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Donnerstag, 14. September 2017 | 3. Jahrgang Nr. 5 | Auflage 47 000 Exemplare Le

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Offizielle Gewerbezeitung des Gewerbeverbands Limmattal und der Gewerbevereine Birmensdorf und Aesch, Dietikon, Engstringen, Geroldswil-Oetwil, Schlieren, Uitikon-Waldegg, Urdorf und Weiningen

Bezirksrichterwahl

Richterwahl:

Gewerbeverband Limmattal

Wilde Kandidatin ­fordert etablierte Parteien heraus

Editorial 2 Interviews Bezirksrichterwahl 3 Abstimmungen Parolen 4 Ratgeber Recht 5 Ratgeber Treuhand, Ratgeber Gesundheit 6 Kultur-Tipps, Gwerbler choched 7 Lehrabschlussprüfungen 9 Offene Lehrstellen 10

Schon wieder kommt es im Limmattal zu einer Kampfwahl. So tritt die parteilose Wirtschaftsanwältin Fabienne Moser-Frei Geroldswil-Oetwil 11 gegen Tobias Walthert an, der bereits als Ersatzrichter am Bezirksgericht Affoltern tätig war und für die Grünliberalen kandidiert. Text: Harald Tappeiner, Bilder: zVg, Harald Tappeiner

Weil der Kantonsrat acht Ersatzrichterstellen bevölkerungsgewichtet in ordentliche Richterstellen umwandelt, wird am Bezirksgericht Dietikon eine neue Richterstelle geschaffen. Gemäss dem kantonalen Parteienproporz fällt dieser Sitz nun den Grünliberalen zu.

Traditionellerweise einigen sich die Parteien des Bezirks jeweils im Zusammenschluss und nominieren einen gemeinsamen Kandidaten. So auch dieses Mal: Der 38-jährige Tobias Walthert wurde einstimmig von der Interparteilichen Konferenz (IPK) als Richter nominiert und wird von allen Parteien unterstützt.

Dagegen läuft die in Dietikon aufgewachsene Fabienne Moser-Frei nun Sturm. Die 37-Jährige will mit ihrer parteilosen Kandidatur eine «echte Alternative» bieten. Beide Kandidaten können auf namhafte Unterstützer zählen. So wird Walthert etwa von alt Kantonsratspräsident Rolf Steiner (SP), Nationalrat Hans Egloff (SVP), Kantonsrat Andreas Geistlich (FDP) und Kantonsrätin Sonja Gehrig (GLP)

unterstützt. Demgegenüber wird Moser-Frei von alt Gemeindepräsidentin Ursula Rothenberger (FDP) sowie von ihrem Vater, alt Bezirksrat und Gemeinderatspräsident Hansjörg Frei, portiert. Die Wahl um das Richteramt wird am nächsten Abstimmungssonntag, dem 24. September, entschieden.

Schlieren 12

Lesen Sie die beiden Interviews auf Seite 3

Uitikon-Waldegg 17

Editorial 12 1000 Firmen sind jetzt in Schlieren 12 Stadtratsnachrichten 14 Tierpark Schlieren 16

Urdorf 18 URO Pfadi-Sommerlager

19

Weiningen 20

Birmensdorf und Aesch

21

Gewerbevereinsreise

22

Dietikon 24 Spatenstich Limmattalbahn 24 Otto Müller – Verzicht auf Kandidatur 25 Gewerbe-Zmorge 26 SVP Dietikon: Parteiversammlung 27 Ortsmuseum Dietikon 27 PR Gasthof Herrenberg 28 Bruno Weber-Park 29 Fabienne Moser-Frei ganz familiär im Zoo

Foto: zVg

Tobias Walthert im Gespräch mit Passanten in Dietikon

Foto: Harald Tappeiner

Engstringen 30

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Gewerbeverein Engstringen Oberengstringer Dorfplatz-Fest 2017

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2 I Gewerbeverband Limmattal

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Editorial

Kantonaler Gewerbeverband Zürich

Die Wirtschaft braucht ­Nachwuchs

Flüssiger Verkehr für Zürich

Schweiz sind im Medaillenspiegel jedes Mal auf dem Siegerpodest, d. h., wir gehören zu den drei Ländern mit den bestausgebildeten Berufsleuten. Das ist zweifelsohne das beste Zeugnis für unsere bewährte duale Berufsbildung.

Gregor Biffiger

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Dietikon Die Nachfrage der heimischen Wirtschaft nach Fachkräften ist ungebrochen. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen laufend in Pension. Zur Erhaltung unserer Wirtschaftskraft müssen diese Mitarbeitenden durch neue Kräfte ersetzt werden. Für die Berufseinsteigerinnen und -einsteiger ist dies eine ausgezeichnete Chance. Die künftigen Berufsbilder werden durch die rasant fortschreitende Digitalisierung geprägt sein. Kein Beruf wird sich dieser Herausforderung entziehen können. Die Berufsverbände und deren Berufsfachschulen nehmen dies im Wissen auf, dass junge Berufsleute über ein Know-how verfügen müssen, das mit der internationalen Entwicklung mithalten kann. Unsere Lernenden nehmen regelmässig an den Schweizer Berufsmeisterschaften, an den EuroSkills und WorldSkills teil. Die Teilnehmenden aus der

Der Gewerbeverband Limmattal und seine über 1000 Mitgliedfirmen engagieren sich mit grossem Einsatz in der Berufsbildung und bieten eine Vielzahl von interessanten Lehrstellen in der Region an. Allen Jugendlichen, welche vor wenigen Wochen mit ihrer Lehre begonnen haben, wünschen wir viel Glück und persönliche Erfüllung in ihrer Berufsausbildung. Allen Schülerinnen und Schülern, welche vor ihrer Berufswahl stehen, legen wir den Besuch der alljährlichen Berufsmesse ans Herz, welche vom 21. bis 25. November 2017 in der Messe Zürich stattfindet. Wir wünschen ihnen, dass sie eine ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechende Lehrstelle finden werden. Wir möchten die Gelegenheit nicht versäumen, an dieser Stelle allen Lehrpersonen und Lehrlingsbetreuenden herzlich dafür zu danken, dass sie ihre Schützlinge mit viel Engagement und Herzblut durch den Berufswahlprozess und während der Lehre begleiten. Herzlichst Ihr GEWERBEVERBAND LIMMATTAL Gregor Biffiger, Präsident

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KONTAKTBOX H

Gewerbeverband Limmattal Postfach, 8952 Schlieren

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Gregor Biffiger, Präsident gregor@biffiger.com

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info@gvli.ch

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www.gvli.ch

Staus erschweren vielen KMU ihre tägliche Arbeit und verursachen einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden. Der Gegenvorschlag zur Antistauinitiative will nun eine Stärkung des motorisierten Individualverkehrs in der Kantonsverfassung verankern. Der KGV setzt sich dafür aus voller Überzeugung ein. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Verstopfen sie, kommt es zum Infarkt – Termine können nicht eingehalten, Waren nicht ausgeliefert, Aufträge nicht erledigt werden. Kundinnen und Kunden warten lange, zum Teil viel zu lange, auf ihre Handwerker – Stress pur für die KMU-Mitarbeitenden. In den letzten Jahren sind die Staustunden rasch angestiegen und liegen heute schweizweit bei 22 828 Stunden pro Jahr. Ein Schweizer Autofahrer steht im Mittel 27 Stunden im Stau, der Zürcher 54. Auf Zürcher Strassen muss derzeit für eine Reise von 60 Minuten durchschnittlich eine um 33 Minuten längere Fahrzeit eingeplant werden. Die Stadt Zürich gehört zu den sechs staureichsten Städten Europas. Diese Staus kosten nicht nur Nerven. Sie verursachen einen volkswirtschaftlichen Schaden von gegen 300 Millionen Franken im Kanton Zürich. Trotz zunehmenden Stausituationen geriet der Ausbau der kantonalen Strasseninfrastruktur in den letzten Jahren deutlich ins Stocken, so etwa die Umfahrung Ottenbach, die Umfahrung Uster-West oder die Umfahrung Eglisau im Kanton Zürich. Ausbau der Strasseninfrastruktur: Auch der öV profitiert Rund 60 Prozent der gefahrenen Personenkilometer im Kanton Zürich werden mit dem MIV (motorisierten Individualverkehr) zurückgelegt. Gleichzeitig fallen 57 Prozent der mit dem öV gefahrenen Strecken auf Busse, welche ebenfalls im Strassennetz verkehren. Sowohl für die Förderung des öV als auch für die Verflüssigung des MIV braucht es deshalb leistungsfähige Strassen. Investitionen in eine angemessene Strasseninfrastruktur, effizientere Verkehrswege und ein flüssiger Verkehr nützen der ganzen Bevölkerung, nicht nur der Wirtschaft.

Im Oktober 2014 wurde von der SVP die kantonale Volksinitiative «Stopp der Verkehrsbehinderung (Antistauinitiative)» eingereicht. Sie verlangt, die Leistungsfähigkeit des kantonalen Strassennetzes konsequent an der Nachfrage des motorisierten Individualverkehrs (MIV) auszurichten. Dies ging dem Kantons- und Regierungsrat zu weit. Eine konsequente Umsetzung der vorgeschlagenen Verfassungsbestimmung wäre nicht finanzierbar gewesen und hätte einen erheblichen Ausbau der Strassen ohne Einbettung in das kantonale Raumordnungskonzept und ohne Berücksichtigung der umweltrechtlichen raumplanerischen Rahmenbedingungen zur Folge gehabt. Aus diesen Gründen lehnte der Kantons- und Regierungsrat die Volksinitiative ab. Sie stimmten jedoch dem Grundanliegen der Initianten zu, dass eine gut ausgebaute und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur für die Bevölkerung und die Wirtschaft des Kantons Zürich von grosser Bedeutung ist. Ausgewogene Alternative Der Kantonsrat beschloss auf Antrag des Regierungsrats einen Gegenvorschlag zur Volksinitiative. Dieser stärkt die Rolle des motorisierten Privatverkehrs in der Kantonsverfassung. Eine Verminderung der Leistungsfähigkeit im Strassennetz ist demnach mindestens auszugleichen. Damit soll sichergestellt werden, dass die heutige Kapazität des Netzes für den motorisierten Individualverkehr erhalten bleibt, auch wenn diese auf einzelnen Abschnitten eingeschränkt wird. Solche Einschränkungen können beispielsweise nötig sein, um den Durchgangsverkehr mittels sogenannter flankierender Massnahmen auf eine neue Umfahrung zu lenken oder um den öffentlichen Verkehr zu bevorzugen. Damit erfüllt der Gegenvorschlag das Hauptanliegen der Volksinitiative und

beseitigt gleichzeitig deren Schwächen. Weil das Initiativkomitee daraufhin seine Volksinitiative zurückzog, kommt allein der Gegenvorschlag zur Volksabstimmung. Die neue Verfassungsbestimmung ist als Zielvorgabe für die kantonalen Behörden direkt anwendbar. Für ihre Anwendung sind keine Änderungen von kantonalen Gesetzen notwendig. Die bisherigen Bestimmungen zum Gesamtverkehrssystem und zur Förderung des öffentlichen Verkehrs sowie der kantonale Richtplan bleiben unangetastet. MIV in die Verfassung Der Kantonale Gewerbeverband setzt sich konstant für überfällige Strassenprojekte ein. Entsprechend engagiert er sich beim Abstimmungskampf für den Gegenvorschlag zur Antistauinitiative an vorderster Front. Der Gegenvorschlag ist breit abgestützt und wird von allen bürgerlichen Parteien sowie dem Kantons- und Regierungsrat unterstützt. Durch die angestrebte Verfassungsänderung soll der Strasse in der Verfassung die Bedeutung zukommen, die sich der öffentliche Verkehr schon längst gesichert hat. Es ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Es gilt, eine weitere Zunahme der Staustunden im Kanton Zürich zu verhindern. Das nützt allen Zürchern, vor allem aber unseren KMU, die tagtäglich auf den Strassen von Zürich beruflich unterwegs sind.

PPInformationen Weitere Informationen zur Zürcher Abstimmungsvorlage unter www.ja-zh.ch.

Geplante Verfassungsänderung im Kanton Zürich

PImpressum P

Claudia Lambrich, Marco Plüss, Werner ­Müller, Harald Tappeiner, Artur Terekhov

Limmattaler Gewerbezeitung

Realisation/Produktion

Die offizielle Zeitung von: Gewerbeverband Limmattal Gewerbeverein Birmensdorf und Aesch Gewerbeverein Dietikon Gewerbeverein Engstringen Gewerbeverein Geroldswil-Oetwil Gewerbeverein Schlieren Gewerbeverein Uitikon-Waldegg Gewerbeverein Urdorf Gewerbeverein Weiningen

RTK Medientechnik AG, Tel. 044 804 91 11 gewerbezeitung@rtk.ch

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Redaktion Verantwortung: Gregor Biffiger Koordination: Daniela Bahnmüller Verlagsberatung, Tel. 043 818 00 55 redaktion@limmattaler-gewerbezeitung.ch Ständige Mitarbeiter: Gregor Biffiger, Diego Albertanti, Alfons G. Florian, Otto Frei, Thomas Gössi, Thomas Landis, Claudio Lorenzet, Dr. Reto Müller, Reto Müller, Richard Nydegger, Stefan Schmid, Sascha Städeli, Patrick Holenstein, Dominic Karrer, Christian Murer, Erica Brühlmann-Jecklin,

Auflage 47 000 Exemplare

Art. 104 1 Kanton und Gemeinden sorgen für eine sichere, wirtschaftliche und umweltgerechte Ordnung des gesamten Verkehrs und für ein leistungsfähiges Verkehrsnetz. (neu) 1bis Sie richten die Leistungsfähigkeit von Strassen mit überkommunaler Bedeutung an der Nachfrage des motorisierten Individualverkehrs aus. Die bestehenden Kapazitäten von Strassen mit überkommunaler Bedeutung dürfen nicht reduziert werden. 2 Der Kanton übt die Hoheit über die Staatsstrassen aus. 3 Kanton und Gemeinden fördern den öffentlichen Personenverkehr im ganzen Kantonsgebiet.

PPZum Verfasser: Thomas Hess Geschäftsleiter Kantonaler Gewerbeverband Zürich

Druck/Papier Gedruckt in der Schweiz auf Schweizer Papier

Verteilung Die Gewerbezeitung wird durch die Schweizerische Post AG und Direct Mail Company AG in alle Haushaltungen und Postfächer von Aesch, Birmensdorf, Dietikon, Geroldswil, Oberengstringen, Oetwil an der Limmat, Schlieren, Uitikon, Unterengstringen, Urdorf und Weiningen gratis verteilt – auch in jene mit einem «Stopp Werbung»-Kleber. In Briefkästen mit einen Kleber «Bitte keine Gratiszeitungen» wird die Gewerbezeitung nicht zugestellt. Bei Nichterhalt der Zeitung wenden Sie sich bitte an info@gewerbezeitungen.ch.

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Gewerbeverband Limmattal I 3

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Bezirksrichterwahl

Duell zur Bezirksrichterwahl Der Kandidat der GLP, Tobias Walthert, und die parteilose Kandidatin Fabienne Moser-Frei nehmen Stellung zu Raserurteilen, harten Strafen und zum Eherecht. Ihr verbales Duell gibt Einblicke in ihre Ansichten und es hilft bei der Entscheidungsfindung.

Tobias Walthert 

Foto: Harald Tappeiner

LGZ: Herr Walthert, was möchten Sie als Bezirksrichter bewirken? Tobias Walthert: Generell kann ein Richter nicht sehr viel bewirken, da er an die gesetzlichen Rahmenbedingungen gebunden ist. Am Gericht geht es stets um Einzelfälle, um einzelne Menschen, die in eine missliche Lage geraten sind oder ein Verbrechen begangen haben. Da kann der Richter etwas bewirken, indem er zusammen mit diesen Menschen Probleme löst oder sie für ihre Taten bestraft. Welchen Einfluss haben Richterinnen und Richter mit dem sogenannten Richterrecht? Wenn Lücken im Gesetz bestehen, kann der Richter mit dem sogenannten Richterrecht korrigierend eingreifen und eben diese Lücken füllen, damit im Einzelfall dennoch eine gerechte Lösung gefunden werden kann. Ist der Raserfall eine solche Lücke im Gesetz? Nein, seit einigen Jahren ist gesetzlich verankert und klar geregelt, wie ein solcher zu beurteilen ist. Das Strafmass für einen Raser liegt zwischen einem und vier Jahren Freiheitsstrafe. Gibt es Beispiele, bei denen das Ermessen weit gefasst ist? Ja, die Strafe für vorsätzliche Tötung beispielsweise liegt zwischen 5 und 20 Jahren Freiheitsstrafe. Die Dauer des Gefängnisaufenthaltes für jemanden, der eine andere Person vorsätzlich getötet hat, kann also recht unterschiedlich ausfallen. Dabei orientiert man sich häufig an ähnlichen Fällen aus der Praxis des Ober- und Bundesgerichtes. Wie stehen Sie zur immer wieder hörbaren Forderung nach härteren Strafen? Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren intensiv mit dem Strafrecht, zuerst als Gerichtsschreiber der I. Strafkammer des Obergerichtes und seit über fünf Jahren als Richter. Ich hatte nie Hemmungen, harte Strafen zu fällen wie beispielsweise lebenslängliche Freiheitsstrafen mit Verwahrung, sofern es denn auch gerechtfertigt war. Es muss aber immer der einzelne Fall betrachtet werden.

Welche Herausforderungen stellen sich für ein Bezirksgericht wie jenes im Limmattal? Ein Grossteil der Fälle sind familienrechtliche Angelegenheiten wie Scheidungen, Unterhaltsund Vaterschaftsklagen. Daneben sind es unter anderem häufig Straffälle.

Grundsätzlich würde ich das bejahen. Damit überhaupt eine Erstreckung gewährt werden kann, müssen jedoch gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. So muss es sich um einen Härtefall handeln, bei welchem die Interessen des Mieters diejenigen des Vermieters überwiegen.

Müssen scheidungswillige Paare immer vor Gericht erscheinen? Ja, das ist gesetzlich so festgelegt. Immerhin: Wenn sich ein Paar einvernehmlich scheidet, kann es dies auch mit einem Formular beim Gericht beantragen und sich dadurch ein langes Verfahren mit teuren Anwälten ersparen.

Aus welchen Gründen haben Sie sich bei den Grünliberalen beworben? Als ich vernahm, dass die glp eine Bezirksrichterin suchte, meldete ich mein Interesse an, da das Parteiprogramm der glp insbesondere in Gleichstellungsfragen, in der Europapolitik und wegen des liberalen Gedankenguts für mich stimmig ist. Als ich mich bewarb, hatte sich die parteiinterne Findungskommission aber bereits für Herrn Walthert entschieden. Ich wurde dennoch zu einer Anhörung eingeladen. Aufgrund der Tatsache, dass ich nicht die traditionelle Richterlaufbahn eingeschlagen hatte, wurde mein Ansinnen offiziell abgelehnt.

Ist es ein Nachteil, dass Sie in einem anderen Bezirk wohnen? Ich betrachte es als ein Vorteil. Für mich als Richter ist es ein gewisser Schutz für meine ­Objektivität, meine Familie und meine Privatsphäre. Wurden Sie in Ihrer Richterlaufbahn jemals bedroht? Nein, zum Glück nicht. Das mag in anderen Ländern anders sein. Wenn jemand bedroht wird, sind es meist andere Zielgruppen, im Fokus steht der Richter nur sehr selten. Dennoch kann ein Richter Vorsichtsmassnahmen ergreifen und zum Beispiel Telefonnummern und Adresse sperren lassen. Weshalb haben Sie sich den Grünliberalen angeschlossen? Ich bin bereits seit 2010 Parteimitglied. Mich überzeugt das politische Programm, die Verknüpfung einer liberalen Wirtschaft mit dem schonenden Umgang mit Ressourcen sowie die gesellschaftsliberalen Ansichten. Im Richterberuf spielt die Parteizugehörigkeit jedoch keine Rolle. Da bin ich allein dem Gesetz und meinem juristischen Wissen und Gewissen verpflichtet. Wie stellen Sie sich zur Volkswahl für Bezirksrichter? Das ist gesetzlich so vorgesehen, wogegen ich nichts einzuwenden habe. Gibt es mehrere Kandidaten, kommt es zu einer Kampfwahl. Mit nur einem Kandidaten wäre es eine stille Wahl und es wären keine Wahlcouverts verschickt worden. Stammen Sie aus einer Familie mit juristischem Hintergrund? Nein, meine Eltern sind beide Architekten. Welches sind Ihre liebsten Hobbys? Musik ist mir sehr wichtig und Sport wie Tennis, Hockey oder Skifahren, aber auch Lesen, Kochen und Reisen. Am liebsten verbringe ich meine Freizeit mit meiner Familie. Danke für das Gespräch.

Fabienne Moser-Frei 

Foto: zVg

LGZ: Frau Moser, was möchten Sie als Bezirksrichterin bewirken? Fabienne Moser-Frei: Bewirken scheint mir nicht der richtige Begriff zu sein. Eigentlich können nur die in eine Exekutive oder Legislative gewählten Personen etwas «bewirken». Die Richterin ist eher am Reagieren, da ihr die Fälle zugetragen werden. Wobei ich hier den Ausdruck Agieren passender finde. Die Richterinnen und Richter, die das Gesetz anwenden müssen, haben bei ihren Entscheiden allenfalls einen Ermessensspielraum, vor allem im Strafrecht. Wenn es der Einzelfall zulässt, würde ich mich im Strafrecht wohl auf der härteren Seite ansiedeln. Man darf den vorhandenen Spielraum durchaus ausschöpfen und einen harten Entscheid fällen. Bei Kindesmissbrauch würde ich an den oberen Strafrahmen gehen. Welche Probleme gibt es grundsätzlich im Limmattal? In Bezug auf die Geschäftstätigkeit gleichen sich die Bezirksgerichte im Kanton Zürich relativ stark. Zum Beispiel ist das Eherecht so aufgebaut, dass man für eine Heirat kein Gericht benötigt, für eine Scheidung jedoch schon, egal, ob man Kinder hat oder nicht. Stellen Sie es in Frage, dass sämtliche Scheidungen auf dem Gerichtsweg vollzogen werden? Es liegt am politischen Prozess beziehungsweise am Parlament, die Gesetze zu ändern. Klar ist, dass der Arbeitsaufwand für Scheidungen am Gericht gross ist. Die zwingende Notwendigkeit ist aus meiner Sicht insbesondere dann gegeben, wenn Kinder involviert sind. In welchem Themengebiet bringen Sie am meisten Kompetenzen mit? Fachlich am versiertesten bin ich im Privatrecht, unter anderem im Arbeitsrecht und im Mietrecht. Als Schlichterin kennen Sie auch das Verfahren der Schlichtungsbehörden in Miet- und Pachtsachen: Halten Sie die maximale Dauer von vier Jahren Erstreckungsfrist nach einer Wohnungskündigung für lange genug?

Haben Sie die Abschaffung des Laienrichtertums befürwortet? Ja, ich war für die Abschaffung. Die Mindestanforderung eines juristischen Studiums, um als Richter tätig zu sein, halte ich für unabdingbar. Sie machen sich vor allem für die Volkswahl an den Gerichten stark. Wo sehen Sie die Vorteile? Die Stimmbürger sollen ihre Richterinnen und Richter selber wählen können, so wie es das Gesetz vorsieht. Eine Volkswahl ist aufgrund der allgemein üblichen IPK-Stellenvergabe eher selten, aber nichts Ungewöhnliches. Auch der Präsident des Bezirksgericht Dietikon, Stephan Aeschbacher, setzte sich per Kampfwahl gegen Bezirksrichter Bruno Amacker durch. Die Stimmbürger konnten sich auch damals zwischen zwei Kandidaten entscheiden. Im Übrigen liegt momentan die Frauenquote der gewählten Richterinnen und Richter am Bezirksgericht Dietikon bei nur 27 Prozent. Das halte ich entschieden für zu wenig. Welche weiteren Anforderungen sollen für einen Bezirksrichter Ihrer Ansicht nach gelten? Neben einem Jus-Studium braucht es vor allem auch Arbeitserfahrung. Meine persönliche Meinung ist, dass auch ein Anwaltspatent zum Rüstzeug einer Richterin gehört. Denn immer häufiger kommen Klienten mit ihren Anwälten ins Gericht. Ihr Vater, Hansjörg Frei, war Bezirksrat und Gemeinderat in Dietikon. Und die Sie unterstützende alt Gemeinderatspräsidentin von Dietikon kennen Sie schon seit Kinderzeiten. Inwiefern hat Sie das geprägt? Ich bin politisch interessiert aufgewachsen. Welches sind Ihre Hobbys? Neben Wasserball und Kochen lese ich gerne auch Krimis. Danke für das Gespräch.

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4 I Gewerbeverband Limmattal

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Nationale Abstimmung vom 24. September 2017

Ungesunde Reform der ­Altersvorsorge Die Sozialwerke der Schweiz geraten zunehmend in Schieflage. Die Ausgaben sind grösser als die Einnahmen oder die ersparten Einlagen. So weit ist man sich in der Politik und in der Wirtschaft einig, links und rechts. Es gibt in der Lösung dieser Frage leider nicht nur die Versicherten, die aktuellen und künftigen Rentnerinnen und Rentner, Alte und Junge. An der Sanierung der Sozialwerke laborieren auch Akteure mit grossen Eigeninteressen, die sie dann der Allgemeinheit als Gesamtinteresse zu verkaufen versuchen. Dem Bundesrat und dem Ständerat geht es in erster Linie darum, eine Vorlage im Bereich der Vorsorge – seit langen wieder – beim Volk durchzubringen. Er ist im Gegenzug bereit, die ersten Anpassungsschritte mit Kompensationen, die zusätzliche Milliarden kosten, auszugleichen. Die aktuelle Vorlage führt in die Sackgasse Der Bundesrat hofft offenbar, dass, wenn eine erste Vorlage beim Volk durchkommt, eine zweite, nämlich die effektive Sanierungsvorlage, dann einfacher in der Volksabstimmung eine Mehrheit finden könnte. Das Geld für allfällige Kompensationen ist in der aktuellen Vorlage aber bereits mehr als nur ausgegeben. Weshalb dann die effektive Sanierungsvorlage, die bereits angekündigt ist, trotzdem Akzeptanz finden sollte, kann er nicht erklären. Ginge es ohne Geschenke für die Stimmbürger und ohne Vermischung der ersten mit der zweiten Säule in der Altersvorsorge, hätte er das bereits jetzt, ohne Umwege, zur Abstimmung bringen können. Geht es aber nur mit Steuern- und Rentengeschenken, gingen die Sozialwerke langfristig bankrott, weil das dafür notwendige Geld gar nicht vorhanden ist. Es sei denn, die Mehrwertsteuer wird verdoppelt oder die Einkommenssteuern werden

erhöht und die Lohnabzüge für Mitarbeitende und für die Unternehmen massiv ausgeweitet. In jedem Fall spielt der Bundesrat mit seinem Konzept mit der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Schweiz, mehr noch mit Arbeitsplätzen, die abgebaut werden müssen, weil die Gelder anstatt für Löhne und Investitionen für die Sozialvorsorge samt Rentnergeschenken gebraucht würden. Und allen bleibt absehbar weniger Geld zur Verfügung, weil vom Lohn mehr Abzüge für Versicherungsbeiträge und für die Bezahlung höherer Mehrwertsteuern auf den Gütern des täglichen Bedarfs abgezwackt werden. Das dürfte den Konsum und die Binnenwirtschaft zusätzlich treffen. Versicherungen verfolgen die eigene Agenda Auch einige Pensionskassen-Versicherer meinen, sie müssten sich für die aktuelle Vorlage stark machen. Ein erster Schritt sei jetzt notwendig. Das Paket sei ausgewogen. Nun, aus Sicht der Versicherer ist es tatsächlich vorteilhaft. Die längst notwendige und von der Versicherungswirtschaft postulierte Herabsetzung des Umwandlungssatzes führt zur Entlastung bei den verwalteten Pensionsvermögen. Die Vorlage nimmt da ein wichtiges Anliegen auf.

