Page 1

EINE UNABHÄNGIGE THEMENZEITUNG VON EUROPEAN MEDIA PARTNER

ANALYSE:

DEUTSCHER GRÜNDERGEIST MIT FOKUS AUF DIE RICHTIGE STANDORTWAHL

NR 2 | MAI 2017 ANALYSEBUSINESS.DE

Das Internet der Dinge braucht viele Lösungen

Big Data Infrastruktur, Embedded Systems, Schutz vor Hackern, Smart Life – der digitale Wandel fordert unternehmerisches Handeln heraus. Dr. Martin Peters, Mitbegründer der com2m GmbH, Dr. Heiko Koepke, Mitbegründer der Physec GmbH und Dr. Tobias Brambach, Mitbegründer der Point8 GmbH sprechen über ihre Lösungen. Seite 14

„Gründer mit neuen Ideen sind nicht nur willkommen, sie werden unbedingt gebraucht.“ Lesen Sie das Vorwort mit Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer des HighTech Gründerfonds.

Seite 2

Lesen Sie mehr Artikel auf analysebusiness.de Lesen Sie weitere Artikel der erfolgreichen Startup-Szene Deutschlands auf analysebusiness.de

AKTUELLES

„Heureka“ – das Treffen der Mutigen

Zum sechsten Mal findet am 20. Juni 2017 in Berlin das englischsprachige Treffen der Startup-Szene „HEUREKA – The Founders Conference“ statt. Seite 10

FOKUS

Kiezromantik und viele bunte Scheine

FRANK THELEN

EUROPÄISCHER SERIENGRÜNDER,

TECHNOLOGIE-EXPERTE UND FRÜHPHASEN-INVESTOR

„Gründer müssen diesen Killer-Instinkt haben“ Lesen Sie mehr auf Seite 16

Startups@Reeperbahn bringt im September zum fünften Mal Gründer und Investoren zusammen, in einem spannenden Pitch, bei dem es um Kontakte und sehr viel Geld geht. Seite 26

Sonderpublikation im Hamburger Abendblatt und in der Berliner Morgenpost am 31. Mai 2017

lexoffice GoBD Roadshow Experten informieren.

lexoffice GoBD Roadshow www.lexoffice.de/gobd-check

FOS ALLE IN ITE AUF SE

29


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

VORWORT – ANALYSEBUSINESS.DE

Von der Uni an den Markt Viele Studierende oder wissenschaftliche Mitarbeiter von Hochschulen entwickeln tolle Ideen für Produkt-, Service- und DesignInnovationen oder bahnbrechende technische Neuerungen, die dann die Basis für eine Unternehmensgründung darstellen.

Dr. Michael Brandkamp

Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds

von Jungfeld/Daniel Josefsohn

UNSERE EMPFEHLUNGEN – ALLE ARTIKEL IN VOLLER LÄNGE AUF ANALYSEBUSINESS .DE GoButler läuft und läuft – in den USA und in Kanada Joko macht nicht nur die coolsten Sendungen des deutschen Fernsehens, er investiert auch gern in Startups, die er gut findet.

Ein Inkubator für Innovationen In Niedersachsen schafft Bosch Car Multimedia neuen Raum für frische Ideen und Chancen für Startups in der Mobilitätsbranche. Was brauchen Gründer, um ihre Idee durch die schwierige Startphase zum Erfolg zu führen? Bosch beantwortet diese Frage mit einem einzigartigen Konzept.

„Gründer mit neuen Ideen sind nicht nur willkommen, sie werden unbedingt gebraucht.“

STARTUP-SZENE IM AUFBRUCH!

S

tartups verändern die Welt. Sie sind klein, flexibel und gehen neue Wege. Ihre Gründerinnen und Gründer wollen etwas bewegen, mit neuen Ansätzen Märkte verändern und gutes Geld verdienen. Zugleich erscheinen die Anforderungen einer Gründung vielen kreativen Teams sehr hoch. Sie vergessen dabei, dass die Bedingungen, ein Startup erfolgreich aufzusetzen, besser sind denn je. Bereits bei der Sondierung der Idee und Ausgestaltung des Geschäftskonzepts gibt es nicht nur umfangreiches Know-how im Netz, sondern auch vielfältige Unterstützung durch Förderprogramme, wie Exist, Coaching-Maßnahmen oder Businessplan-Wettbewerbe. Gründerinnen und Gründer mit fertigem Konzept sehen gerade die Finanzierung als größtes Problem an. Dabei stehen umfangreiche Förderprogramme wie GoBio, Exist usw. bereit. Überdies werden Zuschüsse gewährt. Ferner zeigen sich private Investoren, sogenannte Business Angels, aufgeschlossener auch größere Beträge zu investieren, da diese mit bis zu 100.000 EUR aus dem Programm INVEST bezuschusst werden können. Nicht zuletzt stehen Seedfonds, wie der High-Tech Gründerfonds bereit, Risikokapital bereitzustellen.

Folgen Sie uns:

Die genannten Finanzierungspartner helfen den Gründerteams zusätzlich, in dem sie Kontakte zu anderen Geldgebern, zu Experten oder auch zu Kandidaten für eine eventuell notwendige personelle Verstärkung der Teams vermitteln. Zum Teil verfügen sie sogar über ein breites Industrienetzwerk, wodurch wertvolle Kunden-Lieferanten Beziehungen entwickelt werden können. Diese Kontakte und Netzwerke prägen inzwischen ein Ecosystem, in dem Startups besser gedeihen können als früher. Ein solches Ecosystem wirkt auf viele attraktiv. Eine zunehmende Zahl von sehr qualifizierten Talenten möchte sich lieber in der Startup-Szene unternehmerisch entfalten als in Großunternehmen oder Behörden zu arbeiten. Die Gründerkultur keimt nicht nur in den Berliner Software-Startups auf. Auch an vielen anderen Orten Deutschlands finden wir diesen positiven Unternehmergeist. Es herrscht Aufbruchsstimmung! Für Deutschland ist das sehr wichtig. Denn im Zuge der Digitalisierung wächst das Innovationstempo so sehr, dass große Unternehmen, ja ganze Branchen, Sorge haben, abgehängt zu werden. Sie suchen nach Kontakten zu Startups, um gemeinsam mit ihnen Innovationen groß zu machen. Neue Gründer mit neuen Ideen sind daher nicht nur sehr willkommen, sondern werden unbedingt gebraucht!

@europeanmediapartnerdeutschland

analysebusiness.de

Recyclen oder weiterreichen!

MAX EMPFIEHLT! Ich empfehle Ihnen das Interview auf Seite 10 mit Herrn Setzer und Frau Nann. Max Bettzig, Senior Project Manager

INHALT 4 5 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 24 26 27 28 30 31

Diepholz bei eBay Erfolgsstory – Yumab GmbH Accelerator – CONTENTshift Versicherungen für Start-ups Erfolgsstory – #imländle GmbH Event – HEUREKA Konferenz Lösungen für das Internet der Dinge Titelstory – Frank Thelen Erfolgsstory – smoope GmbH Ausgründen aus der Uni Erfolgsstory – APPVISORY Erfolgsstory – Sensosurf Erfolgsstory – Bente24 Event – Startups@Reeperbahn Hamburg als Gründerstandort GoBD – Gefahren bei der Steuer Erfolgsstory – Strive Media GmbH Accelerator – Starbuzz

ANALYSE: DEUTSCHER GRÜNDERGEIST Project Manager: Max Bettzig max.bettzig@europeanmediapartner.com Geschäftsführer: Redaktionsleiter: Layout: Lektorat: Titelbild: Distribution:

Druck:

Kristoffer Andersson Mats Gylldorff Aileen Reese Nicole Bitkin Sebastian Husche Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, Mai 2017 Axel Springer SE, Offsetdruckerei Ahrensburg

European Media Partner Deutschland GmbH Neuer Wall 59, DE-20354 Hamburg Tel.: +49 40 299 977 400 Email: info@europeanmediapartner.com www.europeanmediapartner.com

European Media Partner sind Spezialisten im Content-Marketing. Durch ein hochwertiges redaktionelles Umfeld und eine hohe Verbreitung schaffen wir eine optimale Medienpräsenz auf dem Markt. Wir helfen Unternehmen durch passgenaue Produkte ihre Zielgruppe treffsicher zu erreichen. ANZEIGE

Wenn man für etwas brennt, braucht man frische Energie. Kluge Gründer haben smarte Unterstützer.

Unser Smart Start-Team steht dir von der ersten Idee bis zum Exit zur Seite. So kannst du zielgerichtet durchstarten und deine Idee zu einem erfolgreichen jungen Unternehmen skalieren. Mehr erfahren unter www.kpmg.de/smartstart Anticipate tomorrow. Deliver today.

© 2017 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

2


ADVERTORIAL

Startups: 3 Tipps für mehr Erfolg

Miriam Mertens, Vice President Startup-Kooperationen Telekom Deutschland GmbH

Doch das ist längst nicht der einzige Unterschied zur US-Gründerhochburg Silicon Valley. Denn in Deutschland haben Gründer oft mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen als in Kalifornien. Vergleichsweise hohe bürokratische Hürden und wenig innovationsfreudige Kunden bremsen den Enthusiasmus vieler Jungunternehmer: Laut Bitkom Startup Report 2016 würden nur 44 Prozent wieder in Deutschland, 32 Prozent beim nächsten Mal lieber in den USA gründen. Dabei könnten Startups die besonderen Herausforderungen des deutschen Marktes zu ihrem Vorteil nutzen.

Deutschland ist nicht das Silicon Valley: Gründer stehen hierzulande vor anderen, teils größeren Herausforderungen. Wie Startups die Eigenheiten des deutschen Marktes zu ihrem Vorteil nutzen können.

1. Die richtige Technologie Zum Beispiel beim Datenschutz, auf den deutsche Unternehmen – und damit die Kunden der Startups – viel größeren Wert legen als US-amerikanische. Der Grund: Die strenge deutsche Gesetzeslage. Verstoßen Firmen beim Speichern und Verarbeiten personenbezogener Daten gegen geltendes Recht, drohen empfindliche Geldstrafen. Deshalb können Startups mit dem richtigen Cloud-Provider von Beginn an punkten. „Wir haben oft erlebt, dass Startups in eine deutsche Cloud wechseln, weil ihre Kunden danach fragten“, sagt Maximilian Ahrens, Vice President Cloud Strategy bei der Telekom. „Wer von Beginn an auf einen deutschen Provider setzt, spart sich später einen aufwändigen Wechsel.“

Bei Startups aus Deutschland denken viele vor allem an Berlin – zurecht: Laut Startup-Monitor der Wirtschaftsberatung KPMG gibt es in der Bundeshauptstadt in der Tat die meisten Startups in Deutschland – jedes sechste junge Unternehmen (17 Prozent) ist hier angesiedelt. Doch auch andere Regionen zwischen Passau und Flensburg sind bei Gründern beliebt: Auf Platz zwei der angesagtesten Startup-Regionen: das Rhein-Ruhr-Gebiet (14,1 %), gefolgt von der Region Stuttgart/Karlsruhe (8,9 %). München (7 %), dem Cluster Hannover/Oldenburg (6,9 %) und Hamburg (6,4 %).

Die Telekom etwa betreibt die Open Telekom Cloud in eigenen, zertifizierten Rechenzentren in Mecklenburg-Vorpommern. Alle Daten darin unterliegen dem strengen deutschen Datenschutz und sind vor dem Zugriff Dritter geschützt. Vorteil für Gründer: Über das Telekom Startup-Programm TechBoost erhalten junge Unternehmen mit Cloud-basiertem Geschäftsmodell unter bestimmten Voraussetzungen unter anderem 100.000 Euro Guthaben für IT-Ressourcen aus der Open Telekom Cloud sowie Rabatte für Festnetz- und Mobilfunktarife.

2. Die richtigen Kontakte TechBoost hilft Startups aber nicht nur mit Startguthaben und Rabatten: Durch die Zusammenarbeit mit der Telekom lösen Startups Herausforderungen bei Vertrieb und Marketing. Wie? Vor allem mit relevanten Kontakten, die Startups oft fehlen. Besonders im Business-to-Business-Bereich (B2B) haben es Gründer oft schwer, Marketing- und Vertriebsstrukturen aufzubauen. Deshalb suchen viele Jungunternehmer die Nähe zu großen Partnern: Laut Bitkom Startup Report 2016 arbeiten 80 % der Startups mit Großunternehmen zusammen. „Wichtig ist dabei ein Partner, der nicht nur mit Geld und guten Worten unterstützt“, sagt Miriam Mertens, Vice President Startup-Kooperationen bei der Telekom. Deshalb bietet die Telekom mit dem Startup-Programm neben Rabatten und Guthaben auch relevante Kontakte. Mertens: „Wir sind im Mittelstand umfassend vernetzt und somit das perfekte Bindeglied zwischen innovativen Startups und ihren Kunden.“ 3. Die richtige Reputation Risikoscheu, konservativ, zurückhaltend: Oft scheitern Startups bei potenziellen Kunden besonders in Deutschland an Entscheidern, die lieber auf etablierte Marken setzen statt auf innovative Newcomer. So kommunizieren laut einer aktuellen Studie des gemeinnützigen Wirtschaftsforschungszentrums RKW mehr als die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gar nicht mit Startups. Diesen Konflikt lösen Startups mit einem Kniff: „Wenn Startups uns von ihrer Lösung überzeugen, helfen wir ihnen, andere zu überzeugen“, sagt Mertens. „Die Strahlkraft unserer Marke hat schon für so manches Startup wie ein Nachbrenner gewirkt.“ Junge Unternehmen mit Sitz in Deutschland und Cloud-basiertem Geschäftsmodell können sich unter telekom.de/techboost für das Startup-Programm der Telekom bewerben.


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

DIEPHOLZ BEI EBAY

4

EINBLICK – ANALYSEBUSINESS.DE

Foto: Stadt Diepholz/V. Muravskij

Leuchtend rot und in großen Lettern springt einem im Logo der Stadt der Name entgegen. Dahinter die Skizze eines Turmes, auf dem keck ein Fähnchen weht. Es ist der Schlossturm der Wasserburg, mit der vor fast 1000 Jahren die Ansiedlung begann.

Von dem frisch renovierten Turm hat man den schönsten Überblick über das Städtchen mit seinen rund 17.000 Einwohnern. Wenn man übrigens den Blick über das viele Grün und die Wohn- und Geschäftshäuser gegen Westen wandern lässt, bleibt

„Für dieses moderne Geschäftsmodell hatten sich an die 40 Städte beworben. Und Diepholz hat gewonnen.“ er an einem großen Neubaukomplex hängen. In Beton und Stahl und mit viel Glas wächst hier eine neue Zukunft für die traditionsreiche Beamten- und Verwaltungsstadt heran. Das

Nicht nur die Aus- und die

Bernd Öhlmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings von Diepholz.

große Gewerbegebiet Kielweg – kraftvolles Symbol für den Aufbruch der Stadt ins Internet-Zeitalter. Zu den mittelständischen Produk-

tions- und Handwerksbetrieben, die sich bereits hier neu angesiedelt haben, gehört die Firma „BlenderBottle“, die spezielle Getränke-Flaschen herstellt. „Wir haben die Firmenleitung für den Umzug von Frankfurt zu uns nach Diepholz gewinnen können“, sagt Bernd Öhlmann. Und das mit berechtigtem Stolz. Er ist der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings von Diepholz. Der Stadt mit insgesamt rund 7000 Beschäftigten ist es gelungen, in nur sieben Jahren Neuansiedlungen mit 1400

zusätzlichen Arbeitsplätzen zu gewinnen. „Das ist, prozentual gesehen, keiner anderen Stadt in ganz Niedersachsen gelungen“, bekräftigt Bernd Öhlmann.

in den ersten Monaten dadurch insgesamt 175.000 Euro mehr Umsatz gemacht. Und sie haben ihre Angebote in 16 Länder verschickt.

Anerkennung und Glückwunsch

Wie zielstrebig der Aufbruch in

für den neu erblühten Gründergeist in der alten Grafenstadt. Wie kreativ und mutig der Brückenschlag von der Tradition in unser digitales Zeitalter gelingt, dafür steht „Diepholz bei eBay“ ganz besonders. Für dieses moderne Geschäftsmodell, mit dem sich der stationäre mit dem Online-Handel verbindet, hatten sich an die 40 Städte beworben. Und Diepholz hat gewonnen. Die 30 Einzelhändler und Gewerbetreibende, die inzwischen den Online-Marktplatz bei eBay zusätzlich nutzen, haben

werkstätten gibt es erst fünf in ganz Deutschland“, betont Herr Öhlmann. Und Diepholz ist wieder dabei. „Um schon von der Kindheit bis hin zum Studium die Fachkräfte von morgen zu qualifizieren, haben wir weitere individuelle Weiterbildungsangebote geschaffen“. Wie die neue, hochmoderne Mediothek beim allgemeinbildenden Gymnasium. Und die private Hochschule für Wirtschaft und Technik wird zusätzlich zum Maschinenbau auch Elektrotechnik und Mechatronik-Studiengänge anbieten.

die neue Zeit geplant und vorangetrieben wird, dafür wiederum ist die „Wissenswerkstatt“ ein besonderes Beispiel. Auf Initiative lokaler Wirtschaftsunternehmen und der öffentlichen Hand wurde das ungewöhnliche Lernzentrum für Naturwissenschaft und Technik errichtet. Hier können Kinder und Jugendliche, einzeln oder mit ihren Schulklassen, sägen und schrauben und löten lernen, übrigens auch die Mädchen. Und sich kleine Roboter bauen, das lernen sie auch. „Von diesen Wissens-

Weiterbildung gehören zu den Trümpfen, mit denen die Kreisstadt moderne Unternehmen anlockt. Sie hat eine flexible Verwaltung und innovative Wirtschaftsförderung aufgebaut. Dazu viel Natur und vielfältige Freizeitmöglichkeiten, und bezahlbare Wohnungen – hohe Lebensqualität also. „Und dazu das Gefühl“, betont Bernd Öhlmann, „dass wir viele Sorgen und Ängste unserer hektischen Zeit in Diepholz noch draußen halten können.“ Text: Norbert Scheid

MEHR ARTIKEL AUF: ANALYSEBUSINESS.DE

ADVERTORIAL

Switchini

– Switch your Bikini Sylt, Miami, Rio, Hawaii – Für jeden Ort den richtigen Bikini dabei. Mit Switchini leichtgemacht! Es gibt viele Urlaubsziele die besonders im Sommer gerne bereist werden. So unterschiedlich Badeziele auf der ganzen Welt sind, so abwechslungsreich und verschieden können die Modetrends dort sein. An der Nordseeküste sind z. B. eher schlichte Modelle angesagt, während es in Miami oder Saint Tropez auch gerne luxuriöser sein darf. Aber jedes Jahr für jedes Ziel einen neuen Bikini? Mit Switchini können vorhandene Bikinis einfach neu kombiniert oder mit trendy Trägern aufgepeppt werden. Ob schlicht, auffällig oder luxuriös, alles ist möglich. Das ist die Idee von Switchini, welche von der 16-jährigen Schülerin Charlotte Klimmek aus Diepholz entwickelt wurde. Zusammen mit Ihrer Schwester Celina (20) gründete sie das Startup-Unternehmen als eigenes Label und eingetragenen Namen. Switchini hat interessante personalisierbare Bikinis & Accessoires in einem Produkt zusammengefasst. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Cups & Träger können je nach Belieben kombiniert werden. Und öfter mal ein Paar neue Träger verleihen dem Outfit den letzten Schliff. Das Beste an den schlichten, dekorativen oder glitzernden Trägern ist: Man kann sie sowohl als Träger als auch als Halskette, Arm- und Fußband tragen. Die Bikinis von Switchini sind stylisch, frisch und immer ein absoluter Hingucker.

