit vielen Jahren intensiv verfolgen. Und es muss gelingen, das Thema BIM ins breite Bewusstsein zu bekommen und ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln. Grundsätzlich bestehen für BIM die größten Herausforderungen darin, gemeinsame Spielregeln zu finden – und zwar für Verfahrensabläufe und Prozesse, die Beseitigung von rechtlichen Unsicherheiten, die Weiterentwicklung der unterstützenden Datenformate und IT-Werkzeuge – und das alles geregelt in die Aus- und Weiterbildung fließen zu lassen.

Unter der Maßgabe, dass Bauherren verstehen, welche Kosten- und Terminsicherungspotenziale in einer Aufwertung integrierter digitaler Planungsmethoden stecken, können auch Kosteneinsparungspotenziale realisiert werden. Aber nicht, weil die Planung billiger wird, sondern weil eine qualitätsvolle Planung als Wert gesehen und ausreichend honoriert wird. Damit können Fehlerquellen und Ablaufstörungen vor dem Bau planerisch eliminiert werden. Die erfolgreiche Digitalisierung des Planens und Bauens bedarf eines partnerschaftlichen Umgangs aller Akteure. Nur in einem fairen Miteinander sind alle Beteiligten bereit, ihren Anteil zur Qualifizierung der Daten zu leisten. Mit den heutzutage verrohten Sitten des deutschen Bauwesens wird dieser Wandel allerdings nicht zu schaffen sein.

Das wissen unsere Kunden, sie kommen daher bei ihren Digitalisierungs-Projekten gern auf uns zu. Davon profitiert wiederum unsere Entwicklungsarbeit. Die Zukunft gehört der digitalen Baustelle, auf der intelligente Maschinen arbeiten. Heute sind unsere Turmdrehkrane auf Baustellen Dreh- und Angelpunkt für das Baumaterial. Bald schon werden sie auch die Zentrale für den Austausch wertvoller Informationen sein.

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„Das Bauen und insbesondere die Bautechnik wandeln sich aktuell in einem atemberaubenden Tempo.“ Besucher der BAU 2017 erwartet vom 16. bis 21. Januar in München State-of-the-Art-Technologie der internationalen Bauwirtschaft – auf einer Fläche so groß wie 25 Fußballfelder! Dr. Reinhard Pfeiffer ist für die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme verantwortlich.

und mit automatisierten Steuerungssystemen ausstatten. Nachhaltigkeit und Recycelfähigkeit werden dabei immer mehr zur Pflicht, ebenso wie die Klimatisierung mit thermoaktiven Elementen und der Einsatz von PV-Elementen.

Ob Globalisierung, Digitalisierung, Urbanisie-

tende Digitalisierung beim Bauen. Längst erlauben digitale Planungs- und Fertigungsprozesse die serielle Fabrikation maßgeschneiderter Bauelemente. Auch die computergestützte Fertigung, vom Entwurf bis hin zum Betrieb eines Gebäudes, birgt enormes wirtschaftliches Potenzial. „Ein spannender Bereich, denn das Bauen und insbesondere die Bautechnik wandeln sich aktuell in einem atemberaubenden Tempo“, bilanziert Pfeiffer.

rung, Ressourcenverknappung, Energiewende, Recycling oder demografischer Wandel: Das Planen und Bauen wird immer komplexer und anspruchsvoller. Lösungen für die Zukunft im Wirtschafts-, Wohnungs- und Innenausbau, im Neubau sowie im Bestand präsentiert die BAU 2017 auf über 180.000 Quadratmetern. „Die Herausforderungen für die Bauwirtschaft sind so vielfältig, dass sie nur im Zusammenwirken aller Beteiligten und durch die Anwendung neuer Materialien und Technologien zu lösen sind“, sagt der Geschäftsführer der Weltleitmesse, Dr. Reinhard Pfeiffer. Wie er weiter berichtet, bringe keine andere Messe weltweit so viele Architekten und Ingenieure zusammen wie die BAU, zudem habe keine andere Baumesse so viele internationale Besucher. Als Grund dafür erläutert der Fachmann: „Anders als die meisten anderen Messen bilden wir die Gesamtheit der Gewerke unter einem Dach ab. Das Angebot der über 2.000 Aussteller reicht von Aluminiumprofilen bis zu Ziegeln. Und wir haben eine große Innovationskraft, das macht uns sexy.“ Die zukunftsweisenden Themen, die für das

