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Euregio konkret


Liebe Leserinnen und Leser,

vielen Dank für Ihr Interesse an der Euregio Maas-Rhein. Wir freuen uns sehr, dass Sie sich über unseren euregionalen Kooperationsverbund informieren möchten. In dieser Broschüre erfahren Sie Wissenswertes über die Arbeit sowie die Organisation der Euregio und haben die Möglichkeit, einzelne Initiativen und Projekte kennenzulernen. Erleben Sie, welchen Mehrwert die grenzübergreifende Zusammenarbeit bietet!

Mit den besten Wünschen,

Ihre Stichting Euregio Maas-Rhein

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DIE IDEE DER EUREGIO MAAS-RHEIN Die Euregio Maas-Rhein (EMR) ist einer der ältesten Kooperationsverbünde in Europa. Seit vielen Jahren besteht die Zusammenarbeit zwischen dem Süden der niederländischen Provinz Limburg, der REGIO Aachen e.V., der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und den belgischen Provinzen Lüttich und Limburg. Drei Staaten, fünf Regionen und drei Sprachen stehen hier gemeinsam für ein gelebtes Europa. Vor den gleichen Problemen stehend, bündeln die Regionen ihre Kräfte und fördern somit die europäische Integration. Ihrer Gründungsidee, dass grenzüberschreitende Kooperationen neue Möglichkeiten und Chancen mit sich bringen, bleibt die EMR bis heute treu. Thematische Schwerpunkte erleichtern und vertiefen die grenzübergreifende Zusammenarbeit.

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Provincie Limburg /B

Provincie Limburg /NL

Province de Liège /B

REGIO Aachen /D

Deutschsprachige Gemeinschaft /B

Die euregionale Kooperation kommt dabei in erster Linie den circa vier Millionen Menschen zu Gute, die im Gebiet der EMR leben. Entscheidend ist dabei auch die aktive Beteiligung der Bürger sowie der gesellschaftlichen Akteure an den grenzübergreifenden Projekten. Die EMR ist zu einem wichtigen und zuverlässigen Partner in allen Bereichen des Alltags geworden. Sie steht für Kooperation und Kommunikation in den Regionen, die in ihrer Verschiedenartigkeit und Vielfalt das Zusammenleben bereichern.

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DIE GESCHICHTE DER EUREGIO MAAS-RHEIN Viele Grenzen in Europa haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu Orten der Zusammenkunft, des Durchgangs und des Austauschs entwickelt. Seit den siebziger Jahren wurde die grenzübergreifende Zusammenarbeit durch zahlreiche Projekte gefördert, um strukturschwache Regionen zu unterstützen und eine ausgewogene und einheitliche euregionale Entwicklung voranzutreiben. 1976 gründeten die Gouverneure der belgischen Provinzen Limburg und Lüttich, der Kommissar der Königin der niederländischen Provinz Limburg und der Regierungspräsident von Köln die EMR. In den ersten Jahren verlief die grenzüberschreitende Zusammenarbeit nur mühsam, doch durch den Wegfall der europäischen Binnengrenzen in den neunziger Jahren erlebte sie einen starken Aufwind.

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1991 erhielt die EMR die Rechtsform einer "Stichting" nach niederl채ndischem Recht (채hnlich dem e.V. in Deutschland, einer VoG oder einer asbl in Belgien). Seither wurde der Prozess der Begegnung, des Kennenlernens und der Zusammenarbeit vorangetrieben. Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens trat der Arbeitsgemeinschaft 1992 als f체nfte eigenst채ndige Partnerregion bei. Ihren Sitz hat die EMR seit 2007 in Eupen/Belgien.

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LAND UND LEUTE Das Gebiet der EMR liegt im Herzen Europas. Es umfasst eine Fläche von rund 11.000 km2, auf der fast vier Millionen Menschen leben. Neben vielen historischen Städten und einer herrlichen Natur bietet die Region auch eine starke Wirtschaft, zahlreiche Bildungseinrichtungen und eine gute Infrastruktur. In der Grenzregion leben die Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander. Auf diese Weise gewinnt die Region Belgien-Deutschland-Niederlande eine Fülle an Kulturen und Sprachen. Niederländisch, Französisch und Deutsch sind die Landessprachen, die man allerorts wahrnimmt. Ob am Nachbartisch im Café, auf Hinweisschildern oder bei einer Vernissage; überall wird deutlich, dass Vielfalt und Einklang neue Möglichkeiten offenbaren und einen Mehrwert schaffen.