Celina (20) und ihre Schwester Charlotte Klimmek (16), Gründerinnen von Switchini


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

YUMAB: BIOTECH MIT PERSPEKTIVE

ANALYSEBUSINESS.DE ANALYSEBUSINESS.DE – MÖGLICHKEITEN

Immunglobuline, die im breiteren Wissenschaftsdeutsch auch Antikörper genannt werden, sind ein wichtiger Teil unseres Immunsystems, weil sie unseren Körper beispielsweise vor schädlichen Bakterien, Viren, aber auch vor Tumoren schützen können.

„Diese Technologie kann die Entwicklung neuer Medikamente erleichtern.“

Das Anwendungsgebiet von An-

tikörpern ist breit, sie werden sowohl bei Infektionen, aber auch in der Krebstheraphie oder in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Die niedersächsische Universitäts und Forschungslandschaft bietet ein interessantes Umfeld für die Entwicklung wissenschaftlicher Ideen und Innovationen hin zu kommerziellen Lösungen. Die neu gegründete Yumab GmbH nutzt eine Technologie, die in der Abteilung Biotechnologie des Instituts für Biochemie, Biotechnologie und Bioinformatik unter Leitung von Professor Dr. Stefan Dübel entstanden ist. „Mit Hilfe der von Yumab entwickelten Produkte, ist es möglich geworden, tausende verschiedener natürlicher menschlicher Antikörper in sehr kurzer Zeit zu erzeugen und zu testen und so die Entwicklung neuer Medikamente entscheidend zu erleichtern“, erläutert Dr. André Frenzel von der Yumab GmbH.

Antikörper nach Maß im Reagenzglas: Diese von Yumab genutzte Technologie ist eine Hoffnung für alle Tierliebhaber und -schützer.

Wir entwickeln mit einer bestimm-

ten Methode Antikörper „nach Maß“ und zwar komplett im Reagenzglas. Da in der Entwicklung von Antikörpern weltweit auch heute noch mehr als eine halbe Million Versuchstiere herangezogen werden, ist die von Yumab genutzte Technologie eine Hoffnung für alle Tierschützer. Der Einsatz von Versuchstieren soll drastisch reduziert werden. Neben der Entwicklung von Antikörpern für Wissenschaft, Diagnostik und Therapie handelt es sich bei vielen Projekten um so genannte „proof of Concept“ Studien, für die Yumab Antikörper konstruiert. Diese werden benötigt, um die Idee eines

Auftraggebers zu untersuchen, ein Therapeutikum für eine bestimmte Krankheit zu entwickeln. Vielleicht liegt hier der Schlüssel um wirksame Medikamente gegen Morbus Crohn oder Rheuma zu finden. Die Yumab arbeitet extrem erfolg-

reich. Startete man 2012 noch mit zwei Mitarbeitern, hat man inzwischen insgesamt 17 Vollzeitstellen schaffen können. Aufträge erhält Yumab aus der ganzen Welt. Wie bei vielen wachsenden Unternehmen kommt die Frage der Finanzierung auf den Tisch. Gerade im Bereich der medizinischen Forschung ist dies ja aufgrund der komplexen Verfahren und hohen Investitionskosten

nicht immer ganz unproblematisch. Bislang konnte man sich ohne fremde Hilfe weiterentwickeln, wobei bei der Gründung von Yumab Gewinne, die zuvor in einer ersten Ausgründung aus der TU gemacht worden waren, in die neue Firma transferiert werden konnten. Auch gibt es eine öffentliche Beteiligung am Unternehmen. Dennoch ist man stolz darauf, dass man bislang alle Aufträge ohne Fremdkapital und aus eigener Kraft finanzieren konnte. Dass das Unternehmen auf einem guten Weg ist, zeigt auch die Tatsache, dass es jüngst den ersten Preis des Innovationsnetzwerkes des Bundeslandes zwischen Weser, Ems und Harz gewinnen konnte, so wie im November 2016 den Technologietransferpreis der regionalen Industrie- und Handelskammer. Text: Frank Tetzel

DIE „WALDMENSCHEN“ – GEMEINSAM WACHSEN

Arne Knöchel, Marketingvorstand der Waldmenschen eG.

Arne Knöchel hat einen Traum – er will seinem 2-jährigen Sohn eine Welt hinterlassen, in der es noch Regenwälder auf dieser Erde gibt. „Ich war während eines Praktikums in Panama, was ich dort gesehen habe, darf sich nicht weiter ausbreiten – öde Flächen, zerstörte Böden wo vor wenigen Jahren noch Regenwälder standen.“ Zusammen mit Freunden und der Hilfe des Social Impact Lab gründete er eine Genossenschaft – Die „Waldmenschen e.G“. Mit der Genossenschaft sollen so viele Anteile verkauft werden, dass damit im Jahr 2022 10 Millionen m² neuer Wald gepflanzt werden könne. Ein Anteil (für 500m²) kostet 1.200 Euro. „Deine Rendite ist, dass du glücklich bist“, sagt Arne Knöchel. „Bei uns machen Manager großer Unternehmen wie Thyssen Krupp genauso mit, wie der Sprecher der katholischen Bischöfe, aber auch viele Einzelpersonen.“ „Das ist ein Beispiel für die Wirtschaft in der Zukunft, sozial, nachhaltig, ein Gewinn für alle“, sagt Arne Knöchel. 100.000 Euro hat die Genossenschaft schon an Anteilen verkauft. ANZEIGE

IN BRAUNSCHWEIG WÄCHST EIN

GRÜNDERQUARTIER Innovation Kreativität Technologie

www.braunschweig.de/gruenderquartier

5


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

AKTUELLES – ANALYSEBUSINESS.DE

„BESCHLEUNIGER“ FÜR FRISCHE IDEEN Foto: Stephan Sasek

Ein Startup zu entwickeln in nicht leicht. Oft fehlt trotz einer guten Idee das Geld oder wichtige Kontakte. Helfen können hier so genannte Accelerator – Beschleuniger für neue Ideen.

und tollen Konzepten haben es immer noch schwer in Deutschland, denn zu viele wichtige Dinge müssen bei der Gründung eines Startups bedacht werden. Damit die Ideen, Produkte und Konzepte aber nicht versanden, gibt es viele sogenannte „Accelerator“. Frei übersetzt sind das Beschleuniger, die im Rahmen eines Wettbewerbs eine Reihe von Startups auswählen und diese über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten fördern, trainieren, unterstützen und technische Mittel zur Verfügung stellen. So ein Projekt ist auch „CONTENTshift“ – ein Accelerator für die besten Content Startups in Deutschland. Drei Monate werden hier Gründer, Investoren und Experten aus der Branche zusammengebracht. „CONTENTshift hat bei seiner Premiere 2016 gezeigt, wie bereichernd der Ideen- und Gedankenaustausch zwischen Startups und etablierten Unternehmen sein kann. Aus dem Accelerator

und die Preisverleihung statt, bei der dann das Content-Startup des Jahres gekürt und mit 10.000 Euro gefördert wird. Der Gewinner aus dem letzten

Junge Menschen mit guten Ideen

CONTENTshift: Startups einen Entwicklungsschub geben und umgekehrt etablierte Branchenunternehmen in produktiven Austausch mit Gründerinnen und Gründern setzen.

gingen zahlreiche Kooperationen hervor und zwei der Finalisten haben noch während des Programms Investoren gefunden“, beschreibt Jury-Mitglied Detlef Büttner das Programm. Ab dem ersten April können

sich die Startups aus aller Welt bewerben und zum 1. Juli sollen die Bewerber um die 10.000 Euro Preisgeld dann feststehen. „Das ist auch unser Ziel für dieses Jahr: Startups einen Entwicklungsschub geben und umgekehrt etablierte Branchenunternehmen in produktiven

Austausch mit Gründerinnen und Gründern setzen“, sagt Detlef Büttner. Die beteiligten Unternehmen investieren jeweils 10.000 Euro und erhalten damit einen Platz in der Jury und direkten Kontakt zu den Startups. Im Laufe des Wettbewerbs werden die Startups umfassend gecoacht und von Experten beraten. Kernstück des Wettbewerbs ist ein gemeinsames Workshop-Wochenende für Jury und Startups im September. Auf der Buchmesse in Frankfurt finden die abschließenden Pitches

FRAGEN AN SYLVIA TIEWS Foto: Gerhard P. Mueller

6

Jahr ist inzwischen mit seinem Produkt am Markt. Ein Verlag aus der Jury arbeitet mit dem Gründer zusammen, seine App wurde bereits einige tausend Mal heruntergeladen. Karl-Ludwig von Wendt über den Wettbewerb im letzten Jahr: „Mitmachen! Dabei sein ist hier schon sehr viel. Auch wenn man nicht in die letzte Runde kommt, ist die Ausarbeitung für den Pitch eine sehr gute Sache. Durch den Kontakt zu den Unternehmen und die Präsentation vor den Juroren kann man viel lernen. Und dann heißt es, das Beste aus der eigenen Idee zu machen und fest an sie zu glauben.“ Wer im Bereich Content noch

teilnehmen möchte, wenn das Unternehmen mehr ist als eine Idee und bereits gegründet wurde, kann sich auf der Seite www.contentshift.de bewerben. 10 Startups gelangen dann in die Vorauswahl und stellen sich am 22. Juni der Jury vor. Die Bewerbungsphase endet am 1. Juni 2017. Text: Jörg Wernien

Sylvia Tiews, Teamleiterin Gründungsförderung und start2grow

Welches sind neben den finanziellen Belastungen die größten Probleme, mit denen Gründer zu kämpfen haben? Die Priorisierung ihrer Aufgaben und schwach ausgeprägte Managementskills. Hilfe hierzu erhalten Startups bei Wirtschaftsförderungen und Kammern.

Wie verändert die aktuelle politische Lage Europas und der Welt das Verhalten junger Gründer? Die Globalisierung bietet die Möglichkeiten, international zu vermarkten – die Digitalisierung unterstützt ortsunabhängiges Arbeiten.

Warum ist es so wichtig, mit Institutionen wie der Wirtschaftsförderung vor einer Gründung Kontakt aufzunehmen? Auf dem Weg in die Selbstständigkeit kommen auch Kosten auf Gründer zu. Solche Institutionen bieten Beratung und Programme, die helfen, Kosten zu reduzieren. Man sollte möglichst frühzeitig ein individuelles Netzwerk zu Partnern und Kunden aufbauen. Das kann zu einem schnellen Markteintritt führen. Und man muss bereit sein, immer von anderen zu lernen! Dafür stehen zum Beispiel Gründungswettbewerbe wie zum Beispiel „start2grow“. ANZEIGE

Geschichten gesucht. Welten gefunden. Fachbesuchertage 11.–15. Oktober 2017

Publikumstage 14.–15. Oktober 2017

www.buchmesse.de www.buchmesse.de/businessclub #fbm17

Premium Partner:

Öffnungszeiten Täglich 9.00–18.30 Uhr Sonntag 9.00–17.30 Uhr

Jetzt Tickets sichern! www.buchmesse.de/ besucher


INSPIRING

WHY MANNHEIM?

INTERCONNECTED

Germany’s inspirational, urban environment for startups.

Mannheim is a city of ideas: the car, the bicycle, the tractor, among many other things, were invented here. A modern city with a distinctly urban atmosphere between two rivers, brimming with music, culture, fashion, design, nature and alluring neighborhoods.

Excellent universities and the most renowned business faculty in Germany as well as global brands are at your doorstep: SAP, BASF, Roche Diagnostics, Fuchs Petrolub, Siemens, John Deere, Bombardier and many others.

This startup city never sleeps and thinks about tomorrow even today. Open to new developments.

OPEN

Mannheim embodies tolerance and diversity, as a total of 178 nationalities live and work peacefully together in the city.

CENTRAL

Mannheim is located in Southwest Germany and in the heart of the metropolitan region Rhine-Neckar, close to Heidelberg, Palatine and nestled in beautiful vineyards. Frankfurt International Airport can be reached from Mannheim’s central station via ICE high-speed trains in less than 35 minutes. It only takes twenty minutes to the University of Heidelberg and about 45 minutes to the Karlsruhe Institute of Technology (KIT) at the University of Karlsruhe.

A place for great people and great ideas. Always moving forward.

8 STARTUP CENTERS 350 ENTREPRENEURS Focus on B2B, IT, Hi-Tech, Med-Tech, Creative industries, Female business, Music, Fashion, Municipal support programs, Grants, One-stop agency for all startups, Co-working spaces, Digital hubs

YOUR ST ARTU P LIVING LAB. STARTUP-MANNHEIM.DE


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

8

FOKUS – ANALYSEBUSINESS.DE

VERSICHERUNGEN FÜR START-UPS: UNVERZICHTBAR FÜR DEN ERFOLG? Foto: pressmaster - Fotolia

Bei einer Unternehmensgründung, gerade bei Startups, steht meistens die Idee oder eine technische Innovation im Vordergrund der Gründer. Zudem ist meist das Geld knapp oder wird in das Produkt gesteckt und weniger in die Unternehmenssicherung. Viele Gründer gehen davon aus, dass alles schon irgendwie gut gehen wird.

Doch schnell können kleine Fehler durchaus große Folgen haben. Deshalb sind Versicherungen für Startups und Unternehmensgründungen nicht nur einfach „nice to have“, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensführung, auch wenn sie entsprechendes Geld kosten.

Auch Bedrohungen aus dem Netz

Existenzbedrohend kann es wer-

den, wenn nicht nur Schäden beglichen werden müssen, sondern auch Schadenersatzansprüche drohen. Besonders für IT-Unternehmen und Gründern im Digitalbereich können hier schnell immense Schadensummen entstehen. In Zeiten von Echtzeit-Kommunikation ist schnell einmal ein Eintrag in sozialen Medien oder im unternehmenseigenen Blog getätigt, der nicht rechtskonform ist. Manchmal reicht schon ein übersehener Kommentar eines Dritten auf der eigenen Unternehmenswebsite, der gegen Persönlichkeitsrechte oder Urheberrechte verstößt. Auch gegen derartige Risiken kann man sich inzwischen absichern. Grundsätzlich gilt, dass die Ab-

sicherung vom Unternehmenszweck abhängt. Schon beim Eintrag in das Handelsregister sollten sich Gründer deshalb Gedanken über die Absicherung machen. Unbestritten ist die Betriebshaft-

pflichtversicherung ein nicht wegzudenkender Teil eines sinnvollen Versicherungspaketes.

sich eine Elektronikversicherung schnell aus. Dabei sollte man sich erkundigen, ob in die Police möglicherweise gleich eine Datenträger- und eine Mehrkostenversicherung mit aufgenommen werden kann, die die Kosten für die Wiederherstellung von Programmen oder die Wiederschaffung- und Wiederherstellung von Daten und Programmen übernimmt und auch den entstandenen Mehrkostenaufwand wie Überstunden, eventuelle Mietkosten von Fremdgeräten etc. übernimmt.

Versicherungen: ein wichtiges und beratungsintensives Thema.

Die Haftpflichtdeckung bezieht sich übrigens nicht nur auf den Inhaber des Betriebes, auch alle Mitarbeiter sind mitversichert. Sie deckt die Schadenansprüche Dritter ab, wenn durch betriebliche Maßnahmen Sachschäden entstehen oder Personen zu Schaden kommen. Wer glaubt, dass die private Haftpflicht schon einspringt, wenn ein Schaden entsteht, der irrt. Genau das ist nämlich nicht der Fall, denn diese schließt gerade jeden beruflich verursachten Schaden aus. Und so kann schon das verse-

hentlich umgeschüttete Wasserglas, das auf die Computertastatur oder die Planungsunterlagen des Kunden fällt, einen hohen Schaden auslösen, der über eine

Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt ist. Darüber hinaus prüft die Versicherung auch unberechtigte Ansprüche gegenüber dem Versicherungsnehmer und wehrt diese ab. Ohne Betriebshaftpflichtversicherung haftet der Inhaber übrigens mit dem gesamten Kapital der Firma in voller Höhe. Das kann dann ganz schnell das Aus bedeuten, noch bevor das Unternehmen richtig Fahrt aufgenommen hat. Ähnlich wichtig ist die Berufshaft-

pflichtversicherung, die immer dann zum Tragen kommt, wenn Vermögensschäden abgedeckt werden müssen, die aus einem sogenannten Berufsversehen entstehen. Das können beispielsweise unbeabsichtigte Verletzungen von Geheimhaltungspflichten oder Folgeschäden bei

Auftragsverzug sein, aber auch unbeabsichtigte Urheberrechtsverletzungen, Datenverluste oder auch Programmierfehler. Eine Berufshaftpflichtversicherung gleicht also immer dann Schäden aus, wenn fehlerhafte Dienstleistungen zu Vermögensschäden bei Dritten führen. Basiert das Geschäft einer

Neugründung auf viel elektronischem Equipment, sollten die Gründer zudem über eine Elektronikversicherung nachdenken. Ein Wasserschaden, ein Kurzschluss, ein kurzfristiger Stromausfall oder Netzschwankungen sind nicht so selten, wie man sich das gemeinhin vorstellt, und Elektronikequipment ist gegen solche Störungen höchst anfällig. Im Falle einer Beschädigung der IT-Ausstattung zahlt

werden immer realer. Viren, Trojaner, Würmer – in der virtuellen Welt tummeln sich viele Angreifer, die auch vor Startups nicht halt machen. Nahezu jedes Unternehmen verfügt heute über große Datenmengen, die Cyberkriminelle im Visier haben. Eine Cyber-Versicherung schützt vor den Folgen aus Hackerangriffen und unterstützt im Idealfall präventiv sowie mit einer 24/7 Krisenhotline im Verdachts- und Krisenfall. Darüber hinaus sollten Startups auch über die Übernahme von Kosten für rechtliche Streitigkeiten zumindest nachdenken. Wichtig beim Abschluss aller Versicherungen ist es, nicht ausschließlich auf dem Preis zu achten. Vielmehr sollten Gründer prüfen, welche Leistungsbestandteile einer Versicherung oder eines Versicherungspaketes auf die eigene Unternehmung passen, was unbedingt abgedeckt werden muss und ob diese Anforderungen auch im angebotenen Tarif enthalten sind. Zudem sollte die Versicherungssumme ausreichend hoch sein. Text: Frank Tetzel

MEHR ZUM THEMA AUF: ANALYSEBUSINESS.DE

ANZEIGE

Die größten GoBD Irrtümer. Wir klären auf: lexoffice GoBD Roadshow www.lexoffice.de/gobd-check

FOS ALLE IN ITE AUF SE

29


DAMIT DER TRAUM VOM EIGENEN BUSINESS NICHT

PLATZT WIE EINE SEIFENBLASE.

