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terz DAS GÖNNERMAGAZIN DER TERZSTIFTUNG

Selbständig bleiben heisst nicht diskriminiert werden

Nr. 1 l Februar 2010


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Editorial  |  1

Liebe Leserinnen, liebe Leser Wir hoffen, dass Sie das neue Jahr gut begon­ nen haben. Möge Ihnen das Jahr 2010 das bringen, was Sie sich wünschen, Gesundheit, Wohlergehen und Erfolg, bei all dem, was Sie erreichen möchten. Mögen Sie von Herab­ setzungen und Diskriminierungen verschont bleiben – wobei es sich übrigens um Straf­ tatbestände handelt, die in der Bundesver­ fassung explizit aufgeführt sind. Es gibt ganz offensichtliche Formen der Diskriminierung, die auch klar einklagbar sind. Davon handeln mehrere Beiträge in dieser Ausgabe. Einfach und bedienerfreundlich Anders ist es jedoch bei den subtilen, fein «verpackten» Diskriminierungen. Infrastruk­ turen, die für Behinderte nicht zugänglich sind. Vortragsräume ohne technische Ein­ richtung für Hörbehinderte. Arztpraxen im ersten Stock – ohne Lift. Produkte, bei denen die Ingenieure und Techniker den Kunden die volle Bedienungskomplexität zumuten und sie damit oft an die Grenze der Inkompetenz führen. Anstatt dafür zu sorgen, dass die Komplexität hinter einer einfachen und bedienerfreundlichen Armatur verborgen bleibt. Oder denken Sie an die Verpackungen und Verschlüsse, die ohne Werkzeug oft gar nicht geöffnet werden können. Allein dieser Umstand verursacht mehrere Tausend, zum Teil schwere Verletzungen im Jahr. Was denken Sie über die Beschriftungen auf Verpackungen? Ist es nicht schizophren, dass Lupen an Einkaufswagen montiert werden müssen, damit die Kundinnen und Kunden die Texte lesen können? Der Gesetzgeber ist, durch seine Auflagen, massgeblich Mitver­ ursacher dieses Unsinns. Die Kritik richtet sich jedoch nicht nur an die Wirtschaft. Der Staat mischt da an vorderster Front mit. Die ganze Komplexität der Staats­

bürokratie wird den Unternehmen und den Bürgerinnen und Bürgern ungehemmt zuge­ mutet. Steuererklärungen, die von vielen nicht mehr selber ausgefüllt werden können, sind nicht nur eine Zumutung, sondern auch diskriminierend. Auch wer schon einmal um­ oder neu gebaut hat, kann ein Lied von der Komplexität der Staatsbürokratie singen. Abhängigkeit beschleunigen Diese subtilen Formen der Diskriminierung sind zwar nicht strafbar, verletzen aber gleichwohl die Gefühle der Menschen, weil sie in ihrer Selbständigkeit eingeschränkt werden, oder anders ausgedrückt, weil die allzu komplexen Vorgänge die Abhängigkeit beschleunigen. Etwas bösartig könnte man unterstellen, das ganze habe System. Abhängigkeiten auf der einen Seite versprechen Verdienst­ möglichkeiten auf der anderen. Es gibt genügend Berufsgruppen, die ausge­ zeichnet davon leben und nicht das ge­ ringste Interesse haben, den Status quo zu ändern. Die terzStiftung setzt sich ein, dass Menschen selbständig bleiben können. Daraus ergibt sich, dass wir gegen die aufgezeigte Entwicklung sind und uns vehement für Reduktion von Komple­ xität einsetzen. Diese Strategie kann nicht falsch sein, wenn wir die Men­ schenwürde und den Generationen­ wandel ernst nehmen.

Ihr René Künzli Präsident der terzStiftung


Passionsspiele Oberammergau Ein unvergessliches kulturelles Erlebnis. 4 Tage vom 26. Mai bis 29. Mai

Nur alle 10 Jahre gelangen die Passionsspiele Oberammergau zur Aufführung, dies jedoch seit fast 380 Jahren. Der Ursprung dieses Spiels vom Leiden und Sterben Christi hat einen bewegenden Hintergrund und durch die Jahrhunderte Menschen aus aller Welt immer neu berührt.

Unsere Reiseziele Wie von Künstlerhand gezeichnet, erhebt sich Bayerns höchstgelegene Stadt mit dem Hohen Schloss, der barocken Klosteranlage St. Mang und den verwinkelten Dächern der Altstadt aus dem satten Grün der umgebenden Natur. Am Freitag Besuch der Passionsspiele.

Programm: Mittwoch, 26. Mai 2010 Abfahrt ab Basel, Olten, Zürich-Flughafen und St. Gallen über Wangen i. Allgäu nach Isny. Stadtführung. Anschliessend Mittagessen. Weiterfahrt nach Füssen und Zimmerbezug. Abendessen im Hotel. Donnerstag, 27. Mai 2010 Bei einer Stadtführung lernen wir Füssen kennen. Freies Mittagessen und anschliessend freier Nachmittag. Freitag, 28. Mai 2010 Fahrt Richtung Bad Kohlgrub ins Kurhotel Lauter. Zimmerbezug und kleines Mittagessen im Hotel. Anschliessend kurze Fahrt nach Oberammergau zum Festspielhaus.

Samstag, 29. Mai 2010 Heimfahrt über Reutte, durchs abwechslungsreiche Tannheimertal nach Bad Hindelang, Sonthofen, weiter auf der Deutschen Alpenstrasse nach Oberstaufen zum Mittagessen. Dann geht es heimzu an die Einsteigeorte.

Das alles ist für Fr. 1675.– im DZ inbegriffen: - Fahrt mit komfortablem Reisebus - Unterkunft im 4-Sterne Hotel - Kurtaxe - Alle Mahlzeiten ausgen. Donnerstagmittag

Unsere Hotels Das 4-Sterne Vital-Hotel Sommer in Füssen ist ein familiengeführtes Wellness- und Ferienhotel. In Bad Kohlgrub übernachten wir im 4-Sterne Kurhotel Lauter im Park, das beste Hotel am Platz.

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- alle Trinkgelder Nicht inbegriffen ist die obligatorische Annullationsversicherung.

Sofort Anmelden bei Tel. 061 715 90 00, Fax 061 715 90 09, leserservice@vita-sana

Die Anmeldungen werden entsprechend ihrem Eingang reserviert. Leserservice vita sana sonnseitig leben, Postfach 227, 4153 Reinach; Tel: 061 715 90 00 Fax 061 715 90 09


Inhaltsverzeichnis  |  3

Inhalt 4|5 6|7 8|9 10 | 11 12 13 14 | 15 16 18 19 20 | 21 22 23 23 24 | 25 26 28 | 29 29 30 | 31 31 32 | 33 34 36 | 37 37 38 39 40 40

Erster Ehrenbotschafter ernannt Interview zur Altersdiskriminierung These der terzStiftung «Die Alten» und das Internet Auto fahrende Senioren Standpunkt der terzStiftung pro audito: Hörbehinderung Was macht der SVS? Rotes Kreuz Kanton Thurgau: Recht auf Gleichbehandlung Ältere als Fussgänger Senior Scouts testen Geschäfte Publireportage Swisscom Partner mit Leistungen Gönnermeinung Nutzen des Notfallverzeichnisses Vorschau: «Blib fit»-Kampagne Experten-Tipps und Hinweise Wir über uns Warum Ruth Meisser Gönnerin ist Anmeldetalon Zuschriften Internet-Umfrage: Suizidbeihilfe Was Wasser für uns bedeutet Quizfrage Vormund, Beistand, Beirat? Fragen an die terzStiftung II Seniorweb Veranstaltungen der Seniorenakademie

Impressum «terz» erscheint sechs Mal jährlich. Nächste Ausgabe Nr. 2 | April 2010 Schwerpunktthema «fit bleiben» «terz» ist das Gönnermagazin der terzStiftung. Es erscheint im 3. Jahrgang. Das terzMagazin geht an alle Gönnerinnen und Gönner der terzStiftung sowie an die Stiftungspartner. Im Gönner-/Mitgliederbeitrag ist das Jahresabonnement des terzMagazins enthalten.

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Ernennung Dr. Charles Eugster ist als leuchtendes Vorbild ausgezeichnet und zum Ehrenbotschafter der terzStiftung ernannt worden.

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Herausgeberin und Redaktionsadresse: terzStiftung, Seestrasse 112, CH-8267 Berlingen, Tel. + 41 (0)52 723 37 00, Fax +41 (0)52 723 37 01 www.terzstiftung.ch, terzstiftung@terzstiftung.ch Redaktion terzMagazin: Jürgen Kupferschmid (Leiter terzMagazin), Dr. Thomas Meyer (Leiter Wissenschaft), Anita Oehy, Margrith Pfister-Kübler, Yvonne Tempelmann redaktion@terzmagazin.ch

Senior Scouts Ältere Käufer/innen wollen ernst genommen werden und nicht abqualifiziert oder diskriminiert.

Suizidbeihilfe Hohes Interesse am Internet-Forum der terzStiftung: Hunderte haben im Blog unter www.sterbeethik.ch abgestimmt.

Anzeigen: Ziegler Druck- und Verlags-AG, Pablo Vecchi, Garnmarkt 10, 8401 Winterthur, Tel. +41 (0)52 266 99 94, Fax +41 (0)52 266 99 13, terz@zdmedien.ch Layout, Gestaltung, Druck und Versand: Ziegler Druck- und Verlags-AG, Postfach 778, CH-8401 Winterthur Druckauflage: 40 000 Expl. Copyrights und Fotos: Nachdruck nur mit Quellenangabe. Titelbild: iStockphoto


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Ehrenbotschafter Dr. Charles Eugster: leuchtendes Vorbild, das Mut macht Autor: Jürgen Kupferschmid, Redaktion terzMagazin | Fotos: Oliver Hanser

Am Donnerstag, 10. Dezember 2009, hat die terzStiftung den 90-jährigen Dr. Charles Eugster aus Zürich als Ehrenbotschafter ausgezeichnet. Im Bestreben, ein positives Altersbild in der Gesellschaft zu verbreiten und die Selbständigkeit von Menschen im dritten Lebensabschnitt zu fördern, hat die gemeinnützige

ness-Verbands ISFHA übergab S. D. Prinz Hans Georg Yourievsky dem neuen Ehrenbotschafter einen Blumenstrauss. René Künzli, Präsident der terzStiftung, überreichte dem ersten Ehrenbotschafter der terzStiftung einen Leuchtturm, der aus Rorschacher Sandstein gedrechselt wurde, denn: Die Ehrenbotschafter der terzStiftung sind für Altersgenossen und für die nachfolgenden Generationen Leuchttürme. Sie machen Mut, das Alter zu gestalten, sie beweisen leibhaftig, dass das Alter Zukunft hat. Für Jüngere sind sie wegweisend, geben Sicherheit und haben grosse Ausstrahlung. Der neue Ehrenbotschafter zeigte sich sehr

bewegt und bezeichnete es als Wunder, dass er der terzStiftung begegnet sei (siehe Kasten). Das Seehotel Kronenhof sponsert dankenswerterweise für den Geehrten einen einwöchigen Aufenthalt inklusive Fitnessprogramm. Anlässlich der Auszeichnung gaben die «St. Petersburg Concert Singers» in der Berlinger Kirche ein Konzert, zu dem alle Mitglieder der terz-Gönnergemeinschaft sowie die Öffentlichkeit eingeladen waren. Besuchen Sie uns im Internet: Unter www.terzstiftung.ch (Aktuelles) finden Sie weitere Informationen über Auszeichnung und Konzert sowie eine Fotogalerie.

terzStiftung damit seine Vorbildfunktion gewürdigt: Er wurde mit 89 Jahren Strenflex-FitnessWeltmeister in der Alterskategorie 80+, er gilt als der älteste aktive Wettkampf-Ruderer der Welt, ist geistig in Bewegung und verfügt über einen soliden trockenen Humor. Vor mehr als zweihundert Gästen hielt JeanPierre L. Schupp die Laudatio. Er ist Herausgeber der «Fitness Tribune» und ging darauf ein, wie wichtig Bewegung für ein gesundes Leben ist: Die «Golden-Age-Generation» muss unbedingt wieder lernen, dass Gesundheit nicht einfach gottgegeben ist, sondern dass man, je älter man wird, desto mehr für diese Gesundheitserhaltung tun muss. Schupp hat die Trainingsmethode Strenflex entwickelt, an die sich Charles Eugster hält. In seiner Funktion als Weltpräsident des Fit-

■  René Künzli, Präsident der terzStiftung, gratuliert dem 90-jährigen Dr. Charles Eugster zur Auszeichnung als Ehrenbotschafter.

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■  Ein Leuchtturm

Ansprache von Herrn Dr. Charles Eugster anlässlich seiner feierlichen Ernennung zum Ehrenbotschafter der terzStiftung

verkörpert die Eigenschaften eines Ehrenbotschafters der terzStiftung:

Meine Damen und Herren, liebe Freunde Es ist für mich eine besondere Ehre und ein Privileg, zum ersten Ehrenbotschafter der terzStiftung ernannt zu werden. Dafür bedanke ich mich herzlich. Der Ehrenbotschafter soll ein Leuchtturm für seine Altersgenossen und für die nachfolgenden Generationen sein. Obwohl diese Aufgabe schwer zu erfüllen scheint, werde ich mich trotzdem mit allen Kräften dafür einsetzen. Die terzStiftung ist einzigartig, indem sie sich für die Selbständigkeit und Mobilität der Menschen in der dritten Lebensphase einsetzt. Die Selbständigkeit und Mobilität beschränkt sich nicht nur auf das Körperliche, sondern erstreckt sich auch auf das Geistige und Seelische. Es handelt sich um die Befreiung des Körpers, des Geistes und der Seele. Es ist erwiesen, dass man in jedem Alter Muskeln bilden kann. Man kann heute Menschen im Höchstalter auf eine Fitnessstufe trainieren, welche bisher unvorstellbar war. Es ist auch erwiesen, dass die Lernfähigkeit im Alter weiter bestehen kann und die kognitiven Fähigkeiten durch Training erweitert werden können. Unter diesen Voraussetzungen können auch ältere Menschen einen wesentlichen Beitrag zur Allgemeinheit leisten. Gleichzeitig werden sie unabhängig und bleiben geistig mobil. Kontakt aufzunehmen mit der terzStiftung war für mich ein Glücksfall. Es war für mich wie ein Wunder, einer Stiftung zu begegnen, welche die Erkenntnisse der Wissenschaft zum Wohle der Menschheit einsetzt. Es ist für mich nicht nur eine Ehre, sondern auch eine Freude, dass ich verbunden werde mit einer Organisation, die sich für das höchste Gut der Menschheit einsetzt – nämlich die Freiheit. Es handelt sich um die Selbständigkeit und Beweglichkeit im Körper, im Geist und in der Seele. Bewegung ist Leben! Damit wird die Eigenverantwortung gefördert und eine enorme Verbesserung der Lebensqualität von älteren Menschen ermöglicht. Ich danke nochmals für die grosse Ehre und bin stolz darauf, mit der terzStiftung verbunden zu Dr. Charles Eugster sein.

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Er ist wegweisend, gibt Sicherheit und hat eine grosse Ausstrahlung.

■  Die «St. Petersburg Concert Singers» begeisterten das Publikum in der voll besetzten Berlinger Kirche.

■  Jean-Pierre L. Schupp hielt die Laudatio auf Dr. Charles Eugster. Der Herausgeber der «Fitness Tribune» ist selbst StrenflexWeltmeister, zudem Partner der terzStiftung.

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6 | Finanzen und Recht

Altersdiskriminierung: eher geduldet als andere Formen von Benachteiligung Interview: Dr. Thomas Meyer, Redaktion terzMagazin | Fotos: zVg und iStockphoto

nächst wollten wir anhand von Erlebnisbe- Vorfällen, bei denen sie benachteiligt wurden.  richten,  die  uns  Betroffene  mailen  sollten,  Aber ein Viertel oder fast ein Drittel hat auch  solche  Diskriminierungsformen  sammeln.  erzählt, wie sie selbst jemanden aus AltersSelbstverständlich  hatten  wir  uns  vorher  gründen diskriminiert haben. Das kann nicht   einen  Überblick  verschafft  und  begründete  blosse Gedankenlosigkeit und ein Mangel an  Vor-Annahmen aufgestellt. Wir wollten wis- Unrechtsbewusstsein gewesen sein. Für gesen,  was  als  diskriminierend  empfunden  wöhnlich verschweigen Interviewpartner bei  wurde.  Später  sind  neben  vielen  E-Mails  einer Umfrage alles, was nicht korrekt ist, sie  auch  telefonisch  und  postalisch  Auskünfte  ungünstig dastehen lässt – alles, was unereingegangen.  Zudem  haben  wir  im  Verlauf  wünscht und sozial sanktioniert ist. Daraus  der Recherchen festgestellt, dass es in Köln  müssen  wir  folgern,  dass  Altersdiskriminiedas  Büro  gegen  Altersdiskriminierung  e. V.  rung nicht nur weit verbreitet, sondern auch  gibt.  Hier  sind  im  Verlauf  von  etwa  zehn   weniger mit Sanktionen���bewehrt ist als etwa  Jahren  Tausende  Beschwerden  gesammelt  Diskriminierung wegen des Geschlechts oder  worden. Wir konnten sie nicht alle gründlich  wegen einer Behinderung. wissenschaftlich auswerten, haben aber die  In  dieser  Deutlichkeit  war  das  unerwartet.  ■  Prof. Dr. Walter Rehberg. Tendenzen einbezogen. Ähnlich  überraschend  war,  dass  zwar  PerNach dieser ersten Phase haben wir auf der  sonen ab 60 oder 65 Jahren vermehrt darDass Menschen aufgrund Grundlage  der  Erfahrungsberichte  einen  über  berichtet  haben,  dass  sie  Altersdis Fragebogen erstellt und eine repräsentative  kriminierung am eigenen Leib erlebt haben.  ihres Lebensalters benachteiligt Stichprobe  von  Personen  in  der  deutsch- Aber  auch  30-Jährige  und  noch  Jüngere  werden, ist weit verbreitet – sprachigen  Schweiz  be hatten Erlebnisse, die sie  fragt.  Die  Befragung  hat  selbst  als  Altersdiskriminicht nur bei Menschen ab 60, sich  nicht  etwa  auf  Pernierung einstuften: etwa,  Weniger mit Sanktionen bewehrt  sondern auch bei Jüngeren. sonen  im  AHV-Alter  bewenn  ein  Arzt  sagte,  in  als andere Diskriminierungen   schränkt,  sondern  vom   ihrem  Alter  müssten  sie  Wir sprachen mit Prof. Walter 16.  Lebensjahr  an  wurde  mit  dem  Auftreten  beRehberg von der FHS St. Gallen, eine  repräsentative  Auswahl  von  Deutsch- stimmter  Symptome  rechnen,  da  sei  das  schweizern/-innen in vielen Orten persönlich   normal. der das Thema wisseninterviewt. Dabei wollten wir nicht auf eine  schaftlich erforscht. juristische  Untersuchung  hinaus,  sondern  Haben Ihre Beobachtungen im Alltag wir  fragten,  wer  sich  aufgrund  des  Alters  mit den Aussagen der Studienteilnehmer Herr Professor Rehberg, Sie leiten eine schon einmal diskriminiert gefühlt hat. Aller- übereingestimmt? Studie zu Formen und Verbreitung von dings habe ich jeden Fall überprüft, in dem  Fast alles, was Teilnehmer an der Studie beAltersdiskriminierung in der Deutsch- ganz andere Gründe für eine vermeintliche  richtet haben, hatte ich zuvor schon gehört  schweiz. Welchen Ansatz verfolgte Ihre Diskriminierung vorgelegen haben können. oder  selbst  beobachtet.  Natürlich  wird  jeUntersuchung, und was ist in der Studie mand, der sich länger mit so einem Thema  mit «Altersdiskriminierung» gemeint? Welche Ergebnisse haben Sie am meisten beschäftigt,  aufmerksamer  und  sieht  geDer Ansatz drückt sich im Titel aus: «Formen  überrascht? zielter  hin.  Aber  wir  haben  im  Verlauf  der  und  Verbreitung  von  Altersdiskriminierung  Etwa  drei  Viertel  derjenigen,  die  uns  ihre  Studie festgestellt, dass ganz allgemein ein  in  der  deutschsprachigen  Schweiz».  Zu-  Erlebnisse  berichtet  haben,  erzählten  von  Bewusstsein für Diskriminierung aus Alters-

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Finanzen und Recht | 7

schliesslich  wegen  des  Alters.  In  der   Schweiz  ist  das  legal.  Ich  finde,  das  muss  sich ändern. 