Bauen immer wichtiger werden, spiegeln sich in den vier Leitthemen der BAU wieder. Ein Leitthema ist die „Intelligente Fassade“. Heute sind Fassaden multifunktionale und innovative Hüllsysteme, die komplexen Anforderungen gerecht werden müssen. Dem haben Architekten, Fachplaner und Bauproduktehersteller Rechnung zu tragen. Zum Beispiel, indem sie Fassaden energetisch optimieren

Im zweiten Leitthema geht es um die fortschrei-

Ein weiteres Thema, das die Akteure in der Bau-

wirtschaft derzeit beschäftigt, sind vernetzte Gebäude. Denn in Zukunft wird die Gebäudesteuerung das Verhalten der Bewohner vorhersagen können. Durch die Vernetzung der Mobilitätsprofile der Bewohner mit dem Energiebedarf der Gebäude und Rahmenbedingungen wie Wetter, Sonneneinstrahlung oder temporärem Stromverbrauch lassen sich Optimierungspotenziale erreichen, die früher undenkbar waren. Gleichzeitig wächst eine neue Generation heran, für die digitale Dienste selbstverständlich sind. Sei es, dass sich vor dem Nachhause kommen eine behagliche Raumtemperatur einstellt, dass sich Türen automatisch verriegeln oder die Waschmaschine den günstigsten Stromtarif nutzt. „Wenn überhaupt ein Stromtarif bezahlt werden muss“, gibt Pfeiffer zu bedenken, „denn das Smart Building von morgen ist energieautark“. Und schließlich das Leitthema „Bauen und

Wohnen 2020“. „In Zukunft werden Arbeiten und Wohnen stärker vernetzt sein und flexibel an unterschiedlichen Orten stattfinden.

FRAGEN AN TIM STOLLBERG

Die Zukunft des Arbeitens ist somit nicht mehr davon abhängig, wo ein Unternehmen seinen physischen Ort hat“, prognostiziert Pfeiffer. Außerdem stelle sich die Bauwirtschaft der Herausforderung, die im urbanen Bereich geforderten 400.000 und mehr Wohnungen pro Jahr zu bauen. Und schließlich tue sich im Bereich des barrierefreien Bauens unglaublich viel: Die Menschen wollten heute so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben, das hätten Planer unbedingt zu berücksichtigen. Was Dr. Reinhard Pfeiffer besonders hervor-

hebt, ist die für Baumessen starke internationale Ausrichtung der BAU. Die Zahl der ausländischen Besucher hat sich seit 2009 verdoppelt. Zur letzten Bau kamen erstmals eine Viertel Million Besucher, davon über 72.000 aus dem Ausland. Man gebe sich große Mühe, insbesondere die Zielgruppe der Architekten weiter mit einem attraktiven Angebot zu bedienen. Dazu gehören auch die kostenfreien Architekturführungen, die bei der „Langen Nacht der Architektur“ am vorletzten Messetag angeboten werden. Pfeiffer: „Beim Besuch von rund 70 Gebäuden kann man sich davon überzeugen, dass München gar nicht so bieder ist, wie viele denken!“ 

Text: Chan Sidki-Lundius

FAKTEN Der Jurist Dr. Reinhard Pfeiffer (Jg. 1963) ist seit April 2014 stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. Er ist verantwortlich für viele internationale Fachmessen, das Bauzentrum Poing, das Geschäftsfeld Gastveranstaltungen, das ICM und das MOC Veranstaltungscenter München. Vor seinem Einstieg bei der Messe München war er Geschäftsführer der Bayern International GmbH.

Tim Stollberg, Bauingenieur und Experte für Bauprodukte bei der Schöck Bauteile GmbH

Wozu dienen virtuelle Baustellenplanungen? Wenn Gebäude nicht nur auf Papier oder am Rechner geplant sondern auch digital errichtet werden, ist es leichter, Kostenschätzungen und Terminplanungen einzuhalten. Alle Baupartner müssen die Daten der einzelnen Bauteile als Datenpaket digital zur Verfügung stellen, damit der Bau zuerst mal im Computer entstehen kann bevor die wirklichen Bauarbeiten beginnen. Die virtuelle Baustelle erleichtert die Planung, senkt die Kosten und erhöht die Planungsgenauigkeit.

Ist das Zukunftsmusik? Nein, da gibt es schon Beispiele. In Skandinavien, den Niederlanden und in England ist digitale Bauplanung bereits State of the Art. Dies ermöglicht eine bessere Kostenplanung und schafft Transparenz in Großprojekte wie zum Beispiel die Elbphilharmonie in Hamburg oder der Bahnhof Stuttgart 21.

