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EINE UNABHÄNGIGE THEMENZEITUNG VON EUROPEAN MEDIA PARTNER

ANALYSE:

AUTOMATIONSINDUSTRIE MIT FOKUS AUF PROZESSOPTIMIERUNG UND VERNETZTE LÖSUNGEN

NR 5 | APRIL 2017 ANALYSEWIRTSCHAFT.DE

„Das Know-how steckt in der Entwicklungsarbeit.“ Eines der Unternehmen, die zunehmend und konsequenter auf die Digitalisierung setzen, ist Nestlé. Zurzeit wird in vier Werken eine neue Lösung getestet, die unter anderem zu einer Optimierung der Produktionsdaten-Analyse führen soll. Seite 4

„Die digitale Transformation ermöglicht in Zukunft einen ganz neuen Zugang zum Kunden.“ Lesen Sie das Vorwort mit Thomas Bauernhansl, dem Leiter des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.  Seite 2

FOKUS

„Die menschenleere Fabrik wird es nicht geben.”

Digitale Technologien unterstützen die Planung von Produktionsstätten und revolutionieren die Abläufe im Herstellungsprozess: Mit den Fabriken verändert sich auch die Rolle der dort Beschäftigten.  Seite 5

AKTUELLES

Hannover Messe 2017: Wertschöpfung aus Industrie 4.0 gewinnen

Die Welt befindet sich im Umbruch, die Robotik hat Einzug in alle Lebens- und Produktionsbereiche gehalten und die Digitalisierung schreitet mit Siebenmeilenstiefeln voran. Die weltweit bedeutenste Industrieschau, die Hannover Messe, widmet sich seit Jahren diesem Thema. Seite 10

PROF. DR.-ING. DETLEF ZÜHLKE

PROFESSOR, INGENIEUR UND GRÜNDER DER TECHNOLOGIEINITIATIVE SMARTFACTORY KL E.V.

„Die Digitalisierung wird eine Höherqualifizierung von Personal mit sich bringen“ Lesen Sie mehr auf Seite 6

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VORWORT – ANALYSEWIRTSCHAFT.DE

Die Servicerobotik ist ein Wachstumsmarkt „Serviceroboter sind keine Zukunftsmusik mehr, ganz im Gegenteil: In einigen Fluren von Krankenhäusern sind bereits zahlreiche Robokuriere unterwegs und liefern beispielsweise Krankenhausessen aus“, erläutert Robotik-Experte Martin Hägele vom Fraunhofer IPA.

Foto: Industrieblick - fotolia

UNSERE EMPFEHLUNGEN – ALLE ARTIKEL IN VOLLER LÄNGE AUF ANALYSEWIRTSCHAFT.DE Karrierechancen durch die Digitalisierung Besonders im Maschinenbau und der Automobilindustrie werden sich die Anforderungen in Zukunft stark verändern.

Thomas Bauernhansl

Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.

Familienunternehmer aus Überzeugung Seine Stimme findet Gehör: Dr. Patrick Adenauer macht sich für Familienunternehmen stark. Er selbst leitet mit seinem Bruder, dem Architekten Paul Bauwens-Adenauer, ein Immobilienunternehmen in Köln. „Ich wollte schon immer selbstständig sein“, sagt Dr. Patrick Adenauer.

„Die digitale Transformation ermöglicht in Zukunft einen ganz neuen Zugang zum Kunden.“

H

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@europeanmediapartnerdeutschland

Charlotte Brand, Project Manager

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Vernetzte Produktion

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Digitale Fabrik

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Titelstory – Prof. Dr.-Ing. Zühlke

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GreenTec Awards

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Speichern als Chance

10 Hannover Messe 2017

ANALYSE: AUTOMATIONSINDUSTRIE

Mit Mass Personalization kann ein Unternehmen über das Internet der Dinge also hochpersonalisierte Leistungen kostengünstig erbringen. Für einen Kunden kann ein Produkt ein Mal entwickelt, hergestellt und entlang des Lebenszyklus bis hin zum Recycling mit Services versehen werden. Und dies zu Kosten nahe der Massenproduktion. Diejenigen, die den größten Nutzen erzielen, dem Kunden also möglichst genau das geben, was er tatsächlich braucht und haben will, ggf. ohne dass der Kunde dies bereits als Anforderung an ein Produkt formulieren könnte, erreichen dann die Nutzenführerschaft. Sie geht weit über Technologieführerschaft hinaus. Zwar wird Technologie weiterhin gebraucht, aber sie ist nur ein Mittel zum Zweck, um am Ende einen sehr hohen Nutzen zu geringen Kosten für den Kunden zu erzeugen. Treiber der Mass Personalization ist die Digitalisierung, insbesondere die Netzwerkfähigkeit in Echtzeit und in Zukunft auch die Autonomisierung. Damit sind (Produktions-) Systeme gemeint, die sich automatisiert auf Basis von maschinellem Lernen an die Bedürfnisse der Kunden anpassen. Die Fähigkeit für Mass Personalization wird ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor für die Unternehmen sein, insbesondere in den klassischen Technologiefeldern der deutschen Unternehmen und in der Automatisierungsindustrie.

analysewirtschaft.de

Ich empfehle Ihnen den Artikel auf Seite 4. Er zeigt ein interessantes Beispiel für vernetzte Produktion.