■  Das Bild von den hinfälligen Greisen trifft heutzutage selbst auf die meisten 80-Jährigen nicht mehr zu. Die Studie zur Altersdiskriminierung

Was heisst «selbständig bleiben» für Sie ganz persönlich? Mit 44 Jahren denkt man noch nicht ständig  an die Gefährdungen der eigenen Selbständigkeit. Aber wenn die Frage auf körperliche  Fitness  zielt:  Ich  betreibe  Krafttraining  und  Ausdauersport.  Für  den  Wissenschaftler  ist  auch  die  Frage  nach  dem  geistigen  InSchwung-Bleiben nicht aufrüttelnd: Kognitiv  bin  ich  mit  so  vielem  befasst,  dass  ich  nicht eben zusätzlich noch Sudoku machen  muss, sondern eher froh bin, wenn ich nicht  denken muss. Und ich habe auch nicht vor,  mit 63 Jahren den Stift fallen zu lassen. 

zeigt, dass sogar schon 30-Jährige wegen des Alters diskriminiert werden können.

gründen  vorhanden  ist,  sodass  wir  nicht   lange erklären mussten, was damit gemeint  ist.  Das  heisst,  dass  sehr  viele  Menschen   solche Beobachtungen gemacht haben und  machen: dass sie eine Stelle ausschliesslich  wegen  des  Alters  nicht  bekommen  haben,  nicht  zu  einer  Weiterbildung  durften  oder  dass  ihnen  etwas  nicht  zugetraut  wurde,  was sie gut leisten konnten. Welche Ergebnisse haben Ihre Erwartungen bestätig? Es war uns von vornherein bekannt, dass es  negative  Stereotype  (Vorurteile)  gegenüber  Älteren  gibt.  Hier  sind  viele  unserer  Vor Annahmen bestätigt worden. Grundsätzlich kann man jede Altersbegrenzung  in  Frage  stellen.  Alterslimiten  sind  in  meinen  Augen  überflüssig,  wenn  sie  nicht  durch  Überlegungen  etwa  zum  Jugendschutz  ausnahmsweise  gerechtfertigt  sind.  Aber in der Politik sind sie vollkommen un-

nötig.  Wenn  die  Stimmberechtigten  einen  101-Jährigen  wählen  oder  eine  17-Jährige,  dann  sind  die  gewählt.  Die  Bürger  müssen  sie  ja  wohl  für  kompetent  gehalten  haben.  Nur das zählt. Wo sehen Sie Möglichkeiten, durch Gesetzesänderungen Altersdiskriminierung zu beseitigen? Die Schweiz benötigt meiner Ansicht nach  über Artikel 8,2 der Bundesverfassung hinaus  ein  Gesetz,  das  sich  auf  privatrechtlichen Verkehr bezieht. In der Verfassung ist  nämlich nur staatliches Handeln verboten,  das  Gruppen  oder  einzelne  Personen  diskriminiert.  In  der  EU  ist  es  beispielsweise  nicht legal möglich, jemandem mit der einzigen Begründung eine Anstellung zu verweigern, sie oder er sei zu alt oder zu jung  dafür.  Wohlgemerkt,  nicht  mit  dem  Hinweis  auf  mangelnde  Erfahrung  oder  zu   geringe  Beweglichkeit,  sondern  ganz  austerzService-Center

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Prof. Dr. Walter Rehberg Dr. Walter Rehberg ist Professor am Institut für Soziale Arbeit (IFSA ) der FHS St. Gallen. Nach Studien in Wien und Los Angeles arbeitete und unterrichtete er u. a. in Long Beach, Freiburg i. Br., Berlin und Bern. Seit 2006 ist Walter Rehberg Dozent und Projektleiter an der Abteilung Forschung des IFSA . Die wichtigsten Ergebnisse des NF-Projektes «Altersdiskriminierung: Formen und Verbreitung», an dem sich auch Pro Senectute Schweiz, die EUKommission sowie das Fürstentum Liechtenstein beteiligt haben, werden demnächst als Buch veröffentlicht: «Altersdiskriminierung im Fürstentum Liechtenstein: Formen und Verbreitung» enthält auch einen Überblick für die Schweiz.


8 | Finanzen und Recht

Erfahrung und Loyalität - im öffentlichen Bewusstsein unterbewertet Autor: Dr. Thomas Meyer, Redaktion terzMagazin | Foto: iStockphoto

Das Verbot der Altersdiskriminierung, das in der Schweizer Bundesverfassung unter Artikel 8 festgehalten ist, muss konsequent durchgesetzt werden. Dafür setzt sich auch die terzStiftung aktiv ein (These 6). Dazu unsere Erläuterungen: Älter werden darf nicht bedeuten, durch Alterslimiten diskriminiert zu werden. Das steht für die terzStiftung unumstösslich fest. In vielen Fällen haben wir uns an Alters­ limiten so sehr gewöhnt, dass uns die Frage gar nicht mehr in den Sinn kommt: Ginge es nicht auch ohne Begrenzung? Im Kanton Zürich hat es in den vergangenen Jahren nie eine Altersbeschränkung für poli­ tische Ämter oder für Posten in politischen Gemeinden gegeben – so wenig wie eine Amtszeitbegrenzung: Wer von seinen Mit­ bürgern gewählt wird, ist gewählt. Uneinge­ schränkt. Alltagsbeispiele für Diskriminierung Auch wenn kaum jemand wirklich uner­ setzbar ist, sind willkürliche Altersgrenzen nicht zu rechtfertigen. Wie jeder Erwerbs­ tätige, wie Ärzte, Anwälte, Unternehmer oder Schauspieler, sollten Gemeinderäte, Mitglieder der Gemeindeverbände und an­ derer öffentlich­rechtlicher Anstalten selbst darüber befinden, ob sie nach dem 65. Ge­ burtstag noch weitermachen möchten, wenn sie ihre Arbeit noch bewältigen können. Die terzStiftung argumentiert grundsätzlich ge­ gen Alterslimiten.

■  Jahrelange loyale Betriebszugehörigkeit sollte am Ende belohnt werden.  

Im Alltag beginnt Altersdiskriminierung bei der Anrede: Nur wegen eines bestimmten Lebensalters reden Jüngere manchmal ihnen ganz unbekannte Ältere als «Grosi»/Oma oder «Grossätti»/Opa an statt mit dem Familien­ namen. Babysprache gegenüber Betagten, wie sie in Altersheimen weit verbreitet war, ist ebenfalls eine Altersdiskriminierung. Ein sehr weiter Begriff von «Altersdiskrimi­ nierung» umfasst auch die Gleichsetzung von «alt» und «verbraucht», wertlos, un­ modern, kaputt – das «alte» Gerät ist nicht mehr funktionsfähig: Die deutsche Sprache kennt hier viele diskriminierende Formulie­ rungen. Massivere Formen von Altersdiskriminierung liegen vor, wenn Jugendliche «zum Spass» Ältere bedrängen (sich im Supermarkt vor­ drängen), beleidigen oder sogar bedrohen. Ältere Arbeitnehmende werden statistisch gesehen seltener zu Fortbildungsmassnah­ men geschickt. Das ist diskriminierend, denn die Lernfähigkeit endet nicht mit dem 50. Le­ bensjahr. Darüber liegen zahlreiche unwider­ legbare Studien vor. Zwangsweise Frühpen­ sionierung ist diskriminierend, sie entwertet Erfahrungswissen und schätzt Loyalität zu gering ein. terzService-Center

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Finanzielle Benachteiligung Wenn Banken keine Kredite mehr vergeben, sobald jemand das 65. Lebensjahr vollendet hat, ist das eine Altersdiskriminierung – denn der durchschnittlichen Lebenserwartung nach hätte ein Mann noch fast 15 und eine Frau mehr als 18 Jahre zu leben – genug Zeit, einen Kredit zu bedienen oder abzubezahlen. Der Hinweis auf das blosse Alter ist kein stichhaltiges Argument gegen die Kreditver­ gabe. Dasselbe gilt für den Kauf von Wohn­ eigentum: Von Älteren 35 Prozent Eigenka­ pital zu verlangen ist nicht Vorsicht der Baufinanzierer, es ist Altersdiskriminierung. Vor der Gefahr, dass ältere Patienten aus­ schliesslich wegen ihres Lebensalters von bestimmten Behandlungsformen oder Ein­ griffen (Operationen, die die Lebensqualität wesentlich verbessern – Prothetik z. B.) aus­ geschlossen werden, muss immer wieder ge­ warnt werden. Die Erfahrensten werden geholt Alterslimiten gehen mit der Geringschät­ zung von Erfahrungswissen und einer Miss­ achtung des Potentials von Menschen im AHV­Alter einher. Dabei müssen neben den Neulingen im Betrieb oft die erfahrensten


Finanzen und Recht | 9

Mitarbeitenden Überstunden machen, wenn mehr zu tun ist. Durch Alterslimiten und Frühpensionierungen berauben Unterneh­ men sich dieser Erfahrung. Das soll nicht heissen, dass Auszubildende und frisch ge­ schulte Mitarbeitende keine wertvollen Im­ pulse geben könnten. Es ist nur ein Hinweis darauf, dass auch im Zeitalter der Hochtech­ nologie Fachwissen sowie Abgeklärtheit des längeren Lebens ihren Wert behalten. Irrweg der Frühpensionierung In absehbarer Zeit wird sich aufgrund der demographischen Entwicklung zeigen, dass auch das gesetzlich vorgegebene Pensionie­ rungsalter in manchen Berufen – nicht nur bei Spitzenbankern, Freiberuflern, Hoch­ schullehrkräften und Verwaltungsangestell­ ten – nicht zu halten ist. Der Irrweg der Früh­ pensionierung wird verlassen werden, das steht nicht nur für die terzStiftung unum­ stösslich fest. In arbeitsreichen Jahren er­ worbene Kompetenzen sind nicht rasch zu ersetzen – sowohl fachliche wie soziale. Er­ fahrung wird in absehbarer Zeit endlich wie­ der nach tatsächlichem Wert geschätzt. Die in vielen Studien nachgewiesene Zuverläs­ sigkeit älterer Mitarbeitender wird ins rich­ tige Verhältnis zur höheren Geschwindigkeit von Jüngeren gerückt. Loyalität zum Arbeit­ geber kann man nicht nach einigen Monaten der Betriebszugehörigkeit beweisen. Erst wer lange Jahre einem Unternehmen die Treue gehalten und seinen Beitrag zum Erfolg ge­ leistet hat, kann hier mitreden. Und die Un­ ternehmen werden einsehen müssen, dass gegenseitiges Vertrauen durch beidseitige Zuverlässigkeit wächst. Schreiben Sie uns dazu Ihre Meinung: www.terzblog.ch

10 Thesen 1. Unser ganzes Handeln muss künftig daran gemessen werden, ob es generationenverträglich ist (veröffentlicht im terzMagazin Nr. 1, Sept. 08).

verfassung unter Artikel 8 festgehalten ist, muss konsequent durchgesetzt werden. Dafür setzt sich auch die terzStiftung aktiv ein.

2. Es braucht mutige, neue Lösungen für die gesellschafts- und sozialpolitischen Aufgaben, die sich aus dem demographischen Wandel ergeben (terzMagazin Nr. 9, Dez. 09).

7. Lebenslanges Lernen ist eine absolute Notwendigkeit. Das Recht auf Weiterbildung im Alter muss garantiert sein, und es ist geknüpft an das Gebot der Eigenverantwortung für lebenslanges Lernen (terzMagazin Nr. 3, Dez. 08).

3. Der heutige Generationenvertrag muss den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen so angepasst werden, dass ein gerechter Lastenausgleich zwischen den Altersgruppen stattfindet (terzMagazin Nr. 4, Febr. 09). 4. Mit Blick auf Gesellschaften, in denen die Lebenserwartung weiter steigt, sind neue Modelle für die Lebensarbeitszeit wichtig (terzMagazin Nr. 5, April 09).

8. Leistungen Älterer verdienen mehr Wertschätzung. Ohne das freiwillige, kompetente und meist unentgeltliche Engagement älterer Personen wären viele Vereine und Organisationen nicht handlungsfähig (terzMagazin Nr. 7, Aug. 09). 9. Es braucht dringend ein neues Bildund Sprachkonzept für die zeitgemässe Darstellung und Ansprache älterer Personen (terzMagazin Nr. 6, Juni 09).

5. Wer im reifen Alter eine Aufgabe hat und gebraucht wird, ist nachweislich gesünder als ein Untätiger. Durch 10. Der demographische Wandel wird Aktivität können also die Kosten im Wirtschaft und Gesellschaft zwingen, Gesundheitswesen gesenkt werden auf die Ressourcen und Kompetenzen (terzMagazin Nr. 2, Okt. 08). der Älteren zurückzugreifen. Das wertet diese Generation auf und stärkt 6. Das Verbot der Altersdiskriminieihre Position (terzMagazin Nr. 8, rung, das in der Schweizer BundesOkt. 09).

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10 | Finanzen und Recht

«Das Internet – nix für die Alten » Autor: Heiner Hug, Redaktion seniorweb.ch | Fotos: zVg und iStockphoto

«Die Alten können ja nicht einmal mit den neuen Billett-Automaten im Zürcher Hauptbahnhof umgehen, wie sollen sie da mit dem Internet umgehen?» Der sympathische junge Mann, der das sagt, ist Student einer Zürcher Fachhochschule. Ich diskutiere mit seiner Klasse über das Fernsehen und das Internet. Der Mann fügt bei: «Das Internet ist nix für die Alten.»

Das hat Folgen. Ohne Internet wird man zum Aussenseiter. An einem Volkshochschulkurs spreche ich über das Fernsehen, das immer mehr im Internet konsumiert wird. Da steht ein älterer, gepflegter Mann auf und ent­ rüstet sich. «Die heutige Gesellschaft ist eine Apartheid­Gesellschaft. Wer kein Internet hat, gilt nichts mehr. Er kann nicht einmal mehr am Flughafen einchecken.» Ein biss­ chen hat der Mann recht. Doch ohne Inter­ net, «die grösste Erfindung seit der Einfüh­ rung des Rades» (wie einige schwärmen), wird es nicht mehr gehen. Das Internet ist eigentlich kein neues Medi­ um. Es ist eine neue Transportgesellschaft: Es transportiert alle Medien gleichzeitig: Zeitungen, Radio, Fernsehen. Man findet Lexika, ganze Bibliotheken, Universitäts­ studien, Unterhaltung, Musik, Blödeleien, Pornografie, medizinische Studien, Reisebe­ richte, Polemik, Selbstdarstellungen. Es offe­ riert das Beste und das Schrecklichste. Es offeriert eben alles. Noch nie lag vor uns eine derartige Fülle von Wissen und Erfahrung, von Weisheit, Information und Unterhal­ tung. Und fast alles gratis.

■  Heiner Hug, ehemaliger Leiter der «Tagesschau».

Die heutigen Jungen sind die erste Genera­ tion, die mit Internet und Handy aufgewach­ sen ist. Eine Studie des Schweizer Link­Insti­ tuts besagt, dass in der Schweiz 95 Prozent der Jungen mindestens einmal pro Tag im Internet surfen. Mit virtuoser Leichtigkeit holen sie sich Informationen und Unter­ haltung, sie chatten und twittern – und er­ zählen sich ihr Leben auf Facebook. Der Siegeszug des Internets ist viel rasanter ver­ laufen als vor einigen Jahren noch geahnt.

