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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON EUROPEAN MEDIA PARTNER

Nr. 49 Juni 2020

Deutscher Mittelstand – Stark für Euch! EUROPEAN

Sonderpublikation in der FAZ im Juni 2020

MEDIA PARTNER

Perspektiven in der Krise Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Optimierung erkennen und nutzen Entwicklung

Wie eine DINNorm helfen kann, sich finanziell krisenfest aufzustellen. Seite 8

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Kommunikation

Titelstory | Andera Gadeib

Was tun für die Absicherung des Mittelstands? Was muss geschehen, damit dieser zukunftsfähig wird?

Unternehmenskommunikation in Krisenzeiten Neben der Vermittlung von Kernpunkten wie Transparenz und wirtschaftlicher Kontinuität, sollten Unternehmen nicht nur Inhalte liefern, sondern auch Haltung zeigen.

COVID-19 als Riesenchance Andera Gadeib, Vorständin des Bundesverbands IT-Mittelstand – bitmi, über hilfreiche Tools und Impulse für die Zukunft.

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EXIST Gründerstipendium – Gründungsförderung für Studierende, Absolventinnen und Absolventen

www.exist.de


Deutscher Mittelstand – Stark für Euch!

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Eine unabhängige Kampagne von European Media Partner

Recyclen oder weiterreichen!

DIE HIGHLIGHTS

analysedeutschland.de

Deutscher Mittelstand 10. Auch in Krisenzeiten gut versorgt 16. Titelstory: Andera Gadeib 18. Ingo Kramer

ANALYSE

20. Ein mittelstands feindliches Gesetz 22. Unternehmens kommunikation 26. US-Immobilienmarkt

ANALYSEDEUTSCHLAND.DE Wer die Technologie liefert, setzt Standards Interview mit Antonio Krüger, dem CEO des DFKI.

ANALYSEDEUTSCHLAND.DE Ein Gründer solle nie übermütig werden Gründer müssen zu Unternehmern werden, so Frank Thelen.

ANALYSEDEUTSCHLAND.DE Der sichere (Anlage-)Hafen Gold Die Möglichkeiten von Gold als Geldanlage.

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Den Mittelstand stärken! D

v. l.: Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft und Peter Altmaier, Deutscher Bundesminister für Wirtschaft und Energie

vorwort Die Corona-Krise stellt den deutschen Mittelstand vor gewaltige Herausforderungen. Ganze Branchen, wie die Gastronomie, das Tourismusgewerbe oder der Messebau sehen einer ungewissen Zukunft entgegen. International wichtige Lieferketten sind zusammengebrochen, dadurch fallen Aufträge seitens der Industrie weg. Gleichzeitig mangelt es an privater Nachfrage. Die Bürger halten in der Krise ihr Geld zusammen.

ANALYSE #48 Deutscher Mittelstand – Stark für Euch!

as alles hat fatale Folgen für mittelständische Unternehmer und Selbstständige. Man muss kein Prophet sein, um eine massive Insolvenzwelle im zweiten Halbjahr zu prognostizieren. Zumal niemand weiß, wann sich die (welt)wirtschaftliche Lage insgesamt wieder bessert. Und: Wir müssen von Corona-Krisen im Plural sprechen. Neben der medizinischen Pandemie haben wir es mit einer Rezession und einer internationalen Staatsschulden- und Währungskrise zu tun. Das Konjunkturpaket der Bundesregierung lindert die Folgen der Coronakrise, setzt allerdings zu stark auf den privaten Konsum als Konjunkturmotor. Umso mehr sind die Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Unternehmen zu begrüßen. Dies gilt ebenso für die steuerlichen Erleichterungen für Investitionen, wie die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung und die Ausweitung des steuerlichen Verlustrücktrags. Doch das kann nur der Anfang sein. Der Mittelstand schafft Arbeit, Einkommen und damit Wohlstand für unser Land. Die Millionen Klein- und Mittelbetriebe müssen rasch und nachhaltig entlastet werden, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Dafür braucht es eine politische Reformagenda: weniger Steuern und Abgaben, mehr Flexibilität, zum Beispiel bei der Arbeitszeit. So gehört der Solidaritätszuschlag für alle abgeschafft, und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2020. Dadurch erhielten die Betriebe schnell und unbürokratisch frische Liquidität. Was mit Sicherheit niemand braucht, sind zusätzliche Belastungen der Betriebe. Die Wiedereinführung der Vermögensteuer etwa mag

Sales Director: Rouven Flache Geschäftsführung: Nicole Bitkin Editor: Alicia Steinbrück Art Director: Aileen Reese Text: Alicia Steinbrück, Chan Sidki-Lundius, Katja Deutsch, Helge Strömer Coverfoto: unsplash, mostphotos, Fotolia Distribution&Druck: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2020, Frankfurter Societäts-Druckerei GmbH

auf den ersten Blick solidarisch scheinen, ist es aber nicht. Denn mehr Abgaben bedeutet weniger Investitionen, und das kostet Arbeitsplätze. Aus falsch verstandener Solidarität stehen auch staatliche Hilfen für Konzerne in der Kritik. Ich halte nichts von einer Diskussion „Klein gegen Groß“. Von einer starken Automobilindustrie etwa profitieren sowohl die mittelständischen Zulieferer als auch ihre Mitarbeiter. Das gilt gleichermaßen für die Luftfahrts- oder die Reisebranche. Die Großunternehmen brauchen den Mittelstand und umgekehrt. Auch und gerade in der Corona-Krise haben viele Spitzenpolitiker das Gespräch mit unserem Verband gesucht. Ein Ergebnis war die Aufstockung der staatlichen Haftungsgarantie für KfW-Hilfskredite auf 100 Prozent. Das reicht aber nicht aus. Der Mittelstand muss künftig bei allen wichtigen wirtschaftspolitischen Entscheidungen angehört werden. Dafür werden wir uns mit aller Kraft einsetzen. Jede Krise ist zugleich eine Chance – für den, der die richtige innere Einstellung hat. Bildlich gesprochen: Wer niemals hinfallen will, wird sein Leben lang auf dem Bauch kriechen. Daher gilt insbesondere in diesen Zeiten: Haben Sie keine Angst vor, sondern Freude auf die Herausforderungen! Dann besteht für Sie die große Chance, als Gewinner aus der Krise hervorzugehen.

Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft

European Media Partner Wir erstellen Online- und Printkampagnen mit wertvollen und interessanten Inhalten, die an relevante Zielgruppen verteilt werden. Unser Partner Content und Native Advertising stellt Ihre Geschichte in den Vordergrund.

Herausgegeben von: European Media Partner Deutschland GmbH Rödingsmarkt 20 DE-20459 Hamburg

Tel.: +49 40 87 407 400 Die Inhalte des „Partner Content” in dieser Kampagne wurden in Email: de@europeanmediapartner.com Zusammenarbeit mit unseren Kunden erstellt und sind Anzeigen. Web: www.europeanmediapartner.com

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Vertrauen in Ihr Unternehmen stärken:

Gut vorbereitet ins Kreditgespräch Unternehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, können auf Hilfskredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückgreifen. Die Kreditvergabe soll schnell und unkompliziert über die jeweilige Hausbank erfolgen. Damit das Kreditgespräch zum Erfolg wird, sollten Sie sich gut darauf vorbereiten.

ten Risiko ab. Die Kreditwürdigkeit des Antragstellers prüfen Banken mithilfe einer Bonitätsauskunft. Diese Bewertung basiert auf verschiedenen Kriterien, wie etwa auf dem Eigenkapital, dem Zahlungsverhalten oder dem Branchenrisiko.

Mit einem Bankberater stecken Sie zunächst die Rahmenbedingungen ab: Was soll finanziert werden? Wie hoch ist der Finanzierungsbedarf und wie sehen die Konditionen aus? Erkundigen Sie sich vorab, welche Hilfsprogramme der Bundesregierung für Sie in Frage kommen, damit Sie das entsprechende Antragsformular im Bankgespräch vorlegen können. Sie überzeugen, indem Sie Ihre finanzielle Situation ersichtlich darlegen und mit Zahlen untermauern. Zur guten Vorbereitung gehört auch, dass Sie im Vorfeld wissen, welche Sicherheiten Sie einbringen können und wie Sie die Abzahlung des Kredits planen.

Voraussetzung für die Bewilligung eines Hilfskredits ist der Nachweis, dass Ihr Unternehmen aufgrund der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten ist. Wer belegen kann, dass seine Firma bis Ende 2019 wirtschaftlich gesund war, hat gute Chancen auf einen Kredit. Creditreform unterstützt Unternehmer an diesem Punkt und stellt auch Nicht-Mitgliedern einen kostenlosen Bonitätsnachweis für 2019 aus, den sie für ihren Kreditantrag verwenden können. „Mit dem Bonitätsnachweis von Creditreform können Sie das Vertrauen der Banken in Ihr Unternehmen stärken und gehen optimal vorbereitet in ein Kreditgespräch“, verdeutlicht Roland Wedding, Mitglied der Geschäftsleitung im Verband der Vereine Creditreform e.V.

Da sich Kreditinstitute gegen mögliche Verluste absichern müssen, hängt die Kreditvergabe vom geschätz-

Kostenfreier Bonitätsnachweis für Unternehmen

KOSTENFREIER BONITÄTSNACHWEIS WWW.BONINACHWEIS.DE

www.boninachweis.de


ANALYSE

EXIST – Partner Content

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Unterstützung für Gründer partner content

Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 265.692 Existenzgründungen – das zeigt: Wir leben in einem Gründerland mit einer aktiven Start-up-Szene. Doch mit einer Idee allein ist es noch nicht getan – oftmals fehlt es an Liquidität, aber auch Erfahrung und Unterstützung. Gerade in Krisenzeiten, wie wir aktuell mit Corona erleben, sind die Voraussetzungen für Unternehmensgründungen oftmals erschwert. Möglichkeiten gibt es mit zahlreichen Förderprogrammen sowie -organisationen, welche zu verschiedensten Themenbereichen passen und dort bei der Gründung helfen. Dabei kann es sich um Unterstützung in Form von Erfahrungswerten, zum Beispiel zur Erstellung des Businessplans, oder natürlich auch Geldern, wie beispielsweise Beteiligungen oder Krediten, handeln. Dank des EXIST-Förderprogramms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) konnte beispielsweise im April 2020 die Gouna GmbH gegründet werden, welche seitdem mit ihrem Produkt „GoClip“ einen wertvollen Beitrag in der Landwirtschafts- und Agrarbranche leisten. Die beiden Programme EXIST-Gründerstipendium und EXIST-Forschungstransfer werden durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert. Das Programm unterstützt bei der Vorbereitung und Gründung von technologieorientierten und wissensbasierten Unternehmensgründungen, ein weiteres Ziel ist die Verbesserung des Forschungsklimas an Hochschulen, aber auch außeruniversitären Einrichtungen. Drei Säulen bilden die Grundlage des EXIST-Programms: Das Gründerstipendium, der Forschungstransfer und die Gründungskultur. Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden bei ihren Gründungsideen unterstützt und haben so die Möglichkeit, ihre Vorhaben in Businesspläne umzusetzen.

„Mit einer Idee allein ist es noch nicht getan – oftmals fehlt es an Liquidität, aber auch Erfahrung und Unterstützung.“

www.gouna.tech www.exist.de

v.l.: Das Gründungsteam Lucas Schnackenberg, Saskia Strutzke und Daniel Fiske

Die WHO erklärte Stress als eines der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts – dieser wird dabei sogar noch oft unterschätzt. Dieses Phänomen betrifft aber nicht nur Menschen, sondern auch die Tierwelt und somit die Landwirtschaft. Der Begriff „Berufskrankheit“ in Bezug auf Stress ist auch in unseren Milchviehställen weit verbreitet und ein Faktor, unter dem Kühe oft leiden. Dabei ist die Förderung und der Erhalt der landesweiten Milchproduktion sehr wichtig – dafür sind natürlich die gesunden und somit leistungsstarken Tiere Grundvoraussetzung. Nur so können qualitativ hochwertige Milcherzeugnisse hergestellt und produziert werden. Da Krankheiten zu einer vorzeitigen Schlachtung der Tiere führen, kann das Leistungspotential der Kühe nicht vollends ausgeschöpft werden. Eutererkrankungen sind eine der typischen „Berufskrankheiten“ von Kühen. Am häufigsten kommen Euterentzündungen vor – welche zeitgleich auch noch die teuerste Krankheit im Bereich der Milcherzeugung ist. In Deutschland werden für die Behandlung von Eutererkrankungen jährlich 1,4 Milliarden Euro ausgegeben – eine horrende Summe und oftmals vermeidbare Kosten, denn werden die Erkrankungen frühzeitig erkannt, kann vorgesorgt werden. Die Gouna GmbH entwickelte daher intelligente und bisher einzigartige Nasenringe, mit dem Namen „GoClip“, die lediglich schonend an der Nase des Tieres geklippt werden. Dadurch werden permanent Daten des Tieres aufgenommen, durch eine KI-Software ausgewertet und an das Smartphone des Landwirtes gesendet. Bei alarmierenden Werten

„Die Gouna GmbH leistet einen wertvollen Beitrag in der Landwirtschaftsund Agrarbranche seit der Gründung im Jahr 2020.“ wird der Landwirt umgehend benachrichtigt. Dadurch werden sowohl Arbeitszeit als auch Geld gespart, denn durch frühzeitige Vorsorge werden weniger Medikamente gebraucht. Die Atmung ist ein feiner Messfühler des Körpers, welcher frühzeitig auf Veränderungen – wie Stress – hinweist. Die im System verbaute und einzigartige Technik ermöglicht es, sensitive Gesundheitsparameter am Tier zu erheben, wie eben die Frequenz des Atems. So können frühzeitig Erkrankungen der Atemwege erkannt und Behandlungen in die Wege geleitet werden. Atemwegserkrankungen sind eine der Hauptkrankheiten in Ställen und sorgen für eine Kälberverlustrate von 25 Prozent. Auch für andere Bereiche bietet das System, neben der Landwirtschaft, interessante Aspekte. Durch die Generierung sensitiver Parameter bieten sich der Agrarforschung eine neue Forschungsbasis. Bereits jetzt wird

Ringkonstuktion "GoClip" – dieser Ring wird an der Nase des Tieres angebracht. Darin verbaut ist die Technik, welche permanent die Daten des Tieres aufnimmt.

das System auf internationalen Kongressen vorgestellt, und zudem ist die erste Kleinserienproduktion in Entwicklung. Durch eine regelmäßige Kontrolle der Aktivität, Wiederkaurate und Brunst, frühzeitige Erkennung von Gefahren durch Stress, Atemwegs- und Stoffwechselerkrankungen sowie die Optimierung der Fütterung, Besamung, Tierarztbesuche und -behandlungen ermöglicht „GoClip“ ein innovatives System für gesunde Tiere und die Wirtschaftlichkeit des Betriebes. Das Produkt wird, in enger Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) in Potsdam, stetig auf wissenschaftlicher Grundlage weiterentwickelt. Die Gouna GmbH hat ihren Unternehmenssitz in Potsdam. Das innovative Team setzt sich aus der Agrarwissenschaftlerin Saskia Strutzke und den Softwareentwicklern Daniel Fiske und Lucas Schnackenberg zusammen.


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Partner Content – KFM Deutsche Mittelstand AG

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Der Mittelstand – Erfolgsmodell partner content

Mittelständische Unternehmen zeigen gerade im aktuellen Umfeld ihre wahre Stärke: Sie sind flexibel, arbeiten nachhaltig und wirtschaften solide. Davon können Anleger profitieren – über Anleihen, die allerdings von Profis ausgesucht und überwacht werden sollten.

Foto: Pres

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Hans-Jürgen Friedrich, Gründer und Vorstandsvorsitzender der KFM Deutsche Mittelstand AG Es ist schon erstaunlich, wie schnell einige Mittelständler in der Corona-Krise ihr Geschäftsmodell angepasst haben, um Produkte herzustellen, die dringend gebraucht werden. Zum Beispiel das Duisburger Spezialchemieunternehmen PCC, das auf die Produktion von Stoffen für Seifen und Desinfektionsmittel umgestellt hat, oder der Hemdenproduzent Eterna, der Mund- und Nasenschutzmasken näht. Und Bosch zählte zu den ersten Unternehmen, die einen Schnelltest zur Erkennung einer Covid-19-Infektion entwickelten. Flexibilität zeichnet den Mittelstand seit jeher aus. Immer wieder sind neue Herausforderungen zu bewältigen. Ein Beispiel ist auch das süddeutsche Unternehmen Hörmann. Sie baut auf vier Säulen auf: Automotive, Engineering, Services und Communication. Zurzeit läuft die Autobranche bekanntermaßen schwach, worunter auch die Zulieferer leiden. Dafür sind technische Dienstleistungen in den Bereichen Kommunikationstechnik und Energie-Erzeugung sehr gefragt. Risikoverteilung nennt man das. Einige Unternehmen nutzen Megatrends. So erfordert die klimapolitisch als notwendig erachtete Verkehrswende einen Ausbau des Schienennetzes. Davon profitiert AVES ONE mit der Sparte Eisenbahn-Logistik oder R-Logitech, die weltweit die Hafen-Logistik betreiben. „Die Corona-Krise zeigt ebenso wie andere Marktumbrüche: Die Mehrzahl der Mittelständler haben ein gesundes Geschäftsmodell“, bilanziert Hans-Jürgen Friedrich, Gründer und Vorstand der KFM Deutsche Mittelstand AG. Der erfahrene Spezialist für Unternehmenskredite weiß, wovon er spricht. Als Fonds-Manager verwaltet er Fonds, die ausschließlich in Mittelstandsanleihen investiert. Seit mehr als sechs Jahren erwirtschaftet der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS seinen Investoren jährliche Ausschüttungen von mehr als vier Prozent.

Woher haben die Mittelständler ihre Stärke? Friedrich kann hier auf unterschiedliche Aspekte verweisen. Die Unternehmen haben nicht zuletzt aus der Finanzkrise gelernt. Sie fuhren ihre Liquiditätsreserven hoch, verbesserten die Eigenkapitalquoten, entwickelten Krisenszenarien. Doch ihr großer Vorteil gegenüber großen Konzernen liegt in ihrer Flexibilität. „Wie Schnellboote können sie zügig Wendemanöver vollziehen, wo Konzerne eher wie träge Tanker reagieren“, beschreibt es der Mittelstandsexperte. Großunternehmen haben einen hohen Aufwand bei der Neustrukturierung von Arbeits- und Produktionsprozessen. Der Mittelständler macht das einfach. Gleichzeitig sind die Unternehmen dieses Segments langfristig orientiert. In Krisen wie der derzeitigen Corona-Einschränkungen halten sie zum Beispiel die Kontakte zu Lieferanten und Abnehmern. „Mittelständler suchen einen Ausgleich der Interessen. Sie wollen, dass auch ihre Partner

Weitere Infos zu den Mittelstandsanleihen-Fonds und der KFM Deutsche Mittelstand AG hier: www.kfmag.de

lange leben. Diese nachhaltige Orientierung zahlt sich aus“, erklärt Friedrich. Und was haben nun die Anleger davon? Mittelständler nutzen den Kapitalmarkt, um sich Finanzierungsmittel zu besorgen. Sie begeben dazu auch Anleihen mit attraktiven Konditionen. Die Erträge aus den genannten jährlichen Ausschüttungen des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS liegen deutlich über Kosten, Steuern und Inflation und bringen den Anlegern attraktive Renditen. Der Fonds strebt als Anlageziel eine Renditeentwicklung in Höhe von drei Prozentpunkten über der Rendite von fünfjährigen Bundesobligationen an. „Das haben wir bislang immer geschafft“, sagt Friedrich. Der Fonds bietet viele Vorteile gegenüber einer Einzelauswahl von Anleihen, die Anleger vielleicht selbst vornehmen wollen. Denn zum einen bietet er eine Risikostreuung, die sonst kaum zu bewerkstelligen ist. Der Deutsche Mittelstandsanleihen


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KFM Deutsche Mittelstand AG – Partner Content

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für Wirtschaft und Anleger

„Mittelständler suchen einen Ausgleich der Interessen. Sie wollen, dass auch ihre Partner lange leben. Diese nachhaltige Orientierung zahlt sich aus.“

Perlen aus Europa Anleger können jetzt auch in Anleihen mittelständischer Unternehmen aus der Europäischen Union investieren.