Dass diese Notwendigkeit aber mit Rentenkompensation über die AHV aufgefangen werden soll, kümmert die Pensionskassen und Versicherungsgesellschaften wenig. Die Kosten dafür müssen die Versicherten, die Steuerzahler und die junge Generation übernehmen. Die Versicherungen selbst sind fein raus. Sie sollten deshalb bei ihren Empfehlungen für die aktuelle Vorlage Zurückhaltung üben. Wem nützt es? Die Antwort auf diese Schlüsselfrage sollten die Versicherungsgesellschaften bei der Publikation und Begründung ihrer Parole für die aktuelle Vorlage gleich mitliefern, nur schon, um den eigenen Governance-Regeln gerecht zu werden. Nicht weniger eigennützig verhalten sich jene Kantone, welche über ihre Sozialdirektoren die Vorlage empfehlen wollen. Sie partizipieren an den geplanten 70 Franken Rentenausgleich am meisten, weil diese mit den sogenannten Ergänzungsleistungen, die Gemeinde und Kantone bezahlen, verrechnet werden können. Nicht die Rentnerinteressen sind im Fokus, sondern die Entlastung der ­eigenen Kassen. In der Wirkung einer selektiven Sondersteuer gegenüber der jungen Generation zur Rentengarantie für die ausgewählte Zwischengenera­ tion.

Linksgrün kauft Abstimmung zu Lasten ihrer Stammwähler Und nicht zuletzt gibt es noch die Gewerkschaften und linksgrünen Seilschaften. Alles, was dazu dienen könnte, die Umverteilung weiter zu optimieren und in Richtung einer einheitlichen Volkspension für alle, ohne eine erste oder zweite Säule, geht, finden diese sogenannten Vertreter der wirtschaftlich schwachen Bevölkerungsgruppen diskussionslos gut. Sie nehmen in Kauf, dass gerade die Schwächsten der Gesellschaft höhere Mehrwertsteuern zahlen müssten, im Wissen, dass es bei der nächsten Vorlage nochmals zu deutlich höheren Mehrwertsteuern kommen müsste. Sie stören sich nicht, dass weitere Kaufkraft bei den sozial Schwächeren abgeschöpft wird, und dass gerade jene, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind, von den ominösen 70 Franken Rentenkompensation gar nicht profitieren könnten, weil diese mit den Ergänzungsleistungen verrechnet werden. Deshalb hat bisher noch niemand erklären können, was an der aktuellen Vorlage für diese Zielgruppe sozial sein soll. Ist es Zufall, dass all jene, die von den Linksgrünen bereits Wohnungen im sozialen Wohnungsbau bereitgestellt erhielten, und alle jene, die das Privileg einer sicheren Stelle in der Verwaltung, im Ge-

sundheitswesen usw. haben, von der Vorlage profitieren könnten? Allerdings nur bis zur nächsten Sanierungsvorlage. Und die wird das verlangen, was schon heute notwendig wäre: Schritt um Schritt etwas länger arbeiten, Schritt um Schritt mehr sparen für das Alter und Schritt um Schritt die Renten an die Höhe und die Verzin­ sungsmöglichkeiten ersparter Mittel anpassen.

PPZum Verfasser: Der 67-jährige Robert E. Gubler ist Kommunikationsfachmann, verheiratet und lebt in Wädenswil. Robert E. Gubler ist Gründer und Partner der Communicators Zürich AG, Vorstandsmitglied beim Schweizerischen Gewerbeverband und bei der Treuhand Suisse sowie Vorsitzender des Forums Zürich. Er ist Präsident der Economic Foundation Zurich Park Side. Robert E. Gubler wandert und fährt Ski.

Gewerbepolitisch wichtige Abstimmungen vom 24.9.2017 Alle Parolen des Gewerbeverbands Limmattal im Überblick:

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Nationale Vorlagen: ●● «Bundesbeschluss über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer»

P NEIN

●● «Bundesgesetz über die Reform der Altersvorsorge»

P NEIN

●● «Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit (direkter Gegenentwurf zur zurückgezogenen Volksinitiative «Für Ernährungssicherheit»)»

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Kantonale Vorlagen: ●● Änderung der Kantonsverfassung; Gegenvorschlag zur Antistauinitiative

P JA

●● Steuergesetz; Begrenzung des Arbeitswegkostenabzugs

P NEIN

●● Gesetz über die Jugendheime und die Pflegekinderfürsorge

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●● Sozialhilfegesetz; Aufhebung Sozialhilfeleistungen für vorläufig Aufgenommene

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Gewerbeverband Limmattal I 5

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Begrenzung des steuerlichen Fahrkostenabzugs

Moralismus und Autofahrerschikanen reloaded Am 24. September 2017 wird im Kanton Zürich über die Begrenzung des steuerlichen Fahrkostenabzugs für Arbeitnehmer auf 5000 Franken abgestimmt. Einmal mehr staatliche Verhaltenslenkung mit schädlichen Auswirkungen. Text: Artur Terekhov

Diese – in der Classe politique weitestgehend unbestrittene – Gesetzesänderung wird praktisch unisono als absolute Notwendigkeit verkauft. Da auf Bundesebene die FABI-Vorlage (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) angenommen worden sei, müssten nun die Kantone ohne Wenn und Aber auch nachziehen. Rechtlich ist dieses Argument jedenfalls unzutreffend. Der durch die FABI-Vorlage geänderte Art. 9 Abs. 1 des Steuerharmonisierungsgesetzes besagt lediglich, dass die Kantone die Höhe der Berufskostenabzüge begrenzen können. Eine Pflicht qua Steuerharmonisierung sah die FABI-Vorlage nie vor. Hätte sie dies getan, wäre das Abstimmungsre-

sultat womöglich auch anders herausgekommen. Damit liegt es nun an den Kantonen, zu entscheiden, ob sie mit dem Bund bei der Abzugsbegrenzung mitziehen wollen oder nicht. Den Bund als Vorbild zu zitieren, mag zwar gut tönen. Vergessen geht dabei jedoch, dass die Politik Recht im Rahmen ihrer Gesetzgebungskompetenzen setzt und dieses ergo gestalten und nicht nur anwenden soll. Rechtsgleichheit würde verletzt Damit hat der Stimmbürger als Souverän sich die Frage zu stellen, was diese Abzugsbegrenzung bezweckt. Und dies sagt schon das Abstimmungsbüchlein ein Stück weit: Das Pendeln über lange Strecken steuerlich zu fördern, sei umweltpolitisch wenig sinn-

voll. Der Moralismus ist damit demaskiert. Obschon Steuerrecht an sich aufgrund der verfassungsrechtlichen Vorgaben des Art. 127 Abs. 2 BV an den Prinzipien der Allgemeinheit, Gleichheit sowie Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit – und damit eben Wertneutralität – orientiert sein soll, wird hier wieder einmal Verhaltenslenkung betrieben. Dass mit dieser Vorlage das Gewinnungskostenprinzip (alles, was zur Erzielung des Erwerbseinkommens an Mitteln nötig ist, soll auch als Aufwand abgezogen werden können) klar verletzt wird, scheint nicht zu interessieren. Dies ist sicher nicht im Sinne eines liberalen Rechtsstaates, der sich an christlich-abendländischen Prinzipien orientiert und eben auch einem nicht zusagende Lebensweisen tole-

riert, solange sie nicht in die elementare Freiheit anderer eingreifen. Doch so selbstverständlich scheint uns Bevormundung bereits zu sein, dass man sie sogar als edles Motiv prominent ins Abstimmungsbüchlein schreibt. Es gibt aber ein weiteres Problem: Auch die Rechtsgleichheit würde durch vorliegende Rechtsänderung klar verletzt. Denn die Beschränkung gilt nur für Arbeitnehmende, nicht jedoch Selbstständigerwerbende. Im Sinne des Gewerbes ist dies dennoch nicht, denn warum sollen qualitativ gute Arbeitskräfte einen weiten Arbeitsweg auf sich nehmen, wenn sie hierfür im Vergleich mit anderen Steuerpflichtigen schlechter fahren? Leistung wird so jedenfalls nicht gefördert. Damit bleibt zu hoffen, dass diese freiheitsfeindliche Vorlage klar abgelehnt

und nicht zuletzt auch ein Zeichen gegen die immer weitergehende öV-­ Quersubventionierung durch den «bösen» Autofahrer gesetzt wird.

PPZum Verfasser: Artur Terekhov stud.iur., parteilos, Mitglied NoBillag-Initiativkomitee

Ratgeber Recht

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Witwe Müller verstirbt und hinterlässt einen Sohn und eine Tochter. Die Verstorbene pflegte ein luxuriöses Leben und führte zugleich zeitlebens bis ins hohe Alter risikoreiche Geschäftsbeziehungen. Der Sohn ist über die finanzielle Situation der Mutter im Ungewissen. Hatte sie vielleicht Schulden, für welche er und seine Schwester haften müssten? Soll die Erbschaft überhaupt angenommen werden?

Grundsätzlich vermischt sich die Hinterlassenschaft (bestehend aus Aktiven und Passiven) der Erblasserin zufolge Erbgang mit dem Vermögen ihrer Kinder. Beide Kinder würden folglich für allfällig vorhandene Schulden der Mutter nicht nur mit dem Nachlassvermögen selbst, sondern darüber hinaus auch noch mit ihrem eigenen Vermögen haften. Um nicht vorhersehbare, negative finanzielle Folgen zu vermeiden, bietet die Aufnahme eines

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«öffentlichen Inventars» (Art. 580 ff. ZGB) eine solide Grundlage, um fundiert über die Annahme oder die Ausschlagung einer Erbschaft entscheiden zu können. Aufnahme des öffentlichen Inventars Das Begehren um Anordnung des öffentlichen Inventars kann von jedem Erben (unabhängig von den anderen Erben) gestellt werden, vorausgesetzt, der Antragssteller hat die Befugnis, die Erbschaft auszuschlagen. Das bedeutet, dass die Erbschaft zuvor weder angenommen noch ausgeschlagen worden sein darf. Als gesetzlicher Erbe ist der Sohn also berechtigt, alleine, aber auch zusammen mit seiner Schwester, den entsprechenden Antrag zu stellen. Das Begehren um Aufnahme eines öffentlichen Inventars ist innerhalb von Monatsfrist seit Kenntnis des Todes mündlich oder schriftlich bei der zuständigen Behörde einzureichen. Im Kanton Zürich ist dies das Bezirksgericht am letzten Wohnsitz des Verstorbenen. Der Ablauf des Verfahrens Ist das Begehren gestellt, wird die Behörde zunächst die eigentliche Inventaraufnahme vornehmen. Dabei wird ein Verzeichnis über die Aktiven und Passiven des Nachlasses angelegt. Diejenigen Forderungen und Schulden, welche bekannt sind, werden von den Behörden selbstständig ins Inventar aufgenommen (Art. 583 ZGB). Im Falle der Witwe Müller ist die Sachlage vermeintlich komplizierter: Der Sohn befürchtet, dass nicht alle Schuldner und Gläubiger bekannt sind, weil ja die Verstorbene geschäftlich sehr aktiv war. Doch auch diese Unsicherheit kann mit dem behördlichen Verfahren abgefangen werden. Mit der Aufnahme des Inventars erlässt die Behörde nämlich einen sogenannten «öffentlichen Rechnungsruf» (Art. 582 ZGB). In der Regel wird dieser im kantonalen Amtsblatt oder im amtlichen Publikationsorgan der letzten Wohnsitzgemeinde des Erblassers

publiziert. Damit erhalten die ehemaligen Geschäftspartner der Erblasserin Gelegenheit, innert Frist ihre Forderungen anzumelden. Nach Ablauf dieser Frist wird das Inventarverzeichnis geschlossen und allen Beteiligten zur Einsicht aufgelegt. Die Kinder der Witwe Müller haben jetzt eine solide Grundlage, um zu entscheiden, ob sie die Erbschaft der Mutter annehmen wollen oder nicht. Rechtliche Folgen des öffentlichen Inventars Nach dem Gesetz stehen den Erben nun vier Möglichkeiten zur Verfügung: Sie können die Erbschaft vorbehaltslos annehmen, ausschlagen, die amtliche Liquidation verlangen oder die Erbschaft unter öffentlichem Inventar annehmen. Falls keine Erklärung abgegeben wird, gilt die Erbschaft als «unter öffentlichem Inventar» angenommen. Je nach Entscheidung der Erben, ergeben sich daraus verschiedene Konsequenzen: Bei der Erbschaftsausschlagung verliert der jeweilige Erbe seine Erbenstellung (er erbt also nichts) und ist damit aber auch von der Haftung für die Schulden vollständig befreit. Im Gegensatz dazu haften die Erben für alle bestehenden Schulden, wenn sie die Erbschaft vorbehaltlos annehmen. Bei der amtlichen Liquidation gemäss Art. 593 ff. ZGB geht es darum, die Haftung zu reduzieren. Die Vermischung des Nachlasses und des persönlichen Vermögens wird verhindert, die Schulden werden in einem amtlichen Liquidationsverfahren getilgt und nur ein allfälliger Aktivenüberschuss wird an die Erben überführt. Wenn die Erbschaft unter öffentlichem Inventar angenommen wird, haften die Erben nur für diejenigen Schulden, die im Inventar aufgeführt sind. So werden sie vor dem Risiko geschützt, nachträglich für nicht angemeldete Schulden zu haften. Das heisst also, für die nicht im Inventar aufgenommenen Schulden entsteht keine Haftung.

Schlussfolgerung Wie im vorliegenden Beispiel beschrieben, kennen Erben die finanzielle Situation des Verstorbenen oftmals nicht genau und müssen deshalb befürchten, im schlimmsten Fall nur Schulden zu erben. Mit dem öffentlichen Inventar stellt das Gesetz den Erben ein Instrument zur Verfügung, mit welchem die fehlenden Informationen erhältlich gemacht werden können. Allfällige Nachteile können ausgeschaltet werden und die Rechtssicherheit der Erben wird massiv verbessert. Sie müssen nämlich erst dann über das weitere Vorgehen entscheiden, wenn sie dafür auch eine gute Entscheidungsgrundlage vorliegen haben. Damit bewirkt das Verfahren nicht zuletzt einen Aufschub der (sonst sehr kurzen) Frist, innert welcher über Ausschlagung oder Annahme einer Erbschaft entschieden werden muss.

PPZum Verfasser: Lic. iur. Thomas Rüesch ist seit 2005 selbstständiger Rechtsanwalt und berät Privatpersonen und KMU im Zivil-, Obligationenund Schuldbetreibungs- und Konkursrecht.

RÜESCH & Müller Rechtsanwälte «Zum Zollhaus» Badenerstrasse 1, 8953 Dietikon Tel. 044 741 56 11 www.rueesch-mueller.ch


6 I Gewerbeverband Limmattal

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Ratgeber Treuhand

Ratgeber Gesundheit

Vorsorgeauftrag bei ­Ehepaaren und die ­Patientenverfügung

Wie viel Lebenszeit hast du noch?

Viele Ehepaare haben oft gegenseitige Vollmachten und gehen davon aus, dass sie ihren Partner auch bei Eintritt einer Handlungsunfähigkeit weiterhin vertreten können. Üblich ist, dass mit einer Vollmacht eine handlungsfähige Person sich durch einen Dritten vertreten lassen möchte. Eine Vollmacht ist in der Re­ gel so lange wirksam, als der Auftrag­ geber selber urteilsfähig ist. Es kann keine Vollmacht für den Fall erteilt werden, dass der Vollmachtgeber ur­ teilsunfähig wird, da seit Inkrafttreten des neuen Erwachsenenschutzrechts am 1. Januar 2013 dies nicht mehr zu­ lässig ist. Wird jemand urteilsunfähig, ist die Vollmacht nicht mehr gültig. Für einen solchen Fall muss ein Vor­ sorgeauftrag erteilt werden. Aus diesem Grund ist auch für Ehe­ paare ein Vorsorgeauftrag notwendig. Mittels Vorsorgeauftrag beauftragt eine handlungsfähige Person für den Fall ihrer dauernden Urteilsunfähigkeit eine andere Person, die Personen- und Vermögenssorge zu übernehmen sowie die rechtliche Vertretung. Auch für nicht verheiratete oder alleinstehende Personen ist ein Vorsorgeauftrag emp­ fehlenswert. Fehlt ein Vorsorgeauftrag, können Ehegatten den urteilsunfähig gewordenen Partner nur in alltägli­ chen finanziellen Angelegenheiten vertreten. Unter alltäglich versteht man die Zahlungen der Miete, andere übliche Rechnungen usw. Geht es um grössere Geschäfte wie die Verwaltung eines Wertschriftendepots oder den Kauf bzw. Verkauf einer Liegenschaft, genügt die Vollmacht nicht mehr. Ohne Vorsorgeauftrag greift die Kin­ des- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) ein. Die KESB ergreift von Am­ tes wegen Massnahmen und wird der handlungsunfähigen Person einen Bei­ stand beistellen, welcher der KESB regelmässig Bericht erstattet. Für viele ist es ein Problem, dass ihnen die Mit­ arbeiter der KESB und der bestellte Beistand fremd sind. Der Vorsorgeauftrag muss entweder wie ein Testament von Hand geschrie­ ben, datiert und unterzeichnet oder durch ein Notariat öffentlich beurkun­ det werden. Beim Thema Vorsorgeauf­ trag ist die Patientenverfügung nicht zu vergessen. Mit einer Patientenver­ fügung sorgt man für Situationen vor, in denen man durch einen Unfall oder eine Krankheit nicht mehr selber ent­ scheiden kann. Man hält im Voraus fest, welchen medizinischen Massnah­ men man zustimmt und welche man

ablehnt. Das erleichtert den Ärzten, schwierige Entscheide zu fällen, und entlastet auch Angehörige. Die Patientenverfügung muss schrift­ lich errichtet, datiert und unterschrie­ ben werden. Im Gegensatz zum Vorsor­ geauftrag genügt somit ein ausgefülltes und unterschriebenes Formular.

Der Tod ist in unserer westlichen Welt häufig ein Tabu-Thema. Darüber spricht man nicht und wir versuchen, ihn so lange es geht zu ignorieren. Aber ohne Tod gibt es kein Leben.

Fazit: 1. Bestimmen Sie mit einem Vorsorge­ auftrag selber, wer bei einem allfäl­ ligen Eintritt Ihrer Urteilsunfähig­ keit Ihre Vorsorge übernimmt und Sie rechtlich vertritt. 2. Entlasten Sie Ihre Angehörigen und Ärzte mit einer Patientenverfügung und sorgen Sie damit vor, dass be­ kannt ist, welche medizinischen Massnahmen Sie möchten. 3. Informieren Sie involvierte Perso­ nen, dass Sie einen Vorsorgeauftrag und eine Patientenverfügung ha­ ben, sowie, wo sich diese befinden. Oder hinterlegen Sie die Patienten­ verfügung bei Ihrer Versicherungs­ karte Ihrer Krankenkasse. 4. Im Internet finden Sie Vorlagen. Konsultieren Sie in der Praxis in je­ dem Fall eine Fachperson.

Auch deine Lebenszeit ist kostbar! Wie möchtest du sie verbringen? Wel­ che Träume hast du, was möchtest du noch erleben, machen, lernen, genies­ sen?

Seitdem mir das wirklich bewusst ist und ich anerkannt habe, dass das Le­ ben endlich ist, ist mein Leben viel intensiver geworden.

Du musst ja nicht gleich dein Leben auf den Kopf stellen. Beginn mit Klei­ nigkeiten, die Glücksgefühle und Freude auslösen, und nehme die Zeit bewusst wahr. Nur das «Hier und Jetzt» zählt. Lass das Vergangene sein, all deine belastenden Sorgen und dunklen Seiten deines Lebens, und ge­ niesse den Moment. Entwickle ein bewusstes, neues Zeitgefühl Physikalisch betrachtet, bleibt eine Stunde immer eine Stunde. Und doch empfinden wir diese Stunde ganz un­ terschiedlich, je nachdem, was wir ge­ rade tun. Wir haben es in der Hand, wie wir die Zeit wahrnehmen: als Lust oder als Last! Wir können sie geniessen oder unter ihr leiden. Wir können sie erleben oder totschlagen. Wir kön­ nen sie anhalten oder ihr hinterherlau­ fen. Gefühlte Zeit! Wie empfindest du Zeit? Gefühlte Zeit bestimmt unsere Ent­ scheidungen im Alltag und unser Ver­ hältnis zum Älterwerden.

PPZum Verfasser: Alfons G. Florian, dipl. Wirtschaftsprüfer/ Fachmann im Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. FA, ist seit 1998 Geschäftsführer der Rebex AG und ist in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, -beratung, Rechnungswesen sowie nationale und internationale Steuerberatung tätig. Rebex AG Treuhand- & Revisionsgesellschaft Zentralstrasse 19, Postfach 8953 Dietikon 1 Tel. 044 744 76 76 www.rebex.ch Rebex AG

Welche Gefühle kommen bei dir auf, wenn du dir bewusst machst, dass deine Lebenszeit endlich ist? Freude auf das, was kommt, Glück über das, was da ist, neugieriges Krib­ beln? Dann scheinst du auf dem rich­ tigen Weg zu sein. Trauer, weil du noch so viel vor hast, Angst, dass die Zeit viel zu schnell vorbei sein könn­ te, Verzweiflung über das, was da ist? Dann könnte jetzt ein guter Zeitpunkt sein, etwas in deinem Leben zu än­ dern.

Überlege dir, welches deine grössten «Zeitfresser» sind. Vor allem mit den neuen sozialen Me­ dien wie Facebook, Google oder What’sApp vergeuden wir gemäss di­ verser Studien mehrere Stunden (wertvolle) Lebenszeit pro Tag. Nicht berücksichtigt ist die Zeit, welche wir zusätzlich noch vor dem Fernseher verbringen – Stunden! Ein gutes Buch zu lesen, ist sinnvoller und zudem kannst du dein Wissen tiefgründiger erweitern. Tiefe in dei­ nen Gedankengängen sollst du suchen. Meist ist die Meinung vieler Mitmen­ schen ebenso oberflächlich wie die Flachbildschirme der neuen Fernse­ her.

Hast du ein Messband? Nehme es bitte zur Hand, jeder Zenti­ meter ist ein Lebensjahr. Jetzt schneide bitte deine Jahre davon ab. Und dann überlege dir, wie alt du wer­ den kannst, alles andere darüber schneide auch ab. Habe ich dich zum Nachdenken ge­ bracht? Wenn ja, dann wünsche ich dir noch viele gefühlte Lebensjahre und viel Spass am weiteren Leben.

Miteinander zu reden und soziale Kontakte zu pflegen, sind gemäss Al­ tersforschern wichtige Faktoren, um «glücklich» alt zu werden. Warten ist eine Erscheinung der Neu­ zeit. Wir warten im Stau, vor der Kas­ se, bei der Post, im Wartezimmer des Arztes … Stunden … Alles wertvolle Lebenszeit, welche wir anders nutzen könnten und welche uns am Ende des Lebens fehlt. Willst du das? Zeit zu gewinnen, ist somit das Ziel – gefühlte Zeit – aber wie? Optimiere deine Schlafzeit. Seitdem ich zum Frühaufsteher wurde, habe ich plötzlich viel mehr Zeit. Ich habe Zeit zum Denken und vor allem zum Nachdenken. Wo bin ich heute? Wo bin ich in einem Jahr? Wohin führt mein weiterer Lebensweg? Grundle­ gende Gedanken zum Leben, die im­ mer wichtiger werden, je älter wir werden. Immer wieder von neuem mache ich eine Auslegeordnung und versuche mir die Lebenszeit, welche mir noch zur Verfügung steht, bewusst zu ma­ chen. Alles, was du ohne Motivation und Freude machst, das brauchst du gar nicht mehr zu tun. Damit ver­ schwendest du deine Lebenszeit.

PPZum Verfasser: Der 58-jährige Dr. med. Claudio Lorenzet ist Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und anerkannter Akupunkteur TCM/ASA. Er lebt in Bergdietikon, ist verheiratet und Vater von Zwillingen. Sein Interesse gilt der gesamtheitlichen Betreuung des Patienten unter Einschluss von komplementären Behandlungsmethoden. In seiner Freizeit ist er ein «Bücherwurm», jasst gerne, fährt Harley und spielt Golf. Lorenzet@swissonline.ch www.lorenzet.ch

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Gewerbeverband Limmattal I 7

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Konzert-Tipp: Diana Krall in der Samsung Hall

Menutipp The Kitchen Crew Spice Boys

Wenn die talentierte Kanadierin mit der butterweichen, aber leicht rauchigen Stimme auf einer Bühne spielt, geht sie völlig in der Musik auf. Diana Krall ist quasi Synonym für ein Crossover zwischen ... ja, was eigentlich? Ihre Wurzeln hat sie klar im Jazz. Bereits mit vier Jahren hat Krall angefangen, Musik zu machen, legte ihr die Familie doch Talent in die Wiege. Der Vater spielte ebenfalls Klavier und die Grossmutter sang. Neben Jazz bekam sie aus dem Elternhaus Klassik mit. Als Jugendliche begann sie in der ersten Jazz-Band zu spielen. Als 17-Jährige schrieb sie sich in Boston am Berklee College of Music ein, entschloss sich aber nach drei Semestern, nach Los Angeles zu reisen, wo sie ihr Klavierspiel und ihren Gesang verfeinerte. Auf ihrem musikalischen Weg blieb sie zwar stets im Jazz verankert, fand aber auch Interesse am Pop und Soul. 2003 heiratete sie den bekannten Songwriter Elvis Costello. Dessen Stil dürfte auf die eine oder andere Weise in die Musik von Diana Krall eingeflossen sein. So hat sich der 17-jährige Rohdiamant, als der sie einst in die Welt trat, über Jahrzehnte langsam von diversen Einflüssen © Allblues Konzert AG schleifen lassen und heute ist Diana Krall eine gefeierte Jazz-Pianistin, die genau weiss, wo sie steht, aber sich zudem gerne von allen möglichen Einflüssen berieseln lässt. Das zeigt beispielweise ihr Album «Desperado», das neben dem titelgebenden Eagles-Cover verschiedene Pop- und Songwriting-Nummern enthält. Aktuell ist Diana Krall mit dem Jazz-Album «Turn Up The Quiet» auf Welttournee und ihr Weg führt sie auch nach Zürich, wo sie in der noch nicht ganz einjährigen Samsung Hall spielt.

«Gwerbler choched»

PPDiana Krall spielt am 5. Oktober in der Samsung Hall in Zürich.