Gigantischer Siegeszug bei den Alten Und das alles – nix für die Alten? Moment mal. Was der sympathische junge Mann einer Zürcher Fachhochschule nicht weiss: Gerade bei den Alten hat ein gigantischer Siegeszug des Internets begonnen. Die Zahl der älteren Internet­Benutzer nimmt rasant zu. Noch sind es vor allem die Gebildeten, die das Netz nutzen. Internet­Kurse für Ältere haben riesigen Zulauf. Anlaufstellen für das Einrichten der Laptops und PCs gibt es über­ all. Ein Computer­Händler im Mediamarkt sagt mir: «Immer mehr sind es Alte, die hier einkaufen, und zwar nicht irgendetwas.» terzService-Center

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Die Zeiten haben sich radikal geändert. Früher belächelte man die Alten. Sie waren schüchtern, sammelten Briefmarken oder bauten im Keller eine Modelleisenbahn. Die neuen Alten sind selbstbewusst, stolz darauf, zur reiferen Generation zu gehören und et­ was zu sagen zu haben. Sie koppeln sich nicht von der Welt ab. Im Gegenteil: Unzäh­ lige Studien beweisen, dass sie besser infor­ miert sind als die Jungen. Und das Internet eignet sich wie kein anderes Medium zur In­ formationsbeschaffung. Von der Internet-Schatztruhe profitieren Denn gerade reifere, intelligente Menschen, die über etwas Zeit verfügen, können von der Internet­Schatztruhe profitieren. Ihnen bietet das Netz Hervorragendes. Natürlich bieten auch Zeitungen, das Radio und das Fernsehen gute Informationen. Doch was da von den Redaktionen ausgewählt wird, entspricht vielleicht nicht immer ganz dem, was ältere Menschen möchten. Es ist be­ kannt, dass auf Zeitungs­ und Fernseh­ redaktionen vor allem Redaktorinnen und Redaktoren unter fünfzig arbeiten. Sie wissen vielleicht nicht, welches die Informations­ bedürfnisse der Älteren sind. Im Internet aber können ältere Menschen selbst Chef­ redaktoren spielen und das zusammentra­ gen, was sie interessiert. Und fast alles ist gratis. Das Abonnement einer grossen Schweizer Zeitung kostet im neuen Jahr über 500 Franken – dafür kriegt man fast schon einen Computer. Studien zeigen, dass sich die Jüngeren aus dem Internet – neben den News – vor allem Unterhaltung und Schräges holen. Sie surfen zum Teil planlos im Netz und bleiben irgendwo hängen. Die Älteren gehen plan­ mässiger vor: Sie suchen etwas Bestimmtes.


Finanzen und Recht | 11

■  PC und Internet dienen der Informationsbeschaffung, sie verbinden aber auch die Generationen.

«Wer nichts weiss, muss alles glauben» Eigentlich ist das Internet das anspruchs­ vollste Medium. Es gibt dort alles: wunder­ bar Gescheites und furchtbar Dummes, Gefährliches, Ungeprüftes, Kriminelles. Jeder hat die Freiheit, irgendeinen Quatsch ins Netz zu stellen – und viele glauben dann, was da steht. Das Internet verlangt von den Benutzern, dass sie die Spreu vom Weizen trennen können und nicht alles glauben. Das können sie nur, wenn sie eine gewisse Bil­ dung haben, Erfahrung, ein Vorwissen: wenn sie fähig sind, Informationen einer Plausibi­ litätsprüfung zu unterziehen. «Wer nichts weiss, muss alles glauben» gilt auch beim In­ ternet. Gerade da sind ältere Leute mit ihrer Erfahrung, ihrer Vorsicht und ihrem Vorwis­ sen in einer wunderbaren Position. Gerade sie können einen intelligenten Gebrauch des neuen Mediums machen.

Die Älteren konsumieren im Netz vor allem die wichtigen Zeitungen der Welt, viele per­ fektionieren ihre Sprache, indem sie die «Washington Post», «Le Monde» oder «El País» lesen. Wikipedia ist auch bei den Älteren ein Renner – und immer häufiger schaut man Fernsehen auf dem Computer. In der Schweiz konsumieren bereits anderthalb Millionen Leute pro Tag Radio und Fernsehen übers Internet. Der Anteil der Älteren wird immer grösser. Erfolg haben auch Internet­Auftritte, die speziell für Senioren gemacht sind. In Euro­ pa allerdings ist man da noch etwas schüch­ tern und allzu bescheiden. Neue Auftritte werden da die Szene beleben. Die älteren Leute nehmen rege an Internet­Diskussionen teil und schicken Beiträge ein. Natürlich ist das Internet auch das Medium, das gegen drohende Vereinsamung wirkt. Man ist live terzService-Center

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mit der Welt verbunden, mit allem, was man will. Ein Vorteil des Internets ist auch, dass man die Schrift vergrössern kann. Viele Ältere merken schnell, dass die Hand­ habung eigentlich ein Kinderspiel ist. Das Internet ist das Medium der Zukunft, auch für die Alten. Die Zukunft heisst Internet: Fernsehen über Internet, Zeitungen über In­ ternet – und tausend Dinge mehr. Und viele merken schnell, dass es eigentlich einfacher ist, das Internet zu bedienen als einen neuen Billett­Automaten im Zürcher Hauptbahnhof. Einfacher und billiger.

Mit freundlicher Genehmigung


12 | Finanzen und Recht

Wichtige Entscheidungen über Mobilität müssen angemessen begründet sein Autor: Hansueli Bleiker | Foto: Verkehrssicherheitszentrum Betzholz

Das Vorhaben, eine Alterslimite im Strassenverkehr einzuführen, hat zu Recht keine Chance, denn die Fahrfähigkeit ist niemals allein eine Frage des Alters. Verkehrsfachleute  und  insbesondere  auf  Auto  fahrende  Senioren  spezialisierte  Beratungsstellen  und  Fahrexperten  setzen  in  ihren Stellungnahmen und politischen Vorstössen auf die verbesserte und fairere Untersuchung auf der Stufe der hausärztlichen  Kontrolle  ab  70.  Der  zurzeit  herrschende  Frust im Umgang der Behörden mit der Mobilität von Senioren rührt daher: 1.  dass das «Nein» bei der obligatorischen Untersuchung VZV (Fahreignung) dem Patienten  nicht überzeugend begründet werden kann. Abhilfe: Der Hausarzt empfiehlt seinem Patienten eine praktische Fahrprobe und erhält  damit eine überzeugende Entscheidungshilfe. 

Abhilfe: Eine  juristische  Beratung  bewirkt  unter Umständen eine Wiederholung.       5.  Ein  unbedeutender  Zwischenfall,  z. B.  leichte Auffahrkollision, hat mit der Begründung des Alters eine Kon3.  dass Senior/innen dem  trollfahrt zur Folge. Stress  der  Kontrollfahrt  Jeder zweite Senior empfindet   Abhilfe:  Polizeiorgane  mit  dem  Experten  des  und  Strassenverkehrsden ‹ altershalber › verordneten Strassenverkehrsamtes  ämter  haben  den  BunAusweis-Entzug als Unrecht und  dem  begleitenden  desgerichtsentscheid  zu  Arzt  der  Rechtsmedizin  respektieren,  nach  dem  oft  nicht  gewachsen  sind  und  das  «Nein»  altersbedingte  Sonderbehandlungen  ver einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. boten  sind.  Das  bedeutet,  dass  unverhältAbhilfe: Gute Vorbereitung und Begleitung  nismässige  Bussen  und  Androhungen  von  durch erfahrenen Fahrlehrer bzw. -berater. Entzug  des  Führerausweises  in  Fällen,  wo  unter  70-Jährigen  keine  derartigen  Mass4.  Die angeordnete Untersuchung durch die  nahmen  auferlegt  worden  wären,  gegen  Rechtsmedizin enthält Testkriterien, die vom  BGE  127  II  129  verstossen.  Falls  jemand  Probanden  als  schikanös  und  wirklichkeits-  vermutet,  dass  das  doch  geschieht:  Omfremd  empfunden  werden  und  denen  er  budsstelle  kontaktieren  oder  juristischen  nicht gewachsen ist. Beistand anfordern. sieren  möchten,  indem  sie  Zuflucht  zu   Testverfahren  nehmen,  die  für  den  Patienten  überhaupt  nicht  nachvollziehbar  sind.   Abhilfe:  Verweigerung  der  Akzeptanz  und  Wiederholung beim Arzt des Vertrauens.

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2.  dass  Vertretungen  der  vertrauten  Hausärzte die Unkenntnis des Patienten kompen-

Hansueli Bleiker Hansueli Bleiker, Jahrgang 1929, war Fahr-Ausbildner und zehn Jahre lang Prüfungsexperte des Strassenverkehrsamts des Kantons Zürich. Mittlerweile berät er seit Jahren Auto fahrende Seniorinnen und Senioren in Zweifelsfällen des Führerausweis-Entzugs und bei der Überprüfung der eigenen Fahrfähigkeiten. Weitere Informationen im Internet unter www.autofahrendesenioren.ch.

■  Verkehrstraining ist eine gute und sinnvolle Sache, wenn jemand sich unsicher fühlt.

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Finanzen und Recht | 13

Alte nicht an den Rand der Gesellschaft drängen Wer stiehlt sich aus der Verantwortung? Und der Dauerbrenner: Natürlich haben Pensionierte  weniger  AHV-Beiträge  einbezahlt  als die Jungen «und kassieren nun ab». Steuern womöglich damit auch Sozialwerke und  Rentenversicherungen in die Krise. Nur, Hand  aufs Herz: Waren es Senioren, welchen ebendiese Krise zur Last gelegt werden muss? Da  schleichen  sich  im  Gegenteil  eher  jüngere  Verantwortliche  «durch  die  Hintertür»  aus  ihrer Verantwortung – und andere, die ebenso wenig betagt sind, tolerieren das. «Altersdiskriminierung»  –  ich  hasse  diesen  Dennoch: Wir sind eben da, Teil unserer GeBegriff. Nur, natürlich entstand er nicht von  sellschaft, und es wäre an der Zeit, uns Seniungefähr. Und natürlich sind Vorkommnisse  orinnen und Senioren mit Toleranz und Vernicht  wegzudiskutieren,  die  dazu  führten,  ständnis  zu  begegnen,  damit  wir  uns  nicht  dass er entstehen konnte, vielleicht musste. prinzipiell  an  den  Rand  dieser  Gesellschaft  Aus unseren Köpfen und aus unserem Alltag  gedrängt fühlen müssen. Denn: Es wird nicht  aber kann er kaum verschwinden, solange er  besser  kommen.  Jede/r  nimmt  heute  alle  weiter «gefüttert» wird. Da musste doch eben  Möglichkeiten wahr, gesund älter zu werden,  die Wohnung eines alten Menschen von jah- welche  die  sich  stetig  weiterentwickelnde  relang  angestautem  Müll  geleert  werden,  moderne Medizin bietet. Nicht nur dies: Wir  nachdem er ins Altersheim eingewiesen wer- werden sogar angehalten, selber auf unsere  den musste. Eben wieder  Gesundheit  zu  achten,  behinderte «ein Alter/eine  uns  so  gesund  und  oft  Alte» den Sonntagabendwie  im  einzelnen  Fall  Viele grosse Leistungen   verkehr durch stressendes  möglich zu bewegen, sei’s  im kleinen Rahmen Langsamfahren, wo doch  in Wald und Feld oder im  alle  so  schnell  wie  mögFitnesszentrum.  Und  die  lich heimkommen wollten. Ein Betagter bzw.  meisten,  glaube  ich,  geniessen  es,  diesen  eine  Betagte  sorgte  am  Postschalter  für  letzten Lebensabschnitt aktiv und geistig in  «Stau»,  weil  er/sie  nicht  verstehen  konnte,  Form zu erleben. dass der 200 g schwere Auslandbrief beinahe  zehn Franken  Porto  kosten  sollte  – «das  ist  Andere Alte als je zuvor doch nicht möglich, ist doch ein falscher Ta- Wir sind – durch die ganzen Entwicklungen  rif»,  insistierte  der  Kunde.  Zugegeben,  das  favorisiert  –  ein  bisschen  «andere»  Alte  als  sind eigentlich noch beinahe harmlose Bei- die Generationen, die vor uns ohne alle die  spiele dafür, dass man schnell bereit ist, sie  uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten  sofort in die Schublade «die Alten» einzuord- alt geworden sind. Anstatt über «die Alten»  nen,  welche  unsere  heutige  «Gesellschaft»  zu meckern, wäre es vielleicht angesagt, sich  eigentlich nur stören. die  gar  nicht  wenigen  positiven  Beispiele – 

Standpunkt

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die es nämlich auch gibt – in Erinnerung zu  rufen. Denn, ist da nicht eine Privatbank, in  deren  Verwaltungsrat  ein  an  Jahren  sehr   alter Ehrenpräsident das Ruder weise in eine  Richtung  begleitete,  so  dass  das  Institut  heute  nicht  an  einem  Finanztropf  hängen  muss? Abgesehen davon leisten Pensionierte  auch im kleinen Rahmen, fern aller Öffent-   lichkeit, recht viel unbezahlte Freiwilligenarbeit in der Familie und für die Allgemeinheit  (Institutionen  Pro  Senectute  und  Caritas  zum Beispiel).  Der  deutsche  Zukunftsforscher  Matthias  Horx,  Jahrgang  1955,  hielt  bereits  vor  fünf  Jahren nichts von den Schreckensszenarien  zur Überalterung. «Zu erwarten sei vielmehr  eine  Gesellschaft  des  verlängerten  Lebens  und  damit  die  Renaissance  von  Respekt,   Reife  und  Kompetenz»  (NZZ  am  Sonntag).  Das  kann  man  sich  nur  wünschen.  Und  es  passt  in  den  Kontext  zu  den  Äusserungen  des  renommierten  Schweizer  Soziologieprofessors  François  Höpflinger  und  der   ebenso  angesehenen  Psychologieprofessorin  Pasqualina  Perrig-Chiello,  die  in  ihrem  Buch  «Die  Babyboomer»  beschreiben,  wie   die  heutige  «alte  Generation  tickt».  Demnach  dürfen  wir  durchaus  damit  rechnen,  dass  unsere  Lebenserwartung  noch  weiter  ansteigt. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die uns Senioren heute ins Pfefferland  wünschen. (Bücher:  «Der  Mensch  als  Mass / Bemerkungen  zu   einer  globalisierten  Welt»,  Hans  Vontobel,  2007.   «Die  Babyboomer / Eine  Generation  revolutioniert   das  Alter »,  François  Höpflinger  und  Pasqualina   Perrig-Chiello, 2009)

Yvonne Tempelmann, Redaktion terzMagazin


14 | Finanzen und Recht

Eine traurige Tatsache: Schwerhörige und Gehörlose werden oft ausgegrenzt Autorin: Karin Huber, pro audito schweiz | Foto: iStockphoto

Menschen mit Hörproblemen werden oft mehrfach bestraft: Da sie nicht immer verstehen, was gesprochen wird, werden sie viel­ fach von den Gesprächen aus­ gegrenzt. Und weil vielerorts Hör­ anlagen fehlen, sind Konzert­, Theater­ und Kirchenbesuche oder Infoveranstaltungen für sie oft nicht möglich. Nicht nur sind immer mehr junge Menschen von Hörproblemen betroffen, sondern ge­ rade auch die ältere Generation kämpft zu­ nehmend mit Schwerhörigkeit. Davon abge­ sehen, ob die Schwerhörigkeit auf Krank­ heiten, zu laute Musik oder andere Ursachen wie nachlassende Hörfähigkeit im Alter zu­ rückzuführen ist: Die Betroffenen haben alle das gleiche Problem – sie hören nicht mehr alles und verstehen nicht mehr alles. Hörge­ räte helfen zwar, weitgehend integriert zu bleiben, vermögen jedoch nicht das Gehör zurückzubringen. «Wir werden diskriminiert» Die Tatsache, nicht mehr so gut zu hören, hat weitreichende Folgen. Vor allem werden schwerhörige und gehörlose, aber auch älte­ re Menschen oft aus der Gesellschaft ausge­ grenzt und vereinsamen deshalb. Dass sie wegen ihrer Schwerhörigkeit diskriminiert werden, bewusst oder unbewusst, ist eine traurige Tatsache. Ändern können dies auf­ merksame Mitmenschen und auch der Ge­ setzgeber. In der Schweiz besteht zwar ein

Behindertengesetz, doch wird es noch längst nicht in allen Belangen umgesetzt.

in unzähligen Situationen konfrontiert wer­ den, können sie viele Lieder singen . . .

«Sitze ich in einem lauten Restaurant und Das Recht und der Alltag meine Freunde diskutieren miteinander, In den EU­Ländern und in der Schweiz wer­ dann bin ich jeweils aus der Diskussion aus­ den zwar die Rechte der Behinderten ge­ geschlossen, weil ich nur Bruchstücke der schützt. Doch gibt es viele Situationen, in Gespräche höre», klagt eine ältere Dame. denen Hörbehinderte jeden Alters – nicht «Wenn am Flughafen oder auch in einem nur bei der Jobsuche oder am Arbeitsplatz – Kaufhaus mein Name ausgerufen wird, höre nach wie vor diskriminiert werden: Es fehlt ich dies gar nicht», weist eine andere auf an Ringleitungen (vgl. Kasten) in öffent­ einen grossen Missstand hin. Nicht einmal lichen Gebäuden, in Sitzungszimmern, in Theatern, Kinos, Kirchen, der Notruf ist hörbehin­ in Senioren­ und Alters­ derten­ respektive alters­ heimen, in Gemeinde­ gerecht eingerichtet. Doch Wir fordern, den gesetzlichen und Vortragssälen. Bei auch simple Alltagsge­ Vorgaben Folge zu leisten Lautsprecherdurchsagen räusche, wie ein Auto, das im öffentlichen Raum, an sich nähert und das man nicht hört, können fatale Folgen haben. Über Bahnhöfen, Flughäfen, im Tram und ebenso die Missstände, mit denen ältere Menschen auf den Schiffen sind Hörbeeinträchtigte mit zunehmendem Hörverlust tagaus, tagein ebenso benachteiligt.

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■  Respekt, Humor und Augenkontakt erleichtern die Kommunikation mit Hörbehinderten.

