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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON EUROPEAN MEDIA PARTNER

Nr. 60 Dezember 2020

Für ein innovatives Deutschland EUROPEAN

Sonderpublikation in Die Welt im Dezember 2020

MEDIA PARTNER

Dr. Wladimir Klitschko:

„Du bist die bewegende Kraft!“ Seite 16

Frank Thelen | Tech-Investor „Es wird Zeit, mutige Entscheidungen zu treffen, unsere Unternehmen zu digitalisieren, Innovation zu fördern und wieder zum Vorreiter für technischen Fortschritt zu werden.“ Seite 2

Lesen Sie weitere interessante Artikel auf analysedeutschland.de Meinungen

Mittelstand

4 Experten über Herausforderungen für Start-ups und Förderer in Krisenzeiten.

Exit vom Exit „Nach mehreren erfolgreichen Start-up-Ausstiegen kann man auch mittelständische Geschäftsmodelle schätzen lernen“, sagt Nick Martin Willer vom BVMW.

Female Founders fördern

Seite 4

Seite 24

Seite 14

Lea-Sophie Cramer | Gründerin von Amorelie

Die erfolgreiche Unternehmerin LeaSophie Cramer über weibliche Vorbilder, unbewusste Vorurteile, Venture Capital und Vereinbarkeit von Job und Familie.


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Für ein innovatives Deutschland

Eine unabhängige Kampagne von European Media Partner

ANALYSE

Recyclen oder weiterreichen!

analysedeutschland.de

WEITERE INHALTE Gründergeist 5. Abhörsicher telefonieren 10. Newspage 12. Franchise

Mittelstand 24. Exit vom Exit 26. IT-Sicherheit 30. In Krisenzeiten gut versorgt

ANALYSEDEUTSCHLAND.DE Jeder Unternehmer ist Optimist Lutz Peter Eklöh (Der Club der Optimisten) über Herausforderungen und Chancen.

ANALYSEDEUTSCHLAND.DE Covid-19 als Riesenchance Andera Gadeib (bitmi) über hilfreiche Tools und Impulse für die Zukunft.

ANALYSEDEUTSCHLAND.DE Gründerinnen fit machen für die Wirtschaft Lena Rübelmann (gig7) über weiblichen Gründergeist.

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Durch die Pandemie kommen wir nur mit einer langfristigen Strategie

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an sieht es aktuell an der Autoindustrie: VW, BMW und

einleitung Auch wenn wir es lange nicht wahrhaben wollten: Corona wird uns noch länger begleiten. Zwar hatte sich unsere Wirtschaft nach der ersten Welle im Sommer kurzzeitig wieder erholt, doch der zweite Lockdown im November hat viele Unternehmen erneut vor große Herausforderungen gestellt. Auch die Start-up-Welt hat mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu kämpfen. Dabei sind innovative Start-ups unsere größte Hoffnung auf eine wirtschaftlich starke Zukunft. Foto: EYECATCHME.Photography

ANALYSE #60 Gründergeist & Mittelstand

Daimler wurden 2020 allesamt von Tesla überholt. Ich befürchte, dass das gleiche Schicksal noch einige andere große Player treffen wird, da wir uns in einer sehr schnelllebigen Zeit befinden und viele Großkonzerne nicht schnell genug auf die Veränderungen in ihrer Industrie reagieren können. Angetrieben werden diese Veränderungen oftmals von disruptiven Start-ups, die sich die Vorteile der neuen Technologien zunutze machen, zukunftsorientiert und mutig handeln und so zu den neuen Big Playern am Markt heranwachsen. Bislang kamen diese Big Player mit Google, Amazon, Apple, Tesla, Tencent, Alibaba und Baidu allesamt aus den USA oder China. Entstanden sind Unternehmen, die zum Teil einzeln mehr wert sind als alle DAX30 Unternehmen zusammen. Wenn Deutschland in Zukunft nicht wirtschaftlich irrelevant werden will, ist es entscheidend, dass auch hier mit der nächsten Welle an technologischen Innovationen wie KI, 5G, 3D-Druck und Co mindestens ein Weltmarktführer entsteht. Deshalb investiere ich mit Freigeist Capital in europäische Tech-Startups. Und deshalb plädiere ich immer wieder dafür, dass Deutschland seinen Fokus auf die Förderung von Innovationen und neue Technologien lenkt.

Aktuell werden Milliarden in den Erhalt von Unternehmen wie Lufthansa und Co gesteckt. Und ja, diese Unternehmen sind wichtig und es hängen viele Existenzen daran. Aber wieso fällt es uns so schwer, an anderer Stelle in unsere Zukunft zu investieren?

Campaign Manager: Alia Fahda Geschäftsführung: Nicole Bitkin Editor: Alicia Steinbrück Art Director: Aileen Reese Text: Katja Deutsch, Kirsten Schwieger, Chan Sidki-Lundius, Alicia Steinbrück, Armin Fuhrer Coverfoto: Vera Tammen, Presse Distribution&Druck: Die Welt, 2020, Axel Springer SE

Wir sollten aufhören, nur noch reaktiv und defensiv zu handeln und endlich wieder aktiv mitgestalten. Versprechen wie der Digitalpakt sind zwar ein guter Anfang, doch bislang ist das Geld aus diesen Töpfen nirgendwo angekommen, weil die Vergabe viel zu kompliziert geregelt ist. Unsere Regierung ist zu träge und unser System zu kompliziert für diese Ära des Wandels und der Veränderung. Auch in Hinblick auf die Pandemie haben wir nicht schnell genug reagiert. Wir hätten den Sommer nutzen sollen, um uns eine langfristige und faktenbasierte Strategie zur Eingrenzung der Infektionen zu überlegen. Stattdessen mussten wir im November erneut den Panik-Knopf drücken und die Wirtschaft runterfahren. Wir alle durchleben gerade eine so noch nie dagewesene Situation. Wir alle stehen vor großen Herausforderungen und kritischen Entscheidungen. Doch es wird Zeit, dass wir uns eine langfristige Strategie überlegen, um möglichst unversehrt durch diese Pandemie zu kommen. Es wird Zeit, mutige Entscheidungen zu treffen, unsere Unternehmen zu digitalisieren, Innovation zu fördern und wieder zum Vorreiter für technischen Fortschritt zu werden. Wir haben das Potenzial, das Know-how, die Talente. Was und fehlt, ist die richtige Einstellung und der Mut, groß zu denken.

Frank Thelen, Tech-Investor, Autor, Gründer von Freigeist Capital

European Media Partner Wir erstellen Online- und Printkampagnen mit wertvollen und interessanten Inhalten, die an relevante Zielgruppen verteilt werden. Unser Partner Content und Native Advertising stellt Ihre Geschichte in den Vordergrund.

Herausgegeben von: European Media Partner Deutschland GmbH Rödingsmarkt 20 DE-20459 Hamburg

Tel.: +49 40 87 407 400 Die Inhalte des „Partner Content” in dieser Kampagne wurden in Email: de@europeanmediapartner.com Zusammenarbeit mit unseren Kunden erstellt und sind Anzeigen. Web: www.europeanmediapartner.com

ADVERTORIAL

Kleine Stadt, große Erfolge Die Wirtschaftsförderung am Standort Diepholz holt erfolgreich Unternehmensgründungen in die Region und unterstützt diese tatkräftig. Bezahlbarer Wohnraum, kurze Wege, praktikable Kinderbetreuung, ein umfassendes Bildungsangebot sowie ein gesundes und sicheres Umfeld. Richtig, die Rede ist nicht von Berlin, München oder Hamburg – sondern von Diepholz. Die 18.000-Einwohner Kreisstadt in Niedersachsen zieht Unternehmensgründer mit attraktiver Infrastruktur und ausgezeichneter verkehrstechnischer Anbindung in ländliche Regionen. Wie auch das Unternehmer-Duo Dirk Leszczynski und William Diana. Die beiden Existenzgründer aus Mecklenburg-Vorpommern haben gerade einen Mietvertrag für eine Gewerbefläche inklusive Wohneinheit in Diepholz unterschrieben. Ein stationäres Ladengeschäft in der Innenstadt, als Ergänzung zu ihrem Online-Shop für Kissenbezüge, Taschen und Tischsets aus feinsten japanischen Stoffen, soll folgen. Ebenso ein langfristig geplanter Erlebnispark für Kunst, Geschichte

und Kultur in der Region. „Wir rechnen mit größeren Entwicklungschancen für unser Unternehmen hier in der Region Diepholz aufgrund eines aufgeschlossenen Mindsets unserer Zielgruppe“, begründet Gründer Leszczynski diesen Schritt und ergänzt: „Außerdem ermöglicht uns die Verknüpfung von Gewerbe- und Wohneinheit ideale Rahmenbedingungen für kreative Gestaltungsprozesse. Die schnelle Umsetzung verdanken wir der großartigen Betreuung der Stadt Diepholz.“ So ist die Wirtschaftsförderung am Standort Diepholz ausgesprochen praxisorientiert aufgestellt. Existenzgründer oder auch ortsansässige Betriebe, die sich erweitern oder ihren Standort verlagern möchten, werden hier nicht nur mit Rat, sondern Tat unterstützt. „Unsere Leistungen sind vielfältig, gehen weit über die individuelle Hilfestellung bei der Suche nach geeigneten Gewerbeflächen und der Beantragung von Fördergeldern hinaus“, erläutert Bernd Öhlmann, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing Diepholz.

wider. Trotz Corona gibt es auch in diesem Jahr bereits wieder über zehn Neuansiedlungen und Existenzgründungen. Eine davon ist Anneliese Reis. Kurz vor der Coronakrise eröffnete die 83-jährige Rentnerin in der Innenstadt von Diepholz ein Geschäft mit selbst gehäkelten Klamotten und Deko-Artikeln. Dem Gründungsspirit in der Kreisstadt sind offenbar keine Grenzen gesetzt.

Die intensive Betreuung durch die Wirtschaftsförderung spiegelt sich auch in beeindruckenden Zahlen

Weitere Informationen unter www.stadt-diepholz.de oder schreiben Sie uns: wista@stadt-diepholz.de


ANALYSE

BWI – Partner Content

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Innovation braucht Strategie und Durchsetzungskraft partner content

Start-ups arbeiten schneller als große Unternehmen. Davon profitiert auch der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr, erklärt dessen Leiter Sven Weizenegger. Herr Weizenegger, können Start-ups ein Antreiber für große Unternehmen sein? Das Thema Innovation steht bei allen tradierten Organisationen und großen Unternehmen auf der Tagesordnung, ganz egal, ob sie öffentlich oder privat sind. Start-ups sind ganz klar innovativer, weniger schwerfällig, arbeiten kundenorientierter und sind außerdem kostengünstiger. Große Unternehmen sind dagegen wie ein schwerfälliger Tanker. Einen Testdurchlauf innerhalb sehr kurzer Zeit für ein neues Projekt durchzuführen, wäre daher für ein großes Unternehmen unmöglich, das geht nur mit wendigen kleinen Start-ups. Sie arbeiten ihrerseits auch gerne mit Unternehmen zusammen, denn diese sind nicht selten der erste oder zumindest einer der ersten Kunden und bieten ihnen daher eine gute Chance. Auch beim Stichwort Bundeswehr denkt man zunächst an einen schwerfälligen, langsamen Tanker, der sich mit Innovationen schwertut. Was ist vor diesem Hintergrund die Aufgabe des Cyber Innovation Hub? Wenn die Bundeswehr der Tanker ist, dann sind wir das schnelle, kleine und wendige Beiboot. Wir sind beseelt davon, die Dinge schnell auszuprobieren, um festzustellen, ob sie funktionieren oder eben nicht. Dafür geben wir uns einen Zeitrahmen von nur 90 Tagen. Das ist wirklich extrem kurz. Was genau ist Ihre Aufgabe? Wir schauen uns an, was bei Start-ups so alles entwickelt wird und klopfen diese Neuerungen darauf ab, ob sie für die spezifischen Bedürfnisse der Bundeswehr weiterentwickelt werden können. Aber auch die Bundeswehr tritt an uns mit spezifischen Problemen heran und wir finden und testen dafür geeignete Lösungen, die es im Zivilen bereits gibt, die aber noch nicht für den militärischen Kontext adaptiert wurden. Wir denken bei unserer Auswahl der Innovationsprojekte immer von Ende zu Ende, denn wir sind kein Think Tank, sondern ein Do Tank, der in einem kurzen Zeitraum konkrete Ergebnisse vorlegen möchte. Unser einziger Kunde ist die Bundeswehr. Was uns strategisch so einzigartig macht,

„Das Thema Innovation steht bei allen tradierten Organisationen und großen Unternehmen auf der Tagesordnung, ganz egal, ob sie öffentlich oder privat sind.“

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Sven Weizenegger, Leiter des Cyber Innovation Hub der Bundeswehr

ist die sehr enge Verzahnung mit der Truppe. Am Ende entscheidet stets sie, ob ein Projekt erfolgreich ist. Einer unserer Vorteile: Wir sind operativ als Innovationseinheit an die BWI angedockt, dem IT-Systemhaus der Bundeswehr. Erfolgreiche Innovationen können wir dort sofort übergeben. Wer sind denn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Hubs? Das ist bei uns sehr divers – von Flecktarn bis zum T-Shirt. Wir haben zurzeit knapp 40 Leute und sie setzen sich aus drei Bereichen zusammen: Bundeswehrangehörige, Reservedienstleistende und zivile Angestellte. Das ist eine sehr gute Mischung, da sie für verschiedene Sichtweisen sorgt. Die Soldaten wissen genau, was sie brauchen. Die meisten Zivilisten haben, so wie ich auch, vorher selbst in Start-ups gearbeitet und kennen deren spezifische Arbeits- und Denkweise. Und die Reservisten liegen in der Mitte – sie waren einst Soldaten und arbeiten jetzt meistens in Start-ups. Sie bleiben gewöhnlich einige Monate bei uns und geben uns ständig neuen Input. Was für Lösungen haben Sie denn bislang zum Beispiel umgesetzt? Unsere Leute haben zum Beispiel eine Videosprechstunde für Patienten entwickelt, so dass kranke Angehörige der Bundeswehr jetzt von zuhause mit dem Arzt kommunizieren können. Das ist gerade in Pandemie-Zeiten von großem Vorteil. Das kann man auch für zivile Zwecke nutzen. Ebenso haben wir eine spezielle Lichtversorgung für mobile Einsätze entwickelt. Das sind Geräte, die man am Bein befestigen kann, um jederzeit unabhängig von stationären Generatoren genug Licht zu haben. Und wir haben eine App entwickelt, mit der Soldaten sich unkompliziert ein Bahn-Ticket für das kostenfreie Bahnfahren in Uniform reservieren können. Vorher musste händisch vom Vorgesetzten ein Freicode ausgedruckt werden, was viel zu kompliziert war. Die App spart viel Zeit, Aufwand und Nerven. Rund 650.000 Tickets werden voraussichtlich bis Ende des Jahres darüber gebucht werden. Zu unseren erfolgreichen Projekten gehört auch ein Flugsimulator für die Luftwaffe mit einem offenen Software-System und einem technisch versierten Hardware-System, sodass das Gerät für alle möglichen denkbaren Szenarien adaptiert werden kann.

„Flott und unkompliziert“ Eines der Start-ups, die mit dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr zusammengearbeitet haben, ist das Unternehmen Lasergame Berlin GmbH. Fabian Maerz und sein Geschäftspartner Uwe Pardeike entwickeln seit 2014 Lasertag und übernehmen zusätzlich auch den Vertrieb für andere Firmen. Deutschlandweit betreuen sie 60 Lasertag-Anlagen. 2019 kam der Fluglehrer Stefan von Orlow auf Maerz zu, der einen Flugsimulator entwickeln wollte, um seinen Söhnen in den heimischen vier Wänden das Segelfliegen beizubringen. Er bat Maerz und seine Kollegen um Unterstützung und so entstand der Segelflug-Simulator. Sie entwickelten ein Gerät, bei dem der Benutzer auf einem Sessel sitzt, eine Virtual Reality Brille aufgesetzt hat und durch die Bewegung des gesamten Systems – dem sogenannten Motion Board – das Gefühl hat, dass er in einem Flugzeug fliegt. Auf diese Innovation wurden die Verantwortlichen vom Cyber Innovation Hub der Bundeswehr aufmerksam. Sie sahen die Möglichkeit, den Simulator auch für das Training von Piloten zu nutzen. Dafür musste er allerdings an die Bedürfnisse einer Ausbildung für Militärpiloten angepasst werden. „Schließlich hatten wir ja ein Entertainment-Gerät entwickelt, keins für militärische Zwecke“, so Maerz. „Die Zusammenarbeit war unglaublich flott und unkompliziert“, sagt der 40jährige. „Von der Kontaktaufnahme bis zur Auslieferung dauerte es nur neun Monate.“ Das empfindet Maerz bei einer riesigen Organisation wie die Bundeswehr als sehr bemerkenswert. Diese Arbeitsweise entspricht seinem eigenen Motto: „Wir schauen immer, wo wir schnell Ergebnisse erzielen können, anstatt ewig lange zu planen.“

#DigitalisierungspartnerBundeswehr www.bwi.de

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Gründergeist

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ANALYSE

@europeanmediapartnerdeutschland

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Foto: Thomas Imo/photothek

Felix Thönnessen, Autor, Investor und Speaker

Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft

Foto: Presse

Anmerkung der Redaktion: In Gedenken an Herrn Ohoven möchten wir unseren Lesern seine Worte nicht vorenthalten.

Patrik-Ludwig Hantzsch, Pressesprecher & Leiter Creditreform Wirtschaftsforschung Verband der Vereine Creditreform e. V.

Die größte Herausforderung für Start-ups ist aktuell, dass niemand Ahnung hat, wie sich der Markt, indem man agiert, im Moment entwickelt, weil der Einfluss externer Faktoren durch Politik und Virus gerade wesentlich größer ist als sonst. Diese Unbekanntheiten erschweren die Planbarkeit. Gleichzeitig muss man auf massive Veränderungen wie Lockdowns, Veranstaltungsverbote und Impfstoffe viel schneller reagieren. Beinahe täglich neue Vorgaben fordern Gründern noch mehr Aktivität ab als sonst. Oft wird betont, wie wichtig das Thema Mindset ist. Doch ein „Wir dürfen uns davon nicht unterkriegen lassen“ ist meist leichter gesagt als getan. Wer Anfang

des Jahres ein Start-up gegründet hat, wird sich vielleicht gerade ob des schlechtmöglichen Zeitpunkts an den Kopf fassen. Aber ich betone: Es ist nicht die Schuld der Gründer – niemand konnte das voraussehen. Auch für Investoren ist die Situation gerade sehr schwer, denn die aktuelle Bewertung von Start-ups ist dahingehend schwierig, dass die klassischen operativen Zahlen, die sie sonst anführen können, durch die Corona-Thematik sehr stark eingefärbt sind. Man merkt auch, dass die Gründer einen erhöhten Finanzierungsbedarf haben, da sie tendenziell erst später mit Umsätzen kalkulieren können, die sie eigentlich schon früher eingeplant hatten.

Umfragen zeigen, dass neun von zehn Start-ups unter der Corona-Krise leiden, zwei Drittel sind sogar in ihrer Existenz gefährdet. Die größte Herausforderung für Start-ups stellt momentan die Finanzierung dar. Es ist für viele junge Unternehmen deutlich schwieriger geworden, Finanzierungsrunden abzuschließen, da auch die Venture Capital Firmen abwartend agieren. Gerade für Wachstumsunternehmen in der frühen Phase kann dies schnell zum Ende der Liquidität führen und somit zur Aufgabe des Geschäftsbetriebs. Hinzu kommt bei vielen Start-ups eine schlechtere Auftragslage – und die Furcht vor einem erneuten Lockdown.

Für Neugründungen bleibt oftmals nur die Option, „auf Sparflamme“ an der Verbesserung ihres Produkts oder ihrer Dienstleistung zu arbeiten und mit Zwischenfinanzierungen und/oder staatlicher Unterstützung durch die Krise zu kommen. In jeder Krise liegt aber auch eine Chance: Da sehr viele Unternehmen – und somit auch Mitbewerber – ihre Werbemaßnahmen massiv zurückfahren, besteht gerade jetzt die Chance, mit innovativem Marketing Marktanteile leichter zu gewinnen. So können soziale Medien und Growth Hacking Ideen ein Schlüssel zum Erfolg sein, bis sich die Marktsituation nach der Krise wieder normalisiert.

2020 ist für die deutsche Wirtschaft kein gutes Jahr. Konzerne leiden ebenso wie Mittelständler oder Start-ups. Spürbar wird das für Gründer vor allem beim Geld: Förderer sind im B2B und im B2C grundsätzlich weniger spendabel, Kooperationen und Verkäufe werden in Krisenzeiten schwieriger. Dazu kommen die Corona-Beschränkungen, die weniger vertrauensbildende persönliche Termine erlauben. So werden die eigenen Ressourcen mit der Zeit weniger. Potentielle Investoren verzichten auf fakultative „Add-ons“, die das Kerngeschäft nicht weiterbringen. Doch es gibt Alternativen: (Staatliche) Förderungen boomen

derzeit enorm. Werden die Voraussetzungen erfüllt, können sie eine Chance sein, das Unternehmen weiter zu finanzieren. Bei etablierten Unternehmen wie Start-ups gilt aber mehr denn je: Umdenken, kreativ sein und neue Kanäle erschließen! Und es gibt auch Gewinner der äußeren Umstände. Der Bereich Digital Health beispielsweise hat in diesem Jahr einen echten Schub bekommen. In einer Zeit, in der Nächstenliebe vor allem „Zuhause bleiben“ heißt, müssen Alternativen zum Arztbesuch genutzt werden. Hier wirkt Corona wie ein Katalysator und treibt Entwicklungen voran. Auch das ist eine Chance.

672.609 Gewerbeanmeldungen gibt es in Deutschland.

Der Hauptanlass zur Unternehmensgründung ist die Ausnutzung einer Geschäftsgelegenheit (72,7 %).

Die Anzahl der Neugründungen in Deutschland beträgt 550.600.

Foto: Presse

Foto: Presse

Was sind Herausforderungen für Start-ups und Förderer in Krisenzeiten?