FONDS enthält derzeit 84 Schuldverschreibungen von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und kann zudem Anleihen kaufen, die Privatanlegern kaum zugänglich sind, zum Beispiel große Tranchen über 100.000 Euro. Die Fondsmanager wählen die Papiere nach einem strengen Auswahlverfahren aus, gesteuert von einer hohen Kreditkompetenz. Friedrich hatte selbst früher als Bankdirektor und Leiter des Kreditgeschäfts mittelständische Unternehmen bei der Beschaffung von Finanzierungen über Banken und Kapitalmärkte unterstützt und kennt daher die Strukturen in der Tiefe. Unternehmen und Anleihen werden in einem speziell von KFM entwickelten Analyseverfahren, dem KFM-Scoring, unter die Lupe genommen. Eine Aufgabe, die Privatanleger in diesem Umfang nicht leisten können. Über den Fonds erhalten sie aber den Zugang zu dieser spannenden Investment-Welt.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds hat seit kurzem einen Bruder. Die KFM Deutsche Mittelstand AG hat zusammen mit der Kapitalanlagegesellschaft MONEGA am 1. April diesen Jahres den europäischen Mittelstandsanleihen Fonds aufgelegt. Als offener Rentenfonds ist er mit einem Fondsvolumen von zehn Millionen Euro gestartet. Wie sein älterer deutscher Bruder, investiert er in gewissenhaft und sorgfältig ausgewählte Unternehmensanleihen. Die Mittelständler residieren in der Europäischen Union, wobei der Fokus auf Emissionen in Euro und aus stabilen Volkswirtschaften, wie zum Beispiel Deutschland, Frankreich, den Beneluxländern und Skandinavien liegt. Die Auswahl der Papiere erfolgt wie beim Deutschen Fonds aufgrund strenger Analyse und Bewertung nach dem KFM-Scoring, denn auch dieser Fonds soll den Anforderungen der Anleger nach einer laufenden und wiederkehrenden Rendite, Sicherheit und einem hohen Maß an Transparenz entsprechen.

Die Fonds im Überblick Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds Anlagekonzept investiert in deutsche Mittelstandsanleihen ISIN LU0974225590 WKN A1W5T2 Aktuelles Fondsvolumen mehr als 185 Mio. Euro Kosten Ausgabeaufschlag bis zu 3,0% (entfällt beim Kauf über die Börse), Verwaltungsgebühr 1,5% p.a., Rücknahmegebühr 0% Risiko (KIID) 3 (1= geringes Risiko bis 7= hohes Risiko) Ertragsverwendung jährliche Ausschüttung Europäischer Mittelstandsanleihen Fonds Anlagekonzept investiert in europäische Mittelstandsanleihen ISIN DE000A2PF0P7 WKN A2PF0P Aktuelles Fondsvolumen mehr als 10 Mio. Euro Kosten Ausgabeaufschlag bis zu 3,0% (entfällt beim Kauf über die Börse), Verwaltungsgebühr 0,95% (max. 1,50%), Rücknahmegebühr 0% Risiko (KIID) 3 (1= geringes Risiko bis 7= hohes Risiko) Ertragsverwendung jährliche Ausschüttung

Mehr Infos im Video KFM Finanz-Kompakt erklärt das Erfolgsmodell der KFM Deutsche Mittelstand AG. Drei Faktoren bestimmen den Erfolg der Mittelstandsanleihen Fonds: Sicherheit, Rendite und eine Transparenz, die weit über die gesetzlichen Transparenzrichtlinien hinausgeht. Zur Erfolgsgeschichte gehören daher auch zahlreiche Auszeichnungen, zum Beispiel der Große Preis des Mittelstands. Wie alles begann, warum der Fonds wächst und wie Anleger von der Stärke der mittelständischen Wirtschaft profitieren, erklärt die Videoserie KFM Finanz-Kompakt: www.kfmag.de/mediathek/

Über den Autor Hans-Jürgen Friedrich ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der KFM Deutsche Mittelstand AG. Der von ihm initiierte Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS wurde in 2018 und 2019 als Hidden Champion Fonds ausgezeichnet und 2020 mit dem transparenten Bullen prämiert. Er unterstützt ehrenamtlich als Vorstandsmitglied den KMU Verband.


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Partner Content – Bank Verlag

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Digitale Signatur (QES) – Ready, partner content

Corona hat uns von heute auf morgen vor viele Herausforderungen gestellt, jedoch auch neue Chancen eröffnet. Die Vernetzung und Digitalisierung werden immer wichtiger und entscheidender für die Kommunikation und den Abschluss von rechtskräftigen Geschäftsvorfällen. Gerade die Pandemie hat uns gezeigt, dass der persönliche Austausch, sowie das Unterzeichnen von Dokumenten für einen längeren Zeitraum stillstehen kann. Viele Unternehmen forcieren derzeit eine Umstellung auf volldigitale Prozesse. Die eIDAS Verordnung hilft kleinen und mittelständischen Unternehmen bei dieser Umorientierung. Aber was ist eIDAS? eIDAS ist die Abkürzung für „electronic Identification, Authentication and Trust Services“. Hierbei handelt es sich um eine europäische Verordnung, die die Grundlage für alle elektronischen Rechtsgeschäfte zwischen Unternehmern, Bürgern und auch Behörden regelt, um insbesondere die Rechtssicherheit, aber auch die Effizienz zu gewährleisten. Seit ihrem Inkrafttreten am 01.07.2016 sind grenzüberschreitende Identifizierungsund Vertrauensdienste zwischen sämtlichen EU-Mitgliedsländern einfach umsetzbar und werden innerhalb der europäischen Union anerkannt. Für Sie als Unternehmen ergeben sich dadurch u.a. folgende Vorteile: • Einfache und schnelle Verwaltung durch elektronische Prozesse.

www.bank-verlag.de/eidas

• Steigerung der Kundenzufriedenheit durch die Vereinfachung bei Rechtsgeschäften, wodurch wiederum eine höhere Abschlussquote entstehen kann. • Durch die eIDAS-Verordnung besteht die höchste Sicherheitsstufe und Rechts konformität. • Einfache Integrierung in bestehende Systeme durch eine einfache Schnittstelle. • Neukundengewinnung durch blitzschnelle, medienbruchfreie Abläufe. • Durch ein papierloses Büro erreichen Sie eine Kostensenkung, schonen die Umwelt und steigern gleichzeitig die Gewinne. Damit schaffen Sie auch Vorteile für Ihre Kunden: • Kunden können zeitlich und örtlich flexibel Verträge unterzeichnen. • Einfache und schnelle Umsetzung. • Sekundenschnelle und rechtssichere Rechtsgeschäfte werden ermöglicht. • Identifizierungsprozesse sind ebenfalls einfach und schnell im gleichen Prozess elektronisch einsetzbar. Der Bank-Verlag unterstützt die digitale Transformation mit verschiedenen Bausteinen: Fernsiegel-Service BVseal Das qualifizierte elektronische Siegel ist ein EU-weit anerkannter digitaler Stempel für juristische Personen. Damit können elektronische Dokumente mit einem qualifizierten Herkunftsnachweis und einem Schutz vor Veränderungen versehen werden. Eine rechtsgültige Archivierung sowie die

Sicherung der Beweiskraft werden damit unterstützt. Der Bank-Verlag ist seit dem 26. Juli 2019 qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter für den Vertrauensdienst BVseal und damit zur Erstellung von qualifizierten elektronischen Siegeln berechtigt. Mit einer komfortablen Schnittstelle, der sogenannten Vertrauensdienste-API, bietet der Bank-Verlag die Möglichkeit, diesen Service einfach in bestehende Geschäftsprozesse einzubinden. Fernsignatur-Service BVsign Zusätzlich zum Siegel-Service wurde der Antrag auf Zulassung als Vertrauensdiensteanbieter für qualifizierte elektronische Signaturen (QES) bei der BNetzA eingereicht. Gemeinsam mit einer Großbank hat der Bank-Verlag ein Projekt für den Einsatz der QES umgesetzt. Dabei wurde die Software-Lösung über die Vertrauensdienste-API, schnell und einfach in die bestehende Infrastruktur eingebunden. Durch den Einsatz der qualifizierten elektronischen Fernsignatur entfällt für den Kunden die herkömmliche händische Unterschrift, sowie das Ausdrucken, Einscannen, sowie Versenden der Dokumente. Innerhalb von Sekunden kann der Kunde mobil via Smartphone oder Tablet elektronisch unterschreiben und einen Vertrag rechtskräftig abschließen. Die qualifizierte elektronische Fernsignatur nach der „eIDAS-Verordnung“ (EU) Nr. 910/2014 ist die digitale Version der händischen Unterschrift auf Papier und erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen der Schriftformerfordernis. Sie beruht auf einem

(zum Zeitpunkt ihrer Erzeugung gültigen) qualifizierten Zertifikat und wird mithilfe einer sicheren Signaturerstellungseinheit (SSEE) erstellt. Die Ausstellung und die Prüfung des qualifizierten Zertifikats und die Erstellung der qualifizierten Fernsignatur erfolgen durch einen zugelassenen eIDAS-Vertrauensdiensteanbieter. Für das zu signierende elektronische Dokument wird zunächst mit einem mathematischen Algorithmus ein eindeutiger Hashwert generiert, der dann vom Unterzeichner mittels asymmetrischer Kryptografie und seinem privaten Schlüssel verschlüsselt wird. Das Ergebnis dieser Verschlüsselung, die QES, wird dem Dokument angefügt. Damit ist das Dokument vom Unterzeichner rechtsgültig unterschrieben. Der eIDASVertrauensdiensteanbieter erbringt in einem umfangreichen Zulassungsverfahren gegenüber seiner Zulassungsbehörde (für Deutschland die Bundesnetzagentur) den Nachweis, dass alle gesetzlichen Anforderungen für die Erstellung einer QES eingehalten sind und die genutzten Prozesse manipulationssicher sind. Die Abwicklung von Geschäftsprozessen erfolgt: • Medienbruchfrei, • Papierlos, • Europaweit anerkannt.


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„Mit eIDAS ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten – etwa für Behörden beim Ausbau ihres eGovernments, aber auch in Unternehmen für die rechtssichere, digitale Signatur zum Beispiel von Kaufverträgen, Zeitarbeiterverträgen, Dienstleistungsverträgen oder IP-Lizenzvereinbarungen.“

Steady, Klick to Go! Interview mit Karina Lahser und Ingmar Besch von der Bank-Verlag GmbH: Das Angebot für eIDAS-konforme Fernsignaturen des Bank-Verlags nennen Sie ganz provokativ den digitalen Stift. Ist es tatsächlich so einfach? Wenn eIDAS-konforme Fernsignaturen von den Kunden akzeptiert und zu einer Selbstverständlichkeit werden sollen, dann muss der Prozess genauso einfach wie eine analoge Unterschrift sein. Daher nutzen wir ganz bewusst das Bild eines digitalen Stifts. Denn die Zeiten von Medienbrüchen und komplizierten Prozessen sollten mit den heute vorhandenen Möglichkeiten endgültig vorbei sein. Wie kann ein solcher Einsatz Ihrer eIDAS-Signaturlösung in der Praxis aussehen? Der Kunde kann beispielsweise bei seiner Bank einen Kredit abschließen – und das so schnell und einfach wie eine Online-Überweisung, innerhalb von Sekunden! Bei Bestandskunden liegen im Regelfall bei der Bank die eIDAS-konformen Legitimationsdaten bereits vor, sodass z. B. mit der Mobile-TAN die Authentifizierung vorgenommen werden kann. Dadurch ist ein intuitiver Prozess entstanden, der komplett elektronisch abläuft. Unter dem nachfolgenden QR-Code kann man einmal selbst ausprobieren, wie das funktioniert:

Ort durchführen. Die Infrastruktur ist bei den Banken im Regelfall bereits vorhanden, sodass der digitale Prozess damit vereinfacht wird. Der Einsatz ist aber auch ohne Weiteres in jedem anderen Unternehmen möglich.

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Karina Lahser, Vertriebsmanagerin eIDAS & Vertrauensdienste Bank-Verlag GmbH

Die Theresienbank–Musterprozess BVsign mit Mobile-TAN*

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Ingmar Besch, Key-Account-Manager Bank-Verlag GmbH

Lediglich bei der ersten Nutzung der Signaturfunktion ist eine einmalige Registrierung für die Fernsignatur notwendig. Mit unseren Bausteinen ermöglichen wir einen durchgängigen elektronischen Prozess. Die Reaktionszeiten werden enorm beschleunigt. Dadurch werden auf der einen Seite die Prozessabläufe reduziert und die Betriebssicherheit erhöht, auf der anderen Seite im Massenmarkt Kostenvorteile und eine Zufriedenheit für den Kunden erzielt. Gemeinsam mit unserem Partner Governikus können wir mittels des elektronischen Personalausweises auch eine Identifizierung und Authentifizierung online oder per Auslesen vor

Welche Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich noch mit dem eIDAS-Verfahren? Mit eIDAS ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten – etwa für Behörden beim Ausbau ihres eGovernments, aber auch in Unternehmen für die rechtssichere, digitale Signatur z. B. von Kaufverträgen, Zeitarbeiterverträgen, Dienstleistungsverträgen oder IP-Lizenzvereinbarungen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wir stehen aktuell am Anfang einer sehr interessanten Entwicklung. Wir sehen hier einen großen Mehrwert, der die Arbeitsbelastung erheblich senkt und von den Verbrauchern gut akzeptiert wird. Der Bank-Verlag verfügt über die einzelnen Bausteine, um einen durchgängig elektronischen Prozess zu ermöglichen. Kontakt: Ingmar Besch +49 69 4789429-15 ingmar.besch@bank-verlag.de Karina Lahser +49 221 5490-518 Sarah-karina.lahser@bank-verlag.de


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Eine Norm für die Financial Wellness entwicklung Wie eine DIN-Norm helfen kann, sich finanziell krisenfest aufzustellen. Text: Alicia Steinbrück Foto: unsplash/ Charles Deluvio

A

m 18. Januar 2019

wurde die DINNorm 77230 „Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte“ veröffentlicht – eine von rund 35.000 Normen in der gut 100-jährigen Geschichte des Deutschen Instituts für Normung und dennoch eine Sensation. Die 77230 ist nämlich die erste in Deutschland erarbeitete Norm für die Verbesserung der Finanzberatung. Es dauerte nicht weniger als vier Jahre, bis sich Vertreter der größten Banken, Versicherungen, Vertriebe, Verbände und Organisationen, einschließlich Verbraucherschützern und Wissenschaftlern, auf einen einheitlichen Standard dafür verständigten, wie zukünftig die finanzielle Situation von Privatpersonen analysiert werden soll. Wie Finanzmakler, Bankberater und Versicherungsvermittler der eigentlichen Beratung und dem Verkauf eine objektive Analyse voranstellen können, die unabhängig ist von ihren eigenen Vorlieben, Schwerpunkten und Vertriebsvorgaben und sich ausschließlich an der Lebenssituation der von ihnen

Viele Menschen wollen die Lehren für die Zukunft ziehen und sich für die Zukunft krisenfest aufstellen.

Eine Analyse ist unentbehrlich für eine gute Beratung. beratenen Verbraucher orientiert. Oder wie die Verbraucher selbst sich einen Überblick über ihre finanzielle Situation in Bezug auf Absicherung, Vorsorge und Vermögensplanung machen können. Versicherungsagenten verkaufen Versiche-

rungen, Bänker verkaufen Konten, Darlehen und Anlageprodukte und Bausparkassen-Vertreter verkaufen Bausparverträge. Und alle sind zutiefst davon überzeugt, dass ihre Produkte für jeden Kunden die wichtigsten sind. Wer sagt einem eigentlich objektiv und unvoreingenommen, was am wichtigsten ist und wirklich ganz oben auf der Prioritätenliste steht? „Glücklicherweise gibt es jetzt die Norm,

die verspricht, (…) Struktur in die Unstrukturiertheit, Ordnung ins Chaos zu bringen. Alle relevanten Risiken zu erfassen, zu bewerten, zu quantifizieren und ins Verhältnis zu meiner aktuellen finanziellen Lebenssituation zu setzen“, sagt Holger Rohde, Wissenschaftlicher Leiter Versicherungen und Recht der Stiftung Warentest. „Die Norm ist für eine gute Analyse nützlich. Eine Analyse ist unentbehrlich für eine gute Beratung. Der Nutzen einer genormten Analyse liegt in ihrer Orientierungskraft über Vertriebsorganisationen, Beratertypen und Produkteanbieter hinaus.“ Seit dem Ausbruch der

Corona-Pandemie und dem folgenden Lockdown sind in

Viele Menschen stellen sich derzeit ganz grundlegende Fragen wie: „Habe ich genügend Liquiditätsreserve für die nächsten Wochen oder Monate? Erdrücken mich demnächst meine Kredite? Habe ich weniger wichtige Versicherungen, die mir jetzt ein Loch in das Budget reißen?“

Deutschland mehr Menschen als jemals nach dem 2. Weltkrieg in Kurzarbeit. Nicht wenigen drohen sogar Kündigung oder Arbeitslosigkeit. Die Zukunft ganzer Branchen wie der Touristik und der Gastronomie ist ungewiss; in vielen Haushalten ist die verfügbare Liquidität schlagartig zurückgegangen. Ob und wann die alte Normalität zurückkehrt, ist offen. Viele Menschen stellen sich daher derzeit ganz grundlegende Fragen wie: „Habe ich genügend Liquiditätsreserve, um für die nächsten Wochen oder Monate über die Runden zu kommen? Erdrücken mich demnächst meine Kredite? Habe ich überflüssige oder weniger wichtige Versicherungen, die mir jetzt ein Loch in das Budget reißen? Fehlen mir wichtige Versicherungen, um

Krisen wie die aktuelle zu überstehen?“ Und dieses Bedürfnis stellt sich ihnen nicht nur für den Moment. Sie wollen vielmehr – von den aktuellen Ereignissen sensibilisiert – die Lehren für die Zukunft ziehen, sich für die Zukunft krisenfest aufstellen. Dafür erwarten sie jetzt mehr denn je ehrliche Antworten und neutralen, unvoreingenommenen Expertenrat. Diese Erwartung hat aktuelle

Parallelen – und aktuelle Gründe. Die Süddeutsche Zeitung hat Melanie Brinkmann und Christian Drosten zu neuen „Sexsymbolen“ gekürt, Brinkmann zur „Virologin fürs Herz“ und Drosten zum „Posterboy der Stunde“. Die Fachleute sind auf dem Vormarsch in unserer Gesellschaft und auf der ganzen

Mehr Qualität...

Mehr Transparenz...

„Nur so wird es uns gelingen, die Glaubwürdigkeit der Finanzberatung für den Kunden zu verbessern und verlorenes Vertrauen wiederherzustellen.“

„Mit Hilfe von DIN-konformen Dienstleistungen und Prozessen haben Verbraucher die Sicherheit, dass die Beratung sich an objektiven Normen orientiert und der Verbraucherschutz beachtet wird.“


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Online Preview

KMU erwirtschafteten im Jahr 2018 34,4 % des Gesamtumsatzes in Deutschland. Dr. Nathalie von Siemens, Geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung

Digitalisierung braucht MINT

97,1 % der deutschen Exporteure sind KMU.

einblick

Eine zeitgemäße MINT-Bildung ist entscheidend für individuelle Chancen, gesellschaftlichen Wohlstand sowie für eine selbstbestimmte Beteiligung am demokratischen Diskurs über die gesellschaftlichen Auswirkungen. „Glücklicherweise gibt es jetzt die Norm, die verspricht, (…) Struktur in die Unstrukturiertheit, Ordnung ins Chaos zu bringen“, so Rohde.

Welt. In den USA hat der mahnende und Trump-kritische Virologe Anthony Fauci einen Zustimmungswert von über 80 Prozent, Präsident Donald Trump liegt selbst nur noch bei unter 42 Prozent. Wenn die Wirtschaftsweisen formulieren: „Die Unsicherheit ist immens“ und damit ihre sehr fundierten Prognosen meinen, dann beschreibt das den Grad der Verunsicherung in unserer Gesellschaft. Und es ist verständlich, dass dieser Verunsicherung ein starkes Bedürfnis nach echter, begründeter Sicherheit entspringt. Neben Sicherheit sind aber auch Transparenz und Kundenorientierung zentrale Aspekte, welche für Privatpersonen und Kunden von entscheidender Rolle sind.

daraus für die Analyse unserer privaten Finanzen ab? Die DIN 77230 bietet als Hilfsmittel viel Objektivität, Verlässlichkeit, Vertrauenswürdigkeit sowie Expertenstatus. Mit ihr gelingt eine umfassende Finanzanalyse für Privathaushalte. Was leiten wir

Sie ist frei von jedwedem Verdacht, andere als die Verbraucherinteressen in den Vordergrund zu stellen. Sie zeigt verlässlich tatsächliche Defizite und echte Prioritäten auf und schafft Sicherheit sowie Transparenz. „Sie dient als Erkenntnisinstrument zur Einschätzung der eigenen Situation“, sagt Holger Rohde. Sie ermöglicht den Verbrauchern, krisenfest in die Zukunft zu gehen und ist damit der Star der privaten Finanzanalyse.