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Finanzen und Recht | 15

Viele Schwierigkeiten entstehen auch im persönlichen Bereich: Telefonieren wird schwieriger bis unmöglich, beim Fernsehen verstehen stark Hörbeeinträchtigte nicht mehr alles, die Kommunikation in der Fami­ lie und im Freundeskreis verringert sich und damit auch die Lebensqualität. Doch er­ staunlich ist: Trotz gravierender Probleme mit dem Gehör gehen wenige zum Arzt. Da­ bei wäre es wichtig, sein Gehör so früh wie möglich untersuchen und sich gegebenen­ falls Hörgeräte anpassen zu lassen, um in der Gesellschaft integriert zu bleiben. Einsatz für Hörbehinderte «Wir wehren uns seit Langem im Interesse der Menschen mit Hörproblemen und for­ dern Behörden, Institutionen und Organisa­ tionen regelmässig auf, den gesetzlichen Vorgaben Folge zu leisten», erklärt Barbara Wenk, Präsidentin des Hörbehindertenver­ bandes pro audito schweiz. «Wir stellen noch zu oft fest, dass die Bedürfnisse von Hörbe­ hinderten einfach nicht wahrgenommen werden.» Auch deshalb setzt pro audito schweiz nun auf die im Dezember 2009 neu gegründete «parlamentarische Gruppe für Menschen mit Hörbehinderung». Diese wird sich nicht nur für günstigere Hörgeräte­ preise einsetzen, sondern auch die Probleme Hörbehinderter stärker in den Fokus von Po­ litik und Öffentlichkeit rücken. «Dieser Ein­ satz ist darum so wichtig, weil Hörbehinde­ rungen unsichtbar sind und sie darum zu oft gar nicht wahrgenommen werden», so Bar­ bara Wenk. Pro audito schweiz selbst setzt sich insbe­ sondere für eine gute Hörgeräteversorgung für alle zu moderaten Preisen ein, ebenso für die Umsetzung des Gleichstellungsgesetzes im Bereich der Hörbehinderung sowie für die

Integration von Hörbehinderten durch In­ formation. Mehr Hörgeschädigte, gute Hilfsmittel 2015 werden weltweit über 700 Millionen, europaweit rund 90 Millionen, schweizweit rund 1,2 Millionen Menschen (Hörverlust ab 25 dB) hörgeschädigt sein. Davon geht das «British MRC Institute of Hearing Research» aus. Da überdies die Zahl älterer Menschen zunimmt, steigt auch die Zahl Hörbehinder­ ter stark an. Sie brauchen zunehmend be­ zahlbare Hörgeräte und sind auf gute Hilfs­ mittel angewiesen – wie Lichtsignale, welche akustisch tönende Dinge wie die Haustür­ klingel oder den Wecker über das Visuelle er­ fahrbar machen.

Tipps im Umgang mit Hörbehinderten Denken Sie daran, dass Ihr Gesprächspartner einen Hörverlust hat, wenn Sie mit ihm sprechen: ■  Gehen

Sie respektvoll mit der hörgeschä­ digten Person um. ■  Nehmen

Sie die Dinge mit Humor.

■  Sprechen

Sie gegebenenfalls etwas lau­

ter. ■  Schauen

Sie Ihr Gegenüber beim Spre­

chen an. ■  Wahren

Sie den Augenkontakt und dre­ hen Sie dem Hörgeschädigten beim Spre­ chen nicht den Rücken zu. ■  Sprechen

Sie deutlich und nicht zu

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■  Versichern

Sie sich, dass der hörgeschä­ digte Gesprächspartner verstanden hat, was Sie gesagt haben. ■  Fragen

Sie den Hörgeschädigten, welches die besten Kommunikationsmöglichkeiten sind.

Ringleitungen Was sind Ringleitungen? Eine Ringleitung besteht aus einem Verstärker und einem Kabel für die induktive Übertragung. Der Verstärker wird an eine Audioquelle, z. B. den Fernseher oder die Stereoanlage, angeschlossen und gibt ein Signal an das Ringleitungskabel. Stellt man die Hörsysteme auf die T-Spule (Empfänger) um, kann man den Fernsehton bzw. die Musik direkt im Hörgerät empfangen. Natürlich können Ringleitungen auch zum Telefonieren genutzt werden. Infos und Hörcheck Für Mitglieder der Gönnergemeinschaft bietet pro audito schweiz über das terzService-Center unter ✆ 0800 123 333 eine kostenlose Beratung rund ums Hören sowie einen kostenlosen Telefon-Hörcheck an. Er ist wissenschaftlich fundiert und klärt ab, wie gut jemand noch hört. Ein Mobiltelefon ist für den Hörcheck nicht geeignet. Weitere Informationen: pro audito schweiz, Feldeggstr. 69, 8032 Zürich, www.pro-audito.ch oder unter www.terzstiftung.ch (Kooperationspartner).


16 | Finanzen und Recht

Die Würde älterer Menschen wahren Autor: Hans Werner Widrig, Präsident SVS | Foto: zVg

Der Schweizerische Verband für Seniorenfragen (SVS) wirkt im selben Sinn wie die terzStiftung im politischen Leben der Schweiz aktiv mit: gerade auch beim Kampf gegen Altersdiskriminierung. Der Präsident hat zu Beginn dieses Jahres die Aufgaben des Verbandes so beschrieben:

■  Autor: Hans Werner Widrig, alt Nationalrat und Präsident des SVS.

«Was macht eigentlich der SVS?», werde ich oft gefragt. Für den Präsidenten eines Dach­ verbandes ist es gut, wenn er folgende drei Fragen beantwortet: 1. Wer sind wir? Der SVS ist ein gemeinnütziger, parteipoli­ tisch und konfessionell unabhängiger, föde­ rativ geführter Verband. Er nimmt sich der Anliegen älterer Menschen in unserer Ge­

sellschaft an. Primär ist der SVS Vernehm­ lassungspartner zu aktuellen Fragen der Sozial­ und Gesundheitspolitik auf natio­ naler Ebene. Im Sinne der Aufgabenteilung mit seinen Mitgliedverbänden beschränkt sich der SVS auf zwei Anlässe pro Jahr: die statutarisch gegebene Delegiertenversamm­ lung DV im März und den SVS­Kongress mit einem nationalen Thema jeweils am ersten Donnerstag im September. Der SVS ist ein Dachverband von 39 kantonalen und regio­ nalen Verbänden mit insgesamt ca. 18 000 Einzelmitgliedern. Noch ist die Abdeckung unvollständig, es hat noch Kantone ohne an­ geschlossene Verbände. Dort muss der SVS dieses Manko durch Mitgliederwerbung in den nächsten Jahren wettmachen. 2. Was wollen wir? Gemäss Art. 2 der SVS­Statuten gilt der Ein­ satz der Wahrung und Förderung für die Würde und Lebensqualität älterer Menschen. Durch gemeinsame Anlässe zusammen mit Jugendlichen soll die beruflich aktive Gene­ ration für Altersfragen sensibilisiert werden. Ziel ist es auch, die Alters­ und Freiwilligen­ arbeit auf gesetzlicher und praktischer Ebe­ ne wirksam zu gestalten. Hat dies der SVS im Jahre 2009 im Alltag praxisnah umgesetzt? Antwort 1 liefert unsere Präsidentenkonfe­ renz vom 30.06.2009, wo der SVS die Ja­ Parole zur IV­Zusatzfinanzierung beschloss. Damit wird die Bildung eines eigenständigen IV­Ausgleichsfonds ermöglicht. Antwort 2 gibt unsere Präsidentenkonfe­ renz vom 03.11.2009 mit dem Ja zur Absen­ kung des Umwandlungssatzes in der zweiten Säule. Das knappe Ja weist auf die Notwen­ digkeit zusätzlicher Informationen und Ge­ spräche bis zum Eidg. Abstimmungstermin vom März 2010 hin. Ein zu hoher Umwand­ terzService-Center

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lungssatz gefährdet die Stabilität der Vor­ sorgeeinrichtungen. Antwort 3 erteilt die SVS­Stellungnahme in den nationalen Medien (Sonntagszeitung 29.03.2009) mit unserem Hinweis, dass die Einführung einer neuen Prämienstufe für Senioren und Seniorinnen kein geeignetes Instrument in der Krankenversicherung ist. 3. Wie arbeiten wir? Der ständige Kontakt mit eidgenössischen Parlamentariern, Behörden und Verbänden erfolgt jedes Jahr beim SVS­Kongress. Der Kontakt muss nicht institutionalisiert wer­ den, sondern wird durch gemeinsame Arbeit an gemeinsamen Aufgaben automatisch praktiziert. Der nächste SVS­Kongress fin­ det am Donnerstag, 2. September 2010, 09.30 Uhr im Schützenhaus Albisgütli Zürich statt. Das erste Thema «Sicherheit im Alter» beinhaltet Fragen, die uns im Alltag berüh­ ren. Im zweiten Thema «Sicherheit im Ge­ sundheitswesen» werden unkonventionelle Vorschläge diskutiert mit Gesundeitsökonom Dr. Willy Oggier, den wir vom SVS­Kongress 2007 Baden in bester Erinnerung haben. Aufgabenteilung für den SVS heisst auch Mitgestaltung an der eidgenössischen Politik als Mit­Träger im Schweizerischen Senioren­ rat SSR. Unser SVS­Delegierter Peter Seiler arbeitet an den Statuten für den neuen Ver­ ein mit. Ich bin zuversichtlich, dass die bewährte Zusammenarbeit zwischen SVS/­ VASOS und den Partnern Bundesamt für Sozialversicherung BSV und Pro Senectute auf neuer Grundlage ab 01.01.2011 erfolg­ reich weitergeführt werden kann.


ZU FUSS IM HOHEN ALTER

www.buerobertoli.ch

Ältere FussgängerInnen sind deutlich häufiger in einen Unfall verwickelt als Junge. Zusammen mit dem Kabarettisten Emil hat «Fussverkehr Schweiz» darum eine Kampagne lanciert, welche aufzeigt, auf was ältere Menschen im Verkehr achten müssen.

FALTBLATT WEG? Faltblatt und Broschüre gibt es gratis bei Fussverkehr Schweiz Klosbachstrasse 48 CH-8032 Zürich Tel. 043 488 40 30 info@fussverkehr.ch www.zu-fuss.ch

«Handeln wir doch am Zebrastreifen wie ein konzentrierter Dompteur und nicht wie ein Clown!» EMIL, KABARETTIST UND BOTSCHAFTER DER KAMPAGNE


18 | Finanzen und Recht

Recht auf Gleichbehandlung für alle Autorin: Cornelia Eisenberg, Geschäftsführerin SRK Kanton Thurgau | Foto: zVg

Die sieben Rotkreuzgrundsätze bilden die Grundlage für unser Tun und sind das Herzstück unserer Tätigkeit: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Rotkreuzgrundsatz 2010: Dieses Jahr verpflichten wir uns vor allem dem Grundsatz Unparteilichkeit. «Hilfe in der Not kennt keine Unterschiede» ist mehr als ein Slogan, es ist ein Wegweiser, eine Haltung, die unser Handeln und Denken prägt. Was sollten Sie beachten, um dem Grundsatz der Unparteilichkeit nachzuleben?

Unparteilichkeit bedeutet, niemanden zu diskriminieren: Dieser Rotkreuz-Grundsatz ist nur einer von vielen Berührungspunkten zwischen dem Roten Kreuz Kanton Thurgau und der terzStiftung Berlingen. Beide Institutionen sind gemeinnützig und nicht gewinnorientiert, und beide setzen sich aktiv für die Interessen älterer Menschen ein. In der täglichen Arbeit orientieren wir uns an Werten wie Selbstbestimmung, Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Freiheit bei grösstmöglicher Sicherheit. Die terzStiftung leistet einen grossen Beitrag zum Wohle älterer Menschen. Wir freuen uns sehr, dass wir einen Beitrag zum terzMagazin leisten konnten. Cornelia Eisenberg

■  Weder das Geschlecht noch die Herkunft einer Person spielen eine Rolle für das SRK.

Nichtdiskriminierung bedeutet die Gleichbehandlung von Menschen. Denn obwohl sie sich physisch, intellektuell, moralisch oder durch soziale Stellung unterscheiden: Alle Menschen haben das gleiche Recht auf die Achtung ihrer Menschenwürde und auf Hilfe in der Not. Die Hilfe soll verhältnismässig sein: Die vorhandenen Hilfsmittel müssen quantitativ und zeitlich in der jeweiligen Situation so eingesetzt werden, dass eine Gleichheit der Behandlung für alle Betroffenen erreicht wird. Unvoreingenommenes Handeln ist nur möglich, wenn die Helfer andere Wertmassstäbe tolerieren. Ihrer eigenen religiösen, politischen und sozialen Wertvorstellungen sollten sie sich bewusst sein. Zu Hause sein bedeutet Sicherheit, Wohlbefinden und ein wichtiges Stück Lebensqualität. Mit seiner Arbeit möchte das Rote Kreuz Kanton Thurgau älteren, kranken und behinterzService-Center

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derten Menschen zu mehr Lebensqualität verhelfen. Es möchte vor allem jene Menschen unterstützen, die weiterhin dort bleiben möchten, wo sie sich am wohlsten fühlen: zu Hause, in ihrer vertrauten Umgebung. Dank unseren vielfältigen Rotkreuz-Dienstleistungen können Sie länger in Ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben und behalten Ihre Selbständigkeit. Zu diesen Leistungen gehören: ■  der Notruf, bei dem sofort Hilfe nach Hause kommt ■  der Fahrdienst, der allen, die nicht mehr so mobil sind, den Kontakt zu Freunden und Verwandten ermöglicht und auch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ■  Kurse und der Entlastungsdienst für betreuende Angehörige. Sämtliche Leistungen des SRK Thurgau stellen wir in der nächsten Ausgabe des terzMagazins vor.


Finanzen und Recht | 19

Auch im Alter sicher zu Fuss unterwegs: Fussverkehr Schweiz lanciert Kampagne Autor: Thomas Löliger, Fussverkehr Schweiz | Foto: Susanne Völlm

Ein Blick in die Unfallstatistik

sich  als  anerkannter  Fachverband  seit  über  30 Jahren dafür ein, dass solche Anliegen in  der Verkehrsplanung berücksichtigt werden.   Weitere Informationen Das Faltblatt finden Sie eingeklebt auf Seite  17 in dieser Ausgabe des terzMagazins. Wei­ tere  Unterlagen  können  Sie  beziehen  bei:  «Fussverkehr  Schweiz»,  Tel.  043  488  40  30,  www.zu­fuss.ch.

zeigt Unerfreuliches: Ältere Fussgänger/innen sind deutlich häufiger in einen Unfall ver­ wickelt als junge. Zusammen mit dem Kabarettisten Emil hat Fussverkehr Schweiz darum eine Kampagne lanciert, welche auf­ zeigt, worauf ältere Menschen im Verkehr achten müssen.

■  Auch im Alter gut zu Fuss unterwegs. Das Faltblatt von «Fussverkehr Schweiz» zeigt Ihnen wie (siehe Seite 17).

Wer  im  Alter  täglich  30  Minuten  zu  Fuss  «Handeln  wir  beim  Zebrastreifen  wie  ein  geht, stärkt den Kreislauf und reduziert das  konzentrierter Dompteur und nicht wie ein  Risiko für die häufigsten  Clown».  Emil  unterstützt  chronischen Alterskrank­ daher  die  Kampagne   heiten wie Altersdiabetes  von Fussverkehr Schweiz,  Handeln wir beim Zebrastreifen  oder  Osteoporose.  Stu­ wie ein konzentrierter Dompteur und  welche  sich  zum  Ziel  dien  zeigen  ausserdem,   gesetzt hat, die Verkehrs­ nicht wie ein Clown  Emil, Kabarettist dass  regelmässige  Spa­ sicherheit  von  älteren  ziergänge  eine  starke  Menschen  zu  verbessern  Muskulatur erhalten und  und dafür zu sorgen, dass  Stürze vermeiden helfen. Kurz: Wer viel zu  sich  ältere  Menschen  sicher  fühlen.  In  Zu­ Fuss  unterwegs  ist,  hat  mehr  vom  Leben.  sammenarbeit  mit  vielen  Partnerorganisa­ Auf  der  anderen  Seite  steigt  mit  zuneh­ tionen  hat  der  Fachverband  ein  Faltblatt  mendem Alter das Risiko, als Fussgängerin   herausgegeben, welches Tipps für das rich­ oder Fussgänger in einen Unfall verwickelt  tige Verhalten im Strasenverkehr liefert. Eine  zu werden. Die rechtliche Schuld daran tra­ zusätzliche  Broschüre  zeigt  Hintergründe  gen übrigens meist nicht die leidtragenden  auf und richtet sich vor allem an Personen,  Fussgänger/innen. die ältere Menschen betreuen.

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Clown oder Dompteur? Einige simple Verhaltensweisen können hel­ fen,  einen  Unfall  zu  vermeiden.  «Den  Kopf  bei der Sache haben» ist eine der wichtigsten.  Der Kabarettist und Kampagnenbotschafter  Emil bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: 

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Auch die öffentliche Hand ist gefordert Verkehrssicherheit hat zwar viel mit mensch­ lichem Verhalten zu tun. Ebenso wichtig ist  aber  auch  eine  fussgängergerechte  Infra­ struktur. Hier sind die Kantone und Gemein­ den  gefordert.  Fussverkehr  Schweiz  setzt  terzService-Center

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Tipps, die die Verkehrssicherheit erhöhen: Fahrzeuglenkende ■ Seien Sie besonders vorsichtig und aufmerksam, wenn Betagte auf der Strasse oder auf dem Trottoir gehen. ■ Warten Sie geduldig ab, bis der Fussgänger am Streifen die andere Strassenseite erreicht hat. ■ Halten Sie immer vollständig an, wenn ältere Menschen die Strasse queren wollen, auch wenn sie von links kommen. Betagte zu Fuss ■ Nehmen Sie Ihre Stärken und Schwächen bewusst wahr. ■ Verlassen Sie das Haus immer gut vorbereitet. ■ Halten Sie vor jedem Queren einer Fahrbahn kurz an. Achten Sie immer auf überholende Fahrzeuge und auch auf den Verkehr von rechts. ■ Vergewissern Sie sich am Fussgängerstreifen immer, ob die Fahrzeuge tatsächlich anhalten.