Achim Berg, Bitkom-Präsident

Wie Start-ups durch die Corona-Pandemie kommen, hängt stark vom Geschäftsmodell ab. Wer digitale Gesundheitsangebote wie Plattformen für Videosprechstunden bei Ärzten vermittelt, hat oft steigende Nachfrage verzeichnet. Wer aber auf Mobilitätsdienste oder touristische Angebote setzt, hat es deutlich schwerer. In einer Bitkom-Umfrage hat fast jedes zweite Start-up angegeben, dass die Krise seine Existenz bedroht. Viele Gründer waren von den ersten Hilfsprogrammen ausgeschlossen, etwa weil sie noch nie Gewinne erzielt haben, was eine Voraussetzung für die Zahlung von Unterstützungsgeldern war. Erst mit Verzögerung gab es flächendeckend wirksame Start-up-Hilfen. Gerade mit Blick auf weitere Lockdowns ist wichtig, dass diese Hilfen zu Start-ups passen und schnell ankommen. Das heißt zum Beispiel: Statt sich auf traditionelle Instrumente zu konzentrieren, die sich wie Kurzarbeitergeld an alten Industrien orientieren, wären für Start-ups etwa Personalkostenzuschüsse für die Entwickler sehr viel hilfreicher. Denn damit Start-ups gut durch die Krise kommen, müssen sie ihr Produkt weiterentwickeln und wachsen können. Nur so werden sie am Ende Investoren überzeugen und sich erfolgreich am Markt positionieren.

Texte: Katja Deutsch

Der Anteil der SologründerInnen ohne Mitarbeitende an allen Gründenden beträgt 64 %.

Die Anzahl der GründerInnen in Deutschland beträgt:

605.000 Quellen: Statista


ANALYSE

Gründergeist

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Abhörsicher telefonieren it-sicherheit Zur Entwicklung einer zündenden Idee reichen manchmal zwei Personen mit hervorragender Expertise. Bei Henning Schiel und Mirco Jahn aus Hankensbüttel gab eine Anfrage eines NGOs den Anstoß, das ein Telefon suchte, das weder von brutalen Regimes noch von rücksichtslosen Unternehmen abgehört werden konnte. Gibt es das nicht längst? Warum nicht WhatsApp-Sprachnachrichten versenden – hier steht doch bei jeder Nachricht etwas von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung? Text: Katja Deutsch Foto: Jan Schiehl, Daria Pimkina/unsplash

Henning Schiel und Mirco Jahn, Gründer der Patero GmbH

R

ein Software-basierte Lösun-

gen können gegen die heute üblichen Angriffsszenarien „ nicht standhalten. Dazu gibt es, selbst bei den größten Smartphone-Herstellern, zu viele Sicherheitslücken, die auch aktiv ausgenutzt werden und z. B. das Abhören des Mikrofons ermöglichen, ohne dass die Benutzer davon etwas mitbekommen“, so Henning Schiel. „Unsere Behörden, Unternehmen, NGOs, Ärzte und Journalisten haben bisher de facto keine Möglichkeit, wirklich sicher zu telefonieren.“ Nach einem halben Jahr

hatte das Team aus der Nähe von Braunschweig, das

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mittlerweile das Start-up Patero GmbH gegründet hat, den ersten Prototypen entwickelt: Einen kleinen Chip, der in ein handelsübliches 5G-taugliches Smartphone eingesetzt wird. Per Knopfdruck schaltet sich nun der Schutz des Mikrofons ein und sämtliche möglicherweise vorab installierte Spy Ware wird wirkungslos: Niemand außer der angerufenen Person ist mehr imstande, zuzuhören. Drückt man erneut auf den Knopf, wechselt man zurück in den normalen Modus, und kann problemlos wieder WhatsApp-Sprachnachrichten verschicken und sich auf Facebook tummeln. „Aktiviert man den kleinen

Knopf, wird nicht nur das Gespräch selber verschlüsselt, sondern eben auch das Mikrofon an sich. Deshalb kann man jetzt sein Telefon mit in jedes noch so geheime Meeting nehmen.“ Ganz gleich, ob es sich um Arbeitsgruppen der Bundesregierung, medizinisch-ethische Fragen der Ärzteschaft oder um Autozulieferer handelt, überall versuchen Hacker, Interna auszuspionieren und dieses Wissen zu ihrem Vorteil zu verwenden. Diese Hackerangriffe kann man sogar als so genannte Serviceleistung von etlichen dubiosen Anbietern käuflich erwerben. Am teuersten sind diejenigen Angriffe, die nicht einmal bemerkt werden.

integriertem Kryptochip, welches im kommenden halben Jahr die Marktreife erreichen wird, weder an Privatpersonen noch an Länder außerhalb Europas geliefert werden. Das Start-up aus der Nähe von Braunschweig möchte zwar selbstverständlich auch Geld verdienen, aber nicht um jeden Preis. Das übergeordnete Ziel ist es, etwas Positives zu schaffen. Patero ist auf einem guten Weg: Auch wenn die Krise viele Start-ups gerade finanziell ausbluten lässt und Coronahilfen bisher vergeblich angefragt wurden, geht es bei Patero in Riesenschritten voran: Die Zusammenarbeit mit strategisch wichtigen Großherstellern ist in greifbarer Nähe. „In diesem ersten Modell arbeiten wir rein an der sicheren Sprachverschlüsselung“, so Henning Schiel. „Hier haben wir sehr viele Kundengruppen, die wir persönlich betreuen. Bald schon werden wir das mit anderen Methoden kombinieren, um auch Daten sicherer zu machen.“

Aus rechtlichen und ethischen Gründen wird das abhörsichere Smartphone mit

Unsere Behörden, Unternehmen, NGOs, Ärzte und Journalisten haben bisher de facto keine Möglichkeit, wirklich sicher zu telefonieren.

Bei einigen Smartphones gibt es noch Sicherheitslücken, welche geschlossen werden müssen.

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Tasja Jauns, CEO von Maskegg

Wie aus dem Ei gepellt innovation

Hamburger Dreifachmutter entwickelt ultraleichte Mund-Nasen-Maske in praktischer Verpackung, um sich und anderen den Alltag zu erleichtern. Text: Kirsten Schwieger, Foto: Presse

In Hetze das Haus verlassen, Maske vergessen. Zurück in der Wohnung dann die Frage: Wo ist sie? Oder: Welche in dem Haufen gehört mir – und ist die überhaupt noch frisch? Doch damit ist jetzt Schluss. Dank der patenten Dreifachmutter Tasja Jauns und ihrer Erfindung Maskegg. Ein ultraleichter MundNasen-Schutz, kompakt verpackt in einem BPA-freiem Silikon-Ei. So leicht und biegsam, dass es in die kleinste Handtasche passt. „Aufgrund der Form und der Farbauswahl zwischen sechs Trendfarben lässt sich das Maskegg aber auch in einer vollen XXL-Bag oder einer Chaos-Wohnung leicht finden“, weiß die Wahlhamburgerin aus eigener Erfahrung. Ein praktisches Schlüsselband ermöglicht den Transport der wiederverwendbaren Unisize-Maske als Schlüsselanhänger – beispielsweise an der Clutch oder am Schulranzen. Lesen Sie das ganze Interview online auf: analysedeutschland.de ANZEIGE

Dean Ćirić Gründer der fabmaker GmbH

gründen-in-braunschweig.de

© Braunschweig Zukunft GmbH/Hanno Keppel

… weil du hier die digitale Zukunft erschaffen kannst.


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Partner Content – comdirect

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ANALYSE ANZEIGE

Sprungbrett für Start-ups partner content

Was ist denn für ein Start-up wichtig, wenn es einen Investor sucht? Seidl: Das Start-up braucht einen sehr hohen Innovationsgrad und sollte die Aussicht auf hohe Umsatzmöglichkeiten sowie einen Massenmarkt haben. Im Mittelpunkt sollten die Fragen stehen, ob die Idee das Potenzial hat, die Welt zu verändern und ob beziehungsweise wie das Produkt, das aus dieser Idee entstehen soll, die Kunden erreichen kann. Lais: Wichtig ist auch das Team – es kann am Anfang sogar wichtiger als die Idee sein. Es sollte heterogen zusammengesetzt und möglichst flexibel sein, denn keine Idee bleibt so, wie sie sich am Anfang darstellt. Inwieweit muss eine Idee schon Realität sein, wenn sich ein Start-up um eine Unterstützung bewirbt? Seidl: Im Commerzbank Konzern haben wir ja insgesamt drei Stufen: die comdirect Startup Garage in Hamburg, den main incubator und Commerz Ventures, beide in Frankfurt. Die erste Stufe ist die Startup Garage. Zu uns im Norden kann man gerne mit einer Idee kommen, die

www.comdirect.de

Matthias Lais, COO main incubator

Michael F. Spitz, CEO main incubator

auf einen Bierdeckel passt. Viele Gründer haben ja erst mal eine Idee, aber noch gar kein Unternehmen. Wichtig ist uns aber, dass sich der Interessent auch in dieser Frühphase schon sehr intensiv mit der Idee befasst hat. Und wie hilft die Startup Garage? Seidl: Bei uns können die Gründer ein drei Monate langes Accelerator-Programm durchlaufen und innerhalb dieser Zeit einen Prototypen entwickeln. Sie bekommen 10.000 Euro Startkapital, ein Büro und jede Hilfe, die sie benötigen, wie beispielsweise den Support von Bank-Experten und Kontakt zu Kooperationspartnern. Das ist für sie alles kostenlos, und auch die 10.000 Euro müssen nicht zurückgezahlt werden, falls nach der Zeit in der Garage nicht weiter zusammengearbeitet wird. Ein großer Pluspunkt ist hierbei, dass die Unternehmensanteile vollständig im Besitz der Gründer und deren Investoren bleiben. Im besten Fall ergibt sich aus der Zeit in der comdirect Startup Garage eine weitere Zusammenarbeit. Wir sehen es aber auch als Erfolg an, wenn sich das Start-up ohne unsere weitere Hilfe erfolgreich auf dem Markt etabliert. Denn unser Ziel ist es mit der comdirect Startup Garage, den Gründerstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Und wenn es zu einer weiteren Kooperation kommt? Lais: Dann kann es bei uns im main incubator in Frankfurt weitergehen. Zu uns kann kommen, wer einen ersten Kunden hat, wenn es also eine erste Marktreaktion gibt. Wir stellen Kapital in einer Höhe von 250.000 bis zwei Millionen Euro, bilden Communities und geben einen Themen-Impact gemeinsam mit Universitäten und Forschungseinrichtungen. Sollte es anschließend zu einer

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Wo steht Ihrer Ansicht nach der Start-up-StandortDeutschland? Lais: Für das Land ist es ganz essentiell, wie sich das Thema Start-ups entwickelt. Wir müssen wieder dahin kommen, was Deutschland vor 150 Jahren großgemacht hat. Ich denke, dass wir inzwischen auf einem guten Weg sind, und wir haben sehr viele gute Leute in Deutschland. Spitz: Ich glaube, alle schielen viel zu sehr auf das Silicon Valley. In Deutschland gibt es eine ganze Reihe guter Universitäten und Forschungseinrichtungen und viele Unternehmen forschen ebenfalls. Nach wie vor kommen viele Erfindungen aus Deutschland. Ich sehe auch, dass die Politik inzwischen erkannt hat, wie wichtig Start-ups für das Wirtschaftswachstum, aber auch für Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind, die ja immer wichtiger werden. Die Bundesregierung jedenfalls hat in den vergangenen Jahren auf diesem Gebiet gute Arbeit gemacht.

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Der Standort Deutschland holt auf und bietet gute Startbedingungen für Gründer, sagen Pidder Seidl von der comdirect Startup Garage sowie Matthias Lais, und Michael Spitz vom main incubator, die jeweils zum Commerzbank Konzern gehören.

Pidder Seidl, Head of Startup Garage comdirect Startup Garage

weiteren Zusammenarbeit kommen, gibt es Commerz Ventures, wo Kapital zwischen zwei und 20 Millionen Euro dazugegeben wird. Spitz: Wir begleiten den Gründer zwischen zwei und fünf Jahren. Das Ziel ist die Professionalisierung des jungen Unternehmens. In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass wir nie mehr als 24,9 Prozent des Kapitals übernehmen, denn der Gründer soll immer die Kontrolle behalten. An welche Start-ups wenden Sie sich bevorzugt? Seidl: Es geht natürlich viel aber nicht ausschließlich um Fintech-Start-ups. Auch andere Themen wie Nachhaltigkeit, digitale Transformationen, Technologien wie Blockchain oder Künstliche Intelligenz spielen eine wichtige Rolle. Grob vereinfacht gesagt: Das Start-up muss uns als Bank in der Innovationskraft stärken oder den Nutzern unserer Banking App ein neuen Mehrwert liefern. Und wie groß ist die Chance, angenommen zu werden? Lais: Beim main incubator haben wir uns bisher 4.000 Start-ups angeschaut und 20 genommen. Das ist eine typische Quote. Seidl: Die Wahrscheinlichkeit in die Garage angenommen zu werden ist im Vergleich zum main incubator etwas höher, da wir nicht in die Start-ups investieren. Wichtig ist hierbei, dass sich die Start-ups zunächst überhaupt bei einer der beiden passenden Initiativen zu bewerben, denn die Mühe lohnt sich und wir warten auf eure spannende Ideen. Unser Aufruf lautet deshalb: Bewerbt euch jederzeit, wir sind an keine feste Deadlines gebunden und suchen 365 Tage im Jahr nach innovativen Start-ups!


ADVERTORIAL

Mannheim lockt mit einem breiten Angebot GründerInnen wollen mehr als „nur“ Beratung und Finanzierung, sagt Christian Som-

irgendwo in ein Industriegebiet außerhalb der Stadt gepfercht wurden. In Mannheim versuchen

wir dabei einen besonderen Fokus auf B2B-Start-

wir, einen solchen Prozess politisch „top down“ zu

ups, wir versuchen also speziell Startups anzusprechen, die Kontakte in die Industrie oder in den

gestalten. Wir hatten hier zum Beispiel den ersten

Mittelstand brauchen, um ihr Geschäftsmodell zu

deutschen Nachtbürgermeister, weil wir der An-

implementieren oder zu skalieren. Daneben haben

Herr Sommer, welche Vorzüge haben die Stadt

sicht sind, dass man junge Gründer und Grün-

wir auch einen starken Fokus auf dem Thema

und die Region Mannheim für Gründerinnen

derinnen nicht ohne ein spannendes Nacht- und

Medizintechnik – dafür bauen wir gerade ein

und Gründer? Wir sind hier in ein unglaublich starkes wirtschaftliches Umfeld eingebettet. Es gibt einen sehr stark ausgeprägten Mittelstand ebenso wie große Industrieunternehmen wie BASF oder SAP und wichtige produzierende Unternehmen. Das bietet eine Menge Anknüpfungspotenzial für Startups, das wir voll ausschöpfen. Zudem sind wir als Region verkehrstechnisch sehr gut angebunden und dadurch für internationale Startup-Ansiedelungen attraktiv. Der dritte Punkt ist die gezielte und strategische Förderung von Start Ups, die Mannheim schon seit 20 Jahren verfolgt. Daraus hat sich ein dynamisches Ökosystem entwickelt aus Startups, Industrie, Mittelstand, Universitäten, Szene sowie Kunst- und Kultur.

Kulturleben in die Stadt bekommt. Daneben müssen wir aber natürlich vor allem unsere eigentlichen Hausaufgaben machen, also die Startups gezielt und kompetent zu anzusiedeln und zu unterstützen. Die Verbindung beider Aufgabenbereiche macht Mannheim außergewöhnlich.

großes neues Gründungszentrum. Wir möchten aber auch gerne die Kreativen wie Modemacher, Designer, Musiker oder Filmemacher ansprechen.

mer von NEXT MANNHEIM. Auch Kultur und Nachtleben müssen stimmen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Ökosystems zur Förderung von Startups ist NEXT MANNHEIM. Worin liegen Ihre Aufgaben? Es gibt zwei Säulen unserer Arbeit. Erstens betreiben wir acht Startup-Zentren mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Die Bandbreite reicht von Technologie-Startups, insbesondere MedTech über die Kreativwirtschaft bis zu Female Entrepreneurship. Die zweite Säule ist die Creative City. Dazu gehören Themen wie Musik, kulturelle Stattentwicklung oder Filmförderung. Das besondere an Mannheim ist, dass wir diese beiden Bereiche in einer Gesellschaft gebündelt haben und sie interagieren lassen.

Was tun Sie für die Förderung? Dazu gehören Accelatorenprogramme, StartupEvent und passgenaue Beratungsangebote. Dafür haben wir ein breites Netzwerk von Experten und Mentoren. Zugänge zu Finanzierungsmöglichkeiten, Universitätsnetzwerke sowie Programme zur Ansiedelung internationaler Startups sind weitere wichtige Aspekte der Förderung. Das Bereitstellen attraktiver, preiswerter Räumlichkeiten, ist der „Backbone“ unserer Arbeit. Wir haben 35 000 Quadratmeter Fläche nur für Startups, ich glaube, das ist mehr, als jede andere vergleichbare Stadt hat. An wen richtet sich das Angebot von NEXT MANNHEIM? Grundsätzlich an Startups im klassischen Sinne: Innovative, meist digital aufgestellte junge Unternehmen mit Skalierungswillen und -potenzial. Aufgrund des guten wirtschaftlichen Umfeldes haben

Wie sieht es speziell mit den Gründerinnen aus? Zurzeit liegt der Anteil der Gründerinnen wie überall auch bei uns bei etwa 15 Prozent. Das müssen wir steigern. Deshalb fördern wir auch Gründerinnen im Rahmen unseres Programms Female Entrepreneurship noch einmal besonders. Ist es nicht schwer, das alles unter einen Hut zu bringen? Wir haben hier gerade rund 300 Startups, das ist eine ganze Menge und eine große Herausforderung. Aber wir sind als kommunale GmbH und „Tochter“ der Stadt Mannheim für diese Tätigkeit sehr gut aufgestellt. Die politische Unterstützung ist das „A“ und „O“, da es sich um eine vielschichtige und komplexe Aufgabe handelt, die auch nur mit sehr viel Engagement und persönlichem Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machbar ist. Zum Glück haben wir diese breite Unterstützung aus Politik und Verwaltung und ein herausragendes Team.

Am Anfang von Christian Sommers Karriere stand Musik, was sich bis heute wie ein roter Faden durch sein Leben zieht – er war der erste Geschäftsführer des Musikpark Mannheim und ist Beiratsmitglied der Popakademie Baden-Württemberg. Mit zwei NEXT MANNHEIM-Kollegen steht der Vater dreier Söhne selbst noch hin und wieder als Sänger und Gitarrist der Band „Braveland“ auf der Bühne.

Warum? Wir glauben, dass beispielsweise der „Zauber“ eines Standorts wie Berlin darin zu finden ist, dass Startups Teil des urbanen Lebens sind und nicht

Spitzenplatz in Deutschland

desweit teilgenommen haben. Mit einer Gründungsaktivität von 17 Neugründungen pro 100 000 Einwohner hat sich Mannheim zu einer der gründungsaktivsten, agilsten und innovativsten Standorte Deutschlands herausgebildet.

Wer über erfolgreiche deutsche Startup-Ökosysteme spricht, denkt häufig zuerst an Metropolen wie Berlin oder München. Tatsächlich aber sticht eine Stadt besonders heraus, wenn es um das Verhältnis von Gründungen zur Einwohnerzahl geht: Mannheim. Denn keine Stadt in Deutschland hat eine vergleichbar hohe Gründungsaktivität pro Einwohner wie die die Stadt im Südwesten mit ihren rund 310 000 Einwohnern. Das geht aus dem Startup Monitor 2020, der jährlichen Online-Befragung des Bundesverbands Deutsche Startups e.V. hervor, an dem im Mai und Juni diesen Jahres knapp 2000 Startups bun-

Auch bei der Zufriedenheit der Gründerinnen und Gründer belegt Mannheim den ersten Platz. 90 Prozent der Befragten bewerten das Ökosystem ihres Standortes mit „sehr gut“. Oberbürgermeister Peter Kurz sieht in den Ergebnissen einen Erfolg der 20jährigen Strategie, Startup-Förderung, kulturelle Stadtentwicklung und Kreativwirtschaft gemeinsam zu fördern. Kurz: „Insbesondere der hohe Zufriedenheitslevel der hiesigen Startups freut mich sehr“. Der Erfolg sei aber nur ein Zwischenergebnis, denn Next Mannheim arbeite daran, die Standortbedingungen weiter zu verbessern.

Foto: Daniel Lukac


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Wie steht es um den Gründungsstandort Deutschland?

Junge Menschen und potenzielle Gründende im Fokus Laut des Global Entrepreneurship Monitors 2019 hat die Gründungsquote in Deutschland mit 7,6 Prozent einen neuen absoluten Höchststand erreicht. Die GEM-Gründungsquote bezeichnet den Anteil der 18 bis 64-Jährigen, die während der letzten 3,5 Jahre ein Unternehmen gegründet haben und/oder gerade dabei sind, dies zu tun. Im Jahr 2018 lag die Gründungsquote noch bei 5 Prozent und somit deutlich niedriger. Eine Erklärung ist, dass der Anteil der werdenden Gründenden (die auf dem Weg sind, ein neues Unternehmen zu gründen) in 2019 mit 5,3 Prozent doppelt so hoch war, wie im Vorjahr. Zudem ist der letzte Gründungsanstieg hauptsächlich auf junge Gründungspersonen zurückzuführen: die beiden jüngsten im GEM erfassten Altersgruppen (18 - bis 24-Jährige und 25- bis 34-Jährige) gründeten am häufigsten. Gesellschaftliche Wertschätzung der Selbständigkeit wächst Die Ergebnisse der GEM-Studie deuten auf eine Verbesserung des Gründungsklimas in

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Die Ergebnisse des Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2019/20, die das RKW Kompetenzzentrum in Kooperation mit dem Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover erstellt, deuten darauf hin, dass in Deutschland ein Kulturwandel zugunsten unternehmerischer Selbstständigkeit im Gange ist. Welche Ansätze gibt es, um den Trend fortzusetzen?

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Prof. Dr. Simone Chlosta, Leiterin des Fachbereichs Gründung beim RKW Kompetenzzentrum

Dr. Natalia Gorynia-Pfeffer, Referentin im Fachbereich Gründung beim RKW Kompetenzzentrum

Deutschland hin, nicht nur bei den Jüngeren. Über die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass die Gründung eines Unternehmens eine gute Karriereoption ist und dass die Medien häufig über Gründungen berichten. Auch das Ansehen von erfolgreichen Gründenden in der Gesellschaft ist laut 80 Prozent der Befragten hoch.

zen, so gibt lediglich ein Drittel an, dass sie Grundfertigkeiten wie etwa Programmieren besitzen. Das zeigt, dass nicht nur die Gründungs- und Innovationskompetenz noch weiter gestärkt werden sollte, sondern insbesondere auch die Vermittlung von Grundfähigkeiten zur Gestaltung eigener digitaler Produkte.