Auch wenn Sie noch so vorsichtig sind: Schon ein Fehler kann Ihrem Startup gefährlich werden. Als Spezialversicherer für Gründer kennen wir Ihre Risiken und wissen, wie wir Ihnen im Schadenfall schnell helfen können. Verwirklichen Sie Ihren Traum und schützen Sie Ihr Business mit unserer Versicherung für Gründer.

17478 05/17

hiscox.de/gruender


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

10

EINBLICK – ANALYSEBUSINESS.DE

DEIN ZUHAUSE IM NETZ: #IMLÄNDLE Im Januar 2016 erblickte der Lifestyle-Blog #imländle das Licht der Online-Welt. Petra Nann (36) schreibt darin über ihre persönlichen Erfahrungen, Erlebnisse und alles, was die Region bewegt. Aus dem Hobby wurde erst eine Nebentätigkeit, im Februar dieses Jahres kam es dank der Unterstützung des Wirtschaftsprüfers und Steuerberaters Ralph Setzer (PKF WULF EGERMANN) zur Gründung der #imländle GmbH. Voraussichtlich Ende 2017 soll das Startup profitabel sein.

Frau Nann, wie ist die Idee für Ihren Blog entstanden? Petra Nann: Aus einer Sofalaune heraus. Das Schreiben machte mir schon immer sehr viel Spaß. Es gibt so viele Schätze, die die Heimat eines jeden wertvoll machen. Über unsere und viel mehr berichte ich auf meinem Blog. Wie ging es vom ersten Blogein-

trag an weiter? Petra Nann: Pro Woche veröffentlichte ich zunächst zwei bis drei Artikel. Weitere Blogartikel lieferten Schriftsteller, Journalisten und Hobby-Autoren. Die Leserschaft und der Lesestoff stiegen rasch. Nach nur drei Monaten fragten die ersten Unternehmen an, ob ich über sie berichten könnte. Nebst Text-, Bild- und Audio- stehen Videoproduktionen im Fokus. Seit November 2016 bin ich mit #imländle regelmäßig bei Radio Neckaralb Live mit einer eigenen Sendung zu hören.

betrachtet sind viele Startups sehr sorglos und sie vernachlässigen den Finance-Bereich. Ich erlebe es oft, dass sie gar keine richtige Buchführung haben. Auch die Themen Sozialversicherung, Lohn- und Einkommensteuer kommen viel zu kurz. Wenn dann potenzielle Finanzinvestoren auftauchen, sind sie alles andere als gut aufgestellt. Wie lautet daher Ihr Rat an Start-

Ralph Setzer, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei PKF WULF EGERMANN und Petra Nann, Editor des Lifestyle-Blogs #imländle.

Was hatte der schnelle Erfolg des

Blogs zur Folge? Petra Nann: Ich fing an, davon zu träumen, mit meiner Leidenschaft meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Über eine Veranstaltung des Vereins „Freiraum Balingen kreativ“ bekam ich dann Kontakt zu Ralph Setzer von der Kanzlei PKF WULF EGERMANN, der bundesweit viele Startups in finanziellen und steuerlichen Belangen berät. Herr Setzer, wie war Ihr erstes

Treffen mit Petra Nann? Ralph Setzer: Die Chemie hat von Anfang an gestimmt und Petras Projekt hat mich überzeugt. Wir haben dann entschieden, dass Petra ein Nebengewerbe anmeldet. Doch das erschien ihr schnell zu wenig. Bereits zwei Monate später entstand der Plan, ein Unternehmen zu gründen.

Also musste ein Businessplan als geschäftliche Grundlage her. Worauf basierte der Businessplan?

Petra Nann: Auf einem Konzept mit neuen Produkten und Vermarktungswegen. Unternehmen entdecken den Blog für ihr Online-Marketing. #imländle bietet jetzt Story-Telling, Sponsored Posts, Video- und Textproduktionen, Social Media-Schulungen, Promotions und Moderationen an. Wie hat sich die #imländle GmbH bislang entwickelt? Ralph Setzer: Petra Nann hat ein beträchtliches Auftragsvolumen generiert. Das Gründungskapital und die Einnahmen reichen aus, um die laufenden Kosten zu decken. Ende 2017 wird der Break-Even-Point erreicht sein. Ich bin als einer von zwei Grün-

dungspartnern an Bord gegangen. Die erste Kapitalerhöhungsrunde ist für Mitte Mai 2017 geplant. Für weitere sind wir offen. Petra Nann: Dieser Erfolg ist tatsächlich überwältigend. Ich bin sehr dankbar dafür, versierte Partner an meiner Seite zu haben, die mich aus Überzeugung unterstützen. Mit Rechnungen, Buchhaltung oder Steuern muss ich mich glücklicherweise nicht mehr befassen. Somit bleibt viel Raum für meine Kernkompetenzen und meine Kreativität. Herr Setzer, Sie haben schon einige Startups beraten und durch den Abgaben-Dschungel geführt. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gesammelt? Ralph Setzer: Gute Ideen sollten sich schnell von selbst tragen, am besten innerhalb von sechs bis achtzehn Monaten. Insgesamt

ups? Ralph Setzer: Sie sollten sich von Anfang an um Steuern und Finanzen kümmern und einen möglichen Exit von Beginn an steuerlich planen. Daher empfehle ich allen Gründern, mit gesundem Menschenverstand an Steuer- und Finanzthemen heranzugehen und sich einen Berater zu suchen, der zu einem passt. Wie sehen Sie die Zukunft von

#imländle? Petra Nann: Jetzt wird es vor allem darum gehen, die Vermarktung voranzutreiben und eine wertige starke Marke aufzubauen. Ziel ist es, in Phase 3 Lizenzprodukte zu generieren, zum Beispiel in diversen Lifestyle-Bereichen. Und ich möchte neuen Chancen gegenüber offenbleiben, alles andere würde Stillstand bedeuten. Text: Chan Sidki-Lundius

MEHR ZUM THEMA START-UPS AUF: ANALYSEBUSINESS.DE

ADVERTORIAL

Professionelle Startup-Beratung bei DORNBACH

Neben der klassischen Mittelstandsberatung ist die Beratung von Gründern und Startups ein Schwerpunkt der bundesweit tätigen DORNBACH-Gruppe. Interview mit Rechtsanwalt Alexander Hartleib (Gesellschafter-Geschäftsführer der DORNBACH GmbH Rechtsanwaltsgesellschaft) und Steuerberater Marcel Aufenacker (Gesellschafter der ALPERS WESSEL DORNBACH GmbH Steuerberatungsgesellschaft). Aus was für Unternehmen setzt sich Ihre Mandantschaft zusammen? Der Großteil unserer Mandanten stammt aus dem deutschen Mittelstand. Dazu kommen namhafte Startups und Investoren. Welche Beratungsschwerpunkte bieten Sie speziell für Startups? DORNBACH bietet umfassende Beratung für Gründer und Startups in allen Phasen ihrer unternehmerischen Tätigkeit – von der Unternehmensgründung über die Beteiligung von Investoren bis hin zu einem potentiellen Exit. Zudem berät DORNBACH private Anleger (Business Angels) und institutionelle Kapitalgeber (Venture Capital) bei ihren Investitionen in Startups. Wir kennen daher die Perspektive des Unternehmens und die Investorensicht, was besonders in Verhandlungssituationen vorteilhaft ist.

In Ihrem Unternehmen arbeiten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte. Welche Vorteile bringt das für Ihre Mandanten? Der Vorteil liegt in erster Linie in einer ganzheitlichen Beratung aus einer Hand. Diese enge Zusammenarbeit bietet eine hohe Flexibilität, wenn es auf die Verknüpfung von Steuerberatung, Rechtsberatung und betriebswirtschaftlicher Beratung ankommt. In welchem Stadium sollten ihre (potenziellen) Mandanten zu Ihnen kommen – gerade auch Startups und Gründer? Wir können in jedem Stadium der Unternehmensentwicklung zum Erfolg unserer Mandanten beitragen. Gerade jungen Gründern empfehlen wir jedoch, sich möglichst frühzeitig professionell beraten zu lassen. Nur so lassen sich Fehler in der Anfangsphase, die später sehr teuer werden können, wirksam vermeiden. Sehen Sie sich auch als Schnittstelle zwischen Startups und mittelständischen Unternehmen? Die Vernetzung von jungen Gründern mit dem deutschen Mittelstand birgt ein immenses Erfolgspotenzial. Hier

Marcel Aufenacker

Alexander Hartleib

treffen unternehmerische Erfahrung und kaufmännisches Know-How auf Innovation und unternehmerische Kreativität. Eine Integration bietet erhebliche Synergien. Wir möchten die Plattform liefern, um diese Synergien für beide Seiten sichtbar zu machen.

DORNBACH Rechtsanwaltsgesellschaft mbH Alexander Hartleib, LL.M. AHartleib@dornbach-legal.de | Telefon: +49 (0) 40 35 53 36-20 startup.dornbach.de

ALPERS WESSEL DORNBACH GmbH Steuerberatungsgesellschaft Dipl.-Kfm. Marcel Aufenacker MAufenacker@alpers-wessel.de | Telefon: +49 (0) 30 12 08 47 78 startup.dornbach.de


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

AKTUELLES – ANALYSEBUSINESS.DE Fotos: Headshots-Berlin.de/Chris Marxen

12

„Highlights sind immer die Speaker, die es bereits in den Startup-Olymp geschafft haben.“ Vertical-Media-CEO Mark Hoffmann eröffnet die Heureka. Es geht um den Austausch der Startup-Szene untereinander, den Kontakt zu Investoren und den Aufbau und Ausbau eines internationalen Netzwerkes.

„HEUREKA“ – DAS TREFFEN DER MUTIGEN Zum sechsten Mal findet am 20. Juni 2017 in Berlin das englischsprachige Treffen der Startup-Szene „HEUREKA – The Founders Conference“ statt. Erwartet werden 800 Besucher. Jubel und Leid liegen für viele

Gründer und Startup-Unternehmen oft näher beieinander, als ihnen lieb sein dürfte. Eine gute Idee kann noch so vielversprechend und ein Unternehmen kann noch so sorgfältig aufgebaut sein, am Ende entscheiden der Markt, die Geldgeber und vor allem das Glück darüber, ob der Gründer den berühmten Ausruf „Heureka!“ des griechischen Mathematikers Archimedes zitiert. Der Legende nach soll Archimedes den Freudenschrei von sich gegeben haben, nachdem er bei Experimenten in einer mit Wasser gefüllten Wanne das archimedische Prinzip über den statischen Auftrieb eines Körpers in einer Flüssigkeit gefunden hatte. Dass sich die nun schon im sechsten Jahr veranstaltete englischsprachige Gründerkonferenz in Berlin mit Blick auf die Antike den Namen „HEUREKA“ gegeben hat, ist natürlich Programm. Das Treffen von Early Stage Startups, Investoren und Corporates, die alle einen starken Bezug zu Neugründungen im digitalen Bereich haben, ist ein Event der

Extraklasse. Auch 2017 werden erfolgreiche Startup-Unternehmer vielen Newcomern begegnen und sich über blitzgescheite Ideen der Gegenwart austauschen. „Die HEUREKA lebt von der bunten Mischung aus Gründern, Entrepreneuren, Kapitalgebern und Startup-Interessierten“, sagt der Geschäftsführer der Vertical Media GmbH Mark Hoffmann. „Denen geht es bei unserer Konferenz besonders um den Austausch und den Ausbau des eigenen Netzwerks. Sie nutzen die Möglichkeit, aktuelle Ideen und Herausforderungen mit Gleichgesinnten zu besprechen und auch von den Fehlern anderer zu lernen.“ Das junge Programmierer-Talent

Florian Bräunlein von Research Labs demonstriert bei der diesjährigen HEUREKA Conference in einer Livehacking-Session einmal, wie schnell man zum Beispiel Flugtickets manipulieren kann. Angekündigt hat sich auch Mark Williams, CEO von Firefly, der früher einmal als Apple & Tesla Developer gearbeitet hat und in Berlin über den kalifornischen, immer weiter wachsenden Cannabis-Markt berichtet. Auch Alessio Avellan Borgmeyer, CEO von Jodel, ist mit vor der Partie und informiert über die von ihm entwickelte Studenten-App.

Natürlich stehen bei allen Ta-

gungsschwerpunkten die jüngsten Entwicklungen in aller Welt im Fokus. Gerade ging ja durch die Presse, dass Apple immer intensiver in das finnische Startup-Unternehmen Beddit zur Erfassung von Schlafdaten investieren will, das mit Sensoren unter dem Bettlaken die Schlafqualität misst. Der Gesundheitsbereich verspricht enorme Wachstumschancen weltweit. Wer hier Ideen hat und bei HEUREKA – The Founders Conference die richtigen Leute trifft, kann wichtige Kontakte knüpfen und wertvolle Tipps verwerten. Bei alldem sollte man auf „alte Hasen“ der Startup-Szene, wie etwa Hubertus Bessau, hören. Er ist Co-Founder des vor zehn Jahren gegründeten Unternehmens „mymuesli“. Was hat Bessau richtig gemacht? Welche Wege müssen Neugründer beschreiten, um eine Idee auf dem Markt zu verbreiten und den Bestand der darauf aufgebauten Firma dauerhaft zu sichern? 2017 stehen bei HEUREKA nicht

nur diejenigen im Mittelpunkt, die das „Heureka“ des Archimedes aus vollem Herzen ausrufen können. Es geht auch um das Scheitern von Unternehmen. Nur aus Fehlern kann man schließlich lernen. Bei HEUREKA treten auch Junggründer auf, die ihren

Kollegen die Ursachen ihres Scheiterns erklären können. Wer viel Geld investiert und an eine Idee felsenfest geglaubt hat, wird von der Realität oft hart genug auf den Boden der Tatsachen zurückbefördert. Natürlich ist es eine schwierige Erfahrung, Träume zu begraben und im schlimmsten Fall eine Planinsolvenz anzumelden. Wie man damit rein organisatorisch, aber vor allem auch emotional umgeht, soll ebenfalls das Thema von HEUREKA 2017 sein. Emotionen werden auch wach, wenn es um die deutsche Hauptstadt aller Startup-Unternehmen, die große Gründerstadt Berlin geht. Unter dem Motto „Berlin – Living in the founders paradise?” diskutieren Jan Beckers von „Hitfox”, Maru Winnacker von „Oona Project” und Gen Sadakane von „EyeEm”, warum Berlin eine Gründerstadt ist und warum sich Berlin positiv (manchmal auch ein wenig negativ) auf das Neugründer-Business auswirkt. Bei der vom Digitalverlag Vertical

Media veranstalteten „HEUREKA – The Founders Conference“ geht es um den Austausch der Startup-Szene untereinander, um den Kontakt zu Investoren und den Aufbau, oder sagen wir besser, den Ausbau eines internationalen Netzwerkes. Es geht aber

auch um Hardware. Im vergangenen Jahr gab es zum ersten Mal die sogenannte „Hardware Area“, die so gut eingeschlagen ist, dass die Macher eine Neuauflage mit vielen Einblicken in die Bereiche Al, Mobility und Food geben soll. „Die HEUREKA Konferenz überzeugt vor allem durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Formaten“, erklärt Mark Hoffmann sein Veranstaltungskonzept. „Wer es lieber praktisch mag, kann sich in diesem Jahr zum Beispiel in den Workshop von Dipat setzen und erfahren, wie man mit dem richtigen Pitch Deck eine Zwei-Millionen-Finanzierung an Land zieht.“ EUREKA verliert außerdem die wichtigsten Zukunftsszenarien nicht aus dem Blick. „Auf jeden Fall wird es einen kleinen Exkurs zu den Themen AI und Blockchain geben.“ Text: Helmut Peters

FAKTEN Das veranstaltende Online-Medienhaus Vertical Media GmbH veröffentlicht die Onlinemagazine „NGIN Food“, „NGIN Mobility“, „Gründerszene“ und veranstaltet die „Spätschicht“, das „CEO Dinner“ und die „Heureka Conference“. Bei „Heureka“ treffen sich StartupVertreter und Entrepreneure, Corporates und Startup-Interessierte. ANZEIGE

Ihre Fragen zu GoBD? Stellen Sie hier: lexoffice GoBD Roadshow www.lexoffice.de/gobd-check

FOS ALLE IN ITE AUF SE

29


10 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Dein Gehirn. Weil die beste Technik menschlich ist. Und falls doch mal etwas ist, ermĂśglichen wir fĂźr unsere Versicherten moderne Tumorbehandlung.

dietechniker.de


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

DAS INTERNET DER DINGE BRAUCHT VIELE LÖSUNGEN 14

INSPIRATION – ANALYSEBUSINESS.DE

Big Data Infrastruktur, Embedded Systems, Schutz vor Hackern, Smart Life – der digitale Wandel fordert unternehmerisches Handeln heraus.

Welt geliefert – und danach nie wieder etwas von ihnen gehört. Langsam denken diese Unternehmen darüber nach, digitale Services anzubieten, um ihren After-Sales auszubauen.“

Was Startups im digitalen Bereich

verbindet ist die Vernetzung von Produkten und Prozessen sowie die Analyse sehr, sehr großer Datenmengen. Denn viele gerade mittelständische Firmen in Deutschland wissen gar nicht, dass diese Wertpotentiale bei ihnen existieren, geschweige denn, was sie daraus ableiten und steuern können. Die Sicherung dieser Daten ist ein weiteres Arbeitsfeld innovativer Startups – die ihr komplexes Wissen oftmals auf jahrelange Erfahrung in Forschungszentren aufbauen.

Dr. Martin Peters beschäftigte sich

jahrelang im Rahmen von Forschungsarbeiten mit dem Internet of Things (IOT) und den Themen der Industrie 4.0, bevor er die com2m GmbH mitgründete und jetzt unter anderem Angebote von Softwarelösungen im Bereich IoT entwickelt. „Viele Unternehmen können durch das IoT ein erhebliches Potential erfahren. Wir helfen, dieses Potential zu erkennen und in praxistaugliche Lösungen umzusetzen. Als Grundstein dient unsere IoT-Plattform.“

Dr. Heiko Koepke, Mitbegründer der Physec GmbH

Dr. Martin Peters, Mitbegründer der com2m GmbH

Dr. Tobias Brambach, Mitbegründer der Point8 GmbH

Auch Dr. Heiko Koepke, Mitbe-

ner unveränderten Produktion bei gleichzeitig hoher Sicherheit ist dabei relativ schwierig. Wir haben uns genau darauf spezialisiert.“

nehmen den einfachen Einstieg in die digitale Transformation ermöglicht. „Unser Ziel war es, Methodenwissen rund um die Daten als Dienstleistung in die Industrie zu bringen.“

gründer der Physec GmbH, realisierte auf Grundlage herausragender Forschungsergebnisse die Unternehmensgründung. Aus der Implementierung informationstheoretischer Kryptographieprimitive entstand die Idee des so genannten IoTree, der IoT-Security Plattform der Physec GmbH. „Die klassische Fragestellung unserer Kunden lautet nach einem Sicherheitskonzept bei der Umstellung auf digitale Produkte und Prozesse“, sagt Dr. Heiko Koepke. „Die Gewährleistung ei-

Ebenfalls auf der Suche nach neuen

Herausforderungen der Data Science ist Dr. Tobias Brambach, der nach einigen Jahren Forschungsarbeit am CERN das Unternehmen Point8 GmbH mitgegründet hat. Predictive Maintenance, Netzsimulationen, Churn Management und Prozessoptimierung sind die Schlagwörter, anhand derer Point8 Unter-

„Was sich aus unserer Sicht gerade stark entwickelt, ist das Thema der Predictive Maintenance, der vorausschauenden Wartung“, sagt Dr. Martin Peters. „Gerade mittelständische Maschinenbauer haben die letzten 50 Jahre sehr erfolgreich einfach „nur“ Maschinen gebaut und diese in die ganze

Auch Dr. Tobias Brambach arbeitet oft mit Maschinendaten, die sehr dicht an der Maschinensteuerung liegen. „Diese Daten werden heute teilweise in einer Frequenz von mehr als 1000 Datensätzen pro Sekunde ausgelesen. Deren Nutzung wird in Zukunft helfen, riesige Kosten durch Maschinenstillstand, Fehler in der Qualitätssicherung und Datenverlust zu vermeiden und neue Geschäftsmodelle für den deutschen Mittelstand zu erarbeiten.“ Die Lösungen, die die drei Grün-

der der Industrie liefern können, können den Standort Deutschland nachhaltig stärken. Bei Big Data und dem IoT konzentrieren sie sich auf überzeugende und fundierte Technologie – einer deutschen Kernkompetenz.