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Innovation und Traditionsbewusstsein, Technologie und Kunst, Natur und Tourismus gehen Hand in Hand in einer Region, die durch ihren Reichtum einen besonderen Lebenswert erh채lt.

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ARBEIT UND BILDUNG Auf dem Gebiet Arbeitsmarkt und Bildung setzt die EMR auf die Nutzung möglicher Synergieeffekte durch die Weiterführung und den Ausbau verschiedener Initiativen. Darüber hinaus werden Einrichtungen zur Eingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt unterstützt. Weitere Förderungen betreffen die umfassende Qualifizierung für den euregionalen Arbeitsmarkt, zum Beispiel mittels grenzüberschreitender Praktikantenvermittlung oder der Verbesserung der Mehrsprachigkeit auf allen Ebenen. Das Erlernen der Nachbarsprachen in vielen Bildungseinrichtungen und ein struktureller Austausch von Lernenden sowie Lehrenden bilden bereits heute die Basis für die Zukunft des euregionalen Arbeitsmarktes.

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TASK FORCE NET Tausende pendeln jeden Tag über die Grenzen der EMR. Immer noch müssen sie dabei Hindernisse überwinden, die aus den unterschiedlichen Rechtssystemen in Belgien, Deutschland und den Niederlanden resultieren. Um die Situation der Grenzgänger zu verbessern, analysieren Vertreter von Beratungsstellen, Ministerien, Ämtern, Gewerkschaften und Krankenkassen diese Probleme juristisch genau. Das Task Force Net – ein INTERREGProjekt der EMR – arbeitet darauf aufbauend Verbesserungsvorschläge aus, die den zuständigen Stellen unterbreitet werden. Zudem werden die gemachten Erfahrungen mit Experten anderer europäischer Grenzregionen ausgetauscht.

EURES EURES ist das Netzwerk der öffentlichen Arbeitsvermittlungen des Europäischen Wirtschaftsraums. Es bietet Dienste für Arbeitssuchende, die eine Anstellung im Ausland suchen, und für Arbeitgeber, die Fachkräfte aus dem Ausland anwerben wollen. Die vielen EURES-Berater bemühen sich, die grenzüberschreitende Mobilität der Arbeitnehmer zu vereinfachen und die Arbeitslosigkeit zu senken. In der EMR wurde die Partnerschaft zwischen den öffentlichen Arbeitsvermittlungen und weiteren Partnern, wie der Stichtung EMR oder der Grenzgängerberatungsstelle der REGIO Aachen, 1993 zum ersten Mal offiziell bestätigt und bis heute regelmäßig verlängert. So konnten der regionale Arbeitsmarkt transparenter gemacht und zahlreiche rechtliche Mobilitätshindernisse beseitigt werden. MEUSE-RHIN - MAAS-RIJN - MAAS-RHEIN

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KULTUR UND TOURISMUS Die Einzigartigkeit des Zusammenschlusses der fünf Partnerregionen beruht auf den kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt haben. Die EMR hat sich zur Aufgabe gemacht, diverse Einrichtungen und Akteure zu vernetzen, wodurch neue Perspektiven für die kulturelle Entfaltung eröffnet werden. Um ein breites Publikum zu erreichen, ist eine gemeinsame Marketingstrategie von großer Bedeutung. Diese ist auch eine Bereicherung für den Tourismus, der sowohl die ökonomische als auch die kulturelle und nachhaltige Entwicklung („sanfter Tourismus“) positiv beeinflusst. Für Einwohner und Besucher setzt die EMR auf einen euregionalen Kultur- und Erlebnistourismus. Die hohe Lebensqualität sowie Naherholungsgebiete sind dabei entscheidend. Im Bereich Kultur und Tourismus bildet die EMR eine Plattform für die Begegnung von Menschen und den interkulturellen Austausch.