20 | terz Stiftung

Konsum-Fallen auf der Spur: Senior Scouts als Testeinkäufer unterwegs Autorin: Regine Klett, Senior Scout der terzStiftung | Foto: A.GE, Agentur für Generationenmarketing

Die terzStiftung baut in der Schweiz ein Netzwerk von Senior Scouts auf. Als eine Art «Pfadfinder» nehmen Männer und Frauen ab 50 Produkte und Dienstleistungen genau unter die Lupe, testen sie auf ihre Taug­ lichkeit für ältere Menschen, spüren Trends und Barrieren auf, die deren Alltag beeinflussen. Ein  bisschen  komme  ich  mir  vor  wie  ein   Detektiv.  Ich  schaue  mich  verstohlen  um,  versuche,  möglichst  jedes  Detail  wahrzunehmen, pirsche mich vorsichtig voran. Und  ich beobachte die anderen Kunden im Laden:  der  Mann  dort  drüben,  der  suchend  vor  einem Regal steht, unsicher nach einer Dose  greift, sie in die Hand nimmt, anschaut, zurückstellt.  Oder  jene  Frau,  die  resolut  eine  Angestellte nach einem Produkt fragt – sind  das auch solche wie ich: Senior Scouts der  terzStiftung, die diesen vor Kurzem neu eröffneten  Lebensmittel-Supermarkt  darauf  testen, ob er den Bedürfnissen von Kunden  über 50 entspricht. Eine Fülle von Fragen Natürlich gehen wir Test-Einkäufer nicht mit  dem Fragebogen in der Hand durch das Geschäft.  Schliesslich  wollen  wir  wirken  wie  ganz normale Kunden. Aber ich habe einen  Spickzettel  dabei.  Darauf  sind  die  wichtigsten Dinge notiert, auf die ich achten soll  und die ich sonst vielleicht übersehen würde.  Zum Beispiel: Ist der Fussboden sauber und 

trittsicher, wie wirkt die Atmosphäre im La- nicht mehr unbesehen alles «andrehen», hat  den auf mich? Kann ich die Waren im ober- genaue  Vorstellungen  davon,  wie  er  seinen  sten Regal gut erreichen, sind die Artikel an- Alltag,  sein  Leben  gestalten  will,  um  lange  geschrieben,  ist  für  alle  selbständig  bleiben  zu  Fälle Hilfe zur Stelle und  können,  und  er  möchte  ist der Weg zu den Toiletweiter  als  vollwertiges  Ältere lassen sich nicht mehr  ten deutlich sichtbar geMitglied  der  Gesellschaft   unbesehen alles andrehen  kennzeichnet?  Eine  Fülle  geachtet, anstatt von den  von Fragen, die einen solJüngeren  als  dumm  und  chen  Test-Einkauf  schon  zu  einem  Erlebnis  störend  abqualifiziert,  das  heisst  diskrimider etwas anderen Art machen. Denn meine  niert zu werden. Andererseits legt er besonAufmerksamkeit wird auf Dinge gelenkt, die  deren Wert auf Service und Beratung, gelemir sonst eher nicht auffallen würden, und  gentlich auch auf etwas Unterstützung und  mir  wird  plötzlich  auch  klar,  warum  ich  in  Hilfe, wenn Dinge unverständlich scheinen,  manchen  Geschäften  lieber  einkaufe  als  in  ein Weg beschwerlich wird. anderen.  Inzwischen  ist  es  fast  schon  eine  Binsen- Trends und Barrieren aufspüren weisheit: Die Gesellschaft wird immer älter,  Und genau hier setzen die Senior Scouts der  vor allem aber bleiben ältere Menschen im- terzStiftung  an.  Als  eine  Art  «Pfadfinder»  mer länger fit, immer länger aktiv, und das in  nehmen Männer und Frauen ab 50 Produkte  fast  jeder  Hinsicht.  Man  hat  auch  längst  und Dienstleistungen genau unter die Lupe,  neue Begriffe für sie gefunden: Sie sind die  testen  sie  auf  ihre  Tauglichkeit  für  ältere  «Generation  50plus»,  die  «Best  Ager»,  «Gol- Menschen, spüren Trends und Barrieren auf,  den Ager», «Senior Citizens» oder die «Silver- die  deren  Alltag  beeinflussen.  In  Deutschsurfer» am PC. Doch das Bild in den Köpfen  land sind die Senior Scouts inzwischen eine  hat mit der Realität bisher meist nicht Schritt  Institution, auf deren Unterstützung immer  gehalten. Ob bei Banken, Behörden oder im  mehr  Firmen  und  Dienstleister  zurückgreiganz  alltäglichen  Umgang  –  nicht  selten  fen, um ihr Kaufverhalten, ihre Wünsche und  werden  Ältere  als  ein  bisschen  dumm,  ein  Bedürfnisse genau zu erkunden und ihr Anbisschen dusselig, nicht mehr ganz zurech- gebot danach auszurichten.  nungsfähig abgetan, nicht ernst genommen.  Für die Schweiz ist nun die terzStiftung daOder sind schlicht nicht existent, wie etwa in  bei, ein Senior Scout-Netzwerk aufzubauen,  der  Werbung,  wenn  40-Jährige  für  Anti- um  auf  die  spezifischen  Probleme  älterer  Aging-Cremes  oder  Färbemittel  für  graue  Kunden aufmerksam zu machen. Und da gibt  Haare Reklame machen. Andererseits ist aber  es so manches. Zum Beispiel die meist viel zu  längst bekannt, dass die angeblich «dummen  kleine  Aufschrift  auf  Produkten  oder  BeiAlten» für viele Branchen eine immer wich- packzetteln,  unverständliche  oder  unlesertigere  Zielgruppe  darstellen,  kaufkräftig,  liche  Bedienungsanleitungen,  die  oft  umkonsumfreudig und qualitätsbewusst.  ständliche oder gar gefährliche Handhabung  Vorausgesetzt,  die  Rahmenbedingungen  von Geräten. Im normalen Tagesablauf aber  stimmen. Denn ein älterer Mensch lässt sich  geht  es  oft  ganz  schlicht  darum,  ob  beim 

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terz Stiftung | 21

Einkauf der Supermarkt barrierefrei zugänglich, das Personal freundlich und hilfsbereit  ist, das Sortiment auch auf die Bedürfnisse  älterer Menschen zugeschnitten, übersichtlich  präsentiert,  leicht  zu  finden  und  ohne  Schwierigkeiten  zu  transportieren  ist.  Oder  ob  Kundinnen  reiferen  Alters  und  ebensolcher Figur in Modehäusern nicht abschätzig  betrachtet  und  leicht  herablassend  bedient  werden.  Dies  und  noch  vieles  mehr  prüfen  und testen die Senior Scouts, in ihrem eigenen Interesse und dem ihrer Altersgenossen.  Damit  können  sie  ein  wichtiges  Bindeglied  sein zwischen Herstellern und Dienstleistern  auf der einen und den älteren Konsumenten  auf der anderen Seite. Und sie können dazu  beitragen, dass Menschen im dritten Lebensabschnitt  in  unserer  Gesellschaft  selbstbewusst auftreten, ihre Wünsche und Bedürfnisse klar zum Ausdruck bringen, aber auch  Unzulänglichkeiten oder gar Diskriminierung  deutlich benennen.  Und  übrigens:  Es  macht  Spass,  in  diesem  Sinne  «Pfadfinder»  zu  sein,  Unzulänglichkeiten und Hindernisse aufzuspüren, das Bewusstsein zu schärfen, im eigenen Interesse  und im Interesse der anderen. 

Die terzStiftung sucht Senior Scouts Sind Sie daran interessiert, die Handhabung und Bedienung von Geräten zu testen, Sortimente zu prüfen sowie Einkaufsumgebungen zu kommentieren? Wenn ja, dann melden Sie sich bitte als Senior Scout der terzStiftung an: telefonisch über das terzServiceCenter unter ✆ 0800 123 333 oder per Internet (www.terzstiftung.ch/Aktivitäten).

■  Senior Scouts testen, ob das Sortiment auf die Bedürfnisse von Menschen über 50 zugeschnitten ist.

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22  |  Publireportage

HomeServiceTeam – die Computer-Fachleute von Swisscom zur Unterstützung zu Hause Computer und Internet sind aus dem heutigen Alltag kaum mehr wegzudenken.

gleichermassen Unterstützung: Die Experten des HomeService­ Teams besuchen den Kunden zu Hause und installieren Compu­ ter, Drucker und externe Festplatten. Natürlich nehmen sich die Profis auch jedes individuellen Computerproblems an. Egal wel­ ches Anliegen oder Problem die Computer­Nutzer oder solche, die es gerne werden möchten, rund um PC, Internet und Multi­ media beschäftigt: Das HomeServiceTeam steht zu Hause per­ sönlich und professionell zur Seite. Die Einsatzzeiten sind äus­ serst praktisch: Während der Woche rückt das Team von 8 bis 21 Uhr und samstags von 8 bis 17 Uhr aus. Der Preis wird vorab mit dem Kunden abgesprochen und festgelegt. Gönnerinnen und Gönner der terzStiftung erhalten CHF 50.– Rabatt auf alle HomeServiceTeam-Leistungen. ■  Gut, wenn bei einem Computer-Problem schnell jemand hilft.

Vor rund einem Jahrzehnt war es noch weniger üblich, zu Hause

Mehr Informationen unter:

über einen Computer zu verfügen. Heute besitzt bereits die

www.swisscom.ch/homeserviceteam

Mehrzahl der Schweizerinnen und Schweizer einen Computer

oder 0800 803 175

daheim und nutzt diesen je nach Bedarf mehr oder weniger in­ tensiv. Die Anwendungsmöglichkeiten, die Computer und Inter­ net bieten, sind äusserst vielfältig. Je nach Interesse und Prä­ ferenzen wird der Computer denn auch genutzt. Wer zum Beispiel gerne spielt, kommt online auf seine Kosten: Von Su­ doku über Jass bis hin zu Solitaire kann alles gespielt werden. Stimmt das Wetter für die geplante Schneeschuhwanderung am Wochenende? Im Internet kann man den Wetterbericht einfach nachlesen. Den Gang zum Post­ oder Bankschalter erspart sich, wer die Rechnungen bequem und sicher von zu Hause aus on­ line bezahlt. Neben Internet bietet der Computer noch mehr: Es können beispielsweise Fotos und Videos abgespeichert und ver­ waltet werden. Wer die Fotos oder auch Videos gerne teilen möchte, sendet diese einfach per E­Mail an seine Verwandten und Freunde oder publiziert sie passwortgeschützt auf dem In­ ternet. Doch der unbeschwerte Umgang mit dem Computer ist nicht immer einfach und jederzeit gegeben. Älteren Genera­ tionen fehlt manchmal etwas die Erfahrung und jüngeren die Zeit und Musse, Installationen oder notwendige Wartungen vorzu­ nehmen. Deshalb bietet Swisscom Einsteigern und PC­Profis

Briefe schreiben – schnell und einfach per E-Mail Von Hand geschriebene Briefe sind sicher sehr sympathisch und persönlich. Aber für gewisse Zwecke manchmal auch etwas mühsam: zum Beispiel wenn man viel mitzuteilen hat oder nur ganz kurz etwas fragen möchte. Das heisst dann auch: Adresse nachschlagen, Brief­ marke opfern und zum (nahen?) Brief­ kasten eilen. Da sind halt Briefe via

Franz Haller, Tele­

E­Mail schon eine ganz praktische Sache.

komexperte für die

Sie sind einfach zu schreiben, und mit

Generation 50plus

einem Klick sind die Mails blitzschnell

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beim Empfänger, überall auf der Welt, und erst noch gratis. Einzige Bedingung: ein Notebook und ein DSL­Abonnement. Auch das kann Ihnen ein Techniker des HomeServiceTeams zu Hause einrichten.


terzStiftung | 23

Neue Partner und neue Leistungen für Gönner ISFHA (International Strenflex FitnessSport & Health Association) Die ISFHA hat es sich zum Ziel gesetzt, Fitness zur aktiven Prävention in den Alltag zu integrieren. Für alle Alters- und Leistungsgruppen soll es möglich sein, intensiv Sport zu treiben, um sich fit zu halten. Dass Bewegung und Sport wichtig für die Gesundheit sind, davon muss man niemanden überzeugen. Viele aber unterschätzen, wie wichtig Muskeltraining für die Gesundheitsprävention ist. Deshalb setzt Strenflex auf ein ganzheitliches Training, das auch Muskelaufbau beinhaltet. Dieses Training soll auch ältere Menschen ermutigen, ihre Muskeln aufzubauen. Deshalb kann jede/r Mitglied bei der

ISFHA werden, der sich mit der Idee «Fitness und Gesundheit» identifiziert, denn: Die Umsetzung unserer Vision, ein Grundrecht auf Gesundheit gesellschaftspolitisch zu etablieren, lässt sich nur verwirklichen, wenn möglichst viele Bürger in Europa darin auch eine Verpflichtung für sich selbst sehen – Gesundheit und Wohlbefinden bis ins hohe Alter können nur durch eine bewusst aktive Lebensführung erhalten bzw. sogar wiedergewonnen werde: Je mehr Menschen mitmachen, desto eher kann ein Grundrecht auf Bewegung auch politisch und sozial eingefordert werden und desto eher kann ein Umdenken im Gesundheitswesen stattfinden. Eine Allianz all derer, die sportlich-fit sind, kann dafür sorgen, dass es zu wirklichen Veränderungen in den gesundheitspolitischen Entscheidungen kommt. Unsere Partnerschaft mit der terzStiftung kann einen wertvollen Beitrag leisten, um dieses Ziel zu verwirklichen. S. D. Prinz Hans-Georg Yourievsky Präsident ISFHA

Mobilität und Aktivität

Fitness-Test: Gönnerinnen und Gönner haben freien Eintritt an den Fitness-TestTagen für das Strenflex-Fitness-Sportabzeichen vom 22. bis 25. April 2010 an der FIBO in Essen und im Mai 2010 an den 6. Italienischen Fitness-Test-Tagen während der Rimini Wellness Messe. Näheres unter www.isfha.org. terzService-Center

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Mit einem sicheren Gefühl weit in die Zukunft blicken Ein ganzes junges Leben und oftmals weit über das Erwachsenwerden hinaus begleiten Eltern ihre Kinder mit Ratschlägen und stehen ihnen bei wichtigen Entscheidungen mit ihrer Erfahrung zur Seite. Kommt der Zeitpunkt, an dem Eltern auf die Unterstützung ihrer Kinder angewiesen sind, um weiterhin ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben führen zu können, ist es gut zu wissen, auch hierfür einen starken und zuverlässigen Partner an seiner Seite zu haben. Durch die Mitgliedschaft in der Gönnergemeinschaft der terzStiftung habe ich die Sicherheit, bei allen Fragen bezüglich der Bedürfnisse und Belange meiner Eltern einen kompetenten Ansprechpartner zu haben. Ihre Mitarbeitenden helfen nicht nur beim «Durchblick» durch das Rentensystem und bei sonstigen gesetzlichen Themen, sondern stellen auch viele weitere interessante Informationen bereit. Mit der Unterstützung der terzStiftung kann ich somit auch als junger Mensch mit einem sicheren Gefühl weit in die Zukunft blicken.

Leonie Deeg Pereira, Jahrgang 1981, Lausanne, Gönnerin der terzStiftung


24 | Finanzen und Recht

Vorbereitet sein – die Notfall-Checkliste Autor: Peter Schuppli | Fotos: zVg und iStockphoto

Die terzStiftung gibt in Zusam­ menarbeit mit Cottonfield Family Office AG eine wertvolle Check­ liste heraus, welche helfen soll, auf schwierige Situationen vorbe­ reitet zu sein. Dazu beantwortet der Gründer von Cottonfield, Peter Schuppli, einige häufig ge­ stellte Fragen.

Warum hat die Cottonfield Family Office AG die Notfall­Checkliste zusammenge­ stellt? Viele unserer Kunden leben in komplexen Vermögens- und Familienverhältnissen. Da hilft eine solche Checkliste, alle wichtigen Dokumente und Informationen griffbereit zu haben. Wir haben aber auch festgestellt, dass das Instrument allen Menschen hilft,

Peter Schuppli

Peter Schuppli (52) ist der Gründer und Partner der Cottonfield Family Office AG in Zürich. Das Unternehmen betreut (Familien-) Vermögen und ist völlig unabhängig. Weitere Informationen unter Tel. 044 215 18 65 oder im Internet unter www.cottonfield.ch.

welche Ordnung und Übersicht für sich und ihre Angehörigen haben wollen.

den Aufbau involviert, was sicherlich immer ein Vorteil ist.

Für welche Notfälle ist die Checkliste ge­ dacht? Im Krankheits- oder Todesfall sind viele Angehörige überfordert. Sie müssen neben der Belastung oder der Trauer auch noch viele operative Fragen klären. Da fehlen dann oft die nötigsten Informationen, und die Ablagen sind unübersichtlich. Oder das Passwort für den PC ist nicht bekannt und damit kein Zugriff auf die Adressdatei möglich. Neben der «Notfall-Organisation» dient die Checkliste aber auch zur Übersicht: ■  Lebenskreis (wichtige Personen und Kontaktdaten) ■  Diverse Dokumente und Unterlagen (alle wichtigen Unterlagen) ■  Steuerunterlagen (letzte Steuererklärung) ■  Vermögenswerte und Kontaktpersonen (Banken und vieles andere) ■  Vorsorge und Versicherungen (Policen, Bezugspersonen etc.) ■  Liegenschaften ■  Krankheit, Unfall und Tod ■  Vermächtnisse

Ist es nicht etwas makaber, sich mit sei­ nem Ableben auseinanderzusetzen? Es ist wichtig, dass sich Menschen – gleich welchen Alters – auch mit ihrem Tod oder der Zeit danach für die Angehörigen auseinandersetzen. Die Checkliste hilft, den Themenkreis anzugehen und neben emotionalen Themen auch völlig sachliche Fragen zu klären.