INHALT

KOSTENGÜNSTIG PERSONALISIEREN DURCH INTERNET UND AUTOMATION

eute möchte jeder Kunde individuell und schnell bedient werden und das zu Kosten nahe der Massenproduktion. Dies mündet in hybride Leistungsbündel, also in Produkten und Dienstleistungen, die auf die Kundenwünsche exakt zugeschnitten werden. Eine Chance, insbesondere auch für die Automationsindustrie. Je genauer nämlich ein Unternehmen auf die Kunden eingehen will, desto genauer muss es ihre Bedürfnisse analysieren. Die digitale Transformation, insbesondere die Vernetzung über das Internet der Dinge und der Dienste ermöglicht in Zukunft einen ganz neuen Zugang zum Kunden, zu den Ressourcen und den Produktionsfaktoren. Wir sprechen hier von der sogenannten Access Economy, also der Zugangsökonomie. Über Produkte, die mit Sensorik und Aktorik angereichert sind, lernen Unternehmen tatsächlich automatisiert sehr viel über das Kundenverhalten. Der Kunde interagiert mit dem Produkt und dem Hersteller und kann so in die Leistungserstellung eingebunden werden. Er wird in die Lage versetzt, selbst Wertschöpfung zu betreiben, das Produkt mitzuentwickeln, es zu konfigurieren, selbst zu bestellen, den Service zu machen. Der Konsument wird in der Wertschöpfung zum zusätzlichen Akteur und damit zum Prosumenten.

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Als GASTBEITRAG gekennzeichnete Artikel werden redaktionell nicht von European Media Partner Deutschland GmbH verantwortet.

European Media Partner Deutschland GmbH Neuer Wall 59, DE-20354 Hamburg Tel.: +49 40 299 977 400 Email: info@europeanmediapartner.com www.europeanmediapartner.com

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EINBLICK – ANALYSEWIRTSCHAFT.DE

„DAS KNOW-HOW STECKT IN DER ENTWICKLUNGSARBEIT.“ Foto: Nestlé Deutschland

Eines der Unternehmen, die zunehmend und konsequenter auf die Digitalisierung setzen, ist Nestlé. Zurzeit wird in vier Werken eine neue technische Lösung getestet, die unter anderem zu einer Optimierung der Produktionsdaten-Analyse führen soll.

„Wir sind in allen unseren Anla-

gen auf hochmoderne Technologie angewiesen, denn wir müssen wettbewerbsfähig produzieren“, sagt Ralf Hagen, Engineering Manager MES, E&A von Nestlé Deutschland. „Dabei spielt die Digitalisierung eine wesentliche Rolle. Denn sie trägt dazu bei, Kosten zu reduzieren, Effizienz zu steigern, Qualität zu sichern und zu optimieren und etwaige Schwachstellen zu analysieren und entsprechend auszumerzen.“ In den 21 Werken in Deutschland, Benelux und Skandinavien, die Hagen verantwortet, werden zum Beispiel Fleisch- und Wurstwaren, Pizza, Schokolade, Maggi-Produkte, Kaffeespezialitäten und medizinische Ernährung hergestellt. Ganz oben auf der Prioritätenliste

von Nestlé steht die Analyse der Produktionsdaten der Maschinen im Bestand. „Noch vor wenigen Jahren war die Netzwerk-Infrastruktur komplett anders als wir sie heute mit Blick auf die Smart

Ralf Hagen, Engineering Manager MES, E&A von Nestlé Deutschland,

Factory kennen. Außerdem hat es lange Zeit einen großen Aufwand bedeutet, Produktionsdaten zu analysieren“, so Hagen weiter. In den Neuanlagen sei bereits eine durchgängige Kommunikation gewährleistet: Daten würden in Echtzeit an das ERP-System übergeben. Im Bereich der Bestandsanlagen würden Datenaufzeichnungen allerdings immer noch vielfach von Hand erfolgen und es gebe einige Kommunikationsschnittstellen, die teilweise noch nicht für die aktuellen Anforderungen ausgelegt seien. Daher arbeitet Nestlé

jetzt daran, diese Anlagen nach Industrie-4.0-Gesichtspunkten zu optimieren und die Gesamtanlageneffektivität zu verbessern. Dafür müssen Produktionsdaten digital und in Echtzeit zur Verfügung stehen und an das ERP-System angebunden werden. Also musste eine neue technische Lösung her: Die Anforderungen an diese: einfache Inbetriebnahme, keine Programmänderung oder Eingriffe in die Maschinen- und Anlagensoftware, Updates mit APP-Store-ähnlicher Technologie, Web-Bedienung und -Visualisierung. „Wir wollten eine

Lösung, die dem Apple-Prinzip ‚anschauen, draufdrücken, funktioniert’ ähnelt“, fasst Hagen zusammen. Nach den genannten Vorgaben wurde eine Lösung entwickelt, die hardwareseitig auf einem Scalability+ und softwareseitig auf Mapp-Technologie basiert. Diese ermöglicht es Nestlé, zwischen zwei unterschiedlichen Möglichkeiten der Anbindung an Maschinen und Anlagen zu wählen. Die Mapp-Technology bringt eine Reihe von Basisfunktionen bereits mit, die einfach

geladen und konfiguriert werden können. Zudem arbeiten die Mapp-Bausteine interaktiv: Sie lassen sich problemlos miteinander verknüpfen und tauschen untereinander Daten aus. Ein weiteres wichtiges Element ist Mapp View. Damit können die Nestlé-Mitarbeiter einfach zu bedienende Visualisierungslösungen selbst erstellen – dank der Einfachheit des Systems ist dafür kein lokales Expertenwissen erforderlich. „Das Knowhow steckt in der Entwicklungsarbeit“, lobt Hagen. Die Installationszeit beträgt nur eine Stunde, die Visualisierung setzt auf Webstandards. Dadurch wird eine optimale Anzeige auf allen Ausgabegeräten erreicht. Und via OPC UA sind auch Steuerungen anderer Hersteller einfach in die Visualisierung einbindbar. Ferner ist eine zentrale Softwareverwaltung gegeben und die Kommunikation kann über unterschiedliche Kanäle erfolgen. Auch bei den Protokollen wird auf Standards gesetzt.