Was heißt das für Firmen? Sie werden in Zukunft für ihre Produkte auch den Datensatz liefern müssen. Das wird den Unternehmen erleichtert durch den Trend zum Bauen mit standardisierten Elementen. ANZEIGE

Herr Kamp, warum ist Hanf eine echte Alternative für die Dämmung von Fassaden? Zunächst einmal überzeugt Hanf im Vergleich zu anderen ökologischen Dämmstoffen mit einer ausgezeichneten CO2-Bilanz. Hanf bindet mehr CO2 als bei der gesamten Herstellung verbraucht wird. Darüber hinaus kommt die einjährig nachwachsende Pflanze ganz ohne Dünger oder Pestizide aus und wächst überall. Das sind schon einmal gewichtige Argumente. Wie sieht die Öko- und Energiebilanz im Vergleich zu klassischen Dämmstoffen wie Steinwolle oder EPS aus? Mit seinen hervorragenden Eigenschaften nimmt Hanf eine Sonderstellung unter den Dämmstoffen ein und kann sich durchaus mit konventionellen Produkten messen. Das Hanfsystem bietet außergewöhnliche Produkteigenschaften und hat ein beeindruckendes Nachhaltigkeitskonzept. Der Dämmstoff Hanf ist hoch wasserdampfdurchlässig und kompostierbar – das macht ihn einfach sympathisch. Gibt es Langzeiterfahrungen bezüglich Qualität und Haltbarkeit von Hanf als Dämmstoff? In Österreich gibt es Objekte, die vor über zwölf Jahren mit Hanf gedämmt wurden und deren Fassadenoberflächen sich in einem sehr guten Zustand präsentieren.

Andreas Kamp (Dipl.-Ing.), Marketingleiter Capatect Welche Punkte bringen Sie an, wenn Sie Kunden von Hanf als Dämmstoff überzeugen wollen? In erster Linie sind die ökologischen und bauphysikalischen Vorteile ein wichtiges Kaufargument für Hausbesitzer. Außerdem spielt Lärm in der öffentlichen Diskussion eine immer größere Rolle. Mit unseren Hanfplatten bieten wir einen natürlichen Werkstoff, der eine gute Wärme- und Akustikdämmung vereint und dazu noch sehr ökologisch ist. Das kommt bei Kunden gut an. Zu guter Letzt bieten Fassadendämmungen aus Hanf auf Grund ihrer hohen Wärmespeicherkapazität einen sehr guten sommerlichen Hitzeschutz. Selbst an heißen Sommertagen sorgen sie für wohltemperierte Räume. Und nachts wird diese gespeicherte Wärme dann wieder abgegeben. Dadurch bleiben die Fassaden trocken. Algen und Pilze beispielsweise haben keine Chance zu wachsen. Was muss ich tun, wenn ich mein Haus mit Hanf dämmen möchte? Wichtig ist, dass Sie einen zertifizierten Hanfpartner beauftragen. Diesen und weitere Infos zur Dämmung mit Hanf finden Sie unter www.hanf-daemmt-gruener.de.

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Hanfdämmung im Detail Die Hanffaser-Dämmplatten bestehen zu 89 Prozent aus Hanffasern, die im so genannten ThermoboundVerfahren in einer Vliesfaserproduktion hergestellt werden. Wie bei Papiertaschentüchern werden Biko-Fasern aus Polyester oder auch Maisstärke zum Binden verwendet, sodass am Ende ein voll kompostierfähiger Dämmstoff entsteht. Besonders beeindruckend ist die Ökobilanz von Hanf: Es speichert mehr Kohlendioxid als für Anbau, Ernte, Verarbeitung und Transport in die Atmosphäre gelangt. www.hanf-daemmt-gruener.de / www.caparol.de


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MÖGLICHKEITEN – NEUE-WIRTSCHAFT.COM

Foto: lev dolgachov - Fotolia

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NATURDUFT FÜR DIE WÄNDE

Es ist tatsächlich ein neues Produkt auf dem Markt, das zum Beispiel eine Tapete nach frischem Heu duften lässt.

Erinnern Sie sich noch an die Schlagzeile vom klugen Kühlschrank, der selbst bestellt, was in ihm fehlt?

