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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON EUROPEAN MEDIA PARTNER

NOVEMBER 2018 | NR.4

Analyse

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Landwirtschaft

Bio oder Digitalisierung – Was bringt Landwirten mehr? Die Digitalisierung wird als Querschnittsthema in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen vorangetrieben – auch in der Landwirtschaft. Nicht umsonst ist diese Thematik in Schleswig-Holstein demselben Ministerium zugeordnet, dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (kurz: MELUND). Rettet „Bio“ die Landwirte und Umwelt, oder eher die Digitalisierung? Die diesjährige Dürre, Preisdumping beim Fleisch und Handelskriege rund um den Globus – Landwirte kämpfen mit vielen Widrigkeiten. Um einigen dieser Probleme entgegenzuwirken, setzen immer mehr Landwirte auf Bio-Anbau und liefern Qualitätsprodukte, die in der Heimat zu fairen Preisen verkauft werden können. Doch: Bio-Anbau ist nicht das Allheilmittel, zumal nicht alles so gut riecht, wie es aussieht ... Bio-Produkte liefern ein wenig Romantik und versprechen Verbrauchern ein gesünderes Leben, doch ihr Anbau belastet die Umwelt auch. Zwar werden z. B. deutlich weniger Pestizide verwendet und strengere Richtlinien dafür angesetzt. Aber: Bio-Bauern verwenden z. B. auch Gülle als Biodünger, und der belastet Gewässer durch Nitrate und produziert extrem viele Gase – Treibhausgase.  Fortsetzung auf Seite 12

Lesen Sie mehr auf analysedeutschland.de Weitere interessante Interviews und Einblicke zu aktuellen Themen gibt es auf analysedeutschland.de zu lesen.

„„WIR ERZEUGEN LEBENSMITTEL UND HABEN DAMIT EINE SCHLÜSSELROLLE IN DER GESELLSCHAFT“

MÖGLICHKEITEN

JOACHIM RUKWIED,

Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV)

Bauer verzweifelt gesucht In Deutschland ist der Arbeitsmarkt wie leergefegt. Das gilt auch für die Landwirtschaft. Ausbildungsplätze können oft nicht besetzt werden, viele Landwirte haben zwar Erben, doch nur wenige wollen dann auch den Hof. Rund 280 junge Menschen bestehen in Schleswig-Holstein jedes Jahr erfolgreich die Prüfung zum Landwirt. In einem Agrarland wie dem nördlichsten Bundesland sind das viel zu wenige. Dabei ist in den letzten Jahren die Zahl der verfügbaren Plätze in den sogenannten grünen Berufen auf über 2000 spürbar angestiegen. Dazu werden auch die Garten- und Forstbetriebe gezählt. Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverband, zuständig für die Ausbildung im Verband im Interview. Seite 15

Lesen Sie mehr auf Seite 10 Sonderpublikation in Die Welt am 02. November 2018

RATGEBER

VERANSTALTUNGEN

MÖGLICHKEITEN

Vier interessante Messen Viel billiger, schneller, Seite 8 sauberer

Unsere Veranstaltungsseite bietet eine Übersicht der 4 wichtigsten Messen der Branche und zeigt die Messetermine sowie die Themen. In unserem Fokus stehen: EuroTier, expoSE und expoDirekt, die Internationale Grüne Woche und die Farm & Food 4.0. Seite 14

Landmaschinen: Einsparmöglichkeiten bei Betriebskosten Seite 9

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2 NEUE SENSOREN 5 AUTOM. EINSTELLUNGEN 0 STRESS NACHHALTIG FÜR DIE ZUKUNFT ACKERN: INNOVATIONSBRANCHE LANDTECHNIK Satellitengestützte Navigation mit Präzision im cm-Bereich, Bodenschutz, hohe Effizienz, teilflächenspezifische Düngung und Pflanzenschutz: Moderne Landtechnik ermöglicht hohe Erträge, beste Qualität und Umweltschutz, um die globalen Anforderungen von heute und der Zukunft zu erfüllen. Schon ein kurzer Blick in die Kabine der Landmaschinen von heute zeigt: Hightech gehört auf den Feldern inzwischen zum Alltag. Monitore mit Touchscreen, ISOBUS-Terminals und Joystick-ähnliche Bedienelemente prägen die Arbeitsplätze. Und das ist gut so, denn ohne die innovative und leistungsstarke Technik könnten die Bauern die hohen Standards bei der Ernährung nicht gewährleisten, an die sich die Gesellschaft gewöhnt hat. Auch die Umwelt profitiert: Hohe Produktivität mit gleichzeitigem Umweltschutz ist nur mit moderner Landtechnik möglich.

AUF 2,5 CM GENAU Die Satellitennavigation auf den Äckern ähnelt der im PKW-Bereich, ist aber um ein Vielfaches genauer. Die Signale von RTK+, wie es der Hersteller Case IH in Europa flächendeckend anbietet, sorgen auf den Äckern Spur für Spur und Jahr für Jahr für eine Genauigkeit bis auf 2,5 cm. Das heißt: Keine Fehlstellen bzw. keine Doppelbehandlung bei Aussaat, Düngung oder Pflanzenschutz – und damit ein verminderter Betriebsmitteleinsatz. Davon profitieren Landwirte und Umwelt gleichermaßen. Und noch eine Option eröffnet diese hohe Genauigkeit: Mit Controlled Traffic Farming (CTF) lassen sich dauerhafte Fahrspuren jahrein, jahraus für alle Arbeiten von der Saat bis zur Ernte nutzen, während die restliche Bodenoberfläche unbefahren bleibt. Dieses System nutzen bislang zwar nur einige Pioniere, aber es zeigt eine Richtung, in die sich moderne Landtechnik entwickelt. Bandlaufwerke und großvolumige Niederdruckreifen, bei denen der Reifeninnendruck im Feld abgesenkt werden kann, sorgen an großen Maschinen für deutlich

mehr Bodenschutz als die schmalen Reifen an der kleineren Technik von früher. Weitreichende Entwicklungen gibt es auch bei den Motoren, bei denen Kraftstoffbedarf und Emissionen deutlich gesenkt wurden. Dank der patentierten Abgas-Technologie HIe-SCR, der selektiven katalytischen Reduktion, erfüllen etwa die Motoren des Herstellers FPT Industrial die ab Januar 2019 für Neumaschinen geltende Abgasstufe V locker: mit 95 Prozent geringerem NOx-Ausstoß als bisherige Stufe IV Motoren sowie drastisch reduzierter Partikelmenge und Partikelzahl.

NUTZERFREUNDLICH UND SICHER Effiziente und saubere Motoren sind nur ein Merkmal von moderner Landtechnik. Die Maschinen bieten den Landwirten hohe Leistungen, maximalen Bedienkomfort und eine früher ungeahnte Betriebssicherheit. So können ISOBUS III-taugliche Ballenpressen beispielsweise Drehzahl und Fahrgeschwindigkeit des ziehenden Traktors steuern und so für optimal dichte und gleichmäßig gepresste Heu-, Stroh und Silageballen sorgen.