Die neue Lösung ist derzeit in vier Werken als Pilot in der Anwendung. Hagen: „Die Tests laufen gut. Daher sind wir zuversichtlich, dass wir die Lösung zeitnah in vielen weiteren Werken ausrollen können.“ Text: Chan Sidki-Lundius ANZEIGE

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ANALYSEWIRTSCHAFT.DE ANALYSEWIRTSCHAFT.DE – FOKUS

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„DIE MENSCHENLEERE FABRIK WIRD ES NICHT GEBEN.“ Digitale Technologien unterstützen die Planung von Produktionsstätten und revolutionieren die Abläufe im Herstellungsprozess: Mit den Fabriken verändert sich auch die Rolle der dort Beschäftigten. Wie kann die Fabrikhalle opti-

mal gestaltet werden? Welche Stückzahlen und Qualitäten sind später zu erreichen? Um während der Planungsphase für einen neuen Betrieb, eine erweiterte Produktion oder die Umstellung bisheriger Prozesse das Potenzial ebenso wie die Risiken zuverlässig einschätzen zu können, setzen viele Unternehmen auf die IT-unterstützte Planung: In der ‚Digitalen Fabrik‘ wird die geplante Situation mit neuen Produkten und Prozessen an virtuellen Modellen simuliert, am Bildschirm entstehen komplette Produktionsstätten. „Bereits seit Ende der 1990er Jahre“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Uwe Bracht, Leiter des VDI-Fachausschusses Digitale Fabrik, „setzen die großen Unternehmen vor allem der Automobilindustrie auf diesen digitalen Ansatz.“ Geplante Investitionen würden auf diese Weise abgesichert. Von der digitalen Planung profi-

tierten auch die Beschäftigten, so Bracht, der am Institut für

Prof. Dr.-Ing. Uwe Bracht, Leiter des VDI-Fachausschusses Digitale Fabrik

Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit der Technischen Universität Clausthal lehrt. „Um frühzeitig auch im Sinne der Nutzer zu planen, werden sogenannte ‚partizipative Planungstische‘ eingesetzt. Gemeinsam mit den Werkern, Betriebsingenieuren und Betroffenen wird hier virtuell, aber schon sehr realitätsnah geplant, wie die neue Arbeitssituation später zum Beispiel auch ergonomisch aussehen soll.“ Der „Tisch“ sei in der Regel ein großer Touchscreen, auf dem Elemente hin- und her bewegt

Prof. Dr.-Ing. Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

würden. Auch Testhallenbereiche, in denen geplante Bedingungen simuliert würden – sei es virtuell oder mit Modellen – unterstützten die Planung unter Einbeziehung der Menschen, die später im Produktionsprozess die Anlagen bedienen würden. „Der Mitarbeiter“, so Bracht, „bleibt das wichtigste Kapital. Seine Rolle wird sich in den zunehmend automatisierten Prozessen verändern, Planer, Programmierer und Instandsetzer gewinnen an Bedeutung. Eine menschenleere Fabrik wird es nicht geben.“

Auch Prof. Dr.-Ing. Michael

Schenk, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, betrachtet den Menschen im Produktionsprozess als unerlässlich. Mit der zunehmenden Individualisierung von Produkten, vor allem Konsumgütern, gehe auch die wachsende Komplexität der Maschinen und Anlagen einher. „Für einen vollautomatisierten Herstellungsprozess sind diese nicht intelligent genug. Sie können die Vielfalt nicht so beherrschen wie der Mensch.“ Der wiederum

benötige jedoch Unterstützung, um sowohl physisch als auch psychisch nicht überfordert zu werden: Im Fokus stehen aus Schenks Sicht künftig daher Assistenzsysteme, die Orientierung und Hilfe bieten. „So ein System muss auf die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten des Mitarbeiters einstellbar sein, der die Maschine bedient.“ Es entlastet den Einzelnen, unterstützt ihn in den erforderlichen Bereichen auch bei körperlichen Einschränkungen und schützt ihn etwa durch Warnfunktionen vor Fehlern. Der berufliche Horizont, das Spektrum der Aufgaben, die ein Mitarbeiter ausführen kann, werden dadurch erheblich erweitert. Unternehmen erhalten durch

Lernsysteme größere Flexibilität, auch wenig erfahrene Mitarbeiter zu beschäftigen und Springer an unterschiedlichen Arbeitsplätzen einzusetzen. Angesichts des Fachkräftemangels gewinnen diese Entwicklungen an Bedeutung. Prof. Dr. Schenk: „Die Möglichkeiten sind vielfältig, solche Systeme könnten schnell eingeführt werden. Das kann und sollte in kleinen Schritten getan werden – dort, wo alle Beteiligten einen Nutzen davon haben.“ Text: Ulrike Christoforidis GASTBEITRAG

Die passende IoT-Lösung für Ihre Unternehmensprozesse Industrie 4.0 und Internet der Dinge gehören zu den aktuell wichtigsten Themen für mittelständische Unternehmen. Wir bei itelligence begleiten diese Entwicklung von Anfang an. Unsere Kunden unterstützen wir mit innovativen Lösungen und Services für individuelle Anwendungsszenarien – von der strategischen Prozessberatung bis zur technischen Umsetzung. Mit Blick auf mögliche Wettbewerbsvorteile und größtmöglichen Geschäftsnutzen evaluieren und implementieren wir zukunftsweisende IoT-Anwendungen. Produktion Mehr Prozesse denn je werden automatisiert, Fertigungsanlagen steuern sich selbst und Losgröße 1 wird zum Preis der Massenfertigung möglich. Die Voraussetzung ist, dass Business -IT und Fertigungssysteme nahtlos integriert sind. Wir legen für Sie das Fundament dieses digitalen Wandels – indem wir geeignete SAP-Lösungen passgenau in Ihre IT-Landschaft einfügen und so den Weg zur intelligenten Fertigung ebnen.

