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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON EUROPEAN MEDIA PARTNER

ANALYSE: WIRTSCHAFT MIT FOKUS AUF DEN DEUTSCHEN GRÜNDERGEIST

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MAI 2018 NR.5

ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

Die NOAH-Conference

VERANSTALTUNG

Der Kapitalmarkt trifft auf junge und frische Unternehmen mit spannenden Ideen. Das ist das Prinzip der „NOAH-Conference“. Am 6. und 7. Juni treffen sich in Berlin 4000 CEOs und Investoren. Die Idee zu dieser Konferenz der Superlative wurde aus einer Pleite geboren. Die beiden Gründer Marco Rodzynek und Jan Brandes wurden durch die Pleite von Lehman Brothers gezwungen, etwas ganz Neues auf die Beine zu stellen. Wir haben mit ihnen gesprochen. Jan Brandes: Die Idee zur Veranstaltung ist aus einem konkreten Bedarf heraus entstanden. Damals – das ist nun auch schon wieder neun Jahre her – gab es keine nennenswerte Veranstaltung oder Plattform, auf der sich Unternehmen vielen potenziellen Investoren gleichzeitig vorstellen konnten. Also wollten wir explizit Gründer mit Investoren zusammenbringen. Marco Rodzynek: Wir haben dieses Jahr beispielsweise ungefähr 50 Unicorns auf der Bühne, mehr als dreimal so viel wie jede andere Konferenz. Bei uns sitzen Entscheider im Publikum, die auf anderen Veranstaltungen Vorträge halten. Seite 14

Mehr gibt es ONLINE Weitere interessante Interviews und Einblicke zu aktuellen Themen gibt es auf analysedeutschland.de zu lesen.

VERANSTALTUNG

Startups@Reeperbahn und Food Innovation Camp auf der Überholspur Was ist eine ganze Nummer größer als eine Handvoll Food Trucks, und ein paar Stufen interessanter als eine Food-Messe? Das Food Innovation Camp in Hamburg! Die beiden Gründerinnen von Hamburg Startups, Sanja Stankovic und Sina Gritzuhn, richten ihr Camp nach dem fulminanten Auftakt letztes Jahr nun am 2. Juli 2018 erneut in der Hamburger Handelskammer aus. „Hamburg ist ein spannender Markt, in dem eine sehr kaufkräftige Kundschaft, eine sehr offene Gastronomie und experimentierfreudige Supermarkt-Geschäftsführer aufeinandertreffen“, erklärt Sina Gritzuhn. Das allererste Food Innovation Camp wurde auch deshalb solch ein Erfolg, weil die beiden Gründerinnen vorab mit vielen verschiedenen Vertretern der Food-Branche gesprochen hatten – neben Food-Startups fragten sie Experten aus den Bereichen Logistik und Beverage nach ihren Vorstellungen einer gelungenen Messe. Denn das Ziel war, allen Beteiligten einen Mehrwert zu bieten. Seite 39

LEA LANGE

ERFOLGREICHE GRÜNDERIN

„Stillstand ist für mich ein Fremdwort“ Lesen Sie mehr auf Seite 20 Sonderpublikation in Die Welt am 29. Mai 2018

VORWORT

RATGEBER

FOKUS

Tipps für junge Gründer „Innovative Startups sind die Zukunft unserer Wirtschaft!“  Seite 4

Drei erfolgreiche Seriengründer sprechen aus eigener Erfahrung und geben wertvolle und hilfreiche Tipps an junge Gründer und die, die es noch werden wollen. Seite 19

Drei Gründer-Hotspots in Baden-Württemberg Seite 36

LOG-IN Gründerzentrum für Start-ups und junge Unternehmen im

en von Schleswig-Holstein! www.login-nms.de


Eine unabhängige Kampagne von European Media Partner

DIE KAMPAGNE – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

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Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

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Frank Thelen, Founder & CEO Freigeist Capital

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Lea Lange Gründerin und Unternehmerin

Ralf Dümmel, Investor aus der VOX-GründerShow „Die Höhle der Löwen“

Verena Pausder, Founder und CEO Fox and Sheep

ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

DIGITAL CONTENT BELIEBTE ARTIKEL AUF ANALYSEDEUTSCHLAND.DE Aufwärtstrend der StartupFinanzierung hält an

Im Interview mit Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK).

„Es gibt noch viel zu tun!“

Deutschland darf beim Thema Digitalisierung nicht zurückfallen, warnt Mario Ohoven, der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Startup-Szene im Aufbruch!

„Gründer mit neuen Ideen sind nicht nur willkommen, sie werden unbedingt gebraucht“, Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds.

MAX EMPFIEHLT!

Ich empfehle Ihnen den Artikel auf Seite 36 zu den Gründer-Hotspots in BW. 

Max Bettzig, Business Manager

INHALT

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Die Kampagne „Deutscher Gründergeist #3“ ist der direkte Nachfolger der Publikation „Deutscher Gründergeist #2“, die im Jahr 2017 erschienen ist. Ähnlich wie in „Deutscher Gründergeist #2“ liegt der Fokus der Kampagne darauf, die Leserschaft über den perfekten Standort zum Gründen zu informieren. Denn nicht nur Berlin bietet dazu ein tolles Umfeld!

Foto: EY

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Analyse: Wirtschaft mit Fokus auf den deutschen Gründergeist. In dieser Ausgabe sprechen wir mit bekannten und einflussreichen Persönlichkeiten und zahlreichen Gründern aus ganz Deutschland. In Form von Interviews werden viele Fragen zu aktuellen Themen, die die Startup-Welt in Deutschland bewegt, beantwortet.

Zusätzlich soll diese Kampagne gerade Frauen, die mit dem Gedanken spielen, ein eigenes Business aufzubauen, motivieren, dieses in die Tat umzusetzen. Wir möchten einen möglichst großen Impact bei den Gründungs-Interessierten erreichen und arbeiten daher gezielt mit den größten und wichtigsten Gründer-Veranstaltungen in Deutschland zusammen. Wir tragen neue Ideen und den deutschen Gründergeist so ganz bewusst und direkt an die Zielgruppe heran. In Form von hochinteressanten, informativen und thematisch intensiv ausgearbeiteten Fachartikeln und Erfolgsgeschichten können Sie sich einen tiefen Einblick in die deutsche Gründerlandschaft verschaffen.

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European Media Partner präsentiert die Kampagne

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ANALYSE: WIRTSCHAFT

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„DeepGreen“ – dem Holz wieder eine Zukunft bauen

Ein Mehrfamilienhaus, das als „Woodcube“ auf der Internationalen Bauausstellung in Hamburg Aufsehen und Bewunderung erregte.

4 Vorwort – Frank Thelen 6 Veranstaltungskalender 8 Erfolgsstory – oceanBASIS 10 Erfolgsstory – Munevo 11 Erfolgsstory – OUTFITTERY 12 Erfolgsstory – Café ”Croquant” und OPTOcomm 14 Noah-Conference 16 Erfolgsstory – Soulpix 16 Erfolgsstory – Visionme 18 Erfolgsstory – smapOne 19 Tipps für junge Gründer 20 Titelstory – Lea Lange 22 Erfolgsstory – ZahnKOSSmetik 22 Erfolgsstory – fleetbutler.de 24 Erfolgsstory – whyappley 26 Erfolgsstory – Switchini und my o’dog 27 Erfolgsstory – Osnalive 28 Erfolgsstory – Watttron 28 Erfolgsstory – WindelManufaktur 30 Erfolgsstory – Wandelbots und Staffbase 32 Erfolgsstory – Ahwoo 32 Erfolgsstory – JeNaCell 34 Erfolgsstory – Paludimed und Duschkraft 35 Erfolgsstory – Lupini 36 Drei Gründer-Hotspots 38 Startup-Förderung 39 Startups@Reeperbahn und Food Innovation Camp

ANALYSE: WIRTSCHAFT Business Developer: Max Bettzig max.bettzig@europeanmediapartner.com Geschäftsführer: Kristoffer Andersson Chief Content Officer: Mats Gylldorff Art Director: Aileen Reese Editor: Nicole Bitkin Titelbilder: EYECATCHME.Photography Jennifer Fey magann/stock.adobe.com Stefan Groenveld/Food Innovation Camp 2017 Distribution: Die Welt Gesamt, Mai 2018 Druck: Axel Springer SE CONTENT WITH A PURPOSE

European Media Partner Deutschland GmbH Neuer Wall 59 | DE-20354 Hamburg Tel.: +49 40 87 407 400 Email: info@europeanmediapartner.com www.europeanmediapartner.com

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© Frank Reinhold

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Logistik-Gründer in den Duisburger Hafen Duisburg hat eine bemerkenswerte Verwandlung hingelegt: Von der Hochburg der deutschen Eisen- und Stahlindustrie hin zu einer modernen Stadt, in der – auch wegen des bekannten Hafens – Logistik groß geschrieben wird. Doch nicht nur riesige, tonnenschwer beladene Containerschiffe starten von der alten Industriestadt aus in die weite Welt, seit kurzem wird auch Gründern eine Plattform geboten, um erfolgversprechende und innovative Ideen für die Logistikbranche anzubieten. „Industrie und Logistik sind Kernbranchen in der Rhein-Ruhr-Region und seit jeher auf ein optimales Zusammenspiel angewiesen“, sagt Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. „Indem wir Logistik-Startups und etablierte Industrieunternehmen im startport, dem neuen Zentrum für Startups, zusammenbringen, wollen wir einen Beitrag zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Industrie und Logistik leisten.“ Die Jungunternehmer können mietfrei bis zu einem Jahr in modernster Büro-Infrastruktur am Duisburger Innenhafen im Open Space Office arbeiten. Dort werden startport-Partner aus Industrie und Wissenschaft wie beispielsweise Evonik, Klöckner & Co, den

Initiativkreis Ruhr, die Universität Essen-Duisburg sowie Technologiepartner Cisco und Bechtle und viele mehr mit den Nachwuchsunternehmen zusammen gebracht. „Durch Coaching und Mentoring schaffen wir ein Klima des permanenten dynamischen Dialogs, von dem die Startups in erheblichem Maß profitieren können“, so der Vorstandsvorsitzende. Die ersten fünf Logistik-Teams arbeiten seit März im Startup-Programm: Immobiliensuchmaschine Aindex.Ruhr, Frachtverwaltungs-Software Cargo-Bay, Lager-Marktplatz DepotCity, Tourenplaner Freightpilot und Frachtversand-Marktplatz Shippion haben jetzt ein ganzes Jahr lang Zeit, um aus ihren innovativen Ideen marktreife Logistikprodukte oder -Angebote zu entwickeln und sind dabei perfekt eingebettet in den Duisburger Hafen. Die jungen Gründer können hier Räumlichkeiten, IT, Workshops und Kontakte des Duisburger Hafens nutzen. Das Ziel: startport soll das Aushängeschild für Innovationen in der Logistik werden. Weitere Informationen unter www.startport.net

© Frank Reinhold, Düsseldorf

Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisbuger Hafen AG


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„Bei der Frage, wann sie loslegen wollen, schaut das Start-up auf seine Armbanduhr und der Mittelständler auf den Wandkalender.“ Andrew Goldstein ist Partner bei Deloitte Digital sowie Mitbegründer von Deloitte Digital Ventures und leitet das Entrepreneurship Center an der LMU in München. Durch seine jahrzehntelange Erfahrung als erfolgreicher Gründer, Unternehmer und Berater kennt er die Unterschiede zwischen Mittelständlern und Start-ups genau und weiß, welche inhaltlichen und kulturellen Herausforderungen gemeistert werden müssen, um erfolgreich gemeinsam kooperieren und gestalten zu können. Es heißt oft, dass die Deutschen bei der Digitalisierung im europäischen Vergleich zurückliegen und eher auf die digitale Revolution reagieren als selbst zu agieren. Sehen Sie das auch so? Nein, das sehe ich überhaupt nicht so. Deutschland steht, wenn ich mir beispielsweise die Industrie 4.0 anschaue, auf einem Spitzenplatz, was die Technologie betrifft. Es gibt hier genug finanzielle Mittel, viel Knowhow und viele hochmotivierte Menschen. Die Voraussetzungen sind vollkommen vergleichbar mit denen in den USA. Ist also alles perfekt? Es gibt ein Problem: Die Handlungsgeschwindigkeit ist hierzulande zu langsam. Die Digitalisierung in Deutschland wird häufig von einem veralteten Denkmuster gebremst. Viele Entscheider arbeiten hier noch nach dem „show-me-first“-Prinzip. Das heißt, sie möchten erst praktische Erfolgsbeispiele sehen, bevor sie eine Entscheidung treffen und in ein neues Projekt investieren. Das geht aber heutzutage nicht mehr und kostet zu viel Zeit. Man muss auch einfach mal ein Abenteuer wagen und in neue Möglichkeiten, die man noch nicht kennt, investieren. Die Deutschen brauchen mehr Entscheidungsfreude. Ich bin der Meinung, dass die Amerikaner entscheidungs- und risikofreudiger sind und dass dies ein wichtiger Grund ist, weshalb so viele Innovationen aus dem Silicon Valley kommen.

„Aus Sicht der Start-ups sind die Unternehmer oft zu langsam.“ Macht sich diese Einstellung auch auf dem Geschäftsfeld bemerkbar, auf dem Deloitte Digital aktiv ist, wie beispielsweise der Zusammenführung von mittelständischen Unternehmen und Start-ups? Es gibt ein großes Interesse an Kooperationen zwischen Unternehmen und Start-ups. Etabliertes und Neues arbeiten also durchaus zusammen. Aber aus Sicht der Start-ups sind die Unternehmer oft zu langsam. In einer breit angelegten Studie, die wir zu mehr als 100 Kooperationen durchgeführt haben, zeigt sich, dass die Zufriedenheit bei etablierten Unternehmen in solchen Konstellationen deutlich größer ist als bei Start-ups. Sind die Erwartungen an die Kooperation vielleicht auch zu unterschiedlich? Ja. Mittelständische Unternehmen hoffen vor allem auf frischen Wind durch Innovationen und neue digitale Geschäftsmodelle, während die Newcomer

„Es erstaunt mich, dass viele Unternehmen schlecht auf den Prozess vorbereitet sind.“

Andrew Goldstein Partner, Deloitte Digital

bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee von der Größe und dem Marktzugang der Etablierten profitieren wollen – und das möglichst schnell. Da es aber meistens eine Weile dauert, bis sich der Erfolg einstellt, fallen die Meinungen über die Zusammenarbeit unterschiedlich aus. Kann ein Grund auch die Tatsache sein, dass mit einem klassischen deutschen Mittelständler und einem Start-up auch ganz unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen? Weil Anzugträger auf Turnschuhträger treffen? Ich denke schon, dass es da einen Aufprall unterschiedlicher Kulturen gibt. Die Leute von den Startups tragen nicht nur Jeans und Turnschuhe, weil sie das cool finden, sondern das Lockere spiegelt sich auch in ihrer Arbeitsweise wieder. Nur ein Beispiel: Bei der Frage, wann sie gemeinsam loslegen wollen, schaut das Start-up auf seine Armbanduhr und der Mittelständler auf den Wandkalender. Start-ups arbeiten viel agiler und wollen möglichst effizient sein, weil sie sehr schnelles Wachstum brauchen. Bei Unternehmen geht das viel gemächlicher vor sich. Da könnten die Unternehmen also vielleicht mal etwas lernen. Und umgekehrt? Auch die Start-ups können sich sehr viel bei den Unternehmen abschauen. Diese sind ja schon viel länger am Markt und haben viel mehr Erfahrung. Sie wissen besser, wie man mit Kunden umgeht, professionell arbeitet oder eigene Ressourcen gezielt einsetzt. Letztlich ist das ein gesundes voneinander Lernen, eine Win-Win-Situation. Wie führen Sie interessierte Unternehmen und Start-ups zusammen? Bei Deloitte Digital haben wir gerade mit unserem Company Builder MAKERS eine neue Initiative gestartet, mit der wir die erfolgreiche Kollaboration zwischen spätphasigen Start-ups und Konzernen vorantreiben. Dabei bauen wir ein exklusives und kuratiertes Netzwerk, in dem wir die weltweit vielversprechendsten B2B Start-ups und Entscheidungsträger aus etablierten Unternehmen zusammenbringen, um gemeinsame Geschäftsmöglichkeiten zu identifizieren und mit uns als Partner umzusetzen.

Passiert es auch, dass Start-ups oder Unternehmen mal angesichts der erwartbaren Hürden einer Kooperation miteinander zurückschrecken? Das passiert durchaus. Trotzdem: Ich rate immer zur Kooperation, um Neues zu lernen und um ungeahnte Geschäftspotenziale identifizieren zu können. Es erstaunt mich allerdings, dass viele Unternehmen und Start-ups schlecht auf den Prozess vorbereitet sind. Wenn man mit einem Plan und einer realistischen Erwartungshaltung an die Sache herangeht, wird vieles deutlich einfacher. Gibt es eine Kooperation, die Sie initiiert haben, die Sie besonders spannend finden? Wir wollten einen großen Autokonzern und ein Start-up, das einen App-Store für Autos entwickelt, zusammenbringen. Die Herausforderung war, dass das Start-up Zugriff auf das Auto bekommen musste – was Probleme zum Beispiel bei der Datensicherheit und der Compliance mit sich brachte. Das Start-up kam auf die Idee, ein virtuelles Auto auf eine Plattform zu stellen, für das Entwickler dann Apps bauen konnten. Das war ein voller Erfolg: Statt der erwarteten 160 App-Vorschläge kamen 2.000. Das hat uns ungemein gefreut. Was raten Sie Unternehmen, die eine Start-up Kooperation starten möchten? Das wichtigste ist, dass sich das Unternehmen konsequent dazu verpflichtet, Start-ups in das bestehende Unternehmenssystem zu integrieren. Wie bei jedem anderen Projekt gilt auch hier, dass wenig durchdachte Schnellschüsse nicht funktionieren. Es muss eine klare Struktur innerhalb des Unternehmens geben, die Innovationen zulässt. Zudem ist es wichtig, sich nachhaltig in digitale Ökosysteme einzubringen und sich mit unterschiedlichen Stakeholdern zu vernetzen, um Wissen auszutauschen. Denn eins ist klar: Keine Firma, egal ob DAX-Unternehmen, Mittelständler oder Kleinunternehmen, hat eine Chance in der digitalen Welt, wenn sie alles im Alleingang schaffen will. Kontakt: Andrew Goldstein Partner, Deloitte Digital ddventures@deloitte.de


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VORWORT – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

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Frank Thelen, Founder & CEO Freigeist Capital

WIR BRAUCHEN MEHR VENTURE CAPITAL FÜR TECH-STARTUPS IN DEUTSCHLAND den USA und China endlich wieder mitmischt. Wir müssen in einem dieser Bereiche einen Weltmarktführer hervorbringen – sonst werden wir wirtschaftlich endgültig abgehängt. Die Kompetenzen dazu haben wir bereits, denn unsere Ingenieure und Entwickler gehören nach wie vor zu den besten weltweit. Woran es uns fehlt, ist die nötige Risikobereitschaft, sich an solche neuen Themen zu wagen. Wir brauchen mehr Risikokapital für junge Tech-Unternehmen,

„Innovative Startups sind die Zukunft unserer Wirtschaft!“

das von Unternehmern verwaltet wird. Wir haben deutlich zu wenig Venture Capital, und das Vorhandene fließt in kalkulierbare Projekte. In den USA fließen bis zu 3 % der Kranken- und Rentenversicherungen in die Venture-Capital-Szene und somit in Startups – das ist verdammt viel Geld, wenn man bedenkt, wie viele Menschen da einzahlen. Hinzu kommt, dass die Bedingungen für Venture Capital in Deutschland zurzeit noch wirklich unterirdisch sind. Strenge

Regularien, komplexe Verträge und hohe Gebühren machen es für Privatanleger beinahe unmöglich, in Startups zu investieren – und das in einer Zeit, in der Geldanlage immer wichtiger wird, da man bei den Banken keine Zinsen mehr bekommt. Da muss sich schnell etwas tun, denn ich bin mir sicher: Innovative Startups sind die Zukunft unserer Wirtschaft! Frank Thelen, Founder & CEO Freigeist Capital ANZEIGE

Wirtschaftsraum nienburg.mittelweser gründen einfach – einfach lebenswert Vier entscheidende Argumente für Ihre Unternehmensgründung:

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er in nienburg.mittelwes

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ei mir kommen bei der Betrachtung der aktuellen Startup-Szene gemischte Gefühle auf. Einerseits gab es nie eine bessere Zeit zu gründen. Neue Technologien bieten unzählige Möglichkeiten, man muss sie nur richtig einsetzen und nutzen. Technologien wie Distributed Ledgers (Blockchain, Ethereum und Co.), Künstliche Intelligenz und Big Data werden in absehbarer Zukunft sämtliche Industrien umwälzen, und es ist wirklich wichtig, dass Deutschland neben

Sprechen Sie uns an: WIN Wirtschaftsförderung im Landkreis Nienburg/Weser GmbH Rühmkorffstraße 12 31582 Nienburg 05021 8877720 oder info@win-nienburg.de


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Existenzgründungen aus der Wissenschaft EXIST hat zum Ziel, das Gründungsklima an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu verbessern und die hiesige Gründungskultur zu fördern. Mit der innovativen chemischen Reaktortechnologie der INERATEC GmbH können Gase im dezentralen Maßstab in flüssige Energieträger oder chemische Wertprodukte umgewandelt werden. Das Leistungsspektrum der Ausgründung aus dem Karlsruher Institut für Technologie umfasst Planung, Bau, Inbetriebnahme und Service der Kompaktanlagen, die gegenwärtig in den Verfahren Gas-to-Liquid, Biomass-to-Liquid und Power-to-X eingesetzt werden.

Unternehmen aufzubauen. Die INERATEC wurde dann im Mai 2016 gegründet“, erläutert Böltken. Stolz ist er darauf, bereits während der fast zwei Jahre währenden Förderung erste Erfolge am Markt erzielt zu haben. So konnte der Proof-of-Concept, eines der Ziele des Förderprogramms, mit der weltweit ersten Demonstrationsanlage im Containermaßstab erfolgreich erbracht werden. Seit Sommer 2017 wird beim Partner VTT in Finnland aus Sonnenenergie, Wasser und Abgas-CO2, das direkt aus der Luft gefiltert wird, in einer Containeranlage synthetischer Kraftstoff erzeugt. „Der EXIST-Forschungstransfer ist ein sehr gelungenes Instrument, weil es herausragende, forschungsbasierte Gründungsvorhaben fördert und Ausgründungen aus Universitäten bestmöglich unterstützt“, bilanziert Böltken.

Prof. Dr. Ute Schepers arbeitet am Institut für Toxikologie und Genetik des KIT und ist Mitbegründerin von vasQlab

Wir wollen gemeinsam Sinnvolles anpacken! Unter diesem Motto formte sich 2014 das Gründerteam der INERATEC um die Geschäftsführer Dr. Tim Böltken, Philipp Engelkamp und Dr. Paolo Piermartini – gemeinsam mit Prof. Peter Pfeifer vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Heute hat das Unternehmen 13 Festangestellte und es genießt einen hervorragenden Ruf auf dem Gebiet der chemischen Reaktortechnologie. „Der EXIST-Forschungstransfer, den wir 2015 beantragt haben, spielt in unserer Erfolgsgeschichte eine bedeutende Rolle“, sagt Ingenieur Tim Böltken. Zum Zeitpunkt der Beantragung hatte das Gründerteam gerade das Funktionsprinzip der dezentralen Umwandlung von Gasen in hochwertige synthetische Kraftstoffe und chemische Wertprodukte im Technikum nachgewiesen. „Durch die finanzielle Unterstützung in Form von Personal- und Sachmitteln konnten wir uns dann als KIT-Angestellte in Vollzeit auf die technischen und betriebswirtschaftlichen Schritte konzentrieren, um auf Basis unserer Technologie ein

Bereits seit 1998 fördern zunächst das Bundesministerium für Bildung und Forschung und ab 2006 das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit dem Programm EXIST Maßnahmen zur Verankerung einer Kultur der unternehmerischen Selbständigkeit und zur Stärkung des Unternehmergeistes an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Studierende, Absolventen und Wissenschaftler sollen für technologieorientierte und wissensbasierte Gründungen motiviert und qualifiziert werden. Auch eine erste Finanzierung für die Seed- oder Gründungsphase wird bereitgestellt. Das EXIST-Programm ist Bestandteil der Hightech-Strategie des BMWi und besteht aus drei Programmsäulen. Bei EXIST-Gründungskultur geht es darum, Hochschulen dabei zu unterstützen, den Unternehmergeist an der eigenen Hochschule zu fördern. Der EXIST-Forschungstransfer soll dabei helfen, wissenschaftliche Ergebnisse in einem Businessplan auszuarbeiten, eine Unternehmensgründung vorzubereiten und in Phase 2 eine externe Finanzierung zu erhalten. Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt Studierende, Absolventen und Wissenschaftler bei der Vorbereitung eines Gründungsvorhabens. Zur Sicherung ihres Lebensunterhalts erhalten Sie mit einem Hochschulabschluss 2.500 Euro im Monat. Die Gründerteams dürfen aus maximal drei Personen beste-

hen. Die maximale Förderungsdauer beträgt ein Jahr. Hinzu kommen Gelder für Coachings und Sachausgaben – bis zu 35.000 Euro. Auch vasQlab wird zurzeit durch den EXIST-Forschungstransfer gefördert. „Mit der Finanzierung konnten wir, ein Team aus vier promovierten Wissenschaftlern und einer Betriebswirtschaftlerin, unsere Organ-on-a-Chip-Systeme zur Marktreife bringen. Die Unterstützung erlaubt uns auch den Transfer der reinen Forschung in eine prozessgesteuerte Produktion. Eine Weiterentwicklung unserer Chips in Richtung Automatisierung wäre ohne diese Finanzierung nicht möglich“, sagt Professorin Ute Schepers. vasQlab ist ebenfalls ein Spin-off aus dem KIT. Mit den Organ-on-aChip-Systemen können pharmazeutische Wirkstoffe schnell und einfach an humanen 3D-organotypischen Kulturen bzw. Organmodellen getestet werden. Die deutsche Gründungslandschaft und die Wirtschaft brauchen Innovationen. Der beste und schnellste Weg zu innovativen Produkten und Dienstleistungen geht über technologiebasierte Start-ups aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Von ihnen gehen wichtige Impulse für Wissenschaft und Wirtschaft aus. Bislang seien rund 1.800 Unternehmen entstanden, die durch EXIST unterstützt wurden. Ein schöner Erfolg!

Weitere Infos: www.exist.de oder Projektträger Jülich, Geschäftsstelle Berlin Tel. 030 / 20199-411 Mail: info@exist.de Das Programm EXIST wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.


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HEUREKA – STARTUPS IM ADMIRALPALAST

WATERKANTFESTIVAL IN KIEL

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Wo einst Johannes Heesters in der „Lustigen Witwe“ spielte, findet am 05. Juni die Heureka Conference statt. Schon zum siebten Mal können die Teilnehmer an einer der wichtigsten Veranstaltungen für Gründer einen Einblick in die neuesten Entwicklungen und innovativsten Produkte, gewinnen. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto „Next Generation Founders“. So soll es in diesem Jahr vor allem um die „ups and downs“ im Verlauf eines Gründerlebens gehen, und es sollen die Menschen hinter den Produkten gezeigt werden.

Das Waterkantfestival in Kiel, das am 14. und 15. Juni 2018 auf dem ehemaligen Gelände des Marinefliegergeschwaders stattfindet, ist in dieser Form wohl einzigartig in Europa.

Schon zum siebten Mal findet im Berliner Funkhaus an der Nalepastrasse das Tech Open Air Festival vom 19. bis 22. Juni 2018 statt.