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Das Vorgewende-Management erlaubt, dass sich wiederholende Handgriffe etwa beim Wenden am Feldrand vollautomatisch und optimiert ablaufen; das schont den Fahrer und den Boden. Und gerade erst vorgestellte Neuerungen wie die Advanced Trailer Brake von Case IH sorgen für deutlich mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Hier wird bei einer Verzögerung des Traktors durch Gaswegnehmen oder Herunterschalten automatisch auch die Betriebsbremse des gezogenen Fahrzeugs aktiviert: Das Gespann bleibt so immer gestreckt und sicher kontrollierbar.

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HEUTE UND MORGEN All das – und weitere innovative Lösungen der Landtechnik – sind für die Verbraucher zwar nicht unmittelbar sichtbar, wirken aber bis auf deren täglichen Frühstücks-, Mittags- und Abendbrottisch: Dass in den Industrieländern heute Lebensmittel in einer früher ungeahnten Fülle, Qualität und Sicherheit zur Verfügung stehen, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der Landtechnik. Eine aktuell noch recht junge Entwicklung sind allerdings die ersten autonomen Traktorkonzepte wie das Autonomous Vehicle

Concept von Case IH, das GPS-gesteuert und vollautomatisch auf dem Feld seine Arbeit verrichten und so dem auch in der Landwirtschaft zunehmenden Fachkräftemangel begegnen könnte. Weitere Überlegungen in der Branche gehen sogar zu Schwärmen kleiner autonomer Maschinen, die vollautomatisch bis hin zur Einzelpflanzenbehandlung im Feld agieren – und so zukünftig noch mehr Bodenschutz und eine noch gezieltere Anwendung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ermöglichen könnten.


Eine unabhängige Kampagne von European Media Partner

EINLEITUNG – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

ANALYSE.

EXPERTEN DER KAMPAGNE

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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV)

Hubertus Paetow, Präsident der DLG e.V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, zuständig für die Ausbildung im Verband.

Jan Pilipp Albrecht, Minister des MELUND

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Die Agrarwirtschaft ist weltweit eine der wichtigsten Wachstums- und Zukunftsbranchen. Digitalisierung, Automatisierung sowie der Fokus auf Nachhaltigkeit spielen dabei eine große Rolle. Die wachsende Weltbevölkerung und begrenzte fossile Energiequellen unterstreichen die Relevanz des Agrarsektors. Mit dem Einsatz neuer Technologien wird der Hauptteil der landwirtschaftlichen Produktion gesichert.

Im Hinblick auf die rasche Entwicklung der modernen Landwirtschaft gelten „smarte“ Lösungen als unabdingbar. Die rasante Entwicklung der Sensortechnik und der Datenverarbeitung in Verbindung mit dem Internet ist Treiber einer weltweiten Entwicklung, Produkte mit intelligentem Zusatznutzen auszustatten – eben „Landwirtschaft 4.0“. Produktionsprozesse steuern sich selbst, Maschinen kommunizieren mit Maschinen (M2M), Fahrzeuge steuern autonom und Computerprogramme treffen Entscheidungen. Infolge der Globalisierung ist es alternativlos, sich von Mitbewerbern abzugrenzen. In Form von hochinteressanten und informativen Fachartikeln können Sie sich einen Einblick hinter die einzelnen Thematiken verschaffen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

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Bauer verband n

European Media Partner präsentiert die Kampagne Analyse. – Landwirtschaft. In dieser Ausgabe sprechen wir mit bekannten und einflussreichen Persönlichkeiten, Landwirten und Experten aus der Branche. Es werden interessante Fragen zu aktuellen Themen beantwortet.

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EXKLUSIVE WEBINHALTE

DIGITAL CONTENT BELIEBTE ARTIKEL AUF ANALYSEDEUTSCHLAND.DE Als Koch der Spitzenklasse braucht man Gefühl und Härte

Foto: Thomas Effinger

Eckart Witzigmann gilt als einer der besten Köche der Welt. Nicht TV-Sendungen, sondern großes Talent und kontinuierliche Arbeit brachten ihn ganz nach oben.

Digitaler Handel für die Bauern – Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des DRV

Der digitale Wandel erfasst zunehmend auch die Landwirtschaft. Die Bauern erwarten von ihren Genossenschaften Lösungen und Möglichkeiten. Die nächsten Jahre werden grundlegende Änderungen mit sich bringen.

Zukunft Landwirtschaft: Digitalisierung als Chance

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Moderne Drohnen-Technologie hilft bei der Optimierung landwirtschaftlicher Prozesse im Stall und auf dem Acker. Die Kampagnenseite enthält eine tiefere Analyse und längere Artikel und Interviews.

NESLIHAN EMPFIEHLT! Ich empfehle Ihnen die Titelstory auf den Seiten 10 und 11 mit Joachim Rukwied, dem Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), über morderne Lösungen für die Landwirtschaft. Neslihan Gruel, Senior Campaign Manager

INHALT 6 Einleitung – Hubertus Paetow, DLG 8 Viel billiger, schneller, sauberer 9 Landmaschinen: Einsparmöglich keiten bei Betriebskosten 10 Titelstory – Joachim Rukwied, DBV 12 Bio oder Digitalisierung – Was bringt Landwirten mehr? 14 Veranstaltungen 2018/2019 15 Bauer verzweifelt gesucht

ANALYSE. Campaign Manager: Neslihan Gruel neslihan.gruel@europeanmediapartner.com Geschäftsführer: Fredrik Thorsson Chief Content Officer: Mats Gylldorff Art Director: Aileen Reese Editor: Nicole Bitkin Journalisten: Jörg und Andrea Wernien, Nicole Bitkin, Katja Deutsch Susanne Braun-Speck Christian Litz, Neo Nording Titelbilder: Gero Breloer/ DBV DBV BBV info@fotostudio-bastian.de Distribution: Die Welt Gesamt, Nov. 2018 Druck: Axel Springer SE

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LANDWIRTSCHAFT VORWORT – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

Foto: Fotolia

Foto: DLG/Jörg Sänger

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Hubertus Paetow, Präsident der DLG e. V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft)

Natur nutzen – Ressourcen schützen

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und zweihundertmal am Tag. Einige häufiger, manche weniger. Die genaue Zahl kennt niemand, und sie ist letztendlich zweitrangig: Wer die üblichen Statistiken betrachtet, staunt, wie oft der durchschnittliche User, oder man selbst, pro Tag auf das Smartphone blickt. Was in der jugendlichen Peer Group als eine Art erworbener Reflex durchgehen mag, ist in der landwirtschaftlichen Praxis, insbesondere der Nutztierhaltung, von hohem Wert. Die digitale Revolution hat die Landwirtschaft längst erfasst und bereichert mit ihren Möglichkeiten der Anwendungen im Stall und auf dem Feld die landwirtschaftliche Praxis. Sensoren erfassen beispielsweise permanent das Fress- und