Text: Katja Deutsch Foto: Siemens Stiftung

„Wenn man sich ansieht, was gerade auf der Welt passiert, kann man erkennen, dass MINT eine Grundlage zur Gestaltung des 21. Jahrhunderts ist“, sagt Dr. Nathalie von Siemens und ergänzt: „Ohne technologische Entwicklungen werden wir existentielle Probleme wie Klimawandel, Hunger und Armut nicht wirksam bekämpfen können.“ Gleichzeitig glauben nur 15 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland, eine Berufs- oder Karriereentscheidung für eine MINT-Tätigkeit zu treffen. Zum Vergleich: In den USA sind es 38 Prozent. „Wir haben eindeutig ein Imageproblem“, sagt von Siemens. „Der Wohlstand in unserem Land basiert zu großen Teilen auf MINT und... Lesen Sie das ganze Interview online auf: analysedeutschland.de

95 % der deutschen Mittelständler sind familiengeführt.

83 % aller Auszubildenden und Lehrlinge werden vom Mittelstand ausgebildet.

Quellen: BVMW, IfM Bonn ANZEIGE

Mehr Nachvollziehbarkeit... „Dank der privaten Finanzanalyse nach DIN 77230 erfährt der Kunde eine systematische Beratung mit sinnvollen und nachvollziehbaren Ergebnissen. Die [pma:] - Partner arbeiten mit diesen Qualitätsstandards und sind transparent und nachhaltig für ihre Kunden.“

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Auch in Krisenzeiten gut versorgt fokus Im Interview mit Herrn Rechtsanwalt Martin Klein, geschäftsführender Vorstand des VOTUM Verbandes, über die Chancen und Risiko, welche die Corona-Krise für Finanzdienstleistungsunternehmen birgt. Text: Alicia Steinbrück Foto: pressefoto/ Markus Hoppe, unsplash/ Dylan Ferreira

Homeoffice inzwischen für breite Bevölkerungsschichten selbstverständlich geworden sind. Mitgliedsunternehmen konnten in den letzten Monaten eine Versechsfachung von Videoberatungssessions beobachten. Wichtig ist hierbei, dass diese nicht einfach nur ein Telefongespräch mit ergänzendem Blickkontakt bieten, sondern zusätzlichen Kundennutzen, so können mit der Nutzung moderner digitaler Tools Beratungsdokumente, Antrags- und Vertragsunterlagen, aber auch Risikoanalysen visualisiert und gemeinsam von dem Kunden und seinem Berater bearbeitet werden. Ergänzt wird dies dadurch, dass notwendige Erklärungen auch elektronisch auf dem Handy oder Tablet unterschrieben werden können, sodass es für den Kunden bei der Umsetzung von getroffenen Entscheidungen nicht zu unnötigen Erschwernissen kommt.

Der Verbraucherschutz und die Datensicherheit standen bei der Entwicklung der im Einsatz befindlichen Technologien im Vordergrund.

Martin Klein, Geschäftsführender Vorstand des VOTUM e.V. und Rechtsanwalt Wie erleben die Anlageberatungs- und Versicherungsvermittlungsunternehmen Ihres Verbandes die aktuelle Situation?

Der Beratungsbedarf auf der Kundenseite ist in dieser Zeit stark angestiegen. Die Corona-Pandemie hat aufgezeigt, dass gerade in Krisensituationen der Bedarf nach einem persönlichen Ansprechpartner in Kapitalanlage-, Vorsorge- und Absicherungsfragen hoch ist. Selbstständige und Gewerbetreibende mit Corona bedingten Umsatzausfällen, Angestellte in Kurzarbeit und Anleger, die über Nacht hohe Verluste erleben, haben Orientierungsbedarf und wünschen schnelle Antworten und Lösungen. Rein digitale Vermittlungsportale können hierbei die gewünschte Unterstützung nicht leisten. Die Menschen suchen einen Ansprechpartner, mit dem sie sich zu vielen Facetten ihrer individuellen Situation austauschen können. Dies gelingt nicht im FAQ-Bereich eines Onlineportals. Am besten leistet dies jemand, zu dem der Betroffene bereits eine langjährige und auch vertrauensvolle Beziehung aufgebaut hat, oder jemand der ihm aus seinem Umfeld empfohlen wurde. Wichtig ist der persönliche Kontakt und dies auch mal außerhalb üblicher Bürozeiten. Persönliche Beratung in Zeiten des Social Distancing, wie gelingt das?

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Integration innovativer Technologien in den Beratungsprozess unabdingbar ist, um den persönlichen Kundenkontakt aufrecht zu erhalten. Unsere erfolgreichen Mitgliedsunternehmen haben in den letzten Jahren bereits erkannt, dass Kunden den Aufwand für einen Besuch in einer Filiale häufig scheuen. Nicht jeder Kunde wünscht jedoch, dass sich sein Berater zu ihm an den häuslichen Küchentisch setzt. Der Einsatz moderner, bildübertragender Beratungstechnologie wurde daher vorangetrieben. Das durch das Coronavirus bedingte Kontaktverbot hat die Nachfrage nach Videoberatung befeuert und dieser Trend wird sich auch nach der Corona-Krise nicht umkehren, da Videokonferenzen in Zeiten des

„Bei Einkommenseinbußen von Selbständigen und Kurzarbeitern geht es häufig um den Fortbestand der bestehenden privaten Altersvorsorge.“ Sind der Verbraucher und seine Daten hierbei ausreichend geschützt?

Der Verbraucherschutz und die Datensicherheit standen bei der Entwicklung der im Einsatz befindlichen Technologien im Vordergrund. Wir erleben eine hohe Akzeptanz bei den Kunden. Kein Unternehmen will diese mit einem leichtfertigen Umgang gefährden. Der Gesetzgeber hat hier für die Anlageberatungsunternehmen ab dem 01.08.2020 sogar noch weitere technische Herausforderungen vorgeschrieben. Ab diesem Stichtag müssen alle Telefongespräche und sämtliche elektronische Kommunikation aufgezeichnet und zehn Jahre gespeichert werden. Hier sind inzwischen Grenzen überschritten worden, die dazu führen, dass sich kleinere Unternehmen fragen, ob sie ihre Beratungsangebote reduzieren müssen. Selbst aufgeklärten und erfahrenen Anlegern, räumt der Gesetzgeber nicht die Möglichkeit ein, auf derartige Aufzeichnungen zu verzichten. Hier bedarf es einer Korrektur. Der Einsatz sinnvoller Technologien zum Kundennutzen sollte nicht durch Überregulierung verhindert werden.

Hilfestellung bei der Bereitstellung von Policendarlehen geleistet werden. Auch bei der Berufsunfähigkeitsabsicherung gibt es die Möglichkeit von Beitragsaussetzungen bei Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes und der Sicherheit, dass bei Wiederaufnahme der Zahlungen keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich wird. Auf der anderen Seite gibt es viele Verbraucher, die durch die Krise nicht unmittelbar finanziell betroffen sind, aber sich um die Absicherung von Risiken, sei es bei ihrer Arbeitskraft, aber auch Krankheitsfolgen bei Kindern und anderen Angehörigen, sorgen. Bei Anlegern haben insbesondere die Kursbewegungen an den Wertpapiermärkten Beratungsbedarf ausgelöst. Es ist auch den besonnenen Ratschlägen unserer Mitgliedsunternehmen zu verdanken, dass es hier nicht durch Panikverkäufe zur unnötigen Realisierung von Verlusten kam. Die Situation ist jedoch sicher noch nicht ausgestanden und bedarf der weiteren Beobachtung und engen Abstimmung mit den Kunden.

Die Menschen suchen einen Ansprechpartner, mit dem sie sich zu vielen Facetten ihrer individuellen Situation austauschen können.

Welche Fragen der Versicherten und An-

Sehen Sie die Krise als Chance für eine

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Imageverbesserung?

Vordergrund?

Die beratenden Unternehmen können sich in der Krise als Unterstützer ihrer Kunden bewähren. Diese Hilfe in der Not wird dann auch in den kommenden besseren Zeiten nicht vergessen und schafft eine Vertrauensbasis. Wir erleben derzeit einen hohen Grad der Verbraucherzufriedenheit. Unser Verband hat für alle Versicherungs-, Anlageund Kreditvermittler bereits im Jahr 2018 eine von Bundesamt für Justiz zugelassene Verbraucherschlichtungsstelle eingerichtet. Diese hat im zurückliegenden Kalenderjahr für alle Bereiche zusammen weniger

Die Fragestellungen sind vielschichtig. Bei Einkommenseinbußen von Selbständigen und Kurzarbeitern geht es häufig um den Fortbestand der bestehenden privaten Altersvorsorge. Hier gilt es die Nachteile, die mit einer Kündigung von Verträgen einhergehen zu erklären und zu verhindern. Beitragsstundungen oder -freistellungen sind die deutlich bessere Alternative und werden inzwischen von nahezu allen Versicherern angeboten. Die Berater können hier Wege aufzeichnen, wenn temporär das Geld für die Prämien fehlt. In Notfällen kann zudem

als 15 Beschwerden erhalten. Auch beim Ombudsmann für das Versicherungswesen stellen die gegen Vermittler gerichteten Beschwerden weniger als 1 % des dort eingehenden Beschwerdeaufkommens dar. Es ist Zeit, dass die Politik dies ebenfalls anerkennt und die Branche nicht mit weiterer Bürokratie fesselt, die nicht zu einem Kundennutzen führt. Unsere Mitgliedsunternehmen haben keine Corona-Hilfspakte für sich in Anspruch genommen. Eine Regulierung mit Augenmaß, die erst einmal die bereits bestehenden Gesetze evaluiert, bevor neue bürokratische Hürden und Kosten ausgelöst werden, wäre bereits eine echte Hilfsmaßnahme. Hier gilt die Maßgabe von Montesquieu: „Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, ist es notwendig, kein Gesetz zu erlassen.“

fakten VOTUM Verband Unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa e. V. ist der Branchenverband der unabhängigen Finanz- und Versicherungsvermittlungsunternehmen. Als solcher vertritt VOTUM die Interessen seiner Mitglieder im Rahmen nationaler und europäischer Gesetzgebungsinitiativen und bietet eine Plattform zur perspektivischen Bewertung regulatorischer Rahmenbedingungen. Das Hauptanliegen des Verbandes besteht darin, breiten Bevölkerungsschichten auch weiterhin den Zugang zu qualifizierter Beratung in den Sparten Kapitalanlage, Risiko- und Altersvorsorge zu ermöglichen. Um diesem gleichermaßen sozialpolitisch wie volkswirtschaftlich zentralen Mandat Rechnung zu tragen, wirken wir auf die Vereinbarkeit von verbraucherschutzrechtlichen Idealen und betriebswirtschaftlichen Realitäten hin. VOTUM ist als akkreditierter Bildungsdienstleister der Brancheninitiative gut beraten und Träger der Schlichtungsstelle für gewerbliche Versicherungs-, Anlage- und Kreditvermittlung.


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Welche finanziellen Optionen bleiben dem Mittelstand angesichts Corona? partner content

Deutschland hat in den letzten Monaten einen beispiellosen Lockdown erlebt. Auch wenn derzeit die Zeichen eher auf Lockerung und Finden einer „neuen Normalität“ stehen, kann von Entspannung keine Rede sein. Was dies für den Mittelstand und seine Finanzierungsoptionen bedeutet, möchten wir im Interview mit Carl-Jan von der Goltz erfahren. Er ist geschäftsführender Gesellschafter des Finanzierungsexperten Maturus Finance und hat derzeit viel mit den Sorgen und Hoffnungen mittelständischer Unternehmer zu tun. Darf man jetzt, wo immer mehr Lockerungen in Kraft treten, auf schnelle Erholung hoffen? Von der Goltz: Ich befürchte leider, ganz im Gegenteil. Denn erst jetzt werden nach und nach die wirtschaftlichen Folgen von Corona und der verhängten Restriktionen deutlich. Die Liquiditätsreserven vieler Betriebe neigen sich dem Ende, die Lieferketten laufen höchstens zögerlich wieder an, wichtige Kunden kommen nicht mehr auf die Beine. Nicht ohne Grund haben führende Wirtschaftsinstitute die Talsohle der Krise ab dem zweiten Quartal verortet. Man muss auch bedenken, dass, nur weil hierzulande vieles gelockert wurde, jetzt nicht alles wieder auf Volllast fährt. Gerade mittelständische Betriebe im Automobilsektor oder dem Maschinenbau sind in hohem Maße vom Export abhängig und hier ist weltweit längst noch kein Aufatmen in Sicht.

„Viele Prognosen gehen davon aus, dass sich die tiefe Rezession noch weit bis in das nächste Jahr hinein ziehen könnte. An ein Wirtschaftsniveau wie vor der Krise ist wohl erst ab 2022 oder später zu denken.“

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Carl-Jan von der Goltz, Geschäftsführender Gesellschafter der Maturus Finance GmbH

Und wann können Unternehmen mit einer Entspannung rechnen? Von der Goltz: Viele Prognosen gehen davon aus, dass sich die tiefe Rezession noch weit bis in das nächste Jahr hinein ziehen könnte. An ein Wirtschaftsniveau wie vor der Krise ist wohl erst ab 2022 oder später zu denken. In der Zwischenzeit rechnen Beobachter mit massiven Insolvenzen, einige sogar mit mehreren Schüben. Denn bereits vor Corona standen Branchen wie die Zulieferindustrie stark unter Druck – durch den allgemeinen Strukturwandel, die Digitalisierung und die Spannungen am Weltmarkt. In dieser Gemengelage wirkt Corona jetzt wie ein Verstärker, der geschwächte Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit treiben kann. Bankendarlehen, staatliche Kredite und das Konjunkturprogramm sind hier keine Hilfe? Von der Goltz: Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass es für mittelständische Betriebe vor allem in Sondersituationen immer schwerer geworden ist, einen Kredit bei der Bank zu bekommen. Seit der letzten Wirtschaftskrise und der daraufhin verschärften Regularien, sind die Banken immer stärker in Richtung Risikovermeidung gegangen. Betriebe ohne Top-Bonität haben schlechtere Chancen, an benötigte Kredite zu kommen – das Problem wird sich jetzt noch zuspitzen. Eine Lösung für diese Betriebe sehe ich auch in den staatlichen Förderkrediten nicht. Denn sie richten sich an Unternehmen, die erst durch Corona in Schwierigkeiten geraten sind. Wer schon davor in einer Sondersituation steckte oder schwächelte, fällt meist durch das Raster. Beim Konjunkturprogramm muss man abwarten, ob es tatsächlich die von vielen erhoffte Wirkung zeigt und die Wirtschaft langfristig ankurbelt. Dazu müsste

„Experten und auch immer mehr Unternehmer sehen wortwörtlich in ‚alternativen‘ Finanzierungen einen Lösungsansatz.“ beispielsweise die kurzzeitige Mehrwertsteuersenkung die Konsumbereitschaft sehr stark anregen. Das sehe ich im Moment allerdings noch nicht unbedingt. Denn, wie es Untersuchungen von Marktforschern immer wieder gezeigt haben, hat Corona viele Verbraucher tief verunsichert. Sollte das Konjunkturprogramm allerdings anschlagen und einen allgemeinen Aufschwung befördern, wäre dies natürlich auch für mittelständische Unternehmen ein wichtiges Signal – zumindest auf längere Sicht. Was aber ist die Alternative für Mittelständler, die dringend kurzfristig Liquidität benötigen? Von der Goltz: Experten und auch immer mehr Unternehmer sehen wortwörtlich in „alternativen“ Finanzierungen einen Lösungsansatz. Nehmen Sie beispielsweise das Modell Sale & Lease Back – kurz: SLB. Es richtet sich an mittelständische Produzenten ganz unabhängig ihrer Bonität. Denn ein Unternehmen besitzt oft erheblich mehr Werte als nur seinen Bonitätsstatus. SLB stellt deshalb auch auf die werthaltigen Maschinen-, Anlagen- und Fuhrparks der Betriebe ab. Diese können an Finanzierungspartner wie Maturus Finance verkauft und direkt im Anschluss wieder zurück geleast werden. So können Unternehmen im Rahmen einer reinen Innenfinanzierung stille Reserven heben und innerhalb kurzer Zeit liquide Mittel freimachen. Gerade jetzt, wo die Liquidität vieler Unternehmen zu versiegen droht, entsteht so neuer Handlungsspielraum. Natürlich müssen dafür die jeweiligen Objekte auch entsprechend geeignet, werthaltig und mobil sein. Ist dies der Fall, können wir Unternehmen aber oft auch in akuten Krisen- oder Sanierungssituationen unterstützen.

Durch Corona sind besonders viele Händler betroffen. Sie haben keine umfangreichen Maschinenparks – was sind ihre Optionen? Von der Goltz: Hier wiederum greifen Ansätze wie die Lagerfinanzierung. Sie stellt vor allem auf Umlaufvermögen ab. Also auf Warenbestände und Rohstoffe. Anders als bei Sale & Lease Back werden die werthaltigen Objekte dabei aber nicht verkauft und zurück gemietet, sondern zur Besicherung von kurz- bis mittelfristigen Krediten eingesetzt. Damit besitzen auch Händler ein Instrument, um ausgefallene Einnahmen teilweise abzufedern, sich günstige Einkaufskonditionen zu erschließen sowie Auftragsvorfinanzierungen oder Sanierungen anzugehen. Der Vorteil liegt auch hier darin, dass die Bonität höchstens eine Nebenrolle spielt: Besitzen Händler wertbeständige Waren in ausreichendem Maße, gibt ihnen das eine Perspektive. Perspektive ist ein gutes Stichwort: Welche Lehren können mittelständische Händler und Produzenten aus der Corona-Krise ziehen? Von der Goltz: COVID-19 hat gezeigt, dass sich der Mittelstand in schweren Zeiten vor allem auf seine Innovativität und Anpassungsfähigkeit verlassen sollte. Denn durch die Krise wurden die Umbruchsprozesse in der Wirtschaft noch einmal drastisch beschleunigt. In der jetzigen Ausnahmesituation müssen kleine und mittelständische Unternehmen daher besonders innovativ sein, um sich gegen die großen Player zu behaupten. Gerade Technologien wie E-Commerce, Cloud-Computing und andere haben sich während Corona bewährt und sollten von den Betrieben nun konsequent ausgebaut werden. Zunehmende Automation, vernetzte Produktion und Individualisierung sind weitere wichtige Sale & Lease Back als alternative Herausforderungen, denen sich viele indusMittelstandsfinanzierung: trielle Mittelständler spätestens jetzt stellen müssen. Einfach nur in Deckung zu gehen, Liquiditätszufluss durch Ankauf abzuwarten und auf eventuelle staatliche Ihrerzu Maschinen gleichzeitiger Unterstützung hoffen, wirdbei Unternehmen Weiternutzung meines Erachtens in dieser Situation hingegen Bankennicht weiterbringen. Natürlich und bonitätsunabhängige sind die Mittel, um solche Investitionen zu Innenfinanzierung stemmen, gerade in unsicheren Zeiten meist Verbesserung der Bilanzkennzahlen kein einfaches Thema. Doch mit einer umund damit Ihres Ratings sichtigen Finanzierungsstrategie lassen sich Realisierung außerordentlicher oft Alternativen und Ergänzungen zu den Erträge durch Heben stiller Reserven klassischen Finanzierungswegen finden.

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12 Deutscher Mittelstand – Stark für Euch!

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Foto: Pressefoto

Dr. Wolfgang Weiler, Präsident Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)

Was tun Sie für die Absicherung des Mittelstands? Was muss geschehen, damit dieser zukunftsfähig wird?

Schnelle Prozesse, neue Dienstleistungen, mehr Flexibilität – das ist die helle Seite der Digitalisierung. Doch es gibt auch die dunkle Seite: Hier sabotieren Kriminelle das Geschäft, stehlen Passwörter und Betriebsgeheimnisse, nehmen Daten und IT-Systeme in Geiselhaft und fordern hohe Lösegelder. Immer noch unterschätzen oder verdrängen viele Unternehmenslenker diese Gefahren aus dem Cyberspace. Viele Mittelständler glauben, sie seien zu klein, zu unwichtig oder zu uninteressant, um das Interesse Krimineller zu wecken. Doch das ist eine fatale Fehleinschätzung: Für Hacker gibt es kein zu klein. Auch der Mittelstand muss seine IT-Sicherheit und die Risikokultur auf allen Ebenen stärken. Bei dieser Aufgabe ist die deutsche Versicherungswirtschaft ein verlässlicher Partner. Versicherer sorgen für Prävention, indem sie die Cybersicherheit ih-

Was tun Sie für die Absicherung des Mittelstands? Was muss geschehen, damit dieser zukunftsfähig wird?