DVD-Tipp: Pirates of the Caribbean 5 Bereits zum fünften Mal schlüpfte Johnny Depp in die Rolle von Piraten-Schlitzohr Jack Sparrow, um im Film mit der Subline «Salazars Rache» in eine missliche Lage nach der anderen zu geraten. Aber gerade deshalb ist die Figur ja so beliebt. Im fünften Abenteuer bekommt es Jack mit Captain Salazar zu tun. Dieser ist mit einer Schar untoter Piraten aus dem berüchtigten Teufelsdreieck geflohen und will sämtliche Piraten vernichten – speziell aber natürlich Jack Sparrow. Dieser sieht als letzte Chance nur den legendären Dreizack des Poseidon. Doch der muss erst gefunden werden. Dazu geht Jack eine Allianz mit der Sternensucherin Carina Smyth ein. Das Duell zwischen Johnny Depp als Jack Sparrow und Javier Bardem als Captain Salazar wird den vorherigen Filmen der Reihe in nichts nachstehen. Zwar hat Regisseur Gore Verbinski, der die ersten drei Filme geprägt hat, sich danach anderen Projekten zugewandt. Disney hat aber neue, fähige Steuermänner gefunden. Für den fünften Teil gleich deren zwei: Joachim Rønning und Espen Sandberg, die gemeinsam mit «Kon-Tiki» internationale Erfolge feiern konnten. © The Walt Disney Company (Switzerland) Dazu wird es ein Wiedersehen mit alten Bekannten geben. Nur Rolling-Sto- GmbH nes-Gitarrist Keith Richards fand keine Zeit. Wahrscheinlich, weil die Stones gerade auf Tour waren. Dafür wurde eine andere Musiklegende verpflichtet, ebenfalls ein Brite. So viel sei verraten.

P Trüffelravioli an ­Champagnerrahmsauce 1 Pack Ravioliteig (Migros) ergibt 16 Stück grosse Ravioli Oder Teig selber machen:

ZUTATEN 300 g Mehl 1 TL Salz 3 Eier

PP«Pirates of the Caribbean: Salazars Rache» ist ab dem 2. Oktober im Handel erhältlich. Zubereitung

Angus und seine Schwester Julia sind seit etwas mehr als zehn Jahren gemeinsam dabei, die Indie-/Folkszene zu erobern. 2007 veröffentlichten sie das Debüt «A Book Like This». Mit authentisch komponierten und harmonisch gesungenen Songs verzauberten sie rund um den Globus. Verzaubern ist dabei schon etwas wörtlich zu verstehen. Die Geschwister besitzen das Talent, Songs zu schreiben, die nicht überladen sind, manchmal gar etwas reduziert erscheinen, aber doch eine hypnotische Kraft entfalten. «Château» vom neuen Album ist so ein Fall. Der Song lebt einerseits vom stoischen Beat sowie dem Rhythmus im Gesang von Angus, der, je weiter man in das Stück eintaucht, desto mehr von Julia flankiert wird. Zunehmend verdichtet sich der Sound und bald ist man mitten in der Welt von Angus & Julia Stone. Zwar waren die beiden Stones erst mehr in Australien im Fokus, aber schon mit dem zweiten Album nahm sie die Welt wahr und spätestens mit der Hit-Platte «Angus & Julia Stone» war das Duo in der Musikszene ein Begriff, waren Konzerte immer häufiger ausverkauft und Hipsters hatten sie auf der Playlist. Es © «Angus & Julia Stone»: © Universal Music scheint, dass diese spezielle, filigrane Harmonie, die sie gemeinsam erzeugen Schweiz können, die Essenz ist, die den Erfolg bringt. Schön, dass Angus & Julia Stone nach kurzen Solotrips wieder gemeinsam Musik machen. Diese Musik bringt sie am 26. Oktober auch nach Zürich.

PP«Snow» von Angus & Julia Stone erscheint am 15. September.

Das Mehl mit dem Salz mischen. Die Eier dazugeben und alles mit einem Löffel oder den Fingern mischen. Dann auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. So lange kneten, bis der Teig matt glänzt. Den Teig zu einer Kugel formen, in ein Küchentuch oder ein Stück Klarsichtfolie wickeln und bei Zimmertemperatur etwa 30 Minuten ruhen lassen. Den Teig in vier Stücke teilen und jedes auf der bemehlten Arbeitsfläche jeweils so dünn wie möglich auswallen oder in der Pasta-Maschine zu einer dünnen Platte auswallen. Bei der Zubereitung mit der Pasta-Maschine den Teig zuerst bei Stufe 1 (dick) mehrmals durchdrehen und die Teigplatte jeweils wieder zusammenklappen. Die Walzenöffnung nach und nach enger stellen und zum Schluss den Teig bei Stufe 5 (dünn) durchdrehen.

FÜLLUNG

Kinotipp-Tipp: Mother!

PP«Mother» startet am 14. September in den Schweizer Kinos.

Alles in einer Schüssel mischen und abschmecken. Füllung auf Ravioliteig geben, die Ränder mit Wasser bestreichen, zusammenklappen und gut andrücken. Ravioli in Salzwasser 2–3 Minuten garen, in Butter schwenken, auf warme Teller anrichten und beliebig mit gehobeltem Trüffel servieren.

Zutaten Champagnersauce ½ Schalotte fein gehackt

CD-Tipp: Angus & Julia Stone - «Snow»

Kult-Regisseur Darren Aronofsky ist zurück. Jedenfalls ist er nach dem kapitalen künstlerischen Misserfolg «Noah» wieder bei subtilen Stoffen angekommen, denn dafür ist er bekannt, dafür wird er geliebt. Was sich im Fall von «Black Swan» von 2010 sogar in einem Oscar für Hauptdarstellerin Natalie Portman zeigte. Mit Spannung wird jetzt «Mother!» erwartet. Viel ist noch nicht bekannt. Die Beziehung eines Paars wird auf die Probe gestellt, als ungebetene Gäste eintreffen und die traute Zweisamkeit stören. Mehr verrät der Verleiher nicht. Aber Michelle Pfeiffer, die eine der Hauptrollen spielt, spricht von einem komplexen Drehbuch. Gut so, scheint, als wäre Aronofsky in alter Form zurück. Neben Pfeiffer sind die Hauptrollen mit Hollywood-Darling Jennifer Lawrence, Javier Bardem und Ed Harris hochkarätig besetzt. Man hört von den Dreharbeiten, dass Regisseur Aronofsky wie ein Besessener am Werk gewesen sei und Szenen schon mal zwölf Stunden lang wiederholen liess, bis sie ihm passten. Ob das stimmt oder PR-Märchen ist, spielt nicht einmal eine Rolle. Es trägt zur Legendenbildung bei und – «Noah» mal vorsichtig ausgenommen – der Name Aronofsky hat noch nie enttäuscht. Denn wenn er wieder annähernd die erzählerische Kraft seiner Kultwerke «Pi» oder «Requiem for a Dream» erreicht, wird «Mother!» ein Fest für Fans von intelligenten, düsteren Thrillern.

Zubereitung

70 g Ricotta

2 dl Noilly Prat (trockener Wermut) 1 dl Champagner 1 dl Geflügelfond ½ Becher Crème fraîche 1 Eigelb Butter Salz, Cayennepfeffer

Zubereitung Die Schalotte in Butter farblos anschwitzen, mit Noilly Prat ablöschen und auf die Hälfte einreduzieren. Champagner und den Geflügelfond zufügen, aufkochen und etwa 10 Minuten auf kleinem Feuer einkochen lassen. Eigelb mit Crème fraîche mischen und in die Sauce einrühren. Die Sauce warm halten, nicht mehr kochen, sonst gerinnt sie.

20 g schwarzer Trüffel fein gerieben

1 TL Creme fraîche

Zum Schluss einen guten Schluck Champagner zufügen und zur Bindung noch einige eiskalte Butterstücke unterrühren.

Etwas Salz und Pfeffer

Abschmecken mit Salz und Cayenne.

20 g Parmesan

Verfasser: Dirk Mörz

½ Limettenabrieb

© The Walt Disney Company (Switzerland) GmbH

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Zubereitung: ca. 50 Minuten Wenn der Teig selbst gemacht wird: ca. 2 Stunden Für 4 Personen

Weitere Rezepte unter: www.spice-boys.ch

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8 I Gewerbeverband Limmattal

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

www.rtk.ch

Neuvorstellung: AT Recht Steuern, Oberengstringen

GESTALTUNG

MEDIENREALISATION

Hilfe bei Steuern und Rechts­sachen – von ­einem kunden­orientierten Jus-Studenten? Rechtsstreitigkeiten kosten und Steueroptimierung lohnt sich eh nur für Millionäre, also lässt man beides gleich lieber. Solcher Pessimismus ist unberechtigt – es gibt Alternativen. Text und Bild: zVg

Artur Terekhovs unternehmerisches Wirken lässt sich gekonnt mit dem Oberbegriff «Rechtsund Steuerdienstleistungen ausserhalb des anwaltlichen Monopolbereichs» beschreiben. Doch was ist darunter zu verstehen? Nicht nur die einfache Steuererklärung und treuhänderische Tätigkeit, auch die Beratung zur Steueroptimierung oder die Vertretung in steuerrechtlichen Verfahren sind signifikant für dessen Tätigkeit. Das Recht ist aber breit und so ist er neben Steuerrecht ferner in folgenden Gebieten tätig: Vertragsrecht (Erstellung/Prüfung von Verträgen und AGBs), Personen-/Gesellschaftsrecht (Firmengründungen, Statuten), Familien- und Erbrecht (Testamente und Eheverträge), Betreibungsrecht (Rechtsöffnungen oder Beseitigung von Schikanebetreibungen) und Verwaltungsrecht (Einsprachen/weitere Verfahren gegen staatliche Anordnungen). Als juristischer Fachberater für Mitglieder im Mandatsverhältnis beim Hausverein Schweiz sieht er, dass in der Praxis Hilfe meist nicht bei hochabstrakten Fragen gewünscht wird, wie sie im Elfenbeinturm der Uni diskutiert werden. Und als ehemaliger politischer Mitarbeiter der EDU Kanton Zürich sowie parteiloses Mitglied des NoBillag-Initiativkomitees plädiert er auch klar dafür, dass man nicht glaubwürdig und unopportunistisch Juristerei betreiben kann,

wenn man nicht auch im eigenen beruflichen Wirken seinen Prinzipien treu bleibt. Freiheitlich und unternehmerisch denkende Klientschaft mit Augenmass zu betreuen, ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Damit freut er sich, mit gegenüber dem Anwaltsmetier moderateren Preisen im vorerwähnten, nicht abschliessend aufgezählten Bereich für Sie beratend oder prozessierend Ihre Interessen zu wahren.

PPWeitere Infos:

Artur Terekhov stud.iur., parteilos, Mitglied NoBillag-Initiativkomitee Kirchweg 36 8102 Oberengstringen Tel. 079 636 65 22 www.at-recht-steuern.ch

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Umnutzung des Areals beantragt Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat ein Konzept für den Gütertransport auf der Schiene erarbeitet. Das Konzept dient dazu, die Planung von Anlagen des Schienengüterverkehrs langfristig auszurichten. Davon betroffen ist unter anderem auch der Rangierbahnhof Limmattal (RBL). Das überparteiliche Komitee «Gateway: so nicht!» hat an der Anhörung konstruktiv mitgewirkt und dem BAV seine Stellungnahme zukommen lassen. Text: zVg

Da das Komitee «Gateway: so nicht!» die Prognosen des BAV zum erwarteten Wachstum des Schienengüterverkehrs aus Gründen des strukturellen Wandels des Schienengüterverkehrsmarktes sowie aus Gründen einer zunehmenden Skepsis gegenüber der Globalisierung und dem Freihandel für zu hoch hält und da der RBL mit seiner notorisch geringen Auslastung von je nach Quelle lediglich knapp 50% bis 70% selbst in der Terminologie des BAV als sogenannt «unproduktiver» und «aufkommensschwacher» Standort gelten muss und daher gemäss dem Konzept als solcher zu überprüfen sei, hat das Komitee «Gateway: so nicht!» lediglich einen einzigen Antrag bzw. im Falle einer Nichtberücksichtigung einen Eventualantrag gestellt: dass der RBL für eine Immobilien- oder Stadtentwicklung umgenutzt werden soll. Im Antrag heisst es konkret: «Wir beantragen, die beschränkt verfügbaren finanziellen Mittel des Bundes andernorts einzusetzen und den Rangierbahnhof Limmattal bis 2030 bzw. 2040 nicht weiter auszubauen. Stattdessen soll der Rangierbahnhof Limmattal perspektivisch für eine Immobilien- oder Stadtentwicklung umgenutzt werden, wie dies in der jüngeren Vergangenheit in der Stadt Zürich der Fall gewesen ist bzw. immer noch der Fall ist – auch in naher Zukunft. Wir beantragen eine perspektivische Umnutzung des Rangierbahnhofs Limmattal vor allem auch deshalb, weil der RBL dereinst am Rande eines Zentrumsgebiets von kantonaler Bedeutung stehen wird, einem geplanten Stadtquartier, direkt in einem Wohngebiet (Niderfeld).»

Sollte dieser Antrag nicht berücksichtigt werden, hat das Komitee «Gateway: so nicht!» in einem Eventualantrag beantragt, dass zumindest «die im Richtplan des Kantons Zürich festgesetzten einschränkenden Bedingungen für den Betrieb des RBL, welche behördenverbindlich sind, ins Konzept für den Gütertransport auf der Schiene aufgenommen werden». Neues Quartier zwingt Umnutzung auf Das Komitee «Gateway: so nicht!» macht sich mit diesem Antrag stark für eine raumplanerisch sinnvolle Nutzung am Standort des RBL. Denn es ist widersinnig und ökologisch im höchsten Masse unverantwortlich, hektarenweise Land in einem Zentrumsgebiet von kantonaler Bedeutung ungenutzt zu lassen. Bedenkt man zudem, dass der RBL dereinst am Rande eines neuen Stadtquartiers, direkt in einem Wohngebiet, stehen wird, das mit der geplanten Limmattalbahn für etwas weniger als einer Milliarde Franken erschlossen wird, wird offensichtlich, dass ein Rangierbahnhof mitten in einem zukünftigen Wohngebiet, das aufwändig mit dem öffentlichen Nahverkehr erschlossen wird, nicht gerade vernünftig ist.

PPKomitee «Gateway: so nicht!» Thomas Bernegger, Präsident Dr. Josef Wiederkehr Pierre Dalcher Barbara Angelsberger Rochus Burtscher Gabriele Oliveri www.gatewaysonicht.ch


Gewerbeverband Limmattal I 9

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Lehrabschlussprüfungen

Die Lehrbetriebe und die Gewerbezeitung gratulieren zur bestandenen Prüfung In vielen Betrieben des Gemeindeverbands Limmattal und der Gewerbevereine Birmensdorf und Aesch, Dietikon, Engstringen, Geroldswil-Oetwil, Schlieren, Uitikon-Waldegg und Weiningen haben zahlreiche Lernende die Ausbildung erfolgreich beendet. Wir wünschen ihnen viel Erfolg und Freude im weiteren Berufsleben. Auch dieses Jahr haben zahlreiche Lernende in den unterschiedlichsten Fachrichtungen erfolgreich ihre Ausbildung beendet. Nun gilt es, das erworbene Wissen erfolgreich im Berufsleben umzusetzen: Einstieg ins Berufsleben oder einen Sprachaufenthalt im Ausland oder in der Schweiz, vor oder nach der Rekrutenschule beziehungsweise dem Zivildienst, eine feste Anstellung oder doch noch eine Zusatzausbildung? Die Möglichkeiten sind zahlreich und vielfältig. Den neuen Berufskollegen und Berufskolleginnen wünschen wir einen erfolgreichen Start im neuen Lebensabschnitt und für die Zukunft viel Erfolg.

Elveren Ediz Detailhandels-Fachmann

Kaufmann Alex Automobil-Fachmann

Santoro Aron Sanitärinstallateur

Défayes Joel Automobil-Fachmann EFZ, Personenwagen

AMAG Schlieren Brandstrasse 34 8952 Schlieren Telefon 044 406 84 84

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Brunner Partner Haustechnik Neue Winterthurerstrasse 20 8305 Dietlikon Telefon 044 835 30 30 www.brunnerpartner.ch

Garage Egger AG Zürcherstrasse 232 8953 Dietikon Telefon 044 745 17 17 www.egger-dietikon.ch

Bertschinger Sarina Detailhandelsassistentin

Matthieu Cuvelier Motorradmechaniker

Costa Pedro Zeichner EFZ Fachrichtung Architektur

Schleiniger Jana (im Bild rechts) Drogistin EFZ

Harley-Heaven Bächli AG Ueberlandstrasse 74 8953 Dietikon

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Kobler und Studiger AG Architekten FH/STV Zürcherstrasse 180, 8953 Dietikon Telefon 044 740 50 51 www.kobler-studiger.ch

Drogerie Locher Jessica Locher Löwenstrasse 30, 8953 Dietikon Telefon 044 740 74 16 www.drogerie-locher.ch

Jentner Veit Kaufmännischer Angestellter

Kryeziu Arian Reifenpraktiker/EBA

Lieberherr Roman Elektroinstallateur EFZ

Maag Patrick Elektroinstallateur EFZ

Schärer Raphael Fahrradmechaniker EFZ

Generalagentur Limmattal Stephan Egli Kirchplatz, 8953 Dietikon Telefon 044 744 70 74 www.mobiliar.ch

Pneushop Sergio Pallaoro GmbH Sergio Pallaoro Brandstrasse 26, 8952 Schlieren Telefon 043 819 08 08 www.pallaoro.ch

Schleuniger Elektro AG Markus Nydegger Rietstrasse 1, 8103 Unterengstringen Telefon 044 743 90 90 www.elektroschleuniger.ch

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Stöckli Bike GmbH Andreas Jakob Im Welbrig 12, 8954 Geroldswil Telefon 044 748 14 21 www.stoecklibike.ch

Prabakaran Prasanna Detailhandelsfachmann EFZ Bewirtschaftung Autoteilelogistik Garage Egger AG Zürcherstrasse 232 8953 Dietikon Telefon 044 745 17 17

Fit für die Zukunft Almacasa gratuliert ganz herzlich zum erfolgreichen Lehrabschluss und wünscht allen viel Glück und Erfolg im Beruf und in der persönlichen Zukunft. Fatlume Bajrami Assistentin Gesundheit und Soziales Claudia Alder Assistentin Gesundheit und Soziales Rafaela Goncalves Assistentin Gesundheit und Soziales Deshira Shemo Fachfrau Gesundheit (FAGE) Petra Zgraggen Fachfrau Gesundheit (FAGE) Almacasa Weisslingen Dorfstrasse 3b 8484 Weisslingen

Almacasa Oberengstringen Zürcherstrasse 70 8102 Oberengstringen

+41 52 544 44 44 weisslingen@almacasa.ch www.almacasa.ch

+41 43 544 22 22 oberengstringen@almacasa.ch www.almacasa.ch


10 I Gewerbeverband Limmattal

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

SPAR feiert seine neu ausgebildeten Berufsfachleute

Omachlik Deren & Stillhart Robin Automobilfachmann Garage Stoop AG Felix Stoop Badenerstrasse 36, 8952 Schlieren Telefon 044 734 30 77 www.garage-stoop.ch

Chan Wai Tung Maurer EFZ Josef Wiederkehr AG Bauunternehmung Poststrasse 27b, 8953 Dietikon Telefon 044 744 59 79 www.wiederkehr-dietikon.ch

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110 Lernende haben ihre Lehre bei bestanden Die SPAR Gruppe ist einer der wichtigsten Ausbildner in der Detailhandelsbranche. 110 junge Berufsleute durften kürzlich ihr Fähigkeitszeugnis nach bestandener Lehrabschlussprüfung in einem der vier Berufe Kaufmann/ -frau, Detailhandelsfachmann/ -frau, Detailhandelsassistent/in und Logistiker/in entgegennehmen. Rund ein Drittel von ihnen kann bei SPAR und TopCC weiterbeschäftigt werden. Ab August werden 105 neue Lernende in die Fussstapfen der Diplomabgänger treten. Text und Bild: zVg

Die Lehrlingsausbildung nimmt bei der SPAR Gruppe einen grossen Stellenwert ein. Die fundierte Ausbildung wird durch die Lehrlingsbetreuer und Ausbildner in den einzelnen Betrieben gewährleistet und zusätzlich durch die langjährige Erfahrung und fachmännische Betreuung der SPAR Akademie aktiv unterstützt. Sie achtet auf eine vielseitige und praxisorientierte Ausbildung, die mit verschiedenen internen Fachkursen inklusive Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung ergänzt wird. Ab August bietet die SPAR Gruppe neben den vier bestehenden Lehrberufen Kaufmann/ -frau, Detailhandelsfachmann/ -frau, Detailhandelsassistent/in und Logistiker/in neu die Ausbildung zum/zur Stras­sentransportfachmann/ -frau EFZ an. Diese Ausbildung beinhaltet auch die PW- und Lastwagenfahrprüfung. Zu den 110 stolzen Lehrabgängern 2017 gehört auch Laura Pironato, die mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis in der Tasche als Assistentin Sortimentsmanagement Nearfood bei SPAR weiterarbeiten wird. Sie wird von den interessanten Karrierechancen von SPAR profitieren können, die ihr auch die Möglichkeit bieten, den

Weg in die Selbständigkeit einzuschlagen, beispielsweise als Franchisenehmerin im Rahmen des erfolgreichen SPAR Partner-Systems. Das nötige Rüstzeug dafür hat sich Laura Pironato während ihrer Lehre aneignen können und wird es nun mit ihrer neuen, verantwortungsvollen Aufgabe bei SPAR weiter ausbauen: «Während meiner Lehrzeit bei der SPAR Gruppe konnte ich vieles über das Unternehmen lernen. Durch meine Festanstellung nach meiner Lehrzeit kann ich dieses Wissen und das Gelernte bestens anwenden. Ich freue mich darauf, nun auch noch neue Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Abteilungen und weitere Arbeitsabläufe kennenzulernen.» Lehre als Reifeprozess Die SPAR Gruppe gratuliert allen erfolgreichen Lehrabgängern und freut sich, ab August 105 neue Lernende im Unternehmen begrüssen und während drei Jahren in ihrer Berufsausbildung begleiten sowie tatkräftig unterstützen zu dürfen. Dazu Bernhard Graf, Leiter der SPAR Akademie: «Es ist ein tolles Gefühl, mitzuerleben, wie sich die Jugendlichen in den letzten zwei bis drei Jahren entwickelt haben und nun mit einem Abschluss in der Tasche den nächsten Karriereschritt planen.»

110 Lernende haben ihre Lehre bei SPAR bestanden

Offene Lehrstellen

Gesucht werden Auszubildende Für das Jahr 2018 bieten zahlreiche Unternehmen im Bezirk Limmattal die unterschiedlichsten Lehrstellen an. Die Betriebe freuen sich auf dein Interesse. Welche Anforderungen und Voraussetzungen für die ausgeschriebenen Lehrstellen gelten und was dich während der Ausbildung im Lehrbetrieb erwartet sowie weitere Informationen über die Lehrbetriebe können direkt bei den Lehrbetrieben angefragt werden. Wir bieten folgende Lehrstellen:

Wir bieten folgende Lehrstelle:

Telefon 044 743 90 90

Wir bieten folgende Lehrstelle:

www.elektroschleuniger.ch

8953 Dietikon

Automobil-Fachmann EFZ

Coiffeuse EFZ

(3 Lehrjahre)

(3 Jahre Damen- und Herrenfach)

(4 Lehrjahre)

Anforderungen:

Anforderungen:

Automobil-Mechatroniker EFZ (4 Lehrjahre) Anforderungen:

info@elektroschleuniger.ch

Sek-A- oder gute Sek-B-Schülerin. Freude, mit Menschen umzugehen, freundlich und

Elektroplaner/in mit EFZ

percheck erwünscht. Zusatzlehre möglich.

Automobil-Mechatroniker/in EFZ

Melde dich bei:

(Durchschnitt 4,5 aus den Fächern Deutsch,

Fachrichtung Personenwagen

HKG Engineering AG Schlieren

Coiffure Zentrum R. + E. Heil

(4 Lehrjahre)

Paul Wunderli

trieb, Teamfähigkeit: aktiv – zielstrebig – kreativ, Bereitschaft zum Lernen – fachlich und menschlich, verantwortungsbewusst –

Huebwiesenstrasse 34 8954 Geroldswil Telefon 044 748 33 75 www.coiffurezentrum.ch

Automobilfachmann/ -frau EFZ

8952 Schlieren

(3 Lehrjahre)

Fachrichtung Personenwagen

Telefon 058 360 66 00

(3 Lehrjahre)

www.hkg.ch paul.wunderli@hkg.ch

Anforderungen:

Wir bieten folgende Lehrstelle:

Badenerstrasse 36

Elektroinstallateur EFZ

8952 Schlieren

(4 Lehrjahre)

Telefon 044 734 30 77 Telefax 044 734 38 35

Anforderungen:

www.garage-stoop.ch

Gute Sek B/Sek A.

www.garage-stoop.hyundai.ch felix.stoop@garage-stoop.ch

Melde dich bei: Schleuniger Elektro AG

Melde dich bei: Garage Egger AG Frau Heidi Egger Zürcherstrasse 232 8953 Dietikon Telefon 044 745 17 17 Telefax 044 745 17 18 www.egger-dietikon.ch wegger@egger-dietikon.ch

Anforderungen: Handwerkliches Geschick, Geduld und Ausdauer, praktisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, mindestens Sek B.

Automobilfachmann/ -frau EFZ: Sek. B.

Melde dich bei:

Wir bieten 3 offene Lehrstellen: Maurer EFZ

Automobil-Mechatroniker/in EFZ: Sek. A.

Herr Felix Stoop

i.jetmir@bertani.ch

Rütistrasse 22

eheil@sunrise.ch

ehrlich.

Garage Stoop AG

www.bertani.ch

motiviert. Melde dich bei:

an den Tätigkeiten in einem Werkstattbe-

Telefon 044 744 59 99

Sek-A- oder gute Sek-B-Schüler. SchnupWir bieten folgende Lehrstellen:

Sekundarschule A oder B, gute Schulnoten Algebra, Mathematik), Freude und Interesse

Poststrasse 27b

Wir bieten folgende Lehrstelle: Polybauer EFZ (3 Lehrjahre)

Melde dich bei: Josef Wiederkehr AG Bauunternehmung Remo Vanzo Poststrasse 27b

Anforderungen:

8953 Dietikon

Keine Höhenangst und schwindelfrei, hand-

Telefon 044 744 59 79

werkliches Geschick, praktisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen.