Verursacht das Ausfüllen der Checkliste und Zusammentragen der Unterlagen viel Arbeit? Natürlich ist damit ein gewisser Einmalaufwand verbunden. Auf der anderen Seite bringt er später viel Entlastung. Dann müssen ja nur noch die Änderungen erfasst werden. Darum haben wir neben der «Papierlösung» auch eine Version zum elektronischen Abspeichern erstellt (Word und PDF). Wir haben aber auch festgestellt, dass oftmals jemand aus der jüngeren Generation gerne hilft. Dann ist noch eine Vertrauensperson in terzService-Center

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Auf der letzten Seite der Checkliste stehen ganz tiefgründige Fragen wie «Was ich nie zu sagen wagte» oder «Gibt es Dinge, die ich noch in Ordnung bringen möchte?». Ist das nicht etwas ungewöhnlich für eine Notfall­Checkliste? Diese Seite ist tatsächlich etwas ungewöhnlich. Wir stellen aber immer wieder fest, dass Menschen mit einem «Rucksäckli» unterwegs sind. Sie haben nicht den Mut oder die Kraft, diese Themen zu Lebzeiten anzuschneiden, jemanden um Verzeihung zu bitten oder ihm zu verzeihen. Die Schriftform in einem verschlossenen Kuvert ist ein erster Schritt in Richtung «Entlastung». Und die Nachrichten können später sehr viel Gutes bewirken. Wie soll die Aufgabe «Notfall­Checkliste» angegangen werden? Es lohnt sich, die Aufgaben etwas systematisch, diszipliniert und über Zeit anzugehen. Ein erstes Ausfüllen der wichtigsten Daten schafft Übersicht. Anschliessend werden die einzelnen Unterlagen zusammengetragen, oder es wird der Ablageort festgehalten (Ordner, Hängemäppchen, Schrank . . . ). Und dann gibt es Themen, welche man vielleicht mit seinem (Ehe-)Partner oder seiner Familie


Finanzen und Recht | 25

bereden möchte (Patientenverfügung, Todesfall . . . ). Und so wächst die Checkliste zu einem Ganzen. Bei Familien, welche das Thema gemeinsam angehen, haben wir festgestellt, dass diese anschliessend viel befreiter und offener miteinander umgehen.

Eine zweckmässige Aufbewahrung mit einem sehr restriktiven Zugang ist entscheidend. Unseren Aufwand verrechnen wir in Stunden (Erfassen der Daten, Aktualisieren) und als Pauschale (Aufbewahrung). Ein Vertrag regelt die Zusammenarbeit.

Bieten Sie Unterstützung an, falls dies ein Mitglied der Gönnergemeinschaft in An­ spruch nehmen möchte? Unseren Kunden bieten wir auf Wunsch Unterstützung beim Zusammentragen der Unterlagen und Erfassen der Daten. Die Informationen in der Checkliste sind sehr sensibel.

Warum hat Cottonfield die Zusammen­ arbeit mit der terzStiftung gewählt? Die terzStiftung ist eine einmalige Plattform und wunderbare Idee. Sie bringt viele wichtige Dienstleister zusammen und ermöglicht den Gönnern/-innen den Zugang zu oftmals unbekannten Unternehmen. Als Family Of-

fice sind wir quasi eine «Mini»-Form des terzService-Centers. Auch wir werden neben den Fragen zu Vermögen, Steuern, Nachfolge im Unternehmen, Immobilien, Vorsorge etc. immer wieder mit ganz praktischen Lebensfragen konfrontiert. Und auch wir arbeiten mit einem soliden Netzwerk von renommierten Partnern.

Gönner/innen können die NotfallCheckliste zu einem Vorzugspreis von CHF 5.– bei der terzStiftung bestellen. Nichtgönner bezahlen CHF 10.–.

Inserat

■  Wer für sich und für andere Übersicht schaffen möchte über seine Vermögensverhältnisse, kann dazu die Notfall­Checkliste gut gebrauchen.

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26 | terz Stiftung

Vorschau: «Blib fit » – dafür setzen sich die terzStiftung und ihre Partner ein Autor: Jürgen Kupferschmid, Redaktion terzMagazin | Fotos: iStockphoto

«Blib fit» durch richtige Ernäh-

■  Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung

rung, ausreichend Bewegung, gei-

und geistige Aktivitäten sind Säulen einer

stige Aktivitäten und positives

Lebensweise, durch die

Denken – diese Botschaft steht

man fit bleibt.

für die terzStiftung im Zentrum, wenn es darum geht, selbständig zu bleiben. Gemeinsam mit Partnern aus ihrem Netzwerk wird sie

durch vier wesentliche Punkte aus: richtige Ernährung, ausreichend Bewegung, regelmässige geistige Aktivitäten und positives Denken.»

dieses Thema im Frühling 2010 vertieft angehen. Dr. med. Roland Ballier (leitender Arzt der Fachklinik Seeblick in Berlingen) hat in einem Interview mit dem terzMagazin eindringlich darauf hingewiesen: «Ein gesundes Leben, das geeignet ist, Zivilisationserkrankungen wie Zuckerkrankheit, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu vermeiden, zeichnet sich

Die terzStiftung berät Sie – und arbeitet dazu mit spezialisierten Partnern zusammen, ■  wie man sich durch seine Lebensweise mehr gesunde Jahre erwirbt ■  wie geistige und körperliche Aktivität in Schwung bleiben. Wir laden alle Mitglieder der Gönnergemeinschaft und die breite Öffentlichkeit herzlich ein, die «Blib fit»-Botschaft der terzStiftung aufzunehmen und aktiv zu verbreiten. Die «Blib fit»■  Ausführliche

Informationen zur «Blib fit»-Kampagne

Informationen zum Thema «Blib fit» finden Sie ab Montag,

■ Ich interessiere mich für die «Blib fit»-Kampagne der terzStiftung. Bitte merken Sie mich für weitere Informationen vor.

5. April 2010, im

Kampagne – damit Menschen in der Schweiz so lange wie möglich selbständig bleiben! Informieren Sie sich, z. B. ■  in der April-Ausgabe des terzMagazins zum Thema «Blib fit» ■  an terz-Ständen in ausgewählten Migros-Filialen im Mai 2010 (Kalziumwochen) ■  über eine telemedizinische Hotline von Medgate (Sturzprophylaxe) ■  bei Stiftungspartnern wie SBO-TCM (Schweizerische Berufsorganisation für Traditionelle Chinesische Medizin). Tauschen Sie in der Gemeinschaft Erfahrungen aus, hören Sie interessante Referate, lernen Sie Ehrenbotschafter Dr. Charles Eugster persönlich kennen und probieren Sie Produkte und Dienstleistungen selbst aus, ■  an den «Blib fit»-Aktionstagen im Mai und Juni 2010.

terzMagazin oder im Internet unter www.terzstiftung.ch.

Name | Vorname Strasse PLZ | Ort

Regionale

Geburtsdatum

Kampagnenpartner: Seniorenverband

Telefon

Nordwestschweiz

E-Mail

(SVNW), terzMag Nr. 01 | 2010

Pro Senectute Thurgau, Pro Senectute Zürich.

Bitte schneiden Sie den ausgefüllten Talon aus und senden Sie diesen per Post an: terzStiftung, Seestrasse 112, 8267 Berlingen.

Merken Sie sich schon jetzt folgende Termine vor. Ausführliche Informationen finden Sie im nächsten terzMagazin: Zürich: Mittwoch, 12. Mai 2010 (Nachmittags-Veranstaltung) Basel: Samstag, 5. Juni 2010 (Ganztages-Veranstaltung) Leukerbad: Mittwoch, 9. Juni 2010 (Ganztages-Veranstaltung) Thurgau: Donnerstag, 17. Juni 2010 (Nachmittags-Veranstaltung)


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Datum

Name

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Leben und Wohnen

■  Wohn- und Pflegezentrum Humana in Weinfelden.

Diskriminierung schon durch das Pflegekonzept ausschliessen Altersdiskriminierung im weitesten Sinn be­ trifft Wohn­ und Pflegeheime im Inneren wie von aussen: Die SENIOcare®­Gruppe verfolgt deshalb konsequent ein auf die be­ tagten Menschen abgestimmtes Pflege­ und Betreuungskonzept. Kontrollmechanismen schliessen eine Diskriminierung innerhalb des Heimes schon vom Konzept her aus. Im Rahmen des Betreuungskonzeptes ist auch die Unterstützung gegeben, wenn Gäste sich von Aussenstehenden diskrimi­ niert fühlen. Diskriminierungen können durch die Führung erkannt und zusammen mit den Betroffenen angegangen werden. Die Bezugspflege, bei der Pflegende und Gäste eng vertraut sind, ermöglicht weiter­ hin, dass Diskriminierungen im Umfeld un­ serer Bewohnerinnen und Bewohner erkannt und im Team besprochen werden. In sämt­ lichen Gebieten, in denen unsere Bewohne­ rinnen und Bewohner Hilfeleistung benöti­ gen, stehen wir ihnen zur Seite. Pflegende, die unbemerkt allein oder als kleine Gruppe Gäste im Heim diskriminieren oder gar de­ mütigen, darf es nicht geben.


terzStiftung  |  29

Finanzen und Recht

Beobachter-Ratgeber zu Pensionskassen Wir alle, die in der Schweiz erwerbstätig sind, zahlen zwangsläufig in die Pensionskassen ein. Sie bilden die 2. Säule unserer Altersvor­ sorge neben der AHV und verwalten 625 Mil­ liarden Franken. In jüngerer Zeit sind sie ins Gerede gekommen. Von Unterdeckung und Sanierung hörte man viel. Von Flexibilisie­ rung der Altersgrenze (die auch die terz­ Stiftung fordert) und den Folgen für die Pension. Von Mindestverzinsung, vom Obli­ gatorium und überobligatorischen Leistun­ gen von Pensionskassen. Mit ungefähren Ahnungen, was diese Ausdrücke bedeuten, sollte sich keiner von uns 3,5 Millionen Ver­ sicherten begnügen. Sinnvoller ist es, in der Neuauflage des Beobachter­Ratgebers «Pen­ sionskasse» ihre genaue Bedeutung und die Zusammenhänge nachzulesen. Leicht ver­ ständlich und kompetent beantworten zwei führende Schweizer Rechtsanwälte auf die­ sem Gebiet alle Fragen. Ueli Kieser, Jürg Senn: Pensionskasse/Vor­ sorge, Finanzierung, Sicherheit, Leistung/Ein Ratgeber aus der Beobachter­Praxis, 240 S., CHF 38.–, Zürich 2009

Mobilität und Aktivität

Wir über uns Die gemeinnützige, nicht gewinnorien­ tierte terzStiftung setzt sich vor allem für Menschen in der dritten Lebensphase ein und hat folgende Ziele: Sie will das Sicherheitsgefühl stärken, ■ dafür sorgen, dass Menschen selbständig bleiben und ■ eigenverantwortlich entscheiden und handeln können. ■  Sie sollen spüren, dass sie noch gebraucht werden, Wertschätzung erfahren und ■  weder ausgegrenzt noch diskriminiert werden. Die terzStiftung unterstützt faire und generationenverträgliche Lösungen und baut zu diesem Zweck eine starke Werte­ gemeinschaft auf. Die terzStiftung ist als Generaldienstleister Ansprechpartner für alle Fragen zur Vorbereitung auf die Pensionierung oder wenn Sie bereits pensioniert sind. Herzstück ist das terzService-Center, das aus der ganzen Schweiz rund um die Uhr unter ✆ 0800 123 333 erreichbar ist. Das terzMagazin richtet sich 6× jährlich an erwachsene Personen, die sich ein hohes Mass an Selbständigkeit, Sicherheit und Unabhängigkeit bewahren möchten und daran interessiert sind, die nötigen Schritte richtig zu wählen und rechtzeitig einzuleiten. Gönnerinnen und Gönner profitieren aus­ serdem von Zusatzleistungen aus dem Netzwerk der terzStiftung. Die Partner helfen auch mit, die Stiftung mit ihren Zielen bekannt zu machen. Die terzStif­ tung finanziert sich ausschliesslich über Gönnerbeiträge, Spenden und Legate. Nur gemeinsam sind wir stark. Werden Sie Mitglied der Gönnergemeinschaft! Füllen Sie bitte den Talon auf S. 31 aus. ■

Mobil mit der AVIA-Karte Der Partner der terzStiftung AVIA verfügt über mehr als 700 Tankstellen und damit über das grösste Tankstellennetz der Schweiz. Dadurch können Mitglieder der Gönnerge­ meinschaft in ihrer unmittelbaren Nähe be­ quem tanken, und für ein Weiterkommen ist überall gesorgt. Sie erhalten weiterhin bei AVIA 2 Rappen pro Liter Ermässigung auf Treibstoffe. Wer als AVIA­ Privatkunde eine AVIA ­Karte nutzt, behält dank einer detaillierten Mo­ natsrechnung den Überblick über seinen Treibstoffverbrauch. Alle, die eine AVIA­Kar­ te besitzen, profitieren darüber hinaus von einem kostenlosen Pannendienst, organisiert durch die AXA Winterthur. Das garantiert ihnen ein noch besseres Gefühl und ein Weiterkommen in unangenehmen Situa­ tionen. Der Notfalldienst ist mehrsprachig und 24 Stunden im Einsatz. In der gesamten Schweiz und in ganz Europa. Daneben profitieren Kartenbesitzer von weiteren Leistungen: Rabatten für Reise­ und Rechts­ schutzversicherungen der AXA Winterthur, Vergünstigungen in vielen renommierten Hotels weltweit, exklusiven Preiskonditionen beim Autovermieter Sixt überall auf der Welt und weiteren Sonderangeboten. terzService-Center   ✆  0800 123 333


30 | terz Stiftung

Darum bin ich Mitglied in der Gönnergemeinschaft der terzStiftung Autorin: Ruth Meisser | Foto: zVg

Angesichts des demographischen Wandels mit rasant zunehmender Zahl von Menschen im 3. und 4. Lebensalter sind mutige Strategien für das zukünftige gesellschaftliche Zusammenleben dringend notwendig. Die terzGönnerin Ruth Meisser hat ihre Gedanken dazu aufgeschrieben. Erforderlich sind sowohl grenzüberschreitende Visionen wie auch innovative Handlungsansätze. Es ist daher kaum ein Zufall, dass mit René Künzli ein erfolgreicher Unternehmer auf privater Basis mit der terzStiftung neue Denkanstösse in die gesamte Altersthematik bringen will, da diese Fragen von Behörden und Politik noch immer ver-

nachlässigt werden. Die Bereiche Gesundheit, Wohnen, Finanzen und Mobilität gewinnen mit zunehmendem Alter auch zunehmend an Bedeutung, da sie ganz unmittelbaren Einfluss haben auf eine selbstbestimmte Lebensführung. Die terzStiftung verbindet in klug ausgedachter Weise die elementaren Sinnfragen mit einer breiten Palette von Ideen und praktischen Anregungen – aber auch hilfreichen Dienstleistungsangeboten wie Hotline, Bildungsangeboten usw. Geschickte Vernetzung – sei es im seniorweb.ch oder mit anderen Verbänden und Anbietern – erleichtert den Know-how-Transfer von Fachspezialisten und vermittelt Anregungen an interessierte Senioren. Unterstützende Dienstleistungen Dass bald einmal 30 bis 35 Jahre produktiver Tätigkeit gut 25 bis 30 Jahren Rentnerdasein gegenüberstehen, ist eine noch nie dagewe-

■  Gemeinsam leiten Ruth Meisser und Ernst Waber die Herberge zum kleinen Glück, die im vergangenen Jahr mit dem Qualitätssiegel «Ferien für alle» ausgezeichnet worden ist.

terzService-Center

0800 123 333

sene ver-rückte Situation, sozusagen ein Ungleichgewicht von Pflicht und Kür. Wie soll ein Einzelner oder wie kann die Gesellschaft mit diesen zusätzlichen Lebensjahren nutzbringend und sinnstiftend umgehen? Wie müssen persönliche Ressourcen erhalten, gestärkt, erweitert werden, wie sollen finanzielle Ressourcen umgestaltet werden, damit die zusätzlichen Lebensjahre nicht zum Flop mutieren? Individuell steuerbare unterstützende Dienstleistungen sind gefragt anstelle von Giesskanne, solidarisch das Notwendige sichern, für längerfristige Solidarität mit den nächsten

Ruth Meisser Ruth Meisser hat mit Ernst Waber zusammen die Herberge zum kleinen Glück in Trogen (AR) aufgebaut, welche Ferien- und Entlastungsaufenthalte für Menschen mit Betreuungsbedarf anbietet. Eine kleine Oase, die von einem gemeinnützigen Verein getragen wird (www.kleinesglueck.ch). Die Herberge ist vor ungefähr einem halben Jahr mit dem Gütesiegel «Ferien für alle» ausgezeichnet worden. Ziel von «Ferien für alle» ist es, dass Behinderte möglichst sorgenfreie und attraktive Ferienaufenthalte geniessen können. Dafür sind nicht nur hindernisfreie Gebäude nötig, sondern auch behindertengerechte Dienstleistungen und qualifizierte Gastgeber. Ruth Meisser ist zudem tätig als Geschäftsleiterin der UBA Ostschweiz, der unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter (www.uba.ch).


terz Stiftung  |  31

 »

Jetzt Gönner werden! Als  Generaldienstleister  erbringt  die  terzStiftung  mit  dem  terzService-Center in der Schweiz eine Pionierleistung:  Sie ist die einzige Institution, die für alle Altersfragen rund um  die  Uhr  eine  telefonische  Anlaufstelle  unter  der  kosten-  losen Telefonnummer ✆ 0800 123 333 anbietet. Das terzService-Center  gibt  Auskünfte,  es  lässt  Fragen  abklären   und  vermittelt  weiter  an  Spezialisten  aus  den  vier  lebenswichtigen  Dienstleistungs-Bereichen  Prävention/Gesundheit, Leben/Wohnen, Finanzen/Recht und Mobilität/Aktivität. Ausführliche  Informationen  zu  den  Preisen  und  zu  sämt-  lichen  Leistungen  der  terzStiftung  und  ihrer  Partner  finden   Sie  im  Internet  unter  www.terzstiftung.ch/Gönnerschaft   und Leistungen.

Anmeldetalon ■   Ja, ich/wir werde/n Gönner/in der terzStiftung zum Preis von  CHF 60.– (Einzelgönner) bzw. CHF 95.– (Paar im gleichen Haushalt). ■   Ja, ich will Kombi-Mitglied bei der terzStiftung und seniorweb.ch zum Preis von CHF 70.– (Einzelperson) bzw. CHF 105.– (Paar im gleichen Haushalt) werden. Ergänzend zur Gönnerschaft wünsche/n ich/wir  ■   das telemedizinische Angebot von Medgate für zusätzliche   CHF 50.– (Einzelpersonen) bzw. CHF 70.– (Paar im gleichen Haushalt).

Name | Vorname Strasse

Alle Leistungen der terzStiftung: einfach zugänglich, kompetent, schnell und  kostengünstig, nur CHF 5.– pro Monat.