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Provincie Limburg /B

Provincie Limburg /NL

Province de Liège /B

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WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG DÉVELOPPEMENT ÉCONOMIQUE ECONOMISCHE ONTWIKKE WERKGELEGENHEID WISSENSINSTITUTIONEN INSTITUTIONS DE SAVOIR KENNISINSTIT ARBEIDSMARKT EN ODERWIJS GESUNDHEITSLEISTUNGEN LES SOINS ZORG MOBIL INFRASTRUCTUUR KULTUR UND TOURISMUS CULTURE ET TOURISME CULTUUR EN VIE LEVENSKWALITEIT GESCHICHTE HISTOIRE GESCHIEDENIS KULTUR CULTURE C EURÉGIONALE EUREGIONALE SAMENWERKING PARTNER PARTENAIRES VORBILDREGIO GRENZÜBERSCHREITENDE ZUSAMMENARBEIT COLLABORATION TRANSFRONTALIÈRE G INTÉGRATION INTEGRATIE CHANCE MOGELIJKHEID GESELLSCHAFT SOCIÉTÉ MAA MEHRWERT VALEUR AJOUTÉE TOEGEVOEGDE WAARDE EUREGIO DG REGIO AACHEN PROJETS INNOVATION INNOVATIE ENERGIE ÉNERGIE LEBENSWISSENSCHAFTEN SCIEN EUREGIONALE NETWERKEN SICHERHEIT SÉCURITÉ KOMMUNIKATION COMMUNICATION STÄRKE FORCE KRACHT HERAUSFORDERUNG DÉFI UITDAGING IM HERZEN EUROPAS A CAMPUS AUTO CAROLINGUA TASK FORCE NET CMD CŒUR(S) DE VILLE DRIELANDENP EUREGIONALER INFORMATIONS-SERVICE/EIS EUREGIONALE 2008 EUROPOM HEIDEN UN PROQUA RECES REGIONALVERMARKTUNG RISICO ADO SINT PIETERSBERG STRATEGISC SILICO EU-PREVENT SUN DESIGN SIS SKILLS 3 REGIO4DANCE MRSA EXTENSIO FLOOD ONTWIKKELING NACHHALTIGES WACHSTUM CROISSANCE DURABLE DUURZAME GRO KENNISINSTITUTEN ARBEITSMARKT UND BILDUNG MARCHÉ DU TRAVAIL ET L´ENSEIG ZORG MOBILITÄT UND INFRASTRUKTUR MOBILITÉ ET L´INFRASTRUCTURE MOBILITEIT E EN TOERISME SICHERHEIT SÉCURITÉ VEILIGHEID LEBENSQUALITÄT QUALITÉ DE VI CULTUUR LEBEN VIE LEVEN EUREGIONALE ZUSAMMENARBEIT COOPÉRATION EURÉGI EUROPESE VOORBEELDREGIO NACHHALTIGKEIT DURABILITÉ DUURZAAMHEID GREN GRENSOVERSCHRIJDENDE SAMENWERKING SPRACHE LANGUE TAAL INTEGRATION MAATSCHAPPIJ WIRTSCHAFT ÉCONOMIE ECONOMIE POLITK POLITIQUE POLITIEK MEHR EUREGIOBAHN LIÈGE LIMBURG BELGIEN NEDERLAND INTERREG PROJEKTE PROJETS DE LA VIE LIFE SCIENCES REGIONALE NETZWERKE RÉSEAUX EURÉGIONAUX EUREG COMMUNICATIE GEMEINSAMKEIT IN VIELFALT GESAMENLIJKHEID IN DIVERSITEIT STÄRK COEUR DE L´EUROPE IN HET HART VAN EUROPA ALMA-GRID AUTOWEB C@KE CAMPUS EUBAN EURECARD EUREGIO KONEKT EUREGIONAAL BEDRIJVEN PLATFORM EUREGIO MOORE INDUSTRIELLE FOLGELANDSCHAFT KOMM!/HORA EST LIFE SCIENCES PROQUA INNOVEREN TRANSCEND TUL WEGE DES WASSERS ZEITREISEN FLAPP ALMA IN SILICO E