Im Rahmen von Pilotprojekten entwickeln wir zudem aus der eigenen Grundlagenforschung heraus konkrete Anwendungsfälle, die wir erfolgreich in marktreife IoTLösungen überführen. Auf Basis eines unserer Add-ons haben wir in einem Projekt für Produktionszellen per Sensor erfasste Maschinendaten mit SAP-Dokumenten verknüpft. So lassen sich Materialkomponenten jeder Fertigungszelle nach vordefinierten Regeln steuern. Intralogistik Connected Logistics ermöglicht es Ihnen, alle Logistikprozesse so zu vernetzen, dass der Materialfluss vollautomatisch abläuft – innerhalb Ihres Unternehmens, aber auch darüber hinaus. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Echtzeitverfolgung von Produkten: Jedes angeschlossene System kennt den exakten Standort aller Teile. Mit diesen Informationen lassen sich Wege und die eigentliche Fertigung optimieren. Bei der Kommissionierung unterstützen wir Sie neben der klassischen

Barcode- und RFID-Scanner-Anbindung auch mit Pick-by-Voice- und Pick-by-Vision-Systemen. Gedruckte Kommissionierlisten werden durch Headsets oder Datenbrillen ersetzt. Sogar das Packen selbst lässt sich mit itelligence-Lösungen per RFID automatisieren. Kundenservice Im Zuge von Industrie 4.0 entwickeln sich Fertigungsunternehmen zunehmend zu Dienstleistern. Sie haben schließlich mehr Daten über ihre eigenen Produkte und über ihre Kunden zur Verfügung und können auf dieser Basis eine neue Art von Service anbieten. Das fängt bei Predictive Maintenance an: Wir stellen Ihnen alle Tools bereit, damit Sie den Zustand Ihrer Anlagen und Maschinen in Echtzeit überwachen, mögliche Ausfälle im Voraus erkennen und Ihren Kunden eine vorausschauende Wartung anbieten können. Und wir bauen mithilfe von SAP-Lösungen ein Asset Intelligence Network für Sie auf: ein Cloud-Netzwerk, das Ihnen, Ihren Geschäftspartnern und Kunden

virtuelle Abbilder Ihrer Anlagen mit allen verbauten Komponenten inkl. relevanter Prozesse bereitstellt. Methodik Mit itelligence verlangen IoT-Projekte keine riesigen Anfangsinvestitionen. Sie können klein anfangen, Szenarien testen und die lohnenswerten weiter ausbauen. Wir begleiten Sie dabei von Anfang an: Mit Design-Thinking-Workshops oder IoT-Assessments identifizieren wir IoT-relevante Prozesse. Und wir begleiten Sie auch in der Umsetzung mit einem klaren Fokus auf höchste Sicherheit und Ihrem geschäftlichen Mehrwert.

Sie wollen wissen, wie Industrie 4.0 für Ihr Unternehmen in der Praxis aussehen kann? Dann besuchen Sie am 23. Mai unser kostenloses itelligence Forum in Oberkochen. Kontakt: itelligence AG Königsbreede 1 | 33605 Bielefeld Internet: www.itelligencegroup.com Ihr Experte: Hans Rauwolf Tel. +49 (0) 7231 14546 - 410 E-Mail: anfrage@itelligence.de


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TITELSTORY – ANALYSEWIRTSCHAFT.DE

INDUSTRIE 4.0 IST EINE CHANCE FÜR KUNDENINDIVIDUELLE PRODUKTION ANZEIGE

Cognex setzt auf Modularität und Usability und zeigt neue Bildverarbeitungssysteme auf der Hannover Messe Industrie Pünktlich zur Hannover Messe Industrie bringt Cognex eine Reihe neuer Produkte auf den Markt, die das Portfolio des weltweiten Spezialisten für Bildverarbeitung sinnvoll ergänzt. Dabei setzt das amerikanische Unternehmen auf Modularität und Bedienbarkeit, um Bildverarbeitungsanwendungen im Kontext von Industrie 4.0 so flexibel und einfach wie möglich zu gestalten. Zu den Messehighlights zählt deshalb die neue Generation der In-Sight 7000 Smartkamera, deren Bildverarbeitungsleistung deutlich erhöht wurde, um mit gestiegenen Liniengeschwindigkeiten mitzuhalten und die mit zahlreichen Filtern, Optiken und Beleuchtungsoptionen für etwa 400 Applikationen im Feld konfiguriert werden kann. Der In-Sight Laser-Profiler basiert auf der Benutzeroberfläche In-Sight Explorer, die viele Nutzer bereits von den Smartkameras kennen – er vereinfacht 3D-Anwendungen zum Prüfen bei kontrastarmen Anwendungen. Aber auch bei den Barcode-Lesegeräten gibt es neue Produkte. So ergänzt der DataMan 262UHD das Portfolio für extrem kleine, direkt markierte Codes, wie sie z. B. bei Implantaten vorkommen.