PLZ | Ort

Bitte schneiden Sie den ausgefüllten Talon aus und senden Sie diesen per Post an: terzStiftung, Seestrasse 112, 8267 Berlingen

E-Mail

Geburtsdatum Telefon

Partner/in Name | Vorname Geburtsdatum

terzMag  Nr.  01 | 10

« 

lichen Wurzeln. Die heute oft praktizierte totale Offenheit und Toleranz allem und jedem  gegenüber, der Rückzug in die totale Unverbindlichkeit und die Abwertung der eigenen  Traditionen sind da wenig hilfreich, sondern  diese Einstellung trägt meines Erachtens bei  zum Verlust der eigenen Identität. Aber wie sollen wir umgehen mit dem angesammelten Wissen, den angehäuften Erfahrungen,  dem  Können,  den  Ressourcen  aller  Art in und für die nächsten, die drei zusätzlichen Jahrzehnte? An diesem Mitdenken bin  ich  mit  60+  als  Gönnerin  zusammen  mit  5000 anderen Gönnern zunehmend interessiert. Teilhaben an vielerlei anderen Erfahrungen macht für mich den Wert der terzStiftung aus.

Generationen  den  Wunschbedarf  kürzen.  men und sich mainstreammässig einordnen  Aus volkswirtschaftlichen Gründen die ver- wollen. rückte Situation wieder ins Lot bringen, die  wachsende  Zeitspanne  der  «Unproduktivi- Sinnvoll altern trotz Unzulänglichkeiten tät»  als  einmalige  Chance  für  eine  lebens- Als Co-Leiterin einer Ferienherberge für erwerte  Welt  umnutzen.  Auch  nachdenken  wachsene Menschen mit Betreuungsbedarf,  d. h.  mit  altersbedingten,   darüber,  was  für  einen  geistigen,  psychischen  Stellenwert  allenfalls  oder  physischen  Beein«unproduktive  Rentner»  . . . von der Politik   vernachlässigt trächtigungen,  von  Gehaben,  die  ausgelaugt  burt  oder  später  durch  und verbraucht sind, und  Unfall oder Krankheit erweder fitten, jetten noch  chatten mögen oder können. Die «Nur-Rent- worben, werde ich laufend konfrontiert mit  ner», die «Nur-Hausfrauen» analog zum Neu- Fragen zum sinnvollen Älterwerden oder Bedeutschen «Slow-up», «Slow-Food», die Slow- wältigen  des  Alltags  trotz  UnzulänglichRentner, die nicht den Kultstress des ewigen  keiten. Da sind Werthaltungen von zentraler  Jungseins und des Anti-Agings auf sich neh- Bedeutung, insbesondere auch unsere christ-


32  |  terzStiftung

Zuschriften an die terzStiftung Als Reaktion auf unsere Befassung mit dem Thema «Suizidbeihilfe» im terzMaga­ zin Nr. 9 | Dezember 2009 und im Internet unter www.sterbeethik.ch haben wir fol­ gende persönlichen Zuschriften erhalten:

Nach der feierlichen Ernennung von Dr. Charles Eugster zum Ehrenbotschafter der terzStiftung durften wir uns über diese positiven Rückmeldungen freuen: Lieber René Anstelle einer Karte erlaube ich mir doch einfach zum Computer zu greifen, um Dir für den unvergesslich schönen Abend zu danken. Danke: Für das schöne Konzert, ich hörte noch lange den schönen Bass in meinen Ohren. Für die Ehrung von Herrn Dr. Charles Eugster, es war eine würdige Ehrung – Kompliment. Ich wünsche Dir weiterhin den Elan und Gesundheit bei Deiner Arbeit und ich glaube, Du erfährst auch immer wieder die verdiente Wertschätzung. Ich freue mich für eine weitere gemeinsame Zusammenarbeit zwischen der terzStiftung und Pro Senectute. Gemeinsam sind wir stärker. Margrith Sidler Präsidentin des Stiftungsrates der Pro Senectute Thurgau

Sehr geehrte Frau und Herr Künzli, für den gestrigen wunderschönen Abend bei Ihnen in Berlingen bedanke ich mich nochmals recht herzlich. Ich bewundere Sie für Ihren Elan, den Sie für die terzStiftung aufbringen. Es ist nicht selbstverständlich in der heutigen Zeit, dass es so engagierte Menschen gibt wie Sie. Herzlichen Dank dafür. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Mut für Ihre Stiftung. Herzlichst Barbara Müller-Moser Gönnerin der terzStiftung Lieber Herr Elias Ein GROSSES Kompliment für die Organisation, das Ambiente, das Konzert und natürlich Dr. Charles Eugster. Der Abend war ein wahres Vergnügen und ich habe mich sehr gefreut eine so ausserordentliche Persönlichkeit kennenlernen zu dürfen. Er ist ein perfektes Symbol für die terzStiftung. Weiterhin alles Gute Herma Good terzBotschafterin

Liebe terzStiftung Ich bin Pflegefachfrau, war 10 Jahre in einer Begleitdienstgruppe für schwerkranke und sterbende Menschen, arbeite seit 15 Jahren in meinem Beruf. Wir dürfen nicht alles kontrollieren und beherrschen. Zum Leben gehört der Leidensund Sterbeprozess dazu. Dank Palliativ-Pflege ermöglichen wir jedem Schwerkranken eine Lebensqualität, bis sein Weg hier zu Ende ist. Wenn ich meinem Leiden einen, meinen Sinn geben kann, so kann Gutes und Positives entstehen. Ich bin überzeugt, dass jeder Tod, der durch die Sterbehilfsorganisation verursacht wird, eine sinnlose Tat ist. Unser Schöpfer weiss, was er jedem auferlegen kann. Ich kann Jedem sagen: Alles hat seinen Sinn im Leben und im Sterben. Ich kann es heute vielleicht nicht erkennen, aber morgen oder in einem Jahr. Wenn ich bewusst daran arbeite und in mich hineinhöre, lerne ich mich kennen auf meiner ganzen Ebene (Körper, Geist), kann dem Mitmenschen emphatisch begegnen und ihm beistehen. Agatha Müller Sehr geehrter Herr Kupferschmid Richtlinien für die Sterbehilfe sind tatsächlich nötig und ein Verbot total daneben. Mit dem von mir getragenen Holzkreuz vor dem Leichenwagen bekam ich die ersten Beziehungen zu Todesfällen ausserhalb meiner Familie. Später kam das Einsargen dazu. Der kurzfristige Stress hat die meisten Schreinereien bewogen, damit aufzuhören.


terzStiftung  |  33

In unserem Dorf waren wir die Letzten. Von den grossen Abhol-Zeremonien bis zur Verdrängung durch das Abholen bei Nacht und mit neutralen Autos, damit es niemand bemerkt, habe ich doch alles selbst erlebt. Mit Bedauern habe ich festgestellt, dass unsere beiden Sterbehilfeorganisationen bislang versäumt haben, zwischen Hilfe und Geschäft Klarheit zu schaffen. Nun, für mich persönlich weiss ich sicher, was ich nicht mache. Ich werde mich hüten bekannt zu geben, was ich mir vorstellen könnte. Eines ist sicher: Ich werde mir nicht vorschreiben lassen, was ich tun soll. Mit freundlichen Grüssen Paul Zehntner, Gönner der terzStiftung

Diese Ihre «Weihnachtsbotschaft» verletzt andersdenkende Menschen, die an die Schöpfung glauben und die Bibel nicht als, wie Sie sagen, «Gefasel» abtun. Gerade ältere Menschen, für die die terzStiftung tätig ist, haben oft einen tiefen Bezug zu ihrem christlichen Glauben. Deshalb meine ich, dass Ihre Äusserungen zu der Sinnfrage in dieser Form unangebracht sind. Ich jedenfalls bin froh, nicht nur ein «Zufallsprodukt, das sich aus dem Chaos entwickelt hat», sein zu müssen. Dies wäre trostlos und eben auch sinnlos. Clovis Défago Gönner der terzStiftung

Zum Beitrag «Sinnfragen, die uns ein Leben lang begleiten» von Kurt Aesch­ bacher im terzMagazin 9 | Dezember 2009 haben wir folgenden Leserbrief erhalten:

Anmerkung der Redaktion: In dieser Kolumne hat Kurt Aeschbacher wie immer seine persönliche Meinung zum Ausdruck gebracht. Diese Meinung stimmt nicht in jedem Punkt mit den Ansichten der Redaktion oder der terzStiftung überein – gerade, was die Rolle des christlichen Menschenbildes anbelangt.

Lieber Kurt Aeschbacher Als Gönner lese ich jeweils mit Interesse das Magazin der terzStiftung. So auch Ihre Artikel, denen ich oft einiges abgewinnen kann. In der Dezemberausgabe war Ihr Beitrag jedoch grotesk, verletzend und für dieses Magazin unwürdig. In respektloser Art schreiben Sie von einem «bärtigen» lieben Gott, der uns aus Stück Erde «geknetet» und auch den Teufel, das Böse geschaffen habe, uns ständig «drohe» und das Paradies «vorgaukeln» würde. Sie sind der Meinung, dass wir Menschen eine «zufällige Entwicklung aus dem Chaos der Evolution» seien. Dies hätte Charles Darwin «unmissverständlich klar dargelegt». Sie wissen, dass es auch Beweise gibt, die den Darwinismus widerlegen?

Zu unserer Freude erreichen uns regel­ mässig Zuschriften von Lesern/­innen, die wegen des terzMagazins zu Gönnern/­in­ nen werden: Sehr geehrter Herr Künzli Als mehrjährige seniorweb-Mitglieder kamen wir in den Genuss, Gönner der terzStiftung für 2010 zu werden. Mit grossem Interesse lesen wir jeweils das terzMagazin. Noch benötigen wir keine Hilfe, doch ist es beruhigend zu wissen, wohin man sich bei wichtigen Fragen oder im Not-

fall wenden kann. Gerne machen wir im Bedarfsfall davon Gebrauch. Hedi und Johnny Aufdermauer Gönner der terzStiftung Sehr geehrter Herr Künzli Heute war es das erste Mal, dass ich Ihr «Heft» der terzStiftung lesen konnte. Nun, ich stimme mit Ihnen überein, was Sie unter «Wertekultur» verstehen, gilt auch für mich. Wie selten findet man heute diese Lebenseinstellung, über Wahrheitsliebe, Verlässlichkeit und Respekt. Nun das «hohe Lied der Wahrheitsliebe»! Durch meine Lebenserfahrung bin ich heute sicher, die Liebe zur Wahrheit kann man nicht «anerziehen», die wird einem wohl durch die Eltern gegeben, somit eine Frage der «Gene». Auch das «Altwerden» ist eine Sache der Einstellung, sich betätigen, die Aufgaben beibehalten, mit einem Haustier leben! Das hilft, jung zu bleiben. Bei solcher Gesinnung fühle ich mich zu Hause. Hedy Cahen Gönnerin der terzStiftung

Schreiben Sie uns bitte Ihre Meinung auch an www.terzblog.ch Werden  die  Leistungen  älterer  Menschen und der Gewinn, den sie für das  gesellschaftliche Zusammenleben darstellen, ausreichend gewürdigt? Wir freuen uns über Ihren persönlichen Kommentar in unserem Blog: www.terzblog.ch oder per E-Mail:  redaktion@terzmagazin.ch


34 | terz Stiftung

Suizidbeihilfe: Hohes Interesse am Internet-Forum der terzStiftung Autor: Dr. Thomas Meyer, Redaktion terzMagazin | Grafik: ZD Medien

Die terzStiftung hat im Internet unter www.sterbeethik.ch eine Plattform zum Thema Suizidbeihilfe geschaffen, um den öffentlichen Meinungsaustausch zu fördern. Die Beteiligung der Leserinnen und Leser ist unerwartet stark und leidenschaftlich. Eine Zwischenbilanz. Über 300 Besucherinnen und Besucher dieser Seite haben sich an einer Umfrage zum Thema Suizidbeihilfe beteiligt. Mehr als vier von fünf Teilnehmenden finden es wichtig, dass die terzStiftung sich zum Thema «begleiteter Suizid» äussert. Wir meinen, dass wir die Interessen von Älteren nicht glaubwürdig ver-

treten können, wenn wir uns um klare Aussagen drücken. Deshalb beziehen wir Position zu Fragen von begleitetem Suizid, Suizidbeihilfeorganisationen, Bundesgesetzes-Entwürfen hierzu, Sterbehilfe und Palliative Care. Fast zwei Drittel derjenigen, die abgestimmt haben, sind für eine staatliche Regulierung. Das bedeutet natürlich nicht automatisch die volle Zustimmung zu genau dem einen Gesetzes-Entwurf, den Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf Ende Oktober in die Vernehmlassung gegeben hat. Es zeigt jedoch eine starke Mehrheit für ein Gesetz über den organisierten begleiteten Suizid. Genau das ist die Position der terzStiftung: Ein Bundesgesetz soll diese Fragen verbindlich regeln. Individuelle Wortmeldungen Neben der Beteiligung an der Umfrage mit drei vorformulierten Fragen gibt es aber auch viele individuelle Wortmeldungen, in

Umfrage im Internet zur Suizidbeihilfe Finden Sie es wichtig, dass

Halten Sie die Position der

Könnten Sie sich vorstellen,

eine Organisation wie die

terzStiftung für richtig, dass

die Dienste einer Suizidbei-

terzStiftung, die sich mit der

die Tätigkeit von «Exit» und

hilfe-Organisation in An-

dritten Lebensphase befasst,

«Dignitas» durch ein Bun-

spruch zu nehmen, um den

zu Fragen von Sterbehilfe und

desgesetz möglichst genau

eigenen Sterbevorgang

Suizidbeihilfe-Organisationen

geregelt werden sollte?

abzukürzen?

öffentlich Stellung nimmt? Abstimmende gesamt 261

20 %

Abstimmende gesamt 280

62%

Abstimmende gesamt 301

40 %

46 % 9%

Stand vom 19.01.2010

18 % ■ unwichtig (46 Stimmen) ■ wichtig (53 Stimmen) ■ sehr wichtig (162 Stimmen)

31 %

29 %

■ nicht richtig (88 Stimmen) ■ teilweise richtig (112 Stimmen) ■ völlig richtig (80 Stimmen)

13 %

32 %

■ eher nicht (39 Stimmen) ■ vielleicht (27 Stimmen) ■ sehr gut (138 Stimmen) ■ Mitglied bei «Exit» oder «Dignitas» (97 Stimmen)

terzService-Center

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denen teilweise sehr bewegende Schicksale dargestellt sind. Der Text «Wenn die letzte Hoffnung sich auf den Tod richtet» ist mehr als 80 Mal kommentiert worden. «Suizidbeihilfe: Wie weit reicht das Selbstbestimmungsrecht?» weist etwa 40 Kommentare auf, die auswertende Zusammenfassung «Unsere Meinung zum begleiteten Suizid» ist mehrfach kommentiert worden. Nach Abzug von doppelten Wortmeldungen mit gleicher Tendenz und unsachlichen Äusserungen bleiben zum Zeitpunkt Mitte Januar knapp 80 Stellungnahmen eindeutig zugunsten des begleiteten Suizids und 12 eindeutig dagegen. Sechs Stimmen erklären sich weder dafür noch dagegen, sondern legen beispielsweise den Ausbau der Palliative Care nahe (was auch die terzStiftung für ganz wichtig hält). Erstaunlich oft findet sich die Argumentation: «Es ist nicht Sache des Staates, zu entscheiden, ob und wann jemand sterben darf. Jeder Mensch muss für sich selber entscheiden dürfen.» Bei den Stimmen gegen den begleiteten Suizid überwiegen religiöse Einwände: das Leben als Geschenk Gottes, über das die beschenkte Person nicht verfügen dürfe. Die Verteilung ist keinesfalls repräsentativ für die Bevölkerung der Schweiz. Wir werden die Seite www.sterbeethik.ch im Internet aufgeschaltet lassen und die Diskussion aufmerksam verfolgen. Den Parlamentsdienst in Bern haben wir über das Internetangebot informiert und daran appelliert, die Kommentare in die Meinungsbildung einfliessen zu lassen. Später werden wir eine ausführliche Auswertung erstellen und die Kernbotschaften in Form eines Kommuniqués den Schweizer Medien sowie dem Bundesamt für Justiz zustellen.


terz Stiftung | 35

Partner-Netzwerk der terzStiftung terz, der Generaldienstleister: 365× 24 Stunden ✆ 0800 123 333, www.terzstiftung.ch

Im Interesse ihrer Gönnerinnen und Gönner knüpft die terzStiftung ein Netzwerk von Partnern, die alle das Selbständigbleiben fördern und sich zu ihren Werten bekennen. Sie alle wollen Verantwortung für die Zukunft der Schweizer Gesellschaft übernehmen. Den Herausforderungen des demographischen Wandels wollen sie aktiv mit der terzStiftung begegnen.

Prävention und Gesundheit

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Finanzen und Recht

Mobilität und Aktivität

Kooperationspartner

Medienpartner

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36 | terz Stiftung

Wasser: Die Kraft des Vollmonds allein sorgt nicht für kristallklare Reinheit Autor: Dr. Thomas Meyer, Redaktion terzMagazin | Fotos: iStockphoto

Wasser ist neben der Atemluft unser wichtigstes Lebens-Mittel. Von den zwei bis drei Litern Wasser, die wir täglich zu uns nehmen sollten, erhalten wir etwa eineinhalb Liter als Flüssigkeit, der Rest kommt mit der Nahrung in den Körper hinein. Wir Menschen sind Wasserwesen: Zu an­ nähernd 70 Prozent besteht unser Körper aus Wasser. Und wir scheiden täglich einen Teil unserer Körperflüssigkeit aus: beim «Wasserlassen», aber auch über die Lunge beim Atmen und über die Haut. Den täg­ lichen Verlust von ca. 2,5 Litern müssen wir ausgleichen, um die lebensnotwendigen Stoffwechselprozesse des Körpers in Gang zu halten.

■  Mineralwasser aus Flaschen - immer beliebter.