05.06.2018

So werden beispielsweise Robert Ermich, der Gründer von DeinHandy.de, und Claude Ritter, Mitgründer von Book a Tiger und Delivery Hero, über ihre persönlichen Erfahrungen berichten. Zudem sollen die Besucher die Gelegenheit erhalten, aktuelle Technologien zu erleben. Dafür präsentieren in der Hardware Area Startups ihre Produkte und laden das Publikum ein, diese einem Praxistest vor Ort zu unterziehen. Bei den vielfältigen Vorträgen, modernen Denkansätzen und einer Generation von neuen Gründern ist der Admiralspalast als historische Kulisse ein Kontrapunkt zum Themenfokus. Weiter Infos gibt es online unter: www.heureka-conference.de

14.-15.06.2018

Das interaktive Programm dreht sich rund um die Themen Nachhaltigkeit, Women’s Entrepreneurship, Gaming, New Work, Mobility, Education, Greentech, Virtual Reality und viele andere. Dabei steht vor allem das Voneinander-Lernen, sich gegenseitig inspirieren und gemeinsam die Zukunft zu gestalten im Mittelpunkt. Selbstverständlich kommt obendrauf noch ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm und neue Technologien und andere Ideen zum Ausprobieren! Die Gäste und Teilnehmer kommen aus dem gesamten Ostseeraum wie Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Lettland, Litauen, Estland, aber auch aus Großbritannien. Da es sich beim Waterkantfestival nicht um eine „steife“ Veranstaltung handelt, ist darüber hinaus für Livemusik gesorgt, kulinarische Spezialitäten aus der Region und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm sollen zu einer entspannten Festival-Atmosphäre beitragen. Weiter Infos gibt es online unter: www.waterkant.sh

19.-22.06.2018

Die Veranstalter erwarten in diesem Jahr über 150 Speaker, bieten 120 SatelliteEvents und 20 000 Teilnehmer. Das TOA Berlin mit seinem einzigartigen Format schafft es dabei spielend, unterschiedlichste Disziplinen wie Technologie, Musik, Kunst und Wissenschaft miteinander zu verbinden. Während der Außenbereich des Funkhauses zum Netzwerken einlädt, bieten die ehemaligen Sendesäle des denkmalgeschützten Gebäudes Raum für Panels, Keynotes, Knowshops sowie Kunst- und Musikinstallationen. Im „Haus of Tech“ können sich sowohl innovative Startups als auch die TOAHauptpartner präsentieren. Während des Tech Open Air Festivals werden die Digital Top 50 (DT50) Awards verliehen, die TOA gemeinsam mit Google, McKinsey und Rocket Internet unter der Schirmherrschaft des EU-Kommissars Carlos Moedas veranstaltet. Hier werden die 50 besten europäischen Unternehmen in den Kategorien B2B-Startup, B2C-Startup, B2B-Scaleup, B2C-Scaleup sowie Tech und Social Impact ausgezeichnet.

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PIRATE SUMMIT IN KÖLN

03.-05.07.2018

„The craziest Startup conference„ – so die Eigenbezeichnung, findet zwischen dem 03. und 05. Juli 2018 in Köln statt. Der Pirat Summit. Dieses Jahr soll es bei der Konferenz wieder zurück zu den Wurzeln der Veranstaltung gehen. Gegründet wurde das Event nämlich ursprünglich als grassroot Entrepreneurship-Konferenz, die ihren Fokus darauf hatte, Startup-Gründer miteinander zu verbinden. Deshalb wird der ursprüngliche Plattform-Gedanke wieder verstärkt in den Vordergrund rücken, nämlich der Austausch und die Förderung von Verbindungen unter Gleichgesinnten, Unterstützung und Lernen von Experten und insbesondere auch der „kollegiale“ Erfahrungsaustausch. Der diesjährige PIRATE Summit wird sich über drei Tage erstrecken und was noch wichtiger ist: zwei Abende, die einen besonders guten Rahmen für gute Gespräche und das Netzwerken bieten. Die Teilnehmer sollen sich zu 50 Prozent aus Startup-Gründern, zu 20 Prozent aus aktiven Investoren, sowie aus Führungskäften, Movers und Shakern sowie Sponsoren und Partnern zusammensetzen. Weiter Infos gibt es online unter: www.piratesummit.com

Weiter Infos gibt es online unter: www.toa.berlin ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT

Fördergelder für Existenzgründer und Jungunternehmer Auch wenn niemand einem Existenzgründer die Verantwortung für seine Selbstständigkeit abnehmen kann, so kann er in Deutschland dennoch auf finanzielle und mentale Unterstützung bauen. Ein Beispiel: Die Initiative „Deutschland startet“ informiert Existenzgründer und Unternehmer über Fördergelder, die leicht zu beantragen sind. Das beginnt mit dem Gründungszuschuss, dem Einstiegsgeld und dem Investitionszuschuss, die bei der Gründung aus der Arbeitslosigkeit beantragt werden können, setzt sich mit geförderten Gründungskrediten der KfW und der Landesbanken fort und mündet in Zuschüssen für eine professionelle Gründungsberatung. Der positive Effekt einer geförderten Beratung ist besonders groß, weil durch die Unterstützung eines Beraters die Zuschüsse aus der Arbeitslosigkeit und ein geförderter Kredit oft

erst ermöglicht werden. Dies geschieht durch einen professionellen Businessplan, der zusammen mit dem Berater geschrieben wird. Ein weiterer wichtiger Effekt des Businessplans ist die Risikoeinschätzung, die der Gründer zu Beginn treffen muss. Durch den Businessplan bekommt der Gründer ein Gefühl dafür, ob seine Geschäftsidee tragfähig ist. Erst danach sollte er den Weg in die Selbstständigkeit wagen. Bei der Suche nach einem geeigneten Coach hilft die Initiative „Deutschland startet“. Sie arbeitet deutschlandweit mit staatlich gelisteten Beratern zusammen und stellt bei Bedarf einen Kontakt zwischen Gründer und Berater her. Das erste Gespräch ist dabei immer kostenlos. Eine individuelle Auskunft zu Ihren möglichen Fördergeldern erhalten Sie unter der kostenlosen Hotline 0800 / 58 95 505

Fördergelder im Überblick Arbeitslosigkeit

Finanzierung Beratung • Gründungszuschuss z. B. das KfW Startgeld • Vorgründungs• Einstiegsgeld • Bis 100.000 EUR je programme vor Gewerbeanmeldung • Investitionszuschuss Gesellschafter • Keine Sicherheiten in den meisten notwendig Bundesländern • Etwas Eigenkapital bis 80 % Förderung erforderlich • BAFA-Beratung nach • Niedriger Zinssatz Gewerbeanmeldung bis 90 % Förderung Weitere Informationen zum Thema Gründung auch unter www.deutschland-startet.de


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STARTUPCON IN KÖLN

IFA NEXT STARTUP DAYS

STARTUPNIGHT IN BERLIN

07.09.2018

18.-19.09.2018

Die Internationale Funkausstellung ist inzwischen nicht mehr nur eine Messe für Consumer und Home Electronics, die intelligente und vernetzte Geräte für zu Hause, Künstliche Intelligenz und Fernseher mit einer immer besseren Bildschirmqualität zeigt. Im Rahmen der IFA präsentiert der Bundesverband Deutsche Startups e. V. als offizieller Partner und Organisator die IFA Startup Days von Freitag, 1. bis Mittwoch, 6. September.

Startupnight ist eine der größten Startup-Veranstaltungen Europas, bei der sich Startups sowohl Unternehmen, Investoren als auch potenziellen Kunden präsentieren. Inzwischen zum sechsten Mal, findet sie am Freitag, den 7. September 2018, in Berlin statt. Über 5000 Teilnehmer und über 250 Startups aus aller Welt werden erwartet, die unter anderem in den Feldern Mobilität, Energie, Kommunikation, Gesundheit, Fintech und vielen mehr tätig sind.

Die Lanxess Arena in Köln ist am 18. und 19. September 2018 Austragungsort für Deutschlands größte Gründermesse und -konferenz: die StartupCon. Auf dem Innovations-Summit werden mehrere tausend aufstrebende Gründer auf etablierte Unternehmer und Kapitalgeber aus Industrie, Wirtschaft und Politik treffen und ihnen ihre Konzepte und innovativen Ideen vorstellen.

In diesem Jahr stellen an jedem der sechs Thementage 20 junge Gründer aus jeweils einer Branche in der IFA NEXT Halle 26 aus. Darüber hinaus bestreiten die jungen Unternehmer an jedem Nachmittag ein passendes Themenprogramm in der IFA NEXT Innovation Engine. Hier pitchen Startups vor IFA-Besuchern, Journalisten, Experten, Entscheidern aus Industrie und Handel und potenziellen Investoren. Dabei steht jeder der sechs Tage unter einem besonderen Motto.

In diesem Jahr gibt es mehr Vorteile für teilnehmende Startups als je zuvor. Die Startupnight soll den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, wertvolle Informationen zu erhalten, Investoren und Unternehmen zu treffen und ihr Netzwerk mit interessanten und erfahrenen Menschen zu erweitern. Hinzu kommen Formate wie beispielsweise ein Speeddating nur mit den Unternehmenspartnern der Veranstaltung und passenden Investoren oder exklusive themenbezogene Pitching-Slots vor Experten und potentiellen Kunden. Für StartupUnternehmen, die sich erfolgreich bewerben, ist die Teilnahme an dem Event kostenfrei. Übrigens: Unter dem Titel „Road to Berlin“ finden derzeit kleine StartupNights in München, Köln, Aachen und Karlsruhe statt.

01.-06.09.2018

• 1.9. IoT/Wearables/Fitness & Activity • 2.9. Smart Home • 3.9. Virtual Reality & Augmented Reality • 4.9. Digital Health • 5.9. Gadgets & Appliances • 6.9. Future Mobility/Use of time Weiter Infos gibt es online unter: www.b2b.ifa-berlin.com/de/DieIFA/ IFANEXT

Weiter Infos gibt es online unter: www.startupnight.net

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Die rund 1200 „One-on-One Pitches“ werden in 50 Meeting-Logen ausgerichtet. Dort präsentieren die Gründer mehr als 1000 Investoren, Corporates und KMUs ihre „PitchDecks“ und gehen dabei einen entscheidenden Schritt in Richtung erfolgreiche Finanzierung. Zudem sind ein Health-Hackathon, Investors Lounge, zwei Awards im Bereich Tech- und Food, ein DrohnenParcours, zahlreiche Table Talks mit Top-Entscheidern, , tausende Meetings und VR-Kinos sowie die StartupExpo geplant. Dies alles findet in der StartupCity statt, in der auch 500 Startups dem interessierten Publikum Rede und Antwort stehen. Parallel dazu werden auf fünf Bühnen über 350 nationale und internationale Top-Referenten zu sehen sein. Weiter Infos gibt es online unter: www.startupcon.de

Da oto:

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BITS & PRETZELS IN MÜNCHEN

30.09.-02.10.2018

„O zapft is“ – was hat das Münchener Oktoberfest mit einem Gründertreffen zu tun? Nun, rund 5.000 Gründer, Investoren und andere Stakeholder, die sich rund um die Startup Szene bewegen, kommen zwischen dem 30. September und dem 2. Oktober 2018 in der bayerischen Landeshauptstadt zusammen. Während die ersten beiden Tage im Internationalen Congress Centrum in München stattfinden, zieht man am letzten Tag der Veranstaltung ins Schottenhamel-Zelt auf der Theresienwiese des Oktoberfestes um. Bits & Pretzels startet an den ersten beiden Festivaltagen mit inspirierenden Keynotes und Präsentationen von erfolgreichen und einflussreichen Gründern und Unternehmern aus der digitalen Welt. Spannende Workshops und Panel Diskussionen runden das Programm ab. Hier treffen die erfolgreichsten Unternehmer aus aller Welt sowie junge, aufstrebende Unternehmer bei diesem Event zusammen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Und am letzten Tag kommen alle Teilnehmer und Speaker in einem Zelt mit einem gemeinsamen Ziel zusammen: Flüssiges Netzwerken bei Bier und Brezeln. Weiter Infos gibt es online unter: www.bitsandpretzels.com ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT

Wachsen in München

Das WERK1 in München ist ein Vorzeige-Projekt der 2016 vom Land Bayern ausgerufenen Digitalisierungsinitiative.

Geschichte, Gegenwart und der Weg in die Zukunft verbinden sich beim digitalen Gründerzentrum WERK1 in München: Kaum ein anderes Stadtviertel steht auch optisch so sehr für kulturellen Wandel wie das neu entstehende Werksviertel in München. Ein Teil davon ist das 2013 gegründete Zentrum für digitale Startups. „Ursprünglich haben wir nur ein Stockwerk mit ein paar Büroräumen und einen kleinen Coworking-Space belegt“, sagt der Communications Manager Oliver Halbig vom WERK1. „In den letzten fünf Jahren sind wir auf fast das gesamte Gebäude mit sechs Stockwerken und knapp 5000 Quadratmeter Fläche angewachsen und bieten Platz für knapp 40 Startups und mehr als 100 Coworker.“ Einer der wesentlichen Gründe für junge Startups, sich auf Räumlichkeiten im WERK1 zu bewerben, ist die im Haus etablierte Gründer-Community. „Wir vernetzen unsere Startups miteinander, um Kräfte zu bündeln“, berichtet der Marketing-Manager. Hier findet tatsächlich Arbeitsaustausch statt und wir konnten eine Art gemeinsames Öko-System schaffen, wo alle miteinander an vergleichbaren Themen und Problemen arbeiten.“

Gerade in einer Stadt wie München brauchen Gründer natürlich günstige Mieten, ein gutes Netzwerk und das komplette Paket an Infrastruktur. „Unsere Mietverträge sind in der Regel auf 2 Jahre befristet und da wir deutlich mehr Anfragen als Büros haben, haben wir einen kleinen Bewerbungsprozess vorgeschaltet, mit dessen Hilfe wir versuchen, die Startups im Voraus kennen zu lernen. Ziel ist es, Startups mit spannenden digitalen und skalierbaren Produkten und Dienstleistungen zu finden und mögliche Schnittstellen zu unseren aktuellen Mietern vorab zu ermitteln.“ Zwei Fokusthemen stehen derzeit im Mittelpunkt. Eines davon betrifft die Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft (InsurTech), das andere das Gesundheitswesen (Digital Health). Aber auch Cyber Security, Smart Mobility oder auch Videospielkultur sind wichtige Themen. „Der nächste Schritt ist jetzt“, blickt der Geschäftsführer Dr. Florian Mann in die nahe Zukunft, „ein Forum für Industrie und Mittelstand zu schaffen, um branchen- und größenübergreifend Stärken und Know-How zu bündeln, um so im Austausch die richtigen Antworten und Lösungen für das digitale Zeitalter zu entwickeln.“ Bald können sich große Konzerne eine Art Coworking-Schreibtisch mieten und so in direkter Nachbarschaft zur WERK1-Gründer-Community am Puls der digitalen Entwicklung in München arbeiten.

Oliver Halbig

Communications Manager

Dr. Florian Mann Geschäftsführer


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INSPIRATION – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

AUF DIE SPRÜNGE HELFEN Foto: Lydisignphotography

Foto: Oliver Staack

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KOSMETIK AUS DEM MEER Dr. Inez Linke, Meeresbiologin und Gründerin des Naturkosmetikunternehmens oceanBASIS GmbH.

Algen sind ihr Leben – und während sie zum Beispiel in Japan mit Vorliebe gegessen werden, sehen viele Strandurlauber an Nord- und Ostsee die glitschigen Pflanzen beim Baden eher als Plage. Dabei sind die grünen Wasserpflanzen nicht nur besonders wichtig für das Klima, denn durch die Photosynthese produzieren Algen nicht nur Sauerstoff, sondern binden auch CO2. Sie können auch Rohstoff für viele Produkte sein – sei es bei Nahrungsmitteln, als Medizin oder in der Kosmetik. Mit dieser wertvollen Pflanze beschäftigt sich Meeresbiologin Dr. Inez Linke seit Jahrzehnten. Während sie sich früher vor allem

im Rahmen der Forschung mit den Pflanzen beschäftigte, sind Algen heute die Grundlage für ein florierendes Unternehmen, das sich unter dem Namen oceanBASIS mit der Vermarktung von Maritimer Naturkosmetik beschäftigt. Die dafür verwendeten Laminaria-Algen wachsen nicht etwa an den Küstengewässern des Indischen Ozeans oder im fernen Japan, sondern in den ruhigen Gewässern der Kieler Förde. Die Kieler Meeresfarm, in der die Algen kultiviert werden, ist seit Mai 2011 nach der EG-Öko-Verordnung (EG 834/2007) zertifiziert. Gemeinsam mit Universitäten, Apo-

thekern und Dermatologen hat die oceanBASIS GmbH eine ei-

gene Naturkosmetikserie auf den Markt gebracht: Oceanwell. Dabei verpflichtet sich das Unternehmen zur strikten Einhaltung von Nachhaltigkeits- und Qualitätskriterien. Auch wenn oceanBASIS nach 17 Jahren Firmengeschichte kein Startup mehr ist, so haben zum einen die Unternehmensidee wie auch die erfolgreiche Umsetzung die Jury überzeugen können, Inez Linke im vergangenen Jahr mit dem Unternehmerinnenpreis auszuzeichnen.

„Das war zu Anfang weiß Gott nicht immer einfach“, weiß die Meeresbiologin und zweifache Mutter zu berichten. Den Schritt in die Selbstständigkeit hat sie gemacht, weil ihr die ständig befristeten Verträge der Forschungsinstitute nicht die Sicherheit boten, die sie sich gewünscht hatte. Klar war aber auch, dass sie im Bereich der Meeresforschung, speziell der Algen, bleiben wollte. Linke studierte in Hamburg und Boston Meeresbiologie und war schon während ihrer Promotion als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einem Forschungsprojekt zur Eutrophierung in der Nord- und Ostsee (1992–1997) beteiligt. Nach ihrer Dissertation 1997 in Hamburg arbeitete sie bis 1999 als Wissenschaftlerin an der Universität Roskilde in Dänemark. „Die Skandinavier waren mit ihren Familienmodellen und vor allem mit der Verträglichkeit von

Beruf und Familie damals schon viel weiter, das habe ich schon zu schätzen gelernt“, erinnert sich die Unternehmerin. Auch wenn sich inzwischen in Deutschland einiges verbessert habe und zum Beispiel auch Väter in Elternzeit gehen und sich vermehrt um Familie und Kinder kümmern können, müsse man an der Selbstverständlichkeit, wie es dies in den nordischen Ländern gebe, hierzulande noch arbeiten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei eine wesentliche Voraussetzung für Frauen, Gründerinnen zu werden, meint Linke, auch wenn Frauen hin und wieder der Mut fehle, ins kalte Wasser zu springen. Dabei sind Wasser und Algen die

natürlichen Elemente und das Geschäftsfeld von Inez Linke und der drei weiteren Geschäftsführer des Unternehmens. Sie selbst ist verantwortlich für die Bereiche Forschung, Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb der Marke Oceanwell, die auf den Meeres- und Algenwirkstoffen aus der Ostsee basiert. Ungefähr 50 von insgesamt etwa 13 000 bekannten Meeresalgenarten werden in der Kosmetikindustrie verwendet, insbesondere Rotund Braunalgen. Weit über 80 verschiedene Substanzen sind in Algen nachweisbar. Makroalgen, die sogenannten Tange, haben auch eine wichtige Funktion für die Meeresumwelt, da sie einen

wichtigen Lebensraum für zahlreiche Meeresbewohner darstellen. Braunalgen können riesige Unterwasserwälder bilden und produzieren somit vergleichbar viel Sauerstoff wie die tropischen Regenwälder. Gleichzeitig nehmen sie überschüssige Nährstoffe auf und verbessern somit die Wasserqualität.

Immer wieder kommt die studierte Meeresbiologin auf das Thema Nachhaltigkeit zu sprechen, die Grundlage der Unternehmensphilosophie und der angebotenen Produkte ist. „Neben den Regenwäldern sind die Meere die wichtigsten Sauerstofflieferanten. Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan werden zum großen Teil im Meer gebunden – sowohl im Wasser als auch in den Sedimenten und den Organismen. Vor allem wir Menschen können unser gemeinsames Erbe durch verantwortliches Handeln schützen, um uns auch in Zukunft an seinen natürlichen Heilkräften erfreuen zu können. Das Meer ist für uns eine ‚Blaue Apotheke‘. Auch aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, die Algenwildbestände in Ruhe zu lassen und die erste Offshore-Algenfarm in Deutschland zu betreiben.“ Die kultivierten Algen zeichnen sich

durch hohe Standards in der Qualitätskontrolle und Sauberkeit aus. Text: Frank Tetzel

Iris Meyer ist Geschäftsführerin der Wirtschaftsagentur Neumünster.

Welche Bedeutung haben Gründerzentren für Startups? Gründerzentren sind vor allem auch Orte der Begegnung und des Austausches. Und zwar unter Gleichgesinnten und das Ganze in einem professionellen Umfeld. Für die meisten Gründer bietet das ganz andere Möglichkeiten als vom Home Office aus. Unser Gründerzentrum verfügt über separate Schulungsräume und hat eine Glasfaseranbindung.

Die digitale Kommunikation ist für Startups ein zentraler Faktor. Welche Fehler machen Jungunternehmer im Umgang damit am häufigsten? Ich würde gar nicht von Fehlern sprechen wollen, sondern von den Herausforderungen und Chancen, vor denen sie stehen, um den vielen Möglichkeiten der Online-Kommunikation gerecht zu werden. Sich für bestimmte Kommunikationswege zu entscheiden und diese dann auch zu bedienen. Also qualitativ hochwertige Inhalte in einer gut dargestellten Form zu liefern und eben auch die Ressourcen dafür einzuplanen.

Wo ist der Bedarf junger Startups im Bereich des Coachings am größten? Das ist je nach Gründerpersönlichkeit und Geschäftsidee unterschiedlich. Der eine braucht Unterstützung auf dem Weg zur Finanzierung, der nächste ist vielleicht für einen Fokus-Wechsel dankbar, also einmal die Brille des Kunden aufzusetzen und zu schauen, was dieser wirklich will. Das Herausarbeiten des Besonderen halte ich ebenso für ganz wichtig. ANZEIGE

Wir fördern Gründerinnen und Unternehmerinnen in Schleswig-Holstein • neutrale und unentgeltliche Förderberatung • besondere Veranstaltungsformate für Gründerinnen und Unternehmerinnen • maßgeschneiderte Finanzierungen • Stärkung des Eigenkapitals • Zuschüsse z. B. für die Qualifizierung Ihrer Beschäftigten Sprechen Sie uns an! Unsere Förderlotsen helfen Ihnen gerne weiter.

Investitionsbank Schleswig-Holstein Regionalvertretung der bundesweiten gründerinnenageantur (bga) für Schleswig-Holstein Tel. 0431 9905-3365 · foerderlotse@ib-sh.de www.ib-sh.de

Schleswig-Holstein Der echte Norden


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Durchstarten im echten Norden Fotos: Nui Studio

WTSH unterstützt StartUps

Emilia Lucht und Arne Sebrantke, Gründer von Nui Studio

An Ideen mangelt es nicht, den jungen Machern im echten Norden. Für den Rest sorgt ein breites Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten. Von mietgünstigen Büroräumen über offenen Hightech-Werkstätten, kostenlosen Beratungen bis hin zu maßgeschneiderten Finanzierungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel dem Gründungsstipendium Schleswig-Holstein. Erfolg hat, wer sich frühzeitig Hilfe holt, so wie zum Beispiel die Gründer von Nui Studio: „Es ist wie eine Welle, die sich aufbaut“, sagt Emilia Lucht und wirkt selbst immer noch ein wenig überrascht. Zum Glück wissen die 33-jährige Industriedesignerin und ihr Mitgründer von Nui Studio mit Sitz in der Nähe von Kiel als waschechte Schleswig-Holsteiner mit Wellen umzugehen. Sonst hätten sie bei dem, was da mit viraler Wucht im Frühjahr 2017 auf sie zugerollt kam, womöglich den Boden unter den Füßen verloren. Keine 24 Stunden, nachdem sie ihre innovative Pflanzenleuchte mit dem Namen MYGDAL auf einer Online-Plattform für Wohnideen vorgestellt hatten, setzte eine Flut von Nachfragen aus dem Netz ein: Design- und Interieur-Liebhaber wollten mehr erfahren über die weltweit erste Lampe mit integrierter Grünpflanze. „Ein australischer Blogger hatte unsere Pflanzenleuchte im Netz entdeckt und darüber berichtet“, erklärt Emilia Lucht. Jede Leuchte besteht aus einem mundgeblasenen, rundum einsehbaren Glaskörper. Die Pflanze wird auf nährstoffarmen Granulatboden ins Zentrum gesetzt und der Glasschirm danach verschlossen. Da auch die Feuchtigkeit nicht entweichen kann, wird das Gießen unnötig. Sauerstoff, den die Pflanze unter LED-Beleuchtung produziert, wird von ihr im Dunkeln wieder verbraucht. „Die technische Innovation liegt unter anderem in der Entwicklung einer speziellen LED-Beleuchtung, die für die Pflanzen die Sonne ersetzt und auch für Menschen angenehm ist“, erläutert Arne Sebrantke (33), der wie Emilia Lucht Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel studiert hat. Seit dem Produktlaunch Anfang des Jahres sind die Indoor Gärten im Handel verfügbar und verbinden regionales Traditionshandwerk mit neuer Technologie in einem einzigartigen und hochwertigen Raumhighlight. Das Land Schleswig-Holstein unterstützte Nui Studio auf dem Weg mit einem Gründungsstipendium.

www.nui-studio.com

eigentlichen Gründung zu tragen. Die Gründung muss in den ersten drei Monaten des Stipendiums erfolgen. „Die Stipendiaten/-innen sollen sich – unterstützt durch diese Förderung während der Laufzeit – auf die Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells und auf die Gründung ihres Unternehmens konzentrieren können“, so Mandy Hörl, Projektmanagerin StartUp Förderung & Finanzierung bei der WTSH. „Bis zum Ende dieser Pre-Seed-Phase soll dann ein komplett ausgearbeiteter Businessplan vorliegen – als Grundlage, um anschließend weitere Mittel für die Unternehmensgründung einzuwerben, zum Beispiel aus dem Beteiligungskapital des Seed- und StartUp Fonds Schleswig-Holstein II, der bis 2022 mit 16 Millionen Euro junge Macher in erfolgreiche Unternehmer verwandeln soll.“ Weitere Informationen zum Seed-und Start-up Fonds Schleswig-Holstein II unter: www.seedfonds-sh.de.

Mit dem Gründungsstipendium erhalten Gründerinnen und Gründer sechs bis maximal zwölf Monate eine monatliche Finanzspritze von 1600 Euro. Das Land Schleswig-Holstein hat gemeinsam mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH (MBG) bis Ende 2019 insgesamt eine Million Euro für das Gründungsstipendium bereitgestellt. Die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) gewährt das Gründungsstipendium im Auftrag des Landes. Das Stipendium ist unter anderem dafür vorgesehen, die Lebenshaltungskosten der zukünftigen Unternehmer in der Vorbereitungsphase vor und während der

Warum ist Schleswig-Holstein Ihrer Meinung nach ein gutes Gründerland? Schleswig-Holstein ist ein hervorragendes Bundesland für Gründungen! Wir haben hier viele Zukunftsbranchen, und die Kosten für Büros und Gehälter sind relativ gering, was gerade am Anfang enorm wichtig ist. Ein großer Vorteil ist außerdem die Nähe zu Skandinavien und damit zu sehr kaufkräftigen Märkten. Außerdem herrscht dort sowohl bei Kunden als auch bei Investoren eine große Offenheit gegenüber neuen Ideen. Wir haben eine hervorragende Infrastruktur und kurze, unkomplizierte Wege und Entscheidungsprozesse. Ich bin in Schleswig-Holstein sehr, sehr gerne Unternehmer und denke, dass Gründer hier die besten Voraussetzungen finden. Auch der StartUp Schleswig-Holstein e.V. bietet Unterstützung. Der Verein will die wissenschaftliche Gründungsforschung fördern, Unternehmertum unterstützen und landesweit verschiedene Akteure in diesen Bereichen besser vernetzen. Ansprechpartnerin Dr. Anke Rasmus erreichen Sie telefonisch unter +49 431 880-4698 oder per eMail: arasmus@uv.uni-kiel.de

Ulrik Ortiz Rasmussen, Gründer und Geschäftsführer der Flensburger r2p GmbH

www.wtsh.de www.seedfonds-sh.de

Wo wird Ihrer Erfahrung nach am meisten Hilfe benötigt? Viele Gründer haben tolle Ideen, stoßen aber bei der konkreten Umsetzung auf Probleme. Viele Gründer haben zudem große Angst vor dem „Moment of truth“, in dem es darum geht, dem Markt das zu präsentieren, woran sie monatelang gearbeitet haben. Das ist ein sehr häufiger Stolperstein. Ein großer Fehler besteht außerdem darin, mit Partnern oder Investoren keine Verträge abzuschließen. An diesen Punkten stehe ich den Gründern mit meinen Erfahrungen und Ratschlägen zur Seite.

More help needed? Weitere Hilfe gibt es von den Baltic Business Angels, einem Netzwerk, das derzeit von der WTSH aufgebaut wird. Erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützen Startups mit Kapital und Wissen. Einer von ihnen ist Ulrik Ortiz Rasmussen, Gründer und Geschäftsführer der Flensburger r2p GmbH. Was macht für Sie einen guten Gründer aus? Das A und O sind seine Persönlichkeit und der unbedingte Wille, die eigene Idee zum Erfolg zu führen. Ebenso wichtig sind Durchhaltevermögen, ein realistischer Blick auf die Dinge und ein bedachter Umgang mit Geld. Ganz wichtig ist mir bei ‚meinen Gründern‘ außerdem deren Ehrlichkeit.