Für Anwendungen speziell in der Verpackung von Lebensmitteln, Medikamenten und Konsumgütern wiederum bietet der neue DataMan 70 Bestleistungen in Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Über Cognex Cognex Corporation entwickelt, produziert und vermarktet eine Vielfalt an Produkten, die auf der neuesten Bildverarbeitungstechnologie aufsetzen und somit „sehen“ können. Cognex Bildverarbeitungssysteme, Barcode-Lesegeräte und Bildverarbeitungssensoren werden in Produktionsstätten, Warenlagern und Verteilzentren auf der ganzen Welt zum Führen, Messen, Prüfen, Identifizieren und zur Qualitätssicherung im gesamten Herstellungs- und Distributionsprozess eingesetzt. Mit bereits über 1 Million ausgelieferten bildverarbeitungsgestützten Produkten, die einem kumulierten Umsatz von über 4 Mrd. USD seit Gründung des Unternehmens im Jahre 1981 entsprechen, ist Cognex der weltweit führende Anbieter in diesem Segment. Neben der Unternehmenszentrale in Natick (USA) verfügt Cognex in ganz Amerika, Europa und Asien über regionale Zweigstellen und Vertragspartner. Für nähere Infos besuchen Sie Cognex auf der Hannover Messe Industrie in Halle 17 am Stand F039 oder online auf www.cognex.com.

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ANALYSEWIRTSCHAFT.DE

„In der digitalisierten Welt werden Beschäftige qualifiziert sein, um mit IT-gestützten Systemen umzugehen und sie mit einzubeziehen.“ Die Digitalisierung wird von vielen als Chance für die deutsche Wirtschaft begriffen, andere sehen sie als Bedrohung beispielsweise für Arbeitsplätze. Herr Professor Zühlke, Sie sind seit 2009 Leiter des Forschungsbereiches Innovative Fabriksysteme (IFS) am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH und haben 2005 die Technologie-Initiative SmartFactory KL, die erste herstellerneutrale, weltweite Industrie 4.0-Demofabrik, gegründet, deren Verein Sie heute noch als Vorstandsvorsitzender führen. Hier werden neueste IuK-Technologien erforscht und gemeinsam mit Industrieunternehmen in die Praxis transferiert. Wie beurteilen Sie die derzeitige Diskussion um Arbeitsplätze? Zunächst einmal stellt sich aus meiner Sicht Industrie 4.0 mit all ihren Anwendungen als Chance und nicht als Risiko dar. Ich denke, dass die steigende Nachfrage nach kundenindividuell und dennoch automatisiert gefertigten Produkten Arbeitsplätze nach Deutschland zurückholen wird. Durch das Internet der Dinge ist eine „Losgröße eins“ möglich, aber neben der Herstellung des Produktes fordern die Kunden eben auch noch schnelle Lieferzeiten, die bei einer Herstellung in Asien oder anderen fernen Regionen nicht möglich sind. So produziert ein großer Sportartikelhersteller einen Teil seiner Sportschuhe in einer Smart Factory in Herzogenaurach und hat die Produktion somit teilweise nach Europa zurückgeholt. Was bedeutet dies aber für die Qualifikationen der Arbeitnehmer? Grundsätzlich steigt aus meiner Sicht die Qualifikation der Arbeitnehmer an. Es wird in Zukunft mehr höherwertige Stellen geben. Arbeiten, die eintönig sind und mit reinem Zuund Einordnen zu tun haben, können durch Maschinen dargestellt werden. Somit werden sie sicherlich zurückgedrängt werden.

Das bedeutet also, dass Roboter beispielswei-

se die Essensausgabe in Krankenhäusern übernehmen? Nun, möglicherweise da, wo es um das Heben des Tablets geht oder um den Transport aus der Küche auf die Station. Doch eines können Roboter nicht, nämlich die menschliche Ansprache beim Essenservieren übernehmen. Und da dies zu einem wesentlichen Teil auch zum Genesungsprozess dazugehört, werden Maschinen immer nur einen Teilbereich übernehmen können. Ihr Beispiel zeigt aber deutlich, wohin die Reise gehen wird. In der digitalisierten Welt werden Beschäftige qualifiziert sein, um mit IT-gestützten Systemen umzugehen und diese in den Arbeitsprozess mit einzubeziehen. … so wie in der Autoindustrie?

Genauso, erinnern Sie sich noch an die Schlagzeilen, die durch die Medien liefen, als die Automobilhersteller vollautomatisierte Produktionshallen einführten, in dem Industrieroboter beispielsweise punktgenaue Schweißungen vornahmen? Der Aufschrei war damals groß. Oder schauen Sie sich das Auto selbst an: Noch vor etwa fünfzehn Jahren gab es das Berufsbild der Autoelektrikers. Heute ist dieser Berufsstand übergegangen in den des Mechatronikers, also jemanden, der sich mit IT, Netzwerken und Bordcomputern innerhalb des Automobils auskennt. Trotzdem scheint es Bremser zu geben, was

die Entwicklungen angeht… Natürlich haben Menschen Angst vor Veränderungen. Geschäftsmodelle, die noch vor einigen Jahren bestens funktioniert haben, werden derzeit auf den Prüfstand gestellt. Disruptive Vorgänge nennen die Fachleute das. Es ist zu beobachten, dass nicht so sehr die obersten Führungsebenen die Bremser sind, sondern vielfach das mittlere Management. Wir versuchen, dieses Bremsen durch

die Einrichtung sogenannter Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, die vom BMWI gefördert werden, aufzufangen. Was dringend erforderlich ist und ausgebaut werden muss, ist die enge Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und der Politik, etwa der Bildungsministerien der Länder. Was wir dringend benötigen, ist eine digitale Mündigkeit von Schülern, die sich nicht nur darauf bezieht, einen Computer oder ein Tablet zu bedienen, sondern sie in jeder Form auf die digitale Transformation unserer Gesellschaft vorbereiten kann. Denn auf alle Fälle wird diese eine Stärkung der IT-Kenntnisse erfordern. Wie die Berufsfelder aussehen, die dann entstehen werden, wissen wir heute noch nicht. Doch eines ist jetzt schon klar, die digitalen Geschäftsmodelle, die heute entstehen, beruhen in erster Linie auf Know-how und Kreativität und nicht mehr auf einem traditionellen Maschinenpark und Produktionshallen. 