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WIKKELING NACHHALTIGES WACHSTUM CROISSANCE DURABLE DUURZAME GROEI EN NSTITUTEN ARBEITSMARKT UND BILDUNG MARCHÉ DU TRAVAIL ET L´ENSEIGNEMENT MOBILITÄT UND INFRASTRUKTUR MOBILITÉ ET L´INFRASTRUCTURE MOBILITEIT EN UR EN TOERISME SICHERHEIT SÉCURITÉ VEILIGHEID LEBENSQUALITÄT QUALITÉ DE URE CULTUUR LEBEN VIE LEVEN EUREGIONALE ZUSAMMENARBEIT COOPÉRATION DREGION EUROPESE VOORBEELDREGIO NACHHALTIGKEIT DURABILITÉ DUURZAAMHEID ÈRE GRENSOVERSCHRIJDENDE SAMENWERKING SPRACHE LANGUE TAAL INTEGRATION MAATSCHAPPIJ WIRTSCHAFT ÉCONOMIE ECONOMIE POLITK POLITIQUE POLITIEK HEN E.V. EUREGIOBAHN LIÈGE LIMBURG BELGIEN NEDERLAND INTERREG PROJEKTE SCIENCES DE LA VIE LIFE SCIENCES REGIONALE NETZWERKE RÉSEAUX EURÉGIONAUX ATION COMMUNICATIE GEMEINSAMKEIT IN VIELFALT GESAMENLIJKHEID IN DIVERSITEIT PAS AU COEUR DE L´EUROPE IN HET HART VAN EUROPA ALMA-GRID AUTOWEB C@KE DENPARK EUBAN EURECARD EUREGIO KONEKT EUREGIONAAL BEDRIJVEN PLATFORM EN UND MOORE INDUSTRIELLE FOLGELANDSCHAFT KOMM!/HORA EST LIFE SCIENCES EGISCH INNOVEREN TRANSCEND TUL WEGE DES WASSERS ZEITREISEN FLAPP ALMA IN LOOD-WISE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG DÉVELOPPEMENT ÉCONOMIQUE ECONOMISCHE E GROEI EN WERKGELEGENHEID WISSENSINSTITUTIONEN INSTITUTIONS DE SAVOIR ENSEIGNEMENT ARBEIDSMARKT EN ODERWIJS GESUNDHEITSLEISTUNGEN LES SOINS TEIT EN INFRASTRUCTUUR KULTUR UND TOURISMUS CULTURE ET TOURISME CULTUUR DE VIE LEVENSKWALITEIT GESCHICHTE HISTOIRE GESCHIEDENIS KULTUR CULTURE URÉGIONALE EUREGIONALE SAMENWERKING PARTNER PARTENAIRES VORBILDREGION GRENZÜBERSCHREITENDE ZUSAMMENARBEIT COLLABORATION TRANSFRONTALIÈRE ATION INTÉGRATION INTEGRATIE CHANCE MOGELIJKHEID GESELLSCHAFT SOCIÉTÉ MEHRWERT VALEUR AJOUTÉE TOEGEVOEGDE WAARDE EUREGIO DG REGIO AACHEN E.V. JETS INNOVATION INNOVATIE ENERGIE ÉNERGIE LEBENSWISSENSCHAFTEN SCIENCES UREGIONALE NETWERKEN SICHERHEIT SÉCURITÉ KOMMUNIKATION COMMUNICATION STÄRKE FORCE KRACHT HERAUSFORDERUNG DÉFI UITDAGING IM HERZEN EUROPAS AU MPUS AUTO CAROLINGUA TASK FORCE NET CMD CŒUR(S) DE VILLE DRIELANDENPARK REGIONALER INFORMATIONS-SERVICE/EIS EUREGIONALE 2008 EUROPOM HEIDEN UND ROQUA RECES REGIONALVERMARKTUNG RISICO ADO SINT PIETERSBERG STRATEGISCH ICO EU-PREVENT SUN DESIGN SIS SKILLS 3 REGIO4DANCE MRSA EXTENSIO FLOOD-WISE

Deutschsprachige Gemeinschaft /B

REGIO Aachen /D

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GESUNDHEIT Die Erweiterung der Gesundheitsleistungen ist ein besonderes Anliegen der EMR. Sie kann durch die Unterstützung grenzübergreifender Abkommen einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung, der Lebensbedingungen, der Integration von behinderten und sozial schwachen Personen und der Altenfürsorge in der Euregio leisten. Dazu gehört die Optimierung der Aufgabenverteilung zwischen Krankenhäusern ebenso wie die zielgerechte Abstimmung von Maßnahmen zur Drogenprävention, die Weiterführung und Intensivierung der euregionalen Verbraucherberatung und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen ambulanten und sozialen Einrichtungen sowie Wohlfahrtsverbänden. Auch diverse Versicherungsträger haben bereits langfristige Übereinkommen getroffen, die den Menschen vor Ort zugute kommen.

