Analyse#62 – Sichere IT und Medizin

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28 Digitales Gesundheitswesen

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Von der digitalen Patientenakte sind wir noch weit entfernt digitale patientenakte Die tägliche Arbeit im Krankenhaus könnte so einfach sein: Jeder Patient besitzt seine eigene digitale Patientenakte, in der sämtliche Gesundheitsdaten, Röntgenbilder, Ultraschallbilder oder Kernspinresonanzaufnahmen übersichtlich gespeichert und schnell einsehbar sind. Das gesamte in die Behandlung involvierte medizinische Fachpersonal hätte mittels Tablet Zugriff und müsste nicht mühevoll krakelige handschriftliche Notizen lesen oder wieder und wieder den Patienten befragen. Text: Katja Deutsch Foto: Tobias Vollmer, Anthony Shkraba/pexels

Deutschen Krankenhausgesellschaft und künftiger Hauptgeschäftsführer ab April 2021. „Das fängt bei der Internetanbindung und WLAN-Ausstattung der Kliniken an. Auch eine intelligente Datenbank und ein Krankenhausinformationssystem, in die alle Daten einfließen, dort strukturiert abgelegt und sektorübergreifend weitergeleitet werden können, fehlen.“ Denn es geht nicht darum, Kugelschreiber durch Tablets zu ersetzen, sondern um den effizienteren Umgang mit Patientendaten. Hier steht Deutschland im internationalen Vergleich nämlich eher unterdurchschnittlich da. „Die IT-Technologie ist in den letzten 20 Jahren nicht im erforderlichen Maße weiterentwickelt worden. Investitionen sind vor allem in Baumaßnahmen und medizinische Infrastruktur geflossen.“

Das Zielbild der digitalen

Patientenakte ist in der Tat klar definiert. Um den Behandlungsverlauf optimal zu planen, könnten die Patientendaten ebenso an Leistungserbringer, Leistungsabrechner, weitere Ärzte, Rehakliniken und in den Pflegebereich übermittelt werden. Ein weiterer Vorteil der

digitalen Datenerzeugung ist das papierlose Arbeiten. „Eine digitale Medikationsanordnung gelangt in die Apotheke, wo die Medikamente verblistert und dann automatisiert auf die entsprechenden Stationen geliefert werden. Das erhöht die Arzneimittelsicherheit, spart Ressourcen und entlastet Mitarbeiter von zeitaufwändiger Dokumentation. Außerdem verringert solch ein Prozess auch dezentrale Lagerbestände auf den Stationen.“ Um auf diese Art und

Weise mehr Patientensicherheit, Qualitätsverbesserung und Ressourceneffizienz zu erhalten, müssten die Kliniken die dazu erforderlichen Kompetenzen Schritt für Schritt erwerben, so Dr. Gaß. Wie überall hat die Pandemie die digitale Transformation in den Kliniken spürbar beschleunigt: Nicht nur hinsichtlich Verwaltung und Videokonferenzen, auch in Bezug auf die Vernetzung der Häuser untereinander. So können auch kleinere, abgelegene Kliniken auf Facharztexpertise „von außen“ zurückgreifen. Auch Robotik und KI finden bereits Einsatz im Krankenhaus: Intelligente Systeme können beispielsweise anhand von Patientendaten eigenständig Krisen wie Sepsis erkennen. Auch in der Radiologie kommen Systeme zum Einsatz, die die Aufnahmen mit Millionen anderen Datensätzen vergleichen und entsprechende Diagnosen und Therapien vorschlagen. Doch ein großes Problem

bleibt: „Medizininformatiker sind mindestens ebenso schwierig am Markt zu gewinnen wie Pflegekräfte“, so Dr. Gaß. „Wir benötigen Hochschulabsolventen, die digitale Prozesse im Krankenhaus implementieren können. Wer sich also heute in diesen Ausbildungsgang begibt, den erwarten hervorragende Berufsaussichten!“

Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft

W

äre, hätte, könnte. Von der schönen, neuen Krankenhauswelt sind wir in der Realität noch weit entfernt. „Unser grundsätzliches Problem beginnt schon bei der Basisausstattung der digitalen Infrastruktur“, sagt Dr. Gerald Gaß, Präsident der

Die digitale Patientenakte soll in Zukunft den Krankenhausalltag erleichtern.

Wir benötigen Hochschulabsolventen, die digitale Prozesse im Krankenhaus implementieren können. ADVERTORIAL

Minimalinvasiv und maximal innovativ Medizintechnik studieren an der MSH Medical School Hamburg Die Medizintechnik-Branche gilt als Wachstumsmarkt in Umsatz und Beschäftigung. Absolventen bietet sie zukunftssichere Jobs, die Menschen helfen und Leben verändern. Doch die Anforderungen an künftige Fachkräfte sind hoch. Big Data, 3D-Druck, Nanotechnologie – diese und unzählige weitere Trends eröffnen unablässig neue Möglichkeiten für medizintechnische Lösungen. In der Konsequenz fordert die sich ständig wandelnde Medizintechnik-Branche eine hohe Innovationsgeschwindigkeit von ihren Akteuren. Grundlage für einen gelungenen Berufseinstieg bildet ein breit aufgestelltes, interdisziplinär ausgerichtetes und anwendungsorientiertes Studium. Die MSH Medical School Hamburg – University of Applied Sciences and Medical University liefert mit ihrem Studienangebot eine zukunftsweisende Antwort auf diesen Bedarf. Die private, staatlich anerkannte

Hochschule mit Sitz in der aufstrebenden Hamburger HafenCity wurde 2009 von der Geschäftsführerin Ilona Renken-Olthoff gegründet. Heute sind an der MSH zahlreiche Bachelor- und Masterstudiengänge sowie der Staatsexamensstudiengang Humanmedizin erfolgreich akkreditiert. In der Ausbildung ihrer mehr als 3.000 Studierenden folgt die Hochschule einem interdisziplinären Anspruch. Deutlich wird dies auch im Bachelorstudiengang Medizintechnik sowie im darauf aufbauenden Masterstudium. Als Schnittstellen zwischen Ärzten, Patienten, Pflegepersonal sowie Behörden und Herstellern müssen Absolventen aufgeschlossen sein und die Fähigkeit zum vernetzten Denken mitbringen. „Die Anforderungen des Arbeitsmarktes finden ihren Niederschlag in unseren Studiengängen“, weiß Prof. Dr. Roland Trill, Studiengangkoordinator Medizintechnik an der MSH. „So liefert die Digitalisierung neue Impulse. Die Medizintechnik wird intelligenter und personalisierter, u.a. durch die Verarbeitung vieler, mittels Sensorik gesammelter Daten.“ Im Laufe ihres Studiums erlangen Studierende der Medizintechnik daher nicht nur Einblicke in medizinische, betriebswirtschaftliche und organisatorische Themen. Sie tauchen ebenso in Bereiche der Ingenieurmathematik, Mechanik und Informatik ein.

Die MSH Medical School Hamburg bietet mit ihrem Bachelor- und Masterstudium Medizintechnik eine zukunftsweisende Antwort auf den Fachkräftemangel in der Branche.

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