Damals hat das noch für Aufsehen gesorgt. Inzwischen ist das Smart Home, das clever vernetzte Haus, längst keine Zukunftsvision mehr. In immer mehr Wohnungen und Eigenheimen halten intelligent vernetzte Anlagen und Geräte Einzug. Das ich von Unterwegs mit meinem Smartphone die Rollläden herunterlassen, alle Lichter einschalten und die Heizung herunter oder herauf fahren kann, ist mittlerweile wohl schon selbstverständlich. Das es inzwischen aber intelligente Kloschüsseln gibt, die den Blutzucker im Urin messen können, ist neu. Was das intelligente Haus zum Top-Thema macht, ist jedoch vor allem die effiziente Nutzung der Energie. Also die Sparmodelle bei Heizung, Lüftung und vor allem auch dem Stromverbrauch. Wie perfekt und energiesparend kann das Zusammenspiel der Geräte und Anlagen in einem NICHT NUR Smart Home schon sein? Fragen GREIFEN, wir doch Rolf Beitz, den Energieberater und Effizienzexperten der

AUCH DRAN RIECHEN!

Hamburger Spezialisten von der Q-Data-Service GmbH. „Grundsätzlich geht es beim smarten Energiesparen darum, dass sich die Nutzer nicht dem Haus, sondern das sich das Haus seinen Nutzern anpasst“, so Rolf Beitz.

sich wo aufhält. Die Oma setzt sich vor den Fernseher und hat es dabei gerne drei Grad wärmer als die anderen Bewohner. Das Smarte Haus schaltet dann eine Infrarot-Heizung über dem Sofa zu, statt am Thermostat die gesamte Raumtemperatur hoch zu regeln“, erzählt Rolf Beitz.

Die Natur in die Wohnung holen. Wer wünscht sich das nicht. Mit Pflanzen geht das natürlich. Ein Wenig auch mit einer Blumentapete. Oder mit einem vergrößerten Foto von der letzten Wanderung in den Bergen. Und wenn Sie es ansehen, ist in der Erinnerung vielleicht auch wieder der intensive Duft von frischem Heu. Schade – den müsste man auch mit nach Hause bringen können. Aber warum tun sie es dann nicht? Es ist tatsächlich ein neues Produkt auf dem Markt, das den Rahmen eines Urlaubsfotos oder ihre Schreibunterlage, einen Lampenschirm oder auch eine Tapete nach frischem Heu duften lässt. Oder sie wählen Rosenblätter als Dekor, Lavendel, Kornblumen, Gräser oder vieles andere. Und es ist tatsächlich sorgfältig behandeltes und zerkleinertes Heu, es sind Rosenblätter oder Kornblumen, die mit speziellen Verfahren auf Klebefolien aufgetragen sind und so bei Ihnen Zuhause ihren natürlichen Duft abgeben. Organische Dekorbeschichtung ist eine neue Entwicklung, die so duftet wie sie aussieht.

NACHHALTIGE WÄRMEDÄMMUNG Foto: slavun - Fotolia

MIT DEM SMART HOME SPAREN

„Grundsätzlich geht es beim smarten Energiesparen darum, dass sich die Nutzer nicht dem Haus, sondern das sich das Haus seinen Nutzern anpasst“, so Rolf Beitz, Energieberater und Effizienzexperte der Hamburger Spezialisten von der Q-Data-Service GmbH.

NICHT NUR Ganz praktisch gefragt: Wie soll das GREIFEN, gehen? „Nehmen wir an, man sitzt Und wenn es ihr zu warm wird, AUCH DRANmacht morgens gegen sieben Uhr beim sie das Fenster auf und RIECHEN!

Frühstück, das Elektroauto ist über die Ladestation mit dem Haus verbunden. Es ist Sonnabend, man fährt also nicht ins Büro und das Auto wird erst später gebraucht. Der Strom zum Kochen des Kaffees, für den Toaster und das Frühstücksei kommt nun aus dem Auto, nicht aus dem Stromnetz. Gegen acht Uhr geht die Sonne auf und von der Solaranlage auf dem Dach wird der entnommene Strom wieder in das Auto zurück geladen. Ist das erledigt, wird später auch die Waschmaschine automatisch von der Solaranlage betrieben.“ Und wie stellt sich das intelligente

Haus auf jeden einzelnen Bewohner ein? „Über eine Smart-Watch weiß das System, wer Zuhause ist und

lüftet? „Nein, denn in einem Smart Home soll natürlich keine Energie verschwendet werden. Verbrauchte Luft wird heute über Systeme mit Wärmerückgewinnung ausgetauscht, wobei der Außenluft möglichst viel Wärme aus der Raumluft zugeführt wird. Inzwischen gibt es hier auch preiswerte Lösungen zum Nachrüsten. Es wird dabei nur so viel gelüftet wie nötig, indem nicht nur die Temperatur, sondern auch die Feuchte und der CO2-Gehalt der Luft gemessen werden. Smart Home heißt vor allem also auch Spar-Home, ohne Einschränkung in der Lebensqualität. Häuser die mitdenken sind sozusagen die Zukunft von heute.“ Text: Norbert Scheid

Neue Chancen für die Nachhaltigkeit in der Bauentwicklung.