WTSH- Ansprechpartnerinnen Gründungsstipendium Schleswig-Holstein und Baltic Business Angels: Mandy Hörl Telefon: +49 431 66666-849 hoerl@wtsh.de Seed- und StartUp- Fonds Schleswig-Holstein II: Dr. Annelie Tallig Telefon: +49 431 66 66 6-8 48 tallig@wtsh.de


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ENTWICKLUNG – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

EINFACH NICKEN UND LOSFAHREN Foto: Kristoffer Kramer

Die Gründer von Munevo wollen Rollstuhlfahrern dank einer neuen Technologie ein selbstbestimmtes und mobiles Leben ermöglichen.

Das schöne und bei Weitem nicht

so hektische München sei ein idealer Standort für Existenzgründer, finden die vier jungen Macher von Munevo. Denn hier passiere unglaublich viel im Startup-Bereich und es gebe unzählige engagierte Menschen und Institutionen, die Gründer voranbringen wollen.

Viele Menschen sind auf einen

Rollstuhl angewiesen. Ein Großteil von ihnen ist nicht in der Lage, diesen mit den Händen zu bewegen. Die Betroffenen müssen sich daher auf die Hilfe anderer Menschen beziehungsweise auf teure, oftmals unkomfortable Spezialsteuerungen verlassen. „Wir glauben fest daran, dass wir den behinderten Menschen mit der von uns entwickelten Smart Glass Applikation Mobilität und Selbstständigkeit zurückgeben können“, sagt Konstantin Madaus, einer von vier Gründern des Münchener Startups Munevo. Das im März dieses Jahres gegründete Unternehmen, das ursprünglich unter dem Projektnamen Glasschair arbeitete, hat mit Munevo Drive eine Sondersteuerung entwickelt, die im Gegensatz zu etablierten, meist rein mechanischen Steuerungen erstmals Kopfbewegungen und Sprachbefehle mithilfe einer Smartglass erfasst. Smartglasses sind Datenbrillen, die sowohl mit Sensoren als auch einem Display und einer Kamera ausgestattet sind. Munevo Drive beinhaltet eine Applikation für Smartglasses, die sich an die Gesten, die Betroffene als Steuerungssignale ausüben möchten und können, anpassen lässt. Ein Adapter, der als Schnittstelle

kerSpace: Ein Paradies für Bauer und Bastler sei diese, schwärmt der Maschinenbauingenieur.

Das Munevo-Team (v. l.): Aashish Trivedi (24), Konstantin Madaus (28), Deepesh Pandey (26) und Claudiu Leverenz (28)

für die Signalübertragung zum Rollstuhl zum Einsatz kommt, kann einfach an die gängigen elektrischen Rollstuhl-Modelle angeschlossen werden.

„Man erfährt in den Bereichen Produktentwicklung und Finanzierung viel Unterstützung.“

Die Idee für das wegweisende

Produkt entstand 2015 im Rahmen eines Wirtschaftsinformatik-Kurses an der TU München. „Aufgrund des positiven Feedbacks ging es dann rasend schnell voran“, berichtet Madaus. Seit Juli 2016 wird das Team durch das Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Angebote eines Zentrums für Innovation und Gründung Inkubatorprogramme wie Kickstart oder Xpreneurs halfen bei der Entwicklung des Businessmodells.

Dazu kam die Möglichkeit, in den kostenfreien Büroflächen im Entrepreneur-ship Center auf dem Forschungscampus in München-Garching effektiv zu arbeiten. „Dort ist die Stimmung großartig und inspirierend. Man erfährt in den Bereichen Produktentwicklung und Finanzierung viel Unterstützung durch die Gründungsberater, und alle helfen und tauschen sich gegenseitig aus“, freut sich der Gründer. Direkt an den Inkubator angegliedert ist die 1500 Quadratmeter große Hightech-Prototypenwerkstatt Ma-

Munevo befindet sich jetzt auf der Zielgeraden. Voraussichtlich im Herbst dieses Jahres soll ihre innovative Steuerungslösung über Sanitätshäuser in den Vertrieb kommen und zum Alltagsassistenten von vielen tausend Rollstuhlfahrern werden – ob zum Navigieren, Telefonieren, Fotografieren oder für Smart-Home-Anwendungen. „Hinter uns liegen viel Arbeit und ein langer Weg, den wir ohne die tatkräftige finanzielle und moralische Unterstützung wahrscheinlich nicht hätten gehen können“, bilanziert Konstantin Madaus, der ursprünglich nicht geplant hatte, Unternehmer zu werden. Jetzt heißt es: Daumen drücken, damit das Business von Munevo ins Rollen kommt! Text: Chan Sidki-Lundius

WEITERE ARTIKEL AUF: ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

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High Tech-Gründerinnen, aufgepasst! Starten Sie durch. Das neue Programm von UnternehmerTUM macht´s möglich. Frauenpower? Fehlanzeige. Denn reichlich weiblich schaut Deutschlands Entrepreneur-Ökosystem nicht aus. Nach wie vor dominieren die Herren das Gründergeschehen der Republik. Gerade einmal 14,6 Prozent aller Start-ups wurden 2017 von Frauen gegründet, wie der deutsche Start-up-Monitor zeigt. International sieht es nicht besser aus. In den USA wird nur jedes vierte Startup von Frauen (mit)gegründet. In Großbritannien sind es bloß 17 Prozent. „Wir haben sehr viele gründungswillige Frauen in unserem Umfeld und die wollen wir noch besser als bisher unterstützen“, erklärt Susanne Traugott. Traugott verantwortet das neue Programm „UnternehmerIN“ an Europas führendem Zentrum für Gründung und Innovation UnternehmerTUM. UnternehmerIN ist ein Angebot für Frauen mit technologieorientierten Geschäftsideen, die gründen wollen. UnternehmerIN bietet Bootcamps und Workshops speziell für Frauen. „Wir möchten auf die besonderen Bedürfnisse der Frauen eingehen und neben Gründerwissen und betriebswirtschaftlichem Know-How auch Themen wie Verhandlungsführung und die Unterschiede von

weiblicher und männlicher Kommunikation vermitteln“, sagt Susanne Traugott. Das Team von UnternehmerIN vermittelt außerdem gezielt den Kontakt zu Entwicklungsund Vertriebspartnern in der Industrie und zu Investoren. Dabei ist der richtige Umgang mit Risikokapitalgebern entscheidend: „Es ist erwiesen, dass man Frauen immer noch weniger zutraut und sie deshalb weniger Kapital erhalten.“ Die Benachteiligung belegte erst kürzlich eine schwedische Studie. Gründerinnen bekamen von Investoren nur ein Viertel der geforderten Summe, Männer dagegen über die Hälfte. Das Programm „UnternehmerIN“ bereitet Gründerinnen besser auf die Investorengespräche vor und macht gleichzeitig die männlichen Investoren auf dieses Ungleichgewicht aufmerksam. Denn Start-ups mit weiblichen Gründungsteams sind langfristig erfolgreicher. Entscheidend für den unternehmerischen Erfolg ist auch eine gute Vernetzung – „hier können Frauen noch besser werden!“, sagt Traugott. UnternehmerIN fördert den Austausch zwischen erfolgreichen Unternehmerinnen und potentiellen Gründerinnen und bietet eine Plattform für den branchenübergreifenden Austausch. UnternehmerTUM bietet hierfür als preisgekröntes An-Institut der TU München und mit einer über 15-jährigen Expertise in der Beratung, Ausbildung und Finanzierung von Start-ups exzellente Möglichkeiten.

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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – EINBLICK 11

Das perfekte, individuelle Ensemble dank Personal Shopper: In nur sechs Jahren wurde „Outfittery“ zu einer erstklassigen Erfolgsstory.

„Es ist beeindruckend, wie sich die Ausstrahlung einer Person verändert, wenn sie Kleidung trägt, in der sie sich wohlfühlt.“

Mit ihrem Konzept, Männer online und telefonisch bei der Zusammenstellung ihrer Kleiderwahl zu beraten und inspirierende Outfits für sie auszuwählen, haben die Gründerinnen Julia Bösch und Anna Alex ganz offensichtlich den Nerv der Zeit getroffen – und den Geschmack vieler Männer: Etwa 500.000 Kunden in acht Ländern haben den persönlichen Service von „Outfittery“ bisher genutzt.

noch sehr preisgünstig, gerade im Vergleich zu anderen Startup-Metropolen wie z.B. London.

Dass Frauen gründen – noch dazu

ein technologisch geprägtes Unternehmen – ist in Deutschland auch im 21. Jahrhundert eine Seltenheit: Laut Startup Monitor des Bundesverbands Deutsche Startups e.V. werden immer noch nur 14,6 Prozent der Startups von Frauen ins Leben gerufen. „Natürlich gab es auch bei uns am Anfang viele Zweifler, die nicht an die Idee geglaubt haben. Die gibt es immer. Das Beste ist, sie schnell eines Besseren zu belehren“, weiß Anna Alex. Die 33-Jährige und ihre Geschäftspartnerin Julia Bösch haben gründlich mit Vorurteilen aufgeräumt und die besonderen Stärken von Gründerinnen in den Fokus gerückt: „Uns war die Unternehmenskultur von Beginn an sehr wichtig. Worauf legen unsere Mitarbeiter besonderen Wert? Ist jedem klar, welche Vision wir verfolgen? Das ist natürlich keine rein weibliche Eigenschaft, aber vielleicht

Anna Alex und Julia Bösch, Gründerinnen von OUTFITTERY

haben Frauen doch eine größere Sensibilität dafür. Außerdem ist unser vielleicht etwas emotionaleres Gespür oft von Vorteil: Frauen haben bei langfristigen Entscheidungen oft den richtigen Riecher“, so Bösch. Auch die Balance zwischen Pri-

vatleben und Berufung haben die beiden Geschäftsführerinnen im Blick: „Das ist manchmal gar nicht so einfach, denn im Grunde ist OUTFITTERY mein „zweites Baby“, um das ich mich auch kümmern will. Es hängt aber von jedem individuell – mit eigenem Unternehmen oder ohne – ab, wie er oder sie Berufs- und Privatleben in Einklang bringt“, sagt Anna Alex, deren Tochter im Juni ein Jahr alt wird. „Man muss seine Prioritäten setzen und die auch

leben. Ich schaffe das vor allem deshalb, weil ich weiß, dass ich mit Julia eine tolle Mitgründerin an meiner Seite habe, die mir während der Abwesenheit den Rücken frei hält, und weil wir ein starkes Team haben, dem wir zu 100 Prozent vertrauen. Und natürlich einen fantastischen, sehr modernen Mann, der mich mit der Kleinen unterstützt, wenn ich wieder im Büro bin.“ Einen Teil ihres Erfolgs schreiben

die Outfittery-Gründerinnen auch ihrer Stadt zugute: „Junge, motivierte Leute von überall her sind bereit, nach Berlin zu kommen und hier zu arbeiten. Das hat uns sehr geholfen, unser Team aufzubauen. Unsere Mitarbeiter kommen aus mehr als 30 Ländern“, so Julia Bösch. Zudem, ergänzt die 33-jährige, sei die Stadt

In diesem Umfeld soll Outfittery weiter wachsen: „In den vergangenen zwei Jahren haben wir einen großen Schritt vorwärts in Sachen Machine Learning gemacht, wodurch wir die Qualität und Effektivität unseres Stylisten Services deutlich steigern und unser Bestandskundengeschäft ausbauen konnten“, erzählt Anna Alex. „Wir setzen voll auf das Thema Kundenerlebnis und Markenbildung – unsere Kunden können also gespannt sein, was da noch Neues kommt! Text: Ulrike Christoforidis

FAKTEN 2012 starteten Anna Alex und Julia Bösch in einem Wohnzimmer in BerlinMitte mit dem Packen der ersten Pakete. Heute arbeiten 300 Mitarbeiter für die beiden und versenden individuelle, stylische Outfits in acht Länder.

Foto: Albrechtsbestebilder

GESCHÄFTSMODELL MIT STIL

„MAN KANN NICHT FRÜH GENUG MIT DER ANSPRACHE BEGINNEN“

Erk Westermann-Lammers, Vorsitzender des Vorstands der Investitionsbank Schleswig-Holstein

Derzeit wird nur jedes dritte Unternehmen von einer Frau geführt oder gegründet. Wie kann man Frauen dafür sensibilisieren? Man kann mit der Ansprache potenzieller Gründerinnen nicht früh genug beginnen. Wir gehen daher in Informationsveranstaltungen bereits auf Schülerinnen und Studentinnen zu, um ihnen Mut zur Selbstständigkeit zu machen. Der IB.SH-Unternehmerinnenpreis, den wir 2017 erstmalig mit viel positiver Resonanz ausgelobt haben, zielt genau in diese Richtung. Wir wollen mit dieser Auszeichnung Vorzeige-Unternehmerinnen sichtbar werden lassen.

In MINT-Berufen und Startups gibt es Nachholbedarf bei Frauen. Wie gehen Sie dieses Thema an? Um gezielt potenzielle Gründerinnen z. B. aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Umfeld abzuholen, bietet sich die Zusammenarbeit mit den Hochschulen an. Wir initiieren daher Ringvorlesungen für gründungsinteressierte Frauen oder sind an universitätsnahen Veranstaltungsreihen wie dem start-up friday des Zentrums für Entrepreneurship der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beteiligt. DAS GANZE INTERVIEW AUF: ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

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RATGEBER – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

DAS NETZWERK ALS STARTKAPITAL Ob technologische Innovation oder kulinarischer Lebenstraum: Das Umfeld spielt eine entscheidende Rolle.

sie zur Vorbereitung auf die Präsentation vor der Fachjury erhielten. „Wir haben viel über uns selbst gelernt. Besonders hilfreich war auch der Kontakt zu anderen nominierten Gründern – mit den gleichen Sorgen und Nöten, die wir in der Gründungsphase hatten. Es war großartig, darüber sprechen zu können, ohne dass gleich jemand eine Rechnung schreibt“, erinnert sich Simon Schmidt, der Jüngere im erfolgreichen Familien-Duo.

„Dass es ein Erfolg sein würde, daran habe ich immer geglaubt“, erzählt Valentina Lorente. Wer heute ihr Café Croquant im Frankfurter Europaviertel betritt, spürt die Überzeugung der Unternehmerin und die Liebe für ihre Aufgabe in jedem Detail. Die köstliche Patisserie und das warme Ambiente des Cafés locken Besucher der nahen Messe ebenso wie Angestellte aus den umliegenden Büros und „private“ Nachbarn. Ein perfekter Mix für die Geschäftsidee der Jungunternehmerin.

Die Auszeichnung bescherte den

Bevor die 50-jährige im Okto-

ber 2016 ihren Traum von der Selbstständigkeit verwirklichte und ihr Café mit hausgemachten französischen Spezialitäten – und französischem Charme – eröffnete, war sie als Dolmetscherin, später auch in der Feinkostbranche tätig. Die Idee, ihre Begeisterung für das Kochen und Backen zum Beruf zu machen, reifte bereits etliche Jahre, bevor sie die ersten Schritte wagte. So überzeugend sie ihr Geschäfts-

konzept jedoch auch bei den Banken vertrat – das notwendige Startkapital blieb aus. Bis die abgestimmten Förderketten des Landes ineinander griffen: Durch die Handwerkskammer wurde die gebürtige Serbin

Valentina Lorente verkauft in ihrem Café „Croquant“ Tartes, Baguettes und Flammkuchen.

an die Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft des Vereins „jumpp – Frauenbetriebe e.V.“ verwiesen – ein Fokusthema in der landesweiten Förderung. Der gute Rat brachte – gepaart mit viel Energie und Durchhaltevermögen – den Durchbruch. Durch die engagierte Gründungsberatung und die Förderung über ein Mikrodarlehen sowie Mittel aus dem Frankfurter Gründerfonds konnte Valentina Lorente ihren Traum verwirklichen. „Geholfen hat mir nicht nur die prakti-

Simon Schmidt und sein Vater Karlheinz Schmidt, die Gründer von OPTOcomm

sche Unterstützung durch die Förderangebote, sondern auch, dass an meine Idee geglaubt wurde.“ Der Erfolg der talentierten Unternehmerin gibt allen Beteiligten recht: Im ersten Jahr konnte Valentina Lorente ihren Umsatz bereits verdreifachen – und wurde für den Frankfurter Gründerpreis vorgeschlagen. Wie weitreichend die positiven Folgen einer solchen Auszeichnung sein können, wissen die Gründer Simon und Karlheinz Schmidt: Für ein auf Nanotech-

nologie basierendes Reparaturverfahren in der Schienentechnik, mit dem die staatlich subventionierten Instandhaltungskosten der Bahnschieneninfrastruktur deutlich gesenkt werden können, wurde ihr junges Unternehmen OPTOcomm 2017 mit dem Hessischen Gründerpreis in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ geehrt. Schon in der Phase der Vorauswahl profitierten Vater und Sohn vom professionellen Coaching durch die Unternehmensberater der KPMG, das

beiden Gründern ein Netzwerk nicht nur aus Gleichgesinnten, sondern mit Kontakten auf politischer Ebene. „In Hessen mit unserem Produkt überzeugt zu haben, das sich ja auch für andere Bundesländer beziehungsweise Landesbahnen eignet, hat für uns eine große Bedeutung. Die Außenwirkungen haben wir vorher unterschätzt“, berichtet Simon Schmidt. Den Erfolg ihres ehemaligen Mitarbeiters habe auch die Deutsche Bahn positiv aufgenommen. Für die spezielle Unternehmens-

gründung der Schmidts ist der Standdort in Deutschlands Mitte perfekt: Mit Frankfurt als Sitz der DB und der hessischen Landesbahn sowie dem Verkehrsknotenpunkt im RheinMain-Gebiet bietet die Region hervorragende Möglichkeiten der Vernetzung mit potentiellen Kunden. Text: Ulrike Christoforidis ONLINE – ARTIKEL

ONLINE INTERVIEW

#IMLÄNDLE AUF ANALYSEDEUTSCHLAND.DE DEIN ZUHAUSE IM NETZ: #IMLÄNDLE

Im Januar 2016 erblickte der Lifestyle-Blog #imländle das Licht der Online-Welt. Petra Nann (36) schreibt darin über ihre persönlichen Erfahrungen, Erlebnisse und alles, was die Region bewegt. Aus dem Hobby wurde erst eine Nebentätigkeit, im Februar 2017 kam es dank der Unterstützung des Wirtschaftsprüfers und Steuerberaters Ralph Setzer zur Gründung der #imländle GmbH. Voraussichtlich Ende 2017 soll das Startup profitabel sein. Frau Nann, wie ist die Idee für Ihren Blog entstanden? Petra Nann: Aus einer Sofalaune heraus. Das Schreiben machte

mir schon immer sehr viel Spaß. Es gibt so viele Schätze, die die Heimat eines jeden wertvoll machen. Über unsere und viel mehr berichte ich auf meinem Blog. Wie ging es vom ersten Blogein-

trag an weiter? Petra Nann: Pro Woche veröffentlichte ich zwei bis drei Artikel. Weitere Blogartikel lieferten Schriftsteller, Journalisten und Hobby-Autoren. Die Leserschaft und der Lesestoff stiegen rasch. Nach nur drei Monaten fragten die ersten Unternehmen an, ob ich über sie berichten könnte. Nebst Text-, Bild- und Audiostehen Videoproduktionen im Fokus. Seit November 2016 bin ich mit #imländle regelmäßig bei Radio Neckaralb Live mit einer eigenen Sendung zu hören.

Was hatte der schnelle Erfolg des

Blogs zur Folge? Petra Nann: Ich fing an, davon zu träumen, mit meiner Leidenschaft meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Über eine Veranstaltung des Vereins „Freiraum Balingen kreativ“ bekam ich dann Kontakt zu Ralph Setzer von der Kanzlei PKF WULF EGERMANN, der bundesweit viele Startups in finanziellen und steuerlichen Belangen berät.

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Frische Ideen für den Fortschritt

In Hessen finden Gründer den passenden Nährboden, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen und aus durchdachten Konzepten erfolgreiche Geschäfte zu machen.

Sie sorgen für Innovation und Wettbewerb, erneuern Märkte und schaffen Arbeitsplätze. Gründungen sind wie eine Frischzellenkur für die Wirtschaft. Hessen, das Bundesland in der deutschen Mitte und dem Herzen Europas, fördert unternehmerische Innovationen in allen Branchen mit vielfältigen Angeboten, um Fortschritt und Wachstum den Weg zu ebnen. Mit Erfolg: mit 8,1 Neugründungen pro 1000 Einwohnern liegt Hessen deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt.* Wer sich hier mit seinem Geschäftsmodell auf eigene Füße stellen möchte, findet maßgeschneiderte Unterstützung: Individuelle Gründungsberatungen, die insbesondere von der RKW Hessen GmbH, dem Handelsverband und oder dem Institut für Freie Berufe angeboten werden, sprechen klassische Gründer ebenso wie Start-ups in allen Phasen der Gründung an. Das Team des RKW bietet an verschiedenen Standorten im ganzen Bundesland Sprechtage für Unternehmer/innen und Existenzgründer/innen. Die hessenweiten Gründungsberatungen sowie weitere zahlreiche Projekte und Initiativen im Bereich der Existenzgründung werden durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung gefördert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Förderung des Unternehmerinnentums. Hierfür wurde eigens eine Koordinierungsstelle Frauen &Wirtschaft bei jumpp – Frauenbetriebe e.V. eingerichtet. Einerseits werden Frauen hier für die Chancen und Perspektiven der Selbstständigkeit sensibilisiert und ihr Weg in die Selbstständigkeit geebnet. Andererseits geht es dem Land darum, die ökonomischen Potenziale von Frauen für den Wirtschaftsstandort Hessen zu erschließen. Wertvolle Kontakte knüpfen angehende Unternehmer auf Netzwerk-Events, die branchenübergreifend Mentoren, Investoren oder Kooperationspartner an einen Tisch mit * Hessen Trade & Invest GmbH

den Start-ups bringen. Wettbewerbe richten das öffentliche Augenmerk auf die Exzellenz der hessischen Existenzgründer. Die ausgezeichneten Geschäftsmodelle, die zum Beispiel beim Gründerpreis Hessen – gefördert vom Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung – im Fokus stehen, motivieren andere. Die Unternehmer hinter den prämierten Ideen profitieren von Anerkennung, Öffentlichkeit und den Begegnungen im Rahmen des Auswahlverfahrens und der Preisvergabe. Auch um etablierte Betriebe und potentielle Nachfolger zusammenzubringen und den Fortbestand zum Beispiel von Familienunternehmen zu sichern, gibt es spezielle Veranstaltungen. Für das gründungsfreundliche Klima im ganzen Bundesland sprechen eindeutig die 37 Technologieund Gründerzentren, in denen innovative Ideen Starthilfe erhalten. Mit dem Frankfurter Tech Quartier wurde dabei ein wichtiger Schritt gemacht, um die Rhein-Main-Region zu einem international bedeutenden Start-up-Zentrum zu entwickeln.

Investitionen in Gründer – Investitionen in die Zukunft Ein sorgfältig aufgesetztes Businessmodell und unternehmerischer Biss sind ein Teil des Mixes, den Gründer für ihren geschäftlichen Erfolg mitbringen müssen. Alles entscheidend ist oft jedoch die Finanzierung: Über die WIBank haben Gründer und Gründungswillige Zugang zu Angeboten, die vom Land Hessen unterstützt werden – in verschiedenen Größenordnungen und bedarfsgerecht angepasst. Bis zu zwei Millionen Euro können für die Dauer von fünf, zehn oder 20 Jahren über die Gründungs- und Wachstumsfinanzierung zu einem festen Sollzins zur Verfügung gestellt werden. Der Innovationskredit ermöglicht einen Spielraum zwischen 100.000 und 7,5 Millionen Euro mit 70%iger Haftungsfreistellung für die Hausbank, während sich das

Hessen-Mikrodarlehen an jene Unternehmer richtet, denen eine erheblich kleinere Summe zur Verwirklichung ihrer Idee ausreicht. Stille oder offene Beteiligungen bieten zusätzliche Optionen, um neue Produkte, neue Services, neue Geschäftsmodelle auf den Weg zu bringen. Auch aus logistischer Sicht kann Hessen für Gründer punkten: Der Flughafen Frankfurt verbindet Deutschland mit der ganzen Welt. Jede europäische Wirtschaftsmetropole ist von Frankfurt aus in nur ein oder zwei Stunden Flugzeit zu erreichen. Ob in London oder Sankt Petersburg: Kunden, Partner und Lieferanten sind nie weit entfernt – und kommen dank der Messe Frankfurt zudem regelmäßig in die Stadt. In Hessen ist attraktiver Nahverkehr ein Markenzeichen. Und von Frankfurt aus ist man mit ICE und TGV genauso schnell in Paris wie in Berlin. Autobahnen und schnelle Datennetze verbinden das Bundesland in alle Himmelsrichtungen: Perfekte Bedingungen für Kooperationen mit europäischen Partnern, Lieferprozesse und Handelswege in alle Welt. Die wichtigsten Infos für Existenzgründer hat das Hessische Wirtschaftsministerium unter existenzgruendung.hessen.de gebündelt. Eine Übersicht über finanzielle Fördermöglichkeiten finden Sie unter www.wibank.de/wibank/gruender-unternehmen oder www.vernetzen.hessen.de/die-starthelfer


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VERANSTALTUNG – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

ERFOLG FÜR GRÜNDER DER NOAH-CONFERENCE Der Kapitalmarkt trifft auf junge und frische Unternehmen mit spannenden Ideen. Das ist das Prinzip der „NOAH-Conference“. Am 6. und 7. Juni treffen sich in Berlin 4000 CEOs, Investoren und digitale Dienstleister

digital ist. Zum Beispiel wählen wir immer noch wie im Jahr 1950. In vielen Ländern gehen auch die Staatschefs zu den großen Konferenzen. In Deutschland ist das leider noch nicht der Fall.

Die Idee zu dieser Konferenz der

der? Jan: Israel hat beispielsweise seit vielen Jahren ein Programm, das Gründern aus Staatskassen Darlehen anbietet. Der Prozess ist unkompliziert, unbürokratisch und großzügig. Sofern der Gründer mit seiner Idee keinen Erfolg hat, muss das Darlehen nicht zurückgezahlt werden. Heute ist Israel das mit Abstand innovativste Land im digitalen Markt. Ungefähr 30 % der Bevölkerung arbeiten in einem Startup oder einem etablierten Online-Konzern. Es überrascht mich schon, dass wir in Deutschland keine öffentliche Debatte darüber haben. In den letzten zehn Jahren hat sich hier wenig bis gar nichts getan.