Erworben haben die vorausschauenden Gründer ihr komplexes Wissen in den gut vernetzten Technologiezentren in Deutschland. Text: Katja Deutsch ANZEIGE

tur | Technologi

etransfer

ps U t r a t S r ü f e u g Champions Lea

Gründungsberat

ung | Business Su

pp

sche Infrastruk ort | Technologi

Mehr als

en 350 Unternehm in einem der gr

ößten

s TechnologiePark

Über

Europas

50.000

Studierende Direkte Nähe zu

r

Wissenschaft TechnologieZen

76 – 80 il-Figge-Straße | Em d un tm or trumD

d | 44227 Dortmun

| Te

tzdo.de ail: technobox@ M | E00 -1 42 lefon: 02 31 97

e d . o d z t . w w w


Gründergeist 4.0 ADVERTORIAL

„Wir brauchen eine fortschreitende Änderung unserer Mentalität – scheitern muss erlaubt sein!“

GELSENKIRCHEN

Cyber Security Logistics

eHealth VR/AR

DUISBURG

Data Analytics BOCHUM

DORTMUND

Internet of Things

Smart City/ Smart Home

Energy ESSEN MÜLHEIM

eCommerce

Design

„Mit dem ruhr:HUB ermöglichen wir den direkten Zugang zu Startups und Corporates der Region. Messen lassen wir uns an erfolgreichen Matches!“

Aus der Szene für die Szene. Anja Sommerfeld & Oliver Weimann, die Geschäftsführer des ruhr:HUB, haben selber erfolgreich eigene Startups aufgebaut und sind mit Startups und Corporates gut vernetzt.

Hallo Oliver, es gibt immer mehr erfolgreiche Gründerstories aus dem Ruhrgebiet. Wie würdest du die Entwicklung der Startupszene in eurer Region beschreiben? Die Metropolregion Ruhr verfügt über eine

wahnsinnig hohe Hochschuldichte und mit mehr als 250.000 Studenten natürlich über einen großen Pool potenzieller Gründer. Seit etwa drei Jahren wird eine Startupszene sichtbar, welche durch verschiedene Initiativen getragen wird und sich in Form von großen Events wie Gründerforum NRW, RuhrSummit oder DemoNight und dem Blog Ruhrgruender.de zeigt.

„Mehr als 250.000 Studenten und über 5 Millionen Menschen bergen ein unfassbares Potenzial. Der Pott macht sich auf den Weg...“ Seit Ende 2016 gibt es den ruhr:HUB. Was kann man sich darunter vorstellen? Der ruhr:HUB ist einer von sechs digitalen Hubs in

NRW und wird getragen von den Städten des Ruhrgebiets sowie dem Wirtschaftsministerium in Düsseldorf. Ziel ist Zentralstelle für die Digitalisierung in der Region zu werden, die Verknüpfung zwischen tradierten Unternehmen und Startups zu ermöglichen und Coachingangebote zum Thema Digitalisierung anzubieten. Der Fokus all unserer Aktivitäten liegt jedoch auf dem sogenannten Match-Making, also dem begleitenden Kennenlernen von bestehender Industrie und jungen, innovativen Unternehmen. Erstens sollen damit die Konzerne und Mittelstand besser auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet werden und zweitens natürlich die Entwicklung einer deutlich aktiveren Startupszene unterstützt werden.

Was sind die häufigsten Schwierigkeiten für Startups? In diesem Zusammenhang wird meistens fehlendes Kapital angeführt. Wir stellen allerdings fest, dass es gerade im B2B-Umfeld oftmals auf den direkten Zugang zu passenden Industriepartnern ankommt. Bei einem entsprechenden Match ist die Wahrscheinlichkeit für eine marktkonforme Entwicklung signifikant erhöht und die Finanzierung teilweise Bestandteil der Kooperation. Wo müssen sich Unternehmen umstellen? Vor allem in puncto Geschwindigkeit! Es gibt gute Gründe dafür, dass Konzerne sind wie sie sind und diese haben in der Vergangenheit auch das Überleben gesichert. Die Welt „da draußen“ hat sich aber grundlegend geändert! Geschäftsmodelle werden innerhalb weniger Jahre vollkommen obsolet. Dieses kann nicht in der Linienstruktur bearbeitet werden, wo Entscheidungen oder auch schlichtweg Kommunikation klassische Zeitfresser sind. Überdies stehen häufig diverse Compliance Richtlinien der notwendigen Vertrauenskultur massiv im Wege. Bürokratie ist ein Killer! Was sind konkrete Maßnahmen des ruhr:HUB? Unser größtes Asset ist der direkte Zugriff auf eine riesige Bandbreite an Startups in NRW. Gemeinsam mit den anderen fünf Hubs können wir zu beliebigen Themen (IoT, Cyber Security, VR/AR...) qualitativ hochwertige Startups mitbringen. Allerdings – und das nehmen wir sehr ernst – muss immer deutlich werden, worin der Mehrwert für die Startups liegt! Werden (Pilot-)Projekte in Aussicht gestellt, Investitionen offeriert oder gemeinsam Geschäftsmodelle ausgetestet ist dies großartig. Auf dieser Basis organisieren wir gemeinsame Workshops, hochwertige Themenevents und regionsübergreifende Programme. Mehr Infos gibt es unter www.HUB.ruhr

Gut zu wissen Experience Day Cyber Security

Zentrum für IT-Sicherheit, Bochum

03 JULI

2017, Montag

www.hub.ruhr

Startupweek Ruhr Diverse Locations Ruhrgebiet

25-29 SEPTEMBER

2017, Montag - Freitag

www.startupweek.ruhr

Dortmunder U

„Die Unternehmensdichte im Ruhrgebiet ist unvergleichlich – eine riesige Chance für B2BStartups.“

19+20 OKTOBER

2017, Donnerstag & Freitag

www.summit.ruhr

ruhr:HUB GmbH DEUTSCHLANDHAUS | Lindenallee 10 | 45127 Essen www.hub.ruhr

DIE ZENTRALE ANLAUFSTELLE FÜR DIE DIGITALISIERUNG IM RUHRGEBIET

Digitale Wirtschaft NRW (DWNRW) - Eine Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

TITELSTORY – ANALYSEBUSINESS.DE Foto: Sebastian Husche

16

„ES WIRD ZEIT FÜR GRÖSSERES“ ANZEIGE

#playhub | play-hub.de

Sky_Anzeige_PLAY_533x121.indd 1


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

ANALYSEBUSINESS.DE 17

Seit mehr als 20 Jahren investiert Frank Thelen in innovative Ideen und die Menschen dahinter. Ein Gespräch über Wege, unsere Welt zu verändern. „Noch nie zuvor hat es in Deutschland so

viele Gründer gegeben, noch nie so viele Arbeitsplätze durch Startups – und noch nie so viel Wagniskapital, um die jungen Unternehmen auf die richtigen Gleise zu setzen.“ Frank Thelen zeichnet ein positives Bild vom aktuellen Klima in der deutschen Startup-Branche. Von neuen, teils hochspezialisierten Venture Fonds bis hin zu Prominenten, die ihr Kapital in eine frische Idee steckten – die finanzielle Ausgangslage sei hervorragend. Dringend, mahnt Thelen, sei es nun an der Zeit, größer zu denken. Denn: „In Deutschland geht die Startup-Szene aktuell noch viele kleine Ideen an, Shoppingclubs, Innenarchitektur, Hundeprodukte. Die großen Technologiewellen haben wir bisher verpasst – Search, mobile, wir haben auch keine Social Company. Ein Unternehmen wie Zalando ist brillant, das ist ein großer Schritt und hat eine enorme Wirkung, aber es ist auch ein Copycat.“ Er räumt jedoch ein: „Das Silicon Valley hat Jahrzehnte gebraucht, um die aktuellen Technologien hervorzubringen. Gemessen daran ist die deutsche Szene noch in einem sehr frühen Stadium.“ Frank Thelen kennt die Branche aus zwei Per-

spektiven: Als Gründer von Technologieunternehmen wie Create Media, ip.labs oder Scanbot und seit 2014 auch als Investor mit seiner eigenen Risikokapital-Firma e42. Potential für bedeutende Entwicklungen durch Startups sieht der 41-Jährige in Themenfeldern wie der Speicherung von Energie, der

Logistik und den Sicherheitstechnologien. „Wir haben gute Cluster etwa im Bereich IT-Security. Im Themenfeld der A.I., der künstlichen Intelligenz, haben wir Chancen, relevante Player zu werden – das Land der Dichter und Denker in der digitalen Zeit.“ Innovative Produkte allein machen jedoch

noch keine Erfolgsgeschichte. Für Thelen sind die Menschen hinter den Ideen ein entscheidender Faktor: „Gründer“, so sagt der Investor, „müssen diesen Killer-Instinkt haben, sie müssen sicher sein: Das werden wir umsetzen, egal was uns im Weg steht.“ Wer mit einem neuen Business erfolgreich sein wolle, der müsse zu hundert Prozent von seiner Idee überzeugt und bereit sein, sich durchzubeißen. So wie Thelen selbst. „Entweder, man läuft durch die Welt und lässt sie so, oder man sagt sich, ich kann sie ändern. Welche Flugzeuge künftig fliegen zum Beispiel oder was wir essen. Man hat es in der DNA oder bekommt es wie ein Virus, dieses ‚Ich kann die Welt verändern‘.“

Frank Thelen hat sich das „Weltverände-

rungs-Virus“ früh eingefangen: Schon mit 18 Jahren gründete der Technologie-Experte sein erstes Unternehmen. Und musste im Laufe der Jahre auch das Scheitern von Projekten erleben. „Scheitern ist nicht hip, das ist immer schlecht und sollte nicht gefeiert werden, doch es sollte als Option bestehen, damit man außerhalb der Komfortzone neue Dinge probieren kann.“ In Deutschland sei diese Sichtweise noch nicht angekommen. Ob bei Neugründungen oder in großen Konzernen: Es regiere die Vorsicht – oft um den Preis des Fortschritts. Risikoreiche Investitionen, die wichtig seien, um große Erfolge zu erzielen, würden durch diese auf Sicherheit bedachte Strategie ausgebremst und Innovation verhindert.

FRAGEN AN

CHRISTIAN LINDNER Foto: Benjamin Zibner für Axel Springer

„Scheitern ist nicht hip, das ist immer schlecht und sollte nicht gefeiert werden, doch es sollte als Option bestehen, damit man außerhalb der Komfortzone neue Dinge probieren kann.“ Was ein zum Risiko bereiter Kapitalgeber und

ein passionierter Gründer bewegen können, zeigt sich auch in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“. Als Investor sucht Thelen in der Show nicht nur Produkte, die ihn begeistern, sondern vor allem Menschen, die für ihre Geschäftsideen brennen. Ein perfektes Beispiel dafür: das Mode-Startup VON FLOERKE. Gründer David Schirrmacher überzeugte mit seinem Auftritt Frank Thelen, der gemeinsam mit Judith Williams investierte. „Ich habe genau diesen Instinkt bei ihm gesehen und wusste, er wird es allen zeigen, auch wenn viele meinten, es sei in der Branche kein Raum für ein weiteres Modelabel.“ Der Erfolg gibt ihm recht: Knapp zweieinhalb Jahre nach der Gründung ist aus dem Onlineshop für klassische Herrenaccessoires eine Marke geworden, die in zahlreichen Modehäusern und bei Herrenausstattern quer durch die Republik vertreten ist. 

Text: Ulrike Christoforidis

FAKTEN Frank Thelen • europäischer Seriengründer, Technologie-Experte und Frühphasen-Investor • hat mit seinen Produkten über 100 Millionen Kunden in mehr als 60 Ländern erreicht • ist Investor in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ • und war als leidenschaftlicher Skater am Bau der größten Halfpipe Europas in der Bonner Rheinaue beteiligt

WEITERE INTERESSANTE INTERVIEWS ZUM THEMA AUF: ANALYSEBUSINESS.DE Zum Beispiel mit Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor, Institut der deutschen Wirtschaft Köln über die Wichtigkeit der Startups für die deutsche Wirtschaft.

Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP

Was müsste in der Beratung und der Absicherung deutscher Firmengründer aus politischer Perspektive verbessert werden? Wir brauchen mit Blick auf Gründer und Startups ein Mentalitätsupdate in unserem Land. Menschen mit guten Ideen werden doch bislang davon abgeschreckt, ihre Pläne in die Tat umzusetzen, weil im Erfolgsfall man ihnen das nur neidet. Dann heißt es schnell: Der hat ja nur Glück gehabt. Und im Falle eines Scheiterns kann man sich der Häme sicher sein. Ich meine, es verdient Anerkennung, Risiken zu tragen und alles auf eine Karte zu setzen.

Wie wichtig ist die professionelle Begleitung einer Unternehmensund Wirtschaftsberatung? Ein heißes Herz ersetzt keinen kühlen Kopf. Wir haben insgesamt ein gutes Beratungsangebot für Gründer. Es ist beinah zu verzweigt und kaum zu überblicken. Aber der Schulterblick von außen ist natürlich unerlässlich.

Welche Fehler werden bei Neugründungen vor allem von jungen Unternehmern am häufigsten gemacht? Eine pauschale Antwort darauf fällt mir schwer. Am ehesten würde ich sagen, dass es ein Tunnelblick ist. Man muss immer seine Idee im Auge behalten. Wichtiger als ein häufiger Fehler, wäre mir aber ein wichtiger Ratschlag: Lasst Euch nicht entmutigen! ANZEIGE

Life is a pitch. Play. Büros

Safe Harbour

Agenturen

Arbeitsräume für 6 Monate im Herzen von München

Kein unternehmerisches Risiko

Unterstützung von den besten Entwicklern und Produkt-Designern

Play ist der neue Open Innovation Hub von Sky Deutschland. Wir suchen Start-ups und Ideen für die Zukunft des Entertainments. Bewerbt Euch jetzt bis zum 15. Juni für unsere nächste Runde. Mehr Information unter www.play-hub.de

Sky Power

Kompensation

Mentoren

Zugriff auf das Netzwerk von Sky

€ 25.000 Kompensation

Netzwerk erfahrener Gründer und Mentoren

26.05.17 14:59


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

MÖGLICHKEITEN – ANALYSEBUSINESS.DE

„WIR BRAUCHEN MACHER UND VISIONÄRE“ Ein Gespräch mit Gründer Eleftherios Hatziioannou über Erfolgsfaktoren für Startups und seine persönlichen Erfahrungen.

Der Raum Stuttgart ist stark

geprägt durch Industrien und große Unternehmen – und bietet entsprechend viele Arbeitsplätze. Das, so weiß Gründer Eleftherios Hatziioannou, ist ein Segen. Doch zugleich auch ein wenig Fluch: Innovative Ideen, so sagt der Geschäftsführer der smoope GmbH, würden in diesem Klima weniger gut gedeihen. „Warum alles riskieren? Einen sicheren Job gibt man nicht so leicht auf, um seine eigene Vision mit all den Risiken einer Unternehmensgründung zu verfolgen.“ Der Schwabe mit griechischen Wurzeln hat es vor vier Jahren dennoch getan. Als erster globaler Social Media-Manager hat der studierte Betriebswirt zuvor Pionierarbeit bei Daimler geleistet, wo er über neun Jahre angestellt war: „Eine so etablierte Marke in diesen Bereich einzuführen, war eine großartige Aufgabe.“ Durch seine Tätigkeit beschäftigte er sich intensiv mit modernen Kommunikationswegen, entsprechenden Technologien und Trends und machte sich schließlich als Unternehmensberater selbstständig. Gemeinsam mit Halil Mandal

Eleftherios Hatziioannou (rechts) gründete 2013 zusammen mit Halil Mandal (links) die smoope GmbH.

entwickelte Hatziioannou die Idee für einen Messenger-Dienst, über den Unternehmen für ihre Kunden jederzeit und unkompliziert erreichbar sind, und gründete die smoope GmbH. Dank der schwäbischen Prägung, wie der Unternehmer sagt, war Eigenkapital für den Start vorhanden, ein zusätzliches Darlehen ebnete den Weg. „Es war gut, diesen Schritt nicht alleine zu machen. Ein Startup braucht Knowhow aus verschiedenen Bereichen. Und wenn einer mal einen Hänger hat, kann der andere ihn antreiben, genau wie beim Tandemfahren.“ Etwa anderthalb Jahre nach dem Start haben die smoope-Gründer ihre Vision auf den Prüfstand

gestellt und an die neuen Gegebenheiten im Markt angepasst. Die Grundidee hatte sich zwar bestätigt, doch waren viele Unternehmen nicht geneigt, das Produkt als externen Service zu nutzen. Aus der unabhängigen App wurde ein Tool, das in die Infrastruktur des Kunden eingebunden werden kann. „Jede bestehende App oder Webseite wird kurzerhand zum Messenger à la WhatsApp – nur eben sicher und datenschutzkonform.“ Die Anpassung des Geschäftsmodells war ein lebenswichtiger Schritt für das junge Unternehmen: „Das sollte Gründern klar sein: Es geht nicht einfach darum, was wir gut finden, sondern darum, was die Kunden brauchen“, so die Erfahrung des 36-Jährigen.