Die Wirtschaft steckt noch in der Corona-Krise, aber eines haben wir gelernt: Je digitaler ein Unternehmen aufgestellt war, desto weniger hart wurde es vom Lockdown getroffen. Das fängt bei digitalen Geschäftsprozessen an, die einen reibungslosen Umstieg aufs Homeoffice ermöglicht haben, und hört bei Online-Plattformen für den Vertrieb und Kundenkontakt noch lange nicht auf.

Der digitale ChangeProzess muss in der Chefetage beginnen.

Achim Berg, Präsident Bitkom

rer Kunden prüfen, Sicherheitslücken finden und wissen, wie sich diese schließen lassen. Die Unternehmen haben dadurch einen doppelten Vorteil: Ihre IT-Sicherheit ist auf dem neuesten Stand – und wenn dennoch etwas passiert, übernimmt der Versicherer nicht nur den Schaden, sondern hilft mit einem Pool von Spezialisten, das Problem so schnell wie möglich zu beheben.

Der Mittelstand muss seine IT-Sicherheit und die Risikokultur auf allen Ebenen stärken. der Digitalisierung des eigenen Unternehmens. So hat noch zu Jahresbeginn gut jedes siebte mittelständische Unternehmen in einer Bitkom-Umfrage gesagt, es habe noch nie in digitale Geschäftsmodelle investiert – und nur jedes fünfte wollte 2020 etwas für seine Digitalisierung tun. Das dürfte sich in den letzten Wochen deutlich geändert haben. Gerade jetzt in der Krise braucht jedes mittelständische Unternehmen eine Strategie für den Einsatz digitaler Technologien, für die Digitalisierung seiner Geschäftsprozesse und die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle. Dieser digitale Change-Prozess muss in der Chefetage beginnen. Dort braucht es digitales Know-how – und den Mut zur Veränderung.

Foto: Anne Grossmann

Gerade im Mittelstand gab es in den letzten Jahren wohl auch angesichts voller Auftragsbücher eine verbreitete Zurückhaltung bei

Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands Die Familienunternehmer

Was tun Sie für die Absicherung des Mittelstands? Was muss geschehen, damit dieser zukunftsfähig wird?

Familienunternehmen gelten als Stabilisator der deutschen Wirtschaft. Statt Produktionsstandorte in die Welt zu verlagern, bleiben sie – oft über Generationen – an ihren Stammsitzen. Selbst in der tiefsten Provinz finden sich Hidden Champions, davon viele Mittelständler. Oft als einziger Arbeitgeber übernehmen sie dort Verantwortung. Ihre selbst ausgebildeten Fachkräfte zu halten wird angesichts der Sogwirkung der Großstädte schwieriger. Umso wichtiger ist es für sie, als technologischer Vorreiter, attraktiver Arbeitgeber zu bleiben. Eine Glasfaserverkabelung und ein leistungsfähiges 5-G-Netz bis an jedes Werkstor sind ein Muss. In der Corona-Krise gehen Familienunternehmer ins persönliche Risiko, um ihre Firmen am Leben zu halten. Das war schon in den Finanz- und Wirtschaftskrisen 2000 und 2008/2009 so. Deutschland überstand diese besser als etwa Frankreich, England

oder die USA. Während dort ein breiter Mittelstand fehlte, sorgte dieser bei uns für Wohlstand und Stabilität. Damit das wieder so sein kann, kommt es nun auf die Regierung an: Neben dem branchenzentrierten Konjunkturpaket muss sie Deutschland als Standort für Unternehmen wieder wettbewerbsfähig machen, damit diese handlungsfähig bleiben können.

Selbst in der tiefsten Provinz finden sich Hidden Champions, davon sind viele Mittelständler.

Foto: Oliver Tjaden

Foto: Pressefoto

Der Mittelstand der Zukunft

Volker Ulbricht, Hauptgeschäftsführer Verband der Vereine Creditreform e.V.

Ein vorausschauendes und professionelles Risikomanagement ist heute und in Zukunft wichtiger denn je. Was tun Sie für die Absicherung des Mittelstands? Was muss geschehen, damit dieser zukunftsfähig wird?

Die Corona-Pandemie hat der Konjunktur hierzulande einen herben Schlag versetzt. Die wirtschaftliche Situation und die Stimmungslage haben sich in vielen mittelständischen Unternehmen dramatisch verschlechtert. Dies zeigt sich darin, dass die Bonität, wie auch die Liquidität vieler Firmen und ihrer Dienstleister – trotz der Hilfsprogramme der Regierung – vielfach zu wünschen übriglässt. Zudem haben wir festgestellt, dass sich auch das Zahlungsverhalten seit Mitte März diesen Jahres extrem verschlechtert hat: Die Unternehmen lassen ihre Rechnungen länger liegen. Ein vorausschauendes und professionelles Risikomanagement ist heute und in Zukunft wichtiger denn je. Dabei sollten sich Unternehmer nicht nur auf die eigenen Daten und Erfahrungen verlassen, sondern unbedingt auch externe Bonitäts- und Zahlungsdaten mit einbeziehen. Denn durch die Krise kann sich der Zustand der Geschäftspartner rapide verändern. Das gilt auch für die Lieferantenseite. Denn nur das Wissen um die finanzielle Verfassung eines Lieferanten ermöglicht es, im Notfall schnell und überlegt handeln zu können. Gutes Risikomanagement bedeutet, Chancen nutzen zu können und Gefahren so weit wie möglich zu vermeiden.

Gutes Risikomanagement bedeutet, Chancen nutzen zu können und Gefahren so weit wie möglich zu vermeiden. Texte: Chan Sidki-Lundius


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Klares Leitbild statt Kontrolle Die KVL Group setzt nicht nur in der Projektsteuerung auf Innovationen. Auch intern bricht sie mit klassischen Mustern und fördert Eigenverantwortung. Seit über 15 Jahren steuert die KVL Group Immobilienprojekte, darunter so exponierte wie die Grundinstandsetzung der Neuen Nationalgalerie in Berlin, den über 185 Meter hohen Omniturm in Frankfurt am Main, aber auch strukturell wichtige wie Schulneu- und -umbauten von Hamburg bis München. Was das Unternehmen für derart prominente und relevante Entwicklungen prädestiniert, ist das Durchbrechen vorgegebener Muster, um so für jedes Projekt maßgeschneiderte Lösungen zu entwerfen. „Unser Anspruch heißt: Intellectual Leadership“, erklärt Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Markus G. Viering. „Durch unsere universitäre Vernetzung und unseren Track Record verbinden wir Theorie und Praxis und bringen z. B. mit prozessorientierter Terminplanung auch terminkritische Projekte wieder in die Spur.“

Prof. Dr.-Ing. Markus G. Viering (Geschäftsführer KVL Bauconsult GmbH) und Diana Anastasija Radke (Geschäftsführerin KVL Bauconsult GmbH), Foto: KVL Bauconsult

starker Reglementierung nie denselben Motivationsgrad erreichen. Mit einem Übermaß an Kontrolle bremst und bestraft man also letztlich diejenigen, die einen guten Job machen. Und tatsächlich: Seitdem wir dieses Denken verinnerlicht haben, fällt uns das Die Bereitschaft zum Um- und Neudenken ist Führen und Treffen von Entscheidungen viel bei KVL jedoch nicht auf die Steuerung von leichter. Wir geben in Zukunft nicht mehr vor, Projekten begrenzt. Auch im Unternehmen wer wann und wo arbeitet, wir glauben an die selbst werden Arbeitsprozesse auf allen Ebe- intrinsische Motivation unserer Kolleginnen nen hinterfragt: „Wir veranstalten regelmäßig und Kollegen.“ Strategie-Workshops, bei denen wir unsere Arbeitsweise multiperspektivisch analysieren. KVL Group – Fakten Daran nehmen nicht zwangsläufig alle unse2003 re Partner teil, dafür aber ausgewählte MitGründung in Berlin arbeiterinnen und Mitarbeiter aller Ebenen, 2019 von der Teamleitung über die Verwaltung Mitarbeiter: ca. 200 bis hin zu Studierenden.“ Seit Jahresbeginn Umsatz: ca. 20 Mio. EUR setzt KVL zudem auf ein ganz neues ArbeitsVertreten: deutschlandweit & und Führungskonzept. international an insg. 12 Standorten Kontrolle bremst Leistungen: Projektmanagement, „Am Anfang stand das Buch ‚Musterbrecher‘ Sachverständigenwesen, von Dirk Osmetz, Stefan Kaduk und Hans A. Strategische & Technische Wütherich“, erzählt Diana Anastasija Radke, Immobilienberatung Geschäftsführerin und Kommunikationschefin des Unternehmens. „Darin wird beschrieben, wie starre Kontrollstrukturen Kreativität und Die Basis für dieses Arbeitsmodell ist ein klar Eigenverantwortung lähmen können. Das definiertes Leitbild für die Selbstorganisation fanden wir spannend und luden Dirk Osmetz in Teams. Das Leitbild dient als Leitplanke, zu Gesprächen und einem Workshop ein, der als Kompass, an dem sich die Mitarbeiterinuns in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet nen und Mitarbeiter orientieren, während sie hat. Ein Beispiel: die Regelarbeitszeit. Herr in den konkreten Arbeitsabläufen frei agieren Osmetz verdeutlichte uns, dass sich in jedem und positive Erfahrungen sammeln können. gesunden Unternehmen rund 90 Prozent der Mitarbeiter so mit ihrer Arbeit identifizieren, Vertrauen lernen dass sie keine starren Regeln brauchen. „Es ist die Geschäftsführung, die in diesem Die restlichen 10 Prozent werden auch bei Modell Kontrolle abgibt. Folglich mussten

wir bei uns selbst anfangen und lernen zu vertrauen“, sagt Viering. Die positiven Effekte des strukturellen Wandels im Unternehmen zeigten sich schon nach wenigen Wochen, als im Zuge der Coronakrise auch bei KVL große Teile der Arbeit ins Home-Office verlegt wurden. Radke: „Da wir uns bereits vor der Krise ein neues Mindset erarbeitet haben, war uns auch während der Krise schnell klar, dass wir in dieser Ausnahmesituation auf die Selbstorganisation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertrauen können.“ Mit Standards brechen Verzicht auf Regelarbeitszeit und Präsenzpflicht ist jedoch nur ein Teil der konzeptionellen Umstrukturierung. Mit der Reflektion fester Pläne in dialogischen Prozessen wird zudem mehr Raum für kreative Experimente geschaffen, was wiederum den Kunden zugutekommt. Viering: „Es gehört von jeher zu unserem Selbstverständnis mit Standards zu brechen. Wir haben nie versucht, den Kunden ein festgefügtes Leistungsbild zu verkaufen, sondern unsere Leistung stets an den jeweiligen Bedarf des Kunden bzw. des Marktes angepasst. Den Musterbruch auch intern zu vollziehen ist da nur konsequent. Wir können dieses Konzept unbedingt weiterempfehlen und werden künftig auch unsere Kunden dahingehend beraten.“ Radke ergänzt: „Was wir hier erleben ist ein Paradigmenwechsel in der Unternehmensführung und eine Befreiung der Unternehmensführung und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sehen uns als Vorreiter einer neuen Form von Arbeitsorganisation, die sich durchsetzen wird.“ kvlgroup.com


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Mitarbeiterkultur in Zeiten von Corona entwicklung Wie kann sich ein Unternehmen, nicht nur für Kunden und Konsumenten, sondern eben auch für Arbeitnehmer, möglichst attraktiv präsentieren? Der demographische Wandel macht vielen Firmen zu schaffen – unabhängig von der Größe und meist auch Branche. Text: Alicia Steinbrück Foto: Deutsche Bahn AG / Max Lautenschläger, unsplash/ Kobu Agency

Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht bei der Deutsche Bahn AG

I

mmer mehr ältere Arbeitnehmer gehen

in Rente, während aufgrund niedrigerer Geburtenrate weniger Nachwuchskräfte nachkommen. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung mit Übernahmechancen, ein gutes Arbeitsklima, eine ausgewogene Work-Life-Balance und das Angebot von Sozialleistungen sind heutzutage ein Muss für Unternehmen, die sich mitarbeiterfreundlich zeigen möchten. Und das sind auch allesamt Kriterien für die jüngeren Generationen, wenn es um deren Jobwahl geht.

Die Deutsche Bahn weiß das, und weiß dies ebenfalls zu nutzen. So profitiert sie seit Jahren konstant von einer stabilen Mitarbeiterzufriedenheit. Das besagt eine Umfrage von 300.000 Mitarbeitern, welche alle zwei Jahre weltweit durchgeführt wird.

gewisse Strukturveränderungen und Innovationen, wie beispielsweise virtuelle Info-Tage und Vorträge. Auszubildende müssen wegen Corona nicht um die Qualität ihrer Ausbildung bangen, denn mit digitalen Lernformaten ist diese sichergestellt und die Ausbildung kann, fast ganz normal, durchlaufen werden. Dass Nachwuchskräfte elementar für das Fortbestehen großer Unternehmen sind, weiß Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht der Deutsche Bahn AG. Auch im September diesen Jahres werden wieder 4.000 Azubis ihre Ausbildung bei der Bahn beginnen – trotz Corona. Die Corona-Krise brachte

Berufe, wie beispielsweise Fahrdienstleister, Gleisbauer und Lokführer. Deutsche Bahn in der Außenwahrnehmung oft mit (überwiegend negativen) Vorurteilen und Klischees belastet. Nichtsdestotrotz wird sie gleichzeitig, auch bei jungen Leuten, ein immer beliebteres Reisemittel. Im Gegensatz zum Auto spricht besonders die Umweltfreundlichkeit für die Bahn – das Verkehrsmittel der Zukunft. Reisende können sich entspannt zurücklehnen oder die Zeit produktiv für die Arbeit nutzen – was im Auto natürlich nicht so leicht gegeben ist. Aus diesem Grund werden die Strukturen und ProTrotzdem ist die

Der demographische Wandel macht vielen Firmen zu schaffen – unabhängig von der Größe und meist auch Branche. zesse der Bahn auch weiter zukunftsfähig gemacht. Insbesondere durch die digitale Transformation des kompletten Schienennetzes kann die Auslastung um 20 Prozent gesteigert werden.

Eine qualitativ hochwertige Ausbildung mit Übernahmechancen, ein gutes Arbeitsklima, eine ausgewogene Work-Life-Balance und das Angebot von Sozialleistungen sind heutzutage ein Muss für Unternehmen. Momentan fährt die Deutsche

Bahn ein Programm namens „Starke Schiene“. So sollen in den kommenden Jahren 100.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Denn das Ziel lautet, Stellen nicht nur nach zu besetzen, sondern im Gesamten zu wachsen. Dabei sollen bereits in diesem Jahr 25.000 Stellen besetzt werden, im ersten Quartal 2020 konnten schon 10.000 neue Mitarbeiter ihren Arbeitsvertrag unterschreiben – nach zuvor, virtuell geführten, Bewerbungsgesprächen. Besonders gesucht werden, neben IT-Experten und Ingenieuren, insbesondere die bahnspezifischen

Im Gegensatz zum Auto spricht besonders die Umweltfreundlichkeit für die Bahn – das Verkehrsmittel der Zukunft. Reisende können sich entspannt zurücklehnen oder die Zeit produktiv für die Arbeit nutzen – was im Auto natürlich nicht so leicht gegeben ist. ANZEIGE

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Krisenfest durch Digitales HR-Management Compliance und Risikominimierung durch Digitalisierung partner content

HR-Digitalisierung im Mittelstand

Die Digitalisierung der HR-Prozesse (Human Resources) ist der wichtigste Hebel zur Risikominimierung für Krisen und zur Einhaltung der DSGVO.

Interview mit Michael Wahler, Inhaber von WAHLER HR, über die Digitalisierung im Mittelstand.

Die Einführung der EU-DSGVO und insbesondere die aktuelle Corona-Krise zeigen eindrücklich, wie wichtig die Einführung einer digitalen Infrastruktur ist. Die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung der Datenschutzrichtlinien für den dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg ist gerade auch im Mittelstand entscheidend. „Die Digitalisierung kann die Einhaltung der Vorschriften der DSGVO unterstützen und gleichzeitig durch Möglichkeiten zur virtuellen Zusammenarbeit das Risiko bei unvorhersehbaren Ereignissen minimieren“, betont Michael Wahler, Inhaber des Münchner Beratungsunternehmens WAHLER Human Resources. Es bietet eine ganzheitliche HR-Beratung an, die mit den Kunden gemeinsam die Digitalisierung von HR gestaltet, um diese effektiv im Unternehmen zu etablieren. Nicht nur die aktuelle Krise zeigt, welche Bedeutung das Anbieten von digitalen Arbeitsplätzen und Prozessen haben kann. Dazu müssen aber gerade jetzt die Voraussetzungen geschaffen werden, da Chancen und Risiken sehr präsent sind und von vielen selbst erfahren werden. Nur durch konsequenten Einsatz digitaler Medien, Prozesse und Systeme können die Herausforderungen zukünftig gemeistert werden. „Insbesondere der HRBereich zusammen mit der IT-Abteilung werden daher die treibenden Kräfte der Digitalisierung im Unternehmen werden“ führt Michael Wahler aus.

„HR Cloud-Systeme treiben die Digitalisierung und helfen bei der Einhaltung der DSGVO.“ Michael Wahler Inhaber von WAHLER HR

www.wahler-hr.com

Denn die neuen technischen Möglichkeiten der HR Cloud-Systeme stehen nicht im Widerspruch zur DSGVO, sondern ermöglichen erst deren Einhaltung. „Wenn man sich einmal klarmacht, wie man den Anspruch auf Datenlöschung ohne zentrale Datenhaltung umsetzen soll, erkennt man die Notwendigkeit eines konsequenten StammdatenManagements“, so Michael Wahler. Aber auch die Rahmenbedingungen für flexibles Arbeiten aus dem Homeoffice müssen gestaltet werden. „Es war schon interessant zu beobachten, wie schnell lange abgelehntes mobiles Arbeiten von Zuhause durch äußeren Druck in vielen Unternehmen möglich war“, wundert sich der erfahrene Berater. Nun gilt es aber, die mit heißer Nadel gestrickten technischen und organisatorischen Lösungen in ein nachhaltiges und ganzheitliches Konzept zu überführen. Dabei können sich auch finanzielle Kostenvorteile ergeben. So stellen viele Unternehmer aktuell fest, dass mobiles Arbeiten in Kombination mit Flexoffice nicht nur den Bedarf an notwendiger Bürofläche reduzieren kann, sondern damit auch die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter steigert. Und praktischerweise wird dadurch auch Risikominimierung gegen Krisen betrieben.

Welches sind in der Regel die größten Hürden bei der HR-Digitalisierung in Unternehmen? Häufig sehen wir, dass die Personalorganisationen weder von den Ressourcen noch von den Erfahrungen her in der Lage sind, die Auswahl und die Einführung geeigneter Systeme selbst vorzunehmen. Was sind die häufigsten Fehler bei der Digitalisierung? Oftmals werden HR-Systeme nur aus Sicht der Personalabteilung ausgewählt und die Prozesse gestaltet. Dadurch wird es bei der Einführung sehr schwierig, die Akzeptanz bei den Führungskräften und Mitarbeitern für die neuen Prozesse und Systeme zu bekommen. Nur durch frühzeitige und konsequente Berücksichtigung der „Customer Experience“, also der Blick auf die effiziente Unterstützung der Mitarbeiter außerhalb der HR Funktion, kann dies vermeiden. Welchen Tipp können sie Unternehmen bei der HR-Digitalisierung mit auf den Weg geben? Damit Frustration und Misserfolge bei der HRDigitalisierung vermieden wird, sollten ausreichend Ressourcen und Erfahrung bereitgestellt werden. Dabei ist es unerheblich, ob dies von extern oder mit internen Kapazitäten geschieht. Wichtig ist nur, dass Zeit, Ressourcen und das Commitment der Unternehmensführung vorhanden sind.


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fakten Andera Gadeib hat während des Lockdowns Radfahren für sich entdeckt. Seitdem radelt sie täglich zehn Kilometer in die Stadt und zurück. Außerdem organisiert sie ihr Familienleben digital und übt sich in Zeiten von Schulschließungen darin, die regelmäßigen „Termine“ mit Unterrichts- und Vereinszeiten zu kombinieren. Auch die Mahlzeiten stellt sie digital zusammen. Doch da sie nach wie vor viel im Büro ist, kochen jetzt die Kinder.