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STICHTING EUPREVENT-EMR euPrevent-EMR ist eine Stichting, deren Mitglieder Gesundheitseinrichtungen aus der Euregio sind. Ihr Ziel ist es, die Gesundheitspolitik in der Euregio zu stärken und die Lebensqualität der Bürger durch Präventionsmaßnahmen zu verbessern. Neben der Qualifizierung des Gesundheitspersonals findet ein aktiver Informationsaustausch zwischen diesen Fachkräften und den verantwortlichen Politikern statt. Zu relevanten Themen werden wissenschaftliche Daten erhoben und veröffentlicht. euPrevent-EMR vernetzt grenzübergreifend zahlreiche Akteure und trägt somit zum Wohl der Bürger in der gesamten Euregio bei.

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SICHERHEIT Die Verbesserung der grenzüberschreitenden Kooperation zwischen den Feuerwehren und Rettungsdiensten durch die Einrichtung einer Netzwerk-Zentrale für Notfalldienste kommt den Menschen in der Euregio unmittelbar zugute. Um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten, unterstützt die EMR die Entwicklung grenzüberschreitender Regelungen, die insbesondere bei dringender medizinischer Hilfeleistung von großer Bedeutung sind. Dazu gehören auch euregionale Übungen zur Bekämpfung von Katastrophen und Unfällen. Mit Hilfe der EMR wird die Lösung juristischer Engpässe beim grenzüberschreitenden Einsatz vorangetrieben. Mit einer gemeinsamen Basis und einem grenzüberschreitenden Netzwerk unterstützt die EMR somit die Sicherheit der Regionen.

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NeBeDeAgPol Um die grenzüberschreitende Kooperation und den Informationsaustausch der Polizei in der Euregio zu verbessern und somit die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, besteht seit 1969 die „Niederländisch-Belgisch-Deutsche Arbeitsgemeinschaft der Polizei (NeBeDeAgPol)“. Diese versammelt die Leiter der Polizeibehörden der EMR sowie weitere Experten und soll vor allem die Arbeit der Polizei „auf der Straße“ vereinfachen. Die NeBeDeAgPol ist auch in der Arbeitsgruppe ÖSIKAT vertreten. Aufgrund der gewonnenen Erfahrungen und von dem Gedanken getragen, die vorhandenen Ressourcen noch effektiver zu vernetzen, entstand neben mehreren Kontaktstellen auch das „Euregionale Polizei-Informations-Cooperations-Centrum (EPICC)“ in Heerlen (NL). Dort sind Mitarbeiter aus allen drei Ländern beschäftigt und unterstützen die Polizei- und Zollbehörden durch die schnelle Übermittlung von Ersuchen, die Analyse sowie den Austausch von relevanten Informationen und die Koordinierung von Einsätzen. Das „gemeinsame Zentrum“ ist bedeutend für die Sicherheit der gesamten Euregio.

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ÖSIKAT Die Sicherheit und Gesundheit der Einwohner der EMR ist eine gemeinschaftliche Aufgabe zahlreicher öffentlicher Dienste. Landesgrenzen dürfen hierbei keine Hindernisse darstellen, denn je schneller die Notfallhilfe vor Ort ist, desto größer ist die Chance auf Rettung. In der EMR ebnet die euregionale Arbeitsgruppe „Öffentliche Sicherheit und Katastrophenschutz (ÖSIKAT)“ seit über 30 Jahren den Weg für grenzüberschreitende Intervention. Gegenwärtig konzentriert sich die Arbeit auf die Verbesserung der euregionalen Zusammenarbeit in der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr, also im Katastrophen- und Feuerschutz und bei den Rettungsdiensten.

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Feste Absprachen, die grenzüberschreitende Hilfeleistungen verpfl ichtend machen, greifen insbesondere in den Projekten EUMED (Euregional Medical Assistance) und EMRIC+ (Euregio Maas-Rhein – Intervention im Krisenfall). Belgien, Deutschland und die Niederlande bündeln dort ihre Kräfte, um in Notfällen gemeinsam effektiver und schneller reagieren zu können. Experten der teilnehmenden Regionen arbeiten permanent zusammen, damit die adäquate Hilfeleistung stetig optimiert wird.