Markus Nydegger

Melde dich bei:

Rietstrasse 1

Bertani Baugerüste AG

8103 Unterengstringen

Jetmir Iljazi

www.wiederkehr-dietikon.ch info@wiederkehr-dietikon.ch


Gewerbeverein Geroldswil-Oetwil I 11

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Editorial

Kellerfest 2017

Wichtige Änderungen bei der Mehrwertsteuer

Silvia Frey, TARIAX AG

Von der Mehrwertsteuer sind wir alle betroffen. Deshalb sollte uns alle interessieren, was die Teilrevision des Mehrwertsteuergesetzes per 1. Januar 2018 mit sich bringt. Hier ein Auszug. Bisher waren ausländische Unternehmen gegenüber inländischen oft mehrwertsteuerlich bessergestellt. Der hauptsächliche Schwerpunkt der Neuerungen gilt dem Abbau dieser Ungleichbehandlung. Seit der letzten umfassenden Mehrwertsteuerrevision (per 1. Januar 2010) fiel der EUR/CHF-Kurs um über 20%. Deshalb wurden Waren und Dienstleistungen aus dem Euroraum für Schweizer günstiger. Dazu kommt, dass heute beispielsweise auf Importe aus Deutschland keine MWSt. von 19% verrechnet wird. Deshalb beziehen zurzeit viele Schweizer Konsumenten Waren und Dienstleistungen

von ausländischen Unternehmen. Oft muss dabei der Schweizer Konsument keine Mehrwertsteuer bezahlen, weil das ausländische Unternehmen die schweizerische Mehrwertsteuer von derzeit 8% nicht in Rechnung stellen darf. Ab dem 1. Januar 2018 ist neu der weltweite steuerpflichtige Umsatz für die Mehrwertsteuerpflicht massgebend. Dieser muss gesamthaft mindestens Fr. 100 000.− pro Jahr betragen. Heute sind schweizerische Unternehmen auch in Bezug auf die Einfuhrsteuer im Nachteil, vor allem beim Online-Versandhandel. Sendungen aus dem Ausland in die Schweiz sind bei tiefem Warenwert von der Einfuhrsteuer befreit, unabhängig vom erzielten Gesamtumsatz in der Schweiz. Ab dem 1. Januar 2019 sind alle Unternehmen mehrwertsteuerpflichtig, die mindestens für Fr. 100 000.− pro Jahr Kleinsendungen vom Ausland in die Schweiz schicken, welche von der Einfuhrsteuer befreit sind (d. h., eine Einfuhrsteuer von maximal Fr. 5.− hätten). Mit Ausnahme der Versandhandelsregelung wird das teilrevidierte Mehrwertsteuergesetz am 1. Januar 2018 in Kraft treten. Die Eidgenössische Steuerverwaltung wird noch über die wichtigsten Praxisänderungen informieren – teilweise erst im Laufe des Jahres 2018.

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KONTAKTBOX H

Gewerbeverein Geroldswil-Oetwil

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Reto Müller, Präsident info@gvgo.ch

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Tel. 044 740 87 87 Mobile 076 417 77 74

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info@gvgo.ch

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www.gvgo.ch

AGENDA Wiesn Gaudi (GVL-Abend) Donnerstag, 14. September 2017 Besuch Kriminalmuseum Mittwoch, 11. Oktober 2017, 16.15 Uhr Gewerbekongress KGV Zürich, Bezirk Affoltern Donnerstag, 26. Oktober 2017, 16 Uhr

Der GVGO mit eigenem Stand am Kellerfest Am 1. und 2. September fand das Oetwiler Kellerfest zum 47. Mal statt. Das spätsommerliche Fest ist über die Jahre gewachsen und heute fester Bestandteil nicht nur des Oetwiler Dorflebens, sondern ein Anlass für das ganze Limmattal. Der Gewerbeverein Geroldswil-Oetwil (GVGO) hat wieder mit einem eigenen Stand teilgenommen. Text und Bild: Reto Müller

Das Organisationskomitee um Andreas Dittli, Mirjam Dieringer, Marco Kälin, Reto Hässig und Roger Bittel hat am Grundkonzept festgehalten. Wieder wurde im Spycher selbst gemachtes Chili con Carne angeboten. Am «heissen Draht» konnten mit einer Kombination aus Geschwindigkeit und Geschicklichkeit 2 Fahrräder (von Stöckli Bike Geroldswil zur Verfügung gestellt) gewonnen werden. Ein weiterer Preis winkte demjenigen, dem es gelang, die Anzahl Hemmi-Kaffeebohnen in einem Glas möglichst präzise zu schätzen. Leider aber fiel das Kellerfest 2017 im Dauerregen buchstäblich ins Wasser. Roger Bittel meinte treffend, dass man diesmal zwar einen heissen Draht (in

Anspielung an das Geschicklichkeitsspiel) gehabt habe, dass ein solcher zu Petrus (im übertragenen Sinne) aber fehlte. Unter diesen äusseren Umständen mangelte es an Gästen. So blieb Marco Kälin auf den meisten der 600 von ihm gebackenen Törtchen sitzen. Dies ist ärgerlich, wenn man bedenkt, dass im Vorjahr noch ein grosser Bedarf an Süssgebäck bestanden hatte. Trotzdem gab es auch mit weniger Gästen gute Gespräche und es herrschte eine ausgezeichnete Stimmung – schliesslich bot der Spycher Schutz vor Regen und (relativer) Kälte. Ein grosser Dank geht an alle Helferinnen und Helfer, welche sich teilweise in Doppelschichten zur Verfügung gestellt haben. Das Wetter könne man nicht ändern, stellte Reto Hässig als

Die erste Schicht startet das Kellerfest 2017

Chef Einsatzplanung fest – und deshalb könne man auch nicht darüber streiten. Es bleibt zu hoffen, dass das nächste Kellerfest wieder an die früheren Jahre anschliessen kann: trocken und warm.

Strassenfest an der Steinhaldenstrasse

Fünf Firmen öffneten ihre Türen Die Premiere des Strassenfests an der Steinhaldenstrasse war vollauf gelungen. Man konnte nicht nur an Führungen durch fünf Firmen teilnehmen, in der Festwirtschaft sass man auch gemütlich zusammen. Text und Bild: Beat Hager

A Delegiertenversammlung GVL bei der Auto AG Freitag, 10. November 2017 Berufsmesse Zürich, Messe Zürich Oerlikon 21.–25. November 2017

Am 25. August luden fünf ortsansässige Firmen zum ersten Strassenfest Stein­haldenstrasse in Geroldswil ein. «Was? Du kennst uns noch nicht? Lass uns kennenlernen!» Unter diesem Motto stand dieser gemütliche und informative Nachmittag. Nach einem ungezwungenen Kennenlernen auf dem Grillplatz der Hemmi Kaffee AG kamen sich die Mitarbeitenden von Hemmi Kaffee, Textbild Design, Auratel Forster Mobile, Hänni AG sowie Body & Soul schnell näher und sofort ergaben sich interessante Gespräche unter Nachbarn. «Im vergangenen April hatte ich die Idee für ein gemeinsames Strassenfest mit den benachbarten Unternehmungen. Spontan sagten fünf Firmen zu und das Fest wurde Tatsache», zeigte sich Cornelia Aboud von Auratel erfreut. Entlang der ganzen Steinhaldenstrasse wurden Flyer verteilt und zum Fest eingeladen. Die Firmen öff-

Das OK des ersten Strassenfests Steinhaldenstrasse

neten an diesem Tag nicht nur die Türen, an den Führungen wurden jeweils ihre Tätigkeiten vorgestellt und präsentiert. In der Festwirtschaft wurden die Gäste auch mit Würsten und Getränken verköstigt. Beim Schätzwettbewerb konnten fünf schöne Preise gewonnen werden. «Mit diesem Fest

boten wir allen einen Einblick in die Betriebe und konnten so die Steinackerstrasse populärer machen. Die Premiere ist vollauf gelungen und bereits haben weitere Firmen an der Steinhaldenstrasse ihr Interesse für ein nächstes Strassenfest angemeldet», so OK-­ Mitglied Andreas Capatt.

Gemeinsame Vereinsreise 2017 der Gewerbevereine Geroldswil-Oetwil und Birmensdorf-Aesch Gwerbler-Weihnacht (Ort noch offen) Mittwoch, 29. November 2017

Zwischen Stadtführung, Zuger Kirschtorte und Schifffahrt Ein Reisecar voller aufgestellter Gwerbler hatte am 19. Juni das Städtchen Zug als Ziel der ersten gemeinsamen Vereinsreise. Erstmals – und hoffentlich wohl nicht zum letzten Mal – organisierten die beiden Gewerbevereine diesen jährlichen Ausflug. Text und Bild: Christian Murer

Die eine Gruppe unternahm in Zug eine Stadtführung, die andere liess sich bei der Konditorei Speck in das Geheimnis der Zuger Kirschtorte einweihen. Eine zweistündige Schifffahrt auf dem Zugersee mit einem Dreigangmenü bildete den krönenden Abschluss dieser ersten vereinigten Gwerblerreise (siehe Seite 22).

Entspannte Atmosphäre beim Apéro auf dem Zugerseeschiff «Schwyz»


12 I Gewerbeverein Schlieren

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Editorial

Stadt Schlieren

Wichtige Weichenstellung

Marco Lucchinetti, Präsident Verein PRO stadtsaal SCHLIEREN Im Herbst dieses Jahres wird das Schlieremer Parlament über den Antrag des Stadtrates für die Bewilligung eines Kredits von 890 000 Franken für die Durchführung eines Architekturwettbewerbes für den Neubau eines Stadtsaals befinden. Was im Amtsdeutsch recht trocken herüberkommt, bedeutet nichts anderes, als dass unsere Gemeinderätinnen und -räte die Weichen stellen, ob in Schlieren schon bald ein moderner und vielseitig nutzbarer Stadtsaal stehen kann. Sollte dieser Entscheid negativ ausfallen, wäre das Projekt für lange Zeit – aller Voraussicht nach für immer – vom Tisch. Aus meiner Sicht wäre das ein Desaster für unsere Stadt. Aber weshalb ist das Projekt denn so wichtig für die weitere Entwicklung unserer prosperierenden Stadt? Und weshalb ist der vieldiskutierte Standort mitten im Zentrum genau der richtige? Schlieren ist enorm gewachsen. Viele Menschen sind neu hierher gezogen, wir bewegen uns schnell auf die 20 000-Personen-Grenze zu. Ebenso ist der Zuwachs an Firmen enorm, mittlerweile sind über 1000 Firmen hier angesiedelt. Hingegen haben wir ein grosses Defizit an Veranstaltungsräumen für unsere Vereine und Unternehmen. Uns fehlt eindeutig ein identitätsstiftendes kulturelles Zentrum – wie es einst der Salmen-Saal war –, das mit einer vernünftigen Grösse, flexiblen und multifunktional nutzbaren Räumen attraktive Lokalitäten für kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Anlässe bietet. Dieses Projekt muss unbedingt im Gesamtkontext betrachtet werden. Der angrenzende, wunderbare Stadtpark –

aktuell eindeutig unternutzt, weil schlicht Aktivitäten fehlen – wird künftig mit dem Zentrum verbunden. Die Badenerstrasse vom «Mausoleum» im Zentrum bis zum Chilbiplatz/Familienzentrum wird aufgehoben, die massive Schutzmauer zwischen Stadtpark und Badenerstrasse wird zurückgebaut und damit entsteht mitten im Zentrum eine sehr grosse und attraktive Grünanlage. Die Lage im Zentrum mit einer wirklich optimalen Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr ist für den Stadtsaal ein entscheidender Vorteil. Diese Nähe zu Bahnhof, Bus- und Bahn-Stationen ist genial. Die Nutzung des öV drängt sich förmlich auf. Und genau das ergibt Sinn, schliesslich soll der innerstädtische Verkehr künftig reduziert werden. Schauen wir doch ins benachbarte Dietikon. Das grösste Problem der schönen Stadthalle in Dietikon ist die Entfernung zum Zentrum und die Anbindung zum öV. Immer wieder sorgen die Parkplätze für Diskussionen; teure und wenig beliebte Shuttle-Dienste müssen eingerichtet werden. Aus Sicht des Vereins PRO stadtsaal SCHLIEREN ist es wichtig, dass der künftige Stadtsaal eine Leuchtturmfunktion für unsere Stadt übernimmt. Dieser Bau für alle Schlieremerinnen und Schlieremer soll das kulturelle Zentrum werden und mit attraktiven gastronomischen Angeboten auch für eine Belebung des Zentrums sorgen. Wir von PRO stadtsaal SCHLIEREN sehen uns als Vertretung der Schlieremer Bevölkerung und der Vereine. Und genau deren Interessen wollen wir wahrnehmen. Ein schöner, aber vernünftig dimensionierter Stadtsaal wird auch einen wichtigen Beitrag leisten, dass das immer noch wachsende Schlieren nicht eine «Schlafstadt» vor den Toren Zürichs wird. Wenn Sie, liebe Schlieremerinnen und Schlieremer, uns auf diesem Weg unterstützen wollen, freuen wir uns sehr über Ihre Mitgliedschaft (bitte per Mail an marco.lucchinetti@swissonline.ch). Der wichtigste Schritt ist aber immer der Nächste. Deshalb ist es sehr wichtig, dass unser Parlament grünes Licht für einen Architekturwettbewerb gibt.

Schlieren: 1000. Firma willkommen geheissen Kürzlich hat Schlieren die magische Zahl erreicht: das tausendste Unternehmen hat sich in der Stadt Schlieren niedergelassen. Text und Bild: zVg

Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin hat die Vertreterinnen und Vertreter der neusten drei Schlieremer Firmen mit einem Blumenstrauss geehrt. Die 999. Firma ist die noonee AG an der Wiesenstrasse 10a, die 1001. Firma ist die S. C. Johnson Bama AG an der Bernstrasse 55. Als 1000. Firma schliesslich wurde die Heptares Therapeutics Zurich Limited an der Grabenstrasse 11a bestätigt. Die noonee AG ist weltweit der erste Anbieter von Wearable Ergonomic Mechatronic Devices (WEMDs). Dies sind tragbare, mechatronische Exoskelette. Das junge Unternehmen will mit diesen Hilfen altersgerechte, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze schaffen. Der Chairless Chair, eine am Körper befestigte Sitzeinrichtung, ist bereits bei mehreren grossen Autoherstellern in Deutschland im Einsatz. Das Unternehmen beschäftigt in Schlieren derzeit zehn Mitarbeitende. www.noonee.ch Die S.C. Johnson Bama AG bietet in der Schweiz ein breites Sortiment an qualitativ hochstehenden und innovativen Schuhpflege-Produkten im Detailhandel sowie im Schuhfachhandel an. Die Produkte sind bekannt unter dem Namen Kiwi, Woly und Salamander. Das Unternehmen gehört zum weltweit tätigen US-Konzern S.C. Johnson mit rund 13 000 Mitarbeitenden. In Schlieren sind 15 Personen beschäftigt. www.bamacare.ch Die «Heptares Therapeutics Zurich Limited, Schlieren» ist im Bereich der

Thomas Huber und Alex Berg SC Johnson GmbH, Toni Brühlmann, Stadtpräsident, Albert Schweizer, Standortförderer, Dr. Carlo Bertozzi, Heptares, Olga Motovilova, noonee AG

Biotechnologie (Strukturbiologie) tätig und entwickelt zusammen mit dem Mutterkonzern Heptares Therapeutics Limited aus Grossbritanien Therapien beziehungsweise Medikamente zur Behandlung von Alzheimer, Schizophrenie, Krebs, Migräne, Blutkrankheiten, Suchtkrankheiten und weiteren Krankheiten. Das Forschungs­ unternehmen gehört zur japanischen Sosei-Gruppe. Derzeit sind in Schlieren fünf Mitarbeitende tätig, wobei sich das Unternehmen, auch hier am Standort Schlieren, in den nächsten Jahren ein signifikantes Wachstum zum Ziel gesetzt hat, wie der CEO von Heptares Zürich, Dr. Carlo Bertozzi, dies an der kleinen Feier bekanntgab. www.heptares.com Standortentscheid für Schlieren Warum haben sich diese Firmen für Schlieren entschieden? In ihrer Präsentation haben alle dieselben Gründe hervorgehoben: Sie haben in

Schlieren die für sie ideale Infrastruktur gefunden, schätzen die hervorragende Anbindung an den öffentlichen Verkehr und das Strassenverkehrsnetz und – ein nicht zu unterschätzender Faktor in der Standortfrage – wollen mit ihren Mitarbeitenden von der hohen Lebensqualität im Raum Zürich profitieren. Schlieren entwickelt sich weiter Schlieren hat sich in den letzten Jahren zu einer modernen Dienstleistungs- und Technologiestadt entwickelt. Insbesondere der Biotechnologie-Sektor im ehemaligen Areal der Wagon-Fabrik bildet einen Schwerpunkt der in Schlieren tätigen Branchen. Diese Entwicklung hat Albert Schweizer, Standortförderer, durch verschiedene Dienstleistungen unterstützt. Er freut sich deshalb besonders über das wirtschaftliche Wachstum Schlierens.

FDP Schlieren: Stadtratswahlen

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KONTAKTBOX H

Gewerbeverein Schlieren Postfach 188, 8952 Schlieren

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Thomas Landis, Co-Präsident Tel. 044 730 73 33, tho@landis-arch.ch

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Diego Albertanti, Co-Präsident Tel. 044 755 53 53, d.albertanti@jfjost.ch

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info@gvschlieren.ch

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www.gvschlieren.ch

Für die kommenden Stadtratswahlen bestens gerüstet Die FDP Schlieren wird ihre zwei Sitze im Stadtrat Schlieren bei den kommenden Wahlen verteidigen. Sie hat an ihrer Generalversammlung einstimmig ihre beiden bisherigen Stadträtinnen Bea Krebs und Manuela Stiefel nominiert. Stadträtin Bea Krebs hat das Ressort Bildung und Jugend inne, Manuela Stiefel ist Vorsteherin des Ressorts Finanzen und Liegenschaften. Text: zVg

Mit diesen zwei erfahrenen und kompetenten Kandidatinnen ist die FDP Schlieren für die Wahlen 2018 bestens gerüstet.

AGENDA Wiesn Gaudi (GVL-Abend) Donnerstag, 14. September 2017 Gewerbekongress KGV Zürich, Bezirk Affoltern Donnerstag, 26. Oktober 2017, 16 Uhr

A Berufsmesse Zürich, Messe Zürich Oerlikon 21.–25. November 2017

Zudem hat die FDP beschlossen, Anspruch auf das durch den Rücktritt von Toni Brühlmann (SP) frei werdende Stadtpräsidium zu erheben und ihre Stadträtin Manuela Stiefel dafür ins Rennen zu schicken. Die Kandidatur von Manuela Stiefel für das Stadtpräsidium wird vom Vorstand der BPS (Bürgerliche Parteien Schlieren) einstimmig unterstützt.

Die Weiterentwicklung von Schlieren zu einem attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort ist ein zentrales Anliegen der FDP Schlieren. Die FDP will die kommenden Veränderungen im Zentrum aktiv mitgestalten. Eine hohe Lebensqualität, eine gezielte Wirtschaftsförderung, gesunde Finanzen und eine gut geführte Schule liegen der FDP besonders am Herzen. Schlieren, die Stadt, in der man gerne wohnt und arbeitet − dafür setzt sich die FDP Schlieren zum Wohle der Bevölkerung ein.

Manuela Stiefel


Gewerbeverein Schlieren I 13

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Verein PROstadtsaalSCHLIEREN

Ein attraktives und lebendiges Schlieremer Stadtzentrum Die Stadt Schlieren soll einen Stadtsaal in vernünftiger Grösse erhalten. Dafür setzt sich der neu gegründete Verein PROstadtsaalSCHLIEREN ein. Text und Bilder: Beat Hager

Am 18. August lud der Verein PRO­ stadtsaalSCHLIEREN die interessierte Bevölkerung zu einem gemütlichen und informativen Grillplausch beim Familienzentrum ein. Neben Stadträtin Manuela Stiefel nutzten über 50 Personen die Gelegenheit zu einem ungezwungenen Dialog. Der Verein wurde im März 2017 durch Marco Lucchinetti (Harmonie Schlieren), Rolf Wild (Event Schlieren) und Charly Mettier (Freizeit Schlieren) gegründet und zählt heute rund 60 Mitglieder. «Wir sind der Überzeugung, dass die aufstrebende und wachsende Stadt Schlieren ein attraktives Zentrum mit einem modernen und identitätsstiftenden Stadtsaal in einer vernünftigen Grösse braucht», so Vorstandsmitglied Charly Mettier. «Schlieren bietet ein grosses und interessantes kulturelles Angebot, doch leider herrschen Raumprobleme. Unser als Verein organisiertes PRO-Komitee möchte den Prozess für einen neuen Stadtsaal begleiten», ergänzt Vereinspräsident Marco Lucchinetti. Stadtrat beantragt Kredit für Architekturwettbewerb Im Herbst 2017 wird das Parlament über den Kredit für den Architekturwettbewerb entscheiden. Der Stadtrat beantragt zu diesem Zweck 890 000 Franken. «Dieses Projekt ist für die weitere Entwicklung unserer 18 000 Einwohner zählenden Stadt sehr wichtig und auch eine historische Chance. Bei idealem Verlauf könnte der Stadtsaal Schlieren zum Schlierefäscht

Der Vorstand mit Peter Seifriz, Charly Mettier, Sandro Barbieri, Marco Lucchinetti, Rolf Wild und Daniel Laubi (von links). Auf dem Bild fehlt Alexandre Porchet

Gartenbau Hangstrasse 3 · 8952 Schlieren T 044 730 90 31 · F 044 730 32 52 info@bolliger-gartenbau.ch www.bolliger-gartenbau.ch

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- Eigentumswohnungen - Einfamilienhäuser - Mehrfamilienhäuser - Bauland Vereinspräsident Marco Lucchinetti informierte über das zukunftsweisende Projekt

2023 in Betrieb genommen werden», betonte Mettier weiter. Allerdings weiss er auch, dass es noch viele

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Schlieremerinnen und Schlieremer von diesem Zukunftsprojekt zu überzeugen gilt.

Generalversammlung Baugenossenschaft Friedau

Präsidentenwechsel

Ruedi Dober führte 20 Jahre lang die Geschicke der Baugenossenschaft Friedau. Sein Nachfolger ist Alexandre Porchet.

Emil Frey AG, Schlieren

Text und Bild: zVg

Zürcherstrasse 94, 8952 Schlieren 044 733 63 63, www.emil-frey.ch/schlieren

Zahlreiche Genossenschafter der Baugenossenschaft Friedau hatten sich im Restaurant Sax in Schlieren eingefunden. Dank dem schönen Wetter konnte die Generalversammlung im Garten durchgeführt werden. Es standen Wahlen an. Der scheidende Präsident, Ruedi Dober, liess den Vorstand in globo wählen. Als sein Nachfolger wurde Alexandre Porchet von der JF Jost & Co gewählt. Ehrenpräsident Ein Mitglied des Vorstands verabschiedete den langjährigen Präsidenten: «Lieber Ruedi, du bist und bleibst unser Schwergewicht in Sachen BG Friedau! Wir möchten dir ganz herzlich danken für die zwanzig Jahre, während derer du unsere Baugenossenschaft umsichtig geführt und geleitet hast. Im Vorstand hat es trotz Arbeit auch immer viel Spass gemacht, mit dir zusammenzuarbeiten. Nun, liebe Versammlung, möchte ich Ihnen ohne grosse Statutenanpassun-

Ihr Partner für Nutzfahrzeuge Wir freuen uns auf Sie im 2. OG Lilie Zentrum Der neue Präsident der BG Friedau, Alexandre Porchet (links), und der scheidende ­Präsident und neue Ehrenpräsident, Ruedi Dober

gen beliebt machen, dass Ruedi Dober zu unserem Ehrenpräsidenten wird.» Mit grossem Applaus wurde Ruedi aus dem Vorstand entlassen und neu als Ehrenpräsident gewählt.

Bei einem Apéro riche klang die 21. Generalversammlung gemütlich aus.

Durchgehend warme Küche! uitikonerstrasse 9 I 8952 schlieren I 044 731 30 30 I li-ly.ch


14 I Gewerbeverein Schlieren

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Stadtratsnachrichten

Hermetschloostrasse 75 8048 Zürich 044 431 66 55 www.kosterag.ch info@kosterag.ch

z r u K s w e N Arbeitsvergaben für FlügelKonstruktion auf Stadtplatz Gegen das Jahr 2020 hin wird der «Flügel» den Stadtplatz und die Haltestelle der Limmattalbahn überspannen und zusammen mit einem Wasserspiel, Bäumen und Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Dies, nachdem die Schlieremer Stimmberechtigten im Juni 2016 zu einem Kredit von 8 Mio. Fr. für die Gestaltung des Stadtplatzes und dessen Anschluss an den Stadtpark deutlich Ja gesagt haben. Der Stadtrat hat im Rahmen eines offenen Submissionsverfahrens die Stahlbauarbeiten an der «Flügel»-Konstruktion an die Mauchle Stahlbau AG, Sursee, und die Spenglerarbeiten an die Carl Meier Sohn, Zürich, vergeben.

Das Fachgeschäft im Limmattal für: • Parkett • Teppiche • Bodenbeläge • Vorhänge Freiestrasse 4 | 8952 Schlieren Tel. 044 730 29 48 | www.zmoos-bodenbelaege.ch

Ersatzwahl in das ­Gemeindeparlament Priska Randegger, FDP, hat ihren Rücktritt aus dem Gemeindeparlament bekannt gegeben. Als Nachfolger ist Sasa Stajic auf den 1. August 2017 für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 vom Stadtrat als gewählt erklärt worden.

Fusion von VRSG und Abraxas Das Verwaltungsrechenzentrum St. Gallen (VRSG), welches von der öf-

fentlichen Hand gegründet wurde und IT-Dienstleistungen für Kantone und Gemeinden erbringt, plant eine Fusion mit dem IT-Dienstleister Abraxas. Die Stadt Schlieren, die bei der VRSG Kundin ist und Aktien im Wert von 100 000 Franken besitzt, ist angefragt worden, ob sie die Fusion unterstütze und bereit sei, ihre Aktien gegen Aktien der fusionierten Unternehmung umzutauschen. Der Stadtrat kann die Gründe für den Zusammenschluss nachvollziehen, befürwortet die Fusion und stimmt dem Aktientausch zu.

Verträge mit der Limmattalbahn AG In Zusammenhang mit dem Bau der Limmattalbahn möchte die Stadt Schlieren die Chance zur Umsetzung kommunaler Projekte nutzen. Dazu zählen unter anderem die Erstellung von Veloabstellplätzen, die Gestaltung des Stadtplatzes, des Geissweid-Platzes und der Rückbau der Personenunterführung Badenerstrasse. In diesem Zusammenhang hat der Stadtrat zwei Verträge mit der Limmattalbahn AG genehmigt. Der eine Vertrag betrifft die Beteiligung der Stadt am Bau und an den Kosten solcher Teilprojekte sowie die Regelung des Unterhalts der Bahnstrecke auf Schlieremer Stadtgebiet. Im anderen Vertrag wird die Kostenteilung betreffend Umlegung und Erneuerungen von Werkleitungen festgelegt.

Infrastruktur Schulliegenschaften Für die Ausarbeitung eines Konzepts und Vorprojekts für eine umfassende IT-Vernetzung zwischen den Schulhäusern und weiteren städtischen Gebäuden hat der Stadtrat einen Kredit von 50 000 Franken genehmigt. Die 1956 in Betrieb genommene Schulanlage Hof-

acker muss saniert werden. Für die Zustandsanalyse, Erhebung des Sanierungsbedarfs sowie Ausarbeitung eines Bauprojekts hat der Stadtrat einen Projektierungskredit von 80 000 Franken bewilligt. Auch das Gebäude am Schürrainweg 2, wo das 10. Schuljahr unterrichtet wird, muss saniert werden. Für die Projektierung und die Ausführung von Sofortmassnahmen wie der dringenden Erneuerung von Sanitäranlagen und der Verbesserung des Brandschutzes im Eingangsbereich hat der Stadtrat einen Kredit von 195 000 Franken bewilligt.