Covid-19 als Riesenchance Der Mittelstand und Anleger brauchen Konzepte Rolf B. Pieper, internationaler Finanzmarktexperte, Vortragsredner, Autor, Journalist, führender Liechtensteinexperte, Sachwertexperte, Ex-Investmentbanker und Entwickler der Portfoliokonzeption „TRIVERSIFIKATION“ im Gespräch über die Entwicklungen und Chancen für den Mittelstand. In Zeiten von Pandemie, Finanzkrise, politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten wird immer mehr deutlich, dass viele Anleger und Sparer sich in einer verhängnisvollen Abhängigkeit zu Banken und Versicherungen befinden. Erst Null- und Negativzinsen, nun Konzeptlosigkeit. Liebgewonnene, traditionelle Produkte funktionieren nicht mehr – eine Veränderung des Anlageverhaltens ist erforderlich. Da die etablierten Institute, gefangen im eigenen System, sich offensichtlich mehr um das eigene wirtschaftliche Überleben als um ihre Kernklientel kümmern, bedarf es neuer Konzepte und Methoden zur Sicherung von Wohlstand und Vermögen.

Die Anforderungen an die notwendigen Lösungen werden immer komplexer und anspruchsvoller, denn neben dem Nullzinsumfeld droht weiteres Ungemach. Die Verschuldungsorgien der Staaten, die versuchen, Schulden mit Schulden zu lösen, werfen eine brisante Frage auf: „Wer soll das bezahlen?“ Langfristig scheint es so, als ob die Zukunft ganzer Generationen hier aufs Spiel gesetzt wird. Kurzfristig muss jeder Teilnehmer des Systems mit Repressalien des Staates rechnen. Alles scheint möglich! Neben der kalten Enteignung über Inflation und Hyperinflation droht ein toxischer Cocktail: Steuererhöhungen, Vermögensabgaben, direkte Enteignung, Lastenausgleich, Bargeldverbot, Bankencrashs, Goldverbot und nicht zuletzt das Ende des Euro und eine neue Währung. Ab sofort geht es nicht mehr darum, wieviel man in der Zukunft mehr hat, sondern wieviel übrigbleibt. Dafür werden Strategien für Vermögensaufbau, Vermögenschutz, Investment- und Wohlstand benötigt – die Zeit

der finanziellen Rettungsweste und des Plan B ist gekommen! Alles muss auf den Prüfstand gebracht werden. Der Anleger braucht Besitz und muss sich von Zinsmärkten und Volatilität unabhängig machen. Er muss raus aus der isolierten Produktlösung hin zum Konzept. Raus aus den Geldwerten, rein in zugriffsgeschützte Sachwerte ist das Gebot der Stunde. Die EFM Europäische Finanzmanufaktur mit ihrem Chefstrategen, Rolf B. Pieper, internationaler Finanzmarktexperte, Konzeptentwickler, Autor und Querdenker, hat ein Konzept entwickelt, das sich mit vier Themenfeldern beschäftigt: Liquidität, Rendite, Altersvorsorge und Werterhalt. Es werden die Korrelation und kalkulierbare Risiken gemessen und passende Instrumente gesucht. Dieser neue Ansatz, „Triversifikation“, hebt sich von der modernen Portfoliotheorie nach Markowitz und Tobin ab, denn er berücksichtig Sachwerte – zugriffsgeschützt – und Länderdiversifikation. Schon die Börsenlegende André Kostolany stellte fest: „[...] es ist keine gute Idee,


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titelstory Andera Gadeib, Vorständin des Bundesverbands IT-Mittelstand – bitmi, über hilfreiche Tools und Impulse für die Zukunft. Text: Katja Deutsch Foto: Presse

I

war die Welt noch eine andere. Hersteller, Händler und Kunden freuten sich auf gemeinsame Termine, Konferenzen, Messen, planten ihr Budget und ihre Investitionen – um Mitte März durch den kompletten Lockdown zu Abertausenden in Schockstarre zu verfallen. Auf einen Schlag stand das Leben still und im gleichen Maße, wie während dieser gespenstischen Stille bei vielen die Umsätze wegbrachen, stieg die Angst und bei manchen auch die Wut. Wer jetzt digital gut aufgestellt war, hatte – und hat! – einen klaren Vorteil, ganz egal, in welchem Land auf der Welt er sich befindet. Wie steht es hier um Unternehmen in Deutschland? m Januar 2020

„Wenn wir das Digitale

betrachten, verharrt der Mittelstand derzeit immer noch in operativen Themen, also sozusagen in der ersten Welle der Digitalisierung“, sagt Andera Gadeib, Vorständin des Bundesverbands IT-Mittelstand, bitmi. Die Digitalexpertin, die bereits vor 25 Jahren ihre Diplomarbeit in den USA über das Einkaufsverhalten im World Wide Web geschrieben hat und als eine der führenden Digitalexperten Deutschlands gilt, bemängelt eine gewisse Zögerlichkeit bei vielen Unternehmen. „Natürlich ist es wichtig, Prozesse wie Posteingänge, Einkaufsprozesse und Urlaubsanträge zu digitalisieren“, sagt Andera Gadeib. „Aber Entscheider in mittelständischen Unternehmen stecken immer noch zu 95 Prozent in diesen operativen Themen fest – also wie das Digitale das Operative übernehmen und automatisieren kann. Der Mittelstand ist schon sehr damit beschäftigt, seine eigene Struktur zu optimieren, und weniger damit, die Zukunft

zu gestalten, etwa neue Geschäftsmodelle kundenzentriert zu denken. Ich glaube, da haben viele noch einen ganz schön langen Weg vor sich.“ Digitale Prozesse voranzutreiben bedeute übrigens nicht, sich mit allen Mitteln nur auf Social Media zu stürzen. Für Andera Gadeib, die bereits 1999 die digitale Marktforschungsagentur Dialego gründete, sind Instagram und Facebook zwar durchaus wichtige Instrumente, um einen Eindruck zu erhalten, was einzelne Kunden über Produkte denken und sagen, aber um solide Marktforschung zu betreiben, und darauf basierend strategische Entscheidungen zu treffen, geht nichts über eine valide Studie mit belastbarer Stichprobe.

für den unternehmerischen Alltag? „Für die eigene Organisation ist beispielsweise ein zentraler, digitaler Kalender super. Bei mir laufen hier mehrere Kalender zusammen, auch die meiner drei Kinder, die zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause kommen oder zum Sport gehen.“ Ihre wichtigsten Tools

Das zweite Tool, von dem die Vorständin der bitmi nie mehr lassen möchte, ist das digitale Notizbuch Evernote. „Dieses Tool ist aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken, denn es merkt sich Inhalte, und zwar anders, als man es vielleicht anhand von Ordnern gewöhnt ist. Unabhängig von der Trennung privat, Firma A, Firma B, sucht Evernote ähnliche Beiträge, die ich irgendwann einmal abgelegt habe: Websites, PDFs, Baupläne in allen Varianten oder sämtliche Rechnungen zu Handwerkern und mehr. Ich finde, das kann Technologie sehr gut für uns erledigen.“ Papierstapel schrumpfen, Teams können damit schnell ihr Wissen teilen.

Projektteams empfiehlt die Digitalpionierin außerdem Slack, eine Plattform, die E-Mails ersetzt. „E-Mails sind eigentlich nicht der richtige Weg, um

Für Mittelstand und

Der Mittelstand ist schon sehr damit beschäftigt, seine eigene Struktur zu optimieren, und weniger damit, die Zukunft zu gestalten, etwa neue Geschäftsmodelle, kundenzentriert zu denken. Informationen zu teilen, die Mailbox quillt über, man findet Dinge nicht wieder und das macht den Tag super unstrukturiert.“ Slack bietet Kanäle zu einzelnen Themen, in denen Informationen abgelegt werden und Berechtigte Zugriff haben. Niemand kann derzeit eine Prognose abgeben, wie sich Pandemie und Wirtschaft entwickeln. Doch schon kurz nach der ersten Schockstarre registrierte die bitmi-Vorständin bei der Mehrzahl der Unternehmer einen starken Gestaltungsmodus. Die Autorin des Buches „Die Zukunft ist menschlich“ (GABAL Verlag) ist fest davon überzeugt, dass die Krise auch eine Chance ist, zu überlegen, was dem Unternehmen wichtig ist: „Wenn Geschäftsreisen und Messen wegfallen, kann ich die Zeit nutzen, das eigene Portfolio auf Zukunftssicherheit zu prüfen und Neues zu gestalten. Was kann ich jetzt umsetzen? Alle wurden aus ihrer Komfortzone gerissen und das kann durchaus eine Chance sein.“

Dialego-Chefin davor, dass der Blick dabei zu sehr nach innen gerichtet wird und somit der Blick nach außen, auf Zukunftschancen im Markt, verloren geht. Erwartet wird, dass die Wirtschaft im dritten, vor allem aber im vierten Quartal, wieder kräftig anzieht, doch vorerst herrscht große Unsicherheit. „Wir müssen aufpassen, dass Innovieren hinter dem Reformieren nicht auf der Strecke bleiben, denn es geht um die Gestaltung der Zukunft.“ Allerdings warnt die

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Der Traum vom papierlosen Büro entwicklung

Eine gute Buchhaltungssoftware erleichtert den Arbeitsalltag. Aber sie muss die hohen Anforderungen der Finanzämter erfüllen. Text: Armin Fuhrer Foto: Siemens Stiftung

Wer kennt das nicht: auf dem Schreibtisch ein Chaos, die Ablagen voll mit Papieren – aber just die Belege, die man gerade dringend für das Finanzamt braucht, sind irgendwo verschollen. In Zeiten digitaler Technik muss so etwas aber gar nicht mehr sein. Denn auf dem Markt tummeln sich immer mehr Anbieter von Buchhaltungssoftware. Ganz gleich, ob das Komplettpaket, reine Online-Dienste oder eine Mischung aus beiden: Sie können tatsächlich wichtige Helfer im Büro-Alltag sein. Wer Ordnung hält, hat Zeit für die wichtigen Dinge – und Zeit ist Geld. Das gilt vor allem für Start-ups und kleine Betriebe, in denen die Buchhaltung für gewöhnlich eher nebenbei erledigt wird, handelt es sich dabei doch schließlich um lästiges Beiwerk der alltäglichen Arbeit. Da kommt eine gute Buchhaltungssoftware gerade richtig. Vor allem auch in einer Zeit, in der der Jahresabschluss gemacht werden muss. Aber eine... Lesen Sie den ganzen Artikel online auf: analysedeutschland.de ANZEIGE – ADVERTORIAL

– keine isolierten Finanzprodukte Mit einem weltweit einmaligen Lagerungs- uns Sicherheitskonzept ermöglicht die EFM besorgten Anlegern – auch mit Klein- und Spareinlagen – zu Zugang zum Fürstentum, der sonst nur Anlegern mit siebenstelliHierbei spielt der Finanzplatz Liechtenstein eine entgen Zahlungen vorbehalten ist. Im „Fort Knox“ Europas scheidende Rolle. Als eines von fünf Ländern auf der werden zugriffsgeschützt werthaltige Metalle wie EdelWelt ist das Fürstentum schuldenfrei, ist nicht in der uns Technologiemetalle als Eigentum des Kunden EU und hat damit keine ESM-Haftungsrisiken und ist gelagert. Vollumfänglich mit einer All-Risc-Versichesomit kerngesund. Mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt pro Kopf hat es die höchste Wirtschaftsleistung rung – sogar gegen Diebstahl und Veruntreuung – abgesichert. Der Käufer genießt maximale Flexibilität. auf der Welt und kennt keine Notstandsgesetze und Enteignungsszenarien. Aber im Gegensatz zur Schweiz Er kann jederzeit über Ware an seinem Wunschort ist die Alpenfestung seit 1995 Mitglied im Europäischen verfügen und/ oder jederzeit über Liquidität – sogar in USD oder Schweizer Franken. Geographische DiversiWirtschaftsraum und genießt vertraglich eindeutig geregelt die Freizügigkeit des Waren-, Personen-, Dienst- fikation in Reinkultur, zugriffsgeschützt und steuerleistungs- und Kapitalverkehrs. Auch die Zugehörigkeit optimiert. Mit erstaunlichen Ergebnissen: Das Risiko sinkt und die Rendite steigt! Die Maxime lautet: nicht zum Schweizer Franken-Raum bietet im aktuellen warten – sofort handeln! Buchen Sie Ihr persönliches Umfeld einen Vorteil. Zuletzt stufte die Ratingagentur Beratungsgespräch mit dem Liechtenstein- und Sach„Standard & Poor’s“ auf dem Höhepunkt der Coronawertexperten, Rolf B. Pieper. Krise das Land mit der Bestnote AAA ein und lobte die gesunde Finanz- und Reservenlage. die größten Vermögenswerte in dem Land zu haben, in dem ich mein Einkommen beziehe […]“

EFM Europäische Finanzmanufaktur Büllerweg 22, 52441 Linnich Telefon: 0173 90 18 342 E-Mail: info@efm-experten.de www.efm-experten.de


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Als Mittelstand durch die Corona-Krise entwicklung Dass die Corona-Krise ebenfalls eine unmittelbare und weltweite Wirtschaftskrise auslöst, hat sich in verschiedenen Bereichen sehr schnell abgezeichnet. Wie ergeht es dem Mittelstand in diesen schwierigen Zeiten? Immerhin gibt es in Deutschland 3,5 Millionen KMU.

Um die Krise zu überstehen ist es von großer Bedeutung, dass Europa gemeinsam und solidarisch zusammensteht. Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), sei dieses „gewaltig und zielführend“. Natürlich könne keine genaue Prognose für die Entwicklung der Situation gemacht werden, bei Bedarf und Veränderungen könnten jederzeit Nachjustierungen vorgenommen werden. Die Liquidität von Unternehmen soll, unabhängig von der Branche und Mitarbeiteranzahl,

Text: Alicia Steinbrück Foto: Presse, mostphotos

gesichert werden.

Oftmals sind auch Auszubildende

die Leidtragenden, beispielsweise wenn ihre Lehrbetriebe insolvent sind und die Tätigkeit einstellen müssen. Damit die Ausbildung nicht leidet, sollten andere Unternehmen darauf bedacht sein, eben diese Auszubildenden aufzunehmen, und ihre Ausbildung bei sich fortführen zu lassen. Laut Kramer wäre Kurzsichtigkeit ein fataler Fehler, der vermieden werden sollte. Der demographische Wandel und die damit einhergehenden Probleme bleiben, auch nach der Corona-Epidemie, bestehen. Um dem entgegen zu wirken, sollten Unternehmen frühzeitig an der Sicherung ihres Fachkräftenachwuchses arbeiten. Generell gilt: „Panik und

Angst sind schlechte Ratgeber“. Negativspekulatio-

Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

A

Dass die Krise große Veränderungen in nahezu allen Bereichen hervorbringt, ist bereits seit einigen Wochen, sogar wenigen Monate, deutlich erkennbar. Ein großer Punkt ist digitales Arbeiten, welches neben der Digitalisierung natürlich auch durch die weit verbreitete Einführung des Homeoffice optimiert wurde. Einige Unternehmen haben bereits angekündigt, weiterhin Möglichkeiten des flexiblen Arbeitens anzubieten. Und wie sieht die

etwas langfristigere Perspektive für Deutschlands Mittelstand aus? Gut, laut Kramer, denn es besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Wirtschaft im nächsten Jahr umso kräftiger wieder vorangeht. Möglicherweise erreichen wir sogar recht zügig wieder den Anschluss an die Phase, in der wir vor dem Virus steckten.

kleine und mittelständische Unternehmen unter den direkten und auch erst später sichtbar werdenden Effekten der Corona-Epidemie. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges waren noch nie so viele Menschen wie jetzt in Kurzarbeit, viele Arbeitnehmer verlieren ihre Anstellung oder stehen kurz vor der Arbeitslosigkeit. Für die Unternehmen brechen Umsätze weg, Lieferketten sind unterbrochen, einige Firmen mussten Insolvenz anmelden oder ihnen steht es ebenfalls kurz bevor. ktuell leiden insbesondere

gibt es von verschiedensten Seiten, in Form von Krediten, Kurzarbeitergeld, oder jetzt eben auch dem Hilfspaket der Bundesregierung. Laut

nen sind nicht effektiv, im Gegenteil – die Wirtschaftskrise wird dadurch gegebenenfalls nur noch weiter verstärkt. Das Worst-Case-Szenario hält Kramer sowieso für recht unwahrscheinlich. Um die Krise zu überstehen ist es von großer Bedeutung, dass Europa gemeinsam und solidarisch zusammensteht und an Lösungen arbeitet. Im Alleingang würde das für jedes Land schwierig bis eher unmöglich werden. Aber auch für die Krisenpolitik von Bund und Ländern in Deutschland findet Kramer lobende Worte.

fakten

Hilfe und Unterstützung

Laut Kramer wäre Kurzsichtigkeit ein fataler Fehler, der vermieden werden sollte. Der demographische Wandel und die damit einhergehenden Probleme bleiben, auch nach der Corona-Epidemie,

Ingo Kramer ist seit 2013 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Der BDA vertritt die Arbeitgeberseite von etwa 70 % der in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer und repräsentiert die privaten Gewerbe aller Branchen.

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Experten für Mobilität im Wandel

Experten für Mobilität im Wandel

Der Mittelstand bildet das Rückgrat der Wirtschaft und ist somit einer der wichtigsten Marktteilnehmer in Deutschland. Die Mitglieder und Premiumpartner des VMF verstehen sich nach ihrer Neuausrichtung im Jahr 2019 als Experten für Mobilität im Wandel. Um das zu erreichen, wurde die Mitgliedschaft der bisher markenunabhängigen Fuhrpark-Leasinggesellschaften um Autovermietungen erweitert. Die Aufnahme weiterer Mobilitätsanbieter ist in Vorbereitung. Bestehende Mobilitätsservices werden dabei durch die stark wachsende Zahl der Premiumpartner und deren Produkte ergänzt. Hierzu zählen auch innovative Startup-Gesellschaften mit zukunftweisenden Ideen. Der Digitalisierung gehört die Zukunft, diese Ideen in die Praxis für Kunden des Mittelstands umzusetzen ist unter anderem Strategie des VMF.

Durch die Zusammenarbeit mit dem BDL (Bundesverband Deutscher Leasinggesellschaften) als assoziiertes Mitglied gestaltet der VMF in einer Verbändeallianz die Lobbyarbeit aktiv bis in alle Bereiche der Politik und Wirtschaft zum Wohle der Kunden mit. Diese schnelle und erfolgreiche Initiative beinhaltete unter anderem

• Standards für Fahrzeugüber-/ Rücknahme, auch eine Erweiterung der KFW Unterstützung für ZahReifenservice, Wartung, Versicherung und lung von Leasingraten der Leasing-Nehmer und LeasingSchadenmanagement, Gesellschaften. bilden dabei die Leitlinien, die der VMF schon seit Gründung verfolgt und stetig auch mit entsprechenden Nach dem KfW-Unternehmerkredit wurde auch der Güte-Siegeln umsetzt. Schnellkredit für Leasing geöffnet: • Leasing-Nehmer können den Schnellkredit nutzen, Der VMF will den Kunden seiner Mitglieder, sei es der um Leasing-Raten zu bezahlen; Fuhrparkverantwortliche oder der Nutzer der Fahrzeu• Leasing-Gesellschaften sind auch antragsge bei sich ständig veränderten Mobilitätsbedürfnissen berechtigt, sofern sie nicht mit mehr als 25 Prozent und Anforderungen diesen Wandel jederzeit mit seinem im Eigentum von Kreditinstituten stehen. Es gilt die Netzwerk von professionellen Mitgliedern und PremiBeantragung über die Hausbank. umpartnern den verlässlichen und vertrauensvollen Rahmen zur Verfügung stellen. Eine umfassende Marktanalyse, wie z. B.: • Privatleasing in den nächsten Jahren, Mitglieder im VMF: • Aufbau einer akzeptablen und flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Plug-in-Hybrid- sowie reine Elektro-Fahrzeuge bis 2025, • Entwicklung des optimalen Antriebsmix für Entscheidungsträger der Kunden, • Weiterentwicklung von Telematik Konzepten für Fuhrparkverantwortliche und Fahrer, vmf-fuhrparkmanagement.de


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Dela – Partner Content 19 analysedeutschland.de

Als Unternehmer nicht zum Risiko für den eigenen Betrieb werden partner content Frühzeitige Vorsorge hilft im Krisenfall beim geordneten Übergang – Risikolebensversicherung als KeymanAbsicherung für den Mittelstand. Mit seinem Fachbetrieb für die Restauration historischer Gebäude hat sich Stefan Haussner* vor einigen Jahren selbstständig gemacht. Der gelernte Malermeister sah in der hochspezialisierten Nische eine unternehmerische Chance. Mittlerweile beschäftigt er in seinem mittelständischen Familienbetrieb sieben Mitarbeiter. Für den 41jährigen läuft zurzeit alles rund – gesundheitlich wie beruflich. Und doch macht er sich aus unternehmerischer Verantwortung regelmäßig Gedanken darüber, was mit seinem Betrieb und den Mitarbeitern geschieht, wenn dies einmal nicht so sein sollte. Zwar arbeitet seine Frau im Büro des Unternehmens mit, sie ist jedoch keine geprüfte und zugelassene Meisterin. Haussner weiß, wie wichtig es ist, Vorsorgefragen rechtzeitig zu klären, um Betrieb und Beschäftige für den Ernstfall abzusichern – auch wenn im Tagesgeschäft oft wenig Zeit dafür bleibt. Er will unbedingt vermeiden, dass er als Unternehmer einmal selbst zum Risiko für den eigenen Betrieb werden könnte. Risikolebensversicherung sichert Unternehmen und Beschäftigte ab Fällt eine wichtige Person im Unternehmen durch schwere Krankheit oder Tod plötzlich aus, können dem Unternehmen schnell erhebliche finanzielle Verluste bis hin zur Existenzfrage drohen. Daher ist es wichtig, ausreichende finanzielle Sicherheit zu schaffen, um in Übergangszeiten Aufträge abwickeln zu können, eine geregelte Übergabe des Unternehmens oder die Suche nach einem Nachfolger in die Wege zu leiten. Vielen Unternehmern ist nicht bewusst, dass wenn zwei Unternehmer als Mitgesellschafter einer GbR, GmbH oder KG gemeinsam einen Betrieb aufbauen und einer von ihnen verstirbt, dessen Erben plötzlich Mitgesellschafter sind. Im schlimmsten Falle sind diese nicht in der Lage, den verbleibenden Gesellschafter zu unterstützen, oder möchten die Last nicht tragen. Mit einer KeymanPolice wird die oft nicht unerhebliche Ausbezahlung der Erbberechtigten eines Gesellschafters aufgefangen.