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MOBILITÄT UND INFRASTRUKTUR Mobilität und Infrastruktur sind zum einen zentrale Voraussetzungen für die regionale Wirtschaftsentwicklung und zum anderen Verbindungselemente für das euregionale Zusammenwachsen. Um Umwelt und Mensch zu schützen und gleichzeitig grenzenlose Mobilität zu gewährleisten, unterstützt die EMR die dezentrale Entwicklung des Güterverkehrs sowie die Verbesserung des grenzüberschreitenden ÖPNV. Auch der Logistiksektor spielt eine bedeutende Rolle. Zahlreiche Unternehmen haben ihr Distributionszentrum aufgrund der bestehenden Logistikknotenpunkte in der Region angesiedelt. Von hier ausgehend wird nicht nur die Euregio, sondern ganz Europa versorgt.

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EUREGIO ÖPNV-PLATTFORM Die Euregio ist auf ein leistungsfähiges Infrastrukturund Verkehrssystem angewiesen. Im motorisierten Individualverkehr wird eine sehr gute Verkehrsqualität erreicht, im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sind die Bürger aber noch Hindernissen ausgesetzt. Auch um dem stetig zunehmenden Verkehrsaufkommen in der Euregio entgegenzuwirken, muss der ÖPNV ausgebaut werden. Mit der Bildung einer "Euregionalen ÖPNV-Plattform" wurde eine Basis geschaffen, um sich den Herausforderungen gemeinsam zu stellen und eine euregionale Strategie zu entwickeln.

Verschiedene Projekte zielen konkret auf den Ausbau von grenzüberschreitenden Verbindungen unter besonderer Berücksichtigung des Pendler- und Freizeitverkehrs, die Einführung einheitlicher euregionaler Tarife sowie die Verbesserung der Kundeninformation und die Anwendung moderner Technologien. Die daraus resultierenden Synergieeffekte im grenzüberschreitenden ÖPNV kommen den Bürgern zugute und sind zugleich Grundlage für das wirtschaftliche, kulturelle und soziale Miteinander in der Euregio.

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WIRTSCHAFT Die Wirtschaftsförderung der EMR basiert auf verschiedenen Schwerpunkten. Zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Stärkung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit werden gezielt kleine und mittlere Unternehmen sowie Unternehmensgründer gefördert. Die Belebung des Landwirtschaftssektors und die gemeinsame Vermarktung regionaler Produkte sowie die Stärkung der Zuliefererindustrie durch die Bildung von Netzwerkstrukturen bilden ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der Wirtschaftsförderung. Ein euregionales Marketing kommuniziert die geographischen Standortvorteile und schafft somit Anreize zur Niederlassung in der Region.

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WISSEN Bildung und Innovation sind der Motor der Region und für eine zukunftsfähige Entwicklung von unschätzbarem Wert. Die EMR unterstützt deshalb die Zusammenarbeit zwischen den zahlreichen Universitäten und Fachhochschulen in der Euregio. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Entwicklung und dem Ausbau der Kooperationen im Bereich der Biotechnologie (Life-Sciences), der Informationstechnologie und der Multimedia. Ein zielgerichteter Transfer technologischer Innovationen und die Gestaltung von Informationsmöglichkeiten zwischen Forschungszentren und Unternehmen sind Zukunftsträger der euregionalen Wissenschafts- und Arbeitskooperation.

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Vorstand

Wirtschaftsund Sozialrat

Euregiorat

Entscheidungsgremium wechselnder Vorsitz

beratende Funktion

beratende Funktion

Koordinationsbüro Eupen: - Sekretariat - ständige Vertreter der Partnerregionen ausführende Verwaltung/zentrale Anlaufstelle

Strategische Begleitgruppen inhaltliche Begleitung

Netzwerke

Mobilität & Infrastruktur Klima/Energie Kultur & Tourismus Gesundheit Sicherheit Wissensinstitutionen Wirtschaftsförderung Arbeitsmarkt & Bildung 26

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Verantwortlicher Herausgeber: Stichting Euregio Maas-Rhein, Björn Koopmans Redaktion: Christina Brendel, Lukas M. Egyptien, Anna Hissel, Tanja J. Unbehaun Fotos: Graphic Design, Layout: Printed in the Euregio Meuse-Rhine

Stichting Euregio Maas-Rhein Gospertstraße 42 B-4700 Eupen Tel: +32 (0) 87 789 630 Fax: +32 (0) 87 789 633 www.euregio-mr.eu info@euregio-mr.eu

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www.euregio-mr.eu www.interregemr.eu


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