Fragt man Eleftherios Hatziioannou nach weiteren Erfolgsfaktoren für Startups, nennt er allem voran sein Team. Auch die Unterstützung von außen – das Netzwerk und Ökosystem – spiele eine maßgebliche Rolle: Vor zehn, elf Jahren seien IT-Startups aus der Region ins Silicon Valley abgewandert, berichtet der Gründer. Heute gebe es auch im Raum Stuttgart Anlaufstellen und qualifizierte Mitarbeiter und damit eine deutlich bessere Infrastruktur: „Die Entscheidung über den Standort würde heute nicht mehr so eindeutig für die USA ausfallen.“ Ob Gründerfonds oder Innovationsgutschein als Projektzuschuss: „Solche Anreize und Chancen zu schaffen ist wichtig – gerade in einer Region, die mit den großen Arbeitgebern sehr komfortabel aufgestellt ist. Wir brauchen mehr Macher und Visionäre.“ Text: Ulrike Christoforidis

FAKTEN Eleftherios Hatziioannou gründete 2013 zusammen mit Halil Mandal die smoope GmbH. Er beschäftigt heute acht Mitarbeiter sowie eine Hand voll freier Mitarbeiter und will mit der smoopeLösung Kommunikation einfacher und schneller machen. Er hat eine Vision, die ihn antreibt: Menschen durch sein Produkt Zeit zu schenken.

INTERVIEW MIT CHRISTIAN SOMMER Foto: Daniel Lukac

18

Christian Sommer, Geschäftsführer von Startup Mannheim

Welches Ziel verfolgt Startup Mannheim? Wir schaffen in Mannheim ein Ökosystem, das Startups, Kultur, Kreativwirtschaft und Technologie verbindet. Dafür gestalten wir in acht Gründungszentren mit über 300 Startups viele Aktivitäten und Unterstützungsleistungen. Es gibt Förderprogramme, Zugang zu Finanzierungen, günstige Mieten und ein cooles Umfeld mit Charakter, viel Kultur und einer guten Szene.

Wie arbeitet Startup Mannheim? Schnell und persönlich. Wir kümmern uns um unsere Startup-Teams oder solche, die es werden wollen. Neben Raum in den Gründungszentren und Förderprogrammen stellen wir Netzwerkzugänge in die Universitätslandschaft und zur Wirtschaft wie SAP, BASF, ABB, Siemens oder MVV her. Auch bauen wir internationale Netzwerke für die Startups auf. Zum Beispiel einen Accelerator mit dem israelischen Generalkonsulat in München.

An wen wenden Sie sich? An Entreprenuers und Startups aller Gründungsphasen. Technologische Startups mit einem Schwerpunkt Medizintechnik und kreativwirtschaftliche Gründungen mit Schwerpunkten in Design und Musik bilden den inhaltlichen Fokus von Startup Mannheim. ANZEIGE


Baden-Württemberg: Connected

Wo Ideen zu Business werden! Sie haben ein innovatives Produkt, disruptive Ideen und stehen für radikales Umdenken im Hightech-Bereich? Baden-Württemberg hat zahlreiche traditionelle Firmen, solide KMU und Weltmarktführer auf der Suche nach neuen Ansätzen im digitalen Umschwung.

Wir bringen Sie zusammen! Profitieren Sie vom größten Hightech-Netzwerk Südwestdeutschlands – Baden-Württemberg: Connected e.V. (bwcon): • Matchmaking zwischen Gründern und etablierten etablier ten Firmen • Einbindung Ihres Ihres Jungunternehmens in eines der erfolgreichsten Wirtschaftssysteme in Europa • Integr Integration ation Ihrer innovativen Lösung in ein Wertschöpfungsnetzwerk • Zugang zur Corporate Investors Community • Intensivber Intensivberatung atung für neue Geschäftskonzepte • Kompetenzvermittlung ompetenzvermittlung im unternehmerischen Handeln • Wettbewerbe für Gründer (CyberOne Hightech Award u.v.m.)

Turning Ideas into Business Mehr Infos unter www.bwcon.de


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

20

RATGEBER – ANALYSEBUSINESS.DE

FRAUENPOWER BEI NEUGRÜNDUNGEN Johanna Ludwig hat es geschafft. 2013 gründete sie mit zwei Partnern ihre eigene Firma. Über ein Forschungsprojekt an der TU Berlin fand sie die passenden Partner für eine Unternehmensgründung. Sie hatten ein Verfahren zur Säuberung von mit Öl verschmutzen Wassers entwickelt und sind damit an den Markt gegangen. „Wir wollten mit unserem Pro-

dukt unbedingt weitermachen. Dann haben wir uns schlau gemacht, Fördergelder beantragt und auch bekommen. Das Stipendium hat uns sehr geholfen, heute können wir gut davon leben, haben bereits 15 Mitarbeiter“, sagt Johanna Ludwig, die technische Leiterin und Gründerin von „Akvola Technologies“ in Berlin. Der Weg von Johanna Ludwig

ist heute fast schon normal in Deutschland. Immer mehr Frauen machen sich, wenn sie ihr Studium oder ihre Ausbildung beendet haben, selbstständig, gründen kleine Firmen, setzten ihre Ideen um. Für Johanna Ludwig was es mit dem Stipendium leicht, doch oft ist es für Frauen mit guten Ideen schwer einen Geldgeber oder Accelerator zu finden. „Das ist in vielen Situationen tatsächlich so“, sagt Prof. Dr. Stephanie Birkner. Die promovierte Expertin untersucht genau die Gründe ob unternehmerisches Handeln geschlechtsspezifisch ist. „Der Zugang zu Partnern ist noch einfach. Die „Startup Gemeinschaft“ prägt aber ein starkes maskulines Erfolgsbild des unternehmerischen Handelns und Denken. Da haben es feminine Charaktere eindeutig schwerer“. Wenn Männer eine Firma gründen, dann passiert das oft sehr schnell. Sie begründen

Foto: FOTOSTUDIO Charlottenburg für die TU Berlin

Immer mehr Frauen machen sich selbstständig. Schon an den Universitäten werden sie gefördert und ermuntert nach der Uni ein eigenes Unternehmen zu gründen.

David Ruisinger, Miriam Theobald und Marcel München von dongxii.com

ihre Risikoentscheidungen auf ganz anderen Faktoren als die Frauen findet die Forscherin, Dr. Birkner. „Vergleichbar ist es vielleicht mit Studien, die sich mit dem Unterschied in der Bewerbungsreaktion von Frauen und Männern beschäftigen. Männer zeigen hier eine sehr viel höhere Toleranz gegenüber Unterschieden des eigenen Profils zur ausgeschriebenen Stelle und den dort formulierten Erwartungen. Ähnliches ist für das Selbstverständnis das Frauen in Hinblick auf Gründung entwickeln anzunehmen. Es braucht einen Abgleichwert, an dem sie sich orientieren können. Hier mangelt es aber an guten Vorbildprofilen guter Gründerinnen“, erläutert Stephanie Birkner. So ein Vorbildprofil könnte die

31-jährige Miriam Theobald aus Berlin sein. Zusammen mit zwei Männern hat sie eine B2C Plattform für den chinesischen Markt gegründet. In den nächsten Wochen wird sie die Unterstützung durch das Gründerstipendium nicht mehr bekommen, doch einige potente Kapitalgeber stehen schon bereit um das „Startup“ mit frischem Geld zu versorgen. „Schon mein Studium hat mich eigentlich zu 100 Prozent auf das Thema Deutsch-Chinesische Wirtschaftsbeziehungen vorbereitet. Die Idee für das Unternehmen ist uns im Auslandssemester gekommen. Bis zur tatsächlichen Gründung hat

es noch ein paar Jahre gedauert, aber seit Januar sind wir am Markt und haben bereits mehrere tausend Nutzer“, erklärt Miriam Theobald kurz ihren Werdegang. Bachelor, Master und jetzt mit 31 Jahren die eigene Chefin im eigenen Unternehmen. Was würde sie anderen Frauen raten die vielleicht auch sehr gute Ideen haben, aber sich nicht recht in eine Selbstständigkeit trauen. „An vielen Unis in Deutschland werden Gründerinnen und Gründer gut unterstützt. Leider fehlt in Deutschland noch die Einsicht, das man auch mal scheitern kann, dafür muss man sich nicht schämen. Nur wer wagt kann auch neue Innovationen schaffen und Deutschland bietet dafür sehr gute Möglichkeiten. Ich kann nur jedem raten, egal ob Mann oder Frau, sich in Deutschland selbstständig zu machen“, rät die junge Gründerin, Miriam Theobald. Doch ein Problem schaffen auch gute Bedingungen für Gründerinnen nicht so leicht aus der Welt. Was passiert bei einem Kinderwunsch – wer leitet dann die Firma weiter – wer unterstützt und wer nicht. „Wenn ich mit Kolleginnen und

Kollegen spreche muss ich gestehen, ist schon häufig Unsicherheit zu hören, ob beides vereinbar ist und wenn ja ob und wie mit Unterstützung zu rechnen ist. Und auch ich kom-

„Leider fehlt in Deutschland noch die Einsicht, dass man auch mal scheitern kann.“ me ehrlich gesagt das ein oder andere Mal an die Grenzen der Vereinbarkeit“, sagt die Junior Professorin Stephanie Birkner. Und auch Miriam Theobald findet, es könnte in Deutschland für werdenden Mütter in der Gründerszene besser laufen. „Man hat eine ganz andere Verantwortung gegenüber den Partnern, Investoren und Mitarbeitern. Das könnte in Deutschland schon besser unterstützt werden, aber auch die männlichen Gründer sind von der gleichen Problematik betroffen. Man trägt einfach extrem viel Verantwortung und die schlägt sich auch auf das private Leben nieder“, erklärt Miriam Theobald ihre Position. In China, so Miriam Theobald, sind Frauen als Gründerinnen und Geschäftsführerinnen total normal. Etwas was wir in Deutschland vielleicht von China noch lernen können. Text: Jörg Wernien

FAKTEN Nie war es in Deutschland so leicht sich selbstständig zu machen. Wer gute Ideen hat oder ein tolles Produkt entwickelt, kann sich bei vielen Institutionen um Fördermittel oder Stipendien bemühen und bewerben. Auch viele Universitäten beraten Gründerinnen und Gründer im Studium. Dazu kommt eine sehr lebendige Gründerszene, die auch Unterstützung gibt.

MEHR ZUM THEMA AUF: ANALYSEBUSINESS.DE

ERFOLGSSTORY AUS SCHWEDEN JETZT AUCH IN DEUTSCHLAND

Pontus Wachtmeister, CEO Postify

Der durchschnittliche Smartphone-Benutzer hat Tausende von Bildern von Freunden, Familie, Urlauben und anderen unvergesslichen Momenten auf seinem Handy. Obwohl viele der Bilder für Social Media Posts und auf unterschiedlichen digitalen Plattformen verwendet werden, bleiben die meisten Fotos unbenutzt und verschwinden in einer Cloud. Der Fluss erneuert sich ständig und was auch immer man postet, es wird nur von einer Minderheit wahrgenommen. Mit der App Postify kann jeder Smartphone-Nutzer seine schönsten Momente ganz einfach in fantastische Produkte zum Hinstellen, Aufhängen und Anfassen verwandeln. Gegründet wurde Postify in Schweden von Pontus Wachtmeister. „Unsere App ist ein gutes Beispiel dafür, wie man die digitale Welt mit einem traditionellen und geliebten Produkt wie Postkarten oder Fotos verbinden kann“, so der CEO. Es gibt zwei Möglichkeiten Postify zu nutzen: Mit Postify Postkarten kann aus dem eigenen Bilderbestand eine echte physische Postkarte erstellt werden – egal wo auf der Welt man sich gerade befindet, denn die Karte wird in dem Land des Empfängers gedruckt und versendet. Man spart also Kosten und Zeit. Die zweite Version der App, Postify Fotos, ermöglicht dem Benutzer, Hunderte von Bildern auf hochwertigem Fotopapier entwickeln und nach Hause liefern zu lassen. So kann man sich seine eigenen Fotos einrahmen, hinstellen oder aufhängen um sein eigenes Heim zu dekorieren. ANZEIGE

Was bedeutet GoBD für Word, Excel & Co.? lexoffice GoBD Roadshow www.lexoffice.de/gobd-check

FOS ALLE IN ITE AUF SE

29


Gründungsunterstützung an der Universität Oldenburg

Universität arbeiten Hand in Hand und fachübergreifend. Viele sind in Sonderforschungsbereiche, Forschergruppen und europäische Exzellenzcluster Die Carl von Ossietzky Universität wureingebunden. Die Universität ist eng de 1973 gegründet. Damit gehört sie zu mit außeruniversitären Institutionen den jungen Hochschulen Deutschlands. in Forschung, Bildung, Kultur und Ihr Ziel ist es, Antworten zu finden auf Wirtschaft verbunden. die großen Fragen der Gesellschaft im 21. Jahrhundert – mit interdisziplinärer Spitzenforschung und Lehre. Mehr als 15.000 Studierende bereitet die Universität auf das Berufsleben vor.

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Alle Gründungsinteressierte werden durch die Universität gezielt dabei unterstützt ihre, Ideen, Technologien und Forschungsergebnisse in potenzielle, marktfähige Geschäftsideen zu transferieren. Insbesondere auch bei der Antragstellung von EXIST-Fördermitteln (EXISTGründerstipendium und EXISTForschungstransfer) erhalten GründerInnen Unterstützung.

Zudem bekommen sie Zugang zu Netzwerken und erste Kontakte zu GeschäftspartnerInnen. „Es ist uns ein großes Anliegen, die nächste Generation von Unternehmen im Nordwesten Deutschlands zu fördern und mit den regionalen Mittelständlern zu verbinden“ Miriam Wiediger, Leiterin des Gründungsund Innovationszentrums und Geschäftsführerin der GIZ gGmbH.

Die Wege auf dem Oldenburger Campus sind kurz: WissenschaftlerInnen und VerwaltungsmitarbeiterInnen der

Die Universität als Gründerhochschule Die Universität Oldenburg unterstützt Studierende, MitarbeiterInnen sowie WissenschaftlerInnen der regionalen Hochschulen und An-Institute intensiv zum Thema Gründung. Start-ups stärken die Region, sichern Arbeitsplätze und tragen zur Innovationskraft bei.

fessur Female Entrepreneurship, das Gründungs- und Innovationszentrum sowie die GIZ gGmbH (An-Institut der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) wird eine umfassende Gründungskultur in Forschung und Lehre geschaffen. Für Ihr Engagement wurde die Universität durch das BMWi als eine der sechs besten Gründerhochschulen in Deutschland ausgezeichnet.

Die Juniorprofessur für Female Entrepreneurship Die deutschlandweit erste Professur Female Entrepreneurship forscht zu den Besonderheiten, spezifischen Motiven und Anforderungen von Gründungen durch Frauen. Dabei werden durchaus auch die bisher belegten Unter-

schiede im Gründungsverhalten zwischen den Geschlechtern auf den Prüfstand gestellt. „Wir gewinnen zusehends die Erkenntnis, dass weibliche Zugänge zum wirtschaftlichen Denken und Handeln einen ganz besonderen Mehrwert für Startups bieten.“ Prof. Dr. Stephanie Birkner.

Durch eine Professur Entrepreneurship, eine Juniorpro-

Die Region Nordwest

liche Entwicklung geben. Die Gründungsfreundlichkeit zeigt sich auch darin, dass die Region offen für Neues und damit offen für neue wirtschaftliche Entwicklungen ist. Zusammengefasst steht die Region Oldenburg für ein attraktives Umfeld, das Moderne und Urbanität mit Tradition und Natur verbindet.

Nicht nur auf dem Campus gibt es kurze Wege. Die Region zeichnet sich durch eine enge Vernetzung der Wirtschaftsakteure aus und ist sehr dynamisch. Sie bietet zahlreiche Netzwerkaktivitäten, die teils auch international ausgerichtet sind und wichtige Impulse für die wirtschaftDer Startup

tem in der Region Nordwest. Ziel der Plattform ist es, den Nordwest Kontakt von GründerInnen mit UnternehmerInnen und Für einen weiteren Auftrieb InvestorInnen noch mehr zu der Startup-Szene im Nordintensivieren, Hintergrundbewesten sorgt seit April 2017 die richte und Interviews mit und Internet-Plattform veröfüber GründerInnen zu veröf www.startups-nordwest.de. fentlichen und der StartupDie neue InternetSzene im Nordwesten weitere Präsenz sowie ein Impulse zu geben. dazugehöriger Blog geben einen Überblick über das Startup-Ökosys-

Spot

Erfolgreiche Beispiele sind EXIST-Gründerstipendien für LIPRO Energy (Holz-Heizkraftwerk), DataRealEstate (Software für Mieter und Vermieter), vGen (Softwarelösung zur interaktiven Datenvisualisierung), oldntec (StromsenSeit Eröffnung des Grünsor für den Hausnotruf) und dungs- und InnovationszenSeedForward (ökologische trums konnte die Universität Saatgutbeschichtung) oder zahlreiche Ausgründungen die beiden EXIST-Forschungsaus der Universität und ihren transfer geförderten Teams An-Instituten (z.B. OFFIS, Next MiCROW (MikromontageanlaEnergy) sowie der Jadege) und Resiflow (VanadiumHochschule unterstützen. Redox-Flow Energiespeicher).

Ausgründungen aus Hochschulen und Wissenschaft der Oldenburger Region

Kontakt Miriam Wiediger und Janneke Mertens-Fabian E-Mail: giz@uni-oldenburg.de www.uni-oldenburg.de www.startups-nordwest.de


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

SICHERHEIT FÜR SÄMTLICHE APPS 22

FOKUS – ANALYSEBUSINESS.DE

Foto: www.kevinmuenkel.de

Mit seinem Startup APPVISORY untersucht Sebastian Wolters betrieblich genutzte Smartphones und Tablets auf Sicherheitslücken.

So umfassend sich viele mittel-

ständische Betriebe inzwischen um die Sicherheit ihrer Rechner kümmern, so sorglos gehen sie meist mit den mobilen Arbeitswerkzeugen wie Smartphone und Tablet um. Compliance-Richtlinien zur Nutzung von Smartphone & Co existieren zwar in den meisten Unternehmen, doch was die Nutzung von Apps für ein Sicherheitsrisiko darstellt, ist nur wenigen bewusst. „Rund die Hälfte aller mobilen Applikationen bergen Schwachstellen und können zu empfindlichem Datenverlust führen“, erklärt Sebastian Wolters. APPVISORY stellt hierfür eine Tech-

nologie zur Verfügung, die analysiert, was bei der Nutzung von Apps im Hintergrund passiert. Denn während es einigen Unternehmen eher unwichtig ist, dass man beispielsweise den Standort ihrer Mitarbeiter kennt, kann genau dies bei anderen Organisationen ein Worst Case Scenario darstellen. Die Analyseergebnisse gelangen über die Appvisory-App auf die Geräte der Anwender.

Sebastian Wolters, Geschäftsführer APPVISORY

Der Grundstein zu der Idee liegt in der beruflichen Vorgeschichte des umtriebigen Gründers: 2008 entwickelte der Computerfachmann und PR-Bachelor mit seiner eigenen Digitalberatungsagentur ein Social Media Monitoring Tool und beriet unter anderem eine große Agentur für Versicherungsrating, die als eine Art TÜV für hierzulande verkaufte Versicherungspolicen fungiert. „Als im Jahr 2009 das iPhone und

mit ihm die ersten Apps auf den Markt kamen, war für uns klar, dass auch hier irgendwann eine Instanz nötig sein würde, die diese Apps unabhängig beurteilt.“ Das neu erfundene „Trusted App-Siegel“ landete schnell erste Erfolge bei Großkunden wie der Deutschen Bahn.