„Mit einer sogenannten KeymanPolice können Unternehmer sich selbst und Mitarbeiter in wichtigen Schlüsselfunktionen absichern.”

*Name geändert.

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Sich frühzeitig um die Nachfolge zu kümmern, ist in einem mittelständischen Unternehmen ausgesprochen wichtig. Ein Handbuch und eine KeymanAbsicherung können dabei helfen.

Ein zweckmäßiges Instrument für eine umfassende finanzielle Vorsorge ist – privat wie geschäftlich – die Risikolebensversicherung. „Mit einer sogenannten Keyman-Police können Unternehmer sich selbst und Mitarbeiter in wichtigen Schlüsselfunktionen absichern“, erklärt Walter Capellmann, Hauptbevollmächtigter der DELA Lebensversicherungen in Deutschland. Die DELA blickt auf eine über 80-jährige Erfahrung in der Absicherung des Todesfallrisikos zurück und gehört in Belgien und den Niederlanden zu den Marktführern in ihrem Segment. Seit über zwei Jahren ist der Vorsorgespezialist auch auf dem deutschen Markt aktiv. Der neu aufgelegte Notfallleitfaden für Unternehmer gehört zum umfangreichen Serviceangebot des Versicherers und enthält eine Checkliste, die dabei hilft, zu überprüfen, wie Unternehmer und Betrieb abgesichert sind und wo noch Handlungsbedarf besteht. Unternehmerhandbuch sichert Abläufe im Notfall Die persönliche Vorsorge und die Vorsorge für das Unternehmen greifen dabei wie Zahnräder ineinander. „Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Sorgerechtsverfügung und Testament sind wichtige Dokumente für die private Vorsorge, können aber ebenso auch für die Absicherung des Unternehmens relevant sein“, so Capellmann. Darüber hinaus sollten auch für das Unternehmen spezifische Regelungen, wie die Nachfolge, getroffen werden. Ohne eine geregelte Unternehmensnachfolge wird für den Fall, dass der Unternehmer aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Krankheit nicht mehr selbst entscheiden kann, von Amtswegen ein Betreuer zugewiesen. Dieser vertritt die Stimmanteile bei Gesellschaftsversammlungen oder übernimmt die Geschäftsführung kommissarisch. Sollte der Unternehmer versterben, wird der Betreuer auch Ansprech-

partner für gesetzliche Erben. Deshalb ist es notwendig, so früh wie möglich einen Nachfolger oder Interimsgeschäftsführer festzulegen und rechtlich zu verankern. Ergänzend hierzu sollte die Vertretung mit entsprechenden Vollmachten oder Prokura ausgestattet werden. Um Abläufe im Unternehmen nicht zu unterbrechen, sollten alle Schlüsselpersonen die Regelungen für den Ernstfall kennen. Absicherung für Familie und Unternehmen Im Ernstfall ist es wichtig, dass die Prozesse im Unternehmen reibungslos weiterlaufen. „Wenn jemand bevollmächtigt ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass er den gleichen Wissensstand hat. Zudem fehlt oft die notwendige Einarbeitungszeit. Ein Unternehmerhandbuch, das alle Details festhält, kann hier eine wichtige Stütze sein, um in dieser Phase Fehler zu vermeiden“, empfiehlt Capellmann. Denn die Liquidität eines Unternehmens kann schnell gefährdet sein, wenn Geschäftspartner, Mitgesellschafter oder Unternehmer ausfallen. Die Risikolebensversicherung übernimmt als Absicherungsinstrument in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Funktion. Zum einen sichert der Unternehmer damit die eigene Familie für den Ernstfall finanziell ab. Zum anderen schafft sie als Keyman-Police finanzielle Sicherheit, weil sich damit im schlimmsten Fall die Folgen eines Ausfalls finanziell überbrücken lassen, um den Fortbestand des Betriebes und damit auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern.

Unter dela.de/service-ratgeber erhalten Sie kostenfrei einen Notfallleitfaden für Unternehmer und juristisch geprüfte Vorsorgedokumente!


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Ein mittelstandsfeindliches Gesetz entwicklung

Der AfW macht sich gegen Kabinettsbeschluss zur BaFin-Aufsicht stark.

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Fragen an Rolf B. Pieper

Text: Chan Sidki-Lundius Foto: Andreas Klingberg Fotograf unsplash/ Wesley Tingey

Rolf B. Pieper, Internationaler Finanzmarktexperte, Vortragsredner, Autor, Journalist, führender Liechtensteinexperte, Sachwertexperte, Ex-Investmentbanker, Entwickler Portfoliokonzeption: TRIVERSIFIKATION

Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbands Finanzdienstleistung (AfW)

interview

Rolf B. Pieper im Interview über die Auswirkungen der Corona-Krise für den Mittelstand.

D

ie Bundesregierung hat am

11. März 2020 den Gesetzentwurf zur Übertragung der Aufsicht über Finanzanlagenvermittler auf die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beschlossen. Mit diesem Gesetz plant das Bundesfinanzministerium, den Bundesländern – und damit den Gewerbeämtern und Industrie- und Handelskammern – die ihnen bislang obliegende Aufsicht zu entziehen und zukünftig zentralistisch bei der Bundesbehörde anzusiedeln. Hierdurch sollen eine Vereinheitlichung und Qualitätssteigerungen bei der Aufsichtspraxis erfolgen. „Zu einer Zeit, in der gerade der Mittelstand extrem von den Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen wird, lehnen wir dieses mittelstandsfeindliche und verbraucherschädliche Gesetz vehement ab“, sagt der geschäftsführende Vorstand des Bundesverbands Finanzdienstleistung (AfW), Norman Wirth. Sollte das neue Gesetz kommen, erwartet der Rechtsanwalt einen starken Anstieg der Bürokratie sowie eine erhebliche zusätzliche Kostenbelastung für die unabhängigen Finanzdienstleister in Deutschland. „Zu befürchten ist, dass rund 75 Prozent von ihnen ihre Tätigkeit einstellen werden, vor allem in der Fläche, wo sich ja auch die Banken bekanntlich zunehmend zurückziehen“, unterstreicht Norman Wirth weiter. „In Summe bedeutet das, dass es für Mittelständler, aber auch kleinere Gewerbetreibende, nicht mehr viele Möglichkeiten geben wird, um sich in puncto Finanzen produktunabhängig und persönlich beraten zu lassen. Wenn es zum Beispiel um wichtige Fragen der betrieblichen Absicherung geht, sind

In Summe bedeutet das, dass es für Mittelständler nicht mehr viele Möglichkeiten geben wird, um sich in puncto Finanzen produktunabhängig und persönlich beraten zu lassen.

Text: Alicia Steinbrück Foto: Presse

Die Corona-Krise macht dem Mittelstand zu schaffen. Welche Möglichkeiten hat er im Punkt Finanzen trotzdem? Der deutsche Mittelstand ist der große Verlierer der aktuellen Krise. Eigentlich braucht es aktuell einen Aufstand, alle großen Revolutionen gingen nicht vom Volke, sondern vom Mittelstand, der sie organisiert hat, aus. Dieser ist aber nun damit beschäftigt, sein redlich verdientes Vermögen und Wohlstand zu sichern. Hier gibt es interessante Konzepte und Lösungen. Das Gebot der Stunde heißt: Raus aus dem System und raus aus den Geldwerten. Es hat noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine Zeit gegeben, in der so viele Millionäre das Land verlassen haben. Und das aus gutem Grunde – das Vertrauen in das System und die Kräfte der Marktwirtschaft ist zerstört worden. Ich kann nur empfehlen, eine geographische Diversifikation mit Sachwerten zu planen. Die Regulierung (Überregulierung) durch die Regierung ist Norman Wirth schon seit langem ein Dorn im Auge. „Zu viel Regulierung bedeutet nicht nur eine Schwächung der Finanzdienstleistungsbranche, sondern auch eine Schwächung des Mittelstands.“

die Angebote im Internet absolut keine Alternative zur persönlichen und unabhängigen Beratung.“ Wie das Gesetzgebungsverfahren nun weitergehen wird, bleibt abzuwarten. Ein Kompromiss zwischen den Koalitionspartnern, beziehungsweise eine schlanke und dienstleistungsorientierte Lösung im Sinne des AfW scheint aktuell nicht in Sicht zu sein. durch die Regierung ist Norman Wirth schon seit langem ein Dorn im Auge. „Zu viel Regulierung bedeutet nicht nur eine Schwächung der Finanzdienstleistungsbranche, sondern auch eine Schwächung des Mittelstands. Da werden in nächster Zeit voraussichtlich viele Unternehmen vom Markt verschwinden“, befürchtet er. Die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sei bereits ein hochsensibles Thema gewesen. Und auch die staatlich verordneten Hürden in Bezug auf das Wettbewerbsrecht und das neue Geldwäschegesetz seien so hoch geworden, dass diese durch viele Unternehmen fast nicht mehr zu stemmen seien. Die Regulierung (Überregulierung)

Zu viel Regulierung bedeutet nicht nur eine Schwächung der Finanzdienstleistungsbranche, sondern auch eine Schwächung des Mittelstands. fakten Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW vertritt die Interessen von 37.000 unabhängigen Finanzanlagen- und Immobiliardarlehensvermittlern sowie Versicherungsmaklern aus weit über 2.000 Mitgliedsunternehmen. Der größte Teil hiervon sind kleine und mittlere Unternehmen. Mitglieder im Bundesverband sind unter anderem auch Maklerpools, Maklerverbunde, Versicherungsgesellschaften und Serviceunternehmen für unabhängige Berater und Vermittler.

Wie können Unternehmen ihre Liquidität sichern? Auch Unternehmen können natürlich neben der täglichen Liquidität auch Sachwerte als Vermögenswerte halten. Wichtig dabei ist, dass diese maximal flexibel und liquide sind. Ich empfehle auch die Bargeldbevorratung in verschiedenen Währungen, beispielsweise Schweizer Franken oder USD. Auch Teile der Liquidität gehören über Länder verteilt, im Idealfall ist ein Teil nicht mehr in der EU. Was sind die Vorteile von Sachwerten? Sachwerte haben sich immer in Krisenzeiten bewährt. Hier sind in erster Linie Gold und Edelsteine zu nennen, die seit über 5.000 Jahren funktionieren. Hinzu kommt, dass sie der „Airbag“ für ein Vermögen sind und beispielsweise Inflationierung ausgleichen. Und Inflationierung ist ja in der Lehre der österreichischen Nationalökonomie nicht die statistische Inflation, sondern die Geldmenge M3 und das Wirtschaftswachstum. Aktuell ist die Situation katastrophal, mit Ausweitungen der Geldmenge im zweistelligen Bereich. Sachwerte bilden einen Gegenpol. Im richtigen Konzept sind sie täglich liquide, maximal flexibel und vor Zugriff geschützt. Solche Konzepte sind unsere Expertise. Man sollte insbesondere auf den physischen Besitz achten und keine Papiere und Bezugsrechte kaufen – da ist es so wie mit Wasser. Sie brauchen Wasser, wenn Sie Durst haben und keinen Wasseranrechtsbezugsschein.


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Mittelständler und Freiberufler im Visier

Cyberkriminelle können schnell nachhaltig schädigen. Cyberattacken bedrohen die Existenz.

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Jedes dritte betroffene Unternehmen erleidet Schäden von:

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Zu der häufigsten kriminellen Aktivität weltweit hat sich Cyberkriminalität entwickelt. Grund genug für Unternehmen, sich vor dieser Bedrohung so gut wie irgend möglich zu schützen.

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Viele kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch Freiberufler, haben große Lücken bei ihrer IT-Sicherheit. Die Folge: Immer mehr Firmen werden Ziel von Cyberkriminellen. In einer aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage unter 100 Maschinenbauern gab jedes dritte Unternehmen an, bereits Opfer erfolgreicher Cyberattacken gewesen zu sein, jedes zehnte Unternehmen war sogar mehrfach betroffen. Eine weitere Gefahrenquelle: Mitarbeiter nutzen zunehmend ihr eigenes Tablet oder Smartphone im Homeoffice. Das gilt umso mehr in Corona-Zeiten. Damit öffnet sich ein potenzielles, nicht zu unterschätzendes Einfallstor für Viren und Trojaner. Denn es kann leicht passieren, dass ein Mitarbeiter eine so genannte PhishingMail mit einem Verschlüsselungstrojaner öffnet und dadurch das gesamte Unternehmensnetzwerk lahmlegt. Zum Portfolio an Schadsoftware zählen unter anderem Dateianhänge mit Malware, Links zu mit Schadsoftware infizierten Webseiten, das Kompromittieren von geschäftlichen E-Mails, gefälschte Landingpages, Downloader und natürlich einfache Spammails.

Foto: HDI

ich Vers

Markus Rehle, Vorstand und Leiter Produktmanagement Firmen/ Freie Berufe, Produkttechnik Sach bei der HDI Versicherung AG Aus den Machenschaften der immer professioneller agierenden Hacker können teure Rechtsstreitigkeiten, Lösegelder, Umsatzeinbußen und Imageschäden, dazu Patentrechtsverletzungen und Produktionsausfälle resultieren. „Gerade in spezialisierten Unternehmen sind häufig fachliches Know-how und sensible Kundendaten konzentriert. Das wissen auch Hacker. Solche Unternehmen sind daher lohnende Ziele für Cyberattacken“, sagt Markus Rehle, Vorstand Produkte bei der HDI Versicherung. Lohnende Ziele für Cyberkriminelle seien aber auch Unternehmen, die sich keine eigenen IT-Abteilungen und Experten für IT-Sicherheit leisten, sondern oftmals mit externen Dienstleistern arbeiten. „Aus Kosten- und Kapazitätsgründen kann eine lückenlose Überwachung der IT deshalb oft nicht gewährleistet werden“,

100.000 EUR und mehr. Quelle: KPMG 2019.

Bei 2 von 3 betroffenen Unternehmen liegt der Betrieb nach einer Cyberattacke mehrere Tage still. Quelle: GDV 2019.

so Rehle. Seine Erfahrung zeigt, dass Unternehmen vielfach nicht gezielt angegriffen werden. Vielmehr würden Kriminelle ihre Schadsoftware gleich auf mehrere Unternehmen ansetzen. Außerdem sei zu beobachten, dass Cybererpressung und Cyberspionage Unternehmen oder Freiberufler hart treffen können. Viele zahlen dann die von den Erpressern geforderten Beträge, um schnell wieder an ihre Daten zu kommen. Der HDI Vorstand warnt jedoch: „Selbst, wenn die Daten nach dem Entsperren wieder zugänglich sind, ist die Schadsoftware immer noch im System und kann, sofern nicht professionell entfernt, durch die Erpresser unter Umständen reaktiviert werden.“

Warum ist Prävention so wichtig? Hohe Zahl an Cybersicherheitsvorfällen. Mehr als 70 % aller deutschen Unternehmen waren in den vergangenen zwei Jahren von Cyberkriminalität betroffen. Art von Cyberattacke auf Unternehmen in Prozent

30%

29%

27%

25%

Systembeschädigungen oder Computersabotage

Computerbetrug

Datendiebstahl / Ausspähen oder Abfangen von Daten

Erpressung

Unternehmen schätzen, dass 83 % der Cyberangriffe durch die eigenen unzureichend geschulten Mitarbeiter verursacht werden.1) 1) Quelle: KPMG 2019.

www.hdi.de/cyberversicherung

Zeitlicher Ausfall nach einer Cyberattacke:

Eine wirksame Cyberversicherung muss umfassend schützen. Sobald technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen versagen oder durchbrochen werden, schließt eine Cyberdeckung die entstandene Lücke im Schutzkonzept. Zum Beispiel gilt das bei Informationssicherheitsverletzungen, bei Diebstahl personenbezogener Daten, bei der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen Dritter oder Internet-Attacken aufs berufliche Netzwerk. Die HDI Cyberversicherung bietet außerdem Zusatzleistungen, die über den normalen Versicherungsschutz hinausgehen. Dazu gehören Schulungs- und Präventionsmaßnahmen, eine 24/7-Hotline und ein IT-Sicherheitsdienstleister mit spezieller Expertise in Sachen Cybersicherheit. Darüber hinaus übernimmt die HDI Cyberversicherung die Prüfung möglicher Schadensersatzansprüche Dritter. Der HDI Cyberschutz umfasst dazu auch die Absicherung von Bring-Your-Own-Device-Risiken und greift schon vor dem Schadensfall: Zum Beispiel durch gezielte Mitarbeitertrainings. Dazu kommen laufende Informationen zur Cybersicherheit, Angriff-Alarme bei aktuellen Bedrohungen oder Tests der Cybersicherheitsmaßnahmen durch fingierte Hackerangriffe. Bei einer Cyberattacke gilt es schnell zu reagieren, um Schaden so weit wie möglich abzuwenden. Kunden sollten sich bereits bei einem Verdacht auf einen Cyberangriff bei der Versicherung melden. Die Kosten für Forensik und Schadensfeststellung werden von der HDI Cyberversicherung innerhalb der ersten 48 Stunden ohne Anrechnung auf einen Selbstbehalt übernommen, egal ob tatsächlich ein Cyberangriff vorliegt oder nicht.

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22 Deutscher Mittelstand – Stark für Euch!

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Unternehmenskommunikation in Krisenzeiten fokus Neben der Vermittlung von Kernpunkten, wie Transparenz und wirtschaftlicher Kontinuität, sollten Unternehmen nicht nur Inhalte liefern, sondern auch Haltung zeigen. Text: Helge Stroemer Foto: Presse/ BrauerPhotos / O.Walterscheid, unsplash/ John Schnobrich

Sören Bauer, Inhaber von Sören Bauer Events

D

ie Corona-Krise trifft viele Unter-

nehmen hart. In dieser kritischen Situation heißt es in der Unternehmenskommunikation Fingerspitzengefühl zu zeigen. Klassische Marketing- und PR-Arbeit wirkt für den Empfänger der Botschaften unsensibel. Es ist nicht die Zeit für reguläre Unternehmensnachrichten und Produktpräsentationen. „Business as usual“ geht also nicht. Doch was können die geeigneten Mittel der Kommunikation sein?