Text: Frank Tetzel

FAKTEN 1949 in Bad Pyrmont geboren 1983 promovierte am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen über Roboterprogrammierung 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Produktionsautomatisierung (pak) an der Technischen Universität Kaiserslautern. 1998 gründete das Zentrum für Mensch-Maschine Interaktion (ZMMI) 2009 leitet den Forschungsbereich Innovative Fabriksysteme (IFS) am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH 2005 Hauptinitiator der Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V.

FRAGEN AN BERND PFEIL

Bernd Pfeil, Regional Vice President Central Europe EBV Elektronik

Wie offen ist der Mittelstand für smarte Technologien? Während sich in erster Linie große Unternehmen das Thema Industrie 4.0 in den vergangenen Jahren zu eigen gemacht haben, nahm man in vielen mittelständischen Fertigungsbetrieben lange Zeit an, der Hype werde vorübergehen. Nun sehen wir, dass die Thematik auch hier greift und im Mittelstand ernst genommen wird.

Wo liegen die besonderen Herausforderungen? Der Mittelstand ist eine hohe Fertigungstiefe gewohnt und wird nun mit Technologien konfrontiert, die er nicht abdecken kann. Das bringt Unsicherheiten mit sich und bedeutet, dass Unterstützung von außen erforderlich ist. Betriebe müssen zum Beispiel abwägen, ob es sinnvoller ist, den Maschinenbestand netzwerkfähig zu machen oder neue anzuschaffen. Sie müssen geeignete technische Lösungen finden und Unternehmensprozesse anpassen. Entscheidend ist es dabei, die Mitarbeiter mitzunehmen, in Prozesse einzubinden und entsprechend zu qualifizieren.

Wie smart ist Ihr Unternehmen? Unsere Mitarbeiter sind häufig unterwegs. Die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, bringt daher enorm viele Vorteile. ANZEIGE

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INSPIRATION – ANALYSEWIRTSCHAFT.DE

BÜHNE FREI FÜR DIE UMWELT-GALA DES JAHRES

Gruppenfoto des letzten Jahres. Unter anderem: GreenTec Award Gewinner Thomas D mit dem Sonderpreis Music für herausragend engagierte Künstler in der Musikindustrie.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2008

haben sich die GreenTec Awards zum weltweit größten Umweltpreis entwickelt. Das exzellente Gespür für zukunftsweisende Ideen wird anhand der bisherigen Preisträger deutlich: So wurde zum Beispiel Elon Musk von Tesla ausgezeichnet, als die meisten Tesla noch für eine Formel hielten. Unter den Preisträgern war 2010 auch Car2Go – zu einer Zeit, als die meisten noch am Konzept des Carsharing gezweifelt haben. Auch Morten Harket, der Frontmann der norwegischen Gruppe a-ha, stand als Preisträger auf der Bühne, weil er sich in seinem Heimatland mit viel Herzblut für die Umwelt engagiert. Ausgezeichnet wurden ferner das elektrische Trainingsflugzeug von Airbus, ein Pionier auf dem Gebiet des elektrischen Fliegens, und der Wasserrucksack „Paul“, der im Rahmen der humanitären Hilfe in Dritte-Welt-Ländern und Katastrophengebieten für sauberes Trinkwasser sorgt. Die Macher der GreenTec Awards

sind Marco Voigt und Seven Krüger. „Wir sind sehr stolz darauf, grünen Projekten und Themen nunmehr zum zehnten Mal eine einmalige Bühne bieten zu können. Es ist jedes Jahr wieder ein einmaliges Erlebnis, wenn In-

Bord sind beispielsweise ProSieben-Moderator Aiman Abdallah, Dr. Joachim Damasky, Geschäftsführer Technik und Umwelt beim Verband der Automobilindustrie, der Musiker Rea Garvey und Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer, Institutsleiter, Fraunhofer IAO und IAT Universität Stuttgart. Bei der Jubiläumsgala am

Foto: GreenTec Awards

Wer hat die beste Idee rund um das Thema grüner Lifestyle? Und welcher Innovation gelingt es, besonders umweltschonend zu sein und gleichzeitig zu beweisen, dass sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen? Auch in diesem Jahr steigt auf der Gala der GreenTec Awards wieder die Spannung, wenn die begehrten Umweltpreise vergeben werden.

Foto: GreenTec Awards

Am 12. Mai feiern die GreenTec Awards in Berlin zehnjähriges Jubiläum. Zu der glamourösen Gala im ewerk werden 650 geladene Gäste erwartet.

12. Mai, die ProSieben live überträgt, werden außer den Jury-Mitgliedern viele hochkarätige Gäste und das Who-isWho der Umwelt- und Unterhaltungsbranche dabei sein. Für die Moderation konnten die Organisatoren Annemarie Carpendale und Matthias Killing gewinnen. Zudem haben zum Beispiel die Musikerin Nena, die Schauspielerin und Sängerin Anna Loos, der US-amerikanische Rap-Musiker und Gründer des Wu-Tang Clans, Gary Grice alias GZA, sowie die britische Pop-Band Johnny Hates Jazz ihr Kommen avisiert. Das Fundament der mit Spannung

Nena und The BossHoss gemeinsam auf dem Greentec Award 2015. Auch für dieses Jahr kündigte sich die Musikerin als Gast an.

novationen, Wirtschaft, Wissenschaft und Prominenz zu unserer Preisverleihung zusammenkommen, um Engagement für einen grünen Lebensstil zu fördern und zu feiern.“ Die Kategorien des laufenden

Wettbewerbs sind Bauen&Wohnen, Kommunikation, Lifestyle, Energie, Mobilität by Schaeffler, Recycling & Ressourcen by Veolia, Reise, Sustainable Development und Sport. Dazu kommen der Galileo-Wissenspreis, Textiles&Fashion by KUNERT sowie der Sonderpreis WWF Galileo