Führend bei technologieintensiven Gründungen Als rohstoffarmes Exportland entfällt in Deutschland etwas mehr als eine von zehn Gründungen auf Branchen mit einer mittleren oder hohen Technologieintensität. Damit liegt Deutschland innerhalb der 15 Hocheinkommensländer zusammen mit Südkorea an der Spitze.

Entrepreneurship Education bereits in der Schule! Die Vermittlung von unternehmerischen Kompetenzen an Schulen, Hochschulen sowie in der Berufsausbildung ist ein wichtiger Schritt, um die Gründungskultur in Deutschland langfristig zu verbessern. Zu den Initiativen und Förderprogrammen gehören beispielsweise der Initiativkreis „Unternehmergeist in die Schulen“ (www.unternehmergeist-macht-schule.de) unter der Federführung des BMWi oder das BMWi-Förderprogramm EXIST (www.exist.de), die Mut zur Selbstständigkeit machen.

Förderung digitaler Kompetenzen nötig Über die Hälfte der Befragten schätzt sich als kreativ und in der Lage ein, aus eigenen Ideen einen wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Fragt man jedoch die gleichen Personen nach ihren digitalen Kompeten-

Frühzeitige Förderung digitaler Kompetenzen Gründungs- und Innovationskompetenz in der deutschen Bevölkerung in Prozent, 2019

57 % Kreativität

26 %

57 % der Befragten geben an, die Kreativität und Fähigkeit, aus Ideen einen wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen, zu besitzen. Lediglich 26 % der Bevölkerung besitzt digitale Kompetenzen, wie beispielsweise Grundfertigkeiten im Programmieren.

www.rkw-kompetenzzentrum.de

Bildquelle: iStock-sidneybernstein, UD10671

Digitale Kompetenz

Fortsetzung des Trends? Durch die Coronakrise steht das Gründungsgeschehen in Deutschland vor akuten Herausforderungen. Unterstützungen sollten deshalb von mehreren Seiten erfolgen. Wichtige Bestandteile sind Entrepreneurship Education, Gründungsberatung und eine offenere Gründungskultur in der Gesellschaft. Die Vermittlung von unternehmerischen Denk- und Handlungsweisen sowie von Digitalkompetenzen in der schulischen Ausbildung hat langfristig das Potenzial, in der Gesellschaft einen Prozess des Umdenkens zu initiieren. Eine aufgeschlossene Unternehmenskultur, eine sogenannte „Kultur der zweiten Chance“, die Fehler toleriert, sollte daher mehr Aufmerksamkeit erhalten. Damit Gründungsinteressierte weiterhin dabei unterstützt werden, in einer Gründung eine Chance statt einer zweitrangigen Karriereoption zu sehen, ist die Gründungsberatung ein wichtiger Pfeiler. Hierfür stehen die Beratenden vor Ort in den RKW Landesorganisationen mit ihrem Know-how zur Verfügung. Das RKW Kompetenzzentrum bietet eine bundesweite Plattform zur Vernetzung der Akteure der Gründungs- und Nachfolgeszene.

Über das RKW Kompetenzzentrum Das RKW Kompetenzzentrum ist ein gemeinnütziger und neutraler Impuls- und Ratgeber für den deutschen Mittelstand. Sein Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen für Zukunftsthemen zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu entwickeln, zu erhalten und zu steigern, Strukturen und Geschäftsfelder anzupassen und Beschäftigung zu sichern. Zu den Schwerpunkten „Gründung“, „Fachkräftesicherung“ und „Innovation“ bietet das RKW Kompetenzzentrum praxisnahe und branchenübergreifende Lösungen und Handlungsempfehlungen für aktuelle und zukünftige betriebliche Herausforderungen. Das RKW Kompetenzzentrum wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Weitere Informationen gibt es unter: www.rkw-kompetenzzentrum.de Global Entrepreneurship Monitor (GEM) Der Global Entrepreneurship Monitor ist das weltweit größte Forschungskonsortium zur Untersuchung von Gründungsaktivitäten. Seit 1999 werden in über 50 Ländern jährlich Daten zur Gründungsaktivität und Gründungseinstellung erhoben. Seit 2017 gehört das RKW Kompetenzzentrum zum GEM-Team Deutschland. Der GEM Länderbericht Deutschland 2019/20 steht unter rkw.link/gem2020 zum Download. Beispiele aus dem Initiativkreis „Unternehmergeist in die Schulen“ Mit JUNIOR Wirtschaft erleben (Träger: Institut der deutschen Wirtschaft Köln JUNIOR gGmbH) gründen jedes Schuljahr mehr als 10.000 Jugendliche ihr eigenes Start-up. Ziele der Programme sind Berufsorientierung, Förderung der Berufschancen sowie die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen. Weitere Informationen gibt es unter: www.junior-programme.de BUSINESS@SCHOOL, die Bildungsinitiative der Boston Consulting Group (BCG), vermittelt jährlich rund 1.500 Schülern Wirtschaft praxisnah: durch die Analyse eines Unternehmens sowie die Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee inkl. Businessplan. Weitere Informationen gibt es unter: www.business-at-school.net


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Das Ruhrgebiet vernetzt digital und international

GET CONNECTED!

Die digitale Plattform Matchmaker.Ruhr bietet Unternehmen aus der Region vielfältige Möglichkeiten zur nationalen und globalen Kooperation. Die Zeiten, in denen im Ruhrgebiet nur das industrielle Herz Deutschlands schlug, sind lange vorbei. Längst beheimatet die Region mit ihren gut fünf Millionen Einwohnern und 53 Städten auch viele innovative Unternehmen und Start-ups – aus dem industriellen Herz wurde ein wichtiger wirtschaftlicher Muskel Deutschlands mit einer Strahlkraft in die ganze Welt. Eine besondere Stärke sind die vielen Initiativen und Netzwerke, die sich für die Unternehmen und Start-ups zwischen Dortmund und Duisburg gebildet haben. Bisher mangelte es einzig an einer wirksamen Verknüpfung. Das änderte sich mit der im September 2020 ins Leben gerufenen digitalen Plattform Matchmaker.Ruhr. Sie bietet regionalen Unternehmen und Start-ups Zugang zu potenziellen Partnern auf nationaler und globaler Ebene. Und umgekehrt macht sie den Kontakt von Partnern aus Deutschland und der Welt zu diesem einzigartigen regionalen Business-Ökosystem spielend einfach möglich. „Der digitale Zugang zu Innovationen und Start-ups aus der ganzen Welt ist ein entscheidender Faktor, um Wachstum im Ruhrgebiet zu stärken und jetzt offensiv in die Aufholjagd gehen zu können“, sagt Rasmus C. Beck, Geschäftsführer der Business Metropole Ruhr GmbH (BMR). Die BMR gehört neben den Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet, dem Initiativkreis Ruhr, dem ruhrHUB zu den Partnern, die hinter Matchmaker.Ruhr stehen. Auch der Digital Campus Zollverein, die Deutsch-Israelische Industrie- und Handelskammer und die AHK Greater China sind mit der Plattform verbunden – insgesamt also eine starke Allianz der GET CONNECTED! GET CONNECTED!

Ruhrwirtschaft. Finanziert wird das Projekt maßgeblich von der Städte-Kampagne des Regionalverbandes Ruhr. Doch Matchmaker.Ruhr bietet noch mehr. Analoge Schulungen unterstützen Unternehmen im Umgang mit den digitalen Instrumenten und bei der Kooperation mit Start-ups. Und der Chatbot beantwortet die Fragen natürlich auch online. Gut angenommen wird auch die Möglichkeit, Online-Veranstaltungen zu streamen. „Gemeinsam wollen wir das Ruhrgebiet weiter als einen internationalen B2B-Hotspot aufbauen. Jedes Unternehmen und jedes Start-up kann davon profitieren, erklärt Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Interessenten können sich dafür auf der www.matchmaker.ruhr Plattform registrieren, einen kostenlosen system müssen noch enger zusammenarAccount anlegen und dann nach potenziel- beiten und so die Stärken des Ruhrgebiets, len Partnern für ihre Ideen suchen. Unterdie besonders im Geschäft mit Unternehmen finden über digitale Formate wie nehmen liegen, herausstellen“. Start-ups „Requests“, „Challenges“ oder virtuelle bräuchten konkrete Zugänge zu B2B-Kun„Speed-Datings“ passende Start-ups, um den, bestenfalls auf Basis von Challenges die eigenen Innovationsprojekte umzuund Pilotprojekten, findet auch Oliver setzen. Ein Algorithmus stellt jede Woche Weimann, Geschäftsführer des ruhrHUB. neue, mit Blick auf die individuellen InterUnd Weimann betont: „Matchmaker.Ruhr essen ausgesuchter Geschäftspartner ist die digitale Erweiterung bereits erfolgvor. Diese News können auch per Pushreich etablierter Programme der Region E-Mail direkt auf das Smartphone versenund somit der direkte Ausgangspunkt für det werden. Über den intelligenten NewsGeschäftsanbahnungen zwischen StartFeed bleiben Unternehmen über die für ups und Unternehmen – nicht nur in Zeiten sie relevanten Themen auf dem laufenden. von Corona-Beschränkungen.“ Ebenfalls sehr praktisch: Nutzer können sich über einen integrierten Messenger Und nach dem Motto „Stillstand ist Rückdirekt kontaktieren. schritt“ wird die Plattform bereits weiterentwickelt. So wird zum Beispiel aktuell Matchmaker.Ruhr sei die „ideale Plattdie sehr gut angenommene virtuelle Verform, um den etablierten Mittelstand und netzungsfunktion in Verbindung mit auf junge Start-ups zu vernetzen“, so Stefan der Plattform gestreamten Events weiter Schreiber, Vorsitzender des Beirates der ausgebaut. GET CONNECTED! BMR und Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund. Das sei wichtig, erklärt Dirk Mehr Informationen unter: Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis www.matchmaker.ruhr Ruhr GmbH, denn: „Alle Akteure im Öko-

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10 Gründergeist

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Green Food

– tasty and healthy

ANALYSE

Innovationen durch Start-ups Erfolgreich gründen mit nachhaltigen Produkten. Bereits mehr als 36 Prozent der Start-ups in Deutschland zählten sich 2019 zum Bereich Green Economy und/oder Social Entrepreneurship. Text: Katja Deutsch Foto: Tyler Casey/unsplash

tem quatiam, est quidusa ndebis aceptia quunt. Foto: Credit

Mindestens 6.000 Startups in

Lecker und nachhaltig – viele Start-ups greifen diesen Trend auf und bieten vegane Alternativen zu herkömmlichen Produkten an.

Ein Drittel aller Lebensmittel landen weltweit im Müll – völlig inakzeptabel bei gleichzeitig Millionen hungernder Menschen und nutzloser Ausbeutung des Bodens, der Meere, der Tierwelt. Besonders viele Start-ups haben sich deshalb im Bereich Food angesiedelt und versuchen auf ihre Weise, mehr Bewusstsein und mehr Nachhaltigkeit zu schaffen. Beispiele sind die veganen Produkte von Like Meat, die Frikadellen, Chicken, Gyros, Döner und mehr aus Soja und Erbsenprotein produzieren. Statt Käse bietet das Unternehmen Happy Cheeze vegane Alternativen aus Cashewkernen an. Das Unternehmen Agrilution entwickelt „plantCubes“ zum pestizidfreien Anbau frischer Kräuter und Salate zuhause. Und bereits seit acht Jahren verfolgt Original Unverpackt das Konzept des plastikfreien Einkaufens. 

Text: Katja Deutsch, Foto: Deryn Macey/unsplash

Deutschland bauen derzeit ihr Geschäftsmodell mit nachhaltigen Produkten oder Dienstleistungen auf. Die drei wesentlichen Aspekte Ökonomie, Ökologie und Soziales – die so genannte Triple Botton Line – erfordern dabei, den Fokus aller unternehmerischen Handlungen eben nicht auf die maximale Marge und damit häufig einhergehender Ausbeutung von Arbeitern, Boden und Ressourcen zu legen, sondern Profit, Planeten und Menschen gleichschwer zu gewichten.

Cuscit quaspienis ullit quis voluptam iun-

Aus der Nachhaltigkeitsbewegung, die vor mehreren Jahren in verschiedenen Nischen entstand, ist eine breite Entwicklung geworden. Neben einem Gewinn für die Gesellschaft soll auch der monetäre Gewinn stimmen und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden, denn niemand gründet ein Start-up aus reiner Nettigkeit. Wachstum liegt definitiv in der DNA eines Start-ups. Nachhaltige Start-ups agieren vor allem in den Sektoren Energie, Mobilität, Chemie, Upcycling, Mode und Textil, Gesundheit und Ernährung sowie Crowdfunding-Plattformen.

Im Januar diesen Jahres

haben zudem mehr als 20 Wagniskapitalgeber eine Nachhaltigkeitsklausel eingeführt, mit der sie alle neu finanzierten Unternehmen dem Schutz des Klimas verpflichten möchten, darunter Earlybird, Cherry Ventures, Project A und Holtzbrinck Ventures. Auch immer mehr Fondsgesellschaften

bieten mittlerweile ETFs oder aktiv gemanagte Fonds an, in denen ausschließlich nachhaltig wirtschaftende Unternehmen gelistet sind (z. B. Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF). Eine gute Möglichkeit bieten Investments von Fonds, die im NaturaktienIndex (NAI) gelistet sind. Selbst die größten Anbieter wie der MSCI World haben mittlerweile einen „Socially Responsible“-Fonds, der iShares den „World ESG“. Denn grüne Start-ups möchten ihren Gewinn schließlich auch nachhaltig investieren.

Entdecke Deinen Willen!

Mit Biotechnologie in eine lebenswerte Zukunft Mit Forschungen in Biotechnologie können Start-ups nicht nur wirtschaftlich sehr erfolgreich sein, sondern auch vielen Menschen helfen. So gehören chronische Wunden hoffentlich bald der Vergangenheit an, wenn sie mit dem Cold Plasma-Patch behandelt werden – einem Pflaster, das durch das Auflegen auf offene Wunden physikalisches Plasma in Form einer Glimmhaut erzeugt und dadurch Keime und Bakterien vernichtet. Entwickelt wurde die Idee von Dr. Carsten Mahrenholz, Gründer des Start-ups Coldplasmatech. Auch wenn sich alle Blicke derzeit nur auf die Entwicklung geeigneter Impfstoffe gegen COVID-19 richten, haben etliche Startups weitere bahnbrechende Durchbrüche erreicht. Brandneu: EpiBlock aus Berlin, die einen Genvektor entwickeln, der fokale epileptische Anfälle verhindert, Klavant aus Minden, die die Dichtigkeit von Aortaklappen mittels Intraoperativen Digitalen Aortografien ermittelt, und Nephrolytix aus Berlin mit einer digitalen Plattform für Nierenfunktionsmanagement. Gendefekte korrigieren kann RecTech aus Dresden. 

Text: Katja Deutsch Foto: National Cancer Institute/unsplash

Wie man Körper und Geist mit den vier Erfolgsfaktoren zusammenbringt. Text: Katja Deutsch Foto: Credit

– Konzentration, Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer kombiniert, zeigen Dr. Wladimir Klitschko und Tatjana Kiel in dem Methodenbuch „F.A.C.E. the Challenge – Entdecke die Willenskraft in dir!“, das gerade im Ariston Verlag erschienen ist. Leserinnen und Leser des neuen Buches können hier lernen, mit Focus, Agility, Coordination und Endurance

der Methode des ehemaligen Schwergewichtboxers systematisch Willenskraft aufzubauen und damit Herausforderungen jeglicher Art zu meistern. Die F.A.C.E.-Methode entwickelte Dr. Wladimir Klitschko aus seinen Erfahrungen innerhalb und auch außerhalb des Boxrings. Willenskraft ist die stärkste Kraft im Leben, da sie Probleme in Herausforderungen und Träume in Realität verwandeln kann. Nicht die Ziele anderer zu verfolgen, sondern sich über seine eigenen klarwerden, nichts weniger verspricht das Buch. Ergänzend wird ein Methodenbuch mit Übungen zur Stärkung der Willenskraft angeboten.


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Drees und Sommer – Partner Content

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Beim Bauen sollten wir weiterdenken

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Steffen Szeidl, Vorstand des auf Bau und Immobilien spezialisierten Beratungsunternehmens Drees und Sommer, über die Zukunft des Bauens.

Steffen Szeidl, Vorstand Drees und Sommer EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat kürzlich ihre politischen Prioritäten für die Union skizziert. Ein „neues Europäisches Bauhaus“ soll Städte klimaneutral machen. Ist das überhaupt realistisch? Machbar ist es, wenn die angedachten Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. Im Neubau haben wir bereits einen guten Stand erreicht, unser Problem stellt jedoch der Bestand dar. In der EU entfallen auf Gebäude rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und der Treibhausgase, was ein gigantisches Einsparpotenzial birgt. Derzeit wird aber nur eins von 100 Gebäuden energieeffizient renoviert, dabei sind europaweit um die 85 Prozent aller Gebäude in die Jahre gekommen. Das Einsparpotenzial ist also enorm. Wenn wir die EU bis zum Jahr 2050 wirklich klimaneutral machen wollen, müssen wir deutlich mehr und deutlich schneller sanieren. Wie lässt sich dieses Ziel erreichen? Zunächst einmal sind Gesetzesvorgaben und Subventionen wichtige Hebel, etwa die EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie oder das Subventionsprogramm zum Austausch von Ölkessel gegen eine Heizung auf Basis von erneuerbaren Energien. Außerdem müssen wir bei der Energienutzung kreativer werden. Beispielsweise verpufft rund die Hälfte der Wärme, die Industrieunternehmen erzeugen, derzeit ungenutzt. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch für die eigene betriebswirtschaftliche Bilanz. Die Wärme könnte stattdessen nach schwedischem Vorbild verwendet werden, um angrenzende Bürogebäude oder Wohnungen zu heizen. Egal ob Hausbesitzer, Unternehmen oder Investor: Wenn Klimaschutz kein leeres Lippenbekenntnis sein soll, müssen alle Akteure ökologische Verantwortung übernehmen. Können Sie hier schon ein Umdenken erkennen? Ganz klar: Ja! Der Klimawandel und die Fridays-for-Future-Bewegung gehen nicht spurlos an

www.dreso.com

der Immobilienbranche vorbei. Zwar sind die Kriterien, welche nachhaltige Gebäude erfüllen müssen, bislang nicht einheitlich geregelt und nur schwer vergleichbar. Aber die sogenannten ESG-Kriterien bilden zunehmend die Grundlage für nachhaltige Investments. Diese umfassen weit mehr als rein ökologische Aspekte. Starke Governance-Strukturen und soziale Komponenten spielen ebenso eine wichtige Rolle. Gesetzt den Fall, ein Neubau erfüllt solche Kriterien. Rechnet sich das denn überhaupt? Dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gegeneinander antreten, war schon immer ein Widerspruch. Heute schon haben wir Plusenergiehäuser, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen. Und auch der Ressourcenverbrauch muss keine Einbahnstraße sein. Die Baubranche verschlingt rund die Hälfte der europäischen Ressourcen und verursacht gleichzeitig gut 60 Prozent des Abfalls, teils in giftiger Form. Abhilfe verspricht das sogenannte „Cradle-to-Cradle“-Prinzip. Das ist ein kreislauffähiges Verfahren, um Baumaterialien nach dem Abriss sozusagen ein zweites Leben zu geben. Gebäude wandeln sich auf diese Weise zu einer Materialbank, die am Ende ihrer Nutzungszeit nicht auf dem Müll landen, sondern ihre Ressourcen wieder für neue Bauprojekte freigeben. Angewendet auf ganze Städte schlummern hier riesige Rohstoffdepots. Wie sieht sie für Sie aus, die ideale Stadt der Zukunft? Es geht um mehr als nur die einzelne Immobilie: Die ideale Stadt verbindet die unterschiedlichen Nutzungsarten statt sie zu trennen, hat ein durchgängiges Mobilitätskonzept, ist verdichtet um anderswo Fläche zu sparen. Es gibt da eine schöne Metapher: Häuser wie Bäume und Städte wie Wälder. Dazu gehören nicht nur begrünte Fassaden oder der Gemüsegarten auf dem Dach, sondern Stoff kreisläufe, bei denen Bauabfälle in neuen Immobilien aufgehen. Wenn wir das Ziel der Klimaneutralität erreichen wollen, müssen wir grüner werden, weniger Flächen versiegeln, und einen positiven Beitrag zur Biodiversität leisten.

„Ressourcenverbrauch muss keine Einbahnstraße sein.“

Foto: BeeOdiversity

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Bienen als Drohnen? Für Unternehmen durchaus sinnvoll Auf den ersten Blick scheinen Bienen mit Gebäuden nicht wirklich viel zu tun zu haben. Fast jeder weiß zwar, dass Bienen für unser Ökosystem irgendwie wichtig sind, aber dass in Europa 84 Prozent aller Obst- und Gemüsepflanzen von Bienen bestäubt werden und sich im Blütenstaub auch Schadstoffe und Pestizide nachweisen lassen, überrascht dann doch viele. „Bienen sind wie klitzekleine Drohnen“, sagt Michael van Cutsem, Gründer von Beeodiversity. „Sie fliegen Millionen Blüten an, sammeln millionenfach Blütenstaub, und bringen diesen in den Bienenstock.“ Neben den Pollen bringen die Tiere unzählige andere Dinge mit – die von den Mitarbeitern von BeeOdiversity untersucht werden. Über 500 mögliche Pestizide, Schwermetalle und andere Verschmutzungen aus Luft und Boden lassen sich im Blütenstaub nachweisen. Für Städte, Kommunen, Industrieunternehmen, Bauunternehmen, Wasserversorger, Häfen, Lebensmittel-, Wasser-, Wein- und Getränkeunternehmen sind diese Erkenntnisse ein unschätzbarer Wert. Sie alle fragen nach den Daten sammelnden Bienen, um gezielt Gegenmaßnahmen möglicher Verschmutzungen zu ergreifen. Doch wie kann man eigentlich einen Bienenstock versenden? „Gar nicht“, schmunzelt Michael van Cutsem. „Wir machen Hobbyimker ausfindig. Davon gibt es überraschend viele. Sie werden mit der für die Messungen nötigen technischen Ausrüstung ausgestattet und liefern uns die Daten.“ Kürzlich ist BeeOdiversity eine Kooperation mit Drees & Sommer eingegangen. Als erstes Pilotprojekt untersuchen die beiden Partner die biologische Diversität rund um den Drees & Sommer-Campus im Stuttgart-Vaihingen. Langfristig soll die Kooperation auch der Immobilienbranche zugutekommen: „Bereits mit einfachen Maßnahmen, wie zum Beispiel speziellen Blühmischungen für Grünanlagen oder Begrünung von Fassaden, können wir einen Beitrag zum Umweltschutz leisten“, so Michael van Cutsem. Die Intention dabei: die Entwicklung nachhaltiger Gebäude, Quartiere oder gar ganzer Städte, in denen die biologische Vielfalt gewährleistet ist.