Liegeverhalten von Milchkühen und ermöglichen den Tierhaltern Rückschlüsse auf die Tiergesundheit insgesamt sowie auf akute Krankheiten. Nichts wird dem Zufall überlassen, da ein Blick auf das Smartphone genügt. Das ist kein Selbstzweck, sondern vielmehr Ausdruck einer gelebten Verantwortung. Analoge Tierbeobachtung rund um die Uhr, an 365 Tagen ist ein Anspruch, der sich kaum erfüllen lässt. Trotz aller modernen Technologie wird der Landwirt aber nicht überflüssig. Im Gegenteil: Anspruchsvolle, inner- und überbetrieblich vernetzte Systeme erfordern professionelles Knowhow über die Technik selbst und deren Nutzen. Die reine Datenerfassung und -verarbeitung reicht

nicht aus, es müssen Entscheidungen getroffen werden, auf die Handlungen folgen. Im digitalen Betrieb werden gleichzeitig organisatorische Schwachstellen identifiziert und weitere Potenziale der Automatisierung aufgedeckt. Die verbleibende Zeit kommt der Tierbeobachtung und anderen Managementaufgaben zugute – eine Win-Win-Situation für Mensch und Tier. Nicht nur im Stall, auch auf dem Feld setzt moderne Technologie, kombiniert mit hervorragender Ausbildung der Landwirte, Impulse für den Fortschritt. All das zielt auf einen bewussten, schonenden und effizienten Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Optische Sensoren an Drohnen, verknüpft mit der IT des Betriebes, beurtei-

len den Zustand landwirtschaftlicher Kulturen. Ein Foto mit dem Smartphone genügt, um via App zu klären, ob der Schädlingsbefall den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erfordert. Mit der Digitalisierung erleben traditionelle Verfahren wie die mechanische Unkrautbekämpfung eine bemerkenswerte Renaissance: Eine Kamera als digitales Auge steuert den Traktor samt angehängter Unkrauthacke präziser als der beste Fahrer. Das erhöht den Wirkungsgrad und setzt Maßstäbe für die vielfach diskutierte und geforderte nachhaltige Landwirtschaft. Die landwirtschaftliche Praxis ist ein permanenter Balanceakt: Erzeuger nutzen die natürli-

chen Ressourcen und schützen sie zugleich. Zu dieser einfachen Wahrheit gehört, dass das Gleichgewicht in den vergangenen Jahren teilweise aus dem Lot geraten ist. Die DLG hat daher mit zahlreichen Experten 10 Thesen zur „Landwirtschaft 2030“ entwickelt. Aus eigener Kraft setzten wir Landwirte uns das Ziel, die Balance wiederherzustellen. Dazu notwendig sind Tatkraft und Know-how sowie moderne Technologie – und das bedeutet weit mehr als der, wenngleich wichtige, Blick auf das Smartphone. Hubertus Paetow, Präsident der DLG e.V. (Deutsche LandwirtschaftsGesellschaft) ANZEIGE

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RATGEBER – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

Viel billiger, schneller, sauberer Foto: BBV

Ultraflache Bodenbearbeitung war in der Landwirtschaft eher ein Randthema. Doch nun wird sie wichtig, denn sie reduziert den Einsatz von Pflanzengift.

Bereits 1999 gab es neue Geräte, die es Landwirten ermöglichten, den Boden ihrer Äcker nach der Ernte nur noch fünf Zentimeter tief zu bearbeiten. Doch das neue Verfahren, minimale Bodenbearbeitung genannt, trat keinen Siegeszug an. Der dürfte jetzt folgen, denn inzwischen sind die Kosten der herkömmlichen Landwirtschaft gestiegen und die Weiterentwicklung der minimalen Bodenbearbeitung, die ultraflache Bodenbearbeitung, senkt die Kosten extrem. Dafür gibt es mehrere Gründe: Je

tiefer ein Ackergerät in den Boden eindringt, desto mehr Kraftstoff braucht der Traktor, um das Gerät zu ziehen. Je weniger Erdmasse bewegt werden muss, desto weniger Sprit wird von der Zugmaschine verbraucht. Je schwerer der Boden ist, desto höher war bisher der Kraftstoffverbrauch, also die Kosten. Hinzu kam, dass die Kraftstoffpreise in den vergangenen Jahren stiegen. Was der Traktor verbraucht, hat entscheidende Bedeutung für die Bilanz eines Landwirtes. Die ultranahe Bodenbearbeitung

hat inzwischen einen Entwicklungsstand erreicht, der dafür sorgt, dass nur noch die obersten 2,5 bis 3 Zentimeter des Bodens bewegt werden. Wichtig sind der

Neigungswinkel, die Form der Teile, die in den Boden dringen, ihre Aufhängung am Gerät und die Qualität ihres Stahls. Aufeinander abgestimmt sorgen die modernen Maschinen für Zeitersparnis, also für eine weitere Kostensenkung. Die Flächen können viel schneller bearbeitet werden. Vor allem: Die ultranahe Boden-

bearbeitung hinterlässt, wenn sie einige Jahre angewandt wird, ein viel sauberes Feld als die herkömmliche, viel tiefer gehende Methode. Was auf den ersten Blick unlogisch erscheint, liegt daran, dass näher an der

Oberfläche gesäte Früchte in den folgenden Jahren für weniger Ausfallgetreide sorgen. Besonders bei Raps ist das ein Problem. Der sogenannte Ausfallraps taucht auf Feldern mit Fruchtfolge irgendwann auf, wenn er eigentlich nicht mehr da sein sollte, weil die Saat tief im Boden eingebracht ist und oft erst mit viel Verspätung keimt. Der Raps stört dann auf dem Feld und muss mit viel Aufwand als Unkraut entfernt werden. Rapssamen können noch 20 Jahre nach ihrer Aussaat anfangen zu sprießen, egal was inzwischen auf dem Feld angebaut wurde. Bei der ultraflachen Bodenbearbei-

tung tauchen nicht nach Jahren störende Rapspflanzen auf, die neue Methode garantiert ein sauberes Feld. Hinzu kommt: Bei der ultraflachen

Bodenbearbeitung wird der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln reduziert. Die Chemie gegen Schädlinge wie den Maiszünsler oder Unkraut wie den Ackerfuchsschwanz ist für Landwirte ein hoher Kostenfaktor. Maiszünsler sind die Raupen eines bestimmten Schmetterlings. Sie vernichten Maisernten oder reduzieren sie stark, auch noch Jahre, nachdem er in den Pflanzen aufgetaucht

„Je weniger Erde bewegt wird, desto weniger Sprit verbraucht die Zugmaschine.“

ist. Bisher wurde er mit Chemie bekämpft, vor allem mit Glyphosat. Das Pflanzengift ist seit einigen Jahren sehr umstritten. Einige Studien kamen zu dem Ergebnis, dass es möglicherweise Krebs fördere. Es könnte ein Verbot der Europäischen Union für Glyphosat kommen, was dann der laut hörbare Startschuss für ultraflache Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft wäre. Bei nahe der Erdoberfläche gesätem Mais gibt es weniger Maiszünsler. Text: Christian Litz

FAKTEN Samen werden durch Licht angeregt, sodass die meisten Kulturen in sehr flacher Tiefe keimen. Werden Samen zu tief vergraben, führt das oft zu einer jahrelangen Keimruhe. Raps beispielsweise keimt selbst noch nach 20 Jahren im Boden, wirkt, wenn das passiert, plötzlich als Unkraut in der neuen Aussaat und senkt so deren Ertrag.