Superlative wurde aus einer Pleite geboren. Die beiden Gründer Marco Rodzynek und Jan Brandes wurden durch die Pleite von Lehman Brothers gezwungen, etwas ganz Neues auf die Beine zu stellen. Jan Brandes: Die Idee zur Veranstaltung ist aus einem konkreten Bedarf heraus entstanden. Damals – das ist nun auch schon wieder neun Jahre her – gab es keine nennenswerte Veranstaltung oder Plattform, auf der sich Unternehmen vielen potenziellen Investoren gleichzeitig vorstellen konnten. Also wollten wir explizit Gründer mit Investoren zusammenbringen. Marco Rodzynek: Wir haben dieses Jahr beispielsweise unge-

„Wir stärken das digitale Ökosystem in Europa.“

Wie machen es die anderen Län-

Jan Brandes und Marco Rodzynek, Veranstalter der NOAH-Conference

fähr 50 Unicorns auf der Bühne, mehr als dreimal so viel wie jede andere Konferenz. Bei uns sitzen Entscheider im Publikum, die auf anderen Veranstaltungen Vorträge halten. Welche Bedeutung haben Startups

für die deutsche Wirtschaft? Jan: Gründer haben letztes Jahr so viel Kapital erhalten wie nie zuvor – insgesamt wohl 4,3 Milliarden Euro. Das heißt, die jungen Unternehmen sind in der Lage, zu investieren und Mitarbeiter einzustellen. Als Arbeitgeber wächst also ihre Bedeutung merklich. Zum anderen braucht die deutsche Wirtschaft Treiber für Innovation, die eine positive Entwicklung in die Zukunft garantieren. Marco: Auch was Möglichkei-

ten der Digitalisierung angeht, liefern Startups wichtige Impulse und ebnen den Weg ins digitale Zeitalter. Jedes etablierte Unternehmen muss ein wenig zum Startup werden, um in der heutigen Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Aus diesem Grund werden wir auch von den größten und etabliertesten Unternehmen besucht. „Die Höhle der Löwen“ und

„Startup“ bei SAT.1 sehen das als Entertainment – hilfreich für Gründer oder ein Gimmick? Marco: Wenn man es als Einstieg betrachtet, ist es bestimmt hilfreich. Am besten lässt sich bekanntlich von den Fehlern der anderen lernen. Das allein reicht allerdings nicht aus. Um wirklich etwas zu erreichen, muss man

näher an die Wissensquellen heran und tiefer in die Materie eindringen. Es lohnt sich der Austausch mit Gleichgesinnten und Experten, die Erfahrung damit haben, wie man am besten Kapital bekommt. Plattformen wie unsere Konferenz liefern hier das Know-how. Werden junge Gründer in Deutsch-

land wirklich gut vom Staat gefördert und unterstützt? Marco: Es ist schwer zu definieren, was der Staat für Gründer wirklich tut. Es gibt zwar ein paar öffentliche Förderprogramme, die ich sehr schätze, aber es ist sehr bürokratisch und ein Full-TimeJob, diese Gelder am Ende auch zu erhalten. Die Prozesse werden dadurch erschwert, dass unser öffentliches Leben noch nicht

Text: Jörg Wernien

FAKTEN Auf der NOAH in Berlin treffen Startups auf alteingesessene Industriekonzerne und führende Internet-Investoren. Über 200 CEOs präsentieren Ihre Unternehmen. Sie alle tauschen sich aus und profitieren voneinander. ONLINE – INTERVEW

Foto: Vern Evans Photo

ONLINE INTERVIEW

ELON MUSK AUF ANALYSEDEUTSCHLAND.DE WIR MÜSSEN KÜNSTLICHE INTELLIGENZ UNBEDINGT BEHERRSCHEN, SONST WIRD SIE UNS BEHERRSCHEN

Elon Musk ist einer der innovativsten Erfinder der Welt. Deshalb erkennt er auch, wohin sich KI – ganz ohne unser Zutun – entwickeln könnte. Mit Tesla hat Technologie-Ass Elon Musk geschafft, was andere Autobauer seit langem erfolglos versuchen: E-Mobility sexy zu machen. Für die massentaugliche und trotzdem schnittige, nur etwa 35 000 Dollar teure Variante des brandneuen Model 3 trafen bei Tesla bereits 400 000 Vorbestellungen ein und nun kommt

das Unternehmen kaum mit der Auslieferung hinterher. So super ist Tesla? Dann macht man es gleich noch besser und entwickelt für seine Kunden einen eigenen Musik-Streamingdienst, der via Internet in die Fahrzeuge integriert werden könnte. „Technologie verbessert sich nur

dann, wenn ‚smarte Menschen‘ wie die Irren arbeiten“, erklärt der Tesla-Geschäftsführer, der als Umsatzziel das Erreichen der magischen 500 000-Stück-Grenze im kommenden Jahr nennt. „Teslas Mission ist es, die weltweite Umstellung auf nachhaltige Energie zu beschleunigen.“ Um den Stromverbrauch zusätzlich zu reduzieren, wurden in die Fahrzeuge Smart Microgrids eingebaut, eine intelligente Steue-

rung zum Verbrauch elektrischer Energie – ganz automatisch, ohne dass der Fahrer etwas davon mitbekommt. Elektrische Fahrzeuge liegen den Tech-Milliardär auch deshalb so am Herzen, weil er überzeugt davon ist, sie in absehbarer Zeit auf dem Mars fahren zu lassen. „Über kurz oder lang könnte die Erde für Menschen unbewohnbar werden“, erklärt er seine Mission.

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BDO: Beratung aus einer Hand für Unternehmensgründer „Als Start-up-Unternehmer befinde ich mich fast immer unter dem Druck, einerseits kreativ an meiner Geschäftsidee arbeiten zu müssen, andererseits mich um Finanzierungen und gesetzliche Auflagen zu kümmern“, erklärt ein junger Unternehmensgründer seine Situation. „Manchmal fühle ich mich, wie ein Jongleur, der mindestens zehn Orangen gleichzeitig in der Luft halten muss“. Die Situation junger Unternehmer und Unternehmen kennt man im Start-up Team der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft BDO ganz genau und so kann man jungen Start-ups tatkräftig unter die Arme greifen.

Martin Studier, Start-up-Experte im Corporate Finance Bereich bei BDO

Jan Odewald, Partner, Corporate Finance

Interessant werden die Dienstleistungen von BDO insbesondere für Start-ups, die sich im Übergang von der klassischen Start-up-Phase in die Wachstumsphase befinden. Meistens produzieren diese Unternehmen noch keine positiven Cashflows, weswegen an dieser Stelle die entsprechenden Kapitalgeber gesucht werden, die bereit sind, größere Beträge gegen Anteile in das Unternehmen zu investieren.

machen. Kapitalgeber unterstützen wir wiederum bei ihren Investitionsentscheidungen mit unserem Pre Investment Health Check, einer vorgelagerten Sonderform einer Financial Due Diligence, die speziell auf junge Wachstumsunternehmen zugeschnitten ist. Im Fokus steht die Beurteilung der Datenqualität, des Finanz- und Rechnungswesens und der internen Kontrollsysteme“, erläutert Martin Studier, Start-up-Experte im Corporate Finance Bereich bei BDO, der sich zusammen mit Corporate Finance-Partner Jan Odewald um die Anliegen der jungen Unternehmerpersönlichkeiten und Venture-Capital-Gesellschaften kümmert.

vielen Märkten hinzugezogen werden. Energiewirtschaft, Handel- und Konsumgüter, Banken und Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Technologie und Medien, Entertainment und Telekommunikation sind nur einige Branchencenter, in denen ein bereichsübergreifender Full Service geboten werden kann.

Tools

Beratung aus einer Hand

Hier kommen die Experten von BDO ins Spiel, die bspw. im Rahmen eines Pre Investment Health Checks unterstützen, die Finanzdaten junger Wachstumsunternehmen, die ihrem frühen Stadium entsprechend und prioritätsbedingt zumeist nur bedingt verlässlich und aussagekräftig sind, aufzubereiten. Dies erfolgt mit dem Ziel, dass sie belastbar und von den Fachleuten der Finanzbranche auch schnell und unkompliziert lesbar sind und erst damit durch diese nachvollziehbar gewürdigt werden können.

Doch nicht nur Unternehmenskennzahlen & Co. können bei Gründern für Fragen sorgen. Auch für die juristische Ausgestaltung des Geschäfts von Start-ups braucht es häufig einen Sparringspartner. Hier bringen Jan Odewald und sein Team die Kollegen von BDO Legal ins Spiel: Rechtsanwälte der unterschiedlichen Disziplinen des Wirtschaftsrechts beraten Start-ups z. B. bei der Vertragsgestaltung in Finanzierungsrunden, bei der Erstellung von Arbeitsverträgen oder der Sicherung von Marken- und Patentrechten. Ein lohnendes Investment: Denn rechtliche Versäumnisse in der Gründungsphase lassen sich nicht immer zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen. Vergleichbares gilt für steuerliche Themen, um die sich die BDO-Steuerberater kümmern, damit die Beratung aus einer Hand von Anfang gewährleistet wird.

Dabei soll ihnen nicht nur strategisch (finanzseitig, steuerlich), sondern auch rechtlich zur Seite gestanden werden.

Wissen, worauf es ankommt Häufig ist es nämlich der Mangel und die Qualität der Managementinformationen junger Unternehmen, die die Wachstumsfinanzierung, unabhängig ob bei der Hausbank oder bei externen Kapitalgebern, hemmen. „Bei jungen Unternehmen sind oftmals umfangreiche Anpassungen bei der Darstellung der Finanzdaten erforderlich, um zu stabilen, aussagekräftigen Kennzahlen zu gelangen. Hierbei stehen wir ihnen zur Seite, um sie für den Prozess einer Kapitalaufnahme fit zu

Wie erfolgreich die Spezialisten von BDO gerade wieder waren, zeigt das jüngste Beispiel von Anfang diesen Jahres: Hier hat das Beratungsunternehmen den Londoner Venture Capital Investor Felix Capital bei einer 8,5 Millionen US-Dollar Serie A Finanzierungsrunde in die Lifestyle Plattform Highsnobiety finanzwirtschaftlich und steuerlich beraten.

Weitere Informationen: www.bdo.de

Ihr direkter Kontakt:

Marktkompetenz Hinzu kommt: Die Start-up Beratung von BDO ist so aufgestellt, dass aufgrund der Matrixorganisation des Beratungsunternehmens, Spezialisten zu

BDO zählt mit über 1.900 Mitarbeitern an 26 Standorten zu den führenden Gesellschaften für Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Dienstleistungen, Steuerberatung und wirtschaftsrechtliche Beratung sowie Advisory Services in Deutschland. Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist Gründungsmitglied von BDO International (1963), der mit heute fast 74.000 Mitarbeitern in 162 Ländern einzigen weltweit tätigen Prüfungs- und Beratungsorganisation mit europäischen Wurzeln.

Martin Studier BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft / Corporate Finance martin.studier@bdo.de

Julia Dönch BDO Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH julia.doench@bdolegal.de


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TREND – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

VR-EXPERIENCES VOM FEINSTEN In welchen Bereichen war bei der Firmen-

gründung von Soulpix Hilfe von außen am nötigsten und zielführendsten? Die Firmengründung haben wir ohne Hilfe von außen realisiert. Bei unserem aktuellen Projekt, dem Virtual-Reality-Spiel „Eden-Tomorrow“ für Sonys Playstation VR, hatten wir das Glück, eine Prototypen-Förderung der Nordmedia zu bekommen. Ohne diesen spielbaren Prototypen wäre es wahrscheinlich nicht möglich gewesen, eine entsprechende Aufmerksamkeit zu generieren.

WETTBEWERBSSCREENING IST ZU EMPFEHLEN Florian Wenk ist Geschäftsführer des in Hannover-Langenhagen ansässigen Startups „Visionme“, einem Spezialisten für Visual and Augmented Reality.

lichkeiten von Virtual Reality machen und VR-Technologie auf ihre Produkte adaptieren.

Wo brauchten Sie bei der Firmengrün-

sentlichen an? Aktuell sprechen wir vor allem zwei Kundenkreise an. Einmal sind das Interior-Hersteller, sprich Produzenten von Boden-, Wand-, Decken- und Oberflächenmaterialien. Wir erweitern deren Showrooms um die Virtual-Reality-Technologie! Das heißt, man kann beispielsweise Parkett aller Art in Echtzeit verlegen und aus allen denkbaren Verlegemustern wählen. Andererseits sind das Messebau-Unternehmen, die Messestände weltweit anbieten. Durch unsere VR-Multi-User-Anbindung können weit entfernte Kunden die geplanten Messepräsenzen zusammen virtuell besuchen, die Planungen durchsprechen und verbessern.

dung von Visionme die meiste Unterstützung? Unterstützung von außen haben wir hauptsächlich durch die Wirtschaftsförderung in der niedersächsischen Landeshauptstadt erfahren. Vor allem bei der Erstellung des Businessplans bekamen wir einen neutralen Fachmann als Sparringspartner zur Seite gestellt, der den nötigen professionellen Abstand zu unserem Vorhaben hatte, um unsere Ideen, Pläne und Ziele durchzuspielen, kritisch zu hinterfragen und letztendlich noch weiterzuentwickeln. Dieser intensive Austausch hat uns geholfen, unser Geschäftsmodell zu schärfen und uns ebenso dazu ermutigt, uns auf das Exist Gründungstipendium zu bewerben, das wir dann Ende letzten Jahres bewilligt bekamen. Was war zu Beginn ein prägendes Motiv

zur Profilierung? Wir haben von vornherein auf intuitive Bedienkonzepte und eine möglichst realitätsnahe Darstellung der VR-Umgebungen gesetzt. Zusätzlich haben wir eine Multi-User-Anbindung für alle unsere VR-Anwendungen entwickelt und waren immer plattformunabhängig unterwegs, um unterschiedlichste VR-Hardware bespielen zu können. So konnten sich unsere Kunden stets ein umfassendes Bild der Einsatzmög-

Welchen Kundenkreis sprechen Sie im We-

Wie groß ist die Konkurrenz in Ihrer

Branche? Wir waren überrascht, wie viele VR-Startups sich mit ähnlichen Problemstellungen befassen. Ein umfangreiches Wettbewerbsscreening vor Gründung einer VR-Unternehmung ist also sehr zu empfehlen. Welche Standortvorteile hat Hannover für

Ihre Branche? Die direkte Anbindung zu Messen wie der CeBIT, der Hannover Messe oder der DOMOTEX ist für uns ideal zur Neukundengewinnung und zum Netzwerken. Text: Helmut Peters

Wie kann man sich als Neugründer in der

VR-Branche am besten ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten? Wie haben Sie es ganz individuell getan? Man sollte sich auf das konzentrieren, was man am besten kann. In unserem Fall ist es so, dass wir schon diverse 3-D Modelle und Animationen für TV und Kino erstellt hatten. Dadurch waren wir in der Lage, in kurzer Zeit visuell hochwertigen Content zu erstellen, sowohl im Spielesektor als auch im industriellen Bereich. Dafür mussten wir im Bereich der Programmierung einiges dazulernen. Welche Gefahren lauern in Ihrer Branche

besonders? Die Tatsache, dass der VR Consumer Markt noch klein ist und es – außerhalb von speziellen Virtual-Reality-Anwendungen für die Industrie – wirklich schwer ist, kostendeckend zu arbeiten. Dadurch, dass es tatsächlich Neuland ist, muss man auch viel mehr testen und die

gesamte Produktion ist um ein Vielfaches aufwendiger als eine Nicht-VR-Anwendung. Welche Methoden sind beim Akquirieren

von Neukunden am besten? Nicht lange reden, VR-Brille aufsetzen und los – erst dann verstehen „VR-Virgins“, welche Kraft dieses Medium wirklich hat. Bei größeren Kunden-Pitches kann es sinnvoll sein, dem Kunden schon etwas von seinem Produkt in Virtual Reality zu zeigen, was natürlich viel aufwendiger ist als eine Powerpoint-Präsentation. Warum hat sich der Raum Hannover zu

einem solchen Zentrum für die VR-Branche entwickelt? Es gibt in Hannover viele kleine Studios, die schnell erkannt haben, welches Potenzial in der virtuellen Realität liegt. Darüber hinaus gab es schon sehr früh eine Veranstaltungsreihe namens „HANNOVR“. Die VR-Szene in Hannover ist dadurch gut vernetzt und die Wege sind kurz. Das macht vieles einfacher – auch in Zeiten virtueller Telepräsenz. Planen Sie Innovationen, die Soulpix noch

konkurrenzfähiger machen würden? Jede VR-Experience, die wir erschaffen, hat völlig neue Anforderungen an unser Team. Es sind bisher immer neue Themen, in die wir uns einarbeiten, um dann die optimale Umsetzung in der virtuellen Realität zu finden, die auch für den Kunden bezahlbar bleibt. Das ist teilweise schon innovativ, da es sich ja um ein sehr neues Medium handelt und man oft eben nicht sagen kann „Gucken wir mal, wie das jemand anderes bereits gelöst hat“. Text: Helmut Peters

Foto: Florian Wenk

Frank Sennholz ist Gründer des Startups „Soulpix“, das 3D-Animationsfilme vom Commercial bis zum Featurefilm produziert. Mit animiertem Entertainment hat er neue Kundenkreise erobert.


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INSPIRATION – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

EINMAL UNTERNEHMER – IMMER UNTERNEHMER Mit smapOne hat Sven Zuschlag in Hannover ein Erfolgsunternehmen gegründet. Voraussetzungen waren eine zündende Idee und gute Hilfe von außen.

zahlreiche Fallstricke, die Gründer leicht übersehen. Da braucht es eben echte Experten, die sich für das werdende Unternehmen engagiert einsetzen. Ebenso läuft nichts ohne finanzielle Unterstützung in der Aufbauphase. Beides fanden die Macher von smapOne in Hannover.

Wenn Sven Zuschlag heute auf

die Zeit zurückblickt, bevor er sein Startup gegründet hat, so ist ihm ein Grund für den Erfolg seines jungen Unternehmens klar: „Das muss einfacher gehen. Wir haben uns den Bedarf am Markt nach mobilen digitalen Lösungen angeschaut und ein einfaches Modell gebaut, das die Kunden schnell nutzen können.“ Zuschlag arbeitete damals als Manager bei Microsoft, sein Geschäftspartner Thomas Schwarz ebenfalls als VP bei einem großen Unternehmen. Beide hatten keine Lust mehr auf das Dasein als Angestellte, und so entschlossen sie sich, gemeinsam etwas Eigenes zu machen. Klar war ihnen, dass es etwas sein musste, dass es noch nicht gab. Und so gründeten sie smapOne. Im Prinzip leistet smapOne Hilfe

zur Selbsthilfe für Unternehmen, die sich digitalisieren wollen. Und zwar mit möglichst wenig Aufwand und möglichst preiswert. „Unsere Kunden wollen analoge Prozesse in digitale umwandeln. Wir haben dafür eine Art Lego-Baukasten entwickelt, mit dem das denkbar einfach

Viel Lob hat Zuschlag auch für

Sven Zuschlag, CEO smapOne

funktioniert“, sagt Zuschlag. Mit smapOne brauche man dazu statt der üblichen 18 Wochen nur 30 Minuten für eine App und könne die Kosten um bis zu 80 Prozent senken. Die Kunden kommen dabei aus allen Bereichen der Wirtschaft. Große Unternehmen gehören ebenso dazu wie Handwerkerbetriebe oder Monteure.

lich stabiles und steiles Wachstum und verdreifachen unsere Nutzerzahlen alle sechs Monate“, freut sich Zuschlag. Inzwischen arbeiten 26 Mitarbeiter für das Unternehmen. Und die beiden Firmengründer sind voll auf weiteres Wachstum ausgerichtet: „Mittelfristig wollen wir auf 60 Angestellte kommen.“

Gegründet haben Zuschlag und

Doch natürlich wäre die Gründung

Schwarz ihr Unternehmen 2014. Ende des folgenden Jahres ging smapOne dann an den Start. Das Startup wurde schnell zu einem echten Erfolgsmodell. „Wir haben im Moment ein unglaub-

von smapOne nicht ohne Hilfe von außen möglich gewesen. „Die Hilfe von Experten war unbedingt notwendig“, ist sich Zuschlag bewusst. Denn bei der Gründung eines Startups gibt es

den Standort. „Für uns ist es hier optimal“, schwärmt er von der niedersächsischen Landeshauptstadt. Hannover sei nicht so überlaufen wie Berlin oder München, biete aber dennoch hervorragende Netzwerke, auf die ein junges Unternehmen kaum verzichten kann. Das Recruitment junger Fachkräfte funktioniere ebenfalls gut. Und schließlich sei es ein großer Vorteil, am Standort der CEBIT zu sein – immerhin die größte Computermesse der Welt. Seinen Schritt in die Selbstständig-

keit bereut der heute 42-jährige Sven Zuschlag nicht: „Ich arbeite zwar so viel wie niemals zuvor in meinem Leben. Aber meine Arbeit ist heute selbstbestimmt und hat eine ganz andere Qualität als früher.“ Zudem seien die Entscheidungswege kurz. Für Sven Zuschlag jedenfalls ist klar: „Einmal Unternehmer – immer Unternehmer.“

Text: Armin Fuhrer

FRAGEN AN NIKLAS VELTKAMP Foto: Bitkom

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Niklas Veltkamp, Mitglied der Geschäftsleitung Startups & Digitale Transformation beim Digitalverband Bitkom

Die Bundesrepublik hat Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung und berief nun gar eine Staatsministerin für Digitalisierung. Was sind aus Sicht der Bitkom derzeit die größten Herausforderungen? Wir sind traditionell stark in der Forschung, auch bei neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck oder Blockchain. Aber es hapert daran, diese hierzulande in marktfähige Unternehmen zu überführen.

Womit können Sie als Bitkom die Startups am besten unterstützen? Bitkom bringt nicht nur Startups mit anderen Startups zusammen und macht sich politisch für sie stark, sondern vernetzt Startups auch mit Mittelständlern und Global Playern. Das ist, was viele Gründer brauchen: Kontakt zu Kooperationspartnern – und möglicherweise auch ersten Kunden, Vertriebspartnern oder strategischen Investoren.

Warum sind Startups mit dem Gründerstandort Deutschland grundsätzlich überwiegend zufrieden? Auch wenn wir gern sehr selbstkritisch sind: Deutschland hat im internationalen Vergleich eine hervorragende Infrastruktur, gut ausgebildete Fachkräfte und gerade im B2B-Bereich einen exzellenten Absatzmarkt. Nachholbedarf besteht aber vor allem im Bildungsbereich, damit das auch so bleibt! ANZEIGE

Wenn Sie als kleines oder mittleres Unternehmen Kapitalengpässe überwinden und Wachstumschancen jetzt und für die Zukunft optimal nutzen wollen, kann die Bereitstellung von Beteiligungskapital über NBeteiligung die richtige Förderung sein. Mit Hilfe von NBeteiligung können Sie das Wachstumspotenzial Ihres Unternehmens nutzen und Beschäftigung generieren. Weitere Informationen finden Sie unter: www.nbank.de

Georg Henze

Meine Aufgaben: Leiter Beteiligungen bei der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen Geschäftsführer der Kapitalbeteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH Mein Ziel: Beteiligungen als ein marktkonformes und unterstützendes Instrument in der Finanzierungslandschaft zu etablieren. Beteiligungskapital ist kein ersetzendes sondern ein ergänzendes Finanzierungsinstrument. Mein Motto: Um gestalten zu können, muss man Teil der Lösung sein.

Marcel Vonnahme

Meine Aufgaben: Aufbau und Etablierung eines VC-Netzwerks in Niedersachsen; proaktive Entwicklung des Dealflows entlang Investmentfokus und Kompetenzen; Strukturierung von Finanzierungsrunden unter Einbindung externer Investoren inkl. Vertragsverhandlungen, Einbringen von Erfahrungen bei der strategischen Portfolioentwicklung und der nachhaltigen Wertsteigerung einzelner Beteiligungen, Exit-Strukturierung. Mein Ziel: Die NKB dauerhaft als überdurchschnittlich erfolgreiche und führende Beteiligungsgesellschaft in Niedersachsen aufzubauen. Mein Motto: Der Ziellose erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste gestaltet es. Dabei ist wichtig, dass man am Ende mehr Dinge richtig als falsch gemacht hat.

Stefan Lenz

Meine Aufgaben: Betreuung von Beteiligungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg, z. B. • Akquise von Beteiligungsprojekten • Prüfung und Bewertung der Projekte • Strukturierung und Verhandlung von Finanzierungsrunden • Suche nach Exit-Kandidaten, Anbahnung von Gesprächen Mein Ziel: Qualifizierter „Sparrings-Partner“ der Unternehmen zu sein. Mein Motto: „Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen.“ (Henry Ford).

Klaus Tönnesmann

Meine Aufgaben: Beteiligungen über den gesamten Unternehmensgeschichte begleiten: • Strukturierung und Umsetzung von Finanzierungsrunden • Suche nach Exit-Kandidaten finden und Gespräche anbahnen • Projektbewertung Mein Ziel: Mit Beteiligungskapital Unternehmen in Niedersachsen zum Erfolg führen. Mein Motto: Die besten Investments sind, die schlechten , die man nicht gemacht hat.


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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – RATGEBER 19 ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

TIPPS FÜR JUNGE GRÜNDER l be Kei Foto: Kim

Verena Pausder, Founder und CEO Fox and Sheep LEIDENSCHAFT, INNOVATION, FLEISS Mein Rat ist, Unternehmen nicht am Reißbrett zu entwickeln. Klar kann man analysieren, wo es große Märkte gibt, die noch nicht disrupted sind, wo es Geschäftsmodelle gibt, die sich noch zu kopieren lohnen. Dann schafft man theoretisch eine gute Gründung, steht aber menschlich gar nicht dahinter. Bei vielen Gründungen vermisse ich Leidenschaft – meine Empfehlung ist aber, in einem Bereich zu gründen, der einen wirklich interessiert, in dem man Erfahrung hat und

Lin Kayser, Founder und CEO von Hyperganic MUT, LEIDENSCHAFT UND VOLLER EINSATZ Eines der größten Probleme für junge Gründer liegt darin herauszufinden, womit sie sich im Leben eigentlich beschäftigen wollen. Viele Gründer legen eine große Hektik an den Tag und möchten unbedingt ganz schnell erfolgreich sein – und dazu gibt es überhaupt keinen Grund. Gerade als junger Mensch kann man in so viele Themenfelder hineinschnuppern und hat auch noch nicht den großen finanziellen Druck. Man soll, ja man muss Dinge ausprobieren, wenn man jung ist. Und

seine Stärken einbringen kann. Bei einer Gründung sollte es außerdem im Idealfall um echte Innovation gehen. Es wird viel von einem eigenen Bedürfnis ausgehend gegründet. Das ist häufig weder innovativ noch besonders schlau oder technisch ausgefeilt. Wir brauchen mehr Anspruch ans Gründen, denn es ist kein Selbstzweck, sondern harte Arbeit. Es geht darum, ein Produkt oder einen Markt zu kreieren, den es in dieser Form noch nicht gibt. Die größte Gefahr ist, sich im Gründen zu verlieren, von einer Netzwerkveranstaltung zur nächsten zu hetzen und zu denken, dass dauernder Austausch der Weg zum Erfolg sei. Am Ende entscheiden die ersten sechs Monate über Erfolg oder Misserfolg. Kriegt man da die PS auf die Straße, baut man da etwas, das Investoren interessiert, kriegt man Geld, um es groß zu machen? Ist man die ersten sechs Monate zu sehr mit sich selbst beschäftigt, mit dem Drucken von Visitenkarten und dem Einrichten seines Büros, dann wird es nicht funktionieren. Kurz: Fokus aufs Produkt, Kopf runter, hart arbeiten.

sich ernsthaft fragen: Welche Themen interessieren mich im Alltag wirklich? Was verschafft mir Befriedigung? Worauf kann ich rückblickend stolz sein? Erkennt man seine Passion, dann können ganz tolle Dinge passieren. Man kann aber auch schnell jahrelang relativ uninspiriert vor sich hin schuften. Ich bemerke auch, dass viele junge Gründer recht klein denken, da wird dann eben die hundertfünfzigste Fitness-App entwickelt. Wo bleibt der Mut für größere Themen, für Dinge, die andere für ein bisschen verrückt halten? Meiner Erfahrung nach kostet es genauso viel Energie, ein großes Thema aktiv zu gestalten, wie einen kleinen Teilaspekt davon. Es ist immer sehr viel Arbeit, tagsüber und oft auch nachts. Warum also seine Lebenszeit für etwas vergeuden, das wenig Impact hat? Ganz wichtig dabei sind auch die richtigen Mitarbeiter: Nicht vom CV blenden lassen! Bei Hyperganic verfolgen wir im Team zum Beispiel eine klare „No-Asshole-Policy“. Hat einer aus unserem Team bei einem Bewerber kein gutes Gefühl, wird der nicht eingestellt, ganz egal, wie gut sein Lebenslauf ist. zwei Ingenieure, zwei Software-Entwickler. Nur eine gute App zu entwickeln oder nur gutes Design zu machen reicht aber bei Weitem nicht aus. Wir zum Beispiel haben von Anfang an darauf geachtet, auch Mitarbeiter einzustellen, die Zahlen- und IT-affin sind. Diese schöne Ausgewogenheit an Fachbereichen ist sehr hilfreich.

Waldemar Wenzel, Co-Founder Morotai NEVER FORGET WHY YOU STARTED Dieser Leitspruch hängt bei uns ganz groß im Office. Er soll jeden von uns immer daran erinnern, was unser Antrieb ist – und er geht weit über den monetären Aspekt hinaus, es sind ganz andere Werte, die uns motivieren. Junge Gründer sollten darauf achten, dass sie bei der Teamzusammenstellung auf Mitarbeiter unterschiedlicher Kenntnisse achten, denn ich habe oft gesehen, dass sich zwei zusammentun, die beide aus der gleichen Ecke kommen: zwei Designer,

Man sollte sich zudem nicht scheuen, auch auf externe Berater zurückzugreifen, wenn man kurzfristig bei einem Problem nicht weiterkommt. Das Gute ist, dass man heutzutage relativ schnell in einen Bereich eintauchen kann, von dem man eigentlich gar keine Ahnung hat. Denn es ist nicht mehr schwer, sich unglaublich viel Wissen in sehr kurzer Zeit anzueignen, um auf Augenhöhe mit der Konkurrenz mithalten zu können. Man kann in vielen Bereichen noch sehr viel erreichen, wenn man Dinge und ewig bestehende, eigentlich unsinnige Strukturen hinterfragt. Denn es sind nicht mehr die Großen, die die Kleinen fressen, es sind die Schnellen, die die Langsamen überholen. ONLINE – INTERVEW

Foto: Paul Hill

ONLINE INTERVIEW

ONLINE AUF ANALYSEDEUTSCHLAND.DE FÜNF MILLIARDEN EURO IM JAHR WERDEN AN INKASSO WEITERGEGEBEN

Inkasso-Dienstleister verhelfen Unternehmen zu ihrem Geld, sollte es mit der Rechnungstreue von Kunden Probleme geben. KMU sind wie jeder Wirtschaft-

streibende darauf angewiesen, dass ihre Kunden Rechnungen pünktlich bezahlen. Werden Außenstände nicht rechtzeitig oder vielleicht überhaupt nicht beglichen, entstehen den Firmen selbst Liquiditätsprobleme. Hohe Außenstände, die nicht begli-

chen werden, können sogar die Existenz einzelner Unternehmen

bedrohen. Um das zu vermeiden, beauftragen viele Firmen nach vergeblichen Mahnungen Inkassounternehmen. Diese übernehmen gegen eine Gebühr, die ausgehandelt werden kann, als Dienstleister das Eintreiben ausstehender Forderungen von säumigen Zahlern. Dabei gilt, dass ein Inkasso-Unternehmen für das Einbringen von Schulden keine höheren Gebühren als ein Anwaltsbüro in Rechnung stellen darf. Wichtig für einen Inkasso-Dienstleister ist dabei, dass sie die Kundenbeziehung des Auftraggebers nicht gefährden, wenn sie das Geld von säumigen Schuldnern einholen.