12 Gründergeist

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Existenzgründung als Franchisenehmer franchise Alternative Finanzierungsmöglichkeiten und nicht zwingend hohe Gesamtinvestitionen machen Franchise-Konzepte auch für junge Gründer interessant. Text: Kirsten Schwieger Foto: mostphotos

Franchisesysteme gibt es deutschlandweit. Großer Beliebtheit erfreut sich das Konzept im Dienstleistungssektor, gefolgt von Gastronomie, Handel und Handwerk. Die Nutzung eines etablierten Geschäftsmodells gegen Entgelt stellt eine beliebte Option für Unternehmensgründer dar, die mit minimiertem Gründungsrisiko schnell in die Selbstständigkeit durchstarten wollen. So darf der Franchisenehmer gegen eine Gebühr das Konzept, die bereits etablierte Marke sowie die gesamte Corporate Identity des Franchisegebers für sein Start-up nutzen. Das Marketing- und Vertriebskonzept wurde bereits vom Franchisegeber erarbeitet und ausgetestet, Service- und Dienstleistungen können mitbenutzt werden. Bei der vorangehenden Businessplan-Erstellung sowie der Standortanalyse und der Immobilienwahl steht der Franchisegeber unterstützend zur Seite. Zudem ist er für An die 1.000

die Aus- und Weiterbildung des Franchisenehmers zuständig. All dies hat natürlich seinen Preis. Neben

einer einmaligen Eintrittsgebühr werden in der Regel monatliche Franchise-Gebühren vertraglich festgelegt. Die Eintrittsgebühr kann je nach Franchisesystem sehr unterschiedlich sein. Laut statistischen Erhebungen des FranchisePORTALs erheben mehr als 50 Prozent der Franchisesysteme in Deutschland zwischen 1.000 Euro und 20.000 Euro für den Start. Damit werden Lizenzen, Nutzungsrechte, Einweisungen

und Schulungen „bezahlt“. Zusammen mit Investitionen in den Auf- und Ausbau des lokalen Geschäfts sowie dem Lebensunterhalt in der Anlaufzeit kommt dabei in der Regel eine stattliche Summe für eine Franchise-Existenzgründung zusammen. Es gibt aber auch Franchisegeber, die keine Startgebühr verlangen und auf andere Re-Finanzierungsmodelle setzen. Die monatlichen Franchise-Gebühren berechnen sich in der Regel aus den Umsätzen, Umsatzerlösen oder Gewinnen des Franchisenehmers und liegen üblicherweise bei fünf bis sieben Prozent. Verlangt der

Franchisegeber zusätzlich noch Werbegebühren für Marketing-Aktivitäten können die monatlichen Gebühren bis zu zehn Prozent des Erwirtschafteten betragen. Diese hohen Investitionen waren

einer der Gründe, warum insbesondere junge Existenzgründer in der Vergangenheit nicht selten andere Geschäftsmodelle favorisiert haben. Doch scheint es einen Sinneswandel zu geben. Abgesehen davon, dass insbesondere der Dienstleistungsbereich vermehrt niedrig-investive Konzepte bietet, mehren sich die Möglichkeiten für Franchise-Nehmer, sich mit wenig oder ganz ohne Eigenkapital selbstständig machen zu können. So bieten Förder- und Bürgschaftsbanken diverse Förderprogramme an, welche kaum Eigenkapital voraussetzen und trotz bestehender Risiken vergeben werden. Eine bankenunabhängige Finanzierung eines aussichtsreichen Franchise-Konzepts kann auch mit Hilfe von Crowdfunding möglich werden. Wenn der Businessplan zukünftige oder bestehende Kunden, Freunde, Verwandte oder andere Privatanleger überzeugt, stehen die Chancen gut, die erforderlichen Anfangsinvestitionen durch die Beteiligung diverser Kleinanleger an dem Franchise-Konzept zusammen zu bekommen.

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Innovationsstrategie „Aufhören, alles selbst machen zu wollen“ partner content

Ein Praxisbeispiel aus der mittelständischen Wirtschaft. Überseequartier Hamburg Westfield – an wenigen Orten in Deutschland zeigt sich so deutlich, wie Mobilität im urbanen Raum künftig gedacht werden kann. Hier entstand ein Quartier, in dem Lösungen nicht nur präsentiert, sondern auch gelebt werden. Ob Fahrräder, Roller oder Autos – kaum ein Gefährt, welches nicht per App gebucht und mit Keyless Access genutzt werden kann. Damit trägt das Konzept den größten Problemen der Städte Rechnung: verstopften Straßen und mangelndem Platz. Aber auch die Reduzierung der CO2-Emission wird durch eine konsequente Ausrichtung auf E-Mobilität berücksichtigt. Im Zuge der Umsetzung hat sich eine besondere Allianz formiert: Starcar, seit über drei Jahrzehnten am Markt und eine der größten Autovermietungen Deutschlands, hat sich mit dem vor vier Jahren gegründeten Start-up evectro mobility GmbH zusammengeschlossen, denn beim Hamburger Traditionsunternehmen hat man schon früh erkannt, welche Vorteile eine Zusammen-

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arbeit mit jungen Firmen bedeuten kann: „Bei einer Partnerschaft auf Augenhöhe mit innovativen Start-ups ergibt sich für beide Seiten ein enormer Mehrwert. Zwar werde ich immer wieder mit der Ansicht konfrontiert, dass wir mehr geben, als wir bekommen oder Forschung und Entwicklung lieber streng geheim im stillen Kämmerlein betrieben werden sollte, aber das ist in meinen Augen Unsinn und eine längst überholte Herangehensweise“, weiß Jens E. Hilgerloh, Geschäftsführer und federführend bei der Unternehmensstrategie. „Während das Start-up sich in einem stabilen Umfeld mit Marktzugang und verfügbaren Ressourcen schneller entwickeln kann, bekommt das etablierte Unternehmen regelrechte Innovationsschübe durch frische Ideen und Technologien von außen – und das häufig viel schlanker und unkonventioneller, als es über die eigenen Strukturen möglich wäre.“ Jetzt profitiert die Autovermietung von der Innovationskraft der evectro mobility GmbH auch über das Überseequartier Westfield hinaus. Neben den Kickscootern des jungen Unternehmens wurden auch E-Motorroller testweise mit in die Flotte aufgenommen und an den entsprechenden Starcar Service-Stationen installiert. „Eine der größten Herausforderungen ist es, dass

Start-ups erst einmal Vertrauen beim Verbraucher aufbauen müssen. Brand-Building ist ein großes Thema und der Grundstein für eine erfolgreiche unternehmerische Zukunft. Umso besser, wenn man dabei auf einen starken Partner zurückgreifen kann, der bereits am Markt etabliert ist“, erklärt Matthias Lemcke, General Manager der evectro mobility GmbH. „Auch ich habe viele schnelle Autos und Motorräder besessen und keines davon bereut, aber jetzt ist die Zeit für ein Umdenken und eine Veränderung gekommen“, so Lemcke, der zu-

sätzlich auch der derzeitige Vorsitzende des Landesverbands für E-Mobilität in Hamburg ist. Eine Ansicht, die auch bei Starcar geteilt wird: „Die Herausforderung ist, die rasante Entwicklung unserer Branche nicht zu verschlafen und bereits jetzt den eigenen Weg in die Zukunft zu finden. Wir glauben fest daran, dass uns das als mittelständisches Unternehmen mit einem silo-freien Denken und fairen Partnerschaften gelingt“, fügt Jens E. Hilgerloh abschließend hinzu.


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Pitchen für eine bessere Welt partner content

Seit 14 Jahren unterstützen die Postcode Lotterien mit dem Nachhaltigkeitswettbewerb Green Challenge grüne Start-ups bei der Entwicklung ihrer Innovationen. Interview mit den „Made of Air“ Gründern Allison Dring und Daniel Schwaag, diesjährige Finalisten des Wettbewerbs. Ihr seid beide von Hause aus Architekten – wie kommt es, dass ihr jetzt klimapositive Werkstoffe entwickelt? Das erklärt sich aus unserer früheren Tätigkeit. Wir haben als Architekten ein photokatalytisches Fassadensystem entwickelt und weltweit installiert. Unter Einwirkung von Sonnenstrahlung wird hier Luftverschmutzung abgebaut. Der Werkstoff für das Produkt war dabei noch fossilen Ursprungs. Das wollten wir ändern und ein Material entwickeln, dessen Gebrauch sich nicht nur weniger negativ auf die Umwelt auswirkt, sondern positiv. Wie viele Unternehmen habt ihr bereits gegründet und mit welchen Learnings? MOA ist unsere zweite Gründung. Das erste Unternehmen war noch stark projektbasiert. Jetzt arbeiten wir rein unternehmerisch und verbringen viel mehr Zeit damit, zu planen und die Bedürfnisse unserer Kunden zu verstehen. Was macht euer Geschäftsmodell aus und welche Rolle spielt wirtschaftliche Motivation dabei? Wir verkaufen das Material in Granulatform im Tonnenmaßstab an Hersteller. Gleichzeitig bauen wir eine Marke auf, die mit dem Begriff CO2-negativ assoziiert wird und im B2B2C-Kontext unseren Kunden die Vermarktung erleichtert. Wir sind zweckbedingt wirtschaftlich motiviert. Um einen größtmöglichen Effekt auf die Umwelt zu haben, müssen wir so viel wie möglich herstellen und verkaufen. Unser Ziel aber ist es, eine möglichst große Menge an CO2 in unserem gesellschaftlichen Konsum zu sequestrieren.

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Allison Dring und Daniel Schwaag, Gründer Made of Air dann eiskalt die Idee finden, die zu den Ressourcen und dem Umfeld passt. Dann immer Leute einstellen, die klüger als man selbst sind und außerdem Kunden, Coaches und anderen Leuten wirklich zuhören. Ihr seid einer der sechs Finalisten der Green Challenge. Habt ihr schon Pläne für das Preisgeld? Einen Teil würden wir für Personal und Produktentwicklung verwenden, sollte es mehr werden, könnten wir damit einen Teil der Pilotfabrik finanzieren. Wir drücken die Daumen!

Welche Ratschläge könnt ihr Start-up-Gründern geben? Sich gut zu überlegen, ob das Start-up-Format zur Idee passt. Normalerweise sollte man es ja genau andersherum als wir angehen, also sich erst für den Weg Start-up entscheiden und

Über 1 Million Euro für eine nachhaltigere Welt: Die Postcode Lotteries Green Challenge Mit der Postcode Lotteries Green Challenge geht einer der größten internationalen Wettbewerbe für Nachhaltigkeit 2021 in die 15. Runde. Startups aus den fünf Postcode-Lotterie Ländern Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien Schweden und Norwegen können sich dort mit ihren grünen Innovationen bewerben und Preisgelder im Gesamtwert von 1 Million Euro einsammeln. Eine internationale Jury entscheidet im Finale, wer als Erstplatzierter 500.000 Euro gewinnt. Der zweite Platz bekommt 200.000 Euro und die Plätze drei bis fünf jeweils 100.000 Euro. Zusätzlich erhalten alle Finalisten ein sechsmonatiges Expertencoaching. „Die Green Challenge ist ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltigere Welt und beweist, dass Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern hervorragend zusammen funktionieren“, erläutert Liza Fiedler, verantwortliche Koordinatorin der Postcode Lotteries Green Challenge in Deutschland, dessen Bedeutung und Stoßrichtung. Der Wettbewerb wird seit 2007 jährlich von den fünf Postcode Lotterien organisiert. Bewerben können sich grüne Gründer aus diesen fünf Ländern, die mit ihren Produkten oder Dienstleistungen eine nachhaltigere Zukunft für Mensch und Natur schaffen wollen. „Ob im Bereich der grünen Energien oder zur Stärkung der biologischen Vielfalt, der Wiederherstellung von Ökosystemen, nachhaltigen Lebensmitteln und Alternativen zu Kunststoff. Jedes Jahr aufs Neue sind wir überwältigt davon, wie viele Gründer sich mit den Herausforderungen unseres Planeten auseinandersetzen und dafür konkrete Lösungen entwickeln“, freut sich Annemiek Hoogenboom, Geschäftsführerin der Deutschen Postcode Lotterie.

Foto: Press

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Annemiek Hoogenboom, Geschäftsführerin der Deutschen Postcode Lotterie

Einer der größten internationalen Nachhaltigkeitswettbewerbe für Startups.

Hilfestellung, um Produkte oder Dienst­ leistungen von grünen Startups auf den Markt zu bringen.

Über 1 Million Euro und 6 Monate Expertencoaching für die Finalisten.

Seit 2007 setzen sich die Postcode Lotte­ rien als Soziallotterieverbund für grüne Gründer ein.

Ziel ist es, die Welt zu einem nachhaltigeren Ort zu machen.

Weitere Infos zur Green Challenge auf www.greenchallenge.info oder greenchallenge@postcode-lotterie.de

Mit dem Wettbewerb liefert die Soziallotterie auch eine wichtige Unterstützung für das deutsche Start-up-Ökosystem. „Wir sind sehr stolz darauf, dass es in diesem wie im letzten Jahr zwei großartige deutsche Start-ups ins Finale geschafft haben. Das Berliner Start-up nuventura hat 2019 den zweiten Platz belegt und auch in diesem Jahr drücken wir dem Start-up Made of Air im Finale ganz fest die Daumen“, betont Fiedler. Darüber hinaus ist die Deutsche Postcode Lotterie Fördermitglied des Bundesverband Deutsche Startups e.V. Gemeinsam entwickeln sie unter anderem Netzwerk-Formate wie das „Meet&Green“, um grüne Gründer zusammenzubringen und zu unterstützen. Die nächste Veranstaltung findet am 8. Dezember 2020 statt.


14 Gründergeist

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Fragen an Denise Neumann

Denise Neumann, Gründerin von On Charge

Female Founders fördern frauen gründen Die erfolgreiche Unternehmerin Lea-Sophie Cramer über weibliche Vorbilder, unbewusste Vorurteile, Venture Capital und Vereinbarkeit von Job und Familie. Text: Kirsten Schwieger Foto: Presse, Charles Deluvio/unsplash

Lea-Sophie Cramer, Gründerin von Amorelie und Unternehmerin Warum sind weibliche Gründerinnen in Deutschland unterrepräsentiert?

Nur 15 Prozent weibliche Gründerinnen in Deutschland sind viel zu wenig – vor allem, weil weibliche Gründer ein Business Case sind. Für jeden Euro, den man in ihr Start-up steckt, holen sie doppelt so viel „Return“ raus, wie ihre männlichen Kollegen. Fehlende Vorbilder und Netzwerke zu anderen Gründern und Investoren sind ein wichtiger Grund,

Es braucht mehr Investorinnen und eine Sensibilisierung in der Branche für unbewusste Voreingenommenheit.

warum so wenig Frauen gründen. Hinzu kommt mangelndes Kapital: Weniger als ein Prozent des gesamten Venture Capital in Europa ging 2019 an Frauenteams. Was muss passieren, damit sich das ändert?

Die Investoren sind ein großer Hebel. Es braucht mehr Investorinnen und eine Sensibilisierung in der Branche für unbewusste Voreingenommenheit. Gründerinnen werden beispielsweise andere Fragen gestellt als Gründer. Sie werden gefragt, wie sie das Scheitern verhindern wollen – Männer, wie ihr Start-up wachsen soll. Vorbilder sichtbar machen hilft, und außerdem müssen wir die Vereinbarkeit für Mompreneurs und Dadpreneurs verbessern – noch immer fehlen hunderttausende Kitaplätze. Welche Bedeutung kommt den MINT-Studienfächern hierbei zu?

MINT-Fächer gelten immer als das Sprungbrett zur Gründung. Klar, bei tech- und industrie-fokussierten Startups ist das auch logisch. Aber wenn wir ehrlich sind, haben wir in Deutschland momentan auch viele Konsumgüter-Start-ups, und um deren Business-Modell zu verstehen, muss man keine Ingenieurin sein. Ich fände es großartig, wenn mehr Frauen MINT-Fächer studieren würden und wir in Deutschland mehr echte Tech-Start-ups hätten. Aber die fehlenden Frauen in den MINT-Studiengängen alleine lösen unser Gründerinnen-Problem nicht. Man kann mit verschiedenen Ausbildungshintergründen ein erfolgreiches Start-up bauen. Das beste Beispiel ist Delia Lachance, die den Online-Möbelhändler Westwing aufgebaut hat, und Mode studiert hat.

Hat die Corona-Pandemie Gründerinnen härter getroffen als ihre männlichen Kollegen?

Die Corona-Krise hat Start-ups, die gerade vor einer Finanzierungsrunde standen, schwer getroffen. Die Politik hat zu lange gezögert, bis sie Hilfsmaßnahmen für Startups geschaffen hat und diese auch abrufbar waren. Wir Frauen, ob Gründerin oder nicht, hatten mit Kindern oft die Doppelbelastung Zuhause zu stemmen. Ich finde aber auch: Krisen können zu Disruption und neuen Geschäftsmodellen führen und die Agilität der Start-up-Szene macht es uns eher leichter, auf Krisen zu reagieren. Wenn Sie noch einmal gründen, werden Sie dabei verstärkt auf Frauen setzen?

Ich setze nicht auf Frauen, sondern auf diverse Teams – und das auch nicht aus Altruismus, sondern aus unternehmerischer Ratio. Diverse Teams sind schlicht erfolgreicher, denn sie machen knapp 20 Prozent mehr Umsatz. Bei AMORELIE hatten wir z. B. 70 Prozent Frauen in Führungspositionen – nicht, weil wir uns das als Quote vorgenommen haben, sondern weil das die besten Kandidatinnen waren, die sich bei uns beworben haben.

fakten Die Amorelie-Gründerin und zweifache Mutter wurde vom Bundeswirtschaftsministerium als „Vorbild-Unternehmerin“ ausgezeichnet und sitzt dort im Beirat Junge Digitale Wirtschaft. Seit Jahren investiert sie in junge Start-ups. Eine aktuelle, durch Corona und Kreuzbandriss verlängerte, Auszeit nutzt sie u. a. für die Konzeption eines neuen Start-ups.

e-mobility

Die Errichtung von Ladesäulen in Deutschland läuft derzeit noch schleppend. Denise Neumann spricht über die Voraussetzungen, die dafür gegeben sein müssen. Text: Katja Deutsch Foto: Presse

Was hat Sie dazu gebracht, im E-Mobility-Bereich unternehmerisch tätig zu werden? Als wir uns ein Elektroauto gekauft haben, mussten wir täglich kilometerweit zur nächsten öffentlichen Ladesäule fahren bzw. laufen. Anfragen an die Stadt zur Errichtung neuer Säulen wurden abgelehnt. Deshalb gründeten Björn Temp und ich zusammen das Unternehmen On Charge, was wir seit letztem November aufbauen. In kurzer Zeit haben wir Anfragen aus ganz Deutschland erhalten. Mittlerweile arbeiten wir mit über 60 Städten aktiv zusammen. Welche Voraussetzungen müssen zum Aufstellen einer Ladesäule gegeben sein? Bedarf! Bei uns fragen hauptsächlich Mieter oder Eigentümer an, die in der Stadt wohnen und weder Garage noch Stellplatz haben und auf öffentliche Ladesäulen angewiesen sind. Erforderlich sind zwei zusammen liegende Parkplätze im öffentlichen Raum, da eine Ladesäule zwei Ladepunkte besitzt. Auch seinen Vermieter kann man diesbezüglich ansprechen. Die Errichtung einer öffentlichen Ladesäule ist für den Bürger kostenlos! Was ist Ihr erklärtes Ziel? Bis Ende des Jahres 2023 möchten wir deutschlandweit 30.000 Ladesäulen errichten. Allein von den Anfragen sind wir auf einem guten Weg, das zu erreichen.

Die Errichtung einer öffentlichen Ladesäule ist für den Bürger kostenlos.


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Fit für den Markt Mit einem umfangreichen Portfolio aus Beratung, Veranstaltungskonzepten und finanzieller Förderung unterstützt hannoverimpuls

Entstanden aus persönlicher Erfahrung, mit viel Leidenschaft und Überstunden konzipiert und nun in der Beta-Phase: Die Pflege-App KindCare bietet alles, um die Pflege eines Angehörigen zu organisieren. Neben einem digitalen Pflegeverzeichnis, einem Pflege-Butler und wichtigen Dokumenten, lässt die kostenfreie App keine Fragen mehr offen, bei diesem immer mehr Menschen betreffenden Thema. Dass es das GründungsDuo Alexandra Duesmann und Robert Kugler, trotz Rückschlag durch die Corona-Pandemie, bis hierher geschafft hat, verdanken sie dem Female Health Incubator (FHI). Im Frühjahr hat das gemischt-geschlechtliche Team die erste Runde des von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls aufgelegten Programms absolviert. „Mit Hilfe des Inkubators arbeiten wir derzeit unser gesamtes Geschäftsmodell strukturiert durch, inklusive Marktanalysen und der Argumentation nach außen“, skizziert Gründerin Duesmann den Ansatz des FHI und ergänzt: „Wir sind dem Female Health Incubator sehr dankbar für das Coaching und die Vernetzung, insbesondere mit Investor*innen – das ist einfach goldwert.” Mit seinem Programm will die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Landeshauptstadt und Region Hannover gezielt Geschäftsmodelle von Frauen fördern, die die weibliche Gesundheit im Fokus haben. Sechs Monate lang werden die GründerInnen intensiv durch Coachings und Workshops begleitet sowie mit ExpertInnen und InvestorInnen vernetzt, um ihr Konzept

Fotograf: Kevin Münkel

regionale Startups.

weiterzuentwickeln. „Wir wollen Frauen mit dem Female Health Incubator motivieren, ihre unternehmerische Idee im Gesundheitsbereich groß zu denken“, erklärt Doris Petersen, Geschäftsführerin der hannoverimpuls GmbH. Ein ebenso lobenswerter wie nachvollziehbarer Ansatz, immerhin gehen im Bereich technisch innovativer Gründungen lediglich 15 Prozent auf die Kappe von Frauen. Die Quote von rein weiblichen Gründungsteams ist mit mageren vier Prozent (im Gegensatz zu 86 Prozent rein männlichen Teams) noch niedriger. Der Inkubator ist Teil der hannoverimpuls-Strategie zur Förderung von Frauen. Neben zielgruppenspezifischen Angeboten für diese Gruppe gibt es auch Förderungen für Studierende und für Menschen mit Migrationsgeschichte. Doch der Wirtschaftsförderer hat sich noch viel mehr auf seine Fahnen geschrieben. Neben dem Gründungsschwerpunkt stärkt er nachhaltig das Wachstum regional ansässiger Branchen und unterstützt Internationalisierungsvorhaben von Unternehmen. Das umfangreiche Portfolio im Gründungsbereich reicht von der Beratung über Veranstaltungen und Seminaren bis hin zu eigenen Beteiligungsfonds mit Venture Capital über zwei

Tochtergesellschaften mit einem Gesamtvolumen von 28 Millionen Euro. Ergänzt wird dies um das von hannoverimpuls initiierte Acceletorprogramm in der VentureVilla. Mit dem seit 17 Jahren durchgeführten Startup-Impuls-Wettbewerb (siehe Kasten) hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft darüber hinaus einen der höchstdotierten regionalen Gründungswettbewerbe am Start. Zudem bietet hannoverimpuls Existenzgründern und -gründerinnen in eigenen Gründungszentren an mehreren Standorten Büros, Labore und Produktionsflächen zu attraktiven Konditionen. So stellt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für jede Phase des Unternehmensaufbaus und für jeden individuellen Bedarf das passende Instrument zu Verfügung, um innovative Ideen zur Marktreife zu bringen.