Geschwindigkeitskontrollen Die Kantonspolizei hat in Schlieren die folgenden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. 23. Juni 2017 Engstringerstrasse, Engstringen Kontrollierte Fahrzeuge  1071 Anzahl Übertretungen 27 signalisierte Höchstgeschwindigkeit 50 km/h gemessene Höchstgeschwindigkeit64 km/h

Die Stadtpolizei Schlieren hat die folgenden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. 21. Juni bis 12. Juli 2017 Rohrstrasse gegenüber 7 Kontrollierte Fahrzeuge  20 448 Anzahl Übertretungen 50 signalisierte Höchstgeschwindigkeit 30 km/h gemessene Höchstgeschwindigkeit48 km/h

12. Juli bis 2. August 2017 Gartenstrasse 4 Kontrollierte Fahrzeuge  2900 Anzahl Übertretungen 37 signalisierte Höchstgeschwindigkeit 30 km/h gemessene Höchstgeschwindigkeit 41 km/h

Neuvorstellung: Alpha Gravuren, Schlieren

Gravieren, lasern, plotten: ­Beschriftungen auf höchstem Niveau Sonnerien, Liftanlagen, Schaufenster, Kinderbesteck, Pokale, Grabtafeln, Füllfedern: Es gibt nichts, was die Spezialisten von Alpha Gravuren nicht beschriften könnten. Text und Bilder: Claudia Lambrich

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Gabriel Zingg hat sich früh selbständig gemacht: Bereits mit 19 Jahren gründete er 2003 ein eigenes Malergeschäft. Sechs Jahre später entstand – zusammen mit seiner Partnerin Pamela Huber – als Tochtergesellschaft die Schriftenmalerei und kurz später die «Gravieri». Als gelernte Siebdruckerin und Graveurin ist die 33-jährige Pamela Huber Fachfrau in Sachen Fräs- und Lasergravuren. In der Firma ist sie zuständig für die Produktion. Alpha Gravuren kann in unterschiedlichen Qualitäten liefern – von Hunderten Schildern in preisgünstiger Qualität bis hin zur edlen Diamantgravur. Fräsgravuren sind ungleich anspruchsvoller als

Lasergravuren und gehören zu Hubers Spezialität. In Zukunft möchten sich die beiden auf die Industrie- und Gebäudetechnik spezialisieren. Ziel der Inhaber ist es, das gesamte Spektrum des Gebäudeunterhalts anzubieten. Mit ihrer Kompetenz im Bereich Malerarbeiten, Folientechnik sowie Fräs- und Lasergravuren sind Zingg und Huber die perfekten Ansprechpartner für Immobilienverwaltungen. Sie renovieren und sanieren, beschriften Sonnerien, Schaufenster, Beleuchtungsstellen, Liftanlagen sowie Büroräumlichkeiten und Keller. Für weitere Renovierungsarbeiten greifen sie auf die Kompetenz ihrer Partnerfirmen zurück.

Pamela Huber und Gabriel Zingg: «Der Unternehmensstandort Schlieren ist einmalig!»

Seit Kurzem arbeiten und wohnen sie, die beiden Ur-Schlieremer, die schon zusammen die Schulbank drückten, wieder da, wo sie aufgewachsen sind. Und sind glücklich über den Umzug: «Die Hilfsbereitschaft der Stadt Schlieren ist enorm. Für die Standortförderung wird sehr viel getan.»

PPWeitere Infos: Alpha Gravuren Engstringerstrasse 59 8952 Schlieren Tel. 044 740 07 38 www.alphagravuren.ch

Pamela Huber bei der Arbeit an der Fräsmaschine


Gewerbeverein Schlieren I 15

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

FC Schlieren

Firmen-Grümpelturnier statt Promi-Plauschturnier Nach einem fünfjährigen Unterbruch führte der FC Schlieren zum Auftakt des Turnier-Wochenendes wieder ein Firmen-Grümpelturnier durch.

Mit vollem Einsatz auf dem Feld

Text und Bilder: Beat Hager

Auf der Sportanlage Zelgli in Schlieren kämpften am ersten Freitag im Juli 13 Mannschaften aus Schlieren und Umgebung um den Turniersieg. «Das Promi-Plauschturnier wurde für uns organisatorisch zunehmend zu einer echten Herausforderung und so ent-

Beim Firmen-Grümpelturnier in Schlieren kämpften 13 Teams um den Kategoriensieg

schieden wir, wieder ein Firmen-­ Grümpelturnier durchzuführen, welches sich in der Vergangenheit stets einer grossen Beliebtheit erfreute», so Organisationskomitee- und Vorstandsmitglied Sven Seifriz. Pro Team konnten maximal drei lizenzierte Fussballer gemeldet werden. In

Spielen zu jeweils zwölf Minuten kämpften die Mannschaften um Tore und Punkte, wobei die Partien durch vereinseigene Schiedsrichter geleitet wurden. Obwohl der Plausch im Vordergrund stand, wurde mit gesundem Ehrgeiz um das runde Leder gekämpft. «Neben

dem sportlichen Teil darf natürlich auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. Dabei wollen wir den Dorfcharakter beim FC Schlieren wiederbeleben», so Stefan Bolliger, Co-Präsident des FC Schlieren mit seinen über 500 Aktivmitgliedern. Der Sieg ging an das Team der Wärmebau AG aus Weiningen, welche sich in

FC Schlieren

Der grosse Spass beim ­Bubble-Soccer-Turnier Nach der erfolgreichen Premiere 2016 führte der FC Schlieren auch in diesem Jahr ein Bubble-Soccer-Turnier durch. Dabei hatten die Akteure ebenso viel Spass wie die Zuschauer. baren Bubblebälle waren sowohl Oberkörper wie auch die Köpfe der Akteure geschützt.

Senden Sie uns Ihre Beiträge und Anzeigen bis am:

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Der Spass stand beim Bubble-Soccer-Turnier in Schlieren im Vordergrund

Text und Bild: Beat Hager

Beim Bubble-Soccer-Turnier in Schlieren stand der Spass im Fokus. Nachdem sich die Spieler der acht teilnehmenden Mannschaf-

ten die aufblasbaren Kugeln mit einem Durchmesser von 1,5 Metern über ihre Oberkörper gestülpt hatten, galt es, im Spiel die Gegenspieler umzustossen und so den Weg zum Torschuss zu ebnen. Durch die aufblas-

29.9.

redaktion@limmattalergewerbezeitung.ch

In den Spielzeiten zu jeweils zehn Minuten wurden die Spieler physisch gefordert. «Es war sehr anstrengend, in dieser Kugel um den Ball zu kämpfen. Doch es hat unglaublich viel Spass gemacht», zeigten sich die Spieler begeistert. Auch die Zuschauer auf der Sportanlage Zelgli in Schlieren unterhielten sich bestens und immer wieder war ein Gelächter aus den Zuschauerrängen hörbar. Der Sieg ging an die Mannschaft von Nankatsu, welche im Finalspiel das Team von «Mir zeigeds eu» mit 2:0 bezwang. Die Sieger durften nicht nur schöne Plauschpreise in Empfang nehmen, sondern auch den Wanderpokal in die Höhe stemmen. «Unser Ziel ist es, dass zehn Mannschaften am Bubble-Soccer-Turnier teilnehmen. Eventuell bereits bei der Ausgabe 2018», so OKund Vorstandsmitglied Sven Seifriz mit einem Schmunzeln.

einem spannenden Finalspiel gegen Birra Moretti knapp mit 2:1 durchsetzte und sich neben dem Wanderpokal auch über den Gewinn von elektrischen Geräten freuen durfte.

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Mittagspause? Willkommen im Stürmeierhuus! Nach einem arbeitsreichen Vormittag hat man sich eine genussvolle Mittagspause verdient! Im Stürmeierhuus geniesst man – bei schönem Wetter auf der idyllischen Gartenterrasse – täglich topfrische und saisonal abgestimmte Menüs. Text: zVg

Die Küchencrew lässt sich immer wieder kreative und gesunde Kombinationen einfallen, um die Gaumen der Gäste zu verwöhnen und ihnen neue Energie zu schenken. Die aktuelle Tageskarte findet man unter www.stuermeierhuus.ch. So kann man schon im Voraus schauen, was einen «gluschten» würde.

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nüs bis 10.30 Uhr vorbestellen. Bei Firmen, deren Mitarbeitende regelmässig die Küche des Stümeierhuus geniessen, wird auf Wunsch auch per Monatsrechnung abgerechnet. Bis bald zum Zmittag im Stürmeierhuus. Alter Zürichweg 6 | 8952 Schlieren | Tel. 044 730 07 44 info@maler-hoehn.ch | www.maler-hoehn.ch


16 I Gewerbeverein Schlieren

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Tierpark Schlieren

Ein Tiergarten im Herzen von Schlieren Leider kam es schon vor, dass Buben die Geissen mit Steinen bewarfen oder über den Hag kletterten. Aber die meisten Besucher des kleinen Tierparks im Herzen von Schlieren freuen sich an den weidenden Geissen, den gackernden Hühnern und den hoppelnden Kaninchen. Text und Bilder: Erica Brühlmann-Jecklin

Begonnen hatte alles mit der Erstellung des Bunkers, als der Platz gegenüber vom Stürmeierhuus frei wurde. Zunächst war es ein Verkehrsgarten. Dann wollte der Verein «Di Grosse für di Chline» einen Spielplatz mit Tieren errichten. Auch das ging bachab und so stand die Stadt mit der Frage da: Was jetzt? Drei ältere Männer übernahmen es, einen Tiergarten zu gestalten. Ein Jahr lang ging das gut. Dann gab es Streit und nun mischte sich Irmgard Kreis ein und übernahm die Pflege der Tiere. Das war vor 30 Jahren. Seither steht sie täglich morgens um sechs im Tierpark, füttert, reinigt die Ställe, mistet bei den Geissen. 365 Tage im Jahr. Abends wird sie seit 15 Jahren von Denise Holzer unterstützt.

Dann wird nochmals gefüttert, werden die Geissen in ihre Boxen gebracht, die Kaninchen bekommen ihr Bettmümpfeli-Rüebli und die Hühner warten vor dem Hühnerstall, bis Irmgard Kreis sie einzeln hineinträgt. Alterspension für Hennen «Kaninchen werden von Familien gebracht», erklärt sie. Manchmal komme eine Geiss, die aus Platzgründen weggegeben werde. Auch Hühner kommen auf diesem Weg. Früher bekamen Hennen, die keine Eier mehr legten, hier ihre Alterspension. Holzer ist jetzt bei den Geissen. «Das sind Julia und Bruna, beide im Zoo geboren. Und das ist Maja.» Die Geiss mit dem braun-weissen Fell erinnert an einen Milchkaffee. «Und Coci verdankt ihren Namen der Cola-Farbe, die sie hat, wenn die Son-

ne auf ihr Fell scheint», lachen die Frauen, die beide mit Tieren aufgewachsen sind und die Pflege hier weitgehend ehrenamtlich verrichten. Mit dem kleinen Lohn, den Kreis als Angestellte der Stadt erhält, kaufen sie Futter. Auch der Erlös der spärlichen Eier dient diesem Zweck. Das Heu für die Geissen wird von der Stadt bestellt und vom Bauern Seiler gebracht. Ist ein Tier krank, muss der Tierarzt geholt werden. Stirbt eines, ist das immer ein Abschied, der weh tut, egal ob es eine Geiss, ein Huhn oder ein Kaninchen ist. «Das Schönste», meinen beide Frauen, «ist es, zu erleben, wie die Tiere sich nach einer gewissen Zeit der Angewöhnung vertragen.» An einem solchen Ort der Liebe kann das gar nicht anders sein.

Blick in den Tiergarten

Maja in ihrem Nachtquartier

Die Geissen

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Die beiden Tierpflegerinnen Irmgard Kreis und Denise Holzer

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Gewerbeverein Uitikon-Waldegg I 17

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Editorial

Verein Tanzen mit Stil, Uitikon

Die Sommerpause und die F ­ erien sind (leider) vorbei – die Arbeit hat sich aufgestaut

Gegründet, um Tradition zu retten

für Werbung nutzen, dann lohnt es sich, hier als Sponsor mitzumachen. Wir geben Ihnen gerne Auskunft. Kommende Termine: • Am 30. September findet im Üdikerhuus die nächste Tanzgala statt. Siehe dazu auch die Publireportage nebenan. Warum ich das erwähne? Ich habe mir im März ein Bild von diesem tollen Anlass machen können und bin begeistert. So habe ich dem Otto Frei, Präsident Gewerbeverein Uitikon-Waldegg «Quartett» vorgeschlagen, Mitglied bei uns zu werden und damit eine Am 8. Juli durften wir wiederum mit günstige Werbemöglichkeit zu erhalfast 30 Teilnehmenden bei Brigitte ten. Das gilt auch für Sie, wenn Sie und Ernst Bosshard ganz oben in RingMitglied in einem der Limmattaler likon zu Gast sein. Gut drei Wochen Gewerbevereine werden. Zudem vor der dort stattfindenden 1.-August-­ sind Sie bei uns auch im OrtsfahrFeier wurden wir bei unserem traditiplan der Gemeinde aufgeführt, welonellen Grillfest für die ganze Familie cher in alle Haushaltungen von Üdiaufs Trefflichste bewirtet und verke verteilt wird. Werden auch Sie Mitglied bei uns und ­kommen Sie wöhnt. Auch diesmal konnten wir die Natur bestaunen und die wenige Tage zum Tanzen ins Üdikerhuus! alten Kälbchen bewundern und strei- • Der Besuch bei der FIFA ist (immer noch) in Vorbereitung. cheln. Herzlichen Dank an die ganze Familie Bosshard für die immer wie- • Der Gewerbekongress des KGV finder tolle Gastfreundschaft auf ihrem det am 26. Oktober 2017 statt. Hof! Danke auch an Babs Huber für • Die DV des GVL erfolgt am 10. Nodie Organisation und an Edi Gut für vember 2017 in Geroldswil/Oetwil die Lieferung des feinen Fleisches. a.d.L. Bereits laufen wieder die Vorbereitun- • Der Kochabend bei Benedettos fingen für das nächste Gwerblerfäscht det am 24. November 2017 statt vom Samstag, 13. Januar 2018. Dazu • Und wir warten auf Verstärkung im sind auch Sie eingeladen. Gibt es eine Vorstand und auf meinen Nachfolgünstigere Möglichkeit, für den beger. scheidenen Kostenbeitrag einen tollen Abschliessend meine wiederkehrenden Abend im stimmungsvollen «Giardino Aufrufe an Sie: Stärken Sie als KonsuVerde» zu erleben? Wohl kaum! – Im ment und Kunde die Mitglieder des GeOK gibt es eine Rochade: Marcel Mül- werbevereins Uitikon und halten Sie ler übernimmt den Vorsitz und Tho- damit unsere schöne Gemeinde lebenmas Tscharner bleibt für die Unterhal- dig. Wenn Sie Ihren Betrieb in Üdike tung und die Musik zuständig. Wir haben oder hier wohnen und noch sind überzeugt, dass auch die nächst- nicht Mitglied sind: Werden Sie Mitjährige Auflage erfolgreich sein wird glied und profitieren Sie von unseren und uns die bisherigen treuen Sponso- vielen Vorteilen! Auch ohne Firma sind ren weiterhin unterstützen. Trotzdem Sie als Passivmitglied willkommen. Besind wir natürlich froh, wenn sich suchen Sie uns auf www.gewerbeverweitere Unterstützung ergibt. Möchten ein-uitikon.ch oder erkundigen Sie sich auch Sie diesen traditionellen Anlass bei den Vorstandsmitgliedern.

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KONTAKTBOX H

Gewerbeverein Uitikon-Waldegg Gläserenstrasse 8, 8142 Uitikon-Waldegg

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Otto Frei, Präsident otto.frei@uitikon.ch

M

Tel. 044 400 47 75

@

otto.frei@uitikon.ch

«Wir vier haben uns damals angeschaut und gesagt: ‹Das kann ja nicht sein›», erklärt Arianna Schaffner. Vor zwei Jahren erfuhren die vier Mitglieder des Vereins an der Tanzgala in Uitikon, dass die Dance Band Company altersbedingt aufhören möchte. Am gleichen Abend war der Verein Tanzen mit Stil geboren, um eine zwanzigjährige Tradition zu erhalten. Die vier Mitglieder des Vereins kennen sich aus der Tanzschule Läderach in Oerlikon. Nervös seien sie vor ihrer ersten Ausgabe der Tanzgala unter eigener Leitung gewesen, verraten Biagini und Schaffner. Das positive Feedback nach der Premiere im März 2017 hätte sie motiviert. Schliesslich arbeiten alle im Verein ehrenamtlich. Finanziell geht die Organisation der Gala ans Limit. Zwar generieren Spenden und private Sponsoren ein Budget, am Ende bleibt aber eine schwarze Null. Der Verein schätzt daher jegliche Unterstützung sehr. Mit liebevollen Details, etwa dezenter Tischdekoration, veredelt der Verein den ungezwungenen Tanzanlass für junge und ältere Tanzpaare, die Standard-Tanz in gediegenem Ambiente mögen. Elegante Kleidung inklusive. «Das gehört irgendwie dazu», sind sich beide Frauen einig.

Die vier Mitglieder von Tanzen mit Stil

den. Bill von Arx war jahrelang Arrangeur bei der Pepe Lienhard Band und wird für die musikalische Untermalung an der Tanzgala vom 30. September sorgen.

gala einfach so organisiert, wie wir sie selbst gerne besuchen würden», schliesst Arianna Schaffner

Mit Leidenschaft haben es vier engagierte Frauen geschafft, den Anlass neu zu gestalten. «Wir haben die Tanz-

PPWeitere Infos:

«Ein Knackpunkt waren die hohen Ansprüche an die Musik», erzählt Reni Biagini. Mit der Bill von Arx – Robert Weber Band konnten aber sehr renommierte Musiker verpflichtet wer-

Tanzgala ! Die Limmattaler Tanznacht !

Samstag, 30. September 2017 Üdiker Huus, 8142 Uitikon ZH

Wo wei mir ane ? Ich möcht dört häre wo’s:

gmüetlich isch Priise stimme Dr Service fründli und guet isch S’Ässe nach mim Gschmack isch Und vor allem wo alli Fröid hei wenn i chume

AGENDA

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Programm

OK, de weiss i jetzt öppis, chum mir gö is „Dörfli“ z’Üdike

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Gewerbekongress KGV Zürich, Bezirk Affoltern Donnerstag, 26. Oktober 2017, 16 Uhr

Text: Patrick Holenstein, Bild: zVg

19.30 Uhr:

Türöffnung

20.15 Uhr:

Tanzgala-Auftakt

Show:

Welcome –Drink

Bill von Arx-Robert Weber Band

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Hobbytanzgruppe

Tickets

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Die Tanzgala in Uitikon hat eine lange Tradition. Vor zwei Jahren stand sie vor dem Ende. Der Verein Tanzen mit Stil hat sie gerettet.

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18 I Gewerbeverein Urdorf

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

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KONTAKTBOX H

Gewerbeverein Urdorf Postfach 206, 8902 Urdorf

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Stefan Schmid, Präsident info@bauagurdorf.ch

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Jubiläumskonzert 25 Jahre Ad-hoc-Chor Urdorf

In wunderbare Höhen und stimmungsvolle Klangfarben hineingesungen Unter der Leitung von Géraldine Marmier jublierte der Urdorfer Ad-hoc-Chor am 30. Juni in der voll besetzten neuen reformierten Kirche Urdorf mit einem anspruchsvollen, zweistündigen Konzert unter dem Motto «All you need is love». Als Gastchor bereicherte der Wettinger Chor «JAvoiceZZ» den Abend. Text und Bild: Christian Murer

AGENDA

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Wiesn Gaudi (GVL-Abend) Donnerstag, 14. September 2017

Fondue-Plausch Freitag, 24. November 2017

Gewerbekongress KGV Zürich, Bezirk Affoltern Donnerstag, 26. Oktober 2017, 16 Uhr

Quartalsversammlung Mittwoch, 24. Januar 2018 61. Generalversammlung GVU Donnerstag, 15. März 2018

Berufsmesse Zürich, Messe Zürich Oerlikon 21.–25. November 2017 INSERAT_116X50_MM.pdf

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07.03.16

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«Das Jubiläumskonzert des Ad-hoc-­ Chors Urdorf hat mir ausserordentlich gut gefallen. Wunderschön wurden nicht nur Beatles-Songs gesungen, sondern auch Stücke mit viel Charme, Witz und Tiefgang, die sich dem Motto ‹All you need is love› aus verschiedenen musikalischen Richtungen her näherten», sagte Patrik Elsaid nach dem Konzert. Und der Gründer und Leiter des Limmichors fährt weiter: «Unter der professionellen Leitung von Géraldine Marmier sang der Chor sich in wunderbare Höhen und stimmungsvolle Klangfarben hinein und berührte mich immer wieder von Neuem. Mal mit Fingerspitzengefühl, mal temperamentvoll vermochte sie ihren Chor zur Höchstform ‹aufsingen› zu lassen – stets der gesanglichen und musikalischen Qualität verpflichtet. Ich war begeistert, wie der Chor sich auf seine Chorleiterin einliess, um mit ihr in der Interpretation der Stücke eins zu werden.» Acht Lieder der Liverpooler Pilzköpfe In der Tat: Ganze 22 Lieder – davon 14 in englischer Sprache – offerierte der Urdorfer Ad-hoc-Chor an seinem Jubiläumskonzert. Nicht miteingerechnet waren dabei die spontan gesungenen und von Toni Blaser sowie der ersten Dirigentin Susanne Eggimann geleiteten Überraschungslieder. Sie boten einen kurzem Rückblick auf das bisherige vielseitige Schaffen des Chors. Begleitet von einem professionellen Streichquartett sangen die dreissig Adhoc-Chörler sowie der Gastchor acht Lieder der berühmten Liverpooler Pilzköpfe. Dazu meinte die Urdorferin

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Der Urdorfer Ad hoc-Chor singt zum 25-Jahr-Jubiläum vorwiegend englische Lieder

Claudia Gerzner: «Eigentlich habe ich noch mehr Songs von den Liverpooler Boys erwartet. Denn: Die Jungs haben ja so viele tolle Lieder geschaffen. Das hätte ja locker für mehrere Abende gereicht.» Vom bunten «Liebes-Mix» begeistert Nun denn: Das zweistündige Konzert gefiel den Zuhörerinnen und Zuhörern. Sie erfreuten sich am lockeren und aufgestellten Auftritt und applaudierten überschwänglich. Toni Blaser, ein Sänger der ersten Stunde, meinte dazu: «Uns Sängerinnen und Sänger faszinierte in der aufwändigen Vorbereitung, wie weitläufig unser Motto ‹All you need is love› ausgelegt werden kann: Liebe zu Mitmenschen natürlich, aber auch zur Landwirtschaft, zum Sonnenlicht, zu Andersartigem, ja sogar zur Wellness, wobei ja in allen Liebesbereichen mitunter auch mal etwas schiefgehen kann, wie im lustigen

Wellness-Tango besungen. Dank dem flächendeckenden Programmversand durch die Kulturkommission Urdorf wusste unser Publikum bestens darüber Bescheid, was es erwarten würde. Der bunte ‹Liebes-Mix› schien zu gefallen und sorgte für ein proppenvolles Haus, was uns riesig freute und zu Höchstleistungen antrieb. Alle von unserem Chor waren zutiefst berührt, wie viel Freude und Dankbarkeit von unserer fast 400-köpfigen Gästeschar zurückkam.» Schliesslich ergänzte Limmichor-Dirigent Patrik Elsaid Toni Blasers Eindrücke: «Die mit viel Herz und Können vorgetragenen Stücke – vielfach a cappella gesungen und zwischendurch von einem Streichquartett dezent untermalt – klangen noch lange in mir nach. Wär’ ich nicht dabei gewesen, ich hätte ein wunderbares Konzert verpasst.»

Erster Schultag für 41 Erstklässler im Schulhaus Weihermatt in Urdorf

Eine Sonnenblume für die Abc-Schützen

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Für 240 Schülerinnen und Schüler sowie 25 Lehrerinnen und Lehrer fing am Montag, 21. August, auch im Urdorfer Weihermatt-Schulhaus nach den fünfwöchigen Sommerferien die Schule an.

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Es war ein ungewohntes Bild am Montag, 21. August, auf dem Pausenplatz des Urdorfer Schulhauses Weihermatt – kurz vor halb neun. Denn nicht nur Kinder standen ungeduldig herum, sondern ebenso zahlreiche Eltern und Grosseltern. Für insgesamt 41 Erstklässler begann an diesem Montag «der Ernst des Lebens». Im Schulzim20:00 Uhr Seite 1 mer 102 nahmen vierzehn Mädchen und sieben Buben Platz – begleitet von ihren Grosseltern, Mamis und Papis. Farbenfroh stands an der Wandtafel: «Willkommen in der ersten Klasse.» Die beiden Lehrerinnen Jeanine Etschmann und Claudine Ramseyer gingen nach einem kurzen Ferienrückblick gleich zur Sache. Spielerisch behandelten sie die Selbstlaute A, E, I, O, U. Im Nu ging die erste Schulstunde der Abc-Schützen zu Ende. Im Elterntreff offerierte ein Team anschliessend Kaffee, Gipfeli und Orangensaft.

Alle 41 Erstklässler erhielten eine Sonnenblume

Viele strahlende und glückliche Kinder Nach der grossen Pause versammelte sich die gesamte Schülerschar sowie das ganze Lehrerkollegium auf dem Pausenplatz. Die älteren Kinder sangen ein Lied und übergaben jedem Erstklässler eine Sonnenblume. Dann

standen die ältesten Weihermättler für die Schulanfänger Spalier. Sehr erfreut zeigte sich an diesem ersten Schultag nach den Sommerferien Schulleiter Michael Gerber: «Ich habe den Morgen sehr schön erlebt. Ich sah lauter strahlende Gesichter, glückliche Kinder und zufriedene Eltern.»


Gewerbeverein Urdorf I 19

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

URO Pfadi-Sommerlager 2017 in Appenzell

Packende Abenteuer auf ­hoher See Unter dem Motto «In 14 Tagen um die Welt» verbrachten die jugendlichen Urdorfer Pfadfinderinnen und Pfadfinder ihr zweiwöchiges Sommerlager dieses Jahr in der Ostschweiz. Ein Augenschein vor Ort. Text und Bilder: Christian «Kodak» Murer

Mit Reisepässen und dem entsprechenden Visum ausgerüstet, begab sich die aufgestellte Urdorfer Pfadischar während der ersten zwei Sommerferienwochen mit dem Schiff «SchanURO» auf eine spannende Fahrt um die halbe Welt. Schottland, Mexiko, Amerika, Thailand, Japan, ­Afrika und Neuseeland waren die Stationen dieser abenteuerlichen Expedition. Da wurde in den verschiedenen Kontinenten und Ländern gewandert (Hike), im Stroh geschlafen, gekocht, gegessen und getrunken, fotografiert, Haare gefärbt, gebadet, geduscht, gelernt, eine Schaukäserei besucht und immer wieder in allen Nuancen gespielt. Am Sonntag erwartete ein sonniger Tag die Eltern. Gegen vierzig Erwachsene und Geschwister besuchten das idyllische Lagergelände «Ebne Rapisau». Eine Besinnung um die Mittagszeit mit dem Birmensdorfer Pastoralassistenten Kurt «Frösche» Steiner

Die Urdorfer Pfadis fuhren mit dem Schiff «SchanURO» in 14 Tagen um die Welt

sowie ein leckerer Teigwarenplausch «Tricolore» aus der Lagerküche von Ramona «Nyaka» Kropf und Oliver «Sluki» Zehnder liessen die Herzen aller höher schlagen. Kaffee und Kuchen rundeten das feine Mittagessen ab. Das Glace-Dessert verzehrten die Pfadis mit den Gästen unten im Städtchen Appenzell.