Viele trinken zu wenig Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist seit Jahren eine der WHO­Forderungen für ein gesundes Leben. Aber nicht nur in Dürre­ gebieten Afrikas ist die Versorgung mit sau­ berem Trinkwasser problembehaftet. Auch hierzulande finden Diskussionen über Was­ serqualität statt. Viele Menschen trinken ge­ rade im Alter weniger als die empfohlenen 1,5 Liter, oft auch noch das Falsche und neh­ men ihrem Körper damit die Fähigkeit, sich selbst zu reinigen. Reines, lebendiges Trink­ wasser wird immer mehr zur Mangelware . . . Es besitzt ein so ausserordentliches Lösungs­ vermögen, dass es sofort alle anderen Stoffe zu lösen beginnt, mit denen es in Berührung kommt. Diese Lösungsmitteleigenschaft ist eine der wesentlichen Komponenten für die Aufrechterhaltung des Lebens im mensch­ lichen Organismus. Wasser durchspült die Organe und reinigt Zellen und Bindegewebe. Mit Mineralstoffen versorgt den Leib jedoch nicht das Mineralwasser, sondern pflanzliche Kost: Pflanzen binden Mineralstoffe in orga­ nische Stoffe ein – und nur in dieser Form können unsere Zellen Mineralien aufneh­ men. Eine «Demineralisierung» des Körpers durch das Trinken von mineralstoffarmem Wasser ist so gut wie unmöglich. Immer mehr Menschen in der Schweiz grei­ fen auf Mineralwasser aus der Flasche zurück, um ihren Durst zu stillen. Weder Marken noch der Preis sagen dabei etwas über den Geschmack und die Qualität aus. Lebensmittelchemische Untersuchungen ha­ ben wiederholt nachgewiesen, dass die An­ gaben auf den Etiketten zu Mineralien und Spurenelementen bei Weitem nicht erreicht wurden: Wenn nicht einmal die Hälfte der angegebenen Menge an Eisen im Mineral­ wasser ist und dafür deutlich mehr Natrium terzService-Center

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■  Leitungswasser genügt bei uns stets den Anforderungen an Trinkwasser, ist aber oft hart.

als behauptet, dann muss sich der Konsu­ ment getäuscht fühlen (und solche Abwei­ chungen hatten Labortests im Auftrag des GourmetReise­Magazins ergeben). Ein deut­ scher Mineralwasser­Abfüller musste im vergangenen Sommer sogar eine Rückhol­ Aktion starten, weil in einigen Flaschen ein erhöhter Keimgehalt festgestellt worden war. Ähnliches geschieht manchmal, wenn man einen Wassercooler aufgestellt hat. Eine Untersuchung der deutschen Stiftung Warentest ergab zur selben Zeit, dass in einem Drittel der Plastik­Mineralwasser­ flaschen der krebserregende Stoff Acetal­ dehyd vorkommt. In unbedenklichen Men­ gen, gemessen am Grenzwert, aber doch nachweisbar. An den Konsumenten in Deutschland und Österreich sind diese Un­ gereimtheiten anscheinend spurlos vorüber­ gegangen. Die Mineralwasserunternehmen fahren Umsätze ein wie noch nie. Einige werben mit Schlagwörtern wie «kristallklar»


terz Stiftung | 37

Transport durch viele Kilometer lange Röh­ rensysteme kann allerdings die Reinheit nicht im gleichen Grad aufrechterhalten bleiben. Vielerorts ist Leitungswasser sehr hart Leitungswasser hat überall in Mitteleuropa Trinkwasserqualität. Die in der Trinkwasser­ verordnung festgelegten Grenzwerte für chemische Inhaltsstoffe sind allerdings in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach korrigiert worden. Zum Teil deutlich nach oben. Ausserdem ist vielerorts das Leitungs­ wasser sehr hart, also kalkhaltig. Daher ist der Einbau einer Filteranlage für manchen eine Überlegung wert.

Quizfrage

Kostenlose Wasserprüfung für Mitglieder der Gönnergemeinschaft Wino Biedermann, Botschafter der terzStiftung, hat sich mit Fragen der Trinkwasserqualität ausgiebig befasst und vertreibt Filteranlagen. Er bietet als Dienstleistung für Mitglieder der Gönnergemeinschaft eine unverbindliche und kostenlose Wasserprobe bei ihnen zu Hause an. Interessenten melden sich bitte über das terzServiceCenter unter ✆ 0800 123 333 mit dem Stichwort «Wasserprobe».

Wo ist die terzStiftung von sich aus tätig?

oder «mit der Kraft des Vollmonds» – um dann «Mondpreise» zu verlangen. Leitungswasser ist sehr viel preiswerter. Ge­ wonnen wird es ebenso wie Mineralwasser (oder «Tafelwasser», «Heilwasser» und «Quell­ wasser» in Flaschen) zum weit überwie­ genden Teil aus Quell­ oder Grundwasser. Das ist durch das Versickern von Regenwas­ ser und wieder Austreten nach dem Durch­ laufen von mehreren Erdschichten gefiltert. Ungefiltertes Regenwasser darf in der Schweiz gar nicht für den menschlichen Verzehr angeboten werden. Das Quell­ oder Grundwasser wird dann noch zusätzlich ge­ filtert und gereinigt, oftmals mit Chlor ver­ setzt, was den Geschmack verdirbt. Beim

Die richtige Antwort auf die Quizfrage im terzMagazin Nr. 9 | Dezember 2009 lautet: Die terzStiftung vertritt die Interessen der Gönnerinnen und Gönner.

■ in der Nordostschweiz ■ in der gesamten Deutschschweiz ■ in sämtlichen Kantonen der Schweiz

Wir gratulieren den Gewinnerinnen und Gewinnern, die die Quizfrage in der Ausgabe Nr. 8 (Oktober 2009) richtig beantwortet haben:

Unter allen richtigen Zuschriften verlosen wir 5 Swisscom-Bons im Wert von je CHF 20.–. Zusätzlich verschenken wir wieder JahresGönnerschaften im Wert von je CHF 60.–. Bitte schneiden Sie den ausgefüllten Talon aus und senden Sie diesen per Post an: terzStiftung, Seestrasse 112, 8267 Berlingen. Einsendeschluss ist am Freitag, 5. Februar 2010.

■ Gönnerin Luigina Müller, Allschwil ■ Gönnerin Rosmarie Vetterli, Reinach ■ Agnes Bischof, Wil

Name | Vorname

■ Friedrich Inniger, Birsfelden

Strasse

Sie haben je ein Kneipp-Geschenk-Set im Wert von CHF 24.– gewonnen.

PLZ | Ort Geburtsdatum Telefon E-Mail

terzService-Center

0800 123 333

Quiz 01 | 10

■ Gérard Häuptli, Biel


38 | Finanzen und Recht

Brauchen meine Eltern wirklich einen Vormund? Autor: Hans Zeltner, eidg. dipl. Sozialversicherungsfachmann | Foto: iStockphoto

Jede Person kann frei entscheiden, ob sie Hilfe von einem Vormund, Beistand oder Beirat annehmen will – vorausgesetzt, es droht keine Verwahrlosung. Fallbeispiel: Mein Vater ist über 85 Jahre alt und wird immer vergesslicher. Er hat in der Vergangenheit in der Partnerschaft immer alle Administration gemacht. Nun bleiben die Rechnungen meist unbezahlt liegen. Die Mutter ist schon lange krank und nicht mehr zu solchen Tätigkeiten in der Lage. Nun haben sie grosse Angst, dass man sie bevormunden will und sie über das Alltägliche im Leben nicht mehr selber bestimmen können. Gibt es andere Lösungen als einen Vormund? Diese Frage wird oft gestellt und ist von der Sache her und aus rechtlicher Sicht grundsätzlich einfach zu regeln, aus emotionaler Sicht jedoch eine delikate Angelegenheit. Grundsätzlich könnten sich die Eltern an die Vormundschaftsbehörde ihres Wohnortes wenden und eine Beistandschaft auf eigenes Begehren beantragen. Das hätte den Vorteil der Freiwilligkeit, und die Beistandschaft wird aufgelöst, wenn sie es wünschen. Vormund, Beistand, Beirat Was sind die Unterschiede zwischen einem Vormund, einem Beistand und einem Beirat? Wer einem Vormund unterstellt ist, verliert seine Handlungsfähigkeit, d. h. die bevormundete Person kann sich zu nichts verpflichten, ohne dass der Vormund als gesetzlicher Vertreter zustimmt. Die Beiratschaft

demgegenüber bewirkt nicht die gänzliche Aufhebung der Handlungsfähigkeit, ist aber doch eine eingehende Beschränkung derselben. Wenn für jemandes Entmündigung kein genügender Grund vorliegt, gleichwohl zum Schutz eine Beschränkung der Handlungsfähigkeit nötig erscheint, so kann jemandem ein Beirat gegeben werden: Er wirkt bei der Gewährung und Aufnahme von Darlehen mit, beim Eingehen wechselseitiger Verbindlichkeiten, bei Schenkungen, Kauf, Verkauf, Verpfändung von Grundstücken usw. Bei der Beistandschaft wird die Handlungsfähigkeit der verbeiständeten Personen nicht tangiert. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine Unterstützung der verbeiständeten Person in besonderen Situationen oder Bereichen, z. B. bei der Administration. Damit ist die volle Handlungsfähigkeit gegeben und es können weiterhin Verträge abgeschlossen werden oder Geld abgehoben und darüber verfügt werden. Eine gänzliche, wie bei der Vormundschaft, oder eine teilweise Handlungsunfähigkeit, wie bei der Beiratschaft, gibt es im Falle des Beistandes nicht. Die Beistandschaft braucht jedoch die Bereitschaft der zu Beginn erwähnten Eltern sowie des Beistandes, damit diese Form der Unterstützung sinnvoll gelingen kann. Die Erfahrung zeigt, dass diese Konstellation oft auch zu Schwierigkeiten führt, da sich der Beistand und die Verbeiständeten nicht immer einig sind. Es wäre auch möglich, dass Sie als «Kind» die Verwaltung der Administration übernehmen, was grundsätzlich in früheren Jahrzehnten gang und gäbe war. In der heutigen Zeit wird dieser Bereich aber, aufgrund vermehrter räumlicher Distanz zwischen den Generationen sowie um der sachlicheren Beziehung willen, oft auch an Externe vergeben. terzService­Center

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Kurz zusammengefasst Die Eltern können zurzeit frei entscheiden, ob sie die Hilfe und Unterstützung annehmen wollen. Falls jedoch eine Verwahrlosung droht, etwa im Zusammenhang mit Demenz oder Sucht, können auch Kinder bzw. jede Person bei der Vormundschaftsbehörde einen Antrag auf Beistandschaft stellen. Die Behörde hat den Antrag zu prüfen und sich durch Nachfragen bei der genannten Person ein Bild zu machen. Sie muss diese dazu auf jeden Fall selbst befragen. Es besteht ein Anspruch auf rechtliches Gehör. Hat die Vormundschaftsbehörde alle Informationen vorliegen, wird sie entscheiden, welche vormundschaftlichen Massnahmen nötig sind und wer die Funktion übernehmen soll: z. B. nahestehende Personen (Verwandtschaft), eine Firma oder eine Amtsperson.

Weitere Informationen: Hans Zeltner, eidg. dipl. Sozial­ versicherungsfachmann, Telefon 079 758 84 92 E­Mail: info@zeltner­connect.ch

■  Wer sich auf fremde Hilfe stützen will, muss keineswegs entmündigt werden.


terzStiftung | 39

Was Sie schon immer über die terzStiftung wissen wollten Liebe Leserinnen und Leser Gerne greifen wir an dieser Stelle wieder – wie schon in der vorhergehenden Ausgabe des terzMagazins – Fragen zur terzStiftung auf, um klare Antworten zu geben. 1. Wie vertritt die terzStiftung die Interessen der Mitglieder ihrer Gönnergemeinschaft? ■ Wir nehmen z. B. durch Beiträge in eigenen und fremden Medien Stellung zu allen Fragen, welche die Interessen der Mitglieder der Gönnergemeinschaft berühren, fördern damit den Meinungsaustausch und tragen zu einem positiven Altersbild bei. Wenn Gönner/innen in Not sind, organisieren wir als Generaldienstleister Hilfe und dienen ihnen als Sprachrohr. Senior Scouts der terzStiftung testen Produkte und Dienstleistungen, ob sie den Bedürfnissen von Menschen über 50 entsprechen. 2. Spricht das Angebot der terzStiftung in erster Linie Menschen über 70 an? ■ Das Durchschnittsalter der Mitglieder unserer Gönnergemeinschaft beträgt mittlerweile etwa 65 Jahre. Die terzStiftung ver-

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bindet Generationen und richtet sich deshalb an alle erwachsenen Bewohner/innen der Schweiz. Wir wenden uns an Enkel, die wegen ihrer Grosseltern Mitglieder der Gönnergemeinschaft werden, an Erwerbstätige, die sich auf ihre Pensionierung vorbereiten, und an alle, die bereits pensioniert sind. 3. Muss man besonders gebildet sein, um die Themen zu verstehen, mit denen sich die terzStiftung befasst? ■ Wenn jemand etwas nicht versteht, das wir veröffentlichen, dann haben wir etwas falsch gemacht, nicht er oder sie. 4. Bietet die terzStiftung Veranstaltungen an, bei denen sich die Gönner/ innen treffen? ■ Solche Veranstaltungen sind beispielsweise die Kurse, die wir 2009 gemeinsam mit Swisscom angeboten haben, die Ehrenbotschafter-Feier, aber auch Treffen von Partnern wie Seniorweb oder der Seniorenakademie Berlingen, die wir ankündigen. Es wird in Zukunft häufiger solche Kontaktmöglich-

keiten geben. Bitte beachten Sie die Ausschreibungen im terzMagazin. 5. Ist die terzStiftung mehr eine Sache für Frauen oder sind Männer und Frauen gleich stark vertreten? ■ Die Gönnergemeinschaft besteht annähernd zu 56 Prozent aus Frauen und zu 44 Prozent aus Männern. 6. Arbeitet die terzStiftung hauptsächlich im Kanton Thurgau oder geht sie auch darüber hinaus? ■ Wir sind von uns aus in der gesamten Deutschschweiz tätig und haben Gönner aus fast allen Kantonen. Der Schwerpunkt lag anfangs im Thurgau, weil hier umfassende Kontakte bestanden. 7. Gibt es bei der terzStiftung auch Spezialangebote, bei denen der Jahresgönnerbeitrag reduziert wird? ■ Ja, wenn Stiftungspartner einen Teil der Kosten für künftige Mitglieder der Gönnergemeinschaft übernehmen, dann schreiben wir kurzfristige Spezialangebote aus.

Haben Sie Fragen? Haben Sie Fragen an die terzStiftung, so zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren: ■

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40 | Mobilität und Aktivität

seniorweb.ch rüstet sich für die Internet-Zukunft unserer Generation Autor: Dr. Alfons Bühlmann, seniorweb.ch | Foto: seniorweb.ch

seniorweb.ch, Medienpartner der terzStiftung, versteht sich als Interessenvertretung der Menschen in der dritten Lebensphase. Es bietet einen Treffpunkt im Internet mit Gelegenheit zu Kontakten und Begegnungen, Unterhaltung und nützlichen Informationen. Es vernetzt auch Organisationen und Institutionen, die sich mit Altersfragen befassen. Der Club seniorweb ist die Gemeinschaft der registrierten Nutzer der Plattform www.seniorweb.ch, die online und offline sich austauschen, Kontakte pflegen, sich in Interessen- und Regionalgruppen organisieren. Mitglieder und Besucher finden auf www.seniorweb.ch, was Menschen ab 50 interessiert und betrifft: täglich neue Beiträge, Kontaktmöglichkeiten, Diskussionen, Erfahrungsaustausch, Rat und Hilfe, Experten-Auskünfte in Computer-, Finanz- und

Gesundheitsfragen und andere Dienstleistungen, Lernprogramme und vieles mehr. Premium-Mitglieder unterstützen die ehrenamtliche Arbeit der Macher mit einem Jahresbeitrag und gewinnen zahlreiche Vorteile und Vergünstigungen. Als Kombimitglied bei der terzStiftung und bei seniorweb.ch haben Sie zum Jahresbeitrag von CHF 70.– gleichzeitig alle Vorteile eines Mitglieds der Gönnergemeinschaft der terzStiftung (6 terzMagazine im Jahr, jederzeit ein Ansprechpartner unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 123 333) und eines Premium-Mitglieds bei seniorweb.ch. Sie können z. B. auf Seniorweb publizieren, eine Gruppe gründen, kostenlose Anzeigen schalten und werden zu Veranstaltungen eingeladen. Melden Sie sich als Kombimitglied an mit dem Talon auf S. 31 dieses Magazins oder im Internet: www.seniorweb.ch

Veranstaltungstipp

Ganz neu ab März 2010 seniorweb.ch mit ganz neuen Funktionen und Angeboten ist in Vorbereitung. Alle Inhalte können dann nach Regionen angezeigt werden, registrierte Nutzer können sich ihr eigenes seniorweb.ch einrichten und nur noch das anzeigen lassen, was sie persönlich interessiert. Sie können auch ein eigenes Weblog führen, Anzeigen aufschalten, Bildergalerien und Videos publizieren, sich von Experten beraten lassen oder sich einer Interessen- oder Regionalgruppe anschliessen. Premium-Mitglieder können sogar selber eine Gruppe gründen und vieles mehr.

Seniorenakademie Berlingen

Die Seniorenakademie Berlingen lädt Sie herzlich ein! Der zweite Vortragszyklus in diesem Jahr ist «Krieg und Frieden» gewidmet. Leitung: Hans Rudolf Däniker

24. Februar 2010, Mittwoch, 14.20–17.00 Pax Augusta – Pax Americana Prof. Dr. Klaus Bartels, Kilchberg ZH 3. März 2010, Mittwoch, 14.20–17.00 «Krieg und Frieden». Leo Tolstois Roman in der russischen Geschichte Prof. em. Dr. Carsten Goehrke, Universität Zürich 10. März 2010, Mittwoch, 14.20–17.00 Ist der Krieg gegen den Terror zu gewinnen? Prof. Dr. Kurt Spillmann, Universität Zürich

17. März 2010, Mittwoch, 14.20–17.00 Hilft Forschung dem Frieden? Prof. Dr. Laurent Goetschel, Universität Basel und Direktor Swisspeace, Bern Kosten Ein Zyklus kostet CHF 170.– für Einzelgönner (statt regulär CHF 200.–), CHF 255.– für Paargönner (statt CHF 300.–). Auskunft, Anmeldung Seniorenakademie Berlingen (Brigitte Meier) Telefon 052 762 52 05, E-Mail: info@seniorenakademie.ch

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terzMagazin Februar 2010