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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – MÖGLICHKEITEN

Landmaschinen: Einsparmöglichkeiten bei Betriebskosten Ohne moderne Landmaschinen keine effiziente und nachhaltige Landwirtschaft. Dabei zählen heute nicht mehr Größe und Motorkraft, sondern Maschinen, die Energie und Kosten sparen.

schinen verfügen nicht nur über satellitengestützte Navigationssysteme. Damit lassen sich die Arbeitsgeräte angepasster steuern und es werden beispielsweise unnötige Überlappungen bei Aussaat und Ernte vermieden.

Jede neue Generation landwirt-

schaftlicher Nutzfahrzeuge muss heute den Anspruch erfüllen, bei niedrigeren Gesamt-Betriebskosten mehr Sicherheit und Komfort zu bieten. Die Hersteller stehen damit vor großen Herausforderungen, denen sie oft nur mit Flexibilität und kurzen Innovationszyklen begegnen können. Dabei spielen auch Nachhaltigkeits- und Umweltschutzerwägungen eine immer größere Rolle. Es sind nicht allein die Investitionskosten für neue Schlepper, Mähdrescher und andere Felderntemaschinen, für Häcksler, Ballenpressen oder Teleskopstapler. Vielmehr richten die Landwirte ihr Hauptaugenmerk auch auf die Betriebskosten. So macht beispielsweise der Kraft-

stoffverbrauch einer landwirtschaftlichen Maschine ungefähr 30 Prozent ihrer gesamten Betriebskosten aus. Weitere 20 Prozent müssen für Wartung und Reparaturarbeiten ausgegeben werden. Das sind pro Jahr rund fünf Prozent der Anschaffungskosten. Die andere Hälfte der Kosten umfassen Abschreibungen für Wertverlust, Kosten für Reifen, Steuern, Versicherung und die Bedienerschulung.

Die Elektronik liefert Daten über die Nutzung und Abnutzung der Arbeitsgeräte, kündigt rechtzeitig den nächsten Wartungsstop an und alarmiert im Voraus, falls wichtige Funktionen oder Bauteile dabei sind, ihren Geist aufzugeben. All dies trägt dazu bei, dass die moderne Landwirtschaft nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch ressourcen- und damit umweltschonender wird.

Steyr-Traktor im Einsatz auf einem Feld.

Die Möglichkeiten der Kraftstoff-

einsparung bei ihren Motoren haben die Hersteller inzwischen weitgehend ausgereizt. Dies auch, weil die benötigten Kraftstoffmengen je nach Arbeit stark voneinander abweichen. Schließlich ist es ein Unterschied, ob ein Schlepper bei der Heuernte zum Wenden der Schwaden eingesetzt wird oder den Boden mit einem Pflug bearbeitet. Allerdings finden sie bei der Wartung der Maschinen immer neue Einsparmöglichkeiten, etwa indem sie die Intervalle für den Wechsel von Motoröl ausdehnen.

Bei Hydraulikölen lassen sich auf diese Weise sogar rund 50 Prozent der Kosten sparen. Dadurch sinken bei Spitzenmodellen die Wartungskosten um satte 15 Prozent. Denn es ist nicht nur der Ölverbrauch, der in eine solche Berechnung einfließt, sondern auch der Zeitaufwand für die Wartungsarbeiten. Je länger der Zeitraum zwischen zwei Wartungen, umso kostengünstiger und ressourcenschonender. Dieser Entwicklung trägt auch

der Einzug von Elektronik und digitaler Technik Rechnung. Moderne Landwirtschaftsma-

Informationen und Tests zu Landmaschinen bieten Organisationen wie das Testzentrum Technik und Betriebsmittel der Deutschen LandwirtschaftsGesellschaft (DLG) und das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) auf ihren Webseiten an. Letzteres stellt auch Online-Rechner zur Abschätzung von Betriebskosten bereit. Text: Neo Nording

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STRESSFREI DOKUMENTIEREN: LÜCKENLOS, SICHER UND DIGITAL

Die Erfüllung von Dokumentationspflichten und Auflagen der Cross Compliance (CC) stellt zusätzlich zum steigenden wirtschaftlichen Druck hohe Anforderungen an Landwirte. In der Praxis müssen Landwirte fachlich und zeitlich immer mehr Kapazitäten aufwenden, um lückenlos zu dokumentieren. Zudem müssen laufend neue Vorschriften berücksichtigt werden. Die gängige Dokumentation mit Zettel und Stift oder nach Erinnerung stößt an ihre Grenzen, eine unvollständige Dokumentation kann bei Kontrollen zu Problemen führen. Landwirte nutzen deshalb zunehmend digitale Ackerschlagkarteien und mobile Apps, um die Dokumentation zu meistern. Moderne webbasierte Ackerschlagkarteien wie die kostenlose Basisversion von 365FarmNet können eine einfache und lückenlose Dokumentation bieten und sich ändernden Anforderungen anpassen: Durch regelmäßige Online-Updates können Datenbanken von Betriebsmitteln (z.B. Pflanzenschutz- und Düngemittel etc.) sowie Grenzwertangaben aktualisiert werden. Landwirte könnten zum Beispiel für jedes Pflanzenschutzmittel detaillierte Anwendungsauflagen oder –beschränkungen sehen. Mit der kostenlosen 365Crop App können Nutzer Tätigkeiten auch mobil und sogar offline auf dem Acker dokumentieren. Bei verfügbarer Internetverbindung wird die App mit der Ackerschlagkartei synchronisiert. Es gehen keine Daten verloren. ANZEIGE

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LANDWIRTSCHAFT TITELSTORY – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