Lagerleiterin Mirjam «Alupa» Steiner äusserte sich rundum zufrieden mit dem Pfadi-Sommerlager: «Nebst ein paar heftigen Gewittern erlebten wir zwei packende und kurzweilige Lagerwochen.»

PPUmfrage: Leonie «Maeva» ­Bachmann (12)

«In der Pfadi lernen wir Dinge, die wir sonst nirgends lernen können. Für mich war die Nachtübung recht lustig. Was mir auch sehr gefällt, ist der Fluss Sitter gleich neben dem Lagerplatz, in dem wir uns jeweils erfrischen können.» Sandro «Scipio» Koster (14)

«Ich bin in der Pfadi wegen der Natur und um mit andern zusammen zu sein. Das bereitet mir mega Spass. Der Hike hat mir bis jetzt gut gefallen, auch wenn es geregnet hat. Das Schlafen im Stroh auf dem Bauernhof fand ich super.» Paula «Eowynn» Meyer (14)

«Dies ist etwa mein sechstes Lager. So hat mir das 2-Stunden-Game bis jetzt gut gefallen. Ich bin froh, dass der Hike vorbei ist. Denn ich habe einige Blasen an den Füssen. Dass wir es alle zusammen gut haben, finde ich mega.»

Livio «King Julien» Monn (14)

«Ich bin in der Pfadi, weil wir da kreativ sein können. Und die Gruppenerlebnisse finde ich cool. So haben mir die Nachtübung und der Hike bis jetzt am besten gefallen. Der Fluss nebenan ist einmalig. Auch das Essen ist super.»

Seraina «Crescenda» Monn (13)

«In der Pfadi kann ich mich austoben. Das 24-Stunden-Game fand ich super. In Neuseeland und in Amerika hat es mir gut gefallen, weil dort plötzlich der Trump auftauchte und auf dem Gelände Verbotsschilder aufstellen liess.»

Suraya «Artemis» Pezzini (12)

«Ich finds cool, dass wir hier im Pfadilager eine grosse Gemeinschaft sind und zusammenhalten. Das Schönste für mich war bis jetzt das Beisammensein am Abend, als wir spielten und sangen. Lustig fand ich auch das Haarefärben.»

Xavier «Audax» ­Dominguez (12)

«Das ist etwa mein zehntes Lager. Das Schlafen im Stroh auf dem Bauernhof mit all den Tieren hat mir bis jetzt am besten gefallen. Ich finde es auch toll, dass sich die Leiter für die verschiedenen Länder coole Sachen ausdenken.»

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Championnat suisse du Lancer de la Godasse in Zinal

Eine Schweizer Meisterin aus Urdorf Zuhinterst im Val d'Anniviers liegt das Feriendorf Zinal (VS). Hier wird jährlich am 1. August die Schweizer Meisterschaft im Werfen von alten Militärschuhen ausgetragen. Text und Bild: Christian Murer

Wer den Schuh mit dem linken oder rechten Bein am weitesten schleudert, ist jeweils «Champion/ne suisse» im Werfen alter Militärschuhe. Auch dieses Jahr massen sich bei diesem origi-

Janis «Ferox» van Zwieten (11)

«Seit etwa fünf Jahren bin ich in der Pfadi. Der Zweitages-Hike hat mir sehr gut gefallen, auch wenn er sehr anstrengend gewesen ist. Ich konnte stets bei der schnellen Gruppe mithalten. Das Schlafen im Stroh fand ich spassig.»

nellen Plausch-Anlass zahlreiche Männer und Frauen aus dem In- und Ausland. Bei den Frauen siegte die Urdorferin Martina Schaffner (Bild) mit 13,9 Metern. Als Siegerpreis erhielt sie eine Flasche Weisswein sowie einen Geldbetrag.

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Martina Schaffner: Schweizer Meisterin im Militärschuh-Werfen


20 I Gewerbeverein Weiningen

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Vereinsreise 2017 des Gewerbevereins Weiningen

«Schönste Stadt der Schweiz» Der Gewerbeverein Weinigen wählte für die traditionelle Mitgliederreise ein Ziel in der ­Innerschweiz. Text und Bilder: Harald Tappeiner

Am Treffpunkt in Weiningen war zwar kurz ein heftiger Regenguss zu spüren. Doch während der Carreise entlang den grünen Luzerner Wiesen kam bald Sommerstimmung auf, auch wenn sich Rigi und Pilatus noch verhüllt zeigten.

AGENDA Theateraufführungen «Es isch ned alles Gold, was glänzt», Quartier- und Tagungszentrum Föhrenwäldli, Fahrweid, Spielbühne99 Theaterverein Weiningen-Fahrweid 20. Oktober bis 4. November, 20 Uhr

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

A Berufsmesse Zürich, Messe Zürich Oerlikon 21.–25. November 2017 Weihnachtsessen Freitag, 1. Dezember 2017

Gewerbekongress KGV Zürich, Bezirk Affoltern Donnerstag, 26. Oktober 2017, 16 Uhr

Unterstützung von Weltcup-Stars In Malters stand die Führung durch die Werkhallen der traditionsreichen Skifabrik Stöckli auf dem Programm. Christoph Häfliger, Leiter Industrialisierung, führte solid durch die grösste verbliebene Schweizer Skifabrik, in der jährlich gut 50 000 Skis gefertigt werden. Und der Bestelleingang des Betriebs zeigt nach oben. «Das hängt sicher auch mit den Erfolgen der Weltcup-Stars Tina Maze und Ilka Stuhec zusammen, die mit Stöckli-Skis glänzten», ist Häfliger überzeugt. Nun plant das Werk, bei dem gut 50 Mitarbeitende tätig sind, den Output um rund 20 Prozent zu steigern. Neumitglied mit dabei In der Halle durften die Werksbesucher noch einen Apéro geniessen, während spannende Gespräche Platz fanden. Im Car ging es anschliessend in die Luzerner Altstadt und die Teilnehmenden konnten frei durch die Gassen flanieren. Das Abendessen fand danach im altehrwürdigen Schiffsrestaurant der «Wilhelm Tell» statt, die länger schon vor Anker liegt. Verwöhnt wurden die Ausflügler mit einem ausgezeichneten Fondue chinoise. «Luzern ist eben die schönste Stadt der Schweiz», so lautete die Parole von Co-Präsident Reto Müller.

Frauenpower in der Stöckli-Halle

Die Freude war zudem gross, dass der Gewerbeverein Weiningen Bruno da Costa als junges Neumitglied aufnehmen konnte. Seine Firma, die Dämmag AG, ist spezialisiert auf haustechnische Isolation, baulichen Brandschutz und Ausflockungen. Ski-Produktion im Limmattal Mit einer kleinen Sensation konnte co-Präsident Sascha Städeli aufwarten: In seiner Manufaktur in der Fahrweid,

produziert er nebst seiner Schreinerei, seit einiger Zeit einen eigenen Ski». Dabei zieht sich das rote Logo raffiniert über die Skipaare hinweg, und auch ein Online-Shop steht für den «Städeli Swiss Ski» bereit. Gesprächsstoff gab es jedenfalls zur Genüge. Und bald schon näherte sich das Ende des geselligen Ausflugs. Routiniert brachte Hans Kälin alle Teilnehmenden wieder sicher zurück ins Limmattal.

Die Wilhelm Tell vor dem Rigi

Neuvorstellung: Dämmag AG, Fahrweid

Das junge und dynamische Isolationsunternehmen Wein | Apéros | Firmenanlässe | Hochzeiten

Mit der Gründung der Dämmag AG in Fahrweid startete Bruno Da Costa am 1. Februar 2017 in seine Selbstständigkeit. Text und Bild: Beat Hager

Dank des vielseitigen Angebots kann die Kundschaft bei der Dämmag AG bei Installationen, baulichem Brandschutz oder auch Ausflockungen gegen Lärmemissionen auf einen kompetenten Ansprechpartner setzen. «Unser Kerngeschäft sind die Ausführungen von Isolationen, welche wir im

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Auftrag von Sanitär- und Heizungsunternehmungen ebenso erledigen wie auch für Privatpersonen, Generalunternehmer sowie Hauswartungen», so Geschäftsführer und Inhaber Bruno Da Costa. Der gelernte Bauspengler stand zuletzt während acht Jahren bei grösseren ­Unternehmungen im Einsatz und nach

100

Dienstag, 24. Juni 2014 18:00:46

Die jungen und engagierten Fachleute der Dämmag AG setzen auf eine erstklassige Top-Qualität, wobei auch eine termingerechte Ausführung der Arbeiten selbstverständlich ist. «Mit ehrlicher Arbeit wollen wir im Markt bestehen und nach Möglichkeit kontinuierlich weiter wachsen», zeigt sich Da Costa kämpferisch. Die drei Monteure stehen täglich bei der Kundschaft im Einsatz. Seit vergangenen Mai ist die Dämmag AG auch Mitglied im Gewerbeverein Weiningen.

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Bruno Da Costa führt die Dämmag AG in Fahrweid WBAG_InsGN_Geroldswil_3.0

kaufmännischen Weiterbildungen setzte er in diesem Frühjahr seinen Traum von einem eigenen Betrieb um. Auf der Suche nach einem Büro mit Lager wurde er in Fahrweid fündig.

PPWeitere Infos: Dämmag AG Hardwaldstrasse 7 8951 Fahrweid Tel. 044 545 52 52 info@daemmag.ch www.daemmag.ch


Gewerbeverein Birmensdorf und Aesch I 21

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Loacker Swiss Recycling AG: Der Standort Birmensdorf ZH stellt sich vor

Loacker Recycling ist ein Unterneh­ men im Spitzenfeld der europäischen Entsorgungswirtschaft. Unseren Kun­ den bieten wir ökonomisch und ökolo­ gisch sinnvolle Komplettlösungen, die den Kreislauf der Wertstoffe nachhal­ tig sichern – für Generationen. Im Zeitalter immer knapper werdender Rohstoffe ist es für Umwelt und Wirt­ schaft wichtig, möglichst viele Stoffe wiederzuverwerten. Für diese Aufgabe braucht es gut ausgebildete Berufsleu­ te: Recyclisten. Sie sammeln und sor­ tieren Wertstoffe, bereiten sie auf, sind zuständig für die Zwischenlagerung, führen diese Materialien der Wieder­ verwertung zu und sorgen dafür, dass alle unverwertbaren Abfälle fachge­ recht entsorgt werden. Dieses Treiben findet unter anderem auf 22 000 m2 an der Industriestrasse 3 in 8903 Bir­ mensdorf ZH statt. Das Berufsbild des Recyclisten veran­ lasst immer mehr Schulabgänger, Männer wie Frauen, den relativ neuen Beruf «Recyclist» erlernen zu wollen. Auch Interessenten, die etwas älter

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sind und auf zweitem Bildungsweg weiterkommen wollen, sind willkom­ men. «Die Anfragen für Schnupper­ lehren nehmen bei uns stark zu», be­ stätigt Peter Wurzer. Dreijährige Berufslehre Seit dem Jahr 2000 gibt es eine eidge­ nössisch anerkannte Berufsausbildung auf diesem zukunftsträchtigen Gebiet. Die Grundausbildung dauert drei Jah­ re. Sie gliedert sich in die praktische Ausbildung im anerkannten Lehrbe­ trieb und beruflichen Unterricht. Nä­ here Angaben zum Berufsbild Recyc­ list/Recyclistin und zur Ausbildung unter www.r-suisse.ch.

10 Lernende ab Sommer 2017 bei Loacker Swiss Recycling AG Die Geschäftsleitung hat beschlossen, dass Loacker Swiss in Sachen Ausbil­ dung an den verschiedenen Standor­ ten zusätzliche Lehrstellen anbietet. Seit Anfang 2017 ist Loacker auf der grössten Lehrstellenbörse aufgeschal­ tet. www.yousty.ch bietet eine ideale

Plattform für Lehrstellensuchende. Peter Wurzer, Berufsbildner von Loacker Swiss, lobt diese Plattform. Im Sommer 2017 starten nebst den vier bestehenden Lernenden zusätz­ lich sechs neue Lehrlinge verteilt auf unsere Standorte ihre Ausbildung.

AGENDA

PPZum Verfasser: Peter Wurzer, Einkäufer, Berufsbildner, LAP Experte.

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Wiesn Gaudi (GVL-Abend) Donnerstag, 14. September 2017

Delegiertenversammlung GVL Freitag, 10. November 2017

Gewerbekongress KGV Zürich, Bezirk Affoltern Donnerstag, 26. Oktober 2017, 16 Uhr

Einschalten Weihnachtsbeleuchtung Freitag, 24. November 2017

Spezialanlass: Digitaler Wandel für Ihr Unternehmen Freitag, 27. Oktober 2017

Generalversammlung GVBA Freitag, 16. März 2018

PPWieso wollen Jugendliche den Beruf «Recyclist» erlernen? Clirim Sadiki, 18 Jahre Standort Birmensdorf, 2017 bis 2020

Mein Ziel: Durch die Suche und die vielen Schnupperlehren habe ich den Beruf Recyclist kennengelernt. Super, ich habe meinen Wunschberuf gefunden.

Helder Leite, 38 Jahre Standort Birmensdorf, 2015 bis 2018

Mein Ziel: Ich bin an einer Sammelstelle in der Nähe von Dübendorf verantwortlich für die Anlieferungen und dies schon seit Jahren. Lange habe ich eine berufsbegleitende Ausbildung zum Recyclisten gesucht. Loacker Swiss hat mir die Möglichkeit geboten. Nächstes Jahr bereits mache ich meinen Abschluss.

Djavit Ameti, 23 Jahre Standort Dübendorf, 2016 bis 2019

Mein Ziel: Ich lerne Dinge, die ich vorher gar nicht kannte. Wenn mich jemand über Recycling etwas fragt, möchte ich kompetent Auskunft geben können.

Vebi Rustemi, 16 Jahre Standort Dübendorf, 2017 bis 2020

Mein Ziel: Mein Vater arbeitet seit über 17 Jahren bei Loacker Swiss (vormals M.F. Hügler AG). Ich möchte das auf dieser interessanten Branche auch erreichen.

Endrit Lika, 16 Jahre Standort Emmen, 2017 bis 2020

Mein Ziel: Mein Cousin hat schon die Ausbildung zum Recyclisten bei Loacker Swiss in Emmen gemacht (ehemals Gotthard Schnyder AG). Sein Erfolg und der Aufstieg bei Loacker nach seiner Lehre geben mir Ansporn, das auch zu schaffen. Ismail Erdas, 21 Jahre Standort Dübendorf, 2017 bis 2020

Mein Ziel: Ich war lange auf der Suche nach einem Beruf, der mich interessiert. Bei Loacker habe ich ihn gefunden. Ich konnte mich in Form eines Praktikums in Dübendorf beweisen. Nun durfte ich mit Loacker Swiss den Lehrvertrag für 2017 unterzeichnen. Das Team hier ist super!

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Daniel Kaiser, 28 Jahre Standort Bern, 2017 bis 2020

Mein Ziel: Ich bin noch nicht lange in der Schweiz und wenn man so will, schon ein «alter Haase». Obwohl ich schon etwas älter bin, will ich mit der Ausbildung zum Recyclisten den Schritt in die Recycling-Welt machen.

Melk Christen, 18 Jahre Standort Emmen, 2016 bis 2019

Mein Ziel: Dass ich einen Teil dazu beitrage, um die Rohstoffe zurück zu führen und jeden Tag abwechslungsreiche Arbeiten machen kann, bestätigt mir den richtigen Beruf gewählt zu haben.

Aquiles Jost, 19 Jahre Standort Emmen, 2017 bis 2020

Mein Ziel: Der Beruf des Recyclisten ist ein sehr spannender, vielseitiger und sehr zukunftsgerichteter Beruf, der bestens zu mir passt. In der Schnupperwoche konnte ich überzeugen und bin froh, die Zusage für einen Lehrvertrag von Loacker bekommen zu haben. Christophe Command, 29 Jahre Standort Dübendorf, 2016 bis 2019

Mein Ziel: Ich habe diesen Beruf gewählt, weil ich mehr über Recycling erfahren will und einen wirklich interessanten Beruf abschliessen möchte. Die Herausforderung ist, die vielen Materialien zu erkennen und richtig zu recyceln. Ich bin happy, dass es in der Schule gut klappt.

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22 I Gewerbeverein Birmensdorf und Aesch

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Vereinsreise 2017 der Gewerbevereine Birmensdorf und Aesch sowie Geroldswil-Oetwil

Entspannte Schiffsfahrt nach ­Stadtführung und Zuger Kirschtorte Ein Reisecar voller aufgestellter Gwerbler hatte am 19. Juni das Städtchen Zug als Ziel der ersten gemeinsamen Vereinsreise. Erstmals – und hoffentlich wohl nicht zum letzten Mal – organisierten die beiden Gewerbevereine diesen jährlichen Ausflug zusammen.

Coole Stimmung trotz Hitze beim Apéro auf dem Zugerseeschiff «Schwyz»

Interessierte Zuhörerschaft in der Confiserie Speck in Zug

sen Funktion ab», so Imhof, der Elekt­ roinstallateur aus Birmensdorf.

Text und Bilder: Christian Murer

Zug war an diesem wunderschönen Montagnachmittag das erkärte Ziel der gemeinsamen Vereinsreise. Pünktlich dort angekommen, trennte man sich in zwei Gruppen. Die einen besuchten die Konditorei Speck, die andern un­ ternahmen eine Stadtführung. Dazu berichtet Marcel Imhof von der Firma Elektro Huwiler: «Der Stadtrundgang mit der sehr erfahrenen Führerin war äusserst spannend. Wir besuchten das alte Regierungsgebäude beim Fisch­ markt und erhielten interessante Infor­ mationen über die Geschichte der Stadt. Danach schlenderten wir in die Untere Altstadt und besichtigten den Greth-Schell-Brunnen. Ebenfalls betra­ ten wir die Kapelle in der Altstadt, wo wir erneut recht viel Neues erfuhren.» Via Sankt-Oswalds-Gasse und einem kurzen, informativen Stopp auf Höhe Burg Zug seien sie dann zum Zytturm gelaufen. «Unsere externe Stadtführe­ rin schloss den Stadtrundgang mit der Geschichte zu diesem Turm und des­

Wie eine Zuger Kirschtorte entsteht Die zweite Gruppe besuchte die Kon­ ditorei Speck. Julia Schillig, die Ler­ nende im zweiten Lehrjahr, erklärte in

einzelnen Schritten, wie eine Zuger Kirschtorte entsteht. Im Confise­ rie-Café kamen die Gwerbler schliess­ lich in den Genuss eines solch feinen Tortenstücks mitsamt einem Kaffee.

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Die Lernende Julia Schillig erklärt ausführlich, wie eine Zuger Kirschtorte entsteht

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Die abschliessende zweistündige Fahrt mit dem Schiff «Schwyz» bei köstli­ chem Wein und hervorragendem Drei­ gangmenü rundete den exzellenten Ausflug ab. Abschliessend sagte Mar­ cel Imhof: «Die Organisation war wie­ der einmal einwandfrei. Es ist eine

wahre Freude, mit dem Gewerbever­ ein solche Ausflüge zu erleben. In der stressigen Zeit tut es gut, einen Nach­ mittag etwas ruhiger zu nehmen.»

Die Gwerbler geniessen das leckere Nachtessen bei der zweistündigen Schifffahrt auf dem Zugersee

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Gewerbeverein Birmensdorf und Aesch I 23

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Neuvorstellung: Bode Bäckerei, Birmensdorf

Neuvorstellung: D. Bösch Schreinerei GmbH, Birmensdorf

Das gute Brot aus Uitikon

Der Mann fürs Holz

Die Bäckerei-Konditorei Bode hat sich den Wandlungen der Zeit geschickt angepasst und ist dabei stetig gewachsen. Text und Bild: Dominique Lieb

Brot essen ist keine Kunst, Brot backen hingegen schon. In der Bäckerei-Kon­ ditorei von Franziska und André Bode werden alle Produkte von Grund auf in Handarbeit und mit frischen Roh­ stoffen auf traditionelle Weise herge­ stellt, vom Gipfeli bis zu den hausge­ machten Torten. André Bode schiebt die frischen Teiglinge noch selber in den Backofen. Zusammen mit dem Konditor produziert er in der Nacht, damit auch Erdbeertötli, Cremeschnit­ ten und Sandwiches am Morgen ga­ rantiert frisch sind. Weit herum be­ kannt sind Bodes Blätterteig-, Nussund Mandelgipfel, die Spezialbrote und die selbstgemachten Grand-CruTruffes. Für das Gespräch haben wir uns an einen hübsch mit Blumen dekorierten Tisch vor die Bäckerei-Konditorei ge­ setzt; das Café ist immer gut besucht. Jetzt hat das Geschäft Mittagspause, die Lichter sind gelöscht, aber eine Kundin möchte noch schnell eine be­ stellte Torte abholen. Der Bäckermeis­ ter geht in die Backstube und packt ihre Torte ein, die Kundin strahlt. Die Erfüllung von Kundenwünschen macht André Bode sichtlich Freude: «Wir lassen uns auch von den Kun­ den inspirieren und wenn wir eine Idee haben, wird das gleich produ­ ziert, es kommt in den Verkauf und wir sehen sofort, ob es ankommt oder nicht.» Da die meisten Kunden heute mit dem Auto einkaufen, ist der Durchgangsverkehr für ein KMU wie Bode besonders wichtig. Bei grösse­

ren Bauprojekten sollte sich ein star­ ker Gewerbeverein mit den Kantonen und Gemeinden für ein gute Regelung einsetzen, damit der Verkehr auch in den Übergangsphasen gut läuft. Sortiment- und Standorterweiterung André Bode hatte das Geschäft 1998 von seinem Vater übernommen. Bald kam seine Frau als gelernte Kondito­ rin dazu und die Bäckerei wurde vor­ erst schnell bekannt für das grosse Sortiment an Spezialbroten. Seither sind neue Filialen in Birmensdorf, Stallikon und Albisrieden dazuge­ kommen, mittlerweile beschäftigt der Kleinbetrieb 42 Angestellte. Auch tra­ ditionelle Betriebe müssen sich wei­ terentwickeln. In den letzten Jahren ist der Bedarf an Take-away-Menüs besonders stark gewachsen. Die schnelle Versorgung am Mittag oder am Nachmittag, die Salate und Sand­ wiches sind ein neues Kundenbedürf­ nis. In der Auslage findet man bei Bo­ des liebevoll zubereitete Salate in di­ versen Varianten; ein reichhaltiger Saisonsalat mit Früchten und Nüssen läuft besonders gut. Sehr beliebt sind auch die Bode-Birchermüesli und die Joghurtbecher. Jetzt nur noch schnell einen Kaffee trinken, dazu gibts ein feines Patisserie und für Schleckmäu­ ler die hausgemachte Glace.

Schreiner durch und durch, aber alles andere als hölzern: Damian Bösch, der weltoffene und gewinnende Macher, lebt mit dem eigenen Betrieb seinen Traum. Text und Bilder: Claudia Lambrich

Seit sieben Jahren fliegen an der Wuli­ kerstrasse in Birmensdorf die Späne, es wird gehobelt, gebohrt, geschraubt. Damian Bösch hat sich mit 24 den Traum der Selbstständigkeit erfüllt und eine eigene Schreinerei gegrün­ det. Seit vier Jahren beschäftigt er ei­ nen Mitarbeiter, diesen Sommer stiess ein Möbelschreinerlehrling zum moti­ vierten Team. Spezialisiert ist die Schreinerei auf Einbauschränke. Durch geschickt getätigte Investitionen in Präzisionsmaschinen können Bösch & Co. einen sehr hohen Qualitätsstan­ dard liefern und problemlos mit den grossen Key Players mithalten.

Damian Bösch: «Moderne Präzisions­ maschinen garantieren höchste Qualität.»

Natürlich schreinert Bösch mit sei­ nem Team auch Einzelanfertigungen. Ob er von einem Unikat erzählen kann? «Vor kurzem lieferten wir der Schule Birmensdorf einen fünf Meter langen und zwei Meter breiten ovalen Tisch», sagt Bösch sichtlich stolz. Eine Platte, drei Füsse, 220 Kilo­ gramm – zu dritt und mit einem Kran musste das Vorzeigestück an den richtigen Ort gehievt werden. Der knapp 31-jährige Ur-Birmensdorfer ist im Dorf tief verwurzelt. Als aktives Vereinsmitglied profitiert er von ei­ nem intakten, starken Netzwerk; sei­ ne Schreinerei sponsert auch andere Vereine im Dorf. «Ein Geben und Nehmen, das passt.»

Momentane Lieblingsstücke von Da­ mian Bösch sind motorisierte Möbel, die er alle selber gezeichnet und pro­ duziert hat. An diversen Messen stellt er mit Adora Design seine Entwick­ lungen vor und zeigt stolz, wie TV-Geräte, Bücher und Spirituosen in edlen Designermöbeln verschwinden.

PPWeitere Infos: D. Bösch Schreinerei GmbH Wulikerstrasse 3 8903 Birmensdorf Tel. 076 420 27 09 dam.boesch@bluemail.ch www.schreinerei-boesch.ch

Böschs Reich, die Werkstatt an der Wulikerstrasse

PPWeitere Infos: Neuvorstellung: Furrer Immobilien & Bau, Birmensdorf Bäckerei-Konditorei Bode Zürcherstrasse 11 8903 Birmensdorf www.bode-baeckerei.ch

Immobilienbewirtschaftung und Bau unter einem Dach Ralph Furrer übernimmt nicht nur die Bewirtschaftung von Immobilien. Er bietet auch ein breites handwerkliches Angebot. Und er legt grossen Wert darauf, das örtliche Gewerbe zu unterstützen. Text und Bild: Beat Hager

Franziska und André Bode in ihrer Filiale in Uitikon

Im Januar 2016 gründete der gelernte und erfahrene Zimmermann Ralph Furrer in Birmensdorf mit Furrer Im­ mobilien & Bau eine Einzelfirma. «Mein Kerngeschäft liegt in der Immo­ bilienbewirtschaftung mit Liegen­ schaften bis zu jeweils rund zehn Wohneinheiten. Diese Bewirtschaftun­ gen liegen mir am Herzen», so Furrer. Seine Firma ist in den Kantonen Zü­ rich und Aargau tätig. In Weiterbil­ dungen als Immobilienbewirtschafter und in der Immobilienbuchhaltung erarbeitete er sich das Rüstzeug für die

Branche. Auch für die begleiteten Bau­ führungen, hauptsächlich bei Umbau­ ten, ist Furrer Immobilien & Bau der kompetente Ansprechpartner. «Bei den Arbeitsvergaben lege ich grossen Wert darauf, das örtliche Gewerbe zu unterstützen», stellt Furrer klar. Vom Baumhaus­ bis zum Verlegen von Bodenbelägen Seine Vielseitigkeit unterstreicht der handwerklich begabte Birmensdorfer mit einem grossen Angebot. Von Zim­ mermannsarbeiten über das Verlegen von Bodenbelägen bis hin zu Schrei­ nerarbeiten bleibt kein Kunden­

wunsch unerfüllt. Das Erstellen von Pergolas sowie von Baumhäusern sind nur einige wenige Beispiele, welche Furrer Immobilien & Bau in Birmensdorf in jüngster Zeit umge­ setzt und realisiert hat. Seit der Gene­ ralversammlung im März 2017 ist die Firma auch Mitglied beim Gewerbe­ verein Birmensdorf und Aesch. «Di­ verse Geschäftsbeziehungen haben mich veranlasst, mich für das örtliche Gewerbe zu engagieren», so Furrer weiter.

