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Exit vom Exit mittelstand „Nach mehreren erfolgreichen Start-up-Ausstiegen kann man auch mittelständische Geschäftsmodelle schätzen lernen“, sagt Nick Martin Willer vom BVMW.

gewachsenen Strukturen und die Erfahrungen der Mittelständler. Voraussetzung für den Erfolg ist gegenseitiger Respekt für die jeweiligen Qualitäten und die Offenheit, sich auch auf die Andersartigkeit einzulassen.

Text: Armin Fuhrer Foto: Presse, kaleidico/unsplash

Profitieren Mittelständler von der Zusammenarbeit?

Selbstverständlich. Es gibt sogar Modelle, in denen Start-up-Teams als Innovationstreiber in mittelständischen Unternehmen eingesetzt werden und sogar unternehmensintern für ihr nächstes Budget pitchen, ähnlich wie bei neuen Finanzierungsrunden. Worin könnte der Lerneffekt liegen?

Nick Martin Willer, BVMW Herr Willer, sind der Mittelstand und die Start-ups eigentlich noch zwei getrennte Welten?

Von getrennten Welten würde ich nicht sprechen. Es ist eher eine Frage der Unternehmenskultur und des unternehmerischen Grundansatzes. Für erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mittelständlern und Start-ups gibt es ja inzwischen viele Beispiele. Die Mittelständler profitieren von der Innovationskraft der Start-ups, und die Start-ups nutzen die

Wir haben in Deutschland sehr viele erfolgreiche Mittelstandsunternehmen, bis hin zu den sogenannten Hidden Champions.

Mittelständler können von Start-ups lernen, dass auch sie heute zunehmend disruptiver denken müssen. Wer sich nur auf das bisher übliche Maß an moderater Veränderung einstellt, kann schnell abgehängt werden. Wer dagegen auch mögliche radikale Veränderungen im Blick hat, kann frühzeitig reagieren und mit den entsprechenden Anpassungen seine Position am Markt behaupten oder sogar ausbauen.

Anhand verschiedener Modelle können Start-ups von Mittelständlern lernen – und andersherum.

umsetzt. So kann Start-up-Erfahrung in den Mittelstand einfließen und nachhaltig Erfolg erzielen.

Und umgekehrt?

Ein mittelständisches Geschäftsmodell bietet natürlich auch Vorteile. Der stellvertretende Vorsitzende unserer Kommission, Florian Eismann, ist erfolgreicher Mehrfachgründer mit Exit-Erfahrung. Aus seiner Erfahrung limitiert die kurzfristige und gleichzeitig ressourcenintensive Fokussierung auf Finanzierungsrunden zumeist die Möglichkeit, grundlegende Innovation langfristig voranzubringen. Daher verfolgt Florian mit den „Digital Seals“ nun ein nachhaltig angelegtes Unternehmen, indem er gemeinsam mit Mittelständlern neue innovative Geschäftsmodelle entwickelt und in Software

Transformation aktiv angegangen sind, haben jetzt klare Vorteile. Aber auch die politischen Rahmenbedingungen bei uns spielen da eine große Rolle.

Worin sehen Sie den Grund für das Hinterherhinken des Mittelstandes bei der

Inwiefern?

Digitalisierung?

In anderen Ländern sind die Breitbandnetze viel weiter entwickelt und auch verbreitet. Daran gemessen sind wir eher ein Entwicklungsland. Auch im Bereich mobile Netze sind wir gerade einmal Durchschnitt. Es bedarf eines deutlich höheren Einsatzes, was die Förderung der Digitalisierungsmaßnahmen angeht. Wir haben uns als Verband sehr dafür eingesetzt. Die Einrichtung der Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren zusammen mit dem Bundeswirtschaftsministerium ist dabei sicher ein Meilenstein.

Wir haben in Deutschland sehr viele erfolgreiche Mittelstandsunternehmen, bis hin zu den sogenannten Hidden Champions. Deren Geschäftsmodelle liefen lange gut, und daher sahen viele keine Notwendigkeit, etwas grundlegend zu ändern. Manche dieser Unternehmen muss man heute aber als gefährdete Art ansehen. Inzwischen sind viele aufgewacht, wenn auch teilweise sehr spät. Die Unternehmen, die schon früher vorausschauend waren und die digitale

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Digitales Arbeiten: Das Kundenerlebnis macht den Unterschied

Marcus Bär, Mitglied der Geschäftsführung CAS Mittelstand

Spätestens seit 2020 ist uns allen klar: Der Einstieg in digitale Arbeitswelten hat sich rasant beschleunigt. Gerade für Start-Ups, Gründer und zukunftsorientierte Mittelständler bietet das beträchtliches Optimierungspotenzial, wie der aktuelle Digital Office Index 2020 zeigt.

Papierstapel, Briefe und Aktenordner haben in Deutschland fast überall ausgedient. Laut der repräsentativen Bitkom-Studie verfolgen aktuell 74 Prozent aller deutschen Unternehmen eine konkrete Digitalisierungsstrategie.

Höhere Kundenzufriedenheit dank CRM Insbesondere in Krisenzeiten ermöglicht das Digital Office, den engen Kontakt zum Kunden aufrechtzuerhalten. Insgesamt geben 71 Prozent der Unternehmen an, dass die Kundenzufriedenheit seit der Einführung digitaler Lösungen zugenommen hat. Weitere 65 Prozent konnten Prozesse automatisieren und damit Mitarbeiter entlasten. Eines der größten Potenziale für die digitale Vernetzung bietet nach wie vor der Einsatz einer professionellen CRM-Lösung wie CAS genesisWorld oder SmartWe speziell für kleine und mittelständische Unternehmen. Beide ermöglichen, mit Kunden und Interessenten in Kontakt zu treten, Prozesse zu vereinfachen und die effiziente Zusammenarbeit im Team zu stärken.

informationen um die sensibelsten Daten eines Unternehmens. Diese müssen vor dem unerlaubten Zugriff Dritter in jedem Fall geschützt sein. Orientierung dabei bietet zum Beispiel das neue fair.digital-Siegel für Software-Lösungen. Adaptiv in die Zukunft Die beste digitale Infrastruktur entfaltet ihren vollen Nutzen, wenn Customer Centricity als ganzheitliches Unternehmensleitbild implementiert ist und die Mitarbeiter über ein positives Mindset verfügen. Auf dieser Basis werden Kunden zu Fans und Mitarbeiter zu begeisternden Mitgestaltern des eigenen Unternehmens – trotz oder gerade wegen des beständigen Wandels und der neuen Möglichkeiten der Digitalisierung. Und genau das macht beim Kundenerlebnis den Unterschied.

Vertrauen durch Digitale Souveränität Entscheidend für jede Investition in Hard- und Software ist das Thema Datenschutz: Für uns als CAS Software AG ist die Digitale Souveränität unserer Kunden von zentraler Bedeutung. Schließlich handelt es sich gerade bei gespeicherten KundenWeitere Informationen unter: www.cas.de

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Analyse#60 – Für ein innovatives Deutschland  

Distributed with Die WELT on 7th of December 2020.

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