Foto: Gero Breloer für Deutscher Bauernverband

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DIE NEUE NACHHALTIGKEIT DER LANDWIRTSCHAFT ANZEIGE

Gut vernetzt heißt: Mehr Landwirt – weniger Listenschreiber. Auch wenn ihnen die Arbeit auf dem Feld am liebsten ist, mussten Landwirte bisher sehr viel Zeit mit der Buchführung am Schreibtisch verbringen. CLAAS ermöglicht mit der intelligenten Vernetzung von Maschinen, dass ein Großteil der Datenerhebung und -lieferung automatisiert wird. Die Technik ortet Maschinen, plant Betriebsmitteleinkäufe, erfasst Ertragsdaten, erledigt Dokumentation, zeigt Optimierungspotenziale auf und vieles mehr. Damit sorgt die Digitalisierung dafür, dass die Arbeit deutlich schneller und oftmals auch effizienter erledigt werden kann. Sicher besser ernten. claas.com


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FRAGEN AN GUNNAR ZINKHAHN

„‚Digital Farming‘ und ‚Precision Farming‘ sind die Schlagworte, die die moderne Landwirtschaft derzeit beschreiben.” Selten hat ein heißer und trockener Sommer so große Auswirkungen auf die Landwirtschaft gehabt: Ernteausfälle, Noternten und verdorrte Felder. Muss sich die Landwirtschaft neu erfinden? Bauer Johann Ramcke aus Pinneberg-Walde-

nau betreibt einen Pferdehof. Normalerweise kann er dreimal im Jahr die Wiesen mähen und so das Heu für die Pferde im Stall selbst herstellen. In diesem Sommer konnte er einmal mähen, dann kam die Hitze. Monate ohne Regen haben die Weiden braun werden lassen, für den Winter wird er das Heu und die Silage teuer einkaufen müssen. Kein Einzelfall, wie Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, sagt. „Die letztendlich niedrige Erntemenge hat unsere anfänglichen Befürchtungen mehr als bestätigt. Wir hatten in weiten Teilen Deutschlands eine miserable Getreideernte. Dazu kommen starke Ausfälle bei den Herbstkulturen wie Zuckerrüben, Mais und Kartoffeln. In einigen Regionen haben wir Ertragsverluste zwischen 50 und 70 Prozent bis hin zu Totalausfällen. Besonders betroffen sind die ostdeutschen Bundesländer und der Norden. Hinzu kommt, dass aufgrund der langen Trockenheit das Grundfutter für die Tiere knapp wird. In vielen Regionen konnte nur der erste Grasschnitt eingebracht werden, der zweite und dritte fiel häufig komplett aus. Marktexperten beziffern die Ausfälle beim Grünland regional auf bis zu 75 Prozent. Infolge dessen verfüttern die Milchviehhalter bereits ihre Wintervorräte und müssen Futter zu hohen Preisen zukaufen.“ Durch das extreme Klima fordern inzwischen

viele Politiker einen grundlegenden Wandel in der Landwirtschaft. Weg von der extensiven Nutzung der Böden, weg von Monokulturen und Überdüngung. Nachhaltig

ist das Gebot der Stunde – das haben auch die Landwirte erkannt. „Landwirtschaft ist unmittelbar vom Klimawandel betroffen und hat aufgrund ihrer Rolle bei der Ernährungssicherung einen besonderen Stellenwert. Wir sind Hauptbetroffene und Emittent, zugleich aber auch Teil der Lösung. Zunächst muss aber gelten: Dort, wo Betriebe durch Wetterextreme in Existenznot geraten, muss schnell geholfen werden Die deutsche Landwirtschaft befindet sich seit Jahren in einem Veränderungsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit. Wir setzen auf eine schonende Bodenbearbeitung und wassersparende Anbauverfahren wie z. B. Mulchsaat, auf vielfältige Fruchtfolgen und Zwischenfrüchte, und wir werden bei der Düngung noch präziser werden. Diese Veränderungsziele hat der Deutsche Bauernverband in diesem Jahr zudem in Form einer ‚Ackerbaustrategie‘ zusammengefasst. Zum anderen brauchen wir aber auch neue Züchtungsmethoden, um trockenheits- und hitzetolerante Pflanzensorten zügiger zu erhalten“, erklärt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Die Bauern und Landwirte sind in einer gefähr-

lichen Zwickmühle. Einerseits sollen sie ihre Betriebe in die Digitalisierung führen, sie fit und modern für die Zukunft machen. Auf der anderen Seite haben sie, nicht nur in diesem Jahr, mit immer mehr Wetterextremen zu kämpfen: Starkregen und Hagel, plötzliche Kälteeinbrüche und lange Hitzeperioden. „Kaum eine Branche ist so abhängig vom Wetter wie die Landwirtschaft. Daher müssen wir uns zukünftig noch besser auf extreme Wetterereignisse einstellen, die zweifellos zugenommen haben. Außerdem werden wir die Landwirtschaft noch nachhaltiger gestalten. Der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln wird weiter optimiert, da diese noch präziser ausgebracht werden können. Die

Digitalisierung spielt dabei eine große Rolle. Und wir werden beim Tierwohl deutliche Fortschritte machen, beispielsweise durch eine Haltungs- und Herkunftskennzeichnung für Schweinefleisch, die der Deutsche Bauernverband fordert. Wir waren es auch, die gemeinsam mit dem Lebensmitteleinzelhandel die „Initiative Tierwohl“ gestartet haben“, sagt Rukwied. Die Möglichkeiten der Landwirte, neue Tech-

niken gegen die Unbeständigkeit des Wetters einzusetzen, sind gering. Die Digitalisierung erleichtert die Arbeit, macht sie effizienter und produktiver. Die neuen Techniken sind auf immer mehr Höfen bereits im Einsatz. „Viele Höfe sind bereits mit digitalem HighTech ausgestattet. So arbeiten sie effizienter und nachhaltiger – und damit ressourcenund klimaschonender. ‚Digital Farming‘ und ‚Precision Farming‘ sind die Schlagworte, die die moderne Landwirtschaft derzeit beschreiben“, erklärt Joachim Rukwied den Ist-Zustand der deutschen Bauern. Aber auch der beste Computer, die schnellste Vorhersage und die intelligentesten Maschinen können nicht solche Wetterextreme wie in den letzten Monaten ausgleichen oder verhindern. Der Landwirt ist und war schon immer abhängig von der Natur. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Text: Jörg Wernien

FAKTEN Am 11. September war der bundesweite Aktionstag „Ernte 2018“. Die Bauern wollten mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen. Die Landwirte ziehen in die Stadt um mit aktuellen Themen über die Landwirtschaft zu diskutieren.

Gunnar Zinkhahn, Geschäftsführer der FarmFacts GmbH

Welchen Herausforderungen müssen sich Landwirte stellen? Diese sind zahlreich und vielfältig, z. B. Kostendruck und Ressourcenknappheit, eine oft fehlende gesellschaftliche Akzeptanz und immer strengere gesetzliche Auflagen. Es gibt dennoch Chancen aus diesen Nöten eine Tugend zu machen.

Wie unterstützt FarmFacts dabei? Als langjähriger Experte für Agrarsoftware verstehen wir uns als Anbieter für ganzheitliche Lösungen. Wir entwickeln für unser NEXT Farming-Portfolio intuitive Werkzeuge und nachhaltige Services für jeden Betrieb, die effizienteres Wirtschaften ermöglichen und gleichzeitig gesetzliche Auflagen erfüllen.