PPWeitere Infos:

Ralph Furrer von Furrer Immobilien & Bau in Birmensdorf

Furrer Immobilien & Bau Ralph Furrer Schürenstrasse 7 8903 Birmensdorf Tel. 043 322 88 34 furrer@immobilienundbau.ch www.immobilienundbau.ch


24 I Gewerbeverein Dietikon

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Editorial

Limmattalbahn

«Belle Vue et le revers de la Médaille!»

Martin Romer Vorstand Gewerbeverein Dietikon Gemeinderatspräsident 2017–2018 Kantonsrat FDP Ferienzeit ist Reisezeit. Wir reisten nach Frankreich. Wir hatten ein kleines Ferienhaus gemietet, in einem Département sechs Stunden Fahrzeit von zu Hause weg. Sehr abgelegen, ländlich («très rural»), entflohen wir der Sommerhitze auf ca. 1400 m ü. M. Bis auf Vogelgezwitscher, das Meckern der rund hundert Ziegen des Nachbarbauern und dem Bellen der fleissigen Border Collies war die Ruhe perfekt; für einen urbanen Menschen wie mich fast zu perfekt … Nicht einmal eine Kirchenglocke konnten wir vernehmen. Es breitete sich vor uns eine weite Ebene über viele Geländekammern hinweg aus. Bei guter Sicht bis hin zum Montblanc, in weiter Ferne. Das Ferienhäuschen hiess denn sinnigerweise auch «Belle Vue». Soweit alles ausgezeichnet  … Beim Einkauf im kleinen Städtchen in der Nähe, welches mit 4500 Einwohnern u. a. ein eigenes Kommunalspital betreibt, erlebten wir, was es heisst, wenn die (Versorgungs-)Wirtschaft schwer angeschlagen ist. Das Département leidet unter grossen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Einerseits zeigt sich dies durch die Landflucht junger Menschen (die Überalterung der Bevölkerung schien uns allgegenwärtig) – andererseits sahen wir sehr viele verlotterte Häuser. Schätzungsweise 30 % bis 40 % davon waren verlassen und «à vendre». Die Auswahl, die Qualität und die Ablauforganisation liess in ei-

nem respektabel grossen Einkaufzentrum sehr zu wünschen übrig. Die Regale waren teilweise leer, viele Artikel des täglichen Gebrauchs ausverkauft. Kartons leerer Verpackungen lagen kubikmeterweise in den Durchgängen und liessen die «Tour de Einkaufswagen» zur veritablen Slalomfahrt werden. Für uns insofern erstaunlich, weil wir vor rund fünf Jahren eine ganz andere Erfahrung gemacht hatten, in der gleichen Region. Hat die Präsidentschaft Hollandes deutliche Spuren hinterlassen? Unfreundliches, unmotiviertes, (mutmasslich) unterbezahltes und augenfällig schlecht ausgebildetes Personal verbesserte unsere Eindrücke nicht. Am Sprachgebrauch lag es wohl nicht; «on sait la langue française». Wir waren einigermassen schockiert. Wenn man mit den Menschen sprach, waren ihre Aussagen, unabhängig voneinander, fast identisch. Irgendwie hat man aufgegeben, schimpft über Altpräsident Hollande und scheint darauf zu warten beziehungsweise erwartet, dass der Staat, «la Grande Nation», alles regelt … Der Wille, etwas selber zu bewegen, oder Innovationskraft spürten wir kaum. Es scheint, Präsident Emmanuel Macron steht vor fast unlösbaren Problemen. Zurück in der Schweiz, galt es, den leeren Kühlschrank wieder zu füllen. «Wie es uns zu Hause doch gut geht!» Uns hat die Reise daran erinnert, wie gut unsere Produzenten, Lieferanten, Logistiker und Anbieter sowie insbesondere das Personal auf allen Stufen unserer Versorgungswirtschaft einen grossartigen Job leisten – wir scheinen diese schöne Gewohnheit bisweilen etwas zu vergessen. All diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei an dieser Stelle einmal herzlich gedankt für die tagtäglichen Bemühungen, uns Kunden zu verwöhnen. Nebenbei: Bleiben Sie für Ihre Einkäufe in der Schweiz, verzichten Sie auf den Einkaufstourismus. Qualität und Leistung verdienen einen fairen Verkaufserlös.

Spatenstich mit ­Wermuts­tropfen Im Jahr 2019 soll die erste Limmattalbahn von Zürich bis Schlieren fahren. Mit dem erfolgten Spatenstich beginnen jetzt die Bauarbeiten. Text und Bilder: Harald Tappeiner

Bundespräsidentin Doris Leuthard sagte am Festpodium, es werden dereinst alle zufrieden sein. Mit den Gegnern der Limmattalbahn müsse man aber gemeinsame Lösungen finden, sagte die Verkehrsministerin. Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh ihrerseits erinnerte an die Spanisch-Brötli-Bahn. Dem Bau der Eisenbahn sei eine förmliche Aufbruchstimmung gefolgt. Das Limmattal war damals eine Avantgarde, sagte Walker Späh weiter. Kantonsgrenzen verwischen sich Auch der Aargauer Regierungsrat und Landammann, Stephan Attiger, hob die effiziente Zusammenarbeit zwischen den Kantonen Aargau und Zürich hervor. Walker Späh erklärte: «Wir wollten die Verkehrssituation im Limmattal massgeblich verändern, ein Konzept entstand aus unterschiedlichen Bedürfnissen: Es geht um Fussgänger, Velofahrer, Autofahrende und ÖV-Benützer gleichermassen». VBZ fährt bis nach Schlieren Die Stadtbahn wird in der ersten Etappe zwischen Altstetten Farbhof und Schlieren Geissweid realisiert. Die Bauarbeiten dauern bis Ende 2019. Anschliessend fährt die Linie 2 der VBZ auf den Gleisen der Limmattalbahn bis nach Schlieren. Der Baustart der 2. Etappe von Schlieren bis Killwangen ist im Herbst 2019 geplant. Gegner reichen Initiative ein Am Rande des Podiums gab die jüngst eingereichte Kantonsinitiative «Stopp Limmattalbahn» zu reden. Alt Kan-

Doris Leuthard eröffnet die erste Etappe

tonsrat Willy Haderer erklärte, es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn es wegen der Initiative nun zu Verzögerungen und Mehrkosten käme. Auf der anderen Seite monieren die Kritiker zum Beispiel die Linienführung beim Limmattalspital, welche dicht an den Wohnungen entlang der Färberhüslistrasse geplant ist. Ausserdem kritisieren die Gegner, dass das Tram 2 und die Limmattalbahn künftig alle dreieinhalb Minuten hintereinander herfahren sollen. Einsprachen eingereicht Die Limmattalbahn AG konnte seit dem April drei Beschwerden abwenden. Im vierten Fall war keine Lösung möglich, weshalb der Fall wohl vom Bundesverwaltungsgericht entschieden wird. Es hat die aufschiebende Wirkung der Beschwerde für die erste Etappe entzogen, weil das betroffene Grundstück in der zweiten Bauetappe liegt.

Alt Kantonsrat Haderer hält die Stopp-Initiative für ungültig

Carmen Walker Späh will sich noch nicht zur Stopp-Initiative äussern

AGENDA A Wiesn Gaudi (GVL-Abend) Donnerstag, 14. September 2017 Gewerbekongress KGV Zürich, Bezirk Affoltern Donnerstag, 26. Oktober 2017, 16 Uhr 3. Gwerbler-Ball Samstag, 4. November 2017, Golf Club Unterengstringen, 19 Uhr Berufsmesse Zürich, Messe Zürich Oerlikon 21.–25. November 2017

«Belle Vue», ohne «le revers de la Médaille …»

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Gewerbeverein Dietikon I 25

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

FDP Dietikon: Verzicht von Stadtpräsident Otto Müller auf eine erneute Kandidatur bei den kommunalen Wahlen 2018

Die FDP Dietikon dankt Stadtpräsident Otto Müller für sein ausserordentliches Engagement Die FDP.Die Liberalen nimmt mit Bedauern Kenntnis vom Entscheid von Stadtpräsident Otto Müller, sein Amt auf Ende der laufenden Amtsperiode niederzulegen und beruflich neue Aufgaben zu übernehmen. Die FDP dankt Otto Müller herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Stadt Dietikon. Er beendet seine Karriere nach 20 Jahren in der Exekutive der Stadt Dietikon. Nach seiner Wahl in den Stadtrat 1998 amtete er vier Jahre als Sozialvorstand und vier Jahre als Finanzvorstand. 2006 wurde er zum vollamtlichen Stadtpräsidenten gewählt. Text: zVg

Otto Müller zeichnet sich als kompetenter, umsetzungsstarker und besonnener Stadtpräsident und Leiter der Stadtverwaltung aus. Dietikon hat in den letzten Jahren eine dynamische Entwicklung durchgemacht. Otto Müller hat den Fortschritt moderiert, gesteuert und wesentlich beeinflusst und viele Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Otto Müller hat viel bewegt. Zu den Grossprojekten seiner Amtszeit gehören das Limmatfeld, die Entwicklungsplanung Niderfeld, zahlreiche Infrastrukturbauten wie die Sanierung des Freibades Fondli, den Ausbau des Alters- und Gesundheitszentrums, aber auch Anpassungen der Verkehrsinfrastruktur (Bau von zwei Kreiseln und die Fahrstrasse im Gebiet Silbern). Unter ihm wurde auch der öffentliche

Verkehr in Dietikon deutlich verbessert (Bus ins Weinbergquartier, Taktverdichtung auf allen Linien); auch lancierte er die Idee der S-Bahn-Station Silbern. Vehement und mit Erfolg setzte er sich gegen den Bau des Gateway Limmattal ein. Wichtige Vorhaben sind für ihn auch kulturelle Projekte und Verbesserungen in der Ökologie, zum Beispiel Naturvernetzungsprojekte und Natur im Siedlungsraum. In seiner Präsidialzeit erlangte die Stadt Dietikon das Label als Energiestadt Gold. Ein vielseitiges Kulturleben ist ihm ein grosses Anliegen. Mit dem neuen Raumkonzept für Kultur hat er einen Meilenstein gesetzt. Otto Müller wird die laufende Legislaturperiode mit unverminderter Tatkraft zu Ende führen. Viele Projekte sind in Arbeit und erfordern seine volle Einsatzbereitschaft. Das sind zum

Beispiel die Schulraumplanung und die weitere Verbesserung der Finanz­ lage. Nicht zu vergessen ist sein Mitwirken in regionalen und kantonalen Gremien. So ist er Präsident der Zürcher Planungsgruppe Limmattal. Seine grosse Vernetzung führte zu einer deutlichen Steigerung des Bekanntheitsgrades der Stadt Dietikon. Otto Müller ist volksnah und ein Stapi aller Einwohnerinnen und Einwohner. Menschen sind ihm wichtig und er hat offene Ohren für die Anliegen aus der Bevölkerung. Er hat immer bewiesen, dass die Interessen der Allgemeinheit für ihn vor allen Partikulärinteressen stehen. Die FDP wünscht Otto Müller einen guten Abschluss seiner Tätigkeit und für die neuen Aufgaben viel Erfolg und Geschick.

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26 I Gewerbeverein Dietikon

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

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Die Limmattalbahn AG hat die Plangenehmigungsverfügung erhalten und beginnt im August mit dem Bau der ersten Etappe zwischen Zürich Altstetten und Schlieren. Am Gewerbe-Zmorge informierten die Limmattalbahn AG und die Stadt Dietikon über den Planungsstand in Dietikon im Rahmen der zweiten Bauetappe und nahm Anliegen der betroffenen Gewerbebetriebe entgegen.

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Die Limmattalbahn AG hatte zusammen mit der Stadt Dietikon das Gewerbe aus Dietikon zum Informationsanlass über die Bautätigkeit der Limmattalbahn in Dietikon eingeladen. Gekommen sind am 5. Juli über 40 Gewerbetreibende und weitere Interessierte, die unmittelbar vom Bau der Limmattalbahn betroffen sind. Nach der Begrüssung durch Stadtpräsident Otto Müller und Nationalrat Hans Egloff, Verwaltungsratspräsident der Limmattalbahn AG, die beide die Wichtigkeit der Bahn für Dietikon und die Region herausstrichen, stellte Daniel Issler, Geschäftsführer der Limmattalbahn AG die Bauabläufe in Dietikon näher vor. Eingangs zeigte Daniel Issler die prognostizierte Entwicklung der Bevölkerung und der Beschäftigten im Limmattal auf, eines der wichtigsten Argumente für die Notwendigkeit der Limmattalbahn. Schliesslich wird bis in zwölf Jahren die Bevölkerung um über 15 000 Personen anwachsen und es werden rund 15 000 mehr Beschäftigte im Limmattal unterwegs sein. Issler bestätigte, dass die Plangenehmigungsverfügung im April erteilt wurde und Mitte Juli für die erste Etappe rechtskräftig wurde. Der Baustart der ersten Etappe von Zürich Altstetten nach Schlieren ist bereits Ende August dieses Jahres erfolgt. Die zweite Etappe von Schlieren nach Killwangen soll ab 2019 gebaut und rechtzeitig zum Fahrplanwechsel Ende 2022 fertig gestellt sein. Bei der zweiten Etappe ist noch eine Beschwerde hängig. Gesamtprojektleiter

Spatenstich Limmattalbahn mit Filippo Leutenegger, Stadtrat Zürich, Valentin Schmid, ­Gemeindepräsident Spreitenbach, Stefan Attiger, Regierungsrat Aargau, Bundespräsidentin Doris Leuthard, Hans Egloff, Verwaltungsratspräsident Limmattalbahn AG, Carmen Walker Späh, Regierungsrätin Zürich, Daniel Issler, Geschäftsführer Limmattalbahn AG, Sandra Rottensteiner, Gemeindepräsidentin Urdorf, Otto Müller, Stadtpräsident Dietikon, Toni Brühlmann-Jecklin, Stadtpräsident Schlieren, Werner Scherer, Gemeindeammann Killwangen (v.l.n.r.)

Daniel Issler zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass der Fahrplan eingehalten werden kann. Noch ist nicht bekannt, wann genau im Zentrum von Dietikon gebaut wird. Die Planer nehmen jetzt die konkrete Bauplanung für die zweite Etappe in Angriff. Interessante Diskussionsrunde mit den Gewerbetreibenden Die zuständigen Projektleiter zeigten auf, welche Herausforderungen beim Bau der Limmattalbahn gemeistert werden müssen. So werden heutige Fahrbeziehungen des Privatverkehrs und auch des öffentlichen Verkehrs weitestgehend gewährleistet. Die Verkehrsbelastung ist grundsätzlich zu bewältigen – zu Spitzenzeiten allerdings wohl nicht ohne Rückstau. Der Zugang zu jedem Geschäft wird gewährleistet.

In der Diskussionsrunde zeigten sich manche Gewerbetreibende besorgt, dass die Kundschaft während der Bauphase ausbleiben könnte, und machten Vorschläge zu speziellen Öffnungszeiten, besonders wichtigen Verkaufsphasen wie Samstagen oder der Weihnachtszeit, wiesen auf die Wichtigkeit der Signalisation hin und brachten die Idee auf, dem Veloverkehr während der Bauphase besondere Beachtung zu schenken. Die Verantwortlichen der Limmattalbahn und der Stadt haben diese Anregungen aufgenommen und weitere Informationsanlässe für die Bevölkerung und das betroffene Gewerbe in Aussicht gestellt. Die Limmattalbahn AG und die Stadt Dietikon werden sich bemühen, den Bedürfnissen der Gewerbebetriebe möglichst gut Rechnung zu tragen.

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Text: Lucas Neff, Vizepräsident Gewerbe­ verein Dietikon

Der Gewerbeverband Limmattal und die angeschlossenen Gewerbevereine der Gemeinden unterstützen grossmehrheitlich die Limmattalbahn. Das Nein der Bevölkerung vom Limmattal bei der Urnenabstimmung ist mehr als nur ein Wermutstropfen für das grosszügige Ja vom Restkanton. Das fortgesetzte Wehren der Gegner mit allen demokratischen Mitteln ist auf der Grundlage der Abstimmungsresultate auch verständlich. Das Engagement verdient – gerade auch in Hinblick auf die tendenzielle Aussichtslosigkeit – eine gewisse Bewunderung und sicher nicht einfach nur Kopfschütteln.

Dass sich aber das Rad letztlich zurückdrehen lässt, ist kaum wahrscheinlich. Nicht nur die öffentliche Hand tätigt seit dem Volks-Ja Rieseninvestitionen. Auch Private sind aktiv an der Planung der Zukunft mit der Bahn, nicht nur im Niderfeld, wo die Bahn für die Entwicklung des neuen Quartiers von Dietikon gesetzliche Pflicht ist. Und auch nicht nur entlang des Trassees der Bahn. Solche Planungen sind dank dem Volksentscheid auch nicht mehr spekulativer Natur, im Gegenteil. Ganz grundsätzlich gilt es hier, volle Aufmerksamkeit und volles Engagement zu ermöglichen. Nur damit ist zuletzt eine gute Qualität der Siedlungen unserer Zukunft realisierbar.

Persönlich finde ich die Stimmen vom unteren Limmattal interessant. Man wünscht sich jetzt schon die Verlängerung der Bahn bis nach Baden. Ganz grundsätzlich ist ja die Bahn im aargauischen Teil vom Limmattal unbestritten beziehungsweise erwünscht. Und dies, obwohl die Ausgangslage mit S-Bahn und Buslinien vergleichbar ähnlich ist und der Kanton Aargau als speziell autofreundlich gilt. Man sieht dort offenbar Vorteile einer leistungsfähigen Verbindung der Quartiere mit der S-Bahn gegenüber dem Istzustand.


Gewerbeverein Dietikon I 27

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

SVP Dietikon

Parteiversammlung mit Brisanz – nur bei der SVP Dietikon Wiederum durfte der Vorstand SVP Dietikon hervorragende Referentinnen und Referenten für die Abstimmung vom 24. September begrüssen. In eleganter Art und Weise berichtete die Kantonsratspräsidenten Karin Egli über ihre Erfahrungen als Präsidentin des Kantonsrates und anschliessend referierte die Aargauer SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger kompetent zur Altersvorsorge 2020. Weiter nominierten die Mitglieder der SVP Dietikon einstimmig als Stadträte: Roger Brunner (bisher), Roger Bachmann (bisher) und Stephan Wittwer (neu). Mit grossem Applaus wurde Stadtrat Roger Bachmann als Stadtpräsident nominiert.

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Anschliessend an die nationalen und kantonalen Vorlagen standen die Kontrahenten Fabienne Moser-Frei (parteilos) und Tobias Walthert (GLP) für das 100-Prozent-Bezirksrichteramt den vielen Anwesenden Red und Antwort. Die SVP Dietikon ist eine weltoffene Partei und gibt allen eine Chance, sich zu präsentieren. Beide nutzten die Möglichkeit, sich der Versammlung persönlich vorzustellen. 13 Gemeinderatssitze als Ziel Wahlkommissionspräsident Burtscher stellte sein motiviertes Team und den SVP-Slogan «Dietikon, unser Zuhause» den Mitgliedern vor. In Bezug auf die Zusammenarbeit mit anderen Parteien wird an der Parteiversammlung vom November 2017 die weitere Strategie bekanntgegeben. Für die Gemein-

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Stadtratskandidaten: Roger Brunner (bisher), Roger Bachmann (bisher und als Stadtpräsident neu), Stephan Wittwer (neu)

deratsliste kann die SVP Dietikon mit den zwölf Bisherigen ins Rennen steigen, sie hat bereits zehn gute, interes-

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sierte Kandidatinnen und Kandidaten. Das Ziel auf Gemeinderatsebene heisst: 13 Sitze.

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Immenses Bildarchiv im Ortsmuseum Dietikon

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Im Strohmeierhaus in Dietikon findet man Stadtmodelle, Kacheln und viele Bilddokumente zur Ortsgeschichte.

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Text: Dominique Lieb, Bild: Regula Stauber

Ortsmuseen sind spannende Orte. Man findet sie an ruhiger, unscheinbarer Lage, wie das «Strohmeierhaus» an der Schöneggstrasse 20 in Dietikon. Die Besucher wissen nie, was sie erwartet, aber sie treffen mit Sicherheit auf einen Schatz. Im «Strohmeierhaus» ist das ein riesiges Fotoarchiv sowie ein reicher Fundus an privaten Dokumenten von 1780 bis 1890. Die Testamente, Kaufbriefe, Inventare oder private Schreiben von der Vormundschaftsbehörde geben einen detaillierten Einblick in die oft bescheidenen Verhältnisse der Dietiker Bevölkerung und zeigen auf, was die Behörden von damals verfügt und gewährt haben. Einen Grossteil dieser Dokumente hat die derzeitige Museumsleiterin, Regula Stauber, aus der alten deutschen Handschrift umgeschrieben. Das umfangreiche Fotoarchiv wird von Josef Hinder und Sven Wahrenberger verwaltet. Seit 40 Jahren werden alle Veränderungen im Dorfbild fotografisch festgehalten und in einer Datenbank erfasst. Wachsen durch Austausch Weitere Schaustücke sind die Sammlung von originalen Dietiker Ofenkacheln, emailliert in grüner und schwarzer Farbe. Noch in den 1980er Jahren wurde der Lehm für die Kacheln vom Hafner selber gestochen, geschlämmt, gebrannt und bemalt. Im weitern bekommt man Einblick in die Ortsgeschichte anhand von Stadtmodellen: einem Domus aus der Römer-

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Ortsmuseum Dietikon

zeit, oder der Kernbefestigung mit den Bunkerbauten aus der Zeit von 1939 bis 1945. Zwei dieser Bunker sind Eigentum des Ortsmuseums. Zusammen mit dem Stadtverein organisieren Regula Stauber und zwölf weitere Mitglieder Anlässe, wie zum Beispiel Lampionbasteln für Kinder am 1. August oder Kulturbuffets. «Es gibt so viel zu tun und wir stossen an personelle Grenzen. Im Moment bereiten wir eine Ausstellung für die katholische Kirchgemeinde vor. Aus dem Fotoarchiv stellen wir eine Tonbildschau zusammen. Dadurch entstehen

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interessante Verbindungen», erzählt Regula Stauber. Dank des immensen Bildarchivs wächst das Museum durch seine Vernetzungen. Das Archiv steht auch der Bevölkerung von Dietikon kostenlos zur Verfügung.

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28 I Gewerbeverein Dietikon

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Konzert Streichorchester Dietikon

Konzert mit Dietiker Solistin Am Sonntag, 24. September, 17 Uhr, findet in der Reformierten Kirche in Dietikon ein Konzert des Streichorchesters Dietikon statt. Günther Stückle dirigiert das Konzert und als Solistin spielt die Dietikerin Lisa Gross. Text: zVg

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Das Konzert steht unter dem Motto «Italienische Musik von Antonio Vivaldi bis Ottorino Respighi» und beinhaltet folgende Werke: Antonio Vivaldi, Sinfonia C-Dur RV 719, Alessandro Marcello, Oboenkonzert d-Moll, Domenico Cimarosa, Oboenkonzert ­ c-Moll, Ottorino Respighi, Antiche danze ed arie per liuto. Die Höhenpunkte des Programms werden die beiden bekannten Oboenkonzerte sein. Solistin ist Lisa Gross. Sie ist 1993 geboren und in Dietikon aufgewachsen. Zurzeit absolviert sie ihren Master Performance an der Haute Ecole de Musique de Lausanne. Davor studierte sie bei Louise Pellerin an der Zürcher Hochschule der Künste und während zwei Semestern in Tel Aviv. Dort hatte 12:24 sie die Chance, als Praktikantin im renommierten Israel Philharmonic Orchestra zu spielen. Lisa Gross tritt in verschiedenen Ensembles auf, unter anderem in der Camerata Zürich, im Jerusalem Symphony Orchestra, im Orchestre des Pays de Savoie sowie im Schweizer Jugendsinfonieorchester.

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2015 gewann sie die Buchmann-Mehta Wind Competition und 2011 den Schweizer Lions-Musikpreis. Bedeutende Talentförderung Im Streichorchester Dietikon spielen vorwiegend Amateurmusiker, alle mit Orchestererfahrung. Günther Stückle, langjähriger Violinist beim ZKO, leitet das Orchester und Mirjam Früh ist professionelle Konzertmeisterin (Master an der ZHdK). Jährlich werden zwei Konzertprogramme einstudiert. Jungen, hochtalentierten Musikern stellt das Streichorchester eine Plattform für solistische Auftritte zur Ver-

fügung, die im Limmattal einzigartig ist. Seit 2013 konnten an den Konzertreihen mit grossem Erfolg acht Jungtalente auftreten. Das Streichorchester wird auch weiterhin Jungtalente fördern und leistet so in zweierlei Hinsicht einen wertvollen Beitrag im Bereich klassischer Musik. Mit diesem sehr ansprechenden Konzertprogramm freut sich das Streichorchester auf viele Besucher.

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Forellen auf dem ­Herrenberg Im Gasthof Herrenberg treffen sich Ausflügler aus allen Himmelsrichtungen. GewerbeZtg_StWe 116x50.qxp_GIP 02.05.16 12:01 Seite 1

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Hoch über dem Limmatal, auf der Terrasse zum Gasthof Herrenberg, empfängt mich Christine Minder. Die gut gelaunte Wirtin ist hier aufgewachsen und führt das Gasthaus in der dritten Generation. Das ist ein Rundumjob, denn zum Restaurant gehören auch Seminarräume, eine Kegelbahn und ein gut gepflegter Umschwung mit Parkplätzen, Fischteich, Kinderspielplatz und Streichelzoo. Der alten Weiler am Herrenberg war schon immer ein Ort, an dem Menschen beherbergt wurden – also kein Herrensitz, sondern ein Herbergensitz. Früher gehörte der Herrenberg zum Kloster Wettingen und die Mönche zogen Weinreben am Hang. Rebstöcke sieht man heute keine mehr. Dafür sprudelt frisches Quellwasser in die beiden Teiche neben dem Gasthaus. Einer ist für die Forellen, im anderen schlängeln sich farbige Koi-Karpfen durchs Wasser. Küche mit regionalen Produkten In der gutbürgerlichen Küche des Gasthauses wird vorwiegend mit dem saisonalen Angebot aus der Region gekocht. Es gibt Züri-Gschnätzlets und haus­ gemachte Rösti oder ein Rindsfilet Herrenberg mit speziellen scharfen ­ Saucen. Auch das Tatar wird gern bestellt. Eine besondere Spezialität sind die Forelle blau oder gebraten mit Kräutern und Butter mit ganz frischen Forellen aus dem Hausteich. Dazu gibt

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sen und gehen dann hinunter ins Reppischtal auf die BDB-Bahn. Viele kommen auch mit dem Bike vom Mutschellen her oder von Bellikon und Dietikon über den Egelsee mit dem Bike oder zu Fuss. Das sind alles wunderschöne Wanderwege zu einem herrlichen Aussichtspunkt. Frisch gestärkt, kehrt man zurück in den Trubel im Tal.