Startup-Impuls-Wettbewerb Bis zum 10. Januar 2021 haben BewerberInnen des Ende Oktober gestarteten Wettbewerbs Zeit, mit Unterstützung der Wirtschaftsfördergesellschaft ein tragfähiges Geschäftsmodell auszuarbeiten. In drei Preiskategorien winken den SiegerInnen Preisgelder, Trips zu internationalen Startup-Hotspots, umfassende Beratungsleistungen und vieles mehr im Wert von über 100.000 Euro. Weitere Informationen unter: www.startup-impuls.de

DU KANNST GRÜNDEN, WO DU WILLST. ODER WO ES SICH LOHNT. Business-Wettbewerbe für Startups und Ansiedlungen Startup-Events, Networking und Workshops Beteiligungskapital für junge Unternehmen Unterstützung bei Internationalisierungsvorhaben Förderung von Innovationsprojekten

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Wir freuen uns auf dich und deine Ideen!

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16 Gründergeist

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fakten Dr. Wladimir Klitschko kennt keinen inneren Schweinhund. Der Versuch, ihm das deutsche Wort mit Beispielen zu erklären, wurde irgendwann abgebrochen, weil er einfach keinen „inneren Schweinehund“ hat. Außerdem versucht er gerade, reiten zu lernen – auch ein „Zweikampf“.

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großes interview Mit der Methode F.A.C.E. the Challenge zeigt Dr. Wladimir Klitschko, wie man seine Willenskraft stärken kann – körperlich und mental. Text: Katja Deutsch Foto: Vera Tammen

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eine Zeit. Jetzt gerade nicht, aber bald. Mache ich irgendwann nächste Woche. Oft äußern wir diese kleinen Entschuldigungen, wenn es um berufliche Ziele geht. Denn schließlich hat man so viel zu tun, der Chef will schon wieder etwas, ein Freund braucht seelischen Beistand, die Kinder fragen nach Unterstützung für ein weiteres Erklär-Video für Physik. Man würde schon sehr gerne… endlich ein eigenes Start-up gründen, regelmäßig laufen, die Rückenschmerzen angehen, aber ja, irgendwann! Irgendwann heißt nie, das weiß jeder, der seine Ziele ernsthaft hinterfragt.

erfolgreich meistert, weiß niemand besser als Dr. Wladimir Klitschko, vielfacher Boxweltmeister im Schwergewicht WBO, IBF und IBO. Gerade im Ring, im Zweikampf, wenn es neben Kraft und Kondition auch um absolute Konzentration, um Taktik und blitzschnelle Reaktion geht, zahlt sich das Wissen um die bestmögliche Vorbereitung aus. Keine Zeit? Ein unvorstellbarer Satz aus dem Mund von Waldimir Klitschko. „Viele sagen, sie haben keine Zeit. Das verstehe ich nicht. Niemand würde es wagen zu sagen: ‚Ich habe keine Zeit zum Trinken, ich habe keine Zeit zum Schlafen, ich habe keine Zeit zum Atmen.‘ Man nimmt sich die Zeit. Zeit ist der Stoff, aus dem das Leben gemacht ist!“ Wie man Herausforderungen

Der gebürtige Ukrainer gilt wie auch sein Bruder Vitali als Ausnahme unter den Sportlern von Weltrang, er hat bereits während seiner Karriere als Profiboxer

die Zeit gefunden, eine Doktorarbeit zu schreiben und für seine zweite Karriere Klitschko Ventures gegründet: Die „Challenger Mindset Factory“. the Challenge (Focus, Agility, Coordination, Endurance – seine Erfolgsfaktoren) wurde zusammen mit seinem Team von ihm entwickelt und durch die CEO, Tatjana Kiel, in Produkte und Formate skaliert. Die Methode F.A.C.E.

Zeit ist der Stoff, aus dem das Leben gemacht ist!

Geschäftsrisiken erkennen und mindern

Deshalb begleiten wir Führungskräfte in sogenannten Transformationsprozessen, in denen sie lernen, dass wirtschaftliches Wachstum ohne menschliches Wachstum nicht funktionieren kann.“ WYLLIT FOOD wird die Methode F.A.C.E. the Challenge auf Ernährung angewandt. Bio-Riegel und Bio-Tees sowie Lunch-togo unterstützen die Balance von Körper und Geist im Alltag. „Ich habe immer darauf geachtet, meine Ernährung während der verschiedenen Phasen meines Trainings anzupassen. Wenn man seine Konzentrationsfähigkeit schärfen will, braucht man nicht das gleiche ‚Menü‘ wie für die Stärkung des Ausdauervermögens. Die sogenannte ‚situationsgerechte Ernährung‘ ist das Kernprinzip der F.A.C.E. FOOD Philosophie.“ Unter dem Markennamen

vielen anderen ehemaligen Spitzensportlern wirkt der fast zwei Meter große Dr. Steelhammer keineswegs verloren, sondern strahlend und präsent. Früh war ihm klar, dass er nicht als passiver Werbebotschafter für beliebige Produkte enden wollte. Viel mehr brennt er dafür, anderen das beizubringen, was er am besten kann: Etwas unbedingt wollen. Und es erreichen. Im Gegensatz zu

„Ich wollte keinen Imagetransfer, sondern Expertise-Transfer leisten, die Macht der Willenskraft verbreiten und beibringen.“ Das Unternehmen Klitschko Ventures wurde 2016 gegründet und versteht sich bis heute als Start-up. „Für uns ist die Challenge Zone ‚The Place to Be‘ als Sparringspartner für unsere Kunden, um deren Vision in die Umsetzung zu bringen, und um unsere Position immer wieder neu zu bestimmen – und die liegt nicht in der Komfortzone. Dieses Bewusstsein muss bei jedem Start-up vorhanden sein.“ Viele Bücher und „Coaches“ versprechen das „Best You“. Für den ehemaligen Boxweltmeister geht es aber eher darum, zu erkennen, wo die nächste Stufe der persönlichen Entwicklung liegt, also das „Next You“. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Dualität zwischen Körper und Geist. „Das ist das Herzstück von F.A.C.E.: Wenn man nicht fühlt, kann man sich auch nicht herausfordern.

Im Gegensatz zu dem, was der Name vermuten lässt, investiert Klitschko Ventures nicht in Risikokapital. Die Mission lautet vielmehr „Willenskraft für jeden“. Das Start-up sucht dafür Partnerschaften, die Willenskraft in Form von Produkten und Dienstleistungen für alle zugänglich macht. Der Deal ist einfach: Klitschko Ventures bringt das Knowhow von F.A.C.E. ein, und der Partner bringt entweder Expertise zu einer bestimmten Zielgruppe oder Branche ein. „Natürlich sind wir Innovationen und neuen Technologien gegenüber sehr aufgeschlossen“, strahlt der supersportliche Unternehmer. „Und ja, wir lieben Neugründer und Start-ups. Der kulturelle Fit ist von Anfang an vorhanden. Aus einem einfachen und guten Grund: Gründer sind großartige Herausforderer.“

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Das derzeit weltweit größte Geschäftsrisiko für Millionen Unternehmen – COVID-19 – hat wohl kein Unternehmen und keine Versicherung der Welt kommen sehen. Text: Katja Deutsch Foto: Maarten van den Heuvel/unsplash

Vom Erkennen des möglichen, weltweiten verheerenden Ausmaßes bis zum unternehmerischen Reagieren blieb nur ein extrem kurzer Zeitraum. Andere Risiken, wie der Brexit, betreffen zwar auch Tausende, doch es bleibt Zeit, Produktion, Logistik, Vertrieb und Lager den neuen Gegebenheiten anzupassen. Als größte universellen Geschäftsrisiken gelten neben veränderten Handelsabkommen Cyberangriffe, Betriebsunterbrechungen wie Streiks und die Folgen des Klimawandels. Manager tun also gut daran, ein erstklassiges IT-Team aufzubauen, für faire Arbeitsbedingungen zu sorgen und nachhaltiges Handeln in ihre Agenda zu integrieren. Um sich gegenüber einzelnen Kunden finanziell abzusichern, ist bei dem mehrfachen Wunsch nach verlängerten Zahlungsfristen, häufigem Wechsel der Ansprechpartner, Verzögerungstaktiken und geänderten Bestellmengen Vorsicht geboten. Achtung: Auch stark erhöhte Bestellmengen können ein Warnsignal sein! Möglicherweise beliefern andere Unternehmen diesen Kunden nicht mehr. In diesen Fällen wird Vorkasse angeraten. ADVERTORIAL

Gutes Risikomanagement in der Krise Vieles hat sich verändert: Das gilt seit der Corona-Pandemie besonders für die Wirtschaft. Wie sich Unternehmen jetzt aufstellen können, um die Krise zu meistern. Stabile Geschäftspartner erkennen Staatliche Soforthilfen, Hilfskredite oder das Aussetzen der Insolvenzantragspflicht – all das hat dazu geführt, dass viele Unternehmen trotz Krise zunächst liquide geblieben sind. Darunter auch Firmen, die schon vor Corona zu kämpfen hatten. So wird die wirtschaftliche Lage immer unübersichtlicher und viele Firmen stellen sich die berechtigte Frage: Welche meiner Geschäftspartner sind tatsächlich noch verlässlich? Um unnötige Risiken zu vermeiden, heißt es nun: Sorgfältig abwägen und die wirtschaftliche Situation von Kunden klar beurteilen. Hilfestellung geben hier etwa Bonitätsauskünfte und Monitoring-Lösungen, mit denen Sie Ihre Kunden oder Lieferanten tagesaktuell überwachen und risikoreiche Geschäftsbeziehungen erkennen können.

wissen möchten, wie Ihre Kreditwürdigkeit bewertet wird und wie Ihre Firma nach außen wirkt, können Sie einmal im Jahr kostenfrei eine Selbstauskunft für Firmen bei Creditreform anfordern. Gleichzeitig können Sie aktiv dazu beitragen, dass Ihre Bonitätsbewertung verbessert wird, indem Sie dafür sorgen, dass Ihre Firmendaten korrekt und vollständig hinterlegt sind. Außenstände im Griff behalten Genauso unverzichtbar sind eine gut organisierte Buchhaltung und ein konsequentes Mahnwesen. Zahlen Ihre Kunden nicht, sollten Sie schnell handeln, um nicht selbst in finanzielle Schieflage zu geraten. Denn nur, wenn Forderungen erfüllt werden, können die eigenen Verbindlichkeiten bedient werden. Maßnahmen, die hier greifen können:

RISIKEN MANAGEN KRISE MEISTERN CREDITREFORM.DE

Zahlungseingänge genau überwachen Zahlungsbedingungen anpassen oder Zahlungsziele verkürzen Kreditlimits einführen und pflegen

Eigene Bonität überblicken Ebenfalls ein wichtiger Faktor: Sie sollten über Ihre eigene Bonität und Position am Markt im Bilde sein. Wenn Sie

Konsequent mahnen und nicht zögern, unstrittige Forderungen an ein Inkassounternehmen zu übergeben

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Frühzeitige Warnung vor Osteoporose

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Stefan Kloth, CEO und Gründer von Osteolabs Herr Kloth, Ihr Unternehmen Osteolabs bietet einen Test an, mit dem unkompliziert und frühzeitig Osteoporose nachgewiesen werden kann. Was ist daran neu? Herkömmlicherweise wird bei einem Verdacht auf Osteoporose der Patient oder die Patientin geröntgt. Das Problem: Bei diesem Verfahren müssen erst Schmerzen und Probleme auftreten, bevor überhaupt geprüft wird, ob der oder die Betroffene wirklich an Osteoporose leidet. Dann ist aber die Krankheit oftmals schon so weit vorangeschritten, dass eine medikamentöse Behandlung unumgänglich, eine Heilung aber unmöglich ist. Und die Kosten sind immens. Wenn zum Beispiel eine Oberschenkel-Fraktur behandelt werden muss, kostet das schnell 25.000 Euro, ist also ziemlich teuer. Unser Test, der von Professor Anton Eisenhauer entwickelt wurde, kann verdachtsunabhängig, aber auch frühzeitig bei Indikationen durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um einen Urintest, den jeder zuhause alleine machen kann. Man kann anhand der Ergebnisse lange vor dem Ausbruch der Krankheit erkennen, ob die Testperson an Osteoporose erkranken wird. Dementsprechend können die Ärzte dann auch viel früher einschreiten und einen Ausbruch der Krankheit verhindern. Das erspart der Testperson viel Schmerzen und Leid und dem Gesundheitssystem viele Kosten. Denn die unverbindliche

Sie haben Ihr Unternehmen 2019 in Kiel gegründet. Gab es für diese Gründung Unterstützung? Ja. Zunächst hat die Helmholtz-Gemeinschaft bei der Entwicklung des Produkts finanziell geholfen. Als ich mich dann auf die Suche nach Unterstützung bei der Gründung von Osteolabs als GmbH machte, erklärten sich zum Glück ein privater Geldgeber sowie die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein (MBG) gemeinsam mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) bereit, uns in einer ersten Finanzierungsrunde mit Beteiligungskapital unter die Arme zu greifen. Jetzt gehen wir die zweite Runde an, und die MBG und die IB.SH sind wiederum mit Beteiligungskapital dabei. Wie wichtig war für Sie diese Unterstützung? Osteolabs ist nicht das erste Unternehmen, das ich gegründet habe – und auch früher wurde ich schon von der IB.SH unterstützt. Man kannte mich dort also bereits. Ohne Hilfe hätte ich das Unternehmen nicht gründen können. Aber ich denke, das Geld ist gut angelegt. Nächstes Jahr wollen wir nach Skandinavien und in die USA expandieren. Und Wissenschaftspreise haben wir auch schon gewonnen.

„Unser Test erspart der Testperson viel Schmerzen und Leid und dem Gesundheitssystem viele Kosten.“

Gründungsland Schleswig-Holstein Förderangebote für Schleswig-Holstein Gründungen, Start-ups, Nachfolgen und junge Unternehmen Gründungsland

Förderangebote für Gründungen, Start-ups, Nachfolgen und junge Unternehmen Beratung durch das Netzwerk StartUp SH Beratung durch das (z. B. IB.SH Förderlotsen) Netzwerk StartUp SH (z. B. IB.SH Förderlotsen) Gründungsstipendium Schleswig-Holstein Gründungsstipendium Schleswig-Holstein Vernetzung mit Clustern: z. B. Cluster DiWiSH Vernetzung mit Clustern: z. B. Cluster DiWiSH Zuschüsse für Innovationen und Investitionen Zuschüsse für Innovationen und Investitionen Gründungswettbewerbe, Acceleratoren Gründungswettbewerbe, Acceleratoren

www.ib-sh.de

Finanzierungsangebote § Angebote der IB.SH Finanzierungsangebote § Angebote der IB.SH § Angebote der KfW § Angebote der KfW Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein Eigenkapitalunterstützung (z. B. EFRE Seed- und Eigenkapitalunterstützung Start-up Fonds II) (z. B. EFRE Seed- und Start-up Fonds II) Baltic Business Angels Schleswig-Holstein e.V. Baltic Business Angels Schleswig-Holstein e.V.

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Dann sind die Krankenkassen doch sicher dankbar für diese Erfindung? Offenbar nicht. Sie weigern sich bislang, die Kosten für den Test zu übernehmen. Dabei ist die Summe, die sie dadurch sparen können, ungemein groß. Von dieser Seite bekommen wir bislang leider überhaupt keine Unterstützung.

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Ein Test von Osteolabs weist auf die unheilbare Knochenkrankheit hin. Gegründet wurde die Kieler Firma mit Hilfe der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein gemeinsam mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein.

Preisempfehlung liegt bei 169 Euro – ziemlich wenig im Vergleich zu den 25.000 Euro für eine Operation. Man kann den Test in jeder Apotheke und Versandapotheke kaufen.

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In der Krise Geschäftsmodelle anpassen

Susann Dreßler, Leiterin der IB.SH Förderlotsen

Gründen in der Krise – würden Sie dazu raten? Wir freuen uns über Gründerinnen und Gründer, die angesichts der Corona-Krise nicht verzagen, sondern ihre Gründungsideen umsetzen. Es ist aber zu prüfen, ob eine Gründung jetzt sinnvoll ist oder lieber verschoben werden sollte oder ob das Geschäftsmodell angepasst werden muss. Wie ist die Entwicklung seit Beginn der Krise? Ist die Zahl der Gründungen zurückgegangen? Viele Gründungspläne wurden in den ersten Monaten der Pandemie verschoben. Mehr als die Hälfte der Start-ups hat die Krise genutzt, um sich auf die Produktentwicklung zu fokussieren und Geschäftsmodelle anzupassen. Seit dem Sommer stellen wir wieder einen deutlichen Anstieg in der Gründungstätigkeit in Schleswig-Holstein fest. Erkennen Sie Verschiebungen bei den Geschäftsfeldern? Ja, es gibt einen Trend zu internetbasierten und digitalen Gründungen. In unseren Beratungen geht es derzeit aber auch um viele Gründungen und Unternehmensübernahmen in klassischen Geschäftsfeldern wie im Handwerk. Welche besonderen Unterstützungsmaßnahmen gibt es für Start-ups, die durch Corona ins Straucheln geraten sind? Auf EU-, Bundes- und Landesebene wurde ein umfangreiches Förderpaket geschnürt, um Unternehmen und auch Start-ups in der Corona-Krise zu unterstützen. Einige Maßnahmen, wie das Sonderbeteiligungsprogramm Schleswig-Holstein, sind speziell für Start-ups vorgesehen. Die IB.SH und weitere Partner im Netzwerk StartUp SH unterstützen Start-ups und andere Gründungsideen in Schleswig-Holstein dabei, das passende Angebot zu finden. So beraten die IB.SH Förderlotsen zu geeigneten Förderungen in der aktuellen Corona-Krise.


Unsere Zukunft: Digital. Innovativ. Technologisch.

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„Gründerinnen zu stärken ist kein Selbstzweck.“

Lina Behrens, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. weibliches gründertum

Lina Behrens über Investitionen in die weibliche Gründerszene. Text: Chan Sidki-Lundius Foto: Presse

Deutsche Start-ups trotzen der Corona-Krise perspektive Dr. Elias Börgmann-Dehina, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbands Deutsche Startups, über die aktuelle Situation von Gründern. Text: Chan Sidki-Lundius Foto: Presse, Canva Studio/pexels

Dr. Elias Börgmann-Dehina, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbands Deutsche Startups Natürlich sind auch die deutschen Startups – wie auch die gesamte Wirtschaft – von der Corona-Pandemie betroffen. „Doch die große Pleitewelle ist bislang glücklicherweise ausgeblieben. Die meisten Gründerinnen und Gründer haben die Krise bislang gut gemeistert. Gerade digitale Geschäftsmodelle haben sogar profitiert“, sagt Elias Dehina. Dass Startups sich eher wenig in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt sehen, führt er unter anderem darauf zurück, dass Gründe-

Die meisten Gründerinnen und Gründer haben die Krise bislang gut gemeistert. rinnen und Gründer es gewohnt seien, flexibel und schnell auf neue Situationen reagieren zu müssen. „Dazu kommt, dass Start-ups insbesondere in einem frühen Stadium ihrer Geschäftstätigkeit aufgrund einer externen Finanzierung nicht so sehr auf Umsätze angewiesen sind. Gleichzeitig beobachten wir, dass die Investoren nach wie vor bei der Stange sind. Das Kapital ist nicht knapper geworden.“ Unter dem Strich schauen Entrepreneure folglich optimistischer in die Zukunft als die deutsche Wirtschaft insgesamt. Das zeigt auch der 8. Deutsche Startup Monitor (DSM), den der Bundesverband Deutsche Startups und PwC in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen erstellt haben. Danach planen Gründer, in den kommenden zwölf Monaten im Schnitt sechs neue Mitarbeitende einzustellen – trotz des aktuell schwierigen Umfelds. Elias Dehina ist ebenfalls zuversichtlich, dass es mit der Start-up-Szene in Deutschland weiter bergauf geht. Der Jurist prognostiziert Start-ups, die sich mit Automatisierungsprozessen und dezentralem Arbeiten beschäftigen, ein gutes Jahr 2021. Auch Fintechs hätten auf lange Sicht gute Per-

spektiven, ebenso wie Unternehmen mit Schwerpunkt Green Economy, Gesundheit – oder auch mit Reisen, sobald die Grenzen wieder offen seien. der Mitarbeiterkapitalbeteiligung, die die Bundesregierung zeitnah auf den Weg bringen will, begrüßt Elias Dehina. Für die Reform lobbyiert der Bundesverband Deutsche Startups seit Jahren. Im Grundsatz handelt es sich dabei um eine Erfolgsbeteiligung als Ausgleich für vergleichsweise niedrige Grundgehälter. Start-ups können ihre Mitarbeiter damit unmittelbar am Erfolg ihres Unternehmens beteiligen. Im Silicon Valley gilt die Mitarbeiterkapitalbeteiligung (Employee Stock Ownership Plan = ESOP) zum Beispiel als bewährtes Mittel, um Top-Talente anzuwerben. „Unsere steuerlichen Rahmenbedingungen sind international derzeit kaum wettbewerbsfähig“, moniert Elias Dehina. Bauchschmerzen bereitet ihm auch die hiesige starre, überwiegend nicht-digitalisierte Verwaltung, die nicht nur Start-ups teilweise immense Probleme bereitet. Es könne nicht sein, dass Entrepreneure unverzüglich einen Juristen einstellen müssten, wenn sie an den Start gehen wollen. Elias Dehina bilanziert: „Wir haben genug Menschen mit guten Ideen und Innovationsgeist. Deren Potenzial sollten wir nutzen, anstatt sie durch eine überbordende und analoge Bürokratie vom Gründen abzuhalten.“ Die geplante Novellierung

„Wir wollen Gründerinnen und Unternehmerinnen stärken.“ Dies ist ein Satz, den Lina Behrens, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V., schon oft gehört hat. Doch die Zahlen stimmen nicht gerade optimistisch. Mit nur knapp 16 % ist der Anteil der Gründerinnen in Deutschland dramatisch gering. Erschreckend: Der Wert ist seit 2013 (13 %) kaum angestiegen. Grund dafür sind laut Lina Behrens drei Barrieren: Benachteiligung bei der Finanzierung – nur 2 % der Venture Capital Investitionen in Deutschland gehen an Gründerinnen, fehlende Zugänge zu Netzwerken und festgefahrene Rollenbilder.