„Nicht zu kommunizieren ist die schlechteste Option. Die Unternehmen müssen sich Strategien erarbeiten“, sagt Sören Bauer, Inhaber von Sören Bauer Events. Wichtig sei in diesem Zusammenhang Transparenz. „Was tue ich gerade und wie geht es weiter? Die Antworten auf diese Fragen sollten auch entsprechend kommuniziert werden.“ In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten

kann es schnell zu falschen Einschätzungen kommen. „Bei geschäftlichen Begegnungen fragt man sich inzwischen, ob das Unternehmen die Corona-Krise überstehen wird“, so Bauer. Deshalb sei es als Unternehmen wichtig zu zeigen, dass es auch in Zukunft noch auf dem Markt präsent sein wird. Durch eine transparente Kommunikation können Gerüchte vermieden und Sicherheit sowie Zuversicht vermittelt werden. Dabei sind ehrliche Botschaften wichtig. Sie stärken das Vertrauen von Mitarbeitern, Kunden und der Öffentlichkeit. Um den Kontakt mit Kunden und Verbrauchern aufrechtzuerhalten, bieten sich kontinuierliche Veröffentlichungen und die Anpassung aktueller Informationen an. Gerade den Eventbereich traf

die Pandemie besonders stark. Reihenweise mussten Veranstaltungen abgesagt oder in den virtuellen Raum verlegt werden. Doch eine Onlinepräsenz ersetzt nicht jede Veranstaltung. Eine schwierige Situation. Doch es gilt auch

hier, nach Lösungen zu suchen. Ein Beispiel: Traditionell wird anlässlich des Münchner Filmfestes Ende Juni mit 600 Gästen die „Movie meets Media“ als ein Promi-Cineastentreffen zelebriert. Doch das Get-together der Filmbranche kann in dieser Größenordnung in Corona-Zeiten nicht stattfinden. „Von Anfang an haben

wir für unsere Kunden und Partner verschiedene Szenarien erarbeitet, wie es weitergehen kann“, sagt Bauer. Um die Abstandsbestimmungen einzuhalten, kristallisierte sich ein Dinner-Event mit 99 Gästen an Achter-Tischen mit je vier Personen heraus. „Wir standen dabei in ständigem Austausch mit unserem Kunden“, so Bauer. Letztendlich wird die Veranstaltung für dieses Jahr verschoben und findet voraussichtlich in diesem August statt. Das Beispiel zeigt jedoch, worum es in dieser Krise geht. Im Vordergrund steht die Entwicklung neuer Ideen, Herangehensweisen und Themen. Dabei gilt auch: Wer sich hier zu lange Zeit lässt, verliert Vertrauen nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Konsumenten. Eine genaue Analyse der Fragen, Sorgen

und Bedürfnisse der Menschen hilft dabei. Fachbeiträge mit Tipps zur Krisenbewältigung sind gefragt. Content-Marketing ist daher eine gute Möglichkeit, Produkte und Dienstleitungen zu vermarkten, die in dieser globalen Krise gefragt sind.

Sören Bauer geht noch

einen Schritt weiter. Um Kernpunkte wie Sicherheit und Beständigkeit zu vermitteln, sollten nicht nur Inhalte geliefert, sondern auch Haltung gezeigt werden. Hierbei geht es bei Marken in erster Linie nicht um den Konsumenten und Verbraucher, sondern um den Menschen. In dieser schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation bewährt es sich, Solidarität und soziale Verantwortung zu zeigen. Wie möchte ein Unternehmen dazu beitragen, gesellschaftliche Probleme abzuschwächen? Als in Hamburg im

April der Hilfsorganisation Tafel die Lebensmittel ausgingen, da in der Corona-Krise an manchen Ausgabestellen 20 Prozent mehr Kunden anstanden, schlug die Agentur dem Nahrungsmittelhersteller Barilla vor, Lebensmittel zu spenden. Daraufhin stellte der Lebensmittelhersteller

In dieser schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation bewährt es sich, Solidarität und soziale Verantwortung zu zeigen. eine Lkw-Ladung von 20 Tonnen Nudeln bereit. „In Onlinemedien, Print- und TV-Beiträgen wurde sehr intensiv darüber berichtet“, sagt Bauer. Diese und ähnliche Aktionen zeigen, dass Unternehmen soziale Werte wichtig sind und in einer Krisensituation nicht nur an sich selber denken. Die Menschen schauen sensibel

auf das Verhalten von Unternehmen. Falsches Handeln kann durch die unkontrollierbare Verbreitung in Social Media-Kanälen schnell einen großen Imageschaden bedeuten. Grundsätzlich hat das Internet als Informationsquelle in Krisenzeiten noch mehr an Bedeutung gewonnen. Soziale Medien sind die wichtigsten Kanäle für aktuelle Unternehmensinformationen und zu wichtigen Fragen zur Bewältigung der Krise.

Die Menschen schauen sensibel auf das Verhalten von Unternehmen. Falsches Handeln kann durch die unkontrollierbare Verbreitung in Social-MediaKanälen schnell einen großen Imageschaden bedeuten.

Aber manche Printmedien erleben eine Art Wiedergeburt, auch wenn sich durch den Rückgang des Anzeigengeschäfts die Krise in vielen Verlagen nicht leugnen lässt. Zeitungen und Magazine haben eine andere Gewichtung ihrer Inhalte vorgenommen. Sie liefern zahlreiche Beiträge, um die Corona-Krise mit Expertinnen und Experten journalistisch einzuordnen. „Print ist sehr wichtig, da die Inhalte überprüft werden, bevor sie veröffentlicht werden“, sagt Agenturchef Bauer. Papier besitzt eine andere Sichtbarkeit und Wertigkeit. Fachbeiträge und Qualitätsjournalismus erweisen sich als ein Gegengewicht zu der massenhaften Veröffentlichung im Netz von zum Teil nicht überprüften und irrelevanten Inhalten.


ANALYSE

VKB – Partner Content 23

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Digitalisierung stärkt zukunftsfähige Entwicklung der Unternehmen partner content

Wie kämen Unternehmen ohne Digitalisierung durch die Corona-Pandemie? Zugegeben, wir kennen die Antwort nicht, erleben aber einmal mehr den Segen des technischen Fortschritts. Für die Versicherungsbranche, ebenso wie für eine Vielzahl weiterer Sektoren und Institutionen, wäre die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes in den vergangenen Monaten deutlich schwieriger gewesen. Arbeitsprozesse konnten vielfach unvermindert weitergeführt und Kundenbeziehungen aufrechterhalten werden. Die Digitalisierung hilft vielen Wirtschaftszweigen in der Krisenbewältigung enorm. Zugleich hat die globale Corona-Pandemie einen Weckruf zur weiteren Modernisierung ausgelöst und sie wird die Digitalisierung über alle Branchen hinweg ebenso wie in der öffentlichen Verwaltung maßgeblich beschleunigen. Für ein Unternehmen, wie den Konzern Versicherungskammer, ist dies Ansporn, die Investitions- und Innovationstätigkeit, einhergehend mit der Stärkung der digitalen Kompetenzen der Belegschaft, weiter zu forcieren. Autor: Dr. Frank Walthes

Versicherer als Lösungsanbieter Wie jede Branche erleben auch Versicherer, dass sich vor allem die Erwartungen der Kunden im digitalen Zeitalter stetig ändern. Kunden wünschen sich mehr Individualisierung, sie denken nicht in Produkten, sondern suchen Lösungen für ihre Bedürfnisse. Sie sind es gewohnt, auf jedwedem Kanal in Echtzeit zu kommunizieren und erwarten das nahezu gleichermaßen von ihrem Versicherer. Dieser entwickelt sich sukzessive vom „Schadensabwickler oder Kostenerstatter“ zum Lösungsanbieter, der die sich wandelnden Bedürfnisse seiner Kunden, etwa rund um Wohnen und Leben, Sicherheit, Mobilität und Gesundheit, abdeckt. Dienstleistungen werden nicht mehr nur physisch, sondern vermehrt digital angeboten und erbracht. Vor allem jetzt in der Corona-Zeit helfen uns die digitalen Angebote dabei, mit unseren Kunden in Kontakt zu bleiben: Rund 4.000 von ihnen nutzten beispielsweise alleine von Januar bis Mai unsere digitale Sprechstunde

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l eig an H Foto: Stef

Dr. Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender Versicherungskammer bei medizinischen Fragen. Ihren vertrauten Versicherungsberater können Kunden auch virtuell zu einem Beratungstermin über Screensharing und Co-Browsing treffen – und mittels elektronischer Unterschrift direkt einen Vertrag abschließen. Unsere Belegschaft konnten wir innerhalb weniger Tage konzernweit auf mobiles Arbeiten aus dem Homeoffice umstellen und dabei unsere hohe Servicequalität ebenso beibehalten wie unsere Produktivität. Mensch und Technik im Einklang Der gesamtheitliche Blick auf alle Entwicklungen bedeutet für uns, interne Abläufe und das Zusammenspiel von Mensch und digitalen Anwendungen präzise zu orchestrieren. Dazu gehört, neben dem Ausbau von Infrastruktur und der Entwicklung neuer Lösungen, die Weiterentwicklung der digitalen Kompetenz bei den Mitarbeitenden. Denn letztlich sind es immer die Menschen, die die Technologie nutzen und die Kunden zeitgemäß, umfassend und kompetent bedienen. Künstliche Intelligenz ist dabei ein fester Bestandteil, der uns bei der Analyse komplexer unstrukturierter Daten unterstützt, um Kundenbedürfnisse rasch und möglichst genau zu erkennen und Entscheidungen daraus abzuleiten. So unterstützt bspw. unsere eigenentwickelte „Statistische Analyse & Rechnungs-Steuerung“ (StARS) beim Erkennen fehlerhaft gestellter Krankenhausrechnungen und lernt mit jedem neuen Fall dazu. Unnötige Einzelfallprüfungen korrekter Rechnungen werden so vermieden. Auch bei der Schadenregulierung kommen neue Technologien zum Einsatz. Dazu wurde 2019 ein

„Kunden wünschen sich mehr Individualisierung, sie denken nicht in Produkten, sondern suchen Lösungen für ihre Bedürfnisse. Sie sind es gewohnt, auf jedwedem Kanal in Echtzeit zu kommunizieren und erwarten das nahezu gleichermaßen von ihrem Versicherer. “ leistungsfähiger KI-Prototyp zur Erkennung und Klassifizierung von Schäden anhand von Fotos entwickelt. Drohnen werden bereits für Analysen eingesetzt und liefern präzise und umfassende Daten bei komplexen Groß- und Kumulschäden. Unsere Kunden profitieren von der schnelleren Bearbeitungszeit und einer nachvollziehbaren Dokumentation des Schadens. Viele dieser digitalen Initiativen entstehen in unserem hauseigenen Innovation Campus, unserer Beteiligung am InsurTech Hub Munich (ITHM) sowie der Partnerschaft mit dem LMU Entrepreneurship Centers der Ludwig-Maximilians-Universität München. Digitalisierung intensiviert Kundenbeziehung Digitalisierung und Vertrieb werden vielfach noch nicht als Symbiose angesehen. Damit meine ich nicht die klassischen Direkt- oder Internetversicherer, sondern den personellen Vertrieb, der für die Versicherungsbranche nach wie vor eine hohe Bedeutung hat und weiterhin haben wird. Besonders die ersten Monate der Corona-Pandemie, als auch die Versicherer ihre Geschäftsstellen für den Kundenverkehr schließen mussten, haben uns gezeigt, dass Kundenbeziehungen gerade durch die Stärkung des digital-personellen Vertriebs sehr gut aufrecht erhalten werden oder gar intensiviert werden können. Die vielfältigen digitalen Kommunikationsmittel haben zumindest im Konzern Versicherungskammer dazu geführt, dass im ersten Terzial des laufenden Geschäftsjahres keine Einbrüche im Neugeschäft zu verzeichnen waren.

Die Stärkung dieser Kontaktmöglichkeiten kann auch in Nicht-Krisenzeiten die Effizienz fördern und über häufigere, zeitsparendere Interaktionsmöglichkeiten mit den Kunden, die Bindung und das Vertrauen erhöhen. Digitales Mindset befähigt zu Innovationen Die mit der Digitalisierung eröffneten Spielräume sind immens. Geänderte Anforderungsprofile, neues Know-how und neue Formen der Zusammenarbeit fordern eine hohe Flexibilität jedes Einzelnen. Die Pandemiesituation hat uns bestätigt, dass wir mit unseren Transformationsprogrammen bereits sehr gut aufgestellt sind. Denn Strategien zur Digitalisierung des Kerngeschäfts, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und innovativer Ökosystem-Lösungen sowie das digitale Mindset der Belegschaft gelten als essentielle Stellschrauben, um den vielfältigen Anforderungen an einen Versicherer auch künftig gerecht zu werden.

Über Dr. Frank Walthes Der Autor ist Vorstandsvorsitzender des Konzerns Versicherungskammer, dem bundesweit größten öffentlichen Versicherer und siebtgrößten Erstversicherer in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte er Beitragseinnahmen von insgesamt 8,7 Mrd. Euro. Dr. Frank Walthes ist zudem Lehrbeauftragter für Strategische Transformation in der Finanzdienstleistung an der Universität der Bundeswehr, München.


24 Deutscher Mittelstand – Stark für Euch!

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Zukunftsfähigkeit braucht Digitalisierung fokus Die Menschen in Deutschland leben im Weltvergleich auf hohem Niveau – angefangen bei der Infrastruktur bis hin zur Medizinversorgung oder Sicherheit. Die COVID-19 Pandemie führt uns dies ungewollt vor Augen. Text: Alicia Steinbrück Foto: VDMA, unsplash/ Science In HD, unsplash/ Thisisengineering

Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA

V

iele Menschen, gesellschaftliche

Gruppen, Unternehmen und Institutionen tragen täglich zu diesem hohen Niveau bei. Manche stehen mehr im Fokus und in der öffentlichen Wahrnehmung, andere weniger. Unsere Demokratie sowie das System der Sozialen Marktwirtschaft sind zudem ein bewährter Rahmen, den wir wertschätzen sollten. Das gerät in den alltäglichen Debatten leicht in Vergessenheit. Insgesamt gibt es gute

Voraussetzungen, die Herausforderungen zu meistern. Die Corona-Pandemie ist dabei sicherlich eine außergewöhnliche Herausforderung, allerdings gibt es noch zahlreiche andere wichtige Themen. Man denke beispielsweise an die demographische Entwicklung, die Digitalisierung, den Klimawandel sowie die Mobilität der Zukunft. Herausforderungen gemeistert werden können und welche Chancen sich daraus entwickeln, ist die Zukunftsfähigkeit. Denn nur mit den entsprechenden Fähigkeiten wird der Mittelstand in der Lage sein, das Heute und Morgen mitzugestalten.

Technologieoffenheit ist der Schlüssel zum Erfolg und nicht industriepolitische Steuerung. Das gilt insbesondere für eine heterogene Industrie wie zum Beispiel den Maschinenbau.

ihnen eine hohe Identifikation der Eigentümer und Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen sowie ein hohes Maß an Integrations- und Umsetzungsstärke. Kooperation und interdisziplinäres Arbeiten sind tief in der DNA des Maschinenbaus verhaftet, das bringt die Unternehmen technologisch an die Weltspitze.

Maßgeblich entscheidend dafür, wie

Dem Maschinen- und Anlagenbau,

Rückgrat der deutschen Industrie, kommt hierbei eine zentrale Rolle zu. Seine weltweit geschätzte Innovationskraft lässt aus Ideen Produkte werden. So ist der Maschinenbau Lösungsgeber für viele Herausforderungen unserer Zeit. Das Spektrum ist dabei breit und erfasst alle Lebensbereiche: von Antriebstechnologien für die Mobilität von morgen, Innovationen für mehr Energieeffizienz, über Nahrungsmittel- und Recyclingmaschinen bis hin zu Spitzentechnologie in der Robotik und Automation. Die Liste ist schier endlos. Deutschland ist in diesem

Zusammenhang ein Top-Standort. Hier sind viele tausend erfolgreiche Maschinenbauer zuhause. Teils sind es Marken von weltweiter Bekanntheit, teils Hidden Champions. Gemeinsam ist

Technischer Fortschritt und Innovation sind die entscheidenden Determinanten für die eigene Wettbewerbsfähigkeit und damit Zukunftsfähigkeit. Mit rund 1,3 Millionen

Beschäftigten im Inland ist der Maschinenbau zudem größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige. Nicht ohne Grund ist der Maschinenbau wichtigster Ingenieurarbeitgeber und hochgradig attraktiv für qualifizierte Facharbeiter. Das Thema der Aus- und Weiterbildung ist also von enormer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit. Denn beste Technologien brauchen den Menschen, sein Wissen, sein Talent, seine Tatkraft – beim Erforschen und Innovieren genauso wie beim Anwenden. Der Maschinenbau steht dabei auf zwei Beinen: Facharbeitern und Ingenieu-

ren. Als wichtigster industrieller Azubi-Arbeitgeber ist der Maschinenbau auf eine berufliche Bildung, die technologisch und didaktisch à jour ist, angewiesen. Dies reicht von der Modernisierung von Ausbildungsordnungen im Zuge von Industrie 4.0 über die Weiterbildung von Berufsschullehrern bis hin zu neuen Tools in der Ausbildung. Der VDMA fördert dies unter anderem mit seiner Nachwuchsstiftung Maschinenbau. Insbesondere mit Blick auf

das wichtige Thema Industrie 4.0 besteht hier noch erheblicher Nachholbedarf. Die Schere zwischen den Anforderungen in der unternehmerischen Praxis und der Realität der hochschulischen Ingenieurausbildung darf nicht weiter auseinander gehen. Und wie sich die COVID-19-Krise auf Facharbeiter- und Ingenieurbeschäftigung auswirken wird, ist noch offen. „Der VDMA möchte dem Maschinen- und Anlagenbau sowie dem gesamten Verarbeitenden Gewerbe Orientierung geben“, so Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA. Dieser engagiert sich hierzu mit großer Kraft, denn alle verantwortlichen Akteure müssen hier am Ball bleiben. Der „Mittelstand“ wird von

der Politik gerne benannt, wenn es um greifbare Beispiele für innovative und geschätzte Unternehmen am Standort Deutschland geht. „Mittelstand“ klingt verlässlich und gut – er ist es ja auch.

Wichtig für die Zukunftsfähigkeit sind jedoch keine Loblieder, sondern praktische

Maßnahmen, die zur Umsetzung kommen. Daher geht es dem industriellen Mittelstand um ein politisches Gesamtkonzept, das in einer Zeit technologischer Umbrüche mehr Planungssicherheit gibt und unternehmerischen Freiraum gewährt. Technologieoffenheit ist hierbei der

Schlüssel zum Erfolg und nicht industriepolitische Steuerung. Das gilt insbesondere für eine heterogene Industrie wie den Maschinenbau, der für die unterschiedlichsten Fragestellungen jeweils passende technologische Lösungen anbietet. Die anwendungsnahe Forschung spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie liegt im ureigenen Interesse der Unternehmen. Technischer Fortschritt und Innovation sind die entscheidenden Determinanten für die eigene Wettbewerbsfähigkeit und damit Zukunftsfähigkeit. In diesem Sinne produziert der Maschinen- und Anlagenbau Zukunft – jeden Tag. fakten Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist Europas größter Industrieverband. Er vertritt insbesondere die Interessen mittelständischer Produktionsunternehmen. Zusätzlich bietet der VDMA für seine Mitgliedsunternehmen eine Plattform zum Austausch und zur Information über verschiedenste Themen, beispielsweise technische Fragen.