Woran wird aktuell gearbeitet? Immer den Kundennutzen im Fokus arbeiten wir stets an noch besseren digitalen Zukunftslösungen. Zum Beispiel entwickeln wir mit VISTA, die Expertin für Verarbeitung von Satellitenbildern, den NEXT N-Manager, eine innovative Lösung, die die großen Herausforderungen der Stickstoffdüngung satellitengestützt optimieren wird. Das NEXT Machine Management, das in Kooperation mit sechs großen Landtechnikfirmen entsteht, löst das Problem herstellerübergreifender Maschinendatenverarbeitung. ANZEIGE

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Bio oder Digitalisierung – Was bringt Landwirten mehr? Die Digitalisierung wird als Querschnittsthema in allen Lebensund Wirtschaftsbereichen vorangetrieben – auch in der Landwirtschaft. Nicht umsonst ist diese Thematik in Schleswig-Holstein demselben Ministerium zugeordnet, dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (kurz: MELUND). Rettet „Bio“ die Landwirte und Umwelt, oder eher die Digitalisierung?

tale Maßnahmen können außerdem den Umgang mit Boden, Wasser und Luft umweltverträglicher gestalten und nutzen dem Wohl der Tiere – durch das Berechnen der optimalen Ernährungs- und Lebensweise und spätestens bei der Ernte, wenn Drohnen vorfliegen und junge Rehkitze warnen. Eine rege Gründerszene entwickelt technische Lösungen für intelligente Vernetzung, Verwaltung von Geo- und Klimadaten, Food-Plattformen sowie spezielle E-Commerce-Lösungen und vieles mehr. Die Landwirte brauchen dazu selbst digitales Know-how, eine leistungsfähige Infrastruktur (Breitband überall) und natürlich technische Ausstattung mit moderner Agrarsoftware in ihren landwirtschaftlichen Betrieben. Wer den digitalen Anschluss verpasst, wird irgendwann ganz zurückbleiben ...

ping beim Fleisch und Handelskriege rund um den Globus – Landwirte kämpfen mit vielen Widrigkeiten. Um einigen dieser Probleme entgegenzuwirken, setzen immer mehr Landwirte auf Bio-Anbau und liefern Qualitätsprodukte, die in der Heimat zu fairen Preisen verkauft werden können. Doch: Bio-Anbau ist nicht das Allheilmittel, zumal nicht alles so gut riecht, wie es aussieht ... Bio-Produkte liefern ein wenig Romantik und versprechen Verbrauchern ein gesünderes Leben, doch ihr Anbau belastet die Umwelt auch. Zwar werden z. B. deutlich weniger Pestizide verwendet und strengere Richtlinien dafür angesetzt. Aber: Bio-Bauern verwenden z. B. auch Gülle als Biodünger, und der belastet Gewässer durch Nitrate und produziert extrem viele Gase – Treibhausgase.

Foto: Frank Peter

Die diesjährige Dürre, Preisdum-

Text: Susanne Braun-Speck

Minister des MELUND ist seit Kurzem Jan Pilipp Albrecht (Bündnis 90/Die Grünen)

Minister des MELUND ist seit

Kurzem Jan Pilipp Albrecht (Bündnis 90/Die Grünen), er sagt: „Digitale Innovation kann dafür sorgen, dass unsere Landwirtschaft ressourcenschonender, umweltverträglicher und effizienter wird. Bereits heute erleichtert der Einsatz neuer

enorme Chancen und stellt sie dabei gleichzeitig vor große Herausforderungen. Wir erarbeiten daher gemeinsam mit den beteiligten Akteuren zukunftsfähige Ideen und Fördermöglichkeiten, auch für Umstellung und Beratung. Auf einem Modell-Hof wollen wir im Rahmen

„Digitale Innovation kann dafür sorgen, dass unsere Landwirtschaft ressourcenschonender, umweltverträglicher und effizienter wird. Bereits heute erleichtert der Einsatz neuer Technologien die Arbeit auf landwirtschaftlichen Betrieben beträchtlich.“ Dagegen klingt die Digitalisierung

sauber und umweltschonend! Aber was ist unter der Landwirtschaft 4.0 zu verstehen?

Technologien die Arbeit auf landwirtschaftlichen Betrieben beträchtlich. Die Digitalisierung bietet der Landwirtschaft

eines Pilotprojektes testen, was verstärkte Digitalisierung in der landwirtschaftlichen Praxis bedeutet.“

Das digitale Büro ist quasi von

gestern – „Digitales Farming“ ermöglicht beinahe alles, z. B. dass Landmaschinen autonom fahren und Kühe von künstlichen Intelligenzen (Robotern) gemolken werden – das spart Personalkosten. Drohnen fliegen über die landwirtschaftlichen Betriebe und checken die Lage – sie kartieren per GPS die Felder, managen Tierherden und vieles mehr. Prozesse und Kosten werden so optimiert und entsprechend die Effizienz der Landwirte gesteigert. Das ist gut für die Wettbewerbsfähigkeit und hilft auch beim Vertrieb. Denn: Große Handelsketten bevorzugen solche modernen und produktiven Lieferanten. Nicht nur Wetter-Apps helfen Landwirten beim Planen. Digi-

FAKTEN Laut dem Umweltbundesamt ist die Landwirtschaft nach der Industrie der zweitschlimmste Produzent von Treibhausgasen und trägt damit massiv zu den Klimaveränderungen bei (Quelle: Umweltbundesamt). Digitalisierung kann helfen, das durch die Optimierung von Maßnahmen und Prozessen zu ändern.

WEITERE ARTIKEL AUF: ANALYSEDEUTSCHLAND.DE Sie interessieren sich für Digitalsieirung? Lesen Sie das Intervview mit Christian Spancken, Wirtschaftsinformatiker, Speaker und Google Partner Academy Trainer, über digitale Herausforderungen für den Mittelstand. ANZEIGE

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Die Antwort auf die Herausforderungen der Landwirte.

Unterschiedliche Farben bedeuten unterschiedliche Düngermengen. Die NEXT Farming-Lösungen der FarmFacts erkennen genau, an welcher Stelle wie viel gedüngt werden muss.