Green Youngster Award. Dieser wird 2017 zum zweiten Mal gemeinsam mit ProSieben und dem WWF verliehen. Ausgezeichnet werden junge kluge Köpfe, die zwischen 14 und 18 Jahre alt sind und sich in hohem Maße für den Natur- und Umweltschutz engagieren. Der Sonderpreis wird direkt und ausschließlich über ein Online-Voting als Publikumspreis ermittelt. Den Gewinner des Sonderpreises Music für herausragend engagierte Künstler in der Musikindustrie benennt der Pate Universal Music. Im letzten Jahr freute sich Thomas D über

einen Award. Und schließlich gibt es noch den Startup-Sonderpreis. Ziel des Preises ist es, Entrepreneurship zu fördern und vielversprechende Gründungen zu unterstützen sowie messbar voranzubringen. Beim offenen Online-Voting, das bis zum 6. Januar möglich war, gab es also viel zu entscheiden. Im Februar war es dann Aufgabe der Jury, in einer geheimen Wahl die Sieger aller Kategorien zu benennen. Die 60-köpfige unabhängige Experten-Jury setzt sich aus Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien zusammen. Mit an

erwarteten Preisverleihung bildet erstmals eine internationale Allianz mit Kanada. Seit seinem Amtsantritt im November 2015 hat sich Premierminister Justin Trudeau nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für den Ausbau grüner Arbeitsplätze ausgesprochen. Für die GreenTec Awards bedeutet die Unterstützung durch Kanada einen weiteren Schritt in Richtung internationaler Sichtbarkeit und Präsenz. Marco Voigt, der Initiator der GreenTec Awards, ist begeistert: „Mit Kanada als erstem Partnerland hätte die Wahl nicht glaubwürdiger ausfallen können. Vor dem Hintergrund der ambitionierten Umweltziele der kanadischen Regierung sowie der fortschreitenden Internationalisierung der GreenTec Awards ist die Kooperation die perfekte Symbiose.“ Text: Chan Sidki-Lundius ANZEIGE

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ANALYSEWIRTSCHAFT.DE ANALYSEWIRTSCHAFT.DE – EINBLICK

SPEICHERN ALS CHANCE Die Ziele der Bundesregierung sind hochgesteckt: bis 2025 soll der Anteil der Stromversorgung in Deutschland bei 40 bis 45 Prozent liegen, 2050 die CO2-Reduktion um 80 Prozent reduziert sein. Doch die Politik droht, den Wettlauf mit der Zeit zu verstolpern, befürchtet Urban Windelen, Geschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher (BVES). Grund: Die Bundesregierung diskriminiere den Marktzugang von Speicher-Technologien.

„Ein Speicher kann die Versorgungssicherheit der Verbraucher gewährleisten.

„Speicher sind eine Schlüssel-

technologie für die Energiewende, ihre Bedeutung wächst dynamisch“, so Windelen. Denn die Verwendung erneuerbarer Energien ist ständig von Schwankungen bedroht – scheint keine Sonne oder weht kein Wind, fließt auch kein Strom. Speicher können solchen Schwankungen entgegenwirken. Damit kann

„Ein Speicher ist einzig ein systemdienliches Verzögerungselement.“ die Versorgungssicherheit der Verbraucher gewährleistet und die Kosten für Industrie und Endkunden geringgehalten werden. Und vor allem nutzen sie

Urban Windelen, Geschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher (BVES)

der Umwelt, weil ihr Einsatz die raschere Umwandlung auf eine umweltfreundliche Energieversorgung beflügelt. Es gibt inzwischen eine Reihe ver-

schiedener Speichertechnologien wie Batterien, saisonale Wärmespeicher oder Pumpspeicherkraftwerke. Power-to-X-Anlagen können Strom aus Wind- oder Sonnenenergie in Gas oder in einen grünen Kraftstoff umwandeln. Doch die Politik behindere die Entwicklung unsinnigerweise, indem sie Speicher bislang sowohl als Erzeuger als auch als

Verbraucher einstufe, kritisiert Urban Windelen. „Das hat zur Folge, dass sie teils mit doppelten Abgaben belastet werden.“ Das sei aber genau der falsche Weg. Ein Speicher speichere nur die eingespeiste Energie. „Er ist gerade kein Verbraucher und auch kein Erzeuger, sondern einzig ein systemdienliches Verzögerungselement.“ Die Politik müsse endlich die

Energiespeicher als vierte eigenständige Säule des Energiesystems etablieren – neben der Energieerzeugung, dem

Transport und dem Verbrauch, fordert Windelen. Nur so könne das enorme systemdienliche Potenzial von Energiespeichern abgerufen werden. Auch das wirtschaftliche Potenzial ist groß. In Deutschland gibt es derzeit beispielsweise 800 000 Photovoltaikanlagen in der Größenklasse von unter zehn KW Leistung – als Anlagen auf Einfamilienhäusern. Bei den Eigentümern bestehe ein großes Interesse an der Ausrüstung mit Speichern. So wird die Eigenversorgung mit Sonnenstrom optimiert und zusätzlich können über eine intelligente Verknüpfung der Speicher Systemdienstleistungen angeboten werden. Text: Armin Fuhrer

LESEN SIE MEHR UNTER: ANALYSEWIRTSCHAFT.DE Effizienz durch modernste Technologien Intelligente Maschinen in der Landwirtschaft: Dr. Olaf Turß, Geschäftsführer der deutschen Vertriebsund Marketingeinheit von John Deere, über aktuelle Entwicklungen.