Inzwischen zählt knapp die Hälfte

der DAX 30 Unternehmen zu den Kunden von APPVISORY. „Viele Unternehmen haben bereits mehrere Zehntausend mobile Geräte. Das bedeutet für uns Wachstumschancen ohne Ende. Ein weiterer sehr spannender Markt ist der Mittelstand, für den wir über ein Partnernetz im Vertrieb ansprechen.“ Denn gute Ideen und technisches Knowhow sind das eine, Usability, Vertrieb, Kommunikation, Finanzierung, Buchhaltung und viele weitere Punkte die zweite, sehr arbeitsintensive Seite eines Startups. Sebastian Wolters ist zwar über

alle Bereiche übergeordnet verantwortlich, überlässt die Ausführung aber inzwischen den knapp 30 Mitarbeitern

GRÜNDUNG AUS PERSÖNLICHEM ANTRIEB

– von denen durchweg unternehmerisches Mitdenken und Handeln erwartet wird. Denn in der digitalen Welt ändern sich Dinge rasend schnell, was sehr dynamische Strukturen und agile Ressourcen erfordert.Wenn Apple über Nacht seinen Store oder tausende seiner Apps updated, muss schnell gehandelt werden, um potentielle Sicherheitslücken für den Benutzer aufzudecken. APPVISORY prüft mit automatisierter Technologie anhand statischer Analysen und nimmt zudem manuelle Prüfungen im eigenen Testlabor vor.

Wie groß das Thema werden wird, wenn sich zudem das Internet der Dinge auf breiter Ebene durchsetzt, wissen inzwischen nicht nur IT-Experten, auch Unternehmer und Investoren haben die große Relevanz erkannt. „Trotzdem weht hier ein anderer Wind als in den USA“, erzählt Sebastian Wolters. „Dort gilt für Investoren eine Erfolgsquote von 50 Prozent als bedenklich – weil zu gut. Sie sagen, sie hätten nicht in genügend spannende, riskante Innovationen investiert. In Deutschland herrscht da leider nach wie vor viel zu wenig Investitions- und Risikobereitschaft.“ Text: Katja Deutsch

Cengiz Degirmenci, Gründer von „LactoJoy“

Cengiz Degirmenci leidet unter einer Laktoseintoleranz wie 75 Prozent der Weltbevölkerung. Weil er nicht immer laktosehaltige Speisen umgehen wollte, wurde kurzerhand die Entwicklung eines eigenen Produktes in die Hand genommen. „Wir begannen uns zu fragen, ob sich die Pharmafirmen das Leben ein bisschen zu einfach gemacht haben. Nach langer Recherche und unzähligen Gesprächen mit Lebensmittelchemikern, Herstellern und Zulieferern wussten wir – es geht sogar bedeutend besser“, erklärt Gründer Cengiz Degirmenci. Zusammen mit Freunden wurde das Projekt „LactoJoy“ umgesetzt. LactoJoy besteht lediglich aus Laktase, Kartoffelstärke in Bio-Qualität und einem pflanzlichen Zusatz. „Wir wollten reiner, hochwertiger und ansprechender als die Konkurrenz sein. Bei so einem Projekt steht man vor unzähligen Schwierigkeiten. Von wo bezieht man die Laktase, von wo die pflanzlichen Bio-Zusätze, von wo die Verpackung? Haben die Zulieferer die entscheidenden Zertifikate für unsere Ansprüche?“ Viele Monate haben die Gründer zuvor mit der Marktanalyse verbracht. „Und nun bieten wir das unserer Meinung nach beste Laktase-Produkt am Markt an“, freut sich Cengiz Degirmenci. ADVERTORIAL

Gründer nach vorne! Die NBank in Niedersachsen unterstützt Gründungen unabhängig von Branche oder Projekt • NSeed unterstützt junge Gründer mit Beteiligungskapital • Frühphasenfinanzierung hilft Firmen bei bis zu fünf Jahren Unternehmenstätigkeit • Land Niedersachsen fordert zur Gründung von Start-up Zentren auf Niedersachsen bietet für kleine und mittlere Unternehmen große Vorteile, denn hier profitieren Startups und Unternehmensgründer von unterschiedlichsten Finanzierungsangeboten. Von Beteiligungskapital über MikroSTARTer oder Niedersachsen-Gründerkredit finden Gründer in Niedersachsen wichtige Finanzierungsbausteine, um ihre Geschäftsidee mit Leben zu füllen. Niedersachsen ist mit seinen Hochschulen, Kompetenzzentren und Technologie- und Gründerzentren ein attraktiver Standort für technologieorientierte Gründungen. Im Startup-Monitor 2016 des Bundesverbandes Startup e.V. sind 131 Unternehmen aus Niedersachsen aufgeführt, das ist knapp jedes zehnte Start-up in Deutschland. Um diese Dynamik weiter zu intensivieren, zielt das Land Niedersachsen in einem aktuellen Förderaufruf darauf ab, Neugründung und Ausbau bestehender Start-up Zentren voranzutreiben.

In den Start-up Zentren findet eine intensive Betreuung in der Gründungs- bzw. Seed-Phase der jungen Unternehmen statt. Unterstützt werden die Marktneulinge durch einen individuellen Coaching- und Wissensvermittlungsprozess. Zudem stellt das Land mit „NSeed“ vier Millionen Euro Beteiligungskapital zur Verfügung, mit denen Beteiligungen an jungen Gründungen eingegangen werden können. Von diesem Produkt können Unternehmen profitieren, die Beteiligungskapital in einer Größenordnung zwischen 100.000 Euro und 600.000 Euro suchen. Gefördert werden Investitionen in das Anlage- oder Umlaufvermögen und die Umsetzung von innovativen und technologischen Ideen. Mit NBeteiligung bietet die NBank für Jungunternehmer im Auftrag des Landes aber nicht nur NSeed an. Mit Frühphasenfinanzierungen, womit Unternehmen bis zu fünf Jahren Geschäftstätigkeit angesprochen werden, können gleichfalls zwischen 150.000 und 600.000 Euro Beteiligungskapital zur Verfügung gestellt werden. Damit ist aber noch nicht Schluss. Bei etablierten Unternehmen kann die NBank Beteiligungen zwischen 250.000 und 2,5 Millionen Euro eingehen. Dies geschieht häufig in Phasen, wo Gründungen sich am Markt etablieren und bei ihrer Wachstumsphilosophie weiter Unterstützung benötigen.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Georg Henze 0511 300 31 358 | georg.henze@nbank.de oder Marcel Vonnahme 0511 300 31 228 | marcel.vonnahme@nbank.de


Durchstarten in GÖTTINGEN

Wissenschaft trifft Gründerspirit In Göttingen und Südniedersachsen finden Gründer beste Voraussetzungen für ihr Start-up. Der attraktive Standort im Herzen Deutschlands fördert Existenzgründungen in besonderem Maße und überzeugt mit bester Anbindung zu wichtigen Regionen und Märkten.

Sie haben die Idee … Ob Forschungseinrichtungen der international renommierten Universität Göttingen, das Zentrum für Entrepreneurship der Privaten Hochschule Göttingen, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Technologie- und Forschungszentren des Fraunhofer-Anwendungszentrums für Plasma und Photonik, die Hochschule für angewandte Wissenschaf t und Kunst und die Max-PlanckInstitute: Die Göttinger Hochschullandschaft bietet Studierenden, Alumni sowie ambitionierten wissensbasierten Gründern und Unternehmen aus den Bereichen Healthcare, Med-Tech und IT eine ausgezeichnet vernetzte und eng an regional agierende High-Tech-Unternehmen angegliederte Infrastruktur.

… wir den Standort! Start-ups brauchen gute Ideen und strukturierte Planung, aber auch die Einbindung in vitale Gründerökosysteme, Kontakt zu erfahrenen Mentoren, engagierten Förderern sowie aktiven Gründernetzwerken. Wir haben da was für Sie: Präinkubatoren, das Gründerzentrum Götec, der Photonik Inkubator und der Science Park bieten Ihnen Raum für Entwicklung und Wachstum. Dazu gibt es Intensivworkshops für Gründer, Kooperationsangebote von Wirtschaft und Wissenschaft mit dem SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC), Fördermittel für innovative Ideen etc. – und das alles in einer gut vernetzten Start-up-Szene mit kurzen Wegen und engagierten Partnern. … und natürlich mit jeder Menge Lebensqualität und vielseitigen Kulturangeboten mitten in Deutschland. Fragen? Gerne! Wir beraten Sie über passende Fördermöglichkeiten am Wirtschaftsstandort Göttingen für Ihr Unternehmen!

www.gwg-online.de

it catalyzing catalyzing start-ups start-ups

catalyzing start-ups start-ups catalyzing

Photonik Inkubator | Niedersachsen Photonik Inkubator | Niedersachsen

InnovationsCluster

it it

GÖTTINGEN

InnovationsCluster

GÖTTINGEN

InnovationsCluster

GÖTTINGEN Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH

catalyzing start-ups start-ups catalyzing

Photonik Inkubator | Niedersachsen

Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

24

EINBLICK – ANALYSEBUSINESS.DE

INTELLIGENTE MASCHINENBAUTEILE FÜR PREDICTIVE MAINTENANCE

Von Links: Sensosurf Dr. Cord Winkelmann, Jette Winkelmann, Dr. Gerrit Dumstorff

GRÜNDER ALS SHOOTINGSTAR DER BRANCHE Nichts weiter als den Markt der Segelboote revolutionieren, wollten die Gründer von Bente24. Und das ist ihnen mit ihrer Entwicklung eines simplen, einfachen Segelbootes gelungen. Innovativ, bezahlbar und sexy sollte der 24

Fuss Segelkreuzer sein, auf das Wesentliche reduziert und segelfertig für etwa 30.000 Euro. Das waren die Vorgaben, mit denen das Team von Bente24 im Frühjahr 2014 angetreten ist.

Einige internationale Journalisten sprachen schon von der Entwicklung eines neuen „Folkebootes“. Ähnlich wie das Ende der 30iger Jahre in Skandinavien entwickelte Segelboot, das preiswert, seetauglich und Platz für zwei bis vier Personen bieten sollte, sieht das Konzept des Bente Teams aus. „Nur eben auf die moderne Zeit übertragen“, sagt Jan Paul Schirmer, einer der Gründer. Als sich der Hamburger Blogger und Se-

gelfanatiker Stephan Boden und Alexander Vrolijk, der Sohn des holländischen

Yachtkonstrukteurs Rolf Vrolijk, kennenlernten, trafen sich ein paar Enthusiasten, die dieses Projekt entwickelten. Während Jan Paul Schirmer sich um die

Finanzen kümmerte, mit dem ersten Leitsatz, in der Entwicklungsphase kein Geld auszugeben, kümmerten sich Alexander um die Konstruktion und Stephan Boden, der gleichzeitig Blogger ist und ein begnadeter Kommunikator, um das Marketing. 5200 unbezahlte Stunden flossen in die Entwicklung des Bootes, über das inzwischen sogar 12 Semesterarbeiten geschrieben worden sind.

Sensoren erhalten in Zeiten von Industrie 4.0 immer größere Bedeutung. „Wir von Sensosurf digitalisieren Maschinenbauteile mithilfe von Sensorintegration und lassen sie so mit Hilfe unserer Technologie fühlen, denken und sprechen“, berichtet Jette Winkelmann. Diese Idee überzeugte die Jurys verschiedener Gründerwettbewerbe. Sowohl bei „WECONOMY“ als auch bei CAMPUSideen wurde das Unternehmen ausgezeichnet. Die Spezialität der jungen Firma ist die

Integration von Sensoren, die Teil von Maschinen-Bauteilen werden, wie beispielsweise bei Gewindestangen oder Wälzlagern, die sich mit den Sensoren zu einer Einheit verbinden. Je nach Anwendung werden bis zu 5 µm-dünne Dehnungsmessstreifen auf Bauteile aufgetragen. Die Daten werden erfasst und von einem lernenden System ausgewertet sowie interpretiert und sind – aufgrund smarter Technologie – selbstlernend. „Potenzielle Probleme können so frühzeitig erkannt, aktiv gesteuert und behoben werden“, fügt Jette Winkelmann an. Mit ihrem Mann, Dr. Cord Winkelmann, hat die Diplom-Kauffrau eine Ausgründung aus einem Forschungsprojekt am Institut für Mikrosensoren, -aktoren und -systeme vorgenommen und das Unternehmen Sensosurf gegründet.

Schnell konnte die junge Firma, die zur-

zeit sechs feste Mitarbeiter und sieben Studenten beschäftigt, die ersten Kunden gewinnen. In enger Zusammenarbeit mit ihnen werden die intelligenten Bauteile sowohl erprobt als auch weiterentwickelt. Ihr erster Auftrag war die Entwicklung von Sensortechnik für Profilschienenführungen. Bei ihrer Ausgründung waren die Gründer

nicht auf sich gestellt, durch ein Förderprogramm stand ihnen Gerd Berding aus einem lokalen Senior Expert Programm zur Seite, der seinen Erfahrungsschatz mit einbringen konnte. Nach dem Durchlaufen eines lokalen Förderprogrammes mit dem Namen BRUT konnte das Unternehmen dann an das vom Bundeswirtschaftsministerium aufgelegte Programm „EXIST Forschungstransfer“ andocken. Inzwischen schaut sich das Team nach Investoren um, denn der Aufbau einer eigenen Fertigung ist geplant. Potenziale gibt es für das junge Unternehmen genug, denn im Bereich der „Predictive Maintenance“ (zu Deutsch: Vorhersagende Instandhaltung) kann die Sensosurf-Technologie gut eingesetzt werden. Hier kommt es darauf an, durch bessere Informationen aus dem Maschineninneren teure Stillstände zu vermeiden. Zudem lassen sich so Bauteillebenszeiten besser ausnutzen, aber auch Komponenten, bei denen Verschleiß droht, rechtzeitig austauschen. Marktchancen bestehen auch in der Nachrüstung schon vorhandener Anlagen. Text: Frank Tetzel

Copyright: ANWB Audio Visuele Dienst

Ausgründungen aus Universitäten sind inzwischen nicht mehr ganz ungewöhnlich, doch wenn sie aufgrund ihrer Ideen gleich wichtige Preise gewinnen, dann scheint in ihnen etwas ganz Besonderes hergestellt zu werden.

Sämtliche Entwicklungsphasen konnte man in den sozialen Medien verfolgen, auch die Markteinführung und nicht zuletzt auch weitere Projekte wie die Neuentwicklungen eines komplett nachhaltigen Segelbootes oder die Überlegungen ein Boatsharing-Projekt aufzulegen, machten das Kleinunternehmen aus Norddeutschland zu einem der Shootingstars der Branche. Text: Chan Sidki-Lundius ANZEIGE

Entkommen Sie der GoBD Falle. Wie, erfahren Sie hier: lexoffice GoBD Roadshow www.lexoffice.de/gobd-check

FOS ALLE IN ITE AUF SE

29


ADVERTORIAL

Doppelt stark – Doppelstart in die Existenzgründung an der Weser

WFB/Jonas Ginter

Mit Erfolg ein Start-up in Bremen oder Bremerhaven gründen

In Bremen treffen Start-ups auf Industrieunternehmen aller Branchen.

Eine gute Idee – und jetzt? Vor diese Frage stehen viele Gründungswillige. Steuern, Finanzierung, Rechtliches, Technik; vieles will geklärt werden. „Mit Rückenwind segelt es sich am besten. In Bremen und Bremerhaven bringen wir Existenzgründer daher gemeinsam auf Kurs“, sagt Kai Stührenberg von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Er weiß: Junge Gründerinnen und Gründer wollen sich nicht mit Behördengängen und langatmigen Förderanträgen auseinandersetzen. Sie wollen loslegen. Eher heute als morgen. Ein Neubeginn mit B.E.G.IN Dafür sorgt B.E.G.IN. Hinter dem Akronym verbergen sich insgesamt 15 Institutionen, die das Start-up-Netzwerk in Bremen und Bremerhaven bilden. Sie arbeiten zusammen, um Beratungs-, Förder- und Finanzierungsangebote zu schaffen. Wer eine Idee hat, kann sich hier unverbindlich beraten lassen, erhält Hilfe bei Anträgen und Behördengängen oder wird an Experten zu Gründungsthemen weitervermittelt. Einer von ihnen ist Kai Sander, Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung bei der BAB-Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven (Bremer Aufbau-Bank GmbH). „Den meisten Gründern fehlt es an Finanzierung und Erfahrung. Wir ermöglichen mit Mikrokrediten und Förderdarlehen einen Start in die Selbstständigkeit. Daneben ist uns aber auch die Vermittlung von Wissen wichtig, dafür steht unser BRUT-Programm.“ Das Bremer Förderprogramm für Unternehmensgründungen (BRUT) begleitet Existenzgründer ein Jahr lang. Neben einer Förderung erhalten neugebackene Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer Coaching in Betriebswirtschaft, Akquise, Vertrieb und Businessplanung. Wissen, das oft wertvoller als jede Geldspritze ist. Steine aus dem Weg räumen Finanzierung muss in den beiden Städten aber nicht zwangsläufig über die klassische Form erfolgen. Über die Crowdfunding-Plattform „Schotterweg“ wurden in zwei Jahren für 60 regionale Projekte über 290.000 Euro gesammelt. Daneben bietet die Wirtschaftsförderung Bremen vor allem technologieorientierten Gründungen finanzstarke Starthilfen. Dazu hat sie das F&E-Förderprogramm oder das Bremer Luft- und Raumfahrtforschungsprogramm

aufgelegt und beteiligt sich an EU-Projekten. Außerdem fördert sie die Digitalisierung von Unternehmen mit dem DIGILAB Brennerei 4.0. Und auch die Privatwirtschaft ist aktiv: Im kraftwerk city accelerator oder bei team neusta wachsen junge Start-ups in Inkubatoren heran und finden so Anschluss an etablierte Branchengrößen.

gründer aller Branchen ist hingegen das GNGX – Start-up Festival Anfang Juni oder die LEMEX Public Speaker Series gedacht. Viel los in den beiden Städten – damit niemand den Überblick verliert, gibt es deshalb die Webseite startups-bremen.de. Sie sammelt Stories von erfolgreichen Gründern, Termine und gibt Tipps für den Weg ins eigene Unternehmen. Zwei Städte, eine Adresse, doppelt stark.

Ansprechpartner: Kai Stührenberg Stellvertretender Abteilungsleiter Innovation, Clustermanager Automotive, Industrie 4.0 WFB/Raveling

In Deutschlands kleinstem Bundesland hat sich eine lebendige Start-up-Szene entwickelt, die nah an der Industrie agiert. Sei es als Kunde, Partner oder Investor. Unternehmen wie Daimler, Airbus, der Satellitenbauer OHB, sowie weltweit agierende Logistiker schaffen das richtige Klima für Corporate Start-ups. Der Umgang untereinander ist dabei familiär – Behörden, Banken, Unternehmen und Förderinstitute ziehen an einem Strang. Das macht den Start in den beiden Städten so leicht.