Die Landwirtschaft sieht sich großen Herausforderungen gegenüber. Auf der einen Seite wird sie in absehbarer Zeit zehn Milliarden Menschen ernähren müssen. Andererseits wird sie heute schon massiv wegen möglicher Umweltschäden einer intensiven Landbewirtschaftung kritisiert. Die Lösung, wie Ökologie und Ökonomie in der Landwirtschaft wiedervereint werden können, heißt Digitalisierung. So mancher hat, wenn er heute an Landwirtschaft denkt, immer noch den Bauern auf der Alm vor Augen. Andere sehen im Landwirt denjenigen, der mit Biogasanlagen, Monokulturen und Massentierhaltung die Umwelt schröpft. Beide Vorstellungen entsprechen bei Weitem nicht der Realität. Landwirte stellen nicht nur die Ernährung einer wachsenden Bevölkerung sicher, sie sorgen sich aus eigenem Interesse auch um die Ressourcen, die ihren Lebensunterhalt sichern. Dabei befinden sie sich im Spannungsfeld zwischen steigendem wirtschaftlichem Druck und immer strengeren gesetzlichen Auflagen. Der Bauer von früher muss heute Hofmanager sein.

Mit NEXT Farming zum Hofmanager Um Landwirten zu ermöglichen, den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden und

profitables Hofmanagement zu betreiben, entwickelt das niederbayerische Unternehmen FarmFacts bereits seit 1985 Softwarelösungen zur Optimierung der kompletten Wertschöpfungskette landwirtschaftlicher Betriebe. Mit über 30 Jahren Erfahrung sind digitale Werkzeuge zur Planung, Steuerung und Dokumentation von der Aussaat bis zur Ernte bei FarmFacts Standard – hier arbeiten IT-affine Landwirte und Entwickler mit starkem Bezug zur Landwirtschaft heute schon am Morgen. Zusammen mit der VISTA GmbH, den Experten für die Verarbeitung von Satellitenbildern, entstehen beispielsweise völlig neue Methoden, die Flächenbewirtschaftung den drängenden Anforderungen anzupassen. Was wie Science-Fiction klingt, ist bereits Realität: Mithilfe von Satellitendaten können intelligente Simulationsprogramme genau berechnen, wie zum Beispiel der Ernährungszustand von Pflanzen ist. So könnte die Diskussion um Nitrate im Grundwasser endlich zu einem positiven Ergebnis geführt werden.

düngt werden muss. FarmFacts hat in eigenen Versuchen eine Ausnutzung des Düngers von 99 Prozent ohne Ertragseinbußen erreicht. Das bedeutet, dass der gesamte Dünger tatsächlich von den Pflanzen verwertet wurde und kein Eintrag in das Grundwasser erfolgte. Um dies auch in der Praxis erfolgreich umzusetzen, bietet FarmFacts nicht nur die notwendigen Karten zur Düngerausbringung, sie begleitet den Landwirt auch bei der Umsetzung. Diese Daten müssen natürlich auch von den Maschinen der Landwirte übernommen werden. Ein GPS-System ortet die Maschine auf dem Acker und bringt dort die genau richtige Menge an Dünger aus, was Kosten spart und Erträge optimiert. Dazu müssen viele Daten unterschiedlichster Stellen zentral verarbeitet werden. Das NEXT Farming Portfolio von FarmFacts liefert hierzu die Softwarekomponenten und Dienstleistungen. Am Ende profitieren alle von solchen Systemen: der Landwirt, die Umwelt und Milliarden Menschen, die nachhaltig und gesund ernährt werden.

Science Fiction ist Realität Seit Jahren fordern Umweltschützer eine Reduktion der Düngung, was aber bislang zu geringeren Ernten führte. Die Lösung hierfür ist die satellitengestützte teilflächenspezifische Düngung. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass an verschiedenen Stellen im Acker auch unterschiedlich viel wächst. Ergo muss auch unterschiedlich viel gedüngt werden. Die Systeme von FarmFacts erkennen genau, an welcher Stelle wie viel ge-

Mehr Informationen finden Sie unter www.nextfarming.world


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ner Pfört Foto: Swen

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EuroTier 2018 expoSE und expoDirekt 13.-16.11.2018, Hannover 21.-22.11.2018, Karlsruhe Schweine mit elektronischen Ohrmarken und Kühe mit Sensoren-Halsbändern sollen dem Landwirt in Zukunft eine komplette Überwachung des Einzeltieres ermöglichen. Gesundheitszustand, Fressverhalten aber auch Aktivitäten des Tieres werden über Sensoren wahrgenommen, digital verarbeitet und dem Landwirt zur Verfügung gestellt werden. Die neuen digitalen Technologien helfen dem Profi-Tierhalter im Management, für mehr Tiergesundheit, Transparenz und Wirtschaftlichkeit zu sorgen. So startet die internationale Fachmesse für Tierhaltungs-Profis, EuroTier 2018, dieses Jahr unter dem Leitthema „Digital Animal Farming“. Mehr als 2500 Aussteller präsentieren hier vom 13. bis 16. November 2018 auf dem Messegelände in Hannover ihre Produkte, Innovationen und neueste digitale Lösungen für unterschiedliche Tierarten. Erstmals wird es in diesem Jahr auf der EuroTier gleich zwei unterschiedliche Auszeichnungen für Innovationen geben. Zusätzlich zum „Innovation Award“ in Gold und Silber wird der Sonderpreis „Animal Welfare Award“ für Innovationen verliehen, die im besonderen Maße Tierwohl fördern.

Das Messeduo expoSE, die internationale Leitmesse für Spargel- und Beerenproduktion, und die expoDirekt, Deutschlands größte Fachmesse für landwirtschaftliche Direktvermarktung, öffnet vom 21. bis 22. November 2018 in Karlsruhe seine Tore. 450 Aussteller erwartet der Veranstalter, der Süddeutsche Spargel und Erdbeerverband e. V., in diesem Jahr. Auf einer Fläche von 25 000 Quadratmetern werden den Fachbesuchern Trends und Neuheiten wie zum Beispiel Spargelnudeln oder ein Glühwein mit einer feinen Espressonote, perfekt für die bevorstehende Winterzeit, präsentiert. Aber auch neue Produktverpackungsideen, die dem neuen Verpackungsgesetz (VerpackG) Rechnung tragen, wie Papierfaserschalen, umweltfreundliche Verpackungen aus Papier für Spargel und empfindliche Lebensmittel oder für den Direktvermarkter Verkaufsautomaten für Spargel und Beeren mit ebenfalls umweltfreundlichen Verpackungen werden den Fachbesuchern vorgestellt. Welche Produkte mit dem Innovationspreis geehrt werden, wird die Jury am 21.11.2018 auf der Messe verkünden.

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Internationale Grüne Woche 18.-27.01.2019, Berlin Zum 84. Mal lädt die Internationale Grüne Woche, die weltweit bedeutendste Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, ihre Besucher auf das Messegelände in Berlin ein. Vom 18. bis zum 27. Januar 2019 präsentieren 1700 Aussteller aus 65 Ländern ihre Produkte, Innovationen und Trends dem Publikum. Lebensmittelspezialitäten aus unterschiedlichen Ländern und Regionen, regionale Spezialitäten aus Deutschland, aber auch Trendthemen wie Superfoods, alternative Proteinquellen und Streetfood werden den Besuchern serviert. Als nordeuropäisches Partnerland schickt Finnland „Grüße aus der Wildnis“, unter anderem mit Nahrungsmittelspezialitäten aus der arktischen Landwirtschaft wie Rentierfleisch und speziellen, an das Klima angepassten Getreidesorten. Aber auch die Food-Startups stehen bei der Grünen Woche 2019 besonders im Fokus. 20 ausgewählte junge, innovative Gründer aus der Lebensmittelbranche werden an den Startup-Days am 23. und 24.01.2019 einer Jury ihre Produkte und Geschäftsideen vorstellen. Auf der Sonderschau „Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft“ wird das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unter anderem über den richtigen Umgang mit und Konsum von Nahrungsmitteln informieren.