Es braucht mehr Investorinnen und eine Sensibilisierung in der Branche für unbewusste Voreingenommenheit. „Durch die Manifestierung dieser Barrieren verschenken wir das Potenzial eines großen Teils unserer Bevölkerung, um Innovation aktiv voranzutreiben. Dies ist nicht nur ein gesellschaftliches, sondern ein ökonomisches Problem“, ist Lina Behrens überzeugt. Zudem würden zahlreiche Studien zeigen, dass von Frauen geführte Start-ups eine höhere Rendite erwirtschaften. Gründerinnen zu stärken sei daher kein Selbstzweck, sondern folge wirtschaftlicher Vernunft und Notwendigkeit: „Um dies zu erreichen, benötigen wir mehr Diversität in der Investorenlandschaft, eine breitere Sichtbarkeit für Gründerinnen in der Gesellschaft sowie ein Umdenken unserer Rollenbilder.“


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Foto: Adobe Stock, Rick Neves

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VYTAL und SoSafe Zwei erfolgreiche Start-ups aus Köln partner content

Der Lockdown bringt viele Menschen dazu, täglich selber zu kochen – oder aber sich ihr Essen mittags und abends als Take-Away zu holen oder liefern zu lassen. Nachteil dabei sind die exorbitant steigenden Verpackungsmüllberge. Hier setzt das Kölner Start-up VYTAL an: Kostenlose App herunterladen, registrieren und sein Essen in einer Schale aus hochwertigem, 100 Prozent BPA-freiem Polypropylen genießen. Der Clou daran: Nach Gebrauch wird sie einfach an einen der vielen teilnehmenden Partner zurückgegeben, wo sie gereinigt werden und wieder in den Kreislauf gelangen. Rund 200 Mal können die Behälter benutzt werden, nach bereits zehn Befüllungen sind sie ökologischer als Einwegverpackungen. „Das Feedback auf unsere Idee ist wahnsinnig positiv, da viele Gastronominnen, Gastronomen und Gäste nur darauf gewartet zu haben scheinen“, sagt Sven Witthöft, Founder und CEO von VYTAL. „Selbst Gastronominnen, Gastronomen und denen die Umwelt nicht so wichtig ist, machen begeistert mit, weil sie mit uns Geld sparen und neue Kundinnen und Kunden gewinnen können.“ Die Konsumenten selbst freuen sich, weil sie ihr Lieblingslokal unterstützen und dabei ihr geholtes oder geliefertes Essen endlich ohne schlechtes Gewissen genießen können. Auch einige Supermärkte von Rewe, Edeka und Basic Bio bieten die Behälter von VYTAL bereits an Salatbar, Frischetheke und heißer Theke an. Denn über 280.000 Tonnen Einweg-Verpackungsmüll jährlich in Deutschland sind zu viel.

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Sven Witthöft, Founder und CEO von VYTAL

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Dr. Niklas Hellemann, Diplompsychologe und CEO von SoSafe Laut aktuellen BKA-Zahlen ist Cyberkriminalität die größte Bedrohung für die weltweite Wirtschaft. Das Kölner Start-up SoSafe möchte Mitarbeitende zur aktiven Verteidigungslinie gegen Cybergefahren machen, denn neun von zehn Angriffen beginnen beim Menschen. Viele Fälle deuten darauf hin, dass Klicks auf Phishing-Mails und das Installieren von Verschlüsselungstrojanern dabei die größten Gefahren sind. Mitarbeitenden aber die Schuld zuzuweisen, ist aus Sicht von SoSafe der falsche Weg. Organisationen sollten Angestellte vielmehr für den richtigen Umgang mit Sicherheitsrisiken sensibilisieren. In drei- bis achtminütigen Lernmodulen werden Mitarbeitende mit SoSafe’s Awareness-Plattform auf mögliche Angriffe vorbereitet. Zusätzlich simuliert SoSafe Phishing-Angriffe, die über das Jahr verteilt kontinuierlich zur Auseinandersetzung mit dem Thema anregen und schafft dadurch nachhaltige „Awareness“. „Klicken Nutzerinnen oder Nutzer auf eine unserer simulierten Phishing-Mails oder geben sie Daten in einer gefälschten Login-Seite ein, gelangen sie zu einer Lernseite mit individuellen Hinweisen“, sagt Diplompsychologe und CEO Dr. Niklas Hellemann. „Das Ganze geschieht natürlich vollkommen anonym.“ Das schnelle Wachstum von SoSafe und seiner Kundenbasis – darunter etwa Aldi, Avira oder Vattenfall – zeigt, dass der Bedarf nach solch interaktiven Schulungslösungen zur IT-Sicherheit mehr als hoch ist.

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Dr. Manfred Janssen, Geschäftsführer der KölnBusiness Wirtschaftsförderung Was bietet Köln Start-ups, um erfolgreich zu werden? Köln ist offen – für Menschen, Kulturen und Innovationen. Unsere Metropole ist für Start-ups, für Gründerinnen und Gründer eine der ersten Anlaufstellen in Deutschland. Hier leben 1,1 Millionen Menschen, davon sind rund 100.000 Studierende. Kölns breit aufgestelltes B2B-Umfeld ist zudem ideal, um Produkte und Leistungen weiterzuentwickeln und Kundinnen und Kunden zu gewinnen. Wir bieten eine nahezu flächendeckende Breitbandversorgung, die höchste Ausbauquote bei Glasfaserleitungen in Deutschland. In einer Stunde erreicht man drei internationale Flughäfen. Hinzu kommt die exzellente Schienen- und Straßenanbindung. Wie man sieht, profitieren innovative Geschäftsmodelle von Kölns idealem Umfeld. Wie unterstützt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung konkret? In Köln generieren rund 500 Start-ups einen Umsatz von einer Milliarde Euro pro Jahr. Den Nährboden dafür bieten 30 Coworking Spaces, Gründer- und Starterzentren sowie ein Investorennetzwerk. KölnBusiness bringt Start-ups mit den für sie relevanten Akteuren zusammen. Wir betreuen Gründerinnen und Gründer persönlich, dadurch bieten wir gleichzeitig Rückhalt. Wir geben Feedback und Impulse für ihre Unternehmensentwicklung. Als städtisches Unternehmen bleiben wir dabei stets neutral, ohne eigenes wirtschaftliches Interesse. Zudem vernetzen wir gezielt Stakeholder und Entscheider, um gemeinsam das Ökosystem voranzubringen. Denn davon profitieren alle. Wie können sich Start-ups in Köln weiterentwickeln? Wir vernetzen, fördern und machen sichtbar. Eine unserer Stärken ist es, dass wir die etablierte Wirtschaft mit Start-ups zusammenbringen. Zu den führenden Metropolen zählt Köln in den Bereichen Medien- und Kreativwirtschaft, Games und E-Sports, Gesundheitswirtschaft und InsurTech. KölnBusiness fördert zudem mit passgenauen Programmen. Mit WeWork setzten wir 2020 den Cologne Start-up Boost auf, damit zehn Start-ups ihr Geschäftsmodell internationalisieren. Außerdem bieten wir Start-ups auf nationalen und internationalen Messen und Events eine Bühne. Wir sind für die Stadt Köln beispielsweise Co-Organisator beim Global Start-up Cities Summit. Hier präsentieren wir das Kölner Start-up-Ökosystem, das wir gezielt mit Akteuren aus anderen europäischen Städten vernetzen. Welche Chancen bieten sich durch Wissenschaft und Forschung? Die Hochschulen geben wichtige Impulse für unsere Innovationskraft. Dies gelingt durch die Ausbildung von Talenten und jungen Entrepreneuren, zum Beispiel mit dem Programm „fit for invest“, das von vier Kölner Hochschulen gefördert wird. Oder auch durch das ESC Gateway der Uni Köln, in dem Studierende das 1x1 des Unternehmertums lernen. Im neuen „5G Co:Creation Lab“ werden zudem Ideen und Geschäftsmodelle für das 5G-Netz entwickelt. Ob Fachkräfte, Wissenschaft oder Netzwerke – Köln bietet in vielerlei Hinsicht eine exzellente Infrastruktur.


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Vorfahrt für digitale Start-ups 3DQR startet mit Venture Capital in Sachsen-Anhalt durch

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Herr Prof. Dr. Armin Willingmann, hat die Corona-Pandemie die Start-up-Szene jetzt um Jahre zurückgeworfen? Das glaube ich nicht. Natürlich ist noch nicht im Detail absehbar, wie sich die Krise auswirken wird. Ich bin aber zuversichtlich, dass gerade Start-ups flexibel reagieren und mit digitalen Geschäftsmodellen vom verstärkten Fokus auf die virtuelle Welt profitieren. Wie lief es denn vor der Corona-Krise für die Gründerszene? Zuletzt wieder besser. 2019 hat die Zahl der Gründungen erstmals seit Jahren wieder zugelegt. Was mich besonders freut, ist der deutliche Aufwärtstrend bei innovativen und wachstumsorientierten Start-ups, vor allem im internetbasierten und digitalen Sektor. Wie ist es um Sachsen-Anhalts Gründerszene bestellt? Zunehmend besser! Das Gründungsgeschehen in Sachsen-Anhalt hat gerade in den vergangenen Jahren deutlich an Schwung gewonnen. Im Kf W-Gründungsmonitor 2020 stehen wir im Ländervergleich bereits auf Platz 12 – nach Platz 15 im vergangenen Jahr. Dieser deutliche Aufwärtstrend ist auch eine Bestätigung für unsere forcierte Gründungsförderung im Land. In Sachsen-Anhalt heißt es nicht umsonst: Vorfahrt für Gründerinnen und Gründer! Wie unterstützen Sie Gründungswillige und Start-ups? Bei uns in Sachsen-Anhalt stehen innovative Gründungen sowie Spin-Offs aus der Wissenschaft im Fokus. Dabei basiert unsere Gründungsförderung auf drei Säulen: Erstens die Qualifizierung von Gründungswilligen, zweitens der Auf bau von Gründerzentren und Gründungsinfrastruktur an unseren Hochschulen sowie drittens direkte Zuschüsse und Darlehen für Start-ups. Seit 2015 haben wir so gut 114 Millionen Euro über Zuschüsse und Darlehen investiert.

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Gut 70.000 Start-ups erblickten laut Kf W 2019 deutschlandweit das Licht der Welt. Wie sich die Corona-Krise auf diese und die Neugründungen der Vorjahre auswirken wird, ist noch nicht absehbar: Geplatzte Finanzierungsrunden und Umsatzeinbrüche dürften einerseits auch hier zu Firmenschließungen führen. Andererseits profitieren webbasierte und digitale Geschäftsmodelle von der mit dem Virus einhergehenden Verlagerung menschlicher Kontakte in die virtuelle Welt. Eines ist aber jetzt schon klar: Start-ups sind durch die Corona-Krise auf der wirtschaftspolitischen Agenda insgesamt noch höher gerutscht.

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Die Start-up-Szene lässt sich auch von einer Pandemie nicht unterkriegen. Und: Im Osten viel Neues.

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Prof. Dr. Armin Willingmann, Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt Mit welchen Standortvorteilen kann Sachsen-Anhalt punkten? Sachsen-Anhalt bietet alles, was innovative Start-ups brauchen, um dynamisch zu wachsen. Zu unseren Pluspunkten gehören eine deutschlandweit einmalige Förderkulisse, leistungsstarke Hochschulen mit Top-Gründungsinfrastruktur, gut ausgestattete Gründerzentren sowie günstige Gewerbeflächen in bester Lage. Hinzu kommen reiche Kultur, gute Kinderbetreuung, niedrige Mieten und Lebenshaltungskosten sowie viel Freiraum für eigene Ideen. Damit sich das noch mehr herumspricht, haben wir kürzlich ein neues Gründerportal gestartet. Was erwartet potenzielle GründerInnen dort? Das neue Webportal ist unsere digitale Anlaufstelle für heimische Gründungswillige sowie Start-ups, die nach Sachsen-Anhalt kommen wollen. Unter www.hier-we-go.de werden bestehende Gründungsangebote gebündelt und lassen sich nutzerorientiert und nach Regionen filtern. Finanzierungsund Fördermöglichkeiten, Ansprechpartner, Beratungsstellen, Checklisten und Tipps sowie relevante Gesetze und Regelungen vervollständigen unser Rundum-Sorglos-Paket für GründerInnen und alle, die es werden wollen.

Neues Gründerportal Neben umfassender Beratung und vielfältigen Qualifizierungsangeboten bietet die Gründungsförderung Sachsen-Anhalts eine breite Palette finanzieller Fördermittel für jeden Bedarf und jede Gründungssituation.

HIER-we-go.de Das Gründerportal aus Sachsen-Anhalt

Zündende Idee? Start-up. HIER. Innovation hat Tradition und Zukunft in Sachsen-Anhalt. HIER. kannst du dein Start-up erfolgreich zum Abheben bringen. Sinja Lagotzki und Juan Sebastián Sánchez López Gründerin und Gründer Start-up In-Line Med GmbH aus Magdeburg.

www.hier-we-go.de

Dass er einmal ein 30 Mitarbeiter starkes Unternehmen gründen und führen würde, hätte sich Daniel Anderson vor sechs Jahren nicht vorstellen können. Ohne die Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt wäre er womöglich auch nicht so weit gekommen, zumindest nicht so schnell. Dabei hatte der Mechatronik-Absolvent der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg schon während seines ersten Jobs in einer Mixed Reality Marketing Agentur eine versprechende Geschäftsidee. Deren Entwicklung startete er dann 2014 als Freelancer. „Auf der Basis privater Ersparnisse und eines Gründerstipendiums des Landes“, erinnert sich Anderson und fügt hinzu: „Auf dieses Programm war ich über den Investforum Start-upService gestoßen.“ Im Sommer 2016 gründete er dann mit Unterstützung zweier Business Angel seine Firma 3DQR GmbH in Magdeburg. Die Venture Kapitalgeber hatte er kurz zuvor auf dem Investforum PitchDay des sachsen-anhaltischen Wirtschaftsministeriums kennengelernt. 3DQR macht Augmented Reality (AR) Technologie flexibel und einfach einsetzbar. Durch die Nutzung von QR-Codes können digitale 3D-Objekte an beliebigen Punkten im Raum sichtbar und interaktiv nutzbar gemacht werden. Wofür es vorher teure Programme brauchte, genügt dank Andersons 3DQR-Lösung ein Smartphone. Zur Wachstums-Finanzierung waren Mitte 2017 weitere Mittel nötig. Ein Gründungsdarlehen des Wirtschaftsministeriums half, 3DQR auf die nächste Stufe der Unternehmensentwicklung zu heben. Eine weitere Finanzspritze der Venture Capital Gesellschaft des Landes brachte 3DQR im Folgejahr nochmals Kapital in 7-stelliger Höhe. „Damit konnten wir unsere Technologie weiterentwickeln und unseren Vertrieb professionalisieren“, rekapituliert Anderson. Nicht nur die Umsätze, auch die Mitarbeiterzahlen wuchsen. Ohne Probleme konnte der heute 34-Jährige Menschen aus der ganzen Welt für sein Magdeburger Start-up akquirieren. „Wir bieten jede Menge spannende Aufgaben und die Lebenshaltungskosten in der Stadt sind niedrig. Außerdem können wir hier erfolgreich Aufmerksamkeit generieren – in Berlin wäre uns das nie so gelungen“, summiert Anderson die Standvorteile Sachsen-Anhalts. www.3dqr.de


ANALYSE

Weinberg Campus Accelerator – Partner Content 23

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Innovationsbeschleuniger partner content

für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung ab: vom Geschäftsmodell über Finanzierung sowie Marketing und Sales bis hin zu Fragen der Zertifizierung. Die individuellen Ergänzungsmöglichkeit durch die Start-ups runden das Angebot ab.

Acceleratoren erweisen Gründungswilligen der LifeScience-Branche mit Coachings, Vernetzung und bereitgestellter Infrastruktur kostbare Unterstützung.

Einen Hoffnungsschimmer am Horizont stellen die vielen Start-ups dar, die mit innovativen Entwicklungen und Produkten den Herausforderungen unserer Zeit entgegentreten. Indem sie mit großem Know-how und noch größerer Leidenschaft daran arbeiten, die Zukunft sicherer, nachhaltiger und gesünder zu gestalten. Allerdings hat die Pandemie der Start-up-Szene einen gehörigen Dämpfer verpasst, dessen Ausmaße noch nicht abzusehen sind. Forschende und Gründungsinteressierte dieser Bereiche sind mehr denn je auf Initiativen angewiesen, welche die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die kommerzielle Entwicklung professionell unterstützen und das unternehmerische Risiko minimieren.

„In vier Monaten decken wir die wichtigsten Aspekte für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung ab.“

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Wie waren die Reaktionen der sechs Teams auf den gerade beendeten ersten Batch des Accelerators? Die Start-ups waren vor allem vom intensiven Coaching durch unsere Branchenexperten, den 1:1-Sessions und dem Vermittlungsangebot begeistert. Die meisten Formate haben wir digital durchgeführt, sodass wir auch je ein Start-up aus Indien und den USA betreuen konnten. Unser Accelerator-Team hat hier tolle Arbeit geleistet.

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Ohne die Biotech- und Life-Science-Branche würden viele Bereiche des Lebens nicht funktionieren. Spätestens seit der Corona-Krise ist dieses Bewusstsein auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Ebenso wie die Erkenntnis, dass unserem Planeten ohne die Umstellung auf regenerative Energien und nachhaltige Materialien bald die Puste ausgehen wird.

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Dr. Ulf-Marten Schmieder, Geschäftsführer TGZ Halle GmbH & Bio-Zentrum Halle GmbH

Herr Dr. Schmieder, der Weinberg Campus Accelerator ist der erste Accelerator in Sachsen-Anhalt. Was macht ihn besonders? Drei Aspekte machen den Accelerator so außergewöhnlich: Das ist zum einen der klare Branchenfokus auf Biomedical Life-Sciences sowie Greentech, Bioeconomy und New Materials, die auch die Branchenschwerpunkte des Technologieparks Weinberg Campus widerspiegeln. Hieraus ergibt sich der zweite große Pluspunkt: Die Nähe zu Experten aus renommierten Forschungseinrichtungen und internationalen Industrieunternehmen sowie die Möglichkeit der Nutzung von Infrastrukturen zur Technologieund Geschäftsmodellentwicklung. Nicht zuletzt ist unser Angebot unabhängig von Interessen Dritter, wodurch die Teilnahme nicht mit der Übertragung von Rechten oder Anteilen verbunden ist. An wen richtet sich das Accelerator-Programm? Das Angebot richtet sich an Start-ups in der Seed- und Pre-Seed-Phase aus den genannten Branchen und Technologiefeldern. Wie ist dessen Ablauf? In vier Monaten decken wir die wichtigsten Aspekte

Wer unterstützt bzw. fördert das Programm? Der Accelerator ist ein Programm für ganz Sachsen-Anhalt. Durch die Förderung der Europäischen Union (ESF) und des Landes Sachsen-Anhalt ist die Teilnahme komplett kostenlos. Was sind Ihre strategischen Ziele hinter dem Accelerator-Programm? Die Förderung von innovativen Start-ups liegt in unserer DNA. Wir wollen die Start-ups in die mitteldeutschen Branchencluster Life-Sciences und Bioeconomy einbinden und damit den Innovationsstandort Sachsen-Anhalt und insbesondere den Weinberg Campus nachhaltig und international positionieren und weiterentwickeln. Was können Sie Start-ups über das Programm hinaus am Standort in Halle (Saale) bieten? Wir sind sehr stolz auf unseren Technologiepark, einen lebendigen und internationalen „Zukunftsort“ mit 8.000 Studierenden, 6.000 Mitarbeitern in über 100 Unternehmen und Instituten. Für die Entwicklung von Start-ups gibt es hier sehr viel infrastrukturellen Support mit Laboren, Reinräumen, Makerspaces und ein innovatives Start-upÖkosystem. Außerdem ist Halle eine absolut lebenswerte, grüne Kultur- und Universitätsstadt. Und wenn es sein muss, ist man in einer Stunde mit dem ICE in Berlin (lacht).

We accelerate innovation in Saxony-Anhalt Join the excellent accelerator program at the largest technology park in Central Germany! Next Batch: Greentech, Bioeconomy & New Materials (01–04/2021) Following Batch: Biomedical Life Sciences (06–09/2021) Contact us: accelerator@weinberg-campus.de Application always possible

www.accelerator.weinberg-campus.de


24 Mittelstand

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Exit vom Exit mittelstand „Nach mehreren erfolgreichen Start-up-Ausstiegen kann man auch mittelständische Geschäftsmodelle schätzen lernen“, sagt Nick Martin Willer vom BVMW.

gewachsenen Strukturen und die Erfahrungen der Mittelständler. Voraussetzung für den Erfolg ist gegenseitiger Respekt für die jeweiligen Qualitäten und die Offenheit, sich auch auf die Andersartigkeit einzulassen.

Text: Armin Fuhrer Foto: Presse, kaleidico/unsplash

Profitieren Mittelständler von der Zusammenarbeit?

Selbstverständlich. Es gibt sogar Modelle, in denen Start-up-Teams als Innovationstreiber in mittelständischen Unternehmen eingesetzt werden und sogar unternehmensintern für ihr nächstes Budget pitchen, ähnlich wie bei neuen Finanzierungsrunden. Worin könnte der Lerneffekt liegen?

Nick Martin Willer, BVMW Herr Willer, sind der Mittelstand und die Start-ups eigentlich noch zwei getrennte Welten?