Es fällt auf. Immer häufiger sieht man neue Gebäudekomplexe, ob nun ein Bürohaus oder die Filiale einer Lebensmittelkette, die mit einer Holzkonstruktion umkleidet und umhüllt sind. Schön sieht das aus, und eine ideale Wärmedämmung ist es dazu. Holz, dieser seit Jahrtausenden vom Menschen genutzte nachwachsende Rohstoff wird in der modernen Architektur wieder populär. Vor allem auch, weil der Gedanke der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird. Nachhaltigkeit in der Bauentwicklung, das heißt Baustoffe zu verarbeiten, die hinterher erneut verwendet oder gefahrlos in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können. Heimisches Holz ist da ideal, auch weil es zur Minderung des CO2-Ausstoßes beiträgt. Auch Stroh und Lehm ergeben neue Chancen, vor allem dort, wo sie regional verfügbar sind. Stroh als Zusatzstoff im Lehmputz hat eine hohe wärmedämmende Wirkung und ist am Ende biologisch abbaubar. Der Werkstoff, der das Erscheinungsbild der modernen Architektur mit am stärksten prägt, ist natürlich Glas. Und das besteht zu rund 70 Prozent aus Sand. ANZEIGE

Genießen Sie den Duft von handgesenstem Almheu aus den Tiroler Bergen und vielen weiteren natürlichen Rohmaterialien als Oberfläche für Wände und Möbel, als Leuchtenschirm oder Akustikpaneel ... alle Infos bei www.organoids.at


DARAUF BAUT DER NORDEN

Mit starker regionaler Vernetzung, globalem Know-How und klimafreundlichen High-Tech-Produkten ist die TBN Transportbeton Nord GmbH & Co. KG ein starker Partner für Bauprojekte in Norddeutschland. Neben vielen anderen Projekten über die letzten 50 Jahre gehört insbesondere die Elbphilharmonie als neues Wahrzeichen unserer Stadt zu unseren Referenzen. Wir freuen uns, an diesem Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne mitgewirkt zu haben. In diesem Sinne machen wir weiter: Als erstes Unternehmen der traditionsreichen Betonindustrie deutschlandweit setzen wir in Hamburg moderne, emissionsarme und leise Hybrid-Mischer ein, damit unsere Stadt noch lebenswerter wird.

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RUCK ZUCK – MIT MODULEN SCHNELLER BAUEN Foto: Kara - Fotolia

Vorproduzierte Teile erhöhen nicht nur das Bau-Tempo. Ihr Einsatz senkt auch die Kosten erheblich und bietet Gestaltungsmöglichkeiten. Gebäude bauen mit in der Fabrik

bereits vorproduzierten Modulen geht schneller und qualitativ hochwertiger als das normale Bauen mit Ziegeln, Steinen, Beton oder Platten. Deshalb wurde die Art, Gebäude herzustellen, in den vergangenen Monaten stark von der öffentlichen Hand nachgefragt. Wenn Kindergärten, Schulen oder Flüchtlingsunterkünfte plötzlich ganz schnell benötigt werden, helfen industriell gefertigte Module. Mit denen waren die Probleme am schnellsten und günstigsten zu beheben. Wie effizient das Bauen mit Modulen ist, sieht man beispielsweise an folgenden Zahlen: 860 Mitarbeiter einer Modulbaufirma stellen in deren Werk jährlich rund 12.000 Module her, die eine Fläche von 190.000 Quadratmetern bedecken. Umgerechnet auf Quadratmeter pro Mitarbeiter liegt die Modulbauweise somit meilenweit vor dem herkömmlichen Bauen.