Food Foto: Farm&

Farm & Food 4.0 21.01.2019, Berlin Zum vierten Mal wird der europaweit führende Kongress zum Thema Digitalisierung im Agrar- und Lebensmittelbereich, Farm & Food 4.0, am 21. Januar 2019 im bcc Berlin Congress Center stattfinden. Unter dem Motto „Don’t Sleep!“ wird im kommenden Jahr aufgezeigt, wie Innovationen entlang der Wertschöpfungskette vom Acker auf den Teller in die Praxis umgesetzt werden können. Im Fokus stehen Kollaborationen zwischen Startups und etablierten Unternehmen. Dazu spricht unter anderem Alexander Wiegelmann von KWS. Aus Sicht von Unternehmen wie BASF und Venture Capitals wie Tengelmann Ventures werden entscheidende Kriterien für Investments in Startups aufgezeigt. Weitere Experten aus der Agrar- und Ernährungsbranche wie Maximillian von Löbbecke (365FarmNet), Fabio Ziemßen (METRO), Markus Mühleisen (Arla Foods) sowie Peter Wesjohann (Wiesenhof) beleuchten Herausforderungen und Lösungsansätze in der Agrar- und Foodbranche auf hohem Niveau. Getreu dem Motto „Don’t Sleep!“ werden den Kongressteilnehmern Entwicklungen aufgezeigt, die es nicht zu verschlafen gilt, um bestmöglich von der Digitalisierung in der Landwirtschaft zu profitieren.

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Bauer verzweifelt gesucht Foto: DBV

In Deutschland ist der Arbeitsmarkt wie leergefegt. Das gilt auch für die Landwirtschaft. Ausbildungsplätze können oft nicht besetzt werden, viele Landwirte haben zwar Erben, doch nur wenige wollen dann auch den Hof.

Rund 280 junge Menschen beste-

hen in Schleswig-Holstein jedes Jahr erfolgreich die Prüfung zum Landwirt. In einem Agrarland wie dem nördlichsten Bundesland sind das viel zu wenige. Dabei ist in den letzten Jahren die Zahl der verfügbaren Plätze in den sogenannten grünen Berufen auf über 2000 spürbar angestiegen. Dazu werden auch die Garten- und Forstbetriebe gezählt. Mit vielen Aktionen versuchen

regionale Bauernverbände, den jungen Leuten das Leben auf dem Land schmackhaft zu machen. „Es gibt einen Trend, dass immer mehr Jugendliche mit nicht landwirtschaftlicher Herkunft den Beruf Landwirt erlernen wollen, in manchen Berufsschulklassen sogar über 50 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es auch Regionen und landwirtschaftliche Betriebe, die sich schwertun, einen Auszubildenden zu finden, z. B. im Osten, wo sich die Schülerzahlen seit 2000 insgesamt halbiert haben und dementsprechend die Anzahl der Auszubildenden im Beruf Landwirt um 33 % zurückgegangen ist,“ sagt

deutschen Universitäten. Sie alle haben sehr gute Aussichten für die Zukunft. „Viele Hochschulabsolventen, besonders diejenigen mit praktischer Berufserfahrung, gehen nach dem Studium ihren Weg in die landwirtschaftlichen Unternehmen, denn Fach- und Führungskräfte werden dort gesucht.“ Und doch fehlen die Nachwuchs-

kräfte in allen Bundesländern. Viele Ausbildungsbetriebe haben inzwischen erkannt, dass sie in einem starken Wettbewerb mit anderen Branchen stehen. Sie zahlen, neben Kost und Logis, Prämien für gute Leistungen, den Führerschein oder geben Tankgutscheine aus.

Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverband, ist zuständig für die Ausbildung im Verband.

Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverband, zuständig für die Ausbildung im Verband. Landwirt zu sein, bedeutet heute IT-Fachmann, Wetterfrosch, Drohnenflieger und auch Bauer in einer Person. Die Digitalisierung hat in der Landwirtschaft große Fortschritte gemacht. Ein Anreiz für die Jugendlichen, findet Werner Schwarz: „Ich glaube, dass auch der digitale Wandel in der Landwirtschaft mit Hightech wie GPS-gesteuerter Ackertechnik, Melkrobotern im Stall und elektronisch gesteuerten Betriebsabläufen attraktiv auf

junge Menschen wirkt. Auch für Abiturienten sind die Berufsaussichten in der Landwirtschaft hervorragend. Wichtig ist, sich möglichst vorher darüber klar zu werden, wo man später arbeiten möchte. Denn zu den potenziellen Arbeitgebern gehören nicht nur landwirtschaftliche Betriebe, sondern auch Verbände, Behörden, Forschungseinrichtungen, Lebensmittelhersteller oder Zuchtbetriebe.“ Noch sind 90 Prozent aller

landwirtschaftlichen Betriebe Einzelunternehmen, die in der Regel als Familienbetrieb geführt werden. Doch es werden immer

weniger, oft wollen die Erben den Betrieb nicht, sondern studieren lieber in der Großstadt. Sie müssten nur das Richtige studieren, sagt Werner Schwarz vom Bauernverband. „Das Leben auf dem Land hat auch für junge Menschen viel zu bieten, zum Beispiel in Vereinen (Landjugend, Feuerwehr) und in der Dorfgemeinschaft. Das darf man nicht unterschätzen. Aber wir haben natürlich auch Betriebe, die in der Nähe der Großstadt liegen, etwa vor den Toren Berlins.“ Insgesamt studieren fast 64 000 Agrar- oder Forstwirtschaft, Veterinärmedizin oder Ernährungswissenschaften an den

Rosige Aussichten für alle, die sich für einen Beruf, egal ob Ausbildung oder Studium, in der Landwirtschaft interessieren. Text: Jörg Wernien

FAKTEN Der Beruf Landwirt/-in verzeichnet seit 2006 bundesweit einen Anstieg der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Im letzten Ausbildungsjahr 2017/2018 haben 4220 junge Frauen und Männer bundesweit einen Ausbildungsvertrag im Beruf Landwirt abgeschlossen. Über alle drei Ausbildungsjahre hinweg lernen 9489 (Stichtag 31.12.2016) junge Frauen und Männer den Beruf Landwirt. ANZEIGE


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Analyse#4 – Landwirtschaft  

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