In Bremen und Bremerhaven finden Gründungswillige schnell Anschluss. Wachsen und gedeihen – die Technologie- und Gründerzentren Wer in Bremen und Bremerhaven gründet, kann zugleich auch als Teil einer Familie starten: Schnell finden sich Kooperationspartner und Gleichgesinnte. Für junge Gründer ist ein starkes Netzwerk unverzichtbar. Ein perfekter Ort dafür sind die Technologie- und Gründerzentren. Hier tüfteln Start-ups zu günstigen Konditionen und mit modernster Infrastruktur. Etwa das BITZ - Bremer Innovations- und Technologiezentrum im Technologiepark. Direkt an einer der besten Unis in Deutschland – der Exzellenz-Universität Bremen – gelegen, sitzen hier 80 Unternehmen aus der Technologiebranche. Sie profitieren von der Nähe zur Uni, den komfortablen Services des BITZ und vielen Veranstaltungen für Gründer. Gleich mehrere Coworking-Spaces in Bremen und Bremerhaven locken mit entspannter Arbeitsatmosphäre und regem Austausch, auch noch lange nach Feierabend. Wer da Schwierigkeiten hat, sich zu entscheiden, dem hilft der Unternehmensservice Bremen. Keine Frage, die hier nicht beantwortet werden könnte – auch in Englisch, Türkisch und Russisch. Nach den Sternen greifen „Die Start-up-Landschaft in Bremen ist vielfältig. Hier findet jeder den richtigen Platz – und den richtigen Anschluss“, sagt auch Kai Stührenberg. Er meint damit die vielen Events in Bremen und Bremerhaven. Besonders aktiv ist etwa die Raumfahrtindustrie: Disrupt Space Summit, Delegationsreise ins Silicon Valley und StartupWeekend Space sind einige der Veranstaltungen. Für Neu-

WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH T +49 (0) 421 9600-325 kai.stuehrenberg@wfb-bremen.de Kai Sander Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung Bremer Aufbau-Bank GmbH T +49 (0) 421 9600-439 kai.sander@bab-bremen.de

Wichtige Links: www.startups-bremen.de www.startnext.com/pages/schotterweg www.begin24.de www.bab-bremen.de www.wfb-bremen.de


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

26

FOKUS – ANALYSEBUSINESS.DE

KIEZROMANTIK UND VIELE BUNTE SCHEINE Foto: 2016, Stefan Groenveld

Startups@Reeperbahn bringt im September zum fünften Mal Gründer und Investoren zusammen – in einem spannenden Pitch, bei dem es um Kontakte und sehr viel Geld geht.

Millionenschwere Investoren in ein

Stundenhotel auf der Reeperbahn zu bitten, um dort mit Gründern Deals zu verhandeln – was sich anfangs kaum einer vorstellen konnte, hat sich dank des leidenschaftlichen Einsatzes von Hamburg Startups in Form von Startups@Reeperbahn zu einem Mega-Erfolg entwickelt. „Warum sollte die Verbindung aus Musik, Kunst und Geldgebern, wie sie sich beim South by Southwest Festival (SXSW) in Austin etabliert hat, nicht auch in Hamburg funktionieren? Ich habe vor fünf Jahren den Pitch dazu entwickelt und versucht, diese beiden grundverschiedenen Ökosysteme Musik und Wirtschaft zusammen zu bringen“, erzählt Sanja Stankovic, Mitbegründerin der privaten Startup-Plattform.

sellschaften und auch den einen oder anderen Millionär aus der Hansestadt. Viele fanden die Idee, einen Startup-Wettbewerb in Kooperation mit dem Reeperbahn Festival zu veranstalten, so verrückt, dass sie zusagten. Und noch weitere mögliche Investoren mitbrachten. „Zudem haben wir wahnsinnig viel Unterstützung aus der Startup-Szene bekommen. Der Pitch war der Startschuss für die Gründung von Hamburg Startups“, schwärmt die agile Initiatorin.

„Was wir in Hamburg haben, sind

Bewerbungen zu dem großen

jede Menge Ideen hier und jede Menge Geld dort – die Stadt in Deutschland mit den größten Gegensätzen.“ Die Kulturwissenschaftlerin und Digitalexpertin kontaktierte Mittelständler, Familienunternehmen, Banken, Wirtschaft- und Beteiligungsge-

Sanja Stankovic, Mitbegründerin der privaten Startup-Plattform Hamburg Startups.

Pitch kommen aus ganz Europa, Hamburg ist dabei auch im fünften Jahr sehr stark vertreten. Aus den inzwischen rund 150 Einreichungen werden in einem aufreibenden Auswahlprozess, bei dem Innovationsgrad und Geschäftsmodell von einem sehr

hochkarätigen, 30köpfigen Kuratorium bewertet werden, rund 30 Gründer ausgewählt. „Was unser Kuratorium auszeichnet, sind ein hoher Frauenanteil und eine sehr breite Expertise. Wir haben darin unter anderem Wirtschafts- und Startup-Journalisten, Investoren und Vertreter aus Inkubatoren und Acceleratoren,“ so Sanja Stancovic. „Das sind Leute, die zum Teil seit 20 Jahren sehr tief in der jeweiligen Materie verankert sind. Von den 30 in der ersten Runde ausgewählten Gründern bleiben nach sehr harten Diskussionen fünf übrig, die dann auf der Bühne im September pitchen werden.“ Diese Finalisten präsentieren vor

über 200 Investoren und Invest-Managern ihre Idee und kämpfen dabei auch um den WELT-Mediapreis von 100.000

„DEEPGREEN“ – DEM HOLZ WIEDER EINE ZUKUNFT BAUEN

Euro. Doch letztendlich profitieren alle Teilnehmer von der einzigartigen Möglichkeit zum Networking und der Anbahnung von Business-Tête-à-Têtes – die dieses Jahr wieder in „Startup-Love-Boxen“ statt finden werden, in kultigen Airstream-Wohnwagen, die nach Abriss der Essohochhäuser und dem dazugehörigen Stundenhotel als charmante Location dienen. Gerade aus den Bereichen Gesund-

heit und Fintech kommen viele brandneue Ideen: Mit einer App, die Musik filtert, um im Gehirn Frequenzen zur Minimierung von Tinnitus einzusetzen, wurde beispielsweise die Hamburger Sonormed GmbH mit „Tinnitracks“ so erfolgreich, dass sie nicht nur im Anschluss beim SXSW in Austin abräumten sondern mit ihrer Idee auch die erste App auf Rezept in Deutschland etablierten. Mit einem tollen Produkt und einem leidenschaftlich präsentierten Pitch, der eine Millionenspritze zur Folge hatte, die das Startup auf eine einzigartige Erfolgswelle hob – auf der Reeperbahn, nachts um halb eins. Text: Katja Deutsch

MEHR ZUM THEMA STARTUPS AUF: ANALYSEBUSINESS.DE

Für einen, der als Revolution im Baugewerbe gilt, sieht der mächtige Kasten ausgesprochen freundlich und einladend aus. Ein Mehrfamilienhaus, das als „Woodcube“ auf der Internationalen Bauausstellung in Hamburg Aufsehen und Bewunderung erregte. Geschäftsführer & Projektentwickler Matthias Korff hat dieses Pionierobjekt auf den Weg gebracht. „Die Bauelemente werden passgenau in einer Fabrik im Schwarzwald angefertigt“, erläutert Max Dohrn, Mitarbeiter von DeepGreen Development. „Da kein Leim, sondern eine Buchenholzschraube als Verbindungsmittel eingesetzt wird, sind unsere Wohnungen, Büros, Schulen und Kindertagesstätten maximal Umwelt- und Bewohnerfreundlich. Und die Luft im Woodcube ist besser als die draußen. Besonders energieeffizient sind die Bauten aus Massivholz dazu. Die jährlichen Heizkosten für die Erdgeschoss-Wohnung in Wilhelmsburg betragen ca. 10 Euro.“ Holz, als nachwachsender Baustoff dem Menschen seit Jahrtausenden vertraut, tritt im Baugewerbe einen neuen Siegeszug an. Denn es ist klimaschonend, es ist Schadstoffarm, es ist Ressourcen schonend und es ist schnell gebaut. So wundert es nicht, dass weitere Großprojekte wie die Treptower Zwillinge in Berlin und die Fischbeker Höfe in Hamburg in dieser Bauweise realisiert werden. ANZEIGE

Connecting Global Competence

the electronica start-up week powered by elektor innovative ideas + prototypes + start-ups | exhibition + forum + pitches + award

For more information: electronica.de/e-ffwd

World‘s Leading Trade Fair for Electronic Components, Systems and Applications Messe München | 13–16, Nov 2018 www.electronica.de


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

Foto_Kathrine Uldbæk Nielsen

Foto: Ulrich Perrey

ANALYSEBUSINESS.DEANALYSEBUSINESS.DE – EXPERTENPANEL 27

Doreen Hotze, Leiterin des Gründungszentrums der Handelskammer Hamburg WAS MACHT DIE STADT HAMBURG ALS GRÜNDERSTANDORT SO ATTRAKTIV?

Stefanie Hagenmüller, Senior Manager Audit bei KPMG

Robert Beddies, Geschäftsführer betahaus Hamburg

WAS MACHT DIE STADT HAMBURG ALS GRÜNDERSTANDORT SO ATTRAKTIV?

WAS MACHT DIE STADT HAMBURG ALS GRÜNDERSTANDORT SO ATTRAKTIV?

IN WELCHEN BEREICHEN GIBT ES BESONDERS VIELE GRÜNDER UND WARUM IST DAS SO?

IN WELCHEN BEREICHEN GIBT ES BESONDERS VIELE GRÜNDER UND WARUM IST DAS SO?

IN WELCHEN BEREICHEN GIBT ES BESONDERS VIELE GRÜNDER UND WARUM IST DAS SO?

Die Stadt bietet Zugang zu Kunden, Lieferanten oder Kooperationspartnern, eine einzigartige Infrastruktur und perfekte Anbindungen in alle Welt. Durch die 20 Hochschulen und Forschungseinrichtungen gibt es einen guten Zugang zu Fachkräften. Dazu kommen starke Partner und Netzwerke, eine hohe Lebensqualität, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und viele kulturelle Angebote.

Hamburg wird zur Stadt der „Foodies“. Durch die kulinarische Vielfalt und Aufgeschlossenheit der Hamburger, kombiniert mit einer überdurchschnittlichen Wirtschaftskraft, ist unsere Stadt ein gutes Pflaster für sie. Die Hamburger waren Neuerungen gegenüber schon immer offen. Deshalb sind der E-Commerce, die Medien- oder Games-Branche stark vertreten. Zudem sind Geschäftsmodelle aus den Bereichen FinTech, Mobility und Logistik auf dem Vormarsch.

WIE SCHÄTZEN SIE DIE WEITERE ENTWICKLUNG EIN?

In den letzten Jahren hat sich der Standort beeindruckend entwickelt. Viele Gründungen sind zu international agierenden Unternehmen geworden und führende Internetunternehmen haben sich für Hamburg als Hauptsitz entschieden. Bei uns herrscht ein quirliges Gründunggeschehen und es hat sich ein beeindruckendes Gründungs-Ökosystem entwickelt. Die Netzwerke und Angebote für angehende Unternehmer sind vielfältig. All dies ist eine sehr gute Basis, um Ideen auch in Zukunft erfolgreich umzusetzen. Hamburg wird auch in Zukunft eine deutsche Gründungsmetropole bleiben.

Der Mut, Geld zu investieren und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, hat hier Tradition. In der Schanze, der Hafencity oder Ottensen finden Gründer eine Atmosphäre, in der sie sich wohlfühlen. Mit dem betahaus, dem Mindspace oder dem Startup-Dock der TU gibt es Coworking-Spaces, die Gründer anziehen. Immer mehr mischen sich aber auch Vertreter der Old Economy ein, um voneinander zu profitieren.

Das sind vor allem Gaming, Retail und FinTech. Startups aus dem Cluster Gaming finden an keinem deutschen Standort so günstige Bedingungen vor, da sie Synergien mit der Medienwirtschaft nutzen können. Hamburg bietet mit seinen vielen Unternehmen aus der Medien- und IT-Wirtschaft die Möglichkeit, Medien zu verschmelzen und so Potenzial zu heben. Auch bei den Retail-Startups spielt die starke Präsenz großer Handelsunternehmen eine entscheidende Rolle.

WIE SCHÄTZEN SIE DIE WEITERE ENTWICKLUNG EIN?

Corporates und Startups nähern sich an. Einige Firmen haben eigene Startups am Markt platziert oder bieten die Möglichkeit, an einer Idee zu arbeiten. Es wird wichtig, Startups die passende Umgebung zu bieten und den Austausch zu fördern, denn sie brauchen Unterstützung von vielen Seiten. Wir stehen ihnen mit unserer Smart Start Initiative bei wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Fragestellungen zur Seite.

Für mich gibt es in Hamburg eine spannende Kombination aus hanseatischem Kaufmannstum und kreativen Geschäftsideen. Viele Gründer gehen auch durch die eher hohen Lebenskosten konzentrierter zu Werke und das Thema Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. Durch die vielen etablierten Unternehmen in Hamburg gibt es außerdem ein großes Netzwerk an potenziellen Partnern und B2B-Kunden.

Wir sehen natürlich viele Startups aus dem Medienbereich. Durch die vielen großen Verlagshäuser und Organisationen wie den „next media accelerator“ gibt es hier eine sehr gute Infrastruktur. Auch im Bereich FinTech sind einige Firmen unterwegs – getrieben von den Erfolgen von Kreditech, Deposit Solutions und figo, aber auch begünstigt durch FinTech-affine Organisationen und experimentierfreudige Banken.

WIE SCHÄTZEN SIE DIE WEITERE ENTWICKLUNG EIN?

Es wird viel davon abhängen, wie sich die Infrastruktur entwickelt. Damit meine ich nicht nur Coworking-Spaces und Startup-Events, sondern auch die Bereitschaft der Stadt, in technische Infrastruktur wie schnelle Internetleitungen zu investieren. Hamburg ist teuer und Gründer sind noch mehr als anderswo von Starthilfe abhängig. Aber grundsätzlich hat Hamburg ausreichend Ideen, unternehmerischen Spirit und Kapital – und damit beste Voraussetzungen, um sich als Gründerstandort weiterzuentwickeln.

ADVERTORIAL

Germantech Digital – der Company-Builder Germantech Digital versteht sich als Company-Builder der mit einer Portfolio Strategie digitale Geschäftsmodelle als „Innovation as a Service“ für Konzerne anbietet. Wir sprachen mit dem Co-Founder und CEO Ludwig Preller: Herr Preller, alles was Sie tun hört sich so an, als wenn Sie ein Startup sind, aber Ihr Unternehmen produziert permanent neue Ideen und Unternehmen? Ludwig Preller: Ja wir haben alle Attribute eines Startups, schlanke Hierarchien, gute Leute und eine Menge Erfahrung in digitalen Business. Wir bauen in der Tat kontinuierlich digitale Unternehmen verproben diese in der Realität und gründen diese mit Unternehmern aus. Dabei handeln wir nicht für uns, sondern im Auftrag anderer Unternehmen, mit denen wir gemeinsam Ideen für neue digitale Geschäftsfelder entwickeln. Das heisst Germantech ist ein digitales Entwicklungs- und Serviceunternehmen? Ludwig Preller: Ja das ist teilweise richtig, wir screenen weltweit Ideen und schauen welche Modelle möglicherweise auf unsere Kunden passen. Hierzu greifen wir beispielsweise auf eine exklusive globale Startup und Research-Datenbank zurück. Dann entwickeln wir zusammen ein digitales Business Modell, gründen ein Unternehmen und bringen

es zum Laufen. Dabei ist es nicht unser Ziel dies etwa an die Börse zu bringen, sondern, nachdem es auf eigenen Beinen stehen kann, in die Organisation unseres Kunden zu integrieren. Diesen Prozess wiederholen wir dann und erweitern in jahrelanger Kooperation erfolgreich das Portfolio des Konzerns. Sie erwerben bei diesen Entwicklungen ein ziemliches Know-How…. Ludwig Preller: … ja, aber dies bleibt zu hundert Prozent geistiges Eigentum unseres Kunden, ebenso wie die Innovationen und die jeweilig entwickelte Technologie. Der Vorteil unseres Angebotes ist, dass unser Kunde zunächst einmal keine teuren Berater einkaufen muss oder auch schwer zu rekrutierendes Personal akquirieren muss, um das eigene digitale Core Business der Zukunft aufzubauen. Was machen Sie anders, wo ist der Schlüssel Ihres Erfolgs? Ludwig Preller: Unsere digitale Professionalität mit den besten Talenten ist natürlich ein wichtiger Vorteil. Der zweite Punkt ist das „Out-of-the-Box“ Denken. Dabei werden unsere potentiellen Geschäftsmodelle vor allem auch durch Kreativität, Offenheit und einen Hauch von Verrücktheit gefunden. Außerdem stellen wir für die Firmen des Kunden immer ein Top-Management von erfahrenen Gründern bereit.

Ludwig Preller Co-Founder und CEO

Woran arbeiten Sie derzeit? Ludwig Preller: Nun das sind natürlich Firmengeheimnisse, die wir nicht ausplaudern, weil uns unserer Mandantenschutz heilig ist. Doch eines darf ich – nach Rückfrage bei einem unserer Kunden – verraten. Wir entwickeln gerade für den Energiesektor sehr interessante, digitale und smarte Geschäftsmodelle.

germantech.digital


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

28

RATGEBER – ANALYSEBUSINESS.DE

GOBD – ES DROHEN NEUE GEFAHREN IM STEUER-DSCHUNGEL Foto: kite_rin - Fotolia

Das deutsche Steuersystem ist oft nicht zu durchschauen. Immer wieder kommen neue Vorschriften und Novellierungen. Da ist es schwer, den Überblick zu behalten und keine Fehler zu machen, die am Ende richtig teuer werden können. Der Finanzminister Wolfgang

Schäuble und seine Behörde machen Ernst. Schon vor längerer Zeit wurde im Zusammenwirken zwischen Finanzverwaltungen von Bund und Ländern, Wirtschaftsverbänden und den steuerberatenden Berufen eine Novellierung abgestimmt. In den so genannten GoBD, die Grundsätze zu ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern in elektronischer Form, müssen ab dem 01. Januar 2017 alle steuerrelevanten Dokumente so aufbewahrt werden, dass sie nicht veränderbar sind. Vorbei sind die Zeiten, in denen Rechnungen als Word-Dokument verschickt wurden. So müssen alle elektronischen Belege, die im Unternehmen entstanden oder eingegangen sind, unverändert aufbewahrt werden und dürfen nicht vor Ablauf der Aufbewahrungsfrist gelöscht werden. Ein Problem, das viele kleine Unternehmen und Selbstständige plötzlich trifft.

„Wichtig ist, dass die Belegerfassung sowie die Verbuchung der Einnahmen und Ausgaben der GoBD entsprechen.“ „In „Word“ verfasste Rechnungen,

per Tabelle verbuchte Einnahmen und Ausgaben oder nicht digital gesicherte Originale von Eingangsrechnungen werden bei der Steuer nicht mehr anerkannt. Im Falle einer Prüfung darf das Finanzamt dann, auch rückwirkend bis zu fünf Jahre, Gewinne und Verluste schätzen. Und noch schlimmer: sämtliche Vorsteuern, die abgezogen wurden,

„Viele Steuerberater tun sich mit den neuen Vorschriften noch schwer.“

Foto: ZDF

Datenzugriff des Finanzamts bereithalten (spezielles Format). Belege und Aufzeichnungen müssen zehn Jahre aufbewahrt werden.