Allein die im Bundesverband Deutscher Inkassounternehmer (BDIU) zusammen geschlos-

senen Dienstleister erheben jährlich rund 5 Milliarden Euro für etwa 500 000 Gläubiger von deren bis dahin säumigen Schuldnern. Im BDIU sind etwa 750 Inkasso-Unternehmen organisiert. Sie decken etwa 90 Prozent des Marktes ab. Nach einer Erhebung des Verbands sind die Hauptgründe, warum Verbraucher schlecht zahlen, deren Überschuldung, gefolgt von unkontrolliertem Konsumverhalten und vorübergehendem Geldmangel...

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In Leipzig entsteht ein starkes Ökosystem für Startups im Bereich Smart Infrastructure SpinLab - The HHL Accelerator (www.spinlab.co) in Leipzig unterstützt seit mehr als drei Jahren ambitionierte Startups mit einem strukturierten Programm in den Bereichen Beratung, Mentoring, Finanzierung und Recruiting, durch ein internationales Netzwerk zu Unternehmen und Investoren sowie durch die Bereitstellung von Büroflächen und Technologiezugängen. Mit einer langfristigen Überlebensrate von 90 Prozent der teilnehmenden Startups, 42 gewonnenen Preisen, einer durchschnittlichen Finanzierungshöhe der Startups im hohen sechsstelligen Bereich sowie mit über 300 geschaffenen Arbeitsplätzen zählt SpinLab mittlerweile zu den führenden Accelerator-Programmen in Deutschland. Auch unabhängige Studien wie die des itt Instituts für Innovation und Technik bestätigen dies. SpinLab ist eine nicht-gewinnorientierte Initiative der Leipziger Baumwollspinnerei sowie der führenden Gründerhochschule HHL Leipzig Graduate School of Management und wird von starken Partnern aus der Wirtschaft, wie AOK PLUS, VNG Gruppe, Leipziger Gruppe, enviaM, con|energy, Porsche, arvato systems, EEX und DELL, unterstützt.

Daher wurde SpinLab - The HHL Accelerator als Teil des Smart Infrastructure Hub Leipzig gemeinsam mit Dresden als einer von 12 Standorten zum digitalen Leuchtturm im Rahmen der Digital Hub Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ernannt. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der Politik treibt der Smart Infrastructure Hub die Digitalisierung der Bereiche Energie, Smart City und E-Health voran. Mit dem Fokus des SpinLab auf diese Themen, dem Aufbau eines hochschulübergreifenden Kompetenzzentrums, der Erweiterung der Büroflächen für Gründer und einem geplanten Frühphasen-Investment-Fonds entsteht ein führendes Ökosystem für Gründer im Bereich Smart Infrastructure. Die Vision ist es damit die Region Mitteldeutschland als international relevanten Standort für Digitalisierung der gesellschaftlichen Infrastruktur zu etablieren.


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„Mein Job ermöglicht es mir, meine Begeisterung für Kunst und Design auszuleben.“ Lea Lange, Geschäftsführerin und Gründerin von JUNIQE, zählt zu den erfolgreichsten Frauen der deutschen Startup-Szene. Ihre Mission: Kunst in jedes Zuhause zu bringen. Als Lea Lange 2013 die Idee hatte, einen On-

lineshop für anspruchsvolle bezahlbare Kunst aufzubauen, ahnte die damals 26-Jährige mit Sicherheit noch nicht, dass ihr Startup einen so durchschlagenden Erfolg haben würde. Die individuell kuratierten Arbeiten von internationalen Künstlern verkauft JUNIQE mittlerweile in 13 Ländern Europas. Heute ist Lea Lange zusammen mit Marc Pohl und Sebastian Hasebrink nicht nur Co-Geschäftsführerin der Firma mit jetzt rund 100 Mitarbeitern. Die Unternehmerin ist immer bemüht, JUNIQE auf ein nächstes Level zu heben. Der neueste Coup: ein Pop-up-Store in der Karstadt-Filiale Schloßstraße in Berlin. An ihre Anfänge denkt Lea Lange, die vom

Forbes Magazine auf die „30 under 30“-Liste der erfolgreichsten Unter-30-Jährigen Europas gesetzt wurde, gern zurück. „Eine aufregende Zeit. Nachdem wir im Januar 2014 live gegangen sind, ging es schnell voran“, bilanziert sie. Bis zu dem Zeitpunkt, als die Seite stand, finanzierten die Wahl-Berlinerin und ihre beiden Geschäftspartner alles selbst. Dann kamen Business Angels hinzu, Mitte 2014 startete die erste große Finanzierungsrunde. Inzwischen wurden mehr als 20 Millionen Euro Investitionskapital eingesammelt. „Das Vertrauen der Geldgeber wollen wir nicht missbrauchen“, sagt Lea Lange, die nahezu rund um die Uhr arbeitet, um ihr „Baby“ voranzubringen. „Natürlich fühlt man sich verantwortlich, aber ich habe ein starkes Team an meiner Seite, das mir viel abnimmt.“ Dass JUNIQE so glänzend dasteht, führt sie auf

mehrere Faktoren zurück. Erstens: das Gründerteam, das sich gut ergänzt und vertraut

und stets das große Ganze vor Augen hat. Zweitens: Zur richtigen Zeit eine relevante Geschäftsidee – schließlich war JUNIQE die erste Marke für bezahlbare Kunst – und ein stetiger Fokus darauf, wonach der Kunde sucht. Vor allem in der Anfangsphase habe man sehr genau darauf geschaut, was läuft und was nicht, so die sympathische Gründerin, für die Stillstand ein Fremdwort ist. Drittens: Kundenorientierung. „Viele Startups beschäftigen sich zu wenig mit ihren Kunden, ihren Wünschen und Bedürfnissen“, ist Lea Lange überzeugt. „Wir dagegen stehen in einem engen Kontakt mit unseren Kunden und nehmen ihr Feedback ernst.“ Viertens: Produktion „on demand“, weil das eine kostenintensive Lagerhaltung erspart. Und fünftens: eine herausragende IT und ein überzeugendes Design. Für die Zukunft ist geplant, die Marke noch

bekannter zu machen, dabei sind auch weitere Partnerschaften mit Offline-Partnern eine Option. Kernfokus bleibt jedoch die eigene Plattform. So arbeitet das Team beispielsweise daran, seine Kunden durch relevante Inhalte zu inspirieren und durch die richtigen Tools noch besser bei der Auswahl von Designs zu unterstützen. Außerdem steht ganz oben auf der Agenda, eine noch relevantere Shopping-Erfahrung zu bieten. Es gibt also viele Gründe, die Seite regelmäßig zu besuchen und zu schauen, wie Leas Künstlercommunity weiterwächst. Lea’s Tipps für Gründer: • Eine Firma führt man nicht nebenbei. Man muss viel Zeit und Ressourcen investieren und fokussiert sein, um ein Unternehmen voranzubringen. Dabei steht man oft vor der Herausforderung, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und auch einmal Dinge nicht zu machen. Ein aktives „Nein“ kann viel Zeit und Energie sparen.

GRÜNDEN IM

LEBENSMITTELSEKTOR

• Besonders zu Beginn kommt es darauf an, die Geschäftsidee mit den tatsächlichen Kunden zu validieren. Dabei gilt es, Antworten auf die Fragen zu finden, wer genau die Zielkunden sind, wie ihr Kaufverhalten aussieht und welche Kaufanreize sie haben. Jan Krian, der mit seinem Startup JaBis neue Pizza-Kreationen anbietet.

• Beim Thema Finanzierung bekommt man

Gerade im Lebensmittelbereich muss man mit neuen Ideen erst mal Kunden überzeugen. Welche Grenzen dürfen dabei nicht überschritten werden?

immer wieder Absagen von potenziellen Investoren. Durch negatives Feedback und Niederlagen sollte man sich nicht von seinem Weg abbringen lassen, sondern vielmehr versuchen, diese als Challenge zu sehen, daraus zu lernen und das Business-Modell entsprechend zu verbessern.

Man sollte bei kulinarischen Innovationen nicht zu weit gehen, da das Unbekannte auch im Lebensmittelbereich der Kundschaft etwas Furcht einflößt und es somit einiges an Überwindung kostet, dieses zu probieren. Deshalb haben wir auch die allseits bekannte Pizza nur in eine neue Form gebracht. Grundsätzlich gilt: Wir verkaufen nur, was wir selber gern essen.

• Authentische Überzeugungsarbeit kann

man nur leisten, wenn man mit Feuer und Flamme dabei ist. Wer nicht für seine Idee brennt, wird kaum lange durchhalten.

• Essenziell ist, die eigene Idee gut zu durch-

denken und kontinuierlich dafür zu sorgen, dass sie noch besser wird. Damit das gelingt, ist es ratsam, drei bis fünf Projekte zu identifizieren, die das Business aufs nächste Level heben. Dabei kann man auch einmal seinem Bauchgefühl folgen.

Welches sind die größten Hürden für ein Startup im Lebensmittelsektor? Es fängt bei der Bürokratie und den Vorschriften an, dann kommen das Steuerrecht, die Versicherungen und die Finanzierung hinzu. Am Ende sind die richtigen Ansprechpartner wie die Handelskammer, der Steuerberater und ein guter Versicherungsmakler unheimlich wichtig, da sonst Fehler aus Unwissenheit gemacht werden.

• Die Leidenschaft und den Antrieb der ersten Stunde sollten Gründer sich langfristig bewahren. Und nicht vergessen, Erfolge gebührend zu feiern. 

Text: Chan Sidki-Lundius

Wenn ein Produkt durchschlägt, muss man binnen kürzester Zeit die Nachfrage decken. Welche Schwierigkeiten lauern da?

FAKTEN

Gerade in der schnelllebigen Food-Truck-Szene ist Zeitmanagement und das ständige Optimieren der Zubereitungsprozesse das Werkzeug, mit dem die Effektivität an das Maximum getrieben werden kann.

Lea Lange (30) ist Gründerin und Unternehmerin aus vollstem Herzen. Sie lebt in einer Altbau-Wohnung am Prenzlauer Berg in Berlin, die sie selbst aufwendig modernisiert und mit viel Liebe zum Detail gestylt hat. In ihrer knapp bemessenen Freizeit geht Lea gern Joggen, auch weil sie dabei gut abschalten kann.

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Augen auf bei der Berater-Wahl Egal ob im Wirtschafts- oder Steuerrecht: DORNBACH Rechtsanwälte und ALPERS WESSEL DORNBACH bieten Gründern und Startups ganzheitliche Beratung.

Wer ein Startup gründet, hat genug damit zu tun, seine Geschäftsidee umzusetzen. Deshalb sollten sich Gründer möglichst früh ein gutes Beraterteam suchen, das sie in allen relevanten Bereichen unterstützt. Aber: Augen auf bei der Auswahl der Berater! Die Gründer sollten sich vorab informieren, ob der Berater nachgewiesene Erfahrung in der Beratung von Startups hat. Nicht jeder Steuerberater oder Rechtsanwalt verfügt über das nötige Know How, welches für eine kompetente Beratung bei Gründung, Finanzierung und Exit erforderlich ist. Das Hamburger Team von DORNBACH Rechtsanwälte und ALPERS WESSEL DORNBACH Steuerberater verfügt über langjährige Erfahrung in der Beratung von Gründern, Startups und Investoren. Es verfolgt einen multidisziplinären Beratungsansatz: Der Sachverhalt wird unter betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Gesichtspunkten analysiert, um so zu einer optimalen Handlungsempfehlung für die Mandanten zu gelangen. Dazu steht ein erfahrenes Team aus Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern zur Seite. Es bietet genau das, was Gründer brauchen: eine umfassende Betreuung in der Gründungs- und Wachstumsphase genauso wie in der Zeit danach, wenn sich das Unternehmen am Markt etabliert hat.

Auf folgende Kriterien sollten Gründer besonders achten: • Der Berater sollte über nachgewiesene Erfahrung in der Beratung von Startups verfügen. Ebenso wie eine Unternehmensgründung besondere Anforderungen an das Gründerteam stellt, benötigt der steuerliche und rechtliche Berater einschlägiges Spezialwissen bei Fragen, die sich bei Aufbau und Entwicklung eines Startups stellen. • Wichtig ist ein interdisziplinärer Beratungsansatz. Nur wenn das Beraterteam alle rechtlichen und steuerlichen Aspekte im Blick hat, ist sichergestellt, dass nichts übersehen wird und eine optimale Lösung entwickelt werden kann. • Das Beraterteam sollte in der Lage sein, mit dem Startup zu wachsen. Nur so wird man der Dynamik eines Startups gerecht. Der richtige Berater sollte das Startup im gesamten Lebenszyklus begleiten können: von der Gründung über die Wachstumsphase bis zu einem möglichen Exit.

Marcel Aufenacker

Steuerberater und Gesellschafter bei ALPERS WESSEL DORNBACH

Alexander Hartleib

Rechtsanwalt und geschäftsführender Gesellschafter bei der Kanzlei DORNBACH

DORNBACH Rechtsanwaltsgesellschaft mbH Alexander Hartleib, LL.M. AHartleib@dornbach-legal.de | Telefon: +49 (0) 40 35 53 36-20 startup.dornbach.de

ALPERS WESSEL DORNBACH GmbH Steuerberatungsgesellschaft Dipl.-Kfm. Marcel Aufenacker MAufenacker@alpers-wessel.de | Telefon: +49 (0) 30 12 08 47 78 startup.dornbach.de


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CHEFIN MIT BISS INSPIRATION – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

Nur wenige Frauen wagen die Gründung eines eigenen Zahntechnik-Labors. Nadine Koss hat den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht – und bereut ihn nicht.

Die Entscheidung war lange gefallen, der Start minutiös geplant. Am 1. Januar diesen Jahres war dann endlich der offizielle Eröffnungstermin für ZahnKOSSmetik. „Das war schon alles sehr aufregend“, sagt Zahntechnikermeisterin Nadine Koss fünf Monate später. Seit diesem Eröffnungstag leitet sie ihr eigenes Zahntechnik-Labor. Doch auch, wenn Freizeit im Moment für die 38-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Inden ein Fremdwort ist, würde sie es heute wieder genauso machen. „Man verzichtet zwar als Selbstständige auf einiges, aber dafür bin ich jetzt meine eigene Chefin. Und das ist ein tolles Gefühl.“ Das Faible für das Herstellen von Kronen,

SPASS AN ENTSCHEIDUNGEN Als Michael Minis 2016 die Plattform fleetbutler.de gründete, hatte der damals 30-Jährige schon einige Erfahrungen gesammelt – und zwar sowohl als Gründer wie auch als Unterstützer von Startups. Denn nach seinem Studium – Wirtschaftsingenieur und Maschinenbau – hatte er fünf Jahre zuvor eine Plattform aufgebaut, die es privaten Autobesitzern ermöglichte, ihre PKW an andere Privatleute zu vermieten.

Nach einiger Zeit musste er feststellen, dass das Geschäftsfeld so, wie er und seine damaligen Mitstreiter es sich ursprünglich ausgedacht hatten, nicht wirklich ausbaufähig war. Damals stieg er zugleich in das örtliche Gründerzentrum in der deutsch-belgischen Grenzregion ein, um andere Unternehmensgründer zu beraten. In dieser Zeit baute er auch gemeinsam mit der katholischen Kirche und einem Privatmann einen Digital Hub auf – in einem Kirchengebäude.

Wirklich fehlgeschlagen war der erste Ver-

such einer Unternehmungsgründung aber keineswegs, denn Michael Minis konnte darauf aufbauen. Und so entwickelte er fleetbutler. „Das Ziel ist es, Privatpersonen und Unternehmen per App eine Möglichkeit zu geben, PKW, die ansonsten unbenutzt in der Tiefgarage oder auf dem Firmenparkplatz stehen, zu vermieten“, erklärt er. „So ein privates Carsharing funktioniert sowohl unter Nachbarn in einer Wohnimmobilie als auch für Mitarbeiter eines Unternehmens.“ 26 Mitarbeiter hat fleetbutler.de inzwischen. Auf die Frage, ob er all die Strapazen von Unternehmensgründungen noch einmal auf sich nehmen würde, hat Minis eine klare Antwort parat, die er auch zweifelnden Anfängern gibt, die vor der großen Aufgabe, ein eigenes Unternehmen hochzuziehen, zurückschrecken: „Ja, denn das Leben als Selbstständiger ist so, dass man täglich selbst entscheiden kann, ob man bestimmte Dinge tun möchte oder nicht.“ Text: Armin Fuhrer

Brücken oder Implantaten wurde Nadine Koss fast in die Wiege gelegt. Ihr Vater war selbstständiger Zahntechniker und führte gemeinsam mit einem Partner ein eigenes Labor. „Schon als Kind bin ich ins Büro mitgefahren und habe dort gern ein bisschen rumgebastelt.“ Als es dann an die eigene Berufswahl ging, war die Entscheidung nicht schwer. Schon seit 1998 arbeitete Koss im Labor ihres Vaters. Etwas anderes wollte sie seither nicht mehr machen. Als das Datum, an dem ihr Vater in den Ruhestand gehen würde, am Horizont auftauchte, entschied sich die Tochter, auch als Selbstständige in seine Fußstapfen zu treten.

Sie übernahm das Labor aber nicht

einfach, sondern gründete es komplett neu und kaufte den beiden bisherigen

Besitzern die Laboreinrichtung ab. Dass gute Beratung unerlässlich ist, war ihr von Anfang an klar. „Ich hatte tolle Hilfe vom Übergabecenter der Handwerkskammer Aachen, die mir auch einen Unternehmensberater der Kammer zur Seite stellte.“ Mit den Experten konnte sie ihren Businessplan besprechen und bekam Informationen zu möglichen Fördergeldern. „Übrigens ist auch ein Steuerberater von Anfang an wichtig“, so die Erfahrung von Nadine Koss. Und das gelte schließlich besonders auch für die Mitarbeiter. Da konnte die neue Chefin auf bewährte Kräfte zurückgreifen, denn sie übernahm die Angestellten ihres Vaters. ZahnKOSSmetik ist ein reines Frauenhaus, denn es gibt derzeit nur weibliche Angestellte.

Apropos Frauen: Obwohl Zahntechnik eher

ein typischer Frauenberuf ist, ist ihr Anteil an den Selbstständigen gering. „Das könnte daran liegen, dass es sehr viel Zeit kostet, ein Labor zu führen. Frauen mit Kindern können diese Zeit oft nicht aufbringen“, glaubt Nadine Koss. Allerdings hat sie auch noch etwas anderes festgestellt: „Es herrscht gegenüber Frauen oft Skepsis, ob die überhaupt eine solche Aufgabe bewerkstelligen können. Als Frau muss man sich ganz schön durchboxen.“ Ihr Tipp: Kämpfen und sich behaupten sowie Leistung und Qualität zeigen. Einen Vorteil hat Nadine Koss: Wenn die Arbeit für sie und ihr kleines Team mal zu viel wird, dann kann immer noch ihr Vater einspringen und aushelfen.

Text: Armin Fuhrer

Foto: KS-Photography.de

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Wir machen Gründer groß In der GründerRegion Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg erhalten Start-ups umfassende Unterstützung von zahlreichen Organisationen – von der Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung. „Die GründerRegion Aachen ist regionale Dachmarke für das Thema Existenzgründung und Förderung von

Unternehmenswachstum. Dahinter stehen 13 starke institutionelle

Wirtschaftsförderer, die Gründer und Unternehmen – unabhängig von Größe und Branche in allen Situationen begleiten: Zum Beispiel in kostenlosen Seminaren, Einzelberatungen oder Wettbewerben. Wir machen Gründer groß!“

„Das STARTERCENTER NRW in der GründerRegion Aachen ist die zentrale Anlaufstelle für

Existenzgründer. Handwerkskammer, IHK und

Wirtschaftsförderer beraten gemeinsam jährlich bis zu 1500 Existenzgründer aller Wirtschaftsbereiche bei Neugründung und Übernahme. Unter

www.startercenter-gruenderregion.de gibt es alle

Christian Laudenberg, Geschäftsführer GründerRegion Aachen

wichtigen Hinweise für Gründer – von Seminaren bis hin zur Intensivberatung.“

„In der Region Aachen arbeiten Wirtschaft und Wissenschaft

Kurt Krüger, Unternehmensberater in der Handwerkskammer Aachen

Hand in Hand. Gründer aus der RWTH Aachen, der

Fachhochschule Aachen und dem Forschungszentrum Jülich schaffen neue, innovative Unternehmen – zunehmend mit

digitalen Geschäftsmodellen. Die Initiative ‚GründerRegion

Aachen‘ als Netzwerk aus gut 40 Beratungseinrichtungen fördert und begleitet aber nicht nur technologieorientierte Start-ups,

„Mit vierzehn Technologie- und Gründerzentren

ob Neugründung oder Geschäftsübernahme, ob im Voll- oder

und Forschungslandschaft verfügt die Region

sondern alle Existenzgründer, unabhängig von der Branche,

sowie einer weltweit renommierten Hochschul-

Nebenerwerb. Und das mit Erfolg bereits seit 1999!“

Aachen über ein europaweit einzigartiges

Wolfgang Mainz, Präsident der Industrie- und Handelskammer Aachen

Technologiepotential – und somit besten

Voraussetzungen für das Hervorbringen von

Start-ups, die klassische Innovation mit digitalen Geschäftsmodellen verbinden. Als Standort an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden

können Start-ups zudem grenzüberschreitende

„Die RWTH Aachen ist eine exzellente Gründerhochschule, weil sie viele sehr kreative und unternehmerische Persönlichkeiten

versammelt, angefangen bei den Studierenden bis hin zu den exzellenten Wissenschaftlern. Diese können sich in einem

einzigartigen Ökosystem zwischen Campus und digitalHub

Unternehmensbeziehungen aufnehmen und sich früh internationalisieren.“

Dr. Lothar Mahnke, Geschäftsführer AGIT Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH

entfalten, wobei die resultierenden und jedes Jahr ansteigenden Gründungszahlen für sich sprechen.“

Prof. Dr. Malte Brettel, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Prorektor für Wirtschaft und Industrie

„In Aachen haben wir verstanden, dass wir ein digitaler

Innovationsstandort im Zentrum Europas werden müssen.

Im digitalHUB Aachen e.V. bringen wir digitale Start-ups und den IT-Mittelstand mit etabliertem Mittelstand und Industrie

„Aachen als digitale Modellregion bietet Existenzgründern eine bestens

vernetzte Gründerszene, technologie-orientierte Unternehmen, exzellente Hochschulen mit innovativen und erfolgreichen Spin-offs und eine

kreative, frische, von Erfindungsgeist geprägte Start-up-Landschaft. Die

städtische Wirtschaftsförderung versteht sich als Scharnier zur regionalen Wirtschaft, vermittelt Sie an Kooperationspartner und vorhandene Netzwerke und sucht mit Ihnen den optimalen Standort.“

zusammen. Gemeinsam arbeiten wir an den digitalen

Geschäftsmodellen der Zukunft. Unterstützt wird dies durch

Region und Wissenschaft. Die „Aachen Area“ ist so auf dem Weg zum digitalen Innovationsland.“

Dr. Oliver Grün, Vorstandsvorsitzender digitalHUB Aachen e.V.

Marcel Philipp, Oberbürgermeister Stadt Aachen

Lernen Sie uns besser kennen: www.gruenderregion.de / www.facebook.com/GruenderregionAachen


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ANONYM BEWERBEN UND DEN TRAUMJOB FINDEN Mit ihrem Startup „whyappley“ revolutionieren Gründer Michael Benz und seine Partner sowohl die Suche nach einem Mitarbeiter wie auch die Suche nach einemneuen Job.

konkrete, praktische Lösungsvorschläge ein. Er signalisiert damit auch, ich kenne mich auf diesem Gebiet aus und habe hier Erfahrungen und Ideen. Wir leiten seine Ideen an die Personalabteilung weiter. Aber im ersten Schritt noch anonym. Die Firma erfährt nicht, ob der Lösungsansatz von einer Frau oder von einem Mann kommt. Oder welchen Berufsweg der Interessierte bisher hat. Wenn die Idee überzeugt, kann das Unternehmen das Profil des Kandidaten und dessen Kontaktdaten anfordern.“ Für die Unternehmen heißt das: „Zeige wie interessant und abwechslungsreich die Aufgabe ist, die du zu bieten hast und du findest den motivierten Mitarbeiter“. Für den Suchenden heißt das: „Zeige, was du kannst und finde deinen Traumjob“.

Mit Vielem, aber ganz gewiss nicht

damit hat Michael Benz rechnen können. Ausgerechnet sein Studium der Islamwissenschaft hat ihn sozusagen auf die Rampe für sein Startup in Leipzig geschoben. Es war allerdings ein Umweg, der zur Gründung seiner Internet-Plattform „whyapply“ führte. Nach Absagen und frustrierenden Bewerbungsverfahren hat der 32-Jährige gemeinsam mit zwei Partnern eine neue hoffnungsvolle Lösung kreiert. Es begann mit seinen schriftli-

chen Bemühungen um eine neue berufliche Zukunft. „Bei vielen Standard-Bewerbungen war mein exotischer Studiengang trotz der richtigen Berufserfahrung eher hinderlich“, bekräftigt Michael Benz. „Mir wurde klar, ich bin nicht der Einzige, der an diesen standardisierten Prozessen scheitert.“ In Personalabteilungen sind viele

Prozesse standardisiert. Vieles derart, dass Konzerne die ersten

Michael Benz (mitte) und seine Partner Ronald Scholz (links) und Pouyan Rafiei Ford (rechts)

Vorgespräche schon von Robotern führen lassen. Menschen mit ungeraden Erwerbsbiografien finden dadurch weniger Berücksichtigung. Hinzu kommen unterbewusste Vorurteile bei der Personalauswahl. Ob Alter, Geschlecht, Aussehen, Kinderwunsch oder Migrationshintergrund.

schwieriger wird, mit standardisierten Stellen-Ausschreibungen überhaupt die berufliche Realität abzubilden. Und mit gängigen Schlagworten wie `dynamisches Team` oder `flache Strukturen` kann man niemanden mehr überzeugen, das im neuen Job spannende Aufgaben auf ihn warten.“

„Für Firmen, die ja oft dringend neue Mitarbeiter suchen, stellt sich noch eine andere Schwierigkeit“, erläutert Michael Benz. „Unsere Arbeitswelt verändert sich so rasant, dass es immer

Die radikale Veränderung, die

Michael Benz und seine Partner in Leipzig entwickelt haben, heißt „Recruiting ohne Stellenanzeige“. Oder emotionaler: „Klarer ehrlicher und offener

auf einander zugehen und die Herausforderung im neuen Job in den Mittelpunkt stellen. Und das ganz ohne Stellenanzeige.“ Firmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind die Kunden von whyapply. Und die bewerben sich sozusagen bei den Bewerbern. „Und zwar in dem sie für den Job, den sie besetzen wollen, genaue interessante und reale Aufgaben stellen“, erläutert Michael Benz, der Gründer seiner Vision. „Wer sich von den Jobsuchenden davon angesprochen fühlt, reicht über uns

Mit ihrer Revolution für den boomenden Stellenmarkt sind Michael Benz und seine Partner seit fünf Monaten online. „Wir haben rund 20 Kunden, Firmen von fünf bis 1500 Mitarbeitern“, kann der studierte Islam-Wissenschaftler verkünden. „Es gibt viel zu tun – denn wir wachsen.“ Text: Norbert Scheid ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT

In insgesamt fünf Modulen findet jeder Gründungsinteressierte das passende Angebot für sich und seine Idee: SMILE.start ist das Einstiegsmodul zur Vorbereitung der unternehmerischen Selbstständigkeit. In Seminaren, Workshops und dem individuellen Gründercoaching können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fachlich und persönlich qualifizieren und weiterentwickeln. Wie gut ist meine Idee? Was sagen potenzielle Kunden über mein geplantes Angebot? Mit Hilfe moderner Marktforschungsmethoden finden es die Entrepreneure im Modul SMILE.markttest heraus. Erfahrene SMILE-Coaches unterstützen die Existenzgründer außerdem bei der Prototypengestaltung der Produkt- und Dienstleistungsangebote. Beim Desk Research erhalten die zukünftigen Unternehmer Unterstützung, bestehendes Datenmaterial zu sichten und zu analysieren.