ANALYSE

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Universal Robots – Partner Content 25

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Kollaborierende Roboter für mehr Produktionssicherheit partner content

Turbulenzen im globalen Marktgeschehen sorgen für Unsicherheit in der hiesigen Industrie. Die schrittweise Rückholung vorgelagerter Produktionsschritte ins Inland bietet eine Chance, sich von der Abhängigkeit internationaler Lieferketten zu emanzipieren. Teilweise zu automatisieren ebnet dafür den Weg und hilft, Produktionskosten überschaubar zu halten. Das gilt längst nicht nur für große Unternehmen: Kollaborierende Roboter (Cobots) des Weltmarktführers Universal Robots ermöglichen es auch KMU, ihre Produktion durch Reshoring zu sichern. Denn sie sind kostengünstig, flexibel und einfach zu handhaben. Autor: Helmut Schmid, Geschäftsführer Universal Robots (Germany) GmbH & Regional Sales Direktor West und Nordeuropa

Die zunehmende Volatilität des globalen Wirtschaftsgeschehens stellt hiesige Produktionsunternehmen vor Herausforderungen: Lieferungen bleiben aus, der Absatz bricht ein, Handelsrouten sind blockiert. Gerade in jüngster Zeit ist die internationale Verflechtung der Lieferketten durch zwischenstaatliche Handelskonflikte, protektionistische Tendenzen und zuletzt die COVID-19-Pandemie zum Nachteil geworden. Solche Unsicherheiten motivieren Reshoring-Prozesse. Bereits seit der Jahrtausendwende hatte der Offshoring-Boom der neunziger Jahre an Fahrt verloren. Spätestens seit der Wirtschafts- und Finanzkrise

„Kollaborierende Roboter, sogenannte Cobots, haben das Einsatzspektrum der Industrierobotik in den letzten zehn Jahren beträchtlich erweitert.“ 2008/09 lässt sich eine Tendenz zur Rückholung vorgelagerter Produktionsschritte ins eigene Land beobachten. Global betrachtet nimmt das Exportwachstum im Verhältnis zum BIP-Wachstum seither kontinuierlich ab, in den letzten zehn Jahren sind auch grenzüberschreitende Investitionen und Wertschöpfungsverflechtungen stetig zurückgegangen. Corona-Krise pusht Reshoring-Trend Die Corona-Krise könnte diesen Trend nun verstärken und mehr Firmen zum Reshoring bewegen. Insbesondere Industriezweige, die viele Vorprodukte aus Niedriglohnländern importieren, könnten ihre Liefertreue so nachhaltig sicherstellen. Kollaborative Automatisierung erhält vor diesem Hintergrund neue Relevanz. Kollaborierende Roboter, sogenannte Cobots, haben das Einsatzspektrum der Industrierobotik in den letzten zehn Jahren beträchtlich erweitert: Im Gegensatz zu herkömmlichen

Industrierobotern sind sie einfach zu integrieren und flexibel einsetzbar, wodurch sie auch High-Mix/Low-Volume-Produktionen rentabel automatisieren. Dabei arbeiten sie direkt neben dem Menschen und entlasten ihn von eintönigen Tätigkeiten. Zudem zeichnen sich die einarmigen Helfer durch eine schnelle Amortisierung aus. Cobots unterstützen KMU weltweit Gerade KMU profitieren dank dieser Vorteile von der Automatisierung. Dass das Konzept aufgeht, zeigt die Erfolgsgeschichte von Universal Robots: Der dänische Weltmarktführer begleitet seit über zehn Jahren Betriebe dabei, Cobots in ihre Fertigungen zu integrieren. Im Ergebnis sind mittlerweile mehr als 44.000 Roboter des Herstellers weltweit im Einsatz – Tendenz stark steigend. Denn die kollaborative Robotik macht es möglich, auch bei der Fertigung in Hochlohnländern konkurrenzfähige Preise anzubieten. Ob ein Cobot in China, in der Türkei oder in Deutschland Teile montiert, macht preislich keinen Unterschied. Cobots verschlanken Prozesse und ziehen das Tempo an – Unternehmen profitieren so von sinkenden Produktionskosten und können ihre Fachkräfte optimal einsetzen. Zudem ermöglichen Cobots, Produktionen flexibel zu skalieren. Sie lassen sich schnell für diverse Aufgaben umrüsten, sodass sich selbst die Herstellung kleiner Losgrößen lohnt und eine hohe Variantenvielfalt bedient werden kann. Rund um die Uhr einsatzbereit, können Cobots Produktionskapazitäten voll ausschöpfen und den Durchsatz steigern. Zugleich eröffnen sie die Möglichkeit, Produktionsvolumina bei Bedarf schnell anzupassen – ohne personelle oder räumliche Veränderungen. Viele Unternehmen wollen es beispielsweise vermeiden, kurzfristig eine neue Halle anzumieten, um die Produktion zu erhöhen. Mithilfe von Cobots lässt sich die Produktivität auf gleicher Fläche steigern.

www.universal-robots.com/de

UR+: Maßgeschneiderte Anwendungs-Kits für jede Herausforderung Universal Robots hat dabei immer die Bedürfnisse seiner Kunden im Blick: So helfen Cobots, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und eine zuverlässige Produktion zu gewährleisten – auch in unruhigen Zeiten. Die Cobot-Familie des Herstellers bietet hinsichtlich Traglast vier verschiedene Optionen – 3, 5, 10 und 16 kg – und kann damit eine Vielzahl von Applikationen abdecken. Mit UR+, dem umfangreichsten Ökosystem der Branche, erhalten Anwender zudem Zugang zu Peripheriegeräten und Anwendungs-Kits, die maßgeschneidert sind für ihren individuellen Bedarf.

Über das Unternehmen Universal Robots wurde 2005 gegründet, um Robotertechnologie durch die Entwicklung leichter, benutzerfreundlicher sowie preisgünstiger und flexibler Industrieroboter, die ein sicheres Arbeiten ermöglichen, allen zugänglich zu machen. Seit der erste Roboter 2008 auf den Markt kam, hat das Unternehmen ein beträchtliches Wachstum erfahren und verkauft seine benutzerfreundlichen Roboterarme mittlerweile weltweit. Universal Robots, dem Unternehmen Teradyne Inc. zugehörig, hat seinen Unternehmenssitz im dänischen Odense und verfügt zudem über regionale Niederlassungen in den USA, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, der Tschechischen Republik, Polen, der Türkei, China, Indien, Singapur, Japan, Südkorea, Taiwan und Mexico. Im Jahr 2019 wurde ein Umsatz von rund 248 Millionen USD erzielt. Weitere Informationen finden Sie unter www.universal-robots.com/de oder auf unserem Blog blog.universal-robots.com/de.


26 Deutscher Mittelstand – Stark für Euch!

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US-Immobilien als Kapitalanlage entwicklung Wohnimmobilien in den USA sind ein boomendes Marktsegment und für internationale Anleger ein attraktives Investment. Text: Kirsten Schwieger Foto: unsplash/ Lesia Gant und Jason Dent

T

raditionell erwerben US-Amerikaner

spätestens zum Zeitpunkt der Familiengründung eine eigene Immobilie. Doch das Eigenheim wird für immer weniger Menschen in den Vereinigten Staaten erschwinglich und/ oder erstrebenswert. Der Grund: Die Hauspreise sind zuletzt stärker gestiegen als die Mieten und die Kreditvergabe-Bedingungen wurden in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Dazu kommt, dass viele Berufsstarter, die in den USA ein Studium absolviert haben, hohe Studienkredit-Verpflichtungen plagen. Ferner vollzieht sich in den USA gerade ein kultureller Wandel: Insbesondere die jüngere Generation zieht das quirlige Großstadtleben oftmals einem ruhigen Dasein am Stadtrand oder auf dem Land vor. Andererseits wollen viele Babyboomer ihre zu groß gewordenen Häuser gern gegen eine pflegeleichte Stadtwohnung eintauschen. Und so manchem Arbeitnehmer wird die Flexibilität, unkompliziert den Wohnort wechseln zu können, zunehmend wichtig.

Die Hauspreise sind zuletzt stärker gestiegen als die Mieten und die KreditvergabeBedingungen wurden in den vergangenen Jahren deutlich verschärft.

Auch für Immobilien-Investments in den USA gilt: Anleger sind gut damit beraten, das Risiko zu streuen, indem sie nicht nur ein Objekt beziehungsweise einen Fonds kaufen, sondern gleich mehrere.

Nachfrage nach Mietapartments ist die logische Folge aus allen diesen Entwicklungen. Projektentwickler kommen da mitunter kaum hinterher: Denn netto werden in den USA derzeit deutlich mehr Wohnungen vermietet als fertiggestellt. Der Leerstand bei Apartments im dritten Quartal 2019 erreichte folglich mit 3,6 Prozent den tiefsten Stand seit dem Jahrtausendwechsel – und das trotz eines kräftigen Mietpreisanstiegs in den letzten Jahren. An dem Mietboom und dem Potenzial von US-Apartmentanlagen können auch deutsche Anleger partizipieren, zum Beispiel über eine Beteiligung an Immobilienfonds – mit teilweise attraktiven Renditen. Ein guter Anbieter zeichnet sich dadurch aus, dass bei der Auswahl entsprechender Immobilien deren Lage ganz oben auf seiner Prioritätenliste steht. Investment Eine langfristig steigende

Netto werden in den USA derzeit deutlich mehr Wohnungen vermietet als fertiggestellt. experten, die sich auf dem US-Markt gut auskennen, raten dort zu investieren, wo die Bevölkerung wächst und die Zahl der Jobs zunimmt. Geeignete Standorte liegen typischerweise an der Ostküste, etwa in Florida (Orlando) oder in den Großräumen von Washington oder Boston. Gute Prognosen gibt es auch für die Texas-Städte Austin, Dallas und Houston, sowie für Metropolen wie Phoenix, Atlanta, Denver oder Salt Lake City. Im Idealfall ist der Partner für das geplante Investment in den USA mit lokalen Nieder-

lassungen vertreten, wo sich die Mitarbeiter um die Akquisition, das Management und den Verkauf der Immobilien kümmern. Insbesondere Netzwerke vor Ort bieten die Möglichkeit, attraktive Chancen nutzen zu können Die Vor-Ort-Präsenz verspricht enge Vernetzung und Marktkenntnis – zum Beispiel von den steuerlichen und rechtlichen Besonderheiten des US-amerikanischen Immobilienmarktes. Auch für Immobilien-Investments in den USA gilt: Anleger sind gut damit beraten, das Risiko zu streuen, indem sie nicht nur ein Objekt beziehungsweise einen Fonds kaufen, sondern gleich mehrere. Außerdem raten Experten dazu, Ausschüttungen und Rückzahlungen nicht in Euro umzutauschen, um auch auf der Währungsseite zu diversifizieren. Dadurch lässt sich negativen Währungsschwankungen vorbeugen. ANZEIGE


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28 Deutscher Mittelstand – Stark für Euch!

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Sich zu einer neuen Lieferlogistik durchzuringen, fällt vielen Unternehmen schwer. Einige Händler haben sich trotzdem bereits entschieden, die Bestellungen ihrer Märkte weiter zu bündeln und Lebensmittelmärkte ausschließlich über die bestehenden Lagerstandorte und mit Lastwagen, die ohnehin täglich unterwegs sind, zu beliefern.

Zeit zum Umdenken entwicklung Das Bewusstsein der Deutschen für eine bessere Öko-Bilanz wächst. 68 Prozent halten den Umwelt- und Klimaschutz für eine „sehr wichtige Herausforderung“ – damit waren es 2019 ganze 15 Prozent mehr als noch im Jahr 2016. Das zeigt eine Zwischenerhebung des Umweltbundesamtes. Eine Umfrage der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse ergab, dass vergangenes Jahr rund 23,48 Millionen deutschsprachige Kunden sogar bereit waren, für umweltfreundliche Produkte mehr Geld auszugeben. Auch der Bio-Gedanke, lokale Fertigung und die Nachhaltigkeit der Inhaltsstoffe spielen eine immer größere Rolle beim Einkauf. Äpfel aus Argentinien? Spargel aus Peru? Wasser von den FidschiInseln? Muss das wirklich sein? Die Deutschen wägen heute zwischen spontaner Konsumlust und grünem Gewissen so genau ab wie noch nie. Text: Alicia Steinbrück Foto: Seb-Creativo/ unsplash, Chuttersnap/ unsplash, Elevate DI/ unsplash

E

in Aspekt bleibt den

umweltbewussten Kunden jedoch verborgen – das Geschehen hinter den Rolltoren des Supermarkts. Denn auch deutsche Produkte nehmen nicht unbedingt den ökologischsten

Weg ins Regal. Der wäre über die sogenannten Zentrallager des jeweiligen Handelsunternehmens wie Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Netto. An diesen Knotenpunkten für die Anlieferung brechen fast täglich Lieferwagen, effizient beladen mit frischen Lebensmitteln, zu den Läden auf – entlang genau ausgeklügelter Routen, die unnötige Kilometer vermeiden. Doch gerade das von Deutschen so innig geliebte Brot, kommt noch immer nicht bei jedem Supermarkt gemeinsam mit den anderen Gütern an. Im Gegenteil: Produzenten schicken in der Regel weiterhin ihre eigenen Mitarbeiter direkt in die rund 37.500 deutschen Lebensmittelgeschäfte, um neue Packungen anzuliefern und Übriggebliebene wieder mitzunehmen. Für die Mitarbeiter der Supermärkte ist das bequem, wenn die Regale so aufgefüllt werden, allerdings bezahlt dafür die Umwelt. Würden die Unternehmen – Hersteller und Lebensmittelketten – auf die Direkt-Belieferung verzichten, könnten mehr als zehn Millionen LKW-Fahrten und über 200 Millionen LKW-Kilometer eingespart werden – pro Jahr und pro Lieferant, der auf Zentrallager-Lieferung umstellt. Das Plus liegt klar auf der Hand: Weniger Lärmbelästigung, weniger verstopfte Straßen und vor allem auch weniger CO2-Ausstoß.

Auch deutsche Produkte nehmen nicht unbedingt den ökologischsten Weg ins Regal.

Aktuelle Messungen zeigen – trotz gestiegenem Augenmerk auf den Emissionsausstoß – auch gestiegene CO2-Werte im Straßenverkehr. neuen Lieferlogistik durchzuringen, fällt vielen Unternehmen dennoch schwer. Einige Händler haben sich trotzdem bereits entschieden, die Bestellungen ihrer Märkte weiter zu bündeln und Lebensmittelmärkte ausschließlich über die bestehenden Lagerstandorte und mit Lastwagen, die ohnehin täglich unterwegs sind, zu beliefern. Und es ist höchste Zeit dafür: Aktuelle Messungen zeigen – trotz gestiegenem Augenmerk auf den Emissionsausstoß – auch gestiegene CO2-Werte im Straßenverkehr. Ein Trend, der den großen Klimaschutzzielen der Bundesregierung entgegenläuft, sollten doch 2030 bereits mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990 verursacht werden, 2050 sogar mindestens 80 Prozent. Um dies zu erreichen, müssten allerdings vermeidbare Kohlendioxid-Ausstöße auf null reduziert werden – und das am besten ab sofort. Sich zu einer

Vorreiter für ein Umdenken bei den bisher eigenständig liefernden Brotherstellern, ist die 1922 in Achim bei Bremen gegründete

Großbäckerei Lieken. Bereits im März hat der Konzern, der in seiner Branche im deutschen Umsatz-Ranking auf Platz 2 liegt und unter anderem berühmt für seinen Golden Toast ist, beschlossen: Jetzt ist Schluss mit der unnötigen Schadstoffbelastung. Die komplette Logistik wurde umgestellt, die über 17.000 Lebensmittelmärkte, die bisher täglich direkt beliefert wurden, bekommen die Lieken-Artikel jetzt mit allen anderen Lebensmitteln über die Zentrallager der Kunden, zu denen Handelsketten wie Edeka, Lidl, Netto und im Süden Aldi und Kaufland gehören. Was für Milchprodukte, Pasta und Gemüse seit Jahren als der ökologisch sinnvolle Weg in die Märkte gilt, kann auch für Brot schließlich nur vernünftig sein. Von den 50.000 Broten, die Lieken pro Stunde produziert, landen fast 90 Prozent im deutschen Einzelhandel. Und Andreas Utasch, Vorstand der Bäckerei Lieken, hat beschlossen, die Reise seiner Waren in die Regale umweltbewusster zu machen. Durch die neue Logistikstrategie fallen bei Lieken jetzt geschätzte 50 Millionen Kilometer Fahrtstrecke pro Jahr auf unseren Straßen weg, das spart Kosten und mehrere tausend Tonnen CO2, wie die Klimaberatung ClimatePartner aus München ermittelt. Mit diesen Argumenten hofft Utasch auch die weiteren Lebensmittelketten zu sensibilisieren und die Brotbranche vom „Mitmachen“ zu überzeugen. Der Umwelt zuliebe.


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Smart im Laden und auf dem Amt trend

Mit smarter Software können Kundenbeziehungen intensiviert, das Kaufverhalten beeinflusst und der Geschäftserfolg vergrößert werden. Text: Helmut Peters Foto: unsplash

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gern an Supermarktkassen oder an Behördenschaltern, um manchmal nur Kleinigkeiten einzukaufen oder zu erledigen? Allein im Einzelhandel halten Marktforschungen zufolge 50 Prozent aller Kunden lange Warteschlangen für einen der größten Shopping-Killer. Dabei haben es die Unternehmen, genau wie die Behörden, heute doch ganz leicht, solchem Übel abzuhelfen. Digitale Analysen des Warteschlangenmanagements helfen er wartet schon

Seit der Jahrtausendwende ist E-Government in Deutschland eine zentrale Aufgabe der Regierung.

sowohl Kunden als auch den Angestellten, zu planen, rechtzeitig zu reagieren und Frust zu vermeiden. Eine vorausschauende Analyse etwaigen Kundenaufkommens ist dabei ein Geheimtipp. Nur weil vielen Unternehmen Daten über das Kundenaufkommen auf der Verkaufsfläche fehlen, wird die Anzahl geöffneter Kassen oft zu spät oder gar nicht den Bedingungen angepasst. Ebenso hinderlich ist es, wenn z. B. Kassierinnen und Kassierer plötzlich eine Kasse schließen, nur weil sie spontan Waren bei der Anlieferung annehmen oder einen defekten Pfandflaschenautomaten reparieren müssen. Datenbasierte Empfehlungen unterstützen einen Filialleiter dabei, effektiver zu planen und genau die richtige Anzahl an Mitarbeitern etwa für den Kassenbereich einzuteilen. Geld. Kein Händler sollte vergessen, dass genervte Kunden Hals über Kopf einen vollen Einkaufswagen einfach stehen lassen und davonlaufen, wenn ihr Einkauf durch Fehlplanungen behindert wird. Am besten ist es natürlich, wenn gut ausgebildete Mitarbeiter eines Ladens Informationen diskret auf einem Endgerät ihrer Wahl erhalten, zum Beispiel ihrem Smartphone. Dann gibt es Smarte Lösungen sparen

keine störenden Lautsprecherdurchsagen mehr und der Kunde spürt, dass ein Laden organisiert ist. Smarte Hilfsmittel ermöglichen einen signifikanten Kontrollgewinn. Dafür gibt es ausgeklügelte Warteschlangenmanagement-Software, aber auch Kundenstrommanagement-Software, die mit einer Zentralserver-Lösung, in allen Filialen moderne Empfangs-, Warteschleifen-, Umleitungen- und Interaktionstools für Kunden mit optionalen Terminplanungs- und Personalplanungsanwendungen bietet.

gehört auch das sogenannte Customer Journey Management, das auf den Kunden selbst fokussiert ist. Mit dieser Technik lassen sich die verschiedenen Phasen verfolgen, die ein Kunde vor, während und nach dem Kauf eines Produktes durchläuft. Das bietet dem Händler tiefe Einblicke in das Kundenverhalten und hilft ihm, einen Produktwahlprozess zu strukturieren und den potentiellen Käufer während der verschiedenen Phasen optimal zu betreuen. In diese Kategorie

Bei Behörden kaufen wir nun zwar kein fesches T-Shirt oder ein leckeres Fertig-

gericht wie im Supermarkt, wohl aber sind wir auch dort Kunde. Vieles wurde im digitalen Bereich mittlerweile getan, um das Verhältnis des „Kunden Bürger“ und etwaiger Beamter zu verbessern. Mit Hilfe des sogenannten E-Governments werden viele Informations- und Kommunikationsprozesse zwischen Bürgern und staatlichen Institutionen vereinfacht. Seit der Jahrtausendwende ist E-Government in Deutschland eine zentrale Aufgabe der Regierung. Schließlich leistet die elektronische Abwicklung von Geschäftsprozessen der öffentlichen Behörden einen zentralen Beitrag zur Modernisierung der Verwaltung.

fakten Was für den Handel gilt, ist den Behörden längst recht und billig. Seit der Jahrtausendwende setzt die Regierung in Deutschland auf digitale Optimierung der Kommunikation zwischen Behörden und Bürgern. Die Online-Dienste sind auf dem Vormarsch.


SMART Customer Journey Management Besucherströme optimieren noch nie war das so wichtig Warteschlangenmanagement – Aufrufanlage – Online Terminvereinbarung – Personenleitsystem Besonders in der aktuellen Zeit hat die Vermeidung von Menschenansammlungen eine hohe Priorität. Unsere Lösung passt gleichermaßen für Behörden, Krankenhäuser, Retail-Shops sowie für Enterprise-Accounts mit hunderten von Servicecentern. Die agil entwickelte Software ist aufgrund ihrer Mandantenfähigkeit beliebig skalierbar und sowohl in der Cloud, als auch On-Premises einsetzbar. Buchung eines Termins im Internet über PC oder Smartphone, Anmeldung bei Ankunft beim Dienstleister, nahtlos anschließender Aufruf inklusive Navigationsunterstützung zum Schalter bzw. Raum – wir setzen es effizient und skalierbar um! Spontanbesucher können sich schon von unterwegs virtuell in die Warteschlange einreihen. Dadurch werden lange Wartezeiten konsequent vermieden. Über die komplette Journey werden alle Datenpunkte gespeichert. Diese sind dann für detailliertere BI-Analysen auswertbar und dienen als Grundlage z. B. für eine prädiktive Ressourcenplanung.

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Analyse#49 – Deutscher Mittelstand - Stark für Euch!  

Distributed with FAZ on 29th of June 2020.

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