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„MADE IN GERMANY“: VOM STIGMA ZUM GÜTESIEGEL 1887 beschloss das englische Parlament, dass ausländische Industrieprodukte von nun an eindeutig mit ihrem Herkunftsland gekennzeichnet werden mussten. Die englische Industrie litt unter den tatsächlich oder vermeintlich schlechteren Produkten, die für wenig Geld aus Deutschland importiert wurden. „Made in Germany“ wurde von nun an zur Zwangskennzeichnung deutscher Waren, die britische Käufer davon abhalten sollte, diese zu kaufen. Doch das Gesetz entwickelte sich zum klassischen Eigentor. Denn die deutsche Industrie macht sich daran, die Qualität ihrer Produkte hochzuschrauben, und bald galt die Aufschrift „Made in Germany“ nicht mehr als Stigma, sondern als echtes Gütesiegel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie zum Synonym für das deutsche Wirtschaftswunder. Die Kunden weltweit schätzen bis heute vor allem die hohe Qualität und große Zuverlässigkeit der deutschen Produkte. In Zeiten der Globalisierung bedeutet „Made in Germany“ heute allerdings nicht mehr, dass ein Produkt tatsächlich zum überwiegenden Teil in Deutschland hergestellt wurde. Unter welche Umständen das Siegel noch verwendet werden darf, ist umstritten. Seiner Beliebtheit tut das keinen Abbruch: Im März 2017 wurde „Made in Germany“ in einer Umfrage unter 43 000 Interviewten in 52 Ländern zum weltweit beliebtesten Gütesiegel gekürt. Kein Wunder, dass vor allem der deutsche Mittelstand es noch immer gerne verwendet. ANZEIGE


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AKTUELLES – ANALYSEWIRTSCHAFT.DE

WERTSCHÖPFUNG AUS INDUSTRIE 4.0 GEWINNEN Fotos: Deutsche Messe

Die Welt befindet sich im Umbruch, die Robotik hat Einzug in alle Lebens- und Produkti-onsbereiche gehalten und die Digitalisierung schreitet mit Siebenmeilenstiefeln voran. Die weltweit bedeutendste Industrieschau, die Hannover Messe, widmet sich seit Jahren die-sem Thema.

Added Values – also zusätzliche

Auch in diesem Jahr stehen

zwischen dem 24. und 28. April die neuesten Entwicklungen und Technologien in sieben Themenfeldern im Fokus: Industrie 4.0, Integrated Energy, Smart Materials & Coatings, Predictive Maintenance, Cobots, Energy Efficiency und Digital Twin. „Die Technologien für eine erfolg-

reiche Digitalisierung der industriellen Produktion sind ausgereift“, meint Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. „Jetzt kommt es darauf an, dass die Entscheider aus Industrie und Energiewirtschaft erkennen, welche direkten und langfristigen Vorteile sie aus der Digitalisierung für ihr Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle und ihre Mitarbeiter ziehen können. Darum habe man sich für dieses Jahr als Motto: „Integrated Industry – Creating Value“ ge-

ling, ist inzwischen ein ernst zu nehmender Ersatz für den Bau und die Konstruktion von Prototypen, aber auch für die Planung von Produktionsprozessen. Mit ihrer Unterstützung können ganze Fertigungssysteme, Werkzeuge und Ressourcen digital geplant und gebaut werden.

„In einer agilen Fabrik wird der Facharbeiter lernen, mit Virtual und Augmented Reality, Datenbrillen und Tablets umzugehen.“, erläutert Jochen Köckler.

setzt. Auf der diesjährigen Messe sollen ungewohnte Perspektiven eröffnet werden sowie das gesamte Wertschöpfungspotenzial der Digitalisierung aufgezeigt und den Fachbesuchern demonstriert werden, wie neue Märkte gewonnen werden können.

auf den menschlichen Kollegen reagieren und eingehen. Seit langem werden die Cobots schon in der Automobilindustrie eingesetzt, jetzt finden sie zunehmend auch in anderen Branchen, wie etwa der Gastronomie oder in Krankenhäusern Anwendung.

Einer der großen Trends sind die sogenannten Cobots – Kolloborative Roboter, die so programmiert sind, dass sie aufgrund intelligenter Sensortechnik mit Menschen Hand in Hand arbeiten können. Sie sind selbst lernend, können

Im gesellschaftlichen Diskurs über

die digitale Transformation der Gesellschaft geht das Gespenst eines möglichen Arbeitskraftverlustes für viele Branchen um. Doch der Mensch bleibt der wichtigste Faktor, es ist vielmehr die Frage,

wie seine zukünftigen Tätigkeiten aussehen werden. „In einer agilen und flexiblen Fabrik wird der Facharbeiter lernen, mit Virtual Reality und Augmented Reality, Datenbrillen und Tablets umzugehen. All diese spannenden neuen Werkzeuge der Digitalen Fabrik werden eine prominente Rolle spielen“, erläutert Jochen Köckler. Auch in der Planung und Ent-

wicklung hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten. Digital Twin – also der digitale Zwil-

Nutzen – sind ein großer Treiber der Digitalisierung. Wenn heute Produkte eine Fabrik verlassen, dann können sie nach wie vor mit dem Hersteller vernetzt sein. Und dies völlig unabhängig, ob dies Automobile oder etwa intelligente Verpackungen sind. Die Palette der Geschäftsideen und Lösungen ist breit gefächert. „In der Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle und der Erschließung entsprechender Märkte liegt das größte Wertschöpfungspotenzial in der Digitalisierung“, meint Messe Vorstandsmitglied Jochen Köckler. „In Hannover werden Kooperationen zwischen IT und Maschinenbau, zwischen Startup und Konzern geschlossen. Tragfähige 4.0-Geschäftsmodelle, aber auch disruptive Business-Ideen, das werden wir im April zu sehen bekommen.“ Text: Frank Tetzel ANZEIGE

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