„Die Finanzierungskosten liegen bei 50 Prozent der herkömmlichen Bauweise“, Gerhard Hoffmann, Senior Auditor Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen.

und um die Tatsache, dass beim möglichen Abriss in der Zukunft ebenfalls weniger Kosten anfallen werden. Die standardisierte Bauweise mit exakt produzierten Teilen, deren Inhaltsstoffe genau definiert sind, sorgt dafür, dass leichter recycelt werden kann. Vor allem sind die Zinskosten

geringer. Das belegen Studien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Gerhard Hoffmann, CEO der ifes GmbH, ein Unternehmen, dass Kunden bei der Zertifizierung ihrer Gebäude durch den DGNB begleitet, fasst den Zinskosteneffekt so zusammen: „Die Modulbauweise ermöglicht durch den hohen Vorfertigungsgrad

Die industrielle Fertigung sorgt

für Tempo. Und um das ging es den Kommunen als sie bestellten. Aber auch um den Preis

der Module eine enorm kurze Bauzeit. Hierdurch lässt sich zum einen die Finanzierungsperiode entsprechend verkürzen. Kürzere Finanzierungszeiten wirken sich positiv auf die anfallenden Zinsen aus. Zum anderen können die Immobilien schneller in Betrieb genommen oder vermietet werden. Die Ersparnis bei den Finanzierungskosten liegt bei 50,6 Prozent gegenüber der Standardbauweise.“ Hoffmann betont auch die Nach-

haltigkeit von Modularbauten. Eine Studie zu einem dieser Gebäude, das als Büro- und Seminargebäude der Universität Köln eingesetzt wird, belege: Die Lebenszykluskosten, also

FRAGEN AN OLIVER LINDFELD

die Unterhaltskosten für ein Gebäude über 50 Jahre, sind bei Modulbauten geringer als bei Standardbauten.

Oliver Lindfeld, Geschäftsführender Gesellschafter von TBN Transportbeton Nord

Klare Linien, strenge kubische

Wir finden es wichtig, auch in unserer wettbewerbsintensiven Branche verantwortungsbewusst und innovativ zu handeln. Es reicht nicht, im Beschreiten alter Wege immer besser zu werden. Wir müssen auch den Mut haben, neue Wege zu gehen. Der Energya ist für uns so ein neuer Weg. Wir sind stolz darauf, die ersten in Deutschland zu sein, die ihn einsetzen. Zwar wird die Treibstoffeinsparung die Anschaffungsmehrkosten nicht direkt decken, jedoch investieren wir in die Zukunft: Wir entlasten Mensch und Umwelt.

Formen, Fensterbänder, die Möglichkeit großflächiger Verglasung und Fassadensysteme aus Holz, Metall, Keramik oder Glas sorgen für Quadrate und Rechtecke und wenn gewünscht farbige Oberflächen – Modulgebäude sind architektonisch oft wenig anspruchsvoll, sondern einfach nur funktional. So entstehen beim Bau von Bildungseinrichtungen, Universitäten, Kliniken, Bürogebäuden und Geschosswohnungsbau seit Jahrzehnten immer wieder Bauwerke, die für ihr klares Aussehen mit Preisen ausgezeichnet werden. Text: Christian Litz

FAKTEN Vorteile der Modulbauweise: • Bauzeit bis zu 70 Prozent kürzer. • Nur ein Unternehmen baut. Das heißt: ein Ansprechpartner für den gesamten Bau. • Kosten sind vorab klar. Alles wird vorgefertigt. • Die Baustelle ist ruhig. Lärm-Arbeit findet vorab in einer Fabrik statt. • Später Anbauen geht leichter mit Zusatzmodulen. • Flexibilität bleibt gewahrt. Grundrisse lassen sich aufgrund nichttragender Innenwände verändern.

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Wodurch zeichnet sich das Modell aus? Die Trommel des Mischers wird nicht durch den Dieselmotor, sondern elektrisch über eine Batterie angetrieben. Diese lädt sich selbst während der Fahrt oder über das Stromnetz im Werk auf.

Welche Vorteile ergeben sich im praktischen Einsatz? Wir gehen von einer Reduzierung des Dieselverbrauchs um etwa ein Drittel aus. Das spart 7.000 l Diesel und 20 t CO2 pro Jahr und Fahrzeug. Zudem halbieren wir die Geräuschemissionen. Stellen Sie sich vor, wie groß der Unterschied für Mensch und Umwelt wäre, wenn die Betonmischer, die täglich im Einsatz sind, alle hybrid wären! ANZEIGE

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AUF DEN ZWEITEN BLICK DIE ERSTE WAHL. Genaues Hinsehen lohnt sich – Modulbau ist mehr als eine Alternative zu konventionellen Bauweisen. Denn wir bauen anders: zuverlässig, modern und innovativ.

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Distributed with Die WELT 20 December 2016

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