Von getrennten Welten würde ich nicht sprechen. Es ist eher eine Frage der Unternehmenskultur und des unternehmerischen Grundansatzes. Für erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mittelständlern und Start-ups gibt es ja inzwischen viele Beispiele. Die Mittelständler profitieren von der Innovationskraft der Start-ups, und die Start-ups nutzen die

Wir haben in Deutschland sehr viele erfolgreiche Mittelstandsunternehmen, bis hin zu den sogenannten Hidden Champions.

Mittelständler können von Start-ups lernen, dass auch sie heute zunehmend disruptiver denken müssen. Wer sich nur auf das bisher übliche Maß an moderater Veränderung einstellt, kann schnell abgehängt werden. Wer dagegen auch mögliche radikale Veränderungen im Blick hat, kann frühzeitig reagieren und mit den entsprechenden Anpassungen seine Position am Markt behaupten oder sogar ausbauen.

Anhand verschiedener Modelle können Start-ups von Mittelständlern lernen – und andersherum.

umsetzt. So kann Start-up-Erfahrung in den Mittelstand einfließen und nachhaltig Erfolg erzielen.

Und umgekehrt?

Ein mittelständisches Geschäftsmodell bietet natürlich auch Vorteile. Der stellvertretende Vorsitzende unserer Kommission, Florian Eismann, ist erfolgreicher Mehrfachgründer mit Exit-Erfahrung. Aus seiner Erfahrung limitiert die kurzfristige und gleichzeitig ressourcenintensive Fokussierung auf Finanzierungsrunden zumeist die Möglichkeit, grundlegende Innovation langfristig voranzubringen. Daher verfolgt Florian mit den „Digital Seals“ nun ein nachhaltig angelegtes Unternehmen, indem er gemeinsam mit Mittelständlern neue innovative Geschäftsmodelle entwickelt und in Software

Transformation aktiv angegangen sind, haben jetzt klare Vorteile. Aber auch die politischen Rahmenbedingungen bei uns spielen da eine große Rolle.

Worin sehen Sie den Grund für das Hinterherhinken des Mittelstandes bei der

Inwiefern?

Digitalisierung?

In anderen Ländern sind die Breitbandnetze viel weiter entwickelt und auch verbreitet. Daran gemessen sind wir eher ein Entwicklungsland. Auch im Bereich mobile Netze sind wir gerade einmal Durchschnitt. Es bedarf eines deutlich höheren Einsatzes, was die Förderung der Digitalisierungsmaßnahmen angeht. Wir haben uns als Verband sehr dafür eingesetzt. Die Einrichtung der Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren zusammen mit dem Bundeswirtschaftsministerium ist dabei sicher ein Meilenstein.

Wir haben in Deutschland sehr viele erfolgreiche Mittelstandsunternehmen, bis hin zu den sogenannten Hidden Champions. Deren Geschäftsmodelle liefen lange gut, und daher sahen viele keine Notwendigkeit, etwas grundlegend zu ändern. Manche dieser Unternehmen muss man heute aber als gefährdete Art ansehen. Inzwischen sind viele aufgewacht, wenn auch teilweise sehr spät. Die Unternehmen, die schon früher vorausschauend waren und die digitale

ADVERTORIAL

Digitales Arbeiten: Das Kundenerlebnis macht den Unterschied

Marcus Bär, Mitglied der Geschäftsführung CAS Mittelstand

Spätestens seit 2020 ist uns allen klar: Der Einstieg in digitale Arbeitswelten hat sich rasant beschleunigt. Gerade für Start-Ups, Gründer und zukunftsorientierte Mittelständler bietet das beträchtliches Optimierungspotenzial, wie der aktuelle Digital Office Index 2020 zeigt.

Papierstapel, Briefe und Aktenordner haben in Deutschland fast überall ausgedient. Laut der repräsentativen Bitkom-Studie verfolgen aktuell 74 Prozent aller deutschen Unternehmen eine konkrete Digitalisierungsstrategie.

Höhere Kundenzufriedenheit dank CRM Insbesondere in Krisenzeiten ermöglicht das Digital Office, den engen Kontakt zum Kunden aufrechtzuerhalten. Insgesamt geben 71 Prozent der Unternehmen an, dass die Kundenzufriedenheit seit der Einführung digitaler Lösungen zugenommen hat. Weitere 65 Prozent konnten Prozesse automatisieren und damit Mitarbeiter entlasten. Eines der größten Potenziale für die digitale Vernetzung bietet nach wie vor der Einsatz einer professionellen CRM-Lösung wie CAS genesisWorld oder SmartWe speziell für kleine und mittelständische Unternehmen. Beide ermöglichen, mit Kunden und Interessenten in Kontakt zu treten, Prozesse zu vereinfachen und die effiziente Zusammenarbeit im Team zu stärken.

informationen um die sensibelsten Daten eines Unternehmens. Diese müssen vor dem unerlaubten Zugriff Dritter in jedem Fall geschützt sein. Orientierung dabei bietet zum Beispiel das neue fair.digital-Siegel für Software-Lösungen. Adaptiv in die Zukunft Die beste digitale Infrastruktur entfaltet ihren vollen Nutzen, wenn Customer Centricity als ganzheitliches Unternehmensleitbild implementiert ist und die Mitarbeiter über ein positives Mindset verfügen. Auf dieser Basis werden Kunden zu Fans und Mitarbeiter zu begeisternden Mitgestaltern des eigenen Unternehmens – trotz oder gerade wegen des beständigen Wandels und der neuen Möglichkeiten der Digitalisierung. Und genau das macht beim Kundenerlebnis den Unterschied.

Vertrauen durch Digitale Souveränität Entscheidend für jede Investition in Hard- und Software ist das Thema Datenschutz: Für uns als CAS Software AG ist die Digitale Souveränität unserer Kunden von zentraler Bedeutung. Schließlich handelt es sich gerade bei gespeicherten KundenWeitere Informationen unter: www.cas.de


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Coyo – Partner Content 25 analysedeutschland.de

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Digitale Nähe im Home­of­fice partner content

Wie lassen sich in der Pandemie Kommunikation, Unternehmenskultur und Kreativität der Mitarbeiter aufrechterhalten? Am besten mit einem Social Intranet.

Jan Marius Marquardt, CEO und Gründer von Coyo Alles war neu, damals im März dieses Jahres. Buchstäblich über Nacht mussten sich viele Unternehmen neu erfinden, als die Bundesregierung den ersten Lockdown wegen der Corona-Pandemie beschloss. Büros machten dicht, Mitarbeitende wurden in das Homeoffice geschickt und plötzlich saß jeder für sich allein am heimischen Schreib- oder Esstisch und versuchte bestmöglich, seine Arbeit zu machen. Vieles von dem, was in einem Unternehmen wichtig ist, drohte verloren zu gehen: die tägliche Kommunikation der Mitarbeiter über die anliegenden Aufgaben, der Kontakt zu Vorgesetzten oder Untergebenen und der Austausch von Informationen und Dokumenten. Und ja, auch der Flurtalk, der in jedem Büro zum Alltag dazugehört und wichtig ist für den Zusammenhalt der Angestellten. Manche Büros stürzte das anfänglich ins Chaos, andere zumindest in stürmische Gewässer. Wiederum andere aber glitten eher sanft in die neue Welt des Homeoffice hinüber. Denn sie waren vorbereitet, weil sie über eine funktionierende interne Kommunikation verfügten, die auch den rasanten Wechsel meisterte. „Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig eine gute interne Kommunikation ist“, sagt Jan Marius Marquardt, CEO und Gründer von Coyo. Das Hamburger Unternehmen bietet eine Social Intranet-Lösung an, die von mehr als einer Million Usern in Unternehmen wie der Deutschen Bahn oder der Metro AG genutzt wird. Ein solches Social Intranet kann aber nicht nur die interne Unternehmenskommunikation in Krisenzeiten aufrechterhalten. Es kann noch viel mehr, und das auch in normalen Zeiten, wenn nicht gerade ein Virus sein Unwesen treibt und den normalen Berufsalltag durcheinanderwirbelt oder das

„Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig eine gute interne Kommunikation ist.“

www.coyoapp.com

Unternehmen aus welchem Grund auch immer in einer Krise steckt. Es kann den Informationsfluss fördern oder einen leichten Austausch von Dokumenten unter den Mitarbeitenden sichern. Es kann für eine engere Bindung zwischen Vorgesetzten und Untergebenen sorgen. Und es ist probates Mittel, um die Kultur eines Unternehmens zu fördern oder vielleicht sogar erst zu begründen. Apropos Unternehmenskultur. Sie sei ganz wichtig für den Erfolg, meint Jan Marius Marquardt. „Die Kultur eines Unternehmens prägt ganz entscheidend den zwischenmenschlichen Umgang untereinander. Funktioniert dieser gut, erhöht das die Motivation der Mitarbeitenden – und das ist gerade in Krisenzeiten von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Firma.“ Ein gutes Social Intranet schafft Nähe, gerade auch in Zeiten von Social Distancing. Es geht weit über das herkömmliche Intranet hinaus und ist vergleichbar mit den sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook: Kollegen und Kolleginnen können etwas posten, andere können die Posts liken oder kommentieren. Dabei kann es sich sowohl um dienstliche Vorschläge und Diskussionsbeiträge handeln als auch mal um private Themen. Denn gerade dieser private Austausch fördert den Zusammenhalt. „Sinnvoll ist es, wenn Kollegen die Möglichkeit haben, Gruppen zu erstellen oder untereinander zu chatten“, so Marquardt. Ebenso bietet eine Social Intranet-Lösung wie Coyo die Möglichkeit, Benutzerprofile anzulegen, Blog-Artikel einzustellen und einiges mehr. An diesem Austausch sollten sich auch die Vorgesetzten beteiligen. Wenn sie sich aktiv in die Kommunikationsstränge einklinken, fördert das ohne Zweifel die Kultur und den Zusammenhalt. Das Social Intranet sollte aber nicht nur nach dem Top-Down-Prinzip funktionieren, sondern vor allem umgekehrt nach dem Bottom-Up-Prinzip. Das bedeutet, die Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, sich

direkt und auf dem ganz kurzen Weg beispielsweise über die Chat-Funktion an die Vorgesetzten zu wenden. „Das Social Intranet bietet auch die Möglichkeit, Feedback auf Entscheidungen zu geben. Auf diese Weise kann ohne jeden Aufwand die Kreativität der Mitarbeitenden einbezogen werden“, sagt Jan Marius Marquardt von Coyo. Ein weiterer Vorteil für die Chefs: Verfolgen sie kontinuierlich, was im Social Intranet vor sich geht, steigert das ihre Sensibilität für Probleme – so können sie viel besser Unmut und Demotivation der Mitarbeitenden vorbeugen. Coyo bietet mit einer Mitarbeiter-App zusätzlich die Möglichkeit, alle Mitarbeiter zu jeder Zeit und an jedem Ort zu erreichen. Unternehmen, die sich für die Anschaffung eines Social Intranets entscheiden, rät Jan Marius Marquardt, nicht überstürzt zu handeln und Hals über Kopf eine Software einzukaufen. Die Entscheidung will gut überlegt sein, denn nur ein Social Intranet, das von den Mitarbeitern akzeptiert wird, macht Sinn. „Software, die nicht genutzt wird, nützt niemandem und trägt auch keinen Schritt zur Digitalisierung bei“, so der Coyo-CEO. Sollten die Mitarbeitenden anfangs mit dem neuen Social Intranet fremdeln, kann es sehr hilfreich sein, Key User vorzuschicken, die es aktiv nutzen und andere mit einbeziehen. Und nach der Pandemie? Er ist sich sicher, dass die Unternehmen weiterhin mit solchen Lösungen wie dem Social Intranet arbeiten werden, denn nach der Krise könne vor der Krise sein, so Marquardt. „Und ein gutes Social Intranet, das die Kommunikation, die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt fördert, kann auch ein probates Mittel beispielsweise gegen den Fachkräftemangel sein, der vielen Unternehmen schon vor der Pandemie Sorgen bereitete und es sicher auch danach weiterhin tun wird.“


26 Mittelstand

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Effizient vor Cyberattacken schützen it-sicherheit Umso digitaler die Wirtschaft wird, desto größer wird die Gefahr, dass Firmen Opfer von Angriffen auf ihr IT-System werden. Wirksamer Schutz ist notwendig. Text: Armin Fuhrer Foto: Markus Spiske/unsplash

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as Bewusstsein in Deutschlands mittelständischen Unternehmen für die Gefahren von Cyber-Angriffen auf das eigene IT-System und damit auf sensible Daten wächst zwar, aber noch immer hoffen viele Firmen, dass sie von solchen Angriffen verschont bleiben – mit der Folge, dass sie unzureichend in die IT-Sicherheit investieren. Der Grund liegt meistens in den damit verbundenen

Auch Kunden und Geschäftspartner werden durch die eigenen Sicherheitsmaßnahmen geschützt – und sie werden das zu schätzen wissen.

Kosten. Doch besonders für kleine und mittlere Unternehmen kann ein Angriff auf das IT-System schnell viel teurer werden als die Kosten für Schutzmaßnahmen dagegen. Die Folgen reichen vom einfachen Datenklau über die Ausspionierung des Unternehmens bis hin zur Erpressung im Falle eines Angriffs mit Schadsoftware (sogenannter Ransomware). Solche Schadensfälle sind aber

vermeidbar. Dazu benötigen Unternehmen allerdings eine umfassende IT-Sicherheitsstrategie, ein sogenanntes Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS). Mit ein paar punktuellen Maßnahmen ist es jedenfalls nicht getan. Ziel muss es sein, das eigene Risiko zu bewerten und geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Und diese müssen regelmäßig auf ihre Aktualität und Effizienz überprüft werden. Nötig ist eine Herangehensweise, die die gesamte Organisation des Unternehmens einbezieht und mögliche Veränderungen der Firmenstruktur stets berücksichtigt. Ändert sich also die Struktur des Unternehmens, so muss das oftmals auch eine Änderung des IT-Sicherheitskonzepts nach sich ziehen. Und ebenso wichtig ist, dass sowohl die Unternehmensleitung als auch die Mitarbeiter hinter diesem Si-

cherheitskonzept stehen, seine Bedeutung verstehen und anerkennen. Denn mehr Sicherheit kann auch mehr Komplikationen bedeuten. Und davon sind in erster Linie die Angestellten betroffen. Experten raten, dass am Anfang der Ausarbeitung eines Maßnahmenpakets ein Basis-Sicherheitscheck (ISMS-QuickCheck) stehen sollte. Anschließend sollte eine Struktur- und Bedarfsanalyse folgen. Aufgrund dieser Analyse sollte eine umfangreiche und detaillierte Bewertung der Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, erstellt werden. Aus dieser Bewertung wiederum ergibt sich schließlich die Festlegung eines Maßnahmenkatalogs. Er sollte so zusammengestellt werden, dass die Maßnahmen effizient sind, der Aufwand aber im Verhältnis zum möglichen Schaden nicht übertrieben groß wird. Informationen dazu gibt es unter anderem auf der Website des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik (www.bsi.de).

der vorhandene Mitarbeiterstamm diese Maßnahmen umsetzen kann. Schulungen der Mitarbeiter sind daher unerlässlich und sollten auch in regelmäßigen Abständen wiederholt Wichtig ist, dass

werden. Sollte das nicht möglich sein oder der Aufwand zu groß werden, ergibt es Sinn, über eine teilweise oder auch vollständige Auslagerung der Sicherheitsmaßnahmen an einen externen Dienstleister nachzudenken. Geld und ist zeitaufwendig. Andererseits haben Unternehmen mit einem ausgefeilten IT-Sicherheitssystem auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz, die darauf möglicherweise nicht verweisen kann. Denn auch Kunden und Geschäftspartner werden durch die eigenen Sicherheitsmaßnahmen geschützt – und sie werden das zu schätzen wissen. Das alles kostet

fakten Die aktuelle Gefährdungslage ist weiterhin geprägt von Cyber-Angriffen mit Schadsoftware, die in immer neuen Varianten eingesetzt wird. Die Zahl der Schadprogramme übersteigt inzwischen die Milliardengrenze. Allein zwischen Juni 2019 und Juni 2020 kamen 117,4 Millionen neue Varianten hinzu.


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Hiscox – Partner Content 27 analysedeutschland.de

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„Wir waren in einer Schockstarre“ partner content

Cyberattacken auf Unternehmen werden immer gefährlicher und teurer. Mit einigen Maßnahmen und einem guten Versicherer kann man Vorsorge treffen. Als der Anruf morgens um 6:10 Uhr kam, war Martin Schäfer sofort hellwach. Ein Mitarbeiter der IT-Abteilung informierte den Geschäftsführer der Schäfer Trennwandsysteme GmbH darüber, dass es auf das Unternehmen im Westerwald einen Cyber-Angriff gegeben habe. „Wir haben immer geglaubt, wir hätten eine hohe IT-Sicherheit und fühlten uns auf der sicheren Seite“, so Schäfer. Die Folgen des Angriffs waren dramatisch: Alle Daten waren von den unbekannten Angreifern verschlüsselt. An arbeiten war nicht mehr zu denken, der Betrieb war lahmgelegt durch diesen perfiden Angriff auf das IT- und Telefon-System. „Wir waren in einer Schockstarre“, erinnert sich Martin Schäfer, „es funktionierte nur noch der Lichtschalter, sonst nichts.“

verschiedenen Ländern (Deutschland, Belgien, Frankreich, Irland, Spanien, Niederlande, Großbritannien und USA). So nahm im vergangenen Jahr die Zahl der erfolgreich durchgeführten Angriffe hierzulande auf 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stark ab, wo noch 61 Prozent Opfer mindestens eines Cyber-Angriffs geworden waren. Die Zahl der gut vorbereiteten „Cyber-Experten“ unter den Unternehmen stieg in Deutschland auf 17 Prozent etwas an. Allerdings sind laut der Erhebung noch immer 66 Prozent „Cyber-Anfänger“, bei den kleinen und mittleren Unternehmen liegt die Zahl sogar bei 71 Prozent. Sie investieren zu wenig Zeit und Ressourcen in ihre IT-Sicherheitsstrategie, daher fehlt es ihnen an der technischen Infrastruktur sowie internen Prozessen internen Prozessen. Daher werden sie zu leichten Opfern für Hacker, die auf der anderen Seite mit immer professionelleren Methoden agieren. Diese setzen immer stärker darauf, sich zunächst eine Weile unbemerkt im Firmennetz umzusehen, um dann sehr zielgerichtet den größten Schaden anzurichten.

Was Schäfer erlebte, ist bei weitem kein Einzelfall. Täglich werden Unternehmen in Deutschland Opfer solcher Angriffe. Und es sind gerade die Mittelständler, die davon betroffen sind. Denn die ganz großen Unternehmen leisten sich ein gutes Abwehrsystem – die kleinen und mittelständischen Unternehmen aber verzichten darauf häufig. Denn sie glauben, dass die Hacker kein Interesse an ihnen hätten. Ein schlimmer Irrtum, wie sich immer wieder herausstellt.

Positiv immerhin: Im Vergleich zum Vorjahr ergriffen doppelt so viele Firmen nach einer Attacke Gegenmaßnahmen und die Ausgaben für IT-Sicherheit wurden weiter erhöht. Doch zugleich stieg die durchschnittliche Schadenssumme pro Angriff auf knapp 72.000 Euro stark an. Insgesamt lag der durch solche Cyber-Attacken angerichtete gemeldete Schaden in Deutschland bei 363 Millionen Euro. Der Versicherer Hiscox hat daher fünf Tipps zusammengestellt, mit denen IT-Angriffen vorgebeugt werden kann:

Immerhin gibt es ein paar erfreuliche Entwicklungen, wie der Hiscox Cyber Readiness Report 2020 zeigt (www.hiscox.de/crr2020), eine repräsentative Umfrage unter Führungskräften, Abteilungsleitern, IT-Managern und Fachexperten unterschiedlicher Branchen aus acht

1. Gute Grundlagen schaffen Identifizieren Sie die für Ihr Unternehmen kritischen Daten, Systeme und Geräte. Sichern Sie Daten offline. Erfassen Sie alle potenziellen Sicherheitslücken systematisch und untersuchen Sie diese auf potenzielle Einfallstore.

„Insgesamt lag der durch solche Cyber-Attacken angerichtete gemeldete Schaden in Deutschland bei 363 Millionen Euro.“

www.hiscox.de

2. Einem Regelwerk folgen Ein Regelwerk, wie es vom US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) definiert wurde, der um fünf Forderungen herum aufgebaut ist – Identifizieren, Schützen, Aufspüren, Reagieren und Wiederherstellen – bietet eine nützliche Checkliste. 3. Keine falsche Sparsamkeit Auch wenn es keine 100%-ige Sicherheit gibt – je mehr ein Unternehmen in die Cybersicherheit investiert, etwa in Maßnahmen zur Vorbeugung von Angriffen, technologi-

sche Ausstattung und Krisenmanagement, desto widerstandfähiger ist es gegen Hacker-Angriffe. 4. In das Wissen investieren Regelmäßige Schulungen zur Sensibilisierung der gesamten Belegschaft, beispielsweise zu Phishing-Mails, weiteren aktuellen Angriffsmethoden oder sicheren Passwörtern, sind unerlässlich. 5. Das Management einbeziehen Um sie konsequent umsetzen zu können, muss Cybersicherheit Chefsache sein. Leider berücksichtigt dies nur ein Viertel der Cyber-Anfänger unter den KMU. 6. Cyber-Resilienz aufbauen Eine eigenständige Cyber-Versicherungspolice trägt zum Auf bau dieser Resilienz bei, indem sie den Unternehmen nicht nur die Gewissheit einer finanziellen Deckung gibt, sondern auch die Fähigkeit, auf spezielles externes Fachwissen zurückzugreifen – bei Risikobewertungen, Krisenmanagement und Mitarbeiterschulungen. Für den Fall, dass es Hackern trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gelingt, in das IT-System einzudringen, bietet Hiscox eine umfangreiche und mehrfach ausgezeichnete Versicherungslösung an, die neben der finanziellen Absicherung auch eine umfassende Sofort-Hilfe in den Bereichen IT-Forensik, Rechtsberatung und Krisen-PR inkludiert – weitere Informationen siehe unter www.hiscox.de/cyber. Auch Martin Schäfer profitierte von diesem Maßnahmenpaket. Über den dramatischen Hacker-Angriff und seinen Weg aus der Cyber-Krise berichtet er in folgendem Film: www.hiscox.de/cyber-attacke-video

26 Prozent der für den „Hiscox Cyber Readiness Report 2020“ befragten Unternehmen sichert sich durch eine Cyber-Versicherung gegen IT-Angriffe ab, elf Prozent der Unternehmen ohne Versicherung planen, eine solche demnächst abzuschließen. Wichtig: Eine Cyber-Versicherung sollte nur wenige und sehr klar formulierte Abschlüsse umfassen.