Günter D. Alt, ehemaliger ZDF WISO Steuerexperte

zurückfordern. Das kann also teuer werden ... Daumenwert: etwa 20 Prozent mehr“, so der ehemalige ZDF WISO Experte Günter D. Alt. Ein Schlag ins Kontor für viele kleine Unternehmen, Freelancer und andere Freiberufler. Das sind immerhin mehr als fünf Millionen Firmen oder Personen. Der Fiskus trägt damit der zunehmenden Digitalisierung durchaus Rechnung. Die nach steuerlichen Vorschriften zu führenden Bücher werden immer mehr in elektronischer Form geführt. „Darüber hinaus werden in den Unternehmen zunehmend die aufbewahrungspflichtigen Unterlagen in elektronischer Form (z. B. als elektronische Dokumente, etwa PDF) aufbewahrt. Nach § 140 AO müssen die Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten das Steuerrecht erfüllen, das heißt, auch die Möglichkeit der digitalen Prüfung durch das Finanzamt. Letztlich wurden auf 37 Seiten 183 Einzelvorschriften zusammengefasst und konkretisiert, die teilweise bereits vorher bestanden“, erklärt Günter D. Alt.

Eigentlich müssten die Steuerbe-

rater in Deutschland über das Thema offensiv informieren. Auch in den Medien gab es kaum Hinweise auf die seit dem 01.01.2017 geltenden neuen Bestimmungen. Das Gesetz ist schon im Januar 2015 in Kraft getreten, bis jetzt galt eine Übergangsfrist. Der WISO Experte Günter D. Alt hat dafür

„Es lohnt sich, eine Lösung einzusetzen, die GoBD-testiert ist.“ eine Erklärung: „Erstens tun sich viele Steuerberater mit den neuen Vorschriften selbst noch schwer. Als ich für die ersten zwei Seminare zu diesem Thema Referenten gesucht habe, haben zwei Dutzend namhafte Experten mit dem Argument abgewunken, ihre Terminkalender seien übervoll mit Schulungsterminen für Steuer-

berater; zweitens (das wird kein Steuerberater gerne zugeben), sehen manche Steuerberater darin ein neues oder zusätzliches Geschäftsfeld nach dem Motto: bring alles zu mir, ich mach das mit meinen DATEV-Systemen zuverlässig nach GoBD ... Du brauchst Dich um nichts zu kümmern, musst nur meinen Service bezahlen.“ Die Finanzämter werden also nur noch wenige Arten von Dateien anerkennen. Ein großer Aufwand der betrieben werden muss, um seine Steuererklärung GoBD-Konform abzugeben. Daten und digitale Belege müssen unveränderbar abgespeichert werden. Ist dennoch eine Änderung (z.B. Storno) oder eine Ergänzung erforderlich, muss diese protokolliert und in einer Änderungshistorie erfasst werden und nachvollziehbar sein. Das benutzte Programm muss mittels einer Verfahrensdokumentation erklärt sein. Hierin muss z.B. die unveränderliche „Festschreibung“ der Aufzeichnungen beschrieben sein. Das Programm muss eine digitale Schnittstelle für den

„Es kommt weniger auf den Dateityp an (doc, xls, PDF usw.), als darauf, dass die Dateien für 10 Jahre revisionssicher (das heißt unveränderbar oder mit automatischer Änderungshistorie) aufbewahrt werden und bei Bedarf von den Finanzbehörden automatisch gelesen und ausgewertet werden können. Das geht auf dem eigenen PC praktisch nicht mehr“, erklärt Günter D. Alt. Inzwischen hat auch der Markt für Steuer- und Buchhaltungssoftware reagiert. Wichtig ist aber, dass die Belegerfassung sowie die Verbuchung der Einnahmen und Ausgaben der GoBD entsprechen. „Wer dort schon Fehler macht, kann später – etwa, wenn es zu einer Prüfung durch das Finanzamt kommt – auch mithilfe des Steuerberaters nicht mehr „heilen“, dann ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Deshalb lohnt es sich, eine Lösung einzusetzen, die GoBD-testiert ist“, rät der ZDF WISO Experte und weiter: „Die Software sollte von einer anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf das Einhalten der GoBD geprüft sein. Dann sind Sie auf der „revisionssicheren Seite“. Solche Lösungen gibt es schon für 50 Cent pro Tag am Markt und das ist vermutlich günstiger als wenn das Finanzamt sie plötzlich einschätzt.“ Text: Jörg Wernien

FAKTEN Der Markt für Steuersoftware ist umfangreich und groß. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte eine Software nutzen, die von einem anerkannten Wirtschaftsprüfungsinstitut auf die Einhaltung der GoBD geprüft ist.


STEUER R TE BERFA H E LEN E MP

Meine Buchhaltung macht sich von allein! Und mein Geschäft läuft ganz nach meinem Geschmack. Dank automatisierter Funktionen läuft Ihre Buchhaltung ab jetzt wie von selbst. Gerade Gründer profitieren davon und haben mehr Zeit fürs Kerngeschäft. Bestes Beispiel: Als GoBD-testierte Buchhaltungssoftware erfüllt lexoffice alle aktuellen Vorgaben und schützt Sie so vor rechtlichen Unsicherheiten. Jetzt 30 Tage kostenfrei testen: www.lexoffice.de

REG05P00016_17_Lexoffice_Anzeige_Kitchen_248x370mm.indd 1

15.05.17 12:49


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

30

INSPIRATION – ANALYSEBUSINESS.DE

LIVE-STREAM-PIONIERARBEIT IN SOLINGEN Christopher Probst und Alexander Schäfer von der Strive Media GmbH haben die Vision, die beste Lösung in der Branche des Live-Streamings zu bieten und durch innovative Technologie das Internet noch effizienter zu nutzen.

Nachrichten über den Verlauf der Streamings sekundenweise. Wir haben eine Nachrichtenplattform gebaut, SaaS-basiert (Software as a Service), so dass Sie vom Urlaub aus, quasi von der Hängematte heraus, die volle Kontrolle über Ihren Live-Stream haben.

Im Live-Streaming-Markt sind viele

Player am Werk, die damit Geld verdienen wollen. Worin unterscheidet sich „StriveCDN“ von der Konkurrenz? Schäfer: Der Live-StreamingMarkt ist aktuell so aufgebaut, dass standardmäßige CDNs, die es schon seit etlichen Jahren am Markt gibt, auch zum Live-Streamen genutzt werden. Gerade Live-Streaming setzt aber bestimmte technische Konfigurationen der Server und der Netzstruktur voraus. Unsere Lösung stellt ein größeres Gesamtpaket dar und reduziert den Aufwand auf Seiten der Content Provider, da mehr Services aus einer Hand kommen. Darüber hinaus bieten wir kostenloses Videotranscoding an. Für den Live-Streamer wird es im-

mer günstiger, je mehr Zuschauer seine Streams teilen. Wie aber organisieren Sie das? Schäfer: Peer-to-Peer-Netzwerke bieten sich per Definition unglaublich gut an, um zu skalieren. Das heißt, je mehr Zuschauer da sind, desto mehr Zuschauer können wir gruppieren, desto dichter ist das Zuschauernetzwerk, über das Daten verteilt werden können und desto mehr können wir Serverauslastungen reduzieren. Was wir darüber hinaus anbieten, ist eine einfache Schnittstelle, so dass ein Content Provider, der z.B. ein Fußballspiel abfilmen will, dies in aller Ruhe machen kann. Sobald Daten an Zuschauer geliefert werden müssen, übernehmen wir. Wie kann man die Unterschiede in der Netzinfrastruktur verschiedener Teilnehmer mit Hilfe von StriveCDN ausgleichen?

Eine nicht zu unterschätzende

Christopher Probst und Alexander Schäfer von der Strive Media GmbH

Probst: Ja, es gibt mobile Geräte, DSL-Leitungen und Kabelnetzanbieter, aber eben auch unterschiedliche Anbindungen. Manche Städte sind zum Beispiel vergleichsweise schlechter angebunden. Mobiles Internet über Funk hat ganz andere Charakteristika als kabelgebundenes Internet. Wir machen es so, dass wir die Leute basierend auf geographischen Informationen grob gruppieren, so dass nur nahe beieinander gelegene Personen miteinander verbunden werden. Mobile Anbindungen werden unterbunden, da mobile Datennutzung den Anwender Geld kostet.

Probst: Ich persönlich bin Solinger, Alexander Schäfer wohnt in Düsseldorf. Wir haben bei der Solinger codecentric AG, einem weltweit agierenden IT-Unternehmen, ein Accelerator-Programm erhalten. Dort konnten wir unsere Idee über 6 Monate ausarbeiten. Direkt im Anschluss nutzten wir das Startup-Stipendium beim Solinger Coworking-Space und haben dort die Gründung vorangetrieben. Die Nähe Solingens zu Düsseldorf, Köln und Wuppertal hat es uns ermöglicht, mit sehr vielen wichtigen und großen Broadcastern in Kontakt zu treten.

Warum haben Sie beschlossen, Ihr

Sie sprechen davon, dass Sie durch Ihre Technologie Bürokratie abbauen wollen. Auf den ersten Blick sieht das aber nach ziemlich viel Bürokratie im Hintergrund aus. Wie erklären Sie den Widerspruch? Schäfer: Dass wir eine komplexe Technik nutzen, bedeutet ja nicht, dass unser Produkt unverständlich oder „bürokratisch“ ist. Wir abstrahieren unser System zu einer funktionalen und schmalen Schnittstelle, so dass Content Provider problemlos streamen können.

Content Delivery Network in zwei Schichten aufzubauen und dabei der Google Cloud Engine noch selbst gehostete Server an die Seite zu stellen? Probst: Unser Ansatz ist, dass wir Vertrauen auch mit etablierten Anbietern schaffen wollen und parallel dazu unser eigenes Netzwerk in ganz Europa ausbauen.

Warum hat sich der Ort Solingen

als besonders günstiger Standort für Ihr Unternehmen dargestellt?

Wie stellen Sie aber sicher, dass

Live-Streams Ihrer Kunden nicht von anderen Nutzern verändert werden können? Schäfer: Wir müssen das Stream Hijacking immer im Auge behalten. Wir arbeiten deshalb mit asynchroner Verschlüsselung und digitalen Signaturen und können dafür sorgen, dass jeder Zuschauer jederzeit garantieren kann, dass die Daten, die von uns ankommen, signiert wurden. Probst: Manipulationen müssen vermieden werden. Andere Startups aus Silicon Valley können das bislang nicht. Für Event-Streamings stellen Sie eine ganze Reihe von Hilfen zur Verfügung. Das reicht von der begrenzten tagesbasierten Bereitstellung eines Live-Streams bis hin zur Vermittlung von Kamerateams. Wie häufig sind etwa Anfragen nach Kamerateams? Schäfer: Wir sind gerade erst im Markteintritt, unsere Produktpalette wird jedoch bereits vollständig angefragt und gebucht. Sie sprechen von 100% Transpa-

renz für Ihre Kunden. Welche Tools geben diese Transparenz? Schäfer: Sie bekommen

Rolle spielt beim Live-Streaming ja auch das Urheberrecht. Wie verhält sich StriveCDN zu diesen Fragen, oder überlassen Sie das ausschließlich Ihren Kunden? Probst: Wir sind als CDN in der Rolle, dass wir den Content nur ausliefern. Die Rechte sind Sache des Content Providers, also desjenigen, der bucht. Dieser verschlüsselt den Inhalt und die Nutzer müssen sich einen Entschlüsselungscode beschaffen. Wir mischen uns da tatsächlich nicht ein. Bald wollen wir aber auch den Service anbieten, dass wir das Verschlüsseln von unserer Seite aus übernehmen. In welchem Maße wird der Live-Streaming-Markt künftig wachsen? Schäfer: Der Live-Streaming-Markt ist in den Köpfen der Leute noch nicht als eigenständiger Markt angekommen, er verspricht aber ein sehr großes Wachstum. Facebook-Live zum Beispiel ist in den ersten Monaten über 400% gewachsen und Youtube-Live ist mittlerweile auch etabliert. Text: Jörg Wernien

FAKTEN Die Idee für ein Peer-to-Peer (P2P)basiertes Verteilungsnetzwerk kam Christopher Probst bereits vor über fünf Jahren. Kennengelernt haben er und Alexander sich an der Universität Düsseldorf. Seit Oktober 2016 arbeiten beide Gründer mit vollem Einsatz daran, StriveCDN zu entwickeln. ANZEIGE

Der Startup Inkubator und Coworking Space im Bergischen Land Community | Workshops | Mentoring | Startup-Stipendium | Pitch-Events 3D-Druck & Produktion www.coworkit.de


Eine unabhängige Themenzeitung von European Media Partner

ANALYSEBUSINESS.DE ANALYSEBUSINESS.DE – AKTUELLES 31

EIN EINZIGARTIGES MODELL FÜR STARTUPS Foto: Andreas Köhring

Das neue Accelerator-Programm „Starbuzz“ fördert digitale Startups aus Handel und Logistik in ganz Deutschland. Die Bewerbungsfrist für Interessenten läuft. Neue Ideen sind in der Wirt-

schaft immer gefragt. Aber junge Unternehmen haben sich mit ihrer Idee längst noch nicht am Markt festgesetzt, mag sie auch noch so gut sein. Eine neuartige Hilfe bietet der Accelerator „Starbuzz“, der im vergangenen März erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Er wendet sich an Startups im Bereich „Digitaler Handel und Logistik“. Neu und einzigartig an dem Programm ist die Idee, die Startups nicht direkt an einen bestimmten Geldgeber oder Partner aus der Wirtschaft zu koppeln, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, im Laufe des Programms oder spätestens beim Abschluss des Accelerators einen Geldgeber oder Partner zu finden, mit dem sie dann ihr junges Unternehmen auf Wachstumskurs bringen können. Das kann auf dem sogenannten

„Startups aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland können sich bewerben.“

Thomas Müller, Projektleiter von Starbuzz

Demo-Day geschehen, wenn sich die hoffnungsfrohen Jungunternehmer vor potenziellen Investoren und Unternehmen präsentieren. „Wir sind unabhängig und bieten kein Investitionskapital im Gegenzug für eine Beteiligung an Startups an, die in unser Programm aufgenommen wurden. Wir respektieren die Freiheit der Gründer“, erklärt Starbuzz-Projektleiter Thomas Müller. Die Bewerbungsfrist für die erste Runde von Starbuzz läuft noch bis zum 30. Juni (weitere Informationen auf www.starbuzz.ruhr).

Logistik bewerben, zu fördern. Das geschieht durch eine intensive Begleitung durch etablierte Persönlichkeiten und Unternehmen aus Handel, Logistik und Industrie, sowie aus renommierten Firmen aus Bereichen wie IT-, Marketing-, Geschäftsentwicklungs-, Logistik- und Finanzfirmen. Bei dem Mentoring geht es um ganz unterschiedliche Fragen – von der Beschaffung von Beteiligungskapital bis zur Frage, wie die Beziehung zu neuen Kunden aufgebaut werden können.

Ziel von Starbuzz ist es, Startups,

„Startups aus ganz Deutschland

die sich mit vielversprechenden und innovativen Angeboten aus den Bereichen e-Commerce und

und auch aus dem Ausland können sich bewerben. Als unabhängiges und branchenfokussiertes

„Dass die Idee für ein neuartiges AccelateratorProgramm aus Mülheim kommt, ist allerdings kein Zufall. Die Stadt ist so etwas wie Deutschlands Hauptstadt des Einzelhandels.“

Programm bieten wir Startups über führende Partnerunternehmen genau die Expertise und Zugänge, die sie für ihr Geschäftsmodell benötigen“, betont Thomas Müller. Dass die Idee für ein neuartiges Accelaterator-Programm aus Mülheim kommt, ist allerdings kein Zufall. Die Stadt, gelegen in der Rhein-Ruhr-Region, ist so etwas wie Deutschlands Hauptstadt des Einzelhandels. Unternehmen wie Aldi Süd und Tengelmann haben hier ihren Sitz. Und zudem profitiert Mülheim von all den Vorteilen, die der Wirtschaftsstandort Rhein-Ruhr bietet – von der hervorragenden Infrastruktur bis zur einzigartigen Hochschullandschaft.

Übrigens profitieren auch die Partnerunternehmen von Starbuzz. Durch den intensiven Kontakt zu den Teilnehmern des Programms bekommen sie Einblicke in neue, spannende Geschäftsmodelle – daraus kann sich am Ende eine lohnende Geschäftsbeziehung entwickeln, von der auch der alteingesessene Partner große Vorteile haben kann. Und ein Schuss Idealismus ist auch dabei, denn viele der Vertreter großer Partnerfirmen haben selbst einst als Jungunternehmer von der Hilfe erfahrener Manager oder Unternehmer profitiert. Nun können sie durch ihre Hilfe für Andere davon einiges zurückgeben.

Text: Armin Fuhrer

FAKTEN Starbuzz ist ein Accelerator-Programm zur Förderung von digitalen Startups aus Handel- und Logistik. Es bietet Startups die Möglichkeit, ihr Geschäftsmodell in kurzer Zeit weiter zu entwickeln und zu skalieren durch ein umfassendes Mentoring- und Coachingprogramm. Starbuzz wird von der Mühlheim & Business GmbH koordiniert.

MEHR ZUM THEMA START-UPS AUF: ANALYSEBUSINESS.DE „Zu den wichtigsten Aktivitäten des Startup-Verbands gehört die Gründung und Vernetzung regionaler StartupInitiativen“, Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups. ANZEIGE

Go-To-Market, Spin-Off und mehr: Seit 2000 aktiver StartUp-Investor innovativer Geschäftsmodelle und exzellenter Teams

www.enjoyventure.de

EnjoyVenture Management GmbH | Düsseldorf | Paderborn | Hannover


Das ist nicht die letzte Seite …

Mit uns geht’s weiter!

PolaRocket – photocase.de

Wir vernetzen. Wir fördern. Wir sorgen für Auftrieb in Ihrem regionalen Gründerökosystem. Sie haben in dieser Ausgabe mehr über Ihre Region erfahren und wollen Ihr Gründerökosystem aktiv mitgestalten? Wir helfen Ihnen, die richtigen Maßnahmen zu entwickeln und als Vorbild für andere voranzugehen. War Ihre Region in dieser Ausgabe nicht mit dabei? Kein Problem! Wir unterstützen Sie, Ihr Gründerökosystem zu stärken, indem wir die wichtigsten Akteure vernetzen und die Gründungskultur fördern. Damit auch Ihre Region zu einem attraktiven Standort für Gründer und Gründerinnen wird, sprechen Sie uns an: gruendung@rkw.de.

www.rkw.link/gruenderoekosystem

Analyse: Deutscher Gründergeist #2  

Distributed with Hamburger Abendblatt and Berliner Morgenpost on Wednesday 31st of May 2017.

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you