Freiberufler haben als Einzelkämpfer besondere unternehmerische Herausforderungen zu bewältigen. Mit dem Spezialmodul SMILE.freiberufler werden sie ideal auf den Start ins Unternehmertum vorbereitet. Frauen gründen anders! Mit Hilfe eines Stipendienprogrammes im Modul SMILE.gründerinnen widmen sich die Kolleginnen punktgenau diesen speziellen Anforderungen. Alle Theorie ist grau – SMILE.performance macht die Gründungsinteressierten fit für die Praxis. Im Modul wird trainiert, wie aus „kennen“ „können“ wird. SMILE wurde von den Professoren Löbler und Dornberger initiiert. Dabei setzten beide von Anfang auf die Vernetzung der Leipziger Hochschul- und Forschungslandschaft. Zudem wird dafür Sorge getragen, dass der Fokus auf dem Lernen (und nicht etwa auf dem Lehren) liegt. Löbler und Dornberger kommentieren unisono: „Jeder lernt anders. Unsere Referenten arbeiten mit den Fragestellungen, die unsere Teilnehmenden in die Veranstaltung einbringen. Nur so bringen wir einen Mehrwert im Vergleich zu klassisch konzeptionierten Lehrangeboten.“ Der Leipziger OBM Burkhard Jung brachte es schließlich im November 2013 wie folgt auf den Punkt: „Wenn es SMILE nicht gäbe, müssten wir es erfinden.“

Professor Dr. Helge Löbler

Foto: Susann Jehnichen | Photography

Seit 2006 ist die Selbst Management Initiative LEipzig aktiv, um Studierenden, Wissenschaftlern, Promovenden und Alumni das nötige Rüstzeug anzubieten, ihre berufliche Zukunft in die eigene Hand zu nehmen – sei es nun als Gewerbetreibender, Freiberufler, Künstler – den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Foto: Friederike Kislinger (SMILE)

SMILE – die gründerinitiative unterstützt Existenzgründer in Leipzig

Professor Dr. Utz Dornberger

www.smile.uni-leipzig.de info@smile.uni-leipzig.de


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Neue Gründerzeit in Leipzig WACHSENDE STADT Leipzig ist eine der dynamischsten Städte in Deutschland. Dies zeigt sich nicht nur anhand der zunehmenden und immer jünger werdenden Bevölkerung, sondern auch am bedeutenden Beschäftigungszuwachs der vergangenen Jahre. Von 2005 – 2017 konnte Leipzig 100 000 Einwohner (20 Prozent) und 75 000 Arbeitsplätze (40 Prozent) dazugewinnen. Im Zentrum einer Metropolregion mit mehr als 2,25 Mio. Einwohnern gelegen, ist Leipzig ein attraktiver Standort für Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und vor allem für seine Bürger. LEIPZIG LOHNT SICH In Leipzig ist eine vielfältige Zahl von erfolgreichen Startups, gründerrelevanten Akteuren und Veranstaltungsformaten vorhanden. Aktuell zieht Leipzig viele Gründer aus anderen Städten an, die Leipzig aufgrund einer hohen Lebensqualität bei relativ niedrigen Kosten schätzen. Zahlreiche Inkubatoren und Coworking-Spaces bieten Gründern auf mehreren zehntausend Quadratmetern Fläche Raum, Know-how und Austausch.

LEIPZIG ZIEHT GRÜNDER AN Der Standort Leipzig erlebt derzeit eine neue Gründerzeit mit aktuell schätzungsweise 150 bis 200 Startups, die hier arbeiten. Während sich in der Stadt zunächst Startups im Bereich eCommerce, wie Spreadshirt (heute 500 Mitarbeiter), ansiedelten, sind später Branchen wie Big Data (z. B. DataVirtuality, Webdata Solutions, ApiOmat, Solution Engine) sowie Startups im Bereich von Infrastruktur, wie Energie (z. B. energy2market, Rhebo, SENEC/Deutsche Energieversorgung), oder Mobilität (nextbike, ekoio, busnetworx) hinzugekommen. In der Fachrichtung Life Science, Gesundheit und Medizintechnik sind z. B. futalis oder die PHACON zu etablierten Akteuren geworden. Leipzig gelingt es heute wie keinem anderen Standort in Ostdeutschland, Startups aus anderen Städten anzuziehen, die ihr Hauptgeschäft nach Leipzig verlegen (z. B. DIPAT, QLX, Sensape, food.de, Wundercurves, SelfID Technologies) oder Niederlassungen eröffnen (z. B. trivago, CHECK24, Verivox).

LEIPZIG IST DIGITAL HUB Seit April 2017 ist der Smart Infrastructure Hub Leipzig einer der Digital Hubs innerhalb der gleichnamigen Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums. Er fokussiert die Themen Energie, Smart City, E-Health sowie Querschnittstechnologien für diese Bereiche. Es geht hier um eine sehr anwendungsbezogene Ausrichtung, durch die Technologien von innovativen Startups weltweit mit den Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in realen Anwendungen umgesetzt werden sollen. Neben dem Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig sowie den Hochschulen (Universität Leipzig, HTWK Leipzig, HHL Leipzig Graduate School of Management) beteiligen sich mit der VNG Gruppe, EEX European Energy Exchange, enviaM, Leipziger Gruppe, Porsche, DELL, AOK PLUS und Arvato Systems auch viele Unternehmen aus der Region.

10 GUTE GRÜNDE, DIE FÜR LEIPZIG SPRECHEN: · wachsende Stadt · breite Aufstellung der Wirtschaft · eine lebendige Gründerszene · ein vitales Hochschulsystem und aktive Unternehmen · günstige Mietpreise und Flächenangebote · Mittelstandsförderprogramm der Wirtschaftsfördeung setzt Impulse für Unternehmensgründungen und Ansiedlungen · Flughafen mit 24-StundenBetrieb für Fracht · Hochgeschwindigkeitsstrecken der Bahn (mit dem ICE in 1 Stunde nach Berlin, 3 Stunden nach München, Frankfurt oder Hamburg) · reichhaltige Kulturszene · in keiner anderen deutschen Großstadt sind die Einwohner so zufrieden

Stadt Leipzig – Amt für Wirtschaftsförderung Dr. Michael Schimansky Martin-Luther-Ring 4 – 6 | 04109 Leipzig, Tel: 0341 1235810 | E-Mail:wirtschaft@leipzig.de www.leipzig.de/mittelstandsprogramm www.facebook.com/Wirtschaftsfoerderung.Stadt.Leipzig

Gründerinitiativen/ Inkubatoren

Gründerwettbewerbe

Veranstaltungsformate für Gründer

Coworking-Spaces

Company Builder

Netzwerke

· 2b AHEAD Ventures · AGIL GmbH Leipzig, Technologiescouts · Basislager Coworking für Startups und Freelancer · futureSAX – die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen · HHL Leipzig Graduate School of Management · Inkubator für Technologie-Startups, Institut für angewandte Informatik · SMILE – Selbst Management Initiative LEipzig · Social Impact Lab Leipzig für Social Startups · SpinLab – The HHL Accelerator · StarterCenter der IHK und HWK · Unternehmensgründerbüro (ugb)

· Deutscher Gründerpreis · futureSAXIdeenwettbewerb · Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen · Gründerwettbewerb – IKT innovativ · IQ Innovationspreis · IQ Innovationspreis Leipzig · Kultur- und Kreativpiloten Deutschland · Leipziger Gründernacht · Projekt „Jugend gründet“

· Accelerate@HHL Konferenz · Chaos Communication Congress · DreamHack Leipzig · Frauen überholen anders · FuckUp Nights · futureSAXGründerforum (Leipzig) · Gründerfrühstücke und Stammtische (z. B. Basislager, Gründernest, SMILE, Social Impact Lab) · Hackathons · HHL International Investors Day · IHK-Gründerabend · SMILEGründercoaching · Startup SAFARI Leipzig · Startup Weekend

· Basislager Coworking · chaos coworking · Contorhaus · eis30 Coworking · plug and work · Raumstation Coworking · Rockzipfel · sekretär coworking · SIMPLIOFFICE – Eventund Markenservice · Social Impact Lab · South L.E. Desktops · Studio Delta · Tapetenwerk

· BIO CITY Leipzig, Technologie- und Gründerzentrum für Start-ups im Bereich der Life Science · Business & Innovation Centre Leipzig (BIC) · ciT Leipzig GmbH · evermind · Existenzgründerzentrum (EGZ), Schulungs- und Beratungsgesellschaft · GaraGe – Kompetenzzentrum für Jugend, Technik und Bildung · Ideentransfer GmbH · Makerspace Leipzig, offene Werkstatt · Sächsischer Inkubator für Klinische Translation (SIKT) · Starter Space, Einzelhandelsgeschäft für Start-up-Produkte · Virtual Reality Lab der DREFA

· 2b AHEAD Club · Basislager · Cluster IT Mitteldeutschland e. V. · EXIST-Gründernetzwerk · futureSAX – die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen · Gründernest Leipzig · HHL Start-Up Bootcamp · Kreatives Leipzig e. V. · Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes · SMILE – Gründernetzwerk der Hochschulen und Forschungseinrichtungen · SpinLab – The HHL Accelerator · Start-up Mitteldeutschland · Unternehmernetzwerk Leipziger Westen · startupmitteldeutschland.de als regionales OnlineNews-Magazin


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SCHULPROJEKT FÜHRT IN DIE SELBSTSTÄNDIGKEIT Mit 15 nahm Charlotte Klimmek an einem Projekt in der Realschule teil – das Ziel war, einen Businessplan für ein neues Produkt zu entwickeln. Die Idee „Switchini“ wurde geboren.

chen Hundehalter mit einem kleinen Hund im Umkreis von 10 Kilometern anzeigen lassen und sofort Kontakt aufnehmen“, erklärt Miriam Wichmann die Funktionsweise. „Für Hundehalter gibt es so etwas überhaupt nicht auf dem Markt.“ Das Ganze möchte sie mit Werbung in der App finanzieren, ein Shop soll später auch dazukommen. „Noch haben wir keine Kunden, wir wollten erst die App fertig haben. Ich hatte Angst, da würde dann jemand meine gute Idee selbst umsetzen. Aber jetzt suchen wir nach Kunden für die Werbung“, erklärt die junge Polizistin.

„Ein Switchini ist ein Bikini-

oberteil, das nach Belieben zusammengesetzt werden kann. Zusätzlich können die Träger als Halskette oder Armband verwendet werden. Als besonderen Service können auch vorhandene Bikinis eingesendet werden, die dann von uns in einen Switchini umgewandelt werden“, erklärt die jetzt 17-jährige Schülerin ihr Konzept. Weil das Produkt in der Schule

gut ankam, sich Kundinnen meldeten und auch die ersten Aufträge eingingen, beschloss Charlotte das Geschäft professionell aufzustellen. „Meine Idee kommt bei den Kunden sehr gut an und ich habe schon sehr viel positiven Zuspruch bekommen. Außerdem bekomme ich viel Lob von anderen (erfolgreichen) Unternehmen. Momentan ist ausschließlich ein Onlinegeschäft vorhanden. Wir überlegen aber zurzeit auch ein Vor-Ort-Geschäft einzurichten“, sagt die junge Unternehmerin selbstbewusst.

Charlotte Klimmek mit ihrem Team von Switchini

Sie gründet ihr Geschäft mithilfe

ihrer Eltern, die ihr eine Summe zur Verfügung stellen, zusätzlich investiert sie 1000 Euro von ihren Ersparnissen. „Das noch fehlende Kapital hoffe ich von einer Bank zu bekommen“, sagt die junge Unternehmerin. Sogar Personal will sie gleich von Beginn an einstellen. Zwar nur auf der Basis eines Mini-Jobs, aber immerhin. Jetzt muss nur noch der Sommer richtig heiß werden, damit viele Kundinnen mit einem Switchini im Freibad oder am Strand eine gute Figur machen wollen.

Miriam Wichmann, Polizistin und Gründerin

Switchini ist nicht das einzige Start-

up, welches seinen Ursprung in Diepholz hat. Miriam Wichmann ist seit vier Jahren Polizistin und seit dem letzten Jahr Kommissarin. Doch die toughe junge Frau ist auch Gründerin. Weil Sie oft mit ihrem Hund allein unterwegs war, kam ihr eines Abends die Idee für die App „my o’dog“. Zuerst beriet sie sich mit ihrer

Familie und ihren Freunden, dann wollte sie es wissen. „Ich bin dann mit meiner Idee losgezogen. So eine App zu entwickeln, kann ja nicht so schwer sein. Ich habe

zum Glück die Firma Experia gefunden. Die bauen jetzt das Soziale Netzwerk für alle Hundehalter.“ Auch ihr Arbeitgeber, die Polizei, war damit einverstanden. Sie schrieb einen Businessplan, holte sich Hilfe zum Thema Gründungen von kundigen Beratern. Inzwischen ist die erste Beta-Version für Android-Handys fertig, und wenn die iOS-Version auch fertig ist, will Miriam sie veröffentlichen. „Hier kann sich dann jeder Hundehalter ein Profil anlegen. Über die vielen Filtermöglichkeiten könnte man sich dann zum Beispiel alle weibli-

Die App wird gratis sein und

soll in ganz Deutschland funktionieren. „Frauen suchen gern nach Frauen für einen GassiSpaziergang, ich kann mir aber auch Männer anzeigen lassen. Vielleicht treffen sich dann ja Single-Hundefreunde und werden ein Paar fürs Leben“, sagt Miriam Wichmann. Sie selbst wird dann mit ihrem

sechs Monate alten Rhodesian Ridgeback „Max“ natürlich auch in der App zu finden sein. Für die Appsuche: „my o’dog“. Text: Jörg Wernien ANZEIGE

Bei uns wird nicht nur gearbeitet, sondern auch gerockt … Bei uns in Diepholz können Sie eine reizvolle Unternehmenslandschaft entdecken, in der etablierte Global Player aus verschiedenen Branchen und innovative, aufstrebende Firmen der Bereiche E-Commerce, IT und Umwelttechnik starke wirtschaftliche Impulse geben. Gemeinsam mit unseren klein- und mittelständischen Betrieben bilden sie ein unternehmerisches Netzwerk, das neue, wertvolle Perspektiven für einen zukunftsstarken Wirtschaftsstandort Diepholz aufzeigt. Auf unserem Teller erwartet Sie ein echter Know-how-Pool, flankiert und unterstützt von umfassender Praxiskenntnis und weitsichtigem Sachverstand der hiesigen Wirtschaftsförderung. Schauen Sie doch auch mal rüber.

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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – MÖGLICHKEITEN 27 ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

ENTREPRENEURSHIP MUSS VERSTÄRKT IN DEN SCHULEN GELEHRT WERDEN Where is damned Osnabrück? Diese Frage musste sich Henning Hünerbein im März während seines New York Aufenthaltes häufiger anhören. Der jetzt 16jährige, ist Gründer von Osnalive, einem Newsportal für Osnabrück und dem dazugehörigen Landkreis.

„Wichtig war aber für mich, dass ich nicht irgendetwas angestellt machen wollte, sondern selbst etwas auf die Beine stellen wollte.“

Henning ist aber auch der Bundes-

sieger des größten Netzwerkes für Enrepreneure, das sich zur Aufgabe gesetzt hat, Mithilfe von Lehrerfortbildungen mehr Verantwortungsbewusstsein und nachhaltiges, lösungsorientiertes Denken in die Schulen Deutschlands zu bringen. Inzwischen beschäftigt der quirlige Jungunternehmer fünf freie Mitarbeiter, die für ihn auf Newssuche in der Region gehen, während Hennig vormittags die Schule besucht und für seine letzten Prüfungen büffelt. „Das war gar nicht so einfach, als

14jähriger ein Unternehmen zu gründen“, blickt er auf die letzten beiden Jahre zurück. Nicht nur seine Eltern mussten zustimmen, auch das zuständige Familienund das Amtsgericht mussten gefragt werden, bevor Henning die Erlaubnis bekam, sein erstes Unternehmen zu gründen. „Ich habe schon immer gern gehandelt“, erzählt der Jungunternehmer, der gleichzeitig Journalist

Henning Hünerbein, Gründer des Newsportals Osnalive

ist. „Wichtig war aber für mich, dass ich nicht irgendetwas angestellt machen wollte, sondern selbst etwas auf die Beine stellen wollte.“ „Der Wirtschaftsunterricht in mei-

ner Schule hat mich da nicht viel weitergebracht, der war zu wenig praxis- und anwendungsorientiert. Doch als ich einen freiwilligen Kurs an meiner Schule bei meiner Lehrerin, die eine Fortbildung im Bereich der Vermittlung von Entrepreneurship-Ideen angeeignet hatte, belegte, hat es

bei mir Klick gemacht“, sagt der Schüler, der sich derzeit auf seine Prüfungen vorbereitet und weiter aufs Wirtschaftsgymnasium gehen will. „Unternehmerisches Denken heisst ja nicht, dass jeder gleich ein Startup gründen muss.“ Unternehmerisches Denken bedeutet eine bestimmte Herangehensweise an das Lösen von Aufgabenstellungen und Herausforderungen. „Ich habe schon vorher eine Idee für eine Nachrichtenplattform für junge Zielgruppen in

Osnabrück entwickelt, der Kurs in meiner Schule hat mir gezeigt, wie man einen Businessplan schreibt und eine Geschäftsidee entwickelt.“ Hünerbein, der mit seiner Platt-

form, monatlich rund 50.000 bis 80.000 page impressions verzeichnen kann, nahm zunächst am niedersächsischen Landeswettbewerb der Organisation teil, dort konnte er sich gegen zehn andere Schüler durchsetzen. Als Gewinner nahm er in Berlin am Bundesentscheid teil. „Der

Jury war es wichtig, dass sich die teilnehmenden Unternehmen sozial engagieren und umweltbewusst handeln. Da war ich mit meinem Onlineportal genau richtig“, berichtet der Jungunternehmer. Trotz vieler guter Ideen, setzte er sich gegen seine starken Konkurrenten durch und gewann ein Preisgeld und eine weitere Einladung diesmal nach New York. Hier fand dann der „Global Show Case 2018“ statt, bei dem die weltbesten Gründer-Schüler und Schülerinnen ihre Unternehmen einer internationalen Jury vorstellen. Text: Frank Tetzel

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Termine 2018

Bezeichnung

Bundesland/Land

19.06.

Landesevent

Niedersachsen

06. - 07.07.

Landesevent NRW

NRW

12.07.

Landesevent Baden-Württemberg

Baden-Württemberg

25.07.

Landesevent / Refreshment Bayern

Bayern

03.09.

Landesevent Berlin / Neue Bundesländer

Brandenburg

05. - 06.10.

BUNDESEVENT

Berlin

08. - 10.11.

Youth Start European Entrepreneurship Award

Irland


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GEZIELT ERHITZEN EINBLICK – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

Michaela Wachtel ist Head of Operations and Marketing bei dem sächsischen Startup-Unternehmen Watttron GmbH. Worin liegen die Vorteile Ihrer patentier-

SCHÖN GEWINDELT! Stephanie Oppitz ist alleinige Inhaberin der WindelManufaktur Dresden und stellt individuelle Stoffwindeln her.

War der Markt für so liebevoll gestaltete Stoffwindeln bei der Firmengründung 2013 schon bereit oder musste Pionierarbeit geleistet werden? Oppitz: Der Markt war leider noch nicht bereit – und er ist es in vielen Teilen heute auch noch nicht. Wir müssen enorme Aufklärungsarbeit leisten! Wir sind deshalb auf vielen verschiedenen Kanälen informierend unterwegs: allen voran natürlich bei Social Media. Unser Atelier ist offen, viele Kunden schauen sich unsere Produktion an und informieren sich direkt vor Ort. Mit welchen Schwierigkeiten hatten Sie zu Beginn besonders zu kämpfen? Oppitz: Noch vor dem Verkauf steht die Produktion – und das war die größte Schwierigkeit für uns. Durch den Niedergang der Textilwirtschaft in Sachsen ging nicht nur das enorme Know-how verloren – es fielen auch die vielen Facharbeiter weg. Unser Anspruch an Qualität ist sehr hoch, und wir haben lange gebraucht, um das produktionstechnische Fachwissen bei uns konzentrieren zu können.

Wie stellten Sie sicher, sich von der Kon-

kurrenz zu unterscheiden? Oppitz: Voll Stolz kann ich sagen, dass nicht nur unsere Idee die beste (weil ökonomischste und schönste), sondern auch unsere Qualität die höchste ist. Für uns steht die langfristige Unternehmensentwicklung im Fokus, und das darf der Kunde auch spüren.

Warum hat sich der Standort Dresden für Sie als richtige Wahl erwiesen? Oppitz: Ich wünsche mir, dass die Arbeit bei mir nicht als „Job“ gesehen wird, sondern als Aufgabe – und dafür muss ich für meine Mitarbeiter attraktiv sein. Dazu gehört ganz klar ein gut erreichbarer Standort, aber auch ein ansprechendes Arbeitsumfeld. Welchen Rat haben Sie bei der Firmen-

gründung eingeholt? Oppitz: Ich bin zwar Alleininhaberin der WindelManufaktur, aber mein Mann ist mein wichtigster Berater und wir haben von Anfang an mit Fachleuten zusammengearbeitet.

Text: Helmut Peters

ten Technologie von Heizsystemen? Wachtel: Im Thermoformverfahren werden unzählige Produkte, u. a. Verpackungen, Blister, Autoverkleidungen und Kühlschränke, hergestellt. Dabei werden Kunststofffolien erhitzt und anschließend mittels Druckluft in ein Formwerkzeug ausgeformt. Auf diese Weise entstehen z. B. Joghurtbecher und Blisterverpackungen für Pralinen oder Rasierklingen. Heutzutage werden diese Folien mit gleichmäßig erhitzenden Heizplatten erwärmt. Dadurch verteilt sich aber das Material der Kunststofffolie im Formprozess sehr unterschiedlich. Mit unserem innovativen Heizsystem kann die Folie im Erwärmungsprozess gezielt ungleichmäßig erwärmt werden. Stellen, die stärker als im Standardprozess verformt werden sollen, können nun höher erhitzt werden und das Material wird dort weicher, während Bereiche, die nicht oder wenig verformt werden sollen, auch nur wenig erwärmt werden und damit fester sind. Durch die heterogene Erwärmung des Ausgangsmaterials wird der Ausformprozess deutlich optimiert und es entsteht eine homogenere Verteilung des Materials. Das Heizsystem findet nicht nur in der Verpackungsindustrie Anwendung. Inzwischen gibt es auch Anfragen aus der Medizintechnik, Automobilindustrie, Mikroelektronik oder Chemie. Tatsächlich kann es überall dort sinnvoll eingesetzt werden, wo zeitlich und örtlich definierte und präzise Wärme benötigt wird.

Welches waren die größten Schwierigkei-

ten in der Anfangsphase, Ihre Produkte auf dem Markt zu platzieren? Wachtel: Am Anfang sind wir davon ausgegangen, dass wir hauptsächlich diejenigen überzeugen müssen, die unser Heizsystem in ihre Maschinen einbauen sollen – also die Verpackungsmaschinenhersteller. Wir haben jedoch sehr schnell gemerkt, dass wir zuerst mit den Endkunden reden müssen – also denjenigen, die direkten Nutzen aus den Materialund Energieeinsparungen ziehen können. Das sind in unserem Fall z. B. Lebensmittelproduzenten, die ihre Produkte selbst verpacken und direkt von den eingesparten Materialkosten profitieren. Welche Hilfe haben Sie durch Wirtschafts-

förderungen, Beratungen und Innovationsplattformen erhalten? Wachtel: Wir haben über das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Forschungstransferförderung erhalten. Dies war essenziell, um den Sprung von der Wissenschaft in die Industrie zu schaffen. Wichtig waren und sind für uns aber auch lokale Netzwerke in Dresden, besonders die finanziellen Fördermöglichkeiten, die der Freistaat Sachsen gerade für kleine, technologieorientierte Unternehmen bietet. Warum haben Sie Freital in Sachsen als

Firmenheimat gewählt? Wachtel: Unser Startup ist eine Ausgründung aus der TU Dresden und dem Fraunhofer IVV in Dresden. Es war daher naheliegend, einen Standort in Dresden oder der näheren Umgebung zu suchen, um den Kontakt zu den Forschungseinrichtungen zu halten. Text: Helmut Peters

Foto: Amac Garbe

Foto: pixelschieber

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Die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen

Gründerland Sachsen

Netzwerkausbau

futureSAX – die Klammer um das Gründungs- & Innovationsgeschehen in Sachsen

Über 7.000 Akteure im Netzwerk

Bekanntheitsgradsteigerung

Netzwerk für Gründer, Unternehmer, Wissenschaftler und Investoren.

Geschäftsmodellentwicklung

futureSAX – die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen – ist eine Initiative des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Die Plattform gibt Gründern und Unternehmern aus Sachsen Wachstumsimpulse und vernetzt branchenübergreifend Innovatoren aus Wissenschaft und Wirtschaft. Zur Finanzierung des Wachstums bietet futureSAX Gründern und Unternehmern zahlreiche Matching-Möglichkeiten mit Kapitalgebern.

unterstützt die Entwicklung von guten Ideen zu tragfähigen Geschäftskonzepten. Auf Messen, wie der KarriereStart, Hannover Messe oder CEBIT bietet futureSAX mit einem eigenen Format, der Start-up-Corner, Gründern die Chance sich zu präsentieren. www. futuresax.de/gruender

futureSAX im Profil:

Das futureSAX-Start-up-Partner-Netzwerk zeigt Ihnen den richtigen Ansprechpartner bei verschiedensten öffentlichen Unterstützern der sächsischen Start-up-Szene und bietet auf den ersten Blick alle Informationen zu interessanten Veranstaltungen in Sachsen. www.futuresax.de/start-up-partner-netzwerk

Innovations-/Wachstumsbeschleuniger Netzwerk aus über 7.000 Akteuren Kernzielgruppen: innovative Gründer, wachstumsorientierte Unternehmer Zusammenführung von Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Investoren Wettbewerbe: futureSAX-Ideenwettbewerb, Sächsischer Transferpreis, Sächsischer Staatspreis für Innovation Veranstaltungen: Wissensvermittlung, Vernetzung und Impulsgebung

futureSAX speziell für Gründer: Sichtbarkeit für Sachsens Gründer Mit dem Ideenwettbewerb erhöht futureSAX die Sichtbarkeit für Gründer in Sachsen und

www.futureSAX.de

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Zugang zu Investoren

Start-up-Partner-Netzwerk

Sächsisches MentoringNetzwerk Durch das Mentoring-Netzwerk lernen Gründer engagierte Unternehmer, Angestellte und Wissensträger kennen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung im Wachstumsprozess zur Verfügung stellen. So holen sich Gründer Erfahrungswerte zu einem für sie wichtigen Themenbereich ein, erweitern ihren eigenen Meinungsprozess durch erfolgreiche Strategien und Taktiken Dritter und erhalten eine externe Reflexion auf ihre Pläne und Ziele. www.futuresax.de/mentoring

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futureSAX – die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen | futureSAX GmbH Anton-Graff-Str. 20 | 01309 Dresden | Tel.: +49 (0) 351 79 99 79 79 | info@futuresax.de

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Unterstützung beim Markteintritt

Erhöhung Sichtbarkeit

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Foto: Dirk Hanus

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Foto: Anne Schwerin

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Maria Piechnick gründete das Startup „Wandelbots“ zusammen mit ihrem Mann Christian und den Kommilitonen Georg Püschel, Jan Falkenberg, Sebastian Werner, Frank Fitzek und Giang Nguyen.