28 Mittelstand

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Moderne Zeiterfassung

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Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Lösungen und mobiles Arbeiten sind angesagter denn je. Text: Chan Sidki-Lundius/Alicia Steinbrück Foto: Cowomen/unsplash

Datenschutz in der Personalabteilung personalmanagement HR-Prozesse gezielt und gekonnt zu managen, ist ohne eine passende Software heute nahezu unmöglich. Dabei ist insbesondere der Punkt des Datenschutzes elementar für die Wahl der passenden Software, schließlich werden zahlreiche sensible Daten verarbeitet. Das wissen Unternehmer, HR-Manager und Personaler – doch wie gelingt die Umsetzung mit all den Ansprüchen an den Datenschutz? Text: Chan Sidki-Lundius/Alicia Steinbrück Foto: Luis Villasmil/unsplash

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ie gesetzlichen Vorgaben sind eindeutig. Der Datenschutz ist in allen Phasen und Bereichen von HR-Prozessen und Bereichen zu berücksichtigen – sowohl bei den unternehmensbezogenen Daten, als auch denen des aktuellen Mitarbeiterstammes, sowie denen aus Bewerberprozessen. So sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, alle digitalen oder auf Papier hinterlegten Informationen streng vertraulich zu behandeln. Die sensiblen und personenbezogenen Daten müssen vor einem etwaigen Zugriff Dritter geschützt sein. Hier können Unternehmen Zugriffskontrollen oder digitale Verschlüsselungen der Daten einsetzen. Es geht vielmehr um Datensicherheit als „nur“ um Datenschutz.

Prozessschritten sollten Unternehmen besonders auf die Sicherheit der Daten

Die Sicherheit der Daten eines Unternehmens leistet einen wertvollen Beitrag in verschiedene Arbeitsbereiche der Firma. achten. Dabei handelt es sich um den Zugriff, die Weitergabe, die Eingabe sowie Kontrolle von Daten. Im Gegenzug sind Arbeitnehmer dazu verpflichtet, alle Daten mitzuteilen, die für das Beschäftigungsverhältnis relevant sind. Um sämtliche Daten zuverlässig zu schützen, setzt die DSGVO hohe Ansprüche an die IT-Sicherheit von Unternehmen. Online-Bewerbungen sowie personenbezogene Daten dürfen beispielsweise nur über verschlüsselte Verbindungen übertragen werden. Vor dem Zugriff durch unbefugte Dritte müssen Daten durch ein IT-Rechte- und Sicherheitsmanagement geschützt sein. Und ein automatisiertes Löschen von Daten darf nur nach der Auf bewahrungsfrist erfolgen. Sind diese und andere Prozesse in der Personalabteilung mit moderner Software digitalisiert, sollten die hohen Anforderungen an die Datensicherheit erfüllt sein. Ist dies nicht der Fall, besteht Handlungsbedarf. Denn je niedriger das Sicherheitslevel beim Umgang mit persönlichen Mitarbeiterdaten ist, umso höher ist das Risiko, dass diese in die Hände Unbefugter gelangen.

Insbesondere in vier

Die sensiblen und personenbezogenen Daten müssen vor einem etwaigen Zugriff Dritter geschützt sein.

Arbeitgeber stehen dadurch vor der Herausforderung, wie sie die neue Flexibilität der Mitarbeiter dokumentieren und abrechnen sollen. Die Installation einer modernen digitalen Software zur Zeiterfassung bietet viele Vorteile – für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die erfassten Daten bilden zum Beispiel eine Grundlage für Ressourcenplanungen: Dienstpläne, Schichtmodelle und Einsatzzeiten können auf Basis der gebuchten Zeiten auf Knopfdruck erstellt und angepasst werden. Vorteile bietet auch eine projektbezogene Zeiterfassung. Mit einer guten Software lassen sich ferner angebotene Leistungen mit dem geleisteten Aufwand abgleichen, eine wichtige Basis für Nachkalkulationen oder Ergänzungsangebote. Im Idealfall liefert die Software Echtzeitdaten, die an einem zentralen Ort gespeichert, synchronisiert und verarbeitet werden können. Wichtig ist, dass die Software einfach zu installieren ist und bestehende Unternehmensstrukturen und -prozesse berücksichtigt. Im Zweifelsfall sollte ein Support-Team des Anbieters zur Seite stehen. Dann sollte einer einfachen und präzisen Stundenerfassung nichts mehr im Wege stehen.

Daten eines Unternehmens leistet einen wertvollen Beitrag in verschiedene Arbeitsbereiche der Firma. Die Konsequenzen bei möglichen Pannen und Lücken sind hart. Im Fall der Fälle müssten Unternehmen mit rechtlichen Schritten sowie wirtschaftlichen Schäden, beispielsweise durch Sanktionen, oder sogar mit erheblichen Nachteilen durch langfristigere Imageschäden, rechnen. Die Sicherheit der

HR-Software entscheidend für erfolgreiche Personalarbeit software

Ein Großteil der Unternehmen hat seine HR-Prozesse digitalisiert. Text: Chan Sidki-Lundius/Alicia Steinbrück Foto: Austin Distel/unsplash

97 Prozent der Befragten des aktuellen HR-Software-Reports halten HR-Software für „wichtig“ oder „sehr wichtig“, um ihre Personalarbeit erfolgreich gestalten zu können. Die Standardisierung von Routineprozessen spart Kosten und setzt personelle Ressourcen frei, die an anderer Stelle eingesetzt werden können. Zudem werden Kommunikationswege verkürzt, Papier- und Aktenberge abgebaut und der interne Feedbackprozess kann vergleichsweise schnell erfolgen. Überraschend ist das diesjährige Ergebnis in Sachen Zufriedenheit. Nur 16 Prozent der befragten Personaler sind derzeit mit ihrer aktuellen HR-Software „sehr zufrieden“. Insofern verwundert es wenig, dass jeder fünfte Befragte in den nächsten zwölf Monaten einen Wechsel des Softwareanbieters in Betracht zieht. Während die einen Unternehmen eine praktische All-inOne Lösung nutzen, setzen andere auf Schnittstellen zu Spezialprogrammen oder auf eine Zusatzsoftware. Eine neue oder zusätzliche Lösung wollen Unternehmen vor allem im Bewerbermanagement einsetzen. In den Punkten Mitarbeitergespräche, Recruiting und Personalauswahl möchten 33 Prozent der befragten Personaler in Zukunft mehr auf digitale Lösungen setzen.


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Mit Data Analytics neue Unternehmenspotenziale heben partner content

Daten sind das neue Gold – doch viele Unternehmen können zwar auf unzählige Daten zurückgreifen, wissen aber oftmals nicht, was sie mit diesen anfangen sollen. Sinnvoll eingesetzt, kann Datenanalyse mit einem Motor verglichen werden: Je schneller und je mehr Daten aus der Unternehmenshistorie analysiert werden, desto stärker der Motor. Beschleunigt man diesen, geht es rascher voran, denn mittels herausragender Datenanalyse lassen sich Geschäftsmodelle optimieren und teilweise auch automatisieren. Gerade im Zusammenhang mit der digitalen Transformation kann das für Unternehmen von unschätzbarem Wert sein, um weiter zukunftsfähig zu bleiben.

Wie setzen Ihre Kunden Ihre Software ein? Unsere Kunden profitieren teilweise schon seit zehn Jahren von unserer Expertise. Neben Standardanalysen im Marketing- und Finanzreporting gibt auch sehr spezialisierte Daten-Anwendungen. Beispielsweise das Dynamic Pricing in einem E-Commerce-Shop, bei dem sich je nach Bedarf und Vorrat der Verkaufspreis desselben Produkts in Sekundenschnelle ändert. Ein anderes Beispiel ist die zentrale Auswertung des Stromverbrauchs sämtlicher Kühlschränke in den Filialen eines Lebensmittelhandelsunternehmens. Vernetzt man diese, lassen sie sich zentral steuern und kühlen dann herunter, wenn der Strompreis gerade am niedrigsten ist. Für Systemgastronomen kann auch eine Lichtsteuerung eine interessante Option sein: Sind wenige Gäste im Lokal, wird das Licht zum Beispiel heruntergedimmt, damit der Raum gemütlicher und anziehender für Passanten wirkt. Solche Anwendungen kommen übrigens in allen Industriebereichen vor.

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Allein das Sammeln von Daten reicht hier allerdings nicht aus. Entscheidend ist, dass die Analyse auf einer durchdachten Datenstrategie basiert, in der Organisationen ihre Ziele genau festlegen. Für Unternehmen sollte demnach neben der grundsätzlichen Firmenstrategie die Datenstrategie ein zentraler Punkt sein und Fragen beantworten wie: Was ist mein Businessmodell? Welche Schlüsse lassen sich aus Datenanalysen ziehen? Wo sehe ich Verbesserungspotenzial und wie kann ich es nutzbar machen? So können sich bei der Auswertung ganz neue Geschäftsmodelle erschließen.

Was sehen Sie hier als größte Herausforderung? Auch wenn die Expertise nicht im Hause ist, sollten Mittelständler darauf achten, sich die richtigen Leute als Berater von außen zu holen: Digitale Experten mit Visionen, die sich am Markt umhören, ein großes Netzwerk mitbringen und somit Türen öffnen können – zu anderen Partnern, zu anderen Experten. Viele Mittelständler haben noch nicht im Blick, was sie mit ihren Daten alles erreichen können. Gleichzeitig wird es immer einfacher, Softwaresysteme und Sensoren zu implementieren, um beispielsweise Geräte, Chips und IoT miteinander zu vernetzen. Denn Datenanalysen helfen nicht nur, Einsparpotenzial zu erkennen, sondern können auch der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit oder neuen Produktideen sein.

Mathias Golombek, CTO von Exasol Wie können KMUs mit der rasend schnellen Digitalisierung Schritt halten? Digitalisierung und Software funktionieren heute viel einfacher als noch vor 15 Jahren. Mittelständler, die heutzutage nicht über eine hauseigene Abteilung zur Datenanalyse verfügen, können mit deutlich weniger Aufwand ihre Digitalisierung vorantreiben oder aber auf externe Digital Experts zurückgreifen, um am Ball zu bleiben.

Kann man durch Data Analytics auch nachhaltiger werden? Auch das funktioniert sehr gut durch sogenannte Predictions. Im Handel beispielsweise können das Vorhersagen über den erwarteten Verkauf bestimmter Lebensmittel in den nächsten Tagen sein. Diese führen zu einer Optimierung der Logistik und weniger unverkaufter, verdorbener Ware, die im Müll landet. Datenanalysten nutzen hierzu neben historischen Daten aus den Filialen beispielsweise die Wettervorhersage und beziehen Faktoren wie die Schulferien in die Prognosen ein. Auch die Landwirtschaft ist ein gutes Anwendungsbeispiel. Hier werden Datenanalysen genutzt, um den Bedarf an Düngemitteln exakter zu bestimmen und dadurch den Verbrauch zu senken – alles gut für die Umwelt.

Unübertroffene Performance wo immer Sie möchten in der Cloud, lokal auf Ihren eigenen Servern oder in einer hybriden Umgebung.

Exasol bietet Unternehmen die weltweit schnellste Datenbank für Analytics und Data Warehousing. Das Unternehmen aus Nürnberg, das auf 20 Jahre Erfahrung zurückblickt, unterstützt weltweit mehr als 170 Unternehmen dabei, ihre Geschäfte intelligenter zu führen und somit ihre Gewinne zu steigern. Die individuell auf die jeweiligen Kunden zugeschnittene Datenbank lässt sich dabei völlig standortunabhängig nutzen: in der Cloud, auf eigenen Servern oder in einer hybriden Umgebung. Dank der einzigartigen Architektur der Analytics-Datenbank können Unternehmen nicht nur heute sämtliche Herausforderungen bewältigen, sondern sind auch für die Zukunft gewappnet, wenn sich die Datenstrategie einmal ändert. Durch Konsolidierung von Künstlicher Intelligenz (KI), Machine Learning (ML) und Business Intelligence (BI) sowohl für standardmäßige und auch hoch komplexe Analysen, können diese direkt in der Datenbank ausgeführt werden. Dabei kann jede beliebige Data-Science-Sprache verwendet werden. Mit Exasol beschleunigen Unternehmen ihre Datenanalysen um das 50- bis 100-fache. Wer sein Unternehmen datengetrieben mit der Unterstützung von Exasol organisiert, kann seine unternehmerischen Entscheidungen anhand klarer Fakten und Auswertung statt auf Basis eines unkonkreten Bauchgefühls treffen und dadurch sicherer, erfolgreicher und nachhaltiger handeln. Manager und auch Einkäufer können sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren, indem sie durch umfangreiche und kompakte Datenanalyse ihre Geschäftsmodelle verbessern und Wettbewerbsvorteile erzielen.

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Auch in Krisenzeiten gut versorgt fokus Im Interview mit Herrn Rechtsanwalt Martin Klein, geschäftsführender Vorstand des VOTUM Verbandes, über die Chancen und Risiko, welche die Corona-Krise für Finanzdienstleistungsunternehmen birgt. Text: Alicia Steinbrück Foto: Pressefoto/Markus Hoppe, Dylan Ferreira/unsplash

Unterstützung nicht leisten. Die Menschen suchen einen Ansprechpartner, mit dem sie sich zu vielen Facetten ihrer individuellen Situation austauschen können. Dies gelingt nicht im FAQ-Bereich eines Onlineportals. Am besten leistet dies jemand, zu dem der Betroffene bereits eine langjährige und auch vertrauensvolle Beziehung aufgebaut haben, oder jemand der ihm aus seinem Umfeld empfohlen wurde. Wichtig ist der persönliche Kontakt und dies auch mal außerhalb üblicher Bürozeiten. Persönliche Beratung in Zeiten des Social Distancing, wie gelingt das?

Martin Klein, geschäftsführender Vorstand des VOTUM Verbandes Wie erleben die Anlageberatungs- und Versicherungsvermittlungsunternehmen Ihres Verbandes die aktuelle Situation?

Der Beratungsbedarf auf der Kundenseite ist in dieser Zeit stark angestiegen. Die Corona-Pandemie hat aufgezeigt, dass gerade in Krisensituationen der Bedarf nach einem persönlichen Ansprechpartner in Kapitalanlage-, Vorsorge- und Absicherungsfragen hoch ist. Selbstständige und Gewerbetreibende mit Corona-bedingten Umsatzausfällen, Angestellte in Kurzarbeit und Anleger, die über Nacht hohe Verluste erleben, haben Orientierungsbedarf und wünschen schnelle Antworten und Lösungen. Rein digitale Vermittlungsportale können hierbei die gewünschte

Die Coronakrise hat gezeigt, dass die Integration innovativer Technologien in den Beratungsprozess unabdingbar ist, um den persönlichen Kundenkontakt aufrecht zu erhalten. Unsere erfolgreichen Mitgliedsunternehmen haben in den letzten Jahren bereits erkannt, dass Kunden den Aufwand für einen Besuch in einer Filiale häufig scheuen. Nicht jeder Kunde wünscht jedoch, dass sich sein Berater zu ihm an den häuslichen Küchentisch setzt. Der Einsatz moderner, bildübertragender Beratungstechnologie wurde daher vorangetrieben. Die durch das Coronavirus bedingten Kontaktbeschränkungen haben die Nachfrage nach Videoberatung befeuert und dieser Trend wird sich auch nach der Coronakrise nicht umkehren, da Videokonferenzen in Zeiten des Homeoffice inzwischen für breite Bevölkerungsschichten selbstverständlich

Die beratenden Unternehmen können sich in der Krise als Unterstützer ihrer Kunden bewähren.

geworden sind. Mitgliedsunternehmen konnten in den letzten Monaten eine Versechsfachung von Videoberatungssessions beobachten. Wichtig ist hierbei, dass diese nicht einfach nur ein Telefongespräch mit ergänzendem Blickkontakt bieten, sondern zusätzlichen Kundennutzen, so können mit der Nutzung moderner digitaler Tools Beratungsdokumente, Antrags- und Vertragsunterlagen, aber auch Risikoanalysen visualisiert und gemeinsam von dem Kunden und seinem Berater bearbeitet werden. Ergänzt wird dies dadurch, dass notwendige Erklärungen auch elektronisch auf dem Handy oder Tablet unterschrieben werden können, sodass es für den Kunden bei der Umsetzung von getroffenen Entscheidungen nicht zu unnötigen Erschwernissen kommt. Sind der Verbraucher und seine Daten hierbei ausreichend geschützt?

Der Verbraucherschutz und die Datensicherheit standen bei der Entwicklung der im Einsatz befindlichen Technologien im Vordergrund. Wir erleben eine hohe Akzeptanz bei den Kunden. Kein Unternehmen will diese mit einem leichtfertigen Umgang gefährden. Der Gesetzgeber hat hier für die Anlageberatungsunternehmen ab dem 01.08.2020 sogar noch weitere technische Herausforderungen vorgeschrieben. Ab diesem Stichtag müssen alle Telefongespräche und sämtliche elektronische Kommunikation aufgezeichnet und zehn Jahre gespeichert werden. Hier sind inzwischen Grenzen überschritten worden, die dazu führen, dass sich kleinere Unternehmen fragen, ob sie ihre Beratungsangebote reduzieren müssen. Selbst aufgeklärten und erfahrenen Anlegern, räumt der Gesetzgeber nicht die Möglichkeit ein, auf derartige Aufzeichnungen zu verzichten.

Der Umsatz der Betriebe und der Selbstständigen beträgt 5,55 Billionen Euro.

89 % der befragten Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sind der Meinung, dass Deutschland hinsichtlich der Digitalisierung noch steigerungsfähig ist.

11 % der befragten mittelständischen Unternehmen geben an, dass der Mangel an Fachkräften zu erheblichen Einbußen führt.

Hier bedarf es einer Korrektur. Der Einsatz sinnvoller Technologien zum Kundennutzen sollte nicht durch Überregulierung verhindert werden. Welche Fragen der Versicherten und Anleger stehen während der Coronakrise im Vordergrund?

Die Fragestellungen sind vielschichtig. Bei Einkommenseinbußen von Selbständigen und Kurzarbeitern geht es häufig um den Fortbestand der bestehenden privaten Altersvorsorge. Hier gilt es die Nachteile, die mit einer Kündigung von Verträgen einhergehend zu erklären und zu verhindern. Beitragsstundungen oder -freistellungen sind die deutlich bessere Alternative und werden inzwischen von nahezu allen Versicherern angeboten. Die Berater können hier Wege aufzeichnen, wenn temporär das Geld für die Prämien fehlt. In Notfällen kann zudem

40 % aller befragten mittelständischen Unternehmen zählen den Schutz der IT zu den größten Risiken für die Entwicklung ihres Unternehmens.

Im deutschen Mittelstand gibt es 39,67 Millionen Beschäftigte.


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39 %

der Befragten setzen sich mit dem Thema Industrie 4.0 auseinander.

Hilfestellung bei der Bereitstellung von Policendarlehen geleistet werden. Auch bei der Berufsunfähigkeitsabsicherung gibt es die Möglichkeit von Beitragsaussetzungen bei Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes und der Sicherheit, dass bei Wiederaufnahme der Zahlungen keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich wird. Auf der anderen Seite gibt es viele Verbraucher, die durch die Krise nicht unmittelbar finanziell betroffen sind, sich aber um die Absicherung von Risiken, sei es bei ihrer Arbeitskraft aber auch Krankheitsfolgen bei Kindern und anderen Angehörigen, sorgen. Bei Anlegern haben insbesondere die Kursbewegungen an den Wertpapiermärkten Beratungsbedarf ausgelöst. Es ist auch den besonnenen Ratschlägen unserer Mitgliedsunternehmen zu verdanken, dass es hier nicht durch Panikverkäufe

zur unnötigen Realisierung von Verlusten kam. Die Situation ist jedoch sicher noch nicht ausgestanden und bedarf der weiteren Beobachtung und engen Abstimmung mit den Kunden. Sehen Sie die Krise als Chance für eine Imageverbesserung?

Die beratenden Unternehmen können sich in der Krise als Unterstützer ihrer Kunden bewähren. Diese Hilfe in der Not wird dann auch in den kommenden, besseren Zeiten nicht vergessen und schafft eine Vertrauensbasis. Wir erleben derzeit einen hohen Grad der Verbraucherzufriedenheit. Unser Verband hat für alle Versicherungs-, Anlage- und Kreditvermittler bereits im Jahr 2018 eine von Bundesamt für Justiz zugelassene Verbraucherschlichtungsstelle eingerichtet. Diese hat im zurücklie-

Clouds gelten als relevanteste Technologie für tägliche Arbeit.

genden Kalenderjahr für alle Bereiche zusammen weniger als 15 Beschwerden erhalten. Auch beim Ombudsmann für das Versicherungswesen stellen die gegen Vermittler gerichteten Beschwerden weniger als 1 % des dort eingehenden Beschwerdeaufkommens dar. Es ist Zeit, dass die Politik dies ebenfalls anerkennt und die Branche nicht mit weiterer Bürokratie fesselt, die nicht zu einem Kundennutzen führt. Unsere Mitgliedsunternehmen haben keine Corona-Hilfspakte für sich in Anspruch genommen. Eine Regulierung mit Augenmaß, die erst einmal die bereits bestehenden Gesetze evaluiert, bevor neue bürokratische Hürden und Kosten ausgelöst werden, wäre bereits eine echte Hilfsmaßnahme. Hier gilt die Maßgabe von Montesquieu: „Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, ist es notwendig, kein Gesetz zu erlassen.“

Der Anteil deutscher Unternehmen, die durch Digitalisierung ihren Umsatz erhöhen konnten beträgt 44 %.

63 % der befragten SmartphoneNutzer gaben an, dass sie mit 5G weniger Netzausfälle erwarten.

Die Digitalisierung des Kontakts zu Kunden und Zulieferern nimmt 56 % der abgeschlossenen Digitalisierungsvorhaben in kleinen und mittelständischen Unternehmen ein.

In Deutschland gibt es 6,01 Millionen Betriebe und Selbstständige des Mittelstandes 2018.

Die durchschnittliche Eigenkapitalquote im Mittelstand beträgt 31,2 %.

Im Jahr 2018 betrug der Anteil von Fördermitteln am gesamten Investitionsvolumen des deutschen Mittelstands 15 %. Quellen: Statista, BDI , Icons: freepik, fotolia


„Ich bin doch nicht Drummer geworden, um mich mit Gewinn- und VerlustRechnungen rumzuschlagen.“ Daniel Pellegrini, Drummer, www.daniel-pellegrini.de

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Analyse#60 – Für ein innovatives Deutschland  

Distributed with Die WELT on 7th of December 2020.

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