PPWeitere Infos: Restaurant Herrenberg 8962 Bergdietikon Tel. 044 740 82 56 www. gasthof-herrenberg.ch info@gasthof-herrenberg.ch Montag geschlossen


Gewerbeverein Dietikon I 29

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Bruno Weber Park, Dietikon

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Das einmalige Lebenswerk von Bruno Weber am Weinberg in Spreitenbach sprengt Normen.

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Fabelhafte Tier- und Menschenwesen bevölkern den Weinrebenpark oberhalb Dietikon. Es sind die versteinerten Visionen von Bruno Weber. Schon am Eingangstor begrüssen mich verschmitzte Gesichter: Ein Kobold stemmt den Briefkasten in die Höhe, elegante Hirsche tragen würdevoll Lichter im Geweih, langgezogene Echsen und Hunde säumen die Zufahrt. Im Innenhof schreite ich durch ein gähnendes Maul, das Tag- und Nachttor, und gelange zum Atelier-Wohnhaus. Die filigrane Fassade wird von kräftigen Seejungfrauen gestützt. Darüber wachsen organische Gebilde aus Beton hinauf zu einem zauberhaften Turm, der mit Balkonen und Erkern bestückt ist. Dieses Märchenschloss ist im Inneren ein Schlaraffenland an Formen und Geschichten. So gelangen die Speisen im Bauch der Fruchtbarkeitsgöttin mit dem handbetriebenen Lift aus der Küche in die oberen Stockwerke. Vor dem Atelierhaus plätschert ein Teich unter dem Schlangensteg, am Beckenrand sitzen verwunschene, feisse Frösche und warten auf den Kuss der Prinzessin. Vom Atelierhaus zum S ­ kulpturenpark In den 1960er Jahren begann Bruno Weber auf dem Grundstück seines Vaters ein grösseres Atelier für sich zu bauen. Zusammen mit seiner Frau Marianne Weber-Godon und den beiden Töchtern realisierte der Künstler bis zu seinem Tod 2011 am Weinrebenberg seinen Skulpturenpark auf einer Fläche von 15 000 m2. Dazu hatte er jahrelang von der Bauverordnung Zugeständnisse abgetrotzt, dank breiter Unterstützung, auch von Kunstsachverständigen wie Harald Szeemann oder dem Architekten Justus Dahinden. Seine Skulpturen wurden international bekannt und gelangten bis an die Weltausstellung in Sevilla. Die 180 Tonnen schwere Eule mit dem 18 Meter hohen Torso am Eingang der Parks ist die Mutterform vom Eulenmenschen, einem Auftragswerk für die Universitätsbibliothek in Wien. In Klingnau steht seine zehn Meter lange Schlangenbrücke, in Widen der Eu-

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lenkreisel, auf dem Üetliberg erinnern seine Hirsche an die Sage von Hildegard und Berta, und an der Kaderschule der UBS in Zürich spiegeln sie als Wandobjekte die Gesichter von zukünftigen Managern. Euphorisierende Gegenwelt Mit dem Werkstoff Beton entwickelte der Künstler eine eigenwillige Technik. Zuerst modellierte er die Figuren als Negativform direkt in Lehm. Dadurch konnte er einen Arbeitsschritt sowie Material sparen. Die Hohlform ist das eigentliche Original und wurde dann mit Beton ausgegossen und er konnte auch Kopien herstellen; von einigen Skulpturen liess er Duplikate aus Bronze anfertigen. Bruno Weber hatte aber hauptsächlich mit Beton gearbeitet – als kapriziöse Antwort auf die zubetonierte Landschaft in der Umgebung. Oft stand Bruno Weber im Observatorium, auf dem Rücken der

gigantischen Eule. Von hier aus beobachtete er die Entwicklung im Limmattal und machte sich seine Gedanken: Zur wachsenden Industrie, den monotonen Wohnsiedlungen, den menschenleeren Strassen – und baute eine handfeste Gegenwelt. Die Gegensätze könnten nicht grösser sein: «Das Fremde entstand, weil das Tal menschenfeindlich geworden ist», sagte Weber. «Der Einklang mit der Welt gelingt nur, wenn man seine eigene Welt erschafft.» Webers Visionen sind real, man kann sie anfassen und darüber stolpern. Sie sind aber auch zerbrechlich, denn was Substanz hat, wird untergehen, wenn man es missbraucht. Bruno Webers Vorstellungskraft sprengt auch heute noch die Normen der Bürokratie, der Baugesetze, der Erscheinungsformen des Alltags, und leider Gottes ist der Weinrebenpark viel zu klein für die vielen unrealisierten Pläne des grossen Künstlers.

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Der Künstler Bruno Weber hat sein Werk vollendet Wie der Skulpturenpark im Limmattal erhalten bleiben soll, darin scheiden sich die Geister. Aber langsam zeichnet sich eine Lösung ab. Adrian Schmid, Geschäftsführer Schweizer Heimatschutz

Isabelle Cart, Kunsthistorikerin und Präsidentin Bruno-Weber-Stiftung

«Wesentlich ist, dass das grossartige Werk von Bruno Weber in seiner Kombination von Landschaftsgestaltung und Kunstobjeken auch in Zukunft für die Menschen erhalten bleibt. Dazu ist es sinnvoll, dass man ein kunsthistorisches Gutachten erstellt, damit das Objekt im Kontext seiner Entstehung und seines Wertes geprüft wird. Ich begrüsse diesen Prozess, wie er durch die Aargauer Denkmalpflege zurzeit vorgenommen wird.»

«Mit dem Konzept 3.7.21 haben wir eine Basis geschaffen, um den Park im Sinne des Künstlers zu erhalten. Dazu gehört die Dokumentation, die Sanierung wie auch die Umsetzung der Pläne von Bruno Weber.»

Sabine Billeter, Präsidentin Verein Freunde Bruno Weber Park

«Der Verein setzt sich dafür ein, dass das Werk von Bruno Weber erhalten bleibt und nicht weiter ausgebaut werden darf. Der Künstler ist gestorben und man kann nicht in seinem Namen weiterbauen.»

Marianne Weber-Godon, Witfrau von Bruno Weber

«Mir liegt der Erhalt von Brunos Werk am Herzen. Die professionelle Pflege und der Unterhalt sind das Allerdringendste, beim Atelierhaus wie bei den Skulpturen. Ein Ausbau des Parks kommt nicht in Frage. Der Bruno Weber Park war immer ein Ort der Begegnungen, mit Besuchern aus vielen Ländern. Ebenso war er ein Ort der Entdeckungen und so soll er der Nachwelt auch erhalten bleiben.» Roman Hocke, Geschäftsführer der AVA Literaturagentur, München und Vorsit-

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Das muss man den Behörden in der Schweiz begreiflich machen.»

ein architektonisches Denkmal setzen wollen.»

«Es gibt eine lange Tradition der fantastischen-imaginären Künstler in Europa, in die sich Bruno Weber höchst eindrucksvoll einreiht. Bruno Weber hat ein Stück seiner Innenwelt in ein staunenswertes Gesamtkunstwerk verwandelt. Damit zeigt er uns, was ein Mensch aus sich heraus schaffen kann – das ist ein Akt höchster schöpferischer Freiheit: Mut zu zeigen und sich eine Welt nach eigenen Vorstellungen zu schaffen!»

Rolf Steiner, Stiftungsrat Bruno-Weber-Stiftung, ehem. Kantonsratspräsident, Zürich

Martin Christen, Vorstand Verein Bruno Weber Park

«Für das Limmattal bildet der Bruno Weber Park eine einzigartige Geschichte. Beim Konzept 3.7.21 geht es vorerst und vordringlich um den Erhalt und die Katalogisierung der bestehenden Objekte. Zudem überlegen wir uns, ob und wie wir die vielen Pläne von Herrn Weber umsetzen können. Das ist auch eine Finanzfrage.»

Fritz Billeter, Kunsthistoriker

«Man muss von einem Gesamtkunstwerk sprechen, wo Architektur, Plastik, Malerei und Natur durch den Gestaltungswillen von Bruno Weber zu einer Einheit geworden sind. Es gibt vergleichbare Werke in Europa wie den Palais Idéal des Facteurs Cheval in Frankreich, die unter Denkmalschutz gestellt wurden.

Jonas Fricker, Nationalrat Grüne, Mitglied Kommission WBK

«Der Bruno Weber Park ist ein Juwel für das Limmattal und muss in seiner Einzigartigkeit als Kunst- und Naturraum am Rande des Siedlungsgebietes erhalten bleiben. Ich empfinde es als nicht richtig, wenn andere sich hier

«2014 haben wir eine Petition mit über 16 000 Stimmen an den Regierungsrat eingereicht, damit der Park geschützt wird. Der Bruno Weber Park ist einzigartig für die Schweiz: Ein Skulpturenpark, der nach den Visionen eines einzigen Künstlers erschaffen wurde.» Karin Streuli, Sympathisantin und Mitglied Freunde Bruno Weber Park

«Dieser Skulpturenpark ist ausserhalb der Norm entstanden. Trotz einiger Widerstände ist Bruno Weber sich selber treu geblieben und hat zusammen mit seiner Familie und Freunden ein Werk kreiert und jahrzehntelang weiterentwickelt – aus purer Freude an der Kunst.»


30 I Gewerbeverein Engstringen

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KONTAKTBOX

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Gewerbeverein Engstringen

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Gewerbeverein Engstringen Postfach 102, 8102 Oberengstringen

Umtriebiger Gewerbeverein

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Richard Nydegger, Präsident neon-nydegger@bluewin.ch

Die Mitglieder des Gewerbevereins Engstringen trafen sich zu einem geselligen Anlass im Gartencenter Hoffmann.

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Tel. 044 750 38 78 Mobile 079 221 22 71

Text und Bilder: Dominique Lieb

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neon-nydegger@bluewin.ch

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www.gvengstringen.ch

AGENDA

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Wiesn Gaudi (GVL-Abend) Donnerstag, 14. September 2017

Am 30. Juni schweben ein paar regenschwangere Wolken über dem Limmattal und sorgen im Lauf des Abends für eine kurze Erfrischung und für einen schönen Regenbogen. Auf der Lounge in der Mitte des Gartencenters begrüsst Gewerbevereinspräsident Richi Nydegger rund 35 Gwerbler sowie ein paar Neumitglieder. Der Apéro wurde vom «Engstringer Kurier» offeriert. Die Vereinsmitglieder haben sich um die Outdoorküche der Gärtnerei

Hoffmann versammelt. Seit Mai ist die wetterfeste Küche im Gartencenter fest installiert und in der Lounge versammeln sich jeden Samstag Leute, dank solider Überdachung auch bei schlechtem Wetter. Während Andres Beutter am Grill hantiert, führt Michael Hoffmann durch das Gartencenter. Fachmännisch schildert er die Pflege und Vorzüge von Bonsaibäumen. Das Gartencenter hat aber noch viel mehr zu bieten, vom Gemüsesetzling bis zu asiatischen Kirschblütenzweigen aus Seide.

Zurück bei der Outdoorküche, gibt Richi Nydegger Anweisungen, wo man die Würste fassen kann. Jörg hilft mit dem Ausschenken, es gibt ein Salatbuffet, grillierte Würste und einen Dessert, offeriert von den Vereinsfrauen. Dazu noch ein Hinweis auf die Kasse für die freiwilligen Beiträge. Bei diesem Anlass stellt man fest: Der Austausch unter den Gwerblern in Engstringen funktioniert bestens, vom gemeinsamen Würstebraten bis zum Inserieren im «gelben Heftli».

Berufsmesse Zürich, Messe Zürich Oerlikon 21.–25. November 2017

Gewerbekongress KGV Zürich, Bezirk Affoltern Donnerstag, 26. Oktober 2017, 16 Uhr

Jahresschlusshock Samstag, 20. Januar 2018

Fondue-Raclette-Plausch Freitag, 3. November 2017

Generalversammlung Donnerstag, 15. März 2018

PPUmfrage: Jackie Rubi, Besitzerin Musik Güntag AG, seit 40 Jahren Mitglied im Gewerbeverein Engstringen

«Der Gewerbeverein ist für mich wichtig, um Kontakte zu pflegen und um die Leute kennenzulernen. Da haben sich gute Freundschaften gebildet. Die gesellschaftlichen Abende geniesse ich sehr.»

GVL-Versammlung Freitag, 10. November 2017, Geroldswil

Richi Nydegger, seit 17 Jahren Präsident des GVE

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«Die Zusammengehörigkeit untereinander ist mir wichtig. Wir vergeben Aufträge untereinander und helfen uns gegenseitig; mein Auto bringe ich hier in die Garage. Der Gemeindepräsident und auch die Gemeinderäte von Engstringen sind sehr gewerbefreundlich.»

gemeinsam erfolgreich

«Die Gwerbler sollen sich im Ort gegenseitig unterstützen, damit wir hier weiterhin Arbeitsplätze und vor allem Ausbildungsplätze haben. Wenn man Hilfe braucht, kann man schnell Rat holen.» Andres Beutter, Inhaber Beutter Küchen

«Diese fest installierte Outdoor-Küche mit Kühlschrank, Grill zum Kochen und Backen installieren wir in diversen Grössen auf Terrassen oder im Garten, mit wetterbeständigen Materialien. Im Gewerbeverein haben wir eine grosse Vielfalt an Dienstleistungen.» Sergio Pallaoro, Inhaber Pneuhaus und Garage in Oberengstringen und in Schlieren

Michael Hoffmann, Geschäftsführer Gartenbau Hoffmann

«Unsere Firma bietet viel, von Gartenbau, Terrassengestaltung, von der Gemüseecke bis zum Bonsai. In den letzten Jahren beraten wir die Kunden in der Region bei der Gestaltung und Verschönerung des Terrassenbereichs.»

Rödl & Partner Treuhand AG Zürcherstrasse 42 8103 Unterengstringen Telefon 044 749 55 55 www.roedl.com/ch

Yvonne Ruwold, Goldschmiedin

Arun Banovi, im Vorstand und Webmaster für die Vereinswebseite

«Trotz des Umzugs der Firma nach Schlieren bleibe ich dem GV Engstringen treu, weil ich die Beziehungen aufrechterhalten möchte. Ich nutze die Möglichkeit, im ‹Engstringer Kurier› Inserate zu schalten, das spricht viele Engstringer an. Wir suchen die Kundschaft vor allem in der Region.»

Lotti Sieber, Geschäftsführerin von «Coiffeur Lotti», ausserdem Inhaberin des Puppenmuseums und der Marionetten­ bühnen

«Als Mitglied im Gewerbeverein kann ich im ‹Gelben Heftli› (‹Engstringer Kurier›) inserieren, das spricht die Leute an. Und ich lerne die Geschäftsleute in der Region besser kennen.» Jules Sieber, ehem. Geschäftsführer der ältesten Opel-Garage in der Region «Mein Sohn hat die Garage übernommen, ich vertrete ihn bisweilen im Gewerbeverein. Der GV ermöglicht neue Geschäftsbeziehungen und es gibt gute Feedbacks von den anderen Mitgliedern. So können alle gegenseitig voneinander profitieren.» Gabriela Marini, Inhaberin «Kita Storch»

«Viele Gwerbler haben Kinder und brauchen das Vertrauen. Wir werden vom Verein unterstützt.»

«Als Jungunternehmen kann ich sehr viel profitieren vom Netzwerk wie auch von den jahrelangen Erfahrungen der älteren Mitglieder.»

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Gewerbeverein Engstringen I 31

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017

Oberengstringer Dorfplatzfest 2017

Das Zusammensein stand im Mittelpunkt Die Bevölkerung von Oberengstringen zeigte sich am letzten August-Wochenende festfreudig. An den drei Festtagen war das 350-plätzige Festzelt im Rahmen des Dorfplatzfests mehrheitlich sehr gut besetzt. Text: Beat Hager, Bilder: Beat Hager und Edi Lienberger

«Das Oberengstringer Dorfplatzfest wurde 2016 zum ersten Mal durchgeführt, nachdem das Weinfest nach 32 Austragungen vor drei Jahren zum letzten Mal über die Bühne ging», so OK-Mitglied Ramona Nydegger. Wie bereits bei der gelungenen Premiere im Vorjahr, gelang es dem sechsköpfigen Organisationskomitee erneut, ein abwechslungsreiches Festprogramm für alle Altersschichten zu organisie-

ren. «Wir wollten für möglichst jeden etwas dabei haben», so Nydegger weiter. Die Festbesucher kamen in den Genuss von über 20 verschiedenen Darbietungen und verköstigten sich mit diversen Grillspezialitäten, Mah Meh, Thai-Curry oder mit Ghackets mit Hörnli. Bis auf den letzten Platz ausgebucht war das Festzelt bei den Auftritten der A-capella-Band Invivas sowie der Band Generell 80 und das Publikum zeigte sich begeistert. Am Bürger- sowie am Neuzuzüger-Apéro nahmen insgesamt über 200 geladene

Gäste teil. Geniesser trafen sich beim Wiihüsli und in der «8102 Bar», während das jüngere Publikum in der Jugendlounge und am Schiessstand ihren Spass hatte. Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst mit der Streichmusik Alder aus Urnäsch traf sich die Oberengstringer Bevölkerung zum Festabschluss am Sonntag zum beliebten Dorfplatz-Zmorge, welcher von der Gemeinde offeriert wurde.

Die Kapelle Alder aus Urnäsch unterstützt den Gottesdienst musikalisch  Foto: Edi Lienberger

Das Festzelt war während den drei Tagen sehr gut besucht

Ein Wohl auf das tolle Fest! (In der Mitte: Hanspeter Haug, Gemeindepräsident Weiningen)

Foto: Beat Hager

Foto: Edi Lienberger

PPUmfrage: Tobias Brumm, Pfäffikon ZH

«Als ehemaliger Einwohner von Oberengstringen war es für mich klar, dass ich für das Dorfplatzfest wieder an meinen früheren Wohnort zurückkehre. Hier traf ich auf viele Kollegen und genoss die gute Stimmung.» Luca Salimine, Oberengstringen

«Das Dorfplatzfest ist ein cooler Anlass und eine tolle Möglichkeit, sich mit guten Freunden zu treffen. Neben einer grossen kulinarischen Auswahl genoss ich auch das vielfältige Festprogramm.» Sibel Karagülle, Oberengstringen

«Das Dorfplatzfest ist ein ideales Fest für die ganze Familie. Meine Tochter hatte einen Auftritt mit der Schule und ich traf zahlreiche Kollegen aus früheren Jahren.»

Larissa Brunner, Oberengstringen

«Das Fest ist ein gemütliches Zusammensein und hier trifft sich die Bevölkerung von Oberengstringen. Hier engagiere ich mich gerne und so stand ich mit viel Freude an der Bar im Einsatz.»

Roundabout! Oberengstringer Fünftklässler tanzen

Foto: Edi Lienberger

Simone Nacht, Oberengstringen

«Das Dorfplatzfest ist eigentlich ein grosses und schönes Familienfest. So besuchte ich den Auftritt vom Kinderchor und natürlich durfte im gemütlichen Rahmen auch ein feiner Longdrink nicht fehlen.»

Andres Beutter und Patrizia Gioffreda betreuen die Festkasse Foto: Edi Lienberger

Sonia Lichtsteiner, Oberengstringen

«An diesem Event gab es ein zahlreiches Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen. In gemütlichem Ambiente genoss ich die Feststimmung, wobei auch das Wetter toll mitspielte.»

Die Steelband Swiss Jungle Drummers aus Dietikon bei ihrem Auftritt

Foto: Beat Hager

Auch ein Schiessstand fehlte am Oberengstringer Dorfplatzfest nicht

Foto: Beat Hager

André Mötteli, Oberengstringen

«Das Dorfplatzfest ist ein tolles Fest in einem familiären Rahmen. Man kennt und schätzt sich. Und für einen gemütlichen Drink bot sich die 8102 Bar an.»

GVE-Vorstandsmitglied Andres Beutter am Grill Foto: Edi Lienberger


32 I Kehrseite

Gewerbezeitung I Nr. 5 I 14. September 2017 I 3. Jahrgang I Auflage 47 000

Kantonsratsgeflüster

Feriengrüsse vom Gotthard

Josef Wiederkehr, Kantonsrat CVP, Dietikon

Dabei tritt der Stau inzwischen nicht mehr «nur» während der Sommerferien auf der Nord-Süd-Achse auf; er ist auf Schweizer Strassen längst Alltag. So hat sich im letzten Jahr der Verkehr auf den Autobahnen insgesamt während 24 066 Stunden gestaut – ein neuer Höchststand. Eine Entwicklung, von der auch die Autofahrer im Kanton Zürich und insbesondere jene der Stadt Zürich nicht verschont geblieben sind.

Die Sommerferien sind vorüber und manch einer, der in den Süden fuhr, dürfte mit Freude an den schönen Strand in Italien oder an die mediterran-ausgelassene Stimmung im Tessin zurückdenken. Weniger erfreulich indes dürfte die Erinnerung an den Stau sein, der auch in diesem Sommer treuer Begleiter auf dem Weg Richtung Süden war. Schlagzeilen wie «Stundenlanges Warten vor dem Gotthard» gehörten auch in diesem Sommer so sicher zur Ferienzeit wie die Glace in der Badi.

Zürich Nummer sechs der staureichsten Städte Europas? Gemäss einer Verkehrsstudie, welche die Staustunden misst, die ein durchschnittlicher Verkehrsteilnehmer jährlich mit Warten verschwendet, würden Zürcher Autofahrer mit durchschnittlich 54 Stunden jährlich doppelt so lange im Stau stehen wie im Rest der untersuchten Schweizer Städte. Dies würde Zürich hinter Moskau, London, Paris, Istanbul und Krasnodar zur Nummer sechs der staureichsten Städte Europas machen.

In einer anderen Studie belegt die Stadt Zürich mit Rang 54 von 390 weltweit untersuchten Städten einen immerhin nicht ganz so unrühmlichen Rang. Gleichwohl müssen die Zürcher auch gemäss diesem Ranking Geduld mitbringen: Für eine geplante Reise von 60 Minuten müssen sie im Durchschnitt mit einer effektiven Reisezeit von 93 Minuten rechnen. Staukosten von bis zu 264 Mio. im Kanton Zürich Wie dem auch immer sein möge – die volkswirtschaftlichen Kosten, die durch diese Staustunden entstehen, sind jedenfalls immens. Gemäss der Antwort des Regierungsrates auf die Anfrage «Staustunden – Wenig schmeichelhafter Spitzenplatz für die Stadt Zürich», die ich im Frühling zusammen mit Marc Bourgeois (FDP) und Roland Scheck (SVP) zu den obengenannten Ranglisten eingereicht habe, verursachte der Stau 2014 schweizweit Kosten von 1,25 Milliarden Franken.

Die geschätzten Kosten für den Kanton Zürich machten dabei zwischen 220 und 264 Millionen Franken aus. Dies entspricht rund vier Steuerprozenten. Ja zum Gegenvorschlag zur ­Antistauinitiative Kurzum: Die Stauproblematik läutet auf kantonaler Ebene politisch den Herbst ein. Es wird mit dem am 24. September zur Abstimmung gelangenden Gegenvorschlag zur Antistauini­ tiative ein heisser werden. Die von Regierungs- und einer Mehrheit des Kantonsrates sowie einem breiten überparteilichen Komitee unterstützte Verfassungsbestimmung verlangt, dass der motorisierte Privatverkehr neu in der Kantonsverfassung verankert und dem öffentlichen Verkehr gleichgestellt werden soll. Diese Gleichbehandlung des motorisierten Privatverkehrs mit dem öffentlichen Verkehr ist ein wichtiges Zeichen für ein verkehrspolitisches Miteinander

statt eines Gegeneinanders. Denn eine gut ausgebaute und leistungsfähige ­Infrastruktur ist sowohl für den Stras­ sen- als auch den öffentlichen Verkehr (Busse!) von grosser Wichtigkeit – beide sind auf möglichst staufreie Stras­ sen angewiesen. Zudem braucht es genügend finanzielle Ressourcen, um die anstehenden Strassenprojekte auch tatsächlich realisieren zu können. Und wer weiss: Vielleicht wird sich dereinst der Verkehr in Zukunft ja tatsächlich «nur» noch während der Sommerferien vor dem Gotthard stauen. Wenn dafür der Stau auf den Zürcher Strassen weniger werden würde, könnte ich damit gut leben – als Privatmann wie auch als Kantonsrat und Unternehmer

s s’Schmunzel-Eggli

S s’Schämdi-Eggli

Wahlen zum Ersten Die CVP Dietikon möchte bei den kommenden Stadtratswahlen «ihren» zweiten Stadtratssitz zurückerobern. Neben dem bisherigen Finanzvorstand Rolf Schaeren tritt sie erneut mit Reto Siegrist an, der vor vier Jahren als Überzähliger ausschied. An Selbstvertrauen mangelt es Siegrist offensichtlich nicht. Auf seine Wahlchancen angesprochen, antwortete er ausweichend, er wolle nicht von Chancen sprechen, sondern davon, was Dietikon verpasse, wenn er nicht Stadtrat werde. Da kann man nur lapidar feststellen, dass Dietikon seine Nichtwahl vor vier Jahren bestens überlebt hat …

Wahlen zum Zweiten Es ist ein untrügliches Zeichen für bevorstehende Wahlen, wenn die Anzahl parlamentarischer Vorstösse explosionsartig zunimmt und deren Themen an Kreativität kaum mehr überboten werden können. Das gilt auch für Dietikon. So forderte FDP-Gemeinderat Michael Segrada unlängst, lärmenden Rasern an den Hotspots in Dietikon mit Radarkästen und Radarwarntafeln Einhalt zu gebieten. Derselbe Parlamentarier forderte in einem weiteren Vorstoss Ladestationen für Teslas. Sein Parteikollege Philipp Müller regte mit einer Interpellation die Schaffung eines bahnbrechenden Limmattaler Badi-Passes an. Der bürgerliche Wähler fragt sich nun echt besorgt, ob sich die FDP Dietikon ein neues Parteiprogramm verpasst hat. Offenbar hat der bewährte FDP-Slogan «Mehr Freiheit, weniger Staat» definitiv ausgedient.

Mit schlanker Navigation im Netz

Gewerbezeitungen.ch im elegant-luftigen Kleid Die Homepage der innovativen Eugen Wiederkehr AG ist jetzt noch benutzerfreundlicher.

Text: Harald Tappeiner, Bild: zVg

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Der Verlag hat sich für eine ­moderne und gut lesbare Schrift entschieden. So macht es noch mehr Freude, die Homepage www.gewerbezeitungen.ch zu besuchen.

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit, ein bisschen mehr Güte und weniger Neid, ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass, ein bisschen mehr Wahrheit, das wär doch schon was.

Statt so viel Hast ein bisschen mehr Ruh’. Statt immer nur ich ein bisschen mehr Du! Statt Angst und Hemmungen ein bisschen mehr Mut und Kraft zum Handeln, das wäre gut.

Kein Trübsinn und Dunkel, mehr Freude und Licht. Kein quälend Verlangen, ein froher Verzicht und viel mehr Blumen, so lange es geht, nicht erst auf Gräbern, da blühn sie zu spät! (Peter Rosegger, 1843–1918, Pseudonym P. K., Petri Kettenfeier, österreichischer Volksschriftsteller und Erzähler, Autodidakt, begann als Wanderschneider)

Lgz 2017 05