Dr. Martin Böhringer, Mitbegründer von Staffbase 

DIE PROGRAMMIER-JACKE UND DIE UMFASSENDE MITARBEITER-APP

Warum sollte das, was bei Animationsfilmen schon lange geht, nicht auch ganz praktisch bei Robotern gehen? Um beispielsweise in einem Film

einer Gieskanne realistische menschliche Züge und Regungen zu verpassen, werden schon seit über 20 Jahren kleine „Tracking“-Sensoren auf ein echtes menschliches Gesicht geklebt um die Mimik auf das Objekt, die Gieskanne, zu übertragen. Maria Piechnick arbeitete an

ihrer Doktorarbeit zum Thema Wearables an der Technischen Universität Dresden, als ihr die Idee kam, ähnliche Sensoren in Bekleidung zu nähen, um damit Bewegungen vorzugeben, die in ihrer Abfolge auf einen Roboter übertragen werden. Zusammen mit ihrem Mann Christian und den Kommilitonen Georg Püschel, Jan Falkenberg, Sebastian Werner, Frank Fitzek und Giang Nguyen gründete sie das Startup „Wandelbots“, das seit dem 1. Januar 2018 als eigenständiges Unternehmen voll durchstartet und weltweit Aufmerksamkeit erregt. Die Idee ist so einfach wie genial

und könnte stupide und gefährliche, immergleiche Arbeitsabläufe auf der ganzen Welt verändern. Zieht ein Mitarbeiter eine von Wandelbots präparierte

Jacke und den ebenfalls präparierten Handschuh an und führt die geforderte Armbewegung oder den geforderten Griff aus, dann übertragen die an allen Gelenken eingenähten, etwa einen Kubikzentimeter großen Sensoren seine Bewegungen direkt auf einen Roboterarm, der diese Bewegung „lernt“. Im Dresdener Büro befinden sich mehrere Prototypen an Armen, an denen das Entwicklungsteam die Abläufe samt zugehöriger Software testet. „Der Roboterarm hat viel mehr

Bewegungsfreiheit als ein menschlicher Arm“, sagt Christian. „Die Bewegungen werden also nicht genau 1:1 ausgeführt sondern übersetzt. Je nach Komplexität muss die Bewegung ein paar Mal vorgemacht werden. Die Software generiert dann automatisch das passende Programm dazu.“ Der Ansatz, eine Jacke zum Pro-

grammieren von Arbeitsabläufen einzusetzen, ist im industriellen Umfeld revolutionär. „Wir reden hier von einem Speedup in der Programmierung mit Faktor 50 – mit unserer Jacke zu programmieren geht also 50 Mal schneller als eine klassische Programmierung“, so Christian. Einmal programmiert, arbeitet der Roboter alleine. VW in der Manufaktur Dresden erprobt die

Sensorjacken bereits, weltweit haben Unternehmen ihr großes Interesse signalisiert, sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sie auf ihrem Messestand besucht. „Überall setzen Mittelständler nur deshalb keine Roboter ein, weil deren Programmierung so teuer und aufwändig ist. Genau diese wollen wir ansprechen.“ Doch Angst einjagen muss die durchdachte Erfindung niemandem: Roboter sind weder kreativ noch können sie selber Probleme lösen. Dazu wird man immer Menschen brauchen. Und diese Menschen, die Mit-

arbeiter, muss man erreichen können. Denn Mitarbeiter, die sich wahrgenommen und wertgeschätzt fühlen, sind nicht nur gesünder und glücklicher, sie sind das wichtigste Kapital eines jeden Unternehmens. Frank Wolf entwickelte jahrelang Intranetprojekte für Unternehmen und bemerkte immer wieder, dass im Intranet veröffentlichte Informationen bei weitem nicht alle Menschen im Unternehmen erreichen, sondern nur Angestellte mit PC-Arbeitsplatz. Um unter anderem auch Berufs-

gruppen wie Schichtarbeiter, Paketzusteller, Verkäufer und Fahrer ansprechen zu können, gründete er zusammen mit dem promovierten Betriebswirtschaftswissenschaftler Lutz

Gerlach und dem promovierten Wirtschaftsingenieur Martin Böhringer in Chemnitz das Startup Staffbase, das speziell konfigurierte Mitarbeiter-Apps entwickelt. Im Gegensatz zum Intranet wird die Mitarbeiter-App von Staffbase auf das private Smartphone geladen und ist jederzeit nutzbar. Es vereint viele Features und Bereiche, die bisher entweder gar nicht oder aber auf vielen verschiedenen Wegen kommuniziert wurden. „Das verbindende Element ist dabei, wirklich jeden einzelnen Mitarbeiter erreichen und Wert schätzen zu können“, sagt Dr. Martin Böhringer. „Die Entscheidung, unsere App einzuführen, wird dabei immer vom Vorstand getroffen. Ziel sind Mitarbeiterzufriedenheit und Employer Engagement. Jeder einzelne soll wissen, warum es sein Unternehmen gibt und wie wichtig der Beitrag ist, den man als Mitarbeiter jeden Tag leistet.“ Die Mitarbeiter sollten einen gewissen Stolz fühlen bei dem, was sie tun – denn viele wüssten gar nicht, was sie alles leisteten.

Um tatsächlich genutzt zu werden, muss eine App greifbare Vorteile bieten: „Ihren Schichtplan sehen viele Menschen nach wie vor oft nur am Ende des Monats als Aushang in der Zentrale. Indem ich ihnen diesen genauso wie

beispielsweise den Urlaubsplan auf ihr Smartphone schicke, schaffe ich echten Mehrwert“, so Dr. Böhringer. „Auch eine Krankmeldung können sie nun einfach abfotografiert via Smartphone über die App an die Personalabteilung schicken. Für viele Berufstätige ist unsere App das erste Mal überhaupt, dass sie digitalen Zugang zum Unternehmen erhalten.“ Doch Staffbase denkt und geht viel weiter und entwicklt Plugins für alle Kommunikations- und Mitarbeiterbedürfnisse. Unternehmensnachrichten, Mitarbeiterverzeichnisse, Zeiterfassung, Chats, Kalender, Speisepläne und sogar Umfragen gehören zu den Features, sämtliche bereits bestehende Informationskanäle werden dabei von Staffbase in die App integriert – auch in anderen Sprachen. „Wir bieten unsere Mitarbeiter-App ab einer Unternehmensgröße von 300 Mitarbeitern an, interessant wird es ab 1.000 Mitarbeitern“, so Dr. Böhringer. Das hat sich nicht nur in Chemnitz herumgesprochen, sondern mittlerweile weltweit: Über 200 Großkunden aus Deutschland, den USA, Japan, Russland und Indien haben Staffbase bereits eingeführt und freuen sich über eine Durchdringung von 50 bis 90 Prozent.

Text: Katja Deutsch


FORSCHEN, FÖRDERN, VERNETZEN.

NEUGIER UND EXPERIMENTIERGEIST LIEGEN DEN SACHSEN IM BLUT. Und damit aus Träumen und virtuellen Ideen reale Innovationen werden können, schaffen wir im Freistaat beste Bedingungen. Mit 14 Hochschulen und rund 50 außeruniversitären Forschungseinrichtungen steht das traditionelle Erfinderland Sachsen heute mehr denn je für seinen ausgeprägten Innovations- und Ingenieursgeist sowie eine lebendige Start-up-Szene. Wie vielfältig die Perspektiven in Sachsen sind, erfahren Sie auf: www.so-geht-sächsisch.de


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ERINNERUNGEN FESTHALTEN Doch nach einiger Zeit stellten die Päda-

gogin und der Betriebswirt fest, dass sie völlig den Überblick über all die schönen Erinnerungen verloren hatten. „Wir haben allein im ersten Jahr 1800 Aufnahmen gemacht. Einige davon sind gespeichert auf dem Handy. Andere haben wir auf der Festplatte oder tief in der Cloud gesichert. Und wieder andere liegen ausgedruckt in einer Erinnerungskiste“, sagt Anja. Sehr schade, denn all diese Herzensmomente drohten so in Vergessenheit zu geraten, wenn nicht sogar verloren zu gehen. „Und nicht nur das“, ergänzt sie. „Die fehlende Übersichtlichkeit und Anschaulichkeit erschwert das Erinnern an diese einzigartige Zeit und die wundervollen Momente.“

PREISGEKRÖNTES STARTUP Das Produkt mag unscheinbar wirken, aber spätestens seit JeNaCell kürzlich den Preis „Falling Walls Venture“, eine Auszeichnung für die besten Startups aus aller Welt gewonnen hat, ist klar, dass dieser Schein trügt. Denn JeNaCell produziert einen ganz besonderen Zellstoff, der für viele Menschen das Leben leichter machen kann. „Dabei handelt es sich um eine biotechnologisch gewonnene Zellulose mit definierter Formgebung und nanostrukturiertem Aufbau“, erklärt Geschäftsführerin Nadine Heßler. Klingt kompliziert, aber der praktische Nut-

zen liegt auf der Hand. Denn aus dieser speziellen Zellulose wird eine Wundauflage produziert, mit der beispielsweise großflächige Brandwunden schnell und schmerzfrei behandelt werden können. Schließlich besteht diese Auflage zu 99 Prozent aus Wasser und zu einem Prozent aus Zellulose. „Das vollbiologische Material ist dadurch sehr feucht und klebt nicht an der Wunde“, so Heßler. JeNaCell ist zwar nicht das einzige Unternehmen, das dieses Produkt herstellt. „Aber wir

sind die einzigen, die ein technisches Verfahren entwickelt haben, es sowohl in großen Mengen als auch mit einer besonderen Qualität zu produzieren.“ Eingesetzt werden kann das Material auch zum Beispiel in der Dermatologie und in der Kosmetik. Dass JeNaCell heute so erfolgreich ist, war dem Unternehmen nicht in die Wiege gelegt. Gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Dana Kralisch gründete Heßler ihr Startup 2012 aus der Universität, an der die beiden Frauen studierten, aus. Da Startups in der Biotechnologie-Branche viel Anfangskapital benötigen, mussten Geldgeber gefunden werden. Das klappte, denn offenbar lag das Potenzial des Produkts auf der Hand. Inzwischen hat das Unternehmen 14 Angestellte. Heßler und Kralisch blicken mittlerweile auf sechs bewegte und anstrengende Jahre seit der Gründung zurück. „Es war ein harter Weg, aber wir bereuen nicht, dass wir ihn gegangen sind“, so Nadine Heßler. Text: Armin Fuhrer

Damit wollten sich die beiden 32-jährigen Eltern aber nicht abfinden. „So kamen wir auf die Idee, einen virtuellen Ort zu schaffen, an dem wir Eltern alle diese einzigartigen Erlebnisse mit unseren Kindern praktisch sowie zeitsparend ordnen und veranschaulichen können.“ Sie stellten fest, dass eine solche Anwendung einen großen Mehrwert für viele Eltern bieten würde und beauftragten einen Entwickler mit der Programmie-

rung eines entsprechenden Tools. Auch ein Name war schnell gefunden: Ahwoo – nach dem ersten Laut des Sohnemanns. Beratung und Unterstützung in der Gründungsphase bekommt die Gründerin im regionalen Gründerzentrum und bei dessen Partnern. Wenn ahwoo.de jetzt an den Start geht,

können Eltern nach der Registrierung nicht nur Fotos und Videos vom ersten Kindergartentag oder dem ersten Urlaub am Meer hochladen, sondern auch Dokumente wie die Geburtsurkunde oder Audios vom aktuellen Lieblingslied des Kindes. „Damit hat man alles komplett an einem Ort und die Suche hat ein Ende“, so die stolze Mama. Zudem bietet ahwoo.de die Möglichkeit, die Seite individuell zu gestalten, sodass zum Beispiel besonders emotionale Momente hervorgehoben werden können. Aber das ist längst noch nicht alles, denn auch enge Wegbegleiter können über einen Registrierungslink Zugang bekommen. „Wenn die Oma weit entfernt wohnt, kann sie trotzdem unkompliziert mit wenigen Klicks am Familienleben teilhaben.“ Sicherheit und Datenschutz werden dabei großgeschrieben, betont die Gründerin. In absehbarer Zeit soll das Angebot noch um praktische Features wie Fotobücher, e-pubs oder digitale Bilderrahmen erweitert werden, um Fotogeschenke in kürzester Zeit gestalten zu können. Das Herzstück von Ahwoo, das Dokumentieren und Individualisieren, soll kostenlos sein. „Für die geplanten Erweiterungen brauchen wir aber Unterstützung. Deshalb hoffen wir, per Crowdfunding genügend Mittel zusammenzubekommen. Jeder Beitrag hilft uns dabei, Ahwoo weiterzuentwickeln und noch praktischer für Familien zu machen.“ Text: Armin Fuhrer

Foto: Dirk Bannert

Als ihr Sohn im Juli 2016 das Licht der Welt erblickte, war das für Anja Grießer-Kotzerke und ihren Mann Sebastian natürlich ein sehr emotionales Ereignis. Seitdem durchleben die beiden Erfurter eine aufregende Zeit, in der der Sprössling sich lautstark bemerkbar macht, wenn er Hunger hat, seine ersten Schritte in die große Welt tat und sein erstes Wort von sich gab: „Ahwoo“. Klar, dass die stolzen Eltern das alles festhielten. „Das Smartphone bietet hierfür so viele Möglichkeiten: Fotos machen, Audios aufnehmen und Videos drehen“, stellt Anja fest.


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ERFOLGREICH GRÜNDEN IN MECKLENBURG-VORPOMMERN Auch in Mecklenburg-Vorpommern machen sich immer mehr Menschen mit großartigen Ideen selbstständig. Es gibt Fördermittel aus unterschiedlichen Quellen; Büros, Produktionsstätten und Ähnliches sind günstig zu mieten – beste Bedingungen für die Gründer. Eigentlich sind die beiden, Dr. Je-

nny Schulz und Balazs Baranyai, Biologen und Forscher, Experten für Moorflächen und die dort lebenden Pflanzen. Ein Ideenwettbewerb machte sie jetzt zu Unternehmern. Sie reichten eine Idee ein, erstellten einen Businessplan und gewannen Zuschüsse für die Gründung einer Firma von über 6000 Euro. Ihre Idee – die hier fast ausgestorbene Pflanze Sonnentau auf Moorflächen zu kultivieren. Die Pharmaindustrie verarbeitet Sonnentau zu Mitteln gegen Husten und Erkrankungen der Lunge. „Für ein Kilogramm Sonnentau benötigen wir 2500 bis 4000 Pflanzen, im Gegensatz zu 10 000 kleineren Pflanzen bei den Wildsammlungen“, sagt Baranyai. „Wir bieten dem Abnehmer damit ein Produkt gleichbleibend guter Qualität, während die gefährdeten Naturbestände langfristig geschont werden.“ Ihre erste Ernte werden sie im nächsten Jahr einfahren können. So lange braucht der Sonnentau, bis er auf den zwei Hektar

Balazs Baranyai und Dr. Jenny Schulz, Biologen und Forscher, Experten für Moorflächen

Maschinenbauingenieur David Bredt (zweiter v.r.) und Betriebswirt Stefan Goletzke (erster v.r.) mit ihrem Team.

renaturiertem Moor gewachsen ist. Und sie wollen ihr Geschäft erweitern. Dr. Jenny Schulz: „Wir planen in der Zukunft auch

andere seltene Moorpflanzen, die als Arzneipflanzen verwendet werden, anzubauen. Vorerst wird sich unsere Firma jedoch auf den Anbau von Sonnentau konzentrieren“. Wenn alles gut läuft, könne man die Anbaufläche recht problemlos vergrößern. „Zusätzlich möchten wir in die Verarbeitung einsteigen.“ Aus Forschern wurden erfolgreiche Geschäftsleute.

Einen ganz anderen Weg gingen David Bredt, ein Maschinenbauingenieur, und der Betriebswirt Stefan Goletzke. Beide schon lange Freunde, sind eher zufällig auf ihre Geschäftsidee „Duschkraft“ gestoßen. „Bei uns in der WG war nach dem Duschen alles feucht und beschlagen, es bildete sich Schimmel. Wir haben dann nachgedacht und die kalte Fläche bei der Duscharmatur drastisch vergrößert“, sagt David Bredt. Ein Prototyp wurde entwickelt, die Idee eingereicht. Mit dem Preisgeld für den zweiten Platz in einem Wettbewerb bauten sie

ein noch besseres Modell. Um weiterzumachen beantragten sie Fördermittel beim Land Mecklenburg-Vorpommern und beim Bund, dazu kamen private Einlagen. „Da wir als Gründer derzeit ein Stipendium erhalten und die Duschkraft GmbH über einen Investor finanziert ist, können wir derzeit von unserem Startup leben. Wir haben das große Glück, dass wir unser Unternehmen direkt nach dem Studium gegründet haben und unsere finanziellen Bedürfnisse dementsprechend auf vergleichsweise niedrigem Niveau sind. Wir werden wahrscheinlich im nächsten Jahr in die schwarzen Zahlen kommen“, sagt Stefan Goletzke. Jetzt sind die jungen Unternehmer auf der Suche nach vielen Kunden. Aber das dürfte kein Problem sein. Hotel mit großen Bädern, Ferienanlagen und Wohnungsverwaltungen sollten das Problem mit dem Schimmel in Zukunft mit der „Duschkraft“ lösen können. Text: Jörg Wernien

SPRUNGBRETT FÜR GRÜNDER Foto: Anneke Dunkhase

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Sylvia Tiews ist Teamleiterin des von der Wirtschaftsförderung Dortmund ausgerichteten Wettbewerbs start2grow.

Nun steht das 40. Jubiläum von start2grow bevor. Warum ist dieser Wettbewerb für Gründer so wichtig geworden? Nach 39 bundesweit durchgeführten Wettbewerben gilt start2grow heute als eine Art Prüfplattform für GründerInnen. Wer wissen möchte, ob sich die eigene Idee wirtschaftlich trägt, nimmt am Wettbewerb teil und nutzt das professionelle Feedback unserer Gutachter. start2grow ist damit ein Meilenstein der Realisierungsplanung geworden.

Welche Herausforderungen sind für Gründer heute viel schwieriger zu bewältigen als im Jahr 2001? Wurden sie früher mit ihren am Puls der Zeit liegenden technologischen Ideen kaum als Unternehmen wahrgenommen, will heute jeder die digitalen und heilbringenden Startups kennen lernen. Die Startups selbst haben heute dieselben Herausforderungen wie die etablierte Wirtschaft zu meistern – ein großes Problem ist derzeit auch bei ihnen das Recruiting des passenden Personals (Fachkräftemangel).

FAKTEN

Welche Rolle spielt der Aufbau des Coaching-Netzwerks?

Trotz einer wachsenden und boomenden Konjunktur ist die Zahl der gewerblichen Existenzgründungen in MecklenburgVorpommern in den letzten zehn Jahren von 13 400 auf 4700 gesunken (Quelle: Institut für Mittelstandsforschung). Dabei hat das Land viele sehr gute Programme zur Förderung von Startups und Selbstständigkeit.

Aktuell engagieren sich über 600 Fachleute ehrenamtlich im Coaching-Netzwerk. Jederzeit können sich GründerInnen online an diese wenden und sich z. B. mit Branchenfachleuten, Marketingexperten, Rechtsanwälten, Patentanwälten oder Steuerberatern austauschen. ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT

Wertvoll für Gründer im hohen Norden Die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH vergibt Darlehen und übernimmt Bürgschaften. Doch sie berät auch bei der Nachfolge für Unternehmen und vermittelt Beteiligungen. Seit über 25 Jahren engagiert sie sich für den Mittelstand im Land. Dr. Thomas Drews, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH, was macht eigentlich eine Bürgschaftsbank? Der Ursprung der deutschen Bürgschaftsbanken liegt in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Den Unternehmen standen auf der einen Seite kaum eigene Mittel zur Verfügung, auf der anderen Seite verfügten sie nicht über die nötigen Vermögenswerte, die als Sicherheiten für die Kreditfinanzierung hätten genutzt werden können. Vor diesem Hintergrund schlossen sich Finanzwirtschaft und unternehmerische Interessenverbände zusammen und installierten das System Bürgschaftsbanken. Mit diesem Auftrag gelang es den Bürgschaftsbanken, gerade in den neuen Bundesländern nach der deutschen Wiedervereinigung, zahlreiche Existenzgründer im Zuge von Privatisierung und im Umfeld der freien Markwirtschaft auf dem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Hier profitieren besonders die kleinsten und kleinen Unternehmen vom System der Bürgschaftsbank. Als Start-up in Mecklenburg-Vorpommern, welche Möglichkeiten der Förderung gibt es? Es gibt eine breite Möglichkeit der Förderung von Start-up Unternehmen. Neben den Möglichkeiten der Forschungsförderung begleitet insbesondere die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH junge innovative

Unternehmen. Innovative und insbesondere technologieorientierte Unternehmen stehen bei der Finanzierung ihrer Vorhaben zumeist vor besonderen Herausforderungen. Für die Realisierung des Vorhabens ist insbesondere der richtige Finanzierungsmix ein wichtiger Erfolgsfaktor. Aus welchen Branchen kommen die Förderanträge? In der Bürgschaftsbank ist es ein breiter Mix von Handwerk, Handel, Industrie und des Dienstleistungsbereiches. Bei Start-up Unternehmen vor allem aus dem Bereich der Medizintechnik, Automatisierung und Softwareentwicklung. Und wir arbeiten zügig. In der Regel dauert es bis zu drei Wochen, bis ein Antrag genehmigt ist. Wir haben aber schon mal die Zusage nach 24 Stunden geben können. Wünschen Sie sich mehr Startups in Ihrem Bundesland? Der geplante Ausbau der bestehenden Programme zeigt die Zielrichtung auf Förderung von möglichst vielen neuen und frischen Ideen in Start-ups. Das Land MV bemüht sich, insbesondere die Digitalisierung deutlich voranzubringen und unterstützt diese mit einer Vielzahl von Aktivitäten. Diese klug mit Programmen des Bundes zu verbinden ist u.a. eine der Herausforderungen. Gelingt das, dann kommen vermutlich mehr junge Firmen ins Land, um hier erfolgreich zu gründen.

Dr. Thomas Drews, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH


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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – AKTUELLES 35 ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

LUPINENKAFFEE? JA WIE SCHMECKT DENN DER? Foto: Georg Hundt, www.georghundt.de

Um eine köstliche Antwort auf diese Frage zu finden, hat das Ehepaar Rost mit zähem Gründergeist mehr als zwei Jahre lang geforscht und probiert. Mit „Lupini“ wurde ihr Neustart mit einer Bio-Rösterei in Barth zum Erfolg. Startup! Das Wort allein schreit

nach Dynamik. Los geht‘s! Aufbruch in das neue, das digitale Zeitalter. Auch das Ehepaar Michelle und Marcel Rost gehört zu denen, die den Mut fanden und ihrer langjährigen beruflichen Abhängigkeit davongerannt sind. Allerdings in die entgegengesetzte Richtung – zurück zu Ursprünglichem und ewig Vertrautem. Sie haben mit ihrem Startup die Sehnsucht nach Omas Kaffeeklatsch-Gemütlichkeit neu erweckt. Als „LandDelikat – die Bio Rös-

terei“ firmiert ihr Familienbetrieb mit ländlichem Feinkosthandel. Mit diesem Logo haben sie vom Start weg die Zielrichtung festgeschrieben. Ihr „Genussladen“ in Barth, dieser touristischen Perle in der vorpommerschen Boddenlandschaft, ist vor allem mit seinen Röstprodukten längst kein Geheimtipp mehr – weder bei den Einheimischen noch bei den Touristen. Und auf Märkten

in Vorpommern erfreuen sie mit ihrer fahrbaren Rösterei die Kundschaft. Dabei war es echter Gründergeist

mit viel Mut zum Risiko und langwieriger Suche, mit dem das Ehepaar längst Vergessenes neu aufblühen lässt. Oder wüssten Sie, liebe Leser, spontan eine Antwort auf die Frage: „Wie schmeckt denn eigentlich Lupinenkaffee?“ „Nussig und nach Nougat und Kakao“, sprudelt Michelle Rost heraus und fügt hinzu: „Aber er schmeckt weicher, milder und feiner als Kaffee und Säure hat er überhaupt keine.“ Wie so oft bei Neugründungen

hat auch beim Ehepaar Rost ein persönliches Problem den Anstoß

gegeben. Ausgerechnet die Hotelfachfrau mit einer Barista-Ausbildung für die Zubereitung von Kaffee vertrug ihr Lieblingsgetränk plötzlich nicht mehr. „Dann müssen wir unseren Kaffee halt selber rösten“, entschied ihr Mann am Frühstückstisch. „Das war vor zehn Jahren“, erinnert sich Michelle Rost. „Damals mussten wir lange suchen, ehe uns Carlos in Rostock das Röster-Handwerk beibrachte. Inzwischen wird das ja häufiger angeboten.“ Bei den beiden kam noch eine

andere Sehnsucht dazu. „Im Urlaub hatten wir uns in die ursprüngliche, stille Naturlandschaft Vorpommerns verliebt, die so einen wundervollen Frieden ausstrahlt“, schwärmt Michelle

Rost. „Beim Spaziergang kannst du noch beobachten, wie ein Fuchs versucht, dem Seeadler die Beute zu stibitzen. Und die Menschen hier sind so wundervoll offen und warmherzig. Und wir leisten unseren bescheidenen Beitrag, damit das alles erhalten bleibt.“ Gerade deshalb aber blieb zu Beginn ein Unbehagen. Der biologische Hochlandkaffee, den das Ehepaar röstet, muss ja um den halben Erdball ins idyllische Barth transportiert werden. Die naturschonende Alternative: Kaffee aus Getreide und den erbsenähnlichen Hülsen aus den Schoten der Lupine. „Die Lupine hatten wir schnell ins Herz geschlossen“, gesteht Marcel

Rost lächelnd. Es wurde eine schwierige Liebe. „In Gendatenbanken entdeckten wir 2500 verschiedene Sorten der Pflanze“, berichtet der Chef. „Wir haben unterschiedliche Sorten geröstet, probiert, ausgespuckt, nach neuen geforscht. Zweieinhalb Jahre lang. Unser Erspartes haben wir dafür aufgebraucht. Dann eine Sorte aus einem früheren Kompetenz-Zentrum der DDR hier in Mecklenburg-Vorpommern. Beim Riechen schon haben wir uns mit leuchtenden Augen angeschaut. Dann der erste Schluck – und wir waren überzeugt.“ Inzwischen macht „Lupini“ rund

50 Prozent ihres Umsatzes aus. „Da ihn auch viele Touristen delikat finden“, sagt Michelle Rost, „haben wir über unseren Internetladen Kunden fast überall in der Welt.“ Und ihr Mann ergänzt: „Wir säen und ernten und verarbeiten ja alles selbst, schaffen also eine komplette regionale Wertschöpfungskette. Auch deshalb sind die Menschen hier in Barth stolz auf unser Nischen-Unternehmen – und vor allem auf unseren Lupinenkaffee.“ Der übrigens immer mehr Nachahmer findet. Text: Norbert Scheid ANZEIGE

VORPOMMERN-RÜGEN FREIRÄUME FÜR MENSCHEN MIT IDEEN

Im äußersten Nordosten Deutschlands liegt der Landkreis Vorpommern-Rügen. Über 3.000 Quadratkilometer Land, geprägt von atemberaubender Natur, bezaubernden Städten, Gutsdörfern und unendlichen Weiten. Hier ist Raum für Ideen und Wünsche, Raum für Lebenslustige, Naturliebhaber, Familien, Ruhesuchende, Impulsgeber, Raumpioniere, Experimentierfreudige, Mutige, Einzelgänger, Aktive, Kreative, Künstler, Landliebende, für Menschen auf der Suche nach Raum zum Leben und Arbeiten.

Neugierig? www.invest-in-vorpommern.de/landaufschwung Tel. 03834 / 550 619


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FOKUS – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

GRÜNDER-HOTSPOTS STUTTGART: MOBILITÄT UND ENGINEERING Für den Bereich Mobilität und

Engineering ist Stuttgart genau der richtige Standort, denn das hervorragende und inspirierende Umfeld hilft, neue Ideen in die Tat umzusetzen. Um innovative Business-Ideen zu den Themen Mobilität, Engineering und Manufacturing zur Marktreife zu bringen, wurde der M.Tech Accelerator ins Leben gerufen. Er bietet ein optimales Arbeitsumfeld im idea&innovation lab wizeman.space, der auch einen kreativen Austausch mit anderen Startups ermöglicht.

Ein kompetentes Netzwerk sichert kurze Wege zu Entscheidungsträgern der Mobility Branche und zu einer agilen Gründer-Community sowie Hilfe bei der Gründung und bei der Recherche nach Fördermöglichkeiten. Auch die Produktion eines Prototyps wird unterstützt. Die freie Nutzung des Hard- und Software-Labs ist ebenfalls möglich. Die angehenden Unternehmer können zudem auf ein individuelles Coaching und Mentoring zurückgreifen. Das Netz von Unterstützern für

FREIBURG: SMART GREEN deren Gründern und speziellen Unterstützungsprogrammen. Hier bietet der Smart Green Acce-

lerator Hilfe. Denn die Gründer entwickeln gemeinsam in einem einzigartigen Startup-Ökosystem zusammen mit Mentoren, Startup-Experten und Industriepartnern ein Geschäftsmodell, formulieren ihre Marktstrategie und kommen mit potenziellen Investoren in Kontakt. Für sein Programm sucht der Grünhof ambitionierte und innovative Startups aus dem Bereich der

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In Freiburg ist gerade der Smart Green Accelerator, eine Kooperation der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) und dem Gründerzentrum Grünhof gestartet. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm für Startups, die erfolgreich auf den Markt gebracht und mit zukunftsorientierten Unternehmen vernetzt werden. Gerade in der Frühphase benötigen Gründer viel Hilfe, denn häufig fehlt es ihnen zum Beispiel an einer Vernetzung mit Partnern aus der Industrie, an Austausch mit an-

Startups wird auch sonst immer enger gestrickt. So gibt es beispielsweise die Startup-Autobahn, eine neutrale Plattform, an der zahlreiche Unternehmen beteiligt sind. Ins Leben gerufen wurde sie von Daimler gemeinsam mit Plug & Play, der Universität Stuttgart und ARENA2036. Hier werden tiefgehende und kuratierte Kollaborationen zwischen Schlüsselpartnern aus der Industrie, Investoren und Mentoren moderiert, um dem Wachstum von Startups zu helfen.

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Eine unabhängige Kampagne von European Media Partner

Green Economy. Der Fokus liegt dabei auf den Themen Umwelttechnik, Planen & Bauen, Nachhaltige Mobilität, Erneuerbare Energien, ökologische Landwirtschaft & Urban Farming, Open Data & Smart Government, Bildung, nachhaltiger Tourismus und nachhaltiger Lifestyle. Um den Startups eine optimale Un-

terstützung zu geben, bietet der Smart Green Accelerator einen Free Office Space, No Equity, ein Industriefeedback, ein Hands-on Training und Startup Peers.

KARLSRUHE: IT UND HIGHTECH In Karlsruhe bietet das Cyber-

Lab, das vom CyberForum als IT-Accelerator des Landes Baden-Württembergs betrieben wird, ein hervorragendes Umfeld für Startups aus der IT- und Hightech-Branche. Die maßgeschneiderte Förderung beinhaltet ein Mentorenprogramm, das die Startups beim Aufbau ihres Unternehmens unterstützt und eine optimal ausgestattete Arbeitsumgebung. Um den Gründern den Zugang zu zahlreichen Unternehmen und einem eigenen Business

Angel Netzwerk zu erleichtern, arbeiten sie Tür an Tür mit dem Cyberforum. Talentierten Gründern wird auch die

Chance geboten, ihre Geschäftsidee schnell zur Marktreife zu bringen und die Finanzierung zu sichern. Eine Arbeitsphase dauert sechs Monate, kann aber auf zwölf Monate verlängert werden. In dieser Zeit werden die Gründer von erfahrenen Startup Consultants betreut. Das CyberForum, das nur eine Tür entfernt ist, bietet wiederum den Startups Hilfe in

organisatorischen und administrativen Fragen oder PR-Angelegenheiten. Da Anfänger oft keine Kenntnisse über die Erstellung eines Business Plans oder die Konzeption einer Marketingstrategie haben, helfen im CyberLab Mentoren den Gründern auch in dieser wichtigen Anfangsphase. Und noch etwas ist sehr vorteilhaft: Im Gegensatz zu anderen Inkubatoren müssen für das CyberLab keine Anteile abgegeben werden und die Mietkosten der Büroinfrastruktur sind unschlagbar günstig.


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Baden-Württemberg heizt Gründungsdynamik weiter an Eine kreative, lebendige und erfolgreiche Start-upSzene? Die gibt’s in Baden-Württemberg! Mit der neuen Landeskampagne „Start-up BW“ unterstützt die Landesregierung Start-ups und regionale Ökosysteme im ganzen Land und heizt so die Gründungsdynamik weiter an.

Das Portfolio der Start-up BW Kampagne besteht aus • den sieben Start-up BW Accelerators, den landesweiten, technologiespezifischen „Olympiastützpunkten“, die eine intensive Betreuung von Start-ups in der unternehmerischen Frühphase ermöglichen,

The Place 4B2B

Baden-Württembergs Kernkompetenz und Schwerpunkt liegt auf Business-to-Business-Geschäftsmodellen. Bei B2B sind die baden-württembergischen Start-ups mit vielschichtigen Branchen- und Technologieschwerpunkten national führend und auch international immer besser aufgestellt.

• den Angeboten von Start-up BW Venture mit einem neuen VC-Fonds, der Plattform „Venture Zphere“, dem Netzwerk für Beteiligungskapital Baden-Württemberg VC-BW und dem neuen Finanzierungsinstrument Start-up BW Pre-Seed für die Frühphase, das in wenigen Wochen an den Start geht,

Die große Bedeutung von Start-ups mit B2B-Geschäftsmodellen ist natürlich kein Zufall. Im Land mit den meisten Hidden Champions, ist der technologieorientierte Mittelstand schon immer eine große Stärke. Mittlerweile engagieren sich immer mehr baden-württembergische Konzerne und Mittelständler als Partner und Mentoren für Start-ups: vom Wagniskapitalangebot bis zum Accelerator-Programm. Und ein weiteres Plus: in Baden-Württemberg finden Start-ups ihre ersten Industriekunden!

• den Start-up BW Vouchers: Beratungs- und Innovationsgutscheine ohne Förderbürokratie, • den Start-up BW Contests: Start-up BW Elevator Pitch, CyberOne Hightech Award Baden-Württemberg und Landespreis für junge Unternehmen Baden-Württemberg, • Start-up BW Local mit dem einzigartigen Landeswettbewerb „Gründungsfreundliche Kommune“, an dem sich aktuell 85 Kommunen beteiligen,

Zwischen Tradition und Disruption

Mit Start-up BW leben wir den berühmt-berüchtigten Pionier- und Erfindergeist Baden-Württembergs und bewegen uns damit ständig im Spannungsfeld zwischen Tradition und Disruption. Unsere Expertise setzen wir vor allem dazu ein, um neue Geschäftsmodelle und junge Branchen voranzubringen. Modernität und Zukunftsorientierung sind dabei unsere Ausrichtung, Innovation ist das Ziel.

Die zehn Start-up Ökosysteme

Von Mannheim bis zum Bodensee – überall haben Kommunen, Kammern, Verbände, Hochschulen und Forschungseinrichtungen gemeinsam mit Corporates, Kapitalgebern und Start-up-Vereinen starke Netzwerke geknüpft. Immer mit dem Ziel, Gründerinnen und Gründer mit Finanzierungs- und Förderangeboten, Infrastruktur und Referenzaufträgen zu unterstützen. In unseren zehn regionalen Start-up Ökosystemen läuft enorm viel – und zwar nicht nur in den Metropolen, sondern auch in Aalen, Offenburg oder Niedereschach.

Ein funktionierendes Netzwerk

Start-up BW ist die Start-up-Community des Landes Baden-Württemberg, in die alle eingebunden sind, die für Gründungen und Start-ups wichtig sind – von den gründungsrelevanten Institutionen des Landes bis zu den Initiativen der Privatwirtschaft. Alle sind sie engmaschig vernetzt und arbeiten gut verzahnt mit ihren jeweiligen Kernkompetenzen. Eine kontinuierliche Optimierung unserer Betreuungs- und

• Start-up BW Women für die Sensibilisierung, Qualifizierung und das Mentoring von Gründerinnen, Fotos: Michael M. Roth, MicialMedia

Unsere Vision ist es, Baden-Württemberg zu einem attraktiven Start-up-Land zu machen. Zu einem Start-up-Land mit Substanz – zwischen Tradition und Innovation. Wir setzen dazu auf nachhaltige Lösungen und auf Premiumqualität. Wir schaffen Netzwerke und Strukturen, um die Start-up-Kultur in ganz Baden-Württemberg weiter voran zu bringen.

• Start-up BW International mit Gemeinschaftsständen auf internationalen Leitmessen, internationalen Start-up Festivals und Events sowie Start-up Reisen zu Beschaffungsund Absatzmärkten,

Ministerpräsident Kretschmann und Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut beim 1. Start-up Gipfel Baden-Württemberg im Juli 2017

Förderprozesse ist ein zentraler Bestandteil unseres Auftrags. Start-ups und Investoren finden hier, was sie brauchen: Wir informieren und qualifizieren, wir beraten, vermitteln, coachen und finanzieren. Wir bieten Gründungsinteressierten eine erste Orientierung und Scale-ups die Möglichkeit für unternehmerisches Wachstum. Bei uns finden Start-ups einen sicheren Rahmen für ihr Vorhaben, ein exzellentes Entwicklungsumfeld für ihre Innovationen und eine Plattform, um sichtbar zu werden.

Ein breites Leistungsspektrum

Start-up BW umfasst ein ambitioniertes Maßnahmenpaket aus Finanzierungshilfen, Wettbewerbsformaten und zielgruppenspezifischen Initiativen, bewährten Angeboten sowie neuen Förderansätzen und Modellvorhaben. Immer mit dem Ziel, die bedarfsorientierte Unterstützung der Start-up-Szene in Baden-Württemberg zu bündeln.

• Start-up BW Young Talents zur Begeisterung junger Menschen für die Selbstständigkeit und zur Förderung der Entrepreneurship Education an Schulen • und dem Start-up BW Summit, dem Start-up Gipfel Baden-Württemberg mit internationaler Ausrichtung, zu dem wir am 1. Februar 2019 zum zweiten Mal alle Start-ups, Investoren und Gründungsinteressierte nach Stuttgart einladen.

Interesse geweckt?

Lernen Sie das Start-up Land Baden-Württemberg näher kennen, erfahren Sie mehr unter www.startupbw.de und nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir freuen uns auf Sie! Start-up BW – The Place 4B2B.


Eine unabhängige Kampagne von European Media Partner

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INSPIRATION – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

ÜBER DIE MUSIK ZUR BESTEN STARTUP-FÖRDERUNG Mannheim ist eine Stadt der Innovatoren. Dass hier das Auto, das Fahrrad und der Traktor erfunden wurde, wissen nicht viele. Ebenso wenig, dass hier heute eins der besten Förderprogramme für junge und kreative Unternehmer existiert.“

„Die Popakademie und der Musikpark sind international anerkannte Institutionen.“

Schon seit über 15 Jahren fördert

die Stadt die Szene der Gründer. Hier wurde die Popakademie gegründet, wird viel für die Musikwirtschaft gemacht. Wir haben mit Christian Sommer, Geschäftsführer der Mannheimer Gründungszentren GmbH gesprochen. Mannheim geht in der Förderung von Startups einen eigenen Weg. Gleich acht Zentren gibt es bei Ihnen. Wie geht das zusammen? Wir haben Stärken und Schwächen. Diese gilt es zu fördern bzw. auszugleichen. Zum Beispiel haben wir keine technische Universität, aber wir haben hervorragende Förderstrukturen, die in Deutschland ihresgleichen suchen. Also werben wir an technischen Hochschulstandorten, auch international, für Mannheim: „Du hast eine tolle Idee, Talent und den Willen es zu schaffen, aber kein Umfeld, das Dir adäquat hilft und das zu dir passt. Also sagen wir: Schau Dir Mannheim an!“ Wir

Christian Sommer, Geschäftsführer der Mannheimer Gründungszentren GmbH

haben eine agiles, dynamisches Startup-Ökosystem, hervorragende Kontakte zu Industrie und Mittelstand, Zugang zu Finanzierung, Förderung, Co-Workings, Acceleratoren, Festivals, Hackathons und noch viel mehr. Internationalisierung scheint eine

große Rolle in Mannheim zu spielen. Warum? Eine Stadt kann es sich nicht mehr erlauben lokal, regional oder national zu denken. Wir befinden uns nicht nur im Wettstreit um Talente mit Karlsruhe, Nürnberg und Münster, sondern eben auch mit Gent, Liverpool, Nantes und Krakau. Daher müssen wir uns internationale Sichtbarkeit geben. Wir tun dies durch Kooperationen wie mit dem

israelischen Generalkonsulat in München, mit denen wir den ersten Corporate-Innovation-Accelerator in Baden-Württemberg aufgebaut haben. Unser starkes Netzwerk in die Industrie und den Mittelstand in Baden-Württemberg macht uns zu einem spannenden Partner für jedes B2B-Startup. Wir haben sehr weitreichende Porgramme um es diesen Startups zu ermöglichen den deutschen oder europäischen Markt zu sondieren. Welche Rolle spielt die Kreativ-

wirtschaft in diesem Kontext? Eine große und eine immer größere Rolle. Zum einen stellt die Kreativwirtschaft den atmosphärischen „Backbone“ unseres Startup-Ökosystems. Designer,

Grafiker, Künstler, Musiker sorgen für eine ziemlich coole Stadtatmosphäre in unseren Hotspots. Aber wir sind auch fest davon überzeugt, dass in Zukunft die cross-sektionalen Projekte und clusterübergreifenden Initiativen immer wichtiger werden. Hierbei hat die Kreativwirtschaft eine Schlüsselfunktion. Die Wirtschaft der Zukunft wird nicht mehr nur von Ingenieuren und Betriebswirten gestaltet, sondern eben auch von z. B. Designern. Schauen Sie doch mal in die Google-Labs in Palo Alto. Da sind mehr Querdenker und Designer am Start als Ingenieure. Mannheim ist UNESCO City of

Music. Was heißt das? Das heißt, dass wir von der

UNESCO dafür ausgezeichnet wurden und diesen Titel tragen dürfen für unser Engagement im Bereich Musik und Musikwirtschaft. Hier ist in den letzten 15 Jahren sehr viel passiert. Die Popakademie und der Musikpark, als erstes und immer noch einziges Gründungszentrum für die Musikwirtschaft in Deutschland, sind international anerkannte Institutionen. Festivals wie die Time Warp oder das Maifeldderby haben fast globale Strahlkraft. In einem Cross-Cluster Projekt bringen wir Mediziner und Musiker zusammen um die positiven Effekte von Musik in therapeutischen Kontexten zu identifizieren und zu nutzen. Das trägt alles dazu bei, Mannheim attraktiver zu machen.

Karten auf den Tisch! Was sind die Erfolgsstories der letzen Jahre? Es gibt einige: zB. Movelizer. Eine Applikation inkl. Hardware für Servicetechniker. Wurde vor kurzem von Honeywell gekauft und hat heute mehr als 100 Mitarbeiter. Oder Stocard: Eine Wallet-App, die im C-HUB sitzt, hat weltweit schon fast 20 Mio. Nutzer. Der Guitar Summit, der 2017 auf unsere Initiative hin in Mannheim stattfand, war die größte Gitarrenmesse Europas. Text: Jörg Wernien ANZEIGE

Revolution als Inspiration – oder wie Design unsere Gesellschaft verändern kann. Mit Anne Stenros, Laura Bruns, Marc Hassenzahl, Van Bo Le-Mentzel, Zentrum für politische Schönheit und vielen mehr.

CONFERENCE 9. JUNI 2018 MULTIHALLE MANNHEIM www.uncover-mannheim.de


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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – VERANSTALTUNG 39 ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

STARTUPS@REEPERBAHN UND FOOD INNOVATION CAMP AUF DER ÜBERHOLSPUR Foto: Stefan Groenveld, Food Innovation Camp 2017

Was ist eine ganze Nummer größer als eine Handvoll Food Trucks, und ein paar Stufen interessanter als eine Food-Messe? Das Food Innovation Camp in Hamburg! Die beiden Gründerinnen von Ham-

burg Startups, Sanja Stankovic und Sina Gritzuhn, richten ihr Camp nach dem fulminanten Auftakt letztes Jahr nun am 2. Juli 2018 erneut in der Hamburger Handelskammer aus. „Hamburg ist ein spannender Markt, in dem eine sehr kaufkräftige Kundschaft, eine sehr offene Gastronomie und extrem experimentierfreudige Supermarkt-Geschäftsführer aufeinandertreffen“, erklärt Sina Gritzuhn. Das allererste Food Innovation Camp wurde auch deshalb solch ein Erfolg, weil die beiden Gründerinnen vorab mit vielen verschiedenen Vertretern der Food-Branche gesprochen hatten – neben Food-Startups fragten sie Experten aus den Bereichen Logistik und Beverage nach ihren Vorstellungen einer gelungenen Messe. Denn das Ziel war, allen Beteiligten einen Mehrwert zu bieten. „Für die Startups hatte

Match-Making oberste Priorität“, sagt Sanja Stankovic.

heute eine Erfolgsgeschichte zu machen. Spannend ist die Entwicklung im Bereich künstlich erzeugten Fleisches. „Ein Steak zu genießen, das aus einem 3D-Drucker stammt und gezüchtet wurde, ohne dass ein Tier leiden musste – das ist zwar heute schon möglich, aber leider unglaublich teuer“, sagt Sana Stankovic. Noch nie haben sich so viele Menschen so intensiv mit dem, was sie essen (wollen), auseinandergesetzt. Wie gut sie ihr Metier beherr-

Das Food Innovation Camp 2017 in der Hamburger Handelskammer.

„Fast genauso wichtig war der Wunsch, Investoren zu treffen.“ Diese Aufgabenstellung meisterten die beiden vitalen Gründerinnen mit gewohntem Elan: Die Startups gaben an, aus welchem Bereich sie jemanden kennenlernen wollten – Einzelhandel, Investor, Presse oder Foodpartner – und die Mentoren gaben ihrerseits ihre Kontaktwünsche an. „Das lief in der Tat ein bisschen wie bei einer Dating-Plattform ab“, schmunzeln die Gründerinnen. Doch das Konzept ging auf und übertraf alle Erwartungen. 1200 Gästean-

meldungen, 80 Aussteller und 400 bis 500 Matching-Gespräche sorgten für tolle Kooperationen und führten zu Angeboten in Supermärkten, Großmärkten und auf vielen, vielen Speisekarten. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt neben innovativen Speisen und Getränken vor allem auf Nachhaltigkeit und der Frage nach unseren Essensgewohnheiten in absehbarer Zukunft. Insekten sind schon lange ein Thema, die mentalen Hürden erweisen sich jedoch als nach wie vor zu hoch, um daraus

schen, beweisen Sina Gritzuhn und Sanja Stankovic seit Jahren bei der Durchführung ihres Mega-Events Startups@Reeperbahn im September. Extrem gut vorbereitete Bewerber präsentieren in Vorrunden ihre Innovationen, um es unter die ersten fünf zu schaffen – denn diese dürfen vor finanzstarken Investoren pitchen. „Die Gewinner sahnen nicht nur hier richtig ab, sondern oft auch beim South by Southwest Festival (SXSW) in Austin“, erzählt Sanja Stankovic. „Oft gewinnen technische Erfindungen im B2B-Bereich, die Investoren jubeln lassen!“

Text: Katja Deutsch

FRAGEN AN RALF DÜMMEL

Ralf Dümmel, Investor aus der VOX-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“

Was sind die Kerneigenschaften eines Erfolg versprechenden Produktes?

Um am Markt erfolgreich zu sein, müssen der Preis und der Mehrwert für den Konsumenten stimmen, und vor allem ist das Alleinstellungsmerkmal wichtig. In der Sendung erleben wir immer wieder, dass Produkte und Ideen vorgestellt werden, die es so noch nicht gibt und bei denen man sich fragt, wieso darauf bisher noch niemand gekommen ist!

Was sind die wichtigsten Eigenschaften eines Gründers? Von der eigenen Idee und dem Produkt überzeugt zu sein, ist die Grundvoraussetzung. Zugleich muss man realistisch bleiben und eine Portion Kampfgeist besitzen. Der deutsche Handel ist nicht einfach, Vertrieb bedeutet eben auch, Klinken zu putzen.

Spielt der Standort einer Gründung eine Rolle? Ob auf dem Dorf oder in der Stadt ist nicht wichtig – im Zweifelsfall werden Transportwege eine Spur länger, aber wenn die Ware einmal aufgeladen ist, macht das in der Regel keinen so großen Unterschied. Je nach Geschäftsmodell spielen vielleicht Faktoren wie ausreichend Fläche für Lager etc. eine Rolle, oder die Nähe zu Servicebetrieben, mit denen man arbeitet. Wichtig ist auch, dass man sich wohlfühlt: Da ist Hamburg für mich genau richtig! Und meine Kunden kommen immer wieder sehr gern her! ONLINE – ARTIKEL

Foto: Rawpixel Ltd.

ONLINE INTERVIEW

ONLINE AUF ANALYSEDEUTSCHLAND.DE VON DER UNI AN DEN MARKT

Immer mehr Studierende und Wissenschaftler entwickeln an der Hochschule eine Geschäftsidee und setzen diese dann erfolgreich im eigenen Unternehmen um. Während ihres Studiums standen die Gründer von Campusritter in den Bibliotheken ihrer Hochschulen immer wieder vor leeren Bücherregalen. Aus der Not heraus mussten sie dann folglich – wie viele andere Studierende – große Summen für Fachbücher ausgeben. „Das muss auch anders gehen“, dachten sich die Hamburger – und die Idee für ein neues Unternehmen war geboren. Bei Campusritter kann

man Bücher aller Studienbereiche mieten – und schont so den Geldbeutel. Die Gründer aus der Hansestadt sind kein Einzelfall. So wie sie entwickeln viele Studierende oder wissenschaftliche Mitarbeiter von Hochschulen tolle Ideen für Produkt-, Service- und Design-Innovationen oder bahnbrechende technische Neuerungen, die dann die Basis für eine Unternehmensgründung darstellen – von essbaren Kaffeebecherdeckeln, über mit aktiver Kältetechnik versehene Abholstationen für Lebensmittel, bis hin zu Jacken mit einer integrierten Kühlung. Ausgründungen, also die Grün-

dung eines Unternehmens aus einer Hochschule oder wissenschaftlichen Einrichtung heraus,

sind immer mehr im Kommen. Das liegt unter anderem auch darin begründet, dass Hochschulen zentrale und führende Produzenten von Wissen sind. Und ein Großteil von ihnen ist daran interessiert, Forschungsergebnisse in innovative Produkte und Dienstleistungen umzusetzen. Um Studierende und Wissenschaftler bei ihrem Sprung in die Selbstständigkeit zu unterstützen, haben mittlerweile viele deutsche Hochschulen spezielle Organisationsstrukturen ...

HABEN WIR IHR INTERESSE GEWECKT? Das ganze Interview gibt es online zu lesen auf www.analysedeutschland.de


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EINE GUTE IDEE IST NUR DER ANFANG wie Patentanwälte Start-ups zum Erfolg verhelfen können

Sind Patentanwälte die Bodyguards für geistiges Eigentum? Tatsächlich erlangt geistiges Eigentum eine immer wichtigere Bedeutung, gerade für KMU‘s und Start-ups. Innovation und Fortschritt sind heutzutage das, was erfolgreiche Unternehmen wertvoll macht. Und Innovationen müssen vor Nachahmern geschützt werden. Das ist die Aufgabe von uns Patentanwälten – quasi als Bodyguards für das geistige Eigentum.Allerdings geht es dabei in erster Linie nicht darum, sich zu streiten. Vielmehr ist es unser Ziel, unseren Mandanten zu helfen, geeignete Strategien zu entwickeln, um das eigene geistige Eigentum zu schützen, aber auch das geistige Eigentum Dritter nicht zu verletzen. Sofern hier die strategisch richtigen Schritte unternommen werden, lassen sich in den meisten Fällen gerichtliche Auseinandersetzungen vermeiden. Wenn es aber doch notwendig wird, steigen wir für unsere Mandanten in den Ring. Und wir können mit harten Bandagen kämpfen. WIR BRINGEN SIE VORAN!“ – das ist ein Leitspruch von „dompatent“. Wie können sie helfen, innovative Ideen zu schützen und zum Erfolg zu führen? Auf vielerlei Weise: Bei technischen Erfindungen bieten häufig Patente und Gebrauchsmuster den besten Schutz. Durch sie kann die technische Grund-idee einer Erfindung geschützt werden. Und wenn das ein fähiger Patentanwalt in die Hand nimmt, kann eine Nachahmung in den meisten Fällen sehr wirkungsvoll vermieden werden. Hierzu müssen allerdings viele rechtliche Besonderheiten berücksichtigt werden. Deshalb ist es von Vorteil, wenn man eine Patentanwaltskanzlei hat, die jahrelange Erfahrungen in Patentverletzungsverfahren gesammelt hat und in der mehrere Patentanwälte ihr Know-How bündeln. Ganz wichtig ist die Entwicklung einer geeigneten Schutzrechtstrategie und nicht lediglich das isolierte Einreichen einer Patentanmeldung. Denn mit einer Patentanmeldung alleine verdient ein Unternehmen noch kein Geld. Erst ein sinnvolles Gesamtkonzept für den Schutz des geistigen Eigentums eines Unternehmens wird zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen. Daher ist dies gerade für Start-ups in der Anfangsphase wichtig! Wissen wird immer wichtiger und wertvoller – und der Kampf darum immer härter. Bei Patentstreitigkeiten kann es schnell um größere Millionenbeträge gehen. Müssen Sie Patentanwälte deshalb immer häufiger in den Ring? Ja! Sollte außergerichtliche keine Einigung erzielt werden können, steigen wir, wenn nötig, für unsere Mandanten auch in den Ring. Hierbei kommt uns unsere 70-jährige Erfahrung zu Gute. Davon haben wir als eine der größten Patentanwaltskanzleien in NRW eine ganze Menge sammeln können. Wir haben schon viele große und auch internationale Unternehmen in Patentverletzungsverfahren vertreten. Diese wertvolle Erfahrung bringen wir auch in die Beratung und Vertretung von KMU´s und Start-ups ein. Hier ist der Fokus häufig etwas verschoben: Diese scheuen häufig vor allem aufgrund des

Kostenrisikos die gerichtliche Auseinandersetzung. Umso wichtiger ist es hier, unter Berücksichtigung der Kosten und des Nutzens, geeignete alternative Möglichkeiten aufzuzeigen, um sein geistiges Eigentum zu schützen. Die Erfahrung zeigt, dass es auch bei kleineren Unternehmen möglich ist, ohne eine gerichtliche Auseinandersetzung Mitbewerber davon zu überzeugen, dass sie ein bestimmtes Produkt besser nicht nachbauen sollten. Häufig genügt hierzu ein treffend formuliertes anwaltliches Schreiben, in dem man auf bestehende Schutzrechte des Mandanten hinweist. Somit kann mit vertretbaren finanziellem Aufwand schon eine für unseren Mandanten positive Wirkung erzielt werden. Computerprogramme, die Software also, ist nicht patentierbar. Sind Patentanwälte im wichtigsten Zukunftswettbewerb deshalb machtlos? Landläufig herrscht die Meinung, Software sei nicht patentierbar. Das stimmt aber so nicht! In Deutschland und Europa ist zwar ein Computerprogramm als solches (das heißt vereinfacht ausgedrückt alleine der Quellcode eines Programms) nicht patentierbar. Sehr wohl kann jedoch eine Software geschützt werden, die im Rahmen einer technischen Anwendung gebraucht wird. Sehr viele Erfindungen in der heutigen Zeit bewegen sich in diesem technischen Bereich, und es werden immer mehr. Kritisch wird es bei solchen Erfindungen, die nur einen begrenzten technischen Bezug haben. Es existiert eine Grauzone, bei der auch die aktuell geltende Rechtsprechung nicht einfach zu durchschauen ist. Daher sollte ein erfahrener Patentanwalt zu Rate gezogen werden. Deshalb ist es auch so wichtig, eine Patentanmeldung richtig zu formulieren, um das Risiko einer Zurückweisung zu verringern. Es ist möglich, exakt dieselbe Erfindung auf eine gute Weise zu formulieren und den Patentprüfer auf den richtigen Weg zu lenken. Hierzu sollte man allerdings schon mal

ein paar Software-Patentanmeldungen formuliert haben. Mit einem erfahrenen Berater an der Seite kann somit auch in diesem Gebiet einiges erreicht werden. Kann man heute noch mit einer Idee Millionär werden? Eine gute Idee ist sicherlich ein guter Anfang. Mit einer Idee alleine ist aber noch niemand reich geworden: Es ist ein abgestimmtes Gesamtkonzept notwendig, zu dem insbesondere auch geeignete Vertriebsstrukturen gehören. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass hieran viele Gründer scheitern. Der Schutz geistigen Eigentums ist lediglich ein, wenn auch wichtiger, Baustein in diesem Gesamtkonzept. Wir versuchen unseren Mandanten zu vermitteln, dass sie mit einem Patent alleine noch kein Geld verdienen werden, sondern vielmehr mit dem Verkauf ihrer Produkte und Dienstleistungen. Gewerbliche Schutzrechte können hierbei allerdings eine entscheidende Rolle spielen, sofern sie sinnvoll eingesetzt werden.

Andreas Gagidis Patentanwalt und Partner bei dompatent von Kreisler

dompatent von Kreisler Deichmannhaus am Dom Bahnhofsvorplatz 1 | 50667 Köln Tel.: +49 221 91652 0 | Fax: +49 221 134297 mail@dompatent.de | www.dompatent.de

Analyse: Wirtschaft #5  

Distributed with DIE WELT on Tuesday 29th of May 2018.

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